Zreitag, 25. Zebruar 1938 Nr. 47 Lrftes Blatt 188. Jahrgang n Mi- blem der deutschen Hochschule nicht in erster Linie würde, | eine Frage geeigneter Fachkräfte, als vielmehr München, 24. Febr. (DNB.) Zum 18. Male jährt sich heute der geschichtliche Tag, an dem Adolf Hitler inmitten einer lärmdurchtobten Versammlung im Münchener Hofbräusaal zum erstenmal die 25 Programmpunkte der NSDAP, verkündete. In der achten Abendstunde versammelten sich die Männer, die das Goldene Ehrenzeichen der Partei und der Blutordsn als die Alte Garde Adolf Hitlers kennzeichnen, in demselben Hosbräuhaussaal, in dem damals die Programmverkündung erfolgte. Wer von den alten Kämpfern aus dem ganzen Reiche im Hofbräuhaussaal nicht Platz fand, nahm die Parallelkundgebung im Bürgerbräukeller auf. Im Hofbräuhaus sieht man die Rsichsleiter Fiehler und Amann, Korpsführer Hühnlein, Reichsleiter Rosenberg und Stabschef Lutze. Auch viele Frauen nehmen teil. Neben der Sternecker Gruppe fehlt nicht der Stoßtrupp Hitler mit seinem Führer Berchtold-. Weiter sieht man die Parteigenossen Kriebel, Hermann Esser, die Reichsleiter Schwarz, Bouhler, Grimm, Bormann, Dr. Ley und Dr. Frick, die Gauleiter, Ministerpräsident Siebert, den Kommandierenden General des VII. Armeekorps General der Infanterie Schobert und den Befehlshaber der Luftwaffengruppe III General der Flieger Sperrte. Weiter die Rsichsminister von Ribbentrop, Lammers und Rust sowie die Reichsleiter Dr. Dietrich, von Schirach und Frank. Kurz nach 20 Uhr trägt der alte Kämpe Grimminger, geleitet von zwei --- Führern, die B l u t f a h n e in den Saal. Ein Trompetensignal. Der Führer kommt. Ein Jubel- sturm bricht los. Leuchtenden Auges schreitet Adolf Hitler zur Saalmitte, nach allen Seiten grüßend und dankend. Hinter dem Führer Rudolf Heß, der Gauleiter des Traditionsgaues Adolf Wagner, Obergruppenführer Brückner, Gruppenführer Schaub, Reichsführer ff Himmler und Ulrich Graf. Adolf Wagner eröffnet die Feierstunde. Und dann tritt der Führer an das Podium. In kurzen Strichen läßt er vor dem geistigen Auge der Teilnehmer dieser Stunde das Bild jener ersten heroischen Tage der jungen nationalsozialistischen Bewegung erstehen, er spricht zu ihnen in packenden Worten über die entscheidenden Grundsätze und revolutionären Auffassungen von Führertum und Japan verteidigen kann. Hand in Hand hiermit geht das Bemühen, die Differenzen mit Japan nicht auf die Spitze zu treiben und sich bezüglich der amerikanischen Interessen auf dem asiatischen Festland auf ein Mindestmaß zu beschränken. Wie verträgt sich diese gegenwärtige Außenpolitik mit der Quarantäne-R:de Roosevelts im Oktober, mit der gleich darauf folgenden Brandmarkung Japans durch Hüll als Angreiferstaat und mit der anschließenden Beteiligung Amerikas an der Brusse- ler Konferenz? Diese beiden Phasen vertragen sich eben nicht miteinander, sondern stellen eine nach außen noch nicht erkennbare, aber nichtsdestoweniger erfolgte Änderung der amerikanischen Außenpolitik dar Im September und Oktober vorigen Jahres sah man hier in Washington weiter nichts als d i e Verträge aus der guten alten Zeit, die Amerika zum Schutz Chinas unterzeichnet und die Japan nach der hiesigen Auffassung gebrochm hatte. M^n tehte noch in der Erinnerung an die Zeit, als man solche Verträge noch durchsetzen konnte. In- Volkes stehend angesehen habe, eine revolutionäre Forderung. Die sogenannte Objektivität, die ihre Begründung geradezu im Kampfe gegen das Volk suche, hätte die Hochschulen in eine schwere Krisis geführt. Wir brauchten Männer, die v o n der politischen Haltung aus ihr Handeln bestimmen würden. Somit sei das Grundgro- die Durchdringung mit der nationalsozialistischen Weltanschauung. Hier liege die große Aufgabe des NSD.-Dozentenbundes. — Dann sprachen Prof. Dr. Hoppe über „Deutsches Volkwerden im ge« neue Stellung ein, es habe auch eine neue Haltung bekommen, eine neue Zuversicht und Gläubigkeit, und das fei vielleicht der entscheidendste Wandel, der sich feit den letzten fünf Jahren in Deutschland vollzogen habe. Unter dem begeisterten Beifall der alten Kämpfer gedenkt der Führer hierbei noch einmal des Verdienstes der nationalsozialistischen Bewegung, die das deutsche Volk geeint und zusammengeschlossen, zusammengefügt und zusammengejchweißt habe. Die nationalsozialistische Bewegung habe damit eine neue Zeitepoche in der jahrtausendalten Geschichte des deutschen Volkes begonnen. Bei den Schlußworten des Führers löst sich die atemlose Spannung und begeisterte Zustimmung, mit der die Männer der Alten Garde die Rede des Führers aufnehmen, in minutenlangen tosenden Kundgebungen und Heilrufen. Dankbar strecken die 2000 dem Führer die Rechte entgegen und danken ihm immer wieder aufs neue mit jubelnden Heilrufen. Im Deutschland- und Horst-Wessel-Lied löst sich dieses tiefe ergreifende Gefühl der Dankbarkeit. Die deutsche Antwort zur Freiwilligenfrage überreicht. London, 24. Febr. (DNB.) Der deutsche Geschäftsträger in London, Dr. Woermann, übermittelte dem Vorsitzenden des Nichteinmifchungs- ausschufses, Lord Plymouth, die deutsche Antwort zu dem britischen Vorschlag auf Annahme einer Formel, die geeignet sein soll, gewisse in den Beratungen des Nichteinmischunqsausschüsses auf- gedeckte Schwierigkeiten zu überbrücken. Die deutsche Antwort ist im wesentlichen zustimmend. Die britische Formel bezieht sich nur auf eine Einzel« frone des zur Zeit zur Beratung stehenden Planes für die Zurückziehung der Freiwilligen, die Anerkennung der Kriegsrechte für die beiden spanischen Parteien und die Wieder- Herstellung der Kontrolle. Amerikas Außenpolitik. 23on unterem K G S.-Berichtersiatter. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Washington, Februar 1938. In Amerika beschäftigt man sich nach sehr langer Pause wieder einmal mit dem Problem, welche Politik die Vereinigten Staaten gegenüber anderen Mächten verfolgen sollen. Zwar ist nach der Verfassung der Präsident allein und ausschließlich mit der Führung der Außenpolitik beauftragt, und er kann, wie ihm erst kürzlich wieder vom Obersten Bundesgericht bestätigt worden ist, Verhandlungen jeder Art mit dem Ausland führen und, soweit nicht ein ausdrückliches Verbot in der Verfassung dem widerspricht, ziemlich weitreichende Maßnahmen treffen. Aber dem Bundesparlament sind trotzdem starke Möglichkeiten geblieben, in diese Selbständigkeit des Präsidenten hemmend einzugreifen. So hat im vorigen Jahr der Bundeskongreß durch ein dem Weißen Haus gar nicht paffendes Gesetz das Verhalten der Regierung in den Fällen amerikanischer Neutralität weitgehend festgelegt, und nur der Tatsache, daß weder Japan noch China bisher formell Krieg erttärt haben, war es zu verdanken, daß der Präanders als lügen, verleumden und hetzen, wobei wir genau wissen, daß kein Krieg von diesen jüdischen Hetzern jemals mitgekämpft werdens daß sie aber die einzigen Verdiener an diesen Kriegen sind." schichllichen Wandel", Professor Dr. von zur Mühlen über „Die geologischen Grundlagen des deutschen Lebensraumes", Professor Dr. Burg- d ö r f e r über „Die bevölkerungspolitische Lage und Aufgabe im Dritten Reich" und Dozent Dr. habiL Abel über „Rassengeschichte und ihre Bedeutung für die Entwicklung des deutschen Volkes". 3m letzten Teil seiner immer wieder von begeiferten Kundgebungen unterbrochenen Rede lenkl der Führer die Erinnerung feiner ollen Kampfgenossen noch einmal zurück auf jenen 24. Februar 1920, als er zum erstenmal das Programm der R a l i o n a l f o z i a l i- siifchen Deutschen Arbeiterparkei verkündete. Er rüst die alten Parteigenoffen als Zeugen dafür auf, daß Punkt um Punkt des Programms erfüllt fei, ur.b begeisterter, lange anhaltender Jubel folgt feinen Dorten, als er feststellt, daß ein neues Deutschland heute entstanden fei. Der unerbittliche und unerschütterliche Wille der nationalsozialistischen Bewegung, Deutschland groß und stark und damit reich und glücklich zu machen, sei von i;m vor 18 Jahren an dieser Stufte zum ersten Male ausgesprochen worden, und heutebekenne er sich ebenso wie damals zu diesem Programm. Minutenlange begeisterte Kundgebungen brausen durch den Saal, als der Führer davon spricht, daß die nationalsozialistische Bewegung und das ganze deutsche Volk ihn nie verlassen werden. Das deutsche Volk nehme heute nicht nur eine Oie Hochschule im deutschen Lebensraum. Sernesterschlutz-Kundgebung der Berliner Universität. Berlin, 24. Febr. (DNB.) In der Berlmer Universität wurde die zwei Tage umfassende S e. mesterschluß - Kundgebung des NSD.- Dozentenbundes Gau Berlin eröffnet durch den Gau-Dozentenführer Prof. Dr. Willing. Anstelle des erkrankten Reichs-Dozentenführers Prof. Walter Schultze sprach anschließend ff-Hauptsturmführer Dozent Dr. Borger über „Die Hochschule im deutschen Lebensraum". Er bezeichnete es als Aufgabe des Dozentenbundes, die Hochschulen zu lebendigen Gliedern des deutschen Volkes zu machen. Diese Forderung sei im Gegensatz zum Liberalismus, der die Wissenschaft als außerhalb des Annahme von Anzeigen füi öie Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm hohe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von70mrn Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach oorh Vereinbg.25"/o mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige töelegenheitsanzei- gen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Ser Führer spricht zu seiner Alten Garde am Jahrestage der Gründung der nationalsozialistischen Partei. „Aus einem Lande der Ohnmacht und Schwäche wurde ein Reich der E nheit und ter Kraft." Gegen die neue Lügenhetze in drrAnslandspresse Wir werden gegen die jüdischen Giftmischer energisch vorgehen. einem anderen Staat in irgendwelchen Gewässern energisch abgestritten. Man kann hieraus d^n Schluß ziehen, daß Amerika mit Derwick ungen auf der atlantischen Seite nicht rechnet. Auf d.r andern Seite aber liegen die 111 P P>e n bie bis auf weiteres, ja fast noch zehn ^ahre lang, zum Schutzgebiet der Vereinigten S.aaten gehören. Diese Inseln sind außerordentlich schwer zu schützen. Nach Ansicht der amerikamschen Marine können sie nur indirekt, d. h. dadurch verteldlgt werben, daß man die japanische Herrschaft mrf)t über das asiatische Festland und das ostchinesyche Meer hinaus sich ausdehnen läßt. Wenn Amerika ar.da-> Bündnissystem glauben würde, so konnte es nmur ch den gewünschten Zweck am einfachsten und blll.gsten durch ein Bützdnis mit England, Frankreich und Holland erreichen. Da das aber nicht m Frage kommt, so verlangt die amerikanische Mannelei ung eine Flotte, die so stark ist, daß sie die ganze Lime von Alaska nach Hawai mb über die ^il’ppnvm bis zur Südsee, also fern vom Heimatland gegen stdent trotz des großen Druckes gewisser Kreise in Amerika sich bisher von der Anwendung d-es Gesetzes auf den Konflikt im Fernen Osten^drücken konnte. Die zweite unb# erheblich gewichtigere Möglichkeit ist jetzt gekommen, da der Präsident zu der von ihm gewünschten Aufrüstung insofern der Zullimmuiia beider Kammern bedarf, als diese d i e Mittel hierfür zu bewilligen haben oder verweigern fönnen. Diese Budget-Hoheit des Parlaments ist praktisch gleichzeitig ein wesentliches Mit- bestimmungsrecht bezüglich der Grundlinien der amerikanischen Außenpolitik und so ist das Thema Außenpolitik jetzt auf einmal in den Vordergrund der öffentlichen Diskussion gerückt. Bekannt ist die stimmungsmäßige Einteilung des amerikanischen Volkes in Pazifisten, in Isolationisten (die durchaus aber nicht pazifistisch zu sein brauchen), in eine große Masse von Amerikanern, die den Frieden wünschen, aber bereit sind, der außenpolitischen Führung des Weißen Hauses, ohne zu viel Zögern zu folgen, sowie in eine Mine Gruvpe von Moralisten, die die Welt verbessern möchten. Präsident Roosevelt hat zeitweise zu letzterer Gruppe gehört und dies besonders in feiner bekannten Rede vom 5. Oktober in Chikago als das neue Leitmotiv der amerikanischen Außenpolitik proklamiert. Ob er inzwischen aus dieser' Gruppe ausgetreten ist, weiß man nicht. Es gibt kaum jemand, der die Entschlüsse Roosevelts voraussagen kann. Er hat sicherlich eine große Lime, die er bekanntlich bei seinem Amtsantritt am 4. Marz 1933 als die Politik des guten Nachbarn m großen Umriffen (fixiert hat. Aber es ist ebenso bekannt, daß er plötzlichen Stimmunasänberungen unter, morsen unb bann geneigt ist, bi-fen ober jenen Punkt der Linie schärfer zu betonen ober zu ignorieren. Berftünb'ich ist boher die Unsichertzeit hier sowohl wie im Auslanb über bas. was Roosevelt außenpolitisch zu tun gebenkt unb gegen wen er die erweiterte Rottenrisitunq verlangt Am besten laßt sich ein Schluß auf feine Plane ziehen, wenn man zunächst bie konkreten Ta schen registriert. Es ft-ht fest, baß die Bereinigten Staaten durch bas bekannte P-utro itatsgesetz die weit- gehenbe Isolierung Amerikas im Fa le tem- der Kriege zum Ziel erhoben haben. Es steht ferner feft bah in dem Gesetz sogar der Anspruch aus die sogenannte ..Freiheit der Meere» au gegeben worden ist. Es steht fest daß die °m°r,k°- nifche Kriegsflotte schon m .^«„SWr gen '^ufammenfehuna stark genug tft, den Zlnann einer seiubsichen Flotte auf bie Wttüfteb« Beretmg en Staaten ersolmeich ab,zuwehren. Aus der °n°-r-n (äpif» st-ht fest daß Roosevelt das Neutrauiars- gIe^rIautenb"t^nH^^"ie6llnVaufben^bemotraH^^^en Parteitag 1924 unter Vorsitz des leigen Amzen Ministers' fiuH in bas offiziell« demokrot sch-Wohl- Programm ausgenommen worden war E5 m T steÄ'BÄ'Sr Ileibet unb in ärmlichen D-Hau^neen W er oegetiert. Trvädem werden neue z-ug- angefordert und die B^tz^g^ flanai Ozean, von Ala oka ube -beteiligt und Guam werden in großzu lger ^We 9Hann,. und erhalten erhebliche Vers . 1 ^rden schaff und Kriegswer^zeuaen. Kteichz 0^^ die Beziehungen zu den Plnlippme niKf) peknuvft und amerikanisch^ K.euztt^wo Sidney, sondern auch nactz ntben einem britische und ftanzoMe Krteqsfch sind, holländischen Kriegsschiff bi ' gnn(anb unb Schließlich wwd Japan von Amerika^ ^ofcn Frankreich in gleichzeitigen un Darlegung der unter Fristsebung kategorisch japanischen Flottenplane auf arnerika- Äus^orstehenb-m ist e sichtlich bo^b- Oz-on SM) des At- 1"“" f !r*\rn Ozeans üherlaflm will? »oofeneft, Hust 'mb* Leahp haben JBeftehen Er,dws- ‘üÄÄ ÄÄ.« mit irgend- Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Druck und Verlag: vrühlsche Unlverstlätzdrukkerei R.Lange in Sietzen. Lchristlestung und Scschästrftelle: Schulstratze 7 zwischen hat man lernen müssen, daß weder Amerika noch England das Chinesische Reich gegen Japan verteidigen können, und die Chikagoer Rede Roosevelts ist jetzt ein Teil der Geschichte, nicht aber der gegenwärtigen Politik. Amerika und England haben keine schriftlichen oder mündlichen Bündnisse und Abmachungen. Das kann man Herrn Hüll gewiß glauben, aber sicher ist, daß weder England noch Amerika die Ausdehnung japanischer Eroberungen über 'das chinesische Festland hinaus oder eine Verletzung der Monroedoktrin dulden werden. Die Bande, die Amerika und England zusammen« h-alten, sind nicht Bündnisse, sondere geographische und historische Tatsachen. Es besteht an vielen Stellen der Erde, besonders natürlich im Stillen Ozean, eine Gemeinsamkeit der Interessen, und es besteht ferner das gegenseitige Angewiesensein auf im Kriege sowohl wie im Frieden unbedingt erforderliche Rohstoffe, die man nur voneinander erhalten kann. Er)d)etni täg ltd), außer Sonntags und feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle monatSiBeiugsprets: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte e 1 80 Zustellgebühr , -25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt 5ernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Gießen poftfd)edtonto: firanifurt am Main 11688 Volksgemeinschaft, von Ehre unb Freiheit, die er damals vor 18 Jahren zum ersten Male proklamiert hatte und die heute durch den Einsatz der Bewegung Allgemeingut des ganzen deutschen Volkes geworden sind. Der Kampf gegen die Gleichgültigkeit .und Indolenz, der Kampf gegen die Hetze von Lügen und Verleumdungen, der Kampf gegen den Terror und der Kampf gegen den damaligen Novemberstaat —- alle diese großen Etappen werden in der Erinnerung der alten Parteigenossen aus den Worten des Führers wieder wach. Der Führer schildert bann die entscheidenden Jahre des legalen Kampfes um die Macht und die Etappen des Aufbaues der letzten Jahre: Die Sicherung der Macht, die Sicherung des nationalsozialistischen Reiches nach außen, die Erringung und Festigung der Souveränität über das gesamte Reichsgebiet und die Erringung der Gleichberechtigung. „Aus einem Lande der Ohnmacht und Schwäche wurde e i n Reich der Einheit und der Kraft" — fo ruft der Führer unter minutenlangen stürmischen heilrufen seinen alten Mitkämpfern zu. Als er dann die heutige Stellung des Reiches in militärischer, politischer und wirtschaftlicher Hinsicht umreißt, als er insbesondere die unabwendbare Forderung Deutschlands auf Rückgabe seiner Kolonien und die Sicherstellung der deutschen Gleichberechtigung betont, da unterstreichen minutenlange Kundgebungen die Darlegungen des Führers Und wieder findet der Führer begeisterte Zustimmung, als er unter Hinweis auf die großen baulichen und kulturellen Pläne des Dritten Reiches für die nächsten Jahre und Jahrzehnte feffftet», daß gerade wegen dieser gigantischen Projekte Deutschland nichts weniger wünscht als Frieden und Verständigung, aber einen Frieden in Ehren. Im Verlaufe seiner Ausführungen befaßte sich dann der Führer nochmals mit der Hetze b e r internationalen Presse, die nach der Rede vom 20. Februar nicht einmal die Anstands- rift von ad)t Tagen habe verstreichen lassen, ohne chon aufs neue ihre Lügen unb Ver- leumbungen gegen Deutschland fort = zu etzen. News Chronicle beispielsweise entbiete ich nicht zu behaupten, daß trotz des Berchtesgadener Abkommens 4 0 0 0 0 Mann der österreichischen Legion in Deutschland an der österreichischen Grenze zusammen gezogen seien. Die Karten, bie im Hauptquartier der Legion gezeigt würben, ließen ertennen, baß der Vormarsch nach Oesterreich von drei Richtungen durchgeführt werden solle. Die Kolonnen sollten sich kurz vor Wien treffen und dann gemeinsam a u f dieösterreichischeHauptstadt mar sch i e- r e n. Eine weitere Formation von 10 000 Mann tehe' bereit, um in die Tschechoslowakei einzufallen. Alle diese Formationen seien nach dem 4. Februar neugebilbet worben. Unter toienbem Beifall prangerte der Führer diese neuerlichen brüten Behauptungen des News Chronicle als von An - fang bis zu Ende erschwindelt und erlogen an. Hier sei au's neue zu erkennen, wie bie jüdischen internationalen Giftmischer Lugen fabrizieren unb verbreiten. „Wir können", so erklärte der Führer, „daraus eine Lehre ziehen. Wir werden bald gegen die jüdischen Hetzer in Deutschland energisch vorgehen. Wir wissen, daß sie Vertreter einer Internationale sind, und wir werden sie auch alle d e rn- entsprechend behandeln. Sie können nichts Berchtesgaden, ein Markstein -es Friedens. Oie große Re-e -es österreichischen Bundeskanzlers Or. Schuschnigg. — Konzentration aller positiven Kräfte. — Mitarbeit aller im Rahmen -er Verfassung. Der Weg zum wahren deutschen Frieden. Aun kommt die Zeit der Fahrten und Lager. Oie Pläne der Hitler-Zugend Hessen-Nassaus für 1938. der engsten Verbundenheit und Freundschaft mit dem Deutschen Reiche bewußt sei. Dennoch fei ein Bruderkampf gekommen, der fünf Jahre währte. „Nun soll", fuhr Dr. Schuschnigg fort, „Friede sein. Ein Frieden, der beiden Teilen g e - recht wird. Ein ehrenvoller Frieden, der einem Kampf, der allzu lange mit ungleichen Waffen gekämpft ward, ein, so Gott will, endgültiges Ende setzt; einem Kampf, der ganz gewiß nicht im Interesse des deutschen Volkes und des deutschen Raumes, wie immer man feine ideale Gestaltung sehen mag, gelegen war." sei, seine Politik auch weiterhin in den bewährten Bahnen der römischen Protokolle zu führen, deren wirkschaflliche und politische Bedeutung auch heute nichts von ihrer Aktualität verloren habe. Es wäre sachlich ungerechtfertigt und irreführend, von einer Slenberung der zwischenstaatlichen Beziehungen Italiens zu Oesterreich gu sprechen, wie es mitunter in einzelnen Stimmen der internationalen Presse zu lesen gewesen fei. „Darüber hinaus", 'betonte Dr. Schuschnigg, „scheint es unerläßlich, wesentliche Feststellungen nochmals zu wiederholen, damit an unserem unerschütterlichen Willen zur Eigenstaatlichkeit und Unabhängigkeit kein Zweifel sei. Unser Land ist ein Fixpunkt der Landkarte Europas und für die gesamte Kulturwelt ein Begriff, der aus dem europäischen Gesamtbild nicht wegzudenken ist. Wir haben das geographische Bill) nicht gewollt und nicht verschuldet, welches die Landkarte feit 1918 aufweist. Wir haben uns unsere Grenzen nicht ausgesucht. Liber das, was wir haben,das wollen und werden roirbe» halten. Wir sind ein christlicher Staat, wir sind ein deutscher Staat, wir sind ein freier Staat, und jeder in diesem Lande ist gleichberechtigt vor dem Gesetz. Die möglichen und notwendigen Plattformen für die friedliche Ausein- anterfefyung und Austragung der Meinungsverschiedenheiten im Rahmen der Vaterländischen Front würden geschaffen werden. Vor allem müsse allen daran liegen, den Arbeits- f r i e D en zu erhalten. Es dürfe keine Klassenfronten geben. Es sei nicht jeder, der nationalfozialisti- sches Gedankengut vertrete und sich die organische Fortentwicklung Mitteleuropas in der Schaffung eines neuen großen Reiches vorstelle, deshalb zugleich schon ein schlechter Oesterreicher. Es beginne die Periode des Ausbaues der österreichischen Stellung. Wien, 24. Febr. (DNB.) Bundeskanzler Dr. Schuschnigg hielt am Donnerstag im Bundestag feine mit Spannung erwartete Rede. Die Regierung, fo erklärte er, steht unverrückbar a u f dem Boden derVerfaffungvoml. Mai 19 34. Sie erachtet es daher als ihre erste und selbstverständliche Pflicht, mit allen ihren Kräften die unversehrte Freiheit und Unabhängigkeit des österreichischen Vaterlandes zu erhalten. Sie sieht ihre Ausgabe darin, den Frieden nach außen mit allen ihr zustehenden Möglichkeiten zu sichern und den Frieden im Inneren nach bestem Wissen und Ge- wissen zu verbreiten und zu wahren. Ich brauche nicht zu betonen, daß ausländische Vorbilder für uns nicht in Frage kommen konnten. Die Verfas- fung kennt keine Parteien und keinen Parteistaat; sie unternimmt die beruf 2- stci irdische Gliederung des Volkes, wobei als regulierender Faktor die autoritäre Stütze der staatlichen Führung vorgesehen ist. Daher gebe es auch keine Koalition, fo fuhr der Bundeskanzler fort, weder im politischen Leben noch in der Regierung. Die neue österreichische Regierung könne daher keine Regierung der Koalition, also eine Parteienregierung fein, sondern ihr Ehrgeiz bleibe es, die Konzentration aller positiven Kräfte des österreichischen Volkes darzustellen. Jedem Oesterreicher, der zur Mitarbeit bereit und entschlossen fei und der seine Kräfte dem Aufbauwerk widme, stehe der von der Regierung vorgezeigte Weg zur Arbeit offen. Das Abkommen vorn 11. Juli 1936 habe in seiner Durchführung Schwierigkeiten aufgezeigt, deren ungelöstes Fortbestehen eine akute Gefahrenquelle^ bedeutet habe. Trotz aller Bemühungen fei es bis- her nicht restlos gelungen, die Spannungen zu lösen, die über dem deutschen Raum, über Oesterreich und Deutschland feit Jahren lasteten. Es habe sich ein auf die Dauer unerträglicher, weil durchaus anormaler Zustand herausgebildet. „Die nunmehr getroffene Vereinbarung", bemerkte der Bundeskanzler, „trägt alle M n - sähe guten Gelingens und alte Voraussetzungen einer befriedigenden Entwicklung und eines restlosen Friedensschlusses in sich. Leider habe man nicht alles Unheil gutmachen können. Der Opfer feien viele, allzu viele gewesen." Dr. Schuschnigg widmete an dieser Stelle seiner Ausführungen ein besonderes Wort des Gedenkens an Bundeskanzler Dollfuß. „Wir neigen uns", sagte Dr. Schuschnigg, „in dieser Stunde vor allen Opfern. Wer aus Idealismus und nicht aus Be- rechnung, im Glauben seine Pflicht zu tun, auf die Barrikaden steigt, war zu allen Zeiten niemals der wirkliche Nutznießer der Revolution; er hatte daher, wenn ihm das Schicksal hold blieb, zu allen Zeiten und überall einmal bei Wiederkehr ruhigerer Zeiten den Anspruch auf Versöhnung. Dies ist der Sinn der Amnestie." Wir haben die ehemaligen parteigebundenen Sozialdemokraten zur Mitarbeit in der Vaterländischen Front eingeladen; wir haben den ehemalig parteigebundenen Nationalsozialisten wie den Angehörigen aller anderen Gruppen unter vollkommen gleichen Bedingungen die Möglichkeit der Mitarbeit eröffnet So war denn dieser Tag von Berchtesgaden, wie ich in Uebereinstimmnng mit dem Reichskanzler und Führer des Deutschen Reiches zu« versichtlich hoffe, ein Markstein, der die Beziehungen unserer beiden Staaten im Interesse des gesamten deutschen Volkes, seiner Äut- tur und seines völkischen Lebens, im Interesse insbesondere auch unseres österreichischen Vaterlandes, dauernd und für alle Zukunft freundschaftlich zu regeln bestimmt ist: Ein Markstein des Friedens. Diejenigen, die in der parlamentarisch-demokratischen Zeit des Nachkriegsöfterreichs die Derant- motung $u tragen gehabt hätten, seien sich einig gewesen über das von der jeweiligen innerpolitischen Gestaltung unabhängige freundschaftliche Verhältnis zum benachbarten Deutschen Reiche. Auch Dollfuß habe bei seinem Regierungsantritt bekannt, daß Oesterreich „als selbständiger deutscher Staat" sich Der deutsche Frieden, wie er das Abkommen bezeichnen möchte, lege neuerlich ausdrücklich denen, die sich zu nationalsozialistischen Gedankengängen bekennen, die Wege frei zur Mitarbeit mit allen anderen, sofern ihr Bekenntnis in Einklang stehe mit den Grundsätzen der Verfassung, die das „unabhängige und selbständige deutsche und christliche, ständisch gegliederte und autoritär geführte Oesterreich" geschaffen habe, in Einklang stehe weiter mit den Grundgesetzen der Vaterländischen Front, neben der es in Oesterreich keine politische Partei und keine poli- tifche Organisattonsform geben könne, innerhalb welcher für die Gleichberechtigung aller bei unverrückbarem Festhalten an ihren Grundsätzen Sorge getragen werde. „Wir wissen genau", betonte Dr. Schuschnigg, ,chaß wir bis zu jener Grenze gehen konnten und gingen, hinter der ganz klar und eindeutig ein ,Bis hierher und nicht weites steht. Ich lege Gewicht darauf, zu erklären, daß ich in vollem Bewußffein der Verantwortung und unter voller Bedachtnahme auf die Lebensinteressen und den friedlichen Aufftteg unseres Vaterlandes bereit bin, ohne jeden Nebengedanken und in absoluter Klarheit des österreichischerseits gegebene Wort einzulösen. Ich und wir alle werden glückllch fein, wenn nun eine harte, opfervolle Zeit, die mit einem harten Tag am 12. Februar 1938 ihren Abschluß fand, zum wahren deutschen Frieden geführt hat, einem Frieden, den zu erhalten und zu vertiefen es die gebrachten Opfer lohnen würde." Dann wandte sich Dr. Schuschnigg der „rein österreichischen Seite" zu. Es bedürfe feines besonderen Hinweises darauf, daß Oesterreich fest entschlossen NSG. Die Hitler-Jugend des Gebietes Hessen-Nassau führt auch in diesem Jahre wieder eine große Zahl von Fahrten in den eigenen Gau, die Nordmark und die Ostmark durch. Rund 7 0000 Jungen werden im Laufe des Sommers an diesen Fahrten teilnehmen. Die HI. will in ihren Fahrten, die zum ersten Male im Jahre 1937 in großem Maße als Hessen-Nassau - F a h r t durchgeführt wurden, den Jungen und Mädeln ihre engere und weitere Heimat erschließen und durch gemeinschaftliches Erleben die nationalsozialistische Haltung vertiefen. Die j ü n g • ft e n Pimpfe werden schon im ersten Jahre ihrer Zugehörigkeit zum Deutschen Jungvolk auf kurze Fahrten geschickt. Ihnen stehen die Jugendherbergen als Unterkünfte und Standquartier zur Verfügung. Dom Jahrgang 1928, d. h. den jüngsten Pimpfen, werden über 12 000 i n 18 Jugendherbergen des Rhein-Main-Gedietes auf die zukünftigen Fahrten vorbereitet. Hier sollen sich Die Pimpfe in den Tugenden üben, die für die späteren Fahrten und den gesamten Dienst notwendig sind: in Disziplin, Gehorsam, Treue und Kameradschaft. In den folgenden Jahren geht der Pimpf zunächst im Jungvolk, dann in der HI. auf Hessen- Nassau-Fahrt. Ein planmäßiger Austausch sorgt dafür, daß der Junge der Großstadt die landschaftlichen Schönheiten des Gaues kennenlernt, während die Sohne der Bauern auf ihren Fahrten die volkreichen Gegenden des Gaues besuchen werden. In jedem Jahr wird der Junge einen anderen Teil seiner Heimat kennen lernen und sich mit feinen Bräuchen und Sitten vertraut machen. Er wird darüber hinaus einen Einblick in die landwirtschaftliche Arbeit nehmen und für diese Arbeit ein größeres Verständnis aufbringen. Im Jahre 1938 sollen 52 850 Jungen auf Hessen- Nassau-Fahrt gehen, die in 59 Sonderzügen zu ihrem Fahrtziel gebracht werden. Die, die sich auf diesen Hessen-Nassau-Fahrten bewährt Haden, erhalten die Berechtigung an den großen Grenzlandfahrten teilzunehmen. 12 Sonderzüge bringen in diesem Jahre 10 150 Jungen und 100 Mädel in die Nordmark und. vier Sonderzüge 3000 Jungen und 400 Mädel in bie Ostmark. Auf diesen Fahrten werden sie in den Grenzmarken des 4O.3M13 Warum verlor ec seinen fjalt kann. Die Ursache warZohnstein.der selbst gesunde ZSHne lockern und zum Ausfall bringen Puten Sie deshalb Ihre Zähne regel» mäßig mit Soliboil Denn nur SoliDot ent» hält in Deutschland Sulforizin-Oleat nach Dr. Bräunlich. Dadurch entfernt es beim Zähneput,en allmählich Den gefährliche» Zahnstein, verhindert seine TleubilDung, SOLI DOX pasxa Gegen Zahnstein Reiches einen Einblick in den jahrtausende alten Kampf um dos Deutschtum gewinnen. Die letzte Krönung des gesamten Fahrtbettiebes der HI. bilden die A u s l a n d s f a h r t e n , auf denen 42 Fahrtengruppen mit 1200 Mann 14 fremde Staaten besuchen werden. Die Hessen-Nassau-Fahrten finden Mitte Mai, Juni, Juli und August statt. Der erste Zug verläßt am 16. Mai seinen Heimatort. Die Fahrten- ziele sind: für den Bann 288 (Niederwald) und 287 (Offenbach) der Westerwald, für den Dann 254 (Wetterau) und Bann 304 (Vogelsberg) bie obere Lahn; die Banne 81/186 (Frankfurt) fahren in die We11erau und den Vogelsberg, Bann 87 (Westerwald) besucht Mainz, Bann 118 (Worms) und 249 (Odenwald) fahren nach Bad Homburg. Die Banne 80 (Wiesbaden), 166 (Taunus), 253 (Lahntal) und 303 (Dill- Eder) haben den Odenwald als Fahrtenziel. Die Banne 116 (Gießen) und 392 (Kinzigtal) verbringen ihre Zeit an der unteren Lahn, während Bann 88 (Wetzlar) und 98 (Hanau) den R h e i n ga u aufsuchen. Der Bann 117 (Mainz) fährt in den Oberwesterwald und der Dann 115 (Darmstadt) in das Kinzigtal. Die Fahrtenzeit teilt sich auf in je drei Tage Lager, Fahrt und Dorfguartier. Die einzelnen Fahrtengrupp.en bestehen aus 19 Jungen und einem besonders geschulten Fahrtführer. Die Kosten für die Hessen-Nassau-Fahrt betragen einschließlich Fahrt und Verpflegung 7.— RM., während die Kosten für die Nordmarkfahrt 15.—RM. betragen. Um diese Beträge zusammenzubringen, hat das Gebiet Hessen • Nassau eine großartige Sparaktion eingeleitet, durch die bis jetzt schon namhafte Beträge von jedem einzelnen Jungen für feine Fahrt aufgespart wurden. Einnahmen aus Volksgemeinschaftsabenden und der Altmaterialsammlung helfen den Jungen, die weniger Mittel haben, die Fahrt finanzieren. Gießener Gta-ttheater. Gastspiel Paul Wegener: »Kollege Crampton" von Hauptmann. Für sein zweites Gießener Gastspiel in diesem Winter hat sich der Staatsschauspieler Paul W e» g e n e r ein sehr viel milderes, versöhnlicheres und freundlicheres Stück ausgesucht als jenen infernalischen und zermürbenden „Totentanz", den wir kurz vor Weihnachten sahen: die Komödie .Kollege Crampton" von Gerhart Hauptmann, die hier vor ziemlich genau zehn Jahren zuletzt gegeben worden ist. Das Stsick gehört zu den frühen Werken, zu den ersten großen Erfolgen des nun 75jährigen: eine Ausführung von Moliöres „Geizigem" im Herbst 1891 am Deutschen Theater in Berlin gab Hauptmann, wie sein Biograph Schlencher berichtet, die erste Anregung und weckte Erinnerungen an seine Breslauer Kunstschülerzeit, insbesondere an einen seiner damaligen Lehrer, Professor James Mar- shall, der das Urbild des Kollegen Harry Crampton wurde. Anfang 1892 wurde die in ein paar Winter- wachen in der schlesischen Heimat niedergeschriebene Komödie, ebenfalls am Deutschen Theater in Berlin, ein starker und unbestrittener Erfolg. ♦ Im großen, kaum noch auf einen Blick zu über- sehenden Gesamtwerte Hauptmanns nimmt Das Künstler-Problem eine merkwürdige und nicht uninteressante Stellung ein: Hauvtmann hat Das Motiv wiederholt aufgegriffen und in verschiedenen Spielarten abgewandelt. Was den „Crampton" betrifft, wo es zum ersten Male auftaucht, so Darf dieses Drama als die Komödie Des entgleisten Ge- nies bezeichnet werden. Hauptmann kam es hier — und später noch — offenbar auf Die Grenz- bezirke an, auf einen Sonderfall, auf die Geschichte eines Außenseiters; er gab Dem Motiv, in dreifacher Abwandlung, jeweils einen andern Akzent: im „Michael Kramer" wurde das Künstler-Motto vom Generattonsprodlem nahezu überspielt und verdeckt; hier haben wir fast mehr ein Drama zwischen Vater und Sohn als ein Künstler-Stück. Im ,Peter Brauer" endlich ist das Motto insofern abgebogen, wo nicht ins Gegenteil verkehrt, als Der fragmür» bige Held, Brauer, gar fein Künstler ist, sondern ein schwadronierender Mensch, Der sich Den Anschein gibt, Künstler zu sein. Der Professor Crampton, etwa in Der Mitte zwischen beiben, ist bestimmt kein bloßer Scharlatan wie Brauer, ist aber gewiß auch nicht so ernst zu nehmen wie Kramer; seine künstlerische Echtheit und Kraft erscheint mehr als einmal in diesen fünf Akten nicht nur den andern, sondern ihm elber fragwürdig genug, und es wird dem Zu- chauer weder leicht gemacht, mit feinem Schick- al Mitleid zu haben, noch auch an das gute Ende dieser Affäre zu glauben. Sie endet ja nicht nur komödienhaft, sondern geradezu lustspielhaft-tradi- tionell mit Verlobung und in eitel Wonne; der schon erwähnte Schlenther machte mit Recht darauf aufmerksam, daß der Fall Crampton ebenso gut, ja mit größerer Wahrscheinlichkeit, auch ganz anders und keineswegs in rosiger Lustspielheiterkeit hätte enden können, ... vielmehr so, wie es im Dritten und vierten Akt angedeutet wird. * Diese Bedenken sind von Anfang an geäußert und nie unterschlagen worden; was aber dem Werk auch immer wieder feinen Reiz und seine unverwüstliche Lebenskraft gegeben hat, ist Hauptmanns Kunst, ein Stück zu bauen, — gewiß ein natura- listisch-undramatisches Stück —, in einen Menschen hineinzusehen und ihn lebendig zu machen samt feiner eigentümlichen Umwelt. Die Szenen in der Kunstschule wie die Szenen in der Kneipe sind, noch heute, von einer unangreifbaren Wirklichkeit und Echtheit, und die Liebesszene im letzten Akt gehört zu den feinen Hauptmannschen Idyllen, die er von „Sonnenaufgang" bis „Sonnenuntergang" mit meisterlich leichter und fester Hand dem deutschen Theater geschenkt hat. Das liegt freilich an Der Peripherie und hat mit Crampton und dem Künstler-Motiv nichts mehr zu tun; aber es lebt und bleibt und überdauert den Makart-Stil und die verschollene Studio- Atmosphäre, die aus der Entstehungszeit des Stückes i stammen. Crampton selber ift dramatisch wie j menschlich, das Gegenteil eines Helden: er regt , sich nicht und rührt sich nicht, er ist Da, aber er j bleibt passiv. Indessen: so unbewegt er bleibt — i er handelt nicht, sondern es passiert ihm —. fo lebendig, richtig und rund ist Das menschliche Bild, das man von ihm gewinnt. Er ist eiaentlich, obwohl „hoher Vierziger", ein großes Kind geblieben, weltfremd und ahnungslos, so hochmüttg wie gutmütig, verbummelt, vernachlässigt, „unverstan- iDen", wie er glaubt, und aufqerieben in einer Drillanstalt, wo er sich mit Abendakt-Unterricht ' und Korrekturen abplagen muß, fein Faktotum an- pumpt und sich bedenklich Dem Trünke ergibt. Das alles macht Den Mann nicht gerade sympathisch, aber man begreift auch, wie Das, was chm zu- stößt, auf ihn wirken muß: Daß ein fürstlicher Gon- ner aus besseren Zeiten ihn völlig vergessen hat, daß er sein Amt verliert, daß ihm Die Wohnung gepfändet wird und Die Frau davonläust... Es ist also wohl im Grunde weniger das Bild des Künstlers oder Pseudokünstlers, das die Darsteller an dieser Rolle immer wieder gereizt hat, als das vielfälttg gemischte und zusammengesetzte Charakterbild eines Menschen, dem zur legitimen Dramenfigur nur der innerste Antrieb zum selbständigen Handeln fehlt... Bei Wegener sieht man beides, den Künstler und den Menschen, ... Das Bild eines künstlerischen Menschen, Der „müde geworden" ist, der sich verzettelt, aufgerieben, aufgegeben und fallen gelassen hat. In seiner Darstellung wird man jeden einzelnen, jeden kleinsten Zug wiederfinden, den die Rolle enthält, wie sie bet Hauptmann im Buche steht. Er entwickelt diese Gestalt und setzt sie zusammen wie eine Mosaik- malerei, aber vhne alle Kleinlichkeit, sondern aus einer großartigen komödiantischen Ueberlegenheit, mit einem gelassenen Ueberblick über Den ausladenden Text und einer souveränen Lust an jener vielfältigen Mischung Des Charakters, dessen wesentliche Elemente wir angedeutet haben. • Wegener macht es, wenn man will, mit Den naturalistischen Mitteln und in dem Stil, in Dem Das Stück (zwischen den „Webern" und dem „Biberpelz") entftanden ist. Er kennt auch jede Wirkung und Wirkungsmöglichkeit genau. Die von diesem Crampton ausgeht, aber er ist viel zu intelli- gent und spielt ihn viel zu bewußt, als daß er etwa in einem platten Naturalismus mit Husten und Spucken stecken bliebe. Der Crampton gibt Wegener einen prachtvollen Anlaß, seine meist übersehenen oder nur selten gewürdigten Qualitäten als Komiker ins Licht zu stellen, und der Humor, der in manchen Szenen vom Crampton aus- geht, läßt gelegentlich an Wegeners Mephisto Denken, so sonderbar es klingen mag: es ist ein versteckter, ein hintergründiger und manchmal unheimlicher Humor, der sich auf die Spannung und unüberbrückbaren Gegensätze zwischen Dem Bürgerlichen und dem Unbürgerlichen oder Außerbürger- lichen gründet. Don hier aus gewinnt Die allem normalen, geregelten oder gar amtlichen Wesen feindliche und verlorene Existenz Cramptons noch in den trüben Niederungen einer obskuren und seiner höchst unwürdigen Kneipe eine gelassene Ueberlegenheit und ironische Distanzierung von seiner Umgebung, wozu ihn eigentlich nichts mehr legitimiert als der längst verblaßte Nimbus feiner künstlerischen Vergangenheit. » _ Wenn es Der in allen Tellen bestechenden und überzeugenden Leistung Wegeners gelang, Die Gestalt bis zu einem gewissen Grade aus den Bedingungen ihrer Enfftehungsevoche zu losen und zu einem schon irgendwie zeitlosen Typus hinaus- zuspielen, jo war dies Das Letzte, was einer darstellerischen Ausformung Dieser Figur gelingen kann. Die Fragwürdigkeit des Ausganges vergessen zu lassen, vermochte weder der Schauspieler noch der Spielleiter Wegener, der sich übrigens recht genau an den Text hielt, nur leider die Liebes- szene im fünften Akt merklich gekürzt hatte. We» gener hat sich auch fein eigenes Ensemble zusammengestellt und aufeinander abgestimmt. Einige markante Figuren heben sich hier hervor, an erster Stelle Henry V a h l als das Faktotum Löffler, ein nichtiger, runder, lebendiger Mensch aus der Hauptmann-Sphäre, mit dem leisen schlesischen Anklang im Tonfall, klein und ver- mickert, aber mit einem guten Herzen und goldenen Gemüt begabt. Dann Fritz Ley, frisch, jugendlich und herzlich als Max, Kai Möller als der lärmend und fröhlich aufgeräumte Adolf, „ein Dicker Krämer", Elisabeth R o h w e r als Gertrud und Nora Brand als Agnes Strähler, Der Hauptmann Den Mädchennamen feiner Mutter gegeben hat. — Herr Löffler hatte eine angemessene Ausstattung entworfen. « Wegener wurde mit Den Seinen, besonders nach Dem letzten Akt, lebhaft gefeiert. Hans Thyriot. 'a -Musik für Dich - Dies ist ein Lustspiel Der Terra, in Dem so merkwürdige und wunderliche Dinge passieren, teils mit, teils ohne Musik, daß man sie gar nicht der Reihe nach erzählen kann; es fängt an wie eine Operette, endet mit einer Hochzeitsreise und gebärdet sich unterwegs wie ein grotesker Schwank mit Der- wechslunge^ Hans Söhnker spielt die männliche Hauptrolle, ein Findelkind mit Drei /Adoptiv-) Vätern, ist Damenschneider, Herrenfriseur urb Taxichauffeur in einer Person, außerdem macht er die „Musik für Dich", für Magda Schneider nämlich, eine scharmante, aber etwas vergeßliche junge Dame mit einem furchtbar aufgeregten Para und einem niedlichen kleinen Hund. Der dritte im Bunde ist Paul Kemp, den wir lange nicht ge- sehen haben, und der hier eine erstaunliche Vorstellung als Zauberkünstler gibt. Wer bas Findel- kind, Die Drei Väter, Das Fräulein, Den Gesang und Die Zauberkünste samt Den übrigen Bestandteilen dieses Films in einem lustspielhaften Zusammenhang erleben mochte, muß sich selbst ins Kino bemühen: Regie führt E. W. Emo; Musik von Robert Stolz. — Außerdem ein Kulturfilm, Die Wochenschau, ein Vorspann zum „Tiger von Eschnapur" und eine halsbrecherische Akrobatik» Stummer auf Der Bühne. Hana Thyriot. Die Opfer des Terrors der GM. im Ausland Eine Statistik des Grauens Ermordete und „verschollene" Sowjetdiplomaten I. Frankreich. Figaro" vom 29. Dezember 1937 veröffentlicht 25. 4.1930: 6. 14. 7.1930: 3. 16. 25. 4. 7.1930: 15. 8.1937: r 20.11.1937: 21.10.1937: 23.11.1937: 8. 1.1938: 25. 4.1938: 10.12.1930: Lewin, Erster Sekretär der Botschaft 26. 1.1930: 12. 24. 7.12.1930: 5. 1.1938: Beksadfan, Gesandter, abberufen 12.10.1934: 29. Die für auswärtige Angelegenheiten, später für Justiz, Anfang Juni abgesetzt. der 500. Berlin, 23. Febr. (DJIB.) Der Fall Budenko Hal erneut die IHorb- und Terror-Methoden des Komintern heransgegeben wurde, ist natürlich keine vollständige Aufzählung der Erschießungen sowjet- Regierung. Es erweist sich, daß der w e »t a u s größte Teil der Genannten inzwischen e i n Opfer der GPU. geworden ist, wie folgende Aufstellung zeigt: Flotte, Marineattachö in Istanbul, Marineattachs in Stockholm, flüchtete 1930 nach Hamburg und später nach Brüssel, wo am 18. 2. 1938 ein Mord- anschlag auf ihn verübt wurde. Moskauer Mordllste, die von der Aull- („Morning Post" v. 10. 6. 37) und seither verschollen. Juni 1937: Jureneff, Botschafter in Berlin, abberufen und verhaftet: seither ver- schollen. Laut Aussage des gefluchteten Sowjetgesandten Barmin ist I. erschos- mandos der Roten Armee, leitete von Paris aus die Bestellungen und den Ankauf von Kriegsmaterial für die Rote Armee. Er weigerte sich, nach Moskau zurückzutehren. 1.1938: Ostrowski, Gesandter in Bukarest, abberufen. Anfang Februar ging er nach Wien und vermutlich nach der 2.11.1937: Kars kij, Botschafter, abberufen und verschollen. Außerdem 250 Preise von |e einem Jahres-Familienbedarf Burnus (12 Doppeldosen) und 750 Preise von je einem halben Jahres-Familienbedarf Burnus (6 Doppeldosen). Gehen Sie noch heute px Ihrem Einzelhändler, bel dem Sie Dumus kaufen. Dort liegen dle Teilnahmezertel kostenlos für Sie bereit, die auch alle Einzelheiten des Preisausschreibens enthalten. Ober aber: Schreiben Sie noch heute an die Burnus Darmstadt, dle Ihnen dle Teilnahmezettcl kostenlos jusendet. Nur Einsendungen, denen der Tellnahmezertel, in dem Sie versichern, datz Sie die eingesanbleu Nezeple selbst mit Burnus ausprobiert haben, ausgefülll und unterschrieben betgefügt ist, find teünahmeberechtigt. Machen Sie noch heute mit! e Das erste Preisausschreiben hat begonnen! e Nur noch 14 Tage läuft die Frhtl 10. 6.1937: Krestinskij, ehemaliger Botschafter in Berlin, später stellv. Volkskommissar AichtzurückgekehrteDipsomaten Liste der Sowjetdiplomaten, die sich durch Verweigerung der Rückkehr in die Sowjetunion vor der GPU. gerettet haben. die Tällgkeil der GPU. und ihre Opfer enlhalken. 1. Gpll.-Mrde im Ausland. 24. 7.1924: 2. M. Kalinnikow, antibolsche» wistischer Schriftsteller, in Sofia ermordet. 1.12.1924: Kark, Derkehrsminister, bei einem in Rom, plötzlich unter geheimnisvollen Umständen gestorben, vermutlich durch GPU.-Agenten getötet („Rulj"). XL Beiaien. 1.1938: Rubinin, Botschafter, abberufen und verschollen. XII. Ungarn. und der ungarischen Presie zufolge hingerichtet. XIII. Griechenland 4.1937: Kob etzkij, ehemaliger Botschafter, in Moskau, unter geheimnisvollen Umständen gestorben. XIV. Türkei. XVI. Japan. 9.1937: Rink, Militärattache, abberufen und erschossen. P. Wrangel, General, in Brüssel verstorben. Die Begleitumstände seines Todes lassen darauf schließen, daß er von einem bolschewistischen Agenten vergiftet wurde. Kutepow, General, im Paris entführt. Kutepow wurde von GPU.- Agenten in die Sowjetunion verschleppt urtb dort ermordet. Ramischwili, ehemaliger georgischer Innenminister, auf dem Wege zur Versammlung in einem Pariser Vorort erschossen. Johannes Pommer, orthodoxer Erzbischof von Riga und ganz Lettland, von GPU.-Agenten nachts ermordet. Diesmal geht der Wettbewerb um neuartige und wertvolle Erfahrungen (Waschvorschriften und sonstige Anregungen beim Waschen von Weißwäsche, Krankenwasche (Blut) und Berufswäsche unter Verwendung von Burnus. För diese* Teil-Frei lau »schreib en sind bereits folgende Preise ousgesetzti , preis..........RM 2 000.— 3, Preis.......... 4. bis 13. Preis |e RM 100. 14. bis 63. Preis je RM 50.- rückgekehrt. 12.12.1937: Barmin, Gesandter in Athen, nach Paris geflohen. B. war über die Waffenlieferungen der Sowjetunion nach Spanien gut unterrichtet. 15.12.1937: Kriwitzki, Vertreter des Oberkom- ,T)bserver" meDet am 12.12.1937 seine Hinrichtung. IX. Finnland. Iwanow, Militärattache, verhaftet und verschollen. A ß m u s, Gesandter, abberufen und verhaftet. „Objeroer" vom 12.12.1937 meldet seine Hinrichtung. B r i s k i n, Handelsvertreter, abberu- fen und verschollen. X Italien. 20.12.1937: Karachan, Botschafter (früher ltt China), erschoßen („Prawda"). XV. China. 17.12.1936: Bogomolow, Botschafter, abberu- rufen und verschollen. Laut Aussage des geflüchteten Sowjetgesandten Barmin ist B. erschossen. V. (Sparrn. 20.2.1937: Rosenberg, Botschafter in Madrid, abberufen und verhaftet („Mormng Post" vom 10.6. 37). Laut Aussage des geflüchteten Sowjetgesandten Barmin ist R. erschossen. Stalin wütet weiter. Oer .Gäuberungsprozeß" in der Roten Armee wird fortgeführt. fen worden. 24.1.1938: N e p o m n j a s ch t s ch i j, Leiter sowjetrussischen Handelsvertretung m Berlin, abberufen und verschollen. 27.11.1927: Ktitorow, Oberst, ehem. Stabschef des Generals Sacharow, in Nord- china im em sowjetrussisches Konsulat verschleppt, von da nach Chabarowsk in Oststbiren gebracht und am 28. März 1928 nach grauenhaften Foltern erschossen. Sowjetunion zurückzukehren. Agabekow, mit wichtigen Auslandsmissionen betraut, bedeutender Funktionär der GPU., besonders in der Türkei, Griechenland usw. tätig, kam 1930 nach Paris und erklärte, nicht nach Moskau zurückkehren zu wollen. K u l j a r o w, Botschaftsrat in Afghanistan, ging nach Persien und erklärte, nicht zurückkehren zu wollen. Zafermann, Leiter der Einfuhrabteilung der sowjetrussischen Handelsvertretung in Paris, telegraphisch nach Moskau zurückberufen, verweigerte Rückkehr. K l j a w i n , erster Sekretär der sowjetrussischen Gesandtschaft in Reval, auf Aufforderung nicht nach Moskau zu- 21. 6.1937: A n t o n o w - O w s e j e n k o, Generalkonsul in Barcelona, abberufen und er- schossen. 19.2.1938: Kogan, Generalkonsul in Tarragona, verübte Selbstmord, da er von GPU.- Agenten aufgefordert wurde, in besonderer Mission" nach Moskau zurückzukehren. VI. Estland. 11.11.1937: Ustinow, Gesandter in Estland, unter rätselhaften Umständen „an Herzschlag" gestorben. 27.1.1938: Petrowskij, ehemaliger Gesandter, verschollen. 27.1.1938: Stark, Gukowskij, Handelsvertreter in Reval, abberufen und in Moskau erschossen. VII Lettland. 30.11.1937: Brodowskij, Gesandter, abberu« fen. „Observer" meldet am 12. 12. 37 seine Hinrichtung. 21.1.1937: Dochwalinskij, Gesandtschafts, (efretar, abberufen und verschollen. VIII Litauen. 10.12.37: Podolskij, Gesandter, abberufen. Schweiz weiter. 17. 2.1938: Budenko, Geschäftsträger in Bukarest, flieht vor den GPU.-Agenten und bringt sich in Rom in Sicherheit. 18. 2.1938: Sobolew, Vizeadmiral der Roten Bolschewismus in den Mittelpunkt des Deltinler- . »A_ „ _____ ____ ____,,______ esies gerückt. Die Anli-Kominleru eröffnet mit vor-' Eine Zusammenstellung über das Schicksal des Per« liegender Zusammenstellung eine Reihe von Publi-! '°üaIs der Pariser Sowjetvertretung seit der An- kationen, die umfangreiches Tatsachenmaterial über i Sowjetunion durch die französisck-e ___ . . ___ . z 1 _ z primrr (Va flrmötH G* Anh n a v W * • 4 * kommunistischen Putschversuch auf Befehl der GPU. in Reval erschossen. 4.1925: xofta Georgiew, bulgariscyer General, auf offener Straße in Sofia ermordet. 4.1925: Kathedrale von Sofia gesprengt: 210 Offiziere und Bürger getötet, 600 verwundet. Don dem GPU.- Agenten Dimitroff organisiert und ausgeführt. 5.1926: Petljura, ehemaliger ukrainischer Hetmann, in Paris ermordet durch den Juden Schalem Schwarzbart, der nach dem Attentat in die Sowjetunion zurückkehrte. 9.1927: Josef Traikowitsch, polnischer Bürger, in die Warschauer Sowjetbot- schäft gelockt und ermordet. Dezbr. 1929: B e s s e d o w s k i, Botschaftsrat in Paris, vor der GPU. geflohen. S. Dmitrijewsky, Legationsrctt in Stockholm, von GPU.-Agenten mit Revolver bedroht, weigerte sich, in die Moskau, 24. Febr. (DNB.) Die Presse Der- öffentlich! eine Liste von 1230 Heeres- und Marine- angehörigen, denen aus Anlaß des 20. Jubiläums der Roten Armee Sowjetorden aller Klaffen verliehen worden find. Besondere Beachtung verdient, daß mitten in der Liste der ausgezeichneten Militärs auch eine Reihe von Funttio- närtn der GPU. mit voller Amtsbezeichnung aufgezählt werden, die also in ihrer Eigenschaft als GPU.-Funktionäre in der Armee tätig sind. Wie weiter bekannt wird, ist dem bisherigen Befehlshaber des Charkower Militärbezirkes, Armee- kommandant T i m o s ch e n k o , der Oberbefehl im Kiewer Militärbezirk übertragen worden. (Timo- schenko wird damit Nachfolger des als stellvertretender Kriegskommissar an Stelle des „verschollenen" Marschalls Jegorow ernannten Armeekommandanten Fedko). Wie man ferner aus der Leningrader Zeitung .Irasnaja Gafeta" entnimmt, wird als kommissarischer Oberbefehlshaber des Leningrader Militärbezirkes an Stelle des bisherigen Oberkommandierenden, Armeekommandant ersten Ranges Dybenko, ein bis dahin unbekannter Divi- sionskommandeur namens Zhosin genannt. Daraus ist zu schließen, daß auch Dybenko „ver- schollen" ist. Dybenko hatte seine Karriere als Angehöriger eines meuternden Matrosenhaufens begonnen. Auch der bisherige Oberbefehlshaber des weißrussischen Militärbezirks, Below, der erst vor wenigen Monaten als Nachfolger des erschossenen Uborewitsch den Oberbefehl über die in Weih- rußland stationierten Heeresgruppen übernahm, soll entfernt worben sein. Das Verschwinden des Marschalls Jegorow sowie der Armeekommandanten Below und Dybenko beweist, daß der „Säuberungsprozeß" innerhalb der Roten Armee immer neue Opfer fordert. „Daily Telegraph" schreibt, der beseitigte Marschall Jegorow befinde sich höchstwahrscheinlich im Lubljanka-Gefängnis in Moskau. Die Verhaftungen feien n a ch einer dreistündi- gen Unterredung zwischen Stalin, dem politischen Kommissar Der Roten Armee M e ch l i s, Kriegskommissar Woroschilow, sowie dem GPU.-Chef Jeschow erfolgt Woroschilow habe Stalin mitgeteilt, daß ihm viele Generale bei der erneut verstärkten Parteiassimilierung in der Roten Armee im Wege stünden. Stalin habe einen Wutanfall bekommen und Woroschilow zu diesen neuen „Säuberungsmaßnahmen" ermächtigt. General I u k o, der Stabschef von Marschall Jegorow in Moskau, Oberst Klimow, Jegorows Adjutant und Major Sch werins ky, der auch zum Stabe des Marschalls gehöre, seien sofort i n s Lubljanka-Gefängnis gebracht wordrn. General Below, der Kommandierende des Minsk- Distrikts, fei in das örtliche GPU.- Gefängnis geworfen worden. General Dybenko, der Kommandierende des Leningrader Distrikts, fei unter Bewachung gestellt worden. Er habe vor einigen Tagen zu feinen Offizieren gesagt, daß es wichtiger sei, militärische Takttk zu kennen, als kommunistische Theorien ... Elf neue Opfer der Moslau-r Blutiusti;. Paris, 24. Febr. (DNB.) Wie der „lemps* aus Moskau meldet, hat der Oberste Gerichtshof Der Sowjetrepublik Ossetien im Kaukasus elf neue Todesurteile gegen Sowjetfunktionäre, Darunter gegen den ehemaligen Landwirtschaftskommissar der Republik und seinen Stellvertreter gefällt. Aus der Urteilsbegründung erfährt man, daß in dieser Republik 8 00 00 bis 90000 Stück Vieh eingegangen sind, wofür die elf Angeklagten verantwortlich gemacht werden. Außerdem sollen sie 200 Stück Vieh, die mit Paratyphusbazillen vergiftet waren, an die Rote Armee geliefert haben, worauf unter den Soldaten Massenvergiftungserscheinungen auftraten. Die Hinrichtungen sind bereits vollzogen.____________ Vllnm« eertaut, b.b.« »Ibm «°»-n Dtt Wisch-, m-chl .. gönnen und endet am 11 März 1938. 1. Diplomatische Vertretung: Schljapnikow, stellvertretender Botschafter, verbannt, Rakowskij, Botschafter, verhaftet inzwischen gestorben, Dawtjan, Botschaftsrat, verhaftet. Naschatyrj, Presseattache, verbannt, Arens, Botschaftsrat, verhaftet, Tschelnow, Rechtsberater, verhaftet, Laschkewitsch, Rechtsberater, verhaftet, Neumann, Botschaftsrat, verhaftet, Rosenberg, Botschaftsrat, verhaftet, Lukjanow, Vertreter der Sowjet-Telegraphenagen- tur Taß, verhaftet, Rajewski, Vertreter der Sowjet-Telegraphenagentur Taß, verhaftet, Viktor Kin, Vertreter der Sowjet-Telegraphenagentur Taß, verhaftet. 2. Schulden kommissionen: Sokolnikow, verhaftet und verurteilt, Preobrashenski, verhaftet und verurteilt, Reingold, erschoßen, Nawaschin, ermordet. 3. Handelsvertretung: Mdiwani, erschossen, x Djatakow, erschossen, Lomowskij, verbannt, Tumanow, verschwunden, Lomow, verhaftet, Kossior, Direktor der Sowjetbank, verbannt, Gurewitsch, verschwunden, Ostrowskij, verhaftet, Muradjan, verhaftet, Sliwkin, Chef des Transportwesens, verhaftet, Mofkalew, Pjatakows Sekretär, verhaftet, Bapanin, Beamter für Rüstungsankäufe, verhaftet, ojchberg, Rechtsberater, verhaftet, Satulowskij, Direktor für Export, verhaftet, Mefhlauk, Ausstellungs-Kommissar, verhaftet. Inzwischen wurde auch der derzeitige Chef für Transportwesen in Paris, Chosjainow, plötzlich nach Moskau abberufen und sofort verhaftet; ebenso der Chef der Handelsvertretung, P o p o w , und sein Bürochef Sokolow. Laut „Matin" vom 1.12.1937 wurde der Brigadekommandeur Semjonow, Mi- lttärattachä m Paris, nach Moskau abberufen und zum Tode verurteilt. II. England. 12.6.1937: Putna, Militärattache, Brigadekom- mandeur, in Moskau erschossen. 15.11.1937: Tschikunski, MarineattachL Siwko, Militärattache T s ch o r n y i, Lustfahrtatbachä abberufen („Daily Mail") und seither verschollen. Ende Nov. 37: Oserskij, Handelsvertreter in London und Bron, verantwortlicher ^unktto- när der Handelsvertretung in London, verhaftet (,L)aily Telegraph") und seither verschollen. 1IL polen. 10.11.1937: Dawtjan, Botschafter in Warschau, abberufen und verschollen. Sein« Frau Maksakowa wurde am 6. 12. 37 als verhaftet gemeldet. Laut Aussage des geflüchteten Sowjetgefamdten Barmin ist D. erschossen. 10.11.1937: Alexandrow, Presseattache in Warschau, abberufen und seither verschollen. 10.11.1937: Postnikow, Taß-Dertteter in War- schau, abberufen und seither verschollen. 10.11.1937: Barabanow, Militärattache, abberufen und verhaftet. 13. 2.1938: Winogradow, ehemaliger Gesandt- schaftsrat in Bukarest, später Geschäfts- träger in Warschau, abberufen und in Moskau hingerichtet. IV. Seuischland. RM 1000.- RM 2 500.- RM 7000.- TSzMark monatlich auf Lebenszeit! , monatlich auf Lebenszeit als 2. und 3. Preis för die besten Gesamtleistungen In den Außerdem: RM 50.-monatlich aut Lebenszeit RM 25.^ 25500- für die einzelnen Tell-Prelsausschrelben und die besten GesamtFelstungen. drei Tell-Prelsausschrelben der ournus mw. ferner r Sein Haus in Brand gesteckt. 25. 1.1937: Dimitri Nawaschin, ehemaliger sowjetrussischer Wirtschaftler, im Pariser Bois de Doulogne ermordet. Lug. 1937: A. Nin, „Trotzkist", in Barcelona von GPU.-Agenten festgenommen, nach Valencia, bann nach Madrid und schließlich nach Alcala de Henares verschleppt und wahrscheinlich ermordet. 6. 9.1937: Ignaz Reiß, ehemaliger GPU.- Agent, in der Nähe von Lausanne ermordet. Reiß war fett 1926 Leiter der GPU. in Westeuropa. Aufgefordert, in die Sowjetunion zurückzukehren, flüchtete er zunächst nach Holland, dann in die Schweiz, wo ihn sein Schicksal ereilte. Die an der Mordtat führend beteiligte Angestellte der sowjettussischen Handelsverttetung in Paris, Lydia Grosowsky, wurde von der Pariser Sowjetbotschaft in Sicherheit gebracht. 29. 9.1937: Eugen von Miller, ehemaliger zaristischer General, in Paris durch Agenten der GPU. entführt. Miller erlitt das gleiche Schicksal wie sein Vorgänger in der Leitung des Allrussischen Militär-Verbandes Kutepow. 18.10.1937: Erwin Wolf Sekretär Trotzkis, in Barcelona von der GPU. entführt und wahrscheinlich ermordet. Nvv.1937: Bernini, ehemaliger kommunistt- scher Professor, anläßlich seines Auf- enthalts in Südftankreich entführt. 3. 2.1938: Sekretär Michailow und Frau Tamara Solonewitfch durch einen Hollenmaschinenanschlag in Sofia getötet. Frau Solonewitsch war durch die Publikatton ihrer Erlebnisse in der Sowjetunion bekannt. . 16. 2.1938: Ssedow, Sohn Trotzkis, in Pans auf rätselhafte Weise ums Leben ge- kommen; begründeter Verdacht, daß Vergiftung vorliegt. 22. 2.1938: Tschimerin. z-nslilch-r Oberst, in Sövres bei Pans erdrosselt aufge» fanden. n. „Säuberung" ter Sowjetdiplomalle. Sn dieser List- der Eowjetdiplomaten. di- °°n ihren Auslandsposten abberusen wurden und m der Sowjetunion der GPU. zum Opfer' falen, s die Diplomaten unter dem Land °usg°^, m dem fie zuletzt beglaubigt waren bzw. in dem |t« u)« bld-ut,amst?od-r bekannteste Tätigkeit au-ubt-n. ScheuerkraK istgvost! ’ ■ ' tiergestellt in den Persilwerken. ; Ax/bC/J/ - teil befohlen hatte. Kleine politische Nachrichten Wetterbericht Wintersport-Wetterbericht. 15. Ziehungötag 24. Februar 1938 196291 250931 300945 43354 279584 3813 7028 11330 12699 49097 52290 54238 63099 73539 77625 79067 91466 94787 98378 99421 101338 113348 Vn der heutigen NackumttagSziehuny wurden gezogen 2 (Gewinne 30000 RM. 215034 283717 8349 196218 208519 150 Gewinne zu 300 RM 6548 15604 15776 15901 71497 79014 79181 91017 91551 ^5 124189 151371 177777 221015 250420 280484 307176 333647 373237 386006 395984 342764 383125 202898 266155 314828 356377 118461 146650 167656 213618 245305 275628 295008 331780 369909 383425 394791 204852 289413 317450 364913 107438 167067 223171 247812 306588 353670 390271 123597 140417 187911 238147 267648 290449 315155 369538 397033 118264 170645 224357 254254 316127 355060 395939 173332 214984 295461 333962 373447 132611 153530 197214 241314 269981 297991 318291 376781 397923 125464 154317 188105 226125 255384 282589 316178 347754 373681 386038 194512 223784 299708 336703 383094 340666 368778 125838 176076 224670 259483 335914 362423 133238 154267 202356 245195 275011 307043 319069 381992 130056 155238 194988 228807 265459 283366 318311 350036 375436 388016 199344 256209 307639 352831 398279 140654 188733 226554 262100 337660 365605 135738 158664 225786 245247 278899 307512 338250 382774 200029 257995 309529 355145 12515 109151 249298 347023 60825 381963 236871 18315 120930 267296 352492 351607 149688 136732 155851 200030 237967 266689 294048 319932 363243 377409 391546 118268 145554 161399 204115 239413 269527 294079 325631 363698 379264 393844 165497 219374 233687 299408 340096 374328 3059 368937 18885 152394 198303 235293 298238 338431 366237 16810 18640 21499 23967 25886 30858 35772 38173 46225 57432 61439 61821 180257 187695 286769 296120 355352 363385 33056 70475 108248 139941 184591 235676 267086 289284 314370 350060 395791, 6 Gewinne zu 5000 NM. 16 Gewinne zu 3000 NM. 231683 355708 362072 12 Gewinne zu 2000 NM. 298484 308762 320517 102129 139562 176511 231863 261838 279004 308975 342948 363766 8 Gewinne zu 5000 NM. 363856 98 Gewinne zu 500 NM 4489 7226 18759 23806 24714 34568 48561 49307 59545 67216 82091 2 Gewinne zu 10000 NM. 244136 ------- 1772ig 166883 174 Gewinne zu 300 RM ____ ____ 24834 26081 35361 37519 40146 46252 48952 B 3 u c — «5 52 Gewinne zu 1000 NM. __ . 23074 24271 35231 78414 88757 5 3^ yMi- Q... 3. G U X5 Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II =£uQC t. 'C a = § Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschristleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lane", für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen« leiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. I. 38: 11 000. Druck und Verlag: Briihlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs» preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 flüüig. Dn der heutigen Dormittagszlehung wurden gezogen 4 (Gewinne zu 10000 RM. 35464 152653 Im Gcwlnnrade verblieben: 2 Gewinne zu je 1000000# 2 zu je 500000, 2 zu fe 75000, 4 zu je 50000, 4 zu je 30000, 12 zu je 20000, 54 zu je 10000, 90 zu je 5000, 180 zu je 3000, 516 zu je 2000, 1366 zu je 1000, 2402 zu je 500. 4866 zu je 300. 114500 zu je 150 NM. Berlin, 24. Febr. (DNB.) Aus Befehl des Reichsministers der Luftfahrt und Oberbefehls» Habers der Luftwaffe, Generalfeldmarschall Gö» Sewlnnouszug 5. Klosse 50. Preußisch-Süddeutsche (276. Preuß.) Klossen-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Vogelsberg. Hoherodskopf: Heiter, — 2 Grab, 60 cm Gesamtschneehöhe, im Walde Pulverschnee, Schi und Rodel sehr gut. Rhön. Wasserkuppe: Heiter, —1 Grad, 10 cm Gesamtschneehöhe, verharscht, Schi und Rodel gut. Schwarzwald. Feldberg: Heiter, —8 Grad, 1,90 Meter Gesamtschneehöhe, verharscht, Schi und Rodel sehr gut. c tu? 5 °c 4 Gewinne zu 3000 RM. 43354 279584 14 Gewinne zu 2000 NM. 4007 7574 67088 69665 158628 339299 379143 Die atlantische Wirbeltätigkeit hat sich erheblich verstärkt und bereits England ausgedehnte Niederschläge gebracht. Rasches und starkes Hebergreifen auf das europäische Festland ist zunächst noch unwahrscheinlich, doch muß für das Wochenende mit dem Uebergang zu unbeständigerem, aber auch milderem Westwetter gerechnet werden. Aussichten für Samstag: Morgens vielfach dunstig, sonst heiter bis bewölkt, trocken, nachts leichte Fröste, tagsüber leichte milde Winde um Süd. Aussichten für Sonntag: Uebergang zu unbeständigerem, aber noch nicht durchweg unfreundlicherem Wetter, mild. Lufttemperaturen am 24. Februar: mittags 8,1 Grad Celsius, abends —1,8 Grad; am 25. Februar: morgens —7 Grad. — Maximum 8,1 Grad, Minimum heute nacht —7,3 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefs am 24. Februar: abends —0,1 Grad; am 25. Februar: morgens —0,8 Grad. — Sonnenscheindauer 7,4 Stunden. 78 Gewinne zu 500 RM 1379 26928 27690 32423 39298 46974 99492 114640 118934 131014 144724 148171 ------ ------ ------ ------ u'e e « ft®“”- SäeC ring, ist zum „Tag der Luftwaffe" der 1. März bestimmt worden. Er wird in diesem Jahr zum erstenmal mit einer würdigen Feier bei allen Verbänden begangen werden zur Erinnerung an den Tag, an dem vor drei Jahren der Führer und Reichskanzler die Aufstellung der jungen Waffe als dritten Wehrmachts- Reichsleiter General Ritter von Epp ist als Leiter des Kolonialpolitischen Amtes der NSDAP, und Bundesführer des Reichskolonialbundes nach Rom ab gereift. Von dort wird er sich nach Libyen begeben zur Teilnahme an der K o l o n i a I m e f f e in Tripolis. «Silis' § v?r 2 ?.$! «XE 40 (Gewinne zu 1000 NM. 4041 4271 8935 61048 62065 77138 90252 109710 166458 169173 174998 185732 206071 215508 222221 240443 249293 312170 363132 377413 ® 41? E tw - ’&o 2 - u - c ° - w. u e zustellen gewesen, ob die angreifenden Maschinen sowjetrussischer oder englischer Herkunft feien. Oer I.März der „Tag der Luftwaffe". Re Ausstellung „Entartete Kunst" in Berlin wird nun ein Teil der dort gezeigten gemalten und a n Weh- nis mit Sowjetrußland habe, und im Süden TibetundJndien grenze. Wird Halifax der Nachfolger Edens? Butler zum Unterstaatssekretär im Foreign Office ernannt. London, 25. Febr. (DJIB. Funkfpruch.) Unterstützung. In diesem Gebiet würden täglich militärische Hebungen abgehalten. Das sowjetrussische Interesse an Sinkiang rühre aus der Tatsache her, daß diese chinesische Provinz im Osten an die ä u ß e r e M o n g o l e i, die ein Militärbünd- form, mit orientalischer Raffinesse hingesudelt. In der Gruppe V sieht man auf die Pornographie- geschmückten Wände eines Bordells; Abtötung des Rassebewußtseins beabsichtigten jene primitiv hin- gehauenen Bilder und Plastiken, welche in einer sechsten Gruppe zusammengestellt wurden: nach der Dirne begegnen wir hier dem Farbigen als rassischem Ziel. Weitere Gruppen zeigen Idioten und Paralytiker. Gerade diese Sudeleien erzielten Rie- senpreise aus den Steuergroschen des deutschen Volkes! Ein kleinerer Raum, ausschließlich dem Judentum geweiht, umfaßt Machwerke von unglaublicher Verworfenheit und Frechheit. Im letzten Raum erkennt man überhaupt nicht mehr, was dargestellt wird. Nicht einmal die Kranken der Psychiatrischen Klinik in Heidelberg, deren Wahnsinnsschöpfungen zum Vergleich ausgestellt werden, kamen auf irrsinnige Ideen wie die Herren Radziwill, Groß, Kirchner, Nolde, Dix, Schmidt- Rottluff, Freundlich, Klee und Genossen. lokal erfolgen, der Wähler brauchte sich nur über seine Person auszuweisen. Durch Zeitungen und Anschläge war die Bevölkerung darauf aufmerksam gemacht worden, • daß Abstimmungspflicht bestehe. Nach dem vorläufigen amtlichen Ergebnis haben sich 4 288 808 Wahlberechtigte an der Abstimmung beteiligt. Davon haben 4 283 395 (99,87 o. H.) mit Ja, 5413 (0,13 v. H.) mit Nein gestimmt. Der 24. Februar, der Tag der Ab- ftimmung, ist zum rumänischen Nationalfeiertag erklärt worden. Das Ergebnis in der Hauptstadt Bukarest lautet: 226505 Ja, 277 Nein. Chinesische Bombenflugzeuge über Formosa. Verstärkung der Sicherheitsmaßnahmen in ganz Japan. Tokio, 24. Februar. (DNB.) Nach einer Domei- Meldung unternahmen am Mittwoch mehrere chinesische Bombenflugzeuge einen überraschenden Angriff auf Taihoku, der Hauptstadt Formosas, der in japanischem Besitz befindlichen Insel vor der südchinesischen Küste. Die hochfliegenden Flugzeuge warfen mehrere Bomben in der Nähe des Flugplatzes von Taihoku ab, die einige Häuser zerstörten. Am Nachmittag warfen ferner acht anscheinend aus Kanton stammende chinesische Flugzeuge über Schintschiku, 60 Kilometer südwestlich von Taihoku, Bomben ab. In beiden Fällen wurden insgesamt 10 Personen getötet und 20 verletzt. Die unerwarteten chinesischen Luftangriffe auf Formosa haben eine VerstärkungderSicher- heitsmaß nahmen in g a n z Japan zur Folge gehabt. Heber ganz Kyuschu wurde so u. a. der Alarmzustand verhängt, da zwölf schwere chinesischer Bomber im Anflug auf. Hankau aus östlicher Richtung gemeldet wurden. Die japanische Presse stellt fest, daß die Angriffe m>i t englischen Flugzeugen vom Gloucester- oder Gladistor-Typ durchgeführt worden feien. Demgegenüber erklärt der Sprecher der Admiralität, es sei nicht festrussischer Würdenträger und der ausländischen GPU.- Morde. Wan muß bei dieser Liste naturgemäß berücksichtigen, daß angesichts der hermetischen Absperrung Sowjet-Rußlands zahllose Hinrichtungen und Verschleppungen von Soro- jelfunktionären statistisch nicht erfaßt werden können. Ferner ist zu bedenken, daß die Liste sich bei einer Reihe von Funktionären aus Gründen der fachlichen Genauigkeit mit Ausdrücken wie „verhaftet" oder „verschwunden" und bergt, begnügt, Ausdrücke, die auf Grund des bisherigen sowjet- russischen Rekordes an Massenmorden so gut wie ausnahmslos gleichbedeutend sind mit erschossen oder vergiftet ufro. — Daß auf Grund der neuen Berichte aus Moskau auch der letzte Berufssoldat unter den Marschällen, Jegorow, zu den Ermordeten gerechnet werden muß, ist deshalb besonders bezeichnend, weil er niemals etwas mit Politik zu tun gehabt hat. Rach den wahnsinnigen Vorstellungen des Massenmörders Stalin macht man sich also grundsätzlich auch dann verdächtig, wenn man sich politisch nicht betätigt. Größte AervosM in Barcelona. Verstärkter Terror in Sowjetspanien nach dem Fiasko bei Tcrnel. Saragossa, 25. Febr. (DNB. Funkspruch.) Angesichts der bolschewistischen Niederlage bei Te- ruel und den damit verbundenen erneuten inneren Schwierigkeiten, die in Demoralisierungserscheinungen an der Front und in Protestkundgebungen der Bevölkerung zum Ausdruck kommen, fand in Barcelona ein außerordentlicher „M inisterrat" statt. Auch außenpolitisch sehen die Sowjets ihre letzten Felle wegschwimmen und schreien verzweifelt nach ihren demokratischen Helfern. Im „Ministerrat" haben die bolschewistischen Hauptverbrecher unter Anspielung auf England angesichts der letzten Entwicklung der internationalen Lage bedauert, daß die demokratischen Staaten es an Energie gegenüber den autoritären Ländern fehlen ließen und dadurch Sowjetspanien in eine schwierige Situation brächten. Der bolschewistische „Verteidigungsminister" verlangt von den politischen Kommissaren des bolschewistischen Gebietes zur Hebung der durch die Niederlage bei Teruel stark gesunkenen Moral strengste Bestrafung für Offiziere und Mannschaften, die „durch pessimistische Stimmung auffallen". Typisch für die Nervosität bei den Bolschewisten ist auch ein Schreiben kommunistischer Jugendverbände an die bolschewistischen Machthaber, in dem diese aufgefordert werden, jeden, der irgendwelche Nachrichten über Erfolge der national- spanischen Truppen verbreite, wegen Rebellion zum Tode zu verurteilen. Aus der Festung Tortosa wird berichtet, daß man neun bol- fchewistischen Anführern -den Prozeß gemacht und sie dann in Anwesenheit von 4000 Milizleuten wegen „Sabotage" erschossen hätte. Moskau verstärkt seinen Einfluß in Rordwestchina. London, 25. Febr. (DNB. Funkspruch.) „Daily Telegraph" berichtet aus Kaschgar über eine sowie t ru s s i sch e Aktion in Sinkiang an der Nordgrenze Indiens. Die Provinzen Kansu und Szetschuan hätten ein Bündnis mit der unter Moskaus Einfluß stehenden chinesischen Regierung von Sinkiang geschlossen. Sie erhielten nun sowjetrussische geschnitzten Pamphlete in der Reichshauptstadt, im ! „Haus der Kunst" ausgestellt. Eine Erweiterung er« I gab die Afterkunst aus den Galerien der Reichshauptstadt von verkommenen Juden wie Haizmann und Kogan (Kohn). Die vom Gau Berlin der NSDAP, so neu zusammengefaßte Schau wurde nach den Parolen des Marxismus gegliedert. Auf die besondere Wirkung dieser Blickrichtung wies Gaupropagandaleiter Wächter bei einer Vorbesichtigung hin. Am 26. Februar soll durch Reichs- kulturwalter Moral! er die Eröffnung erfolgen. Das stille Haus am Königsplatz ist zu einer , Schreckenskammer geworden. In der Gruppe I | offenbart sich die Barbarei der Techniken mit ihrer i Verachtung wirklichen Könnertums, in scheußlichen Verzerrungen. Die Offenbarungen der Neligiöstlät der Republik des Dr. Brüning sind in einer zwei- ten Gruppe zusammengestellt; in der Gruppe III wird der Bolschewismus offenkundig, der mit Hilfe einer künstlerischen Anarchie versucht, Politik zu Berlin, 24. Febr. (DNB.) Nachdem die Aus- machen. Diese Tendenzen setzen sich fort in einer fteUung „Entartete K u n st" in München von Gruppe, wo blutrünstige Gemälde soldatische Tap- über zwei Millionen Menschen besucht worden war, ferfeit und Einsatzbereitschaft untergraben sollen. ----—*) Massengräber, Kriegskrüppel, Wüstlinge in Uni« rere Morgenblätter melden, daß Ministerpräsident Ehamberlain dem Unterslaatssekrelär im Ar- beitsmtnisterium, R. A. Buller, den Posten eines Unterstaatssekretärs im englischen Auhen- aml als Rachfolger Lord Eranbornes angeboten habe. Butler habe angenommen. „Daily Telegraph" rechnet damit, daß Lord Halifax ebenfalls heute zum Außenminister ernannt werde. Unterstaatssekretär Butler ist 36 Jahre alt. Er ist feit der Berufung Chamberlains als Premierminister Unterstaatssekretär im Arbeitsministerium. Im vergangenen Jahre war Butler Unterstaats- sckretär im Jndienministerium, wo er Sir Samuel Hoares rechte Hand während der Debatte über das Indien-Gesetz gewesen ist. Rumäniens neue Versaflung. Überwältigende Zustimmung des Volkes. Bukarest, 24. Febr. (DNB.) In ganz Rumänien sand die Abstimmung über die vor drei Tagen bekanntgegebene neue Verfassung des Königs statt. Die Beamten, Lehrer, öffentlichen Angestellten usw. wurden von ihren Amtsräumen geschlossen zu den Abstimmungslokalen geführt. Die Stimmabgabe konnte in jedem beliebigen Wahl[Verschiedenes] Goldenes ZWMM (Andenken) am Samstag, d. 19. R-ebr., verloren. Abzugeb. Fundbüro Polizeiamt. osi5 Verlobungs-Anzeigen bei BrUhl, Schulstr. / Mtetk mit Fertenkarte nach Trier verloren. 0831 Gegen gute Belohnung abzug. Wetzsteinen 31 I Heute Samstag! Ihre Geschäfts- Drucksachen stellen dleVerblndung her xu Ihren Erzeug- niesen.Man stellt eich die Beschaffenheit Ihrer Waren eo vor. wie man Briefbogen, Brief umechiSge,Poet- karten, Rechnungen, BeechÄftekarten Ihree Hausse beurteilt. Legen Sie deshalb Wert aut gepflegte Drucksachen I Wir bieten eie Ihnen preiewert l BrUhl'sche Druckerei SciwUtr. I. Hui 2251 20-22.45 Uhr Der Troubadour Preise: RM. 1.20-4.00. 20-22.30 Uhr Lady Windermeres Fächer Komödie von O. Wilde. Preise: n5nD RM. 0.60-3.00. Strümpfe 0817 KOFFER Gleften, Neustadt Nr. 4$. Baue gut.... mit Abermann Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Minna Weigel,-geb. Berg und Kinder. Gie&en (Schillerstrafie 19), Heuchelheim, Trier, Darmstadt, den 25. Februar 1938. Die 'frauerteier findet Freitag, den 25. Februar, nachmittags 2 Uhr. auf dem Neuen Friedhof statt. kauft man erslannlicli billig bei a Leder-Röhrig GLeupin-Oeme u. Seife selt25Jahren bewährt bei Pickel esichtsausschlag Hautjucken. Ekzem, Wundsein usw. In den Dro^eiien: W. Kdbingei Nacbf.. Selterswe-r 79a; Winter- hoff. Kreuzplatz 10; Bornemann. Bahnhofslr. 17; C. Lo bei, Frank furter Sir. 39. In Lau hach: Solms Lauhachf r Drog. K. Kle n.__ PETER OHL vorm. Gröde 122