<2* Derönberter aus drr .^Hen 2 jbrfty vir. etlr U|lPun!b Hnb tnn -ie Monn- bie nfl/menblge ien autgeld)le» >piel auf unb enborf (621). agesfoxm ab. ml. i'iribm. ifeen 2. WM zmtsch'katho isrhe 9: LhorgesaA 10.15: Deutsche iil: Thor.Soote Hi' an Seit'. • ■ ichters Hermann Das Mikrophon 14- Für unsere ehört her Sonn- ien. 15.15: Der . 16: Unterhai' L dem hotzen' t sein Herz aus. löblierle" A: °^^eltkonze^ taX ., . 7. sltachr'ch' >zert. Werk- s;s iflrt'J’anh d" 0: om«16 3. ui«<‘ JleW*3 14* laä'fti« H«' -,s*s furt' A SH s« SK Er. 249 Erstes Blatt 188. Jahrgang Montag, 24. Oktober 1938 frichetm tagttd), außer Sonntags und Feiertag» Betlagen: *Dte Illustrierte Lietzener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholl» Monats-vezugspretr: flit 4 Beilagen RM. 1.95 Cl)ne Illustrierte e 1.80 Sustellgedühr , -.25 lud) bei Nichterscheinen pn einzelnen Nummern ifotge höherer Gewalt Zernsprechanschlüste intet Sammelnummer 2251 Inschrift tür Drahtnach- achten »nzetger Gießen Postscheckkonto: srankfurt am Main 11688 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen ______ ®ra* und Verlag: vrühlsche UnloersilSls^ruckerei H. fange in Sietzen. Schristlritvng nnö SeschSftrstelle: Schnlstratze r Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/.Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Brette 7 Rpf.. für Testanzeigen von 70mm Breits 50Rpf..Plahvorschrist nach vorh. Dereinbg. 25°/e mehr. Ermäßigte Grundpreise: Steilem, Vereins', gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzei- ?en, Bäder», Unterrichts» u. ehördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Die Armee der deutschen Arbeit. Deuischland wird künftig den besten Facharbeiter der Welt stellen. Mehr Leistung - mehr Freude. Dr. Ley auf dem Leipziger Gauappell der DAF. Leipzig, 24. Oktober. (DNB.) In der großen Feiechalle der Deutschen Arbeit auf dem Messege- lande zu Leipzig hatte die Gauwaltung der DAF. die Schaffenden zu einem G a u a p p e l 1 aufgeboten, der der fachlichen Ausrichtung der Wer k- scharen und Werkfrauengruppen galt. Reichsorganisationsleiter und Leiter der Deutschen Arbeitsfront Dr. Ley zeigte die Lage unseres Volkes angesichts der neuen Aufgabe. Den Mangel an Rohstoffen könne Deutschland bereits beheben. Die Frage nach dem genügend großen Heer sch a ff enber Menschen sei ein Problem nicht des Geldes, sondern wie alles ein Problem des Wollens und der Kraft: „Wir haben in den fünf fahren seit der Machtübernahme gezeigt, daß wir auf völlig neuem, revolutionären Wege mehr Leistung aus uns herausholen als je zuvor, und ich glaube fest daran, daß wir in wenigen Jahren aller Welt in der schöpferischen Arbeit Mit voraus sein werden. Spornen wir das Soldatische in unserem Volke an, so wird es Stiftungen vollbringen, wie sie die Welt noch nie gtiehen hat." Der Reichsorganisationsleiter erklärte eine w e i t- fichtige Berufsplanung für notwendig. Air muffen heute schon wisien, welche Facharbeiter mir in 5 oder 6 Jahren brauchen. Bereits im 7. Schuljahr müsse man bie tön f- llgen Facharbeiter erfassen, unb im 8. Schuljahr habe bie Lehrzeit einzufehen in Berbinbung mit bem Schulplan. Nach der Schulzeit müssen zwei Jahre genügen, am ben jungen Menschen zu einem Facharbeiter zu machen. Darauf sehe bie B erufser- I ziehung ein. Der Musterbetrieb von heute werde badurch besonbers gekennzeichnet, baß ber Betriebsführer seine Männer unb Frauen mit ben Fortschritten ber Technik vertraut macht unb ihnen Materialkunbe beibringt. Die Lehrwerkstätten, bie heute bie Zahl von 2600 gegen 80 bei ber Machtübernahme erreicht haben, müssen weiter ausgebaut werben. Aach das Handwerk erkenne, daß alles davon ab» hängt, daß wir den de st en Facharbeiter der Welt haben. Der Berufswettkampf m.'fse mit der Zeit alle Schaffenden umfassen. Aus dem Berufswettkampf heraus werde eine groß- ji gige Begabtenförderung aufgebaut wer- bin. Schon in den nächsten Wochen würden die brarbeiten dafür beendet sein. Von den Wissenschaften müsse die Technik besonders gepflegt werden. Ls gebe noch Millionen Menschen, deren Kapazität nicht vollkommen ansgenuht werde, hier fei eine großzügige Umschulung erforderlich, hunderttausende gebe es noch, bie als Arbeitslose nicht in bie Erscheinung traten, nichtsbestoweniger aber nichts tun. hier hätten wir ein Reservoir, aus dem wir viele Menschen an bie praktische Tätigkeit heranbringen könnten. Auch bie Durchkämmung mancher Amtsstuben würbe ergeben, baß In ihnen viele Menschen fehlam Platze finb, bie an anderen Stellen positive Arbeit leisten könnten. Der Leiftuugs- kampf werde in diesem Jahre diejenigen technisch gut eingerichteten Unternehmungen aus- zeichnen, die mit der geringsten Zahl an Arbeitskräften die bestmögliche L e 1 st u n g erzielen. Er sei überzeugt, erklärte Dr. Ley, daß wir bann hunberttausende, vielleicht Millionen frei bekommen, die wir auf die Gebiete umschulen können, wo wir sie benötigen. An Werkstätten und Einrichtungen werde es in Kürze nicht mehr mangeln, und wenn wir dann weiter unsere Fabriken danach ordneten, daß wir zu den gelernten Facharbeitern eine Anzahl angelernte Arbeiter bringen, die in den Fabriken weiter geschult werden, so könnten wir dieZahlder Fabriken auf besonderen Gebieten von Eisen und Metall nicht nur verdoppeln, sondern verfünffachen. Lach die Durchorganisierung der Heimindustrie i n l ä n d li ch e n Gegenden, wo ;m Winter weniger zu tun sei, würde angepackt. Als letzt Maßnahme zur Gewinnung neuer Arbeitskräfte bezeichnete Dr. Ley die H e i m k e h r v o n D e u t- Idjen aus dem Ausland. Das befreundete Italien schließlich helfe mit, den Mangel an Menschen zu beheben. Diese Maßnahmen zur Menschengewinnung «nässen durch die Schaffung von m e n s ch e n würdigen Arbeitsmethoden ihre volle Durch- ichlagskraft erhalten. Der Befehl laute das Ar- de tsverfahren zu finden, das den Maschinen und den Menschen Höch sie Aufgaben stellt, o h n e lie aber auszubeuten. Im Mittelpunkt des d-nkens jedes Betriebsführers muß der Mensch 'ichen, der gesund und froh erhalten werden muß. „Wir sind auf dem Wege dazu, das beste Arbeitssystem für unsere deutschen Menschen zu finden! Erfahrungen aus 250 Betrieben Deutschlands liegen bereits vor. Um 60 bis 100 v. H. konnte teilweise die Produktion dieser Betriebe gesteigert werden, mindestens aber um 30 v. H. Wo das Leben am schwersten ist, dorthin muß man den größten Sonnenschein lenken. Wir müssen den arbeitenden Menschen teilnehmen lassen an allen Kulturgütern unseres Volkes. Wenn wir dem Arbeiter klar machen, daß die Arbeit keine Last, sondern eine Ehre ist, und wenn wir auf diese Weise unsere Kräfte verdoppeln und verdreifachen, müssen wir auch die Freude verdreifachen. Hier hat auch die Deutsche Arbeitsfront mit ihren Bauten selbst eingegriffen." Das Volkswagenwerk, so setzte Dr. Ley hinzu, werde außerdem erreichen, daß das Volk motorfreudig würde und damit die letzten Reste der Maschinenfeindschaft beseitigt werden. Der Staat als Förderer der Kunst. Reichsminister Dr. Goebbels in der Hamburger Staatsoper. Hamburg, 22. Okt. (DNB.) Reichsminister Dr. Goebbels nahm an einem Jubiläumsempfang aus Anlaß der 260-Jahrfeier der Hamburger Staatsoper teil. Festlich erklang der erste Satz aus der O-ciur-Symphonie von Haydn, gespielt vom Hamburger Kammerorchester. Generalintendant S t r o h m sprach Worte der Begrüßung. Reichsminister Dr. Goebbels nahm dann Gelegenheit, bie Grundgedanken nationalsozialistischer Kulturführung zu umreißen. Das Theater sei seit jeher jene Kunstgattung, die in den engsten Beziehungen zum Volk stehe und am stärksten formen- und typenbildend für eine Zeit wirken kann. Df Goebbels verwies darauf, daß in fast allen deutschen Städten jetzt die Theater überfüllt sind, daß der deutsche-Spielplan größte Vielgestaltigkeit aufweist, daß es gelungen ist, den deutschen Künstler vor allem gesellschaftlich zu heben, daß durch eine großzügige Reform ein soziales Aufbauwerk in Angriff genommen fei, das den Schauspielern vor Jahren und Jahrzehnten als eine unerfüllbare Illusion erschienen war. „Der Staat sieht m der Kunst", erklärte Dr. Goebbels, „nicht eine ihm fremde und neutrale Funktion unseres öffentlichen Lebens; er sieht darin ein gewichtiges Teil unseres Volkslebens selbst." Ich bin davon überzeugt, betonte der Minister, daß bas, was wir auf kulturellem Gebiet geschaffen haben und noch schaffen werden, am stärksten in die Jahrhunderte wirken und am tiefsten von der Arbeit des Nationalsozialismus auch in der Zukunst zeugen wird. Mit dieser Einstellung zur Kunst gewinne die nationalsozialistische Staatsführung auch ein ganz anderes DerhAtnis zu den Künstlern selbst; durch diese aus echter Herzenswärme kommende Behandlung vor allem sei der Künsller schon früh vollkoim- men in ben Staat hineingerückt. Dr. Goebbels schilderte in tief empfundenen Worten die überragende Kunstliebe des Führers. Man könne mit Recht davon sprechen, daß heute wieder eine mäzenatische Zeit angebrochen sei. „Nichts anderes wollten wir", so stellte Dr. Goebbels unter stärkster Zustimmung fest, „als warmherzige Förderer der deutschen Kun st sein! Wir sind berufen und in der Lage, die Pläne und das Streben der deutschen Künstler auf das Volk hin zu fördern und zu unterstützen. Denn gerade wir kennen das Volk, vor allem auch die deutsche Jugend! Wenn sich heute die Tore der deutschen Theater wieder weit öffneten, insbesondere der deutschen Jugend, so sei dies einzig und allein der Kulturpolitik des Nationalsozialismus zu danken." Der Minister bezeichnete es unter stürmischem Beifall als ein Symbol neuen deutschen Kulturwillens, daß die 260-Jahrfeier der Hamburgischen Staatsoper, der ältesten deutschen Oper überhaupt, so sinnfällig verbunden werde mit den Reichs« theatertagen der Hitler-Jugend. „Wir pflegen nicht nur die hohe künstlerische Tradition der deutlichen Theateroergangenheit. Wir wagen ebenso den Schritt in die jugendliche Zukunft hinein!" Dr. Goebbels schloß seine Darlegungen mit herzlichen Grüßen an die Hamburgische Staatsoper. Aufgabe der Hamburgischen Staatsoper wie des ganzen deutschen Theaters fei es, dem deutschen Volke Stätte der Krastschöpfung und Erbauung, der Bewährung und Unterhaltung für Seele und Geist zu sein. Vekennims der deutschen Zugend zum Theater. Baldur von Schirach eröffnet die Reichstheatertage der HZ. in Hamburg. Hamburg, 23. Okt. (DNB.) Die Reichs- theatertage der Hitler-Jugend Hamburg 1938, die unter der Schirmherrschaft des Reichsministers Dr. Goebbels und des Reichsjugendführers Baldur von Schirach stehen, wurden im Thalia-Theater mit der Uraufführung des Dramas „Der Untergang Karthagos" von E. W. Möller eröffnet, wobei der Jugend- führer des Deutschen Reiches, Baldur von S ch i - rach, in einer bekenntnishaften Rede die Stellung der deutschen Jugend zum Theater und zur Kunst schlechthin darlegte. Reichsjugendführer Baldur von Schirach ging davon aus, daß es auf allen Gebieten des Lebens schöpferische und unschöpferische Menschen aller Grade gibt. Diele hätten den Konttapunkt studiert, ohne Künstler geworden zu sein. Der Reichsjugendführer würdigte die schöpferische Leistung der jungen Liederkomponisten, von denen er Baumann, Blumensaat, Spitta und Napiersky als einige von vielen nannte, und erklärte: „Gegenüber allen trockenen Musikphilistern bekennen wir ganz klar und begeistert: Am An - fang war das Lied!" Dann wandte er sich der Anteilnahme der Jugend an der Entwicklung des Theaters seit 1933 zu. Er schilderte dabei sowohl die Steigerung des Besuches der Theater durch Jugendliche, wie er durch den Veranstaltungsring der HI. planmäßig gefordert wird, und andererseits den Beitrag der Jugend an dramatischer Kunst für die Bühnen der deutschen Theater selbst. In humorvollen Ausführungen sprach er von echter und unechter Kunst und wandte sich gegen die Nachahmer des wirklich schöpferischen Ausdrucks jungen Künstlertums. Mit beißendem Humor rechnete er mit den Konjunktur-Dichtern ab, die in tönenden Schlagworten aus dem Leben der Bewegung geschäftstüchtig einen unverdaulichen Brei zusammenmixten. Wenn die Autoren solcher Produkte zu ihrer Entschuldigung sagten, sie hätten es qut gemeint, so meinen wir es mit unserem Volke besser, indem wir es mit solchen Blechschmieden schlecht meinen. Solcher Kitsch sei ein Aergernis für alle, die den Versuch unternehmen, als schöpferische Menschen den deutschen Namen in der Welt ernsthaft zu repräsentieren. Aufgabe des Theaters sei es nun, die Jugend in ihrem Nationalbewußtsein zu festigen und zu stärken. „Es soll ihr die großen Träger des Ge» schehens so darstellen, daß sie vor ihrer Größe Ehrfurcht empfindet. Für den Erzieher ift die Schaubühne stets eine moralische Anstalt/ Diese Feststellung habe nichts mit Prüderie zu tun, was man einer Jugendbewegung wohl gewiß nicht vorwerfen könne, die auf dem Gebiet der modernen Leibeserziehung durchaus erziehend gewirkt habe. Der Reichsjugendführer schilderte dann die Tättg- feit des Veranstaltungsringes der HI. im Jahre 1937 und stattete feinen Dank denjenigen Männern ab, die der Jugend die Möglichkeit gegeben hätten, an der Neugestaltung unseres Theaterlebens mitzuwirken. Er dankte Reichsminister Dr. Goebbels, dem Reichsdramaturgen Obergebietsführer Schlösser und seinem Mitarbeiter Obergebietsführer C e r f f, dessen erfolgreiche Arbeit der kulturellen Leistung der HI. überall einen unbestrittenen Ruf verschafft habe. „Reichsberufswettkampf und Adolf-Hitler-Marsch, militärische Ertüchtigung und musische Uebung stellen im neuen deutschen Erziehungssystem ein unteilbares Ganzes dar. Wenn wir im Zuge dieser Erziehung die Jugend nunmehr zum Theater, ich möchte lieber sagen: zum Drama führen, so erfüllen wir damit eine uns durch unsere Weltanschauung auferlegte nationale Pflicht. Die Jugend möge sich schon in ihrem ersten Auftreten mühen, den Willen des Schöpfers zum Ausdruck zu bringen, und sie soll seinem ewigen Werk ohne Rücksicht auf Beifall zu dienen versuchen. Und das ein tapferes Leben hindurch bis zu jenem Akt, nach dem nicht nur der rauschende, bunte, nein auch der eiserne Vorhang fällt!" Nach diesen mit langanhaltenden Zustimmungskundgebungen aufgenommenen Ausführungen erklärte der Reichsjugendführer die Reichstheatertage für eröffnet. Es begann die Uraufführung des Schauspiels „Der Untergang Karthagos" des jungen Dramatikers Eberhard Wolfgang Mol» l e r. Das Werk in der kraftvollen Inszenierung von Weißbach wurde mit stürmischem Jubel ausgenommen. Philharmonisches Konzert unter Furtwängler im Deutschlanbsenber. Der Deutschlandsender überträgt am Montag, 24. Oktober, 20.10 Uhr, das erste Philharmonische Konzert unter Leitung von Wilhelm F u r t m ä n g« l e r. Die Dortragssolge beginnt mit der Suite für Streichorchester aus der Oper „König Arthur" von Purcell (1691). Es folgen Mozarts Symphonie G-moll und die Symphonie Nr. 1 von Brahms. Gefesseltes Memelland. Die im Dezember dieses Jahres bevorstehenden Wahlen zum m e m e l l ä n d i sch e n Landtag, für die die Deutschen bereits eine „Memeldeutsche Liste" aufgestellt haben, lenkt wiederum das Interesse einer breiteren Oeffentlichkeit auf den hartnäckigen und schweren Kampf der Memelländer für ihre Selbstverwaltung. Wahlen im Memelland sind infolge elfter sehr komplizierten Wahlordnung immer schon eine schwierige Angelegenheit gewesen, zumal die einzelnen Bestimmungen ganz deutlich darauf zugeschnitten find, dem Lituanisierungs- prozeß die Wege auch in die Selbstverwaltungs- körperschaft zu erleichtern. Wenn in letzter Zeit gewisse Aenderungen dieser Wahlordnung vorgenom» men wurden, so haben diese „Verbesserungen" nur die allergröbsten Mißstände zu beseitigen vermocht, während auch in Zukunft die Tendenz dieses Gesetzes noch dahin geht, den Deutschen die Ausübung ihres Wahlrechtes zu erschweren. Daß die Memelländer in ihrer erdrückenden Mehrheit deutsch gesinnt sind, haben sie in zahlreichen vorangegangenen Wahlen bewiesen. Selbst die Statisttken der Vorkriegszeit, die noch einen Prozentsatz von 47 v. H. für die Memelländer litauischer Muttersprache auswiesen, haben sich hinsichtlich der Feststellung der Nationalität als unzuträglich erwiesen. Für viele Deutsche, besonders auf dem Lande, ist eben diese Sprache nur der Hausdialekt, während sie sich im übrigen, d e m deutschen Volkstum zugehörig fühlen. Wenn man bedenkt, daß das ganze Memelland einen Raum von kaum 2700 Quadratkilometer ausmacht, auf dem noch nicht 150 000 Menschen leben, muß man die Zähigkeit der Memelländer bewundern, mit der sie für die Erhaltung oder besser gesagt Wiedergewinnung ihrer Rechte kämpfen. Bisweilen gingen die Wogen dieses Kampfes recht hoch, und die' Unterdrückungsmethoden äußerten sich befvn- ders in Strafprozessen, in denen für die Bekundung deutscher Gesinnung sehr schwere Strafen verhängt wurden. Es waren die Besten unter den Memel- ländern, die die litauischen Gefängnisse füllten. Dann wieder konnte man, offenbar unter der Einwirkung der öffentlichen Meinung des Auslandes, ein Ab ebb en der Unterörücfungsflut beobachten, besonders harte Bestimmungen wurden gemitoert, verurteilte und gefangene Memelländer wieder im Wege eines „Gnadenaktes" entlassen. Aber im allgemeinen kann man von einer Erleichterung der Lage im Memelgebiet noch nicht sprechen. Seit 12 Jahren herrscht hier der Kriegszustand mit allen seinen gesetzlichen Folgen der Zensur von Druckerzeugnissen und Zeitungen, des Verbots von Kundgebungen und Versammlungen, der Aussetzung der ordentlichen Strafgerichtsbarkeit und vielem anderem mehr. Schon vor längerer Zeit hatte die litauische Regierung in Kowno, da sie sich offenbar den Auswirkungen des schlechten Eindrucks, den dieser Zustand machte, nicht entziehen konnte, das Versprechen abgegeben, die Ausnahmebestimmungen aufzuheb^n. Die Durchführung dieses Versprechens allerdings wird in seltsamer Weise vorgenommen. In der letzten Sitzung des litauischen Sejms wurde gegen den Protest der memeldeutschen Abgeordneten in Kowno ein Staatsschutzgesetz angenommen, in das sämtliche Ausnahmebestimmungen, die der bisherige Kriegszustand mit sich brachte, wieder übernommen wurden, vielleicht mit der einen Aende- rung, daß an Stelle des Kriegskommandanten nunmehr der litauische Gouverneur im Memelland Vollstrecker dieser Ausnahmebestimmungen wird. Welche Gefahren unter diesen Umständen ür eine ordnungsmäßige Durchführung der bevor- tehenden memelländischen Landtagswahlen gegeben int), braucht man nicht weiter auszuführen. Auch der Gouverneur des Memellandes hat durch eine ausgedehnte Veto-Politik gegenüber den gesetzgeberischen Arbeiten des memelländischen Landtags wiederholt zu erkennen gegeben, worin er feine eigentliche Aufgabe erblickt, nämlich in der weiteren ßituanifierung des Landes und in der Hintanhaltung aller Gesetze, die den Schutz der eingesessenen Arbeiter des bodenständigen Bauerntums und des einheimischen Handwerks und Handels bedeuten. Alle diese Schutzgesetze, die der Landtag mit erdrückender Mehrheit beschlossen hatte, konnten b i s» her. nicht durchgeführt werden, weil der Gouverneur ihnen sein Veto entgegensetzte Memelländische Arbeiter werden auch weiterhin durch zugewanderte Litauer aus ihren Arbeitsstellen verdrängt, memelländische Bauern, von Haus und Hof oertrieben, müssen litauischen Siedlern Platz machen, und das immer stärker zuströmende Judentum macht dem einheimischen Gewerbe schmutzige Konkurrenz. An sich besitzt das Memelland ein Autonomie st a t u t, das geeignet wäre, den berechtigten nationalen Wünschen der Memeldeutschen voll Genüge zu tun. Aber dieses Statut wird nicht eingehalten, es wird umgangen und, wenn es nötig ist, direkt gebrochen. Mit engelhafter Geduld haben die Memelländer immer wieder den Weg der Verhandlungen mit Kowno betreten, aber immer wieder find sie enttäuscht worden. Wie die bevorstehenden Wahlen ausfallen werden, darüber besteht schon heute kein Zweifel mehr. Man darf nur hoffen, daß auch die litauische Regierung sich endlich einmal dem Gesetz der Tatsachen beugen und dem Selbstverwaltungswillen der Memeldeut- schen sein Recht geben wird. Kr. Das Memelland gegen die neuen litauischen Staatsschuhgesehe. Memel, 22. Okt. (DNB.) Die ursprüngUch fütf den 21. Oktober anberaumte Sitzung des Memel« ländischen Landtages, bie* aus technischen Gründen verschoben wurde, ist nunmehr endgültig für kommenden Mittwoch, 26. Oktober, einberufen worden. Auf der Tagesordnung steht wiederum der P rote st gegen die neuen litauischen Staatsschutzgesetze, die für das Memelgebiet nur eine Verewigung des statutwidrigen Kriegszustandes bedeuten würden. Es ist damit zu rechnen, daß der Landtag am Mittwoch auch gegen die neuenDetomaßnahmendeslitauifchen Gouverneurs Stellung nehmen wird. Der Gouverneur hat nämlich dem Direktorium des Memelgebietes mitgeteilt, daß er gegen die am 6. Oktober vom memelländischen Landtag dringlich erlassenen Gesetze zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit im Memelgebiet und über die selbständige Ausübung eines Handwerks als stehendes Gewerbe rm Memelgebiet sein Veto aus den gleichen Gründen wie am 25. Juni bzw. 6. August d. I. einlegt. Oie Bocca-Tigris-Foris genommen. Tokio, 24. Okt. (DNB. Funkspruch.) Das japanische Oberkommando meldet, daß die japanischen Marinetruppen nach heftigen Kämpfen die Bocca- Tigris-Forts zu beiden Seiten des Perl-Flusses eingenommen hätten. Die japanischen Marinetruppen seien bei ihrem Vorgehen wirkungsvoll von der japanischen Schiffsartillerie und von Marinefliegern unterstützt worden. ♦ lieber den Aufenthaltsort des Marschalls Tschiangkaischek herrscht in Honakong nach wie vor Rätselraten, nachdem von chinesischer Seite in Abrede gestellt wurde, Tschiangkaischek halte sich in Hongkong auf, um hier mit dem englischen Botschafter Sir Archibald Kerr über einen englischen Vermittlungsschritt zur Beendigung der Streitigkeiten zu beraten. Die Stellung Tschiangkaischeks scheint nach den Ereignisien der letzten Tage immer mehr gefährdet zu sein. Dies geht auch deutlich aus einer Aeußerung des radikal japanfeindlichen südchinesischen Politikers, Eugen T s ch e n, hervor, der Tschiangkaischek offen des Landesverrates beschuldigte und seinen sofortigen Rücktritt verlangte, andernfalls sich das chinesische Volk selbst einen neuen Führer auserwählen müsse. Die „News Chronicle" meldet aus Schanghai, daß Tschiangkaischek seinen Rücktritt unter der Be- dinguna beschlossen habe, daß eine neue Regierung unter oer Führung Wangtschingweis, den früheren Präsidenten des Zentralpolitischen Rates, gebildet werden könne. „Daily Mail" redet heute den Chinesen zu, doch endlich Frieden zu machen. Vor neun Monaten hätten die Japaner ihre Bedingungen bekannt- gegeben, unter denen sie bereit seien, zu verhandeln. Tschiangkaischek habe sich damals glatt geweigert, diese Bedingungen anzunehmen. Alle Vermittlungsversuche seien ergebnislos verlaufen. All das sollte China doch endlich davon überzeugen, daß es o o n Europä und Amerika nichts anderes mehr erhoffen könne als Sympathie. Die chinesische Staatsführung müsse jetzt einsehen, daß es vernünftiger sei, nach Mitteln und Wegen zu suchen, um den Opfern ein Ende zu setzen. Llngarisch-Wechischer Rotenwechsel. Ein ungarischer Gegenvorschlag in Prag überreicht. Budapest, 24. Okt. (DNB.) Die ungarische Regierung hat den in der Nacht zum Sonntag hier emgetroffenen sogenannten vierten Lösungsplan der Prager Regierung für unannehmbar erklärt, da er den ethnographischen Prinzipien im Sinne der Münchener Viermächteeinigung nicht Rechnung trage. Dieser Plan könne von Ungarn nur dann als Derhandlungsgrundlage angesehen werden, wenn die tschecho-slowakische Regierung die Abtretung auch der größeren von einer ungarischen Mehrheit bewohnten Städte an Ungarn nicht länger aus strategischen, verkehrspoliti- schen bzw. wirtschaftlichen Gründen verweigere. Es handelt sich dabei vor allem um die Städte Preßburg, Neutra, Kaschau, Ungvor (Uzhorod) und Munkacs. Die ungarischen Gegenvorschläge würden mit größtem Nachdruck betonen, Ungarn sei unter keinen Umständen bereit, vom volkskundlichen Grundsatz abzugehen. Um so weniger als auch Ungarn ein Opfer auf sich nehme, da es auf das Prinzip der h i st o r i s ch e n Grenzen verzichtet und auch seinerseits sich bereit erklärt habe, seine neuen Grenzen nach dem volkskundlichen Grundsatz au bestimmen. Dabei müsse aber Ungarn darauf beharren, daß die volkskundliche Grundlage ohne Vorbehalt und in jeder Hinsicht zur Geltung gebracht werde. Die ungarische Regierung fordere nunmehr den raschesten Abschluß der diplomatischen Besprechungen und die unverzügliche Anerkennung der berechtigten ungarischen Ansprüche. Ministerpräsident Jmredy, Außenminister v. Kanya und Kultusminister Teleki haben Sonntognachmit- tag die Antwortnote an Prag ausgearbeitet und in den späten Abendstunden durch einen Sonderkurier abgeschickt. Die Antwortnote wird der ungarische Gesandte von Wettstein am Montagoormittag dem tschecho-slowakischen Außenminister überreichen. Die Deutschen in der Karpatho-Maine. Uzhorod, 24. Okt. (DNB.) Die autonome Regierung der Karpatho-Ukraine will der deutschen Volksgruppe der Karpatho-Ukraine ein für alle deutschen Belange zuständiges Staatssekretariat emrichten mit der Befugnis v o l l e r S e l b st- verwaltung des Schul- und Kulturwesens und weitgehender Betreuung der Deutschen aus wirtschaftlichem und sozialem Gebiet. \ Mehrere tausend Deutsche aus Munkacz und 20 umliegenden Gemeinden versammelten sich in U3borob zu einer großen Kundgebung, die in vor- budlicher Disziplin verlief und mit einer Treue- kundgebung für Heimat und Adolf Hitler unter dem Gesang des Horst-Wessel-Liedes abgeschlossen wurde. Landschastsleiter Hauptmann a. D. K a r ft e n machte die Mitteilung, daß die Deutschen der Karpatho-Ukraine, etwa 20 000 an der Zahl in der Deutschen Partei zusammengeschlossen seien. Der ukrainische Bezirksobmann K o m a r i n s k i und Vertreter der Regierung sowie des ukrai- Nischen Nationalrates brachten herzliche Wunsche der ukrainischen Bevölkerung zum Aus- druck. Der neuernannte Inspektor für das deutsche Schul- und Kulturwesen, Thomas, sprach über den bisherigen Schulkampf und die Kulturwerte des Deutschtums. Von dem Bezirkswalter der Deutschen Partei Biehal wurde auf die kommenden Aufgaben der deutschen Volksgruppe in der Karpatho- Ukraine nach Zuerkennung der Selbstverwaltung hingewiesen. Die Pflicht jedes Deutschen fei es, m nationalsozialistischem Geist in der Volksgemeinschaft seinen Mann zu stellen und durch friedliche Zusammenarbeit mit den anderen Volksgruppen zum Frieden beizutragen. Oie neue Polizeiorganisation im Sudetenlande. Befehlshaber der Sicherheitspolizei unterstehen die Staatspolizeistellen und die Außenstellen der Reichskriminalpolizei. In Reichenberg ist eine Staatspolizei-Leitstelle, in Karlsbad und Troppau je eine Staatspolizeistelle errichtet worden. Oie Wehrmacht dankt der NSD. Berlin, 22. Okt. (DNB.) Hauptamtsleiter H i l g e n f e l d t ging vom Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von Brauchitsch, ein Schreiben zu, in dem es heißt: Die NSV. hat die fudetendeutfchen Flüchtlinge in ihre treue Obhut genommen, sie versorgt und sie dann wieder in ihre Heimat zurückgeleitet. Sie hat ferner durch ihre hinter den vordersten Truppen einrückenden Kolon- NSV. auch dem letzten Volksgenossen ein Ansporn sein, sie stets nach Kräften zu unterstützen. Ihnen, Ihren Mitarbeitern und allen Ihren Helfern gilt mein herzlicher Dank. Berlin, 22. Okt. (DNB.) Mit der Uebernahme der Ziviloerwaltung im Sudetenland durch den I gäbe der Betreuung der Bevölkerung weiter er- leichtert. Möge diese segensreiche Tätigkeit der der Ziviloerwaltung im jöuoetemano ourcg uen nen mit Verpflegung und Bekleidung die Not der Reichskommlssar HenlelN lst die Sorge der Ordnung Bevölkerung rasch und tatkräftig lindern helfen, und Sicherheit IM Sud-t-nlande IN die Hande Bie NSV. hat sich damit in ihrer Gesamtheit als d ° r Pol lze. überlangen. Sei d» Dienststelle ^„rüstiger Künder n a t i o n a l s ° z i a . des Rerchskommlssars sind zur Wahrnehmung ber r. . f ' nnferbereitfdiaft erneut be- polizeilichen Aufgaben zum Befehlshaber' ^er Ord-! und die mir vom Führer übertragene Auf- nungspolrzel der Generalmajor der Ordnungspolizei । - — - ■ ~ Pfeffer-Wildenbruch und 5 bober der Sicherheitspolizei der ^-Oberführer Oberregierungsrat Jost ernannt worden. Dem Befehlshaber der Ordnungspolizei unterstehen in den drei künftigen Regierungsbezirken Troppau, Aussig und Kar ls bad die zuständigen Abschnittskommandeure der Ordnungspolizei. Dem Grundzüge der neuen tschecho-slowakischen Verfassung. Prag, 23. Okt. (DNB.) Die „Narvdni Listy" veröffenttichen die Grundzüge der neuen Verfassung. Strittig ist noch die offizielle Bezeichnung der Republik. Wahrscheinlich wird das Beispiel der Serben, Kroaten und Slowenen zum Muster genommen werden, die gemeinsam den jugoslawischen Staat gebildet haben. Es wird erwogen, statt des langen Namens „Tschecho-Slo-wakifch- Karpathorussische Republik" die Bezeichnung „M i t - telflaroien" oder „W estslawien" zu wählen. Die Teilung der Staatsgewalt in vollziehende, gesetzgebende und rechtsprechende Gewalt bleibt ebenso aufrechterhalten wie das par- lamentgrische Regime aus der Grundlage des allgemeinen Stimmrechts und der Grundideen der Demokratie. Träger der Regienungs- und Vollzugsgewalt bleiben der Präsident der Republik und die Regierung. Der Präsident soll ein Vetorecht gegenüber Beschlüssen des Parlaments und ein Notverordnungsrecht für Zeiten eines parlamentarischen Interregnums erhalten. Der Präsident wird wie bisher von der Nattonaloersammlung gewählt. Die Regierung wird sich zusammensehen aus dem Ministerpräsidenten, den Stellvertretern des Ministerpräsidenten, den drei gemeinsamen Ministern (für das Aeußere, die Nationalverteidigung, die gemeinsamen Finanzen), acht Ministern für das Böhmisch-Mährische Land, fünf Ministern für die Slowakei und drei Ministern für Karpatho-Rußland. Die böhmisch-mährische Regierung wird über die Verwaltung der Landesangelegenheiten hinaus gewisse gesamtstaatliche Kompetenzen Haven. So wird ihr die Aufgabe zufallen, im Einvernehmen mit den slowakischen und den karpatho-russischen Ministern Gesetzanträge für das Zentralparlament vor- zubereiten, das neben den gesetzgebenden Körperschaften für das Böhmisch-Mährische Land, für die Slowakei und für Karpatho-Rußland gemein- s a m geben wird. Dieses Parlament wird sich xu» sammensetzen aus 140 Mitgliedern des böhmischmährischen Parlaments, aus 50 Mitgliedern des slowakischen Parlaments und 10 Mitgliedern des karpatho-russischen Parlaments. — Damit die 60 Abgeordneten der Slowakei und Karpatho-Rußlands von den böhmisch-mährischen Abgeordneten nicht überstimmt werden können, wird eine zweite Kammer (Senat) errichtet, die aus 24 Mitgliedern besteht. Von diesen werden je acht auf jedes Land entfallen. Zwei Drittel der Senatoren werden von den Landesparlamenten gewählt, ein Drittel vom Präsidenten der Republik ernannt. Der Senat kann gegen Gesetze, die vom Abgeordnetenhaus beschlossen wurden, Widerspruch erheben. Beharrt das Abgeordnetenhaus auf seinem Beschluß, so entscheidet der Präsident der Republik, indem er den neuerlichen Beschluß des Abgeordnetenhauses unterzeichnet, wodurch dieser zum Gesetz erhoben wird, oder den Gesetzentwurf zur neuerlichen Ausarbeitung zurückgibt. Die Wahlordnung wird wesentliche Abweichungen vom jetzigen Recht aufweisen. Das Listenwahlrecht wird aufgehoben. Die Abgeordneten werden einzeln in Wahlkreisen nach dem Mehrheitsgrundsatz gewählt. Auf 60 000 bis 80 000 Einwohner kommt ein Mandat. Der Wähler wird fernen Stimmzettel für einen Kandidaten und nicht mehr für eine Partei abgeben. Das Oberste Gericht, das Oberste Verwaltungsgericht und das Oberste Militärgericht werden für den ganzen Staat gemeinsam sein. Der Sitz eines dieser obersten Tribunale wird Preßburg sein. — Diese Veröffentlichung ist erst ein erster Entwurf, der sicher noch manche Aenderung erfahren wird. Leichter Rechtsruck bei den Genatswahlen in Frankreich. Paris, 24. Okt. (DNB.) Am Sonntag fanden in ganz Frankreich Nachwahlen zum Senat statt. Nach einer vom Innenministerium ausgegebenen abschließenden Uebersicht über das Wahlergebnis ergibt sich folgendes Bild: Rechtsrepublikaner 27 (+ 9), Linksrepublikaner 10 (—), Unabhängige Radikale 9 (—1), Radikalsoziale 41 (—6), Republikanische Sozialisten 4 (—4), Sozialistisch-Republikanische Vereinigung 2 (+1), Sozialdemokraten 4 (+ 1). Die kommunistischen Kandidaten wurden überall geschlagen. Die Sozialdemokraten haben einen ihrer bisherigen Sitze verloren, dafür aber durch den Bürgermeister von Marseille, Tasso, und den ehemaligen Innenminister Dormoy zwei neue erobert, im ganzen also einen Sitz im Senat mehr als bisher. Die Sozialistisch-Republikanische Vereinigung hat die beiden Sitze wieder gewonnen, die sie durch den Austritt zweier Senatoren aus ihrer Grupve eingebüßt hatte. Diese beiden Senatoren, die sich seit der Absplitterung als Unabhängige Sozialdemokraten bezeichneten, wurden geschlagen. Da sich zwischen diesen beiden Gruppen Gewinn und Verlust ausgleicht, ist auf der Linken lediglich der eine von den Sozialdemokraten gewonnene Sih als Plus zu verbuchen. Bezeichnenderweise sind in den meisten Fällen, in denen volksfrontfreundliche radikalsoziale Kandidaten gegen ihre eigenen Parteifreunde, die von der Volksfront nichts mehr wissen wollten, aufgestellt worden waren, letztere gewählt worden. Die Rechtspresse verzeichnet mit größter Genugtuung einen Sieg der nationalen Parteien gegen die sozialdemokratischen Feinde des Senats. So schreibt die nationalistische „Epoque", die Volksfront habe keine Wirkung gehabt, die Nadikalsozialen der Volksfront seien überall geschlagen worden. Der „Jour" unterstreicht den Mißerfolg derjenigen maßgebenden Senatoren, die seinerzeit das Kabinett Blum unterstützt haben und sagt, der gesunde Menschenverstand der Franzosen habe dem Marxismus gegenüber einen unüberwindlichen Wall errichtet. Das „Journal" hebt hervor, daß von den zwölf Senatoren. die im April d. I. bereit waren, Leon Blum Sondervollmachten zuzubilligen, nur fünf wieder gewählt worden frnb. Das „Petit Journal" de la Rocques fragt, ob das Ergebnis der Senatswahlen einen Einfluß auf den Radikal- sozialen Parteitag haben werde, zumal die Wahl gezeigt hätte, daß die Radikalsozialen aufhören müßten, sich allzusehr nach links hin auszurichten. Das „Ordre" meint, daß die Wahlmänner für. bie Außenpolitik der Regierung gleichzeitig' aber gegen d i e Innenpolitik der voran- gegangenen Kabinette gestimmt hätten. Die links- radikale „Ere Nouvelle" erklärt, daß die Senats- wähl den festen Willen des Landes zum Ausdruck bringe, mit der Demagogie von 19 3 6 Schluß z u machen. Das Blatt fordert im übrigen auf Grund des Wahlergebnisses soforttge Auflösung der.Kammer und Neuwahlen. Der gleichen Ansicht ist auch der „Mattn". Der sozialdemokratische „Populair" unterstreiecht den Sieg des ehemaligen Innenministers Dormoy über den radikalsozialen Senator Regnier, der als unversöhnlicher Gegner der Volksfront bekannt war. Deutschland und Frankreich ergänzen sich auf dem Weltmarkt. Ein Gespräch mit RrichewirtschastSminister Funk. Paris, 22. DEL (DNB.) Der „Paris Midi" veröffentlicht eine Unterredung, die Reichswirtschaftsminister Funk mit dem Berliner Vertreter des Blattes hatte. Man sei zuerst auf die Frage des Warenaustausches zwischen Deutschland und Südosteuropa gekommen. Der Minister er= Harte, gerade in den Gebieten Südosteuropas sei alles das im Ueberfluß vorhanden, was in Deutschland f e h l e. Schon die Landwirtschaftsprodukte des Südostens eröffneten einen beachtlichen Markt. An anderen Rohstoffen, wie Eisenerz, Kupfer usw. werde das Reich bei weitem genug haben, um seinen unmittelbaren Bedarf zu decken, vorausgesetzt, daß man Deutschland an der Ausbeutung dieser unerschöpflichen Quellen teilnehmen lasse. Deutschland biete zum Ausgleich die Erzeugnisse seiner hochentwickelten Industrie, die sich mit iliren Fabrikaten neuen Weltruhm geschaffen habe. Der Berichterstatter leitete bann das Gespräch auf bie Gestaltung ber Wirtschaftsbeziehungen Zwischen Deutschlanb und England und Frankreich. Der Minister habe bemerkt, daß es für das Reich keinen anderen Wunsch geben könne, als mit diesen Ländern zufammenzu- arbeiten. Deutschland habe keineswegs bie Absicht, biegen Ländern irgendwelche wirtschaftlichen Schwierigkeiten in den Weg xu stellen. „Wie sollten übrigens', so fuhr ber Minister bann fort, „unsere Interessen im Sübosten aufeinanderstoßen können? Ist es nicht burch die Ziffern erwiesen, baß ber französische unb englische Handel im Balkan und in Mitteleuropa praktisch — ich unterstreiche praktisch — nicht gegen den deutschen Handel kämpfen können? Wir fürchten auch keineswegs den Abschluß eines Handelsabkommens zwischen Großbritannien und den Vereinigten Staaten von Amerika. Wir sind weit davon entfernt, zu behaupten, daß ein derartiger Vertrag mit den von Das deutsch-englische Verhältnis uns empfohlenen Mechoden unvereinbar wäre. würden einem solchen Vertrag sogar sehr gut beitreten können." Der Reichswirffchaftsminister Funk habe ferner mit aller Bestimmtheit erklärt, daß sich Deutsch, land und Frankreich auf dem Weltmarkt nur ergänzen können. Das französische Eisen, erz, die französischen Landwirtschaftserzeuanisse und Luxusarttkel sowie bie beutsche Kohle unb die chenü. schen unb pharmazeutischen Erzeugnisse bes Reiches würben als Grunblage bereits genügen. Der Mini, fter fragte: „Sollte es nicht z. B. ein Mittel geben um einen Teil Europas mit einem großen Netz von Autostraßen zu versehen?" Deutschland werbe immer bereit sein, den Arbeitsfaktor hierfür zu liefern. Gerabe mit unseren Arbeitsmöglichkeiten werbe man viele Dinge unternehmen können; vor. ausgesetzt Natürlich, baß man in einer gesun- ben Atmosphäre unb fr ei von politj, schen Unsicherheiten lebe. Auf jeden Fall verlange Deutschlanb nichts anberes als mit aller Welt im Interesse ber ganzen Wett si ch zu ver- st ä n b i g e n. Zum Schluß trat ber Reichsminister ber Auffassung entgegen, daß bie Kolonialfrage auf wirtschaftliches Gebiet verlegt werden könne. Für Deutschlanb sei bas Kolonialproblem vor allem anderen eine Frage des Ansehens und der Ehre. Oer franzö iscke Oiptomatenschub. Paris, 22. Okt. (DNB.) Man erfährt aus gut unterrichteten Kreisen, daß ber jetzige französisch, Botschafter in Barcelona, L a b o n n e, zum Gene, ralresidenten in Tunis ernannt morgen fei; an Stelle Labonnes gehe ber augenblickliche Kabinetts, chef bes französischen Außenministers, Jules Henry, als Botschafter nach Barcelona. Zum , Nachfolger bes Botschafters in Moskau, (Sou. I o n b r e, soll ber bisherige französische Botschafter in China, N a g g i a r, ernannt worben sein. An die Stelle bes ,zum Botschafter in Ankara ernannten bisherigen Direktors für politische Angelegenheiten im Quai d'Orsay, Massigli, tritt der jetzige stell- vertretende Direktor für politische Angelegenheiten, Chaveriat, dessen Posten wiederum der bis. herige Direktor für europäische Angelegenheiten, Rochat, übernehmen wird. Der frühere franzö. i fische Gesandte in Wien, Puaux, soll zum Ober- kommissar in Syrien ausersehen sein. Der bisherige Botschafter in Ankara, P o n s o t, hat die Alters- grenze erreicht. Der zum Nachfolger Comert's als Leiter der Presse- und Informationsabteilung des Quai d'Orsay bestimmte Pierre B r e s s y wird in seiner bisherigen Dienststellung als stellvertretender Direktor der Verwaltungsangelegenheiten durch Thierry abgelösL Von einer weiteren Derwen- düng des bisherigen Kommissars in Syrien, bt Märtel, ist bisher noch nicht die Rede. ip*, ä'1 ö w v>. k'ißr Hsf,: WS WS W erlangen Segen Sie . „ 03 Ott. ff (Hiller). L°rd Peinigung Lraigavon tagte, L e L^ung md Weg bedeuten n Sen. Ulster hatte En ge sie halten . i Erlangung stmes -"lNUNg EM -md dain, daß die ( Heutig gegen de . tije 3m übrigen e Üe wirtschaftliche Doi Korpssiih zum lnlaßlich des Todes 1AC. oeröffentlicht tzflfahrt, Korpsführe ttruf: |m 21. Oktober riß Menten des Deutsch feerer Günthe Mein, mitten a tkiterossizier im $ H-tärnpser unter G Wie kann das Münchener Abkommen fruchtbar gemacht werden? London, 22. Okt. (DNB.) Lord Allen of Hurtwood sagt in einer Zuschrift an den Manchester Guardian, England müsse daran denken, wenn es heute den Frieden, wie manche behaupteten, mit „Unehre hätte kaufen" müssen, so deswegen, weil England selbst vor 20 Jahren einen ehrlosen Frieden diktiert habe. Wenn das deuts.he Volk unter dem Einfluß leidenschaftlicher Empfindungen stehe, so gehe das zum Teil auf bas xurikf, was die Alliierten in Versailles getan hätten, und noch mehr darauf, daß sie dieses Unrecht in ben folgenden Jahren nicht wieder gut gemacht hätten. Der Premierminister habe in München recht gehabt, als er sich geweigert habe, dieser Tragödie eine noch größere hinzuzufügen, nämlich die eines Weltkrieges im Namen ber Ehre. Der Premierminister habe sich ber Tatsache gegenüber- gesehen, baß das Kollektivsystem keine entsprechende Macht besessen habe, um einen Krieg zu verhindern. Entweder hätte er gegenüber unangebrachten Drohungen zugestehen müssen, als er wünschte, um ein zu lange ertragenes Hebel wieder gut zu machen, oder aber er hätte sich für ben Weltkrieg entscheiden müssen. Er, Lock» Allen, zweifele nicht daran, daß Adolf Hitler in diesem Augenblick das Risiko eines Krieges auf sch genommen hätte. Der Premierminister habe also recht gehandelt, wenn er sich gegen die schreckliche Katastrophe eines Krieges entschieden habe. Man müsse sich nun dazu durchringen, ben latenten Kon- flikt zwischen 75 Millionen Deutschen im Herzen Europas unb bem britischen Commonwealth zu b es e i t i g e n. Es sei babei Englands Sache, von sich aus wirtschaftliche unb koloniale Wiebe rgutmachung zur Erörterung xu stellen. England sei verpflichtet, jede Wiederherstellung ber Souveränität ober jede [Übergabe eines Man- bat es von einer enbgültigen Friedens- r e g e I u n g abhängig zu machen. Diese Regel"ng sollte bie Rüstungsbegrenzung und bie Be- Handlung ber Eingeborenen einschließen. Schließlich müsse Englanb sich barum bemühen, alle Länder in einen Völkerbunb zu bringen. Vielleicht werbe das bebeuten, baß man den Text der Satzung opfern müsse. Dann soll man es tun. Englands Zug end für eine VerständWng. London, 22. Okt. (Europapreß.) Auf die Bedeutung einer deutsch-englischen Verständigung wird von Studenten des Magdalen-College in Oxford in einem Brief an den Herausgeber ber „Yorkshire Post" hingewiesen, bie dem verstorbenen Schwiegervater des ehemaligen englischen Außenministers Eden gehört hat und auch heute noch als Sprach' rohr Edens gilt. In bem Brief wirb barauf hin' gewiesen, baß ber Grund für die Krise ber letzten Woche nicht etwa in bem Schicksal ber fubeten* beutschen Volksgruppe ober in bem „militaristischen" Deutschlanb zu suchen sei. Der Anlaß sei vielmehr einzig unb allein ber Versailler Vertrag- Das Abkommen von München sei nicht ein Verrat an ber Tschecho-Slowakei, es habe lediglich bie Re« Organisierung biefes Staates festgelegt, was auch Lorb Runciman empfohlen habe. Das Münchens Abkommen sei ber Beginn einer neuen EpaA internationaler Derha.iblungen und ein BeisPM' wie Streitfragen in Zukunft auf gerechte Weist geregelt werben können. „Die deutsch-englischen Ziehungen sind seit langer Zeit der Schlüssel fuk den Frieden in Europa gewesen. Es ist ein Fehler, nicht einzusehen, daß der Weltkrieg nur möglich war, weil es an dem guten Einvernehmen zwischen Deutschland und England fehlte. Die deutsch-eng' lische Freundschaftserklärung von München ist vPN der allergrößten Wichtigkeit,, man darf W rbrand cS Sie wer hören, fahigke RUHM nicht hi werden die hob Sparsai A lj—, r brand Sagten Sie sechs? Nein - idi sagte 3i «K STEIN HAUWti) T """ftnfdjiij. nd-V "jl^^ÜTOC UHkVUUC E(Mtein5 'garantiert Korpsführer Hühn'ein zum Tode Eoloffsteins. Freude an der Natur durch Bermühler-Bücher^ Der Gauleiter fpricht in Mainz Die geballte Kraft des Volkes steht hinter dem Führer. Garantie-Punkt 5: „Überzeugende Fachleistung!* Sie wird von Millionen geraucht, weil sie immer die gleiche, gute Eckstein ist. Sie kostet nur 3Vs Pfg., weil sie von Millionen geraucht wird. Anläßlich des Todes des Präsidenten des V2AT. veröffentlicht der Führer der deutschen iraftfahrt, Korpsführer Hühnlein, folqenden Mruf: Am 21. Oktober riß ein tropisches Geschick den Wdenten des Deutschen Automobil-Clubs, NSKK.- )birführer Günther Freiherrn von Eg- olfltein, mitten aus seinem Schaffen. Er, der .'ls Reiteroffizier im Weltkrieg und später als Frei- larpkämpfer unter General Ritter von Epp so oft Gekuckt PrivatoDterrieht in allen Fächern für Sekundaner, evtl, volle Bens, in Lehrerbaush. Sckr. Angeb. u. 04772 a.d.G.A. Sie werden es auch immer wieder hören, daß die Dauerbrandfähigkeit der RUHR-ANTHRAZIT-EIERBRIKETTS nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Und dazu noch die hohe Heizkraft, kurz und gut» Sparsam und bequem sind fiWfrfc Anthrazit- •J«t & 1 Marine- und Kolonialkrieger dem NG.-Reichskriegerbund angegliedert. Der Bezirksverband Groß-Heffen des Deutschen Kolonialkriegerbundes ist nach Vereinbarung zwischen dem Reichskriegerführer und General Ritter von Epp, wie alle Bezirksverbände im Reich a u f g e l ö st worden. Die Kameradschaften werden den zuständigen Kreiskriegerführern unterstellt. Sie behalten ihre Fahnen und ihre Bundesuniform. General Ritter von Epp bleibt auch weiterhin Führer des Deutschen Kolomalkriegerbundes. Der seitherige Bezirksführer für Groß-Heffen, Max Zorn (Frankfurt), steht dem Landeskriegerführer als kolonialer Mitarbeiter zur Verfügung, lieber alle Kolonialfragen erhalten die Kolonialkriegerkameradschaften ihre Weisungen wie bisher von General Ritter von Epp. Auch der RS.-Deutsche Ma- rinebund, der bisher dem Oberbefehlshaber der Marine unmittelbar unterstellt war, ist dem NS.- Reichskriegerbund angegliedert worden. Die Marinekameradschaften werden daher neben ihrem Bundesabzeichen auch das Abzeichen des NS.-Reichs- kriegerbundes tragen. Ihre Bundesflagge und ihr Bundesabzeichen zeigen nach außen, daß die Marinekameradschaften des unter Führung von Kapitän zur See (E.) H i n tz m a n n stehenden RS.-Deutschen Marinebundes im Rahmen der Gesamtausgaben des RS.- Reichskriegerbundes Sonderausgaben zu erfüllen haben. „($efuni> und schön wohnen.^ _ Das Reichs heim st ättenamt der DAF. führt vom 24. bis 31. Oktober in Frankfurt seine Arbeitstagung durch. Die Veranstaltung hat in erster Linie die Aufgabe, zu einer einheitlichen Ausrichtung auf dem Gebiets des sozialen Wohnstättenbaues zu gelangen. Es werden sowohl die Fragen des S i e d l u n g s w e s e n s als autf) die Probleme des Stockwerkbaues bei der Behandlung der Erschließung dieser Wohngebiete erörtert werden. Im Mittelpunkt der Beratungen stehen neben dem Landarbeiterwohnstättenbau die sozialen, technischen und finanziellen Zusammenhänge hinsichtlich der Erstellung von Vierraum- Wohnungen. Die Vierraumwohnung ist vom Heimstättenamt der Deutschen Arbeitsfront als soziale Forderung herausgestellt worden, um auf wohnwirtschaftlichem Gebiet in erster Linie der Zielsetzung der Partei auf rasse- und bevölkerungspolitischem Gebiet Rechnung zu tragen. In Verbindung damit wird sich die Reichsarbeitstagung mit allen Möglichkeiten beschäftigen, die eine Gemeinschaftsleistung von Heimstättenämtern, Trägergesellschaften, Betriebsführern und Behörden im sozialen Wohnstättenbau sichern. Gegenstand der Verhandlungen sind weiter die Fragen des Luftschutzes, der Energieversorgung, des Verkehrs und der Anlage von Gemeinschaftsantennen. Ferner werden die Probleme der Neugestaltung des Bo- den-, Bau- unb Wohnrechts, der Bevölkerungspoli- tik, der Planung und Gartengestaltung sowie der Siedlerbetreuung in Sondertagungen behandelt. splitterten Kräfte zu bündeln, hat er diese schwierige Aufgabe in bester kameradschaftlicher Zusammenarbeit mit dem Korps als politischer Soldat Adolf Hitlers in nie versagender Hingabe und Pflichttreue vollzogen. Seiner Arbeit dankt der DDAC Größe, Ansehen und Geltung! Ein Mann ist dahmgegan- aen, dessen Reiterherz allezeit tapfer und heiß für Volk und Führer schlug und dessen ganzes Leben von bestem kämpferischem Geist erfüllt war In Trauer senkt das Nationalsozialistische Kraftfahrkorps an seiner Bahre die Sturmstander und Standarten Er aber lebt für immer in uns fort. London, 23 Okt. (Europapreß.) In scharfen Sorten wandte sich der Ministerpräsident von Nord- ckllnd (Ulster), Lord Craiqavon, gegen die jon d e Valera ausgestellte Forderung nach Bereinigung Nord- und Südirlands forb Craigavon sagte, daß die von de Valera vor- Magene Lösung nichts anderes als den Bür- serfrieg bedeuten würde. Ulster würde sich nie >azu hergeben, gemeinsame Sache mit Südirland zu machen. Ulster hätte England Treue geschworen und omde sie halten. Bezeichnend fei, daß de Valera dem Tode getrotzt, der nach dem Kriege als be- geisterter Sportsmann im Rennsattel auf dem Rucken des Pferdes oder hinter dem Steuer des Sportwagens, die Gefahr nicht achtend, so manchen n^^s^rbeer errungen, mußte nun ,äh und — 2 fli« Olt, den Folgen einer tücki- fdjen Blutvergiftung erliegen Der Deutsche ffnlnffftTin *6 LU b verliert in Freiherrn von Moffftem den bewährten Führer und ° r id) if)n im Jahre der Macht- trnn n k x-n Spitze stellte und ihm den Auf- lrag gab, die bis dahin in ungezählten Clubs zer- _ NSG. Der Kreis Mainz der NSDAP, führte am eonntaa seinen Kreistag durch Er wurde mit einer bun!L cröffnet, auf der Gauleiter und Reichs- statthafter Sprenger vor 30 000 Männern der gartet ihrer Gliederungen und der angeschlossenen Verbände eine Ansprache hielt, in der er die Voraussetzungen für die großen politischen Geschehen m diesem Jahr oufwies Der Gauleiter stellte eindeutig fest, daß dieser Erfolg nur auf der Grund- lage der Einheit des ganzen Volkes erreicht worden ist. Die Welt habe gesehen, daß hinter dem Willen des Führers die geballte Kraft des Volkes steht und jeder Angehörige der Nation zum Einsatz für die Freiheit der deutschen Brüder und Schwestern bereit ist. Die Partei sei das Instrument, mit dem der Führer das Volk zu einer Einheit zusammengeschweißt habe. Diese Erziehungsarbeit sei ewige Aufgabe der Partei. Alle Gebiete des völkischen Lebens würden von ihr überwacht und beeinflußt. Sie habe dafür Sorge getragen, daß das Volk niemals mehr von der nationalsozia- listischen Idee getrennt werde. Die Erziehungs- und Führungsaufgabe der Partei fei unabdingbar und total, niemand könne der Partei diese Aufgabe streitig machen. Elemente, die im Stillen Wühlarbeit betrieben, würden von der Volksgemeinschaft erledigt werden. Ueber das Verhältnis von Staat und Kirche habe er im Gau Hessen- Nassau niemals Zweifel aufkommen lassen. Seine Haltung gegenüber den Hetzern, von welcher Seite sie auch fein mögen, fei immer noch dieselbe. In das Seelenleben griff die Partei niemals ein. Wenn aber Bischöfe glaubten, in ihren Zeitungen sich mit dem Nationalsozialismus auseinandersetzen zu müssen, so sei das nicht mehr Seelsorge, sondern Politik. Der Gauleiter wies hier auf ein parteiliches Eingeständnis des Mainzer Bischofs hin, der in seinem Kirchenblatt sagen läßt: „Der katholische Einsatz bedeutet für die kommunistische Partei ungeheuer viel und scheint ihr, gewißen Konzessionen nach zu urteilen, nutzbringend." Der Gauleiter rechnete dann auch mit den Klerikern im Ausland ab, die immer wieder gegen Deutschland hetzen und sogar den Faschismus und Nationalsozialismus mit dem Kommunismus auf eine Stufe stellen. In schürfen Kräuterhaus Jong ia der maoBbnrg. familiendrucksacnen Veriobunosanzeigen Vermlhiungsanzeioep 6ebu'lsanzeiQen bei Brübl, Schulstr J kHramdschaft nicht wegen verschiedenartiger DM- inijauungen über Bord werfen Die englische Opofifion betreibt eine Politik, die auf einen . Äatipf zweier Weltanschauungen hinausläuft. Wir ^lekW icr Abkommen, ' werden? .) Lord Allen ft an den Manch: an denken, wenn he behaupteten, r: [o deswegen, u-- 'inen ehrlosen- IBenn bas M^u-J tjaftlidjer eil auf das amt, i Us tne\es Umch in >lrder gut flf Mer habe in Mm ’ iroeigert habe, bitte I tWfügen, naml^M men der ®)revL'm Tatsache gege* ' : iivsl)stein tem v-, besessen habe, ~ r weiteren Dera aTS >n Syrien, t die Rede. Ät 015. ^Ministers, j-i h Arcelona. j Moskau, (rc Sen l-i». U Ara ern°W 90 ^Inaeleaenbm >- - u ritt der jefin/i M Erlangung seines Zieles keine Dolksab- )e AngeleaeLvorgefchlagen habe Das hätte seinen nieberum der L 8runb baaß Adolf j)ith ines Krieges ow -rminifter W gegen die Weden habe. B n, den latenten.^ Zentschen im W; CommonweM. terqobe nuhen, aue . bnngen- " kN vkt d-r^ es hin- ijtnh nrefc) I * w® i g-d-1 I em W . 7 W, nfein | I« 1 abe 7? i 'S»*» IW"1 w SÄ W e’ von ?!’ e- Auf °'>- 'eres qI9’ Belt fi* 11111 ( her ■-«t & ' Der bish^ j ot , hat die Utiir ’olger (Somert's: lationsabteilung) I ressy wird als stelloertreteit gelegenheiten k OLBAS Generalversammlung der Spar- nnd Darlehenskasse MM. Das seitherige Vorstandsmitglied Heinr. Rodenaestiegen. Die Neuspareinlagen betrugen im Hausen wurde wiederqewählt, und der Rechner Jahr 1937 rund 70 000 RM. Eine sehr erfreuliche der Milchgenossenschaft Karl Volzel neu in den Umsatz in 1932 nur 1 128 000 RM. und in 1937 bereits 4 040 000 RM. Der Kassenumsatz ist von 201 000 RM. in 1932 auf 1 132 500 RM. in 1937 Entwicklung nahm die in 1933 neu eingerichtete Vorstand entsandt. Die Aufsichtsratsmitglieder Sei - S ch u l s p a r k a s s e, die in 1937 = 3325 RM. bert und H o f wurden wiedergewählt. Dann nahm einbrachte. Im Monat Oktober 1938 konnte das Oberrevisor Hartmann das Wort zu längeren 2000. Sparbuch ausgegeben werden. Im Berichts- Ausführungen. Er ging noch einmal kurz auf die fahr wurden an Auszahlungen für Bauzwecke usw.' gefaßten Beschlüsse ein und betonte, daß diese für rund 87 000 RM. geleistet, die alle der heimischen die Kasse von größter Bedeutung seien. Wenn auch Wirtschaft zugute kamen. Der laufende Geschäfts-! die Kasse schwere Jahre der Krise hinter sich habe, verkehr hat einen derartigen Umfang angenommen, | so sei doch der jetzige Erfolg um so erfreulicher, daß der seitherige Kassenraum nicht mehr ausreichte Nachdem noch einige geschäftliche Angelegenheiten und das Geschäftslokal in das neuerworbene An-! erledigt waren, schloß der Aullichtsratsvorsitzende wesen, Gießener Straße 95, verlegt werden mußte, • die Versammlung mit dem Sieg-Heil auf den Die von Geschäftsführer Werner vorgelesene Bi- ‘ Führer. £ Wieseck, 23. Okt. Die Spar- und Dar»,lanz wurde einstimmig genehmigt. Dem Vorschlag lehnst ässe hielt gestern abend bei Oaftmirt: öes Vorstandes über die Verwendung des Rein- Heinrich Braun ihre diesjährige Generalversamm- gewinns wurde zugestimmt, ebenso der Entlastung lung ab. Der Vorsitzende des Äufsichtsrats, Schrei- von Vorstund und Aufsichtsrat. Der Geschäftsanteil nermeister Gustav Seibert, eröffnete die Gene- wurde von 200 RM. auf 100 RM. herabgesetzt, ralversammlung und bgrüßte die Mitglieder, beson- i Dem Ankauf des Anwesens Gießener Straße 95 ders Oberreoifor Hartmann. Vorstandsmitglied stimmte die Generalversammlung zu. Für den aus- Adolf Weller erstattete den Geschäftsbericht. Er scheidenden Rechner Lang wurde der seitherige ging auf die Entwicklung der Kasse seit dem Nieder- Gescbäfts'ührer Werner als Rechner einstimmig gang von 1931 ein und gab einen Ueberblick über gewählt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Schrei- die Aufbauarbeit in der Kaffe, die heute wieder in nermeister Seibert, dankte Rechner Lang für jeder Hinsicht leistungsfähig ist. Betrug doch der die der Kasse geleisteten Dienste. An Stelle des zum . ~ ■ • ■* Rechner gewählten Geschäftsführers Werner wurde Adolf Weller V. zum Vorsitzer gewählt. Großstadt, Kleinstadt und flaches Land Nachdem am ersten Tage der Dresdner Tagung derDeutschenAkademiefürStädtebau, Reichs- und Landesplanung im NS.-Bund deutscher Technik die Aufgaben und Grundlagen aufgezeigt worden waren, brachten die weiteren Vorträge Beispiele für neuzeitliche Planung und Gestaltung. Die Aufgaben einer gesunden Großstadtpla- nung behandelte Stadtbaurat Dr.-Jng. Paul Wolf am Beispiel von Dresden, das als Landeshauptstadt im Mittelpunkt des sächsischen Lebensraumes liegt, eines Gebietes, das die stärkste Bevölkerungsdichte in Deutschland aufweist. Verbandsdirektor Lange vom Ruhrsiedlungsverband, Essen, erläuterte an dem Beispiel des Ruhrgebiets die Frage der Auseinandersetzung zwischen städtischen und ländlichen Forderungen im Siedlungsaufbau eines Jnduftrie- aebiets. Er kam zu dem Schluß, daß das ganze Industriegebiet im Sinne der Zusammenfassung einer großen Stadt zu behandeln sei, deren Kern von Duisburg bis Dortmund reiche. Stadtbaurat Golder (Wetzlar) sprach über „Die Kleinstadt und ihr Einzugsgebiet". Er zeigte an dem Beispiel Wetzlars, wie aus der ländlichen Kleinstadt, dem Markt und Einkaufsort des Landkreises, durch die Industrialisierung die Werkstatt des Kreises wurde. Diplomingenieur F. G. Winter (Berlin), Referent im Stabe der Reichsjugendführung, behandelte das aktuelle Thema „Das Jugendgelände — eine Gestaltungsaufgabe". Ein vollkommenes Jugendgelände umfasse außer dem eigentlichen Heim mit dem meist als besonderer Baukörper freistehenden Feierraum den Appellplatz mit dem Fahnenmast, einen Sportplatz, eine Kampfbahn, den Heimgarten, die Schwimmbahn, den Kleinkaliberschießstand und die Gymnastikwiese. Es sei selbstverständlich, daß auch die Gestaltung dieser Außeysäume der gleichen Sorgfalt bedürfe, wie der einzelne Heimbau. Kleine politische Nachrichten. Der Akademische Senat der Deutschen Universität in Prag hat an die Regierung das dringende Ersuchen gerichtet, die deutschen Kliniken sofort zurückzugeben sowie die Inskriptionen und Prüfungen umgehend zu ermöglichen, weil weder eine Rechtsgrundlage noch ein faktischer Grund vorliege, die Aufnahme der vollen Tätigkeit der Universität hinauszuschieben. Dies liege auch im Interesse von Hunderten notleidender Studenten. * Der zurückgetretene tschecho-slowakische Staatspräsident B e n e s ch traf am Samstaa auf dem Flugplatz Croydon ein. Seine Ankunft kam völlig unerwartet. Benesch hat sich zu englischen Freunden aufs Land begeben. Bischof Heckel von der deutschen Kirche in Athen wurde vonKönigGeorg sowie Kronprinz Paul und Gemahlin in Gegenwart des griechischen Kultusministers und der orthodoxen Kirchenleitung empfangen. Er überreichte ein Segenswunsch-Schreiben für den schwererkrankten Erzbischof von Athen. Nach einem am Samstagabend ausgegebenen Bulletin über den Gesundheitszustand des Präsiden- t en Atatürk sind die Krankheitssymptome, die die ganze Woche über anhielten, völlig verschwunden. Der Puls schlage wieder normal, die Temperatur betrage 36,8. Die Krankheit nehme einen normalen Verlauf; Bulletins würden nicht mehr" ausgegeben. Eine amtliche Verlautbarung befaßt sich mit dem Mord an dem bulgarischen Generalstabschef P e - jeff. Das abschließende Untersuchungsergebnis verneint die Gerüchte, wonach dem Mord politische Motive zugrundelägen. Der Mörder habe aus persönlichen Gründen die Tat verübt. Es handle sich um ein kriminelles und haltloses Subjekt, das wegen grober Verstöße gegen die Disziplin seinen Dienst bei der Polizei quittieren mußte. Hochbetagter hessischer Jurist. Lpd. Darmstadt, 23. Okt. Landgerichtsdirektor L R. Max Schilling-Trygophorus feierte am heutigen Sonntag seinen 8 0. Geburtstag. Der Hochbetagte genießt als bedeutender Jurist in Bevufskreisen und darüber hinaus in ganz Hessen großes Ansehen. Nach seinem lieber» tritt in den Ruhestand wirkte er noch ein Jahrzehnt als Mitglied und stellvertretender Präsident der Prüfungskommission für die juristische Staatsprüfung und als Leiter des Hessischen Sparkassen- und Giroverbandes. Hohe Steuerstrafen. Lpd. Gelnhausen, 22. Okt. Das Finanzamt Gelnhausen hat den Arzt Dr. Lucas Seipel aus Somborn zu insgesamt 74000 RM. und den Kaufmann Jean Kees aus Gelnhausen zu 3 7 500 R M. Geldstrafe wegen Steuerhinterziehungen während des letzten Jahrzehnts verurteilt. Zn die Strafanstalt übergeführt. LPD. Wetzlar. 23. Okt. Der 20 Jahre alte Karl Hofmann aus Burgsolms, der vor zwei Wochen in Oberbiel die 15 Jahre alte Erna Schnautz aus Eifersucht erschoß und sich dann selbst zwei Kugeln in den Kopf jagt^, ist nunmehr nach seiner Wiederherstellung aus dem Wetzlarer Krankenhaus entlassen und in die Straf- anstalt^u Freiendiez gebracht worden. Dort sieht er oer Sühne für sein schweres Verbrechen entgegen. Tödlicher Unfall im Sandsteinbruch. Lpd. Marburg, 22. Okt. Im Sandsteinbruck Wolfshausen bei Marburg kam ein schwere? Steivtransportwagen ins Gleiten und rannte auf eine Zugmaschine auf. Der Führer der Zug. maschine wurde tödlich verletzt, während sich der Bremser des Steinwagens rechtzeitig durch Abspringen retten konnte. Drei Sk.hütten für die SA. In Anwesenheit des Stabsführers der Obersten SA.-Führung, Obergruppenführer Herzog, fand auf der Valepp-Alpe am Spitzingsee das Richtfest für eine der drei im Bau befindlichen SA.-Schihütten statt. Der Bau weist bei einer Länge von 30 und einer Breite von 12 Meter neben dem Erdgeschoß noch zwei Stockwerke auf, die sich in massivem Holz, blockdau auf dem auf Stein gefügten Unterbau er* heben. Die Hütte würde außer ihrer wehrsportlichen Bestimmung auch der weltanschaulichen Erziehung ihrer zu Lehrgängen zusammengefaßten Besucher dienen. Die beiden anderen Hütten werden aus der Winkelmoosalm und in der Nähe von Oberstaufen erbaut. Wetterbericht Deutschland liegt noch immer am Tiefrande eines starken nordischen Hochdruckgebietes. Während dabei sich in West- und Süddeutschland noch heiteres Wtt* ter gehalten hat und die Nacht zum Montag wieder verbreitete Strahlungsfröste brachte, herrscht in Mittel- und Ostdeutschland verbreiteter Nebel oder Hoch- nebel. Die Nebelzone hat von Osten her bereits über die Weser hinaus Raum gewonnen und wird nach und nach unser Gebiet erfassen. Vorhersage für Dienstag: In den Niederungen vielfach Nebel oder Hochnebel, darüber noch meist heiter. Im allgemeinen trocken. Für die Jahreszeit zu kalt. Winde meist um Ost. Vorhersage für Mittwoch: Durch Nebel oder Hochnebel vielfach unfreundliches Wetter, leich- ter Niederschlag nicht ausgeschlossen. Lufttemperaturen am 23. Oktober: mittags 11,4 Grad Celsius, abends 1,5 Grad; am 24. Oktober: morgens 2,9 Grad. Maximum 11,5 Grad, Minimum heute nacht 4 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 23. Oktober: abends 4 Grad; am 24. Oktober: morgens 2,2 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 8,9 Stunden. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst 33lum« schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilde« Dr. Fr. W. ßance; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. T). 21. IX. 38: 9143, Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM.- 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zett ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. GLORIr Gießen, den 22. Oktober 1938. 6796D Ab heute Montag bis elnschl. Mittwoch, 26. Oktober Balduinstein, z. Z. Gießen. Hitler wall 16, den 24. Oktober 1938. 6804D sofort >u oerm. Damenmäntel Ferner 6802J «793Ä Das reichhaltige Beiprogramm und „Die neueste Fox - Wochenschau*1 lh heule Montag bis einscblieblicb Mittwoch, 26. OKI. Die Trauerfeier (Einäscherung) findet in aller Stille in der Kapelle des Neuen Friedhofes in Gießen am Dienstag, dem*25. Oktober, 3‘/a Uhr nachmittags statt. Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 25 Oktober, 2 Uhr nachmittags, von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt nach kurzer Krankheit, im Alter von 72 Jahren, zu sich in die Ewigkeit abzurufen. Vornehm l Geschmackvoll I Persönlich I Oles# wesentlichen Eigenschaften der guten Familien- Drucksache bietet Ihnen In zahlreichen neuzeitlichen Aus- fOhrungsarten und Papieren zu mfißlgen Preisen BrühPsche Druckerei. Schulstr. 7. Ruf 2251 Das preiswerte, moderne Vogelbauer kauft man im G.M-ei Zoo, GiebQD,So;ienw.6,Tel.3292 Junger Mann als Lagerverwalter für hiesiges Lager auswärtiger Grotzfirma zum soforttg. Eintritt ob. später gesucht. Angebote mitLebenslauf,Zeugnis- abichriften und Gehaltsansprüchen unter 6800D an den Gieß. Anz. Verloren I Am20.10.zwisch. 13 und 14 Uhr Wäschestück zw. Frankf.Str.- Hindenb.-u.Hit- lerwall verloren. Da ersatzpflicht., bitte denFinder, dieses auf Fundbüro ob. Franks. Str. 59 abzugeb. Die trauernden Hinterbliebenen: Anna Heinrichs, Pfarrerswitwe Staatsanwalt F. Heinrichs u. Frau Elsbeth, geb Schnell Dr, H. Schlierbach und Frau Hedwig, geb. Heinrichs Erika Heinrichs. SiOomouuÄÄS Statt besonderer Anzeige. 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