Dienstag, 2§. Mai 1938 188. Zahrgang Nr. 120 Erstes Blatt I Erklärungen Lhamberlams zur Lage England begrüßt den Beginn von Verhandlungen .tfoc*16 o n g.8° 3,5* 14 >Kowa tinann >eu- |eita nier - die rte zum Tuni- » * im Gau Süd- ung. Ludwigs- in Pstlngstadt- hlagen. Unenb iciler — Saar- glei.che Geschoß getötet. Auf Grund von genaussagen wurde festgestellt, daß in dem Z< ballmeister. mtracht Frand. Gau Südwest die Eintracht- !. mit 8:2 (6:0) 2G. Ludwigs- aarbrücken 7:0. t der Stand: ■ 3®. Ludwigs- 3 P.; 4. Reichspunkt, als der Polizeiposten den Schuß abgab, der Fahrer das Motorrad bereits zum Halten bringen wollte. Das Begräbnis der beiden Erschossenen findet Mittwoch um 11 Uhr statt, lieber die Trauerfeier finden noch Verhandlungen mit den Behörden statt. * Der gerichtliche Befand läßt die amtliche tschechoslowakische Darstellung vom 21. in bezeichnendem Lichte erscheinen. In dieser Darstellung hatte es geheißen, daß der betreffende Wachtmann auf den Bord erreifen des Motorrads gezielt haben will. Das dürfte ihm also, da er v o n hinten geschossen hat, schwer möglich gewesen sein. Weiter war in der amtlichen Darstellung unterstrichen worden, daß die Straße an dieser Stelle beträchtlich Wpitle. Sport Raffet, ia Fulda und >iter. W\xv- .0. Ama Wa- Porussen mit ter, SA Kas- oport mit 2:1 haben, dann liegt darin mehr als das Bewahren kühlen Blutes auf deutscher Seite: es ist auch der Ausdruck der Verantwortung des Reiches für den europäischen Frieden. Von dieser Verantwortung kann man bei den Tschechen indessen keinen Hauch verspüren. In Frankreich ist man über das Wahlergebnis verwirrt. In England spricht man davon, man habe mäßigend auf die Tschechen eingewirkt, aber wenn die englische Regierung sich schon um das Schicksal der Sudetendeutschen kümmern will, dann hat sie die Pflicht, das sudetendeutsche Recht und die jahrzehntelange Mißhandlung der Sudetendeutschen durch die Tschechen objektiv Obzuwägen. Der erste Wahlsonntag hat der Welt gezeigt: Die Sudetendeutschen bilden einen unüberwindbaren Block, und ihr gesamtdeutsches Bekenntnis ist unerschütterlich. Das ewige Lebensrecht der^ Deutschen im tschechoslowakischen Staat ist stärker als alle Methoden der Diplomaten, als tschechischer Chauvinismus und rohe Verletzung. Die Lehre daraus ist klar und eindeutig. D. S. an den Grenzen eine Haltung eingenommen, die den Frieden in Frage stellt. Die polnische und die ungarische Regierung sähen sich genötigt, diplomatische Schritte gegen die ihre Grenzen bedrohenden Truppenbewegungen einzulegen, und das Deutsche Reich wurde durch den Zwischenfall in Südmähren, an der Brücke über die Thaya, die tschechisches Militär zu sprengen versuchte, herausgefordert. In einem anderen Falle sollten zwei Brücken in Brand gesetzt werden. Der dritte Fall bildet das Ueberfliegen eines deutschen Ortes durch ein tschechisches Militärflugzeug, das aber jenseits der Grenze abstürzte und in Flammen aufging. Was derartige -liebergriffe in Zeiten stärkster politischer Spannung zur Folge haben können, liegt auf der Hand. Man stelle sich nur einmal vor, was von tschechischer Seite geschehen würde, wenn deutsche Soldaten in der gleichen Weise vorgingen. Die Tschechen würden unzweifelhaft mit entsprechenden Gegenmaßnahmen antworten. Der Kriegszustand wäre geschaffen. Wenn wir auf diese Herausforderungen der Tschechen bisher nicht reagiert Eine Erklärung der Sudetendeulschen Partei. Prag, 23. Mai. (DRB.) Die Pressestelle der Sudetendeulschen Partei teilt mit: Konrad Henlein hat heule den tschechoslowakischen Ministerpräsidenten Dr. H o d z a auf dessen Einladung im Kolowrat-Palais einen Besuch abgestatlet. Hiermit haben die informativen Besprechungen mit Dr. hodza begonnen, die zur Klärung und Beruhigung der politischen Lage dienen sollen. Die Aussprache zwischen Ministerpräsident Hodza und Konrad Henlein, der auch der Abgeordnete Karl Hermann Frank beiwohnte, findet in der tschechischen Oeffentlichkeit große Beachtung. Die tschechischen Blätter beschränken sich jedoch lediglich auf die Wiedergabe der Tatsachenmeldung, ohne eigene Kommentare zu bringen. Die Aussprache wird von tschechischer Seite als unmillelbarer Auftakt zur Eröffnung der eigentlichen Verhandlungen und daher als sehr bedeutsam angesehen. Das sudetendeutsche Tageblatt „Die Zeit" schreibt, es müsse festgestellt werden, daß sowohl das Sudetendeutschtum als auch das Ausland große Ruhe und ein außerordentliches Maß von gutem Willen zezeigt hätten, um eine Katastrophe zu vermeiden. Deshalb ergebe sich für die Prager Regierung fehl nach den Beweisen des guten Willens der anderen Seite die Pflicht, auch ihrerseits die Voraus- !e Hungen zur Klärung und Besserung > e r Atmosphäre zu schaffen. Richt durch Ver- iprechungen, sondern durch tatsächliche Erfüllung dieser Voraussetzungen könnten sich die Bemühunzen zur Aufnahme von Verhandluygen in einem Grade bessern, der wenigstens eine teilweise Aus- • licht auf Erfolg verspricht. Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8»/,Uhr des Vormittags Grundpreise für \ mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf.. für Text- anzeigen von 70 m m Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Vereinbg.25°/» mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bader-, Unterrichts- u. behördliche AnzeigenbRpf. Mengenabschlüsse Staffel B Wirt' e>r>' ÄS rrjchetnr täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustriert« Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monatr-Sezugspretr: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüsse unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach- . richten: Anzeiger Sietzev Postscheckkonto: Zrankfurt am Main 11688 ra9n Oer Prager Zensor. Die Samstagausgabe 'der sudetendeutschen „Z e i t", die in Prag erscheint, wurde dreimal beschlagnahmt und zwar insgesamt an 21 Stellen. Verzweifelt wird der Laser fragen, wie eine Zeitung dreimal beschlagnahmt werden kann? Das geht so zu: Es besteht die sogenannte Präventiv - Zensur, d. h. die Rohabzüge der geplanten Zeitung müssen dem Zensor vorgelegt werden, der nun seinen Farbstift in Rot oder Blau in Bewegung setzt. Die Zeitung kann an den Stellen, wo der Farbstift gewütet hat, einen w e i < ßen Flecken erscheinen lassen. Wenn das Wü- ten des Farbstiftes aber zu arg ist, so soll der Leser doch nicht ganz ohne unterrichtendes Nachrichtenmaterial sein und es wird dann eben eine gestrichene Nachricht durch eine andere Nach- richt ersetzt. Und nun kann sich das Spiel wieder- holen, wenn der Zensor auch die Ersatznachricht für anstößig befindet und streicht. Der Jammer für die Zeitung ist, daß durch dieses Hin und Her der Anschluß an die Postzüge versäumt wird, was naturgemäß einen erheblichen Schaden Hervorruf!. Die am Sonntag erschienene Ausgabe der „Zeit" sieht ebenfalls absonderlich genug aus. Vor allem fehlt die Hauptüberschrift und unter der klaf- senden weißen Lücke findet sich nur d e r Untertitel „Amtlich: Einberufung eines Reservistenjahrganges". Unmittelbar darauf wird über die Ermordung von zwei Sudetendeutschen in Eger berichtet. Dann folgt unter der Überschrift ein langer weißer Flecken, worauf wiederum der Untertitel folgt „Amtlich: Bedauernswertes Ereignis". Dann kommt die amtliche Meldung und anschließend daran nur in Großdruck der Name der Stadt Brünn, aber was aus Brünn gemeldet ist, fehlt einschließlich der Datumsangabe. Der Völkische Veobachker zur Rede Chamberlains. Berlin, 24. Mai. (DNB. Funkspruch.) Der „Völkische Beobachter" schreibt im Anschluß an die Unterhauserklärungen Chamberlains: Seiner Dar, stellung über die Anstrengungen der englischen Regierung fügte der englische Premier die Bemerkung hinzu, daß sie in Berlin willkommengeheißen worden sind. Aber wir bedauern feststellen zu müssen, daß die englischen Schritte noch immer nicht den notwendigen Erfolg aufzuweisen haben. Wenn daher heute abend in London und in Paris mit einem hörbaren »Seufzer der Erleichterung eine „Entspannung der Lage" festgestellt wird, dann freuen wir uns. darüber — nicht so sehr über die „Entspannung", denn tatsächlich hat sich im tschechoslowakischen Staatsgebiet noch nichts entscheidendes zum Besseren gewendet als vielmehr darüber, daß man in den beiden westlichen Hauptstädten wieder sich beruhigt hat. Hoffentlich ist heute die Beruhigung schon so weit fortgeschritten, daß man in London und in Paris jetzt auch fähig ist, weniastens stillschweigend anzuerkennen, welches vorbildliche, um nicht zu sagen, welches beispiellose Maß an Zurückhaltung nicht mjr die Sudetendeutschen, sondern auch wir selbst an den Tag gelegt haben. Man stelle sich zum Beispiel einmal vor, eine deutsche Militärabteilung von zehn Mann hätte irgendwo auf dem Kamm des Böhmerwaldes die tschechoslowakische Grenze überschritten und den Versuch gemacht, eine Brücke zu sprengen. Es gehört wenig Phantasie dazu, sich auszumalen, wie die tschechische Grenzwache auf einen solchen Schritt reagiert haben^ würde: es wäre bestimmt zu einem Gefecht gekommen ... z u einem Gefecht von unabsehbaren Folgen. Grenzzwischenfälle sind im internationalen Leben immer sehr peinliche Vorkommnisse. In einer so gespannten Lage aber wie der gegenwärtigen grenzen sie an internationale Verbrechen. Die Bluttat von Eger. Die beiden Sudetendeutschen von hinten erschossen. Prag, 23. Mai. (Europapreß.) Am Montag fand in Eger die gerichtliche Obduktion der beiden am Samstag in Eger von einem Polizeiposten erschossenen Landwirte Hofmann und Böhm statt. Sie ergab, daß der tödliche Schuß aus unmittelbarer Nähe abgegeben wurde, was daraus hervorgeht, daß der Einschuß beim zuerst Erschossenen Verbrennungsmerkmale zeigt. Daraus ergibt sich eine Schußentfernung von höchstens zehn Meter. Der Schuß wurde, wie der Obduktionsbefund zeigt, von hinten in der Fahrtrichtung abgegeben. Böhm und Hofmann wurden durch das Grenz brücken, die zur Hälfte dem Reich gehören, van tschechischen Soldaten, die dabei auch den deutschen Teil der Brücke und damit deutsches Gebiet betraten, ntit Stroh umwickelt und mit Benzin übergossen. Beim Herannahen deutscher Grenzorgane zogen sich die Soldaten wieder auf tschechisches Gebiet zurück. Grenzverletzung tschechischer Mitarflieger. Die Maschine auf tschechoslowakischem Gebiet abgestürzt. Annaberg (Erzgebirge), 23. Mai. (DNB.) Am Montag gegen 9 Uhr erschien ein tschechoslowakisches Militärflugzeug über der an der deutschen Grenze liegenden, zur Tschechoslowakei gehörenden Stadt Weipert und überflog dann die deutsche Grenze bei Bärenstein. Es wurde von vielen Bärensteiner Einwohnern gesichtet und einwandfrei als Militärflugzeug erkannt. Die Maschine war mit zwei Piloten besetzt und mit einem Maschinengewehr bestückt. Sie flog so niedrig, daß man befürchtete, sie werde gegen einen Bärensteiner Fabrikschornstein stoßen. Nachdem das Flugzeug längere Zeit über Bärenstein gekreuzt hatte, flog es in Richtung Preßnitz, das auf tschechoslowakischem Gebiet liegt, davon. An der Straße van Bärenstein nach Preßnitz kam es, schon auf tschechoslowakischem Gebiet, an der Gaststätte „Grünsr Wald" ins Trudeln und stürzte ab. Das Flugzeug geriet beim Aufschlagen sofort in Brand. Tschechoslowakische Grenzbeamte und Soldaten eilten zur Hilfeleistung herbei, konnten jedoch, soweit von deutschem Reichsgebiet her zu erkennen war, die Piloten nicht mehr bergen. Ä leüe 9 bo V? chn) der He«. !6fn - unn _ “t”5, s« insbesondere üär. Kraft L?.nn (beide kfc h°tte ^schaden. Da n" ÄUn0en n befindlichen * J?r letzteren zu Der. 3 stunden für als Erster Ad) in l:4i Schumann- Hennen verirr- lometer zu be- Preis M- w Mebus- ■r und Agel ausgezeichnete 'wie der Gen- reibungslosen In vorbildlicher Weise hat die sudetendeutsche Bevölkerung auf die Provokationen und den Chauvinismus der Tschechen geantwortet: sie hat bei der ersten Etappe der Gemeindewahlen zu 90 v. H. sich iür die Henleinbewegung ausgesprochen und die Sozialdemokratie sowie den Kommunismus in den deutschen Gebieten zur Wesenlosigkeit zusammengedrückt. An den drei Sonntagen des 22. Mai, des 29. Mai und des 12. Juni sind die Gemeindewah- li>n, die von der tschechischen Regierung immtr wieder unter allen möglichen Vorwänden bereits hinausgezögert worden. Bisher erfolgten die Wahlen in rund 2800 Gemeinden, also in einem knappen Drittel. Die Sudetendeutsche Partei hat sich um 54,5 v. H., also fast um die Hälfte verstärkt. Das Wahlergebnis stellt also ein Bekenntnis zum Gesamtdeutschtum dar, wie es gar nicht eindrucksvoller sein kann. Es beweist zudem aufs neue die von Prag so gern bestrittene Tatsache, daß Henlein im Namen des gesamten Sude- tendeutschtums spricht und daß die Sudeten- Leutsche Partei allein autorisiert ist, das Deutfch- ium im Rahmen des heutigen tschechoslowakischen Staatsgebietes zu repräsentieren. Wenn es um die großen nationalen Fragen des Deutschtums geht — das bewiesen bereits die Abstimmungen an der Saar und im wieder zum Reiche zurückgekehrten Oesterreich —, gibt es nur ein gemeinsames Bekenntnis. Mit dem überwältigenden Sieg des volksdeutschen Gedankens in 177 Gemeinden aber hat die Jewegung recht gehabt, die gegenüber mißgünstigen unb kritisierenden Stimmen das Ziel genau so wie «Ile Volksgruppen in dem Gemengselstaat der Tschechoslowakei klar umriß: Die Sudetendeutschen bild^i nicht nur eine zusammenhängende Einheit, sondern verlangen in dem Staate für sich Autonomie und Verzicht auf den zentralistischen Tschechenkurs der Frager Regierung. Durch Blut und Tränen ist das .sudetendeutsche Volk seit dem Zusammenbruch sei- res alten österreichischen Staatsgebäudes gegangen; es ist wirtschaftlich verelendet worden, seine besten Kräfte lagert brach, aber um so glorreicher hat sich die gesamtdeutsche Idee durchgesetzt, um so stärker bewies sich die eherne Disziplin der Deutschen in der Tschechoslowakei. Der Sudetendeutsche Ordnungs- -ienft hat vorbildlich gearbeitet, und die Staatsmänner der Prager Regierung haben eine Lehre ^halten, die sie sich hätten ersparen können, wenn sie vorurteilslos die Kräfte des Sudetendeutschtums jlubiert und in Rechnung gesetzt hätten. Bis Zuletzt setzten die Tschechen aber dieser srdetendeutschen Volksbewegung die Lüge und den Terror entgegen. Das Blut der Sudetendeutschen, die in Eger einer Kugel der tschechischen Staatspolizei zum Opfer fielen, ist noch ungesühnt. Die zchllosen Provokationen durch Tschechen und tschechisches Militär, das Wüten der Soldateska gegen oiles, was deutsch sprach, zeigte sehr deutlich, daß nan Zwischenfälle Hervorrufen wollte, um, die Sudetendeutschen ins Unrecht zu setzen. Die Zensur triitete mit dem Rotstift, die Einberufung eines Jahrganges Reservisten bewies, daß man in Prag gmeigt war, alles auf die Spitze zu treiben. Nun: bt-e Spitze ist abgebrochen worden. In tiefstem Ernst sind die Sudetendeulschen ihrer Urpflicht gegenüber d?m deutschen Volkstum yachgekommen. Es zeigt : sich, daß'die starken tschechischen Truppenbewegungen eienjo iiberflüssig waren wie die Einberufung der H-eservisten. Aber die tschechischen Mllitärs haben britischen Regierung darin bestanden, ihren ganzen Einfluß, wo auch immer er wirksam war, für eine Mäßigung in. Wort und Ta t einzusetzen, während sie zugleich den Weg für eine friedliche Aushandlung einer befriedigenden Regelung offen hielt. Sie hat bei der tschechoslowakischen Regierung Vorstellungen erhoben, jede Maßnahme zu ergreifen, damit Zwischenfälle vermieden würden und eine dauernde Regelung durch Verhandlungen mit der Sudetendeulschen Partei zu erreichen. Hierbei hat sich die britische Regierung der vollen Unterstützung der französischen Regierung erfreut". Die tschechoslowakische Regierung hat geantwortet, sie sei fest.entschlossen, eine baldige und vollständige ßöfttng zu suchen. Die britische Regierung hat ferner bei der deutschen Regierung auf die Wichtigkeit hingewiesen, daß eine Regelung erreicht wird, wenn der europäische Frieden gehalten werden soll, sie hat ihrem ernsten Wunsch Ausdruck gegeben, daß die deutsche Regierung mit ihr zur Erleichterung eines Abkommens Zusammenarbeiten möge. Die britische Regierung Hal zur gleichen Zeit die deutsche Regierung von' dem Ratschlag unterrichtet, den sie in Prag gegeben hat und - von den Zusicherungen der tschechoslowakischen Regierung. Der deutsche Außenminister erklärte, daß'.er die Anstrengungen der britischen Regierung willkommen heiße, und voll ihren Wunsch teile, daß die Verhandlungen ihren Fortgang nehmen möchten. Im Augenblick scheint es, daß die Lage sich etwas entspannt, und, wie ich höre, sind die gestrigen Wahlen ahne jeden unvorhergesehenen Zwischenfall abgelaufen. Nach Beendigung der Erklärung führte der Fraktionsvorsitzende der Arbeiterpartei; Attlee, aus, er wolle im Hinblick auf die allgemeine Span- London, 24. Mai. (Europapreß.) Der Beginn tschechisch-sudetendeutscher Verhandlungen wird in englischen Kreisen begrüßt, weil man sich hiervon die Einleitung formeller Gespräche zum Zwecke der endgültigen Regelung der sudetendeutschen Frage verspricht. Daß die Verhandlungen zwischen Henlein und. Hodza nahezu vier Stunden dauerten, wird als ein gutes Vorzeichen hingenommen. Die Ansicht, wonach „die Lage in Europa sich aufklärt", fetzt sich infolgedessen heute weiter durch und bildet den Inhalt fast sämtlicher Morgenblätter. „Daily Mail" rechnet damit, daß die Prager Regierung den acht Mindestforderungen, die Konrad Henlein in Karlsbad aufgestellt hat, nachkommen werde. Dies aber sei schon nicht mehr Englands Angelegenheit. Die Form der Einigung sei völlig eine Sache, die die beiden Partner allein angehe. „Times" bezeichnet die Lage als „viel besser", mahnt aber vor unzeitgemäßem Optimismus. Der Berliner Korrespondent des „Daily Telegraph" sagt, obschon die Gefahren beträchtlich geschwunden seien, blieben doch ihre Hauptursachen bestehert. Im Augenblick seien lerne Anzeichen einer versöhnlicheren Stimmung vorhanden. Man vertrete die Ueberzeugung, daß das,, Wahlergebnis die Gewähr einer vollen V e-r - roaltungsautonomie für d i e deutsche Volksgruppe zur Folge haben müsse. Im Leitartikel sagt der „Daily Telegraph", daß die zeitweilige Ruhe jeden Augenblick gestört werden könne, und zwar nicht nur durch einen Zusammenbruch der Verhandlungen in' der Tschechoslowakei selbst, .sondern auch durch Grenzzwischenfalle. Tschechische Grenzverletzung nördlich von Linz. Linz, 23. Mai. (DNB) An der deutsch-tschechischen Grenze wurden heute morgen nördlich von Linz in Ulbrichsberg und Hohenfurch die 3m Unterhaus. London, 23. Mai. (DNB.) Auf eine Anfrage über die Tschechoslowakei erklärte Chamberlain im Unterhaus: Am 19. Mai begannen Gerüchte über deutsche Truppenbewegungen in Richtung auf die tschechoslowakische Grenze sich xu verbreiten. Die deutsche Regierung unterrichtete den britischen Botschafter am folgenden Tage davon, daß diese Gerüchte in keiner Weise begründet waren, sie gab der tschechoslowakischen Regierung eine gleiche Versicherung. Am 20. Mai kam es zu einer Anzahl schwerer Zwischenfälle in der Tschechoslowakei. Am Morgen des 21. Mai gab die tschechoslowakische Regierung zu verstehen, daß sie einen Jahrgang auf* rufe, um ihn auszubilden und um die Ordnung in den Grenzgebieten aufrechtzuerhalten. Am gleichen Tage ereignete sich ein bedauerlicher Zwischenfall, bei dem zwei Sudetendeutschebei einem* Zwischenfall in der Nähe der Grenze i h r Leben verloren. Der tschechoslowakische Außenminister hat der deutschen Regierung mitgeteilt, daß disziplinarische Maßnahmen gegen die Verantwortlichen ergriffen würden. Am gleichen Tage, dem 21. Mai, 'erhielt der britische Botschafter in Berlin eine weitere Zusicherung der deutschen Regierung, wonach die Gerüchte über deutsche Truppenbewegung sämtlich unbegründet seien. Der tschechoslowakische Außenminister teilte dem britischen Gesandten in Prag mit, daß Henlein eine Einladung übersandt worden sei, über das National i 1 ä t e n st a 1 u t zu verhandeln, das am 19. Mai von der tschechoslowakischen Regierung gebilligt worden war. Aber am gleichen Tage wurde in der sudetendeulschen Presse angekündigt, daß die Partei nicht in der Lage sep das Nationa- litätenftatuf zu erörtern, solange nicht Frieden und Ordnung in den sudetendeulschen Gebieten herrsche. Ich erfahre nun jedoch, es sei abgemacht worden, daß Henlein beh tschechoslowakischen Ministerprä- finbenten sehen wird. nung davon absehen, den Ministerpräsidenten um weitere Angaben zu bitten; er mochte lediglich der Hoffnung Ausdruck geben, daß die englischen Bemühungen um Herbeiführung einer Lösung „die Rechte der tschechischen Nation" nicht beeinträchtigen würden. Während der Ministerpräsident im Unter- . . haus sprach, gab Außenminister Lord Halifax Angesichts dieser Lage hat die Hauptsorge der im Oberhaus eine gleiche Erklärung ab. || Besprechung Henleins mit Hodza. Auftakt zu eigentlichen Verhandlungen.-Beitrag zur Klärung und Beruhigung der Lage Sietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche Universitätsdruckerei R. Lange In Sietzen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulfttatze 7 aufführung Die neue Hochschule für Lehrerbildung in Lauenburg 150 zusätzliche Punkte. Das bedeutet, d-aß auch das I richtige Einsetzen der Maschinen durch den Ver- • hnnhfifiihrpr hpriirffirhHnt mirh. die Hans Thyriot. für den Mann am Steuer. Dann wäre Ein einem wir uns bei ein bißchen den den die ifeu= gürn* . 3ur@ 16er Grundstein [Sieben inj“ *er MIA» idlung des Ära der Erfindung einer 9m Hfu- rtadt 9m ^Beiprogramm gibt es neben den aktuellen Wochenschau-Aufnahmen einen instruktiven Lehrfilm über die praktischen Vorzüge der Reichsautobahnen Verbesserung! Don Julius Kreis. Herr berichtet von einem Zwischenfall, von Konflikt, einer Auseinandersetzung, die er „Ivette." Lichtspielhaus. Eine Novelle von M a u p a s s a n t lieferte Stoff, Bernd Hofmann schrieb das Buch für Film. Wenn man ihn sieht, muh man an oberten wichtige Stellungen und Ortschaften. Die nationale Luftabwehr schoß 6 rote Curtis-Bomber und 5 Boeing-Maschinen ab. Oer japanische Vormarsch an der Lunghai-Bahn. 9n Lauenburg in Pommern wird die neue Hochschule für Lehrerbildung von Reichsmmister Rust einaeweiht. Auf unserem Bilde sieht man einen Ueberblick über den neuen Gebäude- komplex. — (Scherl-Bilderdienst-M.) ... Eindruck hinterlassen! So hätten Friederike verhalten sollen: Kühl, _ z skeptisch, ein bißchen kalt, unbeteiligt, reserviert. Uns Esel aber ist gleich das törichte Herz auf die Zunge gehüpft. Und da war's bei Friederike verspielt. — Jetzt wissen wir's. Bei Adelgunde sind wir dc^ nächstemal ein in Eis gekühlter Gentleman. O dreimal doppelter Narr! Gerade bei Adelgunde hätten wir mit forscher Herzlichkeit einen Stein im Brett. Vorbei. mit einem Gegner gehabt hat. Der Herr zündet sich genießerisch seine Zigarre an, wölbt die Brust vor und erzählt: „Also wissen Sie, habe ich zu ihm gesagt, wenn Sie erst einmal..." Und dann kommt etwas so Geschliffenes, Rasiermesserscharfes, eine Antwort an den Gegner so voll Überlegenheit, Witz, Geistesgegenwart, daß er, wie nicht anders zu erwarten, einfach „glatt erledigt" war. — „Da hat er dann aber keinen Ton mehr gesagt." Und der Herr, der es uns erzählt, blickt triumphierend im Kreis umher, und wir bewundern es, daß es Leute gibt, denen im rechten Augenblick so recht das Richtigste einfällt. Wir sind beschämt. Denn uns fällt das Richtige, das, was zu sagen wäre, immer erst nachher ein. Wie neulich beispielsweise mit Herrn 9osef. Wie hat uns dieser freche Bursche mit seinen unver- Und neulich bei dem Direktor, bei dem wir vor- sprachen — was haben wir da für ein langes Salbadern gemacht! So hätten wir sprechen sollen: Erstens — zweitens — drittens! — Dann wäre der Mann im Bild gewesen, und wir hätten einen vorzüglichen Eindruck hinterlassen. gan^e Welt bricht ihr zusammen, doppelt schrecklich, weil der geliebte Mann ihre unschuldige Ahnungslosigkeit für eine Komödie hält, die sein echtes Gefühl empfindlich verletzt: erst als Avette im Begriff steht, den einzig möglichen Ausweg in der Flucht aus dem Leben zu suchen, begreift er, daß das Mädchen wahrhaftig ahnungslos und innerlich unberührt geblieben ist. — Es ist müßig, über die Voraussetzungen der Fabel und über die Möglichkeiten einer positiven Lösung nachzudenken, wie der Film sie bietet; gewiß ist, daß das gewagte Thema einer sehr leichten, sicheren und feinfühligen Hand zu seiner Gestaltung bedurfte. Der junge Wolfgang Liebeneiner ist, wie er in letzter Zeit mehrfach gezeigt hat, ein hochbegabter Regisseur. Wenn man diesen Film sieht, hat man zuerst den Eindruck, als habe er sich selbst ein wenig lustig machen wollen über die abenteuerliche und unwahrscheinliche Welt von Paris in den achtziger Fahren. Aber dann merkt man auch, wie der Spielleiter zusehends von den Möglichkeiten des Stoffes gefangen wurde, und es gibt eine Reihe von Szenen, die wie aus Bildern von Renoir oder Manet herausgcschnitten wirken, wie ein erster Versuch, die zart verschleierte, andeutende Malweise des Impressionismus auf Pen Film zu übertragen. Es ist überraschend, wieviel optische Anregungen er in dem Novellenthema entdeckt hat; besonders glück-' lich gelang die Wiedergabe der fiebertraumhasten Visionen Der vom Chloroform betäubten Pvette. Für diese Figur hat man eine junge Darstellerin herausgestellt, die alles mitbringl, was man hier erwartet, und die man gerne öfters sehen möchte: Der Oeuischlandflug des AGFK Trotz schlechten Wetters bislang reibungsloser Verlauf. „Kameliendame" denken, manchmal auch an die Frau Warren bei Shaw, obwohl dort die ungemein französische Atmosphäre fehlt, die der Film in einem hohen Grade besitzt. Die Kurtisane Oktavia Obardi, die in Paris ein elegantes Haus macht, in dem man sich nicht langweilt, läßt ihre Tochter Pvette bei den frommen Schwestern von Sacre Coeur erziehen: Poetle weiß nichts von dem Leben, das ihre Mutter führt, es soll ihr erspart bleiben, sie soll in - einer bürgerlichen Heirat ihr Glück finden. Aber Pvette kehrt eines Tages aus dem Kloster heim, und es kann nicht ausbleiben,-daß sie, schon auf dem Wege, das Glück zu finden, das ihre Mutter sich für sie erträumt, eine schreckliche Entdeckung macht. Die Am zweiten Wettbewerbstage herrschte im ganzen Süden „dicke Luft", so daß für Stuttgart, Freiburg (Breisgau), Hof und Karlsruhe, aber auch für Plauen (Vogtland) und Chemnitz A n - flugsverbot verhängt werden mußte. Da zum Teil in der Schlechtwetterlage noch keine Besserung eingetreten ist, konnten tiie in Stuttgart liegenden. , „ Flugzeuge bis Montag nachmittag noch nicht star-1 bandsführer berücksichtigt wird. ■./'Seinget 4t*1 h SnJ Äs" b«hi SM ’g1 einet w? -4i*Ty Erst eine Kette ausgeschieden. Trotz der riesigen Beteiligung und der dadurch bedingten Organisationsschwierigkeiten verlief der e r ft e Tag des Deutschlandfluges völlig reibungslos. Die 8000 Mann Bodenbesatzung bestanden ihre Feuerprobe, obgleich die Durchführung des Wettbewerbes durch vom Wetter bedingte Verzögerungen nicht leicht war. Aber auch die Leistungen der aktiven Teilnehmer waren bewundernswert. Von den 390 gestarteten Flugzeugen erfüllten nur zwei ihre Aufgabe nicht, und diese auch nur deshalb, weil ihnen der Betriebsstoff 'ausging und sie deswegen notlanden mußten. Dadurch schied die von RSFK.-Truppführer Brede- horn angeführte Kette der Gruppe 12, Niederrhein, aus. Liebhaber aus gutem Haufe, 9ohannes Riemann der erfahrene, ältere Freund, kühl, ironisch und ohne unangebrachte Illusionen. Zwei amüsante Chargen liefern Albert Florath und Paul Bildt. Die ausgezeichnete Photographie stammt von Franz Weihmayr. — (Tobis.) des NSFK. in Zusammenarbeit mit der Segelflugschule Hümmich ausgeführt. Bis 16 Uhr sind allein 83 Maschinen, hauptsächlich die der Luftwaffe, gelandet. Ministerialrat Geier, Gruppenführer Frodien der Gruppe 2 und Gruppenführer Erba che r von Stuttgart sind am Morgen schon mit ihren Maschinen dagewefen. Der Korpsführer mit seiner Kl 35 setzt um 16.50 Uhr ebenfalls zur Landung an. Er startet nach Wetzlar, um von hier aus über Trier nach Saarbrücken fliegen zu ckönnen. Kameradschaflsfahrt der Men Garde Heffen-Äassaus. NSG. Sonntag hatte der Gauleiter die Alte Garde des Gaues Hessen-Nassau zu einer Kameradschaftsfahrt eingeladen, die als Ziel die Feierstätte auf der Loreley hatte. 9n früher Morgenstunde traten die Männer, die zu der frühesten Gefolgschaft Adolf Hitlers zählten, auf dem Platz der SA. in Frankfurt a. M. an, wo ihnen der stellvertretende Gauleiter Linder die Grüße des Gauleiters überbrachte. Unter Marschmusik zog dann die Kolonne zum Bahnhof, von wo ein Sonderzug die Alte Garde nach Mainz brachte. Zu Stunden fröhlicher Kameradschaft wurde die Dampferfahrt, an den Ufern von Böllerschüssen und freudiger Begrüßung der Bevölkerung begleitet. Jubelnd wurde in St. Goarshausen der Gauleiter begrüßt, der jeden der Alten Garde mit kameradschaftlichem Handschlag willkommen hieß. Zur neu -errichteten Feierstätte auf der Loreley führte dann der gemeinsame Marsch. Nach eingehender Besichtigung ergriff hier der Gauleiter das Wort. „Feder weiß heute", so erinnerte der Gauleiter, „daß ohne euch die Bewegung nicht siegreich gewesen wäre. Ihr seid dem Führer zuerst gefolgt ohne jede Aussicht auf Erfolg. Ihr wart der Anfang des Kampfes, ihr wart mitten im Kampf, ihr werdet auch heute in der vordersten Reihe jein, wenn es gilt, die weiteren Ziele zu verwirklichen." Der Gauleiter verwies auf die Bauten der Feierstätte, Sie sind ein Ergebnis nationalsozialistischer Gemeinschafts- üm abgewiesen wurden. Der Feind verlor 3000 Mann; 8 sowjetrussische Tanks wurden zerstört. Das seit vielen Wochen in Barcelona über Frankreich einlaufende Material war für diese Offensive bereitgestellt worden, die für die Kastellon- Front eine Entlastung bringen sollte. Die Offensive wurde unter dem Einsatz großen Menschenmaterials vorgetragen. Dor allem wurden internationale Brigaden und die neu eingezogenen Jahrgänge eingesetzt. Modernstes Material aus den letzten Sendungen wurde verwandt. Trotzdem konnte der Feind auch nicht den geringsten Erfolg verzeichnen. Die Nationalen konnten alle Angriffe mit der normalen Besatzung Zurückschlagen, ohne daß cs nötig wurde, von den anderen Fronten Kräfte herbeizuholen. — An der Front von T e r u e I setzten die Nationalen, obgleich sie durch das Unwetter weiterhin behindert waren, ihre Offensive fort. Stellenweise drangen sie bis 10 Kilometer Tiefe vor und er- schämten Reden geärgert. Aber was wir ihm darauf sagten, das war — leugnen wir's nicht — ein bißchen lahm, nicht spritzig genug, das hat nicht so um die Ohren gepfiffen, wie wir wollten. Nachher — nur fünf Minuten nachher — ist uns die glänzendste Replik eingefallen, aber da war 9oses schon ort mit siegreichem Lächeln. Aus dem einsamen Heimweg haben wir ihm einhalbdutzendmal (im Geist) geantwortet. — Herr 9öses, haben wir gesagt, Sie sind... Oh, wie ätzend, wie scharf, wie einfallsreich, wie trefflich haben wir alles formuliert. Nachher. Und bann neulich die kleine Geburtstagsrede — die wir hielten. Die war so richtig trocken wie altes Brot, ohne Salz, ohne Schmalz. Als wir uns setzten, hatten wir in Kopf und Bauch ein recht mulmiges Gefühl wie jeder Redner, dem es nicht gelang, Kontakt zu kriegen. — Wenn wir jetzt, nach einer Viertelstunde, nochmal reden könnten: ein wahres Feuerwerk würde es sein, eine Orgie von beziehungsreichen Einfällen... Vorbei. Haben wir nicht neulich an die Zeitung das „Eingesandt" geschickt wegen der Briefzustellung im 83. Bezirk? — Fiebernd vor Aufregung haben wir das Blatt entfaltet. — Ah! Da! Eingesandt! Unser Werk! Aber als wir es das zehntemal lasen, da sagten wir uns ärgerlich: Wie hätten wir es jetzt erst geschrieben! Diese Wendung hier zum Beispiel: „Wenn dis Postbehörde glaubt..." Schwach! „Die Postbehörde glaubt wohl..." Das wäre die Fanfare gewesen! a n ft e 1 g e und dadurch die Kugel die beiden Fahrer getroffen habe. Hätte der Wachtmann, wie es in der amtlichen Darstellung heißt, tatsächlich aus den Vorderreifen gezielt, wäre es um so unerklärlicher, wie er d i e beiden Fahrer getroffen haben könnte, weil bei dem Schuß von hinten die Fahrer nicht in bie Schußlinie hinern- gefahren wären, sonbern sich von ihr entfernt hätten. Wenn es noch eines Beweises für die völlige Verlogenheit tschechischer Kommuniques bedurft hätte, so schließt ber Bericht über den Obduktions- befunb bie Kette. Es bürste einem Polizisten nicht möglich sein, vor einem Motorrad bei Seite zu springen, sein Gewehr herunterzureißen und zu entsichern und bann auf sieben Meter Entfernung einen Schuß auf ben oorberen Reifen abzugeben, der bann genau von hinten die Körper ber beiben Fahrer burchschlägt. Alle biefe widersprechenden Angaben von tschechischer Seite beweisen das außerordentlich schlechte Gewissen der tschechischen Stellen und die Versuche, bie Wahrheit zu vernebeln. Zeugenaussagen bafür, baß bie beiben Motorradfahrer, als ber Schuß abgegeben würbe, ben Motor bereits abgelassen hatten unb also zu halten beabsichtigten, sind nur geeignet, bie Feststellung von ber Schulb der tschechischen Solbaten noch zu unterstreichen. Eine Rundsunttundgebung der Prager Regierung. Prag, 23. Mai. (Europapreß.) 9n einer Rundfunkkundgebung hat die tschechoslowakische Regierung ber gesamten Bevölkerung, allen politischen Parteien unb Wahlgruppen für die am ersten Wahltage bewiesene Disziplin den Dank ausgesprochen. Hunderttausende seien zur Wahl geschritten, und dies in einer gespannten internationalen Situation. Trotzdem sei es zu keinem einzigen ernsten Zwischenfall gekommen. Die Wahlen seien überall ruhig und würdig verlaufen. Die Regierung der Republik sehe darin den Ausdruck der politischen Reife ber gesamten Bevölkerung, den Ausdruck des guten Willens und des vollen Verständnisses für den Staat. Die Regierung, durch das Bewußtsein gestärkt, daß die Bürger ber Republik ohne Unter? jchied des Standes und der Nationalität der Disziplin und Verträglichkeit fähig seien, wende sich neuerlich an die gesamte Bevölkerung mit ber Bitte, die moralischen Ergebnisse des Wahltages durch nichts zu trüben, sie bitte daher die politischen Parteien, Wahlgruppen und übrigen Organisationen, a u f sämtliche Kundgebungen zu verzichten, welche den Vorwand und Anlaß zu Dernon- strationen Hervorrufen ober den Anlaß zu Zusammenstößen bieten könnten. Hochschulnachrichten. Geh. Hofrat Professor Dr. Bernhard Seuffert, der em. Ordinarius für Literaturgeschichte an der Universität Graz, ist kurz vor Erreichung seines 85. Lebensjahres a e ft o r b e n. Er galt als einer der Hauptkenner der Blütezeit der deutschen Literatur des 18. und 19. Jahrhunderts. Seinen Namen haben vor allem seine Forschungen über Wieland bekayntgemacht. So veröffentlichte er u. a. die Studien über „Male?. Müller", „Die Legende von der Pfalzgräfin Genoveva", „Wielands Abderiten', „Prolegomena zu einer Wieland-Ausgabe". Seuffert gab auch die „Deutschen Literaturde^kmale des 18. und 19. Jahrhunderts" heraus und gemeinsam mit Hofrat Schönbach seit 1895 die -EraZer Studien zur deutschen Philologie". 1888 bis 1893 leitete er bie „Vierteljahrsschrist für deutsche Literaturgeschichte". An der großen Weimarer Goethe* Ausgabe wirkte er mit; 1904 begann er im Auftrage ber preußischen Regierung mit der wissenschaftlichen Wieland-Ausgabe. Ruth Hellberg, ganz jung, sehr hübsch, aber keine Postkartenschönheit, naiv unb bewußt zugleich. Käthe Dorsch gibt bie Mutter, Oktavia. Die Dorsch ist ganz gewiß eine ber bezaubernbsten Schauspielerinnen, bie wir heute besitzen; aber um bas zu erkennen, muß man sie auf der Bühne gesehen haben; im Film erhält man nur eine Andeutung, eine Ahnung ihres wirklichen Wesens unb Könnens, auch vom Glanz unb ber Zartheit ihrer Stimme... sie nimmt alle Chancen wahr, welche bie Rolle ihr bietet, sie gibt biefe abenteuerliche unb romantische Dame so leicht, so elegant, so obenhin unb nervös, wie sie gedqcht unb angelegt ist; sie hat auch bas sprubelnde Temperament, bas hier verlangt wirb, unb vor allem bas Romanisch-Komöbiantische, bas zu ber Gestalt bazugehört, bie große Geste unb bie große Szene, bas halb echte, halb gespielte Gefühl. Albert Matt er stock ist ber junge, unverdorbene ’ ihr fiel y wLheii ; Schanghai, 24. Mai. (Europapreß.) Sübwesten bes von ben Chinesen geräumten tschau sollen bie japanischen Truppen die Tschaukiankau eingenommen haben. Damit würben bie noch an ber Lunghai-Bahnlinie stehen- ben chinesischen Truppen in eine noch schwierigere Lage geraten. Tschaukiankau liegt kaum 100 Kilometer süblich ber Bahnlinie. Gleichzeitig rücken bie Japaner gegen ßanfeng, 40 Meilen östlich von Kaifeng, an der Bahnlinie vor, um bie Lücke zwischen ben nörblich unb südlich stehenben japanischen Abteilungen zu schließen. Die Gruppe 11 im Kamps. Auf dem Wertungsplatz Koblenz. Für bie Gruppe 11 des NS. Fliegerkorps war der Anfang nicht leicht, warf der Sonntagmorgen doch sämtliche Berechnungen der vorher festgelegten Flugstrecken über den Haufen und zwang die Besatzungen, die schon eingepackten Schlechtwetterkarten hervorzuholen, sich zum Rhein durchzuschlagen, um von hier aus die norddeutschen Plätze zu erreichen. Der Verband W 2 mit dem Führer NSFK.-Oderscharführer Entreß meldete als Erster, daß der Tageszielflughafen Stolp erreicht sei. Gruppenführer von Molitor gab kurz darauf um 21.29 Uhr für seinen Verband S 2 die Meldung durch, daß ebenfalls das Ziel erreicht sei, ebenso die beiden anderen Verbände Der Sonntag erbrachte an Flugkilometern und Punkten: Verband S 2 mit Verbandsführer NSFK.-Gruppen- füljrer von Molitor 1318 km, 155 Punkte, Verband R 5 mit Verbandsführer NSFK.-Sturmführer F e n g e l s 1225 km, 155 Punkte, Verband W 2 mit Verbandsführer NSFK.-Oberscharführer Entreß 1044 km, 150 Punkte, Verband W 1 mit Verbandsführer NSFK. - Obertruppführer Kühn 1150 km, 135 Punkte. So wurden an diesem Tage insgesamt 14 211 km erflogen. 9n Koblenz waren Männer und Frauen mit Autos, Motor- und Fahrrädern zu dem außen- liegenden Wertungsplatz gefahren, die be- geistert jedes ankommende Flugzeug begrüßten. Der Bodendienst wird vom Sturm 1/72 und 5/72 ten. Für siexwird der Wettbewerb vorläufig tralisiert. 9n Norddeutschland gab es „ ftige Witterungsbedingungen, so daß Wyk auf Föhr, Cuxhaven, Hamburg, Wilhelmshaven und im Osten Königsberg am stärksten angeflogen wurden. Auf dem Nordholzer Flughafen von Cuxhaven traf bereits um 6.18 Uhr die erste Maschine ein. Bis und schließlich stand ein Satz wie aus Samt und Seide da: Die städtischen und staatlichen Behörden haben stattliche Beträge an die Verwandten er« tattet. So schwere Ausgaben hat uns ja das Leben päter nicht mehr gestellt. Aber dafür ist uns auch die Möglichkeit ber Verbesserung genommen. 9m Vertrauen gesagt: Nehmt's nicht so ernst? Morgen haben unsere Mitmenschen längst vergessen, was wir uns heute an falscher Orthographie leisten; benn es ist ein Glück; baß jeher sich selbst so wichtig nimmt, baß er nicht allzuviel Zeit für die Fehler ber anbern hat. Zeitschriften. — Die Mai-Folge bes Reichsschulungsbrief e s ist bas Heft der beutschen Arbeit, das mit einem kurzen Beitrag bes verstorbenen Reichs- dmtsleiters Dr. 21. Wagner über bie Aufgaben der Deutschen Arbeitsfront eingeleitet wird. In einem Aufsatz „Arbeitskraft, Arbeitsfreiheit, Arbeitsordnung" schildert Hans Karl Leistritz bas Streben des deutschen Menschen nach Freiheit und nach Arbeitsordnung. Arbeit ist Mitgestaltung am Schicksal der Gemeinschaft, das ist der politische Sinn der Arbeit, wie Heinrich Härtle überzeugend darlegt. Daß das Problem „Mensch und Maschine" ein Rassenproblem ist, weist Kurt Ellersiek nach. Bilder umrahmen die Aufsätze, deren weltanschaulicher Inhalt durch kleinere Erzählungen aufgelockert wird. Verbesserung! Das schrieben wir als kleine Buben in die Schulhefte. Nach jeder Arbett gab’s da diese Rubrik, und alle Fehler, die wir gemacht hatten, wurden da richtiggestellt. (So schön hat man's in der Jugend.) Und war in der Verbesserung noch einmal ein Fehler, so wurde nochmal verbessert, Oie Unruhen in Mexiko. Paris, 24. Mai. (DNB. Funkspruch) Nach einer Havasmeldung aus San Luis Potosi soll es ben Anhängern bes Generals Cebillo gelungen sein, die Eisenbahnverbindung zwischen San Luis und Tampico sowie Guadalcazar, etwa 30 Kilometer nordöstlich von San Luis zu unterbrechen. Regierungstruppen befinden sich auf dem Wege nach Tampico, um bie Verbinbung roicber herzustellen. Staatspräsibent Cardenas hat an den Senat eine Botschaft gerichtet, in der er Cebillo anklagt, ,,unter Mißachtung der Demokratie" sich eine Machtstellung zu seinem persönlichen Putzen aufgebaut zu haben. Er, Cardenas, habe dies geduldet in der Hoffnung, daß des Generals Haltüng doch noch eine Aenderung erfahren werde. Nach dem Ausbruch eines offenen Aufstandes sehe er sich veranlaßt, eine Sondersitzung des Senates einzuberufen, um die gesamte Regierung bes Staates San Luis Potosi a b z u s e tz e n , Ha sie aus Anhängern Ce- .dillos bestehe. ZKofe Entlastungsoffensive in Katalonien gescheitert. Salamanca, 24. Mai. (DNB. Funkspruch.) Der nationalspanische Heeresbericht melbet erneut Gegenangriffe ber Roten an der kata- lanischen Front auf bie bereits gestern erfolglos angegriffenen nationalen Stellungen, bie ro i e b e r= gegen Mittag waren über 50 Maschigen gelandet, barunter auch bas Flugzeug des Korpsführers des NSFK., Generalleutnant C h r i st i a n s e n. Die bevorzugten Uebernachtungsplätze waren Köln (89 Maschinen), und Königsberg (41). Die übrigen Flugzeuge verteilten sich auf Hannover, Breslau, Dresden, Stettin, Stolp und Lauscha i. Thür. Von 6 bis 20 Uhr hatten die Flugzeugführer einige Wertungsplätze anzufliegen. Aus Grund der vorliegenden Wettermeldungen mußte der Verbandsführer seine drei Maschinen so «insetzen, daß möglichst viele in der Schönwettemone liegende Wertungsplätze erfaßt wurden. Für oen Anflug eines der 80 Wertungsplätze gab es je nach der Lage drei vder sechs Punkte. Die Verbände, die im Laufe des Wettbewerbes alle 80 Wertungsplätze anfliegen, erhalten Kmunfl IIfjjrW .Eilten aus oeu ^sMbeg Krodeoen Entwicklung zun ,.n Zu den aller jrte die hfl Aichlch ch Erklärung u ihen Kraftfahrt zu i bk eigentliche Erwägens. W M erst fünf M V keineswegs ME, M mß sich Ites MMm gewa iiirtn, um bii Serienf Mchgebildelen Eebrai welcher Weise de iiiim neuen Abschnitt 'nchlswesens einleitet, ulf bie technische End !ta Daimler, fl» technischen Groht mn der Welt sei vrbert auf eine i »M wurde. Für »Mer spricht die 2 sichren technisch M Urform noch ot i-iv daß weder Mss dem Krastsahr ilte Gefährt aesct Wli sich der Benz uMuinem Erzeugnis Een, aber nur in in d» Verfeinerung Tigerung von Leisi f Kraftfahrzeug Ood) im Laufe voi r Adert worden. As auf Grund bi ®T5 Nordamerika i Mges Vortrieb, [eit ! eihenscbrika E®. ,n*m einen E öe5 Krchwag ^lAuenden Enlschl kr Derlehrbwirtfchaf ? Abende Wett ^Europa brachtet * Verfeinerungen ^selbstverständlich Weil wurden, hat SPonm!ßierrQöbre Ahe Verdienste, st Bä Ffes’i Gevo Gespräch ■ ■ WW ..*ä< Kleine politische Nachrichten neue Ziele Neuer agen Zur Grundsteinlegung der Volkswagenfabrik am 26. Mm Korpssühitt Uhr ebenfalls zu lsfahrl Meins Qmq, fyeck 5. Garantie: Überzeugende Fachleistung Immer wird jede bewährte Möglichkeit zur Qualitätssteigerung für die Eckstein No. 5 eingesetzt. Die neuesten Errungenschaften in der Tabakpflege und Fertigung kommen ihr zugute. Deshalb hält diese Zigarette seit Jahren die Spitze und wird auch in Zukunft bleiben, was sie ist: eine überzeugende Fachleistung. Der litauische Staatspräsident hat die letzten sechs Nrurteilten aus dem großen Memelprozeß in Jahres 1935 begnadigt. Es handelt sich uni Ufa vier zum Tode verurteilten und später zu lebens- ftSG. Taupresseamtsleiter Utfermann, Frank- ’EJWfct a- M., wurde zur vorübergehenden Dienst- Geltung als Pressereferent ins Reichspropaganda- Sagten Sie sechs? Nein - ich sagte drei j! Metzlar, um m l Saarbrü&i* Im Rahmen der^Durchführung des Vier- sahresplanes haben die gewerblichen Kreditgenossenschaften eine Reche wichtiger Aufgaben zu erfüllen, über die sich Dr. von Renteln, der Präsident des Deutschen Genossenschaftsverbandes unserem 8l§.-Mitarbeiter gegenüber in einer Unter- redung eingehend äußerte. Die Kreditgenossenschaften betrachten im Einblick ouf den Dieriahresplan naturgemäß als eine ihrer vornehmsten Aufgaben die Mithilfe bei der (rr* jikhung des deutschen Volkes zum Sparen Es erübrigt sich heute wohl, über die volkswirtschaftliche 8 deutung des Sparens, besonders im Zusarninen- dong mit den Neuinvestitionen, noch ein Wort zu verlieren. Die Aufgabe scheint mir vielmehr dann lu bestehen, in noch viel stärkereni Maße als bis- der vom Gedanken zur Tat zu schreiten und in großzügiger Weise den Willen zum Sparen zu fordern und schon im jungen Deutschen zu verankern d»s Sparen darf nicht mehr eine mehr oder minder fällige Angelegenheit oder Privatsache sein, sondern muß zu einer moralischen Ehrenpflicht, sa z u einer Selbstverständlichkeit werden. Man übersieht übrigens oft neben der materiellen volkswirtschaftlichen Bedeutung des Sparens die ideelle sozialpolitische Seite. Die Er- zi-hung zum Sparen ist nämlich eines der wesent- . litzsten Gegengifte gegen den Bolschewismus Wer dm Preis seiner Mühe und Arbeit auf einem wenn s'Liich noch so kleinen Sparkonto weiß, pflegt im i it gemeinen frei von Reidtomp l ex en zu 3m Vierteljahr Januar bis März 1938 sind 253 tzrafoerfahren wegen Errichtung oder Betrieb sichtgenehmigter F u n k e m p f a n g s a n - Icgen erledigt worden. Verurteilt wurden 194 Msonen, davon fünf zu Gefängnisstrafen von ti-em Monat bis zu zwei Monaten zwei Wochen, nr) 188 zu Geldstrafen von 3 RM. bis 100 RM.; 6|i Jugendlicher wurde verwarnt. Genossenschaftliche Kreditwirlschast. Ein Gespräch mit dem Präsidenten des Deutschen Senoffenschastsverbande« Dr. von Nenteln. Gauleiter die L: zu einer Kamech ( Ziel die Feierstätti I üher Morgenstuck ■ frühesten Gefolg- dem Platz der SL der stellvertretende es Gauleiters über» dann bis Kolonne mberjug bie Alte Stunben fröhlicher /erfahrt, an ben diger Begrüßung ' odnb würbe iw i iet beMi, bet ametebschafttichem I ut neu -errichteten [ e bann der gemein- k r Besichtigung er-l Bort, „siebet weitz ter, M ohne eck aewe en wäre. Äv ohne jede Aussicht ijana des Kampi^ r werdet auch Heck wenn es gilt, du en." Der Gauleck Feierstätte. SieJ» jcher Gemeinfch^ Nein «rf ber Mp, An* chvN eJ.Cn N ®titr.6W*S lughafen SH wie aus Samt staatlichen W* Jie Verwandten ei' uns ja das Lebt- ' bOfir if‘ EN t nast vergessen, ® .[ Zeit für fr« ir?i!rauenm" ?u, dem aufan Sephren, die ug begrüßten Ä tir Leistungen für die Gesamtheit des Volkes tperbe fliibiq anhalten. „In diesem Kampf habt ihr die Lire", so schloß der Gauleiter, ,chie ältesten Trager he: nationalsozialistischen Gedankengutes zu fein, eu Veiß, daß ihr dieses als besondere Verpflichtung oirfa§t und euch durch euer Tätigsein der Opfer Vergangenheit würdig erweisen werdet!" — ttl3he Marschweisen begleiteten dann die Alte Garde vüder zurück nach St. Goarshausen, wo die Heirn- fa!rt nach Mainz angetreten wurde. - laufenden Motoren an die in Europa aus steuer-1 technischen Gründen gezüchteten Schnelläufer mit geringem Hubraum erkennen. Bei dieser Entwicklung spielten natürlich auch Fragen der Kühlung und der Schmierung, der Verminderung des Fahr-| Widerstandes und des Verschleißes eine wichtige Rolle. Somit hat die konstruktive Entwicklung des Kraftwagens heute einen gewissen Ab- ch l u ß erreicht, der darin schon äußerlich zum Ausdruck kommt, daß sich Bauart, Leistung und Preis aller auf dem Weltmarkt vorhandenen Kraftahrzeuge nicht mehr wesentlich unterscheiden. Durch »en Entschluß zum Bau einer großen Fabrikanlage, in der ein Fahrzeug entsteht, welches für weiteste Volkskreise ein willkommenes Verkehrsmittel dar- teilt, wird ein neuer Abschnitt in der Geschichte des Kraftwagens eingeleitet. Für die Abwicklung des zu erwartenden Massenverkehrs . hat der Führer durch den Bau der Reichsautobahnen mustergültige Vorsorge getroffen. Durch ihre Fertigstellung sind alle Bedenken, die einstmals laut wurden, weil das vor- handene Straßennetz für einen Massenverkehr nicht aufnahmefähig genug sei, zerstreut worden. Die zielbewußte Steigerung der Kraftstoffversorgung aus heimischen Rohstoffen sorgt dafür, daß die Entwicklung der deutschen Kraftfahrt von ausländischem Erdöl unabhängig wird. Die durchgreifenden Umbaupläne, die für Berlin, Hamburg, München und andere Städte in Angriff genommen werden, haben ebenfalls den Zweck, den sich bei Erscheinen des Volkswagens besonders in den Großstädten zusammendrängenden Verkehr flüssig zu gestalten und auf kürzestem Wege an das Retz der Reichsautobahnen heranzubringen. Auch fein. Es ist einer der Mängel früherer Sozial- Politik gewesen, daß die Spartätigkeit zu einseitig von bestimmten Schichten des Volkes geübt wurde, und es ist zweifellos eine sehr dankbare Aufgabe I für die dazu berufenen Kreditinstitute, das Sparen auch und gerade in der Arbeiterschaft in größerem Maße als bisher zu einer Selbstverständlichkeit werden zu lassen. Was nun die Kreditgenossensckaften im besonderen angeht, so liegt es nahe, daß sie neben der allgemeinen Pflege des Sparens ihre besondere Aufmerksamkeit richten auf jene Kreise, bei denen die wirtschaftliche Selbständigkeit eine entscheidende Rolle spielt. Es handelt sich hier so- wohl um junge Handwerker und Kaufleute, die selbst einmal selbständig werden wollen, als auch um solche Personen, die zu diesem Zweck für ihre Nachkommen oder Verwandten Spargelder zurücklegen. Die Volksbanken sind deshalb dazu übergegangen, die Spartätigkeit gerade dieser Leute systematisch zu gestalten. Ich darf hierbei ver- weisen auf die Aktion zur Förderung des Iuna- handwerkersparens. das etwa so vor sich geht, daß der einzelne Junghandwerker von der Dolksbank eine I u n g h a n d w e r k e r f p a r - karte erhält, auf -ie fr wöchentlich eine Spar- marke im Werte von 50 Rpf. klebt. Ist die Karte mit 20 Marken gefüllte— die letzte Marke auf der ersten Karte wird übrigens meist dem Betreffenden von der Dolksbank als Anerkennung geschenkt — so erhält der Sparer anstelle der Karte einSpar- buch. Durch diese auch äußere Gewöhnung kommt das im Umbau begriffene Versicherungs- w|e f e n und die Neuordnung des Parkwesens in den Wohn- und ErholuiMbezirken stellen eine zielbewußte Förderung des Massenverkehrs dar Der Volkswagen bringt auch noch andere Fragen in Fluß. Einfachheit im Aufbau von Motor und Triebwerk, Einfachheit der Bedienung des Fahrzeuges, hohe Dauergeschwindigkeiten und Sicherung der Straßenlage bei schnellen Fahrten gehören zu den Aufgaben, die der Konstrukteur zu lösen hat. Hiermit hängt die Schaffung leistungsfähiger Treib- und Schmierstoffe zusammen, die Frage der Verminderung des Verschleißes von Luftreifen und die Anpassung der Kühlvorrichtung an Jahreszeit und Geschwindigkeit. Ob man bei dem Streben nach einer Verminderung des Reifenver- brauchs von den heute üblichen Niederdruckreifen wieder zum Hochdruckreifen kommt, ob man eine besondere Oelkühlung einführen wird oder ob der Kraftstoffchemiker dem Motorenbauer die Verarbeitung von Treibstoffen geringerer Klopffestigkeit auferlegt, läßt sich an den heutigen Gebrauchsfahr- zeugen noch nicht erkennen. Das Erscheinen des Volkswagens wird aber dazu beitragen, diese aktu- Zn welcher Weise der Bau des Volkskraftwagens einen neuen Abschnitt in der Entwicklung des Ver- klrswefens einleitet, zeigt ein gedrängter Rückblick aui die technische Entwicklung des Automobils. Die Sternen Daimler, Benz und Diesel zeugen ooit technischen Großtaten, durch die das Verkehrs- men der Welt seit etwa einem halben Jahr- hindert auf eine völlig neue Grundlage Mellt wurde. Für die Gräße der Leistung dieser Mnner spricht die Tatsache, daß ihre Erfindungen in unseren technisch hoch entwickelten Fahrzeugen, in iatzr Urform noch vorhanden und erkennbar sind int) daß weder .Wissenschaft noch Industrie ein «ckeres dem Kraftfahrzeug ebenbürtiges oder über- °1e§snes Gefährt geschaffen haben. Wohl unter- Reibet sich der Benzinwagen von Benz erheblich toi einem Erzeugnis der modernen Automobil- fttriken, aber nur in der äußerlichen Formgebung, in der Verfeinerung des Triebwerkes und in der Süigerung von Leistung und Wirtschaftlichkeit. Die da; Kraftfahrzeug kennzeichnenden Organe sind stkch im Laufe von 50 Jahren nicht grundsätzlich gemdert worden. ' ills auf Grund der deutschen Erfindungen besonder Nordamerika die Entwicklung des Kraftfahr- zeiges vortrieb, leitete der energische Vorstoß zur Reihenfabrikation von Kraftfahrzeugen bei Ford insofern einen neuen Abschnitt in der Geschichte des Kraftwagens ein, als durch diesen vor- W schauenden Entschluß das Auto zum Exponenten der Derkehrswirtschaft wurde. Der dann im Auto- biu einsetzende Wettbewerb zwischen Nordamerika imt> Europa brachte eine Reihe von Verbesserungen inti» Verfeinerungen, die im Laufe weniger Jahre M selbstverständlichen Bauelement von Kraftfahr- Dgen wurden. Hat Nordamerika um die Entwick- 1mg von Vierradbremse und Niederdruckreifen er» Gliche Verdienste, so kann Deutschland für . sich in Anspruch nehmen, die Pionierarbeit für den Zwei- ickmotor, für den Frontantrieb und für die Einzel- -----------— - - - - - ■ indaufhänqung geleistet zu haben. Wie Amerika ellen Fragen schneller ihrer Losung zuzufuhren, 116 Europa ihre anfangs auseinanderlaufenden als es die bisherige Entwicklung des Kraftfahr- Bege wieder Zusammengeführt haben, läßt die all- wesens vermocht hätte. Joachim oochmer. Mhliche Annäherung der großhubigen, langsam ------- Nit der Grundsteinlegung zur Dolkswagensabrik FcUersleben in der Hannoverschen Heide beginnt efc neuer Abschnitt des Verkehrswesens und der ecwicklung des Kraftfahrzeugs. Zum ersten Male stt der Erfindung des Automobils hat sich die Süatsführung einer großen Nation ohne Dorbe- Hit für die Förderung des Kraftwagens und für jene Entwicklung zum Volksverkehrsmittel ausge- spiochen. Zu den allerersten- Taten des Führers gegärte die iiff Frühjahr 1933 abgegebene program» . mctijche Erklärung über die Emporführung der deutschen Kraftfahrt zu gewaltiger Höhe. Jene Rede wcr dte eigentliche Geburtsstunde des B) l k s w a g e n s. Wenn wir die Grundsteinlegung bei Fabrik erst fünf Jahre später erleben, so be- bf.tet das keineswegs eine Verzögerung des Pla- n<>. Man muß sich vielmehr vor Augen halten, dc, Vorarbeiten gewaltigen Ausmaßes erforderlich UHbUrtffrttä tuiren, um die Serienfabrikation eines bis ins letzte |vlrWU||Ul6. tmchgebildeten Gebrauchsfahrzeuges aufzulegen. . werbunasichreibea bei. legen I — Lichtbilder unvBewerbungsunter- tgen müllen zur '23et» metdung von Verluste« auf der Rückseite Namen und Aulchrist d«S Bewerbers rraaeul Aus aller Welt. Eröffnung der Heichsmusiktage in Düsseldorf. wunderbar' glänzend.leiihh fypieqelklarA Die Kriminalpolizei in Weimar teilt nut: Der 1 flüchtige Mörder Emil B a r g a tz k y , geboren 1901 in Mülheim-Ruhr, ist am 22. Mai 1938 in Stendal i fe st genommen worden. Der zweite fluchtige ' Verbrecher, Peter Forster, geboren 1911 m Gailsheim, ist noch nicht festgenommen worden. Die < beiden Mörder des ^-Wachtpostens in Weimar hatten sich auf ihrer Flucht getrennt. An alle Volksgenossen ergeht nochmals die dringende Bitte, bei der Fahndung nach dem flüchtig'en Peter Forster mitzuwirken und sachdienliche Wahrnehmungen der nächsten Polizei- oder Gendarmeriestelle mitzu- teilen. Bargatzky führte ein Fahrrad mit sich, das er unterwegs' gestohlen hatte. Bei dem Versuch, das Fahrrad zu verbergen, kam der Mörder aus seinem Versteck, einem Brennofen einer Stendaler Ziegelei, hervor und wurde dabei von dem Be- । triebsleiter des Werkstz. entdeckt. Dieser verständigte, sofort die Polizei, die den Verdächtigen feftnahm. Auf der Wache stellte sich heraus, welchen Fang Ihre Geschäftsdrucksachen ■teilen die Verbindung her zu Ihren Erzeugnissen. Man stellt eloh die Beschaffenheit Ihrer Waren eo vor. wie man Briefbogen. Briefumschläge. Postkarten, Rechnungen, Geschäfts karten Ihres Haukes beurteilt. Legen Sie deshalb Wert auf gepflegte Drucksachen I Wir bieten sie Ihnen Brühl’sche Druckerei. Schulstr. 7. 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Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thynob, , für* den übrigen Teil: -Ernst Blumschein. Anzeigen- leiter: Hans Beck. Verantwortlich für ben Änhaltder Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. IV. 38: 9614. Druck und Verlag: Brühlsche Universitatsdruckeret Am 21. d. M. verschied unerwartet unser Ehrenmitglied Herr August Felsing Wir verlieren in dem Entschlafenen ein Mitglied, das stets einsatzbereit in guten und schlechten lagen 'treu zu unserer Sache stand. Ehre seinem Andenken. Die Vereinsmitglieder bitte ich. dem Verstorbenen am Mittwoch, dem 25. d. M., um 14 Uhr, auf dem Neuen Friedhof die letzte Ehre erweisen zu wollen. Creflügelzüchterverein Gießen e.V. Bauer, Vors. Festnahme eines jugendlichen Raubmörders. Dem 18jährigen Franz Josef Sch euren aus | Metternich (Kreis Koblenz) gelang es, in den Besitz eines Sparkassenbuches zu ' kommen, das einem älteren Ehepaar aus Metternich gehörte. Davon hob er 650 Mark ab und machte sich aus dem. Staube. In Salzburg entwendete der Bursche ein Motorrad und trat damit die Fahrt nach Wien an. Unterwegs stürzte er und zog.sich Verletzungen zu. In hilflosem Zustande wurde er von einem jungen | Manne aus Wien gefunden und in ein Kranken- haus gebracht. Nachdem die Wunden verbunden waren, nahm ihn der junge Mann aus Mitleid mit in die Wohnung feiner Mutter, wo ihm die Gastfreundschaft des Hauses zuteil wurde. Als der Sohn eine Rsise unternehmen mußte, nutzte Schemen die Gelegenheit, um seine Gastgeberin zn überfallen. Mit einem Ziegelstein schlug er tue alte Frau nieder und erwürgte sie schließlich mit dem Treibriemen der Nähmaschine. Er raubte bann, was zu erreichen war und flüchtete. Seme Beute beftanb aus Bargeld, Schmucksachen und Kleidungsstücken. Scheuren konnte jetzt in München sestgenoni- men werden. Wetterbericht Der Durchzug einer sich am Montag von England südwärts erstreckenden Störungsfront brachte auty unserem Bezirk hauptsächlich in der Nacht zum Dienstag Regenfälle. Anschließend fetzte sich im Bereich der eingedrungenen kühleren Meeresluft aus- heiterndes Wetter, anfänglich mit Schauerneigung, durch. Die Entwicklung der Wetterlage laßt für die Folge Aufheiterung, doch nicht für längere Zeil niederschlagsfreies Wetter erwarten. .. Aussichten für Mittwoch: Veränderlich mit zeitweiliger Aufheiterung, aber nicht allgemein niederschlagsfrei, bei Winden um West tagsüber Alte Solinger Stahlwaren-Fahrik sucht für den hiesig. Bezirk tücht., gut eingeführt. Angebote mit Angabe näherer Einzelheiten und Referenzen unter K. N. 6457 an Ala An« zeigen A.-G., Köln, Zevvelinttraße 4. 357»v M Vornan Copyright by 80 Fortsetzung. Unterhalb de von dem Licht kläglich Walter Wl’trecft uni kMn Hand bk ; h°! ihn S gut zu: E 'lehen, vielleicht Men, alter bchntte tun! 3 "Nein, eg ist L ’Q0t & "hegen, die n u 9- meine (ee- Herr Do M- ia m» &W 3 k>as qebr ^glauben.! kA ja, 's ] ■5*Ä sK ihhon l 3öei t 4 ■d ;*< *> ‘»Ne QU5tQuienPS toitb in.ub( zäumen. , „ r,.... , < Eine Schematisierung dieses Geschäftszweiges lehnen die Dolksbanken allerdings ab, da sie es voll und ganz dem Verantwortungssinn des einzelnen Genostenjchaftsleiters überlassen müssen, wie weit in diesem ober jenem Falle gegangen werden kann. Ist der Handwerker erst einmal von Jugend auf an regelmäßiges Sparen gewöhnt, dann werden mehr und mehr auch die Klagen verstummen, daß dem Handwerker zu wenig Blankokredite gegeben • würden Man sollte doch nie außer acht lassen, baß es ja fr em be (Selber sinb, bie bie Banken verwalten, für die sie unbedingt gerade zu stehen haben. Das hindert nicht, daß die.Dolksbanken bei ihrer Kreditgewährung an Handwerk, Handel und Kleingewerbe sich einen möglichst weiten Spielraum Vorbehalten. Im Gegenteil: in einer abgewogenen . Personalkreditgewährung liegt ja der eigentliche Sinn genossenschaftlicher Volksbanken, und in dieser Kreditgewährung sehen die Dolksoan- ken auch eine ihrer wesentlichen Aufgaben bei der Mitarbeit am -Vierjahresp.lan. Eine Einschaltung auch kleiner Unternehmerischer Jmtiativkräfte m den Wirtschaftsprozeß bedeutet im ganzen geseyen eine erhebliche Steigerung der Leistungsfähigkeit, ganz abgesehen von der sozialpolitischen Seite, d. h. von der'Aufgabe, auch im Rahmen des Dieriahres- planes eine' möglichst gesunde Ausgeglichenheit der Betriebsgrößen zu.erhalten unb_ der junge Handwerker wesentlich schneller zu dem Punkt, wo er über genügend Eigenkapital verfugt, um unter Zuhilfenahme eines angemessenen Kredits die finanzielle Möglichkeit zur Selbständigwerdung zu besitzen. Jnteressaiit ist der Fall, wo der junge Handwerker bei berjeloen Volksbank spart, von der fein Meister den laufenden Betriebskredit erhält, wo also die Spargelder der Lehrlinge und Gesellen mithelfen, den Betrieb ihres Meisters in Gang zu halten. In letzter Zeit bekannt geworden ist ja auch d i e genossenschaftliche S p a r o r g a n i s a- tion der Iungkaufleute des Edeka- V erd an des. Als sie 1930 gegründet wurde, stellte sie einen ersten Versuch dar, von dem man heute sagen kann, daß er sich über alle Erwartungen hinaus glänzend bewahrt hat. Angefangen hatte die „Spara" mit 26 Mitgliedern, deren Zahl inzwischen auf 6330 angewachsen ist. Es fehlt nur noch wenig, und die an Mitglieder ausgegebenen Darlehen belaufen sich bereits auf eine Million Reichsmark. Nicht weniger als 586 junge ftaujeute konnten bereits selbständig gemacht werben. Teils durch ein „Spara"-Darlehen, teils durch Bankkredit, teils durch die Mithilfe einer örtlichen Genossenschaft, wobei jeweils eine entsprechende Spanatig- keit natürliche Voraussetzung war. In nicht wenigen Fällen konnten sich' die jungen Kaufleute überhaupt ohne jeden Kredit, allein mit Hilfe ihrer bei der „Spara" eingezahlten Spargelder selbständig machen. Damit ist auch der Weg gewiesen, der nun im Großen zu.gehen ist, was die Selbftandig- machung von Junghandwerkern und 3ungfaufleuten angeht. Voraussetzung muß immer fern und bleiben eine vorangegangene Spartätigkeit. Anderenfalls würde mcrn ja das Pferd vom Schwanz auf- Ma ade bürg, 23. Mai. (DNB.) Bei der Ein- weihunq der neuen Feuerwehrschule der Provinz Sachsen in Heyrothsberge bet Magdeburg führte der Chef der Ordnungspolizei, General D a - lueqe über bie künftige Neuorganisation des Feuerlöschwesens aus, baß ein neuer Gesetzentwurf nunmehr vorliege. Die bisherige Einteilung ber Feuerwehren in brei Sparten, und Zwar Berufs-, Freiwillige und Pflicht-Feuerwehren laßt der Ge- etzentwurf fallen. Die bisherigen Berufsfeuerwehren, die zukünftige Feuerschutzpolizei, wird in eine kommungle Polizei-Exekutive ukngewandelt. Sie tritt damit also als vierte Sparte der Ordnungspolizei neben die Schutzpolizei, die Gendarmerie des Reiches und die Schutzpolizei der Gemeinden. Die Umorganisation wird vor allem bedingt durch die Aufgaben der Feuerschutzpolizei in den Luftschutzorten- erster Ordnung. Die Pflicht- und Freiwilligen Feuerwehren werden eine Hilfspolizeitruppe in der Hand 5er Bürgermeister als Ortspolizeiverwalter. Es sind von ihnen die gleichen Aufgaben zu erfüllen wie von der Feuerschutzpolizei. Die nach Loschemhetten gegliederte Hilfspolizeitruppe tritt an die Stelle der Vereine, die als Rechtsgrundlage der Feuerwehren aufgehoben werden. GEG-Filet-und Bratheringe in verschiedenen Geschmacksrichtungen Ovaldose, ca. 270 Gr.......... GEG - Allgäuer-Limb.-Käse, 2O°/o, 125 Gr. GEG- Allgäuer-Romad.- „ 2O°/o,ca. 200„ GEG- Allgäuer-Camemb., 45%, ca.80Gr. Sänke mit dem Leiter der Abteilung Musik im Reichspropaganda Ministerium Generalintendant Dr. Brewes erschienen. Als Vertreter der Reichs- mufikkammer sprach ihr Vizepräsident Profes or Dr. Graener. Er brachte den Dank der Schaffenden für dieses Fest der Leistung zum Ausdruck. Was aus der großen Zahl der zur Prüfung emgereich- ten Werke in Düsseldorf zur Aufführung komme, sei eine Auslese, an die man strenge Maßstabe angelegt habe. Rückgang des Rlurhochwassers. Der H o ch ft a n b ber M u r war in ber Nacht zum Montag mit 4,40 M^er über normal zu verzeichnen. Bis zum Montagmittag ging bas Hoc^ wasser etwa um einen halben Meter zurück. Auch im Laufe bes Tages ist es weiterhin leicht gesunken. In ber Ortschaft Frohnleiten, 30 Kilometer nörblich von Graz, finb, wie berichtet, seit Sonntag drei Häuser vom Master ber Mur völlig eingeschlossen und drohen einzustürzen. Die Versuche die eingeschlossenen 22 Personen zu retten, sind bisher mißlungen. Nun werden zwei Flugzeuge ringesetzt, bie versuchen werben, ben Eingeschlossenen Hilfe zu bringen. Bei einer helbenhaften Rettungsaktion in Frohnleiten, bie ben selbstlosen Einsatz des Lebens für bie in Not befinblichen Volksgenossen erforderte, ist der Leutnant Wilhelm Gunther vom JR. 79 ertrunken. Insgesamt wurden durch Wehrmacht, ff und die Bevölkerung 30 Personen unter den schwierigsten Bedingungen vom Tode des Ertrinkens gerettet. Im Laufe des 'Montags stürzten in Frohnleiten weitere sechs Häuser ein, so daß nun 35 Familien obdachlos geworden sind. Das Elektrizitätswerk ist außer Betrieb, Fernkabel und Wasserleitungen sind zerstört, die Brücke und die Landstraße unpassierbar. Festnahme eines flüchtigen Mörders. Mittwoch, 25.Mai,inittags2Uhr, versteigere ich dahier Neuenweg (bei Hartmetz) bezw. an Ort und Stelle - Bekanntgabe i.Versteige- rnngslokal- zwangsw. geg. bar: Haus-, Laden-, Buro-Mobel,Nab- unb Schreibmaschinen, Radios, Kassenschrante, Klaviere, Staub-, immer, einen Posten Mantel und Kleider, Jnstrumentenschrank, Bücher, Schreibutensilien, Auovutz- maschine, Bürsten, Pinsel, Körbe, Bettfedern. 3593° Freihändig verkaufe ich: Möbel aller Art, Hüte u. Mützen. Bittors, Gerichtsvollzieher. Kg-"» daraM öe-'l'E WM W e nj,t n)Ä 'M i:S?l tel ltnkrechte^'M I versenkt oder W I ien konnte e ' M I Am meisten p W die Erde aU'H |l schrumpfte ®« ■ I chiebungen m ■ Sn TeM" uV I sstopheN' d>e ■ ' Die moderne» I die Erde durch » ia den Weltrau» Mqestoßen. Wir» ^Lr Substa» 1 Wärme erzeugt» I geglichen wird.» I lange ir mW nicht v Polslucht ist es n ler kürzlich m .. sichtete, gabt es > . Aequator gencht' der Festlandschol wirten solche Sr M. M d I’ Mngen und 01 bm^id)t erklär für M abwärts BeweMN, nie |(! Massen aas ein die EntstehMg d iigen Höhenuntk Meerestiefen tai verantwortlich g Mn gibt es a I Hinweis eine ar Licht in bas Di k Die Erbachs [] bigen Bahnen. I Friedrich Küst daß bie geogra [I astronomisch gefi ?j änbert Es w > s international org I tet, der bie Po ' konnte, nach Au j i zehnte sich erstrei mehr darüber ’ dert! Sie berv ft geschlagenen L< | 2n sechssührigk I gung, als ob si | Vermietungen Laden irrigut. Geschäfts' läge, seither Zu garrengefchaft, zirka 40 qm, zum 1. 7. 38 zu vev mieten. SchrMu Angb.unt. 02451 an oenGieß.Anz. | Verschiedenes] bei gutem Lohn gesucht. 3585° Fritz Meister, MeSgerei, Seltersweg 43. Solides Mädchen das alle Hausarb. ver'teht, für 1. 6. od.spätergesucht. FrauKalbfleisch Liebigstr.663577^ Vermählungsanzeigen bei Brühl, Schulstr.7 Die Reichsmusiktage, bie unter Schirmherrschaft von Reichsminister Dr. G 0 e b • bels stehen, wurden in Düsseldorf feierlich eröffnet. Nach dem Willen des Ministers ist durch bie Einrichtung ber alljährlich wiederkehrenden Reichsmusiktage für bie Musik im Dritten Reich ein repräsentatives Fest ber Volksgemeinschaft geschaffen worden. Die künstlerische Gesamtleitung ist dem Generalmusikdirektor der Stadt Düsseldors, Hugo Balzer, anoertraut worden, der mit dem städtischen Orchester den größten Teil der Aufführungen bestreitet, die vom 22. bis 29. Mai Düsseldorf in den Mittelpunkt des neuen deutschen Musiklebens stellen. In ber städtischen Tonhalle hatten sich zur Eröffnungsfeier viele Ehrengäste eingefunben. Als Vertreter bes Präsidenten ber Reichskultprkammer , Reirbsminifter Dr. Goebbels war Staatssekretär verfolgt glaubten. Blut Kraft Starke Nerven, frisches Aussehen, gesunden Appen erreichen alt und jung durd» Leüens - EHKlr • nanermanii Die Quelle neuen Lebens. Der Gehalt an Lecithin u. tiseo macht'sl ___ Gr, FL RM 2.75 KurfL RM <-^ Engel-Apotheke» Gießen-sos»1 Lehrling für Feinkost fo- sort oder später gesucht. Schriftl. Angb.unt.3576D an oenGieß.Anz. Sofort tüchtige hllimgsWie gesucht. 02450 Zu erfragen in der Geschäitsst. des Gieß. Anz. Vi Dose RM 0.75 l/i Dose RM 1.40 Statt besonderer Anzeige. Meine inniggeliebte Frau, die treusorgende Mutter meiner beiden Jungen, unsere liebe gute Tochter und Schwester Frau Ruth Geil, geb. Klein ist heute nach schwerem Leiden im 37. Lebensjahre von uns gegangen. In tiefer Trauer: Bürgermeister Hans Geil Familie Robert Klein Lieh, Ober stein a. d. Nahe, den 22 Mai 1938 Die Einäscherung findet am Mittwoch, dem 25. Mai, mittags 12% Uhr, im Krematorium in Gießen statt Am 22. Mal, abends 11 Uhr, verschied sanft infolge eines Schlagliebe Mutter, Schwiegermutter, Qroßmutter, anfal les unsere Schwester, Schwägerin und Tante Frau Elisabethe Mandler, geb. Weber im 77. Lebensjahr. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Diehl und Frau Elisabeth, geb. Mandler nebst allen Angehörigen. Gießen (Aulweg 40), Großen-Buseck, Lindenstruth, den 24. Mai 1938. Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 25. Mai, nachm. 2 /4 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt 1871-1921 Wir setzen unsere Mit» crlieder von dem Ableben unseres Alterskameraden August Felsing eziemend in Kenntms. Die Beerdigung findet am Mittwoch, 25. Mai, nachmittags 2 Uhr statt. Der Vorstand 3567D Gießen (Marktstrafee 22). den 24. Mai 1938. 3571D Die Beerdigung findet Mittwoch, den 25. Mai, nachmittags um 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt Am 21. d. M. verschied infolge eines Herzschlags mein lieber, unvergeßlicher Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel August Felsing im Alter von 66 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Johanna Felsing, geb. Stoll Zeder □es Schlag' roßmatter,' jenen; ). Mandler chWilh-m Sangt eitere: Ernst Nur- k und für die Mv? u Dr. Hane Thyri? iumschein. AnzeiL" h für den Inhalts D. A. IV. 38: A Unioerfitätebniifc eßen. Ulonatebep 5 Pf. ZustellM lehr. Einzelverk^ - 15 Pf., mit fc ■ . mehr. m L September W rnö> doch nichts : mittags 15,8 (8^ \24jai: mor5ir Minimum Hix turen in 10cm& '• 24. Mai: ge 2,3 mm. - & \ eie dx C r Don eÄ" h L »4 'n Ichlug ^''^ *«■ S*^ chen und Ki -k ' cht SJBft rrL tterla ^kneigy- rt°n ,a*1 i aber nicht a(Iqeir, u« Seit t5 '-9M 24. Mai 1938. hm. 2% Uhr. jes ien Lohn 3585 D stet, ei-,. L*£ s »en St «ft ipnp I3S?IS. zeigen W ß. 0' Krj Ncrv«n' APr Kohlen Koks» Briketts Eiform Wllt -'S' [Vermietung^ "laden läge, MW □ariengelM 1. 7. 38« mieten. fG. AnsbunM MdenGM^M [verschiedene ’ M.12V Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Dienstag, 24. Mai 1958 des BDM. geben. Die Arbeit im Bund deutscher Mädel beschränkt sich nicht nur auf Sport, Wandern und Fahrten, sondern sie wird auch auf kulturellem Gebiete geleistet. Gerade in den Wintermonaten sitzen die Mädel und Jungmädel in ihren Heimabenden öfter bei gemeinsamem Singen und Musizieren .zusammen. Es ist nicht eine musikalische Einzelausbildung, die jedes Mädel erfährt. Wir wollen in den Mädeln und Jungmädeln durch gemeinsames Singen ulld Musizieren Freude an der Musik und Verständnis für die großen Werke unserer Meister wecken. Jedes Mädel soll bestrebt sein, sich ein Liedgut zu erwerben, das sich nicht nur aus neuen HJ.-Liedern zusammensetzt, sondern es gilt hier gerade die alten Volkslieder und Volksweisen, die schon vielfach in Vergessenheit geraten sind, in Erinnerung zu bringen. Ueber das Lied hinaus ist ein weiterer Schritt in der Musikarbeit des BDM. in der Gründung der Spielscharen zu sehen. Musikalische Mädel, die ein Instrument spielen, haben sich zusammengefunden, um gemeinsam zu musizieren. An diesem Abend wird eine Spielschar, bestehend aus Flöten, Geigen und Celli kleine Tanzstücke und Tanzweisen unserer deutschen Meister Bach, Händel, Beethoven und Schubert zu Gehör bringen. Alte Tanz- und Volkslieder, von einer Singschar gesungen, sollen den volkstümlichen Charakter dieses Abends unterstreichen. Wir können unfern Eltern und Gästen natürlich nichts Fertiges und künftle- rifch Vollkommenes bieten, wir wollen sie nur die Freude am gemeinsamen Spiel miterleben lassen. BDM.-llntergau 116. Dienslbefehl für den INädel- und Jungmädel-llnlergau Gießen/116. Betr.: Reichssportwettkämpfe des BDM. am 2 8. und 29. Mai. Zu diesem Tage fallen alle Beurlaubungen im ganzen Untergau weg, auch der Mädel, die aus gesundheitlichen Gründen vom Sport befreit sind. Sie werden als Kampfrichter usw. eingesetzt. Jedes Fehlen bei den Reichssportwettkämpfen zieht eine 1. bzw. 2. Verwarnung nach sich, außerdem namentliche Bekanntgabe in den Schaukästen der jeweiligen Gruppe. Jungmädelgruppen 1 — 4/ Gießen. Wir beginnen mit den Wettkämpfen am Samstag, 28. Mai, pünktlich um 8 Uhr aus dem Waldsportplatz des VfB. Die Gruppenführerinnen sorgen dafür, daß alle Jungmädel rechtzeitig in Kluft und mit dem vorschriftsmäßigen Turnzeug aus dem Platz angetreten sind. Mädelgruppen 1 — 4/Gießen. Die Wettkämpfe für die Mädel beginnen' Sonntag, 29. Mai, pünktlich um 8 Uhr, ebenfalls auf dem Waldsportplatz des VfB. Auch hier sorgen die Gruppenführerinnen, daß alle Mädel rechtzeitig in Kluft und mit vorschriftsmäßigem Sportzeug da sind. Die Sportwartinnen der Mädelgruppen 1 — 4/Gießen bringen im Laufe der Woche sämtliche Bandmaße und Stoppuhren mit, die im Besitz der Gruppen sind. Sie müssen gut gekennzeichnet fein. Sie werden zu den Samstagwettkämpfen gebraucht. Alle Mädel- und Jungmädelgruppen bringen ebenfalls ihre Schlagbälle mit. Wettkampflisten usw. nicht vergessen. Gruppenappell der 2Nädelgruppe 2/116 Giehen-Nord. Morgen, Mittwoch, 25. Mai, treten alle Mädel der Mädelgruppe 2/116 Gießen-Rord pünktlich um 20 Uhr an der Schillerschule in Kluft mit Sportzeug zum Gruppenappell an. Alle Beurlaubungen, auch die für den Sport, sind an Wer formt das Antlitz der Erde? Neue Entdeckungen und Theorien um die Gestattung der Erdoberfläche. Von Dr. K. Luh. Biegekräften ohne Schwierigkeiten nachkommen zu können, treten Spannungen aus. Als Folge solcher Spannungen müssen wir die meisten Erdbeben ansehen. Statistische Untersuchungen über die Häufigkeit der japanischen Erdbeben haben diese Theorie bestätigt. Sie schwankte mit dem sechsjährigen Rhythmus der Erdachse zwischen 2,4 und Aka. Da leider noch keine Menschen vorhanden waren, als sich aus einem erkaltenden Feuerball das Jugendantlitz der Erde formte, und da diejenigen Menschen, die vielleicht in unendlich grauer Vorzeit das Entstehen eines Gebirges oder die Bildung eines Ozeanbeckens miterlebt haben, uns keine Dokumente darüber hinterliehen, ist die Geologie darauf angewiesen, sich auf indirektem Wege ein Bild von Erdentwicklung zu machen. — Viele recht wahrscheinlich klingende und manche abenteuerliche Theorien sind um die Runzeln unseres Mutterplaneten herum entstanden. — Der Mond sei von der Erde abgetropft und habe dabei jenes Loch gerissen, in dem heute die Wogen des Stillen Ozeans rauschen, sagen die einen. Die Festländer seien aus einem Stück entstanden und zerrissen durch die Pol- fluchtkraft — auf zähem Untergrund, dem Sima, zu ihren heutigen Lagern getrieben, so meinten andere. Dem stand wieder die Ansicht gegenüber, daß durch senkrechte Kräfte Gebirge aufgeschichtet und Länder versenkt oder emporgehoben würden. Jede der Theorien konnte einige Tatsachen erklären, keine alle. Am meisten sprach noch die Annahme für sich, daß die Erde allmählich erkaltet und dabei zusammenschrumpfte wie ein Apfel. Damit wären die Verschiebungen in der Erdkruste, die Aufschichtung von Gebirgen und vor allem die großen Naturkatastrophen, die Erdbeben erklärt. Die moderne Atomphysik hat die Anschauung, daß die Erde durch ständige Ausstrahlung ihrer Wärme in den Weltraum sich ständig abkühlen müsse, völlig umgestoßen. Wir wissen heute, daß der Verfall radioaktiver Substanzen im Erdinnern so viele neue Wärme erzeugt, daß der Verlust mehr als ausgeglichen wird. Mit der Abkühlung hat es also noch lange Weile, sie kann für die Gestaltung der Erdoberfläche nicht in Betracht kommen. Auch mit der Polflucht ist es nicht anders. Wie Prof. Dr^S p i t a - 1 e r kürzlich in „Forschungen und Fortschritte" berichtete, gabt es überhaupt keine von den Polen zum Aequator gerichteten Kräfte, wie sie für die Bewegung der Festlandschollen verantwortlich fein sollten. Eher wirken solche Kräfte vom Aequator nach den Polen zu. Ja, selbst die Schwerkraft kann die Gebirgsbildungen und die sonstigen Probleme der Erdgestaltung nicht erklären. Sie gibt zwar eine Begründung für alle abwärts nach dem Erdinnern zu gerichteten Bewegungen, nicht aber dafür, wie denn einst große Massen auf ein höheres Niveau gelangt sind. Für die Entstehung der Ozeanbecken und für die gewaltigen Höhenunterschiede zwischen Hochflächen Und Meerestiefen kann also auch die Schwerkraft nicht verantwortlich gemacht werden. Nun gibt es aber noch, worauf Professor Spitaler hinweist, eine andere Erscheinung, die vielleicht allein Licht in das Dunkel der Erdgeschichte bringen kann. Die Erdachse bewegt sich nämlich in merkwürdigen Bahnen. 1887 machte der Görlitzer Astronom Friedrich K ü st n e r zum erstenmal die Feststellung, daß die geographische Breite von Berlin — oder astronomisch gesprochen, die Polhöhe — s i ch verändert. Es wurde auf diese Entdeckung hin ein international organisierter „Breitendienst" eingerichtet, der die Polhöhenschwankungen nachmaß. Es konnte, nach Auswertung der über mehrere Jahrzehnte sich erstreckenden Untersuchungen kein Zweifel mehr darüber herrschen; die Erdachse wandert! Sie bewegt sich wie eine Kurbelwelle in aus- geschlagenen Lagern, sie „schlottert" sozusagen! In sechsjährigem Rhythmus macht sie eine Bewegung, als ob sie sich in einer Spirale auf- und wieder abrollt. Mathematische Untersuchungen ergaben, daß sich diese sechsjährige Periode aus einer einjährigen und einer solchen von 14 Monaten zusammensetzt. Professor Spitaler nimmt an, daß die durch den Wechsel der Jahreszeiten verursachte Verschiebung großer Luftmassen vom Land auf die Meere und umgekehrt das Gleichgewicht der Erde störe und damit die jährliche Bewegung ihrer Achse zur Folge habe. Es handelt sich hier immerhin um Massen, die einem Gewicht von 800 Kubikkilometer Quecksilber entsprechen, die 14monatliche Periode, die nach ihren Entdeckern die Chandler-Newcombsche heißt, soll dadurch Zustandekommen, daß die Erde eben'nicht vollkommen starr, sondern elastisch ist. Mit der eigentlichen erdgestaltenden Kraft hat es nun folgende Bewandtnis: Wäre die Erde gleichmäßig rund wie eine Kugel, so würde die Verschiebung der Achse für die Verteilung der Massen keine Bedeutung haben. Nun ist aber unser Planet in seiner Jugendzeit, als er noch völlig elastisch war, infolge der Zentrifugalkraft ettvas abgeplattet. Alle Erdorte haben vom Mittelpunkt verschiedene Abstände. Dadurch müssen sich bei der Bewegung dek Rotationsachse die Kräfte verändern, die an jedem Ort der Erdrinde wirken, sie nehmen zu oder ab, je nach der Lage zum Pol. Die Erde versucht nämlich, sich der wandernden Achse wieder anzupassen, sie biegt sich, als ob der Aequator nun etwas.nördlicher, bzw. südlicher läge. Da nun die Erde älter und deshalb ihre Rinde nicht mehr genügend elastisch ist, um diesen 5,1 Beben pro Monat. Und zwar ist im ersten Jahr die Häufigkeit von Januar bis März besonders klein, dann kommt langsame Zunahme bis zum Juli des dritten Jahres. Mit kleinen Schwankungen nimmt die Erdbebentätigkeit dann ab, um im 5. Jahr fast einzuschlafen. Im sechsten Jahr nehmen von Januar bis Mai die Beben zu und bis Ende des Jahres wieder ab. Eine andere fast noch interessantere Beziehung scheint zwischen den Unregelmäßigkeiten der Erdachse und den Wetterperioden zu bestehen. Professor Dr. Fr. Baur hat die Temperaturen in zehn deutschen Orten über einen Zeitraum von 54 Jahren zusammengestellt und dabei ebenfalls einen sechsjährigen Wechsel gesunden. Im ersten Jahr dieses Zyttus sind Winter und Frühling besonders warm, es folgen dann ein kalter November und Dezember. Im zweiten Jahr ist der Frühling warm, der Sommer dagegen kühler. Das dritte Jahr verläuft normal. — Das vierte beginnt mit einem sehr kalten Januar und bringt auch im Frühjahr anormale Kälte. Der Sommer wird dafür um so wärmer, und der Herbst ist wieder normal. Im sechsten Jahr ist die Zeit vom Januar bis April anormal kalt; der Frühling und der Sommer sind jedoch normal. Im Herbst beginnt dann der warme Winter, der in den des ersten Jahres wieder überleitet. Wenn diese Untersuchungsergebnisse zweier so angesehener Forscher weiteren Nachprüfungen standhalten, dann ist zweifellos eines der größten Probleme der Geologie der endgültigen Lösung nahe. Aus der Stadt Gießen. Blühende Kastanien! Nun prangen die majestätischen Kastanienbäume wieder im schönsten Schmuck. Hoch aufgerichtet tragen sie ihr üppiges Blätterkleid, aus dem weithin sichtbar die hellen Blüten leuchten, wie die feierlichen Lichter eines Weihnachtsbaumes. Sie säumen in stolzer Pracht die Straßen und zieren in edler Schönheit unsere Anlagen. Es ist eim herrlicher Anblick. Wieviel Kraft offenbart die gewaltige grüne Kuppel, wieviel Anmut spricht aus den unzähligen Blütenkerzen. Ob sie ein Gebäude beschirmen, in ausgerichteter Reihe an der Straße stehen, oder ob sie wie Wächter auf einem freien Platze Posto fassen: immer sehen sie aus wie kühne Recken, aufrecht und charaktervoll in ihrer Haltung. Am schönsten nehmen sie sich aus, wenn die Sonne ihre Strahlenbündel an ihnen erprobt und das satte Grün der Blätter zur zauberhaften Kulisse wird, von der sich um so eindrucksvoller die herrlichen Blütensträuße abheben. Steigt die Sonne an solchen Tagen zur Mittagshöhe, dann blitzt und funkelt es in der Kuppel, die Blüten duften und die Bienen summen, dqch unter dem breiten Blätterdach gibt der Schatten erfrischende Kühle. Ist aber der Himmel mit dichten Wolken verhängt und fällt gar Regen hernieder, so bieten die blühenden Kastanien immer noch ein prachtvolles, lebenstrotzendes Bild. Der Farbton ihres Blattgrüns erscheint dann um einige Nuancen dunkler, die Festlichkeit der Blüten etwas gedämpfter, aber Q5 geht eine Frische von den Bäumen aus, die mtt- ten im Regen wie eine Hymne auf die Lebensfreude wirkt. Es sind wahrhaft königliche Bäume, die stolzen Kastanien. Ihr Blütenschmuck gleicht dem Hermelin, den sich ehemals die Könige um die Schulter legten. So ragen sie in gewaltiger Höhe über den Dachfirst der Häuser, so bilden sie dichte, schattenspendende Alleen. Das Wunder ihrer weißen und roten Lichter gehört zu den köstlichsten Eindrücken, die uns die Natur in dieser Zeit der Blütenfülle beschert. H. W. Dornoiizen. Tageskalender für Dienstag. Stadttheater: 20 bis 22.30 Uhr, „Der Mustergatte". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Mit versiegelter Order". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Yvette". — Wettbewerb HJ.-Heim, Gießen: 16 bis 18 Uhr, Ausstellung der Entwürfe in der Volkshalle (Empore). Stadttheater Gießen. Heute abend findet die erste Wiederholung des Schwanks „Der Mustergatte" von Hopwood statt. Spielleitung Hermann Schultze-Griesheim, Bühnenbild: Karl Löffler. Die Vorstellung findet gleichzeitig als 32. Vorstellung der Dienstag-Miete statt. ^Anfang 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr. Heute DOM.-Musikabend. Am heutigen Dienstag, 24. Mai, findet im Studentenheim (Leihgefterner' Weg 16), um 20 Uhr, ein Mufikabend des BDM. statt, zu dem alle Eltern und Musikfreunde herzlich eingeladen sind. Dazu schreibt uns die Kulturstelle des BDM.-Unter- gaues 116 folgendes: Wir wollen unseren Zuhörern an diesem Abend einen 'Einblick in die Musikarbeit (Nachdruck verboten!) 80 Fortsetzung. enthält immer neue Fototips für bessere Aufnahmen, ferner eine -* Belichtungstabelle für das ganze Jahr und einen Scheck für echte -s Fotoserien mit den schönsten Aufnahmen aus der ganzen Welt y» Fäden hin und her. Zftoman von Hedda Westenberger. Copyright by Carl Duncker Verlag, Berlin W 35. ganz bestimmt sportlich von ungeheuerer Geschicklichkeit und Wendigkeit ist! Während der Doktor seinen Fuß untersucht, schaut Lenzsch prüfend von einem zum anderen: Verstecken sie nicht ein schadenfrohes Lächeln? Verziehen sie nicht geringschätzig den Mund? „Ich glaube", sagt Marga Montwill plötzlich und dreht sich um, „ich glaube, wir überlassen den Patienten den Händen der bewährten Herren Kollegen und warten draußen, bis er verbunden ist. Wär's Ihnen nicht lieber so, Lenzsch?" Lenzsch kann nur nicken und stöhnen. So marschieren- die drei Damen mit den beiden Hunden wieder hinaus und hocken sich draußen auf die hohen Dielenstühle um den Pingpongtisch. „So was von Ungeschick!" sagt Monika kopfschüttelnd. Aber Marga verteidigt Lenzsch. Sie habe schon erlebt, daß jemand sich bei ganz harmlosem Dahingehen den Fuß gebrochen habe. Das komme vor; nicht unbedingt sei immer Ungeschick daran schuld. „Aber Sie hätten ihn springen sehen sollen", lächelt Monika. „Der arme Junge", mischt sich Tante Martha ein. „Ob er nun diese Nacht noch hier liegenbleibt oder ob sie ihn gleich ins Sanatorium zurstck- transportieren?" Die beiden anderen zucken die Achseln. Da kommt Kahl aus dem Sprechzimmer heraus. Er sieht jetzt sichtlich betrübt aus und geht ein paarmal hin und her, ehe er berichtet. Es sei also wirklich ein Bruch und ein ganz ordentlicher, sagt er schließlich. Und Doktor Hammerbacher könne ihn jetzt nur notdürftig schienen. Man müsse Lenzsch dann gleich ins Sanatorium schassen, damit der Fuß geröntgt werden könne; vorher sei ja nicht viel anzufangen. Dann bleibt er wie zufällig vor Marga stehen, sieht sie gedankenvoll an, zuckt plötzlich die Achseln, sagt: „Schade..." und geht miedet ins Sprechzimmer zurück. Die drei auf ihren Stühlen sehen einander an. Tante Martha seufzt leise auf und bedauert heftig, daß sie nicht irgendwie helfen kann. Marga hat Tapsy neben sich, krault seinen Kopf, und neben allem Bedauern über den Unfall ist zu ihrer großen Verwunderung noch ein anderes, trauriges Gefühl in ihr. Worüber nur, worüber? Darüber, daß nun vielleicht die hübsche, friedvolle Stimmung im Hause überhaupt gestört ist? Oder darüber, daß nun die schöne Zwelemsamkett in des Doktors Studio vorbei ist? Sie wendet Tapsys Kopf ein wenig zu sich herum Unterhalb des Fensters und nur bis zum Hals von dem Licht aus dem Zimmer beleuchtet, hockt kläglich Walter Lenzsch. Er hat sein rechtes Bein ausgestreckt und das Fußgelenk mit seiner breiten, kurzen Hand bedeckt. Sein Freund Kahl steht neben ihm, hat ihn unter den Arm gefaßt und redet ihm gut zu: Er möge doch mal versuchen, aufzu- stehen, vielleicht sei es nur verknackt. Ueberhaupt, auftreten, alter Junge, mal auftreten, ein paar Schritte tun! Vielleicht ist es dann gleich vorbei. „Nein, es ist nicht vorbei, es ist gebrochen. Fühl nur", sagt Lenzsch trotzig und sieht den anderen entgegen, die nun zu ihm hintreten. „Nette Bescherung, meine Herrschaften. Ein hübsches Wochenendandenken hab ich mir da geholt, das muß ich sagen. Nee, Herr Doktor, Sie brauchen gar nicht lange herumzutasten, ich weiß schon, es ist gebrochen. Ich fühl's ja ganz deutlich. Hier, merken Sie's? Sehen Sie, das fühlt jeder Straßenjunge beim ersten Griff, daß öas* gebrochen ist. Nur Kollege Kahl will's nicht glauben." „Ja, ja, 's wird wohl gebrochen fein", brummte der Doktor, nachdem er sich einen Augenblick gebückt urfd die Stelle betastet hat, die Lenzsch ihm zeigt. „Wahrscheinlich ist's gebrochen." lind mit einem kleinen Stöhnen sich aufrichtend: „Also los, Kollege Kahl, alle Mann anfassen und ins Sprechzimmer mit dem jungen Mann. Auf das Kanapee, auf dem sonst vorwiegend hysterische Weiblichkeiten ihre Ohnmächten zu Ende genießen." Sie packen den laut stöhnenden Lenzsch und tragen ihn ins Sprechzimmer. Die drei Damen und die zwei neugierig schnuppernden Hunde folgen ihnen langsam. Dann stehen sie allesamt um Lenzsch herum, dem der Doktor Schuh und Strumpf aus- $ „Hast du dir auch die Füße gewaschen?" fragt Kahl und beugt sich lächelnd zu Lenzschs Ohr hinunter. Aber Lenzsch hat jetzt keinen Sinn für dumme Späße. Er könnte sich jedes Haar einzeln auScaufen über seine Ungeschicklichkeit. O Gott, wie wird Monika, wie wird auch Marga innerlich über ihn lächeln! Monika, die im Sommer kaum einen anderen Weg in den Garten hinaus benutzt hat als den durch dieses Fenster! Und Marga, die und sieht dem Hund nachdenklich in die tiefbraunen glänzenden Augen: Vielleicht, Tapsy, vielleicht. Auf alle Fälle, Schnauzerle, ist dein Frauchen jetzt sehr traurig. Versteht du? Tapsy legt seinen Kopf auf ihr Knie, zieht die Stirn in drei breite Falten und schaut sein Frauchen unverwandt an. Mir ist's gleich, sagen seine Augen, ob du traurig bist, Frauchen. Um mich kümmerst du dich ja sowieso nicht mehr. Den ganzen Tag mußte ich allein im Garten umherlaufen und mich von dem frechen kleinen Teckel sekkieren lassen, und nach dem Fressen hast du mir nicht mal den Bart gewaschen, was doch das mindeste wäre... Da geht zum zweiten Male die Tür auf und der Doktor Hammerbacher kommt heraus. Auch er schaut zuerst auf Marga. Es sei nun so weit, sagt er leichthin, die Notschiene sei angelegt, Lenzsch sei transportfertig. Er werde jetzt zum Sanatorium telephonieren, damit man das Auto herschicke. Marga sieht auf und schiebt dabei Tapsys Kopf von ihrem Knie. „Aber ich bitte Sie, wo ich meinen Wagen doch hier habe! Die Garage wird ja wohl auch Sonntags offen sein, nicht wahr? Na also, dann laufe ich jetzt schnell hinüber und hole den Wagen. Inzwischen kann Fräulein Monika vielleicht Doktor Lenzschs Sachen zusammenpacken. Ich bin in zehn Minuten wieder da." Der Doktor nickt. Margas rasche Art gefällt ihm. Warum sind andere Frauen nicht so rasch und vernünftig? Also gut, abgemacht. Marga läuft nach dem Wagen, Monika und Tante Martha packen Lenzschs Siebensachen zusammen, und Kahl wird den Sanitäter spielen, Lenzsch zum Sanatorium begleiten und für sein weiteres Schicksal sorgen. Eine halbe Stunde ist Marga mit ihrer traurigen „Fuhre" schon unterwegs. Lenzsch hockt mit bösem Gesicht in Kahls langen Armen und ruckt nur ärgerlich mit dem Kops, wenn Kahl seine dummen Witze darüber macht, daß ihn das Schicksal verurteilt hat, in einem so hübschen Auto zu einer so anheimelnden Stunde lediglich seinen dicken Kollegen im Arm halten zu dürfen. „Ueberhaupt", sagt Kahl, „ist das eine äußerst unsinnige Verteilung der Personen hier im Wagen. Konnte nicht ebensogut Fräulein Monika hier neben dir sitzen und dich vor Stoß und Anprall schützen? Aber nein, sie muß vorn bei Fräulein Montwill sitzen. Und wir dürfen die schonen Rücken unserer Damen bewundern und in (grimmiger Wut unsere Leiber aneinanderpressen. Verstehst du das, daß Fräulein Monika es sich hat entgehen lassen, hier zu sitzen? Du mußt sie mal — irgendwann — schlecht behandelt haben, Lenzsch. Eine andere Erklärung gibt es nicht. Und was mich betrifft, ich hätte, wie schon bemerkt, auch lieber Fräulein Monika im Arm oder säße vorn neben Fräulein Montwill. Aber da kann man nichts machen, die Damen haben ihren eigenen Kopf." #rS)ör doch endlich auf mit deinem Gequatsche." „Gequatsche nennst du das, Lenzsch? Wilde Anklagen ans Schicksal find es! Ja, im Emst. Denn mir zittert die Empörung bis in die Fingerspitze^, daß ich ausgerechnet dich hier im Arm halten muß. Wenn es dir in deinem Leben etwa noch einmal einfällt, in meiner Gegenwart Springerkunststücke von dir geben zu wollen..." „Herr von Kahl", ruft Monika plötzlich dazwischen, „hat Papa Ihnen gesagt, daß er die Röntgenaufnahme gern mal scheu möchte?" Kahl neigt sich etwas vor. „Nein, davon hat er nichts gesagt. Aber ich kann sie ihm ja gelegentlich bringen." Monika nickt zufrieden. „Ja, tun Sie das. Vielleicht heute abend noch?" „Nein, das tut mir leid, da habe ich Dienst." Monika wendet sich ein wenig zu den beiden Herren herum. „Schade. Aber wissen Sie was? Dann komme ich morgen mal mit dem Rad vorbei und hole mir die Ausnahme." Eine kleine Stille entsteht. Nanu, denkt Kahl, gilt das mir? Oder will sie sich jetzt doch einen Weg zu Lenzsch zurückbahnen? So eine Unverschämtheit! denkt Lenzsch und versetzte am liebsten Kahls Brust, die der seinen so unsympathisch nahe ist, einen heftigen Stoß. So eine Unverschämtheit, jetzt benutzt sie doch wahrhaftig mein Malheur, sich an Kahl heranzumachen! Aber warte, mein Kind ... „Liebe Marga", fagt Lenzsch und schlägt unwillkürlich den sanften Ton eines Leidenden an, „darf ich hoffen, daß Sie mich mal besuchen? Und bald?" Marga lächelt und wirst durch den Spiegel einen raschen Blick auf die beiden Gesichter hinten im Auto. „Natürlich! Vielleicht komme ich schon morgen. Ich würde dann Fräulein Monika gleich im Auto' mitnehmen und mit dem Besuch eine nette Spazierfahrt verbinden. Wären Sie einverstanden, Fräulein Monika?" Monika verbeugt sich kaum merklich. „O ja, vielen Dank." Und das Gespräch, von dem niemand so recht weiß, ob es Hintergründe hat oder nicht, schläft wieder ein. (Fortsetzung folgt.) '5 - • Ml MS A°st «n(6h Asr 'Aber W stfffi leben fW Struf zurua. rt jtrfÄ* Stz"' SS " £ Birfr/i {jefrou W leM om ' «oiif1 'S tälien-»1 ,-Iilch-L" » her bie S«‘ Bjen, üßi’K ta r«8eren 25 SotttsdieB fand Tagungstellnehn! Mer waren. 21 iamndimg Mt. Me in Lertre Miam die 2 tti Steins, Pst MMcht. Ai iS,W einen Li ,M -ick. Zi Lollar, 2 Ser Lnhabn der Tordes fein bensjahr, u mit feiner Chef Hochzeit hegt feite verehrten seinem EhefM feit als Bahnh fünfzig Jahren hofswirlfchaft bi dieser feit hat e. vortrefflichen sshi die ihn fermen lei vignng zu erw .Siebener Anzeio dit die Treue g vünfche zu feine A Daubrii Eheleute Kart % Latsch, das Feh Fudiiare find t Wir gratuliere, handharw! °°n Musiflehri Saalbau her 3 3er£ (Eint reit Mufitftiittn bra „A ^keis a. conniagswetter ^»nt°8 die Hit «irauenhilfe Schmidt ihren i®ei Omnibussen Jcn- Äftein tl °!e dortigen 6 7'de bi,Sy «Mt Mb S*m'«rrri SN- 'N Siesbat Lr Wak-n ?5Sen, Mittvc iien •nnte Leiftü»" Itftrito ’S““» iiiQ an sS" 's,?r to«S ;Sfii Ädenl ^'"ler Qunrh-firem mit fruthton Df. Oetkers Puddingpulver holt. Die Speise muß frifch gegessen werden Bitte 1/2 l IDil* - 75 g Zucker 1 Ei - 250 g Quark 1 packcken Dc Oetkers Puddingpulver 2-3 Eßt ITlildi vanille-öesckmack einige Tropfen Dc. Oethets kackol Zitrone 6 Eßl Wasser jum Anrühten 500 g eingemackte ober rohe fruchte Die milch bringt man mit dem Zucker 3 um kacken, gibt das mit Eigelb und Wasser o er quirlte Puddingpulver unter Rühren hinein und läßt noch einige Male aufhocken. Dee Quark wird durck ein feines Sieb geßruhen, mit der milch glatt gerührt und mit dem Oackol und dem fast erholtet en Pudding gut vermengt. 3 um Schluß wird der steif gefdilogene Eierfdmee untergezogen. Die fruchte füllt man in eine Glosfchale ober in Gläser, füllt ben Krem darüber und stellt Ihn In anschaulicher Art gab Pg. B ull mann Seinen überreichte. Dermatologen tagen in Gießen die Heimatvereinigung Schiffenberg gestaltet das Limes-Gelände. benigna, welche über mehrere Jahre hinaus ver. folgt werden konnten. Zum Abschluß der Tagung gab Prof. Dr. Schu b e r i, 1______ — — furt, einen Bericht über feine Erfahrungen mit der Chemotherapie des Trippers. Beratungen mann, W. Kruger. Erfolgreiche Gießener SA -Heiter. Am Sonntag nahmen eine Gruppe der Gießener SA.-Reiter vom Sturm 6 der Reiterstandarte 147 und eine des Gießener Reiteroereins an dem gro» ßen Reitturnier in Gladenbach unter Leitung des Führers des Reitersturmes 6/147 Universitätsreitlehrer Schömbs erfolgreich teil. Trotz schärfster Konkurrenz durch Reiter der Wehrmacht der Standorte Siegen, Marburg und Wetzlar errang Obertruppführer Schömbs auf „Kreuzritter" in der Dressurklasse LI den 1. Preis. In der Dressurklasse A kam Sturm mann K 0 walzik noch auf einen guten 3. Platz. Im Gruppenspringen errang die Gruppe des Reitersturmes unter Führung von Sturmmann K 0 walzik gleichfalls einen 3. Preis. Die Gruppe des Reitervereins und die Gruppe des SA-Stur- mes kamen am Vortag bei dem Geländeritt auf gute Plätze, die aber nicht mehr gewertet wurden, weil keine Preise dafür vorhanden waren. Die Gießener Reiter können stolz auf ihre Erfolge sein. Wichtig für Mitglieder der Arbeitsopferversorgung. RSG. Die Mitglieder der Deutschen Arbeitsopfer. Versorgung werden von der Deutschen Arbeitsfront umgeschrieben. Die Arbeitsopfer-Mitglieder werden diesem Tage ausgehoben. Entschuldigungen werden nur in ganz dringendem Falle vorher bei der Gruppensportwartin angenommen. Der Heimabend fällt an diesem Abend aus. Alle Mädelschaftsführerinnen haben Schreibzeug mttzu- bringen. ■ ... Die Sportwartin der Mädelgruppe 2/116 Gießen-Nord. Gießener wochenmnrklpreüe. I -chutzbl°ch und B°rd«r°d mären tträg änge« * G i e ß e n , 24. Mai. Auf dem heutigen Wochen- Als herrenlos abgeliefert wurde ein noch neues markt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, Vi kg Opelrad ohne Beleuchtungsanlage, ferner ein 1,57 Mark, feine Molkereibutter 1,52, Markenbutter Herrenrad Marke „Nero" und ein Herrenfahrrad 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Marke „Dirigent". Stück 5 bis 10, Eier, deutsche, Klasse S 13, Klasse A Personen, Die sachdienliche Angaben machen fön« 12^, Klasse B 12, Klasse C 11X, Klasse D 1014,’nen, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, Nur Deutschland und der Führer! General-Mitgliederappell der Ortsgruppe Gießen-Nord. Wirsing, U kg 18 bis 20, gelbe Ruben, neue, üaL Bündel 20 bis 25, Karotten, Vt kg 10 bis 15, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 8 bis 10, Romtfchkohl 8 bis 12, Spargel, 1. Sorte 60, 2. Worte 54, 3. Sorte 48, 4. Sorte 30 bis 35, Erbsen 18 bis 20, Tomaten 60 bis 70, Zwiebeln 18 bis 20, Meerrettich 40 bis 50, Rhabarber 18 bis 20, Kartoffeln, alte, Vi kg 5 Pf., 5 kg 44 Pf., 50 kg 3,30 bis 3,90 Mark, neue, % kg 18 bis 20 Pf., Aepfel 20 bis 40, amertfamschs Aepfel 60, Suppenhühner 90 Pf. bis 1,05 Mark, Blumenkohl, das Stück 60 bis 70, Salat 5 bis 18, Salatqurken 50 bis 70, Oberkohlraln 20 bis 22, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 40, Rettich 10 bis 15, neue, das Bündel 20 bis 25, Radieschen, das Bündel 8 bis 12 Pf. Freiwillige für die Luftwaffe. DNB. Das Reichslustfahrtministerium gibt fol- Am gestrigen Montagabend fand im vollbesetzten Saale des Cafä Leib ein Generalmitgliederappell der Ortsgruppe Gießen-Nord statt. . Ortsgruppenleiter Thomas begrüßte zu Beginn die Parteigenossen und Parteigenossinnen sowie die Parteianwärter mit herzlichen Worten. Besonderen Gruß entbot er dem Gauredner Pg. B u 11« mann als Redner des Abends. Gauredner Aullmann lenkte die Aufmerksamkeit seiner Zuhörer zunächst auf die jüngsten Ereignisse hin, die wieder einmal überzeugend bewiesen haben, daß Männer ®c« chichte machen. Weiter erinnerte er dann daran, wie 2ldolf Hitler mit seiner braunen Garde das Dolf eroberte und das Dritte Reich für das Volk schuf. Er hob hervor, daß für dieses -Werk der Führer zunächst die Partei ins Leben rief, die das Fundament all der großartigen Arbeit wurde, die bisher geleistet wurde. Daraus ergibt sich die besondere Verpflichtung der Parteigenossen, für die es keine Unterschiede zwischen alt und jung, arm oder reich gibt, sondern für die alle nur die Haltung entscheidend ist. Darum kann es auch keine Gliederung keine Einrichtung geben, die einen Selbstzweck verfolgt, weder Die Wirtschaft noch die Wehrmacht, weder die eine noch die andere, sondevn sie alle dienen gemeinsam dem Führer und seiner Idee, die den Staat erfüllt. So ist auch die Partei keine Sondereinrichtung im Staate, sondern sie ist nur der Träger Der Gedanken des Führers, die nen schworene Gemeinschaft, Die dem Volke vorbildlich ist in Der nationalsozialistischen W elta n sch auu n g. Aus diesen Gedanken heraus erläuterte Pg. Bullmann, daß für unsere Zukunft allein das Ziel eines qottgewolllen deutschen Volkes maßgeblich ist. Wir haben dem Führer zu danken, daß er uns Die 21 ugen geöffnet hat für die Erkenntnis der m der nationalsozialistischen Weltanschauung zum Ausdruck gebrachten neuen Auffassung über Den Wert Des Menschen und Des Volkes nach Den von Gott bestimmten Naturgesetzen. Aus solchen Erkenntnissen heraus haben wir Deutsche Dergestalt zu leben. Daß wir alle unserem Volke geschenkten Anlagen des Verstandes, des Geistes und des Gemüts zur höchsten Entwicklung bringen. daher gebeten, ihre alten Mitgliedschaftsunterlagen sofort bei Der zuständigen DAF.-Dienststelle zwecks Umschreibung abzugeben. Letzter Termin für die Abgabe Der alten Mitgliedsbücher ist Der 25. Mai. Meldungen nur von Jtundsunkhörern vor April 1924. NSG. Die Aktion der Reichspropagandaleitung, Amtsleitung Rundfunk, und der Reichsrundfunk- kammer hat im Gau Hessen-Nassau einen kaum vorherzusehenden Erfolg gehabt. Aus Dörfern und Städten haben sich zahlreiche Volksgenossen gemeldet, um die Freifahrt nach Berlin zur 15. Großen Deutschen Rundfunkausstellung 1938 mitmachen zu können. Bei der mühevollen Sichtung der geforderten Unterlagen auf Der Hauptstelle Rundfunk Der Gauleitung hat sich herausgestellt, daß die ersten Hörer des deutschen Rundfunks in den meisten Die Tagung wurde am Sonntagvormittag mit Der Vorstellung zahlreicher Kranker mit seltenen Erkrankungen unter besonderer Berücksichtigung von fiauttuberfulofen und einer sich Daran anschließen- Den Aussprache über Die Kranken fortgesetzt. Die folgenden Vorträge von Pros. 5) o e D e, Oberarzt der Universitäts-Hautklinik Würzburg, und Prof. M 0 n c 0 r p s , Leiter der Universitäts-Hautklinik Münster und der Lupusheilstätte Hornheide, erörterten technische Fragen Der Bekämpfung und Behandlung Der Hauttuberkulose, welche durch Film- Vorführungen besonders eindrucksvoll gestaltet wurden. Dr. Koch, Hautklinik München, zeigte die. Schwierigkeiten auf. Die bei Der Züchtung von Tuberkelbazillen entstehen können. Dr. Leng er, Hautklinik München, berichtete über mehrere Fälle Der selten vorkommenden Lymphogranulomatosis gendes bekannt: 1. Im Frühjahr 1939 werden bei Der Fliegertruppe und Der Luftnachrichtentruppe Freiwillige eingestellt. Den Bewerbern wird angeraten, sich s 0 s 0 rt bei einer Fliegerersatzabteilung, einer Abteilung oder einer Kompanie der Luftnachrichten« truppe zu melden, da nur noch kurze Zeit zur Verfügung steht. Bei später eingehenden Gesuchen besteht die Gefahr, daß Das Annahmeverfahren bis zum Meldeschluß nicht mehr durchgeführt werden Auskunft über die Bedingungen und über Bereinigung südwestdeutscher Dermatologen. Anläßlich des 25jährigen Bestehens Der Lupus- Heilstätte Gießen fand am Samstag und Sonntag Die 6 4. Tagung Der Vereinigung Sud- we st deutsch er Dermatologen in Gießen statt. Die wissenschaftlichen Vorttäge vom Samstag- nachmittag waren ausschließlich Dem Problem der Tuberkulose gewidmet. Prof. Dr. Beller, Direktor des Tierseucheninstitutes Gießen, wies in seinen Ausführungen, Die die Beziehungen zwischen tierischer und menschlicher Tuberkulose beleuchteten, u.a. auf Die Gefahr hin, die Dem Menschen durch Den Genuß ungekochter Kuhmilch erwächst. Auch ist Die Feststellung wichtig. Daß Die Tuberkulose der Rinder in ben kleineren Tierhaltungen seltener vorkommt, als in den großen. In Den weiteren Vorträgen wiesen Oberarzt Dr. Schmidt, Leiter Der Tuderkulosefürsorgestelle Gießen, Dr. A r 0 l d , Chefarzt Der Heilstätte Seltersberg, Gießen, und Dr. Funk, Leiter Der Lupusheilstätte Müncheberg bei Berlin, auf Die Wichtigkeit hin, Die in einer planmäßigen Erfassung aller an Tuberkulose Erkrankten liegt, welche durch eine intensivere Zusammenarbeit aller an Der Tuberkulosebekämpfung mit- arbeitenDen Stellen verbessert werden kann. truppe, Flakartillerie, Luftnachrichtentruppe und Regiment General Göring wird noch durch Presse und Rundfunk bekanntgegeben. en ania>auiiaji-L f Auskunft über Die Bedingungen und über dann Erl°ut°rung-n zu d,° °r Emst-llung d°- Pg^ n Arb-it-si.nst «teilen die und feiner ^arbeit bte fo 311 tun tft als Itunoe Truppenteile, die W-hrb°,irk-k°mm°n. der einzelne ,-d-rznt vor dem Fuhr« und ab W* 6ie Wehrmeldeämter. Das Merkblatt für mÄJXW? i^e^eriouterte.manim« toben National,ozia- her ^g^XX'fu^^^beren militärischen huppmamnnn,tofmu6. MÄ Arbeit, bk das I ®.n«at Sbring werden im Fr-ihfahr 1939 keine schaffen ist, wie es im ersten Punkte des Partei- rnr'M<* Programms angekündigt ist. Dem Redner wurde für seine Ausführungen stürmischer Beifall gespendet. Im zweiten Telle des Abends kamen Die Mitgliedsbücher und Partei- anwärterkarten zur Verteilung, die Ortsgruppenleiter Thomas mit einer Verpflichtung Des cm- Pg B u II m a n n schilderte Dann seine erste Be, qeqnung mit Dem Führer auf dem Parteitag 1929 n Nürnberg, als Damals schon trotz aller Hindernisse deutsche Volksgenossen sich zu dem Manne Drängten und von seinem Auftreten und seiner Haltung so beeindruckt waren, daß für sie dieses große Erlebnis bestimmend für ihr Leben wurde. In solchem Sinne haben auch die Parteigenossen ihre Zugehörigkeit zu der Bewegung als em für sie bestimmendes Erlebnis aufzufassen, als Die innere Verpflichtung gegenüber jenem Manne, zu dem fie sich freiwillig hingezogen fühlen. Dem sie ergeben sind und von Dessen Gedanken sie sich nie mehr trennen können. Nur Dann werden sie mit Glauben und Zuversicht seine getreuesten Mitarbeiter an Dem großen Werke werden, Das Die Jahrhunderte überdauert und dessen einziges Ziel Deutschland ist. Solche Haltung und dieser Wille allein bestimmen das Wesen des Parteigenossen, für Den cs nur eins gibt: Deutschland und Der Führer! Im Rahmen des Kameradschaftsabends ehern. Freikorpskämvfer am Samstag, über Den wir gestern bereits berichteten, wurde zahlreichen Kameraden, wie ebenfalls schon gemeldet, Die Ehrenurkunde „Einsatz für Deutschland" überreicht. Die nachstehend genannten ehemaligen Freikorpskämpfer erhielten am Samstag diese Urkunde: F. Kretschmer, K. Man- farb, K. Kleuker, O. Gesell, K. Schlund, O. Heß, E. Schulz (Krofdorf), K. Dörr, H. Reinhold, F. Greiling, W. Schmalz, H. Rinn (Heuchelheim), -F. Dikor- ree, L. Schultheiß, F. Dorsan, F. Greve, F. Blumenfeld (Grünberg), G. Geiß (Grünberg), L. Rühl, W. Wystub. W. Schütz (Steinbach), H. Litzius (Lich), O. Ludwig, K. Frey (Wieseckl, K. Nolle, F. Fischer, H. Köchel, A. Kramer, H. Mühle, K. Wagner, K. Schürmann (Großen-Buseck), G. Weg (Lich), H. Weigel (Hucheiheim), E. Münk, H. Meckel, O. Mathe- sius, Th. Gebaur, I. Melchior (Weikartshain), K. SteuerroalD, W. Theiß (Ettingshausen), A. Heine- Gestern abend hiell Die Heimatvereiniguna „Schis- fenberg" im Hotel HopfelD eine Dorstandssitzung ab, in Deren DordergrunD Die Verschönerung Des „Limes-Geländes" stand. Nachdem nunmehr dis Blockhütte auf Den Limes verbracht worden ist, beabsichttgt Der VorstanD Der Heimatvereinigung; auch Das GelänDe selbst durch entsprechende Anpflanzungen und Planierung Der Umgebung anzu- . passen und so ein Landschaftsbild herzustellen, das Abschluß der Tagung gab Prof. Dr. Schu - ^ßr Damaligen Zett entspricht. In der Hütte, Dereij Leiter Der Universitäts-Hautklinik Frank- vorderer Teil verandaähnlich offen ist, soll auf " “ einem Sockel eine Platte angebracht werden, auf welcher der Verlauf des Limes Dargestellt werden soll. Mit dieser Herrichtung des Limes entspricht .die Heimatvereinigung „Schiffenberg" Dem Ge^ der Lupusbeauftragten des Reiches, bts Stift«-, G°h«mrat WHf« Dr. | o mm er. Ebenfalls in Verbindung mit dem 25jährigen Be- Weiterhin wurde beschlossen, daß mit Rücksicht stehen Der Lupusheilstätte Gießen traten Die ßu« auf Die in Gießen in diesem Sommer stattfindenden pusbeauftragten Des Reiches in Gießen größeren Feste im Vereinsjahr kein Heimattag ab- zur einer Tagung zusammen. Die Lupusbeauftrag- gehalten werden soll, sondern lediglich die Heimat- ten haben — wie wir am Samstag in unserem Ar- freunde an einem noch zu bestimmenden' Familien- titel „25 Jahre Lupusheilstätte in Gießen" bereits tag zusammenkommen wollen. mitteilten — durch Runderlaß des Reichsversiche- Zum ersten Male nahm der VorstanD für das rungsamtes Die Aufgabe, bei Der Durchführung der kommende Vereinsjahr Wanderungen in Die nächste neuen Grundsätze für Die Bekämpfung Der Haut- Umgebung in sein Arbettsprogramm auf, und zwar tuberkulöse als besondere Bevollmächtigte mitzu- soll das Hauptaugenmerk dabei Darauf_ gerichtet arbeiten. werden, daß diese Wanderungen an für unsere Die Beratungen Der ßupusbeauftragten galten in engere Heimat historische Punkte durchgeführt werden. erster Linie Der Erfassung der Jugendlichen zur Der Tag Der Hauptversammlung konnte noch möglichst frühzeitigen Bekämpfung Der Hauttuber- nicht bestimmt werden, sie wird aber vorausstchllich kulose. Da Die Bekämpfung um so aussichtsreicher Ende Juni oder Anfangs Juli stattfinden. und erfolgversprechender ist, je frühzeitiger im Le- TWiiriforirtif ben des Kranken sie in Angriff genommen wird. -ppiijcwcriuji. In diesem Zusammenhänge wurden auch Fragen Die Kriminalabteilung der Polizeidirektton ®ie« Der Einheitlichkeit Der Berichterstattung erörtert, um ßen teilt mit: von einem Bezirk zum anderen wichtige Vergleichs- Diebstähle. zahlen zu erhallen: es hanDelt sich dabei in der 2Im Sonntag, 8. Mai, zwischen 14 und 15 Uhr, Hauptsache um Jahresberichte. Im Rahmen der I urbc üor Eingang zur Chirurgischen Klinik Aussprachen wurden aus dem Kreise der Lupus- ÄrQ^traö ^arfc „NSU.-D.-Rad", polizeiliches beauftragten zahlreiche Anregungen gegeben. Kennzeichen VH — 65877, Fahrgestellnummer An den Besprechungen Der Lupusbeauftragten 053'363, Motornummer 288 613, PS 7/198, Hub« nahm auch Prof, von Eicken, Leiter Der Unioen raum 193, von bis jetzt noch unbekanntem Täter sitäts-Hals-, Nasen- und Ohrenklinik in Berlin, teil, entwendet. Das Kraftrad hat schwarzen Schwebe» der mit dem verstorbenen Gründer der Lupusheil- und Boschlichtanlage. An beiden Seiten Der statte Gießen, Pros. Jesionek, durch freund- Schutzbleche befinden sich gelbe Streifen, Das Ende schaftliche Beziehungen und gemeinsame Berufs- be5 Schalldämpfers ist mit schwarzer Farbe ge- Interessen eng verbunden war. strichen: Als ehrenamtlicher Lupusbeauftragter für Hessen öcr ^m 18. Mai wurde Der Kasten und Hessen-Nassau ist — wie wir ebenfalls am ÖDn einem Anhänger eines auf Oswaldsgarten Samstag berichteten — der Direktor der Universi- parkenden Lastzuges erbrochen und aus Dem Kasten täts-Hautklinik Gießen und ehrenamtliche Leiter Der ejn neues, komplettes Ersatzrad gestohlen. Be- Lupusheilstätte, Prof. Dr. Schultze tätig. schreibung: Kronprinzenfelge, rot gestrichen, mit acht S^auben gehalten. 2uftreifcn Marke „Continen- --- ~~tal", Größe 12X75X20, Fabrik-Nr. des Reifens Fällen auch seine treueften Hörer sind. Natürlich ist 7755 500/40 M. Das Ersatzrad ist noch vollständig die Zahl der für Die Berliner Reise zur Verfügung „eu und hat einen Wert von 800 Mark. Dor An- stehenden Freiplätze beschränkt, so daß leider nicht fauf rojrb dringend gewarnt. jeder Einsender berücksichtigt werden kann. Allein Gestohlen wurden aus den Hofen zweier Wirt- Zahl der Hörer, die von der Inbetriebnahme haften das Herrenfahrrad Marke „Badenia" mit des Reichsfenders Frankfurt am 1. April 1924 bis unbekannter Fabriknummer, das Rad ist noch neuheute ununterbrochen Rundfunkteilnehmer find, ist so wertig und war mit zwei Dynamos und zwei Rückgroß, daß unter ihnen bereits eine engere Wahl [intern versehen, sowie Das Herrenfahrrad Marke getroffen werden muß. Wer also nach dem April I Ideal" mit der Fabriknummer 452 391. Auf dem 1924 erst Rundfunkhörer wurde, braucht sich im Gepäckträger war eine Aktenmappe aufgeschnallt. Gau Hessen-Nassau nicht mehr zu melden. Die hintere Bereifung des Rades war schadhaft. RS.'Gememschafk „Kraft durch Freude-. Theatervorstellung. Samstag, den 28. 2Hai, Beginn 20 Bhr, KdF.- Mete Gruppe I. Letzte Vorstellung der Sp»elze,t: „Der Mustergatte- von hopwood. r Liuzelkarten im freien Verkauf zum preise von —.90 RM. sind in der Lartenverkaufsstelle, Gießen, Seltersweg 60, und durch die Betriebswarte erhältlich. 35860 Sonderzug nach Hamburg. Wir fahren vom 9. bis 13. Juni 1938 anläßlich der Reichstagung „Kraft durch Freude" einen Son- derzug nach Hamburg. Die Teilnehmergebühr, Fahrpreis einfchl. zwei Rebernachtungen mit Frühstuck beträgt 19.— R2H. . . Den Teilnehmern ist Gelegenheit gegeben, in Ham- bürg zum verbilligten KdA.-Preis eine Dampferfahrt nach Helgoland sowie Hafenrundfahrt, Stadt- rundfahrt, Fletenfahrt usw. zu Unternehmern An- Meldungen nimmt Die Kartenverkaufsstelle Gießen, Seltersweg 60, entgegen. Unsere Soldaten kehren zurück. Am heuttgen Dienstagnachmittag trifft als erster Teil unseres'J.-Regts. 116 die 14. Kompanie im Land- marsch vorn Truppenübungsplatz kommend wieder im Standort Gießen ein. Die weiteren Einheiten des I.-R. 116 und unserer Gießener Artillerie-Abteilung A.-R. 9 werden vom Truppenübungsplatz mit sieben Transportzügen auf Der Bahn anrollsm Diese Züge treffen in unserem Bahnhof wie folgt ein: in der Nacht zum Mittwoch 0.56 Uhr, ferner am morgigen Tage um 7.17 Uhr, 10.10 Uhr, 11.09 Uhr, 11.31 Uhr, 11.54 Uhr und 14.24 Uhr. Nach Dem AuslaDen und Fertigmochen Der Fahrzeuge, wofür ungefähr eine Stunde Zeit benötigt werden, marschieren Die Truppen durch Die bekannten Einmarschstraßen (über den Hindenburgwall, Gartenstraße, Ludwigsplatz, Sicher Straße bzw. Kaiserallee) zu Den Kasernen. NS.-Allherrenbund der deutschen Studenten in Gießen. Das Presseamt Der StuDentenführung Universttät Gießen teilt folgendes mit: Die Führung Des NS.- Altherrenbundes Der deutschen Studenten, Hochschul- ring Gießen, liegt in den Händen von: Prof. Dr. Riehm, Hochschulringführer; Dr. Karl Herrmann, Stellvertreter: Ülmtsleiter Des Hochschul- rings sind: Oderarzt Dr. F-enster, Prof. Dr. Brüggemann, Schriftleiter Hans-Fritz Schuster. Mit den Geschäften des Ortsverbandes Gießen des NS.-Altherrenbundes der deutschen Studenten ist Prof. Dr. Bernhardt beauftragt. Ehrungen für Freikorpskämpfer. S.Upori Vollen sich Lei der Kriminalabteilung, Zimmer 72, melden. Festnahmen. Aus -er engeren Heimat 2. 3. 4. Urach — VfL. Haßloch (6:10). SV. in Als [ijeitnrrftion Wresappell des MTV. (e.B.) Gießen E. ’ I ließ die nur 4:0 gegen die Schweiz! Hokey-Länderkampf in Stuttgart. Auftakt zum dritten Aston-Dilla-Spiel H E Oberalst. Hamburg — MTSA. Leipzig (9:11); VfL. Königsberg — Flak Stettin (7:13); Polizei Berlin — TD. 47 Wetzlar (16:5); MSV. Weißenfels — Bor. Caxlowitz (15:8); VfB. Aachen — Hindenburg Minden (6:8); Poft Hannover — SV. Lin^ort (8:11); Post München — SV. Waldhof (5:10); TV. Wetzlar — Bor. Carlowitz (3:16). VfB. Aachen — Post Hannover (4:8);' Hindenburg Minden — SV. Lintfort (7:3). VfL. Haßloch — Post München (5:11); SD. Urach — SV. Waldhof (3:16). 2 9. Mai: Platzbesitzer einem sicheren Sieg zusteuerten, noch einmal erfolgreich sein. DfB.-Michsbahn-Leichtathletik. g von Freiwil. 39 bei Flieger- Gruppe und Ne- urch Presse und Deutschland gab es am Sonntag in der Adolf- Hitler-Kampfbahn in Stuttgart den achten Hokey- Länderkarnpf zwischen Deutschland und der Schweiz. Ebenso wie die vorhergegangenen Spiele endete auch dieser Länderkampf mit einem eindeutigen deutschen Siege. Mit 4:0 (1:0) wurden die Eidgenossen vor rund 40 000 Zuschauern bezwungen. Sämtliche vier Treffer kamen auf das Konto des Frankfurters Erich Cuntz, der in letzter Minute an Stelle des Hamburgers Langer in die Mannschaft aufgenom« men wurde. Frankreich Degen-Weltmeister. Am Samstag fiel bei den Weltmeisterfchasten im Fechten in Bad Pistyan die Entscheidung im Mannschaftskampf auf Degen. Bei 3 :0 Siegen holten sich Frankreichs Vertreter mit 41 Punkten vor Schweden mit 40 Punkten den Titel. Der Meister des Dor« jahres, -Italien, kam bei gleichfalls 3:0 Siegen, aber nur 38 Punkten, auf den dritten Platz. Handball im Kreis Gießen. Das größte handballsportliche Ereignis im Kreitz, das Spiel TV. Wetzlar gegen MSV. Weißen» f c l s , hot diesmal in zweierlei Hinsicht enttäuscht. Einmal kommt das erneute schlechte Abschneiden des Hcssenmeisters doch überraschend, zum anderen befriedigte die Spielweise der Gäste keineswegs. Man kann, an dieser Leistung gemessen, verstehen, wie es zu dem Sieg der Polizei Berlin gekommen ist. Mit 13:0 (9:0) wurde Wetzlar unverdient hoch geschlagen. Wie stark die Mannschaft des TD. Kesse l st a d t in den Aufstiegspielen zur Gauklasse ist, beweist das Ergebnis des Spieles gegen Tuspo. Butzbach. Die Gäste (Butzbach) wu-rden ebenso wie Lützellinden am letzten Sonntag klar mit 15:5 geschlagen. Das erste Aufstiegspiel der 2. Kreisklasse (Stof» iß mit MM er stattfindenden i fyimaftag ab> lii) bie fyimab 'nben'tfantfiw rftonb für ba$ in die nächste ans, unb $®cn aitntf an yu msere hgeM «erden, ng tonnte noch ict voraussichtlich ttsinden. 1. MTSA. Leipzig — Flak Stettin (8:7) VfL. Königsberg — Ob. Hamburg (5:10). MSV. Weißenfels — Pol. Berlin (6:8); fcl 1) endete mit einem knappen, aber verdienten Sieg der Mannschaft des TV. Wißmar. Lich konnte lediglich in der ersten Halbzeit gefallen (2:2), dann aber merklich nach und konnte, während Dereinsführer Karl Müller eröffnete die ordentliche Mitgliederversammlung mit kameradschaftlichen Grußworten, insbesondere auch an alte Ehrenmitglieder, die ihrer Verbundenheit mit der Entwicklung ihres Vereins erneut persönlichen Ausdruck gegeben hatten. In begeisternden Ausführungen gedachte er der glücklich vollzogenen Heimkehr der alten deutschen Ostmark in das Reich, zu der sich die Versammlung mit freudigem Sieg-Heil auf Großdeutschland und seinen Führer bekannte. Der Geschäftsbericht brachte die erfreuliche Tatsache, daß sich der zahlenmäßige Mitgliederbestand gehalten hat. Zugleich zeichnete sich in großen Linien die Bedeutung des Sport- und Spielplatzes ab, der seit Monaten einer grundlegenden Neu- und Ausgestaltung unterzogen wird, und, rote eine kurze Aufzählung der noch ausstehenden Einzelheiten erkennen ließ, nunmehr seiner Vollendung entgegengeht. Nichtsdestoweniger hat auch in dieser Zwischenzeit die Leistungskraft der Sport- und Spielabteilungen sich auf beachtenswerter Höhe geholten, wenn auch unter Opfern jedes Einzelnen und der Gemeinschaft, die voll anerkannt und nachholend ausgeglichen werden sollen. Rück- und Ausblick der großen Ueberschau des Dereinsführers gewannen lebhaftere Farben durch die F a ch b e r i ch t e seiner Mitarbeiter. Mit dem Ausdruck höchsten Dankes an den Vereinsführer, der nicht zuletzt durch seinen persönlichen Einsatz mit Harke und Schippe auch die Sympathie der vorwärtsdrängenden Jugend genieße, stellte Oberturnwart Font ins die belebende Wirkung eines sportgerechten Platzes heraus. Bei seinem Ueberbl'ck über die Wettkämpfe und sporttichen Veranstaltungen wurden die besonderen Erfolge der Frauen- obteilungen bemerkbar. So erhielt u. n. Erika Röhmig vom Fachamt Leichtathletik des Deutschen RfL. das bronzene Leistungsabzeichen verlie- 6edje*tke*uSto/: unsere 40jährige Pionierarbeit — mit dem alleinigen Ziel, beste Schmiermittel herzustellen — kommt Ihnen zugute! ■e H 3 5 20, -ttich 4 rt- neuf, V.U Äh bi 2n u 18t $ Am 2. Juni führen weitere drei Sonderzüge erneut etwa 3000 Mädel in die genannten Fahrten* gebiete, zu denen noch der Vogelsberg und das Hinterland mit der Eder hinzukommen. Hier sollen vor allem Mädel unserer Großstädte bäuerliches Leben unh Brauchtum kennenlernen. Eine bis ins kleinste vorbereitete Organisation und die ständige Betreuung aller Fahrten-Gebiete durch den Ooergau und die Untergaue werden der ersten Fahrtenzeit eine nicht minder glückliche folgen lassen. k Reiner I Schmierstoff * durch Doppelläsunqsverfahren Um die Schlagfertigkeit der Äettkampfabteilun- gen für die kommenden Wettkämpfe zu heben, veranstaltet der VfB.-Reichsbahn am kommenden Mittwoch auf seinem Waldsportplatz ein internes Abendsportfest. Damit die Kämpfe etwas lebhafter werden, sind verschiedene bekannte Leichtachleten anderer Vereine dazu eingeladen worden, und es wird wohl auch der eine oder andere diese günstige Gelegenheit benutzen wollen, um sich in seiner Spezialirbung einmal zu versuchen. So hofft man, daß Kilo 1900 und Luh VfB.-R., wie so ost, gegeneinander stoßen und werfen. Die Gebrüder Koch von der SA. über 100 und 400 Meter sind zur Zeit in guter Form und sollten gegen Luh und Möll DfB.-R. interessante Rennen laufen. Die Jugend wird, wie gewohnt, mit guten Leistungen aufwarten. Gespannt darf man sein, ob es dem Hochspringer W. Schwarz gelingt, eine feine Leistung zu bieten. Kurt G e m m e r über 1500 Meter dürfte kaum zu schlagen sein. Aber auch die anderen haben viel gelernt und werden versuchen, den älteren den Rang abzulaufen. Bei den Frauen sind zur Zeit sehr gleichw^ ige Kräfte vorhanden. Besonders die 100 Meter mit Ludwig, Diehl, Schmidt und Weber werden ein schönes Rennen geben. Man erwartet einige Turnerinnen aus Heuchelheim als Gegner. Kurze Sportnotizen. Italienische Fechter treffen als Gäste der SA.-Gruppe Hessen am Freitag in Frankfurt am Main ein. Sie werden am gleichen Abend gegen die besten Fechter der SA.-Gruppe Hessen kämpfen und am Samstag, 28. Mai, in der Festhalle eine Florett-Akademie vorführen. Ein internationales Basketball- Turnier wird am kommenden Sonntag, 29. Mai, auf der Rollschuhbahn in Darmstadt ausgetragen. Vorgesehen ist u. a. ein Spiel zwischen einer westdeutschen Mannschaft und einer Vertretung des Elsaß. Deutsche Nachwuchsspieler sollen an den internationalen Tennis-Meisterschaften von Frankreich teilnehmen, die am 2. Juni begingen. In Aussicht genommen wurden Frl. Enger (Berlin), F. Schröter (Dessau) und der Frankfurter K. Dohnal. x ** Straßensperrung. Wegen Durchführung von Straßenbauarbeiten wird die Straße AmNahrungsberg vom 27. Mai ab auf die Dauer von etwa 4 Wochen zwischen Gartenstraße und Altenfeldsweg polizeilich gesperrt. ** Fundgegenstände werden v e r st e i - g e r t. Die Polizeidirektion kündigt heute eine öffentliche Versteigerung von Fundgegenständen am kommenden Freitao an. ** Der Styiklub Gießen führt am Him- melfahrtstoa eine Wanderung zum Hoherodskopf durch den Vogelsberg durch. Außerdem werden die Faltbootfahrer des Klubs eine Wanderfahrt von Marburg nach Gießen unternehmen. Für diese Fahrten findet eine Besprechung am Mittwoch, 25. Mai, auf der Geschäftsstelle statt. Am kommenden Samstag, 28. Mai, treffen sich die Schikomera- den auf der Bergschenke zu einem Abschiedsabend zu Ehren des in seine österreichische Heimat zurückkehrenden zweimaligen Gaumeisters im Abfahrtsund Torlauf Karl B u r g st e i n e r. Neue Schi filme und Buntphotos werden diesen Abend ausschmücken. t,Um S-b, fll, gt-* Hechten. Äff Der. n glichen be. 'M» bi, 9 Ät werden !len und über ,n'f. »teilen die Merkblatt für Luftwaffe wird ön öle Lewer. n. militärische ttgern nur die tbers. ’j« Nment °hr 1939 leh,, 'iffenberg Ende. Einigung „Schis. 23orftanosft^ung rjchönerung des nunmehr dis cht worden ist, imatvereinigungl ^sprechende An. ImgebuM an;u. herzustellen, das der hülle, deren en ist, soll auf uht werden, auf argestellt werden Limes entspricht. >erg" dem Ee- Professor Dr. , 14 und 15 W liturgischen Kfm ftab", polizeiliche- radrgestellnMMtt * p$ti 7/198, N* bekanntem Taler A be eiben Selten Zeisen, dos Ende oarzer Farbe g' minde der Kasten ® Oswaldsgarten ,d aus dem S°M d gestohlen, se strichen, nut acht ÄS- aos jgflrfr * 1 Sportplatzanlagen genehmigungspflichtig. LPD. Der Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung —- weist darauf hin, daß die Baupläne für alle Anlagen und Uebungsstätten, ganz gleich, um welche Art von Anlagen es sich handelt und von welcher Stelle (Gemeinde, SA., HI., RAD., Industrie- und Wirtschaftsunternehmungen) die Planung angeregt ist, vor Inangriffnahme der Arbeiten dem Referat Turnen und *^port der Landesregierung in Darmstadt vorzulegen sind. Köln und Dresden. Austragungsorte der rNeisierschaftsVorschlußrunde. Die Reichssportführung hat am Montag auch die Austragunasorte der beiden Vorschlußrundenspiele um die deutsche Fußballmeisterschaft bestimmt. Fortuna Düsseldorf und Schalke 04 treffen sich in Köln und der Hamburger SD. und Hannover 96 müssen die Reise nach Dresden antreten, wo auf dem Platz des Dresdner SC. gespielt wird. Um die deutscheHandball-Meisierschofl. Unsere Handballer, die im Kampf um die deutsche Meisterschaft stehen, sind schwer beschäftigt. Nach den Spielen des Dorsonntags wurden die nächsten Termine zum 26. Mai (Himmelfahrt) und 29. Mai angesetzt, so daß jede Mannschaft im Zeitraum von acht Tagen drei Kämpfe bestreiten muß. Mit den Spielen am 29. Mai geht auch die erste Runde, eingeteilt in Vor- und Rückrunde, zu Ende. Am kommenden Sonntag sollen die vier Gruppensieger feststehen. Gibt es Ueberaschungen, dann ist eben noch ein Entscheidungsspiel fällig. Der Spielplan der beiden nächsten Kampftage lautet: 2 6. M a'i: hen und rangiert damit in der Bestenliste Deutschlands, und Margret Seim hilft neben persönlichem Einsatz auch organisatorisch mit zu den Erfolgen ihrer Kameradinnen. Auch die Liste für das Deutsche Turn- und Sportfest zu Breslau rundet sich allmählich aussichtsreich ab. Heini Becker, der Or- aanisator des 6. Hallen-Handballturniers zu Gießen, gab einen erfreulichen Bericht über die Ausgestaltung des Handballbetriebs und die Neuaufnahme des Baskettballspieles. lieber die Kossenlage berichtete Georg Dreher. Er gab Richtlinien für die Ausgabenlenkung, freute sich der allgemein geübten Sparsamkeit bei achtunggebietenden Leistungen, auch in der Spielplatzstage. Die Vermögenslage erwies sich als gut, und der Voranschlag, mit Vorsicht und bewußter Doranstellung der sportlichen Aufgaben aufgestellt, wurde ein« stimmig gutgeheißen. So war es nach reger Aussprache der Versammlung keine bloße Formsache, daß die satzungsgemäße Entlastung des Dereinsführers und seiner Mitarbeiter, auf Änttag der bewährten Kassenprüfer Leis- I e r und Obermann, einstimmig und mit Beifall zum Ausdruck gebracht wurde und sich zugleich als Auftakt zur anstehenden Wahl des Dereinsführers fortentwickelte. Denn als Karl Müller noch Erledigung der Wahlformalitäten den Versammlungsraum wieder betrat, wurde er mit begeisterten Zurufen empfangen , als neubestätigter Vereinsführer und ihm damit zugleich der Dank ausgesprochen für fein mannhaftes Eintreten bei der Lösung der vielseitigen Aufgaben, die ihm an seinem Teil für die Leibesertüchtigung seines Volkes aufgetragen sind. Junge Mitarbeiter stellten fid) ihm alsbald für freigewordene Arbeitsplätze zur Verfügung, und nachdem unter „Verschiedenes" allerlei Kleinigkeiten erledigt waren, klang die Versammlung nach dem üblichen Abschluß mit einem kameradschaftlich-frohen Zusammensein aus. Landkreis Gietzen. £ Wi eseck; 24. Mai. Ludwig Erb und seine Ehefrau Louise, geb. Hildebrand, Rabenauer Straße, feiern am 25. Mai dos Fest der silbernen Hochzeit. Unseren herzlichen Glückwunsch. KAlten-Buseck,23. Mai. Die hiesige Evangelische Frauenhilfe hielt eine Tgaung ab, zu der die Vereine der Orte Steinbach, Annerod, Rödgen, Wieseck, Saasen und Lindenstruth, die . zu dem engeren Bezirk gehören, eingeladen waren. Etwa 400 Frauen hatten sich eingefunden. Nach dem Gottesdienst fand eine Kaffeepause statt, bei der die Tagungsteilnehmer Gäste der hiesigen Dereinsmit- glieder waren. Am Nachmittag fand eine Nachoer- jammlung statt. Pfarrer Sonnig (Rödgen) be- grüßte in Vertretung des erkrankten Ortspfarrers Naumann die Versammlung. Der Geschäftsführer des Vereins, Pfarrer Wahl, verlas den Rechenschaftsbericht. Anschließend hielt Frau K r e u t e r (Gießen) einen Vortrag über die Stellung der Mutter zum Kinde. △ Lollar, 23. Mai. In diesen Tagen vollendete der Inhaber der hiesigen Bahnhofswirtschaft Eduard Cordes sein fünfundsiebzig st es Lebensjahr, und er konnte einige Tage vorher mit feiner Ehestau das Fest der goldenen Hochzeit begehen. Außerdem war es dem allseits verehrten Manne vergönnt, etliche Tage vor seinem Ehejubiläum auf eine fünfzigjährige Tätigkeit als Bahnhofswirt zurückzublicken. Von diesen fünfzig Jahren hat er allein 49 Jahre die Bahnhofswirtschaft des Bahnhofs Lollar betrieben. In dieser Zeit hat es der mehrfache Jubilar mit feinem vortrefflichen Charakter verstanden, sich bei allen, die ihn kennen lernten, die größte Achtung und Zuneigung zu erwerben. Seinem Heimatblatt, dem „Gießener Anzeiger", hat er feit feiner Ortsansäjsig- keit die Treue gehalten. Unsere herzlichsten Glückwünsche zu seinen Ehrentagen. /y Daubringen, 24. Mai. Morgen feiern die Eheleute Karl W e i m e r I. und Frau Elisabeth, geb. Latsch, dos Fest der silbernen Hochzeit. Die Jubilare sind treue Leser des Gießener Anzeigers. Wir gratulieren! — Am Samstag veranstaltete der HandharmonikaklubLollar unter Leitung von Musiklehrer Hans N u r t s ch (Marburg) im Saalbau der Wirtschaft ,Lum Ludwig" ein Konzert. Eine reichhaltige Auswahl von Liedern und Musikstücken brachte gute Unterhaltung. h. Treis a. d. L d a., 23. Mai. Don schönem Sonntagswetter begünstigt, machte am gestrigen Sonntag die hiesige Evangelisch-kirchliche Frauen Hilfe unter Führung des Ortspfarrers Schmidt ihren diesjährigen Sommerausflug. Mit zwei Omnibussen fuhr man frühmorgens über Ufingen, Idstein i. T. nach Bad Schmalbach. Nachdem die dortigen Kuranlagen durchwandert waren, wurde die Fahrt über Lorch nach Aßmannshausen fortgesetzt und von da nach einer Mittagspause Rük^sheim erreicht. Hier besuchten die einen das Niederwalddenkmal, die anderen machten eine Rheinfahrt nach Bingen. Dann ging die Fahrt weiter nach Wiesbaden zu allerlei Besichtigungen. Von hier aus wurde gegen Abend die Heimreise an» getreten. D Watzenborn-Steinberg, 24. Mai. Morgen, Mittwoch, begehen die Eheleute Spar- kassenrechner Ludwig Schmitt V. und Frau Sophie, geb. Kolmer, das Fest der Silbernen 5) o ch z e i t. 3 Leihgestern, 23. Mai. Das von der hie- fiaen Kriegerkameradschaft durchgeführte offene Leistungsschießen mit Bewertung sand am gestrigen Sonntag seinen Abschluß. Obwohl das Wetter nicht an allen Tagen für das Schießen gün» füg war, wurden gute Ergebnisse erzielt. Erster Sieger wurde mit 36 Ringen Eugen Velten, 2. Otto Arnold III., 3. Walter Waydelin, Neuhof, 4. Wilhelm Diehl, mtt ebenfalls je 36 Ringen; 5. Karl Dem II., 6. Albert Schmandt, 7. Wilhelm Jacobi, 8. Rektor Siegfried, 9. Walter Winter, 10. Wilhelm Schmitt, 11. Lehrer Reinheimer (Großen-Linden), 12. Wilh. Volk, 13. Otto Schäfer III., 14. Karl Staudach, mit je 35 Ringen; 15. Otto Schäfer I, 16. Heinrich Liebermann, 17. Walter Georg Jung, 18. Karl Winter II., 19. Heinrich Stoll (Großen- Linden) und 20. Richard Laux mit je 34 Ringen. Eine weitere Anzahl Schützen erreichte ebenfalls Wegen verschiedener Betrügereien wurde der 60- jährige Wilhelm Loock aus Welper und wegen Sitttichkeitsverbrechens ein 54 Jahre alter Mann aus Gießen festgenommen. , Beide wurden dem Amtsgericht zugefuhrt und in Untersuchungshaft genommen. Sieben Tage zwischen Neckar und Westerwald. NSG. Im Laufe des Freitag brachten zwei Sonderzüae die ersten 1000 Teilnehmerinnen der Heffen-Nassau-Fahrt des BDM. wieder in ihre Heimatstädte zurück. In 90 Fahrtengruppen hatten sie während der vergangenen Woche, die ihnen herr- üchstes Maiwetter bescherte, unseren Gau durch- wandert: die Bergstraße und das Neckartal, Oden- wald und Spessart, Taunus und Westerwald, Lahntal und Rheingau. Und alle, die einmal ihre Stadt mit dem weiten Land und ihren Wald mit dem Strom, ihr Einzelleben mit dem Erlebnis der Gemeinschaft eines großen Gaues vertauscht haben, sind glücklich und froh darüber geworden. Sie haben in den gastlich bereitgehaltenen Privatquartieren, wie in der Jugendherberge herzliches Entgegenkommen und selbstverständliche Kameradschaft erfahren. Sie haben in Stadt und Dors gesungen und getanzt, haben die Stätten alter Geschichte und neuen Schaffens besucht. Erholt und reich an Hohem Erleben kehren sie wieder in die Schule, ober in den Beruf zurück. 34 Ringe. Die starke Beteiligung li&t erkennen, daß der Schießsport hier eine gute Pflegestätte hat. Wenn das Schießen dazu beigetragen hat, ihm neue Freunde zuzufuhren, so ist der, Zweck der Veranstaltung erreicht worden. /<£ Leihgestern, 24. Mai. Ihre Silberne Hochzeit können am morgigen Mittwoch, 25. Mai, der Landryirt Wilhelm Martini und seine Ehe- frau Marie, geb. Dem, Rathausstraße dahier wohnhaft, und der Reichsbahn-Oberschaffner Georg Jung und seine Ehefrau Margarethe, 'geb. Pitz, Bahnhofstraße dahier wohnhaft, begehen. Unseren Glückwunsch. (D 0 rünberg, 21. Mai. Heute nacht ereignete sich auf der Hauptstraße nach Gießen im Stadtwald ein Kraftwagenunfall. Der Fahrer einer Wäschereinigungsanstalt aus Bad-Nauheim kam infolge der schlüpfrigen Straße mit seinem Dreiradlieserwagtzn ins Rutschen und stieß in voller Wucht gegen einen Baum. Der Anprall roqr so stark, daß das Vorderrad abbrach, Motor und Karossierie stark beschädigt wurden. Der Fahrer erlitt einen Nasenbeinbruch, Brustquetschuna und verschiedene Hautabschürfungen und mußte sich in ärzttiche Behandlung begeben. Das zertrümmerte Fahrzeug wurde nach ©rünberg abgeschleppt. cv) Langsdorf, 23. Mai. Die Errichtung unseres Schwimmbades ist im Gange. Es soll im sog. Gemeindesee erbaut werden, am Rande unseres Waldes zwischen Langsdorf und Lich. Die Ausschachtungsarbeitev haben begonnen. Die Lage des neuen Schwimmbades hat nur den einen Nachteil, daß es ziemlich weit vom Dorfe entfernt ist. Kreis Alsfeld. A Alsfeld, 19. Mai. Unter dem Vorsitz von Bürgermeister Dr. V ö l s i n g trat der Gesamtvorstand des Verkehrs- und Verschöne- rungsoereins mit den Ausschüssen zu seiner ersten diesjährigen Tagung zwecks Aufstellüng des Arbeitsprogramms für das Jahr 1938 zusammen. Der Vorsitzende dankte dem seitherigen Geschäftsführer des Vereins, Gewerbelehrer Rohrbach, für fe ne langjährige, verdienstvolle Tätigkeit im Jnteresie der Stadt Alsfeld. Mit Zustimmung des Gesamtvorstandes wurde der städtische Angestellte K r'a u \ e mit der Geschäftsführung des Vereins beauftragt. Unter den in Angriff zu nehmenden Aufgaben, die im Einvernehmen mit der Stadtverwaltung zur Ausführung kommen sollen, steht in erster Linie die Erweiterung der Anlagen ,Ln den Erlen". Der Fensterblumenschmuck soll in diesem Jahre noch mehr betrieben werden. Auch Maßnahmen zur Altstadt- fanterung sollen, wie Bürgermeister Dr. Völ- sing mitteilte, im Sinne der Verschönerung des StÄtbildes in diesem Jahr vorgenommen werden. Die malerische Hofftadt sott kanalisiert und im Zusammenhang damit von den störenden Aufbauten befreit werden. Zur Verschönerung der Neurath- gasse wird eine dort befindliche ehemalige Scheune niedergelegt und der Platz gärtnerisch gestattet. Auch der ehemalige Kasinogarten soll durch Entfernung der störenden eisernen Einfriedigung umgestattet und an die Straße gerückt werden. Der Vorsitzende nahm dann Stellung zu den Gerüchten über eine angeblich geplante vier Kilometer lange U m - g e'h u n g s str a ß e auf der Nordseite der Stadt und konnte dazu mitteilen, daß irgendwelche bestimmte Pläne für dieses Projekt nicht vorliegen. Die Stadtverwaltung werde sich mit allen Mitteln gegen dieses Projekt wehren, da hierdurch eine Entvölkerung der Stadt Alsfeld hinsichtlich des Autoverkehrs eintreten würde, die eine schwere wirtschaftliche Schädigung zur Folge hätte. Hinsichtlich der zu treffenden Werbemaßnahmen für das Jahr 1938 soll neben den üblichen Anzeigen noch eine solche in Postkartenform durchgeführt werden durch Auflage von -50000 Ansichtspostkarten von Alsfeld in verschiedenen Auflageorten durch die Reichspostreklame. Der hierfür erforderliche Betrag von 22-5 RM. wurde von dem Vorstandsmitglied, Fabrikant Hans Jakob Bücking, gestiftet, wofür ihm der Vorsitzende herzlich dankte. Infolge des zunehmenden Verkehrs macht sich ein Mangel an Uebernachtungsräumen bemerkbar, der durch die vorhandenen Hotels und Gaststätten nicht voll befriedigt werden kann. Der örtliche Führer des Gaststättengewerbes, Hermann Schmoll, wird Abhilfe erstreben. Wirtschaft. Mein-Mainische Börse. INittagsbörse: Aktien weiter schwächer. Frankfurt a. M., 23. Mai. Die Haltung an den Aktienmärkten gestaltete sich auch zum Wochenbeginn schwächer, da gegenüber den sich fort- setzenden Abgaben aus Auswandererkreisen die Aufnahmeneigung weiterhin schwach war. Nur vereinzelt erfolgten später auf dem ermäßigten Stand kleine Rückkäufe, eine Erholung trat aber kaum ein. Ach den meisten Marktgebieten stellten sich erneut durchschnittliche Rückgänge von 1 bis 1,50 v. H. ein. Stärker gedrückt waren Deutsche Erdöl mit 136 (138,50) und Conti-Gummi mit 201 (203). Am Montanmarkt Tagen Hoesch 1,25 v. Sy, Äse Genuß 1,65 v. Sy, Klöckner 1,25 v. Sy, Mannesmann 0,65 v. H., Laura- Hütte 1 v. H. und Verein. Stahl 1 v. Sy niedriger, letztere erholten sich wieder auf 107 nach 106. Elektropapiere gingen bis etwa 1 v. Sy, AEG. jedoch 1,25 v. H. zurück. Von Chemieaktien verloren Rütgerswerke 1,50 v. H., Scheideanstalt 1 v. H., hingegen waren IG. Farben 0,50 v. H. erholt aus 157. Auto- und Maschinenwerte schwankten bis zu 1 v. Sy, wobei BMW. und Demag je 1 v. Sy erholt waren. Behauptet lagen Reichsbank mit 191 und Westdeutsche Kaufhof mit 106,50 sowie Moenus- Maschinen ntit 135,25. Der Rentenmarkt blieb von der Aktienschwäche weiterhin unberührt, das Geschäft war allerdings auch nur klein. Reichsanleihe-Altbesitz knapp gehalten mit 133,25 (133,40), andererseits Reichsbahn-DA. 0,25 d. Sy höher mit 126. Kornrnu- nal-Umschuldung stellten sich zunächst auf 96,10. Der Pfandbriefmarkt war wenig verändert, Liquidationswerte bröckelten z. T. bis 0,25 v. Sy ab. Stadtanleihen notierten zumeist unverändert, Jn- dustrre-Obligationen gaben eher etwas nach. Staatspapiere lagen unverändert. Reichsbahn-VA. 125,90 nach 126. In der zweiten Börsenstunde traten auf Teilgebieten leichte Erholungen ein, da aus Bankkreisen Meinungskäufe vorgenommcn wurden. Sie waren aber von nur kleinen Umsätzen begleitet und führten auch nur zu Besserungen um Prozentbruchteile, weil im übrigen die Zurückhaltung fortbestand. Besser erholt waren Deutsche Erdöl mit 137,75 nach 136, 0,25 bis 0,50 v. Sy höher lagen Mannesmann, Daimler und Moenus. Von erst später notierten Werten ermäßigten sich Feldmühle-Papier auf 133 (135), Zement Heidelberg auf 155,50 (157) und Eßlinger Maschinen auf 115 (116,25). Auch der Einheitsmarkt war noch vorwiegend schwach. Im Freiverkehr war das Geschäft gering und demzufolge die Kurse fast unverändert. Man nannte u. a. Dingler mit 95,50, Elsäss. Bad. Wolle mit 87, Verein. Fränk. Schuh mit 83,50 und Ufa mit 70. — Tagesgeld ermäßigte sich auf 2,25 (2,50) v. Sy _______________________________ Abendbörse leichte Erholungen. Bei kleinen Umsätzen zeigte die Abendbörse im Anschluß an den Mittagsschlußverkehr eine weitere Beruhigung und auf kleine Rückkäufe vornehmlich von Bankseite und des Berufshandels mäßige Erholungen, womit aber der Berliner Schlußstand nicht immer erreicht und nur teilweise leicht überschritten wurde. Ueber den durchschnittlichen Rahmen von 0,25 bis 0,50 v. Sy hinaus erhöht waren Adlerwerke Kleyer mit 118,25 (117), Buderus mit 118,25 (117,25), Deutsche Linoleum mit 172 (171) und Reichsbank mit 191,75 (191). Im einzelnen besserten sich u. a. IG. Farben um 0,40 v.H. auf 157,40, Bemberg um 0,50 v. Sy auf 145,50, Jung- Hans um 0,50 v. Sy auf 118,25, Lahmeyer um 0,50 d. Sy auf 130,25, Hoesch um 0,50 v. Sy auf 111,50, während Rheinmetall mit 143,75, Verein. Stahl mit 107, Licht und Kraft mit 140,50 und AG. für Verkehr mit 135 je 0,25 v. Sy und von Bankaktien Berliner Handelsgesellschaft nach Pause mit 125 um 1 d. H. abbröckelten. Von Jndustriewerten des Einheitsmarktes erholten sich Seil Wolff auf 114 (113). Renten lagen sehr ruhig, 6 v. H. IG. Farben wurden zum Mittagskurs von 129,80 gefragt. Kommu- nal-Umschuldung nannte man mit 96,13. Die Oberhessische Viehoersicherungsanftalt Gidßen hielt am Sonntagnachmittag bei Faulstich ihre diesjährige Hauptversammlung ab. Der Direktor, Dr. med. vet. van Bentheim (Gießen), gedachte zunächst der verstorbenen Vertreter Freund s e n. (Alten-Buseck) und Greif (Alsfeld). Gleichzeitig gab er bekannt, daß Bezirksbauernführer Bürgermeister Wilhelm Metzger (Röthges) mit Rücksicht auf seine Gesundheit und wegen Ueberbürdung im Amte den Vorsitz des Aufsichtsrates niedergelegt hat. Der Direktor sprach ihm den Dank der Mitglieder für die der Anstalt geleisteten Dienste aus. Aus dem von Direktor Dr. v an Bentheim erstatteten Jahresbericht für 1937 ging u. a. hervor, daß der Geschäftsbetrieb eine weitere Ausdehnung erfahren hat. 234 Diehbesitzer sind in diesem Jahre eingetreten. Das Versicherungskapital betrug 4 008 500 Mark gegen 3 562 575 Mark im Vorjahr. An Beiträgen gingen einschl. 10 231,36 Mark aus dem Nichtmitglieoergeschäft 185 315,46 Mark ein. An Mitglieder wurde eine Rückvergütung in Höhe von 6545,20 Mark — 3,9 v. Sy der Prämien bezahlt. Versichert waren von Mitgliedern 4551 Pferde, 916 Stück Rindvieh und 106 Leibesfrüchte, von Nichtmitgliedern eine Reihe kurzfristiger Vor- $tanffurfer Getreidebörse. Frankfurt a. M., 23. Mai. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in NM.: Weizen W 13 210, W 16 213, W 19 217, W 20 219, Roggen R 12 190, R 15 193, R 18 197, R 19 199 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisqebiete. Futtergerste —, Futterhafer —. Weizenmehl Type 812 W 13 29,50, W 16 29,60, W 19 29,60, W 20 29,95, Roggenmehl Type 1150 R12 22,45, R15 22,80, R18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 RM. Fracht-Ausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W13 10,75, W16 10,90, W 19 11,10, W 20 11,20, Roggenkleie R 12 9,95, R15 10,15, R18 10,40, R19 10,50 Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Soyaschrot —, Palmkuchen —, Erdnußkuchen —, Treber 14,00 Höchstpreis ab Erzeugerstation. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 24. Mai. (Dorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 887 Rinder (215 Ochsen, 168 Bullen, 377 Kühe, 127 Färsen), 1125 Kälber, 57 Schafe und Hämmel, und zirka 1000 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 30 bis 45 Mark, Bullen 34 bis 43, Kühe 18 bis 43, Färsen (Kalbinnen) 28 bis 44, Kälber 35 bis 65, Hämmel 35 bis 50, Schafe 35 bis 42, Schweine 49,50 bis 56,50 Mark. — Marktverkauf: Rinder, Kälber und Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafe mittelmäßig. sichtsmaßnahmen. Entschädigt wurden an Mitglieder 267 Pferde, 34 Stück Rinder und 17 Leibesfrüchte mit einem Gesamtbeträge von 145134 Mark. An Nichtmitalieder wurden 3538,34 .Mark Entschädigungen bezahlt. Der Erlös aus verwertetem Vieh betrug aus der Mitglieder-Versicherung 22 897,38 Mark, aus der Nichtmitglieder-Dersicherung 322,34 Mark. Der Direktor schloß seinen Bericht mit dem Hinweis auf die wertvolle gemeinschaftliche Hilfe und stellte dann in seiner Vorschau auf das neue Geschäftsjahr fest, daß das Geschäft an kurzfristigen Versicherungen, namentlich auch den Kreisen der Nichtmitglieder, einen guten Anfang genommen habe. Der vom Reichsaufsichtsamt mit der Prüfung beauftragte Bücherrevisor Jäger (Gießen) erstattete den Rechnungsbericht. Danach schließt die Bilanz in Aktiven und Passiven mit 83 652,52 Mark ab. Die Gewinn- und Verlustrechnung schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 221940,92 Mark. Dem Vorstand wurde anschließend einstimmig Entlastung erteilt. Der Direktor dankte allen seinen Mitarbeitern und Mithelfern, besonders dem stell- verttetenden Direktor Hoffmann V. (Lollar) und Bücherrevisor Jäger für die der Anstalt geleisteten Dienste. Die turnusmäßig ausscheidenden Mitglieder be5 Aufsichtsrates Kalbfleisch (Gleimenhain), Herrn. Jhring (Lich) und Schmidt (Wachenbuchen) wurden wiedergewählt. Für Bezirksbauernführer Metzger (Röthges) trat Bürgermeister Stroh (Brauerschwend) neu in den Aufsichtsrat. Zum Schluß wies Direktor Dr. van Bent, heim noch auf die Bedeutung der gemeinnützigen Arbeit der Anstalt zum Wohle der Bauern hm, die sich in der Anstalt bewährt und ihr gryßes Vertrauen eingebracht hat. 4 Bootshäuser und 70 Paddelboote durch Feuer zerstört. Lpd. Frankfurt a. ®t., 23. Mai. Am Montag gegen 6.30 Uhr entstand in den Bootshäusern des Rudersportoereins Teutonia an der Uferstraße zwischen Sachsensachsen und Oberrad ein Groß feuer. In kurzer Zeit waren die drei Paddelhäuser in einer Gesamtausdehnung von 500 Quadratmeter niedergebrannt; auch das Wirtschaftsgebäude wurde zum größten Teil zerstört. Den Flammen fielen 70 Paddelboote zum Opfer. Der Schaden wird auf 20 000 Mark geschätzt. Als Entstehungsursache vermutet man Funkenslug aus einem über die Brücke fahrenden Zug. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) 3t. 200. Nach dem Gesetz über den Ausbau der Rentenversicherung vom 21. 12. 1937 müssen zur Aufrechterhaltung der Anwartschaft in der Sudo* lidenversicherung für jedes Kalenderjahr mindestens 26 Wochenbeiträge entrichtet werden; sonst erlischt die Anwartschaft aus den für die Zeit bis zum Beginn des laufenden Kalenderjahres entrichteten Beiträgen. Diese Bestimmung, gilt ab 1.1. 1938. ( Rundfunkprogramm Mittwoch, 25. Mai. 5 Uhr: Frühmusik. 5.45: Ruf ins Land. 6: Morgenlied, Morgenspruch, Gymnastik. 6.30: Frühkon- zert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Bäderkonzert. 9.30: Nur Frankfurt: Gaunachrichten. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 10: Schulfunk. 11.40: Volk und Wirtschaft. Vom Kakao zur Schokolade. 12: Werkskonzert. ,13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Garnierte Platte. 15: Bilderbuch der Woche. 15.15: Pimpfe wie sie keiner kennt. 16: Nachmittagskonzert. 18: Zeitgeschehen. 18.30: Der fröhliche Lautsprecher. 18.45: Fliegendes Deutschland. . 19: Nachrichten. 19.10: Unser singendes, klingendes Frankfurt. 21.15: Klang der Landschaft: „Alt-Frankfurt". Von Dr. Alfons Paquet. 22: Nachrichten. 22.15: Von Bres^ lau: Zum Deutschen Turn- und Sportfest. 22.30*: Klingendes Band aus dem Alpenland. 24 bis 3: Nachtmusik. Hauptversammlung der OberhesMen Biehversicherungsanstalt. SWhFÜLUMBE der teru i.MiS1 ^a5Bes°Dj$ä ..<<<< KAFFEE- r«Ar»An*XcTpnri Landscbaflsbuntl Volkslum und Beiinal MlahMeriiiig ...» 8.27 Sonntagskarte nach Friedelhausen. Wanderung nach Sichertshausen, Heidekönigsgrab, Staufenberg Dort: Darbietungen des Volkstanzlreises Bohnenstangen Erhsenreiser sämtliche Sorten Kunstdünger billigst 325oD LMslei Steinstr. 73, Ruf 3581 Verkäufe | BMW.- Wagen zu verkauf. 02449 Hammstraße 2 Anzusehen von 17—20 Uhr. SPS Drehstrommotor 220/380 Volt, neu, bitt. z. vk., dgl. ein 2 PS. Carl Schunck, Balmbontr. 64. Neue Mita rn.Iarein.weißen Gänsehalbdaun., 2 Oberbett, mit 4 Kissen, geg. bar für Rm. 130— verkauft Ferber, Babnbosstr. 47, 1. Stock. Q2454 Nachlässe etmsw 20 v. s. erhalten Sie bei wiederholten Auf, nahmen einer Am eis» Kaufgesuche Gut erhaltenes VMelMl 1 od. 2 zu kaufen ges.Schr. Ang.u. 02447 a.d. G.A. Zirka 103entner FflMarlolieln zu kaufen gesucht. Schriftliche Angebote mit Preis unter 02455 an den Gieß. Anz. Für Wanderer und Naturfreunde' Nur die beste Drucksache neben der Zeitungsanzeige kann Ihre Werbung wirksam unterstützen. Geringwertige Drucksachen schaden mehr als sie nQtxen. 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