M.70 Erstes Blatt |88. Jahrgang Donnerstag, 2^. Mürz 19Z8 Erscheint täglich, nutzer Sonntag» und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • DieScholle Monats-Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte e 1.80 Zustellgebühr . . „ —.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Stehen Postscheckkonto: Sranffurt am Main 11688 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche Univerfitätsdruckerei «.Lange in Sieben. Lchristieitung vnd SeschSftrftelle: Lchulftratz« 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer vis8'/.UHrdes Vormittags Grundpreise für 1 mm hohe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von 70 mm Breits 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh. Dereinbg. 25°/» mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Die Bewegung tritt zum Wahlkampf an. Der Generalappell im ganzen Reich. — Einsatz bis zum letzten für Führer und Volk. Berlin, 23. März. (DNB.) Weißes Scheinwerferlicht flutet auf die graue Riefenfront der Deutfch- landhalle in Berlin. Hoch oben wehen die Hakenkreuzbanner im Abendlicht. Der weite Platz vor der Halle ist erfüllt von anrückenden Kolonnen. Lautsprecher lassen ihre Weisen über den von hellem Licht erfüllten Platz schallen. Weiße Kreidestriche und Richtungspfeile zeigen die Sammelplätze an. Drinnen im riesigen Oval schallt Musik, und tausendfach erfüllt das gedämpfte Stimmengewirr die Halle. Da sitzt in der ersten Reihe die Oberste SA.-Führung, dahinter Tausende von Männern der Sturmabteilungen. Auf den sich weit dahinziehenden Rängen das Schwarze Kor pF, daneben die hellen Blusen der P o l i t i s ch e n L e i - ter, die graugrünen Mäntel des NSKK., Blaugrau die F l i e g e r, und unter der in Tannengrün golden eingelassenen Rieseninschrift „Ein Volk,' ein Reich, ein Führer", füllen sich die Reihen mit den Spendet für Oesterreich! Berlin, 23. Marz. (DNB.) Alle deutschen Bolksgenofsen sind aufgerufen, mitzuhelfen an der Linderung der Rot im Lande Oesterreich. Geldspenden sind zu zahlen auf das Konto „Oe st erreich" bei allen Dienst- stellen des Wh 7V. ober bei allen in der Reichsgruppe Banken zusammengeschlossenen Kredit- i n st i t u t e n (Banken, Girozentrale, Sparkassen, Gir-pkassen, gewerbliche und landwirtschaftliche Kreditgenossenschaften) und bei allen Postämtern. erdbraunen Mänteln des Arbeitsdienstes. Darunter, flankiert von den goldenen Hoheitsadlern der NSDAP., nehmen die Ehrengäste Platz. Die roten Mützenüberzüge der hohen SA.-Führer leuchten um die Wette mit den breiten roten Streifen der Generalstäbler. Sparsam ist der Riesenramn geschmückt. Die Stirnseite beherrscht ein großer Baldachin über dem Rednerpult, über dem stolz ein großer goldener Adler die Schwingen breitet. Uniformen! Uniformen! Man sieht niemanden in Zivil; alles nur Männer. Sie vertketen die ungeheure Kampfkraft des neuen Deutschlands, mobilisiert zu einem jener gewaltigen Sturmangriffe, wie sie immer wieder von der braunen Armee Adolf Hitlers vorgetragen wurde. Ruhige Kraft, gelassener Stolz beherrscht alle. 20 000 SA.-Männer, 8000 Politische Leiter, 8000 NSKK.-Männer, 2000 Mann ff und 500 Flieger sind versammelt und mit ihnen vordem Haus und im ganzen Reich draußen Hundert- tausende von Kameraden, die der gleiche Kampfgeist erfüllt. — „Achtung! Kommandostelle Deutschlandhalle!" — Ein Kommando geht durch alle deutschen Gaue. Die Spielleute und der Musikzug der Standarte 2 (Kütemeyer) setzen ein. Dr. Goebbels ist angekommen. Die Korpsführer Hühnlein und Christiansen und ff-Gruppenführer Schmitt, Chef des Personalamtes der Reichsführung ff — er vertritt den Reichsführer ff — gehen dem Reichspropagandaleiter entgegen. Dann trifft Stabschef Lutze ein. An seiner Seite schreitet Dr. Goebbels mit den übrigen Führern der Kampfgliederungen der NSDAP, die Front ab. Dann treten sie ein. „Augen rechts!" hallt das Kommando drinnen. „Durch Groß-Berlin marschieren wir — für Adolf Hitler kämpfen wir." Zehntausende singen es hier, Millionen draußen im ganzen Deutschen Reich singen mit. Durch den Mittelgang auf dem breiten roten Teppich kommt der 'Reichspropagandaleiter mit den Formationsführern. An den Fahnen, die mit blitzenden Spitzen erhoben sind, vorbei treten sie zu ihren Plätzen. Stabschef Lutze spricht. Der stellvertretende Gauleiter des Gaues Berlin der NSDAP., Görlitz er, eröffnet den Generalappell. Dann steht als erster oben Stabschef Lu tz e. Bor uns liegen Tage verstärkten Einsatzes, so sagt er, höchster Hingabe und letzter Pflichterfüllung. Es gilt, die Herzen des großdeutschen Volkes zu mobilisieren. Es gilt den Einsatz für die nationalsozialistische Idee. Es gilt, einer Welt zu zeigen, daß dort, wo deutsche Herzen schlagen, dort, wo deutsches Blut in den Adern deutscher Menschen pulst, ein einziges Bekenntnis zu Deutschland und seinem Führer ist. Großdeutschland ist Wirklichkeit geworden. Die Sturmfahnen der Bewegung flattern heute auch in Deutsch-Oesterreich. Und die Welt darf überzeugt sein davon: wo die Fahnen und Standarten der Sturmabteilungen des Führers einmal gefetzt sind, wird sie keine Macht der Welt mehr entfernen! Die nationalsozialistische Weltanschauung ist nicht die Idee einiger Weniger, sondern das Bekenntnis eines ganzen Volkes. Es ist an uns, die Herzen auch der letzten Volksgenossen in Stadt und Land, in allen Gauen unseres großdeutschen Vaterlandes auf die Stunde vorzubereiten, für die der Führer sein Volk gerufen hat. Ich erwarte, daß jeder einzelne von euch sich bis zum Letzten einsetzt.und seine Pflicht tut, getreu der in Kampf und Not gewordenen Tradition der nationalsozialistischen Sturmabteilungen. Wenn dann am 10. April 1938 die Welt das Treuebekenntnis des deutschen Volkes zu seinem Führer vernommen haben wird, wird euch das der schönste Lohn für euren Einsatz sein. Korpsführer Hühnlein fordert dann die NSKK.-Männer auf, das Lied ihrer Motoren mit ehernem Rhythmus durch Stadt und Land bis hinein ins entlegenste Dorf erklingen zu lassen. „All unsere Zeit, all unsere Kraft gehört bis zum 10. April allein dem einen Ziel! Und wenn der Tag der Entscheidung naht, dann gilt es, mit dem letzten Kraftfahrzeug den letzten Wähler in Stadt und Land an die Wahlurne heranzuziehen. Allen Kranken, Siechen und von der Last der Jahre Gebeugten zeigt euch dabei mit fürsorglicher Umsicht als Helfer und Freund. Dies ist die besondere Aufgabe für euch Männer der motorisierten Gliederung der politischen Armee im Rahmen des großen Ganzen. Erfaßt sie in der ganzen Erhabenheit ihrer Bedeutung mit kampfesfroher Verantwortung, und erfüllt sie mit leidenschaftlicher Hingabe!" Der Korpsführer des NS.-Fliegerkorps, C h r i - st i a n f e n , gibt nun den Männern der jüngsten Parteigliederung die Befehle für den beginnenden Kampf. Dann bringt aus den Lautsprechern die Stimme des Reichsführers Himmler von der Donau herüber. Er spricht aus Wien und rief jj und Polizei dazu auf, den ganzen Ehrgeiz daranzufetzen, daß sowohl die großen Kundgebungen wie auch die des Führers und seiner Mitkämpfer ein Muster friedsamer Ordnung und reibungsloser Harmonie abgeben. „So geht nun, ihr Männer der jfr und der Polizei", schloß Himmler, „in allen Städten und Dörfern des weiten deutschen Vaterlandes an die herrliche Aufgabe heran, die euch gestellt ist, tragt dazu bei, daß das deutsche Volk in einer noch nie dagewesenen Einigkeit im Bekenntnis zu Deutschland und seinem Führer am 10. April einen kleinen Teil des tiefen Dankes abträgt, den wir alle unserem Führer schuldig sind." So hat jede Formation ihren Befehlshaber gehört. Dann donnert wie ein Wetter der Sturm auf, welcher Dr. Goebbels gilt. Die Welt will die Wahl // und sie soll die Wahl haben! Reichspropagandaleiier Or. Goebbels spricht in der Oeutschlandhalle. In seiner Rede führte Reichsminister Dr. Goebbels aus: Eine geschichtliche Stunde vereint Millionen Männer als wahre Kämpfer des Führers und feiner uns alle bewegenden Idee nach dem Abschluß eines historischen Werkes, das feit vielen Generationen und vielen Jahrhunderten der Traum und die Sehnsucht aller Deutschen und aller wahren Patrioten war. Ströme von Blut und Tränen sind um dieses heiligen Zieles willen geflossen, und nun ist es glückhafte Wirklichkeit. Was viele von uns noch vor zwei Wochen für Utopie gehalten hätten, ist die Realität von heute! Das alles war unb ist bas Werk eines W a n n e s, feines Mutes unb feiner Beffänbig- keii. Es war fein Glaube, ber bie Berge bes Wiberstanbes unb ber Welifeinbfchafi gegen biefes Ziel verfehl Hal. Unb nun ruft er uns, feine allen Mitstreiter. An uns ergeht fein 21 p pell, ben wir nun als Appell bes Führers an bie Ration weitergeben fallen unb weitergeben muffen. Gewiß, für uns hätte es biefer Abstimmung nicht beburff. Wir brauchen bem Führer unsere Treue unb Gefolgschaft nicht mit bem Stimmzettel zu beweisen. (Beifall!) Wir haben ihm biefe Gefolgschaft seit Jahren unb Jahren bewiesen burch unsere Treue, burch unseren Gehorsam, burch unseren Fleiß, burch unsere Disziplin, burch bas Blut ber Bewegung unb burch Berge von gefallenen kameraben, bie wir in bie Gräber senkten. Auch unser Bolk bebarf biefes Beweises nicht mehr. Aber eine neibische unb mißgünstige Welt will sich nur burch Zahlen überzeugen lassen. Sie will bie Wahl, unb s i e soll bie Wahl haben! (Tosenber Beifall!) Uns braucht der Führer nicht zu rufen, wir kommen von selbst. (Erneuter stürmischer Beifall!) Aber nun hat er uns aufgetragen, das Volk zu rufen! Und das versprechen wir ihm: Dieser Ruf wird von uns ausgenommen und bis zum 10. April bis in das letzte Dorf und bis in die letzte Hütte hineingetragen werden, so laut und so vernehmlich, daß niemand ihn üb erhören kann. Denn wir wissen, wir rufen damit im Namen des Führers und im Namen der großen deutschen Nation, die durch ihn geführt und repräsentiert wird. Ihr seid das Volk, und darum könnt ihr zum Volke sprechen. Ihr müßt in diesen Tagen und Wochen die beredten Apostel des Führers und seiner großen Idee sein. Denn schwere Tage und Wochen werden für euch anbrechen. Es wird uns auch diesmal nichts geschenkt werden. Wir müssen uns wie früher alles erarbeiten und alles erkämpfen. Ihr werdet wieder einmal wie so oft auf Erholung, Familie, Frau und Kind verzichten müssen, werdet das Vaterland über alle eigenen und privaten Wünsche stellen, werdet die alten KampfgarÄisten des Führers sein müssen, in vielen Schlachten erprobt, gehärtet in Gefahren und geschmiedet in Sorgen unb Entbehrungen. Ihr redet nicht in rauschenden Massenversammlungen, umtost vom Jubel der Tausende und Zehntausende, ihr seid die stillen, bescheidenen aber stolzen und selbstbewußten Propagandisten des Führers auf den Äraßen, in den Wohnungen, auf den Arbeitsstellen und in den Büros. Ihr werdet für den Führer eintreten müssen mitten im Volk, da wo ihr steht. Denn ihr seid der beste Teil dieses Volkes. Mit dem Führer haben wir das Reich unb das Volk erobert, mit dem Führer haben wir das Reich und den Sieg gesichert! Ihr Kampfsoldaten der nationalsozialisti- scheu Bewegung im ganzen großen Reich — erhebt euch, hebt hoch die Herzen und hebt hoch die Hände und ruft mit mir: Der Führer — „Sieg-Heil!". Wie mit einer einzigen Stimme fallen die kampferprobten Garanten der Hiklersiege mit dem Deutschlandlied ein, und dann braust hoch das Lied Horst Wessels durch die Deutschlandhalle. Der Führer der SA.- Gruppe Berlin - Brandenburg, Obergruppenführer von Jagow, entläßt die Gliederungen mit kurzen, straffen Schlußworten. Deutschland ist ganz anders. Mit österreichischen Arbeitskameraden in den Straßen Wiesbadens. NSG. Seit Dienstag abend weilen taufend Arbeitskameraden aus Oesterreich im Gau Hessen- Nassau. Damit sind die ersten österreichischen KdF.- Fahrten gestartet und unsere Brüder aus Oesterreich können an Ort und Stelle die in Deutschland wirklich herrschenden Verhältnisse kennen lernen. Wir sind einen Vormittag lang mit ihnen durch die Stadt und durch Betriebe gegangen, um ihnen alles zu zeigen — und was wollten sie nicht alles wissen! Da waren zuerst die Lügen der Judenpresse, daß wir nichts zu essen hatten, daß es vor allem kein Fleisch in Deutschland gäbe. Schon ein kleiner Gang durch die Straßen Wiesbadens überzeugte sie von dieser faustdicken Lüge. Zum erstenmal war ihr Glaube an diese Meldungen erschüttert worden, als die deutsche Wehrmacht einzog und unsere deutschen Soldaten nicht ausgehungert, sondern mit dicken Backen und prachtvoller Haltung einmarschierten. So bröckelte Stück um Stück des Lügengebäudes ab, das jüdische Drahtzieher, die bei der Machtergreifung des Nationalsozialismus geflüchtet waren, vor ihnen aufgerichtet hatten. Keine 24 Stunden sind sie in Deutschland und schon sehen sie klar, wie man sie belogen und verhetzt hat. Ich habe nie Menschen getroffen, die mit mehr Glauben und Vertrauen in die Zukunft blicken, als diese Arbeitskameraden aus dem befreiten Oesterreich. Man sieht ihnen die Not der letzten Jahre noch an, man sieht, daß sie Hunger gelitten haben, man spürt aus ihren Worten, wie sehr sie geknechtet und zugrunde gerichtet worden waren. Aber trotzdem sind es Kerle geblieben! Wenn man sie nach den letzten Wochen fragt — es sind alles Linzer —, so findet keiner Worte, um den Jubel zu schildern und uns klar zu machen, wie sehr dieses Erlebnis jeden einzelnen ergriffen hat. Ein SA.-Mann, er hat ass einziges Uniform- stück hohe Stiefel, erzählt von dem Kampf, von der Not und dem Elend. An der Arbeitsstätte waren Hetze und Terror, wie schwer mag hier die Arbeit gewesen sein. Dann aber spricht er von den letzten Tagen, von der Spannung und der Hoffnung der Nationalsozialisten und von der Befreiung. Dann gehe ich neben einem anderen — er war Sozialdemokrat —, er sagte es gleich, nicht als Entschuldigung, sondern er will nun wissen, w i e es wirklich aussieht. Ich verstehe ihn, wenn er sagt, daß er sich nicht gleich innerlich ganz- umstellen kann, weil in ihm ja das alte Gift sitzt. Wie bitter sind seine Worte, wenn er von der Enttäuschung spricht, die er Stunde um Stunde erlebt, wo er hier nachprüfen kann, was seine Funktionäre und seine Presse ihm vorgelogen haben. Er weiß auch, daß der Führer einzig und allein durch sein schnelles Eingreifen ein grauenhaftes Blutbad verhindert hat. Deutschland ist ganz anders, das weiß er schon jetzt, als man es ihm und Tausenden seiner Kameraden dargestellt hat. DerWeg zumilO. April. Deutschland durchlebt historische Stunden: ben Vormarsch zum großdeutschen Dolksreich, von dem Generationen geträumt haben, das nun durch Adolf Hitler Wirklichkeit wurde. Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda Dr. Goebbels hat in feiner großen Rede im traditionellen Sportpalast dieser Bewegung für die Abstimmung am 10. April einen Auftakt gegeben, der in jedes Herz die Verpflichtung der Deutschen geschrieben hat. Es war eine Rede von geschichtlichem Denken getragen, gleichzeitig aber auch dem einfachsten Volksgenossen verständlich durch Beispiele und Vergleiche, immer abgestellt auf den Begriff der Tat und der Treuen Kein Wunder, daß Dr. Goebbels mit feinen Worten helle Begeisterung entzündet hat. Das bezeugen besonders die Berichte aus Oesterreich, wo die Worte des Redners am Rundfunkgerät ebenso spannend verfolgt worden sind wie bei uns im alten Reichsgebiet. Die Welle der Versammlungen wird nun nach der Kundgebung im Sportpalast und nach dem Generalappell der Aktivisten in der Deutschlandhalle bald zu ihrem Höhepunkte steigen. Dieser wird erreicht sein, wenn der Führer selbst in den Kampf eingreift. Der Marsch zum 10. April wird ein Siegeszug der nationalsozialistischen Idee durch alle deutsche Herzen, er wird der Einheit der Nation und der Größe des ewigen Deutschland gewidmet sein! Reichsminister Dr. Goebbels hat in überlegener Ironie die Einwände des Auslandes gegen das werdende Großdeutsche Reich ebenso abgetan wie die Bedenken etwelcher Besserwisser. Der Marxismus tat den Siegermächten den Gefallen, dieses arme und zertretene Reich zum Tummelplatz von Experimenten und Klasfenkämpfen zu machen, bei denen die Internationalisten aller Rassen ihre Freude haben mochten. Nun entdeckte man im Auslande die Verschiedenheit der deutschen Landschaften, die Rheinlandzone, die nicht wieder „unter den preußischen Kommißstiefel" kommen sollte, die Mainlinie, die sich zur Trennung von Nord und Süd trefflich zu eignen schien, den konfessionellen Gegensatz, der ausgerechnet in Deutschland ausgetragen werden sollte, um den einheitlichen Nationalgedanken nicht aufkommen zu lassen. Als das österreichische Deutschtum seinen Drang zum Reich stürmisch bekundete, erfand man den „österreichischen Menschen", der etwas so Besonderes sein sollte, daß die Gegner Deutschlands ihre helle Freude an ihm hatten. Pariser Blätter sahen in dieser Spezies des Deutschtums das beste Hindernis gegen den Durchbruch des Totalitätsgedankens in Europa. Dr. Goebbels hat in seiner Rede von der V i e (• geftaltigfeit unseres Volkstums gesprochen, das keineswegs durch eine öde Zentralisation erdrückt werden soll. Der nationalsozialistische Staat hat durch seine Gesetzgebung und durch seine Verwaltungsreformen klar genug bewiesen, daß die Eigenarten der deutschen Stämme und ihrer Landschaften verständnisvoll gewahrt bleiben. Die Vielfarbigkeit des deutschen Volkslebens muß vielmehr zu einem Element von kultureller Entfaltung und dadurch zu einer Befruchtung des gesamtdeutschen Lebens führen. Man frage die Schlesier, die auch lange Zeit von Wien aus regiert worden sind, ob sie durch Preußen und Deutschland um ihre Eigenarten gebracht worden seien. Oder man gehe in das Rheinland, um sich davon zu überzeugen, ob die rheinische Art durch den Zusammenschluß in einem einigen Reich gelitten habe. Unser Führer hat seine Bewegung zuerst in Bayern aufgebaut, seine eigene Heimat ist der bayerischen Grenze nahe benachbart. Schon im ersten Satz seines Buches „Mein Kampf" hat er die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten als eine von den Jüngeren mit allen Mitteln durchzuführende Lebensaufgabe geschildert. * Nun ist es so weit gekommen. Einer Volksabstimmung bedürfte es eigentlich nicht. Das Volk hat schon gesprochen, an der Donau wie am Main und an der Spree. Soldaten, Arbeiter, Politiker, Junge und Alte sind hingerissen und begeistert von der Größe dieser Tage. Ein neues Deutschland, ein Staat der sozialen Gerechtigkeit und der Zukunft hat sich den österreichischen Brüdern geöffnet, in ben sie mit übervollem Herzen hineinströmen, subelnd begrüßt. Wenn wir am 10. April zur Volksabstimmung und zur Reichstagswahl schreiten, so vor allem deshalb, um den böswilligen Zungen des Auslandes das Mundwerk zu stopfen, als fei hier in Deutschland ein Gewaltstreich begangen worden, um sechseinhalb Millionen Menschen gegen ihren Willen in das Großdeutsche Reich hineinzupressen. Darauf wird eine sehr deutliche, eine einmütig^ und freudige Antwort erteilt werden! Deshalb blickt die ganze Nation mit stolzem Herzen dem 10. April, dem Tage des großen Bekenntnisses entgegen, deshalb ist der Wahlkampf, den sie nun durchlebt, für jeden Deutschen eine Herzenssache. Er hat den Willen, an dem neuen Aufbau mitzuarbeiten, und er hat den Glauben an eine bessere Zukunft. Keiner kann die Ereignisse vom 11. und 12. März schon richtig fassen, sie schildern nur immer unb immer wieder, wie das ganze Volk aufstand, wie ihre Heimat endlich frei wurde. Sie waren bei dem Empfang des Führers dabei und sie jubelten alle unterschiedslos mit — f i e hatten z u Deutschland heimgefunden! — Montags kam dann die Frage, ob sie mit nach Deutschland wollten, unb schon acht Tage später fuhr ihr Sonderzug nach bem Norden an Dörfern unb Städten, an Feldern unb Wäldern, an winkenden und fröhlichen Menschen vorbei, zu einem unvorstellbar herzlichen Empfang. Nun aber wolle nsie sehen und die Verhältnisse kennenlernen, um ihren zurückgebliebenen Kameraden berichten zu können. Kaum können wir ihre Fragen alle beantworten. Die beiden, bei denen wir jetzt stehen, sind b e i der P o st, also gehen wir zur Hauptpost und lassen ihnen dort auf ihre Fraaen Antwort geben. Die Wiesbadener Kameraden freuen sich über den Besuch und geben ihnen gern jede Auskunft Der eine rückt ihnen seinen Kalender in die Hand, in dem vieles von dem steht, was ste wissen wollen. Jeder hat etwas anderes für sie. Dann gehen wir noch zur Bahnpost, bei der vieles anders gehandhabt wird und einfacher ist. Unsere Linzer Kameraden sind begeistert, sie freuen sich, daß sie alles sehen können. Welches Gebiet sie auch anschneiden, überall erfahren sie, daß es schöner und besser ist im nationalsozialistischen Deutschland. Nun aber wird auch Oesterreich als Land des großen Deutschen Reiches mit teilhaben an dem Aufbau, den der Nationalsozialismus in Angriff genommen hat. Unterdrückung, Not, Elend, Hunger und Verzweiflung werden nunmehr auch in Oesterreich für immer verschwinden. Vor ihnen liegt eine Zukunft, die ihnen dieses Leben wieder lebenswert erscheinen läßt. Das, was sie hier vom Aufbau und der Arbeit des Nationalsozialismus gesehen und erlebt haben, erfüllt sie mit unerschütterlicher Zuversicht, daß es nun auch in Oesterreich aufwärts geht. E. K. Alle österreichischen Waren zollfrei. Berlin, 23. März. (DNB.) Vom 26. März 1938 sind Waren österreichischen Ursprungs tarifmäßig zollfrei. Oesterreichische Waren müssen aber wie alle anderen Waren zollamtlich abgefertigt werden. Außerdem sind die Verbrauchssteuern einschließlich der Umsatz-Aus- gleichssteuer, zu entrichten. Vorläufig muß auch noch bei der Zollabfertigung österreichischer Waren eine Devisen- oder Unbedenklichkeitsbescheinigung der Ueberwachungsstelle vorgelegt werden. Die Zollfreiheit erftreckt sich nur auf Waren öfter- reichischen Ursprungs, nicht dagegen auf Waren, die aus einem anderen Lande stammen und in Oesterreich verzollt oder durch Oesterreich durchgeführt sind. Durch die Wiedervereinigung Oesterreichs mit dem Deutschen Reich ist der Handelsvertrag zwischen dem Deutschen Reich und der Republik Oesterreich vom 12. April 1930 gegenstandslos geworden. Damit sind auch die Vertragszölle weggefallen, die das Deutsche Reich der früheren Republik Oesterreich gewährt hatte. Es würde daher für die Erzeugnisse meistbegünstigter Länder eine größere Anzahl Zollerhöhungen eintreten. Da dies zur Zeit nicht erwünscht ist, ist bestimmt worden, daß die Vertragszölle, die das Deutsche Reich der früheren Republik Oesterreich zugestanden hatte, bis auf weiteres auf Waren solcher Länder anzuwenden sind, deren Erzeugnisse bei ihrer Einfuhr nach Deutschland die Meistbegünstigung genießen. Das WHW. sorgt auch für Oesterreich. Sofortige Hilfsmaßnahmen. — 150 Feldküchen unterwegs. — 8 Millionen KeichSmarkfürLebenSmittel.-50 WaggonsLebenSmittelund Bekleidungsstücke Berlin, 23. März. (DNB.) Auf Veranlassung des Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda wurden vom Reichsbeauflraglen für das Winlerhilfswerk des deutschen Volkes zur Linderung der schlimmsten Not in den 3n- dustriestädten Wien, Graz, Innsbruck und Linz 8 Millionen Mark zur Beschaffung von Lebensmitteln zur Verfügung gestellt. Ferner wurden 15 0 Feldküchen des WHW. für die Verpflegung der Arbeitslosen und Bedürftigen nach Oesterreich geschickt. Aus den Beständen des Winterhilfswerkes gingen gleichzeitig 5 0 Waggons Lebensmittel und Bekleidungsstücke nach Oesterreich. Der Reichsbeauftragte für das WHW. des deutschen Volkes veranlaßte außerdem die Verschickung erholungsbedürftiger österreichischer Kinder. Die ersten Transporte werden bereits am Montag der kommenden Woche erfolgen. Bis zum 10. April 1938 werden sich schon 20 000 Kinder zu mehrwöchiger Erholung im alten Reichsgebiet aufhallen. Generalfeldmarschall Göring fährt nach Wien. Berlin, 23. März. (DltS.) Minislerpräsidenl Generalfeldmarschall Goring begibt sich Donnerstag abend nach Oesterreich. Lr wird am Samstag, 26. März, in Wien sprechen und dabei das große wirtschaftspolitische Aufbaupro- gramm in Deutsch-Oesterreich verkünden. Der IMnisterpräsident wird in den nächsten Tagen noch in Graz, Klagenfurt, Salzburg und Mauterndorf sprechen. ie wird abgestimmt? 4* Berlin, 23. März. (DNB.) Reichsinnenminister Dr. Frick hat eine Verordnung erlassen, die die Durchführung der Wahl und der Abstimmung regelt. Im alten Reichsgebiet besteht der Stimmzettel aus weißem oder weißlichem Papier, in Oe st erreich aus grünem Papier. Stimmlisten und Stimmkarteien im alten Reichsgebiet werden am Samstag, dem 2., und Sonntag, dem 3. Aprll, aufgelegt. Einen Stimmschein erhält aus Antrag auch ein Stimmberechtigter, der nicht in eine Stimmliste eingetragen ist, wenn er Auslandsdeutscher ist und sich am Wahltag im Inland aufhält oder zur Besatzung von Schissen gehört. Die Stimmabgabe erfolgt in der Weise, daß der Stimmberechtigte, der die zur Abstimmung gestellte Frage bejahen will, unter dem vorgedruckten Wort „Ja", der sie verneinen will, unter dem vorgedruckten Wort „Nein" in den dafür vorgesehenes Kreis ein Kreuz setzt. Reichsdeutsche, die in Oe st erreich ihren Wohnsitz haben, aber nicht das österreichische Stimmrecht besitzen, stimmen mit weißem Stimmzettel vor den dazu ermächtigten österreichischen Ortsstimmbehörden ab. Für Reisende mit Stimmscheinen, denen sich keine Möglichkeit zur Stimmabgabe in einem allgemeinen Abstimmungsraum bietet, werden auf 51 U e b e r g a n g s b a h n h ö f e n im alten Reichsgebiet und 24 in Oesterreich besondere Stimmbezirke eingerichtet. Reichsarbeits dien ft angehörige in Unterkünften werden in die Stimmliste der nächstgelegenen Gemeinde eingetragen. In ländlichen Stimmbezirken darf die Abstimmungszeit nicht später als 11 Uhr beginnen und nicht vor 17 Uhr schließen. Die Soldaten des bisherigen österreichischen Bundesheeres nehmen entsprechend der bisherigen Rechtslage in Oesterreich an der Volksabstimmung teil, dagegen nicht an der Wahl zum Großdeutschen Reichstag. Oesterreichische Stimmberechtigte im außerösterreichischen Reichsgebiet oder mit ausländischem Wohnsitz stimmen mit grünem Stimmzettel vor den österreichischen Abstimmungsbehörden oder den ermächtigten Abstimmungsvorftänden im alten Reichsgebiet ab. Bei der Wahl für den Großdeutschen Reichstag entfällt.auf je 60 000 Stimmen ein Abgeordnetensitz. Ein Rest von mehr als 30 000 Stimmen wird vollen 60 000 gleichgeachtet. Die NSV. betreut abstimmungsberechtigte Oesterreicher. NSG. Arn 10. April werden auch aus dem alten Reichsgebiet Tausende von stimmberech- tigten Oesterreichern zur Abstimmung in ihren Heimatgau fahren. Abstimmungsberechtigten und deren Angehörigen, die hilfsbedürftig sind, h ilst d i e NSV. persönliche Schwierigkeiten überwinden und gewährt ihnen weitgehende Erleichterungen, damit alle ihre Stimme abgeben können. Wo Angehörige, Kranke und Kinder Zurückbleiben müssen, wird durch die NS.-Volkswohlfahrt für Betreuung gesorgt. Den körperlich behinderten Abstimmungsberechtigten wird durch Bereitstellung von Fahrzeugen der Transport zu den Zügen erleichtert. Volksgenossen, die zur Abstimmung nach Oesterreich fahren und deren wirtschaftliche Verhältnisse- irgendwelche Schwierigkeiten aufweisen, w e n- den sich deshalb umgehend an die zuständige Dienststelle der NS.-Volkswohlfahrt, die den Antrag sofort zur Erledigung bringt. Steiermärkische M.-Fchrer in Sanssouci. Deutschland hat schon durch die Schaffung des Anschlußkurses von 3 Schillingen gegen 2 Reichsmark feinen unbedingten Willen gezeigt, die österreichische Wirtschaft sehr pfleglich zu behandeln. Die neue Verordnung fällt in dasselbe Kapitel. Der Kapital- schwäche der österreichischen Industrie, die sich ja bis jetzt noch in einem krisenhaften Zustand befand, wird dadurch Rechnung getragen, daß zwar der deutsche Markt der österreichischen Produktion geöffnet, nicht aber Oesterreich von deutschen Waren plötzlich überschwemmt wird. Selbstverständlich erstreckt sich die Zollfreiheit nur auf Waren, die entweder ganz in Oesterreich erzeugt sind oder in der österreichischen „Veredelungsindustrie" eine wesentliche Umbildung erfahren haben. Jedoch bleibt es bei der bisherigen zollamtlichen Abfertigung für österreichische Waren, weil die deutsche und österreichische Finanzgesetzgebung noch nicht aufeinander abgestimmt sind. Verbrauchssteuern, die in Deutschland höher sind als in Oesterreich, müßten daher nacherhoben werden. Dasselbe gilt auch von der Umsatz-Ausgleichssteuer. Aber von diesen Ausnahmen abgesehen, die sich auf Steuern, die auf Waren gelegt sind, beziehen, sind die Zölle auf österreichische Waren beseitigt! Dr. Goebbels hat in seiner Rede zur Eröffnung des Wahlkampfes den Kampf gegen die Arbeitslosigkeit im bisherigen Oesterreich zu einer Hauptaufgabe erklärt; die Zollfreiheit österreichischer Waren ist eine wichtige Etappe dieses Kampfes gegen die Arbeitslosigkeit. Die deutsche Armee begrüßt die neuen Nachbarn. An der ungarischen und jugoslawischen Grenze. Wien, 23. März. (DNB.) An der deutsch-ungarischen und deillsch-jugoslawischen Grenze fanden Begrüßunge zwischen dem Reich und seinen neuen Nachbarländern statt. Bei Oedensburg an der deutsch-ungarischen Grenze trafen sich zwei deutsche und zwei ungarische Schwadronen und gedachten in einer gemeinsamen militärischen Feierstunde der Waffenbrüderschaft im Weltkriege. Oberst Graf Rothkirch als Vertreter der deutschen Wehrmacht und Oberst Veniezey Karoly als Vertreter der königlich-ungarischen Wehrmacht ritten Ine Front der in Paradeaufstellung angetretenen Schwadronen ab. Zwischen beiden wurden herzliche Ansprachen gewechselt. Wenige Stunden später fand auch an der deutsch-jugoslawischen Grenze an der Srüde in Radkersburg ein Zusammentreffen Zwischen deutschen und jugoslawischen Truppen statt Der Kommandeur des Gebirgsjäger-Regiments 99 Oberst Dietl, in dessen Begleitung sich der österreichische Oberst Cabesius befand, und Oberst Milos Ozegovic als Vertreter der königlich- jugoslawischen Wehrmacht schritten die Front' der in Paradeaufttellung angetretenen Truppen ab Hierbei begrüßte Oberst Dietl die jugoslawischen Soldaten mit einem serbischen Grußwort und sagte- Der deutschen Armee ist es eine besondere Freude und Ehre, der königlich-jugoslawischen Armee an Lieser Stelle die Hand reichen zu dürfen, eine Armee, deren hohe Tapferkeit und Ritterlichkeit im deutschen Heer wohlbekannt und unaergeften sind Oberst Milos Ozegovic erwiderte in freundschaftlichen Worten. Die österreichischen KdF.-Fahrer besuchten am Mittwoch Potsdam und Sanssouci, die großen Erinnerungsstätten Preußens. — (Scherl-Bilderdienst-M.) ' M II n x''v ' / E,, A MM . M ... ' v ' M » M <4 Ute v. i teM . «.-x- z te •f : ' .......MM-, > 4y/x - "" ' i MM- , ' ' v-Z , %• W - Auch Oesterreich soll wieder lachen lernen. dak — Als im Herbst des Jahres 1933 Dr. Ley die NS.-Gemeinschaft' „Kraft durch Freude" gründete, stand das deutsche Volk erst am Beginn des großen Aufbauwerkes des Führers. Noch standen Millionen Arbeitslose vor den Toren der Werkstätten, Fabriken und Kontore, noch war der Neubau der deutschen Wehrmacht im Entstehen, und noch glaubte das Ausland — in trügerischer Hoffnung und in Unkenntnis nationalsozialistischer Art —, das Dritte Reich werde nur eine „Episode" bleiben. Da galt es, die Müden anzufeuern, die Mutlosen aufzurütteln und den Verzweifelten neuen Lebensmut zu schenken. In der richttgen Erkenntnis, daß die Gesundung eines Volkes weniger von materiellen als vielmehr von geistigen Voraussetzungen abhängig ist, wurde deshalb hier der Hebel angesetzt. Neues Selbstvertrauen, Zuversicht und Gemeinschaftssinn mußten in der Brust eines jeden Volksgenossen erweckt werden. Ein Volk, das sich aus einem beispiellosen Zusammenbruch erheben wollte, brauchte eine innere Kraft, wie sie in der Weltgeschichte ihresgleichen nicht hatte. Dieses Volk, das am Ende Des größten Krieges aller Zeiten innerlich zerbrach, das vierzehn Jahre lang zum Kuli der Welt geworden war und an sich selbst gezweifelt hatte, das in Dutzende von Parteigruppen und Grüppchen zerrissen war, in dem der Bürgerkrieg zur traurigen Gewohnheit geworden war, hatte sich in einer letzten grandiosen Aufwallung zu Adolf Hiller bekannt. Und Adolf Hitler gab feinem Volke neue Kraft. Er gab ihm den (Stauben an die ewige, unbesiegbare Stärke der deutschen Ration, er zerschlug rücksichtslos, was an Selbstsucht, Zank und Streit dieses Volk quälte, und schuf die große Kameradschaft, die Volksgemeinschaft. Während andere Völker im Parteienhader hin und her wankten, während in Rußland die jüdische Verbrecherclique sich mir durch das blutigste Terrorregiment hielt, das die Welt je gesehen hat, begann in Deutschland der Großangriff auf den Trübsinn — entstand die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude"! Da offenbarte sich der gute Kern unseres Volkes. -Kraft durch Freude" trat seinen Siegeszug an. Ein sozialistisches Gemeinschaftswerk ohnegleichen wuchs empor, dessen äußerer Ausdruck die großen Rechenschaftsberichte des Führers auf den Reichsparteitagen sind — zuletzt gab Adolf Hiller nochmals einen zusammenfassenden Ueber- blick in seiner großen Reichstagsrede. Noch größer aber find jene Auswirkungen, die kein Statistiker erfassen und fein Amt errechnen kann,— die neue deutsche Lebensauffassung und Le - bensgeftaltung im Zeichen von „Kraft durch Freude". Die schönste Bilanz von „KdF." ist die stolze Feststellung Dr. Leys „Deutschland hat wieder lachen gelernt!" Nun haben sechseinhalb Millionen österreichische Volksgenossen den Weg ins Reich zurückgefunden. Ein unendlich schweres Schicksal hat auf ihnen gelastet. Nicht nur, daß sie jahrelang sehnsüchtig den Aufstieg ihrer Blutsbrüder im Reich miterlebten — denn sie waren ja ausgeschlossen und ihre blutsmäßige Sympathie wurde mit allen Mitteln behördlichen Terrors verfolgt —. sondern sie selbst versanken mehr und mehr in Elend und Verzweiflung. Nun ist der Anschluß da. Alle äußeren Hemmungen sind beseitigt. 3eht gilt es, uttsere österreichischen Volksgenossen teilhaben zu lassen am neuen Geist der deutschen Ration, am Geist des Frohsinns und der Zuversicht, der Lebensbejahung und des Lebensmutes! Oesterreich, auch du soll st wieder lachen lernen! „Kraft durch Freude" ist das schönste Geschenk, das wir dir bieten können. Mit nationalsozialistischem Tempo ist diese Arbeit schon in Angriff genommen worden, das schaffende Volk in Nach 3 Monaten Nach 6 Monaten SO 40-310 MW Regelmäßiges Zähnepuyen mit Solibot befreit Sie vom gefährlichen Zahnstein unl> seinen schlimmen folgen: Codi erwerben und Ausfall selbst gesunder Zähne. Bebenhen Sie darum bei bet Wahl Ihre« Zahnpasta: in Deutschland enthält nut Solibot bas gegen Zahnstein mirh» (ame Sulforijin-Oleat nach Ur. Bräunlicht SOLI DOX paw Gegen Zahnstein ’l"Tub?beP6oi’2; Oesterreich soll, ebenso wie die Kameraden im alten Reich, d i e Schönheiten feines neuen, großen Vaterlandes kennenlernen. Alles, was die Welt an Schönheiten zu bieten hat, soll auch hier nicht mehr das Vorrecht einzelner Besitzender jein, sondern auch den Arbeitern und Angestellten, Männern und Frauen aller Schichten der Bevölkerung erschlossen werden. Theater und Konzerte, Schönheit der Arbeit und froher Feierabend für die österreichischen Ar- beitsfameraben — das soll die Parole fein. Erst wenige Tage nach dem Anschluß waren vergangen, und schon rollten die ersten Züge mit österreichischen Arbeitskameraden in alle deutschen Gaue. Für die Teilnehmer ein unerhörtes Erlebnis — für jeden wohl die schönsten Tage seines Ledens. Nicht lange noch soll es dauern, dis die Segnungen von „Kraft durch Freude" auch für sie zur Selbstverständlichkeit geworden sind. Die Deutsche Arbeitsfront betrachtet es als eine selbstverständliche Dankesschuld gegenüber der großen deutschen Ostmark, die so Schweres erdulden mußte, und doch trotz Terror, Not und Elend eifern und unerschütterlich die Treue hielt, ihr das herrlichste Geschenk zu machen, das sie zu vergeben hat, „Kraft durch Freude" nach Oesterreich zu bringen! Hans Bialias. Gegen tendenziöse Berichterstattung. Auch die Prager Regierung macht gegen Hetzer Front. Prag, 23. März. (DNB.) Außenminister K r o f t a erklärte den Auslandsjournalisten in Prag, er erwarte, daß die Berichterstattung der Ausländskorrespondenten alles vermeide, was zur Vergrößerung der Unruhe beitragen könne. Mit Reichspressechef Dr. Dietrich stimme er damit überein, daß es Aufgabe der Ausländskorrespondenten sei, das unvoreingenommene wahrheitsgetreue Bild eines fremden Landes und Volkes zu übermitteln, wobei das Recht sachlicher Kritik, wenn sie von dem Willen getragen sei, der Wahrheit zu dienen, nicht bestritten werde. Auch er sei der Ansicht, daß als Korrespondent nicht derjenige kommen solle, der persönlich Gefühle der Abneigung oder gar des Hasses gegen das Gastland hege. Wenn ein fremder Korrespondent versuche, durch konsequent einseitige und bewußt tendenziöse Berichterstattung andere Völker aufzuhetzen, schade er seinem eigenen Lande, die tschechoslowakische Regierung begreife, daß andere anders denken und empfinden als sie. Aber sie verlange größtmögliche Objektivität, insbesondere, wenn es um Nachrichten gehe, die Ereignisse in der Nachbarschaft der Tschechoslowakei betreffe. Die Tschechoslowakei habe in den ernstesten Augenblicken der letzten Tage durch ihre Presse den Beweis geliefert, daß sie imstande sei, Ruhe und Ueberlegung zu wahren, was auch die reichsdeutsche Presse anerkannt habe. Die Regierung werde es nicht dulden, daß eine tendenziöse Berichterstattung, von der erwiesen wäre,' daß sie aus der Tschechoslowakei verbreitet werden, den 9ln» laß zu Pressekampagnen gegen die Tschechoslowakei geben könnte. In diesem Falle müsse die Regierung energisch gegen jene einschreiten, die durch solche Berichterstattung die Beziehungen der Tschechoslowakei zu den Nachbarn trüben wollten. Die sudefendeutsche Samm'una. Wir sprachen schon davon, daß die Wiedervereinigung Oesterreichs mit dem Reich die außenpolitische Stellung der Tschechoslowakei in den Vordergrund des englischen und französischen Interesses geschoben hat. Inzwischen aber ist oeschehen was geschehen mußte: Auch die tschechische Innenpolitik ist'm stärkste Bewegung geraten. Der Bund der ber bisher zu den in der tsche- Aschen Regierung vertretenen deutschen Splitter- Parteien gehörte, hat seinen Minister zurückgezogen und sich in die Sudetendeutsche Partei eingegliedert, deren Abgeordnetenzahl n tschechischen Parlament st^gt- Die größte tschechische Partei, die der Agra- ner, zahlt 45 Mandate. Die Deutsche G e - roe;rr-uPmr\ei jn der Tschechoslowakei hat sich aufgelöst. Bei den deutschen Ehristlich-Sozia- l e n (Zentrum) und den deutschen Sozialdemo- . a bie Palastrevolution begonnen. Dabei interessieren nicht die parlamentarischen Vorgänge, sondern vor allem der Umstand, daß die „spanischen ..o eilisdi w 3« s&s Os w wind) t *) Partei^ Lh-iM uiü« 8a| zi-h-n- 1 bleiben. Ml JnErvarü zs-r! Ä» -'M SerpM* gegenüber vermutet, daß Formulierung, heit Frankr Ligen, mieder ernste Wnur gesunden men zwischen r schen den bei erreichen. Da Status der Tschechchlowa englischen Ei esse Europas gungsma 44$ Die nur Washin Der Budget! terbreitete d das um 1.3i samtbetrag i Dieser Ma. Nidjmingsjat um 32,545 1 höchstbetr M 4(8,562 5 samtsumM r Lustsahr^ lugzeug ch somit qi chuß erklärt auf dem sens jed, übertref der vorhand die Armee u von Engi lieber '■Burgos überschritten vn zwei ver d-n Angriff, g-ii-t nid; Kunipsgebiet Nag 'N unsi best Wände" einstürzen, hinter denen die Tschechen chre bisherige Politik tarnten. Mit jedem Tage, ja, mit jeder Stunde wächst die Legitimität der Sudetendeutschen Partei, als einzige berechtigte Sprecherin der Sudetendcutschen aufzutreten. 3n demselben Verhältnis erhöht sich ihr Vcr- handlungsgewicht. Die Tschechen haben sich immer und immer auf die deutschen „Regierungsparteien" berufen, um nicht mit der Sudetendeutschen Partei verhandeln zu müssen. 2m Lande selbst vollzieht sich der Uebergang der bisherigen Anhänger der „Regierungsparteien" in die Sudetendeutsche Partei in stürmischstem Tempo. Die oppositionellen Mehrheits- Slowaken haben bisher Einladungen zum Eintritt in die tschechische Regierung abgelehnt. Bemerkenswert ist, daß die tschechischen Agrarier und tschechischen Sozialdemokraten eine Anzahl von slowakischen Abgeordneten zählen, was vielleicht auch noch einmal stärker in Erscheinung treten wird. * Reichend er a, 23. März. (DNB.) Die Deutsche Sozialpartei in Reichenberg, eine der kleinen deutschen Splitterparteien, hat am Mittwoch ihre Auflösung beschlossen und ihren Anhängern empfohlen, der Sudetendeutschen Partei Konrad Henleins beizutreten. Die deutschen Christlichsozialen haben beschlossen, den Minister Z a j i c e k aus der Regierung z u r ü ck z u - ziehen. Sie wollen aber als Partei bestehen bleiben. Englands Europapolitik. In Erwartung der ErklärungCharnberlains London, 24. März. (DRB. Funkspruch.) Wie „Times" meldet, ist Mittwoch der Wortlaut der Chamberlain-Erklärung, der in der Kabinettssitzung angenommen worden ist, telegraphisch den Regierungen der Dominions zugeleitet worden. „Times" deutet erneut an, daß Chamberlain neue Verpflichtungen der Tschechoslowakei gegenüber ab lehnen wird. „Daily Herold" vermutet, daß Chamberlain in unmißverständlicher Formulierung, Englands Pflicht, die Unversehrtheit Frankreichs und Belgiens zu verteidigen, wiederholen werde. Er würde Englands ernste Hoffnung zum Ausdruck bringen, daß Mittel gefunden werden, um baldigst ein Abkommen zwischen Berlin und'Prag über die zwischen den beiden Staaten bestehenden Fragen zu erreichen. Das beziehe sich besonders auf den Status der deutschen Minderheit in der Tschechoslowakei. Chamberlain werde dann auf den englischen Entschluß Hinweisen, sowohl im Interesse Europas, wie des Empires, die Verteidigungsmaßnahmen noch zu verstärken. 448 Millionen Dollar für Heereszwecke. Die amerikanische Luftwaffe nur von England übertroffen. Washington, 24. Mär§, (DNB. Funkspruch.) Der Budgetausschuß des Abgeordnetenhauses unterbreitete den amerikanischen Militätetat, der für das am 1. Juli beginnende Rechnungsjahr einen Gesamtbetrag von 447,808 Millionen Dollar vorsieht. Dieser Betrag ü b e r st e i g t die für das laufende Rechnungsjahr bewilligte Summe für Heereszwecke um 32,545 Millionen Dollar und stellt einen Höch st betrag seit 1920 dar, wo der Militär- ctat 478,562 Millionen Dollar betrug. Von der Gesamtsumme entfallen 124 Millionen Dollar auf die Luftfahrt, wovon u. a. 47 6 neue Armee- flugzeuge angekauft werden sollen, deren Zahl sich somit auf 3302 erhöhen wird. Der Budgetaus- schuß erklärte, er besitze Unterlagen dafür, ,chaß wir auf dem Gebiete des M a r i n e f l u g w e - sens jede Macht der Welt erheblich übertreffen" und daß unter Berücksichtigung der vorhandenen und herzustellenden Flugzeuge für die Armee und die Marine zusammen Amerika nur von England übertroffen werde. Llebergang über den Ebro Burgos, 24. März. (DRV.) Am Mittwoch überschritten die nationalen Truppen den Ebro an zwei verschiedenen Stellen und trugen hiermit den Angriff vom bisherigen südaragonischen Kampfgebiet nach Nordaragon vor. Das neue Kampfgebiet wird nunmehr südlich durch den Ebro HUESCA SKi PtANMf/c^ Rte9*VTAI?DlENTA JH? ARASCUES WMENO LI ER TA* V \\ und im Norden durch Huesca begrenzt. Die Operation, durch welche die starken zwischen Huesca und Saragossa liegenden feindlichen Stellungen im Alcubierre-Gebirge in eine äußerst schwierige Lage gebracht sind, entspricht einem großangelegten Plan. Die nationalen Truppen überschritten den Ebro bei Quinta und Gelsa etwa 40 Kilometer südöstlich von Saragossa. Die Truppen General Pagues drangen nach der Ueberschreitung des Flusses acht Kilometer tief in feindliches Gebiet vor, während die im Norden bei Huesca operierenden Truppen rund sechs Kilometer weiter vorankamen und im Augenblick an der Bahnstrecke Huesca — T a r d i e n t a stehen. Der Frontbenchterstatter des nationalen Hauptquartiers meldet ergänzend, daß die nationalen Pioniere zwei Brücken über den Ebro schlugen, eine für Materialtransport, die andere für die Truppen. General Franco, von feinen Berlin, 23. März. (DNB.) Mit dem Erlaß vom 29. Januar 1938 hat der Reichserziehungsminister Bestimmungen über Erziehung und Unterricht in der höheren Schule herausgegeben, die insbesondere daraus abzielen, daß trotz der Verkürzung der Schulzeit von 9 auf 8 Jahre die B i l d u n g s h ö h e der höheren Schule nicht herabgemindert wird. Reichserziehungsminister Rust und seine nächsten Mitarbeiter machten dazu der Presse längere Ausführungen. Die verhängnisvolle Zersplitterung des deutschen Schulwesens — es waren bisher 78 verschiedene Sprachfolgen in den Lehrplänen zu finden — wird endgültig beseitigt. Es gibt nur noch zwei Formen: Oberschule und Gymnasium. Erst wenn in jeder Stadt diese höheren Schulen zu finden sind, können andere daneben bestehen. Das Kind, das bei der Versetzung des Vaters an einen anderen Ort kam, fand hier selten eine gleiche Schulform mit gleichem Lehrplan vor. Die Oberschule in der Aufbauform bleibt erhalten und soll insbesondere den Kindern der an das Land gebundenen Volksgenossen den Weg zur höheren Schule öffnen. In der Oberschule sind die Pflicht- sprachen Englisch, Latein und eine weitere lebende Fremdsprache, im Gymnasium Latein, Griechisch und Englisch. Um den Begabungsrichtungen und Berufsneigungen der männlichen Jugend zu entsprechen, soll der Unterricht in den Klassen VI — VIII der Oberschule für Jungen so gegabelt werden, daß ein Tell der Klasse verstärkten naturwissenschaftlich-mathematischen, der andere Teil verstärkten sprachlichen Unterricht erhält. Englisch ist jetzt Hauptfremdsprache als Sprache eines verwandten Volkes und als Verkehrssprache der Weltwirtschaft. Latein soll die Grundlage geben für die Erlernung der romanischen Soldaten umjubelt, leitete die Flußuberschreitung sowie die vorbildlichen Operationen der nationalen Kavallerie. — Die Truppen Generals M o s - cardo besetzten südlich von Huesca einen der fruchtbarsten Landstriche Aragons. Die Operationen Generals S o l ch a g a s nördlich von Huesca wurden durch Schneefall erheblich behindert. Durch den Vormarsch der Nationalen wurde die Bahnlinie Lerida — Tardienta — Saragossa, die für die Roten von größter Wichtigkeit war, unterbrochen. Sprachen. Französisch, Italienisch und Spanisch sind bevorzugt. Das unmittelbare Ziel ist der praktische Gebrauch der Sprache, gründliche grammatische S ch u lu n g Kenntnis der wichtigsten Wesens^üge des fremden Volkes und der treibenden Kräfte feiner Geschichte. Die Unterrichtssprache ist von Anfang an die fremde Sprache. Die deutschkundliche Fächergruppe ist beiden Formen der höheren Schule gemeinsam, ju dieser Gruppe gehören die Fächer Deutsch, Geschichte, Erdkunde, Kunsterziehung und Musik. Die weltanschauliche Geschlossenheit einer deutschkund- lichen Arbeit wird erst durch die nationalsozialistische Volk steht zu Volk! Schule gewährleistet. So wird aus einer mehr äußeren Konzentration der Fächer nunmehr die Einheit der Bildungsidee, allerdings nicht in tul- turkundlichem Sinne, sondern politisch im Sinne des Nationalsozialismus. Die Biologie wird in jeder Schulart von der ersten bis zur letzten Klaffe mit je zwei Wochenstunden durchgeführt. Der Physik- und Chemieunterricht soll so eng wie möglich Zusammenarbeiten. Der naturwissenschaftlich- machematische Unterricht ist im wesentlichen in allen Schulen demselben Lehrplan unterworfen. Er wendet die Mechode des gebundenen A r b e i t s- unterrichtes an. Der Unterricht soll anknüpfen an die heimatliche Natur und das tätige Leben des Volkes. Er verlangt die Mittätigkeit unb Selbst- tätigkeit des Schülers. Severin in Trümmer, am nächsten Tage brach die ganze Donauflottille bis zu dem Hafen von Turnu-Magurele durch, zerstörte durch ihr konzentriertes Feuer alle Speicher und Magazine und erbeutete eine Anzahl rumänischer Schlepper unb anderer Fahrzeuge. Einen Monat später legte die Flottille den Bahnhof und die militärisch wichtigen Punkte des rumänischen Hafens Corabia in Trümmer, erbeutete eine Anzahl russischer Dampfer und befreite eine Reihe österreichischer Donauschlepper. Die Vernichtung von 16 rumänischen Bataillonen bei B j a h o o o geht ebenfalls zum nicht geringen Teil auf den energischen Einsatz der Donauflottille zurück, die ungeachtet des feindlichen Artilleriefeuers so dicht an die dortige Holzbrücke heranfuhr, daß sie diesen einzigen Rückzugs- weg der Rumänen in kurzer Zeit mit ihren Geschützen zerstören konnte. Am Grabe Dietrich Eckarts. München, 23. März. (DNB.) Im Bergfriedhof von Berchtesgaden gedachte eine große Menschenmenge am 70. Geburtstag Dietrich Eckarts, des Dichters des Dritten Reiches. Der Gauleiter des Traditionsgaues München-Oberbayern, Staatsminister Adolf Wagner, legte im persönlichen Auftrag des Führers einen prächtigen Lorbeerkranz mit Widmung am Grabe nieder. Ein Vertreter der Reichsleitung überbrachte den Kranz des Stellvertreters des Führers Rudolf Heß. Weiter schmückten den Grabhügel Kränze des Gauleiters der Bayerischen Ostmark, aus der Dietrich Eckart stammt, des Kreisleiters der Marktgemeinde Berchtesgaden und der Stadt Neumarkt, des Geburtsorts des Dichters. In der Hauptstadt der Bewegung wurde eine Dietrich-Eckart-GedächtnisMusstellung eröffnet, die ein anschauliches Bild vom Leben und Wirken dieses großen Deutschen gibt. Verlegung der Konfirmationsfeiern. Berlin, 23. März. (DNB.) Der Leiter der Deutschen Evangelischen Kirchenkanzlei, Präsident Dr. Werner, ersucht die obersten Behörden der deutschen evangelischen Landeskirchen im Hinblick auf eine reibungslose Durchführung der vorn Führer und Reichskanzler auf Sonntag, den 10. April 1938, angeordneten Volksabstimmung und Wahl zum Reichstag, für eine Verlegung der an diesem Tage stattfindenden Konfirmationsfeiern Sorge zu tragen. Präsident Dr. Werner ruft ferner die evangelischen Landeskirchen auf, eine gemeinsame Kollekte auf den Tag des Volksentscheids am Sonntag, 10. April 1938, auszuschreiben, und so die Verbundenheit mit den österreichischen Brüdern durch helfende Taten beim Aufbauwerk zu beweisen. Kleine politische Nachrichten. Reichsminister Dr. Goebbels hat 30000 Schilling als Unterstützung für die Wiener Privattheater zur Verfügung gestellt. * Am heutigen Donnerstag spricht Gauleiter B ü r ck e l, der Beauftragte des Führers für die Durchführung der Volksabstimmung in Oesterreich, auf einer Massenkundgebung im großen Konzert- haussaal in Wien. * Hundert ehemalige Funktionäre der ö st e r r e i • . chischen Gewerkschaften reifen auf Einladung des Gauleiters Bürckel ins Saarge« biet, um auf einer achttägigen Studienfahrt die im Reich und insbesondere im Saargebiet für die schaffenden Menschen getroffenen Maßnahmen zu studieren. Die Gäste werden eine Reihe von Betriebsbesichtigungen zum Studium der sozialpolitischen Einrichtungen durchführen. * In Anbetracht der Wiedervereinigung Oesterreichs mit dem Reich hat die nationalspanifche Regierung ihren diplomatischen Vertreter in Wien abberufen und dessen bisheriges Aufgabengebiet dem spanischen Botschafter in Berlin übertragen. Für Wien wird ein nationalspanischer Konsul ernannt werden. • * Das Segelschulschiff „A Ib e r t Leo Schlage- ter" hat auf seiner Ausreise nach Westindien in der Nähe von Dover eine leichte Kollision mit einem englischen Dampfer gehabt und dabei einige unwesentliche Schäden an der Takelage erlitten. * Wie die polnische Telegraphenagentur meldet, hat der polnische Botschafter in Paris dem französischen Außenministerium eine Note überreicht, in der gegen die Stellungnahme einer erheblichen Anzahl von Organen der französischen Presse während des polnisch-litauischen Konflikts Protest eingelegt wird. Die in Lodz befindliche Zentrale der „Ge- sellschastder ernsten Bibelforscher" ist mit allen ihren über ganz Polen verstreuten Neben- und Unterorganisationen geschlossen worden. Wetterbericht /Ser das Wetter Europas bestimmende Hochluftdruck hat sich seit gestern nochmals leicht verstärkt, doch beginnt sich jetzt eine westliche Luftströmung durchzusetzen und wird damit weiterhin zu Bewölkung Anlaß geben. Eine wesentliche Aenderung tritt jedoch noch nicht ein. Aussichten für Freitag: Morgens dunstig, sonst leicht bewölkt, trocken, nach kühler Nacht Tagestemperaturen wie seicher, westliche Winde. Aussichten für Samstag: Bei veränderlicher Bewölkung etwas lebhafteres Wetter mit leichter Unbeständigkeit. Lufttemperaturen am 23. März: mittags 19,6 Grad Celsius, abends 9,9 Grad; am 24. März: morgens 4,9 Grad. Maximum 20,4 Grad, Minimum heute nacht 3,9 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 23. März: abends 10,1 Grad: am 24. März: morgens 7,2 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 4,8 Celsius. Zusammenschluß aller alten Soldaten. Oie Aufgaben des NS.-Oeutschen Reichskriegerbundes (Kyffhäuserbund). — Ein Aufruf des Reichskriegerführers. Berlin, 23. Mörz. (DNB.) Reichskriegerführer Reinhardt hat folgenden Aufruf erlassen: An alle ehemaligen deutschen Soldaten! Es ist der Wunsch und der Wille des Führers, daß alle ehemaligen deutschen Soldaten sich im NS. Deutschen Reichskriegerbund (Kyffhäuserbund) zu einer einheitlichen, großen zusammenfassenden Kriegerkameradschaft zu- sammenschließen. In Zukunft werden Vater und Sohn, die Frontsoldaten des Weltkrieges und die jungen aus dem Dienst der nationalsozialistischen Wehrmacht ausgeschiedenen Soldaten unter dem Symbol des Eisernen Kreuzes und des Hakenkreuzes eine machtvolle und unlösbare Einheit bilden. Ich rufe hiermit alle ehemaligen Soldaten der alten und der neuen sowie der ehemaligen österreichischen Wehrmacht, die bisher keiner Soldatenorgani f a t i on angehörten, ich rufe ferner alle Regimentsvereinigungen und Waffenkameradschaften auf, sich der nach dem Willen des Führers einzigen und ihm unmittelbar unterstellten Soldaten-Organi- fation in Deutschland, dem NS. Deutschen Reichskriegerbund (Kyffhäuserbund) anzuschließen. Sine deutsche Donauflottille. Oie Reichsmarine führt eine ruhmreiche Tradition fort. Berlin, 23. März. (DNB.) Der Führer hat den Oberbefehlshaber der Kriegsmarine mit der Uebernahme her auf her Donau stationierten Wachfahrzeuge des Bundes- Heeres zur Aufitellung einer Donauflottille im Rahmen der Kriegsmarine beauftragt. * Die Donau ist durch den Anschluß zum größten Strom des Reiches geworden. Etwa 10 0 0 Kilometer dieses sich aus dem Süden des alten Reiches durch Oesterreich, Ungarn und Rumänien hinschlängelnden und in das Schwarze Meer mündenden Flusses stehen unter reichs- deutscher Hoheit. Ununterbrochen ziehen Dampfer und Kähne, ziehen ganze Handelsflotten den Strom hinauf und hinab, alle mit Gütern reich beloben. Ein reger Handelsverkehr herrscht auf diesem Strom, der schon in den ältesten Zeiten ein wichtiger Verkehrsweg für die in den europäischen Südostraum eingedrungenen Völker war. Daß diese Wasserstraße militärisch geschützt werden muß, ist angesichts ihrer handelspolitischen Bedeutung eine Selbstverständlichkeit. Alle Anliegerstaaten unterhalten in ihrem Bereich kleine Flottillen, die jedoch nur eine Art Polizeidienst ausüben. Das bisherige Oesterreich besaß auf der Donau ein größeres Wachboot und sechs Motorboote. Lediglich das Wachboot ist etwas schwerer bewaffnet. Die Tschechen verfügen auf ihrer Donauseite — sie besitzen das eine, die Ungarn das andere Ufer von Preßburg bis nahe Budapest — über ein Wachboot und 22 Motorboote, die Ungarn über sieben Wachboote und drei Motorboote. Es tritt dann noch Rumänien hinzu. Aber hier läßt sich eine genaue Angabe nicht machen, weil die kleinen Neben der Erfüllung der soldatischen und staatspolitischen Ausgabe wird vor allem auch der Pflege der Regimentstraditionen und der Aufrechterhaltung der Verbindung mit den Stamm-Truppenteilen in der neuen Wehrmacht weitestgehend Rechnung getragen werden. Die Fülle der sozialen und kameradschaftlichen Einrichtungen, die der Bund in der anderthalb Jahrhunderten seines Bestehens geschaffen hat, werden fortan der Gesamtheit des im NS Deutschen Reichskriegerbund geeinten deutschen Soldatentums zugute kommen. Die Pflegestätte der großen deutschen Soldatenkameradschaft ist von nun an nur der NS. Deutsche Reichskriegerbund (Kyffhäuserbund). Ihm anzugehören, ist für jeden ehemaligen Soldaten Pflicht! Es lebe der Führer! Es lebe Grohdeutschland! Der Reichskriegerführer Reinhardt, ^-Gruppenführer, Generalmajor a. D. Anmeldungen bei allen Dienststellen des N SDK. — Die Kameradschaften der NSKO., die eine Sonderaufgabe zu erfüllen haben, werden durch diesen Aufruf nicht berührt. Einheiten auch an der Schwarzmeerküste verwendet werden. Kein Donaustaat verzichtet also auf die militärische Sicherung der Flußschrffahrt in seinem Bereich. Dieser Schutz wird nun künftig auf dem reichsdeutschen Teil gemeinsam durch die alten deutschen und die österreichischen Einheiten ausgeübt. Die österreichische Flottille ist in die Kriegsmarine eingegliedert worden. Damit übernimmt die Reichsmarine auch in ihrer Gesamcheit die Tradition der alten österreichisch-ungarischen Kriegsmarine, die sich während des Weltkrieges in zahlreichen Gefechten mit unseren Feinden glänzend auszeichnete.- Offiziere und Mannschaften der kleinen Donauflottille gehörten einst zu dieser ruhmbedeckten Flotte, die durch das Diktat von St. Germain verschwand. Artikel 136 des Diktates besagt im 2. Absatz: „Alle Monitore, Torpedoboote und bewaffneten Fahrzeuge der Donauflottillen werden den alliierten und assoziierten Hauptmächten ausgeliefert." Die österreichische Donauflottille war bis zum Kriegsende zusammengesetzt aus sechs Monitoren, acht Patrouillenbooten und einem älteren Torpedoboot. Sie waren ausgerüstet mit Schnell- seuergeschützen von 12 Zentimeter bzw. 7 Zentimeter Kaliber, mit Haubitzen und Maschinengewehren. Die erste Kriegstat der Donauflottille war die sehr wirksame Sicherung des Donauüberganges der österreichischen Truppen nach der Sprengung der Eisenbahnbrücke von Belgrad durch die Serben. Zu den ruhmreichsten Waffentaten der Flottille gehören die Unternehmungen vom 29. und 30. August 1916; einer der Monitore drang damals nach Rumänien vor, das den Krieg erklärt hatte, und schoß die militärischen Anlagen von Turnu- Oie Neugestaltung der höheren Schule. Hemer e 'Mfc&olsHösuMSverfahren unsere 40jährige Pionierarbeit — mit dem alleinigen Ziel, beste Schmiermittel herzustellen — kommt Ihnen zugute! ft Hamburg E N G E S E r 'S CH E O E D E U r Vi\W Autz- (Wett-) Holzversteigerung. Dienstag, den 5. April 1938, wird in den Forstorten Taufe und Bennerberg des Stadtwaldes nachstehendes Wertholz versteigert: 1902D Eiche-Abschnitte, Güteklasse A: 3. Kl. 14 Stück = 9,06, 4. Kl. 69 Stück = 60,78, 5. Kl. 33 Stück = 40,58, 6. Kl. 5 Stück = 6,82, 10. Kl. 1 Stück = 3,46 fm; Eiche-Abschnitte, Güteklasse B: 2. Kl. 3 Stück = 2,10, 3. Kl. 50 Stück = 42,78, 4. Kl. 40 Stück = 41,56, 5. Kl. 8 Stück = 10,06, 6. Kl. 1 Stück = 1,82 fm; Esche- Abschnitte: 2. Kl. 2 Stück = 0,40, 3. Kl. 1 Stück = 0,32 fm; Ahorn-Stämme: 4. Kl. 3 Stück = 2,08 fm; Lärchen-Stämme: 4. Kl. 1 Stück - 3,96 fm; 6iefentstamme, Güteklasse A: 3b 1 Stück = 0,67, 4a 1 Stück - 0,63 fm; Kiefern-Stärnrne, Güteklasse B: 3a 7 Stück Ein Tonfilm für Kraftfahrer Tagest AMiMer, 1 Waue". - schwundene gi straße): „Main 17 bis 18 Uh Brand. - Sol! Artilleristen-Ka Appell im „Br Zugunsten des MS i><' Aas« N-d-' Ee geji mit olt!m 2 5»t Aber auch , her goldgelbe schein !ch°"^ ' Wir wissen, sjnastage, MM Ur die sM •’S,11?.« I-1Ä\ Missen das „inn Mn mit M Sumen, nnt de gaukelnden Schm daß wir MenB Ganzen sind, dm aber er z.eht m zum Erlebnis. 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Nach einem erbitterten Kampf, in dessen Verlauf der Dorfschulze, seine Frau und seine Tochter durch Stiche mit den Mistgabeln schwer verletzt wurden, konnten sich die Landmesser nur durch den Gebrauch ihrer Schußwaffe j)en Weg ins Freie bahnen. Die Bauernburschen wurden später verhaftet. Sie leugneten nicht, daß sie, über die Landzuteilung verärgert, den Dorfschulzen und die drei Landmesser ums Leben bringen wollten. Während des Kampfes hatte der Brand auf acht weitere Bauernwirtschaften übergegriffen, die mit sämtlichem toten und lebenden Inventar ein- geäschert wurden. 08A.-polizei hebt eine jüdische Gaunerbande aus. Die Geheimpolizei deckte in Neuyork einen großen Ring von Schwindlern auf, der in allen größeren lckSA.-Städten sein Unwesen trieb. Die Gaunerbande erschwindelte durch betrügerische Buchmacherwetten bei Pferderennen nach Angabe des Bundesstaatsanwaltes Hardy innerhalb der letzten 18 Jahre mindestens 80 Millionen Dollars. In Neuyork allein verhaftete die Polizei 70 Personen, darunter 23 Rädelsführer, die sämtlich Juden sind. Die Hauptanführer der Bande waren die fünf Brüder Adelmann und deren Schwäger Kantor, Drey- fuß, Großmann, Edelsohn, Rosenblatt und Israel. Die Bande nahm Wetten auf nichtexistierende Pferde entgegen und versandte betrügerische Informationen. Ausgedehnte Feuersbrünste in Frankreich. Durch die Unvorsichtigkeit von Ausflüglern, die im Wald von St. Germain ein Lagerfeuer an- gezündet hatten, entstand ein Brand, der hundert Mit offenen Augen Drei Jungen und ein Mädel en decken ihre Waldheimat. Don Werner Siebold 135 Seiten Text und 8 Kunstdrucktafeln Leinen RM. 2,85 HugoBermühler Verlag Berlin - Lichterfelde = 8,40, 3b 6 Stück = 6,56 fm; Fichte-Abschnitte, Güteklasse A: Kl. 2b 2 Stück = 0,96, Kl. 3a 1 Stück = 0,60, Kl. 3b 28 Stück = 27,05, Kl. 4 20 Stück = 29,61, Kl. 5 3 Stück = 4,87, Kl. 6 2 Stück = 4,38 fm. Sämtliches Wertholz wird vorgezeigt. Zusammenkunft vormittags 9 Uhr am Schwimmbad. Nähere Auskunft erteilen Revierförster Ritter und die unterzeichnete Stelle. Grünberg (Hessen), den 23. März 1938. Der Bürgermeister: K r a e m e r. Für das mitfühlende Gedenken beim Heimgange meiner teuren Gattin, unserer guten, unvergeßlichen Mutter sagen wir hierdurch herzlichsten Dank. Max Schmidt und Bobby Emilie Schmidt Gießen (Wilhelmstraße 76), den 24. März 1938. Mädel aus gutem Hause sucht MuenMnooöei MerMMeln.Mle Kaution kann gestellt werden. Evtl. Beteilig, an ein. Geschäft. Schr.Ang.u. 01397 a.Gieß.Anz. Der Soldatenbund e.V.Kameradschaft A. R. 9 bat zu seinem Appell am Don- nerstag,20'/2Uhr im Burghof eingeladen. Beweist Verbundenbeit durch starken Be- 'Uch. 1865D ArtiN er isten- Kameradschaft 1895 im Waffenring. Hektar Waldbestand vernichtete. Truppenabtellungen mußten eingesetzt werden, um die Ausbreitung des Feuers zu verhüten. — In Mittelfrankreich ist ui einem Forst bei Nevers, anscheinend infolge der Unvorsichtigkeit eines Rauchers, ein Waldbrand ausgebrochen, der hundert Hektar Waldbestand vernichtete. — In einem Lichtspieltheater in Versailles, in dem 300 Soldaten eines benachbarten Militärflugplatzes einer Filmvorführung beiwohnten, kam es ebenfalls zu einer Feuersbrunst, die großen Sachschaden anrichtete. Die Zuschauer konnten sich unverletzt retten; die beiden Filmvorführer erlitten Brandwunden. 175 Jahre „Hersfelder Zeitung". Die Hersfelder Zeitung" in Hersfeld, die älteste Zeitung des Kurhessen-Gaues, konnte am 20. März auf ein 1 7 5 jahriges B e Jte he n zurückblicken. In dieser langen Zett hat sich das Blatt von einem kleinen Wochenblättchen zu einer großen modernen Tageszeitung entwickelt, die aus der kurhessischen Landschaft nicht mehr wegzudenken ist Aus Anlaß des Jubiläums hat das Blatt eine Festausgabe zusammengestellt, die die erste Nummer aus dem Jahre 1763 enthält und das weitere Aufblühen an Hand von Auszügen aus spateren Ausgaben erkennen läßt. Dem Blatt sind Glückwünsche zugegangen u. a. von Reichsminister Dr. Goebbels, vom Präsidenten der Reichspressekammer, Reichsleiter Amann, Gauleiter Wemrich, Oberpräsident Prinz Philipp von Hessen, sowie dem Reichsverband der deutschen Zeiiungs- oerleger. Grabungsfunde aus römischer Zeil in Trier. In der Nähe der Paulinuskirche in Trier stieß man bei Ausfchachtungsarbeiten auf eine Begräbnisstätte aus römischer Zeit. Das Landesmuseum nahm weitere Grabungen vor, wobei bis jetzt elf Steinsärge freigelegt wurden. Der ‘eine von ihnen enthält das Skelett eines Kindes, der andere die Skelettreste eines Erwachsenen. Unmittelbar bei den Gräbern fand man eine Traubenkelter aus weißgrauem Sandstein, von der man nicht weiß, ob sie aus der Römerzeit oder aus dem Mittelalter stammt. Diese Begräbnisstätte ist eine der größten, die in den letzten Jahren in Trier! freigelegt wurde. Oie Löwensarm von Hollywood Besuch bei vierbeinigen Filmstars. Vorführung am Sonntag, dem 27. IIiirz 19.38,11.15 Uhr, im Gloria- Palast in Gießen. Freier Eintritt für Kraftfahrer Raab Karcher-Thyssen G.m.b. H. Verkaufsstelle Gießen, An der Margaretenhütte 6 M */i Dose bekommen die ausgewachsenen Löwen täglich 10 Kilo rohes Pferdefleisch, der Montag wird als allgemeiner Fasttag eingeschoben. Mit der „Zahmheit" der Löwen ist es doch eine recht zweifelhafte Sache. Sie mögen bei ihren Vorführungen den Eindruck von folgsamen Kindern machen, die willig ihre Künste zeigen, und im Verhältnis zu manchen anderen Tieren gelten sie als leicht zu dressieren, aber kein Bändiger wird ihnen je rückhaltlos trauen. Charles Gay hat selber seine Erfahrungen mit ihnen gemacht. Ein Oowe fand einmal die Dressurstunde zu lang, plötzlich sprang er von seiner Tonye herunter und dabei verfing er sich unglücklicherweise in den Schuhbändern seines Herrn. Der Löwe wurde darüber wütend und der Herr so schwer verletzt, daß er für Llahvurrgsmtttel -Sabvik sucht zur regelmäßigen Belieferung von Privathaushaltungen Sevtettev welcher auch mit der Werbetätigkeit vertraut ist und für Lager und Inkasso Sicherheit stellen kann. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. II. 38: 10 788. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs, preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. In weitem Umkreis von Hollywood ist alles auf die Bedürfnisse des Films eingestellt, sogar Gays Löwenfarm in El Monte bei Los Angeles, die die vierbeinigen, brüllenden Filmstars liefert. Der Begründer und Besitzer der Farm, Charles Gay, begann seinen eigenartigen Beruf, Löwen für Filme abzurichten, als die Filmindustrie noch in den Kinderschuhen steckte, und mit der Entwicklung des Kinos entwickelte auch sein Unternehmen sich ins Große. Er stammt aus Paris und half anfangs seinem Vater in dessen Iuweliergeschäft. Aber noch bevor er 20 Jahre alt war, stand er im Löwenkäfig. Bald ging er im Auftrage des englischen Löwenbändigers Frank Bo stock nach Amerika, um hier zuerst für den Film zu arbeiten. Drüben gefiel es ihm so gut, daß er dablieb und nur zu gelegentlichen Besuchen nach Europa zurück- kehrte. Mit drei Löwen, darunter zwei weiblichen, machte er sich selbständig. Am Ende des ersten Jahres taten seine beiden Löwinnen ihm den Gefallen, ihn mit sieben Löwenjungen zu beschenken. Er baute Käfige für sie und zeigte fie gelegentlich Besuchern. Seine große Idee kam ihm aber erst, als eines Tages ein begeisterter Besucher ausrief: „Aber Sie haben ja eine richtige Löwenfarm hier!" Das war das Schlagwort, das ihm gefehlt hatte. Er kaufte zwei Hektar Land, ließ es von einem Landschaftsarchitekten für feine Zwecke gestalten, Käfige und Freigehege darin anlegen. Damit hatte er den Grund zu einem Unternehmen gelegt, dessen Wert heute auf 600 000 Mark geschätzt wird. In den ersten Jahren ließ er sich an den Einnahmen genügen, die ihm seine für den Film abgerichteten Löwen einbrachten. Zwei seiner „Stars" bekamen Verträge für fünf und sieben Jahre und verdienten damit für ihren Besitzer 250 000 Mark. Aber die Unterhaltungskosten der Farm sind hoch, und so sah sich Gay nach weiteren Einnahmequellen um. Die Löwenfarm war inzwischen schon berühmt geworden; von weither kamen die Leute, um sie in Augenschein zu nehmen. Gay erhob nun einen halben Dollar Eintrittsgeld. Damit kam er reichlich auf seine Kosten, die Besucher aber auch. Denn auf der Farm ist für Sensationen reichlich gesorgt, von der reizenden Löwenkinderstube bis zu Szenen, die die letzten Triumphe der Dressur für Zirkus und Film vorführen. Ein großes Freigehege ist dos „Trainingslager"; alte Autoreifen, freischwe- dend aufgehängt, bilden das willkommene Spielzeug, an dem die Riesenkatzen ihren Spieltrieb austoben können. Das Leben in der Gefangenschaft mit feiner regelmäßigen Tageseinteilung und Fütterung ist „gesünder" als das in der Freiheit. Jedenfalls rechnet man für wilde Löwen mit einem Durchschnittsalter von 16 Jahren, während zahme bis zu vierzig Jahren alt werden können. Dafür frißt der Löwe in der Freiheit gelegentlich bis zu 40 oder 45 Kilo Fleisch und Knochen auf einmal, um dann wieder tagelang zu fasten. Auf der Farm Erfolgreicher Afrikaflug deulscher Sportflieger. Die deutschen Sportflieger Oberleutnant Pul- kowsky und Senfft von Pilsach, die Ende Januar von Nürnberg aus zu einem Afrika- fluq gestartet waren, sind wieder in Deutschland eingetroffen. Auf der Klemm Kl 32, die sich bei Langstreckenslügen schon oft bewährt hat, haben die beiden Flieger ohne ernstlichen Zwischenfall ein gewaltiges Flugpensum erledigt. lieber Italien, Tunis, Kairo gelangten sie zur Westküste des Roten Meeres nach Aß'eb, von hier über Abessinien quer durch Mittelafrika und über den Viktoriasee nach Belgisch-Kongo. Der Heimflug erfolgte über das Sudan-Gebiet, Kairo, Istanbul und Belgrad. Französisches Verkehrsflugzeug brennend abgeflürzl? Man befürchtet, daß das französische Verkehrsflugzeug der Fluglinie Casablanca—Toulouse mit fünf Reisenden und drei Mann Besatzung a b g e - stürzt ist. Das Flugzeug ist in Toulouse nicht eingetroffen, und jegliche Nachricht über den Verbleibt des Flugzeuges fehlt. Dagegen liegen verschiedene Meldungen vor, wonach am Mittwochabend in der Nähe der Ortschaft Corsavy in den französischen Pyrenäen ein Flugzeug brennend ab- gestürzt ist. Hilfsmannschaften sind bereits entsandt worden. Schreckenstat in einem polnischen Dorfe. In dem Dorfe Mickirwiecze im Wilna-Gebiet ereignete sich ein gräßliches Verbrechen. Um sich für die Zusammenlegung des Landbesitzes, durch die sie sich benachteiligt fühlten, zu rächen, steckten einige Bauernburschen nachts das Wohnhaus des Dorfschulzen in B r a n d , der bei sich drei Landmesser beherbergte, welche die Arbeiten durchgeführt hatten. Als sich die Mitglieder der Familie des Schulzen und seine drei Gäste aus dem brennenden Wohn- Wochen ins Krankenhaus mußte. Bald nach feiner Rückkehr wollte er einen Löwen dazu bringen, sich den Kopf waschen zu lassen. Das nahm das Tier übel, und die Folge war ein neuer Aufenthalt im Krankenhaus mit mehreren gebrochenen Rippen. Danach gab es Gay auf, seine Löwen selber abzurichten, denn ein alter Aberglaube sagt, daß man zweimal mit dem Leben davonkommt, aber nicht zum dritten Male. Er suchte sich einen Dompteur und fand ihn in Kapitän Foix, der seit seinem 14. Jahr, seitdem er von Hause zum Zirkus weglief, sein Leben mit Löwen verbracht hat. Die beiden Männer beobachteten die Löwen mit größter Aufmerksamkeit. So lange sie geräuschvoll sind, ist alles in Ordnung, und sie sind die bestgelaunten Spielkameraden. Aber Vorsicht, wenn sie stumm sind! Das ist meist ein Zeichen von schlechter Laune. In solchen Zeiten ist die Hand des Dompteurs nie fern von seinem Revolver, der mit Tränengas geladen ist. Er braucht im Notfall nur wenige Sekunden, um aus dem Käfig herauszukommen und feine Tränengasfchüffe abzufeuern. Stellenangebote! Keine Zeugnisse in ürschrift lonbern nur Zeugnisabschriften Dem Bewerbungsschreiben beilegen 1 — Lichtbilder undBewerbungsunter- >0en müssen zur Ber- meidung von Verlusten aus der Rückseite Ra- men und Anschrift oti Bewerber« tragen« Tüchtig..krättig., ehrliches Mädchen nicht unter 18 Jahren, für sofort gesucht. 1903D Borzustellen Orthopädische Klinik. 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Das Licht der Sonne fließt wie Gold über die Erde, auf die Bäume und Wiefen und vergoldet Himmel und Häuser. Die Fenster leuchten und blitzen im Widerschein der Strahlen. Das perlende Lied der Amsel steigt in die Luft. Langsam, mit dem Wachsen des Tages, sind die Nebel verschwunden, die die Erde einqewickelt haben. Vogelgezwitscher kommt von den Ääumen. Nun erfüllt Unruhe unser Herz. Wir staunen die ersten Blumen an, wir horchen auf den Gesang der Lerchen. Versteckt im Grase, noch halb überdeckt mit altem Laub, schauen einige Veilchen hervor, umsummt von fleißigen Bienchen. Und der Rain am Feldweg ist wie mit Sternen übersät. Gänseblümchen. Still und bescheiden stehen sie da. Aber auch sie künden den Frühling, genau so, wie der goldgelbe Zitronenfalter, der sich im Sonnenschein schaukelt... Wir wissen, daß noch Stürme kommen und Regenschauer herniederbrausen werden. Das macht uns aber nichts aus. Wir erleben die ersten Frühlingstage, nehmen sie wie ein Geschenk und schauen Über die schlimmen Tage hinweg zur Sonne und zum blauen Himmel. Die Sonne erfüllt unser Herz, wir sind wieder fung geworden. Wir können den Frühling nur s o erleben, wir müssen das „innere Verhältnis" finden, sonst prallt alles Schöne an uns ab. Wenn wir uns nicht eins fühlen mit Wald und Feld, mit den blühenden Blumen, mit den jubilierenden Vögeln und den gaukelnden Schmetterlingen, wenn wir nicht fühlen, daß wir Menschen doch nur ein Teil des großen Ganzen sind, dann sehen wir wohl den Frühling, aber er zieht nicht in unser Herz ein, wird nicht zum Erlebnis. Dann fehlt das innere Verhältnis. Wir müssen diese Tage in uns aufnehmen wie die Kinder, die mit Jauchzen die blumenreichen Wiesen umarmen möchten. Schmetterlinge, Vögel, Blumen, Bienen, Sonnenschein und ziehende Wolken müssen unsere Kameraden werden. Wir sind, indem wir so rechte „Frühlingskinder" Werden, innerlich reicher, und unser Lebensgefühl wird gesteigert. Eine warme Welle der Freude durchflutet unser Herz, wenn wir am Waldrand stehen und voll Andacht dem Gesang der Lerchen lauschen. All unsere Liebe zur Natur, unsere Begeisterung für das Schöne, leise vermischt mit Sehnsucht und Wehmut, werden lebendig. Wir stehen ganz im Banne der Natur. Es ist kein oberflächliches Schauen, kein flüchtiges Betrachten, sondern ein Sichversenken in all das Schöne, das uns der Frühling darbietet. Dieses Frühlingserleben wandelt und läutert unser Herz. Wir verletzen den Jubel der kleinen Sänger, wir genießen den Duft der Blumen und summen irgendein frohes Liedchen. Wir schauen hinein in eine schönere, lichtere Welt. So kann der Frühling Wunder an uns tun, wenn wir nur das innere Verhältnis gefunden haben. H. Dornotizen. Tageskalender für Donnerstag. Stadttheater, 20 bis 22 Uhr: „Eine Fahrt tAs Blaue". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Die verschwundene Frau". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Maienzeit". — Oberhessischer Kunstverein: 17 bis 18 Uhr Ausstellung im Turmhaus am Brand. — Soldatenbund, Kameradschaft AR. 9 und Artilleristen-Kameradschaft 1895 Gießen: 20.30 Uhr Appell im „Burghof". Zugunsten des Winlerhilfswerkes „Großer bunter Abend". Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute um 20 Uhr findet zugunsten des Winterhilfswerkes ein großer bunter Abend statt. Der Abend bringt „Eine Fahrt ins Blaue", Frühlingszug im Arbeitskameraden! Der Führer hat das Land Oesterreich zum deutschen Mutterlande zurüägeholt. Lin tausendjähriger Traum ist durch die Tatkraft des Führers in ErWann und wo wirdamWochenendegefammelt? Schaffende sammeln, Schaffende geben? Aufruf zur 6. Neichsstraßensammlung der DAF. für das WHW. 1937/38 füllung gegangen. 6,5 M.llionen deutsche Volksgenossen bekennen sich freudig zu Adolf Hitler. Während im alten Reichs-^biet die Arbeitslosigkeit beseitigt worden ist, herrscht lm deutschen Oesterreich Not und Llend. Unsere österreichischen Volksgenossen sehen voll Zuversicht auf uns. Wir müssen und wollen ihnen schnellstens helfen. Durch die Tat wollen wir den Beweis liefern, daß wir eine große Schicksalsgemeinschaft geworden sind. Arbeitskameraden! Was wir opfern, geben wir unserem Volke! Daran wollen wir denken, wenn wir am 26. und 27. März unsere Spenden in die Sammelbüchsen geben. heil Hiller! kreiswaltung Wetterau: Wagner, Kreisobmann der DAF. Kreisleitung Wetterau: Backhaus, KreisleiLer. NSG. Bei der letzten Reichsstraßensammlung, die am nächsten Samstag und Sonntag von der Deutschen Arbeitsfront für das Winterhilfswerk des deutschen Volkes 1937/38 durchgeführt wird, werden die schönen Frühlingsblumen in den Betrieben, auf den Straßen und in den Gaststätten angeboten. Die Sammlung in den Betrieben findet am Samstagvormittag statt. Die Gaststättensammlung ist für Samstag von 21 bis 24 Uhr festgesetzt. Am Samstag von 15 bis 18 Uhr und am Sonntag von 9 bis 19 Uhr bieten die Sammler der DAF. die hübschen Abzeichen, die den Weg zu den Herzen aller Volksgenossen finden werden, auf allen Straßen an. Die Sammlung wird von den Amtswaltern und -warten der Deutschen Arbeitsfront, Werkscharführern und -männern, Betriebsführern und -ob- männern, Lehrkräften des „KdF."-Sportamtes und Künstlern des Amtes Feierabend durchgeführt. Alle diese Männer sind zum selbstlosen Einsatz bereit. Selbstverständliche Pflicht jedes Arbeitskameraden und Volksgenossen sollte es sein, nach seinem wirtschaftlichen Können den höchstmöglichen Beitrag für das große nationalsozialistische Hilfswerk zu geben. Der Autounfalt im Schiffenverger Weg! Bei dem gestern von uns bereits gemeldeten schweren Autounfall im SchiffenbergerWeg wurde der Oberarzt in der Chirurgischen Klinik Dr. T i m p e durch Brandwunden so schwer verletzt, daß er leider am gestrigen Mittwochnachmittag in der Chirurgischen Kli- 'nik verstorben ist. Seine Mitfahrerin hat Brandwunden zweiten Grades erlitten. Ihr Befinden ist den Umständen entsprechend befriedigend. Unser Bild zeigt einen Blick auf die Unfallstelle mit dem völlig zerstörten Krraftwagen. (Aufnahme: Neuner. Gießener Anzeiger) 100-Kilometer-Tempo mit bunten Stationen. Fahrtdienstleiter sind Hans Geißler,. Karl-Ludwig Lindt. Für die Musik sorgen: Heinz Markwardt und Joachim Popelka. Vergnügungsbeamte sind: das Solopersonal, die Tanzgruppe, der Chor und das Städtische Orchester. Der bunte Abend endet um 22 Uhr und findet außer Miete statt. „Kampf um Kraft". Unter diesem Titel wird ein Tonfilm für Kraftfahrer am kommenden Sonntagoormittag im Gloria-Palast zur Vorführung kommen. Bund Deutscher Mädel. Wädelgruppe 1/116. Am Donnerstag, 24. März, treten alle Mädel (auch die beurlaubten Mädel) um 20 Uhr am „Hessischen Hof" zum Gruppenappell an. Entschuldi- gun-gen, nur in dringenden Fällen, sind an die Gruppenführerin zu richten. Hitler-Zugend. Unterbann IV/116. Am 27. März, 9.15 Uhr, findet die diesmonaUge Führerschulung des Unterbannes IV/116 im HJ.° Heim in Lollar statt. Es treten hierzu alle Führer des Unterbannes IV/116 an. Die Vorbereitungen sind von der Gefolgschaft 10/116 zu treffen. Oesterreichische Wahlberechtigte, Achtung! Der Oberbürgermeister (Wahlamt) fordert heute in einer Bekanntmachung alle in Gießen wohnhaften österreichischen Wahlberechtigten auf, sich so« fort bei dem Wahlamt der Stadt Gießen zur Teilnahme an der österreichischen Volksabstimmung anzumelden. Die Bekanntmachung sei den österreichischen Volksgenossen dringend zur Beachtung empfohlen. NSG. „Kraft durch Freude", Kreis Gießen. Theatervorstellung. Am Samstag, dem 26.3.1938: „Clivia." Operette von Nico Doftal. Karten zu 1,— RM. in der Verkaufsstelle Seltersweg. 18620 Wie behandele ich meinen Hund richtig? Ein Tierfilm im Auftrag des Reichstierschuhbundes. Lpd. Der Tierfilmregisseur Toni Altenberger stellt im Auftrage des Reichstierschutzbundes ein Filmwerk her, das völlig unter dem Gedanken des Tierschutzes steht. Mit diesem Filmstreifen, betitelt „Der Hund in Stadt und Land", wird gewissermaßen ein Bildlexikon des Tierschutzes geschaffen. Darin wird man nicht nur die Treue und — .. non gcM,teil* Anhänglichkeit der vierbeinigen Hausgenossen bewundern können, sondern man wird auch ihre nur zu oft zu beobachtende unrichtige Behandlung durch den Menschen und die notwendige Abhilfe sehen. Attenberger will mit diesem Film, der in Frankfurts Umgebung gedreht wird, den Begriff „tter- würdig" allen Volksgenossen deutlich vor Augen führen. Im einzelnen wird der unter dem Protektorat des Reichstierschutzbundes stehende Film den Hund als Freund des Menschen und seine vielseitige Verwendung zu allerlei Diensten zeigen. Neben der Kritik an der schlechten Behandlung wird dargestellt, wie es richtig gemacht werden muß. Ein besonderes Kapitel ist dem Los des Kettenhundes gewidmet. Auch die Körperpflege des Hundes erscheint in einprägsamen Bildern. Außerdem ist die Führung und Behandlung des Hundes auf der Straße, im starken Verkehr, beim Warten vor Geschäften usw. aufgenommen. Dieses Filmwerk wird nicht nur den organisatorisch zusammengeschlossenen Tierfreunden wertvoll fein, sondern jedem, der Ehrfurcht vor den Lebewesen empfindet, als belehrende und gern aufgenommene Schau dienen. Erneuerungen in der Iohanneskirche. In der Zeit vom Juli bis August des kommenden Sommers wird das Innere der Johanneskirche, an dem seit der Einweihung der Kirche am 30. November 1893 keine Unterhaltungs- und Erneuerungsarbeiten mehr vorgenommen wurden, einer gründlichen Wiederherstellung unterzogen. Dadurch sollen die gegenwärtig reichlich schadhaften und zum Teil fast schwarzen Decken und Wände wieder in einen einwandfreien und würdigen Zustand versetzt werden. Die Neuausmalung des Kirchenraumes ist dem bekannten Kunstmaler Veite anvertraut worden, nachdem Kitchenbaurat Meyer und der Denkmalpfleger für die Kirchen in Hessen, Professor Dr. Gruber von der Technischen Hochschule Darmstadt die Kirche wiederholt besichtigt und letzterer Gießener Stadttheater. Franz Lehär: „Das Land des Lächelns." Diese Operette war einer der stärksten und nachhaltigsten Theatererfolge des vergangenen Jahrzehnts. Wir haben schon bei der Besprechung der letzten Gießener Aufführung (1934) darauf hinge- rviesen, daß ein solcher Erfolg um so bemerkenswerter sei, als sich mit dem „Lande des Lächelns" ein neuer Operettenstil durchzusetzen schien. Die Erfahrung hat zwar gezeigt, daß die neue Form keine Nachfolge gesunden hat; immerhin sind der Bruch Mit der gerade bei dieser Gattung äußerst starren Tradition und die Annäherung des Librettos wie der Partitur an die Oper im allgemeinen wie Anklänge an die „Butterfly" im besonderen schwer zu bestreiten. Bisher hatte doch gegolten, daß der Erfolg einer Operette — wie im Lustspiel — wenn nicht durch das happy end bedingt, so doch vom guten Ausgang wesentlich mitbestimmt sei. Lehar hat den schlagenden Gegenbeweis geliefert mit diesem „Lande des Lächelns", das mit dem gleichen, ja mit größerem Recht ein Land der Tränen genannt wer- werden könnte. Die Tränen fließen hier sowohl auf als auch vor der Bühne. Sie kriegen sich nicht; weder das Hauptpaar noch das zweite Paar: sie nehmen am Ende, während im Parkett diskret die Taschentücher hervorgekrabbelt werden, einen bewegten Abschied auf Nimmerwiedersehen voneinander. Das war, soweit wir sehen können, in der Operette noch nicht da, oder doch nur sehr selten und jedenfalls nicht mit so stürmischem Erfolge, der mühelos die Jahre überdauert. * Zwar: „Meine Liebe, deine Liebe sind sich beide gleich", aber — das ist wohl, was Lehar romantisch nannte — zwischen Europa und China, zwischen Peking und Wien sind auf die Dauer keine Brücken zu schlagen: zwei Kontinente, zwei Rassen,-zwei Kulturkreise stehen einander im tiefsten Wesensgrunde fremd gegenüber; die österreichische Aristokratin kann an der Seite des exotischen Prinzen das Glück nicht finden, das sie nach uraltem chinesischen Gesetz mit vier Mandschudamen teilen müßte. Und umgekehrt bleibt auch des Prinzen kleine Schwester, die ihr Herzchen an den Wiener Dragonerleutnant verloren hat, unter Tränen im Lande des Lächelns allein. — * Herr Lindt hatte die Spielleitung; die allenthalben dankbaren, stellenweise heiteren, zuletzt sogar spannenden Elemente der Fabel waren mit gutem Gefühl für die rechte Mischung herausgearbeitet, Die Tanzgruppe (Leitung: Irmgard Zenner) durfte durch eine stilgerechte Einlage die Szene gefällig beleben und auflockern. Herrn Löffler bot der fernöstliche Schauplatz reiche Anregungen für eine stimmunggebende Einkleidung und Raumaufteilung; nur hätte die Palette des Bühnenbildners im dritten Akt etwas sparsamer sein dürfen. Das Orchester klang unter Herrn Popelkas ^Führung angenehm weich und voll und ließ eine saubere Abtönung und Ausprägung der dynamischen Werte der Partitur erkennen. Auch die Chöre (Heinz Markwardt) liehen nichts zu wünschen übrig. * Steffi Domes-Orth spielte die Lisa auf Anstellung: eine ansprechende, bühnengerechte Erscheinung, die sich sehr sicher und ungezwungen im fremden Ensemble bewegte; gesanglich mit kräftigem Einsatz und, wie uns schien, in der mittleren Lage am ergiebigsten; darstellerisch mit viel Temperament und ausgeprägter Pointierung. — Den Prinzen Sou-Chong sang Herr Müller; die große Partie gab ihm reichlich Gelegenheit, seine guten natürlichen Mittel zu entfalten; sein weicher, nicht übertrieben hoher Tenor ist der Gefühlslage seiner Rolle angepaßt und, wie sich erwies, auch schöner, müheloser Steigerungen fähig. Die mimisch-darstellerische Unbewegtheit mag der Figur entsprechen; die textlichen Unsicherheiten werden sich wohl in späteren Aufführungen ausgleichen. Die Glanzstücke der Partitur waren natürlich die Höhepunkte seiner Leistung; „Dein ist mein ganzes Herz" mußte gleich zweimal wiederholt werden. * Die kleine Mi sang Ellen Haack-Bittler, Darmstadt, a. G.: anfänglich mit kindlich-heiterer Unbefangenheit, zuletzt im verhaltenen Abschiedsschmerz, rührend, ohne Uebertreibung. Reizend kam das Duett mit dem Leutnant Gustl heraus, den Herr Lindt mit einer sympathischen Treuherzigkeit als netten Kerl und guten Kameraden spielte. — Mit hübschen Leistungen sind vom Ensemble noch die Herren Kühne (Tschang), v. Gschmeidler (Lichtenfels) und Paschen (Obereunuch) zu nennen. * Starker Besuch, rauschender Beifall, Wiederholungen und Blumenspenden. — Im Foyer sah man eine neue kleine Ausstellung hiesiger Maler: Landschaften, Porträts und Stilleben von W. V i e h- mann und Gustav Rohrbach. Hans Thyriot. ©er Mann, der Nansen rettete. Nach einem abenteuerreichen Leben ist in seinem Hausboot auf der Themse Major Frederick George Jackson im Alter von 78 Jahren gestorben. Er hat die ganze Welt durchstreift und auch viele wissenschaftliche Expeditionen ausgeführt, die manches wertvolle Ergebnis besonders aus dem Polargebiet brachten, aber allgemein bekannt geworden ist sein Name durch seine Beziehung zu Fridtjof Nansen, den er in einem für den großen Polarforscher kritischen Augenblick traf und rettete. Jackson war am 6. März 1860 in Celtenham geboren, hatte kurze Zeit die Universität bezogen, war dann aber hinausgezogen in die Welt, und in einem Alter, in dem seine Kameraden noch studierten, war er auf Farmen in Australien und arbeitete mit wilden Pferden und Rindern. Hier erhielt er ein Gefühl dafür, wie erstaunlich fräftig sein Körper war, und in ihm erwachte der Ehrgeiz, ihn an den Unbilden der Arktis zu erproben. Er ging nach Grönland und erwarb sich Erfahrungen auf einem Walfischfänger; als Nansen seine berühmte „Fram"- Expedition ausrüstete, bot er ihm seine Dienste an. Da Nansen ablehnte, beschloß Jackson, selbst eine Polarfahrt zu machen, und er unternahm einen abenteuerlichen Vorstoß von der Kara-See nach Archangel und dann mitten im Winter quer durch Lappland. Nach seiner Rückkehr nach England beschloß er, eine Expedition nach Franz-Joseph-Land zu organisieren, das damals noch durch einen weißen Fleck auf der Karte dargestellt wurde. Im Jahre 1894 brach er zu einer dreijährigen ereignisreichen Expedition dorthin auf. Nansen hatte unterdessen seinen denkwürdigen Versuch, das Nordpolarbecken unter Benutzung einer günstigen Strömung zu durchqueren, unternommen, und man hatte lange Zeit keinerlei Nachricht von ihm erhalten. Schon herrschte in der aanzen Welt die größte Besorgnis über das Schicksal des Forschers, als im August 1896 ein Telegramm bei der englischen Geographischen Gesellschaft einlief, das Nansens glückliche Heimkehr mit Jackson mitteilte. Jackson hat in seinem Buche „The Lure of Unknown Lands“ geschildert, wie Nansen und Johansen, nachdem sie 15 Monate lang nach dem Verlassen der „Fram" getrieben waren, um zum Pol zu gelangen, von der Jackson-Expedition aufgefunden mürben, als sie fast am Ende ihrer Kraft waren. Jackson sagt deutlich, daß Nansen sonst nicht wieder nach Hause gekommen wäre. Nachdem Jackson im südafrikanischen Kriege Dienst getan hatte, in dem er Major und mehrfach verwundet wurde, beschäftigte er sich mit Plänen zu einer Südpolarexpedition, bei der ihm jedoch Scott zuvorkam. Nach dem Weltkriege unternahm er noch einmal eine Expedition nach Zentralafrika, auf der er das wenig bekannte Ruanda-Gebiet westlich vom Viktoria-See erforschte und die vulkanischen Vi- runga-Berge besuchte. Dann drang er in dem Kongo-Urwald ein, wo er mit den Pygmäen jagte, und fuhr die ganze Länge des Kongo hinab bis zum Meer. Jackson war ein Mann von einer außerordentlichen Energie mit großartigen Führerfähigkeiten, ein hervorragender Schütze und Jäger, der vor keiner Gefahr zurückschreckte. Er hat eine Reihe von Büchern geschrieben, in denen er die Erlebnisse und Beobachtungen während seiner Fahrten niedergelegt hat. Zeitschriften. — Das Märzheft der Zeitschrift „Der Bergsteiger" (Verlag F. Bruckmann, München) ist in Text und Bild zum Teil noch winterlichen Schi- und Bergfahrten gewidmet, während die Betrachtung „Frühling im Hochgebirge" und wundervolle Frühlingsbilder auf die kommende Jahreszeit überleiten. Von allgemeinem Interesse ist der Beitrag von Rudolf Hannich über Bergbewohner mit Aquarellen des Verfassers und ein namenkundlicher Aufsatz über öen Mount Everest. Weiter schildert ein Holländer die Ersteigung der höchsten Gipfel von Neu-Guinea, von der Urwaldzone bis zum Gletschergebiet, Otto Stolz erzählt über die Aufdeckung der Römerstraße am Brenner und Karl Springenschmid hat eine Kurzgeschichte beigesteuert. Hochschulnachrichten. Dem Staatsarchivrat und nb. ao. Professor Dr. Eugen Franz wurde unter Ernennung zum Dr- binarfes mit Wirkung ab 1. Januar b. I. ber Lehrstuhl für neuere Geschichte an ber Universität Würzburg übertragen. Dem Professor Dr. Kurt N e u b e r t in Würz- bürg würbe ber Lehrstuhl für Anatomie an ber Universität R o st o ck übertragen. Der Dozent Dr. C. August Weber an ber Universität Göttingen ist zum orbentlichen Pro- fessor für englische Philologie an ber Universität Tübingen ernannt worden. Der hervorragenbe Hygieniker ber Universität £ r e i b u r g , Geh. Rat Prof. Dr. Paul Uhlen- h u t h , würbe in Anerkennung seiner Forschungsarbeiten zum korresponbierenden Mitglied ber Königlich Belgischen Akademie der Medizin in Brüs« jel ernannt. UIvMDtfn Abenti Vornan t>i b, $er! 1S'Mtag. fern«! 4te= & doch sKKL MrenM 511,11 {m sch-i'7 Stadtv Ä’Ä Mer 1 Hon , K.-ZK $$■ pL> ■?$ •».hi fr sS“"« ks ikLr sc Ü«e M »w tg 8Ütd >Äi«" Äftnwrf erf »li bildet amJ Moste' üsnalel' 5pie[ L 8or?* Tu de tM*!! Münchs Hsaj te tfe! ÄSÄj K-- x ft* “"Ä Änl»tls® jurüi. Sa-»D deSZ $ir Fiih-mA ** Deutschen Radsohrei nen Sonntag, unter Littendorf (Frecendi der Tagesordnung den Sommer 19«, 27.3. Gau-Saalm 24.4. Wandersahi bad); des Karben; d> Schmtbach Hausen-Sch , 8.5. Bahnrenne 22, 5. 50-scni-Stra 29.5. Wanderfah^ berg; des bach; des S bei Runkek Földau. 12.6. Strahenrer 19. 6. Wandersah pershosen; pershosen; benau. 25.6. Sommemac Wetzlar. 26.6. Großer Ctrl \M des K 2.u.3.7.BeMs^ch Rennen, s< Bezirkswcr 17.7. GMmeiste 24. 7.40jähriges Anspach, n bewerben, Wander al 7.8. Deutsch des Kre o fahrt nach 21. 8. Waldeslust 27- 8. Sommernc 2J« 8. Bahnrenne 4- M-Icm-Kn Kundgebung der politischen Leiter und Walter An die dauern und Landwirte Oberhessens! am i RSK! der Partei für den großen Wahlkampf aufzurusen und auszurichten. Der Kreisleiter richtete an alle Kameraden den dringenden Appell, auch im Kreise Wetterau, jeder an seiner Stelle, mit voller Tatkraft in den Wochen des Wahlkampfes sich einzusetzen für den Führer und für das große Deutsche Reich, um in Gemeinschaft mit allen deutschen Volksgenossen auf dem Wege dieser großen Abstimmung der ganzen Welt zu zeigen, daß das ganze deutsche Volk geschlossen hinter seinem Führer Adolf Hitler steht. Im Anschluß an die anfeuernden Worte des Kreisleiters hörte die Versammlung mit großer Spannung die Uebertragung aus Berlin. LPD. In Frankfurt fand eine Arbeitstagung aller landsmannschaftlichen Vereine im Gau Hessen- Nassau statt, die in der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" zusammengeschlossen sind. Der Leiter der Abteilung „Volkstum und Brauchtum" in der NSG. „Kraft durch Freude", Pg. Sommer, dem auch die Gaufachstelle für Landsmannschaften unterstellt ist, dankte dem bisherigen Gaufachstellenleiter Pg. Gg. Heß (L e i h g e st e r n), der jetzt mit wichtigen Sonderausgaben innerhalb der NSG. „Kraft durch Freude" betraut wurde, für seine wertvolle Arbeit und berichtete über die Umwandlung und Neuordnung der Gaufachstelle. Er gab bekannt, daß er das Amt des Gaufachstellenleiters dem bisher schon als Gaufachberater tätigen Pg. Hugo Anschütz (Frankfurt) übertragen habe. Pg. Anschütz behandelte die Aufgaben der landsmannschaftlichen Vereine und die Notwendigkeit eines unverfälschten volkstumsmäßigen Wirkens. Wesen und Wert eines Volkes offenbarten sich in der Art und dem Brauchtum der einzelnen Stämme. Diese tiefen Werte, wie sie in der Tracht, Sprache, Lied, Tanz usw. zum Ausdruck kommen, zu er- Heimatvereinigung Staufenberg. y Staufenberg, 23. März. An Stelle des durch Krankheit verhinderten seitherigen Vorsitzenden Dekan a. D. Gußmann (Gießen) leitete der stellvertretende Vorsitzende, Dr. Walbrach (Gießen), die ordentliche Generalversammlung der Heimatvereinigung Staufenberg. Dr. Walbrach führte in seinem Berichte aus, daß die Mitgliederzahl der Heimatvereinigung im verflossenen Jahre sich auf derselben Höhe gehalten hätte. Er führte die Ver- Der 26. und 27. März flehen im Zeichen der 6. und letzten Reichsstraßensammlung. DHD, Der Reichskommissar für Altmaterialverwertung und die von ihm eingesetzten Gaubeauftragten für Altmaterialerfassung der NSDAP, haben sich im Laufe des Jahres 1937 veranlaßt gesehen, in der Mehrzahl der Gaue die vorhandenen Rohproduktenhändler und -sammler in Bezirke ein- zuteilen, um dafür zu sorgen, daß die von der Bevölkerung auf den Appell des Beauftragten für den Dierjahresplan bereitgestellten Alt- und Abfallstosfe regelmäßig abgeholt werden. Bei allen diesen Maßnahmen hat sich gezeigt, daß die Unterstützung durch die Organisationen der NSDAP, für die nächste Zeit noch nicht entbehrt werden kann. Unter Berücksichtigung aller Erfahrungen ist nunmehr in Zusammenarbeit zwischen dem Reichswirt- schaftsminister und dem Reichskommissar für Altmaterialverwertung durch Erlaß eine Regelung dahin getroffen worden, daß alle nichtjüdischen Rohproduktenhändler im gesamten Reichsgebiet zur Pflichtsammlung beigezogen werden. Die Einteilung der Pflichtsein Gutachten dahin erstattet hatte, daß die Neu- Herstellung der Kirche dringend notwendig sei. Die Ausführung der Arbeiten wird unter Leitung des Kirchenmalers Belte von Gießener Handwerksmeistern vorgenommen werden. * Dank der Initiative des Organisten der Johan- neskirche ist man bereits seit vier Jahren darum bemüht, die Orgel der Kirche einer grundsätzlichen Umgestaltung zu unterziehen. Die Orgel mar, als sie gebaut wurde, entsprechend dem Charakter der Zeit in ihrer Klangart dem romantischen Prinzip entsprechend gehalten worden, das heißt, man versuchte damals, die Klangwirkung der Orgel der eines Orchesters zu nähern. Viele Stimmen der Orgel hatten dadurch einen bewußt verschwommenen Klang erhallen, denen anderseits auch wieder laute, fast schreiende Stimmen gegenüberstanden. Hinzu kam, daß der damals amtierende Geistliche den Wunsch hatte, die Orgel der Stadtkirche irgendwie zu übertreffen. Das Gesamtergebnis der damaligen Bemühungen war aber, vom heutigen Standpunkt der Musikkultur aus betrachtet, nicht erfreulich. Aus diesem Grund ist Organist Nebeling feit Jahren darum bemüht, die Orgel zu reformieren und sie in ihrem Klangcharakter dahin zu berichtigen, daß sie mehr und mehr dem Ideal der Orgel zu Bachs Zeiten, der „Silb ermann"-Orgel entspricht. So wurden im Laufe der Jahre bereits, mehrere Stimmen ausgewechselt, da es bisher aus finanziellen Gründen nicht möglich war, die Orgel auf einmal in ihrer Gesamtheit umzugestalten. Die Orgel zählt insgesamt 47 Stimmen, jede Stimme zu 56 Pfeifen = 2632 Pfeifen. Ein großer Teil der Stimmen müßte ausgewechsell werden, wenn die Orgel ihrem Ideal nähergebracht werden sollte. Die Arbeit daran wird noch geraume Zeit in Anspruch nehmen. ...... Gegenwärtig ist man nun damit beschäftigt, eme weitere grundsätzliche Neuerung an der Orgel vorzunehmen. Die Lederbälge, mit deren Hilfe die Pfeifen zum Erklingen gebracht wurden, werden ausgewechselt, weil sie im Laufe der Jahrzehnte brüchig geworden sind. Gleichzeitig wird die pneumatische Traktur (die Verbindung vom Orgelpult zu den Pfeifen) durch eine elektrische Traktur ersetzt. Dadurch wird es möglich, das Orgelpull, das sich bisher unmittelbar Unter der Orgel befand (der Organist faß gewissermaßen im Tonschatten und hatte kaum eine Möglichkeit der Ueberprüfung der Klangwirkung seines Spieles) weiter abzurücken, so daß dem,Organisten jetzt erheblich bessere Kantrollmöglichkeit gegeben sein wird. Die Umbauarbeiten sind naturgemäß technisch nicht einfach. Erfahrene Meister und Helfer sind aber am Werk, die sich mit Eifer und Liebe ihrer Sache annehmen. Die Umgestaltungsarbeiten geschehen durch die Orgelbaufirma Nikolaus in Lich. Der städtische Nachtragshaushalt für 1937. Der Oberbürgermeister bringt heute die II. Nach- tragshauchaltssatzung für das Rechnungsjahr 1937, die er nach Beratung mit den Ratsherren festgesetzt hat, zur Kenntnis der Bevölkerung. Der Nachtragshaushalt ist vom 24. bis 31. März im Stadthaus Bergstraße zur Einsichtnahme öffentlich aus- gelegt. Neue Feuer- und Lustschutzsirenen Prüfung und Abnahme am IHontag, 28.2Närz. In den vergangenen Tagen sind für unsere Stadt an zwei verschiedenen Stellen neue Feuer- und Luftschutzsirenen eingebaut worden. Die Prüfung und Abnahme der Sirenen wird am kommenden Montag, 28. März, in der Zeit ab 15 Uhr erfolgen. Nach 15 Uhr werden also in Abständen immer wieder diese Sirenen erklingen, deren Wirkung von verschiedenen Stadtteilen aus überprüft werden soll. Die Abnahme der Sirenen geschieht durch das Elektrizitätswerk. Die Sirenen find mit zwei Tönen ausgestattet. Für den Luftschutz gilt ein Heller Dauerton, für den Fall der Feuersgefahr wird der tiefe Dauerton eingeschaltet. Wenn nun am kommenden Montag die Sirenen, sowohl hell wie tiefer ertönen, dann mag sich jedermann sagen, daß es sich um die Prüfung der Sirenen handelt. Ein Grund zu irgendeiner Beunruhigung liegt also nicht vor. Ein Volk - ein Reich - ein Führer! Gießener SA. und ff marschieren für die Volksabstimmung. Aktivere Lntsallung der gesamten VoMumsarbeit Oie neue Gaufachstelle für Landsmannschaften. ' Merjahrespla» Neuregelung ab 1. April 1938. 1 den Klängen des Badenweiler Marsches die Fahnen eingebracht. Die Stürme rückten sodann'in ihre Sturmlokale ab und hörten bu Uebertragung der Kundgebung aus Berlin an. Die Kameraden der übrigen Stürme waren einzeln unterwegs. Dom Sturm 11 hören wir, daß er insbesondere den Stadtteil im Osten aufsuchte und in Sprechchören auf den bedeutungsvollen Tag der Volksäbstirnmung hmnpLs. i?,Das Großdeutsche Reich ist erstanden! Die Sehnsucht von Jahrhunderten ist erfüllt! Volksgenossen! Dankt es dem Führer am 10. April!" Auch in den Straßen um den Ludwigsplatz ließ der Sturm den Sprechchor hören. Im Anschluß an den Marsch saß man dann im „Schützenhaus" beisammen, um die Uebertragung aus der Deut'chlandhalle zu hören. Nach der Uebertragung schilderte ein Sturmkamerad aus eigener Anschauung die großen Erlebnisse während der Tage der nationalsozialistischen Erhebung in Oesterreich, die er in seiner Heimatstadt Graz erlebt hat. Die Kameraden solgim mit gespannter Aufmerksamkeit. sammelbezirke und die Aufsicht über die Pflichtsammlung liegt dem Reichskommissar für Altmaterialverwertung und den Gaubeauftragten für Altmaterialerfassung der NSDAP, ob. Diese Neuregelung tritt am 1. April 1938 in Kraft. Von diesem Zeitpunkt an werden die Rohproduktensammler während der er st en zehn Tage jeden Monats ausschließlich in den ihnen zugewiesenen Pflichtsammelbezirken tätig sein, um durch intensives Absammeln dieses Bezirks die Erfassung aller Alt- und Abfallstoffe zu gewährleisten. Außerdem ist mit dem Erlaß des Reichswirtschaftsministers der Unsitte, wonach Rohproduktenhändler in ausgedehnten Geschäftsreisen große Gebiete abgefahren haben, um nur die wertvollsten Altmaterialien mitzunehmen, ein Ende bereitet worden. Wenn den Sammlern des Rohproduktengewerbes zur Pflicht gemacht wird, im ersten Monatsdrittel alle Altmaterialien mitzunehmen, so müssen sie auch davor geschützt werden, daß besonders „geschäftstüchtige" Rohproduktenhändler vorher handelt wird, ist eine den Bedürfnissen der Landwirtschaft gerecht werdende Regelung des Einsatzes der zur Verfügung stehenden Arbeitskräfte zu gewährleisten. Jede Einzelaktion, u. a. also Veranlassung einzelner Ausländer oder gar ganzer Gruppen als landwirtschaftliche Wanderarbeiter oder Dauerarbeiter über die Grenzen zu gehen, birgt für das Gelingen der Bereitstellung der Arbeitskräfte nicht nur einsatzmäßig große Gefahren in sich, sondern ist nach der einschlägigen Gesetzgebung sowohl für den Betriebsführer, als auch für die Arbeitskraft straffällig. Der Ausländer muß bei illegaler Zuwanderung im übrigen damit rechnen, fein sauer verdientes Geld nicht nach Haufe schicken zu können. Verstöße werden unnachsichtlich verfolgt. Das große Ereignis der Volksabstimmung am 10. April rief für den gestrigen Mittwochabend die Kameraden der Gießener SA.-Standarte 116 und der Gießener ff auf den Plan. Kurz nach 19 Uhr traten die Sturme an ihren Sturmlokalen an und marschierten dann geschlossen zum Landgraf-Philipp-Platz, um dort für den Propagandamarsch die Sturmfahnen entgegenzunehmen. Unmittelbar danach setzten sich die Marschblöcke in mehreren Teilen in Bewegung und marschierten durch die Straßen der ganzen Stadt. Dabei erklang manches alte Kampflied der Bewegung, immer wieder erklang auch im Sprechchor kurz und klar die Parole dieses Wahlkampfes: „Ein Volk — ein Reich — ein Führer!" Die Kameraden des Reserve-Sturmbannes, die ihren Werbemarsch unter Vorantritt des Musikzuges der Standarte 116 durchführten, traten in einigen Außenbezirken, in der Marburger Straße, im Schwarzlachgebiet, in der Steinstraße, über der Lahn auf, um dann über den Horst-Weffel-Wall und durch den Seltersweg zum Landgraf-Philipp- Platz zurückzukehren. Brigadeadjutant Obersturmbannführer M ü n f e r richtete dort abschließend einige lobende Worte an die Mannschaft, die durch ihr diszipliniertes Auftreten allenthalben den besten Eindruck hinterließ. Mit dem „Sieg-Heil!" wurde des Führers gedacht, die Musik spielte das Deutschland- und das Horst-Wessel-Lied, dann wurden unter hie Gebiete nach den wertvollsten Materialien ab- grasen. Aus diesem Grunde ist der Geltungsbereich der Wanderaewerbescheine für Rohproduktenhändler auf einen Umkreis von 50 Kilometer des Wohnsitzes oder des Sitzes der ge« werblichen Niederlassung eines Roh. Produktenhändlers beschränkt worden. Die Einzelheiten sind aus dem Erlaß V 21 651/37 des Reichs- und preußischen Wirtschaftsministers vom 20. Dezember 1937 und der dazugehorenden Durchführungsanweisung des Leiters der Fachgruppe Alt- und Abfallstoffe vom 3. März 1938 zu entnehmen. anftaltungen der Vereinigung an und entlastete den Rechner der Vereinigung, Herrn Lorenz (Gießen); die Rechnung war von Herrn Stephan vorgeprüft und für richtig befunden worden. Herr Lorenz hielt dann einen interessanten Lichtbildervortrag über „Das deutsche Dorf". Eine gut verlaufene, von dem Gartengestalter Schwarz (Gießen) angeregte und durchgeführte Verlosung schloß sich an. Auf Vorschlag des stellvertretenden Vorsitzenden wurde der seitherige Vorsitzende einstimmig wiedergewählt. Diamantene Hochzeit. △ Münzend erg, 24. März. Am heutigen „ Donnerstag, 24. März, feiern die Eheleute Jakob Jung und Ehefrau Sophie, geb. Mathes, im Kreise ihrer Familie das Fest der Diamantenen Hochzeit. Der Jubilar hat das 84., seine Ehefrau das 80. Lebensjahr vollendet. Beide er« freuen sich noch körperlicher Rüstigkeit und nehmen noch regen Anteil am Geschehen unserer Zeit. Wir wünschen beiden einen gesegneten Lebensabend. Es ist dies seit 80 Jahren die erste Diamantene Hochzeit, die in Münzenberg gefeiert werden kann. Wegen Verheimlichung der Maul- und Klauenseuche bestraft. LPD. Darmstadt, 23. März. Ein Einwohner aus Bockenrod verheimlichte den Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in seinem Stall, weil er befürchtete, seinem Beruf als Hufschmied nicht mehr nachgehen zu können. Er verkaufte auch ein geschlachtetes Kalb, bei dem die Maul- und Klauenseuche festgestellt wurde. Bei einer Nachprüfung seines Stalles entdeckte man das übrige verseuchte Vieh. Der Mann hatte sich jetzt vor dem Bezirksschöffengericht in Darmstadt zu verantworten. Der Staatsanwalt beantragte eine Gefängnisstrafe von neun Monaten. Das Gericht verurteilte den Angeklagten wegen Vergehens gegen das Viehseuchengesetz zu einer Gefängnisstrafe von fünf Monaten. Endlich gefaßt. Einer, der unbefugt die Feuerwehr alarmierte. Lpd. Frankfurt a. M., 23. März. Seit Wochen wurde die Frankfurter Feuerwehr von einem Unbekannten genarrt. Der Täter rief von einer öffentlichen Fernsprechstelle über den Notruf die Feuerwache an und meldete einen Brand. Wenn die Löschzüge an der angegebenen Stelle ankamen, war von einem Feuer nie etwas zu bemerken. Jetzt besaß der Täter sogar die Dreistigkeit, innerhalb einer halben Stunde dreimal die Wehr nach der Moselstraße zu alarmieren. Es sollte das letzte Mal fein. Denn beim dritten Anruf wurde der Täter von der inzwischen nicht untätig gewesenen Polizei verhaftet. Er sieht einer schweren Bestrafung entgegen. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung) ft 6. in D. In diesem Falle ist ein Entbindungs« gelb nicht zu zahlen. Anfrage Sch. Da Ihnen die Anschrift der Brüder Ihres Großvaters aus einem Schreiben aus dem Jahre 1876 bekannt ist, wenden Sie sich am besten an das zuständige Konsulat, das die Nachforschungen anstellen und auch über die hierbei entstehenden Kosten Auskunft geben kann, was uns nicht möglich ist. Rundfunkprogramm Freitag, 25. Nlärz: 6 Uhr: Preludio, Rivercar und Fuge. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause 7: Nachrichten. 8.05: Wetter- und Schneeberichte/8.10: Gymnastik. 8.30: Von Freiburg: Froher Klang zur Werkpause. Heimat und Wandern. 9.30: Nur Freiburg: Nachrichten. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 10: Schulfunk. Präsident Feuerstein leitet eine mißvergnügte Konferenz.. Heiteres Hörspiel. 10.30: Eineinhalb Jahre auf alten Karawanenstraßen. 10.45: Sendepause. 11.55: Offene Stellen. 12: Werkskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittags- konzert. 14: Nachrichten. 14.15: Heitere Welt der Bühne. 15: Kl ines Konzert. Lieder süddeutscher Komponisten. 15.30: Mutter turnt und spielt mit dem Kind. Kuckuck rufts aus dem Wald. 15.45: Das Volk erzählt. 16: Nachmittagskonzert. 18: Zeit« geschehen. 18.30: Der fröhliche Lautsprecher. (Schall- platten.) 19: Nachrichten. 19.10: Frankfurter Würstchen. Heitere Verse und luftige Kurzhörszenen aus dem Alt-Frankfurter Leben. 21.15: Violinkonzert (Ursendung). 22: Nachrichten. 22.30: Nachtmusik. 24 bis 2: Nachtkonzert. Das Arbeitsamt Gießen teilt zur dringenden Beachtung folgendes mit: Der in allen Bezirken herrschende Mangel an landwirtschaftlichen Arbeitskräften zwingt für das Jahr 1938 zu einer genauen Innehaltung der vorgenommenen Kontingentierung des voraussichtlich zur Verfügung stehenden Angebotes an landwirtschaftlichen Wanderarbeitern und Einzelkräften aus dem In- und Auslande. Es ist daher unerläßlich, daß jeder landwirtschaftliche Betriebssichrer seine Forderung nach ausreichender Versorgung mit Arbeitskräften den Interessen des Ganzen unterordnet. Das Möglichste wird getan, um jedem Betrieb die notwendigen Kräfte zu stellen. Es muß aber auch unbedingt erwartet werden, daß Sondermaßnahmen nicht durchgeführt werden. Nur wenn einheitlich ge- Jm vollbesetzten Saale des Cafe Leib versammelten sich gestern abend die Politischen Leiter, die Block- und Zellenwalter der DAF. und der NSV. der vier Gießener Ortsgruppen zum Gemeinschafts- cmpfang der großen Kundgebung in der Deutschland-Halle in Berlin. Kreisleiter Backhaus wies vor der Uebertragung in einer kurzen Ansprache darauf hin, daß sich in dieser Stunde in ganz Deutschland die aktivistischen Gliederungen der Partei in kameradschaftlicher Verbundenheit in den Sturmlokalen und in den Versammlungssälen zum Gemeinschaftsempfang der großen Kundgebung zusammenfänden. Diese gemeinschaftliche Aktion habe den Zweck, alle aktivistischen Gliederungen zum gemeinsamen Einsatz mit halten und noch lebendiger zu gestalten, sei eine schwierige, aber eine der schönsten Aufgaben für die Landsmannschaften. Zusammenfafsend machte Pg. Sommer richtungweisende Ausführungen über die zukünftige Tätigkeit für Volkstum und Heimat. Nicht Vereinzelung und Absonderung, sondern eindeutige Ausrichtung auf die großen Ziele der Gemeinschaft, wie sie von dem Führer oorgezeichnet sind, könnten zum wirklichen Erfolg führen und der Volksarbeit in dem großen, lebendigen Strom des gegenwärti- gen Geschehens ihren tieferen Sinn verleihen. Nach weiteren Ausführungen des Referenten für Presse und Propaganda Willi Klein über die jetzt einsetzende Zusammenarbeit zwischen der Gaufachstelle und den einzelnen Vereinen sowie Erledigung rein organisatorischer Angelegenheiten schloß Pg. Sommer die Arbeitstagung, die als Auftgkt zu einer aktiveren und klareren Entfaltung der gesamten Volkstumsarbeit innerhalb der Landsmannschaften in allen Städten und Orten des Gaugebiets zu betrachten ist. Besonders erwähnt zu werden verdient, daß sich gestrigen Abend auch die Kameraden vom ____.'K. wieder in den Dienst der Sache stellten, indem sie allenthalben in den Straßen, die von den marschierenden Kolonnen berührt wurden, Verkehrs-Sicherheitsdienst leisteten. Gießener Dochenmorkkpreise. * G i e ß e n, 24. März. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, kg 1,57 Mark, feine Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 5 bis 10, Eier, deutsche, Klasse S 13, Klasse A 12%, Klasse B 12, Klasse C 11%, Klasse D 10%, Wirsing, % kg 14 bis 16, Weißkraut 10 bis 11, Rotkraut 14 bis 15, gelbe Rüben und Karotten 10 bis 12, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 15 bis 18, Unterkohlrabi 8, Grünkohl 15, Rosenkohl 15 bis 35, Feldsalat, Vio 8 bis 10, Tomaten, % kg 45, Meerrettich 35 bis 50, Zwiebeln 18 bis 20, Schwarzwurzeln 20 bis 35, Kartoffeln, % kg 5 Pf., 5 kg 44 Pf., 50 kg 3,30 bis 3,90 Mark, Aepfel, 12 bis 30 Pf., Blumenkohl, das Stück 35 bis Salat 10 bis 30, Endivien 8 bis 12, Lauch 5 bis 12, Sellerie 10 bis 35, Rettich 5 bis 15, Radieschen, das Bund 15 bis 20 Pf. * ** D i e Sperrzeit für Tauben während der Saatzeit ist auf die Tage vom 26. März bis 24. April festgesetzt. ** Neue Straßenfluchtlinien. Der Oberbürgermeister kündigt heute die Neufestsetzung der Straßenfluchtlinien in der verlängerten Schu- bertstraße und in der Straße Am Schlangenzahl, sowie die Bau- und Straßenfluchtlinien für die Baublöcke zwischen Schiffenberger Weg und Heeg- strauchweg öffentlich an. „Fwd. Preissenkung b e i Rundfunkgeräten und Lautfprechern um 5 v.H. Der Reichskommissar für die Preisbildung hat am .22. März eine Dritte Verordnung über die Regelung der Handelsspannen für Rundfunkempfangs- geräte und Lautsprecher erlassen und .gleichzeittg eine Senkung der Verbraucherpreise für Rundfunkempfangsgeräte und Lautsprecher um 5 v. H. an- geordnet. Die Preise für den Volksempfänger werden durch diese Regelung nicht berührt. 3 Uwfd 9^ k ÖJ.Jpori Horst. * Wirtschaft 205 Deutschen Radfahrer-Verband) taate nen Sonntag, unter Vorsitz von Be (Nachdruck verboten!) 16. Fortsetzung. neuer. »mm halbe Landsmännin von Ihnen. Meine Ätern Sduihjtflege langen fielen. Zeichen fotnlung. dings zu bewundern. Er war hingerissen! Sie trug das tiefschwarze Haar in zwei Zöpfen, die über die Schulter nach vorn ftwn. dlichkeit der mtlQftete den n 3 (Qiefeen); vQn Dom. Arr Lo. ichtbildervor- ? verlaufene, -eßen) ange- A sich an. Vorsitzenden mi9 wieder« nen Sonntag, unter worjig von »ezirkswart Karl Bittendorf (Freiendiez),, in Gießen. Im Mittelpunkt der Tagesordnung stand das Sportprogramm für den Sommer 1938, das wie folgt vorgesehen ist: 27. 3. Gau-Saalmeisterschaften in Wölfersheim. 24. 4. Wanderfahrt des Kreises Gießen nach Steinbach; des Kreises Friedberg nach Klein- Karben; des Kreises Limburg nach Burg Schmalbach; des Kreises Alsfeld nach Rölls- c alarmierte. . März. Seit er Feuer, enarrt Der Fernsprechstelle n und meldete 1 der angegebe« lem Feuer nie .r Täter sogar ier halben hr nach der das letzte Mal rde der Täter ,esenen Polizei en Bestrafung Der Führerring des Bezirks Gießen (Gau 12 im ~ ‘' ' " ' l"1'! um vergange- noch davon?" „Gewiß, Monsieur! Ganz frisch eingetroffen!" Als Heinz Stadler die ansehnliche Rechnung beglichen hatte, verließ er den Laden und schleppte seine Pakete bis zu dem baufälligen Eckhaus, wo Armand Larusse sich im obersten Stockwerk sein Maleratelier eingerichtet hatte. Wie man es bei sehr alten Häusern öfters antrifft, stieg die Treppe nicht in einer Flucht empor, sondern man mußte in jedem Stockwerk erst wieder ein Stück Flur entlanggehen und um ein paar Ecken biegen, beüor1 sich die Möglichkeit fand, wieder nach oben zu steigen, und wer mit dem Ort 1 nicht vertraut war, mochte seine liebe Not haben, ferner waren Bekula weiter gedrückt auf 162,25 (162,50). Unter den unveränderten Notierungen waren u. a. Demag mit 156,50, MAN. mit 137,50, Conti Gummi mit 217,50, Dt. Eisenhandel mit 155, Buderus mit 120,50, Rheinstahl mit 147,50, Verein. Stahl mit 114,75, Adler mit 123, Gesfürel mit 149,50, Holzmann mit 162,75, DDM. mit 177,50 sowie Großbankaktien. Renten lagen sehr still. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 23. März. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W 13 211, W 16 214, W 19 218, W 20 220, Roggen R 12 193, R15 196, R 18 200, R19 202 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste —, Futterhafer —. Weizenmehl Type 812 W 13 29,50, W16 29,60, W19 29,60, W20 29,95, Roggenmehl Type 1150 R12 22,45, R15 22,80, R18 23,30, R19 23,50 plus 50 Pf. Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W13 10,75, W16 10,90, W19 11,10, W20 11,20, Roggenkleie R12 9,95, R15 10,15, R 18 10,40, R19 10,50 Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Soyaschrot —, Palmkuchen —, Erdnußkuchen —, Treber getr. 14,00 Höchstpreis ab Erzeugerstation, Trockenschnitzel —, Heu lose 5,50, do. drahtgepreßt —, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt 3,30, do. gebündelt 3,00 Höchstpreise ab Erzeugerstation. Tendenz: Ruhig. Frankfurter Schtachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 24. März. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Dorauftrieb: 1129 Rinder (204 Ochsen, 144 Bullen, 567 Kühe, 214 Färsen), 637 Kälber, 35 Hümmel, 55 Schafe, 455 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 36 bis 45 Mark, Bullen 34 bis 43, Kühe 20 bis 43, Färsen (Kalbinnen) 35 bis 44, Kälber 35 bis 65, Hümmel 30 bis 52, Schafe 20 bis 42, Schweine 49,50 bis 56,50 Mark. — Marktverlauf: Rinder, Kälber und Schweine zugeteilt; Hämmel und Schafe mittelmäßig. bei einer guten Zigarette wohlsein zu lassey. Das helle Licht der Atelierlampe gab Heinz Ge legenheit, die Gestalt des jungen Mädchens Kassel sind vertreten. Der Gießener Radsport ist durch die beiden Mannschaften Sto mm el- B au m undD eib el- c W. Von - Eiff vom Gießener Radfahrer-Verein ‘ von 1885 im Zweier-Radball vertreten. Außerdem ■ kämpfen um die Gaumeisterschaft eine Mannschaft $ vom RV. Wetzlar sowie eine solche vom RV. „Flott- ' weg" Kassel. Letztere gilt als eine zur Zeit sehr pielstarke Mannschaft und es wird sich zeigen, ob die Gießener Vertreter ihre Vorherrschaft im Rad- \ ball des Gaues Nordhessen behaupten können. Gercitemannschastskampf in Wieseck. Nachdem es den Wiesecker Turnern trotz aller Bemühungen längere Zeit nicht gelang, einen Part- , ner zum Vereinsmannschajtskampf an Geräten zu finden, so war es jetzt möglich, die Kasseler Turn- gemeinde zu einem Mannschaftskampf am kommenden Samstag im Saal Braun zu gewinnen. Der Kasseler Verein, der 1936 Gaumeister im Geräteturnen war, verfügt über ausgezeichnete Geräteturner. Aber auch der heimische Verein, der in Schöff- mann, Bettin, Adolf und Otto Kreiling über beste Kräfte verfügt, ist in guter Form, wenn auch Bettin auf Grund seiner beim Gaugruppenwettkampf in Hersfeld geholten Verletzung noch etwas behindert ist. Geturnt werden nur Kürübungen. Von jeder Mannschaft nehmen sechs Mann am Barren, Pferd und Reck teil, während die Freiübungen von je vier Turnern bestritten werden. Es dürfte eigen spannenden Kampf geben, der den Freunden des Geräteturnens nach so langer Pause wieder einmal Gelegenheit gibt, gu(e Leistungen zu bewundern. Die Pausen im Wettkampf werden mit Darbietungen der Turner und Turnerinnen des gastgebenden Vereins ausgefüllt. Generalversammlung des FC. 1927 Flensungen-Mücke. Der Fußball-Club 1927 hielt seine Hauptversammlung ab. Der Dereinsführer gab einen ausführlichen Rückblick über das verflossene Geschäftsjahr. Den Glanzpunkt bildete das am 19. und 20. Juni 1937 durchgeführte zehnjährige Stiftungsfest, weiter erwähnt wurde die Beteiligung an den Sportfesten in Göbelnrod und Steinbach. Die vom Verein durchgeführte Werbeaktton brachte über 20 Neuaufnahmen. Sportwart W. Becker berichtete über die ispiel- tätigkeit der aktiven Mannschaft. Durch berufliche Versetzung gingen die erfahrensten Spieler verloren. Die Mannschaft mußte neu geformt werden, erst gegen Schluß der Verbandsrunde wurde die Mannschaft beständiger, und es reichte" noch zu einem guten Mittelplatz in der Tabelle der Gruppe A ; (2. Kreisklasse). Der Jugendwart G. Schlosser berichtete, daß > der Verein seit kurzem über eine Jugendmannschaft verfügt, die im Laufe des kommenden Jahres einen t regen Spielverkehr aufnimmt. Die Rechnungsablage ; erstattete der Kassenwart K. Theiß. Bei der Neuwahl des Vorstandes wurde der seitherige Vereinsführer Hch. Theiß V. einstimmig wiedergewählt; dieser bestimmte zu seinen Mitarbeitern: Stellv. Vereinsführer Frdr. Schumann, Schriftwart Hch. Hölzer jr., Sportwart waren Wolgadeutsche, Armand hat mir zwar verboten, es zu verraten, aber Ihnen darf ich es ja! sagen — ganz im Vertrauen!" Heinz setzte sich sprachlos auf den nächsten Stuhl. Endlich faßte er sich. „Hat der Mensch Worte? Mädel! Aber Vater Clemencau erzählte doch irgend was von einem russischen Großfürsten und so?" „Ach, das ist doch bloß eine Erfindung von diesem verrückten Armand. Er will in der üRue dö la Suisse damit Eindruck machen/ „Wunderbar! Hören Sie mal, Mädchen Pawla, ich werde Sie mit nach Berlin nehmen!" (Fortsetzung folgt) Hausen-Schönberg. , 8. 5. Bahnrennen in Gießen. 22, 5. 50-l Maul- und einer Mach- n das übrige te sich jetzt vor adt zu verant- > eine Gesang« Gericht vergehens gegen efängnis« ‘timten SS hi vrK 1 ,y 21651/37 Vr°«L> Gymnastik- 81O- Gymnaft l- rnr Werkpa^- $**E t UN» ^z. IiS S°ld- «ft Wus' । gnttinW jmst der 2rü- n Sie ft* ia5 die 9*. „7 die !aim, »a6 ® bis er nach vielem Fragen und Hetumirren endlich an sein Ziel gelangte. Heinz Stadler indessen wußte Bescheid, und da Vater Clemencau vorhin seine Neugierde wachgerufen hatte, glich sein Aufstieg in die Gemächer von Larusses Malkunst einer berauschenden Himmelfahrt. So kam er ziemlich atemlos oben an und mußte erst ein wenig verschnaufen, bevor er die altertümliche, aber überaus stilechte Bimmelglocke in Bewegung setzte. Sie schepperte lustig auf, und nach einiger Zeit öffnete sich ganz sacht und vorsichtig die Tür, hinter der ein dunkler, schmaler Kopf zögernd sichtbar wurde. Heinz Stadler war ein reichlich abgebrühter Bursche, aber jetzt hätte er um ein Haar seine ganzen Herrlichkeiten fallen lassen; denn was er sah, übertraf alle Vorstellungen. Ein mädchenhaft zartes Gesicht zeigte sich, ganz schmal und fein geformt, von bezaubernder Schönheit der Linien. Der Schöpfer schien in seiner besten Festtagssttinmung dieses Gesicht geformt zu haben. „Wer sind Sie?" fragte Pawla Werzewna in einem fremden Akzent, der großartig zu ihrer un- irdischen Erscheinung paßte. „Ich möchte meinen Freund Armand besuchen!" brachte Heinz zögernd hervor und wurde wahrhaftig rot. Das war seit seiner ersten Liebeserklärung nicht mehr geschehen. „Armand ist weggegangen. Er wird aber gleich zurückkommen. Sie sind dieser Deutsche, Heinz Stadler, nicht wahr? Armand hat mir von Ihnen erzählt. Sie dürfen hereinkommen." Sie trat mit einer unvergleichlichen Bewegung beiseite, um ihm den Weg freizugeben. ,Lch habe schon von Ihnen erzählen hören, Pawla Werzewna. Wenn ich nicht vermuten müßte, daß Sie an Huldigungen gewöhnt sind, würde ich Ihnen meine Bewunderung in begeisterten Ausdrücken zu Füßen legen. Sie find sehr schön, Pawla Werzewna!" Es geschah das Unerwartete, daß Pawla durch seine Worte in eine hilflose Verlegenheit geriet. .Kommen Sie!" sagte sie ablenkend. Als Heinz das Atelier betrat, dessen Räume ihm von vielen Besuchen vertraut waren, bot sich ein neuer Anlaß, überrascht zu sein. Wohl fand er dieselben Wände und dos große Glasfenster an der schrägen Decke, aber es wirkte gleichwohl alles neu, als habe eine Zauberhand die vordem so nüchterne Behausung verwandelt. Mit Farben, Blumen und Stoffbehängen waren verblüffende Wirkungen erzielt worden^ Aus einem Rich.Roth,' Kassenwart Karl Theiß. Jugend- wart Gust. Schlosser, Dietwart H. T h e i ß VIL, Organisationswart Erich Eckhardt, Gerätewart Herrn. Deubel, Platzwart K. Deubel und K. Handball: rNünzenberg 3gb — Nieder-Erlenbach 3gb. 5:7. Die Münzenberger Jugendmannschaft trug am Sonntag in Rieder-Erlenbach das letzte Spiel um die Kreismeisterschaft im Handball aus. Infolge körperlicher Ueberlegenheit der Nieder-Erlenbacher endete das Spiel mit 7:5 Toren für Nieder-Erlenbach. Da in der Mannschaft aber zwei Spieler mitspielten, die das Höchstalter überschritten hatten, 10. 9. Abendfahrt des Kreises Gießen zur Rehmühle. 11. 9. Wanderfahrt des Kreises Friedberg nach Odernhein; des Kreises Alsfeld nach Arns- hein; des Kreises Limburg nach Schloß Mohlsberg. Gaumeisterschasten im Gaalsport. Am kommenden Sonntag finden in Wölfersheim (Kreis Friedberg) die diesjährigen Saalmeisterschaften des Gaues Nordhessen statt. Sowohl im Reigen, im Kunstfahren, als auch im Zweier-Radball gelangen die Meisterschaften zum Austrag. Die »eften Fahrer und Spieler der Bezirke Gießen und Große Werbeaktion des Sports , in Oesterreich. Eine große Werbeaktion des deutschen Sports erfolgt in Oesterreich in der Woche vom 27. Marz bis 3. April im Dienste der Propaganda für die am 10. April stattfindende Volksabstimmung. Im Einvernehmen mit Reichsminister Dr. ©oebbels und Gauleiter Dürckel werden Handballspieler, Fußballspieler und Turner an der großzügigen Werbeaktion, die sich über die ganze zum Reich heimge- fehrte Ostmark erstreckt, mitroirten. Den Auftakt bildet am 27. März ein Handballspiel Deutsche Nationalelf — Altösterreichische Nationalelf Dor diesem Spiel wird zum ersten Mal der Reichs- sportführer zu den deutschen Volksgenossen m Oesterreich sprechen. .... Am gleichen Tage kommen in den deutsch-österreichischen Ländern die Handball-Städte- spiele Graz - Berlin, Linz - L-.pz.g, Klagen- furt — München, Innsbruck — Nurnberg-Furch und Salzburg — Stuttgart zum Austrag. Zwei deutsche Riegen der Turner zeigen ihre Vorführungen am 26. März in Graz, am 29. Marz in Innsbruck, am 1. April in Linz, am 2. April m Wels und Bludenz. Ein Fußballspiel Nationalelf - Gau Oesterreich folgt am 3. April in Wien. An diesem Tage werden noch folgende F u ßb a l l - S t äd 1 e s p i eie durch- qefübrt: Graz — München, Salzburg — Stuttgart- Ulm, Innsbruck — Berlin, Linz — Dresden, Klagenfurt — Breslau. Der Reichssportführer, der am 27 März in Wien eintrifft, besucht am 28. März Leoben und Graz, am 29. März Klagenfurt und Villach, am 30. März Salzburg, am 1. April Lmz, am 2. April Wels und kehrt am 3. April nach Wien zurück. Das Mdsportprogramm des Bezirks Gießen. Abendbörfe freundlich. Bei unverändert freundlicher Tendenz hatte die Abendbörse kein besonderes Geschäft. Die Aufträge bewegten sich in engen Grenzen. Die Kursentwicklung war gegenüber den höchsten Mittagsnotierungen nicht ganz einheitlich, aber vorwiegend voll behauptet. In Anpassung an Berlin gingen aller- dings Deutsche Linoleum um 1,50 v. H. zurück auf 176, andererseits zogen Lahmeyer auf 122,50 (121,50) an. Sonderbewegungen fanden nicht statt. Leichte Erhöhungen erfuhren u. a. Mannesmann mit 114,50 (114,25), Hoesch mit 114,40 (114), BMW. mit 156 (155,75), Gement Heidelberg mit 168 (167,75), Deutsche Erdöl mit 143,40 (143), IG. Farben mit 159,50 (159,25), Zellstoff Waldhof mit 151,50 (151,25) und Schuckert gewannen gegen den Einheitskurs 1,40 v. H. auf 180,75. Nicht ganz behauptet lagen Metallgesellschaft mit 140 (140,40), Jung genug war sie, um sich diese Besonderheit leisten zu können. Ihren schlanken, geschmeidigen Körper bedeckte eine weiße, mit bunten Stickereien geschmückte Bluse und ein kurzer, knapp bis an die Knie reichender Kittel, der in grellen, leuchtenden Farbenstreifen abgesetzt war. Da sie keine Strümpfe' anhatte, kamen ihre schlanken, leicht gebräunten Beine voll zur Geltung. Die Fußsohlen waren durch leichte Sandalen geschützt, die mit farbigen Bändern festgeh alten wurden. „Armand malt mich als russisches Bauernmädchen, und da bleibe ich der Einfachheit wegen gleich in der Maskerade." „Ich könnte Sie mir in einer anderen Kleidung ?ar nicht vorstellen!" gab Heinz in seiner unge- ünftelten Begeisterung Ausdruck, während er den glücklichen Freund insgeheim zu beneiden begann. Dann geschah etwas ganz Seltsames. „Sie sind sehr freundlich! Ich freue mich, daß Sie gekommen sind." Heinz fuhr herum und starrte sie an, denn sie hatte deutsch gesprochen, ein reines, fehlerfreies Deutsch. Pawla lachte behiftigt auf. „Sie brauchen keine so großen Augen zu machen. Eigentlich bin ich eine! würbe das Spiel für Münzenberg als gewonnen erklärt. Bisher 50 Meldungen für die „1000 Meilen" von Brescia. Am 3. und 4. April wird Italiens 12. Tausend- Meilen-Rennen für Wagen ausgetragen. Bis jetzt liegen 50 Meldungen aus Frankreich, Deutschland, England, Holland und Italien vor. Zum ersten Mal ist BMW. mit einer Mannschaft zur Stelle, die sich aus Prinz zu Schaumburg-Lippe, Ulli Richter und dem Engländer Ferne zusammensetzt. Den einzigen deutschen Sieg in dem Tausende Meilen-Rennen errangen bisher die Mercedes-Benz- Fahrer Caracciola/Sebastian im Jahre 1931. gutmütiger, alter Mann, der nur die eine Sorge hatte, wann jemals die Warenschulden der Rue de la Suisse in feinem Buche gelöscht werden würden. Genau gesagt, machte er sich auch darüber keine Sorgen. Er schrieb bedenkenlos an, wenn die Hausfrauen ihn darum baten, im Vertrauen auf das Schicksal und auf die Ehrlichkeit seiner Kundschaft. Heinz Stadler betrat den Laden von Vater Cle- .mencau, und die freundschaftliche Begrüßung, die ihm da zuteil wurde, ließ darauf schließen, daß er in dem Laden kein Unbekannter war. „Und wie steht das Konto von Armand?" fragte Stadler schmunzelnd, als er seine Einkäufe gemacht hatte. Vater Clemencau schien auf die Frage vorbereitet zu sein, denn ohne ein Zeichen der Verwunderung griff er nach seinem Buch und blätterte darin. „Er war diesmal etwas verschwenderisch, unser guter Armand!" lächelte Herr Clemencau. „Beinahe hundert Franks. Na ja, zwei verzehren auch mehr als einer, nicht wahr!" „Sieh da! Und — ist sie denn hübsch?" Die Bewegung, mit der Vater Clemencau diese diskrete Frage beantwortete, wäre eines vollkommenen Weltmannes würdig gewesen. „Bezaubernd, Monsieur, über jeden Tadel erhaben. Sie werden von Pawla Werzewna begeistert sein." „Ah — eine Russin?" „Mehr als das, eine russische Aristokratin! Ihr Vater, der Großfürst Fedor Michailowitsch Werzew, wurde vor den Augen seiner Tochter pon den Roten ermordet. Sie selbst entkam, es ist eine aufregende Geschichte! Aber — nehmen Sie sich in acht, Monsieur! Pawlas Augeit können einem Mann zum Schicksal werden. Wenn ich um dreißig Jahre jünger märe, Armand Larusse würde nichts zu lachen haben!" „Donnerwetter, da scheint es sich ja um eine ganz außergewöhnliche Kostbarkeit zu handeln. Ich nehme an, daß Armand sie als Modell verwendet?" „Er wild sich mit dem Bild den Großen Preis der Akademie erringen!" „Na, dann geben Sie mir noch eine dritte Flasche Ihres ausgezeichnetenMont Michel und eine Dose jenes wunderbaren Gebäcks, das Sie mir bei meinem vorigen Hiersein verkauften. Haben Sie Fwd. Der L ah nsch i f f ah r t s v e r k e h r im Februar. Der Frachtoerkehr im Monat Februar auf der Lahn konnte dem Monat Januar gegenüber verdreifacht werden. Infolge des normalen Wasserstandes hat sich die Schiffahrt günstig entwickelt. An Gütern wurden insgesamt 21114 Tonnen verfrachtet, davon 2339 Tonnen Bergfahrt und 18 775 Tonnen Talfahrt. Geschleust wurden 132 Güterschiffe zu Dal und 133 zu Berg. Mein-Mainische Börse. Millagsbörse: Freundlich. Frankfurt a. M., 23. März. Die freundliche Tendenz an den Aktienmärkten blieb weiterhin bestehen. Das Publikumsinteresse ist etwas reger geworden, das absolute Ausmaß der Umsatztätigkeit hat aber noch keine nennenswerte Verbreiterung erfahren. Nach wir vor sind es einige Spezialgebiete, die in den Vordergrund rücken, wovon allerdings auch auf die übrigen Marktgebiete ein gewisser Reflex ausgeht. Auch die sich häufenden Nachrichten der Abschlüsse mit Dioidendenerhöhungen halten das Interesse wach. Gegenüber der Abendbörse mar die Kursentwicklung wieder etwas unregelmäßig, es überwogen jedoch Besserungen von durchschnittlich 0,50 bis 1 v. H. Der Markt der Auto- und Maschinenpapiere lüg uneinheitlich. Höher waren MAN. mit 136,75 bis 137 (136,25), Demag mit 156 (155,75), Eßlinger mit 121,50 bis 122 (121,50), dagegen BMW., Adlermerke, Rheinmetall und Moenus bis 0,50 v. H. und Daimler 1 v.H. niedriger. Montanwerke blieben zumeist behauptet, höher waren Buderus und Deutsche Erdöl. Von chemischen Werten JG.-Farben 0,25 v. H. fester, lebhafter Metallgesell- schaft mit 139,90 bis 140 (139,50). Elektro- und Tarifwerte lagen gut behauptet, Bekula aber weiter nachgebend auf 162,50 (163). Bau- und Zellstoffaktien lagen wenig verändert, von letzteren Aschaffenburg 1,50 v. H. fester mit 144. Von Einzelwerten stiegen VDM. auf 177,50 (176,50), während Reichsbank weiter abbröckelten auf 198,50 (199,25). Arn Rentenmarkt hat sich das Kundschaftsinteresse eher vermindert, die Umsätze waren bei meist unveränderten Kursen jedenfalls gering. Reichsaltbesitz 132,75, im Freiverkehr Kommunal- Umschuldung 96,15, 4proz. Rentenbank-Ablösung 94,75 bis 94,90. Von Goldpfandbriefen wurden Nass. Landesbank Wiesbaden um 0,13 v. H. au 100,40 erhöht, sonst erfolgten meist Repartierungen. Kommunal-Obligattonen und Stadtanleihen notierten unverändert, Industrie-Anleihen und Liquidationswerte leicht schwankend. Schatzanweisungendes Reiches blieben seitens öffentlicher Stellen gesucht und wurden teilweise um 0,13 v. H. erhöht. An den Aktienmärkten blieb die Haltung auch späterhin fteundlich und teilweise fest, das Geschäft war aber ruhig. Leichte Erhöhungen zeigten u. a. MAN. mit 137,50 nach 137, Metallgesellschaft mit 140,40 nach 140, Demag mit 156,50 nach 156( Hoesch mit 114 nach 113,75, Adlerwerke mit 122,90 nach 122,75 und Reichsbank erholten sich um 1 v. H. auf 199,50. JG.-Farben schwankten zwischen 159,25 bis 159,75. Von später notierten Werten waren Akkumulatoren nach Pause stark erhöht mit 240 I (231), ferner nannte man Feldmühle Papier etwa : 3 v. H. höher mit 145, Conti Gummi fliegen au - 218 (217). Von Bankaktien ließen Deutsche Bank : 0,50 v. H. nach auf 127,50. II | Empfehlungen] Iglorir 1875A Sieifin (Äeihanienstraße 4), den 23. März 1938 1904P Bleut Srenöe on 6er Mm WMmWet-Nrlm! «MMe Be- gesetzt, bestehen. § 3. | liditspielfiaus Kernseife gelb 200 g Frischgewicht 1 3 500-g-Paket 10, lose .... 500 g 8 Putztücher extra stark Ä O ä 2 Stück Heegstrauchweg zugestimmt. 1896C johnBARRYMORE 1891A einige Artikel PALAST Giessen <ßa^sp AttzoE, gut und billig bei S&F • SffltohFüLlGRABt LOBA-WACHS u. LOBA-BEIZE Toilette-Seife.. Lanolin-Seife .. Lavendel-Seife 25 40 40 25 28 und von auf MAC DONALD NEUON EDDY/ Denn der Glanz ist wunderbar, dauerhaft und naß wischbar! Wir zeigen in dankbarer Freude die Geburt unserer Tochter an Heute Donnerstag Erstaufführung Soda Putztücher Beiprogramm u. Ton-Woche Täglich 4,6, 8.30, Sonntags 3,5.30,8.30 Uhr Seifix-Bohnerwachs Baldur-Bodenbeize Fiberbürste spitzrund Union-Waschbürste 8cr Form Schrubber Bernstein-Feinseife 80% Fett, in Faltschachteln. .... Stück 35 Stück 55, 35 stück 37, 28 .... Stück 55 stück 25, 20,15, 10 Stück 28 • Stück 25 . ___________________ 1892 A . 250-g-Dose ,200-g-Paket Stück Heute Donnerstag Erstaufführung Ein Film, der Auge, Ohr und Herz entzückt! Der aufgestellte Fluchtlinienplan wird in der Zeit vom 26. 3. bis 9.4.1938 auf dem Städtischen Hoch- und Tiefbauamt, Asterweg 9, während der üblichen Dienststunden zur Einsicht offengelegt. Einwendungen sind während der Offenlegungsfrist beim Städtischen Hoch- und Tiefbauamt schriftlich oder zu Protokoll vorzubringen. Gießen, den 23. März 1938. Der Oberbürgermeister. I. V.: Dr. Hamm. in den Aufsichtsrat berufen. Der Stand der Kasse ist durchaus günstig, und es ist eine wesentliche Um* atzsteiaerung gegen das Vorjahr zu verzeichnen. gfs. Großen-Buseck, 22. März. In der Frauenschaft fand ein volkswirtschaftlicher Abend statt. Die Leiterin Frau Schneider eröffnete den Abend mit Worten des Führers und gedachte der weltgeschichtlichen Ereignisse. Dann wies sie die Frauen auf die richtige Arbeitseinteilung hin, die besonders jetzt bei der vermehrten Frühjahrsarbeit im Haus, in Feld und Garten von Wichtigkeit ist. Für die neu aufzustellende Kinderschar würde eine Führerin ernannt. Zum Schluß wurde bekanntgegeben, daß am Sonntag, 3. April, eine kleine Schau der im Winter hergestellten Kleider und Wäsche ausgestellt wird. Eberstadt, 22. März. Am Montag konnte Frau Juliane Görlach ihren 7 9. Geburts- t a g begehen. Sie erfreut sich noch aller Rüstigkeit, hilft allenthalben im Hause und nimmt an den Geschehnissen unserer Zeit regen Anteil. — Bei gutem Besuch hielten die hiesigen Jungmädel im „Deutschen Haus" einen Elternabend ab. Die Jungmädelführerin Liselotte Rühl hieß alle Besucher herzlich willkommen und bat die Eltern, ihre Kinder stets zum Dienst anzuhalten und so das Er- ziehungswerk an der deutschen Jugend zu unterstützen. Im Verlaufe des Abends brachten dann die Jungmä'del eine Fülle unterhaltsamer Darbietungen,'Lieder wurden gesungen, Gedichte vorgetragen, lustige Einakter, sowie ein kleines Singspiel aufgeführt und Volkstänze gezeigt. Die Lieder und Volkstänze wurden von den Klängen des Schifferklaviers und der Gitarren begleitet. Die humorvollen Darbietungen lösten herzliches Lachen aus. Alle Besucher gingen befriedigt nach Hause. treitung von Ausgaben des außerordentlichen Haushaltsplans bestimmt sind, bleibt mit 1 184 383,19 RM. wie in der ursprünglichen Haushaltssatzung sest- Vornenmi GeschmackvollI Persönlich I Dteee drei wesentlichen Eigenschaften der gediegenen Familien- Drucksache Oletet Ihnen In zahlreichen neuzeitlichen Ausführungen sowie Papieren billigst die Brflhl'sche Druckerei Schulstr. 7. Ruf 2251 Or. Heinrich Christ Frau Margarete Christ geb. Älumschein Bekanntmachung. Sperrzeit für Tauben. Die Besitzer von Tauben werden aufgefordert, ihre Tauben während der Saatzeit 1895C vom 26. März 1938 bis 25. April 1938 einschließlich einzuhalten, andernfalls die Taubenhalter zu gewärtigen haben, daß sie bestraft und die Tauben von dem Feldschutzpersonal abgeschossen werden. Gießen, den 23. März 1938. Der Oberbürgermeister. I. D.: Nicolaus. s. Lang-Göns, 21. März. Am Samstagabend sprach in einer Versammlung der hiesigen Ortsgruppe der NSDAP. Pg. S e y b o l d (Gießen) über das „Deutschtum im Ausland". Im Anschluß an den Vortrag wurde eine Ortsgruppe des „Volksbundes für das Deutschtum im Auslande" (VDA.) gegründet, der zahlreiche Mitglieder beitraten. Leiter der Gruppe wurde Lehrer Hofmann. = Steinbach, 22. März. Am Sonntag fand in der Wirtschaft Görlach die 26. ordentliche Generalversammlung des Spar - und Kreditoereins Steinbach statt. 197 stimmberechtigte Mitglieder (von 230) waren erschienen. Direktor Heinrich Haas VII. gab, nachdem der im letzten Jahre verstorbenen Mitglieder gedacht war, den Revisionsbericht bekannt, ebenso den Geschäftsbericht des vergangenen Jahres. Die Bilanz, die den Genossen gedruckt vorlag, wurde hierauf einstimmig genehmigt. Von dem Reingewinn in Höhe von 1779,19 Mark werden 5 v. H. Dividende bewilligt, dem Reservefonds sollen 765 Mark, der Betriebsrücklage 558,28 Mark zugeführt werden. Der Gesamtumsatz belief sich auf 3 398 426,98 Mark. Vorstand und Aufsichtsrat wurde Entlastung exteilt. Es wurde dann eine Satzungsänderung vorgenommen, nach welcher der Vorstand nunmehr aus 5 Mitgliedern. besteht. Ferner sand noch eine Erhöhung der Pafsivkreditgrenze auf 750 Mark statt. Die erforderlichen Wahlen ergaben im Vorstand die Wiederwahl des seitherigen Mitgliedes Karl Nicolaus IV. und die Neuwahl des seitherigen Rechners der aufgelösten Spar- und Darlehenskasse Hch. Ludwig Gerhard durch Vorschlag. Auch die Wahl des Aufsichtsrates wurde durch Vorschlag vorgenommen, H. Nicolaus II. wurde wiedergewählt, Hch. Horn III., Jakob Gerhard VII. und Karl H a a s V. wurden neu Gieften, Bahnhof strafte 31 Spezialgeschäft für Teppiche u. Gardinen / _____________________________________________190QD Enameline, Herdputz, Sidol sowie sämtliche anderen Putz- und Waschmittel. Velr.: Anmeldung zur Anlegung der Wehrstammrolle der Geburlsjahrgänge 1918 und 1919. Berichtigung. Die Unterschrift in der gestrigen Bekanntmachung des Polizeidirektors muß richtig: I. 23.: koch heißen, nicht Bock (infolge eines Druckfehlers). 1860D in den Ausgaben auf . ■ 209145,— RM. estgefetzt. 1893(3 Hiernach erhöhen sich die Gesamteinnahmen meldet, die dann die in jedem Falle, notwendigen Entscheidungen traf. Das von Bürgermeister Euler entworfene Gesamtbild der Uebung gab den Blockwarten des RLB., der SA., SA.-Reserve und Feuerwehr Richtlinien für den Ernstfall. Zum Schluß gab Bürgermeister Euler seiner Freude und zugleich seinem Dank Ausdruck, der den Mithelfern der Uebung galt, aber auch besonders den Einwohnern, die alle pünktlich und gewissenhaft den Anweisungen Folge geleistet hatten. 00 Klein-Linden, 23. März. Dem 73. Stiftungsfest des Männergesangvereins „Eintracht" K l e i n - L i n d e n , das am Samstagabend im Gasthaus „Zur deutschen Eiche" gefeiert wurde, brachten unsere Einwohner großes Interesse entgegen. Vereinsführer Wilhelm Rinn gab in seiner Begrüßungsansprache seiner Freude über den starken Besuch Ausdruck und konnte im Laufe des Abends den Sangesbrüdern Friedrich Wilhelm Jung, Hermann Volk, August Weller, Ferdinand Weller, Karl Jung und Hermann Klein die Ehrennadel für 25jährige Zugehörigkeit zum Verein überreichen. Der Dereinsfüh- rer Wikhelm Rinn wurde ebenfalls mit der Ehrennadel ausgezeichnet. Die Vortragsfolge brachte neben guten Musikvorträgen der Kapelle Bender (Watzenborn-Steinberg) gut dargebotene Männerchöre, zum Teil recht schwieriger Art, von Köllner, Kern, Lang, Uthmann, Scheffler, Philipp und Abt, die sämtlich starken Beifall auslösten und der Arbeit des Chorleiters Harnisch (Watzenborn-Steinberg) alle Ehre machten. Ein Volksstück in vier Akten von Löffler, das die Liebe zur Heimat verherrlicht, wurde aufgeführt und dankbar ausgenommen. Bei Frohsinn und Tanz erlebten die Sangesfreunde dann noch einige weitere frohe Stunden. II. Nachtragshaushaltssatzung der Stabt Gießen für das Rechnungsjahr 1937. Auf Grund des § 86 der Deutschen Gemeindeordnung vom 30. Januar 1935 (RGBl. I S. 49) wird für das Rechnungsjahr 1937 folgende II. Nachtragshaushaltssatzung bekanntgemacht. I. § 1. Der dieser Satzung beigefügte Nachtragshaushaltsplan für das Rechnungsjahr 1937 wird im außerordentlichen Haushaltsplan in den Einnahmen auf . . 209 145,— RM. -ausgaben im außerordentlichen Haushaltsplan bisher 1582 503,64 RM. um 209145,— RM. 1 791 648,64 RM. § 2. Der Gesamtbetrag der Darlehen, die zur Bekanntmachung. Die Ratsherren der Stadt Gießen haben in der Sitzung vom 10.3.1938 der Aufstellung der Bau- und Straßenfluchtlinie nebst Ortssatzung für die Baublöcke 32 und 33 zwischen Schiffenberger Weg und Bohner-Wachs weiß oder gelb 250-g-Paket Parkett-Wachs weiß 500-g-Dose 70, 250-g-Dose Billige Um- null MüDlel-Slolle 3.25 3.95 4.50 5.25 5.50 6.50 9.75 11.25 Unsere Stoffe sind aus guter Qualität und ca. 140/45 breit. Bitte besuchen Sie uns recht bald. 1905Ä Manfred Volz Gießen IWlsWe 21. Schulranzen Budiecmappen aus Leder von RM.4.85 an Leder-Röhrig, Gießen, NenslaM Bekanntmachung. Alle in der Stadt Gießen wohnhaften österreichischen Wahlberechtigten werden hiermit aufaefordert, sich sofort, spätestens jedoch bis zum 26. III. I. J. bei dem Wahlamt der Stadt Gießen, Stadthaus, Bergstraße 20, Zimmer Nr. 17, während der Dienststunden von 8 bis 13 Uhr und von 14^2 bis 18 Uhr, zur Teilnahme an der österreichischen Volksabstimmung anzumelden. Zur Teilnahme an der österreichischen Volksabstimmung sind befugt alle spätestens am 10. IV. 1938 geborenen Wanner und Frauen, die die österreichische Bundesbürgerschaft besitzen, sowie diejenigen Oesterreicher, die aus politischen Gründen seit März 1933 aus Oesterreich ausgebürgert worden sind oder aus politischen Gründen Oesterreich verlassen mußten. Dabei ist es unerheblich, ob die beiden letztgenannten Gruppen inzwischen die deutsche Staatsangehörigkeit erworben haben. 1894C Gießen, den 23. III. 1938. Der Oberbürgermeister. — Wahlamt. Itr.Vl * Seiia^' jüdischen Frei Beifall!) Ich iudfscher Frei Seite und d anderen untei dann um so g Der Gauleil lchen Worten Gerung nach ( und erklärte an9e sozial, u sunge gebe e- »Mer mehr j d>b- «HI jjer unoerbir fwwis tu * *5 m u s. s Än?’ Ä 20 fite Nr Mlaqe n b y/'chen ge *Us ber pK Neier jein- Aus der engeren Heimat. Gefallenen-Ehrenmal in Krofdorf-Gleiberg. (D Krofdorf-Gleiberg, 23. März. Da durch die politischen Verhältnisse in den Nachkriegs- jahren die Errichtung eines Ehrenmals für die Gefallenen des Weltkrieges aus unserer Gemeinde unterblieb, obwohl der Wunsch nach einem solchen immer wieder laut wurde, beabsichtigt die jetzige Gemeindeleitung, dieses Versäumnis nach- zuhölen. Zur Zeit sind Fachleute mit der Bearbeitung geeigneter Entwürfe für das Ehrenmal betraut.'Nach reiflichen Erwägungen hat man als günstigsten Platz eine Ecke des früheren Friedhofes am Ausgang von Krofdorf nach Gleiberg in Aussicht genommen. Die weitere Umgebung dieser Stelle, die früher zum Teil eine tiefe Mulde, herrührend von dem alten Weg Krofdorf—Gleiberg, darstellte, ist nun nahezu durch Erdauffüllungen eingeebnet, so daß hier bei geschickter weiterer Herrichtung ein dem Dorfbild angepaßter würdig aussehender Platz entstehen dürfte. Landkreis Gießen £ Wieseck, 23. März. Eine gestern von 20 bis 21.30 Uhr durchgeführte Verdunkelungs- Übung war ein voller Erfolg. Bürgermeister Euler, der die Uebung leitete, konnte dies auch bei der anschließenden Besprechung im kleinen Saal von Gastwirt Braun feststellen. Der Uebung war die Annahme eines Fliegerüberfalls auf unsere Gemeinde zugrunde gelegt, bei der drei Fliegerbomben zur Explosion gelangten. Die angerichteten Schäden wurden in kürzester Zeit der Ortspolizeibehörde ge- k uten f'1 ä '«Stell7 3i S" »ir »9en fi W °°n 1 $ °! «Ule? 'ti ifl KV > heb "'M, Imprägnierte gestreifte Markisenstoffe 120 cm breit, in mehreren Farben vorrätig | Einspaltige | werden zum ermäßigten . • Grundpreis von 5 Pf. für die Nemanzeigen MUIImeterzeile veröffentlicht! -Jraü Ein neues bezauberndes Filmlustspiel mit Paul Kemp • Hans Moser Lucie Englisch - Theo Lingen Jupp Kussels - Trude Marlen die stürmische Heiterkeit erwecken. Beiprogramm u. Tonwoche Täglich 4, 6, 8.30 Uhr. Sonntag 3, 5.30, 8.30 Uhr Die Bestimmungen der Haushaltssatzung vom 14. Mai 1937, soweit sie sich auf die Steuersätze und die Kassenkredite beziehen, bleiben unverändert. II. Der Nachtragshaushaltsplan liegt gemäß § 86 Absatz 3 der Deutschen Gemeindeordnung vom 24. bis 31. Würz 1938 im Stadthaus, Bergstraße, Zimmer Nr. 10, öffentlich aus. Gießen, den 23. März 1938. ________Der Oberbürgermeister: Ritter.________ Bekanntmachung. Die Ratsherren der Stadt Gießen haben in der Sitzung am 10.3.1938 dem vorgelegten Plan zur Festsetzung der Straßenfluchtlinie in der verlängerten Schubertstraße und in der Straße Am Schlangenzahl zugestimmt. 1897C Der aufgestellte Fluchtlinienplan wird in der Zeit vom 26.3. bis 9. 4. 1938 auf dem Städtischen Hoch- und Tiefbauamt, Asterweg 9, während der üblichen Dienststunden zur Einsicht offengelegt. Einwendungen sind während der Offenlegungsfrist beim Städtischen Hoch- und Tiefbauamt schriftlich oder zu Protokoll vorzubringen. Gießen, den 23. März 1938. Der Oberbürgermeister. I. D.: Or. Hamm. Kernseife gelb, Marke „Gelsina“, 200 g Frischgew. 14 Kernseife weiß 250 g Frischgewicht 1 7 Gelbe Schmierseife lose 500 g 28 Weiße Schmierseife lose soo g 33 / Lin Quell der Freude für den Naturfreund Belauschtes Leben Kleine Kreatur in Wasser, Busch und Halm Don Karl Otto Bartels. 164 Naturaufnahmen aus dem Leben der nie« deren Tierwelt mit erläuternden Bildunterschriften, Namensangaben und ausführlichem Text (62 Seiten). Mit einem Geleitwort von Professor Dr. Deegener, Universität Berlin, Dieses Werk bringt erstaunlich vielseitige und trefflich gelungene Einzelbilder und Dildfol- gen aus dem reichen Leben der zahUosen kleineren Lebewesen. Aus der Freude am Beobachten ist ein wertvolles naturgeschichtliches Urkundenbuch geworden, das hervorragend geeignet ist, die Liebe auch zum kleinsten Naturgeschehen zu erwecken. Gebunden RM.4,80 Ditte verlangen Sie kostenlos unsere bebilderten Werbeblätter! Das Buch ist durch jede Buchhandlung zu beziehen! Hugo Vermühler Verlag Berlin-Lichterseide