Nr. 46 Erstes Matt 188. Jahrgang Donnerstag, 24- Abruar M8 krlchemi tdg ltd), außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monats'vezugspretr: Mit 4 ‘Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte e 180 Zustellgebühr e -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer (Betnali Hernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach- richten: Anzeiger Gietzea Postschecktonto: 5ranlfurl am Main 11686 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen druü und Verlag: vrühlsche Univerfttätrdruckerel «.Lange in Stehen. §chriftle!tvng und SeschästLftelle: Schuiftrahe 7 Annahme von Anzeigen für die Miltagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für l mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von 70 mm Breite 50Rpf.,Platzvorschrist nach vorh.Vereinbg.25O/«, mehr. ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Frankreich am Scheideweg. In der letzten Minute hat die französische Regierung versucht, sich dem Rade der politischen Entwicklung in England in den Weg zu werfen. Sie ist dabei überrollt worden, und die Schmerzensrufe der Geschlagenen können diese Niederlage nur noch — unterstreichen. Nach Englands politischem Kurswechsel steht Frankreich vor dem zwingenden Muß, sich zu entscheiden. Wird D e l b o s der Herkules sein, der den schmalen Pfad der europäischen Tugend und Vernunft wählt? Wird er radikal die neue Linie einer Zusammenarbeit der vier europäischen Großmächte einschlagen oder wird er einem zertrümmerten Ideal nachtrauern, den Scherbenhaufen mit französischer Methodik zu leimen versuchen und am Bündnis mit Moskau festhalten, das — kein Geringerer als der ehemalige Ministerpräsident Flandin stellt diese Tatsache fest — in absehbarer Zeit zum Kriege führen müßte? Es ist gerade für die französische Mentalität, die leicht Phantasmagorien einfängt und daran glaubt, recht bitter, den Becher austrinken zu müssen, dessen Inhalt man selbst mit allen diplomatischen Giften zusammenbraute. Der Widerwille ist verständlich. Aber Frankreich läuft andernfalls Gefahr, isoliert zu werden und damit auch den Rest seines Einflusses zu verlieren, dessen Ueberspannung nach dem Kriege Europa gleichsam wie eine umgekehrte Pyramide erscheinen ließ. Daß dieser labile Zustand künstlich war, daß die Romantizismen der französischen Politik aus der Zeit der Bourbonen und Napoleoniden schließlich vor der harten Wirklichkeit zusammenbrechen mußten, wenn Deutschland einig wurde, diese eherne Notwendigkeit und ein französisches Selbstbescheiden werden in Frankreich nicht überall erkannt. Die dramatischen Vorgänge im englischen Unterhaus haben eins deutlich gemacht: mit Eden zerbarst die Säule einer Politik, welche auf die Zerteilung Europas hinauslief. Eden war ein ideologischer Vertreter der Einkesselungstheorie, die sich auf immer schwächer werdenden Stützen bewegte. In der englischen Regierung gab es eine Gruppe um Lord Cranborne, die mit Eden darin übereinstimmte, das französische Programm bedingungslos zu unterstützen. Dieses Programm bestand in der Genfer Machtpolitik, die das unwirkliche Kind der kollektiven Friedenssicherung gebar, und in der französischen Verbindung dieser Idee mit dem bolschewistischen Bündnis. ES war die Unterstützung alles dessen, was deutschfeindlich ist. Es war die schroffste Ablehnung einer Entwicklung, die sich nicht durch papierne Vorschriften und Diktate aufrecht erhalten läßt. Es war die Verneinung schlechthin. Frankreich erlebte bis 1931 den Sieg seiner Nachkriegspolitik. England hatte zu viel mit sich selbst zu tun. Es mußte die Scharten auswetzen, die ihm der Krieg geschlagen, und folgte getreulich in Genf und anderwärts den Fußtapfen der Nation, die damals das Heft Europas in der Hand und eine Armee aufgebaut hatte, die die stärkste der Welt war. Aber trotzdem schrie Frankreich nach Sicherung der bereits erhaltenen und mißbrauchten Sicherheiten. Da begann die Wandlung. Der Sieg des Nationalsozialismus einigte Deutschland und machte es militärisch ebenbürtig. Italien wurde erneuert und ließ sich nicht mehr als zweitklassige Nation behandeln. Deutschland und das deutsche Volk in Oesterreich beendeten die Epoche, die in einer künstlichen, auf Befehl der ehemaligen Entente erfolgten Trennung bestanden hatte. Die Alternative rückte für Frankreich heran. Eden versuchte sie mit Paris im überkommenen Sinne zu lösen und gleichzeitig eine englisch-italienische Aussprache mit allen Mitteln zu verhindern. In diesem Bestreben wurde er von der französischen Volksfront-Regierung nachdrücklichst unterstützt. Die Dinge standen also auf Spitze und Knopf. _ w Da griff Chamberlain ein. Der Rückschlag dieses gänzlich unerwarteten Ereignisses traf mit der weltweiten Wirkung der Führerrede zusammen und verwirrte die Pariser Meinung vollkommen. Chautemps und Dslbos beriefen eine außerordentliche Sitzung des Mmisterrates ein und beschlossen eine „Eröffnung außerordentlicher Kredite für die Landesverteidigung". Unter dem Drucke ihrer Volksfrontparteien konnten sie wohl nicht anderes tun, als zunächst dieses Ablenkungsmanöver zu versuchen. Aber damit sind sie nicht um die Alternative selbst herumgekommen. Wenn sich England mit Italien einigen sollte, wenn Chamberlain zu einer Verständigung über den europäischen Friedenszu- stand mit Italien gelangt — und der Weg dazu führt naturgemäß nicht an Berlin vorbei —, dann muß sich schließlich auch Frankreich entschließen, ob es mit Moskau gegen den Frieden oder mit den europäischen Kulturnationen gegen Da 5 bolschewistische Chaos marschieren roiro. Frankreichs Aufrüstungsprogramm. Erhebliche Mehrausgaben. Paris, 24. Febr. (DNB. - Funkspruch.) Zur Tagung der vereinigten Senatsausschüsse für Die Fragen der Landesverteidigung, an der ^0 Senatoren teilnahmen, weist „Excelstor" darauf hm, daß Frankreich im vergangenen Jahre rund 23 JJC11* liarden Franken für Die La n d e s verte i d i g u n g ausgegeben habe, davon 12 Milliarden Franken haushaltsmäßig und 11 aus Dem Anleihemeg. Von diesen 23 Milliarden entfielen 11 auf die Bedürfnisse des Landheeres, 7 auf die Kriegsmarine und 5 auf die Luftwaffe. Die Rüstungsausgaben für 1938 würden m i n d e st e n s u m v i e r Milliarden Franken höber liegem Franr- reich habe seit Jahren kaum mehr als 1 Milliarde Woroschilow droht mit dem chemischen Krieg. Der Sowjet-Kriegskommiffar über die „Säuberung" der Noten Arme». Moskau, 23. Febr. (DNB.) Das 20jährige Jubiläumder Roten Armee wurde mit geräuschvollen Festen der militärischen Macht der Sowjetunion begangen. Im Beisein Stalins und der übrigen Sowjetgewaltigen, unter denen natürlich auch der Leiter der Komintern, Dimitrow, nicht fehlte, fand eine Veranstaltung im Moskauer Opernhaus statt. Der Kriegskommissar Woroschilow stellte dabei zwei hauptsächliche Merkmale des roten Heeres heraus: Die enge Verbindung zwischen Roter Armee und Bolschewistischer Partei, sowie die „lebendige Nachwirkung der Traditionen des Bürgerkrieges" im Aufbau der Roten Armee. Die Kriegsräte, Militärkommissare und politischen Gremien bei den Heeresformationen bezeichnete Woroschilow direkt als „Organe der Kommuni- st i s ch e n Parte i". Der politische Kommissar, so sagte Woroschilow unter Berufung auf Stalin, sei die Seele des kommunistischen Militärwesens. Der hysterische Ton, mit dem Woroschilow von den erschossenen Generalen als von „Banditen, Spionen, feigen Hochverrätern" usw. sprach sowie die furchtbaren Drohungen, die er an alle diejenigen Heeresangehörigen richtete, „deren lasterhafte Seelen zum Landesverrat fähig sein könnten", lassen den Rückschluß zu, daß jene furchtbaren Wunden innerhalb der Roten Armee noch lange nicht vernarbt sind. Unter den Spionen und Landesverrätern, die alle mit der „Vertilgung vom Erdboden" bestraft worden seien, erwähnte Woroschilow außer Tuchatschewski, Gamarnik, Eidemann auch den früheren Chef der gesamten roten See- strcitkräfte und Großadmiral Orlow, dessen Stellvertreter, Vizeadmiral Ludri, und den frühen Chef der roten Ostseeflotte, Vizeadmiral 6 i m i ü m. Während bisher lediglich das „Verschwinden" dieser Persönlichkeiten festgestellt werden konnte, ist also nun die Bestätigung dafür erfolgt, daß auch die ehemaligen Leiter der sowjetrussischen Kriegsmarine dasselbe blutige Ende gefunden haben wie Tuchatschewski und die übrigen erschossenen Generale. Die erst, kürzlich von Stalin verkündete Losung von der „ständigen Mobilmachung des gesamten Sowjetvolkes" sei, so erklärte Woroschilow, das „politische Evangelium" und Aktionsprogramm für den bolschewistischen Staat. Aus der Rede Woroschilows verdienen vor allem die Erklärungen über den chemischen Krieg allergrößte Beachtung. Woroschilow führte aus: Die Sowjetunion habe wohl im Jahre 1925 das Genfer Protokoll unterschrieben, das die Anwendung der chemischen und bakteriologischen Waffen im Kriegsfälle verbiete. Die Sowjetunion werde diese Verpflichtung von sich aus auch einhalten, jedoch hätten leider andere Staaken darüber „gefähr- l i ch e Ansichten". Deshalb sei in der Roten Armee das Programm der Ausbildung der chemischen Truppenteile in dem Sinne erweitert worden, daß diese nicht alle in in der Abwehr eines chemischen Angriffes geschult würden. „Wir haben", so sagte Woroschilow wörtlich, „das Programm der Ausbildung der ch:mischen Truppenteile durch Sekloren ergänzt, die über den Rahmen der Abwehrausbildung gegen einen chemischen Angriff hinausgehen. Wem? ein aggressiver Feind die Sewjettruppen mit chemischen Mitteln angreifen wird, so werden als Antwort darauf dieselben fürchterlichen chemischen Kampfmittel den Gegner treffen." * Woroschilow mußte mit einigen neuen interessanten Tatsachen herausrücken: der Erschießung weiterer führender Offiziere, von denen bisher nur bekannt war, daß sie von der Bildfläche verschwunden waren. Auf einen Schlag des Feindes sollen die Rotgardisten mit einem „tödlichen Schlag" antworten, war das Kernstück der Rede Woroschilows an eine Armee, die in den letzten Monaten, wie die Moskau, 23. Febr. (DRV.) Die auffallende Tatsache, daß der Sowjelmarschall Jegorow, bisher erster Stellvertreter des Kriegskommissars, bei den Jubiläumsfeierlichkeiten der Roten Armee vermißt wurde, hat zu pessimistischen Rückschlüßen über das Schicksal des Marschalls Anlaß gegeben. Diese Vermutungen werden bestätigt: Die„Prawda" bringt einen Artikel aus der Feder des bisherigen Oberbefehlshabers des Kiewer Militärbezirks, des Armeekommandanten F e d k o, der überraschenderweise als „Stellverkreler des Kriegskommissars" bezeichnet wird. Marschall Jegorow dürfte demzufolge „verschwunden" und Armeekommandant Fedko als stellvertretender Kriegskommissar an dessen Stelle getreten sein. Jegorow, der im alten russischen Heer bereits den Rang eines Obersten bekleidete, hatte sich den Bolschewisten zur Verfügung gestellt und manche Schlacht des Bürgerkrieges für Moskau gewonnen. Erst 1930 als Generalstabschef der Roten Armee trat Jegorow auch in die bolschewistische Partei ein. Zweifellos verbanden ihn persönliche Freundschaft und gleichgerichtete militärische Ansichten mit dem erschossenen Tuchatschewski, an dessen Seite er Entwicklung und Aufbau des Sowjetheeres während der letzten Jahre maßgebend mitbestimmt hat. Uebrigens unterschied sich Jegorow dadurch wesentlich von Tuchatschewski, daß er sich niemals um aktive Politik gekümmert hat. Vielleicht darf man die sehr aktiven Bestrebungen | „Times" feststellt, um viele tausend Offiziere, vor allem um ein ganzes Drittel des Bestandes an älteren und erfahrenen Offizieren, ärmer geworden ist. Tatsachen, die sich nicht durch Phrasen überschatten lassen und die nicht dazu berechtigen, von der Armee zu behaupten, sie sei zu tödlichen Schlägen fähig. Und will man das Ganze abrunden, so bleibt eine weitere, höchst aufschlußreiche und bezeichnende Tatsache: die Amnestierung aller Offiziere, die wegen Dienstvergehen eingekerkert worden sind. Freigelassen werden alle bis zu drei Jahren Gefängnis Bestraften. Man braucht sie wie das tägliche Brot, weil man das Offizierskorps bis zum Weißbluten ausgekämmt hat. Einstige Gefängnisinsassen sollen nun auf die freigewordenen Posten treten, eine höchst bedenkliche Sache. Aber vielleicht spekuliert der Bolschewismus heute wieder so wie in den Jahren des kommunistischen Bürgerkrieges, daß diejenigen, die hinter Gefängnisgittern saßen, für die roten Zwecke am brauchbarsten sind. Was also auf den Kehrichthaufen geworfen worden ist, soll nun nach den unerwünschten Folgen einer blutigen „Säuberung" wieder zurück. Eine feine Armee! D. 5. des neuernannten Armeeoberkommissars und stellvertretenden Kriegskommissars Mechlis, die auf die völlige Durchdringung der Armee mit bolschewistischem Parteigeist hinauslaufen, als treibende Kraft beim Sturz Jegorows vermuten. Jegorow ist nunmehr der fünfte stellvertretende kriegskommisfar und der zweite Sowjetmarschall unter den im Lause weniger Monate Hingerichteten oder verschollenen Armeeführern. Die durch die jüngsten Erklärungen Woroschilows ergänzte Liste der „liquidierten" Armeeführung sieht demnach folgendermaßen aus: Tuchatschewski (Marschall und Erster Stellvertreter des Kriegskommissars): erschossen; Gamarnik (Armeekommissar Ersten Ranges und Chef der politischen Verwaltung der Roten Armee): erschossen; Orlow (Dritter Stellvertreter des Kriegskommissars, Großadmiral und Chef der Seestreitkräfte): erschossen; A l k s n i s (Vierter Stellvertreter des Kriegs- kommifsars, Armeekommandanf Ersten Ranges und Ehef der Luftstreitkräffe): verschollen; Jegorow (nach Tuchatschewski Erster Stellvertreter des Kriegskommissars und Chef des Landheeres): verschollen. Auch Sowjeimarschall Zrgorow „verschWOen" für den Ankauf neuen Materials der Luftwaffe verausgabt, davon 850 Millionen für Landflugzeuge und 150 Millionen für Wasserflugzeuge. Die französischen Jagd - Aufklärungs - und Bombenflugzeuge seien z u a l t und verfügten über keine ausreichende Fluggeschwindigkeit, weil zwischen der Annahme eines neuen Modells durch die Behörden und der Herstellung und Indienststellung einer solchen Flugzeugserie zu viel Zeit verstreiche. Für den angekündigten Bau zweier neuer Panzerkreuzer von 3 500 0 Tonnen und für einen Kreuzer I. Klasse seien 4 Milliarden Franken notwendig. Bei den Ausgaben für das Landheer müsse man nach der Betonung der Delbos muf Stammte der „Baseler" Bei Das große Pariser Matt „Le T e rn p s" mußte nach dem 4. Februar für Deutschland verboten werden, weil es einen beispiellos verlogenen und verleumderischen „Bericht" über angeblich wilde Zustände in Deutschland gebracht Hatte, den ein „aus Berlin kommender Reisender" einem Gewährsmann des Blattes in Basel gegeben haben sollte. Der frühere französische Ministerpräsident F l a n d i n, der ja vor einigen Wochen einen kurzen Besuch in Deutschland machte, hat den Außen- ministe.r Delbos nach der Herkunft jenes Greuelberichtes gefragt. Jetzt stellt sich heraus, daß Flandin vor dem Auswärtigen Ausschuß der Kam- mer Herrn Delbos auf Den Kopf zugesagt hat, Daß Der Lügenbericht des „Temps" nirgends anders ipoher als aus einem Ressort Des — französischen Außenministeriums selbst stamme. Flandin ist ein Mann, der m Frankreich beträchtliches Ansehen genießt und bellen politische Laufbahn keinesfalls schon abgeschlossen sein dürfte. Er ist auch in letzter Zeit politisch immer stark hervorgetreten, vor allem als Bekämp'er der sowjetgebundenen Volksfrontpolitik. Wenn ein Mann feines Ansehens vor dem Kammerausschuß eine derartig schwere Anschuldigung gegen das : Außenministerium erhebt, und es damit indirekt Der gröbsten Völkerverhetzung anklagt, Dann muß man annehmen, Daß eine so ernste Anklage nicht aus der Luft gegriffen ist. Es ist bemerkenswert, belgischen Neutralität eine Verlängerung der französischen Grenz-Befestigungen nördlich und südlich Der Maginot-Linie nach Belgien, Luxemburg und der Schweiz ins Auge fassen. Allerdings dürften auf Grund des günstigeren Geländes Die Befestigungsarbeiten an diesen Grenzen bei gleicher Sicherheit mit derjenigen der Maginot- Linie hinsichtlich der Kosten sich niedriger stellen. Man müsse auch an die Ergänzung veralteter bzw. verbrauchter Kampfwagen und Traktoren für Die schwere Artillerie denken, ferner an die Verstärkung des Materials an Maschinengewehren und leichten Geschützen. t aniworten. icht aus dem Quai d'Orsay? daß der angegriffene Delbos nicht in der Lage war, den schweren Vorwurf Flandins sofort als haltlos zu dementieren. Herr Delbos beschränkte sich darauf, eine Untersuchung zuzusagen. Nach den Er- , fahrungen, die man mit solchen „Untersuchungen" in Frankreich beispielsweise gegen die Massenschie- ' bungen Cots mit modernen Armeeslugzeugen nach Rotspanien oder mit den Serien von GPU.-Morden in Paris gemacht hat, versprechen wir uns von einer solchen Untersuchung nicht viel. Aber Delbos wird die Frage nach der Urheberschaft jenes ordinären Greuelberichtes schon um seiner selbst willen sehr bald ohne alle Umschweife und Vertuschungen beantworten müssen, da er sonst j selbst in einen sehr eindeutigen Verdacht — mm- ' bestens der Mitwisserschaft oder der wohlwollenden Duldung — kommen würde. B. R. EDensRachsolgenochunqeklar t „Ein neues Gefühl der Hoffnung und des Vertrauens." London, 24. Febr. (DNB. Funkspr.) „Times" stellt fest, daß die Nachfolge Edens noch nicht geklärt fei. „Daily Tclegraplf" meint, Lord Halifax werde während der Dauer Der englisch- italienischen Verhandlungen als Außenminister fungieren. Der Premierminister werde die Oberleitung dieser Verhandlungen führen. Der britische Botschafter in Rom, Lord Perth, treffe heute nachmittag in London ein. Man nehme an, daß Earl Winterton, Der jetzige Kanzler Des Herzogtums Lancaster, einen Sitz im Kabinett erhalten solle, Das roürDe bedeuten, daß dem Premierminister eine Persönlichkeit für Sonderausgaben zur Verfügung stände. Die „Daily Mail" stellt fest, die Aussprache im Parlament habe gezeigt, daß die Minister geschlossen hinter dem Premier- mi nist er ständen. Die Abstimmung sei ein großer persönlicher Triumph Chamberlains gewesen. Jetzt, wo England aus Dem gefährlichen Jrrgang herausgekommen fei, um einen Direkten Weg in Der Außenpolitik zu verfolgen, gebe es roieDer e i n neues Gefühl Der Hoffnung auf Die Zukunft im ganzen Lande. Das zeige sich bereits in einem größeren Vertrauen in der Geschäftswelt. Die Hauptlehre Der jüngsten Krise sei aber Die, Daß England schnell und entschlossen bis zur Grenze seiner Lei- stungsfähigkeit aufrüsten müsse. .Daily Expreß" nennt Die Linksparteien ausgesprochene Kriegsparteien, Die keine Gelegenheiten verpaßten, irgendwo in der Welt Krieg zu machen. Demgegenüber vertritt das Blatt die Politik einer „splendid Isolation". Neue Rückschläge für das deutsche Schulwesen in Westpolen. Bromberg, 24. Febr. (DNB.) Nach der Schließung der dreiklassigen privaten deutschen Volksschule in Neutomischel hat das deutsche Schulwesen in Westpolen erneut schwere Rückschläge zu verzeichnen. So wurde jetzt die zwei- klassige deutsche Prioatschule in O st b u r g bei Jno- wroclaw gezwungen, den Unterricht einzustellen. Die hier im Jahre 1926 verpachteten Unter» tunftsräume im ehemaligen staatlichen Schulgebäude sind ihr gekündigt worden. Der Pachtvertrag wurde nicht mehr erneuert, so daß die deutsche Pn- vatschule in diesen Tagen geschlossen wurde. — Im Kreise Jnowroclaw ist demnach innerhalb von zwei Jahren die Dritte Deutsche Privatschule geschlossen worDen. Im Kreise SolDau wurDe Die Deutsche Klasse Der Volksschule in Soldau geschlossen. WM VW M.» i . t - r v ‘5 i ■■ '■ - - Die 31 deutschen Kinder erhalten keinen Unterricht mehr i n ihrer Muttersprache. Auch der Religionsunterricht wird nicht mehr in deutscher Sprache erteilt. Die Gesuche der Elternschaft um Wiedereinführung der deutschen Unterrichtssprache und um Erteilung des Religionsunterrichts in deutscher Sprache wurden vom Krersschul- inspektor mit der Begriindung abgelehnt, daß nur 9 von 31 Kindern wirklich deutscher Rationalität seien. Daraufhin haben die Eltern Einspruch beim Schulkuratorium und Kultusministerium erhoben. Oie Kulturarbeit der SA. Arbeitstagung des Kulturkreises.-Zusammenfassung aller geistigen Kräste der Bewegung o r ft I der Stabschef der SA. Viktor Lutze vor dem Unser linkes Bild zeigt den Frontdichter Otto Paust während l-ines Vortrags. - Rechts der wiaos W e s s e l s auf dem Rlkolar-Fnedhof. — (Scherl-M.) am 29. Januar 1938. Oskar Glöckler stammt aus Stuttgart. Der junge Künstler zog mit 21 Jahren ins Feld, wuvde 1914 gefangen und nach einem mißglückten Fluchtversuch nach Aftika gebracht, von wo er erst 1919 zurückkehren konnte. Seit 1922 stand er in der SA.. Aus seinen zahlreichen Arbeiten ist vor allen Dingen eine Horst-Wessel-Büste berühmt geworden. Mit der künstlerischen Formung des SA.-Sportabzeichens hat er sich dem in der SA. gepflegten und geförderten Gedanken der wehrhaften Leibesertüchtigung verbunden. Im Februar 1936 berief ihn der Stabschef in den Kulturkreis der SA., späterhin wurde er Abteilungsleiter in der Reichskammer der bildenden Künste und deren Landesleiter in Württemberg. Oberführer Hans Zöberlein erhält den Kulturpreis der SA. für sein Buch „D e r Befehl des Gewissen s", das in kurzer Zeit eine Auflage von 90 000 Stück erreichte. Im Kriege, aus dem er als Vizefeldwebel der Infanterie zurück- kam, wurde Zöberlein mit dem E. K. 1 und der Bayerischen Goldenen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Er nahm heim Freikorps Epp an der Niederwerfung der Räterepublik München teil, trat 1920 der NSDAP, und 1921 der SA. bei. Zöber- Berlin, 21. Febr. (DNB.) Stabschef Lutze hat in den Kulturkreis der SA. berufen: Standartenführer Hermann Okraß, Hauptschriftleiter des Parteiamtlichen Hamburger Tageblattes, geb. 1905 in Geestemünde als Sohn eines Arbeiters. Nach einem wechselvollen beruflichen Werdegang als Bankbeamter, Buchhalter und Zahlmeisterschreiber wandte sich Okraß der Parteipresse zu. Seit 1928 steht er in der SA. Für sein Buch „Hamburg bleibt rot — Das Ende einer Parole erhielt er 1937 den Dietrich-Eckart-Preis. Sturmbannführer Spanholz, 1902 in Kolberg geboren, stand als Schüler in einer Jungmanneneinheit des freiwilligen Kriegsdienstes. Infolge einer Infektion durch russische Kriegsgefangene erkrankte er in einem Lazarett. In dieser Zeit veröffentlichte er seine ersten Gedichte. Sein Werk „Deutsches Denken" hat innerhalb eines Jahres fünf hohe Auflagen erlebt. Weitere Werke, wie „Widukind erwache", „Durchbruch zur Macht", „Deutsche Tat" und „Revolution des Artglaubens" folgten. . Sturmhauptführer Dr. Gerhard Krüger, Reichsamtsleiter in der parteiamtlichen Prüfungskommission zum Schutze des NS.-Schrifttums. 1908 in Danzig geboren, wandte er sich 1925 dem Bund Oberland zu, trat ein Jahr später der Danziger lein ist Inhaber des Blutordens, des Goldenen Ehrenzeichens der Partei und des Coburger Abzeichens. Mit seinem Buche „Der Glaube an Deutschland", das den Münchener Dichterpreis 1933 errang, örwarb er sich eine große Lesergemeinde, die er auch durch seine beiden Filme „Stoßtrupp 1917" und „Um das Menschenrecht" immer wieder zu den Idealen des nationalsozialistischen Kampfes hinführte. Standartenführer Otto Paust erhält den Kulturpreis der SA. für seine Romantrilogie „Volk im F e u e r", „Nation in Not" und „Land im Licht". Paust ging als 17jähriger ins Feld, kehrte als Leutnant der Reserve, Kompameführer und Ritter hoher Orden zurück. Er stand nach dem Krieg in den verschiedensten soldatischen Formationen, die um die Erneuerung Deutschlands kämpften, nahm am Deutschen Tag 1923 in Nürnberg teil und wurde nach jahrelanger wechselnder Berufstätigkeit Schriftsteller und Schriftleiter. Als aktiver SA.-Führer stand er seit 1930 im politischen Kampf. Er steht an der Spitze der „Mannschaft", der Kameradschaft der Front- dichter, in der NSKOV. i 3n den Kullurkreis der SA. berufen. SA. bei und ist seit 1928 Mitglied der NSDAP. Er ist Träger des Goldenen Ehrenzeichens der Partei. Er mürbe 1931 der erste nationalsozialistische Führer der Deutschen Studentenschaft. Nachdem er sich bis Oktober 1933 mit der nationalsozialistischen Neuordnung des deutschen Studententums befaßt hatte, kam er als Stellvertretender Hauptschriftleiter zur Nationalsozialistischen Parteikorrespondenz (NSK.) und wurde 1936 Reichsamtsleiter in der Reichspressestelle der NSDAP. 1937 veröffentlichte er eine Schrift „Wo steht die Wirtschaft?" und kurz darauf das Buch „Geschichte des deutschen Volkes". Sturmführer Eber, 1892 in Neustadt an der Weinstraße geboren, erhielt an der Münchener Akademie seine künstlerische und kunstgeschichtliche Ausbildung, war als Kriegsmaler bei den Kampftruppen verschiedener Regimenter, wurde verschüttet, beteiligte sich in den Nachkriegsjahren in München an den Abwehrkämpfen gegen den Kommunismus, um bald darauf der NSDAP, beizutreten. Durch fein künstlerisches Schaffen in der Parteipresse setzte er sich für die Bewegung ein. Trotz fast völliger Taubheit tat er bis nach der Machtergreifung SA.» Dienst. Am 30. Januar 1938 wurde er, dessen Werke auf der Münchener Kunstausstellung große Beachtung fanden, Professor. MeÄeichshauptstadlamTodestageHorstWessels Enthüllung einer Gedenktafel für den ermordeten Freiheitskämpfer. Llm Belgiens Unabhängigkeit. Außenminister Spaak droht den Sozialdemokraten mit seinem Rücktritt. Brüssel, 23. Febr. (DNB.) Im Generalrat der belgischen sozialdemokratischen Partei kaist es zu heftigen Meinungsverschiedenheiten hinsichtlich der Unabhängigkeit Belgiens. Der marxistische Abgeordnete Buset behauptete, die belgische Unabhängigkeitspolitik werde zur Isolierung Belgiens führen. Er sprach sich gegen die Anerkennung des italienischen Imperiums aus. Außenminister Spaak erwiderte, daß die Sozialdemokratische Partei bisher nur Kritik geübt habe, ohne einen einzigen konstruktiven Vorschlag für die Außenpolitik vorzubringen. Die Genfer Liga habe sich in vielen Fällen als machtlos erwiesen. Der wichtigste Punkt für Belgien müsse die Aufrechterhaltung des Friedens sein. Die Unabhängigkeitspolitik sei eine Unterstützung des Weltfriedens. Die Anerkennung des italienischen Kaiserreichs sei de facto schon auf der Konferenz von Montreux vorgenommen worden, wo die italienischen Diplomaten als Vertreter des Königs von Italien und Kaisers von Aethiopien erschienen seien. Die Frage müsse unter Berücksichtigung der vollzogenen Tatsache und angesichts der Notwendigkeit einer allgemeinen politischen Entspannung gelöst werden. Der Zustand, daß Belgien ohne eigene Vertretung in Rom bleibe, könne nicht an- dcruern. Entweder billige die Partei seine Politik oder er würde seinen Rücktritt einreichen. ZwanzigIahre freies Estland. Am 24. Februar wird das Volk der Esten den 20. Jahrestag seiner staatlichen U n a b - h ä n g i g k e i t feiern. Diese Selbständigkeit ist den Esten nicht wie ein Geschenk des Himmels in den Schoß gefallen, sondern sie mußte in harten Kämpfen erstritten und befestigt werden. Denn als sich gegen Ende des Weltkrieges die drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen aus der gewaltigen Ländermasse der Russischen Reiches gelöst hatten, da versuchten doch die bolschewistischen Nachfolger des zaristischen Regimes immerfort, die neugewonnene Freiheit dieser Völker wieder in eine Sklaverei unter dem Sowjetstern zu verwandeln. Am 22. November 1918 marschierte d i e Rote Armee über die estländischen Grenzen, aber die bolschewistischen Eroberer sollten nicht zum Ziel kommen. Länger als ein Jahr wehrte sich das Volk der Esten unter Führung von Päts und L a i d o n e r gegen die Eindringlinge und erreichte schließlich 1920 einen ehrenvollen Frieden. Moskau hat diese Niederlage anscheinend nie recht verschmerzen können, denn es stiftete später noch einmal die estländischen Kommunisten zu einem Putsch an. Auch dieser Aufstand, der am 1. Dezember 1924 in der Hauptstadt Reval losbrach, wurde durch General Laidoner niedergeschlagen. Im Laufe der letzten Jahre hat dann Sowjetrußland sich noch wiederholt bemüht, mit Hilfe politischer Druckmittel und auf diplomatischem Wege den jungen Freistaaten seinem'Einfluß unterzuordnen. Mit der zunehmenden inneren Festigung Estlands, die von einem starken wirtschaftlichen Aufschwung begleitet war, gelang es jedoch der Revaler Regierung immer mehr, unabhängig von äußeren Beeinflussungen jene Gleichgewichtspolitik durchzuführen, die durch die geographische Lage des Landes und durch die drohende Nähe des söwjetrussischen Kolosses bedingt ist. Nachdem zunächst die alte Verfassung vom 19. Juni 1920, die dem Parlament die ganze Macht in die Hände legte und damit eine aufbauende Regierungsarbeit unmöglich machte, das innerpolitische Leben Estlands manchen Erschütterungen ausgesetzt hatte, gab zuerst die Bewegung der Freiheitskämpfer im Jahre 1933 den Anstoß zur Umbildung der Verfassung. Das neue Grundgesetz, das eine Stärkung der Regierungsmacht auf Kosten des Parlaments vorsah, trat am 24. Januar 1934 in Kraft. Aber da die Freiheitskämpfer keine eigene Führerpersönlichkeit von Format Herausstellen konnten, ergriff im März 1934 der heutige Führer Estlands, K o n st a n t i n Päts, der schon während des Weltkrieges die Idee eines freien estländischen Staates in die Tat umgesetzt hatte, die Initiative. Der Verband der Freiheitskämpfer wurde aufgelöst, dem Parlamentarismus und dem Parteienwesen ein Ende gemacht. Auf Grund eines Volksentscheides im Februar 1936 wurde sodann eine verfassunggebende Nationalversammlung berufen, die vor einem Jahre zu- fanrmentrat. Die neue Verfassung sieht an der Spitze des Staates den vom Volk gewählten Präsidenten, ferner eine aus allgemeinen Wahlen hervorgegangene Abgeordnetenkammer sowie einen Staatsrat, der aus den Vertretern der Berufsstände gebildet wird. Beide Kammern zusammen ergeben die Nationalversammlung. Es ist bezeichnend für das Geschichtsbewußtsein des junaen estländischen Staates, daß die Wahlen zum Abneordnetenhaus gerade jetzt, am 20. Jahrestag der estländischen Unabhängigkeit, stattfinden werden. Die unabhängige Friedenspolitik des neuen Estlands begegnet auch im nationalsozialistischen Deutschland weitgehendem Verständnis. Den Taten des Staatspräsidenten Päts und des Oberbefehlshabers der estländischen Wehrmacht, General Laidoner, die ihr Volk vor der bolschewistischen Sintflut gerettet haben, können mir nur Bewun- derung zollen. Die deutsch-estländischen Beziehungen sind immer recht gut gemesen, menn es sich auch nicht verschmeigen läßt, daß die estländische Presseberichterstattung über das neue Deutschland oftmals mit der Wahrheit im Widerspruch steht. Es märe im Interesse der beiderseitigen Zusammenarbeit, die gerade auch auf mirtschaftlichem Gebiet sich so günstig für den estländischen Handelspartner ausgewirkt hat, zu wünschen, daß das sonst so freundschaftliche Verhältnis durch solche Entglei- junaen und Gehässigkeiten in der Presse nicht mehr gestört wird. H. Evers. Berlin, 23. Febr. (DNB.) Die diesjährige Arbeitstagung des Kulturkreises der SA. wurde durch eine Ansprache von Stabschef Lutze im Standartensaal der Adjutantur eröffnet. Der Stabschef wies darauf hin, daß nur der wirkliches Künstlertum zeige, der mit uns a u f der gemein- samenWeltanschauung marschiert. Die SA. kämpfe für die Durchdringung des ganzen Volkes durch den Nationalsozialismus, sie sei die äußerlich sichtbare große Demonstration der neuen seelischen Haltung unseres Jahrhunderts. Aus dieser neuen seelischen Haltung erstehen auch alle kulturellen Auswirkungen. Der Chef des SA.-Kulturkreises, Obersturmbannführer Hermel, gedachte des tragisch ums Leben gekommenen Standartenführers Oskar Glöckler und wies mit besonderem Stolz auf die auch in diesem Jahre durchgeführte Aktion des Kulturkreises „Dichter der Bewegung lesen aus eigenen Werken" hin. Arbeiten auf dem Gebiete der bildenden Kunst und des Musiklebens sind weitere Etappen der Tätigkeit des Kulturkreises ge= wesen. — Der Chef des Erziehungshauptamtes der Obersten SA.-Führung, Obergruppenführer Luyken, erklärte, die Erziehungsarbeit in der SA. müsse rein auf die Zukunft abgestellt werden. Der große Auftrag, der der SA. einst zuteil wurde, und der heute vor allem in den Bestimmungen über das SA.-Sportabzeichen deutlich zum Ausdruck komme, sei der, einen deutschen M a n n e s ty p zu erziehen, der stets in Harmonie die Kräfte der Seele, des Gei st es und des Körpers in sich vereinige. Zum seelischen Soldatentum zu erziehen und dieses in weitere Generationen hineinzutragen, das fei die Aufgabe der SA. Eine Veranstaltung im Theater des Volkes „Dichter der Bewegung lesen aus eigenen Werken" beendete den Auftakt der ^diesjährigen Arbeitstagung. Am Mittwochfrüh hatten sich die Mitglieder des Kulturkreises auf dem Nikolaifriedhof zu einer G e- dächtnis stunde am Grabe Horst Wessels versammelt, wo Obersturmbannführer Herme! einen Kranz niederlegte. Von dort aus begaben sie sich in das Außenpolitische Amt der NSDAP., wo sie von Reichsleiter Rosenberg empfangen wurden. Dieser führte aus, daß jede große Gliederung der Bewegung naturgemäß ihr eigenes Gepräge habe, das sich irgendwie auf ihre Mitglieder formend auswirken müsse. Es würden sich immer Menschen finden, die ihren Aufgaben und den sich daraus ergebenden inneren Erlebnissen Ausdruck verleihen. Auf diese Weise seien die Lieder der Bewegung und die Kampflieder der SA. entstanden. Was früher in einem kleinen Kreis begrenzt entstanden sei, habe nach und nach die gesamte Bewegung mit neuem gläubigen Willen erfüllt. Nur auf diese Weise könnten sich alle künstlerischen Kräfte in den Formationen auswirken. Darum fei die Entstehung des Kulturkreises der SA. in der von ihm gewählten Form besonders zu begrüßen, weil hier nicht eine durchgegliederte Organisation mit Vertretern bis nach unten zu jeder Ortsgruppe entstanden sei, sondern eine Zusammenfassung aller g e i ft i g en Kräfte, die dem Appell an die Cba- rafterroerte ihrer Gliederung gefolgt seien oder sich innerlich zu diesem Appell bekannt hätten. Das sei eine der wesentlichsten Tatsachen, die den SA.-Kulturkreis auszeichneten. Abends veranstaltete der Kulturkreis der SA. im Hause des Rundfunks eine Hör st-Wessel-Ke- denkstunde, in deren Mittelpunkt die Aufführung der Kantate „Ewig lebt die SA." von Heribert Menzel, Musik von Erich Buder stand. Die Kesamtleitung lag in den Händen von Ober- truppführer Hansen. Obersturmbannführer Herrn e l zeichnete das Leben Horst Wessels, des Bannerträgers im Freiheitskampf. Sein Heldentum fei Garant für die Ewigkeit des Reiches. Im Dienen an der Gemeinschaft habe sich sein Leben aufgezehrt, und wenn Deutschland in dieser Stunde seiner gedenke, so gedenke es zugleich aller, die für Deutschland und für den Führer ihre Leben ließen. Dann verkündete Obersturmbannführer Hermel die T r ä - ger des Kulturpreises der SA. Den 1. Preis für bildende Kunst erhielt der im Januar dieses Jahres verstorbene Bildhauer Standartenführer O s k a r G l ö ck l e r für die von ihm geschaffene Horst-Wessel-Büste. Den Preis für Schrifttum und Dichtung erhielten Oberführer Hans Zöberlein für fein Buch „Der Befehl des Gewissens" und Standartenführer Otto Paust für seine Romantrilogie „Volk im Feuer", „Nation in Not" und „Land im Licht". Die Preisträger. Standartenführer Oskar Glöckler. Die Verleihung des Kulturpreises der SA. trifft den Bildhauer Standartenführer Glöckler nicht mehr unter den Lebenden. Er starb unerwartet Berlin, 23. Febr. (DNB.) Die Berliner SA. und mit ihr Partei, Stadtverwaltung und Bevölkerung gedachten in einer nächtlichen Feierstunde des 9. Todestages Horst Wessels. Nachmittags hatte Gauleiter Reichsminister Dr. Goebbels auf dem Nikolaifriedhof am Grabe Horst Wessels einen Kranz niedergelegt. Den Auftakt zu der Enthüllung einer Gedenktafel am Mordhause in der Frankfurter Allee bildete die Einholung sämtlicher Standarten und der Blutfahnen der Berliner SA. durch die Standarte V (Horst Wessel) vom Dienstgebäude der Kruppe Berlin-Brandenburg. Loderndes Feuer flammte aus den hohen Pylonen zu beiden Seiten des Hauses. Die Feierstunde begann mit dem Liede „Im Marschtritt der SA." Oberbürgermeister und Stadtpräsident Dr. Lippert hob dann hervor, daß es die nationalsozialistische Verwaltung der Reichshauptstadt als eine Ehrenpflicht angesehen habe, innerhalb ihres Arbeitsbereiches das Andenken an den Heros der Bewegung wachzuhalten und mahnend und verpflichtend an die kommenden Geschlechter weiterzugeben, lieber den Bereich einer Erinnerung an den Kämpfer Horst Wessel hinausgehend sei die Tafel gleichzeitig ein Denkmal für die SA., für ihren in der Kampfzeit bewiesenen Einsatzwillen und für ihre unerschütterliche Tatbereitschaft bei dem großen Aufbauwerk des Führers. Stabschef Lutze gedachte der Zeit, als in dem roten Berlin ein Häuflein von entschlossenen Männern in unbeugsamem Glauben an Adolf Hitler nur das eine Ziel kannte: Deutschlands Freiheit zu erkämpfen und das Herz auch des letzten Deutschen für den Nationalsozialismus zu gewinnen. Horst Wessels begeisterte Hingabe habe seine Kameraden immer aufs neue zum Einsatz ange- feuert. Sein Kampfeswillen, fein Glaube und seine Opferbereitschaft müßten immerdar Gemeingut des deutschen Volkes sein. Stabschef Lutze gab das Zeichen der Enthüllung der Tafel, die mit dem Reliefbild Horst Wessels u. a. die Inschrift trägt: „Wo immer Deutschland ist, da bist auch du, Horst Weffel!" Die Tafel aus rötlicher Bronce ist das Werk eines alten SA -Mannes, des Bildhauers Kowalczew- f k i. Dann nahm der Stabschef eine Vereidigung von Sturmführern vor. Im Anschluß an die Feierstunde in der Frankfurter Allee begaben sich die SA.-Führer und alten Kameraden Horst Wessels in sein Sterbezimmer im Horst-Wessel-Krankenhaus am Friedrichshain. Im Zimmer neben dem Eingang hielten Kameraden des Sturmes V Wache. Das blutrote Tuch mit dem Symbol, für das Horst Wessel starb, deckte die schlichte Bettstatt im Sterbezimmer. Darauf ruhte ein Lorbeerkranz mit einer Schleife mit dem Namen des Gauleiters. Don der Wand grüßte das Bild des Führers. Dor den verhängten Fenstern sah man die Büste Horst Weffels, die dem Bett gegenüber liegende Wand schmückte die alte Kriegsflagge. Aus dem Tischchen daneben unter einer Glasplatte lag die Krankheitsgeschichte. Der kleine Raum war voll von Kränzen und Blumen. Vor dem Krankenhaus marschierte die Standarte V auf. Die Fackeln warfen ihr flackerndes Licht auf die Kolonnen, die sich im großen Viereck aufstellten. Obergruppenführer von Jagow beaab sich in das Sterbezimmer Horst Wessels. Rote Rosen waren fein Gruß. Eine Abordnung des Jagd- g e s ch w a d e r s „H o r st Wessel", an ihrer Spitze Oberstleutnant Osterkamp und Major Frommherr, ehrte den toten Sturmsoldaten durch einen Lorbeerkranz. Vom Horst-Wessel-Krankenhaus marschierte dann die Standarte V zur Grab" ftaUc des unvergeßlichen Sturmführers. In Ge- gen wart des Obergruppenführers marschierte die Standarte an dem mit Kränzen über und über geschmückten Hügel vorbei. Generalseldmarschall Göring in Warschau. Warschau. 23. Febr. (DNB.) Ministerpräsident Generalfeldmarschall Göring stattete in Warschau dem Mnnsterprasidenten General Skladkowski und dem Außenminister B e ck. mit dem eine längere Unterredung stattfand. Besuche ab. Auf dem Schloß trug sich Ministerpräsident Göring in die Besuch--,- liste des S t a a t s p r äs i d e n t e n ein, der bereits nach Bialowieza abgereist ist. Nach einem Frühstück in der deutschen Botschaft machte Generalfeldmar- schall Göring dem polnischen Marschall Ryds- S m i g l y seinen Besuch. Im Anschluß an das Essen das Außenminister Beck abends gab, wird sich Ge- neralfcldmarschall Göring mit seiner Begleitung im Sonderzug zur Teilnahme an der S t a a t s j a g d des Staatspräsidenten n a ch B i a l o w i e z a begeben. Deutschland sucht Arbeiter. - Im Ausland steigende Arbeitslosenziffern. Washington, 24. Febr. , • V BENZ Typ 320 (3.2 Llr.) ab RM 8950.- ab Werk 7 fach bereift ab Werk W , ■ • ' --! ; _______________! 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Februar 1938 thi der heutigen Dormittagsziehung wurden gezogen 4 Gewinne zu 10000 RM. 137523 335183 4 Gewinne zu 5000 NM. 231019 249588 6 Gewinne zu 3000 RM. 809'23 248133 347094 14 Gewinne zu 2000 RM. 74251 103652 117595 200236 227536 256686 346893 64 Gewinne zu 1000 RM 31967 35787 37390 40316 57258 58410 102348 119270 146075 148463 152234 173419 174223 185969 199388 210952 217727 260187 293750 809704 316148 334608 336073 342774 349720 350226 361196 379624 380708 382472 383986 394212 92 Gewinne zu 500 RM 5833 36115 37831 42228 49217 54596 58477 70900 72669 80461 124853 126554 129001 131772 140916 148416 155293 165439 165506 179863 182277 187919 191931 206697 230876 239323 248276 248573 254244 257165 258685 278541 292595 301730 307715 333338 340665 346502 348123 349204 350888 366857 371780 377586 388333 397530 190 Gewinne zu 300 RM 1567 7407 10668 27459 32135 32428 42713 44592 46927 60981 61648 63171 64719 66515 68486 72173 74114 79502 84126 87150 90421 96136 100836 109209 109667 112099 112837 116814 118489 135698 142268 147934 149704 150170 156883 159892 163386 167334 173596 174201 179606 180718 182000 185785 188396 190236 208940 209428 210652 213818 221346 222917 229664 229831 230214 246206 248800 260325 263026 269847 270130 270594 278908 283464 290637 293659 293846 295369 297435 306291 306971 307228 307446 311175 312734 312811 313110 317067 320851 321478 326373 329846 330697 345136 348171 352345 357575 364011 364171 368546 375647 376857 387570 391730 393062 tJn der heutigen Nuchminagü.richung wurden gezogen 6 Gewinne zu 5000 RM. 90128 182710 288043 10 Gewinn, zu 3000 RM. 66692 82704 130481 263063 275971 18 Gewinne zu 2000 RM. 7799 26238 42900 95096 120134 162128 284372 397916 398456 46 Gewinn, zu 1000 RM 37726 39085 63384 82625 93975 10/976 132393 171121 190011 192440 226462 251958 269238 295568 306266 306508 308141 316269 316454 318480 332345 368159 385155 64 Gewinne zu 500 RM 29759 44841 53148 55708 70872 79195 80109 85870 87147 87890 102746 112716 120809 123298 147749 148467 201290 203010 217832 225989 235961 265865 283531 309041 321446 323006 331060 344675 349606 355795 373808 390823 134 Gewinne zu 300 RM 619 3363 6290 1 3362 18261 25918 26648 31063 33945 36917 37034 41067 56773 62141 62178 64019 71642 90796 100148 105943 109753 111213 113338 116379 116810 117540 128995 129050 144535 150513 165200 167459 179696 180460 181439 197912 198658 200259 206758 231329 232751 233560 237338 239127 241327 258121 270221 276341 2863I2 291117 295039 296423 317146 320519 322492 331704 334249 353189 356086 361132 364750 368166 370433 373585 379220 379245 382145 <3m Eewknnrode verblieben: 2 Gewinne zu se 1000000, 2 zu je 500000, 2 zu je 75000, 4 zu fe 50000, 6 zu je 30000, 12 zu je'20000, 60 zu je 10000, 104 zu je 5000, 200 zu je 3000, 542 zu je 2000, 1458 zu je 1000 2578 zu je 500, 5190 zu je 300, 122840 zu K 150 M. 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Berufung in die Akademie für Lugendführung. — Verpflichtung auf eine Mlndefldienstzeii von zwölf Jahren. — Lugendführer-Patent nach Abschlußprüfung. Oie Erfüllung des Parteiprogramms. Zum Griindungstag der NSDAP. am 24. Februar. Wieder einmal jährt sich der Tag, an dem vor 18 Ihren Adolf Hitler das Programm der Partei verkündete, das seitdem zukunftweisend und richtunggebend den Weg der Nation bestimmt. Die ältesten und getreuesten Mitkämpfer des Führers werden in der Hauptstadt der Bewegung bei den Veranstaltungen, die die Partei durchführt, ihre Gedanken zurückschweifen lassen in jene Zeit, da hinter dem Hakenkreuz eine kleine, aber entschlossene Schar von Männern marschierte, die, beseelt von dem gleichen Geist und von dem gleichen Willen, ihre ganze Kraft und ihren ganzen Einsatz dem Manne verschrieben hatten, dem sie blindlings vertrauten: AdolfHitler! Lassen wir die Gedanken zurückschweifen in jene Zeit vor 18 Jahren, vergegenwärtigen wir uns, welche Entwicklung dieser in der Geschichte unseres Volkes so überaus bedeutungsvolle Abschnitt nahm. Niemand kann uns über diesen Tag besser und eindrucksvoller Aufklärung geben, als' d e r Führer selbst, der in seinem Werk „Mein Kampf" eingehend und ausführlich den Ablauf dieses Tages schildert. Er besaß damals, wie er schreibt, nur eine einzige Sorge: „Wird der Saal des Hofbräuhauses gefüllt sein oder werden wir vor gähnender Leere sprechen? Ich hatte die felsenfeste innere Ueberzeugung, daß, wenn die Menschen kommen würden, der Tag ein großer Erfolg für die junge Bewegung werden müsse. So bangte ich dem damaligen Abend entgegen." Und nun legt der Führer dar, wie der gewaltige Raum mit einer fast 2000 Menschen zählenden Masse überfüllt war, wie, nachdem der erste Pedner geendet hatte, er selbst das Wort ergriff, wie es zu heftigen Zusammenstößen kam, wie durch den Einsatz seiner Kameraden die Ruhe hergestellt wurde. Und dann kommen jene Worte des Führers, die uns, so oft wir sie lesen, stets von neuem ergreifen und erschüttern, jene Worte, die er in „Mein Kampf" über die erstmalige Erläuterung des Programms niedergelegt hat: „Und nun ergriff ich das Programm und begann zum ersten Male zu erläutern. Von Viertelstunde zu Viertelstunde wurden die Zwischenrufe mehr und mehr zurück- gedrängt von beifälligen Zurufen. Und als ich endlich die fünfundzwanzig Thesen Punkt für Punkt der Masse oorlegte und sie bat, selber das Urteil über sie zu sprechen, da wurden sie nun eine nach der andern unter immer mehr sich erhebendem Jubel angenommen, einstimmig und immer wieder einstimmig, und als die letzte These so den Weg zum Herzen der Masse gefunden hatte, stand ein Saal voll Menschen vor mir, zusammengeschlossen von einer neuen Ueberzeugung, einem neuen Glauben, von einem neuen Willen. Als sich nach fast vier Stunden der Raum zu leeren begann und die Masse sich Kopf an Kopf wie ein langsamer Strom dem Ausgang zuwälzte, zuschob und zudränqte, da wußte ich, daß nun die Grundsätze einer Bewegung in das deutsche Volk hinauswanderten, die nicht mehr zum Vergessen zu bringen waren. Ein Feuer war entzündet, aus dessen Glut dereinst das Schwert kommen muß, das dem germanischen Siegfried die Freiheit, der deutschen Nation das Leben wiedergewinnen soll. Und neben der kommenden Erhebung fühlte ich die Göttin der unerbittlichen Rache schreiten für die Meineidtat des 9. November 1918. So leerte sich langsam der Saal. Die Bewegung nahm ihren Lau f." Fast 13 Jahre vergingen seit dieser denkwürdigen Versammlung, bis der Tag der Machtübernahme kam, an dem die Bewegung daran gehen konnte, ihr Programm unter Zuhilfenahme der staatlichen Machtmittel zu verwirklichen. In diesen 13 Jahren jedoch war das Programm der Partei bereits das unverlierbare Gedankengut einer nach Millionen zählenden Anhängerschaft geworden, die bis zum Letzten davon überzeugt war, daß nur die Erfüllung dieses Programms der Nation wieder den Weg zum Aufstieg und zum Aufbau ebnen könnte. Für die Durchsetzung dieser Ziele waren Hunderte Berlin, 23. Febr. (DNB.) Der Jugendführer des Deutschen Reiches hat folgende Verfügung über eine Ausbildung für das Führerkorps der Hitler-Jugend erlassen: Die großen Aufgaben, die der Führer seiner Jugend gestellt hat, erfordern ein Führerkorps, das nach Charakter und Leistung höchsten Anforderungen genügt. Der Heranbildung dieses Führerkorps dient die Akademie für Jugendführung in Braunschweig. An diese Akademie kann jeder Hitlerjunge berufen werden. Voraussetzung hierfür ist: 1. Nachweis der deutschblütigen Abstammung, 2. einwandfreier gesundheitlicher und erbgesundheitlicher Untersuchungsbefund, 3. einwandfreie nationalsozialistische Haltung, körperliche und geistige Leistungsfähigkeit, 4. abgeschlossene Berufsausbildung oder Abitur. Der Anwärter nimmt an einem Vorauslese- Lehrgang teil. Nach Abschluß dieses Lehrganges wird entschieden, ob er den gestellten Anforderungen genügt. Nach erfolgreicher Ableistung der A r - beitsdienst- und Wehrdienst pflicht wird vom Führeranwärter die Erfüllung folgender Ausgaben verlangt: 1. viermonatige Tätigkeit als Mitarbeiter in einer Gebietsführung, 2. achtwöchiger Lehrgang in der Reichsjugendführerschule in Potsdam, 3. einjährige Ausbildung auf der Akademie für Jugendführung, 4. dreiwöchige Ausbildung in der Industrie des Inlandes und sechsmonatige Ausbildung im Ausland, 5. Abschlußprüfung. in den Tod gegangen, waren Zehntausende verwundet worden und hatten Arbeit und Brot verloren. Jetzt sind es fünf Jahre her, daß die Partei daran gehen konnte, die einzelnen Punkte ihres Programms in die Tat umzusetzen. Vor fünf Jahren noch erging sich der Marxismus in hämischen Glossen darüber, daß die Regierung Adolf Hitlers binnen kürzester Zeit werde zurücktreten müssen, da dieses Regime unfehlbar zum Kriege führen müsse und die Nichtdurchführung des Parteiprogramms einen Verlust der gesamten Anhängerschaft bedeuten würde. Wer spricht heute, im Jahre 1938, noch von diesen Unkenrufen, von diesen Prophezeiungen die eitel Lug und Trug geblieben sind und sich ins Nichts verflüchtet haben? „Die Führer der Partei versprechen, wenn nötig, unter Einsatz des eigenen Lebens, für die Durchführung der vorstehenden Punkte rücksichtslos einzutreten." Diese Schlußworte des Programms zeigen, daß schon damals der Führer nicht gewillt war, das Programm auch nur irgendwie abzuändern und sich „den Tatsachen anzupassen". Wir wissen es, wir merken es jeden Tag von neuem, daß nun in die Tat umaesetzt wird, was der Führer vor 18 Jahren verkündet hat. Wer heute die Stellung Deutschlands in der Welt betrachtet, der weiß wie geachtet wir dastehen, eine wie bedeutende Rolle wir im Leben der Völker spielen. Heute wagt es niemand mehr, mit uns Schindluder zu treiben, heute ist jene Gleichberechtigung unseres Volkes durchgeführt, die als unabänderliche Forderung im Programm der Partei festgelegt ist, heute verfügen wir wieder über eine starke Wehrmacht, die die Grenzen des Reiches schirmt und jeden militärischen „Spaziergang" un- ! möglich macht. Die Forderung des Punktes 22 des Parteiprogramms, die Abschaffung der Söldncrtruvpe und die Bildung eines Volksheeres, ist schon vor fast drei Jahren, am 16. März 1935, erfüllt worden. Wir denken an die Rassengesetz- g e b u n g , an die Ausschaltung des Judentums aus dem öffentlichen Leben der Nation und wissen, daß auch dies nur die Erfüllung einer im Programm der Bewegung niedergelegten Forderung ist. Nur Staatsbürger haben das Recht, über Führung und Gesetze des Staates zu bestimmen, und Staatsbürger kann nur sein, wer Volksgenosse ist, Volksge- Mit der (Einberufung zur Akademie ist der Anwärter auf eine Mindest zeit von zwölf Jahren für den Dienst in der HI. verpflichtet. Nach Bestehen der. Abschlußprüfung erhält der Führeranwärter das Jugendführer- Patent des Jugendführers des Deutschen Reiches unter gleichzeitiger Ernennung zum Bannführer und Berufung in das Führerkorps der HI. Noch während seiner Ausbildungszeit auf der Akademie hat er sich entschieden, ob er in Partei ober Staat nach seiner Dienstzeit in der HI. Weiterarbeiten will. Er wird dementsprechend während seines Einsatzes als HI.-Führer einmal im Jahre einer Dienststelle der Bewegung oder deren Gliederungen für die Zeit von drei bis vier Wochen zu- geteilt. Sein endgültiger Einsatz jedoch wird von mir entschieden. Diese Ausbildungsordnung für das Führerkorps der HI. ist als Richtlinie zu werten, in deren Rahmen die Führerauslese von meinen Beauftragten durchgeführt wird. Ich beauftrage den Chef des Personalamtes mit der Durchführung meiner Anordnung. Er erläßt die Aus- führungsbeftimmungen. Der Jugendführer des Deutschen Reiches: gez. Baldur von Schirach. ♦ Der Reichsjugendpresse dien st schreibt zu der Verfügung u. a.: Die Verfügung gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der nationalsozialistischen Jugenderziehungsarbeit. Eine planmäßige Auslese der fähigsten Führeranwärter für die Akademie für Jugendführung in Braunschweig noffe nur der, der deutschen Blutes ist, kein Jude kann daher Volksgenosse sein (Punkt 4 und 6). Vorbei sind die Zeiten, da sieben, ja acht Millionen Deutsche zum Nichtstun verdammt waren, weil ihnen die damaligen Machthaber kein Brot mehr geben konnten. „Wir fordern, daß sich der Staat verpflichtet, in erster Linie für die Erwerbs- unb Lebensmöglichkeit ber Staatsbürger zu sorgen!" Ist biefe Forberung nicht heute gleichfalls in bie Tat umgesetzt worben? Wir benken weiter an bas sozialistische Werk ber NS.-Volks- wohlfabrt und bes Winterhilfswerks, wir benken an bie Hebung ber Volksgesunbheit burch den Schutz ber Mutter unb bes Kinbes, an bie Maßnahmen zur körperlichen Ertüchtigung usw. usw. Wir wissen, baß heute jebem fähigen unb tüchtigen Volksgenossen ber Weg zu ben höchsten Stellen offen steht, baß nicht mehr wie früher Staub unb Herkommen ben Ausschlag geben. Das Schulwesen ist — wir verweisen nur auf ben vor einigen Tagen herausgekommenen Erlaß bes Reichsministers Rust unb auf die Grünbung ber Abolf-Hitler-Schulen — einer grunbsätzlichen Neugestaltung unterzogen worben (Punkt 20 unb 21). Der deutsche Bauer läuft nicht mehr Gefahr, von Halunken meist jüdischer Rasse betrogen unb um Haus und Hof gebracht zu werden. Das Reichserb- hofgesetz hat diesen Machenschaften ein für alle Mal Um ben empsinblichen Mangel an weiblichen Arbeitskräften auf bem Laube unb in ber Hauswirtschaft zu beheben, hat ber Beauftragte für ben Vier- jahresplan, Generalfelbmarfchall Göring, für bestimmte Gruppen ber berufstätigen weiblichen Ju- genb ben Nachweis einereinjährig en Tä- tigfeit in ber Laub- ober Hauswirtschaft zur gesetzlichen Voraussetzuugfürbie spätere Berufstätigkeit gemacht. Es ist dahat bereits begonnen. Der Bau ber Akobemie selbst ist soweit gebieheu, baß bie feierliche (Eröffnung am 20. April 1939, am Geburtstag bes Führers, wirb stattfinden können. Die natürliche Führerbefähigung, die nicht anerzogen ober erlernt werben kann, sonbern angeboren sein muß, wirb bie erfte Voraussetzung aller charakterlichen, geistigen unb körperlichen Fähigkeiten bes Führeranwärters sein müssen. Die Verpflichtung bes zur Akobemie einberufenen Führer- anmärters auf eine M i n b e st z e i t von zwölf Jahren sei hier befonbers hervorgehoben. Das DienftaUer bes zukünftigen Jugeubführers wirb bemnach etwa zwischen bem 23. unb 3 5. Lebensjahr liegen. Das bebeutet keine Abkehr von bem Prinzip ber Selbstführung ber Jugenb, bas Abolf Hitler selbst ber Führerschaft ber HI. gegeben hat. Jugenb ift feine Frage bes Alters, sonbern eine Frage b er Haltung. Wenn man beachtet, baß biefe 23- bis 35jährigen Führer aus ber Gemeinschaft ber Jugenb s e l b st als bie Tüchtigsten unb Befähigtsten hervorgehen unb biefer Gemeinschaft stän- big auf bas engste oerbunben finb, so wird diese Verfügung im Rahmen der Ausbildungsordnung für bas HJ.-Führerkorps als eine hervorragend Verquickung von Reife unb Jugenb gewertet werden. Das Wort „Beruf", in vergangenen Jahren im Alltagsleben jo oft verfälscht, findet hier seine Erfüllung in idealster Weise. Innere und äußere „Berufung" unb ber „Beruf" bes Jugenbführers finb keine in Idee unb Wirklichkeit getrennten Begriffe. einen Riegel vorgeschoben. „Die Forberungen einer unserer nationalen Bebürfnissen angepaßten Babenreform", wie es in Punkt 17 heißt, hat Verwirklichung gefunben. Es würbe zu weit führen, hier in allen Einzelheiten bie Erfüllung bes Parteiprogramms aufzuzeigen. Nur Einiges fei hier kurz gesagt. Schon setzt ist bie Gewinnbeteiligung ber Gefolgschaft bei zahlreichen Betrieben burchgeführt (Punkt 14), ist vor kurzem ein großzügiger Ausbau ber Altersversorgung beschlossen (Punkt 15) und eine wahrhaft beutsche Presse geschaffen worben (Punkt 23). Wenn ber eine ober anbere Programmpunkt noch nicht verwirklicht werben konnte — wir benken nur an bie Rückgabe ber uns roiber alles Recht unb Gesetz geraubten Kolonien — bann wissen wir, baß er boch einmal in bie Tat umgesetzt werben wirb. Niemanb, selbst nicht bie größten Optimisten unter uns, hatte vor fünf Jahren geglaubt, baß in so kurzer Zeitspanne alle bie hier in großen Umrissen gestreiften Forberungen verwirklicht werben könnten. Daß es trohbem geschah, verbauten wir allein bem Mann, ber am 24. Februar 1920 biefe Forberungen zum ersten Mal der^Oeffentlichkeit bekannt gab. Die ungebrochene Kampfbereitschaft ber Bewegung bürgt auch weiterhin für ben Vollzug ber 25 Thesen. D. S. mit eine Einrichtung getroffen worben, bie ihrem Sinn unb Charakter nach zu vergleichen ist mit ber Einreichtung ber Notstanbsarbeiten, nur mit bem Unterschieb, ba ßber Notstanb bamals in ber Arbeitslosigkeit, heute im Mangel an Ar- beitsfräften in ber Laub- unb Hauswirtschaft besteht. Ebenso wie wir seinerzeit einen scharfen Trennungsstrich gezogen haben zwischen ber Not- ftanbsarbeit unb bem bamals noch freiwilligen Arbeitsdienst der weiblichen Jugend und land- und hauswirlschastliches Pflichtjahr. Äon Reichöarbeiisführer Hierl. Oer Haube-künMer. (SHne Geschichte von Peter Matiheus. Mr. Wilberforce hatte es eilig. Er ließ seinen kleinen Wagen tüchtig laufen. Um so menschen- sreunblicher war bas, was er tat, als er vor sich auf ber Straße einen ältlichen kleinen Mann erblickte, ber sichtlich mübe bahinfchlich. Er hielt an unb beugte sich zum Fenster hinaus. „Hallo! Wohin?" „Nach Chikago." „Dahin fahre ich. Wollen Sie mit?" Das zerknitterte Gesicht bes kleinen Mannes strahlte. „Sehr liebensroürbig — wirklich sehr liebensmürbig!" sagte er unb batterte eilig auf ben Wagen zu. Mit einem zufriebenen Seufzer ließ er sich auf ben gepolsterten Sitz sinken. „Zigarette?" fragte Mr. Wilberforce unb hielt ihm ein angebrochenes Päckchen unb eine odjadjtel Zünbhölzer hin. , „Gerne, taufenb Dank", sagte ber kleine Mann unb bebiente sich. Mehr würbe nicht gesprochen Mr. Wilberforce brachte ben Wagen roieber in Gang unb achtete sorgsam auf bie Straße, unb ber kleine Mann rauchte seine Zigarette unb blinzelte behaglich in bie sinkenbe Sonne. Etwa eine Stunbe waren sie unterwegs unb eine weitere Stunbe von Chikago entfernt, a Mr. Wilberforce, aus einer Kurve fommenb, feinen Wagen jäh zum Stehen brachte. Quer auf ber Fahrbahn lag eine junge Fichte. Was immerhin merkwürdig war, ba es an diesem Tage roeter einen Tornabo noch sonstige starke Wmbe gegeben ^Donnerwetter!" sagte Mr. Wilberforce unb sah sich mißtrauisch nach allen Seiten um. „Teufel — sieht nach Falle aus", brummte ber flC,2)a5™tuf5! Wahrhaftig! Aber es nützt nichts. . Äüte der Heine Mann und streckte ^'°„Glauben^S!esdaß Sie’s alleine schäften?" fragte Mr. Wilberforce. „Na klar." Der kleine Mann stieg aus unb wälzte mit einiger Mühe ben nicht sehr dicken Stamm beiseite. Dann richtete er sich puftenb auf unb kehrte zum Wagen zurück. In diesem Augenblick tauchte neben bem Aüto urplötzlich ein anderer Mann auf. Ein gefährlich aussehender, ungeschlachter Kerl, ber einen großen Revolver in ber Hanb balancierte. „Holla — nicht rühren!" sagte er mit kratziger Baßstimme. „Nur keine plötzlichen Bewegungen! Das mag ich nicht." Er blickte grinfenb erst Mr. Wilberforce an unb bann ben kleinen Mann, ber stumm vorne neben bem Kühler ftanb. Als er sich roieber Mr. Wilberforce zuwanbte, war sein Grinsen höchst gering= jchähig. „Von bem ba vorne will ich nichts", knurrte er mit einer verächtlichen Kopfbewegung. „Der hat sicher keinen ganzen Dollar bei sich. Aber Sie — hm — Sie können mir mal ihre Brieftasche geben. Na, los — nicht lange gefackelt!" Mr. Wilberforce griff mit einem Achselzucken in ben Rock unb überreichte ihm die Tasche. Der Revolver war bie ganze Zeit über auf feine Brust gerichtet. Der Mann mit ber kratzigen Baßstimme klappte bas Portefeuille geschickt mit einer Hanb auf unb warf einen Blick in bas Fach, in bem bie Banknoten lagen. Ein breites Schmunzeln ging über fein Gesicht. „Oh! Oho!" sagte er. „Das genügt. Sie können weiterfahren." Er schob bas Portefeuille in bie Tasche unb trat einen halben Schritt zurück. „Dann barf ich wohl erlauben Sie bitte.. ", sagte ber kleine Mann, ber bie ganze Zeit über stumm neben bem Kühler gestanden hatte. Damit quetschte er sich hastig an ihm vorbei auf ben Sitz unb schlug bie Tür zu. „Los — abfahren!" sagte ber Baß mit rauhem Lachen. „Unb lassen Sie sich nicht einfallen anzuhalten. Wenigstens nicht, so lange ich sie sehen kann. Konnte sehr unangenehm für sie werben: Der Revolver wackelte bebrohlich hin und her. Mr. Wilberforce schaltete und gab Gas. Der Wagen glitt davon. Als sie etwa fünfzig Meter fort waren, sagte Mr. Wilberforce: „Ich habe kein Schießeisen bei mir. Hat wohl keinen Zweck anzuhalten, wie?" „Nein", sagte der kleine Mann unb schüttelte hejtig ben Kopf. „Ganz zwecklos. Fahren Sie ruhig weiter." Dies war wieberum alles, was gesprochen würbe. Der Rest bes Weges würbe schweigenb zurückgclegt.' Mr. Wilberforce dachte ergrimmt an den Verlust von zwohundertsiebzig Dollar. Woran der kleine Mann dachte, war nicht festzustellen. Es war schon dunkel, als sie Chikago erreichten. Am Westpark, am äußersten Rande der Stadt, zupfte ber kleine Mann Mr. Wilberforce am Aermel. „Darf ich hier aussteigen?" fragte er höflich. „Gewiß, felbsfoerstänblich", sagte Mr. Wilberforce unb hielt ben Wagen an. Der kleine Mann stieg aus, schloß die Tür hinter sich und beugte sich ein wenig vor. „Sie waren sehr liebenswürdig", murmelte er. „Wirklich sehr liebenswürdig. Es freut mich, baß ich Ihnen nützlich sein konnte. Nehmen Sie bies als kleines Zeichen meines Dankes." Ein bunkler Gegenstanb flog burch bas offne Fenster herein unb lanbete auf ben Knien von Mr. Wilberforce. Er knipste überrascht bas Licht an unb sah zu seinem fassungslosen Staunen seine eigene Brieftasche vor sich. Dieselbe Brieftasche, bie er vor einer Stunbe... Der kleine Mann braußen war verschwunben. Mr. Wilberforce riß bie Tür auf unb sprang aus bem Wagen. „He! Sie!" rief er aufgeregt. „Mann — wie ist bas möglich?" „Es ist mein Beruf", tönte es sanft aus ber Dunkelheit. „Ich bin — nennen wir es — Zauberkünstler." „Aber", sagte Mr. Wilberforce verblüfft, „ber Kerl hatte sie boch in bie Tasche gesteckt! In bie Tasche!" Ruhig unb freunblich, aber schon aus einiger (Entfernung klang bie Stimme bes kleinen Mannes: „Mein lieber Herr — gelernt ist gelernt!" Edisons erste Erfindung. In seinen jungen Jahren war Ebison, ber große amerikanische (Erfinber, vorübergehenb als Telegraphist in Boston tätig. Sein unb feiner Kame- raben Arbeitsraum befanb sich in einem kleinen Saal, in bem früher ein Restaurant untergevracht war, bas als unangenehme Erbschaft Bataillone von Küchenschaben hinterlassen hatte. Sie führten unter ben Fußleisten ber Wänbe ein beschauliches Dasein unb eröffneten in jeber Nacht, wenn bie Telegraphisten eine kurze Pause einlegten, einen Angriff auf Kuchen unb Butterbrot. (Ebifon würbe es zu bumm, bie lästigen Gäste mit ben Fingerspitzen fortzuschnipsen. Er brachte an ber Wanb, vor ber fein Tisch ftanb, zwei Blechstreifen in geringem Abstand voneinander an, verband ben einen mit bem positiven, ben anbern mit bem negativen Pol ber Batterie, die die Tele- graphenbrähte mit Strom speiste, unb wartete ruhig ben Angriff ber Tierchen ab. Sobalb eine Schabe bie beiden Streifen zugleich berührte, gab es Kurzschluß unb in Feuer unb Blitz ging sie in ein besieres Jenseits ein. Ebison würbe wegen seiner „(Erfinbung" stark bewundert, sogar ein Journalist befaßte sich in einem längeren Artikel mit ihr, nur bie Direktton ber Western Union, bie Ebison beschäftigte, zeigte wenig Verstänbnis für solche Hinrichtungsmethoben unb untersagte bem Schöpfer bes elektrischen Sttchls für Schaben biefe Art ber Sicherung seiner Butterbrote. ' ka. Zeitschriften. — Wie sieht bie Frühsahrsmobe aus? Das neueste Heft ber „Neuen Modenwe 1 t" (Deutscher Verlag, Berlin) zeigt es an über hunbert, meist bunten Mobellen. Man bemerkt baran viel Bänder, Schleifen unb Schärpen unb bie Freube an Streifen, fontraftierenber Farbigkeit unb einseitiger Drapierung. Schon ber erste Blick zeigt, baß die Frühlingsmobe für jebe Frau unb jeben Geschmack reizvolle Mobelle geschaffen hat. Das Heft bringt außerbem verschiedene praktische Beilagen, neue Strickkleidung, viel für Kinder, frühlingsmäßige Änderungsvorschläge und andere nützliche Tips. s t t r e e r d 5 e n i« n > r f- # Arbeitsdienst der männlichen Jugend, so ist es notwendig, auch heute einen klaren Trennungsstrich zu ziehen zwischen dem zur Zeit noch freiwilligen Arbeitsdienst der weiblichen Jugend und der Notstandsmaßnahme des land- und hauswirtschaftlichen Pflichtjahres für bestimmte Gruppen der berufstätigen weiblichen Jugend. Dieser klare Trennungsstrich ist notwendig, damit nicht Idee und Wesen des weiblichen Arbeitsdienstes durch unklare Vorstellungen verwischt oder getrübt werden. Ebenso wie der Arbeitsdienst der männlichen Jugend seinerzeit auch eine wirksame Abhilfe im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit war, so ist gegenwärtig der Arbeitsdienst der weiblichen Jugend auch eine wirksame Abhilfe 3ur Behebung des Mangels an Arbeitskräften in Der Land- und Hauswirtschaft. Ebenso wie seinerzeit neben dem Arbeitsdienst der männlichen Jugend noch die Organisation von Notstandsarbeitern notwendig war, ebenso ist heute neben dem Arbeitsdienst der weiblichen Jugend die Notstandsmaßnahme des land- und hauswirtschaftlichen Pflichtjahres eine durch die Lage gebotene und sehr begrüßenswerte Einrichtung. Ebensowenig aber wie der tiefere Sinn und Zweck des Arbeitsdienstes der männlichen Jugend nur der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit war, ebensowenig ist der Arbeitsdienst der weiblichen Jugend nur als ein Mittel zur Behebung des Mangels an Arbeitskräften in der Land- und Hauswirtschaft anzusehen. Hochschule nationalsozialistischer Erziehung zur richtigen Arbeitsauffassung und Volksverbundenheit im Geiste einer gemeinsamen Weltanschauung zu sein, ist nach dem Willen und den Worten des Führers das große Ziel des Arbeitsdienstes der weiblichen Jugend nicht minder als der der männlichen Jugend. Ebensowenig wie seinerzeit durch die Notstandsarbeiten kann'beute durch die Notstandsmaßnahme des land- und yauswirtschaftlichen Pflichtjahres dieses Ziel erreicht werden. Nur in der Lagergemeinschaft, unter der ständigen Führung, Ueber- wachung und Betreuung in und außer Dienst durch sorgfältig ausgewählte und vorgebildete Führer und Führerinnen ist dieses Ziel zu erreichen. Der durch das Reichsarbeitsdienstgesetz und die Verordnungen des Führers vom 27. Juni 1935 und 26. September 1936 befohlene Ausbau des freiwilligen Arbeitsdienstes der weiblichen Jugend zur Durchführung der allgemeinen ausnahmslosen Arbeitsdienstpflicht auch der weiblichen Jugend wurde daher durch die Notstandsmaßnahme des weiblichen land- und hauswirtschaftlichen Pflichtjahres i n keiner Weife berührt. Die zeitbedingten Umstände erfordern vielmehr einen beschleunigten Ausbau des Arbeitsdienstes für die weibliche Jugend. Notstandsarbeiten gibt es heute in Deutschland nicht mehr, die gesamte männliche Jugend geht durch die Schule des Reichsarbeitsdienstes, auch die zeitbedingte Notstandsmaßnahme des land- und hauswirtschaftlichen Pflichtjahres wird im Laufe der Zeit unnötig werden, und auch die gesamte weibliche Jugend wird i n Erfüllung d e r allgemeinen Arbeitsdienstpflicht ihrem Volke im Reichsarbeitsdienst dienen und dabei zu Frauen erzogen werden, wie sie das nationalsozialistische Deutschland braucht. Aus aller Wett. Oer neue (Gesandte der Schweiz. Der Schweizer Bundesrat hat die Versetzung des bisherigen schweizerischen Gesandten in Berlin, D i n i - chert beschlossen und zu seinem Nachfolger Legationsrat Dr. Hans F r ö l i ch e r , den bisherigen Stellvertreter des Chefs der Abteilung für Auswärtiges, in Bern ernannt. — (Afsociated-Preß-M.) Freude durch wohltun — auch im Karneval. In die Mainzer „Narrhalla" hatten Prinz Karneval Martin I. und Prinzessin Hildegard I. mehrere hundert von der NS. - Volkswohlfahrt betreute Kinder zu einem Kinder-Kreppel- kaffee geladen. Als das Prinzenpaar in vollem Ornat einzog, wollte der Jubel kein Ende nehmen. Bei Schokolade und Kuchen taten sich die Kleinen gütlich, wie es der Herr Oberhofzeremonienmeister geheißen hatte, und hatten ihre Freude an den lustigen Klängen der närrischen Hofkapelle und den Spässen des Hofnarren und des dicken gemütlichen Oberhofkochs. Die Kindertanzgruppen der NSG. Kraft durch Freude und der Tanzschule W i l l i u s - S e n z e r erheiterten durch ihre Tänze. — Das Mainzer Prinzenpaar stattete auch dem Jnvalidenhaus einen Besuch ab und stiftete bei dieser Gelegenheit für die Insassen 400 Flaschen Wein. Raubmord in einem Personenzug. In einem Personenzug auf der Strecke Gera— Weimar wurde ein Raubmord verübt Der oder die noch unbekannten Täter überfielen während der Fahrt zwischen den Stationen Papiermühle und Stadtroda den Zugführer, ermordeten ihn und warfen die Leiche auf die Strecke. Geraubt wurden 300 Mark in bar und 100 Mark in Schecks, die dem Zugführer in Geldtaschen zur Aufbewahrung übergeben worden waren. Die leeren Geldtaschen wurden ausgeschnitten im Abteil vorgefunden. Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei haben die Ermittlungen sofort ausgenommen. Jüdische Devisenschieber vor dem hanseatischen Sondergericht. Vor dem Hanseatischen Sondergericht begann ein Prozeß gegen die früheren Inhaber der ehemals jüdischen Wein-Importfirmen Sociedad Vinicola S. und L. Durlacher und Leopold David AG-, die Angeklagten Georg David, W. Casper, Durlacher und H. Dörner sowie gegen mehrere weitere Angestellte der genannten Firmen. David, Casper und Durlacher, der flüchtig ist, sind Juden. Den Angeklagten werden Deoisenoergehen in erheblichem Umfang, u. a. auch Verbrechen gegen das Volksverratsgesetz sowie jcchre- lang in großem Ausmaß betriebene Verstöße gegen das Weingesetz und Leben s- Mittelgesetz, d. h. Verfälschungen von Wein, Rum und sonstigen Spirituosen, vorgeworfen. Die Aufklärung dieser Verfehlungen wurde dadurch erschwert, daß die Angeklagten zum Teil ihre Geschäftsbücher und andere wichtige Geschäftspapiere zum Teil gefälscht, zum Teil vernich- t e t hatten. Sandsturm in Aegypten fordert 15 Todesopfer. Unterägypten wurde von einem überaus heftigen Sandsturm heimgesucht. In den Städten wurde schwerer Sachschaden angerichtet, zumal von zahlreichen Häusern die Dächer abgedeckt wurden Vom Lande wird der Einsturz von tausend Häusern, die allerdings meist nur aus Lehm errichtet waren, gemeldet. Trotzdem beträgt die Zahl der Toten bereits fünfzehn. Mehrere Dörfer sind auch a b - gebrannt. Die Schiffahrt im Suezkanal ist vorläufig unterbunden. Internationaler Automobil-Salon in Genf. Im Genfer Ausstellungsgebäude wurde der 15. Internationale Automobil-Salon durch Bundesrat Minger eröffnet. Die Genfer Ausstellung bringt wieder eine reichhaltige und repräsentative Leistungsschau, auf der die bekannten Namen aus den Hauptproduktionsländern Deutschland, England, Frankreich, Italien und den Vereinigten Staaten mit ihren neuesten Typen vertreten sind' Zahlreiche deutsche Firmen sind vertreten, die dem deutschen Kraftfahrzeugbau die Beachtung sichern, die ihm zukommt. DanzigerGedenkmarkensürArchurSchopenhauer < * ? i ■ < ! * i i • i GchSMchauer MreGMrDsnm Zum 150. Geburtstage des Philosophen Arthur Schopenhauer gibt Danzig drei Gedenkmarken in Werten zu 15, 25 und 40 Pf. heraus. Die Marke links wurde nach einem Bilde von Julius Hamel angefertigt, die mittlere nach einem Gemälde des Malers Ludwig Sigismund Ruhl, die rechte nach einer Daguerreotypie im Schopenhauer-Archiv zu Frankfurt. (Scherl-M.) Neues für den Büchertisch. — Almanach d e Gotha, Genealogisches, diplomatisches und statistisches Jahrbuch, 175. Jahrgang, Verlag Justus Perthes in Gotha, Preis in Leinen gebunden 28.— RM. — (31.) — Der Jubiläumsjahrgang dieses fast für jeden aufmerksamen Zeitungsleser unentbehrlichen Nachschlagebuches enthält eine Uebersicht sämtlicher Titelbilder, die der Almanach je gebracht hat und einen kurzen geschichtlichen Abriß über die Entwicklung des Almanachs. Obwohl er aus wirtschaftlichen Gründen nur in französischer Sprache erscheint, ist er doch das deutsche Staatshandbuch, das sich wegen seiner außerordentlichen Zuverlässigkeit in der ganzen Welt des besten Rufes erfreut. Alle Kulturstaaten der Welt legen den größten Wert auf die Veröffentlichung der neuesten Personalangaben und wirtschaftsstatistischen Uebersichten, so daß dieses Handbuch aus den denkbar zuverlässigsten Grundlagen aufgebaut werden konnte. Der Almanach enthält wie stets im ersten Teil die Genealogien sämtlicher souveränen Fürstenhäuser der Welt, ferner die der mediatisierten deutschen Standesherrn und schließlich der meisten übrigen nicht souveränen fürstlichen Häuser Europas. Der zweite Teil bringt für jedes Land nach einer gedrängten Zusammenfassung der wichtigsten Derfassungsbestimmungen einen genauen Aufriß der Regierung und Verwaltung, des diplomatischen Korps und der Wehrmacht. Angefügt werden ausführliche statistische Angaben bevölkerungs- und wirtschaftspolitischer Art. Diesen zweiten Teil schmücken Porträts des deutschen Reichspropagandaministers Dr. Goebbels und des ehemaligen belgischen Ministerpräsidenten van Zee- land, während der erste Teil Bilder des britischen Königspaares und des verstorbenen Fürsten von Signe enthält. Der Nachtrag berücksichtigt sogar noch die allerneuesten Veränderungen vom Januar d. I., so daß der Almanach denkbar aktuell ist L. — DieSteuern 1 938 (Steuerübersicht — Tabellen, Abzüge und Ermäßigungsanträge — Steuererklärungen — Rechtsmittel nebst Gebühren — Steuererlaß — Grundstückskaufoerträge — Jahressteuerterminkalender 1938 usw.) Bearbeitet von Dr. jur. et rer. pol. K. Wuth, Steuerfachverständiger, Berlin W 9. 1938. Streitberger-Verlag, Pößneck. Preis 80 Pf. — (36) — Die Schrift bringt eine allgemeinverständliche kurze Uebersicht über sämtliche wichtigen Steuerarten. Sowohl die Steuer- und Buchführungspflicht wie Befreiungen und Steuerermäßigungen, Tarife und Steuertermine sind im einzelnen behandelt. Hervorzuheben ist die zweckmäßige Art der Zusammenstellung umfassenden Gesetzesmaterials in tabellarischer Form. — Kraftfahr-Lexikon. Ein Merkbuch für die Soldaten aller motorisierten Einheiten. Von Hauptmann Dr. G. Allmendinger (In der Reihe „Soldaten-Lexikon"). Mit 60 Bildern und Skizzen. Kartoniert 1,80 RM., in biegsamem Leinenwand 2,50 RM. Franckh'sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart. — (571.) — Am Wege zum Kern der Welt. Von den Zwillingswissenschasten Astrophysik und Atomphysik. Von Dr. Erich K Keilpflug. Wenn man ganz neugierig ist und sich nicht mit der Feststellung begnügt, daß Der nächste Fixstern 4,2 Lichtjahre vorn Sonnensystem entfernt ist, sondern wenn man Temperaturen, Größe, Masse und Dichte der wichtigeren Fixsterne nicht nur vermutungsweise, sondern vollkommen exakt zu erforschen versucht und womöglich noch den Aufbau der Fix- sternfyfteme und ihre Bewegungen, so ist man Astrophysiker. Und wenn man mit derselben Genauigkeit Größe, Gewicht und Zusammensetzung der Atome kennen will, aus denen ja auch die riesigen Sterne bestehen, so treibt man Atomphysik. Astrophysik und Atomphysik sind heute, statt Philosophie und Spekulation, die W e g e zum „Kern der W e l t". Und beide hängen auf eine überraschende Weise eng zusammen. Denn trotz ihrer diametral entgegengesetzten Denkrichtungen zieht jede aus den Erkenntnissen der anderen dauernd neue und wichtige Schlüsse für ihr eigenes Gebiet. Beide aber arbeiten im Grunde genommen mit dem Unsichtbaren: die Atomphysik wegen der Kleinheit des Objektes, das kein Mikroskop je sichtbar machen kann; die Astrophysik wegen der großen Entfernung des ihren, die nur von einem hauchdünnen Lichtstrahl überbrückt wird. Die ganz besondere Leistung der neuesten Wissenschaft ist es eben, das Unsichtbare trotzdem durch die durchtriebensten Mittel erkennbar zu machen. Märchen in Zahlen. Die Ergebnisse dieses kühnsten Abenteuers des menschlichen Geistes, die gewonnen sind mit unendlichem Scharfsinn, mit peinlichster Genauigkeit um strengster Logik, klingen dem Laien dennoch einfach wie ein Märchen, vor allem darum, weil er sich ja immer nur die Ergebnisse vorsetzen läßt, deren Ableitung er „ja doch nicht versteht". .Vor nicht allzu langer Zeit hätte man es überhaupt für Phantasterei gehalten, wenn einem von dem 3,4 Lichtjahre entfernten Fixstern Sirius B gesagt worden wäre, daß fein Durchmesser nur 47 500 Kilometer beträgt (Sonne gleich 1,4 Millionen Kilometer). Da aber seine Masse wie man mit derselben Genauigkeit weiß, fast der Sonnenmasse gleich ist, so ergibt sich daraus nun die aufregende Folgerung, daß die Materie im Sirius B 25 OÖOmal dichter gepackt ist als -n der Sonne. Ein Fingerhut voll von dieser Materie wiegt daher rund zwei Zentner und würde, einem nicht zu kräftigen Menschen auf den Kopf gelegt, diesen in die Knie zwingen. Um Sirius B noch etwas genauer vorzustellen, so ist er der kleine, schwer sichtbare Begleiter des Sirius, des hellsten Fixsternes am Himmel, der jetzt, in den Winternächten, mit seinem blauweißen Brillantfeuer im Süden funkelt I Cin anderes, ebenso beliebig herausgegriffenes 1 Beispiel: von der Beteigeuze, Dem roten Stern links oben in Der Schulter des Orion — ebenfalls im Winter gut zu sehen — erzählt uns Die Astrophysik, Daß sie einen Durchmesser von 400 Millionen Kilometer hat. Daneben ist unsere gewaltige Sonne mit ihren 1,4 Millionen Kilometer ein wahrer Zwerg. Da aber Die Beteigeuze nur 15mal mehr Masse enthält als Die Sonne, zeigt eine leichte Rechnung, Daß ein Kubikmeter Der Materie der Beteigeuze nur 0,6 Gramm wiegt, das heißt, ihre durchschnittliche Dichte ist über 2000mal geringer als Die unserer Luft. In unseren Laboratorien würben wir einen Raum, Der mit so außerorDentlich Dünner Materie angefüllt ist, als ein — Vakuum bezeichnen, sagt Der Astrophysiker Dazu. Sprechen wir angesichts dieses Vakuums einmal von einer anderen Leere, von der berühmten Leere im Atom. Heute weiß die Atomphysik, und sie weiß es erst seit kurzem, — daß das Atom aus einem Kern und den Darum freifenDen Elektronen besteht, ein Planetensystem im kleinen. Aber Dieser Kern ist z. B. beim Wasserstoffatom um volle hun- Dert Millionennial kleiner, als das ganze Atom. Der Kern steht also zum ganzen Atom im Verhältnis eines Tennisballs zur Erdkugel. Der Nutzen davon. ,2111 das ist Wissenschaft*, kann nur der Laie sagen, ,was geht's mich an?* — ,Was geht's dich an', fragt die Wissenschaft zurück, .wenn von morgen ab Die Sonne nicht mehr scheint unD alles irdische Leben in Nacht unD unenDliche Kälte sinkt?* UnD Der Laie merkt auf einmal. Daß es Doch ganz beruhigend ist, wenn ihm Die Wissenschaft nicht nur vermutungsweise, sonDern mit guten, sicheren Gründen Darzutun vermag, die Sonne roerDe morgen so scheinen, wie heute. Diese Gewißheit schöpft Die Astrophysik übrigens neuerDings aus der Atomphysik, nachDem Die frühere Theorie, Die Sonne ergänze ihre Wärme Durch ftänDige Zusammenziehung, sich als nicht stichhaltig erwiesen hat. Bei stänDig gleich- bleibender Strahlung müßte nämlich Dann Der Son- nendurchmesser jeDes Jahr um 93 Meter Abnehmern Die so gewonnene Energie würbe trotzbem aber nur für eine Million Jahre reichen — unb Das ist sehr wenig für eine Sanne. Wissen wir Doch sicher, roieDerum Durch Die Atomphysik, Daß schon Das Alter Der ErDe zwischen 1400 unD 3400 Millionen Jahren liegen muß. Soviel Zeit -st vergangen, seit ihre Rinde zu erstarren anfing. Wie lange sie vorher als gasförmiger oDer feurig-flüssiger Ball existiert hat, roerDen wir wohl niemals erfahren. Oer Anteil der Nationen. Es kann hier nicht bie Rebe bavon fein, bie Verdienste der einzelnen Nationen an der Entwicklung der Astrophysik und Atomphysik gegeneinander abzuwägen. Man kann auch nicht behaupte daß bei diesem Wetteifer irgendeine die ander überflügelt und Die Hauptarbeit geleistet hätte. E Drängt sich einem zwar Die Beobachtung auf, Das. sich Die Spitzenleistungen Der einzelnen großen Völl ter zu gewissen Zeiten merkwürDig häufen — festzustellen aus welchen Ursachen wäre eine sehr interessante Aufgabe — aber auf Die Länge Der Zeit gleichen sich Die Leistungen gegenseitig aus. Am RanDe Dieses Weges zum Kern Der Welt stehen überall auch Deutsche Namen und, wie man bejrieDigt feststellen kann, vielfach an ganz ent- scheiden'den Stellen. Deutsche waren es vor allem. Die Die GrunDlagen legten, Die für Den Ausbau Des moDernen WeltbilDes bestimmend wurden. So Kopermkus (1473 bis 1543), der als Begründer der Lehre vom „heliozentrischen System" den Gedanken wagte, daß Die ErDe sich um Die Sonne bewege unD nicht Die Sonne um Die ErDe. HunDert Jahre später von Kepler Die Gesetze Des Umlaufs Der Planeten um Die Sonne, unD mieDer nach etwa HunDert Jahren stellte Kant, Der Philosoph, Die erste moderne Theorie über Die Entstehung Des Sonnensystems auf. Am Beginn Des 19. Jahrhunderts, Das für Die Entwicklung so überaus beDeutfam mürbe, finben wir ben Bayern Fraunhofer, besten 1814 entbeckte „Fraun- hofersche Linien" im Sonnenspektrum ben gran- diosen Beweis lieferten, baß bas ganze Universum aus benselben Stoffen zusammengesetzt ist — von ben 92 irdischen Elementen sinb 60 in ben Sternspektren gefunben würben. Mit biefer Entdeckung sinb bie Namen ber beiben Physiker Kirchhoff unb Bunsen eng verknüpft, deren Arbeiten über bie Bebeutung ber Fraunhoferschen Linien 1858 zum Abschluß kamen. Außerbem gestattet bie Verschiebung biefer Linien nach bem roten ober blauen Ende bes Spektrums bie Messung ber Bewegungen ber Sterne von uns weg ober auf uns zu bis auf wenige Kilometer pro Sekunde genau, unb auch bei ben neuesten Untersuchungen ber Astrophysik ist zumeist bas Spektrum bes Sterns mit feinen Linien ber Ausgangspunkt. Um biefelbe Zeit, als Kirchhoff unb Bunsen ihre Entbeckungen veröffentlichten, stellte Helmholtz bie schon erwähnte Kontraktionstheorie ber Sonne auf unb führte 1881 ben Namen „Elektron" für bas „Atom ber negativen Elektrizität" ein. Schon 1838 aber hatte Besse 1 in ber Messung ber Fixsternentfernungen durch Bestimmung ber sogenannten Parallaxe, eine Methode, bie bis etwa zum Krieg bie herrschende war, bie aber bei Entfernun» . gen über 80 Lichtjahre versagt. Deshalb kannte man bis zum Weltkrieg nur eine sehr kleine Zahl von Fixsternentfernungen. Erst bie neuesten Methoden haben uns in ben Stanb gesetzt, Entfernungen von Hunberttausenben von Lichtjahren zu messen unb vor allem zu entscheiden, welche Nebel unb Sternhaufen zu unferm Milchstraßensystem gehören und . welche selbständige Milchstraßensysteme sind. - In dieser Aufzählung deutscher Gelehrten, die schon darum lückenhaft bleiben muß, weil die Erklärung gewisser Einzelheiten allzu langwierig sein würde, darf indes ber Name Röntgens nicht fehlen. Seine Entbeckung ber X-Strahlen, zusammen mit ber bes Rabiums bilbete ben Ausgangspunkt für bie Erforschung bes Atoms, während man von Der Quantentheorie Des Physikers ’ Planck (1900) behaupten kann, Daß sie ein neues Zeitalter ber Physik heraufführte. Diese Theorie zerstörte bie stillschweigende Voraussetzung aller bisherigen Physik, baß bas Naturgeschehen stetig ablaufe. Planck wußte zu zeigen, baß gewisse Ergebnisse physikalischer Versuche nur bann zu erklären sinb, wenn man annimmt, baß bie Vorgänge nicht stetig, fonbern stoßweiße in Quanten erfolgen. Das rüttelte besonders an den Gesetzen ber Elektrizitätslehre unb ber Mechanik. „Sie gelten nur noch im großen unb ganzen, im Grunbe genommen sinb sie falsch", sagt ber moberne Physiker von ihnen. Vor allem ist biefe Theorie sehr wichtig für bie Atomphysik, für bie Erklärung bes Verhaltens ber um ben Atomkern kreisenden Elektronen, aber auch für bie Astrophysik, lieber* legungen unb Theorien, an benen bie Quantentheorie zumindest stark beteiligt mar, haben, im Verein mit entsprechenben Messungen am Spektrum bes Objekts, beispielsweise bazu beigetragen, bie unglaubliche Dichte ber Materie im Stern Sirius B als ein völlig sicheres Faktum hinzustellen. Verbraucher-Höchstpreise in Hessen für Speisekartoffeln im März und April. Fwb. Mit Wirkung vom 1. März 1938 treten burch Anorbnung bes Reichsstatthalters in Hessen — ßanbesregierung — Stelle für die Preisbilbung — neue Verbraucher-Höchstpreise in Hessen für Speisekartoffeln in Kraft. Sie sinb für sämtliche Arten ber Speisekartoffeln auf ber bisherigen Preisgrunblage aufgebaut unb liegen je 50 Kilogramm um je 0,15 Mark über bem bisherigen Februarpreis. Diese neuen um 0,15 Mark erhöhten Verbraucher-Höchstpreise für weiße, rote und blaue Sorten sowie für bie gelben Sorten bürfen roeber über- noch unterschritten werben. Bei Abgabe von 5 Kilogramm burch ben Kleinverteiler ist ber Preis auf 0,42 (0,40) bzw. auf 0,45 (0,43) Mark erhöht. Unoeränbert blieb bie Versandverteilerspanne von 0,20 Mark je 50 Kilogramm, bie in ben festgesetzten Verbraucher-Höchstpreisen enthalten ist. Ebenfalls unverändert blieb der Sortenzuschlag für die „Juli- Nieren" von höchstens 1 Mark je 50 Kilogramm unb von höchstens 2 Mark für „Frühe Hörnchen", „Tannenzapfen" unb „Eisler Platte", ber auf bie für gelbe Speisekartoffeln festgesetzten Erzeuger- Festpreise von 3,10 Mark je 50 Kilogramm frachtfrei Empfangsstation genommen werben kann. Für bie „Juli-Nieren" unb „Frühe Hörnchen", „Tannenzapfen" unb „Eifler Platte" erhöhen sich bie neuen Verbraucher-Höchstpreise für gelbfleischige Speisekartoffeln entsprechenb. HZ.-Heim in Lauterbach. Einrichtung einer EhW.-Schweinemästerei. LPD. Lauterbach, 22. Febr. In ber gestrigen Sitzung ber Ratsherren würbe bekanntgegeben, baß bie SA.-Stanbarte 254 mit bem 1. April ihre Diensträume in ein geeigneteres, von ber Stabt zu pachtenbes Haus verlegt. Das bisher von ber SA.-Standarte benutzte Jakob-Sprenger - H a u s wirb von ber Stabt, ber bas Haus gehört, als HI. - Heim eingerichtet. Hier wirb bie Lauterbacher Hitler-Jugend würdige und ausreichende Räumlichkeiten, die ihr seither fehlten, erhalten. Wie weiter mitgeteilt wurde, richtet die NSV. für das Ernährungshilfswerk ebenfalls mit dem 1. April in Lauterbach eine Schweinemästerei ein. Die Stadt stellt Räumlichkeiten zur Verfügung, in denen Platz für 20 Schweine ist. In letzter Zeit wurden wöchentlich 24 Zentner Abfälle für Schweinefutter nach Alsfeld gebracht, wo bereits eine Mästerei besteht. Ö : " ) ,xr . t«b^-MWWUWWMjMG ^en ihre mhoitz !r Sonne |ron" für in. Schon ! der Fix. logennnn- !twa zum Lntfernun«. mnte man Zahl von Methoden Jngen von «essen und nb Stern» ijören unb ib. \ hrten, bie il bie Er- öierig sein ms nichi , n, zusam- Ausgangs- , während Physikers ein neues se Theorie jung aller eben stetig Misse Er« in zu er» bie Bor- Quanten Gesetzen „Sie yeb m Grunde lerne Phy- cheorie sehr Hütung des enden Elek- Jif. lieber» e Quanten» haben, im am Spet» beigetragen, ; Stern Sinzustellen. Kessen indApnl. 1938 treten 3 in -essen zreisbilbung Hessen str ir sämtliche bisherigen je 50 Kilo- bisherigen rk erhöhten unb blaue irjen weher Mabe von it her Preis *«:.s ür bie ogramniun? Hörnchen- der auf ö,c ilklzE' «mm ir°K -7"A n s'ä> Abfl-O'S° idi. --SS -^rnren1 ) b Agus --.O: 'w«. ie rwte'rt K; ¥ gesteht. ■ )Qup(e ..ander We. £ «. bat 5en P°l. lest- -'r 9 aus. ®*e Wan ln3 ent, ,es vor JU8i .Würben, ie.9runber .den Te. >°nne be, .hunbert d'- Um. 0. wieder ”er Phi. d'e Ent. Wnn bes fo über. Nern "6raun- ,en gran- Wversum °on :n Stern, -ntbeckuna rchhoff Wen über 'en 1858 bie Per- ?r blauen Regungen 1 bis auf 'nb auch Physik ist n Linien Donnerstag, 24. $ebruarl938 Kr.46 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Aus »er Stadl Stehen. Schöne Werkpause bei Heyligenstaedt Don Fasching und der Fasenachi. pause bereitet. DasStädti- ftarfer Besetzung ein, der Werkskonzert vor vielen aufmerksamen Zuhörern. Ereignis empfunden und begeistert ge- Don bunden Professor Dr. Albert Goedeckemeyer, Ordinarius für Philosophie und Pädagogik an der A-dur ihre innerliche geistige Annäherung. Bor Ordinarius für Philosophie i Eintritt der Coda erscheint das trotzige erste Thema 1 Universität Königsberg. tionales feiert. Vor dem EinseWen die Haut mit NIVEA geschmeidig machen, dann ist das Rasieren ebenso schmerzlos wie ein Haarschnitt Hochschulnachrichien. d-m amtlichen Berpflichtunaen wurde ent» Bald geht auch dieser lange Fasching — er dauert 54 Tage — und damit die Herrschaft des närrischen Deutsche und italienische Quartettmusik. Zum bevorstehenden Konzert des Quartetto di Roma. symbolhafter Form die Freude über das Ende der Winterszeit zum Inhalt. Sie begrüßten das Herannahen des vom Bauern herbeigewünschten Frühjahres Zu den Fasenachtssitten und -gebräuchen gehören auch die verschiedenen besonders zu dieser Zeit üblichen Backwerke. Dor allem sind dies die Faschingskrapfen und Faschinqsbrezeln. In der Wetterau hieß es: „Wer zur Fasenacht keine Krüppel (Krapfen) backt, kann das ganze Jahr nicht froh sein." Ebenso hieß es: „Zur Weiberfasenacht muß man Krapfen backen und so oft davon essen, als der Hund den Schwanz bewegt." In Braunschweig werden an Fasenacht die „Prilleken" gebacken, und in der Rhön nennt man den Faschingssonntag „Kräppelsunntig" (Krapfensonntag). Don den drei Fästnachtstagen ist der Fastnachtsdienstag der Haupttag. Der Dolksmund hat diesen Tag mit zahlreichen Bauernsprüchen und Wetterregeln, die von den Altvorderen übernommen worden sind, umrahmt. Der Bauer begrüßt vor allem schönes Wetter an Fastnacht, denn Fastnacht hell und klar, bringt ein gutes Jahr", oder „Fastnacht Dielen Zuhörern vermittelt werde, und schilderte dann in wenigen Worten den Ausstieg im Dritten Reich, an dem auch dieses Werk stärksten Anteil habe nehmen dürfen. Mit großer Aufmerksamkeit hörte dann der große Kreis der Zuhörer die ausgezeichneten musikalischen Darbietungen des Städtischen Orchesters (Leitung: Kapellmeister Paul Walter), das den Volksgenossen im blauen Arbeitsanzug eine besondere Freude bereitete. Das Orchester fand denn auch überaus /dankbare Zuhörer. Man hörte Lortzings Ouvertüre zu „Undine", die „Ländliche °!°m Stuck keiner^ Bebeutung zufxrechen wollte unk west. ch glaubte unb noch heute glaube DJcI'e'^nmlLmU red)t), daß Kammermusik kein tn Italien y sches Gewächs ist." . . , ha9 nach ber S“m 3* Im “ "Ml 'S Zwisten, Kt?ng!lnnlichkest u d pl uni) ESSäääsäS R-ä m ä neuer Lite her «schließt unb damit zu emdrmg- den meisten Bräuchen bewußtes Austoben aussprach. Am Aschermittwoch wurde das Ende ber Fastnachtsfreuben sinnfällig daburch zum Ausbruck - • •. - - - - - - , - - , , x gebracht, daß man oft eine Puppe ober sonst einen jahres sind bie Fastnachtsverse. „Hat s in^ber JJJl- Gegenstand, der die Fastnacht verkörperte, nach ko- nacht viel Sterne.dann legen die ^nnen g c, Mischern Gerichtsverfahren begrub ober auch ver- bann geratet das Werg und dann gerat das Korn brannte. Die meisten Fastnachtsbräuche hatten in gerne". Prinzen Karneval mit den eigentlichen Fasenachis- tagen zu Ende. In wenigen Tagen ist alles vorbei. Noch einmal drängt sich gesteigerte Faschingsfreude 9 11 g e n p a e o i m am Wochenende zusammen, noch einmal schwingt Gießen eine schöne Werk- Prinz Karneval das Szepter und gießt Tanz- St-dtt melodien über Narren und Närrinnen, noch perlt Orchester sand sich in die Lebenslust In den Gläsern und jeder sucht zum ftnrP°** 'Kor Schluß noch ein Zipfelchen des Mummenschanzes zu erwischen. Die Zahl ber Faschingsveranstaltun- gen aller Art hat ihren Höhepunkt erreicht. Der überquellenbe Uebermut der Narrenfreiheit und der unbekümmerten Fröhlichkeit wird sich auswir- ken, bis der graue Aschermittwoch nüchtern und mit gebieterischem Ernst heraufdämmert und alle Hand, streichelte sie — sie lieft es willenlos geschehen, schien es gar nicht zu bemerken. „Du hast ja gar kein Fieber , sagte er, und sein „Du" hatte sie eigentlich in Harnisch bringen müssen, „du bist nur gekränkt und spielst Theater. Ich will dich aber nicht meinetwegen nach Hause bringen, ich bleibe gern; es ist deinetwegen. Denke doch, wie deine Mutter sich ängstigt, was sie alle denken werden. Steh auf, Lisbeth, es paftt gar nicht zu dir, daß du Theater spielst.. „Nun hör sich einer den groben Klotz an!" polterte plötzlich der Alte, der lautlos durch die Tür getreten war. „Wirst du das Mädel gleich in Ruhe lassen? Marsch! mach Platz!" Er nahm Lisbeth wie ein leichtes Bündel auf den Arm und bettete sie auf das riesige Wachstuchsofa, das Prunkstück seiner guten Stube. Nun strich er ihr begütigend durchs Haar. „Du bleibst, bis dir wieder out ist. Meinetwegen bis nächstes Jahr. Der Mutter werden wir einfach telegraphieren. Los, Karl! Bring mich nach Kastorf, mein Brauner ist zu bequem, um abends aus dem Stall zu gehen." Viereck protestierte. „Das Telegraphieren macht die Sache nicht besser. Dahinter wittert man erst recht eine Ausrede. Bester ist, ich fahre jetzt allein und spreche sofort selbst mit Mutter Lenz." „Hm —", meinte Onkel Peetz. Aber Lisbeth erhob sich halb von ihrem Lager. „Nicht allein lassen", hauchte sie. Ihr Kopf fiel wieder zurück. „Da hast du's, du Holzknecht!" sagte der Alte. „Mädel allein lassen, wenn es krank ist und nicht mehr so lieb lächeln kann. Pfui Deibel! Also damit hast du bei mir kein Glück. Vorwärts jetzt, zum Postamt!" Als die Maschine davongebraust war, erhob sich Lisbeth von ihrem Krankenlager, schlich in die Küche und schnitt sich von Onkel Peetzens einzigartigem Bauernschinken eine ordentliche Scheibe ab. Kranksein macht nämlich Hunger wie jede andere Anstrengung. Dann steckte sie den Kopf aus dem Fenster und trank in vollen Zügen die abendliche Waldluft. Der Dackel Lumpi erschien, grub seinen struppigen^ Bart ins Erdreich unterm Fenster, svrang plötzlich mit allen vieren hoch und lachte Lisbeth herausfordernd an/Lisbeth drohte ihm mit dem Finger. „Verrat mich nicht?" Der Dackel versprach es. (Fortsetzung folgt.) Salat 20 bis 30, Endivien 10 bis 25, Lauch 5 bis 8, Sellerie 10 bis 35, Rettich 5 bis 10 Pf. (Siebener lvochenmarktpreije * © i e ft e n , 24. Febr. Äuf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, % kg 1,57 Mark, feine Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 5 bis 10, Eier, deutsche, Klasse A 12>5, Klasse D 10^, Wirsing, % kg 12, Weißkraut 9 bis 10, Rotkraut 10 bis 12, gelbe Rüben und Karotten 10 bis 12, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 18 bis 20, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 15, Rosenkohl 25 bis 28, Feldsalat, Vio 9 bis 10, Tomaten 40 bis 45, Zwiebeln 9 bis 10, Meerrettich 30 bis 60, Schwarz- wurzeln 25 bis 35, Kartoffeln, XA kg 5 Pf., 5 kg 45 Pf., 50 kg 3,25 bis 3,75 Mark, Aepfel, N kg 10 bis 25 Pf., Birnen 20 bis 25, Suppenhühner 90 Pf. bis 1,10 Mark, Blumenkohl, das Stück 50 bis 60 Pf-, ** Dom Stadttheater Gieften wurden verpflichtet: Else Monnard als erste Salondame und Liebhaberin an das Landestheater Film-Volkstag in Gießener Lichtsp elcheatern. Aus den Gießener Gerichtssälen und erste Solotänzerin an das Stadttheater in Erfurt, Liesel Gönner als Tänzerin an das Stadt- theater in Erfurt. ..., . o, " Eine Fünfundsiebzig lahnge. Am kommenden Samstag, 26. Februar, wird Frau Marie Gehrke, geb. Laudon, Marktplatz 17 wohnhaft, m geistiger und körperlicher Frische 75 Jahre alt. Die Jubilarin, eine langjährige treue Bezieherin des Gle- ftener Anzeigers, geht heute noch ihrem Beruf als Büglerin nach. Unseren herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag. . * * Keine Polizei stunde für Fasching. Das Kreisamt Gießen hat für die Zeit von Samstag 26. Februar, bis Dienstag, 1. Marz (Fastnacht), für'alle Gemeinden des Kreises Gießen die Polizei- stunde aufgehoben. * ♦ ©ine Kreisvers ammluna des NSLB. für den Gießener Teil des Kreises Wetterau findet am kommenden Montag, 28. Februar, 15 30 Uhr, im Großen Hörfaal der Universität statt. Um 15 Uhr geht eine Bezirks- und Schulgruppen- walter-Besprechung voraus. Aus Anlaß der Jahrestagung der Reichs-Film- tamrner findet vm Sonntag, 27. f^ebtuar, in bei» öaiDnuanie uuu 4j1cuyuvd.n1 uu »u- —. den ©teftener Lichtspieltheatern em Film-Dolkstag in Darmstadt, Irmgard Z e n n e r als Tanzme.sterm statt. Der Beginn einer Sondervorstellung aus die- < ...n. t» «Fr» fern Anlaß ist auf 11 Uhr festgesetzt. Der Besuch die-, ser Vorstellungen ist auf allen Plätzen beim Erwerb der „Film-Fibel" (10 Pf.) jedermann mög- lich. Im Gloria-Palast gelangt der Film „Der Jäger von Fall", im Lichstpielhaus, Bahnhofstraße, der Film „Land der Liebe" zur Aufführung. Schwurgericht Gießen. Am dritten Tage der lausenden Schwurgerichts- Periode hatte sich der Heinrich Repp aus Bingenheim wegen Meineides zu verantworten. Der Anklage ging folgender Vorgang voraus: Dor einigen Jahren schwebte vor dem Amtsgericht Friedberg gegen einen gewissen Koch ein Prozeß wegen Unterhalts. Koch ist vor etwa einem halben Jahre in dieser Sache vom Schwurgericht zu 1)2 Jahren Zuchthaus verurteilt worden. Der Angeklagte Repp sollte damals mit abaeurteilt werden, war jedoch nicht aufzufinden, so oaft das Verfahren gegen iyn abgetrennt wurde und erst gestern zur Durchführung kommen konnte. Es wurde jedoch festgestellt, daß er sich dem Verfahren nicht durch die Flucht entzogen hatte, sondern inzwischen seinem Berus, der ihn viel aus Reisen führt, nachgegangen ist. Er hat sich insbesondere überall vorschriftsmäßig gemeldet und konnte dadurch (in Bad Wildungen) alsbald ermittelt werden. In dem genannten Zivilprozeft trat der Angeklagte als Zeuge über die Frage auf, ob er mit dem fraglichen Mädchen Beziehungen gehabt habe, oder nicht. Er verschwieg bei einer damaligen eidlichen Vernehmung, daß der Beklagte Koch mit ihm in einer Wirtschaft eine Unterredung gehabt hatte, in der dieser ihm erklärte, er wünschte endlich aus dem Schlamassel herauszukommen, da ihn seine Frau und seine Kinder dauerten. Diese Bekundung wäre als Indiz für eine mögliche Vaterschaft des Koch immerhin von gewisser Bedeutung gewesen, wenn es sich auch nachher herausstellte, daß Koch aus anderen Gründen als Vater nicht in Frage kam. Der Angeklagte wurde in dem Verfahren gegen Koch vom Amtsgericht Friedberg in dieser Angelegenheit auch vom Untersuchungsrichter gehört und gestand bei dieser Gelegenheit, obwohl gegen ihn ein Verfahren damals noch gar nicht kies, daß er in seiner Zeugenaussage diesen Punkt wissentlich verschwiegen habe, um die Angehörigen des Koch zu schonen. Dieses Geständnis hielt er in der gestrigen Haupt- verhandlung nicht mehr aufrecht, sondern er behauptete, daß er in dem ersten Termin nicht daran gedacht und diese Aeußerung lediglich vergessen habe. Er berief sich dabei auf eine Zeugin, der er unmittelbar nach dem Termin mitgeteilt haben will, daß er diesen Punkt, vergessen habe. Diese erklärte jedoch auf das Bestimmteste, daß der Angeklagte ihr gegenüber eine derartige Andeutung nie gemacht habe. Der Vertreter der Anklagebehörde betonte in seinen Ausführungen, daß im Interesse einer'einwandfreien Rechtsfindung dem Meineidsverbrechen mit aller Schärfe entgegengetreten werden müsse. Er gab zu bedenken, daß im vorliegenden Falle aus einem Zivilprozeß drei Verfahren wegen Meineides entstanden seien, und daß immer wieder der größte Teil gjler Verhandlungen, mit denen das Schwurgericht befaßt werde, einen Meineid zum Gegenstand hätten. Da der Angeklagte feine Tat schon zu einem Zettpunkt eingestanden hat, in welchem eine Anzeige oder ein Verfahren, gegen ihn noch nicht lief, und auch für die Beteiligten kein Vermögens- oder Rechtsnachtett entstanden ist, mußte gesetzlicher Bestimmung gemäß die Strafe nach den Grundsätzen des Versuchs ermäßigt werden. Der Stabtsanwalt beantragte eine Zuchthausstrafe von 6 Monaten, die in eine Gefängnisstrafe von 9 Monaten umgewandelt werden könne. Der Verteidiger beantragte in erster Linie Freispruch, da seiner Auffassung nach der Nachweis da- flfr, daß der Angeklagte diesen Punkt bewußt verschwiegen habe, nicht erbracht sei. In zweiter Lime beantragte er eine milde Strafe. Das Gericht kam zp folgendem Ergebnis: Der AngeklaAe wird wegen Meineides an Stelle einer Puchthausstrafe von 5 Monaten zu einer Gefängnisstrafe von 7% Monaten verurteilt. Drei< Monate der Untersuchungshaft kamen zur Anrechnung. In der Urteilsbegründung führte der Vorsitzende aus, das Gericht sei einmütig der Auffassung, daß das frühere Geständnis gerade in Verbindung mit der heutigen Aussage der Zeugin richtig und seine in der Verhandlung geltend gemachte Einlassung unglaubwürdig sei. Da der Angeklagte durch seine Aussage niemand geschädigt und auch nicht aus unehrenhaften Motiven gehandelt habe, habe ihm das Gericht in weitestem Maße mildernde Umstände zugebilligt und auch die Untersuchungshaft angerechnet. Der Angeklagte nahm das Urteil sofort an. Da der Staatsanwalt alerchfalls auf Rechtsmittel verzichtete, wurde das Urteil rechtskräftig. Amtsgericht Gießen. Der H. V. aus Gießen hatte wegen Tierquälerei einen Strafbefehl über 30 M/l r k erhalten. Auf feinen Einspruch hin kam die Sache gestern zur Hauptoerhandlung. Der Angeklagte fuhr im Oktober v. I. mit einem einspännigen Pferdefuhrwerk vom Horst-Wesfel-Wall nach der Frankfurter Strafte. Er hatte auf seinen an sich schon 16 Zentner schweren Wagen 30 Zentner Kies geladen. Diese Belastung war für das Pferd viel zu hoch, so daß es oftmals nicht weiterkonnte und in die Knie sank. Trotz Vorhaltungen seitens Passanten feuerte er das Pferd an und rift es immer wieder mit dem Zügel vorne hoch. Zur Begründung feines Einspruchs wandte der Angeklagte ein, das Pferd fei nicht überlastet gewesen. Im,übrigen sei er sorgfältig gefahren. Ein Sachverständigengutachten ergab jedoch einwandfrei, daß ein Pferd, wie das des ,Angeklagten, eine solche Last nicht bewältigen kann. Der Angeklagte hatte es nur der Tatsache, daß er das Tier nicht mit der Peitsche traktierte, sondern nur mit Worten anfeuerte, zu verdanken, daß die Strafe nicht erhöht wurde. Es blieb daher bei 30 Mark. Wenig Erfolg hatte auch der K. S. aus Lang- Göns mtt feinem Einspruch gegen einen Strafbefehl über 5 Mark, wegen llebertretung, ber Reichs- straßenverkehrsordnung. Der Angeklagte wurde vor einiger Zett bei Anbruch der Dunkelheit mit seinem Personenkraftwagen von der Straftenpolizei^kontrolliert, wobei festgestellt wurde, daft das Fernlicht seines Scheinwerfers nicht funktionierte. Der Angeklagte behauptete gestern, er prüfe vor jeder Fahrt seinen Wagen nach und habe dies auch im vorliegenden Falle getan. Das Gericht vermochte jedoch diesen Ausführungen keinen Glauben zu dienten, sondern erhöhte die Strafe mit Rücksicht darauf, daß S. sich den Polizeibeamten gegenüber ungehörig benommen hatte, auf 10 Mark. Seefisch als Nahrungsmittel. In einer gemeinsamen Sitzung der naturmiffeib ’ schaftlichen und der veterinärmedizinischen Abteilung der Oberhessischen Gesellschaft für Natur- und Heilkunde sprach am gestrigen Mittwochabend Professor Dr. S t a n d s u ß über das Thema „See- fische a 13 Nahrungsmittel" vor zahl- reichen Mitgliedern und Gästen. Der Vortragende behandelte zunächst die Krankheiten, die beim Menschen im Gefolge von Fisch- genuft und an Fischen selbst auftreten können und zeigte, daß Uebertragungen von Parasiten und Vergiftungen durch Stoffe des lebenden Fischkör- pers (Haut des Neunauges, Aalblut) möglich Jinb, aber praktisch nur eine geringe Rolle spielen. Sehr viel bedeutsamer ist die Frage der Frischhaltung des Speisefisches auf dem Wege vom Fangort bis zum Tisch des Verbrauchers. Die möglichen Gefahren und die Wege zu ihrer Ueberroinbung wurden daher vom Redner auf ©rund seiner vielfältigen wissenschaftlichen Erfahrungen eingehend an Hand von Tabellen und bildlichen Darstellungen geschildert. Eine Reihe von Merkmalen und Proben gestattet die Feststellung, ob ein Fisch dem menschlichen Genuß ohne Bedenken zuaeführt werden kann. Sodann wurden diejenigen Seefischarten besprochen, die in unserer Fischnahrung die erste Rolle spielen. Eine Ausstellung von etwa 20 verschiedenen Arten, die von der Seefisch-AG. Wesermünde zum Vortrag zur Verfügung gestellt worden waren, war besonders eindrucksvoll und ließ die Hörer auch selteneres und im Binnenlande wenig bekannte Formen von Fischen durch eigenen Augenschein kennen lernen. » Den Abschluß des Vortrages bildete ein von ber Deutschen Reichsbahn aufgenommener Film, der in wirkungsvollen Aufnahmen den Fang der Fische guf.den Fischgründen der Nordsee, ihre Behandlung an Bord, das Löschen der Ladung, die Gesundheitskontrolle im Hasen, den Verkauf und den Transport in Spezialwagen bis in die Städte des Binnenlandes zeigte. Lebhafter Beifall dankte dem Redner, und eine längere Aussprache lieft erkennen, wie vielseitig und wichtig die Wissenschaft- lichen Fragen sind, die mit ber Zuführung des < hochwertigen Nahrungsmittels „Seefisch" an den Verbraucher zusammenhängen. xzipzley' gang im Fifchkochen. In der Lehrküche ber Abteilung Volkswirtschaft- Hauswirtschaft im „Einhorn" herrscht wieder großer Betrieb. Die von der NSV. betreuten Frauen ber vier Gießener Ortsgruppen werden hier über die Zubereitung des Seefifchs unterrichtet. Die Frauen sind gern gekommen und sind dankbar für diele praktische Unterweisung; Wie manche von ihnen stehen oft den Forderungen, die der Haushalt an sie stellt, ratlos gegenüber. Sie möchten auch etwas ausprobieren, möchten wohl auch gern ihrer Familie einmal etwas anderes vorsetzen, als dasselbe Einerlei, aber es fehlt ihnen an Anleitung zu einem abwechslungsreichen Speisezettel. Fräulein Christ versteht es gut, die Aufmerksamkeit jeder Teilnehmerin zu wecken und fte mit einzureihen in die gemeinsame Arbeit. Die Lehrgänge umfassen zwei Abende und sind so eingeteilt, daß zuerst die verschiedenen Gerichte durchgesprochen werden, wobei der Nährwert der Fischmahlzeit und der ergänzenden Beikost erklärt wird. Danach zeigt Fraulein Christ die einzelnen Fischarten und säubert und entgrätet die Fische. Dann erhält an jedem Tische eine Gruppe von Frauen ein Rezept, das sie herstellt. Jede Teilnehmerin wird beschäftigt; die einen lesen Feldsalat oder bereiten den 3um Gericht gehörenden Kartoffelsalat, andere drehen die Fischstücke durch die Maschine, um Fischklößchen daraus zu machen, während an einem dritten Tisch ein schöner Auflauf mit Fisch und Sauerkraut entsteht. Und zum Schluß wird alles gekostet. Da sind die Tische sauber geputzt und gedeckt, di^ fertigen Gerichte erfreuen schon durch ihre geschmackvolle Aufmachung. Fräulein Christ erklärt noch einmal kurz jedes Gericht, das gereicht wird, wiederholt die Zubereitung und fordert die Frauen auf, ihr Urteil darüber abzugeben. Es wird nun geprobt und gelobt, und alle Frauen find einig vorüber, daß der Fisch von jetzt ab auch in ihrer Familie zum mindesten einmal wöchentlich auf dem Mittags- oder Abendbrotttfch erscheinen soll. F«K. Lahrestagung des Haus- und Grundbesitzer-Vereins. Eingangs des Jahresberichtes, den Dereinsleiter Adolf Schmidt der gestrigen 31. Jahres-Hauptversammlung des Haus- und Grundbesitzer-Vereins Gießen im „Burghof" vortrug, widmete er dem verstorbenen langjährigen Vereinsleiter Launspach und dem Kassierer Reichsbankobergeldzähler a. D. Jegust einen herzlichen Nachruf. Auf die Dereins- tatigfeit eingehend, wies er die Zusammenhänge zwilchen Hausbesitz und dem Bau- und Wohnungswesen auf und kennzeichnete die Verhältnisse auf dem Wohnungsmarkt. Er führte u. a. aus, daß die Abkehr von den 6- und 7-Zimmerwohnungen und die Nachfrage nach 2- bis 5-Zimmerwohnungen unvermindert anhält. Der Vereinsleiter stellte dann die Notwendigkeit heraus, eine Senkung der Unkosten, insbesondere durch eine Zinsverbilligung, herbeizuführen. Weiter sprach er dem bisherigen Vereinsleiter, Oberingenieur Adolf Kurz, der sich nach dem Tode des früheren Dereinsleiters Launspach mit großem Geschick der Dereinsleitung gewidmet hatte, sowie dem Beirat Dank und Anerkennung aus. Als neuer Dereinsleiter ist jetzt Adolf Schmidt bestimmt worden. Den Kassenbericht erstattete der Rechner Baumeister Matheis, dem Entlastung erteilt wurde. — Hierauf besprach Verb-ndSsyndikuS Dr. Koch, Frankfurt die wichttgsten Steuerfragen des Hausbesitzes. Der Vortragende befaßte sich zunächst mit der Preisstoppverordnung und den damit eingetretenen Verboten der Mietpreiserhöhungen und führte eine Reihe von Milderungen an, die eine Kündigung ermöglichen und eine Mietpreisfestsetzung oon. der Genehmigung der Preisbildungsstelle abhängig, machen. Er legte diese Ergänzungen und Abänderungen dahin aus, daß ihr Zweck das Auffinden einer volkswirtschaftlich gerechtfertigten Miete sei. Zur Erweiterung des Mieterschutzgesetzes kennzeick- nete er die unter diese Verordnung fallenden Wohnungen wie folgt: sämtliche Altbauwohnungen bi£ zu einer Friedensmiete von 1200 Mark und sämtliche Neubauwohnungen ohne Rücksicht auf die Höhe der Miete. Als nicht unter den Mieterschutz fallende Räume bezeichnete Dr. Koch sämtliche Altbauwohnungen mit einer Friedensmiete über 1200 Mark und sämtliche gewerblich genutzten Räume. Als Kündigungsgründe auf dem Wege der Klage nannte er den Mietrückstand von einem Monat, eine über das Maß hinaus eintretende Belästigung durch den Mieter und schließlich die dringende Anforderung der Wohnräume für persönliche Zwecke. In eingehender Weise erläuterte er bann die Grundsteuerreform und gab an Hand von Zahlenunterlagen wertvolle praktische Anregungen. — In einem zweiten Vortrag stellte Verbandsleiter Or. Äauß-Darmstadt die Bedeutung des Hausbesitzes im Rahmen ber Volkswirtschaft heraus. Dabei wandte er sich gegen die überlebten Vorstellungen vom Hausbesitzer als „Kapitalisten" usw. Das Eigentum der rund 4 Millionen deutscher Hausbesitzer in Höhe von rund Dis Mädchen aus der Burgsiraße. Vornan von Hilde K Lest. 25 Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Als Lisbeth und Viereck später einen Spaziergang durch den Wald machten, blieb Lisbeth hundert Schritte hinterm Försterhaus plötzlich stehen und sagte: „Es ist wundervoll hier, uiiö ich bin Ihnen sehr dankbar für diesen Ausflug. Sie dürfen mir aber nicht böse sein, wenn ich Ihnen grundsätzlich eines sage —" „Wie kann man in dieser herrlichen Landschaft von Grundsätzen sprechen?" unterbrach sie Viereck. Sie überhörte seinen Einwand. „Ich wollte Ihnen nur sagen, daß ich mich nicht überrumpeln laste. Ich hoffe, Sie verstehen mich, und wir bleiben gute Freunde." Sie hatte die Brauen hochgezogen und machte abweisende Augen. „Bravo, Lisbeth!" war Vierecks überraschende Antwort. „Sie bleiben stets, wie Sie sind, und so, wie Sie sind, muß man Sie liebhaben." „Wie kann man, in dieser herrlichen Landschaft Phrasen dreschen?" sagte Lisbeth streitlustig. „Ach", entgegnete Viereck im gleichen Ton, „was meinen Sie, was so eine Landschaft alles verträgt. Grundsätze und Phrasen... es kommt ihr gar nickst darauf an. Die Vögel zwitschern ruhig weiter, die Sonnenstrahlen malen weiterhin die gleichen Kringel in die Lichtung. Nur einfältige Leute bilden sich ein, es müßte unbedingt ein Liebespaar da sein, das mit dem Frieden im Walde harmoniert. Weit gefehlt. Hören Sie die schimpfenden Enten drüben im Luch? Jetzt antwortet der Erpel genau so unhöflich. Wie kommen wir dazu, uns hier besser auf» zuführen als die Eingeborenen, die für die Stimmung der Landschaft gewissermaßen verantwortlich sind?" „Es ist wahrlich schwer, sich mit Ihnen zu streiten", seufzte Lisbeth. „Dann wollen wir uns nicht länger damit abquälen." „Sie sind sehr verwöhnt, mein Lieber?" „Wieso?" „Sie können es gewiß nicht vertragen, wenn Ihnen jemand böse ist, oder wenn er sich Jhn^n gegenüber auch nur gleichgültig verhält." „Bin ich Ihnen denn gar so gleichgültig, daß Sie das noch extra betonen müssen?" „Von mir ist nicht die Rede. Aber Carla haben Sie beispielsweise so lange Blicke zugeworfen, bis sie wieder anfing, mit Ihnen zu kokettieren. Das ist auch der Grund, weshalb Sie uns einreden wollten, Carla könne den Professor Mollwitz nicht leiden. Sagen Sie es doch offen heraus, daß Ihnen Carla sehr gut gefällt!" „Es dürfte nur wenige Männer geben, bflhen Carla nicht gefällt." „Ich danke Ihnen für diese Aufklärung, Herr Viereck. Ich habe Ihr diplomatisches Geschick bei Ihren Verhandlungen mit Machers Peinigern ehrlich bewundert. Sie verstehen es großartig, die Leute gegeneinander auszuspielen. Kommen Sie sich aber in der Rolle, die Sie heute spielen, durchaus ehrenhaft vor?" „Ich verstehe Sie nicht." „Nun, Herr Viereck, ich habe Ihnen doch keinen Anlaß geboten, mich für dumm zu hatten. Sie haben heute diesen Ausflug inszeniert, um Carlas Eifersucht aufzustacheln. So wie Carla den Professor benutzt, um Sie zu beruhigen, wollten Sie mich benutzen, um Carla zu zeigen, daß Sie ja nur zu wählen brauchen." ^Nickst übel ausgedacht", sagte Viereck gleichmütig. öeine Ruhe steigerte ihren Grimm. „Sie haben sich aber die Falsche ausgesucht. Ich werde Ihnen die Suppe versalzen. Sv — und nun können wir ja umkehren." „Ja, wir können umkehren. Was aber die Suppe betrifft, so glaube ich, daß Sie Ihr Salz sparen können." Er sah auf die Uhr. „Sehen Sie — wir haben jetzt sechs. In einer halben Stunde 'können wir fahren. Um Viertel nach acht setze ich Sie in der Burgstraße ab. Das ist ein außerordentlich anständiger Zeitpunkt, der niemand ein Recht gibt, mißtrauisch oder gar eifersüchtig zu sein..." Lisbeth ging mit schnellen Schritten voraus, er sah ihr Gesicht nicht, er sah nur, wie sie im Vorübergehen mit einem Stecken Distelköpfe abhieb. Plötzlich blieb sie stehen. „Ihre Regie verdient jedes Kompliment. Sie haben es sich auf die Minute ausgerechnet, wie weit Sie bei Carla den Bogen spannen dürfen. Sie soll eifersüchtig fein, aber es darf nicht zum Bruch kommen. Dafür ist ein Viertel nach acht in Ihrer Berechnung der richtige Zett- punkt." „Noch schneller läuft meine Maschine leider nicht." Lisbeth ging weiter, und bei jedem Wort mußte eine Distel daran glauben: „Nein — noch — schneller — läuft — sie — nicht!" Der Förster erwartete sie in der Tur. „War s schön, Kinder? Ihr habt euch auch den prächtigsten Abend ausgesucht, den ich auf Lager hatte." „Leider können wir ihn nicht bis zur Neige aus» kosten, lieber Onkel Peetz", sagte Viereck, „mir müssen um Viertel nach acht in Berlin sein." Der Alte schüttelte ungläubig den Kopf. „Genau um Viertel nach acht?" „Haargenau um Viertel nach acht. Man darf nämlich den Bogen nicht überspannen..." „Und ich dachte schon, Lisbeth würde meine Legende ausprobieren", jammerte Onkel Peetz. „Wer was ist dir, Mädel?" sagte er plötzlich. „Es ist nichts", erwiderte Lisbeth mit schwacher Stimme, „aber wenn ich vielleicht ein Glas Wasser haben könnte —" „Ich laufe ja schon!" Man hörte ihn vor dem Hause die Pumpe bedienen, dann kam er mit einem großen Humpen zurück. „Schuld ist natürlich der Karl!" meinte Onkel Peetz, „fährt wie ein Wahnsinniger und glaubt, so ein Mädel hätte auch Pferdeknochen im Leib wie er. Nun streck dich ruhig aus, Mädel, auf ein Viertelftündchen wird's wohl nicht ankommen. Du kriegst auch einen Wacholder und bist dann wieder fest auf den Beinen. Komm, Karl, laß sie allein. Du verdienst es nicht, bei ihr zu sitzen." Die Männer gingen in die Küche, aber Lisbeth horte durch die Küche jedes Wort, das gesprochen wurde. „Wir müssen unbedingt zurück" sagte Viereck, „was denkt ihre Familie, wenn sie über Nacht fortbleibt?" Aber man kann schließlich auf dem Soziussitz eines Motorrades kaum ein Mädchen befördery, das vor Schwäche nicht einmal die Augenlider heben kann und nur flüsternd antwortet. In diesem Zustand fand Viereck Lisbeth wieder, als er die Stube betrat. Er fetzte sich neben sie, nahm ihre Wirtschaft rung zur Nouz kamen, isrpogiwyüiuciqit nach Liquidationspfanbbriefen. 5)ier ergaben |iu) (VrhnhtinrtPn NNN 0.13 bis 0,25 V. 5)» durchweg Erhöhungen von 0,13 bis 0,25 v. 5). < < . .. e A 4A ** nur 1 IIV All HIlTs Aus der engeren Heimat Auslandsbörsen, im ganzen blieben sie aber fast Berlin Atonffurt a. M. Berltv Frankrurt a. M. 134,75 | 134,75 114,75 114,9 Deoilenmarft Berlin — $ranfturt a M Reichsarbeitsdienst im Dienste des WHW. 210,5 124 128,25 114,9 210,13 135,4 123,75 128,25 78.5 80,5 131 135 135 78.5 80 131 0,725 5,706 62,42 49.05 11,28 63,98 57,53 8,709 2,474 6H .. 6 unverändert. Am Rentenmarkt war die Haltung unverändert fest, in den variablen Werten war das Ge- schäft aber ruhiger als bisher. Dies gilt besonders von der Kommunal-Umschuldungsanleihe, die mit 95,80 um 5 Rpf. niedriger lag, auch Reichsaltbesitz überbracht wurden. Kreis Alsfeld 135 | 78,25 i 80 , 130,75 I 210,75 135,25 123,5 128 fletrtrtban!............... Berliner fcanbeltcielellfdiaft Gommer.v unö Prioat-Bank Deutsche Diskonto Dresdner Bant Commerz-^ und Privat-Bank im Zähre 193Z. Gesamtumsätze um 13 v. h. gestiegen. — Dividendenerhöhung auf 6 (5) v. H. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbantdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. 0,723 5,694 62,30 48,95 11,26 63,86 57,41 8,691 2,470 78,5 80,5 130,75 1 211 123,5 128 114,75 » Rieder-Ohmen, 24. W Im hiesigen Steinbruchbetrieb verunglückte der Arbeiter Heinrich Reitz von hier gestern dadurch, datz ihm ein Kippwagen a u f das linke B ein fiel Der bedauernswerte Mann mußte mit einem Oberschenkelbruch ron der Gießener Samtatskolonne 5% Deutsche Reicksanleihe v. 1927 4% Deutsche Reicksanl. von 1934 »ng Anleihe von 1930 .. ty.% Hesiiscke Volksstaat von 1929 iy2% Deutsche ReichsvoMckatz von 1934 I.................;••• 4V»% Deutsche Reichsbahnschatz von 1936 I................. Reichsanleihe-Altbesltz.........- Lberhejsen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Reckten ............ iy»°/ö Hess. LanveSbk. Darmttad Goldvfe. R. 12 . . . 5%% Hess. LanveS-HyV.-Ban! Stau. Goldvfe.............. /s% Rheinische Hhp. Liquidation Goldvfe .............. Steuergutschein,BerrechnungSkurc A.S. Mr Verkehrswesen .... 6h Haniburg-Südain. Tampsschifs. 0 Hamburg-Amerika Paket......0 glerdvcu'scher t'lotjö .........0 Teulsche Reich.bahn Vorz.-Akt. 7 ermäßigten sich um 5 Rpf. auf 132,95, «ähreich 4proz. Rentenbank-Ablöiung mit 94,80 behauptet blieben. Am' Pfandbriesmarkt hielt die Materialknappheit an, so daß bei unveränderten Kursen die meisten Goldpfandbriefe nur bei itzaner Repartierung zur Notiz kamen. Erhöhtes,Interesse bestand x. ■». ___ r___XL.;.;«« Rinr orrtrt npn Hm das Eigentum sind grundlegende Verbesserungen eingetreten. Heute ist auch die Zusammenarbeit oer Hausbesitzer-Organisation mit den zuständigen Reichsstellen anregend und auf das Gesamtwohl ausgerichtet. Dazu ist die straffe Organisation zur Durchdringung der Hausbesitzer mit dem Gedanken der Volksgemeinschaft erforderlich. Im organisierten Hausbesitz darf die Ablehnung kinderreicher Familien als Mieter nicht mehr Vorkommen. Nachdem Dereinsleiter Schmidt darauf hingewiesen hatte, daß es noch Mieter gibt, die dem Hausbesitzer Schwierigkeiten bei der Vermietung an kinderreiche Familien bereiten, sprach Pg. H e y d über die Fachgruppe für das Haus- und Grund- stückswesen innerhalb der Partei und führte aus eigener Erfahrung die Erfolge an, die durch diese Vermittler- und Ausgleichstätigkeit zwischen Hausbesitzer und Gläubiger erzielt werden können. Buenos Aires . Brüssel Rio de Janeiro Loten........ <1 open Hagen... Danzig ..... London Helungfor-...- Baris........ Holland Ztalieu ...... 70 Milliarden Mark stellt einen ganz bedeutenden Teil des deutschen Volksoermögens dar. In seinen weiteren Ausführungen ging der' Redner auf die Bedeutung der letzten fünf Jahre für den Hausbesitz ein. Er erinnerte daran, daß noch 1933 eine katastrovhalc Lage beim Hausbesitz herrschte. Zu der Verschuldung trat die Ueberlastung und die Verwahrlosung der Häuser. Als eine der ersten Taten des Führers kam die Sicherung des Haus- und Grundbesitzes. Es wurden 680 Millionen Mark verlorene Zuschüsse in den Haus- und Grundbesitz gesteckt, und dieser gab von sich aus dann einen Beitrag von 2 Milliarden Mark 3ur Arbeitsbeschaffung. Weiterhin konnte der Hausbesitz durch die Zinssenkung insgesamt 510 Millionen Mark ersparen. Durch die Neuordnungen über die Kapitalfälligkeiten, die Reform des Zwangsvollstreckungswesens und durch die Umwandlung der Rechtsprechung und nicht zuletzt durch die neuen Gedankengänge über ohne Einfluß. Bei kleinen Umsätzen war der Aktienmarkt uneinheitlich und wenig verändert. IG.-Farben konnten sich um 0,90 v. H. erhöhen auf 161. Montanwerke schwankten nach beiden Seiten bis 0,50 v. H., ebenso lagen Maschinen- und Elektrowerte fast unverändert. Don Zellstoffaktien. notierten rund 18 000 Kredite auf Beträge unter je 20 000, RM. entfallen. Die Zahl der bei der Dank geführten Konten erhöhte sich Ende 1937 auf 451099 (439 993). | Die Gesamtumsätze sind von rund 92 auf rund 104 Milliarden RM. gestiegen, also um rund 13 v. H. i Die Umsätze auf den Reichsmark-Konten der Kundschaft haben eine Steigerung von über 17 v. H. er-1 fahren.-Die Entwicklung ermöglichte es, verbunden mit der Steigerung der Erträgnisse, für 1937 eine Erhöhung der Dividende um 1 auf 6 v. H. in Dor- Aus dem Sozialbericht ist zu entnehmen, daß die Aufwendungen fÜG freiwillige soziale Leistungen die des Vorjahres, beträchtlich übersteigen. Die der Pflege der Leibesübungen dienenden Einrichtungen wurden nach jeder Richtung gefördert. Ebenso wurde der beruflichen Fortbildung der Gefdlgscbast, namentlich der Lehrlingsausbildung, erhöhte Aufmerksamkeit geschenkt. Die Anzahl der Gefolgschaft betrug am Jahresende 6575 (6499). Davon stehen 1327 Gefolgschaftsmitglieder über 20 Jahre in den Diensten der Bank. Das neue Jahr hat sich, soweit dies bisher zu übersehen ist, gut angelassen, und es ist mit einer weiter befriedigenden Entwicklung zu rechnen. Mein-Mainische Börse. Mittagsbörfe: SHU und uneinheitlich. Frankfurter Getreidebörse. F r a n k f u rt a. M., 23. Febr. Es notierten (Ge- treibe je Tonne, alles übrige je 100 kg) in Mark: Weizen W 13 211, W 16 214, ,W 19 218, W 20 220, Roggen R 12 193, R 15 196, R 18 200, R 19 202 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Weizenmehl Type 812 W 13 29,40, W 16 29,50, W 19 29>50, W 20 29,85, Roggenmehl Type 1150 R 12 22,45, R 15 22,80, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 Mark Frachtausgleich. Wei-, zenfuttermehl 13,60, Weizenkleie W 13 10,75, W 16 10,90, W 19 11,10, W 20 11,20, Roggenkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 18 10,40, R 19 10>50 Mühlenfestpreise ab Mühlenstation, Treber, getrocknet, 14,00, Höchstpreis ab Erzsugerstation. Tendenz ruhig. Frankfurter Schiachtviehmarkt. Frankfurt a. M, 24. Febr. (Dorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 1119 Rinder (279 Ochsen, 113 Bullen, 528 Kühe, 199 Färsen), 658 Kälber, 47 Hammel, 12 Schafe, 348 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 36 bis 45 Mk., Bullen 34 bis 43, Kühe 20 bis 43, Färsen (Kalbinnen) 35 bis 44, Kälber 30 bis 65, Hämmel 30 bis 50, Schafe 20 bis 42, Schweine 49,50 bis 56,50 Mk. — Marktverlauf: Rinder, Kälber und Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafe mittelmäßig. k schlag zu bringen. Die Gewinn- und Derlustrechnung verzeichnet im einzelnen Einnahmen aus Zinsen und Diskont von (alles in Mill. RM.) 28,34 (27,82), solche aus Provisionen und Gebühren von 29,89 (26,90). Dagegen erforderten Personalaufwendungen 31,61 (31,45), Ausgaben für soziale Zwecke, Wohlfahrtseinrichtun- gen und Pensionen 4,74 (3,00), sonstige Aufwendungen 8,34 (9,27), Steuern und ähnliche Abgaben 8,03 (6,42); an den Pensionsfonds wurden 0,75 (0,50) überwiesen. Mit dem Vortrag aus dem Vorjahr von 1,66 (1,58) ergibt sich ein Reingewinn von 6,50 (5,66). Hiervon werden nach Ausschüttung der Dividende 1,70 auf neue Rechnung vorgetragen. ebenfalls in körperlicher und geistiger Frische, am . Samstag unser Mitbürger Konrad S ch n e i d e r IV. i begehen. In der Landwirtschaft vermag er noch manche wertvolle Arbeit zu leisten. Wir gratulieren! ; > Lang-Göns, 21. Febr. Die Ortsgruppe der Partei hielt im Gasthaus „Zum • Schwanen" eine Versammlung ab, die sehr gut be- I sucht war. Ortsgruppenleiter Karl Müller leitete die Versammlung. Als erster Redner des Abends behandelte Pg. H e y m a n n zunächst die Bedeutung des Führerkorps 4)er Partei und streute kurz den Verlauf der Erziehung der kommenden Führer. Dann sprach er über den Dierjahresplan und kam dabei auch auf die politischen Fragen be_5_ Tages zu sprechen. Reicher Beifall dankte ihm für seine Ausführungen. Anschließend sprach Pa. Hollan^- d e r über das Thema „Kampf den Staatsfeinden . Seine Darlegungen fanden gleichfalls den langanhaltenden Beifall der Hörer. Dann wurde der Abend in üblicher Weise geschlossen. ex) Eberstadt, 20. Febr. Der hiesige Gesangverein „Liederkranz" hatte seine Mitglieder zur Jahreshauptversammlung in das Gasthaus „Zum Schwanen" eingelaben. Vereins- führer Heinrich Wagner begrüßte die Teilnehmer Rechner Alles erstattete den Kassenbericht, ber "mit einem Ueberschuß abschloß. Dem Rechner wurde Dank und Entlastung zuteil. Sanger Ferdi- nanb Löbrich wurde für 35jahnge Mitgliedschaft zum Ehrenmitglied ernannt. Der Verein ehrte ihn durch die Ueberreichung eines Diploms. Für den Monat März ist eine Konzertveranstaltung vorgesehen, die zusammen mit dem Gesangverein Oder- Hörgern durchgeführt wird, tfur dieses Konzert wird ein von beiden Vereinen gemeinsam gesungener Chor mit etwa 100 Sängern und Sängerinnen eingeübt. Die Leitung liegt in Händen des Dirigenten beider Vereine, Lehrer Andres. Die Dreschgenossenschaft hielt am Samstag ihre Generalversammlung im Gasthaus „Zum Schwanen" unter der Leitung be? Auftichtsratsvor- sitzenden, Ortsbauernführer Gorlach ab. Rechner Heinrich Eifer erstattete ben Geschäfts- und Kassenbericht. Die Dreschmaschine hat in ber letzten 1 oaifon 590 Dreschstunden geleistet. Die Rechnungen ; müssen bis zum 1. Mai bezahlt werden^ Der R.in- : gewinn wurde auf Vorschlag des Vorstandes der ' Betriebsrücklage zugeschrieben. Die vor ZweiJch- : ren angeschaffte moderne Getreiberemigungsan age hat im letzten Jahre rund 900 Z-ntner Saatgut ■ behandelt. Der Kassenbericht wurde gutgch.'ß.n. ; Der Genossenschaft gehören 98 Mitglieder an. Rechner und Vorstand wurde Entlastung erteilt, be b ; wurden in ihren Aemtern erneut bestätigt. 2 Hungen, 23. Febr. In naßer torpedier und geistiger Frische konnte die älteste E i n. wohn er in von Hungen, Frau Auguste ^rutig Witwe, geb. Weck, am 22. Februar ihren 9 0. Geburt s ta a feiern aus welchem Anstsie igr aus allen Kneifen der' Stadt zahlvkiche Glückwünsche im Dritten Reich sprach. Dann folgten Hebungen am Pferd, Freiübungen der Schüler, Hebungen am Barren, Pyramiden und ein wohlgelungenes Thsa- , »v M » t. . terstückchen. Sämtliche Vorführungen wurden mit A Alsfeld, 23. Febr. Die Reichsarbeit s- großem Beifall aufgenommen. Zum Schluß folgte dien ft gruppe 223 Alsfeld hatte sich am eine Verlosung. Die Pausen wurden durch Musik- Sonntag mit einem abwechslungsreichen Programm stücke ausgefüllt. Der erste Teil des Abends wurde in den Dienst des W in t e r h i l f s w e r k e s ge-! abgeschlossen durch eine Rede des Zellenleiters Pg. stellt. Ein Eintopfessen fand bei großem Andrang Roth. Bei Tanz und guter Unterhaltung blieb der Gemeinschaft aller Volkskreise im „Deutschen - ' ' ‘r Haus" statt. Den übrigen Teil ber Bevölkerung versorgten die beiden, die Straßen der Stadt durchfahrenden „Gulaschkanonen" des Reichsarbeitsdien- ftes mit der vorzüglich zubereiteten Eintopfkost. Am Nachmittag, nach Beendigung der Führerrede, nähmen die Veranstaltungen auf dem Marktplatz ihren Frankfurt a. M., 23. Febr. Auch heute fehl- ten ber Börse besondere Anregungen, vor allem blieb ber Auftragseingang aus ber Kunbschast sehr klein. Verschiebern Dioidenbenerklärungen und an. bere günstige Mitteilungen aus ber Wirtschaft wur- I ben wohl beachtet, ebenso die feste Verfassung der 23 Februar Amtliche Notierung Geld 1 Brief Abendbörfe ruhig. Die Abendbörse hatte eine freundliche Grund- sttmmung, die Hmsatztätiaksit hixst sich aber weiter in engen Grenzen. Es bestand vielfach etwas Kaufneigung, die Kursgestaltung war aber recht uneinheitlich. Montanwerte konnten sich zumeist behaupten, ■ Vereinigte Stahl 112,50 (112,40), fester lagen Ilse Genuß mit 138 (137), dagegen buhten Deutsche Erdöl in Anpassung an Berlin 1 v. H. ein auf 143,50, ferner bröckelten Mannesmann 0,25 o. H. ab auf 113,50. JG.-Farben konnten sich um 0,25 v. H. verbessern auf 161. Maschinenaktien lagen unregelmäßig. Moenus 133,50 (133,90), MAN 130 (131), dagegen Junghans 123,50 (123), Rheinmetall unv. 141, ebenso Demag mit 148,50. Elektroaktien blieben gut behauptet, AEG. 119,75, Bekula 170, Licht und Kraft 146, Elektr. Lieferungen 130,50, Gesfürel 149,25, Felten 139, Schlickert 179. Sonst notierten u. a. Holzmann mit 160,50 (161), Goldschmidt mit 143,50 (143,75), Bemberg mit unv. 140, Adlerwerke mit unv. 119,50, Metallgesellschaft mit unv. 140 und VDM. mit um). 173. Don Bankaktien waren Commerzbank weiter erhöht auf 124 (123,75), auch Adca 0,13 v. H. gebessert auf 106. Don Versicherungswerten tarnen Allianz Verein nach Pause mit 274 (272,50) wieder zur Notiz. Der Rentenmarkt war ohne Geschäft, aber gut behauptet. 6 v. H. JG.-Farben 130,13, Reicksbabn-VA. 0,25 v. H. höher mit 131. Fortgang. Nach dem Aufmarsch ber Arbeitsbienstabteilung konzertierte die Gruppenkapelle, und die frischen Arbeite-, Marsch- und Soldatenlieder erfreuten die zahlreichen Zuhörer. Ein Kamerab- jchafteadenb vereinigte die Alsfelder Bevölkerung mit den ArbeitÄbienstmännern im großen Saale des „Deutschen Hauses". Nach eirtleitenben Begrüßungsworten bes Gruppenführers sprach Kreisleiter Z ü r tz in eindringlichen Worten von der Volksgemeinschaft und stellte dabei ben Reichsar- be.itsbienft als wertvolles Bindeglied für die Volksgemeinschaft heraus. Im Mittelpunkt des Abends stand rin Bauernspiel mit Chören, das einen nach- hastigen Eindruck hinterließ. Turnerische Vorführungen und Marschmusik der Gruppenkapelle leiteten zum Tanz über. Das finanzielle Ergebnis erbrachte dem Winterhilfswerk einen nämhasten Betrag. Maul- und Klauenseuche erloschen. Nachdem die Maul- und Klauenseuche in Langsdorf erloschen und die Schlußdesinfektton abgenommen ist, hat das Kreisamt Gießen die an- geordneten Schutzmaßnahmen wieder aufgehoben. 34 Hühner einem Marder zum Opfer gefallen. 4 Großen-Linden, 23. Febr. Der hiesige Landwirt Wilhelm Ne hl mußte zu feiner großen Heberraschung feststellen, daß ein Marder feinem Hühnerstall einen Besuch ab gestattet und dabei 2 2 Hühner getötet hatte. Am darauffolgen, den Tage mußte der Nachbar des Geschädigten, Karl Leun, eine gleiche Festellung machen. Hier fielen 12 Hühner dem Marder zum Opfer. Karl Leun wurde jedoch dadurch entschädigt, daß er den Marder bei seinem nächsten Besuch fangen konnte und für das Fell 35 Mark erhielt. Canötreie Gießen Fwd. Als erste der drei Filialgroßbanken legt sI diesem Jahr die Commerz- und Privat- ^,7 Landesbank plus 0,40 v. H. auf 102,50. Stadt- Bank AG., Hamburg-Berlin, ihren Ge- anleiben zeigten wenig Deränderung, auch Staate/ ichästsbericht für 1937 vor. Im abgelaufenen Ge- । Spiere wichen kaum ab. Industrie-Obligationen schäftsjahr wurden 21044 neue Kredite im Gesamt- . uneinheitlich bei Schwankungen bis 0,50 o. H., betrage von 471 Mill. RM. gewährt, von denen F^en-Donds 130,13 (130,50). . . -•*-s «nt flWrnna unfor io 90 naß ■ Freiverkehr lagen einige Werte lest. So Schuh Berneis mit 78 bis 79 (76), Verein Pinsel Nürnberg mit 82 bis 84 (78) unb JBrennabor auf bie Divibenbenerhöhung mit 134 (131^50). oonft nannte man u. a. Dinglerwerke 88,7a, 89 bis 90, Ufa 69,75, Rastatter Waggon 56, tfranb furter Hanbelsbank 64 nach zuletzt 66. Tagcsgelo unverändert 2,50 v. H. * Heuchelheim, 23. Febr. Auf dem Wege zwischen dem Windhof und unserem Dorfe ereignete ’ sich gestern ein Verkehrsunfall. Drei Frauen, die < an der rechten Straßenseite gingen, wurden von . einem Personenkraftwagen angefahren. Zwei der । Fußgängerinnen wurden dabei zu Boden geschleu- . bert und erlitten Prellungen. Der Führer bes Per- . sonenkraftwagens hielt in einer Entfernung von 5J Metern von ber Unfallstelle und ging zu ben Frau- : en zurück, um sich um ihr Be.inden zu erkundigen. Er versprach auch, sofort den Arzt zu holen kchrte : aber nicht mehr an die Unfallstelle zurück. Bald daraus stellte er sich aber bei ber Bürgermeisterei Heuchelheim und teilte den Unfall mit. Seine Personalien wurden festgestellt. Die Untersuchung über die Schüldfrage ist im Gange - m Lollar, 21. Febr. In der hiesigen Schule wurde der Film „Volk in Gefahr .vom Reichsluftschutzbund vorgefuhrt. — Die yik: sige Junamädelgruppe des BDM. veranstaltete im Saalbau „zur Linde" einen gitt besuchten und wohlgelungenenVo l k s ge m e i n s ch a f t s a b e n d. Nach Begrüßungsworten der Gruppenführerin Hedwig S ch w a b e wickelte sich em reichhalt ges Programm »ab. Gedichte und Lieder wechselten em- anSer ab. Ein Märchenspiel fand reichen Bel,all. Eine Kapelle trug Musikstucke vor. Auch ber Hu mor kam zu seinem Recht, in Gebich.en unk> bern und einem kleinen Stuck, m dem der Burger verein „Behaglichkeit" bas Thema „Wir brauchen Heime" behandelte. Rach einer Ansprache der Over- gruppenführerin Erika D e f tb und dem t „Kehraus" schloß ber schöne Äbenb >Allendorfa. b. Lumba, 20 Febr Der Reichsluftschutzbunb veranstaltete hier im Gasthaus „Zum Bahnhof" einen Werbeabend, bei dem Gemeinbegruppenführer st der le (Lollar) ben Film „Volk in Gefahr" vor führte Untergruppen führer Döll wies zu Beginn auf die Wichtigkett des Luftschutzes hin und machte die Mt^llung,^daß demnächst auch in unserem Orte w i e b r em^r. ausbildungskurs beginnt Am Schluffe Haltung forberte ber Bürgermeister Aw -t im-Luttschutz auf unb schloß die Versammlung mit ®^^o6a.U22.e5e^Mruf d°m B°u°b!chmtt der R e i ch s a u t o b a h n st r e ck e Re1 ® sn«r«rnh_Reinhardshaln yerrscyl z Z-it reger Betrieb, gilt es bie ; arbeiten in kurzer Zeit ferhsjuf eHen. fuhr von Sand auf die bereits Attggel • ^teflung strecken ist begonnen worden, st daß die Her) 9 der Betondecke in greifbare Nahe genickt ll - aSsrjÄ.'aarräss zwischen Reiskirchen und Bersrod herstellt, 's 16 aU)f( «efeVi^-.-A 8ebr. Am Wgoienb tung begann mit dem ^^5^ch der Turner Der teiüluu; , vu - LeuL°^es"R^ Lesubungen! zur dortigen Klinik gebracht werden. man dann noch lange beisammen. ; * @ r ü n b e r g, 23. Febr. Eine Hühnerschar , in dem Hofe eines Hauses am Stadtrand erregte bie Aufmerksamkeit und Begehrlichkeit eines Ha- bichts. Er nahm sich bie gackernde Schar aufs Korn und schoß blitzschnell aus ber Höhe herab. Dabei hatte er jedoch das Pech, danebenzuschiehen, denn anstatt in ben Hühnerhof einzubrechen, sauste er durch das Fenster de^ dicht neben dem Hühnerhof gelegenen Küche des Hauses, zum großen Entsetzen der überraschten Hausfrau, Die bei dem plötzlichen ungebetenen Besuch einige Schrammen am Kopfe baoontrug. Der rasch herbeigeeilte Hausherr nahm ben Kampf mit dem gefieberten Räuber in ber Küche auf unb konnte ihn auch nach kurzer Zeit überwältigen unb töten. = Steinbach, 22. Febr. Vermutlich infolge des gesteigerten Autoverkehrs durch die Dorfstraßen, bedingt durch unsere Lage als Zubringer zur Reichsautobahn, wird eine alte Sitte ber Steinbacher abgeschafft. Dieser Tage wurde ortsüblich bekanntgegeben, daß das Aufsetzen b es Holzes vor den Häusern verboten ist. Wenn man in früheren Jahren durch das Dors ging, konnte man die Kunst beobachten, mit der bie Leute ihr Brennholz vor dem Hause aufgesetzt hatten. Es war nicht nur die bessere Möglichkeit des Trocknens, sondern auch der Raummangel innerhalb der Hofreite, der die Leute veranlaßte, ihren Holz- oorrat so zum Trocknen aufzusetzen. Im benachbarten Alb ach, das engere Dorfstraßen hat und wo bie Bewohner ebenfalls an Vlgtzmangel leiben, besteht feit alters her die Sitte, daß auf einem besonderen Platz außerhalb des Dorfes an ber Straße nach Burkhardsfelden das Brennholz ber Dorfbewohner zum Trocknen aufgesetzt wirb. < Holzheim, 24. Febr. Am heuttgen Donnerstag kann Frau Klara Jäger, geb. Sames, m körperlicher unb geistiger Frische ihr 8 0. Leben s- ianr vollenden. Die Jubilarin vermag noch man-.,-,- ------------ - - cherlei Arbeit in Haus unb Hof zu verrichten. Ihr Aschaffenburger gegen den gestrigen Elnheitskurs Sbemann Hermann Jäger, wird demnächst 8 2 1,25 v. H. schwacher mit 140,50. 3m einzelnen lagen Jahre alt — Den 78. Geburtstag kann, lReichsbank 0,50 v. H. niedriger, Verein. Deutsche »homrnffG in PnrnprliAer unb aeiltt'aer Frische, am Metall Mit 173 unb AG. für Verkehr Mit 134,75 \ Sckiuk- iurs Schluß. Abend börie — Schlub- kurs xcktutzff Ni nag» -büri« Taivm 22-2. 23.2- 222 23 2- iHecumtilatDrfn-itabrt! ....... Aickafscnburg Zellstoff....... 14 ' — — 1 229,5 . 6 . 0 141,75 l 140,5 | 140,5 140 141 । 440,5 , 140,5 140 . 8 170 170 170,25 170,25 . 5 122,9 123,5 123,25 i 123,5 . 7 164,5 164,5 --------- ! ftpmpnt fi’nrirtnht ........... . 6 12 194,75 194,4 194,75 194,75 Daimler Mowren.......... ey, 144 143,5 143,9 143,25 . 4 —- - —— 122,13 122 (Sroöl ............ . 5 144 143,5 144,25 143,5 Deutsche Molo» und Silber .. . 9 255,5 255 — Deuticke Linoleum......... 10 169,5 170 169,5 170 pr11 rtnOTI. .. . .. . 6 130,5 130,5 130,25 130,25 Elektrilcke Lickt und Kraft... . 7 146 146 146 145,25 . 7 160,13 161 160,4 160.75 139 138,5 139,5 .............. 149,5 149,25 149,75 149775 ffinlblrfimiht ......... 143,5 143,25 143,9 tottonet Maschinen......... . O — 50,5 50,65 50,5 87» 87» 174 - - 174,5 171,5 Hoelck Eilen............... 'BfiütDD Holzmann......... 114,75 114,25 114,5 114,5 . 8 161'25 160,5 161,5 160,25 t. - c>Ik» -________....... 6 _ 13ö 136 138,25 Kali Alcketeleben.......... 110 110,4 fliodnftroerle ............ 4'A 119,25 119,25 119.5 119,65 Kokswerke und Ebemilcke Fabrik 1 — 158 158 L'ahmeflet ................ . 6 121,75 121 121 120,65 ,. 4 95,75 113,9 95,75 113,25 — Mannesmann............. 4'/r 114,5 113,25 Piansielder Bergbau....... ..7 — — 157 —* Melaligelelllckaft........... .. 6 140,25 140 139,65 —*• Crenhein & Kopvel........ .. 0 — — 111 111 Slbeinilcke Braunkohle...... 12 230 230,5 231 231,25 129 144.75 129,25 144,75 128,5 144,5 Rbeinktaküwerke............ Rbemilck-Deitfältiche Elektro .. 6 127,65 127,25 127,25 127,75 .. 7 152 152,5 169 152,75 152,75 168 Salzdetiund Kali.......... .. 6 .. 7 178 179 178 95,75 95*75 Eckultbett Batzenhofer...... .. 4 Siemens L Halske......... .. y 214,25 —— 214,25 Eüddeuriche Zucker......... . 10 211 211 211 vereinigte Stahlwerke...... 4'/» 112,25 i 112,5 112.25 112,4 60,5 60,5 60,4 60,5 icenDCUiiaic jtuuiyui .•••••• Weiteregeln Alkali.......... .. 4 109,75 1 109,5 110 109,5 g 150,5 149,5 149,5 149,5 Ctaoi Minen.............. 0,6 30 I 29,9 30 ! 29,9 Schluß, kurs Sckluhi. Abend- börie Schluß- fürs Scklußk Mittag börie 22-2- 23-2- 22-2- 23.2- 102 102 101,9 102 99,3 99,3 99,3 99,3 — — — — 99,8 99,8 99,8 99,7 _ — _ _ — — 109 101,25 101,25 — 101,25 100,5 100,5 100,9 100,75 100 100 100 100 133 132,95 132,9 133 — 138,65 100 100 100 102,5 — — — 100 100 100 100 100 — 99,5 99,5 — — 138 138,25 138,25 138,5 — | 100 — — 100 1 100 — — 102,65 | 102,75 — — 102,4 102,65 102,7 102,9 11),4 1 111,4 — 111,6 22-üebruar Amtliche Notierung toeld Briet 3 zcn. Die Handlung ist spannend und abenteuerlich, und die hübsche Musik läßt alle Träume von Liebe und Glück lebendig werden. U93a Ufa-Ton-Woche Täglich 4, 6, 8.30 Uhr Sonntags 3, 5.30, 8.30 Filmvolkstag Eintritt auf allen „Der Jäger von Fall“ Plätzen 10 Pf. • mit Paul Richter, Georgia Holl Beiprogramm Bühnenschau PQLRST Giessen | Hotel Schütz Fastnacht - Dienstag: Großes Faschingstreiben in sämtlichen Räumen des Gesellschaftsvereins (Club) Eintritt nur gegen Vorzeigen der Verzehrskarte ä RH. 4.— Karten-Vorverkauf bei: Musikhaus Challier, Neuenweg, Hausmeister des Gesellschaftsvereins, Sonnenstraße, und Portier im Hotel Schütz UR7d Skizug am SONNTAG, dem 27. Februar 1938, nach Winterberg Gesamtpreis für Hin- und Rückfahrt: 3.29 KM. Gießen ab 6 15 Uhr — Gießen an 22.40 Uhr Auskunft und Fahrkarten bei den Fahrkartenausgaben und MER-Büros Reichsbahndirektion 11970 • Wasthöüllen • Schiehkarren eHandwagen Ph. Sommerkorn Bleichstr. 12 Geburtsanzeigen bei Brühl, Gießen Verkäufe öriesiMken WilllW 3600 Europa zweibändig hoher Wert, abzugeben. 0812 Senckenberg- straße 15 pt. Stadttheater Gießen Heute 20 Uhr: Einmaliges Gastspiel Staatssdiauspieler Paul Wegener mit eigenem Berliner Ensemble in Kollege Crampton Komödie von Gerhart Hauptmann 1199V „Aber heut' sind wir fidel!" Das ist das Motto für den diesjähr. traditionellen großen öffentlichen MASKENBALL der am Samstag, 26. Februar, 20.11 Uhr, in sämtl. Räumen der „Turnhalle Heuchelheim" stattfindet. — Trotz großer Aufmachung bekannt niedrige Preise. Gute Bedienung. — Damen- und Herren-Karten zu 80 Pfennig berechtigen zum Eintritt in sämtlichen Haupt- und Nebenräumen. Ständiger Autodroschken-Verkehr vorhanden. i,ggv Zur Konfirmation Kommunion bringen wir aus der Fülle unserer reichhaltigen Auswahl schwarze sowie weiße Kleiderstoffe zu folgenden Preisen: Abt. Seidenstoffe: Krepp Toledo, 92—94 cm breit............RM. 1.95 Mattkrepp, 92—94 cm breit...............RM. 2.20 Flamatt, 92 - 94 cm breit........... 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'k ' 1 ; v '*■1 1 J WOLF ALBACH-RETTY Richard Romano wsky f Hertha Feiler / Lotte Lang Musik: W. Schmidt-Gentner Der von der Sonne des Südens und der blauen Weite der Adria mit strahlender Freude erfüllte Film sprüht von Witz und Humor um das originelle Schicksal des kleinsten und jüngsten Matrosen der Welt! uma Bei pro- ramm uifd Ton - Woche ! Täglich 4, 6, 8.30, Sonntags 3, 5.30, 8,30. Jagend hat Zutrift! Filmvolkstag Eintritt auf allen „Land der Liebe" Plätzen 10 Pf. • mit Gusti Huber, Albert Matterstock Ein günstiger MsMülles zu verkaufen. Schriftliche Anfragen unt. 0796 an den Gießener Anzeiger erbet. 1 PS- Bergmanrimotor lpersonemag.- ■Unhflnger zu verkauf. 1200d Karl Krug Marktplatz 23. Konfirmand.-Anzug guteQual.,1mal getrag n.seawarr. Ledero’.mantel vreiswertzu verkaufen. Schinen- bergerWeglttv. I Kaufgesuche | Gut erhaltener WMWgen zu kauf, gesucht. Schr.Ang. unter 0804 and G. A. Gut erhaltene Wzektzilhek zu kauf, gesucht. Schr. Angeb. mit Preis unt. 0808 an d. Gieß. Anz. Gloria-Palast Freitag, 25., und Sams’ag, 26. Februar jeweils 10.45 Uhr 1192 A Der Schicksalsweg einer unehelichen Mutter, deren Leben ppfer und Verzicht bedeutet! Menschen kommen — Menschen vergehender allem aber steht dieMutter- schäft, Anfang und Ende allen Seins!