Rr.19 Erstes Blatt 188. Jahrgang Montag, Z4-Januar 1938 > neu. beim Emp- durch s - ier= Verwirrungen zu zerstreuen, möchten wir noch einmal betonen, dah in Berlin an Jugoslawien keine Aufforderung erging, irgendwelchen Fronten beizutreten. Das Verhältnis Jugoslawiens zu Genf wurde seiner eigenen Initiative überlassen, ohne dah die Frage eines Austrittes auch nur erwähnt worden wäre, auch wurde keinerlei Druck ausgeübl, um eine Anerkennung der Regierung General Francos zu erreichen. Ferner wurde die Frage des Beitritts Jugoslawiens zum Antikominternpakt nicht berührt, denn man weiß, daß Jugoslawien seine ablehnende Haltung -gegenüber dem kommunistischen Sowjetrußland feit 1921 »nd ells um r • üs- des •es» ü r eilt Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Brette 7 Nps., für Text« anzeigen von70mm Breite 5ONpf.,Plahvorschrift nach oorl) 93erembg.25°/0 mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheilsanzeigen 5 Npf., Familienanzeigen,Bader-, Unterrichts- u. behördliche AnzeigenbRpf. Mengenabschlüsse Staffel B t- n zahlreiche Menschenmenge einen stürmischen fang. Besonders herzlich war die Begrüßung die parteijugend. Ministerpräsident Stojadinowitsch hatte daran zu erinnern, daß im Deutschland der Vorkriegszeit die Ersparnisse in der Hauptsache irnIn - lande produktiv angelegt wurden, also zum Aufbau und zur Ausweitung des industriellen Apparates dienten. (Im Gegensatz zu 'England und Frankreich, die die Ersparnisse vielfach international anlegten, also ausländische Werte schufen.) Wir sind heute wieder so weit, wir sind wieder in der Lage, einen neuen industriellen Apparat aufzuziehen, ohne daß in der Kapitalanlage im Verhältnis zur Vorkriegszeit eine grundsätzliche Wandlung eingetreten scheint. Aber der Unterschied ist insofern gegeben, als heute das Reich entwicklungsgeschichtlich bedingt sowie im Sinne der nationalsozialistischen Grundsätze an dem industriellen Neuaufbau beteiligt ist. Aber der Kapitalbedarf, der dafür gebraucht wird, läßt sich, wie die Erfahrung gezeigt hat, sehr wohl im Jn- lande ohne Schwierigkeiten sogar aus den Ersparnissen des Volkseinkommens aufbringen. Diese Ersparnisse stehen für die Kapitalbildung und für die Kapitalanlage zur Verfügung. Es hat wenig Zweck, wenn die ausländischen Sachverständigen . immer wieder an diesem Zusammenhang vorbeisehen. Auch die Sachverständigen vom anderen Ufer müssen sich damit abfinden, daß das Dritte Reich finanziell gewaltig erstarkt ist. unter allen Regimen beibehalten hat. Weder ' Deutschland", so schließt das Blatt, „noch Jugoslawien denke an irgendwelchen Angriff gegen einen anderen. Der gemeinsame Wunsch ist der Ausbau ihrer Staaten, wozu der Friede eine unerläßliche Voraussetzung ist. Man kann es Jugoslawien nicht verdenken, daß es die ihm gereichte Freundschaftshand ergriffen hat. Als Dr. Stojadinowitsch seine Deutschlandreise antrat, war er sich bewußt, dah er mit seinen Berliner Besprechungen nicht nur für die Interessen seines eigenen Landes wirke, sondern auch dem allgemeinen Frieden dient." 2t. he den lehr- n e r Es- bec auf 552 t ergibt sich, Mark, d.k ie Zunahm hschnitlMri vas gefallen wesentlichen hten. 3n den n NoveM . Gegenüber Steigerm en n, uf i ■ >ch London, 24. Jan. (DRV. Funkspruch.) Das englische Kanonenboot „Sandwich" (1045 Tonnen) hat ein Landungskorps in Weihaiwei gelandet, um britisches Eigentum vor Plünderungen zu schützen. Nachdem ein großer Teil der chinesischen Ordnungstruppe desertiert ist, sollen die Plünderungen in Weihaiwei so zugenommen haben, daß man sich zu Schutzmaßnahmen für das britische Eigentum entschloß. Außerdem soll eine japanische Abteilung in Lankau, 100 Meilen westlich von Weihaiwei gelandet sein, die offenbar versuchen wird, zu den Streitkräften in Tsingtau zu stoßen. Dejemb: n 21 HWL oerotot, ab. : 5468 Mill. . Gegenüber t250 M efe Zunahm Erhöhung d» r Steigerung am ftärtftn Einfuhr ffl mit 36 d. ft hr von M j)., voluim Haren um 31 ist gegenübü icht ganz tu zten Teil bf ung des te and) bi* ch rücfgN An der &(■' Ernährung-' beteiligt- Zunahme d° rtigwaren kS der dem 2^ Die halbamtliche „23 r e m e" schreibt in einem Sonderbericht aus München, Stojadinowitsch habe seinen Aufenthalt noch um einen Tag verlängert, um seine Eindrücke im Dritten Reich abzurunden und jenes Gebiet kennenzulernen, von dem Europa noch wenig wisse, auf das aber der Führer selbst großen Wert lege, nämlich den architek-- tonischen Aufbau Deutschlands. Was der Führer einst auf dem Papier erträumt habe, verwirkliche er jetzt auf der deutschen Erde. „Der Mann", schreibt das Blatt, „den das Schicksal zum Führer seines Volkes bestimmte, wird mit Recht der grö ß te A rchitekt Deutschlands genannt. Er gab Deutschland einen neuen Geist und ein neues Gesicht. Unter seiner Führung entstehen großartige Bauten von riesenhaftem' Ausmaß, um Jahrhunderte hindurch der Sitz einer ewigen (Erneuerung zu sein. In vier Jahren schuf er ein neues deutsches Dorf, eine neue Schule, einen neuen Stil und drückt dem allem seine eigene künstlerische Note auf." „Der Deutschlandbesuch und die Berliner Besprechungen", so heißt es bann weiter", fielen in eine Zeit, in der das Dritte Reich ruhig der Zukunft entgegensieht und der ganzen Welt das imposante Bild einer friedlichen Insel inmitten des aufgewühlten europäischen Meeres bietet. Zu gleicher Zeit stand nicht nur das D o - nauproblem, das unsere Lebensinteressen direkt berührt, auf der Tagesordnung, sondern es zeigte sich auch, daß die Grundfragen der menschlichen Gemeinschaft nicht ohne Deutschland gelöst werden können. Außerdem sind gerade jetzt gewisse Nationen, die sich seither diesem großen Volk fast vollkommen verschlossen gezeigt hatten, zu einer Politik der guten Beziehungen und ehrlichen Aussprache mit Deutschland übergegangen. Schließlich entstand während der Reise auch in Frankreich eine Bewegung, um die eigene Außenpolitik zu revidieren." „Jugoslawien wurde in Berlin als ein junger, starker und allen anderen gleichberechtigter Staat behandelt. Dr. Stojadinowitsch konnte mit seinem Partner auf gleichem Fuße verkehren. Um gewisse Intrigen und Verlassen Deutschlands dem Führer und Reichskanzler nachfolgendes Telegramm übersandt: „Mein Aufenthalt in Ihrem schönen Lande ermöglichte es mir, das neue Deutschland näher kennen zu lernen und seine Errungenschaften zu bewundern. Bei Verlassen des deutschen Territoriums halte ich es für meine erste und angenehmste Pflicht, Ew. Exzellenz zu bitten, den Ausdruck me-iner tiefsten Dankbarkeit für den herzlichen Empfang, den Sie mir angedeihen ließen, und für die Sympathie, die Sie für Jugoslawien zeigten, entgegennehmen zu wollen." von < Ml im* ibrüberW brten Emfiy DhMe- ständigen, daß die Spitzen der internationalen Hochfinanz, diese Träger und Nutznießer des kapitalistischen Systems schlechthin, zu keiner Zeit erkannten, daß sowohl der Dawes- wie der Young-Tribut, daß diese ganze Finanztechnik mit dem kapitalistischen System in W i d e r s p r u ch stand. Dies System beruht auf Ceiftung und Gegen- lei st u n g , während die Tributlasten einseitig eine Leistung vorsahen, ohne sich viel darum zu kümmern, daß diese einseitige Leistung den Verpflichteten in verhältnismäßig kurzer Zeit zugrunde richten müßte. In der Julikrise von 1931 war Deutschland soweit, mußte es, um den in jeder Hinsicht unfaßbaren Rechenfehler der Urheber der Tributpläne wieder gutzusnachen, alle greifbaren internationalen Werte, leider auch fast den ganzen Goldbestand der Reichsbank in Höhe von über zwei Milliarden Mark dem Ausland überlassen. Diese Wiedergutmachung hätte eigentlich auf Kosten der internationalen Hochfinanz vor sich gehen müssen, aber auch auf Kosten der Urheber der, Tributpläne. Wie andere internationale Sachverständige von Rang im Herbst 1931 in Basel ausklügelten und als monumentale Erkenntnis verkündeten, war die Ursache der internationalen Wirtschaftskrise mit ihren besonderen Auswirkungen für Deutschland in der Unruhe und Unsicherheit gegeben, die durch die nb en b m, en rb Die on ich en, id- im «Enbischen Kreditgebern hohe Zinsen förmlich auibr ängten. Die Gemeinden. usw. wiesen daraus tylin, daß ihre Zahlungsfähigkeit erstklassig sei, denn en» künde ihnen ja das Recht zur Seite, die Steuerzahler durch Umlagen und Erhöhung non steuern zu belasten. Die erhebliche Verschul- Hing vieler Städte ist auf diese« Finanzwirtschast Zpriiikzuführen, so daß Zusammenbrüche unvermeid- lüh gewesen wären, wenn nicht nach der Macht- eigrr.fung die finanzielle Gesundung der Gemeinden oi5 vordringlich angesehen und durchgeführt wor- dhn märe. Wieder in Belgrad. Herzlicher Dank an den Führer für die Eindrücke in Deutschland. Belgrad, 23. Jan. (DNB.) Ministerpräsident und Außenminister Dr. Stojadinowitfch traf Sonntag abend nach zehntägiger Abwesenheit wieder in der jugoslawischen Hauptstadt ein. Zu seinem Empfang hatten sich sämtliche Regierungsmilglieder und Vertreter der Regierungspartei eingefunden. Deutscherseits begrüßte den Ministerpräsidenten der Geschäftsträger von Janson. Dr. Stojadinowitsch sagte: „Es waren angenehme und wunderbare Tage." Auf dem Bahnsteig und vor dem Bahnhof bereitete ihm eine Jugoslawien Hai die Kreundschastshand ergriffen. DieBelgraderpreffezumAbschlußderNeuischlandreifedesjugoflawischenMinisterprasidenten * Weihaiwei, ein 738 Quadratkilometer großer Küstenstreifen in der nord chinesischen Provinz Schan- tung mit 200 000 Einwohnern, besitzt den strategisch wichtigen Hafen P o r t E d w a r d , den die Japaner im chinesisch-japanischen Krieg 1895 erobert hatten, aber 1898 an Großbritannien hatten übergeben müssen, bas ihn solange pachtete, wie die Russen Port Arthur besetzt halten würden. Im Flottenver- trag von Washington 1922 hatte England die Rückgabe an China versprochen und 1930 Weihaiwei auch gerpumt, es sollte jedoch noch zehn Jahre lang Sommerhafen des britischen China-Geschwaders bleiben. LondonhofstausZusammenarkeit mit Japan. Das Echo der Reichstagsrede Hirotas. London, 24. Jan. (DNB. Funkspruch.) Die Erklärungen des Außenministers H i r o t a vor dem japanischen Parlament finden in der Presse starke Beachtung. Besonders selne Ausführungen über die englisch-japanischen Beziehungen lösten großen Widerhall aus. Die „Times" schreibt, man fasse die Zusicherung Hirotas in London als Bestätigung von Anzeichen auf, daß die japanische Regierung Zwischenfälle zu verrneiden suche, die für die japanisch-britischen Beziehungen nur abträglich sein könnten. Obwohl noch Fragen von größter Bedeutung für die britischen Interessen geregelt werden müßten, bestärke die Versicherung Hirotas in London die Ansicht, daß man auf eine japanische Zusammenarbeit bei der Behebung gegenwärtiger und der Verhinderung künftiger Zwischenfälle hoffen dürfe. Allerdings habe die britische Regierung nicht die Absicht, in ihrer Wachsamkeit zum Schutz wichtiger und schon alter britischer Interessen, die jetzt in China auf dem Spiel stünden, nachzulassen. Der „Daily Telegraph" schreibt, England warte jetzt mit Interesse auf Anzeichen, daß die antibritische Kampagne in Japan absterbe. „Sunday Chronicle" ü n - ‘orps die ein Tau- ihlekcnreicht. Hier sei noch erwähnt, daß die unver- )Z7 mit tins Wtnsmäßig hohe Zinsbelastung in der Hauptsache 411 ttitarauf zurückzusühren war, daß vor allem die m*’1 entließe Hand, also die Gemeinden und embere Körperschaften des öffentlichen Rechts, den N. iölke- littag n t s tstadt najor 5b er« will. ihre erzen Inter ) die iben, über i der jrenb en. hrt. Ar- Al), um ,nen. ' >tigt, den arze reck, n:: offen i m ollen l sie An, nach :lers, fest- fön- üben aber iroße jSings, Ml (El;, $Nes rSi. ’I tam et Oaschmqz, er). ihre» ' ln bas ^ngefah. 3 Michi I. spräche an wzengai-E Stuben, innen. erg fien och- au» hen er irbe 'örz 933 zen. ier- chen erklärt, führende japanische Staatsmänner hätten klar gemacht, daß Japan einen Zusammenprall mit England und den Vereinigten Staaten vermeiden wolle. In amtlichen Kreisen Londons habe man „dementsprechend eine Würdigung der Ausführungen Hirotas zum Ausdruck gebracht". — Aehnlich urteilt auch „Sunday Referee". w das«»»»l-Sch!achlsch,ff. Eine englische Anfrage in Tokio. London, 22. Jan. (DNB.) Der britische Botschafter in Tokio ist beauftragt worden, bei der japanischen Regierung anzufragen, ob Japan 43 000-Tonnen-Schl acht schiffe mit 18 Zoll (= 45,8 cm) Bestückung auf Kiel zu legen beabsichtige. „Daily Expreß" will erfahren haben, baß, wenn Japan bies tatsächlich beabsichtige, England mit Frankreich und den Vereinigten Staaten in Beratungen eintreten werde. ru° Me v Langen. Wen. Kenner, n Mdelt ' Mfi. l "Hgen. ®otben Cs gab also eine Zeit, sie liegt noch gar nicht so ttöeit zurück, daß nicht nur ausländische Sachver- sMd ge von Rang, sondern auch die inter - n°Qt o n a I e Hochfinanz, die doch einiges von fwn Dingen verstehen muß, es nicht nur für ntöglid), sondern für sicher hielten, Deutschland kckmls Jahr für Jahr 5 Milliarden Mark aus seiner Wirlchast aufbringen, um sie ohne jede Erschütte- rnmz der Zahlungsbilanz in das Ausland Überzu- jpei. S. Parker Gilbert, der Generalagent fitt dm Dawes-Plan, war dieser Auffassung, denn d^chr hervorragende Finanzmann, der heute in der Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche Univerfiiälsdru-kerei «.Lange in Stehen. Schristleitvng und Seschästrftelle: Schulstrahe 7 brjchemi täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblatter Heimat im Bild ■ Die Scholle Monats-Vezugspreis: Nil 4 Beilagen RM.l.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr * _.25 jud) bei Nichterscheinen ton einzelnen Nummern nfolge höherer Gewalt Zernsprechanschtüffe enter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: jranffurt am Main 11686 —— el .937. ienhanbelr. uch in der bie Steige- iark lag sie •i übet der jum gröh- Böhmens, •rt der Ein- ise im Ae- gestiegen, ■mber zwar jedoch geht mfang hin- de um 161 Die Einfuhr Bereich der Mill. Mach e Wirtschaft, Versailler Gewaltverträge in das Leben der Volker hineingetragen worden war. Merkwürdig, ausländische Finanzsachverständige, die Deutschland für fähig hielten, 5 bis 6 Milliarden Mark jährlich ohne Gegenleistung an das Ausland zu überführen, die trotzdem keine Erschütterung der Zahlungsbilanz fürchteten, diese internationalen Sachverständigen sind nun heute besorgt, weil nach ihrer Auffassung die deutsche Wirtschaftskraft finanzpolitisch überlastet sei. Dabei wird übersehen, daß inzwischen eine Steigerung der deutschen Erzeugung eingetreten ist, die sich auch in einer Steigerung d e s V o l k s- einfommens und der Kapitalbildung ausgewirkt hat, wie das in den Zeiten der Tributlast nicht annähernd gegeben war Das Volkseinkommen ist zwar ein schwer schätzbarer Begriff, aber daß es heute höher ist, als in den Jahren der Scheinkonjunktur von 1926/30, steht außer Frage. Es kann bei 70 bis 75 Milliarden Mark liegen; es muß also auch eine verhältnismäßig beträchtliche Kapitalbildung vorhanden sein, denn es steht wieder außer Frage, daß nicht das ganze Volkseinkommen verbraucht wird. Aus diesem Grunde kann Deutsch-, land seine Ersparnisse, also die nicht verbrauchten Überschüsse seiner Gesamtwirtschaft, langfristig a n I e g e n. Vielleicht ist es nützlich fttngen, also nicht nur die eigentlichen Tributlasten, iorDern auch den Zinsen- und Ablösung ) V n ft für die gesamte öffentliche und private $i. ch ldung an das Ausland. In einem Normaljahr olle nach dem Dawes-Plan die aufzubringende idkeslaft 2,5 Milliarden Goldmark betragen, von tefen allein 1,25 Milliarden aus Reichs steuern lujubringen waren, wobei aber nur solche Steuern bet Verstrickung in den Dawes-Plan für würdig dichtet wurden, die als besonders sicher und ent- viclungsfähig galten. Diese verpfändeten Steuern, bie sogenannten Verbrauchssteuern, waren darüber MI US mit einem Besserungsschein ausgestattet, P w ni. . .....__________________ . . -Tinian 2Wg der Morgan-Bank sitzt, brachte immer wie- i sest ge^ in seinen Jahresberichten zum Ausdruck, der , Warnte Transfer hätte sich reibungslos vollzogen. Ke dieser reibungslose Vollzug nur dadurch mög= ^mreis wurde, daß gleichzeitig ausländische Kredite m-wM' ^’f'tfamen, daß also eine Abgeltung im inter- , Tdroben0 len Clearingverkehr durch Verschuldung ioö)1 f 2Wd)lanbs vor sich ging, war Gilbert entgangen, nd M»!ß, der Dawes-Plan erwies sich trotz S. Parker in, de jn b- (Mbert als untragbar, um dann durch den Poung- ersetzt zu werden, der in der Währungs- und jen "JlaH ^FiMmztechnik ebenso unbeholfen und nachteilig war schf^ ' wm der Dawes-Plan selbst. M Merkwürdig, daß diese internationalen Sachver- Jj Deutschlands finanzielle Starke. Von Dr. Jan Eyffen. Von Zeit zu Zeit machen sich ausländische Volkswirte oder Finanzleute auf den Weg, um die wirtschaftlichen und finanziellen Verhältnisse des neuen Deutschlands zu untersuchen. Im allgemeinen besteht wohl eine begründete Abneigung gegen die sogenannten ausländischen „Sachverständigen". Denn wir erinnern uns, welche Rolle sie in den ersten Nnchkriegsjahren bei d e r Festsetzung der Tributlasten gespielt haben. Sowohl die Mitglieder des Ausschusses, die den Dawes-Plan ausarbeiteten, wie auch die Mitglieder des Ausschusses, denen der Young-Plan von 1929 zur Last zu legen ist, galten international als Sachverständige ersten Ranges. Als ein Sachverständiger vch Rang wurde auch jener S. Parker Gilbert bezeichnet, der von 1924 bis 1930 als Generalagent fü: den Dawes-Plan in Deutschland tätig war. Dllse Tätigkeit schloß Gilbert damit ab, daß er in ehern Bericht vom 21. März 1930 die Zahlungs- aigteit Deutschlands als unzweifelhaft und geifert hinstellte. Ein Jahr später, im Juni 1931, OKI- es der Präsident der Vereinigten Staaten, Hchver, der sich dazu entschließen mußte, um einen Zmammenbruch der öffentlichen Finanzen im inter- luiionalen Ausmaß zu verhindern, ein Feierjahr jüj die unmittelbaren und mittelbaren finanziellen Laten aus dem Kriege zu erklären. Wir erinnern auch noch, was die internationalen Sachoersti idigen von Rang für tragbar hielten, um das D utfchland und der deutschen Wirtschaft aufzu- )ern die Sachverständigen hatten ohne weiteres incenommen, daß trotz oder gerade wegen dieser Beaftung die Wirtschafts- und Erzeugungskraft )si.ischlands beträchtlich zunehmen würde. Im ölt^e dieser Zunahme sollte auch die Tributlast auf Brtnb des Besserungsscheines erhöht werden; es st Tatsache, daß die ausländischen Sachverständigen irr: de auf die Erfindung dieses Besserungsscheines ich sehr viel eingebildet hatten. as hatte die Annahme des Dawes-Plans über« Knot möglich gemacht? Daß sich eine Reichstags- sittrheit fand, hing damit zusammen, daß erwartet .'.Dufte, nach der Annahme des Dawes-Plans und .•iberAusräumung aller Streitfragen über die Tribut- ifajt käme ein reicher Segen ausländischer Kredite "rtii Anleihen nach Deutschland. Das geschah auch, 7 joiei dahingestellt sein mag, ob die Jagd nach aus- 1: Näschen Krediten nicht noch viel weniger würdig iürftas Ansehen Deutschlands war als die Unter- n »er ung unter den Dawes-Plan. Es wurde dann i n wenigen Jahren eine erhebliche Auslands- 1 chu Id ausgenommen, deren Gesamtbetrag vor der ^aikenkrise im Juli 1931 aus rund 25 Milliarden W t geschätzt wurde. Was weiter zu beachten war imö ist: diese erhebliche Auslandsverschuldung war nit unverhältnismäßig hohen Zinsen ausge- s"al!-t, deren Durchschnittssatz bei 9 v. H. lag. Rech- •r en wir einmal, was die deutsche Wirtschaft auf Gwnd dieser Zinsbelastung Jahr für Jahr ohne tüe Ablösung hätte aufbringen müssen, so kommen wir -auf eine Summe, die an die Daweslast fast Steinerne Zeugen für die Größe einer Epoche. Der Führer eröffnete die Deutsche Architektur- und Kunstausstellung in München. München, 22. Jan. (DNB.) Der Führer selbst ist zur Eröffnung der Ersten Deutschen Architektur- und Kunsthandwerksausstellung nach München gekommen. Vor Beginn des feierlichen Aktes hatten in der Prinzregentenstraße unter den weißen Fahnen der Kunst die Ehrenformationen Aufstellung genommen. Trotz des trüben Wetters fand sich auch eiüe dichte Menschenmenge vor dem Haus der Deutschen Kunst ein, um die Anfahrt der Ehrengäste mitzuerleben. Mit stürmischen Heil-Rufen wurde vor allem der jugoslawische Ministerpräsident, Dr. Stojabinowitsch, mit Gattin empfangen. Mit dem elften Glockenschlag präsentieren die Ehrenformationen, die Fahnen fliegen hoch. Der Führer kommt. In Begleitung der Kommandierenden Generale der Wehrmacht und der Führer der Gliederungen schreitet er die Front der Ehrenformationen ab, während die Kapelle die Nationalhymnen erklingen läßt. Begeistert brausen ihm die Heil-Rufe der Bevölkerung entgegen, als er sich in das Haus der Deutschen Kunst begibt. In der Ehrenhalle sieht man die Reichsminister Dr. Goebbels, Dr. Frank und Lammers, die Reichsleiter Schwarz, Rosenberg, Dr. Ley, Bormann, Bouhler, Dr. Dietrich, Fiehler und Baldur von Schirach, den Reichsführer fj Himmler, den Botschafter von Ribbentrop, die Gauleiter Streicher, Dr. Hellmuth, Wahl und Wächtler, weiter Staatssekretär Hanke, den Kommandierenden General des VII. Armeekorps, General der Artillerie von Reichenau, den Kommandeur im Luftkreis V, General der Flieger Sperrle, Generalinspektor Dr. Todt, Generalbauinspektor Professor Speer, den Präsidenten der Reichskammer der bildenden Künste, Professor Dr. Ziegler, und alle die Künstler, die an der neuen Ausstellung Anteil hatten, unter ihnen auch Frau Professor Troost, Professor Gall und* viele andere. Der Führer begrüßt den jugoslawischen Ministerpräsidenten, sodann die andern Ehrengäste. Dann spielt das Staatstheaterorchester unter Leitung von Professor Clemens Krauß den Dritten Satz aus der 4. Symphonie von Anton Bruckner. August von Sintffo begrüßt namens des Vorstandes des Hauses der Deutschen Kunst den Führer, den jugoslawischen Ministerpräsidenten und alle Ehrengäste und fährt dann fort: Wenige Monate sind verflossen seit der denkwürdigen Weihestunde, in der Sie, mein Führer, dieses herrliche Bauwerk, Ihr Haus der Deutschen Kun st, seiner Bestimmung übergeben und die Große Deutsche Kunstausstellung 1937 eröffnet haben. Mehr als eine halbe Million Besucher, Kunstfreunde aus aller Welt, sind inzwischen bei uns gewesen, waren tief beeindruckt von der Monumentalität dieses Bauwerkes und haben teilgenommen am Schaffen unserer deutschen Künstler. Diese Besucherzahl steht einzig da in der Geschichte der deutschen Kunstausstellungen. Sie läßt das hohe Interesse erkennen, dessen sich künstlerische Leistungen in allen Schichten des deutschen Volkes erfreuen. Ihrem Willen, mein Führer, zufolge steht heute — in wenigen Wochen aufqebaut — eine neue A u s -- st e l l u n g: Deutsche Architektur und deutsches Kunsthandwerk, eine Ausstellung, die uns ein anschauliches Bild vermitteln soll sowohl von der Größe und der Schönheit der im Dritten Reich aus- gelührten und geplanten Bauwerke, als auch der Bedeutung des deutschen kunsthandwerklichen Schaffens der Gegenwart. Daß auch diese zweite Ausstellung im Hause der Deutschen Kunst, die Sie, mein Führer, mit Rat und Tat gefördert haben, Ihren Erwartungen voll und ganz entspricht, das ist am heutigen Tage unser aufrichtiger Wunsch. Reichsminifier Dr. Goebbels führte dann in längeker Rede u. a. folgendes aus: Oktober 1932. Es geht um die ausschlaggebende Neuwahl zum Reichstag. In einer bis dahin noch nicht gesehenen Kraftanstrengung wehrt sich die na- ttonalsozialistische Bewegung gegen die tödlich scheinende Umklammerung durch die gegnerischen Parteien. Abend für Abend hageln die polittschen Massendemonstrationen dieser großen Volksbewegung auf die Oeffentlichkeit hernieder. Ihre Redner sind abgekämpft und müde zum Umfallen. Aber der Führer selb st reißt die Bewegung immer wieder zu neuem Einsatz hoch. Wieder hat Berlin eine seiner großen politischen Massenversammlungen erlebt. Der Führer sprach im Sportpalast, und umtost vom Jubel seiner Gefolgschaft stellte er d i e Forderung des neuen Deutschlands noch einmal dem System und seinen Steigbügelhaltern entgegen. Es ist jetzt 2 Uhr nachts, und die Millionenstadt ist schon zur Ruhe gegangen. Irgendwo am Reichskanzlerplatz in einer Privatwohnung brennt noch Licht. Dort sitzt eine kleine Gesellschaft um einen Tisch versammelt, auf dem eine große Karte der Reichshauptstadt liegt. Mitten unter ihnen ein Mann, der mit breiten Bleistiftzügen diese Riesenstadt neu gestaltet. Es wird nicht viel dabei gesprochen, man hört nur leise den Zeichenstift über einen grünen Stadtplan oder über weißes Papier gleiten. Aber man fühlt, daß die Herzen aller Anwesenden plötzlich anfangen schneller zu schlagen, die Augen glühen und die Hände zittern. 3n der Phantasie erscheint plötzlich ganz klar und deutlich sichtbar die Vision einer neuen Welt st ad t. Der Mvnn. den feine Gegner jetzt in einem konventikel von Verschwörern vermuten, beschäftigt mit finsteren Umsturzplänen, der sitzt seelenruhig vor einem Berliner Ztadtplan und entwirft Projekte, so, als wenn er sie morgen verwirklichen könnte, mit der Buhe der Gewißheit und der Sicherheit einer Persönlichkeit, die nicht nur weih, was sie will, sondern auch will, was sie weih. So fest glaubt dieser Mann an seine und an die Zukunft seiner Idee, dah er ganz darauf eingestellt ist, sie nicht nur im Politischen, sondern auch auf allen anderen Gebieten des öffentlichen Lebens zu verwirklichen, dann, wenn feine Stunde gekommen ist. Wieviele ungezählte solcher Abende haben wir mit dem Führer erlebt! Wie oft standen wir mit ihm im Atelier des verstorbenen, unvergeßlichen großen. Baumeisters Pa u l Ludwig Troost! Wie oft sahen wir, daß diese beiden Männer sich in ihren Plänen und Projekten aneinander entzündeten und aus Rede und Gegenrede plötzlich der große Entwurf entsprang. Nun sind sechs - f I I WjHs ■ ■ > ■ 'i ifc- ? x M- « i 'M» - l M M > "Z . . < _____ Der Führer besichtigt zusammen mit dem jugoslawischen Ministerpräsidenten Stojadinowitsch nach der Eröffnungsfeier die ausgestellten Modelle. — (Presse-Bilb-Zentrale-M.) Jahre vergangen. Aus Phantasien sind Pläne, aus Plänen Projekte unb aus Projekten Wirklichkeiten geworden. Die Maße haben sich geändert, aber die Baugesinnung i st dieselbe geblieben. Wiederum wie damals sitzt ber-Führer heute in den wenigen Freistunden, die ihm der harte Dienst der Politik läßt, vor seinen Bauentwürfen. Wiederum stehen um ihn herum seine engsten Mitarbeiter und junge Architekten, die sich von der Kühnheit seiner Gedanken ergreifen und beflügeln lassen. Das Wort ist wahr geblieben, das der Führer im Jahre 1924 in seinem Buch ,,Mein Kampf" niederschrieb: „Die B a u k u n st erschien mir neben der Musik als d i e Königin der Künste Meine Beschäftigung mit ihr war unter solchen Umständen auch keine Arbeit, sondern höchstes Glück. Ich konnte bis in die späte Nacht hinein lesen oder zeichnen, müde wurde'ich da nie So verstärkte sich mein Glaube, daß mir mein schöner Zukunftstraum, wenn auch nach langen Jahren, doch Wirklichkeit werden würde. Ich war fest überzeugt, als Baumeister mir dereinst einen Namen zu machen." Er hat es getan. Aber in einem größeren Sinne, als er es damals denken konnte: als Baumeister eines Reiches. Aber auch als solcher blieb er seinem künstlerischen Ursprung, der Baukunst gls der Königin der Künste, treu. Er stellte sich damit in die Reihe jener Staatsmänner, die sich in steinernen Denkmälern verewigten. Denn hier findet ein Volk und ein^ Zeit ihren Fortbestand. Wer sich der Baukunst ergibt, muß Geduld haben und mit langen Zeiten rechnen können. Er muß a n eine Zukunft glauben, die meistens für seine weitgesteckten Ziele das Verständnis findet, das die Gegenwart ihnen oft versagt. Er muß in großen Maßstäben denken und sie nicht nach dem heutigen Bestände bemessen, sondern nach einem, der vermutlich und wahrscheinlich in Jahrzehnten oder Jahrhunderten gegeben sein wird. 1933 schon, also in einem Jahre, das ausgefüllt war durch große drarnattsche Umwälzungen auf dem Gebiet der Politik, wurden die ersten Pläne und Projekte entworfen und überprüft, die heute begonnen werden oder schon vollendet sind. Und es verging seitdem kein Tag, an dem der Führer mit seinen dafür verantwortlichen Mitarbeitern nicht daran weitergearbeitet hätte. Das Ergebnis dieser Unsumme von Plan, Fleiß und Intuition wird nun in einem kleinen Ausschnitt zum ersten Male der Oeffentlichkeit zugänglich gemacht. Einiges davon ist bereits fertig, vieles im Bau und das meiste vor der Verwirklichung. Darin aber unterscheidet sich diese Ausstellung von allen ähnlichen Ausstellungen der Vergangenheit, daß hier nicht Phantasiegebilde zur Schau gestellt werden, die von niemanden in Auftrag gegeben sind und auch nie zur Ausführung kommen. Hier handelt es sich um Pläne, die schon angefangen sind oder wenigstens doch in kürzester Frist begonnen werden. Eine uns gesinnungsmäßig feindlichePresse des Auslandes wird nicht müde, das national» sozialistische Deutschland als kulturlos und barbarisch zu verschreien. Ihre Vertreter mögen hier in Augenschein nehmen, was auf einem Gebiet der Kunst in Deutschland geleistet worden ist und geleistet wird, und ihm auch nur etwas annähernd Vergleichenswertes in einem anderen Lande gegenüberstellen. Die Geschichte wird einmal ein vernichtendes Urteil über ihre vorlaute Kritik fällen. Dann werden die Bauten des Führers stehen und ragen und als steinerne Denkmäler Zeugen fürdie Größe eifter Epoche fein. Mit Staunen und Bewunderung wird der Besucher dieser Ausstellung feststellen, mit welchem Fleiß, mit welcher Genauigkeit, mit welcher künstlerischen Phantasie aber auch hier zu Werke gegangen worden ist. Schon in den Projekten zeigt es sich, daß die Baudenkmäler dieser Zeit auch ihrer Größe würdig sein werden. Es ist für üns alle ein wehmütiges Gefühl, in dieser festlichen Stunde mit unter uns einen Ehrenplatz leer zu wissen. Der Mann, den der Führer einmal den größten Baumeister nannte, den Deutschland seit Schinkel besaß, ruht still in seiner Gruft. Aber sein Geist ist in seinen Nachfahren lebendig geblieben. Sie haben sich ausgerichtet an feinem Fanatismus, an seiner künstlerischen Besessenheit, an seiner Kargheit im Wort und an seiner Heber- schwenglichkeit im Werk. Dem großen Baumeister Paul Ludwig Troost sei in dieser Stunde ein wehmütiges Gedenken gewidmet. Wir verbinden damit den Dank an Sie, mein Führer, für die Größe der Aufgabe, die Sie der deutschen Kunst stellten und die beute in uns allen fortwirkt. Damit^wurde die Architektur wieder zur Königin der Künste erhoben. Grandiose Entwürfe und Modelle zeugen in dieser Ausstellung von der Weite unseres baulichen Willens und der Monumentalität einer wahrhaft deutschen Tektonik Alles, was wir heute noch als Entwurf vor uns sehen, wird i n einigen Jahren Wirklichkeit sein. Die erste stolze Rechenschaftslegung steht hier vor uns. Ihr heißer Wunfcy, mein Führer, die Vollendung dieser Bauten persönlich erleben zu können, ist auch der Wunsch von uns allen. Möge diese Schau mit dazu beitragen, allen Besuchern einen tiefen Einblick in die neue bauliche Gestaltung des Dritten Reiches zu (feben. „Eine wahrhaft große Architektur." Der Führer spricht. Der Führer eröffnete dann die Ausstellung mit einer Ansprache, in der er u. a. ausführte: Jede große Zeit findet ihren abschließenden Wertausdruck in ihren Bauwerken. Wenn Volker große Zeiten innerlich erleben, so gestalten sie diese Zeiten auch äußerlich. Ihr Wort ist bann überzeugender als das gesprochene: Es ist das Wort aus Stein! Das Verständnis der Mitwelt großen schöpferischen Werken gegenüber pflegt meist nicht aleichen Schritt zu halten mit der Entstehung dieser Werke. Es mögen oft Jahrhunderte vergehen, ehe die Größe einer Zeit auch in der sichtbaren Dokumentierung durch ihre Bauwerke verstanden wird Ein gutes Beispiel dafür ist diese Stadt Weder bat sie den König selbst einst begriffen, der ihre größten Bauwerke schuf, noch begriff sie die Bauwerke, die das Ergebnis seines Geistes gewesen sind. Heute «st die Beurteilung anders. Wir dürfen hoffen, daß auch w i r einst auf eine fo gnädige nachträgliche Beurteilung rechnen können. Was diese Ausstellung so bemerkenswert erscheinen läßt, ist folgendes: 1. Zum ersten Male überhaupk wird eine solche Ausstellung in diesem Umfang der Menschheit gezeigt! 2. Diese Ausstellung steht an der Wende einer Zeit. In ihr dokumentiert sich der Beginn eines neuen Zeitalters. 3. Seit der Entstehung unserer Dombauten sehen wir hier zum ersten Mate eine wahrhaft grobe Architektur ousoestellt, d. h. eine Architektur, die sich nicht selbst verbraucht im Dienst kleiner Allkagsaufträge und Bedürfnisse, sondern eine Architektur, die über den Alltag und seine Bedürfnisse weit hinausreichl. Sie kann beanspruchen, der kritischen Prüfung von Jahrtausenden standzuhallen und für Jahrtausende der Stolz des Volkes zu fein, das diese Werke geschaffen hat. 4. Es werden daher hier feine Pro- jekte ausgestellt, sondern sie sehen hier Pläne, die teils schon in der Verwirklichung begriffen sind, teils vor ihrer Verwirklichung stehen. Alle« aber ist für h i e Verwirklichung bestimm 1 und wird verwirklicht werden! 5. Was Sie hier s-ben. ist nicht h*s Ergebnis der Arbeit weniger Wochen oder Monate, sondern das Ergebnis einer zum Teil jahrelangen Anstrengung, nur daß sie sich nicht vor den Augen der Oeffentlichkeit zeigte. Denn es ist nationalsozialistischer Grundsatz, mit schweren Problemen nicht vor die Oeffenttich- keit zu treten, um sie darüber diskutieren zu lassen, sondern solche Pläne erst vollkommen zur Reife zu bringen und sie dann dem Volke vorzulegen. Es gibt Dinge, über die nicht diskutiert werben kann. Dazu gehören alle Ewigkeitswerte. Wer könnte sich vermessen,'an bas Werk ber ganz großen, gottgesegneten Naturen seinen kleinen Alltags- verstaub 'anlegen zu wollen! Die großen Künstler unb Baumeister haben ein Anrecht, ber kritischen Betrachtung kleiner Zeitgenossen entzogen zu werben. Ihre Werke werben enbgültig beurteilt unb bewertet von Jahrhunderten unb nicht von ber Einsicht kleiner Tageserscheinungen. Alle biese Arbeiten sind daher nicht etwa gestern ober vorgestern entstauben, säubern feit Jahren erprobt sich an ihnen die künstlerische Fähigkeit junger und werten Q{ iihi Ben ? 1W Berlin, 22. Jan. (DNB.) Mmisterpräsidm' Generaloberst Göring hat als beauftragt Reichs-Wirtschaftsminister den Landeshandwerkmeister und Präsidenten ber Hanbwerkskainm- Berlin, Lohmann, auf seinen Antrag von beü Amt bes stellv. Reichshandwerksmeisters entbunit unb ihm für bie wertvollen Dienste Dank unb D' erfennung ausgesprochen. Lohmann war infot eines Unfalles unb bienstlicher Ueberlaftung nid> mehr in ber Lage, neben seinen sonstigen Aerntrl auch bie Leitung bes Reichsstanbes bes Deutschs Hanbwerks burchzuführen. Der Lanbeshanbwerll' älterer Architekten. Diese Ausstellung ist aber auch beshalb bemerkenswert, weil, in ihr eine Reihe neuer Namen zum ersten Male ber Nation bekannt werben Der neue Staat hat auch hier bas Glück gehabt, neue Verkörperer feines künstlerischen Wollens zu finben, unb — glauben Sie mir — diese Namen, die heute noch vielen Deutschen unbekannt sind, werden einmal zum Kulturschatz der deutschen Nation gehören! Und vergessen Sie nicht: In diesen Stunden wird vor den Augen der breiten Oeffentlichkeit zum ersten Male der Vorhang weggezogen vor Werken, die bestimmt sind, nicht Jahrzehnten, son- bern I a h r h u n b e r t e n d e n Stempel auf- zu präg en! In diesem Augenblick soll über Sie jene Weihe kommen, die in den „Meistersingern" so schon empfunden ist: „Ein Kind ward hier ge- boren." Es sind hier architektonische Leistungen, die in sich einen Ewigkeitswert tragen und die nach menschlichen Maßstäben ewig stehen werden, fest und unerfchütterlich, unvergänglich in ihrer Schönheit und in ihren harmonischen Massen. Was zeigt die Ausstellung? |irr,n iS Win. 2» Ä WechselinderLeitungdes^eichsstan-e^ des Deutschen Handwerks. Dabei ist in dieser Ausstellung nicht gezeigt das große Bild der Entwicklung der Hauptstadt des Reiches und der Hauptstadt der Bewegung. Weder Berlin noch München stellen hier die großen Pläne aus, die der Ausgestaltung dieser Städte dienen. Sie sollen erst dann vor der Oeffentlichkeit enthüllt werdtz*i, wenn ihre Planung im großen als abgeschlossen gelten kann. Mehr wird in dieser Ausstellung gezeigt von Nürnberg und eine große Arbeit von Hamburg. Die Namen der Architekten kann ich Ihnen hier nicht aufzählen, lieber ihnen steht als der Lehrmeister unserer Zeit Professor Troost. Ein zweiter Verstorbener ist hier mit einem Ewigkeitswerk vertreten: Professor Ruff aus Nürnberg. Dann kommen Gall, Speer, Brinkmann, Härter, Giesler, Kreis, Sagebiel, Klotz u. a. m. Von den Werken, die hier ausgestellt sind, gelten schon in unseren Augen als Werke für die Ewigkeit bie Bauten von Nürnberg, das Stadion, die Kongreßhalle, das Märzfeld und das bereits vollendete Zeppelinfeld. Von Hamburg sehen Sie hier zum ersten Male die Eldhochbrücke, die in ihrer Gesamtwertung als das g e mailt g ft e Brückenwerk der Welt angesprochen werden kann Von Berlin im wesentlichen nur ein neues großes Werk, den Lufthafen. Auch der neue Münchener Lufthäfen ist schon ausgestellt. KdF. und Arbeitsfront zeigen das Seebad auf Rügen und die neuen KdF. - Damp - fer. Von Weimar sehen Sie das Modell der großen Umgestaltung dieser Stadt und vom gleichen Architekten eine große Ordensburg. Die Wehr- ma.ch t zeigt, daß ihre Bauten heute jenen Typ verloren haben, der früher vielen schlechten Häusern den Titel „Kasernenbaü" eintrug. Luftwaffe, Heer und Marine äußern hier ihre Einstellung zuin neuen Staat auch in ihrer Architektur. Besondere Freude erfaßt uns, zu sehen, wie sich die d e u t s ch e Jugendbewegung künstlerisch in den neuen Staat eingliedert. Die Hauptstadt der Be« roegung und Stadt der Deutschen Kunst ist int wesentlichen fast nur mit Werken vertreten, die bereits bestehen, und nur mit wenigen kleineren, die erst geplant sind. Die kommenden großen. Werke werden aber, so hoffe ich, nächstes Jahr ber Oeffentlichkeit zu zeigen sein. Das Äu nft gern e r b e hat sich b lesen Leistungen ebenbürtig an geschlossen. Wenn ich Sie nun bitte, diese Ausstellung ju besichtigen, bann spreche ich bie Hoffnung aus, bafg Ihnen Hunderttausenbe deutscher Volksgenossen Nachfolgen werden, um hier in sich das aufzunehmen, was in Deutschland geplant ist und geschaffen wird. Mögen Sie daraus die Größe einer Zeit ermessen, die Sie das Glück haben, miterleben zu dürfen. In diesem Sinne eröffne ich diese heutige Ausstellung. Im Anschluß an die auf alle deutschen Sender übertragene Feierstunde zeigte der Führer aus einem Rundgang dem jugoslawischen Ministerprä- fibenten Dr Stojadinowitsch, unb ben an« beren Ehrengästen bie reichen Schätze ber Ausstellung. Nach ber Abfahrt des Führers, dem wieder- um begeisterte Huldigungen dargebracht rourbeit wurde die Ausstellung für die Oeffentlichkeit frei- gegeben. Oer Führer ehrt Professor Troost. München, 22. Jan. (DNB.) Am Jahresgedenkta^ des Todes von Professor Paul Ludrpig Troost legte im Auftrage bes Führers Gaupropaganda« leiler Wenzel einen großen Lorbeerkranz an der Grabstätte des großen Baumeisters des Dritten Reiches nieder. Im Auftrage des Gauleiters unb Staatsministers Adolf Wagner, des Staate* kommissars für das Haus ber Deutschen Kunst, widmete NSKK.-Stanbartenführer Oberhuber Professor Ludwig Troost ebenfalls eine prachtvolle Kranzspende. unb Ä?< Iraser i•I**’ 0 MLiircke K? VI Arbert i fe s*' j(rong M^MchMU ) schassen wird einer Zeit» miterleben zu bin diese heutige B deutschen Seck er Führers lschen Mnisterp sch, und den q Schatze der W hrers, dem n*' rgebracht « Oefsentlichkeit ft h «>! 1 '«S| &"'*r mpei '* '°llüb?x Stz7 3y.$ ®*n, M tn«ni|lt)t; lUttfl? tefe W »ehl ler^e grofeti "Ated^ ^estentliW mir?- 9Str wrd tn diese! und ein; L*“®? bei !d>t aufzähl^ ^unserer & erstorbener :teJ: Profchj Speer batzediel, M ent sind, gellt ur die Ewigkti - das CtMor, nd das bereit mburg sch ^hochbrülte das gewal 11 angesproch ; Glichen nur er f e n. Auch k ist schon an;. i das SeebaL idF.-Danisn as Modell dö nd vom gleich«, z. Die Wehr leute jenen Id: chlechten Hauser Lustwafse, Ker Einstellung M teftur. Besonder ch die deutsch^ h in den nennt adt der 6f| !?n Kunst ist ir vertreten, die bk- Oie Neuregelung der laufenden Kinderbeihilfen. Berlin, 22. Jan. (DNB.) In der Presse ist kürzlich die Nachricht verbreitet worden, daß ab 1. April 1938 nur Familien, die mindestens uns Kinder haben, auch schon für das dritte und vierte Kind laufende Kinderbeihilfen erhalten sollen. Diese^ Nachricht ist unrichtig. Es werden ab 1. April 1938 auch schon bi e Lohn- und Gehaltsempfänger, bie nur drei oder vier Kinder unter 16 Jahren haben, lausende Kinderbeihilfen erhalten. Studentenführertagung in Frankfurt. NSG. Auf einer Tagung der Student en führer mb Amtsleiter der NS.-Studentenkampfhilfe des Bereiches Rhein aus den Gauen Hessen-Nassau, ^oblenz-Trier und Kurhessen erklärte Reichsführer Nroß, das Studententum stehe noch mitten im Kampf um die Verwirklichung einer national» ozialistischen Hochschule. Die Kameradschafts- - rziehung stehe im Mittelpunkt der studentischen Arbeit. Durch den Einsatz der Kameradschaft im 3anb= und Fabrikdienst würden die Studenten die nichtigsten Probleme des deutschen Volkes kennen «rnen und trügen dazu bei, daß eine lebendige Wissenschaftsarbeit an den Hoch- und Fachschulen betrieben würde. Auf allen Arbeitsgebieten zeige die heutige Studentengeneration einen rnerhörten Leiftungswillen. Der Student bereite ich in harter Selbsterziehung auf seinen Beruf und Eine Verpflichtung der Volksgemeinschaft gegenüber vor. — Gaustudentenführer Kugelmann lellte die Aufgaben des Altherrenbundes er deutschen Studenten (NS.sStudententampfhilfe) eraus. Er wende sich an alle Altakademiker, ganz seich, wo sie früher gestanden hätten. Jeder, der gewillt sei, als Nationalsozialist aktiv am studenti- chen Leben teilzunehmen, könne im Altherrenbund ^er deutschen Studenten, dem einzigen von der "vDAP. anerkannten Akademikerzusammenschluß, m. gemeinsamer Arbeit mit den jungen Studenten Mitarbeiten. Drei Vaierlandsverräter hingerichtet. . Berlin, 22. Jan. (DNB.) Die Justizpressestelle ^enn Volksgerichtshof teilt mit: Die vorn Dolksge- 'lchtshof wegen Vorbereitung eines hochverräte- 'ichen Unternehmens und wegen Landesverrats /UM Tode verurteilten Gerhard Diehl, 35 Jahre :1‘‘> und Felix Bobek, 39 Jahre alt, find am DQM3tagnwraen hin gerichte 1 worden. Weiter ®urbe Samstag morgen der am 26. Juni 1937 vom iubipifl Tro 5 GaupropagM t Lorbeerkranzc des Drii^ «*6*t«L* des -in- pr* melfter der Nordmark, Präsident der Handwerkskammer und Präsident des Deutschen Handwerksinstitutes Pg. Ferdinand Schramm, MdR., Träger des Goldenen Ehrenzeichens der Partei, den unser Bild zeigt, ist beauftragt worden, vorläufig die Geschäfte des Reichshandwerksmeisters zu führen. Oer Saarpfalzkanal das Lebensproblem der Saarpfalz. Bochum, 22. Jan. (DNB.) In einer Abstimmungsgedenkfeier der Saarpfalzoereine sprach Gauleiter B ü r ck e l über den politisch-weltanschaulichen Aufbau im Saarland, wobei er dankbar der Einsatzbereitschaft und der Treue gedachte, mit der auch der deutsche Arbeiter an der Saar sich zu seinem Deutschland bekannte, obwohl er einst sehr oft wegen dieses Bekenntnisses um Arbeit und Brot kam. Der wirtschaftliche Aufbau an der Saar habe bereits dank der zähen Arbeit und des Zusammenhaltes aller Gutgesinnten beachtliche Erfolge aufzuweisen. Der Bau des S a a r p f a l z k a n a l s fei das Lebensproblem der Saarpfalz schlechthin. Die Saar als zusammenhängendes Industriegebiet mit ihrer frachtexzentrischen Lage müsse an die Wasserstraßen des Reiches herangeführt werden. Oie Feierstätte auf der Lorelei. NSG. Am Samstag besichtigte Gauleiter Sprenger die vom Reichsarbeitsdienst in Angriff genommene nationalsozialistische Feierstätte auf der Lorelei, die zur Durchführung großer Parteiveranstaltungen des Gaues Hessen-Nassau und zur Aufführung von Freilichtspielen dienen soll. Ein breiter Aufgang führt zu der Feierstätte. Rechts der Freitreppe erhebt sich ein hoher Kommandoturm, von dem ein riesiger Adler die Besucher grüßen wird. Im Halbrund der Feierstätte erstrecken sich mehrere Sitzreihen aus Bruchsteinen nach der Bühne. Am äußeren Rund der Stättö be- inden sich drei Bastionen aus Backsteinen, die zur Beleuchtung der Bühne dienen. Außer der Aufgangstreppe und der Bühne müssen noch die Treppen zu den Sitzplätzen fertiggestellt und die Sitzreihen mit Platten belegt werden. Der freie Platz wird mit Splitt abgedeckt. Ferner müssen die Umkleideräume, die in der rechten Bastion untergedracht sind, noch ausgebaut werden. Die Weihe der Feierstätte, die 4000 Menschen aufnehmen kann, findet in Verbindung mit der Sommersonnwende statt. Tagung der Kulturbaubeamten. Unter dem Vorsitz von Staafsminister a. D. Ministerialdirektor Rieke vom Reichs- und Preußischen Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft fand in Berlin eine Arbeitstagung der preußischen Kulturbaubeamten statt, an der auch zahlreiche Kulturbaubeamte der übrigen Länder te'il- nahmen. Die Kulturbaubeamten sollen die wasserwirtschaftlichen Voraussetzungen für eine bestmögliche landwirtschaftliche Ausnutzung unseres Grund und Bodens schaffen. Ihr wesentlichstes Aufgabengebiet ist die Bearbeitung von Entwürfen für Flußregelungen, Oeichbauten, Talsperren, Neulandgewinnung, Kultivierung von Moor- und Oedländereien,- Ent- und —-o....., Bewässerungen, landwirtschaftliche Verwertung MMmm grM städtischer Abwässer u. a. m. Diese Entwürfe wer- nächstes Jahr öti ^^n unter der bauleitenden Aufsicht der Kulturbau- )as Kunstges beamten zum Teil durch den Reichsarbeitsdienst, ebenbürtig anyj $um ^eil durch Unternehmer mit freien Arbeitskräften ausgeführt. Die Tagung diente insbesondere Der einheitlichen Ausrichtung der Kulturbaubeamten für die Zusammenarbeit mit den zahlreichen Behörden und Dienststellen, die an dem großen, lebenswichtigen Ausbauwerk der Landeskultur beteiligt lind. U. a. wurde die Zusammenarbeit mit den Naturschutzstellen, mit dem Reichsarbeitsdienst, mit item Reichsnährstand, die Finanzierung der Meliorationen, die neuesten Erfahrungen bei der landwirtschaftlich elr Verwertung städtischer Abwässer, die (Eingliederung der Ingenieurbauten in die Natur, Aufgaben und praktische Arbeit der Wasserwirt- ichaftsstellen und Maßnahmen gegen die Verschmut- „U V^L-efi I Die Kavallerieschule in Hannover. Klassische Stätte der deutschen Reiterei. Wohl kaum eine Einrichtung der früheren Reichswehr und des heutigen Heeres begegnet in Laienkreisen so vielen falschen Vorstellungen wie die Kavallerieschule. Jeder, der überhaupt von Armeeoder Pferdesport eine Ahnung hat, kennt sie natürlich, aber für 95 unter 100 Fragenden ist diese Heeresanstalt eine Turnierschule, eine Art „Gestüt" ober ein Reitlehrinstitut. An und für sich ist die geschilderte laienhafte Auffassung natürlich entschuldbar. Seitdem deutsche Offiziere auf allen Plätzen Europas Siegeslorbeeren erwarben, ist eben für den Sportsmann und Zeitungsleser die Turnier- und Rennabteilung von so überragendem Interesse, daß alles andere dahinter, wenn auch zu Unrecht, zurücktritt. Der Ursprung der heutigen Kavallerieschule geht auf die Reichswehr zurück. Durch das Diktat von Versailles mußten bekanntlich alle Schulen für Offiziere und Anwärter aufgelöst werden, man ließ für jede Waffengattung unseres Nachkriegsheeres nur eine Schule zu: die Jnfanterieschule in München, später Dresden, die Artillerieschule in Jüterbog, die der Pioniere in München und jene für die Kavallerie in Hannover. Eigentlicher Gründungstag für diese Heeresschulen ist der 27. Mai 1920, und es ist klar, daß alle Schulen im Lause der zwanziger Jahre die verschiedensten Entwicklungsstufen durchlaufen haben. Für die Kavallerieschule waren die Anforderungen unter dem 1936 verstorbenen Chef der Heeresleitung, Generaloberst a. D. v. Seeckt, besonders umfassend. Er selbst hat es einmal freimütig ausgesprochen: „Von keiner Waffe verlange ich mehr als von der Kavallerie! Der Kavallerist muß nicht nur sicher im Sattel sitzen, sondern auch mit dem Karabiner, dem Nachrichtengerät, dem Spaten umgehen können wie der beste Schütze, Funker oder Pionier!" Die Zielsetzung Seeckts war zweifellos richtig. Auch im Zeitalter der Luftwaffe und der schweren Artillerie, der motorisierten Einheiten und anderer Spezialwaffen wird die berittene Truppe stets wichtige Funktionen zu erfüllen haben. Nicht die Maschine entscheidet den Krieg der Zukunft, sondern der Mensch, der sie schafft und sie sich unterzuordnen versteht. So konnte es nicht ausbleiben, daß im Zuge des Aufbaus der neuen Wehrmacht auch die Kavallerieschule in ihren vielfachen Abteilungen eine Erweiterung und Umorganisation erfuhr. Kern blieb hierbei der Schul- und Spring st all, dessen Erfolge in aller Mund sind, und dessen Angehörige heute dem Namen und ihren Leistungen nach das In- und Ausland kennt und in erster Linie nut aufführt, wenn von Pferdezucht, Reitsport und reiterlicher Tradition die Rede ist. Die heutige Kavallerieschule gliedert sich, neben der Lehr- und Versuchsabteilung, die denen anderer Waffen entspricht, in vier große Abteilungen. Da ist zunächst die Waffenschule, in deren Rahmen Lehrgänge für Offiziere der Kavallerie und zur Ausbildung des Osfiziersnachwuchfes stattfinden. Man unterteilt diese Lehrgänge wiederum in solche für Kommandeure, Stabsoffiziere, Rittmeister, Leutnants, Offiziere des Beurlaubtenstandes und Unteroffiziere; die Ausbildung selbst geschieht in theoretischen und praktischen Disziplinen. Die Reitschule ist für Offiziere und Unteroffiziere unterteilt. Die Schüler lernen hier alle Einzelheiten und Feinheiten reiterlichen Könnens kennen, wie sie in der aktiven Truppe gebraucht und angewandt werden. Die Schüler entstammen der Kavallerie und der berittenen Arttllerie; im allgemeinen dauert ein Kommando nach Hannover ein Jahr, doch werden besonders veranlagte Reiter Volksgerichtshof wegen Landesverrats zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehren- rechte verurteilte 30jährige Arthur P e f ch k e hingerichtet. Der Verurteilte hatte von einem Bekannten im benachbarten Auslande die briefliche Aufforderung erhalten, ihn zum Abschluß eines Geschäftes w besuchen. Dort wartete ein Agent des ausländischen Spionagedienstes auf ihn. Der Verurteilte ging auf dessen Ansinnen, gegen die deutsche Landesverteidigung gerichtete Spahdienste zu leisten, mit großer Bereitwilligkeit ein und entfaltete eine sehr eifrige Tätigkeit für feinen Auftraggeber. Er machte sich an verschiedene Personen seines Bekanntenkreises heran, um sie für den fremden Nachrichtendienst anzuwerben, und war gewissenlos genug, seinem eigenen Bruder und einem seiner Bekannten militärische Papiere zu stehlen und seinem Auftraggeber zu überbringen. Oie Sudetendeutschen feiern Adalbert Stifter. Prag, 23. Januar. (DNB.) Der Bund der Deutschen veranstaltete anläßlich des 70. Todestages des größten sudetendeutschen Dichters eine Adalbert-Stifter-Gedenkfeier, an der die führenden Persönlichkeiten des Prager Deutschtums und der Behörden sowie zahlreiche Vertreter der Prager deutschen Studentenschaft und völkischer Verbände aus allen sudetendeutschen Gauen teilnahmen. Bundesführer Wehrenpfennig begrüßte einleitend u. a. den deutschen Gesandten Dr. Ei- senlohr, den Vorsitzenden der sudetendeutschen Kulturgesellschaft in Berlin, Ingenieur Götzen- a u e r , den Vorstand der Prager deutschen Umver- sität und der Technischen Hochschule, den Vertreter des Prager Außenministeriums und des Schulministers Franke und den Führer der Sudeten- deutschen Partei, Konrad Henlein. Dann schilderte Dr. Adolfo. G r o l m a n n (Karlsruhe) in seinem Festvortrag „Die seelische Gestalt des deutschen Menschen in Adalbert Stifters Werk und Menschenanschauung" das Leben des Böhmer-Wald- Dichters. Abschließend gedachte der sudetendeutsche Dichter Karl Franz Le p p a aus Karlsbad des großen Dichters Stifter. Nachprüfung der jüdischen Einbürgerungen in Rumänien. Bukarest, 23. Jan. (DNB.) Das Gesetz über die Überprüfung der Staatsbürgerschaften sieht vor, daß alle Juden, die feit d e m 2 8. Mai 1919 die rumänische Staatsbürgerschaft erworben haben, den Nachweis antreten müssen, daß diese Erwerbung z u R e ch t erfolgt ist. Bis zum 22. Fe- bruar werden die Gemeindebehörden in den 1918 zu Rumänien gekommenen Landesteilen Listen oonden ortsanfäffigenJuden aufftellen, die ihrerseits bis zum 14. März durch Dokumente den Nachweis erbringen müssen, daß sie am 1. Dezember 1918 (in Bessarabien am 9. April 1919) dort ansässig waren oder von dort ansässigen ein weiteres Jahr auf der Schule behalten. Als Pferdematerial stehen gute Truppenpferde, besonders aus dem ostpreußifchen und hannoverschen Zuchtgebiet zur Verfügung. Am wenigsten bekannt ist im allgemeinen die Fahrschule, in deren Bereich Lehrpersonal für ämtliche Fahreinheiten ausgebildet wird. Mit Rück- icht auf das wachsende Interesse des flachen Landes ür Reit- und Fahrturniere werden auch „zivile" Anspannmethoden gelehrt, da ein richtiges Anspannen eine der Hauptgrundlagen für jede bäuerliche Pferdehaltung ist. Wenn man den Jahresturnierkalender durchblättert, der selbst für kleine Garnisonstädte, Kreisorte und sogar Dörfer ländliche Wettbewerbe auftveist, so kann man ermessen, wie fruchtbar auch dabei alles fein kann, was in Hannover gelehrt wird, wie erprobte Schüler bas Gelernte hinausttagen in alle deutschen Gaue, in stetem Wechsel wiederum zu weiteren Wettbewerben und fieiftungs Prüfungen anregend. Die umfassendste Abteilung, die man allzuoft mit der gesamten Schule identifiziert, ist die T u r n i e r« und Rennabteilung. Während die Grundausbildung selbstverständlich überall die gleiche ist, haben die Erfahrungen der letzten Jahre doch zur Einrichtung gesonderter Ställe geführt. Schulstall, Springstall, Rennstall und Dielseitigkettsstall, oder nach militärischem und olympischem Brauch „Military“ genannt, dienen zur Heranbildung des jeweils besten Offiziersmaterials. Wir alle kennen die Namen von Pferden wie „Kronos", „Absinth", „Gimpel" und anderen, die aus dem Schulstall herovrgegangen und fast an Wunder grenzende Leistungen zeigen. Oberst Freiherr v. Walden- f e I 5 , Major v. Metzsch und Oberstleutnant Gerhard, der heutige Leiter des Schulstalls, werden stets mit dem Begriff der Kavallerieschule verbunden sein; nicht zu vergessen den Namen des Trägers der goldenen Olympiamedaille, Oberleutnant Pollay, der in relativ kurzer Ausbildungszeit zu Siegesehren gelangen konnte. Auf jedem in« und ausländischen Turnier vertteten rft der Spring- und Melseitigkeitsstall, der im Herbst vorigen Jahres von einem der erfolgreichsten Offiziere, Rittmeister Mo mm, übernommen wurde. Müssen wir,weitere Namen wie Hasse, Barnekow, Stubbendorff, Brinkmann und vielleicht ein rundes Dutzend anderer nennen, um zu unterstreichen, was gemeint ist? Jahraus, jahrein — und zu allen Zeiten des Sommers und des Winters wird dort geübt. Eine große Reithalle dient in der kalten Jahreszeit, ein ausreichender Reitplatz im Bereich der Schule und ein großer Sprunggarten außerhalb des Weichbildes der Stadt im Sommer der ernsten Arbeit. Auf letzterem, wo ideale Geländemöglichkeiten auch für die schwierigsten Hebungen der „Military“ gegeben sind, sind auch der Jagdstall und die Hundemeute untergebracht, die zur gebotenen Jahreszeit Treffpunkt alter und junger Reitersleute sind und all derer, die eine tiefe Liebe zum roten Rock in sich tragen. Der Rennstall schließlich soll einmal die abkommandierten Offiziere im Training und im Hindernisreiten ausbilden und zum anderen die Schule bei großen oder internationalen Jagd- und Hindernisrennen vertteten. Gerade in letzter Zett durften wir den Namen des Rittmeisters v. Horn hören, der bei einer Gesamtzahl von etwa 700 Ritten in Zweibrücken seinen 100. Sieg feiern konnte. Vier Abteilungen, in sich grundverschieden und alle zu einer Aufgabe berufen: den Ruf der Kavallerieschule als klassischer Städte deuffcher Retterei zu bewahren und zu festigen. F.L. Eltern geboren sind und für Rumänien optiert haben. In den alten rumänischen Gebieten muß der Nachweis erbracht werden, daß der Betreffende nicht fremder Staatsbürger gewesen ist und seiner militärischen Dienstpflicht genügt hat. Juden, die vor dem 28. Mai 1919 rumänische Staatsbürger geworden sind, können nur auf Antrag des Staatsanwaltes in die Untersuchung einbezogen werden, wenn der Verdacht besteht, daß beim Erwerb der Staatsbürgerschaft Irrtum oder Betrug vorlag. Die Zahl der zu Unrecht in Rumänien lebenden Juden ist nicht bekannt. Die Schätzung schwankt zwischen 250 000 und 500 000 Kinder und Frauen die Opfer eines bolschewistischen Bombenüberfalls auf Sevilla. Sevilla, 24. Jan. (DNB. Funkspruch.) Wie General Queipo de Llano im Rundfunk mittedte, haben bolschewistische Flugzeuge erneut einen Bombenanschlag auf die offeneStadt Sevilla verübt. 11 Kinder, 3 Frauen und 10 Männer — sämtlich Zivilpersonen — fielen diesem verbrecherischen Überfall zum Opfer. Dor Anerkennung der spanischen Nattonalregierung durch Oesterreich. Wien. 22. Jan. (DNB.) Die Vorbereitungen zu der auf der Budapester Konferenz beschlossenen Anerkennung der Franco-Regierung durch Oesterreich sind eingeleitet worden. Der österreichische Konsul in Madrid wurde beauftragt, den noch im bolschewistischen Teil Spaniens lebenden 180 Oesterreichern die Frage vorzUlegen, ob sie weiter in diesem Gebiet bleiben oder abwandern wollen. Die Kosten ihrer Uebersiedlung würden von der österreichischen Regierung getragen werden. Sobald diese Aktion durchgeführt sei, werde die Bundesregierung einen diplomatischen Vertreter Francos als offiziellen Gesandten Spaniens in Wien an- erkennen. Da Oesterreich in Spanien schon seit langem keine eigene Gesandtschaft mehr unterhielt, wird eine solche auch jetzt nicht errichtet werden. Auch weiterhin wird die diplomatische Vertretung Oesterreichs von der Gesandtschaft in Paris mit« besorgt werden. Dagegen wird die Bundesregierung eine konsularische Vertretung am Sitz der spanischen Nationalregierung errichten. Kirchliche Einigungsbestrebungen in England. London, 22. Jan. (DNB.) Die Besttebungen nach einer Vereinigung der englischen H o ch k i r ch e und der englischen Freikirche haben durch einen Bericht auf einer gemeinsamen Konferenz von Vertretern der Hoch- und Freikirchen einen neuen Auftrieb erhalten. Der Plan sieht eine vereinigte Kirche von England vor, in der die Kirchen aufgehen sollen, ohne jedoch das zu vertieren, was ihnen besonders wertvoll erscheint. Die vereinigte Kirche soll vielmehr all das erhalten, was die einzelnen Kirchen während der Zeit der Trennung an Wertvollem geschaffen haben. * Auf Wunsch des Gesunvheitsministers fetzte sich am Sonntag die englische Kirche einmütig für die körperliche Ertüchtigung der Jugend ein. Der Bischof von London stellte in feiner Predigt Deutschland als Vorbild auf diesem Gebiete hin. England sehe, wie in Deutschland glänzende Erfolge durch die Pflege des Sportes und durch Jugendlager erzielt worden seien. Meine politische Nachrichten. Königin-W t*t ro e Maria von Jugoslawien traf auf der Durchreise in München ein. Zu ihrtzr Begrüßung hatten sich der Chef des Protokolls Gesandter von Bülow-Schwante, der der Königin-Witwe im Auftrag des Führers und Reichskanzlers einen Blumenstrauß Überreichte, und der königlich-jugoflawifche Gesandte Markowiffch auf dem Bahnhof eingefunben. * Der Staatssekretär und Chef der Auslandsorganisation im Auswärtigen Amt, Gauleiter Bohle, ist mit seiner Gattin zu einem mehrtägigen Besuch in Budapest eingetroffen. In feiner Begleitung befinden sich Gauamtsleiter Dr. Koderle, -f-Haupt- sturmführer Hammerfen, SA.-Sturmbannführer Bei gleichbleibender Qualität Chlorodont Tube 40 Pf. und 75 Pf. Gohert und U-Sturmführer Regierungsrat 2)te- merge. Auf dem Bahnhof hatten sämtliche' Gliederungen der Partei mit ihren Fahnen Aufstellung genommen. Der stellverttetende Außenminister Baron Apor übermittelte dem Staatssekretär den Will« kommensgruß der ungarischen Regierung. * Mit einer Fahrt nach Lodz und ein-r B e s i ch . tigung d e s Schlachtfeldes von Brze- ziny wurde der sechstägige Besuch der deutschen Militarabordnung in Polen abgeschlossen. Auf dem Gräberberg bei Rzgow, südlich von Lodz, legte General Liebmann zu Ehren der dort ruhenden deutschen Soldaten des Weltkrieges einen Kranz nieder. * Die Stadt Hannover hatte dem italienischen Regierungschef ein edles Pferd aus der berühmten hannoverschen Zucht geschenkt. Der Duce hat daraus einen Pokal gestiftet, der unter den besten Pferde- züchtem Hannovers zum Austrag gebracht werden soll. Don der hannoverschen Stadtterwaltung ist angeregt worden, diesen Pokal als Wanderpreis regelmäßig auf dem hannoverschen Landesturnier zu vergeben. / Der belgische Botschafter in London hat Ministerpräsident Chamberlain mitgeteilt, daß Belgien sich entschlossen habe, dieEroberungAethio- piens durch Italien anzuerkennen. * Der nationalspanische Heeresbericht vom Sonntag meldet tm allgemeinen nichts Neues. Im Lusttampf wurden drei bolschewistische Flugzeuge abgeschossen und auf dem Flugplatz Bar- racas vier feindliche Apparate zerstört. ,^avas" mel- bet, fünf nationalspanische Kriegsschiffe hätten in den ftühen Morgenstunden des Sonntags Valencia mit etwa 40 Granaten beschossen. Die griechische Regierung hat mehrere ehemals führende Politiker in die Verbannung geschickt, da sie versucht hätten, die Bevölkerung durch Flugblätter zum Aufstand aufzureizen. Vor kurzem waren an Bord des brasilianischen Dampfers „Cuyaba" der Kapitän und der Erste Offizier unter geheimnisvollen Umständen ermor- d e t worden. Run ist der größte Teil der Besatzung, die fommuniftifd) eingestellt war, unter dem Verdacht der Beteiligung verhaftet worden. Aus aller Wett. vom Mainzer Iubiläumskarneval. Zu einem Höhepunkt der bisherigen Jubiläums- Veranstaltungen des Mainzer Carneoal- Vereins geftalfete sich die Prinzenkürung in der Narrhalla. Der Ministerpräsident ließ dem Prinzen und dem Prinzeßchen Narrenkappe und Zepter überreichen. Der Oberhofmeister verlas die mit Lachsalven aufgenommene Thronrede. Prachtvoll brachte der närrische Kanzler die Empfindungen des närrischen Volkes für fein Prinzenpaar zum Ausdruck, worauf der Oberbürgernzeifter bas Prinzenpaar begrüßte. Nach der Pause geigten sich Hof und Staatsministerium bei einem „Fest am Hofe des Prinzen". Zum Schluß wurde dem Stadtkommandanten Oberst von Koppelow, dem Reichsbahndirektionspräsidenten Dr. Tecklenburg, dem Provinzialdirektor Dr. Wehner und Oberbürgermeister Dr. Barth der Prinzenorden verliehen. Filmball in München. Der Filmball im Deutschen Theater in München bildet einen der Höhepunkte des Münchener Faschings. Seine besondere Note erhielt er auch in diesem Jahr durch die Anwesenheit bedeutender Persönlichkeiten aus der Filmwelt sowie aus Par^ tei, Staat und Stadt. An ihrer Spitze sah man Reichsminifter Dr. Goebbels, der auch die Gattin des jugoslawischen Ministerpräsidenten Dr. Stojadinowitsch und den jugoslawischen Gesandten b-egrüßen konnte. Aus der Filmwelt bemerkte man Magda Schneider, Hansi Knoteck, Gerda Maurus und Kitty Jansen, Willi Birgel, Willi Fritsch, Louis Iren ter und Hans Albers. Der Ball zeichnete sich durch eine Reihe schöner Darbietungen tänzerischer Art aus. weihe einer Gedenktafel der Kriegsmarine in Wilhelmshaven. Bei einer Gedenkfeier für die Schlacht an der Doggerbank am 24. Januar 1915 wurde in der Wilhelrnshaver Marine-Garnifonkirche in Anwesen- hett des Kommandierenden Admirals der Marine- ftation Nordsee, Vizeadmiral Boehm, eine Gedenktafel für die im Weltkrieg gesunkenen un Verlange nicht nur Briefmarkei AmlS.Februarist das Fest, von dem ganz Giefeen spricht Es “a5.®4 & G tz Kriegsschiffe eingeweiht. Die Gedenktafel wird flankiert von den alten sturmzerfetzten Kriegsflaggen des Linienschiffes „Nassau" und eines Torpedobootes aus der Seeschlacht am Skagerrak. Ein Mars-la-Tour-Reiler wird hundert Jahre alt In Kolberg feiert am 26. Januar Oberst a. D. Kutzschenbach seinen 100. Geburtstag. Oberst Kutzschenbach hat die Kriege von 1864, 1866 und 1870/71 mitgemacht. Die berühmte Attacke von Mars-la-Tour ritt er an der Spitze der 4. Eskadron des Dragonetregiments 16 mit. Der Bundesführer des Reichskriegerbundes Oberst a. D. ^-Gruppenführer Reinhard wird dem Jubilar die Glückwünsche des Bundes überbringen. Acht Volksgenossen mit der Rettungsmedaille ausgezeichnet/ Der Jugendführer des Deutschen Reiches, Baldur von Schirach, empfing die acht Volksgenossen, die bei der Naturkatastrophe in Edesheim, Gau Saarpfalz, mehrere BDM.-Mädel vom Tode des Ertrinkens gerettet hatten und dafür mit der Rettungsmedaille am Bande ausgezeichnet worden sind. Baldur v. Schirach überreichte ihnen im Namen des Führers die Auszeichnung und beglückwünschte sie. Dieser Orden sei einer der ehrenvollsten, den es gebe; ihn verdiene nur, wer unter Einsatz der eigenen Person das Leben eines Volksgenossen gerettet habe. Baldur v. Schirach sprach weiter dem Schüler Georg Kauper aus Edesheim eine Belobigung aus, dem mit Vollendung des 18. Lebensjahres die Verleihung der Rettungsmedaille in Aussicht gestellt worden ist. Zwei Raubmörder zum Tode verurteilt. Das Kottbuser Schwurgericht verurteilte Kurt Hebler und Erich Schmidtchen wegen gemeinschaftlichen Mordes in Tateinheit mit schwerem R a u b und des einfachen Diebstahls zum Tode. Hebler erhielt außerdem zwei Jahre Zuchthaus, Schmidtchen ein Jahr Gefängnis. Beiden werden die bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit aberkannt. Der erst vor wenigen Tagen wegen Mordes an seinem Vater zum Tode verurteilte Hehler hatte unter Anleitung seines Freundes Schmidtchen die Witwe Lehmann in Saspow bei einem Raubzuge ermordet. Schweres Rlotorboolunglück auf der Donau. Auf der Donau bei Turn-Severin ereignete sich ein Unglück. Em mit 22 Schülern und einem Lehrer besetztes Motorboot kenterte aus noch nicht feststellbaren Gründen. Bisher konnten 17 Schüler t o t geborgen werden. Die übrigen werden vermißt. Sowohl von rumänischer Seite wie von Jugoslawien aus wird fieberhaft gearbeitet, auch die anderen fünf Schüler und den Lehrer zu bergen. Jedoch besteht wenig Aussicht, einen von ihnen noch lebend aufzufinden. Gummifabrik in Amerika in die Luft geflogen. Die Fabrikanlagen der Dupont de Nemours- Werke in Deepwater (New-Jersey) sind in die Luft geflogen. Die Fabrik, eine der wenigen, in der syntetischer Gummi her gestellt wurde, war in kurzer Zeit ein Trümmerhaufen. Die Explosionen waren im Umkreis von 50 Kilometer zu hören. Die letzte Explosion, die sich neun Minuten nach der ersten ereignete, war so furchtbar, daß mit einem Schlage einige 10 000 Pfund Karbid in Behältern in die Luft flogen. Der Schaden wird auf 400 000 Dollar geschätzt. Die Ursache der Katastrophe ist noch unbekannt. Vier Tote bei einem Explofionsungtück. Auf dem Puloerhof, einer Feuerwerksfabrik südlich von Kopenhagen, ereignete sich ein schweres Unglück. Durch eine Explosion wurde die Werkstätte zerstört, in der der Besitzer, seine beiden Söhne und ein Angestellter mit der Herstellung von Raketen beschäftigt waren. Alle vier erlitten Brandwunden, denen sie im Krankenhaus erlagen. Mit leichteren Brandverletzungen ist die Tochter des Besitzers davongekommen. Die Werkstätte wurde in Trümmer gelegt. Das Feuer, das der Explosion folgte, konnte gelöscht werden. Als Ursache wird Selbstentzündung angenommen. Englischer Flieger ins Meer gestürzt. Aus Malta wird gemeldet, daß ein englischer Fliegeroffizier beim Versuch, auf dem Fleugzeug- mutterschiff „Glorious" zu landen, ins Meer stürzte. Die Leiche konnte noch nicht geborgen werden. Italienischer Frachtdampfer gesunken. Der italienische Frachtdampfer „Sarocco" ist auf der Fahrt von Genua nach Tripolis gesunken. Der anhaltende Nordoststurm im Tyrrhenischen Meer hat den Untergang verursacht. Die Besatzung konnte von einem italienischen Frachtdampfer gerettet werden. Schneeslurm über Süditalien. Ein heftiger Schneesturm wütete über Süd- italien und dem Tyrrhenischen Meer. Aus den südlichen Appenninen und Kalabrien werden neue starke Schneefälle gemeldet. Auch der Vesuv ist erneut bis zur halben Höhe mit Schnee bedeckt. Weitere Ausdehnung der Maul- und Klauenseuche in England. Die in mehreren Grafschaften starkverbreitete Maul- und Klauenseuche hat in den letzten Tagen weiter um sich gegriffen. Insgesamt mußten seit Oktober v. I. 10 241 Rinder, 13 692 Schafe und 7898 Schweine abgeschlachtet werden. Der Verlust wird auf über 281 000 Pfund (rund 3,4 Millionen Mark) geschätzt. Pockenepidemie in Hongkong. Aus Hongkong wird berichtet, daß der erste Europäer an der dort wütenden Pockenepide» mie gestorben sei. Typhusepidemie in Bombay. In Bombay ist ein Typhusepidemie ausgebrochen, die trotz aller Vorsichtsmaßnahmen der Behörden immer weiter um sich greift. Zahlreiche Europäer liegen in den Krankenhäusern. Die genaue Zahl der Kranken ist noch nicht bekannt. Kunst und Wissenschaft. Berliner Philharmoniker unter Furtwängler in London begeistert gefeiert. Das Berliner Philharmonische Orchester unter Wilhelm Furtwängler errang bei feinem ersten diesjährigen Konzertabend in der bis auf den letzten Platz gefüllten Londoner Queens Hall einen großen Erfolg. Das Publikum begrüßte Furtwängler bereits beim Betreten des Dirigentenpultes mit stürmischem Beifall, der sich nach der ersten Darbietung, der Leonoren-Ouvertüre von Beethoven, noch steigerte. Das Brandenburgische Konzert Nr. 5 von I. S. Bach, bei dem Furtwängler selbst am Flügel saß, wurde dann zum Höhepunkt des Abends, zu dem führende englische Persönlichkeiten sowie Vertreter der deutschen Botschaft und der Partei erschienen waren. Die Blätter bringen ausführliche begeisterte Besprechungen. Der Erfolg fteu gerte sich noch mit dem zweiten Konzert. In der Albert Hall folgte die Zuhvrermenge begeistert den Darbietungen der Philharmoniker. Schuberts Ouvertüre und Zwischenspiel zu „Rosamunde", Beethovens Fünfte, Pfitzners Ouvertüre zu „Käth- chen von Heilbronn", Vorspiel und „Liebestod" aus „Tristan" und Richard Strauß' „Till Eulenspiegel" erhielten einen Beifall, der sich immer, mehr steigerte. Oberammergauer Passionsspiel komilee. In Oberammergau wurde das Passionsspiel-Komitee gebildet. Das Komitee besteht aus dem 1. Bürgermeister Lang als Vorsitzenden, den zwei Beigeordneten und dem Gemeinderat mit zehn Mitgliedern. Die Oberammergauer Passionsspiele 1940, die zur reichswichtigen Veranstaltung erklärt wurden, werden in unveränderter Form ausHesührt werden. Jubiläumstagung der Deutschen Gesellschaft für innere Medizin. In den kommenden Frühlingswochen wird Wiesbaden eine große Zahl von Aerzten bei sich zu Gaste sehen. Für die vom 28. bis 31. März stattfindende 5 0. Jubiläumstagung der Deutschen Gesellschaft für innere M ed i- zin ist mit einem Besuch von etwa 3000 in- und ausländischen Medizinern zu rechnen. Unter den vier Gründern des Kongresses — Gerhardt, Leyden, Kußmaul und Seitz — war Ernst von Leyden die treibende Kraft. ' Kirche und Schule. § Queckborn, 22. Jan. Aus der kirchlichen Statistik unseres Ortes: Im Jahre 1937 wurden 15 Kinder getauft und 11 konfirmiert. 6 Paare gingen zum Traualtar. 8 Einwohner wurden zu Grabe getragen. Am Gottesdienst nahmen insgesamt 6301 Personen teil, davon waren 2004 Männer, 2746 Frauen und 1551 Kinder. Das macht bei den stattgefundenen 62 Gottesdiensten einen durchschnittlichen Kirchenbesuch von 33 Männern, 45 Frauen und 26 Kindern. Somit beteiligten sich von den 641 evangelischen Einwohnern sonntäglich 16 v. H. am Kirchenbesuch. Zum heiligen Abendmahl gingen 822 Gemeindeglieder, 383 Männer und 439 Frauen, das sind 128 v. H. Außerdem fanden im abgelaufenen Jahre ein Filmoortrag der Inneren Mission „Segenspuren der Liebe", ein Abend der Aeußeren Mission mit Lichtbildern und ein Gemeindeabend mit Filmvortrag statt, die alle sehr gut besucht waren. In der vergangenen Woche fand ein Vortragsabend des Evangelischen Bundes statt, in dem Pfarrer Saal (Gedern) über „Glaubenskampf in Oesterreich" sprach. Weiterhin ist zu bemerken, daß sich das Jahr 1938 in unserer Gemeinde gut angelassen hat, denn in der ersten Januarwoche wurden vier Knaben geboren. § Lauter, 22. Jan. Aus der kirchlichen Statistik unseres Ortes: Im Jahre 1937 wurden 12 Kinder zur heiligen Taufe gebracht, 4 wurden fonfirmiert. 6 Paare traten an den Traualtar, 3 Einwohner wurden zu Grade getragen. An den stattgefundenen 61 Gottesdiensten nahmen 5712 Personen teil, und zwar: 1654 Männer, 1920 Frauen und 2138 Kinder; somit ein durchschnittlicher Gottesdienstbesuch von 28 Männern, 32 Frauen und 36 Kindern. Demnach beteiligten sich von 488 Evangelischen sonntäglich 20 v. H. am Kirchenbesuch. Am Heiligen Abendmahl nahmen 429 Gemeindeglieder teil, 207 Männer und 222 Frauen, das sind 87 v. H. Büchertisch. — Trübners Deutsches Wörterbuch. Im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft für deutsche Wortforschung herausgegeben von Alfred Götze. Fünfte Lieferung: T bis Topf. (Band 4, Lieferung 1.) Preis 1 Mark. Verlag Walter de Gruyter & Co., Berlin und Leipzig, 1937. — (504) — Wir haben die vier ersten Lieferungen des Trübnerfchen Wörterbuches früher an dieser Stelle angezeigt; für die fünfte gilt unvermindert, was seinerzeit bereits grundsätzlich über Anlage und Aufbau des Werkes zu bemerken war, vor allem, daß es den Stoff in der vielfältig anregenden und immer lehrreichen Form von Wortgeschichten darbietet, daß es darum nicht nur ein Nachschlage-, sondern vor allem auch ein Lese-Buch genannt werden darf, das sich ohne Schwierigkeiten auch dem Laien erschließt; und als Laie sollte hier jeder gelten, dem — auch ohne daß er zur Beschäftigung mit dem Stoff von Berufs wegen verpflichtet wäre — die Geschichte, die Schönheit und der Reichtum der Muttersprache einen kostbaren, aber auch immer wieder neu zu erschließenden und zu ernennenden Nationalbesitz unseres Volkes bedeuten. Die vorliegende Lieferung ist schneller erschienen als die früheren, und es soll auch das Erscheinen der ausstehenden Teile in Zukunft so gefördert werden, daß die Abnehmer bis Ende nächsten Jahres den ersten Halbband (mit den Buchstaben A, B und C) vollständig besitzen. Vom Buchstaben T, den die fünfte Lieferung in Angriff nimmt, sagt der Herausgeber im Vorwort: wo ihr's packt, da ist's interessant. Das ist ein Motto, das man schon beim flüchtigen Durchblättern Empfehlungen Zielbewutzte, intelligente Reise-Damen können sich sofort, ohne Eigenkapital, für dauernd eine befriedigende Existenz gründen. Die vornehme u. abwechslungsreiche Eigenart der Branche verbürgt ideelle und pekuniäre Befriedigung. 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Unser Gebiet liegt an der Nordseite eines starken Hochdruckgebietes noch im äußersten Einflußbereich der über Nordeuropa liegenden heftigen Wirbeltätigkeit. Die Witterung zeigt dabei leichte Unbeständigkeit und bringt den Gebirgen verbreitet« Nebel- oder Hochnebelbildung mit lebhaften westlichen Winden. Die Nebelbildung wird vorüber- gehend nachlassen, doch ist eine durchgreifende Aen« derung noch nicht wahrscheinlich. Aussichten für Dienstag: Nebel nachlassend, zeitweise aufheiternd, im wesentlichen freundlicher, tagsüber ziemlich mild, lebhafte westliche Winde. Aussichten für Mittwoch: Leichte Unbeständigkeit, Nebelbildung wieder zunehmend, doch nicht durchweg unfreundlich. Lufttemperaturen am 22. Januar: mittags 9,1 Grad Celsius, abends 7,5 Grad; am 23. Januar: morgens 6,8 Grad. Maximum 9,1 Grad, Minimum 6,5 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 22. Januar: abends 5,9 Grad; am 23. Januar: morgens 5,6 Grad. Wintersport-Wetterbericht. Schwarzwald. F^ldberg: Heiter, 0 Grad, 80 cm Gesamtschneehöhe, Firnschnee, Ski und Rodel sehr gut. In unseren Nachbargebirgen sind keinerlei Sportmöglichkeiten. Mit Neuschneefällen kann vorerst nicht gerechnet werden. bestätigt findet; wir möchten aus dem reichen Inhalt die folgenden Artikel herausgreifen: Tabak, Tafel, Tag, Takelage, Tank, Tanz, tarnen, Tau, Taube, tauchen, taufend, Teil, Teufel, tief, Tinte, Tod, Tölpel und Ton. — Es wäre unbillig, die Mitarbeiter nicht zu erwähnen; es sind bei dieser Lieferung Max G 0 11schald in Plauen, Freiin Elvire Roeder v. Diersburg in Potsdam, Alfred Schirmer in Chemnitz, Wolfgang Stammler in Berlin und Ernst Weißbr 0 dt in Lemgo. Hans Thyriot. — Erich Wildberger: Sie große Mannschaft. Franckhsche Derlagshandlung in Stuttgart. — (212) — Ein unterhaltsamer Roman, so recht für Jungen im Alter von 10 bis 16 Jahren und für jugendliche Fußballspieler, die sich gerne begeistern lassen. Der Roman schildert das Ideal einer Fußballmannschaft, die aus der Schulgemeinschaft herauswächst, eine enge Kameradschaft bildet und in steilem Siegeszug zu Meisterehren im Gau, im Reich und gar zu olympischen Ehren kommt. Aber all das geht natürlich her, denn alle die Erfolge erwachsen aus der tragenden Kraft der Kameradschaft und aus dem Einsatz eines jeden einzelnen. Daß diese junge Fußballmannschaft, von der in diesem Roman die Rede ist, auch noch mit leichtathletischen Spitzenleistungen aufwartet, berührt besonders sympathisch, weil hier im Geiste der Weg zu wahrhaft olympischer Art führt. Neben allem sportlichen Geschehen ist auch das Leben im Elternhaus, in der Schule und in der kleinen Stadt lebenswahr geschildert. Ein Buch, das sicherlich jedem rechten Jungen große Freude machen wird! sei Z 5 S C £ S ; z~a 2 x e a 2 ~ o q o) Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptfchriftleiters: Ernst Blüm- schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. 2). 21. XII. 37: 11000. Druck und Verlag: Brühlfche Unioersitätsdruckcrel R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom L September 1937 gültig. 551512 ■»SU Große Laboratorien Lehrlabrlk f. Praktikanten Schwarze Lackier- Handschuhe wahrscheinlich Ludwigstraße — Licher Straße verloren. Abzugeben bei Nuckel beiPovve Friedrichstr. 31. tisil ä: Beiten ÄsHatralzei Nur gute Qualität. Tausende freiw. Anerkennungen. Verkauf onaHe.Katal.frEisenniöbelfabrik5uhl/TlL WkSlünHW Mm: nnsWAst in reichbebildcrten, leichtverständl. 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