Nr. 274 Erstes Blatt 188. Jahrgang Mittwoch, 23. November M8 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte ©ießener Familienblätter Heimat im Bild - Die Scholle Monatr-Vezugrpreir: Mit 4 Beilagen NM. 1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr. . „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüste unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Sietzen postscheckionto: ä Srcnlfurt am Main 11688 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche Univerfitätsdruckerei R. Lange in Gießen. Zchristleltung und Geschäftsstelle: Zchulftratze 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Dormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von 70mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.25O/g mehr. 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Und wenn sie immer nur einzelne Probleme heraus- greift und anpacke, die durch die Entwicklung am dringendsten und reifsten geworden seien, dann bedeute das keineswegs, daß sie nun die anderen wichtigen Fragen nicht sehen oder nicht lösen wolle. Es komme in der Politik nicht nur darauf an, daß man das Richtige tut, sondern daß man das Richtige auch im richtigen Augenblick tut. Deutschland habe in den ersten Jahren nach der Machtergreifung eine gewisse Risiko zone durchschreiten müssen. Das sei für die nationalsozialistische Staatsführung um so schwerer gewesen, als sie bei der Lösung gewisser Aufgaben handeln mußte, ohne das Volk immer über die Tragweite der Probleme ins Bild setzen zu können. Nur alte Nationalsozialisten könnten ermessen, was das bedeute. Primärste Voraussetzung nationalsozialistischer Politik sei es stets gewesen, daß das Volk sie versteht und daß das Volk hinter diese Politik tritt. So sei es z. B. nicht möglich gewesen, etwa das deutsche Volk schon von Anfang an zum Bundesgenossen für hie deut- f ch e Aufrüstung aufzurufen; denn im Augenblick hätte man damals auch die ganze Welt alar« miert. Das Durchschreiten solcher Risikozonen bedinge eine ganze Reihe von Opfern, die nun einmal von der Volksgemeinschaft getragen werden müßten. In solchen Zeiten müsse dann eine Staatsführung den Vorrat an Vertrauen e i n s e tz e n , den sie sich durch ihre Leistungen im Volke erworben habe. Der Minister kennzeichnete dann Umfang und Bedeutung des nationalsozialistischen Ar Bauwerkes, das man nicht in einzelne Teile zergliedern könne, das vielmehr eine totale politische Gesa mtsch au darstelle. Es sei unmöglich, den einen oder den anderen Wesenszug herauszunehmen und zu sagen: Mit dem Nationalsozialismus im allgemeinen bin ich einverstanden, aber mit diesen und jenen Auswirkungen seiner Tätigkeit nicht, weil ich sie nicht verstehe. Diele Züge im Gesicht des Nationalsozialismus seien im Augenblick dem einen oder dem anderen noch unverständlich, weil ihre Auswirkungen sich eben erst später zeigen würden. Die Lösung jeder einzelnen Aufgabe durch den Nationalsozialismus sei Voraussetzung für die Lösung einer anderen. Der Nationalsozialismus fei also gewissermaßen ein progressives Jn-Funktion-Setzen eines politischen und weltanschaulichen Programms. Aufgabe der nationalsozialistischen Propaganda fei es nun, in steter Rücksichtnahme auf die Schwierigkeit der einzelnen Probleme einerseits und auf die öffentliche Meinung in der Welt anderseits das Volk mit diesen Problemen und ihren Auswirkungen bekannt und vertraut zu machen. Dr. Goebbels ging dann mit den bürgerlichen Intellektuellen ins Gericht, die die Propaganda für etwas Unfeines, Hnoor- nehmes, Unduldsames und Ungezogenes hielten. Diese Intellektuellen sollten sich einmal die Tatsache vor Augen halten, daß nationalsozialistische Propaganda einen Teil der Erfolge der nationalsozialistischen Aufbaupoli- tik vor allem in psychologischer Hinsicht für sich in Anspruch nehmen könne. Die Abneigung der bürgerlichen Intellektuellen gegen jede Propaganda, das völlige Unverständnis für ihre Notwendigkeit, gehöre zu den trübsten Kapiteln des Weltkrieges. Auf diesem Gebiet seien Deutschland seine westlichen Gegner während des Krieges haushoch überlegen gewesen. „Ich möchte Ihnen einen charakteristischen Vorgangs — so fuhr der Minister fort — „ins Gedächtnis zurückzurufen, um Ihnen zu zeigen, wie es um die psychologische Führung damals eigentlich bestellt war. Am 10. August 1918 schrieb der be- kannte Dichter Max halbe an das Große Hauptquartier einen Brief folgenden Inhaltes: „Es fei einem schwer besorgten Vaterlandsfreund, der auch selbst zwei Söhne seit vier Jahren im Felde stehen hat, in dieser furchtbarsten Stunde unseres Volkes gestattet, auf eine große Gefahr Yin- zuweifen. Es ist dies der auffallende, weist als Leitartikel und ohne Kommentar erfolgende Ab d ruck von Reden der feindlichen Staats- männer durch unsere eigenen o e ui - scheu Zeitungen. So brachten gestern die hiesigen „Neuesten Nachrichten" ein Rede von Balfour, vorgestern eine von Lloyd George, ohne em Wort der Wiederlegung dazu zu schreiben. Ich erlaube mir, die beiden Blätter beizulegen. Ich habe daraufhin in einem Brief an die Redaktion meine ernsten Bedenken über diese Praxis zum Ausdruck'gebracht. Nur ein Wort sei noch hinzugefügt. Unsere Feinde führen diesen Krieg vor der Oesfentttchkeit vor allem auch als einen moralischen Krieg, und hierin beruht ihre Stärke vor ihren Völkern. Sie führen diesen Krieg nach Art der Kreuzzüge oder der Religionskriege. W i r führen i h n nur militärisch. Wäre es nicht hoch an der Zeit — so schreibt Max halbe — auch di e geistigen Waffen zu benutzen in einem Augenblick, wo es aufs Ganze geht und das Schick- /Z-WU VUUVII Und Sie können sich auch vorstellen, warum die propagandistische Seite der nationalsozialistischen Politik anderen Mächten heute ein Dorn im Auge ist. Die anderen werden sich allmählich darüber klar, daß in Berlin mitgespielt wird. (Stürmische Heiterkeit.) Auch wir haben uns die technischen Mittel der Propaganda zugelegt und wir haben findige köpfe genug, die die Intelligenz und Tatkraft besitzen, diese Mittel zur Anwendung zu bringen. Früher konnte man mit diesem deutschen Volke umspringen, wie man wollte. Man hatte es sich angewöhnt, dauernd in innerdeutsche Dinge nach Art von Gouvernanten hereinzureden und so gewissermaßen die innerdeutsche Politik zu beaufsichtigen. Was auf diesem oder jenem Gebiet vor sich ging, das wurde z. V. in England von den politischen Sittenrichtern abgeurteill und abgebeckmessert. Aber wehe, wenn sich einmal ein Deutscher in eine innerenglische Angelegenheit hineinmischte. Das i ff nun nicht mehr so. Denn Engländer sich in unsere Dinge hineinmischen, dann könnten wir uns auch erlauben, hin und wieder mal in die englische Politik hineinzuleuchlen! Die nationalsozialistische Propaganda stehe — so führte der Gauleiter weiter aus — dem Volke in der Rolle eines praktischen Arztes gegenüber. Wie An englische p Reichsminister Dr. Goebbels wandte sich dann dem zweiten wichtigen Thema des Abends zu, der Judenfrage. Jeder Parteigenosse sei sich im klaren darüber geroefen, daß der Mord an Wilhelm G u st l o f f in der Schweiz eine Kampfansage des internationalen Judentums gegen das deutsche Volk war. Er habe genaue Nachrichten darüber, daß jeder Zug des Mordes an Parteigenossen vom Rath auf das haar dem entsprechenden Zuge des Mordes an Parteigenossen Gustloff gleiche. Es gebe für ihn keinen Zweifel darüber, daß beide Morde von langer Hand vor- bereitet waren, um das deutsche Volk zu provozieren. Deutschland habe damals bei dem Attentat auf Wilhelm Gustloff geschwiegen. Das internationale Iudentum habe wahrscheinlich dieses Schweigen falsch ausgelegt und Langmut für Schwäche gehalten. Nun habe sich in Paris derselbe Vorgang wiederholt. Da aber sei die deutsche Regierung mit harten Gesehen und Verordnungen einge- schritten. Im Auslande spreche man von den „armen Jicklen", und behaupte wider besseres Wissen, daß geplündert worden sei. Einen dieser sogenannten Plünderungsfälle könne er, der Minister, genau rekonstruieren. In der Sttaße Unter den Linden sei das jüdische Juweliergeschäft Markgraf & C o. angegriffen worden. Man habe dabei für über eine Million Juwelen gestohlen. Nun sei man der (5ad)e auf den Grund gegangen, und da habe sich zur allgemeinen Heber« raschung folgendes herausgestellt: Bei der Aktion raffte der in diesem Geschäft angestellte Jude Iwan Bloch aus dem Safe des Geschäftes Juwelen in einem Verkaufswert von etwa 1 130 000 Mark zusammen. Er stellte diese Juwelen ohne Wissen seines jüdischen Chefs in einem Berliner Hotel sicher. Das Ganze nennt sich dann „Plünderung". So sind die Juden! Man sagt: Ihr habt die Juden in den letzten fünf Jahren schlecht behandelt. Die Juden besitzen fetzt noch 60 v. h. des Berliner Haus- be fitz es. Die Juden nennen jetzt noch ein Kapital von rund 8 Milliarden ihr eigen. Das würde bei gleicher Kapitalhöhe etwa 900 Milliarden Mark für das deutsche Volk ergeben, während das deutsche Volk nur 200 Milliarden Mark Nationalvermögen besitzt. Das heißt also, die Juden haben es ferttqgebracht, nach 5Ve Jahren nationalsozialistischer Regierung immer sal von unserem inneren seelischen Widerstand der nächsten Minute abhängt." Was wurde auf diesen Brief eines besorgten Vaterlandsfreundes geantwortet? „Im Sinne Ew. hochwohlgeborenen Anregung, die Reden feindlicher Staatsmänner nicht ohne Kommentar in der deutschen Presse abzudrucken, sind Erwägungen im Gange, desgleichen um im Sinne Ihrer Ausführungen den Krieg nicht nur mit den militärischen, sondern auch mit politisch-geistigen Waffen zu führen." So geschrieben 19. August 1918. (Große Bewegung.) Sie können sich jetzt vorstellen, warum wir den Krieg verloren haben. ge köpfe genug." der Arzt den Körper, so betreue die Propaganda die Seele desVolkes und gebe ihm die Mitel an die Hand, in schweren politischen Spannungen sich gegen Bedrohungen und innere und äußere Versuchungen und Gefahren zur Wehr zu setzen. Dr. Goebbels behandelte dann das Entstehen und die Entwicklung der tschechischen Krise und zeigte auf, nach welchen wohl erwogenen Gesichtspunkten die Taktik der nationalsozialistischen Volksaufklärung in den Spannungswochen ausgerichtet worden sei. Daß man ganzbewußtz. B. während der Besprechungen in Berchtesgaden, Godesberg und München auf jede Verbreitung von Gerüchten verzichtet habe, um dann am schnellsten Tatsachen bringen zu können, während die anderen in jeder Stunde ein anderes Gerücht erfanden und dann ebenso wie ihre Hörer den Tatsachen fassungslos gegenüberstanden. Der Unterschied in der Handhabung von Presse und Rundfunk ergebe sich daraus, daß in Deutschland Presse und Rundfunk der I n st r u k t i o n , der engen Verbindung zwischen Führung und Gefolgschaft diene, während bei den anderen die aus Gerüchten schließende Information sich nicht nach den Interessen des Volkes richte, sondern lediglich nach dem Sensationsbedürfnis und den Verdienstmöglichkeiten von Zeitungsverlegern oder Konkurrenznotwendigkeiten von Rundfunksendern, soweit hier nicht noch andere Momente ausschlaggebend waren. noch den 4V- fachen Wert des deutschen Nationalvermögens zu besitzen. Gewisse Teile des Auslandes könne man über diese Frage nicht belehren, so vor allem nicht die jüdische Oefsentlichkeit. In Neuyork z. B. gebe es zwei Millionen Juden. Wie wolle man sie überzeugen, daß Deutschland recht habe. Man brauche sich über das Echo aus Neuyork deshalb nicht zu wundern. Im übrigen fei Neuyork nicht Amerika. „Der Anttsemitismus ist in allen Völkern latent vorhanden. Die Juden selbst wecken ihn. Es ist nicht unsere Schuld, daß die Judenfrage heute ein Weltdiskussionsthema ist; das haben die Juden durch ihre eigene Hysterie verschuldet. Sie überschlagen sich im'haß i*i) machen deshalb nur Dummheiten. Die jüdische Presse überschätzt im übrigen ihren Einfluß auf die deutsche Staatsführung. Meistens liest man ihre weisen Ratschläge überhaupt nicht. In Unserer Kampfzeit haben die Juden denselben Fehler gemacht. Sie haben solange über uns geschimpft und gezetert, sich vor Wut überschlagen und die Nerven verloren, bis wir nach einigen Jahren d i e populärste Bewegung in Deutschland waren. Eine ähnliche Parallele lasse sich zwischen der täglichen Verleumdung Deutschlands draußen und der Verleumdung z. B. der SA. in der Kampfzeit durch die Kommunisten ziehen. Wer tkunate seine Kenntnisse über die SA. nur aus der „Roten Fahne" geschöpft habe, dem sei manchmal angst und bange geworden. Das habe der Bewegung zuerst sehr geschadet, später aber genützt. (Stürmischer Beifall.) So steige auch trotz der jüdischen Hetze draußen täglich der Respekt und die Achtung vor Deutschland und dem nationalsozialistischen Aufbauwerk. Reichsminister Dr. Goebbels behandelte dann die englische Unterhausdebalte über die Iudenfrage. Dabei habe sich der Labour- Abgeordnete Baker in einer längeren Ansprache an das Unterhaus mit Deutschlands antisemitischer Politik im allgemeinen und mit seiner — Dr. Goebbels — Person im besonderen auseinandergeseht. „Ich fühle mich deshalb veranlaßt, ihm einige Antworten herüberzureichen." Der englische Abgeordnete sagt: Man könne die Verzweiflunastat des Judenjungen ein wenig besser verstehen, wenn nicht sogar entschuldigen. Er, Dr. Goebbels, versuche seit Jahren, den Antisemitismus in anderen Ländern aufzustacheln, um die Unordnung in der Welt zu vermehren, „höher geht der blühende Unsinn nicht mehr. Für den Antisemitismus in der Welt habe ich noch nie Propaganda gemacht. Das besorgen die lieben Juden s e l b st. Wir haben nur alle unser Teil dazu beigetragen, die Juden aus dem öffentlichen Leben in Deutschland zu beseitigen." Der Labour-Abgeordnete Baker sagt: Wenn Dr. Goebbels feine Drohungen gegen die Juden verwirklicht — wo habe ich überhaupt Drohungen ausgesprochen? —, könne man dann wenigstens hoffen, daß es bei Deutschland sein Bewenden habe? Würden nicht Polen und Rumänien vielleicht auch ihre viereinhalb Millionen Juden herauswerfen? Lord Zetland habe Recht, wenn er sagt, daß alles, was das Gewissen der Menschheit aufrüttele, eine internationale Angelegenheit« sei. Dr. Goebbels fuhr hier fort: Der Meinung sind wir auch. Deshalb interessiert das Gewissen der Menschheit sich in Deutschland z. B. fo sehr für das P a l ä st i n a p rodle m , für die Araber und viele andere Völker. Baker erklärt schließlich, man müsse leider klarmachen, daß herzliche Beziehungen zwischen England und Deutschland unmöglich seien, solange das „Martyrium" der Juden, Katholiken, Protestanten und Sozialisten — hier wäre man versucht einzuschalten: und der Radfahrer — andauere. Mache Deutschland etwa seine Beziehungen zu England von Englands Verhältnis zu-den Aradern, Indern und Negern im englischen Weltreich abhängig? Der Abgeordnete Hammersfield sagte: Ich habe vorgeschlagen, daß, da den Juden in Großbritannien große Finanzmittel zur Verfügung stehen, diese aus aller Welt herangeholt werden sollen, um einen Teil der Umsiedlungskosten zu bezahlen. (Stürmische Zustimmung.) Was die Juden nicht selbst bezahlen, dafür wird das britische Volk einspringen. Damit sind wir absolut einverstanden. Ich bin der Ueberzeugung, auch das britische Volk wird zweifellos große Genugtuung darüber empfinden, mit seinen gewaltigen Finanzmitteln für die in England so sehr verehrten Juden einspringen m dürfen. Der linksradikale Abgeordnete M a x t o n da« gegen macht einen sehr witzigen Vorschlag: Die 500 000 deutschen Juden sollten in Schottland auf genommen werden. Dazu sollen sich nun die Schotten äußern. Der Innenminister Sir Samuel Hoare sagt: Es gibt eine Tatsache, die ich ganz offen behandeln muß. Unter der Oberfläche gibt es auch in England — das weiß ich aus Erfahrung — eine entschlossene antijüdische Bewegung, die im Entstehen begriffen ist. Ich tue mein Bestes, um dieses Hebel auszurotten. Diese Feststellung ist auch für uns sehr interessant. Immerhin möge man in England ausrotten soviel man will, das geht das englische Volk an. Was wir tun,das ist unsere Sache! Als letztes Problem behandelte Dr. Goebbels vor den Berliner Propagandisten dann das des Wohnungsbaues in Berlin. Einmal herrsche in Berkin ein chronischer Wohnungsmangel, zum anderen gebe es trotz aller Hilfsmaßnahmen aus der Systemzeit noch viele Familien in Berlin, die in unzulänglichen Quartieren und Wohnlauben untergebracht feien. Zur Beseitigung dieses Mißstandes würden in Berlin etwa 30 000 Wohnungen im Jahr neu erbaut. Diese Zahl solle in absehbarer Frist auf 35 000 erhöht werden. Die vom Führer geplante Errichtung der Großbauten im Zuge der Neugestaltung Berkins solle 1950 abgeschlossen fein. Es sei die Absicht, bis zu diesem Zeitvunkt auch die Wohnunasfrage in Berlin endgültig einer Lösung zuzuführen. Bis zum Jahre 1950 müssen dann über 400 000 neue Wohnungen errichtet werben. In diesem Jahre allerdings seien infolge der Westmaßnahmen und der dadurch bedingten Arbeiterknappheit nur 10 000 Wohnungen fertiggestellt und weitere 20 000 Wohnungen zur Hälfte errichtet fborben, ■ obwohl für die Neugestaltung Berlins nur über ein Fünftel von dem, was an Arbeitern und Material benötigt wurde, zur Verfügung gestanden habe. Ferner fei bereits in diesem Jahre eine Senkung des Quadratmeter-Mietpreises für die Neubauwohnungen von 12 auf 10 RM. erreicht worden, die bei gleichem Mietpreis einer Vergrößerung des Wohnungsgrundriffes zugutegekommen sei. Darüber hinaus aber ergebe sich die Notwendigkeit, neue Methoden beim Wohnungsbau einzuschlagen. Zunächst werde nach diesem neuen System ein Block erbaut, um dort die notwendigen Erfahrungen über den Arbeitsvorgang sammeln zu können. Die beteiligten Fachleute seien sich darüber einig, daß durch das neue System ein Drittel bis zur Hältte der jetzt benötigten Arbeitskräfte erfoarf werden könnten und voraussichtlich eine Verbilligung des Wohnungsbaues eintrete, die wiederum bei gleicher Miete zu der dringend notwendigen Vergrößerung der Wohnfläche führen werde. Mit einem Bekenntnis zum Führer, mit dessen Person und dessen Werk wir uns alle in Leben und Arbeit verbunden fühlen, dessen Sorgen wtt mittragen und dessen Verantwortung auch unsere Verantwortung ist», schloß Dr. Goebbels feine zweistündigen Ausführungen. Minutenlange Beifallsstürme dankten dem Gauleiter. D«'e Unterbringung der Juden Auch „News Chrouicle" hält Ostafrika für unzweckmäßig. L o n d o n , 22. Nov. (DNB.) Die Londoner Presse verweist darauf, daß England allein die Frage der Unterbringung jüdischer Emigranten nicht lösen könne, sondern daß hierzu die „Mitwirkung anderer Staaten", insbesondere die von'Amerika, notwendig sei. Bezeichnend ist der sehr deutliche Hinweis der » jene tiefgreifenden Streitpunkte der Grenzziehung nicht mei mark geschlagen. Palästinas Finanzen vor dem JusammenbruK Erdrückende Last der britischen Besohungskosten. St h li Arbeitskräfte beziffern. Verdienste auf die Barleistungen sind die Aus n I: v sei aber nicht möglich, solange die Teilung Irlands bestehe. dl 3 te. A DOI ter di b. wei Snt tiü1 Da wl hc in rc m ii ri n Oie Krankenversicherung im Jahre -1937. noch werden mehren können. Der Führer und Reichskanzler erwiderte: Ich pflichte Ihnen darin bei, daß unsere beiden Volker gang er s C........- schaftrr und der lettische Gesandte nahmen mittags an einem vom Staatsminister und Chef der Präsidialkanzlei Dr. Meißner ihnen zu Ehren gegebenen Frühstück teil und verließen mit ihrer Begleitung am Nachmittag Berchtesgaden im Kraftwagen über die Alpenstraße und die Reichsautobahn, um von München aus mit dem Abeüdzuge nach Berlin zurückzukehren. Großbritannien und Frankreich haben in der vergangenen Woche das i t al te Nische Imperium anerkannt; beide Lander haben damit der langen Spannung in ihren Beziehungen zu Italien, die durch den Aethiopien-Feldzug und die daraufhin erfolgte Verhängung der Wirtschaftssanktionen entstanden war, eine Ende gemacht. Uno doch: Welch ein himmelweiter Unterschied Hinsicht- seiner größten Tage!" Mit diesen Feststellungen sind auch schon die Gründe aufgezeigt, die 'Italien veranlassen, den gegenwärtig von Paris ausgehenden Annäherungsversuchen vorläufig noch abwartend und zurückhaltend gegenüberzustehen. Man glaubt in Rom, daß Chamberlein den Wunsch hege, durch eine allmähliche Besserung der Beziehungen zwischen Rom und Paris sowie zwischen Varis und Berlin die in München ungebahnte Verständigung auf Frankreich und damit auf sämtliche europäischen Großmächte auszudehnen. Man ist aber ebensosehr banon überzeugt, daß Frankreich im gegenwärtigen Augenblick | aus innen- und außenpolitischen Gründen für eine i solche Verstäktdigung noch nicht reif sei. Jnnen- ! politisch: Zwar übersieht man in Rom nicht'die bzw. dem mittleren Böhmerwald gegeben; . 2. ein kleiner Zipfel zwischen Bohmisch- Aicha und Liebenau kommt zum Reich, um durch das Gebiet die geplante wichtige Reichs- autobahn nach Reichenberg durchzulegen; 3. ist die Abtretung eines Gebietsstrei,ens zwischen Dannwald und Hohenelbe auf löhne weit stärker auswirkt als bei den Leistungen. Die Gesamteinnahmen sind um 8,2 v. H. auf 1660 Dunkel gehüllt. Verantwortlich für diese absolute Verschiedenheit der Positionen Großbritanniens und Frankreichs inzwischen völlig aufgebraucht. Angesichts der weiteren Verschärfung der militärischen Maßnahmen Englands ist die Gefahr eines völligen Zusammenbruchs der Wirtschaft und der Finanzen des schwer geprüften Landes nicht Jüdischer Bandenüberfall ans wehrloses Araberdorf. Taten zu finden, und man fragt sich, wie lange es ihr noch gelingen wird, sich gegen die immer wieder anstürmende Opposition, deren antifoschisti'-hs Gesinnung Italien in der langen ..Sanktionszeit" zur Genüge erfahren hat, an der Macht zu halben. Außenpolitisch wird dos Fortbestehen all der Erscheinungen, die man unter dem Begriff „Versailler Geist" zusammenzufassen pflegt (auch die gerade jetzt wieder zutage tretende Verständnislosigkeit der Franzosen gegenüber den deutschen Kolonialforderungen wird von der italienischen Presse in diesem Zusammenhang verbucht), als ein Hindernis aenen eine wirklich durchgreifende und dauerhafte Besserung des Verhältnisses zwischen Frankreich und den Achsenmächten betrachtet. Die Politik kleinlicher Nadelstiche, die sich das Volksfront-Frankreich gegen das faschistische Italien herausgenommen hat — man erinnert sich hier heute kaum noch daran, daß eigentlich England gegen den Willen Lavals die Sanktionen in Bewegung setzte —, hat bewirkt, daß in Rom auch rein stimmunasmäßig beträchtliche Hemmungen bei den Verhandlungen mit der Pariser Regierung zu überwinden bleiben. Die ver- 2Jli reit lNÜ »er nief »ah Wo Met feier »urc M werb bie 1 Abess gefor Note nach Kai fron, w den» ihre In man man recht sich i politi Diese schuf „Es einic ob c ftrul tisch Achs den. zum jebei bare woh N der« Jen Honen Pfund im Rechnungsjahr 1937/38 in einen f a st 2,5 Millionen ftcllung und Gleichberechtigung der beiden Imnerien gefügt und bemüht hat, „to make the best of it . Es handelt sich also heute nicht um ein» Wieder- L " • - „traditionellen" Mittel- lfäl< ei und gelb' mit bahn hat 1 ftatt« p d mal D die end! W gcS ital London-Rom-Paris Don unserem R. G -Korrespondenten. Rom, 21. November. A Der hol! Rat dem Ans in Üei Kor Nei im der ein füh St Kö tue. hä wo aus Der Führer empfing -en neuen französischen Botschaster. und Kinder ein. Bei Androhung der „Todesstrafe" stellten sie ultimative Forderungen. Nach einer Viertelstunde zwangen die jüdischen Eindringlinge die Bevölkerung, sich in einer Reihe aufzu- ftcllen, losten acht Einwohner aus und schossen sie rücklings nieder. Der Scherif El Zeghbi reichte eine Beschwerde beim Distriktsgouverneur ein, die jedoch in Palästina nicht veröffentlicht wurde. Oie irische Frage De Balera verlangt Ende der Teilung Irlands. Dublin, 23. Nov. (DNB. Funkspr.) Ministerpräsident de Valero erklärte vor seiner Partei, der Fianna Fall, seine Politik habe fast alle Schwierigkeiten, die einer Beendigung der Teilung Irlands (in das Dominion Irland und das zum Bereinigten Königreich gehörende Nordirland-Ulster) noch immer im Wege stünden, beseitigt. Er würde gerne das ganze Irland frei stehen, und nichc nur einen Teil des Landes. Diese Politik liege in der Verfassung begründet, wie sie das Volk Irlands angenommen habe, es bestehe auch kein gesetzliches Hindernis, daß man sich morgen zur Republik erkläre. Man brauche nur den Akt von 1936 zu widerrufen, und man würde für das ganze Land eine Republik von der Hand zu weifen. Allgemeines Äusgehverbot in Palästina. Infolge der höheren Inanspruchnahme der Kran- kenkassen und des Einflusses der steigenden Arbeits- Millionen Mark gest g . i«n- WSW” ; und aus d-r.D°wn!ng. nahm d« Stofrer und R.lchskan-tler bare? Ding- eigen ift, in die unvermeidlich« Gle.^ fälle ist etwas gestiegen, da die einer Arbeitsiin- 9 »b «" um 6,5 t>. $). auf 1622 Millianen Mark ®irW kf“ ein Mitglied entpelen 72^9 TOt ten nunmehr auch genügend Reserven angefammelt 9=9=" 70,85 Mark tm Jahre 1936 Je Mitglied haben, um bisher nerfäumte nitwendige Behänd- l’ab=!' U b'= Kasten der Krankenhüse um 3,6 lungen nachzuholen. Insgesamt wurden 8,9 SRii- t,n„aÄC’„nf(Um V ? ' n lianen Arbeitsunsühigkeitssälle gezählt, das sind ausft'° V e rw al tun gekästen sind um 0.6 v.ch. 100 Mitglieder 39,7 gegen 39,6 im Vorjahr Den Zuruckgegangen und machten nur 9,2 v ch. ständigen Ausfall, den die deutsche Volkswirtschaft ®elaiulauagaben ?us. Nach starker als die Aus- m Jahre 1937 durch die mit Arbeitsunfähigkeit *>°ben ~ b=l 'm Durchschnitt unveränderten verbundenen Erkrankungen allein der Pstichtver- ^'^S-Iad=n - d,e E > n n a h m e n z u g e n a m° sicherten erlitten hat, kann man auf etma 6800001 d-.b.el diesen sich die Erhöhung der Grund- Oie neue Grenze. Ethnographische Berichtigung und verkehrspolitische Nöckfickiten. fruchtbare gutnachbarliche Beziehungen zu unterhalten. Sie wissen auch, daß sie beide in die europäische Gemeinschaft unschätzbare Werte mitbringen, die sie im Frieden bewahren und durch loyale, zweckoolle Zusammenarbeit m edlem Wettstreit des Verstandes und der Tatkraft verbinden; f 4. ist die Abtretung eines kleinen Zipfels o st l ich von Gabel vorgesehen, durch die eine Eisenbahnverbindung zwischen dem Glotzer Bergland ^-ands- kron und Zwittau ermöglicht wird. Ausländischen gegenteiligen Behauptungen gegenüber kann festgestellt werden, daß durch die Grenzkorrektur fast ebenso viel Tschechen art Die Tschecho-Slowakei zurückfallen als durch sie neu zum Reich hinzukommen. „glänzender Zweiter" häufig mehr den Interessen Englands als dm eigenen zu dienen Halle, sondern um eine Freundschaft zwischen Gleichen, zwischen zwei „imperialen Mächten", die den Italienern mll berechtigtem Stolze den gewaltigen Aufstieg ins Bewußtsein ruft, der ihr Land unter Der genialen Führunh des Duce in anderthalb Jahr- zehnten in die erste Reihe der europäischen Großmächte em^orgehoben hat. Und wenn bei der Unterzeichnung der enalisch- italienischen Vereinbarungen von allen italieni^en Blättern mit arößtem Nachdruck unterstrichen wurde, daß djele Abkommen sich „an die Achse Berlin—Rom onlehnen. die weiterhin die Ri^t- schnur für die italienische Außenpolitik bildet", d"un geschah das sicherlich nicht, wie man in gew llm internationalen Kreisen anzunehmen geneigt fein könnte, weil der deutsche Partner der Achse eine solche Versicherung nötig hätte, sondern weil man sich in Rom genau des ausschlaggebenden Beitrags der Achse im letzten Stadium des Aufschwunges zur Großmachtstellung Italiens bewußt ist; weil man die Überzeugung hegt, daß Großbritannien sich mit Dem Bestehet, dieser deutsch-italienischen politischen Arbeitsgemeinschaft abgefunden hat und in der Zusammenarbeit nicht nur mit Italien, sondern auch mit der zweiten Achsenmacht Deutschland die Grundlage für die weitere Klärung der europäischen Atmosphäre und die Sicherung des Weltfriedens zu schaffen gewillt ist. Aus dieser Auffassung heraus ist der Ausruf- zu verstehen, mit dem eine römische Zeitung am Tage des Inkrafttretens der italienisch- englischen Abkommen ihren Leitartikel einleitete: „Der Gei st von München feiert heute einen „Times" an die jüdischen H i l f s v e r b a n d e, daß es in erster Linie deren Aufgabe sei, die Ansiedlung von Juden zu erleichtern. Weller wird nach bewährtem Muster daraus hingewiesen, daß andere Länder für die Unterbringung der Juden viel besser geeignet seien. Frankreich habe große Kolonialbesitzungen, und M a d a g a s - k a r möge vielleicht für eine großangelegte Siedlung in Frage kommen. Die besten Aussichten für eine derartige Ansiedlung bestünden jedoch in Südamerika, wo sehr große Strecken guten Landes oft fast völlig unbewohnt seien. „News Chronicle" nimmt bemerkenswerter Weise gegen Die Wahl des ehemaligen Deutsch- Ostafrika als jüDisches Siedlungsland Stellung. Die Aussicht, mit Erfolg eine jüdische Einwanderung nach Tanganjika durchzuführen, sei nur gering, well es im höchsten Grade unwahrscheinlich sei, daß Deutschland Juden zu diesem Zweck herein- lassen werde. Sollte außerdem diese Kolonie wieder unter Deutschlands Herrschaft kommen, so könnten diese Emigranten unter Umständen wieder heimatlos werden. Oer Auftakt zum 6. Reichsbauerntag. Tagungen der dem Reichsnährstand angegliederten Verbände. Goslar, 22. Nvo. (DNB.) Als Auftakt zum 6. Reichsbauerntag fanden Anfang der Woche in der Reichsbauernstadt Goslar Tagungen verschiedener dem Reichsnährstand angegliederter Verbände stall. Im Vordergründe stand hierbei Die Jahrestagung des Reichsverbandes der deutschen Pflanzenzucht betriebe und des Reichsbundes der gartenbaulichen Pflanzenzüchter. Der Sonderbeauftragte für die Saatgutversorgung, Landesbauernführer Graf Grote, zeigte neue Wege zur Intensivierung der Arbeit. Reichsobmann des Reichsnährstandes Bauer Behrens sprach den deutschen Pflanzenzüchtern Den Dank für ihre im Rahmen Der Erzeugungsschlacht geleistete, oftmals entsagungsvolle Arbeit aus. Der Reichsverband für Zucht und Prüfung deutschen Warmblutes versammelte seine Mitglieder zur Entgegennahme des Geschäftsberichts. Der Reichsbund deutscher Diplomlandwirte hielt ebenfalls feine Jahrestagung ab. Gleichzeitig wurde die Landjugendm einem Uebungslager zusammengezogen. Daneben fand eine Tagung des Reichshaupta m t e s III des Reichsnährstandes statt, in Der aktuelle Fragen der Versorgung besprochen wurden. Während in diesen Sonderveranstaltungen zahlreiche Einzelfragen Der Agrarpolitik zur Sprache kamen, wird ab Donnerstag auf Den Haupttagungen die Verkündung des Programms für Die Weiterarbeit erfolgen. Auch im Auslande bringt man Dem Reichsbauerntag besondere Beachtung entgegen. 17 ausländische Delegationen sind angemeldet. Senin-Wn in lü Stunden. Die neue Durchgangszugverbindung über Annaberg—Lundenburg eröffnet. W U-W dng Nachbarschaft zu pflegen und sich auf geistigem, m erf er { u Außenpolitik Leiber 3 ro l | uj tr li v U II n IV u I V UHU u v v .. . . - - ovcy. ZDKiu; cm —-----' ... s Der Südseite Des Riesengebirges erfolgt. Dort soll llch öer Bedeutung, der Tragweite und den "unfeine zweigleisige Eisenbahn gebaut wer- Auswirkungen Dieses — rem äußerlich geben Die Die Aufgäbe hat, Den Raum von Reichen- ^en _ gleichartigen Diplomatischen Schrittes der berg mit Dem von Trautenau unD Hohenelbe zu Londoner und der" Pariser Regierung! '• * Wieder einmal ist Frankre ich auf Dem Schachbrett Der europäischen Politik Durch eigenes Ver- schulDen und zu seinem eigenen Nachteil ins Hintertreffen geraten. Wahrend Großbritannien zugleich mit Der Ueberreichung Der neuen Beglaubigungsschreiben Des römischen Botschafters Lord Perth das bereits vor sieben.Monaten mit Italien abgeschlossene Abkommen in Kraft setzen konnte, das, um mit Der italienischen Presse zu re- Den, „alle gegenwärtigen und künftigen ^Probleme des Mittelmeers, des Roten Meers und des Indischen Ozeans regelt und somit eine Versichenmg gegen neue Zwistigkeiten zwischen den beiden Landern bildet", stehen Frankreich noch langwierige und zweifellos nicht leichte Verhandlungen bevor, wenn es zu einem erträglichen oder gar freundschaftlichen Verhältnis mit Italien gelangen will. Während das „Osterabkommen" Aussichten für Die Wiederherstellung der italienisch-englischen Freundschaft eröffnet und selbst dem skeptischen Beobachter als ein ernsthafter Versuch zur Einleitung einer vertrauensvollen Zusammenarbeit Der beiden Machte im Interesse des europäischen Friedens erscheinen muß, ist die Entwicklung Der italienisch-französischen Beziehungen vorläufig noch in unDurchdringliches Berchtesgaden, 22. Nov. (DNB) Der Führer und Reichskanzler empfing im Berghof auf dem Oberfalzberg Den neuernannten französischen Botschafter Robert Goulonbre zur Entgegennahme seines Beglaubigungsschreibens und des Abberufungsschreibens feines Vorgängers Francois Poncet. Der Botschafter, Der mit Dem Botschaftsrat Graf Montbas und Dem neuen Militärattache, Oberst Der Artillerie im Generalstab Didelet, in Begleitung des stellv. Chefs des Protokolls, Le- gationsrat von Halem, eintraf, wurde auf Dem Bahnhof Berchtesgaden Durch Den Staatsminister und Chef Der PrästDialkanzlei Dr. Meißner und den Chef Des Protokolls, Gesandten Freiherrn von Doernberg, begrüßt und im Kraftwagen des Führers zum Berghof geleitet, wo ihm eine Ehrenwache der ---Leibstandarte Ehrenbezeigungen erwies. Botschafter Coulondre überreichte Dem Führer Die Schreiben Des Präsidenten Der Französischen Republik, wobei er erklärte: Ich habe Den Vorsatz, Das Werk, dem sich mein Vorgänger gewidmet hat, fortzuführen und mich Dafür einzufetzen, D.aß zwischen Frankreich und Deutschland dauerhafte und vertrauensvolle Beziehungen bestehen. Beide Völker haben sich oft genug auf Dem Schlachtfeld e gegenüb ergeftanDen, um einander achten gelernt zu haben und zu wissen, Daß ihre Kämpfe im Endergebnis fruchtlos geblieben sind. Im Gegenteil, eine gemeinsame Grenze, zwei einander weitgehend ergänzende Volkswirtschaften, Anerkennung der Vorzüge und Der geistigen Eigenart des anderen legen es beiden Teilen nahe, in gutem Einvernehmen miteinander zu leben und auf geistigem wie auf wirtschaftlichem Gebiet haben. Es sei jedoch nicht gut, d i e Dinge z u überstürzen. Seiner Ansicht nach wäre es nicht zweckmäßig, eine Republik auszurufen, ehe man nicht das ganze Irland in ihr ver-s e i n t habe. Das irische Volk mache England für die >-----, , . , . k _ Schaffung einer irischen Trennungslinie und deren inneren Widerstande, die auch Chamberlain bei der Aufrechterhaltung verantwortlich. Es wisse sehr Verwirklichung feiner außenpolitischen Absichten zu wohl, daß diese Grenze nicht weiter aufrechtzuerhal- ! überwinden hat, ober man hat doch den sicheren ten sei, wenn die dafür gegebene verschiedenartige Sinbrurf, Daß das britische Kabmett sich Dabei auf Unter ft ühung aufhörte. De Valero sprach sich die überwiegenDe Mehrheit der Bevölkerung stutzen gegen eine GewaltanwenDung aus, das irische Volk kann. In Frankreich dagegen beobachtet man, wie sei jedoch entschlossen, dieses schreiende Unrecht der die Regierung Daladier Tag um Tag ihre Existenz ganzen Welt bekanntzugeben. Ehe dies Problem gegen die erregten Par eileidenschaften zu verteidi- ii.cht gelöst sei, sei der Versuch zwecklos, zwischen' gen hat, ohne die Kraft ^u_ roirE jd) entscheidenden England und Irland Beziehungen dergestalt herzu- stellen, wie sie eigentlich sein sollten. Er wolle an der Verbesserung dieser Beziehungen arbeiten. Das Die »Vaterländische Volksbewegung" in Finnland verboten. Helsinki, 22. Nov. (DNB.) Das finnische Innenministerium hat gänzlich unerwartet beschlossen, die Fortsetzung Der Tätigkeit Des unter Dem Namen „Vaterländische Volksbewegung" (JKL.^ wirkenden nicht registrierten Vereins sowie die weitere Herausgabe seiner Blätter bis auf weiteres zu verbieten. Der Beschluß wird den finnischen Gerichten zur Prüfung vorgelegt werden. Es ist Dann Sache Der Gerichte, Diese Maßnahme zu bestätigen oder auf ihre Zurückziehung zu entscheide. der Begründung heißt es, daß bie IKL. die F ir fttzung der 1932 verbotenen Lappo-Bewegung set. Berlin, 21 Nov. (DNB.) Das Statistische Reichsamt veröffentlicht Angaben über die reichsgesetzliche Krankenversicherung im Jahre 1937. Da-1 Jerusalem, 23. Nov. (DNB.) Durch eine nach war die Inanspruchnahme insgesamt Verfügung des Oberftkommandierenden der eng- etwa ebenso groß wie 1936. Die Wiedereingliede- lisch en Streitkräfte in Palästina ift über das rung von Personen, bie längere Zeit arbeitslos I g e f a m t e Land mit sofortiger Wirkung für Die waren, in den Wirtschaftsprozeß hatte zu einer vor- $cit DOn ß Uhr nachmittags bis 5 Uhr früh ein übergehenden Zunahme der Arbeitsunfähigkeits- l l a e m e i n e s Ausgehverbot verhängt fälle geführt. Da diese Uebergangserscheinung über- ^orden. Unter dieses Ausgehverbot fällt auch jeg- wunden ist, hat sich die Krankheitshaufig° licher Fährverkehr auf den Land- feit im Berichtsjahr erneut vermindert; auf ftraßen Palästinas. 100 Versicherte tarnen bei den Pflichtkrankenkassen Die syrische Presse meldet einen Ueberfall von 178 Krankheitsfälle der Mitglieder selbst (1,9 o. $. 150 schwer bewaffneten Juden auf bas Araberdorf weniger als 1936) und außerdem etwa 96 Krank- K a f r M i s r bei Nazareth. Die jüdischen Angrei- heitssälle ihrer Angehörigen (2,0 v. H. weniger). Die ?Gr trieben die schutzlose Bevölkerung mit vorgehal- Gesamtzahl Der Krankheitsfalle belief sich auf 63 teuer Waffe auf dem Dorfplatz zusammen und Millionen. schlugen wahllos auf Männer, Frauen Die Zahl der Arbeitsunfahigkeits- , Wien, 22. Nov. (DNB.) Am Montag hat Die Reichsbahn mit Der Eröffnung ihrer schnellsten Zugoerbindun=g zwischen Der nnb Der Metropole Der Ostmark eine zwischen Dem Attreich und Der Ostmark geschlagen. Nach Der deutsch-polyischen Vereinbarung über ■einen bevorrechtigten Durchgangs ver k e h r über Die polnische Strecke Annaberg (Oberschle-1 f i Tier nun schon sAfe. äs. N »SnU%^nen>üaenao7i?"<$=V'36o,l l'" für »i- b-ititoe Llilärifd|e Behbunfl. bie mr«biich qUQp5 über Passau und um eine Stunde rascher als t i d e n Ausgaben lasten erdrückend auf dem SMaSSSSPfi*** “ Ä JJhttelmaloe Lunoenour^ . Rechnungsjahre 1935/36 vorhandene Einnahme- Der Staatssekretär im Reichsverkehrsministerium ueberschuß des Staatsh°ushalts v°n1,5 M'l- Kl e i nm a n n kehrte mit einer Delegation van üonen Vfunh tm R=chnungs|°hr 1937/38 in -'nen (Sachbearbeitern aus Rom zurück, wo mit der tta- Fehlbetrag von f a ft 2,5 M 1111 o n lienifchen juaoslawifchen und ungarischen Regierung Pfund verwandelt hat. J*1?} ,^at)re über die'Regelung der feit der Eingliederung der noch vorhandene R efervevon 6 ^^?onen mürbe Ostmark schwebenbeu Fragen ber im Staatsbetrieb n n H * nufaehraucht. Anaesickts befinblicheu Donau — Save — Adria-Bahn Verhandlungen geführr worden find. Die ehemalige österreichische S ü d b a h n war innerhalb Der früheren österreichisch-ungarischen Monarchie die größte Prioatbahn, deren Netz sich seit 1919 auf vier Nachfolgestaaten erstreckt. Alsdann nahm der Führer und Reichskanzler oon Dem lettischen Gesandten Edgar Kree- w i n s ch der bereits früher fein Land mehrere Fahre in Berlin vertreten hat. Das Beglauhigungs-1 . ... LiM.1r7r.'undschfl ' in der'Ä-Än, wie einige Kelandte nadm n mittags BtAter in bitteren ,Ermnerungen bemerken als Berlin 22 Nov WNB) u-ber die n - u e j dem Raum van Eger einerseits und Furth im Wald Gkenz^e'hung fischen d^m Deutschen Reich — -•«— «••»«»alb aeaeben: und Der Tschecho-Slowakei erfährt Das DNB.. Die neue Grenze stellt im wesentlichen eine e t h nv - graphische Berichtigung der Linie vom 5. Oktober 1 9 3 8 Dar. Insbesondere sind eine Reihe von Gemeinden mit deutscher Bevölkerung, die bisher vor dieser Lime lagen und nicht besetzt wurden, in die Relchs- grenze einbezogen worden. An zwei Stellen tm Dreieck zwischen March und Thaya, üblich von ßunDenburg sowie in D e r (3 e g e n b von Gmünd wurde die ehemals österr e i - chisch-mährische Grenze wiederhergestellt. An vier Stellen ift eine Grenzberichtigung aus verkehrspolitifchen Gründen erfolgt; Die Möglichkeit hierzu war Durch Ziffer 6 des Münchener Abkommens gegeben. Es handelt sich 1. um eine verhältnismäßig unbedeutende Gebietsabtretung westlich von Taus. Durch den Gedietszuw-ochs an dieser Stelle wird Deutschland die Möglichkeit einer einwandfreien Eisenbahn- und Straßenverbindung zwischen I«. Kemal Atatürks Wer Weg nach Ankara der Es ob er von seiner Regierung nicht die gleichen Jn- litauiichen Arbeiter dar. t e n liner Tageblatt" die Brücken gebaut hatte. Theodor ren gehäuft wurde, die nicht säten und nicht ernteten, aber trotzbem in den Villen des Grünewalds und in den Schlössern am Wannsee wohnten. Da waren die Textiljuden Gebrüder S i - m o n, von denen der eine natürlich auch ein ganz Geheimer Kommerzienrat war, Eduard Simon mit Namen, dessen jüdische'Frau den Vorzug hatte, sogar an den Ho'jagden in fu’l dress teilnehmen zu dürfen. Der andere Simonjude, James mit Vornamen, spielte sich als Mäzen auf, ließ in Aegypten und in Kleinasien Ausgrabungen veranstalten, was ihm die Millionen, die er Jahr für Jahr „verdiente", gewiß leicht machten. Wie wurden diese Verwaltung verpflichtet. Ein indischer MiNionengauner wird zur Rechenschaft gezogen. verdient, sich davon Paläste gebaut und Rittergüter gekauft, während in den Kohlengruben die Bergleute sich für wenige Mark Lohn in der Woche ab- der seine Beziehungen zu dem Kaiser in dreister Weise für seine persönlichen Zwecke ausnutzte. Dieser Ballin hat den Kaiser politisch und finanziell beraten, war dabei persönlich ein Speichellecker schlimmster Horte, der Majestät um den Bart ging. Dabei gab es manchmal auch einen tollen Purzelbaum. Es mars von nationalen Journalisten der Versuch gemacht' worden, eine Zeitschrift aufzuziehen, deren einzige Aufgabe es war, die „Zukunft" des Isidor Witkowski-Harden und ähnliche Erzeugnisse zu bekämpfen. Die Zeitschrift wollte nicht gehen, weil sie keine Inserate hatte, denn die Warenhaus-Juden und andere Großinserenten hüteten sich, eine nationale Zeitschrift mit antisemitischer Tendenz zu finanzieren. Aber der Kaiser hatte nun einmal Interesse für diese Zeitschrift, weshalb politischen Zuständen abgeleiteten Hoffnungen wiege. Diesen ewig Gestrigen schrieb die bedeutende Zeit- Kobylanfkys, ----------- von Nachmittagsblättern. Von Minderheitenoertretern wurden nur zwei deutsche Senatoren ernannt, und zwar H a ß b a ch und W a n n - t i l w a r e n , wie sie auch vom Bergbau nichts wissen wollten, wohl aber vom Eisen- und Kohlenhandel. Die Kohlenhandelsfirma Cäsar Wollheim in Berlin, die fast den gesamten oberschlesischen Kohlenhandel an sich gerissen hatte, machte ihre jüdischen Inhaber zu vielfachen Millionären und zu den einflußreichsten Hofjuden. Der Bern, 22. Nov. (DNB.) Der Bundesrat hat die Ausdhnung der Wehrpflicht angenommen. Nach den neuen Bestimmungen wird jeder Schweizer wehrpflichtig mit dem Jahre, in dem er das 18. Lebensjahr erreicht und bleibt es bis zu dem Jahre, in dem er das 60. Lebensjahr vollendet. Die Neuerung besteht in der Vorverlegung der Wehrpflicht a u f d a s 1 8. L e 6 e n s j a h r und ferner im wesentlichen in der Einbeziehung in die Hili s- tauischen Lager aus. Hier marschieren die Voltspartei, die Landwirte, die Arbeiter und die struktionen erhalten hat wie die, die die diplomatische Aktion Barrdres bestimmten, nämlich die Achse jeder antifranzösischen Bedeutung zu entkleiden. Das wäre ein unnützes Spiel, das niemals zum Ziele führen kann, da die Achse stets und in jedem Falle nicht gegen eine positive und fruchtbare Aufbauarbeit für den europäischen Frieden, wohl aber gegen alle jene Formen der Beziehungen zwischen den Völkern gerichtet ist, die zu nichts anderem dienen als die Unentschlossenheit und Ungerechtigkeit fortbestehen zu lassen." fache ist, daß Ballin vor dem Zusammenbruch im November 1918 Annäherung an die voraussichtlichen „Sieger auf der ganzen Linie" im Sinne Scheidemanns suchte, wozu ihm Theodor Wolf vom „Ber- zum letzten Landtag eingehen. Die Ueberraschung des Tages ist die Neuerscheinung einer Liste Der nichtorganisierten litauischen Arbeiter. Sie stellt eine Gruppe der kommunistisch organisier- Wien, 22. Nov. (DNB.) Vor dem Wiener Zivil- landesgericht begann am Dienstag ein Prozeß, den die Deutsche Reichspost als Nachfolgerin der früheren österreichischen Postsparkasse gegen den berüchtigten jüdischen Finanzschieber «S i g i B o s e l an» gestrengt hat. Basel, der während des Weltkrieges aus dem Osten nach Wien gekommen war, hatte in der Kriegszeit und Nachkriegszeit durch skrupellose Schiebungen ein ungeheures Vermögen angehäuft. Im Zuge seiner betrügerischen Finanzgeschäfte trat er dank seiner Beziehungen zu den damaligen österreichischen Machthabern auch mit der Postsparkasse in Verbindung, der er fünf Millionen Dollar schuldig blieb. 1933 kam es zwischen der Postsparkasse und dem Juden zu einem Vergleich, auf Grund dessen der jüdische Schieber dqnk seiner ausgezeichneten Beziehungen zu maßgebenden Politikern statt der 5 Millionen Dollar nur 360000 Schilling z u zahlen hatte. 1936 wurde bann Basel endlich vor Gericht gestellt und wegen Betruges und Meineides vom Landesgericht Wien zu 18 Monaten Kerker verurteilt. Doch verstand es Bojel, sich der Ver- bie Textiljuben a l s Heimarbeiter unb als Zwischenmeister tätig war. Wahlgemerkt, biese Der polnische Senat. Zwei Senatoren für die deutsche Volksgruppe ernannt. Warschau, 22. Nov. (Europapreß.) Die Liste der vom Staatspräsidenten ernannten 32 (Senatoren umfaßt von polnischen markan-, ten Persönlichkeiten den früheren Minister Mied-, zinsky, den ehemaligen Ministerpräsidenten । Varrel sowie eine Anzahl aktiver Minister, dies weder zum Sejm noch zum Senat kandidiert' haben, j Interessant ist ferner die Ernennung Des konserva-! tiven (Senators Fudakawski, da die Konser-1 vativen weder bei den Sejm- nach bei*ben Senats- j steigen werde. Das würde für das kommende Steuerjahr einen Fehlbetrag von 1,5 Milliarden Dollar bedeuten. Ausdehnung der Wehrpflicht in der Schweiz. erstenmal — ihren Weg über d i e Grenze von Birma nach der chinesischen Provinz '/junnan nehmen, naajoem Japan rtunmegr auch Die sudchine- ifche Küste blockiert hat. Zur Ueversührung Des Materials soll zunächst Der Fluhweg Den Irra- waDDy auswärts unb Dann oie neue Durch Nord-Birma führende Auto st raße benugt werden. L)aS rechte Segre-Ufer wieoer frei. Paris, 23. Nov. (Europapreß.) Die Schlacht am Segre ist zu Ende. Als sich am Dienstagvormuiag Der schwere Nebel hov, Der wayreno Der Nacht uocr Dem Tal gelegen harte, unD Die marokkaniichen unD ciragonifchen Bataillone Des Generals ’2) a g u e sich anschicklen, Die voischewistlschen Milizen erneut anzu- greijen, stießen sie ins Leere. Der Feind halte in uer Nacht vom Monrag zum Dienstag Den von ihm auf dem rechten Segre-User besetzten (Streifen g e - räumt Als Die nationalen Ausklärungsstugzeuge über dem Segre erschienen, passierte Die bolschewistische Nachhut, wie Die französischen Kriegsvencht- erstalter melDen, gerade aus Laufstegen Den Fluß. Die Besetzung des von Den Bolschewisten geräumten Geländestreifens vollzog sich ohne Kampf. Die bolschewistischen Milizen hatten in Den Dörfern Aitona und Safes keinen Menschen zurückgelässen. Von Der nationalen Heeresleitung wird Erklärt, Der rasche Rückzug der Bolschewisten beweise Die st a r k e E r - schäpfung Der bolschewistischen Truppen und die starke Abnutzung ihres Materials in Der großen Schlacht am Ebro-Bogen. Geschloffenes Memeioeutschtum im Wahlkampf. Memel, 22. Nov. (DNB.) Die vorgeschriebene Frist zur Abgabe Der Waylvorschlagslisren zu Den War) len zum memellänDischen Landtag ist am 21. November abgelaufen. Bis zu Diesem Termin wurden Der Waylkreiskommission insgesamt fünf Listen zugeleitet. Es spricht für die Geschlossenheit des Memeldeulschtums, daß.nur eine deutsche Wahlliste in Den Wahlkampf geht, die Dr. Ernst Neumann führt. Anders sieht es im l i - Der Sicherheitsdienst des Reichsführers ff Berlin, 22. Nov. (DNB.) In einem Runderlaß über die Zusammenarbeit der Verwaltungsbehörden mit dem Sicherheitsdienst des Reichsführers ff (SD.) erklärt der Reichsminister des Innern: Der Sicherheitsdienst des Reichsführers ff (SD.) hat als Nachrichten- organifation f ü r Partei und Staat — insbesondere zur Unterstützung der Sicherheitspolizei — wichtige Aufgaben zu erfüllen. Der SD. ist damit im st a a t l ich e n Auftrag tätig. Das erfordert ein enges unb verständnisvolles Zusammenarbeiten zwischen dem SD. und den Behörden der allgemeinen unb inneren Verwaltung. Der Reichsminister bes Innern weist bie Verwaltungsbehörden an, bem Sicherheitsbienst auf Anfragen im gleichen Umfange Auskunft zu erteilen wie einer staatlichen Behörde gegenüber. Ebenso sind auch die Dienststellen des Sicherheitsdienstes zur Auskunftserteilung gegenüber den Behörden der allgemeinen und inne- rchcich- 1 Der- ins Troß- neuen öfters !n, mit t letzen ' zu re- °bleme Indi- hening i Lön- se unb wenn [tlichen ährend Bieber« ndschafl iter als er oer« Mächte scheinen sösischen ngliches rdenheil nkreichs ffaffung e gei- beiber England, > unoer- Völker- lomning« ung bes realifti« lit jener labmenb- e Gleich- imnerien ( >t of it“. Wieber- Jlitteb ;ie einige * rfen, als Interessen !, sonbern l e i ch e n, den?ta» igen Auf- unter her i(b nähren Groß- rer. ^ben ischr haben ungen ! unb hasls- :• Unb nsichl. künf- ch ge- !s bex Enterbten, den jüdischen Marxisten, nicht angetaftet, ’ yjanbiDerter getrennt, werden aber wahrschem- kaum erwähnt, ebenso wenig wie das Elend Der i au| ejne Listenverbindung wie bei der Wahl oberschlesischen Bergarbeiter. Die Textiljuden setzten die Waren, die ihnen die Heimarbeit so wohlfeil lieferte, mit gehörigem Gewinn in Deutschland und im Auslande ab, wohlbehütet und geschützt von den Reichs- und Staatsbehörden, sowie von dem Parlament, schließlich auch von der Gesetzgebung. Wenn die Textiljuden es zu,Hofjuden gebracht hatten, so drängte sich alles hinzu, so wollte jeder bei ihnen kaufen, zum Nachteil der arischen Geschäfte. Es waren so viele Textiljuden hochgekommen mit der sicheren Anwartschaft auf Kommerzienratstitel, sowie auf Warenpaläste in den großen Städten. Als ein jüdisches Warenhaus in der Reichshauptstadt sich das Manöver leistete, auch die Erzeugnisse zu mee bestimmt. Sie dürfen jedoch von der Armee nur insoweit in Anspruch genomnten werden, als sich dies mit den Bedürfnissen der Kriegswirtschaft vereinbaren läßt. Dr. Hacha wird Staatspräsident der Tschecho-Slowakei. Prag, 22. Nov. (DNB.) Heber die Person des neuen Staatspräsidenten ist am Dienstag die Entscheidung gefallen. Tschechen, Slowaken und Kar- patho-Ukrainer haben sich auf den Präsidenten des Ober st en Verwaltungsgerichtes Dr. Hacha geeinigt, der die Kandidatur auch angenommen hat. lieber den Termin Der Präsidentenwahl ist bisher noch nicht entschieden worden. Indische Waffenlieferungen an China R a n g u n, 23. Nov. (Europapreß.) In den Hafenanlagen von Rangun in Birma wurden am Dienstag größere Mengen Kriegsmaterial, insgesamt etwa 6600 Tonnen, darunter Feldgeschütze, für die chinesische Regierung ausgeladen. Diese Waffen und Vorräte sollen — wie "behauptet wird, zum er seinen Hofjuden Ballin bat, sich der Sache anzunehmen. Und Ballin, der keine Skrupel kannte, ließ Woche für Woche eine ganze Seite dieser Zeitschrift mit einer Hapag-Anzeige zieren. Dafür mußte S. M. dann auf eine andere Weise gefällig sein, mußte Ballin zur Kieler Woche einladen, um ihn.dort in- und ausländischen Fürstl> rackern mußten. " | keilen vorzustellen. Wenn dieser Hofjude sich im Das ist nur ein Köhlen-Ausschnitt, im Textil- November 1918 erschoß, so nur deshalb, weil er da- Ausschnitt sah es nicht viel besser aus. Das deutsche' nut rechnete, daß ihn nach dem Zusammenbruch Volk ist immer ein Volk der Arbeit gewesen, das Der Monarchie kein Mensch mehr ernst nehmen schuf unD schuftete, Das aber knirschenD zusehen ; mürbe, ganz abgesehen Davon, Daß er keine Ahnung mußte, wie Der Gewinn von Denen auf-! davon hatte, wie nach der Auslieferung Der Deut« ' ‘ ' .....'" * ’ ' ’ scheu HanDelsflotte Der deutsche UeberseehanDel wieder hätte in Gang gebracht werben können. Dabei hatte sich Ballin in ber Julikrise 1914 gerühmt, ben Ausbruch bes Krieges oerhinbern zu können, wenigstens soweit England in Frage kam. Ballin reifte auch nach Lonbon, um mit seinen Geschäftsfreunben zu „sprechen", um bei biefer Gelegenheit aber auch die Engländer von einer Seite kennen zu lernen, von ber er vorher keine Ahnung gehabt hatte. Tat- Feldmarschall Göring an KorpSfnhrer Lü /.>lem. Berliu, 22. Nov. (DNB.) Ministerpräsibent Generalseldmarfchall Göring richtete an Korps- füyrer Hühnlein folgendes Schreiben: Mein lieber Parteigenosse Huynlein! Um eine äußerste Zusammenfassung aller Bestrebungen auf Dem Gebiete Des Krastfayrwesens zu sichern, vor allem um bie Kraftfahrwirtschaft zur höchsten Kapazität zu steigern, habe ich ben Oberst vonSchell zum Generalbevollmächtigten für das Kraftfahrwesen bestimmt. Seine Hauptaufgabe wird barin bestehen, durch Vereinfachung, Typisierung unb Normung sowie burch Zusammenfassung aller auf biefem Gebiet beftehenben wirtschaftlichen Kräfte bie äußerste Einsatzbereitschaft ber Kraf tf ahrwirt- schaft herbeizuführen. Diese Aufgabe wirb nur erfüllt werden können, wenn ich auch hierbei wie immer bisher auf Ihre wertvolle Unterstützung zählen kann. Ihre Hauptaufgabe, bie in ber Zusammenfassung, Erziehung, Schulung unb Vorbereitung ber menschlichen Kräfte besteht, wirb in vielem an bas Aufgabenbereich meines Generalbevollmächtigten grenzen. Ich weiß, baß feit langem ben Oberst von Schell mit Ihnen unb bem Nationalsozialistischen Kraftfahrkorps bie befte kameradschaftliche Zusammenarbeit verbindet. Daraus und aus ber gesamten Einsatzbereitschaft des Nationalsozialistischen Krastfahrkorps schöpfe ich die Gewißheit, daß ich überall dort, wo es im Verfolg dieses großen Werkes des Einsatzes der frischen, lebendigen Kraft der Partes bedarf, auf Sie unb das Nationalsozialistische Kraftfahrkorps jederzeit zählen kann. Ich grüße Sie in alter treuer Kampfverbundenheit. Neuyork, 22. Nov. (DNB.) „Herald Tribüne meldet, Roosevelt habe es so eilig mit der Aufrüstung, daß beschlossen worden sei, t n n e r h a l D von zwei Iachren die größte Luftflotte der Welt zu schaffen. Zuerst habe man an ein vier- oder fünfjähriges Bauprogramm gedacht, aber bei ben letzten Rüstungskonferenzen im Weißen Haufe habe man sich zu dem Entschluß „durchgerungen", weniger Nachdruck mrf Konstruktionspläne als auf schnelle praktische Ergebnisse zu legen, um in einer von Kriegswolken verhängten Welt möglichst bald mit einer gewaltigen Wehrmacht auftreten zu können Geplant sei eine .... .. . ßu f t f I o 11 e d o n 12 000 Flugzeugen, da- d i e n st p s l i ch t. Die Hllfsdienstpslfchtigen sind zur von 9000 für das Heer und 3000 für bie Flotte. Ergänzung, Unterstützung unb Entlastung ber Ar- Man sieht hier ben Sarg auf ber Geschützlafette, begleitet von sechs türkischen Generalen, bei ber Ankunft im Hafen von Istanbul, wo ber Sarg an Borb bes Schlachtkreuzers „daraus gebracht würbe, bes früheren beutfchen Panzerkreuzers „(Soeben", zur Ueberführung nach \ Ankara. — (Scherl-Bilberbienst-M.) Der Feind, im eigenen Land. Hofjuden im Dorkriegsdeutschland. Nach Ansicht ber Flugzeugfabrikanten könne biese Luftflotte in so kurzer Zeit nur gebaut werben, wenn die Fabriken Tag und Nacht durch - ai beiten unb die Fabrikanlagen erweitert werden. „Herald Tribüne" glaubt, daß der Staatshaushalt ber dem Kongreß im Januar vorzulegen ist, bie Summe von 8 Milliarden Dollar über« enoliftfi* ieniWm i wirbt, W i genr'Pn neigt sein Wh (ine weil M i Beitrag ouTioes zur weil mar ien mü politischen in der Zündern auch ' ' >land die uropäischen friedens zu mg heraus ne romi che ■ italienisch einleitete: heute einen d 'ch°n.b;‘ >n Mähe« nd und zu' rch eine aU' Len D" Swindle.'" »V ,f Frankreich GrMaA yluaenM L fit "iE den "Ä «ie = - “nt,Ä’eit Sarlt halten- fe?1* jalosill. «cgsde' rill' ’"6 < ind'Ef SÄ ft i*$$e '-x- I spätste Anerkennung bes italienischen Imperiums — ein römisches Blatt bezeichnete sie als überflüssig unb als „Grabstein auf bem Grabe bes Genfer Selbstmordes" — sowie bie etwas leichtfertige Art, mit ber bie französische Presse von ber Wieberan- bahnung besserer Beziehungen Zu Italien sprach, hat bie allgemeine Atmosphäre nicht günstiger gestaltet, und so mußte sich Frankreich als Auftakt zu ben bevorstehenden Verhandlungen zunächst einmal einige harte Wahrheiten sagen lassen. Die Zeit Der „lateinischen Schwester', so schreiben die römischen Blätter an die französische Adresse, ist endgültig vorüber. Begraben ist auch das Laval- Abkommen vom Januar 1935, das nicht mehr den gegenwärtigen politischen Positionen entspricht. Eine italienisch-französische Annäherung müßte also auf ganz neuen Wegen angeftrebt werben. Die französische Auffassung, baß bas italienisch-englische Mittelmeerabkommen ohne bie Einschaltung Frankreichs in irgenbeiner Form ' Stückwerk bleiben müsse sei zurückzuweisen. Wie sich Frankreich aus ber festländischen Politik burch sein hartnäckiges Festhalten an überlebten Ideen selbst mehr und mehr ausgeschaltet habe, so müsse es sich klarmachen, daß es auch im Mittelmeer auf bas italienische Wohlwollen angewiesen sei unb baß im Roten Meer bie Schlüsselstellungen in ber Hanb Italiens seien. Zu ber spanischen Frage, bie nur burch einen Verzicht Frankreichs auf feine fortgesetzte Intervention zugunsten ber Roten gelöst werben könne, unb zu der tunesischen Frage, die lebenbiger benn je sei, sei seit ber Eroberung Abessiniens ein Dschibuti-Problem hinzu- gekommen (Dschibuti ist bie französische Kolonie am Roten Meer), und außerbem noch bie ForberUng nach einer Revision ber Tarife bes Suez- Kanals. Denn es fei höchste Zeit, baß bie von französischen Kapitalisten beherrschte Kanalgesell- fchaft nicht mehr in der Ausschüttung riesiger Divi- benben, sonbern im Dienst an ber Weltwirtschaft ihre Hauptaufgabe erblicke. Trotz biefer einbeutigen, ja scharfen Antwort hat man tn Rom vorläufig noch ben Einbruch als ob man an ber Seine bie Gesamtlage immer noch nicht recht begriffen habe ober nicht begreifen wolle unb sich in trügerischen, weil aus längst überrounbenen bas bewies ber Zuzug, ber nach 1870/71 ununterbrochen aus Osteuropa vor sich ging. Freilich Verwaltung unb Rechtspflege waren ihnen zunächst gesperrt, aber bie fre-ien Berufe ftanben ihnen — --------- offen, ebenso ber Hanbel unb bas Bank- verhökern, die in ber Töpfereiwerkstatt bes Kaisers g e sch äst. Die Juden hatten einen sicheren In- in Cadinen bei Danzig hergestellt wurden, kam stinkt bafür, was im Zeitalter bes Kapitalismus S. M. mit großem Gefolge persönlich m das Wa- unb Liberalismus zuträglich war, was Macht gab, renhaus, um bie jübischen Inhaber auszuzeichnen, nämlich das Gelb, bas Gelb unb nochmals bas Der deutsche Kausman ging dabei vor bie Hunde, (Selb. Sie hatten auch ben sicheren Instinkt dafür, die jüdische Presse aber feixte dazu sich bie Geschäftszweige auszusuchen, Die Waren I Ja, bie Hosjuden! Einer ber einflußreichsten war umsetzten, bie alle brauchten, so baß Geld in Hau- ber Generaldirektor ber Hapag, Albert 58 al Im, fen zu scheffeln war'. So drangen sie in bas Textil- hr,,,ft,>r gemerbe ein, aber nicht etwa in bie Weberei ober Spinnerei, sonbern in ben Handel mit Tex- Millionen oerbient? Wenn es jemals in ber Reichs- l..... - v .. . hauptstabt ein soziales Elenb gegeben hat, so war , Wolf verriet bann auch, baß ber Hosjube Ballin das bei dem Teil der Bevölkerung der Fall, der für . schon lange zu denen gehört hätte, die nicht an den ~ "" ' ' Sieg glaubten. D. S. deck. „Gemeinsame poliiik der Gelbstanditzkeri". Der Besuch des Königs der Belgier in Holland. Amsterdam, 22. Nov. (DNB.) Im weiteren Verlaufe des Besuchs des Königs ber Belgier in Holland fand nach einem Empfang im Amsterdamer Rathaus im Schloß Soeftdijk ein Essen statt, zu bem das Kronprinzenpaar geladen hatte Anschließend folgte ein Besuch am Belgierdenkmal in 2Imersfoort. Dienstag abend wurde ein von Mengelberg dirigiertes Festkonzert im Slmfteröamer ■ Konzertgebäude veranstaltet, bem ein Besuch im Reicysmuseum ooranging. In ben bei bem Festessen im Schloß gewechselten Reben betonte bie Königin ber Niederlande, daß beide Staaten danach jtrebten, eine Politik d e r Selbständigkeit zu führen und möglichst gute Beziehungen, zu anderen Staaten zu unterhalten. In seiner Antwort hob König Leopold hervor, daß die kleinen Volker immer mehr die Notwendigkeit gegenseitiger Annäherung unb Hilfeleistung emfaljen, wollten sie nicht in Konflikte verwickelt werben. Die außerhalb ihrer Interessen liegen. Nüstungsfieber in LIGA. In zwei Jahren sollen 12 000 Flugzeuge gebaut werden. gibt wirklich noch immer Leute, bie burch' grauenhaften Zustände wurden von ber Partei fielen ewig Gestrigen schrieb Die beDeutenüe Zeit- (eine Erfahrung klug werben. Dazu gehören die, schrlst „Relaziom Jnternazionali" ms Stammbuch: ^r die bie Jubenfrage in Großbeutschland erst an "Es kann sein, baß Herr Francois Poncet &em ^age aktuell geworben ist, als in verschiedenen einige Erfolge erzielt. Das wird bavon abhängen, @ro^täoten bie Schaufensterscheiben jübischer Ge- "" r schäfte zu 58ruch gingen. Das sind auch die Leute, bie sich überhaupt nicht mehr baran erinnern können, welche verhängnisvolle Rolle bie Juben vor, in und nach bem Kriege in Deutschlanb gespielt haben. Die Emanzipation der Juden, diese größte Dummheil des 19. Jahrhunderts, ist gerade diesen Juden sehr gut bekommen, denn daß es für sie eine Lust zu leben war in Deutschland, wählen einen einzigen Kandidaten durchgebracht Ä Bo?f“«StÄ °ine dieser Inhaber war d«r Geheime Kommerzienrat in «ra tab u™b $ater Mach an würden I Fritz •»" F r i e b I än b e r - F uId. der sich wegen chrer Verdienste um das polnische^ Volkstum Platz -inen luxuriösen Palast leisten Äonrab O l ch o w i c z 2 oer , g | ) Großen bes Preußischen Staates beisammen waren. Warschauer, S°.'ung .L'^ W°rs wst. und ^iüiLnen hatten diese Kohienjuden des Besitzers , eines Konzerns mnfäftP nehaut und 5Ritteraüter ch wurde Basel zur Verbüßung fei* er feinem Batet zu Hilfe eilen wollte, feuerte einer die Strafanstalt Stein gebracht. Die foer Einbrecher einen öchuh ab. Schwer getroffen 7531A 7263A- Die gute Gießen, den 23. November 1938 [Verschiedenes | , von vumven. 7539V 7536 A 7548V LNSU Hilfs- ruh. Familie , rwachs. Per- Arbeiter von (3 ertuai sonen) bald oder lagen Sie es »ll«» nach16Uhr.losrsL KÖHLER Stadttheater Professor Or. Wilhelm Andreae und Frau Illa, geb. Lackmann Oie am 12. November 1938 glücklich erfolgte Geburt ihres sechsten Kindes Mechthild Aanna Maria geben hierdurch bekannt 4 5 h. 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Da er feinem Vater zu Hilfe eilen ronUte, feuerte einer Julius Schulze Gegr. 1859 Kreuzplatz 7540 A 19.30— geg. 22 Uraufführung in Anwesenheit des Übersetzers Das Weih des Andern stürzte der Junge zu voden. Auch auf feinen um vier Jahre alteren Bruder, der hinter ihm erschien, eröffnete die Bande das Feuer und verletzte ihn lebensgefährlich. Der Bauer war inzwischen aus der Schlafftube entkommen und wollte fein Jagd- । gewehr holen. Im Stall entspann sich abermals ein Kampf, bei dem der Bauer einen tödlichen Schuh erhielt, hierauf ergriffen die Banditen die Flucht. — von dem unerhörten Gangfterüberfall wurde sofort die Gendarmerie verständigt, die im Verein mit der Linzer Kriminalpolizei. die Nachforschung nach den Tätern aufnahm. Sturmflut. Schnee und Regengüsse. In Venedig wurde der Markusplatz durch eine Sturmflut vollständig überschwemmt. Ein starker Schirokko trieb die Wassermassen der Lagune an das Land, so daß der weite Platz einem See glich und die Feuerwehr für die Fußgänger Notstege anlegen mußte. Auch an anderen Stellen trat das Wasser über die Ufer. — An der italiemsch- schweizerischen Grenze ist ein W i t t e r u n g s - Umschwung eingetreten. Bis zu 700 Meter höhe hinunter ist Schnee gefallen, so daß die Alpen- päffe zum größten Teil ungangbar geworden sind. So ist der Gotthardpaß für den Kraftwagenverkehr vollständig geschlossen. — Starke Regengüsse führten im südlichen Alpenvorland zu einem mäch- tigen Anschwellen der Flüsse und Wildbäche, di: Saub.,zuverläsf. putzirau für zweimal wöchentlich und zur Wäsche ges. Bahnbofstr.391 Vorzustellen Junges Ehepaar sucht 2-3-3immet- MlMg für 1. 12. oder 1.1.39. Schrift!. Ang. unt. 74640 a. d. Gieß. Anz. für alle GÜNSTIGES ANGEBOT Moderne Damen- Handschuhe in Trikot, Leder mit und ohne Futter, woll. Strick-Handschuhe Herren- Handschuhe in Leder, Trikot oder gestrickt Aus alter Welk Banditenüberfall auf eine ostmärkische Bauernfamilie. Linz, 22. Jloo. (D3tB.) 3n der Nach! jum Dienstag wurde in der kleinen Ortschaft Unter' egelfee bei St. Florian ein Bauernhaus von Banditen überfallen und der Besitzer durch einen Schuh ermordeL Zwei seiner Söhne erlitten schwere Verletzungen. — Kurz vor Mitternacht wurde der Bauer Matthias Mayer durch verdächtige Geräusche aus dem Schlaf geweckt. Er sah sich drei Männern mit ge- schwärzten Gesichtern gegenüber, die nach Aus- heben eines Fenfterkreuzes in das Haus gelangt waren und von dem Bauern in barschen Worten Geld forderten. Als der Bauer noch zögerte, stürzten sich die Männer auf ihn. Es entspann sich ein Handgemenge, durch das auch der 14jährige Sohn Flotte Sportröcke strapazierfähige r rn Ware.....RM. D.DU a. Nahrungsberg lzirka 840 qm) zu verpacht, ob. zu verkaufen. Näheres [7544D A. Becker Kevlerstraße 9. . INH- WfflLHEiNZMÜTEO- GIESSEN. 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Dabei ist ein neuer noch stärkerer atlantischer Sturmwirbel über Irland angekommen, der in seinem Zentrum Lustdruckwerte unter 720 mm aufweist. Er stößt rasch ostwärts vor und bringt dabei uns noch am Mittwoch unter verbreiteten Regenfällen stürmisch ausfrischende Süd- bis Westwinde, die vor allem in der Nacht zum Donnerstag Geschwindigkeiten über 80 Stundenkilometer erreichen dürsten. Anschließend ist wieder mit Abkühlung, aber im ganzen mit der Fortdauer der schr unruhigen wechselhaften und zu Niederschlägen neigenden Witterung zu rechnen. Vorhersage für Donnerstag: Nach verbreiteten Regenfällen und besonders in der Nacht zum Donnerstag stürmisch auffrischende Westwinde. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel: D. A. X. 38: 10 013. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R Lange, K.-G.. sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Ps. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig Meine f farbigen Herren-\ Hemden mit dem chemisch versteiften Kragen .DER FORTSCHRI11" sind vollendet in der Ausführung HAUPTPREISLAGEN: 12.— 10.80 9.80 8.60 Bielefelder Werkstättenaibeit .Friedr. Levermann Bielefelder Herrenwäsche Seltersweg 71 7530 A y , nun cuuivch, Mi en, Bavier, trzUl Ivll Flaschen n. alle Metalle, Nede aus ihren Usern traten und in den Feldern große Verwüstungen anrichteten. In Friaul ist eine über den Tagliamento führende Brücke eingestürzt. Die Eisenbahnlinie von Pontebbana nach 1 Udine ist an verschiedenen Stellen beschädigt wor- 1 den. Auch die Straßen wurden durch Erdrutsche j und Vermurungen stellenweise unterbrochen. — In Toskana haben die Regengüsse die Staatsstraße in der Gegend von Pistoja unbefahrbar gemacht. Winter in den Dolomiten und den voralpen. Nach sechs Wochen ununterbrochen schönen Wetters , ist setzt in den Doralpen und in den Dolomiten reich- . licher Schneefall eingetreten. Die Pässe der Do- lomiten, wo 30 Zentimeter Neuschnee gefallen sind, , können nur noch mit Schneeketten befahren werden. Der Stilsser-Foch-Paß ist jetzt auf der Seite nach Trafel eingeschneit und für den Verkehr geschloffen. Auch aus den Tälern der Voralpen und den Apenninen wird reichlicher Schneefall gemeldet. Die Simplon-Straße ist gesperrt, da bis nach Do- modossola herunter Neuschnee gefallen ist. Aus verschiedenen Gebieten der Apenninen werden Ueber- schwemmungen gemeldet. Bergrutsch auf einer westindischen Insel Ein gewaltiger Bergrutsch, der 1 50 M en - s ch e n l e b e n forderte, wird aus Santa Lucla, der größten der Windward-Inseln in Westindien, gemeldet. Ununterbrochene Regenfälle der letzten drei Wochen setzten schließlich den Berg in Bewegung. Der Sachschaden wird auf etwa 40 000 Pfund (etwa eine halbe Million Mark) geschätzt. Die Bevölkerung der Insel setzt sich in der Hauptsache aus Kreolen zu-1 sammen. ________ von Seelachs.....kg 42 Pf. von Kabeljau .... ’/2kg 48 Pf. von Barsch ...... */>kg 58 Pf. Bratschellf., Makrelen, Schollen Merlan, Grüne Heringe Kochfische */2kg v. 35 Pf. an Schöne Blusen aus Taffet, nett verar- beitet rm. 5.90 W sucht im Nähen und Flicken Beschäftigung. 05236 Näheres Bahnhofstr. 88. Fräulein(23Janre) Abiturientin,gute Kenntnisse in Französisch,Englisch und Latein, erfahren in der Krankenpflege, tücht. im Haush., sucht Stelle als Sprechstundenhilfe, Schr. Ang. unter 05248 a.d.G.A. 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Dezember oder später gesucht. Zu erfray. in der Geschäftsstelle des Gieß. Anzeigers. 75«^ Stellengesuche] Wc- LitüH i wird immer größer, wenn Sie ein schlechtsitzendes Bruchband tragen. Es kann auch Brucheinklemmung entstehen. Fragen Sie Ihren Arfct. Ein Unter- leibsbruch ist nicht ein Riß in der Netzhaut, sondern stellt eine Bauchfellausstülpung dar und ist besserungsfähig. Viele Bruchleidende haben sich mit Hilfe meiner Spezialausführung sogar geheilt. Iss. a. schreibt Herr Woiff: „Teile Innen hierdurch mit. daß mein faustgroßer Leistenbruch trotz meines Alters von 44 Jahren bei schwerster Arbeit durch das Tragen Ihrer Spezialbandage vollständig geheilt ist. Mein Dankschreiben können Sie jederzeit veröffentlichen. Kranz Wolff. Sattler. Spandau, Kaiserstr. 18, den 13. Juni 1938.“ Weshalb wollen Sie sich weiter quälen? Kommen Sie zu mir. Sie werden überrascht sein, wie leicht und bequem sich Ihr Bruch zurückbalten läßt ohne starren Eisenbügel, von RM. 15.- an. Ueberzeugen Sie sich kostenlos und unverbindlich in: Gießen, Freitag, 25. Nov., von 8 bis 1 Uhr, im Hotel Kobel. Wetzlar, Freitag. 25. ix’ov., von 3 bis 7 Uhr, im Hotel Kaltwasser. Alsfeld, Samstag, 26. Nov.. von Iss? bis 3 Uhr, im Hotel Deutsches Haus. Grünberg, Samstag, 21. Nov., von 41/4 bis 6 Uhr. im Hotel Hirsch. K.Ruffmg, Spezialbandaqist, Köln, Richard-Waqner-Str.16 Hankläooa m3 bis 20 v. H. erhalten Sie bei wieder* l'tdLniuuuU holten Veröffentlichenden einer Anzeige! ZUERST FRIERT MAN AN DEN HÄNDEN Nr. 274 Zweites Blatt Mittwoch. 25. November 1958 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oderheffen) Aus dem Reiche der Frau. Wir binden unfern Adventskranz 23on Irmgard von Stein Einen Arm voll tiefgrüner Tannenzweige tragen wir heim als die Vorbotest des Lichterbaums und kaufen die schmückenden Dinge für unseren Adventskranz voller Liebe ein. Die Rolle mit feinem Draht ist heute kein einfodjer Gegenstand des Gebrauchs aus dem Werkzeugkasten. Sie ist Mithelfer am Werk beim Tannenkranz. Das Goldband schmückt flimmernd die Krone aus Ziveigen, die dann vom Lichterglanz überstrahlt wird. Es ist eine unvergleichlich schöne Sitte, unser Adventskranz. Er erhellt die dunklen Wintertage mit seinem Lichterglanz. Und wenn die Kerzen flackern, versinkt die Prosa des Alltags, die Poesie der Feierstunde erwacht. Es ist ein schönes Werk für Frauenhände, den Adventskranz zu binden. Bei seiner Ausschmückung kann viel Phantasie mitspielen. Tiefgelbe Wachskerzen sehen schön zu roten Beerenbüscheln aus, die sich in grüne Nadeln schmiegen. Ein Netz von goldenem Lametta glitzert im Lichtschein, und silbernes Engelshaar schlingt sich über die Tannenkrone. Fedes Fest ist ^nlaß für die Frau, ihre leichte Hand, ihre freudeschaffende Phantasie und ihre Liebe zum Heim und den Mitmenschen zu beweisen. Aber keine Feiertage geben so viele Möglichkeiten zu liebenden Werken und Gedanken wie die weihnachtliche Zeit. Die Adventswochen sind eine Spanne voll Stimmung, die weich und versöhnlich macht — eine Atempause im Jagen des Jahres, die von Schönheit alter, ewig junger Bräuche ausgefülll wird. Kirchen und Altäre, hohe Säle und niedrige Stuben, städtische Häuser und ländliche Heime — Teebrett kann dazu gemacht werden, wenn wir ein Stückchen Pappe mit Silberpapier beziehn. Allzulange halten natürlich bei den winzigen Kinder- ingerchen diese Gläschen nicht, aber das ist auch gut, denn das Kind hatte ja eine ansteckende Krankheit, und wir knüssen die Spielereien, die wir ihm jetzt geben, so einrichten, daß der Jammer nicht zu groß wird, wenn etwas von den Sächelchen ins Feuer kommt. Die Kleinsten sind wohl nun befriedigt, aber, die Buben verlangen mehr. Muttel, wenn wir wenigstens auf den Sandhaufen könnten!" „Na wartet, ich hole euch den Sandhaufen ins Zimmer", agt die erfinderische Mutter. Sie bringt ein großes Teebrett und darauf etwa zwei Liter Sand. Dazu aus dem Garten abgefallene Blüten, Ebereschenbeeren, kleine Zweigelchen, Steinchen und Schneebeeren. Was wollen wir bauen? „Natürlich den Stadtpark mit einem Denkmal!" Also der feuchte Sandberg wird festgeklopft. Auf die Spitze kommt ein dunkler Stein als Hintergrund, davor ein wei- 3er als Denkmal. Rundherum grüne Aestchen als Gebüsch. Ein schräger Weg führt hinauf. Die Ränder bezeichnen kleine Steinchen. Am Außenrand entlang stehn Laternen, weiße, dicke Schneebeeren, auf kleine Stöckchen gesteckt. „£) Mutti, sieh bloß, ist das nicht sehr hell?", jauchzt das dreijährige Pünktchen. Die Blütenblätter werden in Mustern zu Teppichbeeten gelegt. Eine kleine Kaule, die mit Silberpapier ausgelegt ist, wird der Schwanenteich. In Schneebeeren werden rechts und links als Flügel winzige Stöckchen gepickt, eins als Schwanz. Die Großen Beeren sind die Schwcme, die ganz kleinen grünen die Entchen. Ihr Schwanz wird entsprechend eingesteckt, denn es heißt: Schwänzchen in die Höh! Der Hals ist bei den Schwänen lang, bei den Enten kurz. Als Köpfchen kommt eine winzige, grüne Beere dranf. Stehn können diese Tiere natürlich nicht, aber sie sollen doch auch nur schwimmen und sich füttern lassen. Ein Ruderboot aus Papier belebt ebenfalls den See. Rund herum pflanzen wir Gras als Schilf. Eine Streichholzschachtel gibt eine Bank im Grünen. Zum Denkmal fichrt natürlich die Reichsautobahn. Eine rote Zigarettenschachtel chird zum Auto gebogen. Die Räder sind daran gelegte Schneebeeren. Fritz will gleich das Auto fahren lassen, aber es Hut sofort eine Panne. „Siehst du", sagt der große Hans, „warum muß du auch gleich alles mit den Fingern betrachten» dazu sind die Augen da." Noch oft haben die Kinder so mit dem Sandhaufen gespieU und immer Neues erfunden. Als sie abends alle froh einschliefen, sagte Christel glück- lich: Mutteli, spielst du morgen wieder mit uns: Vergnügter Sandhaufen? Vas füllen wir tragen? PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS alle sind um die Adventszeit mit dem grünen Kranz geschmückt, und alle die graue Mühe des Lebens wird eine Zeitlang überstrahlt vom Lichteralanz. Wir schaffen uns unser Fest daheim, in Krankenstuben und Arbeitsstätten. Adventskerzen erleichtern Schmerzen, erhellen' dunkle Stunden und schlagen eine Brücke von Herz zu Herz. WassangeichmttdenMdernan? 23ori Frida Aisch. In der Schule und im Kindergarten ist unsere kleine Gesellschaft gut untergebracht. Und die Mutter atmet auf. Wenn nun aber Ferien kommen, auf die niemand gerechnet hat, und die kleine Gesellschaft ist ans Haus gebunden, dann liegt bald alles Spielzeug im Winkel, und trostlos drückt sich Christel das Näschen an der Fensterscheibe platt. An hinausgehn in das Herbstwetter ist bei der kaum überstandenen Krankheit nicht zu denken. Auch die Buben wissen nicht mehr, was sie anfangen sollen. Alles sind lebhafte Kinder, die im Garten und auf der Straße ihren Sport- und Kletterliebhabereien nachgegangen sind. So ist Kranksein für sie eine ganz besondere Geduldsprobe. Für Muttchen aber auch. Langeweile ist etwas, was ein Kind nie zu lernen braucht. Alle Drei sind wieder so weit, daß sie nach Beschäftigung verlangen. Zuerst werden sie ein bißchen , beehrt". Gleich sind sie in gehobener Stimmung. Für gewöhnlich heißt es: Kinder sollen sich nicht so wichtig machen, aber nun/ em findet die kleine Sl^ar es mit Genugtuung, daß sich alles um sie dreht. Da alle eine schlimme Magenverstimmung hatten, ist es mit dem, was sie essen dürfen, noch nicht weit her. Da legen wir das Hauptgewicht auf den niedlichen Teller, daß Täßchen mit dem Blumenrand, das verzierte Löffelchen. Da schmeckt der trockene Zwieback noch einmal so gut, oder die unvermeidliche Hafergrütze. Muttchen ist auch ein Weilchen ganz allein für die kleine Gesellschaft da und erzählt esnd kleine Geschichte. Es :ft eine ganz alte, ganz bekannte Geschichte. Die Kinder haben sie schon oft gehört. Aber alles überwiegt die Seligkeit: Muttel ist ganz allein für uns da! Wenn die Mutter noch so wenig Zeit hat, wenn draußen die Arbeit brennt, das Kind darf nie die Ungeduld der Mutter spüren. Sie braucht nur kurze Zeit am Bettchen zu sitzen, aber mit allen Gedanken. Dann bleiben die Kinder auch gern wieder ein Weilchen allein. Kommt Muttchen dann wieder, spielen sie das Täubchenspiel. Muttel klebt auf-die Zeigefingernägel von sich und den Kindern mit Wasser kleine weiße Papierstreifchen nur m der Mitte an. Das sind die Täubchen. Mutter und Kinder legen ihre Täubchenfinger auf die Bettkanten. Dazu sagt Mutter: Es sitzen die Täubchen auf einem Dach. Da kam der Regen und -machte sie naß. Die eine fliegt fort (Mutters Zeigefinger hebt sich bis zur Brüst). Die andre fliegt fort (der zweite Zeigefinger hebt sich). Jetzt fliegen bei Kindchen die Täubchen auch fort, Die erf kam wieder (der Finger mit demi Papierchen liegt wieder auf der Bettkante). Kindchens auch. Dann kommen alle Täubchen wieder. Dann geht das so noch ein paarmal hin und her. Auf einmal sag Mutter: Die .eine bleibt fort und die andere kam auch nicht wieder. Mutter hat, ohne daß es Die Kinder merken, die unbeklebten Mittelfinger aufs „Dach" fliegen lassen. Das Täubchen Nebt geborgen auf den Zeigefingern, die in Mutters Hand eingeschlagen sind. Christel will ihr Täubchen. nun auch verschwinden lassen und versucht hinter ihrem Rücken, das Papier abzustreifen, was tl)r aua^ nach einiger Mühe gelingt. Da kommt auf einmal Muttchens Täubchen wieder. Das Verwundern und die Freude ist groß. Auf die Dauer kann einem klugen Kind die Sache dicht verborgen bleiben, aoer gleich kommt es nicht dahinter, und Mutter und Kind haben ihren Spaß. Ein andermal macht die Mutter mit den Kindern aus Silberpapier von Zigaretten ober Schokolade kleine Trinkgläser für die Puppen. Ein Streifen Silberpapier wird wie eine lose Rohre über den Zeigefinger gewickelt. Er muß reichlich herumgeyn und ein wenig oben Überstehn. Jetzt hilft Mutter dem Kind, den oberen Rand nach innen einzuMa- gen. Das ist die Kante vom Becher. Nun drucken wir die Rolle in der Mitte zusammen, zieyn sie vom Finger und machen die „Taille" noch enger, damit der Becher einen schönen dünnen ®‘iel be= kommt. Mit dem übriggebliebenen offenen Ende setzt Kindchen den Becher fest auf, und das „Glas steht Rund herum wird es noch ein wenig m per Form verbessert und abgerundet, wo es noch nicht ganz schön ist. In dies Becherchen kann man sogar Flüssigkeit gießen, und sie bleibt drin! Auch em i / E i V / | -i ; - • ' z . SEIMTANFGEOT //TT F v \ \ y z . \ X \ \ / / / f Allerlei praktische Wäsche zum Selb st anfertigen schlagen wir heute vor. Skizze 1 zeigt einen warmen Hausmantel aus hellgelbem Flausch mit dunkelbraun pafpe- lierten Kanten. Der Mantel ist sehr einfach in drei Teilen (von denen die beiden vorderen weit übereinandergreifen) geschnitten und wird mit drei brau= nen Stoffknöpfen geschlossen. Die Taschen sind schräg eingeschnitten und ebenfalls paspeliert; der Gürtel ist ein schmales, braunes Röllchen. Das Unterkleid (2) aus sechs Bahnen mit dem eingelesenen Brusttell und den schmalen D a - lenciennespitzen am Vorderteil ist aus hautfarbenem Mattkrepp. Der Schlafanzug (3) mit der auf drei Perlmuttknöpfe geschlossenen Bluse ist wie die schmale Gürtelschärpe aus hellblauem Krepp-Cavable. Das Nachthemd (4) ist aus blaßgrunem Chinakrepp. Vorder- und Rückenteil sind je zweimal in vier durchgehende Falten gelegt, die in der Hüfthöhe abgesteppt sind. Schmale, schwarze Bändchen schließen den Halsausschnitt und bilden den Gürtel. H. Koche mit Verstand und Liede! Ich frage mich oft: „Wonach schmeckt das eigentlich?" Zum Beispiel, wenn ich irgendwo zu Gast geladen bin, ein hübsches Gericht angeboten bekomme und irgendeine undefinierbare Soße alles überbietet, was sich eine Köchin an Einfallslosigkeit leisten kann. Sagen Sie bitte nicht, daß es unpassend sei, über angenommene Einladungen und ihre etwaigen Mängel zu reden. Das beabsichtige ich keineswegs. Aber ich finde, daß angebotene Erfri- schungen und Mahlzeiten in ihrer Zudereitungs- meife nicht in ihrer .Kostbarkeit". die Kultur und den guten Geschmack der Hausfrau verraten. Und wenn Sie nun noch sagen, daß ein Gericht wie Pellkartoffeln und Hering keinerlei besondere Kultur in Zubereitungsweise und der Art, sie anzurichten, verraten können, so beweisen Sie nur, daß es unbedingt nötig ist. Sie ein wenig über Das aufzuklären, was ich mit meiner kleinen Anklage beabsichtige. . , Wollen wir doch gleich einmal bei den geringen bleiben. Natürlich, es scheint ganz einfach: die Heringe werden mit Zwsebelringen, Gewurzkornern, Milch ober etwas Sahne, einigen kleinen Gurken- unb Apfelftreifchen und anderen beliebigen Gewürzen zu diesem beliebten „Allerweltsgericht verbunden - aber das Wie -, das ist das Kunststuck. Und darin liegt die Beherrschung des Kochloftels, alles auch das Alltägliche im Kochtopf, zu etwas Besonderem zuzubereiten. Dazu ist penaw? Kennt- nis der Eigenart und des Eigengeschmacks eines jeden Kochguts nötig. Das eignet fnielenb mit gutem Willen unb Geschmack, mit toas Mtanb und sehr viele Liebe an -, unb bann wird gekocht, daß es allen eine Freude des Auges und des Gaumens wird. Dann gibt es nicht zu zartgebratenem Fleisch, rosig und weich, einen „Mehlblubber" als angeblich „unbedingt nötige" Soße: der junge, grüne Spinat wird einem nicht durch seinen unangebrachten Pfefterreichtum zu höllischem Feuer auf der Zunge, Tomatensoße wird richtig nach Tomaten schmecken, und Makkaroni sind auch kein teigiges Gemisch mehr, sondern schmecken herrlich, glatt und nicht glitschig, mit geriebenem Käse. Auch wird nicht zu jedem Fischgericht die weiße Soße mit grünen Kräutern mehr auf den Tisch kommen, sondern zahlreiche verschiedene Zubereitungsarten werden der findigen Köchin verlockend sein, die hungrigen Esser zu erfreuen. Die Allerweltsoße bei den meisten Fleischgerichten wird auch durch liebevollere und sparsamere Benutzung der beiden sehr delikaten Geschmacksverbesserer Sahne und Soßenwürze gewinnen, und man wird entdecken, daß manches Fleischgericht in eigenem Saft erheblich schöner schmeckt. Suppengrün wird, mit Hulsenfrüchten zusammengekocht, als angenehme Geschmacksbeeinflussung Geltung behalten, aber daß blaugefodjte Fische oder gedämpfte Fischfilets nur noch mit der Lupe als Fischgericht erkennbar Hnb und im übrigen wie ein „Suppengrüntopf" schmecken, wird uns dann wie ein Märchen aus alten Zeiten berühren. Und angerichtet werden die Speisen sein! Herrlich, glauben Sie es mir! Sie selber werden die Erste' sein, die den Spinat nicht mehr in einer topfähnlichen Schüssel auf den Tisch setzt, sondern er wird als grünleuchtender Farbileck, umgeben von einem Kranz goldschvmmemder gebratener ober Pell-Kartoffeln, vielleicht noch mit vier Scheibchen roter Tomate geziert, ein lukullisches Gemälde fein. Auch weiße Bohnen sehen viel luftiger unb appetitanregender aus, wenn sie mit dem saftigen Grün von etwas gehackter Petersilie bestreut werden. S. Fr. pfleee deine Nähmaschine! Es macht sich bezahlt. Endlich ist der langersehnte Wunsch in Erfüllung gegangen, und man hat sich eine neue Nähmaschine getauft. Aber plötzlich — der Kauf ist noch gar nicht einmal so lange her, reißen beim Maschinennähen die Fäden. Diese Himerlist der Nähmaschine ist leicht abzuftellen. Beim Fadenreißen, das besonders neue Maschinen so gern an sich haben, hat meistens die Spannung des Obergarns etwas nachgelassen. Durch Regulierung der Spannschraube an der Spule ist der Schaden behoben. Läßt die Maschine oftmals Stiche aus, eines der gefürchteten Uebel, dann sitzt die Nadel zu hoch. In einem solchen Fall muß sie heruntergeschraubt werden. Macht sich beim Nähen dagegen ein unheimliches Klopfen bet jedem Stich bemerkbar, ober bringt die Nadel schwer in den Stoff ein und zieht sogar Fäden aus dem Stoff, so ist die Nadel stumpf geworden und muß erneuert werden. Die gleichen Merkmale zeigew sich infolge der schlechten' Angewohnheit junger Hausfrauen, den Faden unsachgemäß abzureißen. Bei hauchfeinen Seiden ist es angebracht, mit dem dünnen Stoff ein Stück Seidenpapier mitzu« steppen. Das verhütet das Zusammenziehen des Stoffes, das sonst unvermeidlich ist. Das Seidenpapier läßt sich hinterher leicht entfernen. Jede Maschine will sachgemäß behandelt werden. Erst dann wird sie durch tadellose Arbeit das leisten, was sie leisten kann. Zur sachgemäßen Pflege gehört, daß man seine Nähmaschine in gewissen Abständen schmiert und alle Jahre einmal überholt. Gönnen wir auch unserer Nähmaschine einmal eine Erholungskur. Sie ist bescheiden und braucht nicht etwa vier Wochen dazu, sondern nur eine halbe Stunde. Allerdings ist es eine Radikalkur: man schraubt die Maschine vom Gestell, staubt sie ab und stellt sie zehn Minuten in reines Petroleum. Dann reibt man jedes Maschinenteilchen mit einem faser- freien Lappen trocken. Zum Schluß werden sämtliche Schmierstellen mit feinflüssigem Nähmaschinenöl getränkt. Bei einer solchen Behandlung ist die Maschine erstaunlich verjüngt. Neben der sachgemäßen Pflege, kann man sich durch die Kenntnis verschiedener Hilfsvorrichtungen die Arbeit an der Nähmaschine erleichtern und erweitern. Wer beispielsweise eine gesteppte Decke selbst nähen möchte, aber die Mühe fürchtet, alle Steppnähte mit Lineal und Zentimetermaß vorzuzeichnen, kann sich helfen. Es gibt ein Heinzelmännchen in der Nähmaschine, ein kleines Füßchen, das man anschraubt. Dieses punktiert beim Biesenoder Karosteppen die nächste Linie automatisch vor, jo daß man kein Lineal braucht. Auch zum Einkräuseln gibt es Hilfsvorrichtungen, ebenso wie für Säume und Kappnähte, die automatisch umgeschlagen werden. Auch die Hohl- unb Schmucknähts brauchen nicht mehr mühsam mit ber Hand gemacht zu werden, Für alles gibt es kleine Maschinenteile. Nähmaschine nähen macht Spaß — nur muß man seine Nähmaschine ein klein wenig lieb haben, sie gut halten und pflegen. L. ----- 7 Allerlei von der Rode. Wenn auch eine vernünftige Frau es ablehnen wird, den extremen Modelaunen zu folgen, die wir jetzt bei der Rückkehr zum Stil unserer Großmütter hie und da beobachten können: kleinen modischen Augenblickslaunen wird sie zugänglich fein, sind sie es doch, die das Bild abwechslungsreich machen und der Frau immer einen neuen Reiz geben. Sehr beliebt sind für Nachmittagskleider tief ausgeschnittene SB e ft e n in lebhaften Farben — Weinrot, Steingrün, Senfgelb — mit schönen Schmuckknöpfen geschlossen. Mit Hilfe solcher Westen kann man einem älteren Kleid ein neues Aussehen geben. Reizvoll ist auch die wieder stärker auftretende Fransenmode. So waren z. B. bei^ einem ganz glatten, erdbeerroten Kleid aus Cloque als einzige (Stornierung die beiden Täschchen am Rock mit langen schweren Fransen in etwas dunklerem Ton befetzt. Ein schwarzes Seidenkleid zeigte einen vorn und rückwärts geschlitzten flach aufliegenden Kragen, von dessen vier Ecken weiße Seidenfransen fielen. Häkeleien als Garnierung, vor allem in der so plastisch wirkenden irischen Technik geben einfachen Seidenkleidern eine besondere Note. Sehr hübsch wirkt eine Garnitur gehäkelter Knöpfe aus weißem oder farbigem Seidengarn in Irish-Technik. Die Halsgarnierungen betonen das Leichte und Gefällige. Man sieht viel zu Maschen gebundene Garnierungen oder schalartig endende Halsbekleidungen. Allgemein wird für solche Kragen der Rückenfchluß bevorzugt. Nicht nur an Kleidern, sondern auch an Mänteln sieht man häufig den sogenannten Bana- nenärmel, der an Handgelenken und Schultern schmal verläuft und in der Ellbogengegend seine größte Weite hat. Die verbreiterten Schultern unb der hochgestellte Aermel verschwinden mehr und mehr und machen der natürlichen Schulterlinie Platz. Längsfalten und Nahtbetvnungen verstärken den Charakter eines solchen Bananenärmels. Sehr praktisch für die Verwertung älteren Pelzmaterials ist die Mode des Mantelbesatzes durch mehr ober weniger breite Pelzstreifen, die geringelt den Unterarm emporlaufen. Taschenartig aufgesetzte Pelzstücke, schmale hochstehende Pelzkragen ober Pelzrollen, die Revers und Mantelschluß umranden, sinb kleidsam und auch für den schmaleren Geldbeutel erschwinglich. Auch Pelz wirb gern zu maschenartigen Halsgarnierungen verarbeitet. Auf einer Modeschau in Italien war ein schwarzes Samtkleid zu sehen, an das aus gleichem Stoff ein Tuch angearbeitet war, das nach Belieben als Kopfbedeckung getragen oder als Cape um die Schulter gelegt werden konnte. Es gehört viel Grazie dazu, eine solche Extravaganz zur Schau zu tragen. Noch ein Ausblick in die Zukunft: Wie das Deut- sche Modeinstitut mitteilt, bringt die neue Modefarbenkarte der deutschen Textilindustrie für Frühjahr unb Sommer nicht weniger als 96 Farbentöne. Vor allem sind die Kunstseidenstoffe durch neue Farben bereichert. So wird jede Frau den zu ihr paffenben Farbton finden. D.S. Geburtstagsgrüße für GelmaLagerlSf. Technische Begabungen an die Front Nied Zweckmäßig fein, einen Neues für den Büchertisch wie ien vor- cm"rk"nnt daß seine Tochter aus eigener Kraft aen gebt bie Sonn» auf. ®°hidrte 135 an^rNnn* daß seine Tochter Seiten. In Seinen 3,80 RM. Verlag Albert San-1 etwas Tüchtiges geworden ist. heimnis, daß ein wesentlicher Teil der Rekruten seiner Vorbildung nach nur schwer den fachtechm- schen und mathematischen Anforderungen entsprechen kann, die die Spezialwaffen zu ihrer Bedienung verlangen. Die Durchdringung der Jugend mit technischem Wissen, ihre systematische Schulung auf die anders gelagerten Anforderungen der Zukunft, ist eine Vo^ Aussetzung der beruflichen Neuaufteilung. Es wirb ober jenes Berufsfach zu bestimmen, doch es hat sich immer als erfolgreich erwiesen, bei Jugendlichen bas Interesse an bestimmten Berufsrichtungen zu fördern, um auf diese Weise Veranlagungen, die sonst den normalen Entwicklungsgang zu den „Alltagsberufen" genommen hätten, auf das richtige Gleis zu lenken. Wie erfolgreich diese systematische Förderung von jungen Begabungen ist, erweist sich beispielsweise bei den Flugzeugmodellbau - Wettbewerben der Hitler-Jugend, die jedesmal eine große Anzahl talentierter Bastler bekannt werden ließen, so daß man brauchbare Unterlagen für bie weitere Berufslenkung dieser Jungen erhielt. Auch die fliegerische Vorschulung der Jugend mit dem Segel- Urn den großen runden Tisch bei Mutter Wittich saßen sie, die Fernfahrer. Draußen vor der Tür des Wirtshauses standen die großen Wagen mit den Erkennungszeichen aus dem Rheinland, aus Westfalen, aus dem Siegerland in Regen und Sturm. Vergeblich rüttelte der Wind an gelegten Fensterladen der kleinen Stube. Im Ofen prasselte hoch bas Feuer, unb breit, mit beiden Armen auf dem Tisch, zwischen den Fäusten das Glas mit dampfendem Grog, sahen die Männer wirkenden Filmaufnahmen das Interesse an den großen Aufgaben der.Technik geweckt werden. . Wir haben hier aus der großen Zahl der technischen Berufe nur einige hervortretende Richtun- ten herausgegriffen und aufzuzeigen versucht, in welcher Form eine Heranziehung des notwendigen Nachwuchses erfolgen muß. Es muß die Pflicht der Schule fein, unsere Jungen neben den deutschen Klassikern auch die technischen Pionierarbeiten deut- für Gegenwart und Zukunft näherzubringen. Nur so wird bie Jugend von vornherein auf diese Dinge aufmerksam und nur bann werden sich, schon auf der Schulbank, die besonderen Veranlagungen, und Interessen herauskristallisieren. Man darf nicht warten, bis der Heranwachsende junae Mensch sieh pflichtgemäß einen Beruf wählt, sondern man muß ihm schon als Kind, natürlich in einer dem Alter jeweils entsprechenden Form, allerlei Möglichkeiten vor Auaen führen. Auf diese Weise wird die geistige Entwickluna und das Wollen des jungen Menschen jene klare Richtung nehmen, die im entscheidenden Jahr die richtige Wahl zu treffen weiß. sie. „Ich fahre doch nun immer die Strecke Berlin- Hamburg, hin und zurück, dreimal in der Woche. Unb vor'n Monat etwa, ba hatten mir 'ne Panne gehabt, und alles ging verquer. Da mußten wir gleich wieder retour, und da war et gar nischt mit dem Schlafen gewesen. Wie ick nu so fahre, da muß ick denn doch richttg ingepennt fein. Det war gleich hinter Bergedorf, und wie ick wieder ufwache, da bin ick gleich bei Wittenberge. Ich habe euch ja — Stefan ©türm: Der Mooxgänger. Ostdeutsches Schicksal. 181 Seiten. Mit sechs Zeichnungen von Wilhelm M e n n i n g. Geb. 3,50 Mark. Schwarzhaupter-Derlag, Leipzig. — (295). — Bon Stefan Sturm erschienen früher, mit dem Schlesi- chen Literaturpreise 1936 ausgezeichnet, die Jugend- Chronik „Mensch auf dem Amboß" unb die Geschichten aus dem Riesengebirge „Das verwandelte Herz'. Die sieben Erzählungen des vorliegenden Bandes tnb ebenfalls alle „irgendwo im Osten" angesiedelt dergestalt, daß die Schicksale, von denen hier berichtet wird, durch die eigentümliche Landschaft mitbestimmt scheinen; so verschieden die Geschichten ihrem Thema nach sein mögen, — sie wirken alle auf eine melancholisch-lastende Weise bedruckend, düster oder schaurig. Die Titelnovelle erzählt von einem grausamen Bauernschicksal an der deutschen Grenze, „Der Acker" vom harten Kampf um Scholle und Ernte, „Kamerad Torrweggen" von Opfer und Hingabe „um der Ewigkeit des Reiches willen": auch vom Verräter, der sich selbst richtet, und von der Mutter Attna Katharina Rhode, die gegen ihr Schicksal kämpft und den Krieg besiegt, ist die Rede in diesen Geschichten, denen die holzschnittmaßig-herben Bilder von Menning eine schwerblütige Begleitung geben. Hans Thynot. __ Joachim von der Goltz: Der Stein« bruch. Roman. 237 Seiten. In Leinen 5,— Mark. Verlag Albert Langen/Georg Müller, München, 1938, — (394) — Im Grunde ist es bei aller seelischen Schwere und tief menschlichen Verstrickung eine einfache Geschichte, wie das Mädchen Nanna den Weg zu Valtin findet, um feine Frau zu werben und fortan ihr Leben mit ihm zu teilen. Sie ist sich dessen kaum bewußt, daß von ihr eine Macht ausgeht, vor der nichts Falsches noch Unreines bestehen kann, auch die ungesühnte Schuld des Mannes gegenüber dem Bruder nicht, bie ihn der Frau entfremdet und fast zu zerbrechen droht, bis Nanna ihn wieder auf den rechten Weg zurückbringt unb damit zugleich ihrer aller Leben aus der Gefährdung rettet. Ihr Tun schlägt ihnen allen, die nahe daran sind, sich in Schuld, Unrecht und Leidenschaft zu verlieren, schließlich zum Segen aus. Wie sie diese tiefgreifende Wandlung vollbringt, wie sie dem Manne zum Weib, dem Bruder zum verstehenden Freund wird, unb wie sie burch ihre rechtschaffene unb erzählten sich eins. „Und als wir nun bald hinter Hannover zum ersten Male Haltmachen, ging der Karl Schmittchen, was mein Beifahrer mar, noch mal zum Anhänger, ob alles in Ordnung ist. Es mar ne Hundekälte in dieser Nacht damals vor zwei Jahren Es fror Stein und Bein, und das Kribbeln im großen Zeh habe ich auch noch von diesem Winter. Da schreit der Karl mit einemmal von hinten: „Heinrich, komm doch mal schnell her." Ich also hin, unb mas ist? Muß doch so ein Laufejunge gleich in Berlin in den Bock vom Anhänger- gekrochen fein, damals hatten wir noch so ’nen altmodischen Kasten, unb war mit uns bei der Kälte die ganze Nacht gefahren. Als wir uns das Stückchen Schaden näher besehen, da mar der Junge steif gefroren wie eine Latte, tot, glatt erfroren. Na, da hatten mir keinen kleinen Schreck! Was nun? Also erst mal runter mit dem Jungen und rin in die marme Stube von Vater Mefserten, mo mir uns ja foroiefo ein bißchen aufroärmen moUten. Der Karl, der sich auf fo mas versteht, hält dem Jungen noch ’nen Spiegel vor'n Mund Aber nischt, kein Atem mehr, gar nischt, der Junae mar tot. Wir legen ihn nun sachte auf die Ofenbank, unb dann pellen mir uns aus und setzen uns ein bißchen abseits an den Tisch, und Vater Meffert bringt erst mal ordentlich mas zu präpeln. Es mar marme Ein Schnappschuß von der Feier der Schwedischen Akademie zum 80. Geburtstag der großen schwedi- schen Dichterin Selma Lagerlöf. Ein kleines Mädchen überreichte in ihrer schmecken Landestracht der Dichterin den Geburtstagsgruß der Jugend Schwedens. — (Scherl-Bilderdienst-M.) gen/Georg Müller, München 1938. — (296) — Claudius besingt das Leben in feiner Fülle des Jahres mechfelnden Lauf, der Zeiten Lust unb Leid und des Menschen Wandel zmischen Geburt und Tod. Hinter den kleinen, oft unscheinbaren Erlebnissen des Alltags sieht Claudius den Schern des Emigen. Unruhig und sehrfüchtig sinnt er den Wundern der nüchtern gemorbenen Welt nach, unb so wird ihm der Gesang eines Vogels der Duft einer Blume, das Rauschen des Windes und bas stürmische Fluten des Meeres zu einem Lied des Dankes auf die Herrlichkeiten der Schöpfung. Unb alles weiß er beschlossen in Gott und geborgen in feiner Gnade. Er, in dem ,Gott unb Erbe streiten", wird still und zufrieden mit der Gewißheit, „daß über Menschenleib unb Zwist bas Eine sei, das ewig ist". • — Der Sohn des Manitu Von Fritz Steuben. 342 S. Mit 8 Tafelbildern, 2 Ueber- sichtskarten und zwei Stammbaumtafeln. In Leimn 6.80 Mark. 1938. Franckh'fche Verlagsbandlung, Stuttgart. — (414) — Tecumfeh, der historische Held der Abenteurererzählungen Steubens aus den Freiheitskriegen der Indianer, ersteht vor dem Leser als der großeRuser zum Bunde aller indianischen Stämme von Kanada bis Florida Spannend, lebendig im Dialog, in den dramatisch gestalteten Höhepunkten des umfassend angelegten Bildes, das Lcind und Leute, Geschichte unb Kultur, Geist und Sitten und Gebräuche der Indianer umschließt und lebendig macht — so zwingt diese Erzählung den Leser in ihren Bann. — Mark Twain: „Huckleberry Finn" und „Lorn Sawyers Abenteuer". Neu bearbeitet von Julie Mathieu. Mit vielen Zeichnungen von Alexander Harder. Preis feder Band fort. 2 Mark, Ganzleinen 2,85 Mark. Deutscher Verlag, Berlin. — (429'30) — Mit feinen beiden im milden Westen spielenden Lausbubenaeschichten fand der große amerikanische Humorist Mark Tmain Eingang in die Weltliteratur. Tom Samyer. der Schrecken feiner ängstlich besorgten Tante, unb Huckleberry Finn, ber Sohn bes Drtsfrunfenbnfhcs, bringen mit ihren Streichen bie gerub'fam°n Bürger, ihre Lehrer, b?n Pfarrer aus einer Aufregung in bie andere. Die aanie Romantik eines Jungenttbens kosten sie aus als Seeräuber auf einer verlassenen In lei des (Stromes ober bei nächtlichen Entbeckungsfabr- ten nach vergrabenen Schätzen. Den zu seiner Zeit in Amerika überbanbnebmenben Aberglauben m^cht Mark Tmain in gruseligen und unwahrscheinlichen Erlebnissen ber beiden Jungens lächerlich Es steckt viel Humor unb Romantik in bieten Lausbuben- , geschichten, so baß sie auch beute noch für jung und alt eine amüfante Lektüre sind — Haabis Hollriede: Tavs unb T u - : del. Erzählung für Kinder Mit Bildern non Ma- Güte, durch ihre Liebe und Treue unb ihren nim- mermüben Glauben Valtin, biefen verstörten unb innerlich vermirrten Menschen, bem Leben zurück- geminnt, daß er an ber Wiege seines Kinbes sich mieber bes Daseins freuen und ber Zukunft vertrauen kann: bas ist mit ber männlichen Eindringlichkeit erzählt, deren mir uns aus von ber Goltzens Kriegsbuch „Der Baum von Clöry" erinnern — Hanna Kiel: Aller Tage Abenb. Roman Brosch 3 Mark, Garnleinen 4 Mark. Propyläen-Verlag, Berlin. — (411) — Aus ber Begegnung zmeier Menschen in der leuchtenden Land- fchaft Sübttankreichs unb aus einer Liebe, bie ihnen selber kaum bemußt mirb, ermöchst ein Schicksal, bas stärker ist als ber Richterspruch irdischer Justiz. Die Geschichte ist mit schlichten Worten erzählt Sie ist ohne Tendenz. ohne Vormurf unb ohne Anklage. Ausgezeichnet ist die Landschaft geschilbert. Der Leier mirb von bem Schicksal ber einfachen Menschen Soeben mürbe das erste Rasthaus für die Fahrer ber Fernlastmagen auf den Reichsautobahnen in Betrieb genommen. Unser Bild zeigt den Jnnenhos des Rasthauses „Magdeburger Boxde . Im Obergeschoß befindet sich eine gemütliche Gaststätte. Nach der ruhigeren Innenseite liegen die Schlafzimmer für die Fernlastfahrer. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Gustav aus Berlin kniff beide Augen zu. Nun konnte der mit dem Erfrorenen und der andere mit seinem Nebelhirsch einpacken, Berlin hatte mal mieber ein paar Nasenlängen voraus! „Gustav, Mensch, dein Wagen haut schon wieder von alleine ab", rief da ber Hemer von ber Türe her. Tatsächlich, draußen brummte mas, und man konnte gerade noch seihen, wie I A 999 999 langsam abschaukelte. Schön gemütlich, immer nur fünfzig Sachen, damit es nicht zuviel wurde. Gustav musterte bie Runde. UeberaQ sah er lachende Gesichter, nur der Willem fehlte, fein Bei- ~ eine Viertelstunde bei bem rianne Schneeaans Halbleinen 2.40 Mark K. Thienomanns Verlag. Stuttgart. — (398) — Tavs unb Tubel find Geschwister, bie fest auf ber Erde stehen, gefunb unb beileibe nicht musterhaft: frhon deshalb find fie ber Zuneigung ber iunaen Leser g»wiß. Auch die vielen B'lder von Marianne Schme- nans roerbm durch ihre reizvolle Eigenart n-'-i Freude machen. Hagdis Hollriede weiß, wie man r;d) in dem Alter, das noch keine Sora-n kennt mf leben Tag freut unb gar auf einen Festtag, vor bem es heitzt: „S-chsmal müssen mir noch schlafen " — Mariluise Larkge: Ich m ä rht e fliegen Eine Jungmädelerzählung. 102 Seiten Mit 8 Zeichnungen von Joch-m B a r t f ch. Halbleinen 2,20 Mark. Verlag Kösel-Pust-t. München. — (337) — Ein junges Hamburger Möbel gebt, allem zum Trotz, unbeirrt feinen Weg. Käte möchte Fliegerin werben Ihre Tätigkeit im Kontor vertauscht He mit bem Flieger-Ausbilbungslager, unb nach Wochen eisernen Fleißes erringt sie sich ben Flugsch"in. Es erfüllt fie mit stolzer Freube. als auch ihr Vater, der mit ihrem Plan nie einverstanden gewesen mar, garantiert mausetot gewesen war. So ’ne Kälte mar das damals vor zwei Jahren. Den Jungen haben wir bann noch ’ne ordentliche Strecke mitgenommen. Schade, daß der Schmittchen heute nicht mit dabei ist, der könnte euch das be- schmören. Ader fragt mal Vater Meffert nach, wenn ihr da langkommt." Der Fahrer nahm einen tiefen Schluck unb dachte sich seins, unb bie anderen nahmen auch ihre Gläser und dachten sich ihrs. „Ja, ja, mit der Kälte, das mag ja fo gewesen fein", nahm dann der Hemer das Wort, der immer die Wagen mit den Margarinekisten fuhr. „Aber schlimmer noch als mit der Kälte ist das mit dem Nebel. Da fuhr ich mal —" fragend blickte er in die Runde, und als alle näherrückten, packte er aus. „Ich fuhr also mal in fo ’ner tollen Nebelnacht da oben im Pommerschen, nach Stettin zu. Nicht die Hand konnt'ste vor den Augen sehen, so dick stand die Wand. Ich hatte alle Lampen an unb die Scheinwerfer drin und zuckelte im Schritt, man immer ganz langsam Und gleich hinter Zollbikow ober wie bas Nest hieß, war ’ne Umleitung wegen Bauarbeiten. Ich also mit 'nem tiefen Seufzer angerührt unb nachdenklich gestimmt. — „Johann Gottfrieb Seume, ber deutsche Wanderer" Auswahl aus seinen Schriften und Briefen von Walter Bauer. Nr 218 ber „Kleinen Bücherei" bes Verlages Lanaen-Müller in München. Preis geb. 80 Pf — (331) — Der Dichter des „Spaziergangs nach Syrakus" kommt inwiefern Bändchen mit einer Auswahl aus seinen Schriften unb Briefen zu Wort. Sie gewähren Einblick in bas abenteuerliche Leben eines Mannes, ber in feiner ehrlichen, aeroben und unerschrockenen Männlichkeit für immer ein Vorbild sein wirb — Hermann CHaubius: Ieben Mor - fliegen dient der systematischen Förderung und Auslese fliegerisch begabten Nachwuchses unb hat in den letzten Jahren zu erfreulichen Ergebnissen geführt. So hat in der Luftfahrt die Erschließung ber Jugend für diesen wichtigen technischen Beruf bereits begonnen, ohne daß damit allein die kommenden Anforderungen, die die Fliegerei und die mit ihr verbundenen industriemäßigen Einrichtungen an ben Nachwuchs stellen, erfüllt werden können. t . ,tl — Viel zu wenig beachtet wird die Vielseitigkeit der erfvr- modernen technischen Berufe. Die Kr.aftfahr- i n d u st r i e wird z. B. mit der fortschreitenden Motorisierung, wie sie u. a. der Volkswagen bringt, Münchhausen im Kernlastwagen. Geschichten, am Stammtisch der Fernfahrer erlauscht und wiedererzählt von Jod. von Kunowski Mettwurst mit Grünkohl, ich weiß bas noch heute, und dann erzählen wir uns so bei kleinern mas, aber ganz leise, von wegen dem Toten. Und auf einmal, da ist so ein ganz komisches Geräusch in der Stube. Plafschplatsch, so, als schütte jemand immer Wasser auf die Dielen. Na, und wir sehen nach, bei den Fenstern, und der alte Meffert geht zu seinem Bierhahn und nimmt schon die Lampe und will in den Keller zu den Fässern gehen, da gibt es plötzlich einen gewaltigen Krach von der Ofenbank her, und unser „Toter" ist runtergefallen. Liegt in einer großen Lache von Wasser und rudert ganz lebendig drin herum. Er war nämlich inzwischen einfach am heißen Ofen wieder aufgetaut und nun quicklebendig, wo er doch vorher Mit dem wirtschaftlichen Wiederaufbau Deutschlands sind nicht nur der Alpdruck der Arbeitslosigkeit und die Sorgen um die Berufsaussichten der Heranwachsenden Jugend völlig verschwunden, sondern es haben sich Zukunftsmöglichkeiten für die neue Generation eröffnet, die so meitgreifenö und vielseitig sind, daß der Nachfrage nach geschulten Kräften schon heute nicht mehr ausreichend entsprochen werden kann. Charakteristisch in der Art dieser Nachfrage ist, daß darunter — wir berücksichtigen hier nur den männlichen Stellenmarkt — die Berufe, die technische Kenntnis erfor- runter von ber guten Straße unb auf eine Art besseren ßanbmeg. Das. stuckerte und warf, und immer noch ber dicke Nebel. Es war einfach ganz groß. Von dem Weg hatte ich nun keinen blassen Schimmer mehr, links rum. rechts rum, und mit einemmal find keine Umleitungsschilder mehr ba Ich habe mich verfahren, an ben Seiten platte Felder, soweit mein Sucher reicht, unb vor nur eine Art Straße, ein paar Schritt, so weit bie Werfer langen. Na, was halfs. Ich fahre weiter, irgendwohin mußte ich ja schließlich kommen. Und wie ich so dahintorkele, da habe ich auf einmal vor mir einen Hirsch in den Scheinwerfern. Einen Prachtkerl. Erst wollte ich schon abblenden, damit er sich verdrücken konnte, da hatte ich plötzlich eine Idee! „Mensch", sagte ich mir, wo ein Hirsch ist, da ist in der Nähe auch ein Waw. Und wenn der Bursche da vorne ttotz des Dreckwetters bloß einen Spaziergang gemach hat, dann wird der jetzt schleunigst machen, daß ey wieder in feinen Wald und zwischen die Bäume kommt. Wo aber der Wald ist, da muß auch die große Straße sein, das wußte ich noch von früher. Also laß ich jene Lampe brennen, drehe so ein bißchen auf, unb ber Hirsch vorne setzt sich treu unb brav in einen kleinen Schuckelttab. Ich immer hinterher unb fahre kerne fünf Minuten, ba merk ich auf einmal, glatt wie Butter bie Straße, einfach Zucker. Ich war wieder richig. Schnell mache ich die Lampe aus, der Hirsch haut seitwärts ab in seine Büsche, unb alles ist glatt, ich bin mieber auf der richtigen Straße. Was so'n Tier boch für einen Instinkt hat!" Dann trank ber Hemer unb schmunzelte habet. Die andern tranken auch und dachten angestrengt nach, bis es Gustav aus Berlin hatte. Bedächtig wiegte er ben Kopf hin und her. . „Na, ja, Kälte und Nebel, det es ja bestimmt allerhand. Am dollsten aber ist det doch mit der Müdigkeit. Wißt ihr, so richtig hundemude sein, wenn ihr so zwei- drei Tage nicht aus den Klamotten gekommen seid und bloß mal im Stehn für n halbe! Stündchen genickköppt habt." Dem stimmten alle in ber Runbe zu, das kannten gesagt: Dreimal bie Woche immer dieselbe Tour, fahr er. Na warte.—-- . _ tzin und zurück. Unb ba muh denn NU mein Wagen . Schwemewetter .hmtechertraben bis er vor bem o wie en ollst Pserb ben Weg ganz non allein Dorf den Wagen wieder traf, das war nun doch gemachi Hoden. Immer nur fufzig Sachen, damit es zuoiel, seihst wenn man auch schon eine halbe nicht zuville wurde, aber glatt durchgesahren, bie stunde über die Zeit war! ganze Strecke!" gesamte industrie-wirtschaftliche Fortschritt der fünft weiter auf technischer Basis. Unser „technisi Zeitalter", im vorigen Jahrhundert begonnen, steht noch im Anfangs st adium der Entwicklung. Die Ausweitung der technischen Ressorts und ihre Anwendung auf öffentliche Einrichtungen, die Verkehrsmittel und dergleichen wirb in immer große- , "daksich nLLerw'e Mm°n°-Nr°U-r d^fe" Art "und'Wei,-'werden nicht nur das Allge. Bedarf an Fachkräften ergibt. Eine befonbers große meinintereffe unb bie ^^geschwsfenheit ber heran- Rolle spielt diese fortschreitenbe Technisierung in wachsenben Jugenb für bas technische Problem ber militärischer Hinsicht Es besteht fein Zweifel bar- > Zeit gefordert nnb erweitert sondern es wird auch über baß die Luftwaffe ihre begonnene Enttvick-1 ein gewisser Stamm wertvoller Talente geschaffen, luna'mit erhöhtem Tempo fortsetzt,-womit sich nicht ber später eine zielsichere Lenkung zu bem pasien- nur9für bie Flugzeugbauindustrie, sondern auch für ben Arbeitsplatz m b.;r^^u^r.7f^nn^n./aß^n2^; bie Fliegertruppen erhöhte Anforderungen an über hinaus, muß mit allen Mitteln, wie es in G brauchbaren Kräften ergeben. In bem gleichen statt von gilmabenben ber HI. ober m Jugenbvor- Maße wie bie' Luftwaffe ihre fliegenben Einheiten führungen in ben gilmtbeatern — um nur Bei- üergrÖfeert, werden bie Luftabwehrformationen tech- spiele Z" nennen - leicht möglich wäre m gecig= nisch sich weiter vervollkommnen. Es ist kein Ge-1 neten auf bas kindliche und jungenhafte Gemüt . ! ' *. ' v t. • .r___if.j___ ermirPonXon ^kiinimifnahnien das Interesse an den dem, eindeutig in Führung liegen. ÄÄi'Ä'tö* S" SW» !!!'§ STÄlÄ1 ÄVÄ sches ' len die Motorentechnik behandelt werden. Das Ver- ' " ftänbnis, das unsere Jungen für Autos zeigen — kann durch eine zielbewußte Behandlung jene Unterstützung erfahren, durch die mancher Junge sich von vornherein für diesen Berus in irgendeiner Version entscheidet Auch hier muß das Prinzip der Begabtenförderung früh angewandt werden. Auf 1 schwedi- i kleiner destracht Jugend iu. Nun andere atte mal n wieder der Türe und man langsam r fünfzig ü sah er , fein Bei- bei dem vor dem nun doch ne halbe * (296) - fülle des Lust und >n Geburt cheinbaren en Schein nl er den eit noch, gels her i6e? und ab und Erde icr Gewiß' st dar Eine )on Flitz i, 2 Hebe? 3n Leimn qsbandluna, s d-n Fr-I- m Leser als [jcn Ttüwnie ebendisi M Höhepunkten Land und Sitten und ad lebendig en Leier m ry^inhn ‘ r« Ulen be- ^eichnunaen Band kart, cker Verlag, Stof™ >n fand der ,ain ßin«JJJ ler Schrecken -u-lebeZ brinaenw —s assenen ide-kuna^^ lU seiner E ö-Z K- S und i pm non. t iatf 8®? 0c au'°b,' frf|On sterd^' geler .^Sä,n-e- fwnne ^,-1 «nfi* n”f j "Ul -n fen or dein sttaa.vo« fWAl'e' rf). Äflfl%07) ,ch-".s7m ium hf- ^Liuflerm lie siluo^ ^ater, Nr.274 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Mittwoch. 23. November (938 Raststätte und Straßenmeistereien in Oberheffen. Große Bauprojekte der Reichsautobahn. Ein Entwicklungsabschnitt von entscheidender Bedeutung der Reichsautobahn in Oberhessen ist die Eröffnung der Teilstrecke von Reiskirchen bis Zell-Romrod am 4. Dezember, von wann ab die Strecke von' Bruchsal bis Kassel ohne Unterbrechung auf der Reichsautobahn zurückgelegt werden kann. Run ist man bemüht, S t r a ß e n m e i st e r e i e n zu errichten, die für die Erhaltung und Betreuung der Autobahnen notwendig sind, ferner Tankstellen anzulegen und für die Benützer der Reichsautobahn Raststätten, Rasthöfe bzw. Rasthäuser zu schassen. Straßenmeistereien erstehen in Abständen von etwa 50 bis 60 Kilometer, Tankstellen sollen in Abständen von etwa 30 zu 30 Kilometer gebaut werden, Rastgelegenheiten werden an besonders bevorzugten landschaftlichen Plätzen geschaffen. Oberhessen erhält eine Straßenmeisterei in unmittelbarer Nähe unserer Stadt bei Reiskirchen, eine zweite Straßenmeisterei ersteht bei Alsfeld. Raststätte und Großtankstelle sollen bei Reinhards Hain gebaut werden. Diese drei großen Bauvorhaben sind bereits über die Planung hinaus gediehen Mit den Bauarbeiten wurde schon begonnen. Tankstelle und Rasthaus bei Reinhards- Hain sollen am 1. April 1939, die Straßenmeistereien am 1. Juni 1939 fertig werden. Um welch große " Bauprojekte es sich dabei handelt, mag schon daraus ■ erkannt werden, daß z. B. die Erstellung einer Straßenmeisterei mit allem, was dazu gehört, einen Aufwand von etwa 300 000 Mark notwendig macht. Tankstelle und Raststätte, wie auch die Straßenmeistereien, sollen sich in jeder Hinsicht harmonisch dem Gesamtbild der Landschaft einfügen. Die Bebauung soll ferner so erfolgen, daß sich insbesondere die Straßenmeistereien in ihrer archite^toni- schen Gestaltung dem Charakter der dörflichen Siedlungen angleichen. Schließlich soll auch den Volksgenossen, die in Straßenmeistereien, Tankstellen und Raststätte tätig sind, der Anschluß an die nächste dörfliche Gemeinschaft möglich sein. Nicht zuletzt ist die Anlage insbesondere der Straßenmeistereien von einer Anzahl Zweckmäßigkeitsgründen bestimmt, denn die Dienstfahrzeuge müssen die Möglichkeit , haben, unschwer beide Fahrbahnen bearbeiten zu können, ohne gegen die bestellenden Verkehrsvorschriften verstoßen zu müssen. Das bedingt die Anlage der Straßenmeistereien an Kreuzungen bzw. an Auffahrtstellen. Die Straßenmeisterei Reiskirchen ersteht aus diesem Grunde unweit des Kreuzungsbauwerks, von dem aus die Reichsautobahnstrecke Gießen — Montabaur ausgehen wird, während die Straßenmeisterei Alsfeld an einen Zubringer kommt. Der architektonischen Gestaltung der Bauten und Anlagen wird größte Sorgfalt gewidmet. Die Entwürfe werden von Prioatarchitekten angefordert und eventuell im Wege des Wettbewerbs die beste Lösung erstrebt. Die Entscheidung über die Entwürfe liegt bei Prof. Dr. Bonartz (Stuttgart), als dem persönlichen Berater des Generalinspekteurs für das Straßenwesen Dr. Tod t. Straßenmeisterei Alsfeld. Don Professor Dr. B o n a r tz stammt der Entwurf für die Straßenmeisterei Alsfeld, die in ihrer architektonischen Gestaltung richtung- geben'd sein wird für die Schaffung weiterer Straßenmeistereien, nicht nur in unserer engeren Heimat, sorrdern im ganzen Reich. Nach den vorliegenden Plänen und nach dem Modell zu schließen, wird die Straßenmeisterei Alsfeld zu einem beachtenswerten Schmuckstück der Landschaft werden. Die Straßenmeisterei besteht aus einer großen Fahrzeughalle mit voraussichtlich 8 oder 11 Boxen. Zur Fahrzeughalle gehört eine guteingerichtete Schlosserwerkstatt. Ein zweigeschossiges Dienstgebäude enthält zu ebener Erde die Diensträume des Straßenmeisters; im oberen Stockwerk werden zwei Wohnungen geschaffen. Ein Gefolgschafts- Aufenthaltsraum, ein Publikums- und ein Sanitätsraum gehören ebenfalls dazu. Ein Schuppen wird für die notwendigen Geräte errichtet. Ein Silo für 300 bis 400 Kubikmeter Streumaterial wird ebenfalls gebaut. Ferner gehören zur Straßenmeisterei 6 Einfamilienhäuser, die für Angestellte und Arbeiter gebaut werden. Die Straßenmeisterei Alsfeld wird aus Basaltlava erstellt. Das Material wird den Schmiedeknechtschen Brüchen bei Londorf entnommen. Straßenmeisterei Reiskirchen. Die Straßenmeisterei Reisk'irchen wird in ähnlicher Weise entstehen. Die Baustelle liegt unweit der jetzigen behelfsmäßigen Auffahrt bei Reiskirchen, etwa 200 Meter von der Straße Gießen— Grünberg entfernt auf ziemlicher Höhe. Die Straßenmeisterei Reiskirchen wird also weithin zu sehen sein. Die Einfamilienhäuser werden unweit von dem Dorfeingang links der Straße Gießen— Grünberg gebaut. Der Entwurf für diese Straßenmeisterei stammt von Architekt Hans Peter (Offenbach). Gaststätte und Großtankstelle ^einhardshain. Etwa bei Kilometerstein 72,5, unweit von R e i n- hardshain, wird eine R a st st ä t t e in Verbindung mit einer doppelseitigen Großtan k st e l l e errichtet werden. Diese Raststätte soll insbesondere den 'Fernlastzugfahrern die Möglichkeit geben, einmal auszuruhen, in landschaftlich schöner Umgebung des Waldes vom schweren Dienst sich zu erholen, eventuell auch das Fahrzeug..zu überprüfen, zu tanken usw., um dann gestärkt bte, Weiterfahrt antreten zu können. Für Uebernachtungen ist diese Raststätte bei Reinhards- hain nicht vorgesehen. Für schöne Sommertage soll die Möglichkeit geschaffen werden, Tische und Stühle im Freien aufzustellen. Wichtig ist in Verbindung mit dieser Raststätte die Großtankstelle, die mit allen notwendigen Einrichtungen, auch mit einer Werkstätte für Reparaturen, ausgestattet wird, so daß der Fernfahrer nicht gezwungen sein wird, im Falle eines Schadens an seinem Fahrzeug die Autobahn zu verlassen. Durch diese Einrichtungen soll ereicht werden, daß die Reichsstraßen vom Fernlastverkehr nicht in Anspruch genommen werden. In den beiderseitigen Tankstellen werden jeweils der Dienstraum für den Tankwart, einen Ruheraum für den Tankwart des Nachtdienstes, sanitäre Einrichtungen usw. enthalten sein. Gleichzeitig werden Wohnungen für ben Raststättenwirt und die Tankwarte geschaffen. Selbstverständlich werden auch die für die Fernlastzüge notwendigen großen Parkplätze angelegt, so daß der Verkehr auf den Fahrbahnen völlig unbehindert aufrechterhalten bleibt. Der Entwurf für Raststätte und Tankstellen stammt von Professor Dr.-Jng. Karl Lieser (Darmstadt). Im Bezirk der OBK. Frankfurt a. M. wird noch eine Reihe weiterer Straßenmeistereien, Groß- Links: Blick auf ein Modell der Straßenmeisterei Reiskirchen. — Rechts: Die Straßenmeisterei Alsfeld liegt schön in freiem Feld. (Aufnahmen [2J: Neuner, Gießener Anzeiger.) tz WGMW l tankstellen und Rastgelegenheiten gebaut werden. Straßenmeistereien sind vorgesehen bei Frankfurt a. M. (Nord), Darmstadt, Mannheim (Seckenheim), Karlsruhe, Idstein, Montabaur und Wattenheim (Strecke Mannheim—Saarbrücken). Ferner werden weitere Tankstellen an den verschiedensten Punkten errichtet. Rasthöfe erstehen voraussichtlich bei Reilingen, bei Montabaur und unweit von Kassel. Aus der Stadt Gießen. Tretstrahler nur für neue Häöer? Jeder Radfahrer weiß, was es mit den Tretstrahlern auf sich hat Die Tretstrahler ersetzen das Katzenauge. Ersetzen ist nur nicht der richtige Ausdruck, denn die Tretstrahler entsprechen den Anforderungen, die heute an ein verkehrssicheres Fahrrad gestellt werden müssen, weit mehr als das Katzenauge Ganz richtig, werden alle Radfahrer zustimmen, das stimmt schon, aber Uns geht das vorläufig nichts an, denn nur die neuen Räder müssen ab 1. Oktober dieses Jahres mit Tretstrahlern ausgerüstet werden. Wir haben aber alle unsere Räder schon lange in Gebrauch und denken sie auch noch lange zu fahren, also interessieren uns Tretstrahler im Augenblick gar nicht. Seht ihr, das ist eben falsch gedacht Wer sich solche Gedanken yiacht, hat nicht verstanden, warum die Tretstrahler eigentlich eingeführt worden sind. Apparate und Reparaturen 8 Zentra HRündfunk Bahnhofs,in 58,irn Hause DHnkinaiintJ Sie sind nämlich nicht eingeführt worden, um die Radfahrer zu ärgern, oder sie zu neuen Geldausgaben zu veranlassen, sondern um die Sicherheit des einzelnen Radfahrers und darüber hinaus die Verkehrssicherheit allgemein zu steigern. Eingehende Versuche haben den Beweis dafür erbracht, daß die Tretstrahler dem Katzenauge lfaushoch überlegen sind. Ist das Katzenauge verschmutzt, was ja im. Herbst und Winter auf nassen Straßen leicht Vorkommen kann, wird die Leuchtfähigkeit des Katzenauges 'und damit die Sicherheit des Fahrers stark gemindert. Tretstrahler können natürlich auch verschmutzen — wobei es klar ist, daß jeder anständig'e Radfahrer sein Fahrzeug sofort wieder säubert — aber die Augen der Tretstrahler leuchten trotz Verschmutzung. Auch aufgetauchte Bedenken, bei unglücklicher Fußhaltung' könnten die Augen des Tretstrahlers verdeckt und damit wirkungslos werden, sind hinfällig. Es ist unmöglich, den Fuß so um das Pedal zu schlingen, daß die Leuchtaugen verdeckt werden. Das bringt nicht einmal ein Akrobat fertig. Es wäre auch nicht einzusehen, warum sich jemand diesen „Spaß" machen sollte. Jeder Radfahrer weiß, daß von seinem Verhalten auf der Straße nicht nur seine eigene Gesundheit, sondern auch die anderer Volksgenossen ab- hängt. Jeder Radfahrer hat aus den 10 Pflichten die Lehren gezogen, die notwendig sind, um sich richtig zu verhalten. Er weiß, daß es vor allem auf sein eigenes Kameradschaftsbewußtsein, auf sein Verantwortungsgefühl, auf seine Vorsicht, und darauf ankommt, die 10 Pflichten genau einzuhalten. Er weiß aber auch, daß sein Fahrzeug in absolut verkehrssicherem Zustand sein muß. Dazu gehört nun auch die Ausrüstung mit Tretstrahlern. Gewiß, es besteht noch keine Vorschrift, daß auch die alten Räder sie haben müssen. Trotzdem ist es selbstverständlich, daß jeder danach trachtet, sobald wie möglich sein Rad mit ihnen auszurüsten, zumal ja eines Tages doch die Vorschrift auch auf die alten Räder ausgedehnt werden wird. Wer also jetzt ein Paar neue Pedale kaufen muß, kauft selbstverständlich Tretstrahler. Er hat zwar Der Jlofe Mann und das zweite Gesicht. Aus den Erzählungen eines Indianers. Von dem Glauben, in dem er ausgewachsen ist, von den geheimen Idealen, die im Indianer den Charakter geformt haben, der ihn von den anderen Völkern der Erde unter» cheidet, erzählt ein Indianer, Charles Alexander East mann (Ohiyesa) in einem kleinen Buche „Die Seele des Indianers , aus, aus dem im „Insel-Almanach auf das Jahr 1939" seine Ausführungen über berühmte Propheten und das Zweite Gesicht bei den Indianern wiedergegeben werden. „Es ist bekannt, daß der amerikanische Indianer gewisse okkulte Kräfte entwickeln konnte, und obgleich in späterer Zeit viele Schwindler auftraten, haben wir verläßlich bezeugte Fälle von bemerkenswerten Weissagungen und anderen geheimnisvonen Fähigkeiten. _ ,, (Ein Prophet bei den Sioux hatte das Erscheinen des weißen Mannes volle fünfzig Jahre vor dem Ereignis selbst vorausgesagt und sogar seine Kleidung und seine Waffen genau beschrieben. Vor der Erfindung des Dampfschiffs hatte ein anderer Prophet unseres Volkes das „Feuerboot", das auf unserem mächtigen Strom, dem Mississippi, schwim- inen werde, vorausgesagt. Das Datum seiner Prophezeiung wird durch den heute längst ungebräuchlichen Ausdruck, den er wählte, bestätigt. Kein Zweifel: viele Prophezeiungen sind den Wünschen neuerer Zeit eiitsprechend gefärbt worden, und fraglos sind in der Nebergangszeit falsche Propheten, Fakire und Zauberer bei den Stämmen zu einer förmlichen Plage geworden. Dennoch lebten selbst in dieser Zeit einige Männer vom alten Schlage, denen man bis ins kleinste unbedingt glaubte. Unter diesen ragte hervor Ta-chänk-pee Ho-tanl'-a („(Seine Kriegskeule spricht laut"), der,ore Einzelheiten eines großen Feldzuges gegen die Odnbwes ein Jghr vorher verkündete. Es sollten sieben Treffen stattfinden, alle siegreich, bis auf das letzte, bei idem die Sioux, in einer ungünstigen Stellung, vernichtend geschlagen werden würden. Alles ereignete sich jenau wie vorhergesagt Unser Stamm - überraschte und tötete zahlreiche Odjibwes in ihren Dörfern, wurde aber verfolgt und schlau in einen Hinterhalt gelockt, aus dem nur wenige lebend wieder »nfFamen. Diese erstaunliche Prophezeiung war nicht die einzige von Ta-chänk-pee Ho-tank-a. Ein anderer berühmter Medizinmann, der ein Alter von über hundert Jahren erreichte, wurde am Rum River während eines verzweifelten Kampfes gegen die Odjibwes geboren, in einem Augenblick, da den beteiligten Sioux die restlose Vernichtung drohte. Da hatte die Großmutter des Kindes mit den Worten: „Weil wir doch alle sterben müssen, soll er als Krieger im Felde zugrunde gehen", seine Wiege auf den Kampfplatz gestellt, in die Nähe seines kämpfenden Oheims und seiner Großväter, denn einen Vater hatte das Kind nicht mehr. Als aber ein alter Mann das Neugeborene erblickte, befahl er den Frauen, es in Obhut zu nehmen. „Wir wissen nicht", rief er, „wie wertvoll die Kraft selbst eines einzigen Kriegers unserem Volk eines Tages noch werden mag." Dieser Knabe sollte, nach verschiedenen abergläubischen Deutungen der Umstände bei seiner Geburt, noch ein großer Mann werden. Im Alter von fünfundsiebzig Jahren jedenfalls rettete er einen Trupp Kämpfer' vor völliger Vernichtung durch ihre alten Feinde, indem er ganz plötzlich vor dem Anmarsch einer großen Schar feindlicher Krieger warnte, von dem er geträumt hatte. Man sandte sofort Späher aus und fällte Bäume für eine Verschanzung, und noch in letzter Stunde gelang es, die Angriffe des gemeldeten Gegners abzuschlagen. Fünf Jahre später bewahrte dieser Mann wiederum seinen Stamm vor einem furchtbaren Gemetzel. Bei ihm kam keine Verwechslung von Zahlen oder Zeichen vor, wie bei Medizinmännern geringeren Grades; vielmehr waren seine Deutungen der Vorzeichen in jedem einzelnen Fall einwandfrei und richtig. Der Vater von Little Crow, der „Kleinen Krähe", jenem Häuptling, der beim Minnesota-Massaker im Jahre 1862 den Stamm führte, war -ebenfalls ein Prophet von Rang. Eine seiner bedeutsamen Voraussagen machte er wenige Jahre vor seinem Tode, als er erklärte, er werde trotz seines hohen Alters noch einmal auf den Kriegspfad ziehen. Beim letzten Kriegsfest vorher verkündete er, daß drei Gegner aetötet werden würden, zögerte aber, offenbar bedrückt mit seiner zweiten Voraussage: daß er auch ,wei von den eigenen Kriegern verlieren werde In der Tat wurden, wie er gesagt hatte, drei Odfibwes getötet, aber auch die beiden Söhne des alten Kampfpropheten wurden Opfer der Schlacht. Eine Reihe vertrauenswürdiger Männer, auch Christen, könnten die Wahrheit dieser und ähnlicher Vorkommnisse verbürgen, fügt der Indianer hinzu und berichtet weiter merkwürdige Fälle von Ahnun- $ Als wir einmal am Manitobasee lagerten, erhielten wir die Nachricht, mein Oheim und seine Familie seien einige Wochen zuvor in einem zweihundert Meilen entfernten Fort ermordet worden. Als unsere ganze Sippe nun wehklagte und den Verlust betrauerte, gebot meine Großmutter Schweigen. Ihr Sohn sei auf dem Wege zu uns, und sehr bald würden alle ihn sehen. Wir hatten gewiß keinen Grund, die Wahrheit der schlimmen Nachricht zu bezweifeln, aber — mein Oheim erschien wahrhaftig zwei Tage nach seinem gemeldeten Tode in unserem Lager. Ein andermal — ich war damals vierzehn Jahre alt — hatte mein jüngster Oheim, kurz nachdem wir Fort Ellis am Assiniboinefluß verlassen hatten, einen schonen Platz für unser Nachtlager ausgesucht. Die Sonne war bereits untergegangeh. Meine Großmutter wurde, scheinbar ohne jeden Grund, sehr aufgeregt und weigerte sich, ihr Zelt dort- aufzuschlagen. So zogen wir denn, nicht gerade gern, weiter flußabwärts und lagerten in der Dunkelheit an einer abgelegenen Stelle. Tags darauf erfuhren wir, daß eine Familie, die uns folgte und auf dem anfangs von meinem Oheim vorgesehenen Platz gelagert'hatte, in der Nacht von einem Trupp streifender Feinde überfallen und niedergemacht worden sei. Dieser Vorfall hinterließ bei unserem Stamm tiefe Wirkung." Oer photoarapbierie Magen. Die schon seit längerer Zeit gemachten Versuche, die Magenhöhle zu'photographieren, haben durch die jüngsten Fortschritte der photographischen Technik eine große Vervollkommnung erfahren, so daß es jetzt möglich ist, Farbenphotographien mit bestimmter Einstellung auf erkrankte Teile zu erhalten. Für diese Aufgabe standen zwei Wege zur Verfügung. Entweder verlegt man eine entsprechend kleine, mit einer Lichtquelle versehene photographische Kamera in den Magen, oder man verwendet das Gastroskop, das durch ein 40 bis 50 Zentimeter langes Metallrohr in den Magen eingeführt wird und unter elektrischer Glühlampenbeleuchtung mit Hilfe eines optischen Linsen- und Prismensystems die Besichtigung gestattet, und fängt das nach außen geworfene Bild mit Hilfe einer außen am Instrument befestigten Kamera auf. Die erste Methode hat bemerkenswerte Ergebnisse aufzuweisen, sie hat aber die Schwäche, daß es unmöglich ist. die gesuchten Bilder genau einzustellen, daß sie also „blind" vorgehen muß. Nachdem die ersten Versuche, auf dem zweiten Wege vorzugehen, die Magenhöhle also außen unter Sicht des Auges zu photographieren >.iicht befriedigend ausgefallen waren, ließ Professor Norbert Henning einen Apparat nach dem Prinzip der Spiegelreflexkamera bauen, die dem Untersucher eine direkte Beobachtung des Bildes gestattet, und er erzielte dann bessere Erfolge, über die er und sein Mitarbeiten Heinz K e i l h a ck m der „Deutschen Medizinische, Wochenschrift" berichten. Durch Benutzung einer besonders lichtstarken Optik und gesteigerte Lei' stungsfähigkeit der Lampen wurden so eine größere Anzahl von Schwarzweiß-Photographien von pathologisch-wichtigen Befunden gewonnen und veröffentlicht. Auch diese Methode hatte noch den Nachteil, daß sie nur die Lichtwerte der verschiedenen Farben, aber nicht die Farbwirkung selbst wiedergibt. Bei den langen Belichtungszeiten und grobkörnigen Filmen, die früher für Farbenaufnahmen notwendig waren, kamen diese bisher nicht in Betracht. Erst durch die Weiterentwicklung des Farbenfilms, der ein fast kornloses Bild liefert und nur kurze Belichtungszeit nötig macht, konnten die ersten Farbenaufnahmen aus dem Magen gewonnen werden. Die Belichtungszeiten schwanken jetzt zwischen einer halben und einer Sekunde; während der Belichtung muß der Patient den Atem anhalten. Es werden zum ersten Male solche Farbaufnahmen aus dem Magen, die verschiedene Erkrankungen zeigen, abgebildet; wenn sie auch in der Farbenwiedergabe noch nicht als vollkommen zu bezeichnen sind, so stellen sie doch einen hoffnungsvollen Anfang dar. Welche Bedeutung sie für die Praxis haben, läßt sich heute noch schwer abschätzen; für wissenschaftliche und Lehrzwecke wird ihr Wert erheblich sein. Der Vorzug einer objektiven farbigen Bildkontrolle liegt ganz besonders auf dem Gebiet der Frühdiagnose des Magenkrebses, wo es bei gewissen Fällen darauf ankonnnen wird, verdächtige Formationen mit Hilfe von wiederholten Kontrollbesichtigungen darauf zu prüfen, ob sie fortschreiten oder stationär bleiben. Hier ist bas Bildmaterial unerläßlich. C. K. Hochsckulnacbnckien. Geh. Rat Professor Dr. Okto D o e l tz , der ehemalige Ordinarius für Metallurgie an der Technischen Hochschule Berlin, vollendete sein 7 5. Lebensjahr. Geh. Rat Doeltz, der aus Gesundheitsrücksichten 1924 in den Ruhestand trat, wurde 1900 als etatsmäßiger Professor nach Clausthal berufen und ging 1906 als Ordinarius der Metallhüttenkunde an die T. H Berlin. Seine Hauptarbeiten bezogen sich auf die Untersuchung der Eigenschaften der hüttenmännisch wichtigen Oxyde und her thermo-chemischen Grundlagen von 1 Hüttenprozessen. // Das wahre Gesicht des Weltsreimaurertums M Vortragsabend der Aießener DolksbildungSstaite. statt. Hitler-Jugend Bann 116. ir,’ o /o big gen, die bolschewistische 'J . Klosse und systematisch vorzubereiten. ,ve n OA Wit be anderem Intere Deutlichkeit erkennen, daß eine Fichte im Inneren Elastizität. Der richtig Das ist in keit. Um nun zu verstehen, was für ein Baukünstler die Pflanze ist, betrachte man setzt den feinen Schnitt durchs Fichtenholz unter dem Kergrofte- rungsglas. Man kann an ihm mit prachtvoller verfolgt habe. In seinen weiteren Darlegungen wandte sich der Redner der politischen Betätigung der Freimaurerei zu erinnerte an die verbrecherische Tätigkeit der Ho'chgradfreimaurer B e n e s ch und Stalin, an die verhängnisvolle Arbeit von Stresemann und vieler anderer Politiker. Er betonte, daß der Gedanke an ein Pan-Europa chochgradfrelmaurer als geistige Urheber habe, und erinnerte schließlich an den Satz von Walter Rathenau, der sagte, daß 300 Männer, die sich untereinander kennen, die Geschicke der Welt -in politischer und wirtschaftlicher Einsicht bestimmen. Im Hinblick auf die weltumspannende politische Tätigkeit der Freimaurerei er- klarte der Redner, die Freimaurerei habe um der Verfolgung und der Erreichung ihrer Ziele willen auch vor dem Verbrechen des Mordes nicht zuruck- qescheut. Interessant sei die Tatsache, daß in Rußland die Freimaurerei zwar 100 Jahre lang verboten gewesen sei, nichtsdestoweniger sei es gefunden die bolschewistische Revolution im Jahre 1917 Mit besonderem Interesse hörte man die Mitteilung des Redners über die Tatsache, daß es wahrend des Weltkrieges hinter der deutschen Front sog „Feldlogen" gegeben habe, in denen sich, wie der Redner betonte, deutsche Freimaurer im deutgedacht. Holz ist eine Erfindung, die unvergleichlich bezug auf Druck- und Zugfestigkeit sowie truppredner Fritz Madel sprechen. Damit findet zum ersten Male im Gau Hessen-Rassau eine Kund- gebung statt, in der die Reichspropagandaleitung einen Redner ausschließlich zur Jugend sprechen läßt. gewesen seien. „ , , Der Redner forderte schließlich auf, sich als deutsche Volksgenossen jederzeit der völkischen Ausgaben bewußt zu sein, jedem Feind im eigenen Volke entgegenzutreten und alles dafür einzusetzen, daß die großen Aufgaben, die der Führer gestellt habe, erfüllt würden und Deutschland den Platz an der Sonne erringe, der ihm gebühre. — Anhaltender Beifall, Worte des Dankes des Kreisreferenten an den Redner und das Gedenken an den Führer beschlossen den Vortragsabend. locker geschichtete und doch unbedingt schützende Reihen von leichten Polstern. Auch das Pflanzenei, ( höchst verletzbar wie alle Lebenskeime, fordert für . feinen Schutz ganz besonders schwierige Konstruktiv- , neu. Und sie sind in allen Blüten in höchster Voll- I kommenheit geleistet. Ueberall sind gerade die Samenknospen in die dichtesten und besonders ge- , schützt angelegten Teile der Blumen eingebettet. Die Lärche z. B. macht das in der Weise, daß sie in den weiblichen Blütenzapfen hohle, kreisrunde und_wohl- behütete Rischen anlegt, in die sie die reifende Frucht bettet. Sie ist da so wohlverpackt, daß eher der Baum leidet, als daß die versehrt werden könnte. Die Kiefer hat ihren Blütenstaub nicht nur wohlgeschützt, sondern sie stattet ihn dann, wenn er reif ist, mit einer geradezu genialen Flugeinrichtung aus, damit er, wie es sein Beruf ist, in die Welt hinausreisen kann. Sie bindet nämlich an ihn zwei Ballvnkugeln aus ganz feiner Haut an, in denen sich die Luft unter Dem Einfluß des Sonnenscheins erwärmt, worauf das ganze wie eine Montgolfiere emporsteigt und im Winde treibt. Das sind nun drei verschiedene Lösungen, alle ebenso originell wie erstaunlich zweckmäßig, aber es gibt 150 000 Arten von Blütenpflanzen auf Erden, und jede hat eine besondere und praktische Art hervorgebracht, wie man am besten blüht und fruchtet. Die Tiere aber sind nicht weniger große Bau- künftler. In jedem/Knochen sind die Gesetze des Eisenhochbaus verwirklicht, jedes Auge ist eine wunderbare, komplizierte Kamera, das Ohr ein Saiteninstrument. Sogar die winzigen Infusorien sind wahre Baukünstler. Sie machen sich Gehäuse, oftmals verwickelte Gitterbauten und sitzen darin i beschützt und wohlbehütet. Hat die Pflanze eine - Viertelmillion technischer Lösungen, so hat das Tier > eine halbe Million technischer Einfälle hervorge- - bracht, und je tiefer wir bringen, auf desto Erstaunlicheres und Scharfsinnigeres stößt man. Schon das erste Dutzend Beispiele, das hier vorgeführt wurde, brauchte ein Buch, um wirklich verständlich gemacht zu werden — das wahre Buch der ganzen lebendigen Natur aber ist erst im Beginn seiner Bearbeitung, und wer weiß, ob wir je mit diesem Wunderwerk' zu Ende kommen werden. VDM.'Werk.Grvppe 4. Die Karten für die Theaterringvorstellung am Montag, 28.11., sind ab 23.11 bei Anneliese Dietz, Alicenstraße 32, abzuholen. Höchstpreise für Weihnachtsbäume. Lpd. Der Reichsstatthalter in Hessen —. Landes- rcaierung, Stelle für Preisbildung — veröffentlicht eine Anordnung über die Festsetzung der Prei.e für Weihnachtsbäume im Jahre 1938, die mit sofortiger Wirkung in Kraft tritt. Für den Absatz von Fichten- Weihnachtsbäumen vom Großhandel an den Kleinhandel und vom Kleinhandel an den Verbraucher, gelten folgende Höchstpreise: Klasse und Große 1 (0 70 bis 1,30 Meter) bei Abgabe vom Großhandel an den Kleinhandel bis 0,57 RM., bei Abgabe vom Kleinhandel an den Verbraucher bis 1.— RM.; Klasse und Größe 2 (1,30 bis 2 Meter) bis 085 bzw. bis 1,50 RM.. Klasse und Großes (2 bis 3 Meter) bis 1,67 bzw. bis 2,50 RM.; G'-öße 4 (3 bis 4 Meter) bis 2,54 bzw. b,s 3,80 RM Bei der Größe der Weihnachtsbäume sind Stumpflängen über 20 Zentimeter und astlose Spitzen über 30 Zentimeter nicht mitzuberechnen. Tiere in Ferien. Wie im Sommer bei uns die Völkerwanderung aus der Stadt aufs Land, ins Gebirge und ans Meer einsetzt, so gibt es auch Tiere, die zu einer bestimmten Jahreszeit „in Ferien" gehen. Dabei handelt es ich nicht um die großen Wanderungen, die von manchen Tieren zur Vollziehung ihres Brutgeschäftes angetreten werden oder die die Vögel alljährlich nach dem Süden führen. Es scheint sich vielmehr um eine Klimaveränderung zu handeln, die dem menschlichen Bedürfnis auffällig entspricht. So verlassen ganze Heere von Ratten gegen Ende des Sommers die Städte und verbringen einige Wochen auf dem Lande. Es ist nicht Mangel an Nahrung, was sie zur Reise veranlaßt, sondern augenscheinlich das unbezwingliche Verlangen nach anderer Nahrung. Sie wissen, daß alle wilden Früchte jetzt reif sind, daß sie sich an Nüssen und Eiern den Leib recht voll schlagen können, und so nehmen sie denn ihren Landaufenthalt für einige Zeit. Auch die Otter, die überhaupt ein großer Wanderer ist, unternimmt gegen Sommers- enbe ihre längsten Reisen. Weil es ihr im unteren Strom zu heiß wird, geht sie flußaufwärts zu den kühleren Quellwassern und geht erst gegen den Winter hin zu dem alten Wohnort zurück. liehen Erziehung abgelegt. Die Meldung zur Prüfung ist vvn dem Bewerber schriftlich an den Leiter des Hochschulinstituts für Leibesübungen der Um- versität Gießen zu richten. Die Prüfung Zerfallt tn eine schriftliche, eine mündliche und eine praktische Prüfung. Eine Lehrprobe schließt sie ab. „Alte Kämpfer sprechen zur S3." Das Leben als Baukünstler Lwn Dr. 3t. France. Menschenhand zustande gebracht wurde. Noch aus- schlußreicher hierfür ist ein dünner Querschnitt dura) einen Palmenstamm, der für jeden Techniker em . Wunderwerk ist, ausgeführt mit kleinsten Mitteln. 1 Es ist ja auch eine Leistung, eine unerhörte. Nicht nur, baß die Palmen den elastischsten Stamm unter allen Bäumen haben. Sie tragen eine im Verhältnis zu ihrem bünnen Stamm gigantische Krone von Blätterwedeln, die ihr Gewicht durch das Schaukeln im Wind vervielfacht. Aber bei heftigen Stürmen — und gerade in der palmenreichen Zone gibt es die furchtbarsten Tornados, Zyklone und Taifune — wird oft und oft dieser Wedel bis auf den Boden niedergedrückt und der Stamm splittert nicht. Würde er der Gewalt dieser Orkane nicht gewachsen sein, es gäbe schon längst keine Palmen mehr. Die zweite Wunderleistung des Palmenstammes ist seine Wasserleitung. Es gibt kletternde Palmen — der indische Totang, dessen dünne Stämme jeder als „spanisches Rohr" tennengelernt hat, gehört zu ihnen — die auf die Baumwipfel steigen und deren Stamm durch die vielen Windungen bis zu 260 Meter Länge erreichen kann. Aber dieses dünne Stammrohr ist auch eine Wasserleitung. Vis zur Triebspitze leitet es das Bodenwasser 260 Meter weit durch Mittel, die uns unbekannt sind. Wir können das nicht nachmachen, und wenn wir in einem Bergwerk Wasser so hoch heben, gehören dazu Pumpen von außerordentlicher Leistung und vielen Pferdekräften. Eine andere wunderbare Bauleistung der Pflan- ; zen sind die Blätter und die Nadeln der immer- i grünen Bäume. Eine Kiefernnadel braucht man nur , genügend vergrößert zu betrachten, um sich davon zu überzeugen, baß sie in Wahrheit aus lauter . Hohlziegeln zusammengesetzt, die aber zur besseren Verfestigung obendrein noch sorgfältig ineinander verzahnt sind. Man versuche nur so ein schwaches Ding, wie eine Kieiernnadel zu sein scheint, aus- einanberzureißen und man wirb gleich merken, welch zähen Widerstand sie infolge dieses raffinierten Baues jeder Verletzung entgegensetzt. Wir haben eigentlich an solche Verzahnungsziegel noch gar nicht Brand. Uraufführung „Das Weib des Andern . Auch in dieser Spielzeit bringt das Stadttheater Gießen wieder ein Werk des großen -Spaniers Lope de Vega. Es gelangt heute abend, in Anwesenheit des 'Ueberfetzers, „Das Weib des Andern , Schauspiel in drei Akten von Lope de Vega, zur Uraufführung. Die deutsche Bearbeitung .st von Hans Schlegel. Bühnenbild. Karl Löffler. Spielleitung-. Dr. Hannes Razum. Die Vorstellung findet gleichzeitig als 9. Vorstellung der Mittwoch-Miete statt. Anfang 19.30 Uhr, Ende gegen 22 Uhr. Landfchaflsbund Volkstum und Heimat. Heute abend findet für die Mitglieder des Landschaftsbundes Volkstum und Heimat eine Sonder- fuhrung durch die Bau-Ausstellung „Das alte und das neue Gießen" im Turmhaus am Brand unter Leitung von Stadtbaudirektor G r a v e r t statt. Gäste sind willkommen. Prüfungsordnung für Schwimmeister und Gchwimmeisterinn-n in Hessen. Lpd. Durch bas Bestehen der Prüfung als Schwimmeister und als Schwimmeistenn wird die Befähigung zur Erteilung von Schwimmunterricht an Schwimmanfänger bis zur Erlangung des Frei- bzw. Fahrtenschwimmerzeugnisses erworben, sowie die Befähigung zur Beaufsichtigung des schwlmm- unb Badebetttebes in öffentlichen und privaten Schwimm- und Badeanstalten nachgewiesen. Der Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung — veröffentlicht hierzu eine Prüfungsordnung, m der die Einzelheiten über die Bestimmungen nieder- qeiegt werden. Die Prüfung wird vor dem Pru- fungsamt für Lehrer und Lehrerinnen der körper- fchen Waffenrock mit Freimaurern, die in den besetzten Gebieten verblieben waren, zusommenfinben und beraten konnten. Durch diese Feldlogen sei viel verraten worden. Kaiser Wilhelm IL, der zu einem großen Teil von Juden beraten war, habe diese Feldlogen geduldet. , . m . In ausführlichen Schilderungen gab der Vortragende dann von dem Aufbau der Logen Kenntnis, er sprach von der international gleichgearteten Arbeit der unteren Grade, die nach außen hin insbesondere darin bestanden habe, im öffentlichen Leben an allen hervorragenden Stellen Freimaurern zur Führung zu verhelfen. Das jüdische Bestreben sei dabei darauf hinausgegangen, die Gemeinschaft deutscher Menschen so vielfältig wie möglich in Vereine und Verbände auhuspalten und zu zer- reißen. Unter dem Einfluß der Juden fei die Wis- senschaft zum Selbstzweck gemacht, die Kunst ihrem eigentlichen Sinne entfremdet worden, so daß sie vom Volke nicht mehr habe verstanden werden Thcalerring der Httler-Jugend. Die nächste Vorstellung für den Theaterring der - ' ■ - *■ ■ 28. November, schritte gemacht. .. , . An der Behandlung der Wunde erläuterte dann Dr. Ma 1 ech bespielsweise das Wesen des Naturheilverfahrens. Die Natur des Körpers sorge schon selbst dafür, daß alle Giftstoffe von dem gesunden Körperteil abgeschlossen und aus dem Körper abtransportiert würden. Dem Arzt bleibe die größte Aufgabe, bufen Abwehrprozeß des Körpers zu erkennen und durch die Stärkung des Körpers und die Entgiftung des Blutes mit naturgegebenen Mitteln diesen Prozeß zu fördern. Dabei fielen per Diät, der Hautfunktion und dem Blutkreislauf wichtige Aufgaben zu. Selbstverständlich werde auch vom Naturheilarzt in unumgänglichen Füllen die Operation empfohlen, aber wo sich der Körper seivst helfen könne, werde erst alles versucht, diesen bei. seiner Funktion zu fördern und zu stärken. Dies machte der Vortragende an weiteren Beispielen (Fiebererscheinungen, Herzkrankheiten, Magenkrank- beiten u. a.) verständlich, und er stellte fest, daß Licht, Luft, Wasser, Massagen und Sonnenbestra^ lungen die wichtigsten Faktoren dabei seien, durch eine gesunde Lebensführung schon rechtzeitig vorher den Körper gegen alle Anfälligkeiten zu ftarfen und mit Unterstützung einer geeigneten Naturkost Vorsorge zu pflegen,, die die praktischste Verhütung von Krankheiten darstelle. Nach den mit Beifall aufgenommenen Aus sich- nm gen hielt Hans Haubo 1 d einen Lichtbiwer- Dortrag über „Leistungssteigerung durch gesunde Lebensführung". Große Strafkammer Giehen. Der K. V. aus Ober-Seibertenrod hatte sich ge= Vortragsabend derArbeiisgemeinschast her Berufskrankenkaffen. Im Rahmen ihrer Aufklärungsarbeit veranstaltete die Arbeitsgemeinschaft der Berufskrankenkapen für Kaufmannsgehilfen und weibliche Angestellte am gestrigen Dienstag im „Bayrischen Hof ihren ersten Vortragsabend. Der Leiter der Verwaltungsstelle Gießen, Geitz, sprach eingangs über die neue Auffassung im' Krankenkassenwesen, die zu der Fürsorge die Vorbeugung treten lasse. Den Notwendigkeiten der Gegenwart entsprechend werde dabei die Fürsorge und die Erholung für die Kinder in den Vordergrund der Kassenarbeit gestellt. Der praktische Arzt Dr. W. M ale ch sprach Dann über ,Wesen und Zweck des Naturheilversahrens. Er ging zunächst auf die Entwicklung dieser Heilmethode ein und schilderte, wie Männer wie Prießnitz, Kneipp, Schroth u. a. eigene Wege gingen. Viele Entdeckungen, wie 3.23. die der Vitamine und der Hormone, hätten die Medizin der Naturheüweise schon näher gebracht. Dank der Mithilfe des Re^chs- ärzteführers habe diese Zusammenarbeit gute tfort= Die Gießener Dolksbildungsstätte setzte am gestn- gen Dienstagabend mit einer roeiteren 23ortrag$- Veranstaltung ihre Winterarbeit fort. Zahlreich Z - Hörer fanden sich dazu ein. Die Neue Aula war f D«r Kreisreferent des Deutschen Volksbildungswerkes, Dr. Heydt, eröffnete den Wend mit kur, zen grundsätzlichen Ausführungen über die Arbeit des Volksbildungswerkes, und er gab besonders einer Freude über die glückliche Zusammenarbeit mit dem NSD.-Dozentenbund Ausdruck e»t>pim sprach als Miner Des Abends Pg Scherer über das Thema „Das wahre Gesicht des Weltfreimaurertums Er kennzeichnete zunächst die großen und grundsätzlichen Unterschiede der geistigen Hutung zwischen dem internationalen Sozialismus bzw. dem Liberalismus und dem Nationalsozialismus. Dann manbte er sich dem Freimaurertum zu, bei dem, so führte er ii a. aus, es sich um eine Sache handele, die dem deutschen Volke bisher fremd gewesen sei. Wer heute über Freimaurerei spreche, dem werde entgegengehalten, daß ihr in der Vergangenheit bedeutende deutsche Männer angehört hatten. Diese £at- sache sei aber für eine Beurteilung der ^reimmtrerei nicht ausschlaggebend, denn erst m den legten 30 Jahren habe sie die verhängnisvolle Entwicklung zu unbedingt internationaler Prägung angenommen. Der Vortragende beschäftigte sich dann mit der Geschichte dieser überstaatlichen Organisation, wies darauf hin, wie die Freimaurer in den mittelalterlichen Bauhütten ihren Ausgangspunkt fanden, daß dort Juden als getaufte Christen Eingang erhielten, als „freie Maurer" galten und damit begannen, im Sinne Judas zu wirken. 1717 sei m England die erste Loge gegründet worden, 1733 sei in Hamburg die erste deutsche Loge entstanden. Man habe in Deutschland „altpreußische Logen nationaler und christlicher Präguna und sogenannte „huma- ‘ nitäre Logen" unterschieden. Immer aber habe die ; Freimaurerei im Dienste Judas gestanden, ja sie ' habe geradezu einen „künstlichen Juden" dargestellt, mit dessen Hilfe der Jude seine ureigensten Ziele ftern, aus der Untersuchungshaft vorgeführt, wegen Unzucht mit Kindern unter 14 Jahren in zwei Fällen zu verantworten. Die Verhandlung sand unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. Der Angeklagta erhielt wegen Verbrechens gegen die §§ 176 Abs. 1, Ziff. 3, 73 StGB, eine ©efamtgefängms- ft r a f e von sieben Monaten. Die Große Strafkammer hatte dem Angeklagten gemäß § 176 Abs. II StGB, mildernde Umstände zugebilligt. SezirMöffengmch! Gießen. Gestern hatte sich das Bezirksschöffengericht mit dem Rudolf Swoboda aus Gießen zu be- schäfügen. Wie aus der Schilderung des Lebenslaufes hervorging, hat der Angeklagte eine harte Jugend durchgemacht. Schon früh kam er in Erziehungsheime. Früh kam er auch schon mit* dem Gesetz in Konflikt und wurde zu einer Freiheitsstrafe verurteilt. Nach seiner Strafverbüßung war S. zunächst auf dem Lande tätig. Er hielt dort aber nicht lange aus, sondern begann bald von neuem mit seinem Lotterleben. 1936 wurde der Angeklagte vom Schöffengericht Gießen zu einer mehrmonatigen Gefängnisstrafe verurteilt. Aus der Strafhaft schrieb er ein Gnadengesuch und beteuerte hoch und heilig, ein neues Leden beginnen zu wollen, jedoch lehnte damals der Reichs- fustizminister das Gesuch ab. Nach der Verbüßung dieser Strafe besserte der Angeklagte sich keineswegs, sondern er begann wieder fein altes Lotterleben. 1937 kam er nach Gießen. Hier fand er bei einer Familie, die mit ihm ganz weitläufig verwandt ist, Aufnahme. Ob- jetzt eine Ausgabe, braucht es dann aber später nicht zu tun. Ausschlaggebend allein jedoch ist die Tatsache, daß Tretstrahler °m Rad die Verkehrssicherheit erhöhen, und das sollte für leben Radfahrer Grund genug sein, recht bald an ihre Anschaffung zu denken. (KA5>) Lornotizen lagestalenber für Mittwoch etaSttljeater: 19.30 bis 22 Uhr „Das Weib des Andern". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Konzert in Tirol". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der Optimist". — LB. „Volkstum und Heimat": 20 Uhr Führung durch die Bauausstellung „Das alte und neue Gießen" im Turmhaus am Brand. — Ober- hessischer Kunstverein: 16 bis 18 Uhr Ausstellung „Das alte und neue Gießen" im Turmhaus am Sehr lange haben sich die Menschen für die einigen Baukünstler gehalten und waren gebührend stolz darostf. Mit großer Ueberminbung gestand man bann einzelnen Tieren zu, baß auch sie „bauen können. Dann fand man, daß die Pflanzen nn Aufbau ihrer Stämme, Blätter und Samen geradezu Unübertreffliches leisten. Und kam zuletzt dazu, daß man sich überzeugte, baß „bauen", etwas konstruieren eben eine Leistung sei, die zum Leben dazu gehört, weil alles ßebenbige aus Teilen aufaebaut ist und der Sicherung und des Schutzes bedarf. Und daß dabei alle statischen und sonstigen Baugesetze ihre Anwendung finden, und zwar eine so mustergültige, baß bie in sich begrenzten Leistungen unserer Techniker manchmal sogar übertroffen werden. Das ist z.B. bas Holz. Dasselbe gemeine Holz, das man seit Urzeiten her verbrennt, zerhackt, zersägt, schnitzt und hobelt. In Wahrheit ist dieses Holz, wenn man es nur mit der nötigen Vergrößerung betrachtet und dem allerdings ebenso notwendigen Verständnis, ein technisches Wunderwerk. Man überlege sich nur, was es alles leistet. Jeder Stamm muß ein riesiges Gewicht, nämlich bie Aeste mit ber Laubkrone tragen. Unb muß au Berbern den Anforderungen gewachsen sein, die der Wind an ihn stellt der doch immer mit Bruch und Ausreißen droht. Allen Schub- und Zugkräften muß er Widerstand leisten. Und außerdem muß aber Holz auch chemische Leistungen vollbringen. Es muß burd)- lässig sein für die einen Stoffe, aber undurchlässig für die anderen. Es muß bas Wasser leiten können, an anderem Ort aber muß es Wasser zurückhalten. Es dient als Säfteleitung und als Speicher zugleich. Alles mögliche ist in ihm aufbewahrt. Da sind Farbstoffe, dort Stärkemehl, da Del, dort Gifte, Kristalle ober mineralische Substanzen. Das eine Mal muß es sie verschließen, das andere Mal sie in Fluß bringen. Und bas alles muß mit ber denkbar größten Materialersparnis geleitet werden. Denn das ist bas eiserne Gesetz der Pflanzen und Tiere und auch unseres eigenen Körpers: alles muß zweckmäßig sein durch Sparsam- Hitler-Jugend findet am Montag, 28. November, um 20 Uhr, statt. Es gelangt zur Aufführuna „Em Sommernachtstraum" von Shakespeare. Ende der Vorstellung gegen 23 Uhr. — Die nächste Vorstellung für die Mittwoch-Zusatzkarten des Theaterringes findet am Mittwoch, 7. Dezember statt. Es gelangt zur Aufführung „Dichter und Bauer . BOM.-llntergau 116 Gießen. Zeitschriften. — „Liefern Sie umgehend 400 Volksgasmasken für die Belegschaft unseres kriegswichtigen Betriebes!" stand in einem Schreiben, das in den kritischen Septembertagen beim RLB. einging. Kaum aber war das Münchner Abkommen unterzeichnet, schon traf ein zweiter Brief ein: „Von den vorgestern in Auktrag gegebenen 400 Volksgasmasken für unsere Belegschaft bitten mir nunmehr nur noch 50 zu liefern." Es könnten viele Beispiele dieser Art aufgezählt werden; sie alle zeigen, wie viele die Not- wendigkeit des Luftschutzes noch nicht begriffen hoben, sondern glauben, er sei ein Artikel, den man heute kaufen und morgen wieder abbestellen konnte. Darum richtet ber Präsident des Reichsluftschutz- bundes Generalleutnant von Roques, in der neuen Sirene" ein offenes Wort an das deutsche Volk, in dem er noch einmal auf bie Bedeutung des Luftschutzes hinweist. Das neue Heft der großen Luft- schutz-Jllustrierten enthält wieder viele interessante Bildberichte und die Mitteilungen des Präsidiums. Ferner besprach ber Redner die Organisationen Schlaraffia", Rotaryclub, Ernste Bibelforscher, spiritistische und okkulte Vereinigungen, den Druidenorden usw., bie sich alle in einer Abhängigkeit von den Großlogen befunden hätten. Es sei unbeftreit- bare Tatjache. daß deutsche Lagen eng mit der Pa- rifer Großloge zusammenarbeiteten. In Deutschland habe es 104000 Freimaurer gegeben. In England gebe es heute noch deren 450 000, und diese —ot« jache sei die Ursache, warum uns bas rassenverwandte englische Volk nach immer nicht verstehe. Die Verständigiing werde von der Freimaurerei mit allen Mitteln hintertrieben. Im abschließenden Teil seines Vortrags beschaf- tiqte sich ber Redner insbesondere mit dem Willen der Freimaurerei, sich von der Volksgemeinschaft selbst gesellschaftlich abzuschließen, aber doch nie den Einfluß auf bie Oeffentlichkeit aufzugeben. Dann horte man von den Gebräuchen, die in allen Einzelheiten offensichtlich von den Juden her beeinflußt seien, denn nachweisbar entstamme eine große Reihe, ja fast alle symbolischen Zeichen und Ausdrücke der jüdischen Mystik. Die Zeichen der Kabbala seien identisch mit dem ABC. der Freimaurerei: die symbolische Darstellung des Tempels sei in allen Einzelheiten jüdischen Ursprungs. Der Einfluß der Freimaurerei sei über den eigenen Kreis hinaus soweit gegangen, deutsches Kleingeld, das nach 1918 geschaffen wurde, mit freimaurerischen Zeichen zu versehen. In scharfen Worten geißelte der Redner die Gebräuche, die in der Loge an der Tagesordnung waren, und betonte, wie es einem Menschen mit gesundem Verstand unfaßbar erscheinen müsse, wie allenthalben Angehörige der gebildeten Schichten in den , Städten, führende Männer im öffentlichen Leben . derart unsinnige Gebräuche mitzumachen imstande -"Verkehrssünder. Die Polizei schritt tn ber Zeit vom 11. bis 17.Ncwenü)er ein: gegen Kraftfichrzeugführer mit 10 Anzeigen und 2 gebührenpflichtigen Verwarnungen; gegen sonsttge Fahrzeugführer mit einer Anzeige uiib einer gc= • 0 -------------; gegen Radfahrer Die im Sommer durchgeführte Aktion „Alte KümvI-r sprechen zur 5)3." soll, wie der NS.-Guu- F-hrz-ugMrer mit einer nnz G i e ß e n wird am 8. Dezember der Reichsstoß- Warnungen.____ len und einer schweren Urkundenfälschunl ,ten. Da die die Psychiatrische Klinik überwiesen. I Aus der engeren Heimat den (Nachdruck verboten!- 38 Fortsetzung. 4 A Am waren die Lösungen. Sie kennen doch das neue ,Karolit"? Es ist von so universaler Verwendbarkeit, daß meine Auftraggeber bereit sind eine volle Million für das Rezept zu bezahlen. Das ist viel Geld für einen Mann, dem hier der Boden beginnt, heiß zu werden." Meßdorff lacht laut aus. „Und Sie meinen wirklich, ich sollte Ihnen eine so wichtige Sache übergeben, vorausgesetzt, daß ich sie überhaupt in Händen hätte?" „Davon bin ich überzeugt. Diese Summe ermöglicht Ihnen ein sorgenfreies Leben im Auslande. Bitte, hier ist die Gutschrift und die Abschrift des Reverses, daß dis zum Jahresende Sie allein verfügungsberechtigt find. Sie sehen, wir spielen ein ehrliches Spiel, Herr Doktor." Meßdorfs ist aufgesprungen und wandert ruHelos auf und ad. Ihm stehen die Schweißtropfen auf der fclirn. jeder SoDat muß bereit sein, wenn es gilt, sein Leben einzusetzen für die Ehre des deutschen Soldatentums und' für fein Volk. Darum muß der Soldat die alten Tugenden der Treue und Ehre, des Gehorsams und der Pflichterfüllung, der Ehrlichkeit und der Kameradschaft, die sich im Ernstfall am besten bewährt, aneignen. Der Vataillonskom- mandeur sprach den Wunsch aus, nur frische, aufgeweckte Soldaten mit hellen Augen in seinem Bataillon zu sehen, die freudig ihren Dienst tun und die sich mit ihren Sorgen und Nöten vertrauensvoll an ihre Vorgesetzten und Kompaniechefs wenden, die mit ihnen leben und mit ihnen sorgen. Mit Stolz rief Oberstleutnant Wiese seinen Rekruten weiter ins Gedächtnis, daß sie 116er geworden sind, und damit Träger einer ruhmreichen Tradition eines alten, in Krieg und Frieden stets bewährten Regiments. Daraus ergebe sich für jeden jungen Soldaten die Verpflichtung, den tapferen Vorbildern durch Pflichteifer und Schneid im Dienst und durch vornehme und edle Gesinnung nachzueisern, damit auch von ihnen dort, wo einer auftritt, Mit Stolz gesagt werden wird: das ist ein 116er. Und wenn ihr danach handeln werdet, so schloß Oberstleutnant Wiese seine Ansprache, dann seid ihr aus dem richtigen Wege! Freudigen Widerhall fand das Treugelöbnis zum Führer und Obersten Befehlshaber, das Oberstleutnant Wiese am Schluß seiner Ansprache ausbrachte. Das Musikkorps spielte dann die Nationalhymnen. „Wie soll ich das wissen?" zuckt Meßdorff mit den Schultern. I „Bis,311m Ende dieses Monats muß noch alles geregelt fein. Sonst habe ich Schwierigkeiten. Bitte, sich daran zu halten!" befiehlt der Fremde hart. „Sonst haben Sie sich die Folgen selbst zuzu- schreiben!" Er steht auf und greift nach seinem Hut. „Mein Besuch wäre am Ende. Darf ich mir noch einen freundschaftlichen Hinweis gestatten — es empiehlt-fich nicht, die Ehefrau rnitzunehmen. Aber wie ich Sie kenncngelernt habe, legen Sie darauf auch wenig Wert. Nun, Herr Doktor, wo anders gibt's auch schöne Frauen und mit Ihrem Honorar läßt sich's leben! Ich empfehle mich! Also — wir hören von Ihnen — sonst —" er lächelt vielsagend, „—hören Sie von uns!" Langsam schließt sich die gepolsterte Tür. Meß- dorsf ist allein. Er sitzt noch immer still und stets. Vergehen gegen das Blutschuhgesetz. Lpd. Frankfurt a. M., 22. Nov. Wegen Vergehens gegen das Blutschukgesetz verurteilte das Frankfurter Schöffengericht Die Jüdin Luise Rosenthal zu d rKe i Monaten Gefängnis. Die Angeklagte hatte in ihrem nichtarischen Haushalt zwei deutschblütige Frauen beschäftigt. In dem einen Fall konnte die Angeklagte des Glaubens fein, eine Jüdin zu beschäftigen; hier erfolgte Freisprechung. In dem andern Falle aber muhte sie wissen, daß die von ihr beschäftigte Frau arisch roar. Abendstunden des Montag raste ein heftiger Sturm über Frankfurt und das Rhein-Maingebiet, der sich bis zur O r k a n st ä r k e steigerte. Nach den Beobachtungen des Taunusobservatoriums auf dem Kleinen Feldberg wurde die Windstärke 10 und aus dem Großen Feldberg Windstärke 11 gemessen. Der Sturm entwurzelte zahlreiche Bäume, verschiedentlich wurden Schornsteine umgerissen und sogar Fensterscheiben eingedrückt. Der Main schlug meterhohe Wellen, so daß ein vor dem Städelschen Museum verankertes Boots- haits losgerissen und abgetrieben Im Hellen Glanze leuchtet das Opernhaus, von vielen unsichtbaren Scheinwerfern aus der Nacht in Helles Licht gehoben. Unaufhörlich strömen die Zuschauer durch die vielen Portale, ohne Pause rollen die Automobile zwischen die Pfeiler der Auffahrt. Der Pförtner steht bereit reißt den Schlag auf und immer wieder dasselbe Bild: geschmückte Frauen, Männer in feierlichem Schwarz. Karajan wartet seit einer Viertelstunde. Es ist gerade noch eine Viertelstunde bis zum Beginn der Vorstellung, aber noch immer ist Karola nicht gekommen. So oft er auch dachte: Sie ist's! — immer tauchte ein fremdes Gesicht, eine fremde Gestalt aus dem Wagen auf. Da endlich — der Fahrer hat das Innere des Wagens bereits erhellt, er erkennt ganz deutlich Karola. Er schiebt den Pförtner beiseite und öffnet ihr den Schlag des Wagens. Für einen Augenblick verschlägt es ihm den Atem. Ist das feine Karola? Ist diese stolze Frau, in schwarzem Samt, eine kostbare Perlenschnur um den schlanken Hals, wirklich noch das bescheidene Mädchen, das mit ihm in Niederau durch die Ställe ging? Lächelnd liest ihm Karola die Bewunderung vom Gesicht. Sie weiß es, daß er überrascht ist, und sie freut sich seiner stillen Bewunderung. Aber auch er sieht im schwarzen Abendanzug außerordentlich gut aus. Sie fühlt, wie die Frauen sich nach ihm umschauen, nach dem großen Mann mit dem schmalem zwingenden Gesicht. (Zyxtjetzung [ül^U unter den Klängen des Präsentiermarsches die Front der jungen Soldaten ab. Oberstleutnant Wiese sprach, dann zu den Rekruten. Er begrüßte sie als Waffenträger der Nation, die von nun an das Ehrenkleid des Großdeutschen Reiches tragen, und wies sie auf die Verpflichtungen und Bindungen hin, die sich daraus für jeden einzelnen gegenüber dem Bataillon, dem Regiment und vor allem gegenüber dem Führer und Obersten Befehlshaber ergeben, dem sie in diesen Tagen den Treueid leisten werden. Der Kommandeur sprach dann zu ihnen über das Wesen des Soldaten als des aus heißer Liebe zu Volk und Vaterland immer einsatzbereiten Kämpfers für Deutschlands Ehre und Bestand und als des steten Vorbildes für das Volk und die Welt, die wie immer Respekt und Achtung vor dem deutschen Soldaten gehabt hat und behalten muß. Be- sonders wies er sie auf die Auszeichnung hin, als Infanterist, d.h. als Kämpfer in norberfter Front, der stürmt und an greift, dem Vaterland dienen zu dürfen. Daß diese Schule eine harte sein wird, deutete er als selbstverständlich nebenher an; denn Anschließend hatte sich der W. W. aus Düsseldorf, der verschiedentlich ohne Fahrkarte planlose Reisen unternommen hatte, zu verantworten. Der Angeklagte, der einen recht eigentümlichen Eindruck machte, wurde zur Prüfung seines Geisteszustandes tn die Psychiatrische Klinik überwiesen. Sturmschaden im Ähein-Miligebiei. Lpd. Frankfurt a. M., 22. Nov. In |*l. r.*n hüte I 'hren *s- r die rju V SlOt: werde f Kin, tat. I öantt kens". t heil- hta. tagen, r« und Meise Mchs. Fort- Feier in der Bergkaserne. Erster Appell der Bekrnten des 1. Batt. Znf.-Begt. 116. museums des Geschichts- und Altertumsvereins hervorgeht, hat dieses im letzten Halbjahr wieder zahlreiche Geschenke, Darunter recht wertvolle, erhalten. Unter den Spendern befindet sich auch Prinz Ludwig von Hessen, der eine eiserne Geschoß- kugel von 1646 und ein mittelalterliches Tongefäß aus dem ehemaligen großherzoglichen Jagdschloß Romrod stiftete. Im kommenden Sommer wird das Museum eine sehr wertvolle Erweiterung erfahren, indeip das Erdgeschoß des Hochzeitshauses, das gegenwärtig als städtisches Materiallager benutzt wird, frei gemacht und für die Zwecke des Heimatmuseums eingerichtet wird. rmanberung d ans Mr -r bestimm' (janbelt es . oon tnan« Mesches jhrlich nach v um eine w** n au dem was ft 161i s« nb«*E lerhaupi em Sommes •■5 Ihrer Polizei, daß man Sie noch vor Weihnachten durchschaut und festnimmt." Und dann mit harter Stimme: „Also wollen Sie oder nicht?" Langsam sinkt Meßdorff in den Stuhl hinter seinem Tisch. Ihm ist elend. Verzweifelt haften feine Hände über den Tisch, wühlen in Papieren, zerren an einem Schreibheft. Er sieht, wie sich Mauern um. ihn auftürmen — er weiß, Der Fremde hat recht, recht mit jedem Wort, wenn ntan bereits jenseits Der Grenze Bescheid weiß, Dann wird es nicht mehr lange Dauern, bis man auch hier zu erkennen beginnt. Mit einem Schlage begreift er Das Aussichtslose seiner Situation. Diesmal kommt er nicht mit einigen sehr geschickten Operationen Darüber hinweg — Diesmal wird es ihm an Den Kragen gehen! Karajans „Karolit" — das gibt ihm den Rest! Seit jenem Unglückstag, Da er Die „Vereinigten" kaufte, um feiner Rache Genüge getan zu haben — feit jenem Tage verfolgt ihn Das Pech. Es hat sich an seine Fersen geheftet und gibt ihn nicht frei — es hat ihn zum Spieler ernicDriat—ihn, der voller Abscheu stets auf Leute sah, Die so wenig Zucht und Selbstbeherrschung aufbringen konnten, daß sie zu Sklaven Der rollenDen Kugel wurden — „Reden Sie!" sagt er heiser und kaum vernehmbar. Aber der Fremde hat mit sicherem Instinkt gespürt, daß fein Gegner nun mürbe ist, daß er Den ' letzten Widerstand überwunden hat. Sofort wechselt er Die Tonart, wird wieder Der kühle, aber Durchaus verbindliche Herr von Manieren. „Es freut mich, daß Sie Die Dinge nun ruhig und klar sehen", nickt er. „Wollen Sie also bitte genau auf meine Anweisung achten! Wenn Sie Die Pläne haben —" „Ja, wenn! Aber wie? Soll ich etwa — mit Gewalt?" „Wenn es nicht anders geht? Wir müssen uns beeilen. Bitte zu notieren! Sie starten mit Ihrem Wagen — in Richtung Bischofswerda — biegen Dort rechts ab und fahren über Oppach nach Neugersdorf. Suchen Sie Dort Das Hotel ,Zur Post' auf und vertrauen Sie sich Dem Manne an, Der Ihren Namen nennt Er bringt Sie in Der Nacht sicher hinüber. Ich erwarte Sie drüben. Aber ich rate Ihnen, vielleicht zuvor einmal einen unver- binDlichen Ausflug in Die erwähnte Gegend zu unternehmen, um Die Strecke genauer kennenzulernen, nicht?" Meßdorfs nickt mechanisch. Er sieht sich gefangen — Das Netz wird über ihm zugezogen. Er ist rettungslos in feine eigene Schuld verstrickt. lange werben wi£ waiies LmfsenL" Meßdorff endlich mül)fam. "■>„Die Pläne für die Karajansche Erfindung! Seine S> jungen vor allem, mit Denen er Das Ausgangs- material behandelt. Die Berarbeitungsmaschinen werden wir bauen können. Leider — fehlen uns U dann jSlatun W !chon Wunden Mr ab. I größte lju orts und la Mitten der I wich. Mch vom M Dpt-. |r selbst Msen bei |n. Dies Mispielen Mnkrank- lest, daß Mbestrch- li, durch I vorher störten laturfoft chiitung Ausfiih. chtMder- gesunde i-h?L trv 9 KaUlN * Ät W Slot- Ä Ä Ä „Sie sind wahnsinnig!" „Das zu glauben stehl Ihnen frei!" lächelt Der Fremde.. Es ändert nichts an Ihren Angelegenheiten. Wie getagt, wir haben diese Sache mit großem Interesse verfolgt und haben uns zunächst einmal über Ihre Verhältnisse unterrichtet. Es steht nicht sehr gut um Sie, Herr Doktor. Wenn mich nicht alles täuscht, lebt Die ,Union’ nicht mehr lange und Ihr Aufenthalt, Herr Doktor, Durfte in Den nächsten Jahren etwas weniger komfortabel sein. Zuchthäuser finD wohl kaum als Sanatorium zu bezeichnen." Totenblaß springt Meßdorff auf. „Das ist — Das ist gemeine Erpressung!" knirscht er atemlos. Aber Der Fremde bleibt davon ganz unberührt „Ich würde nicht von Gemeinheit reden", meint er gelassen, „jedenfalls nicht an Ihrer Stelle. Das, was mir jene junge Dame erzählte, spricht nicht für Sie." „Und was wollen Sie eigentlich von mir?" fragt wohl diese Leute mit jedem Pfennig rechnen müssen, nahmen sie Doch den Angeklagten bereitwillig aus. omoboDa, Der damals wieder ohne Arbeit war, brauchte keinen «Pfennig zu zahlen, fonöern er lebte wie das Kind im Hause. Er belohnte aber Die ihm gebotene Gastlichkeit schlecht. Am 14. Dezember 1937 ober um diese Zeit öffnete er mit einem Messer Die Sparbüchse seiner Gastgeberin und entnahm Daraus einen kleinen Geldbetrag. In diese Sparbüchse legte Die Frau ihre Spargroschen für Die monatlich fällige Lebensversicherungsprä- mie. Als Die Zeugin die Lebensversicherung bezahlen wollte, merkte sie den Verlust. Der Verdacht Der Täterschaft fiel auf Den Angeklagten. Da Die Familie ihm zum Aufbau einer Existenz verhelfen len und einer schweren Urkundenfälschung unter Einbeziehung Der Urteile Der Amtsgerichte Krefeld und Köln zu einer Zuchthausstrafe von drei ^Jahren u ii D sechs Monaten. Auf diese ©träfe werden dem Angeklagten 93 Tage Untersuchungshaft und die bis jetzt verbüßte Strafhaft angerechnet. Mark ein. Den Rest verbrauchte er für sich. Auf den Poftabschnitt setzte er hinter die „Eins" eine Null, jo daß man glauben konnte, er habe tatsächlich 10,15 Mark einaezahlt. Die Zeugin bemerkte deshalb zunächst auch nicht diese schwere Urkundenfälschung. Am 5.3.1938 nahm er Der Frau Sch. noch ein Reiseetui weg, verkaufte es weit unter Preise und verschwand. Er ging nun zu Der Familie M. in Klein-Linden. Hier lieh er sich erst einmal 50 Pfennig Zum Dank Dafür stahl er noch vier Mark. Dann schwindelte er, er wolle zu seiner Mutter nach Wetzlar fahren und außerdem noch einige Aufträge erledigen. Der Ehemann M. lieh ihm Darauf sein Fahrrad und einen Lodenmantel. Der Angeklagte fuhr aber nicht nach Wetzlar, sondern nach Heuchelheim. Er bekam mit seinem Fahrrad einen „Platten". Daraufhin verkaufte er das Fahrrad für 8 Mark. Den Mantel will er später verloren haben. Nun fuhr Der Angeklagte über Siegen, Köln nach Westfalen. Unterwegs beging er dauernd Straftaten, für die er durch das Amtsgericht Köln bestraft wurde. In Essen erinnerte er sich, daß Dort eine entfernte Verwandte eines früheren Tippelbruders, von Dem er schon lange nichts mehr gehört hatte, wohnte. Er ging zu dieser Frau, bestellte einen Gruß von seinem Freunde und schilderte in bewegten Wor- ten Dessen schlechte wirtschaftliche Lage. Die Frau, Die in sehr beDrängten Verhältnissen lebt, fiel auf Den Schwindel herein und gab dem Angeklagten Drei Mark für Den „armen Willy". Der Angeklagte behielt das Geld. In dieser Zeit hatte er bei Dem Schneidermeister I. in Essen Arbeit gefunden. Als er am ersten Tage abends heimgehen wollte, regnete es. Der Meister gab Dem Angeklagte zum Schutze gegen Den Regen einen Hut und Mantel mit. Der Angeklagte verschwand aber auf Nimmerwiedersehen. Jetzt versuchte er sich mit teilweise lächerlichen Ausreden zu verteidigen. Der Staatsanwalt beleuchtete in fernem Plädoyer die tatsächliche und die rechtliche Seite dieses Falles. Er wies besonders Darauf hin, Daß die Verfälschung des Postabschnittes eine schwere Urkundenfälschung Darstelle. Nach Der Rechtsprechung Des Reichsgerichts genüge zur Annahme dieses Tatbestandes auch ein durch eine Unterschlagung bereits erlangter Vermögensvorteil. Durch die Er- schwindlung des Fahrrades und des Mantels in Klein-Linden habe sich Der Angeklagte nicht einer Unterschlaaung, sondern, Da er "bereits Die Fluchtabsicht besessen habe, eines Betruges schulDig gemacht. Schließlich wandte sich Der Staatsanwalt Der Persönlichkeit Des Angeklagten zu, den Das Schöffengericht bereits vor Jahren richttg als einen leichtsinnigen und oberflächlichen Menschen erkannt und gekennzeichnet hatte, und Darüber hinaus Der Frage des § 20a StGB. (Gewohnheitsverbrecher und Der Sicherheitsverwahrung). Seiner Auffassung nach seien beide Fragen zu verneinen. Trotzdem müsse das Gesetz Den Angeklagten als rückfälligen Dieb in seiner vollen Schärfe treffen. Für mildernde Umstände sei fein Platz. Nach einigen Ausführungen über Die GesamtstrafenbilDung beantragte Der Staatsanwalt gegen Den Angeklagten eine Zuchthausstrafe von vier Jahren und fünf Jahre Ehrverlust. Das Gericht verurteilte Den Angeklagten wegen Rückfalldiebstahls in zwei Fällen, schweren Diebstahls im Rückfälle, wegen Betrugs in zwei Fäl- „Herr, wie denken Sie sich das eigentlich?" schreit er endlich aus seiner Unruhe heraus. „Ich kann doch nicht einfach hingehen und Karajan fragen, ob er mir seine Erfindung nicht mal vorführen will? Karajan ist nicht käuflich." „Das stimmt!" nickt Der Fremde. „Und seine Leute auch nicht. Wir haben das natürlich vörher festgestellt, ehe ich zu Ihnen kam. Dort ist jeder Versuch zwecklos. Aber wir verlassen uns auf Ihren Scharfsinn. Sie werden. Mittel und Wege finben. Sie sind ja schließlich fein Anfänger, Herr Doktor!" „Sie können mir gestohlen bleiben!" brüllt Meh- Dorff. „Ich Denke nicht Daran, für Sie Die Kastanien aus Dem Feuer zu holen. Machen Sie, was Sie wollen, ich will Damit nichts mehr zu tun haben!" Der Fremde erhebt sich achselzuckeuD. „Schön. Sie sind aufgeregt, Sie beurteilen meinen Vorschlag im Augenblick nicht so kühl unD sachlich, wie es nun einmal notwendig ist. Ich muß Sie also später noch einmal aufsuchen. Vielleicht gelingt es Ihnen, Die ,Union' Doch über Wasser zu halten! Allerdings — Ihre SpielschulDen können Sie wohl kaum von Ihren Einnahmen bezahlen—■* „Was soll Das heißen? Was reden Sie Da für törichtes Zeug?" stammelt Meßdorff und sieht Den Fremden entsetzt an. „Ich verbitte mir—" Aber er kommt nicht zu Ende. Denn nun läßt Der Fremde die Maske fallen, nun bricht unter Der Kühle seines Wesens die brutale Gewalt hervor. „Sie haben sich gar nichts zu verbitten, verstanden?" zischt er und tritt dicht an Meßdorff heran. „5)ier hat nur einer Forderungen zu stellen und der bin ich! Sie sind so in meiner Hand, daß Ihnen der letzte Rest Ihres Verstandes sagen müßte: es gibt feinen Ausweg mehr. Ich habe die Unterlagen für Den betrügerischen Verkauf des Patentes, ich habe Die Unterlagen, Daß Ihre Finanzoperationen Betrug sind, ich weiß sogar, wo die Summen geblieben finD, Die Sie still und heimlich aus Dem Betrieb zogen, um sie für sich zu verbrauchen — jener .Schachklub' im Zentrum ist mehr Leuten als nur Ihnen bekannt, mein Herr, und Ihre Verlustziffern in Den letzten vier Wochen überschreiten ähre Verhältnisse um ein Erhebliches — ich weiß sogar non Ihrem Fluchtfonto in Der Schweiz, Das Sie für alle Fälle angesammelt hatten — also sparen Sie sich gefälligst alle überflüssigen Rede- reien! EntweDer Sie tun, was ich Ihnen sage — oDer eines Tages haben Sie zu wählen zwischen einer Kugel — oDer Dem Zuchthaus!" „Wollen Sie mich etwa anzeigen?" Verächtlich winkt Der Fremde ab. „Nicht nötig! Wir belasten unfern guten Ruf nicht gern mit jolchsu Dingen. Ich hnba Das feste Sertraww, flu Familie ihm zum Aufbau einer Existenz verhelfen wollte, so verzieh sie ihm diesen Einbruchsdiebstahl. Aber auch Diesen Beweis anständiger Gesinnung wußte Der Angeklagte keineswegs zu schätzen. Am 25. Februar d.J. erhielt er von seiner Gastgeberin Den Auftrag, 10,15 Mark auf Der Post einzuzahlen. Er nahm Das Geld, zahlte jedoch nur 1,15 Bei der Arbeit tödlich verunglückt. L i ch , 22. Nov. Ein schwerer U n g l ü ck s f a l l mit töDlichem Ausgang ereignete sich heute zwischen 10 und 11 Uhr in Der Brauerei Jhring- Melchior. Der 26jährige Brauer Walter F r u t i g aus Hungen war Dort an Der erst vor einigen Wochen ausgestellten Hopfen Zentrifuge beschäftigt, als diese aus bisher noch nicht ermittelten Gründen explodierte. Durch die Zentrifugalkraft Der mit ungeheurer Geschwindigkeit sich drehenden Trommel ded Zentrifuge wurde Der obere Teil Der Maschine vollständig abgerissen, wobei die einzelnen Maschinenteile den Verunglückten einige Meter weit wegschleuDerten und ihm u. a. Das rechte Bein abrissen. Sanitäter des hiesigen Roten Kreuzes leisteten die erste Hilfe. Der rasch an der Unglücksstelle erschienene Arzt ordnete die sofortige Ueberführung des bedauernswerten Schwerverletzten nach Gießen an. Auf Dem Transport verschied Der Verunglückte, Der Frau und einen etwa 2jährigen Sohn hinterläßt. Der Verstorbene genoß wegen seines kameradschaftlichen Verhaltens bei Betriebsführer unD Gefolgschaft höchstes Ansehen. Bereicherung des Heimatmuseums in Alsfeld. § Alsfeld, 22. Nov. Wie aus einer Veröffentlichung der Verwaltung Des hiesigen Heimat- WUMM MU Ml Roman von Kurt Riemann Copyright by Verlag Oskar Meister, Werdau i. Sa wurde. Die Feuerwehr, Die wahrend Der ganzen Nacht mit Der Beseitigung der Schäden zu tun hatte, konnte auch das Bootshaus, nachdem es ein Stück abgetrieben mar, mit Seilen wieder festmachen und Die auf dem Bootshaus befindliche Kantinenwirtin, die infolge der Aufregung bewußtlos geworden war, retten. Auf dem Bahnsteig im Höchster Bahnhof wurden zwei Leute von einer Sturmbö mit solcher Gewalt erfaßt, daß sie vom Bahnsteig hinab auf den Schienenftrang gerissen wurden. Zwischen 22 und 23 Uhr wütete Der Sturm Derart, daß Radfahrer nicht imstande waren, zu fahren, ja nicht einmal ein Rad über Die Straße zu Drücken. In Mainz gab es erhebliche Störungen im Fernsprechverkehr, da Die Leitungen durch den Sturm in Mitleidenschaft gezogen wurden. Auch in der Stromversorgung traten Störungen ein, das Licht verlosch für einige Minuten, und in den Kinos mußte Die Vorstellung für kurze Zeit unterbrochen roerDen. In Hanau wurden Baugerüste zum Einsturz gebracht und an einer Stelle Die Oberleitung der Straßenbahn beschädigt, so daß ein Omnibus-Pendelverkehr eingerichtet werden mußte. Durch einen umstürzenden Baum vor dem Schloßgarten in der Hainstraße wurden zwei Frauen verletzt. Ein Wochenendhäuschen wurde aus Den Fugen gerissen und zehn Meter weit fortgetragen. Schäden in Ulrichstein. A Ulrichstein, 22. Nov. Heute nacht wurde unsere Gegend von einem von Regen ünd Schnee begleiteten orkanartigen Sturm heimgesucht. Durch teilweises Abheben und Eindrücken der Dächer wurden an verschiedenen Häusern erhebliche Schäden verursacht. Selbst starke Bäume wurden entwurzelt und mußten zur Freihaltung Der Hauptverkehrsstraße (Ohmstraße) noch in Der Nacht beseitigt werden. Landkreis Gießen. CO Klein-Linden, 22. Nov. In Der jüngsten Mitgliederversammlung Des hiesigen GefIü - gelzuchtvereins warb Der Vereinsführer für die Beschickung Der Kreisfachgruppenschau am kommenden Sonntag in Lollar und Der Landesfach- aruppenschau Mitte Dezember in Frankfurt a. M. Jin Verlauf der Versammlung wurde Der Beschluß gefaßt, am 22. Januar 1939 eine örtliche Werbe- schau Durchzuführen. Von Den meisten Mitgliedern konnten Fortschritte bei Den vom Verein beratenen Geflügelhaltern festgestellt werden. Als Durchschnitt Der besten Legeleistung einer Henne im Jahr konnte ein Mitglied Den Eierertrag von 192 Stück an» geben. Unter 120 Eier pro Tier und Jahr kam keiner der in der Versammlung anwesenden Züchter. # Mainzlar, 22. Nov. Für Die von Der hiesigen Schule gesammelten zwei Zentner Bucheckern erhielt Die Schule von Der Oberförsterei Gießen Den stattlichen Betrag von 2 5 Mark, Der Dem Winterhilfswerk zugewiesen wurde. □ Saasen, 22. Nov. von einem eigenartigen Mißgeschick wurde gestern Der hiesige Gastwirt und Metzger Wilhelm Schepp II. betroffen. Als er bei einer Hausschlachtung Damit beschäftigt war, ein Schwein zu zerlegen, traf er sich mit Dem Schlachtmesser so unglücklich in den Unterarm, daß Die Schlagader zerschnitten wurDe. Mit einer stark blutenDen WunDe mußte er sofort ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Kreis Bübingen. c Schotten, 21. Nov. Am Samstagmittag trafen hier zur allgemeinen Besichtigung zwei KdF.- Wagen, eine Limousine und ein Cabriolet, ein und waren für einige Zeit auf einem freien Platz ausgestellt. Das Interesse für Die neuen Wagen war allgemein sehr groß. — Am SamstagabenD fand im Singsaal Der Turnhalle wieDer ein Vortrag der NS.-Kulturoeranstaltung statt. Redner war Diesmal Dr. Korten (Frankfurt), Der über Das Thema: „Nationalsozialismus, Weltanschauung, Religion und Rasse" in interessanten Ausführungen sprach. — DieSchwarzwildplage nimmt in letzter Zeit wieDer stark zu. Großen Schaden richten die Schwarzkittel an. Forster Happel auf Dem nahen Forslhaus Folltorhaus gelang es, mit einem Schuß eßen. sich ge- t, wegen oei Fäl- id unter igetlagte ' 16 MI, ngnis» e Große öh § 176 illigt. eßen, ericht mit n zu be- 5 Lebens- ine Me r in 6t« mit dem grrMs- zung war hielt dort bald von curbe der zu einer teilt Aus zejuch und den begin- jcr Wich*' lesserte der er begann m er nach je, Die mit rahme. Ob» gestrigen Dienstagoormittag um 11 Uhr Die Rekruten Des I. Bataillons Infanterie- Regiments 116 auf Dem Kasernenhof Der Bergkaserne 3um Appell angetreten. Am linken Flügel Des offenen Vierecks standen Die Stammkompanie unter Gewehr und das Musikkovps., Nachdem Hauptmann B e i g a n g Dem Bataillon s komm andeur, Oberstleutnant Wiese, Meldung erstattet hatte, schritt Der BataillonskommcmDeur OJl.-^fpOTt furt ab. Tagung des heimatlichen DolksbildungswerkS um Wirtschaft zugeteilt, daß sonst prüfe die Leistungen des Winter- Hilfswerkes und vergleiche Deine Leistungen für das N)k)lV! — hast Du Deine Pflicht erfüllt? ihre von die die die seinen eigenen deutschen und Europarekord 5/io Sekunden. Auch drei Weltrekorde fanden jetzt amtliche Bestätigung, nämlich die 18:58,8 Min. Amano im 1500-Meter-Kraulschwimmen und sein. Die Kämpfe selbst sind für die Zeit vom bis 26. Februar nach Garmisch-Partenkirchen gesetzt. . fuß- das find und Ost- den a) 63 bis 65 (62 bis 65), b) 53 bis 59 (56 bis 59), c) 45 bis 50 (45 bis 50), d) 35 bis 40 (35 bis 40). Hämmel b2) 47 bis 52 (46 bis 52), c) 41 bis 45 (40 bis 45), d) 30 bis 40 (36). Schafe a) 38 bis 42 (38 bis 42), b) 33 bis 37 (33 bis 37), c) 20 bis 32 (18 bis 32). Schweine a) 59 (59), bl) 58 (58), b2 57 (57), c) 53 (53), d) 50 (50). Sauen gl) 58 (58). Marktoerlauf: Kälber und Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafe mittel. Einführung einer Meisterklasse. Deutsche Leichtathletik-Vereinsmeisterschaft 1939. In der deutschen Leichtathletik - Vereinsmeister- schaft, einem der wertvollsten Förderungsmittel systemvoller Breitenarbeit, werden im kommenden Jahr einige Neuerungen eingeführt. Um weiteren Ansporn zu Leistungssteigerungen zu geben, wird eine Meisterklasse gebildet, der die zwölf Vereine angehören, die im Jahre 1938 die höchsten Punktzahlen erreichten. Diese Vereine legen ihre Prüfungen gleichzeitig am 28.Z29. Mai und am 10./11. Juni ab. Das Reichsfachamt bestimmt dann die Einheiten, die am 16. und 17. September den Endkampf um den Meistertitel, den jetzt München 1860 innehat, austragen. Für die Vereine, die nicht der Meisterklasse angehören, bleiben, bei Berücksichtigung der Leistungen im Jähre 1938, die Sonderklasse, die Klassen A, B, CI, CII und D bestehen. Alle.diese Klassen müssen ihre Kämpfe in der Zeit vom 15. Mai bis 1. Oktober durchführen. HZ.-Winterkampfspiete noch größer. Fanden sich zu den Reichswintersportkämpfen 1938 der HI. über 1200 Jungen und Mädel ein, so werden es im Februar nächsten Jahres noch mehr sein, kommen doch dann noch die Jungen und Mädel aus der Ostmark und dem Sudetenland hinzu. Dies ist mitbestimmend für einige Programmänderungen. So wurde beispielsweise die Zahl der Wertungsgruppen von drei auf vier erhöht. Gruppe I (Hochgebirge) umfaßt Hochland, Tirol, Steiermark, Salzburg und Kärnten; Gruppe II (Mittelgebirge): Schlesien, Thüringen, Sachsen, Baden, Württemberg, Bayerische Ostmark, Franken, Niederdonau, Oberdonau, Wien und Sudeten; Gruppe III (Bergland): Niedersachsen, Westfalen, Ruhr-Niederrhein, Düsseldorf, Mittelrhein, Westmark, Hessen-Nassau, Kurhessen, Mittelland, Mittelelbe und Saarpfalz; Gruppe IV (Flachland): Ostland, Kurmark, Berlin, Pommern, Nordmark, Nordsee, Mecklenburg und Hamburg. Im Gegensatz zum Vorjabr gibt es diesmal auch die Alpine Kombination für Jungen und Mädel, und neu ist auch der Langlauf der Flachlandgruppe. Die Gebiefs- bzw. Obergau-Ausfche-i- dungen müssen bis zum 5. Februar' durchgeführt 19. an- Unternehmungslust größeren Umfang erreichte, war die Börse am Aktienmarkt nach den kürzlichen Abschlägen auf einen freundlicheren Ton gestimmt. Der ermäßigte Kursstand führte bei der Kundschaft zu kleinen Anlagekäufen, denen sich teilweise auch die Kulisse mit mäßigen Anschaffungen anschloß, so daß überwiegend Besserungen um 0,50 bis 1 v. H. eintraten, zumal Angebot kaum mehr vorlag. Zeitweise lebhafter lagen Montanwerte, besonders Vereinigte Stahl mit 102,75 bis 103,25 (102,13). Hoesch gewannen 1,25 v. H. auf 112,50, Rheinstahl 1 v. H. auf 128,50, Mannesmann behauptet mit 103,90 (104). Am Elektromarkt betrugen die Erholungen durchschnittlich 1 v. H., Felten gewannenxl.50 v. H. auf 130,50, Bekula voll behauptet mit 161,75 bis 161,90. Die Farben-Aktie setzte 1 v. H. höher ein mit 145, Metallgesellschaft 117,50 (117). Maschinenaktien lagen ruhig und behauptet, Rheinmetall plus 0,50 v. H. auf 130,50. Jin einzelnen kamen Reichsbank mit 190,50 (190), Westdeutsche Kaufhof mit 101 (100) und VDM. mit 173,50 (173) zur Notiz. Am Renten markt war das Geschäft weiter gering bei zumeist behaupteten Kursen. Reichsaltbesitz 0,13 v. H. nachgebend auf 130,50. Im Freiverkehr stellten sich Kommunal-Umlchuldung auf unv. 93, späte Schuldbuchforderungen auf 98,25 (98,40) und 4 v. H. Rentenbank-Ablösung auf 90,25 (90,50). Von Goldpfandbriefen wurden sämtliche Serien der 103,25, Rheinstahl 129 nach 128,65, Daimler 130,50 nach 130, AEG. 112,50 nach 112, Kaufhof 101,50 nach 101, Bemberg 130,50 bis 131 (129,50). Bei den erst später notierten Werten betrugen die Besserungen bis zu 2 v. H. Nach Pause wesentlich schwächer lagen Mansfelder Bergbau mit 131 (138). 'lln notierte Werte hatten bei ruhigem Geschäft behauptete Kurse. Höher lagen Ufa mit 85,50 (84,25). Tagesgeld unv. 2,25 v. H. Abendbörse freundlich. An der Abendbörse blieb die Grundstimmung freundlich, und Käufe einer O-Bank belebten das Geschäft. Wenn auch die Kursentwicklung gegen den Mittagsschluß etwas uneinheitlich war, so überwogen jedoch Befestigungen bis zu 1 v. H. Bei den niedriger notierten Papieren handelte es sich meist um Angleichungen an Berlin, doch wurde auch dieser Stand vielfach leicht überschritten. Eine Sonder- bewegung hatten van Schiffahrtswerten Hapag mit 72 (69,75 und 71 in Berlin). Von Elektroakkien stiegen AEG. auf 113,50 (112,50), Gesfürel auf 130,50 (129,75), während Lahrneyer nach Pause 1,50 v. H. niedriger lagen mit 123. Am Montanmarkt gingen Hoesch mit 113,50 (113), Verein. Stahl mit 103,25 (103), Mannesmann mit 104 (104,13) um; Buderus notierten 105 (105,25), Rheinstahl 129 (129,13). In der chemischen Gruppe stellten sich Deutsche Erdöl auf 122,75 (122), Metallgesellschaft auf 117,50 (117), Scheideanstalt auf unv. 196 und JG.-Farben bei kleinem Umsatz auf 144,25 (144,50). Sonst sind noch MAN mit 134,50 <134), BMW. mit 144 (143,25), = Friedberg, 22. Nov. Auf dem Selzerbrun- nen in Groß-Karben fand eine auch aus dem Kreise Gießen besuchte Schulungstagung des Dolksbil- idungswerks in der NSG. „Kraft durch Freude", -Gau Hessen-Nassau (Kreis Wetterau), statt. Im Mittelpunkt der Tagung stand das „Dorf- und Hausbuch". Ortsgruppenleiter L i-nl hatte Teile des Dorfbuches des Musterdorfes Harheim zu einer lehrreichen und überzeugenden Schau zu- sammengestellt, die stark beachtet wurde und jeden mit Staunen und Bewunderung über die bisher geleistete Arbeit des heimatverbundenen Wetteraudorfes erfüllte. Die Hauptteile des Linkfchen Werkes, das „Ehrenbuch" und das „Hochzeitsbuch", stehen einzig da. Daß neben anderen Gebieten des dörflichen Lebens auch die Heimatnatur, wie sie sich in Stein und Pflanze offenbart, eine dorfeigene Darstellung in besonderen Abteilungen des Dorfbuches finden kann, davon gab die Ausstellung ein anschauliches Bild. Der Kreiswalter der NSG. ,Kraft durch Freude", D o p h e i d e - Gießen, eröffnete die Tagung mit grundlegenden Ausführungen über Aufgabe und Bedeutung des NS.-Volksbildungswerks. In einem Hinweis auf den Plan der kommenden Winterarbeit konnte er mitteilen, daß allein 80 Vorträge für den Kreis Wetterau angesetzt worden sind. Nachdem Ortsgruppenleiter Link (Harheim), der Gaufachbearbeiter für das Dorfbuch, angekündiat hatte, daß das Volksbildungswerk nunmehr auch im Kreise Wetterau mit allem Nachdruck in Angriff genommen werde, sprach Oberstudiendirektor Phi- ,l i p p s (Friedberg), Mitarbeiter der Gaudienststelle der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude", über „Volkstum und Brauchtum" mit Hinweisen auf die praktische Auswertung des Dorfbuches in der Volks- bildungs- und Dorfbildungsarbeit. Professor Dr. Woelke vom Museum für Vor- und Frühgeschichte in Frankfurt a. M. hielt einen Lichtbildervortrag über die Bodenfunde der Heimat, während Berufsschullehrer Messerschmidt (Rosbach vor der Höhe) das Thema „Unsere Fluren im Laufe der Jahrhunderte" behandelte. Ortsgruppenleiter Link, der auf dem Gebiete der Dorfbuchgestaltung anregend und schöpferisch weit über die Grenzen unseres Gaues tätig ist, gab wertvolle praktische Winke für die Anlage des Dorf- buches, das nicht eine trockene Ortschronik fein darf, sondern eine ewige Wissensquelle des ans Plut und Boden geborenen dörflichen Lebens. Von den Teilgebieten, die zu bearbeiten find, ist in erster Linie das Ehrenbuch (Unser Dorf im Weltkrieg und im Kampfe der Bewegung) anzulegen. Der Referent für das Volksbildungswerk bei der Gaudienststelle der NSG. „Kraft durch Freude", R Ü f f e r , der das Ergebnis der Tagung in einem Schlußwort zusammenfaßte, unterstrich nochmals die Bedeutung des Dorfbuches und gab der Hoffnung Ausdruck, daß nach dem Beispiel von Harheim in allen Orten an die Arbeit gegangen werde. Von den weiteren Aufgaben des Volksbildungswerks behandelte der Redner noch: den Vortragsdienft des Gaues und der Kreise, das Laienschaffen, die Musikpflege, die Aufklärung auf dem Gebiete der Volksgesundheit, die Feierstunden deutscher Meister. Ortsgruppenleiter Link schloß die Tagung mit dem Gedenken an den Führer, her dem deutschen Volke die Heimat wiedergegeben hat. Nass. Landesbank auf 100,13 (100,25) ermäßigt. Li- auidationspfandbriefe bröckelten ebenfalls meist etwas ab, Rheinische etwas mehr auf 100,75 (101,10). Ueberwiegend 0,25 bis 0,50 v. H. niedriger lagen die meisten Industrie-Obligationen, während Stadtanleihen Schwankungen im gleichen Ausmaß aufwiesen; Mannheimer Altbesitz nach Pause 135 (136). Im Verlaufe erhielt sich die freundliche Grundtendenz, das Geschäft bieb aber äußörst ruhig, so daß die höchsten Kurse nicht überall voll behauptet wurden, wenngleich gegenüber dem Anfang noch vorwiegend Besserungen von etwa 0,25 bis 0,50 vom Hundert überwogen. 11. a. notierten: Hoesch 113 nach 112,50, Verein. Stahl 103,50 bis 103 nach die Vorschlußrunde geht-(die schon am 11. Dezember, also noch vor dem Beginn des Reichsbundpokal- Wettbewerbs, zur Entscheidung steht!), mit besonderer Spannung entgegen, sind es doch vier süddeutsche Mannschaften — FSV. Frankfurt, 1. FC. Nürnberg, 1860 München und SV. Waldhof —, die zusammen mit der Ostmark-Elite im Kampf stehen. In zwei Spielen erwarten süddeutsche Mannschaften (Nürnberg und Waldhof) Wiener Gäste, einmal ist der Süden unter sich, und einmal gibt es eine reine Ostmark-Paarung. Der genaue Schlachtenplan lautet: Nürnberg: 1. FC. Nürnberg — Vienna Wien; Mannheim: SV. Waldhof — Rapid Wien; München: TSV.1860 München—FSV.Frankfurt; Wien: Wiener SC. — Grazer SC. Fußballsportliche Leckerbissen versprechen vor allem die Begegnungen in Nürnberg und Mannheim zu werden. Hier stehen die beiden süddeutschen Mannschaften vor überaus schweren Aufgaben. Vor allem der SV. Waldhof hat ein schwarzes Los gezogen, denn Rapid Wien hat als eine der stärksten und schlagkräftigsten Mannschaften der Ostmark zu gelten. Auch die Vienna Wien, Demag mit 142 (141) und VDM. mit 173,50 (172,50) zu erwähnen. Renten lagen weiterhin sehr ruhig, Reichsaltbesitz unv. 130,40, 6proz. JG.-Farben unv. 119,90, Kommunal-Umschuldung halbamtlich unv. 93. Sranffurter Schlachtmehmarkl. Frankfurt a. M., 22. Nov. Auftrieb: Kälber 537 (gegen 401 am 15.11.), Hämmel und Schafe 438 (284), Schweine 2834 (3040). Notiert wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht in Mark: Kälber Gießener Schlachtviehmarkt. Zum gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtviehoerteilungsmartt) in der Viehverstei- ger1lr»gshalle Rhein - Main in Gießen wurden 11 Ochsen, 3 Bullen, 47 Kühe, 33 Färsen, 116 Kälber, 103 Schwäne und 15 Schafe aufgetrieben. Preise: Ochsen 35 bis 45 Pf., Bullen 41 bis 44 Pf., Kühe 17 bis 43,5 Pf., Färsen 41 bis 44,5 Pf., Kälber 32 bis 65 Pf., Schafe 20 bis 42 Pfennig je Pfund Lebendgewicht. Für Schweine wurden je Kilogramm Lebendgewicht folgende Preist bezahlt: Klaffe a (150 Kilogramm und mehr) 1,16 RM., bl (135 bis 149,5 Kilogramm) 1,14 RM., b2 (120 bis 134,5 Kilogramm) 1,12 RM., c (100 bis 119,5 Kilogramm) 1,04 RM., d—f (unter 100 Kilogramm) 0,98 RM., gl und i (fette Specksauen und Altschneider) 1,14 RM., g2 und h (andere Sauen und Eber) 1,02 RM. Marktverlaus: Großvieh und Schweine Kälber und Schafe ausverkauft. Mein-Mainische Börte. TNillagsbörfe freundlich. Frankfurt a. M., 22. Nov. Ohne Umsatztätigkeit sich belebt hätte und auch einen Frischling und einen Ueberläufer zur Strecke zu bringen. > (Steinberg, 21. Nov. In der Weiherstraße sind zwei schmucke Neubauten entstanden, die nunmehr bezugsfertig geworden sind. Harmonisch gliedern sie sich in das Dorfbild ein. Eine weitere Reihe solcher Bauten soll im nächsten Jahre durchgeführt werden. Die Bauplätze hierzu sind bereits vergeben und haben wegen der günstigen Lage auch rasch Käufer gefunden. So wächst unser Dorf, das durch die benachbarte Eisenindustrie Hirzenhains immer einigen Zuzug erhalten wird. --- Die in unserem Dorfe mit Erfolg durchgeführte Feldbereinig u n g ist nun vollständig zum Abschluß gebracht worden. Es war noch das Wiesengelände im Niddern zuzuteilen und einige Einsprüche zu erledigen. Vorbildlich ist jetzt der Besitz der Bauern in den einzelnen Fluren verteilt. Im ganzen oberen Vogelsberg soll nunmehr die Flurbereinigung zur Durchführung gelangen. Kreis Alsfeld. w Alsfeld, 22. Nov. ' Mit dem Bau der für den diesjährigen Bauabschnitt vorgesehenen siebzehn Siedlungshäuser im Siedlungsgebiet in der Rambach ist nunmehr von der Gewobag (Frankfurt a. M.) begonnen worden. Die Häuser sollen noch in diesem Jahre im Rohbau fertiggefteüt werden. Auch der umfangreiche Neubau der Straßen m ei ft erei Alsfeld der Reichs- autobabn bei der sogenannten Ziegelhütte macht gute Fortschritte. Die Halle für die Unterbringung der Fahrzeuge ist bereits zum großen Teil im Rohbau vollendet. Das Betriebsgebäude ist ebenfalls bereits in Angriff genommen. 750 italienische Landarbeiter kehren heim. LPD. Frankfurt 0. M., 22. Nov. 750 üa= lienische Landarbeiter, die im weiteren Umkreis von Frankfurt für ein halbes Jahr bei unfern Bauern beschäftigt waren, sind am Dienstagabend in einem Sonderzug von Frankfurt aus nach Oberitalien heimgekehrt. Zum Abschied hatte sich der italienische Generalkonsul Marchese di Ruffano mit den Vertretern des Fascio di Francosorte am Zug eingefunden. Er konnte den 12:33,8 Min. des Japaners im 1000-Meter-Kraul- schwimmen, sowie die von der O5A.-Staffel beim Erdteilkampf in Berlin erzielte 4X100-Meter- Kraul-Zeit mit 3:59,2 Min. Zum zehnten Mal gegen Frankreich. hockey'Länderkampf in Paris. Mit Frankreich pflegten unsere Hockeyspieler in den letzten Jahren einen überaus regen Spielver- kehr. So steigt am Samstag, 26. November, in Pdris der zehnte Länderkampf der beiden Nachbarländer. Wenn auch Deutschland bisher achtmal erfolgreich war und nur einmal vor zwei Jahren sich mit Frankreich im 3:3-Spiel in den (Siegeslorbeer teilen mußte, stellt Frankreich doch einen sehr ernst zu nehmenden Gegner dar. Es ist darauf gesehen, unsere Nationalmannschaft zu verjüngen. Frankreich hat mit wenigen Ausnahmen die gleiche Elf auf geboten, die sich 1937 so ausgezeichnet schlug. Es wird in Paris einen harten Kampf geben. die beim 1. FC. Nürnberg zu Gast ist, wird einen Beweis von der Stärke des Wiener Fußballs geben. Eine rein süddeutsche Paarung hat es im dritten Spiel gegeben, das 1860 München und FSV^ Frankfurt zusammenführt, lieber die wiedererstandenen Bornheimer (der FSV. war 1932/33 Süddeutschlands letzter Meister!) hat man in den letzten Wochen nur Gutes schreiben können. Dieser FSV. wird in München mit Spannung erwartet. Auch die „Löwen" haben große Pokalkämpfe geliefert, dafür aber in der Meisterschaft bisher nicht viel gezeigt. Immerhin kann 1860 dem FSV. ein sehr unangenehmer Gegner sein. Zwei Ostmark-Mannschaften sind in Wien unter sich: der Wiener SC., der in der Ostmark-Gauliga die Tabelle anführt, trifft auf den Grazer S C., der bei der Ausscheidungsrunde über die vielgerühmte Austria-Elf siegreich blieb. Kurze Sportnotizen. Sieben norwegische Schilehrer kommen als Amateur-Trainer nach Deutschland. Es dürfte sich in der Hauptsache um Lang- und Kombinationsläufe handeln. Ein Basketball-Turnier wird am 8. Dezember im Rahmen einer Hallenhandball-Veranstaltung in Frankfurt a. M. durchgeführt. Teilnehmer sind u. a. SA.-Kampfspielgemeinschaft Frankfurt, Motor standarte Gießen, Reichsbahn 05 Mainz und Sportfreunde Wiesbaden. Wien wird am 15./16. Juli des kommenden Iah* res der Schauplatz des nächsten Schwimm-Länder-, kampfes Deutschland — Ungarn sein. Den 48. Städtekampf im 'Fußball trugen am Sonntag Hamburg und Berlin aus. Die Hamburger siegten in der Hansestadt vor 20 000Zuschauern mit 1:0 (0:0) Toren. Die Ostmark-Elite greist ein! Vier Großkämpfe um den Tschammer-Pokal. Die 5. Schlußrunde um den Tschammer-Pokal, die am kommenden Sonntag im Mittelpunkt der ballsportlichen Ereignisse' steht, erhält durch Eingreifen der vier Ostmark-Vertreter — es Rapid Wien, Vienna Wien, Wiener SC. Grazer SC. — einen besonderen Reiz. Die mörker haben in diesem Jahre noch nicht an ____ kräftezehrenden K.o.-Runden teilzunehmen brauchen, vielmehr hat man ihnen zugestanden, ausnahmsweise mit vier Mannschaften in der Schlußphase des Wettbewerbs in Erscheinung zu treten. In Süddeutschland sieht man den vier Kämpfen des Sonntags, bei denen es um den Eintritt in Balkes Rekord anerkannt. Von der Reichssportführung, Fachamt Schwimmen, wurde jetzt die von Joachim Balke (Bremischer SV) aufgestellte Höchstleistung im 200- Meter-Brustschwimmen als deutscher Rekord anerkannt. Der Bremer erzielte am 30. Oktober 1938 die Zeit von 2:37,8 Min. und verbesserte damit Deutsche Ringersiege in Malmö. Mit deutscher Beteiligung begann in Malmö ein zweitägiges Ringerturnier, das am ersten Tag den Deutschen drei Siege brachte. Im Federgewicht konnte der Kölner Schmitz, der deutsche Meister im Bantamgewicht, einen entscheidenden Sieg über Hyza (Tschecho-Slowakei) in 6:30 Min. davontragen. Hyza wurde auch von dem Schweden Svensson in 5:43 Min. geschlagen. Gleich zwei Erfolge trug der deutsche Meister im Mittelgewicht S ch w e i ck e r t (Berlin) davon. Schon nach einer Minute wurde der Schwede Stig Andersson bezwungen, und im zweiten Treffen unterlag der Schwede Erland Johann sson in 6:30 Min. Don den übrigen Kämpfen ist noch der Punktsieg von Nco (Estland) im Halbschwergewicht über Berg (Schweden) bemerkenswert. Die Ergebnisse der Kreisklassenspiele. 1. Kreisklasfe: Lollar — Rüddingshausen 6:0; Wißmar — Heuchelheim 2:4; Hungen — Garbenteich 4:2 (abgebrochen); Großen-Linden — Lollar II 14:0; Leihgestern — Lich 3:2; Steinbach — SA.-Kampfspielgemeinschaft 3:1. 2. Kreisklasse: Geilshausen — Quecfborn 8:1; Staufenberg — VfB.-R. III 5:0 (abgebrochen): SA. II — Krofdorf 0:7; Flensungen — Grünberg 1:4; Göbelnrod — Harbach (Gesellschaftsspiel) 1:4. Ein Spielsonntag, der keine großen Ueberaschun- gen brachte! Lollar siegte sicherer als das Ergebnis besagt. Heuchelheim konnte erst in der zweiten Spielhälfte den Sieg über Wißmar sicherstelleN. In Hungen gab es einen Spielabbruch, als ein Spieler der Gastgeber gegen den Schiedsrichter tätlich wurde. Lollars Reserve mit nur 9 Mann antretend, hatte in Großen-Linden nichts zu bestellen, der Sieg fiel sehr deutlich aus. Knapp triumphierte Leihgestern über Lich, und behielt damit die Tabellenführung. Von der SA. hatte man etwas mehr erwartet. Eine haushohe Niederlage mußte Quecfborn in Geilshausen einstecken. In Staufenberg war der Schiedsrichter ausgeblieben, es kam dort zu einem Spielabbruch. Mit nur 9 Mann konnte die SA. gegen Krofdorf nichts ausrichten und überließ den Gästen einen hohen Sieg. Hart wurde in Flensungen gekämpft, wo sich Grünberg über die nicht vollzählig antretenden Gastgeber einen Sieg sicherte. Mit dem gleichen Ergebnis fertigte Harbach auf fremdem Gelände Göbelnrod ab. Staufenberg I — VfB.-R. Gießen III 5:0. Am Sonntag trat VfB.-R. Gießen III gegen die I. Mannschaft Staufenbergs auf dem hiesigen Sportplatz zum Wettspiel an. Die Gießener Mannschaft bestand nur aus 8 Mann. Das Spiel mußte 20 Minuten vor Schluß abgebrochen werden und endete mit einer Niederlage der Gäste. Staufenberg gewann mit 5:0. Wißmar I — Heuchelheim I 2:4 (0:2). Das Spiel litt sichtlich unter der schlechten Platz- beschaffenheit. Trotzdem zeigten beide Mannschaften ansprechende Leistungen. Die Gäste führten in der ersten Halbzeit vorbildliches Kombinationsspiel vor, gegen das die eifrig kämpfenden Einheimischen nichts ausrichten konnten. Das Torverhältnis hätte bei etwas mehr Schußglück bis zur Pause schon höher ausfallen können. Kurz nach der Pause unternahmen die flinken Wihmarer einige Vorstöße, erzielten zwei Ecken, die beide zu Treffern verwertet wurden. Beide Tore kommen auf das Konto des Ersatztorhüters der Blauen, dem noch die nötige Spielerfahrung mangelt. Die Gäste gingen nun mächtig los und beherrschten bis 3um Schluß das Feld. Christ und Arnold schraubten die Torzahl aus 4:2 für Heuchelheim. Wenn auch die Gäste in technischer Hinsicht klar im Vorteil waren, so zeigte doch bas einsatzbereite und kämpferische Spiel der Wißmarer Mannschaft, daß sie ein durchaus ernst zu nehmender Gegner ist, der noch mancher Mannschaft Uederraschungen brtn« 1 gen kann. Wassergasvergiftung in einer Hanauer Fabrik. 20 Arbeiter erkrankt. Lpd. Hanau, 22. Nov. In der Aluminium- Abteilung der Platinschmelze Heraeus in Hanau sind am Dienstagvormittag durch ausströmendes Wassergas 20 Gefolgschaftsmitglieder von einer Gasvergiftung betroffen worden. Sie wurden sämtlich dem Dr.-Robert-Ley-KraNken- haus zugeführt. Wie wir erfahren, besteht bei keinem der Verunglückten Lebensgefahr. Rundfunkprogramm Donnerstag, 24. November. 6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 10: Schulfunk: Volksliedsingen — Liederblatt 17. 11.45: Ruf ins Land. 12: Mittagspause I. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert II. 14: Nachrichten. 14.10: Komponisten der Gegenwart. unterhalten uns. Heute: Nico Doftal. 15: Für unsere Kinder: Wir lernen heute lauter Kunststücke mit Zahlen. 16: Nachmittagskonzert. 18: Aus Arbeit und Beruf. 18.30: Fröhlicher Feierabend. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher. 20: Nachrichten. 20.15: Unser singendes, klingendes Frankfurt. 22: Nachrichten. 22.15: Unsere Kolonien: Kolonisierung einst und jetzt. 22.30: Volks- und Unterhaltungsmusik. 24 bis 3: Nachtkonzert: I. Johannes Brahms. Heimkehrern die Mitteilung machen, daß sie bei den deutschen Bauern einen guten Eindruck hinterlassen haben. Seine Worte klangen aus in ein begeistert aufgenommenes „Salute il Duce!" und „Heil Hitler!" Im Auftrag des Gauleiters dankte Kreisleiter Schwebe! den italienischen Landarbeitern für die halbjährige Hilfe bei der Sicherstellung der Ernährung des deutschen Volkes. Unter den Klängen der Giovinezza, des italienischen Königsmarsches, und der deutschen Hymnen, gespielt vom Musikzug der SA.-Gruppe Hessen, fuhr der Zug unter begeistertem Abschiedswinken von Frank-