Samstag, 2Z./Sonntag,24.Zuli 1058 188. Jahrgang Nr. 170 Erstes Blaff Oer Kernpunkt Auftakt zum Deutschen Turn- und Sportfest qeno en von den Crgebnl en in den Vor- uno rooroen. jjyc ö7Ä«n Zwiscbenentscheidungen hören können. So wird Samstag, 23. Juli, mit der Reichssendung um 19.30 neben" Breslau u. a. der Deutschlandsender täglich Uhr „Breslau, Symbol des deutschen Ostens und Siegerehrung. sich am M t Schlesiens Hauptstadt zum Empfang der Turner und Sportler Großdeutschlands gerüstet . / Breslau, 23. Juli. (DNB.) Breslau, die schlesische Landes- und Gauhauptstadt, ist bereit, die Turner und Sportler aus nah und fern, von dies- !r üon Tschau ablegt, in welchen besübungen erjex enden Sonntag, 31. Juli, 16 bis 21 Uhr mit der Uebertragung der großen Massenkundgebung -und gramm ist durch Unterhaltungsmusik aufgelockert worden. Die Rundfunkübertragungen beginnen gen sicher zu stellen. Das Deutsche Turn- und Sportfest im Mundfunk. Berlin, 22. Juli. (DNB.) Das „Deutsche Turm und Sportfest Breslau 1938" wird auch vom Rundfunk gewürdigt werden. Es ist vor allem daraus Henlein fordert klare Verhandlungsgrundlagen Es geht um die absolute Gleichberechtigung aller Volksgruppen. Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Dormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rps., für Text- anzeigen von 70mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrist nach vorh.Dereinbg.25"/, mehr. ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzei- gen 5 Rps., Familienanzei- ven, Bäder-, Unterrichts- m vehördlicheAnzeigenbRpf. Mengenabschlüsse Staffel B Der. deutsche Botschafter in London, v o n D i r ck - sen der sich zu seinem Sommerurlaub nach Deutschland begibt, besuchte den britischen Premierminister, um sich für die Dauer des Urlaubs von ihm zu verabschieden. Bedacht genommen, daß auch die werktätigen Volks- genossen von den Ergebnissen in den ”lnr< 1,n> Memel, 22. Juli. (DNB.) Der .memel- ländische Landtag hielt seine 6. Sitzung der 4. ordentlichen Tagung ab. Auf der Tagesordnung standen zwölf Punkte, von denen 11 angenommen wurden. Darunter befanden sich auch drei Gesetze, die der Gouverneur früher mit seinem Beto belegt hatte. Abgeordneter Bing au (Einheitsliste) begründete einen Antrag auf 2l u f h e b u n g d e s Kriegszustandes und Beseitigung der Saatssicherheitspolizei im Memelgebiet. Der Kriegszustand bestehe seit 1926, also fast ein Dutzend Jahre Wer könne es da wagen, ihn noch als einen „Ausnahmezustand" zu bezeichnen? Er diene nur dazu, den Memelländern ihre im Statut garantierten Rechte zu nehmen und die deutsche Bevölkerungsmehrheit zu unter- J r ü cf en. lllit dem Gesetz zum Schuhe von Volk und Staat, das mit dem memelstatut nicht vereinbar fei und daher auch von den memelländern nicht anerkannt werden könne, werde die deutsche Bevölkerung zu Menschen zweiter Klasse gestempelt. Auch die vergangenen Wochen hätten bewiesen, daß d u n k l e Kräfte am Werke seien, um die Wemel- länder zu verleiten, den Boden des Rechts und des Statuts zu verlassen. „Wir haben die Zu-, verficht", fuhr der Äbgeordnete Bingau fort, .daß die praktische Erfahrung von nun bald 'zwanzig Iahren den memelländern die Erkenntnis eingehämmerf hat, daß wir stark find und immer stärker werden, je mehr wir Unrecht erleiden m ü f f e n, daß wir uns aber selbst den Boden entziehen, wenn wir selber das Gesetz verletzen. Der Abgeordnete erklärte, bei den Do r g a n gen am 21. Juni habe die Staatsstcherheitspolizei -12 Jahre Kriegszustand imMemelgebiet Oie Vorgänge vom 21. Juni vor dem Landtag. Ktz ^5DoriÜhrCr fr' 5 Wn> l !°>ei Nöl bürger die aus den tschechischen Parteien gebildete „Mehrheit" jederzeit' in der Lage ist, in die ureigensten völkischen Bereiche der Nichttschechen empfindlich einzugreifen. Die Provokationen werden fortgesetzt Tschechische Lehrer und Sollen verbreiten Schmählieder. Prag, 22. Juli. (DNB.) Der Abgeordnete Kundt weist die Prager Regierung darauf hin, daß in einer Zeit, wo zwischen der Regierung und der SDP. Grundlagen gesucht werden, die einen psychologischen Ausgleich von Volk zu Volk ermöglichen sollen, von Militär und der tschechischen Lehrerschaft in den Grenzgebieten die deutsche Bevölkerung durch Schmählieder aufs schwerste provoziert werde. So hat z. B. der Lehrer Hasil der Tschechischen Volksschule in Benisch während des Unterrichts den Kindern einen Vers an die Tafel geschrieben, vorgesprochen und vorgesungen, der schwere Beleidigungen gegen das deutsche Staatsoberhaupt enthält. Die Soldaten der Garnison Königgrätz, aber auch anderer Garnisonen singen seit einiger Zeit ein Lied, in welchem ebenfalls der deutsche Reichskanzler auf das gröblichste beleidigt und beschimpft wird. Das gleiche Lied wird von tsechischen Schulkindern und Erwachsenen in Turnau nach der Weise eines alten tschechischen Volksliedes gesungen. Im übrigen konnte man dieses Lied während des Sokolkon- grosses in Prager Gaststätten und auf den Straßen hören. Während des Sokolkongresses wurden S p r e ch ch ö r e laut, die eine gröbliche Beleidigung des Deutschtums darstellten. Da von zuständiger Seite bisher nichts geschehen ist, diese Gesangsübungen abzustellen, fragt Abg. Kundt die Regierung, ob sie bereit ist, geeignete Maßnahmen zu treffen und dafür zu sorgen, daß gegen diese Lehrer und Soldaten ein Verfahren eingeleitet werde, welches zumindest genau so streng durchgefuhrt wird, wie dies bei harmlosen Schutzoerfahren gegen deutsche Staatsbürger der Fall ist. Die Dringlichkeit der Interpellation wird damit begründet, daß die angeführten Lieder in immer weiteren Kreisen verbreitet werden, die deutsche Bevölkerung i n größte Erregung versetzen und damit durch die Weiterbelassung des jetzigen Zustandes ernste Gefahren für die Ruhe, die Sicherheit und die Ord- , nung im Staate gegeben scheinen. Prag, 22. Juli. (DNB.) Die „Rundschau", das : Blatt Konrad Henleins, schreibt unter der Überschrift „Klare Verhandlungsgrundlagen schaffen": Zum Nationalitätenstatut und den beiden anderen Regierungsenfwürfen kann die Sudetendeutsche Partei heute leider noch immer nicht Stel- lung nehmen, da ihr die offiziellen Grundlagen noch nicht zur Gänze überreicht wurden. Man versuche es nur ja nicht mit einer verbesserten Neuauflage des so kläglich gescheiterten Werkes vom 18. Februar 1937 (Uebereinfommen der Prager Regierung mit den sogenannten deutschen Aktivisten. Die Erfahrungen mit diesem seinerzeit so großspurig angekündigten Befriedungswerk roarefi derart schlecht, daß sich auf deutscher-Seite wohl kaum noch ein einziger Politiken finden durste, der sie noch einmal erleben möchte. Der liefere Grund für das Scheitern der Politik des 18. Februar war nicht bloß der geringe-Umfang der Fügest ä n d n i f f e, war auch nicht nur der unzulängliche Verhandlungspartner auf sudetendeutscher Seite, war auch nicht bloß das Fehlen jeglicher gesetzmäßiger Verankerung — der tiefere Grund war das absolute Verkennen der inner st aatlichen Lage. Gescheitert ist der 18. Februar letztlich an dem Irrglauben, einige wenige spürbare nationalen Zugeständnisse könnten hinreichen, um die tschechische National st aatsideologie aus dem Feuerbereich der Kritik aller nichttschechischen Völker und Volksgruppen des Staates zu rücken. Wir können es nur immer und immer wieder betonen, eine Regelung der Nationalitätenfrage ist mit der Aufrechterhaltung des Nationalftaatsbegrif- fes der Tschechen unvereinbar. Die Frage, ob man im Rahmen der Nationalstaatsideologie den nichttschechischen Völkern und Volksgruppen etwas größere ober etwas geringere Zugeständnisse macht, kann wohl auf das Tempo der Entwicklung einen begrenzten Einfluß haben. An das Grundproblem des Staates reichen solche Versuche aber nicht heran. Gelöst kann dieses Grundproblem nur werden, wenn man durch einen gründ t i d),e n Staatsumbau jenen nichttschechischen Volkern und Volksgruppen das Gefühl der Inferiorität nimmt, bloß als mehr oder minder unerwünschte Beimengsel zu einem Nationalstaat der Tschechen betrachtet zu werden. Auf die absolute Gleichberechtigung der Völker und Vo l k s - gruppen kommt es an, seit es jedem nichttschechischen Staatsbürger klar geworden ist, daß trotz verbürgter Gleichberechtigung aller einzelnen Staats- seits und jenseits der Grenzen würdig und festlich i zu empfangen. Die Stadt ist in ein rot-grün- < goldenes Farbenmeer gehüllt. Zu dem Rot l der Flagge des Dritten Reiches und der Reichs- ( bundflagge gesellen sich die mit Goldbändern durchzogenen Tannengirlanden, die im Stadtzentrum quer über die Straßen hängen und die Feststraßen von Fahnenmast zu Fahnenmast einsäumen. Stadtverwaltung, Unternehmungen und Einwohner sind in einem edlen Wettstreit begriffen, den Straßen, Plätzen und Häusern einen würdigen Schmuck zu geben. Von den Bahnhöfen angefangen zieht sich ein Netz von besonders festlich geschmeckten Straßen durch die Innenstadt nach dem Sportfeld hinaus. Die im Hinblick auf das Deutsche Turn- und Sportfest neu errichteten großen. Bauten sind rechtzeitig fertiggestellt worden, und auch die Ausschmückung der Sportanlagen ist schon beendet. Ein Wald von Hakenkreuz-, Reichsbund- und Stadtflaggen umsäumt jetzt die zahlreichen Spezialsportstätten des Hermann-Görina-Sportseldes. Am Vortage des Turn- und Sportfestes herrscht regstes Leben auf dem weiträumigen Sportgelände. Schon werden Gegenstände des täglichen Bedarfs in großen Mengen für die Verpflegung der Turner und Sportler angefahren, und überall sind noch Proben für Aufmärsche und Darbietungen im Gange. In der Stadt selbst herrscht gleichfalls regstes Leben und Treiben, obwohl die lange Kette der 161 Sonderzüge erst am Samstag zu laufen beginnt, der Hauptsturm sogar erst am Mittwoch und Donnerstag der kommenden Woche einsetzt. Breslaus Bevölkerung tft in gespanntester Erwartung und besichtigt mit stolzer Freude die prächtige Ausschmückung der Stadt. Der Reichssportführer Staatssekretär v. Ts ch a m- mer und Osten, der schon zu Beginn dieser Woche in Breslau eingetroffen ist, um bei den letzten Vorbereitungsmaßnahmen mitemzugreisen, und der am Mittwoch mit der Eröffnung der Ersten Deutschen Sportausstellung den Auftakt zu dem großen Fest der Leibesübungen gab, besichtigte am Vortage des Festes das Lager der 600 Arbeitsdienst männer, die während der Festwoche zur Herrichtung der einzelnen Wettkampf- ftätten eingesetzt werden. Am Donnerstag hatte der Reichssvortiührer dem Lagerdes B D M. einen Besuch abgestattet, denn die schlesische Hitler-Jugend eröffnet den sportlichen Teil des Festes mit ihrem Gebiets sportfest. Zusammen mit dem Sternflug des NSFK. bildet es den eigentlichen Auftakt des Festes. Der Sonntag bringt eine schlesische Feierstunde auf dem Schloßplatz Der Sonntagabend bringt aus dem kulturellen Rahmen, der das Erste Deutsche Turn- und Sportfest umgibt, die festliche Aufführung von „Feier und Spiel" in der Jahrhunderthalle und zugleich die Uraufführung^ des Festspiels m der Schlesienkampfbahn, an dem nicht weniger als 10 000 Breslauer mitwirken. Bis zum Mittag des Mittwoch treffen dann die 240 Sonderzüge mstden Teilnehmern aus dem Reich und den volksdeutschen Gebieten des Auslandes ein. Mittwoch nachmittag findet in der Schlesierkampfbahn die feierliche Eröffnung des deutschen Turn- und Sportfestes durch den Relchsinnenmim- fter Dr. Frick statt. Der Donnerstag ist der Tag der Wettkämpfer. Hier beginnen die im Rahmen des ersten Deutschen Turn- und Sportfestes durchgeführten vier deutschen Meisterschaften in den Mehrkämpfen, in der Leickst- achletik und in der Schwerathletik mit einer Teilnehmerziffer wie sie bisher auf einem turnerischen ober sportlichen Wettbewerb noch nicht erlebt wurde. Der Schlußtag, Samstag, der 31. Juli, bringt am Vormittag den Festzug und Vorbeimarsch der Vereine des deutschen Reichsbundes für Leibes Übungen, die in drei gewaltigen Heersäulen durch die Stadt ziehen, während am Nachmittag auf der Friedenswiese die S ch l u ß f e i e r dieser gewaltigen Kundgebung stattfindet, an der nicht weniger als 70 000 Teilnehmer mitwirken. Cs bedarf kaum der Betonung, welch ungeheure organisatorische Arbeit zu leisten ist um ein solches Fest durchzuführen, nehmen doch allein am volkstümlichen Dreikampf 35 000 Teilnehmer, am Volksdeutschen Tag 40000 Auslanddeuttche, an den Vorführungen des Schlußtages 70 000 Teil nehmer und am Feftzug 150 000 teil.Für.die Absperrungen werden 3000 Mann benötigt. Z h der Kampfrichter allein ist großer als die der Gesamtteilnehmer an den letzten olympischen Spielen und mehr als 600 Journalisten werden von den großartigen Geschehnissen des ersten deutschenDurn- und Sportfestes berichten, während man mit einer Besucherziffer von rund 2,5 Millionen rechnet, diese Massen wollen verpflegt, untergebracht befördert und betreut werden. Der Gau Schlesien u die Feststadt Breslau haben in monatelanger Vorarbeit alle Vorbereitungen getroffen, um eine reibungslose und würdige Durchführung der gewaltigen Heerschau der deutschen Leibesubun- Macht Frankreichs feinem englischen Bundesgenost en augenfällig vorzuführen. Das Aufgebot der palierbildenden Truppen und die große Parade in Versailles sollten in ihrer eigenartigen Serbin« , düng von malerischer Pracht der Kolonialarmee und moderner Sachlichkeit der motorisierten und mecha» nisierten Kampfoerbände etwas Imponierendes haben. Sie werden ihren Zweck gewiß nicht Der» ehlt haben, und wir möchten nur Höften, daß auch die Franzosen ihrerseits nach dem großartigen militärischen Schauspiel sowohl wie nach dem Ergebnis der politischen Unterhaltungen dieser Tage das Gefühl haben, ,im Bewußtsein der eigenen Stärke wie der britischen Freundschaft allen Umständen gewachsen zu sein. Vielleicht wird dadurch das zeitweise geradezu ins Krankhafte gesteigerte Sicherheitsbedürfnis des französischen Volkes, das so oft schon eine höchst unheilvolle Rolle in der europäischen Politik gespielt hat, hinreichend Genüge inden, um die Franzosen ohne Scheuklappen und Vorurteile das nur durch Zusammenarbeit zu erreichende gemeinsame Ziel der Stabilisierung des europäischen Friedens sehen zu lassen. . Die Begleitmusik freilich, die in einigen Pariser Blättern zum Königsbesuch angeftimmt wurde, enthielt ein paar mißtönende Dissonanzen. Wenn z. B. Leon Blum, der ehemalige Ministerpräsident und Bannerträger der Volksfront, meinte, Frankreich falle jetzt die Aufgabe zu, England mit der Sowjetunion zu verbinden, wenn der „Temps" in diesen Tagen von den „gemeinsamen Gegnern" Frank- I reichs und Englands sprach, oder wenn der ehemalige Außenminister des Volksfrontkabinetts D e l- bos den Augenblick für nützlich hielt, um gegen die „Gewaltmethoden der totalitären Staaten" zu Felde zu ziehen, so stehen diese Aeußerungen in schreiendem Widerspruch sowohl zu der amtlichen Verlautbarung über die politische Aussprache zwischen Daladier, Bonnet und Lord Halifax wie zu den Trinksprüchen, die die beiden Staatsoberhäupter bei festlicher Tafel austauschten. In der Verlautbarung wurde gesagt, zwischen beiden Ländern herrsche „volle Uebereinftimmung" in allen Frägen der internationalen Politik. Jedermann weiß, daß dies keine Phrase ist, und wir sagten schon, aus welchen Gründen wir vom deutschen Standpunkt aus über diese Feststellung nur Genugtuung empfinden können. Aber das Kommunique besagt weiter, daß die beiden Mächte entschlossen seien, ihre Aktion der Beruhigung und Versöhnung" fortzusetzen. Wir wissen, sie erstreckt sich auf die beiden neuralgischen Punkte der europäischen Politik Spanien und die Tschecho-Slowakei Chamberlains Bemühungen um eine Isolierung der spanischen Frage haben zur Annahme des englischen Plans im Londoner Nichteinmischungsausschuß geführt. Es ist nicht nur Chamberlains großer Kummer, sondern auch in Rom wird die Tatsache gleichermaßen bedauert, daß der Plan eine lange An- laufzeit benötigt, um wirksam zu werden und dann - jene Früchte zu tragen, auf deren Reife England und Italien mit gleicher Ungeduld warten: die Voraussetzungen für das Inkrafttreten des römischen Abkommens. In Paris hat man daran nicht, dasselbe Interesse, die Franzosen hoffen anscheinend immer noch, in der Zwischenzeit mit Italien zu einem ähnlichen Akkord zu gelangen, übersehen dabei aber geflissentlich, daß sie selbst durch genaue Einhaltung ihrer Nichteinmischungsverpflichtungen das meiste dazu beitragen müssen, um eine Atmosphäre zu schaffen, die Verhandlungen nut Italien aussichtsreich machen. Die zwischen König Georg und Präsident Lebrun gewechselten Trinksprüche betonten das herzliche Einvernehmen der beiden Nationen und die gemeinsamen Ideale, von denen sich beide Völker in iprer Politik leiten ließen, unterstrichen aber auch dis „großen Verpflichtungen" und „schweren Verantwortungen", die beiden Nationen aus dem gleichen Bekenntnis zu demokratischen Grundsätzen erwachsen. Und um diesen Grundsatz „Demokratie ver- pflchtet" zu erläutern, griff der König in seinem Trinkspruch den Hinweis des Präsidenten, daß die französisch-britische Entente keine andere Freund- schäft ausschließe, seinerseits auf und sagte, es sei vielmehr der heiße Wunsch der beiden Regierungen, durch internationale Abkommen eine Losung der politischen Probleme zu finden, die den Frieden m .der Welt bedrohen, und durch wahrhaftige Zusam- menarbeit das Glück der Völker zu sichern. Daß als dringendste Aufgabe einer solchen Zusammenarbeit neben der spanischen Frage die Ve- reinigung der Staatskrisis in - der T i ch e ch o - Slowakei auch in Paris anerkannt wurde, be« sagen schon die Kommentare der englischen uno fromöfiicben Blätter, die erklären, daß die Ent- LfÄ in ber Tschecho-Slowakei im Mittelpunkt der Aussprache zwischen Lord Halifax, Daladier Lrschttnr tflgltd), außer Sonntags unb Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monatr-Bezugsprets: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr , -.25 Auch bet Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Hernfprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Gießen Postscheckkonto: grantfurt am Main 11686 Das britische Königspaar ist in Paris mit einer Begeisterung empfangen worden, die zum Ausdruck bringt, welche Genugtuung die Franzosen darüber empfanden, durch den Besuch — den erstenStaats- besuch, den König Georg, wie er selbst in seinem Trinkspruch heroorhob, nach seiner Thronbesteigung im Ausland abstattet, die Erneuerung der britisch- französischen Entente auch äußerlich bekräftigt zu sehen. Die französische Regierung hatte alles getan, um dem Besuch den denkbar glänzendsten Rahmen zu geben. Nicht nur war alles aufgeboten worden, was moderner Geschmack und alte Kultur vereint hervorzubringen vermögen, um die Lichtstadt Paris in das festlichste Gewand zu hüllen, um die Wohn- räume der englischen Gäste im Palais am Quai d'Orsay mit historischen Möbeln und köstlichen Gemälden und Gobelins auf das prachtvollste herzu- richten und in Versailles Schloß und Park im Stil des Sonnenkönigs zu schmücken, nein man hatte es ;d) angelegen fein lassen, die Größe und Frankreichs seinem englischen Bundesgenost mehrere Verhaftungen vorgenommen ohne zuständig zu sein. Denn nach Arttkel 20 des Statuts gebe es nur örtliche Polizei (Landespolizei), Hafenpolizei, Grenz-, Zoll- und Eisenbahnpolizei. Es sei weiter festgestellt worden, daß Beamte der Staatssicherheitspolizei Verhaftete mißhandelt haben. Die körperlichen Mißhandlungen seien durch einwandfreie Aussagen und ärztliche Untersuchungen bestätigt. Das Kriegsgericht habe nur einige der Verhafteten zu Zwangsarbeitslager von drei Monaten bis zu einem Jahr verurteilt. Andere Beteiligte sollten noch vor das Kriegsgericht g e st e l l t werden. Als die Abgeordneten der Einheitsliste von den Zuständen im Arbeitslager erfuhren hätten sie am 14. Juli den Gouverneur gebeten, 'einer Kommission aus Mitgliedern des Direktoriums'die Genehmigung zur Besichtigung dieses Lagers zu vermitteln. Die Genehmigung sei vom Innenminister für den 21. d. M. erteilt worden. An der Besichtigung durften tell- nehmen: Präsident Baldschus und Abgeordneter Manien. Als diese beiden im Arbeitslager erschienen, wurde ihnen mitgeteilt, daß sich die Besichtigung nur auf die allen Besuchern zugänglichen Teile erstrecken dürfe. Die Besichttgung des eigentlichen Lagers (Unterkunftsräume, Verpflegungsraume u,w ) wurde nicht g e st a 11 e t. — Der Landtag stimmte zum Schluß noch einem Dringlichkeltsantrag zu m dem verlangt wird, die im Gefängnis befindlichen Memelländer dis zur Gerichtsverhandlung auf freien Fuß zu setzen. gegen 22.15 Uhr in einem Rückblick die während des Tages durchgeführten Kämpfe und ihre Ergebnisse zusammenfassen. Das sportliche Uebertragungspro- t)m L°ß, D-s Siebener W! »fort auf di- Btunöe einen W He dieser Seihe n. 6tn>« 30 oiele Wdch-n m alle i*e“Ä jungen be • einzeln jum 3“ Schon batte- ftänbigen W- SnenW «WS h ist Deutscher «°- Z sein Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche UniverfitStrdruckerei «.Lange in Siehe«. Schriftleiwng und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7 MW8 - .. HW y6 weiter Es ist am Freitag, fahrt empfangen. Die ftanzösischen Kriegsschiffe, die >iert-aigen Staatsbesuch in ine königliche Jacht E Calws aus begleitet hatten. neu begrüßt. Das Gesallenen-Denkmal für die Australier Auf den Schlachtfeldern von Dillers-Bretonneau weihte König Georg dieses Ehrenmal für die gefallenen australischen Soldaten ein. — (Scherl-Bilderdrenst-M.) mit Bem 633D Gießt W Niki Fürc Heil die hier Für dem teil daß sie in keinem mehr die Mchrheit haben. Im Jahre 1926 hatten sie noch im alten Oesterreich- Schlesien mit 45 v. 5). die relative Mehrheit. Um sie zu zerschlagen, wurde deshalb damals Schlesien Mit Mähren zusammengelegt, und selbstverständlich halten die Tschechen auch in ihrem neuen Plan an dieser für sie sehr praktischen Einteilung fest. Diese wieder aufgewärmten alten habsburgischen Kronländer sollen nun jedes seinen eigenen Landtag erhalten, in dem die Tschechen natürlich die Mehrheit haben würden. Als Trost verspricht man den nichttschechischen Volksgruppen „nationale Kurien", die aber in der ihnen zugedachten Rolle eine'Majorisierung der Volksgruppen nicht würden verhindern können. Der Plan der Tschechen, die Entwicklung rückwärts zu drehen, würde das demokratische Prinzip der Dolkssouoeränität nicht minder verfälschen wie der gegenwärtige Zustand. Nur eine regionale Neugliederung nach nationalen Gesichtspunkten, wie sie die Denkschrift der Sudetendeutschen Partei vorsieht, vermöchte ein reibungsloses Nebeneinander aller Volksgruppen im Staat auf natürliche Weise Oie englischen Gchattenfabriken nehmen die Produktion auf. London, 22. Juli. (Europapreß.) Nach zweijähriger intensiver Arbeit sind nunmehr die sogenannten Schattenfabriken zur Produktion übergegangen. Diese Fabriken sind als Ergänzung der englischen Flugzeugindustrie gedacht und fast duchweg den führenden Automobilwerken angegliedert worden. Das erste von einer Schattenfabrik hergestellte Flugzeug, eine Bombenmaschine^ wurde in Gegenwart des Luftfahrtministers, Sir Kingsley Wood, von der den Austin-Motoren-Werken in Birmingham angegliederten Fabrik abgeliefert. Der Luftfahrtminister stellte fest, die Regierung habe bisher elf Millionen Pfund (rund 138 Millionen Mark) für den Bau der Schattenfabriken ausgeworfen. Die Regierung sei fest davon überzeugt, mit diesen Rüstungen nur dem Frieden zu dienen. Eine starke englische Luftflotte sei eines der besten Abschreckungsmittel gegen einen Krieg. gar nicht begonnen haben, da den Volksgruppen der Regierungsentwurf zu dem geplanten '-"^ona-. - litätenstatut überhaupt noch nicht bekannt sei. Affen- 0 berTm bar um die Vorschläge der Sudetendeutschen Partei Are^ der^rn in der tschechischen Oeffentlichkeit und im Ausland «uw aunrai Oer Oeuischlandbesuch General Russos abgeschlossen. Düffeliorf, 22. Juli. (DNB.) Freitag nach- mittag traf General Russo im Fliegerhorst Düsseldorf ein. Flugvorführungen des Geschwaders ,Horst Wessel" vermittelten den italienischen Gästen ein Bild von dem Ausbildungsstand der deutschen Luftwaffe. Anschließend fuhren die Gäste zum Dienst« gebäude der SA.-Gruppe Niederrhein, wo im Ehrensaal in Anwesenheit des gesamten höherem Führerkorps der Gruppe Abschiedsreden gewechselt Gram versc Apotheker1 „Ilie-Gi ^vendim ’nen onsch ySachvi Wie M0 Ärk« Gießen p Von der korrekten Anpassung einer Brille hängt gutes Sehen ab. Jede auch die einfachste Brille wird nach Mah gefertigt und ist dennoch im Preis nicht teurer bei waren an der Grenze der englischen choheitsgewasser zurückgeblieben. In Dover wurde das Komgspaar von Vertretern der Behörden und der Wehrmacht Besuch in Cattaro ein und läuft am 25. Juli den Hafen von S e b e n i c o an, wo die italienischen Kriegsschiffe vier Tage vor Anker gehen. Mussolini hat diesen Flottenbesuch in südslawischen Häfen be- chlossen, um dadurch die Bande der Solidarität mit der befreundeten Nachbarnation weiter zu befestigen. DieKonsere,nz der Oslo-Staaten. Belgien bekräftigt seine Unabhängigkeits- Politik. Brüssel, 22.Juli. (DNB.) Der belgische Mi- nisterpräsident und Außenminister S p a a k reiste nach Kopenhagen, wo er der Konferenz der Außenminister der nordischen Staaten, Hollands, Belgiens und Luxemburgs beiwohnen wird. Vor seiner Abreise erklärte er der Presse: „ Die internationale Lage Belgiens ist genau f e st g e l e g t. Die französisch-britische Erklärung vom 24. April 1937 und die deutsche Erklärung vom 13. Oktober 1937 haben in einer vollkommen klaren Weise die Unab- hängigkeits Politik bekräftigt, die die belgische Regierung zu verfolgen beabsichtigt. Ich bin der Auffassung, daß wir seit zwei Jahpen in unserem Vorgehen den Grundsätzen, die wir festgelegt haben, vollkommen treu geblieben sind. Ich füge hinzu, daß kein Grund vorhanden ist, eine Politik abzuändern, die die Z u st i m m u n g der sehr großen Mehrheit des belgischen Volkes findet. Die belgische Unabhängigkeitspolitik zielt darauf hin, daß wir mit allen unseren Nachbar st aalen in möglichst herzlichen Beziehungen leben können. Es scheint mir durchaus erwünscht, daß Belgien mit den Ländern, die in Kopenhagen vertreten sind, möglich ft enge und freundschaftliche Beziehungen wirtschaftlicher und politischer Natur unterhält. Wir sind durch eine Reihe von gemeinsamen Interessen und Bestrebungen miteinander verbunden und besonders durch einen unerschütterlichen Friedenswillen. Die Länder, deren Minister in Kopenhagen vertreten sein werden, stellen in dem be- unruhigten Europa eine Tendenz der Mäßigung, der Versöhnung und des Friedens dar. Ich glaube, daß es im Interesse aller liegt, diese Tendenz so mächtig wie möglich zu sehen. In diesem Geiste werde ich nach Kopenhagen gehen." * Die Kopenhagener Konferenz der Außenminister der Staaten der Oslo-Gruppe wird mit einer besonderen Besprechung der Außenminister der nordischen Länder Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland eingeleitet. Die Besprechungen werden besonders auf die Stellung der sieben sogenannten allianzfreien Staaten zum Genfer Pakt und dessen Sanktionsartikel ausgedehnt werden. Die Wirtschaftsprobleme des Raumes der Oslo-Gruvpe werden diesmal nur am Rande behandelt. Die Außenminister der nordischen Länder, die Minister Dr. iN u n ch (Dänemark), Koht (Norwegen), Sandler (Schweden) und . Holsti (Finnlands werden die Möglichkeit einer ; gemeinsamen nordischen Haltung prüfen, deren Be- : jahung im allgemeinen wohl erwartet werden kann. Stojadinowitsch Zum 50.Geburtstag des jugoslawischen Ministerpräsidenten. zug nach Calais i------- -- . r .- abend von seinem viertägigen Staatsbesuch in Frankreich wieder nach London zurück- gekehrt. Die Jacht „Enchantreß , begleitet von neun Zerstörern und 18 Flugzeugen, lies kurz nach 19 Uhr in Dover ein und wurde mit dem Komgs- Dr. Milan Stojadinowitsch verkörpert die Politik der Unabhängigkeit und Selbständigkeit eines jungen aufstrebenden Staates. Er hat die Gefahr erkannt, die sich aus einer einseitigen Bindung Jugoslawiens ergeben müßte. Ohne die traditionellen Freundschaften Jugoslawiens r.::t Biß-" ...aha'' er aus einem Staatsbesuch das neue Deutschland kennengelernt und die freundschaftlichen Beziehungen vertieft, die ihn mit den führenden Männern des Dritten Reichs verbanden. Britisch-italienischer Flottenbesuch in Dalmatien. Belgrad, 22. Juli. (Europapreß.) Am Frei- tagmorgen ist in den jugoslawischen Gewässern eine Abteilung der britischen Mittelmeerflotte unter dem Oberbefehl des Admirals Sir Dudley Pound eingetroffen. Im Hafen von Split sind das britische 31 000-Tonnen-Schlachtschiff „War- spite" mit Admiral Pound an Bord und der Zerstörer „Aberdeen" bereits eingelaufen. Die britischen Kriegsschiffe werden einen Monat lang in den jugoslawischen Gewässern verbleiben und alle größeren Häfen der jugoslawischen Küste anlaufen Das am Donnerstag aus Tarent ausgelaufene italienische Geschwader trifft zu einem dreitägigen berechtigung aller Staatsbürger, wenn nicht der einzelne Staatsbürger für sich wie nach dem rein I mechanistisch angewandten demokratischen Mehrheitsprinzip, sondern die Volksgruppe als Ganzes in die Lage versetzt wird, als Rechtspersönlichkeit auftreten zu können. Die Sudetendeutschen wollen nicht einen „Staat im Staate" bilden, wie ihnen von den Tschechen unterstellt wird, um ihr Programm im Ausland als untragbar zu diskreditieren. Wohl verlangen sie aber als nationale Gemeinschaft geachtet zu werden, als Volkspersönlichkeit, der ein von Natur aus gegebenes territoriales Wirkungsbereich überlassen werden muß. Sie fordern also eine regionale Untergliederung des Staatsgebiets nach den Grenzen des deutschen Siedelungs- raums und gestehen das gleiche den Tschechen, Slowaken, Polen, Ungarn und Ruthenen zu. Nationale Minderheiten innerhalb der so abgegrenzten Dolksgebiete sollen nach dem Grundsatz der Gegen- IE ILLER Optiker am Bahnhof Lieferant auch ihrer Krankenkasse! - Luftstreitkräfte General V u i l'l e m i n der deutschen Luftwaffe ab 15. August einen auf etwa eine Woche angesetzten Besuch abstatten. Es handelt sich dabei gleichzeitig um die Erwiderung des Besuches des Staatssekretärs der Luftfahrt, General der Flieger Milch, von Oktober vorigen Jahres bei der französischen Luftwaffe. Der Besuch von General Vuillemin war ursprünglich bereits vor mehreren Monaten geplant, mußte jedoch wegen Arbeitsüberlastung von General Vuillemin verschoben werden, da er seinen Posten damals gerade übernom- seitigkeit autonome Rechte erhalten. Die Tschechen wollen davon anscheinend nichts wissen, denn was in der ausländischen Presse als Inhalt des Nationalitätenstatuts mitgeteilt wird, ist keineswegs geeignet, eine nationale Autonomie der Volksgruppen zu gewährleisten. Man will in Prag plötzlich auf die Praxis des Jahres 1926 zurückgreifen und das Staatsgebiet der tschechoslowakischen Republik in die sogenannten „historischen Länder" untergliedern, in denen den Nationa- Frankreich und den Mächten der Kleinen litäten das Recht der Selbstverwaltung zugebilligt Entente zu verletzen, hat er enge Freundschaftswerden soll, allerdings auch in einer eigenartigen beziehungen besonders zu den Nachbarstaaten Jugo- Form, auf die wir noch zu sprechen kommen wer- slawiens Bulgarien und Italien und zum den. Die „historischen Länder", also Böhmen, die Deutschen Reich angebahnt und damit wesent- Slowakei, Mährisch-Schlesien und das Karpathen- liehe Voraussetzungen für eine Befriedung Südostland, würden somit in sich wieder nationalgemischte europas geschaffen. Stojadinowitsch stammt aus der Gebiete fein, und in jedem von ihnen würde sich Schule des großen Paschitsch. Unter ihm wurde er - das Problem wiederholen, das heute den ganzen schon mit 34 Jahren zum ersten Male Finanz- Staat beherrscht, das Problem der Abgrenzung der Minister und hatte bei der Sanierung des jugo- Nationalitäten und ihrer autonomen Rechte. Es slawischen Finanz- und Währungswesens außer- wäre also nichts gewonnen, sondern die Schwierig- ordentliche Erfolge. 1934 war er Finanzminister im feiten lediglich verschoben. Warum der tschechische Kabinett Jevtitsch und bildete am 24. Juni 1935 Pfiffikus sich nun plötzlich auf die Einteilung der seine eigene Regierung. Auch als Ministerpräsident „historischen Länder" besinnt, obwohl sie ihm in schenkt Stojadinowitsch der Wirtschaftspolitik die der allen Habsburgischen Monarchie gar nicht be- größte Aufmerksamkeit. Die Erschließung der gro- hagte, liegt auf der Hand. In den zwanzig Jahren Ben natürlichen Bodenschätze des Landes und der. feit Bestehen der tschecho-slowakischen Republik ist Aufbau einer eigenen Industrie liegen dem Mies nämlich den Tschechen dank ihrer rücksichtslosen nisterpräsidenten ebenso so sehr am Herzen als die Agrar- und Wirtschaftspolitik und mit Hilfe der Hebung der jugoslawischen Landwirtschaft, die bis- berüchtigten Beamtenfchübe sowohl in Böhmen wie lang das traditionelle Fundament des Volkswohl- in Mährisch-Schlesien gelungen, eine tschechische standes gewesen ist. Zu Deutschland unterhält Sto- Mehrheit zu schaffen, während die 3,5 Millionen jadinowitsch die besten Beziehungen. Er hat in Sudetendeutschen sich heute in ihrem Siedelungs- München bei dem berühmten Nationlökonomen raum auf die „historischen Länder" derart verteilen, Lujo Brentano studiert und die Mutter seiner Frau ....... ' '' ----- - - war eine Berlinerin. Im Januar dieses Jahres hat wurden. Stabschef Lutze wies noch einmal auf die großen kameradschaftlichen Bindungen zwischen der SA. und der Faschistischen Miliz hin. Exzellenz Russo bestätigte, daß die Eindrücke von seiner Deutschlandreise sehr stark seien. Er habe nicht nur den Geist der SA. zu spüren bekommen, sondern auch die schöne deutsche Landschaft gesehen und die von Herzen kommende Begeisterung des deutschen Volkes empfunden. Die Kameradschaft zwischen der faschistischen Miliz und der SA. wurde auch von Exzellenz Russo lebhaft unterstrichen. Am Abend gab Gauleiter Florian im Schloß Bengato einen Empfang, womit der Deutschlandbesuch des General« stabschess der faschistischen Miliz seinen Abschluß fand. Oer Generalstabschef der französischen Lnststreitkräste folgt einer Einladung von Generalfeldmarschall Göring. Berlin, 22. Juli. (DNB.) Aus Einladung be« Reichsministers der Luftfahrt und Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Generalfeldmarschall Göring, wird der Generalstabschef der französischen «w K'U belegt- rAn Ä LS K Md-"- lioifionen - SeW ?ber Jangt em VMte T MM hat zu bas sich als Le“ btfiM $ ^einwärts, zu Men noch in Mtungen na ^(halten nur M regelreä «ähren Nf Wochen nad tob und Frank Meten. Der ( in Iotio,22. Mn-mtPtt strich ein Der Ernst der dur geschaffenen! S KKMWMIOas englische Königspaar nach London zurückgekehrt Britisch-französische Generalstabsbesprechungen während des Wochenendes. Taktik der Regierung gezwungen gesehen, offen zu erklären, daß die eigentlichen Verhandlungen über (Europapreß.) Am Freitag- das Nationalitätenstatut zwischen Regierung undar s ber Volksgruppen ganz im ^gensatz zu den irrefuhren- ^8 ?0 Kilometer von Amiens im Sornme-Departe- den Zweckmeldungen der tschechischen Preße nocy a^eaenen Ortschaft Villers-Breton- nor nirhf b.nnnn.n haben, da den «nippen | ment^nen auf dem gen Kriegerfriedhof errichteten Denkmals zu :..i Weltkrieg an der Westfront gefallenen > australischen Soldaten stattfand. In Amiens in oer llyecyl^en^ I mären eingetroffen der australische stellv. Minister- vorzeitig zu diskreditieren, hat aber die Keglerung "@arI m afle in Begleitung des eine verstümmelte Bekanntgabe der ihr oorgelegten P 1 < Generall'taatsanwatts R G. Men- und als ^blungsgrunM T. W. menen Denkschrift der Sudetendeutichen Partel § . . ner der australische Oberkommissar in durch -ine °u-l°nd.!ch° Pr°s!°°g°ntur L-L°n. B r u c e. Fenier ist im Hotel üe l'Unwers Die Sudetendeutsche Partei hat diese ^ndistrerlon 9, . h .str Kriegsminister Höre - mit b-r Veröfs«ntlichU7ig der vollstanbizsn Denk- B e l i I h a mit dem ftanzösijchen Generalstubschef fchnft pariert. Die tschechische Preste ucht den star- gam'/(in zpsamm-ngetr°ff-n. Ihre Unterhaltung ken Eindruck der in dieser D°n^chr>st. zur !>le^b ift öer Austakt zu den wahrend des Wochenendes ?U.n9xb»4^ dab m Paris vorgesehenen weiteren Besprechungen, an detendeut chen Partei dadurch abzu|chwacyen, oaB k auher ^ore-Belisha der englische General- sie di- Vorschläge in Bausch und^Bogen als unan- ^^ßer^ore B°^°und zwe^SÄoe^andige nehmbar und angeblichunoer°inbar m t englischen Kriegsministenums terlnchmen wer- b-nsgrund agen bergrben. Der Seneralstabsches der britischen Luststreit- ablehnt. Auch das. Ausland soll getauscht weroen, Ne wall weilt bereits seit indem man vier Gesetzentwürse mit verhe-gungs. -raste i--.r Kyrill Mau wer.r I vollen U-b-rschriften ankündigt und behauptet, h,er Donnerstagabend in Paris, die Patentlösung der Nationalitätenfrage zu haben. Bei der Einweihung des Denkmals für die ge- Die weitgehende Unkenntnis des Auslandes über die fallenen Australier in Villers-Bretonneux erinnerte tatiächlichen Verhältnisse in der Tschecho-Slowatei König Georg VI. in seiner Ansprache an die ist der beste Bundesgenosse der Tschechen bei ihren Heldentaten der australischen Kämpfer während Verschleierungsmanövern. So frisieren sie z. B. des Weltkrieges, die 1914 sofort dem allgemeinen als großartiges Entgegenkommen die Absicht auf, Ruf'zu den Waffen gefolgt seien und dnrch ihre in allen Gemeinden mit mindestens 15 v. H. nativ- Taten auf den Schlachtfeldern Frankreichs und naler Minderheiten, statt bisher erst bei 20 v. H., Flanderns die Bande zwischen Frankreich, England schon eine zweite Amtssprache zuzulassen. Sie oer- und Australien verewigt hätten. Präsident L e b r u n schweigen dabei aber wohlweislich, daß dieser fau- sprach dann den Dank Frankre-ichs für die Opfer feere Plan ihnen die Möglichkeit geben soll, in zahl- aus, die Australien gebracht habe. An König Georg reichen, ganz überwiegend deutschen Gemeinden die gewandt, dankte Lebrun im Namen ganz Franktschechische Amtssprache neben die deutsche zu setzen, reichs dem englischen Königspgar für die Ehre ihres wodurch der Prozeß der Tschechisierung weiter ge-I Besuches in Frankreich. Nach der Feier verabschie- förbert würde. 1 bete sich Präsident Lebrun von dem englischen Der Kern der Nationalitätenfrage liegt nicht l Königspaar und begab sich im Sonderzug nach hier, sondern in der regionalen Gliede- Paris. Das englische Königspaar reifte im Sonder- rung. Die Denkschrift der Sudetendeutschen Par- tei ist eine scharfe Absage an das mechanistische ----------------------------------------—------ Mehrheitsprinzip, auf dem die Tschechen 1919 nach gewährleisten. Von der Lösung dieser Frage wesllichem Muster ihren Staat gründeten, als ob roir^ Lösung der Nationalitätenfrage und damit dieser Staat eine gleiche nationale Einheit sei wie die Ueberwindung der tschecho-slowakischen Staats- westlichen Demokratien. Mit Hilfe dieser Fiktion, die ^5 überhaupt abhängen. Darüber muß man sich es einfach nicht wahrhaben wollte, daß die tschecho- ; in Peiris und London klar werden und dern- slowakische Republik kein Nationalstaat, sondern em I entsprechend dem tschechischen Schützling seine Rat- Nationalitätenstaat ist, der eine ganze Reihe von geben. Dr. Fr. W. Lange. Volksgruppen beherbergen soll, wollten die Tschechen । sich die Vorherrschaft in „ihrem" Staate sichern. Daß dies nicht gelungen ist, zeigt die heutige prekäre Lage der Tschecho-Slowakei. Was die Tschechen selbst für sich beansprucht haben, als sie einst inner- halb der Habsburgischen Monarchie um ihre An- erfennung als Do'lkspersönlichkeit gekämpft haben, hat sich die Denkschrift der Sudetendeutschen Partei zu eigen gemacht. Sie geht davon aus, daß die in der Verfassung versprochene Dolkssouveränität sich nur dann auswirken kann als tatsächliche Gleich- #>* I !6. Mitt 'oebbels die hrenmal für uf Beuern, den 23. Juli 1938. 03374 Ehestandsdarlehen 9 1 Kostprobe kostenlos. 4897D 4929 A BrühPsche Druckerei. SchulstraBe 7. Anruf 2251 ■55cendrv*J_. beul' -flernl", 11: au fii 4859 A asneiy Vorbildliches Wohnen durch Geschmackvoll Vornehm °ersönllch er französisch« ntr EinlaöM ihali öörinfl. Fabrikniederlagen: Drog. H. Elges, Seltersweg 66. C. Seibel, Frankfurt. Str. 0. Winterhof!, Kreuzplatz 9/10. Grünberg: Karl Schott u. sämtliche Filialen. Laubach: Lolrns- Laubacher Drog. Karl Klein. mV Ein schönes Weihnachtsgeschenk ! 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Für die wohltuenden Beweise liebevoller Teilnahme, die uns bei dem Heimgange unseres lieben, unvergeßlichen Entschlafenen zuteil wurden, sprechen wir unseren herzlichsten Dank aus Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Katharina Funk Wwe. TWvvvvvv TWcvf - ihwi - ihll TCmCXOAVVV tgwvwwvwvv'. 1 ^iv.-btohvicvum/- X 'lU0^1L^0ppil^1W% (iguict'ÖltiritGyimÖ,. . cpßu-mfy)' 11414 J*' ! öjldißtfyimkg h ) einmal ihi aen zwischen ta .z hin. ExzM; ciiäe von fein« Lr habe nicht mit letommen, sondm - ist gesehen und b« ning des deuW dschast zwischen bfl l. wurde auch m hchen. Am Abrii loß Bengato ein« «besuch des Genm stz seinen AbsW Oieee 3 wesentlichen Eigenschaften der guten Familien-Drucksache bietet Ihnen in zahlreichen neuzeitlichen Aue- führungearten schnell und zu mMBIgen Preisen Am Montag, dem 25. Juli von 10.00 bis 12.00,17.00 bis 18.30 Uhr und 18.30 bis 20.00 ühr finden auf dem Kirchenplah Kochvorsiihrungen -er fahrbaren Iifchkoch-Lehrtüche des Reichsnährstandes statt. 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Zu gleicher Zeit stieß eine andere japanische Flottille jangtseaufwärts vor und beschoß Tschangtschiatschau. Am Abend zogen sich bie japanischen Boote wieder nach Hukau zurück. Am Jangtseufer zwischen Hukau und Pengtseh !andeten die Japaner 2000 Mann Derstärkun- -nen hatte. General Buillemin wird Verbände der Luftwaffe und Werke der Luftfahrtindustrie in Deutschland besichtigen. Lapamsche Truppen- massierungen am Jangtse. bet Tokio, 22. Jllli. (Europapreß.) In einer Unterredung mit Pressevertretern am Freitagabend unterstrich ein Vertreter des Auswärtigen Amtes den 2rnst der durch die sowjetrussische Grenzverletzung . m . geschaffenen Lage. „Die plötzliche Besetzung eines *016 Ortschaft Pavias besetzt. Gesellschaft, der Dialogischen Reichsanstalt, einen Ausflug in die Schorfheide mit Besichtigung des Instituts für Waldschutz und Fahrten zu der Biologischen Station im Naturschutzgebiet Bellinchen (Oder) und in das Gebiet von Liepe-Oderberg (Mark). Zum Abschluß begeben sich die Teilnehmer nach München, wo sie im bayerischen Gebirge wis- liniere Rufgobt: Dienfl am Men! Diene mit, meröt mitglieb Der NSv. Am Freitagnachmittag traf Reichsmimst-er Dr Goebbels, von der Salzburger Bevölkerung ju- ' '' ' ~ "r liefe ein. Am Jiufäepaßt! .....schnell zugefaßt Jetzt billige Schuhe im Sommer - Schiufa-Verkauf vom 25. 7. bis 6. 8. senschaftliche Exkursionen unternehmen. Am 22. August wird in der Münchener Staatsdibliochek eine Ausstellung „Das Insekt in der Darstel- lung" eröffnet. Dann veranstaltet das Internationale Komitee für die Bekämpfung des Kartoffelkäfers eine Aussprache über das Problem des Kartoffelkäfers. Schanghai, 22. Juli. (Europapreß-Funkfpr.) Japanische Flugboote bombardierten Sinyang an der Peiping-Hankau-Bahn und zerstörten die Aebäude der Eisenbahnstation und einen Güterzug. Außerdem wurden in den letzten Tagen mit unverminderter Stärke die chinesischen Stellungen, die hauptsächlich aus mechanisierten Abtei- jungen und Tanktruppen bestehen. An dieser Stelle liehen jetzt den Japanern zwei v o l l st ä n-d i g e Divisionen zum Vorstoß nach Kiukiang und Nangtschang zur Verfügung. Nach weiteren Meldungen aus Schanghai passierten am Donnerstag mehrere japanische Transportdampfer mit 20-Zenti- meter-Geschützen flußaufwärts die Stadt Wusung an der Jangtsemündung. Die erhöhte Tätigkeit der Japaner im Hankau- Abschnitt hat zu dem chinesischen Entschluß geführt, Tnde des Monats das Außenministerium, das sich als letztes Ministerium noch in Hankau befindet, nach Tschunking, 700 Kilometer andeinwärts, zu verlegen. Damit dürften auch die wenigen noch in Hankau verbliebenen diplomatischen Vertretungen nach Tschunking übersiedeln. Zur Zeit unterhalten nur noch die Vereinigten Staaten und Italien regelrechte diplomatische Vertretungen in Hankau, während die sowjetrussische Botschaft schon oor Wochen nach Tschunking überaesiedelt ist. England und Frankreich waren nur durch Beobachter vertreten. Oer Grenzzwischenfatt in Mandschukuo. Vom 15. bis 20. August findet in Berlin der VII. Internationale Kongreß für Entomologie statt. Ueber 1000 Teilnehmer aus 53 Staaten der Welt kommen zusammen, um die letzten Ergebnisse der Forschungen auf dem Gebiete der Insektenkunde auszutauschen und durch Besichtigungen Einblick zu erhalten in die Arbeit, die auf diesem Zweia der Zoologie in Deutschland geleistet wird. Auf der einen Seite der Kongreßarbeit stehen, wie bei den früheren Tagungen, jene Lebewesen, die seit alters dem Menschen nützlich waren: Bienen und Seidenraupen. Den Hauptgegenstand der Kongreßberatungen bilden aber die Schädlinge. So gelten die Beratungen des Kongresses u. a. den Erregern von Malaria und Gelbfieber, jenen Schmarotzern, die die Viehseuchen übertragen, den ungezählten Arten von Schädlingen der Vorratswirtschaft, die gelagerte Rohstoffe, Getreide, Kartoffeln, Früchte, Faserstoffe, Häute und derglri- chen zerstören, dem Kartoffelkäfer, der weite Gebiete der europäischen Landwirtschaft bedroht und all jenem Ungeziefer, das im Wein- und Obstbau, Acker- und Gemüsebau, in der Waldwirtschaft usw. alljährlich Milliardenschäden anrichtet. Das Programm sieht Besichtige.'* scheu Entomologischen Instituts der Kaiser-Wilhelm- Der nationale Heeresbericht meldet: An der Estremadura-Front im Abschnitt Puento del Arzo- bispo wurden die nationalen Stellungen weiter vorverlegt. Im Nordabschnitt konnte die bedeutsame Offensive der letzten Tage fortgesetzt werden, wobei die Truppen den Guadiana-Fluß überquerten. Es wurden über 500 Gefangene gemacht und 328 gefallene Sowjetspanier bestattet. Im Südabschnitt sind einige Stellungen b e i Puerto Vuelos besetzt worden, wobei die nationale Kavallerie in kühnem Handstreich bis Helechal vordrang und zwei feindliche Kompanien vernichtete sowie 243 Gefangene und reiche Beute machte. An der Katalonien-Front im Abschnitt Sort wurde ein feindlicher Angriff, der in den ersten Morgenstunden mit großer Heftigkeit einsetzte, unter großen Verlusten für die Roten a b - gewiesen. Zwei Sowjetbataillone wurden völlig aufgerieben; eine Anzahl von Leichen liegt vor den Drahtverhauen. An der Sagunt-Front erfolgte der Einmarsch in die Provinz Valencia nach Ueberwindung des heftigen feindlichen Widerstandes. Im Abschnitt C a n d i e I wurde I die Ortschaft Vavias besetzt. itigunaen vor, so des Deut- Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 - - ■ *- -r gültig. Kick oder schlank h Es liegt bei Ihnen. Häßliche Fettpolster verschwinden — das Blut zirkuliert besser — man fühlt sich frischer und jünger durch den täglichen Genuß von __tajwTWT'nwmm AU<^«ls.0nx..Tatilelt=Jl«#a4.-e>a3«” Wetterbericht Während in Norddeutschland noch stark bewölktes und unbeständiges Wetter herrscht, hat sich im Südwesten des Reiches am Samstag Hochdruckeinfluß mit Wolkenauflockerung durchgesetzt. Bei der noch immer bestehenden Luftdruckverteilung wird sich, begünstigt durch starke Erwärmung, im Laufe des Tages mit Gewittertätigkeit wieder wolkiges Wetter einstellen. Vorhersage für Sonntag: Wieder mehr .bewölkt mit Gewitterstörungen, Temperaturen leicht zurückgehend, veränderliche Winde. Vorhersage für Montag: Wechselnd bewölkt und leicht unbeständig, mäßig warm. Lufttemperaturen am 22. Juli: mittags 24,3 Grad Celsius, abends 15,2 Grad; am 23. Juli: morgens 13,7 Grad. Maximum 24,3 Grad, Minimum 9,8 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 22. Juli: abends 22,8 Grad; am 23. Juli: morgens 17,2 Grad. — Sonnenscheindauer 11,2 Stunden. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dn Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot (in Urlaub, i. D.: Dr. Fr. W. Lange); für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck (in Urlaub). Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: i. V. Hans Thein. D. A. VI. 38: 9035. Druck und Verlag: Brühlfche Universitätsdruckerei R.Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. ,2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Jllu- strierten 15 Pf. mehr. Einzetverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. \ BriMbnÄMo Aufklärung und Prospekte bei Joh. Frohn | Bandagen - Fachgeschäft Gießen, Marktplatz Nr. 19 strategisch wichtigen Punktes auf mandschurischem Gebiet", so betonte er, „kann von Japan nur als eine vorsätzliche Herausforderung betrachtet werden und muß notwendigerweise die ohnehin nicht reibungslosen japanisch-sowjetrussischen Beziehungen weiter belasten. Japan und Man- dschukuo legen sich angesichts dieser Herausforderung die allergrößte Zurückhaltung auf. Nichtsdestoweniger aber sieht sich die japanische Regierung unter den obwaltenden Umständen genötigt, hiermit eindeutig zu erklären, daß sie sich alle weiteren Schritte vorbehält und bereit ist, jederzeit alle notwendigen Maßnahmen zu treffen. Japan wiederholt seine Forderung nach Zurückziehung der sowjetrussischen Truppen und Wiederherstellung der vor dem 11. Juli bestandenen Lage. Die japanische Regierung legt der sowjetrussischen Regierung auf das dringlichste nahe, diese Aufforderung nicht zu überhören." Nach Meldungen aus Wladiwostok sollen 30 000 Mann sowjetrussischer Truppen in der Gegend von Tschankufeng mobilisiert worden sein. Außerdem soll die Zahl der sich in der Possied-Bucht befindlichen sowjetrussischen Kriegsschiffe auf zehn erhöht worden sein. Die Scheinwerfer der Kriegsschiffe hätten die ganze Nacht hindurch die Bucht beleuchtet. In den Kommentaren der Blätter wird betont, Japan fei bemüht, alles zu vermeiden, um einen ernsten Konflikt heraufzubeschwören. Gleichzeitig könne Japan nur einer Beilegung des Streitfalles zustimmen, wenn sie in einer die Ehre Japans Nicht verletzenden Weise erfolge. ©er national,panische Heeresbericht. Salamanca, 23. Juli. (DNB. Funkspruch.) Kleine politische Nachrichten. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht traf Freitag vormittag zu einem kurzen Besuch bei der Kriegsmarine in Äiel ein, wo er von der Bevölkerung begeistert begrüßt wurde und sich auf dem.Aviso „Grille" einschiffte. Der Führer und Reichskanzler hat dem Universitätsprofessor Dr. P h i l i P P v o n H e r k in Tübingen zu seinem 80. Geburtstage in Anerkennung seiner Verdienste um die deutsche Rechtswissenschaft die Goethemedaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Der Führer und Reichskanzler hat an Reichsstatthalter Dr. Seyß-Jnquart folgendes Telegramm gerichtet: „Zu Ihrem 4 6. Geburtstag spreche ich Ihnen meine herzlichsten Glückwünsche für Ihr persönliches Wohlergehen wie für die weitere erfolgreiche Arbeit aus. tatter y ' W(l KÄ erteile KO"""' «Wond«k.„ R.. ,chonhelmerttr. 10 Ehrendes Unternehmen 24947 03336 SüMWtSMüß 4870 A 'n Gießen, Bahnhofstraße 65 « __ 4925V ElektrischeKühlschränke für Gleich- und Wechselstrom sofort lieferbar _________4919 A Rechtso! Für die Jugend W Dr.med.WilhelmTrautmaDn verreist bis einschl. 15. August 1938. fache 4906A unter 4905^ Prof. Dr. Walther Stellenangebote Frauenarzt verreist ab 24. Juli bis 15. 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Kid Dr. Noti Nr. 174) Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oderhesfen) 23./24.3UH 1958 Bäder, Sommerfrischen, reist bisU.hgiiif eerbarth .tbischerArzt »tstraße 50. diiD ------ gs-Anzelgen ische Druckerei heutigen Statt iegt ein Werbt irma Theodv iießeihM_ ,eAnM ALS ?Abendm.-H°5 ‘mit Beichte t ,enöm k»tt 24. M *Sä b •Ae. G. 8, BeÄ ,ei»r. 20- jt 6®- ” 81® gnit iSjär E ü 10, IM* Mr O'M KM WM M MD > M K W M M 2L^ W . > V'3 PGK WMK-L V' - MH H f$;B; g?..«/ 6. 'M * A t <• * , - /, ,v „ < -z»AM V <>>;• yr> . ? / >wL'«lon'n fi, ■ ISS ÄÄ aus bem ®*roet i# «“tart ? bi „BÄ»«" b , S1°ry .u» L Unmrp das haar * aus ei M eiskalter v [ei EnveWoM eine völlig fort Essigsäure sM' Leukokera teratiii" entbot blonden — nu iiis. Einzig bi röche haar Mlanvkeratib gen und Fvr! einen Dritten Es war am 17. März 1813, als her König Frieb- rich Wilhelm III. von Preußen ben Aufruf an fein Volk richtete, der den Preußen den Weg zur Freiheit wies. 125 Jahre find vergangen, und wieher richten sich alle Blicke nach Breslau, aber diesmal nicht in banger Ungewißheit unb ungeduldiger Erwartung. Auch sinh es biesmal nicht hie Preußen allein, hie her Ruf trifft, nein, alle heutschen Menschen biesseits unb jenseits der Reichsgrenzen blicken mit freuhigem Stolz unb sicherer Zuversicht nach her Feststadt des Deutschen Turn - unb Sport- f e ft e 5, bas her Führer mit ben Worten genehmigte: „Wegen her volkspolitischen Bedeutung dieses traditionellen Festes toer deutschen Leibesübung ersuche ich alle Dienststellen des Staates und der Partei, ben Reichssportführer bei her Durchführung dieses Festes zu unterstützen". Durch diesen Satz ist das Deutsche Tum- und Sportfest Breslau 1938 vom 23. bis 31. Juli in ben Mittelpunkt der erzieherischen Arbeit unserer Turn- und Sporwer- eine gestellt unb darüber hinaus zum Die n st a n her völkischen Idee bestimmt worden. Nicht nur rein geschichtliche Tatsachen sind es, bte uns bas große Geschehen vor 125 Jahren in bie Erinnerung rufen. Untrennbar verbunden mit dieser bewegten Zeit des Aufbruches sind die Namen her Turnväter Jahn unb Friesen, bie beibe bereits Anfang Februar 1813 m Breslau weilten unb bie ersten Freiwilligen bes Befreiungskrieges waren. Ihrem Ruf folgten bie Berliner Turner, für bie, getreu ben Parolen Jahns, Leibeserziehung Dienst'am Daterlande war. Dieser Geist blieb in ben historischen Deutschen Turnfesten erhalten, deren erstes in Coburg 1860 mit 970 Teilnehmern unb deren letztes in Stuttgart 1933 mit weit über 250 000 Teilnehmern ftattfanb. Allem bie Besucherzahl aller Veranstaltungen in Stuttgart betrug rund 3 Millionen! Aber nicht bie Zichlen waren das wesentliche dieses 15. Deutschen Turnfestes. Wichtiger war bie Tatsache, baß in her schonen wurt- tembergi schert Hauptstadt deutsche Turner eine Fe i erst unb e bes Nationalsozialismus begingen, baß in Stuttgart Hunderttausende ja Millionen bem noch jungen Staat Aböls Hitlers nähergebracht wurden. Damals stand zwar schon die Marschrichtung, bie geistige und seelische Ausrichtung her Leibesübungen im totalen nationalsozialistischen Staat fest, damals war auch bereits , ein Soldat Adolf Hitlers, der SA.-Mann von Tfchammer und Osten, Führer her Deutschen Turnerschaft, aber der große Bau her deutschen Leibeserziehung, bie einheitliche Ausrichtung und organisatorische Umglieheruna von Turnen und Sport befand sich noch in ihren ersten Ansangen. Es muß als eine glückliche unb schicksalhafte Fügung betrachtet werben, baß Breslau nicht nur bie Krönung unb Zusammenfassung aller bisherigen sportlichen unb turnerischen Feste ist, sonbern baß es auch im Zeichen eines geeinten groh- deutschen Reiches stattfindet, daß em Volk von 75 Millionen nach Breslau schaut in bem glücklichen Bewußtsein, daß hier zum erstenmal die ge amte deutsche Turn- und Sportbewegung unter nationalsozialistischer Führung vereint marschiert, her gleichen großen Idee dient. Darin liegt vor allem bie grundsätzliche Bedeutung des Deutschen Turn- und Sportfestes in Breslau, daß es die erste umfassende Kundgebung der durch ben Nationalsozialismus geschaffenen Einheit der deutschen Leibesübungen ist, eine Leistungsschau des ganzen deutschen Volkes, wie Reichsminister Dr. Frick, der die Schirmherrschaft des Festes übernommen hat, kürzlich feststellte. Sa gesehen bedeutet Breslau mehr als eme zwar großartige und im wahrsten Sinne des Wortes totale Schau des Könnens deutscher Turner und Sportler. Siege sind schön, sportliche Erfolge großartiger Ausdruck der überschäumenben Lebenskraft, aber entscheidend sind bie inneren Wirkungen, bie von diesem Geschehen ausgehen. Don Breslau wirb eine innere Kraft, eine seelische Wir- kung auf das Volksganze ausstrahlen, die wir hoher einschätzen als Sieg und Niederlage, als gewaltige Teilnehmerzahlen und Millionen von Zuschauern. Wohlgemerkt: das soll nicht heißen, daß wir diesen äußeren Rahmen gering achten! Nem aber der Geist der Kameradschaft und der Gemeinschaft, bte innere 5) a 11 u n g her gemeinsame WMe und das unablässige Bemühen, sich für em Ziel e nzu- setzen, das jenseits aller Zahlen und Siege hegt die Erkenntnis, daß in Breslau em jeder als Gheb seines Volkes bem großen Deutschen Reich, bem aufblühenden unb kraftvollen nationalsozialistischen Staat bient, macht Breslau erst zu dem, was es sein soll: Verwirklichung her Idee Ab o l s Hit- lers, her beim Deutschen Turnfest in Stuttgart unb Friesens, (Sneljem Kreuz und quer durch den Schwarzen Erdteil. Briefe von einer Afrika-Ueife. Aus aller Welt ien. Silberglanz. hin. Gießen, Frankfurter Straße 52, Ruf 2847. 4913 A unsere Vermählung bekannt Wir geben 23. Juli 1938 4909D geben ihre Vermählung bekannt 4943V Gießen (Schiffenberger Weg 16), den 22. Zull 1938. 4890D 4863 V. Gießen Kirchstraße 2 Wehlar Turmstraße 17 KleineAm eigen im Gießener Anzeiger werden von Tauiendev beachtet und getelea. 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Iuli 1938 Oie Geburt ihres Sohnes Eckhart Mich zeigen an: Hilde Gaillard, geb. Houben Intendanturassessor Ferdinand Gaillard Oivisionsintendant 9. Division Dietrich vor Beginn des reinen Schnelligkeitswett- bewerbes, der am Sonntagnachmittag auf einer zehnmal zu durchfliegenden 57,2 Kilometer langen Strecke bei Venedig den entscheidenden Abschluß bildet,, mit über 20 Punkten vor fünf Italienern und dreien seiner Landsleute. Vierzehn Todesopfer beim Absturz eines polnischen Verkehrsflugzeuges in Rumänien. Ein polnisches Verkehrsflugzeug stürzte bei Stul- pitanij in der Bukowina ab. Sämtliche vierzehn Insassen des Flugzeuges wurden getötet. Es handelt sich um ein Lockhead-Fluy- zeug der polnischen Fluggesellschaft Lot, das die Strecke Helsinki — Warschau — Bukarest beflog. Die Maschine war nach einer planmäßigen Zwischenlandung in Czernowitz zum Weiterflug nach Bukarest gestartet und stürzte etwa 45 Minu. ten später aus bisher unbekannten Gründen ab. hr eine tWV er klinkte beb* Heute Samstag abend Italienische Nacht auf der Badenburg! la Speisen und Getränke« M»o Rtichagartenfdiau Cfftti VOM 26. APRIL BIS Q.OKTOBER 1958 tat Bergschenke Herrliche Lage a. Bergwerkswald Groß, schattig. Garten. Terrassen 1 K ] Neuzeitliche AN/ Kristallglas- * rX. 1 ä-m Leuchtaiele Mittwoch, Samstag, Sonntag 20 Uhr Sli-Mli «lkilkll Sonntag, den 31. Juli 1938 MlaMMMSeseWg' Vellvewekü auf Oer Böön. Abfahrt 6 Uhr ab Ludwigsvlatz. Kartenverkauf Dttttwoch, 27. Juli, 20 Uhr, nur auf der Geschäftsstelle, auch an Nichtmitglieder. Reue Angriffe auf die Elger-Nordwand. Zwei deutsche Zweier - Mannschaften befinden sich in der Eiger-Nordwand, um diese zu bezwingen. Die eine Gruppe, die Oesterreicher Harrer und K a s p a r e ck , stieg am Donnerstagmorgen in die Eiger-Nordwand ein und verbrachte die Nacht zum Freitag in einem Biwak in einer Höhe von ungefähr 3300 Meter. Am Frettagmorgen setzten die beiden den Aufstieg fort. — Die zweite deutsche Gruppe, die ihr Zeltlager in der Nacht zum Freitag um 1 Uhr verließ und gegen 10 Uhr morgens eine Höhe von 3100 Meter erreicht hatte, besteht aus den beiden Münchener Bergsteigern F ö r g und Heckmeier. — Zwei weitere deutsche Bergsteiger, die mit den vorgenannten beiden Zweier-Mannschaften nach Grindelwald gekommen waren, sind wieder aus der Wand zurückgekehrt und in Grindelwald geblieben. — Die Witterungsoer- hältnisse find zur Zeit sehr gut. Der Internationale Jtatten-Rundflug. Mit einer den zweimotorigen Maschinen vorbehaltenen SicherheitsPrüfung wurden die für Rimini vorgesehenen Wettbewerbe des III. Internationalen Italien-Rund fluges abgeschlossen. An dieser Probe beteiligten sich lediglich der Deutsche Christian Dietrich auf „Siedel" und der Italiener Cadel auf „Ghibli", da sich für diese Sonderprüfung die übrigen „Ghibli"-Maschinen nicht eigneten, während die von Cadel dank ihrem verstellbaren Propeller den hierfür gestellten Forderungen gewachsen war. Verlangt wurde ein fünf Minuten langer Horizontalflug mit einem einzigen Motor in einer Höhe von 500 Meter. Dietrich und ner Geisteskranke Jen, um bann nd. ngliche Farbe w e „Erblassen' btt in Djeorien Wider Annahme aus, eien ftinfte ssarb- igert, Mch wie ?ngefn und ’W ung ? jchen- unb huck- yi Haden, ö'.t unb wieder bk- Vvament mehr »«■ dies seltsame f)t« erschwindel es w ersuchungen an M j, ergraute, futirin zraue h°°r n -»Hielt al»]; 41s Qrni«n in h n Ttan und i* neuL^te hatten ,c tm »r lymeff unh h Pnmitivitat Q[5 Ernst . uch zu ner» 1 oas alte, eG .W ins 2lu(0. lnet Vchsenkan! - v, t den Mittelbau ergriffen. Gemeinsam mit den Der UnglucksoU hegt 20 Kilometer von der Stadt Feuerwehren von Unterkochen und Ellwangen ging Ktmpolung entfernt. An Bord befanden sch zehn £Qn 25 Schlauchleitungen dem Feuer zu Leibe. Flug gaste und vier Mann Besatzung. ^er Bekämpfung des Brandes beteiligten sich Unter den Passagreren war ein ivp^ruscher Haupt- atl£^ Soldaten der Wehrkreis-Remonteschule, der mann, der Kommandant des Flughafens von Czer- Reichsarbeitsdienst und die Technische Nochilfe. Nach nowitz und ein rumänischer Pilot. zweistündiger harter Arbeit war die Gefahr für Die Ursache der TValdbrände in USA. und Kanada. > foen bedrohten Ostflügel gebannt. Der Schaden wird „R h o d o k e r a t i d": Wie die weißen Bestandteile der Haare sich in eiskalter Lauge auflösen, so auch die Substanz der roten Haare und durch verdünnte Essigsäure bilden sich daraus dann tomatenrote Flöckchen. Es gibt nun Rothaarige, deren Haar nur Rhodokerattd enthält und solche, bei denen es mit Melanokeratid gemischt ist. Durch Mischung dieser Eiweißbestandteile kommen alle Haarfärbungen zustande, vom leuchtendsten Weißblond bis zum tiefsten Negerschwarz. Löst man Haarstoff in Lauge auf und schickt man Licht verschiedener Wellenlänge hindurch, so fängt die Lösung dunkler Haare mehr Licht ab, als die blonder. Nur nach dieser Lichtabsorbtion in der Spektralanalyse läßt sich der Farbgehalt der Haare genau bestimmen. Dabei zeiAe sich aber etwas Merkwürdiges: Schwarz erscheint unserem Auge schon, wenn sein Gehalt an Melanokeratid nur ein bestimmtes Minimum überschreitet. Oft ist aber ein Schwarzhaariger bei weitem nicht um so viel schwärzer, wie ein Flachskopf, als ein anderer Schwarzer ihm an Schwarzheit überlegen ist. Schwarz und schwarz ist also längst nicht mehr das gleiche! — Ganz aus dem Rahmen fällt aber — nach der Spektralanalyse — das Rothaar: Während nämlich die verschiedenen Haarfarben entsprechend ihrem Dunkelyeitsgrad das Licht verschiedener Wellenlänge ziemlich gleichmäßig ab- sangen, hat das rote Haar es augenscheinlich besonders mit dem kurzwelligen Licht zu tun. Je mehr sich die „Regenbogenfarben" des Lichtes dem Ultraviolett zuneigen, um so stärker werden sie von der roten Haarfarbe absorbiert. Das Rhodokeradit ist also offenbar schuld daran, daß sich Rothaarige vor starkem Sonnenlicht besonders in Acht nehmen müssen. Sie verfallen ja auch besonders leicht dem Sonnenbrand. Sonntag, den 24. «.Montag, den 25. Jnli 1938 Kirmes in NleWW Es ladet ein: Gastwirt Otto Schön Erstklassige Musik Für Speisen und Getränke ist bestens gesorgt Cadel erfüllten die Bedingungen. Der Deutsche konnte durch die hierbei zu gewinnenden fünf Punkte in der Gesamtwertung seinen Vorsprung auf über 20 Punkte ausdehnen, während Cadel vom 4. auf den 3. Platz vorrückte. Somit führt wollen, daß die riesigen Waldbrände, die in den nordwestlichen Staaten Washington und Oregon wie auch in Britisch-Kolumbien (Kanada) trotz aller Anstrengungen noch immer nicht gelöscht werden konnten. In Kreisen der Forstverwaltuna wird ganz offen die Vermutung ausgesprochen, oaß Arbeitslose um Dauerbeschäftigung als Brandbekämpfer zu bekommen, für die vielen Einzelstellen immer wieder ausbrechen- den Feuersbrünste verantwortlich zu machen seien. 3m Staate Washington werden die Löscharbeiten durch Wassermangel start beeinträchtigt. In Britisch-Kolumbien mußten 150 Feuerwehrmänner „wegen Unzuverlässigkeit" entlassen werden. Man mußte feststellen, daß ein 350 Meter langer Schlauch mit dem Messer unbrauchbar gemacht worden war. Ein Riesenbrand auf der Insel Vancouver droht auf gewaltige Nutzholzvorräte überzugreisen. Das Ende eines Erpressers. Der sensationelle Versuch, den bekannten Auto- industriellen Lord Nufsield — einer der reich, sten Männer Englands —- zu entführen, endete mit her Verurteilung von Bruce Thornton zu sieben Jahren Zuchthaus. Die Beweisaufnahme hatte einwandfrei ergeben, daß Thornton Vorbereitungen getroffen hatte, um Lord Nufsield an Bord einer Jacht zu bringen und ein Lösegeld von 100 000 Pfund (rund 1250 000 RM.) zu erpressen. Weiter stellte sich bei dem Prozeß heraus, daß der Verurteilte seit Ende des Krieges von Erpressungen gebebt und auf diesem Wege mehrere Millionen Mark erbeutet hatte. In einem Falle hatte es Thornton sogar verstanden, eine lebenslängliche Rente von 10 000 RM. jährlich zu erpressen. Großfeuer in einer württembergischen Kunstwollfabrik. Ein Großalarm rief in der Nacht zum Freitag die Feuerwehr der -württembergischen Staat A a - l e n nach dem Gelände einer großen Kunstwollfabrik, in deren neuerrichtetem Westflügel Feuer ausgebrochen war. Die Flammen breiteten sich in den mit Kunstwolle und Lumpenballcn gefüllten Räumen mit Windeseile aus und hatten auch bald Sonntag, den 24. Juli 1938 Tanz im Freien Friedrich Volkmann II. Heuchelheim. 482qp um M w c ererbe Msenden Mdchel , Mett in tw , un6®i®e" t IchSn, nicht bett**, cher i* ®t5 in' ,rtel S* unb sah V jud) d- j noch 2- unb M rtporJ o^n, M ■$s» * «» 'el U w “ r m**«! 'S i Jagek &11 „ .iiii agt? «. Ich ft Srztl Lden V i herc^' W im6 3 B naturfarbene. Nun enthalten aber auch die normal gefärbten Haare Lufteinschlüsse. Man kann also die graue Farbe nicht etwa dadurch wieder loswerden, daß man sich aus jedem Härchen die Luft heraus- liehen ließe! Das wäre übrigens wohl auch eine fast unbezahlbare Sisyphusarbeit! Nein, die Luft im Haar soll sogar ihre bestimmte Aufgabe haben: Weißes „pigmentloses" Haar soll nämlich häßlich Selbweiß aussehen, wenn es keine oder zu wenig uft enthält, während das Greisenhaar gerade den eingelagerten Lustbläschen seinen Silberglanz verdanke. — Doch auch hier bleibt die Frage offen: Wie entsteht und vergeht denn der wechselnde Luft- gehalt des Haares? Unsere Haare bestehen genau wie unsere Fingernägel, wie die Hörner der Ochsen oder die Hufe der Pferde aus Keratin. Das Keratin ist ein Ei- weihstoff, der sich weder in Wasser noch in Säuren auflöst, während ihn Alkalien angreifen: Einem Chemiker darf ruhig, wie das im Laboratorium auch gar nicht vermeidbar ist, mal etwas Säure auf die Fingernägel spritzen; hat die Hausfrau aber eine scharfe Sodalauge bereitet, dann bekommt sie wenigstens „stumpfe" Fingernägel, wenn sie da öfters hineinlangt. Nur wenn Haare stundenlang in konzentrierter Säure ober Lauge gekocht werden, zersetzt sich der Hornstoff und ein dunkelfarbiger Rett, der sich bisher chemisch nicht weiter unter» suchen ließ, bleibt allein zurück. In ihm hätte man gern das eigentliche „Pigment" gesehen. Das .Melanin" — so nannten die Forscher diese «Substanz — findet sich aber nicht nur als lieber- reft von dunkelen, sondern auch von rein weißen Haaren, die nach der üblichen Auffassung gar kein Pigment mehr enthalten. Außerdem läßt sich nicht sicher sagen, ob das Melanin nicht erst künstlich durch die Behandlung des Haares mit heißer Säure aus dem Eiweiß entsteht. , Solange der innere chemische Aufbau des Haares nicht geklärt war, durfte man auch nicht hoffen, die „Biologie des Haares" zu enträtseln. Prof. Dr. Z. St ar y und Dr. R. Richter von der Deut» schen Universität in Prag haben nun festgestellt, daß das Haar keineswegs, wie früher angenommen wurde, aus einer einheitlichen Substanz besteht. Mit eiskalter verdünnter Lauge fckisden sie zweierlei Eiwe^ihstoffe aus dem Haar av, von denen der eine völlig farblos ist und unter der Wirkung von Essigsäure schneeweiße Flocken bildet. Sowohl dies „L e u k o k e r a tid" wie das dunkle „Melano- kerattd" enthalten alle Haare, auch die ganz hellblonden — nur in verschiedenem Mischungsverhältnis. Einzig das weiße Haar des Alters und das weiße Haar Albinos ^eigt keine Spuren von Melanokerattd. — Wie Prof. Stary in „Forschungen und Fortschritte" mitteilt, haben sie aber noch eigen dritten Eiweißstoff in Haaren festgestellt, das Weilburg, Perle an der Lahn Hotel Traube freie Lage, nähe Schloß [smbD Schloß -Terrassen - Caf6 eröffnet, der ideale Aufenthalt Inhaber: Wilhelm Görtz Parkplätze: Landtor. Hotel Traube. Markt u. Schloßplatz. 4886 V Wir la den unsere Mitglieder, Kursusteilnehmer,sowie deren Angehörige, Freunde u. Bekannte zu unserem beliebten am Samstag, dem 30.Fuli, 20.30 Uhr, aus der Karlsruhe ein. 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Saubere Wege, schön gepflegte Grabstätten, gut gehaltene Rasenflächen der nicht mehr belegten Teile, geschickt durchgearbeitete Bestände an Büschen und Bäumen, gründlich ausgemerzte' Abfallstellen und Dürrholzhaufen, Neuanpflanzungen von niederem Gebüsch und von Bäumen, alles das hat das Bild dieser geradezu als Park anzusprechenden Grünanlage in vorteilhaftester Weise zum Schönen verändert. Wer für seine Erholung einen idyllischen Platz aufsuchen will, der lenke seine Schritte zum Alten Friedhof. Namentlich werden auch ältere Leute, die Wert darauf legen, ihre Spaziergänge auf schönen Wegen inmitten einer herrlichen Umgebung zu machen, an dieser Stätte ihre Erwartungen voll erfüllt sehen. Zu der unmittelbaren schönen Umgebung kann der Besucher des Alten Friedhofes von dort aus noch reizvolle Ausblicke auf die herrliche Landschaft rings um Gießen genießen. Kurzum: Hier besitzt unsere Stadt einen Park, wie man ihn in vielen Städten von der Größe Gießens nicht antreffen wird. Auf der Anhöhe am Nordrande her Stadt bildet der Neue Friedhof ebenfalls eine Zierde unserer städtischen Anlagen. Auch dort kann der Besucher die befriedigende Wahrnehmung machen, daß in pietätvoller Weise und mit gutem gartenbaulichen Geschmack die Pflege dieser letzten Ruhestätte durchgeführt und dabei angestrebt wird, der Anlage in allen Teilen schon von Grund auf einen parkartigen Charakter zu geben. Ein besonderes Schmuckstück inmitten dieser Stätte ist der Helden- Friedhof. Vielerorts kann man gerade bei derartigen Ruhestätten unangenehme Uebertreibungen bemerken, die das aesunde Volksempfinden mit Recht ablehnt. Unser Gießener Helden-Friedhof dagegen entspricht in würdiger und schöner Weise dem hohen Sinn, der einer solchen Anlage zu eigen sein soll, und er wird daher auch den Erfordernissen der guten gartenkünstlerischen Gestaltung in vollem Maße gerecht. Eine schöne Bereicherung hat er vor einigen Monaten durch das von der Arbeitsgemeinschaft Gießener Soldaten-Kameradschaften mit Zustimmung der Stadtverwaltung errichtete schlichte Ehrenmal in Gestalt eines Findlings-Steins mit soldatisch einfacher Inschrift gefunden. Es ist denn auch am Platze, daß die Besucher des Friedhofes ihre Schritte immer wieder gern über diesen schö- ; nen Teil lenken, um sich dort an der Würde und der Schönheit dieser Gedenkstätte zu erbauen, ebenso wie sie auf den anderen Teilen des schönen : Friedhofes neue seelische Kraft und innere Stärke in den verschiedenen Anlagenteilen innerhalb des Stadtgebietes 130 Ruhebänke zur Benutzung der Spaziergänger bereit. Diese Erweiterung der Ruhemöglichkeiten ist zu begrüßen. Man darf aber auch dem dringenden Wunsche Ausdruck geben, daß diese Bänke von übermütigen Menschen doch ungeschoren bleiben möchten. Zur Lustbarkeit in Radaustimmung hat die Stadtverwaltung die Bäüke wirklich nicht geschaffen, sondern sie sollen guten Dienst für die Allgemeinheit tun. Bier- oder weinseli^e Heimkehrer, durchweg immer nur Menschen tn reichlich jungen Jahren, mögen trotz allem Schwung ihrer frohen Zecherstimmung künftighin an diesen Bänken vorbeigehen! Nebenbei sei darauf hingewiesen, daß Unfugstifter dieser Art in Zukunft nicht nur mit Strafen, sondern auch mit der Anprangerung ihrer Namen'in der Oeffentlichkeit zu rechnen haben. Also künftighin: Bänke in Ruhe! ten teilnehmen. Am gleichen Tag kommen-alle Jungmädelgruppenführerinnen zu einer Arbeitstagung um 16 Uhr auf die Dienststelle des Untergaues. Das noch nicht eingegangene Fahrtengeld muß mitgebracht werden. BDM.-Llntergau 116 Gießen. Am Mittwoch, 27. Juli, 17.30 Uhr, treffen sich alle Teilnehmerinnen an den Großfahrten des BDM. im Moeserheim. Das Fahrtengeld muß eben- falls mitgebracht werden. HZ. dankt und ehrt die Stadt Gießen und Oberbürgermeister Witter. Der Jugendführer des Deutschen Reiches, Baldur von Schirach, hat eine Heim-Plakette gestiftet, die denjenigen Persönlichkeiten der Partei' und des Staates verliehen wird, die sich um die Heimbeschaffungsaktion der HI. verdient gemocht und das Heimbauprogramm der Reichsjugendführung besonders tatkräftig unterstützt haben. Diese Plakette wurde nunmehr auch dem Oberbürgermeister unserer Stadt durch den Bannführer des Bannes 116 der HI., Rohrbach, im Auftrag der Reichsjugendführung überreicht. Die Plakette wurde Oberbürgermeister Ritter als besondere Anerkennung für die Durchführung des Wettbewerbs zur Erlangung eines Entwurfes für die Schaffung eines HI.-Heimes in Gießen übermittelt. Dieser Wettbewerb hat der Hitler-Jugend so viel wertvolles Material an die Hand gegeben, daß sich die Reichsjugendführung veranlaßt fühlte, den Dank dafür in dieser würdigen Form abzustatten. Oberbürgermeister Ritter nahm diese Ehrung an, ließ aber wissen. Zu dem schönen Grünschmuck unserer Stadt ist besonders im Verlaufe der letzten Jahre eine weitgehende und moderne Ausgestaltung der Straßen hinzugekommen, bei der die Reste der alten Pflasterung verschwunden sind und durch Asphaltierung ersetzt wurden. Auch die Straßenreinigung ist gegen früher erheblich besser gewor* den, so daß wir uns beim Anblick der schönen Straßen mit gutem Grund freuen können. Denken wir in diesem Zusammenhang noch an die Beseitigung so mancher alter, das Straßenbild nur verschandelnder „Krachenburgen", wie etwa neuerdings im Rahmen der Altstadtsanierung I am Linden- und Kirchenplatz, und an den dafür bis jetzt bereits geschaffenen Ersatz durch Besseres, so können wir mich- nach dieser Richtung hin und zugleich abschließend mit Recht vermerken, daß Gießen in den letzten Jahren wirklich schöner geworden ist. B. — Kreis 8, Gießen: 16.30 Uhr, Waldsportplatz: Fuß- ball-Auswahlspiel: Stadtelf — Kreiself. Hitler-Jugend Bann 116. Bett.: Arbeitsbesprechung am INonlag, 25. Juli. Am kommenden Montag, 25. Juli, findet auf der Dienststelle des Bannes 116, Bahnhofstraße 92, eine Arbeitsbesprechung aller Stammführer, Gefolgschaftsführer und Führer der Sondereinheiten des Kreises Gießen statt. Beginn: 20.30 Uhr. ZM.-llntergau 116 Gießen. Am 27. Juli findet um 15 Uhr auf der Dienst- stelle des Untergaues eine Besprechung aller Jung- mädelführerinnen statt, die an einer der Großfahr- Dem Auge das Beste! Lassen Sie sich beraten von Optiker Jtäia&nus dem Optiker Ihres Vertrauens / Seltersweg 33 / Kassenlieferant. Schöne Stadt Gießen. „Gießen ist schön geworde n." Diese Worte hörten wir vor einigen Tagen aus dem Munde eines Mannes, der seine Jugend zum größ- len Teile in Gießen verlebt hat, dann durch seinen Beruf nach auswärts geführt wurde, viel in Deutschland herumkam, dabei mancherlei städtebauliche Schönheiten kennenlernte und nun wieder einmal rür einige Tage Einkehr in unsere Stadt hielt. Wir Gießener, die täglich Augenzeugen des Aufbaues urtb Wandels in unserer Stadt find, haben vielleicht nicht immer unsere Augen so aufnahmefreudig als tüe Menschen, die nach einer längeren Zeitspanne wieder durch unsere Straßen wandeln. Und wenn trnbei eine Feststellung geäußert wird, wie die an ber Spitze dieser Betrachtung zitierte, so dürfen wir „Hiesige" auf eine derartige Anerkennung eines „Hergelaufenen" mit Recht stolz fein. Damit finden bie Opfer unserer Bevölkerung und die strebens- ttohe Tatkraft unserer Stadtverwaltung wohlver- biente Anerkennung. Lenken wir darum heute einmal unseren Blick auf die wichtigsten Kennzeichen bes erfreulichen Wandels in 'unferm Stadtbild. Vornotizen Tageskalender für Samstag. Gloria-Palast (Seltersweg): „Mordsache Holm". Tageskatender für Sonntag. Gloria-Palast (Seltersweg): „Mordfache Holm". das Salz in der Suppe vergessen hat. Der Sommerschlußverkauf währt nur kurze Zeit, und welche Hausfrau möchte diese Zeit nicht nach Kräften H. W. Sch. daß auch dort im Verlaufe der letzten Jahre die i| Anlagengestaltung wesentlich besser geworden ist, als es in früheren Jahren der Fall war. Wenn ii" hier die Grünflächen nochmals einer gründlichen Durcharbeitung unterzogen werden, damit manche Unkraut- und Geilstellen im jetzigen Graswuchs ; verschwinden, außerdem der Blumenflor eine weitere > Bereicherung erfährt, so darf man für die Zukunft auch wohl dort das gleiche schöne Anlagenbild er- tmarten, wie wir es jetzt an anderen Teilen unseres 1 Llnlagenringes besitzen. Ein erfreuliches Bild bietet ferner die Anlagenfläche des Horst-Weffel- Walls am Fuße des Bahnkörpers. Wer sich rück- jjschauend des trostlosen Bildes erinnert, das vor Ltlichen Jahren noch an dieser Stelle zu sehen war iintb das nicht mit Unrecht als ein Schandfleck für imfer Stadtbild empfunden wurde, der wird mit [Genugtuung auch heute noch die grundlegende Umgestaltung der früheren Westanlage dankbar anerkennen. Mit Befriedigung sei in.diesem Zusarymen- . hange wieder vermerkt, Jbafj die Stadtverwaltung am Lahnufer, in der Nähe der Badeanstalten, ein schönes Ruheplätzchen geschaffen hat. Von den Llnlagestücken inmitten der Stadt bereiten vor allem auch die Flächen vor der Universität und [feit diesem Sommer die Fläche am Ludwigs- Platz dem Beschauer aufrichtige Freude. Mit der geschmackvollen gartenbaukünstlerischen Herrichtung Dieser beiden Stücke hat die Stadtverwaltung unse- urer Bevölkerung und den Besuchern unserer Stadt Grünanlagen sind die Lungen der S t c^d t. Wir Gießener können die erfreuliche Tat- Ichche verzeichnen, daß die Lungen unserer Stadt wirklich großes Format haben. Schon die „V i - siten karte" am Bahnh,o f zeigt dem Bescher, daß die Gartenbaukunst durch unsere Stadtverwaltung in Verständnis- und liebevoller Weise mit gutem Geschmack der fachmännischen Betreuer gepflegt wird. Welche wunderbaren Gartenbilder kann man bei einem besinnlichen Rundgang durch unsere Anlagen in sich aufnehmen! Der Blick am Hindenburgwall von der Johanneskirche her über die kleine Geländefalte hinweg zum Stadttheater ist immer wieder eine Freude. Bereichert wird dieser schöne Gewinn sogleich, wenn man 'eine Schritte ein wenig weiter lenkt und inmitten der herrlichen Blumenpracht und der schönen Grün- ' f-lächengestaltung vor dem Stadttheater steht; hier wird dem naturliebenden Beschauer in der Tat das Fortgehen schwer. Das Auge findet weiterhin in pen Anlagen am Hitlerw all, insbesondere in der Nähe des Liebig-Denkmals und des neuherge- j richteten Goldfischteiches, noch manche schöne Stellen, | benn auch dieser Teil unserer städtischen Grünflächen Zehört von jeher mit zu den angenehmsten Plätzen n der Innenstadt. Die Anlagen am W e r n e r- wall können noch nicht ganz das gleiche Bild der Schönheit wie der Hitler- und Hindenburgwall bieten, aber es ist mit Befriedigung zu vermerken, Sommerschlußverkauf. Geschäftsleute sind rührige und vorausschauende Männer. Während wir anderen uns noch an den Freuden des Sommers ergötzen und nur den einen Wunsch haben, daß diese Freuden sich mehr als bisher zeigen, ist den Geschäftsleuten die Vergänglichkeit dieser schönen Jahreszeit bereits zu einer kaufmännisch wägbaren Sache geworden. Sie sind im Stillen eifrig tätig gewesen, haben in ihren Verkaufsabteilungen Umschau gehalten und überraschen uns mit ihrem Sommerschlußverkauf. Männer haben diesem Vorgang gegenüber oft die Empfindung der stillen Resignation. Nicht so sehr der plötzlich prächtig entfachten Kauflust ihrer Gattinen wegen (diese Kauflust wissen sie durchaus zu schätzen, nicht wahr?) als vielmehr der Tatsache wegen, daß nun bald die Tage des Sommers gezählt sein werden. Die Frauen hingegen bleiben von einer solchen Empfindsamkeit gegenüber dem jahreszeitlichen Geschehen im Augenblick völlig unberührt. Auf sie wirkt die Ankündigung des Sommerschlußverkaufes im Gegenteil anfeuernd. Wer erleben will, was weibliche Aktivität heißt, der kann in dieser Hinsicht bei den Verkäufen bemerkenswerte Studien treiben. Ist es ein Wunder? Kann man es einer Frau verdenken, wenn sie bestrebt ist, die günstige Gelegenheit wahrzunehmen, um wieder etwas mehr rinzukaufen, als es gewöhnlich der Fall ist? Bei dem alltäglichen Einkauf handelt es sich um eine bestimmte Sache, die von vornherein eindeutig festgelegt ist. Ganz anders verhält es sich mit einem Schlußverkauf. Er reizt die Phantasie schon einige Tage vorher, er entfacht die Schaulust und er eröffnet Möglichkeiten, deren Grenzen zunächst nicht abzustecken sind. Das nämlich ist es, was ihm feinen Zauber für die Frauenherzen verleiht. Längst gehegte Pläüe tauchen aus dem Unterbewußtsein wieder auf, und angesichts der dicht belegten Verkaufstische werden Wünsche wachgerufen, deren Befriedigung durchaus nicht unwahrscheinlich ist. Es ist ein interessantes Stück Psychologie, das diesen Verkäufen zugrundeliegt, ein Stück Psychologie, das der rollenden Aufgabe des Geldes sehr zustatten kommt. Und um dieser wirtschaftlichen Bedeutung wegen sollten auch die Männer für die Erscheinung des Sommerschlußverkaufes volles Verständnis aufbringen, selbst wenn das Mittagessen in diesen Tagen auch einmal etwas länger auf sich warten läßt, ober wenn die teure Gattin wirklich eine besondere Augenweide geschenkt. Daß nun in diesen Tagen der Grünschmuck in der Kaiserallee zwischen Ludwigsplatz und Moltkestraße durch die Beseitigung der hohen Bäume eine gewisse Minderung erfährt, mag manchem gewiß bedauerlich sein. Allein die zwangsläufigen Erfordernisse des an dieser Stelle gewaltig angewachsenen Fährverkehrs machen diese Maßnahme zur unausweichlichen Notwendigkeit, der wir uns wohl oder übel fügen gewinnen können. Mit Anerkennung sei hier ferner der Anlagen an der Schlageter-Allee mit dem Eichgartenteich, dem Skagerrak-Denkmal und dem Spaziergängerweg durch Gärten und Wiesen nach dem Philosophenwald zu gedacht. Zu Anlagen gehören natürlich auch Ruhebänke. Wie die Stadtverwaltung sich die sorgsame Pflege der Blumen- und Grünanlagen bisher stets besonders angelegen sein ließ, so hat sie auch ihre stete Aufmerksamkeit in anerkennenswerter Weise 'der Vermehrung der Ruhebänke zugewandt. Im Sommer 1933 waren als städtischer Besitz 70 Bänke in den Anlagen ausgestellt. Heute dagegen stehen Das Zitat. Don Ernst Zacharias. Tante Emma war im Grunde ein harmloses Ge- müt; aber sie hatte eine verdammte Eigenschaft: sie girierte! Wo sie ging und stand, sagte sie Zitate. Bie zitierte nicht wörtlich, wie man eigentlich soll, mein, sie änderte nach Belieben und fand das sehr launisch. „Sei mir gegrüßt, du Berg mit dem rötlich sstrahlenden Gipfel", rief sie mir entgegen. Alles llachte, denn ich habe eine etwas rötliche Nase. ^Natürlich lachten sie, denn so ist der Mensch. Auch ich lachte ja, wenn Emmas Zitat einen andern traf. Beim Abendbrot sand ich den Senf nicht. „Warum in die Ferne schweifen, wo das Gute Iliegt so nah, lerne nur den Senf ergreifen, denn Her Senf ist immer da." Wieder lachten die blöden Leute, und ich bekam leinen roten Kopf. Der geneigte Leser und ich sind uns völlig einig, Daß Tante Emma gar nicht schuld war. Ich war Der Schuldige; ich ganz allein. Warum kriegte ich seinen roten Kopf? Warum ärgerte ich mich? War- nim bekam ich Minderwertigkeitsgefühle? Hatte ich 5n „Deutsch" nicht immer eine Zwei gehabt? Hatte iich nicht seinerzeit die Glocke auswendig gelernt wie einer? Aus! Einfach aus! Wenn Tante Emma zitierte mnb die blöden Leute lachten, war alles weg. Schiller, Goethe, Busch, alles ratzekahl weg! Wütend ging ich zu Bett........ Am andern Morgen kam ich in die Frühstücks- iftube herunter. Tante Emma war schon da. „Erheb' dich von der Erde, du Schläfer, aus der Ruhe" schändete sie den armen Schenkendorf. Aber jetzt geschah ein Wunder! ein wirkliches • Wunder! Irgend etwas platzte in mir. War's oben im Kopfe oder unten im Herzen? War's einer von ■ ti)en eisernen Ringen des armen Heinrich? Jedenfalls wurde es hell und klar in mir. Ohne jede Befangenheit' und Spannung kam es von meinen Wippen: „Schon wiehert mir die Tante den guten Morgen Zu!" Ein wieherndes Gelächter war die Folge. Die Sippe war gar nicht so blöde wie ich dachte. Tante Emma" blieb stumm, aber mit offenem Munde. Ich war aber in einem herrlichen Feuer. Der sselige Chamisso trat mir nun in die Seite. „Nun hab' ich dir den ersten Schmerz getan, der aber traf!" verstümmelte ich den Dichter. Er verzieh sofort. Noch immer schwieg die Tante. „Wie kommt's, daß du so traurig bist, da alles froh erscheint?" half mir lächelnd Geheimrat Goethe. Jetzt ergriff ich die Kuchenschüssel, die meistens ihren Platz vor Tante Emma hatte, mit den Worten: „Greist nur hinein ins volle Menschenleben, und wo ihr's packt, da ist's interessant!" Nun erst erwachte sie aus ihrer Erstarrung und machte eine abwehrende, aber hilflose Bewegung. Ich aber nahm das schönste Stück vom Teller und zitierte: „Nur die Lumpen sind bescheiden. Brave freuen sich der Tat!" Die Schüssel ging in die Runde. Alles freute sich über meinen Sieg. Die arme Tante war völlig in die Verteidigungslinie gedrückt. Und sie verteidigte sich schlecht. Sie tat das Dümmste, was sie tun konnte: sie ärgerte sich, sie schmollte. Das hatte ich gestern auch getan. Ich konnte es nicht mehr lassen: „Mußt ja nicht traurig fein, mußt ja nicht meinen!" flötete ich über den Tisch hinüber. Wieder lachte die Sippe. Es war gemein vor mir. Das Schlug denn auch dem Faß den Boden aus. Wütend erhob sie sich, ging aus der Stube, und krachend fiel die Tür ins Schloß. „Was hat die Tante noch zuletzt gejagt?" fragte ich die kleine Nichte. „Ich verstand: Götz von Berlichingen", erwiderte sie harmlos. Ungeheures Gelächter! Ich gönnte der guten Xante Emma diesen Erfolg in ihrer Abwesenheit; denn es war ihr letztes Zitat gewesen.--- Was wir dem Zufall verdanken. Es gibt eine ganze Reihe von Fällen, wo durch einen glücklichen Zufall ein Versehen zu einer wichtigen oder nützlichen Entdeckung führte. In einer Papiermühle verdarb ein Arbeiter eine Bütte mit Brei. Er versuchte alles mögliche, aber die Masse wollte sich nicht setzen. Seine Arbeitgeber gaben einer Nachlässigkeit von ihm die Schuld und er wurde entlassen, während die verdorbene Masse in irgendeinen Winkel gegossen wurde. Dort wurde zufällig bemerkt, daß sie merkwürdig saugfahig war. Man trocknete sie, und das Löschpapier war erfunden. Ein mechanischer Fehler an einem Web- stuhl ließ die Fäden eines Baumwollstoffes sich verwirren und verfilzen. Das fehlerhafte Gewebe wurde als Abfall beiseite geworfen. Einem Weber, der sich zufällig daran die Hände abtrocfnete, fiel feine Weichheit und angenehme Saugfähigkeit auf. Er versuchte, Gewebe dieser Art absichtlich herzustellen. Die Händler zeigten Interesse dafür und durch sie die Allgemeinheit. Sv kam das Badetuch in Gebrauch. Im Jahre 1863 hatte ein junger Weißbinder namens Frederick Walton ein paar Fenster fertig angestrichen und machte Feierabend, wobei er vergaß, auf seinen Farbtopf den Deckel zu stülpen. Am nächsten Tage fand er, daß die gewöhnliche zähe Haut sich an der Oberfläche der Farbe gebildet hatte. Er ärgerte sich über feine Nachlässigkeit, den Topf offen zu lassen, aber plötzlich kam ihm ein Gedanke. Er preßte die Farbenschicht in einen Ueberzug aus grober Sackleinwand, und sie erwies sich als hart und dauerhaft. Es war das erste, noch rohe, Linoleum. Den rostfreien Stahl verdanken wir einem Zufall, der vor rund zwanzig Jahren passierte. Während des Krieges machte ein Metallfabrikant aus Sheffield namens Harry Brearley Proben mit verschiedenen Metallegierungen für die besten Gewehrläufe. Eine Legierung enthielt einen besonders hphen Zusatz von Chrom. Sie hatte nicht den nötigen Härtegrad und wurde mit den anderen Abfällen fortgeworfen. Nach etwa 14’ Tagen bemerkte ein Gehilfe zufällig, daß der Chromstahl nicht rostig geworden war wie die anderen. Es wurde eine Messerklinge daraus gemacht und diese vier Wochen lang jedem Wetter ausgesetzt, ohne daß sie den geringsten Rostflecken zeigte. Seitdem hat rostfreier Stahl das ganze Messerschmiedegewerbe revolutioniert. Im Jahre 1824 entdeckte Joseph Aspdin, ein Maurer aus Leeds, zufällig, daß eine Mischung aus Ton und Kalkstein, die zu einem hohen Grade erhitzt und dann zerrieben wurde, einen viel besseren Zement ergab, als man bis dahin gekannt hatte. Auf diese Weise wurde der Portlandzement erfunden, dessen Verwendung im Häuser-, Brücken- und Straßenbau fast unübersehbar ist. Eine der überraschendsten Erfindungen der Neuzeit gelang dem französischen» Forscher Dr. Eduard Benedictus, als er Flaschen in seinem Laboratorium reinigte. Eine Flasche ließ er dabei zu Boden fallen, sie klirrte, aber zu seinem Erstaunen blieb das Glas heil. Da entsann er sich, daß er vor mehreren Jahren in dieser Flasche eine Mischung von verschiedenen Chemikalien aufbewahrt hatte. Sie waren verdunstet, hatten aber innen am Glas eine zähe durchsichtige Schicht zurückgelassen. Er stellte die Mischung genau . sc, wieder her und besaß damit das erste unzerbrechliche Glas. Anekdote um die Anekdote ... Eine bezeichnende Anekdote über das Wesen der Anekdote, die ja nicht auf historischer Wahrheit beruhen braucht, sondern nur durch ein Schlaglicht charakterisieren soll, erzählt ein englischer Satiriker. „Die Anekdote kann wandelbar sein", sagt er, „sie kann auf verschiedene Menschen umgeformt werden. Es gibt da ein Beispiel. Man erzählt von Schiller, der ja bekanntlich seine morgendlichen Reitstunden im vollen Galopp durchführte, daß er einmal die Herrschaft über sein Pferd verlor, das querfeldein mit ihm durchging. Dabei rasten sie an einem Bekannten des Dichters vorüber, der ausrief: Manu, wohin denn so schnell?' Heber die Schulter gewendet rief Schiller zurück: »Frag's Pferd, nicht mich!' Auch von Navoleon weiß man eine Anekdote ähnlicher Art. »Wohin, Sire?', rief dem Kaiser ein Kammerherr nach- als Napoleon auf durchgehendem Pferd an ihm vorbeistürmte. »Zum nächsten Sieg!', antwortete der Kaiser. Zum dritten Male wird die gleiche Anekdote ab» gewandelt, wenn sie vom einem bekannten Bischof zu Canterbury erzählt wird. Dieser soll als junger Hilfsgeistlicher ein leidenschaftlicher Reiter gewesen sein, sehr zum Verdruß des Patrons, eines kenti- schen Baronets. Als dieser eines Morgens feinen jungen Geistlichen auf durchgehendem Pferde an llch vorbeijagen sah, schrie er ihn an: »Reitet Sie der Teufel, Herr?!' Worauf der junge Mann zurückbrüllte: »Nein, ich ihn!'" Esch. Zeitschriften. — Dem Gesicht des deutschen Sports ist das neueste Heft der „I l l u st r i r t e n Zeitung Leipzig" gewidmet. „Das Gesicht des deutschen Sports" betitelt sich ein Aufiatz, dem 28 hervorragende Aufnahmen beigegeben sind. Teilweise stammen die Bilder aus dem unveröffentlichten Material des Olympiafilms; sie führen uns die bekanntesten deutschen Meister vor, deren Alter, Beruf und sportliche Entwicklung stichwortartig in den Bildunterschriften festgehalten sind. Aus dem weiteren Inhalt nennen wir „Fahrt durch den Fläming", „Arbeitsmaiden im Bauernlager", „Schatzkammer des Handwerks". Aufschlußreich sind die Ausführungen Dr. Walther Pahls „Nach einem Jahr Krieg in China" mit einer Karte und 13 Illustrationen. _ Kreuzplal Gusta 4937 A Brühl'sche I Straff Im Ten Einprägsam !r Wirksam in der Charmeu! Damenstr Damensd Damenhei Damensoi MM - ® 1 vom1 bis 5 ■ m Herren-SP Farbige0' Herren-»' Herren-SP Herren-So pamen-51 Knlestrüm K'seld. Da SchlüP,er Restposte Blusen odi 4907A Beachten Sie bitte unsere 6 Schaufenster Schuhhaus Derzbach Giefeen, Bahnhof strafee 60 llI!!!!!!!H!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!l!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!ü>^ Aus der engeren Heimat Vorsicht beim Obstessen Nr 8 7 Die 3. Wiedersehensfeier der Kameraden bende Brei kann noch zwei- bis dreimal wieder mit muß umgehend der Arzt ausgesucht werden, dieser Feldformation findet am Sonntag, 21. August, Wasser durchgekocht werden). Der aufgefangene diese Sommerdurchfalle bei Verschleppung den in Darmstadt statt. Die Vorarbeiten sind im Gange. Reisschleim wird nun, wenn nötig, mit Wasser ver- krankten sehr mttnehmen und auch chronpch Anfragen an Gg. Krapp, Babenhausen (Hessen).1 bünnt und nochmals aufgekocht. Um den Schleim'den können. L- unter von mer Stellung einzunehmen. Wenn die angegebene Diät bei vernünftiger, ruhiger Lebensweise streng eingehalten wird, kann die Reizung in wenigen Tagen behoben sein. Mit der gewöhnlichen Vollkost muh dann aber sehr vorsichtig und langsam (Gemüse, Obst und weiches Brot zuletzt) begonnen werden. Wenn' sich jedoch nach drei bis vier Diättagen keine Besserung zeigt, muß umgehend der Arzt ausgesucht werden, da diese Sommerdurchfälle bei Verschleppung den Er- Förderung zuteil. ** Wiedersehensfeier des ehemali - gen IV (später II.) hessischen Bataillons Landwehr » Infanterie ° Regiments Brei durch ein Haarsieb gestrichen (der zurückbleibende Brei kann noch zwei- bis dreimal wieder mit Leistungskampf der Betriebe. Das Gaudiplom. schmackhaft zu machen, läßt man einen Fleischbruh- würfel darin zergehen. Auf keinen Fall darf an Stelle des Reisschleimes Haferschleim gegessen werden, der bei Durchfallneigung die Reizung nur verschlimmert. Wenn zwei Schleim-Mahlzeiten gut vertragen wurden, können, abwechselnd und in kleinen Portionen begonnen, folgende Nal,cungsmittel dazu- komm^n: gekochter Fisch, gekochtes weißes Fleisch (Geflügel), gegebenenfalls auch gekochtes, gemahlenes Rind- oder Schweinefleisch, gekochter magerer Schinken, Butter, guter Fettkäse, hartgekochte Eier. Alles Obst und Gemüse in roher oder in gekochter Form, ebenso alle Nahrungsmittel, die Mehl oder Zucker enthalten, sind streng zu meiden. Auch Zwieback und geröstetes Brot sollen erst dann gegessen werden, wenn sich bereits eine Besserung zeigt. Ganz besonders schädlich sind Milch und ungekochtes Wasser. Aber auch alle Reizstoffe, starker Kaffee und Gewürze müssen in den Diättagen fortfallen. Wer über die aufgeführte Diät etwas nachdenkt, erkennt daraus, daß es darauf ankommt, die gereizten Organe ruhig zu stellen. Das soll aber nicht nur durch'die Diät gegeben, sondern auch durch die gesamte Lebensweise. Wenn es sich also irgend einrichten läßt, soll auch tagsüber häufig liegend ausgeruht werden. Vor allem empfiehlt es sich, nach dem Essen zu liegen und möglichst auch die Mahlzeit selbst liegend, wenigstens aber ick sehr beque- * Steinbach, 22. Juli. Der hiesige Weißbindermeister Heinrich Keßler kann am heutigen Samstag auf das 25jährige Bestehen seines Geschäfts zurückblicken. A Reiskirchen, 23. Juli. Gestern feierten die Eheleute Heinrich Nürnberger und Frau Marie, geb. Schomber, das Fest der Goldenen Hochzeit. Die beiden Alten sind noch sehr rüstig und verrichten noch jede Feldarbeit. Auch an dem Zeitgeschehen nehmen sie regen Anteil. Zwei Kinder und fünf Enkel konnten mit dem Jubelpaar den seltenen Tag begehen. Im Dorfe sind die beiden Eheleute sehr beliebt, das zeigen schon die vielen Blumen und Glückwünsche, die an diesem Tage bei chnen eingingen. > Ettingshausen, 23. Juli. Am morgigen Sonntag findet die Einweihung unseres neuen Schwimmbades statt. Die Größe und die technische Einrichtung dieser gemeinnützigen Einrichtung werden geeignet sein, dem Schwimmsport auch in unserer Gemeinde neue Anhänger zuzuführen. Gießener Schwimmer und der hiesige Gesangverein werden bei der Einweihungsfeier Mitwirken. Kreis Alsfeld ch Deckenbach, 22. Juli. Der gestern berichtete 7 7. Geburtstag unseres Mitbürgers Heinrich K n ö g e l II. ist nicht am Sonntag, sondern bereits am morgigen Samstag, 23. Juli. Kreis Wehlar. T Aus dem Kleebachtal, 22. Juli. Der in den letzten Jahren in unserer Gegend eingeführte Anbau von Wintergerste hat weitere Landwirte angeregt, diese Fruchtart anzubauen. Die Wintergerste, die in den letzten Tagen schon geschnitten wurde, bringt dieses Jahr schone Ergebnisse. Erfreulicherweise haben manche Landwirte die Stoppeln schon umgepflügt und die Aecker zum zweitenmal mit Dickwurz ausgestellt. Die Grün- futterernte ist allenthalben sehr ergiebig. Der dritte Kleeschnitt kann überall vorgenommen werden. Selten wurde soviel Kleeheu heimgebracht, als dieses Jahr. Mit dem Schnitt des Roggens haben einige Bauern in dieser Woche den Anfang gemacht. Morgen: Grundsteinlegung für ein HZ.-Heim in Heuchelheim Wegen Geuchenverheimlichung verhaftet. LPD. Fulda, 22. Juli. In Hilders hatte es ein Landwirt unterlassen, der zuständigen Stelle zu melden, daß in seinem Stall die M a u l - u n d Klauenseuche ausgebrochen war. Wegen Verheimlichung der Seuche "unter seinem Vieh wurde der Landwirt jetzt verhaftet. Landkreis Giehen. OO K l e i n - L i n d e n , 22. Juli. An einem G e - markungsrundgang beteiligten sich unsere Landwirte in stattlicher Zahl. Bei der Besichtigung der Getreide- und Kartoffelfelder sprach Landwirtschaftslehrer Best vom Landwirtschaftsamt Gießen über Sortenauswahl, Pflege und Düngung und sonstige Fragen aus dem Gebiet der Landwirtschaft. Er machte die Landwirte besonders auf die Gefahren beim Auftreten des Kartoffelkäfers aufmerksam und forderte zur Mitarbeit bei der Bekämpfung des Schädlings auf. , _, , lll Allendorf (Lahn), 22. Juli. Unsere Schulkinder unter Leitung von Lehrer Kimmel weilten in den letzten Tagen im Landschulheim in Kesfelbach zu Gast. Von dort aus machten die Kinder eine Reihe schöner Ausflüge in die landschaftlich reizvolle Umgegend, wobei sie die engere Heimat kennen lernen konnten. Allen Kindern hat dieser Aufenthalt gefallen und ihnen zugleich guten Nutzen gebracht. , . 8 Lang-Göns, 22.Juli. Seit einigen Tagen ist die Dreschmaschine auf dem Platz vor der Turnhalle, um die W i n t e r g e r st e , die zur Zeit eingefahren wird, zu dreschen. Die eigentliche Ernte ckj Eberstadt, 22. Juli. Unter Leitung von Fräulein D a l k e und Strathmann von der Landwirtschaftsschule in Gießen fand hier ein Gartenrundgang vieler Frauen und Mädchen statt, bei dem den Teilnehmerinnen wertvolle Ratschläge und Aufklärungen für die Pflege und die Arbeiten im Garten gegeben wurden. Die aufschlußreichen Erklärungen wurden allgemein mit Dank ausgenommen. / *♦ Gendarmerie - Personalie. Gendarmerie-Obermeister Schumacher wurde von Bingerbrück zur Gendarmerie-Abteilung Gießen als Gendarmerie-Obermeister versetzt. ** Straßenausbau im Südviertel. In den nächsten Tagen wird mit dem Ausbau und der Durchführung der Schubertstraße, von ihrem jetzigen Endpunkt der Bebauung in der Höhe der Gaffkystrahe ab, am Garnison-Lazarett vorbei über die Straße Am Schlangenzahl hinweg bis hinüber zum Wartweg begonnen. Mit diesem Ausbau wird der weiteren Bebauung im Südviertel eine starke UHL Seilersweg Nr. 67 adiO Telephon Nr. 3170 eparaturen .wn gutgeschrieben bekonimen. Der Angeklagte hatte gegen das erstinstanzliche Urteil Berufung eingelegt, die er aber noch im Laufe der Hauptverhandlung vor der Großen Strafkammer zurücknahm. Unter Ausschluß der Öffentlichkeit verhandelte die Kammer ferner gegen den 71jährigen Juden Simon Friedemann aus Rodheim v. d. H. Das Gericht verurteilte den Angeklagten wegen Verbrechens des § 176 Abf. 1 Ziff. 3 StGB. (Vornahme von unzüchtigen Handlungen an Personen 14 Jahren) ,zu einer Zuchthausstrafe einem Jahr und sechs Monaten. * Gießen, 23. Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Feine Molkereibutter, % kg, 1,52 Mark, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück, 4 bis 9, Eier, deutsche, Klasse S 13, Klasse A 12%, Klasse B 12, Klasse C 11%, Klasse D 10%, ausländische 12, Enteneier 11% bis 12%, Tauben 50 bis 55 Pf., junge Hähne, % kg, 1,10 bis 1,15 Mark, Suppenhühner —,90 bis 1,05 Mark, Wirsing, grün, 10 bis 12, Weißkraut 12, Rotkraut 18 bis 20, gelbe Rüben, das Bündel 11 bis 12, % kg 18 bis 20, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 20, Römischkohl 8 bis 12, Bohnen, grün 20 bis 40, gelb 25, Erbsen 18 bis 25, Tomaten 25 bis 50, Zwiebeln, das Bündel 10 bis 12, % kg 14 bis 18, Rhabarber 10 bis 15, Pilze 45 bis 55, Kartoffeln, alte, 5, 5 kg 45 Pf., 50 kg 3,30 bis 3,90 Mark, neue 6.— bis 6,50 Mark, 5 kg 70 Pf., % kg 7 bis 8, Pfirsiche 45 bis 60, Himbeeren 55 bis 60, Birnen 40, Sauerkirschen 46, Heidelbeeren 40 bis 45, Stachelbeeren 30 bis. 50, Johannisbeeren 30 bis 40, Erdbeeren 55, Blumenkohl, das Stück, 10 bis 50, Salat 5 bis 10, Salat- aurken 20 bis 55, Einmachgurken 1% bis 5, Oberkohlrabi 5 bis 8, Suppengrün 5, Rettich 5 bis 15, Radieschen, Bund 5 bis 10 Pf. Der morgige Sonntag bringt für Heuchelheim, insbesondere für die Heuchelheimer Jugend, ein Ereignis von besonderer Bedeutung: der Grundstein für das HJ.-Heim wird gelegt! Die Plane für das neue Heim liegen bereits in allen Einzelheiten vor und sind von den zuständigen Stellen gut- geh^ißen. ^m Hstler-Jugend in Heuchelheim wird nördlich des Sport- und Spielplatzes des Turnvereins entstehen. Die Pläne für aas Heim stammen von dem jungen Frankfurter Architekten Sepp Corr-egio, und sie lassen erkennen, daß, wenn das Heim in seiner endgültigen Form fertig- gestellt werden kann, der Jugend eine Wirkungsstätte gegeben sein wird, wie sie würdiger und zweckmäßiger kaum gedacht werden kann. Das Heim wird aus einem langgestreckten zweigeschossigen Bau bestehen, der an seinen beiden Schrnal- jeiten durch Querbauten abgeschlossen wird. Der größere dieser beiden Querbauten wird einen großen Fahnensaal und damit auch einen großen Feier- raum enthalten. In den beiden Geschossen des Hauses werden in jedem Stockwerk je vier große Schar-Räume geschaffen, ferner Bastelräume, Ar- V. A. Die besten Kochkünste helfen nichts, wenn wir nicht auch für ein plötzliches Uebelfein eine richtige Diät wissen. Da besonders leicht in der heißen Zeit, wenn häufig unreifes oder schlecht gewaschenes Obst genossen wird, bei Kindern, wie auch bei Erwachsenen Magenverstimmungen, die sog. Sommeroder Brechdurchfälle auftreten, wollen wir hier kurz über die wichtigsten Verhaltungsmaßregeln in solchen Fällen sprechen. Denn wenn bei den ersten Anzeichen einer solchen Verstimmung nicht sofort die richtige Diät einsetzt, kann aus einer anfänglich harmlosen Reizung der Magen- und Darmschleimhäute eine langwierige, kräfteraubende Erkrankung werden. Was tut man also, wenn sich eine solche Verstimmung anzeigt? Man muß sich zuerst darüber klar jein, daß die Verdauungsorgane stark gereizt und gegen alle gärenden und blähenden Stoffe, also Kohlehydrate und Zellulose, besonders empfindlich sind Das einfachste Rezept wäre wohl vollständiges Hungernlassen, bis die Reizung sich gegeben hat. Dabei würde der Körper aber zu sehr geschwächt werden. Deshalb empfiehlt es sich, nur am ersten Tage nüchtern zu bleiben. Da Durchfälle dem Körper sehr viel Wasser entziehen, muß während der ganzen Zeit reichlicher als gewöhnlich getrunken werden, und zwar auch schon am ersten Tag. Die geeigneten Getränke sind schwarzer Tee und Wasserkakao, beides nur mit Süßstoff gesüßt. Am zweiten Tage wird langsam mit ganz kleinen Mahlzeiten begonnen, die etwa alle zwei bis drei Stunden, je nachdem sie bekommen sind, wiederholt und etwas reichlicher werden. Man beginnt am besten mit einem Reisschleim. Etwas einfacher, gewaschener Reis wird etwa 25 Minuten in Wasser gekocht,'so daß bis zum Schluß immer etwas Wasser über dem Reisbrei steht. Dann wird der flüssige Im 1. Leistungskampf der deutschen Betriebe wurden in unserem Gau 51 Betriebe mit dem (Sau» diplom des Gauleiters ausgezeichnet. Wieviel Be- triebe werden in dem 2. Leistungskampf vom 1. Aug- 1938 bis 1. Mai 1939 ausgezeichnet? Anmeldungen zum Leistungskampf nimmt der Kreisobmann der Deutschen Arbeitsfront bis zum 1. August entgegen. Große Strafkammer Gießen. Der W. B. aus Frankfurt a. M. war von dem Bezirksfchyffengericht in Gießen wegen schwerer Urkundenfälschung in Tateinheit mit Rückfallbetrug zu einer Gefängnis st rafe von vier Mona- t e n verurteilt worden. Der Angeklagte, der schon früher verschiedentlich mit dem Gesetz in Konflikt gekommen war, hatte als Reisevertreter einen Bestellzettel mit einem falschen Namen unterschrieben, seiner Firma eingesandt und dafür die Provision daß er die Plakette als eine Auszeichnung betrachte, die der Stadt Gießen als Gemeinwesen zugedacht sei. Die künstlerisch ausgeführte Plakette tragt auf der Vorderseite das Hoheitszeichen des Dritten Reiches mit der Umschrift „Heim der Hitler-Jugend", auf der Rückseite die Inschrift: „Für die Förderung der Heimbeschaffung der Hitler-Jugend." Zugleich mit der Plakette wurde Oberbürgermeister Ritter eine Urkunde übermittelt, die folgenden Wortlaut hat: „Urkunde — Dem Förderer der HJ.-Heim- beschaffung, Oberbürgermeister Pg. Ritter, verleihe ich als Dank der Jugend die HJ.-Heiin- Plakette." Die Urkunde trägt Die persönliche Unterschrift des Reichsjugendführers Baldur von Schirack. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, daß diese Plakette die erste ihrer Art ist, die innerhalb des Gaues Hessen dem Vertreter einer Stadt überreicht wurde. Gießener Pimpfe unterwegs im Nassauer Land. Nach dreitägiger Lagerzeit im Pimpfenlager Mühlbachtal rückten am Donnerstag die Fähnlein 1/116, 2/116, 3/116, 6/116 und der Spielmannszug aus dem Lager, um auf Wanderfahrt zu gehen. Sie rückten in die ihnen zugewiesenen Dörfer ab, in denen sie gern erwartet wurden. Die Fahrtgruppen 9 und 10 und der Spielmannszug fuhren mit der Eisenbahn bis nach Laurenburg und machten sich von dort aus auf den Weg nach Katzenelln- bogen. Bei Bauern waren die Pimpfe zum Mittagessen im Quartier, und es hat allen nicht weniger gut geschmeckt, als im Lager Mühlbachtal. Der Abend brachte in Katzenellnbogen einen Dorfgemeinschaftsabend, der das Jungvolk und die bäuerliche Bevölkerung zu einigen unterhaltsamen Stunden vereinigte. Der Spielmannszug musizierte ebenso geräuschvoll wie schneidig, und die gebotenen Aufführungen wurden mit großem Beifall ausgenommen. Selbstverständlich wurden auch mancherlei lustige Lieder gesungen, so daß sich bald eine enge Verbindung zwischen der einhelmifchen B^ völkerung und ihren jungen Gästen ergab, -cach einiger Zeit marschierten die Pimpfe in die Jugendherberge zum Nachtquartier. Besucht die Kurse der fahrbaren Fischlehrküche! beitsräume für Führer, Geräteräume ufim Unmittelbar vor dem Heim wird ein großer Appellplatz geschaffen, und hinter dem Hause sollen Spiel- und Uebungswiesen erstehen. Der ganze Baukomplex steht in idealer Verbindung mit dem bereits vor- handenen Sportplatz und der nahegelegenen Turnhalle. Im Plane vorgesehen ist auch die Schaffung eines Schwimmbades. Die Gemeinde Heuchelheim hat das Projekt, das zunächst nur zu einem Teil verwirklicht werden soll, bisher im aller gegebenen Möglichkeiten gefördert. Die Vorarbeiten für. die Schaffung dieses Heimes in Heuchelheim sind schon seit geraumer Zeit, seit dem Februar 1937, im Gange. Nun ist es so weit, daß der Grundstein gelegt werden kann. Die Grundsteinlegung findet morgen nachmittag in feierlicher Weise statt. Es werden Bürgermeister Rinn,' Bannführer Rohrbach, Kreisleiter Backhaus und Ortsgruppenleiter W o b k e r sprechen. Die Heuchelheimer HI. und Einheiten der Gießener Hitler-Jugend werden zu ^r Feier antreten. Im Anschluß an die Feier der Grundsteinlegung zeigt der Stamm V/116 (Heuchelheim) Vorführungen und allerlei Spiele. Nundfunkprogramm Sonntag, 24. Juli. 6 Uhr: Hafenkonzert. 8.10: Unterhaltungskonzert. Dazwischen „Großer Preis von Deutschland" auf dem Nürburgring. Start und Ziel des Rennens der Sportwagen. 9.30: Chorgesang. 10: Militärkonzert. Dazwischen „Großer Preis von Deutschland" auf dem Nürburgring. Start der Motorräder in den verschiedenen Klassen. Zielberichte vom Rennen her Motorräder. 11.30: Serenaden-Musik. 12: Mittags- konzert. Dazwischen „Großer Preis von Deutschland" auf dem Nürburgring. Start der Rennwagen und erste Runden. 14.10: Der deutsche Sportfunk sendet aus Breslall: 1. Deutschlands erstes Luft- rennen. Bericht vom Großflugtag in Breslau. 2. Übertragung des Großen Automobilpreises von Deutschland auf dem Nürburgring. 3. Die Entscheidung des Davis-Pokalspiels Deutschland — Frankreich in Berlin. Unterhaltungskonzert. 18: Heimat und Volkstum. Alte Kneipen — stille Städte. 18.45: Bunte Stunde. „Mein schönes Fräulein, darf ich's wagen?" 19.30: Wasserballspiel Deutschland — Holland. 19.45: Sportspiegel des Sonntags. 20: Nachrichten. 20.15: Unterhaltungskonzert. 20.55: Schaltpause. 21: Reichssendung: Volk in Leibesübungen. Der Auftakt des deutschen Rundfunks zu den lieber« tragungen vom Deutschen Tum- und Sportfest Breslau 1938. 22: Nachrichten. 22.15: Sportbericht. Montag, 25. Juli. 5 Uhr: Frühmusik. 5.45: Ruf ins Land. 6: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause. 9.40 Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 9.50: Gesund leben, heißt länger leben. 11.45: Volk und Wirtschaft. 12: Schloßkonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Schloßkonzert. 14: Nachrichten. 14.15: Musikalische Kurzweil. 15: Für unsere Kinder. Jetzt basteln wir ... 16: Nachmittagskonzert. Das Mikrophon unterwegs. 18: Soldaten — Kameraden. Ein Tag aus dem Leben der Flak-Artilleristen. 19: Deutsches Turn- und Sportfest Breslau 1938. Rund um die Schlesierkampfbahn. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher. 20: Nachrichten. 20.15: Stuttgart spielt auf. 22: Nachrichten. 22.15: Kamerad, wo bist du? Zeitschriften. . Ein Blick ins neueste Heft der „M o d e n ro e 11" zeigt, worauf es die Mode jetzt besonders angelegt hat: Blenden aus Tüll oder bunter Wolle, zweifarbige, aufgesetzte Taschen, lustig-bunt gestickte „Fliegen" als Abschluß von Abnäher und Falte und auch sonst viel Stickerei. Und wem Sticken gelegentlich zu langwierig ist, der hat in der ebenso modernen Smocknäherei gleichwertigen Ersatz. Daneben findet man kleine glänzende Akzente aus Samt, Satin und Moirö und kleine Pelzstückchen, die überall aufgenäht werden, sogar dort, wo sie an kühleren Herbsttagen wirklich wärmen können. Außerdem bringt die „Modenwelt, der 3 Schnitte- . bogen und die „Kleine Zeitung" beiliegen, diesmal viel Baby- und Kindersachen. NSG. Die ReichSfSeefischwerbung in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Frauenwerk, dem Reichs- nährstand, der Landesbauernschaft Hessen-Nassau und der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel haben zum Mehrverbrauch von Seefisch aufgerufen. Gerade im Sommer sollen wir viel Fisch essen, weil er in dieser Jahreszeit nicht nur nahrhaft, sondern auch leicht bekömmlich ist. Wir wollen unseren Magen jetzt nicht mit schweren Speisen belasten, uns aber trotzdem ausreichend ernähren. Da ist der Seefisch mit seinem Reichtum an Eiweißstoffen, Mineralien und Vitaminen das gegebene Nahrungsmittel. Der Ausbau unserer Seefischerei, die Beschleunigung des Versandes, die ununterbrochene Tiefkühlung der Fische vom Dampfer bis zum Einzelhandel sichern die einwandfreie Beschaffenheit, ermöglichen aber auch eine restlose Ausnützung der im. Sommer besonders großen Fänge. Aus diesen Gründen soll auch im Sommer auf jedem Speisezettel Seefisch mindestens ein- bis zweimal wöchentlich erscheinen. Damit die Hausftauen die vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten unb die vielen Zubereitungs- / arten kennen lernen und sich von der Schmack- hasttgkeit der Seefische überzeugen können, laufen in diesen Tagen in Gießen in der fahrbaren Fischlehrküche kostenlose Seefischkurse. Es hegt im Snterejfe jeder Hausfrau, daran teilzunehmen. Durch das Gelernte hat nicht nur die eigene Familie Nutzen, sondern die deutsche Hausfrau hilft auch durch einen größeren Verbrauch an Seefischen mit bei der Durchführung des Vierjahresplanes. Gießener Ivochenmarktpreiie. ..... Sommerschlufe-Verkauf Montag, 25. Juli 4898 A Starke Preisverbilligungen allen zugelassenen Waren in u V Gießen, Seltersweg 52 Kniestrümpfe, K’seide -.95 an von .95 an 2.50 an Julius Schulze Kreishandwerkerschaft Gießen Kreuzplatz 'Wl 4888A Unser Gustav A. STURM 3 Gießen - Marktstrabe 17 4937 A Straff Im Text / h ini ui......Illi.......um.......Ui; SPolsterwerüstätte HJfaßssMaM c71. 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Mannend uti mgstadVttmaeta glauben, datz dick So liLUde machen und enunb^önenW n und belestigen denk» aulidje Weck. Wer «« ,en verlegen ist, Md ck n. Siebener AM rliwLichteM ,ginn:25-Juli193S (f e, 200 u- 28° br- er2.«>r“ nque-Oecken **■" lecken, «,3.00,2a t,$ toffe,130®'”'“1 1*»* ym#* A>>" IW1»,«'11 ;800de dB “ OlMa ,#<*3 Für Breslau startbereit. hatten naturgemäß ihrerseits zu beraten, wieviel von den zugelassenen Kämpfern mitgeschickt werden konnten, d. h. wie vielen Aktiven ein Zuschuß aus Vereinsmitteln gewährt werden konnte. Schließlich schälten sich in den Vereinen unserer Heimat nach allen den genannten Präliminarien diejenigen Beteiligungsziffern heraus, die wir in den letzten Tagen aus der Stadt und aus den verschiedenen Orten des Kreises berichten konnten. Es fällt nicht schwer, sich vorzustellen, wie sich in Breslau Hunderttausende einfinden werden, wenn sich allein aus unserer engsten Heimat so viele Aktive bzw. Festgäste beteiligen. Wenn auch nicht aus allen Or- Am kommenden Dienstag werden die Turner und (portier aus den Vereinen unserer Heimat zur jrofeen Fahrt nach Breslau starten. Sie werden sich «Ile am Gießener Bahnhof einfinden, um den Son- jrrzug zu besteigen, der sie nach der Feststadt im putschen Osten bringen wird. Breslau! Der Name j>r Stadt ist in den vergangenen Monaten zu einem Begriff geworden. Alle Arbeit stand im Zeichen von Ireslau! Da wurden Reifesparkassen eingerichtet, in die mit Regelmäßigkeit eingezahlt wurde, so daß jun inzwischen hübsche Summen aufgelaufen sind; h wurden die Teilnehmerzahlen gemeldet und von jm Vereinen aus die Organisation des großen 2urn- und Sportfestes unterstützt, soweit den Der- enen eine Möglichkeit dazu gegeben war. Schon i»r geraumer Zeit wurden allen Vereinen die Aus- jijreibungen zuaeleitet, stattliche Hefte, aus denen ran schon bei flüchtiger Heberschau erkennen konnte, reiche außerordentliche Ausmaße das Fest allein in te-n Wettkämpfen haben wird. Und an Hand der Ausschreibungen wurde dann -raten, welche Wettbewerbe von dem oder jenem Mitglied des Vereins bestritten werden könnten. Der Abgabe der Meldungen gingen allerdings yreits Ausscheidungswettkämpfe voraus, mn an jeglicher Konkurrenz kann aus dem ganzen -eichsgebiet nur eine ganz bestimmte Anzahl Wett- impfer teilnehmen, wenn die Durchführung reibungslos möglich werden soll. Die Ausscheidungs- limpfe galten also einer gründlichen Sichtung (wir b-richteten ja jeweils darüber), bestimmte Leistungen rußten erreicht werden, wenn man sich „für Bres- Eu" qualifizieren wollte. — Die Vereinsvorstände Eifrig studieren die Turner ihren Weg vom Quartier zu den Kampfstätten. ten so starke Beteiligungen genannt werden können, wie aus den größeren Vereinen der Stadt und der größeren Landorte, so ist doch damit zu rechnen, daß mindestens aus allen Orten, in denen ein Turn- oder Sportverein besteht, mehrere Teilnehmer gemeldet sind und dabei sein werden. So Erika R ö h m i g (Männerturnverein Gießen), wohl die beste Turnerin in volkstümlichen Wettbewerben, Siegerin in vielen Kämpfen, dürfte .unsere Heimatstadt gut vertreten. Karl Müller (Vereinsführer, Mtv Gießen), 64 Jahr alt, nimmt als ältester Turner unserer Stadt und wohl auch des Gaues, an einem Neunkampf feiner Altersklasse teil. wird man damit rechnen dürfen, daß sich am Diens tagabenb auf unserem Gießener Bahnhüf schon ein Abglanz dessen zeigen wird, was in Breslau in den Tagen vom 24. bis 30. Juli Straßen, Gassen und großartige Sportstätten mit jungfrischem Leben, Lebenskraft, Heiterkeit und Schönheit erfüllen wird. Mit hochgespannten Erwartungen fahren auch unsere heimischen Turnerinnen und Turner, Sporte lerinnen und Sportler nach Breslau. Zwar wird man keine allzu optimistischen Hoffnungen auf glanzvolle erste Siege setzen, vielmehr gilt die Erwartung ehrenvollen Plätzen, die bei der außerordentlichen Konkurrenz in allen Klassen und Disziplinen schwer genug wiegen werden. Wenn die Besten unserer Heimat Platze unter den „ersten Zehn" landen können, dann darf man mit Recht von großen Erfolgen sprechen. Die besten Wünsche aller derer, die mit einem leise bohrenden Gefühl des Neides Zurückbleiben, wenn der Zug am Dienstag unseren Bahnhof verläßt, begleiten unsere Aktiven in die bevorstehenden schweren Kämpfe. Aber noch vor Kampf und möglichen Erfolg haben auch hier die Götter den Schweiß gesetzt. Sorgfältiger denn je galt es sich vorzubereiten und gerade in der vergangenen Woche wurde in den Vereinen noch mit besonderer Konzentration gearbeitet — trainiert. Wir waren bei einigen solcher Uebungs« abenöe mit dabei und konnten uns von, dem Ernste überzeugen, mit dem geübt wurde. Da brachten die Geräteturner an ihre Hebungen jenen letzten Schnick, und es geschah immer vor den kritischen und geschulten Augen von Uebungsleitern und Kameraden. In den Kürübungen wurde von den einzelnen nicht etwa ausgesucht Neues erarbeitet, nichts geturnt, was etwa nur blenden sollte, sondern vielmehr Wert auf Sicherheit und exakte Ausführung, wie auch auf harmonischen Ablauf der gesamten Hebung gelegt Auch die Teilnehmer an den „volkstümlichen" Wettkämpfen, wie die Leichtathleten überhaupt, standen in intensivem Training, um die Technik und damit die Leistungen zu verbessern. Zu einer schönen Gemeinschaftsarbeit wurden die Hebungen zu den großen Freiübungen und die Vorbereitungen der Turnerinnen für die Vorführungen im Keulenschwingen. Die größeren Vereine wurden mit Schallplatten versehen, die in vorzüglicher Wie- Karl Stahlhut (Turnverein Heuchelheim), Hoherodskopsi- u. Weidigbergfest-Sieger, 4 bzw. 5. bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften usw., trägt die besonderen Hoffnungen unserer Heimat. Karl Reuter, Turnfestsieger von Köln 1928, zeigt feinen Kameraden im Turnverein 1846 eine tadellose Hebung am Barren. G I i H Wiesecker Turner bei der Hebung einer Sondervorführung (Bodenturnen) für Breslau. — (Aufnahmen [6]: Neuner, Gießener Anzeiger.) L W dergabe die Klänge der Musik festhielten, nach denen die Hebungen in Breslau geturnt werden. Diese festlichen Klänge prägten sich wohl allen tief ein, zudem sich in allen den Aktiven diese Klänge in harmonische Bewegung umsetzen mußten. Wie eindrucksvoll und schön diese Freiübungen sind, davon konnte man sich bei den jüngst abgehaltenen Judi- läumsfeiern des Turnvereins Heuchelheim und der Turn- und Sportgemeinde Rodheim überzeugen. Erfreulich stark ist der Einsatz der größeren Landvereine der Umgebung, die den Stadtvereinen sowohl zahlenmäßig, wie auch leistungsmäßig, vollkommen gleichwertig zur Seite stehen. Wir denken hier besonders an die Vereine in Wieseck, Lollar und Heuchelheim. Es ist verständlich, daß Turner und Leichtathleten zahlenmäßig für Breslau an erster Stelle stehen. Aber auch die anderen Fachämter sind mit einzelnen Wettkampfteilnehmern vertreten. Sie alle und mit ihnen noch mancher Gast, der als Zuschauer mitfährt, werden diese einzigartige Kundgebung der deutschen geeinten Leibesübung miterleben und überreich an Eindrücken zurückkehren. Hoffentlich kehren sie auch zurück, geschmückt mit dem Kranz des Sieges oder mit dem schönen schlichten Eichenblatt des Reichsbundes für Leibesübungen. Zwei hinter Gisela. Roman von Hans Hirihammer. Trheberrechtschutz Verlag Oskar Meister, Werdau/Sa. B. Fortsetzung. (Nachdruck verboten!) Lore Jasper hatte unterdessen langsam den Gehsteig überquert und stand nun vor einem nicht übermäßig großen, aber recht schnittigen Wagen, dessen teügrauer Lackanstrich einer gewissen Vornehmheit richt entbehrte. Sie weidete sich mit offensichtlicher Freude an (falls Heberraschung. „Da staunst du, was? Wir Huben es zu etwas gebracht!" „Donnerwetter!" murmelte Peter. In seiner Erinnerung erstanden die Bilder der Kinderzeit, jener &eit, da Lore Jasper noch mit einem dicken Zopf inb meistenteils zerrissenen Strümpfen die Gassen inb Winkel des Heimatstädtchens unsicher machte. 2 er alte Jasper tauchte auf, Lores Vater, ein fgrulliger Kauz, in dessen Kramladen man für einen tö röschen ganze Berge von Lakritze und Johannis- frot kaufen konnte, sofern man es nicht vorzog, i efe Kostbarkeiten von Lore im Tauschhandel gegen bgenbem Geschichtenbuch zu beziehen. Peter blickte mit steigender Verwirrung auf die : ji:nge Dame, die mit ihrem sportlichen, perlgrauen (eibenmantel, mit ber ganzen sorgfältigen Gepflegt- feit ihres Äußeren nicht im geringsten mehr an Mes etwas verwahrloste kleine Mädchen erinnerte. „Sag.mal, hast bu bas große Los gewonnen, Oer--" „Weber, noch!" lächelte Lore und öffnete den E chlag. „Im übrigen könntest du mir die Freude r.adyen und mir Gesellschaft leisten — sofern es feine Zeit erlaubt." Peter Stoll wurde plötzlich steif. „Ich hoffe, daß iu es nicht als zudringliche Neugierde auffaßt, Imre, wenn ich dich frage, wie du zu dem Auto mb überhaupt zu bieser ganzen Vornehmheit kommst. Daß bein Vater bir heimliche Reichtümer fenterlassen hat, bürste unwahrscheinlich sein" Lore blinzelte belustigt mit ben Augen. „Wenn M beine Frage boch als zudringliche Neugierde auf- Me?" „Dann möchte ich von deiner freundlichen und wie ich gestehe, durchaus verlockenden Einladung boch lieber keinen Gebrauch machen." „Ooh!" staunte Lore. „So viel Charakter?" Ader bu kannst ruhig Platz nehcken! Du läufst keine Gefahr, einem reichen Freund zu begegnen, der seine Besitzerrechte an mir und dem Wagen geltend machen könnte. Darauf ging es boch hinaus, nicht wahr?" Peter konnte eine leichte Verlegenheit nicht verbergen. „Allerbings!" gestand er > freimütig ein, leistete aber keinen Widerstand mehr, als Lore Jasper ihn mit sanfter Gewalt in den Wagen drängte. Sie setzte sich neben ihn an bas Steuerrad und brachte ben Wagen in Gang. Wenig später hatten sie bas Brandenburger Tor ourchfahren und glitten auf ber Charlottenburger Chaussee bahin. „Ich habe mir das alles sehr hart erkämpfen müssen!" begann Lore Jasper, ohne ben Blick von ber Straße abzuwenben. „Wenn bu mein letztes Buch .Das Opfer' gelesen hättest, würbest bu bas wesentliche meines Werdeganges wissen." Peter Stoll riß die Augen auf. „Ach!" rief er in höchster Heberraschung. „Du schreibst Romane? Unb — babei oerbient man so viel?" „Ja, babei oerbient man so viel!" lächelte Lore. „Sofern man bie große Probe besteht, bas weise unb sehr nützliche Durchhunaernmüssen burch bie Jahre bes Werbens unb Reifens." Peter schwieg. Sein Blick prüfte von der Seite ihr Gesicht, und jetzt erst erkannte er. wie schön dieses Gesicht war, schön in einem guten unb tiefen Sinn, geformt vom Leben unb vom Wissen um bie Dinge. „Ich habe mir bas Häuschen, bas mir mein Dater hinterließ, ein wenig Herrichten lassen, unb dort lebe ich nun. Der Kramlaben hat freilich ver- schwinben müssen. Manchmal sehne ich mich nach bem Hellen Gebimmel ber Labenglocke." „Die Lore Jasper!" sagte Peter, mehr zu sich selbst als zu ihr. „Sie war immer schon ein seltsames Mädchen, ganz anders als die übrigen Kim der. — Wie geht es eigentlich in Hengersborf? Ich bin nie mehr hingekommen." Es wird wohl so ziemlich alles beim alten geblieben sein. Es ist bas gleiche, kleine, weltverlorene Nest, das es immer war. Werden und Sterben unb dazwischen ein Leben voll Mühe und Arbeit!" „Daß du es dort aushalten kannst?" Lore Jasper drehte den Kopf zu chm, für einen Augenblick nur, aber Peter hatte gesehen, daß chr Blick voll Mitleid war. „Daß du es hier aushalten kannst", gab sie zurück. „Daß man hier leben kann in dieser Heimatlosigkeit." „Heimatlosigkeit?" „Ja, was mich an der Großstadt am tiefsten erschüttert, ist die Heimatlosigkeit ihrer Menschen. Denke doch, all diese Kinder, all diese Jugend hier weiß nichts vom Vaterhaus. Sie haben kein Vaterhaus, keine Heimat, kein noch so kleines Stückchen Erde, das ihnen gehörte unb bas sie für ihre Kinder bewahren könnten. Sie wissen nicht, wo sie geboren sind, ist bas nicht furchtbar? Vielleicht finb sie in irgendeiner Klinik zur Welt gekommen, vielleicht in irgendeiner Mietwohnung — sie wissen es nicht. Ich habe viele Kinder gefragt, feines wußte eine Antwort zu 'geben." „Darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht, aber ich muß gestehen, daß du recht hast!" „Nimm dir den ärmsten Lausejungen von Hen- gersdorf und frage ihn, wo er geboren ist, dann wird er dich hinführen und wird dir sein Vaterhaus zeigen." Peter nickte, und es war, als hätten Lores Worte etwas längst Versunkenes in ihm aufgeweckt. „Steht — unser Haus noch?" „Natürlich!" erwiderte Lore. Sie merkte, daß sie etwas Schmerzliches angerührt hatte und lenkte das Gespräch auf einen anderen Gegenstand. „Was ist eigentlich aus Heli geworden. Wir haben uns als Kinder immer recht gut verstanden." Peters Gesicht wurde hell. „Wir wohnen zusammen. Du, ich glaube, es würde sie riesig freuen, wenn du sie besuchtest?" „Aber natürlich tue ich das! Wollen wir gleich hinfahren? Wo wohnt ihr denn?" „In Tempelhof!" sagte Peter mit einem Blick auf die Hhr. „3a, das können wir machen. Bis wir hinkommen, wird sie zu Hause sein Hell Stoll war nach nicht da, und nun erst Hel es Peter ein, daß sie versprochen hatte, nach der Schule bei der Zeitung nachzufragen, ob schon ein Angebot auf seine Anzeige eingelaufen sei. Lore war an die Fensterwand getreten und ließ ihren Blick weithin über das Häusermeer schweifen. „Ganz hübsch habt ihr es hier, jedenfalls gefällt es mir besser als in meinem Hotelzimmer. Wenn ich es gewußt hätte, wäre ich zu euch gekommen. Hättet ihr eine Liegestatt für mich gehabt?" „Klar!" rief Peter. „Heli hat eine Couch in ihrer Stube. Unb da du vermutlich noch öfter nach Berlin kommen wirst, so sei schon jetzt für diese Fälle eine herzliche Einladung ausgesprochen." „Wird dankend angenommen!" sagte Lore und drückte seine Hand. Ihre nußbraunen Augen lachten ihn an. „Daß du mir aber nicht zudringlich wirst, mein Lieber!" „Würdest du es mir sehr übel nehmen?" „Natürlich!" gab Lore zurück, indes ihre Lippen . sich spöttisch verzogen. „Außerdem vermute ich wohl mit Recht, daß dein Herz sich schon irgendeiner kleinen Berlinerin zugewandt hat. Alt genug bist du ja eigentlich!" „Du wirst dich wundern, Lore: es ist noch frei — und es steht zu deiner Verfügung." „Im Augenblick habe ich keine Verwendung dafür." Sie trat vom Fenster zurück und auf Peters Arbeitstisch zu. „Chemiker bist du also? Ich glaube, das ist ein sehr schöner Beruf." „Der schönste, den ich mir denken kann!" Es war dem jungen Mann nicht entgangen, daß sie mit einer auffallenden Hast den Gesprächsstoff gewechselt hatte. Lore Jasper war zwar keine ausgesprochene Schönheit, aber auch keineswegs unansehnlich oder gar häßlich. Uni). er wußte von früher, daß sie ein paar Monate jünger war als er. Aber während ihm in diesem Zusammenhang noch allerlei Möglichkeiten durch den Kopf gingen, fiel ihm plötzlich ein, daß sie vermutlich über ein ansehnliches Einkommen verfügte, während er selbst noch ein armer Teufel mar. Das war entscheidend. Er wollte gerade anfangen, ihr von seiner Arbeit zu erzählen, da erschien Heli. „Wir haben einen ebenso seltenen wie lieben Gast!" sagte Peter, indem er auf Lore wies. „Kennst du sie noch?" Heli stutzte einen Augenblick, bann streckte sie ber Besucherin beibe Hänbe entgegen. „Lore Jasper! Bist bu es wirklich?" (Fortsetzung folgt!) SJ.'fpori Wirtschaft liegenden kleinen Angebot stand nur auf etwa 0,50 bis 1 v. H. ermäßigter Basis etwas Kaufinteresse gegenüber, doch kam es in den meisten Fällen kaum zu Abschlüssen. Einige Umsätze erfolgten in Bergbauwerten, Verein. Stahl 105 (105,65), Hoesch 109,75 (110,50), Buderus 114,75 (115),' Mannesmann 109,50 Brief (109,65). In der chemischen Gruppe konnten sich IG. Farben mit 150,75 und Scheideanstalt mit 221 behaupten, dagegen Bem- berg 131,50 (132). Rückgänge ergaben sich sodann hauptsächlich für Maschinenwerte, BMW. 145 (146), Demag 143 (144,50), Junghans 112,40 (113.6* Daimler 133,50 (134,50), Moenus mit 127, Adler mit 111 behauptet, MAN. 0,50 v. H. höher mit 127,50. Sonst ermäßigten sich noch u. a. Deutsch Linoleum auf 154,50 (155,75), Licht 8t Kraft auf 135 (136), Felten auf 132 (133), RWE. auf 121,65 (122,13) und Westdeutsche Kaufhof auf 95,50 (96,25). Großbankaktien lagen unverändert, (Eifern bahn-Rentenbank 0,50 v. H. höher mit 81. In Renten fanden keine Abschlüsse statt. Farbenbonds 0,25 v. H. leichter mit 122,50, Kommunal-Umschul- düng unverändert 94,85, ebenso 4 v. H. Renten- bank-Obl. mit 93. 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