■■■■ee 1J. . : ;t • ' Montag, 23. IRai (938 Hr.no Erstes Blaff 188. Jahrgang Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer vis8'/.UHr des Vormittags Grundpreise für r mm Höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Nps., für Text- anzeigen von 70 m m Breite 30 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.25"/, mehr. CrmShtgfe Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Nps., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. 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Mit den nationalen Liedern sand die Feier ihren Ausklang. Wiederum von dem tosenden Jubel der Münchener Bevölkerung begleitet, verabschiedete sind. Auch hier gilt der Grundsatz: Wer rastet, rostet! Wenn Sie die neuen Arbeiten prüfen, müssen Sie zugeben, daß eine fortgesetzte Verschönerung der Stadt vor sich geht. (Begeisterte .Zustimmung der Münchener Bevölkerung.) Drittens: Wir wollen; daß diese Ausgaben gelöst werden aus einem Geiste heraus, der unserer Zeit entspricht, denn unsere Zeit ist bestimmt durch die Sorge für die Zukunft des deutschen .Volkes. Ich mochte, dqß diese Arbeiten, die wir heute vollbringen, auch noch nach Jahrhunderten groß genug sind. Ein paar Zahlen lassen erkennen, daß unsere Vorfahren einst schon sa groß gehandelt haben: Als die Straße „Unter den Linden" im 17. Jahrhundert entstand, zählte Berlin noch nicht 40 000 Einwohner, und.als die Ludwigsstraße in München gebaut wurde, besaß München noch nicht ganz 70 000 Einwohner. München hat heute über 800 000 und Berlin hat über 4,5 Millionen Einwohner. Da soll mir keiner kommen und sagen, unsere neuen Straßen, die wir jetzt bauen, seien zu breit. Die Aufgaben, die wir heute lösen müssen, sind überhaupt nicht groß genug zu stellen! Als Nationalsozialist habe ich mich vom ersten 1 Tage an losgesagt von jener bürgerlich-trägen Gesinnung, die erklärt: „Jawohl, diese Straße muß gebaut werden, aber das sollen' einmal unsere Minder machen!" Ich habe mich' immer zu dem Grundsatz bekannt, es darf kein Problem geben, das gelöst werden muß und das nicht mir selber lösen? (Stürmische Zustimmung.) So wird in wenigen Jahren ein neues Berlin entstehen als eine Metropole des Deutschen Reiches und seiner Führung, ein neues Hamburg als eine Metropole des deutschen Handels. Es wird entstehen e i n neues Nürnberg als die große Feststätte der nationalsozialistischen Bewegung, und es wird entstehen ein neues München als die große deutsche Kunststadt und Hauptstadt unserer Partei, der nationalsozialistischen Bewegung. i Wenn wir nun mit dieser gewaltigen Arbeit beginnen, dann erkennen wir immer wieder, daß das ' alles ja nur möglich ist, weil, die geballte Kraft eines 75 - Mi ll i onen - Do l k e s dahinter steht. Nicht Berlin baut Berlin, nicht Hamburg • baut Hamburg, nicht München baut München und nicht Nürnberg baut Nürnberg, sondern Deutschland baut s i ch seine Städte, seine schönen, seine stolzen, herrlichen Städte! Und deshalb denken wir in dieser Minute alle wieder an unser Deutschland, dem . wir ergeben und dem mir verschworen sind mit Leib und Seele. Und damit soll im Gedenken seien es nun die des Reiches, der Länder, der Gemeinden, von Versicherungsgesellschaften oder Privaten, werden in einer einheitlichen Planung niedergetegt und zwar unter Berücksichtigung des gesamten Stadt- b i ldes, der Interessen der Städte und ihres Verkehrs und vor allem auch der ästhetischen Erfordernisse und Bedingungen. Vorteile, wie . in verschied, nd auf Lager, ) mm Stärke. kaßeLö Dollar 3447D Unser Bild zeigt den Führer während der Lieder der Nation. Von links: Reichsleiter , Robert Ley, Gauleiter Adolf Blagner, der Führer, Reichsminister Dr. D orp- mälter, der Münchener Oberbürgermeister Dr. Fiehler, der Kommandierende General des VH. Armeekorps, .General der Infanterie Ritter von Schobert, und der Kommandierende General der Luftwaffengruppe III, General der Flieger Sperrte. (Scherl-Bilderdienst, Berlin.) Der Führer gibt das Zeichen zum Baubeginn für das neue München. GroßarügerWahlerfolgdesSudeiendeuWums Oie erste Etappe der Semeindewahlen in der Tschechoslowakei dank der Disziplin der Sudetendeutschen ruhig verlaufen. nen Zwischenfälle der letzten Tage und vor allem die Bluttat von Eger eine äußerst g e - spannte Stimmung hervorgerufen hatten. In Reichenberg hatten die Parteistellen die Weisung gegeben, keine Parteiabzeichen oder andere Kennzeichen der Zugehörigkeit zur SDP. bis auf weiteres zu tragen. Die rasche Befolgung der Anordnung, die von der tschechischen Seite mit Staunen vermerkt wurde, beweist wiederum die große Disziplin und den entschiedenen Willen der sudetendeutschen Bevölkerung, ihrerseits alles zu vermeiden, was auch nur irgendwelchen Anlaß zu Zusammenstößen hätte geben können. Der im allgemeinen ruhige Wahlverlauf Ijat erneut gezeigt, daß die verschiedenen m i • litärischen Maßnahmen, wie z. B. Einberufung eines Reservistenjahrganges usw., vö 1 - lig überflüssig waren. Sie hatten nur zur Folge, die Nerven der Sudeteudeutschen Bevölkerung noch mehr zu belasten. An die Ordnerschaft der SDP. wurden ungeheure Anforderungen gestellt, denen sie sich überall restlos gemachten zeiate. In Prag, wo starkes Regenwetter herrschte, war das Stadtbild normal, nur vor dem Deutschen Haus und dem Deutschen Theater steht eine Polizeiwache. Die Wahlbeteiligung war sehr stark. Selbstverständlich beteiligten sich alle Sudetendeutschen an der Wahl. Das Ergebnis dieser Stimmabgabe wird zeigen, daß die Sudetendeutschen auch in Prag ohne Furcht treu zur deutschen Volksgemeinschaft stehen. Häufig mehr als 90 Prozent für die SDP. Die Gemeinde'wahlen in der Tschechoslowakei werden in drei Etappen durchgeführt. Der erste Termin war am heutigen Sonntag, der nächste Wahltermin ist Sonntag, den 29. Mai, der letzte der Sonntag am 12. Juni, an dem der größte Teil aller Gemeinden abstimmen wird. Aus den bisher vorliegenden' Ergebnissen, die größeren deutschen Gemeinden umfassend, die zur Wahlurne, schritten, sei folgende Uebersicht gegeben: ,I n 33 Gemeinden erhielt die Sudetendeutsche Partei 84 132 Stimmen. Auf die Sozialdemokraten entfielen 10 868 Stimmen. Dieses Ergebnis bedeutet ein Stimmenverhältnis von durchschnittlich 88,56 v. h. aller deutschen Stimmen für die Sude- /v|dM □t, den letzten gab Ihre kor- ung. Männer, lerfragen mo- n tuns in der ,,, Sich gell zu kleiden, großen Aus- lauses Köhler ufmerksamen jnnischenß®' wirklich he|n ststück. München, 22. Mai. (DNB.) Die Stätte des festlichen Arbeitsbeginns für die Neugestaltung Münchens war die im Süden der Stadt gelegene Lindwurm st raß e^An der Baustelle Ecke Lindwurm- und Ziemßen-^traße, unmittelbar an dem Krankenhaus längs der Isar, waren Tribünen errichtet. Zu ihren beiden Seiten hatten die am Bau j beschäftigten Arbeiter Aufstellung genommen. Riesige Dampframmen flankieren, mit Frühlingsgrün geschmückt, die Baustelle. In dichten Scharen steht die Münchener Bevölkerung hinter der Front der Ehrenformationen um den Festplatz. Auf der Ehrentribüne hatten sich führende Männer des öffentlichen Lebens eingefunden, darunter die Reichsminister Dr. Dorpmüller und v. Ribbentrop^ die Reichsleiter Dr. Ley, Amann und BormaNm Ministerpräsident Siebert, Staatsminister Adolf Wagner, Oberbürgermeister Fiehler, die Kommandierenden Generale des VII. Armeekorps und der Luftwaffengruppe 3, die Präsidenten der Reichsbahnsonderbaubehörde und der Reichsbahndirektion München und viele andere. Gegen 11 Uhr künden brausende Heilrufe vom Sendlinger Torplak her die A n k u n f t d e s Führers. Der Führer schreitet die Front der Ehrenformationen ab und begibt sich dann auf die Ehrentribüne. Gauleiter Staatsminister Adolf Wagner nimmt das Wort .zu einer kurzen Ansprache, in der er sich an den Führer wendet. Dann sprach Reichsleiter Fiehler als Oberbürgermeister der Hauptstadt der Bewegung: Erst Sie, mein Führer, schufen die Voraussetzungen zu neuem Leben und Aufschwung auf allen Gebieten, wie in ganz Deutschland, so auch in München, Sie haben München wieder zu einer deutschen Stadt, zür Stadt der deutschen Kunst gemacht. Sie haben München zur Hauptstadt der größten deutschen Einigungsbewegung aller Zeiten erhoben. Sie haben Ihren Willen zum Ausbau der Hauptstadt der Bewegung verkündet. Uns Münchener hat diese Tatsache mit Freude und Stolz erfüllt. Wir wußten und wissen, daß wir hierzu nur berechtigt sind, wenn wir alle mit Einsatz aller Energie an der Lösung der gewaltigen Friedensausgaben mitarbeiten und unermüdlich die Vorbereitungen für die Durchführung Ihres Willens treffen. Ich melde Ihnen: Die Hauptstadt der Bewegung steht bereit, mit allen ihr zu Gebote stehenden Kräften nunmehr mit der Verwirklichung Ihres alles Bisherige überragenden Planes zum Ausbau Münchens zu beginnen, in aller Treue zu Ihnen, im Glauben an die deutsche Zukunft! Reichsverkehrsminister Or.Oorpmüller sprach über das Bauvorhaben der Reichsbahn: Wir haben soeben gehört, daß in sieben Jahren d i e Arbeit beendet sein muß. München muß die schönste Stadt werden in Deutschland. Hier in München hat' die Deutsche Reichsbahn den Hauptbahnhof um 2V2 Kilometer aus der Innenstadt hinausgeschoben und damit die Grundlage zu neuen gewaltigen Bauten geschaffen. Gewiß ist es ein Opfer gewesen, aber jetzt, wo wir erkennen, wie in Zukunft die Verkehrsströme laufen werden, wissen wir, daß dieser Opfer leicht ausgewogen wird durch die Vorteile, die uns erwachsen. Von Westeuropa zieht ein gewaltiger V e r k e h r s st r o m über München hin, der sich nach Italien und über Wien nach dem Balkan hin erstreckt. Erst durch die Hinauslegung des Münchener Bahnhofes haben wir die Möglichkeit gehabt, einen Durchgangsbahnhof zu schaffen, der den Verkehr nach dem Südosten abwickelt. Hier an dieser Stelle beginnt nun der Bau der U-Bahnen, die Pfähle, die hier eingerammt werden, werden die Seitenwände bilden einer großen Schnellbahn unter München. Wir werden unser Bestes geben, unser Letztes opfern, daß die großen Gedanken, die Sie, mein Führer, der Eisenbahn übertragen haben, nach außen hin in Eisen und Stein Gestalt und Form annehmen. Ich bitte Sie, mein Führer, geben Sie Befehl, daß die Arbeit nun beginne. Der Führer befiehlt den Vcmbegimi. In einer immer wieder von stürmischem Beifall unterbrochenen Ansprache gab sodann der Führer den Befehl zum Beginn der großzügigen Bauarbeiten. Er führte u. a. aus: Nachdem schon in den letzten fünf Jahren eine Reihe baulicher Aufgaben in München in Angriff genommen worden sind und zum Teil bereits ihre Lösung erfahren hat, setzt mit dem heutigen Tage eine neue und, wie ich überzeugt bin, die größte Arbeit zum Ausbau und zur Verschönerung dieser Stadt ein. Schon vor dem Kriege war die Erkenntnis vorhanden, daß die Münchener Bahnhofsanlagen den technischen Bedingungen nicht mehr genügen können. Allein es fehlte die Kraft, eine wirklich große Lösung herbeizuführen. Die Frage einer Münchener Untergrundbahn ist schon im Frieden behandelt worden. Um das Alte im München der Ludwigschen Zeit unter allen Umständen zu erhalten, ist es notwendig, daß eine Verkehrsregelung gefunden wird, die wenigstens eigen Teil des Maffenver- kehrs von den Straßen fernhält. Es gibt dafür nur einen einzigen Weg: es ist der Weg untev der Erde. Bei der Verdoppelung und Verdreifachung des Autoverkehrs werden schon in kürze die Wege im Inneren der Stadt nicht mehr ausreichend fein, um diesem Massenandrang zu genügen. Dieser Verkehr wird sich aber, davon können Sie überzeugt fein, nicht nur verdreifachen und vervierfachen, sondern versechs- und verachtfachen. Die Erkenntnis der fortgesetzten Steigerung des Verkehrs zwingt uns, beizeiten jene Voraussetzungen zu schaffen, die geeignet sind, auch in der Zukunft den Verkehr reibungslos sich abwickeln zu lassen. Das wird nun hier in einer selten großzügigen Weife geschehen. Ich möchte an dieser Stelle den Herren der Reichsbahn, in erster Linie Ihrem genialen Chef Dr. Dorpmü11er danken, daß sie e i n großes Problem großzugigansaßten und seine Durchführung nun sicherstellten. Die Stadt erhält damit ein vorbildliches Verkehrsnetz von Schnellbahnen, die die ganze Umgebung mit dem Zentrum verbinden werden. Es wird dann möglich fein, in wenigen Jahren aus dem inneren Stadtkern die Trambahn zu entfernen und damit vielen Straßen eine größere Ruhe zu geben, als es heute der Fall ist. Es wird in der oder jener Straße, in der die Untergrundbahn gebaut wird, eine gewisse Unruhe auf vielleicht ein Jahr geben, aber das muß in Kauf genommen werden, um 500 ober 1000 Jahre Ruhe zu haben! (Allgemein zustimmende Heiterkeit.) Ich bin dabei überzeugt, daß insbesondere der Humor der Münchener» Bevölkerung sich mit dieser kurzen Zeit ab finden wird. Wir haben diese Derkehrsaufgaben der Stadt nunmehr entschlossen einer großzügigen Lösung zugeführt. PZ a s hier angefangen wurde, wird au ch f e r t i g g e ft e 111. (Langanhaltende Beifallskundgebungen.) Spätestens in fünf bis sechs Jahren wird diese Aufgabe restlos gelöst sein. München wird dann ein hervorragendes Verkehrsnetz für den Massenschnellverkehr besitzen und vor allem eine Reihe gewaltiger Bahnanlagen, an der Spitze den neuen großen Zentralbahnhof sein eigen nennen können. Dasselbe, was hier geschieht, wird auch Berlin erleben, und ich möchte wünschen, daß die beiden Städte'in einen edlen Wettbewerb eintreten in dem Sinne, baß die eine versucht, die andere in der Erkenntnis der Notwendigkeit der gestellten Aufgaben zu übertreffen. Die Lösung der Verkehrsaufgaben ist der erste Grund für die großen Arbeiten, die besonders in Berlin, in München und in Hamburg in Angriff genommen worden sind. Der zweite Grund ist folgender: Ls war bisher in den deutschen Landen so üblich, daß jeder baute, wie und wo er bauen wollte. Dadurch entstand jene Zerrissenheit in der Gesamtgestalt der deutschen Städte. Glauben Sie, daß jemals eine Ludwigstrahe entstanden wäre, wenn man es damals den Münchener Bürgern und den sonstigen Instituten der Stadt freigestellt hätte zu bauen wie sie wollten?! Große Baulösungen sind immer nur durch eine einheit- liche Planung entstanden und so soll es auch heute wieder werden! Alle Bauaufgaben, TrachteH'1 i—— je 5"* er teuer Prag, 22. Mai. (Europapreß.) Trotz der ungeheuren Nervenanspannung, der das Sudetendeutsch- tum infolge der zahllosen Zwischenfälle, bie sich in den letzten Wochen ereignet haben, unterworfen ist, und die am Samstag in den militärischen Maßnahmen der Regierung und der E r - schießung zweier Sudetendeutscher in Ege r.ihren Höhepunkt fanden, ist der erste Tag der in der Tschechoslowakei in Gang befindlichen Gemeindewahlen bisher im sudetendeutschen Gebiet ohne evheb 1 iche Z w i s ch e n f ä l l e abgelaufen. Das Sudetendeutschtum hat dadurch einen seltenen Peweis seiner Diszipliniertheit an den Tag gelegt. Dadurch, daß bie Regierung von sich aus nichts unternommen hat, um eine Klärung der Lage herbeizuführen, ist der Zustayd her Unsicherheit noch nicht beseitigt. Die Regierung hält ständig interne Besprechungen ab, die allerdings nicht als' offizielle Tagungen des Ministerrates bezeichnet werden. Verlautbarungen über das Ergebnis dieser Besprechungen sind bisher noch nicht herausgegeben worden. Der politische Ausschuß des Hauptrates der Sudetendeutschen Partei tagte am Sonntag ständig. Die Tatsache, daß wieder eine Fühlungnahme zwischen dem Stellvertreter Konrad Henleins, dem Abgeordneten Frank, und Ministerpräsident Hod - s ch a stattfand, wird besonders vermerkt., lieber das Wahlergebnis ist bisher ein sicherer Ueber- blick noch nicht möglich. Immerhin kann schon jetzt gesagt werden, daß die Sudetendeutsche Partei in dem deutschen Siedlungsgebiet 85 bis 95 v. H. der deutschen Stimmen auf sich vereinigen konnte. Die strenge Disziplin, bie sich die Sudetendeutschen auferlegt hatten, sicherte überall dort die Ruhe, wo nicht andere Elemente provokatorisch vorgingen, wie z. B. in Hermannshütte im Bezirk Mies, wo die deutsche Bevölkerung von Kommunisten terrorisiert wurde. In der Nacht zum Sonntag wurden in den Häusern eines sudetendeutschen Tischlermeisters und eines sudetendeutschen Gasthofes mit Steinen die Fenster eingeworfen. Auch Reoolverschüsse wurden abgegeben. Es ist einem Revolverschüsse wurden abgegeben. Es ist einem glücklichen Zufall zu verdanken, daß die Einwohner ohne Verletzungen davonkamen. SenatorPfogner mußte bei den Behörden in Mies vorstellig werden, um Maßnahmen für die Sicherheit der Bevölkerung in Her- mannshütte zu erreichen. Die Disziplin der sudetendeutschen Bevölkerung fiel um so schwerer ins Gewicht, als die verschiebe- So wird in dieser Stadt auch gebaut. Hier , „ kommt noch £ine planmäßige Sicherstellung jener sich der Führer und verließ die Stätte einer Feier, Kulturbauten hinzu, die für die Erhaltung des die nun die Stätte brausender Arbeit für bie Zu- Charakters Münchens als Kunststadt notwendig I kunst und die Schönheit,. Münchens sein wird. W» ä ‘nZ Zwei Sudelendeutsche am Vorlage der Wahl die Opfer lschechischer Soldateska OVER Mazea mehr: Handt derjen der in ständi sehen u»zah derve v^e! OVER rende Krofta hat sich noch am Sonntagoormittag bei dem deutschen Gesandten Eisenlohr entschuldigt, bevor noch der deutsche Gesandte von diesem unliebsamen Zwischenfall informiert war. Einberufung eines Jahrganges. Prag, 21. Mai. (DNB.) Amtlich wird mitgeteilt: „Der Minister für nationale Verteidigung hat gemäß den diesbezüglichen Bestimmungen des Wehrgesetzes die Zustimmung der Regierung, einen Jahrgang der Reserve und E r - satzreservisten, ergänzt durch Angehörige der Spezialtruppen, zu einer außerordentlichen Hebung e i n b e r u f e n. Den Grund zu dieser Maßnahme bildet die Notwendigkeit, die Reservisten i n kendeulsche Partei, ein wahrhaft glänzendes Ergebnis angesichts der herrschenden schwierigen Lage. Es bedeutet dies gegenüber den in diesen Gemeinden bei btn Parlamentswahlen im Jahre 1935 für die Sudelendeutsche Partei gezählten 58 221 Stimmen einen weiteren Zuwachs von nicht weniger als 44,5 v. h. In den erwähnten 33 deutschen Gemeinden wurden außerdem noch 4266 kommunistische und 17 892 tschechische TNinder- heitsstimmen gezählt. Es ist ein Beweis, daß dos Gebiet trotz aller Tschechisierungsversuche deutsch geblieben ist. Die Wahl ist aber auch ein stolzer Beweis für die Volkstreue der Sudetendeutschett, die gewiß in der Weltöffentlichkeit ihr gebührendes Echo finden wird. Aus zahlreichen Gemeinden des sudetendeutschen Gebietes liegen jetzt Wahlergebnisse vor, die übereinstimmend das Bild eines eindrucksvollen Wahlerfolgs der Sudetendeutschen Partei, zeigen. In vielen Fällen hat die' Sudelendeutsche Liste -sogar mehr als 90 v. S). aller abgegebenen Stimmen auf sich vereinigt, in anderen Gemeinden wurde überhaupt nur eine, deutsche Liste aufgestellt. In der Stadt Bad König Lwarth bei Eger z. B. erhielten bie Sudetendeutsche Partei 1149 Stimmen, die Kommunisten 45 und die tschechische Wahlliste 69 Stimmen. Auf die Sudetendeutsche Partei entfielen 22 Mandats, auf die Kommunisten und die Tschechen je ein Gemeinderatsmandat. Die Sudetendeutsche Partei erhielt 91 d.S). aller a b ge - ge denen Stimmen. Bei dtzn letzten PattO- mentswahlen hatte die Sudetendeutsche Partei 821 Stimmen auf sich vereinigt. In Z w o d a u (Bezirk Falkenau) wurden von 2764 Wahlberechtigten 2761 Stimmen abgegeben. Davon waren zwei ungültig. Die Sudetendeutsche Partei erhielt von den abge- Zwischenfälle hlnzuweisen und gleichzeitig der tschechoslowakischen Regierung zu bedeuten, weiter an einer umfassenden Regelung zu arbeiten." In London hält man am Sonntag die Gefahr einer weiteren Verschärfung der Lage in der Tschechoslowakei zunächst für gebannt. Die Sensationspresse versucht allerdings ihr Geschäftsinteresse zu wahren, indem sie Meldungen zweifelhaften Wertes in entsprechender Aufmachung wiedergibt. Hingegen ist der Ton der seriöseren Presse nach wie vor überaus zurückhaltend. So bewahrt der „Ob- server" bei der Beurteilung der Lage größte Ruhe, gibt keine Alarmnachrichten wieder und bemerkt in einem kurzen Kommentar: „Der wirklich dunkle Punkt in der tschechoslowakischen Frage ist und bleibt das Bündnis Prags mit Moskau". Das Verdienst am Abbiegen einer „Krisengefahr ersten Ranges" wird in erster Linie auf die Disziplin zurückgeführt, die die Sudetendeutschen zeigen. Während die „Sunday Times" sich in einem ziemlich angriffslustigen Ton gefällt und zu ver- * stehen gibt, daß sie weder das sudentendeutsche Problem noch die einwandfreie Schuld des tschechoslowakischen Systems an der Zuspitzung der gegenwärtigen Lage begriffen hat, ist „Sunday Expreß" wesentlich zurückhaltender. „Dieser Streit geht uns nichts an", schreibt das Blatt. „Wir sind nicht gewillt, die Grenzen der Tschechoslowakei zu verteidigen. Wir sind auch nicht gewillt, der tschecho- der Gegenfrage, warum so weitgehende Maßnahmen getroffen werden, da doch in keinem Orte auch nur bet Schein einer Revolte de-s Sudetend^utschtums erweckt oder von der Regierung und den zivilen Behörden .behauptet worden ist. Es wurde vielmehr aus freien Stücken wiederholt anerkannt, daß das Sudetendeutschtum Disziplin und Ordnung gehalten hat. Wenn anderseits die ausländische Presse aus Prag darüber informiert wird, daß die Regierung zu allem bereit sei, um die innerpolitische Beruhigung herbeizuführen, jedoch die Sudetendeutsche Partei das Verlangen nach Erfüllung von Voraussetzungen stelle, die erst Gegenstand von Verhandlungen sein könnten, so ist demgegenüber festzuhalten, daß das gesamte Sudetendeutschtum den Standpunkt vertritt, daß in der Tat Voraussetzungen geschaffen werden müssen. Diese allgemeine Ueberzeugung des Sudelendeutschtums ist in den zwölfjährigen Erfahrungen w o h l b e g r ü n d e t, die der deutsche „Aktivismus^ machen mußte und die ihn dazu gebracht haben, in feiner Gesamtheit einer tschechischen Koalition Platz zu machen, die heule die ganze Verantworlung für den Staat und für die gegenwärtigen Entscheidungen zu tragen hat. Verhandlungen erscheinen daher der deutschen Bevölkerung zwecklos, solange nicht von der Regierung eine Atmosphäre geschaffen wird, die eine vernünftige und dauernde Klärung gestattet. Der Politische Ausschuß stellt gleichzeitig fest, daß die Vorkommnisse der letzten zwei Tage Zweifel darüber aufkommen lassen, ob die Schaffung einer solchen Atmosphäre noch von gewissen tschechischen Kreisen g e w ü n sch t wird." Trotz dieser ungeheuren Provokation bewahrte die deutsche Bevölkerung Ruhe. Die Leitung der Sudetendeutschen Partei in Asch durfte schließlich ihre Ordnerschaften auf die Straße schicken, wodurch die Ruhe bewahrt werden konnte. Die Mannschaften der Sudetendeutschen Partei lösten schließlich auch die „Rote Wehr" im Sicherheitsdienst bei den lebenswichtigen Objekten ab, da die Behörden cm- sahen, daß diese Provokationen unerträglich geworden waren. Im Ganzen gesehen ergibt sich augenblicklich im Egerland das Bild, daß eine durch nichts begründete Älarmmaßnahme einen zum Zerreißen gespannten Zu st and geschaffen hat. Damit ist der Beweis geliefert, daß die Exekutive aus psychologischen Gründen nicht m der Lage ist, die Ruhe und Ordnung zu garantieren, während die sudetendeutsche Bevölkerung und die Sudetendeutsche Partei jede Gewähr für die Aufrechterhaltung der Rühe leisten können. Während des ganzen Samstags war die Lage m den Städten Eger und Asch außerotdentlich ge= spannt. Zu der staatlichen Exekutive gesellte sich schwer bewaffnet die „Nationale Garde der Tschechen. In Asch übernahm sogar die „Rote Wehr (die Kampfformation der Marxisten) auf Aufforderung der Behörden mit den Sicherheitsdienst. Schließlich kam es soweit, daß, Kommunisten in Zivil mit tschechischem Militäv zusammen in dem Walde zwischen Asch und Eger patroullierten. Es wurden sogar einige Komunisten militärisch eingekleidet. Erneute Dorstettungen Englands und Frankreichs in Prag. L o n d o n, 22. 7Nai. (DRV.) Wie von unter- richteler Seite mitgeteilt wird, find in Fortsetzung der Versuche, eine Entspannung der gegenwärtigen Lage herbeizuführen, in Prag dringende Vorstellungen sowohl von der britischen wie von der französischen Regierung unabhängig vonemander erhoben worden, um eine friedliche Regelung dec sudetendeutschen Frage zu erreichen. Gonntags-Kabinettsrat in London. Dringende Empfehlung in Prag, weitere Zwischenfälle zu vermeiden und umfassende Regelung vorzubereiten. Pilsen zuständig ist. „Amtliche Feststellungen." Scharfer fudetcndeutscher Protest gegen Verfälschung der Tatsachen. Prag, 21. Mai. (DNB.) Amtlich wird gemeldet: „Am 21. Mai 1938 kam es auf der von Eger auf den Goldberg führenden Straße in den frühen Morgenstunden zu einem bedauernswerten Ereignis, bei dem zwei Personen durch ihr eigenes Verschulden ums Leben kamen. Auf dieser Straße fuhr ein mit zwei Männern besetztes Motorrad. Beide Führer, in denen später der Land-, wirt Georg Hofmann, geboren 1892 in Fonsau, politischer Bezirk Eger, dorthin zuständig, und Nikolaus Böhm, geboren 1894 m Ober-Lohma, Ohne Klärung der Atmosphäre Verhandlungen zwecklos Oie tschechischen Alarmmaßnahmen gänzlich unbegründet. Die Wat von Gger. präg, 21. Mai. (DJIB.) Samstag, um 3.30 Uhr früh, fuhren auf einem INotorrad die beiden Landwirte, der 25jährige Nikolaus Böhm aus Oberlohma und Georg Hofmann aus Fonfau, von Eger heimkehrend nach Franzensbad. In der Nähe der G r e n z j ä g e r k a f e r n e in Eger, wo schon seit längerer Zeit mit Gewehren bewaffnete Staatspolizei postiert war, fiel plötzlich ein Schuh, und die beiden Landwirte stürzten vom Rade. Hofmann war sogleich tot, Böhm wurde in den Bauch getroffen und schwer verletzt mehrere Vieler über den Erdboden in die Kaserne geschleift. Auf seine Hilferufe eilten die Bewohner der benachbarten Häuser auf die Straße und wollten ihm zu Hilfe kommen. Sie wurden aber zurückgetrieben und ihnen bedeutet, daß sie die Häuser nicht zu verlassen hätten. Er st nach dreiviertel Stunden wurde Böhm in das Krankenhaus von Eger geschafft, wo er aber trotz sofort vorgenommener Operation in den frühen Vlorgenstunden verstarb. Vor seinem Tode tonnte er noch über den Hergang des Vorfalles berichten, woraus hervor- geht, daß beide vollkommen ahnungslos niedergefchoffen worden find. Um 5.30 Uhr früh erschien der Abgeordnete der Sudetendeutschen Partei Dr. K ö l l n e r am Tatort der mit Hilfe von Augenzeugen den genauen Sachverhalt feststellte und folgenden Bericht erstattete Der schwerverletzte Nikolaus Böhm gab bei vollem Bewußtsein nach seiner Einlieferung in das Eger Krankenhaus um 4.15 Uhr folgenden Bericht: „Hofmann und ich fuhren auf dem Motorrade Hofmanns' die Franzensbader Straße in der Richtung auf den Goldberg in einem mäßigen Tempo. Wie wir an -die Grenzjägerkaferne kamen, fiel plötzlich ein Schuß, und wir beide stürzten vom Rade. Ich habe weder einen Polizeimann ge- Zehen, noch irgendein Warnungs- fignal oder einen Ruf vernommen. Ich fühlte mich verletzt und rief um Hilfe und bat gebenen Stimmen 2127 (23 Mandate), die Tschechen 320 Stimmen (4 Mandate), die Kommunisten 114 Stimmen (ein Mandat), die Sozialdemokraten 200 Stimmen (2 Mandate). Auch hier erhielt die Sudetendeutschen Partei 91,5 v. H. der sudetendeutschen Stimmen. An Ergebnissen in der Tschechoslowakei liegen weiter vor: Brüx: SDP. mit 106.71 Stimmen (26 Mandate) 94,9 v. H. der deutschen Stimmen, Deutsche Sozialdemokraten 572 Stimmen (1 Mandat), Kommunisten 716 (2 Mandate), Tschechen 4985 (12 Mandate), Juden 374 (1 Mandat). — Dux zeigte gegenüber den früheren Ergebnissen einen starken Linksruck, doch wurde die SDP. mit 3669 Stimmen (16 Mandate) die stärkste Partei und vereinigte 87 v. H. der deutschen Stimmen aus sich. Die Deutschen Sozialdemokraten erhielten 549 Stimmen (2), Kommunisten 713 (3), Tschechen 3449 (15 Mandate). — Aussig: Für die Sudetendeutsche Partei 19 847 Stimmen (29 Mandate), d. h. 8 7 v. H. aller deutschen Stimmen, sur die Sozialdemokraten 3032 Stimmen 4 Mandate, für die Kommunisten 1338 Stimmen (2 Mandate), für die Tschechen 4464 Stimmen (6 Mandate) und für die Juden 588 Stimmen (1 Mandat). — Böhmisch - Leipa: 9056 gültige Stimmen, 6247 Stimmen entfielen auf die Sudetendeutsche Partei gegenüber den Parlamentswahlen mit 5576 (25 Mandate), also 9 4 v. H. aller gültigen deutschen Stimmen; auf die Sozialdemokraten 386 Stimmen (1 Mandat), auf die Kommunisten 389 (2 Mandate), auf die tschechischen Parteien 1986 (8 Mandate). — Ketschen a. d. Elbe: 8851 gültige Stimmen, 6704 entfielen auf die Sudetendeutsche Partei (28 Mandate), also 91 v. H. der deutschen Stimmen, auf die Sozialdemokraten 671 (2 Mandate), auf die tschechischen Parteien 1476 (6 Mandate). um Wasser." . Wie Abgeordneter Dr. Köllner durch Umfrage bei den Einwohnern der umliegenden Häuser feststellen konnte, sind die Rufe Böhms gehört worden, und man versuchte, dem Manne zu helfen. Die Polizisten trieben jedoch die Einwohner in die Häuser zurück und forderten sie auf, die Fenster zu schlichen. Der schwerverletzte Bohm und der auf der Stelle tote Hofmann wurden in die Grenzjägerkaserne gebracht. Die Wache reinigte die Straße vom Blut. Böhm wurde um 4.15 Uhr, also 45 Minuten nach dem Vorfall, in das Eger Krankenhaus eingeliefert und sofort vom Primarius Dr. Kmente und Dr. Sorger operiert. Die Operation blieb erfolglos. Böhm starb ungefähr dreiviertel Stunden später. Der P o l i - ze'ichef Dr. Jäckel erklärte bei der Vorsprache des Abgeordneten Dr. Köllner diesem und dem Schwager des getöteten Hofmann, Zartner, daß in der Nacht das Verlassen des Stadtgebietes durch Fähr- ' zeuge verboten gewesen war und daß aus diesem Grunde der Polizist instruktionsgemäß gehandelt Hütt?. Hierzu ist festzustellen, daß die Bevölkerung in keiner Weise auf ein aufmerksam gemacht Tschechische Exekutive vertiert die Heroen. Völlig unbegründeter Alarm im Egerland. — „Hole Wehr-' in Asch eingesetzt. - Sudetendeutsche bewahrten Disziplin. Sudetendeutsche Abgeordnete erneut bei Hodza. Prag, 23. Mai. (DNB.) Das Presseamt der Sudetendeutschen Partei teilt mit: „Der Politische . Ausschuß der Hauptleitung der SDP. setzte auch am Sonntag seine Arbeiten fort und nahm die Berichte der einzelnen Parteiamtswalter aus > allen Gebieten entgegen. Das Bild, das sich auf Grund dieser Berichte ergibt, läßt keinen Zweifel darüber, daß die Aufklärung und Begründung der Vorgänge der letzten Tage, wie sie der Ministerpräsident und der amtlich^ Bericht am Vortage gegeben hat, in keiner Weise a u s r e i ch t, um die aus dem deutschen Siedlungsgebiet mitgeteilten Maßnahmen im Rahmen der geltenden Gesetze als begründet erscheinen zu lassen. Es fehlen wesentliche gesetzmäßige Handlungen der Regierung und des Staatspräsidenten, die den getrbffenen Maßnahmen und dell tatsächlichen Vorgängen vorausgehen müßten. In einer Vorsprache der Abgeordneten Frank, Kundt und Neuwirth wurde an Hand konkreter Tatsachen dafür der Beweis geführt. Ministerpräsident Hodza verwies darauf, daß er gewisse mitgeteilte Tatsachen überprüfen lassen werde, und gab zur Entwicklung der letzten Tage der Hoffnung Ausdruck, daß in Kürze eine Aenderung eintreten könne. Angesichts der Nachrichten aus der sudetendeut- schen Heimat muß der Politische Ausschuß darauf beharren, daß im sudetendeutschen Gebiet bereits ein Zustand eingetreten ist. der weder durch Leugnung der Tatsachen, noch durch Beschuldigungen als normaler Verfassungszustand bezeichnet werden kann. Wenn im Auslande behauptet wird, daß das Sudetendeutfchtum die Schuld an den heutigen Wahnahmen trage, dann hat jedermann das Recht politischer Bezirk Eger, dorthin zuständig, festgestellt wurden, wurden durch Handaufheb'en und wiederholte Rufe eines Polizeiwachtrnannes in tschechischer und deutscher Sprache aufgefordert, stehen zu bleiben. Dieser Aufforderung schenkten sie kein Gehör, verlangsamten die Fahrt nicht und fuhren im Gegenteil mit dem Motorrade direkt auf den Polizeiwachtmann zu, so daß dieser zur Seite springen mußte, um nicht überfahren zu werden. Deshalb gab der Wachtmann aus seinem Gewehr einen Schuß ab, wobei er von der rechten Seite auf das Vorderrad des Motorrades zielte, um den Reifen zu beschädigen und so die Weiterfayrt unmöglich zu machen. Das Projektil traf jedoch beide Fahrer, da die Straße an dieser Stelle beträchtlich ansteigt. Beiden .Verletzten wurde in der in der Nähe befindlichen Kaserne die erste Hilfe zuteil, wo einer der beiden kurz darauf verschied. Der andere, der in das Egerer Krankenhaus übergeführt wurde, ist gleichfalls bald nach seiner Einlieferung gestorben. In der Angelegenheit wurde die aller- strengste Untersuchung eingeleitet und auch die Strafanzeige erstattet." * Das Presseamt der Sudetendeutschen Partei teilt mit: E- er 1 flifpöW ' jßirl 6tkk'- I 0b°t ifl- * In d--i J Botschafter ! ht! solches ------ ~ wurde. Es ist wohl schwer, anzunehmen, daß em geübter Schütze auf eine Entfernung von 15 bis 20 Schritt aus dem Militärgewehr die Brust des Fahrers absichtlich treffen konnte. Nach Meinung des Polizeichefs Dr. Jockel handelte der schießende Polizist in seiner Funktion als Posten der Staatsverteidigungswache, so daß für die gerichtliche Verhandlung des Falles das Militärdivisionsgericht in London, 22. Mai. (Europapreß.) Die während des Wochenendes entstandene politische Lage führte am Sonntag um 17 Uhr zu einer Sondersitzung des englischen Kabinetts. An ihr nahmen fast sämtliche Regierungsmitgtieder teil. Ministerpräsident Chamberlain war eigens zu dieser Sitzung aus Chequers nach London zurückgekehrt. Im Laufe des Sonntags hatte Außenminister Lord Halifax mehrere Unterredungen mit Vertretern auswärtiger Staaten, u. a. mit dem deutschen und mit dem franzö - s i s ch e n Botschafter. Die Sonntagssitzung des Kabinetts diente, wie von zuständiger Stelle mitgeteilt wurde, in erster Linie dem Zweck, sämtliche Kabinettsmitglieder über die Geschehnisse der letzten Tage zu unterrichten. Ministerpräsident Chamberlain gab selber einen Bericht zur Lage. Beschlüsse sind nicht gefaßt worden. Jedoch soll bereits am Montag in beiden Häusern des Parlaments eine Erklärung der Regierung zur tschechoslowakischen Frage abgegeben werden. Man erklärt, England versuche angesichts der Lage als „Friedensmahner" aufzutreten. Das könne jedoch nur geschehen, wenn den »englischen Bemühungen Vertrauen entgegengebracht werde. Das englische Volk wolle keine Parteinahme. Man müsse alles tun, um eine weitere Beruhigung zu fördern. In diesem Sinne versuche die englisch Regierung alles, was in ihrer Macht stehe, zu tun, um in Prag auf die Notwendigkeit der Vermeidung weiterer Prag, 22. Mai. (DNB.) Nachträglich gewinnt man aus Einzelheiten ein Bild von den unsinnigen und völlig unbegründeten Maßnahmen, die das Vorgehen der tschechischen Organe gegen foie. Sudetendeutschen im Egerland kennzeichnen. Während das ganze Egerland in der Nacht vom Freitag zum Samstag friedlich inr Schlafe lag, wurde^ plötzlich um.Mitternacht^Staats- polizei, Gendarmerie und Militär alarmiert. Bis M den Zähnen bewaffnete Exekutive schlug Alleebäume um, errichtete Barrikaden und sperrte so jeden Zugang von einem zum anderen Bezirk. Die Polizei hatte Be- fehl erhalten, auf alle, die die nicht bekanntgegebene Straßensperre zu passieren suchten, s o f o r t z u schießen. Da nicht das Geringste vorlag, bleibt nur die Annahme übrig, daß eine Behörde von. einem tschechischen oder roten Provokateur durch eine ungeheuerliche Alarmnachricht aufgeputscht worden war, und die Behörde in blinder. Angst den sofortigen Ausnahmezustand — allerdings ohne ihn öffentlich zu verkun- ben — über das völlig friedliche Egerland verhängte. In Asch wurden noch in der Nacht zum-Teil mit vorgehaltenem Revolver Lastautos requiriert, auf denen man Kinder und Frauen der tschechischen Beamten ins Landesinnere beförderte. Wer unterwegs war, schwebte in ständiger Lebensgefahr. Der gesamte Verkehr wurde lahmgelegt. In dieses Durcheinander fiel die entsetzliche Bluttat von Eger, die zwei Südeten- deutschen das Leben kostete. Zwischenfall an der deutschen Grenze. Tschechische Abschwächungsversuche. Berlin, 22. Mai. (DNB.) Nach einer Mitteilung des Gendarmeriepostenkommandos Mistelbach haben am Samstag zwischen 12 und 14.10 Uhr tschechoslowakische Soldaten auf beute schem Gebiet die von Berhartsthal über die Thaya auf das tschechoslowakische Gebiet führende Holzbrücke zu sprengen versucht. An verschiedenen Stellen der Brücke wurden 10 Kilogramm Protyl in Büchsen zu je 0,5 Kilogramm angebracht. Der Sprengstoff war bereits mit Zündschnuren versehen. Der Anschlag wurde durch die Aufmerksamkeit zweier deutscher Grenzbeamten verhütet, bei deren Herankommen die tschechoslowakischen Soldaten über die Grenze flüchteten. Die Sprengladung ist noch auf der Brücke montiert. Zu dieser Nachricht bemerkt das Tschechoslowakische Prehbüro: Tschechoslowakische Soldaten haben tatsächlich versucht, am Sonntag über die Brücke auf deutsches Gebiet hinüberzugehen, keineswegs aber in der Absicht, die Brücke in die Lust zu sprengen. Als sie die deutschen Zollwachleute erblickten, flüchteten sie. Ein Soldat ließ seine Kappe auf deutschem Gebiet zurück. Die tschechoslowakischen Militärbehörden haben die Angelegenheit zugleich nach Bekanntwerden dem Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten mitgeteilt und diesen Uebergriff untergeordneter Organe verurteilt. Der Minister des Aeußeren Dr. M «*?ileT Leitungen " W Merger tscheW SetenbeuW < Sages friedlich «W §li sichren, ahnuV ?rWbe|°l wt oon Organen | " Darben ist. Stehl ' Mischung rüd und versuch ! 3 empörenden UJ ein paar knappe! Lage zu geben, ! iM Proookatio« ! helausbeschlvoren Am Anfang stet 1 an dem die Sui milder Tagung in friedlichen Au recht nach Wilfan! 1 t.Mz M kna toM lieferte MchMen 9lai I Massen der Sude 112 LchMverlef rounöeter lagen i planmäßige Untei die sich bis zur b rung ganzer @ebi . Mnderheitenkom Die Auszählung Handlungen, Der । eine ganze Bros einzelnen Gewal anderreiht. Wen ren hat der „5 Wichten erfüllt, Sie tschechische Ichränkt, in größt ! sgrechungen tyn abzugeben. ( - i®e Durchsetzun i mit tschechischen 5 Verlegte Politik 'gen Zielen tue derAnwendungderneueingef ührte n Waffen (ebenso wie dies in anderen Staaten geschieht) einzuüben. Gleichzeitig wurde auf das Bedürfnis Rücksicht genommen, die heutigen unzulänglichen Bestände zu erhöhen, um in der heutigen bewegten Zeit die Ruhe, Ordnung und Sicherheit des Staates zu sichern sowie alle weiteren Zwischenfälle zu ver- h i n d e r n , die sich in gewissen Orten der Republik ereignet haben." Die Einberufenen wurden zum Teil direkt von ihren Arbeitsplätzen in die Kasernen gerufen, so daß es ihnen nicht mehr möglich war, ihre Angehörigen zu verständigen und ihre Ver- hältmsse zu ordnen. „Auf Grund der amtlichen. Nachrichten, die vom Tschechoslowakischen Pressebüro über die Vorfälle im sudetendeutschen Gebiet herausgegeben wurden, war die Sudetendeutsche Partei gezwungen, an zuständiger Stelle Protest einzulegen. Es >ft neuerdings unmöglich geworden, den wahren Sachverhalt über die Erschießungen der Mitglieder der Sudetendeutschen Partei Nikolaus Böhm und Georg Hofmann in Eger zu veröffentlichen, den der Abgeordnete der Sudetendeutschen Partei Dr. Fritz Kölln e r.erhoben hat. Diese Darstellung ist neuerdings der Beschlagnahme verfallen. Die Sudetendeutsche Partei weist den amtlich herausgegebenen Bericht über die Erschießungen in Eger zurück, da er dem wahren Sachverhalt nicht entspricht und wird unmittelbar bei den zuständigen Regierungs- stellen schärfsten Protest gegen eine bie Tatsachen entftellenbe amtliche B e - richterstattung vortragen." N?1 f 'M W W Ä UN IME LED ujo :>S"5 jpHgn tÜUHU WA W WWM MMW ' *«?7 1 1 h/« •* . «®f* Step ch°l>?L V >Ä W' Presse n°-h L, tte^to !H* s& °s!°uWA-"' I*fjin«* $OLn h<’ i»* >6,1 gehende Mß- in keinem einer Re- ums enveckt iilen Behörden «ehr ans freien das Sudeten- dnnng ge- auslondifche vird, dah die mnerpMW ine Subeten- LrsMung von ftatib von Det- igegenübet fch- lbeutschtum den ;at Voraus- n müssen. Diese delendeulschlms rsahrnngen he „Rklivismus" gebracht haben, Aschen Koa- le die ganze -taat und für ju tragen hat- her der deutschen > nicht von der geschasse" ,d bauern»« itifitoe ü*” ortommnifje der über *«* chen fengt111111,14 n *vt"uiO) Qj. ■ (Ä‘e 4 1 yQrbe" her J /^‘'W I V"f ?luf. 1 ? den Sich,'. I Lolchen, I ■ßQlöe zwischen I »T" L" | u bewahrte die I W ber Sude- I 'chl'eßlich ihre I JJ, wodurch die I ?’e Mannschch I ’^n schließlich I ^enstbei den I Behörden ein- I Erträglich I ^n ergibt sich I ÖQB eine durch 1 elnen zum "', u st a n d ge« | ..^liefert, daß I ^nden nicht in I lg zu garantie- I evölkerung und | währ für die I können. . -/LS I’ Heg-'«"- "S'ONdz *eg. t °,°>- ’WjJ? , 7 °°° d,i Vonei"««k Resel"«g b,t Wer trägt die Verantwortung? stärken." Den gleichen Standpunkt vertritt „Sunday Dispatch", er erklärt: „Dies ist nicht unser Streit. Wir können und müssen ihm fern vor den gefürchteten Gemeindewahlen serienweise neue Zwischenfälle. Nicht die billigen Versicherungen tschechischer Minister, nicht das famose „Nationalitätenstatut" des Herrn Dr. Hodscha, sondern diese von Tag zu Tag sich steigernden Verbrechen an den Sudetendeutschen »sind die wahre Antwort Prags auf die weiß Gott bescheidenen Karlsbader acht Punkte Henleins einerseits und auf die vorsichtig formulierten. Empfehlungen Englands und Frankreichs anderseits. Die tschechische Regierung kann sich auch nicht mit den üblichen Phrasen auf „bedauerliche Ausschreitungen untergeordneter Organe" .hinausreden; denn gerade diese Organe, wie Polizei, Gendarmerie, die berüchtigten „Grenzler" und schimpflicherweise auch das Militär sind bei der Verübung ihrer Verbrechen durch die stillschweigende Duldung der Regierung sowie durch die unverhüllte Hetze der Prager Presse geradezu ermutigt worden. Ein einziges Mal erfolgten ein paar Versetzungen, davon eine ausgerechnet nach — Prag, was der Betreffende selbstverständlich als Beförderung ansah. Gleichzeitig läßt man von Prag durch die Presse planmäßig die frechsten Lügen über den Terror verbreiten, unter dem nicht etwa die Sudetendeutschen, sondern die ebenso bedauernswerten wie heldenhaften tschechischen „Grenzler" stehen; man dichtet den Sudetendeutschen alle die Verbrechen an, die man selbst fortgesetzt an ihnen begeht. Dabei ist es angesichts des mehr als intimen Verhältnisses zwischen Prag und Moskau in'keiner Weise verwunderlich, daß die Ausschreitungen grundsätzlich in Gemeinschaft mit 'dem niedrigsten kommunistischen Pöbel zusammen erfolgen. Die tschechische Polizei,. selbst aufs stärkste an den blutigen Verbrechen beteiligt, erscheint auf sudetendeutsches Ansuchen überhaupt nicht oder sie geht selbst gegen die Sudetendeutschen vor und übersteigert die von dem Pöbel an ihnen begangenen Mißhandlungen selbst auf ihren Polizei- i6üros durch viehische Quälereien. So sieht es in dem gewaltsam konstruierten Versailler Tschechenstaat aus! Und in dieser Lage, bei der die Sudetendeutsche Parteileitung wenigstens das primitivste Notwehrrecht fordern muß, dürfen Prager Blätter Satze schreiben wie diesen: „Das Mast der Geduld des tschechoflowakischen Volkes im Grenzgebiet ist l voll", dürfen sie mit Kriegsgericht und Galgen bleiben." Das Echo in Paris. Paris, 22. Mai. .(EP ) Die Entwicklung der schechoslowakischen Frage wird in Paris hauptsächlich unter dem Gesichtspunkt betrachtet, welche Haltung England gegenüber dem Problem einneh- men werde. Obwohl die französische Presse keineswegs sicher ist, daß die von Frankreich und von England in der sudetendeutschen Frage eingenommene Haltung völlig die gleiche fei,/gibt man doch der Hoffnung Ausdruck, daß Paris und London gegenüber dieser Angelegenheit Seite an Seite stehen möchten. Viel beachtet wird eine Unterredung, die Außenminister Bonnet mit dem sowjetrusst- schen Botschafter S u r i tz gehabt hat, der sich am Quai d'Orsay danach erkundigt haben soll, „inwieweit Frankreich seinen Bündnisverpflichtungen gegenüber der Tschechoslowakei nachkommen werde, ohne deren Wirksamwerden auch Moskau • Prag keine Unterstützung zu leihen vermöge." Obwohl die französische Bevölkerung kaum irgendwelchen tiefergehenden Anteil an der sudetenweiß, wo die Tschechoslowakei überhaupt liegt, hält die rechtsstehende „Epoque" es für zweckmäßig, zu betonen, „daß. es nicht in der Art Frankreichs liege, eingegangenen Verpflichtungen nicht nachzukommen". Düs disziplinierte Verhalten der sudetendeutschen Bevölkerung wird vom „Matin" besonders hervorgehoben. Der französische Justizminister Paul R e y n a u d , bekannt als Anhänger eines engen Zusammengehens mit Sowjetrußland, hatte.auf.dem Schlußbankett der Alliance Fran^aife in Leeds erneut feiner Abneigung gegen die autoritär regierten Staaten Ausdruck gegeben und von notwendigen Anstrengungen der Demokratien gesprochen, um Konflikte zu verhindern. Es ist bezeichnend, daß diese Aeußerungen in Paris keineswegs allenthalben geteilt werden. So nennt der rechtsstehende „Jour" die Ausführungen des Ministers eine skandalöse Rede und fragt, mit welcher Berechtigung Reynaud sich in den Amtsbereich des Außenministers eindränge, und ob er nicht besser daran.tue, nachzuprüfen, auf welche Weise der Spekulation vorzeitig die Maßnahmen zur Abwertung des Franken bekanntgeworden seien, 'denn durch diese Indiskretionen sei es der Spekulation gelungen, Riesengewinne einzustecken. Nach wochenlangen schweren tschechischen Ausschreitungen liegen seit Samstag vormittag die ersten sudetendeutschen Toten auf der Bahre. Mitglieder, der tschechischen Staatspolizeei haben zwei sudetendeutsche Männer, die in der Frühe des Tages friedlich auf dem Motorrad in ihren Heimatort fuhren, ahnungslos von ihrem Rade abgeknallt. Der Fall ist besonders schwer dadurch, daß die Bluttat von Organen des tschechischen Staates begangen worden ist. Stehen wir an Disziplin und Selbstbeherrschung nicht hinter den Sudetendeutschen zurück und versuchen wir so kaltblütig, wie es unter so empörenden Umständen noch möglich ist, uns mit ein paar knappen Strichen Rechenschaft über die Lage zu geben, die die Tscheche! und ihre fortgesetzte Provokationspolitik und Schreckensherrschaft heraufbeschworen hat. Am Anfang steht jener grauenhafte 4. März 1919, an dem die Sudetendeutschen im Zusammenhang mit der Tagung'.der Wiener Nationalversammlung in friedlichen Aufmärschen ihr Selbstbestimmungsrecht nach Wkisons 14 Punkten forderten. An diesem 4. März 1919 knallte tschechische Soldateska, die sich bereits als Deserteure während des Weltkrieges einen unrühmlichen Namen gemacht hatte, einfach in die Massen der Sudentendeutschen hinein — 54 Tote, 112 Schwerverletzte und Hunderte anderer- Verwundeter lagen in ihrem Blut. Seitdem hat die planmäßige Unterdrückung der Sudetendeutschen, die sich bis zur bewußt herbeigeführten Aushungerung ganzer Gebiete steigerte, die Akt'enfchränke der Minderheitenkommission der Genfer Entente gefüllt. Die Aufzählung der tschechischen Terrorakte, Mißhandlungen, Verfassungsbrüche usw. ergeben heute eine ganze Broschüre, selbst dann, wenn man die einzelnen Gewaltakte nur im Telegrammstil aneinanderreiht. Niemals in den vergangenen 19 Jahren hat der „Völkerbund" feine satzungsmäßigen Pflichten erfüllt, es handelt sich ja nur um Deutsche. Die tschechische Regierung hat sich darauf beschränkt, in größeren Zeitabständen leere P e r - prechungen an die, Adresse der Sudetendeutschen abzugeben. Genau so, wie man durch gewaltsame Durchsetzung des fudetendeutschen Gebietes mit tschechischen Beamten und Arbeitern eine wohlüberlegte Politik der Herausforderung mit eindeu- igen Zielen trieb, so schuf Prag jetzt unmittelbar slowakisch-sowjetrussischen Allianz den Rücken zudeutschen Frage nimmt und, rote ein politisches ' '' v Witzblatt kürzlich scherzhaft behauptete, nicht immer Durch die rasche Schneeschmelze und die Pegen- ist ein gestürzt. Der Schaden geht in die Mil» lle der letzten Tage sind in der Steiermark und honen. In Leoben erreichte die Mur einen Hochfälle der letzten Tage sind in der ......... — Teilen Kärntens schwere Ueberschwemmun- g e n eingetreten. In der Steiermark ist das gesamte Murtal überschwemmt.. Eine Reihe von Brücken wurde weggenssen. In Graz beträgt der Wasserstand der Mur 4,20 Meter über normal. Der Straßenverkehr von Graz nach Norden ist lahmgelegt. 27 Personen sind in einem Wohnhaus ein« geschlossen und konnten noch nicht befreit werden. In Türrach im oberen Murtal stürzte ein Haus ein, wobei ein mit Rettungsarbeiten beschäftigter Mann ertrank. Auch im Rantenbach ist ein Mann ertrunken. Gauleiter und Landeshauptmann werkest Auch der sonst harmlose Gurk-Fluß in Kärnten ist infolge des wolkenbruchartigen Regens zu einem reißenden Strome geworben. Die Wasser überschwemmten das ganze Tal. Durch Einsatz vyn Militär und SA. konnte die größte Gefahr gebannt werden. In Gniesau stürzte der SA.-Mann Brandes bei den Rettungsarbeiten ins Wasser und konnte nicht mehr gerettet werden. Auch in Himmelberg stürzte ein Mann in den Hochwasser führenden Tiebach und ertrank. stand von 4,40 Meter. Don Leoben bis Judendorf und Mühltal müssen alle dem Murufer nahe Wohnstätten geräumt werden. Äuch das ßeobener Elektrizitätswerk war überflutet. So war die Stadt stundenlang ohne Licht. Die größten D e r w ü st u n- gen verursachte die Naturkatastrophe im Bezirk Mittelfeld. Neben den gemeldeten zwei Todesopfern sind leider vier weitere Todesfälle zu beklagen. In den Nachtstunden des Sonntags ist endlich das langersehnte Fallen des Wasserstand es eingetreten. Tröstlich war die opferbereite Entschlossenheit der Bevölkerung. Tausende beteiligten sich an den Rettungs- und Sicherheitsarbeiten. Feuerwehr, Wehrmacht, Polizei, Gendarmerie und vor allem die Formationen der Partei stellten sich vorbildlich in den Dienst des Rettuygs- Jngenieur Helfrich hat sich,sofort in das Uebsr- schwemmungsgeoiet begeben und die Kreisleiter der NSDAP, aufgefordert, zusammen mit den Bezirkshauptmannschaft überall die Hilfe zu organisieren. Bür Bekleidung, Nahrungsmittel und Unterkunft der Betroffenen ist sofort gesorgt worden. Gauleiter B ü r ck e l hat den Einsatz aller Mittel zur Linderung der dringendsten Not angeordnet. Für die schwer betroffene Bevölkerung hat er 100 000 Reichsmark zur Verfügung gestellt. Das Ueberfchwemmungsgebiet in Oststeiermark zeigt ein Bild des Grauens. Große und kleine Brucken sind in großer Zahl zerstört. (EingelneJDrte sind vom Verkehr vollständig abgeschnitten. Straßen, Wiesen, Wälder, Obstkulturen und Baulichkeiten stehen unter Wasser. Eine Reihe von Häusern Schwere Lleberschwemmungen in Steiermark und Kärnten. tungen über das anzustellen, was vielleicht geeignet sein könnte» aus dem tschechoslowakischen Staat ein Gebilde zu machen, das sich organisch in den Rahmen der europäischen Staatengemeinschaft einfügt, daß es sich vielmehr darum handelt, diesen Staat der Ordnung und der inneren Ausgeglichenheit unverzüglich zu schaffen. Wie soll aber der Widerspruch zu lösen sein, wenn der verantwortliche Staatsmann vor der internationalen Oesfentlichkeit Grundsätze über Selbstverwaltung der Nationalitäten verkündet, während gleichzeitig andere verantwortliche Stellen der Prager Regierung Truppen gegen d i e deutsche Volksgruppe mit scharfen Waffen vorgehen lassen. Nach all den Zwischenfällen dieser Tage, bei denen tschechisches Militär eine sehr bedenkliche Rolle gespielt hat, ist es ohne jede äußere Veranlassung, ohne Zwang und Not zum Waffengebrauch'gegen die Sudetenoeutschen gekommen. Das alles zu einer Zeit, in der sich im sudetendeutschen Gebiet die Vorbereitung für die Gemeindewahlen vollzieht, also für eine staatspolitische Maßnahme, die die Prager Regierung selbst angeordnet hat. Diese Regierung kann sich also nicht darauf ausreden, von den Zwischenfällen im fudetendeutschen Gebiet überrascht worden zu sein, sie trägt d i e Verantwortung für Ruhe und Ordnung, für die Sicherheit und das Leben aller Staatsbürger, nicht etwa erst feit gestern, vielmehr schon feit neunzehn Jahren. Sie hat in diesen neunzehn Jahren nichts erreicht, trotz aller feierlichen Gelübde in Pittsburg, in Washington, in London, in Paris und in Versailles; sie hat in dieser Zeit im tschechoflowakischen Staat ein Nationalitätenproblem geschaffen, wie es das in dieser Form noch niemals in Europa gegeben hat. Darum ist die Verantwortung, der Prager Regierung heute so ungeheuer groß, sie kann diese Verantwortung nicht 'mehr damit beiseite schieben, daß sie Paragraphen vorbereitet, um Gegensätze auszugleichen, mit deren Verschärfung sich gleichzeitig die Exekutivorgane des tschechoslowakischen Staates abrnühen. D. S. drohen! In dieser Lage werden scharfmacherische Gerüchte verbreitet, Jahrgänge einberufen und Truppenbewegungen in Gang gesetzt. Als- der tschechoslowakische Ministerpräsident Dr. Hodscha am 20. Mai Oor Vertretern der tschechischen Presse Mitteilungen über das sogenannte Nationalitäten st atut machte, ahnte er vielleicht selbst noch nicht, daß die Ereignisse im sudeten- deutschen- Gebiet die Taktik der Prager Regierung als gefährlich und deshalb unmöglich hinstellen würden. Diese Taktik besteht offensichtlich darin, mit abgewogenen Redensarten die Dinge nicht an sich herankommen zu ■ lassen, vor allem aber zu vermeiden, wirklich Taten reden zu lassen. Ob die Prager Regierung überhaupt selbst weiß, wie das Nationalitätenstatut beschaffen ist, läßt sich schwer sagen, denn stünden die Grundzüge bei ihr fest, so hätten in diesen Tagen und Wochen äußerster Hochspannung. bestimmte Mitteilungen'geschehen müssen. Im sudetendeutschen Gebiet wird eine kaum noch vorstellbare Hetze gegen die deutsche Volksgruppe betrieben, eine Hetze, bei der sich gegenseitig Marxisten und Kommunisten,' die tschechischen Kampforganisationen und sogar das Militär gegenseitig den Rang abzulaufen suchen. In einer ernsten Kundgebung der Sudetendeutschen Partei wird die Prager Regierung daran erinnert, daß d i e Voraussetzung für alle Verhandlungen über ein Nationalitätenstatut wohl der Beweis dafür sein muß, daß die Regierung tatsächlich imstande ist, die Ruhe und 'Ordnung in allen Gebieten aufrecht zu erhalten. In der Tat, daraus kommt es an, rote das auch Dr. Hodscha in seiner Rede vor der tschichischen Presse zugegeben hat. Wenn es dem tschechoslowakischen Staat nicht gelingt, das Nationalitätenproblem zu lösen, dann bildet der tschechoslowakische Staat nach den eigenen Worten Dr. Hooschas eine Gefahr für den Frieden. Die Prager Regierung ist sich also klar darüber, daß es mit dem Mundspitzen nicht mehr geht, daß gepfiffen werden muß, daß es also keinen Zweck hat, staatsphilosophische Betrach- OVERSTOLZ, der Ur typ der Mazedonen-Zigarettejst nunmehr seit über 20 Jahren im Handel.Was das heisst,wird derjenige zu würdigen wissen, der in diesem Zeitraum das ständige Auf und Ab des deutschen Zigaretten-Marktes verfolgen konnte. Während eine Unzahl anderer Marken wieder verschwunden und längst vergessen ist, vermochte sich OVER STOLZ bis heute in führender Stellung zu behaupten. 1938 Eine neue Generation von Rauchern ist inzwischen herangewachsen. Jhr wird zwar der Name OVERSTOLZ geläufig sein, doch dürfte sie sich kaum eine Vorstellung davon machen können,wie sehr gerade diese Zigarette in den letzten zwanzig Jahren dazu beigetragen hat,die Freude am Rauchen immer vollkommener zu machen. darüber werden wir in den nächsten Anzeigen berichten. 0 jugendicfyt verpacht OVERSTOLZ Mazedonien tk I r i । /< i -------- Sz innerhalb 20 Minuten1 ein schön gebräuntes Aussehen Ohne Sonne M Aufiakt zum Oeutschlandflug -1938 3562V 3563V Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Darnm: Kleinanzeigen in die Hei» matzeitung, den Gießener Anzeiger Nichts vergessen ? Haben «Sie alles für Ihre 1 nächste Wanderung? Feld- und Isolierflasche, Brot- und Butterdose, Trinkbecher. Ergänzen Sie rechtzeitig was fehlt bei AllSMIA Alterl4-16Jahre sofort gesucht. 8u erfrag, in der Geschäftsstelle d. Gieß. Anzeigers. explodiert sein sollen. — Die Aufrührer sollen die von Mexiko-City nach den Vereinigten Staaten führende Eisenbahnlinie, zu sprengen versucht haben. Nur dem Umstand, daß die Sprengung nicht rechtzeitig gelungen sey sei es zuzuschreiben, daß der Zug, mit dem der bisherige englische Gesandte in Mexiko nych den Vereinigten Staaten reiste, nicht zur Entgleisung gebracht wurde. Eine amtliche Meldung besagt, daß das Landgut des aufständischen Generals in Las; Palomas von Truppen der Regierung in Besitz genommen sei. Damit glaubt man, die Erhebung gebrochen zu haben. Cedillos soll über wenig Kriegsmaterial und nur noch über 1000 Kämpfer verfügen. Die Arbeiterschaft soll sich auf die Seite des Staatspräsidenten Cardenas stellen. Gießen (Gnauthstraße 1), den 23. Mai 1938. Die Trauerfeier findet Montag, den 23. Mai 1938, nachmittags um 3^2 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt. Die Formationen im Flughafen Rangsdorf während der Rundfunkrede des Generalleutnants ' C h r i st i a n s e n. — (Scherl-Bilderdienst, Berlin.) Aufstand in Mexiko. M e x i k o , 22. Mai. (Europapreß.) In der Nacht Samstagabend 10.30 Uhr entschlief sanft nach kurzem, .schwerem Leiden meine innigstgeliebte Frau, unsere treusorgende Mutter, Tochter, Schwiegertochter, Schwester und Schwägerin Anna Hörmann, geb. Christ im 33. Lebensjahr. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Heinrich Hormann und Kinder Drehstrommotor 220/380 Volt, neu, bill. z. vk., dgl. ein 2 PS. Carl Sckunck, Babnbofstr. 64. M auswärtiges MlseliWt (Nähe Gießen) wird Verkäufer gesucht Alter, Beruf und Branche der Bewerber sind nebensächlich, dafür wird absolute Ehrlichkeit verlangt. Handschriitl. Angebote mit Lebenslauf, Zeugnissen und Referenzen unter 3561D a. b. Gieß. Anzeiger. Reue Kämpfe an der Lunghai-Bahn. Schanghai, 23. Mai. (DNB. Funkspruch.) Aus den zahllosen Gefechtshandlungen der letzten Tage kristallisiert sich ein neuer Abschnitt in den Kämpfen um die Lunghai-Bahn heraus. Die letzten Kämpfe scheinen die Operationen gegen Han- k a u einzuleiten. Das nächste Operationsziel der Japaner ist die Besetzung der Stadt' Ts ch ö n g, wo sich die Tientsin-Hankau-Bahn und die Lunghai- Bahn kreuzen. Alle Ortschaften um diesen Eisenbahnknotenpunkt sind bereits schweren L'uft- kämpfen ausgesetzt. Am Sonntag kamen die Japaner von Südosten her lüs auf 100 Kilometer an die Stadt heran. Gleichzeitig rücken sie an der Lunghai-Bahn auf sie zu. Die Schlacht um die Lunghai-Bahn selbst löst sich immer mehr in zahllose 'Teilgefechte gegen die versprengten oder durchgebrochenen chinesischen Einheiten auf, die bis in Divisionsstärke selbständig operieren. Es sind vor allen Dingen solche Einheiten, die aus der japanischen Umklammerung nach Westen hin durchgebrochen sind und nun Anschluß an die chinesischen Kräfte an der Tientsin-Hankau-Bahn suchen. Kleine politische Nachrichten. Am 20. d. M. verschied sanft und ohne Leiden unser lieber Arbeitskamerad, der Maschinensetzer Herr Otto Ettel nachdem er 60 Jahre zu den Unseren gezählt hat. Wir betrauern in dem Heimgegangenen einen tüchtigen Fachmann aus unserem alten Gefolgschaftsstamm. einen Mitarbeiter von besonderer Geschicklichkeit und von bester Gesinnung. Gießen, den 23. Mai 1938. Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange. In Kiel wurde das am Prob5fahrtkat der Deutschen Werke AG. liegende Schlachtschiff Gneisen au" durch den Kommandanten des Schisses, Kapitän z. S. Förster, mit einer kurzen militärischen Feier in Dienst gestellt. * Die Einweihung des vom Volksbund Deutsche Krieasaräberfürsorge auf dem An n a b e r g in Oberschlesien für alle deutschen Freikorps errichteten Ehrenmals gestaltete sich zu einer erhebenden Ehrung der „Soldaten ohne Befehl". Vertreter der Kriegs- aräberfürsorge aus Italien, England und Frankreich wohnten der Feier bei. Nachdem Gauleiter und Oberpräsident F. Wagner einen Kranz medergelegt hatte, gedachte der Bundesführer des VDK. Dr. E u l e n der Toten. Fengels (Standarte 72 Andernach) geführten Verbände gaben pflichtgemäß dem Sportleiter Köln als Uebernachtungsflughafen an, während die von Oblt. Bonin geführte Kette die erste Nachtruhe in Kassel zu halten gedenkt. Um die ersten hundert Siegpuntte Der Deutschlandflug hatte bereits am ersten Tage einen einzigartigen Erfolg zu verzeichnen. Von den 390 Maschinen, die gemeldet waren, fehlte nicht eine! Von Hannover und Münster starteten je 30 Flugzeuge, von Nürnberg, Dresden und. Hamburg je 27, von Stettin und Essen je 24, von Königsberg, Breslau, München-Prien und Erfurt je 21, von Frankfurt a. M. 18 und von Stuttgart 15. So kam es trotz ungünstigen Wetters zu einem hart umstrittenen Kampf um die ersten hundert Punkte. Ueber die Plätze München-Prien, Nürnberg, Erfu'rt, Dresden und Stuttgart mußte allerdings,OBJ. ver- chängt werden. Das ist kein Geheimzeichen, sondern die international gebräuchliche Bezeichnung für Startverbot wegen zu unsichtiger Witterung. So konnten von diesen fünf Plätzen die Wettbewerber erst mit dreistündiger Verspätung — gegen 11 Uhr starten: Für sie wird ein Teil der ersten Tagesaufgabe daher neutralisiert. Jede Kette hat eine vorgeschriebene Mindeststrecke bis zu dem vom eigenen Verbandsführer gewählten Uebernachtungshafen zurückzulegen. Wenn alle drei Maschinen einer Kette gemeinsam bis spätestens 20.30 Uhr eingetroffen sind, dann erhalten sie d i e ersten 1 0.0 S i e g p u n k t e. Fällt eine Maschine aus, so gibt es 50 Siegpunkte, und treffen bis zum Wertungsschluß die fehlenden Flugzeuge nicht ein, so scheidet der Verband aus. Einer der' am meisten ausgesuchten Uebernachtungshäfen ist Hannover; dort (reffen am Sonntagabend 120 Maschinen ein. Am 20. Mai. abends 1/211 Uhr, ist unser lieber, unvergeßlicher Vater, Schwiegervater und Großvater Otto Ettel im 81. Lebensjahr für immer von uns gegangen. In tiefer Trauer: Helene Ettel * Mathilde Ettel Fritz Greiner und Frau Emmi. geb. Ettel Siegfried feockstiegel und Frau Ida, geb. Ettel und 2 Enkelkinder. .Berlin, 22. Mai. (DNB.) Sonntag morgen starteten auf den Standortflughäfen von 15 NSFK.- Gruppen 3 9 0 Maschinen zum Deutschlandflug 1938, der nach acht Kampftagen am kommenden Sonntag m Wien, der Hauptstadt der deutschen Ostmark, endet. Aus einer Strecke von drei Millionen Kilometer — etwa 8000 Kilometer entfallen auf jedes einzelne Flugzeug — wird der Sieger' ermittelt. Ihm winkt als höchste Auszeichnung der Wanderpreis des Reichsminifters der Luftfahrt und Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Generalfeldmar- - schall Göring. Die Aufgabe, die den teilyehmen- den Verbänden von je drei Flugzeugen, der Kette, gestellt ist, verlangt, möglichst viele der im gesamten Großdeutschen Reich zwischen Linz und Flensburg, Offenburg und Tilsit liegenden 80 Wertungs - plätze zu erfassen. Dazwischen sind R e i s e f l ü g e über Strecken bis zu 1200 Kilometer zurückzulegen und Sonderaufgaben zu lösen. I)et Verbandsführer muß seine Maschinen so einsetzen, daß sie alle Wertungsplätze — vielleicht sogar zweimal — innerhalb der vorgesehenen Fristen anfliegen. Die fliegerischen Fähigkeiten des Piloten werden einer genauen Prüfung, besonders bei der Hindernis - ZI ellandung, unterzogen. Vor schweren' Aufgaben steht auch der Orter. Am 28. Mai müssen sich alle Verbände auf den zugewiesenen .Sammelflughäfen treffen, um dann am Schlußtag in einzelnen Wellen das Ziel Wien- Aspern in einem P ü n k t l i ch k e i t s w.e t t b e - werb zu erreichen. Kurz vor dem Start am Sonntag sprach der Korpsführer des NSFK., Generalleutnant C h r i - stianson, der, wie auch 10 NSFK-Gruppenfüh- rer, aktiver Teilnehmer ist und eine Kette von drei Klemm 'Kl. 35/504 des Reichsluftfahrtministeriums anführt, von Rangsdorf aus über die deutschen Sender Eine empfindliche Kühle herrschte bei leichtem • Regen und recht ungünstigen Sichtverhältnisfen, als kurz nach 7 Uhr nach der Ansprache des Korpsführers sich die Besatzungen an die in einer Reihe ausgerichteten Flugzeuge mit dem schwarzen Wettbewerbsabzeichen im roten oder blauumrandeten, weißen Kreuz begaben. Die Maschinen mußten entsprechend der Ausschreibung von den Piloten und Ortern, selbst startbereit gemacht werden. Kurz vor 8 Uhr bestiegen Korpsführer Christiansen, Ober- regierüngsrat Klüter, Generalmajor Ritter von Greim, Major Braun, Ministerialdirigent Mühlig- Hofmann klnd Ministerialrat Arndt die drei Klemm . t Kl. 35/504 des Reichsluftfahrtministeriums, die das Wettbewerbsabzeichen A1 aufweisen und rollten zum Start. Pünktlich um 8 Uhr gab dann Generalmajor Loerzer das Startzeichen^ An diesem . ersten Tag des Deutschlandfluges haben die Teilnehmer im Verbandsflug in den vier verschiedenen Gruppen die Mindöststrecke von 1000 bis 1300 Kilometer zurückzulegen und müssen bis 20.30 Uhr auf einem Tankhafen zur Uebernachtung landen. Auf dem Stattplatz in Frankfurt am Alain Zu einer schlichten Feier gestaltete sich am Sonntagmorgen der Abflug auf dem Frankfurter Flughafen Rhein-Main. Nach der Rede des Korpssüh- rers und der Flaggenhiffung gab NSFK.-Gruppen- iührer von Molitor, der sich selbst als Führer des Verbandes S 2 am großen Fluge beteiligt, an die angetretenen Besatzungsmannschaften das Kommando: „Zu den Flugzeugen weggetreten." Von der Wetterstelle war die Kunde gekommen, daß der Raum über dem Westen des Reiches, der von den Frankfurter Startern bevorzugt wurde, bis tief herunter mit Wolken verhängt ist. Im Norden jedoch sei die Wetterlage günstiger und die Küste biete völlig klaren Blick. Das bewog viele in letzter Stunde zur Aenderung ihrer Reiseroute. Dann wurden die Propeller angeworfen und für Minuten erzitterte die Luft vom Dröhnen der Motoren. Gauleiter Sprenger gab den Start frei und schon wenige Augenblicke später stieg die erste Kette empor. In kurzen Abständen folgten die übrigen vier Ketten. Die vier von Gruppenführer von Molitor (Gruppe 11 Darmstadt), NSFK. - Obertruppführer Kühn (Standarte 77 Darmstadt), Oberscharf. Entreß (Standarte 75 Frankfurt a. M.) un£ Sturmführer Der Führer hat dem Verlagsbuchhändler Dr. h. c. Alfred Staackmann in Leipzig aus Anlaß seines 65. Geburtstages in Anerkennung feiner Verdienste als Verlagsbuchhändlcr die G o e t h e - M e - Die beliebte weiße ---- Vitalis-Creme ist Hy vorübergehend auch in Ly V. einer kleineren Dose /8k ru haben. jti Versuchen Sie 'die echte Vitalis-Creme Bestimmt erhältlich: Parfümerie Muhl, Mäusburg 8. Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der Brühl'schen Druckerei |Stellengesuche| Wer gibt Hießt., erfahr.,stellenlos. Kaufmann 499?., ouf soliden Grundsatz, fuß., langjährig. Abteilungsleiter in Jndustriewerk, Arbeit und Verdienst. Nebern, a. Vertretung,Filiale und dergl. Schr.Angeb.unt. 3565D a.d.G.A. VonEisemvarenhandl.fachkund. junger; Mann für Verlauf gesucht. Handgeschr Angebot m.Lichtbildu. Gehalts- ford.u. 3552D a. den Gieß. Anz. * * > Wie der nationalspanische Heeresbericht meldet, griffen im Abschnitt Balaguer die Roten tntt Unterstützung von 30 sowjetrussis ch en Tanks einen nationalen'Brückenkopf an. Die Rationalen gingen gegen die Tanks mit Benzmflaschen und Handgranaten vor und zerstörten zwölf von ihnen. Der Feind ließ 350 Tote zurück. 5. Seutsches Heinrich Schütz-Fest in Frankfurt. Die Neue Schütz-Gesellschaft veranstaltete in Frankfurt das 5. D e u t s ch e H e i n r i ch - S ch u tz - Fest. Oberpräsident Prinz PhihPP von Hessen hielt die Eröffnungsrede im Bürgersaal des Romers. Die stolze Musiktradition der Stadt Frankfurt sei die schönste Rechtfertigung für die Wahl Frankfurts als Stätte des diesjährigen Schütz-Festes. Oberbürgermeister Staatsrat Dr. Krebs entbot den Willkommensgruß der Stadt. Eine Kanzone für zwei vierstimmige Bläserchöre von Landgraf Moritz von Hessen, dem Freund und Förderer von Heinrich Schütz, leitete die Eröffnungsfeier em. Dozent Dr. Herbert Pirtner von der Universität Marburg knüpfte in'seiner Festrede an das Werk des Landgrafen Moritz von Hessen an, an dessen Hof Heinrich Schütz erzogen wurde und der ihn ausbilden ließ. Der Weg zu Schütz sei noch lange nicht zu Ende. Die Aufgabe der Schütz-Feste sei es, mit den Werken des Bisters bekannt zu machen. Mit dem Kurfürsten-Konzert von Schütz, das für den Kurfurftenkollegtag in Mühlhausen (1627) geschrieben wurde, fand die Feierstunde ihren Ausklang. Das Schütz-Fest bringt drei Konzerte nut geistlicher Musik von Heinrich Schutz und Zeitgenossen und zwei Konzerte mit weltlicher Musik. Am Sonntag fand die Hauptoersammlukg der Neuen, Schütz - Gesellschaft statt. Wetterbericht Während über Nord- und Mitteldeutschland im Bereiche zusammensinkender Kaltluft in größerer Ausdehnung heißeres Wetter herrscht, bedingt das Neben- und Uebereinander temperierter Luftmassen vor allem in Südwest und Süddeutschland noch bedecktes Wetter mit Regenfällen. Das heute früh über England gelegene, mit kräftigem Druckfall oer- bundene Regengebiet wird in der Hauptsache nordostwärts schwenken, so daß bei uns mit dem Einsetzen freundlicheren, wenn auch nicht durchaus nie- , derschlagsfreien Wetters gerechnet werden kann. Vorhersage für Dienstag: Häufig aufheiternd und meist trocken, Tagestemperaturen weiter ansteigend, östliche Winde. Lufttemperaturen am 22. Mai: mittags 11,7 Grad Celsius, abends 8,8 Grad; am 23. Mai: morgens 9,5 Grad. Maximum 12 Grad, Minimum heute nacht 8,3 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 22. Mai: abends 10,7 Grad; am 23. Mai: morgens 9,9 Grad. — Niederschläge 0,1 mm. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelnr Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen- [eiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. IV. 38: 9614. Druck und Verlag: Brühlsche Unioersitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs- preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs- i preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. - Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. (Stellenangebote! I Verkäufe ------ 5 PS Opel-Olympia Modell 36, 18 Mon. gef., in best. Zustand, geg. Kasse f. 1500 Mk. von Privat abzugeben. 342iD Alb. Lennemann Butzbach, Wetzlarer Str. 1. Verlobungs-Anzeigen leiert Brühl’sche Druckerei lotonao (Zündavv) zu verkauf, [owis Zu erfragen in d. Geschäftsstelle des Gieß. Anz. la elektrische Wasdi; masdiinc bitt. z. vk 3537D Carl Schunck, Bahnhofstr. 64. j Kaufgesuche | Kohle- Badeofen jedoch nur gut erhalten, zu kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 3556V a. d. Gieß. Anz. | Verschiedenes] V.LB.ReichsbaliD leichtathl. Abteilung zum Sonntag ist es zwischen den mach dem Norden Mexikos entsandten Hiegierungstruppen und Anhängern des Genepals Cedillo zu schweren Zusammen.st äßen gekommen. Ein von den Aufständischen besetztes Prioatstugzeug warf über dem Flughafen San Luis Potosi fünf Bomben -----... v .ab, von denen jedoch drei bereits in der Luft d a i l l e für Kunst und Wissenschaft verliehen. Allertshausen, Großen - Linden, Klein-Linden, Aliendorf/Lumda, den 2$, Mai 1938. Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 24. Mai, nachmittags 3 Uhr in Allertshausen statt. _______________________________________3569D Mittwoch, 25. Mal auf unserem Waldsvorwlatz internes Menöfoottftö Beginn 18 Uhr Jugend, Frauen, Aktive, Aachläffe««"- 20 v. S. erhalten 6U bei wiederholten M* o ahmen ttn« SnjdM MontovM flotter Stenogr. U; Maschinenschreiber, sofort gesucht. Harzd- geschrteb. Bewerb, mit Lichtbild unt. 3553 D an den Gieß. An;. Tücht. Mädchen für Haus u. Küche bei hoh. Lohn sofort gesucht, sowie Hausbursche 3434D zur Aushilfe sofort gesucht. Gasthaus zur Krone, Nidda. (X v C ? * e.: - 3 3 = x c ■-8- 3. w ’S ^6 ~ ~ 3 « Z U 5 3 .EZ« Bä 2 5^5«-- - u- m 5 o c 2.», - c = > 3. 3 3 = 5*2. .2 2 ° = - •— ~ ' a c ° a a j. SaJ! . c 3:-*. v >• ei mA 2 41 0 c