Nr.yZ Erstes Blaff 188. Zahrgang Zreitag, 22. April 1938 krlchemr tügltch. außer Sonntags und Feiertags Beilagen. Die Illustrierte Gießener Familien blätter Heimat,m Bild Die Scholle Monarr-Sezugspreis: Mit 4 Beilagen RM.l.95 Ohne DDuftrierte e 1.80 Zustellgebühr , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Hernsprechanschlüste unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Sieben Postscheckkonto: Zranffurt am Blain 11686 Metzeim Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Druck und Verlag: vrühlsche Univerfitätrdruckerei R. Lange in Stehen. Schriftleitvng unv Geschäftrftelle: Schulfttahe 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf.. für Textanzeigen von 70mm Breite 50Npf..Platzvorschrift nach oort) Dereinbg. 25°/0 mehr. Ermabigte Grundpreise: Stellen:, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Npf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- a. behördliche Anzeigen6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Rufer zu deutscher Einheit. Gauleiter Sprenger eröffnet die Huiten-Ausstettung in Schlüchtern. LPD. Schlüchtern, 21. April. Am 21.April, dem 450. Geburtstag Ulrich von Huttens, wurde in Schlüchtern von Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger die unter seinem Protektorat stehende große Hutten-Ausstellung eröffnet, die das Leben und Wirken dieses großen deutschen Geistes in seiner Heimat und weit über deren Grenzen hinaus zeigt. Die Ausstellung zeigt, daß Schlüchterner Land Huttensches Land ist. Wenige Kilometer von der Kreisstadt entfernt liegt das Dorf Hutten, nach dem das Geschlecht seinen Namen trägt. Die Reste Huttenscher Burgen und Schlösser finden wir in Volmerz, Sannerz, Ramholz, Salmünster. Alle diese Erinnerungsstätten sind in der Ausstellung in guten Abbildungen zusammengestellt. Aus dem unmittelbaren Lebenskreis Huttens werden hier zum erstenmal die Gegenstände gezeigt, die bei den Grabungen bei der Steckelbura gefunden wurden, eine Holztruhe, ein Trinkgefäß, Schlüssel, Ziegelstücke, Pfeilspitze, Pulverhorn, Bleikugel und Eisenteile von Geräten. Daneben finden sich Briefe und Urkunden mit der eigenhändigen Unterschrift Huttens. Alle Schriften Huttens find wohl auch zum erstenmal vollständig in Originalausgaben und Erstdrucken zusammengetragen. Eine Karte zeigt uns den Lebensweg Huttens, und die älteste und einzige erhaltene Zeichnung der Steckel- burg gibt uns eine Vorstellung, wie die Burg aussah, als Hutten darin geboren wurde. Neben den Handschriften sind alle vorhandenen Bildnisse Huttens zusammengetragen und als wertvolle Ergänzung die Porträtplastik des Bildhauers Hermann Kuhmichel (Siegen). Ein zweiter Teil der Ausstellung beschäftigt sich mit den Zeitgenossen und Mitkämpfern Huttens, Franz von Sickingen, Konrad Celtis, Huldreich Zwingli, Willibald Pirckheimer, Eobanus Hesse und Erasmus von Rotterdam. Sechs Gemälde Lukas Cranachs zeigen Bildnisse von Melanch- ton, Luther, dem Herzog von Württemberg und dem Landgrafen Philipp von Hessen. Als Kostbarkeiten der Ausstellung sieht man eine Truhe Franz von Sickingens aus dem Jahre 1480 und den berühmten Sickingenbecher. Die F e st s p i e l e auf der Steckeiburg sind ebenfalls in einer übersichtlichen Schau vertreten. Ein besonderer Raum gilt zwei anderen berühmten Söhnen des Kinzigtales, den Brüdern Grimm, von denen Urkunden, viele persönliche Erinnerungsstücke und alle Schriften zusammengettagen sind. Die vier Städte des Kreises Schlüchtern — Schlüchtern, Steinau, Salmünster un> Soden — sind mit kleinen Sonder- ausstellung^n vertteten. Zwei Räume spiegeln die Volkskunst des Huttenschen Landes. Hier sehen wir die kunstvollen Erzeugnisie der Töpferei von Marjoß, Webereien und Hausrat, sowie vor allem Erzeugnisse der Holzschnitzkunst aus Rhön und Vogelsberg. Zur feierlichen Eröffnung der Hutten-Ausstellung prangten alle Straßen der Kreisstadt Schlüchtern in reichem Flaggenschmuck Eine besondere Ausschmückung hat das Volksschulgebäude erfahren, in dem die Ausstellung untergebracht ist. Vor dem Hauptportal grüßt ein mächtiges Transparent mit Hoheitszeichen und der Aufschrift: „Ulrich von Hutten und seine Heimat." An allen Seiten des Gebäudes wehen die Fahnen des Dritten Reiches und über dem Eingang vom Schulhof auch solche alteingesessener Geschlechter mit deren Wappen. Gegen 11 Uhr traf Gauleiter Sprenger ein. Zwei Mitglieder des Frankfurter Studentenbundes trugen eindrucksvoll Huttens Dichtung „Ich hab's gewagt" vor, die dann durch die Reichsarbeitsdienstkapelle und Arbeitsdienstmänner als Chorrezitattv zu Gehör gebracht wurde. (Weiter Sprenger führte dann folgendes aus: „Die Sehnsucht nach einem Zusammenschluß des Reiches ist jahrhundertealt. Zu allen Zeiten sind einzelne Deutsche aus der großen Masse erstanden, die diese Sehnsucht zu ge- statten suchten. Die Erfüllung aber blieb ihnen allen versagt da das Volk nicht den Ueberblick über die Größe und Gewalt der Kräfte, die allein diesen Zusammenschluß herbeiführen konnten, hatte^ Oft sogar wurden diese Männer durch die eigenen Volksgenossen und den Verrat Arteigener an der Verwirklichung ihrer Idee gehindert. Zu den ganz großen Rufern des Reiches gehört Ulrich von Hutten! An ihm erleben wir, daß vieles anerzogen werden kann, daß aber das, was das Wesen ausmacht, in dem Menschen liegen muß. Huttens Vater hatte den Sohn zum Geistlichen bestimmt, er aber entflieht und sieht in die Welt. Als echtes deutsches Kind erkennt er, daß er verkümmern muß, wenn er in der fremden Anschauung erzogen wird. Nachdem er sich am Humanismus berauscht hat, sieht er: daß auch hier der deutschen Freiheit Fesseln angelegt werden. Wieder sprengt er die Ketten! Er wird deutscher Dichter, Landsknecht und Ritter. In allem, was er auch tut, ist er Deutscher. Er sieht den Geisteszwang, in dem sich das deutsche Volk befindet, er weiß, daß das deutsche Volk untergeht, wenn diese Fesseln nicht zerbrochen werden. Alles setzt er ein, um das deutsche Volk aufzurufen. ,Jch will kein Lutherischer sein und kein Lutherischer genannt werden, denn ich bin dem Fremden noch abholder als Luther', umreißt seine ganze Haltung. Er ist der kompromißlose Kämpfer des Deutschtums! In der großen Kette, die von Hutten zu Luther und zu Ernst Moritz Arndt führt, ist er einzig als Kämpfer und Geistesheld zugleich. Damals war die Zeit noch nicht reif, feine Widersacher waren zu stark und zu zahlreich. Es nützte auch nichts, daß ihm Sickingen den Arm lieh. Sickingen fiel und Hutten mußte außer Landes gehen, wo er einsam im Alter von 35 Jahren auf der Insel Ufenau bei Zürich den Tod fand. Nach seinem Tode aber verstummte sein Werk nicht, seine Gedanken blieben wach und vielfach sind sie im heutigen Geschehen lebendig. So groß war das Werk Huttens und so weit dachte er, daß er uns heute ffoch gegenwärtig ist. Was er einst schaute und wofür er einst kämpfte, wurde durch die Tat Adolf Hitlers, des Titanen des Geistes und der Tat, den uns frie Vorsehung geschenkt hat, verwirklicht. Ihm blieb die Erfüllung dessen vorbehalten, was die Vergangenheit einst geschaut und ersehnt hatte. Adolf Hitler zog durch das ganze deutsche Land, wo er überall Träger seiner Mission fand. Aus ihnen schmiedete er einen Machtfaktor, der eines Tages alle Deutschen von der Freiheitsidee erfüllte. Er prägte ihnen das große Gemeinschaftsgefühl ein, entweder gemeinsam aufzustehen, oder gemeinsam unterzugehen. War einst Hutten auch militärisch unterlegen, so hatte Adolf Hitler in jedem Einzelnen und in der Gesamtheit seine Idee von eine-m Volk und einem SReid) lebendig werden lassen. Hutten predigte noch Stämmen, Adolf Hitler aber legte den Grundstein zu einem Reich von 75 Millionen Deutscher, die auf einen Führer sehen. So ist der Seher der Vergangenheit heute durch die Tat lebendig geworden. Hutten ist unsterblich durch diese Tat Adolf Hitlers und er wird auch unsterblich bleiben." Der Gauleiter führte weiter aus, daß von dieser Ausstellung das Wissen um den Kampf Huttens erneut ins deutsche Land hinausgetragen werden möge, damit sein Geist fortklinge, wo auch immer Deutsche leben. Er schloß: „Wir danken dem Helden der Vergangenheit und danken der Vorsehung, die uns Adolf Hitler, den Führer der Deutschen, gegeben hat!" Anschließend besichtigte der Gauleiter mit den Gästen die Ausstellung, die für die nächsten Wochen ein hervorragender Anziehungspunkt im Gau Hessen-Nassau sein wird. Des Führers Dank sür-enEhrenschremGauleiterSprengers Frankfurt a. M., 21. April. (NSG.) Für das Geschenk, das Gauleiter Sprenger dem Führer an feinem Geburtstag hatte überbringen lassen, dankte der Führer mit folgendem Telegramm: „Nehmen Sie für die große Freude, die Sie mir mit der Aufmerksamkeit zum heuttgen Geburtstage bereiteten, meinen herzlichsten Dank entgegen. Adolf Hitler." Gauleiter Sprenger hatte dem Führer am 20. April einen Ehrenschrein zum Geschenk gemacht, der auf der Sockelplatte die Widmung trägt: „Adolf Hitler — dem Führer der Deutschen — dem Schöpfer des großdeutschen Volksreiches". Mit dem Geschenk soll zum Ausdruck gebracht werden, daß nach dem größten Siege des Führers, der Schaffung des Großdeutschen Reiches, das ganze deutsche Volk der Gefallenen des 9. November gedenkt und sich immer bewußt ist, daß ohne ihren Opfertod die Siege und Erfolge der nationalsozia-- listtschen Bewegung niemals möglich gewesen wären. Der Ehrenschrein ist ein prachtvolle Arbeit des Goldschmiedemeisters Julius B ü m I e r (Darmstadt), der hier ein hervorragendes Zeugnis hefsen-nafsau- ischer kunsthandwerklicher Arbeit geschaffen hat. Der Sockel des Schreines mit der silbernen Inschrift ist Stahl, auf dem ein Zwischensockel aus Labrador aufgesetzt ist. In dem Schrein aus Eichenholz, der auf der Außenseite mit in Lorbeerform geschliffenen Nephritsteinen ausgefaßt ist, befindet sich eine Platte mit den 16 Namen der am 9. November gefallenen Nationalsozialisten. Die Platte ist auf beiden Seiten von zwei emaillierten Säulen, die die ewige Flamme darstellen, eingefaßt. Oben und unten schließen den Schrein Friese in Silber und schwarzem Email mit der Siegrune. Das Ganze wird von einem Hoheitszeichen gefrönt, dessen Eichenkranz als Deckel zu offnen ist, hinter dem auf rotem Grund steht: „Und Ihr habt doch gefiegt.1" er für Deutschland stirbt. wird niemals vergessen." Generalfeldmarschall Göring ehrt das Andenken des »roten Kampffliegers^ Manfred von Lichthöfen. ■ ' AM Berlin, 21. April. (DNB.) Jrn Fliegerhorst Däberitz, dem Standort des Jagdgeschwaders „Richthofen", nahm am Nachmittag be% 20. Todestages Manfred von Richthofens der Oberbefehlshaber der Luftwaffe, Generalfeldmarschall Goring, die feierliche Enthüllung eines Gedenksteins vor, der dem Gedächtnis Richthofens und der mit ihm auf dem Felde der Ehre gebliebenen Kameraden gewidmet ist. Dle Angehörigen des Toten, viele feiner Kriegskameraden, die Generalität der Luftwaffe und das gesamte Jagdgeschwader waren bei der Feier zugegen. Die Kriegsflaggen des alten und des neuen Reiches und die Fahnen des Geschwaders flankierten den Gedenkstein, einen hohen Granitfindling, dessen Gedenktafeln die Reichskriegsflagge noch verhüllte. Im offenen Viereck hatten das Geschwader, eine Abordnung der ehemaligen Traditionskompanie des Infanterie-Regiments 9 und eine Gruppe österreichischer Jagdflieger Aufftellung genommen. Generalfeldmarschall Göring richtete eine Ansprache an fein stolzes Geschwader, das er dazu ermahnte, es Richthofen g 1 eichzutun an Einsatzbereitschaft und Treue bis zum Tode. Der Gedenkstein solle das Gedächtnis an Richthofen und aller mit ihm gefallenen Kameraden für alle Zeiten wachhalten, damit jeder wisse: „Wer für Deutschland stirbt, ist niemals vergessen." Als der Generalfeldmarschall seine Rede beendet hatte, erklangen die Lieder der Nation, die verhüllende Flagge fiel, und die beiden Brvnzetafeln auf dem Stein wurden sichtbar. Unser Bild rechts zeigt das Denkmal, einen riesigen Granitblock, dessen obere Tafel vor achtzehn Jahren vom „Ring der Flieger" gestiftet wurde. Die untere Tafel enthält die Namen aller gefallenen Helden des Richthofen-Geschwaders. Links sieht man Generalfeldmarschall Göring im Gespräch mit Freifrau v. Richthofen vor der Denkmalsenthüllung. (Scherl-Bilderdienst-M.) Generalfeldmarfchall Göring ehrte das Andenken des ruhmreichen „roten Kampffliegers" auch durch eine Kranzniederlegung am Grabe auf dem Invalidenfriedhof, wo sich die Generalität der Luftwaffe und das gesamte Offizierkorps des Jagdgeschwaders „Richchofen" mit Commodore Oberstleutnant von Massow versammelt hatte, ferner die Angehörigen des alten Jagdgeschwaders. Die Ehrenwache hatte eine Abordnung des Geschwaders mit den Fahnen der Geschwadergruppen I und II ge- z stellt. In Begleitung der Generale Milch, Stumpff' und Bodenschatz betrat der Oberbefehlshaber der Luftwaffe den Friedhof. Während das Lied vom guten Kameraden erklang, die Fahnen sich senkten und die Ehrenkompanie das Gewehr präsentierte, trat Generalfeldmarschall Göring an die Ruhestätte und legte einen Lorbeerkranz mit der Inschrift „Seinem tapferen Kameraden" nieder. Dann begrüßte der Generalfeldmarfchall die Mutter des toten Helden, Freifrau von Richthofen Auch ein Vertreter des ehemaligen Ulanenregiments I, dem Manfred von Richthofen als Rittmeister angehört hatte, gedachte des Toten. Der „Wilhelm Gustloff" zur ersten Reise ausgelaufen. Englische Journalisten erleben die Volksgemeinschaft des neuen Deutschlands. Hamburg, 21. April. (DNB.) Das KdF.- Urlauberschiff „W i l h e l m Gust 1 off" trat feine erste große Fahrt mit der übrigen KdF.-Flotte nach Madeira an. Um 10.30 Uhr begann die Einschiffung^ lieber die Toppen geflaggt lagen die beiden majestätischen Riesen, die das neue Deutschland der Volksgemeinschaft für seine schaffenden Menschen baute, inmitten des bunten Gewimmels der ragenden Masten. Unzählige Menschen umlagerten die beiden Schiffe, auf deren Deck fröhliche Menschen winkten und sangen. Unermüdlich spielten die Bordkapellen. Als der Zeiger am Turm des Michel, des Wahrzeichens der deutschen Seefahrt, auf 15 Uhr rückte, war alles zur Abfahrt bereit. Jubelnd klang das Sieg-Heil auf den Führer, dem Deutschland alles Schöne und Große verdankt, über das Wasser. Machtvoll erklangen die Hymnen der Nation. Dann setzte sich „Wilhelm Gustloff" unter dem Heulen der Sirenen langsam in Bewegung. Tücher winkten von hüben und drüben, fröhlich erklangen die Lieder „Muß i denn, muß i denn..." und „Freut euch des Lebens". Auf den Schiffen der KdF.-Flotte nehmen neben zahlreichen deutschen Künstlern und Dichtern auch englische Journalisten teil. Da weiter auch das „Kölner Hänneschen", die Hohenstemer Puppenspieler, die Puppenbühne Saarpfalz und eine HJ.-Spielschar an Bord sind, werden die Urlauber neben den vielen Eindrücken der wundervollen Fahrt auch sonst nicht über Mangel an Unterhaltung zu klagen haben. Glückwünsche fremder Staatsoberhäupter. Berlin, 21. April. (DNB.) Auch in diesem Jahre haben eine Reihe fremder Staatsoberhäupter des Geburtstages des Führers und Reichskanzlers gedacht. So erhielt der Führer in herzlichen Worten gehaltene Glückwunschtelegramme von Ihren Majestäten dem König von Aegypten, dem König der Albaner, dem König der Belgier, dem Könia der Bulgaren, dem König von England, dem König von Italien, Kaiser von Äthiopien, dem König von Irak, dem König von Rumänien, von Seiner Königlichen Hoheit dem Prinzregenten von Jugoslawien, Seiner Durchlaucht dem Reichsverweser des Königreichs Ungarn und dem Führer des nationalen Spaniens Generalissimus Fra » co sowie von Zar Ferdinand von Bulgarien. Ebenso habeir ihm telegraphisch ihre Glückwünsche übermittelt: der italienische Regierungschef und Marschall des Imperiums Benito Mussolini, der italienische Propagandaminister A 1 f i e r i, der Präsident des Senats der Freien Stadt Danzig, außerdem zahlreiche führende Persönlichkeiten des Auslandes und des Reiches. Der Führer und Reichskanzler hat diese Glückwünsche mit Danktelegrammen beantwortet. Die in Berlin beglaubigten ausländischen Vertreter haben teils durch Telegramme, teils durch persönliche Eintragung in die im „Haus des Reichspräsidenten" ausliegende Gratulationsliste dem Führer und Reichskanzler ihre Glückwünsche zum Geburtstag ausgedrückt. 238 Gausieger fuhren nach Hamburg. NSG. In der Zeit vom 22. bis 29. April werden aus dem ganzen Reichsgebiet 7 0 0 0 Gausieger, die rund 650 Berufe vertreten, ihre Kräfte int Reichsentscheid des Berufswettkampfes aller schaffenden Deutschen messen. Zu diesen Gausiegern find in diesem Jahr auch 400 ehemalige Reichs- fieger nach Hamburg geladen, um sich von der fortschreitenden Entwicklung des Berufswettkamp- fes überzeugen und Vergleiche über die Steigerung der Leistungen anstellen zu können. Der G a u H esse n-Nassau entsendet aus 18 Fachabteilungen 238 Gausieger, unter denen sich sechs Neichssieger des vergangenen Jahres befinden. Als Gäste der DAF. sind 16 Reichssieger aus den Reichsberufswettkämpfen von 1935' bis 1937 aus unserem Gan vertreten. Die Gausieger fuhren am Donnerstag nach Hamburg. Am 30. April kehren sie zurück und werden am 1. Mai dem Gauleiter vorgestellt. Nach Abschluß der Wettkämpfe werden die Reichs- und Gausieger des Gaues Hessen-Nassau eine Begabtenförderung erfahren, die sie zu noch größeren Leistungen befähigen wird. Der Führer beglückwünscht Leni Riesenstahl. Die festliche Uraufführung des Olympia-Films hinterließ bei den Ehrengästen einen starken Eindruck. Als der erste Teil des Olympia-Films vorüber war, brach ein Sturm des Beifalls los, und der Führer beglückwünschte Leni R i e f e n st a h l zu ihrem Werk. — (Scherl-M.) ,, v; - i < - • ; » M W WH ■ ■». Go entstanden 400 km Olympia-Film. Von der Lestiuspyramide zum Qm'rinal. Oie Einzugsstraße des Führers in ORom. Bon unterer Sonderberichterstatterin Adelheid Oehio. x, * Dieses Bild gewährt einen Ueberblick vom Stand der Bauarbeiten an der neuen Bia Triumphalis, die von dem ebenfalls neuen, im Süden Roms an Stelle des alten Ostia-Bahnhofs entstandenen Bahnhof zur Porta San Paolo, dem besterhaltenen Tor der alten Stadtmauer, führen wird, lieber sie wird der Führer in die Ewige Stadt einziehen. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Zur Uraufführung des ersten Teiles in Berlin. MW Leni R i e f e n st a h l und Guzzi L a n t s ch n e r suchen Standpunkte für die Kamera. — (Mater Tobis-Olympia.) schau kann man drei Minuten lang lautes Geschrei der Zuschauer aushalten, nach zwei Stunden aber würde man reif für ein Kopfschmerzenmittel sein." Berlin, im April. Man denke sich ein Band, in der Luftlinie von Berlin nach Nürnberg gespannt — dann hat man die Vorstellung von der Länge des Filmstreifens, der für den Olympia-Film gedreht wurde. Und nun denke man sich, welch eine Ausgabe es sein muß, diese Bildstreifen sorgsam zu prüfen, um einen „Extrakt" von ein paar tausend Filmmeter herauszufindenl .«Das gesamte Material — rund 400000 Filmmeter — hat Leni R i e s e n st a h l selbst gesichtet", erzählt einer ihrer engsten Mitarbeiter, Lan» t i n. „Warum soviel Rohmaterial gebraucht wurde? Nun — zunächst einmal mußte natürlich alles gefilmt werden, was über- Snur irgendwie mit den pischen Spielen zusammenhing. Denn eine Szene, die einmal versäumt wurde, wiederholte sich niemals. Nur ein einziges Mal taten uns die Kämpfer den Gefallen, eine.Szene' noch einmal 3u spielen': das war der Stabhochsprung im Schein- w e r f e r l i ch t, von dem wir noch ein paar Tage nach der Entscheidung Ergänzungsaufnahmen machten Sparsame Leute brauchen übrigens nicht die Köpfe über vermeintliche Materialverschwendung zu schütteln. Es sei verraten, daß neben dem eigentlichen Olympia-Film Stofs für rund zwei Dutzend Sport- Lehrfilme gewonnen wurde. Aber die Hauptsache war selbstverständlich der Olympia-Film, der rund 6500 Meter lang ist und aus zwei abenbfüHen» den Teilen besteht. Er kommt zunächst in Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und später vielleicht auch in Spanisch heraus." Im Schneideraum trifft man Guzzi Lantsch - n e r Er wirkt etwas blaß, die Stuoenluft scheint ihm nicht zu bekommen. Kaum erkennt man den quicklebendigen, wetterbraunen „Skifloh", der bei den Olympischen Winterspielen die Silbermedaille im alpinen Wettkampf gewann. Lantschner ist aerobe damit beschäftigt, Ueberblenbungen zu bearbeiten; sorgfältig legt er zwei Bildstreifen übereinander, auf dem eiben das vollbesetzte Olympiastadion, auf dem anderen die hin und her schwingende Olympiaglocke. „Niemals wird der Zuschauer ahnen, wieviel Kleinarbeit in diesem Film steckt", meint Guzzi Lantschner, „jeder Filmmeter, der in Sekundenschnelle abläuft, ist unzählige Male geprüft worden. Ader wir wissen wenigstens, wofür wir arbeiten Noch niemals konnte ich so mit Leib und Seele bei der Sache sein wie bei dieser Aufgabe. Ich kenne ja nun die Bildstreifen genug, ober immer wieder, wenn ich den Film auf der Leinwand sehe, ist es für mich als Sportsmann ein Erlebnis." Im nächsten Schneideraum prüft Leni Riefen- fta 1)1 aerobe die Szenen des Diskuswerfens am Abhörtisch. Ein elektrischer Apparat läßt den Filmstreifen in einem buchgroßen Blickfenster im Zeitlupentempo abroUen, gleichzeitig hört man den Sprecher Namen und Weiten verkünden. Leni Riefen stahl geht auf Fragen ein; „Sie meinen, ich müßte anfangs Alpdrücken gehabt haben, wenn ich an die 400 Kilometer Film dachte? Das war, genau genommen, nicht das Schwerste. Es hat natürlich Monate gedauert, bis das Gute, das Brauchbare und das Unbrauchbare voneinander gesondert und bis bann bei roieber- holtet Siebung immer roieber bas Wesentliche herausgesucht war. Aber am meisten Kopfzerbrechen hat mir bie Synchronisierung bereitet Stellen Sie sich vor: In einem normalen Spielfilm werben vielleicht ein paar hundert Meter nachsynchronisiert — hier sinb es fast 7000' Manchmal sind vier, fünf ober gar sechs Tonbänber überein- anber kopiert worben, um die Stimmung des olympischen Kampfes einzufangen Man muß G e • räusche mischen w i e einen Cocktail Unb da heißt es vorsichtig dosieren. In einer Wochen- Von der technischen Meisterung des gewaltigen Stoffes kommen wir zur Linie der künstlerischen Gestaltung. Leni R i e f e n st a h l sagt: „Genau so, wie der Sinn der Olympischen Spiele nicht nur darin liegt, daß der eine schneller ober stärker ist als ber andere — genau so kann der Sinn des Filmes nicht allein darin liegen, Ergebnisse unb Kampfszenen zu zeigen. Das war ja seinerzeit Aufgabe ber Wochenschauen. Schönheit, Rhythmus und lebensvoller Kampf — darin sehe ich die Hauptelemente der olympischen Idee. Und diese Idee, die über Aschenbahn ober Schwimmstadion hinaus gültig ist, bie eine Ibee unseres Zeitalters bedeutet — sie soll in diesem Film gestaltet sein. Natürlich hätte man den Film früher herausbringen können, aber bann wäre er nicht so geworben, wie er ist. Unb ich alaube: Es wäre eine nicht mehr gutzumachenbe Sünbe gewesen, ein einmaliges Ereignis wie bieses olympische Friedensfest im Herzen Deutschlands in Hast unb Atemlosigkeit behandeln zu wollen..." Ein paar Minuten später sitzen wir mit Dr Paul Lavens dem bekannten Rundfunksprecher, der Hauptansager dieses Filmes ist, im Vorführraum. Man weiß nun genau, daß Woodruff den 800- Meter-Lauf gewann, vor L a n z i und Edwards. Doch seltsam: Plötzlich ist man im Bann dieses dramatischen Laufes, stärker noch als damals, als man die Läufer unten um das Rasenoval jagen sah: Die Kamera macht das Rennen mit. sie zeichnet jede Bewegung der Muskeln, jede' Regung des Gesichtsausdrucks wird deutlich Man erlebt Kampf von unheimlicher Konzentration Man vergißt, was man weiß, man sieht nur die federnde Kraft dieser Körper, sieht den plötzlich mit weiten Sätzen vorstoßenden Neger Woodruff und erlebt mit klopfendem Herzen das Ringen des tapferen Italieners Lanzi. Die Ansage des Sprechers Dr Laven reißt mit.. Das ist ein kleiner Ausschnitt aus dem Olympia- Film Ihn sinngetreu schaffen konnte allein ein Mensch ber im Innersten künstlerisch unb sportlich zugleich empfindet Li Rom, April 1938. Vor Einführung der Eisenbahn pflegten die Besucher Roms, die von Norden kamen — und das war die überwiegende Mehrzahl —, über die Tiberbrücken Ponte Milvo oder Molle und durch die Porta del Popolo die Ewige Stabt zu betreten. Am Ponte Molle, der historischen Rörner- brücke, die selbst ber großen Überschwemmung bieses Winters standgehalten hat, pflegte die feierliche Begrüßung von Kaisern, Fürstlichkeiten und Botschaftern auswärtiger Mächte durch Abgesandte des regierenden Papstes stattzufinden Ein berühmter Einzug dieser Art war der der abgedankten Königin Christine von Schweden, ber Tochter Gustav Adolfs, die zum katholischen Glauben übergetreten war unb der zu Ehren die innere Fassade ber Porta bei Popolo von Bernini verschönt wurde. Seit ber Einführung der Eisenbahn aber langt der Fremdling auf dem nüchternen Bahnhof Termini an. Wenn das Betreten der schönen Piazza del Popolo dem Einzug in die Ewige Stadt stets eine gewisse Weihe verlieh, so wirkt die Ankunst hn modernen Bahnhof auf die gehobene Stimmung des Besuchers meist recht ernüchternd. Auch der Weg durch die lange, gerade Via Nazi o n a l e, die vom Bahnhof zur Piazza Venezia hinabsührt und von allen Ehrengästen der letzten Jahrzehnte benutzt wurde, ist nicht gerade dazu angetan, Rom von seiner besten Seite zu zeigen. Hohe Wohn, und Geschäftshäuser aus dem architektonisch unbedeutenden Ende des vyrigen Jahrhunderts unterscheiden die Dia Nazionale in nichts von den modernen Straßen einer x-beliebigen mittelgroßen Stabt Europas, ganz abgesehen von ihrer Kürze unb Enge, die nur für eine sehr beschränkte Zuschauermenge Raum läßt. Das eignet sich tatfäcbl^ nicht für den festlichen Einzug des Führers in die Ewige Stadt! Hingegen besitzt Rom dank Mussolinis Tatkraft eine Prachtstraße, wie sie keine andere Stabt der Welt aufweist: die V i a d e l l' I m p e r o und ihre Fortsetzung, die 93 i a bei Trionfi, die beide mitten zwischen den bedeutendsten Denkmälern des römischen Altertums hin- durchführen. So war es ein naheliegender Gedanke, den Einzug des Führers durch diese herrlichen Strafen ftattflnben zu lassen. Zwar gibt es bisher im Süden der Stabt noch keinen geeigneten Bahnhof, in den der von Norden kommende Sonderzug des Führers einlau- fen könnte, aber zwei Monate sind im faschistischen Italien Zeit genug, um einen solchen Bahnhof zu bauen. Da hier die Bahnlinie Rom —Civitavecchia verläuft, so macht ber" Anschluß des geplanten Bahnhofs an das italienische Bahnnetz keine Schwierigkeiten. Außerdem liegt der neue Bahnhof in der Richtung des Geländes für die Meltaus- ft e {l u n g von 1940, so daß er eine große Zukunst vor sich hat. Auch die Anlage de.r Derbindungs- straße mit dem Piazzale Dftienfe und dem antiken Stadttor Porta San Paolo ist verhältnismäßig einfach, da nur wenige Häuser abgerissen zu werden brauchen. Die Straßenarbeiten sind eben in vollem Gange, die neue Straße soll den Namen „Diale Hitler" erhalten. Ein prachtvolles Architekturbild begrüßt den Ankömmling, sobald er den neuen Bahnhof verläßt: die antike Stadtmauer Roms aus der Zeit des Kaisers Aurelian, dem 3 nachchristlichen Jahrhundert, mit dem zinnengekrönten Stadttor, unb links davon bie berühmte Cestiuspyra- mibe, — ein Grabmal aus dem ersten Jahrhun- bert v. Chr. Im Schatten dieses antiken Gemäuers liegt unter dichten Zypressen unb Steineichen der stimmungsvolle protestantische Friedhof Roms, auf dem außer den englischen Dichtern Keats und Shelley auch die Gräber von Goethes Sohn August (gestorben in Rom 1830). von Wilhelm von Humboldts Kindern, von Malwida von Mensenbug, Waiblinger und vielen anderen deutschen Rompil- gern liegen lieber den Baumwipfeln des Friedhofs ragt in der Ferne bie prachtvolle Silhouette ber Peterskuppel auf Das antike Stadttor besten wohlerhaltene Außenseite aus der Zeit des Kaisers Honorius (402) stammt, ist für bie Anforderungen des modernen Verkehrs natürlich viel zu eng. fo daß man in ihrer Nähe bereits eine breite Bresche in bie alte Stabt» mauer geschlagen hat Von hier führt ber baumbestandene Viale Aventino auf den Piazzale des Cir- cus Marimus Nachdem man den äußeren Mauer- ring durchschritten hat, kommt man bald an den Resten ber inneren, älteren Stabtmauern vorbei, bie noch aus ber Zeit des Königs Servius Tullius stammen Links erhebt sich der Hügel des A v e n ■ t' n einer der sieben Hügel Roms her ebenso wie ber Caelius (Monte Celia) durch seine uralten Kirchen berühmt ist. Auf dem Aventin hauste der jugendliche deutsche Kaiser Otto III., der Enkel OttoS des Großen und der Kaiserin Adelheid. Der Piazzale di Circo Massimo bildet den Eingang in die schönste unb bedeutenbste Zone besten, was vom antiken Rom erhalten ist. Rechts zweigt bie 93 i a 21 p p i a , die „Königin der Straßen" ab. Hier liegen im Grün ber sogenannten „Passeggiata Archeologica" die massigen Ruinen der Cara- calla-Thermen, bie im kornmenben Sommer als Schauplatz von Freilicht-Opernaufführungen fürs Volk bienen sollen . Zur Linken öffnet sich ein freier Platz, — einst ber Circus Maximus ber Antike, heute Ausstellungsgelänbe. Der Circus stammte noch aus ber Zeit der Könige, wurde von den Kaisern prächtig ausgestattet unb könnte etwa 200 000 Zuschauer fassen. Die letzten Wettspiele wurden hier in der bereits verödeten Stabt durch ben Gotenkönig Totila im Jahre 549 veranstaltet. Einzelne noch erhaltene Zypressen erinnern an ben tausend- jährigen Judenfriebhof, ber hier lag und vor einigen Jahren verschwunden ist. Dahinter erheben sich hoch und imponierend die gewaltigen Unterbauten der K a i s e r p a l ä ft e des Palatin, — beson- I Bk te U - ■'.yv T" - < ' *MZ- .... -" < w ■ o’ 5..- , ' ■ . ’v. A..' ar . - sK ***&£•. Unsere Luftaufnahme zeigt einen Teil der Feststraße, über die der Führer seinen Einzug in die italienische Hauptstadt halten wird. — (Associated-Preß-M.) berg schon, wenn die untergehende Sonne das antike Backsteingemäuer in ihre Glut taucht Und hier beginnt auch die nach Rom hineinführende D i a bei Irionft, geweiht durch ben kürzlich errichteten Obelisken aus Axum in Abessinien Die Tnumphstraße führt nun am Fuß bes Palatinischen Hügels entlang gerade auf ben T r i u m p h b o g e n d e s Kaisers Konstantin zu, ber ihm zur Erinnerung an ben Sieg über Marentius bei Sara Rubra 312 nach Ehr. errichtet würbe. Der größte Teil der Schmuckstücke bes Bogens stammt jeboch von älteren Gebäuden Das dahinterlieaende K o - l o s s e u m steigt bei zunehmenber Annäherung wie ein Gebirge vor einem auf unb man begreift", baß es burch Jahrtausende bas Wahrzeichen ber Größe Roms war Es schaut herab auf bas Ruinenfeld bes Forum Romanum an besten Eingang ber schlanke Titusbogen schimmert errichtet zur Erinnerung an bie Siege bes Titus unb Des- pafian im Kriege gegen bie Juden ber mit ber Zerstörung Jerusalems im Jahre 70 nach Chr. enbete Die schönen Marmorreliefs im Innern des Bogens zeigen ben Triumphzug bes Titus unb bie in Jerusalem gemachte Beute, die Bundeslabe und ben hebenarmigen Leuchter Von diesem Triumphbogen führte die Via Sacra über das Forum bis zum Septimius-Severus-Bogen und hinauf aufs Kapitol zum Iupitertempel. H t■«. > 'S' E J’ " *8 V,.^; <■ --— * ““ Tja stunden hintereinander j tplier: Von morgens an 1 erWarten, Intensive Arbeit im kann man es gar °u.. Ci,-.«« X * angenehm. Kurz- an 28.3.1938 'W W MMM MKGÄ W?^' M ;X -< • .‘Mj 1 Ä W KW LU Kp- H > ■; , >?>y;y,v,; .#■. ■- -« ;. • '. v;.^, wB WjB DMNV R-WM f>R • ■•*;• . -/y Hyy?■••.y< $'> < -- V's ' M-iWL R< wurden hier: ; den Goten- ! ltet. Eiirzelne \ den tausend- ' mb vor eini- ■ • erheben sich Unterbauten n, - beson- Kleine politische Nachrichten. In der Nähe der Ortschaft Dobl bei Graz wurde am Geburtstage des Führers der erste Spatenstich für das erste Arbeitslager des Rerchs- arbeitsdienstes in Oesterreich getan. ♦ Das Sekretariat der Genfer Liga hat ein S ch r e b 1 ben der schweizerischen Regierung veröffentlicht, in dem Bundesrat Motta die Behandlung der Frage der umfassenden Neutralität der Schweiz auf die Maitagung des Rates beantragt. Der Generalsekretär hat diesem Antrag entsprochen. Nach einer Meldung der Agentur Fournier ist das bisherige Mitglied der Sowjetbotschaft in Paris, Sinitzin, ein früherer Kommissar der GPU., der kürzlich von seinem Posten zurückberufen worden war, bei der Ankunft in Moskau sofort in das Lubljankagefängnis eingeliefert worden. Ein anderer Attache an der Sowjetbotschaft in Paris, Sadowski, befindet sich schon seit einigen Wochen in Hast. gebet zu geben bereit seien. ♦ Der Pariser „Temps" unterstreicht, daß die Londoner Besprechungen „völlig normal" seien und in den Rahmen der engen Zusammenarbeit der beiden großen Westmächte gehörten. Man müsse sich davor hüten, in dieser Bekräftigung der englisch-französischen Solidarität irgendeine Spitze gegen andere Mächte zu sehen Es sei völlig abwegig, zu behaupten, daß das Abkommen zwischen London und Rom und die geplanten Verhandlungen zwischen Paris und Rom darauf abzielten, in irgendeiner Weise die aufeinander abgestimmte italienisch-deutsche Politik zu beeinträchtigen. Die Achse Berlin- Rom sei eine Realität, die man in aller Ernsthaftigkeit anerkennen müsse. Auch die fran- zös isch-englische Entente sei eine solche Wirklichkeit, und das ganze politische Problem der Stunde bestehe darin, die besten Möglichkeiten für eine loyale Zusammenarbeit dieser beiden Mächtegruppen zu schaffen. Der britische Kriegsminister in Rom. London, 22. April (DNB. Funkspruch.) Der britische Kriegsminister Hore-Belisha wird heute Malta im Flugzeug verlassen und am Nachmittag in Rom eintreffen. Wie „Exchange meldet, werde Hore-Belisha heute noch Mussolini aufsuchen. Am Abend werde ihm zu Ehren em Diner im Palazzo Venezia stattfinden. Am Samstag werde er Unterredungen mit Mitgliedern der italienischen Regierung haben und am Sonntagmorgen die Rückreise nach London antreten. Lord perff) tritt in den Ruhestand. haben sich Erfahrung und Wissen um den Einkauf edler Cigaretten-Tabake von dem Vater auf den Heute wie immer ist es der Träger des Firmennamens selbst, der mit seinem Können dafür bürgt, daß die „Astra", unabhängig von wechselnden Ernten und Jahrgängen, immer die Gleiche bleibt: Reich an Aroma — Arm an Nikotin leichte Eigenart ist natürlich gewachsen und nicht chemisch erzielt; sie ist durch die natürliche Leichtigkeit besonders aromatischer Tabakblätter bedingt. Dies sind meist die feinsten Blätter einer Tabakpflanze. Aber deshalb ist noch lange nicht jedes feine Blatt auch für die „Astra" geeignet. Hier zeigt sich die Meisterschaft der Tabak- Auswahl und Mischkqnst. Auf der ganzen Welt lebt sie nur noch im der dritten Generation als Familienüberlieferung. London, 22. April. (DNB Funkspruch.) Daily Herald will wissen, daß beim Inkrafttreten des neuen englisch-italienischen Abkommens d e r d er - z zeitige'englische Botichafter i n Rom, Lord Perth, sein neues Beglaubigungsschreiben an ben König von Italien und Kaiser von Aetiopien überreichen und anschließend von seinem Posten zurücktreten werde, um in den Ruhestand versetzt zu werden Lord Perth ist 62 Jahre alt Er entstammt dem schottischen Hochadel, als Mitglied der Familie Drummond, die am katholischen Glauben festgehalten hat Als Sir Eric Drum- mond trat er 1900 in den Dienst des Auswärtigen Amts, war Privatsekretär von Sir Edward Grey, von Asquith und Lord Balfour 1919 wurde er auf Vorschlag Wiljons Generalsekretär des Völ- Neuer Zwang gegen Gowjetbauern. Moskau, 21. April. (DNB.) Die Blätter veröffentlichen von Molotow und Stalin unterzeichnete Verordnungen, die den Kollektivwirtschaften (Kolchose) äuf dem Lande verbieten, eigenmächtig Kollektivbauern aus den Kolchos auszuschließen, selbst in den Fällen, wo diese in der Industrie tätig sind. Dadurch wird die faifonmäfcige Abwanderung der Bauern in Industriegebiete begünstigt, die meist gerade während der Sommermonate einsetzt. Eine weisere Verordnung beschäftigt sich mit der Lage der Einzelbauern, die nach den letzten amtlichen Angaben nur noch 7 v. H. der Gesamtzahl der Bauernhöfe inne haben und lediglich 0,7 v. H. ,öer ganzen Anbaufläche der Sowjetunion besitzen. Die Verordnung stellt fest, daß es diesem kärglichen Rest des individuellen Bauerntums in der Sowjetunion in letzter Zeit zu gut gegangen sei, daß die Einzelbauern sich um die Steuern und Abgaben teilweise mit Unterstützung der Lokal-1 behörden hätten drücken können und durch Fuhren, Pferdeverleih usw. sich auf spekulativem Wege bereichert hätten (!). Es werden nunmehr alle staatlichen Organe erneut aufgefordert, von den Einzelbauern sämtliche vorgeschriebenen Steuern und Naturalabgaben ohne Nachsicht ein = 3 u t r e i b e n. Weiter wird die Steuer auf die im Besitz der Einzelbauern befindlichen Pferde wieder eingeführt. Ferner sollen die Einzelbauern zu allen Fronarbeiten wie Straßenbau, Holzfuhren herangezogen werden. Durch diese Verordnung sollen die letzten Reste des unabhängigen Bauerntums in der Sowjetunion liquidiert werden. Salamanca, 22. April. (DNB.) Der Frontberichterstatter berichtete Einzelheiten über bolschewistische Grausamkeiten in der Ortschaft San Carlos. Ganze Familien ohne Unterschied der sozialen Stellung hätte das sowjetspanische Unter- menschentum auf viehische Weise ermordet. • Eme Frau von 80 Jahren hätten die einmarschierenden nationalen Truppen an einem Baum a u f - gehängt vorgefunden. In einem anderen Fall hätten die Banditen einen Vater vor den Augen seiner Kinder und seiner Frau ermordet und die letztere gezwungen, das Grab für die Leiche ihres Gatten herzurichten. Die-große > Zahl weiterer entsetzlicher Verbrechen zü schildern, I fei unmöglich, da sich die Feder sträube, die haarsträubenden und unglaublichen Einzelheiten wiederzugeben. Die roten „Grenzschutzbrigaden" hätten drei Falangisten, drei Ingenieure und eine große Menge anderer Personen, deren Namens und Herkunft bisher noch nicht fes-tgestellt werden konnte, hingemordet. Diele wurden aus ihren Heimatorten vertrieben und verirrten sich dann in den Bergen, wo sie abstürzten. Wieder andere erfroren auf der Flucht. In einem kleinen Grubenort schlachteten die | Roten den Grubeninqenieur, den Grubeninspektor, alle Steiger, einen Abgeordneten, die Geistlichen, zahlreiche'Dorfbewohner, darunter mehrere Frauen, hin. In anderen Grenzdörfern wurden die Wohnungen von dem kommunistischen Gesindel ausgeraubt und die Häuser niedergebrannt. s'Ss ■S*: A mahe^ * AZ ilu» unhil'1»et sei" f plant Frankreich eine Rüstungs-! anleihe in London? London, 21. April. (DNB.) Wie in unterrichteten Kreisen verlautet, werden die Ende nächster Woche in London beginnenden englisch-französischen Besprechungen sich möglicherweise auch mit Finanzfragen befassen, an denen beide Länder interessiert sind. Die Londoner Abendblätter verzeichnen Pariser Gerüchte über eine angeblich von Frankreich beab=| sichtigte Rüstungsanleihe in London. „Eve- ning News" schreibt, die Nachricht habe in der City Überraschung hervorgerufen. Eine öffentliche Anleihe sei sicherlich nicht zu erwarten. Wenn Frankreich dringend Geld für Aufrüstungszwecke benötige, könnten zweifellos andere Mittel gefunden werden. Frankreich konnte an die vaterländische Gesinnung der französischen Staatsangehörigen appellieren, die ihr Geld im Auslande in Sicherheit gebracht haben. Die Ansicht der Londoner City sei, daß die von Frankreich benötigte Anleihe weit über das hinausgehen würde, was Londoner Geld- Gegen Kaffeehauskniik in Rumänien. | Bukarest, 22. April. (DNB.-Funkspruch.) Die Polizei hat eine neue Aufforderung an die Inhaber von Gaststätten, Kaffeehäusern usw. gerichtet, auf die Gespräche ihrer Gäste zu achten und sofort Anzeige zu erstatten, wenn diese Gespräche die neue Verfassung, die königlichen Maßnahmen und die politische und wirtschaftliche Lage des Landes kritisierten. Auf diese Weise verbreiteten sich alarmierende Gerüchte, die dem Ansehen des Landes und der Regierung schadeten und in der Bevölkerung dauernde Gärung schafften. Lokalbesitzer, ! die die Polizei nicht verständigten, würden bestraft und ihre Lokale geschlossen. Dieser Beschluß beruht daraus, daß nach der Einführung der strengen P r e s s e z e n s u r der mündlche Austausch von Nachrichten ungewöhnlich stark zugenommen hat. Dabei werden natürlich viele haltlose Gerüchte wei- tergegeben. Der Zweck dürfte die Schließung einer Reihe von Lokalen sein, denen die Polizei bisher noch nicht beikommen konnte. Führer wohnen soll. Die ganze Straße vom neuen Bahnhof bis zum Quirinal ist etwa 6 Kilometer lang und 30 bis 50 Meter breit, so daß sie reichlich Platz für große Zuschauermengen bietet, die übrigens auch die Hänge des Aventin und Monte Celio, den Palatin und das Kolosseum selbst bevölkern können. Dies alles soll beim festlichen Einzug des Führers in einem Festschmuck und in einer Illumination prangen, wie sie Rom noch nie gesehen hat. Eine besondere Kommission der römischen Stadtverwaltung ist eben dabei, die Pläne hierfür auszuarbeiten und in stillen Nachtstunden an Ort und Stelle auszuproben, so daß der späte Wanderer in Roms Straßen unvermutet auf mächttge hellbeleuchtete Hakenkreuzbanner und fackeltragende Riesenkandelaber stoßen kann, die morgens wie ein Spuk verschwunden sind. Den Weg über die Via Appia und die Via Sacra | haben nicht nur die Triumphzüge der.siegreichen1 Feldherren der Antike genommen, sondern auch zwei feierliche Einzüge des Cinquecento, die in den Annalen Roms ausführlich beschrieben sind. Am 5. April 1536 zog Kaiser Karl V. nach seinem . Sieg über den berüchtigten algerischen Seeräuber Chareddin Barbarossa von dieser Seite her in Rom ein. Die Vorbereitungen zu seinem Triumphzug hatten unter Leitung des berühmten Architekten Sangallo ganze vier Monate fieberhafter Arbeit gekostet. 35 Jahre später, am 4. Dezember 1571, fand hier der Triumphzug des Feldherrn Marcan- toni Colonna statt, der unter Führung Don Juan d'Austrias die türkische Flotte in der Seeschlacht bei Lepanto besiegt hatte. Aus den folgenden Jahrhunderten sind uns keine derartigen Triumphzüge mehr bekannt. „Sieh, hier lenkte herauf die heilige Straße: i wie oftmals her vom Capenischen Tor trug sie den Pomp des I Triumphs, | Feldherr, Krieger und Volk und gefesselter Könige I Fußtritt, oft vor dem Festruf scheu schneeiger Rosse Gespann, bis in die geweiheten Ehren des Siegs, der Gelübde Bewahrung unter dem Golddach barg Jupiter Capitolin!" . so singt August Wilhelm Schlegel in seiner Elegie auf Rom. Aber für uns Heutige ijt diese Straße, die die Triumphzüge der Antike sah, viel zu eng geworden. Darum hat Mussolini durch einen gewaltigen Häuserdurchbruch die ihr parallel laufende Via! dell'Jmpero anlegen lassen, deren Schönheit schon oft geschildert worden ist. In einer Geraden von fast einem Kilometer Länge führt sie vom Kolosseum zur Piazza Venezia, dem „Foro Jtalico", das alle großen Volksversammlungen des faschistischen Rom sieht. An ihren beiden Seiten «-heben sich die bedeutendsten Baudenkmäler der Antike: links die Ruinen des Tempels der Venus und Roma, die gewaltigen Gewölbe der Konstanttns- basilika, das Forum Romanum, das Cäsarforum und der Kapitolshügel-, rechts die drei Kaiserforen des Nerva, des Augustus und des Trajan mit ihren prachtvoll sich auftürmenden Ruinen. Als Abschluß sieht man schon von weitem das moderne marmor- schimmernde Nattonaldenkmal. Von hier ist es nicht mehr weit bis zum Quirinalpalast, in dem der Aus aller Welt. Verleihung von Treudienst-Ehren,eichen. Berlin, 21. April. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler hat am 20. April an 19 Beamte des Hauptamtes Ordnungspolizei im Neichsministerium des Innern das Treudienst-Ehr'en- zeichen für 40jährige treue Dienste und an 75 Beamte dieses Amtes das Treudienst-Ehrenzeichen für 25jährige treue Dienste verliehen. Die Urkunden und Treudienst-Ehrenzeichen wurden am Geburtstag des Führers vom Chef der Ordnungspolizei, General der Polizei Daluege, den Beamten persönlich ausgehändigt. — Anläßlich des Geburtstages des Führers überreichte Reichsarbeitsminister Seldte 38 Beamten aus dem Geschäftsbereich des Reichs- und Preußischen Arbeitsministeriums, darunter dem Präsidenten der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung, Dr. S y r u p , und dem Präsidenten der Reichsversicherungsanstalt für Angestellte, Grieszmeyer, das silberne und dem Präsidenten des Reichsversicherungsamtes, Dr. Schäffer, das goldene Treudienst-Ehrenzeichen. Chirurgentagung in Berlin. In Berlin wurde die 6 2. Tagung der Deutsch en Gesellschaft für Chirurgie eröffnet. Der Vorsitzende, Professor G u l e k e, begrüßte die Ehrengäste und richtete herzliche Worte an die österreichischen Berufskameraden. Die Weiterentwicklung der wissenschaftlichen Chirurgie, führte der Vortragende dann aus, kann nur als gesichert angesehen werden, wenn sie auf dem Boden naturwissenschaftlicher Denkweise erfolgt. Bei aller Würdigung der ungeheuren Fälle von Einzelwissen, ohpe das die moderne Chirurgie undenkbar ist, muß doch die klinische Betrachtungsweise, die dem ganzen kranken Menschen einschließlich seines Seelenlebens gilt, alles beherrschen. Weiter ist erforderlich, daß an Stelle des bisherigen Auseinanderstrebens der einzelnen Sondergebiete eine stärkere Zusammenfassung der Kräfte stattfindet. Unter den Gegenwartsfragen ist in erster Linie die Erhaltung der Erbgesundheit un- seres Volkes zu nennen, da der Chirurg die Entscheidung treffen muß, ob bei einer Mißbildung wirklich eine erblich angeborene Störung vorliegt. Darüber hinaus erwachsen der Chirurgie auf dem Gebiete der vorbeugenden Gesundheitssührung des Volkes wichtige Aufgaben, insbesondere bei der Ueberwachung der Jugend und bei der Krebsbekämpfung. Schließlich stellt auch die Wiederaufrichtung der Wehrmacht bedeutsame Forderungen an die chiururgische Ausbildung der Aerzte. Ministerialrat Dr. Cropp begrüßte im Auftrage des Reichsministers des Innern und des Reichserziehungsministers die Teilnehmer und stellte mit Freude fest, daß in diesem Jahre zum erstenmal die österreichischen Aerzte als deutsche Volksgenossen teilnehmen könnten Die deutsche Chirurgie könne auf die volle Unterstützung des Staates zum Wohle der deutschen Volksgesundheit rechnen. Als Lertreter des Reichsärzteführers Dr. Wagner wünschte Dr. G r o t h e der Tagung vollen Erfolg. Des Facharzt müsse dem Hausarzt beratend und helfend zur Seite stehen. V. Derschuer (Frankfurt a. M.) sprach über „Mißbildungen und deren Erblichkeit". Maßgeblich sei der Befund am Betroffenen selbst und an seiner Sippe. Familien- und Zwillingsforschung und Tierexperimente lieferten wesentliche Erkenntnisse über die Erbanlage. — Anschließend sprachen Uebermuth (Leipzig), Sommer (Dortmund), Maurer (München), Schröder (Münster), Mau (Hamburg), S ch e w k e t (Türkei) und Kulenkampff (Zwickau). Internationaler Medizinerkongreß in Brüffel Der Internationale Medizinerkongreß, der seit 1920 alljährlich in Brüssel stattfindet, wurde auch in diesem Jahr unter starker ausländischer Beteiligung hier abgehalten. Die deutsche Abordnung stand unter Leitung des Rektors der Universität Köln, Professor Dr. Hab er er, und umfaßte ferner die Professoren K n i p p i n g, Direktor der Medizinischen Akademie in Düsseldorf, Selter von der Universität Bonn, und Haberland von der Universität Köln. An den Vorträgen waren die deutschen Vertreter stark beteiligt. Der frühere belgische Kriegsminister Deveze sprach über das Thema „Krieg und Medizin". Der belgische Gesundheitsminister Wauters veranstaltete einen Empfang für die Kongreßteilnehmer. In der Brüst feier Oper wurde eine Festvorstellung veranstaltet. Der Kongreß wurde durch einen Besuch der Genter Blumenschau abgeschlossen. 5. Deutscher Apothekerkag in Frankfurt. ‘ Dom 28. Mai bis 1. Juni findet in Frankfurt am Main der 5. Deutsche Apothekertag statt, zu dem einige tausend Teilnehmer, darunter auch zahlreiche Ausländer, erwartet werden. Dor Beginn der Beratungen wird die Stadt Frankfurt einen Empfang für die Tagungsteilnehmer veranstalten. Die türkische Erdbebenkatastrophe forderte 224 Todesopfer. Zu dem Erdbeben, das die Ortschaften in der Gegend von Kirchehir und Aozgat heimsuchte, wird ergänzend berichtet, daß bisher 2 2 4 Tote und 18 Schwerverletzte geborgen werden konnten. 756 Häuser sind durch die heftigen Erdstöße zerstört worden. Man nimmt an, daß noch weitere Tote unter deü Trümmern liegen. Die Mehrzahl der Toten sind Frauen und Kinder. Die Regierung hat den Sanitätsdienst mobil gemacht und Lebensmittel, Medikamente und Geld in das heimgesuchte Gebiet geschickt. Die Nationalversammlung ehrte in stillem Gedenken die Opfer der Katastrophe. Der Innenminister bewilligte außerordentliche Mittel in Höhe von 30 000 Livres zur Linderung der Not. Kälte und Neuschnee in den bayrischen Bergen. Das Winterwetter in den bayerischen Alpen hält an. Das Schneefernerhaus meldet am 21. April — 15 Grad. Die Altschneedecke beträgt 620 Zentimeter, während die Höhe des in diesen Tagen gefallenen Pulverschnees 30 Zentimeter erreicht. Auch i n Mittelschwaben wirbelten den ganzen Donnerstag hindurch die Flocken wie mitten im tiefsten Winter. Gegen Nachmittag stellte sich ein Frühjahrsgewitter ein. Die Bäume tragen jetzt mitten in der Blütezeit schwer an der Schneelast. Der überraschende Wintereinbruch hat den Obstbäumen empfindlich geschadet. Nach den bisherigen Ermittlungen muß mit beträchtlichen Verlusten gerechnet werden. Das Autounglück am Walchensee. Zu dem schweren Autounglück am Walchensee wird noch bekannt, daß der verunglückte Wagen aus der Tschechoslowakei stammt. Da er sofort versank, war eine Rettung der Insassen unmöglich. Nach sechsstündiger Bergungsarbeit konnten die Insassen des Autos, der Prager Professor Dr. Eduard Samper und seine Frau, geborgen werden. Erdrutsch vernichtet großen Daldbestand in Vorarlberg. In der Gemeinde Hohenems in Vorarlberg ereignete sich am Westabhang des Schönen Manns ein Erdrutsch, der bisher 15 000 Quadratmeter Wald niederlegte. Es besteht die Gefahr, daß die Geröllmassen noch weiteren Waldbestand vernichten. Der Erdrutsch wurde durch einen großen Felsblock, der.sich von der Westwand löste, verursacht. Zweimal 100 000 Reichsmark auf Rr. 165 131. Berlin, 22. April. (DNB. Funkspruch.) In der heutigen Vormittagsziehung der 1. Klasse der 51 /277. Lotterie fielen auf die Nummer 165 131 zwei Gewinne von je 100 000 Reichsmark. Die Nummer wird in der 1. Abteilung in Achtelteiluizg in einer Thüringer Lotterie-Einnahme, in der 2. Abteilung auch in Achtelteilung in einer würtkembergi- schen Lotterie-Einnahme gespielt. Gelungener Zielslreckensegelflug. Der NSKK.-Sturmführer und Segelflughauptlehrer K ü h n o l d , der Leiter der Segelflugschule Laucha (NSKK.-Gruppe 7 Elbe-Saale), hat mit einem Segelflugzeug vom Baumuster Minimoa die Strecke Laucha—Berlin (186 Kilometer) im Zielstreckenflug zurückgelegt. Dieser Zielstreckensegelflug ist eine beachtliche Leistung, besonders in Berücksichtigung des kühlen Wetters, das für Ueberlandflüge mit dem Segelflugzeug wegen der fehlenden Einstrahlung ungünstig ist. Es ist dies der erste gelungene Zielstreckensegelflug nach Berlin. Berlin ist für Segelflieger im Zielstreckenflug schwer zu erreichen, da das überaus seenreiche Vorgelände um Berlin herum dem Segelflieger besondere Schwierigkeiten bietet. Schulschiff „Schleswig-Holstein" wieder daheim. Am Donnerstag ist in Wilhelmshaven als erstes der drei Schulschiffe, die nun von ihrer Auslandsreise zurückkehren, das Schulschiff „Schles- w i g - H o l ft e i n" nach einer über sechs Monate dauernden Reise rund um Afrika wieder im Heimathafen eingelaufen. Schon bevor die Seinen an Land geworfen wurden, tauschten die wartenden Menschen mit ihren Lieben an Bord die ersten Willkommensgrüße. Die Besatzung, die auf Oberdeck angetreten war, machte einen ausgezeichneten Eindruck. Braungebrannt kehrten die Blauen Jungen von ihrer langen Reise zurück. Schweres Einsturzunglück in Alabama. Während der verkehrsreichen Nachmittagsstunden stürzte in einem Kaffeehaus in Phönix-City, Alabama (USA.), plötzlich das Dach ein und begrub über 50 Personen. 10 Personen konnten nur als Leichen geborgen werden, während 20 schwer verletzt wurden. Folgenschwere kesselexplofion in einer Glasgower Waschanstalt. In Glasgow ereignete sich in einer Waschanstalt eine K e s s e l e x p l o s i o n, durch die zwei Personen getötet und zehn verletzt wurden. Das Kesselhaus wurde vollkommen zertrümmert. Ein hoher Kamin stürzte ein. Oie Plakette des 1.2Hai. M 'M? -te -< k M ■ i Für den diesjährigen Nationalen Feiertag des deutschen Volkes wird diese Plakette ausgegeben, die von Professor Klein (München) geschaffen wurde, und die die Lebensfreude symbolisiert. — (Scherl-M.) Wetterbericht Die Wetterlage ist in einer Umgestaltung begriffen. Das ostatlantische Hochdruckgebiet wird ziemlich rasch abgebaut, so daß das Uebergreifen atlantischer Störungen auf Mitteleuropa ermöglicht wird. Wir werden daher mit zunehmender Bewölkung und Niederschlagsneigung zu rechnen haben. Die vom Mittelmeer nach dem Baltikum vorgestoßenen Wirbel dürften uns kaum mehr streifen. Aussichten für Samstag: Vom Nordwesten her zunehmende Eintrübung und Bewölkung, aufkommende starke Niederschlagsneigung, Temperatur langsam ansteigend, aber zunächst noch kühl, leichte Nachtfrostgefahr, Winde um Nordwest. Aussichten für Sonntag: Unbeständiges und nicht ganz niederschlagfreies Wetter. Lufttemperaturen am 21. April: mittags 6 Grad Celsius, abends 2,6 Grad; am 22. April: morgens —1,2 Grad. Maximum 7,3 Grad, Minimum heute nacht —4,1 Grad. — Erdtemperaturen in 10cm Tiefe am 21. April: abends 7,2 Grad; am 22. April: morgens 3,6 Grad. — Niederschläge 0,3 mm. — Sonnenscheindauer 5,5 Stunden. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den.übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. III./38: 10 355. 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April 1938. 01900 Nachdem wir meine liebe, teure und unvergeßliche Frau zur letzten Ruhe gebettet haben, drängt es mich, für die herzliche Anteilnahme, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers, meinen innigsten, tiefgefühlten Dank auszusprechen Dies alles war mir ein Trost in den so schweren Tagen. In tiefer Trauer.- Christian Geldbach. Statt Karten. Herzlichen Dank für die innige Teilnahme an unserem schweren Verlust Im Namen der Hinterbliebenen: Friedrich Görlach. Gießen (Bergstraße 25), den 22. April 1938. ---- ---------------2723D Moderner gut erhaltener Kinder- looilwafieo zu kaufen gesucht. Schr.Angeb.unt. 01890 a.d. G.A. offenen Augen Drei Jungen uni ein Mädel en drcken ihre WaldHeimai. Don Werner Siebold 135 Selten Text und 8 Kunstdrucktafeln Seinen RM. 2,85 HugoBermühler Verlag Berlin - Lichterfelde V.I.B. Reichsbahn Samstag.den 23. April geuMWs 3u ommenfein oller miifliieöer im l 27380 Vereinsheim. zu verkauf. «893 G. Ebert, Klaviermacher, Bleichstraße 17. 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