Dienstag, 22. März M8 M.D8 Erstes Blatt 188. Jahrgang e Druck und Verlag: vrühlsche Universttätsdruckerei k. Lange in Sieben. Schristieitung und SeschSstrstelle: Lchuiftratze l ie iie n- ie 'n ?n m seinen Arm zum deutschen Gruß zu erheben. Diese zerbrochenen Handgelenke passen gut zu den „abgehackten Kinderhänden" aus der Zeit des Weltkrieges. für d i e gebe r u n - Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8*/.UHr des Vormittags Grundpreise für I mm Höhe für Anzeigen von 22 mm Drecke 7 Rps., für Text- anzeigen von70mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh. Vereinbg.25°/„ mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts» u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Zum 70. Geburtstag Dietrich Eckarts bringt am Mittwoch, 21 bis 21.30 Uhr, die „Stunde der jungen Motion" unter dem Titel „Auf gut Deutsch" eine Sendung, die den Weg dieses ersten Sängers der nationalsozialistischen Bewegung in der Presse schildert. Sein Wort „Aus gut Deutsch" gab einst seiner Zeitschrift den Namen. Im Mittelpunkt der Sendung steht die Gedenkrede des Reichs» leiters Alfred Rosenberg. und die Führer der Gliederungen werden diesen gigantischen Wahlkampf letzten Richtlinien ausgeben. Dieser meinsame Generalappell ist der Ausdruck ungeheuren Stärke und Einheit sten sind das Gebot der Stunde. Der Führer ruft — das NSKK. marschiert! Hühnlein, Korpsführer. Männer des NG.-Fliegerkorps! Am Mittwoch, 23. März 1938, treten wir an zum Generalappell, um den Marschbefehl entgegenzunehmen für den Auftakt der Wahlvorbereitungen. Es gibt für uns nur ein Ziel; mit der Idee und dem Willen unseres Führers im Herzen, in engster Verbundenheit mit den Kameraden der Partei und ihrer Gliederungen unser Bekenntnis zum heiligen Deutschland und unserem Führer auf jeden Deutschen zu übertragen. Heil unserem Führer! Der Korpsführer des NSFK.: F. R. C h r i st i a n s e n, Generalleutnant. licht 5* r len* briefe"' iingen* Dung n «"ll fes^ E Stadt' Italien rüstet zum Empfang des Führers. Große Parade der Wehrmacht in Rom. Rom, 21. März. (DNB.) Die Vorbereitungen für den Besuch des Führers in Rom, Neapel und - Florenz sind in vollem Gange. Ueberall sieht man Hunderte von Arbeitern mit umfangreichen Vorarbeiten für Beleuchtungsanlagen, Wasserspiele und die Ausschmückung der Straßenzüge beschäftigt. Der neue Ostia-Bahnhof in Rom und die von ihm zur antiken Stadtmauer und zum Paulstor führende 40 Meter breite Straße, die nach Adolf Hitler benannt wird, sind im Rohbau annähernd fertiggestellt. Schon zwischen dem Bahnhof und dem Paulstor wird die Gäste ein großartiges Spiel von Beleuchtungseffekten und Flaggenspalier erwarten, das auf dem Wege zu den Wahrzeichen des antiken Rom, wie Palatin, Constantinsbogen, Colosseum und den alten Kaiserfora, eine noch nie dagewesene Pracht erfahren wird. Rom, die Hauptstadt des Faschismus, will den Einzug des Führers zu einem triumphalen Ereignis gestalten. Im Königsschloß werden dem Führer Räume zugeteilt, die einen erhabenen Blick a u f die ewige Stadt gewähren. Wie die Zeitungen über die Vorbereitungen berichten, wird die große Parade auf der Triumphstraße ein ähnliches überwältigendes Aufgebot aufweisen, wie die Flottenparade vor Ne"--' serer Bewegung. Alle Aktivisten der Partei und ihrer Gliederungen werden an diesem Tage zum Einsatz für Führer und Volk antreten. Dr. Robert Ley, Reichsorganisationsleiter. Sämtliche Wehrmachtsteile einschl. der faschistischen Miliz und der vormilitärischen Jahrgänge der Jugendorganisation des Liktorenbündels werden vertreten sein. Außerdem werden 400 Geschütze aller Art und 400 Tanks an der Parade teilnehmen, die damit zur größten Kundgebung der italienischen Wehrmacht werden wird. Oer Führer in Nürnberg. Nürnberg, 21. März. (DNB.) Der Führer weilte am Montag in Nürnberg, um sich von dem Fortgang der Bauarbeiten auf dem Reichsparteitagsgelände, insbesondere beim Bau der Kongreßhalle, zu überzeugen. Ferner besichtigte der Führer das im Hirschdachtal in der Hersbrucker Schweiz in natürlicher Größe errichtete Teilmodell des Deutschen Stadions, das einen nachhaltigen Eindruck von den gewaltigen Ausmaßen des auf dem Reichsparteitagsgelände entstehenden größten Stadions der Welt vermittelte. An der Besichtigung nahmen u. a. teil die Architekten, Generalbauinspektor Professor Speer und Stadtbaurat Brugmann (Nürnberg). Gauleiter und Reichserziehungsminister Bernhard Rust, der am Sonntag hier bei uns in Gießen sprechen wird, ist geborener Niedersachse und steht im 55. Lebensjahr. Er hat in München, Berlin, Göttingen und Halle Germanistik, Philosophie und klassische Philologie studiert und war seit 1909 nach seiner Militärdienstzeit beim JR. 74 am Ratsgymnasium in Hannover tätig. Den Krieg machte er von Anfang bis zu Ende als Leutnant d. R. mit, wurde mit dem Eisernen Kreuz I. Klasse und dem Hohenzollernhausorden ausgezeichnet und verwundet. Nach dem Kriege bereitete et mit seinem Freunde, Major Dinklage, in Niedersachsen den Boden für den Nationalsozialismus. Seit 1924 führt Pg. Rust den Gau Südhannover - Braunschweig. Aus dem preußischen Kultusminister, der sich besondere Verdienste um die Säuberung des Hochschulwesens und die Schaffung des Studentenrechts erwarb, wurde der Reichserziehung s- m i n i ft e r Rust, eine Tatsache, die erkennen läßt, wie der Führer die Arbeit und die Leistung seines Mitarbeiters einschätzt. NSKK.-Männer! Der größte Generalappell der Aktivisten der nationalsozialistischen Bewegung, den Deutschland je sah, ruft Euch zu Mittwoch, 23. März 1938, auf den Plan. In allen deutschen Gauen werdet Ihr 350 000 Männer des Korps und seiner Motorsportschulen in den Abendstunden dieses Tages auf den Euch von den Propagandaämtern zugewiesenen Aufmarschplätzen, Schulter an Schulter mit der SA., W, dem NSFK. und dem Pl. in einem Gemeinschaftsempfang aus dem Munde des Reichspropagandaleiters und der Führer der Gliederungen jenen Appell vernehmen, der in der Deutschlandhalle zu Berlin den gigantischsten Wahlkampf aller Zeiten einleitet. Rücksichtsloser Einsatz von Mann und Fahrzeug und Pflichterfüllung bis zum äußer- eibes» i uni) tball» -rben ann- ober Ireufr ierben. :retun» n. Sie tampf, pieler, lersah- :ungen Kreuz- Tum* Kann* Gaupropagandaleiter Stöhr gab bann die technischen Anweisungen und Einzelheiten bekannt, die in den nächsten drei Wochen den ganzen Gau Hessen-Nassau in den Wahlkampf der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei treten lassen. Die ersten Versammlungen liegen fest. Reichserziehungsminister Rust spricht am Sonntag m Gießen. Für den Wahlkampf, zu dem der Führer am Samstag in Berlin die Parole ausgegeben hat, liegen nun die ersten Versammlungen fest. In großen Kundgebungen werden im Gau Hessen- Nassau sprechen: am 2 7. März 1938 in Gleßen Reichsminister Rust, Berlin; am 28.März 1938 in Wiesbaden Gauleiter Florian, Düsseldorf; am 30. März 1938 in Mainz Gauleiter Forster, Danzig; am 30. März 1938 in Darmstadt Gauleiter R. Wagner, Karlsruhe. n die n. Gauleiter Sprenger gab die Parole Oer Auftakt zum Wahlkampf im Gau Hessen-Nassau. NSG. Arn Montagabend gab Gauleiter S p r e n- g e t den führenden Männern der Bewegung im Gau Hessen-Nassau d i e Parole für den bevorstehenden Wahlkampf. Der Gauleiter führte habet aus, daß wie immer an der Spitze des gesamten Wahlkampfes der Führer selbst stehe. Das Hauptmittel seien die aus der Kampfzeit her bewährten Volksversammlungen, aber auch die anderen modernen Mittel der Propaganda würden weitgehend und großzügig eingesetzt werden. Der Gau Hessen-Nassau werde in den nächsten Wochen ganz im Zeichen der Aktivität der Nationalsozialistischen Arbeiterpartei stehen. Hinter der Bedeutung dieses Wahlkampfes trete alles andere zurück, es fei deshalb notwendig, daß sich auch der letzte Parteigenosse dem Führer zur Mitarbeit zur Verfügung stelle. Die überwältigenden Ereignisse der letzten Wochen verlangten den gesamten Einsatz der nationalsozialistischen Bewegung. Allein an der Tatsache, daß täglich 150 Redner eingesetzt würden, lasse sich die Größe des Einsatzes ermessen. In dieser Zeit, da Adolf Hitler das nationalsozialistische große Deutschland geschaffen habe und unter einer neuen Idee eine neue große Gemeinschaft geschmiedet habe, sei es für jeden eine Ehre, sich bis zum Letzten einzusetzen. Ganz Deutschland sei erfüllt von der Größe der Stunde, da der Führer seine Heimat heimgeführt habe in das große Deutsche Reich, deshalb müßten aber auch alle gemeinsam am Aufbau mitarbeiten. Im Herzen Europas habe der Führer eine Nation von 75 Millionen Menschen in einem großen Reich geschaffen, das, geschützt von der schönsten und stärksten Wehrmacht der Welt, der Garant des Friedens sei. Der Gauleiter schloß seine packenden Ausführungen und klaren Anweisungen mit der Aufforderung an die Parteigenossen im Gau Hessen-Nassau, alles daran zu setzen, daß der Gau Hessen-Nassau, der bisher immer an der Spitze marschierte, auch in diesem Wahlkampf vor sichselbst und dem Führer bestehen könne. Der grenzenlose Jubel und die unendliche Begeisterung dieser soeben erlebten Tage sollen in dem großen, gemeinsamen Bekenntnis des gesamten Volkes am 10. April ihren sichtbaren Ausdruck finden und dem Schöpfer dieses neuen Deutschen Reiches den Dank abftatten. Ganz Deutschland bekennt sich zur Tat des Führers Generalappell der aktivistischen Gliederungen der Bewegung im ganzen Reich. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen ändert. Zöchen- •t Am daher deinen orzugt Zerger r um1 Ordern ohne Werten so' 200,50 Conti1 Haupt» 114,40)» 'ändert 145,25. : nach' en er- , (160) tausende schwer gerüsteter Truppen einmarschiert, die nach der Art der Apachen das österreichische Land unter ihren Druck gesetzt hätten. Diese Beschimpfungen der deutschen Wehrmacht durch die „Times" stehen fast beispiellos da. Alle Welt weiß, daß der deutsche Soldat der disziplinierte st e und tapfer ft e Waffenträger der Welt ist. Die ungeheuerliche Herabwürdigung durch die „Times" muß mit allem Nachdruck zurückgewiesen werden, das deutsche Volk denkt nicht daran, sich derartige Anpöbeleien seines stolzen Soldatentums gefallen zu lassen. Ein ebenso trauriges Beispiel internationaler Gesinnungslumperei liefert die Pariser Zeitung „Jntransigeant". Dort schreibt eine Französin, die sich Yvonne Andre nennt, einen Bericht über ihre Wiener Erlebnisse. Die ganze Begeisterung für Deutschland sei gut bezahlt worden. An Schulkinder seien 30 Groschen bezahlt worden, damit sie „Heil Hitler" rufen. Diese angebliche „Dame" erzählt, vor ihrem Hause in Wien habe ein Bettler gestanden, der das Hakenkreuzabzeichen stolz an der Brust trug. Sie habe ihn gefragt, ob er wohl für einen Schilling Hochrufe auf Frankreich ausbringen werde. Der Mann habe prompt das Abzeichen abgerissen und alles getan, um sich den Schilling zu verdienen! Wenn die Geschichte wahr wäre, so würde sie nur ein trauriges Bild auf den „Takt" der Yvonne Andrä werfen. Wir hätten es nicht für möglich gehalten, daß sich eine echte Französin eines armseligen Tropfes bedient, um seine Notlage auszunutzen und ihn zu einer Handlung zu bewegen, die nur unter Lumpen möglich sein kann. Wahrscheinlich ist aber die ganze Geschichte ersunden, ebenso wie die Erzählung derselben Hetzerin, es seien einem alten Manne die Handgelenke zerbrochen worden, als er sich inmitten einer großen Menge weigerte, her r 0 nach , StB' chSer- ) 0. h. e W ander' S> rfafhjJ 116.50* Berlin, 21. März. (DNB.) Am 23. März 19381 findet in der Deutschlandhalle in Berlin ein großer Appell der aktivistischen Gliederungen der Partei statt. Dieser Appell wird zum Generalappell im ganzen Reich erklärt. Es werden an diesem Tage zur gleichen Stunde in ganz Deutschland die Formationen der Partei antreten, die im Wahlkampf Schulter an Schulter für das ewige große Deutschland kämpfen. Auf diesem Appell sprechen: Stabschef der SA. Lutze, Reichspropagandaleiter Dr. Goebbels, Korpsführer des NSKK. Hühnlein, Korpsführer des NSFK. Christiansen, Reichsführer ff Himmler. Die Führer der Gliederungen haben für diesen Generalappell im ganzen Reich an ihre Formationen nachstehende Tagesbefehle erlassen: Tagesbefehl an die SA. Männer der Sturmabteilungen! Der Wille des Führers, die Kraft seiner Idee haben Großdeutschland Wirklichkeit werden lassen. Der 10. April 1938 soll nun das Bekenntnis des ganzen deutschen Volkes zu dieser Tat des Führers bringen. Dieses Bekenntnis zu der bisher gewaltigsten Treuekundgebung des ganzen Volkes für den Führer zu gestalten, ist unsere fr e u d i g e P f l i ch t. Wie in den Jahren des Kampfes vor der Machtübernahme im Reiche die SA. die Trägerin der großen Wahlkämpfe und Siege war, werden wir auch dieses Mal, getreu unserer Tradition, ans Werk gehen. Ich erwarte, daß jeder einzelne von Euch sich biszumLetzten e i n f e tz t und feine Pflicht tut. Der gemeinsame Generalappell am 23. März 1938 wird der Auftakt zu unserer Arbeit sein, und der 10. April wird der Welt beweisen, daß das Wort: Ein Volk — ein Reich — ein Führer! zur Tat geworden ist. Es lebe der Führer! Es lebe das Großdeutsche Reich! Lutze. Tagesbefehl an die ff. Unser Führer hat durch seine Tatkraft das große ewige Reich geschaffen, das die Sehnsucht des deutschen Volkes durch Jahrhunderte gewesen ist. Dem Beispiel unseres Führers folgend, werden die Männer der Schutzstaffel ihre ganze Kraft, sei es als Redner, sei es im Propagandadienst, einsetzen, um am Erfolg des Führers mitzuhelfen. Heinrich Himmler, Reichsführer ff. politische Leiter. Am Mittwoch, 23. März 1938, treten hie A k - tivisten der Bewegung im ganzen Reich zusammen, um in einem Gemeinschaftsempfang den großen Appell aus der Deutschland!)alle in Berlin mitzuerleben. Der Reichspropagandaleiter Generalappell. Wenn am Mittwochabend von der Deutschlandhalle in Berlin aus Reichspropagandaleiter Dr. Goebbels, Stabschef der SA. Lutze, Reichsführer ff Himmler, Korpsführer der NSKK. Hühnlein und Korpsführer des NSFK. Christiansen zu den aktivistischen Elementen der deutschen Freiheitsbewegung sprechen, werden überall in Deutschland diese Worte vernommen werden. Die einzelnen aktivistischen Trupps werden sich wie ■ein Sturmhaufen fühlen, um das geniale Werk des Führers zu sichern und alle deutschen Stämme nach her Heimkehr Deutsch-Oesterreichs mitzureißen geloben, damit der Tag der Wahl zum größeren Reichstag ein hundertprozentiger Triumph der Bestätigung des Willens des Führers werde. Das Geheimnis des verschlungenen deutschen Wesens wird nie ein Ausländer ohne hingebende Mühewaltung und ohne die tausend Fühltaster der Liebe ergründen, aber eins wird und muß auch dem Auslande klar werden: daß das deutsche Volk zu Adolf Hitler und zu seinem Werk in allen seinen Stämmen, vom Brenner bis zum Belt, steht. Es ist immer der Urgrund deutscher Schwäche gewesen, daß dieser Wille an sich wohl vorhanden war, daß aber im Alltagsleben das Sonderinteresse, der Individualismus, ihn lahmlegte. Anders als in anderen Nationen sah im Deutschen Reiche der Deutsche zunächst nur ein Gewand, das ihm zu groß war, dessen einzelne Teile ihn wenig küm- , inerten. Dafür vergrub er sich aber in feine Tagesarbeit, in seine Ideen, in sein Werk. Dieser Zwiespalt, daß der Deutsche schlechthin zunächst lediglich Angehöriger eines Standes, einer Stadt, eines Dorfes, dann eines Stammes war, hatte die deutsche Einigung verzögert, während z. B. Frankreich und England schon seit Jahrhunderten die Nationalisierung vollzogen hatten. Da kamen mit Adolf Hitler und seiner Bewegung die aktivistischen Gruppen. Jede von ihnen hatte ihre besondere Aufgabe. Jede Formation schuf den neuen deutschen Menschen, indem sie ihn zunächst nur für seine besondere Aufgabe schulte, aber der einheitliche Geist, der alle diese aktivistischen Gruppen bestell, gründet sich doch zuerst auf der Tatsache, daß zu allererst der Deutsche sich feiner selbst und seiner Kraft in Verbindung mit der Kraft anderer Deutschen bewußt werden muß und sie gemeinsam an» zusetzen hat. Diese Idee der nationalen Einigung, der wachsenden Bedeutung dieses zu einem nationalen Block zusammengeschweißten Deutschtums für Europa wurde von den aktivistischen Formationen vorgelebt und erfüllt. Es ist nicht so, daß diese Formationen den einzelnen Deutschen „vergewaltigten". Das ist eine Lüge ausländischer Journaille, die mit dem deutschen Wesen überhaupt nicht vertraut ist. Im Gegenteil: In diesen aktivistischen Gruppen fand der einzelne Deutsche seine Betätigungsform, er fand dort den Geist der Gemeinsamkeit, und das stolze Werk des Nationalsozialismus, sein neues Arbeitsethos, seine tiefgehende soziale und nationale Erneuerung sind nur durch diesen Aktivismus der Partei und ihrer Gliederungen erklärlich, da sie einem Willen gehorchen. So sind die Kämpfe und Siege, die die Partei in Deutschland zum einzigen Träger des nationalen Grundgedankens machten, nicht denkbar ohne die Aufopferungsfähigkeit, die Liebe und jenen Kampfes- mut, der viel tausendfach sich bewährte. Am 10. April legt das gesamtdeutsche Volk ein Bekenntnis ab zu der Politik des Führers, die es aus dem Moder der Vergangenheit herausriß, es wieder sauber und ehrlich machte und nunmehr durch den Anschluß unserer österreichischen Brüder . zum geeinigten und unüberwindlichen Kernvolk Europas. Am 10. April wird Gesamtdeutschland das Ergebnis der genialen staatsmännischen Kunst des Führers bestätigen und ihm das Vertrauen für die Zukunft erneut aussprechen. Daß jeder Deutsche weiß, was er tut, weshalb er an jenem Tage so handelt und welche Bedeutung seine freie Zustimmung besitzt, das wird durch die Tätigkeit der aktivistischen Gliederungen der Partei ihm bis dahin überzeugend und einwandfrei klargelegt werden. Denn es geht um das Größte im Erleben eines Volkes, um das Bekenntnis: Ein Volk — ein Reich — ein Führer! rt. perfide Heuchelei. Don unserer Berliner Schriftleiiunq. Das deutsche Volk hat keineswegs erwartet, daß die Wiedervereinigung der bisherigen deutschen Staaten zu einem einheitlichen Volksreiche den Beifall aller ausländischen Gazetten findet. Es ist gewöhnt, im Unglück mit Redensarten abgefpeift und bei jedem Erfolge von gewissen Seiten mit Mißgunst betrachtet zu werden. Es wirkt beinahe komisch, wenn die „Time s" sich zu der Bemerkung versteigt, England habe niemals ernstlich behauptet, daß der Status quo gegenüber Oesterreich aufrecht erhalten werden müsse. Nun weiß jedes Kind, daß England zu denjenigen Mächten gehört, die dem Versailler Diktat seinen Charakter gegeben haben. England war dabei, als den Oester- reichem das Recht über eine Abstimmung für ihre Zugehörigkeit zum Reiche verboten wurde, England spielte eine führende Rolle, als die Zollunion zwischen Deutschland und Oesterreich nicht Zustandekommen durfte. Für eine Abänderung dieses himmelschreienden Unrechts hat sich in England niemand von den Verantwortlichen ausgesprochen. Die anderslautende Behauptung der „Times" ist daher nichts als Heuchelei. Diese Haltung des Londoner Weltblattes findet aber ihre Krönung durch die Behauptung, Deutschland habe durch brutale Methoden den Anschluß Oesterreichs erzwungen. Es seien Hundert- trld)etnt täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monalr-vezugspreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr . -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt 5ernsprechanschlüsse unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach» richten Anzeiger Gieheo Postscheckkonto: granffurt am Main 11688 Deutsche Frontkämpfer im Forum Mssolini. W 'M > LW - & s R, '...... M i Zu Ehren der in Rom weilenden deutschen Frontkämpfer fand in Gegenwart des Duce im Forum Mussolini eine Veranstaltung statt. Man sieht auf dem Bild den Duce beim Gruß an die deutschen Frontkämpfer. Neben ihm der Herzog von Coburg-Gotha, der Präsident der deutschen Frontkämpfervereinigung. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Nichteinmischung in Mitteleuropa. Britische Oeffenttichkeit fordert Zurückhaltung. Mexiko. Von unserem K G. G.-Äerichtersiatier. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Washington, Mitte März 1938. Dem neuen Kurs Roosevelts im Jahre 1933 folgte im Jahre 1934 ein „New Deal" des Präsidenten Cardenas für Mexiko. Während aber in Amerika Präsident Roosevelt den Versuch unternimmt, das kapitalistische Sy st em durch mehr oder weniger energische Reforrnmaß- nahmen am Leben zu erhalten, handelt es sich in Mexiko, so weit man das von hier aus beurteilen kann, entweder um weitgehende Sozialisierung unter einem Sechs-Jahresplan oder, was wahrscheinlicher klingt, um Begründung einer nationalen Wirtschaft. Diese „Mexikani- sierung" insbesondere der Ländereien und der unterirdischen Bodenschätze hat zusammen mit den finanziellen Schwierigkeiten, denen sich die mexikanische Regierung gegenübersieht, zu einer allmählichen Zurückdrängung fremden Einflusses in Mexiko und darüber hinaus zu Spannungen zwischen Mexiko City und Washington geführt. Obwohl die erste Hälfte des von PräsÄent Cardenas während seiner sechsjährigen Amtszeit in Aussicht genommenen Planes beträchtliche Fortschritte zeigte, begann die zweite Hälfte unter dem Schatten finanzieller und anderer Komplikationen. Cardenas hat bekanntlich mit der katholischen Kirche Frieden geschlossen und chr nach langer Karenzzeit die Wiedereröffnung der Kirchen gestattet, aber die Erziehung der Jugend liegt vollständig in Händen der Regierung bzw. der Armee, die geschlossen hinter Cardenas steht und sich weder um die Kirche, noch um die feudalen Großgrundbesitzer, noch um die eigentliche alte Militärkaste kümmert. Dies hat zu innerpolitischen Spannungen geführt, die jedoch geringfügig sind gegenüber der F i n a n z n o t der Regierung. Letztere entstand dadurch, daß die den mexikanischen Pächtern und den Indianern versprochene Zuteilung von Land sehr viele Mittel erforderte: Entschädigung für die Enteignung, landwirtschaftliche Geräte und Unterhaltungskosten bis zur Begründung einer ertragfähigen Kleinwirtschaft. Ferner brachte das Sozialisierungsprogramm Unsicherheit in die kapitalistischen Kreise und führte zu einer beträchtlichen Kapitalflucht, so daß die Devisenbestände der Bank von Mexiko erheblich abnahmen. Unter dem wachsenden Druck aus Agrarkreisen, die schnellere Aufteilung der großen Güter und erhöhte Farmkredite verlangten, und dem Drängen der Indianer nach Einrichtung von kooperativen Farmbetrieben mußte Cardenas sich nach neuen Geldquellen umsehen. In seiner Not wandte er sich nach Washington und Finanzminister Suarez bewog vor etwa zwei Monaten das Washingtoner Finanzministerium dazu, die gesamte mexikanische Silberreserve in Höhe von 35 Millionen Unzen gegen Gold anzukaufen und sich ferner während des Jahres 1938 zur monatlichen Abnahme von 5 Millionen Unzen neu geförderten mexikanischen Silbers zu verpflichten. Außerdem hat Cardenas durch erhebliche Zoll- erhöhungen die Einfuhr besonders aus den Vereinigten Staaten gedrosselt und die amerikanische Regierung, die ihm kurz vorher durch obige Silberankäufe so entgegengekommen war, dadurch sehr verstimmt. Wichtiger ist jedoch die gegenwärtige Kontroverse über die britischen und amerikanischen P e - troleumgesellschaften die (inzwischen verstaatlicht worden sind, wie wir am Montag bereits gemeldet haben). Diese hatten seit 1884 allmählich größere Ländereien in Mexiko angekauft und behaupteten, dadurch das Eigentum auf die darunter liegenden Petroleumvorräte erworben zu haben. Schon die mexikanische Verfassung von 1917 hatte jedoch in Artikel 27 die unterirdischen Bodenschätze für nationales Eigentum erklärt und so kam es zwischen 1917 und 1921 zu Differenzen zwischen dem mexikanischen Staat und den amerikanischen Petroleum-Gesellschaften, bis das Oberste Mexikanische Bundesgericht entschied, daß vor 1917 erworbene Petroleumländereien nicht unter Artikel 27 fallen, daß jedoch gewisse „positive Handlungen" zur Ausbeutung der Petroleumvorräte erfolgen müßten, widrigenfalls die Ländereien an den Staat fallen. Das führte zu weiteren Verhandlungen zwischen den beteiligten Regierun- aen, aber -Mexiko blieb dabei, daß fremde Petroleum-Gesellschaften tatsächlich auf diesen Ländereien Bohrungen vornehmen müßten, um sie behalten zu können. Außerdem wurden die Eigentumsrechte in Konzessionen umgewandelt und die Petroleumgesellschaften mußten dafür sog. „royalties" (Tribut) an die mexikanische Regierung zahlen. Dieser Streit ist bis heute noch nicht endgültig beigelegt, aber inzwischen hat die mexikanische Regierung zu einem weiteren Schlag gegen die fremden Petroleum-Gesellschaften ausgeholt. Sie hat durch das Arbeitsministerium die B ü ch e r der fremden Firmen kontrollieren lassen und anschließend eine Erhöhung sämtlicher Löhne für die mexikanischen Petroleum-Arbeiter um etwa ein Drittel angeordnet. Die Petroleumfirmen, die in den letzten Jahren bereits mehrmals die Löhne erhöht, die Arbeitsstunden verkürzt und verschiedene soziale Einrichtungen eingeführt hatten, weigerten sich, der Anordnung Folge zu leisten und erwirkten einen Einhaltsbefehl Aber in der vorigen Woche hat das Oberste Mexikanische Bundesgericht den Einspruch zurückgewiesen und die Lohnerhöhung für angemessen erklärt. Die davon betroffenen 17 amerikanischen und britisch-holländi- dischen Gesellschaften erklären, diese Lohnerhöhung nicht zahlen zu können. Sollten sie jedoch die Arbeiten aus den Ländereien einstellen, so wird die mexikanische Regierung auf Grund der oben angeführten Entscheidung von 1921 die Konzessionen für verfallen erklären und die Petroleumförderung in nationale Regie nehmen (was inzwischen geschehen zu sein scheint). Selbstverständlich haben die amerikanischen Firmen in Washington Klage geführt, aber es hat nicht den Anschein, als ob die amerikanische Regierung sich ihrer annehmen würde, jedenfalls wird sie über diplomatische Gespräche mit der mexikanischen Regierung nicht hinausgehen. Sie wird weder formelle Vorstellungen erheben, noch intervenieren. denn unter der „Politik des Guten Nachbar n", die Präsident Roosevelt 1933 proklamiert und 1936 in Buenos Aires erneut feierlich bekräftigt hat, ist Einmischung in die Angelegenheiten eines anderen amerikanischen Staates gänzlich ausgeschlossen. Die amerikanische Regierung hat gerade mit Rücksicht auf den mexikanischen Fall errt im Dezember 1937 durch Vize-Außenminister Welles erklären lassen, daß ein Amerikaner, der im Aus- London, 22. März. (DNB. Funkspruch.) Die Times veröffentlicht eine Reihe von Zuschriften. Lord Noel Buxton schlägt vor, daß i n d e n sudetendeutschen Gebieten wie im Saargebiet eine freie Abstimmung unter neutraler Kontrolle darüber stattfinden sollte, ob die Bewohner dieses Gebietes für den Anschluß an Deutschland oder eine Art Autonomie seien. Sollte sich hierbei ergeben, daß irgendwelche Gebiete den Anschluß an Deutschland wünschten, müsse ein neutrales Komitee die neuen Grenzen festlegen. — Dr. Shack- leton Bailey (Manchester) setzt sich für eine Politik der Nichteinmischung in Mitteleuropa ein. Es sei jetzt nicht die Zeit, sich noch tiefer in die allgemeine europäische Verwirrung hineinziehen zu lassen. England solle sein Rüstungspro- gramm fortsetzen, das sei das Beste, was es unter den gegenwärtigen Umständen für die Sicherheit und das Gedeihen des Empire tun könne. — Hartland-Swann empfiehlt, England und Frankreich sollten klar erklären, daß die Tschechoslowakei so lange auf keine Hilfe rechnen könne, wie sie nicht den Versuch gemacht habe, im eigenen Hause Ordnung zu schaffen. Eine deutliche Erklärung dieser Art würde mehr für die Verminderung der europäischen Spannung beitragen, als irgendeine bedeutungslose Garantie gegen einen „Angriff". Auch die Daily Mail behandelt die Frage, ob England die Aufgabe hat, die Tschechoslowakei zu unterstützen. Die Nation wünsche, daß Chamberlain keine Zusicherung gebe, sei es direkt oder indirekt, bedingt oder bedingungslos, der Tschechoslowakei zu Hilfe zu kommen, sollte sie bedroht Budapest, 21. März. (DNB.) Auf einer Versammlung erklärte der Präsident der Partei der Nationalen Einheit (Regierungspartei), Dr. T a s - nady Nagy: „Wir Ungarn, die wir in den Leiden des Weltkrieges erprobte, mit Eisen und Blut verbundene Freunde des Deutschen Reiches und des mächtigen deutschen Volkes sind, freuen uns, daß die Vereinigung ohne Blutvergießen zuftandegekommen ist. Es ist völlig unverständlich, daß dieses Ereignis bei gewissen Elementen eine geradezu hysterische Unruhe ausgelöst hat, mit der sie auch die nationale Öffentlichkeit zu verseuchen suchen. Diese Leute muß man bei den Ohren nehmen und den gutgläubigen Menschen, die all den törichten Gerüchten Glauben schenken, Vernunft beibringen. Die gewaltigen Ereignisse der letzten Tage, diese großartige Vereinigung der beiden deutschen Stämme, hat eine Ungerechtigkeit der F r i e d e n s v e r t r ä g e aus der Welt geschafft. Wir glauben und hoffen, daß hierdurch auch der Weg für die Wiedergutmachung der Ungerechtigkeiten freigelegt wurde, die am ungarischen Volk begangen worden sind. Ermutigend für uns ist der Satz, den Adolf Hitler in seiner letzten Reichstagsrede prägte: „Die Nationen sind eine Schöpfung nach Gottes Willen und von ewigem Bestand, der Völkerbund aber eine höchst zweifelhafte Konstruktion menschlicher Unzulänglichkeit, menschlicher Hab- und Jnteressensucht". „Ls kann für uns nicht gleichgültig fein, ob unser Nachbar das kleine, gebrechliche und schwankende Oe sl erreich ist, oder der mächtige, disziplinierte, auf stählernen Säulen erbaute National st aat Deutschland. Für uns kann die Wendung in Oesterreich nur Gutes bedeuten. Das Dritte Reich ist zwar ein furchterregender Gegner, aber e i n mächtiger Freund für denjenigen, mit dem es befreundet ist. Um wiemel günstiger ist es für Ungarn, nunmehr statt Oesterreich diefe gewaltige Kraft in seiner Nähe zu fühlen, die jeth auch dazu führen wird, alle Kräfte, Fähigkeiten und Energien der Nation anzuspannen. land Geschäfte treibt, sich nach den Gesetzen seines Gastlandes richten müsse und nicht irgendwelche Sondervorrechte verlangen könne. Die amerikanische Regierung verlange lediglich, daß keine Enteignung ohne angemessene Entschädigung erfolge, im übrigen aber könne der amerikanische Staatsangehörige auf keinen Schutz seiner Regierung rechnen. Etwas anderes ist es mit der Zollerhöhung, bie teilweise bis zu 400 v. H. beträgt und sich fast ausschließlich gegen Waren aus den Vereinigten werden. Auch hoffe man, daß die Regierung der „gefährlichen und diskreditierten Idee der kollektiven Sicherheit" keine Chancen bieten werde, wo diese Idee Europa schon nicht wieder gutzumachende Schäden gebracht habe. Bisher sei es den Unheilstiftern nicht gelungen, den Premierminister von seiner klugen Zurückhaltung abzubringen. England habe jetzt nur eine Aufgabe, zu rüsten und wieder zu rüsten und an seine eigenen Ausgaben zu denken. — Der Daily Herald begrüßt den Beschluß der tschechoslowakischen Regierung, die Zugeständnisse an die deutsche Minderheit zu vergrößern. Das Blatt spricht dabei die Hoffnung aus, daß andere Staaten diesem Beispiel folgen werden, da die deutsche Minderheit in der Tschechoslowakei nicht die einzige in Europa sei. Fortschritte der englisch-italienischen Besprechungen London, 21. März. (DNB.) Auf Anfragen über den Stand der englisch-italienischen Besprechungen erklärte Chamberlain im Unterhaus, in den Verhandlungen seien gewisse Ergebnisse erzielt worden. Der britische Botschafter in Rom habe mit dem italienischen Außenminister mehrere Besprechungen gehabt, in denen Fortschritte zu verzeichnen seien. Auf eine weitere Anfrage bestätigte der Premierminister, daß der Abschluß der englisch-italienischen Wirtschaftsabkommen nicht ein Ergebnis der italienischen Verhandlungen in Rom seien. Ich hoffe, daß diefe Auswirkungen der österreichischen Ereignisse auf die ungarische Nation eintreten werden und damit die erfolgreiche Durchführung der großen begonnenen Pläne für eine bessere Zukunft der Nation gesichert werden." Der Präsident erklärte, Ungarn müsse die gleiche entschlossene nationale Po 1 i - t i k verfolgen, die in Italien durch Mussolini, in Deutschland durch Adolf Hitler siegreich zum Durchbruch gelangt sei. Mit großer Schärfe lehnte der Präsident die aus liberalistischen und demokratischen Kreisen immer wieder verbreiteten Gerüchte über die Bildung einer Parteikoalitionsregierung ab und erklärte, die gegenwärtige Lage verlange nicht eine Parteienkoalition, sondern die Koalition aller wahrhaften Patrioten zur Verwirklichung der großen Ziele der Negierung. Der frühere Ministerpräsident GrafPaul T e - l e k i, der im ganzen Lande das größte Ansehen genießt, erklärte im führenden Regierungsblatt „Függetlenseg", ein weltgeschichtliches Ereignis habe sich in diesen Tagen in der Nachbarschaft Ungarns abgespielt. Seit 19 Jahren war dieses Ereignis voraus zusehen, seit fünf Jahren habe es jeder erwartet. Die der gleicher Nation angehörende Bevölkerung zweier Ungarn b"'reunde- ter Staaten hätten sich nunmehr im Verlaufe eines natürlichen weltgeschichtlichen Prozesses vereint. Graf Teleki geißelt dann in scharfen Worten die Gerüchtemacher und richtet einen Appell an die Nation zum Zusammenschluß aller aufbauenden vaterlandsliebenden Kräfte. Man wolle noch nicht begreifen, daß jetzt überall neues Leben pulsiere und sich in der Welt eine Umwälzung vollziehe, die zweifellos für Generationen, wenn nicht für Jahrhunderte von schicksalentscheidender Bedeutung sein werde. Das ungarische Volk brauche heute mehr Vertrauen zu sich selb st, mehr Kühnheit und Mut statt Kleinmütigkeit und Ratlosigkeit. Das , Volk brauche den kühnen Mut des Schützengrabens, den Mut jahrzehntelanger Arbeit, die rückhaltlose I Liebe zu Volk und Heimat. Staaten richtet. Es ist anzunehmen, daß die Washingtoner Regierung als Repressalie entweder die Silberankäufe ein st eilt oder Schutzzölle auf amerikanische Waren legt. Auch diese Entscheidung jedoch ist nicht einfach, denn wenn Meriko den nordamerikanischen Markt für sein Silber verliert und es daher zu jedem Preis auf den Weltmarkt werfen muß, so würde der Weltmarktpreis für Silber erheblich sinken und die schon jetzt bestehende Differenz zwischen dem Weltmarktpreis und dem Preis, den die Ungarn freut sich des neuen starken Nachbarn. Oer Anschluß beseitigte eine Ungerechtigkeit der Friedensdiktate. amerikanische Regierung tm Inland aus inner- politischen Gründen für das Silber der Westftaaten — Nevada ufw. — zahlt, würde so grotesk werden, daß der amerikanische Kongreß dieser Prämienzahlung nicht länger ruhig zusehen würde. Aus all diesen Gründen — aber auch, weil vor der Hand die mexikanische Regierung auf ausländisches Kapital angewiesen ist — dürste die Lösung am wahr- cheinlichsten ein, daß es zu einem Kompromiß kommt, und daß die mexikanische Regierung gegen Gewährung einer nordamerikanischen Anleihe die Zollerhöhungen wieder beseitigt. Engländer und Amerikaner verlassen Mexiko. Die erste Folge der Verstaatlichung der Oelgesellschaften. Neuyork, 22. März. (DNB. Funkspruch.) Die New York Times meldet aus Mexiko, daß im Laufe der letzten Tage etwa 35 amerikanische und 54 englische Staatsangehörige das Land verlassen haben, Aufseher und leitende Angestellte der großen vergesellschaften, die, um der Bedrohung durch mexikanische Delarbeiter zu entgehen, das Petroleumgebiet von Tehuantepec verlassen haben und nach Veracruz geflohen feien. Auch die Angehörigen zahlreicher Angestellter der Stan- dard-Oelgesellschast in Tampico, wie auch der Britisch-Mexikanischen Eagle-Raffinerien bei Minatitlan hätten sich nach Veracruz eingeschifft. Die mexikanischen Arbeiter übten eine uneingeschränkte Kontrolle über das gesamte Ostgebiet aus und hätten ebenso das Eigentum der großen Oelgesell- schaften mit Beschlag belegt. Das Recht der Muttersprache. Der ungarische Kultusminister über die Sprachenregelung in der Schule. Budapest, 21. März. (DNB.) Im Abgeordnetenhaus gab Kultusminister H o m a n eine Erklärung über die Schulpolitik gegenüber den in Ungarn lebenden Volksgruppen ab. Er betonte, ein einheitlicher gemischtsprachiger Schu 11ypus auf der Grundlage der Verordnung der früheren Gömbös-Regierung werde bis 1939 zur Durchführung gelangen. Es fei verlangt worden, die Regierung möge ohne Befragen der Eltern Maßnahmen für die Schaffung der gemischtsprachigen Minderheitenschulen treffen. Der , Minister erklärte ausdrücklich, er fei nicht geneigt, ' einen derartigen Weg einzuschlagen. Niemand könne gezwungen werden, gegen seinen Willen seine Kinder in eine gemischtsprachige oder ungarische Schule gehen zu lassen. Die Regierung könne das Prinzip nicht aufgeben, daß d i e nationalen Minderheiten, sowohl die in anderen Staaten lebenden ungarischen Brüder wie äuch die im Rahmendes ungarischen Staates lebenden fremdsprachigen Ungarn, das unbestreitbare menschliche Recht hätten, ihre Muttersprache zu gebrauchen und ihre völkische Kultur und Tradition zu pflegen. Die Staatsgewalt fei verpflichtet, die Ausübung dieses Rechtes zu sichern, nicht nur im Interesse der Minderheiten, sondern auch im Interesse der staatsbildenden und staatstragenden ungarischen Nation. Durch Anwendung von Gewaltmitteln sei nach niemand zum Sohn einer Nation gemacht worden. Im Rahmen des gemischtsprachigen Unterrichts in den Volksschulen werde das Kulturrecht der sprachlichen Minderheiten zur Geltung kommen. Die Regierung werde mit der größten (Strenge gegen alle diejenigen verfahren, die sich den gesetzlichen Bestimmungen widersetzten. Spaltung in der ungarischen Kleinlandwirtepartei. Budapest, 21. März. (DNB.) Aus der von Tibor Eckhard geführten Unabhängigen Kleinlandwirtepartei haben sechs Abgeordnete ihren Austritt erklärt. Man sieht in diesem Vorfall das Zeichen für eine innere Krise der Partei. Diese verfugt jetzt nur noch über 19 Abgeordnete, denen 172 Abgeordnete der Regierungspartei gegenüberstehen. Die Ursache des Austritts sind grundsätzliche Meinungsverschiedenheiten über die von Tibor Eckhard verfolgte Politik. Deserteur als Volkskommissar Die Laufbahn eines bolschewistischen Priestermörders. Posen, 21. März. (DNB.) Der Priester, mord in Lubon bei Posen, dem der polnische katholische Geistliche Streich während eines Gottesdienstes zum Opfer fiel, hat jetzt feine Sühne gefunden. Der kommunistische Mörder Nowak hatte sich vor dem Posener Bezirksgericht zu verantworten. Bezeichnend ist, daß drei Offizialver- teidiaer ihr Mandat niederlegten und keiner den verabscheuungswürdigen Mörder verteidigen wollte, gegen den die öffentliche Meinung Polens in zahllosen Massendemonstrationen erbittert Stellung genommen hatte. In der Verhandlung kam zur Sprache, daß der Mörder sowohl im Weltkriege aus dem deutschen Heer desertierte wie auch im polnisch-bolschewistischen Krieg seine Truppe verließ und zu den Bolschewisten überlief, wo er es in Anbetracht dieser ehrlosen Gesinnung bis zum Volkskommissar (!) brachte. Der Angeklagte stand seit Jahren mit den Kommunisten in Polen in engster Fühlung. Das Gericht verurteilte den kommunistischen Mörder zum Tode. Auch Finnland rüstet auf. H e l s i n g k i, 22. März. (DNB. Funkspruch.) Die Regierung hat dem finnischen Reichstag eine Gesetzesvorlage zugeftellt, in der sie 2710 Millionen Finn- Mark zumEinkaufvonHeeresbedarf verlangt Diese Summe soll auf die Jahre 1938/1944 verteilt werden, doch sollen schon in diesem Jahre 460 Millionen Finn-Mark dereitgestellt werden. Zur teilweisen Deckung dieser durch Gesetz beffimmten Ausgaben schlägt die Regierung die Erhöhung der direkten Einkommen- und Vermögenssteuer um 2 0 v. H. vor. Sollte es jedoch möglich sein, den Ankauf von Heeresbedarf zu beschleunigen, so fordert die Regierung das Recht, die als nötig bezeichneten 2710 Millionen Finn-Mark sofort ganz ober teilweise im Anleiheweg flüssig zu machen. Nas Richtfest m der LuMffhalle Rhein-Rain. Die neue Luftschiffhalle auf dem Flughafen Rhein-Main bei Frankfurt, die dem neuen Luftschiff LZ 130 als Halle dienen wird, ist jetzt so weit fertiggestellt, daß das Richtfest begangen werden konnte, über das wir am Montag schon berichtet haben. — (Atlantic-M.) ----V .4 | Sich kennenlernen... Mit den ersten KdF.-llrlaubern aus Wien ins Reich. Von unserem Ter.-Sonderberichterstutter. Wien, im März. Das Telephon hat der liebe Gott auch im Zorn erschaffen, was gibt's denn jetzt schon wieder? Eine bekannte Stimme: „Können Sie sofort nach Wien abreisen und von dort den ersten ,KdF.'-Zug mit Wiener Arbeitern nach Berlin begleiten?" Das Telephon ist eine herrliche Erfindung! Der Handkoffer, der in so bewegten Zeitläuften sowieso immer gepackt steht, ist schon im Wagen, noch ein Dutzend Telephongespräche, es ist immerhin noch einiges zu beachten bei der Fahrt über die ehemalige Grenze, dann geht es zum Bahnhof und zehn.Minuten später gleitet der endlose O-Zug aus der Halle. Das war gestern in Berlin am Abend. Der ging im gleichförmigen Rhythmus des rasenden Zuges in die Nacht über. Man schläft an H o f und Passau vorbei. Im silbernen Sonnennebel des neuen Tages erwacht dann Linz an der Donau, die Stadt, deren größte Jubelstunde wir wohl alle am Lautsprecher miterlebt haben — das ist nun schon wieder eine ganze Woche her. Amstetten fliegt vorbei. In den Dörfern und Flecken feldgraue Uniformen. Bei Melk eine schwere Batterie auf einem Dorfanger, in Ruhestellung fein säuberlich wie nach der Schnur aufgefahren. Dann die riesige Abtei des weltberühmten Klosters, deren Bibliothek kostbarste Handschriften birgt, und da rauscht breit strömend die Donau. Langsamer wird die Fahrt die langen Steigungen des Wiener Waldes hinauf. St. Pölten liegt schon hinter uns. Jetzt die ersten Vorstädte der österreichischen Hauptstadt, das Getümmel des Wiener Westbahnhofes, Wien scheint dreimal mehr Einwohner zu haben. Dies ist das „sterbende Wien"? Vor einem halben Dutzend Jahren war ich hier, auf zwei Tage. Der Freund, der mich führte, sagte damals: „Was ist aus unserem Wien geworden! Bald leben wir hier wie in einem Mausoleum". Er zeigte mir eines der lebhaftesten Geschäftsviertel, die Verkäufer und Verkäuferinnen in den Läden standen sich untätig die Beine in den Leib. Und heute? Großstädte ziehen sich am Sonntag ins Privatleben zurück, zumal im Zentrum. Aber diese Stadt b r a u st wie ein Bienenkorb zur Zeit der Lindenblüte. Eigenartig die Gesichter der Menschen. Sie haben allzulange in der völligen Hoffnungslosigkeit gelebt. Das hat sich eingegraben. Aber darüber liegt es so hell wie die Sonne dieses strahlenden Tages, so hoffnungsfroh wie es ihnen die Fahnen des Dritten Reiches von allen Häusern zurufen. Ein wenig betäubt erscheinen die Menschen noch von dem übergewaltigen Erleben dieser Tage. Der Unterschied zwischen dem Gestern und dem Heute ist fast zu groß, fast zu schön. Aber das starke, mächtige Deutschland Adolf Hitlers, das vor wenigen Tagen erst zu ihnen herunterkam und sie kraftvoll in die Arme nahm wie verloren geglaubte Brüder, zeigt ihnen jeden Tag, daß sie keinen schönen Traum erleben, aus dem es ein schreckoolles Erwachen in die alte graue Wirklichkeit gibt — nein, sie spüren es: die neue Wirklichkeit ist wie die Sonne dieses Tages. Da sind die Uniformen der Befreier, die braunen, die schwarzen, die feldgrauen. Da sind die Fahnen, die man so lange verbergen mußte. Da sind sehr greifbare Dinge der praktischen Hilfe, die Gulaschkanonen ziehen durch die Straßen und teilen warmes Essen und Brot an die Bedürftigen aus, wie die Soldaten ja schon seit ihrer Ankunft die reichliche Ration mit ihnen teilten. Da ist die Kunde von der ersten Auswirkung der Besichtigung der Elendsquartiere durch Gauleiter Bürckel längst in aller Munde: fünf Millionen gleich auf den ersten Anhieb für die Erstellung neuer, gesunder, menschenwürdiger Wohnungen, an deren Stelle die bisherigen Machthaber nur Vertröstungen oder Versprechungen oder — Ablehnungen hatten. Und jetzt kommen sie gar und holen die Arbeiter zu Tausenden m i t „K r a f t durch Freude" nach Deutschland, umsonst fahren sie nach Berlin, nach Hamburg, in die Stadt der Reichsparteitage, in die Hauptstadt der Bewegung usw. Die Deutschen aus dem Reich und die Deutschen aus dem Lande Oesterreich sollen sich erst einmal gründlich kennenlernen und unsere österreichischen Landsleute, seit Jahren von einer ihnen fremden Presse systematisch belogen, sollen an Ort und Stelle st u d i e r e n, was das nationalsozialistische Großdeutschland in Wirklichkeit heißt und was es für feine arbeitenden und die noch erwerbslosen Menschen tut. Kurzer Besuch in der gegenwärtigen Organisationszentrale, im Parlament. In den Gängen und Hallen überall große gedruckte Schilder. Fast über Nacht ist hier eine neue übersichtliche Ordnung geschaffen worden, es ist vieles erst im Werden — und trotzdem auf die Minute werden die Züge abfahren. Meldegänger und Telephone sind dauernd in Bewegung, mit dem Erfolg, daß in der phantastisch kurzen Zeit von Donnerstag um 19.30 Uhr bis Freitag um 22.30 Uhr die Reisen der ersten Zehntausend mit KdF. organisatorisch gesichert waren! Und jetzt, am Sonntagabend, sind Die Jn- forrnationsappelle für die glücklichen Erwählten schon vorbei, jeder weiß, wann und wo er in feinen Zug zu steigen hat, wann, wo und wie er verpflegt wird usw. Das sollen sie uns erst einmal nachmachen, die „großen Demokratien" mit ihren Friedensphrasen und ihren Kriegsrüstungen! Morgen sollen wir mit diesen Glücklichen mit nach Berlin fahren. Das wird ein Fe st der Volksgemeinschaft und ein Miterleben der unbeschreiblichen Freude dieser wieder lebensmutig gewordenen Menschen, wie man es sich schöner nicht wünschen kann. Herzlicher Abschied in Wien. Wien, 21. März. (DNB.) Mit heiterer Marschmusik und riesigen Transparenten marschierten am Montagnachmittag aus den Arbeiterbezirken Wiens lange Züge zum Westbahnhof, die frohgestimmten „KdF."-Fahrer, die mit eigenen Augen das Deutschland des Dritten Reiches sehen dürfen. Gauleiter Bürckel betont, es erfülle ihn mit Stolz, daß zuerst die Männer aus den einst gegnerischen Organisationen die Möglichkeit haben, ins Reich zu fahren-, ihnen allen soll der Begriff des Sozialismus am schaffenden, arbeitenden Deutschen demonstriert werden. Niemand habe je geglaubt, daß der Arbeiter, der unter dem Einfluß der Kommunisten und Marxisten stand, innerlich schlecht gewesen sei. Man habe gewußt, daß man diesen schaffenden Menschen eine schlechte Sache aufzwinge. „Nun fahrt hinaus ins Reich", schloß der Gauleiter, „macht die Augen auf, redet mit euren Kameraden am Schraubstock. Wir erwarten nicht, daß ihr als Nationalsozialisten heimkehrt; aber eins müßt ihr können, mir in die Augen sehen und sagen: Ich gab mir Mühe, euch zu verstehen." Der Beifall aus den Reihen der „KdF."-Fahrer bewies, daß die schlichten, aufrechten Worte des Gauleiters verstanden worden waren. Unter flotten Musikklängen verließ pünktlich um 15.30 Uhr der erste Sonderzug die Bahnhofshalle, dem eine halbe Stunde später der zweite Zug folgte. ♦ Vor seiner Reise Ende Avril nach Lissabon und Madeira macht der neue „KdF."-Dampfer „W i l - Helm G u st l o f s" am 24. März eine zweitägige Fahrt nach Helgoland und in die Nordsee. Da gerade 10000 Volksgenossen aus Oe st erreich mit „KdF."-Zügen ins Reich kommen, werden 1000 von ihnen, deren Ziel Hamburg ist, diese erste Ausfahrt mitmachen. Am 26. März geht der „Wilhelm Gust- loff" wiederum für zwei Tage in See mit Werftarbeitern, die das Schiff gebaut haben, und deren Frauen. Der Stapellauf des zweiten „Kd F."° Schiffes, der wegen der österreichischen Ereignisse verlegt wurde, findet nun am 2 9. März auf der Howaldtwerft in Hamburg statt. An der Feier, die um 14.30 Uhr beginnt, nehmen u. a. 10 0 0 0 Volksgenossen aus Oe st erreich teil. Erste HilfefürBedirrstigeder bisherigen österreichischen Postverwaltung. Berlin, 21. März. (DNB.) Reichspostmlnister Dr.-Jng. O h n e f o r g e hat den Generaldirektor im Reichspostministerium, Dipl.-Jng. Fleischmann, zum Leiter für die Ueberleitung der österreichischen Post- und Telegraphenoerwaltung in die Reichspost ernannt. 200 000 Reichsmark sollen zur Unterstützung besonders bedürftiger Angehöriger der österreichischen Post- und Telegraphenverwaltung und der österreichischen Postsparkasse verwandt werden. Die Erholungsfürsorge der Reichspost und die Stiftung „Posttöchterhort" werden auf die Post- angehörigen des Landes Oesterreich ausgedehnt. Die Erholungsfürsorge wird zunächst 1000 Bedürftigen eine zehntägige kostenlose Erholung in Hotels und Fremdenheimen in landschaftlich schöngelegenen Orten gewähren. Der Posttöchterhort verschafft 200 Waisen einen kostenlosen vierwöchigen Erholungsaufenthalt. Oesterreichische Soldaten am Ehrenmal Unter den Linden. Berlin, 21. März. (DNB.) Jrn Ehrenmal Unter den Linden fand am Montag eine feierliche Kranzniederlegung durch die österreichischen Waffenkameraden vom I. Bataillon des JR. Nr. 15 aus Wien statt. Der Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Ergert, wies auf die deutsch-österreichische Waffenbrüderschaft während des Weltkrieges hin und betonte, daß die Helden, zu deren Ehren dieses Mal errichtet wurde, nicht umsonst gestorben seien. Ihr Blut, das sie für ihr Vaterland gegeben hätten, sei die Voraussetzung für die Wiedererweckung und Wiedererstarkung Deutschlands durch den Führer gewesen. Nach dem Kommando „Bataillon zum Gebet!" ertönte das Lied vom guten Kameraden, und während sich die Fahne senkte, betraten Oberstleutnant Ergert und Generalmajor Seifert, der Kommandant von Berlin, das Ehrenmal zur Kranzniederlegung. Auf gelber Schleife trägt der Kranz die Aufschrift „Den gefallenen Waffenbrüdern Wiener Infanterie-Regiment Babenberg Nr. 15". Eine zweite Schleife in roter Farbe zeigt das Hakenkreuz und das Eiserne Kreuz. Im Anschluß an die Totenehrung spielte das Musikkorps das Deutschlandlied und das Horst- Wessel-Lied. Ein Vorbeimarsch beendete die Feierstunde. Landwirtschaftliche Zwangsversteigerung in Oesterreich eingestellt. Linz, 22. März. (DNB.) Der Landeshauptmann von Oberösterreich verfügte, daß alle Zwangsversteigerungen in der Landwirtschaft und ihren Genossenschaften wegen des besonderen Notstandes der Bauernschaft von Oberösterreich sofort auf unbestimmte Zeit zurückge - stellt werden. Wie im Reich, so hatten auch in Oesterreich die Politiker der Systemzeit für den Blutquell der Nation, ein wirtschaftlich gesichertes Bauerntum, fein Verständnis und gaben Juden und anderen Geschäftemachern die Möglichkeit, durch rigorose Anwendung von Zwangsmitteln die Wirtschaftsnot für eigensüchtige Zwecke auszubeuten. Ein neues Waffengesetz. Berlin, 21. März. (DNB.) Im Reichsgesetzblatt ist ein neues Waffengesetz verkündet worden, das an die Stelle des aus dem Jahre 1928 stammenden Schußwaffengefetzes und einer Reihe waffenrechtlicher Vorschriften aus der Notoerordnungszeit tritt. Das Gesetz bildet das Ergebnis einer Nachprüfung des Waffenrechts nach der Richtung, welche Erleichterungen gegenüber dem bisherigen Rechtszustand im Interesse des deutschen Waffengewerbes vertretbar sind, ohne daß eine Gefahr für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit eintreten kann Der selbstverständliche Grundsatz, daß Feinde von Volk und Staat und sonstige sicherheitsgefährdendc Elemente nicht im Besitz von Waffen sein dürfen, soll in der Weise durchgssetzt werden, daß die Polizei befugt ist, solchen Personen Erwerb, Besitz und Führen von Waffen aller Art zu verbieten. Im übrigen hat man Erleichterungen eintreten lassen, die vorzugsweise auch dem deutschen Waffengewerbe und der in ihm beschäftigten Arbeiterschaft zugutekommen. So bedarf künftig der Erwerb von Waffen grundsätzlich nur noch dann polizeilicher Erlaubnis, wenn es sich um Pistolen oder Revolver handelt. Der Er- werbsscheinzwang für Munition ist beseitigt. Die Beschränkungen des Verkehrs mit Hieb- oder Stoßwaffen sind im wesentlichen aufgehoben. Das grundsätzliche Verbot des Verkaufs von Waffen und Munition an Jugendliche unter 18 Jahren ist noch hervorzuheben. Die Erteilung der Erlaubnis ist zur Ausübung des Waffenherstellungs- und des Waffenhandelsgewerbes an den Besitz der deutschen Staatsangehörigkeit, an die persönliche Zuverlässigkeit und an die sachliche Eignung geknüpft. Juden darf die Erlaubnis nicht erteilt werden. Kleine politische Nachrichten. Reichsbankpräsident Dr. Schacht vereidigte die Beamten, Angestellten und Arbeiter der O e ft e r » reichischen Nationalbank auf den Führer. Nach einer Begrüßungsansprache durch Direktor Buzzi hielt der Reichsbankpräsident eine Rede und nahm dann die feierliche Vereidigung vor. Reichsführer Himmler, der in Klagenfurt die dortige ^-Standarte besichtigt hatte, traf in Graz ein, wo er im Hofe des Gebäudes der Landesregierung die ^-Standarte besichtigte. Ein Besuch in der obersteierischen Bergstadt Leoben und die Besichtigung des dortigen Sturmbannes und ein Besuch in Innsbruck werden folgen. * Die schweizerische Gesandtschaft in Wien hat dem Auswärtigen Amt mitgeteilt, daß das schweizerische Bundesamts beschlossen habe, die Gesandtschaft in ein Generalkonsulat umzuwandeln, dem die Konsularagenten in Innsbruck und Bregenz unterstellt sind. Das Generalkonsulat wird der schweizerischen Gesandtschaft in Berlin unterstellt. * Der Verein der ausländischen Presse zu Berlin veranstaltete im Hotel „Esplanade" einen Empfang zu Ehren des Reichspressechefs Dr. Dietrich. Der1 Präsident Filippo Bojano brachte die Freude der Pressevertreter zum Ausdruck, in dem Reichspressechef einen Mann vom Fach willkommen heißen zu können, der den 2Iuf=__ gaben auch der Auslandspresse mit Erfahrung und Verständnis gegenüberstehe. Den Wunsch nach' einer engen kameradschaftlichen Zusammenarbeit unterstrich Dr. Dietrich mit besonderem Hinweis auf das Berufsethos und des Verantwortungsbewußtseins des journalistischen Schaffens. * Der Leiter der DAF., Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, ist im Flugzeug in Tripolis eingetroffen. Ihm wurde vom Generalgouverneur von Libyen, Luftmarschall B a l b o , ein herzlicher Empfang zuteil, zu dem sich auch Präsident Cianetti und der Leiter der faschistischen Freizeitbewegung, Pucetti, eingefunden hatten. ♦ Das Schulschiff „Schleswig-Holstein" ist in Messina (Süditalien) vor Anker gegangen. Die Kadetten haben einen herzlichen Empfang erfahren. * Wie der nationalspanische Heeresbericht meldet, besetzten die Nationalen am Sonntag an der Aragon-Front Valdealgorfa, 15 Kilometer östlich von Alcaniz. Wichtige feindliche Stellungen im Umkreis der Stadt wurden nach Ueberwindung heftigen Widerstandes erobert und über 600 Gefangene gemacht. Der Montag verlief an den Fronten verhältnismäßig ruhig. LMM auf Lo< 2tr. 233528 'ft/ÄlvT £c(c fluegefpieU. Sichern Sie tzch ceKlrriüK ein £»6J P-cfmumcm otzor Gttndtn Klaffe. - Jedem deutschen Volksgenossen stehen diese Möglichkeiten offen. Die neue Lotterie beginnt am 22. April mit der Ziehung zur 1. Klaffe. Wieder werden in 5 Klaffen Z4Z000 Gewinne im 2*1000000 2 200000 2* 500000 10 100000 2 300000 12* 50000 Los Los Log Los Los Los Nr. 332168 Nr. 259 620 Nr. 171111 Nr. 296045 Nr. 271935 Nr. 196710 Was gestern noch für ihn ein Wunschtraum war, ist heute Wirklichkeit geworden: Das Los, das er in der Preußisch-Süddeutschen StaatSlotterie spielte, hat den Haupttreffer gemacht. Und dabei kostete dieses Achtellos, das IOClOOQ,- AM gewann nur AW j£ Auf diese Nummern fiel das Große Los von 2 Millionen Mark: Am 14. März 1935 ara 1L September 1935 am 13. Marz 1936 am 1L September 1936 am 15. März 1937 am 10. September 1937 am 14. März 1938 . . . Außerdem 2 Gewinne zu je 75.000,— NM und 342968 weitere Gewinne im Gesamtbeträge von 61.910.180,— NM. AlleGewinne sind dnfommenfteuerfret I Sie erhalten den amtlichen Gewinnplan und Origlnallofe, soweit vorrätig, bei allen Staatlichen Lotterie-Einnahmen. Anschriften erfahren \ Sie auf Wunsch direkt von der Preußisch-Süddeutschen 1 StaatSlotterie, Berlin W35, Viktoriastraße 29. .au au .au .au .au .au Auch Sie können gewinnen! Spielen Sie mit! Bon einem Tag auf den anderen - . ein reicher Mann! Der Präsiden! der pe/utzlsch-Süddeulschen Staatslotterie // Gesamtbeträge von 67.660.180,—auf Im näi Willi im 18. Lebensjahre. Morgen ein treffend Schellfisch o.Kopf.... V2kg 0.22 1847D Seelachs-Filet »/„kg 0.28 1839A den Gieß. Anz durch eine gi winnbringeno Gießen, den 22. März 1938. 01353 Heute | Mittwoch Gut erhaltener Nestoria,200eem Kinderwagen Revarat. Becker, 1831V a.d.G.A. Gieß. Anzeiger.। Scbulstr. 7. Ruf 2251 Stadttheater Vgkg 0.22 »/2kg 0.32 Kabeljau o. Kopf Kabeljau-Filet -,40 RM. >20 „ Als nebenberufliches Einkomm. Ihre Geschäfts- Drucksachen stellen dleVerblndung her zu Ihren Erzeugnissen.Man stelltelch die Beschaffenheit Ihrer Waren so vor, wie man Briefbogen, Brief Umschläge,Postkarten, Rechnungen. Beschäftskarten Ihres Hauses beurteilt. Legen Sie deshalb Wert auf gepflegte Drucksachen I Wir bieten sie Ihnen preiswert I Brühl’sche Druckerei 14.30-17.15Uhr Ausverkauf!! Wilhelm Teil Baumpfähle Rosenstäbe Latten Dachpappe Karbolineum Happel&Co. KI.Mühlgasse4 u.6 Ruf 3925 langes , Gellend schrie ich meinem Boy zu, der über seinem Netz saß. Ich wollte ihn auf die Gefahr aufmerksam machen. Doch es war schon zu spät. Ein zackiger Schwanz schoß aus dem Wasser, faßte den Jungen mitten im Rücken und schleuderte ihn kopfüber ins Wasser. Gleich darauf begann ein lautes Schnalzen, gewaltige Kiefer sperrten sich auf und rückten rasch dem Unglücklichen näher. Ein entsetzlicher Tod schien zu kaufen gesucht. Sckr.Angeb.unt. Gerade schlug auf dem roten Turm von St. Pauli die Uhr elfmal in die Finsternis, als ich in den rauchgeschwängerten Gastraum der Wirtschaft „Zum grauen Walfisch" eintra-. Wirr gingen die Stimmen durcheinander. Hell klangen die Gläser zusammen. Nur links in der Ecke saß ein Mann, allein, schweigsam, mit leicht ergrauten Haaren, ein dampfendes Grogglas vor sich. Der mir gut bekannte Wirt, den ich neugierig nach dem Fremden fragte, meinte leise, es sei Paul Wittig, der berühmte Tierfänger. „Ein Wunder, daß Sie den noch nicht kennen." Nun, es dauerte nicht lange, so war die Bekanntschaft gemacht. Aus dem Schweigsamen wurde plötzlich ein Mensch, der viel von der weiten Welt berichten konnte. „Wie lange werden Sie noch in Hamburg bleiben?" „Tja, wir Tierfänger können nicht lange auf einem Fleck sitzen bleiben. Die Beute verkaufen, neue Abschlüsse tätigen — und dann wieder los in die Dschungel hinein." Er machte einen tiefen Zug aus der kurzen Pfeife, nahm einen Schluck Grog und beantwortete schon weiter unsere Fragen. „Was ich fange? Alles vom Floh bis zum Elefanten! Ja, lachen Sie nicht. Unlängst erst habe ich von dem Londoner Entomologischen Institut eine Bestellung auf Flöhe und Wanzen bekommen, und vor nicht ganz einem Jahre lieferte ich an den Rotterdamer Zoo fünf Elefanten." „Gefährlich, diese Riesentiere zu fangen, was?" „Wie man's nimmt. Die meisten Leute machen sich da ganz falsche Vorstellungen. Aber daß es oft weit gefährlicher ist, kleinste Lebewesen zu erbeuten, will keinem Menschen einleuchten. Und doch muß man bei ihnen genau so wie bei den altbekannten Raubtieren durch den Urwald streifen. Da lauern genug Gefahren... Dor einigen Jahren wollte ich einen Paradiesvogel fangen, an der Nordwestspitze von Neu-Guinea. Abenddämmerung war bereits auf die kleine Insel Waigeu gefallen. Entgegen meiner sonstigen Gewohnheit arbeitete ich völlig allein. Genau wie alle anderen Singvögel hat der Paradiesvogel einen so festen Schlaf, daß man ihn dabei buchstäblich mit der Hand fangen kann. Man braucht also nur den Schlaffitz des Bogels zu finden, muß sich auf die Lauer legen, bis er eingeschlafen ist, und dann so lautlos wie möglich auf den Baum klettern, um über den reglosen Vogel einen Sack auszubreiten. Der Fang glückte mir. Ich kletterte wieder vom Baum herunter, hielt mich dabei an einem dünnen Ast fest, als im selben Augenblick der -vermeintliche Ast sich zu bewegen begann, so daß ich um ein Haar abgestürzt wäre. Der Ast war eine riesige — Pythonschlange, die ähnlich dem Vogel, dem sie sicher nachgestellt hatte, fest eingeschlafen war. | Verschiedenes] Gesucht SAeiMMlne gut erhalten, im Tausch gegen Staubsauger „Elektro - Lux". Sckriftl. Angeb. u. 01362 an den ihm sicher zu sein. Aber im Bruchteil einer Sekunde hatte ich mein Gewehr, das ich in der Dschungel ständig bei mir trage, an die Wange gerissen, zielte und schoß. Die Kugel traf das Krokodil genau hinterm Ohr. Es schnappte noch einmal, wurde ruhig und sank schließlich unter. Der Schwanz zuerst, ein sicheres Zeichen dafür, daß die Beute tot war." Die Abenteuer nahmen kein Ende. Es konnte einem schon kalt über den Rücken laufen. Gerade als wir aufbrechen wollten, entdeckte ich an der Hand des Tierfängers eine rote Schramme. Er mußte das wohl gesehen haben. „Von einem Froschmauloogel." „Froschmauloogel? „Ja, ist wohl einer der seltsamsten Vögel auf der Erde. So groß wie eine Eule. Mit braunem, fleckigem Gefieder. Sein Schnabel ist im Ansatz so breit, daß sich die Mundwinkel irgendwo auf dem Rücken zu treffen scheinen. Auch ihn kann man im tiefsten Schlaf mit der Hand fangen. Es war wieder im Urwald von Neuguinea. Da wurde ich auf einen Froschmauloogel aufmerksam, der still auf einem Ast saß, etwa sechs Meter über dem Erdboden. Die Gelegenheit war günstig. Ich für die 7. Rate. , Die Einlösung der 7. Rate muß unbedingt vor der 25. Mietoorstellung erfolgt sein. Die oben angegebenen Einlösezeiten sind einzuhalten. Gießen, den 18. März 1938. Der Oberbürgermeister. Preise: RM. 0.60-3.00. Uebersendung der Mietkarten. Die zu zahlende siebte Rate beträgt: Familienlogen mit 5 Plätzen . . Familienlogen mit 4 Plätzen . . I. Ring......... II. Ring......... III. Ring......... IV. Ring......... der Bühnenschaffenden im I. und II. Ring . im III. und IV. Ring . Kinderwagen modern, gut erhalten,preiswert zu verkauf, oiseo Schillerstr. 13 H Ein scheußliches Gefühl, kann ich Ihnen sagen, anstatt eines Astes eine Schlange in der Hand zu halten. Glücklicherweise schadete der Python nicht weiter, überdies war er noch vollkommen schlaftrunken. Aber wenn es eine giftige Schlange gewesen wäre, würde ich wohl nicht mehr vor Ihnen ^„Das kann ich mir denken." Der Wirt brachte uns ein neues Glas. Wie stießen auf ein glück- Gtadttheater-Mete. Die Einlösung des siebten Abschnitts der Stamm- Miete hat an der Theaterkasse, Johannesstraße 3, zu erfolgen, und zwar: Mittwoch, den 23. März 1938, für die Mittwoch. Mieter. . Donnerstag, den 24. März 1938. für die Freitag- Mieter. Freitag, den 25. März 1938. für bte Dienstag. Mieter in der Zeit von 10 bis 13 Uhr und von 17 bis 18 Uhr. Nach Einzahlung auf Postscheckkonto Frankfurt am Main 37210 Kasse des Städttheaters Gießen erfolgt 19.30-22.15 Uhr. 25. Mittwoch-Miete 1 Neueinstudierung: 1835d Das Land des Lächelns Romant.Operette von Fr.Lehär. Musikai. Leitung: J. Popelka. Spielleit.: Karl - Ludwig Lindt. Preise: RM. 1.20—4.00. Nutzholzverkauf. Montag, den 28. März, vormittags 10 Uhr. werden in der Gastwirtschaft höchst in Kesselbach nachstehende Kiefern-Abschnitte, Güteklasse A, verkauft: Aus dem Forstort Dietrichswald 33 des Schutzforstes Rabenau: 4,02 fm Kl. 3a, 6,81 fm Kl. 3b, 15,76 km Kl. 4 und 1,23 fm Kl. 5. Aus dem Forslort Rüdengeheg 11 des Waldes der Gemeinde Kesselbach: 1842V 6,90 km Kl. 4 und 3,33 km Kl. 5. Das Holz ist vorher zu besichtigen. Nummernverzeichnisse sind durch das Forstamt erhältlich. Londorf, den 21. März 1938. Forstamt Rabenau. Tafel-Bestecke 90 Gr. stärkste Silberauflage, in bester Qualität liefert Fabrik direkt an Private. Sehr preiswert! Bequeme Teilzahlung! isggV Gratis Katalog anfordern! A. Pasch & Co., Solingen 51. Motorrad [Kaufgesuche"] Vom Floh bis zum Elefanten Ein Tierfänger erzählt von seinen Abenteuern. e- ie 1 20.00-22.45Uhr Wilhelm Teil Aus aller Welt. Riesige Sprengung in einem Pfälzer Steinbruch. Im Steinbruchbetrieb am Rothenkircherhof bei Kirchheimbolanden, der von den Nordpfalzlschen Hartsteinwerken betrieben wird, wurden jetzt schätzungsweise 200 000 Tonnen Felsgestein durch Sprengung losgelöst. Das angefallene Material, das zur Bewältigung der großen Straßen- und Eisenbahnaufträge benötigt wird, leicht für das Jahr 1938 aus und garantiert 200 Volksgenossen Arbeit und Brot. Zur Vorbereitung der Sprengung, die als die größte Europas bezeichnet wird, wurden in monatelanger Arbeit zwei Stollen gebohrt und ausgetragen. Jeder dieser Stollen wurde mit zwei Kammern versehen, in die man rund 300 Zentner Sprengmaterial einsetzte. Verheerender Brand im Rostocker Sladlgul. In einem Stall des Rostocker Stadtgutes Schmarl brach ein Feuer aus, das — begünstigt durch die Trockenheit der letzten Zeit und starken Sudwest- roinb — in kurzer Zeit drei Gebäude mit den vorhandenen Futtervorräten, einen Teil der Maschinen und Geräte vernichtete. 40 Rinder und etwa 160 Schafe kamen in den Flammen um. Die Pferde blieben verschont. Einige der Tiere konnten noch notgeschlachtet werden. Waldbrand im Spessart. Die Waldabteilungen Hofschlag und Riegelstein, die zur Gemarkung Mondfeld im Spessart gehören, wurden von einem verheerenden Feuer heimgesucht. Der Brand entstand dadurch, daß ein Waldarbeiter ein Feuer anmachte, um sich das Mittagessen zu wärmen. Kaum hatte er es angefacht, als ein Windstoß die Flamme auf das dürre Gras trieb. Mit rasender Schnelligkeit breiteten sich die Flammen aus. Nach angestrengter Arbeit war die größte Gefahr beseitigt und ein Wall um die vom Feuer ergriffene Fläche gezogen, die etwa 3 Hektar umfaßt. ____________________________________ Mädchen für Va bis % Tage in kleinen Haushalt gesucht. oi35i Zu erfragen in d. Geschäftsstelle desGietz^Anz. |Stellengesuche| Aelterer, erfahr. ^chieOmeister der schon längere Jahre den Beruf alsSchiehmeister ausgeübt hat, sucht Stellung, mögl. Autobahn. Schriftl. Angeb. unter 01359 an Perfekter Buchhalter f. größeren Handwerksbetrieb täglich einige Stunden gesucht. Gehaltsanspr. erbeten. Scyr. Angebote unter 01308 an den Gieß. 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In einem Sack brachte ich ihn zu Boden und später nach London, wo sein Verkaufserlös mir den erlittenen Schmerz einigermaßen wieder gutmachte." Der alte Tierfänger drückte mir die Hand. Und als ich den „Grauen Walfisch" verließ, kündigten zwei Glockenschläge von St. Pauli schon die frühe Morgenstunde. Die Verzögerung war gewiß nicht unnütz gewesen. Man sah plötzlich ein, daß auch die kleinsten und hübschesten Lebewesen, die da draußen bei Hagenbeck jedes Jahr Millionen von Besuchern anlocken, ebenso gefährlich zu fangen sind wie ihre großen und kräftigen Brüder. K. v. P h 111 p p o f L Mahnung. Die Beiträge für den Hlonaf Februar 1938 derjenigen Arbeitgeber, die von der Kasse Rechnung erhielten, sowie der freiwilligen Mitglieder können noch bis zum 26. Würz 1938 ohne Kosten bezahlt werden. Nach Ablauf dieser Frist erfolgt Kostenberechnung evtl. Zwangsbeitreibung. Für die Arbeitgeber die die Beiträge selbst nach dem wirklichen Arbeitsverdienst berechnen, gilt die gesetzte Frist bis 26. des Monats nicht. 18460 Allgemeine Ortskrankenkasse für Stadl- und Landkreis Gießen in Gießen. Kräftiger Lagerarbeiter möglichst im Packen geübt, über 25 Jahre, von Großhandlung zum baldigen Eintritt gesucht. Schriftl. Angeb. u. 18440 a. d. Gieß. Anz. Nordanl. 9. issiP 15—20 Ztr. Heul zu verkaufen. Wicseck, Wagengasse 1. Keine Zeugnisse in Urschrift '»adern nur Zeugnis- abichrtften dem Be- werbungsichretvea beb >egen — Lichtbilder unoBewerbungSunter- >>gen muffen zur Wer» Meldung von Verlusten auf der Rück feile Warnen und 'Anschrift des Bewerbers tragen l Stadttheater sucht eine junge perfekte lisssv Mole Nur schriftliche Angeb. mit Bild an die Intendanz. ab 1. Avril 1938 zu vermieten ev. mit Kaffee und Frühstück. oi35o Schillerstr^lOl [Stellenangebote 2 Gartenmädchen für sofort gesucht. Gärtnerei Schwarz Gießen 1840O Am Kugelberg 2. liches Gelingen an. „Ein anderes interessantes Erlebnis hatte ich einmal im Urwald von Siam. Ich war gerade in Penang gelandet, um eine Bestellung auf siamesische Kampffische auszuführen. Hundert Kilometer ging es landeinwärts. Ein eingeborener Boy begleitete mich. Sie müssen wissen, daß man diese nur zwei Zentimeter langen Fische durch Abkämmen der Wasseroberfläche mit kleinen Netzen sängt. Es dauerte nicht lange, da hatten wir eine geeignete Stelle gefunden und arbeiteten nun beide auf gegenüberliegenden Plätzen am Ufer eines kleinen Flusses. Plötzlich sah ich am anderen Ufer einen dunklen Gegenstand im Wasser schwimmen. chsten Augenblick entdeckte ich ein drei Meter Krokodil. 20,— RM. 20,— „ 6- „ 5,— „ 3,- „ 3,- „ V. Ring.........2,— „ Außerdem sind zu zahlen für die Altersversorgung Sieben Menschen ertrunken. Aus Williamsport (Pennsylvanien, USA.) wird ein schweres Unglück gemeldet. Ein 30 Meter langes Floß mit 84 Personen an Bord, die anläßlich einer Jubiläumsfeier der pennsylvanischen Holzindustrie auf dem Susquehanna-Fluß eine 150 Kilometer lange Vergnügungsreise unternommen hatten, stieß in der starken Strömung gegen den Pfeiler einer Eisenbahnbrücke und sank. Sieben Feffteilnehmer ertranken. Kunst und Wissenschaft. Internationale Lepra-Tagung in Kairo. Der König von Aegypten eröffnete im Opernhaus zu Kairo in Anwesenheit der Regierung, der Behörden, der Chefs der fremden Missionen und von über 300 Vertretern aus 56 Staaten die internationale Lepra-Tagung. Die deutsche Abordnung steht unter der Leitung von Professor K l i n g m Ü l l e r. Abends folgte ein Gala-Empfang im Abdine-Palast zu Ehren der Teilnehmer. Aegypten ist an den Arbeiten der Tagung besonders interessiert, da trotz starken Rückgangs und Isolierung immer noch neue Leprafälle auftreten. Die Gesamtzahl aller Leprakranken in der Welt wird auf zwei bis drei Millionen geschätzt. Hauptsächlich betroffen sind Asien, die pazifischen Inseln und die tropischen Teile Afrikas. Wetterbericht Der hohe Luftdruck über Mitteleuropa ist. jetzt soweit abgebaut, daß sich eine durchgreifende Luftströmung und damit Bewölkung eingestellt hat. Die Weiterentwicklung geht aber weiterhin langsam oonftatten, so daß mit einer durchgreifenden Aende- rung noch nicht gerechnet werden kann. Aussichtenfür Mittwoch: Morgens vielfach dunstig oder neblig, tagsüber leicht bewölkt, noch trocken, Tagestemperaturen nach kühler Nacht bis 15 Grad Celsius, schwache Winde. Aussichten für Donnerstag: Weiterhin veränderlich, Bewölkung, nicht mehr ganz so warm. Lufttemperaturen am 21. März: mittags 19,8 Grad Celsius, abends 6,6 Grad; am 22. März: morgens 1,3 Grad. Maximum 20 Grad, Minimum heute nacht 0,5 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 21. März: abends 9,2 Grad; am 22. März: morgens 5,6 Grad. — Sonnenscheindauer 9 Stunden.______ Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptfchriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für bte Bilder: Dr Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyrwt; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen- (eiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. II. 38: 10 788. Druck und Verlag: Brühlfche Unioersitatsdruckerei R Lange, K-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. la Düngekalk liefert C. Rübsamen K.-G. Telefon 3659. 13330 Grüne Heringe,Norweg. */ekg 0.16 3% Rückvergütung! Verbrauchergenossenschaft Gießen e.G.m.b.H. Tätigkeit 1500 -bis 2000 - RM. Kapital sofort zu vergeben, evtl, auch nur Beteiligung. Schr.Angeb.unt. 01358 a.d.G.A. 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Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang unserer heben Entschlafenen Frau Luise Schmidt Wwe., geb.Wuth sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers sagen wir unseren herzlichsten Dank. im Namen der Hinterbliebenen: Familie Hermann Löber Familie Fritz Schäfer. Nach Gottes unerforschliebem Ratschluß verschied am Sonntagabend plötzlich und unerwartet mein lieber Mann, Vater, Schwiegervater, Grobvater und Onkel Jakob Koch Hausverwalter i. R. Die trauernden Hinterbliebenen; Elise Koch Familie Wilhelm Koch und 4 Enkelkinder Gießen (Asterweg 71), Steinberg, Friedberg. 22.März 38. Die Trauerteier findet Mittwoch, den 23. März, nachm. 2.45 Uhr in der Kapelle des Neuen Friedhofes statt ___________18370 brauchen erhalten Sie bei BORRMANN«: Gießen - Neustadt 5 - Ruf 4165 Hr.68 Zweites Blatt Oienstag, 22. Marz 1938 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Aus der Stadl Gießen. Höhlenbrüter suchen Wohnung. Wo stehen heute noch alte Bäume, in deren morschen Stamm der Zimmermann Specht für sich und andere Höhlenbrüter Nester klopfen kann? Wo sind an Feldrainen noch Hecken und im Wald Unterholz geblieben, das den Strauchbrütern natürliche Nistgelegenheiten bieten könnte? Nur selten sind sie zu finden. Die fortschreitende Kultivierung des Landes fordert die Rodung der morsch gewordenen Bäume, der Hecken und des Unterholzes. Aber in eben dem Maße, in dem sie vor sich getyt, werden die Lebensbedingungen vieler heimischer Vögel beschnitten. Sie können ihre Zahl nicht mehr vermehren, werden zurückgedrängt und würden schließlich aufhören, den Menschen zu nützen, wenn wir ihnen nicht Hilfe brächten. Und dazu ist es jetzt Zeit. Nun wird der Vogelzug einsetzen. Die Winterreisenden unter unseren Vögeln werden heimkehren und mit den wintertreuen ans Brutgeschäft gehen — wenn wir ihnen Nistgelegenheiten schaffen. Sonst ziehen sie weiter! Um die Strauchbrüter brauchen wir uns in diesen Wochen noch nicht so zu kümmern, dafür um so mehr um die Höhlenbrüter. Für sie müssen wir Nisthöhlen oder Nistkästen aushängen. Nisthöhlen sind wohl das natürlichere, da sie den Höhlen, die der Specht zimmert, nachgebildet sind. Die Selbstherstellung bereitet jedoch allerhand Schwierigkeiten. Daher kauft man sie entweder im Handel (sie sind sehr billig), oder man nimmt Nistkästen, die leicht herzustellen sind und von den Vögeln ebenso gern bezogen werden wie Höhlen. Aus einem wenigstens 18 Millimeter starken Brett (innen rauh, außen gehobelt) sind sie schnell zusammengenagelt. Man muß nur annähernd wissen, für welchen Vogel sie bestimmt sind, damit man die Maße richtig wählt. So soll ein Meisen- kasten eine Grundfläche von 12 mal 12 Zentimeter, eine Höhe von 20 Zentimeter, einen Fluglochdurchmesser von 3,2 Zentimeter und einen Abstand des Fluglochs vom Dach von 4 Zentimeter haben. In ein solches Haus werden dann auch Kleiber, Baumläufer, Trauerfliegenschnäpper, Gartenrotschwanz, Wendehals und kleiner Buntspecht einziehem Meister Star verlangt schon ein geräumigeres Heim. Es soll eine Grundfläche von 15 mal 15 Zentimeter, eine Höhe von 25 Zentimeter, einen Fluglochdurchmesser von 5 Zentimeter und einen Abstand des Fluglochs vom Dach von 4 Zentimeter haben. Für Rotschwänze, Bachstelzen und graue Fliegenschnäpper baut man den Kasten 12 Zentimeter breit, 12 Zentimeter tief und 12 Zentimeter hoch. Die 12 Zentimeter breite Vorderöffnung wird aber nur zur halben Höhe durch ein 6 Zentimeter hohes Brettchen abgeschlossen. Alle diese Vogelhäuser sollen an der Seite eine Oeffnung haben, damit man sie reinigen und die unerwünschte Sperlingsbrut entfernen kann. Außen versieht man sie zweckmäßig mit einem Anstrich, und das Dach benagelt man mit Pappe. Dann kann auch der Regen nicht eindringen. Zwei Bohrlöcher von 5 Millimeter Durchmesser im Boden sorgen außerdem für den Abflllß des Wassers aus dem Innern. Von diesen Kästen kann man getrost 12 für Meisen, 12 für Stare usw. je Hektar Gartenland anbring-en, wenn der Gehölzbestand gut ist. Nur sollen sie nicht zu nahe beieinander hängen; das stört nämlich die Vögel beim Brüten. Auch sollen sie nicht gar zu hoch in der Baumkrone wippen; für Meisen genügt ein Abstand vom Boden von 2 bis 4 Meter, für Stare von 3 bis 6 Meter. Wichtig ist nur, daß sie ka-tzensicher hängen und schräg nach vorn geneigt sind, damit es nicht zum Flugloch hineinregnen kann. 7000 Privatquartiere für Sänger. Quartiermacher für das Gau-Sängerfest in Gießen sind unterwegs. Den Vorbereitungen für das 3. Hessische Gausängerfest, das in der Zeit vom 8. bis 11. Juli in Gießen abgehalten und viele Tausende Gäste nach Gießen bringen wird, galt eine Sitzung des Wohnungsausschusses am gestrigen Montagabend im „Schipkapaß". Der Vorsitzende des Wohnungsausschusses Adam Urhan ging zunächst auf die kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung dieses Festes für die Stadt Gießen ein. Vor allem hob er hervor, daß von ihm ein neuer Auftrieb des Sangeslebens in der alten Sängerstadt Gießen erwartet wird. Das Festprogramm gab er wie folgt kurz an: Am Freitag, 8. Juli, findet in der Volkshalle ein Begrüßungsabend statt, bei dem die Gesangvereine von Gießen und Umgebung mitwirken. Am Samstag, 9. Juli, wird der Gau-Sängertag abgehalten. Um die Mittagszeit wird das Gau-Banner, das die Darmstädter in Verwahrung haben, in Gießen eingebracht. Nachmittags finden Sonderkonzerte von 2500 auswärtigen Sängern statt. Am Abend wird die Hauptaufführung der Kantate „Heiliges Vaterland" erfolgen. Sonntags singen die Sänger in den beiden evangelischen Kirchen. In der Volkshalle wird das Oratorium „Die vier Jahreszeiten" aufgeführt. In den Straßen werden Gruppen von Vereinen Volkskonzerte geben, am Nachmittag treten die hessischen Sänger mit einer großen Kundgebung für den deutschen Männergesang an die Öffentlichkeit. Von hier aus marschieren sie zur Volkshalle, wo ein Volksstück des Heimatdichters Georg Heß zur Aufführung gelangt. Der Montag bringt ein Volksfest und den Ausklang. Für die gute Durchführung dieses Festes ist die Quartierbeschaffung eine der wichtigsten Aufgaben. Unsere Gießener Hotelverhältnisse sind unzureichend. Massenguartiere würden zu teuer kommen. Deshalb wenden sich die Sänger an die Gießener Bevölkerung mit der Bitte um Bereitstellung von Nachtquartieren. Der Ober- biirgcrmeister hat bereits in einem Aufruf diese Bestrebungen unterstützt. Es werden rund 7 000 Privatquartiere benötigt. Jeder Volksgenosse, der in der Lage ist, eine wohnliche Unterbringung zur Verfügung zu stellen, wird gebeten, dies den Quartiermachern, die in diesen Tagen mit ihrer Arbeit beginnen, anzugeben. Die Festleitung wird für eine Uebernachtung mit erstem Frühstück einen noch festzusetzenden Einheitsbetrag von voraussichtlich 2 RM. gewähren, der nach dem Feste gegen Rückgabe der Quartierkarte erstattet wird. In erster Linie werden die Quartiere für die Nacht zum Sonntag, 10. Juli, benötigt. Wer für zwei Nächte Quartier stellen kann, gebe dies den Quartiermachern an. Es wird weiterhin gebeten, den Quartiermachern bereitwilligst Auskunft zu erteilen, ob die Möglichkeit für ein kostenloses Mittagessen besteht, um bedürftigen Sängern die Teilnahme zu erleichtern. Die Stadt ist zur Erfassung der Privatquartiere in Bezirke eingeteilt, so daß kein Haushalt übergangen werden wird. Den Wünschen nach Aufnahme bekannter oder verwandter Sänger und Sängerinnen wird nach Möglichkeit entsprochen, wenn diese Sänger bei den Quartiermachern vorgemeldet werden. Kyffhäuier-Gchießleiter iagien in Gießen. Am Sonntagvormittag fand im „Bayrischen Hof" in Gießen eine Besprechung der Kameradschaftsschießleiter des Kreisverbandes Gießen im Deutschen Reichskriegerbund Kyffhäufer über die Durchführung des Schießens innerhalb der Kameradschaften statt. Zu dieser Zusammenkunft mar auch der Kreisführer Dr. M o n n a r d mit seinem Adjutanten Weber und dem Kreisgeschäftsführer Glebe erschienen. Der Kreisschießwart Kamerad Hanf begrüßte die Kameraden — nur einige Kameradschaften hatten keine Vertreter entsandt — und gab einen kurzen Bericht über die Kreisschießleitertagung in Fulda. Weiter sprach er über die Schützenversicherung und gab bekannt, daß für die Folge die Patronenverteilung nach der Zahl der am Schießen teilnehmenden Schützen erfolgen soll. Kreisfuhrer Dr. Monnard gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß nach einer Mitteilung des Oberkommandos der Wehrmacht der Zusammenschluß aller Soldatenverbände im Deutschen Reichskriegerbund Kyffhäufer erfolgen soll, was lebhaften Beifall auslöste, und bat die Kameraden, die noch fernstehenden ehemaligen Soldaten dem Reichskriegerbund zuzuführen. Weiter sprach er über die Durchführung des Schießens in den Kameradschaften, und er teilte dabei mit, daß nach einer Besprechung mit der Bannführung der Hitler- Jugend die HI. bei den Kameradschaften im Schießen ausgebildet werden soll. Hierauf überreichte er mit ehrenden Worten an drei verdiente Schützen: Wilhelm Jacobi, Leihgestern (161 Ringe), Heinrich Wendel (152 Ringe) und Philipp D a m m XI. (164 Ringe), beide von Reiskirchen, die große goldene Schützenehrennadel, dem Kameraden Glaub, Reiskirchen, die goldene Ehrennadel des Kyffhäuserbundes für 50jährige Mitgliedschaft. Der HJ.-Stellenleiter für Leibeserziehung im Bann 116, Raabe, Gießen, sprach in längeren Ausführungen über die Schießausbildung der HI. und gab ferner bekannt, daß die HI. beim Schießen in Nürnberg eine Durchschnittsringzahl von 10,5, eine beachtenswerte Leistung, erzielt habe. Alles Nähere wird er mit den einzelnen Kameradschaften besprechen. Nachdem der Kreisschießwart noch bekanntgemacht hatte, daß das Bundesschießen am 3. Juli stattfindet, und der Geschäftsführer kurze Erläuterungen zu den Kreisbefehlen gegeben, erfolgte die Ausgabe von Patronen an die einzelnen Kameradschaften. Kreisführer Dr. Monnard schloß hierauf die Tagung in der üblichen Weise. Dornotiren. Tageskalender für Dienstag. Stadttheater: 20 bis 22.45 Uhr „Wilhelm Tell". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Zwei gute Kameraden." — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): Rote Rosen, blaue Adria." — Oberhessischer Kunstverein: 17 bis 18 Uhr Ausstellung im Turmhaus am Brand. Großer bunter Abend zugunsten der Winterhilfe. Die Intendanz des Stadttheaters veranstaltet am Donnerstag, 24. März, um 20 Uhr, zugunsten der Winterhilfe einen großen bunten Abend. Der Abend bringt „Eine Fahrt ins Blaue", Frühlingszug im 100-Kilometer-Teinpo mit bunten Stationen. Fahrt- dienstleiter sind: Hans Geißler und Karl-Ludwig Lindt. Für die Musik während der Fahrt sorgen: Heinz M a r k w a r d t und Joachim P o p e l k a. Vergnügungsbeamte: das Solopersonal, die Tanzgruppe, der Chor des Stadttheaters und das städtische Orchester. „Eine Fahrt ins Blaue" findet außer Miete statt. Ende 22 Uhr. Wiederholung „Wilhelm Tell" im Sladlthealer. Heute um 20 Uhr findet im Stadttheater eine Wiederholung des Schauspiels „Wilhelm Tell" von Schiller statt. Spielleitung Hermann Schultze- Griesheim, Bühnenbilder Karl Löffler« Wiederholungsübung zum Reichssportabzeichen am 24. April DNB. Wie die NSK. mitteilt, finden die wegen der bevorstehenden Reichstagswahl verschobenen Wiederholungsübungen zum SA.-Sportabzeichen nunmehr endgültig am 2 4. April statt. «vrrr *U€$ WIM PUTZT ALLES V152-305 Frühlingsblumen in jedem Betrieb! NSG. Zehn Blumen wollen Einzug halten in die Betriebe Hessen-Nassaus. Kunstvoll sind sie gedreht, geschnitzt und bemalt von den Elfenbeinschnitzern im Odenwald. Am 26. und 27. März werden die Männer der Deutschen Arbeitsfront sie auf allen Straßen und in allen Betrieben bei der sechsten und letzten Reichsstraßensammlung für das Winterhilfswerk des deutschen Volkes 1937/38 anbieten. Walter und Warte der DAF., Betriebsführer, Werkscharmänner und -führer fordern wieder im freiwilligen Einsatz das Opfer eines jeden Volksgenossen. Chöre, Musik- und Fanfarenzüge der Werkscharen rufen jeden zum Geben auf. KdF.-Sportler, Sing- und Volkstanzgruppen setzen sich an diesem Tag ein. Der Marschtritt von Werkscharen mahnt, zur letzten Straßensammlung doppelt zu geben. Die Parole am nächsten Samstag und Sonntag lautet: Frühlingsblumen in jedem Betrieb! Reizvolle Blumen werden hergestellt. (Aufn.: DAF.) Gchwedenpunsch und Seemannsliebe. Don Walter Sperling. Wer die beiden Vettern Einar und Axel Gun- narson die Borgaten in Malmö entlangschlendern gesehen hätte, wäre nicht auf den Gedanken gekommen, daß sich beide todfeind sind und nur dank ihrer verwandtschaftlichen Beziehungen davon absahen, sich gegenseitig die werten Köpfe einzuschlagen. Der Grund' allen 'Haders war, wie immer, wenn auf dieser Welt etwas .Menschliches schief geht, ein Mädchen. Das hatte schwedenblondes Haar, war stets propper und hörte auf den sogar für Matrosenohren wohlklingenden Namen Jngeborg Eng- ström. Einar und Axel Gunnarson waren beide mit gleichem Eifer hinter ihr her, und es schien, daß sie Einar lieber mochte als Axel. Das verdroß den Verschmähten mächtig, denn für ihn war Einar die Dummheit in Person, und er konnte das Mädel nicht begreifen, das keine Augen für seine eigenen Qualitäten zu haben schien. Axel Gunnarson, mit mäßigen Geistesgaben gesegnet — wovon er aber nie etwas hören wollte —, hatte lange seinen harten Schädel zerquält, wie er es anstellen müßte, um fein Ziel doch noch zu erreichen und kam auf die Idee, den anderen von Schwedens grünen Gestaden verschwinden zu lassen; eine Aktion, von der er sich viel für sein Liebesglück versprach, und die ihm sehr leicht schien, wenn er an Einars stadtbekannte Beschränktheit dachte. Einar und Axel bogen jetzt von der Borgaten in die Storgaten ein, und über Einars Stoppelgesicht, in dessen Mundwinkel die kurze Pfeife hing, — von der böse Zungen behaupteten, daß sie diesen Platz selbst nachts nicht verlasse, — breitete sich ein freundliches, bevorstehende Genüsse anmeldendes Grinsen. In der Storgaten, ganz unten am Ende, wo man schon die im Wasser schaukelnden Boote sieht, wo das Tuten der Dampferpfeifen in den Ohren dröhnt, ist Peddersens Bar; eine halbe Treppe im Keller, — ein beliebter Winkel, wo man bei Punsch und anderen die Heiterkeit fördernden Wässern seine Sorgen abladen kann. „Na, da wären wir ja", brummte Axel. „Na ja", brummte Einar zurück. Sein Kopf schaute mit unnachahmlich teilnahmslosem Gesicht aus dem dicken Sweaterkragen. „Wollen mal sehen, ob Engdahl da ist, — nicht?" fing der erste wieder an. Engdahl war Heuerbas, und Peddersens Bar war sein Vergnügungslokal und Büro zugleich. Einar sagte gar nichts, und dann stolperten die beiden die ausgetretenen Granitstufen hinunter, öffneten die Butzenscheibentür und standen in dem niedrigen Schankraum. Aus einem Nebenzimmer war gewaltiges Gebrüll vernehmbar, denn der Heuerbas war gerade dabei, einen Heizer für die „Arild" herumzukriegen ... Einar und Axel hatten schweigend an einem der klobigen Tische Platz genommen. Einars Fäuste ruhten nach wie vor in den unergründlichen Tiefen seiner Hosentaschen, und die Rechte kam erst zum Vorschein, als er das schwere Gußglas auf dem Tisch stehen sah, in dem sich wundertätiger Punsch schaukelte. Krachend stellten die beiden die Gläser auf den Tisch zurück. Schweigend hatte sie Axel wieder gefüllt. „Da ist doch die »Arilds — nicht?" fing Axel wieder an. „Na, — und?" grunzte Einar. „Ich meine man bloß." Schweigend gossen die beiden den neuen Inhalt der Gläser hinunter. „Du hast doch lange nichts gehabt, Einar, — das wäre doch was." Im Nebenzimmer war der Krach zum orkanartigen Tosen angeschwollen. „Ich fahr nicht", brummte Einar, „fahr du! Mir gefällt es hier." Behaglich lehnte er sich zurück und ließ es gerne geschehen, daß Axel die Gläser von neuem füllte. Glas auf Glas gluckerte zu dem llebrigen, und es schien den Vettern, als weite sich Peddersens Bar zu einem riesigen Saal, um sich sofort wieder zu einer niedlichen Schachtel zu verkleinern; bedrohliche Visionen, die durch immer neue Punschspülungen verwischt wurden. Axel rückte schon gesprächiger näher, und Einar ging bereits so weit aus seiner Reserve heraus, daß er dem anderen die Arbeit des Einschenkens abnahm. Der Krach von nebenan war jetzt für die Ohren der wackeren Zecher nur als lindes Säuseln vernehmbar. Die Dinge im Raum begannen zu schaukeln, genau wie im Logis eines schlingernden Frachters, bei Windstärke 8. Einar und Axel Gunnarson tranken und umarmten sich abwechselnd, und wie von ungefähr kramte Axel ein Formular aus seiner speckigen Wachstuchtasche, hervor und begann wieder, dem vor sich hinlallenden Einar die Vorzüge einer vier- monatigen Seereise auf der unter Dampf liegenden ,Arild< auszumalen. Dann steckte er dem in überirdischen Gefilden schwebenden Einar einen violetten Tintenstift in die Faust und deutete mit seinem von mannigfachen Ereignissen zernarbten Finger auf die Stelle des Heuerscheins, wo Einar seine Firma hinsetzen sollte. Von draußen scholl der Lärm des nahen Hafens herüber, und das schien in Einars Schädel die Er- mnerung an Dinge wachzurufen, denen er fürderhin aus dem Wege zu gehen, sich fest vorgenommen hatte. Schwer schaukelte sein massiver Oberkörper hin und her', und dann haute er den Stift auf den Tisch und bedeutete dem anderen, daß er doch des Schreibens unkundig sei, was er, Axel, doch genau wisse, und Kreuzchen mache er nicht. Hupp... „Schreib du für mich und bann ist gut — Pedder- sen, Peddersen, noch eine auf meine Rechnung!" brüllte er. Als Peddersen die helle Flasche auf den Tisch stellte, sah er, wie Axels ungelenke Finger ein Gebilde aufs Papier setzten, das nur Eingeweihte als: Gunnarsen entziffern konnten. Als Engdahl später' in die große Gaststube trat, waren von den beiden nur Axels große Beine zu sehen, die unter dem Tisch hervorragten. Einar war verschwunden. Neben Axel lag der unterschriebene Heuerschein. „Welcher von den beiden Halunken hat. ihn unterschrieben?" fragte Engdahl, als er ihn aufhob. „Einar wollte doch heute mit, sagte mir Axel!" „Na, Axel hat ihn unterschrieben — ich hab es selbst gesehen", bestätigte der Wirt. „So ein Saufkopp", spuckte Engdahl, als man den schnarchenden Axel packte und zum Hafen hinuntertrug, auf die „Arild", um ihn im Logis zu verstauen ... Erst zwei Monate später erfuhr Axel in Reval von der mittlerweile vollzogenen Trauung Einar Gunnarsons mit besagter Jngeborg Engstrom. Zeitschriften. — „Ein Volk wird frei" betitelt sich der erste Bildbericht von der Machtergreifung des Nationalsozialismus in Deutsch-Oesterreich in der „Iltust r i r t e n Zeitung Leipzig". Der Tag von Linz, der Einmarsch der deutschen Truppen, der Jubel der Bevölkerung, die Proklamation des Führers, die Rede des Führers und Dr. Seyß-Jnquarts in Linz, alle diese welthistorischen Daten und Ereignisse sind in hervorragender Weise gewürdigt. Eine sinnvolle Ergänzung zu dem Bericht aus Deutsch-Oesterreich bildet der Beitrag „Das Jahr der Volkserhebung", der zur Erinnerung an die preußische Erhebung 1813 veröffentlicht wird. In lebendigem Zusammenhang mit den Veröffentlichungen über Deutsch-Oesterreich steht auch die eindrucksvolle Bildseite „Tiroler Bauernschlag". Aus dem weiteren Inhalt verdient der fesselnde Bildbericht „Die Reichs-Reiterführerschule der SA. in Düppel" besondere Hervorhebung. Unter dem Titel „Die deutsche Gralsburg" werden Bilder von der Ruine Wildenburg im Odenwald gezeigt. Schicksale eines Bildes. Seit über dreißig Jahren hing das Oelbild eines eleganten Herrn aiis der Zeit der Französischen Revolution fast unbeachtet an einer Wand in einem Landhause in Südengland. Der Besitzer hielt wenig davon, bis er eines Tages in einer Buchkritik über ein neu erschienenes Werk „Der Blutprinz", eine Biographie des Herzogs von Orleans, der als Philippe Egalite bekannt geworden ist, eine genaue Abbildung seines Bildes entdeckte. In der Besprechung war gesagt, daß das Porträt die Wiedergabe eines berühmten Gemäldes von Reynolds sei, und als sich der Besitzer des Bildes das Buch kommen ließ, fand er die Angabe, daß das Originalgemälde zerstört fei. Er wandte sich darauf an den Verfasser des Buches, Evarts Scudder, der ihm mitteilte, daß der Herzog von Orleans im Jahre 1785 nach London gekommen sei, um sich von Reynolds malen zu lassen, und daß das Porträt von dem Herzog dem Prinzen von Wales geschenkt worden sei und im Carlton House gehangen habe. An dem Tage aber, als der Prinz erfuhr, daß Philippe Egalite in Paris dafür gestimmt hatte, daß sein Vetter, der französische König, auf die Guillotine geschickt wurde, riß er, wie berichtet wird, das Porträt von der Wand und zerstörte es. Als man das neuentdeckte Bild näher untersuchte, entdeckte man Anzeichen einer Beschädigung an der rechten unteren Ecke. Da man es für eine Uebertreibung halten mußte, daß ein einzelner Mann ein so großes schweres Bild völlig zerrissen haben sollte, so erhob sich die Frage, ob das Bild nicht doch das oerlorengeglaubte Original war, zumal festgestellt werden kannte, daß es lange nach der Zeit, in der die Geschichte von seiner Zerstörung spielt, öffentlich zu sehen gewesen ist. Eine neue Schwierigkeit erhob sich, als man darauf hinwies, daß ein Bild, das das Original von Reynolds fein soll, im Buckingham Palast hängt. Es wurde aber festgestellt, daß dieses durch Feuer so schwer beschädigt worden ist, daß nur noch wenig von dem ursprünglichen Zustand erhalten ist. Welter fand man in einem Katalog einer Versteigerung von Werken von Sir Thomas Lawrence bei' Cbri- ftie im Jahre 1831 ein Porträt des Herzogs von Orleans von Reynolds angeführt, „das im Carlton House zerstört wurde". Der Name des Käufers, Evans, war mit Bleistift am Rande vermerkt, uni) tatsächlich entdeckte man an dem neuen Bilde auf der Rückseite die Katalognummer und kaum noch leserlich den Namen Elvans. Der Besitzer hofft also noch immer, daß fein Bild das Original von Reynolds ist, das natürlich einen außerordentlichen Wert darstellen würde; aber selbst wenn es nur eine Kopie von Lawrence wäre, könnte er sich beglückwünschen. Das Bild befindet sich jetzt in London und wird von Sachverständigen untersucht. führung der fdiäftiouna ■ l e r bei Ecke Walltorstraße (Nachdruck verboten!) 14. Fortsetzung. von außen versperrt, und was das Fenster betraf. schwarzem Leder aus der Handtasche. „Ich ziehe meine geliebte Havanna vor. Auch Ihrer Gesundheit wäre es zuträglicher, wenn Sie sich zur Zigarre bekehren würden. Wollen Sie es nicht versuchen?" Die Abteilung Volkswirtschaft-Hauswirtschaft im Deutschen Frauenwerk hatte ihre Leiterinnen aus dem Kreise Wetterau zu einer Schulung im Einhorn einberufen. Es sollte diesmal den Frauen gezeigt werden, wie zeitgemäße und im Inland noch reichlich vorhandene Lebensmittel immer wieder abwechslungsreich verwendet werden können, und wie auch zu festlichen Gelegenheiten, wie Konfirmation oder Osterfest, Kuchen und Torten mit wenig Mitteln und für jede Haushaltskasse erschwinglich geschmackvoll und lecker hergestellt werden können. Frau Mathy, die Kreisabteilungsleitenn, begrüßte die Frauen und gab zu Beginn einige wichtige Anleitungen. Dann wurden die einzelnen Gerichte nach den Rezepten erklärt und gezeigt. Bei der Hauptmahlzeit wurde auf die Verwendung von Hammelfleisch, inländischem Gemüse und Salaten, wie Schwarzwurzel, Kraut, rote Rüben, Feldsalat und verschiedene Kartoffelgerichte, hingewiesen und die daraus hergestellten Gerichte geschmackvoll an- aerichtet auf der weißgedeckten Tafel ausgestellt. Dann erklärte Frl. Christ die Zubereitung und Verwendung des Seefisches. Ein Auftauf von Fisch Samstagabend fand im „Burghof" der Standortappell der Infanteriekameravschaft I des hiesigen Soldatenbundes für Monat März statt. Kameradschaftsführer Hauptmann d.R. Schwende r, begrüßte eingangs die Kameraden und gedachte der großen erhebenden Schicksalswende in Oesterreich. Dann gab er dem Kameraden Pfarrer Trapp das Wort zu einem Vortrag über Erlebnisse in englischer Kriegsgefangenschaft. Kamerad Trapp hob einleitend hervor, daß die Hauptmasse der deutschen Kriegsgefangenen bei den Westmächten erst im letzten Vierteljahr des Krieges, nach dem 8. August 1918, in Gefangenschaft geraten sei, in den ersten vier Kriegsjahren war die Zahl der von uns gefangen genommenen Gegner auf dem westlichen Kriegsschauplatz weit höher als umgekehrt die Zahl unserer deutschen Gefangenen bei den Feindmächten. Der Redner kam dann auf die schweren Rückzugskämpfe an der Somme im August 1918 zu spechen, in deren Verlauf er mit zahlreichen Kameraden in Gefangenschaft geriet. Auf den Gefangenen legt sich zunächst ein schwerer seelischer Druck, der Schmerz, von den Kameraden getrennt zu sein, nach jahrelangem Frontdienst nicht mehr mittämp- fen zu können. Besonders quälend war dies für einzelne Offiziere und Mannschaften, die erst wenige Monate vorher glücklich aus jahrelanger russischer Gefangenschaft mit meist sehr schweren Erlebnissen hatten fliehen können; nun wudden sie zum zweiten Mal gefangen, diesmal von den Engländern. Niederdruckend war ferner für den deutschen Soldaten, die die ungeheuren Rohstoff- und Materialschwierigkeiten Jahre hindurch am eigenen Leibe erfahren hatte, die Wahrnehmung, daß diese Schwierigkeiten hinter der feindlichen Front nicht oder doch kaum vorhanden zu sein schienen. Die Vernehmung durch die englischen Nachrichtenoffiziere wickelte sich sehr rasch ab; es gab Englan? der, die offen von ihrer Abneigung gegen den Krieg überhaupt sprachen und den dringenden Wunsch laut werden ließen, bald wieder zu Haus ihren Geschäften nachgehen zu können. Sie wahrten durchweg eine ritterliche, höfliche Haltung. Dagegen zeigte sich während des Bahntransports über Amiens häufig der Haß der französischen Bevölkerung in drohenden Gesten. Ein schöner, starker kameradschaftlicher Zusammenhalt unter den Schicksalsgefährten war sehr schnell da und half über vieles hinweg. In England war die Behandlung in den Lagern im ganzen anständig. Man darf sagen, daß uns mit den Engländern rassisch und seelich vieles verbindet, mehr als mit manchem andern unserer früheren Feinde. Es gab auch dort Schroffheiten und Ungerechtigkeiten, im ganzen herrschte jedoch ein ritterlicher Geist gegenseitiger Achtung. Auch hielten sich die Engländer fern von Grausamkeiten wie der in französischen Lagern üblichen gradezu sadistischen Bestrafung von Fluchtversuchen. Ungemein niederdrückend waren im Lager die grauen Novembertage 1918 mit der Nachricht vom schmählichen Kriegsende und dem ungehemmten Siegesjubel der Engländer. Weihnachten hinter Stacheldraht wubde in schöner Kameradschaft gefeiert — schwer waren die langen Monate bis zum Ende des Jahres, wo endlich die Stunde der Befreiung schlug. Die feindlichen Gefangenen durften aus Deutschland gleich nach dem Waffenstillstand heimkehren, die Deutschen aber mußten noch bleiben, als längst schon die Waffen ruhten; viele Söhne deutscher Mütter sind in diesen Monaten noch draußen, fern der Heimat und den Ihren, gestorben. Kameradschaftsführer Hauptmann d. R. S ch w e ritz e r gab dem Dank der Anwesenden Ausdruck und schloß den Abend mit der Mitteilung des nahe bevorstehenden Zusammenschlusses der Wehrverbände in eine einzige, umfassende Organisation. Stück 5 bis 10, Eier, deutsche, Klasse S 13, Klasse A 12N, Klasse B 12, Klasse C UK, Klasse D 10H, Wirsing, kg 10 bis 14, Weißkraut 9 bis 12, Rotkraut 14 bis 15, gelbe Rüben und Karotten 10 bis 12, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 15 bis 18, Unterkohlrabi 8, Grünkohl 15, Rosenkohl 15 bis 35, Feldsalat, Vio 8 bis 10, Tomaten, kg 45 bis 50, Zwiebeln 12 bis 14, Meerrettich 35 bis 55, Schwarzwurzeln 20 bis 35, Kartoffeln, Vi kg 5 Pf., 5 kg 44 Pf., 50 kg 3,30 bis 3,90 Mark, Aepfel, % kg 15 bis 28 Pf., Blumenkohl, das Stück 35 bis 50, Salat 10 bis 25, Endivien 8 bis 20, Lauch 5 bis 8, Sellerie 10 bis 35, Rettich 5 bis 15, Radieschen, das Bündel 15 bis 20 Pf. ________ die Entwicklung der Arbeitsvermittlung von der Vorkriegszeit über die liberalistische Epoche bis zu dem Arbeitseinsatz unserer Tage. Hinsichtlich des ** Arbeitsjubiläum. Morgen Mittwoch, 23. März, kann der Altmetzgergeselle Adolf M ü l - Eduard Sack hier, Ecke Walltorstraße-Wetzsteingasse, auf eine 25jäh- rige Dienstzeit zurückblicken. Unseren Glückwunsch! ** Tödlich gestürzt. Am Samstagnachmittag stürzte eine 58 Jahre alte Frau in einem Hause in der Frankfurter Straße aus einem Fenster zwei Stockwerke tief ab. Die Bedauernswerte erlitt dabei schwere innere Verletzungen, an denen sie am gestrigen Montag in der Chirurgischen Klinik verstorben ist. Die Frau soll schon seit einiger Zeit Frage noch: Ist das Unternehmen bereit im Gang oder muß es erst aufgezogen werden?" Donna Mercedes warf ihm einen verdeckten Blick zu. „Welche Gewähr können Sie mir geben, daß Sie mein Vertrauen nicht mißbrauchen werden?" Der Beamte zündete sich eine neue Zigarette an und stieß mit hörbarem Schnauben eine mächtige Rauchwolke von sich. „Vertrauen gegen Vertrauen, gnädige Frau, das muß Ihnen genügen. Sie wissen, welche Art von Geschäften ich treibe und können mich durch eine Anzeige verdammt schädigen. Ich denke, es hat wohl keiner vom anderen etwas zu befürchten." Donna Mercedes schien sich mit diesem Hinweis zufrieden zu geben. „In bescheidenem Umfang läuft das Geschäft bereits feit über einem Jahr", gab sie nähere Aufklärung. „Jedoch erscheint mir der Mann, der die Unternehmung bisher leitete, nicht mehr tragbar. Es ist ein alter Herr, der zwar zufriedenstellend arbeitet, dem es aber doch wohl an den erforderlichen Fähigkeiten mangelt, um das Unternehmen auf eine breitere Basis zu bringen. Außerdem sind mir von einem durchaus vertrauenswürdigen Gewährsmann gewisse Mitteilungen gemacht worden, die mich veranlassen, mich schleunigst von diesem Herrn in entsprechenden Abstand zu bringen. Er soll sich an harmlose Reisende her- anmachen, denen auf rätselhafte Weise die Pässe abhanden gekommen sind. Diesen Leuten bietet er an, sie auf Schleichwegen über die Grenze zu bringen. Statt dessen werden sie ausgeplündert. Es ist ein Heller Wahnsinn, unser ^Unternehmen mit solchen Manövem zu gefährden." Herdegen widerstand der Versuchung, die Spanierin mit einem freundschaftlichen Kuß zu beglücken. Dieser Bursche, von dem sie da ahnungslos erzählte, paßte ja großartig in den Rahmen seines Auftrages. Kein Zweifel, der und fein anderer hatte bei dem Verschwinden dieses Willy Ruland die Hand im Spiele. „Ich bin vollkommen im Bilde. Man wird aber bei der Ausbootung dieses Mannes mit großer Vorsicht zu Werke gehen müssen, damit er uns nicht aus Rache einen Strich durch die Rechnung macht. Wenn Sie wollen, werde ich diese Aufgabe auf mich nehmen. Man wird zunächst den Anschein erwecken müssen, als ob ich lediglich zu seiner Unterstützung mit ihm Zusammenarbeiten wurde." „Ich verhehle Ihnen nicht, daß Sie mir damit ein schweres Stück Arbeit abne*I)men. Es war der eigentliche Zweck meiner Reise, die Sache mit Bar- i geilt ins reine zu bringen." Herdegen sah ihr die Erleichterung an Jetzt Möbel billig kaufen im Total-Ausverkauf Möbelhaus KOOS Marktstraße 8,1. Stock 1747A Kein Laden Oie Fürsorgearbeit des Reichsbunde« der Körperbehinderten. Die Ortsgruppe Gießen des Reichsbundes der Körperbehinderten hielt am Sonntagnachmittag im „Stuttgarter Hof" unter dem Vorsitz des Kreisbundesleiters Launfpach eine gut besuchte Versammlung ab. ’ . Pa Erle erstattete Bericht über die Arbeit tm letzten Halbjahr. Zur Bewältigung der Fürsorge- betatunq wurde in der Liebigstraße 20 eine Geschäftsstelle eingerichtet. Der neue Mitarbeiterkreis setzt sich zusammen aus Kreisbundesleiter Laun- spach, den Mitarbeitern Erle, Helfenbetn, G e r m e r , A d a m s und Leidlich. Die fürforge* rische Tätigkeit war von einigem Erfolg gekrönt. Anschließend wurde der Fürsorgebericht der Reichs- bundleitung für 1937 verlesen. Im laufenden Jahre wird die Gießener Ortsgruppe wieder zwei Omnibusfahrten durchführen und durch die Einführung von Sportkursen den Willen zur körperlichen Ertüchtigung und Stärkung der Arbeitskraft zu heben versuchen. Abteilungsleiter Pg. B l i n z i g (vom Arbeitsamt Gießen) sprach über den Arbeitseinsatz der Körperbehinderten. In einer kurzen Uebersicht zeigte er Abenteuer in Parts. Vornan von Hans Hirthammer. Copyright by Verlag Oskar Meister, Werdau i. Sa. ab. Sein Respekt vor Tante Mercedes mar um ein • beträchtliches gestiegen. „So — also Krawatten wollen Sie in Hersburg verkaufen? Ausgerechnet in Hersburg! Wissen Sie, wieviel Einwohner wir haben?" Herdegen mußte bekämt gestehen, daß er darüber nicht unterrichtet wäre. „Etwa dreitausend! — Rechnen wir davon sechshundert Männer, von denen sich vielleicht fünf Prozent mit Ihren Krawatten befreunden werden — mein lieber junger Freund, wollen Sie mir wirklich weismachen, daß Sie wegen etwa fünfzig Krawatten im Flugzeug von Berlin nach Köln gereift sind?" „Warum nicht?" versteifte sich Herdegen. Donna Pereiro d'Aloarez stieß eine gewaltige Rauchwolke aus. „No, no, Senhor!" lächelte sie. „Erzählen Sie doch einer welterfahrenen Frau keine solchen Märchen! Sie führen etwas ganz anderes im Schilde!" „Ich wüßte nicht!" „Sie — schmuggeln, gestehen Sie es nur ein! Sie brauchen aber keine Angst zu haben, daß ich Sie der Polizei übergebe!" „Ich ... hm — bewundere Ihren Scharfsinn!" „Also richtig geraten! Rasend interessant! Ist es nicht sehr gefährlich?" „Nicht im geringsten!" lachte der Kriminalbeamte. „Meine langjährigen Erfahrungen auf diesem Gebiete —" „Ausgezeichnet!" Herdegen horchte auf. „Wieso ausgezeichnet? Sie sehen mich überrascht." Donna Mercedes dämpfte ihre Stimme zu einem vertrauten Flüstern. „Hören Sie mal, junger Mann, hätten Sie Lust, sich an einer sehr gewinnbringenden Sache zu beteiligen?" Herdegen unterdrückte ein schadenfrohes Grinsen. „Wenn die Höhe des Gewinnes dem Risiko entspricht —!" „Ohne Zweifel! Es handelt sich darum, Photoapparate, Chemikalien und medizinische Präparate über die Grenze zu bringen. Wenn Sie die Sache gut machen und sichere Möglichkeiten finden, könnte sich das Geschäft zu einer dauernden und sehr einträglichen Gewinnquelle entwickeln lassen." Herdegen brauchte eine Weile, bis er sich von seiner Verblüffung erholt hatte. Da schien ihm ja eine ganz große Sache frisch vom Himmel herab 1 in den Schoß fallen zu wollen. Zeitgemäße Verwendung unserer Lebensmittel Schulung in der Lehrküche im Einhom. Standortappell des Soldatenbundes Gießen Vortrag in der Infanterie-Kameradschaft. mit auch alle etwas sehen konnten. Einige junge Mädchen aus dem Fröbelseminar hatten die Vorbereitungen getroffen und begannen nun ein lustiges Kasperlespiel, das mit seinen Streichen, Witzen und Erlebnissen die vergnügten Zuschauer aufs Beste unterhielt. Reicher Beifall dankte den „Tanten" für ihre Mühe, und die Kinder schieden mit Dank für den schönen Nachmittag. F. K. Gießener wochenmarktpreile. * Gießen, 22. März. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, XA kg 1 57 Mark, feine Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 dis 25 Pf., Käse, das Arbeitseinsatzes der Körperbehinderten bat er um praktische Mithilfe durch Selbstertüchtigung und Aus- findigmachen geeigneter Arbeitsplätze unter Berücksichtigung der eigenen Arbeitsleistung. Zu diesem Zwecke werden, wenn die Voraussetzungen zutreffen, Vor- und Umschulungen vorgenommen, um Körperbehinderte für eine ihren Leistungen entspre« chende Beschäftigung vorzubereiten, oder auszubilden. Die Kriegsbeschädigten mies er auf die Einführung der Diamantenschleiferei in.Nidda zur Beschäftigung geeigneter Volksgenossen und die Einrichtung einer Werkstatt bei Heyligenstaedt zur An- und Umlernung geeigneten Nachwuchses in der Metallindustrie hin. Er forderte auf, durch verständnisvolle Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt und vor allem durch eigenes Bemühen mitzuhelfen, Wege und Mittel aufzufinden, die Körperbehinderten nach Maßgabe ihrer Leistungsfähigkeit in den Arbeits- Oer Gauleiter bei den Wettkämpfen des Gauentscheids im DDK. NSG. Seit Samstag findet in Frankfurt, Darmstadt und Offenbach der Gauentscheid des B e r u f s w e 11 k a m p f e s a l l e r f ch a f f e n d e n Deutschen statt, zu dem im Gau Hessen-Nassau : 1500 Schaffende angetreten sind. Am Montagoor- mittag erfüllten die Teilnehmer am Gauentscheid in verschiedenen Betrieben ihre praktischen Aus- gaben, denen in Frankfurt und Darmstadt Gau- [eiter Sprenger beiwohnte. In seiner Begleitung befanden sich der stellvertretende Gauleiter Linder und Gauobmann Becker. Die Fahrt, die mit einer Besichtigung von Arbeiten des Telegraphenbaufaches ihren Anfang begann, brachte die Erkenntnis, daß der erstmalig für alle Schassenden erweiterte Berufswettkampf den stärksten Anklang gefunden hat und mit begeistertem Eifer durchge- führt wird. In Frankfurt konnte der Gauleiter seine Anerkennung den Männern vom Telegraphenbauamt den Lehrlingen und Gesellen der Gruppe „Eisen und Metall" aussprechen, und in Darmstadt den Leistungen der dort im Wettkampf stehenden Hausgehilfinnen ein besonderes Lob zuteil werden lassen. An allen Stätten sah man die gleich frohen Gesichter, die mit Ernst und Hingabe bei der Lösung ihrer Aufgabe waren, und überall verspürte man die sozialistische Praxis der Bewegung, die es ermöglicht, daß auch dem letzten deutschen Volksgenossen eine großzügige sachliche Ausbildung zukommt. Abschließend besuchte der stellvertretende Gauleiter noch die Wettkampfgruppe „Bau", die in Darmstadt auf dem Parade platz ihre Arbeiten verrichtete, und die Wettkampfgruppe „Leder" in einem Offenbarer Betrieb. Auch hier erhielt man ein überzeugendes Bild von den vorbildlichen Leistungen des deutschen Facharbeiters wie seines Nachwuchses. JIG.-Frauenschast, Gießen-Süd. Auf Anordnung des Gauleiters ist für die Partei und deren Gliederungen Versammlungssperre, folglich fällt der für Mittwoch, 23. März, angesetzte Orts grupp en ab end aus. WHW. Ortsgruppe Gießen-Oft. Die letzte Pfundsammlung für das WHW. 1937/38 wird Dienstag, 22., und Mittwoch, 23. März, von der NS.-Frauenschaft im Bereich unserer Ortsgruppe durchgeführt. Die Durchführung des Lebensmittelopferringes wird im Laufe des Sommerhalbjahres eingestellt. Aus diesem Grunde werden alle Volksgenossen gebeten, mehr als seither zu spenden, damit diese Sammlung als Abschluß des WHW. ein voller Erfolg wird. Der Inhalt der Päckchen ist außen sichtbar anzugeben. Mehl, Hülsenfrüchte, Graupen, Nudeln, Makkaroni, Zucker, Grieß, Wurstwaren und Konserven sind besonders erwünscht. WSW. Ortsgruppe Gießen-Mitte. Belr.: Pfundspende. Am Mittwoch, 23. März, werden die Pfunü- spenden durch die NS.-Frauenschaft eingesammelt. Die Hausfrauen werden gebeten, den Inhalt auf der Umhüllung ter Päckchen kenntlich zu machen. Die Pfundsammlung erstreckt sich während der Dauer der WHW. auf alle Volksgenossen. Kleine Gäste bei der Ortsgruppe Gießen-Oft. „Hersburg?" staunte Tante Mercedes. „Da haben Sie ja ein außergewöhnliches Glück. Auch wir fahren dorthin, es ist meine Heimat, mein Bruder besitzt dort eine Brotfabrik. Kennen Sie den sinnigen Spruch nicht: ,Geh hin und kauf' für wenig Geld — das gute Brot von Sommerfeld!^?" „Zu meiner Schande muß ich gestehen, daß ich ihn noch nicht gehört habe; aber nun wird er für immer in meinem Gedächtnis haften bleiben. — Sie wollen mich also wirklich bis Hersburg mit- nehmen? Da bin ich Ihnen sehr zu Dank verpflichtet." Der Wagen fuhr bereits auf der schönen, breiten Asphaltstraße dahin, die den Flughafen mit der Stadt Köln verband. Herdegen saß neben Donna d'Aloarez, jedoch so, daß er durch den Spion über der Windschutzscheibe Fräulein Sommerfelds Gesicht sehen konnte, und es muß verraten werden, daß er von dieser Möglichkeit reichlich Gebrauch machte. Das Mädchen gefiel ihm. Ein schmales, frisches Gesicht, frohe braune Augen! Schade, daß man dienstlich sehr in Anspruch genommen sein würde! Man wäre sonst einem netten kleinen Flirt nicht aus dem Wege gegangen. Allerdings mußte Christian die bedauerliche Feststellung machen, daß sie von seiner Anwesenheit kaum Notiz nahm. Aber dies mochte daran liegen, daß sie ihre Aufmerksamkeit ausschließlich der Führung des Wagens zu widmen hatte. Donna Mercedes hätte gar zu gern erfahren, welche Art von Geschäften den jungen Mann nach Hersburg führte. „Ich reife für eine — Krawattenfabrik!" gestand Herdegen und bat um die Erlaubnis, eine Zigarette rauchen zu dürfen. Es wurde ihm gestattet; aber als er auch seiner Begleiterin anbieten wollte, lehnte diese lächelnd ab und nahm ein ansehnliches Zigarrenetui aus an Anfällen von Schwermut gelitten haben. Treffen der Weltkriegskrafifahrer in Frankfurt. LPD. Frankfurt a. M., 21. März. Fast 20 Jahre ist es her, daß sich die Weltkriegskraftfahrer nicht gesehen Haden. Nachdem sie im Laufe der Jahre die Mittel zur Errichtung eines Kriegs- kraftfahrer-Denkmals m Potsdam aufgebracht haben, wallen sie sich jetzt zusammenschließen. Der Ruf zum Zusammenschluß geht von Frankfurt aus, wo mit Einschluß der Umgebung 3 00 0 Weltkriegskraftfahrer leben. Alle Weltkriegskraftfahrer werden gebeten, ihre Anschriften dem Verein der Kraftwagenführer Frankfurt a. M., Kelkheimer Straße 16 (Fernsprecher 78 587), mitzuteilen. „Aber sagen Sie mir das eine: wie kommen Sie, eine gebildete, verwöhnte Frau, nur dazu, sich mit solchen Dingen zu beschäftigen?" Sie lächelte, während ihre Mundwinkel sich verächtlich verzerrten. „Mein Mann besitzt eine Drogenhandlung, die früher gerade genug abwarf, um Halbwegs davon leben zu können. Da ich nicht die geringste Lust hatte, mein Leben als die Frau eines kleinen Händlers zu verbringen, gingen wir daran, uns zu verbessern, wobei sich die Tatsache, daß ich in einer Grenzstadt geboren bin, vorteilhaft verwerten ließ. Warum soll man bescheiden leben, wenn sich mit einiger Klugheit angenehm leben läßt?" „Da ich der gleichen Ansicht huldige, steht es mir nicht zu. Sie zu verurteilen. Wissen Ihre Angehörigen --?" „Um Gottes willen, natürlich nicht! Da Sie ja wahrscheinlich unser Gast sein werden, bitte ich Sie, die nötige Vorsicht wallen zu lassen. Als was soll ich Sie nun eigentlich vorstellen?" Herde gen tat, als überlegte er angestrengt. „Am besten als — Kriminalbeamten, damit ist allen Möglichkeiten vorgebeugt." „Großartig! Sie sind raffiniert. Heute abend werde ich Sie mit Herrn Bargent bekannt machen." „Einverstanden!" sagte Herdegen und lächelte glücklich vor sich hin. Donna Mercedes öffnete das Schiebefenster, das den Fond vom Führersitz trennte, „Hallo, Lorekind, fühlst du dich nicht recht einsam da vorn? Ich habe mich glänzend mit Herrn Herdegen unterhallen." 17. Es hatte Willy Ruland ein schönes Stück Arbeit gekostet, bis es ihm gelungen war, sich mit Hilfe des Messers von seinen Fesseln zu befreien. Aber als er sich dann nach vielen Flüchen und Verwünschungen endlich wieder ungehindert bewegen konnte, mußte er feststellen, daß damit für den Augenblick noch nicht viel gewonnen war. Denn die Tür war mit Sellerie in der Form war sehr gut geraten, ebenso wirkten die mit Fischsalat gefüllten Tomaten appetitlich und erfreuten das Auge durch ihre geschmackvolle Anrichtung. Frl. Christ machte die Frauen darauf aufmerksam, den Verbrauch von Fischfilet, auch draußen auf dem Lande, zu empfehlen. Der Abfall an Haut, ©täten und Kopsen kann dadurch restlos einer weiteren Verwendung im Großen zugeführt werden; er wird zu Fischmehl für Futterzwecke verarbeitet. Zuletzt tarnen noch Kuchen und Torten, die besonders zur Konfirmation und für die Ofterfefttage willkommen sind, an die Reihe. Da war ein festlicher Osterkasfeetisch gedeckt mit Rosinensterz und Rosenkuchen. Beides war Hefegebäck mit wenig Fett und Eiern. Auch die Kakao- und Apfelsinentorte waren gut geraten und fanden beim Kosten allseits verdiente Anerkennung. Die Leiterinnen trennten sich in dem Bewußtsein, neue Anregung für die Weiterarbeit in ihren Gruppen erhalten zu haben, und voll Eifer, diese Richtlinien und neuen Rezepte in ihren Orten weiterzugeben. F. K. Am Samstagnachmittag waren 150 von der NSV. betreute Kinder von der Leitung der Ortsgruppe Gießen-Ost ins Caf6 Leid zu einem fröhlichen Nachmittag eingeladen, um ein zu Weihnachten gegebenes Versprechen einzulösen. An langen Tafeln wurden die kleinen Gäste von 3 bis 12 Jahren durch einige Mitglieder der Frauenschaft mit Kakao und Brezeln bedacht. Der Spielmanns- zug der Marine-HI. spielte Lieder der Bewegung, Märsche und Volkslieder und schuf damit eine festliche, fröhliche Stimmung. Ortsgruppenleiter Kreuder hieß die Kinder willkommen und wünschte ihnen ein fröhliches Beisammensein. Er verkündete dann ein Kasperlespiel auf der Bühne. Voller Erwartung drängten nun die Kinder nach vorn, nahmen ihre Stühe und reihten sich ein, da- so hätte cs kaum einen Zweck gehabt, auf diesem Wege einen Fluchtversuch zu unternehmen Die Hauswand bot keinerlei Vorsprünge, die man zum Hinunterklettern hätte benützen können, und einfach hinab springen — nein, solche Kunststücke unterließ man lieber, denn der Hof drunten war gepflastert. Also warten! Das wurde eine harte Geduldsprobe, ließ sich doch den ganzen Nachmittag über keine Menschenseele blicken. (Fortsetzung folgt.) ... -- ' Er prüfte nachdenklich seine Fingernägel. „Ich .Nein, danke, wirklich nicht!" wehrte Herdegen l gestehe, daß mich die Sache reizen könnte. Eintz prozeß einzugliedern. $J.4portf 19. Rhön mit 60 Flugzeugen. Für den 19. Rhön-Segelflugwettbewerb vom 24. Juli bis 7. August ist jetzt die Ausschreibung erschienen. Als Bewerber der „19. Rhön", für die der NSFK.-Korpssührer selbst verantwortlich zeichnet, sind zugelassen: NSFK.-lZruppen und Nachgeordnete Einheiten des NSFK., sowie NSFK.- Segelflugschulen, ferner Luftwaffe und DDL. Die Zahl der teilnehmenden Flugzeuge wird diesmal auf 60 beschränkt. Für jedes Segelflugzeug kann ein Ersatz-Segelflugzeugführer gemeldet werden, doch ist in begründeten Fällen eine Nachmeldung von Segelflugzeugführern auch während des Wettbewerbs statthaft. Selbstverständlich sind nur Segelflugzeuge deutscher Herkunft zugelassen. 'Teilnahmeberechtigt sind Einsitzer und Doppelsitzer. Der Wettbewerb _ für Doppelsitzer wird jedoch nur dann durchgeführt, menfi mindestens acht dieser Typen gemeldet haben. In beiden Klassen erfolgt Punktwertung in folgenden Weytungsgruppen: 1. Streckenflüge, 2. Ziel- strecksnflüge, 3. Zielstreckenflüge mit Rückkehr zum Startpunkt: 4. Höhenflüge. Für die besten fliegerischen Leistungen innerhalb des Wettbewerbs werden Sonderpreise vergeben. Die Bestleistungen können in der Klasse A oder B erflogen werden. Der größte Streckenflug muß über mindestens 400 km, der beste Höhenflug auf mindestens 4000 m über NN gehen, die größte Gesamt-Zielflugstrecke drei Zielflüge über 100 km und einen Zielflug über 200 km umfassen. Für technische Leistungen gibt es jedenfalls Sonderpreise, um die sich Sturmangehörige und Förderer des NSFK. bewerben können. Zum ersten Ulate ein Zielstrecken - Segelflugweltbewerb. NSFK.-Korpsführer Christiansen hat zum ersten Male für die Zeit vom 26. Juni bis 10. Juli einen Zielftrecken-Segelflugwettbewerb ausgeschrieben, an dem sich die NSFK.-Gruppen und Nachgeordnete Einheiten des 9dSFK. sowie NSFK.- Segelflugschulen, Luftwaffe und DDL. beteiligen können. Die Zahl der teilnehmenden Flugzeuge wurde auf 20 beschränkt. Als Ausgangs- und Startstelle zu den einzelnen Zielftreckenflügen find nur die Zielflugplätze zugelassen. Oie 8. Studentischen Weltspiele in Deutschland. Das Amt Körperliche Ertüchtigung der Reichs- studentenführuna teilt mit, daß im nächsten Jahre die 8. Studentischen Weltspiele laut Beschluß Der internationalen Studentenschaft in Deutschland stattfinden, nachdem sich die Unmöglichkeit der Durchführung in Finnland aus technischen Gründen erwiesen hat. Austragungsort ist Bonn. Befriedigende Leistungen der neuen deutschen Rennwagen. Die neuen Formelwagen der Auto Union und von Mercedes-Benz wurden auf der Monzabahn eingesetzt. Bei der Prüfung, die sich über mehrere Runden erstreckte, war man mit den Leistungen der neuen Modelle durchaus zufrieden. Gleichzeitig wurden auch die Schulungsfahrten des Nachwuchses mit den alten Grand-Prix-Wagen fortgesetzt. Es ist aus begreiflichen Gründen noch verfrüht, schon über die technischen Einzelheiten der neuen deutschen „Silberpfeile" zu berichten. Doch kann mitgeteilt werden, daß die Auto Union den Heckmotor beibehielt, während Mercedes - Benz den Motor wieder nach vorne legte. Leichte Veränderungen weist die Karosserie beider Wagen auf. Die stromförmige Verkleidung über den Aufhängungsaggregaten der Vorderräder zieht sich als Ausbuchtung bis zu den Hinterrädern hin. Sie ist bei den Auto Union-Wagen besonders stark ausgeprägt. Das Gesicht des „Mercedes-Benz" hat zwei „Nasenlöcher" erhalten, ähnlich wie bei dem jüngsten Rekordwagen. Die Adlerpreis-Vorschlußrunde. Neichsfachamtsleiter, -Brigadeführer Herrmann, hat die beiden Spiele der Vorschlußrunde um den Adler-Preis der Handball-Gaumannschaften zum 3. April wie folgt angesetzt: Bayern—Schlesien, Mittelrhein—Mitte. Die Spiele finden in noch zu bestimmenden Orten der zuerst genannten Gaue statt. 2. Hallenkampfspieltag der SA -Gruppe Hessen verlegt. NSG. Anläßlich des bevorstehenden Wahlkampfes wird der für den 2. und 3. April vorgesehene 2. Hallenkampfspieltag der SA.-Gruppe Hessen auf den 23. April verlegt. Die bisher verkauften Karten behalten ihre Gültigkeit. Deutscher Sieg beim Diavolezza-Rennen. Eine ausgezeichnete Beteiligung hatte am Sonntag das DiavoleKza-Rennen aufzuweisen. Den Sieg in der Seniorenklasse errang der Schweizer Weltmeister Rudolf R o m i n g e r , der auf der 10-Kilometer langen Strecke mit 10:53,3 gleichzeitig einen neuen Rekord erzielte. Beste Läuferin war Klara Bertsch (16:08,3) vor der bekannten Nini von Arx-Zogg. In der Altersklasse kam der Deutsche Fritz von Opel mit 5:41 Min., die er auf einer 6,5 Kilometer langen Abfahrtsstrecke erreichte, auf den ersten Platz. Josef Bradl außer Gefecht. Deutschlands bester Schispringer, der Salzburger Joses Bradl, erlitt beim Springen auf der großen Schanze bei Zell am See einen Unfall, der ihn für den Schluß der Wintersportzeit 1937/38 außer Gefecht setzt. Bradl stand bei diesem Springen, an dem sich 46 Mann aus mehreren deutschen Gauen beteiligten, im ersten Durchgang 70 Meter, kam aber im Auslauf beim Schwingen zu Fall und brach ein Schienbein. Da ein glatter Bruch vorliegt, ist zu erwarten, daß die Verletzung gut ausheilt. Fußball her heimischen Mimschasten. Stand der Spiele der Gauliga-Mannschasten. Nach den Spielen des vergangenen Sonntags zeigt die Tabelle der Fußballgauliga Hessen folgenden Stand: Gew. Unentsch. Verl. Pkte. FC. Hanau 93 11 4 3 26:10 SC. 03 Kassel 10 3 5 23:13 Spv. Kassel 9 4 5 22:14 Hessen Bad Hersfeld 7 4 6 18:16 VfB. Friedberg 8 2 8 18:18 VfB. Groß-Auheim 7 3 8 17:19 Kewa Wachenbuchen 6 3 8 15:19 Germania Fulda 4 5 8 13:21 BC. Sport Kassel 4 4 8 12:20 Borussia Fulda 4 2 11 10:24 Aufstiegspiele zur Bezirksklaffe. Burgsolms — Lich 5:0. Bei diesem Spiele konnten die Licher noch nicht einmal das Ehrentor erzielen. Nur dem Tormann der Licher war es zu verdanken, daß die Niederlage nicht höher ausfiel. Nunmehr stehen die Gruppenmeister auch der anderen Gruppen fest. An den Aufstiegspielen zur Bezirksklasse nehmen teil: VfB.-Reichsbahn Gießen, VfR. Lich, FC. 20 Burgsolms, VfB. Aßlar und Reichsdahn-Turn- und Sportverein Dillenburg. Fußball-Erge-nisle der Kreisklassen. 1. kreisklafse. Rodheim I — DfB.-R. Gießen I 1:4. Trotzdem bei den VfDern die technisch besten Leute fehlten, konnte das Spiel für die VsB.er gewonnen werden. Großen-Buseck — Klein-Linden 5:4. Ein Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften, das fast bis zum Schluß unentschieden stand. Erst durch einen Elfmeter konnten die Großen-Busecker die Punkte erringen. Steinbach — Leihgestern. Auf eigenem Platze mußten die Steinbacher sich geschlagen bekennen, nur durfte die Niederlage nicht so hoch ausfallen. Garbenteich I — Steinberg II 1:0. Der Glücklichere bei diesem Lokalkampf war der Platzverein. Das Spiel selbst wurde in gutem Rahmen durch geführt. 2. kreisklafse. Heuchelheim II — VfB- R. Gießen III 1:3. Die Platzbesitzer mußten sich den besser spielenden DfBern beugen. Staufenberg I — Grüningen I 3:2. Am vergangenen Sonntag empfing die 1. Elf von Staufenberg die 1. Mannschaft von Grüningen auf eigenem Platze zu einem Fußballkampf. Die Staufenberger konnten knapp mit 3:2 Toren den Sieger stellen. — Schüler und Jugendmannschaft von Staufenberg trugen ebenfalls und unter sich ein Spiel aus, das mit 2:1 von den Schülern gewonnen wurde. Rodheim 1. Jgd. — 1900 1. und 2. 3gb. komb. 3:1 (2:1). Die 1900er Jugend trat mit einer kombinierten Äugend den Weg nach Rodheim an. Die Platzbe- sitzer versuchten gleich das Spielgeschehen zu diktieren. Schon in der ersten Spielhälfte gelang es ihnen, zweimal den Gießener Tormann zu bezwingen. Doch die Blauweißen gaben nicht nach. Sie hielten das Spiel offen und konnten noch vor Halbzeit den langersehnten und verdienten Gegentreffer schießen. Nach dem Wechsel machte sich die Körperstärke der Rodheimer bemerkbar. Die Jüngsten der Blauweißen muhten sich noch einen Treffer gefallen lassen. VfV.-R. 1. Jgd. — Wieseck 1. Jgd. 9:0 (4:0). Die 1. Jugend trat in Wieseck zum Spiel um die Banmeisterschaft an. Die Elf war in guter Form. Durch diesen Sieg dürfte ein spannender Endkampf mit Großen-Linden zu erwarten fein. Zudem muß noch Großen-Linden auf dem Waldsportplatz zum Rückspiel antreten. Die Wiesecker Mannschaft, die nicht mehr so stark ist, hatte wenig zu bestellen. Das Ehrentor, das verdient war, blieb ihnen versagt. Auch die 2. Jugend lieferte auf dem Waldsportplatz gegen die Gäste aus Steinbach ein gutes Spiel. Die im Vorspiel erlittene Niederlage wurde mit dem gleichen Resultat wettgemacht. Amtliche Tabelle der 2. Kreisklaffe, Gruppe A. Verein < Gew. Unentsch. Verl. Pkte. To. Muschenheim 11 1 3 23:5 1928 Geilshausen 10 1 3 21:7 Tv. Treis 9 1 4 19:9 Tuspo. 1937 Oppenrod 6 2 - 6 14:14 FC. 27 Flensungen-Mücke 6 1 7 13:15 Tv. Grünberg 5 1 8 11:17 Göbelnrod Fußballabt. 4 0 10 8:20 FC. 1936 Lehnheim 2 3 9 7:21 Muschenheim hat sich als Tabellenerster heraus- geschält und ist somit Gruppenmeister und als solcher aufstiegberechtigt. Mit knappem Abstand folgt Geilshausen an zweiter Stelle. Geilshausen hat bei den letzten Spielen durch Einstellung neuer Leute gut abgeschnitten. Treis hat eine Kampfmannschaft, die auch den dritten Platz verdient errungen hat. Wenn Oppenrod erst an 4. Stelle erscheint, so ist dies daraus zu erklären, daß zwei Spiele durch Einstellen von Spielern, die erst zu einem späteren Termin spielberechtigt waren, als verloren erklärt werden mußten. Flensungen hat, obwohl es mehrere Spieler abgeben mußte, einen guten Mittelplatz gehalten. Die Grünberger hatten eine zu unbeständige Mannschaft sie mußten viele Spieler ersetzen und kamen dadurch ins Hintertreffen. Die beiden Tabellenletzten Göbelnrod und Lehn- heim spielen in dieser Serie zum erstenmal und müssen noch vieles hinzulernen. Wieder Sieg der Italiener. Hessens Amateurboxer in Hanau 14:2 geschlagen. Die italienische Boxauswahl, die sich gegenwärtig auf einer Deutschlandreise befindet und am Freitag in Kassel bereits mit 12 :4 siegreich blieb, startete am Montagabend vor 800 Zuschauern im Hanauer Bräuning-Karneradschaftshaus und gewann diesmal gegen eine hessische Auswahl sogar mit 14 :2 Punkten. Die Hessen, bei denen im Mittelgewicht Gehre durch Biel ersetzt werden mußte, konnten gegen die kampferprobten Gäste nicht viel ausrichten tinb gewannen nur einen Kampf durch den erfahrenen Weltergewichtler Thor mann, der Vigna- mini nach Punkten schlug. Im übrigen gab es vier Punktsiege der Italiener und drei entscheidende Erfolge der Gäste in den schweren Gewichtsklassen. Gießener Ringer in Hanau. Die Gießener Ringermannschaft war auch bei Hanau 1860 nicht vom Glück begünstigt, denn man mußte llnteroffz. Letter, Gefr. Richter, der beim Hallenhandballturnier aktiv mitwirkte, und auch Klotz ersetzen. Trotzdem schlug sich die Mannschaft ausgezeichnet, wenn sie auch mit 15:6 unterlag. Die Ergebnisse. Bantamgewicht: Guckes konnte gegen den stärkeren Hanauer Waßmuth nur verteidigen und unterlag durch Ausheber. Federgewicht: Alois Funk holte wieder die ersten Punkte, indem er den ausgezeichneten W. Kargl durch Halbnelson besiegte. Leichtgewicht: Gegen den technisch sehr guten H. Kargl hatte Eder (Gießen) einen schlechten Stand. Kargl siegte schließlich durch Aufreiner. Weltergewicht: Hier gab es eine große Überraschung, denn der junge Arbeitsmann Robert Becker warf den starken und bekannten Hanauer Christoph Lamprecht durch einen blitzschnellen Schleudergriff. Mittelgewicht: Kircher (JR. 116) zeigt gegen Karl Lamprecht einen ausgezeichneten Kampf. Er ist aber noch nicht genug erfahren, um seine körperlichen Kräfte voll' ausnützen zu können und unterliegt durch Ueberstürze. Halbschwergewicht: Belloff (Gießen) hat gegen Mädicke (Hanau) dauernd Vorteile, und niemand zweifelt an seinem Sieg, als dem Hanauer ein Armzug gelang, durch den Belloff überraschend auf die Schultern kommt. Wirtschaft. Rhein-Mainische Börse. Blillagsbörse: Freundlich. Frankfurt a. M., 21. März. Der Auftrags- einaang aus der Kundschaft blieb zwar klein, dementsprechend bewegten sich auch die Umsätze. Er betraf aber vorwiegend die Kaufseite, so daß die Börse auch zum Wochenbeginn eine durchaus freundliche Tendenz zeigte. Am Aktienmarkt war die Kursentwicklung allerdings wieder nicht einheitlich. Leicht unter Druck standen infolge weiterer Liquidationsoerkäufe die meisten Montanwerte. Hoesch 113 (113,75), Mannesmann 113,50 (114), Verein. Stahl 113,65 (114), Ilse Genuß 143,50 (144), anderseits Rheinstahl voll behauptet mit 145,65 (145,50) und Deutscher Eisen- handel 0,50 v. H. höher mit 153. Elektropapiere waren nahezu unverändert, Bekula aber weiter rückläufig auf 164 (164,40). Erhöhtes Interesse verblieb für Maschinen- und Motorenwerte, die etwas lebhaftere Umsätze verzeichneten. BMW. 154,50 (154), Daimler 144,65 (143,50), Adlerwerke 121,50 (121), Demag 155 (154,50), Rheinmetall 141,50 (140,75). IG. Farben bei kleiner Nachfrage, um 0,75 v. H. erholt auf 159,75. Weiter fest blieben Berger Tiefbau mit 153,25 (152,75), Conti-Gummi mit 214,75 (214), ferner waren Zellstoff Waldhof 2 v. H. höher mit 150,50, dagegen ermäßigten sich AG. für Verkehr auf 134,25 (135). Am Rentenmarkt blieb die Haltung an sich fest, die Anlagekäufe haben jedoch nachgelassen, die Umsätze waren daher allgemein klein. Reichsbahn- DA. 132 (131,90), im Freioer kehr Kommunal-Um- schuldung mit 96,10 gefragt. Reichsaltbesitz unver- ändert 132,50. Goldpfandbriefe waren zumeist repartiert oder gestrichen. Liquidationswerte und Kommunal-Obligationen unverändert, ebenso Stadtanleihen. Reichsschatzanweisunaen blieben gefragt. Industrie-Obligationen zeigten Abweichungen bis zu 0,40 v. H. Kommunal-Urnschulduna im Verlaufe 96,15 nach 96,10, aber Reichsbahn-VA. 131,90 nach 132. Auch im Verlaufe beschränkte sich das Geschäft nur auf einzelne Spezialbewegungen, doch war die Allgemeintendenz am Aktienmarkt fest. Gefragt blieben besonders Autowerte, Daimler 145,25 nach 144,65, Adlerwerke 121,75 bis 122 nach 121,50, ferner Demag 155,50 nach 155, Conti-Gummi 215,50 nach 214,75, Gesfürel 149 nach 147,90, Berger Tiefbau 154 nach 153,25, Deutscher Eisenhandel 153,75 nach 153, auch Verein. Stahl leicht gebessert mit 113,90 nach 113,65, anderseits IG. Farben 159,25 nach 159,75 und Rheinstahl 145,25 nach 145,65. Von Bankaktien Commerzbank im Tausch gegen Dresdner 123,25 (123,40), aber Dresdner Bank 116,90 (116,75). Abendbörfe weiter fest. An der Abendbörse setzten sich die Kurserhöhungen für die schon im Mittagsoerkehr bevorzuaten Auto- und Maichinenwerte fort, wobei die Umsätze verhältnismäßig lebhaft waren. MAN. 134,75 bis 135 (134,50), besonders fester Nheinmetall mit 143,75 bis 144,2-5 (143), Daimler mit 146,50 (145,25), BMW. 155,50 (154,50), Adlerwerke mit 122 und Demag mit 155,50 voll behauptet. Auch an den anderen Marktgebieten war die Haltung fest und es traten überwiegend Besserungen bis zu 1 v. H. ein, doch waren diese von meist nur kleinen Umsätzen begleitet. Erholungen zeigten vor allem die mittags gedrückten Montanpapiere, Verein. Stahl 114,40, Mannesmann 114,13 (je plus 0,50 v. H.), Rheinstahl 145,75 (145,40), Buderus 120 (119,25). Die Farben-Aktie lag sehr ruhig und notierte noch 0,13 v. H. unter Berlin mit 159,25 (159,75), ebenso lagen in teilweiser Anpassung an Berlin Licht & Kraft 0,50 v. H. schwächer mit 144,50. Sonst wurden u. a. notiert: AEG. 114 (113,75), Bemberg 146,50 (145,50), Berger unverändert 154, Conti Gummi 216 (215,50), Deutsche Linoleum 176 (175,25), Eßlinger Maschinen 121 (120,75), Gesfürel unverändert 149, Holzmann 163 (162,50), Siemens nach Pause 209 (208,25), VDM. unverändert 1-76,50 und Großbankwerte bei unveränderten Notierungen. Kahlgrund Eisenbahn plus 1 v. H. auf 48. Renten lagen sehr still. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 21. März. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W 13 211, W 16 214, W 19 218. W 20 220; Roggen R 12 193, R 15 196, R 18 200, R19 202, Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste —, Futterhafer —. Weizenmehl Type 812 W 13 29,50, W 16 29,60, W19 29,60, W 20 29,95; Roggenmehl Type 1150 R12 22,45, R15 22,80, R18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 Mark Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W 13 10,75, W16 10,90, W19 11,10, W20 11,20; Roggenkleie R12 9,95, R15 10,15, R18 10,40, R19 10,50, Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Sojaschrot —, Palmkuchen —, Erd- nußkuchen —, Treber getr. 14,00 (Höchstpreis ab Erzeugerstation), Trockenschnitzel —, Heu —, Stroh —. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Fran kfurt a. M., 22. März. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 694 Kälber, 32 Hämmel, 80 Schafe, 4270 Schweine. Es kosteten: Kälber 30 bis 65 Mark, Hämmel 30 bis 52, Schafe 20 bis 42, Schweine 49,50 bis 56,50 Mark. — Marktverkauf: Kälber und Schweine zugeteilt, Hümmel und Schafe mittelmäßig. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Darum 5% Deutsche Retchsanlethe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 VA% Deutsche Reichsschatzanweisungen von 1935 . .. ...... *y»% Deutsche Neichsschatzanwei- sungen von 1935, 11. ftolge ... Deutsche Reichsichatzanwei- jungen von 1936, III. Folge .. 5%% Doung Anleihe von 1930 .. ■-,%, j MF MM 0 LLI' zo. oz x: tu Q_ Kt o — zw MM UM Oie hübsche Türplaketie des Erholungswerkes 1938, die alle diejenigen erhalten, die einen Freiplatz für die Hitler-Freiplah-Spende oder Kinder-Landverschickung zur Verfügung stellen Gartenkies C.Rübsamen K.G., Tel. 3659 _____________________________ 1832D i .........Illi- . Der Weg lohnt sich bestimmt! Versäumen Sie nicht den Total- Ausverkauf Es wird restlos geräumt werden Sie sollen viel Geld sparen! Möbel-Koos (Heben, Marktstrafoe 8, l.Stock Kein Laden! l._________________________________________1829 A 38» .... wird immer größer, wenn Sie ein schlechtsitzendes Bruchband tragen. Es kann auch Brucheinklemmung entstehen. Fragen Sie Ihren Arzt. 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