Donnerstag, 2(.3uli 1958 188. Jahrgang M. 168 Erstes Blatt Oie Denkschrift der Sudetendeutfchen Partei der zur Luft gegen Osten und Süden Diiüen ^ ^äch Lüden bezweckt. Singapur, benswichtige luftstrateglfche Bedeutung die eir 3 - 3 pains5 ° V ^ort Darwin an der Nord- feln für Japan liegt daran, baß ste stch. wie sth Y n finb die drei Eckpfeiler der brtti- angedeutet, dem fapamfchen Luftwege-von Haw Ptze *£'[$. Um bei den großen Ensternun- nach den Philippinen quer m den Weg legen. Nach ^n Verlewi^ g^ S5ützpunkten - 2700 bis vollendetem Ausbau der genannten Jnfelgrupp 9 3 t Abwehr eines feindlichen als Stützpunkte für U-Boote und Flugzeuge wirb 40001 »lometer ow ao 9 i Japan, wie der bekannte Fliegergeneral 9 ^ert auf das engste Zusammenwirken der nnn (Rüinm in hPr Militärwissen chaftlichen Rund- sten -äsen au uu» hi । infnrn() ibrer m Grundsätze wiederholen, die durch die Regierung für die Regelung der nationalen Dinge in der Republik aufgestellt worden seien: Nicht über die von der Staatshoheit gezogenen- Grenzen hinauszugehen. Die linksgerichteten „Lidove Noviny" schreiben, es verstehe sich von selbst, daß eine Aufteilung des Staates in autonome Sprachgebiete ganz unmöglich fei. Die tschechisch-klerikalen ,Mdove Lisch" schreiben, wenn die 14 Punkte des Memorandums die deulschen Mindestforderungen bedeuteten, so genüge schon dieses Minimum zu Zerreißung der Republik. „Cesky Denik" stellt einfach fest, die sudetendeutschen Forderungen seien durchaus unannehmbar. Die nationaldemokratische „Narodny Politika" schreibt, die Sudetendeutschen müßten sich damit zusriedengeben, was man ihnen ohne Gefährdung des tschechischslowakischen Staates geben könne. unv JIUIIULUIU, . - ' wie auch von Japan entfernt waren. Darum hatte en See- v- spanische Flotte in der Nähe ihrer Hasen irn- bewahrt! r rtarEeg Uebergewicht, wodurch die Dertei- Of..l * 1 , ri__.e« or-. Der Lügenariikel -er News Chroniele. Ein Verzweiflungsversuch der Saboteure des Londoner Nichteinmischungspakts ■OUUUH, uci uciuiuii«. x von Bülow in der Militärwifsenschaftllchen Rundschau schreibt, „ein strategisch schwer zu erschütterndes Derteidigungssystem zur Verfügung Haven, oas den gesamten Westteil des Pazifik gegen den Osten abzuriegeln vermag und darüber hinaus für Flaue und Luftwege Japans die Möglichkeit schafft, von den Karolinen her mitten in die -sudste-Jnseln zwischen Philippinen und Neu-Guinea yrnemzu- stoßen", d. h. in den britisch-holländisch-franzosischen Warschau, 20. Iuli. (DRV.) Die in dem eng- , lifchen Blatt „News Chronicle" und in dem französischen „C Ordre" veröffentlichte Fälschung einer angeblichen Denkschrift Generals von Reichenau wird jetzt auch in der „Gazeta Polfka" in einem Bericht ihres pariser Vertreters als ein gewöhnlicher Betrug nachgewiesen. Alle Einzelheiten stimmten auf das genaueste mit dem überein, was seit mehr als zehn Monaten diejenigen französischen Blätter schrieben, die für eine Intervention zugun st en Rotspaniens einträlen. Dieser angebliche Bericht Generals von Reichenau bestätige jede einzelne Information dieser kriegslustigen französischen Pazifisten, und zwar bis zum letzten i-Tipfel- chen. Man müsse glauben, daß General von Reichenau die Artikel, die seit eineinhalb Jahren in der „humamle" veröffentlicht werden, auswendig gelernt habe. Allzu geschickt fei das gemacht und die Uebereinstimmung zu genau, so daß schon als Endergebnis der Eindruck einer großen Naivität entstehe. Um ganz klug vorzugehen, habe man die Veröffentlichung dieser Fälschung dem rechtseingestellten „O'Ordre" an- vertraut, dabei aber nur vergessen, daß „L'Ordre" heule in den Augen der französischen Oeffentlichkeit nur ein scheinbar rechtsgerichtetes Organ sei, das in Wirklichkeit nichts anderes fei als <>in gefügiges Werkzeug der S o wj e tb o 1 s cha f t in Paris. Das Ziel dieses Manövers fei klar. Man wollte mit dieser Fälschung die Verwirklichung des Londoner Nichteinmischungspaktes unmöglich machen. Man wollte in Frankreich die Kriegspsychose verschärfen. Es ginge den Fälschern darum, über die Pyrenäen nicht nur sowjetisches Kriegsgerät, sondern auch noch französische I n t e r v e n t i o n s t r u p p e n zu schaffen. Die Fälschung sei ein höchst charakteristischer Verzweiflungsversuch mit dem Ziel, die bevorstehende Lösung der Spanienfrage aufzu- : halten. «.Bekenntnis zu Volk, Führer und Neich." „Das Deutsche Turn- und Sportfest 1 938" läßt zum ersten Male in großartiger Zu- fammenschau die vom Nationalsozialismus geschaffene Einheit der deulschen Leibesübungen weithin sichtbar in Erscheinung treten. In geschlossener Front marschiert die Gemeinschaft der Leibes- Übungen des in feinen Stämmen und Ständen geeinten grohdeutfchen Volkes zu feinem ersten umfassenden Treffen auf. Mit innerer Beteiligung fühlt sich das ganze Volk diesem einzigartigen Fest verbunden, nehmen Deutsche aus aller Welt in großer Zahl an ihm teil. Sie blicken gemeinsam auf dieses Symbol der Eintracht und der Geschlossenheit und lassen es werden zu einem neuen überwältigenden Bekenntnis zu Führer, Volk und Reich. Frick, Reichsminister des Inneren. „Gazeta polska" Annahme von Anzeigen für öte Mittagsnummer bis8'/.UHr des Dormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text* anzeigen von 70 mm Breite 60 Rps..Platzvorschrift nach Dort). Bereinbg. 25°/e mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen--, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzei- gen 5 Rpf., Familienanzeigen. Bäder-, Unterrichts« u. behördliche AnzeigenbRpf. Menyenabfchlüfse Staffel B Auch die Slowaken fordern Aenderung des Regimes. Prag, 21. Juli. (DNB.) Der „Slowak", bas Hauptblatt der Slowakischen Dolkspartei Pater Hlinkas, schreibt, vor ben genau formulierten For- berungen ber Henlein-Partei stehe bie Prager Regierung ratlos ba. Auch bie Slowaken mußten auf dem von Hodza seinerzeit angekünbigten Umbau bes Staates bestehen. Den Slowaken gehe es um eine Aenberung bes Regimes, und ste würben erst bann zufrieden sein, wenn bie slowakische Frage im Sinne ber Autonomieanträge gelöst sei. Die 20jährige politische Vergangenheit müsse eine Warnung sein unb ein Gebot, um endlich zu einer vollkommenen unb gründlichen Lösung zu schreiten. Dies aber sei nur auf autonomistischer Grundlage möglich. . und P o r t D a r w i n stehen der britischen Verteidigungsstellung die holländischen Stutzpunkte Batavia und Soerabaya auf Java mit ihren starken Luftstreitkräften zur Verfügung. Infolge der entscheidenden Bedeutung, die England der Luftverteidigung im Südwestraum des Stillen Ozeans beimißt, werden feine dortigen Luftstrettkrafte augenblicklich um etwa 50 v. H. verstärkt. w-iblich, $nlen, *>■ Ijilfstriitg »rteitslole l'"d m 8Ä ■*!*; bie b®“ - Kn des ®ö8|fc: l5lM, ober butij 1 Beendigung w j Jeine Mangel au* bauarbeiten nmi- i ^eil der verM! igen BauvorhabüL \ konnten nur nrj lng des Beschäftig! I Die Zahl der t 1 um rund 1300 o?' n Restbestand fe r den Ausgleich t angel führte jebi । iun auch beschrä! , | den Betrieben u £ I rnrden, womit: ten etwas erweisi anstatt Unterstüzt auf 10 955 M urchführung weile rbe, waren nurn« )59 weniger als« General von Reichenau — durch sein soldatisches, weltanschauliches und sportliches Korbilb eine ber angesehensten und bekanntesten Persönlichkeiten der deutschen Wehrmacht — hat es natürlich nicht nötig, sich von den Anwürfen zu säubern, die em internationales Lumpengesindel kürzlich gegen ihn zu schleudern versuchte. Ebenso hat die deutsche Nation als Ganzes nach wie vor keine Veranlassung, die ausländischen Lügenmeldungen mit Gegenbeweisen zu widerlegen, wonach General von Reichenau m thung des Ozeans zwischen diesen drei Nationen in i er Form ab, daß jede von ihnen sich einen mog- ichst großen Meeresraum als ihr Machtgebiet zu ichern sucht, was im Verein mit dem immer starker | werdenden Gegensatz in der ostasiatischen Frage zwi-1 chen Japan einerseits, England und den Vereinigen Staaten anderseits eine künftige Entscheidung mit den Waffen kaum vermeidbar erscheinen laßt. Zn Hinsicht auf einen solchen Machtkampf haben infolge der Entwicklung der Luftwaffe neuerdings viele Znseln im Stillen Ozean eine erhöhte strategische Bedeutung gewonnen, weil Luftstützpunkte im Segensatz zu Flottenstützpunkten fast überall und mit M geringeren Mitteln herzustellen sind Alle drei 1 2 3 , . ___s.__Gnh hrthpf Pikria Bei einem etwaigen Seekriege der beiden angelsächsischen Mächte gegen Japan könnten bie ersteren zweifellos eine sehr überlegene Flottenrnachl ein- setzen. Japan aber wäre in seinen heimischen Gewässern im Luftkamps überlegen unb hatte außerdem ben gewaltigen Vorteil, bafe es ferne oec» unb Luftkriegiührung unmittelbar auf l^ne heimismen Häfen stützen könnte, währenb bie nächsten Stutz- punkte ber Engländer und Amerikaner, Hongkong und Honolulu,'sehr weit von den Heimatländern ;'«-s irS !« sä SO ■' W eg/l | unb dem T -S-« krschetnt täglich, außer Sonntags unb Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Bietzener Familienblätter Zeimat im Bild • Die Scholle Momttr-vezugspreir: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ihne Illustrierte e 1.80 Zustellgebühr , -.25 Luch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüfse unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: zronifuri am Main 11688 Herrschaftsraum. v _ ..... , Dieser Bebrohung seiner Macht- unb Besitzstellung im Südwestraum des Stillen Ozeans sticht England durch ein wohldurchdachtes strategisches Abwehrsystem entgegenzuwirken, das die Verteidigung der gesamten europäischen Kolonialbesitzungen v• r 'm_______ *,rr_ l. cr.„nrninfl«. Motte mit den ßuftftreitträften, die infolge ihrer Schnelligkeit in kürzester Frist non °>n-m Stutzpunkt nach dem andern geworfen werden konnem Bei iedem non Norden kommenden Angrif, gegen Singapur wird Britifch - Borneo eine sehr wichtige Rolle als Basis für flankierende Lustan- grise gegen den Angreifer zu spielen habem es ist darum mit zahlreichen, teilweise befestigten Flughäfen versehen. Ebenso stark w,e Singapur, dessen Verteidigungsfähigkeit bei den grofein See und fiuftmanönern 1937 sich glanzend b^_ / - ■ jmer em |iunc= , haben soll, soll Hongkong, das bei Aufgabe bigung Japans auch gegen starke Ueberrnacht erber Philippinen durch die Vereinigten Staaten sehr erleichtert mürbe. Das deutsche Dementi in London. London, 20. Juli. (DNB.) Premierminister Chamberlain teilte am Mittwoch schriftlich auf eine Anfrage im Unterhaus mit, daß ber deutsche Botschafter in London am 13. Juli im Außen amt vorgesprochen unb erklärt hat, daß er von seiner Regierung beauftragt sei, die Richtigkeit von Artikeln in der britischen Presse vom 12. Juli zu dementieren. Der In- halt dieser Artikel sei ber angebliche Text einer Vorlesung gewesen, den ein deutscher General über deutsche Ziele auf der iberischen Halbinsel gehalten habe. Der Botschafter habe erklärt, daß niemals eine derartige Vorlesung gehalten worden sei und daß feine Regierung ein formales Dementi zu diesen Berichten heraus- gäbe. Diese Erklärung bezieht sich auf ben Artikel ber News Chronicle vom 12. Juli. 25,50 (122), «äh. ,25 N echvll. ft nur kleinen 1b , doch stellten di-"- ■ ,e Angleichungen r ,luß bar. So stM 109,50, ME. os Erdöl um 1,75 M 1,75 v.h. aus M uf 146. Bon Monir 0,75 o. h. auf 11’ 104, MannesM istehl mit' 141 K eit. Je 1 »-M* mit 129 unb Mt den hieligm n 0,50 o. S). aut 1J 138,50 (139 , M Linoleum 0,50'M •en u. «■ ff M i Dresdner Bank 1^ 5 Geschäft m 100,90 und > ’ 98. Kommunal^ i v. h- hfoiehntarkk. Uli- BLÄSS’ 35 bS)4 c 42 bis L 39 bis ■ )• E J gs bi’! ■ dis bö)' Lei 52)1 57). bll59„) 51 (s • hroeme duu 727 (^. 9an& ^iWan1ti ÄS b) 65, c). oa bis Mktverl^ „ in -en Tr Sed<^ tfö* „ gering r-isSr Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen Druck und Verlag: vrühlsche Univerfitätrdruckerei «.Lange in Siehe». Schristleitvng und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7 einem Vortrag bie angeblich gegen England unb Frankreich gerichteten. Kriegsziele in Spanien bar» gelegt haben soll. Der Schwindel widerlegt sich von entlarvt die Doiumentenia Mer. selbst, da es ja weltbekannt ist, daß unsere gesamte Cllimm VW nur ber 2Ibro€t)r des bolschewistischen An» griffe auf die europäische Kultur gilt. Dagegen hätte man von jenen Ländern, in denen die bekannte Fälschung der „News Chronicle" verbreitet wurde, eine klare Distanzierung und energische Zurückweisung erwarten dürfen! Diese unsere Hoffnung hat sich jedoch nicht erfüllt. Auch, die anständigen Blätter des demokratischen Westens kamen über ein betretenes Schweigen nicht hinaus. Um so erfreulicher ist es, daß die polnische Zeitung „(3 a» zeta Polska" nun die dunklen Hintergründe bie- ser Affäre einmal durchleuchtet. „Gazeta Polsta nennt das Reichenau-Dokument einen „gewöhnlichen Betrug" und weist nach, daß bie Veröffentlichung dieser Lügenmeldung in gewissen französischen Blattern nur ben Zweck gehabt habe, die Verwirklichung tres Londoner Nichteinmischungspaktes unmöglich zu machen und die Grundlage für eine Entsendung französischer Jnterventionsgruppen nach Spanien zu schaffen. Warum es gerade die angesehene Warschauer Zeitung ist, die den Mut aufbringt, das Zusammenspiel der internationalen Kriegstreiber auszudecken und bie mit Sowjetrubeln bestochenen Presseorgane in Paris anzuprangern, wird vielleicht verständlich, roenn man daran denkt, daß ja Polen in besonderem Maße — durch die Nähe der Sowjetunion und die jüdische Ueberfrembung des eigenen Lanbes — über jene schlechten Erfahrungen mit ber jüdisch-bolschewistischen Weltpest verfügt, welche die demokratischen Westmächke infolge ihrer durch ben antibolschewistischen Staatenblock geschütz-. ten Lage nicht glauben beherzigen zu müssen. Wik wollen bie Frage offen lassen, ob bas Gefühl ber Dankbarkeit in der internationalen Politik, überhaupt einen Platz beanspruchen darf. Aber sicherlich wäre es ein Gebot der Vernunft, wenn bie Politiker des Westens wenigstens aus polnischem Munde die Lehre hören würden, die sie von uns nicht an». nehmen wollen. D. S. Machipolttik ittl I Durch die Indiskretion einer französischen Presse- ( 23on Major a. D. von Reifer. agentur ist das Memorandum der Sudetendeutfchen 1 r, r . . Partei an die Prager Regierung verstümmelt vor- < Der sogenannte Sttlle'Ozean stellt fett Hunderten * . veröffentlicht' worden. Die SDP. hat gegen < ton Jahren, ganz besonders aber heute^.ern hefiges DQn tschechischer Seite veranlaßte Indiskretion ! Kraftfeld lebhafter machtpolttischer Tätigkeit bar. Seit Protest eingelegt, daß sie den wahren unb i icm Weltkriege, der in seinen Folgen neben l £ 9s qefamten Wortlaut ihrer Forderungen vom 7. Juni 1 and die Vereinigten Staaten und veröffentlichte. Die Welt ist nunmehr in der Lage, van zu meerbeherrschenden Weltmächten empor-1 überprüfen, ob diese Forderungen wirklich um wachsen ließ, spielt sich der Kstmpf um die Beherr- ^^tisch oder ob sie nicht ber einzige Weg finb, . r.--------mlb.ß Nationalitätenkämpfe zu beenden. Das umfangreiche Schriftstück geht auf alle Punkte ein, die bisher zu Reibungen führten, unb will sie dadurch beseitigen, daß statt der Diktatur der tschechischen Minderheit der angemessene Anteil jedes Volkes und jeder Volksgruppe an Führung, Gestaltung und Leistungen des Staates gesetzlich gesichert unb die Gleichberechtigung aller sowohl wie । bie Selbstverwaltung der einzelnen Gruppen m demokratischer Weise gestattet wirb. Diese Forderung auf Autonomie der einzelnen Volksgruppen ist so bemokratisch und so leicht durchführbar, daß man nicht versteht, wie angebliche Vorkämpfer der viel geringeren yjcinem Demokratie nach englischem und französischem Mulen Ozean beherrschenden Staaten sind daher eqng - bie|cn Forderungen gegenüber ablehnenb beftrebt, das künftige Ringen um die Seeherrschaft I ^halten unb für ben Prager Zentralismus em- m diesem weiträumigen Meere durch wett vorgescho- re^en xönnen, der im Gegensatz zu den feierlichen >ene Luftstützpunkte wirksam vorzubereiten von de- ^r prechungen der Tschechen bei Bildung ihres een aus die Luftstreitkräfte durch ihre Aufklarungs- Staates dazu führte, daß heute tatsächlich die Tätigkeit über große Räume hinweg und durch Die tschechische Minderheit im Staate alle anderen Na- Zerstörung feindlicher See- und Luststutzpunkte die tionalitäten rechtlos gemacht hat. »perativen Grundlagen für bie entscheidenden tfiot- ^}r ri(ßten art bie demokratischen Westmächte die lenkämpfe schaffen sollen. hprr^n Rtage, ob irgendein Punkt der sudetendeutschen Im östlichen Teile des Stillen Ozeans herrsch n Minderungen nicht mit den Grundsätzen der Demo- unbedingt die Vereinigten S t a a t e n , ste stnd überein|timmt/ ob das Selbstbestimmungs- »m Werke, hier eine burchlaufende See- und ^uft bßr Bölter, wie es Wilson aufstellte, nur bann ' oerteibigungsfront DomJBeringmeer i^er bie 211^11- wenn es von beutschblütigen Men- ! en unb Hawai-Jnseln bis zu ^moa-Jnseln zu I beansprucht wird! England hat Irland nach errichten. Die Ale Uten ^em Motten^ un ik^ndertelangen vergeblichen Entnativnalisie- Luststützpunkt Dutch Harbour, mit dem versuchen das Selbstbestimmungsrecht gewäh- Llmerikaner von Nordwesten her bis auf 1E xu müssen, unb seitdem herrscht Frieden zwischen meter an das nördliche Japan ^eran9enrMu.tftfirJ‘"n, unb Jrlanb. Die Subetendeutschen, die ! ollen bie rechte Flanke bieser Ozeanfront stcye - sich heftig geg_en einen Staat sträubten, ben Ihr stärkster Rückhalt unb Mittelpunkt aber find bie 1.^ ^/^nsmacher 'aus ben verschiedensten Natto- rnitten im Ozean sowohl verkehrspolttisch wie lust k^ttäten zusammenflickten und ber tschechischen Dik- strategisch außerordenttich günstig gelegenen J) l unterstellten, verlangen für sich unb bie am wai - Inseln mit bem starken t beren Volksgruppen im Tschechenstaat nicht einmal Pearl Harbour, der neuerbmgs auch als ^uft- bie Euglanb ben Iren gewährte. Alle Stützpunkt ausgebaut ch Da von Hawar ^<0^. Kniffe Perzögerungskunftstücke ber Tschechen Ipielsmeife bas 3900 Kilometer entfernte St. Fran I vergeblich. Die Nationalitäten verlangen ,isko ohne Zwischenlandung von feindlichen Bom- ber Demokratie ihre ursprünglichen d-nsliegern erreicht werden konnte “ ““l “'" Rechte, und die Tschechen, die sich dem widersetzen, Rücksluge allerdings von ihrer Fl°tt-'ausgenommen benu$en ben Schild ihrer angeblichen demokratischen werden mutzten, so ist tzawais Bftitz von lebens, nur, um dahinter eine Zwangspolitik wichtiger Bedeutung sur die V-remigten Staaten. Muster der befreundeten Sowjets zu Die S a m o a - In eln chlietzlich sind, wenn tze em- £ rt. mal zu einer Kett- von Luftstützpunkten eingerichtet -r-w-m , , „ t lind/sollen den südlichen »Eckpfeiler der amenka- hj-Q/j h xchf UNhelehrhÜr. mischen fßerteibigungsmauer gegen Asten bilbei Vor »iefe Hauptverteibigungsfront sinb die als Fl^ Die tschechische Presse zur HenleM- punfte eingreichteten amerikanischen Inseln -Ware mndGuam als Luftetappen auf dem.Flugwege von Denkschrift. «Hawai zu den im amerikanischen Besitz befindlichen $ , 21 $un (DNB.) Die Erklärung Philippinen Suöetenöeut^c^en Partei über ben von einer Lösung fein mitten tm t69ebiet® Lod) weit entfernten Stand der Verhandlungen um fcen sie im Ernstfall non Den riMrw n .bie%lationa[itätenfrage unb öie Veröffentlichung des «ehaltey werden können. Die find aber J ?„ keniorQnbuni5 der sudetendeutfchen Partei haben Werteidigung der PhUiPPlnen die Vereirngt n I tschechischen Presse ein stürmisches Echo ge- Staaten noch bis 1960 m ifjrem Besitz bemalten \ Motto der Kommentare ist entspre- lvollen, von entscheidendem Wert rsxean5 d)enb der bisherigen Stellungnahme d u r ch w eg Herrschen tm östlichen Teile des Stillen Ozean a b t e k n e n bie Tschechenblatter durch die nmbeftriiten als einzigebufu-betenbeutfd)en Forderungen das Phantom ihres tten, so find tm westlichen die herrschenden Mach ' Nationalstaates" zerstört sehen. Sie verschließen Dapan unb Englanb, Japmi ^„^rden, Engl d nod) ^ie Augen vor ber realen Wirklich- im Süden. Japans machtpolitische Stoßrichtung es sich bei der Tschecho-Slowakei, wie heute läuft zunächst nach Süden an der chinesischen rett, 0 Ausland zugegeben wird, um das Küste entlang, was sowohl fernem -v- Konjunkturgebilde ines Vielvölkerstaates vorkriegs- chastlichen Ausdehnungsdrange tn Richtung WVES -eitlicher Entwicklungsstufen handelt. Entgegen den linen unb Niederlänbifch-Jndien, rote den militari- Versicherungen fordern mehrere Blätter, chen Notwendigkeiten feines augenblicklichen k ‘ DDn ^er tschechischen Seite nun fertigzu- Kampfes gegen China entspricht. Es hat bereits o rte[Ientlen Gesetzesvorlagen unverzüglich ber par- Pratas-Jnf eln zwischen dem britischen Hang' L m e n t a r i s ch e n Bearbeitung zugefuhrt kong unb ber Nordspltze ber werden, also nicht erst der Sudetendeut- Der weiteren, von England unb Frankreich befurch- c Partei vorgelegt werben sollen, teten Besetzung ber Franzsisch-Jndochina vorgeim I tschechisch-nationale Blatt „Narod" bezeichnet gerten wichtigen Insel Hainan hat Frankre cy Forderungen der Sudetendeutschen als „nicht bevor kurzem durch die Besetzung der Paracel- ‘ iben". In Kenntnis der Vorstellungen der Par- Inseln im Südosten Hainans vorgebeugt < Henleins müsse man lauter als je zuvor bie Die zweite Stoßrichtung Japans geht nach >______________ Südosten über die Bonin- unb Marianen-Jnseln — zu ben Karolinen und den Marschall-Inseln, Die ndisch-Jndiens unb der Philippinen unter seine vorderste Verteidigungsstellung zur^See, uLritischer Führung gegen ein etwaiges Dordrängen F Lust gegen vst-n und Süden b,Id-n.,Dt° le-1«er FuyrungL^ Singapur, oer ipguippiiivii uuiuj ...... s. o a hing der gesamten europäischen ÄolonialbeiiQungen । ftarf 6fährdet wäre ziir ^e^e Singapur diesem Raume, also auch Französifch-Jndochinas.Lung ausgebaut werden. Und zroiscy g Der englische Königsbesuch in Paris. Unser Bild gibt einen Ueberblick über die Durchfahrt der königlichen Eskorte bei dem berühmten Triumphbogen. — (Llssociated-Preß-M.) M General Russo im Gau Hessen-Nassau. Herzliche Begrüßung durch Gauleiter Sprenger in Wiesbaden. Am Grabmal des unbekannten Soldaten. Paris, 20. Juli. (Europapreß.) Der zweite Tag des Pariser Aufenthalts des englischen Königs- paars begann mit der Kranzniederlegung am Grabmal des Unbekannten So l • baten unter dem Triumphbogen durch König Georg VI., der die Uniform eines Feldmarschalls der englischen Armee trug. Auf dem Etoile-Platz hatten zwei Schwadronen Spahis Aufstellung genommen. Am Triumphbogen standen 200 Fahnenträger der alten Frontkämpfer und eine Abteilung der Republikanischen Garde. Nach der Kranzniederlegung schrieb sich der König in das Goldene Buch am Grabmal des Unbekannten Soldaten ein. Empfang im Rathaus. An die Heldenehrung schloß sich der Besuch des Königspaars im Hotel de Ville, dem Pariser Rathaus, an. Der Präsident der Republik und Frau Lebrun hatten das englische Königspaar im Außenministerium abgeholt. Die Fahrt zum Rathaus wurde in Kraftwagen und in Motorbooten zurückgelegt. Links sah man die lange Flucht des Louvre-Palastes, rechts viele Prunkbauten, die mit der Geschichte Frankreichs verbunden sind: die Schule der Schönen Künste, das Institut de France mit der berühmten Kuppel, und dann den Justizpalast mit der Conciergerie, die in der französischen Revolution eine so große Rolle gespielt hat. — Auf beiden Türmen der Notre-Dame-Kathedrale wehten je eine englische und eine französische Fahne. An dem kaum 150 Meter vorn Außenministerium entfernten Landungssteg erwiesen Marineabteilungen der französischen Atlantik- und Mittelmeer-Geschwader die militärischen Ehren. Am Landungssteg bestiegen das englische Königspaar und Die französischen Gastgeber mit Begleitung die Motorboote. Das Boot, das das Königspaar benutzte, war luxuriös ausgestattet. Die Fahrt führte zum Landungssteg gegenüber dem Rathaus. Als das Boot mit dem Konigspaar sich der Spitze der Citä- Jnsel, dem sogenannten Vert-Galant, näherte, traten die dort errichteten bis zum Pont-Neuf reichenden Wasserspiele in Tätigkeit. Die beiden Seineufer waren mit Fahnen in den englischen und französischen Farben geschmückt. Kürassiere, Infanterie und Artillerie hatten an beiden Ufern Aufstellung genommen. Die königlichen Gäste wurden am Landungssteg gegenüber dem Rathaus von dem Vorsitzenden des Pariser Stadtrates, Provost de Launay, begrüßt. Die Umgebung des Rathauses war streng abgesperrt. Das Köniqspaar wurde dann in den Großen Saal des Rathauses geleitet, wo bereits die Regierung, die Senats- und Kammerpräsidenten sowie andere offizielle Persönlichkeiten Platz genommen hatten. Der Vorsitzende des Stadtrates erklärte, daß Paris „weder die Liebenswürdigkeit des Herzogs von Port, noch das Lächeln Der Herzogin von Port vergessen habe". Der Stadtrat sei glücklich und stolz, heute Seine Majestät sowie der Köniain die Ehrerbietung der Pariser Bevölkerung ausorücken zu können. Die beiden Völker, einig während der Prüfungen und' im Ruhm, seien heute im Hinblick auf die Friedenswerke solidarisch. — Der Präfekt Villey erklärte dann, im Augenblick, wo dieser unvergeßliche Aufenthalt die moralischen Bande unterstreiche, die die beiden Nationen in der Achtung des Rechtes und der menschlichen Würde, in der unverletzlichen Treue zu dem gegebenen Wort und in der Liebe zur Freiheit einige, verneige sich Paris vor der Größe dieser ungeheuren geistigen Macht und dieses edlen Ideals. — Der König antwortete nur sehr kurz in französischer Sprache. An die Ansprachen schloß sich ein Gang durch das Rathaus an. In einem der Säle bewunderte das Königspaar die dort ausgestellten Geschenke, u. a. ein Tischgeschirr in Kristall, ein goldenes Zigarettenetui mit dem Wapven des Königs, ein persönliches Geschenk des Präsidenten des Pariser Stadtrates, und für die Prinzessinnen eine Bibliothek mit den besten Werken der alten und modernen französischen Literatur. Gin Gartenfest im Voulogner Wäldchen. Am Nachmittag besuchte das Königspaar die zur Zeit in Paris gezeigte Ausstellung englischer Malerei im Louvre. Dann begaben sich die Gäste mit Präsident Lebrun und seiner Gattin nach dem Schlößchen Bagatelle im westlichen Teil des Bois de Boulogne. Dort hatten sich über 3000 Personen zu dem vom Pariser Stadtrat veranstalteten G a r t e n f e st eingefunden. Die Herren trugen Cutaway und Zylinder; die Königin war in einem weißen Spitzenkleid erschienen, während Frau Lebrun eine dunkelblaue Robe trug. Die führenden Kreise von Paris und alles, was sonst einen Namen hat, waren vertreten. Auf der Rasenfläche wurde ein aus vier Teilen bestehendes Tanzspiel vorgeführt. Die politischen Besprechungen. Amtliche Verlautbarung stellt vollkommene Uebereinstimmung fest. Paris, 20. Juli. (Europapreß.) In den Abendstunden des Mittwochs hat das französische Außenministerium über die Besprechung zwischen dem britischen Außenminister Lord Halifax, Ministerpräsident Daladier und Außenminister Bon- n e t folgende amtliche Mitteilung ausgegeben: „Der Besuch der englischen Souveräne in Paris hat dem englischen Außenminister Lord Halifax, dem französischen Ministerpräsidenten Daladier und dem Außenminister Bonnet Gelegenheit gegeben, die Gesamtheit der internationalen Lage sowie die die beiden Ländern besonders interessierenden Fragen zu überprüfen. Im Verlaufe dieser Besprechungen, die sich im Gei st e gegenseitigen Vertrauens, das die französisch-englischen Beziehungen beseelt, obgewickelt haben, haben die Minister, indem sie erneut ihren gemeinsamen Willen gezeigt haben, ihre Aktion der Beruhigung und der Versöhnung fortzusetzen, festgestellt, daß die vollkommene Uebereinstimmung ihrer Auffassungen, die im Verlaufe des Besuchs der französischen Minister in London am 28. und 29 April 1938 hergestellt wurden, vollständig aufrechterhalten wurden." NSG. Auf seiner Deutschlandreise traf der Stabschef der Miliz, General Russo, mit dem Stabschef der SA., Lutze, in Wiesbaden ein. Auf dem Bahnhof wurden die Gäste von Gauleiter Sprenger, der den Ehrendolch der faschistischen Miliz und den Orden eines Großoffiziers der italienischen Krone trug, begrüßt. Dor dem Hauptbahnhof schritten General Russo, Stabschef Lutze und Gauleiter Sprenger die Front der angetretenen Ehrenformationen ab. Anschließend begaben sich die Gäste in dos Hotel Nassauer Hof. Auf der Fahrt wurden General Russo und Stabschef Lutze von der-Bevölkerung begeistert begrüßt. Zehntausende hielten Fähnchen in der Hand und winkten den Gästen zu. Zu Ehren des Gastes gab Gauleiter Sprenger im Hotel Nassauer Hof ein Abendessen. Der Gauleiter gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß er General Russo im Gau Hessen-Nassau willkommen hei- Tokio, 20. Juli. (Europapreß.) Die durch die Besetzung des T s ch a n g - K u - f e n g - B e r- g e s im Bezirk von Hunschun bei dem koreanischen Hafen Raskin ausgebrochene Krise zwischen Japan und Sowjetrußland ist noch in der Schwebe. Nach den Meldungen japanischer Blätter haben die Sowjetrussen den Ausbau ihrer Stellungen auf dem Berge fortgesetzt. Von japanischer Seite wird erklärt, die Haltung der japanischen Regierung hänge eipzig und allein davon ab, welche Antwort der auf dem Luftwege nach Moskau zurückgekehrte japanische Botschafter Shigemitsu auf den erneuten japanischen Pro- tSCHIN ''KOREA WM ^RUSSLAND 5(HAN Fyj.Gt, test erhalten werde. Japan sei zu einer Regelung der Grenzfrage durck Einsetzung einer gemeinsamen Kommission bereit, gäbe sich aber andererseits auch auf alle Möglichkeiten vorbereitet. Die japanische Presse stellt nach einer DNB.-Meldung ferner fest, daß weder die Moskauer Regierung, noch das sowjetrussische Generalkonsul a t in Charbin Bereitwilligkeit zur Wiederherstellung der normalen Lage an der mandschurischen Grenze gezeigt hätten. Ebenso seien Versuche mili- tärifcner Grenzkommandos, mit dem sowjetrussischen Abschnittskommandeur direkt zu verhandeln, e r - g e b n i 5 I o 5 geblieben, nachdem japanische Unterhändler anscheinend gewaltsam zurückgehalten wurden. Die Blätter betonen den Ernst der tage unter Hinweis auf zahlreiche Meldungen aus dem Hunfchun-Abfchnitt, wonach in der letzten Nacht lebhafte sowjetrussische Truppenbewegungen hinter der Grenze festzustellen waren. Aus dem £anb- und dem Seewege seien Verstärkungen aller Waffen aus der Basis Wladiwostok eingetroffen. Gleichzeitig habe rege Flie - gertätigfeit geherrscht, wobei wiederholt die Grenze überflogen wurde, allem Anschein nach zur Durchführung von Erkundungen. Die japanische Presse glaubt, unter diesen Umständen feftffellen zu müssen, daß auf Sowjelseite beabsichtigt werde, die inzwi- scheu verstärkten Stellungen a u f der Schanseng-hähe zu halten. Man glaubt, daß Moskau sich trotz dieser offenbaren Herausforderung doch über die' Gefährlichkeit einer Abenteuererpolitik klar werde Falls jedoch dis militärische Aktivität im sowjetrussischen Grenzgebiet ! fortdauere, müßte eine friedliche Beilegung des ßen könne. Er erinnerte weiter an seinen Besuch in Italien, von dem er mit unvergeßlichen Eindrücken von den großartigen Leistungen des Faschismus, die ihren sinnfälligsten Ausdruck in der Schöpfung der Städte in den Pontinischen Sümpfen gefunden habe, in die Heimat zurückgekehrt sei. General Russo betonte, die Kundgebungen, die ihm hier bereitet worden seien, hätten ihn mit Stolz erfüllt. SA. und Miliz, die beide tief im Herzen ihrer Völker verwurzelt seien, würden die befreundeten Völker noch mehr einander näher bringen. Sie hätten gemeinsam den Glauben an die Zukunft ihrer Völker, die in unabwendbarer Freundschaft verbunden seien. General Russo setzt am Donnerstag nach der Besichtigung des Opelbades auf dem Neroberg in Wiesbaden mit einem Sonderdampfer seine Reise nach Godesberg fort. Zwischenfalles als hoffnungslos angesehen werden. Japan werde im Falle eines militärischen Eingreifens keineswegs gebietsmäßige Abfich- t e n verfolgen oder gar die Grenze Überschreiten. Japan würde nur von seinem Recht Gebrauch machen, seine Grenze zu sichern. Tokio sei auch dann bereit, sich mit Moskau über strittige Grenzfragen auseinanderzusetze. Wie Domei meldet, empfing der Kaiser am Mittwoch den Chef des Generalstabes und später den Kriegsminister. Ergebnislose Aussprache in Moskau. Moskau, 20. Juli. (DNB.) Der japanische Botschafter Shigemitsu suchte am Mittwoch den Außenkommissar Litwinow-Finkelstein auf, um den Grenzzwifchenfall bei Hunschun erneut zur Sprache zu bringen. Der Botschafter vertrat eneraisch den Standpunkt, daß der von sowjet- vussischen Truppen im Bezirk hunschun befette Grenzpunkt z u Mandschukuo gehöre und deshalb von den Sowjets unverzüglich geräumt werden müßte. Litwinow-Finkelstein soll darauf die aus der sowjetrussischen Verlautbarung vom 17. Juli bereits bekannte These wiede'rholt haben, wonach die Sowjettruppen sich keiner Grenzverletzung schuldig gemacht hätten, da der besetzte Ort nach Ansicht der Sowjetregierung zum Gebiet der Sowjetunion gehöre. Im Verlaufe der Unterredung, die sich über anderthalb Stunden erstreckte, konnte keine Uebereinstimmung erzielt werden. Truppenlonzenlralion um Wladiwostok. Verstärkung der roten Luft- und Flottenbasis. Tokio, 21. Juli. (DNB. Funkspruch.) Nach einem Bericht der Zeitung „Tokio Nichi-Nichi" von der koreanisch-sowjetrussischen Grenze sind i n Wladiwostok 50 000 Mann aller Waffengattungen, besonders aber mechanisierte und motorisierte Einheiten, stationiert. Als äußerer Verteidigungsgürtel der Sowjets sollen sich an der Ost grenze gegen Mandschukuo zwischen Nikolsk und der Posjefo-Bai tausende befestigter Stellungen befinden, in denen ebenfalls etwa 50 000 Rotarmisten stehen. Die Gesamtzahl der in und um Wladiwostok stehendeo Sowjettruppen betrage also 100 000. Die Gesamtstärke der Roten Armee östlich des Baikalsees beziffert der Bericht auf 20 Divisionen mit 400 000 Mann. „Tokio Nichi-Nlchi" berichtet weiter von einer Verstärkung der Luft- und Flöt- tenbasis in Wladiwostok, wo sich bereits etwa 400 Heeres- und Marineflugzeuge und eine Flottenbesatzung von 20 000 Mann befänden. An der Grenze seien an Stelle der zwangsweise von Haus und Hof vertriebenen koreanischen Bauern etwa 5 0 0 0 0 ehemalige Soldaten der Roten Armee als Bauern angesiedelt worden. Außerdem erhielten die Reservisten des nächsten Jahres, die sich freiwillig dort ansiedeln wollten, erhebliche staatliche Zuschüsse. Die Starke Der Grenzkonflikt im Fernen Osten. Die japanische presse warnt Moskau. Berlin, 20 mt Die roten < * ‘u bis als St°ß- schwere Nie- ' S' 0 und (Tarcagente, ferner den Hasen von Valencia. Im Luftkampf wurden zwei Sowjetflugzeuge abgeschossen. Witz weiter gemeldet wird, erlitten bei den Kämpfen an der Sagunt-Front d i e roten Nationalen; bis Sagunt sind es nur noch 40 Kilometer. Die nordwestlich von Sagunt bis Nules stehenden Streitkräfte sind noch 20 Kilometer p o n Sagunt entfernt. Die zwischen dem Espadan-Gebirge und Caudiel stehenden Roten werden im Westen von General 23 e r ale und im Osten von Ar anda angegriffen. Brasilien kaust wieder auf Derrechnungsmark. Riode Janeiro, 20. Juli. (DNB.) Der Banco do Brasil Hal am Mittwoch für die Mechrzahl der brasilianischen Erzeugnisse den Ankauf von Verrechnungsmark wieder ausgenommen. Infolgedessen kann Deutschland diese waren jetzt wieder aus Brasilien beziehen. Alles für die Aufrüstung in England. London, 21. Juli. (DNB. Funkspruch.) Nach dem Daily Expreß haben sämtliche Ministerien die Anweisung erhalten, ihre Ausgaben mog* lich st einzu schränken. Ausgenommen seien, lediglich die Rüstungsausgaben. Das Blcrtt schätzt die Gesamtausgaben für das fünfjährige Rü* stungsprogramm der Regierung auf 2,2 Milliarden Pfund (eine Summe in dieser Höhe war bisher noch nicht genannt worden). Infolge des großen Stahlbedarfs für Rüstungszwecke und der hohen Kosten des Rüstungsplanes werde die Regierung wahrscheinlich den Bau einer schon länger geplanten Brücke über den Forth- Fluß weiter a u f s ch i e b e n. Kunst und Wistenschnst. Das deutsche Hamlet-Gastspiel in fironborg. Die erste Aufführung des deutschen Hamlet-Gastspiels in der Inszenierung von Lothar Müthvl int Schloß Kronborg, unter dem Protekorat des Königs von Dänemark, gestaltete sich für Gustaf Gründgens und sein Ensemble zu einem glänzenden Erfolg. Die Zuschauer waren trotz der vielen heiligen und kalten Regenschauer berart gefesselt, daß sie ausnahmslos bis zum Ende ausharrten. Der Beifall erhöhte sich zu einer bewegten Huldigung für Gründgens, Marianne Hoppe und Maria Koppenhöfer. Nach der Aufführung gab bi* w '• Tis, Carabineros-Brigaden, l truppen Verwendung finden, eine schwere N i e Verlage. Don der Hauptstraße Teruel—Sagunt befinden sich jetzt 80 Kilometer in den Händen der Abschluß des ungarischen Staatsbesuches in Nom. R o m, 21. Juli. (DNB.) Der ungarische Ministerpräsident, I m r e d y, hat in der Villa Madama den Minister für Volksbildung, Alfieri, empfangen, von dem er sich über die Aufgaben seines Ministeriums unterrichten ließ. Am Mittwochabend fand ein von Außenminister Graf Ciano im Palazzo Barberini gegebenes Essen statt. Lieber ben Staatsbesuch ist folgende amtliche Mitteilung ausgegeben worden: „Während ihres Staatsbesuches in Italien haben der ungarische Ministerpräsident, Dr. Jmredy, und Außenminister von Kanya mit dem Duce und mit Außenminister Graf Ciano lange Unterredungen im Geiste der Herzlichkeit gehabt, die das Kennzeichen für die Beziehungen zwischen den beiden Ländern ist. Jrn Verlaufe dieser Besprechungen sind in vielen Einzelheiten die verschiedenen Seiten der Beziehungen Italiens und Ungarns untereinander sowie mit den anderen Staaten und/ besonders mit ben en des Donauraumes geprüft worden. Dabei wurde die vollkommene Gleichheit der Auf- fassunaen der beiden Regierungen festgestellt. Zwischen Den Vertretern Italiens und Ungarns ergab sich spontanes Einvernehmen darüber — sowohl in politischer wie in wirtschaftlicher Hinsicht —, die volle Gültigkeit der römischen Protokolle, soweit sie die beiden Staaten betreffen, von neuem zu bekräftigen. Die Ziele des Friedens und der Gerechtigkeit, von denen sich die Politik Italiens und Ungarns in Uebereinstimmung mit den Richtlinien der Achse Rom — Berlin leiten läßt, bilden die tatsächlichen Vorbedingungen für eine umfassendere und wirksame Zusammenarbeit auf internationalem Gebiet, die allen offensteht, die aufrichtig ein Werk der Ordnung und des Friedens anstreben." 20 Kilometer vor Sagunt. Salamanca, 21. Juli. (DNB. .Funkspruch.) Wie der nationalspanische Heeresbericht meldet, unternahm der Feind an der Sagunt-Front im Espadan-Gebirge einen erfolglosen Gegenangriff. Die Nationalen besetzten die Ortschaften Torrecstiva, Fuente la Reina, Montanejos, Montan und Caudiel. Der Vormarsch dauert an. Zwei feindliche Kolonnen in Stärke von 2000 Mann wurden Gefangen genommen. An der Tajo-Front besetzten die Nationalen die Höhe Tejoneras sowie weitere wichtige Stellungen. An der Estremadura-Front im Abschnitt Guadiana drangen die nationalen Truppen 12 Kilometer, im Mese- guera-Gebirge 10 Kilometer vor. Die Luftwaffe bombardierte erfolgreich Munitionslager in Segorbe fe* AgS fee» »»» EsKSI-’ der bolschewistischen Truppen, so sagt der Bericht, habe wahrscheinlich durch die Beseitigung zahlreicher höherer Offiziere stark gelitten. Manische Fliegerangriffe an der Janglse-Aronl. Schanghai, 20. Juli. (Europapreß.) Die Angriffe der sapanischen Flieger an der Jangtse-Front nehmen nach japanischen Meldungen immer größere Ausmaße an. Hankau, mit seinen Nachbar- täöten Wutschang und Hanjang, wurde am Mittwoch zweimal von japanischen Geschwadern bombardiert, auf Kiukiang warfen die japanischen Flieger 300 Bomben ab. Nach chinesischen Meldun- iien aus Hankau ist die Stadt Kiukiang nur noch ein Trümmerhaufen, während die chinesischen Stellungen auf den Höhen über der Stadt durch das japanische Bombardement nur wenig in Mitleidenschaft gezogen worden sein sollen. In Erwartung eines neuen japanischen Angriffs haben die Chinesen ihre Stellungen um Kiukiang in den letzten Tagen noch weiter verstärkt. Die frühere Garnison von Kiukiang ist seit Anfang der Woche zurückgezogen und durch Kerntruppen ersetzt worden. -er dl<< Jon i*( j Wr St t Lick »blinden. Die mingen haben M Bsier das Rech .^ordnen soba dik kommenden X ! .Ms Bild zeig Abölen der « | lin weiterer A . ,^nd in der Mes. Mit Wi jeren östeneic 1 , B gesetzt. 3m ! n noch zugelass | Hand war uni I Zehn- und Z' [bann, wenn en sie der R weiteres ri Grohdeutsd chtszustar österreichische gsmttel zu agungen in ilußtag für' testens bis Reichsbaii hte des Ai : auch bei chtigt ist. 2 U Diese Anbiet! Ibie früheren r • and) auf jed : welcher herku ' Schreibtisch be1 Für ihn ist' des Geldes ffa des dritten R- jobalb bas M . M in bis S) ä\ ' Mmelte Einsatz eile wichtige vc le er den Zahl "leichtern vermc ' Rohstoffe diene, i »erben, datz bi ibie Ablieferung ! harte Folgen r ßen Strafen bi Wichtil EWaubnng i «en. ,° m "V,en in d "iswd. $1,(1 V-s-tzt, t 2er N" »ick Erreich in d° SMem lä 1?» •*£& •A41"® !<* R, Don ! yltft ”n Ml" KÄ' Cinn5br 3 M bei V ein». ,etl GU Mi 'tont. c'Ä vsi: :.'K «L afc LP » i?? i arischen n Hom. «»fcyata SJÄ thoodjabenb fa* ff lm M» ber den Staate tteilung ans, ’n Italien habtu Dr. Jmredy, uni •y Duce und mc Unterrebungen hs .. ■ Kennzeichn 1 beiden Länden ■ 'gen sind in viel« * 'en der DeziehD' I inanber sowie nti ' «anders mit ' geprüft wordec Weichheit der U ' festgestellt. Zv ® Ungarns erod nber — sowohl jl Einsicht di! mischen Pu Staaten betresst Ziele des Friede m sich die Pob ... । reinftimmur' Achse Rom - tatsächlichen L? | dere und mirlfoa iernationalem ft*' ichtig ein WM i 'eben." ßagunl. «ZS. fiuntfyniii)!\ ’sbericfjt meldet, iagunV-ftcimi. vn l in Tegenernarifi )a\ten Tort* < Jlontan unb u» ' . Zwei feindlich! Mann wurden fit ajo-Front be* : ie Tejoneras som n der Estrem°' Guadiana dränge- lometer, im w Die Luftwal!! mslager in SeB i en von Dalenc» ;owjetflugzeuge ° wird, erlitten bi Jront die rote« die als 6105 >e schwere Ri- k>e Teruel—Sag^ ; in dm i nur no» 40Su Sagunt bis Nu I Die ( stehenden 31* ,l Berate ui*c en. mst nuigsmark. 'bie® ?fe » r;evgniffe , J iahet ö“ 'H« der aus " ,ng in Snsla"« J 5un!W^j(l0i Ausgaben Ausgen°LÄ B n Das M , d°- !»"Vhi!l ”Ä »’fe va^hekalt &• ■ iifl v kttöW. f 1W MMWMMZ WM WEMMW^^A * » WWWWMMMMWW ?•' M x- '■ x.i '?< lusstellung aegeben. Diese dieser Beziehung ein An- die anderes Bild zeigen als die früheren, die noch auf ymbolen der kleindeutschen Geschichte beruhen. Ein weiterer Anlaß für die neuen Verordnungen die 1933 . 1934 . 1935 . 1936 . 1937 . alle Goldmünzen in« oder ausländischer Prägung der Reichsbank an- zubieten find. Diese Bestimmungen tragen in erster Linie einen technischen Charakter. Die deutsche Währung bleibt nach wie vor an das Gold gebunden. Die bank- und münzgesetzlichen Bestimmungen haben sich nicht geändert. Der Reichsfinanzminister das Recht, die Neuprägung von Goldstücken anzuordnen, sobald er das als notwendig betrachtet. Lie kommenden Münzen würben aber äußerlich ein Das Ende der alten Goldmünzen. Von unserer berliner Schriffleitung. . 903,8 . 1001,5 . 1083,2 . 1232,0 über folgendes aussagt für die Steigerung Einnahmen aus dem Personenverkehr: 743,2 Millionen Mark . 811,9 877,7 . 948,6 . 1054,7 1933 . 1934 ; 1935 . 1936 . 1937 . man kann auch hier lediglich vergleichsweise Statistik der Reichsbahn heranziehen, die dar- ....... ihrer ßtadt Helsingfor ein Bankett, auf dem in vielen Sieben der deutschen Schauspielkunst Dank und Lob jargebracht wurde. Auch die Kopenhagener Presse feiert bas beutsche Gastspiel. Eröffnung der Salzburger Festspiele. Am Samstag werden in Salzburg in Gegenwart von Reichsminister Dr. Goebbels und zahlrei- ien Ehrengästen aus dem In- und Auslände die Halzburger Festspiele mit der Festaufführuna „Sie Meistersinger von Nürnberg kierlich eröffnet. Die musikalische Gesamtleitung pat Generalmusikdirektor Wilhelm Furtwäng - ter, der bei diesen Festspielen zum erstenmal eine Opernaufführung in Salzburg dirigiert Die Regie ficgt in den Händen von Spielleiter Erich von Dy meta! von der Wiener Staatsoper, während die Ausstattung von dem Wiener Ausstattungsleiter Robert K a u t s k y stammt. Oie Erste Deutsche Spottousstellung in Vreslau eröffnet. Breslau, 20. Juli. (DNB.) 3m Marmorsaal ö’.:r Fahrhunderthalle versammelten sich Vertreter von Partei, Staat und Wehrmacht und die Reichs« Nun sind die läge, wo überall Ferrenreisende die Bahnhöfe bevölkern, wo der große Trubel herrscht, der die Verwirklichung der Pläne einleitet, die den Winter hindurch manchen stillen Abend mit Träumen füllten und die, wie wir gleich sehen werden, weit mehr Menschen beschäftigten als nur die Reiselustigen selbst. Die Bewohner des Nordens ziehen für Wochen oder gar Monate nach dem Süden, die aus dem Süden bevölkern unsere Küsten, und mit den West- und Ostdeutschen ist es nicht anders Jeder huldigt in seinen Ferien dem Motto der Sehnsucht: „Dort, wo du nicht bist, da ist das Glück", und setzt dann alles daran, wenigstens einmal für kurze Zeit dort zu sein, wo nach seiner Meinung das Glück ist. . Wie groß die Belebung ist, die gerade das Reisen seit 1933 erfahren hat, lassen die Zahlen ahnen, die über die Entwicklung der Personenbeförderung mit ber Reichsbahn einschließlich des Reichsbahnkraftomnibusverkehrs aussagen. Es erweist sich aus der Statistik, daß die Millionenzahl der beförderten Personen folgendermaßen anftieg: . 829,4 Millionen beförd. Personen rstand in der Tatsache des österreichischen Än- hlusses. Mit Wirkung vom 15.3uni wurden die sicheren österreichischen Bundesgoldmünzen außer rast gesetzt. 3m Altreiche wurden die alten Münzen noch zugelassen, lediglich ihr Verkehr von Hand u Hand war untersagt. Die Altbesitzer durften also ie Zehn- und Zwanzigmarkstücke für sich behalten, erst ann, wenn sie ihren Besitzer veränderten, mußten sie der Reichsbank angeboten werden. Es ist chne weiteres klar, daß auch in dieser Frage für 115 Großdeutsche Reich ein einheitlicher ! e ch t s z u st a n d geschaffen werden mußte. Hatten e österreichischen Goldmünzen aufgehört, ein Zah- ngsmittel zu sein, so durften die kleindeutschen Prägungen in Zukunft kein Vorrecht besitzen. Der chlußtag für die alten Münzen ist der 15. August, :ätestens bis zum 1. September muß der Besitz ir Reichsbank angezeigt werden, die von dem echte des Ankaufs Gebrauch machen kann, die ier auch bei wertvollen Münzsammlungen z. B. brechtigt ist, Ausnahmen zu machen. Diese Anbietungspflicht erstreckt sich nicht nur au: bc früheren reichsdeutschen Goldmünzen, sondern Md) auf jed Art von Goldstücken, gleichgültig reicher Herkunft. Diese Münzen spielen ja im Echreibtisch des einzelnen keine wirtschaftliche Rolle, ffkr ihn ist' lediglich wichtig, daß die Kaufkraft b s Geldes stabil bleibt, wofür die Währungspolitik ds Dritten Reiches sorgt. Anderseits aber vermag, sibald bas Gold durch die Einziehung dieser Mün- aiir in die Hände des Staates gelangt, der ge- simmelte Einsatz dieser vielen kleinen Einzelbeträge eine wichtige volkswirtschaftliche Rolle auszuüben, bi er den Zahlungsverkehr mit dem Ausland zu erleichtern vermag und der Beschaffung notwendiger Mobstoffe dienen kann. Es darf nicht übersehen trerben, daß die Verletzung der Vorschriften über bis Ablieferung ober Anbietung von Goldmünzen hurte Folgen nach sich zieht, da sie unter die stren- ß n Strafen der Devisengesetzgebung fällt. Wichtig für Auto-Reisende. tzmtstaubung der österreichischen Fremdenverkehrsgebiete. Stieseln, Badekleidung, Wäsche, Strümpfen Kletterausrüstung bis zu jenen tausenderlei kleinen Gegenständen, die eben jeder für eine so wichtige Angelegenheit wie eine Urlaubsreise für unerläßlich hält. Und was nicht vorher schon angefchafft wurde, muß während der Reise beschafft werden. Wer reift heute ohne Photoapparat, für den stets Filme nötig sind, wer kauft nicht Reiseandenken und Mitbringsel, wer schreibt nicht Postkarten in großer ZM! Es gibt noch keine Statistik der Reichspost über ihre Einnahmen aus den alljährlich hin- unb hprfliegen- den Postkartengrüßen, sie müssen aber ganz be- trächtlich sein. Auch der Körperpflege liegt der Rei- sende eifriger ob, denken wir an den Konsum von Leibesübungen ein Lebens- und Betätigungsgebiet entwickelt, von dessen wuchtiger Kraft unb Größe bas Erste Deutsche Turn- unb Sport- f e st Zeugnis ablegen werbe. 3n ben deutschen Leibesübungen liege ein klar erkannter unb selbstbewußter Kulturwille. Der gewaltige Bogen einer neuen deutschen Kultur könne nicht allein vom geistigen Schaffen her gebaut werben, es müsse gleichsam vom anderen Ufer, vom User des Leibes aus, der Bogen entgegengebaut werden. 3n den Formationen der Bewegung wüchsen heute schon die Menschen heran, die als vom Schicksal künstlerisch begabte Menschen zugleich das Erlebnis der Leibesübungen besäßen, und heute schon forme politischer Wille das völkische Bewußtsein unb bie geübte Kraft des Leibes den jungen deutschen Menschen. Für den neuen deutschen Menschentyp würden auch die Künstler wachsen und einmal die große Brücke der deutschen Kultur vom Ufer des Geistes zum Ufer des Leibes schließen. Die Ausgaben für Schiffs- unb Flugreisen, deren Gästeziffern auch in stänbigem Steigen begriffen sind, erhöhen diese Ziffern noch um viele Millionen. Die nächsten Nutznießer der Reiselust sind d i e Gast stä11en. Hier können sich bie Zahlen immer nur schätzen lassen Auch bie privaten Fremdenheime und Quartiere müssen seit 1933 dank der rapiden Zunahme der Sommergäste einen großen Teil der wachsenden Beanspruchung mit tragen. Weit über das hinaus, was Reise und Unterbmft verschlingen, gibt aber der Ferienreisende für Ausrüstung und Nebenausgaben aus. Allein die Ausrüstung, oft durch fleißiges Sparen das übrige 3ahr hindurch möglich geworben, umfaßt nahezu alle Zweige des Bekleidungs- und verwandter Gewerbe, von Wettermänteln, Reisedecken, fachamtsleiter des Reichsbundes für Leibesübungen zur Eröffnungsfeier der Ersten Deutschen Sportaus- tellung. Der Reichssportführer, Staatssekretär von Tschammer und Osten, führte habet aus, wenn die früheren Sportausstellungen lediglich Sammlungen von Gegenständen unb Darstellungen waren, die der inneren Zusammenfassung durch ein tragendes Leitmotiv völlig entbehrten, so könne dies nicht mundernehmen. Erst nachdem ber National- ozialismus bie Leibesübungen als ein wesentliches Erziehungs- und B i l b u n g s m i 11 e l für bas ganze Volk in bas ihnen gebührende Licht gesetzt hätte, sei das Leitmotiv für bie Leibesübungen unb damit auch die Möglichkeit für eine wirklich künstlerische Sportausstellung gegeben. Diese Sportausstellung sei in dieser Beziehung ein Anfang. Es sei gelungen, ein so lebendiges Gebiet wie den Sport in einer technisch und künstlerisch einwandfreien sowie ausstellerisch wirksamen Form zur Darstellung zu bringen. 3n fünf Fahren nationalsozialistischer Aufbauarbeit hätten wir aus den Berlin, 20. 3uli. (DNB.) Für die Staubftei- lmchung der Fremdenverkehrsgebiete in Oesterreich bitte das Reich rund 12 Millionen Mark zur Ver- fugung gestellt. Wenn auch in ben zweieinhalb Monaten, die zur Verfügung standen, nicht bie fremdenverkehrsgebiete insgesamt entstaubt werben (unten, so wurde doch erreicht, daß die Z u - ihrten in diese Gebiete heute staub- r ei sind. Die Entstaubungsmaßnahmen w e rb e n «rtgesetzt, wie überhaupt der endgültige Ausbau der österreichischen Straßen energisch weiter- Diese bewußte Anspornung der Reiselust, die ohnehin dem Deutschen im Blut liegt, hatten neben der tragenden 3bee, jedem, der arbeitet, auch die Freude zu schaffen, die ein hartes Leben erst lebenswert macht, auch von allem Anfang sehr klare wirtschaft- liche Ziele. Mit Recht erblickte man im Reisen einen ber kräftigsten Motoren zur Belebung und Fngang- haltung einer großen Reihe von Wirtschaftszweigen, die zum großen Teil mit dem Verkehrs- und Gast- ftättengewerbe, aber auch mit zahlreichen anderen Erwerbszweigen zusammenhängen S°EÄi-s-ul-r-m-und Sch°.h°4t-mitt°ln-„H.e- Durch eine neue Verordnung ist verfügt, daß bisherigen goldenen Zehn- und Zwanzigmarkst außer Kurs gesetzt werden. Eine wei Verordnung bestimmt, daß bis zum 1. September betrieben wird. Es ist nunmehr möglich, ganz Le st erreich in seiner Länge und Breite zu durch- qjeren, ohne daß man wie bisher auf langen E trecken dem lästigen Staub ausgesetzt ist. Besonders berücksichtigt wurde im Sofortprogramm i a s Salzkammergut. Aehnlich wie im Salz- hmmergut wurden auch in Kärnten durch das Sofortprogramm die landschaftlich reizvollsten liegenden entstaubt. Dazu gehören vor allem bie ton Klagenfurt ausgehenben wichtigen Straßen, sowohl bie Packstraße in ihrer ganzen Länge von Klagenfurt nach Graz wie auch bie Stra - Ißen um ben Wörther See. Selbstverständlich rturben auch im Gau Niederbonau bie wich tigsten Zufahrtsstraßen in die Fremdenverkehrs- 0? biete entstaubt, so die Straße, die am linken Sonauufer von Sarmingstein durch die Wachau toch Krems führt. Ebenso kann man auch von Bien aus auf einer vollkommen staubfreien Strafe in bie Wachau fahren. Staubfrei kann ircm weiter von Wien aus ins Semmering- ge b i e t sowie an ben Neusiebler-See unb brmit in ben interessantesten Teil des Burgen- linbes gelangen. 3n Tirol und Vorarlberg sind fast alle wichtigen Straßenzüge ver- . kchrsfähig gemacht worden. Aber auch das L e ch - til von Reutte bis nach Steeg ist entstaubt, eben* s( das Oetztal von Oetz bis nach Sölden. D o n Ai11enwald ist es nunmehr möglich, über de n Scharnitzpaß nach Reit unb bamit n« ch 3nnsbruck auf einer ftaubfreien bzw siaubarmen Straße zu gelangen. Aus dieser keines- Degs erschöpfenden Zusammenstellung kann der Reifende, der nach Oesterreich will, bereits erkennen, k»ß auf dem Geoiet des Straßenwesens alles, was t einer so kurzen Frist möglich ist, getan wurde, im das Reisen im Auto in Oesterreich zu erleichtern. Der neue Gesandte in Brüssel. Der Führer und Reichskanzler ernannte den Chef des Protokolls Gesandten v. B ü l o w - S ch w a n t e zum deutschen Gesandten in Brüssel. — (Scherl-M.) bin ich Mensch, hier darf ich's sein!" Man will bei der abendlichen Festlichkeit, im Kursal ober im Bauerngasthof, einerlei, nicht Aschenbrööbel sein. Loser sitzen die Geldstücke in ber Tasche, wenn man einen Bummel durch die Ladenstraße des Gebirgsdorfes oder unter den Kolonnaden des Kurortes macht. Man leistet sich eher, als daheim, einmal eine gute Zigarre, man kauft leichtherziger ein Buch oder eine illustrierte Zeitschrift, Man sagt also nicht zuviel, wenn man dem Reise- verkehr eine Schlüsselstellung in der Gesamt« wirtschaft zuweist. Der durch ihn hervorgerufene Der« stärkte Absatz befruchtet eigentlich alle Gebiete der Wirtschaft, nicht zuletzt auch das Baugewerbe, bas nun wieder seinerseits eine Schlüsselstellung für große Zweige der 3ndustrie innehat. Ein geschlosse« ner Kreislauf tut sich vor uns dar, der beweist, daß Reisen nicht nur dem zugute kommt, der es sich leisten kann, und das sind ja im nationalsozialisti« schen Deutschland sehr viele, sondern i)eiTauch zeigt, daß nicht nur die Arbeit, sondern auch das Feiern, wenn wir es recht begehen, seine breit und tief wirkende volkswirtschaftlich^ Bedeutung hat. Dr. Buresch. Aus aller Wett. Das Erdbeben in Attika. Die Erdstöße in der griechischen Provinz Attika dauern noch in leichter Form an. Die Zahl der Toten beträgt 17 unb ber Verwundeten insgesamt 80. Die Einwohner der betroffenen Ortschaften wurden überall durch das Erdbeben im Schlafe überrascht. Daher war die Panikstimmung besonders groß. Mütter unb Väter juckten verzweifelt nach ihren Kindern. Ein Dorfschullehrer mußte mit ansehen, wie seine Frau und sein Kind von ber einstürzenben Hauswand erschlagen wurden. Das Erdbeben hat überall schwere Schäden verursacht. 62 Kilometer vor Athen wurden die Eisenbahngleise aufgerissen. Auch der Bahnhof Malakassa wurde beschädigt. Der Erdbebenforscher Kritikoß hat festgestellt, daß das Erdbeben zehn Sekunden währte. Die Herde des Erdbebens liegen in Nordattika, etwa 45 Kilometer vor Athen und im Euripos-Kanal. Das Rostocker Omnibusunglück vor Gericht. 3m Schnellverfahren wegen des Rostocker Dm- • nibusunglücks verkündete das Rostocker Schöffengericht folgendes Urteil: Der angeklagte Weichen- Wärter Hutfilz aus Rostock, der inzwischen be- reite wieder aus der Haft entlasten war, wirb freigesprochen. Der Parchimer Omnibus- fahrer Rehmer wird wegen Vergehens der berufsfahrlässigen Tötung, schwerer und leichter Körperverletzung und Transportgefährdung mit Zuwiderhandlung gegen die Reichsstraßen-Verkehrs« ordnung zu einer Gefängnisstrafe von einem 3 ahr und drei Monaten verurteilt. Zwei Wochen Haft gelten infolge der Untersuchungshaft als verbüßt. Rehmer hatte am 6. 3uH einen mit 30 Parchimer Schülern und Schülerinnen sowie deren Lehrer und Lehrerin besetzten Omnibus gelenkt. Beim Bahnübergang an ber Rostocker Zuckerfabrik wurde der Omnibus von einem Zuge erfaßt und 70 Meter weit mitgeschleift. Dabei wurden 21 Schulkinder verletzt, von denen eins starb, während sich die übrigen auf dem Wege der Besserung befinden. • Ein schwarzer Tag im ostoberschlesischen Bergbau. Der ostoberschlesische Bergbau wurde von meh. reren schweren Unglücksfällen heimgesucht, die bisher fünf Tote und 15 Verletzte gefordert haben. Aus der Wolfganggrube in Ruda ging infolge eines Gebirgsschlages eine Strecke von etwa 18 Meter Länge zu Bruch. Vierzehn Bergleute wurden eingeschlossen. Nach vierstündigen Rettungsarbeiten konnten zwölf Bergknappen freigelegt werden, die sämtlich Verletzungen, zum Teil schwere, erlitten haben. Eine Stunde später wurde die Leiche eines weiteren Verunglückten geborgen. Der 14. verunglückte Arbeiter befindet sich noch in der einaestürzten Strecke. Es besteht wenig Hoffnung, ihn lebend zu Tage zu bringen. Auf der Renard-Grube in Sosnowitz wurden bei einem Pfeilersturz sechs Bergleute verschüttet. Fünf konnten geborgen werden, von denen drei bereits tot waren. Die zwei anderen liegen im hoffnungslosen Zustand darnieder. Die Suche nach dem sechsten Bergknappen ist noch nicht beendet. Auch er dürste kaum noch am Leben sein. Auf der Dubenko-Grube im Kreise Rybnik wurde bei Arbeiten auf der Halde ein Bergarbeiter von plötzlich in Bewegung geratenen Kohlenmassen begraben und getötet. Folgenschweres Bauunglück in Baltimore. 3n Baltimore im Staate Maryland ereignete sich beim Bau einer Kanalisationsanlage ein folgen- ichweres Explosionsunglück. Eine Sprengstoffladung ging vorzeitig in die Luft. Von 18 Arbeitern, denen dadurch der Weg ins Freie abgeschnitten war, wurden durch herabstürzende Felsstücke zehn getötet unb die übrigen schwer verletzt. Absturz von einer Burgruine. Ein aus Offenbach a. M. stammender 15jähriger 3unge kletterte auf den wenigen noch erhaltenen Mauertrümmern der ehemals kurfürstlich-trierschen Fagdburg Sporkenburg zwischen Bad Ems und Arzbach herum, obwohl mehrere Schilder auf die Gefahren des Betretens der Ruine aufmerksam machen. Der Zunge fiel auf die Steintrümmer im Burghof unb verletzte sich schwer. 3unge Leute brachten ihn ins Tal und sorgten für die Ueberführung in ein Krankenhaus, Die Parteibauten in Nürnberg schreiten rüstig vorwärts. Die Arbeiten an ben Bauten auf bem Reichsparteitag-Gelände in Nürnberg sind bereite rüstig vorwärtsgefchritten. Oben zeigt unser Bild die 80 Meter breite und einige Kilometer lange Große Straße, die bie Verbindung zwischen der neuen Kongreßhalle und dem Märzfeld herstellt. Unten sieht man die Kongreßhalle am Dutzendteich im Bau. (Atlantic-M.) Der Urlauber — als Arbeitgeber. m WWW K, selbst WKW 9'11° wu / WL4ü ein Pw3, Pw4i Arten der Postwagen Tja, das sagen, aber Daß dies Klassen ist, ich nicht ei (Uebrigens aus den ers sozusagen der Reich- Bahnen) Dl teljr - b bienen. Uni einem Pech drücken. Die Bortei bei den G es ungleich n gibt. Wir m Buchstab darf, die net werdei Klappdeckel Berschlagw Mgen, H Tüfteter) (E Echienenwc Der berul Halle des po er seine Blick Vs sch 3ir *ln’s nahm, °b°chten. Kai Parker a .E war n Mm. Cc ^habens ^drrühmt 2 "e Frau SlMr Munana SrM ?e.ngefä Mendid Qbg 2?S ,QheI!4 Mniar/ $"6en Tej, - Än" «ft ÄLta in d°-8° L"°-h°7 itsÄ 6,; ä, or un6h ha an P0 rönnen. A-L- knUrä^^: reiche" L Fi Ziel unsere e'"^ative und Six-1 «*! ßc aus O, ?rs*- wagen, der f praktisch Lagen lausen haben gede^ m°s", die den ■ vagen zum °u >: Masse-v-ZuS Neben den i ■ solche Wagen, haben und o . miteinander ve «w- “5 . ein zweiachsig« Citr ein eben Unter dieser der PI, der P geben. Kksbr züge, Kkpbr Neues für den Büchertisch die nur — E. A. Lehmann, Zeppelin-Kapitän. Von Max G e i s e n h e y n e r. Societäts-Verlag, Frankfurt a. M. Preis 4,20 Mark. — (8) — Hier schreibt ein Freund und Kamerad auf mancher gefahrvollen Fahrt dem auf so tragische Weise aus unermüdlichem Schaffen abberufenen Freunde ein Buch der Erinnerung. Die tiefe Verehrung und Liebe, die das ganze deutsche Volk dem bekannten Zeppelin-Kapitän entgegenbrachte, und die tiefe Trauer, die es bei dem schrecklichen Tode Lehmanns bei der Kata- ..........in Lakehurst Oie deutsche Waldkarte Don Dr. K France. tendes Vorbild im Dienst für Deutschland und in der Einsatzbereitschaft für die Weltgeltung des deutschen Volkes vor Augen geführt wird. Ernst Blumschein. — Philipp Krämer: Lob des Lesens und der Bücher. 45 Seiten. Im Furche-Verlag, Berlin. — (162) — Der früher lange Jahre in Gießen, jetzt an der Deutschen Schule in Helsinki tätige Verfasser hat in diesem anziehenden Bändchen, aus dem mir unlängst eine Probe in der Unterhaltungsbeilage brachten, einen kleinen besinnlichen Traktat über das Lesen und über die Bücher geschrieben, und da er nicht nur über, sondern aus Erfahrung und tiefer Ueberzeugung für beides schreibt und wirbt, soll er uns willkommen sein; man kann daraus lernen und manche Anregung gewinnen, und es stehen allerlei nachdenkliche und beherzigenswerte Betrachtungen darin, beispielsweise über das falsche und das rechte Lesen, über den Prüfstein und über den Bleistift, über das Bücherverleihen und über den Rundfunk, über den Kritiker und über die drei Arten von Schriftstellern, von welchen Schopenhauer spricht. Die kleine Schrift sei allen Freunden des Lesens und der Bücher empfohlen; sie hat ein gutes Wort von Goethe als Motto und ist mit einer Wiedergabe des berühmten „Bücherwurms" von Spitzweg höchst sinnvoll geschmückt. Hans Thyriot. — Dr. Max Wauerr Großherzog Ern st Ludwig und das Schicksal seines Hauses, eine biographische Skizze, Verlag L. C. Wittich in Darmstadt. Preis broschiert 1,50 RM. —(193)— Das erschütternde Flugzeugunglück von Ostende, dem fast die ganze Familie des letzten hessischen Großherzogs zum Opfer fiel, schrecklichen Tode Lehmanns bei der Katastrophe des Luftschiffes Hindenburg" in Lakehurst im Mai 1937 empfand, sie läßt Geisenheyner in diesem Gedenkbuch noch einmal eindringlich lebendig werden. Er erzählt hier von der Kindheit und der Jugend Lehmanns, berichtet über die Dienstzeit in der Kriegsmarine vor dem Kriege, schildert dann Lehmanns Kriegsfahrten mit dem „Zeppelin" und macht den Leser schließlich mit dem Wirken als Zepeplin-Kapitän und als Pionier der deutschen Handelsluftfahrt bekannt. Bei der ganzen Schilderung hat man nicht etwa eine trockene Biographie vor sich, sondern man erhält in feinsinniger Gestaltung den warmherzigen Menschen, den heldischen Kämpfer, den liebenswerten und tatfrohen Wegbereiter der großen deutschen Zeppelinsache, den selbstlosen Idealisten, den bis in den Tod getreuen Kapitän seines Luftschiffes lebenswahr vorgestellt. Die Persönlichkeit Lehmanns wird hier von dem Freunde dem ganzen Volke wirklich nahegebracht,, zugleich wird sichtbar hervorgehoben, welche großen Verdienste sich dieser Mann um die Sache des deutschen Volkes erworben hat. Darum möchten wir dieses vortreffliche Buch in die Hände aller" Volksgenossen wünschen, insbesondere möchten wir es der deutschen Jugend empfehlen, der hier ein leuch- tausend Tage, und schon sind nicht nur Gräser und Unkräuter gekommen, sondern auch der Flugsamen der Fichten, die Bucheckern, die Kiefern und Weiden und die Waldsträucher. Diese schießen zunächst überall auf, und läßt man ihnen nur Zeit, öann er= heben sich auch bald die ersten zarten Bäumchen. Am schönsten sieht man das in unserer Heimat an den Flußinseln, etwa am Lech oder an der Donau. Wo der Fluß auch noch so bescheiden an feinen Uferrändern Kies oder Sand ablagert oder sich in seinem Lauf eine Insel bildet — und fei sie noch so klein —, schon keimen darauf Weiden und Pappeln. Und jede solche Insel, wie man es dann im großartigsten Maßstabe an der unteren Donau sehen kann, verwandelt sich in einen wahren Urwald, gerade die Auwälder sind selbst in einem Klima, das dem Walde nicht zuträglich ist, die schönsten und reichsten der Waldformationen. Diese Waldbildung im deutschen Lebensraum ist geradezu eine eiserne Regel. Die Wissenschaft bezeichnet das nut dem Ausdruck, daß der Wald ein „Schlußoerein" fei; alle übrigen Arten der Vegetation nennt sie Uebergangs- oereine. Das will sagen, daß dort, wo der Wald einmal Fuß gefaßt hat, da ändert er sich nicht mehr. Da vergeht er nicht, außer das Klima ändert sich. So merkwürdig herrfchsüchtig und sieghaft ist er, daß er sogar das Klima nach seinem Bedarf ändert. Denn er macht es gleichmäßiger und nieder- fchlagsreicher. Gerade das Waldland „Deutsches Reich" ist ein Land der über das ganze Jahr verteilten Niederschläge und hat ein besonders ausgeglichenes Klima. Sein südlicher Gebirgsrand hat sogar ost zuviel des Guten, und gewisse Gebirgsorte in Bayern, wie z. B. Bad Kreuth oder Oberstdorf im Allgäu, sind als „Reaenlöcher" bekannt. Es ist zwar Einbildung, daß Wälder das Klima in weitem Umkreis ändern. Aber im Walde selbst, da merkt jedermann die Klimaänderung. Um zwei Grad ist es in ihm wärmer als im Winter, um fast vier Grad ist es kühler im Sommer als auf dem freien Feld. Wer das gering anschlägt, der erinnere sich, um wieviel kälter ihm beim Baden das Wasser vorkam, wenn es nur 16 Grad hatte, statt der gewöhnten 18 Grad. Noch wichtiger für den Wald selbst ist seine Fähigkeit, die Luftfeuchttgkeit zu steigern. Diese Tatsache wurde oft geleugnet, aber sie ist doch ganz unzweifelhaft geworden. In Norddeutschland hat man schon durch die Anlage von Feldhecken das Erträgnis der Wiesen steigern können, so sehr beeinflussen bereits Büsche die Luftfeuchtigkeit. In der ukrainischen Steppe in Südrußland wollte in der großen Trockenheit lange Zeit kein Getreide gedeihen, immer wiederkehrende Dürreperioden vernichteten die Ernten. Da umzog man die Felder mit Waldstreifen. Seinem man dort in großen Maßen aufforstete, hat man ständig reiche Ernten. In Ungarn will man sich diese Erfahrung zunutze machen und wenigstens an den feuchten Stellen der ungarischen Tiefebene Aufforstungen versuchen. Das alles sind Dinge, die man im Sinne der deutschen Erzeugungsschlacht beachten muß. Auch die ttockenen Teile der schwäbisch-bayrischen Hochebene vertragen noch mehr Bäume und seien es nur Kiefernhaine. Daß aber der große Wald bestand des Reiches fein unverlierbarer Schutz ist, dafür sorgt ein für allemal die deutsche Regenkarte. Wenn man auf einer Karte des Reiches Wälder einträgt, so geht daraus hervor, daß 27 v. H. des Reichsgebietes mit Forsten und Wäldern bedeckt sind. Das erscheint wenig an sich, ist aber viel, wenn man unser Land mit dem Nachbarn Frankreich vergleicht, denn der hat gar nur 9 v. H. Waldboden. Diese Waldkarte verrät aber noch etwas anderes und befondßxs Merkwürdiges. Sie stimmt nämlich bis auf Einzelheiten mit den regenreichsten Gebieten des Reiches überein. Die Regenkarte Deutschlands ist an sich sehr merkwürdig, denn die auf ihr eingetragenen Niederschlagsmengen schwanken zwischen 400 und 2000 Millimeter im Jahr. Es gibt sogar einige aroße Gebiete, die unter 400 Millimeter zählen, so entlang der Oder südlich von Stettin und entlang der Elbe südwestlich von Magdeburg, auch ein kleines Gebiet bei Mainz. Das sind von Natur aus richtige Steppen, denen ohne Bewässerung der Waldwuchs versagt wäre. Aber die großen Waldgegenden im Westen des Reiches und in Schwaben und Bayern fallen mit dem 1000 - Millimeter- Niederschlag im Jahre zusammen. Die berühmten Waldgebiete kann man von der Regenkarte direkt ablesen. Sie sind dort, wo es zwischen 1000 bis 2000 Millimeter Regen hat. Solche sind der Harz, der Westerwald, der Teutoburger Wald, der Schwarzwald, der Thüringer Wald, die gesamten bayrisch-schwäbischen Alpen, der Bayrische Wald, das Riesengebirge mit den übrigen Sudeten. Gerade Schwaben kommt dabei gut weg, es hat mehr Niederschläge und mehr Wald als der Durchschnitt des Reiches und besitzt nur ein einziges trockenes Gebiet, nämlich das Lechfeld. Aber gerade in den regenreichsten Gebieten hört da und dort der Wald plötzlich auf; die Regel scheint da eine Ausnahme zu haben. Da ist der Kamm des Riesengebirges, die Kuppe des Brockens, da sind die Gipfel der Lechtaler Mädelegabel und Hohes Licht, der ganze Wetterstein, überhaupt alle eigentlichen Hochberge, die alle kahl sind und des Waldes entbehren. Aber da oben regnet es sechs Monate etwa überhaupt nicht — weil es während dieser Zeit friert und schneit. Der Bodenfrost, der auf den Gipfeln über 2000 Meter mehr als 200 Tage lang dauert, verhindert das Wachstum der Bäume; sie können nicht genug Holz ansetzen, das Wachstum ist zu langsam. Darum sind alle Gipfel waldlos. Diese ttockenen Angaben wirken aber wie eine scharfsichtig machende Brille. Sie erzählen von der Geschichte unseres Reiches und erläutern altbekannte Bilder auf neue und merkwürdige Weise. Man hat, wenn man sie kennt, auf einmal Verständnis, warum wir Deutsche ursprünglich ein Waldbauernvolk waren, denn die Regenkarte verrät uns, daß ganz Süd- und Westdeutschland einst unbedingt ein riesiges Waldland waren. Jetzt versteht man auch, warum gerade der Wald für die deutsche Seele die höchste Verkörperung der heimischen Naturkraft war. Er ist die eigentliche deutsche Natur von jeher gewesen. In Gebieten, wo jährlich 600 bis 800 Millimeter Niederschlag und darüber ist, da wird das ganze freie Land stets zum Wald, wenn man es nicht künstlich daran hindert. Und diese Niederschlags- höhe trifft eigentlich in ganz Süddeutschland zu. Daher muß dort zwangsläufig jedes Feld, jede sich selbst überlassene Rodung immer zum Walde werden. In einem solchen Gebiet dauert es keine mag Anlaß zu dieser kleinen Schrift gegeben haben» die aus guter Kenntnis der Geschichte des hessisches Fürstenhauses und der Persönlichkeit Ernst Ludwigs einen kurzen Abriß über die bedeutendsten Ahnen des Hauses Brabant gibt, dann ausführlich das Elternhaus Ernst Ludwigs, namentlich feine von großem sozialem Verantwortungsgefühl beseelte Mutter, die Großherzogin Alice, schildert und schließ, lich im Hauptteil Ernst Ludwig als einen durchaus modernen, für die Probleme seiner Zeit aufgeschlos. jenen Regenten würdigt. Selber eine künstlerische Natur durch und durch, die als Dichter und Kompo. nist sich versucht hat, hat er durch seine tatkräftige Förderung der schönen Künste, des Theaters und der Musik weit über das Hessenland und weit über seine Zeit hinaus gewirkt. Hier liegt der Haupt- akzent des Büchleins. Fr. Lange. Witterungsvorhersage für die Zeil vom 21. bis 30. Juli. Herausgegeben von der Forschungsstelle für langfristige Witterungsvorhersage des Reichs. Wetterdienstes in Bad Homburg v. d. H., am 20. Juli 1938, abends. Die Witterung wird in den nächsten zehn Tagen, im großen gesehen, immer noch unbeständig bleiben, so daß mit einer längeren Periode schönen und störungsfreien Sommerwetters bis zum Ende der nächsten Woche nicht zu rechnen ist; jedoch werden zwischendurch auftretende teilweise mehrtägige Auf. I) Eiterungen das Witterungsgepräge im ganzen freundlich gestalten.. Besonders in Süddeutschland, vor allem in der Ostmark, sowie in Schlesien werden die Tage mit schönem Wetter überwiegen, während in Nordwestdeutschland unbeständigeres Wetter Herr, schen wird, doch ist auch hier etwa um den Wochen« wechsel eine mehrtägige vorübergehende Wetter« bejserung wahrscheinlich. Temperaturen schwankend, im Durchschnitt der zehn Tage der Jahreszeit entsprechend. Gesamt« sonnenscheindauer in dem zehntägigen Zeitraum im Nordwesten des Reiches unter, im Süden über 70 Stunden, im Südosten wahrscheinlich über 80 Stunden. Wetterbericht Während über dem norddeutschen Festlande bis zum Mittelgebirge unter dem Einfluß kleiner Störungen über der Nord- und Ostsee trübes und regnerisches Wetter herrscht, kommt es im Süd« westen des Reiches lediglich zu zeitweiser starker Bewölkung. Bei der nur langsamen Weiterentwicklung ist eine wesentliche Aenderung des herrschenden Wetters noch nicht wahrscheinlich. Vorhersage für^reitag: Ueberwiegend bewölkt, doch im wesentlichen trocken. Tagestempe. raturen wenig geändert, etwas schwül. Schwache Winde.__ Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum« schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot (in Urlaub, i. V.: Dr. Fr. W. Lange); für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. VI. 38 : 9035. Druck und Verlag: Brühlsche Unioersitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. Bekanntmachung. Die Bauarbeiten für einen Regen- und Schmutz« wafferkanal im Tannenweg, in der Straße „Unter den alten Eichen", Straße „Am Philosophenwald" nebst Querstraßen unterhalb der Tennisplätze an der Liebigshöhe sollen auf Grund der R.V.O. in 2 Losen öffentlich vergeben werden. Die Unterlagen sind ab Freitag, den 22. Juli 1938, bei uns zu erhalten. Die Angebote sind bis zum Freitag, dem 29. Juli 1938, vormittags 10 Uhr, auf dem Städt. Hoch- und Tiefbauamt, Asterweg 9, abzugeben, wo die Oeffnung im Beisein der erschie« nenen Anbieter erfolgt. Zuschlags- und Bindefrist 4 Wochen. Gießen, den 20. Juli 1938. 48420 Städt. Hoch- und Tiefbauamt. ________________________Gravert.______________________ Arbeitsvergebung. Für die Herstellung von Kleinpflaster auf bei Reichsstraße Nr. 62 Abtla. Ortsdurchfahrt Angenrod, km 4,422—5,020, und Ortsdurchfahrt Leusel, km 2,468 bis 3,355, sollen nachstehende Arbeiten auf Grund der VOB. an leistungsfähige Unternehmer vergeben! werden: a) Ortsdurchfahrt Angenrod: rd. 1500 qm Geftück, 4100 qm Vorprofilierung, Versetzen von rd. 630 lfd. m Randsteinen, I rd. 500 qm Rinnenpflaster, rd. 4200 qm Fahrbahnkleinpflaster und sonstige Nebenarbeiten, b) Ortsdurchfahrt Leusel: 2800 qm Gestück, 5900 qm Vorprosilierung, Versetzen von 700 lfd. m Randsteinen, rd. 1150 qm Rinnenpflaster, rd. 5900 qm Fahrbahnkleinpflaster und sonstige Nebenarbeiten, Angebotsvordrucke sind solange der Vorrat reicht ab Freitag, den 22. Juli, auf dem Hess. Straßenbauamt in Gießen, Hitlerwall Nr. 371, Zimmer 8, erhältlich, wo auch die der Lieferung und Ausführung zugrunde liegenden Bedingungen zur Einsicht offenliegen. Die Angebote sind verschlossen und getrennt mit entsprechender Aufschrift: a) Kleinpflasterherstellung in der Ortsdurchfahrt Angenrod; b) Kleinpflasterherstellung in der Ortsdurchfahrt Leusel bis zum 2. August, vormittags 11 Uhr, portofrei einzureichen, wo anschließend deren Oeffnung im Beisein der erschienenen Bewerber erfolgt. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, den 20. Juli 1938. 4850D __________Hess. Straßenbauamt Gießen.____ Tiere mit Gefühl und Verstand. Eine allgemeinverständliche Darstellung öei 'chunasergebnisse über das Seelenleben der Tiere mit nraftiirben Verinchsanleitungen vonTr Werner wische! Leiter der fsorschungsftelle für Tier'eelen- nnde am Westfälischen Zoo' Garten w Münster, 140 Seiten mit 100 Abbildungen, in Leinen geb. HSR 3.60. — ftn eher (Siebener Buchhandlung erhältlich Sligo Beimflöiet Verlag, verlln Mlerfelve Mehr Freude an der Ratur durch Bermühler-Bücher! 4840D Bad Salzfdjlirf am 23. und 21 Juli 1938 der Wehrmacht, SA, ff, hj, USKK und Keitcruereine große lugleiftungsprüfung des Kaltblub2ud)M)erbandes Drcffurprüfung, Jagdspringen, ftelanderitt, DielfeittgKcits- Prüfung, faftrerprüfung. Großer militärischer Wettbewerb „Die Artillerie auf dem Defedtjtsfeld.“ — Abends; Illumination des Kurparkes und großes fcucrmerL 3g. Gehilfin sow.Lehrmädch. fürDamenschnei» derei sofort ges. Schr.Angeb.unt. 03323 a.d.G.A. MvW von älterem Ehepaar (Rentner) mit erwachsener Tochter, zum 1. August od.später z. mietengesucht. Schr.Angeb.unt. 03322 a.d.G.A. Tüchtiges Tagesmädchen für sof. ges 103333 Köhler Liebigsttaße 20. Keine Zeugnisse In Urschrift lonbern nur Zeugnis, abjchrlsien Dem Br- werbungSschreiben bei- legen i — Lichtbilder unoBewerbungSunter- tgen müssen zur yernt eibung von Verlusten aus oer Rückseite Na. men und Ülnschrtst öeä Bewerbers trauen 1 Büglerin gesucht. 4844° Hotel Schütz GLORlfl Heute Donnerstag Erstaufführung! Hauptrollen: 4845 A Harald Paulsen * Elisabeth Wendt * Hans Leibelt Wer es noch nicht gewußt hat, dieser Film lehrt es ihm: die Kriminalpolizei ist unser bester Freundl Wie sie die Spur des Verbrechers sucht und findet, wie sie zupackt, das ist hier so spannend und echt gezeigt, daß wir alles miterleben, als wären wir mit dabei. Beiprogramm u. Ufa-Ton-Woche Täglich 4, 6, 8.30, Sonntags 3, 5.30, 8.30 Auf der Bühne: TOOKO der Mann im kleinsten Haus der Erde. Wegen Verheiratung meines Mädchens suche ich zum 1. oder 15.8. ein tüchtig. MW für Küche und Haus. 485iD Zu erfragen im Gießen. Anzeig. 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Aber er war an Jenkins vorübergegangen, ohne daß auch nur ein Zug in seinem Gesicht etwas vom Erkennen verriet. Jedenfalls war Jenkins davon überzeugt, daß er sich wieder einmal völlig unkenntlich gemacht hatte. Aber jetzt das plötzliche Verschwinden von Jim Parker... Was sollte das? Schnell hatte er sich ev hoben und war Parker gefolgt. Er sah, wie er sich gen („Rungen") versehener Rungenwagen und X ein Arbeitswagen. Alle diese Wagen sind meist zweiachsig und können bis zu 15 Tonnen beladen verständlich. . . , An den Lokomotiven bemerken wir ebenfalls allerlei Buchstaben und Zahlen. Dorn und am Führerhaus steht die Betriebsnummer, etwa 74 882. Dann gibt 74 die Baureihe der Maschine an, 882 die Nummer innerhalb der Reihe. Lokomotiven, deren Betriebsnummern mit 01 bis 19 beginnen, sind Schnellzuglokomotiven (S), mit 20 bis 39 Perlonenzuglokomotiven (P), mit 40 bis 59 Güterzuglokomotiven (G). Unser Beispiel 74 882 ist eine Personenzugtenderlokomotive (Pt, Stammnummern 60 bis 79). Hinter diesen Buchstaben, die sich am Fuhrer- haus befinden, stehen mehrere Zahlen, etwa p 35.17. Das bedeutet: die Lokomotive — eine Personenzuglokomotive — hat drei Treibachsen und insgesamt fünf Achsen (außer den drei Treibachsen also noch zwei Laufachsen) und der Achsdruck auf eine Treibachse beträgt 17 Tonnen. Man bezeichnet die Lokomotiven vor allem nach der Anordnung ihrer Achsen und drückt durch große Buchstaben die Zahl der Treibachsen und durch Ziffern die Zahl der Laufachsen aus. 74 822 z. B. ist eine IC-Loko- motive: sie hat vorn eine Laufachse und hinter dieser 3 (C) Treibachsen. Die erste Sttornlimen- lokomotive der Reichsbahn (05 001) hat zwei Lauf-, drei Treib- und nochmal zwei Laufachsen: sie ist also eine 2G2-Maschine. I Und nun gehen wir gleich heute nachmittag hin- Sachlich ist über diesen lästigen und gefährlichen Ausländer zu sagen, daß er gelblich-weiß aussieht, etwa einen Zentimeter lang wird, auf jeder Flügeldecke fünf schwarze Streifen hat — man kann ihn also nicht verkennen — und sich in seiner Freßlust auf das Kartoffelkraut spezialisiert. Die Kartofsel- käferin legt im Laufe ihres Lebens oft anderthalbtausend Eier, die schon nach wenigen Tagen aus- schlüpfen und dann als Larven zwanzig Tage lang das Kartoffelgrün vernichten. Sie verpuppen sich in der Erde und sind, je nach der Temperatur, in vier bis sieben Wochen wieder die Ahnen kommender Geschlechter. Wilhelm Lange, ers: Ernst Blui mb für die Bild« Or. Hans Thyri: !); für den übrig« (eiter: Hans A Anzeigen: THM' )ruck und Bech R. Lange, M1 gspreis RM. H litber^tluftrietki 0 M unb Sam- n 5 M mehr. September 1937 Plattform ausgerüstet ist. h sagt uns, daß er Heizleitung, g, daß er Gatter hat. Ein Vgh ist also ein 15-Tonnen-Derschlagwagen mit Zwischengattern und ' Zu seinem großen Erstaunen mußte Jenkins aber feststellen, daß Jim Parker nach dem Frühstück seine Rechnung verlangte und das Hotel verließ. Ihm war das ein Rätsel. Daß Parker Absichten auf die Juwelen gehabt hatte, war sicher. Weshalb wäre er sonst in das Hotel gekommen? Was aber hatte ihn abgehalten? Daß man ihn erkannt haben ollte, war ausgeschlossen. So meinte wenigstens Mit Nivea in Lust und Sonne! Dann bleibt 3bre Haut weich und geschmeidig- sie wird auch rascher braun. Woher die Wirkung? Dom Euzerit, das Nivea tief in die Hautporen eindringen laßt. Juwelen und Silber geladen waren. An der Spitze der zweiten Expeditton steht Kapitän John D. Craigh, ein bekannter Erforscher der Tiessee, und sein Ziel ist die Wieder- entdeckung der „Meridia", des Schiffes, in dem die Schätze des unglücklichen Kaisers Maximilian nach Mexiko befördert wurden, und das mit Mann ' und Maus an der Küste von Virginia unterging. Craigh glaubt, daß das Schiff 600 Goldbarren, die Kronjuwelen von Mexiko, das unschätzbare Halsband der Kaiserin Charlotte und andere Kostbarkeiten enthält. Er hat den Taucher Max Gene Nahl, der den Tiesenrekord hält, auf seiner Fahrt mitgenommen. t ,, Beide Expeditionen sind mit den vollkommensten Apparaten ausgerüstet, die es heute für diese Zwecke gibt. Man hat Taucherausrüstungen ganz neuer Art hergestellt. Jedenfalls ist alles getan, die Schatzsuche so aussichtsreich wie möglich zu machen und zugleich zu erreichen, daß man diese abenteuerlichen Unternehmungen in allen Einzelheiten iml Kino selbst beobachten kann. en Festlcmde bk sluß kleiner B (tsee trübes im) mt es im Sitz, Zeitweiser ftarts ’n WeiterentwiL I des herrschend,, g: Ueberroiegeri Tagestempb schwül. Schwatz Jenkins. t , Es mochte eine Viertelstunde vergangen sein, als der Kellner rief: „Telephon für Dr. Smith." Detektiv Jenkins eilte nach der Telephonzelle. Wer konnte das nur fein? „Hallo", sagte er. „Dort Dr. Smith?" klang es fragend vom anderen Ende. . Detektiv Jenkins bekam einen Schreck. Das war die Stimme von Jim Parker. Er hätte sie unter hunderten erkannt. „Jawohl, hier Smith", bestätigte er. Und gab sich Mühe, feine Stimme, so weit es ging, zu verstellen ,Hier ist Jim Parker", klang es etwas spöttisch zurück „Ich wollte Sie nur noch um Entschuldigung bitten, daß ich gestern Ihrem Zimmer einen kleinen Besuch abgestattet habe. Aber es ist nun einmal meine Art, mich immer, wenn ich etwas vorhabe, zu vergewissern, wer in dem Zimmer nebenan wohnt. Ich hatte wirklich keine Ahnung, daß Sie es sind, Sie haben sich glänzend verkleidet. Mein Kompliment. Aber man sollte goldene Zigarettenetuis nicht so auf dem Tisch herumliegen lassen. Besonders nicht, wenn ganz groß der Name eingraviert ist. Doch Sie haben wohl nach der durchwachten Nacht das Bedürfnis, etwas nachzuschlafen. Wünsche angenehme Ruhe, Mr. Jenkins!" Detektiv Jenkins schlief in der folgenden Nacht ausgezeichnet. Und er wunderte sich sehr, daß am Morgen das ganze Hotel in Aufregung war. In der Nacht waren die Juwelen von Lady Wellington gestohlen worden. G — Gk — Gkw. Was steht alles an den Eisenbahnwagen? Zeitsthnffen. — Heber blasse unb muskelschwache Kinder liest die junge Mutter ausführlich im Juli-Heft der Monatsschrift „Mutter u n d K i n d" (Verlag Elwin Staude, KG., Berlin W 30). Auch weitere lehrreiche Artikel werden wieder alle, denen die Betreuung des Säuglings oder Kleinkindes obliegt, interessieren, so z. B.: „Vom Lernen des Säuglings". „Kinder'zeichnen", „Quälendes Spielzeug", „Deutsche Vornamen" usw. Wie immer, ist auch dieses neue Heft wieder mit einer ganzen Reihe reizender Bildchen geschmückt. tpflii*« Zu der großen Reihe von Unternehmungen, die immer wieder darauf ausgehen, dem Meere die in untergegangenen Schiffen verborgenen Schätze zu entreißen, kommen zwei große Expeditionen, die von Hollywood ausgehen. Es find bedeutende Kapitalien aufgebracht worden, um die Arbeiten ernsthaft zu gestalten: natürlich konnte bei diesem Ursprungsort der Film nicht leer ausgehen. Die Führer der beiden Schatzsucherschiffe sind von den Filmgesellschaften von Hollywood verpflichtet worden, alle Operationen, die sie während ihrer Schatzsuche auf dem Meere ausführen, zu filmen. Dazu werden die Taucher die verschiedenen Arbeiten vom Grunde des Meeres aus selbst schildern, indem sie vor einem kleinen Mikrophon sprechen, das im Inneren ihrer phantastischen Ausrüstung angebracht ist. Die eine der beiden Expeditionen wird von Leutnant Harry E. Rieseberg, einem erfahrenen Spezialisten auf diesem Gebiete, geführt. Ihm ist es bereits gelungen, drei Schiffe, die am Kap Hatteras gesunken waren, wieder aufzufinden und ihre Ladung, die auf eine Million geschätzt wird, an die Oberfläche zu bringen. Er hofft jetzt, die Stelle zu finden, an der 14 Gallionen, die Schätze aus Peru im 17. Jahrhundert fortführten und längs der Küfte von Florida Schiffbruch erlitten, auf dem Grunde des Ozeans ruhen. Sie müssen gewaltige Mengen Silberbarren enthalten. In anderen Meeren, die er auch besuchen will, sind Nicht weniger große Schätze zu heben. Nach seiner Berechnung liegen längs der Küsten von Afrika, Europa, Amerika und Asien 240 Schiffe, die mit Gold, Es besteht für unser Vaterland allsommerlich die Gefahr, daß dieser lästige Ausländer aus Frankreich zuwandert, weil es unseren Nachbarn im Westen nicht gelang, seinen Vormarsch aufzuhalten. Noch haben wir ihn immer wieder in seine Schranken verweisen können. Aber Aufmerksamkeit tut not! Dornotizen. Tageskalender für Donnerstag. Gloria-Palast (Seltersweg): „Mordsache Holm-« 25 Lahre im Dienste der Polizei. Don der Polizeidirektion Gießen wird uns mit« geteilt: _ ... ... Am heutigen 21. Juli kann Herr Polizeisekretar Ludwig Wallbott auf eine 25jährige Polizei- dienstzeit zurückblicken. Nach einer über sechsjährigen tadellosen Militärdienstzeit trat Herr Wallbott am 21. Juli 1913 als Schutzmann bei der Polizeidirektion Darmstadt ein. Diesen Dienst versah er in 'XX w* II Wünsche angenehme Ruhe, Herr Jenkins!... Don Gerrit Limper. Der berühmte Detektiv Jenkins betrat die große Halle des pompösen Hotels Splendid. Vorsichtig lieh er seine Blicke umherschweifen. Richtig, dort m einer Ecke faß Jim Parker. Wenn er den Fensterplatz links nahm, konnte er ihn gut und unauffällig beobachten. Kaum hatte er sich aber gesetzt, als er sah, wie Parker aufftanb und die Halle verließ. Das war verdächtig. Der große Detektiv runzelte die Stirn. Sollte ihn vielleicht Jim Parker doch erkannt haben? Trotz seiner Verkleidung? Jenkins war berühmt wegen feiner Maskierungskunst. Seme eigene Frau war auf der Straße an ihm vorüber- gegangen, ohne ihn zu erkennen. Es wäre eine verteufelt unangenehme Geschichte, wenn ihm diesmal wieder Parker entschlüpfen sollte. Wo er alles |o hübsch eingefädelt hatte. Vor zwei Tagen war Lady Wellington im Hotel Splendid abgestiegen. Lady Wellington, tue wegen ihres fabelhaften Juwelenschatzes im ganzen Laube bekannt war. Und von der man wußte, daß sie einen großen Teil ihrer Juwelen stets bei sich zu tragen pflegte. Das wußte vor allem auch Jim Parker. Seit langem war die Polizei hinter ihm her Aber nie war es gelungen, ihn zu fassen. Jetzt bot sich eine wunderbare Gelegenheit. Denn gestern hatte auch Jim Parker ein Zimmer im Hotel Splendid genommen. Doch nur, das war klar, dazu brauchte man kein großer Detektiv zu fein, wegen der Juwelen von Lady Wellington. Und fo hatte der Detektiv Jenkins heute ebenfalls feinen Einzug ins Hotel Splendid gehalten. Er Uetz sich in das Gästebuch als Dr. Smith eintragen. Jim Parker hatte Zimmer 34. Es war ein glücklicher Zufall, daß Nummer 35 frei war. Also nahm Jenkins Am 23. Juli tritt die Sonne in das Zeichen des Löwen, welchen Vorgang ein alter Bauernspruch mit d'en Worten kennzeichnet: „Wenn die Sonne in den Löwen geht, die größte Hitz' alsdann entsteht . In der Tat bringen die Hundstage, die vom 23. Juli bis zum 23. August dauern, normalerweise jene Wärmeperiode, die uns die heißesten Tage des ganzen Jahres beschert. Aber es kann zur Abwechslung wohl auch passieren, daß die Hundstage sich von den übrigen Tagen des Sommers nicht wesentlich unterscheiden. wobei die Spruchweisheit der Bauern noch zu sagen weiß: „Wie die Hundstage beginnen, so ziehen sie wieder von hinnen". Ihren absonderlichen Namen haben die Hundstage nicht etwa davon, daß die Hitze selbst den Hunden zuviel wird, sondern vielmehr von dem Sternbild des großen Hundes. Schon im Altertum kannte man nämlich diese Tage, deren Anfang mit dem Wiedererscheinen des Hundssternes (worunter man ursprünglich nur den Sirius verstand) am Morgenhimmel zusammenfiel. Daß die Glut dieser Hurws- tage damals bereits erheblich zu schaffen machte, weiß selbst die Ilias zu berichten. In ihr heißt es über die Erscheinung des Hundssternes: „Er ist auch ein schlimmes Zeichen und bringt glühende Hitze den armen Sterblichen". . , Was die Hitze betrifft, fo hätten wir kaum etwas dagegen, wenn wir sie wirklich mal für einige Zett verspüren könnten. Zu schlimm braucht sie jtt gerade . JT . < . .. v fr. hnh int» Aber was hatte er bei ihm gewollt? Jenkins wartete eine Weile und schloß dann leise die Tur zu seinem Zimmer auf. Es war alles in bester Ordnung. Nichts, das er vermißte. Selbst fein goldenes Zigarettenetui, das er vorhin vergessen hatte einzustecken, lag unberührt auf dem Tisch. Das setzte Jenkins einigermaßen in Erstaunen. Es war immerhin ein schweres goldenes Etui. Und solche Dinge laßt ein Jim Parker nicht gern liegen. Aber nach einigem Nachdenken wurde ihm alles klar. Parker hatte sich seine Chance nicht absichtlich verderben wollen. So dumm war er nicht, durch einen kleinen Diebstahl den großen unmöglich zu machen. Was war ein goldenes Etui gegen die Juwelen von Lady Wellington? Die ganze Nacht blieb Detektiv Jenkins wach, immer nach dem geringsten Geräusch in dem Rimmer nebenan lauschend. Er hatte Jim Parker keinen Moment aus den Augen verloren. Und als sich Parker abends in fein Zimmer begeben hatte, war er ihm sofort gefolgt. So angestrengt er aber auch horchte, es geschah nichts. Nebenan krachte laut das Bett. Begab sich Jim Parker wirklich zur Ruhe? Oder war das auffällig laute Zubettgehen auch nur Absicht? Doppelt Ursache, um aufzupassen. Jenkins schloß kein Auge. Er rauchte eine Zigarette nach der anderen, um gegen die Müdigkeit anzukämpfen. Aber nebenan blieb alles ruhig. Ober boch nicht. Denn eines horte man beutlich: bas laute Schnarchen von Jim Parker. Als sich ber Detektiv am Morgen, tobmübe unb zerschlagen von ber burchwachten Nacht, nach dem Frühstückssaal begab, sah er Jim Parker frisch unb munter am Tisch sitzen. Im Hotel alles ruhig. Nichts von einem großen Juwelendiebstahl. Wollte Jim Parker boch noch einen Tag warten? Ferienfreuden der Urlaubsreisenden den Gipfelpunkt erreichen würden und daß die Daheimgebliebenen die wahre Lust des Badevergnügens genießen könnten. Wir „armen Sterblichen" wären damit schon hinreichend zufrieden. Wir hätten bann auch nichts gegen die „Sauregurkenzeit" einzuwenden, die ja zeitlich mit den Hundstagen zusammenfällt. Auf jeden Fall, ob mit oder ohne saure Gurken: pur ein Weilchen könnten wir schon einen ordentliche« Sonnenschein in den Hundstagen vertragen. Sch. Ein lästiger Ausländer. Von Herkommen ist er Amerikaner, aber zu unserem Leidwesen naturaTifierter Franzose. Doch auch die Franzosen sind nicht glücklich über diesen Gast. Denn schließlich will jedes Lebewesen atmen, und auch die Kartofsel will dies. Zum-Atmen hat die Kartoffel die Blätter. Werden ihr diese vernichtet, so kann sie nicht weiterleben und keine Knollen bilden. Der erwähnte Fremdling hat es aber gerade auf ihre Blatter abgesehen. Da er weder Paßkontrolle noch Zollgrenzen fürchtet, versucht er jetzt auch, sich in Deutschland festzufetzen. Wir wissen alle, was die Kartoffel heute für unsere Ernährung bedeutet. Wir können es uns denken, was es heißt, wenn ein Schädling, wie der Kartoffelkäfer, innerhalb eines Sommermonats siebzig Nachkommen haben kann, die alle wiederum mit je siebzig Nachkommen unserer Kartoffel die Lunge zernagen. wohl? Vor uns hält ein Personenwagen, auf dem BC steht. Wir bemerken, daß er zur Hälfte Abteile 2. und zur Hälfte Abteile 3. Klasse führt. Vielleicht kommen wir nun schon von selber darauf, daß mit B die 2. und mit C die 3. Klasse bezeichnet wird. Wenn wir noch ein wenig schärfer hingesehen haben, wird uns aufgefallen fein, daß unser Wagen zwei Achsen hat. Und auch dies wird durch BC ausgedrückt, ohne besondere Zahlenangabe, denn zwei Achsen muß ein Wagen ja mindestens haben. Hätte er drei, so hieße er BC3, hätte er vier: BC4. B bezeichnet also die 2., C die 3. und A demnach die 1. Klasse. A4 wäre ein vierachsiger Personenwagen, ber nur 1. Klasse hat. Wäre — benn praktisch gibt es solchen Wagen nicht. I.-Klasse- Wagen laufen nur in v-Zügen. Und O-Züge haben gedeckte Wagenbrücken, „Harmonikas", Die den ü — den Uebergang — von einem Wagen zum anderen ermöglichen. Unser vierachfiger l.-Klasse-O-Zugwagen heißt in Wirklichkeit A4ü. Neben den Abteil- und V-Zugwagen gibt es noch solche Wagen, die an der Stirnseite Plattformen haben und durch offene Wagen drucken miteinander verbunden sind. Sie erhalten zu ihrer Klassen- und Achsenbezeichnung ein i. Ci ist also ein zweiachsiger Durchgangswagen 3. Klasse. Und Citr ein ebensolcher für Reisende mit Traglasten. Unter diesen Bezeichnungen ist noch die Anzahl der PI, der Plätze, und die Bremseinrichtung angegeben. Kksbr heißt Kunze-Knorr-Bremse für Schnellzüge, Kkpbr Kunze-KnorEremse für Personenbester Weise bis zum Ausbruch des Weltkrieges 1914, an dem er mit Auszeichnung teilnahm. Nach Beendigung des Krieges kam Herr Wallbott wieder zur Polizeidirektion Darmstadt. Am 1. März 1925 wurde er, der inzwischen zur Verwaltungspouzei übernommen worden war, zur Polizeidirektion Gießen versetzt. Während seiner langen Polizeidienstzeit hat sich der Jubilar stets als ein durchaus pflicht- treuer, gewissenhafter und immer hilfsbereiter Beamter erwiesen. Herr Wallbott hat sich infolge der ihm eigenen Zielstrebigkeit nicht'nur die Achtung seiner Vorgesetzten und Kameraden, sondern darüber hinaus auch die aller Volksgenossen, mit denen er im Hinblick auf feirje Dienststellung vielfach in Berührung kommt, erworben. Für seine Zukunft wird ihm alles Gute gewünscht. Keine jüdischen Abfindungsgeschäste mit Hausverwaltungen. LPD. Nach den neuen gesetzlichen Bestimmungen ist Juden und jüdischen Unternehmungen auch die gewerbsmäßige Verwaltung von Haus- und Grundeigentum verboten. Die Verwaltungstätigkeit darf nur noch bis zum 31. Dezember betrieben werden. Die Frist soll die ordnungsgemäße Abwicklung ermöglichen. Wie das Amt „Haus und Heim" in ber Deutschen . Arbeitsfront mitteilt, versuchen gegenwärtig die von den gesetzlichen Bestimmungen betroffenen jüdischen ■ Kreise ihre Derwaltungstätigkeit gegen zum Teil । sehr hohe Entschädigungssummen an arische Der- • waltungen abzugeben. Das Amt warnt ausdrücklich - davor, derartigen Anerbieten zu folgen. Die Haus- i Verwaltertätigkeit fei kein Handelsobjekt, das Gegen- ! stand derartiger Abfindungsgeschäfte sein könnte. Ein Haus- und Grundstücksverwalter werde viel- 8 ^/R4ü ist ein Speisewagen (Wagon Restaurant), WL4ü ein Schlafwagen (Wagon Lit). Mit Pw, Pw3, Pw4ü und so fort werden die verschiedenen Arten der Gepäckwagen und mit Post der Bahnpostwagen bezeichnet. Tja, das ist ja alles sehr nett, könnte man nun sagen, aber warum eigentlich diese Geheimtuerei? Daß dies hier ein V-Zug-Dierachser mit allen Klassen ist, sehe ich schließlich auch so, dazu brauche ich nicht erst das Zeichen ABC4Ü zu entziffern! (Uebrigens erkenne ich das durchaus nicht immer auf den ersten Blick.) Gemach! Diese Formeln bilden sozusagen einen Code, dessen sich die Dienststellen der Reichsbahn (und vieler anderer europäischer Bahnen) vor allem i m t e l e g r a p h i s ch e n V e r- kehr — bei ber Wagengestellung --- bedienen. Und knapper könnte man das, was an einem Personenwagen wesentlich ist, gar nicht aus- tung. linpW« 5 mchsah«K ahrl Leusel, E Arbeiten auf nter*er«W ‘*eiwS Sptafty a® SA ewen Ä- Zeit tünÄ seine tnÄfc hnb wej H segt ber 1 r- W. La^* iage ">• Juli, Estelle für r-N Utz , s^nen un 3^ Enbe th l’*d) werte, Ä* * ganzem yfien wert, Wn, uäljteis "“«'Mm den Bo*» Sch-"d- ffieiiet, Mfönitt tut t >» 'm Suben A, yrfcheinllch über Heizleitung. . Ein gesondert stehendes, weih eingerahm- tes großes T bedeutet, daß der Wagen auf ausländischen Bahnen (im Transitverkehr) fahren darf. Wagen mit einem MT sind für M i - litärtransport geeignet. Zahlen geben an, wieviel M (Mann) und wieviel Pf (Pferde) befördert werden können. Ein weißer Streifen an jeder Ecke des Wagens sagt, daß er Luftleitung, zwei, daß er Druckluftbremse hat. Ladegew, Tragt, Bodenfl, GewdW und Achsst ist ohne weiteres ung. gen- unb Schuch ber Strafe „link! i PhilosophenMld' Tennisplätze anbei r R.V.O. in2Lch z, den 22. Juli M te sind bis zum irmitfags 10 llhi, auamt, Asterwezl Beisein der cr|(g ,gs- und Mndefn! 48420 fbauamt. Wenn der Zua, mit dem wir verreisen wollen, vor uns in den Bahnhof rollt, dann bemerken wir hier und da an den Wänden allerlei Buchstaben und Zahlen, die wir uns nicht erklären können. Und wenn wir dann auf einer Zwischenstation einen Güterzug überholen, so sehen wir auch hier die Wagenwände bedeckt mit zahlreichen rätselhaften Inschriften. Nun sind wir am Ziel unserer Fahrt angelaiwt und schauen noch einmal, ehe wir durch die Sperre gehen, auf die Lokomotive, und siehe: auch an ihr entdecken wir wieder andere seltsame Zeichen. Was bedeuten sie Weicht nun ein Wagen irgendwie von einer dieser acht „Normaltypen" ab, so werden dem großen Buchstaben ber Hauptgattung ein oder mehrere kleine Buch st oben angefügt, die dem Beamten kurz alles Wichtige sagen. Bon diesen Verbindungen im folgenden nur die häufigsten! Ein Mehr des Ladegewichts von 5 Tonnen wird durch m ausgedrückt. Öm ist also ein offener Kastenwagen mit einem Ladegewicht von 20 Tonnen. Ist bas Ladegewicht noch größer, so wird ber große Buchstabe verdoppelt. Ein OO bewältigt 30 Tonnen, und ein SS ist ein vier- oder mehrachsiger 15 Meter langer Schienenwagen mit mindestens 35 Tonnen Ladegewicht. Wird jedoch das Ladegewicht der Hauptgattung (oder auch einer Abart) nicht erreicht, ist es weniger, so wird ein w hinzugefügt. Rw ist demnach ein Rungenwagen unter 15, SSw ein Schienenwagen unter 35 Tonnen Ladegewicht. Besonders lange und großräumige Wagen bekommen ein 1. Gl ist ein gedeckter Wagen mit sehr großer Ladefläche. SS ist, wie wir eben horten 15 Meter lang, SSI dagegen 18. Andererseits: ist die Ladelänge kürzer als normal, so wird ein k hinzugesügt. SSk ist also ein Schienenwagen unter 15, Sk ein Schienenwagen unter 13 Meter Lade- länge. k bedeutet, in anderer Zusammensetzung, auch Kühleinrichtung. Gkw ist also ein Kühlwagen mit einem Ladegewicht unter 15 Tonnen. Besonders hochwandige O-Wagen (für Koks — Coes) haben die Benennung Oe. t heißt: der Wagen besitzt Vorrichtungen zum Selbstentladen, etwa Trichter. Was Xt, OOt und Otw bedeuten, können wir nun schon selber raten. > «*uu —- o-—/ Ein t erhalten auch die besonders tief gebauten, für aus und versuchen, ob wir die Sprache der Eisen- sehr große Güter bestimmten Tiefladewagen. Ein bahnwagen übersetzen können! i zeigt an, daß der Wagest, etwa ein Giw, mit I Joachim Lange. im Lift nach oben fahren ließ. Ihre Zimmer lagen im dritten Stock, man konnte also die Treppe benutzen. Eilig, aber doch nicht fo eilig, daß es ausfallen konnte — als Detektiv mußte man eben alles bedenken —, stieg Jenkins die Treppe empor. Auf dem Gang, der zu ihren Zimmern führte, blieb Jenkins plötzlich stehen. Er sah, rote Ilm Parker aus feinem Zimmer kam. Aus feinem aus Jenkins Zimmer. Und wie er mit dem Nachschlüssel Die Tür wieder leise und sorgfältig schloß, bevor er in seinem eigenen Zimmer verschwand. Was bedeutet das? Einen Augenblick war Jenkins drauf und dran, Parker zur Rede zu stellen. Aber dann hatte ihn Parker erkannt, und alles wäre verdorben gewesen. Nein, Parker durfte nicht wissen, daß man ihm auf der Spur war. Man mußte ihn den Schlag gegen Lady Wellington ausfühten lassen und tm gegebenen Moment zupacken. SW'"'"' »I* 1' h,r Vorrat tw • ige herJ( Strck. : ch's- Orfiril* ' :««*** *irf* drücken. Die Vorteile dieses „Codes kommen noch mehr bei den Güterwagen zur Geltung, von denen es ungleich mehr Arten als von den Personenwagen gibt. Wir merken uns zuerst einmal acht große Buchstaben, mit denen, wenn man so sagen darf, die „Grundwagen" des Güterverkehrs bezeichnet werden. G ist ein gedeckter Wagen, K ein Klappdeckelwagen (hauptsächlich für Kalk), V - ein Verschlagwagen (für Vieh)- O ein offener Kastenwagen, H (Holz), ein (mit Drehschemeln ausge- Tag im Pimpsenlager Mühlbachtal. Wilderer-Prozeß in Gießen. Gefährliche Verbrecherbande aus dem Taunus soll abgeurteilt werden. nach links in den Hindenburgwall einzubiegen, als im gleichen Augenblick vom Stadttheater her ein anderer Personenkraftwagen kam. Da die Kraftfahrerin ihren Wagen nicht mehr zum Stehen bringen konnte, für den anderen Kraftfahrer aber bei dem überraschenden Auftauchen des zweiten Wagens der Bremsweg zu kurz war, war der Zusammenstoß nicht mehr zu vermeiden. Es gab an beiden Wagen, an Vorderrädern, wie auch an Hinterrädern, starke Beschädigungen. Glücklicherweise wurde niemand verletzt, es entstand lediglich Materialschaden. ** Unfälle. Ein 18jähriger Motorradfahrer aus der Kaiserallee kam mit seinem Kraftrad zu Fall und erlitt einen Schlüsselbein- und einen Kniescheibenbruch. — Mit schweren Schulterverletzungen mußte die landwirtschaftliche Helferin AnnäWalb (beim Universitätsoersuchsgut Hardthof beschäftigt) in ärztliche Behandlung gebracht werden. Die Der unglückte war von einem Erntewagen abgestürzt. ihre Sache schon so, wie es sich gehörte. Dann gab es noch den Uniformappell. Inzwischen war auch die Sonne gekommen, und im Lager herrschte die beste Stimmung. Nach dem Antreten am Fahnenturm und der Flaggenhissung traten die Essenholer an der Küche an und faßten für ihre Kameraden Brot, Marmelade und Kaffee in rauhen Mengen. Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es dann zum Dienst in das Gelände, von dem die Pimpfe erst um die Mittagszeit zurückkehrten. Sie kehrten mit gehörig hungrigem Magen heim, und da inzwischen im Lager und in der Küche alles vorbereitet war, dauerte es nicht lange, da gab es das Mittagessen „ganz groß". Eine dicke Suppe mit Erbsen, Speck, Kartoffeln und einer Reihe weiterer guter Zutaten schmeckte vorzüglich, und manche aßen so viel davon, daß die anschließende Mittagspause von 14 bis 15.30 Uhr dringend notwendig war, um von den Strapazen des Mittagessens ausruhen zu können. , Der Nachmittag sah die Mannschaften zum Teil im Schwimmbad, andere marschierten nach Nassau, besichtigten eingehend die Burg und weilten am Denkmal des Freiherrn vom Stein. Der Abend vereinigte dann wieder alle in idealer Gemeinschaft im Eßring zum Abendbrot. Ein kurzer Schlußappell, eine Stunde des gemeinsamen Gesanges noch — und dann blies der Fanfarenzug den Zapfenstreich. mehr für seine bekanntlich kündbare Arbeitsleistung bezahlt, die keinen selbständig veräußerlichen Werl darstellt. Schon aus Gründen der Preispolitik dürfe der Hausverwalterberuf nicht mit geldlichen Vorleistungen belastet werden. Schulung oer OAI. auf Burg Gleiberg Zn diesen Tagen wurde der Schulungsbetrieb auf der Burg Gleiberg mit einem neuen Lehrgang der DAF. wieder ausgenommen, deren Abteilung für Berufserziehung und Betriebsführung mr Zeit Be- triebsobmänner aus den Kreisen Dillenburg-Biedenkopf, Wetzlar und Gießen schult. Die Schulung untersteht den Kreisschulungsleitern der DAF. Bienengräber (Gießen) und Erpel (Wetzlar). Das derzeitige Lager wird von Kreisfachabteilungsleiter Heinrich Schmidt (Wetzlar) geleitet. Die Betriebsobmänner sind eine Woche auf der Burg. Das Lager wurde am Sonntag durch Kreisobmann H e l f p e r (Wetzlar) eröffnet, der über die Vorgänge in der Welt sprach. Am Montag sprachen die Kreisschulungsleiter der NSDAP. R e e h (Wetzlar) und Michel (Großen-Linden-Gießen) über die Grundgedanken des Nationalsozialismus und über die Rassefragen. In einem Vortrag am Nachmittag gab Kreisobmann H e l s p e r einen Ueberblick über die Aufgaben der DAF. Den Dienstag verbrachten die Lehrgangsteilnehmer mit Gauschulungsleiter W a ch s m u t h und Kreisschulungsleiter Bienengräber von der Gauwaltung der DAF. Frankfurt a. M., die über wirtschaftliche und sozialpolitische Fragen sprachen und wertvolle Hinweise für die praktische Kleinarbeit in den Betrieben gaben. Der Nachmittag diente einer Besichtigung der näheren Umgebung. Dabei wurde dem Hardthof ein Besuch abgestattet. Mittwoch vormittag hielt der stellvertretende Dereinsführer des Gleiberg-Vereins, Direktor M e n k e n (Kinzenbach) einen Vortrag über die Entstehung und die Geschichte der Burg und die Erneuerungsarbeiten, die der Gleiberg-Verein im Laufe seines Hundertjährigen Bestehens dort oben durchgeführt hat. Nach einem Besuch des Gloria-Palastes in Gießen war der Mittwochnach- mittaa dienstfrei. Am heutigen Donnerstag sprechen Kreishauptstellenleiter Benz (Dillenburg) und Schmi.dt (Gießen) über Fragen des Arbeitsrechtes und der Rechtsberatung, sowie über organisatorische Fragen. Gietzener Wochenmarktprette. * Gießen, 21. Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Feine Molkereibutter, 7i kg, 1,52 Mark, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25, Käse, das Stück, 4 bis 9, Eier, deutsche, Klasse S 13, Klasse A \27i, Klasse B 12, Klasse C IVA, Klasse D 10)4, Enteneier 11)4 bis 12X, Tauben 50 bis 55 Pf., junge Hähne, 7i kg, 1,10 bis 1,15 Mark, Suppenhühner —,90 bis 1,05 Mark, Wirsing, grün, 10 bis 12 Pf., Weißkraut 12, Rotkraut 18 bis 22, gelbe Rüben, das Bündel 10 bis 12, 7i kg 18 bis 20, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 20, Römifch- kohl 8 bis 12, Bohnen, grün, 30 bis 40, Erbsen 20 bis , 25, Tomaten 25 bis 50, Zwiebeln, das Bündel 10 bis 12, 7i kg 14 bis 18, Rhabarber 10 bis 15, Pilze 45 bis 55, Kartoffeln, alte, 5, 5 kg 45 Pf., 50 kg 3,30 bis 3,90 Mark, neue 6.— bis 6,50 Mark, Vi kg 7 bis 8 Pf., Pfirsike 45 bis 60, Himbeeren 55, Dörrobst 40, Sauerkirschen 46, Heidelbeeren 45, Stachelbeeren 30 bis 50, Johannisbeeren 35 bis 40, Erdbeeren 55, Blumenkohl, das Stück, 10 bis 50, Salat 5 bis 10, Salatgurken 20 bis 60, Einmach- gurken 1% bis 5, Oberkohlrabi 5 bis 8, Suppengrün 5, Rettich 5 bis 15, Radieschen, Bund 5 bis 10 Pf. * ** Ferienkinder für den Kreis Wette r a u. Am gestrigen Mittwochnachmittag trafen etwa 175 Ferienkinder aus dem Gebiet Koblenz— Trier—Birkenfeld, von Koblenz kommend, auf dem hiesigen Bahnhof ein, die von der NSV. im Kreis Wetterau untergebracht wurden. Es handelt sich um erholungsbedürftige Kinder aus der Westmark, die im Kreis Wetterau einen vierwöchigen Urlaub verbringen werden. Etwa 25 Kinder blieben in Gießen, eine größere Anzahl verteilte sich auf die nähere Umgebung, andere fuhren nach Friedberg und in Richtung Nidda weiter. — Am heutigen Abend fahren mit der NSV. 91 Gießener Kinder nach Schleswig-Holstein zur Erholung. Sie schließen sich hier einem Sammeltransport an. ** Kanalbauarbeiten im östlichen Eichgärtengebiet. Der umfangreiche Wohnhausbau im Tannenweg und auf dem anschließenden Gelände unterhalb der Liebigshöhe macht nunmehr die Anlage von Regen- und Schmutzwaßer- kanälen als wichtigen Bestandteil des Straßenbaues in diesem neuen Wohnhausblock erforderlich. Die Bauarbeiten erstrecken sich auf den ostwärts hinziehenden Teil des Tannenwegs und die daran anschließenden neuen Straßen „Unter den alten Eichen", „Am Philosophenwald" sowie die Querstraßen unterhalb der Tennisplätze an der Liebias- höhe. Mit der Durchführung der jetzt ausgefchrlebe- nen Arbeiten soll in Kürze begonnen werden. ** Zusammen st oß. Gestern gegen 18 Uhr ereignete sich an der Ecke Hindenburgwall/Goethe- straße ein Zusammenstoß zweier Personenkraftwagen, der schlimmste Folgen nach sich z«ehen konnte. Ein Personenkraftwagen, von einer Frau gesteuert, kam aus der Goethestraße gefahren, um Unser Gießener Jungvolk war im Zeltlager Mühlbachtal rasch zu Hause. Mancher der Pimpfe kennt das Leben im Zeltlager ja auch schon, und so war es kein Wunder, daß man sich in der neuen Umgebung schnell zurechtfand. Der erste volle Tag im Lager, der Tag nach der Anreise, begann allerdings zunächst nicht sehr vielversprechend. In früher Morgenstunde trommelte der Regen auf die Zelte. Mancher Pimpf mag davon erwacht sein, aber zunächst lag man ja trocken im Stroh, und bis zum Aufstehen konnte das Wetter längst anders sein. Einer der Pimpfe ließ in diesem Zusammenhang eine Weisheit vom Stapel, die er bei irgendeiner Gelegenheit von einer Bauersfrau „geerbt" hatte: „Regen am frühen Morgen und alter Weiber Tänze Dauern nicht lange!" — Und so war es auch! Als um 7 Uhr zum Wecken geblasen wurde, hatte der Regen schon merklich nachgelassen. Im Nu waren die Pimpfe auf den Beinen, und diejenigen, die glaubten, noch einige Minuten zugeben zu können, waren bald ausgehoben. Dann traten die „Mannschaften" vor den Zelten an, es wurde zum Waschen abgerückt, anschließend hatte jede Zeltmannschaft ihre Behausung in Schuß zu bringen und schließlich wurde der Tornister gepackt. Jungbannführer T a e s L e r ging von Zelt zu Zelt und sah nach dem Rechten. Er hatte aber wenig zu beanstanden, denn die Pimpfe machten Lpd. Die Justizpressestelle Darmstadt teilt mit: „Das in den Gemarkungen der Taunusgemeinden Kransberg und Friedrichsthal und in den angrenzenden Gebieten bis zum Herbst 1937 in außergewöhnlichem Umfang festgestellte Wildererunwesen führte zur Einleitung eines umfassenden Ermittlungsverfahrens gegen die seit Mitte 1937. in Untersuchungshaft befindlichen Brüder Josef Heinrich und Karl Odenweller aus Kransberg und Friedrichsthal. Die von dem Oberstaatsanwalt in Gießen in engster Zusammenarbeit mit den zuständigen Abteilungen der Kriminalpolizei in Frankfurt a. M. geführte Untersuchung hat abschließend zur Anklageerhebung vor der Großen Strafkammer des Landerichts Gießen geführt. Als Mitbeschuldigte werden sich in der demnächstigen Hauptverhandlung auch Karl Philipp Lauer aus Kransberg, Jakob Matern aus Friedrichschal und Friedrich Thyssen aus Frankfurt a. M. zu verwarten haben. Die Beschuldigungen der Anklage richten sich gegen die fortgesetzten gewohnheits- und gewerbsmäßigen, in rücksichtsloser Weise auch nachts und unter gröblicher Verletzung der Schonzeiten und sonstigen jagdrechtlichen Einschränkungen begangenen Wildereien der Gebrüder Odenweller und gegen die damit zusammenhängenden gleichfalls fortgesetzten ober mehrfachen Verfehlungen der übrigen Angeklagten auf dem Gebiete der mißbräuchlichen Jagdausübung, teilweise auch der Hehlerei und des Urkundsverbrechens. Wegen eines bereits im Juli 1919 vorgekomme- nen Zusammenstoßes des Försters Nothnagel aus Ziegenberg mit den schon damals wegen Wilderei gestellten Gebrüder Odenweller ist anläßlich des jetzigen Ermittlungsverfahrens auch der Verdacht des Mordversuchs an dem Förster nochmals aufgegriffen worden, nachdem frühere Aufklärungsversuche ergebnislos geblieben waren. Josef Odenweller hat erst jetzt den Beamten der Kriminalpolizeistelle Frankfurt a. M. gegenüber eingestanden, 1919 bei dem Zwischenfall im Wald auf den Förster Nothnagel einen Karabinerschuß abgegeben zu haben, der den Beamten „umlegen" und den bereits gestellten Bruder Wilhelm Odenweller befreien sollte. Durch einen glücklichen Umstand mißlang der Anschlag. Josef Odenweller kann wegen Verjährung der Strafverfolgung für diesen nahezu 20 Jahre zurückliegenden Mordversuch nicht mehr zur Rechenschaft gezogen werden, da erst das jetzige Geständnis des Täters den Zugriff der Strafverfolgungsbehörden ermöglichte. Anläßlich der vor wenigen Tagen mit der Hinrichtung des Wilderers Johann Wilhelm M i e g e r abgeschlossenen Strafsache wegen der 1917 und 1937 erfolgten Morde an dem Forstmeister Birkenauer und dem Waldwärter Hofmann ergab sich im Verlauf der von dem Oberstaatsanwalt und der Kri-- minalpolizei Frankfurt a. M. durchgeführten Ermittlungen die Vermutung, daß es gelingen könne, auch das Verschwinden des nach nahezu einjähriger Verschollenheit im Dezember 1922 in einem alten verfallenen Schacht der Gemarkung Langenhain mit schweren Schädelverletzungen tot aufgefundenen Landwirts und Bürgermeisters Philipp Odenweller aus Friedrichsthal aufzuklären. Gegenüber der von Anfang an nach den ganzen Umständen des Leichenfundes bestehenden Möglichkeit eines Unfalls haben sich auch im Verlauf der jetzigen Ermittlungen belastende Umstände im Sinne eines Mordverdachts gegen die Gebrüder Odenweller ober anbere Personen nicht ergeben. Der Oberstaatsanwalt in Gießen hat demgemäß das Verfahren, soweit es sich um den Verdacht eines Verbrechens an Philipp Odenweller handelt, mangels Täterermittlung eingestellt. Gerichtliches Nachspiel des Köpperner Waffenfundes. LPD. Frankfurt a. M., 20. Juli. Als nach der Ermordung des Waldhüters Hofmann seitens der Staatsanwaltschaft und ber Polizei die große Aktion zur Ermittlung der Wilderer in der Köpperner Gegend einsetzte, geriet ein gewisser K. in den Verdacht, der Waffenlieferant einer Anzahl Wilderer gewesen zu sein und sich selbst als Wilderer betätigt zu haben, nachdem er bis 1933 Jagdberechtigung besaß. K. wurde von der Kriminalpolizei in dem Augenblick überrascht, als er sich bemühte, Waffen in seinem Haus zu verstecken. Die Menge der bei ihm gefundenen Waffen und Waffenteile war derart umfangreich, daß man zwei Wagen zum Abtransport benutzen mußte. Unter den beschlagnahmten Gegenständen befanden sich Jagdgewehre aller Art, eine Elefantenbüchse, Stock- flinten usw. K. erlag in der Untersuchungshaft | einem langwierigen Leiden. Vor seinem Ableben machte er gewisse Angaben über seine Wilderer- tätigfeit. Er belastete einen gewissen St. aus Köppern, der sein Begleiter gewesen sei und sich hierzu trefflich geeignet habe, weil er dicht halte und einen Rucksack besitze, der nicht pfeife,, d.h. St. verrate nicht, woher der Inhalt des Rucksackes sei. St. ist im vorigen Jahr wegen gewerbs- und gewohnheitsmäßigen Wilderns und verbotenen Waffenbesitzes zu zwei Jähren Gefängnis verurteilt worden. In ber BerufunaÄnstanz würbe er lediglich des verbotenen Waffenbesitzes schuldig befunden und zu neun Monaten Gefängnis verurteilt. Das Gericht konnte sich nicht entschließen, den Angeklagten nur auf Grund der Angaben des K. wegen Wilderns zu bestrafen. Der Fall Hatte jetzt noch ein weiteres gerichtliches Nachspiel, und zwar drehte es sich um die Ein« Ziehung der beschlagnahmten Waffen usw. Da es zu keiner Verurteilung des K. gekommen ist und somit nicht feststeht, daß er gewildert hat, war eine Einziehung im üblichen Sinne nicht möglich. DrÄ Tische im Gerichtssaal waren mit dem beschlagnahmten Material bedeckt. Das Gericht fand einen Mittelweg: das Material soll verkauft und der Erlös der Witwe zugewies-n werden. Ausbrecher unschädlich gemacht. # Auf der Flucht erschossen. LPD. Darmstadt, 20. Juli. Die Justizpresse, stelle teilt mit: Nachdem, wie bereits gemeldet, vor kurzem zwei der Ende Juni aus dem Gerichtsgefängnis in Offenbach ausgebrochenen Untersuchungsgefangenen bei Mosbach (Baden) wieder festgenommen werden konnten, ist es nunmehr gelungen, auch den dritten und. letzten Flüchtling unschädlich zu machen. In Büchelberg (Pfalz) wurde ein Einbrecher auf frischer Tat gestellt und, da er sich der polizeilichen Festnahme widersetzte und Zu entfliehen versuchte, erschossen. Die erkennungsdienstliche Behandlung des zunächst unbekannten Toten ergab, daß es sich unzweifelhaft um den in Offenbach wegen Bandendiebstahls verhafteten und dort aus- gebrochenen Josef Krepp aus Seligenstadt handelt. Wie der LPD. aus Kandel in der Pfalz meldet, versuchte in der Nähe des Ortseingangs von Lüchel- berg ein Unbekannter einen Raubüberfall auf einen Einwohner. Der Täter ging, als er Wider- Zwei hinter Gisela. . , Roman von Hans Hirthammer. Urheberrechtschutz Verlag Oskar Meister, Werbau/Sa. 4. Fortsetzung (Nachdruck verdaten!) Als Frau Stadelmann pünktlich um acht den Wagen meldete, stand vor ihr ein vollkommener Gentleman, dessen Aeußeres sogar ihr altes Witwenherz in leichte Wallung brachte. In der Neanberftraße fanb Radegast zunächst Herrn Kagereit vor, der ähnlich wie er selbst, wie aus dem Ei gepellt, sich wartend im Musikzimmer erging. „2lh, Herr Radegast, nicht wahr!" begrüßte er den Eintretenben. „Dorothea hat mir schon von Ihnen erzählt. Haben Sie sich schon ein bißchen eingewöhnt in unserem alten Sündenbabel?" „Warum nicht?" entgegnete Rabegast lässig, während er die musternben Blicke des anderen erwiderte. „Es lebt sich ganz angenehm in Berlin!" Was war mit diesem Kaaereit? Wußte der Mann um seine Angelegenheiten? Anscheinend ja, denn er schien Frau Malicks Vertrauter zu sein. „Sie ist natürlich noch nicht fertig! Weiberart, man gewöhnt sich daran. Sie werben ja sehen, mein Lieber, es wirb Ihnen bei Ihrer Kleinen nicht anbers ergehen." Rabegast beschränkte sich auf ein vorsichtiges Lächeln. »Eine tipptoppe Sache, die Sie sich ba ausgebacht haben. Unsereins vetsteht das zu würdigen. Ist sie hübsch?" „Wir wollen hoffen. Hatte noch nicht das Vergnügen, sie kennenzulernen. Frau Malick scheint Sie bereits unterrichtet zu haben?" „Gewiß doch! Ich bin sozusagen ihr Vermögens« berater, ba ist es nur selbstverständlich, baß sie mich bei ihren finanziellen Dispositionen ins Vertrauen zieht. Sie brauchen aber deswegen nicht in Sorge zu sein, größte Diskretion." Radegast fand keine Zeit mehr zu einer Erwiderung, denn soeben erschien Frau Malick unter der Tür. Sie sah so gut aus, baß Radegast sich eines be- munbernben Ausrufes nicht erwehren konnte. Ein kostbares, eng anschließendes Brokatkleid brachte ihxe schlanke, gepflegte Figur voll zur Geltung. Da die gewagten Ausschnitte mehr offenbarten, als Radegast bisher zu sehen gewohnt war, so konnte die Verwirrung, die sich feiner bemächtigte, nicht weiter verwunderlich sein. Dorothea Malick Half ihm mit einem bezaubernden Lächeln über Die Verlegenheit. „Nett von Ihnen, daß Sie so pünktlich gekommen sind! Sie sehen gut aus, alle Anerkennung! Mir scheint, lieber Kagereit, daß Sie sich die Mühe sparen können, unseren Freund zum Gentleman auszubilden. Er ist es bereits!" „Oh, davon kann nicht die Rede sein. Ich weiß wohl, daß ich noch sehr viel zu lernen habe. — Wenn Sie es mit mir versuchen wollen, Herr Kagereit--?" „Mit dem größten Vergnügen!" lachte der und ließ, indem er die Tür öffnete, Frau Malick vorausgehen. Kagereits kleiner, aber sehr flinker Wagen brachte die Gesellschaft rasch zum Westen Berlins, wo die grellen Lichtreklamen an den Häuserwänden die Nacht zum Tage verwandelten. Frau Malick hatte einen Pelzmantel über die Schulter geworfen und saß neben Radegast im Fond. Kagereit führte das Steuer. „Nun, haben Sie schon etwas unternommen?" begann sie sogleich begierig zu forschen, indessen sich ihr Gesicht dem seinen näherte, so »daß er den Dust ihres Puders spüren konnte. Radegast, der seine Befangenheit noch nicht ganz überwunden hatte, berichtete von seinem Besuch bei Frau Kretschmar. „Die Dinge scheinen mir recht günstig zu liegen. Ich hätte es mir gar nicht besser wünschen können. Es sollte mich sehr wundern, wenn das kleine Fräulein sich auf die Anzeige nicht meldet." „Haben Sie das schon erledigt?" „Ich habe die Anzeige in ber Zeitung aufgegeben, bie Frau Kretschmar hält." „Diese Frau Kretschmar ist also gewonnen?" „Ja! Sie wirb, wenn es notwendig werden sollte, ein wenig nachhelfen und dem Kind einreben, daß es sich an feinem Glück oerfünbigt, wenn es die Anzeige unberücksichtigt läßt." Frau Malick öffnete den Pelzmantel. „Na, wir werden ja sehen!" Sie schien noch nicht restlos überzeugt zu sein. „Sie werden sehen, daß Fräulein Mertens bestimmt antworten wird! Seien Sie ganz ohne Sorge!" Frau Malick zeigte im Lachen zwei Reihen weißer Zähne. „Sie tun gerade so, als wenn damit alles getan wäre! Ein grundlegender Irrtum, mein lieber Radegast! Ihre Hauptarbeit beginnt, wenn Sie das erste Stelldichein mit der jungen Dorne verabredet haben. Besitzen Sie überhaupt die Fähigkeiten, ein kleines Mädchen verliebt zu machen?" Walter Radegast räusperte sich. ,^Jch — denke doch wohl!" versuchte er zu scherzen. Aber es gelang ihm nicht, den leichten, überlegenen To". zu finden, der einen solchen Ausspruch $u überzeugender Wirkung gebracht hätte. „Allerdings habe ich noch keine — hm — sehr reichen Erfahrungen." Frau Dorothea blickte ihren Begleiter von der Seite an und begann plötzlich hell herauszulachen. „Wollen Sie damit andeuten, daß ich den Unterricht von Herrn Kagereit in dieser Richtung ergänzen und — ha ha — Ihre Erfahrungen bereichern soll?" Radegast half sich über den Anfall schrecklicher Verlegenheit hinweg, indem er in Frau Malicks Gelächter mit einstimmte. „Das wäre in ber Tat — wahrhaftig, man könnte einen solchen Unterricht — ins Auge fassen." Sein Lachen erstarrte, als er fühlte, wie Frau Malicks Blick sich an bem feinen festsaugte, als er ben gierigen Zug um ihre zu stark geschminkten Lippen entdeckte. Auch ihre Stimme klang auf einmal anders. „Sie sind wohl noch ein rechter Unschuldsengel, wie?" Radegasts Mund formte sich zu einem verzerrten Lächeln. Er hatte das beklemmende Gefühl, daß etwas nach ihm griff, eine Gewalt, vor der es kein Entfliehen gab. „So, ba wären wir!" rief Kagereit und hielt den Wagen an. „Wir sprechen noch darüber!" sagte Frau Malick, während sie beim Aussteigen wie zufällig ihre Hand auf Radegasts Schulter legte. Kagereit, dem die Erregung des anderen nicht verborgen blieb, runzelte die Stirn. Frau Malick schloß den Pelzmantel. „Wir unterhielten uns gerade davon, wie Herr Radegast sein Unternehmen ins Werk setzen solle, der arme Mann scheint etwas Lampenfieber zu haben." 6. „Schau, schau, ein bißchen verschlafen?" schmunzelte Herr Lüdike, der Zigarrenhändler an der Ecke. „Ich hatte schon gedacht. Sie kommen heute nicht mehr." Er reichte Fräulein Mertens die Tüte mit ben Zigarren, die sie Tag für Tag bei ihm kaufte, bas Stück zu zwanzig Pfennig. Diese Zigarren waren für Herrn Hasselscbwert. Gisela war ein für allemal mit ber Lieferung beauftragt worben: das ausgelegte Gelb erhielt sie bei ber Gehaltszahlung. Als Gisela mit keuchenbem Atem endlich an ihrer Arbeitsstelle erschien, erfuhr sie, daß ber Chef bereits zweimal nach ihr gefragt hatte. „Sie wissen boch, er schnappt über, wenn er nicht bei Bürobeginn seine Morgenzigarre rauchen fann/* Gisela streifte hastig ihre Aermelschoner über. „Hat er sehr großen Krach gemacht?" fragte sie ängstlich. Fräulein Hinterhuber lächelte sauer. „Getobt hat er, fragen Sie Weiß floh!" Aber ber war noch zu erschüttert, um schon eine Auskunft geben zu können, beim er pflegte heftig zu stottern, wenn er sich in Erregung befand. Gisela nahm die Zigarrentüte und betrat das Büro des Chefs. Herr Hasfelfchwert war ein kleiner, dicker, runder Mann. Aufgebläht wie ein Frosch saß er hinter seinem Schreibtisch verschanzt, mit unstet rollenden Kugelaugen, bie unter dem Dach farbloser Wimpern die Eintretenben böse musterten. „Ich bitte um Entschuldigung!" sagte Gisela. „Ich habe verschlafen." ©ie legte die Zigarren auf ben Schreibtisch. „Verschlafen? Sie sollten sich schämen! Ein junges Mädchen — wie alt eigentlich?" ,Zm September werde ich zwanzig." „Mit zwanzig Jahren verschläft man nicht, hören Sie! Als ich so alt war, mußte ich jeden Morgen um fünf auf steh en." Mit einer ruckartigen Handbewegung schob er die unangenehme Erinnerung beiseite. Er griff nach einem Schriftstück. ,Lch fjabe zu diktieren." „Gewiß, Herr Direktor!" Gott sei Dank, es war noch glimpflich abgelaufen. Gisela setzte sich an ben kleinen Ecktisch und zückte ben Bleistift. Und während sie Herrn Hasselschwerts nüchternes Diktat aufnahm, empfand sie mit einer tiefen Verzweiflung die Sinnlosigkeit ihres Daseins. Da saß sie nun und tat eine Arbeit, bie tausenb anbere ebensogut ober besser verrichten könnten, während ihr ganzes Sinnen nach jener anderen Tätigkeit hun- ?;erte, nach der schöpferischen Gestaltung Des künst- erischen Erlebnisses, von dem sie erfüllt war. Oh, jetzt vor dem Skizzenblock sitzen dürfen, schöne Dinge entwerfen, den Farben und Formen, die in ihr lebendig waren. Gestalt geben zu dürfen! „Wie sagten Sie, Herr Direktor?" Hasselschwert hob drohend bie Brauen. „Sie scheinen mir wieder einmal reichlich zerstreut! — so daß wir uns zu unserem Bedauern nicht in der Sage sehen, ihren Vorschlägen nahezutteten. — Haben Sie bas?" Gisela nickte und behielt ihre Gedanken eine Weile fest bei ber Arbeit. „Um aber boch zu einer positiven Erlebigung der in Frage stehenden Angelegenheit zu kommen —" (Fortsetzung folgt!) Aus der engeren Heimat Rhein-Mainische Börse. rNillagsbörse: weitere Erhöhungen. Kreis Alsfeld. Die LahnregulieMg bei Lölbe und Wehrda festzulegen. Ein 400 Meter langes neues Flußbett für die Lahn. Deutsche Jugend-ZNeisterschasten in Frankfurt Wirtschaft LPD. Marburg, 20. Juli. Die Arbeiten an der Regulierung und Eindeichung der Lahn in den Gemarkungen Cölbe und Wehrda Haden in den letzten Wochen gute Fortschritte gemacht. Um bei eintretendem Hochwasser einen bes- eren Abfluß zu ermöglichen und einer Ueberflutung les großen Ackergeländes vorzubeugen, fällt die eicherige große Schleife des Flusses zwischen der og. Kupferschmiede und dem Heideberg in Zukunft ort. Sie wird durch Aushebung eines neuen, etwa 400 Meter langen Flußbettes abgeschnitten. Die Arbeiten an diesem neuen Flußbett sind so weit fortgeschritten, daß in Kürze die restlichen, noch von den alten' Flußufern trennenden Durchstiche vorgenommen werden können. Tag und Nacht arbeiten die Pumpen, um die Baustellen von dem fortwährend eindringenden Grundwasser freizuhalten und den Fortgang der Arbeiten zu ermöglichen. Bei den Ausschachtungsarbeiten stieß man auf der zukünftigen Flußsohle auf zahlreiche starke Eichenstämme und Baumstümpfe, welche von einem früher hier befindlichen Wald herrühren, vor vielen Jahrhunderten von der Lahn, die früher öfters ihr Flußbett gewechselt hat, überflutet und dann unter Endmassen begraben wurden. Infolge der jahrhundertelangen Lagerung der Stämme in dem Der deutsche Außenhandel im 3uni und im ersten Halbjahr 1938. Fwd. Im Außenhandel Großüeutschlands betrug die Einfuhr 485,5 Millionen RM., die Ausfuhr 436,2 Millionen RM. Gegenüber dem Vormonat ist die Einfuhr um 32,1 Millionen RM. (Dormonatszahl berichtigt), die Ausfuhr um 29,3 Millionen RM. zurückgegangen. Die Handelsbilanz Großdeutschlands schließt mit einem Einfuhrüberschuß in Höhe von 49,3 Millionen RM., d. h. einem etwas geringeren Betrag als im Dormonat (52,1 Millionen RM.) ab. Grundwasser des Erdreiches der Talsohle ist sog. Mooreichenholz entstanden, das wegen seiner Festigkeit und tiefschwarzen Färbung in der Möbel- Zunahme sogar rund 13 v. H., da die Einfuhrpreise um 4 v. H. niedriger lagen als 1937. An der Steigerung waren alle Warengruppen beteiligt. Am größten war die Zunahme im Bereich der gewerblichen Wirtschaft (Wert + 9 d. H., Volumen + 16 o. H.). Die Erhöhung hat hier vor allem zu einer gesteigerten Einfuhr von ausländischen Rohstoffen und Halbwaren geführt, darüber hinaus sind aber auch Fertigwaren in größerem Umfange bezogen worden. Die Einfuhr von Nahrungs- und Genuß- | Mitteln lag insgesamt dem Wert nach um rund Am Rentenmarkt hat sich das Angebot ebenfalls merklich vermindert, die Umsätze blieben in- dessen klein. Reichsaltbesitz 130,65 (130,50), Koni- munal-Umschuldung unverändert 95, 4V- v. H. Verstand fand, flüchtig und verübte später im Ort einen Einbruchsdiebstahl. Der Besitzer des Hauses stöberte ihn in der Scheune auf. Die ihm nachsetzenden Verfolger bedrohte der Verbrecher mit der Pistole. Auf eine Streife der Gendarmerie schoß der Räuber wiederholt mit der P i st o l e. Schließlich gelang es, ihn in einem Kornfeld zu stellen. Hier wurde der Verbrecher bei einem Kugsiwechsel erschossen. Zunächst waren die Personalien des gefährlichen Burschen nicht bekannt, bis es dem polizeilichen Fahndungsdienst gelang, den Toten als den aus dem Offenbacher Untersuchungsgefängnis gemeinsam mit zwei Komplizen entflohenen Einbrecher Josef Krepp aus Seligenstadt zu identifizieren. Bei ihrem Ausbruch hatten kres gerichtlich«; ch um die rfen ufw. Da e- ekommen ist uni ert hat, war ein cht möglich. Dn, it dem beschloß nicht fand eine: 'erkauft und der len. ' gemacht. iffen. Die Iufchprefft. 15 gemefbet, vor bem Gerichts- ebrod)entxv bei Msbach Jen tonnten, ist itten und letzten Än Büchel- ndrecher aus i, da er sich der unb zu entfliehen kemumgsdienM nten Toten ergab, den in Offenbach ten und dort aus- ligenstadt handelt der Pfalz meßet gangs von Luche!- büberfall auf rg, als er DM' RM. niedriger als im Vormonat. Der Rückgang ist in der Hauptsache als jahreszeitliche Erscheinung zu werten, da die Ausfuhr auch in den Vorjahren mit wenigen Ausnahmen von Mai zu Juni abgenommen hat. Die Verminderung beruht zum größten Teil auf einer Abnahme des Volumens, jedoch ist auch der Ausfuhrdurchschnittswert etwas gesunken. Abgenommen hat gegenüber dem Mai in der Hauptsache die Ausfuhr von Fertigwaren (—24,8 Millionen RM.), und zwar waren an diesem Rückgang Dor- und Enderzeugnisse beteiligt. Auch im Absatz von Halbwaren ist das Vormonatsergebnis nicht erreicht worden: dagegen war die Ausfuhr von Rohstoffen (Kohlen) und Erzeugnissen der Ernährungswirtschaft etwas höher als im Mai. Von den einzelnen Erdteilen waren Europa, Asien und Amerika an dem Rückgang der Ausfuhr von Mai zu Juni beteiligt. Die Handelsbilanz des Altreichs schließt im Juni mit einem Einfuhrüberschuß von 26,6 Millionen RM. gegen 29,7 Millionen RM. im Vormonat ab. Im ersten Halbjahr 1 938 betrug die Einfuhr des Altreichs 2697 Millionen RM., die Ausfuhr 2583 Millionen RM. Die Handelsbilanz schloß mit einem Einfuhrüberschuß von 114 Millionen RM. ab. Gegenüber dem ersten Halbjahr 1937 ist die Einfuhr um 217 Millionen RM., d. h. fast 9 v.H. gestiegen. Dem Volumen nach betrug die die drei einen Wärter überfallen und schwer ver- letzt. Vier Arbeiter mit einem Aufzug in die Tiefe gestürzt. Lpd Frankfurt a. M-, 20. Juli. Beim Bau eines Lastaufzugs in einer Maschinenfabrik in der Mainzer Landstraße ereignete sich am Mittwoch ein schwerer Unfall. Der Aufzub stürzte in die Tiefe und riß vier Arbeiter mit. Ein Elektromonteur aus Stuttgart erlitt einen doppelten Beinbruch, die drei anderen Arbeiter trugen Schädelbrüche, Rückgrat- und sonstige Verletzungen davon. An der Abendbörse ergaben sich vorwiegend weitere leichte Befestigungen, da sich seitens der Ban- _ t i kenkundschaft das Kaufinteresse erhielt. Die Umsätze der Nachwuchs des deutschen Sportes in Frankfurt allerdings keinen besonderen Umfang. a.M. zeigen wird. Scheide anstatt stiegen um 2,50 v. H. auf 220, Gebr. Bei der Durchsicht der Ergebnisse der em3elnen 3u^qf)an5' um 1,75 v.H. auf 114, Deutsche Lino- Gebietssportwettkampfe findet man einzelne Lei-, (eum um 150 D a auf 15z, und je 1 v. H. höher stungen, die weit über dem Durchschnitt ttegem So L Aßlinger mit 104, Dckimler mit 133,50, lief der Gebietsmeister von Hessen-Nassau m Mainz F^umech. Jetter mit 91 und Südd. Zucker mit 219, 100 Meter in 10J Sekunden. sowie am Einheitsmarkt Schramm Lack mit 141. Unter diesem Gesichtspunkt find die HJ.-Kamps- Montanpapiere blieben gut behauptet, Stahlverein spiele 1938 in Frankfurt nicht nur für die igg, Mannesmann 109, Buderus 113,50, Rheinstahl und ihr nahestehende Kreise von größtem Interesse | Qv auf 142,50, Hoesch plus 0,50 v. H. ackf sondern sie bringen jedem irgendwie am Sport 110 25. IG. Farben blieben mit 150,40 unverändert. Interessierten die einzige Möglichkeit des ganjen ßbenr0 u a Bemberg mit 130, Demag mit 140, Jahres, die Besten der deutschen Jugend im Wett- $ertürc( mit 135, Moenus mit 126 und AG. für kampf zu sehen. Es gelangen m den beiden Tagen Verkehr mit 123. Adlerwerke Kleyer wurden ge- in Frankfurt a. TO zur EnMeidunZ: 100=^1«= f gewannen 0,50 o.S). auf 110,50, ferner Lauf, 1000-Meter-Laus, 100 Meter Hürden, Weit- 0 25 v, H auf 111,25. Licht und Kraft tour- fprung, Hachfprung, Stabhochsprung Speerwer>en, ■- öen berliner Schlußftond non 135,25 Kugelstoßen, KeulenweiMrurf, Diskus, Hammer- ^AgZO) zurückgenommen, ebenso bröckelten RWE. werfen, leichtathletischer Fünfkampf, 1«>- und 200= ' 118J’5 (119 25) unb tzolzmann auf 147 (147,25) Meter.Brustschwimmen, ^0-Meter-Ruckenschwim- $on Bankaktien zagen Commerzbank 0,13 t>. S). men, 100=, 200= und 400=meter.Sr-aul1d)n>immen Qn auf 11165 Am Rentenmarkt war das Geschäft und eine 4X 100-Meter-Kraulstafsel klein. Nottert wurden Reichsbahn - Vorzugsaktten Die Arbeit der Hitter-Jugend umfaßt mehr denn mit ^,90 (123,75), 5V- v. H. Nass. Liquid, mit je jedes Gebiet, das dazu angetan ist, dem deutschen 100 (100,75), 5 v. H. Feldmühle nach Pause mit Volk in körperlicher wie m charakterlicher Hinsicht ^1,40 (102) und JG.-Farben-Bonds mit unver- einen gesunden Nachwuchs zu erziehen. So dienen 121,50. Kommunal-Umschuldung nannte man die HJ.-Kampfspiele 1938 in Frankfurt a.M. nicht Q5 D 5 NSG. Nachdem in sämtlichen Gebieten der Hitler-Jugend durch die Gebiets- und Obergau- Sportwettkämpfe die besten Sportler ermittelt worden sind, werden am 27. und 28. August in Frankfurt a.M. die deutschen Jugend-Meisterschaften in Leichtathletik, Schwimmen und in den einzelnen Spielen ausgetragen. Erstmalig hat man sich in diesem Jahre entschlossen, da die Kampfspiele 1937 in Nürnberg zu umfangreich wurden, die R^ichsmeisterschaften der Hitler-Jugend auf die einzelnen Plätze zu verteilen. Der offizielle Reichssportkampf der HI. und des DJ. findet wieder in Nürnberg statt, während die anderen Sportarten wie Rudern, Kanu, schwerathletische Uebungen usw. zu einem anderen Zeitpunkt durchgeführt werden. In Frankfurt a. M. treffen am 27. und 28. August die Gebietsbesten aus ganz Deutschland der nicht im Reichssportwettkampf enthaltenen Uebungen zusammen. Nach den Leistungen, die die Gebietsmeister der Hitler-Jugend in der Zeit vom 29. Juni bis 3. Juli in Mainz zeigten, läßt sich jetzt schon feststellen, daß Hessen-Nassau in einigen Sportarten Aussichten auf Stellung des Reichsmeisters hat. Es wäre verfehlt, den Reichsjugendmeisterschaften in der Gesamtarbeit der Hitler-Jugend einen allzu überragenden Platz zuzuweisen. Trotzdem aber führt die Entwicklung von Jahr zu Jahr mchr zur Forderung des Leistungssportes. In diesem Rahmen ist es schon von einigem Interesse, welche Leistungen schon oft unter dem Federvieh sehr unliebsam bemerkbar gemacht hatten, und ihre Jungen los. Nach längerem Kampfe gelang es, die ganze Gesellschaft, auch einen zunächst mit schweren Wunden fluchtig gegangenen alten Marder in einem Nachbarhofe, zur Strecke zu bringen. Man hofft, daß nun die Räubereien in den Hühnerställen mit der Vernichtung dieser vierbeinigen Räuber ihr Ende gefunden Im Außenhandel des Altreichs belief sich die Einfuhr im Juni auf 429,4 Millionen RM. Gegenüber dem Mai bedeutet dies einen Rückgang um 27,4 Millionen RM., d. h. 6 v. H. Diese Verminderung beruht fast ausschließlich auf einer Abnahme des Einfuhrvolumens, da der Einfuhrdurchschnittswert wenig gesunken ist. An der Abnahme der Gesamteinfuhr von Mai zu Juni waren in erster Linie Waren der gewerblichen Wirtschaft beteiligt. Der Herkunft nach entfällt der Rückgang der Einfuhr im Juni zum größten Teil auf die außereuropäischen Gebiete, deren Lieferung ms- aesamt um 24,8 Millionen RM. abgenommen haben. . , Die Ausfuhr des 2H tret d)s_ jpar im Reit- und Fahrturnier in Bad Salzschlirf. Die Kurverwaltung Bad Salzschlirf veranstaltet mit dem Artillerie-Regiment 51 Fulda am Samstag, dem 23., und Sonntag, dem 24. Juli, em großes Reit- und Fahrturnier, das unter anderem Dressurprüfungen, Jagdspringen, Vielseitigkeitsprüfungen, Geländeritt, Fahrerprufungen und große Zugleistungsprüfungen des Kattblut-Zuchtverbandes vorfieht. In 12 Wettbewerben kämpfen Retter und Fahrer der Wehrmacht, SA., ff, HI, Reitervereine um den Sieg. Ein großes militärisches Schauspiel wird „Die Artillerie auf dem Gefechtsfeld" därstellen. . Nach den bis jetzt vorliegenden Nennungen, unter denen sich namhafte Turnierreiter befinden, kann gesagt werden, daß die Veranstaltung für Die Freunde des Pferdesports ein Ereignis werden wird, so daß sich der Besuch dieser Veranstaltung lohnen dürfte. An den Wettkämpfen beteiligen sich auch Angehörige der Abteilungen der Arttllene aus Gießen und Siegen. Landkreis Gießen. Frankfurt a. M., 20. Juli. Die Erholung der Aktienmärkte machte weitere Fortschritte, wobei eine gestern verbreitete Meldung von zuständiger Seite über keine Sonderbehandlung jüdischen Ak- tienbesitzes bisherige Zweifelsfragen klarte unb 511 j einer weiteren Beruhigung beitrug. Don der Ku noch Deckenbach, 21. Juli. Am nächsten Sonn- rourben wieder kleine Käufe vorgenommen, tag kann unser Mitbürger Heinrich K nö gel II. Ibei etwas lebhafterer Geschäftstätigkeit er- im Kreise von zwei Kindern, zwei Enkeln, und zwei neut Besserungen von etwa 1 bis 2 v.H. eintraten. Urenkeln seinen 7 7. Geburtstag begehen. ben ersten Notierungen ergaben sich auf Ge- winnrnttnahrnen aus Berufskreisen verschiedentlich kleine Rückgänge, die Grundhaltung blieb jedoch freundlich. Die Erhöhungen erstreckten sich gleich- mäßig auf alle Marktgebiete. Mehr befestigt waren Feldmühle Papier mit 128 (125). Th. Goldschmidt mit 130,13 (127,50), Deutsche Erdöl mit 127,50 (125), Berger Tiefbau mit 145 (142,50), Rheinmetall mit 128,25 (125,75) und Gebr. Junghans mit 111,90 (109,50). Von Montanaktien gewannen Mannesmann, Vereinigte Stahl und Rheinstahl bis 1,50 d. H. Elektropapiere zogen durchschnittlich 1 bis 1,50 v. H. an. Maschinenaktien erhöhten sich bis 1,50 v.H., Eßlinger jedoch nach Pause 2 v.H. niedriger mit 103. IG. Farben stellten sich zum ersten Kurs auf 151,25 (150) unb schwankten später zwischen 150 25 bis 150,75. Im einzelnen kamen u.a. AG. für Verkehr mit 123 (121), VDM. mit 167 (165), Bemberg mit 130 (129) unb Felten mit 130 (128) Baugenoffenschastsarbeit in Grünberg + Grünberg, 20. Juli. Die im Dezember 1935 gegründete Gemeinnützige Baugenossenschaft hielt ihre Hauptversammlung im Gasthaus „Zum wilden Mann" ab. Der Abschluß der Jahresrechnung, die in Einnahme und Ausgabe 13 007,74 Mark aufwies, wurde genehmigt. Im üeraanaenen Jahre wurde das zweite Haus durch die Genossenschaft in der Adolf-Hitler-Straße erbaut. Don dem für dieses Bauvorhaben erworbenen Gelände von 641 Quadratmeter wurden nur 400 Quadratmeter benötigt. Das Restgelände soll bei der Feldbereinigung als Austauschgelände verwertet werden. Die Genossenschaft hat sich beretterklart, um die geplante Kleinsiedlung hinter der „Billa Emilia" an der Adolf-Hitler-Straße zu fordern, die Aufgabe als Trägergesellschaft zu übernehmen. Es geschieht dies auch im Interesse der Bauhandwerker, da die Genossenschaft durch Gewährung von Zwischenkrediten deren Forderungen mvattchst dato befriedigen kann, während die Reichszuschusse und die hypothekarischen Kredite erst nach Fertigstellung des Rohbaues gegeben werden. Demnächst sollen hier drei Kleinsiedlungen in Angriff genommen werden, für die hierzu von den Siedlern das nötige Eigenkapital bereit liegt. Die Hauptoer- fammlung beschloß die Aufnahme eines Kapitals von 6000 Mark, um das Bauvorhaben durch Her- gabe von Zwischenkrediten zu ermöglichen. Wf)rt?n „ WÄtt. beben «4, °i: (x m den L«, ^entMer k 1 efteQt. U r Piel Bundes. ««»iiltr j[ er bis 1933 ajt, als er fi* :n Unter ÄS ’ei"e Wilderei. n öt aus Köp. sH hierzu Me unb einen ’■ St. verrate “des sei. St. ist lnö gewohnhesis. ^Waffenbesitz« «It warben, 'diglich des oer. ■Nnben unb zu ift- Das Geriitz ^geklagten nur wegen Wildem Sitzung der Ziatsherren in Grünberg. + Grünberg, 20. Juli. Bürgermeister Krämer weist darauf hin, daß dies die erste öffentliche Ratssitzung ist, die er abhält. Im neuen Voranschlag war ursprünglich die Herstellung der Bismarck- und der Hindenburgstraße vorgesehen. Da sich aber noch nicht genau voraus- sehen läßt, wie sich die Aenderung der Gemeinde- steuern auswirkt, soll vorerst nur eine Straße in Angriff genommen werden. Die Entscheidung fällt zugunsten der Hindenburgstraße. An der Londorfer Straße ist noch das Reststuck Bürgersteig von der Drogerie Röhm bis zur Metzgerei Schmitz herzustellen. Man entscheidet sich für Plattenbelag zu iinem Preis von etwa 4,50 Mark pro Quadratmeter. Die Schäfereigenossenschaft, welche die Altstadtschafweide inne hat, bittet um Erlaß von 600 Mark Pacht. Das Gesuch wird abgelehnt, da die Gewährung eine Unbilligkeit gegenüber dem Pachter der andern Weide bedeuten würde. Zur Reinigung der Aeschersbach leistet der Besitzer der Steinmühle stets einen Unkostenbettrag (30 Mark). Der Bürgermeister erbittet die Zustimmung der Ratsherren, diese Leistung vertraglich industrie begehrt wird. , Insgesamt sind rund 37 000 cbm Boden durch, Handarbeit und 14 000 cbm Boden durch Bagger zu lösen. Außerdem sind rund 55 000 qm Rasenarbeiten und 500 cbm Betonarbeiten auszuführen. Die Beförderung der Erdmassen erfolgt mittels Schmalspurbahnen. Der Hochwasserschutzdamm zwischen der Straße Cölbe-^Wehrda und der Kupferschmiede ist völlig, derjenige zwischen Cölbe und dem Herdeberg zum größten Teil fertiggestellt. Der flußaufwärts gelegene Teil der nunmehr abgeschnittenen großen Schleife der Lahn öirh nölfig gugefullt mmull,ululu,utuuua ....................... .. während der untere Teil der Schleife mit ichmmer l ^tahl unverändert 98. Liquidationspfand. Verbindung zur Lahn als Fischwasser erhalten zogen bei kleiner Nachfrage etwa 0,13 v. H. bleibt. , „ ... an Goldpsandbriefe blieben unverändert. Stadtan- Nach der bis zum Herbst zu erwartenden Beendr- stierten etwas uneinheitlich, ebenso In- gung ber ^eguI■ierungs■■unb (£tnbei^^ung&art)e^teT1[ burtrtes0bligafionGn. Farben-Bonds weiter erholt dieses Teilabschnittes wird der letzte Teilabschnitt! 121.25^(120 65). zwischen der Lahnbrücke bei Wehrda und der Bahn-1 - srxeiverkehr zeigte ebenfalls weitere hofsbrücke in Marburg in Angriff genommen. Durch L^Wungen. Man nannte Dingler mit 88,75 (88), die Eindeichung der Lahn au diesem Teilabschnitt ^ivaa mit 82 (81), FMA. mit 158 (157), Elsass, wird in Zukunft bei Hochwasser eine Ueberflutung ^lle mit 79 (77) und Ufa mit 76 (75). des Marburger Affollerslugplatzes unmöglich. | Tagesgeld unverändert 2,50 v. H. Abendbörse freundlich. Dann berichtet der Bürgermeister über eine Unterredung mit Ministerialrat Rinash ausen wegen der Beschaffung von Räumen für die Volks- und Berufsschule und über den geplanten Neubau eines Volksschulgebäudes. Ministerialrat Ringshausen hat Unterstützung dieses Planes zugesagt, außerdem hat er sein Erscheinen für die nächste Zeit m Aussicht gestellt. Die Ratsherren sollen bei dieser Gelegenheit eingeladen werden. Das bischöfliche Ordinariat in Mainz hat Plane für die Erbauung einer katholischen Kirche eingereicht. Diese soll auf dem der Kirchengemeinde gehörenden Grundstück „Am Rondell" errichtet werden, ihr Fassungsvermögen soll 60 Personen betragen. Den vorliegenden Platz „Tiefer Hof , der an die Bahnhofitraße grenzt, will man der Stadt überlassen, die ihn als Anlage Herrichten und unterhalten soll. Die Ratsherren haben keine Bedenken gegen die Errichtung der Kirche, die Uebernahme des Platzes und seine Unterhaltung wird abgelehnt. Demnächst wird der Denkmalpfleger Pros. Grube Herkommen. U.a. soll er fein Gutachten über Die Aufstellung des alten Marktbrunnens abgeben, ebenso über die Herrichtung des Kirchenplatzes. Auf einen Einspruch Der Besitzerin des Gasthauses B e l t r 0 p wegen Verlegung der Kinovorführungen aus ihrem Saale in die Turnhalle hat eine Be- sichtigung beider Räume durch eine Kommission, bestehend aus Vertretern des Kreisamts, der Bau- polizeibehörde, der Gauftlmstelle, der Fachgruppe Filmtheater der Reichsfilmkammer, Bürgermeister, Ortsgruppenleiter und der Interessenten, stattgesunden. Auf deren Befund werden vorläufig Die Filmvorführungen in der Turnhalle ab gehalten. haben. . = Steinbach, 20. Juli. Die Maul- und Klauenseuche, die von einem Händler, der,,,«»^„. —0 — - - ---- . - , Ferkel verkauft hatte, hier eingeschleppt worden 8 v.H., dem Volumen nach um rund 9 v.H. über war, hatte dank der sofort durchgeführten Maßnah- dem Dorjahresumfang men keine weitere Verbreitung gefunden. Die Seuche Im Gegensatz zur Einfuhr hat die Au s fuhr ist nunmehr erloschen, alle Sperrmaßnahmen ihren Vorjahresstand nicht ganz erreicht. Dem Wert ind aufmboben nach betrug der Rückgang 3 v. H. dem Dolumen Grün berg, 20. Juli. Im Alter von 71 nach - da die Ausfuhrpreise im ^Durchschnitt ge- Jahren 0 erstarb hier an den Folgen eines Schlag» stiegen sind — annähernd 10 v. H. 2m einzelnen anfalls der Rentier Christoph Schweißguth. war die Entwicklung verschieden. Derhaltmsma^g Als Geschäftsmann - er betrieb früher ein Solo= am stärksten hat die Ausfuhr van Nahrungsmrtteln nialwarengeschäft, verbunden mit Schuhladen - g°= und G°>.ußMittAn s°w,e °°^H°lb«°ren abIenvm. nab er weit über Grünbera hinaus einen guten Rus. men. Bei Fertigwaren betrug öer ÜBcrtrudgang Lange Zeit gehörte er dem Gemeinderat als Mit. nur 1 v. S). Er entfällt ausMehl'ch auf Darerzeug. glied am und er hat oft feine Kraft in den Dienst niste. Der Absatz von Enderzeugmsten war der Oeilentlichkeit aestellt Besonders als Leiter des und mengenmäßig IM ganzen noch hoher als im taffSBÄ des städtischen ersten Halbjahr 1»37 Auch dre^AusMr vor.Roh. > Birklar, 20. Juli. Unter Leitung von Obst- nicht erreicht, bauinfpettor Rentsch (Friedberg) fand hier ein Obftb au-ßeljr gang statt, der auf Anregung des hiesigen Obstbauoereins auch einen lehrreichen Rundgang durch die Obstanlagen unserer Gemeinde brachte. Dabei wurden den Teilnehmern viele wertvolle Aufklärungen über Schädlingsbekämpfung und die Obstbaumpflege gegeben. ein Brandangriff statt. Bei der Kritik gab Kreis- euerwehrführer Bouffier seiner Freude über die Leistungen Ausdruck, betonte, daß die hiesigen Wehren mit zu den besten im Kreise zählen und bezeichnete die Exerzierübung als sehr gut, die Durchführung des Brandangriffes als gut. Anschließend aab Bürgermeister Michel die Beförderung des Oberbrandmeisters Velten zum Hauptbrandmeister bekannt. Q] Allend orf (L a h n), 20. Juli. Ein hiesiger Hausbesitzer vernahm gestern abend auf dem Holzboden seines Grundstücks eine „wilde Jagd", die er anfänglich auf herumtollende Katzen zurückführte. Bei näherem Zusehen machte er jedoch die Wahrnehmung, daß auf dem Boden eine ganze F a - milie von alten und jungen Stein- martern sich häuslich eingerichtet hatte und die Alten mit ihren Jungen sich in geräuschvoller Weise mit allerlei gymnastischen Uebungen vergnügten. Mit Hilfe von schnell herbeigerufenen Nachbarn wurden alle Schlupflöcher in dem Schuppen von außen her besetzt, und dann ging der ernste Der- nichtungskampf gegen die alten Räuber, die sich impsspiele 1938 in Frankfurt a. M. nicht mit 95 D nur Der Ermittlung des Reichsbesten, sondern dar- frankfurter Getreidebörse, über hinaus Der Erziehung Der deutschen Jugend nrin»t4»n ((Ao. 3U einem gefunden unb leistungsfähigen Kampf. | Jfr an ff«* ^M,At.Iu!<. ^notreye Weizen W 9 193, W 11 195, W12 196, W 13 197, W16 200, W18 202, W19 204, W 20 206; Roggen RH 179, R12 180, R14 182, R15 183, R16 185, R17 186, R18 187, R19 189 Großhandels, preise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste, Futterhafer nicht notiert. Weizenmehl, Type 812, W13 29,10, W 16 29,20, W19 29,20, W20 29,55; Roggenmehl, Type 997, R12 22,45, R 15 22,80, R16 22,95, R18 23,30, R19 23,50, dasselbe, Type 1150, Abschlag 0,50 RM. (alle Mehl- preise plus 0,50 RM. Fracht-Ausgleich). Weizen- futtermehl 13,60; Weizenkleie WA3 10,75, W16 10,90, W18 11,00, W19 11,10, W 20 11,20; Raggenkleie R12 9,95, R15 10,15, R16 10,25, R 18 10,40, R 19 10,50 Mühlenifestpreise ab Mühlenstation. Sojaschrot, Palmkuchen. Erdnußkuchen, Treber, Trockenschnitzel nicht notiert; Wiesenheu, handelsüblich bis ein Drittel Besatz 5,40, Wiesenheu, bis etwa ein Zehntel Besatz 6,40, Wiesenheu (drahtgepreßt) bis 40 Pf. Aufschlag, alles Erzeuger- Höchstpreise ab Erzeuger-Verladestation. Weizen- und Roggenstroh nicht notiert. Tendenz: ruhig. Frankfurter Schtachtviehmarkt. F r a n f f u r t a. M., 21. Juli. (Vorbericht.) Auf- trieb: 1166 Rinder, darunter 252 Ochsen, 188 Bullen, 514 Kühe, 212 Färsen; 497 Kälber, 35 Hammel, 12 Schafe und 475 Schweine. Es kosteten: Ochsen 36 bis 45 Mark, Bullen 34 bis 43 Mark, Kühe 20 bis 43 Mark, Färsen 35 bis 44 Mark, Kälber 35 bis 65 Mark, Hämmel 35 bis 50 Mark, Schafe 30 bis 38 Mark, Schweine 53 bis 60 Mark. — MarA verlauf: Rinder, Kälber, Schweine $ugeteilt, Häuft mel und Schafe mittelmäßig. jauer. „Getobt h« tri, er pflegte heftig s" lng bef°n-- . und betrat oai $u%tnn$ ä w« * gigarren «K bbI*** jmanjig- 65rlll »x«-- er nn“"'TSeit K „rm tu«' w 'S’w 1 rrnen« Die dürfen! or?" Siel« Krauen-"^ bav * Großen-Linden, 20. Juli. Kreisfeuer- wehrführer Bouffier (Gießen), Oberbrandmeister Münch (Gießen) und Bürgermeister M i ch e l besichtigten gestern die hiesige Freiwillige Feuerwehr (Führung: Oberbrandmeister Del- G "l ch s"h^e i^m e d/Mtth den^Exerzi^bungen Ki ^u«2,8 Mllwneu RM. um 24,3 MMvneu im .125 L .-^ede»Ta6 KaSeeto . t.U S&t «ho»’ i -0^Tkord-^'ee .125 J .....6 iecVtA>s*un6.»« , ......-•• i et^aS D yZ* SWI »GRABE KAFFEEGROSSRÖSTEREI KKW zx 11 HWW4 WM MM etärteie, Edlei bas Schwächc TchuMsg eil M Kärnten unb das et damit \t\ Krochen. ,M Land ganz i und mit dem Volkes wird Dr. Goebl Slagenfurt, i zu besuchen, die Spitzen Staates joto eingesunden, einem Stein reicher dem malig auch auf nahm l misch umjuf) „Ich fjabe i puffe gelefe Bewegung i Krise au= dieser Bewe bildet, die und es sei Reid) aus bin nun 1 Wahrheit IStätmifö eigenen 2 VahrheiK Spiel mit mit dem e ju treiben mal in dii Men, daß und Volk herzlich, 3m allgeme M zu gehe iehr schwere [ einzelnen Mich, i u7 Vertrag Mung der Ws 1914 fe ö"ern)l S verlöre. A°°"nene märe JS bpser 5s* S »Dren. MS" ™ S*"hi tz'r hi der t mQ5 «uch £ «nt Jem ffien- L.K Ä K! en vrii^ei Statt Mbbels aus, Reiches besonde Erst bei der y historische Wert schah dies auch nationalsozialisti Sein Sieg ses 5*119 ü« 5« ttW'”' 'Ml"®1 böherel ^tvttchDN^ #,rte ’m für Dl samtenem., lausende von Slitbeningen x Mm MB U sich Dr. Goc K Wederunc richt vorstellen. Sie natwnalso SJi.-tfport die für Die Auslosung für den Davispokal-Vorschlußrundenkampf zwischen Deutschland und Frankreich vom Freitag bis zum Sonntag dieser Woche in Berlin sieht folgenden Spielplan vor: Freitag: Petra gegen Henkel, Desttemau — Metaxa; Samstag: " - ' . Henkel/oon Metaxa; Sonntag: Die Gießener Schwimmer bei den Gaumeisterschasten in Fulda gen des Gaues, sowie an der allgemeinen Körperschule am Hauptfestsonntag. Sie werden nun alles daransetzen, um in den großen Wettkämpfen ihren Verein und ihre Heimatstadt würdig zu vertreten. Bereits hervorragende Trainingszeiten auf dem Mrburgring. Am ersten Trainingstag zum Großen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring fuhr Manfred von Brauchitsch im Mercedes-Benz die hervorragende Zeit von 9:58,1 Minuten und erreichte damit ein Stundenmittel von 137,3 km'st. Tazio Nuvolari fuhr sich auf dem Auto Union ein und drehte schließlich eine Runde (22,8 Kilometer) in 10:15 Minuten. Ueberraschend erschien auch H. P. Müller, den man am Sonntag als sicheren Starter ansehen kann. Die Auslosung für den Oavispokal- kamps Deutschland-Frankreich. hatte Außenbahn zu schwimmen und mußte Wellen, die von seinen Gegnern gemacht wurden, durchschwimmen. Im 4 0 0 - Meter - Kraulschwimmen für Meisterklasse lieferte der Jugendliche Hofmann ein schönes Rennen, mußte aber den erfahrenen Kasseler Schwimmern den Dortritt lassen. Außerdem konnten die Gießener Schwimmer noch einige Siege in der Klasse 2 und 3 er- Oberturnwart Karl Seipp. Außerdem beteiligen sich Petra/Lesueur — L,.— , - . alle Turner und Turnerinnen an den Vorführun- | Petra — Metaxa,. Destremau — Henkel. Im herrlichen Fuldaer Strandbad fanden (wir berichteten bereits kurz darüber) die Schwimmmeisterschaften des Gaues XII Hessen statt. Eine stattliche und begeisterte Zuschauermenge gab den Kämpfen den Rahmen. Insgesamt behielt Kassel gegenüber Gießen in bezug auf Zahl der Meisterschaften das bessere Ende für sich. Mußten doch unsere heimischen Schwimmer die schon seit Jahr und Tag eroberte Brust- st a f f e l m e i st e r s ch a f t an den Kasselaner SV. abtreten. Hier fehlte Mewes noch zu sehr, zumal Brüning gänzlich unvorbereitet in das Rennen ging. Die Frauenbruststaffel mußte kampflos an die Kameradinnen aus Hanau abgetreten werden. Während diese beiden Meisterschaften nicht verteidigt werden konnten, so haben sich die GSD.ler doch noch durch zwei Einzelmeisterjchaften in die Liste der Gaumeister eingetragen. Schüler konnte, nach knapper Niederlage im vergangenen Jahr, das Kunstspringen in Fulda zu einem überlegenen Sieg gestalten. Als zweite Meisterschaft ist die über 2 0 0 Meter Brust von Ortwein zu verbuchen. Diese Meisterschaft war ebenfalls im Besitze des GSV. durch Mewes. Daß es Ortwein in so kurzer Zeit gelungen ist, in Form zu kommen, dürfte einzig und allein an der Trainingsführung des sportlichen Leiters im GSV., des altinternationalen Pascoe liegen. Niemann konnte sich im Fuldaer Wasser nicht zurechtfinden und mußte den Kasseler Köhler noch zwischen sich und seinen Vereinskameraden lassen. Im 100 ° Meter - Kraulschwimmen Meisterklasse erlebte der GSV. in Herbert insofern eine Enttäuschung, als er bei weitem nicht an seine Trainingszeiten herankam. Aber ihm ging les nicht anders als dem Brustmann Niemann; cr schlagen. 100 ° Meter - Bru st schwimmen Frauenjugend (BDM.): 1. Ilse Runk, GSV. Ilse Runk dürfte im gesamten Kreis Gießen weder von Jtunfrfunfprogramm Freitag, 22.Juli.' 5 Uhr: Frühmusik. 5.45: Ruf ins Land. 6: Gym. naftif. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Bäderkonzert. 9.40: Mutter turnt und spielt mit dem Kind: Hüpft der Heuschreck durch das Gras. 10.30: Auftakt zum „Großen Preis von Deutschland". 10.45: Sendepause. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert (Fortsetzung). 14: Nachrichten. 14.10: „Siebe ist Seligkeit". Berühmte Opern-Duette. 15: Kleines Konzert. 16: Aus dem Palmengarten zu Frankfurt a. M.r Nachmittagskonzert. — Das Mikrophon unterwegs. — 18: Zeitgeschehen. 18.20: „Großer Preis von Deutschland" auf dem Nürburgring. Im Lager der Rennfahrer. 18.30: Der fröhliche Lautsprecher. 19.10: Schmetterlinasglanz und Mühlradrauschen. Eine sommerliche Reise durch Wiesen, Täler, Wälder und Berge. 20: Nachrichten. 20.15: Blasmusik. Froher Klang zum Feierabend. 21: Friedrich Ludwig Jahn. Eine Hörfolge. 22: Nachrichten. 22.15: Motoren auf dem Nürburgring. 22.30: Unterhaltung und Tanz. 24 bis 3: Nachtmusik. x Gaulehrgang für Rollschuhlauf in Gießen. Vom heutigen Donnerstag bis zum Samstag führt der Gau Hessen auf der Gießener Rollschuhbahn einen Lehrgang für Kunstlaufen durch, zu dem Läufer aus den Rollsport treibenden Städten Kassel, Hanau, Limburg und Gießen kommen werden. Die Leitung liegt in den Händen des auch als Eisläufer bekannten Reichsbundlehrers Laß (Berlin), der den Kunstlauf auf Rollschuhen im DRL. betreut. Durch die Schaffung von zahlreichen Roll- schuhbahnen in allen Teilen des Reiches ist die Anhängerschaft dieser Leibesübung ständig im Wachsen, und für die weitere Entwicklung wird es sicher von Bedeutung sein, daß die Deutsche Meisterschaft in diesem Jahre vor einer größeren Zuschauerzahl und in einem einmaligen, gewaltigen Rahmen ausgetragen wird, nämlich bei dem Deutschen Turn- und Sportfest in Breslau. Der Gießener Lehrgang bezweckt in erster Linie eine Leistungssteigerung der Läufer des Gaues und die Ausbildung von geeigneten Lehrwarten. Dafür bietet Sportlehrer Laß als Deutscher Meister durch sein persönliches Können die beste Gewähr. Als Unterrichtsmittel wird auch ein Film herangezogen, der bei einem Lehrgang von Spitzenkönnern vom Fachamt Eis- und Rollsport hergestellt wurde. So wird in den nächsten Tagen auf der Rollschuhbahn am Teich reges Leben herrschen. Am Schluß dieser Tage wird am Samstagabend ein Schaulaufen vom Leistungsstand in dieser fangen Sportart ein anschauliches Bild vermitteln. Heuchelheim und Großen-Linden in Breslau stark vertreten. Der Turnverein Heuchelheim wird in Breslau mit der stattlichen Zahl von 23 Mitgliedern vertreten sein. Die Vorbereitungen für'die Teilnahme an dieser großen Veranstaltung sind eifrig im Gange. Als aussichtsreiche Einzelwettkämpfer werden in Breslau im volkstümlichen Dreikampf Karl Stahlhut und Otto Reidel starten. Bei den deutschen Leichtathletik-Meisterschaften sind Karl Stahlhut und Franz Reidel zugelassen. Stahlhut, der erst am vergangenen Sonntag in Stuttgart bei den deutschen Mehrkampfmeisterschaften einen so bedeutenden Erfolg errang, wird auch in Breslau feinen Mann stellen. Der bekannte Langstreckenläufer Franz Reidel, der vom Militär beurlaubt worden ist, wird sich auch in Breslau einen güten Platz sichern. Am Achtkampf der Turnerinnen, Klasse I, nehmen teil: Gretel Kreiling, Erna Sack und Anna Sack und an dem volkstümlichen Dreikampf der Frauen Emmi R e i n st ädt l e r. Das jugendliche Mitglied Erich Rinn startet bei der HI. und wird dort auch einen ehrenvollen Platz erringen. Bei der großen Schlußfeier am Sonntag, 31. Juli, werden insgesamt 13 Turner und Turnerinnen sich an den allgemeinen Vorführungen (Freiübungen und Keulenübungen) beteiligen. Auch bei der Vorführung des Gaues XII, der Kugelgymnastik, werden unsere Turner mitwirken. Karl Stahlhut wirb am 31. Juli bei der Schlußfeier die 100X100= Meter-Staffel der Gaue miHaufen.________________ Festbesucher. Bei den Vorführungen am „Tage der Mannschaft" zeigt der Tv. Großen-Linden mit einer Riege von acht Turnern Bodenturnen unter Leitung von Außer den erwähnten aktiven Turnern und Turnerinnen des Vereins wird eine Anzahl Mitglieder mit nach Breslau fahren, um Zeuge des großen Festes zu fein. * Der Turnverein Großen-Linden entsendet zwanzig Teilnehmer. Davon werden 10 Turner und Turnerinnen, die sich bei den Gauausscheidungen die Teilnahmeberechtigung erwarben, aktiv an den Wettkämpfen beteiligt sein, und Zwar: Zwölfkampf, Deutsche Meisterschaft/ Klasse I: Karl Seipp; Zehnkampf, Klasse II: Albert Leun, Heinr. Jung, Otto Weiß, Erich Velten; Zwölfkampf rm Geräteturnen: Richard Seth; volkstümlicher Dreikampf, 1. Altersklasse: Fritz Weitershaus; Gern. Sechskampf der HI.: Herbert Fischer; Achtkampf der Turnerinnen: Anna Weinandt, Luise Weiß. Zehn weitere Kameraden begleiten die Wettkämpfer als ringen. Kunstspringen für Männer, Meisterschaft: Gaumeister Mar Schüler, GSV. — 200 Meter Brust für Männer, Meisterschaft: Gaumeister Ortwein, GSV. 4 X 100 - Meter - Bruststaffel, Meisterschaft, Männer: 2. Gießener Schwimmverein (Riemann, Brüning, Pascoe, Ortwein). — 4 X 10 0 = Meter - K r a u l m e i st e r s cha f t für Männer: 2. GSV. (Albold, Hofmann, Zimmer, Herbert). Al- balb ging sofort in Führung, die bis zu den letzten 20 Meter von Herbert gehalten wurde. Herbert hatte aber das Pech, seinen Gegner nicht sehen zu können, und so konnte Gaumeister B r e h m e ihn im Ziel noch durch Anschlag schlagen. — 4 00- Meter = Kraulmeisterschaft für Männer: 3. Hofmann, GSV. — 100 - Meter - Kraulmeisterschaft für Männer: 5. Herbert, GSV. 100 - Meter • Kraulschwimmen für Männer, Klasse 2: 1. Albold, 3. Zimmer, 4. Hofmann (sämtliche GSV.). Lediglich der erfahrene Paulus (Kassel) war in der Lage, eine Bresche in das fast gleichwertige Gespann des GSV. zu einer jugendlichen noch von einer aktiven Schwiim merin zu schlagen sein. rr n 2 0 0 Meter Brust, Männer, Klasse 3: 3. Otto» Schwarz, GSV. — 100 Meter Brust, männ< liehe Jugend: 5. Willi Keiner, GSV. 100 - Meter - Kraulschwimmen für! Frauen, Klasse 3: Hertha Raffel, To. 1846, wurde Kun st springen für Männer, Klasse 3: 2. Kleinke, GSV. Kleinke wurde im Pflichtsprung unterbewertet, was ihm den verdienten Sieg kostete. K u n st s p r i n g e n für Frauen, Klasse 3: 1. RE Haus, To. 1846 Gießen; 2. El. Plank, G^L. Gießen. Je mehr Wettkämpfe diese beiden jungen Springerinnen bestreiten, je knapper wird der Punktunterschied. Wenn beide ihr Training weiterhin so ernst unter der Leitung von Gaumeister Schüler nehmen, dürften sfe schon im nächsten Jahr um die Gaumeisterschaft mit dabei sein. O. Sturze Sporttwtizen. Hermann Kleeberg (Berlin), der verdienstvolle, langjährige Führer der deutschen Eissportler, ist von seinem Amt zurückgetreten. Der Reichssportführer hat den Schatzmeister des Fachamtes Eisund Rollsport, Max Hönicke (Berlin), vorläufig kommissarisch mit der Führung des Fachamtes betraut. Das „BrauneBand desSpringsports wird vom 27. bis 30. Just in München entschieden und sieht die Vertreter Deutschlands, Dänemarks, Ungarns und Rumäniens im Wettbewerb. Der Kampf besteht aus vier S.-Springen. Deutsche Ruderer werden am kommenden Sonntag, 24. Juli, an der internationalen Ruderregatta in Luzern (Schweiz) teilnehmen. Gemeldet haben Frankfurter RG. Germania, RV. Friedrichs- Hafen und Neptun Konstanz, die auf die führenden schweizerischen, italienischen und französischen Mann- schäften treffen werden. Rudi Cranz (Freiburg) bestritt in der Schweiz erneut ein Schirennen. Er belegte beim Diaoolezza-Rennen im Torlauf den zweiten Platz hinter dem in 46,2 Sekunden siegenden schweizerischen Weltmeister Rominger. Cranz benötigte 48,1 Sekunden. <»>encqt uno am xorpet entfernt sofort vollkommen schmerzlos die völlig unschädliche viel tausendfach bewährte Enthaarungscreme Artisin Tube M. 2.-1.25 -.50 Zu haben: DrogerieHermannElges Seltersweg 66 Parfümerie Hans Götz, Frankfurter Straße Parfümerie Emil Koch, Seltersweg 63 Spezial«Parfümerie H. Plank, Seltersweg 8. terstesten ranffnrt a. M., 17. Verlobungs-Anzeigen liefert Brühl'sche Druckerei jetzt ganz delikat aj 250 Gramm £\ H Nur Gießen Ruf 2467 Seltersweg 18 Stück 20,15,12 § __________________________ 4848D Neue deutsche kMMliise Neue zarte und fette Matjesheringe Gießen (Wernerwall 35), den 21. Juli 1938. 4847D 03326 0JB- !*äüserä UboraloriumBieran-Müller Gießen,a.Oswaldsgarten “ Fernrufen 2145—2146 " Hindenburg Wall 7. Fernruf Nr. 2145 2146 der Kreishandwerkerschaft. Kreishandwerkerfchast Gießen 4S43D Für die herzliche Teilnahme beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen sowie für die Kranz- und Blumenspenden sagen wir allen unseren besten Dank. Besonderen Dank Herrn Pfarrer Schuster für seine trostreichen Worte und den Beamten desVersorgungs- amtes Gießen, insbesondere Herrn Regierungsrat Wecker für den ehrenden Nachruf. Antonie Fischer Alfred Fischer und Frau. vom 23.7. bis 4. 8.1938 Dr.Wolf verreist ab 22. Juli Vertreter: Dr. Geyer Dr. Nohl Dr. Ploch. Noch viele schöne Tage — bringt der Sommer. 1 Machen Sie es sich rechtgemütlich In Ihrem Garten oder auf dem Balkon. Bequeme Gartenmöbel, Liegestühle und auch Gartenschirme bekommen Sie preiswert bei Meisterprüfung! Wer die Meisterprüfung in seinem Handwerkszweig auf Grund der gesetzlichen Vorschrift bis Ende 1939 ablegen muß oder sie freiwillig ablegen will, wird aufgefordert, sich zur Einteilung in die Vorbereitungslebrgänge umgehend bei der Kreisbandwerkerschaft Gießen, Goetbestr.7, 1. Stock zu melden. Beginn der Kurse (bei genügender Beteiligung nach Berufen getrennt) sofort. Näheres auf der Geschäftsstelle 66.00 58.00 48.00 und Klappen-Mäntel, KOHLER 4846 A 26.00 14.50 32.50 19.00 die als Kämpfer oder Schlachtenbummler auf der Fahrt und beim gemütlichen Teil schmissig und sportlich-elegant gekleidet sein wollen Sagen Sie unseren Mitarbeitern, daß Sie Breslau- Fahrer sind, dann werden Sie schon die richtigen Vorschläge bekommen Typische Reise-Mäntel knitterfrei - wasserabperlend, leicht und doch mollig, viele herrliche Formen und Stoffarten 38.00 48.00 56.00 64.00 Sport-Anzüge mit langer Hose oder Knickerbocker, In unserer bekannten, guten und flotten Verarbeitung Janker, echte Leder-Trachten-Hosen, „Loden - Frey“ - München - Mäntel und Sport-Anzüge 38.00 24.50 Gummi- und Lederol-Mäntel, je nach Art 9.50 12.50 1 6.00 19.00 25.00 32.00 Wertvolle Tips für i Breslau-Fahrer Gießen, Seltersweg Ihre gewissenhaften Bekleidungs-Fachleute 38.00 Zum Kombinieren Einz. 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