llr.17 Erstes Blatt 5reitag,2l.Zanuarl938 188. Jahrgang e gut, t AM e e 1 Richtiges und Falsches über die Zellwolle c c vanns mh erkundigte Wtt verdkn. dkjvigr KdMg. t c ib: och net vor, seiner Ausfuhrgüter zu steigern, besonders nach Aufschließung feiner reichen Erzvorkommen an Kupfer und Nickel, womit ebenfalls in diesem Jahre begonnen wurde, werden die Handelsbeziehungen mit Deutschland noch bedeutend vertieft werden können. Denn die Volkswirtschaften des über so viele, heute zwar noch brachliegende landwirtschaftliche und mineralische Rohstoffe verfügenden Iran und des hochentwickelten Industriestaates Deutschland, das gleicherweise zur Deckung des im Gefolge des iranischen Aufbauwerkes ständig steigenden Bedarfs an Produktionsmitteln und feineren Konsumwaren hervorragend befähigt ist, scheinen geradezu geschaffen, sich auf das glücklichste zu ergänzen. n der Lahn» e noch Zeit •5 noch Neuerlegte einen • tisef Dichtungen, großenteils deutscher Herkunft, täglich 12,5 Millionen Zigaretten liefert. Um dieselbe Zeit hat der das Aufbauwerk unermüdlich persönlich vorwärtstreibende Herrscher bei Teheran den Grundstein zum Bau eines großen Eisenhütten - und Stahlwerks gelegt, an dessen Einrichtung Deutschland in erster Linie beteiligt ist, wie überhaupt die deutsche Industrie und deutsche Sachverständige bei der Durchführung des iranischen Aufbauwerkes zunehmend berücksichtigt werden und auch bereitwilligst mitarbeiten. Während Deutschland noch vor drei Jahren in der iranischen Außenhandelsstatistik an fünfter Stelle stand, konnte es sich nunmehr bereits an die zweite Stelle vorschieben. Im selben Maße, in dem es Iran gelingen wird, die Produktion ich aus arm« m emporge» schaffens be-; n preußischen' mf seine Be- ein Ausstieg, ter war, fuhr fürsten N. in ■ a sagte er zu h gewiß nicht, ufammen ge» eftrengt nach nirflid) nicht einte Naud). :e her, und allem \m Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für I mm Höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text» anzeigen von 70 mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh. Dereinbg.25"/„ mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemein» nützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzei» gen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche AnzeigenKRpf. Mengenabschlüsse Staffel B Berlin, 20. Jan. (DNB.) Der als Gast des Reichsjugendführers in Berlin weilende französische Publizist Fernand de Brinon sprach aus einem Empfangsabend über deutsch-französische Beziehungen. Zahlreiche Mitglieder der Deutsch-Französischen Gesellschaft und des diplomatischen Korps sowie führende Männer aus Staat, Partei, Kunst und Wissenschaft nahmen daran teil. JDer Reichsjugendführer Baldur von Schirach hieß den französischen Gast herzlich willkommen als einen Mann, der für die Sache der deutsch-französischen Verständigung seit Jahren unbeirrt geworben habe. Der Reichsjugendführer erinnerte an die in Bayern von der HI. gemeinsam mit froher französischer Jugend veranstalteten Skilager. Die Unterhaltungen der Jugend wolle man zwar nicht überschätzen, aber man dürfe auch nicht vergessen, daß aus dem Gespräch, an dem anfangs nur einige Dutzend teilgenommen haben, im Laufe der letzten Jahre bereits eine Unterhaltung von vielen Hunderten geworden sei. Noch in diesem Jahre würden es Tausende sein, deren Stimmen nicht mehr gegeneinander, sondern miteinander klingen in einem Chor der Ritterlichkeit und Kameradschaft. Fernand de Brinon erklärte bann, mein Land befragt sich zuweilen über sich selbst, und es gibt sich offenbar nicht immer endgültige Antworten. Sie erwapten gewiß nicht, daß ich es deshalb tadele. Wir haben beide zu viel Nationalstolz, als daß Sie auch nur einen Augenblick lang zugeben könnten, daß ein Franzose hier über innere Streitigkeiten seines Landes berichtet. Indessen haben wir Gründe genug, um an den Er f o l>g unseres Verständigungsunternehmens zu glauben. Wir haben Ergebnisse erzielt, die man nicht immer genügend hervorhebt. Ohne von dem selbstverständlichen Austausch zwischen der Deutsch- Französischen Gesellschaft und dem Comite France- Allemagne und von den Begegnungen der Frontkämpfer zu sprechen, die einen immer weiteren Umfang annehmen, müssen die zahllosen Reisendes letzten Jahres, die alle zur genaueren Begriffsbildung beigetragen haben, und die Kundgebungen in Lyon und auf der Messe von UNS, daß das, was ist, bekannt wird, und daß man nichts behauptet, was nicht ist. Ich fasse zusammen: Ich bin überzeugt, daß d i e persönliche Kenntnis der Deutschen und der Franzosen untereinander große Fortschritte gemacht hat, und daß sie noch größere machen muß. Ich bin überzeugt, daß, wenn man die Nationen befragen würde, diese einen nahezu einmütigen Willen zur Einigung beweisen würden. Wir, die wir von 1914 bis 1918 an der /Front standen, werden bald gealterte Zeugen und später noch bloße Erinnerungen im Gedächtnis unserer Nachfahren sein. Immer aber wird es Deutschland, Frankreich und eine Jugend beiderseits der Grenzen geben. Mögen sie sich schätzen lernen, mögen sie ihre gemeinsame Aufgabe, die durch fernen Schatten getrübt sein wird, erkennen und in einer segensreichen Freundschaft leben! In dieser Hoffnung erhebe ich mein Glas zu Ehren des Führers Adolf Hitler. Ich bin stolz darauf, der erste meiner Landsleute gewesen zu sein, der ihn kennenlernte und deshalb das Verständnis für ihn fördern konnte. Ich trinke auf das Wohl der Jugend Frankreichs und Deutschlands und damit auf das Wohlergehen der beiden Länder! Der Reichsjugendführer dankte dem Gast für seinen Vortrag und brachte einen Trinkspruch auf den Staatspräsidenten Lebrun und auf die Freundschaft der deutsch-französischen Jugend aus. Das Pariser Echo. „Der Bortrag Fernand de Brinons citt voller Erfolg." Paris, 21. Jan. (DNB. Funkspruch.) Der Vortrag, den Fernand de Brinon am Donners- tagabend in Berlin gehalten hat, wird bereits in einem Teil der französischen Morgenpresse verzeichn net. Der Vortrag, so liest man im „Journal", sei ein voller Erfolg gewesen und man könne sagen, daß er der Sache des Friedens vortrefflich gedient habe. Das „Petit Journal" überschreibt die Meldung seines Berliner Berichterstatters: „Wird die deutsch-französische Annäherung das Werk der jungen Generation sein?" "e5- Ä)8, f6 Gegenseitiges Kennenlernen der Jugend fördert den Willen zur Einigung der Völker Fernand de Brinon sprach als Gast des Reichsjugendführers m Berlin. Mcheini täglich, außer Sonntags und Feiertags Utlagefi: Die Illustrierte üietzenei Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monatr-Vezugrpreir: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 bhne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr „ —-25 <[ad) bei Nichterscheinen non einzelnen Nummern iifolge höherer Gewalt Hernsprechonschlüsse enter Sammelnummer 2251 L nschrift für Drahtnach- achten: Anzeiger Gietzeu Postscheckkonto: Hanlsurl am Main Hb86 «Misch. v/H ein 77 Veff. ° ,°b dL P1^ ging. Ul)e: 1 lM) mer Feinstraße er «orte be= wann sch wann ich einem für die entsprechende Einfuhr benötigten Devisen!) etrag von 250 Millionen Mark. Diese entweder in Mischung mit Baumwolle oder Wolle oder rein verarbeiteten Erzeugnisse hätten sich fast alle hervorragend bewährt. Nur wenige wissen, daß Zellwolle in ungeheuer steigendem Maße im Auslande zur Aufnahme kommt, selbst in einem Lande wie Amerika, das in Baumwolle erstickt und in dem trotzdem die Einfuhr an Zellwolle sich seit dem Jahre 1934 verhundertfacht hat. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, daß die Zellwolle auf vielen Verwendungsgebieten, ^ein verarbeitet, der Wolle und Baumwolle qualitativ überlegen ist und Farben und Gewebe ermöglicht, die früher nicht hätten erzielt werden können. Selbstverständliche Voraussetzung ist natürlich, daß die Stoffe sachgemäß hergestellt worden sind. Allen Verarbeitern ist eingeschärft worden, daß sie für die Ware, die sie Herstellen, genau so verantwortlich gemacht werden, wie irgendwann in früheren Zeiten. Es werde nicht zugelassen, daß der gute deutsche Rohstoff diskreditiert wird durch Fabrikanten, die, um ihren Umsatz zu steigern, die Waren leichter und loser, und damit häufig minderwertiger Herstellen, als das für den Gebrauchswert zulässig ist. Daß Zellwolle das Kochen nicht vertrage, sei natürlich vollkommener Unsinn. Alle Ware, die oft und viel gewaschen werden müsse, wie z. B. Gebrauchstischwäsche, Bettwäsche usw. könne gekocht werden, ohne daß sie Schaden leide. Es sei zwar richtig, daß Zellwolle im nassen Zustande ebenso haltbar sei wie Wolle, aber nicht — oder vielmehr . nocht nicht — ebenso haltbar wie Baumwolle. .Solange das noch der Fall sei, dürfen stark in der Wäsche strapazierte Stoffe nur mit soviel Zellwolle hergestellt werden, daß irgendeine Verminderung der Qualität ausgeschlossen sei. Wenn durch den such dies» dank seiner " in seinem d alles s«* StP nd des Kante, n Eintritt gegen eue Karte) für nischen Verein, menscbalt, der iat und der Ar anieradicbritea :um Preisevon usweises. Nicht nd an derjSari i Hausverw ,6h61erzu30rt. Dichter-Abend! eigenenWerken. wurden. Wie sehr die Regierung jedoch verstanden hat, daß es nicht in erster Linie auf die Schaffung einer dünnen intellektuellen Oberschicht, sondern vielmehr auf die Hebung des Bildungsstandes der breiten Masse ankommt, an der sich die durch die nationale Erhebung weggefegte Dynastie Generationen lang versündigte, erhellt aus dem durch kostenlose Kurse vom Unterrichtsministerium geführten Kampf gegen das Analphabete n-t um unter der erwachsenen Bevölkerung. Den Schwung, mit dem hier gearbeitet wurde, mag wieder eine Zahl illustrieren: Im letzten Jahre bestanden achthundert derartige Kurse. Mit Eröffnung des neuen Schuljahres am 23. September 1937 ist die Zahl dieser Bildungsstätten auf 1700 erhöht worden, von denen etwa 200 000 Menschen erfaßt werden dürften. In wirtschaftspolitischer Hinsicht mag es als Selbstverständlichkeit genommen werden, daß die Währung unerschüttert blieb und die Finanz- gebarung des Staates, wie man es von den vergangenen Jahren her nicht anders gewöhnt war, auch diesmal keine Fehlbeträge aufwies. Ein beachtliches Merkmal für die fortschreitende wirtschaftliche Erschließung ist jedoch die Tatsache, daß der Staatshaushalt, der 192^/26 nur 255 Mill. Rials betrug, ohne Gefahr ständig ausgeweitet^wer- den konnte und für das Finanzjahr 1937/38 erstmals das Volumen von einer Milliarde erreichte. Verkehrswirtschaftlich bedeutet es einen Markstein in der Entwicklung, daß 1937 das Nordstück der großen in Bau befindlichen transiranischen Bahn, die nach Jahresfrist das Kaspische Meer mit dem Persischen Golf verbinden soll, in Betrieb genommen werden konnte, wodurch die Hauptstadt Teheran mit den reichest Nordprovinzen am Kaspi- fee bereits durch regelmäßigen Zugverkehr verbunden ist. Wie sehr sich Iran gerade auch die Förderung ausfuhrfähiger landwirtschaftlicher Erzeugnisse angelegen sein läßt, beweist die Tatsache, daß in diesem Jahre unter staatlicher Hilfe die mit Baumwolle bestellte Fläche 257 500 Hektar gegen nur 110 000 im Vorjahr betrug. Besonderes Gewicht wird von bet; Regierung auch auf die Schaffung eines industriellen Oberbaues auf den iranischen Agrarstaat gelegt, wobei bereits beachtenswerte Erfolge erzielt wurden. In Iran, das noch vor zehn Jahren keine einzige Zuckerfabrik befaß, arbeiten heute acht Werke, die schon über ein Viertel des Bedarfs im Lande decken, und während beispielsweise 1926/27 noch 2,68 Millionen Kilogramm Baumwollgarn aus dem Ausland eingeführt wurden, liegt diese Einfuhr heute unter 10 000 Kilogramm, ist also gleich null. Im September konnte der Schah eine staatliche Seidenspinnerei einweihen, die 500000 Kilogramm einheimischer Kokons verarbeUen kann. Bald darauf übergab er feierlich ein Werk des Tabakmonopols dem Betrieb, das in Europa wenig seinesgleichen hat und mit modernsten Ein- ift dnrth Freude*. X Neue Aula Oü 343D SELER Gietzeim Anzeiger General-Anzeiger sm Oberhessen Druck und Verlag: vruhlsche Univerfitattdruckerei R. Lange in Gießen. Zchristlettvng und Geschäftsstelle: Zchulftratze 7 Berlin, 21. Januar. (DNB.) Der Leiter des Amtes für deutsche Roh- und Werkstoffe, Präsident K e h r l, widerlegte in einem Vortxag im Deutschlandsender über den deutschen Spinnstoff, die Z e l l- wolle, den weitverbreiteten Irrtum, daß es sich bei der Zellwolle um eine Art Noterfindung unserer Chemiker handele, die erst gemacht worden sei, als die bisher verwendeten Naturrohstoffe nicht mehr in gewohntem Umfange' eingeführt werden konnten. Die grundlegenden Erfindungen, die zur Herstellung dieser Faser führten, seien bereits im vorigen Jahrhundert gemacht Wenn Zellwolle bisher nicht in so großem Unzfange erzeugt worden sei, so habe das im wesentlichen am Preise gelegen, denn die Zellwolle habe in den kleinen Mengen, in denen sie früher erzeugt worden sei, wesentlich mehr gekostet als die Naturrohstoffe. Erst als die Regierung vor drei Jahren beschlossen habe, die Produktionsmenge gewaltig auszudehnen, sei durch die damit stark verbilligte Erzeugung ein Preis ermöglicht worden, der unter dem der Wolle und nicht viel über dem der Baumwolle liege. Gegenüber den Naturrohstoffen habe die chemisch hergestellte Faser den Vorteil, daß fürbeinahe jeden bestimmten Verwendungszweck eine besondere Zellwolle entwickelt werden könne. Es gebe oder werde bald geben Zellwollsorten für Wäsche und für Trikotagen, für Damenkleiderstoffe und für Möbelstoffe oder Vorhänge, für Herrenanzüge oder Mäntel uyd wieder ganz andere für Teppiche. Im Jahre 1934 seien etwa acht Millionen Kilo Zellwolle verkauft worden, wovon schon damals ein großer Teil exportiert worden sei. Die heutige Leistungsfähigkeit der Zellwollindustrie betrage 150 Millionen Kilo im Jahre, das entspreche etwa einem Drittel unseres früheren Bedarfs an Wolle und Baumwolle und Iran im Ausbau. Von unserem H.H.A.-Benchterstatter. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Teheran, Januar 1938. Das Kaiserreich Iran rechnet den Ablauf der M nach dem Sonnenjahr, das am 21. März, also nch unserer Rechnung mit dem Anfang des Frühlings beginnt. Das neue Jahr wird denn a.ch vom iranischen Volke während mehrerer Feier- tcqe als eine Art Frühjahrsfest mit typisch arischer Feude an der sich ewig erneuernden Natur begingen. Obwohl uns also vom Ende des iranischen Jkhres fast zwei Monate trennen, mag heute schon ein kurzer Rückblick auf 1937 gestattet fein. Die Arechtigung dazu erscheint irm so größer als dieser urter seinem Herrscher Riza Schah Pahlevi er e glänzende Wiedergeburt erlebende Staat im Z ae seines umfassenden Aufbauwerks schon wäh- nw des Ablaufs der ersten zehn Monate des Snnenjahres so namhafte Erfolge aufzuweisen f)it, daß eine Betrachtung wohl lohnt. Das bedeutendste Ereignis, dem vor allem auch ftrfe Zukunftskräfte innewohnen, lag auf außen- pc itifchem Gebiet: es war der Abschluß des nach tun Sommerschloß des Schahs benannten Paktes von Saadabad, des Nichtangriffs- und Kmfultativpaktes der vier vorderasiatischen Mächte J an, Türkei, Irak und Afghanistan. Ä e sehr diese sogenannte „Orient-Entente" bereits politischen Wirklichkeit wurde, erhellt aus der ,Tatsache, daß» der jeweils aus den vier Außen- m iiftern dieser Länder bestehende Rat der Entente in Herbst seine erste Tagung in Genf abhielt. In et nso geschickter wie hartnäckiger diplomatischer 2{:E)eit ist es Iran in diesem Sommer endlich gelegen, die sich selbst gestellte außenpolitische Forde- rug, die etwa mit dem Schlagwort „Freunde rrigsherum" bezeichnet werden könnte, bis auf Letzte zu erfüllen, nachdem mit beiderseitigem grem Willen nicht unerhebliche Meinungsverschiedenheiten mit dem Königreich Irak auf dem Hrtragswege aus der Welt geschafft werden konnte. Vorhergegangen waren bereits Grenzberichti- girigen, Gebietsaustausch und in das einzelne gelenöe, von freunbngchbarlichem Geist getragene Erträge sowohl mit der Türkei wie auch mit Afghanistan, mit Ländern, denen Iran im Verlaufe der Gyschichte stets kühl, meist feindlich gegenüber; fiaib. ’ Nachdem in dieser Art durch Abschluß einer ganzer Anzahl von Ringen zweiseitiger-Verträge der 2toen reif gemacht worden war, konnte Iran den folgerichtigen Weg beschreiten, die einzelnen Ver- trcqsglieber zur Kette eines Regionalpaktes zu^ sMmenzuschließen. Die Entstehungsgeschichte des omntalischen Viermächtepaktes, der nunmehr ein Gebiet erfaßt, das in seiner Ausdehnung der Oberfläche Europas ohne Rußland, die Randstaaten, Shnbinaoien und die Britischen Inseln entspricht, beheizt deutlich die gerade von Deutschland immer wilder' vertretene Auffassung, daß es müßig sei, □o)i Regionalpakten zu träumen, solange nicht die Ander, die von einer solchen „Dachorganisation" erstßt werden sollen, in zweiseitigen Verhandlungen e-inm echten Ausgleich bestehender Spannungen ^06196^1)^ haben. ssür Iran hat jedoch die Tatsache des Paktes von iSoababab noch eine besondere nationale B e - deutung, deren sich jeder Iraner bewußt ist, and) wenn nicht darüber gesprochen wird. Es sind nch keine zwei Jahrzehnte darüber verflossen, daß bat alte Persien, in dem sich die Kraftlinien der nisiischen Expansionspolitik und der englischen Politik, Persien zu einem Pfeiler der Landbrücke nach Öiräien zu erniedrigen, miteinander kreuzten, derart machtlos war, daß in Südperfien ohne bri- tische, im Norden ohne russische Zustim- mi n g kein Stein vom Dache fallen konnte. Was vermöchte nun deutlicher die vom inzwischen natio- ml erstarkten Iran erlangte Unabhängigkeit oor imperialistischen Einflüssen zu zeigen als die Tatsache, daß der von Iran ursprünglich inspirierte Airrmächtepakt von ihm in völlig selbständiger Akt eit zur endgültigen Reife gebracht werden ||ti|ntß. Neben diesem für die gesamte Orientpvlitik wich- figen Ereignis, das sich im abgelaufenen Jahre in 3ron vollzogen fjat, verdienen jedoch auch die Fortschritte, die im inneriranischen Aufbauwerk zu verzeichnen waren, achtungsvolle Aufmerksamkeit. Da es viel 3U weit/ führen wurde, die Neuerungen und Verbesserungen im einzelnen zu ditachten, die unter der energischen und zielbe- mu^ten Führung des Schahs auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens erzielt werden konnten, so [eien nur zwei Hauptstücke des Modernisierungs- pwzramms herausgegriffen: kultureller Fortschritt uni) wirtschaftliche Erschließung. Zahlen vermögen manchmal eindrucksvoll zu rebm: 1921 gab es in ganz Iran 55131 Sch u l - Mud) er Wie die Presse soeben nutteilte, hat im chüaufenen Schuljahr die Anzahl der Schuler M000 weit überschritten und die Zahl der Schulen H sich etwa verzehnfacht, seit das Bildungs- v-sm aus den Händen der Geistlichkeit in die des Bientes überging. Auch die akademische Ausbil- >M;smöglichkeit, die bislang unzureichend war, v-Halb viele lernbegierige junge Iraner gezwun- jen waren im Ausland zu studieren, wird soeben Mdlegend reformiert: Es steht nämlich gerade ii Teheran ein auch für westeuropäische Begriffs vorbildlicher Universitätsneubau vor i)er Eröffnung, der mit modernsten, zum großen M aus Deutschland bezogenen Lehrmitteln, Labo- imlorien und dergleichen ausgeftatfet wird und für Deren Lehrkörper auch einige ausländische, dar- inier deutsche Spezialisten verpflichtet Marseille erwähnt werden, die in unseren südlichen Departements einen so großen Erfolg hatten. Daneben gab es die so wertvollen Begegnungen hervorragender Persönlichkeiten, und bald wird auf Einladung der deutschen Jugend die Reise d e»r 10 0 0 französischen Frontkämpfern m- der durch Deutschland stattfinden. Immer wieder stellt man Verbindungen fest, die infolge geschichtlicher Verflechtungen entstanden, Gegensätze, die annähern, anstatt von einander zu entfernen, gleiche Bemühungen, die verschiedenartigen Ausdruck fanden. Was wollen wir unternehmen? Was können wir gemeinsam tun? Wir haben einander gegenüber eine gemeinsame Verpflichtung, die Baldur von Schirach selbst darlegte, als er die Freundschaft der deutschen und französischen Jugend verkündete: nämlich, keinen propagandistischen Hintergedanken zu hegen. Ein einziger Punkt steht auf unserem Programm: Sich besser kennenzulernen! Wein lieber Reichsjugendführer, warum sollten Sie nicht ein neues Beispiel geben? Warum sollten Sie nicht demnächst in Paris einen Vortrag über Ihren großen Dichter Goethe halten, den Sie so gut kennen? Oder über ein anderes Thema, das Sie für uns aizswählen? Wir hoffen, daß, SiL so den eingeschlagenen Weg für andere Aussprachen zwischen uns freimachen. Wenn wir auch nicht die Wachtfülle haben, um alle Träume, die wir in uns tragen, zu verwirklichen, so sind wir doch, die deutsche und französische Jugend, imstande, so viele Dinge vorzubereiten. Wie viel Abkommen kultureller, wirtschaftlicher und politischer Art sind auf dieser Grundlage möglich, zum Segen und Gedeihen unserer Kultur. Arbeiten wir darauf hin, der Diplomatie den Optimismus der Jugend zu verschaffen! Sollen wir nicht auch versuchen, daß zwischen unseren beiden Ländern e i n Pressetpbkommen geschlossen wird, das Uebelwollen und Lüge mißbilligt. Bemühen wir L Reichsausschutz für volkswirtschaftliche Aufklärung W a s ch v o r f ch r i f t e n herausgegeben worden seien, so hätten sie mit der Zellwolle nichts zu tun. Sie seien vielmehr unter dem Motto herausgegeben worden: „Kampf dem Verderb!" Es soll dafür gesorgt werden, daß alle Wäschestücke, auch die aus Baumwolle oder Leinen, so vernünftig und schonend behandelt werden, wie es nach Art der Qualität notwendig sei. Kein guter Deutscher solle über ein Produkt schlecht reden, das eine Glanzleistung unserer Chemie und unserer Technik darstellt, das sogar auf der Pariser Weltausstellung mit vielen Preisen ausgezeichnet wurde und dem heute schon Millionen deutscher Arbeiter ein ausreichendes Einkommen verdanken. Jeder, ob Verbraucher, Verkäufer oder Fabrikant, sollte seine Ehre dareinsetzen, mitzuarbeiten an der Verbreitung eines Rohstoffes, der einen wesentlichen Anteil hat an der Erringung der deutschen Rohstoffrecheit. Zellwolle im Vormarsch. Die Schweiz, deren Bevölkerung an sehr hochwertige Textilftoffe gewöhnt ist, hat vor einigen Monaten die erste Zellwollfabrik erhalten und führte außerdem im Vorjahre ungefähr 8750 Doppelzentner Garne aus dem Ausland,,besonders aus Deutschland und Italien, ein. Die englische Jahresproduktion an Zellwolle belief sich 1937 auf 25 Millionen Kilogramm; in den VereinigtenStaa- ten wurden 9 Millionen produziert — neben einer Einfuhr aus Japan und Italien in. Höhe von 13 Millionen Kilogramm. Wie sieht es in der Wirtschaft aus? Die am 18. Januar geschloffene Zeichnung auf die 4^prozentigen auslosbaren Schatzanweifungen desReiches von 1938 Folge 1, hat ein sehr günstiges Ergebnis gehabt. Das Reich hat weitere 200 Millionen Mark gleichartiger Schatzanweisungen dem Anleihe-Konsortium übergeben, um die Zeichnungen dieser Anleihe voll berücksichtigen zu können. Mit den 250 Millionen Mark, die bereits vor Auflegung der Anleihe fest gezeichnet waren, sind also 1,2 Milliarden vom Publikum ausgenommen worden, und zwar handelt es sich hierbei um die Zeichnung von echten Ersparnissen der Wirtschaft und des Privatpublikums. Mit dem Ergebnis der neuesten Anleihe sind innerhalb von drei Jahren weit über 7 Milliarden Mark kurzfristiger Schulden in langfristige umgewandelt worden, die kurzfristigen Wechsel sind durch längerlau- fende Reichsschatzanweisungen ersetzt worden. Damit wird jener Zustand erreicht, der für ein Land überhaupt die größtmögliche Sicherheit bietet, die Ordnung in seinen finanziellen Verpflichtungen. Als 1933 die Ankurbelung unserer Wirtschaft damit begann, daß die führenden Männer einen Griff auf die Erträgnisse der Zukunft taten, hat es nicht nur im Auslande kritische Stimmen gegeben. Aber die immer mehr ansteigende Wirtschaftsbelebung brachte Geld unter die Leute, und dieses Geld wird jetzt von der Wirtschaft und dem Privatpublikum dem Reiche wieder zur Verfügung gestellt zur Abdeckung der kurzfristigen Wechsel. l)ie bisher größte Anleihe, also die jetzige von 1,2 Milliarden Mark, beweist, daß die Finanzpolitik des Reiches durchaus richtig war und der Lage auf dem Finanzmarkt intuitiv Rechnung trug. Gegenüber der letzten Anleihe war eine Emissionspause von rund vier Monaten eingelegt worden. In jedem dieser Monate wurden rund 300 Millionen Mark Sparkapitalien angesammelt. Das ist ein sehr bemerkenswertes Ergebnis, denn in den Jahren 1935 und 1936 betrug die monatliche Sparbildung nur ungefähr, an den Erlösen der Anleihen gemessen, 140 bzw. 175 Millionen Mark. Gerade die Ergebnisse der Anleihen sind ein gutes Barometer für den Gang unserer Wirtschaft. Der deutsche Geldmarkt ist durch die Anleihe verhältnismäßig wenig in Mitleidenschaft gezogen worden, denn bereits in diesem Monat konnten wieder Serien von unverzinslichen Reichsschatzanweisungen aufgelegt werden, was bei starker Geldknappheit unmöglich gewesen wäre. Die Zeichnung dieser Reichsanleihe ist ein über Erwarten großer Erfolg. Die Sparer, unter denen sich viele mit kleinen Beträgen befinden, haben ihre Pflicht gegenüber dem neuen Deutschland in vollem Maße erfüllt. Staatssekretär Reinhard hat erneut die Erfolge und Grundsätze der heutigen Reichs, steuerpolitik dargestellt. Auch 1938 soll das deutsche Volk „vor einer allgemeinen Steuererhöhung bewahrt bleiben." Datz das gewisse Einzel- matznahmen und vor allem das Streben nach schärfster Erfassung aller steuerpflichtigen Tatbestände nicht ausschließt, ist bekannt. Andererseits werden bevölkerungs- und sozialpolitische Absichten auch weiterhin mit fiskalischen Interessen konkurrieren; selbst wenn diese dabei gelegentlich zurücktreten müssen. So kündigt der Staatssekretär ein Gesetz an, durch das die Bestimmungen des Einkommensteuergesetzes über die Kinderermäßigung und über die Berücksichtigung besonderer wirtschaftlicher Verhältnisse bei der Veranlagung zugunsten der Steuerpflichtigen übgeänbert werden sollen. Die Berücksichtigung „besonderer wirtschaftlicher Verhältnisse", die die steuerliche Leistungsfähigkeit des Steuerpflichtig gen wesentlich beeinträchtigen, ist auf Antrag des Steuerzahlers bisher bei einem Jahreseinkommen bis zu 20 000 RM. und bei Kinderreichen bis zu 30 000 RM. zulässig. Dabei dürfte weniger das Bedürfnis zu einer Heraufsetzung dieser Grenzen als für eine Ausdehnung der unter dem Begriff erfaßten Notstände bestehen. Dem Vernehmen nach wird die neue gesetzliche Regelung die im Einkommensteuergesetz benannten Notstände wesentlich ausdehnen und auf diese Weise zu einer steuerlichen Qäntlaftung der breiten Mittelschichten beitragen, die gerade dann doppelt notwendig ist, wenn man eine besonders scharfe Erfassung der sonstigen steuerlichen Tatbestände beabsichtigt. * Der Wiederausbau des deutschen Volkseinkommens hat sich auch in den letzten Jahren kräftig fortgesetzt. Das Gesamteinkommen des deutschen Volkes betrug 1936 nach vorläufiger Berechnung des Statistischen Reichsamts 63,1 Milliarden Mark, während das Volkseinkommen des Jahres 1935 auf Grund neuer Berechnung mit 58,4 Milliarden Mark anzusetzen ist. Da auch 1936, wie in 'den Vorjahren, der Einfluß der Preise auf die Einkommenserhöhung nur gering war, entsprach der nominalen Steigerung des deutschen Volkseinkommens nach den Darlegungen im neuen Heft von „Wirtschaft und Statistik" eine fast ebenso große Zunahme seines Realwertes. Während das Äolks- einkommen, ausgedrückt in jeweiliger Kaufkraft, 1936 noch um 12 bis 13 Milliarden Mark hinter dem von 1928 und 1929 zurückblieb, übertraf es das Volkseinkommen dieser Jahre bereits um 1,5 bis 2 Milliarden Mark, wenn die Veränderungen der Kaufkraft des Geldes, und sogar um 3,3 bis 4,4 Milliarden Mark, wenn außerdem die aus dem Volkseinkommen der früheren Jahre geleisteten Reparationen ausge'fchaltet werden. Andererseits verteilte' sich infolge des Wachstums der Bevölkerung das Volkseinkommen von 1936 auf eine g.rößere Zahl von Verbrauchern als dasjenige von 1928, wobei noch hinzukommt, daß infolge der Verschiebung im Altersaufbau des deutschen Volkes der Anteil der weniger verbrauchenden Kinder finkt. Immerhin find aber die Einkommensverhältnisse des deutschen Volkes 1936 denen der Jahre 1913 und 1928 wieder ungefähr gleichgekommen. Da sich 1937 das deutsche Volkseinkommen bei ungefähr gleicher Tendenz der Preise weiterhin um etwa 4 bis 6 Milliarden Mark erhöht haben dürfte, so sind inzwischen die Einkommens- Verhältnisse der Vorkriegs- und Vorkrisenjahre zweifellos übertroffen worden. Das Einkommen aus Land - und Forstwirtschaft, das 1935 noch um 6,9 v. H. zunahm, hat sich 1936 nur noch geringfügig erhöht. Nachdem der Krisenzustand der Landwirtschaft durch staatliche Maßnähmen beseitigt wurde, ändern sich die Produktionsmengen im großen und ganzen nur noch im Rahmen der Ernteschwankungen und die Festpreise im Rahmen der durch sie bedingten Korrekturen. Das Einkommen der Unternehmer in Handel und G e - werbe und der freiberuflich Tätigen hat von 1932 bis 1936 um rund 60 v. H. 'zugenommen. Abenteuerlicher Marsch durch Tibets Berge. Von Wilhelm Iilchner. Einen starken Eindruck von den Müh- falen eines Forscherlebens, wie es Wilhelm Fi 1 chner in der einsamen Bergwelt Tibets führte, erhält man aus feiner Schilderung einer Episode in seinem bei F. A. Brockhaus in Leipzig erschienenen Buche „Om mani padme hum“. Sie zeigt, daß der Nationalpreisträger nicht nur ein bedeutender Gelehrter, sondern auch ein fesselnder Schriftsteller ist. „Wir steigen aus der Dang -la-Kette in das mit Wiesen übersäte Tal hinab. Steiniger Boden und große Blößen. Die Wiesen sind infolge zahlreicher Untiefen schwer gangbar. Streckenweise Moränen oder Geröll. Bei einem Sturz gegen einen Felsen breche ich die Knochen des rechten Handtellers. Trotzdem führe ich meine Routenaufnahmen weiter durch. Die Hand fiebert stark und schwillt beträchtlich an. Glücklicherweise sind Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger gebrauchsfähig geblieben. Und gerade heute ist eine der Hauptmessungen astronomischer und magnetischer Art fällig! Nach 27 Kilometer wird an einem kleinen Nebenbach des Telegrab-tschu gerastet. Ich kühle die kranke Hand im Wasser und beginne dann mit meiner wissenschaftlichen Arbeit... Die Gegend, in der wir lagern, heißt Dorochin und liegt 5010 Meter über dem Meeresspiegel. Dorochin ist noch dem braunroten Stein benannt, der aus Der Talmitte herausleuchtet. Die Tibeter sagen, dieser Stein sei aus Indien hierhergebracht worden. In ständigem Wechsel Gewitter und Regen. Dos Tal ist wegen seiner Unwetter berüchtigt. Die Go- bas feuern, wenn sie es passieren, dauernd ihre Gewehre ab, um die Naturkräfte zu zügeln! Während der Nächte raubt mir der Schmerz in der kranken Hand, die ich in nasse Lumpen hülle, den Schlaf. Sie schwillt trotz der Kühlung immer stärker an. 15. August. Nachts Regen. Im Tale des Telegrab, tschu wandern wir aufwärts bis Chetin-firing, nämlich bis an den Fuß eines großen ©ebirgsmaffios mit Gletschern. An einem Nebenflüßchen des Tele- grob-tfchu aufwärts steigt der Weg zum Paffe an. Doch unsere Tiere sind müde; wir wollen deshalb Lager beziehen, um morgen mit frischen Kräften den Paß zu bezwingen. In Lagernähe, am Gletscherbach, merkwürdig geformter Schiefer, drei Meter hoch, gelbbraun gefärbt, kegelförmig, am Fuße vom Wasser ausgehöhlt. Mineralguellen sprudeln aus der rotbraun gefärbten Erde. Es regnet. Trotz tobender Schmerzen in der rechten Hand führe ich meine Tagebücher... 16. August. Nachts Regen und Schnee. Am Morgen hoher Schnee. Es ist schon Tag, als ich die Tibeter wecke. Keiner denkt an Weitermarsch. Und doch müssen wir heute den Paß nehmen, ehe er einschneit; es koste, was es wolle. Für die Jaks*) ist das gewiß sehr anstrengend; gerade der steinige Boden während der letzten Tage brachte ihnen harte Arbeit: Die dicke Schneedecke wird von den Zelten und Lasten abgeklopft und endlich, endlich sind wir marschfertig. Die Wolken hängen fast bis zur Erde. Es geht dauernd aufwärts... Der Weitermarsch ist wiederum mit großen Mühen verbunden. Die Tragtiere schnauben und atmen schwer. Von Osten schiebt sich ein Seitental ein, das zum Paß führen wird. Genau an der Einmündungsstelle erhebt sich auf einem Felskoffer das berühmte Dang-la-Obo. Es besteht aus einem langen, etwa zwei Meter hohen Steinhaufen, auf dem mehrere Seinobelisken und Pyramiden errichtet sind, die teilweise haushoch aufragen. Dazwischen sind Stricke gespannt, an denen Glücksschärpen und vielfarbige Tuchfetzen hängen. Auch Jakhörner werden hier in großen Mengen geopfert. Der Aufstieg in dieser breiten Mulde ist für die Jaks schwierig. Wir klettern auf einer Schutthalde an, die zu einem breiten, runden Sattel führt. Endlich erreiche ich, der Karawane weit vorauseilend, die abgeflachte Paßhöhe. Eh schneit nicht mehr; langsam klärt sich der Himmel auf. Auch hier ein Lha-tsa in Gestalt von zwei großen Stein* Haufen. Obenauf liegen Jakschädel. Wenn ich nur gerade jetzt nicht so viel zeichnen müßte. Die Schmerzen in meiner Hand sind unerträglich. Die Siedechermometerablesung ist hier mit großen Schwierigkeiten verbunden. Es gibt nämlich nicht eine einzige windgeschützte Stelle, und ich muß zwei Schachteln Streichhölzer vergeuden? Dann geht es sanft hinab. Bald zeigt sich im Osten eine buchtartige Mulde; in ihrem Hintergrund: die bis an den Fuß in Eis gehüllte Schneekette. Im Westen dehnt sich, vom Paßsattel ausgehend, ein breites Becken aus. Dieses Becken ist im Osten von einer ungefähr 5500 Meter hohen Schneekette eingerahmt, *) Tibetanische Bergochsen. Der Gauleiter eröffnet die Arbeit des Gaukulturrats. NSG. Auf Einladung des.Gauleiters Sprenger kamen am Donnerstagnachmittag die Mitglieder des G a u k u 11 u r r o t e s zur ersten Sitzung zusammen. Der Gauleiter dankte den Mitgliedern, daß sie seiner Berufung in den Gaukulturrat Folge geleistet haben. Die Aufgabe für den Gaukulturrat leite sich ab von der Aufgabe, die der Führer der Partei gestellt habe. Der Bewegung fei die Menschenführung übertragen, in deren Bereich auch das kulturpolitische Leben fiele. Die Reden des Führers auf den Parteitagen gäben die Grundlagen und Richtlinien für die kulturpolitische Arbeit der Partei. Sie seien auch die Quelle, aus der wir schöpfen müssen. Die Gaue seien die natürlichen Einheiten, in denen der kulturpolitische Wille des Führers wirksam werden müsse. Daraus ergebe sich die Notwendigkeit einer einheitlichen Zusammenfassung der kulturpolitischen Arbeit im Gaubereich durch eine übergeordnete Dienststelle der Partei. Der Gauleiter bat dann die Mitglieder des Gaukulturrates, die von den Grundsätzen der nationalsozialistischen Kulturauffassung getragene Arbeit der Gauleitung durch aktive Beratung zu unterstützen. Die Arbeitsmethode des Gaukulturrates werde die Gewähr dafür bieten, daß diese Einrichtung sich als ein wichtiges Arbeitsorgan im Gau Hessen-Nassau erweisen werde. Landeskulturwalter Gaupropagandaleiter Stöhr dankte dem Gauleiter für das Interesse, das er den Kulturbestrebungen des Gaues Hessen-Nassau und insbesondere der Arbeit des Gaukulturrates entgegenbringe. Seine Anteilnahme werde für alle Mitglieder des Gaukulturrates eine Verpflichtung zur lebendigen Mitarbeit an der Erfüllung der gestellten Aufgaben fein. Die Aufgaben des Gaukulturrates müßten sich in erster Linie auf praktische und gauwichtige Arbeit erstrecken. Der Gauleiter habe bestimmt, alljährlich ej ne Gauku 1 tur ° woche durchzuführen. Die Mitglieder des Gaukulturrates bat er schon jetzt, Vorschläge und Anregungen für diese große Repräsentation des kulturellen Lebens und insbesondere der kulturpolitischen Arbeit in der Bewegung selbst zu machen. Die kulturpolitische Arbeit sei das geistige Aushängeschild des Gaues. — Gaukulturwart Conrad zeigte mehrere gauwichtige Vorhaben für die kulturpolitische Arbeit der nächsten Zeit auf. Monumentalbauten als Ausdruck neuen deutschen Kulturwillens. Erste Deutsche Architektur- und Kunsthandwerksausstellung in München. München, 20. Jan. (DNB.) Große Zeiten in der politischen und kulturellen Entwicklung der Völker haben immer zum sichtbaren Ausdruck ihrer Geistshaltung in Monumentalbauten gedrängt. Einen Ueb'erblid über die großen Bauten und Planungen gibt nach dem Willen des Führers die am 22. Januar beginnende große Winterausstellung im Hause der Deutschen Kunst. Es handelt sich bei dieser Ersten Deutschen Architektur- und Kunsthandwerkausstellung um eine großartige, richtunggebende Schau der heutigen baukünstlerischen Entwicklung und der Schaffensfreudigkeit unseres deutschen Kunsthandwerks. Schon ein erster Rundgang überwältigt durch die Fülle des Geschauten, durch die Großartigkeit der Bauschöpfungen und Bauplanungen. Formgewordener Nationalsozialismus. Das Bild des Königlichen Platzes in München wird an einem großen Modell in feiner Gesamtwirkung zur Darstellung gebracht. Im zweiten Saal steht das Modell des Straßenzuges der Prinzregentenstraße, in der das Haus der Deutschen Kunst und das Dienstgebäude des Luftkreiskommandos die beherrschenden Bauten bilden. Photographische Großaufnahmen ergänzen den durch die Modelle vermittelten Eindruck. ' < Von dem gewaltigen Tatwillen der NSG. „Kraft durch Freude" zeugen in dieser Ausstellung ein Modell des KdF.-Dampfers „Wilhelm Gustloff" und Querschnitte durch dieses Schiff sowie das Modell des geplanten riesigen KdF.-Seebades Rügen. In welchem Umfange das Dritte Reich für das Wohl feiner Jugend und damit auch für feine Zukunft jorgt, erkennen wir an den Modellen und Bildern einer Anzahl von Führerschulen, von Bauten für die HI. und von Jugendherbergen. Hier ist zwar ein sehr aufschlußreicher Ausschnitt aus dem ungeheueren Programm von 52 000 Bau- Den größten Zuwachs brachte mit IV4 Milliarden Mark das Jahr 1935. Die unverteilten Gesellschaftsgewinne haben 1936 den ehemaligen Höchstbetrag von 1928 ungefähr wieder erreicht; die Gesellschaft legen sich bei der Ausschüttung von Gewinnen große Zurückhaltung auf. Die Einkünfte aus Kapitalvermögen sind seit 1932 um annähernd 20 v. H. gestiegen. Die ten für HI. und BDM. gegeben. Dazwischen .ein Blick auf das ebenfalls in erster Reihe der deutschen Jugend gewidmete Reichssportfeld. Daß die Straßen des Führers auch die Architektur anregen, davon geben ein Bild die Modelle, und Aufnahmen einzelner Hochbauten. Es folgt dann eine Abteilung, die den Neubauten der Reichspost, der Reichsbahn und der R e i ch s b a n k gewidmet ist. Die Welt steht alljährlich unter dem Eindruck des Erlebens des Reichsparteitages. Auch wer dieses große Erlebnis noch nicht gehabt hat, der wird ehrfurchtsvoll ergriffen in dem großen Saal verweilen, der die Modelle der im Entstehen begriffenen Großbauten des Reichsparteitages enthält. Der Soldat wird in der Ausstellung erkennen, wie schön und großzügig die Wehrmacht heute baut. Wie eine architektonische Apotheose des nationalsozialifttschen Kulturwillens erscheinen am Schluß des Rundganges die großes Modelle de? Ordensburgen Vogelsang und Sont- Hofen. Veredelung unserer Lebensformen. Nach dem Großartigen der architektonischen Schöpfungen kommt im Obergeschoß die Heimgestaltung in der Kunsthandwerksausstel- lung zur Geltung. Bei einem Rundgang konnte man sich überzeugen, daß das deutsche Kunsthandwerk den ihm gestellten Aufgaben gewachsen ist und gelernt hat, eine künstlerische und dem Volk verständliche Sprache zu sprechen. Spitzenleistungen aller Zweige des Kunsthandwerks aus allen Teilen des Reiches bilden die Bestände der Ausstellung. Man sieht Möbel, Wandbehänge, Teppiche, Keramiken, Gold- und Silberschmiedearbeiten usw., alles nach Entwürfen erster. Meister, darunter auch Paul Ludwig Troost. Auch der österreichischen Handwerkskunst ist ein Raum vorbehalten. Summe der Renten und Pensionen ist 1936 weiter um fast 300 Millionen Mark zurückgegangen; sie lag damit um 27 v. H. unter dem Höchststand von 1931. * Im Jahre 1937 wurde, wie „Wirtschaft und Statistik" berichtet, durch verstärkte Heranziehung der nichtstaatlichen Forsten der 150prozentige Holz« die talabwärts unsere rechte Talbegrenzung bildet ... Kurz darauf lagern wir auf leidlich trockenem Untergrund. Die Tiere weiden auf sumpfartigen Wiesen. Ein Lama kommt uns mit seinen Begleitern entgegen. Beide sind.gut beritten und tadellos gekleidet, sowie mit Schwertern bewaffnete Die Lamas tragen sonst nie Schwerter, sondern nur einen Dolch unter dem Rock. Auf grämen Reisen ist es ihnen jedoch erlaubt, im ßaicngetoanue zu erscheinen und Waffen zu tragen. Der Begleiter schnupft emsig aus einer Hornspihe. Beiden folgt eine kleine Karawane: beladene Jaks, von Tibetern geführt. Die Leute waren sehr freundlich und meinten auf unsere Frage, daß wir in zwei Tagen Gelegenheit hätten, Schafe zu kaufen. Auch würden wir dann tibetanischen Soldaten'begegnen. Nach Sonnenuntergang erleben wir ein wunderbares Farbenspiel auf den benachbarten Gletschern und Hängen; die ganze wildzerrlüfete Landschaft erstrahlt in Rosa, Blau, Rot, Violett und Drange. Die schwerverletzte Hand behindert mich bei meinen wissenschaftlichen Arbeiten ungeheuer. Falls sie noch stärker ansHwillt, bin ich mattgefetzt. Obendrein leide ich seit Stunden an Kopfweh, das ich auf einen leichten Anfall von Höhenkrankheit zurückführe." . B. Die deutsche Sprache in Amerika. Aus der in Neuyork erscheinenden „Amerika- Wacht" werden in der Zeitschrift des Deutschen Sprachvereins „Muttersprache" folgende beachtenswerte Sätze mitgeteilt: „Die deutsche Sprache ist keine fremde Sprache in den Vereinigten Staaten; solange Schulen in Amerika sind, wird die deutsche Sprache gelehrt. Die deutsche Sprache wurde gesprochen in den Gerichten von New Jersey und Neuyork, als diese Staaten noch Kolonien der Niederlande waren. Die deutsche Sprache war die Sprache, in der die erste amerikanische Bibel gedruckt wurde/ Die deutsche Sprache war die Sprache, in der eine der ersten Zeitungen in Amerika gedruckt wurde. Die deutsche Sprache wurde gesprochen von General Washington; er lernte sie von seinem Jugendfreund. dem Deutschen Christopher Geist. Die deutsche Sprache wurde ausschließlich gesprochen von der Leibgarde Washingtons. Die deutsche Sprache wurde in jedem der dreizehn Staaten gesprochen, die sich von England los- (agten. Die deutsche Sprache wurde gesprochen von 56 Generälen und vielen Regimentern im Bürgerkriege. , Die deutsche Sprache war die Sprache, in der die Unabhängigkeitserklärung zuerst im Druck erschien. Und so könnte es weitergehen über die ganze Seite. Die Lehre, die wir daraus zu ziehen haben, ergibt sich von selbst: Den großen Schatz der deutschen Sprache auf unsere Kinder und Kindeskinder vererben." B. Zeitschriften. — Das erste „Bergsteiger"- Heft des neuen Jahres (Verlag F. Bruckmann, München) beginnt mit der Schilderung der Bezwingung hoher ferner Eisspitzen der „Weißen Kordillere" und schließt mit einer Erzählung über den Kampf verirrter Bergsteiger in den Eiswüsten Alaskas, die man mit Spannung lieft. Den Kernpunkt des Heftes bildet ein Loblied auf das „Schiland in Silber und Blau gefaßt", das besonders dem Dolomitischen Schiparadies und dem Samnaun gilt. Hingewiesen werden soll noch besonders auf den Beitrag über den Maler Egger-Lienz, dem neben einer Anzahl einfarbiger Abbildungen ein großes Farbbild beigegeben ist, sowie auf den Aufsatz über die Durchsteigung der Grand Combin-Südwand, eine Berg- 'fahrt von der Schwierigkeit der Matterhorn-Nord- roanb, mit Bildern vom Berg und vom Klettern in Fels und Eis. Reichhaltig ist auch wieder der aktuelle Nachrichtenteil. - — In der neuesten Ausgabe der „Jllustrir- ten Zeitung Leipzig" findet sich u. a. ein Bildbericht „Deutsche auf dem schönsten Berg Der Welt", der von der Bezwingung des Siniolchu- Massivs im Himalaja durch deutsche Bergsteiger erzählt. Dem Dichter Wilhelm Schäfer wird zum 70. Geburtstag eine eingehende Würdigung zuteil. In Bild und Wort ersteht die Persönlichkeit des Dichters. In eine Schule für Fallfchirmfpringen führt uns der Bildbericht „Der moderne Ikarus", dem sich eine Doppelseite mit eindrucksvollen Aufnahmen vom Mount Wilson-Observatorium in Kalifornien anfchließt. Die Bildseite „Heiße Quellen mitten im Schnee" ist im . Hinblick auf die nächste Olympiade von Interesse; wie wir aus Den Bildern ersehen, ist es in der Gegend Japans, wo 1940 die Olympischen Winterspiele stattsinden, möglich, bei Schnee in einem Flüßchen zu haben, Des heißes Wasser führt. Mit Dem prachtvoll bebilderten Beitrag „Neue Baukunst in Finnland" schließt Der I Hauptteil Des Heftes. Berlin. 20. irnuljl: „Der stc Men äabinells feilen halle Un jenöer 9e9en M stanzö btmenii«* < tLher . „Ah c Fh“«a M tu«* Ii* Av '' »arte Mche um 8® I immer noch Merals'" i>« deiner Hegierunt rsinen weite SBeietjung des A »Stellen in Pari g'ers fei sehr er ii'nrj nachdem । Wett gebildet wringt die 21 Frankreich rft eich der )l Wie Die ftai lin dazu mitte Klären, daß die iong bis 6n -Sie; MsraM N«al Game der La Paris. 21/5 Matin" glaubt umil dem bei der Maßnahmen zm Ieinbung de mri i n i ft e r 1 e n misterpräsidenten «er Ches des G Kamel in, de oes Genera jißung erhalt AWichkeit gege Wehrmacht zu L Wen. Jem Ai Wdriicklich ein öräumt werden, Mstrittenen Fr Kriegsfälle ^.'nheitsobe «eilet werde. Der °uch -ch ™?8 d-r Mi, MiNchtUe 6i Moskau 211 .. 5? werne'"',/Sie ru au^ ,„nc tee,6v* ZM u Käfter tu inner •*»»v U nan^ er fct'"*- eFw sb' fiyÄ Mer JJunj Ä t ltchen - toi, tilge 9rn H U Vs* Ä«. nfchlag um rund 15 v. H. gesteigert. Die Ein- Stojadinowitsch im Ruhrrevier zu machen. Menschast und Praxis in der Landwirischast (l 3 t 5 n Qriger jatres. Reise nach Düsseldorf fortgesetzt. Hier veranstaltete der Regierungspräsident einen Teempfang c e n e i r e der hat t c i e t r enfionen if m Mark zuck> o. unter dn 5 t ^richtet. Hier war der Anlaß die Tatsache, daß ein M!etrussisches Flugzeug, das sich — wie sich Mo- 1 DiDio ausdrückt — „verirrte und zufällig aus imrofchurijchem Gebiet landete", seit einem Monat Kleine politische Rachrichten. Der Stellvertreter des Führers gab in seinen Räumen in der Wilhelmstraße 63 einen Empfang, bei dem er dem deutschen Journalismus die Anerkennung der NSDAP, für die Mitarbeit in den ersten fünf Aufbaujahren des na- tionalfvzialiftifchen Reiches zum Ausdruck brachte. Neben den Reichsleitern Amann, Rosenberg und Dr. Dietrich waren sämtliche Hauptschriftleiter der Par- teipresfe sowie eine Reihe anderer führender Persönlichkeiten der deutschen Presse der Einladung gefolgt. „Frei erfunden." Unsere Aufnahme zeigt die Jagdgesellschaft bei einem Eintopfgericht am Lagerfeuer in der Letzlinger Heide. Von links nach rechts: der deutsche Botschafter in Belgrad, v. Heeren, Reichsfinanzminister Graf Schwerin v. Krosigk, Ministerpräsident Dr.Stojadinowitsch, Reichsaußenminister F r h r. v. N e u r a t h , Generalforstmeister Alpers und Reichsstatthalter Jordan. — (Scherl-Bilderdienst-M.) »«formen. architektonisch« die Heimer 'rfsausfteb undgang tonnt. W Kunslhond Wachsen ist uni bem Volk oen pltzenleistuiM iS allen Teilen r Slusftelluni eppid/e, Sen ren uyoo., alles \\sx auch Pau! )en handwerts- ♦ InWien erschien Fürst Ern st Hohenberg bei Botschafter v. P a p e n, um ihn zu bitten, der Reichsregierung sein tiefes Bedauern über den Vorfall der Zertrümmerung, eines Hohertsschildes . des Reiches zum Ausdruck zü^bringen. Der Vorfall solle keinerlei Demonstration gegen das national» sozialistische Deutschland darstellen. -heft des neue« tünchen) besinn mq hoher W ottirritr 8«! * •■J Gesetz vom Oktober 1937 hingewiesen, welches jede Eigentumsveränderung — einschließlich Aktienabtretung oder Pachtabänderung — auf dem Gebiet der spanischen Bodenschätze für u n g ü l t i g erklärt. Gerade diejenigen Staaten, die heute National- spanien die Berechtigung zu solchen Maßnahmen absprechen wollten, wie Sowjetrußland und Mexiko, hätten in ganz besonderem Maße Gebrauch von diesem Recht gemacht. Englands Lebensmittelversorgung im Kriegsfälle. London, 20. Jan. (DNB.) Zum Problem der Lebensmittelversorgung des britischen Jnselreiches im Falle eines Krieges hatte der Landwirtschaftsminister Morrison Stellung genommen, ohne allerdings genaue Angaben darüber zu machen, wie die britische Regierung dieses Problem lösen würde. Die Ausführungen des Landwirtschaftsministers, die von der „Daily Mail" entrüstet als „leerer Wortschwall" bezeichnet wurden, haben sämtliche Blatter zu eingehenden Kommentaren veranlaßt. Die „Times" erklärt, es müsse viel getan werden, um die in der Öffentlichkeit herrschende Unruhe über die augenblickliche Lage in der englischen Landwirtschaft zu beschwichtigen. „Daily Telegraph" erklärt, Maßnahmen zur Steigerung der Bodenausnutzung Englands seien von höchster Wichtigkeit. Erweiterte Weidegründe und ertragreicherer. Boden würden England weniger abhängig machen von der Lebensmitteleinfuhr. Die „Daily Mail" sagt, heute sei die Lage Englands wegen der Möglichkeit einer Blockade aus der Luft noch schlimmer als während des Weltkrieges. Die Regierung habe versprochen, ihre Pläne für die Lebensmittelversorgung des übervölkerten England im Kriegsfälle dann befatjnb zugeben, wenn sie beendet feien. Die Oeffentlichkeit erwarte jetzt, ohne Verzögerung darüber unterrichtet zu werden, daß diese für England vitale Aufgabe in die Hände eines Mannes gelegt werde, der genügend Macht besitze, um seine Aufgabe raschestens zu bewältigen. Berufsseminar für Mchtswahrer. B e r 1 i n , 20. Jan. (DNB.) In Uebereinftimmung mit dem Reichsjustizprüfungsamt hat der NS.- Rechtswahrerbund ein Berufsseminar für Rechts- roahrer ins Leben gerufen. Das Seminar desNSRB gliedert sich in drei Stufen. Abteilung 1 unterrichtet in Geschichte, Rechtsentwicklung und Wirtschaftskunde, Abteilung 2 ist der Vorbereitung auf die Assessorenprüfung gewidmet und Abteilung 3 ge- Äs "sarbb® * Ü6« di- M j wieder der * Ä* >et i'* Lg V I* & SW rfv ? «i Mit" da"» f0f«. Afi * «urrate- erde ? 8 W s währleistet Berufseinführung und Berufsfortbildung. Als nationalsozialistische Einrichtung ermöglicht das Seminar auch wirtschaftlich schwächer gestellten Berufsangehörigen die Teilnahme durch Erlaß ober Ermäßigung der Teilnehmergebühren. Eigene Dienstmarken für die Partei. Berlin, 20. Jan. (DNB.) Mit Wirkung vom 30. Januar 1938, dem historischen Tage, da die Partei die Führung im Staate übernahm, hat der Führer für den Postverkehr der NSDAP, und ihrer Gliederungen die Verwendung eigener Dienstmarken genehmigt. Die Marken, denen Professor Richard Klein das künstlerische Gesicht gab, tragen auf einem klassisch-schlichten Sockel das Hoheitszeichen der Partei. Die Aufschrift „Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei" umrandet die Marken. Zu beiden Seiten des Sockels sind auf fein schraffiertem Grunde die Zahlenwerte angegeben. Durch Hinzufügung der 16- und 24-Psennig-Marken wurde die übliche Wertreihe erweitert. Die neuen Marken werden von der Reichspost nur an d i e Dienst-- st eilen der Partei und ihrer Gliederungen abgegeben und finden nur f ü r den parteidienstlichen Po st verkehr Verwendung. Ihre Gültigkeit erstreckt sich auf das Reichsgebiet sowie auf Postsendungen nach Danzig. Sammelfreudige erhalten diese Marken ab 31. Januar 1938 bei der Versandstelle für Sammlermarken, Berlin W 30, Postrechnungsamt. Am zweiten Tag der Vortragsfolge, die der Reichsnährstand in Zusammenarbeit mit dem Forschungsdienst der deutschen Landbauwissenschaften veranstaltet, berichtete Dr. Scheibe (Gießen) über „Neuere Anbauerfahrungen bei Körnermais und Hirs e". Als wichtigste Tatsache ist dabei herauszustellen, daß die zu wählende Pflanzweite eindeutig unti primär von der Sorte bestimmt wird und daß sämtliche anderen Umstände eine untergeordnete Bedeutung haben. Diese Frage hat uns schon immer Schwierigkeiten bereitet. Sowohl Pflanzweiten von 60 Zentimeter als auch solche von 45 Zentimeter bringen gute Erträge, wenn die Anzahl der Pflanzstellen je Quadratmeter gewahrt bleibt. Es war interessant zu hören, welche Ertragsminderung das Ausgeizen, d. h. das Ausbrechen der Seitentriebe, mitbringt. Bei der Futtermalve lassen sich nur bei ganz starker Düngung und entsprechender Saatdicke angemessene Erträge erreichen, wobei fraglich wird, ob die Wirtschaftlichkeit des Anbaues gewahrt bleibt. Die Hirse wird vielleicht als Stutzpflanze wieder eine Bedeutung erlangen, da sie geringes Tausendkvrn- gewicht, d. h. also niedrige Aussaatkvsten mit hoher Standfestigkeit verbindet. — Als zweiter Redner sprach Regierungsrat Dr. Welker aus Weihen- stephan über „Die wichtigsten Gesichtspunkte / bei der Samengewinnung der Futterpflanze". „Möglichkeiten der Eiweiß st ei aerung auf eigener Scholle" war das nächste Thema, über welches Prof. Dr. B e r f n e r (Breslau) berichtete. Durch höhere Stickstoffgaben lassen sich sowohl höhere Eiweißernten als auch ein höherer Eiweißgehalt der lens, lunchen. Zwischen ei der bem eio. :eJ5 auch bj 1 Bild bie Mo lochbauten. & Neubaute, ahn unb k m Eindruck de- Jd) wer biejf: l der wirb eh, -aal Derweil^ ’n begriffen» arteitage, Ausstellung « die Wehrmoch : Apotheose H erscheinen an 'n Mobelle be unb 'Toni E s s en, 20. Januar. (DNB.) Der jugoslawische Ministerpräsident Dr. Stojadinowitsch traf am Donnepstagmorgen kurz nach 9 Uhr in Essen ein. In der Ehrenhalle des Hauptverwaltungsgebäudes der Friedrich Krupp AG. gab Dr. Krupp von Bohlen und Halbach an Hand einer Karte des Rheinisch-Westfälischen Industriegebietes einen Ueberblitf über die Entwicklungsgeschichte des Unternehmens. Er verwies auf die großen Anstrengungen die Deutschland zu machen gelungen ist, um in der Eisenerzversorgung unabhängig vom Ausland zu werden. Aus diesem Grunde habe man das Renn-Verfahren entwickelt, um aus eisenarmen Erzen ein fast reines Roheisen zu gewinnen, das dann in den Stahlöfen weiter verarbeitet werden kann. Dr. Krupp von Bohlen schilderte bann die vielfältigen sozialen Einrichtungen der Kruppwerke, das Wohn- und Siedlungswesen und die geistig - kulturellen Bestrebungen und gedachte der guten Beziehungen mit dem befreundeten Jugoslawien, wobei er dem Ministerpräsidenten einen aus jugoslawischem Eisenerz gefertigten Brieföffner überreichte. Im Anschluß an die Besichtigung der Krupp- Werke ging die Fahrt des Ministerpräsidenten weiter nach Gelsenkirchen-Buer, wo eines der bedeutsamsten Werke der Steinkohleverflüssigung, die Hydrierwerk-AG. Scholven, besichtigt wurde. Mit lebhaften „Zivio"- (Heil-)Rufen empfingen die Ruhrland-Jugoslawen, die gerade in diesem Teil des nördlichen Ruhrgebietes in besonders großer Zahl und teilweise schon seit Jahrzehnten leben, den Ministerpräsidenten ihres Heimatlandes. Mit lebhaftem Interesse folgte der Ministerpräsident sodann dem Dortrag von Direktor Dr. Jost über das Wesen der Kohleverflüssigung. Die anschließende Besichtigung des Werkes vermittelte den Gästen einen interessanten Einblick in den Produktionsgang und die tatkräftigen und erfolgreichen Bemühungen Deutschlands, sich durch die modernen Hydrierverfahren aus Kohle und Wasserstoff einen Treibstoff zu schaffen, der an Qualität und Klopffestigkeit dem Naturbenzin schon heute nicht nach- steht, und der es ihm ermöglicht, sich weitgehend Futterpflanzen erreichen. Ausgenommen natürlich die Leguminosen. Prof. Berkner wies auf hie Bedeutung des richtigen Schnittzeitpunktes der Grün- futterpstanzen hin, um einen möglichst großen Eiweißertrag von der Fläche zu erzielen. Prof. Dr. Nikolaisen (Kiel) berichtete über „Neuere Erfahrungen im Zwischenfruchtbau. Auf die sorgfältige Bestellung der Zwischenfrüchte und ein tieferes Pflügen ist besonderer Wert zu legen. Prof. Dr. Knoll (Leipzig) gab seine „Ergebnisse der Bestandsuntersuchungen auf Wiesen und Weiden" bekannt. Die Erkenntnis der Ansprüche von Gräsern, Leguminosen und Kräutern ist das erste Erfordernis für das Gelingen vieler Neuansaaten. Es gilt .der Grundsatz: „Höchsterträge nur bei bodenständigen Mischungen". Das Futterproblem unserer Landwirtschaft ist hauptsächlich ein Eiweißproblem. Im Hinblick darauf berichtete Prof. Dr. Richter (Kraftborn) über „Die Lupine und andere Leguminosen in der Fütterung". Diese Pflanze ist in der Lage, infolge ihres hohen Eiweißgehaltes und der biologisch hohen Wertigkeit des Eiweißes maßgeblich an der Lösung des Futterproblems mitzuhelfen, sowohl als Körnerfutter als auch als Gärfutter. Dieses trifft besonders für leichte Böden zu. Als letzter Redner sprach Prof. Dr. Kirsch (Königsberg) über „Gärfutterbereitung und Verwendung des Gärfutters und fein Einfluß auf die Erzeugnisse". Einsäuerung der Kartoffeln bietet keine Schwierigkeiten. Bei technisch einwandfreier Gewinnung des Grünfutters und richtiger Einsäuerung ist auch bei Gärfutter aus Futterpflanzen volle Sicherheit gegeben. Die französische Botschaft in Berlin Zementiert amerikanische Hetzmeldung. Zerlin, 20. Jan. (DRV.) Die bei der franzö- fifiien Kabinettsbildung ausgetretenen Zchwierig- kei-en hatte United preß zur Ausgabe folge der gegen Deutschland gerichteten Helzmeldung beruht: „Der französische Botschafter in Berlin hat seb er Regierung berichtet, daß Deutschland einen weiteren Schlag wie die seinerzeitige Bcehung des Rheinlandes vorbereitet. Unterrichtete Stilen in Paris sagten, der Bericht des Bolschaf- le& sei sehr ernst gewesen und bekannt geworden, kuiz nachdem Chautemps endlich ein neues Kabbelt gebildet hatte." — Die Washington Post dingt die Meldung unter der Ueberschrift Frankreich befürchtet neuen Grenz- ffne ichderNa ; is". Vie die französische Botschaft in Berlin dazu milteilt, ist sie ermächtigt, amtlich zu erflögen, daß diese Sensationsmeldung von A n - f6ng bis Ende frei erfunden ist. Die Zusammenfassung btr französischen Landesverteidigung Rmeral Gamelin „Ches des Generalstabs der Landesverteidigung"? Saris, 21.Januar. (DNB. Funkfpruch.) Der „Statin" glaubt zu wissen, daß im Zusammenhang Ni dem bei der Regierungsbildung vorgenommenen Nifßnahmen zur Herstellung einer e n g e r e n V e r- biiöung d e r Landesverteidigungs- minifterien unter der Leitung des stellv. Mi- niferpräfibenten und Kriegsministers Daladier du Chef des Generalstabes des Heeres, General K i m e l i n , den Titel und das Amt des Chefs bes General st abes der L a n d e s v e r t e i - H; ung erhalten werde. Dadurch werde ihm die Uglichkeit gegeben, die Oberaufsicht über die Wgrmacht zu Lande, zu Wasser und zur Luft aus- niiben. Dem Minister für Landesverteidigung soll ruDrücklich ein Oberaufsichts recht einge- räiimt werden, wodurch auch die Lösung der oft »ir/trittenen Frage des Oberbefehls im jiiiegs falle im Sinne einer Bejahung des Ihn heitsoberkommandos in die Wege ge» leit' t werde. Der Landesverteidigungsmlmster soll Hmftig auch entscheidende Weisungen über die Der- teiling der M i l i t ä r k r e d i t e auf die einzelnen ®egrmad)tteile geben können. Moskau droht Frankreich und Japan. Krasser Einmischungsversuch in innerpolitische Verhältnisse. in der Treibstoffrage vom Auslande unabhängig und eine Sondervorführung des Filmes „Der v Mustergatte" für den jugoslawischen Gast, der auch Nach Beendigung der Besichtigung wurde die von Abordnungen der zahlreichen jugoslawischen ~ ....... ' ' ' ' ~' Vereine herzlich begrüßt wurde und dann nach München weiterfuhr. von mandschurischen Behörden zurückgehal- t e n wird. „Die Sowjetregierung", so sagte Molotow, „hatte sich gezwungen gesehen, am 16. Januar eine an die japanische Regierung gerichtete Protestnote gegen die unzulässige und gesetzwidrige Handlungsweise japanisch-mandschurischer Behörden abzusenden. In dieser Note bestehen wir kategorisch auf die sofortige Freilassung der zuruckgehaltenen Sowjetrussen und die Rückgabe des Flugzeuges, wobei wir die japanische Regierung warnen, uns nicht zu zwingen, den Weg von Repressalien zu beschreiten." Chinesische Politiker in Moskau. Moskau, 20. Jan. (DNB.) Der Sohn Sun- jatfens, Sun - Fo , der Vorsitzende des sog. Gesetzgebenden Rates der Republik Chinä, ist am 17. Jan. inMoskau eingetroffen. Sun-Fo, der ursprünglich die Absicht hatte, vor seiner Reise nach der Sowjetunion noch eine Reihe europäischer Hauptstädte zu besuchen, ist sofort nach seiner Ankunft in Amsterdam direkt von dort nach Moskau gefahren. Sun- Fo, in dessen Begleitung sich mehrere chinesische Politiker befinden, wird hier vermutlich (ine Zeit- lang die Rolle eines außerordentlichen Botschafters spielen, ohne jedoch offiziell als Botschafter Chinas in der Sowjetunion in Erscheinung zu treten. Wie erinnerlich, ist der bisherige chinesische Botschafter in Moskau, Fu - Tschang, erst vor kurzem abberufen und durch einen Geschäftsträger ersetzt worden. Man vermutet, daß Sun-Fo bereits in nächster Zeit mit einigen hohen Sowjetfunktionären Zusammenkünfte haben wird. Die ägyptische Königshochzeit. Das Zeremoniell der Eheschließung. 1 Kairo, 20. Jan. (DNB.) Schon in den frühesten Morgenstunden des Donnerstag stauten sich in den Straßen Kairos festlich gestimmte Volksmassen in ihren Feiertagsgewändern. Der Andrang war besonders groß in der Nähe des Kubbeh-Palastes, in dem die E h e s ch l i e ß u n g stattfand. Um 10.45 Uhr versammelten sich hier die Spitzen der islamischen Geistlichkeit, der Brautvater mit seinem Zeugen, und der König mit seinem Trauzeugen, dem Königlichen Kabinettschef Ali Mäher sowie dem Oberhofmeister Sulfikar Pascha. In Abwesenheit der Braut wurde die Heiratsurkunde, die eine Spezifizierung der Morgengabe und der Mitgift enthält, verlesen. Darauf ergriff der König die Hand des Brautvaters und bejahte die Frage des Geistlichen, ob er bereit fei, dessen Tochter zu ehelichen. Nach dem Ja-Wort des Brautvaters unterschrieben der König, der Brautvater und die Zeugen die Urkunde, wodurch nach dem Gesetz des Islams die Ehe als rechtsgültig anzusehen ist. Um 11 Uhr wurde durch Fanfarenklänge und 101 Salutschüsse der Bevölkerung die vollzogene Ehe bekanntgegeben. Die Uebersiedlung der jungen Königin aus dem Elternhause in Heliopolis in den Königlichen Palast erfolgte der Ueberlieferung gemäß m aller Stille. Dem Schwiegervater des Königs wurden bei der Fahrt durch die Stadt lebhafte Kundgebungen bereitet. In den Hauptstraßen ist der Kraftwagenoer- kehr völlig unterbunden. Sie sind mit Fußgängern und Reitern überfüllt, die ihrer Anteilnahme an dem festlichen Ereignis durch Rufe und Abgabe von Freudenschüssen Ausdruck geben. Besonders stark ist der Andrang auf den öffentlichen Platzen Hier sind große Verpflegungszelte aufgestellt, m denen bereits an Zehntausende von Feiernden Frei- mahlzeiten verabreicht wurden Die Blatter heben in ihren Berichten besonders das Hochzeits gescheut des Führers an den König hervor und bringen Bilder des Mercedes-Benz-Sport- kabrioletts. Die Händler Europas werden aewarnt San Sebastian, 20. Fan. (DNB.) Der Schwager General Francos, Ramon Serrano S u - n er, Mitglied des Nationalrates der Spanischen Einheitspartei, prangert die Versuche des bolschewistischen Spaniens an, die dem spanischen Staat gehörenden Q u e ck s i l b e r m i n e n v on Almaden sowie die großen Pottasche-Vorkommen von Surisa (Provinz Barcelona) an d a s Ausland z u. v e r s ch a ch e r n Jenes Ausland, das sich zu derartigen „Geschäften" hergabe, werde eindringlich gewarnt und auf das nationalfpamsche L fiefles &W i HLoskau, 20.Jan. (DNB.) Molotow, und M Hetzende des Rates der Volkskommissare, . Lilien & »or dem Obersten Rat der Sowjetunion die Tattg- Iomi •-<««• mt: leit des Außenkommissariats kritisiert. Die in Frankreich lebenden russischen Emigran- hr nannte er „Terroristen", die trotz des Be- stch-ns freundschaftlicher Beziehungen zwischen der Soojetunion und Frankreich bis heute auf fraulichem Gebiet Zuflucht fänden und sich „os- fen vor den Augen und unter dem Schutz französier Behörden mit feindseligen, antisowjetischen Mvueu" befaßten. „Mau kann", so fuhr er fort, „iiis mit dem Asylrecht für Ausländer rechtfertigen. & rraflt sich, wem diese Anspornung aller Art Ver- ;bteiger russischer und auch nicht-russischer Abstam- lym.g dient, die sich auf französischem Gebiet mit M-etfeindlicheu terroristischen Aktionen befassen md offen ihre verbrecherischen Akte gegen Sowiet- ptrDnlidjEeiten und gegen Sowjetorgaue oorberei- len. Weshalb spornt manjn Frankreich diese Leute io sihr an und wie entspricht das dem freuudschaft- lid)(n sowjetrussisch-französischen Pakt? Mit dieser $raqe wird sich unser Volkskommissariat für aus- Diitige Angelegenheiten beschäftigen müssen. Der Rot der Volkskommissare wird dem Außen- hnmiffariat entsprechende Auwei- lur g e n geben." „ Dolotoro hat in seiner Rede neben dem Ausfall mm Frankreich auch Drohungen au die ilb reffe Japans und Maudfchukuos scheäukung des Holzverbrauches zu Breunzwecken, d Ausarbeitung des eingeschlgtzeuen Holzes usw. [ gen eine weitere Drosselung der Einfuhr von - nholz zu. Die Sägewerke und die holzverarbei- lde Industrie war außerordentlich gut beschäftigt. jp Nadelschuittholz-Preisverordnung vom 4. Sep- tenber 1937 trug der großen Verschiedenheit w Qualität und Sortimeutsaufgliederung Rechnung Uid bildete einen wichtigen Schritt zu einer poll- fownenen Marktordnung. Trotz des erhöhten Ab- fn5l^ war infolge des verstärkten Holzeinschlages di Lagerhaltung der Sägewerke und des Holzhan- des befriedigend 3n größerem Umfange sind künst- litje Trockenverfahren angeroenbet worden. Trotz der Sparmaßnahmen ist der Bedarf an Kisten- buttern nicht ganz gedeckt worden, aber für das ychr 1938 wurden Maßnahmen getroffen, um auch diisern Bedarf uachzukommeu. Die Versorgung des Marktes mit Laubruudholz war bedeutend günsti- gc als im Jahre 1936. * Mast unb B eranziehunq bfi pzentigs fjolp sprachen von J rn im Bürg«.' Sprache, in du st im Druck ff über die Ms iu ziehen habe' SW 6«* jnb KindeskiM Die internationale Rohstahl - Export- airneiwschaft hat auf ihrer Pariser Tagung iett nicht nur die Prämien für prompte Lieferun- on aufgegeben sondern auch eine allgemeine Preislenkung beschlossen. Die Preissenkung berägt für Träger 10 Goldschilling je Tonne, für Cabeifen sogar 15 Goldschilling. Auch alle übrigen Paukte würden un Preise herabgesetzt, mit Aus- lichme der PrAse für Halbzeug, die unverändert hieben. Ausgenommen von der Preissenkung sind Lieferungen nach der Levante und dem Balkan, wo- M die 'Preise nur um 5 Goldschilling ermäßigt mrben sind. Der Grund der neuesten Preispolitik ist in dem ft a r t e n Wettbewerb der der Jreg nigt angeschlossenen amerikanischen Werke zu suchen. In der amerikanischen Eisen- und Stahl- in'uftrie hat sich der Beschäftigungsgrad in der letzte Woche um zwei auf 30 v H. gehoben, aber er (i st immer noch um nicht weniger als 51 v. H. als in der entsprechenden Woche des Vor- 'v>?rN ■ 1 20.00—22.45 Martha Preise: RM. 1 20-4.00. 20.00—22.30 Die Boheme Oper v. Puccini Preise: RM. 0.80-2.50. Anschließend TANZ 365D Gießen, den 21. Januar 1938. -NORDSEE 367D praktisch! 369A Marktplatz Gießen 3640 M( Krieöerhameradstliali 1874 Gießen denken. 359° 358V Stadttheater Auf Wunsch der Entschlafenen findet die Trauerfeier in der Stille statt und sind Missionsspenden statt Blumenspenden in ihrem Sinne. Prosp.d.Chem.Lab. Schneider,Wiesbaden | Kaufgesuche"] Dreirad- Lieferwagen (Hinterlader) steuerfrel, zu kaufen gesucht. Schristl. Zlngeb. unter 0260 a. d. G eilen. Anzeig. Backfisch heiß aus der Pfanne! In tiefer Trauer: Greta Löwer, geb. Riebel Minna Heinemann, geb. Riebel Georg Löwer Franz Heinemann. Die Führerschaft. 3660 Alle die Dinge kosten nicht viel — geben Ihnen wertvolle Anregungen und bleiben der Erinnerung. der Sarg aufgebahrt war. Generalfeldmarschall von Blomberg war mit Schwester, Gattin und Kindern erschienen. Unter den Trauergästen sah man auch den Oberbefehlshaber des Heeres Generaloberst Freiherrn, v Fritsch, den Oberbefehlshabern der Kriegsmarine Generaladmiral Dr. h. c. Rae- der als Vertreter des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, der dienstlich in Berlin festgehalten war, den Staatssekretär ---Gruppenführer Körner, ferner Obergruppenführer Brückner. Nach der Feier in der Kirche, bei der der evangelische Pfarrer sprach, erfolgte unter dem Geläut der Glocken die Ueberführung zum Friedhof. Wehrmacht und Schuljugend bildeten Spalier. Am Grabe legte Obergruppenführer Brückner im Auftrage des Führers einen herrlichen Kranz nieder. Auch der Stellvertreter des Führers und die Reichsminister Dr. Goebbels, Rust, Kerrl und Funk hatten Kranze gesandt. Die Opfer der Vrandkatastrophe von St Hyazinthe. Der Brand des Knabenkonvikts vom „heiligen Herzen" in St. Hyazinthe (Kanada) hat bisher 48 Todesopfer gefordert. Außerdem liegen noch 2 5 Verletzte, teilweise mit schweren Brandwunden, im Hospital. Vier von ihnen, die aus dem vierten Stock gesprungen waren, liegen im Sterben. Unter den eisbedeckten, verkohlten Trümmern des abgebrannten Konviktes find noch die Leichen von 25 Opfern begraben. Da 30 Grad Kälte herrschen, schreiten die Bergungsarbeiten nur langsam vorwärts. 250 Gramm 30 PL gesetzte Frist bis 25. des Monats nicht. Allgemeine Ortskrankenkasse für Stadt- und Landkreis Gießen Gießen. Wir backen jeden Tag vormittags zwischen 11 und 12 Uhr nachmittags zwischen 4 und 5 Uhr Machen Sie bitte einen Versucht 357 A M-Gold auch Silbergeld kauft ständig Erich Beyer Juwelier ow Bahnhofstraßei Telefon 4041. Genehm.-Besch. 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Ludwigsvlatz zum Marktplatz die überzähl. 1 Paar Skier zur Aufbewahrung erhielt, diese sofort in einem der Sportgeschäfte abzuliefern. |363 Dl Skiklub Gießen, Zirta 2 cbm Eichen- u. Kiefern- Schnitlware 1932er Ernte, räumungshalber zu verkauf. 0250 Karl Germer Heuchelheim Bachstraße 25. Biochemie Alle biochemisch. Heilmittel nach Dr. med. Schüssler Fabrikniederlage: Fach-Drogerie BornemaiHI Bahnhofstraße 17 360A Hämorrhoiden sind h.eilbär auch b.schw. Fällen Wie die englische Admiralität mitteilt, ist der Flottenadmiral Sir Frederik Field in den Ruhe- stapd getreten. Seinen Posten wird der bisherige Kommandierende von Portsmouth, Admiral E a r l 0 f Cork and O r r e r y , übernehmen. Fielh, der während der Skagerrak-Schlacht Kommandant von „H.M.S King Georg V." war, war nad) dem -Kriege stellvertretender Chef des Flottenstabes, Kommandierender der Mittelmeerflotte und Erster Seelord der Admiralität. Der neue Flottenadmiral, der Earl of Cork and Orrery, kommandierte im Kriege „«5.M.S. Repulse". Von 1933 bis 1935 war er Kommandierender der Heimatflotte. Am Mittwochnachmittag gegen 15 Uhr ist infolge eines tragischen Unglücksfalles mein herzensguter Mann, treusorgender Vater, guter Sohn und Enkel, unser lieber Bruder, Schwiegersohn, Schwager, Onkel, Pate und Neffe Herr Heinrich Volk im fast vollendeten 28. Lebensjahr aus dem Leben geschieden. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Kätchen Volk, geb. Hofmann, und Sohn Familie Heinrich Volk X. Familie Friedr. Hofmann. Heuchelheim (Marktstraße 20), Aliendorf/Lahn, Kinzenbach, den 19. Januar 1938. Die Beerdigung findet am Samstag, 22.Jan.,nachm.21/2Uhr, vom Trauerhaus aus statt. Die Kamera im Hausgebrauch.. bringt Kurzweil, interessante Beschäftigung und vor allem: Ganz neuartige, reizvolle Bilder! Heimaufnahmen können Sie mit jeder Kamera machen, wenn Sie für günstige Lichtquellen sorgen. Da gibt es die idealen und vielseitigen Heimlampen, Vacublitz und Blitzlicht. 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Januar 1938 ohne Kosten bezahlt werden. Nach Ablauf dieser Frist erfolgt Kostenberechnung, evtl. Zwangsbeitreibung. Für die Arbeitgeber, die die Beiträge selbst nach dem wirklichen Arbeitsverdienst berechnen, gilt die Weibliche kaufm. Angestellte, zuverlässig und im Umgang mit Kundschaft gewandt und zuvorkommend, für Schalter und Büro in Dauer- und Vertrauensstellung gesucht. Angebote mit Gebalts' anspruch,handschriftlichem Lebens« laus, Zeugnisabschriften, Angabe von Referenzen und frühestem Eiw trittstermin erbeten unter 361D an den Gießener Anzeiger. | Einspaltige | werden zum ermäßigten . Grundpreis von 5 Pf. für die Kleinanzeigen MllHmeterzelle veröffentlicht! L-B.Volkstum und Heimat in Verbindung mit Gleibergverein, H.-Vg. Schiffenberg,H.-Vg. Staufenberg Samstag. 22. Januar, um 20 Uhr im Cafö Leib: Giefeener Heimatabend Der Bauersche Gesangverein, der Handharmonika-Club Nurtsch und der Volkstanzkreis des L. V. H. wirken mit Aussichte nfürSamstag: Vielfach neblig, bewölkt, leichte Niederschlagsneigung, Tagestempera, tur bei 0 Grad, schwache Winde. Aussichten für Sonntag: Meist bewölkt und etwas kühler, nicht ganz beständig. Lufttemperaturen am 20. Januar: mittags 5,0 Grad Celsius, abends 4,6 Grad: am 21. Januar: 4 1 Grad. Maximum 5,4 Grad, Minimum 3,7 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 29. Januar: abends 3,4 Grad; am 21. Januar: morgens 3,4 Grad. - — Niederschläge 1,8 mm. Wintersport-Wetterbericht. Schwarzwald, Feldberg: Bewölkt Tempera- , tur —2 Grad. Gesamtschneehöhe 80 Zentimeter, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange Stellvertreter des hauptschristleiters: Ernst » urn* schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder. Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Or. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen, leiter: Hans Peck. Verantwortlich für den J-Ha t der Anzeigen: Theodor Kümmel. D.A. XII.37. 11000. Druck und Verlag: Brühlfche Unioersttatsdruäerei R. Lange, K-G„ sämtlich in Gießen -Monatsbezugs, preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs. . preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf-, niit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. Wetterbericht. Mit dem Aufbau einer Hochdruckbrücke von der Bicaya nad) Skandinavien werden die atlantischen Störungen nach Norden abgetrennt. An der Nordseite des hochdruckrückens bleibt Westdeutschland jedoch im Bereich maritimer Luftzufuhr, so daß bewölktes Wetter vorherrschen wird. Starke Niederschläge sind nicht zu erwarten. Allgemein etwas ku^ ler, während die Tagestsmperaturen jedoch noch oberhalb der Null-Grenze liegen. > Die Unruhen an der indischen Nordwest grenze flackern wieder auf. Bei einem Vorstoß von 50 Anhängern des Fakirs von Jpl zogen die Aufständischen zum ersten Male mit „Artillerie — einem Feldgeschütz eigenen Fabrikates -7 ms Feld. ________ Aus aller Wett. Die Beisetzung von Frau v. Blomberg Eberswalde, 20. Jan. (DNB.) Unter großer Beteiligung wurde die M u 11 e r d e s R eich s- kr i e qs Ministers, Frau Emma von Blomberg, 'auf dem Waldfriedhof von Eberswalde bei- gesetzt Der Beerdigung ging eine Trauerfeier in der Sankt-Maria-Magdalenen-Kirche voraus, wo 's Wissen Sie, was am 15. Februar in Gleisen los ist...?