$ Nr. 297 Erstes Matt Dienstag, 20. Dezember 1938 188. Jahrgang Der deutsche Bauarbeiter half den Frieden sichern Vorweihnachtliche Feiern in den Baulagern Westwall A 1 9 e > füffirng. Das Straßennetz her Siedlung umfaßt insgesamt 25 Kilometer Asphaltstraßen: Wasser» und Stromleitungen sowie Kanal anlagen sind vorhanden. Da nyt schnellem Wachstum Carbonias zu rechnen ist, sind weitere Arbeitersiedlungen, eine 500 000 Bauarbeiter, 120 000 Mann Arbeitsdienst und zahlreiche Truppenteile seien dabei beschäftigt gewesen. Die Arbeitskameraden in den Kiesgruben, den Zement- und Stahlwerken und all die, die für den Nachschub gesorgt hätten, hätten ebenfalls daran mitgewirkt. Denn das deutsche Volk, das in diesem Jahr auf 80 Millionen Menschen angewachsen sei, seine Weihnacht besonders friedlich und sicher feiern könne, so habe der deutsche Bauarbeiter seinen ganz besonderen Anteil dazu beigetragen. Weihnachten sei das Fest des Friedens, und dieser fei durch die geniale Politik des Führers, durch die Einsatzbereitschaft der Wehrmacht und durch die erfolgreiche Arbeit der deutschen Bauarbeiter erhalten worden. Die deutschen Bauarbeiter wünschten dem Führer Erhaltung feiner Gesundheit und seiner Arbeitskraft, sie wünschten ihm 15% Millionen am „Tag der nationalen Solidarität^. Berlin, 19, Dez. (DBB.) Nachdem aus sämtlichen Gauen nunmehr die endgültigen Abrechnungen vorliegen, hat sich das Ergebnis der Winterhilfsfammlung am „Tag der nationalen Solidarität" noch um etwa eine halbe Million erhöht. Die vorläufige Zählung vom Sonntag, 4. Dezember, ergab did Summe von 15 060 335,40 Reichsmark. Durch nachträgliche Meldungen der Gaue ist diese Summe nunmehr auf 15541833,9 4 Reichsmark angewachsen. Damit ergibt sich eine Steigerung des Ergebnisses im 2HU reich um 80 v. h. im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Gaue der Ostmark sind an der Steigerung des Ergebnisses durch verspätet eingegangene Meldungen in erfreulichem Ausmaß beteiligt. - Saarland und Ostmark. vollen Erfolg im neuen Jahr und von Herzen frohe Weihnacht. Die Feierstunde schloß nach einem gemeinsamen Bekenntnis zum Führer mit dem Gesang der nationalen Lieder. Es folgte ein Kameradschaftsabend, in dessen Verlauf sich Dr. Ley noch in einige Ge-- meinschaftslager außerhalb von Pirmasens begab, um deren Arbeiter noch besonders zu begrüßen. Ein Westmärker war eigens ins Salzburgsr ßo« ger gekommen, um mit Dankesworten eine etwa ein Meter hohe Holzplastik, einen mächtigen Adler darstellend, zu übergeben. Als dieses Werk eines saarpfälzischen Arbeiters überreicht wurde, erklärte Dr. Todt, der Dank gebühre den Arbeitern, die dem Rufe des Führers getreulich folgend die Heimat ge. schützt hätten. Bei Musik- und Gesangsdarbietungen plauderte Dr. Todt noch lange mit den Arbeitern. Es war eine erhebende Weihnachtsfeier, die hier in engster Volksgemeinschaft die Arbeiter mit ihren Betriebsführern, Ingenieuren sowie den Männern aus Partei und Staat zusammenschloß. ?r r. Pirmasens, 19. Dez. (DNB.) In allen deutschen Gemeinschaftslagern fand Montag abend eine vorweihnachtliche Feier statt. Noch einmal kamen hunderttausende, die an den Wehrmachtsbauten im Westen, an den Reichsautobahnen, an den Hermann-Göring-Werken und an den vielen anderen Bauten des Dritten Reiches schaffen, bei Abschluß der Arbeitsperiode zusammen. Die Sendewelle des deutschen Rundfunks vermittelte all den Feiernden die Feier. Die Feierstunde nahm ihren Anfang mit der Uebertragung aus Pirmasens, wo im weihnachtlich geschmückten Volksgartensaal die Männer vom Westwall an langen weiß gedeckten Tafeln saßen, auf denen die blauen Kerzen des VDA. flammten, an der Seite der Ehrengäste aus Partei, Wehrmacht und Wirtschaft. Mitten unter Annahme von Anzel-ea für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für l mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von70mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.25°/<» mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- n. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B und traditionalistischen Gruppen aufgegangen sind. Jose Antonio Primo de Rivera wurde vor zwei Jahren nach seiner Gefangennahme durch ein republikanisches Gericht zum Tode verurteilt und in Alicante erschossen. Sein Märtyrertod hat die verschiedenen Gruppen im Lager Francos zusammengeschweißt und damit dem Gedanken zum Siege ver- holfen, daß das neue Spanien nur aus den persönlichen Opfern eines jeden einzelnen entstehen könne. Nach deutschem und italienischem Vorbild sind auf spanische Verhältnisse zuaeschnittene ähnliche soziale Einrichtungen durch die Falange geschaffen worden. Man kennt ein Hilfswerk für Mutter und Kind, ebenso wie den Eintopf sonntag. Dazu kommt allwöchentlich einmal der „Tag ohne Dessert". Das „«Zbziale Hilfswerk" bemüht sich um die Lösung all der Fragen, die in Deutschland von der NSV. bearbeitet werden, damit jeder Spanier nach dem Willen Francos für die Zukunft „Wohnung, Licht und Nahrung" hat. Durch den Krieg wurde eine Reihe besonderer sozialer Fragen aufgeworfen, z. B. die der Flüchtlingsfamilien aus rotspanischen Gebieten, die der Betreuung der zahlreichen verwaisten Kinder, deren Eltern zu Beginn des Krieges den Serienmorden des roten Mob erlagen, die der Versorgung der Kriegskrüppel und Verwundeten, der Nahrungsmittelbeschaffung für die neueroberten Gebiete und viele andere mehr. Die Durchführung dieser vielfältigen Aufgaben wäre kaum möglich, wenn nicht die sechsmonatige Dien st pflicht für Mädchen und kinderlose Frauen eingeführt worden wäre. An drei Tagen in der Woche haben die Frauen bei der Herstellung von Uniformen und Verbandstoffen, Betreuung von Kindern und Verwundeten usw. unentgeltlich Arbeit zu leisten. Bei der Heranziehung zur Dienstpflicht wird vom Staate kein Zwang ausgeübt. Aber der Geist und die Organisation der Falange ist heute bereits so stark, daß sich niemand ihr entziehen kann. AS. Rom, 19. Dezember. Mit der Einweihung der ,Kohlenstädt" Carbonia im Südwesten der Insel Sardinien durch Mussolini ist ein neuer wichtiger Abschnitt des italienischen Autarkieplanes zurückgelegt. Wie das Kohlenbecken der Halbinsel Istrien durch die Gründung der Stadt A rs i a am 4. Dezember 1937 einen Mittelpunkt erhalten hat, so jetzt das sardinische Kohlenrevier durch die Erbauung von Carbonia. Die von Mussolini geschaffene halbstaatliche „Azienda Carboni Jtaliani" hat in kurzer Zeit ein so gewaltiges Programm verwirklicht, daß Mussolini um Oktober erklären konnte, „Italien habe von jetzt ab seine Kohle". Carbonia, das etwa acht Kilometer von der Küste entfernt auf einer Hochebene liegt, ist i n knapp fünfzehn Monaten aus dem Erdboden gestampft worden. Große Schwierigkeiten waren zu überwinden; zunächst mußte ein energischer Kampf gegen die Malaria geführt werden, neue Verkehrsmöglichkeiten mußten geschaffen werden, da die vorhandenen zur Heranschaffang der erforderlichen Baumaterialien völlig unzulänglich waren. Dennoch konnte sich am Sonntag Mussolini davon überzeugen, daß bereits der größte Teil der Stadt fertiggestellt ist. Auf dem Rücken eines kleinen Hügels erheben sich, um einen weiten Platz gruppiert, die wichtigsten öffentlichen Bauten, der Littoria-Turm (Parteige- bäude), das Rathaus, das Haus des „Dopolavoro", ein 800 Sitzplätze enthaltendes Lichtspiel, und Theatergebäude, die Post, ein Kaffeehaus, eine Schule, alles überragt von dem 45 Meter hohen, aus rotem Trachit errichteten Campanile der Kirche. Ringsherum liegen die Wohnviertel. Für die unverheirateten Bergarbeiter find zehn G e - m e i n s ch a f t s h ä u s e r gebaut worden, in denen zunächst 1500 Arbeiter Unterkunft finden. Weitere solcher Häuser sind geplant. Für die Arbeiter mit Familie stehen bereits 225 Häuser zur Verfügung, die 900 Familien auf nehmen können. Um die Eintönigkeit zu vermeiden, sind für diese Häuser sieben verschiedene Typen gewählt worden. Jeder Familie steht ein kleiner ©arten zur Per- „Italien hat seine Kohlen." Carbonia, die Kehlenstadt Sardiniens. (Eigener Äericht des Gießener Anzeigers) Die größte Aufmerksamkeit hat man auf nationab spanischer Seite der Entwicklung der Jndu« st r i e zugewandt. Zu Beainn des Krieges waren den Nationalen in der Hauptsache landwirtschaflliche biete zugefallen, mährend in den Industriegebieten die. von den marxistischen Behörden rasch bewaffnete Arbeiterschaft das zahlenmäßig weit unterlegene Militär rasch erdrückte. Mit der Eroberung Asturiens und Bilbaos kam die spanische Schwerindustrie in die Hand Francos. Sie ist heute unter Verwendung rotspanischer Kriegsgefangneer, die im Übrigen den gleichen Lohn wie die anderen Arbeiter erhalten und sich einer größeren persönlichen Bewegungsfreiheit erfreuen, als dies normalerweise bei Kriegsgefangenen der Fall zu fein pflegt, wieder so weit aufgebaut, daß der überwiegende Teil des Kriegsmaterials in National fpanien selb st her- g e st e l l t werden kann, während den Republikanern zwar nicht die verarbeitenden Industrien, wohl aber die Grundstoffe Kohle und Eisen fehlen. Die Ernährungslage war in Nationalspanien von Anfang an nicht nur gesichert, man hatte sogar bet dem Fortfall der bisherigen innerspanischen Absak« gebiete z. B. der Jndustrieprovinz Katalonien nicht unerhebliche, zum Export verwandte Ueberschüsse. aus deren Erlösen man wiederum. Kriegsmaterial kaufen konnte. Auch den Republikanern waren große landwirtschaftliche Exportgebiete in die Hand gefallen. Aber hier, in den reichen Gebieten der Ost- und Südostküste Spaniens, wurde bisher ausschließlich Gemüse, Obst und Wein angebaut, so daß man sich genötigt sah, Getreide und Fleisch aus dem Auslande einzuführen. Diese Lebensmittelversorgung des republikanischen Teiles Spaniens zu unterbinden, hatte Franco bisher kein Recht. Nach der Zuerkennung des Charakters eines Kriegsführenden vermöchte Franco durch die Blockade den Lebensnerv feiner Gegner zu treffen. Erscheint lüglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Giezener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monatr-Vezugrpreir: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte # 1.80 Zustellgebühr. . „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Sieben Postscheckkonto: Kronisvrt am Main 11688 Das Spanien von morgen Eigener Bericht des Gießener Anzeigers Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrirhlsche Unioerfilättdruckerei R. Lange In Stehen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulftrahe 7 dalusien, wo bisher Elendslöhne gezahlt wurden, hat eine Erhöhung um 100 v. H. stattgefunden. In manchen Zweigen der Metallindustrie Nordspaniens liegen die Löhne, an der Kaufkraft gemessen, höher als die in Paris für entsprechende Facharbeiter gezahlten. Ebenso wie die Lohnfrage ist von der nationalspanischen Regierung die Wohnungsfrage für die handarbeitenden Schichten energisch in Angriff genommen worden. Natürlich wird eine das ganze Land erfassende Planung durch die Erfordernisse des Krieges gegenwärtig noch auf das Schwerste gehemmt. An einzelnen Stellen sind jedoch bereits beträchtliche Erfolge aufzuweisen. So vor allen Dingen in Saragossa und Sevilla. In dem früher wegen seiner revolutionären Gesinnung bekannten Sevilla hat General Dueipo de Llano die elendesten Wohnvierteln abreißen lassen und an deren Stelle 1100 kleine Arbeiterhäuser gesetzt, die aus 5 bis 7 Zimmern bestehen und zur Unterbringung besonders kinderreicher Familien dienen. Trägerin der neuen Gesinnung, die alles dieses erreicht hat, ist die spanische Falange, die an die Stelle des bisherigen, von tiefen sozialen und politischen Gegensätzen zerrissenen Staates einen wahren Volksstaat setzen will, der sich aus einem gesunden und sich ergänzenden Arbeiter-, Bauern- und Bürgertum aufbaut. Die Falange, die von dem Sohn des ehemaligen spanischen Diktators Primo de Rivera, Jose Antonio Primo de Rivera, gegründet wurde, ist heute zur Einheitspartei Nationalspaniens geworden, in der alle übrigen konservativen, monarchistischen, carlistischen Dr. W. iß a r i 3, Dezember 1938. Mit dem Besuch der englischen Minister in Paris ist das spanische Problem, das während der vergangenen Monate der tschecho-slowacischen Krise m den Hintergrund der europäischen Bühne gedrängt worden war, wieder in das volle Rampenlicht gerückt. Die völkerrechtlich wichtige Zuerkennung der Rechte Kriegführender an die beiden Parteien in Spanien stehen zur Aussprache. Mit der Anerkennung als kriegführende Macht würde Franco das Recht erhalten, die rotspanischen Küsten zu blockieren. Das würde zu einem schnellen Ende der blutigen Kämpfe führen, die feit über zwei Jahren Spanien verheeren. Innerhalb einflußreicher politischer Kreise in Frankreich und England besteht j allerdings die Ansicht, daß der spanische Bürgerkrieg niemals ein Ende nehme, und daß beide Parteien langsam ausbluten würden, wenn man ihm nicht von außen her durch einen Schiedsspruch der Großmächte ein Ende setzen würde. Das Ergebnis der Kampfhandlungen der letzten Wochen hat diesen Kreisen, die durch einen Schiedsspruch mehr oder weniger offen den Roten helfen wollen, Unrecht gegeben. Die Angriffskraft der Nationalen ist nicht gebrochen. Sie haben- das Gesetz des Handelns seit Beginn des Bürgerkrieges immer fest in der Hand behalten. Wo die Roten durch einen Überraschenden Vorstoß Teilerfolge davongetragen haben, da mußten sie diese gegenüber den nationalen Gegenangriffen wieder preisgeben. Das war b e i Teruel und im Ebrobogen der Fall. Diejenigen, die sich nur von rein strategischen Erwägungen leiten lassen, haben es vielfach nicht verstanden, weshalb Franco in den Wintermonaten dieses Jahres alle anderen und größeren Erfolg versprechenden Offensivpläne zurückschob, um in den harten Winterschlachten von Januar,unb Februar das verlorengegangene Teruel wiederzunehmen, und im Spätherbst den Vormarsch nach Valencia einstellte, um die katalanischen Milizen wieder über den Ebro zurückzuwerfen. Man übersieht dabei, daß die Wiedereroberung der Stadt Teruel und des Ebrobogens für die Nationalen nicht so sehr von militärischer ihnen weilte Reichsleiter Dr. Ley. Nach Fanfarenklängen des Musikkorps des Zweibrücker Infanterieregiments und Gesang der Werkscharen sprach Generalmajor Speich, der Inspekteur der Westfrontbefestigungen. Als der Führer die Weisung zur Errichtung der Westbefestigungen gegeben habe, habe sich die Nation auf eine gewaltige Kraftanstrengung eingestellt. Heere von Arbeitskräften aller Art, hunderte von Arbeitsdienstabteilungen, Pionierbataillone, Regimenter aller Waffen hätten im Verein mit der Reichsbahn und tausenden von Lastkraftwagen Tag und Nacht und an den Sonntagen sogar Schulter an Schulter an dem großen Werk geschaffen. Viele hunderte Kilometer entlang der deutschen Westgrenze und kilometerweit in die Tiefe gingen heute die Befestigungen. So sei dieses größte Gemeinschaftswerk des Arbeiters, des Bauern, der fein Land habe opfern müssen, und des Soldaten entstanden, das zusammen mit der neuen starken deutschen Wehrmacht jeden Einbruchsversuch schon in den Anfängen scheitern lassen würde. Dr. Ley betonte, daß das alles, was heute so groß und schön fei, mühsam erkämpft wurde. Die Kameraden des Westgaues, des Grenzwalles des Reiches, feien ein lebendiges Beispiel dafür, was Einsatz und Opfer bedeuten. haus und Herd, Frau und Kind, lieb gewordene Arbeit hätten sie über Rächt verlassen müssen und bei anstrengender Arbeit einen Krieg gewonnen, einen Krieg verhindert und nicht nur dem deutschen Volke, sondern der ganzen Welt den Frieden erhalten. Jetzt gelte es, deutsche Weihnacht zu feiern, Weihnacht der Kraft und Fröhlichkeit, Weihnacht der Lebensfreude. So bringe er jetzt den Arbeitern den Gruß des Führers, den Gruß des Parteigenossen Heß und des Feldmarschalls Göring. Sie und alle deutschbewußten Männer und Frauen dankten für den Einsatz. Der Führer weile heute im Geiste und mit feiner Liebe und mit feiner Sorge unter den Feiernden. Bei ihm fühlt sich das deutsche Volk geborgen. Die Arbeiter stimmten mit höchster Begeisterung in den Gruß an den Führer ein. Vom Rundfunk übertragen erklangen nun die Gelöbnisworte der zur Parole aufgerufenen Hüter der Ostmark. Es meldete sich das Reichsautobahnlager Plain bei Salzburg. Ein ostmärki- fcher Bauarbeiter knüpfte an das Führerwort an „Ich glaube an mein Volk, ich glaube an fein Recht und trete ein für dieses Recht." Generalinspektor Dr. Todt verwies dann darauf, daß die große Familie der deutschen Bauarbeiter seit drei Jahren diese Feierstunde begehe. Vor vier Tagen sei der 3000. Kilometer dem Verkehr übergeben worden. Die bedeutendste Leistung dieses Jahres fei aber die Grenzbefestigung. 400 000 bis > als von überragender psychologischer Bedeutung war. Franco will die Gewißheit in die Herzen aller Spanier pflanzen, daß ein einmal von den Äationglen erobertes Gebiet auch immer in der Hand der Nationalen bleibt. Diese Gewißheit ist in gleicher Weise geeignet, die Kampfmoral seiner eigenen Truppen zu heben wie die der gegnerischen noch weiter zu schwächen. Das Entgleiten eines jeden Erfolges muß auf die Dauer den roten Widerstand um so eher zermürben, als die republikanischen Truppen auch heute noch, nach zwei Jahren Krieg, eine unbedingte Ueberlegenheit der Nationalen spüren: in der Truppenführung und in der Fliegerei. Die militärischen Entscheidungen stehen heute im Vordergründe und ziehen die Blicke der ganzen Welt auf sich, währenddessen reifen im Hinterlande die Entscheidungen heran, die eines Tages von nicht geringerer Wichtigkeit fein werden und die das Gesicht des Spanien von morgen bestimmen. An der äußeren Front des Bürgerkrieges kämpft Gene- r a l Franco gegen den bewaffneten Bolschewismus, der sich Spaniens bemächtigen will, um aus ihm einen weiteren Herd für die Weltrevolution zu machen, ander inneren Front kämpft der „Caudillo", der Führer des neuen Spaniens, gegen die alten Mächte des Liberalismus pat iotifcher Prägung, der Reaktion und auch, trotz aller Frömmigkeit als katholischer Christ, gegen die katholische Kirche insoweit, als sie sich zur Trägerin der Reaktion gemacht hat. Als im Jahre 1936 der rechtsgerichtete Abgeordnete und Führer des nationalen Spaniens Calvo Sotelo in Madrid von marxistischen Polizisten verhaftet und ermordet wurde, löste dies nicht nur den Abwehrkampf der nationalen Führer aus, die sich nicht in einer einzigen, von Moskauer Kommissaren vorbereiteten Bartholomäusnacht abschlachten lassen wollten: die Schüsse von Madrid riefen zugleich eine seelische Revolution hervor, die heute große Teile des spanischen Volkes erfaßt hat und in deren Schmelzfeuer sich die Formen des Spanien von morgen zu bilden beginnen. Spanien, das Land der starken sozialen Gegensätze, ist im Begriff, sich in ein Land der Volksgemeinschaft zu verwandeln. General Franco ist willens, der sozialen Ungerechtigkeit ein Ende zu machen. Er hat bei verschiedenen Gelegenheiten feierlich erklärt, daß er entschlossen fei, das unter menschenunwürdigen Verhältnissen lebende fianbarbeitertum auf den riesigen Latifundien in ein besitzendes und gesundes Kleinbauerntum zu verwandeln. Kleinbauern- und Bürgersöhne waren es auch zunächst, die als Freiwillige unter die Fahnen eilten, als der bisherige oberste Befehlshaber der Truppen in Marokko und der ehemalige Generalftabschef des spanischen Heeres, Franco, zum Freiheitskampf rief. Aber nicht nur das proletarifierte ßanbarbeiter» tum soll wieder bobenftänbig gemacht werben, auch das inbuftrielle Arbeitertum will ber spanische Generalissimus für den neuen Staat gewinnen. Er hat bie Versicherung abgegeben, daß die spanische Arbeiterschaft auf feine der Stellungen in Zukunft zu verzichten brauche, die sie sich im Kampfe gegen den Kapitalismus mühsam errungen habe. Im Gegenteil, die nationalspanische Regierung hat die Ansicht, die Sozial- und Arbeitsgesetzgebung noch weiter zu entwickeln und auszubauen. Der Führer der französischen Volkspartei, Jacques Dor io t, hat vor einigen Wochen eine Reife durch Nationalfpa- nien gemacht und später in einer Massenversammlung feiner Anhänger erklärt, daß sich die Arbeitslöhne in Nationalspanien trotz des Krieges nicht nur nicht vermindert, sondern erhöht hätten. In Anzweite Schule, ein Krankenhaus, ein Waisenhaus ufa). im Bau. Alle Bauten werden hn neufafchi« stischeu Stil aufgefühvt. Die Insel Sardinien ist dreimal so groß als das unmittelbar benachbarte und jetzt viel genannte Korsika: Mit 24 000 Quadratkilometern bat die Insel einen Flächenraum, der dem von Sachsen und Thüringen zusammen entspricht. Im Altertum zogen Zink, Blei, Eisen, Silber und Kupfer erst die Phönizier und Carthager, dann Griechen und Römer nach der Insel. Später geriet sie aber in Vergessenheit und daran änderte sich auch nicht zuviel, als sich vom Jahre 1720 an dte Herzöge von Savoyen und Fürsten von Piemont nach der Insel „Könige von Sardinen" nannten. Erst das faschistische Italien geht mit modernsten Methoden an die neue Erschließung der natürlichen Reichtümer der Insel und hat neben dem Erzbergbau insbesondere — ebenso wie der früheren österreichischen Halbinsel Istrien — den Kohlenbergbau mit Erfolg ausgenommen. Neue Schissahrtslinien und auch Flugverbindungen bringen die Insel dem italienischen Festland näher. Ihre strategische Bedeutung, einmal aus der Linie Italien — Spanien und dann als Abwehrstellung gegenüber der mächtigen französischen Angrisfs- basis Toulon — Korsika — Nordafrika, ist auch bei einem ganz flüchtigen Blick auf die Karte unverkennbar. Oer Besuch Or. Schachts in London. Irrige Vermutungen der Auslandspresse. Berlin, 19. Dez. (DNB.) Reichsbankpräsident Dr. Schacht ist von einem privaten dreitägigen Besuch bei dem Gouverneur der Bank von England aus London zurückgekehrt. Der Besuch war zwischen den beiden Bankleitern vereinbart worden, weil es dem Gouverneur der Bank von England infolge körperlicher Indisposition während einer Reihe von Monaten nicht möglich gewesen war, zu den regelmäßigen monatlichen Zusammenkünften bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel zu erscheinen. Der nunmehrige Besuch gab Gelegenheit, eine Reihe von Dingen zu besprechen, die sich aus dem regelmäßigen dienstlichen und geschäftlichen Verkehr der beiden Institute ergeben. Bei diesem Besuch hat der Reichsbankpräsident Gelegenheit gehabt, eine Reihe von führenden Herren der City und des öffentlichen Lebens zu sehen, wobei natürlich auch allgemeine wirtschaftliche Fragen berührt worden sind. Die in der ausländischen Presse erschienenen Berichte über angebliche Vorschläge, Pläne usw., die Dr. Schacht entwickelt haben soll, sind reine Vermutungen, da Dr. Schacht es vermieden hat, irgendeinen Pressevertreter zu sehen oder Mitteilungen an die Presse zu geben. Insbesondere ist jede Vermutung, als ob Dr. Schacht über irgendwelche Kredite gesprochen hätte, irrig. Richtig ist, daß Dr. Schacht gewisse Gedankengänge entwickelt hat, wie man unter Mithilfe der Reichsregierung die Auswanderung der Juden aus Deutschland erleichtern könne, ohne daß jedoch hierüber irgendwelche definitiven Absprachen zu- standegekommen sind. Es ist lediglich vorbereitet, daß die Leitung des bekannten E v i a n - K o m i - tees demnächst mit den zuständigen deutschen Stellen weiterberät. Das Zeughausmuseum in Magdeburg. Reichsminister Seldte weiht die alte Nikolaikirche als Frontkämpfer-Ehrenmal. Magdeburg, 19. Dez. (DNB.) In Anwesenheit des Reichsführers hl Himmler, als Vertreter des Führers, des Reichsministers Dr. Dor p- müller und des Reichsstatthalters Gauleiter Jordan wurde von Reichsarbeitsminister Seldte die AlteNikolaikirche in Magdeburg als Zeughausmuseum und als Erinnerungsmal an die im Weltkrieg und insbesondere auch an die im Kampf um die nationale Freiheit Gefallenen des ehemaligen Sahlhelm, Bund der Frontsoldaten, geweiht. Zahlreiche Vertreter von Partei, Staat und Wehrmacht wohnten der Feier bei. Reichsminister Seldte sagte, in der Geschichte der wiederhergestellten Alten Nikolaikirche spiegele sich Glück und Not der Stadt wider. Nun endlich Frankreichs und Englands außenpolitische Linie Vertrauensvotum für Chamberlain im Unterhaus Sonnet unterstreicht die stanko-britische Entente. E. F. Paris, 19. Dezember. In der Kammer hielt Außenminister Bonnet anläßlich der Beratungen über den Haushalt des Außenministers eine Rede über die französische Außenpolitik. Die wesentlichen Punkte der Rede stimmten mit. den Erklärungen uberem, die der Minister vor einigen Tagen vor den Außenpolitl- schen Ausschüssen von Kammer und Senat abgegeben hatte. Das Haus war nur schwach besetzt. Der Rechtsabgeordnete Taittinger forderte mit großem Nachdruck, daß auch Frankreich, wie es England bereits getan habe, einen diplomatischen Vertreter nach Burgos entsende. Dabei verwies der Abgeordnete auf das von dem sozialistischen belgischen Ministerpräsidenten Spaak gegebene Beispiel. Nur Sowjetrußland, Finnland und Frankreich seien in Burgos nicht vertreten, obwohl Frankreich sehr große wirtschaftliche Interessen in Nationalspanien habe. Frankreich müsse z. B. große Aufwendungen machen, um den von ihm für seine Rüstungsindustrie benötigten Schwefelkies auf Umwegen aus Nationalspanien zu beziehen. Außenminister Bonnet ging dann auf das Verhältnis zwischen Frankreich und England ein. Die Grundlage der diplomatischen Aktionen Frankreichs bleibe die englisch-französische Entente. Wenn eines der beiden Länder angegriffen werden sollte, würde die andere Nation sofort zu Hilf^ kommen. Der Außenminister wiederholte die von dem damaligen Außenminister Delbos abgegebene Erklärung: „Wenn Großbritannien das Opfer eines nicht provozierten Angriffes werden sollte, dann würde Frankreich ihm sofort mit allen seinen Land-, See- und Luftstreitkräften zu Hilfe kommen." Der Mizug auf Spanien die Erklärung, die englische Regierung sei nicht bereit, so lange fremde Soldaten auf spanischem Boden stünden, die Rechte Kriegführender an Nationalspanien zu gewähren, es sei denn gemäß dem im Nichteinmischungsausschuß ausgearbeiteten Plan. Chamberlain unterstrich noch einmal den besonders herzlichen Charakter des Verhältnisses zwischen England und Frankreich und begrüßte dabei insbesondere die Bekräftigung, die Außenminister Bonnet am Mittwoch vergangener Woche der Delbos-Erklärung vom 4.12. 36 habe zuteil werden lassen. Mit Bezug auf die Lage im Fernen Osten erklärte Chamberlain, die Regierung verteidige die englischen Rechte im Rahmen des Möglichen. Sie sei nicht bereit, einer der beiden kämpfenden Mächte die normalen Bezie- bungen zu verweigern, werde jedoch, ähnlich wie Amerika, englische Ausfuhren nach China erleichtern. Zum Schluß erklärte der Ministerpräsident nister verwies dann auf seine eigene, kürzlich abgegebene Erklärung, wonach die Beziehungen zwischen Frankreich und England so enger Natur seien, daß sie den Rahmen einer juristischen Verpflichtung überschritten. Die vom Führer und Chamberlain in München unterzeichnete Erklärung habe ihre natürliche Fortsetzung in dem in Paris zwischen Reichsaußenminister von Ribbentrop und ihm selbst unterzeichneten Abkommen gefunden. Bonnet rekapitulierte den Inhalt der deutsch-französischen Erklärung, um schließlich zum Ausdruck zu bringen, in welch hohem Maße der europäische Friede von Frankreich und Deutschland und ihrem Verhältnis zueinander abhängt. In beiden Ländern sei ein gleicher guter Wille vorhanden. Allerdings könne man nicht sagen, daß alle Probleme bereits geregelt seien, die die politische Zukunft noch bringen könne. Dann beschäftigte sich Bonnet mit dem Verhältnis Frankreichs zu I t a l i e n. Er unterstrich dabei den guten Willen Frankreichs gegenüber Italien zur Entspannung und harmonischen Ausgestaltung der Beziehungen, betonte aber nachdrücklich den Willen Frankreichs, keinen Fußbreit feines Bodens abzutreten. Hierauf wandte sich der Außenminister der spanischen Frage zu. Frankreich bleibe seinen Verpflichtungen aus dem Londoner Nichteinmischungs-Ausschuß treu. Es wünsche das baldige Ende des spanischen Bürgerkrieges und sei überzeugt, dieses Ende könnte erheblich beschleunigt werden, wenn alle Völker die Spanier unter sich lassen würden. — Abschließend beteuerte Bonnet mit Nachdruck die Friedensliebe Frankreichs, in der man aber kein Zeichen von Verzicht oder Schwäche sehen dürfe. (Beifall auf der Rechten und in der Mitte.) — Der Haushalt des Außenministeriums wurde hierauf ohne Abstimmung angenommen. Die Abänderungsanträge waren schon vorher zurückgezogen worden. mit großem Nachdruck, es sei seine Ueberzeugung, daß die Außenpolitik der Regierung während der letzten 18 Monate von Anfang bis zum Ende richtig gewesen fei. Ob sie ihr Ziel erreichen werde, hänge nicht allein von England ab. Aber selbst wenn sie scheitern sollte, sei er der Ueber- zeugung, daß es richtig gewesen sei, sie zu versuchen, weil die einzige Alternative ein Krieg gewesen sei. Dafür aber würde er die furchtbare Verantwortung nicht auf seine Schultern nehmen, wenn er nicht durch den Wahnsinn anderer dazu gezwungen würde. Die Rede Chamberlains wurde auf den Bänken der Regierungsparteien mit sehr starkem und anhaltendem Beifall ausgenommen. Auf die Rede Chamberlains antwortete der oppo- fitionsliberale Parteiführer Sinclair. Als einzige positive Stelle in der Rede Chamberlains hob er die Bemerkung des Ministerpräsidenten hervor, wonach England gewillt fei, China auf wirtschaftlichem bzw. finanziellen Gebiet zu unterstützen. Im übrigen behauptete auch er, seit 18 Monaten sei unter der Führung Chamberlains England einem Abgrund nähergeglitten. Zurückzuführen sei dies auf das Fallenlassen der Genfer Ideale. Sinclair abs. London, 19. Dezember. Im englischen Unterhaus begründete der Labour-Abg. Dalton einen Mißtrauensantrag der Opposition zur Außenpolitik Chamberlains. Daltons Ausführungen gipfelten in der Behauptung, als die gegenwärtige Regierung ans Ruder gekommen fei, habe sie ein friedenssicheres England vorgefunden. Heute könne man das nicht mehr behaupten. Der Mißtrauensantrag gegen die Regierung sei aus diesem Grunde auch ein Mißtrauensantrag gegen Chamberlain persönlich. England stehe heute der größten Gefahr seit dem Weltkriege gegenüber. — Das Münchener Abkommen wurde von Dalton aufs schärfste verurteilt. Der Redner beschäftigte sich auch mit der Lage im Fernen Osten und betonte, die Entwicklungen auf der ganzen Welt seien Überaus beunruhigend. Die Regierung tue gar nichts. Die klare und bedingungslose Formulierung des Mißtrauensantrags machte der Regierung die Aufgabe verhältnismäßig einfach, weil die Kritiker der Regierung aus dem Lager der Regierungspartei gezwungen wurden, sich wohl ober Übel hinter die Regierung zu stellen. Ministerpräsident Chamberlain selber ergriff nach dem Oppositionsabgeordneten Dalton das Wort zu einer Rede, die in besonders scharfer Weise die Argumente des Vorredners zurückwies und mehrfach zu stürmischen Kundgebungen und Zwischenrufen auf den Bänken der Opposition führte. Dadurch war der Ministerpräsident minutenlang am Weiterreden verhindert und mußte schließlich die Opposition zur Bewahrung ihrer Selbstbeherrschung auffordern. Hervorzuheben aus der Rede Chamberlains sind die Punkte, in denen er das Verhältnis Englands zu den wichtigsten europäischen Staaten auseinanderfetzte. Er erklärte, das Verhältnis zu Deutschland mochte er im Sinne der Münchener Erklärung fortgesetzt sehen. In England gebe es weder einen Geist der Rachsucht, noch den Wunsch, die Entwicklung Deutschlands mit seiner ungeheuren nationalen Lebenskraft zu behindern. „Im Gegenteil", so fuhr der Ministerpräsident fort, „wir sind der festen Ueberzeugung, daß, wenn nicht dieses starke und männliche Volk veranlaßt werden kann, in Teilhaberschaft mit anderen das allgemeine Los zu verbeffern, es in Europa weder Frieden, noch Fortschnitt in den Dingen, die das Leben lebenswert machen, geben kann." Er glaube nicht nur die eigenen Gefühle Englands, sondern die vieler anderer Länder in der ganzen Welt auszu- drücken, die von England erwarteten, sie aus ihren Schwierigkeiten zu führen, wenn er sage, daß in England der feste und dauernde Wunsch bestehe, daß die Völker Englands und Deutschlands gemeinsam mit den anderen Völkern der europäischen Familie den Weg finden sollten, um an der B e - seitigung der Kriegsdrohung zusammenzuarbeiten. Chamberlain gab der Erwartung Ausdruck, ein Zeichen dafür zu erhalten, daß dieser Friedenswille auch von Deutschland geteilt werde. Er sei entschlossen, mit seiner Politik fortzufahren, und sei überzeugt, die Unterstützung der Mehrheit des Volkes hinter sich zu haben. Wenn diese Politik, nachdem sie die größte Aussicht zum Gelingen gehabt habe, dennoch scheitern sollte, würde er selber als erster seine Zustimmung dazu geben, etwas anderes an ihre Stelle zu setzen. Zu seinem römischen Besuch nehme er keine feste Tagesordnung mit und erwarte auch nicht, irgendein Abkommen von dort zurückzubringen. Chamberlain wiederholte im übrigen mit Be- billigte den englischen Wunsch nach einer weitgehen, den Zusammenarbeit mit Deutschland. Man sei bereit, jeden Preis für die deutsche Freundschaft zu bezahlen, vorausgesetzt, daß diese Freundschaft im Einklang stehe mit dem Gesetz der Ordnung und der europäischen Freiheit. Man wolle nicht Deutschlands Entwicklungsdrang behindern, wenn dies nicht auf Kosten anderer europäischer Staaten und auf Kosten der demokratischen Freiheit geschehe. Lloyd George verurteilte dann die „schwache und unentschlossene Haltung" der Regierung gegenüber den fernöstlichen Fragen. Lloyd George sprach sich weiter gegen die Fortsetzung der Verhandlungen mit den autoritären Staaten und gegen den Plan des Besuches in Rom aus. Schatzkanzler Sir John Simon antwortete Lord George, wenn dieser der Ansicht huldige, daß die Abtretung des Sudetengebietes an Deutschland falsch gewesen fei, so sei darauf zu erwidern, daß Lord Runciman schon vor der Münchener Konferenz der Regierung mitgeteilt habe, die deutschen Grenzbezirke müßten sofort von der Tschecho- Slowakei an Deutschland abgetreten werden. Durch das Münchener Abkommen sei ein Gebiet, das niemals der Tschecho-Slowakei hätte übertragen werden dürfen, abgetreten worden an ein Land, das engere völkische Beziehungen zu diesem Gebiet habe als die Tschechen überhaupt jemals hätten haben können. Durch das Münchener Abkommen fei ein Irrtum der Friedensverträge berichtigt worden. Nachdem sich noch weitere Abgeordnete geäußert hatten, sprach sich das Unterhaus am späten Abend mit 3 4 0 gegen 143 Stimmen gegen den Mißtrauens- antrag der Opposition aus und brachte damit der Regierung ihr volles Vertrauen zum Ausdruck. werde das alte, echt deutsche Gebäude wieder einer feiner großen Vergangenheit würdigen Bestimmung zugeführt. Und zwar sei dies durch die Großherzigkeit des Führers ermöglicht worden, der unter Zustimmung des Ministerpräsidenten Generalfeldmarschall Göring ihm das Gebäude auf 99 Jahre durch Vertrag mit dem preußischen Staat verpachtet habe, damit es zu einer Erinnerungsstätte an das Fr on t k ämp f ertum, die gleichzeitig die Fahnen und Traditionszeichen des ehemaligen Stahlhelm, BdF., und Erinnerungsstücke an die alte Armee in sich berge, gestaltet werde. Aus vollstem Herzen dankten alle Frontkämpfer dem Führer für diese Tat. Noch kürzlich habe der Führer in Reichenberg festgestellt: „Wenn jemand berufen war, das deutsche Problem zu untersuchen, dann war dies der deutsche Frontsoldat." Frontsoldaten seien die Gründer und Mitglieder des ehemaligen Stahlhelm gewesen. Rückschauend dürfe man heute feststellen, daß der Stahlhelm seinen Weg in Ehren angetreten und in Ehren bis zu Ende gegangen sei. Zum Beweis dafür wies der Minister auf die Ehrentafel mit den Namen der vielen Toten des früheren Bundes hin, die im Kampf gegen Volksverrat und Marxismus ihr Leben gelassen haben. Aber ihr Geist, fo erklärte der Minister, werde weiterleben, ebenso wie der Geist aller Frontsoldaten. Alle Kämpfer für Deutschland seien nicht umsonst gestorben. Der nationale Aufbruch unter der Führung Adolf Hitlers zeige dies deutlich. Aus dem Geist ihrer Kameradschaft fei d e r G e i st d e r Volksgemeinschaft erwachsen. Deshalb stelle das neue Frontkämpfermal kein totes Museum bar, sonbern eine lebendige Erinnerungsstätte, die uns immer wieder von dem Vermächtnis bei* Frontkämpfer fünbe, von ber N o t w e n b i g k e i t b e s unbedingten Einsatzes bis zum letzten Mann im Dienen und Opfern, wenn Deutschland in Not sei. Weihnachtsfeier im Neichsministerium des Innern. Berlin, 20. D-z. (DNB.) Die Weihnachtsfeier für die Kinder ber Beamten, Angestellten unb Arbeiter des Reichs- ministeriums des Innern mußte ber räumlichen Verhältnisse wegen bei ber großen Zahl der Kinber, wie ber holt werben. Bei der zweiten Veranstaltung, bei ber wieberum bie Hohnsteiner Hanbpuppenspieler bie Kinber erfreuten, konnten Reichsminister Dr. Frick unb Frau Frick eine Anzahl Gäste begrüßen. Es waren u. a. erschienen: die Gattin des belgischen Botschafters sowie bie Gattin bes bulgarischen Gesanbten in Berlin, ferner bie Reichsfrauenführerin, Frau Scholz- Klink, Frau Frank, Frau von Ribbentrop, Frau Gärtner, Frau Rust, die Gräfin Schwerin von Krosigk, Frau Keitel, Frau Schacht, Frau Lutze, Frau Pfunbtner: Außerdem waren die Gattin des ^-Obergruppenführers Lorenz, die Fürstin Bismarck, Frau Ilse Göring, Frau Heydrich, die Tochter des schwedischen Gesandten in Berlin, Frau Koch, mit ihrer Schwester unb Gräfin von der Goltz ber Einlabung gefolgt Vom NS.-Altherrenbund der deutschen Studenten. Berlin, 19. Dez. (DNB.) Unter Leitung von Reichsstubentenführer Dr. Scheel hielt ber Führungskreis bes NS.-Altherrenbunbes ber deutschen Studenten in München seine zweite Sitzung ab. Der Führer des NS.-Altherren- bundes, Reichsstubentenführer Dr. Scheel, gab einen umfaffenben Rückblick auf bie Entwicklung bes beutfchen Stubenten- unb Altherrentums. Er konnte babei feststellen, baß ber NS.-Altherrenbunb im Zusammenhang mit bem Ausbau ber Karnerabschafts- erziehung bes NSD.-Stubentenbunbes überall einen bemerkenswerten Aufschwung genommen hat. Der Amtschef bes NS.-Altherrenbunbes Steimle be- hanbelte allgemeine Fragen bes NS.-Altherrenbun- bes, währenb fein ftänbiger Vertreter Buehner über bie Liquidierung ber waffenstubentischen Kor- porationsüerbänbe, die fast überall abgeschlossen ist, und Dr. Sandberger über die Auflösung ber katholischen Korporationen unb ber beutfchen christlichen Stubentenvereinigung berichteten. In einer angeregten Aussprache würben eingehenb bie vorbring- lichen Aufgaben ber nächsten Zeit besprochen, zu benen außer einer neuen Propaganba- attion insbefonbere bie Festigung ber o r - ganisatorischen Form bes NS.-Altherrenbunbes ber beutfchen Stubenten gehört, vor allem ber Aufbau ber Altherrenschaften unb Ortsverbänbe. Türkische Wirtschaffsaborduung kommt narb Berlin. l«. D-z. (DNB.) Der offiziöse „Uhis" beschäftigt sich mit den Auswirkungen bes Kreditabkommens mit Deutschland das gelegentlich des Besuches von Reichsminister u n F vereinbart wurde. Das Blatt meldet, daß eine türkische Abordnung unter Führung bes Generalsekretärs im Außenamt, Numan Mene- mencioglu, in Berlin bie Einzelheiten bieses Abkommens festlegen unb bie endgültige Unterzeichnung vollziehen werde. „Ulus" stellt fest, daß die Türkei seit vielen Jahren im Clearingver- bcm Deutschen Reich stehe und daß sich diese Beziehungen immer weiter entwickelten, weil Deutschland imstande sei, ber Türkei ihre Rohstoffe und landwirtschaftlichen Produkte abzunehmen im Austausch gegen industrielle Erzeugnisse, die die Türkei benötige. Besonders während der letzten vier Jahre sei der Warenaustausch für beide Teile vorteilhaft gewesen. Die Berliner Reise Menemencioglus werde dazu beitragen, die freundschaftlichen Beziehungen der Türkei zum Reiche, die augenblicklich durch nichts getrennt würden, noch zu kräftigen. Frankreichs Flottenbauprogramm. Arsenale arbeiten mit Ueberstunden. Paris, 19. Dez. (Europapreß.) Der französische Kriegsmarineminister Campinchi hat zu den französischen Seerüstungen erklärt, daß 130 Einheiten gegenwärtig in Bau sind oder im Laufe bes Jahres 1939 in Bau gegeben werben. Darunter befinden sich vier Schlachtschiffe von je 35 000 lohnen, zwei Flugzeugträger von je 18 000 Tonnen, drei Kreuzer von je 8000 Tonnen und zahlreiche kleinre Einheiten und U-Boote. Die Gesamttonnage bieser Kriegsschiffe wird 340 000 Tonnen betragen. Der Minister betonte, bieses Bauprogramm sei bas größte, bas jemals innerhalb so kurzer Zeit in Frankreich verwirklicht werde. Selbst im Jahre 1913, unmittelbar vor dem Weltkrieg, seien in Frankreich weniger Kriegsschiffe gebaut worden als gegenwärtig. Um das Bauprogramm beschleunigt durchführen zu können, werde in den Arsenalen gegenwärtig mit Ueberstunden gearbeitet. Campinchi be- - [tätigte die Nachricht von dem Stapellauf des ersten französischen Schlachtschiffes „R i ch e l i e u" von, 35 000 Tonnen am 17. Januar 1939. Am gleichen Taae werde ein weiteres 35 000-Tonnen-Schlacht- schiff, das den Namen „C l 6 m e n c e a u" erhalten soll, auf Kiel gelegt werden. Frankreich werde durch dieses Bauprogramm seinen Willen beweisen, seine Weltgeltung als Seemacht zu bewahren.--Er sehe darin das Symbol der nationalen Wiederaufrichtung. Jugoslawien nach den Wahlen. E. P. Belgrad, 19. Dezember. Die Parlamentswahlen in Jugoslawien am ll.-Dezember endeten, wie vorauszusehen war, mit einem Sieg ber Regierung Stojadino - wits ch. Von den 372, Sitzen in der Skupschtina, ber jugoslawischen Kammer, erhält die Regierungspartei 304 und die Opposition 68 Sitze. Den größten Teil ber Mandate ber Opposition halten bie Kroaten, bie sich auch bisher an der Tätigkeit bes Parlaments nicht beteiligt haben unb wahrscheinlich auch in die neue Skupschtina nicht kommen werden. Demnach wird bie Oppositivst in der Skupschtina sehr klein sein. Ministerpräsibent Dr. Stojadinowitsch gab vor den Wahlen wiederholt Erklärungen, in denen er die künftigen Linien ber jugoslawischen Politik Umriß. Diese Linien stellen eine grundsätzliche Fortsetzung ber bisherigen Außen-, Innen und Wirtschaftspolitik dar. Das Programm ber Regierung ist: eintönig, ein Staat, ein Volk, b. h. die Regierung ist fest entschlossen, die nationale unb staatliche Einheit zu wahren und jeden Versuch, Jugoslawien in' einen föderativen Staat um» zuwanbeln, entgegenzutreten. Gleichzeitig will aber bie Regierung den Provinzen, bie Banovine genannt werden, größere Handlungsfreiheit geben bei der Erledigung ihrer örtlichen Angelegenheiten. In der Außenpolitik zeitigte die Politik der Freundschaft mit allen Nachbarn und insbesondere die Politik der Freundschaft mit den nachbarlichen Großmächten Deutschland unb Italien bisher soviel günstige Ergebnisse für Jugoslawien, daß nicht einmal die Opposition ein Äbweichen von diesem Kurse verlangen konnte. Jugoslawien ist durch diese Politik ein wichtiger Faktor des Friedens und ber Ordnung im Süd- osten geworden und sie 'bewahrte nicht nur Jugoslawien, sondern auch den ganzen Balkan vor Erschütterungen in den Zeiten ber schwersten internationalen Krise., Diese Außenpolitik ermöglichte auch den wirtschaftlichen Aufschwung des Landes. Heute stellt Jugoslawien das Bild eines wirtschaftlich konsolidierten Landes dar mit großen weiteren Entwicklungsmöglichkeiten in der Zukunft. Die Regierung Stojadinowitsch, die den jetzigen Aufschwung ermöglichte, wird selbst» verständlich in dieser Richtung ihre Bemühungen fortsetz em Innenpolitisch zeigen die jugoslawischen Parlamentswahlen, daß die große Mehrheit der Serben, Slowenen und bosnischen Mohammedaner hinter der Regierung steht. Als einzige Volksgruppe stehen die Kroaten in der Opposition. Ministerpräsident Stojabinowiksch verkündete wiederholt, baß sein Streben daraus gerichtet sei, eine Verständigung mit den Kroaten zu erzielen, jedoch nicht um den Preis ber Ausgabe ber staatlichen und nationalen Einheit. In politischen Kreisen erwartet man, baß die Ereignisse auch die Kroaten versöhnlicher stimmen werden und es Stojadinowitsch, ber durch die Wahlen bas Vertrauen des Volkes für eine weitere Regierungsperiode von vier Jahren erhalten fyat, in dieser |p; IN,- ST »t Aus aller Welt die Die i । 111 Kleine politische Nachrichten. Das lettländische Kabinett beschloß eine Aenderung der Verfassung der privaten deutschen Hochschule, des Herder-Instituts in Riga, durch die es dem Institut ermöglicht wird, sich wissenschaftliche Vereine anzugliedern. Dank dieser Neuregelung dürste eine Reihe deutscher wissenschaftlicher Vereine, die sonst auf Grund der lettischen Kulturkammergesetzgebung der Auflösung anheimfallen würden, sich jetzt dem Herder-Institut anschließen oder einordnen. 1 auf dem Rhein ein starkes Eistreiben eingesetzt, so daß gegen 22 Uhr die Besatzung der Koblenzer Schiffsbrücke alarmiert werden mußte, um die Brücke abzufahren; gegen Mitternacht wurde mit dem Abfahren der Brücke begonnen. Um diese Zeit zeigte das Thermometer 13 Grad unter Null. 25 Todesopfer in England. Dänischer Blihzug durch Feuer zerstört. Die dänischen Llaaksbahnen wurden von einem ungewöhnlichen und kostspieligen Unheil betroffen, das erhebliche Umlegungen im Verkehr nach Jütland notwendig macht. Der Blihzug „Kronjüte", der zwischen Kopenhagen und Aalborg verkehrt, ist rNontagnachmitkag kurz vor seinem Endziel verbrannt. Die Fahrgäste und das Zugpersonal konnten sich, ohne Schaden zu nehmen, retten. Auch ein großer Teil des Gepäcks der Reisenden wurde geborgen. Das Feuer kam kurz hinter der Station Faarup südlich von hobro, anscheinend in- olge Kurzschlusses in den ersten beiden Wagen, zum Ausbruch und ergriff in kurzer Zeit den gesamten Zug, der noch rechtzeitig durch Rokbremse zum halten gebracht werden konnte. Die Feuerwehren konnten nichts mehr ausrichten. Von dem Blihzug, dessen Bau 600 000 Kronen gekostet hatte, standen bald nur noch die von der Hitze verbogenen Stahl- kelette der Wagen auf den Schienen. Kopenhagener Maschinenfabrik abgebrannt. In Kopenhagen wurde das vierstöckige Lagergebäude einer Maschinenfabrik durch Feuer völlig zerstört. Der Brand fraß sich mit rasender Geschwindigkeit durch alle vier Stockwerke und das Dach hindurch. Das große Magazin mit etwa 15 000 Modellen von Maschinenanlagen im Werte von 180 000 Kronen wurde vernichtet. Mehr als 50 Tote bei einem Eisenbahnunglück in Brasilien. Auf der brasilianischen Zentralbahn hat sich ein chweres Eisenbahnunglück ereignet. Auf der lurch den Staat Minas Gcraes führenden Strecke ließ ein Güterzug, der das Haltesignal überfahren hatte, mit dem ihm entgegenkommenden Schnellzug- Bello Horizonte—Rio de Janeiro zusammen. Dabei wurden über 50 Personen getötet, während über 60 B e r l e tz t e geborgen werden konnten. Die in der Nähe des Unfallortes liegenden Hospitäler der Stadt Barbacena sind überfüllt. Man vermutet, daß die Zahl der Opfer noch weiter steigt. Der Stations- Die ungewöhnliche Kälte, von der England zur Zeit heimgesucht wird, hat bisher 25 Mensch e n l e b en gefordert. Die starken Ostwinde, die an allen Küsten des Landes wehen, haben Schiffahrt stark in Mitleidenschaft gezogen. Kältewelle hält weiter an. Noch kein Nachlassen der Kälte. Schiffe in Eisnot. - Vergebliche Rettungsversuche. - Flugzeuge eingesetzt Vorsteher des Bahnhofes, der von dem. das Unglück verursachenden Güterzug durchfahren wurde, wurde vor Schreck wahnsinnig. Schiffsunglück auf dem Tejo fordert zahlreiche Opfer. Nach einer Meldung aus Lissabon stieß dort ein kleiner Personendampfer, der den Verkehr zwischen den beiden Tejoufern versieht, mit einem Bagger zusammen und sank. Vis jetzt konnten 5 Tote und 30 Verletzte geborgen werden. Man vermißt noch 30 Fahrgäste, mit deren T o d zu rechnen ist. Der Unfall trug sich am Abend zu, als der Kursdampfer Lissabon—Cascilhas mit dem italienischen Baggerschiff „Final Marina" zusammenstieß. Das Schiff war überfüllt mit heimkehrenden Arbeitern. Eingeschneiter Gendarmenposten durch Alpenjäger gerettet. Auf dem Mont-Cenis-Paß in den Savoyer Alpen wurde die'ser Tage ein aus mehreren Gendarmen bestehender französischer Grenzposten in feiner Schutzhütte völlig ei n geschneit. Erst nach drei Tagen konnten die Gendarmen durch eine Skipatroille des in Lanslebourg liegenden 99. Alpenjägerregiments aus ihrer gefährlichen Lage be- i're'it und trotz einer stellenweise bis zu zwei Meter tiefen Schneedecke wohlbehalten ins Tal gebracht werden. Von einem Stachelrochen getötet. Von einem Stachelrochen beim Baden in der See gebissen und daran gestorben ist die 18jährige Hessie Laing an der Thames Coast auf North Island (Neu-Seeland). Der Unfall ereignete sich an der Küste an einem Badestrand, wo sich noch nie ein ähnliches Unglück zugetragen hat. Man nimmt an, das Seeungeheuer habe sich in dieses Gewässer verirrt. Das junge Mädchen, das sich erst nach längerem Kampfe befreien konnte, erlitt zwei schwere Wunden, eine an der Hüfte und eine an der Brust. Von Augenzeugen, die sich am Strande aufhielten, wurde sie in ohnmächtigem Zustande an Land gebracht, starb jedoch schon auf dem Wege in das Krankenhaus. Ehrung von Pionieren der deutschen Lufrfahrk. In Wustrau bei Neuruppin in der Mark enthüllte Staatssekretär Generaloberst Milch einen Gedenkstein für Major v. Schröder und Flugzeugführer Albrecht. Er sagte dabei, Major von Schröder habe der deutschen Luftfahrt in Krieg und Frieden treu gedient und auch sein mit ihm abgestürzter Kamerad sei von dem gleichen Fliegergeist beseelt gewesen. Heute vor neun Jahren sei die Maschine Schröders an dieser Stelle bei der Rückkehr von einem Teneriffa-Flug abgestürzt. Schröder und Albrecht hätten hier den Fliegertod. gefunden. Schröder habe als Pionier für Fernflüge'bedeutendes geleistet, vor allem u. a. feine Flüge nach Asien und den Kanarischen Inseln. Auch den Ozeanflugverkehr über den Nord- und Südtatlantik habe er beträchtlich gefördert. Bei einem solchen Unternehmen sei er mit seinem Kameraden am 19. Dezember vor neun Jahren verunglückt. 51 deutsche Frontsoldaten in Laon umgebettet. Auf dem deutschen Friedhof des Manöverfeldes von Laon wurden die 19 Särge, in denen sich die sterblichen Ueberreste von 51 deutschen Soldaten befinden, wieder der Erde übergeben Die Särge wurden kürzlich bei Grabungen in einem Gart n der Stadt entdeckt. Zahlreiche Vertreter von Front- kämpserverbänden nahmen an der Bestattung teil. Geistliche der beiden christlichen Konfessionen vollzogen die religiösen Handlungen. Kunst und Wissenschaft. Der deutsche Pianist Wilhelm kempff beim Duce. Der bekannte deutsche Pianist Wilhelm K e rn p f s, der gegenwärtig auf einer Konzertreise die Großstädte Italiens besucht, wurde im Palazzo Venezia vom Duce empfangen. Im Verlauf der Audienz übergab Kempff seine in Deutschland mehrfach auf- geführte, dem Duce gewidmete Oper „Familie Eozzi", deren Libretto im venezianischen Barock spielt. JDer Duce zeigte für das Werk 'großes Interesse und ließ sich vom Komponisten an Hand des Klavierauszuges den musikalischen Ausbau des Werkes darstellen. Zum Schluß übergab Mussolini dem Pianisten ein mit eigenhändiger Widmung versehenes Bild. 170-Jahrfeier des Hanauer Stadktheaters. Mit einer musikalisch-literarischen Morgenfeier hat das Stadttheater Hanau seine Iübiläumsveran- staltungen zum 170jährigen Bestehen begonnen. Bürgermeister Junker gab einen Rückblick auf die wechselvollen Schicksale des Theaters, seine Entwicklung vom Hof- und Unterhaltungstheater zum Kultur- und Volkstheater, und teilte mit, daß das Stodttheater in den letzten drei Jahren eine Steigerung der Besucherzahl um 109 Prozent aufzuweisen habe. Eurt Langenbeck, der Dichter des in Hanau zur Aufführung gekommenen Schauspiels „Der Hochverräter", hielt den Festvor- trag. Umrahmt wurden die Darbietungen von Kompositionen des Professor Ottmar G erster, der selbst als Solist auftrat. Im Stadtschloß wurde die Ausstellung „Das Hanauer Stadttheater in Schrift und Bild" eröffnet. Oie „neue Ordnung" in Ostasien Erklärung des japanischen Außenministers über die künftige Stellung der fremden Mächte in China. Tock i o, 19. Dez. (Europapreß.) Die Meldungen, nach denen zufolge England beabsichtigt, China er ne Anleihe von 500 000 Pfund zu gewähren, werden in japanischen Regierungskrei- sen mit. besonderer Aufmerksamkeit ausgenommen. Außenminister A r i t a bezeichnete ein derartiges Vorgehen Englands und Amerikas als „bedauerliche Schritte", die Japan nicht von seinen Zielen im Fernen Osten abbringen könnten, sondern feine Haltung eher versteifen müßten. Die Anleihen würden nur dazu beitragen, die Unannehmlichkeiten und Beeinträchtigungen zu verlängern, denen dritte Mächte in dem von Japan besetzten chinesischen Gebiet zu seinem Bedauern ausgesetzt seien. Im übrigen werde das japanische Volk nur hoch energischer die vorgesehene Neuordnung im Fernen Osten anstreben. Arita betonte, daß China in erster Linie von seinem gegenwärtigen halbkolonialen Zustande befreit werden müsse. Die Bildung einer einzigen wirtschaftlichen Einheit i n O st a s i e n werde der beste Weg sein, um die Unabhängigkeit Chinas, Mandschukuos und Japans sicherzustellen. Arita bedauerte, daß ein solcher Wirtschaftsblock in der Auslandspresse schon dahin kommentiert worden sei, daß Japan den Ausschluß aller ausländischen Unter- Oie Verkehrsmöglichkeiten auf der Autobahn. Der Straßenwetterdienst beim Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen teilt am Montagnachmittag mit: Reichsautobahn Mün - ch e n—S alzburg : Zwischen München und Siegsdorf Glatteis, gestreut. Reichsautobahn München—Stuttgart, von München bis Augsburg und zwischen Kirchheim und Mülhausen Schneeglätte, Verkehr unbehindert. Allgemeines Straßennetz: Ostmark: In Niederdonau, Oberdonau und Oststeiermark sind die Straßen nur stellenweise vereist und mit dünnem Schneebelag versehen.' Die Fahrbahnen sind gestreut und ohne Ketten befahr- bahr. Die Pötschenhöhe und der Pyhnnpaß haben 15 Zentimeter Schnee auf Glatteis und sind mit Ketten gut befahrbar. Die Großglockner- Hochalpen st raße ist wegen starker Schneeverwehungen von Heiligenblut bis Fusch vorläufig unbefahrbar. Die Wiederbefahrbarkeit wird demnächst bekanntgegeben. Die Reichsstraßen in Kärnten und Nordwest-Steiermark, insbesondere in Oberkärnten, Ost-Tirol und Nordwest-Steiermark sind stark vereist, z. T. unter Schneedecke. Schneeketten mitnehmen und vorsichtige Fahrt Bedingungen. In den b a y e r i s ch e n , s ch l e s i s ch e n und sächsischen Gebirgen, im Harz und im Thüringer Wald sowie im nördlichen * Schleswig Schne^glätte und, Glatteis. Der Verkehr ist kaum behindert. Straßen sind und werden gestreut. nehmungen aus China beabsichtige. Japan denke nicht daran, die europäische und amerikanische Tätigkeit im Fernen Osten zu verhindern, müsse aber im Interesse der Landesverteidigung und der wirtschaftlichen Sicherheit die wirtschaftliche Beteiligung fremder Staaten einschränken. Das bedeute in der Praxis keine Verringerung der chinesischen Außenhandelsziffern. Das Beispiel Mandschukuos beweise, daß sein Außenhandel in den letzten sieben Jahren von 1,06 auf 1,53 Milliarden Pen gestiegen sei. Die Einfuhr aus England nach Mandschukuo habe um 35,3 v. H., aus USA. um 98,9 o. H. und aus Frankreich um 33,2 o. H. zugenommen. Das Ausmaß der Einschränkungen werde fick von selbst ergeben. Sie würden sich jedenfalls besonders auch auf politischem Gebiet ergeben, roertn China wirklich unabhängig werden soll. Exterritoriale Rechte sowie die Fremdennieder l a s s u ri g e n und Ausnahmerechte aller Art würden allmählich a b g e s ch a s s t werden müssen. Der Neunmächtepakt stamme aus einer Zeit, in der China noch nicht unabhängig gewesen sei. Hieraus ergebe sich ohne weiteres seine N i ch t an« roen'b bar feit auf die heutige neugeschaffene Lage. Moskau meidet 51 Grad. 3n Moskau hat die Kälte nach den in Warschau vorliegenden Meldungen 51 Grad unter Null erreicht. Durch zahlreiche Wasserrohrbrüche ist die Wasserversorgung Moskaus mehrere Stunden lang unterbrochen gewesen. Der Schulunterricht mußte infolge des strengen Frostes eingestellt werden. In der Gegend von Kursk haben Wölfe zahlreiche Bauerngehöfte überfallen. Tiefer Winter in Oberitalien. In ganz Norditalien hat tief er $ßint e r seinen Ginzug gehalten. Nachdem bereits am Sonntag an verschiedenen Orten Schnee gefallen war, sind jetzt überall reichliche Schneefälle eingetreten, die sich sogar bis an die Südhänge der Apenninen aus- dehnten und von Triest bis Genua, im Süden bis Pistoia und Lucca reichten. Auf den Bergen von Savona an der Riviera-Küste war die Temperatur bis auf minus 1 0 ©rat) unb in den Bergen bei Vicenza in den Dolomiten und in -den karnifchen Alpen auf minus 15 Grad Grad gefallen. In der Po-Ebene waren fast überall fünf Grad Kälte zu verzeichnen. Die Wasserläufe sind mit einer Eisschicht bedeckt, und sogar die Lagune von Venedig ist an mehreren Stellen zugefroren. In Piacenza und Triest mußten zwei Personen mit schweren Erfrierungen in das Krankenhaus eingeliefert werden. Mit dem Auftreten des Schnees hat sich die strenge Käilte etwas gemildert. Mailand selbst ist tief verschneit. Auf den Straßen und Plätzen liegt der Schnee mehrere Fuß hoch, Gärten und Parkanlagen zeigen ein nordisch-winterliches Weihnachtsbild. Schneepflüge fahren ununterbrochen durch die Stadt, und ein Heer von Schneeschauflern ist an der Arbeit, um die Straßen freizuhalten. Die Züge treffen alle mit großen Verspätungen ein. Seit einigen Tagen befinden sich mehrere Schiffe bei den ostsriesischen Inseln und im Wattenmeer in Eisnot, so daß bas Motorrettungsboot „Bremen" der Station Norderney der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger wiederholt alarmiert wurde. Bei Spiekeroog befindet sich seit Tagen das holländische Frachtschiff „Aktiv" in gefährlicher Lage. Nach dreistündiger schwerer Fahrt durch Sturm und Eis gelangte das Rettungsboot in die Nähe der Unfallstelle, doch war eine Hilfeleistung nicht möglich, da bei den schwierigen Wasser- und Eisverhältnissen die „Bremen" das gefährdete Schiff nicht erreichen konnte. Der Holländer hat eine wertvolle Ladung Holz und Besatzung mit Familie an Bord. Bei der Insel Juist sitzt das Motorboot „Juist" fest. Das Fahrzeug hat zwei Mann Besatzung an Bord, denen der Proviant ausgegangen ist. Auch in diesem Falle war es nicht möglich, an das Fahrzeug heranzukommen. Weiter wird gemeldet, daß im Watt vier Fahrzeuge auf Grund geraten sind und im Eis festsitzen. Nördlich von Baltrum ist ein Schiff, wahrscheinlich ein Holländer, gestrandet, über dessen Schicksal noch nichts bekannt ist. Bei Anhalten der Wetterlage soll versucht werden, über das Eis zu den Schiffen zu gelangen. Der feit Tagen an der Wasserkante in etwa Windstärke 6 bis 8 anhaltende O st w i n d preßt große Wassermassen von der Küste in die See. Dadurch ist der Wasserstand stark zurückgegangen, wodurch Schwierigkeiten im Schiffsverkehr mit den Inseln verursacht nferben. Der Küstenfrachtverkehr ruht vollkommen. Der Schiffsverkehr zwischen Norderney und dem Festland und Emden-Borkum kann nur mit erheblichen Verspätungen aufrechterhalten werden, während die anderen ostfriesischen Inseln von dorn Verkehr abgeschnitten sind. Montag nachmittag ist der Eisnotdienst mit Flugzeugen eingeführt worden. Auf Norderney sind zwei Flugzeuge eingetroffen, die zunächst den Postdienst von und nach den abgeschnittenen Inseln Juist, Lange- roog, Spiekeroog und Wangeroog aufgenommen haben. 19 Grad minus am Rhein. Die Kälte hat am Rhein im Laufe des Montags noch weiter zugenommen. Auf den Höhen des Westerwaldes, des Bergischen Landes, der Eifel und des Hunsrück wurden teilweise Temperaturen von minus 19 Grad festgestellt. — Während auf der Mosel mit Rücksicht auf den starken (Eisgang die Schiffahrt stillgelegt ist, gehen auf dem Rhein die Schiffe weiter zu Berg und zu Tal-. Die Nahe ist bereits zugefroren. In den Abendstunden hat Zeit gelingen wird, auch diese schwierigste innenpolitische Frage des jugoslawischen Staates zufrieden stellend zu lösen. Die deutsche Schule in der Slowakei. Preßburg, 19. Dez. (Europapreß.) Am Mon- tagvormittag sprach der Führer der Deutschen Partei in der Slowakei, Staatssekretär Karmasin, bei dem slowakischen Unterrichtsminister Cernak vor. Unterrichtsminister Cernak beglückwünschte den deutschen Staatssekretär zu der bei der Landtagswahl bewiesenen Einheit der karpathendeutschen Volksgruppe. Im Verlaufe des Gesprächs wurden au dem Gebiete der Kulturpolitik Maßnahmen vereinbart, die im wesentlichen folgenden Inhalt haben: 1. die Errichtung einer selbständigen deutschen Abteilung im slowakischen Sch u l m i n i ft e r i u m mit einem deutschen Ableitungsleiter; 2. die (Ernennung von drei deutschen Schulinspektoren; 3. alle deutschen Parallel-Klassen an nichtdeutschen Schulen werden sofort selbständig; 4. die sofortige Errichtung von Bürgerschulen- in Kremnitz, Deutsch-Proben und Kriegerhäu; 5. die Erhebung aller Volksschulen mit höherem Bildungsziel zu Bürgerschulen. Diese kulturpolitischen Zugeständnisse der slowakischen Landesregierung sollen gemeinsam mit den in Aussicht genommenen Zugeständnissen auf sozialem und politischem Gebiet in einem Verfassungsgesetz zusammengefaßt werden. Allerdings besteht hinsichtlich der Regelung der sozialen unp politischen Fragen noch kein bindendes Uebereintommen. Zwischen der slowakischen Landesregierung und der deutschen Volksgruppe schweben vielmehr noch Verhandlungen. Der Wahlsieg der s lowakifchen Landesregierung . Preßburg, 19. Dez. (Europapreß.) Das vorläufige Endergebnis der slvwatischen Landtagswahlen, wie es Montagabend uorliegt, gibt das Bild eines überwältigenden Wahlsieges der Landesregierung. Insgesamt wurden 1 263 678 Ja-Stim- men abgegeben. Dies sind rund 98 v. H. aller abgegebenen Stimmen. Da je 20 000 Stimmen auf einen Landtagssitz entfallen, sind somit 63 Landtagsabgeordnete gewählt worden. Unter den gewählten Abgeordneten be- . finden sich u. a. auch zwei Vertreter der Deutschen Partei, und zwar der Führer der Partei, Staatssekretär Ingenieur Karmasin, und der Pfarrer Steinhübl, sowie der Führer der Vereinigten ungarischen Parteien, Graf E st e r h a z y. In der Landeshauptstadt Preßburg stimmten 66 127 mit Ja; das sind 95 v. H. aller Wähler. Die 3 359 angegebenen Nein-Stimmen wurden vor allem in den stark magyarischen Stadtvierteln abgegeben. In Rosenberg, dem Wohnsitz des verstorbenen Führers der Slowakischen Voltspartei, Hlinka, wurden von 7786 Stimmen 7740 mit einem Da abgegeben. In Nitra waren es 11 008 Ja- Stimmen bei insgesamt abgegebenen 11093 Wäh- lern. Der Mörder Grünspan vor dem Llntersuchungsrichter. Rekonstruierung des Verbrechens. Paris, 20. Dez. (DNB.) lieber ein Verhör Herrsche! Grünspans durch den Untersuchungsrichter Tesniere meldet. Havas, daß der Untersuchungsrichter den jüdischen Mörder des Gesandschaftsrats vom Rath den beiden Beamten der deutschen Botschaft, die seine Festnahme durchführten, und dem französischen Polizeibeamten, der ihn verhaftete, sowie dem Waffen Händler gegenübergestellt hat, bei dem Grünspan am Mon- „ tag, den 7. November, den Trommelrevolver gekauft hat, mit dem er die Mordtat verübte. Der Waffenhändler Carpe sagte aus, daß Grünspaii sein Alter mit 22 Jahren angegeben habe. In der Dunkelheit will.der Waffenhändler sich nicht haben vergewissern können, ob diese Angabe der Wahrheit entsprach. Grünspan will sich nicht erinnern, ob der Waffenhändler ihn nach feinem Alter gefragt habe. Er erklärte beim Ankauf, daß er häufig Geld bei sich trage und in der Lage sein wolle, sich zu verteidigen. Der Waffenhändler Carpe erklärte, daß Grünspan ihm sehr ruhig erschienen sei, was der Mörder erneut mit der Behauptung erklären will, daß er eine große Selbstbeherrschung an den Tag gelegt habe, um nicht aufgeregt zu erscheinen. Der Untersuchungsrichter hört daraufhin den Beamten N a g o r t a von der deutschen Botschaft an, der den Mörder ergriffen hatte. Unter Zugrundelegung einer Photographie des Arbeitszimmers des Gesandtschaftsrates vom Rath wurde die Mord-' szene in ihren Einzelheiten rekonstruiert. Grünspan gestand: „Ich habe meinen Revolver aus der inneren linken Rocktasche meines Jacketts gezogen und habe geschossen, ohye zu zielen." Auf die Hilferufe des schwerverletzten vom Rath war Nagorka herbeigeeitt und hatte sich des Attentäters bemächtigt. Nagorka schilderte, wie er Grünspan nach dem Attentat beim Arm gefaßt und in den Korridor gezerrt habe, wobei Grünspan ihn beleidigte. Ein Oberbeamter der deutschen Botschaft, Otto Krü- aer, der den Mörder durch den Korridor zum Ausgang der Botschaft mit abführte, wurde ebenfalls vom Untersuchungsrichter verhört. Schließlich wurde noch der Polizeibeamte vernommen, - den Grünspan vor Betreten der Botschaft nach der Eingangstür gefragt hatte, weil er sich nicht mehr erinnerte, wie man in die Botschaft gelangt, obwohl er schon einmal mit seinem Onkel dorthin gegangen sei. Der Polizeibeamte erklärte, daß er ihm die Heige Tür, die für Besucher der Botschaft bestimmt sei, gezeigt habe. SefferberHf Der Zustrom kalter Meeresluft aus Osten hält unvermindert an, doch hat sich bei uns mit aufkommender Bewölkung der Frost im allgemeinen etwas gemildert. In der Höhe einströmende mildere Luft )at vielfach schon zum Auftreten leichter Schnee- älle Anlaß gegeben. Das Frostwetter mit Neigung zu Schneefällen bleibt erhalten. Vorhersage für Mittwoch: Meist bewölkt und Neigung zu weiteren Schneefällen, Fortdauer des Frostes, lebhafte östliche Winde. Vorhersage für Donnerstag: Fortdauer des Frostwetters mit Neigung zu Schneefällen. Lufttemperaturen am 19.Dezember: mittags—12,4 Grad Celsius, abends—14,4 Grad; am 20. Dezember: morgens —12,7 Grad. Marimum —12 Grad, Minimum heute nacht —15,6 Grad. — (Erbtemperaturcn in 10 cm Tiefe am 19. Dezember: abends —2,2 Grad; am 20. Dezember: morgens —2,4 Grad. — Sonnenscheindauer 5,6 Stunden. Winlersporl-Velkerbericht. Rhön. Wasserkuppe: Schneefall, -r20 Grad, Gesamtschneehöhe 7 cm, Neuschnee 1 cm, Pulverschnee; Schi mäßig, Rodel gut. Zaun u s. Kleiner Feldberg: Bedeckt, —17 Grad, dunnoerwehte Schneedecke; keine Sportmöglichkeiten. Mit dem Auftreten meist leichter Schneefälle kann gerechnet werden. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigenTeil.ErnstBlumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. XI. 38: 10718. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei N Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis NM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Ps. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeil ist Preisliste Nr 4 vorn 1. September 1937 gültig. Segen Kälte! 8361A ZumWeihnachtsiest Fenstermantel - Stoffe --Verdichtungsschnüre — Filzsfäbe Ruf 2829. 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Dezember ohn, Kosten bezahlt werden. Nach Ablauf dieser Frist erfolgt Kostenberechnung evtl. Zwangsbeitreibung. Für die Arbeitgeber, die die Beiträge selbst nach dem wirklichen Arbeitsverdienst berechnen, gilt die gesetzte Frist bis 25. d. M. nicht. 83520 Allgemeine Ortskrankenkasse für Stadl- und Landkreis Gießen. ZUM FEST! Das gutsitzende Korsett nach Anprobe (yresA Damen-Wäsche mit echt Plauener Spitzen KorselMenBesdiw.BieraDS GIESSEN, Seltersweg 59 8300 A nmiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiHiiimiiiiiir; Motorrad-Anzug für Grötze 180cm vreisw. zu verk. Wo?sagtdieGe- schäftsst.d.G.A. Märklin-Kasten Nr. 2,2a, 3 > für RM.ö.-u.Koö- moö-blektro- Baukasten für RM. 6 - zu verkaufen. Anzuseh. Hlndepbü'ßwall 14II Empfehlungen I !** Spiegelkarpfen 500 Gramm 1.— Fluß hecht. Zander,Salm. Heilbutt, u. alle Sorten Seetische «jiilinfit Feinste Fischkonseiven: Oelsardinen, Filetheringe. Fettheringe und Makrelen inverse .Soßen,Langust' n jap. 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Immerhin, man wußte sich in einer warmen Breite und vergaß, daß wir nach Jahrzehnten im Winter 1928 so allerlei Ueberraschungen erlebten, daß damals z. B. Vater Rhein sich eine Eisdecke über den Kopf zog, die nicht von Pappe war, und daß Main, Neckar, Lahn und sonstige Rheinzuflüsse es ihm nochmachten. Ach was, noch ist nicht ein Flöckchen Schnee gefallen! Auch hat der Winter sich schlimmstenfalls an sein Ankunftsdatum, den 22. Dezember, zu halten! Leider, leider fehlt uns noch die Schneedecke, d. h. eigentlich nicht uns, sondern den Feldern mit ihren Wintersaaten, und mir möchten doch nicht, daß sie uns auswintern. In der Nacht auf Montag schlugen die Nachtschwärmer den Kragen hoch, selbst wenn sie durch spirituelle Einflüsse schon temperiert waren. Und erst in aller Frühe! Da taten die Bäckerjungen die Brötchen mit verklammten Fingern in die Beutel, denn die Quecksilbersäule war auf 15 Grad unter den Strich gesunken. Was folgt daraus? Der Winter ist da, und die Leserin, die bekanntlich nie etwas anzuziehen hat, steht vor der Ueberlegung: Was ziehe ich an? Der Mann hütet sich wohl, „Laut zu geben", aber es soll ihm nichts erspart bleiben. Die Kinder haben nun die Stahlschuhe hervorgeholt, und Frau Holle wird sich entschließen, nun bald an das Ausschütteln ihrer Betten zu gehen. I Dornotizen. Tageskalender für Dienstag. Stadttheater: 20 bis 23 Uhr: „Wiener Blut". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Gastspiel im Paradies". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Zwei Frauen". — Oberhessischer Kunstverein: 17 bis 18 Uhr Weihnachtsausstellung im Turmhaus am Brand. — Weihnachtsmarkt auf Oswaldsgarten. Stadltheater Gießen. Heute abend findet eine Wiederholung des großen Operettenerfolges „Wiener Blut" von Johann Strauß statt. Musikalische Leitung Heinz Markwardt, Spielleitung: Gert Buchheim, Tänze: Thea Maaß, Bühnenbilder: Karl Löffler. Die -Vorstellung findet gleichzeitig als 12. Vorstellung der Dienstage Miete statt. Anfang 20 Uhr, Ende gegen 23 Uhr. I /8Z. ^-Standarte. Unabhängig von der von der Kreisleitung der NSDAP, auf dem Trieb veranstalteten Sonnwendfeier findet die Sonnwendfeier der ff am 21. Dezember 1938, um 22 Uhr, auf dem Gleiberg statt. Fahrtmäglichkeit besteht ab Oswaldsgarten mit Autobus für HI. um 20 Uhr, für ff um 20.30 Uhr, für Angehörige um 21 Uhr. Fahrpreis für HI. und ff 50 Pf., für Angehörige 1 Mark. DOM.-!lntergau 116 Gießen. Unsere Sonnwendfeier findet nicht, wie angesetzt, am 22., sondern am 21.12. statt. Antreten für alle Gießener M.-Gruppen 19.45 Uhr, Ludwigsplatz. IN. Ring Gießen. Die mit den Führerinnen besprochene Feier findet nicht am Mittwoch, sondern am Donnerstag, 22., um 20 Uhr, im Studentenheim statt. J2N.-Unlergau Wetierau (116). Zur Sonnwendfeier am 21.12. treten alle Gießener IM.-Führerinnen um 20 Uhr am Ludwigsplatz an. „Zwei Frauen." Lichtspielhaus. Dieser Film ist nach dem Theaterstück „Schauspielerin" von Roland Schacht gedreht worden, das wir vor nicht langer Zeit als Gastspiel von Agnes Straub hier erlern haben. Es war, wie man sich erinnern wird, eines der amüsantesten und geistreichsten Schauspiel-Erlebnisse der letzten Jahre, und man begreift eigentlich nicht, was die Hersteller zur Verfilmung gereizt haben könnte. Die Erinnerung an das Vorbild regt naturgemäß zu Vergleichen an, und man wird sich nicht verhehlen können, daß das Drama ungleich konzentrierter und lebendiger wirkte. Der Film bbingt, abgesehen von der üblichen räumlichen Ausweitung, ein paar hübsche, filmisch wirksame Einfälle, aber infolge des häufigen Bildwechsels zerflattert das bei Schacht ungemein einheitliche und ineinandergreifende Bild; auch spielt der Film an den wirklich großen Szenen vorbei, die im Stück den ganzen Zauber und die ganze schillernde Unwirklichkeit des Komödiantendaseins auf eine wahrhaft faszinierende Weise lebendig machen. Das kann durch die ganz äußerlichen, übrigens häufig vermittelten Spannungsreize etwa eines Autorennens mit Panne, Sturz und Krankenwagen natürlich nicht wettgemacht werden. Im veränderten Titel ist die Akzentverschiebung bereits angedeutet, die der Stoff auf dem Wege von der Bühne ins Atelier erhalten hat. Frau Straub legte, wie man sich erinnern wird, die in der Titelrolle enthaltenen drei Komponenten wundervoll auseinander: sie war Schauspielerin, war Frau und war Mutter — und dies alles vollkommen: drei Erscheinungsformen oder Seelenzustände in der Einheit einer Persönlichkeit zusammengefaßt. Olga Tschechowa, die hier die Hauptrolle spielt, betont die Frau und die Mutter sehr viel mehr als die Schauspielerin, zumal ja das Drehbuch (Hans H. 3er» lett) ihr hier bei weitem nicht den Spielraum gestattet wie der Bühnentext; sie spielt sehr gepflegt, sehr exakt und ganz gedämpft, — ohne Ausbruch und große Szene. Die Tochter ist diesmal Irene v. Meyendorfs: in jeder Hinsicht so jugendlich, wie man die Figur zu sehen erwartet, einmal sogar wie aus einem Porträt von Reynolds ober Gains- borough herausgestiegen. Eine reizende Rolle, die im Stück nicht oorkommt, ist der Bruder der berühmten Schauspielerin, Herr Alexander Corvey: ihn spielt Walter Janssen mit einem liebenswürdig nachdenklichen Humor und einer Lebensechtheit, die sehr angenehm roirfen. Gut auch TO "'Her Stein- b e ck als Intendant und Roma Bahn als die Vortrag von Staatsminister Dr. Schmitthenner in der Gießener Hochschuigesellschast. Arn gestrigen Montagabend vermittelte die Gießener Hochschulgesellschaft einem sehr großen Hörer- kreis, der die Neue Aula der Universität in weitem Ausmaß füllte, ein Vortragserlebnis, das sicherlich die meisten, wenn nicht gar alle Zuhörer zu ernstem Nachdenken und zu bereitwilligster Mithilfe veranlaßt haben wird. Nach kurzen Grußworten des Vorsitzenden der Hochschulgesellschaft, Dr. Meesmann, sprach der Staatsminister Dr. Schmitthenner, Professor für Geschichte, Kriegsgeschichte, Wehrpolitik, Rektor der Universität Heidelberg und ff-Stan- dartenführer im O.A. Rhein, über das wichtige und fesselnde Thema „Wehrhaftigkeit, Raum und deutsches Schicksa l". In etwa einstündigen, mit größter Spannung verfolgten Darlegungen machte der Vortragende seine Hörer mit einem Stück deutscher Geschichte und deutschen Lebens bekannt, das für unser Volk schon in früheren Zeiten ernstes Schicksal gewesen ist und das auch für die Gegenwart und für die Zukunft große Bedeütung hat. Zweck und Ziel des Vortrages zeigte der Redner, der als Wehrpolitiker und Vertreter der Wehrwissenschaften sprach, in der Aufgabe, Klarheit darüber zu gewinnen, welche Wirkungen die deutsche Wehrhaftigkeit in der deutschen Geschichte ausgeübt hat und was wir tun müssen, um jiefe Wehrhaftigkeit zu einer aufbauenden Kraft unseres deutschen Lebens zu gestalten. Um das geistige Auge feiner Hörer zu schärfen, lenkte der Redner die Blicke zunächst auf interessante Vergleiche zwischen der Geschichte der Engländer und der Franzosen und der deutschen Geschichte. Er machte dabei das starke Auf und Nieder in der deutschen Geschichte deutlich erkennbar, und gebrauchte als anschaulichen Vergleich für diese schicksalsvolle Zickzacklinie das Bild eines Blitzstrahls am nächtlichen Himmel. Dann legte er die guten und die schlechten Seiten unserer bisherigen Wehrhaftigkeit dar, die aufbauende und zerstörende Kräfte in sich tragen. Die guten Eigenschaften der bisherigen deutschen Wehrhaftigkeit faßte der Redner in folgende vier Punkte zusammen: 1. Hervorragende soldatische Tüchtigkeit des einzelnen deutschen Mannes, von den Germanen her vererbt bis in unsere Generation; der deutsche Soldat ist, ohne ruhmredig zu sein, der beste Soldat der Erde. 2. Besondere Begabung der Deutschen in der Gemeinschaftsleistung, auch ein germanisches Erbe; als Beispiel ist u. a. zu nennen das preußische Heer mit seiner sozialistischen Kraft der wunderbaren Einheitsleistung. 3. Hervorstechende Begabung der Deutschen für wehr- taktische, wehrtechnische und wehrgeistige Dinge. Beweis dafür ist, daß unser Volk so viele gute Generale und so viele gute militärische Unterführer hervorgebracht hat; aus der gleichen Eigenschaft heraus ist auch der rasche Wiederaufbau unserer Wehrmacht nach den langen Jahren der Wehrwüste seit dem Weltkriege erfolgt. 4. Innerer Hang unseres Volkes zur allgemeinen Wehrpflicht. — Die s ch l e ch t en Eigenschaften, also die Kehrseite der Medaille, faßte Professor Schmitthenner folgender/ maßen zusammen: Die wehr p o l i t i s ch e Fähigkeit, aus diesem wunderbaren deutschen Menschen- material mit seinen hervorragenden militärischen Eigenschaften etwas zu machen für das ganze Volk, für die Dauer, für unfern völkischen Bereich, für unsere ewige Ausgabe, suhlte unserem Volk so gut wie ganz, abgesehen von einigen wenigen Höhepunkten, auf die geniale Menschen uns emporge- hoben haben. Den Beweis für diese Feststellung führte der Redner bei einem kurzen geistigen Gang durch die deutsche Geschichte, bei dem er die jahrhundertelange Zerrissenheit des deutschen Raumes miAiaMtBtM/M'reJLgaaJwr'.gra»'1..' u* jrrjiw.vTi»rn;..nu■KJn/.rnF.'ajHr,-/M in eine Unmenge von Vaterländern, sowie die geradezu unfaßliche Zersplitterung aller wehrhaften Kräfte des deutschen Volkstums in zahllose bewaffnete Gruppen mehr ober minder größerer Art, Kontingentstruppenteile usw. kennzeichnete, schließlich auch die erschütternde Feststellung ins Gedächtnis zurückrief, daß dem Heere des Zweiten Reiches, dem ruhmreichsten Heere der Welt, nach unzähligen glänzenden Siegen an allen Fronten des Großen Krieges aus dem eigenen Volke der Dolchstoß in den Rücken versetzt wurde. Den Grund dafür, daß unser deutsches Volk einerseits die wunderbarsten Soldaten der Welt besaß, auf der anderen Seite eine absolute wehrpolitische Unfähigkeit bestand, aus diesem Soldatentum etwas zu machen, haben wir bei uns selbst zu suchen. Diesen Grund, der zugleich der innere Feind unseres Volkes war und in gewissem Maße heute noch ist, machte der Vortragende deutlich erkennbar in der Ueberfrembung des Deutschen, an der wir seit der Zeit der Germanen bis heute gelitten haben und die auch in unserer Zeit noch nicht verschwunden ist. Daraus resultiert der alles zerstörende und für unser Volk so außerordentlich schädliche Partikularismus auf allen Gebieten des deutschen Lebens. Alle unsere Kräfte sind nötig, um dieses Erbübel zu vernichten. Durch den Partikularismus hat sich unser deutsches Schicksal vielfach zum Schaden unseres Volkes erfüllt. An Hand einer Anzahl graphischer Bilder machte der Redner in diesem Zusammenhänge deutlich, welchen schweren Daseinskampf unser Volk mit seinen Grenzen ohne natürliche Festigkeit und ohne politisches Zentrum um seine Existenz zu führen hat, und wie der gewaltige Druck der in dieser Hinsicht bessergestellten Mächte Frankreich und Rußland mit ihren geographisch- politisch festen Zentren und dementsprechender Ordnung des Raumes sich gegen die Deutschen ausgewirkt hat. Weiter zeigte der Redner auf, wie sich der Partikularismus auch in die deutschen Seelen hinein- gefressen und dort die gleichen Verheerungen ange- richtet hat, wie im deutschen Raum. Daraus ist es zu erklären, daß in England und Frankreich Dutzende wehrpolitischer Menschen aus dem Volke emporgestiegen sind, die wehrpolitisch von Natur aus waren und in deren Händen das Schicksal ihres Landes aufs Beste geborgen war, uns Deutschen einst aber nur einmal dieses Geschenk des Schicksals vergönnt war, in dem Altreichskanzler Bismarck. Aber auch dieser Mann hatte schwere Kämvse mit dem deutschen Partikularismus auszukämpfen, und vor allem war der Deutsche Reichstag von damals geradezu der Vertreter dieses Partikularismus. In diesem Reichstag war der größte Feind unseres Volkes, der Partikularismus, zum deutschen Gesetzgeber erhoben. Das unheilvolle Wirken dieser partikularistischen Kräfte im Reichstag machte der Vortragende beut« lich erkennbar an der Wehrpolitik vor dem Kriege. Er schilderte dabei die Knauserigkeit, ja den geradezu filzigen Geiz jenes Reichstags bei der Behandlung der lebenswichtigen deutschen Wehrbe- lange. Dadurch kam es, daß Millionen gesunder, waffenfähiger deutscher Männer bei Ausbruch des Großen Krieges nicht mit der Waffe ausgebildet waren, fünf Millionen deutsche Menschen am 1. August 1914 ungeübt im Gebrauch der Waffe herumliefen, währenb in Frankreich die Ausbildung der waffenfähiger Männer erheblich weiter als bei uns vorangebracht war. Frankreich mit feiner geringeren Bevölkerungszahl stellte bei Kriegsausbruch ein größeres Heer ins Feld, als Deutschland^ mit seiner erheblich größeren Bevolkerungsmenge. Wären damals die fünf Millionen nicht ausgebildeter deut« scher Männer im Gebrauch der Waffee geübt gewesen und sofort mit eingesetzt worden, bann hätte S ELTE RS VVEG 4~ die Weltgeschichte einen anderen Sinn bekommen. Der Redner machte aber auch deutlich, wie in der Vorkriegszeit dem im Heere dienenden deutschen Manne weitgehende Fürsorge zuteil mürbe, wie man aber nach seiner Entlassung ihn sich selbst überließ, sich in keiner Weise um fein weiteres Lebensschicksal kümmerte, ihn in menschenunwürdigen Wohnungen hausen ließ und in sozialer Hinsicht gar nichts zu seinem Besten tat, ja ihn widerstandslos den staatsfeindlichen Strömungen in die Hand kommen ließ. Und doch geschah das große Wunder, daß alle diese Männer im August 1914 aufstanden und bereit waren, bis zum Letzten für das Vaterland einzutreten. Nun endlich ist ein Mann gekommen, der den Feind in der deutschen Seele und im deutschen Leben, den Partikularismus, überwindet, den Klassenhaß und Klassenkampf vernichtet hat. Jede Milliarde für unsere beutfehe Wehrmacht i ft d i e beste Lebensslcherung, die beste Friedenssicherung für unser Volk. Das ist die Erkenntnis, die uns durch diesen Ueberroinber des Partikularismus geworben ist. Und wir wissen auch, daß Pazifismus, Defaitismus und Partikularismus Verbrechen am Volke find. Darum bringen wir auch allen Dingen des deutschen Lebens wachsendes wehrpolitisches Verständnis entgegen. Und wenn wir unsere Wehrhaftigkeit in vollem Ausmaß gestalten, bann tragen wir in bester Weste bei zur Stärkung unserer wehrpoliti- schen Lage. Der Nationalsozialismus erst machte uns zu einem reifen politischen Volk, er erst macht unsere Wehr- parier feier! Sonnenwende auf dem Trieb. Alle Volksgenossen sind dazu eingeladen. Der Trieb vor der Volkshalle wird am morgigen Mittwoch, 21. Dezember, der Schauplatz einer besonderen und würdigen Feier sein. Die Partei veranstaltet an diesem Abend eine große Sonnwendfeier, an der sich sämtliche Gliederungen beteiligen werden. Darüber hinaus ist die ganze Bevölkerung von Gießen herzlich eingeladen. Um jedermann die Beteiligung zu ermöglichen, wurde der Ort der Feier so nahe an die Stadt verlegt, daß es keines weiten Weges zurückzulegen bedarf. Die Gliederungen der Partei werden in großem. Viereck um den Holzstoß antreten; vier Sprecher der Hitler-Jugend bringen den Feuerspruch zum Vortrag. Im Mittelpunkt der Feier wird die Ansprache des Kreisleiters Backhaus stehen. Zur musikalischen Ausgestaltung wirkt der Musikzug der SA.- Stanbarte 116 mit. Die Feier beginnt um 2 0.30 Uhr. Sie soll zu einer schonen Kundgebung der Volksgemeinschaft werden. Es wird erwartet, daß sich alle Volksgenossen unserer Stadt an dieser Feierstunde beteiligen. Hausdame Fräulein Bogner. Paul Klinger ist der Rennfahrer Werner Bruck. Spielleitung: Hans H. Z e r l e 11. Im Programmheft sucht man vergeblich nach einem Hinweis auf die „Schauspielerin" von Roland Schacht, dem der Film doch immerhin allerlei zu verdanken hat. Im Vorspann heißt es wenigstens „nach einem Motiv ..." — (Tobis.) Im Beiprogramm gibt es die neue Tobis- Wochenschau, einen Kurzfilm „Die geliebte Stimme" und interessante Bilder von einer Seereise nach Java. Hans Thyriot. Saatkrähen im Dezember. Don Karl Scherer. Die lange Zeile der alten Poststraße steigt schnurgerade zwischen Feldern und Wiesen den Hügelrücken hinauf und mündet auf der Kammhohe in den Hochwald. Zwei Reihen turmhoher Silberpappeln säumen die Straße ein. Heute schwanken die mächtigen Stämme, die Rastbäume aller Raben und Krähen, im Dezembersturm, der pfeifend durch die Kronen fährt. Ein dunkler Vogelschwarm treibt, wirr durcheinandenschießend, vor dem harten Wehen mit großer Fahrt nach Norden; jetzt heben sich die schwarzen Wanderer höher, daß sie nur noch faustgroß erscheinen. Nun haben sie den windstillen Luftgürtel über dem Sturm erreicht und streben mit raschen Flügelschlägen nach Süden zurück, schon sind sie dem Auge entschwunden ... Die Saatkrähe ist einer unserer stärksten und kühnsten Flieger, der im Gegensatz zu den meisten anderen Vogelarten, die sich feiten über 200 bis 400 Meter erheben, auch höhere Luftschichten nicht meidet! Flugzeuge sind ihnen in Höhen von 2000 Meter und darüber begegnet. Das tiefschwarze Gefieder mit stahlblauem Metallschiller auf Rücken und Flügeldecken läßt sie leicht von der grauen Nebelkrähe unterscheiden. Die Saatkrähe ist kein Kulturflüchter. Während die Raben- und Nebelkrähen auch in der Tiefe weiter zusammenhängender Waldungen horsten, zielt die Saatkrähe Feldgehölze und kleine Wälder vor, doch nur solche mit hoben alten Bäumen, deren dichte Kronen dem Brutgeschäft eine gewisse Ruhe und Verborgenheit sichern. Dem Gebirge bleibt sie fern, die Ebene ist ihr eigentliches Revier. Wo Seen und Sümpfe zwischen Feldern und Wäldern sich ausbreiten, wo ein Fluß, dessen Userbäume gute Deckung geben, durch Auen und Wiesen zieht, dort haust die Saatkrähe gern; erst der Christmonat mit seinen Stürmen und Schneefällen treibt sie in die Nähe menschlicher Ansiedlungen. Es ist Winter geworden, lieber der Großstadt hängen niedrige graue Wolken, aus denen es bei gelindem Frost leicht und flockig feit der Abenddämmerung herniederrieselt. Am Morgen glänzen Dächer und Straßen silberweiß, Anlagen und Parks sind verschneit, und die Pflüge türmen die Schneemassen zur 5eite auf, um den Straßengängern Weg und Bahn zu schaffen. Die erleben heute eine Überraschung: die ersten Wintergäste haben sich eingestellt! Zwischen jben Nadelholzgruppen und kahlen Laubbäumen des Stadtparks fliegen große schwarze Vögel umher, lassen sich auf der blitzenden Decke nieder, suchen im Schnee und flattern vor btn Vorüberkommenden zwischen die Sträucher. Das tiefe Schwarz des Gefieders sticht prächtig ab gegen das blendende Weiß des Winterschmucks. Jetzt opfert ein Tierfreund einen Teil feines Frühstücks und streut Brotbrocken unter die Stauden. Den dunklen Gästen entgeht die Spende nicht; mit scheuer Vorsicht Hüpfen sie von Ast zu Ast, nähern sich verstohlen und fliegen mit der Beute vom Wege ab, um von nun ab, solange die Notzeit währt, allmorgendlich zur gleichen Stelle zu erscheinen und ihre ßiebesfteiTer zu fordern ... Die Tage werden wieder länger, der März hat nach hartem Frost Tauwetter und linde Vorfrühlingstage gebracht; auf den Grashalden gegen Mittag keimen blaue Bergaurikeln und gelbe Himmelschlüssel. Furche um Furche zieht der Pflug die Ackerbreite auf und nieder. Ein Schwarm Saatkrähen folgt dem hemdärmeligen Bauern und durchsucht die braunen Schollen nach Gewürm und Engerlingen. Nun heben sie sich unversehens meterhoch über den Boden, streichen quarrend und krächzend — die Krähe zählt zu den vorlautesten und lärmendsten Rusern unter den Vögeln — eine Strecke weit felbeinroärts, lassen sich beobachtend nieder und kehren erst zurück, wenn die Luft wieder rein ist — auf dem Randweg war der Heger mit seinem Krummbein aus den Birkenbüschen aukge- taucht, und die klugen, scharfsichtigen Vögel wissen das fatale Schießeisen des Grünrocks von der harmlos knallenden Peitsche des Pflügers wohl zu unterscheiden. Das Eschengehölz am Hügelhang ist die Brutstätte der Saatkrähen; Dutzende von Nestern stehen in den kahlen Wipfeln der hohen Bäume dicht beieinander, und wenn die alten Horste nicht ausreichen, werden in den oeräfteten Kronen der Nachbar- tämme neue gebaut. Auf Form und Aussehen ihrer Bauten legen die Krähen kein Gewicht, nur der Spatz, der Gassenjunge unter den Vögeln, kommt ihnen an Lüderlichkeit des Nestbaus gleich. Bald liegen vier grüne, braungetüpfelte Eier in der Mulde, denen blinde und nackte Jungen entschlüpfen; ihre Gefräßigkeit läßt die aller anderen Dogelarten weit hinter sich — der Futterbedarf des Nesthockers ist etwa viermal so groß wie der des alten Vogels! Jetzt kommt Me Nützlichkeit der Saatkrähe zur Gel« tung, die dem Schaden mindestens die Waage hält: unwahrscheinliche Mengen von Schnecken, Grillen und sonderlich von Maikäfern werden auf den sprossenden Wiesen und unter den Bäumen ausgelesen, im Schlund zum Horst getragen und in Eile verfüttert, und dieses nützliche 'Werk währt von der Frühe bis zum Abend ... * Doch die Zahl der Krähenfeinde ist groß; der Fuchs liebt ihr zartes Fleisch und beschleicht sie gern, der Baummarder überrumpelt sie auf dem Gehege und vernichtet ganze Kolonien, Wanderfalken und bei Nacht die großen Eulen halten unter den Saatkrähen fürchterlich Musterung, lieber ben Baumwipfeln kreist ein Habichtspaar. Mit durchbringen- bem Geschrei flattern bie geängstigten Krähen wirr durcheinander; sie haben bie Gefahr längst wahrgenommen, boch sie weichen nicht von ihren Horsten: größer als der Selbsterhaltungstrieb ist die Elternsorge. Der wachsende Lärm der Bedrohten stört die Räuber nicht: schon steht der eine auf bem Horst- ranb, greift die noch nicht flüggen Nestlinge und steigt steil wieder auf, und während bie Massen der Schwarzen wütend auf den Feind stoßen urtb hassen, raubt der andere ein zweites Nest aus urtb entkommt glücklich mit der Beute zu der eigenen gierenden Brut ... Hochschulnachrichten. Professor Dr. Hennig Brinkmann wurde zum Ordinarius für deutsche Philologie an der Universität Frankfurt und zum Nachfolger des nach Berlin berufenen Professors Dr. Schwietering ernannt. Der ao. Professor Dr. William Th reis all ist zum Ordinarius für Mathematik an der Universität Frankfurt ernannt worden. Dem Professor Dr. Paul Bockmann ist der Lehrstuhl für neuere deutsche Literaturgeschichte an der Universität Heidelberg Übertranen roorbep. Professor Böckmann habilitierte sich 1930 in Hamburg und wurde 1938 zum ao. Prof, ernannt 1937 wurde er zunächst mit der Vertretung des Lehrstuhls in Heidelberg beauftragt. 1935 erschien sein Buch „Hölderlin und seine Göttec". Hastigkeit vollkommen. Der Nationalsozialis- m u s ist keine Mode, keine Möglichkeit, er ist einfach dasLebensgesetz unseres Volkes. Und in unsere Seele hat der große Mann, den Gottes Gnade uns zum Führer geschenkt hat, das Bewußtsein hin- eingelegt, daß unsere Aufgabe der Wehrhaftigkeit allem Geschehen voranzugehen hat. Darum glauben und vertrauen wir diesem großen Manne, der unser Volk führt und der dafür sorgen wird, daß das Schicksal des deutschen Volkes nicht wieder das Bild eines „Blitzstrahls am nächtlichen Himmel" geben wird. In der Gefolgschaft dieses Mannes werden wir groß und frei sein, und in seinem Geiste wird unser Volk glücklich und froh dahinschreiten wie der ewige Gang der Gestirne. Starker Beifall dankte dem Vortragenden für seine mitreißenden Worte. Dr. Meesmann gab diesem Dank der Hörer herzlichen Ausdruck und faßte das Gelöbnis der Treue und den Dank für den Führer in das freudig aufgenommene Sieg-Heil auf Adolf Hitler zusammen. Natsherrensihung in Gießen. Am morgigen Mittwoch, 21. Dezember, um 17 Uhr beginnend, findet im Sitzungssaale des Stadthauses, Bergstraße, eine öffentliche Sitzung der Ratsherren statt. Auf der Tagesordnung stehen folgende Vorlagen: Nachtragshaushaltssatzung und Nachtragshaushaltsplan der Stadt Gießen für das Rj 1938; Erhebung einer Jagd-, und Fischereisteuer; Konzessionsabgabe (Wegebenutzungsabgabe) von den gemeindlichen Verkehrsbetrieben. Heimische Bäche und Flüsse unter Eis. Der Winter hat auch die Bach- und Flußläufe unserer Heimat in seinen Bann geschlagen. Der schmale und nicht sonderlich bewegte Lauf der Wieseck überzog sich zuerst mit der glitzernden Schicht harten Eises. Für die Abermannlck)en Gänse hörte damit das Vergnügen auf, sich auf dem Wasser tummeln zu können. Auch der breite Lauf der Lahn vermochte der Kälte keinen Widerstand mehr zu leisten. Von Ufer zu Ufer spannt sich die Eisdecke, unterschiedlich in der Färbung von weiß zu hellgrün und bläulich. Trügerisch ist die Fläche, und keinem Kinde wäre zu raten, den Fuß auf das Eis der Lahn zu setzen. An einigen wenigen Stellen unter der Lahnbrücke ist die Eisdecke nicht völlig geschlossen. So wie Lahn und Wieseck, so sind auch alle anderen Flüsse und Bäche unserer Heimat mehr oder weniger vollständig von Eis geschlossen worden. Die Lumda wurde bei Mainzlar gestaut und dadurch Wasser auf eine Wiese gedrängt, damit für die Jugend eine Eislaufbahn entsteht. Die Eisbahn in Gießen wird bald — foferne der Frost etwas nachläßt — das Ziel aller Kinder fein, die sich im Besitze von Schlittschuhen befinden. Bisher war es nicht möglich, sich in der Kälte des schneidenden Ostwindes länger als wenige Minuten an der Eisbahn zu behaupten. Aber nun fällt Schnee, vielleicht wird es etwas wärmer. Gestern abend wurden 14,4 Grad Celsius unter Null gemessen, heute morgen waren es noch 12 Grad. Noch also ist es sehr kalt! Aber'ein altes Sprichwort sagt, daß strenge Herren nicht lange regieren... Schützt die Hunde vor der Kälte! Das Schicksal der Hofhunde ist meistens beklagenswert. Sinn- und zwecklos — weil vielfach nichts Besonderes zu bewachen ist — läßt man sie oft Tag und Nacht bei jeder Witterung an der Kette liegen. Der unermüdliche Wächter von Haus und Hof muß nach den geltenden Bestimmungen ebenfalls einen Unterkunftsraum haben, der ihn vor Wind, Kälte, Nässe und Schnee in ausreichendem Maße schützt. Diesen Forderungen muß auch jede Hütte entsprechen, falls der Hund nicht im Hause besser untergebracht werden kann. Heber den Eingang! der Hütte muß ein dicker Sack oder dergl. gehängt werden, der dem Hund das Durchschlüpfen gestattet, aber der Zugluft den Eintritt verwehrt. Die Hütte muß an einer windgeschützten Stelle stehen, an der sich kein Wasser ansammeln und auch keine Erdfeuchtigkeit in den Hüttenboden ziehen kann. Das Lager soll trocken, die Lagerstreu in der kalten Jahreszeit besonders reichlich sein und öfters gewechselt werden. Der Unterkunftsraum ist regelmäßig gründlich zu reinigen und von Ungeziefer freizuhalten. Auch der Kettenhund braucht im Winter mehr Futter als im Sommer. Futter- und Trinkgefäße müssen stets sauber gehalten werden. Die Kette soll mindestens zwei Meter lang, nicht schwer und an ihren Enden mit Wirbeln versehen sein, damit der Hund sich nicht festschnüren kann. Der belaufene Umkreis der Hütte ist mindestens täglich gründlich zu säubern. Dem angeketteten Hund muß auch die Möglichkeit gegeben werden, täglich einige Stunden frei herumzulaufen, um sich die für Gesundheit und Wohlergehen erforderliche Bewegung verschaffen zu können. hierdurch wird die Wachsamkeit erhöht, auch wird der Hund nicht so leicht bösartig gegen seine nächste Umgebung. Zur Vermeidung unnötiger Tierquälerei ist es richtiger und besser, den Hund nicht anzuketten, sondern um seine Hütte in weitem Abstand einen Drahtzaun^aufzustellen. Den Zughunden ist für unterwegs ein der Größe des Hundes entsprechendes Brett, sowie eine daraufzulegende Matte oder alter Teppichstoff mitzunehmen und in den Ruhepausen den Tieren unterzulegen, damit sie an Haltepunkte trocken liegen. Gleichfalls müssen die wartenden Hunde durch Auflegen einer wärmenden Decke vor Kälte und Nässe von oben geschützt werden. Gleich allen anderen viel im Freien sich bewegenden Arbeitstieren haben auch die Zughunde zu ihrer Ernährung im Winter mehr Futter nötig, als im Sommer. Ein Napf voll warmen, wohlschmeckenden Futters — am besten aus fleischhaltigen Tischabfällen mit gekochten Haferflocken und dergl. vermengt — muß dem Zughunde täglich mindestens zweimal gereicht werden, daneben recht oft lauwarmes Trinkwasser. Gießener Wochenmarktpreise. * Gießen, 20. Dez. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, XA kg 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 9, Wirsing, kg 9, Weißkraut 7, Rotkraut 8 bis 9^ gelbe Rüben und Karotten 8 bis 10, rote Rüben 9 bis 10, Spinat 12 bis 15, Unterkohlrabi 8, Grünkohl 12 bis 15, Rosenkohl 15 bis 30, Feldsalat, 1/10 8 bis 10, Tomaten, Vi kg 50, Zwiebeln 12 bis 15, Meerrettich 35 bis 55, Schwarzwurzeln 25 bis 35, Kartoffeln, % kg 4 Pf., 5 kg 40 Pf., 50 kg 3 bis 3,50 Mark, Aepfel, kg 40 bis 50 Pf., Nüsse 50 bis 60 Pf., junge Hähne 1 bis 1,20 Mark, Suppen- Hühner 90 Pf. bis 1 Mark, Gänse 1 bis 1,30, Enten 1,20 Mark, Tauben, das Stück 50 bis 60 Pf., Blumenkohl 20 bis 40, Endivien 5 bis 10, Oberkohlrabi 5 bis 10, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 15, Sellerie 10 bis 40 Pf. ** Wechsel in der Ortsverbandsleitung des Sparerbundes. In einer Versammlung des Ortsverbandes Gießen des Sparerbundes am Samstagabend wurde mitgeteilt, daß der seitherige Ortsverbandsleiter Lorenz sein Amt nte= verlegen mußte, da er zur Sparerschutzkasse nach Magdeburg versetzt wurde. Durch seine rührige Tätigkeit hat Herr Lorenz den Ortsverband Gießen zu einem der größten im Reich gemacht. Zum kommissarischen Ortsverbandsleiter wurde das langjährige Vorstandsmitglied, Kassenwart Fr. N o r t h, ernannt. ** Erfolgreicher Gießener Kanari e n z ü ch t e r. Am Sonntag errang der Vorsitzende des hiesigen Kanarienzuchtvereins, Heinrich Schmidtt, auf der Landesgruppen-Ausstellung in Darmstadt mit seiner diesjährigen Nachzucht einen ehrenvollen Sieg. Der Stamm ersang 333 Punkte und damit die Meisterschaft der Landesfachgruppe Hessen-Nassau unter 24 ausgestellten Stämmen. Da diese Schau zugleich die Vorprüfung für die im Januar in Nürnberg stattfindende Austragung der Deutschen Meisterschaft im Reichsverband war, so ist Heinrich Schmidt als erster im Gau Hessen-Nassau berechtigt, seinen Stamm Kanarienvögel zu diesem Wettbewerb zu entsenden. An Ehrenpreisen erhielt der Züchter die große goldene Plakette der Reichsfachgruppe Deutscher Kanarienzüchter, ferner die große silberne Medaille des Reichsverbandes Deutscher Kleinzüchter sowie den 1. Ehrenpreis des Reichsverbandes Deutscher Kanarienzüchter. ** Warnung vor spanischem Feuerwerk. Es ist wiederholt beobachtet worden, daß spanisches Feuerwerk (Radauplätzchen, Teufelskracher usw.) in der Zündmasse gelben Phosphor enthielten. Bei einem zehnjährigen Knaben, der zwei Radauplätzchen zum Lutschen in den Mund genommen und dann verzehrt hatte, traten Hebelkeit, Erbrechen und schließlich der Tod ein. Gelber Phosphor ist ein starkes Gift. Es wird daher dringend davor gewarnt, derartiges Feuerwerk Kindern zugänglich zu machen. Schönstes Weihnachtsgeschenk. NSG. „Weißt du's schon?" wispert eifrig die Buchhalterin Amalie der Stenotypistin Lotte ins Ohr, als diese gerade Briefe sortiert: „Geld fällt vom Himmel." „Ach, du meinst wohl Schnee!" entgegnete schnippisch Lotte. „Ich kann mir schon denken, daß für dich Schnee Geld ist, weil du mir schon immer deine Schier andrehen willst." „Ach, tu doch nicht so! Außerdem gebe ich dir die Schier ja ganz billig, und ich wiederhole trotzdem: Geld fällt vom Himmel. Das ist nämlich ein Film, wenn du das noch nicht wissen solltest." „So? Wer spielt denn da mit?" „Das kann ich dir leider nicht sagen, denn ich habe ihn noch nicht gesehen. Aber ich finde den Titel so vielversprechend. So könnte es doch mal im Leben fein. Manchmal scheint mir, ist es auch so ..." „Blödsinn!" „Wieso Blödsinn? Hat dich noch nie das Glück überrascht? Wenn wir's lange voraus wüßten, dann wäre es gar nicht mehr das richtige. Ohne Ueber- raschung ist die Freude eben nur halb so groß." „Nun ja, aber an solchen Ueberraschungen fehlt es mal arg bei uns." „Deine Hirngespinste kenne ich, aber wenn du mir verraten kannst, wie ich auf anständige Weise das Geld für Ottos Fahrrad und einen neuen Mantel zu Weihnachten aufbringen kann, dann — bin ich mucksmäuschenstill." „Ich sage dir's nur, wenn du's für dich behalten kannst." „Aber natürlich. Spanne mich nicht auf die Folter!" „Also, dann nimm einfach dieses hier" und Amalie zieht aus ihrer Schreibtischschublade einen blau- grauen Zettel. „Was ist denn das?" „Nicht schwer zu erraten. Schau, was drauf steht. Lies richtig, dann hast du's." „R e i ch s l o 11 e r i e ..." „Vorm Heiligenabend kannst du schon wissen, ob das Glück dich überrascht hat, und dabei brauchst du nur eine Mark riskieren." „Ja du bist gut, Fust gerade so, als ob ich die Markstücke aus dem Aermel schüttle. Wenn ich nun nicht gewinne?" „Aber Lotte! Schau doch genauer hin. Es heißt: für Arbeitsbeschaffung. Was tätejt du, wenn dir heute wieder gekündigt würde? Es würde nicht mal mehr zu einer kleinen Weihnachtstanne reichen, und dabei hast du doch so viele Wünsche! Sei gescheit! Du hast bei diesem Los immer gewonnen, auch wenn nicht gleich fünfzigtausend Mark dir in den Schoß fallen. Deine und unsere Arbeitsmöglichkeiten werden dadurch gestärkt und erhalten. Ist das nicht ein hoher Gewinn für ein 80-Millio- nen-Dolk? Und das ist doch das schönste Weihnachtsgeschenk für uns alle!" älteren Bäume. Im nächsten Jahre sollen alle Bäume in der Gemarkung systematisch gespritzt werden. Im nächsten Jahre soll ein Ausflug nach Geisenheim am Rhein unternommen werden. Zum Schluß der Versammlung wurden 16 vom Bezirksverband gespendete Dbftbäume unter die Mitglieder verlost. Kreis Alsfeld. ch Bernsfeld , 19. Dez. Dom 13. bis 17. Dezember fand unter Leitung von Bürgermeister Hock (Wettsaasen) ein Luftschutzkursus statt. Die Teilnehmer wurden eingehend darüber aufgeklärt, wie man sich im Falle ein Gasangriffes zu verhalten hat; man lernte die verschiedenen Gasarten kennen, und durch Sanitäter aus Nieder-Ohmen wurde außerdem gezeigt, wie erste Hilfe bei Unglücksfällen geleistet wird. Die Teilnehmer folgten den Vorträgen mit großer Aufmerksamkeit. — In der hiesigen NS. - Kriegerkameradschaft, der eine Schützengruppe angegliedert ist, konnte folgenden Kameraden die bronzene Ehrennadel verliehen werden: Altschützen (über 50 Jahre): August Th e iß II. 128 Ringe, Wilhelm Hormann 115 Ringe. Jungschützen: Karl Grün II. 136 Ringe, Hermann Heidt 136 Ringe, Wilhelm Münch 134 Ringe, Heinrich Erb 133 Ringe und Emil Mül- l e r 131 Ringe. Kreis Friedberg. • LPD. Friedb erg , 18. Dez. Im Kreisort Dorheim mußte auf Anordnung des Kreisgesundheitsamtes die Schule mit sofortiger Wirkung geschlossen werden, weil die Diphtherie unter den Schulkindern stark um sich greift. Arbeitstagung der hessischen Kreishandwerksmeister. Fwd. Darmstadt, 15. Dez. In einer von dem Vorsitzenden der Hessischen Handwerkskammer Darmstadt, Landeshandwerksmeister Gauamtsleiter Garner, geleiteten Arbeitstagung der Kreishandwerksmeister des Kammerbezirks Darmstadt mit ihren Stellvertretern und Geschäftsführern wurden den Handwerksführern die Richtlinien für die Winke rarbeit gegeben. Landeshandwerksmeister Garner gab einen umfassenden Heberblick über die bedeutungsvollen Aufgaben auf wirtschaftlichem Gebiet, die die Staatsführung dem Handwerk stellt. Er behandelte in diesem Zusammenhang besonders eingehend die Notwendigkeit weiterer Leistungssteigerung in jedem einzelnen Handwerksbetrieb durch Betriebsverbesse- rung und erhöhte Arbeitsleistung, die Frage des restlosen Arbeitseinsatzes gemäß den Erfordernissen Gedenkt der hungernden Vögel. Starke Zunahme -er Beschäftigung. Oie November-Entwicklung des Arbeitseinsatzes im Landesarbeitsamtsbezirk Hessen. Die Presiestelle des Landesarbeitsamts Hessen teilt mit: Der Monat November brachte eine für diese Jahreszeit ungewöhnlich starke Zunahme der Beschäftigung. Die milde Witterung, die den Fortgang fast aller Außenarbeiten gestattete, und der Beginn der Holzfällarbeiten mit ihrem großen Einsatz von Arbeitskräften waren dabei ausschlaggebend. Insgesamt nahm die Zahl der Be- s ch ä f t i g t e n um rund 10 000 zu, sie stieg auf 1 0 4 2 0 0 0. Dabei hielt sich die Beschäftigung der Frauen — entgegen der Entwicklung in den Vormonaten — ungefähr auf der gleichen Höhe, so daß die Zunahme ausschließlich auf männliche Arbeitskräfte entfällt. Es handelt sich hierbei in erster Linie um mehrere tausend Kleinbauern, die nur für die winterliche Holzarbeit als Arbeitskraftreserve eingesetzt werden, ferner um einige tausend Arbeitskräfte, die im November aus auswärtiger Arbeit im Westen des Reiches Arückkehrten; auch der Rest der im Herbst entlassenen Soldaten und eine gewisse Anzahl sonstiger Arbeitsloser wurde in Arbeitsstellen vermittelt. Trotz dieser Zunahme der Beschäftigung blieb die Arbeitseinsatzlage weiterhin sehr angespannt. Tausende von Arbeitsplätzen konnten wegen des Fehlens geeigneter Kräfte nicht besetzt werden, viele Baumaßnahmen und ähnliche Arbeiten wurden vorerst zurückgestellt. In der L'^dwirtschast macht sich nun, nachdem der größte Teil der ausländischen Arbeiter in die Heimat zurückgekehrt ist, der Kräftemangel wieder stärker bemerkbar. In der Forstwirtschaft kann die Erledigung der Holzfällarbeiten wegen des fast völligen Ausfalls der früheren Arbeitskräfte (insbesondere Bauarbeiter) nur durch umfangreichen Einsatz von Kleinbauern sichergestellt werden. In der Bau- und Metallwirtschaft hielt der Kräftemangel, vor allem auch der Mangel an Hilfsarbeitern, an. Der Restbestand nn Arbeitslosen, der im vorigen Monat durch die Neumeldungen von entlaßenen Arbeitsmännern und Soldaten etwas erhöht worden war, ging nach der restlosen Vermittlung dieser Kräfte wieder zurück. Die Zahl der Arbeitslosen sank um 1255 auf 1 08 64, womit fast der Tiefstand des Jahres (Ende September) wieder erreicht ist. Auch hier entfällt die Abnahme zum größten Teil auf die Männer (—1123). Von den gemeldeten Arbeitslosen sind nur noch rund 1800 voll einsatz- und ausgleichsfähig, d. h. für den Einsatz in örtlicher und auswärtiger Arbeit voll geeignet, und bei diesen handelt es sich fast ausschließlich um fluktuierende Kräfte, die nur am Stichtag der Zählung wegen Stellenwechsels ohne Beschäftigung waren. Der Rest der Arbeitslosen ist nicht voll einsatzfähig (4600), oder aus verschiedenen Gründen an den Wohnort gebunden. Von den Dienststellen der Reichsanstalt erhielten am 30. November d. I. 4534 Volksgenossen Arbeitslosenunterstützung. Die Zahl der Unterstützten hat sich also um 105 erbost. Bei Notstandsarbeiten waren am Monatsende nur noch 175 Arbeiter beschäftigt. des Staates, die Fortführung der Schulung des Handwerks in den neuen Werkstoffen sowie die Ausbildung der künftigen Meister in Fach- und Allgemeinkursen. Besondere Aufgaben liegen der Handwerksorgcmisation auf dem Gebiete der gründ'- lichen Ausbildung des handwerklichen Nachwuchses auf Grund der Lehrzeitverkurzung ob; denn an der Bereitstellung geschulter Facharbeiter durch beste Ausbildung des Nachwuchses zu arbeiten, ist Ehrenpflicht jedes Handwerksbetriebes. Bei den großen Vauarbeiten, wie auf dem Gebiet des Lieferwesens, hat das Handwerk mit feinen Einrichtungen, wie Arbeitsgemeinschaften, La nd e sli e f e ru n g s g e n o ss e n - schäften und Bauträgergesellschaften, gute Erfolge zu verzeichnen. Der Redner ging sodann auf die neuen Anordnungen des Reichstreuhänders der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Hessen hinsichttich der Arbeits- und Lohngestaltung, wie der Abwerbung, ein. Die Ausführungen des Landeshandwerksmeisters wurden durch verschiedene Fachreferate ergänzt. Heber den Leistungskampf der Betriebe und die Aufgaben des Handwerkswettkampfes sprach der stellv. Gauhandwerkswalter Krause. Mit Worten des Dankes und dem Gelöbnis des unbedingten Einsatzes bei allen Aufgaben durch die Kreishandwerksmeister schloß der stellv. Kammervorsitzende Späth die Sitzung. Jüdische Steuerbetrüger. Lpd. Frankfurt «. M., 19. Dez. Die Kette der Betrügereien von Juden reißt nicht ab. Vom Finanzamt Frankfurt-Ost wurde jetzt wieder der Jude Wilhelm Leyens, Frankfurt, Blumenstraße 8, wegen Hinterziehung von Hmsatz-, Einkommen- und Aus Oer engeren Heimat in jedem ©emerbeertragsfteuer zu 9 000 Mark Geldstrafe verurteilt, während der Jude Marttn Re in ach in Bad Homburg wegen Einkommen- und Vermögenssteuerhinterziehung vom Finanzamt Bad Homburg mit einer Geldstrafe von 8 0 0 0 Mark belegt wurde. Keine Umgehung der Feiertagszahlung. Fwd. Der Reichstreuhänder der Slrbeit für das Wirtschaftsgebiet Hessen, Dr. Schwelter, gibt <> Holzheim, 19. Dez. Der hiesige Ob stund (9 a r t-e n b a u d e ne i n hielt im Rathaus- saal seine Generalversammlung ab. Vereinsführer Bürgermeister Buß leitete die gutbesuchte Versammlung. Baumwart Jung erstattete den Rechenschaftsbericht, der einen Heberschuß von 270 Mark , verzeichnete. Flurschütz Jung sprach über Behänd- einzelnen uuumaj au Hirnen lung und Düngung der Dbftbäume. empfahl Auf- ihnen mindestens den 2. Weihnachtsfeiertag Pfropfung Der richtigen Sorten und Verjüngung der Falle wie einen vollen Lohntag bezahlt.' Die Gendarmerie konnte bisher nur hören, daß sich in Hungen ein Mann beim Arzt in erster Hilfe behandeln ließ. Ob es sich bei dem Verletzten um den Fahrer des Lastkraftwagens handelt, konnte bisher noch nicht völlig klargestellt werden. Landkreis Gießen. # Mainzlar, 19. Dez. Die Landwirtschaftlichen Bezugs - und Absatzgenossen s ch a f t e n von Mainzlar, Daubringen und Staufenberg faßten in einer Versammlung beim hiesigen Gastwirt Koch den Beschluß, gemeinsam eine moderne Dämpfkolonne anzuschaffen. O0 Lumda, 19. Dez. Die NS.-Kriegerkameradschaft hatte, zu einem Dorfge - meinschaftsabend eingeladen, der von vielen Volksgenossen besucht war. Im Mittelpunkt des Abends stand ein Vortrag von Fräulein Dietrich (Gießen) über ihre Erlebnisse in Spanien. Der Kameradschaftsführer dankte für die außerordentlich interessantem Darlegungen. Er ermahnte, nicht zU erlahmen in der Opferbereitschaft für Volk, Führer und Vaterland. Im weiteren Verlauf der Versammlung wurden die in diesem Herbst entlassenen Reservisten für den NS.-Reichskriegerbund verpflichtet. Der Gesangverein trug durch mehrere Lieder zur Verschönerung des Abends bei. < Münster, 19. Dez. Heute wurde die älteste Einwohnerin des Dorfes, Frau Elisabeth Maberger, Witwe, im Alter von über 9 0 Jahren zu Grabe getragen. Die Verstorbene, die Kinder, Enkel und zahlreiche Enkelkinder hinterläßt, erfreute sich bis zuletzt einer erstaunlichen Rüstigkeit und verfolgte mit reger Anteilnahme die Geschehnisse unserer Zeit. Schwere Unfälle bei der Arbeit. * Beuern, 19. Dez. Der hiesige, 44 Jahre alte Arbeiter Willi Wallenfess erlitt dieser Tage bei seiner Arbeit einen schweren Unfall. Er war mit einem Kameraden damit beschäftigt, Holz von Beuern nach Großen-Buseck zur Bahn und zur Verladung zu bringen. Als in Großen-Buseck Die Zugmaschine abgehängt, zur Seite gefahren und zurückgestoßen wurde, geriet Wallenfels unglücklicherweise zwischen Zugmaschine und Anhänger und erlitt dabei so schwere innere Verletzungen, Daß er in bedenklichem Zustande in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden mußte. Wie wir heute morgen hören, hat sich sein Befinden wieder etwas gebessert. * Krofdorf, 19. Dez. Der bei einer Gießener Zementwarenfabrik beschäftigte 34jährige Arbeiter Gustav Eckarius von hier geriet heute morgen auf einem Anschlußgleis mit dem Oberkörper zwischen die Puffer zweier Waggons und erlitt erhebliche Quetschungen, die seine Sofortige Heberführung in die Chirurgische Klinik notwendig machten. Der bedauernswerte Mann liegt schwer darnieder. * Erda, 19. Dez. Durch einen Verkehrsunfall auf Der Landstraße erlitt die 36jährige Ehefrau Minna des Landwirts und Kraftfahrers P a n z von hier eme schwere Gehirnerschütterung und einen S ch u l t e r d r u ch. Die Verunglückte wurde zur Behandlung in Die Gießener Chirurgische Klinik aufgenommen. Lastkraftwagen im Straßengraben. * Lich, 20. Dez. In Der vergangenen Nacht er- eignete sich auf der Straße zwischen Lich und Langsdorf em Verkehrsunfall. Ein Lastkraft- wagen, schwer mit Zement beladen, war von der Fahrbahn abgekommen, geriet auf das Bankett, fuhr drei Baume um und stürzte dann die Böschung Dabei überschlug sich der Wagen und blieb x° ilT9-Vytorrt auf dem Felde liegen. Ob bei dem Hnsall Personen zu Schaden gekommen sind, konnte bis fetzt nicht endgültig feftgefteüt werden. folgendes bekannt: Der Beauftragte für den Vierjahresplan, Ministerpräsident Generalfeldmarschall Göring, hat durch seine Anordnung über die Lohnzahlung an Feiertagen vom 3. Dezember 1937 bestimmt, daß für alle auf Werktage fallenden Feiertage der regelmäßige Arbeitsverdienst zur Auszahlung zu bringen ist. Nach dieser Verordnung ist in diesem Jahr, da der 1. Weihnachtsfeiertag und der Neujahrstag auf einen Sonntag fallen, lediglich der 2. Weihnachtsfeiertag in allen Betrieben voll zu bezahlen. Während im vergangenen Jahr noch einige Betriebsführer diese Verordnung dadurch umgehen wollten, daß sie die Gefolgschaftsmitglieder kurz vor den Feiertagen entließen, glaube ich, daß in diel m Jahr kein Betriebs führ er versuchen wird, den Anordnungen des Beauftragten für den Vierj ah res- plan irgendwie entgegenzuarbeiten. Ich bin überzeugt, daß die Betriebsführer in diesem Jahr rn.hr als bisher versuchen werden, auch über den Buchstaben der Anordnung hinaus den Sinn der Anordnung zu erfüllen. Es soll jedem deutschen Volksgenossen, ohne Hnterschied, ob er im festen Mvnats- lvhn oder im Tagelohn steht, gleiche Weihnachts- f neu De bereitet werden, und es' soll, wenn irgend möglich, verhindert werden, daß ein Volksgenosse Durch Lohnausfall in Der Weihnachtszeit eine Trübung Der Festfreude erfährt. Ich bitte daher alle Betriebsführer, auch vielleicht an sich gerechtfertigte Entlassungen vor Weihnachten und in -den Weihnachtsfeiertagen nach Möglichkeit nicht vorzunebmen und in Den Fällen, in Denen, wie z. B. im Baugewerbe, durch Witterungsverhältnisse eine Einschränkung der Arbeit in Der Weihnachtszeit erfolgt, Die an sich schon unangenehmen Folgen für den n Gefolgsmann dadurch zu lindern, daß er schalls Göring, den Bund fürs Leben geschloffen. Die großdeutsche Sportgemeinde gratuliert dem jungen Paar. * 2:39 Minuten um 1,6 Sekunden. Wirtschaft ist Schützt die Zuatiere vor Frost! Ein Vlick aus die Handball-Vorrunde 6 :Uf MS Unentsch. D?rl. Frau Katharine Alles, geb. Gondrum Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Alles II Gießen, den 19. Dezember 1938, Ober-Horgern, Holzheim, den 18. Dezember 1938. 8360D $lneufornu+ 8351 D 1. 2. 83760 3 3 1 0 0 0 Q 0 0 0 0 Tödlich verunglückt ist bei einem Motorradunfall der 75jährige Vater des italienischen Meister-Nennfahrers Tazio N u v o l a r i, Arthur Nu- oolan. Der Wiener Max Stiepl gewann beim ersten Eisschnelläufen des Wiener EV. sämtliche Wettbewerbe und zeigte damit, daß er sich bereits in prächtiger Verfassung befindet. G"w. 5 Nkte. 10:2 10:2 10:2 6-6 6 6 2:10 0:12 Tn. Londorf MB -R Gichen Pufhbnffe II Min. Gießen II Pi cf) Krofdorf S^. 1.16 Gießen Sv'"le '6 6 6 6 6 6 6 Samlsthals in großer Auswahl in viel. Preislagen aparteMuster und Farben. Ge$che:kkarton$ io Meo 4 Mtr. für ein Kleid passend in einfarbig u. gemustert 5.70 6.90 8.90 10.— 12.-. Umtausch nach d. Fest gestattet. Handschuhe Geschenkkarlons in Taschentücher. Damen-Mäntel. ManfredVob GIESSEN MarktstüJ bastian Vach. 22: Nachrichten. 22.30: Steht ein Flam men stoß in tiefer Nacht. Sonnwendfeier der Rundfunkspielschar 8 Frankfurt a. M. der Reichs- jugendführun'g. 23: Musik aus Wien. 24 bis 2: Nachtkonzert I. 2 bis 3: Nachtkonzert II. her Drogen- und Gewürzverteiler. NSG. Auf Anweisung der Hauptoereinigun-g der Deutschen Gartenbauwirtschaft, Berlin, haben sich sämtliche Drogen- und Gewürzverteiler umgehend bei dem für sie zuständigen Gartenbauwirtschaftsverband zu melden. Für das Gebiet der Landesbauernschaft Hessen-Nassau (Regierungsbezirk Wiesbaden und Land Hessen) haben die Meldungen an den Gartenbauwirtschastsverband Hessen-Nassau, Frankfurt a. M., Taunusanlage 6, zu erfolgen. Es wird darauf hingewiesen, daß nur diejenigen Drogen- und Gewürzverteiler dieser Meldepflickt unterliegen, die Heil- und Gewürzpflanzen pom Anbauer oder.Sammler zum Zwecke des Weiterverkaufs aufkaufen. Die Apotheken werden von dieser Meldepflicht nicht berührt. Neben dem SC. Riessersee wird der Füssener EV., der am Sonntag die HG. Nürnberg 2:0 (1:0, 1:0, 0:0) besiegte, den Gau Bayern im Kampf um die deutsche Eishockey-Meisterschaft vertreten. 29'45, W 20 (Kreis Alzey) 29,45, W 20 (Kreis . Worms) 29,80 plus 0,50 RM. Fracht-Ausgleich. Für Weizenmehl Type 812 mit Beimischung von Mais- backipehl liegen die Preise 30 Pf. unter den Notierungen. Roggenmehl Type 997 R 12 22,45, R 15 22,80, R 16 22,95, R 18 23,30, R 19 23 50 plus 0.50 NM. Frachtausaleich. Weizenfuttermehl 13,60. Wsi- Zenkleie W 1£ 10,75, W 16 10.90, W 18 11,00. W 19 11,10, W 20 11,20 Mühlenfestpreis ab Mühlen- „Nach der Heimkehr des Sudetenlandes ins Reich", so führt Korpsführer Hühnlein in der Ausschreibung zur Kraftfahrzeug - Winterprüfung 1939 aus, „werden die herrlichen Gebirge, Höhen und Täler der befreiten Gebiete erstmalig der Schauplatz einer Veranstaltung des großdeu'tschen Kraftfahrsports sein. Diese Veranstaltung, die Kraftfahrzeug-Winterprüfung, die eine der wichtigsten und bedeutendsten in der Reihe der alljährlichen Wettbewerbe des Kraftfahr-Geländesports ist, wird zugleich eine einzigartige Demonstration des hohen Standes der deutschen Kraftfahrzeug-Industrie und des bewunderungswürdigen Könnens der Männer des deutschen Motorsports darstellen. Sie beginnt im Altvatergebirge und hezieht, im Böhmerwald endend, sämtliche Gebirgskämme des Sudetenlandes, die ein völliges Neuland für den deutschen Geländefahrer sind, in ihre Streckenführung ein. Der Zweck dieser Spitzenveranstaltung des Kraftfahrgeländesports liegt in der Förderung und stetigen Vervollkommnung der 'Win- t e r f a h r b a r k e i t ber, Kraftfahrzeuge durch die alljährliche Prüfung ihrer unbedingten Betriebsbereitschaft bei jeder winterlichen Witte- rungslage. Sie stellt daher an Material und Maschine die höchsten Anforderungen und beansprucht die Geschicklichkeit u-nb das Können bes Fahrers in gleicher Weise. Zur Teilnahme an ber Kraftfahrzeug-Winterprüfung kann daher nur eine Auslese besonders bewährter Lizenzfahrer zugelassen werden, wie auch die Zahl der teilnehmenden Kraftfahrzeuge mit Rücksicht auf me beabsichtigte Erzielung einwandfreier technischer Erkenntnisse auf 250 beschränkt werden muß. Die Kraftfahrzeug-Winterprüfung wird vom 7. bis 11. Februar durchgeführt. Sie ist für Krafträder mit und ohne Seitenwagen und für Personenwagen offen und besteht aus einer täglichen Startprüfung, einer fünftägigen Zuverlässigkeitsfahrt und einer Fahrzeug-Zustanbsprüfung. Die Gesamtlänge der Zuverlässigkeitsfahrt, bei der Krafträder und Wagen mit wenigen Ausnahmen getrennte Strecken fahren, beträgt 1350 Kilometer, für Krafträder, 1600 Kilometer für Wagen. 1. Fahrtag: Start und Ziel Bad Altheide; 2. Fahrtgg: Bad Altheide^Zittau; 3. Fahrtag: Zittau—Karlsbad: 4. Fahrtag: Start und Ziel Karlsbad: 5. Fahrtag: Karlsbad—Linz., Die Strek- l'enabschnitte der einzelnen Tagesstrecken sind mit vorgeschriebenen Durchschnittsgeschwindiokelten zurückzulegen, andernfalls werden Schlechtpunkte erteilt. Weitere Schlechtpunkte kann es bei der Startprüfung und durch äußere Beschädigung ber Fahrzeuge geben. Den erfolgreichen Einzelfahrern winken goldene, silberne und eiserne Medaillen. Preise des Führers des deutschen Kraftfahrsports mit goldenem, silbernem und eisernem Ehrenschild fallen den besten Mannschaften zu. Die Fahrzeuge sind in 19 Wertungsgruppen eingeteilt, unter denen sich auch zwei (Motorfahrräder und. Kleinstkrafträder): für die HI. befinden. Nundfunkprogramm Mittwoch, 21. Dezember. 1 1 1 3 3 5 6 Gießen, den 19. Dezember 4938. Der Oberbürgermeister: Ritter. öJzfporl Korpssührer Hühnlein zur Mnlerprüfim 1039 Wai mpn ouchim Reform- hau* wählt; lei's för den burrfen Teller, für -den Gabentixh. sei'» für 4>e Festtafel-itets weiß man, daß e> der Gesundheit ,"dient, wenn'* ntufotm tft. Reformhaus Gießen l antD Kreuzpiatz 5 Telefon 2130. Dieser Stand kann sich vielleicht noch etwas ändern, weil noch zwei/Entscheidungen ausstehen, die sich mit Spielwertungen befassen. Die nächsten Termine der Handbalt Preisklassen. 1. Preisklasse. 8.1.: Dillenburg — Atzbach, Grüningen — Holzheim. ; 15.1.: Nauborn — Dutenhofen, Atzbach — Holzheim. Durch einen unglücklichen Umstand kann leider die Vor ’unbe der Staffel IV der Bezirksklafse nicht end- gül‘ig unter Dach und Fach gebracht werden. Das Spiel 1860 Marburg — 1900 Gießen fiel aus und wird an einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Wenn das Treffen an sich auch keinerlei Bedeutung für die Staffelung ber Spitzengruppe hat, fo wäre es schon aus rein verwaltungstechnischen Grünben besser gewesen, wenn bie Begegnung hätte steigen können. Der Ausaang bes Treffens Luftwaffe — Barbara, das man allgemein mit großer Spannung erwartete, ist bekannt. Der lachenbe Dritte, ber Miv. Gießen, hat sich nunmehr unbestritten an bie Tabellenspitze gesetzt, unb zwar mit einem Punkt vor ben Fliegern und den Artilleristen. Es wirb also nach Kämpfe kosten, bevor ber Fall endgültig geklärt ist. Wer ber Glücklichere fein wird, muß ber Zukunft überlassen bleiben. Zweifellos Haber (unter Einschluß ber Svvg. 1900). die drei Spitzenreiter Aussicht, die Spitze sinzunehmen und auch ihren „Mann" bei den kommenden Aufstiegkämpfen zu stellen. Interessante Ergebnisse leistete sich aus diesmal wieder die II. Kreisklasse. So z. B. verlor Krotdorf, dem man ohne weiteres große Chancen eingeräumt hatte, mit nur 9 Mann spielend, knavp aber verdient mit 6:8 (2:3). Damit hat sich bie Mannschaft selbst ai,ci bem Enbkamps ausgeschaltet. Londorf unterlag bie 2. Garnitur des Mtv s ®‘"'r’An, ebenfalls nur mit 9 Mann spielend, hoch mit 8:1 (5:1). Die Platzbesitzer zeigten auch diesmal wieder eine ausgezeichnete Leistung und siegten wie sie wallten. Die Tabelle-der II .Kreisklasse sieht nach Beendigung her Vorrundk» (Staffel 1) wie folgt aus: . Reihs von Waren des Textilsachgebietes sind meeber, wie im vorigen Jahr, von ben Verkäufen ausgenommen. Die Liste dieser Artikel wird in einer im Reichsanzeiger und Preußischen Staats- -anzeiaer veröffentlichten Anordnung des Reichs- wirtschastsministers bekannt gemacht. Rhein -Mainifcke?örse. Mttagsbörse: sehr ruhiges Geschäft. Zellstoff Waldhof 0,50 v. H. höher mit 125. Von Elektropapieren kamen zunächst nach Pause nur Mainkraftwerke 3,2.5 v. H. schwächer mit 92 zur Notiz. Auch an ben übrigen Marktgebieten fehlten erste Notierungen. Der R e n t e n m a r f t lag im ganzen zwar still, aber gut behauptet. Reichsanleihe-Altbesitz leicht gefragt mit 128 (127,90). Im Freiverkehr gingen Kom- munal-Umschulbung mit 92,05 unb 92.10 gut behauptet um. Pfandbriefe lagen ruhig und behauptet, Nass. Liquid. 0,25 v. H.-ermäßigt auf 100 25. Stabt- anleihen blieben zumeist unverändert, teilweise zogen sie leicht an: etwas mehr erhöht 1927er Pforzheim mit 97,25 (96,50). Industrie-Obligationen konnten sich größtenteils eine Kleiniakeit verbessern. .Schwächer notierten Reichsbahn-VA. mit 123,75 (124,25). ■ Im Verlaufe hörte fast jegliche Geschäftstätigkeit auf, fo daß weitere Notierungen kaum erfolgten. D'e Gesamtbaltung blieb uneinheitlich. Buderus 106,75 nach 106 50, Siemens 188 50 nach 189. Von erst später notierten Panieren sind zu erwähnen: Rhein. Braunkohlen 204 50 (202), Holzmann 445 (142,50), anderseits Gesfürel 129.50 (131,50), im übrigen bewegten sich bie Schwankungen unter 1 v. H. Der Freiverkehr lag still und behauptet. Dingler 98 bis 100, Verein. Fränk. Schuh 80 bis 82, Ufa 83.90. Tagesgelb weiter etwas ermäßigt auf 3 (3,25) v. H. Abenbbörfe sehr still. Die Abendbörse lag nahezu geschäftslas. Nur IG.- Farben mit H9,90 (1-50,25) und Verein. Stahl mit 103,65 (104,25) verzeichneten kleinen Umsatz, während im übrigen bie festgestellten Kurse nominell 'waren. Buberus 106 (106.25), Hoesch 108 25 (108.13), Rbeinstahl 132,75, Ädlerwerke 104,75 (104,50), MAN. 13.7,25; BMW. 145,50, Vemberg 133.50, Demag 144.75 (145.25), Deutsche Erdöl 121.50. Scheibe- Anstalt 193, Elektr. Lieferungen 116 (115.90), Gesfürel 130 (129,50), Me-tallaefellschaft 118,50 Moenus 122,50, Rheinmetall 129,75 (130), Commerzbank 110,75. Deutsche Bank 115, Dresdner Bank 108.25. Der Nentenmarkt war ohne Notierungen, auch im freien Verkehr fanden keine Umsätze statt. frankfurter (yptreidebörfe Frankfurt a. M., 19. Dez. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in RM.: Weizen W 9 204, W 11 206, W 12 207, W 13 Frankfurt a. M., 19. Dez. Die Kundschaft , ben etwas regeren Vorkäufen ber Börse am Sams- Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 8.30: Frvher Klang zur Werkpaufe. 9.30: Gaunachrichten. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche wnb< Haus. 10: Schulfunk: Dietrich Eckart, Dichter unb Kämpfer für das Dritte Reich. 11.45: Ruf ins Land, 12: Werkskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert: Heitere Kleinigkc'itcn. 14: Nach: richten. 14.10: Beglückendes unb Entzückendes aus unserem Platten schrank. 15: Bilderbuch ber Woche. 15.15: Das größte Mü tte r erh o l u n g sheim Deutschlands. 15.30: Die Pilgerfahrt nach dem Unerreich- lichen. Lebensrückschau von Isolde Kurz. Die Dichterin hat heute 85. Geburtstag. 16: Kaffee verkehrt aus Wien. Die Wiener Mittwoch-Jause. 18: Ein Wort an alle. 18.10: Und das Ganze fein verschnürt —. Berichte von ber Weihnachtspaketäkt-ion des WHW. 18.20: Bei ben Achatschieifern. 18.30: BDM.-Werk Glaube und Schönheit: Pflege deutscher, Hausmusik. 19: Fliegendes Deutschland. Die Kunstflug kette des NSFK. plaudert aus der Schule. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher. 20: Nachrichten. 20.15: Klingende Märchen. 21: Weihnachtsoratori um von Johann Se- 22. 2.: Dutenhofen — Dillenburg, Holzheim gegen Nauborn. 29.1.: Nauborn — Grüningen, Atzbach — Dutenhofen, Dillenburg — Holzheim. 5. 2.: Atzbach — Nauborn, Grüningen — Dillenburg. 12. 2.:Dillenburg — Nauborn, Dutenhofen gegen Grüningen. 19.2.: Holzheim — Dutenhofen, Grüningen gegen Atzbach. 2. Kreisklasse (Staffel 1). 8.1.: SA. 116 — Lich, Luftwaffe — Krofdorf, Londorf — VfB.-R. Gießen. 15.1.: Krofdorf — Mtv. Gießen, Lich — Luftwaffe, Londorf — SA. 116 Gießen. 22.1.: Mtv. Gießen — SA. 116, Krofdorf gegen Lich, Luftwaffe — Londorf. 29.1.: Lich — Mtv. Gießen, SA. 116 — Luftwaffe, VlB.-R. — Krofdorf. 5. 2.: Mtv. Gießen — VfB.-R. Gießen, Krofdorf aegen Londorf. 12. 2: Luftwaffe — Mtv. Gießen, VfB.-R. — SA. 116, Londorf — Lich. 19.2.: SA. 116 — Krofdorf, Lich — VfB.-R., M^v. Gieß-n — Londorf. 26. 2.: VfB.-R. Gießen — Luftwaffe. Die Ergebnisse der Kreisklaffenspirle. II. Krelsklasfe: Harbach — Geilshausen.3:1 . Nieder-Ohmen — Grünberg 3:0 abgebrochen Londorf — SW II. 5:0 In ber • zweiten Kreisklasse enttäuschte Geilshausen und mußte sich in Harbach geschlagen bekennen. In Nieder-Ohmen gab es bei Halbzeit einen Spielabbruch, ob wegen -b?r Kälte ober aus anderen Gründen war nicht.zu erfahren. In Londorf erschien der angesetzte Schiedsrichter nicht. Trotzdem wurde gespielt, und Londorf sicherte sich die Punkte. Kürze SporinotNen. Der Arbeitsplan derdeutschenLeicht- athleten für das kommende vorolympische Jahr ist jetzt von Fachamtsleiter Dr, v. Halt aufgestellt worden und steht ganz im Zeichen der großen Prü- fungskämpse für Helsinki 1940. * Major Gotthard H a Nb r i ck , ber deutsche Olympiasieger im Modernen Fünfkampf 1936,. hat in Berlin-Dahlem mit ber Gräfin Karin Fi schier von Treuberg, einer Nichte bes- ©eneralfelbmar» Eine Offenbarung für jeden Tierfreund! Tiere mit Gefühl und Verstand. L.ne aUaememverstandliche Darstellung oer Fon diunasernebniffe über das Seelenleben der Tiere mit uralthrben Berinchsaniettunnen von Tr Werner Mischel. Leiter der fvoncbungbitetle für Tier eeien unde am Westfälstcken Zooi Garten zu Lllünsier 140 Seiten mit 100 Abbildungen, in Leinen geb UM 3.00 — Rn eher G'ebener Buckdandlunr erbäifhrh SW Bermfillet «g,Berlin Alelselve 208, W 16 211, W 18 213, W 19 215, W 20 217, Roggen R 11 189, R 12 190, R 14 192, R 15 193, R16 195, R17 1'6. R18 197, R 19 1°9 Gro >-n- Ie t van Feggelen, bie ausgezeichnete hol« länbische Rückenschwimmerin, verbesserte in Amsterdam iyren eigenen, erst vor kurzer Zeit in Düsseldorf aufgestellten Weltrekord über 200 Meter mit Am Sonntagabend verschied sanft nach schwerem Leiden mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder und Neffe Konrad Nau im Alter von 52 Jahren. In tiefer Trauer: Anna Nau, geb Gorlich nebst Kindern und allen Angehörigen. Gießen, Schotten, den 20. Dezember 1938. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 21. Dezember, nachmittags 2 Uhr, auf dem neuen Friedhof statt. Winterschluß-Derkauf 1939 ob 30. Januar. ey . —,. ’ i rem 21. Dezember 1938, 17 Uhr, finbet Im Stabthaus, Bergstraße 20, eine öffentliche Sitzung ber Ratsherreu mit folgender Tagesorbnung statt: 8359C ' Nachtragshaushaltsfatzung unb Nachtragshaushaltsplan ber Stadt Gießen für 1938 Nj. Erhebung-einer Iagb- und Fifchereisteuer. 3. Konzessionsabgabe (Wegebenutzungsabgabe) von ben gemeinblichen Verkehrsbetrieben. tag nur schwach gefolgt. Das Geschäft bewegte sich baher zu Beginn ber neuen Woche in sehr engen SBatmen. 2Im Aktienmarkt war die Sursenb ftalion R»ggenfuttermehl R18 12^0, Roggenvall- w>-klung etwas unsinh-lt ich. da teilweise Glattstel- kleie R 18 11.00. Raggenkleie R 12 9.85. R1S 10,15, lungen erfolgten allgemeinen hielten sich die R 16 10.25. R 18 10 40. R 18 10 58 Mühl-n'-'tnreis Bctanberungen bei 0,25 bis 0,75 °. 6). ,m Durch- ab Mühlenstatian. Treber -. Wiesenheu, handels- Vutt. V°n Bergwerksw°rt°n fest lagen Rh-.nstahl jjblich. gesund, traeken 5,00 bis 5.20, Wiesenheu, gut, s dn(7 Mannesmann gewannen 0 50 ^sund. trocken, 6,00 bis 6.20, Kleeheu, gut" gesund v. H. auf 107,25, Hoesch Tagen mit 108,13 voll be- : trocken, 7,00 bis 7 50 Luzerneheu aut nehmt) ^up^' wahrend Verein. Stahl auf 104,50 (105,25) trocken, 7,50 bis 7,80.' Weizenstroh ' bindfabenaevr' und Buderus auf 106,50 (107) abbröckelten IG.- und gebündelt 2 80, Roggenstroh, do. 3,00, Hofer- Farben eröffneten 0,75 v. H. niedriger mit 150,50 und Gerstestroh, do. 2,60 bis 2 70 Erzeuaervreis ab unb schwankten später zwischen 150 bis 150,50. Ma- Erzeuger-Verlabestation Erzeugerpreis av ^schinenaktien kamen meist 0.25 v. H. höher zur No- z et tiz, ferner Reichsbank 1 v. H. fester mit 185.50 unb ist heute morgen an den Folgen einer Operation im Alter von 53 Jahren in die Ewigkeit abberufen worden. Meine hebe Tochter, meine treusorgende Frau, Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwägerin und Tante Die Beerdigung findet Mittwoch, den 21. Dezember, nachm. 2% Uhr, vom Trauerhause aus statt. Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme und zahlreichen Kranzspenden beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen danken wir herzlichst. Besonderen Dank dem Herrn Pfarrer für die trostreichen und wohltuenden Worte, sowie dem K D. D. Landesdienststelle Hessen-Nassau Hessen, der Ortsgruppe Gießen, der Orts gruppe Alsfeld-Lauterbach, der SA.-Standarte 116 und dem Sanitätssturm der Standarte 116 für die letzte Ehre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Lina Schetter. Manjudtföii Mantelstoffe -.45 -.50 jetzt 9.80 NORDSEE Plockstraße 14-16 Gießen 8365 A Gießen, Plockstraße 14-16 b364A 4 Weiß- und Rotweine Weiß- und Rotweine 1650 12.80 10 50 in LiterHaschen o. Glas . 1.60 8346A 1.00 Henkell trocken. 7i Fi. 4.50 groß in Form. Für die Weihnachtsbäckerei £00 g 32, 40, 57 Gebäck, Lebkuchen, Pralinen und Schokolade in großer Auswahl 8354 A Krimmerhandschuhe Julius Schulze 3o/o Rabatt in Marken gegr. 1859 8377D '^?rithsto#erie SCHUHE StHADE&FüllGRABE GIESSEN • SE LT E R S W E G .Erp" macht auch Ihnen Freude! Lesen Sie den neuen Tier-Roman: 36er Oppenh. 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