Donnerstag, 20. Oktober 1058 188. Jahrgang Nr. 246 Erstes Blatt ch der selbst. Linz. 20.Oft. (DNV.) Der Führer trat heute . Im Gebiet von Selnica werden o Kitter von Ceeb, ferner Reichskommis- 100 Tonnen Petroleum gefordert., k.°nle>n und Reichsstattbalter Dr. Vertrieb )lympia« -ana.W. Super 6« - an a.W. lieferbar Erdöl-Interessen in Güdost-Europa. Don unserem Dr. H.-Korrespondenien. Wien. Oktober 1938. Die Erdölvorkommen des Südostraumes haben von jeher das Interests Englands und Ame- r i k a s , der Beherrscher des Weltpetroleummarktes, besessen. Im Haupt-Erdölland des europäischen Süd- ostens, in Rumänien, befanden sich nach neueren amtlichen rumänischen Angaben trotz der in der letzten Zeit deutlich zutagegetretenen Zurück- drängung des ausländischen Kapitals immer noch 42 v. H. des in der Erdölindustrie des Landes investierten Kapitals in englischcholländischen, 23 v. H. in französisch-belgischen und 6 v. H. in amerikanischen Händen, während das rumänische Kapital nur mit 28 o. H. beteiligt war. Wie stark die Ueberfremdung dieser Quelle des rumänischen Nationalvermögens war, hat sich im Weltkrieg gezeigt, als es den übermächtigen Kräften des ausländischen Kapitals gelang, Rumänien gegen den Willen eines deutschfreundlichen Herrschers in den Krieg gegen Deutschland zu treiben. Die Lehren der Nachkriegsjahre haben dazu geführt, dah durch eine Reihe von auf die Bevorzugung des inländischen Kapitals hinzielenden gesetzlichen Maßnahmen die Tätigkeit des ausländischen Erdölkapitals fast vollständig auf die Ausbeutung der bereits in Betrieb befindlichen Quellen beschränkt wurde. Noch im vergangenen Dezember erklärte in der Londoner Generalversammlung der britischen Steaua Romana der Vorsitzende, daß die Lage der ausländischen Oelinteressen in Rumänien durch verschiedene Maßnahmen der rumänischen Regierung unhaltbar geworden sei. Die daraus sich ergebende Verringerung des Erdölexports zwang auf der anderen Seite zu einer Forcierung der landwirtschaftlichen und Holzausfuhr. Auf diesem Gebiet aber kamen die Vereinigten Staaten, England und Frankreich als Kunden nur sehr wenig in'Frage: Amerika hatte selbst genug Getreide, Frankreich war auf andere Lieferanten eingestellt, und England mußte im Interesse des Empires den landwirtschaftlichen Bedarf bei seinen überseeischen Dominien decken. Hingegen wurden Deutschland, Italien und einige kleinere europäischen Länder die Abnehmer der rumänischen Agrarprodukte. So ist das deutsch-rumänische Handelsvolumen von 4,3 Milliarden Lei im Jahre 1934 auf 11 Milliarden Lei im Jähre 1937 angewachsen. Eine Folge davon war, daß auch die politischen Beziehungen zwischen Deutschland und Rumänien sich erheblich herzlicher gerichtet wird. Die Sprachen frage ist nunmehr sehr ver- einfacht. Als erste Fremdsprache gilt für alle Ober, schulen das Englische als wichtigste Vertreterin der germanischen Fremdsvrachen. Für die romanischen Sprachen ist das Lateinische als deren durch die die Fahrt des Führers ging, waren dicht beseht von den Volksgenossen aus dem Heimatgau Annahme oon Anzeige» für öte Mlttagsnummer bis8'/.UHr des Dormittag» 6runöpre$1e für \ mm höhe für Anzeigen oon 22 mm Brette 7 Rpf.. für Text- anzeigen oon 70 mm Breite 50 Rpf..Platzvorfchrift nach Dort) Dereinbg 25"/, mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-., Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B ftatfenbrunner. Bei feiner Abfahrt bereiteten ihm die Linzer, tr)d)etni täglich, außer Sonntags and Feiertag» Beilagen; Dte Illustrierte (ßter.ener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle monats«Be$ugsprets: gjitt 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne JQuftrierte . 1.80 Zustellgebühr , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt fiernsprechanschlüsse gnter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Gieße» Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11688 far Konrad Henlein und Reichsftatthalter Dr. Seyß-Inquart sowie Obergruppenführer Brückner, Reichsleiter Bormann, R ichs- preffechef Dr. Dietrich und Oberleutnant Schwund!, ferner Generalmajor Boden- schätz, der Leiter des deutschen Fremdenverkehrs- wesens Hermann E f j e r und ---Gruppenführer Dr. ageri' m. b.H ?n 2 / Ruf 2847 Bereits 130000 KdF.-Wagen bestellt 1940 wird mit der Auslieferung begonnen. termine eingev------- _ Vorwerk bei Braunschweig ist nahezu fertig- g e st e l l t, und die Arbeiten an dem großen Produktionswerk bei Fallersleben werden mit allen Kräften fortgeführt. Zur Zeit find 4000 Arbeiter beschäftigt. Im Spätsommer 1939 werden dort d i e ersten KdF.-Wagen gebaut, mit ihnen wird die eigentliche Produktion anlaufen. Spätestens mit Beginn des Jahres 1940 . Lkt., nacbnu ch an Cd uttb ® erf^t im 1 Neuenweg ngsweifeseg» 10 Autoreifen- 2 elektt. $$ B-ri'kos' Ms, R°uS' S-br-ib'u"d Zss ®sg b“en "" kann dann die Auslieferung einsetzen. Die Volksgenossen, die jetzt am fleißigsten sparen, haben also die Gewißheit, schan»in etwas mehr als Jahresfrist ihren eigenen KdF.-Wagen zu besitzen! Die Gauwarte hatten Gelegenheit, mit acht KdF.- Wagen der endgültigen Dersuchsserie Fahrten in die bergige Umgebung von Braunschweig zu machen. Dabei fand die ausgezeichnete Qualität der Ganzstahlkonstruktion mit Ihren vielen praktischen Neuerungen begeisterte Anerkennung. Die KdF.- Wagen kamen bei gerader Strecke auf eine Geschwindigkeit oon über 110 Stundenkilometer, die nach den neuesten Ergebnissen auf der Autobahn als Dauergeschwindigkeit bezeichnet werden kann. Im bergigen Gelände zeigten sie .eine enorme Steigfähigkeit und in den Kurven eine Straßenfestigkeit, die alle überraschte. Auch in den engen Straßen der Dörfer erwies sich der KdF.-Wagen als ä u ß e r st wendig, so daß man mit gutem Recht-sagen kann: Der KdF.- Wagen ist für Stadt und Land, für Gebirge und Ebene ein Universalwagenl Frankreichs Lehren aus der Teilmobilmachung. Kampf mit den Gewerkschaften um die Arbeitszeit in den Lustrüstungsbetrieben. Irr-S>eb°" Tel*"84 ewig# 35*5 fei Paris, 19. Oft. (Europapreh.) Der Armee-Aus- schuß der Kämmer hörte einen Bericht des Abgeordneten Valentin über die bei der letzten Teilmobilisierung gemachten Erfahren an. An den Ministerpräsidenten Daladier wurde die Bitte gerichtet, demnächst in Begleitung des Generalinspekteurs der Artillerie vor dem Ausschuß zu erscheinen und Vorschläge für die Abstellung einiger Mißstände zu machen, die bei der Teilmobilifie- rung beobachtet worden seien. Dienstag soll ein Bericht des rechtsstehenden Abgeordneten Fernand Laurent behandelt werden, der dem Vernehmen nach lebhafte Kritik an den Zuständen der franzo- fifchen Bewaffnung übt. Im Heeresausschull der französischen Kammer hat der lothringische Abgeordnete Valentin darauf gedrängt, daß die zweijährige Dienstzeit unter allen Umständen beibehalten werden müsse. Der Abgeordnete, der selbst eingezogen worden war und in einem Jägerchataillon diente, erklärte, er habe durch eigene Beobachtung festgestellt, daß diejenigen Reservisten, die nur ein Jahr gedient hätten, nicht die für die moderne Kriegführung notwendigen militärischen Kenntnisse besäßen, wahrend die Reservisten mit zweijähriger Dienstzeit ihre Aufgaben zufriedenstellend erfüllt hätten. Am Mittwochvormittag wurde im Arbeitsministe- rium eine Konferenz abgehalten, die sich mit der Frage beschäftigte, wie in den Betrieben, die für die französische Luftrüstung arbeiten, die Durchführung der 45-Stundenwoche sichergestellt werden könne. Vorläufig verweigern nämlich die Gewerkschaften, trotz der von allen Blattern betonten Notwendigkeit einer Steigerung der Leistungen im französischen Flugzeugbau, im Prinzip die weitere Anwendung der 45-Stunden-Woche, obwohl ein großer Teil der Arbeiter in den Betrieben bereits anderer Meinung geworden ist. Beachtenswert ist, daß in drei Betrieben, unter denen sich ein Oie höhere Gchule im neuen Gewand. Don Dr. Hermann Oreyhaus. Nachdem in den verflossenen Jahren durch den Aufbau des DJ. und der HI. die politische Erziehung der deutschen Jugend im Dritten Reich sichergestellt worden war, konnte auch die letzte Hand an die Ausgestaltung der höheren Schule gelegt werden als an die Stätte ihrer vorwiegend geistigen Ausbildung. Dieses geschah zunächst durch die „Richtlinien für d i e Leibeserziehung in Jungenschulen vom 5. August 1937". Durch die Vorwegnahme gerade dieser Richtlinien sollte be« tont werden, daß die neue Erziehung vom Leibe ausgeht. Am 29. Januar 1938 folgten dann unter dem Titel „Erziehung uno Unterricht" die Richtlinien für d i e geistige Erziehung. Sie faßten die bisher getroffenen Einzelanordnungen zusammen und brachten damit die Neuordnung des höheren Schulwesens zum Abschluß. Eine wichtige Ergänzung bedeutet noch der Erlaß vom 6. August 1938, der einheitliche L e i st u n g s st u f e n zur Beurteilung der Schulleistungen aufstellte. Somit hat die höhere Schule in ihren wesentlichen Teilen ein neues Gewand angelegt. Nachdem ein halbes Jahr vergangen, kann man sie darin betrachten. Gegen früher hat sie nach verschiedenen Richtungen ihr Wesen grundlegend verändert. Rein äußerlich erscheint sie durch den jetzt nur achtjährigen Lehrgang verkürzt. Dies war aus bevölkerungspolitischen Gründen notwendig, da sonst Arbeits- und Heeresdienst den Ausbildungs- gang des Akademikers allzu lang gestaltet hätten. Durch diese Maßnahme soll jedoch die Bildungshöhe der .höheren Schule nicht herabgemindert werden. Es muß also jetzt in ad)t Jahren öte gleiche Leistung erzielt werden wie früher m 9 Es zeigte sich aber bald, daß die rumänische Wirtschaft nicht in der Lage war, von sich aus die un- aeheuren Summen aufzubringen, die nun einmal für die Aufrechterhaltung und Entfaltung einer intensiven Erdölwirtschaft notwendig sind. Der Wegfall der ausländischen Initiative hatte in dem Maße, wie die alten Erdöllager abgebaut wurden, einen Rückgang der Förderung zur Folge. Jetzt, da die Erkenntnis, daß die vorhandenen Lager in einigen Jahren erschöpft sein werden, die Notwendigkeit von Neubohrungen nahelegt, wird in rumänischen Wirtschaftskreisen immer die Forderung nach em er Heranziehung des ausländischen St a - pitals erhoben. Man fordert eine „Harmoniste- rung" der Interessen des ausländischen mit öeim ttv ländischen Kapital, Vereinfachung der Formalitäten für den Erwerb oder die Konzesstonlerung von Schürffeldern, Verbilligung und Modernisierung des Transportwesens und entsprechende Abändermig des Bergbau-Gesetzes, um dem ausländischen Kapital neue Antriebskräfte für Investierung im rumani« fchen Erdölbau zu geben. Tatsächlich sind auch entsprechende Maßnahmen, die nicht zuletzt auf eine Anreguna des Königs zurückgehen, in Vorbereitung. Mit der Durchführung dieser Arbeiten ist der frühere Handels- und Jndustrieminister A r g e t o i a n u betraut worden, der bereits einen Fünfjahresplan für die rumänische Petroleümwirtschaft ausgestellt hat. Wie zwingend auch heute noch die Verflechtung der rumänischen Erdölwirtschaft mit ausländischen Interessen ist, geht zum Beispiel daraus hervor MI «J Frühjahr 1936 die Redevenzen — die auf Grund des rumänischen Bergwerkgesetzes dem Staat zu- kommende Anteile bei der Erdölförderung -- aus die Dauer von zwölf Jahren an die franzosilche Gesellschaft Petrostna verkauft worden fmb. -öer ur- lös dient zur Bezahlung des vom rumänischen Staar in Frankreich bestellten Kriegsmaterials. _ Immerhin bat die Entwicklung in Rumänien das englisch-amerikanische Erdölkanital veranlaßt, sich i n dew-Nachbarländern Rumäniens nach Erd- öloorko-mmm umzusehen und sich deren Erschließung zu sichern. In U n g a r n erwart die Euronean Gas ' and Electric Company, eine Tochtergesellschaft der Standard Oil, in Lispe-Szentadorian unweit der Stadt Naay Kanizsa (Südwestunaarn) 1933 das Schüriungsrecht für Erdöl und Erdgas. B s heute find dort schon fünf Quellen mit einer täglichen Ausbeute von 50 bis 60 Tonnen erschlossen und die amerikanischen Sachverständigen glauben, durch Riederbringung weiterer Sonden die tägliche Erzeugung auf 250 bis 300 Tonnen steigern ju tonnen. ganzen beläuft sich die ungarische Erdölförderung beute auf etwa 175 Tonnen täglich, während der Gesamtbedarf des Landes fallertrngs ohne B.ruck- fichtiaung der fortschreitenden Motorisierung etwa 600 Tonnm täolich beträgt. Bis Ende 1939 bo>f die ungarische Regierung den gesamten Erdöl „darf d"S Londes aus eigenem Boden decken zu können. Das Erdöl in Lispe-Szentadorian wird durch. em Bumpenfystem in die zu der 15 Kilometer entfernten Bahnstation Ortabaza führendm Robrlettunaen gepreßt. Man beabsichdgt, in Kürze ein" Oelleitung von Lispe bis zur Donau zu bauen. Schürfungen Berlin, 19. Oft. (DNB.) In Braunschweig fand unter Leitung vom Reichsamtsleiter Dr. Laffe- rentz eine Tagung sämtlicher Gauwarte der N S G. KdF. statt, auf der über die bisherigen Ergebnisse der KdF.-Wagenarbeit Bericht erstattet wurde. Bis Anfang Oktober sind insgesamt 130 000 KdF.-Wagen bestellt worden, wobei sich gerade in den Jndustrie- gauen sehr viele Arbeiter unter den B e ft e 11 e r n befinden, lieber die Hälfte aller Anträge auf Lieferung eines KdF.-Wagens gehen bis zu einer Gehaltsstufe von 300 Mark. Wie Dr. Lafferentz bekanntgab, werden die bei der Grundsteinlegung mitgeteilten Produktion s- ? 'en. Das Kd F.-W agen- rieun. Mit dazu helfen soll eine tatkräftig betriebene Vereinheitlichung der Schulformen. Ein überentwickelter Individualismus hatte früher eine nicht mehr übersehbare Zahl von Spielarten der höheren Schule geschaffen. Dieser Zustand bedeutete nicht nur einen überflüssigen Kräftever- brauch, bei der ständig stärker werdenden Binnenwanderung im Reich machte er auch bei den Kindern von Beamten, Offizieren u. a. den Schulbesuch oftmals zur Qual. Deshalb ist als Haupt- fchulform die Oberschule für Jungen wie für Mädchen vorgesehen, und zwar grundständig in den Klassen 1 bis 8 und in der Aufbcruform in den Klassen 3 bis 8. In der Klassenbezeichnung liegt hier eine Neuerung vor, an die man sich erst gewöhnen muß. Bisher war die Klasse mit der Be- Zeichnung 1 die oberste Klasse, die Prima. Nunmehr liegen die Dinge umgekehrt, sie ist die niedrigste, früher die Sexta. Die Oberschule muß sich an allen Orten finden, wo nur eine höhere Schule vorkommt. Soweit nicht geschichtliche Gründe vorliegen, känn in Städten mit wenigstens zwei höheren Schulen als Sonderform ein Gymna- fium bestehen bleiben bzw. neu eingerichtet werden, jedoch nur für Jungen. Durch geschichtliche Gründe sind so ehrwürdige Lehrstätten wie das Gymnasium zu Schulpforta, Joachimstal u. a. geschützt, obwohl sie nur die einzige höhere Schule am Ort sind. _, , , ... Die Grundausrichtung aller Schularten für Jungen wie Mädchen geschieht natürlich tm nationalsozialistischen Geiste. Dies bekundet sich äußerlich schon in der härteren Betonung der sogenannten deutschkundlichen Fächer. Ausgangspunkt für diese ist die Leibeserzt e h u n g, der auf allen Jungenschulen 5 Wochenstunden gern ibmel sind. Bei den Mädchenschulen ist dies auch bei den Klassen 1 bis 5 der Fall, dann aber geht der Unterricht bei den hauswirtschaftlichen Formen auf 2, 6ei den sprachlichen auf 4 Stunden zuruck. Der Unterricht in den deutschkundlichen Fächern, wozu Deutsch, Geschichte, Erdkunde, Kunsterziehung, Musik und Biologie gehören, ist im großen und ganzen auf allen Schulen nach der Stundenzahl der gleiche, inhaltlich muß er selbstverständlich auf Geschlecht und Schulart die not- wendige Rücksicht nehmen. In Mathematik, Physik und Chemie sind die ersten 5 Klassen aller Schulen noch ziemlich gleichartig Die Oberschule für Jungen gabelt sich von Klasse 6 ab in einen naturwissenschaftlich-math em a - tischen und sprachlichen Zweig wahrend alle anderen Schulen die drei genannten Facher in bescheidenem Umfang gleichmäßig weiterführen. Die Differenzierung der Oberstufe auf den Oberschulen geschieht bei den Knaben und Mädchen nach zwei verschiedenen Grundsätzen. Bei ersteren bleibt die K l a s s e n g e m e i n s ch a f t erhalten, d. h. gemeinsam ist allen Schülern der Klasse der Unterricht in der Leibeserziehung und den deutschkundlichen Fächern wie in Religion. Ge- gabelt wird nur in den mathematisch-naturwissenschaftlichen wie sprachlichen Fächern, doch so, daß von der einen Gruppe auch die Fächer der anderen, allerdings nur in bescheidenem Maße, weiter- geführt werden. Immerhin fällt doch auf, daß z B. auf den Gymnasien jetzt in der Oberstufe je eine Wochenstunde mehr Mathematik gegeben wird als auf der sprachlichen Abteilung der Oberschule. Bei den Mädchenschulen erhält die Oberstufe einen grundsätzlich anderen Charakter, je nachdem sie in der hauswirtschaftlichen oder sprachlichen Form ein- verstaatlichtes Werk befindet, entgegen den Anweisungen der Gewerkschaften bereits 45 Stunden in der Woche gearbeitet wird. Die Regierung soll entschlossen sein, zu wirksameren Mitteln zu greifen, wenn die Verhandlungen mit den Gewerkschaften keinen Erfolg haben sollten. Wahrscheinlich dürfte die Regierung zur m 1111 a =. rischen Besetzung der Rüstungsbetriebe schreiten. „Jntransigeant" stellt fest, daß um September die Flugzeugerzeugung in Frankreich den Monatsdurchschnitt von Januar bis Juli um 50 v. H. überschritten habe. Hierbei sind jedoch 62 Apparate der ersten Linie, 34 Schulflugzeuge und 61 Flugzeuge für den Flugsport hinzugezählt. Die Gesamtzahl der in der französischen Flugzeugindustrie beschäftigten Arbeiter (ausschließlich der Lieferwerke für Zubehörteile usw.) beziffert der „Jntransigeant auf 49 000. Davon entfallen 28 000 auf die verstaatlichten Werke, 3000 auf private Betriebe und 18 000 auf Fabriken für Flugzeugmotoren. Das Blatt erklärt, ein Haupthindernis zur ausreichenden Belieferung der Heeresverwaltung mit Flugzeugen bestehe in der noch ungenügenden Erzeugung von Serienmotoren. »Französische Union des öffentlichen Wohls und der nationalen Erneuerung*" Paris. 20. Oft. (DNB. Funkspruch.) Zahlreiche bekannte Persönlichkeiten haben am Mittwoch eine „Französische Union des öffentlichen Wohls und der nationalen Erneuerung" gegründet. Senator Lemery setzte als Präsident dieser Gruppe die Absichten und Ziele auseinander. Es käme daraus an so sagte er, alle Energien und Kräfte des französischen Volkes zu sammeln, die französische Seele neu zu erwecken und dem Lande das Vertrauen in seine Arbeit und seine eigene Kraft wiederzugeben. nisse bei der Zante-Oelfeld-Gesellschaft, an der ebenfalls englisches Kapital beteiligt ist. Der Führer bei den ostmärkischen Sudetendeutschen. Fahrt von Linz in das obere Moldau-Tal. allem im Gebiet von Warna i-rom zu i uiwui « -, seiner Abfahrt bereiteten ihm die Linzer, damit die W>h°n-iiak°,t °°m -um°msch°n P-troi-um! I bereits am Vorabend bei ,einer An- di7 R-cherunq^im Epirustal e^ne MutÜnÄmi m | t«nff inU Sind. begeistert begru . hu en stur- eine Gesellschaft erteilt, die unter Beteiligung bnh= mische Kundgebungen. Ganz Linz war schen Kapitals arbeite}. Die Mehrheit des Kapitals schon vom frühen Morgen an auf den Deinen, um hat sich jedoch die griechische Regierung selbst ge- &en Führer zu grüßen. Alle Straßen der Sfaof, sichert, um eine Schädigung der nationalen Inter- .... ----- Si essen vor allem der Landesverteidiaung, zu verhindern. Dies bezieht sich in erster Lime auf den Absatz der Erzeugnisse. Aehnllch liegen die Verhalt-1 o 9 ts cht. ? S. Um P bit ll'j Äfa Ätz S-K. S*;si । ndch b " s"h ' 'Mörder äs 5,"?-, (Fh Segen CT auf r Sre Ehr. 1 r Ung,. lock. ^l°ntikländern x Neuyork $ Ne lem- SMaufenbe hiung vor der tlfflmanb. ' !n“nw ^'Mitglied» ffeg auf iie M* 5Beqe I .0 Meter hoch S aufgeben «and auf J*.Nre alte Wen ab und rettertem Cchä. i verachte den yeimat trans- ! gangbare Tour kien überhaupt in. ch in der Ort« I jährige Doch mb, kam beim Herdfeuer zu । sreisin auf die I menbrach. Ay bald nach der srben. ssschaukel. ! Ernst 8 u n • eine Schiffs- ; Schaukel und der folgenden in Mihalyi im Debenburger Kornitat haben ein größeres Erdgasbeck-n finden, lassen. Die European Gas and Electtic Kornpany hat heute ein Gesa>mt- kapital von 14,35 Millionen Pengö und besitzt einen 40jährigen Vertrag mit der ungarischen Regierung, der ihr die systematische Durchforschung des trans- danubischen Gebietes nach Erdöl und Erdgas ermöglicht. Sie zahlt für die Konzession eine Abgabe von 15 v. H. des Gasolin-Ertrages in bar ober in natura an ben Staat. Sie hat bie Absicht, noch -------------, erhebliche Investitionen in Ungarn vorzunehmen, oormitfag gegen 9 Uhr von Linz aus bie Fahrt in und auch im Kornitat Somogy bei Nagyatab wur- n^v\d) des Gaues Oberbonau gelegene beben neue Bohrungen eingeleitet. Bezeichnend für die f subetenbeutf che Gebiet bes ob e- Erwartungen bezüglich ber, Ergiebigkeit ber QuelleniHolbau-Tales an. Nach ben befreiten i"u n m"° n7pkl?-mSn.'Bor°?st^irVbos ' vo.ksg°n°st-n im Eg-rl-Hd unb in ben an S«M« roonnene Del durch bie Vacuum Oil, bie Shell Oil unb Schlesien angrenzenben Canbesfetlen bes $u- unb bie Fanto-Werke raffiniert. | belenlanbes erlebten nun auch bie ostmärkischen In Jugoslawien hat bie Stanbart Oil Co«m-, Subctenbeutschen bas große Glück, ben Führer bet pany Ende 1936 eine Gesellschaft zur Erforschung sehen. ölhaltiger Gebiete, vor allem im Banat unb m Qst-, ^er q?QM des Führers nahmen teil General- Tertien, gegrünbet. Im Gebiet von Selnica werben ' r °---" monatlich 75 bis 100 Icr.r.ar. Darüber hinaus ist wahrscheinlich nur noch in ben an Albanien angrenzenben Gebieten Erböl zu vermuten. In Albanien selbst werden die Erdol- Dorkommen durch italienische Gesellschaften ausgebeutet und haben sich als verhältnismäßig gering erwiesen. In Bulgarien hat die Regierung vor kurzem 20 Millionen Lewa zur Durchführung Wtema- tjscher Schürfarteiten bewilligt. Man 1)0*, vor allem im Gebiet von Warna Erdöl zu finden und Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Druck und Verlag: vrvhlsche Univrrfilättdruckerei «.Lange in Sietzen. Schrlstleikung und Geschäftrftellr: Schulftraßr 7 „Freund und Helfer des Volkes." Reichsführer ff würdigt den hohen Ausbildungsstand der italienischen Polizei. Rom, 19. Oft (DNB.) Zu Ehren der ausländi- schen Aborbnungen, die am 13. Jahrestage der Gründung des italienischen Polizeikorps teilgenommen haben, gab der Chef der italienischen Polizei eine Abendtafel, an der er besonders Reichsführer ff Himmler als „alten und bewährten Freund Italiens" willkommen hieß. Im Namen aller ausländischen Abordnungen dankte der Reichsführer ff und hob hervor, wie viel Gemeinsames die Polizeiorganisationen aller Länder verbinde und in wie starkem Maße der Wandel der Zeiten auch auf diesem Gebiet in Erscheinung trete. Der Typ des dickbäuchigen Polizisten, der kein Verständnis für Dolkswohl und für Politik gehabt habe, und vom Volke auch nicht geliebt worden sei, sei verschwunden. Das habe man auch unmittelbar bei der Parade und den Vorführungen der italienischen Polizei feststellen können, deren reckenhafte Gestalten und vorbildliche Haltung Zeuunis vom hohen Stand der Organisation und der Ausbildung des italienischen Polizeikorps ablegten. Die Polizei fei heute etwas ganz anderes als früher. Sie fei mit ganzem 1 Herzen bei ihrer Aufgabe und stehe mitten im Volke, dem sie Freund und Helfer sei. DjettalrenischeZudengesetzgebunp Numerus clausus an den Universitäten. Schächtverbot. Rom, 19. Okt. (Europapreß.) Eine weitere Auswirkung der italienischen Judengesetzgebung ist der nun für das Universitätsjahr 1938/39 für die jüdischen Studenten eingeführte Numerus clausus. Juden werden an den italienischen Hochschulen nicht mehr zum Studium zugelassen. Diejenigen in- und ausländischen Juden, die bereits immatrikuliert sind, können vorläufig ihr Studium bis zu seinem Abschluß fortsetzen. Sie dürfen auch bis dahin in Italien bleiben, soweit sie unter das Ausweisungsgesetz fallen. Don dieser Vergünstigung sind jüdische Studenten deutscher Staatsangehörigkeit ausgeschlossen. * Die Regierung hat mit sofortiger Wirkung das Schlachten von Tieren nach jüdischem Ritus (Schächten) verboten. — Die „Gazzetta del Popolo" erinnert daran, daß schon häufig aus der italie- nischen Oeffentlichkeit gegen die barbarischen Schlachtmethoden der Juden protestiert worden sei. Jetzt würden also die Juden, falls sie nicht Vegetarier werden wollten, sich mit demselben Fleisch ernähren müssen wie alle Italiener. Frankreich wehrt sich gegen unerwünschte Ausländer. Paris, 19. Okt. (DNB.) Gleichzeitig mit der Verkündung eines Erlasses, der die Bestimmungen für die Einreise von Ausländern nach Frankreich verschärft, hat die Pariser Polizei Anweisung erhalten, eine umfassende Säuberungsaktion in allen ausländischen Kreisen der Hauptstadt vorzunehmen. Außerdem wird es allen neu einreisenden Ausländern untersagt sein, sich in Paris an^usiedeln, wenn sie nicht eine besondere Genehmigung vom Innenministerium besitzen. Der Aufenthalt in Paris ist nur durchreisenden oder ausländischen Touristen erlaubt. Der Ueberwachungsdienst an den Grenzen ist bereits seit einigen Wochen wesentlich verschärft. Die Regierung hat ferner beschlossen, den einheimischen Gewerbetreibenden in Zukunft wirksam gegen Konkurrenz durch Ausländer zu schützen. Englands Han detspolttik sucht neue Wege L o n d on, 19. Okt. (Europapreß.) Der Präsident der Vereinigung sämtlicher britischen Handelskammern, der Unterhausabgeordnete Sir Granville G i b s o n , wies auf den dauernden englischen E x - portrückgana hin. Man könne die Tatsache nicht ableugnen, oaß es an vielen Stellen der Welt für englische Waren infolge ihres hohen Preises aussichtslos sei, mit dem Export anderer Länder zu konkurrieren. Man müsse daher Mittel und Wege suchen, die Preise durch Herabsetzung der Erzeugungskosten herabzu- Drücken, ohne jedoch die Interessen des arbeitenden Volkes dadurch anzutasten. Aber man müsse die un- bequeme Wahrheit erkennen, daß, wenn man den fortschreitenden Ausfuhrrückgang nicht abbremsen könne, auf der anderen Seite die Arbeitslosigkeit anwachsen müsse. Wo kein Verkauf stattfinde, gebe es auch keine Löhne und keinen Verdienst. Das Mitglied des Dollzugs-Ausschusses, Sir Cecil M. Weir, erklärte, das System der geaenwärtigen Ausfuhrbeschränkungen zwischen den Staaten mit HUfe von Quoten und Vergünstigungen sei eine „P e st" und müsse so bald rote möglich beseitigt werden. Die Gründe für die Währungsund Rohstoffschwierigkeiten auf den internationalen Märkten heute seien größtenteils politischer Natur. Die englische Regierung müsse ersucht werden, mit den anderen Staaten ein besseres System zu finden. Die „Times" schreibt, die von dem deutschen Reichswirtschaftsminister Funk in Südost- europa getroffenen Vereinbarungen stellten einen Erfolg auf der ganzen Linie dar. England sehe sich dadurch vor die Aufgabe gestellt, einen Wandel in seinen Methoden der Anbahnung von Handels- und Wirtschaftsbeziehungen mit anderen Ländern vorzunehmen. Die „Times", die noch kürzlich eine völlig andere Auffassung über die wirtschaftliche Stellung Deutschlands im südosteuropäischen Raum vertreten hat, unterstreicht nunmehr eindeutig, daß die südosteuropäischen Agrarländer zu einer engeren wirtschaftlichen Anlehnung an Deutschland vorbesttmmt seien, und verweist dabei auf die Außenhandelsziffern, die deutlich zeigten, daß Deutschland ein größerer Abnehmer südosteuropäischer Erzeugnisse sei als England, Frankreich und die Vereinigten Staaten zusammengenommen. Nicht nur für Deutschland werde diese engere Anlehnung einen Vorteil bedeuten, sondern das erstrebte Verfahren des wechselseitigen Güteraustausches werde in gleichem Maße den Handelspartnern Deutschlands zum Vorteil gereichen. Reichswirt- schastsminister Funk habe bei seinen Verhandlungen in Südosteuropa den großen Vorteil gehabt, gleichzeitig als Bankier, Erzeuger, Verkäufer und Käufer auftreten zu können. Dies fei zweifellos ein Vorteil der autoritären Staaten gegenüber den Demokratien, da nicht unzählige Ministerien, Körperschaften und Privatfirmen den Lauf von Verhandlungen erschweren könnten. Im übrigen hebt das Blatt noch hervor, daß sich ohne Zweifel auch der Lebensstandard der Bevölkerung der mit Deutschland in engere wirtschaftliche Beziehungen tretenden Staaten bessern werde. England müsse hieraus die Lehre ziehen, feine alten traditionellen Methoden einer Ueberprüfung zu unterziehen. Ohne große Einbußen zu erleiden, müsse es England möglich sein, mit den zweifellos sehr wirksamen Methoden der autoritären Staaten zu wetteifern. Seit einiger Zeit ist in London immer wieder das Gerücht aufgetaucht, daß die nun schon seit vielen Monaten geführten amerikanisch-englischen Wirtschaftsbesprechungen auf große Schwierigkeiten gestoßen seien. Das Reuterbüro berichtet nun, es sei sehr gut möglich, daß die langwierigen Verhandlungen sich noch weiter in die Länge ziehen mürben. Englischerseits scheine man insbesondere weitere Zollherabsetzungen für englische Textil-, Leder- und Fertigwaren zu verlangen, während die Amerikaner Sonderzölle für amerikanische Kraitwagen haben wollten, die in An- betracht des britischen Grundsatzes der Meistbeaün- stigungsklausel in allen britischen Handelsverträgen eine schwierig zu erfüllende Forderung sei. Ausgangssprache gewählt worden. Es beginnt bereits in Klaffe 3, so daß ihm 6 Schuljahre zufallen. Die hauswirtschaftliche Form der Mädchenoberschule begnügt sich mit Englisch als einziger Fremdsprache, als Erlatz für eine zweite pflegt sie die Fächer des Frauenschaffens. Die sprachliche Form kann neben atn der Oberstufe eine weitere lebende irache, aber auch Latein wählen, jedoch nur eins von beiden als Pflichtfach. Die Aufbau sch ulen entsprechen im wesentlichen den Klassen 3 bis 8 der grundständigen Oberschulen. Natürlich muß bei ihnen der Äoff stark zusammengedrängt werden. Sie sind gedacht für in jeder Beziehung leistungsfähige und wertvolle Jugendliche, sollen aber ihre Hauptverbreitung auf dem Lande finden. Die diesjährigen Herb st Zeugnisse werden mit anderen Augen zu lesen fein als bisher sowohl hinsichtlich chres Inhalts wie ihrer Form. Bei den allgemeinen Zensuren, wie Betragen, Fleiß usw., die das Zeugnis einleiten, wird hn besonderen Maße der Lehrer für Leibeserziehung Mitwirken, um die von ihm gemachten Beobachtungen stärker zur Geltung zu bringen. Don festen Formulierungen wird hier wie bisher abgesehen. Hingegen ist die A b st u f u n g der Leistungen etwas erweitert worden. Die Zensuren 1 und 2 sind im wesentlichen geblieben. Die Sammelnummer 3 wird jetzt aufgelöst in 3 — Befriedigend (Vollwertige Normalleistunaen ohne Einschränkung) und 4 = Ausreichend (Ausreichende Leistungen, wenn auch nicht ohne Schwächen). Die frühere 4 wird jetzt 5 = Mangelhaft (Nicht ausreichende Lei- ftungen mit der Möglichkeit eines baldigen Ausgleichs) und die eine Welle abhanden gekommene frühere 5 erscheint wieder als 6 = Ungenügend (Völlig unzureichende Leistungen). Soweit im Herbst Reifeprüfungen stattfinden, erhalten sie zum erstenmal die in Zukunft geltenden Leistungsstufen: „Mit Auszeichnung bestanden", „Gut bestanden", „Befriedigend bestanden", „Bestanden", „Nicht bestanden". So erscheint das Gewand der höheren Schule wohl überlegt unb zweckmäßig. Es erhält natürlich seinen vollen Wert erst durch ben Inh all, den es umhüllt. Ergänzungen zum Beamiengeseh. Eine zweite Durchführungsverordnung. Berlin, 19. Okt. (DNB.) Im Reichsgesetzblatt wird die Zweite Verordnung zur Durchführung des Deutschen Beamtenaesetzes verkündet. Die Verordnung regelt den U e b e r t r i 11 eines Beamten von einem Dienstherrn zu einem anderen und von einer Verwaltung zu einer anderen, ferner die Verjährung von Ersatzanfprüchen des Dienstherren gegen den Beamten. Eine Beamtin kann die ihr nach § 64 BGB. zustehende Abfindung auch bann erhalten, wenn sie nach ihrem Ausscheiden heiratet, vorausgesetzt, daß die Ehe drei Monate nach der Enllassung geschlossen wird. Der Antrag auf Versetzung in den Ruhestand darf nicht an Bedingungen geknüpft fein und kann nicht einseitig zurückgenommen werden. Die an Kindes statt angenommenen Kinder sind für die Zahlung des Waisengeldes den für ehelich erklärten Kindern gleichgestellt. Die geschiedene Ehefrau kann einen Unterhaltsbeitrag nach dem Tode ihres geschiedenen Ehemannes erhalten, wenn der Verstorbene für überwiegend schuldig erklärt war ober wenn er der Frau im Falle der Scheidung ohne Verschulden beider Ehegatten Unterhalt zu gewähren hatte. Auch bei aufgehobenen ober für nichtig erklärten Ehen kann nach bem Tode des früheren Ehemannes unter gewissen Voraussetzungen ein Unterhaltsbeitrag gewährt werden. Nach dem Dorbilde des Sozialoersicherungsgesetzes ist auch die Zurücklegung des Weges dach und von der Dienststelle Dienst im Sinne des § 107 DBG., daher ist ein Unfall auf diesem Wege als Dien ft» Unfall zu behandeln. Die Ruhensoorschriften sind erheblich gemildert worden, so daß Härten bei minderbemittelten Volksgenossen, besonders Witwen, mit Wirkung vom 1. Juli 1937 ab beseitigt werden. Die Verlängerung der Altersgrenze von Ehrenbeamten über das 65. Lebensjahr ist erleichtert worden. Es können bis auf weiteres auch Personen zu Ehrenbeamten ernannt werden, die das 65. Lebensjahr bereits erreicht haben. Im Falle eines Dienstunfalles haben Ehrenbeamte einen Anspruch auf das Heilverfahren. Kein Mißbrauch von Befotdungsmitieln! Die Verwendung des staatlichen Pfarrbesoldungsfonds. Berlin, 19. Okt. (DNB.) Der R e i ch s m i n i • ft er für die kirchlichen Angelegenheiten hat in einem Erlaß an die Finanzabteilung bei der Deutschen Evangelischen Kirchenkanzlei in Berlin-Charlottenburg, die Finanzabteilungen bei den kirchlichen Behörden in Preußen, ben Protestantischen Lanbestirchenrat der Pfalz in Speyer, die Herren Erzbischöfe unb Bischöfe in Preußen und im Saarland, Herrn Bischof Kreuzer in Bonn und das Ober» kirchenkollegiurn in Breslau die Verwendung der staatlichen Pfarrbesoldungsfonds klargestellt. Danach dürfen die Mittel der im preußischen Haushalt und im Haushalt für das Saarland zur Pfarrbesoldung und zur Versorgung der Ruhestandspfarrer und Pfarrhinterbliebenen bereitgestellten Foftds nur für solche Personen Verwendung finden, die sich der Fürsorge des Staates würdig erweisen. „Ich habe die Herren Oberpräsidenten, ben Herrn Stabtpräsidenten ber Reichshauptstabt Berlin, die Herren Regierungspräsidenten, den Herrn Polizei- Präsidenten von Berlin und ben Herrn Reichskommissar für bas Saarland angewiesen, in Zukunft nach eingehender Prüfung des Einzelfalles d i e Sperre ber staatlichen Pfarrbesol- dungsbeihilfen bei denjenigen Personen her» beizuführen, die sich gegen Gesetze unb Anordnungen des Staates vergehen. Die Staatsbehörden werden gegebenenfalls die zuständige kirchliche Behörde ersuchen, die Bewilligung von Besoldungsbeihilfen aus dem staatlichen Psarr- besoldungsfonds für die genannten Personen ein» zustellen. Diesem Ersuchen ist sofort zu entsprechen. Den zuständigen Staatsbehörden ist Mitteilung über das Veranlaßte zu machen." Die durch die Zahlungssperre verfügbar werden- ben Staatsmittel können beim Dorliegen der sonstigen Voraussetzungen zur Bewilligung von Beihilfen an andere Kirchenge m e i nden verwendet werden, deren Pfarrbesoldungsbedarf nicht mit den vorhandenen Mitteln gedeckt werden kann. Durch diesen Erlaß wird bem Mißbrauch der Besolbungsmittel burch solche Personen und Gruppen vorgebeugt, die sich nicht auf ihr inner- kirchliches glaubensmäßiges Gebiet beschränken, sondern gegen staatsrechtliche Grundsätze und die staatliche Rechtsordnung verstoßen. Seine Teilnahme Görings an kommenden Veranstaltungen. Berlin, 19. OH. (DNB.) Zn ber Meldung einer Berliner Zeitung, daß Ministerpräsident Generalfeldmarschav Göring in feiner Eigenschaft als Reichsjägermeister bei der Hubertus- feier der Deutschen Jägers chaft am 6. November auf dem Hainberg eine Rede hatten wird, teilt das Stabsamt des Generatfeldmarschalls mit, daß der Fetdmarschall seine Zusage wegen Arbeitsüberlastung zurückziehen mußte. Generalfeldmarschall Göring muß sich — wie er weiter ml ((eilen läß( — in den kommenden Monalen gruudsählich die Teilnahme an BeranftaKungen der Partei und des Staates ebenso wie an Tagungen und Gedenkfeiern versagen. da er mit dringenden Aufgaben beschäftigt ist. die feine Arbeitskraft vollauf in Anspruch nehmen. Bei dieser Gelegenheit bittet der Fetd- marfchall mit Rücksicht auf seine dienstliche Beanspruchung erneut, von Eingaben abzu - sehen, die seine Ressorts nicht unmittelbar betreffen. Die Reichstagung des NSOStD. in (Nroz. G r gz, 19. Okt. (DNB) Auf der Reichstagung des NSD.-Studentenbundes vollzog in der Aula der Technischen Hochschule Reichsstudentenführer Dk. Scheel zunächst die Aufnahme ber sudetendeutschen Studenten und beschäftigte sich hierauf mit dem öubrcrpnnjip innerhalb Des ©tubentenbunbes, mit Kameradschaftserziehung, mit der Ordnung des altafabemifertums, der Eingliederung des Stuben» tenwerks der akademischen Fürsorgeeinrichtungen. Den Fachschaften und den Reichsberufswettkämpfen. Der Beantragte des Reichsstudentenführers für Langemarck, Trumpf, teilte mit, daß der Stu- bentenbunb als Träger des Vermächtnisses ber Hel- den von Langemarck neben der Reichsfeier in Berlin am 11. November d. I. in allen Hochschul- ftäbten Feiern abhalten werbe, in deren Mittelpunkt die Rundfunkübertragung ber Rebe bes Reichsstudentenführers vom Friedhof von Langemarck stehen wird. Anschließend sprachen der Leiter des Amtes „Politische Erziehung" M ä h n e r über dis Kamerabschaftserziehung als Mittelpunkt der studentischen Arbeit und Abteilungsleiter Kracke über ben stubentischen Lanbbienst. Der oberste Parteirichter, Reichsleiter Buch, behandelte die »frage bes Ehrenschutzes unb gab eingehenb Erläuterungen zu ben Grunbsätzen, bie er auf bem Reichs- Parteitag Großbeutschlanbs zum ersten ersten Male verkündet hatte. Tagung des Reichsverbandes der deutschen landw rtschastlichen Genoffenschasten. Unter ber Leitung von Lanbeshauptmann Trau- pel ist der Reichsverband der deutschen Landwirtschaftlichen Genossenschaften in Wiesbaden zu- jammengetreten, wobei auch gleichzeitig das 50jäh' rige Bestehen ber lanbwirischaftlichen 'Berufsgenossenschaften gefeiert wird. Die landwirtschaftlichen Be» rufsgenossenschasten sollen, wie Landeshauptmann Traupel unterstrich, das schaffende Landvolk vor dem Eintreten von Unfällen schützen, für die Wiederher- Rettung ber Verletzten sorgen unb die Opfer ber Landarbeit mit ihren Geldleistungen betreuen. Staatssekretär Dr. Krohn würdigte die Leistungen der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften, die in ihren Schutz nicht "nur Arbeiter und Angestellte, sondern auch Den landwirtschaftlichen Unternehmer mit seiner Familie einbeziehe. Schon dadurch komme ber starke Gemeinschaftsgebanke innerhalb ber beut« i schen Lanbwirtschaft treffenb zum Ausdruck. Die von Chefpräsident Dr. Schäffer entwickelten Erinnerungen ergaben ein buntes Bild aus den Anfängen der Entwicklungsgeschichte der Sozialversicherung. Der Vertreter des Reichsnährstandes S ch m ü l» I in g betonte bie engen, sich oftmals überschneiden- den Aufgaben von Reichsnährstand und Berufs- genosienschaft. Für das gute und beiden Teilen wirksame Einvernehmen zwischen landwirtschaftlichen und gern 'll'hen Berufsgenossenschaften zeugten die Ausführungen von Ober-Regierungsrat Dr. Laueterbacher. Der Verbandsoorsitzende, Lan- besrat Schrader (Kastel), befaßte sich mit ber Entwicklung der landwirtschaftlichen Berufsgenosten» schaften feit ihrer Gründung, dabei von der Erkenntnis ausgehend, immer aus der Geschickte zu lernen und alle Arbeit dem gesamten Volke zu weihen. Bekämpfung öffentlicher Notstände. Notdienstverordnung des Beauftragten für den Bierjahresplan. Berlin, 19. Okt. (DNB.) Der Beauftragte für den Vierjahresplan hat als dritte Verordnung zur Sicher st ellungdesKräftebebarfesfür Aufgaben von besonderer ftaatspoli- tischer Bedeutung eine Notdienstverordnung erlassen. Sie bestimmt, daß die Bewohner des Reichsgebietes zur Bekämpfung öffentlicher Notstände sowie zur Vorbereitung ihrer Bekämpfung für eine begrenzte Zeit zu Notdienst- lei st un gen herangezogen werden können. Nur Ausländer sind in gewissem Umfange befreit. Die Behörden, die solche Notdienstleistungen anfordern können, werden vorn Beauftragten für den Vierjahresplan im Benehmen mit dem Reichs- Minister des Innern bestimmt. Die Notdienstleistungen kommen vor allem zur Bekämpfung von Katastrophen, z. B. großen Ueberschwemmun- gen, Waldbränden Usw. in Frage, für die die vorhandenen Arbeitskräfte nicht ausreichen. Soweit diese Heranziehung zum Notdienst den allgemeinen Arbeitseinsatz berührt, ist die Einschaltung ber Arbeitsämter vorgesehen. Notdienstpflichtige, die in einem Beschäfti - gungsverhältnis stehen, sind aus ihm für die Dauer des Notdienstes zu beurlauben. Die Verordnung unterscheidet im übrigen zwischen kurzfristigem und langfristigem Notdienst. Langfristiger Notdienst liegt nur dann vor, wenn er hauptberuflich erfolgt und entweder länger als drei Tage dauert oder für länger als brei Tage bemessen wird. In allen anderen Fällen liegt kurzfristiger Notdienst vor; er begründet keinen Arbeitsertrag. Der Notbienstpstichtige hat bei kurzfristigem Notdienst Anspruch aus das regelmäßige Arbeitsentgelt und die sonstigen Bezüge bis zu drei Tagen aus seinem bisherigen Beschäftigungsverhältnis. Die soeben verösfenllichte Notdienstverordnung bringt eine ArtErgänzungderTechnifchen Nothilfe ober, noch klarer ausgebrüdt, einen Zusatz zu ben Einrichtungen, bie wir zur Bekämpfung von Katastrophen aller Art haben. Ausgelöst wurde die Notdienstverordnung im wesentlichen durch die schweren Ueberschwemmungen in Oberschlesien. Damals mußten die Technische Nothilfe, ber Arbeitsbienst, bie SA. unb ff unb viele Bewohner der gefährdeten Dörfer eingesetzt werden. Man sagte sich, daß es zweckmäßiger sei, im Wiederholungsfall über ein Gesetz zu verfügen, das man sofort spielen lassen kann, um die Kräfte mobil zu machen, die den Katastrophendienst zu ergänzen und zu verstärken hätten. So kam die Notdienstverordnung zustande, die für bas ganze Reich gilt, ein einheitliches Recht auf bem in Frage kommenden Gebiet schafft und den Behörden, die mit ber Durchführung staatspolitisch be- beutungsootter Aufgaben betraut sind — dazu gehört auch ber Kampf gegen einen um sich greifenden Waldbrand, gegen Hochwasser unb sonstige Katastrophen t-, bie Möglichkeit gibt, sofort Hilfskräfte aufzubieten. Es kommt natürlich immer nur ein kleiner, auch örtlich begrenzter Personenkreis in Frage, dazu, wie das aus ber Derorbnung ber- vorgeht, meist nur für Stunben und Tage. Das gemeinsame Jnteresie verlangt aber, daß dieser Notdienst vorhanden ist und fein Einsatz ohne Zeitverlust oonftatten gehen kann. Wehrpolitische Probleme der Schweiz. Zürich, 19. Okt. (Europapreß.) Die „Neue Zürcher Zeitung" übt scharfe Kritik an der ihrer Ansicht nach unzulänglichen militärischen Bereit- schäft ber Schweiz. Wohl habe die Schweiz seit einigen Jahren ihre Rüstungen bedeutend verstärkt und über 400 Millionen Franken an außerordentlichen Krediten zur Verbesserung ihrer Ausrüstung und Bewaffnung angewendet. Die denkwürdigen Septembertage hätten aber den Ernstfall plötzlich in greifbare Nähe gerückt. Daraus müsse die unerbittliche Konseauenz gezogen werben, daß jetzt unverzüglich nachgeholt werde, was zur vollen Kriegsbereitschaft noch fehle. Schon im kommenden Jahr müßten die Rekrutenschulen auf vier Monate verlängert werden. Besonders den Anforderungen des Felddienstes feien die Truppen zu wenig gewachsen. Die als notwendig erachteten Befestigungen feien nicht in bem ursprünglich vorgesehenen Ausmaß burchgeführt worden. Zwischen ben einzelnen Befestigungswerken müßten Me Grenzschutztruppen heute im offenen Gelände Stellung beziehen. Die größte Gefahr liege aber in ber fehlenden T i e f sta f f e l u n g. Hier klaff- ten noch Lücken, die unvorzüglich gefchlossen werden müßten. Auch die Frage des st ä n b i g e n Grenz- schutzes müsse einer neuen unb raschen Prüfung unterzogen werden. Als ein besonders ernstes Kapitel bezeichnet das Blatt die Schutzlosigkeit der schweizerischen Städte und ihrer Bevölkerung gegen Luftangriffe. Mit ©as- masten sei nur bie aktive Armee ausgerüstet, zahl- reiche aktive Wehrmänner hätten noch nie eine Gasmaske getragen. Für bie Zivilbevölkerung fei kaum Vorsorge getroffen. Die Unzulänglichkeit ber aktiven Luftrüstungen sei allzu bekannt. Immer noch ungelöst sei enblich die Frage der Wahl eines Generals im Ernstfall unb bie Organisation der obersten Armeeleitung in Frie- benszeiten. Neue DRüfTungdouffräfle der Vereinigten Staaten. Washington, 19. Okt. (Europapreß.) Das Kriegsministerium der Vereinigten Staaten hat neuerdings einen großen Auftrag zur Lieferung von Waffen und Munftion in Hohe von rund neun Millionen Dollar an 40 Privatfirmen vergeben. Für die Lieferung von M a - schinengewehren werden allein zwei Millionen Dollar verwandt. Unter den Bestellungen sind Bomben im Gewicht von 50 Kilogramm bis zu einer Tonne zu erwähnen. Mit diesem Auftrag sind in einem Zeitraum von sechs Wochen für mehr als 19 Millionen Dollar Heeresaufträge an bie Privatfirmen vergeben worben. Der Kongreß hatte insgesamt 60 Millionen Dollar für Waffen- Äalen n” jrt, «J fritor ti N6' Kit viaU itrbesK st ^bin Stiers na wnm,nI S A anM „ Sie lli"w * Sim ÄS SÄÄ 7S-7 £ nun im Legale te » der Prom. um in Dei.x.,ftn men rmnani ch n laqe der rumamW tflont weil die soi MI daraus fl* Uder tschechM (Rumänien Münchener ®e[pred binationen ein hn wahrend dieser Minister der kornrni meekorpsdezirkes,, ernannt wurde. Slowakischer t Minifferbe München,IS. Auswärtigen ’ Mtwochnachmillai kn slowakischen H jcllvertrelenden 1 jn einer Besprech' tebung empfing ügen den latp einsly. LM" - 1 1» Sester Obei 0er fionglong, pani^en UMrnngi im Sormarfd) von . weiter nach Norden 50 Meilen nvrdvsüi lördlich der Stufte ’ eingenommen Ifcngftjing, I ton besetzt worin (Eroberung ber ftn sunqund des Ort 30 Meilen östlich o der Mtzslen Cchla V» WMen h< M getötet worden P°nihMomb £6er Konto M passierten Schiffe § Maus Kanton ooi Troße Teile »Aden den Lusta Ware,n- sollen volU ?Met worden si ('?M>nefifd) H Unternommen, «sgebieteg zu j "n zur Trenzi öombique-Truppen 3 atspoliiifd) be> - baw ge> ’d) ßreifenbtn nftige fiafa> rt Hilfs. räch xmxit orbminq her« b Tage. Das aß dieser Rot- hne Zeitverlust In der staatlichen Tabakmanufaktur von Chateauroux im Departement Indre in Mittelfrankreich brach ein Groß feuer aus, das einen Sachschaden in Höhe von 30 Millionen Franken anrichtete. Den Elementen siel ein dreistöckiges Gebäude zum Opfer, in dem sich 600 t Tabak sowie eine große Anzahl scher Zigarettenmaschinen befanden. Auch Oie Militäraktion gegen die Altstadt von Jerusalem RittervonEpp ---- . „ befehlshabers des Heeres Generaloberst von Brau- chttsch am 20. Oktober in Winterberg (Böhmer Wald) siattfinden. Zu diesem Zweck hat sich der Reichsstatthalter General Ritter von Epp am 19. Oktober mit Sonderzug in das Korpshauptquartier des VII. Armeekorps nach Eleonorenheim begeben. verschwindet eines der übelsten Hetzblätter, das die internationalen Brunnenvergifter fünf Jahre hindurch in Prag herausbringen konnten. Dem Beispiel des „Prager Mittag" dürfte wahrscheinlich noch eine ganze Reihe anderer Blätter folgen. friflt s-A h. Pr!°^ | an S«' I ung 0 .) Die „Reul 1 ' an der ihrei löschen Bereit- ' e Schweiz sei »utenb verstör t n außerordent' rer Ausrüstung denkwürdigen mskfall plötzlich muffe Die um den, daß sttzt 5 zur vollen m kommenden len auf tner )«» d-n tote Zruppen “ dig te en worden. 3* len * enen •** ML" Prüfung c, th u M ® I sSrrt Le* V »' S noch nie l; e-< ffiTil ?f‘H uni> in FNi' eitung m u darf-. taatV» f,Ut ’* befreit er,(Nmmun. ir?,e die vor. Soweit ^allgemeinem Eung der Ar. ,^eschäfti. 15 'hm für die ' e n. Die Der. kUtzfttsti, 19 fr i ft i g e r 1 er Haupt. °nger als als drei Tage -nbegtkurz. ^ndet keinen 1 hat bei kurz. i>?5teSef. d'e sonstigen iem disherigen Das englische Kabinett berät über Palästina. London, 19. Oft (Europapreß.) Die Kabinettssitzung am Mittwoch war wider Erwarten schon nach zweieinhalb Stunden beendet. Der Sitzung ging eine halbstündige Besprechung zwischen Chamberlain und Lord Halifax voraus, an der später auch Kolonialminister Macdonald teil- nahm. In der Kabinettssitzung gab Lord Halifax einen kurzen Bericht über die gesamte außenpolitische Lage seit den Münchner Besprechungen. Im übrigen beschäftigte sich das Kabinett hauptsächlich mit der kritischen Lage in Palästina, die einen so breiten Raum einnahm, daß alle anderen Fragen zunächst zurückgestellt werden mußten. Ministerpräsident Chamberlain wurde am Mittwochabend vom König in Audienz empfangen. Er berichtete über den Verlauf der Ka- binettssitzung und über den Stand der Palästinafrage. Vorher hatten sich in der Amtswohnung des Ministerpräsidenten verschiedene Kabinettsmitglieder, unter ihnen Schatzkanzler Sir John Simon, Innenminister Sir Samuel Hoare und Verteidigungsminister Sir Thomas Inskip sowie Luftfahrtminister Sir Kingsley Wood eingefunden. Oer Oberkommiffar von Syrien fordert Schließung der Grenze. Jerusalem, 19. Ott. (Europapreß.) Der französische Oberkommissar von Syrien hat die Regierung von Syrien und Libanon davor gewarnt, Waffentransporte und den Uebertritt Bewaffneter über die Grenze nach Palästina zu gestatten. Er erfucht, für die scharfe Ueberwachung dieser Grenze zu sorgen. Der gesamte Verkehr von Syrien nach Palästina auf dem Küstenwege über Rakura ist unterbrochen worden. Der Grund für das Ersuchen des Oberkommissars ist wohl in der Nachricht zu sehen, wonach Waffen für die in Palästina kämpfenden Araber in b e n syrischen Häfen Latakiah und Saida gelandet sein sollen. stellung für die Hiller-Iugend uraufgeführt wirb, während die erste öffentliche Aufführung am 25. Oktober erfolgt. Generalintendant Franz E v e r t h hat die Inszenierung übernommen, Caspar Neher entwarf die Bühnenbilder. Bodendenkmalpfleger lagen in Berlin. Dorn 19. bis 21. Oktober findet in Berlin eine Arbeitstagung der staatlichen Bodendenkmalpfleger und ihrer hauptamtlichen Mitarbeiter statt, zu der sich nahezu alle in der praktischen Arbeit stehenden Vorgeschichtler des Reiches versammelt haben. Nach einführenden Worten des Sachbearbeiters im Reichserziehungsministerium, Professor Dr. Buttler, begannen die Vorträge, die besonders die Möglichkeiten für den Einsatz der Naturwissenschaften im Dienste der Vor- und Frühgeschichte aufzeigen sollen. Pollenanalyse, Chemie und Mineralogie, Haustier- und Nahrungsforschung werden durch namhafte Vertreter der einzelnen W ssensgebiete in ihren Beziehungen zur Vorgeschichte behandelt, weiter werden die vorgeschichtliche Landesaufnahme, neue Ausgrabungsmethoden, der Einsatz architektonischer Bauforschung bei Siedlungsgrabungen und neue Photoverfahren besprochen. 3m Kampf gegen die Fälschung von Kunstwerken. In Kassel sindet gegenwärtig die Tagung des Internationalen Museumsverbandes statt, in dem Museumsdirektoren aus der ganzen Welt zusammengeschloffen sind, um seiner Ausgabe als Schutzorganisation"gegen Fälschungen von Kunstwerken nachzugehen. Ueber 50 Museumsdirektoren aus allen Erdteilen beteiligen sich an dem Kongreß, um die zur Kenntnis gekommenen Fälschungen alter und neuerer Kunstwerke zu besprechen und die nötigen Schutzmaßnahmen zu erörtern. Der Kongreß wird unter Ausschluß der Öffentlichkeit durchgeführt. Aus aller Wett. Winterheilkuren für m nderbemittelte Kinder. Berlin, 19. Ott. (DNB.) In den letzten Jahren haben sich die Winterheilkuren, die Kindern aus minderbemittelten Familien gewährt werden, als sehr erfolgreich erwiesen. Deshalb hat der Reichsarbeitsminister den Ländern auch für diesen Winter 180 000 RM. für die Durchführung solcher Winterheilkuren zur Verfügung gestellt. Für die Kin- derheilfürsorge in der O st mark sind besondere Maßnahmen getroffen. Um in größerem Umfange Heilkuren für österreichische Kinder zu ermöglichen, hat der Reichsarbeitsminister 100 000 RM. bewilligt, eine entsprechende Hilfe ist für die fubeten- deutschen Gebiete vorgesehen. Oie Besprechungen in Galatz. DerPolnischeAutzenminister beiKönigCarol Bukarest, 19. Oft (DNB.) Der polnische Außenminister Oberst Beck traf in Begleitung des Warschauer rumänischen Botschafters und des Bukarester polnischen Botschafters Mittwoch um 16 Uhr in Galatz ein. Er folgte einer Einladung des Königs Carol an Bord der königlichen Jacht, wo eine mehrstündige Unterredung statt- fand. Außenminister Beck hat Pressevertretern erklärt, daß Polen nach der Angliederung von Teschen feine territorialen Forderungen mehr stelle. Die Beziehungen zu Prag würden nunmehr wieder normal sein. Nach den politischen Vorgängen der letzten Zeit habe es die Warschauer Regierung für ihre Pflicht gehalten, den Standpunkt der anderen Länder kennenzulernen, insbesondere Rumäniens, mit dem Polen eine alle Freundschaft verbinde. Die Rückreise des polnischen. Außenministers nach Warschau ist für Mittwochnacht angesetzt. Oie rumänischen Manöver. Die diesjährigen rumänischen Manöver finden in der Umgebung der Stadt Galatz statt, einer wichttgen Donauhafenstadt zwischen der Mündung des Pruth und des Sereth in die Donau. Das Land wesllich des Pruchs heißt „Moldau", bas Lanb östlich des Pruths bis zur sowjetrussischen Grenze „Bessarabien". Den rumänischen Manövern liegt die Annahme zugrunde, daß sowjetrussische Truppen den Süden von Bessarabien überflutet haben und nun im Begriffe stehen, den Pruth zu überschreiten, um in der Provinz „Moldau" die Bildung einer neuen rumänischen Armee zu verhindern. Die Anlage der rumänischen Manöver ist deshalb inter- esiant weil die sowjetrussische Polittk gar keinen Hehl daraus gemacht hat, daß Sowjetrußland während der tschechischen Krise seine Hilfstruppen durch Rumänien zu dirigieren gedachte, bis die Münchener Besprechung allen diesen üppigen Kombinationen ein Ende setzte. Interessant ist, daß mitten während dieser Krise zum rumänischen Kriegs- Minister der kommandierende General des — Ar- meekorpsbezirkes „Bessarabien", General Ciupirca, ernannt wurde. Slowakischer und karpalho-ukrainischer Ministerbesuch bei Nibbenirrp Bl ü n ä) e n, 19. Oft (DBB.) Der Seidjsminiffer des Auswärtigen v. Ribbentrop empfing am Mttwochnachmlttag in München im Führerbau den slowakischen Ministerpräsidenten T l s o und den stellvertretenden Ministerpräsidenten Durcansky zu einer Besprechung. 3m Anschluß an diese Unterredung empfing der Reichsminister des Auswärtigen den karpatho-ukralulschen Minister B a - c i u s k y. 3 Würfel 9 Pf. 1 Stange (6Würfel)18 Pt Zum Kochen von Gemüsen, ftülsenfrücMen usw. MAGGI5 FLEISCHBRÜHE — es schmeckt viel kräftiger! verlassen. Auch sämtliche Rikscha-Kuli erhielten den Befehl auszuwandern, nachdem sie bei der Räumung der Stadt mitgeholfen haben. In Han- kau soll eine Sicherheitszone geschaffen werden. Man fei übereinaekommen, daß alle ausländischen Konzessionen in Hankau ent - militarisiert werden, wogegen die Japaner deren Unantastbarkeit zugesagt haben sollen. Diese Sicherheitszone solle die japanische sowie die ehemalige deutsche, die französische, britische und ehemalige russische Konzession umfassen, ferner ein Stück des chinesischen Stadtteils. Mit der Schaffung dieser Sicherheitszone dürfte unnötigem Blutvergießen vor gebeugt werden. Kleine politische Nachrichten. Der Führer und Reichskanzler hat dem Dichter Gustav Frenfsen, Barlt-Holstein, zur Vollendung des 75. Lebensjahres telegraphisch seine herzlichen Glückwünsche übermittelt. ♦ Der Führer und Reichskanzler hat den Oberpräsidenten i. R. Staatsrat Dr. Kurt Melcher zum Reichstreuhänder der Arbeit ernannt. Der Reichsarbeitsminister hat ihm die Stelle des Reichstreuhänders für den öffentlichen Kunst und Wiffenschast. Schöner Erfolg der Großen OeulschenKunstausstellung Die Große Deutsche Kun st aus stell ung 19 3 8 in München, die jetzt chre Pforten geschlossen hat, war, was die Besucherzahl wie das Derkaufs- ergebnis betrifft, ein voller Erfolg. Sie hat im Jn- und Auslande hohe Anerkennung gefunden. Ueber das Gesamtergebnis machte der Geschäftsführer, Direktor Kolo, nähere Ausführungen. Die Ausstellung dauerte vom 10. Juli bis 16. Oktober. Beim Erftaufbau waren insgesamt 1158 Werke ausgestellt. Auf Grund der vom Führer angeordneten Austauschaktion wurden weitere 246 Werke ausgenommen. Die Ausstellung umfaßt also 1404 Werke, die von 834 Künstlern stammten. Die Austausch- attion hat sich für die Künstlerschaft äußerst fruchtbar ausgewirkt. Unter diesen 1404 Werken waren 761 Gemälde, 264 Werke der Graphik und 374 Werke der Bildhauerei. Die Ausstellung hatte 460 000 Besucher, unter ihnen sehr viele Volksgenossen aus Oesterreich und dem Sudetengau. Unter den ausländischen Besuchern wurden sehr viele Italiener, aber auch zahlreiche Engländer und Amerikaner bemerkt. Darüber hinaus sah man Besucher aus der ganzen Welt. Von der Gesamtzahl der ausgestellten Werke wurden 800, also mehr als die Hälfte aller ausgestellten Werke, verkauft. Der Gesamterlös für die Künstlerschaft betrug 1,5 Millionen Mark. Die Architektur- und Kunsthandwerksausstellung im kommenden Winter, für die die Vorbereitungen im Gange find, wird bereits am 10. Dezember eröffnet und dauert bis 10. April 1939. Gauausflellung der bildenden Künste in Wiesbaden. NSG. Um der Bevölkerung ein anschauliches Bild von dem künstlerischen Schaffen im Gau Hessen-Nassau zu vermitteln, findet vom 22. Oktober bis einschließlich 6. November im Nassauischen Landesmuseum in Wiesbaden eine große Gau - aus stellung dex in der Reichskammer der bildenden Künste zusammengeschlossenen Künsller des Gäues Hessen-Nassau statt. In reicher Zahl sind Werke der Malerei, Graphik, Plastik, des Kunsthandwerks und Kunsthandels aufgestellt. Diese Ausstellung, die richtungsweisend für unseren Gau und täglich von 10 bis 19 Uhr durchgehend geöffnet ist, wird am Samstag um 16 Uhr durch Gauleiter Sprenger feierlich eröffnet. Intendant Richard Werkhäufer t- Nach längerer Krankheit starb in Koblenz der Intendant Richard W e r k h ü u s e r, der 1937 an das Koblenzer Stadttheater berufen wurde. Vorher war Werkhäuser sieben Jahre erfolgreicher Leiter des Frankfurter Künstlertheaters, nachdem er längere Zeit als Spielleiter und Dramaturg am Schauspielhaus in Königsberg tätig gewesen war. Werkhäuser ist im Alter von erst 38 Jahren einem tückischen Leiden erlegen. Uraufführung „Der Untergang Karthagos" von E. D. Mö.ller. Mehr als 10 Millionen Rundfunkteilnehmer. Am 1. Oktober 1938 betrug die Zahl der Rundfunkempfangsanlagen im Lande Oesterreich 643 389, im großdeutschen Reichsgebiet — ohne Sudetendeutschland — waren mithin am 1. Oktober insgesamt 10398066 Rundfunkteilnehmer vorhanden. Im Altreich wurde die erste Million Rundfunkteilnehmer 1925, die fünfte 1933 errreicht. Bis zur Machtübernahme betrug die Zahl der Neuanmeldungen jährlich rund 500000, nach der Machtübernahme erhöhte sich der jährliche Zugang auf durchschnittlich rund 1 Million. In Rekordzeit über den Rordatlantik. Den bisher schnellsten Flug über den Nordallantik führte das Blohm-K-Voß-Flugzeug „Nordstern" der Deutschen Lufthansa von Neuyork nach Horta (Azoren) aus. Um 0.00 Uhr verließ die Besatzung Mayr, Wilhelm, Mischur und Gruber Amerika, um bereits nach 11 Stunden 53 Minuten in Horta zu landen. Die auf diesem Flug entwickelte Reisegeschwindigkeit beträgt 325 Stundenkilometer; sie ist die kürzeste Reisezeit, die bisher auf dieser Strecke erreicht werden konnte. Nach dem Abschluß des diesjährigen Nordatlantik-Luftverkehrs wird „Nordstern" gleich im Südatlantik-Luftverkehr eingesetzt werden, während „Nordwind" nach Deutschland zurückkehren wird. Verhaftung einer Schieberbande. Die Kölner Zollfahndungsstelle konnte größere Schiebungen von Bargeld, Schmucksachen und sonstigen Wertgegenständen nach Holland aufdecken und über 15 Personen, fast ausschließlich Juden, festnehmen, die auf diese Weise ihr Vermögen ins Ausland schaffen wollten. Im Hintergrund steht ein holländisches Konsortium. Nach den vorläufigen Ermittlungen sind über eine Million Mark ins Ausland verschoben worden. Werte in Höhe von einer halben Million Mark konnten beschlagnahmt werden. Eine besondere Rolle spielte ein früher in Deutschland, jetzt in Holland wohnendes Ehepaar, das in raffinierten Verstecken Bargeld, Devisen und Schmucksachen über die Grenze schmuggelte. Der Mann, ein Halbjude, hatte früher in Amsterdam ein Kraftwagenverleihunternehmen betrieben, sich aber bann ganz diesen Schiebungen zugewandt. Die Frau trug bei Der Festnahme einen neuen Persianermantel und hatte außerdem wertvolle Schmuck- gegenstände bei sich, die über die Grenze geschafft werden sollten. Die Verhafteten legten schließlich ein Geständnis ab, auf Grund dessen die Zoll« fahndungsstelle auch die übrigen Festnahmen durchführen konnte. So konnte auch ein holländischer Postbeamter des Vergehens überführt werden, auf seinen Dienstfahrten zwischen Holland und Deutschland Geldbeträge verschoben zu haben. Drei Arbeiter bei einet Explosion getötet. Aus noch unbekannter Ursache explodierte in einem Kölner Werk ein Azetonbehälter. Drei Arbeiter wurden auf der Stelle getötet, ein vierter erlitt schwere Brandverletzungen. Die Feuerwehr konnte den durch die Explosion entstandenen Brand in kurzer Zett löschen. Großfeuer in einet französischen Tabakmanufaktur. Ein am Mittwoch über den Gesundheitszustand des türkischen Staatspräsidenten Kemal Atatürk herausgegebenes Kommunique stellt fest, daß sich der allgemeine Zustand Atatürks gebessert habe und sich die nervöse Störung leicht aber deutlich gebessert habe. In Paris starb PrinzArsenKarageorge- witsch von Jugoslawien im Alter von 79 Jahren. Prinz Arsen war ein Bruder des Königs Peter I.von Serbien und Vater des gegenwärtigen Prinzregenten Paul. Prinz Arsen hatte 1892 eine russische Prinzessin geheiratet und war nach der russischen Revolution nach Paris übergesiedelt. * König CarolvonRumänien wird zu seinem bereits mehrfach verschobenen Staatsbesuch nunmehr in der letzten Novemberwocke in London eintreffen. Man nimmt an, daß Der König auch wichtige Besprechungen mit englischen Kabinettsmitgliedern über die internationale Lage haben wird. Jerusalem, 20. Dtt (DNB. Funkspruch.) Zur Lage in Jerusalem erklärt der amtliche englische Bericht, die Truppen hätten am Dienstag ein Gebiet in Brette von einem Kilometer um die Altstadt gesäubert. Am Mittwochmorgen gegen 4 Uhr sei die M i I i t ä r f e 11 e um d i e Alt - stadt geschlossen worden. Das Stefan- und das Damaskustor, die verbarrikadiert waren, seien aufgebrochen worden. Zwei Stunden später seien die Truppen in die Stadt eingedrungen, und gleichzeitig habe die Polizei mit einer Durchsuchungsaktion begonnen. Der Widerstand der Araber sei nicht allzu stark gewesen. Im Verlaufe der Schießerei sei ein Soldat schwer, ein anderer leichter verletzt worden. Die Truppen hätten gegen neun Uhr die Kontrolle über d i e A l t st a d t gehabt. Die Zahl der toten und verwundeten Araber sei noch nicht endgültig bekannt. Bis 14 Uhr seien a ch t Tote, darunter eine Frau, drei Schwerverletzte und 15 Leichtverletzte gemeldet worden. Zahlreiche Araber seien in das Gebiet der Omar-Moschee geflüchtet. 40 Araber seien wegen Uebertretens des Ausgehverbots verhaftet worden. Die Aktion werde voraussichtlich am Donnerstag abgeschlossen werden. Wie verlautet, soll nach der Aktion gegen Jerusalem nun auch gegen andere Städte, vor allem gegen Jaffa und Nablus, scharf vorgegangen werden. Man rechnet damit, daß die Gesamtaktion zur Unterdrückung der Freiheitskämpfer innerhalb von zwei Wochen im ganzen Lande durchgeführt sein kann. Der Oberkommissar hat eine neue Verordnung erlassen, nach der die Zahl der Personen, die zum Waffen trag en berechtigt sind, erhöht werden kann. Mit dieser Bestimmung ist anscheinend die Absicht verbunden, zur Unterstützung des Kampfes gegen die arabischen Freiheitskämpfer vor allem jüdische Kreise zu bewaffnen. Zweitens setzt die neue Verordnung fest, daß der Besitz von Personen, die sich an Vergehen politischer Art beteiligen ober sonst gegen Sicherheitsbestimmungen verstoßen, be° schlagnahmt oder zerstört werden kann. Oer Ring um Kanton. Hongkong, 19. Ott. (Europapreß.) Nach ja- panischen Meldungen sind die japanischen Truppen im Vormarsch von der Südküste östlich von Kanton weiter nach Norden bis zur Stadt Lungnoon, 60 Metten nordöstlich von Kanton und 80 Meilen nördlich der Küste vorgestoßen und sollen die Stadt eingenommen haben. Ebenso ist die Stadt Tsengshing, 38 Meilen nordöstlich von Kanton besetzt worden. Diesem Vorstoß folgte die Eroberung der strategisch wichtigen Stadt Pang- s u n q und des Ortes S ch e k l u n g , die beide etwa 30 Meilen östlich von Kanton liegen. Hier soll eine der blutigsten Schlachten während des ganzen Krieges stattgefunden haben, wobei sechstausend Chine- fen getötet worden sein sollen. Während 2 5 0 ja- panische Bombenflugzeuge die Operationen an der Kanton-Kaulun-Eisenbahnlinie unterstützten, passierten 60 kleinere japanische Kriegsschiffe Swatau, sie sollen für einen Angriff auf Kanton von der Seeseite her eingesetzt werden. Große Teile Scheklungs, die während acht Stunden den Luftangriffen der Japaner ausgesetzt waren, sollen vollständig zerstört oder durch Brand vernichtet worden fein. Aus der portugiesischen Besitzung Macao wesllich von Hongkong wird berichtet, chinesische Soldaten hätten den Versuch unternommen, die Grenze des portugiesischen Hoheitsgebietes zu überschreiten. Hierbei seien von den zur Grenzverstärkung herangezogenen Mozambique-Truppen 18 Chinesen getötet. Japanische Erfolge an der Langtfe-Front. Schanghai, 19. Ott. (Europapreß. Funkspr.) Nach japanischen Berichten ist die Stadt T e i a n an der Süd-Iangtse-Front von den Japanern besetzt worden. Damit ist der Kampf um Teian, das man in militärischen Kreisen als „den Schlussel sürNantschang" bezeichnet, nach 84 Tagen zugunsten der Japaner entschieden worden. Nach weiteren japanischen Meldungen sollen die japanischen Truppen bereits über Teian hinaus chre Operationen in westlicher und südlicher Richtung ausdehnen und sich entlang der Kiukiang Narttschang-Eisenbahnlinie auf Nantschan g zu bewegen. Die Japaner sollen bereits die 115 Kilometer flußabwärts gelegene wichtige Stellung Huangschikang eingenommen haben, wo bisher die Durchfahrt japanischer Kriegsschiffe verhindert wurde. Im Nord-Jangtse-Gebiet sollen die japanischen Truppen, die im Tapieh-Gebirge vorgehen, nach der Eroberung einiger strategisch bedeutender Höhen in der Nähe von Taipingtschal die Stadt Sin put schien fast erreicht haben. Der Ernst der Lage kommt deullich in einem Befehl zum Ausdruck, der die Bevölkerung der chinesischen Stadtteile in Hankau ausfordert, die Stadt bi nnendrei Tage n^zsr Aus der Feder des 1934 für feinen Gedichtband „Berufung der Zeit" mit dem Nationalen Buchpreis ausgezeichneten Dichters Eberhard Wolfgang r . , , - w . Möller stammt das neue Bühnenwerk „Der automatischer Zigarettenmaschinen befanden. Auch aus Untergang Karthagos", das im Hessischen i den benachbarten Städten mußten Feuerwehren zur Landestheater zu Darmstadt in geschlossener Vor- Bekämpfung des Brandes aufgeboten werden. Wirtschaft Mein-Mainische Börse. Wir haben uns verlobi Wiesbaden 6710 D in Urschrift |stellengesuche| Verkäufe | 1. Ziehungstag 19. Oktober 1938 On der heutigen Dormlttagszkehung wurden gezogen 2.95 2.45 1.95 1.65 lassen. 04716 Spezialhaus t)O* r brand ßr^d^ P>to 1I0566 6697 A 3n der heutigen Nachmittagsziehung wurden gezogen 122648 124150 223739 Millionen Hausfrauen our ikrB&faterwac/M X-97O H Dose <75 RM--Kl Dose L40 RM ST Kräftig DeintäglidierKaffee VERGISS DAS NICHT BEI DEINEM OPFER TREPP- AUF 110856 128955 154785 176174 211561 254733 288258 323222 341251 350901 386632 130701 168262 221729 255526 278984 321928 352603 376236 TREPP AB 136448 168273 222166 258692 284235 322010 356998 388550 121730 140224 184159 225330 266693 294685 328171 357572 395970 61361 6254 356547 18310 316078 14291 250820 15272 101984 134334 237360 358876 66050 51495 385918 124723 373453 106201 126053 154461 175953 208759 238934 282756 322447 335108 347582 386166 98396 127214 151557 193089 238632 273606 310433 341407 360998 129863 156765 204819 247616 275756 311637 348681 366171 114081 129050 160095 176537 216923 262591 289538 323593 343614 352749 115715 137025 161395 193493 217997 266440 294552 329929 346205 371250 117972 141394 161467 201232 235606 278919 299444 329954 346736 372794 124878 151417 172096 202911 237506 280522 311624 331521 347322 379439 323845 229126 133374 307934 18968 103450 134559 240061 377607 230658 54087 227558 127120 144102 192280 228665 269346 301656 340600 360630 398683 Familiendrucksacher Verlobungsanzelgen VermAhlungsanzelgen Geburtsanzeigen bei Brühl. Schalstr.1 325 238074 203440 257280 150537 198700 Es macht Vergnügen, aus cler ■Fülle der Farben zu wählen — es macht doppelt Freude, wenn erprobte Strumpf, «orten so preiswert sind: 2 Gewinne ,u 10000 RM. 2 Gewinne zu 5000 RM. 6 Gewinne zu 2000 RM 10 Gewinne zu 1000 RM. 309241 394246 10816 232448 tiwaAWwkfi^ Gießen, Leihgestemer Weg 21 13. Oktober 1938 Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Slum« schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder? Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigenTeil.ErnstBlumschein. Anzeigenleiter? Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. IX. 38: 9143, Druck und Verlag: Brühlsche Unioersitätsdruckerei R. Lange, K.-G.. sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM.» 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehi> Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. unv. 120,50 und Westdeutsche Kaufhof mit unverändert 101,50 zur Erstnotiz. Am Rentenmarkt hielt sich das Geschäft bei wenig veränderten Kursen in überaus engen Grenzen. Reichsanleihe-Altbesitz wieder leicht erholt auf 130,13 (129,75), Kommunal-Umschuldung mit 93,95 bis 94 fast unverändert. Pfandbriefe lagen ruhig und unverändert, die beiden Frankfurter Liquidationswerte zogen um 0,13 v. H. an auf 101,25. 3m übrigen zeigte der festverzinsliche Markt kaum Abweichungen. In der zweiten Börsenstunde blieb es auf allen Märkten sehr still, weitere Notierungen waren nur selten. Verein. Stahl stiegen noch auf 110 nach 109,25 und schwankten später zwischen 109 bis 109,50. Farbenindustrie bewegten sich bei unv. 152, AEG. bei etwa 120,50, Rheinstahl schwankend mit 140 bis 140,75 bis 140,25 (140) und Klöckner 0,90 v. H. niedriger mit 122,50. Größeres Interesse bei lebhaften Umsätzen hatten weiterhin Großbank- aktien; Commerzbank 113 (112,50), Deutsche Bank 118 (117,75), Dresdner Bank 112 (111,75). Sonst lag der Einheitsmarkt sehr ruhig und unregelmäßig. Im F r e io e r k e h r war die Kursentwicklung uneinheitlich. Niedrigst lagen Rastatter Waggon mit 49 bis 51 (51,50 bis 53,50), Growag mit 73 bis 75 (74 bis 76), andererseits Katz & Klumpp 100 bis 102 (98 bis 100), Elsäss. Badische Wolle 87 bis 89 (86 bis 88). Tagesgeld unverändert 2,25 v. H. Abendbörse still. Die Abendbörse war ohne Anregung und nahm WM« Anläßlich der morgigen Donner« Volksgenossen in mit den Zah Blumen zu \ Marianne Entreß Kurt Sommer, Forstmeister <^°g°ne Nummer sind zwei gleich v gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden _____________Abteilungen I und II Emaillier-Anstalt Wl*h. Happel Asterweg 3. ■LdgU SELTERS WEG 47 Wetterbericht Von der Rückseite eines nordischen Sturmwirbels vorgestoßene kältere Meeresluft gab auch bei uns am Mittwoch zu verbreiteten Schauern Anlaß, hat gleichzeitig aber auch zum Aufbau eines starken Hochdruckgebietes geführt. Letzteres wird vorerst unser Wetter mitbestimmen. Vorhersage für Freitag: Stellenweise Frühnebel, sonst meist heiter und trocken. Nachts sehr frisch, tagsüber wieder etwas wärmer. Schwache veränderliche Winde. Lufttemperaturen am 19. Oktober: mittags 13,6 Grad Celsius, abends 9 Grad; am 20. Oktober: morgens 6,4 Grad. Maximum 13,9 Grad, Minimum heute nacht 5,9 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 19. Oktober: abends 10,5 Grad; am 20. Oktober: morgens 8,5 Grad. — Sonnenscheindauer 0,6 Stunden. dert: Am Montanmarkt lagen Mannesmann mit 113,25, Rheinstahl mit 140,50 und Verein. Stahl mit 109,75 je 0,25 v. H. höher, Hoesch mit 118,50 unverändert, während Buderus 0,75 v. H. abbröckelten auf 113,25. JG.-Farben gingen 0,25 v. H. zurück auf 151,50, Scheideanstalt dagegen 0,50 v. H. erhöht auf 206,50. Auf den übrigen Gebieten hielten sich die Abweichungen bei 0,25 bis 0,50 v. H. Für Bankaktien bestand weiterhin Nachfrage, wobei Commerzbank auf 113,25 (113) und Effektenbank auf 86,50 (86,25) anzogen, während Deutsche Bank mit 118, Dresdner Bank mit 112 und Adca mit 95,90 unverändert lagen. Von Versicherungswerten kamen Allianz Verein nach Pause mit 260 (252,75 am 18. Oktober) wieder zur Nottz. Der Rentenmarkt lag ruhig. 6proz. JG.-Farben 122,25, Reichsbahn-VA. 125,65, Kommunal-Umschuldung 94. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 19. Oft. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W 9 200, W 11 2Q2, W 12 203, SB 13 204, W 16 207, W 18 209, W 19 211, W 20 213; Roggen R 11 185, R12 186, R 14 188, R 15 189, R16 191, R17 192, R18 193, R19 195 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste —, Futterhafer —. Weizenmehl Type 812 W 13 29,25, W16 29,25 W 18 29,25, W 19 29,25, W 20 (Kreis Alzey) 29,25, W 20 (Kreis Worms) 29,60 plus 0,50 Mark Fracht- ausgleich. Die Preise für Weizenmehl Type 812 WOiDeben Die Lebensgemeinschaft des deutschen Waldes in Bildern 150 ‘Raturaufnahmen au» Dem Tier- und Pslanzenleben des heimatlichen Waldes auf 128 üupfertieföi udt» tafeln, mit lebendigem und aufschlußreichem Einführungstex' von fi.Gerhard u.G.W Iffc, Preis RM 4,80. „(Es lebt und webt in dem Buche, und wer es versteht, mit emp« fSnqlichen Sinnen ie bildgeword. Natur- fchönheiten in aufzunehmen, dem fingert u. klingen die Tafeln taufend (Erinnerungen wach an einstmals leibhaft Erschautes.* Reclams Universum Verlangen Sie kostenlos unsere bebilderten Werbeblätter 3« beziehen durch fed» Buchhandlung! Hugo Bermühler Verlag Berlin-Lichterfelde drum ein Versuch: Beliebte Sorte izs9 50 pi Harte Kaffeekanne 1259 59 h Kaffeekanne eitra iz5970n ■1 ■eitere umitlicbt Muüimgn 3 % Rum le Mertta künstliche Seide 1.75 1.45 -.95 künstliche Seide links 2.45 1.95 1.65 künstl. Seide plattiert 2.25 1.75 1.35 künstl.Seide mitWolle 3.25 2.75 2.25 Außerdem wurden 332 Gewinne z» je 100 RM. und 4408 Gewinne zu je 60 RM. gezogen. 3m Ecwinnrade verblieben: 2 Gewinne zu je 100 000 RM, 2 zu je 50 000, 2 zu je 25 000, 4 zu je 5000, 8 zu je 3000, 8 zu je 2000. 24 zu je "0. 38 zu je 800. 102 zu je 500, 398 au je 200, 774 zu je 100, 8638 zu je 60 RM, EsvirdSiiiDtaim zu hören, daß Sie sich ▲ durch den Verkauf un- ■ serer gut eingeführten W Verlags-Objette bei I Industrie u. Handel eine I ♦ auskömmliche Existenz ♦ sichern können. Melden Sie sich daher umgehend unter 6706 an den Gießener Anzeiger. 158 Gewinne zu 200 RM. 2655 2703 8668 10170 19883 21416 22649 23161 32734 35838 46037 76921 85217 87692 94263 104108 104753 Ostpreußin sucht Stellung als iejeliillra -um 15. Novbr. m Gießen. Privathaushalt und Stadt bevorzugt Schriftliche Angebote u.6708D an den Gießener Anzeiger erbet. Junger, gewandter Mann als OonshntfOie u.Snedi( sucht 6670D AlAus jüt Krone, Müll. j i mit Beimischung von Maisbackmehl sind 30 Pf. niedriger als die Notierungen. Roggenmehl Type 997 R 12 22,45, R 15 22,80, R 16 22,95, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 Mark Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W13 10,75, W16 10,90, W 18 11,00, W 19 11,10, W 20 11,20 Mühlenfestpreis ab Mühlenstation. Roggenfuttermehl R19 12,50, Roggenoollkleie R 19 11,00. Roggenkleie R 12 9,95, R15 10,15, R16 10,25, R18 10,40, R19 10,50 Mühlenfestpreis ab Mühlenstation. Treber getr. —. Wiesenheu, handelsüblich mit Besatz (bis ein Drittel) 5,00, Wiesenheu, gut, gesund, trocken mit unerheblichem Besatz (bis etwa ein Zehntel) 5,80 bis 6,00, Kleeheu, (juf, gesund, trocken 7,00 bis 7,50, Weizenstroh, bindfadengepreßt und gebündelt 2,80, Roggenstroh, do. 2,90 bis 3,00, Hafer- und Gerstestroh, do. 2,40 bis 2,50 Erzeugerpreis ab Erzeuger-Verladestation. Tendenz: ruhig. Sranffurter Pferdemarkt. Frankfurt a. M., 19. Okt. Der Besuch und der Aufttieb zum Pferdemarkt waren infolge der ! Erntearbeiten gering. Die Qualität der zum Ver- : kauf ausgestellten Pferde war durchweg gut, teilweise sehr gut. Es kosteten volljährige Pferde 1300 bis 1400 Mark, dreieinhalbjährige 1100 bis 1150 , Mark, zweieinhalbjährige 950 bis 1000 Mark, ' mittlere und leichte Arbeitspferde 650 bis 950 Mark. 1 Einzelne Tiere wurden über Notiz gehandelt. Der Markt wurde nicht vollständig geräumt. In Schlachtpferden entsprach das Angebot nicht der Nachfrage. ; Nächster Pferdemarkt am 6. Dezember. * Frankfurter Schlachtviehmarkt. j Frankfurt a. M., 20. Okt. (Vorbericht.) Um ( 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 1365 ■ Rinder (451 Ochsen, 125 Bullen, 490 Kühe, 299 Färsen), 227 Kälber, 171 Hämmel, 268 Schafe und 109 Schweine. Es kosteten: Ochsen 37,50 bis 46,50 Mark, Bullen 35,50 bis 44,50, Kühe 20 bis 44,50, Färsen 34 bis 45,50, Kälber 35 bis 65, Hämmel 35 bis 52, Schafe 22 bis 42, Schweine 50 bis 59 Mark. Marktverlauf: Rinder, Kälber, Schweine zugeteilt; Hämmel und Schafe lebhaft. Rundfunkprogramm Freitag, 21. Oktober. 6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur 353^9 ®Är aUdQ^iÄ5?A 2244 7021 15840 21942 69 IRQ AN ^2889 65843 68244 61174 ?O^2o“o376982'®6"-^66-8-?-6-934--^'8 187645 212214 223203 223730 240753 260415 263230 283225 378110 Für gepflegten 4-Zimm.-Haushalt wird [ 04714 Wsgeliilsiii auch Pflichtjahrmädchen zum 1. Nov. oder sofort gesucht. Schreiber Schiffenberger Weg 16. Gewknnauszug l« Klasse 52. Preußisch-Süddeutsch, . J278. Preuß.) Klassen-Lolterle Oflne Gewahr Nachdruck verboten Von £ Durch die graue 7 Regen. Die Re Ze-Gutes im p A?'nmal in die einem prall qe Her der anbei ” °chuschnallei Mim tat so, c ft für sein R K noch rasch mif ?? gut gebt mit t |d* -Ile barauf. Jügrtte aS“ e 'k r“ uni> Mn'”1 ...»lut ber 'f °°> “"uuem 's?'.* 'm.mer tjfS tat( 3"«'l qel ?" »' «'M kam r JQn ^niandnn ^ ^Qrte unx Ur- > N|? nd so ?'et'rV\3 es ,106l eV«»;b« fiil " ' 0iO jülfcJJL fein «em SL unserek Ä Siebene ft^nö "tragen- 2 W ¥*" 'fei; 0!?1 Dormittos ^zuni "l-rer Sölden i finb. d>e r Sli« fl«1 irf feinen L erhalten durch benent Stroben. 'nDeL» Senölferung EHÄ SSä; KÄ“ Besonders eindn fei worden. Bon A Amtes wurde ein x ----- ------ 390214 2732 6497 50637 77498 176323 180737 190055 255713 274148 280256 375267 Meter hohe mei ter langen Due Jßilttommen!" / Säulen mürben b lanben ge^müdt. klonen. Zu abenl bogen durch Schei l sicherlich einen \\sx Here Devöikerung, Soldaten machen, das Hoheitszeiche $u beiden Seiten dem großen lorbi ' errichtet, deren F B»rnen Bänderr Mr sahen uns Dvchennior/t um i daß von -,n Haus als H, die bunte ---- ------ ----- 399236 Auberdem wurden 294 Gewinne ,u fe 1ÜO RM. und 4478 Gewinne ,u je 60 RM. gezogen. Eine NähmaschinB für 15 Mark zu verkaufen. O4?i7 Seltersweg 61. | Verschiedenes! 200 RM. zuleihen gesucht. Gute Sicherheit. Pünktliche Rückzahlung u. Verzinsung. Schriftliche Angeb. unt. 04713 an den Gießen. Anzeig. J Empfehlungen | Achtung I Ihr altes verrostetes Fahrrad wird wie neu, wenn Sie es bei mir emaillieren 2 Gewinne zu 10000 RM. 305915 2 Gewinne zu 3000 RM. 269946 6 Gewinne zu 2000 RM ----- „16 Gewinne zu 1000 RMi 228375 270617 355025 18 ®e®inne zu 800 RM. 242324 653917 277806 40 Gewinne zu 600 RM. 78241 111464 140835 205323 206565 244102 325367 338763 344359 Kosten bezahlt werden. Nach Ablauf dieser Frist erfolgt Zwangsbeitreibung und Kostenberechnung. Für die Arbeitgeber, die die Beiträge selbst nach dem wirklichen Arbeitsverdienst berechnen, gilt die gesetzte Frist bis zum 25. d. M. nicht. 6705D Allgemeine Ortskrankenkasse für Stadt- und Landkreis Gießen in Gießen. 24 Gewinne zu 800 RM 160035 182202 209252 310315 342028 379835 58 Gewinne zu 500 RM. 13956 45773 49772 53715 89812 94483 104524 122131 ------ - - - Werkpause. 9.40: Mutter turnt und spielt mit dem Kind: „Bauernkirmes". 10: Schulfunk. 10.30: Sport der Landjugend. 11.45: Ruf ins Land. 12: Mittags, konzert l. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert tt 14: Nachrichten. 14.10: Heitere Welt der Bühne 15: Kompositionen von Dr. Bodo Wolf zu seinem 50 Geburtstage am 19. Oktober 1938. 16: Bilder, buch der Woche. 18: Sport der Woche und für den Sonntag. 18.15: Bücher, von denen man spricht. 18.30: Unterhaltungskonzert: Wenn die Arbeitszeit zu Ende... 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Der frön, liche Lautsprecher. 20: Nachrichten. 2015: Abend, konzert. 22: Nachrichten. 22.30: Unterhaltungskon. zert. 24 bis 2: Nachtkonzert: Beethoven-Abend. üMiicvißjwy Sie werden es auch immer wieder hören, daß die Dauerbrandfähigkeit der RUHR ANTHRAZIT-EIERBRIKETTS nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Und dazu noch die hohe Heizkraft, kurz und gute Sparsam und bequem sind nfcflU’Anthrazit- ®n gatte Bohatpvachs maß vüht trar schönen, lang Halwa- ben Glanz geben, joadera auch ianner geschawl. big and leicht auftragbar jein. Das »I wird durch die darin befindlichen aber meist leichtflüchtigen Lösung». - «Mel errielt. Um diese ju erhalten gibt es Self ix nur in Dosen. Darin bleibt er gnt n.frssch vom Ersten bis zum letzten Gramm. Dicht umsonst verwenden schon Fnlr.Teipel 16 Markt 16 iandern nm Zeugnis, abichriften dem Be- werbungSfchreiben bei- legen! - Lichtbilder undBewerbungsunter- tgen muffen zur Aer» mtibung oon Verlusten M| der Rüctfefte Warnen und Änlchrtli des Bewerbers trauen l Tüchtiges Zimmermädchen gegen hoh. Lohn gesucht. 04712 HotelPrinz^arl Fleiß., ehrliches Mäddien für Haushalt gesucht. Offert, an Karl Hering Ikarmstadt Luisenstraße 10 (Konditorei). Spezialmarken: Elbeo, FTO^Arwa Einigegetragene Anzüge 1 Regenmantel f. jungen Mann mittlerer Größe, sow. Halbschuhe (Größe 42—43) find abzugeben. Hioltteffr. 20 ii. Werbe-Drucksachen bei Brühl. Schulstr. 1 Istellenanaebotel u ^ie- ®ei!£a9c fur den Monat September 1938 I ienan9eooie| denemgen Arbeitgeber, die von der Kasse Rechnung leine Zeugnisse erhielten, können noch bis zum 25. Oktober 1938 ohne rNllfagsbörfe: Montanwerk bevorzugt. F r a n k f ur t a. M., 19. Okt. Die Unternehmungslust war im allgemeinen weiter gering, da Publikumskäufe nur in wenigen Spezialwerten Vorlagen. Bevorzugt wurden am Aktienmarkt auf hoffnungsvolle Dividendenerwartungen bei Hoesch, Mannesmann und Verein. Stahl erneut Montanwerte, in denen bei Börsenbeginn wieder beachtliche Umsätze erfolgten, während später das Geschäft stärker nachließ. Im Mittelpunkt standen Verein. Stahl , ff m fA m • < mit 109,25 (107,65), Hoesch gewannen 0,90 v. H. auf | atte" Gebieten einen stille n Verlauf. Bei den 118,50, Mannesmann lagen nchiger und nur mäßig! Schwankungswerten war die Entwicklung nicht erhöht auf 113 (112,75), Die gestern der Bewegung 9an3 einheitlich im wesentlichen aber wenig veran- nicht gefolgten Buderus Eisen gewannen 2,50 v. H. auf 113,50. Auch für Maschinenaktien bestand weiter etwas Nachfrage bei bis 1 v. H. erhöhten Kursen. Am Elekttomarkt war das Geschäft bei behaupteten Kursen sehr still. Vernachlässigt wurden Chemieaktien, Farbenindustrie 152 (152,50), Scheideanstalt 205,50 (206,25) und Metallgesellschaft 126 bis 126,25 (127). Zm übrigen kamen noch Reichsbank mit unv. 187,50, Aschaffenburger Zellstoff mit 5 n — * A » utimiar ch m. 24 b Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhejsen) Donnerstag, 2O.OttoberM8 gutes Bild trotz Dreckkrusten an Pferdebäuchen und ruhigt hatte, lachte auch der Sergeant Und mit ihm 2. ..... . . ' a hlrt rtrtrtTn OfhhtfitHrt 91 her oc, mnr rPin nPnniiin65 Hochschulnachrichten. Sorbonne 1933 zum Ehrendoktor. Volhards Hand- NIVF4 (Aufnahmen [2]: Neuner, Gießener Anzeiger.) Meter hohe weiße Säulen tragen einen zwölf ter langen Quersteg, auf den groß und deutlich „Willkommen!" geschrieben wurde. Die Kanten der Säulen wurden heute morgen mit frischgrunen Girlanden geschmückt. Auf den Säulen stehen goldene Pylonen. Zu abendlicher Stunde wird der Triumphbogen durch Scheinwerfer angestrahlt werden und sicherlich einen starken Eindruck nicht nur auf unsere Bevölkerung, sondern vor allem auf unsere Soldaten machen, lieber der großen Pforte rouröe das Hoheitszeichen des Dritten Reiches angebracht. Zu beiden Seiten der Straße und unmittelbar vor dem großen Torbogen wurden je vier Fahnenmasten errichtet, deren Fahnen zusätzlich mit goldenen und silbernen Bändern geschmückt wurden. Wir sahen uns heute morgen auch aus dem Wochenmarkt um und hörten von den Marktfrauen, daß von den Hausfrauen eifriger und wei ms mehr als sonst, die bunten Herbstblumen gekauft wurden. Mit dem Auto tödlich verunglückt. ♦ Hungen, 20. Oft. In der letzten Nacht zwischen 1 und 2 Uhr ist der Bauunternehmer Heinrich K 0 ch von hier mit seinem Kraftwagen zwischen Lich und Hungen tödlich verunglückt. Der Mann befand sich auf der Heimfahrt von Lich und fuhr dabei gegen einen Baum. Offensichtlich war Koch, den man heute früh auf der Landstraße liegend auffand, auf der Stelle tot. Ein Verschulden dritter Personen erscheint nach Lage der Dinge ausgeschlossen. Die Ermittlungen der Gendarmerie sind im ©ange._________________ Nur die Pferde standen unberührt von so viel bedeutsamem Geschehen und gleichgültig in diesem historischen Augenblick. Stürzte nun der Himmel ein? Nein, dem Sergeanten waren die Worte ausgegangen. Er schrie nicht. Er befahl nicht wieder aufzusitzen, wie alle erwartet hatten. Er fiel auch nicht vom Pferde Er sagte einfach — und es hörte jeder — „Du Saukerl!" Und im selben Augenblick stieg Olga. Fast hätte sie den kleinen dicken Reiter mitgenommen. Ein paar Schweine, wahrhaftig, waren knapp vor Olgas Vorderbeinen, zwischen ihr und dem Pferde des Professor Dr. Franz V 0 l h a r d , Ordinarius für innere Medizin an der Universität Frankfurt, ist wegen Erreichung der Altersgrenze von den amtlichen Verpflichtungen entbunden worden. Volhard, einer der bedeutendsten deutschen Internisten, hat sich besonders durch seine Forschungen zur Therapie der Herz- und Nierenkrankheiten einen international anerkannten Namen gemacht. Volhard, am 2. Mai 1872 in München geboren, habilitierte sich in Gießen, ging 1905 nach Dortmund, 1908 nach Mannheim, wurde 1918 Ordinarius für innere Me- die ganze Abteilung. Aber es war kein gehässiges Lachen. Es war Freude am Spaß. Und selbst in den Augen des Gestrengen leuchtete das Verständnis für die Pferdeliebe des Dicken. Welt. Professor Dr. Ludwig von Köhler, der em. Ordinarius für Verwaltungsrecht und Arbeitsrecht an der Universität Tübingen, vollendet dieser Tage sein 7 0. Lebensjahr. Er habilitierte sich 1919 als Privatdozent für öffentliches Recht und Sozialwissenschaften in Tübingen, wo er bis zu seiner Emeritierung, 1936, den Lehrstuhl für Verwaltungsund Arbeitsrecht in Tübingen innehatte. und aufgeregt. Und da steht ein alter Gärtner draußen und gibt einen Strauß ab: einen wahrhaft königlichen Strauß. Eine wahre Wolke aus Duft und Farben: ! lauter Rosen sind's. — „Für das Geburtstagskind!" sagte er und verschwindet. — Und nun hält sie den Strauß in beiden Händen und taucht ihr Gesicht in die Flut aus Licht und Dust. Ihr Gesicht Der- schwindet fast darin. Sie steht wie verzaubert da. — Und nun geht das große Verwundern los. Und dann immer das Rätselraten: „Wer mag dir bloß den Strauß geschickt haben?" Aber sie lacht nur. — Und es kommt der Abend. Sie muß ins Bett. Um 10 Uhr waren die Blumenstände von den Schnittblumen fast geräumt und wer eben zu spät kam, mußte mit leeren Händen gehen. Vor allem aber kauften heute morgen die Kinder. Die Mädchen taten es, um sich Kränzchen zu winden, und um so den Soldaten ihre Freude über deren Rückkehr wissen zu lassen. Da war es reizend mitanzusehen, wie sie wählten, wie sie gewichtig ihre kleinen Geldbörsen öffneten, für 5, für 10 oder für 15 Pfennig große Blumen kauften, um sie den Soldaten.zuzuwerfen, und die Kleinen, um sich Kränzchen zu flechten. Wie wir hören, sollen die Kinder zum Einzug unserer Soldaten Spalier stehen. Diele der Knaben hatten sich deshalb heute morgen schon rechtzeitig mit kleinen Hakenkreuzfähnchen versorgt, die sie dann schwingen werden, wenn die Soldaten ein- ziehen. „ , # Nach allem, was man bisher weiß, sah und hörte, darf man damit rechnen, daß unsere Stadt den Soldaten einen Empfang bereiten wird, über den sie sich mit Recht freuen können. Züge treffen mit großer Verspätung ein Wie wir heule vormittag vom Bahnhof Gießen hören, werden die Transportzüge mit unseren Gie- ßener Soldaten infolge starker Uebertastung der Bahnstrecken voraussichtlich mit einer Verspätung von je 2*/s bis drei Stunden gegenüber den gestern gemeldeten Ankunftszeiten auf dem hiesigen Bahnhof eintreffen. „Was Heu?" Ob er beim Train sei, oder bei der leichten Kavallerie? — „Absitzen!" — Zuerst zögerte der Dicke. Er mochte an feine kurzen Beine gedacht haben und an das Aufsitzen mit Hindernissen am Morgen. „Hören Sie schlecht? Absitzen!!" Und so geschah's. Joachim saß wirklich ab. Er saß Fahne» und Simen heraus! Anläßlich der Rückkehr unserer Soldaten am morgigen Donnerstag und am Freitag bitte ich alle Volksgenossen in Gießen, die Häuser festlich mil den Fahnen, mit Grün-und mit Blumen zu schmücken. Backhaus, Kreisleiter. Reitstiefeln. Dann kam der ehemalige Dragoner zum Defilieren. Trotzdem er sich streckte was er konnte, war doch sein Heusack nicht zu verdecken. „Halt!" Wie ein Donnerschlag klang es. Die Ersten drehten ungläubig die Köpfe. Der Zug hielt vor den ersten Häusern. Die Reiter standen auf der rechten Straßenseite, ihr Führer auf der linken. Auf gleicher Höhe mit ihm hielt im Glied Joachim mit seinem Sackgebirge. Was mit dem da los wäre? Herausreiten? Olga zierte sich. Sie wollte viel lieber hinter dem Schwanz des Dorderpferdes bleiben. Endlich — das Vergnügen war allgemein — folgte sie dem energischen Schenkeldruck, verließ die Reihe und hielt vor dem Sergeanten. Was er da aufgeschnallt habe? Wohl Bettzeug von Muttern? Schweigen. „Sie, hören Sie nicht?" Die Mannschaft feixte vorschriftswidrig. Der wütende Sergeant bemerkte es aber nicht. Joachim stotterte etwas vor sich hin. .Ein kleiner schmutziger Junge lief schreiend den Schweinen nach. Da wurde das Gesicht des Vorgesetzten wieder ernst. „Abladen!" befahl er und wies auf den Straßenrand. Joachim holte seinen Heusack. • So geschah es, daß an diesem Tage eine Abteilung bayerischer Reiter vor einem kleinen polnischen Nest, gewissermaßen als Zeichen ihrer guten Absichten, zwar nicht Perlen, so doch einen Sack Heu, vor die Schweine warfen. Was ein Häkchen werden will... Das Mädchen, das ich sehr gut kenne, ist eine kleine Person von acht Jahren: mit großen, erstaunten, hellen Augen und weißblondem Haar. Einige Sommersprossen geben dem Kindergesicht etwas Rührendes, Hilfloses. Wochenlang hat sie von ihrem Geburtstag geschwärmt. Oh, sie hatte sich diesen Tag mit den jubelndsten Kinderfarben ausgemalt. In die auf- geschlagenen Lesebücher und Diktathefte fiel schon, wie ein Sonnenaufgang, immer ein goldener Strahl nach dem anderen dieses schmerzlich ersehnten Tages. Manchmal kam sie auch und bettelte mich, ganz hilflos und fein, um einen Groschen an. Oh, sie kam oft! Und wenn ich sie fragte, was sie mit dem Gelde vorhabe, dann kam ein rätselhaftes Licht in ihre Augen, und sie verschwand, hochrot im Gesicht, mit dem Gelde. Und dann kam der Tag, schillernd bunt wie em Pfauenschwanz. Mit Lichtern geschmückt, mit Ge- schenken durchflochten und nach Kuchen duftend. O Gott, wie war sie selig, daß sie auf der Welt war. Und immer, wenn die Stubenklingel ging, dann zuckte ein freudiges Erschrecken durch das kleine Schulmädchen. — Da, die Nachmittagsstunde atmete sanft in die Geburtstagsstube hinein! Da schrillte die Klingel wieder ganz aufgeregt. Augenblicklich hielt das kleine Mädchen im Spiel an und wartete atemlos 1 versuch: ■ ®50'1 un«»59" iitn®1'1" Die 14. Kompanie JR. 116 feit Dienstag zurück. Hier sieht man ihre blumengeschmückten Fahrzeuge. (Aufn.: Neuner, Gießener Anzeiger.) Professor Dr. Friedrich -Boltz, Konservator der Strohfennbteilung der Univerfsi-its-Frau"nksmlk in München, ist nach kurzem Leiden im Alter von 47 Jahren gestorben. Er stammte aus Nürnberg und wurde 1921 als Assistent des Geheimrats Döderlein in die Münchner Frauenklinik ausgenommen. 1931 wurde er zum Konservator der Strahlenabteilung der Frauenklinik ernannt. Boltz bat eine Reibe von wissenschaftlichen Abhandlungen Ehren unserer Feldgrauen ist aber weiterhin durch eifriges Wirken unserer Bevölkerung verschönt worden. Ueberall flattern die Fahnen an den Häusern,, überall auch da, wo die Truppen nach den bisher bekanntgegebenen Marfch- straßen nicht durchmarschieren werden. Die Freude über die Rückkehr unserer Infanteristen und Artilleristen ist ja auch die Freude der ganzen Stadt! In manchen Geschäftshäusern sieht man die Schaufenster mit Blumen geschmückt, die so befestigt sind, daß man sie den Soldaten rasch zuwerfen kann. Besonders eindrucksvoll ist das Selterstor gestaltet worden. Von Arbeitern des Hoch- und Tiefbau- amtes wurde ein Triumphbogen errichtet. Zwei acht Als sie gerade dabei ist, ihre Schuhe aufzubinden, sagt sie wie aus heiterem Himmel beruhter: „Ich weiß, wer den Strauß hat bringen lasten." — „Na, wer denn?" frage ich hoch erstaunt. Da sieht sis mich hilflos lächelnd an: „Ich! Ja, ich!" — „Wa—a—a—s>" — ,Lch habe doch die Blumen vorher be,zahlt von dem Geld, das ich mir gespart habe." — Und nun muß ich doch lachen: „Aber ich hätte dir doch auch Blumen schenken tonnen!" — „Ach ja, aber es ist doch schöner, wenn sie der Gärtner selber bringt!" O Gott, heute ist sie acht Jahre. Wie wird das sein, wenn sie zehn Jahre älter ist?? Max Jungnickel. tarn OSie 'ich A verkauf un> I angeführten I 'hielte bei I Handel eine I 6e Mnz ♦ Neiden Sie sich d unter 6706' mer Anzeiger. Gießen zum Empfang seiner Soldaten gerüstet In schönem Wetteifer mit der Gießener Bevölkerung will auch der Galiusmarkt in Grünberg Der erste Markttag. WömeM' t Cebtnsgemtlni 1 ist des deutscher ilbes in Dibe/ii i I aidn.mitltbenbiqtm I and auWuhtt'Lm I (Hntübrngstep do» ft.(Bertynbu.O 1» I «Preis ML W .(Es lebt unb webt in ; dem Me, unb wet es versteht, mit W fznqllchtn Sinntn u bildgeword. Aw« [djönbeiteninfi Qn iJh 2 he lnterl)Q1.1W1 io°'«4tn’bsl* das heißt vor dem Einseifen. Nivea-Creme gibt geschmeidige, gut rasierfähige Haut, die weder spannt noch aufspringt lich, die Jugend stark vertreten. War auch am borgen etwas unfreundliches Herbstwetter, das ups sogar einige kleine Regenschauer bescherte, so tat dies dem Marktb-esuck doch keinen Abtrag. Der Nachmittag bescherte dann trockenes Wetter, das den weiteren Verlauf des Marktes begünstigte. So entwickelte sich diesmal erst von der Mittagszeit ab das gewohnte Bild des Gallusmarktes: eine unablässig hin- und herwogende Menge in den langen Gassen der Verkaufsstände und auf dem Juxplatz, das Hin und Her des Menschenstromes vom Markt zur Stadt, wo die Massen in den Straßen und Geschäftshäusern sich drängten. In den angrenzenden Straßen des Marktplatzes, auf dem Turnplatz hinter der Turnhalle und auf dem Marktplatz in der Stadt parkten Autos und Krafträder in großer Zahl. Stark war wieder der Krämermarkt besetzt; mit rund 110 Ständen übertraf er den vorjährigen. Besonders reiche Auswahl an Schaubuden wies der Juxplatz auf; neben Karussell, mehreren Schiebhallen und Verlosungsbuden sind zu erwähnen „Globusfahrer", „Autoselbstfahrer", „Das lachende Wien" und „Märcheninsel Hawai". In den Gasthäusern, Bäckereien und Metzgereien Wettergott sein möglichstes zu einem prächtigen Empfang unserer heimkehrenden Gießener Soldaten beitragen. Waren die letzten Tage zum großen Teil trüb und neblig, mehrfach auch regnerisch, so läßt der Himmel am heutigen Vormittag, wo mir alle ^zum Empfang unserer Soldaten freudig bereit sind, die Herbstsonne freundlich auf Stadt und Land scheinen. Dadurch erhalten unsere Straßen, in denen wenige Stunden nach der Niederschrift dieser Zeilen der Marschtritt unserer Gießener Bataillone und die frohen Zurufe der Bevölkerung widerhallen werden, noch einen besonders schonen Anblick. Das Straßenbild zu ruhten. Dann ging es flott bis zu den ersten Häusern. Hier ritt 'hr Führer aus der Reihe und ließ sie passieren. Und das war Pech. Da dachten alle: letzt platzt eine Seifenblase Lanze im Bügelschuh. Vergnüglich baumelten die — oo'rbeiaeiobt jbot eine Reibe von romenimamict; 7°m R°'g°'n, -L-r" st7z-?g7°n^°ch ihl'°"Farben. Ein I Al, sich Qoadjim, feinnervige Dame wieder 6t. lauf fernem Spezialgebiet oerfafet ---- ■ - __; luianngeim, rourue i»io viumunus |ui umnt w" kein Reitex le vor ihm. Das war einmalig J unb roirhe feit i927 in gleicher Eigen- m der Geschichte der Kavallerie. Er schwang nicht, ' in etranfhirt Einen Ruf nach Berlin hat er wie es sich gehört hatte, seine reichte' Haxe über die $ abgelehnt. Zahlreiche Ehrungen wurden ihm, Kruppe seines Pferdes, sondern wirklich und wahr- QU5ti bcm Alande, zuteil; so ernannte ihn die! hastig nach vorn über den Kovf semei: Olga, die ^anne 1933 zum Ehrendoktor. Volhards Hand-' beleidigt die Ohren zurucklegte. Dann war er unten ber foer Nierenkrankheiten erfreut sich un£.ftanLf!rS!mm- 7^ hi- Ylnlipn hoher Wertschätzung in der gesamten ärztlichen Einer schloß vor Schreck eine Sekunde die ’Ziugen । und probierte so, ob er träume. Sein Nebenmann zog eine verbotene Grimasse, biß auf die Lippen und sagte laut vernehmlich „Au!" Ein anderer am Schluß des Zuges lachte tatsächlich hörbar auf. ■ 7 Lehrlingswartetagung für den gewerblichen und kaufmännischen Nachwuchs. Zur Eröffnung der beruflichen Erziehungsarbeit für 1938/39 hielt die Deutsche Arbeitsfront. Kreis- waltung Wetterau. Abteilung für Berufserziehung und Betriebsführung, am gestrigen Mittwoch die dritte Tagung der Lehrlingswarte für den gewerblichen uns kaufmännischen Nachwuchs der Kreise Wetterau und Alsfeld-Lauterbach im „Burghof" zu Gießen ab. Kreisberufswalter Müller beschäftigte sich zunächst eingehend mit den Fragen der Leyrlings- erziehung und -ausbildung und zeigte die Fehler der Vergangenheit für den jetzt herrschenden Facharbeitermangel auf. Diese Fehler erforderten nun Maßnahmen, die ihre tiefere Bedeutung in der Erkenntnis haben, daß die den Betrieben anvertrauten jungen Menschen das kostbarste Gut der Volksgemeinschaft seien. Die Berufserziehung sei eine der positivsten sozialpolitischen Maßnahmen für den schaffenden Menschen. Durch sie werde ihm eine Lebensrüstung gegeben, die ihn befähige, seine Anlagen und Kräfte voll zu entfalten und sich im Lebenskampf zu bewähren. Voraussetzung für das Gelingen dieser Aufgabe sei es, daß diese Leistunas- erziehuna im Geiste der Gemeinschaft gelöst werde. Von solcher Grundhaltung her stellen die maßgeblichen Stellen daher folgerte Anforderungen an die deutschen Betriebe: 1. Jeder junge Deutsche hat ein Anrecht auf Ausbildung im Betriebe. Ein Staat, der die Arbeit des schaffenden Volksgenosien als Dienst an der Volksgemeinschaft herausstellt, muß von den deutschen Betrieben verlangen, daß diese auch jedem jungen Menschen eine ordentliche Ausbildung geben. 2. Diese ordentliche Einführung in das Arbeitsleben, diese Anlernung oder die mehrjährige Lehre muß in jedem Betrieb durch klares Herausstellen der Verantwortung für die Ausbildung des Nachwuchses gewährleistet sein, d. h. es muß nicht nur ein Lehrherr, sondern auch ein Mann in jedem Betriebe vorhanden sein, der im Geiste der Betriebsgemeinschaft diese Verantwortung täglich praktisch ausübt. Es wird daher von jedem Betrieb, in dem dies noch nicht geschehen ist, gefordert, daß verantwortliche Ausbildungsleiter oder Ausbildungsmeister eingesetzt werden. Die Betriebe müssen selbst wieder zu wahrhaften Stätten der Erziehung werden, aus denen sich eine Ausbildungstradition ähnlich der des Handwerks herausbilde. 3. An Stelle des vielfach noch vorherrschenden zufälligen Ablaufes der Ausbildung im Betrieb muß die systematische und planvolle Ausbildung treten. Der Grundsatz, daß die Lehrlinge keine Produzenten sind, muß sich in der gesamten Betriebs- welt durchsetzen. Und schließlich darf der Betrieb in den Fragen der Nachwuchserziehung nicht unter seinem eigenen Gesetz und Willen stehen, sondern unter dem der Volksgemeinschaft und der Nation. 4. Diese Planmäßigkeit in der Nachwuchserziehung muß auf einer fest umrissenen, breiten Grundlage erfolgen, die dem Schaffenden eine Arbeitsaus- rüstung und ein Ausbildungsfundament vermittelt, auf Grund dessen er sich auch bei Schwankungen und Umstellungen in der Wirtschaft durch seine Wendigkeit behaupten kann. Zur Durchführung dieser Grundsätze, die eine Fülle praktischer Reformen mit sich bringen, wies der Redner auf die von der DAF. fast für alle Berufe als Hilfsmittel herausgegebenen Berufserziehungslehrgänge hin. Aus allgemeinen Lehrplänen der DAF. soll jeder Betrieb seine Aus- bildungs. und Lehrpläne entwickeln und ihnen bei aller Wahrung der allgemein geforderten Notwendigkeiten eine betriebliche Färbung geben. Als Hllfsmittel erläuterte der Redner dann den Zweck der Lehrlingsausblldungskarte, des Lehrlingsbuches bzw. des Werkstattheftes, und schließlich die Anwendung des von der DAF. herausgegebenen Befundbogens für eine dauernde ärztliche Betreuung. Alle diese Hilfsmittel sollen im Betrieb eine Lenkung, Beobachtung, sowie eine Auslese ermöglichen. Der Redner befaßte sich dann noch mit der Unterstützung, die die DAF. u. a. durch die Förderung der Lehr- und der Gemeinschaftslehrwerkstätten der Wirtschaft angedeihen läßt. Schließlich führte Pg. Müller neben den als Ideallösung der Berufsausbildung anzusehenden Lehrwerkstätten noch die namentlich für die kaufmännischen Lehrlinge eingerichteten Uebungsfirmen der DAF. Abschließend sprach Kreisberufswalter Müller die Bitte an die Lehrlingswarte aus, auf die Lehrlinge dahingehend einzuwirken, daß diese sich aller Einrichtungen der DAF. bedienen, damit durch Zusammenarbeit die großen Aufgaben gelöst werden. Nach einer kurzen Lause wurden Anregungen aus den Kreisen der Lehrlingswarte vorgebracht. begann der Betrieb erst nach der Mittagsstunde, um bis in den Abend anzudauern: dabei ver- schwosden die am Mörgen noch so verlockend prangenden Auslagen in den Schaufenstern allmählich bis auf den letzten Rest. Die Geschäftshäuser hatten starken Zuspruch, und auch auf dem Markt war bei den Verkaufsständen stets Andrang zu bemerken. Die vielen Heimkehrer, die mit Paketen beladen waren, lassen auf guten Umsatz schließen. In der Turnhalle war am Nachmittag eine gut besuchte Filmaufführung, an die sich dann Tanz anschloß mit Darbietungen einer Ballettgruppe. In den anderen Sälen der Stadt begann ebenfalls am Spätnachmittag der Tanz, während in den größeren Gastwirtschaften besondere Stimmungskapel- len auftraten. Die Marktwache, sowie die durch auswärtige Kräfte verstärkte Polizei fand bis zum Abend keinen Anlaß zum Einschreiten bei besonderen Fällen. Der Donnerstag, als zweiter Markttag, bringt nach dem traditionellen Frühschoppen die Fortsetzung des Krämermarktes und der Dolksbelusti- ?jung auf dem Iuxplatz. Für die Kinder sind allerer Wettspiele und ein Ballonwettbewerb vorgesehen. Der nächste Sonntag wird die Abschiedsvorstellungen auf dem Iuxplatz und die Wiederholung der Kinderwettspiele und des Ballonwettbewerbs bringen. Aus der Stadl Gießen. Sonntags-Hütejungen. Der Herbst brachte uns heuer nach der Grummeternte noch so warme und nasie Tage, daß die Wiesen von neuem grünten und zartes Gras hervorbrachten. Wenn auch einige Herbstzeitlosen dazwischen stehen, so macht das gar nichts aus. Es wäre doch zu schade, wenn dieses schöne Futter verloren ginge. Zum Schnitt ist es zu klein. Da helfen sich die Landwirte auf eine andere Art. Wenn die Arbeit nicht drängt, besonders aber an Sonntagen, sehen wir nun auch in unserer Gegend, wie das Vieh hinausgetrieben wird, damit es auf den Wiesen das letzte Grün abgrasen kann. Mitunter gehen die Bauern selber hinaus auf die Wiesen, die ja nicht — wie im Vogelsberg — durch Steinmauern abgegrenzt sind, und geben auf das Vieh acht. In den meisten Fällen aber nehmen ihnen die Buben diese Arbeit ab. Sie werden, auch wenn sie die ganze Woche tüchtig gearbeitet haben, nun am Sonntag zu Hütejungen. Mit Hallo und Halli, die knallende Peitsche in der Hand, geht es durch die Dorfstraßen. Kühe und Rinder sind den Austrieb noch nicht so gewöhnt wie in den Bergen. Sie wollen noch nicht so recht, wissen auch nicht, was das geben soll. Da beginnen die Buben chre Arbeit mit großem Geschrei, wenn eine Kich einmal Seitensprünge macht. Aber schließlich sind sie doch draußen im Wiesengrund, und nun merken die Kühe auch etwas. Sie lassen das Springen und beginnen, das zarte Gras aozufresien. Die Buben stehen dabei und schauen zu. Aber nicht lange. Denn dort drüben rieselt und rauscht es. Der Bach fließt durchs Tal. An seinen Ufern aber wachsen neben Erlenbüschen unb Weidenbäumen Brombeeren, wilde Heckenrosen und Schle- hen. Im Sommer schon, als das Heu gemacht wurde, war es hier sehr schön. Das Heu war gemente! und sollte nun trocknen. Da konnte man sich in dem Schatten ter Büsche lang ausstrecken und nach den weißen Wolken am Himmelszelt schauen. Nun sind aber die Brombeeren reif, und die Hagebutten leuchten in der Herbstsonne. Auch einzelne Haselnußbüsche wachsen dazwischen. Da wird Ernte gehalten. Die schönsten Stecken lassen sich an den Büschen schneiten. Die Taschen füllt man sich mit Haselnüsien, die heuer gut geraten sind, und die Brombeeren steckt man in den Mund. Dann aber lockt der Bach. Könnte man da nicht eine kleine Sperrmauer anbringen, damit sich das Wasser staut? Gesagt, getan! Schon sind die Buben mitten in der Arbeit, sie holen Weiden, Aeste und Zweige herbei und flechten gar ordentlich eine Hemmungswand, die dann mit Lehm und Grasbüscheln abgedichtet wird. Die Mütter sind freilich am Abend, wenn die Buben nach Haus kommen, nicht sonderlich erfreut. Die Kleinen haben wieder einmal vergessen, daß sie doch chre Sonntagskleider angezogen hatten. Aber Schuhe und Hosen können ja wieder gereinigt werden. Ist es nicht auch schön, wenn sie stolz von chrem Werk erzählen, von ihrem „Stausee", auf dem die kleinen geschnitzten Schiffchen schwimmen konnten? Die Haselnüße kommen nun aus der Tasche. Sie werden aufgeknackt, und eifrig sind alle beim Esten. Am nächsten Morgen findet die Mutter überall die Schalen der Nüsse. Und die Kühe und Rinder? Ja, die haben die Buben nicht vergessen, ab und zu lief einer hin und trieb sie, wenn sie etwa in einen Dickwurzacker geraten waren, zurück auf die Wiesen. Am Abend aber, als sie schön gesättigt waren, wurden sie mit lauten Zurufen zurück in den Stall getrieben. Sonntagsfreuden unserer Landbuben. Wer will sie chnen nicht gönnen? H. Dornoiizen. Tageskalender für Donnerstag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Rote Orchideen". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die Eiskönigin". — Oberhessischer Kunstverein: 17 bis 18 Uhr Ausstellung im Turmhaus am Brand. Hans Christoph kaergel im Stadttheater. Die 3. Morgenveranstaltung des Stadttheaters am Sonntag, 30. Oktober, 11.30 Uhr, in Verbindung mit der Hitler-Jugend und ter NS.-Geqneinschaft .Kraft durch Freude" bringt „Rufe und Lieder Sudetendeutscher". Die Interwanz hat den bekannten sudetenteuffchen Dichter Hans Christoph Kaergel verpflichtet, der aus eigenen Werken lesen wird. Es wird empfohlen, für diese Veranstaltung den Vor- verkauf zu benutzen. BOM-Werl. Gruppe 4/116 Musik. Heute, Donnerstag, 20.10., 20.15 Uhr, treten die Musrkschar und diejenigen Mädel, die im September bei den Eheweihen mitsangen, am Uhl-Heim an. 2000 Tonnen Schrott. im Bereich der SA.-Gruppe Hessen dem verderb entrissen. NSG. Die vom Beauftragten für den Dierjahres- plan, SA.-Obergruppenführer Göring, befohlene Schrottsammelaktion der SA. hat im Bereich der SA.-Gruppe Hessen durch den Einsatz des letzten SA.-Mannes für diese Aktion ein überaus er- freuliches Ergebnis gehabt. Nach den bisher vorliegenden Meldungen der Standarten liegt bis jetzt im Bereich der SA.-Gruppe Hessen eine Schrottmenge von 1900 Tonnen zur Verladung bereit. Da über die Sammelaktion noch bis zum 20. Oktober läuft und noch täglich gesammelte Eisenmengen herangeschafft werden, kann nach vorläufiger Uebersicht mijt 2000 Tonnen gesammeltem Schrott gerechnet werten,.ter ohne den Einsatz ter SA. nutzlos verrostet und damit ter deutschen Wirtschaft verlorengegangen wäre. Karl Zimmermann ZO Jahre alt. Am morgigen Freitag, 21. Oktober, wird unser Mitbürger, Schreinermeister Karl Zimmer, mann, Neuen Säue 15, in bester Frische und ©e. sundhett 70 Jahre alt. Der Jubilar entstammt einer alten Gießener Handwerkerfamilie. Sein Urgroßvater Johannes Zimmermann, geboren am 24. Juni 1759, war Be- diensteter des Obristen August von Wrede zu Gie. ßen. Nach des Obristen Ableben erwarb dessen Witwe Cleonora im Jahre 1804 das Anwesen Neuen Säue 15 und vermachte es im Jahre 1820 dem Johannes Zimmermann, nebst einem Garten „hinter dem Stadthaus" (Schülers Garten) und einem Garten „unter ten alten Eichen". Der einzige Sohn des Johannes Zimmermann und Großvater des Jubilars war Karl Zimmer, mann, von Seruf Schreinermeister, der im Jahre 1832 in dem Hause Neuen Säue 15 eine Schreinerei errichtete, die sich nun schon 106 Jahre im Familien« besitze befindet. Nach dem Tode des Begründers übernahm testen Sohn, ebenfalls mit dem Vornamen Karl, geboren im Jahre 1837, ter Vater des Jubilars, das Ge« schäft, das er bis zum Jahre 1913 innehatte. Manchem unserer älteren Gießener wird dieser biedere Handwerksmeister noch in ter Erinnerung sein. Wie ter Vorname Karl in ter Familie traditionell ist, so hat sich auch Handwerkerfleiß in der Familie weiter vererbt. Der heutige Inhaber der Schreinerei in der dritten Generatton, unser Jubilar Karl Zimmermann, ist noch tagtäglich in feiner Werkstatt bei rüstiger Arbett anzutreffen. Karl Zimmermann ist aber nicht nur ein tüchtiger Handwerker. Er war auch einer der ersten, bit in unseren Gegenden den Wintersport einführten. Es ist nicht lange her, daß Karl Zimmermann ge- legentlich eines Herren-Lang-Laufes in Grünberg den ersten Preis im Schilauf erhielt. Dies berechtigt zu der Hoffnung, daß Karl Zimmermann noch viele Jahre bei gleicher Frische in seinem Berufe und ht seiner Familie wirken möge. Dem Jubilar, ter seit Jahrzehnten zu _ber Beziehergemeinde des Gießener Anzeigers gehört, bringen auch wir zu seinem Geburtstage unfern herzlichen Glückwunsch dar. Zur Erinnerung an Prof. Or. Gtaöe. Im Laufe des gestrigen Tages konnte man zwei Arbeiter damit befchäfttgt sehen, wie sie am Haus- Frankfurter Straße 10 eine Gedenktafel befestigten. Aus der Aufschrift war zu ersehen, daß es sich um eine Erinnerungstafel für den Geheimen Kirchen« rat und Professor Dr. phil. und Dr. theol. Bernhard Stade handelt, ter über 30 Jahre lang in unserer Stadt und an unserer Universität wirkte. Er galt als ein bedeutender Vertreter ter alttesta- menttichen Theologie, der sich um die Wissenschaft in vielfältiger und nachdrücklicher Weise verdient gemacht hatte. Professor Dr. State wurde 1848 in Arnstadt (Thüringen) geboren und verstarb nach einem erfolgreichen und kämpferischen Leben im Jahre 1906 in unserer Stadt. In dem Hause, an dem nun die Gedenktafel angebracht wurde, hat ec jahrzehntelang gewohnt. Gießener wochenmarktpreise. * Gießen, 20. Ott. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, % kg 1,52 Mark, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 9, Eier, deutsche, Kühlhauseier, 12%, ausländische Kühlhauseier, Kl. 8 12%, Wirsing, % kg 8 bis 9 Pf., 50 kg 5 bis 7 Mk., Weißkraut, % kg 3 bis 6 Pf., 50 kg 3 bis 5 Mk., Rotkraut, % kg 7 bis 8 Pf., 50 kg 5 bis 7 Mk., gelbe Rüben und Karotten, % kg 7 bis 10 Pf., rote Rüben 10, Spinat 15 bis 20, Römischkohl 8 bis 10, Bohnen, grün 25 bis 30, Unterkohlrabi 6 bis 8, Rosenkohl 15 bis 25, Feldsalat, Vio 8 bis 10, To- Kleine 3m MM IRnl Roman von Kurt Riemann Copyright by Verlag Oskar Meister, Werdau L Sa. 11. Fortsetzung. (Nachdruck verdoten!- „Ich hab den Namen, Ruberoid — Zelluloid — Bakelit — und nun der Schlager: aus Karoia machen wir — Karolit! Karolit — der neue, der vollkommene Werkstoff! In jeder Härte, in jeder Farbe, in jeder Stärke! Unoerbrennbar, unempfind- lich, isolierend, chermostatisch, von höchster Vielseitigkeit — für alle Dinge der Jndusttie, des Handwerks und des Haushalts! Der Schlager dieser Zeit! Saufen Sie nur noch Karolit, .Karolit elastic" für den Elektrofachmann, für den Chemiker ,Karolit transparent , säurefest, unzerbrechlich — — fort mit Glas! Karolit ist der Feind des Guten, denn es ist das Bessere!... Hausfrauen... eure Küchenwaage, Bürsten, Schalen, Gläser nur aus Karolit. Kein wütender Ehemann kann sie zerbrechen! Koffer, Zahnräder, Druckrohrlettungen — alles aus Karolit!^ Es will nicht aufhören, also häll chm Wernicke kurz entschloßen den Mund zu, daß er luftschnappend auf seinen Stuhl sinkt. „So behandelt man Den Reklamechef der ,Ka- rolit-Werke"!" ist sein erstes Wort. Aber dann wird er ernst. „Gefällt euch vielleicht der Name nicht?" „Doch", lächelt Karajan. „Er ist tadellos. Klingt auch. Du bist wirklich ein Kerl, dem was einfällt." „Dann soll er mir gefälligst auch sagen, wie er das Geld dazu herschafft. Für diese Prospekte braucht man fast eine Million. Keine Maschine, die augenblicklich auf dem Markt ist, kann verwendet werden!" Da steht die ernsthafteste Frage wieder auf unter ihnen: denn alle sind sich über die Sachlage klar, die Wernicke jetzt noch einmal kurz zusammenfaßt in seiner nüchternen Art. „Wir haben eine außerordentlich wertvolle Sache in ter Hand. Darüber bin ich mir wohl klar. Ein Werkstoff ist gefunden, der den vielseitigsten Anforderungen entspricht. Er ist verwendungsfähig für die Industrie wie auch für die Fabrikation von Haushaltungsgegenständen. Schorsch hat wohl etwas Zukunftsmusik gemacht: denn vorläufig ist Glas wohl kaum zu ersetzen, weil es nach meinen lieber- Zeugungen doch wirklich billiger ist. Zunächst noch. Was später wird, werden wir sehen." Er macht eine Pause und blickt mißtrauisch um sich. Nein, es ist niemand zu. sehen, nur Karola lieft dort hinten auf der Veranda in ihrem Buch. Befriedigt setzt er seine Ausführungen fort „Das nächste ist natürlich die Patentanmeldung. Die Finanzierung dafür übernehmen wir am besten selbst Was ich besitze, Karajan, steht dir zur Verfügung." ,,Jch schließe mich dem langmeiligen Vorredner vollinhaltlich an", brummt Schorsch Hausmann. „Verfugen Sie über mein Bankkonto, Herr Graf!" ,,5) alte gefälligst dein koddriges Quatschorgan!" bemerkt Wernicke ganz nebenbei, ohne damit irgendwelche Eindrücke bei Hausmann zu hinterlassen. „Ich nehme nun mal an, das Patent ist erteilt. Dann heißt es, einen Mann ober eine Gesellschaft finden, die Vertrauen genug zu Karajans Erfindung besitzt, in seine Sache ein Vermögen, ein anständiges Vermögen zu stecken." „Das ist der schwerste Tell", nickte Karajan besorgt. „Mein Name steht noch ein wenig in Verruf. Die interessierten Kreise wissen ganz genau, wie die ,Union2 damals mit meiner ersten Erfindung hereingefallen ist Und, Freunde, wir brauchen uns nichts vorzumachen: Man wird abwinken! Mit beiden Händen abwinken, wenn man meinen Namen hört. Karajan, der damals die unfertige Sache gemacht hat? Gehn Sie mir ab mit Karajanschen Patenten! Ich werfe mein Geld nicht zum Fenster ’rausl' Das wird man sagen. Ich kenne doch die Ge ellschaft." „Unsinn! Du halt von Geld und Geschäft keine Ahnung. Das laß dir von mir gesagt sein. Du bist wohl ein bedeutender Erfinder vor dem Herrn, und wenn du so in deiner Hexenküche 'rumquacksalberst mit Gläsern, Töpfen, Tiegeln, Flaschen, Junge, Junge, dann krieg ich 'ne Gänsehaut, weil ich an meinen Chemielehrer in Unterprima denken muß. Pfui Deubel! Da bist du ganz groß, Karajan: aber wenn du anfängft, zu handeln, wenn du Geschäftsmann spielst, Mann, da packt mich das Lachen! Dich haut jeder Stift übers Ohr." Jöas kann ja fein ..." „Das ist so!" nickt Wernicke. „Schorsch hat ausnahmsweise recht. Und was er mit seiner Rederei meint, habe ich auch begriffen: Kümmere du dich nur ruhig um deine Chemie, wir beide werden die andere Sache schon schaukeln. Was hast du für Pläne, Karajan?" „Natürlich meine Patentschrift fertigstellen." „Gut. Das machst du am besten hier." „Ausgeschlossen! Ich möchte den Leuten hier nicht noch langer zur Last fallen... und außerdem... hier fehlt mir doch allerlei." „Also noch besser! Du fährst mit mir nach Magdeburg. Ich wohne jetzt draußen in einer netten Werkswohnung. Da hast du Zeit und Ruhe. Außerdem wird's am billigsten. Brauchst du Geld, Karajan?" „Aber Günther... ich kann doch nicht..." „Willst du etwa den vornehmen Mann spielen? Dann befehle ich dem ©efreiten Karajan als sein Hauptmann und Kompanieführer, in solchen Dingen gefälligst eine albernen Vorurteile zu Hause zu lassen, verstanden?" „Zu Be ehl, Herr Hauptmann!" Karajan ist aufgesprungen und hat Haltung angenommen. „Gelernt ist gelernt!" meint Schorsch. „Mich könntest du sechsmal anfauchen, ich würde doch sitzenbleiben. Ich habe mir nämlich die Schuhe aus- gezogen. Außerdem habe ich Bargeld mitgebracht. Ihr Rindsviecher diskutiert, der kleine dicke Hausmann handett. Das war schon draußen so. Ihr schwatzt über... eins... zwei... die Philosophie des Maikäfers... drei... vier... und seine Erkenntnis des Bösen und Guten... fünf... fünfhundert Eier, Doktor!... und der kleine Hausmann hat inzwischen ’n fetten Hahn requiriert. Ich schlage vor, Doktor, du kaufst dir dafür 'ne anständige Kluft. In dieser Schale kannst du bei uns in Berlin nicht mal weiche Zwiebeln am Spittelmarkt verscherbeln!" „Schorsch hat recht. Daran habe ich gar nicht gedacht, daß du ja neue Kleidung brauchst, sonst hätte ich Bargeld mitgebracht." „Ja, ja, Köpfchen, mein Lieber! Wenn es auch 'ne Glatze ist, prima ist es doch!" Ganz still sitzt Karajan zwischen den beiten Männern, die sich da ftiedlich um fein Wohlergehen streiten, und er kann's nicht hindern, daß es ihm heiß in die Augen steigt. Welche Größe, welcher Glaube gehört doch dazu, ohne zu fragen, ohne ein Wort des Zweifels feine Arbeit als gut und fertig hinzunehmen. Wieviel heimliche Liebe verbirgt sich hinter jedem Wort...! „Was hast du denn, Doktor? Is dir'n Blumen- pott in die Suppe gehuppt?" „Schorsch, du altes Schandmaul; wenn man nicht wüßte, was für ein Kerl hinter deiner Faßade steckt... ach Gott, Kinder, ihr wißt ja nicht, wie glücklich ich bin, daß ich euch zwei wiederhabe!" Er druckt ihnen die Hände. .Könnt chr mir das nicht nachfühlen?" „Doch, Herbert. Das kann man gut!" sagte Wernicke. Er sieht ihm fest ins Auge, und Karajans Blick umfaßt jede Linie des vertrauten Gesichtes, das in Not und Tod über ihn gewacht hat draußen, bis es chm vergönnt war, feinem Hauptmann den Gegendienst zu leisten. Mit Schorsch zusammen hat er ihn aus Dem Stacheldraht geholt, damals, als sie ihm den Unterkiefer zerschossen, dort, wo jefct Der Bart das Wundmal verkleidet. „Na, nu gebt euch noch 'n Kuß", gibt Schorsch seinen Senf dazu, „und das Brüderpaar fft fertig!4 Lachend dreht fidj Wernicke herum. „Nein, aber du kannst eine Ohrfeige haben! DU Scheusal!" „Wenn's geht, erst nach dem Kaffee. Und Aut gefälligen Kenntnisnahme: Wir werden da oben , bereits erwartet. Die Familie bat sich vollzählig versammelt und harrt unser. Die Finanzfrage werde ich mit Günther mal vorsichtig sondieren, unsereiner als Zeitungsmensch kennt ja allerhand Leute.. v na, und dann müssen wir eben noch mal Kriegsrat abhalten. Einverstanden?" „Einverstanden! Und nun kommt, Kinder! Tatsächlich ... da wartet Karola bereits am gedeckten Kaffeetisch!" Der Tag verläuft in voller Harmonie. Auch Wernicke hat jetzt viel von seiner Zurückhattung verloren und greift mit seinen knappen, aber immer treffenden Bemerkungen oft ins Gespräch ein. Hatte Karola anfangs eine gewisse Befangenheit zu überwinden, wenn sie mit ihm sprach, so beginnt sie jetzt zu begreifen, weshalb Karajan diesen Mann so schätzt. Er ist die Verkörperung sicherer Zuoer« läffigxeit x „Allerdings... eins kann ich Ihnen nur schwer verzeihen", meint sie, ehe sich die Herren reisefertig machen, ,^>aß Sie mir Doktor Karajan so schnell entfuhren. Ich hatte mich schrecklich darauf gefreut. Sie noch heute als unsere Gäste hier zu haben. Schließlich ist das ja so eine Art Verlobungsfeier, nicht wahr? „Ungewöhnliche Menschen, wie unser Doktor einer ist, bringen auch immer ungewöhnliche Verhältnisse mit sich" tröstet Wernicke. „Und Sie werden begreifen, daß jetzt die Arbett allen persönlichen Wünschen vorgeht!" „Ohne weiteres!" nickt Karola. ,Lch klage ja auch ganz leise und in der Stille." „Sie sind in Magdeburg jederzett willkommen! Meine Frau wird sich ebenso freuen wie ich, wenn Sie uns und Karajan besuchen." „Ich danke Ihnen, Herr Wernicke. Vielleicht mache ich von Ihrer freundlichen Einladung bald Gebrauch." Tante Therese mahnt zum Aufbruch, und wirklich, es ist höchste (Eile, wenn man den Autobus noch erreichen will. Karola vleibt an der Ausfahrt des Theresien- hofes stehen. (Fortsetzung folgt) 'unb gestellt. Man wird in Köln etwas über die Arbeit Schwurgericht in Gießen Millionen Reichsmark. Was von der Reichsbahn ge- stungsfähigen Hund nicht beieinanderzuhalten. Wie groß die Fähigkeiten eines solchen Herdenhundes I klagten auf seine Freiheitsstrafe angerechnet. auf Gendarmerie des Platzes verwiesen wurde. Landkreis Gießen. Aus der engeren Heimat. Sie versuchen es immer wieder! Fußball: England - Kontinent. Heber 400 Pressekarten angeforbert worden sei und damit seine mllitärische Tradition wieder ausgenommen habe. Nachdem er von der großen geschichtlichen und gegenwärtigen Bedeutung Westens zusammenlaufen, seinen Diensts zu können. Mit dem Gedenken an den F-. -----, nicht nur der Wiederaufbau der Wehrmacht, sondern aller Neuaufbau zu verdanken sei, schloß der General seine Worte. Anschließend trug er sich in das Fahrlässigkeit seitens des Angeklagten nicht in Betracht, und dies um so mehr, als zwischen dem Verkehr der beiden und seiner Vernehmung vor dem Amtsgericht in Ulrichstein ein Zeitraum vön LV- Jahren gelegen habe. Es sei durchaus möglich, daß ich das Erinnerungsvermögen des Angeklagten etwas verwischt habe, insbesondere mit Rücksicht darauf, daß er das Datum des Geburtstages der L. während der Zeit ihrer Beziehungen nicht gewußt habe. Er habe dies erst im Laufe der Prozesse er- ahren. Bezüglich der Anstiftung zum Meineid ver- rechte wurden ibm auf die Dauer von zwei Jahren aberkannt. Die Untersuchungshaft in der vollen Höhe von 7 Monaten und 27 Tagen wurden dem Ange- * Heuchelheim, 20. Oft Am morgigen Freitag, 21. Oktober, können der Bahnbeamte t. R. Hch Sack und Frau Luise, geb. Steinmüller. Wilhelm- Verwaltung und in der Volkswirtschaft bestimmte Leistungen vollbringen kann. Heber die Arbeit, die der Hund in der deutschen Volkswirtschaft ständig leistet, sind wir in jüngster Zeit außerordentlich gut unterrichtet worden durch eine wissenschaftliche Abhandlung, die Tierarzt Dr. Horst Anders (Institut von Professor Hinz, Universität Berlin) herausgegeben hat. Da sind zunächst die Jagdhunde, deren Zahl man mit ungefähr 200 000 Stück im Altreich ansetzen kann. Die Jagdhunde haben vor allen Dingen dafür zu sorgen, daß an- und abgeschossenes Wild nicht verludert. Man glaubt die Arbeitsleistung des Jagdhundes richtig einzuschätzen, wenn man den Arbeits- wert, den seine Tätigkeit erbringt, auf 100 RM. schätzt: das würden also für alle Jagdhunde zusammen 20 Millionen Reichsmark jährlich sein. Auch die verschiedensten Verwaltungen halten Hunde, die bestimmte Arbeiten verrichten müssen. Dazu gehört die Deutsche Reichsbahn, die Es ist noch gar nicht lange her, da war in den Sportteilen der englischen Zeitungen gerade nur das Ergebnis zu lesen über irgendwelche wichtigen Länderkämpfe auf dem Kontinent. Heute ist es anders. Die englischen Sportführer haben eingesehen, daß sie mit ihrer „splendid Isolation" auf den Olympischen Spielen in Berlin z. B. in der Leichtathletik nicht eine Goldmedaille erringen konnten. Gerade auch die Football Association ist in den letzten Jahren mehr und mehr zu einem erfreulichen Spiel- verkehr mit dem Kontinent übergeaangen. Der sicht- bare Ausdruck dieser neuen Einstellung ist nicht zu- letzt der Jubiläumskampf „England — Kontinent". gender beweisen als mit der Tatsache, daß allein 400 Pressekarten für den 26. Oktober angefordert wurden. Das ist ein derart ungewöhnlicher „Andrang", daß sich die F. A. entschloßen hat, über die Hälfte der Anforderungen zu streichen. Wenn die bisher so reservierte englische Presse bei dieser Großveranstaltung schon derart mitgeht, wie stark wird die Anteilnahme erst unter den fußballbegeisterten Bezugs-und Absatzaenossenschaft wurde der Ankauf einer Kartoffel-Dämpfkolonne von der Bäuerlichen Hauptgenossenschaft m Frank- - flirt a. M. beschlossen. + Grün berg, 20. Okt. Der äl te ste mann- liehe Einwohner unserer Stadt, Rechnungsrat i. R. Ludwig Schmidt, vollendet heute bei guter Gesundheit sein 8 9. Lebensjahr. * Stockhausen, 20.Okt. In der Kurve beim Bahnhof ereignete sich ein Zusammenstoß zweier Personenkraftwagen. Glücklicherweise wurden Personen nicht verletzt. Es gab nur einigen Sachschaden. nigt habe, daß sie als vollwertige Zeugin nicht zu gelten habe. Er beantragte daher Freispruch des Angeklagten in beiden Punkten. Gegen Mitternacht verkündete das Schwurgericht das Urteil. Der Angeklagte wurde wegen fahrlässigen Falscheides und wegen Beihilfe zum Meineid zu einer Gesamtgefängnis st rafe r*~ einem Jahre i Empfang des Oberbefehlshabers der Heeresgruppe 2 britischen Zuschauern sein? Dr. Sarosi und Zsengeller, die beiden ausgezeichneten ungarischen Fußballspieler, die für die Kontinent-Mannschaft gegen England ausgewählt waren, können ebenso wie Lazar und Biro keine Ausreiseerlaubnis erhalten, da sie entweder beim Militär dienen oder solchen Jahrgängen angehören, die mit einer Einberufung rechnen müßen. Ersatzspieler für die Festlandmannschaft wurden noch nicht genannt. Ros-meyers Rekord wankt. Erstes Training im Doninglon-parf. Im Donington-Park bei London wurde am Mittwoch das erste Training zum letzten Großen Preis des Jahres ausgenommen. Bei gutem Witter gab es schon beachtliche Zeiten, obwohl die deutschen Fahrer sich größtentells noch mit der Strecke ver- können. Für den Rückgang in der Hundchaltung muß man in erster Linie die H u n d e ft e u e r verantwortlich machen. Die Statistik zeigt ganz deullich, daß jedesmal, wenn in einer Gemeinde die Hundesteuer erhöht wurde, ein ruckartiges Absinken der Hundezcchl einsetzte. So ist es gekommen, daß 1928 auf 100 Einwohner noch 58 Hunde kamen, 1935 aber nur noch 39. Der Rückgang hat sich in der Hauptsache in der privaten Hundehaltung ausge- wirkt. Aber durch die vielfache Erhöhung der Hundesteuer, wie sie manche Gemeinden vor der Macht- Übernahme vornahmen, ist auch in steuerpolitischer Hinsicht das Gegenteil von dem eingetroffen, was man sich davon erhoffte. Die ganze Hundesteuer, dis eine Gemeindesteuer ist, hat im Jahre 1932 noch 39 Millionen RM. erbracht. Wenn es in diesem Jahr nach ebenso viel Hunde als 1928 gegeben hätte und in der Zeit keine Steuererhöhung vorgenommen wäre, so hätte sie 50,3 Millionen erbringen müs- sen. Im Jahre 1937/38 sind noch 21,9 Millionen Reichsmark durch die Hundesteuer hereingekommen. H. D. Riesige Heerschau der Hunde. Oie Hunde-Arbeit hat einen Zahreswert von 72 Millionen Mark. ♦ Grünberg, 20. Okt. Gestern kam es dem Grünberger Gallusmarkt zu einem öffentlichen Einspruch. Eine Frau, Arierin, die mit einem Juden verheiratet ist, hatte sich unter Vorzeigung ihrer eigenen Papiere und unter Verheimlichung des wahren Sachverhalts einen Standplatz auf der Käswiese erworben und wollte nun im Auftraa und im Beisein ihres Mannes, des Juden, allerlei Waren verkaufen. Da ein Teil der Händler die Verhältnisse kannte, war die Erregung über diese Unverschämt- rbe auch, mit Unterstützung des Pauly, und die Arbeitskameraden an dem fesllich aeschmückten Arbeitsplatz des Jubilars zu einer schlichten Feier. Hierbei wurden Herrn Loth durch den stellvertretenden Betriebsführer besonderer Dank und Anerkennung für die in 25 Jahren geleisteten treuen Dienste ausgesprochen. Außerdem brachten noch sechs Vertreter der Gefolgschaft in schönen und herzlich gehaltenen Worten Glückwünsche dar. Es wurden dem Jubilar sowohl von der Firma, als auch von der Gefolgschaft zum Andenken an diesen Jubeltag wertvolle Geschenke überreicht. Eine Dankansprache des Jubilars beschloß die schöne Feierstunde. Durch das ganze Hundewesen werden also beträchtliche volkswirtschaftliche Umsätze erzielt. Man braucht neben dem Arbeitswert nur noch an die Herstellung von Hundefuttermittel, Hundearzenei- Mittel, an die Hundesportveranstaltungen, an den Hundehandel und den Einsatz des Tierarztes bet Hundeerkrankungen zu erinnern. Weitere Erwerbs- zweige bilden die Hundebad-, Scheer- und Trimmanstalten, die privaten Tiecheime, in denen Haupt- sächlich Hunde ausgenommen werden, sowie die Hundekadaververwertung. Nach der letzten Hundezählung hat die Zahl der Hunde in Deutschland Anfang 1935 = 2 569 564 betragen. Zehn Jahre früher gab es noch rund 1,2 Million Hunde mehr. Seitdem ist leider ein weiterer Rückgang des Hundebestandes eingetreten, wie aus folgenden Ziffern über die Anzahl der Hunde, die im Lande Bayern gehalten öerben, hervorgeht. Dort gab es 1935 — 374 000 Hunde, 1936 = 360 000 und 1937 = 348 000. Nun ist allerdings festzustellen, daß der wertvolle Rassehund, der m der Mehrzahl der Falle die Arbeitsleistungen vollbringt, die hier aufgezählt worden sind, eine ständige Zunahme aufzuwei. sen hat. Der Rückgang trifft also ganz überwiegend den leistunasarmen Hund, was die Lage mildert, aber nicht Darüber hinwcgtäuschen darf, daß durch den Rückgang der Hundehaltung auf den verschiedensten Gebieten bedeutende Schäden auftreten maten, & kg 20 bis 25, Zwiebeln 10 bis 12, Meerrettich 35 bis 60, Schwarzwurzeln 35 bis 40, Kürbis 8 bis 9, Pilze 50, Kartoffeln, V» kg 4 Pf., 5 kg 40 Pf., 50 kg 3,15 bis 3,45 Mk., Aepfel, kg 30 bis 45 Pf., Birnen 20 bis 40 Pf., junge Hähne 1 bis 1,20 Mk., Suppenhühner 90 Pf. bis 1,05 Mk., Gänse 1,10 Mk., Blumenkohl, das Stück 10 bis 60 Pf-, Salat 5 bis 12, Endivien 5 bis 12, Einmachgurken 1 bis 5 Pf., Oberkohlrabi 5 bis 10, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 35, Rettich 5 bis 20, Radieschen, das Bündel 8 bis 12 Pf. * Arbeitsjubiläum. Am gestrigen 19. Oktober konnte der im Versandbüro der Firma Bän- ninger, G.m.b.H., Gießen, beschäftigte kausmän- niche Angestellte Wilhelm Loth aus Greßen auf Unter der Schirmherrschaft von Reichsernährungsminister D a r r £ wird v0m 21. bis 23. Oktober in Köln eine Heerschau unserer vierbeinigen Freunde, der Hunde, abgehalten. 2000 deutsche Rassehunde werden die Reise in die rheinische Metropole antreten, von denen die schönsten und höchst- ' " "'“ü|e erringen werden. traut machen mußten. Delahaye und Maserati waren noch nicht vertreten. Um so eifriger trainierten die Deutschen. Schon am ersten Tage stand der RuiHenrekord in Gefahr, den Bernd Rosemeyer bei seinem letzten Sieg vor einem Jahre aufgestellt hatte. Hermann Lang auf Mercedes-Benz war mit 2:13,2 Minuten und 135 km/st diesem Rekord auf zwei Sekunden nahe gekommen. Die zweitbeste Zeit erzielte der schneidige Auto-Union-Nachwuchs- sahrer Hermann Müller mit 2:14 Minuten. Nur jeweils eine Zehntelfekunde langsamer waren von, Brauchitsch und Seaman (beide Mercedes-Benz). Es folgten Haße auf Auto-Union mit 2:18,3, Nuvo- Lari (Auto-Union) und Bäumer (Mercedes-Benz) mit 2:20,4 Minuten. Daimler-Benz muß im Kampf am Samstag auf Europameister Rudolf Caracciola verzichten, dessen Verletzung nun doch nicht restlos behoben werde« konnte. Da auch die beiden Alfa Romeo von Dr« Farina und Biondetti nicht zur Stelle sein werden, fahren vier Mercedes-Benz mit von Brauchitsch, Lang, Seaman und Bäumer, vier Auto-Union mit Nuvolavi, Müller, Hasse und Kautz sowie die beiden Delahaye mit Dreyfus und Raph und ein 3000- ccm-Maserati mit Villoresi. Außerdem starten sechs englische 1,5-Liter-Riley und Era, deren Fahrer mit Ausnahme von Dobson allerdings nicht die beste englische Klasse darstellen. Olympische Ruderrennen in Taivallabti Es gibt im Lande der Tausend Seen kaum ein Dutzend Rudervereine und nicht viel mehr Rennboote. Die Organisatoren der Olympischen Spiels 1940 in Helsinki sind daher bei der Durchführung einer Olympischen Ruderregatta vor keine leichte Ausgabe gestellt. Es hat in Helsinki ziemliche Schwierigkeiten bereitet, eine geeignete Rennstrecke für Ruderer und Kanuten ausfindig zu machen. Nun hat man sich auf die Bucht von Taivallahti geeinigt, die 2 Kilometer vom Stadion entfernt liegt. Es 'sollen hier Tribünen für 15 000 Zuschauer er- richtet werden. Gegenwärtig hält sich der Presse- roart des Fachamtes Rudern, Erich Maack, in Helsinki auf, um die finnischen Kameraden bei ihren Vorbereitungen zu beraten. Schon im kommenden Jahr soll in Taivallahti bei der Gendarmerie und bei der Polizei. Im Heeresdienst werden bekannt- lich Hunde im Krieg und im Frieden mit außerordentlich günftigen Ergebnissen mit den verschiedensten Ausgaben betraut. Beim Zollwesen beziffert man die Arbeitsleistung des Hundes auf eine Million RM., bei der Gendarmerie auf 660 000 und bei der Polizei auf 2,4 Millionen Reichsmark. Im allgemeinen wird der Hund im öffentlichen Leben als Wachhund und Schutz Hund verwendet. Bei der Bewachung und Sicheruna von Grundstücken, Lagerplätzen und öffentlichen Gebäuden kann man den Hund nicht entbehren. Auf dem Lande ist der Hofhund seit Jahrtausenden em treuer Helfer des Bauern. Aber nicht nur als Wächter des Hauses, sondern auch als Herdenhund und Ziehhund wird seine Arbeitsleistung geschätzt. Eine Schaf- oder Rinderherde ist ohne einen lei- schen zum Ehejubiläum. X Treis a. d. L d a., 19. Okt. Die hiesige N S.- Frauenschaft führt zur Zeit einen Mütter- schulungskursus durch, der in der neuen Schule an zehn Abenden abgehalten wird. Zirka 30 Mädchen und Frauen unserer Gemeinde sind an diesem Kursus beteiligt. Es wäre zu begrüßen, wenn sich noch mehrere Mädchen und Frauen in den Dienst dieser guten Sache stellen würden. ' <^Allendorsa. d. Lda., 20. Okt. In einer Versammlung der hiesigen Landwirtschaftlichen Am zweiten Verhandlungstag gegen den W. Stark s wurde die Beweisaufnahme zu Ende geführt. Sie i ergab insofern ein etwas günstigeres Bild für den 1 Angeklagten, als ein Zeuge bekundete, daß ohne fein . Hinzutreten bereits innerhalb der Familie L. der Entschluß gefaßt worden fei, die falsche Aussage der L. zu berichtigen und so den Angeklagten, der des- i wegen aus feiner Stellung entlaßen worden war, । zu rehabilitieren. JmMrigen wurde noch eine Reihe : von Leumundszeugen vernommen, die ausnahmslos dem Angeklagten ein gutes Zeugnis ausstellten. Nach der Mittagspause ergriff zunächst der Vertreter der Anklage zu längeren Ausführungen das Wort. Er ging noch einmal auf die Vorgeschichte des Falles ein und kam zu dem Ergebnis, daß der Angeklagte in beiden Punkten der Anklage überfuhrt fei. Wenn der Angeklagte hinsichllich der chm zur Last gelegten Anstiftung zum Meineid behaupte, in dem seinerzeitigen Verfahren sei für ihn nur der Gesichts- punkt der Notzucht sowie das Alter der L. maßgebend gewesen, so fei dies nicht richtig. Gerade das Zu- standekommen der Briefe fei von ausschlaggebender Bedeutung gewesen, da der Wert des Widerrufes der L. für das Gericht sehr problematisch gewesen fei, wenn auch zur Sprache gekommen wäre, daß der Angeklagte diese Briefe verfaßt und ihr zur Abschrift gegeben habe. Eine derartige Aussage wäre bann nicht geeignet gewesen, zur Rehabilitierung des An- geklagten beizutragen. Dieser Umstand müße dem Angeklagten bekannt gewesen sein. Der Staatsanwalt hielt das Ergebnis des Vorprozeßes für richtig und vertrat den Standpunkt, daß die neuerliche Derhand- lung diese Ansicht nicht habe erschüttern können. Die Aufforderung an die L., bei der Darstellung in den beiden Briefen zu beharren und standhaft zu bleiben, könne sich nur auf eine Aussage in dem vor dem Amtsgericht Ulrichstein anhängigen Verfahren bzw. aus das gegen St. eingeleitete Verfahren bezogen haben, da von dessen Ausgang für den Angeklagten alles abhing. Im übrigen fei bei dem Angeklagten zum mindesten bedingter Vorsatz anzunehmen, da er mit der Wahrscheinlichkeit einer eidlichen Vernehmung habe rechnen müßen, dies also in Kauf genommen habe. Falls das Gericht wider Erwarten einen vorsätzlichen Meineid ablehne und dem Angeklagten glaube, daß er von der Richtigkeit des von ihm angegebenen Zeitpunktes des Verkehrs mit der L. überzeugt gewesen sei, so sei zum mindesten ein fahrlässiger Falscheid anzunehmen. Außerdem käme an Stelle einer Anstiftung zum Meineid unter Umständen der Gesichtspunkt der Beihilfe in Frage. Zum Schluß wies der Vertreter der Anklagebehorde au den Bildungsgrad des Angeklagten hin unb hielt es auf Grund dessen für vollkommen ausgeschlossen, daß der Angeklagte an die Richtigkeit seiner SUis- sagen geglaubt und die Möglichkeit einer eidlichen Vernehmung der L. nicht in Erwägung gezogen pabe. Der Staatsanwalt beantragte wegen der zum Meineid, entsprechend der Entscheidung desDor- prozeßes, 1 Jahr 3 Monate und bezüglich des Meineides ein Jahr 4 Monate Zuchthaus. Im letzteren Falle fei jedoch Eidesnotstand anzunehmen, da der Angeklagte bei einer wahrheitsgetreuen Aussage nut einem Verfahren wegen Notzucht bzw. Verführung habe rechnen müssen. Hiernach ermäßige sich die Einsatzstrafe von 1 Jahr 4 Monate auf 8 Monate Zuchthaus. Er beantrage, aus beiden Strafen eine G e - famtftrafe von 1 Jahr 7 Monate Zu ch t - Haus zu bilden, weiterhin dem Angeklagten die bürgerlichen Ehrenrechte auf 3 Jahre und die Eidesfähigkeit für immer abzuerkennen. Die Anrechnung der Untersuchungshaft in voller Höhe stellt er dem u i.i iui|unyfiia|L.H|j von letzt der Jubiläumskampf „England — Kontinent . verurteilt. Die bürgerlichen Ehren-s Wie groß im britischen^ Fußballager das Jntereße n auf die Dauer von zwei Jahren für diesen Kampf ist, läßt sich überhaupt nicht schla- sind, erkennt man daran, daß ein guter Hmck) ge- nügt, um eine Herde von 500 Schafen in Schach zu halten. Die Zahl der Wachhunde wird auf 50 000 geschätzt, die für 10 Millionen RM. Arbeit leisten. Die Herdenhunde bringen sogar 26 Millionen RM. ein und die Ziehhunde des kleinen Mannes 300 000 Reichsmark. In dieser Aufzählung darf der Blindenhund nicht vergeßen werden. Vor 120 Jahren hat zum ersten Male ein bedeutender Mann, der Gründer des Blindenerziehungsinstituts in Wien, Johann Wilhelm Klein, in einem Lehrbuch die Verwend- barfeit von Hunden als Führer für Blinde nach- gewiesen. Aber erst seit dem Weltkriege sind die Blindenführhunde in großem Umfange eingeführt worden. Heute gibt es davon über 13 000, von denen 9000 Kamepaden der Kriegsblinden und 4000 Führerhunde für Friedensblinde sind. Den Arbeitswert des Blindenführhundes beziffert man auf 250 Reichsmark jährlich. Insgesamt wird der Wert der Hunoeardeit auf 72 Millionen Reichsmark beziffert. Gericht anheim. Der Verteidiger ging davon aus, daß schon ob- sektiv der Zeitpunkt des Verkehrs des St. mit der L. nicht genau festzustellen fei. Sei dies der Fall, dann habe der Angeklagte überhaupt nicht eine falsche Darstellung in dem Prozeß gegeben. Erst recht komme dann der Vorwurf einer wissentlich falschen Aussage in Wegfall. Im übrigen habe die L. bei verschiedenen Zeugen den Zeitpunkt des Verkehrs nicht richtig angegegen oder zum mindesten , offengelassen, so daß der Angeklagte durchaus auf die Richtigkeit feiner damaligen Aussage habe vertrauen -------, — ... ----- können. Die Initiative zmn Widerruf der L. sei von beit groß, und es tourt.......... . ~ _ deren Familie und nicht von dem Angeklagten aus- Publikums, erreicht, daß die Händlerin durch die gegangen. Die L. selbst habe in ihrer Familie sowie —----K- riftnd) "ledergelegt habe. Da die L. also schon $ deshalb den Arbeitswert der 700 Hunde, sssrnr« MAWL-LM! Wid°r pruch in M W ®« der 2In* feine W uM ber Darstellung für richtig gehalten habe, entfalle auch ™ e 1 ' ubjektiv das Moment der Anstiftung; aus diesem Grunde fei auch dem Angeklagten zu glauben, daß er mit einer eidlichen Vernehmung der L. nicht gerechnet habe. Dies sei um so wahrscheinlicher, als der Angeklagte im Glauben an die Richtigkeit feiner Darstellung durch eine mögliche eidliche Vernehmung der L. feiner Meinung nach nichts zu befürchten gehabt hätte. Die Aufforderung, standhaft zu bleiben und feine Mitwirkung bei der Abfassung der Briefe zu verschweigen, könne sich daher nicht auf die Vernehmung der L. bezogen haben. Der Angeklagte habe dabei lediglich den Zweck verfolgen können, irgendwelchen neuen Belästigungen seines Gegners vorzubeugen. Eine derartige Befürchtung des St. sei gerechtserttgt gewesen, well auf Betreiben dieses ( Gegners die L. ihn schon einmal zu Unrecht belastet hatte. Entgegen der Auffassung des Vertreters der Anklage könne auch eine Beihilfe nicht darin erblickt werden, daß St. in der damaligen Verhandlung ohne Widerspruch die L. einen Eid darüber habe leisten laßen, daß die Briefe von ihr selbst verfaßt seien. Für ihn habe nur die Frage des Sittlichkeitsverbrechens unb des Zeitpunktes der Beziehungen au der L. im Vordergrund gestanden. Außerdem fei diese Aussage nur protekollarisch verlesen worden, in der Verhandlung selbst aber gar nicht zur Sprache gekommen. Im übrigen gab der Verteidiger dem Gericht zu bedenken, daß der Angeklagte äußerst yut beleumundet sei und in jeder Hinsicht bis jetzt seine Lauterkeit bewiesen habe. Seiner Ansicht nach fei es gefährlich, eine Verurteilung auszusprechen, denn diese könne in der Hauptsache nur auf die Aussage der L. gegründet werden, der aber das Gericht selbst durch die Aberkennung der Eidesfähigkeit bescheigroßen geschichtlichen und gegenwärtigen Bedeutung wertigen die ^vollen Preise.Erringen werden, Frankfurts gesprochen hatte, wies er besonders -us s d>-°°n Wf uad höchsten Stellen gest,ft-t worden Se’Äntw^ä"ni9 dmitoen Unb|3üf)^r:runb Äa&er». Dann folgen zwei LN!WMMWD nationalfozialistifcher Führung di°,Krastftr°m-^i[oß SchonheU de- Rubrer dem' einzelnen Tieres em hochwertiger Gemacht sondern brauchshund herausgebildet werden, der in der eine große, internationale Regatta durchgeführt werden, an der auch deutsche Mannschaften teilnehmen sollen. Finnlands Wunsch, einen deutschen Rudertrainer zu erhalten, konnte leider nicht erfüllt werden, dafür werden aber im nächsten Sommer zwei finnische Ruderwarte die „Ruder-Akademie" in Berlin-Grünau besuchen. tet, daß sie durch ihr Verhalten auf oder außerhalb des Sportplatzes, durch ihre restlose Unterordnung unter die Entscheidungen des Schiedsrichters und ihr ritterliches Spiel beweisen, daß sie nicht nur zu kämpfen verstehen, sondern daß gerade die Erziehung durch den Sport zum Geist der jungen Mannschaft sie befähigt, das Ehrenkleid der Deutschen Jugend mit besonderer Verantwortung zu tragen und in Ehren zu halten. Es ist selbstverständlich und wird hiermit nochmals ausdrücklich a n g e - ordnet, daß jeder Jugendspieler auf seinem Vereinstrikot, das der Unterscheidung der Mannschaften wegen beibehalten wird, die HI.-Raute trägt. Den Mannschaften gehen in den nächsten Tagen die Spielausweise zu. Der Ausweis erhält jedoch erst seine Gültigkeit durch die Unterschrift des zuständigen Gefolgschaftsführers. Mannschaften, die am kommenden Sonntag noch nicht im Besitz eines vollgültigen Ausweises sind, spielen aus ihren HJ.-Aus- weis, der unter allen Umständen vorzulegen ist. Die Schiedsrichter werden von den Schiedsrichterobleuten der DRL.-Kreise 8 und 11 gestellt. D« eine allgemeine Festsetzung des Spielbeginnes nicht möglich war, muß die Platzmannschaft his s p ä t e st e n s Dienstag vor dem Spiel dem betr. Schiedsrichterobmann und der Gästemannschaft den Spielbeginn bekanntgeben. Die Benachrichtigung der Schiedsrichter erfolgt durch die Obmänner. Die Spiele um die Bannmeisterschaft werden jeweils am 2. und 4. Sonntag im Monat durchgeführt. Jede Durchführung von Freundschaftsspielen am 1., 3. und 5. Sonntag ist verboten, da diese Sonntage restlos der HI. für ihre Dienstgestaltung zur Verfügung stehen. Alle Freundschaftsspiele müssen beim zuständigen Bannsachwart angemeldet werden und unterliegen denselben Bestimmungen wie die Pflichtspiele, also auch Paßzwang und Kleidungsoorschrift. Es soll abschließend noch einmal festgestellt werden, daß die Spiele um die Bannmeisterschaft von der HI. durchgeführt werden, also disziplinär dem Bannführer bzw. dessen Beauftragten unterstehen. Dies ändert nichts an der Tatsache einer ersprieß- lichen Zusammenarbeit mit dem DRL., von der zu wünschen ist, daß sie, nach vollkommener Klarstellung der Verhältnisse, den Spielrunden den Erfolg gibt, der nach dem im Meldeergebnis sich ausdrückenden Willen zu erwarten ist. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) 2l. V. in G. 1. Die Beiträge zur Krankenkasse tragen die Arbeitgeber zu Vs, die Versicherten zu Vs. Die Beiträge zur Invalidenversicherung tragen Arbeitgeber und Versicherte je zur Hälfte. — 2. Bürgersteuerpflichtig ist jede natürliche Person, die am Stichtag (10. Oktober des dem Steuerjahr vorhergehenden Jahres) das 18. Lebensjahr vollendet hat und in einer inländischen Gemeinde wohnt. Spiele um die Vanmneisterschafl in Handball und Fußball. Die Stelle für Leibeserziehung im Bann 116 gibt dazu bekannt: Am kommenden Sonntag beginnen die Spiele um die Bannmeisterschaft des Bannes 116 Wetterau in Handball und Fußball. Es haben für diese Runden insgesamt 70 Mannschaften von Vereinen und Gefolgschaften ihre Meldung abgegeben. Davon entfallen 54 Mannschaften auf Fußball und 26 Mannschaften auf Handball. Die Fußballrunde wird in 14, die Handballrunde in 7 Gruppen ausgetragen. Für die Durchführung der Fußballrunde zeichnet der Bannsachwart für Fußball, Walter B o n a r i u s, Gießen, Schwarzlachweg, für die der Handballrunde der stellvertretende Bannsachwart Hans Birken- st o ck, Gießen, Wolkengasse 16, verantwortlich. Da die Spiele erstmalig in dieser Form durch die Hitler-Jugend durchgeführt werden, ist es im Interesse einer reibungslosen Durchführung notwendig, daß sich alle beteiligten Mannschaften streng an die nachfolgend gegebenen Durchführungsbestimmungen haltet. An den Spielrunden können sinngemäß nur Angehörige der HI. teilnehmen, und zwar auch nur solche, die nach dem 1. 9. 20 geboren sind. Es scheiden somit für die Spielberechtigung in den Runden alle die Jugendlichen aus, die zwar die Altersbesti-m- mung erfüllen, aber bereits in eine andere Formation überwiesen sind. Auf ausdrückliche Anordnung des Gebietes hin reisen alle Mannschaften in HI. - Uniform. Verantwortlich für einwandfreies Auftreten der Mannschaft ist der Spielführer und der Reisebegleiter der Mannschaft. In jedem Fall von Verstoß gegen HJ.-gemäßes Verhalten wird dem Spielführer die Spielführereigenschaft entzogen oder die Mannschaft gesperrt. Es wird von allen Jgg. erwarAb heute Donnerstag bis einschl. Sonntag, 23. Oktober: Städt. Betriebe Gießen Telefon 2058 Gartenstraße 3 DIE sr ^111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111 l: N^Heckrnann 6711 v Hülsenfrüchte 1 6699 A S&F-Nudeln und Reis 500 g itOQ Eier-Bandnudeln, in Zellglaspackung 500 g 500 g 20 125 g 6698 A niiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiniiiHiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiii die lautende vihl~ 'dtjark. wdiewn h LUHNS Seifen- u.Glycerin-Fabriken, Wuppertal (Rhld.) SMMMWM 42 57 50 d. alk. Klärschi. ents. Torfm., der kraftvolle NaturHumusdünger 500 g 500 g 500 g 500 g 500 g 500 g 500 g 500 g 34 38 35 40 35 35 36 20 gefcheit, nimm ABRADOR bekommen Sie Obeföll wo es gute Seifen gibt. Stück 18 Pfg. . 500 g 20 . 500 g 22 . 500 g 32 . 500 g 44 Burma-Reis................ Italiener-Reis................ Siam-Patna-Reis............ Eier-Bandnudeln, 10 mm, lose. Eier-Bruchmakkaroni....... Linsen, gutkochend............ Linsen, große................ Gelbe Erbsen, mit Schale.... Gelbe Erbsen, ganz, geschält. Gelbe Erbsen, halbe, geschält Grüne Erbsen, mit Schale.... Grüne Erbsen, ganz, geschält. Weiße Bohnen............. Vornehm! Geschmackvoll! Persönlich! Diese wesentlichen Eigenschaften der guten Familien - Drucksache bietet Ihnen In zahlreichen neuzeitlichen Aus- führungsarten und Papieren zu mftßlgenPrelsen Brühl'sche Druckerei, Sctuilstr. 7, Ruf 2251 Blendend schön / meisterhaft geschildert prachtvoll gezeigt / ein Film von höchster Vollendung, den jeder sehen muß. — gtoia Dieser Film läuft in Auf 100 qm Boden zirka VA Zentner Biohum | ABRADOR macht die Haut gleich« | zeitig auch so st hon frisch, glatt / | und geschmeidig Eier-Suppenhörnchen........... Haller Suppeneinlagen, in Zellglas- Packung....................... Das wirkliche Leben erfindet Scbicksalel - Ein grober Wurf - Beifall über BeifallI ... So urteilen die Berliner Zeitungen. M E -iWy Was Hände im Laufe der Jahre erarbeiten, das geht in dieTäusende rechnen Sie doch selbsteinmal nach, wieviel Ihre eigenen Hände schon verdient haben. Stolz sollte man Sie zeigen und doch • wie oft werden Hände verschämt versteckt, nur weil sie noch Spuren der Arbeit tragen! Dabei ist es doch so einfach, Hände blitzschnell rillensauber zu bekommen u. ihnen ein ordentliches u. ge- pflegtes Aussehen zu geben, wenn fe man LUHNS Spezial-Handseife | Abradorzum Händewaschen nimmt, f * nur im „Spezialgeschäfts tDittmar GIESSEN I t ers weg Der erste ..Sonja Henie“-Film in DeutschlandI Sonja Henies Kunst jetzt ein Erlebnis für Alle! Ein glanzvoller Revuefilm voll flimmernder Effekte! e702A Ferner: Das reichhalliie Beiprogramm und Die neueste Fox-Wochenschau Für jedeMenge bin ich Abnehmer. ß. Kröck, Konservenfabrik Gießen, Weserstraße IS. [04715 Selters weg 2. Hochglanz-Loba (Loba-’| Hartwachs)........I Loba - Hochg.anz -Beize | (Hartwachs-Beize) . . J Zeppelin-Loba-Wachs .1 Zeppelin-Loba-Beize . . > Baldur-Bohnerwachs.. I Baldur-Beize........» Die 1/, Dose RM. 1.— d. V Dose RM. 0.7^ d.1 „Dose RM. 0.60 In irgendeiner Saiublade\ haben Sie sicher noch altes Silbergeld, sonst. Bruch- u. Altsilber oder -Gold. Laasen Sie diese Werte nicht nutzlos herumliegen, eondem bringen Sie sie zurWIederverwertung der WUrttembergischen Metall waren fabrlk Gießen, Kreuzplatz 14 Gen. Bescheid XXII/55605 für den Boden es iftfo ausgiebig und fo ausdauernd Zu haben bei: 6707V Gustav Geiste, Kolonialwaren, swon Manien u. Heren nach der Naturschutzverordnung vorn 18. März 1936 (RG'Sl.I Seite 181) und den ergänzenden Bestimmungen, aus» führlich erläutert von Professor Dr. W. Weber, o. ö. Prof, der Rechte und Referent im Reichs- und Preußischen Ministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, und Prof. Dr. Waltber Schoenichen, Leiter der Reichsstelle für Naturschutz. Gebunden RM. 3,60. Bestellungen durch alle Buchhandlungen. OuaoBermüö er r erlag. Berlin m:erL GLeupin-Creme u. Seife selt25Jehren bewährt bei Pickel esichtsausschlag Hautjucken. Ekzem, Wundsein usw. In den Drogerien: W. Kilbingei Nachf., Seltersweu 79a; W'nter- ioff. Kreuzplatz 10; Bornemann, Bahnhofstr. 17; C. Seibel, Frankfurter Str. 39. In Laubach: Solms Laubacher Drog. K. Kle n. e47iV Eins der interessantesten Kapitel der Weltgeschichte, voll Dramatik und Spannung Heinrich VIII. heiratete sechsmal. Fast jeder Frau wurde die Liebe und Ehe zum Verhängnis. — Zwei davfci wurden enthauptet — von zweien wurde er geschieden. — Die sechste und letzte Frau bricht seine Willkür und Gewalt. Verkaufslager: Biohumwerk und Gaswerk 6709 A Ein Film-Erlebnis das man nie vergißt SECHS FRAUEN UND EIN KÖNIG Biber in Deutschland 75 Seiten mit 9 Textabbildungen und 62 Abbildungen auf Kunstdrucktafeln nach NatururkundHes deutschen Bibervaters Amtmann Dehr. Herausgegeben von ». Reichsstelle für N at ursch utz, Berlin 3n Lein.geb.RM.3,00 Hugo Bermllhler Verlag Berlin. Lichterfelde Verlobungs-Anzeigen beiBrOhL Schulstr. 7 am Freitag, 21. und Samstag, 22. Oktober, abds. 11 Uhr, im GLORIAPALAST Zur Herbstdüngung: für Obstbäume und Beerensträucher Gemüse — Wiesen — Blumen düngt und verbessert den Boden auf natürliche Weise 5 % RABATT :Ktf.* Möbelschau vom 22.-31. Oktober in KELKHEIM ___________________________________________________________65^2V _ 2 Wagenladungen Ostpreuhische Kühe aus seuchenfreiem Gebiet gestern eingetroffen. In 14 Tagen bis 3 Wochen zum Kalben. Dieselben stehen zum Verkauf: Hammstratze 5 (Euler). Außerdem stehen zum Verkauf 26 Jungrinder aus Ostpreußen im Gewicht von je 4—6 Zentner 3