I * ..... kii WT. Mittwoch, 20. Juli M8 HrJ67 Erstes vlatt 188. Jahrgang Oie Krifis im deutsch brasilianischen Handel Die Gründe, aus denen die Regierung in Washington und die maßgebenden Finanzkreise der Union eine Wirtschaftsfront gegen Deutschland aufzurichten suchen, liegen zum Teil auf politischem Gebiet. Das in den Vereinigten Staaten so einflußreiche Judentum benutzt jede Möglichkeit, Deutschland wirtschaft- lich zu schädigen. Es ist Träger jener Boykottbewegung, die wir beim Absatz unserer Produkte in Amerika, aber auch bei der Unterbringung des Frachtraums und der Passagierplätze unserer Uebersee- dampfer zu spüren bekommen haben. Daß aber auch hier Qualität sich durchzusetzen vermag, zeigt die kürzlich aus Bremen ergangene Meldung, daß der Norddeutsche Lloyd für die drei nächsten aus amerikanischen Häfen nach Europa abgehenden Dampfer die Passagierplätze flott absetzen konnte. Aber allgemein kann man sagen, daß die amerikanische Union überall dort zu finden ist, wo Deutschland ein Schaden zugefügt werden kann. In den Bereinigten Staaten, wo man in den Jahren 1918 und 1919 vom Wilson-Frieden abrückte und sich bemühte, Deutschland Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, setzte sich nach dem nationalsozialistischen Umschwung Anfang 1933 ein Stimmungswandel durch. Als Mitte des nächsten Jahres (im Juni 1934) Deutschland nach Erschöpfung seiner Gold- und Devisenbestände ein Ueberweisungsmoratorium für Schuldbeträge verfügen mußte, zeigte man sich in den Vereinigten Staaten besonders empört. Man hat es bis heute nicht verstanden, daß ein Gläubigerland seinem Sturmtruppabteilungen und nahm als solcher an den wichtigsten Schlachten der Fronten von Tolmein und Görz, an der Karstfront und der Front von Bainsizza und auf dem Montello teil. Nach seiner Ernennung zum Offizier des Generalstabes und nach Absolvierung eines besonderen Kurses wurde er mit Aufgaben bei Kommandos höherer Einheiten und im besonderen beim Kommando der 51. Division während der Piaveschlacht beauftragt. Er ist kriegsverwundet und ausgezeichnet mit zwei silbernen Verdienstmedaillen und dem Mauriciusorden. Das faschistische Ideal fand ihn als einen der ersten in den vordersten Reihen; er ist ausgezeichnet mit dem Orden des „Marsches auf Rom". Er organisierte di" erste Legion der MVSN. „Taglia- mento"; war Parlamentsabgeordneter und Bürgermeister von Udine. Als Präfekt leitete er die Provinzen von Cieti, La Spezia und Forli. 1935 wurde er zum Chef des Stabes der Freiwilligen Miliz der nationalen Sicherheit ernannt, ein Amt, das er mit dem Range eines Generalleutnants bekleidet. Die Miliz hat im Kampfe ihre Lebenskraft und ihre wirkungsvolle Organisation gezeigt. Haden amtliche amerikanische Stellen sich durch Agenten unkontrollierbare Auskünfte über ein angebliches deutsches „Dumping" verschafft und auf Grund der so gewonnenen höchst zweifelhaften Erkenntnisse Zollzuschläge auf deutsche Waren dekretiert, die es Deutschland erheblich erschwert haben, das Amerika-Geschäft weiter zu pflegen. Als dann um die Wende Juni-Juli dieses Jahres Großbritannien und die Schweiz einwilligten, den Zinssatz für deutsche und frühere österreichische Auslandsschulden herabzusetzen, hat man in Washington diese „unzulässige Verquickung von Schulden und Geschäft" getadelt und erklärt, daß Amerika dem Beispiel der beiden europäischen Länder nicht folgen werde. Wenn man in den Vereinigten Staaten etwa hoffen sollte, durch Lahmlegung des deutsch-brasilianischen Handels selbst das Erbe etwa auf dem Gebiet der Baumwoll- Lieferungen antreten zu können, so könnte sich das als Irrtum erweisen. Die Welt hat, wie dje hohen Erntezahlen und der niedrige Preisstand zeigen, keinen Mangel an Baumwolle. Außerhalb Amerikas gibt es leistungsfähige Baumwoll-Lieferanten in Asien (Indien) und Afrika (Aegypten). Der Eingriff der amerikanischen Union in die deutsch-brasilla- Nischen Wirtschaftsbeziehungen charakterisiert sich als ein unorganischer Eingriff in den internationalen Warenaustausch zu einer Zeit, wo man nirgendwo stärker als gerade in Amerika das Fortschreiten der Weltwirtschaftskrise am eigenen Leibe verspürt. Prag, 19. Juli. (Europapreß.) Von halbamtlicher tschecho-slowakischer Seite war erklärt worden, die Verhandlungen über die Neuregelung der nationalitätenrechtlichen Fragen seien nach Einzelerörterungen in ihre Schlußphase getreten, und keine politische Gruppe werde vor vollendete Tatsachen gestellt. Die zur Führung der Gespräche mit der tschecho-slowakischen Regierung bevollmächtigte sudetendeutsche Abordnung sieht sich nunmehr zu der Feststellung gezwungen, daß die Verhandlungen überhaupt noch nicht begonnen haben. Bisher sei es lediglich zu informativen Besprechungen gekommen, m denen die Regierung niemals ihre Stellungnahme zu den Vorschlägen der Sudeten- deuischen Partei bekanntgegeben habe. Auch die Vorschläge der Regierung seien der sudetendeutschen 'Abordnung bisher n o ch n i ch t bekanntgegeben worden. Ein offizieller Meinungsaustausch sei weder über die Vorschläge der Sudetendeutschen Partei vom 7. Juni, noch über die Pläne der Regierung erfolgt, noch weniger könne von einer Einzelausfprache über die bevorstehenden parlamentarischen Arbeiten berichtet werden. Die sudetendeutsche Abordnung habe vielmehr mit Rücksicht auf die in Umlauf befindlichen Gerüchte wiederholt vor einer Festsetzung parlamentarischer Termine gewarnt, da die Gespräche noch nicht einmal bis zu einer Aussprache Schuldner Gelegenheit geben muß, Devisen z u verdienen, wenn die Zins- und Tilgungsraten pünktlich überwiesen werden sollen. Amerika will aber Schulden kassieren und gleichzeitig Außenhandelsgewinne erzielen. Während eine Reihe europäischer Gläubigerländer die Möglichkeit hatte, aus dem Ueberschuß, den Deutschland im Außenhandel mit ihnen erzielte, Mittel für den Schuldendienst verfügbar zu machen, bestand für die Vereinigten Staaten von Amerika eine solche Möglichkeit nicht. Der Ueberschuß, den die Union im Warenaustausch mit Deutschland erzielte, ist zwar gesunken, aber nicht verschwunden. Er betrug im Jahre 1934: 225 Millionen, im Jahre 1935: 71 Millionen, im Jahre 1936: 60 Millionen und im Jahre 1937: 73 Millionen. Wenn jetzt Amerika nicht nur seinen eigenen Markt der deutschen Ausfuhr versagt, sondern auch andere Abnehmerländer zwingt, die Bestellungen auf deutsche Jndustrieerzeugnisse einzustellen, so verschiebt es damit die Wiederherstellung eines regulären Schuldendienstes für die von Deutschland aufgenommenen Anleihen auf unabsehbare Zeit. Da die amerikanische Union der Generalgläubiger der Welt und der größte Gläubiger Deutschlands ist, kommt ihr die Rolle eines Vorkämpfers in der internationalen Krisenbekämpfung und Wirkschaftsverständigung zu. Bisher ist nichts davon zu spüren, daß man in Washington für eine solche Mission Verständnis hat. Im Streben, Waffen gegen den deutschen Außenhandel zu schmieden, Annahme oon Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8' /,Ut)r des Vormittags (Brunöprette für l mm höhe für Anzeigen oon 22 mm Breite 7 Rpf.. für Text- anzeigen oon70mm Breite 50 Rpf..Platzvorschrift nach oorh. Vereinbq.25"/o mehr. Lrmähtgie Grundpreise: Stellen-., Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige löelegenheitsanzer» gen 5 Rpf., Familienanzeigen. Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzelgen6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B über die gesamten Fragen auf der Grundlage der beiderseitigen Vorschläge vorgeschritten seien. Die Sudetendeutsche Partei sei mit Rücksicht auf diese Lage verpflichtet, die Oeffentlichkeit davor zu warnen, Nachrichten über eine angebliche Schlußphase zu glauben, denn es sei noch nicht einmal t> i e § rste Phase der Verhandlungen beendet. Das Tschecho-Slowakische Preßbüro veröffentlichte einen Bericht über die Verhandlungen um das Nationalitätenstatut. Danach fand beim Präsidenten der Republik eine Beratung des politischen Kabinetts statt. Weiter wird berichtet, daß Ministerpräsident H o d z a die Vertreter der Slowakischen Volksportei zu längeren Beratungen empfangen habe. Der tschecho-flowakische Gesandte in Berlin, Dr. Mastny, habe ihm Bericht erstattet. Er wird, wie es weiter heißt, nunmehr die Delegierten der Vereinigten Ungarischen Nationalpa r- t e i empfangen und gleichzeitig seine Konferenzen mit den bevollmächtigen Unterhändlern der Sudetendeutschen Partei fortsetzen. Der sechsgliedrige parlamentarische Koalitionsausschuß wird an die Behandlung der Entwürfe der Regierung zur Regelung der Na- tionalitäten-Selbstverwaltung schreiten. Das Preß- büro erklärt, daß die Regierung bemüht sei, die legislativen Vorbereitungsarbeiten möglichst zu beschleunigen. sönlichkeiten der ihnen van Natur aus gegebene territoriale Wirkungsbereich überlasten bleiben. Das einheitliche Staatsgebiet muß daher in das tschechische, deutsche, slowakische usw. Volksgebiet untergliedert werden. Dies bedeutet: Neuabgrenzung aller Sprengel nach den Volksgrenzen in allen öffentlich-rechtlichen Bereichen einschl. denen der staatlichen Unternehmungen und Einrichtungen aller Art. Enklaven sind ebenso abzugrenzen, daß sie eigene Verwaltungssprengel bilden. Für andersnationale Staatsbürger in den Volksgebieten sind eines jeden Volkes und einer jeden Volksgruppe; b) der angemessene Anteil jedes Volkes und jeder Volksgruppe, an Führung, Gestaltung und Leistungen des Staates; c) Schutz gegen Entnationalisierung; d) Gewährleistung für ungehindertes völkisches Bekenntnis und des Rechtes auf Pflege der nationalen Zusammengehörigkeit. 3. Die national-regionale 3t eu- Ordnung. Wie zum Staate neben der Staatsbevölkerung ein Staatsgebiet gehört, muß auch den Dalksper- 23on Dr. Gart Weltthor. In einer offenbar auf amtlichen Berichten fußenden Mitteilung heißt es, daß die deutschen Warenbezüge aus Brasilien zum Stillstand gekommen seien. Dies sei die Folge der von der Banco do Brasil Ende Juni getroffenen Entscheidung, den Ankauf von B e rr e ch n u n g s m a r k ein- zustellen. Damit ist den brasilianischen Lieferanten die Möglichkeit genommen, die ihnen als Zahlung übergebenen Verechnungsmark einzuwechseln. Hinter dieser Entscheidung steht offenbar die nordamerikanische Finanzwelt, die alles aufbietet, um Deutschland aus dem südamerikanischen Geschäft zu verdrängen. Dabei ist erst kürzlich in einem in Amerika weitverbreiteten Buch bargelegt worden, NSG. Am Mittwoch und Donnerstag weilt der Generalstabschef der faschistischen Miliz, General Russo, im Gau Hessen-Nassau. In seiner Begleitung befindet sich auch Stabschef Lutze. General Russo trifft am Mittwoch um 20.30 Uhr mit einem Sonderzug in Wiesbaden ein. Bei der Ankunft werden die Gäste von Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger begrüßt. Im „Nassauer Hof" wird am Abend ein zwangloses Zusammensein mit Gauleiker Sprenger und führenden Männern des Gaugebietes stattfinden. Am Donnerstagvarmittag fährt General Ruffo zur Besichtigung des Opelbades auf dem Neroberg und begibt sich dann nach Biebrich, wo er in einem Sonder- dampfer die Fahrt n ach Godesberg antritt. Generalleutnant Luigi Ruffo, der Chef des Stabes der Freiwilligen Miliz der Nationalen Sicherheit (Milizia Volontaria Sicurezza Nationale), kommt aus den Reihen der Kämpfer um Italiens Einheit an den Fronten des Weltkrieges. Als Berfaglieri-Leutnant, dann als Hauptmann und schließlich auf Grund feiner Verdienste im Kriege als Major und Oberstleutnant war er Führer von General Russo besucht Hessen-Tiassau Empfang durch Gauleiter Sprenger in Wiesbaden. 1 Angebot 1* 1 ^anotierunDMiija »5! K h. Verein-H Island unb; I rleMum te j o10H5 "°-h i Uenverke r ! Ult 215 nachz I '5_bl5123 (132| j I Deutsche MM I „§en zeigten fe I ahnten Durchs I ,Qr ebenfalls |t ge Bewertung I 0 (83), Ufa Lj, 77 (79) und L (88). Tagesgch I ’ beruhigt. ch den starken ine leichte Bern! Angebot herain mfang und stii. nähme, zumeist 'r Kundschaft sei j haben. Wähn 1 'en Frankfurter | ig und teilwF I Vergleich zum S I esserungen um fr | lagen M. Fartr' I (in 147,40). W Mannesmann ans ben mit 100 Wr einstahl sich drin, 11 (112,13) bM l ml mit 123 (M M auf 1-11 rnieMl auf 124 M.131 twM . MAI Wo | üt 123.40 (in 1). Sonst wbr Pauie 104.75 d’ 3 (911 Wen 46). VW W > (unverändert)' nd Kraft 133 (r ändert). MW zwar Deutsche r rechnet mit 1O9.<; Mage nach wr iniaen M*. nmunal-UmschiM . Verhandlungen überhaupt nochl nicht begonnen Eine sudetendeutsche Feststellung. Die Sudetendeutsche Partei veröffentlicht ihre Denkschrist Notwendige Richtigstellung von irreführenden Indiskretionen. wolle. „ Nicht viel anders steht es mit den übrigen Produkten, die Deutschland aus Brasilien vornehmlich bezieht. Tabak gibt es in einer großen Zahl anderer Länder. In Kautschuk bauert die internationale Überproduktion an. Jedes Erzeugerland muß es sich daher dreimal überlegen, ob es einen Zuverlässigen Abnehmer vor den Kopf stoßen soll. Äehnlich steht es mit Fellen und Häuten, an denen die übrigen südamerikanischen Länder, Argentinien, Uruguay, Paraguay und Chile ein großes Angebot bereitstellen. Es ist auch nicht so, daß unterbrochene Rohstoffbezüge ohne weiteres wieder angenommen werden, wenn es der Regierung und der Notenbank des Landes einfällt, den Ankauf deutscher Verrechnungsmark wieder aufzunehmen. Deutschland befindet sich in einer Ü m ft e 11 u n g iunb bereitet sich auf Stetigkeit im Bezug ausländischer Rohstoffe vor, um seine eigenen neuen Werk- htoffe richtig in die nationale Wirtschaftsbilanz ein- \ gliedern zu können. Dies gilt vornehmlich f ü r Baumwolle und Kautschuk, die zugunsten der deutschen Rohstoffe Zellwolle und Buna I an Boden verlieren. Es ist daher für Länder, die I Erzeuger van Masfenrohstoffen sind, in diesen Ueber- gangsjahren besonders riskant, einen Abnehmer wie Deutschland zu verprellen. iefrcibebotk. -iuli Es votierte Z je WO M 3 ® 11 19-1- 18 M «1« * (19 180. $14 t ter «ttani»" . UZ- ' ystiolenheu, -proaran"" . 20.s f V $uf in6ÄaeV^ streut d ^U'ylr eit^ 13- AsK w *;>* ■ V* Prag, 19. Juli. (DNB.) Das Presseamt der SDP. teilt mit: Die SDP. hat seit Beginn der Vorbesprechungen über den künftigen nationalitätsrechtlichen Aufbau der Tschecho-Slowakei dem Wunsche der Regierung Rechnung getragen und die Besprechungen mit ihr absolut vertraulich behandelt. Wenn das van der SDP. der Regierung am 7. Juli überreichte Memorandum, das eine Konkretisierung der acht Karlsbader Forderungen Henleins enthält, nunmehr durch die Indiskretion einer französischen Presseagentur der Oeffentlichkeit in seinen wesentlichsten Zügen bekanntge- geben worden ist, so stellt die SDP. demgegenüber fest, daß sie mit dieser Veröffentlichung weder direkt noch indirekt etwas zu tun hat. Wie erinnerlich, hat die Regierung das Memorandum der SDP. als Verhandlungsgrundlage angenommen. Daraus geht hervor, daß keine der dort aufgestellten Forderungen der Regierung von vornherein unannehmbar erschien. Trotzdem durste die tschechische Presse die öffentliche Meinung erzeugen, daß die in Karlsbad' aufgestellten Forderungen — die Grundlagen des Memorandums — für die tschechische Seite unannehmbar seien. Die SDP. übergibt den vollständigen Wortlaut des Memorandums der Oeffentlichkeit, um sie in die Lage zu versetzen, sich darüber ein Urteil zu bilden, ob die Vorschläge der SDP. geeignet sind, die auch im Auslande als unhaltbar erkannten nationalpolitischen Verhältnisse im Interesse der Ordnung und des Friedens zu regeln. Das Memorandum enthält u. a. folgende Punkte: 1. Herstellung der Gleichberechtigung. Als Fundament jeder demokratischen Verfassung gilt der Grundsatz der vollen Gleichberechtigung. Die 20jährige Entwicklung im Staate hat ergeben, daß diese Gleichberechtigung weder individuell noch für die die Staatsbevölkerung bildenden Völker und Volksgruppen hergestellt wurde. Unausbleiblich ist daher eine Neuordnung des Staates. Eine solche Neuordnung muß zwangsläufig bei den Grundelementen des Staates (Bevölkerung, Staatsgebiet) einsetzen. 2. Gewährleistung des demokratischen Prinzips der Volkssouveränitäl.' Die einzige Quelle aller Macht im Staate ist das souveräne Volk. Unter Volk können nach der konkreten politischen Lage nur die im Staat siedelnden Völker und Volksgruppen verstanden werden, so daß der Gesamtwille des „souveränen Volkes" nur aus dem Zusammenwirken dieser Völker und Volksgruppen entstehen kann. Das tschechische Volk, die deutsche Volksgruppe u. a. sind die Grundelemente des „souveränen Volkes". Sie können als solche Grundelemente nur durch Konstituierung ihrer Rechtspersönlichkeit erfaßt werden. Sie müssen daher auch Organe erhalten, die sie repräsentieren, für sie ihre Angelegenheiten selbst bestimmen und durch die sie an der gemeinsamen Staatsgewalt teilnehmen können. Die juristische Staatspersönlichkeit bedarf daher im Staatsaufbau und in der Bildung der Staatsbevölkerung der Rechtspersönlichkeit der Völker und Volksgruppen. Nur dadurch kayn auch die Gleichberechtigung, die gleiche Rechtsstellung und Handlungsfähigkeit der Völker und Volksgruppen herae- ftellt werden. Sonst würde es Herrschende und Beherrschte geben, was dem Derfassungssystem widerspricht, für welches sich die Staatsgründer aus Eigenem entschieden haben. Die rechtlichen Volkspersönlichkeiten müssen naturnotwendig alle im Staate lebenden Volksgenossen erfassen. Den bürgerlichen Rechten und Freiheiten müssen auch Rechte und Freiheiten der Volkspersönlichkeit an sich, untereinander und gegenüber dem Staate als dem gemeinsamen Rechtsbewahrer entsprechen. Diese Grundrechte der Völker und Volksgruppen müssen sein: a) Freiheit und Sicherung der eigenen Bestimmung der gleichberechtigten Entwicklungsmöglichkeiten aller Leistungen, Kräfte und Fähigkeiten Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Fwnilienblatter Heimat im Bild • Die Scholle DlonatsiBesugspreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr , -.25 daß es kein natürliches wirtschaftliches Uebergewicht Nordamerikas auf südamerikanischen Märkten gebe, da die Entfernung von Rio de Janeiro nach Neu- york kaum geringer sei als die von Rio nach Hamburg und London. Anläßlich des jüngsten brasilianischen Putsches ist behauptet worden, daß deutsche Kreise die Hand im Spiele gehabt hätten. Obwohl diese Behauptung von amtlicher brasilianischer Seite widerlegt und damit als Lüge entlarvt worden ist, hat sich eine Abkehr einflußreicher brasilianischer Kreise von Deutschland vollzogen, als deren äußeres Symptom der erwähnte Beschluß der Banco do Brasil anzusprechen ist. Brasilien wird vom Einschrumpfen des Warenverkehrs mit dem Reiche mehr Nachteil haben als wir. Dies ergibt sich zunächst bereits aus der Höhe der Ein- und Ausfuhr. Im Jahre 1935 war die deutsche Einfuhr aus Brasilien um fast $60 Millionen Mark größer als die deutsche Ausfuhr nach Brasilien. Im Jahre 1936 gab es einen geringfügigen Außenhandelsüberschuß für Deutschland (2 Millionen Mark), aber bereits rm Jahre 1937 entstand ein neuer Ueberschuß für Brasilien in Höhe von 9 Millionen Mark. Brasilien handelt Lllso gegen feinen eigenen Vorteil, wenn es dem Warenaustaufch mit dem Reich den Todeskeim einimpft. Dazu kommt noch die Zusammen- ietzunq der brasilianischen Ausfuhr nach Deutschland. Sie besteht überwiegend aus Kaffee, Baumwolle, Tabak, Kautschuk, Wolle sowie Fellen und Hauten. Alles dies sind Waren, die Deutschland anderwärts in mindestens gleicher, mitunter sogar besserer Qualität und sicherlich nid)2 teurer beziehen kann. Es lohnt sich schon, die brasilianischen Lieferungen nach Deutschland aufzugliedern und gründlicher zu betrachten. Der klassische Ausfuhrartikel von Brastlien ist Kaffee. Wie groß der Produktionsüberschuß und damit das Ausfuhrinteresse Brasiliens an Kaffee ist, Ergibt sich aus der Tatsache, daß das Land in den letzten zwei Jahrzehnten mehr als 60 Millionen Sack Kaffee ins Meer versenkt und damit vernichtet hat, um das Überangebot zu verringern. Die große Masse des in Brasilien erzeugten Kaffees besteht aus den geringeren Sorten, die nur schwer einen Markt finden. Neben einigen besseren Sorten Sanlos-Kaffee bezieht Deutschland mittelamerikanische und ostindische Sorten. Es ist jedenfalls ein besonde- , res Entgegenkommen, das Deutschland dem befreundeten Brasilien erwies, wenn es die Kaffeebezüge aus Brasilien aufrechterhielt. Ebenso umfangreich waren die brasilianischen Baumwoll-Lieferungen für den deutschen Markt. Hier hat der Anstieg bis in die jüngste Zeit angehalten. Es scheint gerade die Baumwolle gewesen zu sein, die für das Verhalten der Vereinigten Staaten gegenüber Brasilien eine besondere Rolle spielte und die Washingtoner Regierung und die Dollarmagnaten weranlaßte, Brasilien zu einer unfreundlichen Wirtschaftspolitik gegenüber Deutschland anzustiften. Im Äahre 1936 überstieg der Wert der deutschen Ein- suhr an brasilianischer Baumwolle mit mehr als 38 Millionen Mark sogar den der Einfuhr des brasilianischen Kaffees. In den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres bezog Deutschland für etwa 10 Millionen Mark brasilianische Baumwolle und stand damit an erster Stelle unter den Ab- Ivehmern dieses brasilianischen Produkts. Dabei bedurfte es beträchtlicher Umstellungen in der deutschen Textilindustrie, um die brasilianische Baumwolle in gleicher Weise verarbeitungsfähig zu machen wie die bisher bezogenen anderes Provenienzen, besonders die nordamerikanische Baum- Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gieße« Poftschrcktonto: Sranffurt -am Main 11688 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühische Uniperfitätsdruckerei R. Lange in Stehen. Schristleitung »nd Seschästsftelle: Schuiftrahr 7 skreis erein - 14. Wiedergutmachung. Oer englische Königsbesuch in Paris mals fei fümer be< unsere beiden d t im Wege l i ch wird. wolle, ein Ende zu bereiten". „Petit Journal" nennt das französisch-englische Bündnis eine Wirklichkeit, da es eine Notwendig» Jahrhunderte unvermeidlich sich einigen sehen. Und es würde uns heute unmöglich sein, an eine Periode zu erinnern, wo unsere Beziehungen noch herzlicher gewesen wären. Einer langen und engen Zusammenarbeit ist es gelungen, zu beweisen, daß wir von dem gleichen Ideal inspiriert sind. Unsere Völker haben die gleiche Anhänglichkeit zu Ietlin, 16.' irmany speaks i Mazr vc M ein Ml ssenüichleii m t. 3n dem A j neuen Deut itf, Dl Gürt ner die Reich! ne Generalin fgabe unterz als Hitlers, Bereich aus ges- ^^chsauhenmini des Buch !$een, die das । englischen Berst! ' Johannsen (ha Die Trmkspriiche feiern das brilisch-sranzösische Einvernehmen 1. Die Zentralbehörden: a) von den Ministerien werden jene für Unter» ■ richt, soziale Fürsorge und Gesund- heitswesen aufgelassen, da diese Angelegenheiten vollständig in die Selb st Verwaltung übergehen. Gemeinsame Angelegenheiten und die Aufsichtsrechte des Staates reformieren in eine besondere Abteilung des Innenministeriums oder des Minifterpräsidiüms. Das Ministerium für Unifizierung wäre ebenfalls auszulassen-, b) in der Kanzlei des Präsidenten der Republik, im Ministerratspräsidium und im Ministerium für Inneres, Justiz, Handel, Ackerbau, öffentliche Arbeiten, Eisenbahnen und Post werden nationale Sektionen mit gleichnationalen Beamten eingerichtet; c) im Ministerium für nationale Verteidigung, auswärtige Angelegenheiten und Finanzen werden nationale Sektionen nicht errichtet. Im Finanzministerium und Ministerium für auswärtige Angelegenheiten sind jedoch Vorkehrungen zur Vertretung der besonderen Wirtschaftsinter ess en der einzelnen Dolksgebiete einzurichten. 2. Die den Ministerien untergeordneten Verwaltungsbehörden, Aemter und Organe aller Art sind im Sinne dieser Grundsätze und der Grundrechte der Völker und Volksgruppen entsprechend zu reformieren. B. Die Behörden - der Selb st Verwaltung: An der Spitze steht als oberstes Organ der Vor- sitzende und das Direktorium. Die obersten Selbst- verwaltungsämter werden für die einzelnen Verwaltungszweige geschaffen, so z. B. eines für soziale Fürsorge, Wirtschaftsangelegenheiten, Landeskultur usw. In der nationalen Selbstverwaltung werden über den Gemeinden die autonomen B e - ist. Trotz des Meeresarmes, der uns trennt, haben ' " Länder ihre Geschicke im Verlauf der Besondere Maßnahmen gesetzlicher und admim- ftrativer Art sind zur Wi e d e r g u t m a ch u n g der der deutschen Volksgruppe zugefügten Schaden, soweit deren Behandlung nicht schon tm Vorstehenden genannt ist, insbesondere aus folgenden Gebieten durchzuführen-. Bodenreform, Universitatsge etze, Minderheitenschulen, Hochschulen, Legionärsgesctze, Bankensanierung u. dgl. hn Manöo. m^en 900 $U( Mungal ausaegeben i)at, als Serfaffer eh Xitel „Germi ' im gleityn Serie • wen umfassende Silomalproblem klsachenmaterial suchenden Welt . Monialanspnich Sü an de London, : iagabenb began Manöver an AiistenoertMgv bürg auf ihre , feilen. Der Angr Emirat des ens Jie ongreifender Schlachtschiffen, r terfeebooten und . Z'^idigung üec : fwearmee, bl fr regulären Ai . SW«! s« Verwaltung. Deshalb muß die nationale Gerechtlg. feit schon im Staatsbudgel und tm Staatsrechnungs- beschluß ihren Ausdruck finden. Der Staatsvoran- schlag ist in seinen Ausgaben national zu ql i e dem. Die Gliederung hat gemäß einem Schlüssel zu erfolgen, der zwischen den nationalen Kurien der Nationalversammlung für je eine Schlüsselperiode zu vereinbaren ist. Bei derberem, barunq des Schlüssels für die einzelnen eparten sind die besonderen .jeweiligen Der- h ä l t n i s s e zu berücksichtigen Außerdem .ft die W i e d e r g u t m a ch u n g der der deutstchen Volks- gruppe zugefügten Benachteiligungen durchzufuhren. Solange das Steuersystem nicht reformiert ist, umfaßt. der Staatsvorauschlag auch die sur Die Durchführung der nationalen Selbstverwaltungen erforderlichen Beträge. Diese sind in Gesamtsummen auszuweisen und werden den nationalen Selb st Verwaltungen zur Eigenverwendung überlassen. 13. Durchführung im Dege von Gesehen. weisen versehener Personen zeigen. — Rings um ben Etoile-Platz erhoben sich ornamentale mit den französischen und englischen Farben geschmückte Pylonen. Berittene Spahis in ihren malerischen Uniformen hielten rings um den Platz Wache. Auf dem halben Wege zum Cancorde-Platz bot der Rond- Point ein" besonders prächtiges Bild. Die Springbrunnen auf diesem Platze waren von Blumen- und Fahnenschmuck umgeben, während mit Spiegelglas verkleidete Pyramiden alle Farben widerspiegelten. Dam Eiffelturm flatterte eine 35 Meter lange Fahne in den englischen Farben, während sich auf den Champs-Elysss goldfarbene Girlanden van Baum zu Baum spannten. Var den Tuilerien waren riesige 15 Metex hohe Gerüste aufgestellt worden, die die Wappen Frankreichs und Englands trugen. den Rufen: „Vive l’Angleterre!“, „Vive 1* Entente franco-britannique!“. Auf den Ehamps-Elyf6es waren strenge Maßnahmen zur Ueberwachung eines jeden einzelnen getroffen worden. Die Geschäfte waren geschlossen. «An den Fenstern und auf den Balkonen durfte sich Inur eine beschränkte Anzahl mit besonderen Aus- 10 Die Grundsätze des neuen Sprachenrechles. A. Im Bereich der Staatsver w a l tu ng und der staatlichen Unternehmen müssen folgende Grundsätze gelten: Der Staat spricht d i e S p r a ch e e i n e r B ü r g e r. Die höheren Behörden sprechen die Sprache der niederen Behörden. (Nachgeordnete Behörden sprechen jede ihre Sprache. Die Sprache der ausschließlich in den Volksgebieten gelegenen Behörden ist die Sprache dieser Volks- gebiete. Die gleichen Grundsätze haben für die staatlichen Unternehmungen, Einrichtungen, öffentlich-rechtlichen Körperschaften, Verbände und Institute zu gelten. , , ... . B Die Sprache der Selbstverwaltungsdehorden ist die Sprache i h r e s V o l k e s. Für Minderheiten sind reziproke Minderheltensprachenrechte zu schaffen. Die sonstigen staatlichen Organe^w.e Notare, Zioilingenieure usw. sprechen die Sprache ihrer Volkszugehörigkeit, gegenüber den Behörden und in den amtlichen Erledigungen tm Parteienverkehr die Sprache der Partei. Bezüglich der Hauptstadt Prag sind besondere Bestimmungen zu treffen, um ihr Gemeinsamkeit für alle Völker-und Volksgruppen auch äußerlich zum Ausdruck zu bringen. 11. Vordingliche Sonderfragen. Entsprechend den aufgestllten Grundsätzen und Forderungen sind u. a. auch folgende Einrichtungen und Anstalten umzubauen: Nationalbank, Lan- desqeldinstitute, Postsparkasse, Getreidegesell,chatt, Hopfengebietskörperschaft, Exportinstitute Sozlal- institute, Standesderufliche Kammern, Statistisches Staatsamt und fttatistifcher Staatsrat, ständige Kommission zur Festsetzung der amtlichen Orts- namen, Tschecho-Slowakisches Preßburo, staatlich beeinflußte Unternehmungen u. dgl. 12. Die Grundsätze der Finanzordnung. Das Budget des Staates ist das Rückgrat jeder geordneten segensreichen und gerechten ÄS 20, *. »Sune Bild; MS W* Daily. «r । ß I M8.uaür al 2 Ißölfer W L Frieden aufr LffuraHe 9el I * 9T5j liilladung. D« Lin ihrem Leit Seiner Anwott StaatsprafU Amid England I ijtanbt habe- „Gerffl Führende M< Der Empfang in Soulogne. Boulogne für Mer, 19. Juli. (Europapreß.) Das englische Königspaar traf am Dienstagmittag auf der königlichen Yacht „Enchantreß" in Boulogne ur Mer ein. Außenminister Bonnet war mit dem englischen Botschafter, Sir Eric P h i p p s , dem Königspaar zur Begrüßung entgegengefahren. Die königliche Yacht war bis zur Mitte des Kanals von englischen Kriegsschiffen eskortiert worden, die dann von sieben französischen Torpedobooten unter dem Kommando eines Konteradmirals abgelöst wurden. Als die „Enchantreß" sich der französischen Küste näherte, wurde sie von einem in zwei Kiellinien vor Anker liegenden französischen Geschwader mit dem 26 000-Tonnen-Schlacht- schiff „Dunkerque" an der Spitze mit 21 Salutschüssen begrüßt, während die Schiffe gleichzeitig über die Toppen flaggten. Als die königliche Yacht ihren Weg durch hie Hafeneinfahrt nahm, wurde gleichzeitig das hochragende, am Ufer errichtete Denkmal „ Britannia ", das die Erinnerung an die erste Landung englischer Truppen in Frankreich während des Weltkrieges festhält, in Gegenwart des englischen Marschalls Lord Cavon und des französischen Marschalls Petain sowie von 150 Überlebenden des ersten englischen Landungs- korps enthüllt. An Land stellte Außenminister Bonnet dem Königspaar, in dessen Begleitung sich u. a. Außenminister Lord Halifax befindet, die Zivil- und Militärbehörden vor. Ein Chor von Schulkindern sang die englische Königshymne und die Marseillaise. König Georg VI. schritt die Front einer Infanteriekompanie unter den Klängen der Nationalhymnen ab, um sich sodann mit seinem Gefolge zum Bahnhof zu begeben. Nach dem Eintreffen am Quai d'Orsay stattete das englische Königspaar einen kurzen Besuch beim Präsidenten Lebrun im Elysee-Palast ab, wobei König Georg dem Präsidenten der Republik das Großkreuz des Bath-Ordens überreichte, während Präsident Lebrun seinerseits der Königin Elisabeth das Großkreuz der Ehrenlegion überreichte. Dann wurden am Quai d'Orsay Die ausländischen Botschafter dem König durch den englischen Botschafter in Paris, Sir Eric Phipps, vorgestellt. Der König wechselte mit jedem Diplomaten einige Worte. Um 20 Uhr begann im Elysee-Palast dos vom Präsidenten der Republik zu Ehren der eng» tischen Gäste veranstaltete Festessen, an dem etwa 280 Personen teilnahmen. Im Verlaufe des Essens wurden zwischen Präsident Lebrun und König Georg VI. Trinksprüche gewechselt. Der Sonderzug des Königspaares ist ganz mit „La France"-Rosen, der Lieblingsblume der Königin, geschmückt und besteht aus blaugestrichenen Luxuswagen, die die Wappen Englands und Frankreichs tragen. Kurz nach 13 Uhr fetzte sich der Zug in Bewegung. Auf der ganzen Strecke sind alle Bahnhöfe seit zwei Stunden für das Publikum gesperrt. Insgesamt sind 5000 Mann für die Ueberwachung der Strecke aufgeboten, die in Abständen von je 50 Meter auf der 250 Kilometer langen Strecke auf gestellt sind. Die Ankunft in Paris. Der Sonderzug traf pünktlich um 16.50 Uhr in der festlich geschmückten Empfangshalle des Bahnhofs Bvis-de-Boulogne in Paris ein. 101 Salutschüsse vom Fort Mont Valerien kündigten das Ereignis an. Zwei Kompanien Marinetruppen er» wiesen die militärischen Ehrenbezeigungen. Präsi- dent Lebrun begrüßte König Georg VI., als dieser dem Sonderzug entstieg, während Frau Lebrun die Königin Elisabeth in Empfang nahm. Dann schritt König Georg in großer Admiralsuniform, begleitet von dem französischen Staatspräsidenten Lebrun, der das Großkreuz der Ehrenlegion trug, die Front der Ehrenkompanien ab. König Georg, der von der dicht gedrängten Menschenmenge begeistert begrüßt wurde, nahm an der Seite des Präsidenten der Republik im ersten Wagen Platz. Motorradfahrer der Polizeipräfektur bildeten auf beiden Seiten des Wagens Spalier. Ihm folgte ein weiterer Wagen, in dem Königin Elisabeth in einem weißen Kleid und weißem strohhut den demokratischen Grundsätzen, die am besten ihrem natürlichen Genie entsprechen. Und wir inspirieren uns von dem gleichen Glauben an die Wohltaten der individuellen Freiheit. Wir sind - stolz auf diesen politischen Glauben, den wir mit anderen Nationen teilen. Wir legen uns aber wohl Rechenschaft darüber ab, daß dieser Glaube schwere Verantwortungen nach sich zieht. In der Zeit, in der wir gegenroärtig leben, fordert dieser Glaube von uns allen in hohem Grade die noblen und wertvollen Fähigkeiten einer zähen und klugen Kraft. Gleichzeitig hat, wie Sie, Herr Präsident, es gesagt haben, unsere Entente nichts Ausschließliches. Unsere Freundschaft ist gegen keine anbe re Macht gerichtet. Es ist im Gegenteil der heiße Wunsch unserer beiden Regierungen, durch internationale Abkommen eine Lösung zu den politischen Problemen zu finden, die den Frieden in der Welt bedrohen, sowie zu den wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die die menschliche Wohlfahrt hemmen. Die Aktion unserer beiden Re- reziproke Minderheitenrechte elnzufüh- rcn. Bei der Festsetzung der Volksgrenze ift die Wiedergutmachung der der deutschen Volksgruppe zugefügten Schäden unter Berücksichtigung des Standes van 1918 durchzufuhren 4. Anwendung dieser Prinzipien der Neuordnung auf Gesetzgebung und Verwaltung. Die Durchführung dieser Prinzipien erfordert die Aufteilung von Gesetzgebung und Verwaltung auf Organe d e s Staates und Organe der Selbstverwaltung der Völker und Dolks- aruppen. Grundsatz ist, der deutschen Volksgruppe und dem tschechischen Volk das Recht auf eigene Bestimmung seiner völkischen und territorialen Bedürfnisse und Interessen auf der Basis der Gesamtanspruche zu sichern. Daneben ist der selbständige Wirkungskreis der Gemeinden nach dem Stande trer Rechtsordnung 1918 wiederherzustellen. Zu dem Wirkungskreis der nationalen Selbstverwaltung müssen zumindest gehören: der selbständige Wirkungskreis der Gemeinden; die Wohlfahrts-, Ordnungs- und Sicherheitspolizei; die nationalen Kataster; Namensänderung'; das gesamte Erzie- hunqswesen aller Art; das gesamte Kultur- und Bildungswesen; soziale Fürsorge jeder ArH Kinder-, Jugend- und Waisenfürsorge, körperliche Erziehung, Bevölkerungspolitik, Gesundheitswesen, innertttaat- liches Deterinärwesen, humanitäre Anstalten, Krankenhäuser u. ä.; Armenpflege und Altersrenten; Siedlungswesen; die Interessenselbstverwaltung; das Recht zur Errichtung von Pflichtverbanden zwecks Förderung des wirtschaftlichen Lebens emschl. der Aufsicht über das freiwillige wirtschaftliche Afio- ziationswesen; das Recht zur Errichtung sozialer und berufsständischer Pflichtverbände; Gewerbe-, Konfessions- und Lizenz-Angelegenheiten; territoriale Elektrizitätswirtschaft; territoriales Dolksgeld- wesen samt Revision und Aufsicht; die Aufgaben der Landeskultur; Selbstverwaltung der Finanz- quoten für die eigenen Wirkungsbereiche der nationalen Selbstverwaltung; zusätzliches Besteuerungs- recht zwecks Erfüllung der autonomen Wirkungs» freife Recht der Aufnahme non Anleihen zum gleichen 'Zwecke; statistische Erhebungen m eigenem Bereiche der Selbstverwaltungen. 5. Die Teilung der gesetzgebenden Gewalt. Die Gesetzgebung erfolgt durch: 1. die Nationalversammlung, schmiedet hatte, konnte sich niemals ver- leugnen lassen, wenn es sich daram handelte, unter den Menschen mehr Wohlstand und in den Herzen mehr Eintracht zu verbreiten. In dem Zustand moralischer Verwirrung, in dem sich die Welt befindet, treten nach große Verpflichtungen an unsere beiden Nationen heran, die dem menschlichen Fortschritt gleichermaßen zugetan sind. Die Aufrechterhaltung des Friedens in der Achtun-g des internationalen Gesetzes verträgt sich nicht mit Zögern gegenüber den Pflichten, die zu erfüllen find, noch mit einem Nachlassen der täglichen An- ftrengung. Das ist ein Ziel, das alle unsere so intim vereinten Gedanken in unerschütterlicher Weise klarstellen müssen. Mehr als je erscheint die vollkommene Entente der beiden Völker fruchtbar auf allen Gebieten, als ein wesentliches Element der Sicherheit und der Eintracht, zum größten Wohle der Zivilisation und des Friedens. Keine Macht könnte übrigens an dieser Tatsache An- stoß nehmen, da sie keine andere Freundschaft a u s s ch l i e ß t. Ich bin überzeugt, daß Ew. Majestät und Ihre Regierung sich, wie ich selbst und die Regierung der Republik, bemühen werden, dieser lebendigen Wirklichkeit eine immer aktivere und segensreichere Wirksamkeit zu verleihen. Diesen aufrichtigen Wunsch spreche ich im Namen Frankreichs aus, und ich erhebe mein Glas zu Ehren Ew. Majestät, Ihrer Majestät, der Königin Mary, der königliches Prinzessinnen und der ganzen königlichen Familie. Ich trinke auf die Größe und das Glück des vereinigten Königreiches und die Gemeinschaft der britischen Nationen." König Georg erwiderte in feinem Trinkspruch: Wir sind in Ihrer schönen Stadt in einem Land, das wir kennen. Tief bewegt widmen wir unseren er ft en Besuch i m Ausland seit Beginn unserer Herrschaft Paris, der noblen Stadt dieses befreundeten Landes, mit dem Großbritannien durch fo viele g e - mcinfame Andenken und Opfer verbunden i' totVtlnl 'Ult 4, "Wb ■>0n . p°l KU* > W °°«! W ’n- täe M’S" Ä zirks - und Landesverwaltungen errichtet. Die Bezirke der nationalen Selbstverwaltung werden geleitet von dem gewählten B e - 3 i r t st) a rf p t m a n n , dem als gewählte Beschluß- und Beratungsorgane die Bezirksvertretung und der Bezirksausschuß zur Seite stehen. Die Länder der nationalen Selbstverwaltung werden geleitet von dem gewählten Landeshauptmann. Als Beratungs- und Beschlußargane stehen ihm die (nationale) Landesvertretung und der (nationale) Landesausschuß zu Seite. Demnach würden z. B. in Böhmen bestehen: die politische La nd e.sb e h ö rd e für ganz Böhmen zur Verwaltung der staatlichen Angelegenheiten. Im Bereich der nationalen Selbstverwaltung: Eine tschechisch-nationale Landesverwal- t u n g für das tschechische Gebiet Böhmens und eine Präsident Lebrun erklärte in seinem Trinkspruch: „Hervorgegangen aus einer langen Tradition gegenseitiger Wertschätzung und Achtung, bestätigt durch eine beständige Angleichung der Gedanken und der Leistungen, geheiligt durch die schwersten Erfahrungen, beseelt von einem gleichen Ideal der Freiheit und des Friedens, hat die Freundschaft, die unsere beiden Länder ver- bindet, im Laufe ihrer Entwicklung eine Festigkeit genommen, die nur hervorgehen konnte aus einer gleichen Auffassung van den menschlichen Werten und einer übereinstimmenden Sorge, den verschiedensten Problemen des nationalen und internationalen Lebens in einem weitherzigen Geiste des Verständnisses die Stirn zu bieten. Die englisch-französische Entente hat, durch Ihren Großvater besiegelt, unter der glorreichen Herrschaft Sr. Majestät des Königs Georg V., ihre volle Wirksamkeit während der trüben Periode des großen Krieges entfaltet. In der Folge hat sich ihre Form ä n b e i n können, der die Solidarität, die sie auf den Schlachtfeldern ge- an der Seite von Frau Lebrun Platz genommen hatte. Eine Schwadron Republikanischer Garde bildete den Abschluß des Wagenzuges. Die Fahrt vom Bahnhof zum Quai d'Orsay führte über die Avenue Fach, den Etoile-Platz, durch den Triumphbogen, die Avenue Champs Elysses, über den Concorde» Platz und die Concordebrücke zum Quai d'Orsay. Längs des ganzen über drei Kilometer langen Weges 'waren weißgestrichene hölzerne Barrieren angebracht worden, hinter denen sich eine nach Hun- derttaufenden zählende Menschenmenge drängte, die bei der Dorbeifahrt in begeisterte Hochrufe aus» brach. 35 000 Soldaten waren für die Absperrung aufgeboten worden. Der Concorde-Platz war von einer Abteilung leichter Kampfwagen abgesperrt. Auf der Avenue Fach hatten sich auf Tribünen 10 000 weißgekleidete Schulkinder aufgestellt, die mit Fähnchen in den beiden Nationalfarben winkten. Aus dem ganzen Wege zum Quai d'Orsay ertönten immer wieder die Begrüßunasrufe der Pariser. Die Rufe: „Vive le roi!" mischten sich mit Ls s? l'V fcno und y-Ar. Her Sir .!veiben 5 reichs. pariser preffeftimmen. „Es gibt keinen Aermelkanal mehr." 2. die Volksvertretungen. 1. Die Nationalversammlung: a) Zusammensetzung aus Grund des allgemeinen, direkten und geheimen Wahlrechtes mit Abänderung der Wahlordnung zur Herstellung eines reinen Verhältniswahlrechtes der Völker und Volksgruppen (evtl. Auflassung des Senats); b) Gliederung': Die Mitglieder gleicher Volkszugehörigkeit bilden nationale Kurien, sie repräsentieren in der gemeinsamen Nationalversammlung die Rechtspersönlichkeiten ihrer Volker und Volksgruppen und vertreten deren Gesamt- anspruch; w , c) Zuständigkeit: Die Natlonalversamm- hing ist zuständig zur Beschlußfassung von Gesetzen über alle Angelegenheiten, die nicht der Selbstverwaltung Vorbehalten sind; d) Geschäftsordnung: Diese ist zur Herstellung der nationalen Gleichberechtigung zu ändern. 6. Die Neuordnung der Vollzugsgewalh 1. Die Regierungs- und Vollzugsgewalt des Staates: a) Präsident der Republik rote bisher; b) die Regierung beftcht wie bisher aus dem Vorsitzenden und den Ministern. Mitglieder der Regierung sind vom Amts wegen auch die Vorsitzenden der Selbstverwaltungen. Sie sind inlolgedessen vom Vertrauen der Nationalversammlung unabhängig. 2. Die Organe zur Ausübung der Vollzugsgeroalt im Bereiche der Selbstverwaltungen. Das oberste Organ jeder Selbstverwaltung besteht aus dem Vorsitzenden der Selbstverwaltung, den Leitern der obersten Selbstverwaltungsämter, die zusammen das Direktorium der Selbstverwaltung bilden. 7. Die Neugliederung der Verwaliung. A^Staatliche Verwaltung: XBvyLjuyii ijcinuKii. -c/it. ui»’«" “"i““ ~ ' gierungen richtet sich also auf ein gemeinsames Ziel hin, nämlich durch eine wahrhaftige Zusammen- arbeit bas Glück der Völker zu sichern. Ich danke Ihnen sehr, Herr Präsident, daß Sie mir die Gelegenheit geboten haben, die Freundschaftsbande zu unterstreichen, die Frankreich und Großbritannien vereinigen und-trinke auf Ihre Gesundheit, Herr Präsident, auf die Ehre und den Ruhm Frank- Diese Neuordnung des Staates ist durch ein umfassendes Gesetzgebungswerk, und zwar je nach der Materie durch Dersassungsgesetze oder einfache Gesetze derart zu verankern, daß eine Abander u n g — der Majorisierung unmog- eutsche nationale Land esverroal- ung für das deutsche Gebiet Böhmens. 8. Die Neugeslallung des Veamlenrechles. Entsprechend der Teilung der Derwattung wird die Kategorie der autonomen Beamten und Ange- tettten wieder eingeführt. Es gibt somit eine Rang- ste der staatlichen Beamten und Angestellttn, auch der staatlichen Unternehmungen und eine Jtangiilte der autonomen Beamten. Die Beamtenschaft und Angestelltenschaft des Staates wird in der ersten und zweiten Instanz und «n der dritten Instanz dort, wo nationale Abteilungen errichtet werden, mit dem territorialen Wirkung-^-,«; in nationaler Beziehung ul ft im men, fo bafe für Behörden, die im deutschen Gebiet liegen oder für dieses zuständig sind, nur deutsche Beamte verwendet werden dürfen. Beim Personal der staatlichen Unternehmungen ist maßgebend der Amtssprengel bzw. Stattonsbereich. In der z e n t r a l e n D e r w a l- tu n g oder den Einrichtungen des Staates, in denen keine national getrennten Abteilungen errichtet werden, gilt die P ° p o r t l o nah tat unter Berücksichtigung der besonderen Verhältnisse. Die Beamtenfragen der S e l b st v e r w a l t u n g s- organijation werden analog den Staatsbeamten geregelt. 9. Organisation der Gerichtsbarkeit. Die Bezirks- und ^eisgerichtssprengel sind nach den Volksgebieten neu abzugrenzen. Bei den Obergerichten und bei den Obersten Gerichten werden nationale Abteilungen errichtet. Ebenso sind nationale Abteilungen beim Obersten Verwaltungs- und Obersten Gefällsgericht einzurichten. Zur Lösung der Kompetenzstreitigkeiten zwischen Selbstverwaltung und Staatsverwaltung wird ein besonderes Gericht geschaffen. Derfassungsgericht, Wahlgericht und Staatsgericht siitd entsprechend zu reformieren. Paris, 20. Juli. (DNB. Funkspruch.) Die Pariser Margenpresse weist besonders darauf hin, daß der englische König das Wort Demokratie gebraucht habe, was nicht nur den'wahren Charakter der englischen Monarchie in das rechte Licht fetze, sondern auch die Gleichheit der politischen und sozialen Auffassungen beider Länder in den Vordergrund stelle. Diese Gleichheit habe die beiden Länder schon seit langem dazu geführt, äußeren Problemen gegenüber eine gleichartige Haltung einzunehmen. Niemals sei die fran^öfifch-britische Freundschaft in- tümer begangen. Sie hätten sie teuer bezahlt und satz „Es gibt keinen Aermelkanal meh r". Der Königsbesuch zeige den englischen und den französischen Willen, die Entente nunmehr unerschütterlich zu gestalten. — „Petit Parisien sagt: Seit dem Tage des Sieges nach dem Weltkriege hätten Engländer und Franzosen viele Irrtümer begangen. Sie hätten sie teuer bezahlen und müßten sie auch heute noch teuer bezahlen, hätten aber die Einsicht, nun diese Irrtümer wieder gut- zumachen. Geeminsam begebe man sich wieder auf den Weg, den man niemals hätte verlassen dürfen. Großbritannien und Frankreich wollten keine sterbenden Nationen sein. Das fei die wahre Bedeutung der iEnigkeit zwischen der englischen und der französischen Regierung und ihrer Völker. ߣon Blum schreibt im sozialdemokratischen „Po- pulaire", die ständige Vergrößerung der deutschen Stärke habe zuerst zum französisch-sowjetrussischen Bündnis, dann zur englisch-französischen Entente geführt. Frankreich falle jetzt die Aufgabe zu, England mit der Soroje't Union zu verbun- den (!). Er fei davon überzeugt, daß die, Annäherung zwischen Paris, Moskau und London genügen mürbe, um „gefürchteten Verwicklungen und Machenschaften, die er nicht besonders kennzeichnen Aus aller Welt Licht rechte ®u''rtüb Lorderglu- . n Lander..fiv Wrpb2iV ein3une$ffflft ® he e teuer \tani Lern' u°^ aw e«Ä\' t flüchteten ins Freie, wo Schäden wurden bisher Küstenschutzübungen an der englischen Ostlüste. 'srurteilt. Die „Tribuna" zieht aus dem Trinkspruch des 2mce den Schluß, daß die Abkommen mit Ungarn, 2«eutschland mit Japan sowie mit Jugoslawien, die als ein einheitliches System zu bewerten Bau des Olympia-Stadions bzw. des Olympischen Dorfes sowie mit der Finanzierung der Spiele zu Führende Männer des Dritten Reichs berichten. Kunst und Wissenschaft. Der 15. Internationale Geographische Kongreß in Amsterdam. ^rsay stattet« !n Besuch beim ast ab, wobei , Republik bas ichte, währen- nigin Elisabeth erreichte. Dann »ländischen den englischen PPS, vorgestellt. »lomaten einig, ysee-Palast da; Ehren der eng. Isen, an dein n Verlaufe der lt Lebrun uni : gewechselt befassen haben. Erdbeben in Griechenland. In Athen und Umgebung wurden heftige Erd- erschütterungen verspürt, die ungefähr 20 Minuten andauerten. Das Beben hat in der ganzen Provinz Attika schweren Schaden angerichtet. So wurde das Dorf Palatia fast völlig zerstört. In der Ortschaft Oropos, in dessen Rähe sich das Zentrum des Bebens befand, stürzte die Bevölkerung bei den ersten Stößen entsetzt ins Freie. Auch hier und in zahlreichen anderen Ortschaften sind viele Gebäude eingestürzt. Die Zahl der Toten und verletzten ist noch nicht zu übersehen. Die Regierung hat sofort umfangreiche Hilfsmaßnahmen getroffen. Der Dohl- fahrtsminister wird sich am Mittwoch in das zer- störte Gebiet begeben. Erdbeben an der westlichen Riviera. Dem° mW Hauptstadt besichtigt, wobei teilweise Außenminister nannt: aus dem 17^Jahrhundert Joy. ^-yr vroy- re*" Sw 6iano die Führung übernommen hatte. Am Tiber r - r, Philipp «Wert, bann aus dem 18. W- ° ahnten die ungarifch-n Gaste im Beisein des hundert Kaspar Damd F r, e d r . ch Ot 0 R unge Jute, des Parteisekretärs Minister Etarace des Kart Blechen. Johann Georg Vforr Peter ? rasen Eiano und des Ministers für Volksbildung Becker, L. non K a l ck reuth Wilhelm Alt- "Nd abmint, n 0 h una her »sw," 'Ntelenben Ssbieten »erntate8e|e*e, 'Sionarsgefefee, Neu. blähen, hi« it(pred)en. llnb n Glauben an M. M \v*> , den xd\i mit - MS aber wohl Kraft und Schönheit-Klarheit und Logik Bildhauer auf der Großen Deutschen Kunstausstellung 1938. In ganz Piemont an der w e st l i ch e n Riviera wurde ein Erdbeben von wellenartigem Charakter und mehreren Sekunden Dauer verzeichnet. Der Herd des Bebens dürfte nach Feststellung der Erdbebenwarte von Turin 70 Kilometer nordnordöstlich der Stadt gelegen haben. In I m p e r i a an der ligurischen Küste bemächtigte sich der Bevölkerung eine Panik. Die Leute rafften ehr hab und Gut zusammen und flüchteten ins Freie, wo sie die Nacht verbrachten. Schäden wurden bisher nirgends festaestellt. Es dürfte sich um eines jener Beben handeln, die sich periodisch im Abstande von mehreren Jahren wiederholen und wahrscheinlich im geologischen Charakter des Gebietes, in welchem die 'Mineralquellen von Valdieri und Linadio liegen, ihre Ursache haben. langen auf die Nachbarn und das ganze europä- tche System ausübe. Alle politischen Machenschaften, y« darauf hinzielten, aus Prestigegründen zwischen »'eutschland, Italien und Ungarn Eifersüchteleien tervorzurusen, seien von vornherein zum Scheitern ftS ewäk in iri-s Ä l9?nDer, besehen. °>" um. 1!° Nach 6er *lnfad;e @e, °"d°run, 9 unmög* -rrA res «a4> S W | ! len» »' fit« $•>$ 1 % wollte" rL istesch. Aghte j , e'^gM * Ae> Wen. [jnaltneH «kspmh>, jjj 5 Mit diesen Künstlern umringt uns schon das werdende, strebende, kämpfende Deutschland der Kunst. Daß auch diese Jüngeren das erbgeoebene Maß nie verlassen, spricht nicht nur für ihre Tradi- Hon und Schule, sondern tiefer vor allem für das innerste Wollen des deutschen Menschen. Da ist etwa Kurt Schmid-Ehmen. Sein Name mag für eine ganze Reihe andrer sprechen: wie er, so sind viele seiner Wegaenossen gewandert und gewachsen. Das Leben der Nachkriegsjahre hat ihn, wie seine zanze GeneraHon, hart gebeutelt; es verschlägt ihn sierhin und dorthin; aber er hält an seinem Dor- atz fest, Künstler zu werden, und es ist, als ob der anatische Marsch, der nach seiner Vaterstadt Torgau benannt ist, der „Torgauer Marsch", ihn geleitet und ans Ziel führt; früh verbindet er sich der Bewegung, und eines Tages, kurz nach der Machtergreifung, kommt der Führer zu ihm: fein Auftrag wird das Mahnmal in der Feldherrnhalle zu München. Am bekanntesten sind neben diesem Werke seine monumentalen Adler an den Führerbauten zu München und im Luitpoldhain zu Nürnberg ge- worden. Die „Weibliche Figur" der Ausstellung, -eine Speerträgerin, zeigt sein Wollen neuen verheißungsvollen Zielen zutreibend. Im Kreise der freien, mehr oder minder alle- gorischen Schöpfungen nun würde die Gestalt des erd- und arbeitgebundenen Menschen fehlen, wenn nicht Fritz Ko e Iles „Bergmann" dort stünde. In dieser Region, die von dem großen Namen Konstantin Meunier überglänzt ist, hat der siebenundvierzigjährige, aus Apgsburg gebürtige Künstler, heute seinen festen Stand. Das erste Denkmal der Arbeit, das er schuf, war jener Bergmann, der heute in der Berliner Nationalgalerie steht; schon dieses erste Werk schlug seinem Namen eine Bresche. Sein „Jsarflößer", sein „Hammer- meister" und viele andre Arbeiten rundeten den Begriff seines Namens ab; eines seiner schönsten Werke, der „Betende Bergmann", ging in den Be- sitz des Führers über. Hier nun ist es wiederum ein Bergmann, der unsere Betrachtung fesselt. Das Besondere an Koelles Arbeiten hat Peter Breuer in seinem lesenswerten Buch „Münchner Kunstler- köpfe" treffend herausgehoben, als er von dem „Walzmeister" schrieb: „Es ist nicht das harte Los der Enterbten, wie marxistische Tendenz manchmal den Arbeiter darstellte; die Figur ist erfüllt von zielklarer Energie und sozialer Verantwortung". So verharrt die Plastik, wie sehr sie sich auch der verpflichtenden Bindungen formaler Art be- mußt ist, dennoch nicht im Reich der äußeren Form: sie ist erfüllt von dem Geist, der den Mächten der neuen Zeit entstammt. Dr. Hans Arthur Thies. — um noch den einen und anderen der älteren Meister zu nennen —, sehen wir mehrere Arbeiten, darunter eine kraftvolle Porträtbüste von Reichs- leiter Amann, von Georg Kolbe, dem Sechzigjährigen, ein „Junges Weib", das die malerische und musikalische Tradition des Künstlers in un- endlich zarter, ja zärtlicher Modellierung fortsetzt. Keinen schrofferen Gegensatz zu der gewichtlosen Schönheit dieser Statue kann es geben, als die breithüftig prunkende Weibgestalt, die Josef T h o r a k „G a st l i ch k e i t" nennt. Er, der Schöp- er der monumentalen Figurengruppen am Deut- chen Haus der Pariser Weltausstellung, hat sich in einen Werken als Meister der großen Form erwiesen. Der neunundvierzigjährige, in Berlin lebende Künstler strebt zu immer wuchtigeren Gestaltungen auf — und doch, welche Verbindlichkeit auch hier gegenüber den Forderungen der Kraft und Schönheit, Klarheit und Logik! — In seine Nähe ist A r n o B r e k e r zu stellen. Der noch nicht Vierzigjährige, dessen „Zehnkämpfer" und „Siege- rin" unter den Plastiken des Reichssportfeldes Auf- nähme fanden, ist vom Führer mit dem Professor- titel ausgezeichnet worden; sein „Prometheus", mächHg in den Saal ragend, ist sein jüngstes Werk: der Titan, der den Göttern das Feuer geraubt hat, steigt mit der brennenden Fackel herab, um den Menschen das Licht zu bringen. London, 19. Juli. (Europapreß.) Am Drens- tiaadend begannen Land-, See- und Luft- r a n ö v e r an der englischen Ostküste, in denen die Mstenverteidigungen zwischen London und Centura auf ihre Zweckmäßigkeit hin geprüft werden slllen. Der Angriff wird von dem Kommandierenden Wbmiral des englischen Nordseeaeschwaders geleitet. 2ie angreifenden Streitkräfte setzen sich aus vier Cchlachtschiften, neunzehn Zerstörern, mehreren Un» hrfeebooten und kleineren Einheiten zusammen. Die Verteidigung liegt in den Händen der territorialen rung eröffnete den Kongreß Kultusminister ^f-hfraft, einen aufwühlenden Ausbruch vulkanischer Dr. Slotemaker de B r u i n e. Ferner spra- L^denschaft nach der Art von Rodin erwarten chen noch Vertreter ausländischer Abordnungen, dürfen; er würde etwa bei jenem Schöpfer des Prof. Dr. P a n tz e r für Deutschland. Im Namen „Gebeugten" nun einen aufgereckten Riesen suchen, der Niederländischen Geographischen Vereinigung er findet? Eine wundersame Mädchengestalt; gab Prof. Dr. Kleiweg de Zwaan die elf neuer- laicht zurückgelehnt, sitzt sie ba,\ in sich versonnen nannten Ehrenmitglieder der Gesellschaft bekannt, unfo versponnen, unsäglich Fernem nachhängend; unter denen sich Prof. D e f a n t (Berlin) und Prof. «e sitzt, als lehnte sie in der silbernen Luft, die sie Sölch (Wien) befinden. 29 Staaten nehmen offi» umglänjt; ein Hauch von Hellenentum schwebt um ziell an dem Kongreß teil. 1200 Gelehrte sind zu- Hr Haupt. „Olympia" nennt Fritz Klimsch sammengekommen. Die erste Sektion beschäftigte sich j^n Bildwerk. Die Forderungen, die der Führer mit kartographischen Fragen, wobei die Bedeutung ^i her Eröffnung der Ausstellung mit den vier der Luftbildaufnahme im Vordergrund steht. In der Worten „Kraft und Schönheit, Klarheit und Logik" zweiten wurden naturwissenschaftlich^geographische umriß, sie sind in diesem Werke Bild und Körper Fragen behandelt. Im Mittelpunkt des Kongresses geworden, und Uli Klimsch, des Künstlers Sohn, steht die s o z i a 1 e G e o g ra p h i e (Geographie ^ohl recht, wenn er die Entstehung der „Olym- ~~ ** ‘ ------:x—*■ 1U ' t" aus einer ersehnten, aber nicht zustande ge- fiein Fest der deutschen Traube und des Deines 1938. Infolge des mengenmäßig geringen Ausfalles der Weinernte 1937 haben sich die zuständigen Stellen, wie dem Deutschen Nachrichtenbüro aus Berlin gemeldet wird, entschlossen, in diesem Jahre das „Fest der deutschen Traube und des Weines" nicht stattfinden zu lassen. Eorrigan die Lizenz entzogen. In Amerika war man sich darüber einig, daß dar Vorhaben des tollkühnen amerikanischen Fliegers Corrigan, mit seiner alten Maschine noch einmal den Ozean zu überqueren, unbedingt verhindert werden müßte. Das Handelsministerium in Washington er- klärte deshalb Carrigans Lizenz für Versuchsflüge für ungültig. Dadurch wird der Rückflug des waghalsigen Kaliforniers von Dublin nach Amerika unmöglich gemacht. Carrigans Ausweis gestattet lediglich einen Non-Stop-Flug von Los Angeles nach Neuyork und zurück. Wie verlautet, wird Corrigan der Flugführerschein nicht entzvaen werden. Dagegen ist eine milde Disziplinarstrafe zu erwarten Zwei Pferde vom Blitz erschlagen. Ein Gespannführer, der sich mit seinen zwei Pferden auf dem Weg nach Zimmersrade i m Kreis Homberg befand, wurde unterwegs von einem Gewitter überrascht. Die beiden Pferde wurden vom Blitz erschlagen. Nur dem Umstand, daß der Gespannführer sich einige Schritte von den Pferden befand, hat er sein Leben zu verdanken. Auto gegen einen Baum gerast und verbrannt. Ein mit drei Personen besetzter Kraftwagen aus Köln-Mülheim fuhr am Ausgang von Röttgen bei Bonn invollerFahrtgegeneinenBaum. Der Benzintank explodierte, und im gleichen Augenblick stand der ganze Wagen in Hellen Flammen. Von Fußgängern, die in der Nähe waren, wurden zwei Insassen aus dem brennenden Wagen herausgezogen. Einer von ihnen, Peter Hup- pertz aus Köln-Mülheim, erlag seinen Verwundungen Der Fahrer des Wagens, Fritz Seegrese aus Köln-Mülheim, war so unglücklich eingeklemmt, daß er dem Flammentod nicht mehr entgehen konnte. IHutler und Kind aus dem Beiwagen geschleudert. In Wiesbaden am Sedan platz wurde ein Motorrad, in dessen Beiwagen dig Ehefrau des ^Berlin, 16. Juli. (DNB.) Unter dem Titel ^^eLoT’oon Tdornt?n°"Butt-rworch ^Ltd" I d-sH-h-n),' d-r'diedritt- Sektion gemiimtef ist. I p^-^äus 'einer "ersehnten, aber' nicht "zustande ge- Lnbon e1n9®e?t erzenen das in der englischen hier geht es um die Wanderungsstrome der Men- siommenen zweiten Griechenlandreise seines Vaters kfenfliAfeit efn starkes Interesse hervoraeru en schen, über das Verhältnis der Stadt zum Land gleitet. „Da hat seine Seele sich nochmals auf den h hem Bucke haben iick 21 führende Männer und die Frage europäischer Siedlungen in den Tro- Weg gemacht und Hat das geschaffen, was sonst s ne^u^n^^tsMand ^wie die Reichsmimister^Dr^.! pen. Die vierte Sektion beschäftigt sich mit der Ge- „^tn Hellenischer Landschaft geschaffen wurde." über die Ausstellung verstreut stehen. Sie sind ein Erbe der deutschen Bildhauerei, die mit einer Ungebrochenheit ohnegleichen von Schinkel, Schadow und Rauch über Hildebrand auf geradem Wege zu uns herkommt. Ein Künstler wie I o s e f Wackerle fjat sich nie von irgendeinem Zeitstoß angreifen, geschweige denn erschüttern lassen. Die Urkraft des Oberbayern — der jetzt Achtundfünfzigjährige ist in Partenkirchen geboren — mischt der erhabenen I Größe seiner Visionen gern, wenn auch nicht immer, ein barockes Element bei. Sein „Rosselenker" au mu uuc uu. dem Reichssportfeld in Berlin steht in starrer Kraft; te mit der Logik ihres Frage nach Wesen und Wert der diologisch-dynami- dagegen um die Gruppe des Neptunbrunnens m ' - *■ "" ' schen Wirtschaftsweise klären sollen. Solange diese München, den Wackerle un Auftrag des Führers Versuche laufen, sollen Betriebe, die bis jetzt die dto- entwarf, wogt es — bei aller Hohe und Ruhe des logisch-dynamische Düngungsweise anwenden, daran über den Wassern stehenden Gottes wie eine nicht gehindert werden, dies weiterzu tun; jedoch Schaumwolke aus der Welt des Bernini. Zu den sollen Betriebe, die sie zur Zeit noch nicht anwen- vielen Gipfeln seines Schaffens, unter denen noch den sie n i ch t e i n f ü h r e n. Jede Propaganda und immer unvergessen seine „Europa für den gleicy- Nek'lame für die Anwendung der biologifch-dynami- namigen Lloydschnelldampfer vor der Erinnerung ! schen Düngungsweise ebenso wie jede Propaganda steht, tritt nun als einer der jüngsten fcie „Br unober öffentliche Stellungnahme gegen die Anwen- nenfigur Wackerles — ein Werk das be de düng der biologisch-dynamischen Düngungsweise soll Elemente seines Geistes in sich veremt Und dieLuft solange unterbleiben. Die Propaganda und Reklame des deutschen Südens zur Sichtbarkeit verdichtet zu für die Anwendung von Mineraldüngemitteln (Han- haben scheint. A belsbünger) wird dadurch nicht berührt. Ron Ferdi na nd L i eb m n n, dem Schöpfer der Fuhrerbuste inv Münchener Rathaus Reuerwerbungen der Frankfurter Galerie. Lie Generalmspekteur Dr. Todt und andere, der faßt sind, und die sechste Sektion nut der Methodik j „en, sollen fren ganzen Saal, und ^sie^^herrschen lufgabe unterzogen, ein Bild voni Deutschland und Didaktik der Geographie. Ibolf Hitlers, jeweils von ihrem Zuständigkeits- Wissenschaftliche Prüfung bleich aus gesehen, zu geben. Ein Vorwort des b biologisch-dynamischen Düngungsweise, ^ichsaußenministers von Ribbentrop faßt den »iw 9 u » ” des Buches zusammen: „die Probleme und Zwischen dem Stellvertreter des Führers der Seen, die das Leben in Deutschland bewegen, dem NSDAP, unh dem Reichsminister für Ernährung e- alischen Verständnis näherzubrinaen". Dr. G. Kurt und Landwirtschaft besteht Einverständnis darüber, ^bannten (Hambura), der das Sammelwerk her- daß die Fragen der biologisch-dynamischen -Dun» -usgegeben hat, zeichnet gemeinsam mit H. H. Kraft gungsweise hinsichtlich ihres WertesJur bie deutsche ds Verfasser eines weiteren Buckes, das unter dem Volkswirtschaft eingehenden wissenschaftUchen Pru- jtel Germany’s Colonial Problem" jungen unterzogen werden sollen. Zu diesem Zwecke in gleichen Verlage erschienen ist. Die Schrift gibt werben in praktischen Betrieben ber Lanbwirtschaft eben umfassenden Ueberblick über bas beuftche Vergleichsversuche angeftellt werden, die die Soloniolproblem und dürft, 1--------- ----- Ü2tsachenmaterials bas Verständnis der englisch- I-rechenden WeU für bie Berechtigung des deutschen Dlonialanspruchs fördern. ket sei. England und Frankreich hätten ein großes 1 seien, in nächster Zukunft eine beträchtliche Neal: Die Reorganisierungdesfieber n- Entwicklung erfahren werden. Man sei auf den Europas. Die britischen KonservaHven dem Marsch zu einem jungen antibolschewiftischen seien schon bereit, ganz objektiv einen Plan für ein Aufbau Europas. gutes Einvernehmen mit Sowjetruß- ------ land zu untersuchen. In London wie in Paris er» I München, im Juli. Hare man, daß die wahren Verteidiger des Gne-1 Rl^itl€ pOlllifU)^ vfGuJOuJlCtt* J^hre 1918 schuf der damals achtundvierzig- dins immer den Frieden mit allen Nationen wun- . . I @ r i m l * eine ^iaur Der Ge- Xn müßten gl-ichgstltig. weldjeo Regime bei den Anl-ßl.ch des Todes der Ä o n t g i n • TO u 11 e r 1W 8^ «nb ein tUstinniges Mtionen bestehe. Re"ch?k°^z "e r Seiner Mojestiü dem König Srikbeln „Worum?-- schienen aus der Monnesge. Das Echo in London. ÄteIe9rap5i,d',einc 21nteiIna',me 5um Mu5brud &3“Ä« W?« ,«ein-Herausforderung a-d-rer, sondern ° eine Einladung." L..ÄS Dienstagnachmittag traf der Reichsmlnlfter Eefe sich wieder erheben werde", so sagte der * für Dolksaufklarung und Propaganda, Dr^ G o e b - aRß Bode damals, „zur Wahrheit werden!" London, 20. Juli. (DNB. ° Funkspruch.) Die bei s, in Salzburg ein. Der Minister führ in Be- -Dman3ifi ^al)re jint) Angegangen, und der Glaube Londoner Morgenpresfe berichtet Seite über Seite gleitung des Gauleiters nach Bad Gastein jst Wahrheit geworden. Der Gebeugte hat sich er» in Wort und Bild über den bisherigen Verlauf des weiter. hoben. Der Koloß, der zwei Jahrzehnte lang auf Königsbesuches in Frankreich. Die meisten Blatter -------- tönernen Füßen stand, steht wieder auf Füßen von nehmen auch heute wieder in Leitartikeln Gelegen- Ä Erz Es hätte wahrscheinlich jedem anderen Volke beit, darauf hinzuweisen, daß die englisch-franzö- littet UlW ÄjlnvnfUfUfl» genügt, aus schwerstem Niederbruch mit einem Ruck fische Freundschaft sich gegen niemanden Im den Stand der Macht zu gelangen; es hätte richte und jedem offen stehe. So schreibt der ton» Der 15. Internationale Geographische Kongreß ^faufatmend des kommenden Werdens gewartet; feroative „Daily Telegraph", gerade die Na- m Amsterdam. fcem deutschen Volke und seinem Führer aber ge» iur dieses gegenseitigen Einvernehmens verbiete es, Im Amsterdam wurde der 15. Internationale nügfe das nicht. Der fesselnzerbrechende Gigant anbere Freundschaften auszuschließen, denn das Geographische Kongreß von dem Vorsitzenden des verlangte nach Offenbarung seines Geistes und Einvernehmen gipfelte- in dem Wunsch, einen Verwaltungsausschusses der Union Geographique I Wesens. Er wollte nicht nur auf festen Füßen Weg zum Frieden und wirtschaftlichen! Internationale, Sir Charles Close, mit einem I stehen; er wollte auch seine alte Kunst und Kultur Aufstieg für alle Staaten zu finden. Auch Dank an die Königin eröffnet. Die Welt sei fjeute I in neuen Formen auf die Schulter heben. der marxistische „Daily Herold" äußert, die I so gut wie vollkommen entdeckt, und das Inter- Wer in den zweiten Saal der Kunstausstellung Freundschaft Englands und Frankreichs schließe esse konzentriere sich infolgsbessen mehr und mehrij^ Hause der Deutschen Kunst zu München tritt, niemanbenaus. Keines der beiden Länder hege auf die Fruge, wie sich die Menschheit mit der be- ^er sieht den Ertrag dieses Willens, sieht die neue Pläne, die sich gegen das Gebiet, die Freiheit und schränkten Erdoberfläche abzufinden habe. Wir seien Formkraft aufgeschultert. Es ist auf feine Weise ein bie Sicherheit irgendeines anderen Landes richten.! zwar noch nicht an der Grenze aller Hilfsquellen I |taunenstDÜrbiger Anblick. Wer aus den Voraus- 5Jeibe Volker verfolgten einen Hauptzweck, nämlich der Erde, doch' seien diese Hilfsquellen keineswegs Atzungen der Zeit in die Ausstellung kommt, der dm Frieden aufrechtzuerhalten und die S i ch e r -1 unerschöpflich. Namens der niederländischen SRegie« roürbe nach menschlichem Ermessen eine Ekstase der hcitfüralle herzustellen Das Treffen von Paris »•••*■•— .«xkw.u x.» cs’itf+itdntmf+or snrnf. I n nitf fnnif ftt keine Herausforderung anderer, sondern eine Einladung. Die konservative „Daily Mail" grist in ihrem Leitartikel darauf hin, daß der König in feiner Antwort auf die Ansprache des franzö- ichen Staatspräsidenten sich nicht nur an Frank- küch und England, sondern an alle Staaten -wandt habe. „Germany speaks.“ tlfieri Hebungen der fasckistischen Manneiugend heim und Max K Un gen ^„^nReu h\. Am Abend war eine Aufführung von Verdis erwerbungen befinden sich ferner mehrere hervor» .Aida" auf der großen Freilichtbühne in den ragende Bilder von Fritz von Uhde Arnold Uermen bes ^racalla. BÖcklin Hans Thoma Moritz v Sch w in d * Heinrich Zugel, Wilhelm A l t h e i m , Fntz Di- Trinllprüche zwilchen Mussolini und Jmr-dy Böhl- und Cdw. von Steinl- Di- Neu- » erden non der "ömischen Pr-ss- als di- g-mäßigt-, -rw-Nbungen sind im Stadelsch-n Kunstmstltut aus- - I«re und allgemeinoerständliche Zusammenfassung gestellt und werden dann dem Be,ch des Museums ter Grundlage bezeichnet, auf die sich die italienisch- eingegliedert. Ungarische Freundschaft aufbaue. Die Äufammen- Ausgrabungen in Posen, fl'beit der beiden Länder auf politischem, wirtschaft- . lchem und kulturellem Gebiet, so schreibt „Giornale Auf dem großen Platze v o r de m D o w in dJtalia", stelle eine große Kraft der Ordnung, des Posen werden Ausgrabungen ^ter der Leitung «t-ichg-wicht- und der Stabilität im Donau-Europa des Pr°h,stor,1ers ch e n fei porgenommCn_ 3n dir Uttd ergänze di- Abkommen, di- R-li-n mit einer Ausgrabungsbrelle non 15 bis 20 Meter leuftolanti und Jugoslawien, den beiden großen konnte -in 5 Meter breiter St-mwall fr-ig-legt Nachbarstaaten Ungarns, nerbänöe. Durch diese werden, der aus Flndl>ng-n und F-Idstelnen mit tnrmonie in den Positionen der nier Völker, aus Lehm als Bindemittel besteht. Er durfte aus bem d« in den Trintsprüch-n nerwiesen worden siv oder 11. Jahrhund rt stammen und laßt au t-erde eine ausgedehnte und in sich gefestigte - 'N- westliche Einfluss schli-ßen well d,e Po ^eitlicke volitiscke o n e im Herzen! lauen ihre Burgen und Walle nur aus Holz bauten. Europas geschaffen! die für alle daran beteiligten Die bisherigen Ergebnisse der Ausgrabungen Staaten die vorteilhafteste sei und fühlbare Wir- den Schluß zu, daß m der erste" Zeit des Posener . -------i Bistums, das Magdeburg unterstellt war, westliche Erbauer, höchstwahrscheinlich Deutsche, in bie» sem Gebiete tätig waren, um so mehr als auch wunderschöne Erzeugnisse von Handwerkern, darunter das Bruchstück eines geflochtenen Ringes aus purem Gold, in größerer Anzahl geborgen wurden. Diese erste Siedlung muß nach den vorgefundenen Spuren zuerst einem Brand zum Opfer gefallen sein, worauf ein Hochwasser gewaltige Massen von Sand und Schlamm darüber deckte. Die Städtische Galerie hat Neuerwerbungen von | außergewöhnlichem Ausmaß tätigen können. Das । izierteioigung ueui m uen jjuuutn u« . Kernstück oer Neuerwerbungen bildet der gesamte Reservearmee, die von Küstenbatterien, Pionieren Nachfaß des Frankfurter Malers Victor Mül-! bir regulären Armee und von 27 Geschwadern ber k er mit Hunderten von Zeichnungen, Studien und Aelfitlti ridlfcf Lsttwaffe unterstützt wird, worunter sich auch Tor- Gemälden. Ein weiterer Teil der Neuerwerbungen , — Jrn nächsten Monat wer- enthält Frankfurter Maler aus der zweiten Hälfte hze Olympischen Spiele ans. dm dann Manöver der Luftwaffe durchgesuhrt, des 19. Jahrhunderts, insbesondere die bedeutenden . f.... M(hVoum den an denen 900 Flugzeuge teilnehmen sollen. Landschafter B u r n i tz , E y s e n , Scholderer Der Slablraf von tyrt esch H * Ä . __ ,X und Pose. Aus dem nachromantischen Kreis der Auftrag des Internationalen Olympischen Komitees, JylitlinCrPClUd) bisher wenig bekannten Frankfurter Landschafts, die Olympischen Spiele 1940 in Helsinki burchzu- y 1 1 malerei werden der größeren Oeffentlichkeit dugäng= fü^en, mit Dank anzunehmen. Ls traten fallt Unttl lick: Peter Burnitz, Friedrich Karl Hausmann, .ort zwei Komitees in Tätigkeit, die sich mit dem 1 j PMpp Rumpf, Eugen K l r m s ch Karl M o r - Olympia-Stadions bzw. des Olympischen Rom, 20. Juli. (DNB.) Ministerpräsident Jm- genstern, Anton Burger, Adols Schreyer r«dy und Außenminister von Kanya haben u. a. Aus der graphischen Sammlung die ebenfalls Phlreiche Sehenswürdigkeiten der italienischen neu erworben werden konnte seien msbesondere ge- 5auptstadt besichtigt, wobei teilweise Außenminister nannt: aus dem 17^Jahrhundert 2oh. Chr. Stoh- ^...L ' 3 ---------- t--w- evttvA* | r e r , Philipp Hackert, dann aus dem lo. ■öapr» dieser Glaub- i nach sch sieb! Üg leben, W Mem Grabe di- ; einer zähen und Sie, Herr W Jntente nichh Freunbschast F t gerichtet. Er ith unserer hciben > Abkommen eine len zu finden, d" "’bM* LLZ Kg° 3*«” 6it mir6''®' “ÄsS1’"'0 rk-doslugz-ug- b-find-n. %Sit, h-° bi n dann Manov-r der Horch-Limousine steuerfrei, Baujahr 35, in erstklassigem Zustand 4-5 Sitze, 4türig, Umstände halber f. 3000 KM. zu verkaufen. 4835v GroßgarageTappert, Bad Homburg v.d.H. klärte. Das praktische Halsband. a ch t Oie Narrenkappe ragte die Königin. Bahnhofstraße 22 GIESSEN Fernsprecher 4006 Grebenhain (Oberhessen), Gießen, Ulm, den 19. Juli 1938. Die Trauerfeier findet in aller Stille statt - Von Beileidsbesuchen 481QD wird gebeten abzusehen. 4830D 48270 iifEDQC DRUCKSACHEN WCrCDC Brühl. Gießen arbeiten geschloffen. Alle übrigen Abteilungen sind zu den üblichen Gießen - Bahnhofstraße 49 - Ruf 3941 Ladezeiten geöffnet. 4828 A Hess. 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Ruf 2464 Fahrers und das siebenjährige Töchterchen saßen, von einem aus einer Seitenstraße kommenden Auto ungefähren. Mutter und Kind wurden auf die Straße geschleudert. Die Mutter wurde schwer, das Kind sogar lebensgefährlich verletzt. — Zwischen Katzenloch und Kirschweiler wollte ein Motorradfahrer in hoher Geschwindigkeit ein Auto überholen. Dabei stürzte der Motorradfahrer, sein Kind wurde aus dem Beiwagen geschleudert und feine Frau flog vom Soziussitz auf die Straße. Mutter und Kind wurden mit schweren Verletzungen ms Krankenhaus übergeführt. Am Aufkommen des Kindes wird gezweifelt. Ein Aulo in einen Kanal gestürzt. Beim Eingang in das Prättigau-Tal (Graubünden) geriet ein mit fünf Personen besetztes Auto in einer Kurve über den Straßenrand hinaus. Es riß vier Wehrsteine fort und stürzte dann in einen Fabrikkanal. Vier Insassen ertranken. Ein französisches Marineflugzeug ins Meer gestürzt. Ein viermotoriges Flugzeug der französischen Heeresfliegerei, ein Bröguet-Apparat, ist m der Nähe des Hafens Cherbourg ins Meer gestürzt. An Bord befanden sich außer zwei Marineoffizieren 12 Ingenieure der Breguet-Werke, da es sich um einen der letzten Versuchsflüge vor der Ablieferung des Apparates an die Luftwaffe handelte. Von den 14 Insassen käme n z w e i u m s L e b e n, die an- Für die tiefbetrübten Hinterbliebenen: Dr. Dieter Adam. 2-3-ZiiuJoling. von ruh. Mietern zuml.Auguftod. später gesucht. Miete im voraus. Schr.Angeb.unt. 03311 a.ö. Gieß. Anzeiger erbet. 3 Gärten und GarEeogeläode am recht. Lahnufer zu verkauf. Fritz Euler Hammftraßel6 Tel. 2095^ 03316 Straitt- Siöeltin auch für etwas Hausarbeit für sofort oder später gesucht. GW ©arten Wetzlar Tel. 2592. 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Photo-Kino Kreuzplatz 9 Eimer war ein schöner Samojedenhund, der ganze Stolz feines Besitzers Amundsen. Leider war Eimer etwas abenteuerlustig veranlagt und es kam nicht selten vor, daß er sich vom Grundstuck entfernte und einige Stunden verschwunden blieb, bis er Heimweh oder Hunger bekam oder em eifriger Finder ihn wiederbrachte. In letzterem Falle mußte dann natürlich ein Finderlohn gezahlt werden. u _ _. Dies ewige Bezahlen wurde dem Besitzer eines Tages zuviel. Er kaufte für Eimer ein breites mit Messing beschlagenes Halsband und ließ statt seiner Anschrift folgenden Satz eingravieren: „Bitte, nicht finden, kommt von selbst wieder! Wetterbericht Der hohe Luftdruck, der heiteres Wetter brachte, wird am Donnerstag und Freitag abgebaut. Infolgedessen bringen die von England abziehenden Störungen bis auf das Festland vor und führen »Gegen graue Haare« der bewährte 4374V Haarfarbe» Wiederhersteller Flasche 1.74 extra stark 2.40e* Drog. Winterhoft, Kreuzplatz 10, Part. Muhl. 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Maximum 22,8 Grad, Minimum 9,9 Grad — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 19 Juli- abends 20,7 Grad: am 20. Juli: morgens 16,6 Grad. — Sonnenscheindauer 4,5 Stunden. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum« schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr Fr. W. Lange: für Feuilleton: Dr. Hans Thynot (in Urlaub, i. D.: Dr. Fr. W. Lange): für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. VI. 38: 9035. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lang^ K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2 05 einschließlich 25Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Sams« taqs 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. 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Schneider Neuenweg 6 Telephon 3187 Schreckliches Mißverständnis. Die Königin von Dänemark besuchte um 1900 Island und begann ein Gespräch mit einem Bauern, der allerdings nicht gut dänisch sprach. „Wieviel Kinder haben Sie?" ragte die Königin. Der Bauer verwechselte das dänische Wort für Kinder mit dem isländischen für Schafe und entgegnete: „Zweihundert, Majestät!" Mahnung. Die Beiträge für den Monat Juni 1938, derjenigen Arbeitgeber, die von der Kasse Rechnung erhielten, sowie der freiwilligen Mitglieder, können noch bis zum 25. Juli 1938 ohne Kosten bezahlt werden. Nach Ablauf dieser Frist erfolgt Kostenberechnung, evtl. Zwangsbeitreibung. Für die Arbeitgeber, die die Beiträge selbst nach dem wirklichen Arbeitsverdienst berechnen, gilt die gesetzte Frist bis zum 25. d. M. nicht. 4832D Allgemeine Ortskrankenkasse für Stadl und Landkreis Gießen Gießen. Neueste Modells in allen Preislagen A.Gwß Gießen 3730* Neuenweg 32 Für jeden Fuß den passenden Schub Schuhhaus Bernhardt Inh.: W. 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Bei dem Flugzeug handelt es sich um einen der modernsten und größten Apparate der französischen Marinefliegerei, der bisher nur in einem Exemplar lieferungsfähig vorhanden war. Eine verhängnisvolle Segelflug-Konkurrenz. Bei einer Segelflug-Konkurrenz unweit der Stadt Kelcfe in Polen geriet ein Segelflieger bei feinem Flug in eine Wolke. Das Flugzeug konnte dem Druck der Atmosphäre nicht standhalten: es ging m Trümmern und stürzte ab. Der Flieger war sofort tot. Zwei weitere Flieger, die an Dem Segelflugwettbewerb teilnahmen, werden vermißt. . Vergwerksungluck in Frankreich. Nach kurzer, schwerer, mit großer Geduld ertragener Krankheit ist gestern abend meine liebe Frau, unsere gute Tochter, Schwester, Schwiegertochter, Schwägerin, Tante und Nichte Frau Gerda Adam geb. Hötsch im Alter von 27 Jahren von uns gegangen. Auch bei 30° Hitze frische, kühle Speisen aus dem Bosch-Köhl- schrank. Rezept-Werbeheft kostenlos bei IJ.B. 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Und es gibt ja auch wirklich nichts Schöneres, als wenn die Kinder auf solchen Wanderungen durch die Natur das Leben der Pflanzen und Tiere, ihre Namen und all die Wunder der Welt spielend kennenlernen. Aber die Betonung liegt eben auf „spielend". Nur keine väterlichen oder mütterlichen Kollegs. Die Mutter braucht sich übrigens gar nicht darüber aufzuregen, wenn sie eine Frage ihrer Kinder nicht beantworten kann. Sie ist ja kein wandelndes Naturkundemuseum. Es macht ja auch so viel Spaß, gemeinsam mit seinen' Kindern zu Hause die gesammelten Pflanzen an Hand von Büchern zu enträtseln und einzuordnen. Boi solchen Wanderungen muß Mutter auch schon mal in den Ferien beide Augen zudrücken können, wenn abends auf dem frisch gescheuerten Küchentisch schmutzige Steine und Pflanzen ausgepackt werden, oder wenn sie plötzlich die langentbehrlen Die heute vorgeschlagenen praktischen Hochsommerkleider für Straße, Sport und Haus sind ans weißem Leinen, Pikee oder aus Waschseide. Beide haben keine Aermel, das Kleid links hat sogar einen freien Rücken, dafür können sie dann von zwei Bolerojäckchen ergänzt werden. ~ Das Pikeekleid links mit der Faltenpartie Zeitgemäße Hausfrauenpfl chlen. Auch im Sommer kühl und frisch alle Speisen auf den Tisch! Im Sommer setzen wir in der Speisekammer Gazefen st er anstelle der Glasfenster ein, damit wohl die frische Luft, aber keine Fliegen ungehinderten Zutritt zur Speisekammer haben. Dor Sonnenstrahlen schützen wir sie durch Fensterläden oder wird geknöpft, der eingearbeitete Gürtel enggestepptem Pikee. Der Schnittform des ist die des Boleros angepaßt. Das einfache, jugendliche Kleid rechts ist aus Leinen, tiefeingelegte Falten geben dem Rock die nötige Weite. Die Taschen mit den schmalen Blenden sind eingesetzt, Gürtelschnall e und Knöpfe sind ans Perlmutter. H. ast 1938 mm usiahvi HM wdneriU.18,Laba Einmachen - kein Luxus. Für die Landfrau ist es von jeher eine Selbstverständlichkeit gewesen, alle nicht gleich verwendbaren Erzeugnisse aus dem Obst- und Gemüsegarten für die Wintermonate haltbar zu machen. Die Stadtfrau hat erst in den letzten Jahren wieder Gefallen daran gefunden, einen Teil ihres Bedarfs an „Eingemachtem" selbst herzustellen. Sie hat ganz bewußt begonnen, eine planmäßige Vorratswirt'schäft zu treiben, einmal im Interesse ihrer Wirtschaftskasse und zum anderen im Hinblick auf die volkswirtschaftlich notwendige restlose Verwertung leicht verderblicher Nahrungsmittel, mit denen der Markt zeitweise überschwemmt wird. Beim Selbstherstellen von Obstkonserven wird in erster Linie der Bedarf an Brotaufstrich berücksichtigt, denn Gelee und Marmelade sind besonders geeignet, die Fettvorräte strecken zu helfen. Aber auch Safte und Kompott haben ihren festen' Platz in der städtischen Vorratshaltung. Der gesundheitliche Wert des Eingemachten ist unbestritten. Das Obst enthält natürliche Fruchtsäuren, Fruchtzucker, Vitamine und Mineralsalze, die bei vorsichtiger Verarbeitungsweise dem Eingemachten zum großen Teil erhalten bleiben. Der Zuckerzusatz ist nicht nur aus Gründen des Geschmacks und der Haltbarkeit- notwendig, er bildet auch einen sehr wichtigen Faktor in unserer Ernährung. Zucker führt dem Körper Wärme zu, kann somit weitgehend Fett ersetzen. Ein nut Marmelade oder Gelee bestrichenes Frühstücks- oder Vesperbrot ist also nicht wertloser als ein Fettbrot. — Maßgebend für die Güte der Obstkonserven sind einwandfreie Früchte, richtige Zuckermenge, sorgfältige Verarbeitung, zweckmäßige Aufbewahrung. Alle einzukochenden Früchte müssen frisch und dürfen nicht überreif sein. Der Zuckerzusatz richtet sich nach der Art des gewünschten Fertigerzeugnisses. Für Gelee rechnet man je Kilogramm Saft 1 Kilogramm Zucker; wird an Zucker gespart, ist das Steifwerden in Frage gestellt. Bei Marmelade genügt auf das Kilo Früchte V2 Kilogramm Zucker. Kompott und Saft geraten immer, wenn man sich nach den überall erhältlichen Einmachtabellen richtet. — Um weitgehende Erhaltung der gesundheitlich wertvollen sowie der geschmacklichen Stoffe zu erreichen, sind entsprechende Haltbarmachungsverfahren anzuwenden. Zu langes Kochen setzt Jen Wert von Gelee und Marmelade beträchtlich herab, dar- fleurf. s Jfltf * s,reit' tg schnitt, die im Sommer leicht grau und unansehnlich werden, heben wir gut eingewickelt in Pergamentpapier auf. Der Anschnitt der' Wurst wird mit Fett bestrichen, dann bleibt die gute Farve erhalten. Schinken oder Schinkenecken hängen wir in Mullbeuteln auf. Laß das Eigelb dicht eintrocknen, wenn du nur das Weiße gebraucht hast! Man bringt es in ein möglichst kleines, tiefes Schüsselchen und übergießt es mit Speiseöl. Schlauer ist es aber, wenn man das Ei nicht ausschläot, sondern oben und unten die Schale mit einer Nadel durchsticht, das Weiße herauslaufen läßt und nun Das Gelbe in der Eischale, wohl geschützt vor der Luft, aufbebt. — Angeschnittene Zij/r 0 nen bestreut man, je nach dem voraussichtlichen Verwendungszweck entweder mit Zucker oder mit Salz und preßt üe möglichst fest auf ein Glas- oder Porzellantellerchen auf. Wenn das Kochfett nicht mehr so gut schmeckt, lassen wir es zusammen mit einer Schwarzbrotrinde und einigen Zwiebelscheiben so lange heiß werden, bis die Zwiebeln braun geworden sind. — Den Käse erhalten wir auch im Sommer frisch und ansehnlich, wenn wir ihn nach dem Essen stets in ein mit Essig getränktes Tuch wickeln. — Bei großer Hitze ist der am Morgen gekaufte Salat abends vielleicht nicht mehr ganz frisch. Wir waschen die unzerteilten Köpfe gründlich und lallen sie in Wasser mit Essigzusatz liegen, bis die Blätter wieder frisch geworden sind. Oder man schneidet gleich nach dem Einkauf eine Scheibe des Strunkes ab und hebt den Kopf in Wasser gestellt auf. druck machen, aber grüne Wiesen, die während des Spaziergangs ihr Auge längs des Weges erfreuen, behalten sie viel besser. Dann wachsen Champignons auch gewöhnlich da, wo Boviste oder Pufferte tehen. Neulich sah ich welche auf der Liegewiese. Aufs Geratewohl sah ich dann nach dem Regen nach und fand wirklich Wiesenchampignons, die zwar alt waren und in Brennesseln standen, aber nun passe ich auf die neuen Jungen auf." „Weißt du auch, wo es Pfifferlinge gibt? Im Laden waren schon welche!" — „Einen bestimmten Platz weiß ich nicht, aber die finden wir sicher. Sie lieben buschigen, niedrigen Wald, gern Tannengrund, und kommen dann gleich in Massen. Leider nehmen die Sammler so wenig Rücksicht auf andere Pilzfreunde. Letztes Jahr fand ich wieder große Stellen, die mit dem Fuß ausgescharrt waren. Dabei waren alle jungen Perlen zerstört. Weißt du noch, wie wir das erste Mal in den Rauhener Bergen suchten und gar nicht alles mitnehmen konnten, und zehn Jahre spater war kein einziger Pilz dort mehr zu finden. Nur durch das gedankenlose Sammeln." Beim Pfisferlinaesuchen geben wir gleich acht auf die schönsten Würzpilze, die Dürrbeinchen oder Mousserons, und die Nelkenschwindlinge. Dafür nehmen wir ein Tütchen mit, sie sind sehr zart. Hochwald gibt es hier auch und dann auch Ende Juli Steinpilze, Rotkäppchen, Birkenpilze, Semmelpilze ab und zu auch Reizker. Wo nasses Laub liegt, am besten Pappeln stehen, finden wir im Herbst die festen kleinen, ausgiebigen Grünlinge. Aber die finden wir immer mit Bedauern, denn man sagt, daß dann die Winterkälte nicht lange auf sich warten läßt." dunkle Vorhänge. Sind trotzdem Fliegen in die Spiesekammer gekommen, so entfernen wir die Stubenfliegen durch Aufhängen von Fliegenfängern. Fliegen mögen keine scharfen Gerüche, angenehm sind. Vor der gezogene Tomaten» wenig Früchte, aber sie über'sie hinweg in die Abgebrochene Tomatenblätter stellt man" auch gern in Wasser in die Speisekammer. Rohe Fleischstücke bedecken wir zum Schutz vor Fliegen entweder mit Zwiebelscheiben aber mir bestreichen sie mit Senf (besonders Hammelfleisch), oder wir wickeln sie in Tomatenblätter. Größere Stücke von Fleisch werden besser in Mull- oder Leinenbeuteln aufgehängt, die man vorher mit Essig getränkt hat. Das Einlegen in eine Essigveize schützt ebenfalls eine Zeitlang vor Fliegen und vor dem Verderben des Fleisches. W u r ft ober Auf» PtlMgd. Von Frida Aisch „Fein, Liesbeth, daß ich dich treffe! Wie gefällt es dir denn in deiner neuen Heimat?" „Herrlich, Friedel, die Wohnung ist entzückend, alles rundum Gärten, und sauber halten muß sie ein anderer, ich habe nur die Freude. Bloß .. „Na ja, alles Gute ist nicht beisammen! Wo fehlt's denn?" „Ach, siehst du, draußen das herrliche Wetter nach dem starken Regen. Was muß es jetzt für Pilze geben! Früher holte ich, so viel wir cssen wollten, und jetzt weiß ich keine einzige Stelle." „Liesbeth, du weißt doch, daß ich gerade so gern Pilze esse, wie ihr, ich habe doch auch oft unfern Wohnort wechseln müssen, und die besten Pilzgrunde an gute Freunde vererbt, aber auch am neuen Ort bin ich nie darum in Verlegenheit gewesen." „Haben dir denn die Leute immer gleich Stellen ^^roo, das glaubst du selbst nicht, daß leidenschaftliche Pilzjäger gleich an Fremde ihre besten Stellen verraten! Ich mache das ganz anders, toiel) mal, jede Pilzart hat ihre bestimmten Lebensbedm- qungen. Die habe ich mir gründlich gemerkt, teils aus Büchern oder durch Besprechungen mit Freunden. Und im Lauf der Zeit weiß man eine ganze Menge darüber. Wenn ich nun denke, es könnte die Zeit für eins Sorte Pilze da sein, dann tue ich mich nach den Wachsstellen um. So habe ich mir gemerkt, daß z. B. Champignons nur auf kurzem Gras kommen, also meist auf Weideland nach dem ersten Schnitt. Da frage ich denn die Leute nicht, wo finde ich Champignons, sondern ich habe mir einzelne Weidestellen gemerkt, die nicht zu naß und nicht zu trocken liegen und frage dann Bekannte, ob das Gras schon gemäht ist. Dann gehe ich einige Tage danach hin. Komme ich recht früh am Morgen, finde ich meist einige Pilze. 3u einem Gericht reicht es. Weißt du, wenn ich auch Leute, die mir gern Bescheid über Wellen. geben mürben, nach diesen frage, so wissen sie nicht recht Bescheid, weil die kleinen Dinger ihnen zu wenig Einum kurze Kochzeit! Zu langes Mitkochen des Zuckers ist zu vermeiden, um das Karamellieren zu verhindern. Besonders gut und wertvoll, jedoch nur begrenzt haltbar sind kaltgerührte Marmeladen, die einen etwas höheren Zuckerzusatz erfordern. Schnelles sorgfältiges Arbeiten und peinliche Sauberkeit sind beim Einmachen unerläßlich. Gute Einmachbehälter, zweckmäßige Verschlüsse und einwandfreie Aufbewahrungsräume sind Voraussetzungen für möglichst lange Haltbarkeit. — Hat die Stadthaus- fraii im Laufe des Jahres durch regelmäßiges Auffüllen der Zuckersparkasse gesorgt und versteht sie beim Einkauf der Früchte geschickt vorzugehen, so wird die geldliche Belastung während der E'nmach- zeit für sie tragbar fein. Mit Stolz wird sie ihre Vorräte zu Beginn deZ Winters überschauen, denn gleich der Landfrau kann sie ihre Familie nun mit deutschen Erzeugnissen das ganze Jahr hindurch ab« wechslungsreich ernähren. au6tl 'N KK ueh»1 Einmachgläser voller Frösche und Stichlinge wie- derfindet. Es sind ja Ferien! Das Wichtigste aber in diesen Ferien zu Hause ist das „füreinander Zeit haben". Es ist ja wirklich nicht welterschütternd, daß die Handarbeit fertig wird, da Mutter doch nun einmal unbedingt „mit dabei fein muß". Mag auch die Suppe ruhig' etwas später aufgetragen werden, wenn der Vater gerade so eine interessante Stelle ius dem Roman vorlesen will. Und sich aalen können, einmal recht von Herzen ausschlafen — und was all der Freuden mehr sind, die man den Seinen in diesen Ferientagen — und zwar nur zu Hause antun kann, ganz abgesehen von all den Lieblingsspeisen, die in dieser herrlichen Zeit auf den Tisch kommen. Nun kann ja natürlich nicht alle Tage die Sonne scheinen. An solche-i Tagen sind die Ferien zu Hause überhaupt das AUerschönste. Denn während sich die armen Lehmanns im engen Hotelzimmer herumdrücken müssen, können wir ... oh ungeahnte Möglichkeiten. Und da soll noch einer sagen: Ferien zu Hause wären nicht schön — sie sind sogar wunderschön! BP- Serien: zu Hause! Endlich hat die Schule ihre Pforten geschlossen. Die langersehnten „großen Ferien sind da Langersehnt von den Kindern, jedoch von den Eltern mit etwas Bangen im Herzen begrüßt, denn man tjat in diesem Jahr beschlossen, zu Hause zu bleiben, einmal nicht zu verreisen. Das kann übrigens wunderschön sein, nur muß man eben auch die Serien zu Hause mit vollem Herzen genießen wollen. Dazu gehört zuerst einmal ein Haufen guter Kaune, fein Jammern, Klagen und Beneiden von Ley- manns: „Ja, die haben's gut, die tummeln sich test an der Ostsee.. Und dann muß die Mutter dafür sorgen, daß Dom ersten Ferientage an über dieser ganzen Zeit etwas Festliches, etwas Befand er e s liegt. Das fängt schon mit dem blumengeschmückten tfrub- stückstisch auf dem Balkon an. Außerdem gibt es natürlich in den Ferien schon zum Frühstück sur jeden einmal etwas Besonderes, vielleicht eine Marmelade, die Mutter sonst für die Gäste spendiert, vielleicht sogar ein Ei für den Vater. An schönen Tagen sind die Festprogramme natürlich unerschöpflich, und jeder darf vorschlagen Wünsche äußern — es ist einfach herrlich. Es ist natürlich, daß man bei solchen Ferienausflügen solche Orte meidet, wo alles hingeht. Das Schöne ist ja gerade, daß man jo ungebunden drauflos |e. $g0 r-Sr l-u L" - . 9uns jtu ^"ge, K.L ^Ouitrier V5 Ps. mehr. ^ptember 1U Wie egelt— j$ ist wichtig der Roto ar- dann bebak , alle Unter in der Hand, leibt gehe* die leichte Beta, die taube- udcel Worum den Rota vor ren lo«en’ verbindlich’ 1Lvertketun=' 'OGTi& >n . Vokoh““» g.au.H«' r bewahrte flv iilew Das Wesentliche bei der Erholung des Kindes macht nicht das Klima aus, sondern eine Aenderung der Umwelt und eine A e n - derung der Lebensführung. In der Stadt sind die kleinen Wesen bedrängt von Lärm und immer neu anströmenden Eindrücken, sie müssen sich zwischen den Erwachsenen ihren bescheidenen Lebensraum suchen, sie werden in der Wohnung und auf den Straßen von Verboten ängstlich in Zaum gehalten, der aufwirbelnde Staub trägt ihnen gefährliche Keime in die Lungen, und kranke Menschen begegnen ihnen häufiger als im Freien, truf dem Lande. Dort können sich die Kinder ungezwungen austoben, sie dürfen sich ins Gras werfen, sie dürfen hintereinander hertollen, .sie dürfen kreischen und lachen so viel, so oft und so laut es ihnen Spaß macht. Diese ungebunb* ne Lebensführung, noch dazu in frischer, gegen die Stadt bakterienarmer Luft, hebt die Durchblutung der Haut. Mit geröteten Wangen stürzen sie zur Mittagszeit herbei, sind durch das Spiel im Freien mit einem kräftigen Appetit gesegnet und — der Zeiger ens- > die Untere Aufgabe: Dienfl nm teben! Diene mit, werde Mitglied der UDtt. gemeine Verbreitung nur darin liegen, bot , viel sicherer in Gottes Hand sein werden, wenn sie dings, so eine Schutzbrille sei durchaus vonnöten, weil sie die Augen gegen schädliches Sonnenlicht schütze. Indessen erscheint mir auch diese Begründung nicht In der Münchener Medizinischen Wochenschrift zieht Prof. Dr. Freytag gegen die Unsitte des überflüssigen Gebrauchs von Sonnenbrillen zu Felde. Das Sonnenlicht ist der natürliche Reiz für unsere Sehorgane und dem gesunden Auge fast niemals irgendwie schädlich. Die im Sonnenlicht enthaltenen ultravioletten Strahlen werden zwar auch etwas unangenehm. Der Pantherschwamm wächst im Laub- und Nadelwald. Daß es nicht durchaus nutzlos ist, die Psychologie derer zu studieren, über die man sich ärgern muß, beweist uns jener Fuchs, den ein neuerlicher Brebm dabei beobachtete, wie er seiner Läuse Herr wurde. Er nahm einen Zweig in die Schnauze und näherte sich langsam rückwärts einem Wasser. Zuerst tauchte er den Schwanz ins Wasser, worauf Oie Läuse im g findet. Ihr Nutzen wird nicht ife die nächtlichen Wanderer sehr wird die Sache eine segensreiche und wünscht werte Einwirkung haben. Denn wenn sie durch Der pantherpilz. Gin gefährlicher, leider viel verkannter Sistpil,. Zug und besahen sich zunächst die schönen Städte, bevor sie in ihre Quartiere rückten. Die anderen fuhren weiter bis nach Nassau, wo man etwa gegen 13.30 Uhr ankam. Selbstverständlich marschierte man erst einmal durch die Stadt, um schließlich in das herrliche Mühlbachtal zu wandern, in dem das Lager, das die Gießener Pimpfe als Standquartier aufnehmen soll, bald erreicht war. Früher als erwartet, waren die Pimpfe am Ziel, und nach einem kurzen Ueberblick über das Lager, das in wunderbarer Landschaft liegt, beherrschte einhellige Begeisterung das Jungvolk. Am Nachmittag wurden die Fahrtgruppen auf die einzelnen Zelte verteilt und die nötigen Anweisungen gegeben. Rasch verging die Zeit. Um 18.15 Uhr trat die gesamte Laqerbesatzung zum F l a g a e na p p e l l an. Schließlich gab es das Abendessen, das so reichlich ausfiel, daß viele Pimpfe den ihnen zugedachten Schlag gar nicht ganz zu verdrücken vermochten. (Und das will etwas heißen!) Mit dem Zapfen.streich um 22 Uhr fand der erste und schon erleb- I nisreiche Fahrttag seinen Abschluß. Zwei "rhebelrechtschu. Fortsetzung, >er W es W0en SNioren fe'i ihr Ate’ »«im tu 1 * d- igSR »ö • •» Si^hnb,, WS nfl? A > i pitutN fnftem versagt mehr oder weniger. Irrereden und Toben sind häufig, auch auffallende Schstorungen mit Pupillenerweiterung. Wie bei jeder Pilzvergiftung ist auch hier die sofortige ärztliche Behandlung notwendig am besten die Ueberführung in das nächste Krankenhaus Dort wird die so orttge Leerung von Magen und Darm durch Abführ- und Brechmittel, durch Einlaufe und Magenspülungen herbeigeführt. Völlige Gesundung tritt dann rasch, meist innerhalb weniger Tage, ein. Aus der Gemeinde W i e s e ck liegt uns ein Bericht vor, aus dem hervorgeht, daß die Aktion heute morgen dort begonnen wurde. Aus feder Familie, die auf ihren Feldern Kartoffeln anbaut, wurde ein Mitglied für diese Suchaktion bereitge- stellt. Darüber hinaus traten unter der Leitung ihrer Lehrer sämtliche Schulkinder an, um sich an dieser vorbeugenden Maßnahme praktisch zu beteiligen. Man kann nur hoffen und wünschen, daß es unserer heimischen Landwirtschaft erspart bleiben möchte, Einbußen durch den Kartoffelkäfer erleiden zu müssen. Die gesteigerte Aufmerksamkeit aller Volksgenossen kann dazu beitragen, daß unser Volk vor Schaden durch den gefährlichen Käfer bewahrt bleibt. Wenn die Suchaktion ergebnislos verläuft, d. h. daß also keine Käfer gefunden werden, dann wird die Aktion erst nach bestimmter Zeit wie- der unternommen. Im ungünstigen Falle wird sie in kürzestem Zeitabstand wiederholt werden müssen. Der Reichsnährstand veranlaßt gegenwärtig durch seinen Kartoffelkäfer-Abwehrdienst den nachdrücklichen Kampf gegen den von Frankreich her drohenden Kartoffelkäfer. Dieser Kampf beschrankt sich Dabei nicht lediglich auf Maßnahmen dann, wenn Der Kartoffelkäfer bereits in Erscheinung getreten ist, vielmehr gelten die ersten praktischen Maßnahmen bereits einer vorbeugenden Bekämpfung mit dem Ziel, die Ausbreitung des gefährlichen Insektes im Keime zu ersticken. . r . Das Pflanzenschutzamt G i e ß e n , das in unserem Bezirk mit der Durchführung der notwendigen Maßnahmen beauftragt ist, hat nun für den Kreis Gießen, wie auch für ganz Oberhessen durch eine Mitteilung an die Kreisämter dazu aufgefor- dcrt, noch im Laufe dieser Woche einen „Such- t ag" zu veranstalten. Diese Mitteilung wurde von den Kreisämtern unmittelbar den Gemeinden zugeleitet, und so beginnt denn hier in dieser Woche diese erste vorbeugende Maßnahme in unserem Gebiet. HDUibe von dem Weben. Die W 'unb legte ihn ö Einige M spät mit ihm M . unb hoffte, weg eine arößere l ! Wohlfahrtsamt Rezept her Dei f geändert worbe Der Verdacht richtete sich geg her hauptverhc verfahren, die Sie behauptete Kinder den G hätten. Die T diese durch ih verleitet wurde R in Wiberfprudj drei jungens ii behaupteten, im (u haben. Die eher, daß die hnten, zumal i hm Schein Ges Wer eiaentlich auch durch die < den. Obwohl e teil besteht, das genommen ha! daß ihr Mani — und zwar besserte, sonder von dem Woh bezog -, fonr weis erbracht i Das Gericht Wrauchmacher nächtliche Landschaft flitzen mit achtzig Sachen auf der Kiste, so wird das Aufblitzen von Schlußlichtern, vor denen sich kein Fahrzeug, sondern ein Mensch unter Sternen befindet, ihrer Besinnlichkeit dienen, und sie werden vielleicht auf siebzig Sachen heruntergehen und beim Schalten einen Blick zum Firmament schicken. Ein Blick zum Firmament aber kann um so weniger schaden, je schneller man durch dieses Dasein hindurchzuslitzen versucht. Fast jeder Mensch möchte ein Menschenkenner werden. Das ist ein Los jener verwunderlichen Ziele des Menschen, dessen Beharrlichkeit er erst einzusehen vermag, wenn das Ziel erreicht ist. Denn je besser man die Menschen kennt, um so mehr hat man den Wunsch, sie niemals kennen zu lernen. Freilich ist dieses Ziel jo leicht nicht erreicht, aanz stichhaltig, denn selbst wenn die _______ .... Kurort nicht scheint — und dies ist in diesem Jahre ziemlich häufig der Fall —, begegnet man dennoch unzähligen Schwarzbebrillten. Aber abgesehen davon — was sagt eigentlich der Augenarzt zu der Schädlichkeit des Sonnenlichts und der Gegen -en Kartoffelkäfer. Vorbeugende Maßnahmen im Kreise Gießen und in Oberheffen. Aus der Stadt Gießen. Unvergeßliche Stunden. Für die Hausfrauen ist der Sommer die Zeit, in der sie Vorräte sammeln. Jetzt bieten die Gärten alles in Hülle und Fülle. Da ist jede sorgsame Hausfrau froh, wenn sie in Gläsern und Dosen von dem Ueberflusse dieser Zeit zurückstellen kann. Ihr Stolz ist der gefüllte Dorratsschrank. Wir haben Verständnis für solches Sammeln, wir freuen uns mit der Hausfrau. Es gab freilich auch eine Zeit, in der in ganz unsinniger Weife „gehamstert" wurde. Das war in den Kriegsjahren, als die Lebensmittel knapp wurden. Da kam es vor, daß die Hamsterer alle Geschäfte und oft noch viele Dörfer absuchten und alles zusammenkauften, was sie erreichen konnten. Ob ihre Mitmenschen auch etwas erhielten, war ihnen ganz einerlei. Jetzt ist das Wort „hamstern" sehr selten geworden, alles geht wieder seine geregelten Wege. Aber es ist gut, wenn man von Zeit zu Zeit einmal daran erinnert wird. Dieses Wort fiel mir heute ein, als ich oon einer Wanderung zurückgekehrt war, die mir den Reichtum und die Schönheit unseres Waldes wieder einmal in reichem Maße gezeigt hatte. Es waren Stunden der reinsten Freude gewesen, und als ich den Tag überdachte, kam mir das Wort „hamstern in den Sinn. Könnte man solche schönen Erinnerungen nicht noch mehr einfangen und aufbewahren, um sie bei Gelegenheit zu verwerten? Diese unvergeßlichen Stunden sollten wir im wahrsten Sinne des Wortes „hamstern", denn damit nehmen wir wirklich unfern Mitmenschen nichts weg. Der Sommer ist da. Wir haben Urlaubstage, wir fahren ober wandern durch schone Städte, durch herrliche Landschaften. Wir sammeln einige schone Ansichtskarten, wir photographieren selber, und wer zeichnen kann, hat sein Skizzenbuch bei sich. Spater kommen bestimmt Tage, an denen wir gern von solchen schönen Erinnerungen plaudern wollen. E- maren ganz besondere Stunden in unferm Leben. Gewiß sollen wir mit beiden Füßen in der Gegenwart stehen, aber diese Rückerinnerungen helfen uns sehr dabei. Wenn das Leben bitter wird, wenn Sckicksalsschläge kommen, dann kann eine solche „Dorratskiste" an unvergeßliche Stunden ein Trost s Deshalb: Wir wollen in diesen Tagen Vorräte sammeln, auch für unser Herz. Alles Trübe soll vergessen werden, nur die lichten, freundlichen Tage werden jetzt gezählt, und die Erinnerung daran be- ' wahren wir in unserem Gedächtnis. Wir werden es nicht bereuen. H. Zeitschriften. — Ein interessanter Bildbericht im neuen Heft der „Sirene" zeigt die Entwicklung der Kriegsphotographie, deren ältestes Bild aus dem Jahre 1849 stammt. Unter dem Titel „Partei, Wehrmacht und RLB. in einer Front!" berichtet bie« fes Heft über die Reichsluftschutzwoche in Benin. ,3er moderne chemische Krieg" heißt ein weiterer Beitrag über die Angriffs- und Abwehrmethooen im Gaskrieg. Der Artikel „Frauen im Heimatschutz xcigt in Wort und Bild den Einsatz der Frau ui der Brandbekämpfung. Montag vormittag verabschiedeten sich die 840 Pimpfe aus Stadt und Kreis Gießen zu ihrer großen Hessen-Nassau-Fahrt mit einem Appell auf dem Hofe des Liebigbaues. (Wir berichteten gestern darüber.) Heute morgen liegt uns der erste Fahrtbericht vor, aus dem einiges hier wiedergegeben fei. Nachdem sich die Pimpfe ihres Sonderzuges bemächtigt hatten, von den Abteilen Besitz ergriffen und Tornister und sonstiges Gepäck verstaut war, jeder sich nach echter Jungenart breit gemacht hatte, begann zur vorgesehenen Zeit die Fahrt in der nützlichen Gemeinschaft, die natürlich schon zu allem Anfang Spaß machte. Selbstverständlich wurden alle Fenster heruntergelassen, und viele der Pimpf« waren bald von der Landschaft in Anspruch genommen, die ja, je weiter es lahnabwärts ging, immer romantischer wurde. Den meisten Spaß machten den Pimpfen die vielen Tunnels. Diele bewundernde Blicke galten der Büro Runkel, und mancher von den Pimpfen maa sich wohl gebaut haben, daß dort oben gut Hausen sein möchte. Ein Teil der Fahrtaemeinschast stieg bereits in Limburg aus, andere verließen in Diez den Nächtlicher Wanderer. von Peter Bamrn. Wenn man in der lyrischen Dichtung umher- ftöbert, stößt man immer wieder auf die Figur des nächtlichen Wanderers, der unterm Sternenzelt da- hmschreitet. Dies ist ohne Zweifel eine für den Dichter günstige Konstellation, denn aus der Sachlage „Mensch unter Milchstraße" lassen sich erhabene Gedanken leicht entwickeln. Man würde nickt so ohne weiteres glauben, daß die Technik für diese Art von Schwärmern etwas übrig hat. Und doch ist für sie in der letzten Zeit eine Erfindung gemacht worden, die geeignet ist, manchem von ihnen das Leben zu retten. Der Chronist hat versucht, einen nächtlichen Wanderer ausfindig zu machen. Aber wen immer ich gefragt habe, ob er nächtlich wandere, der mar, sei er verduzt, sei er beleidigt, so, als ob ich gefragt hätte, ob er einen Dogel habe. Da mir aber der nächtliche Wanderer am Herzen liegt, sei die Sache dem geneigten Leser übergeben. Vielleicht wandert er selber nächtlich, vielleicht hat er zu diesen lyrischen Brüdern Bestehungen, die er geheim hält. Die Erfindung der Technik für den nächtlichen Wanderer ist das Schlußlicht am Schuh, das Katzenauge am Stiefelabsatz. Komplett im Sinne der Der- kehrsordnung ist die Lyrik erst, wenn sie auf An- strahlung von hinten rot aufleuchtet. Man muß sehr hoffen, daß diese Einrichtung allleicht auf die Schliche kommen, wenn wir den Abdruck des unteren Fußes untersuchen. Dieser charakteristische Ballen und diese laterale Abweichung des großen Zehs, die auf ein gedrücktes Wesen schließen lassen... Diese roten Nägel, die auf Angabe schließen lassen... Diese verschwundene Wölbung, die der Ausdruck eines zu standhaften Charakters ist ... Ja, was ein erfahrenes Auge alles aus einem Fuße herauszulesen vermag, das ist fast keine Kunst. Madame Kheri verdient da unser aller Dank. Wir werden uns beeilen, ihren Fußspuren zu folgen. Sollte der geneigte Leser dem Chronisten den Vorwurf machen wollen, Daß er allzu ungerecht wäre und ein Pessimist, so hat er nicht ganz verstanden. Nur den Menschen hinter die Bosheiten zu kommen, bedarf methodischer Sorgfalt. Daß einer ein netter Kerl ist, das sieht man auf den ersten Blick. Sehr oft wird der Pantherschwamm mit dem sehr ähnlichen, aber eßbaren Perlpilz verwechselt, der ebenfalls zu den Knollenblätterpilzen gehört. Beim Perlpilz ist der Knollen nickt mit dem charakteristisch in eine Hülle eingepfropften Stiel versehen wie beim Pantherpilz, und das Fleisch läuft vor allem bei Bruch oder Schnitt langsam rötlich an. Das ist das beste Kennzeichen für den Perlpilz. Da die Verwechslung beider Pilze zu leicht möglich ist, sollte der Perlpilz nur von dem ganz erfahrenen Kenner zum Genuß gesammelt werden. Der Pantherpilz hat durch Verwechslung mit dem Perlpilz in den letzten Jahren überraschend viele, zum Teil schwere Vergiftungen verursacht, im Jahre 1934 allein in Plauen mehr als 50 Vergiftungsfalle. Während sich die Vergiftung durch den schlimmsten Giftpilz, den grünen Knollenblätterpilz, erst nach vielen Stunden (6 bis 40) bemerkbar macht, wenn oft keine Hilfe mehr möglich ist, wirkt sich die Pantherpilzoergiftung schon bald nach dem Genuß aus. Benommenheit, Schwindelgefübl, Kopfschmerzen usw. sind die ersten Anzeichen der Vergiftung. Meist folgen Leibschmerzen und Erbrechen. Wenn nicht sofort der Arzt eingreift, steigern sich die Schwindelanfälle bis zum trunkenheitsähnlichen UMhertaumeln. Krampfartige Zuckungen mit an- Schwanz sich in Bewegung setzten und in das Leib- ejt krochen. Langsam ging er roeüei rückwärts ins Wasser hinein, und die Läuse zogen sich auf das immer kleiner werdende trockene Gebiet zurück. Schließlich ragte nur noch die Schnauze des Fuchses aus dem Wasser, und die Läuse hatten sich alle auf den Zweig geflüchtet. Dann ließ der Fuchs den Zweig ins Wasser fallen. Wie der Abbe Leseigne bemerkt, hat jede Intelligenz die Möglichkeit, gescheit oder dumm zu werden. Das hängt vom Charakter ab- Nur weise kann sie nicht werden. Denn die Weisbeit kommt nicht aus dem Verstand, sondern aus dem Herzen. von den Gewebezellen des Auges aufgenommen, aber ein großes Quantum davon wird von der Linst absorbiert. Gefährlich kann dem Auge, besonders der Binde- und der Netzhaut, nur ein Uebermaß dieser Strahlen werden, wie es bei Schneeblendung, an der See oder beim Hineinstarren in die Sonne vorkommt. In diesen Fällen, also beim Schi- .oder Wassersport, empfiehlt sich das Tragen einer Schutzbrille. Auch wer eine Augen- entzünduna hat, muß sie tragen, um das dann sehr lichtempfindliche Auge zu schützen. Im allgemeinen aber verweist sich die Schutzbrille als durchaus überflüssig. Mehr als das: sie birgt sogar Gefahren für unser Auge! Wer eine dunkle Brille oft ober auf der Reise gar ständig trägt, wird allmählich bemerken, daß die Licht- empfindlichkeit feiner Augen immer mehr zunimmt, so daß bald die blaue oder arüne Brille nicht mehr ausreicht und immer dunklere Brillen notwendig werden. Und schließlich mochten wir noch ein wichtiges Argument gegen die Mode der Schwarzbebrillung anführen, das besonders die Ferienreisenden angeht. Der Schutzbrillenträger ist wirklich so etwas wie ein Schwarzseher, er sieht die Welt buchstäblich in einem dunklen Lichte. Das mag hin und wieder nicht ohne Reiz fein, aber so eine Brille vermindert auch den Naturgenuß. Helligkeit und Farbenfreudig- feit der Landschaft, das warme Leuchten sommer- kicher Buntheit erscheinen dem Schwarzseher in melancholisch-düsterem Schein. Wer zudem der kleinen Schwäche huldigt, bewundernde Blicke m schöne Augen zu werfen, wird gleichfalls arg ent- täuscht, denn die schwarze Brille maskiert selbst die feurigsten Augen (und unter uns: manches schwarz- bebrillte Gesicht ruft in uns die peinliche Vorstellung einer Eule wach). Darum: Tragt die dunklen Brillen nur, wo es wirklich notwendig ist, und seht aus unmasherten Augen in die frohen Farben des Sommers! fee. Tätigkeit im Haust der Firma Poppe & Co. zurück- blicken. Pg. Werner genießt als guter Kaufmann und erfahrener Fachmann bei Betiebsführer und Gefolgschaft ganz besondere Hochachtung und Wertschätzung. An seinem heutigen Ehrentag wurden ihm seitens der Firma und der Gefolgschaft Ehrengaben überreicht. ** Die Schwimmhalle im Volksbad geschlossen. Wegen dringender Jnstandsetzungs- arbeiten ist die Schwimmhalle im Dolksdad vom morgigen Donnerstag ab bis auf weiteres geschlossen. Dagegen wird in den übrigen Abteilungen des Volksbades der Betrieb unverändert fortgeführt. ♦♦ Sterbefälle in Gießen. Es oerftar» ben in Gießen: 1. Juli: Elisabeth Michel, geb. Kehr, 58 Jahre alt, Sicher Straße 86; Ernestine Reinhardt, geb. Fricke, 85 Jahre alt, Hitlerwall 23; Karoline Selzer, geb. Kappes, o. B., 79 Jahre alt, Asterweg 50. 2. Juli: Luise Happel, geb Herbert, o. B., 59 Jahre alt, Rodheimer Straße 42. 3. Juli: Maria Müller, geb. Bellof, 68 Jahre alt, Stein- straße 66; Helga Bernges, 5 Monate alt, Frank- urfer Straße 3. 4. Juli: Ernst Weber, 4 Monate alt, Lindengasse 14. 5. Juli: Ludwig Jochim, Kreisgeometer i. R., Rechnungsrat, 91 Jahre alt, Kaiserallee 139. 7. Juli: Marie Kramer, geb. Pausch, o. B., 73 Jahre alt, Asterweg 8; Berta Berg, geb. Klappert, o. B., 42 Jahre alt, Anneröder Weg 47. 8. Juli: Anna Peßl, Ordensschwester, 69 Jahre all, Liebigstraße 24; Franz Bette, Kaufmann, 67 Jahre alt, Mäusburg 10. 11. Juli: Karl Hof, o. B., 77 Jahre alt, Steinstraße 52. 12. Juli: Oskar Mahn- topp, Kau mann, 28 Jahre alt, Bahnhofstraße 33; Theodor Loos, Schriftsetzer, 81 Jahre alt, Ebel- straße 2; Karl Blaufuß, Invalide, 84 Jahre alt, Ederstraße 18. 14. Juli: Heinrich Fischer, Verwaltungsoberinspektor i. R., 68 Jahre alt, Werner- wall 35. Vonwiizen. Tageskalender für Mittwoch. Gloria-Palast (Seltersweg): ;,Mazurka". Alte Goldmünzen außer Kurs. Ab 15. August 1938. DNB. Durch die Verordnung vom 16. Juli 1938 sind die guf Grund der Vorkriegsgesetze ausgeprägten Goldmünzen zu zehn und zwanzig Mark mit Ablauf des 15. August 1938 außer Kurs gefetzt worden. Es ist damit der gleiche Zustand her- gestellt worden, wie im Lande Oesterreich, wo die Bundesgoldmünzen bereits durch Verordnung vom 25. Mai 1938 mit Wirkung ab 15. Juni 1938 außer Kraft gesetzt worden sind. Vom Zeitpunkt der Außerkurssetzung ab ist also außer den mit oer Einziehung beauftragten Kassen niemand verpflichtet, die Münzen in Zahlung zu nehmen. Durch diese Maßnahmen wird im übrigen an der Münz- gesetzgebung nichts geändert. Auf Grund des § 4 der Verordnung hat sich der Reichsminister der Finanzen die Bestimmung über die Gestaltung neuer Goldmünzen ausdrücklich vorbehalten. Der Beauftragte für den Vierjahresplan, Ministerpräsident Generalfeldmarschall Göring, hat durch eine Verordnung vom 12. Juli 1938 angeordnet, daß alle außer Kurs gesetzten Goldmünzen der Reichsbank bis zum 1. September 1938 anzubieten unb auf Verlangen zu verkaufen und zu übertragen sind. __________________________________ und die längste Zeit feines Lebens befindet man sich auf dem Wege dazu. Man ist da in der Lage eines Briefmarken, ammlers, dem das Sammeln ja auch nur solange Spaß machen kann, als es noch etwas zu sammeln gibt. Ich glaube wohl, daß ein Briefmarkensammler, der sein Ziel erreicht und alle Marken gesammelt hat, eine sehr unglückliche Figur sein würde. Dann kann er sich nur noch bewundern lassen, und elbst den eitelsten Menschen muß das auf die Dauer langweilen. Es gibt nichts Langweiligeres als erreichte Ziele, der Grund, weshalb der Tod den Weifen nicht au schrecken vermag. Sobald einer eines Lebens Ziel erreicht hat, ist es nur die Lange- veile, von der der Tod ihn erlöst! Nun, die Bosheit der Menschen ist so mannigfaltig, daß in der Menschenkenntnis so leicht kein Ziel erreicht wird. Deshalb müssen wir es immer begrüßen, wenn neue Methoden erfunden werden, der Bosheit auf die Schliche zu kommen. So hat Madame Kheri in Paris die F u ß l e f e k u n st freier!. Von vornherein ist ja nicht einzusehen, warum unsere Schlechtigkeit nur in der inneren Handfläche sitzen soll. Da haben wir sie lesen gelernt. Aber Madame Kheri pickt uns den Geiz von der Sohle. Diese Erweiterung menschenkennerischer Methoden kommt uns gerade zu Beginn des Sommers recht zu Paß. Der Schönen, die uns am Strande den besten Fuß vorstreckt, der können wir W ver f Jgen * rfnr fflUur9C ALn roak' i« 6* 6 her 3 W'x6lrl halsen deln rat®** fe.l* W"; iSsä' aus K- im Inter WM Em “fW En« s H 6alV «nun« WO Jot dem Bezit ih h.Sch. aus G KilAuna au verar Warum als „Schwarzseher" auf die ZReifc gehn? Kleine Epistel über die Sonnenbrille. Ist es Ihnen nicht auch schon ausgefallen, daß die Zahl der Schwarzseher in diesen Monaten tändig wächst? Ob man nach Bayern, Sachsen oder Tirol fährt — ob in dunklen Felsenschluchten ober auf stillen Dorfstraßen, überall trifft man sie, Jünglinge und Greise, junge und weniger junge Damen, deren Augen von mehr oder weniger schwarzen Brillengläsern verdeckt werden. Lange Zeit wehrte sich gerade das weibliche Geschlecht bis zum äußersten gegen die Brille, der man nachsagte, daß sie einem Mädchengesicht jeden Liebreiz nehme. Heute aber gehört die große Sonnenbrille zu den unentbehrlichen Reiserequisiten aller Mädchen und Frauen. « Die Träger schwarzer Brillen, die mich übrigens immer an manche dunklen Gestalten aus spannenden Kriminalromanen erinnern, behaupten aller- Gebt Obacht auf den Attentäter! In unserer gestrigen Ausgabe berichteten wir bereits über die Schandtaten eines Mannes, der in den letzten Tagen in der Nähe von Heuchelheim, Klein- Linden und Hausen junge Mädchen und Frauen auf der Landstraße belästigt, zum Teil sogar in un- sittlicher Weise angefallen hat. Nunmehr liegt eine Beschreibung dieses Attentäters vor. Es handelt sich um einen etwa 1,70 Meter großen und 20 bis 22 Jahre alten Menschen. Er trug bei den bisherigen Vorgängen einen dunkelgrünen Sportanzug mit langer Hose, der Rock hatte an der Rückseite einen Gummizug, weißes Oberhemd ohne Krawatte. Das Haar des Täters ist dunkelblond unb etwas gewellt, die Gesichtsfarbe ist blaß. In allen Fällen führte er ein neues Fahrrad mit Dynamo-Beleuchtung und Gepäckträger mit sich. Es ist notwendig, daß alle Volksgenossen an Hand dieser Beschreibung die Augen aufmachen und im gegebenen Falle rasch entschlossen zugreifen, mindestens aber ihre Wahrnehmungen umgehend der nächsten Polizeistelle, oder der nächsten Gendarmeriestation zur Kenntnis bringen, damit die Maßnahmen zur Ergreifung dieses Burschen möglichst rasch zum Erfolg führen. ♦ ** Arbeitsjubiläum. Am heutigen Tage kann der kaufmännische Angestellte Willy Werner aus Gießen, Neuenweg 52, auf eine 25jährige Der Panther p ilz (Amanita pantherina) gehört mit dem grünen Knollenblätterpilz, unserem gefährlichsten Giftpilz, und mit dem Fliegenpilz zu den Knollenblätterpilzen. Am Sttelgrund finden wir einen Knollen, der wie beim Knollenblätterpilz mit einer mehr ober weniger dicken Haut umgeben, in den Stiel also sozusagen eingepfropft ist. In seinem oberen Teil trägt der Stiel genau wie beim grünen Knollenblätterpilz und beim Fliegenpilz eine herab- hängende Ringhaut, eine „Manschette", die beim Pantherpilz manchmal ziemlich vergänglich ist und infolgedessen undeutlich oder ganz verschwunden fein kann. Diese Manschette ist der Rest eines Schleiers, der in der Jugend die weißen Blättchen auf der Hutunterseite schützend verdeckt. Der Name „Knollenblätterpilz" wird also durch den Knollen des Stielgrundes und durch die weißen Blättchen auf der Hutunterseite genügend verständlich. Der Hut selbst ist beim Pantherpilz von mehr oder weniger grau- bräunlicher Färbung, kann heller ober dunkler sein, sogar ganz weiß, und ist am Rand fein strahlig- gerieft. Der im Knollen eingepfropfte Stiel ist das beste Kennzeichen des Pantherpilzes. Der Hut ist wie beim Fliegenpilz mit weißen Hautflöckchen bedeckt, den Resten der Gesamthülle, die im Jugend- zustand von der weißen Haut des Knollens aus den gesamten Pilz umhüllt. Die weißen Huttüpfel- chen werden ebenfalls genau wie beim Fliegenpilz umijenaumem leich, „om Regen abgewaschen. Der Geruch ist meist s schließender Gliederstarre folgen dann. Das Nerven- sie frei. Landkreis Gießen. can- Aus -er engeren Heimat | Sie behauptete, daß in il (Nachdruck verboten!) 3. Fortsetzung. aufgegeben haben foUen?' Gisela verneinte. •« tebn! Itö 6tt 060. Als nächster wurde Herr Weißfloh ins Allerheiligste gerufen Fräulein Babett gab -hm einen aufmunternden Rippenstoß mit aus den Weg. „Haben Sie etwas von einer telephonischen Be» stellung gesehen, die Muller und Kießling gestern * Bellersheim, 20. Juli. Eine der ältesten Frauen unseres Dorfes, Frau Marie R t u te r, geb. Müller, kann am heutigen Mittwoch, 20. Juli, in geistiger und körperlicher Frische ihren 8 0. Geburtstag begehen. Kreis Alsfeld. ____ Homberg, 19. Juli. Die Arbeiten an der Reichsautobahn zwischen Nieder-Gemünden und Nieder-Ohmen sind jetzt so weit vorangekommen, daß dieser Tage mit dem Ausbringen der Decke auf die Fahrbahn begonnen werden konnte. Um das erforderliche Baumaterial an diese Stelle zu schaffen, wurde ein Kleinbahn-Anschluß hergestcllt. Kreis Vehlar. * R o d h e i m a. d. Bieber, 19. Juli. Unserem Bericht über die Jubiläumsfeier des Turn» und Sportvereins ist richtigstellend nachzu» tragen, daß die Musik für die Feier nicht von der Buderussche Werkskapelle, sondern von der K a - pelle Krofdorf unter Leitung von Kapellmeister Re eh ausgesührt wurde. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) Zwei hinter Gisela. Vornan von Hans Hirthammer. Urheberrechtschutz Verlag Oskar Meister, Werdau/Sa. «S?5 mit ihm unternommen, außer nur nock einer Fahrt, die am 21. Januar 1937 in Begleitung eines Polizeibeamten nach Frankfurt stattgefunden hatte. Bei allen diesen Fahrten seien auf dem Nummern- schild keine Gummistempel angebracht gewesen, sondern während seiner Abwesenheit müßten diese von einer ihm unbekannten Person dort befestigt wor- „Warum net? Wenn mir zum Beispiel meine Hauswirtin einreden will, daß ma an Kaffee ohne Jucker trinken soll, da kann i mi sakrisch giften. Aber z'wegn dem Alten? Na na, Fräulein Mertens, bas wär' eine überflüssige Strapazen." „Ach, wer das auch so tonnte!" klagte Gisela. -Akf) bin immer ganz unglücklich, wenn ich mir einen Tadel zuziehe." „Warum bleiben S' bann da? Sie |an jung, Ha'm a nettes G'sichterl, alsdann warum heiraten Aus -en Gießener Gerichtssälen Feierstunde am Willi-Weber-Gedenkstein. —Homberg, 19. Juli. Wie alljährlich, so fand aus diesmal am 16. Juli am Willi»We» b e r » G e d e n k st e i n zwischen Homberg und Nie» der-Ofleiden eine Feierstunde zum Gedenken an den in der Nacht vom 16./17. Juli 1932 anläßlich eines Uebersalls von Kommunisten auf die Als» felder SA. schwerverletzten jungen Kämpfers Willi Weber, der einige Tage später im Alsfelder Krankenhause an seinen Verletzungen gestorben ist, statt. Am Gedenkstein loderten Feuerbrände in Scho» len weithin in die Nacht hinaus. Die Gliederungen der Partei mit ihren Fahnen umstanden den Gedenkstein. Mehrere Sprecher gedachten jener schweren Zeit und insbesondere des für das nationalsozialistische Deutschland gestorbenen jungen Kämpfers Willi Weber. Mit dem Bekenntnis zum Führer und seinem Werk klang die Feierstunde aus. Ein ungeklärter Mordfall. Lpd. B a d D i l b e l, 19. Juli. Der Nachtwächter W. K r i e g wurde vor18Jahrennachts ermordet auf der Straße aufgefunden. Dem Unglücklichen war mit einem Bsil oder Hammer der Schädel zertrümmert worden. Die seinerzeit nach dem Täter angestellten Nachforschungen hatten keinen Erfolg. Vor kurzem war nun von der Behörde wiederum eine umfangreiche Untersuchung eingeleitet worden. Personen, die früher schon in das Verfahren verwickelt waren, wurden erneut waren vergessen. Hier war ihre Welt, ihr Leben, hier durfte sie glücklich sein. Und als sie dann ihren Malblock öffnete und die Farben anrührte, um nach einigen Einfällen Muster zu entwerfen und ihre Wirkung zu erproben, da war nur noch das Wissen um ihr Ziel in ihr, dos Berauschtseirf von der künstlerischen Sendung, der sie sich völlig -hingab und von der sie zutiefst durchdrun- , „Na also! Wahrscheinlich hat er den Auftraa selber verbummelt. Es wär ja net das erstemal. Passen S' auf, Fräulein Mertens, nachher kommen Sie dran!" „Ich bewundere Sie manchmal", machte Gisela ührern Empfinden Luft. „Gibt es überhaupt etwas, was Sie aus der Fassung bringen kann?" einheit mit Betrugsversuch zu einer Gefängnisstrafe von zwei Monaten. Allein die Tatsache, daß die Angeklagte in schlechten wirtschaft- lichen Verhältnissen lebt und es sich nur um einen geringen Betrag gehandelt hätte, wenn der Betrug gegenüber dem Wohlfahrtsamt gelungen wäre, veranlaßte das Gericht, der Frau mildernde Umstände zuzubilligen. Bei der Strafhöhe mußte aber berücksichtigt 'werden, daß die Angeklagte hartnäckig leugnete und daß sie in der unverantwortlichsten Weise ihre Kinder zu falschen Aussagen veranlaßte. etitofeti 5?#it b" elni 11fit "d 20 di-'Z etnln - Ryamatte. dQ3 gewellt, * führte er Achtung unb j dah alle i Weihung bit volle rasch ent, r >hre Dch. ollzeistelle, oder Kenntnis brin. Weisung dieser ' fuhren. Vorsicht beim Aufbewahren von Düngekalk. Lpd. Marburg, 19. Juli. Im Anwesen eines Landarbeiterehepaares in Willersdorf bei Frankenberg brach vor einiger Zeit ein Brand aus, der das Wohnhaus stark beschädigte und eine Scheune einäscherte. Bei der Nachforschung nach der Brandursache stellte man fest, daß in einem Anbau des Wohnhauses Düngekalk gelagert hatte. Als die Papiersäcke schadhaft wurden, schütteten die Eheleute den Kalk samt Papiersäcken in Hanfsacke, kehr- len den dabei auf dem Boden verstreuten Kalk zusammen und füllten den Kehricht obenauf. Durch die im Kehricht vorhandene feuchte Erde der Bodenfläche des Schuppens hatte sich der Kalk e n t z u n - d c t. Wie man vor Gericht fcststellte, ist eine derartige Gefährlichkeit bei der Lagerung von Düngekalk noch nicht allgemein bekannt. Ein Zeuge bckun- bete, daß er kurze Zeit vorher In seinem Anwesen die gleiche Feststellung machte, den entstandenen Brand aber noch rechtzeitig löschen konnte Das Gericht vermochte auf Grund dieser Feststellungen ein Verschulden der wegen fahrlässiger Brandstiftung angeklagten Eheleute nicht zu erblicken und sprach täte* UZ Ferner läßt es sich nicht vermeiden, Herrn Weiß- Hot) kennenzulernen. Herr Weißfloh war Buchhalter, also sozusagen Dm Rückgrat des Unternehmens. Obgleich Eingeborener, war er ein Mann von zartem tunb ernpsindsamem Charakter, der schwer an jedem Aorwurf litt und bei häufigen Gelegenheiten des tröstenden Zuspruchs von Fräulein Babett bedurfte, ber er sich in seiner edlen Seelenfreundschaft verbunden fühlte. Auch an diesem Nachmittag herrschte bet Has el- fchwert wieder Gewitterluft. Fräulein Hinterhuber datte bereits ihr Donnerwetter abbekommen, aber als die Hinterhuber aus Hasseischwerts Büro herauskam, hatte sie nur ein verächtliches ..Schiaglata Hennahund!"; das ist ein Ausdruck, der im Lande ber Weißwürste den höchsten Grad an Mißachtung bezeichnet. „Hat es Krach gegeben?" fragte Gisela jn0f‘[1")- „No ja!" meinte Babette gemütlich. „Er hat halt wieder seinen damischen Tag!" es ausgenommen, >n »«> »»« d« ■ , dem äuge, W •h»n wie es t beim 3n diesen « 'ÄgaTftäS SL- •«tA ‘ 1 »lirfe . ®e " Große Strafkammer Gießen. ; Der E. B. aus Lollar fuhr im August v. I. ■ florgons gegen 8 Uhr mit einem Lastkraftwagen auf Der Marburger Straße in der Nähe der Wel- 1 Itrßburg. Nachdem er an einem Lastkraftwagen vor- 1 ^[gefahren war, sah er einen Radfahrer vor sich, M er überholte. Etwa 100 Meter weiter bemerkte |ein Sohn, der mit ihm fuhr, bei einem zufälligen Umsehen, daß der Radfahrer vom Rad gestürzt war und auf der Straße lag. Daraufhin fuhren sie zurück, halsen dem Verletzten auf und brachten ihn in seine Wohnung. Der Arzt stellte einen Schädel» vruch fest, der aber leichterer Natur war. Einige Lage darauf erkrankte der Verletzte an einer Lun- «nentzündung, es kam zu einer Embolie und er starb. Die Große Strafkammer hatte in ihrer gestrigen Atzung darüber zu entscheiden, ob der Unfall des Radfahrers durch den Autofahrer veranlaßt worden und ob dessen Verhalten kausal für den Tod ge» Hefen sei. Die Beweisaufnahme ergab, daß dem Angeklagten nicht nadjgeroiefen werden konnte, daß et in irgend einer Weise den Radfahrer angefahren hatte. Eyer ist anzunehmen, daß der Radfahrer, ber bereits 73 Jahre alt war und außerdem nur selten jaD fuhr, aus irgend einem anderen Grunde stürzte. Das Gericht sprach daher den Angeklagten mangels Nachweises einer strafbaren Handlung scei. I ,* Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit verhandelte be Kammer gegen den H. T. aus Hausen. Die Ber, Handlung ergab, daß sich der Angeklagte eines Ber- -chens gemäß § 218 StGB. (Abtreibung) schuldig irmacht hatte. Das Gericht verurteilte/ ihn unter Anrechnung der Untersuchungshaft zu einer Ge - |ängnis Strafe von vier Monaten. SezirMWngerich« Gießen. Dor dem Bezirksschöffengericht hatte sich gestern hie H. Sch. aus Gießen wegen schwerer Urkundenden fein. v . . Diese Darstellung des Angeklagten wurde durch die Zeugenaussage widerlegt. Die Beweisaufnahme ergab, daß der Wagen, obwohl er nicht angemeldet war, zu verschiedenen Fahrten benutzt wurde, darunter sogar zu einer Fahrt nach Düsseldorf. Bel diesen Fahrten trug der Wagen stets fern altes Nummernschild. Der Beklagte wurde von dem Zeugen W., der bei ihm beschäftigt war, verschiedene Male darauf aufmerksam gemacht, daß er den Wagen ohne Zulassung nicht fahren dürfe. Außerdem war sich der Angeklagte auch bewußt, daß es verboten ist, einfach ein anderes Schild an den Wagen anzubringen. Bei der Fahrt nach Frankfurt vQtte der Polizeibeamte vorher festgestellt, daß das Nummernschild ordnungsgemäß verstempelt war. Die Gummisiegel müssen demnach schon vor ocr Abwesenheit des Angeklagten an dem Schild angebracht worden sein. So groß die Wahrscheinlichkeit ist, daß der Angeklagte selbst dies getan hat, konnte es ihm doch nicht nachgewiesen werden. Das Gericht verurteilte ihn wegen Gebrauch- machens einer gefälschten öffentlichen Urkunde und wegen Vergehens gegen das Kraftfahrzeuggejetz zu einer Gesamtgefängnis st rafe v o n neun Monaten und ging damit über den Antrag des Staatsanwaltes, der fünf Monate Gefängnis betragt hatte, hinaus. Bei der Strafzumessung fiel erschwerend ins Gewicht, daß der Angeklagte in der unglaublichsten Weise das Gericht belogen hatte. Während der ganzen Verhandlung beteuerte er seine Unschuld, obgleich ihm in das Gesängn s cm Kassiber hereingeschmuggelt worden war, nach wel- chem er aussagen sollte, er wisse von dem Stempel nichts. Hinzu kommt noch, daß auch die Frau des Angeklagten den Zeugen W. zu einer falschen Aus- |age vor Gericht verleiten wollte; auch dieser, durch dessen Angaben die Darstellung des Angeklagten l in vielen Punkten widerlegt wurden, sollte sagen, । daß er nichts wisse. Dabei wußte der Angeklagte, i ber eingehende Gesetzeskenntnisse besitzt, genau, daß - er keinesfalls, selbst wenn er selbst die Gummi- t stempel nicht angebracht haben sollte, den Wagen t mit diesem gefälschten Nummerschild und ohne Zu- : lassung fahren durfte. Das waren freilich Dorerft- noch Träume, deren Verwirklichung der Zukunft vorbehalten blieb. Zu solchen Plänen gehörte Geld, ein Betriebskapital, und woher in aller Welt sollte Gisela das Geld nehmen? . Immerhin stellte sich wieder die frohe, gelockerte Stimmung ein, als sie ziemlich atemlos den Lehrsaal betrat, wo Fräulein Bovarius sich anschickte, mit dem Unterricht zu beginnen. Sie nickte der Eintretenden freundlich zu und wartete noch, bis Gisela ihren Platz erreicht und ihre Malutensilien zurechtgelegt hatte. Der Unterricht behandelte im Augenblick den An» teil der Farbe an der Wirkung des Stosses. Wie immer nahm Fräulein Bovarius die Volkskunst zum Ausgang und Vorbild ihres Vortrages; sie zeigte, wie in der aus frühester Zeit überlieferten bauer- lichen Tracht vor allem die Farbe eine wesentliche Rolle spielt, wie hier bestimmte Farben in ihrer Zusammenstellung geradezu charakteristisch feien für Diese und jene Landschaft, und wie es im neuen kunstgewerblichen Schaffen notwendig sei, immer wieder auf das Alte zurückzugreifen, es als Vor- blld zu nehmen, es sinngemäß anzuwenden und weiterzubilden. Gisela, obwohl sie acht Stunden in einem eintönigen Büro gearbeitet hatte, wußte nichts «mehr von Müdigkeit. Hasselschwert und alles andere vernommen. Die Ermittlungen mußten aber lieber eingestellt werden, da die Aussagen der Zeugen aus der Damaligen Zeit nur noch sehr unvollkommen waren. Der Mord, der vor 18 Jahren großes Aufsehen erregte, harrt also immer noch der Aufklärung. Tragischer Tod einer jungen Krau. Zu dem gestrigen Leichenfund auf der Main- Weser-Bahn, zwischen Nieder-Wöllstadt und Bruchenbrücken, ist heute ergänzend zu berichten, daß es sich bei der gestern vormittag noch unbekannten Toten nach den nunmehr vorliegenden Feststellun- gen um eine verheiratete junge Frau aus Friedberg handelt. Die einwandfreien Feststes lungcn haben als Todesursache Freitod ergeben, der offenbar durch einen s ch w e r e n N e rv e n Zusammenbruch veranlaßt wurde. ßin bejahrter weiblicher Gemeindediener. Sie schwingt mit 80 Jahren noch die Ortsschelle. Lpd. Marburg, 19. Juli. Jrn Kreisort Mar- bad) ist der seltene Fall zu verzeichnen, daß eine Achtzigjährige als „O r t s D i e n e r" noch un» entwegt die für die Bekanntmachungen der Gemeinde zuständige „Ortsschelle" schwingt. Die Trägerin dieses Gemeindeamtes, Frau Anne Seibert Wwe., feiert am 27. Juli ihren 80. Geburtstag; sie verwaltet das Amt feit dem Tode ihres Mannes I in Treue und großer Gewissenhaftigkeit ,5. Die Inhaberin der Pension Stadelmann halte allen Grund, über ihren neuen Pensionsgast erstaunt zu sein. Der erste Eindruck von Herrn Radegast war denkbar ungünstig gewesen. Ein kleiner Mann aus der Provinz, der in einem Anfall von Größenwahn eine bescheidene Sparbüchse plündert oder gar mit ier Portokasse durchgebrannt war, um sich ein paar Tage in Berlin zu amüsieren und so den heimlichen Traum feines Lebens erfüllt zu sehen. Als bann Herr Radegast gegen Abend in so vor- teilhast veränderter Aufmachung nach Hause kam, wußte Frau Stadelmann nicht, ob sie ihr anfängliches Urteil einer Berichtigung unterziehen ober in dem neuen Herrn Radegast eine Bestätigung ihres Verdachtes erblicken sollte. Sie beschloß, abzuwarten und machte sich insgeheim darauf gefaßt, daß über kurz oder lang ein paar Herren vor ihr erscheinen und mit einer unauffälligen Bewegung nach ihren Rockausschlägen stch nach dem Zimmer von Herrn Radegast erkundigen würden. Man hatte schließlich seine Erfahrungen. Immerhin schien Herr Radegast fürs erste von einem allzu schlechten Gewissen nicht gepeinigt $u werden. Er schlief am anderen Morgen bis spät in den Vormittag hinein, verbrachte bann eine endlos lange Zeit mit dem Frühstück, ließ sich daraufhin Papier und Tinte geben und verließ erst gegen zwei Uhr sein Zimmer — lauter Dinge, die Frau Stadelmanns bösen Verdacht zu erschüttern geeignet waren. Denn wenn einer etwas ausgefressen hat, dann pflegt er sich möglichst wenig zu Haufe auf- zuhalten. , Etwa um halb vier war Herr Radegast schon wieder da und bat Frau Stabeimann, dafür zu sorgen, daß er eine Stunde oder zwei ungestört ruhen könne. Er fei zum Abend eingeladen eine geschäftliche Beziehung —, und es würde aller Voraussicht nach sehr spät werden. Im übrigen sollte sie ür ihn um acht Uhr eine Taxe besorgen. „Gewiß, Herr Radegast, sehr gern! flatterte Frau Sladelrnann, und wenn sie sich des unbeholfenen, armseligen Mannes erinnerte, der gestern vormittag ihre Pension betreten hatte, dann war das wirklich ein Grund, über Herrn Radegast er- staunt zu fein. Der junge Mann, vom Schlummer erfrischt, bereitete sich mit aller Sorgfalt auf den Bummel mit Frau Dorothea Malick vor. Er nahm eine neue Klinge zum Rasieren, polierte sich hingebungsvoll die Fingernägel, zog seinen Scheitel mit der Ge- nauigfeit eines Architekten und verwandte eine volle Viertelstunde auf den tadellosen Ditz des feibenetf Binders. (Fortsetzung folgt.) I. H. Ist eine Ehefrau während Bestehens ber Ehe beleidigt worden, so hat sowohl sie, als auch ihr Ehemann ein selbständiges Recht, gegen den Beleidiger auf Bestrafung anzutragen. Erhebt der Ehemann >die Privatklage, so kann er seine Ehefrau als Zeugin für die Klagebehauptungen benennen; sie wird jedoch in aller Regel wegen des nahen Derwandschaftsoerhältnisses unb ihres eigenen Interesses am Ausgang des Rechtsstreits mcht beeidigt werden. Bei dem geschilderten Sachverhalt Dürfte eine Klage kaum Aussicht auf Erfolg haben, zumal etwa gefallene Aeußerungen nur für den Ehemann der Beleidigerin bestimmt waren und unbeteiligte Dritte, oder die angeblich Beleidigten selbst diese Aeußerungen nicht hören konnten. Rundfunkprogramm Donnerstag. 21. Juli. 5 Uhr: Frühmusik. 5.45: Ruf ins Land. 6: Gym- naftif. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gi;rn- na tif. 8.30: Bäberkonzert. 9.40: Kleine Ratschlage für Küche und Haus. 11.45: Herr Panama wird behütet. Etwas für hutlpse Männer. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.15: Musikalische Kurzweil. 15: Für unsere Kinder. Hänschen und Fränzchen unb ber Kuckuck. 16: Nachmittagskonzert. Operette — Tonfilm 2000 Jahre Heilquelle Bad Bertrich. 18: Zeit- geschehen. 18.30: Der fröhliche Lautsprecher. 19: Allerlei vom Sport ber Woche. 19.10: Klang der Landschaft. Die drei Inseln im Bodensee. Hörfolge. 20: Nachrichten. 20.15: Unser singendes, klingendes Frankfurt. 22: Nachrichten. 22.20: Unsere Kolonien. Deutsch-Südwest-Afrika. 22.30: Volks- unb Unter- Haltungsmusik. 24 bis 3: Nachtkonzert. Wiflen tQge öittg e r n er üne 25jährige g Dorgenommen zu haben. r , w ... ihrer Abwesenheit ihre drei Linder den Schein genommen und ihn gefälscht Ulätten. Die Vernehmung der Kinder ergab, daß Hefe durch ihre Eltern zu bestimmten Auslagen t> erteilet wurden, die mit dem tatsächlichen Geschehen i n Widerspruch stehen. Die Kinder Der Angeklagten, Hei Jungens im Alter von 10, 12 und 16 Jahren, Hhaupteten, im Spiel die Aenderung vorgenommen ju haben. Die angestellten Schriftproben ergaben : her, daß die Kiüder keinesfalls die Täter fein tonnten, zumal der eine noch nicht einmal das auf icm Schein Geschriebene lesen konnte. Wer eigentlich die Fälschung begangen hat, konnte cud) durch die Hauptverhandlung nicht geklärt wer- hen Obwohl ein hoher Grad von Wahrscheinlich- leit besteht, daß die Angeklagte die Aenderung vor- senommen hat, da sie die Triebfeder dafür war, laß ihr Mann sich überhaupt krank schreiben ließ — und zwar nicht, damit sich seine Krankheit k efferte, sondern einzig und allein, weil man bann ?.on dem Wohlfahrtsamt eine höhere Unterftülsung „ezog —, konnte doch hierfür kein schlüssiger Beweis erbracht werden. Das Gericht verurteilte die Angeklaate wegen Vebrauchmachens einer gefälschten Urkunde in Tat° '2 & Co. lurüdi [uter Kaufmann iiebsführer unb hing unb Werl- )rentag mürben |0lWt Ehren- m Aolksbab Änftandsetzungr- i Dolksbad vorn, ihres geschloffen unaen des Volk geführt. en. Es verfiel-. ;th Michel, tzl je 86; Ernejm It, hitlenoall *&\ S., 79 W alt el, geb Herbert a&e 4t. 3. M hre alt, Stein» ite alt, Frank- dN, Waaü Hbmia Jochim, 91 Jahre alt .mer, geb. Paust, Berta Perg, m inetöber Weg Ü. ter, 69 W qUi ufmann, 67 Ächt Karl Hof, o. B, Juli: Oskar Mahn- Lchnh°M°b-Z Jahre alt, Am )t, 84 Zahre all. Mer, Dermal- hre alt, Meiner- An diesen weisen Ausspruch muhte Gisela denken, als sie nach Feierabend das Büro verließ. Warum ertrug man dieses mühselige, unwürdige Leben bei Hasselschwert? Bloß wegen der paar Kröten, die man am Monatsende ausbezahlt erhielt? Du lieber Gott, es mußte eben sein! Und außerdem war es ja nur ein vorübergehender Abschnitt ihres Lebens. In zwei Jahren, wenn man mit der Kunstgewerbefchule durch war, fand man sicher eine schöne Stellung in irgendeiner Werkstätte, und damit eine Tätigkeit, die einem Freude machte, die einen innerlich ausfüllte. Erst vor wenigen Tagen hatte Fräulein Barovius sie wieder gelobt. Und eine solche Anerkennung der geliebten Lehrerin half über viele bittere Stunden bei Hasselschwert hinweg. Fräulein Barovius hatte bei jener Gelegenheit von einem stark ausgeprägten künstlerischen Eigenwillen gesprochen, den sie bei Gisela festgestellt hatte „Sie sind ein starkes Talent, Fräulein Mertens, und ich zweifle fast, ob es gut für Sie sein wird, sich päter einer anderen Auffassung unterzuordnen. Sie müßten selber eine Werkstätte leiten und Ihren persönlichen Stil zur höchsten Vollkommenheit entfalten. Ich glaube, daß Sie Erfolg haben würden." gen war. Erst als sie dem Bannkreis ihrer Schule entrückt und auf dem Heimweg in die Milmersdorfer Straße war, machte sich die Uebermüdung bemerkbar. Kaum, daß sie sich noch aufraffen konnte, ein paar Kleinigkeiten zum Abendbrot einzukaufen. Sie bemerkte daher auch nicht, daß Frau Kretschmar sie mit anderen Augen als sonst begrüßte, -mit Augen, die voll von unerträglichen Ge- Heimnissen waren und die nur allzu deutlich das ausdrückten, was der Mund nicht sagen dur te. „Wieder so lange gearbeitet? Sie werden s d) noch ganz kaputt machen, Fräulein Mertens. Es ist wirklich ein Jammer!" „Nicht so schlimm!" sagte Gisela, als sie in ihr Zimmer trat. Nur ein bißchen müde! Möchten Sie mir etwas Tee aufgießen?" „Aber gern! Wissen Sie, Fräulein Mertens, wenn ich Ihnen so ansehe. Sie müßten eigentlich heiraten. Das wäre das allerbeste für Sie!" „Heiraten?" lachte Gisela unb wunderte sich, daß Frau Kretschmar plötzlich den gleichen Vorschlag machte wie Fräulein Hinterhuber. „Wie kommen Sie denn darauf? Ich habe doch meine Pläne, das Heiraten muß ich schon anderen überlassen!" Frau Kretschmar geriet in Eifer. „Aber eine passende Heirat würde doch Ihren Plänen nur förderlich sein. Denken Sie doch, wenn Sie einen Mann mit Vermögen bekämen! Das würde Sie all Ihrer Sorgen entheben. Sie brauchten nicht mehr ins Büro zu gehen, könnten sich viel gründlicher Ihrem Studium widmen und hätten außerdem die Mittel, um Ihre künstlerischen Ziele bald verwirklichen zu können!" , „Hören Sie auf damit! lachte Gisela, aber es war ein schmerzlicher, gequälter Unterton in ihrer Stimme. „Ein solcher Mann mühte wohl erst gefunden werden." A,. . .. Na, wenn cs sonst nichts tft? dachte die Kretschmar, doch sie hütete sich, diesen Gedanken aus- ^.Da^müffen wir eben mal suchen!" sagte sie diplomatisch. „Passen Sie auf, ich werde^ von jetzt ab die Heiratsanzeigen für Sie studieren. 3a, tun Sie das, liebe Frau Kretschmar, tun Sie । das! Ader vorher den Tee, ich bin am Verdursten!" Ferner hatte sich der F. R., früher in Butzbach, zu verantworten. Der Anklage lag folgender Sach- verhalt zugrunde: Der Angeklagte befand sich Ende 1936 im Besitz eines Opelwagcns, den er um diese Zeit auf einem Autosriedhof nach Frankfurt verkaufte. Um die gleiche Zeit, entweder Ende Dezember oder Anfang Januar, kaufte der Angeklagte von dem Zeugen I. einen gebrauchten Wagen, der fchon feit einiger Zeit abgemeldet war. An diesem Wagen befestigte er das alte Nummernschild seines früheren Wagens und unternahm dann mit dem jetzt gekauften Wagen verschiedene kleinere und auch größere Fahrten. Dabei wird ihm auch vorgeworfen, Gummistempel, die ein Kennzeichen der Zulassung des Wagens zum öffentlichen Verkehr darstellen, auf dieses alte Nummernschild angebracht zu haben. In der Hauptverhandlung behauptete der Angeklagte, sich keinesfalls irgendwie schuldig gemacht zu haben. Er habe nach einer Anfrage bei dem Kreisamt sich für berechtigt gehalten, das Nummernschild seines alten Wagens an dem von ihm §etauften Wagen zu befestigen und damit zu der »ulassung und aud) von dem Orte des Kaufes nach taufe zu fahren. Auch habe er den Wagen noch an dem gleichen Tage, an dem er ihn bei dem Zeugen I. abholte, bei dem Kreisamt zur Zulaffung an- melden wollen. Er sei deswegen in Friedberg ge- wesen und habe sich dort Anmeldeformulare getauft; um diese auszufüllen, sei es aber schon zu fpät gerne en. Dann habe er den Wagen nur noch einmal ge ahren, und zwar habe er da wieder zu der Zulas ung fahren wollen. Unterwegs fei der Wagen aber liegen geblieben und habe abgefchleppt werden müssen. Zu Haufe sei er Dann repariert morden. Er habe - keinerlei sonstige Fahrten mehr stlschung zu verantworten. Die Angeklagte, die schon mehrfach vorbestraft ft, hatte ihren Mann im Dezember vorigen Jahres a einer ärztlichen Untersuchung begleitet. Der Mann »urbe von dem Arzt für Drei Tage krank getrieben. Die Angeklagte nahm Den Schein an sich mD legte ihn zu Hause in Die Küchenschublade. Cinige Zeit später nahm sie ihn heraus und ging nit ihm zum Wohlfahrtsamt, legte ihn dort vor iiti) hoffte, wegen Der Krankheit ihres Mannes nun Lnc größere Unterstützung zu erhalten. Auf dem Wohlfahrtsamt mürbe aber festgestellt, daß auf Dem Tezevt Der Vermerk „3 läge7' in „3 Wochen' um- [cänöert worden war. Der Verdacht, diese Fälschung begangen zu haben, ächtete sich gegen die Angeklagte. Sie leugnete in ier Hauptoerhandlung ebenso, wie schon im Vor- lerfahren, Die Aenderung Dor^enommen zu haben. S.Uporl legen. -andesarbeitsamtsbezirks Hessen tä- einsatzfähige Volksgenossen von den Betrieben un) | operativen wr Verwaltungen ausgenommen wurden, womit sich tenkämpfe W die Reserve an verfügbaren Kräften etwas erweitert. Im östlichen Die Zahl der von der Reichsanstalt Unterstützten unbedingt die ging im Monat Juni um 1461 auf 10 955 zurück. ' | am Werke, hn verteidignngsfi in Waldenburg: Südwest — Bayern; Vormonat. Wirtschaft in am von in in in in zwanzig Jahre ist dieser Segelflug dann zu einem internationalen Sport geworden. 52 Sportwagen und 92 Motorradfahrer Bei der Frankreich-Rundfahrt verlief am Dienstag die 12. Teilstrecke von Marseille nach Cannes (199 Kilometer) stimmungslos. Rach einer Fahrzeit von 6:35:26 Stunden gewann der Franzose F r e - d) aut aus einer zwölfköpfigen Spitzengruppe Herpreußen; Liegnitz: Niedersachsen — Sachsen; Ratibor: Oesterreich — Mittelrhein Beuthen: Schlesien — Pommern; die mehr oder weniger ausgeprägte Veranlagung, der erwähnte sechste Sinn des Fliegers, wie weit man diese Methoden bis zur letztmöglichen Vollendung anwenden kann. Es wird immer die weitaus größere Zahl der Segelflugaspiranten sein, die es nur zur C-Prüfung des zeitlich sehr begrenzten Gleitfluges bringt. Aus dieser großen Reihe unserer C-Flieger lösen sich allmählich ganz von selbst die Begabteren, die schließlich mit den auf- und niederströmenden Luftmassen ein Schachspiel beginnen, die von einem Luftschlauch zum anderen gleiten und wie spielend Höhe und Weite erobern. Diese begabteren Segelflieger sind es auch, die sich so weit In die Geheimnisse des Luftraumes und in die Energiequellen von Wolken, Böen und Gewitterfronten eingelebt haben, daß sie sich diese Urkräfte der Natur unterordnen und ihren so zerbrechlich aussehenden Apparat mit wunderbarem Feingefühl durch die Riesenfäuste eines Gewitterherdes Hunderte von Kilometern über das Land zu steuern wissen. Diese höchste Vollendung des heutigen Segelfluges, die inzwischen zum artistischen Segelflug erweitert worden ist, stellt zweifellos ein gefahrvolles Unternehmen dar, aber der Einsatz lohnt die großartigen Erkenntnisse, die durch eine solche mutige Pionierarbeit für die Luftfahrt im allgemeinen gewonnen werden. Mit jedem neuen Nekordflug, von dem wir hören, sind flugtechnische und flugwissenschaftliche Erkenntnisse und Begriffe verbunden, die in irgendeiner Weise ^ine nutzbrin- (Juni). In fast allen Wirtschaftszweigen gibt der immer stärker werdende Mangel an Arbeitskräften (Fach- und Hilfskräften) dem Arbeitseinsatz das Gepräge. Besonders betroffen find von der Verknappung der Arbeitskräfte das Bau-- und Metallgewerbe, die Steinindustrie, der Bergbau und die Land- und Hauswirtschaft. Die Bemühungen, diesen und den übrigen Wirtschaftszweigen in ausreichendem Maße Kräfte zur Verfügung zu stellen, wurden von den Arbeitsämern verstärkt fortgesetzt, ohne daß es immer gelungen wäre, den Mangelerscheinungen abzuhelfen. So konnte beim Bau der Reichsautobahn der Kräftemangel auch durch den neuerdings erfolgten Einsatz von 700 Volksgenossen aus der Ostmark nur teilweise behoben werden. Den landwirtschaftlichen Betrieben mußten für die Heuernte Angehörige der Wehrmacht und des Arbeitsdienstes zur Verfügung gestellt werden, in der Steinindustrie wurde zuin Teil auf ausländische Kräfte zurückgegriffen, die Betriebe der Metallindustrie forderten wenige Kräfte für eine Verstärkung des Beschäftig. tenstandes herangezogen werden. Die Zahl der Arbeitslosen ging daher nur noch um rund 1300 auf rund 23 000 zurück. Don diesem Restbestand sind nur 3600 voll einsatzfähig und für den Ausgleich ge- eignet. Der allgemeine Kräftemangel führte jedoch dazu, daß in stärkerem Maße nun auch beschränkt einsatzfähige Volksgenossen von den Betrieben uni warten. Die Sieger der Vorrunde treten schon zwei Tage später in Breslau zur Zwischenrunde an, und mit je einem Tag Pause geht/es dann bis zum Schlußspiel. Das wird ein sehr dornenvoller Weg sein, und nur d i e Mannschaften werden bis ins Endspiel vordringen, die neben dem nötigen Können auch über eine große Portion Härte und vor allem über erstklassige Reservespieler verfügen. Hier in Breslau wird es sich zeigen, welche Gaue sich mit besonderer Liebe der Pflege des Nachwuchses widmeten, hier bei diesem Turnier könnte ernste und verantwortungsbewußte Arbeit ihren schönsten Lohn finden! ging im Monat Juni um 1461 auf 10 955 zurück. Bei Notstandsarbeiten, deren Durchführung weiterhin planmäßig eingeschränkt wurde, waren nur noch 1574 Volksgenossen beschäftigt, 359 weniger als im Der Beschäftigungsanstieg hat sich im Landesarbeitsamtsbezirk Hessen auch im Monat Juni der in den Betrieben und Ver- Einer der bedeutendsten und zugkräftigsten Wettbewerbe im Rahmen des Deutschen Turn- und Sportfestes in Breslau ist zweifellos das Turnier der Fußball-Gaumannschaften, das in einem Zeitraum von nur sieben Tagen entschieden wird. Von den 17 Mannschaften ist bereits eine, die des Gaues Hessen, in einem Ausscheidungskampf gegen Sachsen auf der Strecke geblieben, so daß also nur noch 16 Gauvertretungen im Wettbewerb stehen, die am kommenden Sonntag, 24. Juli, zu den acht Vorrundenspielen anzutreten haben. Selbstverständlich war es nicht möglich, diese acht Spiele all^ in Breslau durchzuführen; es wurden vielmehr die größeren Städt? Schlesiens als Austragungsorte gewählt, und erst von der Zwischenrunde ab werden alle weiteren Entscheidungen in Breslau fallen. Die vier Zwischenrundenspiele sind zum 26. Juli angesetzt, schon zwei Tage später steigt die Vorschlußrunde, und am 30. Juli wird der Endkampf ausgetragen. Um auch den unterlegenen Mannschaften des Turniers noch weitere Spielmöglichkeiten zu geben, wird noch ein Trostturnier veranstaltet. Am Tag des Endspiels", also am 30. Juli, ist auch noch der Kampf um den dritten Platz angesetzt, den die Unterlegenen der Vorschlußrunde bestreiten werden. Für die acht Dorrundenkämpfe am kommenden Sonntag sind folgende Paarungen getroffen: Wenn man heutzutage die einzelnen Formen des Segelflugs überlegt, wundert man sich eigentlich, daß die Menschen nicht eher darauf gekommen sind, in der Luft zu „segeln". Die Natur zeichnet uns schon seit undenklichen Zeiten tausendbach das vor, was wir heute in mühevoller Pionierarbeit entwickeln. Jeder Vogel in der Luft ist ein Segelflieger, sedes Blatt Papier, das auf der Straße aufwirbelt, verrät schon die geheimnisvolle Kraft, den „A u f w i n d", der das 2l und das O des modernen Segelflugs ist. Und wenn wir heute an den Hängen die Segelflugbabys die A=, B= und E-Prüfung ablegen sehen, wie einfach erscheint uns bann das Problem des Segelflugs, wenn wir nur ein klein wenig über die Methoden nachdenken. Denn wenn der Wind, also die bewegte, für das menschliche Auge unsichtbare Luft über den Hang gelangen will, muß sie notgedrungen aufsteigen, um diese Bodenerhebung zu überwinden. Der Wind ist also ein Bergsteiger. Und was macht der Segelflieger, der seine Kiste auf dem Kamm dieses Hanges stehen hat? Er setzt sich mit seinem Apparat sozusagen auf die Schultern des aus der Niederung heraufsteigenden Windes und gleitet auf diesen unsichtbaren Schultern für wenige Sekunden, Minuten oder gar Stunden durch den Luftraum. Die mehr oder weniger lange Zeitdauer des Segelfluqs hängt lediglich von den Verhältnissen des Geländes bzw. von dem Geschick des Fliegers ab. Man kommt bei dieser Betrachtung vielleicht zu der theoretischen Feststellung, daß Segelfliegen eine Kleinigkeit ist. Es kann aber der beste Theoretiker nicht segelfliegen. wenn er nicht das gewisse undefinierbare Gefühl, den „s e ch st e n Sinn" für das Schweben in und mit der Luft besitzt. Es gibt beim praktischen Segelfluq eine Reihe Methoden. Sie sind sämtlich aus der Grundlage der auf- und absteigenden Luftströmungen hergeleitet. Diese einzelnen Methoden lassen sich in einfachem handwerklichen Können begrenzen. Hier unterscheidet mehr und mehr männliche und weibliche Anlern« träfte, auch verheiratete Frauen, an. Besonders spürbar war das Fehlen von Fach- und Hilfskräften im Baugewerbe. Einsatzfähige arbeitslose Fach, arbeitet aus den Bauberufen sind im Landes« arbeitsamtsbezirk nicht mehr vorhanden; die benö« itgten Kräfte werden im Rahmen des Möglichen durch den zwischenbezirklichen Ausgleich, oder durch sofortige Weiteroermittlung nach Beendigung von Bauarbeiten beschafft. Der allgemeine Mangel auch an Kräften für Erd- und Tiefbauarbeiten wurde noch dadurch verschärft, baß ein Teil ber verfüg, baren Arbeiter bei staatswichtigen Bauvorhaben eingesetzt werben mußte. Aus bem Arbeitslosenbestand konnten nur noch 16 Gauinannschasten bestreiien das Breslauer Fußball-Turnier startet u. a. auch der frühere Seitenwagenfahrer W e y r e s (Aachen). Auch unter den 92 Motorradfahrern der drei Klaffen befinden sich nahmhafte Vertreter Deutschlands und des Auslandes. Alles in allem darf man am 24. Juli einen überzeugenden Querschnitt durch Den gesamten Motorsport voraussagen. Schon Leben auf bem Nürburgring. Schon acht Tage vor dem Großen Preis von Deutschlanb ist es auf dem Nürburgring lebenbig geworden. Mehrere Motorrabrennfahrer trafen em, die bereits einige Trainingsrunden fuhren. In Den Rennfahrerlagern sieht man zahlreiche Techniker und Monteure. Die Auto-Union hat nachträglich noch den Schweizer Christian Kautz für Den Großen Preis gemeldet, so daß das Zwickauer Werk vier Wagen ins Rennen schickt. Ersatzfcchrer ist H. P Muller, der nach seinem Sturz in Reims am Freitag das Krankenhaus verlassen konnte. Das offizielle Training auf dem „Ring" beginnt am heutigen Mittwoch. 60 Segelflieger auf der Wasserkuppe. Vom 24. Juli bis 3. August wird auf ber Waffer- kuppe ber 19. Rhön-Segelflug-Wettbewerb durchgeführt, zu dem diesmal nur die 60 besten Flieger zugelassen sind. Zusammengestellt und eingetrimmt sind die Mannschaften der einzelnen NSFK.-Grup- pen bereits durch schärfste Auslese bei den Gruppenausscheidungskämpfen. Man darf auch in diesem Jahr wieder mit hervorragenden Leistungen rechnen, wenn das Wetter einigermaßen günstig ist. Jeweils am Wochenende ist ein besonderes Programm vorgesehen, an dem auch Motorflieger beteiligt sind. Stimmungslose Etappe der „Tour". Von TNarseille nach Cannes. Stahlhut, Tv. Heuchelheim, in Stuttgart erfolgreich. Recht eindrucksvoll konnte der Heuchelheimer Stahlhut fein erstes Auftreten bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften in ber Abolf - Hitler - Kampfbahn in Stuttgart gestalten. Gelang es ihm doch, als einzigem ber erstmals im Rahmen einer solchen Veranstaltung ftartenben Wettkämpfer, im Fünfkampf sowohl wie im Zehnkampf einen Platz unter ben ersten sechs zu belegen. Besonders am Samstag im Fünfkampf war er in hervorragender Verfassung und erkämpfte sich mit 11,4 Sekunden im 100-Meter-Lauf, 6,74 Meter im Weitsprung, 11,55 Meter im Kugelstoßen, 1,75 Meter im Hochsprung und 53,0 Sekunden tm 400-Meter- Lauf hinter Sievert (Hamburg), Gehmert (Köln) und Herbel (Ludwigshafen) mit 3494 Punkten einen achtbaren 4. Platz, dabei so gute Leute wie Schepe und Bonnet (Berlin) weit hinter sich lassend. Aber auch am Sonntag im Zehnkampf gelang es Stahlhut trotz schwächerer Leistungen im Diskus- und Speerwerfen sich in der Spitzengruppe zu behaupten und mit 6131 Punkten den 5. Platz zu belegen. Seine Leistungen am zweiten Tage waren: 110 Meter Hürden 16,7 Sekunden, Diskuswerfen 29,19 Meter, Stabhochsprung 3,10 Meter, Speerwerfen 39,90 Meter, 1500-Meter-Lauf 4,35 Mm. AJm Fünfkampf ber Frauen konnte Frl. R o h m t g (Mtv. Gießen) nicht die erwartete Rolle spielen. Sie befand sich offenbar nicht in bester Form und blieb hinter ben in letzter Zeit gezeigten Leistungen zurück. Immerhin konnte sie noch den 15. Platz dein Schweidnitz: Baden — Niederrhein; in Neiße: Württemberg — Westfalen; Frankfurt a. d. O.: Brandenburg — Ost- Der Arbeitseinsatz im Luni im Landesarbeitsamtsbezirk Hessen. Der „Große Autopreis von Deutschland" 24. Juli auf dem Nürburgring wird umrahmt Rennen der Sportwagen und Motorräber. 52 Sportwagen werden in ben drei Klassen am Start fein. Tonangebend sind hierbei die schnellen BMW., von denen in der Zwei-Liter-Klasse allein 15 starten. Unter ihnen befindet sich auch der bekannte Gießener Sportfahrer Dr. Adolf Noll. In 'itutimg g®""" Einsatz zu Flöt piel germgeren . ben Ozean beher Webt, bas tur in diesem meitta bene ßuW | nen aus die tu tätigtet! über j I Zerstörung sei operativen Gr ... Görlitz: Nordmark — Mitte. Es ist nicht leicht, feiner Meinung über den mutmaßlichen Ausgang dieser acht Spiele Ausdruck zu geben. Viele Gaue lassen bei diesem Turnier ben Nachwuchs zu Worte kommen, aber im großen unb ganzen ist bas Bestreben zu erkennen, in möglichst stärkster Besetzung vertreten zu sein. So barf man auf ber ganzen Linie heiß umkämpfte Treffen er- $0^ t B,. böher" , Sy? 2- Gießener Schlachtviehmarkt. Zum gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtoiehoerteilungsmarkt) in ber Diehversteige- rungshalle Rhein-Main in Gießen würben 7 Ochsen, 9 Bullen, 25 Kühe, 30 Färsen, 102 Kälber, 254 Schweine, 2 Schafe aufgetrieben. Preise: Ochsen 38 bis 44 Pf., Bullen 37 bis 42 Pf., Kühe 18 bis 42 Pf., Färsen 36 bis 43 Pf., Kälber 38 bis 65 Pf., Schafe 30 Pf. je Yi kg Lebendgewicht. Für Schweine würben je kg Lebendgewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a (150 kg und mehr) 59 Pf.; Klasse bl (135 bis 149,5 kg) 58 Pf.; b2 (120 bis 134,5 kg) 57 Pf.; c (100 bis 119,5 kg) 55 Pf.; d—f (unter 100 kg) 52 Pf.; gl (fette Specksauen und i Altschneider) 56 Pf.; g2 (andere Sauen unb h Eber) 54 Pf. Marktverlauf: Großvieh und Schweine zugeteilt. Alles ausverkauft. Rhein-Mainische Börse. INillagsbörse erholt. Frankfurt a. M., 19. Juli. Im Anschluß an die gestrige Abendbörse zeigte der heutige Verkehr eine weitere Beruhigung und kursmäßig eine Erholung von durchschnittlich 1 bis 2 v. H. am Aktienmarkt, womit allerdings die Einbußen des 18. Juli nur zu einem bescheidenen Teil aufgeholt wurden. Auf bem ermäßigten Stanb setzten einige Rückkäufe und auch Meinungskäufe ein, während andrerseits sich die Abgaben ganz merklich vermindert haben. Zu größeren Umsätzen kam es aber kaum, wie auch sonst nur zögernd vorgegangen wurde, da nach den letzten Erfahrungen bei einer Hebung des Kursstandes immer wieder Verkäufe einsetzten. Erholungen verzeichneten vor allem Montanwerte, wobei Hoesch 2,50 v. H., Mannesmann 2,25 o. H., Verein. Stahl 1,75 v. H., Buderus und Rheinstahl je 1,25 v. H. anzogen. Maschinenaktien hoben ihren Stand um 0,50 bis 1 v. H., Junghans gewannen 1,50 v. H. und Rheinmetall 1,75 v. H. Don Zellstoffwerten ftieaen Felb- mühle Papier um 3 v. H. auf 125 an, Aschaffenburger unverändert 117,50. Am Elektromarkt waren Gessürel um 2 v. H. unb AEG. um 1,25 v. H. erholt, bagegen RWE. noch 0,40 v. H. leichter. IG. Farben erhöhten sich auf 148,75 (148), während Golbschmidt noch 2 v. H. einbüßten auf 127,50. Bemberg tarnen 2,13 v. H. höher an mit 125,50. Schwächer lagen noch Reichsbank mit 186 (187), Conti Gummi mit 198,50 (200,75) unb Berger Tiefbau mit 141 (142,50). Am Rentenmarkt kam es teilweise noch zu Abschwächungen. Kommunal - Umschuldung 94,90 (95,05). Reichsaltbesitz gingen auf 130,50 (130,80) unb Reichsbahn-DA. auf 123,25 (123,75) zurück. Oolbpfanbbriefe blieben gefragt, Liquibationspfanb- briefe zeigten geringe Abweichungen. Stabtanleihen zagen vielfach um 0,13 v. H. an. Höher lagen ferner Jnbustrie-Obligationen, IG. Farben-Bonbs 120,65 (119,25), 5 v. H. Hoesch 101,75 (101,25), 4,50 v. H. Krupp 100 (99,75). Kommunal-Umschuldung im Verlaufe auf 95 v. H. erholt. Bei meist nur kleinen Umsätzen erfuhr der Aktienmarkt in ber zweiten Börsenstunbe weitere Erholungen von etwa 1 bis 2 o. H., Reichsbank plus 3 v. H. auf 189, AEG. plus 2,50 v. H. auf 108,50 v. H. IG. Farben 150,50 nach 148,75, Mannesmann 107 nach 105,25, Verein. Stahl 103,50 nach 101,75, Rheinftahl 141 nach 138,50, RWE. 117,25 nach 116,75, Daimler 132 nach 129. Von später notierten Werten befestigten sich BMW. : auf 144 (141), Klöckner auf 117,50 (114) unb ■ ten und haroa errichten. Die Luftstützpunkt Amerikaner v meter an da! sollen die red . Ihr (tärtlter 9 mitten im Oje. (wtegifdj aufr oai = Inseln fse.arlharb schpunkt dusgi spielsweise das jislo ohne Hro benfliegern err Mckfluge aller werden mützti wichtiger Beb Die Samoa mal zu einer sind, sollen bi Nischen Verleib diese hauplver puntfe eingreii und Gua m al hawai zu ben Philippinc sein mitten hn de" sie im (Ei gehalten werde Verteidigung b Staaten noch “■Jen, von cni herrschen im gestritten als 5 so sind im Dn und (Ent s *>* i F, Möent - bet i JL^unq PLWI Ä» bur. T 'm Sitte i Sn Mite ( q M*en übe l'lnW M I I in ien Kege « ■ N°N" tfrp I iM£>■ I Uno : ^ebt0' II „Srintt genbe Anwendung unb Verbreiterung für die Idee bes Fliegens ermöglichen. Ein Teilgebiet bes Segelfluges, das zwischen Theorie unb Praris liegt, ist die Konstruktion ber Apparate. Es ist Har, baß neben bem „Wirkungs- raum", ber Luft, unb bem „sechsten Sinn" des Fliegens auch bas „Hanbwerkszeug", ber Segelflug» apparat, ganz besonbers wichtig ist. Darum gibt es im heutigen Segelflugwesen innerhalb bes Nationalsozialistischen Fliegerkorps Konstruktionsbüros unb Dersuchswerkstätten bzw. Dersuchshange, in denen alle Erkenntnisse unb geniale Einfalle eine Erprobung unb Uebcrredjnung finden. Hier arbei- ten Techniker, Physiker unb Praktiker zusammen. Schließlich bienen auch bie Segelflugmo- bell roettbemerbe, bie inzwischen eine feste Einrichtung aller Gruppen bes NSFK. geworben sinb, bem Ziel, unbekannte Könner, namentlich ju- jenb'liche Bastler, kurz gesagt, bas einschlägige Talent, zu suchen, zu förbern und bem großen Ganzen der Luftfahrtforschung zuzuleiten. Gerade bei- diesen Wettbewerben werben Versuche ausgeführt, die nicht nur engbegrenzte konstruktive und praktische Fragen bes Segelfluges behanbeln, fon« bem ber gesamten Fliegerei unb Luftfahrt bienen. Zum Beispiel läßt sich gerade beim Mvbellflug bie praktisch zwar schon eingeleitete, aber noch weiterer Vervollkommnung bebürfenbe Frage des ferngelenkten, unbemannten Flugzeugs näher behandeln. fortgesetzt. Die Zahl waltungen bes Lank «... tigen Arbeiter unb Angestellten nahm wieberum um 6000 zu unb erreichte damit einen Stand von rund 1 044 000 Volksgenossen. Die Gesamtzahl der Beschäftigten liegt nunmehr um rund 63 000 über bem Stanb bes Vorjahres unb um rund 27 000 über bem seitherigen Höhepunkt im Jahre 1929 neuer o p o r i u i i 11 -ui. ^.uui| v*. u 11. -v«* 1 -r u- ■ >. - der Klasse bis 1,5 Liter ist BMW. mit 6 Wagen aus ben Spurt vor seinen Landsleuten Marie und vertreten je drei Hanomag unb MG. vervollstän-1 Leducq. Die Hauptgruppe, in ber sich auch Bortoli biaen mit einigen Aston Martin, Riley, Amilcar l und Verwaecke befanden, hatte fünf Minuten Ruck- unb Morgan bas Feld in dieser Kategorie. Bei stand. Von den Deutschen hatten Weckerling, Haus- den „Kleinen" bis 1100 ccm sind die Fiat-und wold und Arents geringe Verspätungen, wahrend Neanberwogen am stärksten vertreten. Auf Neander! Heide ausgeschieden ist. Segelflieger vor neuer Leiflungsprösung Grundsätzliches zur „19. Rhön". In diesen Tagen beginnt auf ber Rhön ber < große Internationale Segelflugwettbewerb, auf bem Deutschlanb mit einer Reihe neuer Konstruktionen unb befähigter Nachwuchsflieger vertreten sein wirb. Erfreulicherweise hat auch bas Auslonb zahlreiche Beteiligung angemelbet, so baß diese „Schule der ersten Fliegerei" wieber interessant werben unb für bie flugtechnische Entwicklung wichtige Ergebnisse zeitigen bürfte. Es ist heute schon beinahe vergessen, daß ber Segelflug eine Erfindung ist, bie in deutscher Notzeit unter ben Fesseln bes Versailler Vertrages entstaub. Als uns vor zwanzig Jahren auf bem Gebiete ber luftfahrttechnischen Entwicklung viele Möglichkeiten genommen waren, wirkte sich ber fortschrittliche Gedanke, ber gerabe bamals in ber Luftfahrt einen starken Impuls erhielt, in Deutschland auf bie Verbreiterung ber Honbelsluftfahrt aus, während in anderen Ländern die Luftwaffe höchste technische Vervollkommnung fand. Da sich jeboch die Wege geistigen Fortschritts und geistiger Erkenntnisse niemals durch äußere Ketten sperren lassen, blieb Deutschlanb, bas von jeher an ber Jbee der Luftfahrt am erfolgreichsten arbeitete, auch in den Jahren feines nationalen Nieberganges in ber Vervollkommnung unb Festigung ber Flugwissenschaften unbedingt führend. Aus diesem unentwegten Fortschritt heraus wurde ber Segelflug erfunden. Die Bezeichnung „erfunben" ist hier eigentlich nicht richtig angewanbt, benn in Wirklichkeit kannte man ben Gleitflug ohne Motorenkraft schon aus dem Weltkriege. Was beim Segelflug der Nachkriegszeit wirklich neuartig wirkte, waren bie von vornherein motorlos gebauten, verblüffend leichten unb überaus schnittig aussehenben Segelflugzeuge. Neuartig war ferner bie Tatsache, baß man beim Segelflug bas „Gleiten" des gedrosselten Motorflugs zum Grundsatz erhob, sich also völlig auf die unsichtbaren Energien ber Luft an Stelle ber Kräfte bes motorischen Antriebs verließ. Es würben bie „lautlosen Flieger" geboren. Im Saufe der letzten Metallgesellschaft auf 123,50 bis 125,50 (122), wah« renb Zement Heidelberg auf 150,25 (152,50) nach« ließen. Mbenbbörfe weiter erholt. Die Abendbörse zeigte bei meist nur kleinen Umsätzen weitere Kurserhöhungen, doch stellten diese in den meisten Fällen nominelle Angleichungen an den noch höheren Berliner Schluß dar. So stiegen Junghans um 2,50 v. H. auf 109,50, RWE. um 2,25 v. H. auf 119,50, Deutsche Erdöl um 1,75 v. H auf 125,75, Licht & Kraft um 1,75 v. H. auf 135,25 und Holzmann um 1,50 v. H. auf 146. Don Montan« attien gewannen Buderus 0,75 v. H. auf 113, Verein. Stahl 0,50 v. H. auf 104, Mannesmann 0,25 v. H. auf 107,75; Rheinstahl mit' 141 und Hoesch mit 109 lagen unverändert. Je 1 v. H. höher lagen AEG. mit 109, Bemberg mit 129 und Bekula mit 152. IG. Farben konnten ben hiesigen Schluß» kurs nicht behaupten und gaben 0,50 v. H. auf 150 nach, ferner gingen Demag auf 138,50 (139), Berger auf 142,50 (143) und Deutsche Linoleum 0,50 v. H. auf 151 zurück. Sonst gelangten u. a. zur Notiz: Ablenverke 110, MAN. 125,50 (125), Scheideanstalt 215, Gesfürel 135, Metallgesellschaft 125,50 (125), Schuckert 165,50 (165), VDM. 165, Deutsche Bank 118, Commerzbank 111,50 und Dresdner Bank 109. Der Rentenmarkt hatte kleines Geschäft in 5 v. H Chem. Essener Steinkohle-Obl. zu 100,90 unb 4,50 d. H. Verein. Stahl-Obl. zu 98. Kommunal-Um« schulbung nannte man mit 95 v. H. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 19. Juli. Auftrieb: Kälber 766 (gegen 661 am 12.7.), Härnrnel unb Schafe 99 (121), Schweine 4201 (2232). Notiert, würben je 50 Kilogramm Lebenbgewicht in Mark: Kälber a) 62 bis 65 (62 bis 65), b) 55 bis 59 (55 bis 59), c) 44 bis 50 (46 bis 50), d) 35 bis 40 (33 bis 40). Hämmel b2) 46 bis 50 (48 bis 50), c) 42 bis 45 (42 bis 45), d) 34 bis 38 (38). Schafe a) 39 bis 4? (40 bis 42), b) 33 bis 37 (34 bis 35), c) 26 bis 30- (24 bis 32). Schweine a) 60 (57), bl) 59 (56), b2)5$ (55), c) 56 (53), d) 53 (50). Sauen gl) 57 (54). Marktverkauf: Kälber unb Schweine zugeteilt, Häm« mel unb Schafe mittelmäßig. Fleischgroßmarkt. Beschickung: 727 (778b Viertel Rinbfleisch, 600 (640) halbe Schweine, 58 (57) ganze Kälber, 18 (17) ganze Hämmel, 22 (5) Kleinvieh. Notiert würben je 50 Kilogramm i« Mark: Ochsenfleisch a) 80, b) 69. Bullenfleislh a) 77, b) 65. Kuhfleisch a) 77. b) 65, c) 54. Färsenfleisch a) 80, b) 69, c) 61. Kalbfleisch I 81 bis 93 (81 bis 97), II 75 bis 80. Hammelfleisch b2) 73 bis 85 (76 bis 90), c) 65 bis 72 (65 bis 75). Schweine- fleisch b) 73. Fettwaren. Roher Speck unter 7 Zentimeter 78, Flomen 80 Mark. Marktverlauf: lebhaft. Frankfurter Obst- und Gemüfemarkt. Frankfurt a. M., 19. Juli. Arn Obsttnartt blieb bas Geschäft allgemein lebhaft, obgleich bie Umsätze infolge ber teilweise nur unzureichenden Zufuhren keinen allzu großen Umfang erreichtem Johannis- unb Stachelbeeren waren ausreichend vorhanden, im übrigen konnte ber Bebarf etwa befriebigt werben. Sehr schwache Zufuhren hatten- Sauerkirschen. Vom Ausland lagen geringe Men.» gen Birnen, Pfirsiche unb Susinen vor. Der Gemüsemarkt hat allgemein starke Anliefe» rung, besonders von Bohnen, Kohlrabi, Karotten. Gurken, Tomaten unb Wirsing. Das Geschäft verlief gut. Die Preise zeigten im großen unb ganzen keine stärkeren Abweichungen, lebiglich Tomaten ließen merklich nach auf 15 bis 30 (25 bis 40)Mai' js 50 Kilogramm. ier|og«"»"n*e. 11 " |U m-rbeh Üw ipie 2z d-s A°°" r, Mm ab? 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