Rr. m Erstes Blatt 188. Zahrgang Montag, 20. Juni 1958 tr)d)emr lüg lich, außer Sonntag» und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblatter Heimat im Bild - Die Scholl» monatsiBesugspreis: Mil 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illusttierte , 1.80 Zustellgebühr , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer GewaÜ Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach» richten: Anzeiger Gietzev postscheckionto: Krankfurt am Main 11688 Gietzemr Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen OruA und Verlag: vrühlsche Universilätsdruckerei R. Lange in Sietzen. Schristleitung und Geschäslrftelle: Schulftratze 7 Annahme von Anzeigen für die Miltagsnummer vis 8'/,Uhr des Dormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Brette 7 Rpf., für Textanzeigen von 70mm Breite 50Rpf.,PIatzvorschrist nach vorh. Dereinbg.25"/, mehr. Ermöhigie Grundpreise: Stellen-, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bader-, Unterrichts» u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B war, der der neralstöben eine Streitmacht, Leipzig, 18. Juni. (DNB.) Die Leipziger Universitätstage, die weiten Kreisen ein Bild von der Eigenart und Bedeutung der wissenschaftlichen Arbeit und von den großen Aufgaben der Hochschule im nationalsozialistischen Reich verschaffen sollen, wurden durch Reichserziehungs- minister R u st eröffnet. In einer Ansprache ging der Minister von dem Wort aus: „Störe mir meine Kreise nicht", das vielfach symbolisch für die Haltung der Wissenschaft geworden sei. So habe auch die deutsche Universität zunächst verständnislos dem lebendigen Geschehen gegenübergestanden, als die Bewegung Adolf Hitlers' in die Hörsäle einbrach, um sie zu erobern. Die junge Generation, fuhr der Minister fort, begriff das große Geschehen und wurde unruhig, als von den Kathedern herunter nichts von diesem Geschehen bemerkbar wurde. Soldaten gemacht hätte — wenn nicht der Nationalsozialismus den Verrätern den Boden entzogen hätte im Volk — wenn er die Verräter nicht dorthin geschickt hätte, wohin sie gehören, in die Konzentrationslager! (Stürmische Zustimmung.) Nur mit dem nationalsozialistischen Bolt konnte der Führer es wagen, unter Hinwegsetzung über den Versailler Vertrag erst heimlich aufzurüsten und dann offen a u f z u r ü st e n. Erst mit dem nationalsozialistischen Volk konnte der Führer es wagen, die allgemeine Wehrpflicht zu erklären, konnte der Führer.es wagen, in das Rheinland einzurücken und die West- grenze zu befestigen. (Lebhafter Beifall.) Erst gestützt auf das nationalsozialistische Volk konnte" der Führer den F l o t t e n v e r t r a g abschließen und an den Bau von Schiffen gehen, die wirklich allen modernen Anforderungen entsprechen. Erst mit dem nationalsozialistischen Volk vermochte der Führer eine der stärk st en Luftwaffe der Welt aufzubauen! Was hätte der Reichstag früherer Sorte gesagt, wenn der Führer auch nur den zehnten Teil dessen für den Aufbau der Wehrmacht als Forderung aufgestellt hätte, was er tatsächlich baute! Im Reichstag der Abgeordneten des Volksoerrats wären wir vermutlich heute nach fünf Jahren mit der Debatte über die erste Rate noch nicht fertig. Unsere Wehrmacht wäre noch immer ein schwacher Notbehelf! So aber besitzen wir eine Wehrmacht, von der niemand mehr Zweifel hegt, daß sie eben kein Notbehelf ist. (Jubelnde Zustimmung.) der Welt bekannt Volk der Soldaten seid. So wie in Ostpreußen sich Trutzburgen aus alter Zeit erheben, so ist ganz Ostpreußen zu einer Trutzburg geworden! (Minutenlange Beifallsstürme.) Braun und grau steht ihr vor mir, die Besatzung dieser Trutzburg. Ihr bringt zum Ausdruck, daß ihr so, wie ihr hier gleichsam symbolisch, zusammenstehl, auch stets zusammenhaltet, euch einander ergänzt: Die Wehrmacht als Schuh gegen den Versuch eines Feindes, von außen anzugreifen, die Partei als Schuh vor dem Versuch des Feindes, im Innern einzudringen! Gegenseitig beeinflußt ihr euch mit soldatischem Geist, mit dem Geist der neuen Weltanschauung. Ihr steht gemeinsam und ihr marschiert gemeinsam Seite an Seite für Führer und Reich! Die einen sind ohne die anderen auf die Dauer nicht denkbar." (Stürmische Zustimmung.) Nach der. Kundgebung fand auf dem Trommel- Platz ein Vorbeimarsch vor dem Stellvertreter des Führers statt. An der Spitze marschierten hie Bataillone der Wehrmacht, es folgten die Gliederungen der Partei und der Reichsarbeitsdienst. Mit einem Volksfest in der KdF.-Stadt und einem gewaltigen Feuerwerk fand das Gau-Jubiläum seinen Abschluß. i Reichsmimster Frick aus dem Gauappell Ostpreußens. Königsberg, 18. Juni. (DNB.) Auf dem Parterappell in der Schlageter-Halle legte Reichsorganisationsleiter Dr. Ley den Parteigenossen der Nordostmark vor allem die Pflicht zu höchster Verantwortungsfreudigkeit ans Herz. Dann schilderte Reichsinnenminister Dr. Frick die einzelnen Etappen nationalsozialistischen Aufbaues in Staat und Wirtschaft und hob hervor, daß die lebendige Fühlung zwischen Volk und Staatsführung, die die Voraussetzung aller Erfolge sei, durch die Partei vermittelt werde. Mit besonderem Nachdruck würdigte der Reichsminister dann die aufopferungsvolle Arbeit des vom nationalsozialistischen Geist erfüllten B e - a m t e n t u m s, ohne dessen Mitwirkung der Aufbau niemals möglich gewesen wäre. Der Minister knüpfte daran die Hoffnung, daß in Anbetracht des allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwungs bald auch für die deutschen Beamten ein- gerechter Ausgleich ermöglicht werden kann. Die Weiterführung des großen deutschen Aufbauwerkes durch Partei und Sta»t habe einen aufrichtigen deutschen Friedenswillen zur Voraussetzung. Allerdings soll man nicht vergessen, daß heute ein neues Deutschland erstanden sei, dessen Friedensliebe ihre Grenzen in den Lebensrechten des deutschen Volkes finde. Der Minister erwähnte die neueste tschechische Grenzverletzung und erklärte: „Wem, immer wieder lieb er griffe erfolgen, dann wird man, wenn schließlich papierne Proteste nichts mchr nützen, zu d r a • stischeren Mitteln schreiten müssen. Wir wollen den Frieden, und das deutsche Volk ist friedlich gesinnt. Aber man soll unsere Geduld nicht mißbrauchen. wenn er nicht aus einem Volk Pazifisten wieder ein Volk einen Klein st aat ausgereicht hätte. Deutschland wäre wehrlos geblieben, wenn nicht der Nationalsozialismus die Voraussetzung geschaffen hätte für das Entstehen einer neuen großen Wehrmacht — wenn nicht der Nationalsozialismus das Volk mit einem neuen Geist erfüllt hätte mit dem Dillen, sich zu wehren, Unser Recht auf Lebensfreude. Dr. Goebbels auf dem ersten nationalsozialistischen Volksfest im Wiener Prater. Kameradschaft zwischen Partei und Wehrmacht Der Stellvertreter des Führers auf dem Gauappell in Königsberg am ttll. Jahrestag des Gaues Ostpreußen. Um die Aevformung der deutschen Hochschule Reichsminister Rust eröffnet die Leipziger Universitätstage. deren Stärke kaum für Wir sind nicht zuletzt stark, weil der Geist des Volkes hinter der Wehrmacht besser ist denn je. Ihr. alle hier seid ein kleiner Ausschnitt aus diesem Volk, seid ein kleiner Ausschnitt aus dieser Wehrmacht, und Ihr seid gemeinsam die Träger des neuen Geistes — des Geistes der großen Kameradschaft, der Hingabe an Deutschland, der Opferbereitschaft für Deutschland, der Liebe zu Deutschland und der Liebe zu seinem Führer." „Die letzten Wochen erst", so führte Rudolf heß weiter aus, „hätten wieder bewiesen, wie gut die deutsche Führung sei. Die Güte dieser Führung hätte sich gezeigt in der Tat und vor allem auch im Nichtstun! (Stürmische Beifallskundgebung.) Dieses „Nichtstun", dieses Nichtprovozierenlassen bedeute die Wahrung des Friedens für uns und ganz Europa. (Erneuter Beifall.) wir wissen, daß zur gleichen Zeit anderwärts Wobil- machungsordern auf Schreibtischen lagen! hätte das Tun anderwärts wirklich zum Kriege geführt, wie die Provokateure erhofften: das Ergebnis wäre gewesen, daß die Tätigkeit von vielleicht Millionen gus Zerstören um- gestellt worden wäre — auf Zerstören mit den raffiniertesten und furchtbarsten Mitteln, die je Rlenschenhirne für diesen Zweck erdachten. Wer den Weltkrieg an der Front miterlebt hat, habe einen Begriff bekommen von der Fähigkeit des modernen Menschen im Zerstören, wenn seine Tätigkeit auf Zerstören konzentriert wird!" „Nicht umsonst habe ich", so betonte Rudolf Heß, „bereits vor Jahren von hier aus mich an die Frontkämpfer der Welt gewandt mit einem Appell, zusammenzuwirken, auf daß eine zweite Katastrophe dieser Art verhindert witd. (Beifall.) Ich mußte, daß dieser Appell bei den Frontkämpfern auf fruchtbaren Boden fallen müsse, und er ist auf fruchtbaren Boden gefallen! Aus allen Teilen der Welt kam die Zustimmung, und erst letzter Tage waren Frontkämpfer aus Südafrika bei mir in Berlin zu Gast, die ihre Fahrt über die Schlachtfelder Frankreichs nach Deutschland eine Pilgerfahrt nannten, getragen „vom guten Willen". Ich wünschte, der gute Wille würde aus allen Seiten den Sieg davontragen. (Beifall.) Aber leider ist dieser gute Wille nicht überall vorhanden! Nie sehr man sich in der übrigen Welt bemüht, uns immer wieder klarzumachen, daß dieses neue Deutschland sich nicht der Liebe aller erfreut — das wissen wir. And wenn ich feststellte, daß die neue Wehrmacht nicht hätte entstehen können ohne den Nationalsozialismus, so wissen wir auch, daß andererseits der Nationalsozialismus auf die Dauer nicht bestehen könnte ohne diese neue Wehrmacht. (Stürmischer, anhaltender Beifall.) Gerade die nationalsozialistischen Errungenschaften dieses neuen Deutschlands sind es, die vielerorts mit höchstem Mißfallen betrachtet werden. Man sagt sich: Die reden ja nicht nur von Sozialismus, sondern sind in der Tat Soziale st e n ! (Beifall.) Wohin soll das führen, wenn das Schule macht! Wohin soll das führen, wenn die eigenen Arbeiter eines Tages auch Schönheit der Arbeit, kdF.-Reisen, Theatervorstellungen, billige Volksautomobile ufw. fordern! Und gerade die sogenannten sozialistischen S t a a t en s i n d e s , die uns mit dem meisten Haß bedenken! Wer die Auswirkungen ihres angeblichen Sozialismus kennt, den wundert es nicht, daß sie uns hassen, die wir wahre Sozialisten sind. Bei uns gibt es kein Stachanow-System, kein Antreiber- System, das trotz allem den Verfall nicht aufhält und den Hunger nicht verhindert. Wir brauchen nicht die Ausländer auszuweisen, die erzählen können, wie es in der übrigen Welt ausfieht. Wir bringen nicht allmählich alle Landsleute um, die im Auslande waren und ein Bild im Kopf tragen, mit dem die Zustände im eigenen Lande nicht verglichen werden dürfen. Das marxistisch-bolschewistische Rußland aber tut das! Für sicherer aber hält man es dort anscheinend noch, die Staaten des wirklichen Sozialismus wenn irgend möglich zu vernichten, um mit ihnen die Beispiele aus der Welt zu schaffen, wie wirklicher Sozialismus aussieht. Wir wissen, aus welchen Quellen die Kriegshetze gegen das nationalsozialistische Deutschland und gegen das faschistische Italien gespeist wird! Aber sie werden uns nicht umb rängen! Diese beiden Staaten stehen zusammen im Bewußtsein der gemeinsamen Gegner, innerlich verbunden durch gemeinsame, große Ideen, getragen vom Vertrauen und der Freundschaft ihrer Führer untereinander. (Begeisterte Zustimmung.) „Ihr hier in Ostpreußen", so rief Rudolf Heß unter der begeisterten Zustimmung der Massen aus, „steht auf Vorposten gegen d e n Bolschewismus! Ich weiß, dieser Vorposten ist zu einem tigen st a a t s p o l i t i s ch e n Aufgabe. Daher haben wir auch die Organisation, der diese Arbeit zufällt, ,„Krast durch Freude" genannt. An ledern 1. Mai geben wir unserem nationalsozialistischen Deutschland, während sonst in den meisten Ländern der Welt der Klassenhaß regiert, die Parole „Freut euch des Lebens!" aus. Das heißt nicht, daß wir über der Freude die Arbeit vergessen. Wir sind aber der Ansicht, daß der Mensch, der die ganze Woche schwer arbeiten muß, ein Recht darauf hat, sich am Sonntag zu freuen. Diese Freude vermittelt ihm auch die Kraft für die Arbeit der kommenden Woche. Wir tun unsere Pflicht, und nach erfüllter Pflicht wollen wik uns nach bester deutscher Art unseres Lebens freuen. Beim Einbruch der Dämmerung wurde das Sonn- wendfeuer entzündet. Bürgermeister Dr. - Jng. Ne u d ach er hielt die Feuerrede, in der er u. a. ausführte, daß Wien nicht nur die Stadt der Kongresse sei, nicht bloß die sprichwörtliche Stadt der Lieder und der Drohen Feste, Wien sei außerdem noch das Bollwerk der deutschen Nation. Es habe nicht umsonst zwei Türkenbelagerungen überstanden. Der Bürgermeister gedachte schließlich des fünften Jahrestages des Verbotes der Partei. W i e n , 19. Juni. (DNB.) Aus Anlaß der Reichstheaterfestwoche wurde am Sonntagnachmittag auf der Jesuitenwiese in Wien das erste große Volksfest gefeiert. 100 000 Wiener Volksgenossen hatten sich dazu eingefunden. Reichsminister Dr. Goebbels erklärte, daß er nicht beabsichtigt habe, auf diesem Volksfest das Wort zu ergreifen. Nachdem er jedoch in der ausländischen Presse gelesen habe, daß in der Wiener Bevölkerung und Parteiorganisation schwere Krisen ausgebrochen seien (stürmische Heiterkeit), habe er sich doch entschlossen, einige Worte ju sagen. „Diese Berichterstattung der Auslandspresse kennen wir. Die Federhelden der Demokratie aus Paris und London werden nicht müde, sich eigene Trost- bofumente herzu st ellen, an denen sie sich dann wieder selbst aufzurichten versuchen. Ich aber bin hierher gekommen, um mit Ihnen allen zusammen ein wahres Fest der Freude zu feiern. Oft erklären uns Besserwisser und Miesmacher, daß wir eigentlich in diesen ernsten Zeiten überhaupt keine Feste feiern durften. Diesen Kritikern möchte ich sagen, daß, je schwerer die Zeit ist, um so mehr Veranlassung besteht für eine wahre Volksführung, dem Volke Freude zu vermitteln. Ja, gerade in schweren Zeiten wird diese Tätigkeit zu einer w i ch- Königsberg, 19. Juni. (DNB.) Der zehnjährige Gauparteitag in Königsberg erreichte feinen Höhepunkt mit einer Kundgebung, auf der d e r Stellvertreter des Führers, Reichs- minifter' Rudolf Heß, vor 70 000 Menschen der Parteigliederungen und des Reichsarbeitsdienstes, sowie vor 4000 Soldaten der Wehrmacht sprach. Die Kundgebung auf dem neuen Aufmarschplatz Königsbergs, dem Erich-Koch-Platz, dokumentierte eindrucksvoll die herzliche und feste Kameradschaft, die in dem Soldatenland Ostpreußen Partei und Wehr nva d) t verbindet. Gauleiter Koch meldete dem Stellvertreter des Führers, daß neben den hier angetretenen Gliederungen in ganz Ostpreußen die Bevölkerung angetreten feie, um gemeinsam den Jubiläumstag des Gaues zu begehen. Dieser Aufmarsch sämtlicher Parteigliederungen, der Wehrmacht und des Arbeitsdienstes dokumentiere die innere Kraft und Geschlossenheit des Vaterlandes. „Melden Sie dem Führer", so schloß Gauleiter Koch, „daß in dieser Provinz eine bis zum äußersten Grenzwinkel geschlossene nationalsozialistisch ausgerichtete Bevölkerung steht." Stellvertreter des Führers überbrachte die Grüße und Glückwünsche des Führers. In einem eVrgleich der Zeit vor zehn Jahren und heute umriß Rudolf Heß die Entwicklung, die dank des Einsatzes der alten Kampfgenossen der Gau Ostpreußen und das Reich genommen habe. In den Mittelpunkt der weiteren Ausführungen stellte er die Kameradschaft der Partei und der Wehrmacht. „Angesichts der Bataillone der jjungen deutschen Wehrmacht vor uns", so sagte Rudolf Heß, „können wir gerade auch an der Geschichte unserer Armee ermessen, welche Bedeutung diese vergangenen zehn Jahre haben: Ein kleines Heer war nach dem Zusammenbruch entstanden, eine Insel ber Disziplin, aber schwach an Zahl, ohne tragende Idee. Es war vorauszusehen, daß es fortgespült würde, wenn die rote Flut des Marxismus und Bolschewismus in den Massen des Volkes aufschäumen würde, und es war erst recht vorauszusehen, daß dieses kleine Heer, ohne schwere Artillerie, ohne Tanks, ohne Flugzeuge, mit einem Gegner einen verzweifelten tapferen Kampf führen, aber auf die Dauer nicht würde standhalten können. Niemand unter den Verantwortlichen glaubte es verantworten zu können, sich üuer die militärischen Klauseln des Versailler Vertrages im großen Stil hinwegzusetzen, und sie hätten es auch nicht verantworten können; denn überall saßen ja Verräter im eigenen Volk, bereit, jeden Verstoß gegen die Vertragsbestimmungen hinauszuschreien in die Welt. Im Reichstag 'selbst saßen sie! Sie gaben nicht eher Ruhe, bis jedes Geheimnis der Landesverteidigung vor ihnen und damit der Oeffentlichkeit preisgegeben wurde — f i e trieben Landesverrat unter der Biedermannsmiene des „besorgten Volksvertreters?" Kurz, Deutschland verfügte insgesamt über eine Streitmacht, die bis in alle Einzelheiten allen Ge- kann, ist geschehen. Aber die Planung des deutschen Unioersitätswesens ist nicht das Entscheidende, entscheidend ist die Zahl von schöpferischen Menschen, die aus den Hochschulen hervorgehen. Hierzu ist erforderlich, daß auch die Dozenten im National- sozialisrnus ein Bekenntnis sehen. Die deutsche Wissenschaft wird erst, wenn sie den Nationalsozialismus nicht erträgt, sondern trägt, ihrer größten Zukunft entgegengehen. Die Anregung der Hochschultage geht auf die einfache Lehre zurück, die wir als'Nationalsozialisten bekommen haben, daß nämlich Diskussionen nicht so wertvoll sind, wie einmal in derselben Kolonne auf der Straße zu marschieren. Die junge studentische Mannschaft ging ins Volk, indem sie sich im Landdienst und Fabrikdienst einsetzte. Nun will die Hochschule in ihrer Gesamtheit diesen Schritt tun und in das Leben gehen. Niemand will dem Forscher sein stilles Zimmer nehmen, im Gegenteil, wir wollen es schützen. Wohl aber gibt es eine natürliche Verbindung der wissenschaftlichen Arbeit mit dem Volk. Hier wird das Tor weit geöffnet, damit das deutsche Volk in eine Hochschule hinein geht und begreift, daß hier ein. Schatz begraben liegt, vor den es sich stellen muß wie ein Posten. Die Neugestaltung der Neichshauptstadt. Oberbürgermeister Zörner Präsident der DurchführungHstellc. Berlin, 19. Juni. (DNB.) Nunmehr tritt die Durchfuhrungsstelle für die Neugestaltung der Reichshauptstadt in Erscheinung. Zu ihrem Präsidenten hat der Führer und Reichskanzler den Ober- i burgermeister der Landeshauptstadt Dresden, Parteigenossen Zörner, berufen, der auch der Stellvertreter des Generalbauinspektors ist. Die neue Verwaltungsstelle des Reiches wird alle sich aus der von Prof. Speer aufgestellten Planung ergebende« In Deutschland gibt es heute nur mitmar» schieren oder a u s s ch e i d e n. Ich hatte, so erklärte der Minister, den Befehl, die Hochschulen in die Bewegung hineinzustellen. Deshalb mußten Menschen, die blutmäßig oder ihrer geistigen Entwicklung nach den Dingen feindselig gegenüberstanden, entfernt werden. Nicht politische Gegner haben wir entfernt, sondern Menschen, die unsere junge Mannschaft gar nicht erziehen, sondern nur verderben konnten. Wir durften die Fahne der Bewegung nicht nur in den Universitäten aufpflanzen, sondern mußten auch dafür sorgen, daß man sich M dieser Fahne, daß man sich zu Blut und Hakenkreuz bekennt, d. h. zur deutschen Rasse und zur Anerkennung des Kosmos und feiner ewigen Gesetze. Ihr jungen Kameraden seid der Vor'trupp der neuen deutschen Zeit. Der Führer hat, als er zum zweiten Vierjahresplan aufrief, vor der ganzen Welt bekundet, daß nicht der Körper allein, sondern der schöpferische Geist das große Werk vollenden muß. So habt ihr, die Möglichkeit, dem deutschen Volk die Forschung' verständlich zu machen. Es handelt sich nicht mehr um die Existenz- ... ..... ^'age der Universitäten, sondern um ihre neue guten Bollwerk ausgebaut, well chr Ostpreußen ein ‘gormung. Was organisatorisch getan werden Oer nationalsozialistische Führerstaat. Reichsminister Krank spricht auf der Zahrestagung der Akademie für Deutsches Recht. praktischen Maßnahmen nach dessen Weisungen durchführen, insbesondere Aufgaben der Verwaltung, ferner die Regelung aller sich ergebenden wirtschaftlichen, technischen und finanziellen Fragen. Die Durchführungsstelle ist weiter zuständig für alle sozialen Probleme, die sich aus der Räumung der abzureißenden Gebäude ergeben; hierzu gehört neben anderem auch die Verwaltung des auf Veranlassung des Führers geschaffenen Härtefonds, der dazu dient, neben den gesetzlichen und freiwilligen Entschädigungen in besonderen Notfällen den von der Räumung betroffenen Mietern und Eigentümern besondere-Hilfe zu gewähren. Weiter verwaltet die Durchführungsstelle die ihr vom Führer und Reichskanzler zur Verfügung gestellten Haushaltsmittel und beaufsichtigt die in eigener Regie zu errichtenden Großbauten. Die Durchführungsstelle wird alle diese Aufgaben in engster Fühlungnahme mit den jeweils beteiligten Ministerien, insbesondere aber mit der Stadtverwaltung Berlin bearbeiten. Oberbürgermeister $ö rn er ist seit zehn Jahren in der Kommunaloer- woltung in Braunschweig und Dresden tätig, er hat den Reichsinnenminister gebeten, ihn von seinen Amtsgeschäften als Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Dresden bis zu seinem endgültigen Ausscheiden zu beurlauben. Fahndung nach asozialen Elementen. Bedenkliches Anwachsen des jüdischen Zuzuges nach Berlin. Berlin, 18.Juni. (DNB.) Bei der Durchführung mehrerer polizeilicher Aktionen wurde in den letzten Tagen eine größere Anzahl von asozialen und krirninelle -n Elementen festgenommen. Wie seinerzeit'gemeldet, konnten bereits am 31. Mai bei einer Razzia in zwei Lokalen am Kurfürstendamm 3 3 9 Personen.darunter 317 Juden, als krimi- nel-l verdächtig sestgestellt werden, von denen schon bei der ersten Ueberprüfung 76 sich als kriminell schwer belastet herausstellten. Die Auswertung des sichergestellten Materials ergab Anhaltspunkte für weitere polizeiliche Aktionen. So wurden am 16. Juni wiederum eine Anzahl Personen festgenommen, darunter 143 Juden. Davon waren 26 staatenlos, 51 Ausländer, die nicht im Besitz ordnungsmäßiger Ausweispapiere waren, und 66, die ihren Wohnsitz in Berlin haben. Bei allen Festgenommenen handelt es sich ausschließlich um kriminell verdächtige Personen, wie überhaupt entgegen den in der ausländi- scben Presse verbreiteten Angaben alle unternommenen Aktionen ausschließlich i m Rahmendes normalen polizeilichen Fahndungsdienstes liegen und keinerlei politische oder sonstige, nicht unmittelbar mit den Aufgaben der Polizei zusammenhängende Zwecke verfolgten. Verhaftungen aus politischen Gründen sind unter Berliner Juden nicht vorge- nommen worden. Allerdings mußten einige Juden aus persönlichen Sicherheitsgründen in Schutz- h a f t genommen werden, da die unter der Berliner Bevölkerung über den starken Zuzug von asozialenjüdischenElementen nach der Reichshauptstadt herrschende starke Erregung vereinzelt zUTOemonstrationen geführt hat. Der mehrere tausend Juden betragende Zuzug (!) ist darauf zurückzuführen, daß diese Elemente erfahrungsgemäß hoffen, in einer Weltstadt leichter untertauchen zu können als in kleineren Orten. Alle über diese Tatsachen hinausgehenden Zahlenangaben in der Auslandpresse sind bewußte Verdrehungen und Uebertreibungen. Sieben Kreistage im Gau Hessen-Nassau. Staatssekretär Reiner sprach in Nidda. NSG. Am Wochenende standen sieben Kreise des Gaues Hessen-Nassau im Zeichen der Kreistage der NSDAP. In den Kreisen Frankfurt a. M., Darmstadt, Büdingen - Schotten^ Oberlahn-Usingen, Rheinaau-St. Goarshausen, Bergstraße und Alsfeld-Lauterbach waren Tausende von Männern der Bewegung aufmarschiert, um erneut von der Einsatzbereitschaft und Schlagkraft der -Partei Zeugnis abzulegen und in gemeinsamen Veranstaltungen mit.der Bevölkerung die Geschlossenheit des deutschen Volkes zu beweisen. In Frankfurt, Usingen und St. Goarshausen sprach der Stellvertretende Gauleiter Linder. Staatssekretär Reiner sprach in Nidda auf dem Kreistag des Kreises Büdingen-Schotten. Um 10 Uhr waren 8000 Männer der Partei und ihrer Gliederungen angetreten. 'Der Reichsarbeitsdienst gestaltete die Morgenfeier. Kreisleiter G ö r n e r gab dann einen Rechenschaftsbericht über die Aufbauarbeit in unserem Kreisgebiet. Anschließend sprach Staatssekretär Reiner über den Sinn der Kreistage. Der Kundgebung schloß sich auf dem Marktplatz der Vorbeimarsch der Gliederungen und Verbände an. Drei Sondertagungen faßten dann die Erzieher und Beamten, das kommunalpolitische und das agrarpolitische Amt zusammen. Nachmittags war ein Volksfest. Ein eindrucksvolles Feuerwerk beschloß den Tag. • * Zum Kreistag des Kreises Alsfeld-Lauterbach traten in der Adolf-Spieß-Tur/ihalle in Lauterbach die Hoheitsträger an, denen Kreisleiter Zürtz die Richtlinien für die kämmende Arbeit gab. Während am Abend bei der SA. ein reges Biwakleben herrschte, bot die NS. - Gemeinschaft „Kraft durch Freude" in der Turnhalle ein auserlesenes Programm. Am Sonntagmorgen veranstalteten BDM., HI. und Jungvolk in dem großen Saal der Turnhalle eine Morgenfeier, in deren Mittelpunkt eine Ansprache des Kreisleiters stand. In der Turnhalle eröffnete die Flieger-HI. eine Modell-Ausstellung. Auf einer Kundgebung auf dem Sportplatz sprachen Reichsstoßtruppredner Holz- kämper und Kreisleiter Zürtz zu den Massen. Der Kundgebung folgte ein Vorbeimarsch. Am Abend folgte dem Volksfest ein großes Feuerwerk. NSG. Am „Tag der Kameradschaft" wurde das vierte Kameradschaftshaus des NS D StB.-Standortes Frankfurt a. M. in Anwesenheit des Standortältesten der Wehrmacht, Generalleutnant Leeb, Gauamtsleiters Bürgermeister Stemmer, Gaustudentenführers Kugelmann und des Rektors der Universität, Professor Dr. Platzhofs, auf den Namen „Walter Flex" geweiht. Berlin, 18. Juni. (DNB.) Die Jahrestagung der Akademie für Deutsches Recht fand am Samstagmittag ihren Abschluß mit einer aus Anlaß des fünfjährigen Bestehens einberufenen Vollsitzung im Festsaal des Berliner Rathauses, in deren Mittelpunkt neben einem Vortrag des Königlich-Ungarischen Justizministers Dr. v 0 n M 1 - kecz grundlegende Ausführungen des Präsidenten der Akademie, Reichsminister Dr. Frank, über die geistesgeschichtliche Lage der deutschen Rechtswissenschaft standen. Die Rechtswissenschaft setze in ihren geschichtlichen Betrachtungen die Veränderlichkeit der Gesetze des Staates voraus und erforsche sie als dem unzerstörbar stets bleibenden Fundament der Rechtsidee, des Rechtsgefühls und der Rechtssehnsucht der völkischen Gemeinschaft. Gesetze vergehen, das Recht aber sei ewig. Die Rechtsidee, die die nationalsozialistische Revolution beseelt, bestehe in dem heroischen Rechtsgedanken, dem deutschen Volke die Gleichberechtigung in dem Zusammenleben aller Nationen zurückzuerkämpfen. Der Sieg Adolf Hitlers im Kampf um die Gleichberechtigung des deutschen Volkes sei die grandiose Bestätigung seiner Berufung zum Obersten Repräsentanten des Rechtes unseres Volkes. In fünf großen Ausstrahlungen habe der Gesetzgeber Adolf Hitler den Inhalt der deutschen Rechtswissenschaften bestimmt. Der Begriff der Rasse sei zum ersten Male mit entscheidender Kraft in die Rechtsgeschichte eingetreten. Der zweite große Süb- stanzwert der nationalsozialistischen Gesetzgebung sei der Boden; die Bodengesetzgebung erstrebe zwei großq» Ziele: die Wiederherstellung und Aufrechterhaltung des Bauernstandes und die Sicherung dess Besitzes des Bodens in den berufenen Familien. Der dritte revolutionäre Gedanke sei der der nationalen Arbeit. Er beruhe auf dem Leitbegriff der Leistungen des Arbeiters der Faust und der Stirn. Das Ziel der nationalsozialistischen Arbeitsgesetzgebung sei gewesen erstens die Herstel- lung. des Ehrenbegriffes völkischen Arbeitertums als 'Zusammenfassung für alle schaffenden Volksgenossen, die an der Aufrechterhaltung der Sicherung der Lebensbedürfnisse und an einer Steigerung des Lebensstandards des gesamten Volkes Mitwirken und zweitens eine Steigerung der Arbeitsleistung des deutschen Volkes als wirtschaftlicher Gesamtheit und wirtschaftspolitischer Einheit. lieber die Sicherung von Rasse, Boden und Arbeit erhebe sich das Reich des Nationalsozialismus. Dieses Deutsche Reich habe unter dem Nationalsozialismus die Rechtsreform des Einheitsstaates gefunden. Die Verfassung im formalen Sinne liege in der inneren Geschlossenheit der Gesetzgebung Adolf Hitlers, deren Zielrichtung und Auslegung gewährleistet sei durch die Verwirklichungstendenz des Parteiprogramme s. Folgende ganz klare Elemente des Reiches ständen heute nach dem Ergebnis der fünf Jahre Regierung des Führers fest: 1. An der Spitze des Reiches stehl lebenslang der Führer der Rationalfozialistischerl Deutschen Arbei- lerpartei als Führer des Deutschen Reiches. 2. Er ist kraft seiner Eigenschaft als Führer der R Z D A P. Führer des Reiches. Als Führer des Reiches verkörpert er gleichzeitig als Staalsoberhaupl die oberste Staatsgewalt und als Regierungschef die Zenlralfunktion der Ge- famlverwaltung des Reiches; er ist Staatsoberhaupt und Regierungschef in einer Person. 3. Der Führer und Reichskanzler ist der Generalbevollmächtigte, verfassunggebende Abgeordnete des deutschen Volkes, der ohne Rücksicht auf formale Voraussetzungen die Gestaltung der äußeren Form des Reiches wie der Gesamtpolitik bestimmt. Die Staatsrechtswissenschaft des Dritten Reiches fei daher eine auf das persönliche Element der G e - folgschaftstreue eines Volkes zu dem von ihm legitimierten Führer gegründete 'O r d - nungslehre. Das Reich diene heute der Verwirklichung^ des von der NSDAP, durch ihre Führung vertretenen Regierungswillens. Der Nationalsozialismus sei der Ausdruck des politischen Organisierungswillens des deutschen Volkes. D i e Partei st e h e überdemStaat, was Idee, Weltanschauung und ober st e Regierungsmaxime anbelange; die Partei stehe aber mit ihrer eigenen hierarchischen Organisation völlig getrennt neben dem Staat. Die Einheit von Partei und Staat sei daher eine Einheit der weltanschaulich und politisch maßgeblichen G e - samtsührung. Die Partei habe in dem Gesamtgefüge der Volksordnung des Dritten Reiches die elastische, ideenschöpfende und ideensammelnde, klärende und führende Aufgabe. Sache des Staates fei die Verwirklichung und Sicherung der Gemeinschaft im Wege des staatlichen Zwanges. Die Partei fei eine ideelle, nach den letzten Ordnungswerten der Volksgemeinschaft ausgerichtete kämpferische Auslese des Volkes, sie fei der Führer- orden; das Reich aber fei die Heimstätte des deutschen Volkes. Der Begriff der Diktatur könne auf das Dritte Reich keine Anwendung finden, ebensowenig wie der Begriff der Monarchie zäsarischer Prägung, der Republik, der Oligarchie ober sonst irgendeines der bisherigen staatsrechtlichen Systeme. Der F ü h r e r st a a t/als Axiom der nationalsozialistischen Staatsrechtswissenschaft sei ein 0 ö-l l i g neuer L e i t b e g r i f f. Niemals wird' der Führerbegriff unpersönlich werden. Das Strafrecht des Dritten Reiches sei die rechtliche Formulierung des geschichtlichen Wollens des Führers, nicht aber sei das geschichtliche Wollen des Führers die Erfüllung einer staatsrechtlichen Dorbedingtheit seines Wirkens. Man müsse sich bei diesen letzten und höchsten Gesichtspunkten darüber klar sein, daß es mäßiges Beginnen sei, wenn da und dort der Versuch gemacht werde, diesen Führerstaat des Dritten Reiches etwa als Ausdruck einer vor dem 30. Januar 1933 irgendwo niedergelegten Theorie zu beweisen. Man könne nach den umwälzenden Ereignissen der letzten fünf Jahre nur feststellen: 1. Die Slaalsrechlswisseufchafl des Dritten Reiches wird getrqgen von der primären Funktion des Volkes der Deutschen als Einheit der blutmäßig in die Ration hin - eingeborenen Volksgenoffen. 2. DerdeutfcheEinheitssiaakdienl diefem V 0 lke und ist als Mittel zu diesem Zweck für die das Volk in feinen elementaren Bedürfnissen vertretende AS DAP. die. Gewährleistung zur Erfüllung ihres Parleipro- grammes. 3. Der Führerstaat beruht auf der Einheit von Parteichef und hieraus notwendig auf Lebensdauer folgenden Zuständigkeiten vonStaatsoberhaupt, Regierung s- ch e f und verfassunggebendem A b - geordneten des deutschen Volkes. 4. Eine Aufspaltung der von der Gefolgschaft der Volksgenossen gewollten Volks- führungsmacht nach den Gesichtspunkten der Gewaltenteilung findet nicht statt. 5. Die Unabhängigkeit derRechtspflege bedeutet Anwendung derFüh- rervollmacht im Raum der individuellen Auseinandersetzungen in Anwendung der generellen gesetzlichen Rormen des Reiches auf dem Voden und zur Verwirklichung des Rational- Pr a g, 18. Juni. (Euroapreß.) Für die Verhandlungen über die Neuregelung der Nationalitätenfrage wird nunmehr das weitere Verhandlungspro- gramm bekanntgegeben. In der kommenden Woche wird der Ministerpräsident die Vorsitzenden der Koalitionsparteien und der Parlamentarischen Klubs dieser Parteien im Senat und im-Abgeordnetenhaus unterrichten. Die Verhandlungen mit der Sudetendeutschen Partei sollen im Laufe der kommenden Woche fortgesetzt werden. An ihnen werden auch die Ressortminister teilnehmen, in deren Geschäftsbereich die einzelnen Verhandlungsfragen fallen. So ist vor allem die Beiziehung des Jnnen- mimsters Cerny bei Behandlung, der Frage, wie die öffentliche Verwaltung neu zu regeln fei, vorgesehen, sowie des Unterrichtsministers Franke für den umfangreichen Bereich der kulturellen und Schulfragen. Weiter wird Justizminister Derer teilnehmen, da in seinen Geschäftsbereich die juristische Formulierung des gesamten Gesetzeswerkes fällt. Aus diesem Grunde wird auch der Minister für die Vereinheitlichung der Gesetzgebung, Sramek, teilnehmen. Weiter wird amtlich bestätigt; daß es in der kommenden Woche auch zu Verhandlungen zwischen dem Ministerpräsidenten und den Vertretern der ungarischen und polnischen Volksgruppen kommen werde. Nach einem Bericht des dem Ministerpräsidenten nahestehenden „Slovensky Hlas" werden diese Verhandlungen für die Ungarn von den Abgeordneten Jaros und dem Grafen Esterhazy, für die Polen von dem Abgeordneten Wolf und dem Mitglied der Mährisch-Schlesischen Landesvertretung Jung geführt werden. Der amtliche Bericht schließt mit folgender Feststellung: „Wenn die Beratungen mit dem guten Willen, der bisher von allen Seiten zum Ausdruck gebracht wurde, und in dem bisherigen Tempo durchgeführt werden, dann steht zu erwarten, daß die Regierung, die in voller Einmütigkeit aller ihrer Mitglieder und Komponenten vorgeht, im Monat Juli vor das Parlament mit dem großen Gesetzesantrag treten wird,- der der Republik eine neue und dauernde Grundlage für ihre Nationalitätenpolitik verleihen soll." Prag teilt Demobilisierung mit. Prag, 18. 3uni. (DRV.) Rach einer amtlichen Verlautbarung des Tschechoslowakischen Preßbüros wurden die zu Ende des Monat Mai zu außerordentlichen Aebungen einberufenen Reservisten dieser Tage entlassen. Die Ausbildung der Reserve vollzieht sich nunmehr in normaler Weise. * Dazu schreibt der „Deutsche Dienst": Wenn nunmehr die am 20. Mai einberufene Jahresklasse in der Tschechoslowakei wieder zur Entlassung kommt, so ist darauf hinzuweisen, daß die Demobilisierung in einem solchen Fall nach der Gesetzesvorschrift nach dem Ablauf von vier Wochen ohne weite- r e s zu erfolgen hat, so daß ein besonderer Beschluß der zuständigen Stellen nicht erforderlich ist. Im übrigen ist inzwischen das bei dieser aufsehenerregenden Maßnahme gesteckte Ziel erreicht, indem die Wahlen an den drei Wahlsonntagen „unter denWasfen" statt- gesunden haben. Wenn damit allerdings gleichzeitig Schanghai, 19. Juni. (Europapreß.) Die südchinesische Insel Hainan ist Samstag nachmittag einem ersten Bombardement durch japanische Flugzeuge unterzogen worden. Aus der japanischen Erklärung ist nicht ersichtlich, wie groß der angerichtete Schaden ist. Nach einem DNB.-Funkspruch aus Tokio erklärte der Sprecher des japanischen Außenministeriums, es sei absolut notwendig, das befestigte und militärisch wichtige Hainan anzugreifen. Hainan sei rein chinesisches Gebiet und habe somit mit dem japanisch - französischen Pakt von 1907 nichts zu tun. Mithin sei Japan auch nicht verpflichtet, Frankreich über seine militärischen Absichten in diesem Gebiet zu unterrichten. Alle Angriffe gegen Hainan seien gegen die militärischen Einrichtungen gerichtet, und bezweckten nicht die Eroberung der Insel, da Japan keinerlei territoriale Absichten habe. Im .übrigen seien japanische Patrouillen in der Enge von Hainan wiederholt vom Land her angegriffen worden. In Kanton seien anfangs Juni 30 französische und 6 0 s 0 wjet - russische Bomber eingetroffen. In Jünnan, der chinesischen Grenzprovinz nach Franzvsisch-Jndo- china zu, seien überdies französische Flieger gelandet, die direkt aus Spanien gekommen seien. Alle in Kanton befindlichen Flaks seien sowjetrussisch er Herkunft und aus Odessa eingeführt worden. sozlatismus. Der Richter ist an Anweisungen nicht gebunden. Eine letzte unabhängige Entscheidung besitzt auch in richterlichen Angelegenheiten der Führer als Oberster Ge- richtsherr des Reiches. Ueber den Werten Rasse, Boden, Arbeit und Reich leuchtet als fünfter großer Wert, als tiefster Inhalt des Lebens unserer deutschen Volksgemeinschaft die Ehre unserer Nation. Die Ehre des deutschen Volkes verlange, daß in allen Gesetzen unseres Reiches die Treue als oberste Ehr* bewahrung enthalten ist. Die Treue sei die Verwirklichung der nationalen Ehre., Wer gegen die Treue zu Volk, Reich, Führer, Partei und Volksgenossen verstoße, sei der Gemeinschaft unwürdig. Daher werde das große Gebäude der bürgerlichen Rechtsordnung von früher umgewandelt in eine volksgemeinschaftliche Lebensord - nung. Das Strafrecht werde im wesentlichen eine Ordnung der Verfolgung des Treubruches fein. auch ein Druck auf den Wahlvorgang und das Wahlergebnis beabsichtigt war, so ist demgegenüber festzustellen, daß an der vorbildlichen Dis* ziplin der Sudetendeutschen jeder 23er* such, militärisch den Wahloorgang zu beeinflussen, s e h l s ch l a g e n mußte, und daß das Wahlergeb* nis doppelt klar im Sinne des sudentendeutscheni Volkswillens trotz dieser unberechtigten Mahnahms vor aller Welt eine eindeutige Sprache ge* führt hat. lieue ernste Zwischenfälle. Prag, 19. Juni. (Europapreß.) Bei einem Fuß* ball-Ausstiegsspiel zwischen dem sudetendeutschen Teplitzer Fußballklub und dem tschechoslowakischen Fußballklub „Bohemians" in Teplitz-Schönau über* schüttete ein Teil des tschechischen Publikums dis sudetendeutschen Zuschauer und die sudetendeutsihs Mannschaft mit Drohungen. Die sudetendeutschen Spieler mußten in dem Klubgebäude eingesperrt werden, um sie vor Tätlichkeiten der rabiaten Mengs zu schützen. Das völlig ungenügende Poli* zeiaufgebot verhielt sich vollkommen passiv.' In Freiwaldau häufen sich die Austritte, dis durch betrunkene tschechische Soldaten hervorgerufen werden. So zertrümmerte in einem Gasthaus tschechisches Militär unter dem Vorwand, ich „im K r i e g s g e b ie t" zu befinden, die ge* amte Einrichtung. . Die Gäste muhten das Lokal luchtartig verlassen. Ein tschechischer Soldat schien« berte sogar nach dem Gastwirt sein blankes Seitengewehr. Tschechische Soldaten fielen auch über einen Sudetendeutschen her und verletzten ihn, als er zwei Jugendlichen zu Hilfe eilen wollte, die von den Soldaten bedroht wurden. Auch in Gastlokalen kam es zu wüsten Szenen, die betrunkene Soldaten hervor* gerufen hatten. Im Gasthaus Thiel zerschlugen be« trünfene Soldaten mehrere Einrichtungsgegenstände. Eiger der Soldaten warf sein gezogenes Seitengewehr in die Küche, glücklicherweise jedoch ohne jemand zu treffen. Die SDP. stellt in allen sudeten- deutschen Städten die Bürgermeister. Reichenberg, 19. Juni. (DNB.) Wie überwältigend der Wahlsieg der Sudetendeutschen Partei bei den letzten Gemeindewahlen ausgefallen ist, geht am besten aus der Tatsache hervor, daß die Partei überall eine klare Mehrheit erzielt hat, die in den meisten Fällen sogar über die Dreiviertelmehrheit hinausreicht. Dies gilt vor allem von den großen sudetendeutschen Städten, in denen die Parte: sämtliche drei Bürgermeister, d. h. den Bürgermeister und seine beiden Stellvertreter stellen kann, so in Reichenberg (bei 33 Mandaten), in Gablonz a. N. (34 Mandate), Arnau (24), Braunau (29), Hohenelbe (29), Schreckenstein (29), Hirschberg (24), Niemes (29), Alt-Ehrenberg (27), Schluckenau (33), Warnsdorf (33), Falkenau (23), Graslitz (31), Mies (28), Neuern (20), Winterberg (23), Tachau (31), Tepl (29), Zwittau (29), Müglitz (24), Mährisch-Schönberg (30), Teplitz- Schönau (29), Fischern (27), Wallern (27). Den Bürgermeister und den ersten Bürtzermeisterstell- Vertreter stellt die Sudelendeutsche Partei in Bodenbach (29), Haida (21), Neudeck (25), Troppau (29), Leitmeritz (24) und Postelberg (16). Heftige Kämpfe um Tienshan. H a n f a u , 18. Juni. (Europapreß. Funkspruch.) Die chintzsisch-japanischen Kämpfe im Anking- Abschnitt haben sich hauptsächlich um den Besitz der Stadt Tienshan konzentriert. Von beiden Seiten sind große Truppenverstärkungen her- angezogen worden. Die Bedeutung Tienshans liegt vor allem darin, daß die von hier ausgehende Land- sttaße den Zugang zur Gebirgsgegend an der Grenze zwischen den Provinzen Hupeh und Anhwei bildet. Die auf dem Jangtse befindlichen japanischen Kriegsschiffe sind, um eine Möglichkeit zu weiteren Landungen ausfindig au machen, von An- kin weiter nach Westen gefahren. Sie beschie- ßen auf ihrer Fahrt beide Ufer des Jangtses. — Die bei den Madang-Forts liegende chinesische F l u ß d a 11 e r i e ist erneut von japanischen Flie- gern bombardiert worden. Auch am Jangtse droht lleberschwenimung. Schanghai, 19. Juni. (Europapreß.) Die Gefahr einer Riesenüberschwemmung im Jangtse-Tal wächst stündlich. Durch die anhaltenden Regenfälle steigt der Wasserspiegel dieses Stromes unaufhaltsam und reicht schon beinahe an die Höhe des Jahres 1931. In diesem Jahre trat der Strom in seit Jahrhunderten nicht mehr erlebten Ausmaßen über die Ufer und überschwemmte Tausend« yon Quadratkilometer, In Hankau sollen M Der Stand der Nationalitätenfrage. Prag über das Programm der künftigen Besprechungen. Die Lnsel Hainan wird Kriegsschauplatz Unterbindung der Waffenzufuhr in Südchina. tiefer gelegenen Viertel schon bedroht sein. Die chinesischen Behörden sollen dort die Deiche erhöhen lassen. Man hält es nicht für ausgeschlossen, daß die Flüsse Yin und T schlau, die schon jetzt südlich von Kaifeng einen großen Teil der Wassermassen des Gelben Flusses aufnehmen, bei einem stärker werdenden Druck die Ufer sprengen und damit die Ueberschwemmungskatastrophe in der> Ebene von Hvncm noch nie erlebte Ausmaße annimmt. Weiter befürchtet man auch noch Katastrophen am Hwei-Fluß, der zwischen dem Gelben Fluß und dem Jangtse verläuft und in den Hunglee-See mündet. Vom oberen Hwei-Fluß wird schon jetzt ein wachsender Wasserspiegel gemeldet. Ueberschwemmungen im Hwsi-Tal müßten Millionen Menschen zwischen den beiden Riesenströmen Chinas in Lebensgefahr bringen. Heber der Wasserwüste kreuzen japanische Militärflieger, die die Dormarschrichtung des Gelben Flusses feststellen. Am Damm der Lung- hai-Bahn drängen sich die chinesischen F l ü ch't- l i n g e und auch abgeschnittene japanische Soldaten, denen die Flieger Verpflegung zuwerfen. In vielen Dörfern und Städten sind auch die japanischen Besatzungen von den Fluten eingeschlossen. An den nördlichen Fronten herrsche völlige Gefechtsruhe. Von chinesischer Seite wird erklärt, daß diese Hvchwasserkatastrophe gewissermaßen nur ein Vorspiel sei, da das faisonmäßige Hochwasser erst im Juli und August zu erwarten sei. Reue diplomatische Offensive Chamberlains. London, 19. Juni (Europapreß.) Die Gespräche zwischen Vertretern der italienischen Regierung und dem englischen Botschafter Lord Perth haben in London erneut zu Mutmaßungen Anlaß gegeben, wonach schon in allernächster Zeit eine „neue diplomatische Offensive" des Ministerpräsidenten Chamberlain bevorstehe. Während ein Teil der Presse neue Ent- wicklunaen im englisch-italieniscken Verhältnis und in der spanischen Frage voraussagen, spricht „Sun- day Dispatch" von einem „neuen Friedens- p l a n für Europy" und will wissen, der .englische Ministerpräsident habe bereits in den letzten Tagen mit fünf Botschaftern „vertrauliche Unterredungen" gehabt. Auch habe Ministerpräsident Chamberlain es durchgesetzt, daß die Oppos- t i o n s p a r t e i e n sich im Unterhaus außenpolitisch möglichst z u r ü ck h i e l t e n , um die Arbeit der Regierung nicht unnötig zu erschweren. Die Leiter der Oppositionsparteien hätten darauf ihren Abgeordneten entsprechende „Geheimanordnungen" zukommen lassen. London und Rom eine neue Fühlungnahme im Gange sei mit dem Ziel, das Abkommen vom 16. April möglich st bald, in Kraft treten zu lassen und dazu eine der Vorbedingungen, die Zurücknahme de'r italienischen Frei- w i l l i g e n aus Spanien, abzuändern. In London heißt es Mussolini habe vorgeschlagen, die italienischen Freiwilligen ausder Kampfzone zurückzuziehen, aber vorläufig noch aufspanifchem Boden zu belassen. „Observer" sagt, jedermann weiß, daß feit dem 16. April die Roten ungeheure Verstärkungen an Krieasmate- r i a l und an deren Vorräten sowohl auf Dem Land- als auch auf dem Seewege bekommen haben. Der italienische Vorschlag'würde von der englischen Regierung .„mit Sympathie" geprüft, wobei allerdings innerpolitische Fragen von den Londoner Stellen nicht außer acht gelassen werden könnten. Kieme politische Rachrichten. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat ernannt: Die Admirale Albrecht zum Marine-Gruppenbefehlshaber Oft, Saalwächter zum Kommandierenden Admiral der Marinestation der Nordsee, Carls zum Kommandierenden Admiral der Marinestation der Ostsee, Böhm zum Flottenchef. * Der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von Brauchitsch, wird in der zweiten Junihälfte eine Dienstreise durch die deutsche Ostmark unternehmen und dabei auch einige Standorte, u, a. Linz und Wien, besuchen. In dem festlich geschmückten Ehrenraum der Altonaer Ausstellungshalle fand in Anwesenheit der Reichsfrauenführerin Frau Scholtz-Klink und des Reichsstatthalters und Gauleiters Kaufmann die Eröffnung^ der unter der Schirmherrschaft der Reichs- frauenfuhrerin stehenden Ausstellung „Frauen schaffen für Deutschland" statt. « * Der deutsche Botschafter in Paris, Graf Welczeck, gab zu Ehren des französischen Ministerpräsidenten und Landesverteidigungsministers Daladier ein Frühstück, an dem auch der stellvertretende Ministerpräsident Chautemps und eine Reihe bekannter französischer Persönlichkeiten teilnahmen, die sich demnächst zur Tagung der Deutsch-Französischen Gesellschaft nach Baden- Baden begeben werden. ♦ Der Leiter des Reichsverbandes der Deutschen Presse hat im Zusammenhang mit der Verordnung über bie Einführung des Schriftleitergesetzes im Lande Oe st erreich die Bildung des vorläufigen Landesverbandes Ostmark vorgenommen. Nach der organisatorischen Erfassung der Schriftleiter des Gebietes Oesterreich ist eine Neuaufgliederung des Gebietes in mehrere Landesverbände vorgesehen. Zum kommissarischen Leiter des Landesverbandes Ostmark wurde Hauptschriftleiter Walter P etwa i d i c, Wien, ernannt. * Die ägyptische Regierung hat in England zwei Torpedoboote, zwei Zerstörer, zwei Unterseeboote und zwei Minenleger bestellt. * Bei den Wahlen in Irland hat die Partei des Ministerpräsidenten de V a l e r a bisher 66 Sitze erhalten, die Cosgrave-Partei 39, die Unabhängigen? und die Labvur-Partei 5 Sitze Die Verteilung von 21 Sitzen steht noch nicht fest. Die Anhänger de Valeras rechnen mit einer Mehrheit der Regierungspartei von mindestens 8 Sitzen über alle anderen Parteien zusammen. * König Carol von Rumänien, der sich mit seiner Jacht „Luceafarul" auf einem Wochenendausflug in Istanbul befindet, nahm abends an einem Esten des türkischen Staatspräsidenten Atatürk auf der Jacht „Savarona" teil und begab sich mit einem Motorboot des Staatspräsidenten zum Palast von Dolma Bagtsche, der Residenz Atatürks wo er längere Zeit verweilte. Um die Mittagszeit stattete Präsident Atattjrk auf der Jacht des rumänischen Königs einen Gegenbesuch ab. Kunst und Wissenschaft. Mainzer Gutenberg-Festwoche. Alljährlich um Johamns begeht die Stadt Mainz eine Gutenberg - Festwoche. Sie soll im Hinblick auf die 1940 erfolgenden Feiern zur 500. Wiederkehr der Erfindung der Buchdruckerkunst den Gutenberg-Gedanken in der Bevölkerung pflegen. Als Beitrag zur Festwoche veranstaltet das Gutenberg-Museum eine Ausstellung „Deutsche K a - lend erd rucke" aus Beständen seines und aus der Kalender-Sammlung von Dr. Karl K l i n g s p o r (Offenbach). Im Kurfürstlichen Schloß wurde die Festwoche feierlich eröffnet. Der Kulturdezernent der Stadf, Dr. Hallier, wies auf den Zweck der Gutenberg-Festwoche hin, den größten Sohn J)er Stadt und sein Werk zu ehren und den Mainzer Kulturwillen zu bekunden. Ihren größten Sohn ehre die Stadt in der Ehrung der Kulturschaffenden der Gegenwart. In diesem Jahre sei Professor Dr. P f i tz n e r in den Mittelpunkt der Gutenberg-Festwoche gerückt, der Mann, der ein Leben lang für deutsche Kunst gestritten habe. Dann hielt Professor P f i tz n e r die Festrede über das Thema „Wagner und Schumann, eine Sternenfreundschaft". Oberbürgermeister Dr. Barth erklärte die Festwoche für eröffnet; er betonte, daß es die Stadt als eine ihrer vordringlichsten Aufgaben ansehe, der Gutenberg-Grabstätte eine würdige Form zu geben. Der Oberbürgermeister gab die Künstler bekannt, die aus dem Wettbewerb für den Entwurf zur Gestaltung der Gutenberg-Grabstätte als Preisträger hervorgegangen sind. ^Das Ergebnis lautet: 1. Preis, 1000 RM.: Bildhauer Albert Glenz (Frankfurt); 2. Preis, 750 RM.: Architekt Robert Krafft (Berlin); 3. Preis, 500 RM.: Dipl.-Ingenieur fians Wulff (Darmstadt); zu je 250 RM. angekauft wurden Entwürfe des Bildhauers Hans L a x n e r und des Architekten Peter Dienstorf, beide Wiesbaden, sowie des Bildhauers Franz Fuhr (Bad Schmalbach). Besuch im rheinisch-westfälischen Kohlenpott. Oie Menschen über Tage und unter Tage. Von unserem W.G.-Sonderberichterstaiier.*) Die deutsche Steinkohlen s.örderung betrug 1932 mehr als 91 Millionen Tonnen, 1937 hob jie sich um 6 3 Prozent auf fast 150 Millionen Tonnen. 360000 Bergmänner sind in allen deutschen Steinkohlenrevieren Tag und Nacht damit beschäftigt, dem Erdinnern die schwarzen Schätze zu entreißen. Der Hauptanteil der Forderung entfällt auf das Ruhrreoier, dessen Arbeitsintensität auf allen Gebieten der Werterzeugung unter dem Vierjahresplan ganz ungemein angewachsen ift. Das merkt man so recht beim Durchqueren des Reviers. Man kann vormittags, man kann nachmittags mit dem Auto von einem Ort zum andern eilen, man kann sich auch die Mittagsstunden aussuchen, nirgends wird man einen wirklich bedeutenden Fußgängerverkehr entdecken. Zumeist sind es Schulkinder oder Frauen mit dem Einholenetz, die zu sehen find. Die Männer sind in den Werken, in den Hütten und in den Schächten. Standen sie in den Jahren der Krise mit den Händen ip den Taschen herum, loste damals ein Streik den anderen ab, so gibt es heute soviel Arbeit, daß man nicht mehr weiß, woher man die fehlenden Hände nehmen soll. Ein Blick in die Runde. Einen imposanten Eindruck vom arbeitenden Revier gewinnt man, wenn man von erhöhtem Punkte aus, etwa von dem Dach der hochragenden Zentralschachtanlage „Zollverein" einen Blick in die Runde wirft und zu seinen Füßen, in weiterer Ferne ober am Horizont, aber doch rings herum, nur gewaltige Werke mit zahlreichen Schloten sieht, aus denen lange Rauchfahnen heraushängen. Namen weltbekannter Werke, Hütten und Zechenanlagen schwirren einem um den Kopf. Das Erklären reifet' nicht ab. Man sperrt Mund und Augen auf, hier ein Dutzend und mehr Anlagen allergrößten Formats mit vielen tausend Mann Belegschaft förmlich griffbereit vor sich zu hpben. Ja, hier haben wir das arbeitende Revier, das froh und glücklich ist, wieder Aufgaben vor sich zu sehen, die zu erfüllen sind. Da arbeitet alles Hand in Hand: die Bergarbeiter unter uns in den Schächten, die bis 600 Meter hinunterreichen, mit den Arbeitern in den Uebertage- betrieben, diese mit der Reichsbahn, die die Kohlen zu den Kokereien und sonstigen Verbrauchern fahren. Kohle ist der Kraftspender, der die Schlote rauchen läßt und die Räder in Bewegung setzt, der die gewaltige Waffenschmiede Krupp befähigt, ihre Verpflichtungen der Landesverteidigung gegenüber zu erfüllen. Doch jetzt heißt es, sich mit dem Nächstliegenden zu beschäftigen, mit den Uebertageanla- gen der Zeche „Zollverein", die die Kohle von vier Schachtanlagen fördert. Sie ist in ihrem äußeren Aufbau ein architektonisches Meisterwerk, für das der Architekt Schupp verantwortlich zeichnet, der auch an den Bauten der Volkswagenfabrik in Fallersleben beteiligt ist.. Denkbar einfach ist die Linienführung der Bauten, über die das mächtige stählerne Fördergerüst hinausragt. Aber gerade diese Einfachheit zieht die Blicke immer wieder an. Und drinnen, hinter den Klinkermauern, ist bei der Anordnung der Förder- und Aufbereitungsanlagen nicht minder meisterhaft gearbeitet worden. Mit einer Geschwindigkeit von 17 Meter in der Sekunde schießen die Förderkörbe aus dem Schacht empor, jeder mit zwölf Wagen, zu je einer Tonne Kohle beladen. Mechanisch werden die vollen Wagen ausgestoßen, mechanisch die leeren in den Forderkorb geschoben, mechanisch werden sie zu langen Zügen zusammengestellt, während in der Wipperhalle einige Männer von Stellwerken herab diese Züge dorthin lenken, wohin sie bestimmt sind. In einem anderen Stockwerk der mächttgen Anlage vollzieht sich die Arbeit am Lese band. Hier fällt die Kohle auf breite Bänder, von denen flinke Hände Abfall, also die Nichtkohle (Steine, Holz) herunterholen. In der Kohlenwäsche erfolgt eine weitere Säuberung, danach die Sortierung. Von hier aus fällt die Kohle langsam und vorsichtig in bereitstehende Eisenbahnwagen. Aber damit sind die Aufgaben der Aufbereitung noch nicht erfüllt. Die zwei Millionen Kubikmeter Ruhrwasser, die in breitem Bach durch die Anlage rauschen, spülen erhebliche Mengen Kohlenstaub aus der Förderung heraus, der nun wieder durch sinnreiche Vorrichtungen gesäubert und eingedickt wird. Er wird der Kokskohle bei der Verkokung zugesetzt. Infolgedessen wandern lediglich Steine- auf die Schutthalde. Auch der letzte Rest des edlen schwarzen Stoffes ist für die Weiterverwertung gerettet. Rationalisierung - richtig angewandt. Die Zeche „Zollverein" gehört zu den neueren Anlagen des Reviers. Sie ist ein Rativnalisierungs- produkt. Denn als man sich entschloß, diese Förderanlage zu bauen, da gab es keine Möglichkeit mehr, mitten gewaltig angestiegenen Unkosten fertig zu werden. Durch die Einnahmen konn!en sie nicht abgedeckt werden, weil sich der Kohlenpreis gegenüber dem Vorkriegsstand kaum verändert hatte. Man zog also die Förderung mehrerer Schächte zusammen, benutzte die alten Schächte nur noch für die Einfahrt der Bergleute. Gleichzeitig wurde unter Tage eine Vereinfachung des gesamten Betriebes Dorgeriommen. Als Höchstleistung dieser Anlage wurden 10 000 Tonnen festgesetzt, die heute bereits um 2000 Tonnen überschritten ift „Zollverein" liegt damit an der Spitze im Ruhrrevier. Denkt man an die Aufgaben, die der Vierjahresplan dem Ruhrbergbau stellt, dann entpuppt sich diese Rationalisierungsmaßnahme als ein Vorgang, bei dem das Richtige getroffen wurde. Das Werk kann wieder Höchstleistungen aus sich herausholen, es kann 6000 Mann Lohn und Brot geben. Bergjungleute im Anlernwerk. Gelernte Arbeitskräfte sind heute im Deutschen Reich besonders knapp. Das empfindet man täglich an der Ruhr aufs neue. Auf „Zollverein" wollte man deshalb- 200 Bergjungleute in die Lehre nehmen. Vierzig waren nur zu haben. So ist es überall. Wenn das fo weitergeht, dann kann man sich ausrechnen, wann der Nachwuchs nicht mehr ausreicht, um die Förderung sicherzustellen. Zwar ist das Kohlenbrechen heute schon zum größten Teil a u f bie Maschine umgestellt, aber zum Bedienen der Maschine gehören Menschen, vor allem Männer mit Kenntnissen und Erfahrungen. Und da hat der Bergbau überall die Anlernwerk st ät- t e n geschaffen, deren eine auf der Zeche „Friedrich Ernestine" einen interessanten Einblick in die Pflege und Erziehung der Bergjungleute gewährte. Wie gesagt, Kenntnisse werden verlangt. Folglich wird der Lehrling in den ersten zwei Jahren über Tage zunächst einmal mit allem vertraut gemacht, was ein Schmied, ein Tischler, ein Schweißer, ein Dreher, ein Schlosser wissen muß. Da wird geschweißt und gehobelt, gefeilt und geschmiedet, mit einem Eifer und einer Geschicklichkeit, die dem ausgesuchten Lehr- personal stolze Freude bereitet. Denn hier formt sich unter ihren Händen ein Nachwuchs, der, nachdem er zwischendurch den Uebertagebetrieb kennengelernt hat, während der letzten zwei Jahre der Lehrzeit mit der rein bergmännischen Arbeit im Schacht vertraut gemacht wird. Daneben läuft der theoretische Unterricht, für den die Zeche ein geradezu vorbildliches Unterrichtsgebäude mit Sporthalle, Wafcheinrichtungen und Schwimmbad hingestellt hat. Die Jungens, die den ihnen zustehenden Schichtlohn erhalten, bekommen außerdem noch täglich einen halben Liter Milch und ein stark verbilligtes gutes Mittagessen. Schmuck sehen diese jungen Burschen aus, die eine eigne Bergmannsuniform tragen und selbstverständlich auch über eine Musikkapelle verfügen. So wird hier beim Nachwuchs eine bergmännische Gefolgschaft zusammengeschweißt, die arbeitsmäßig, wissenschaftlich und weltanschaulich geschult wird und die vor allem auch weiß, daß der Bergmann den Vortrupp unserer gewaltigen Heere werktätiger Männer und Frauen bildet. Ohne ihn kann es keine Produktion, keine rauchenden Schornsteine geben, ohne ihn sprudeln nicht die immer zahlreicher werdenden Treibstoffquellen an der Ruhr. Auf ihm ruht auch eine große Verantwortung. Und das macht bereits den Bergjungmann stolz, der, wenn er feine Lehrzeit hinter sich hat, als ganzer Kerl und Diel-' fettig gebildeter Qualitätsarbeiter, nunmehr seine Pflichten vor Ort erfüllt. *) Dgl. den ersten Teil dieser Reportage im Gießener Anzeiger vom 17. Juni. König von Dänemark das Protektorat übernommen hat, sind Verhandlungen im Gange. Aus aller Welt. 28 Tote bei einem Eisenbahnunglück in Amerika. Aus der Strecke Seattle—Chikago ereignete sich bei Tittles City im Staate Montana ein schweres Eisenbahnunglück, bei dem 28 Personen getötet und 65 verletzt wurden. Mit einer Erhöhung der Verlustzahlen ist noch zu rechnen. Es handelt sich um einen der schwersten Unfälle in der Geschichte der amerikanischen Eisenbahnen. Der verunglückte Zug war einer der neuesten StromlinienLuxuszüge der Ehikago-Milwaukee- und Pacific-Eifenbahnlinie. Er bestand aus elf Wagen und war mit den modernsten technischen Neuerungen versehen. Er entwickelte eine Höchstgeschwindigkeit von 170 km/st und hatte eine D u r ch s ch n i t t s g e s ch w i n d i g k e i t von 100 km/st. — In der Gegend des Unfalls waren schwere Wolkenbrüche niedergegangen, und der Bach, über den die Strecke führte,, war zu einem reißenden Strom geworden. Der^Lokomolivführer war jedoch nicht gewarnt und- Whr mit unverminderter Geschwindigkeit über die Brücke. Gerade in dem Augenblick, als der Zug die andere Seite erreicht hatte, brach die Brücke, deren Pfeiler von den Dassermassen unterspült worden waren, zusammen. Lokomotive, Tender und sieben Wagen st ü r z k e n in den Fluß. Nur der Speisewagen, zwei Schlafwagen und der am Schluß fahrende Ausfichtswagen blieben auf den Gleisen stehen. Als Rettungszüge eingetroffen waren, schlugen deren Mannschaften die Fenster der ins Wasser gestürzten Dagen ein, und es gelang ihnen, einen großen Teil der verwundeten Reisenden herauszuholen. Die Rettungsarbeiten sind jedoch noch nicht beendet, und es ist möglich, daß noch mehr Tote unter den Trümmern der durch den Sturz völlig zersplitterten Wagen begraben liegen. Unter den Verwundeten befinden sich zahlreiche Frauen und Kinder. Oer Lütticher Sifimordprozeß. Die Zeugenvernehmungen im L ü 11 i ch e r Giftmordprozeß, welche bis jetzt nichts Greifbares gegen die Giftmischerin Becker erbrachten, fanden mit der Vernehmung der Aerzte Deblock und Leroy ihren vorläufigen Abschluß. Beide Zeugen stimmten in der Auffassung überein, die Angeklagte sei geistig vollkommen normal und zurechnungsfähig. Beide Zeugen bezeichneten die Angeklagte als eine faule und gewissenlose Person, die geradezu krankhafte Neigungen zum Lügen an den Tag lege. Auch die wichtige Frage, ob die Becker Das m ihrem Besitz gefundene Gift für ihre eigene Behandlung gebraucht habe, wurde verneint. Die Becker ist, wie der ärztliche Befund ergibt, Ulcht nur kerngesund, sondern hat sich trotz ihrer 60 Jahre bis vor kurzem noch einen Liebhaber ge- leiftet. Als die Angeklagte die Aussagen eines als Zeugen auftretenbe/i Apothekers anzweifelte, wurde sie vom Richter darauf aufmerksam gemacht, daß oer Zeuge vereidigt worden sei. „Dann hat er ein schlechtes Gedächtnis!", war die erzürnte Antwort. „Es ist zwecklos, mir Fragen zu stellen, — man glaubt mir ja doch nichts Dann wurde die Behandlung vertagt. Admiral a. D. Günther von Krosigk f. Aus der Burg Brurnby bei Magdeburg starb, im Alter von 77 Jahren Admiral a. D. Günther von Krosigk. Ein erfolgreicher Führer der alten Manne ist mit ihm dahingegangen. Admiral von Krosigk war 1906 bis 1909 Kommandant des Flottenflaggschiffes „Deutschland", 1911 bis 1913 Chef Des Kreuzer-Geschwaders in Ostasien, 1914 bis 1919 Chef der Marinestation der Nordsee in Wilhelms- paoen unb Führer des Oberkommandos der deutschen Ostseeküste während des Krieges. Frau Emmy Goring spendet der NSV. 100 Säuglingsausstattungen. Berlin, 18. Juni. (DNB.) Die Gattin des Ge- neralfeldmarfchalls Goring hat aus Anlaß der G e- burt ihrer Tochter Edda 100 Säuglings» aU5lta£t“n9en für ba5 Hilfswerk „Mutter u n ° K i n d" gespendet. Diese Säuglingsausstattun- 9.en bestehen aus einem Säuglingskörbchen und einem Kinderwagen mit dazugehörender vollständiger Sauglingswäfche. Die Verteilung erfolgt von den Dienststellen der NSV. 50 Säuglingsausstattungen werden in der Ostmark, die restlichen in den übrigen deutschen Gauen an bedürftige Mütter aur Ausgabe gelangen. Sechs Tote bei einem Bootsungtück in England. Auf dem Mersiy-Fluß f enterte ein Segelboot infolge des starken Windes. Sechs von den Insassen, ein Mann und fünf Kinder im Alter von zwei bis sieben Jahren, ertranken. Wetterbericht Die rasche und traffige Wärmezunahme zum Wochenende hat sehr rasch einen Vorstoß kühlerer Meeresluft ausgelöst. Dabei brachte der Durchzug einer Störungsfront am Sonntagnachmittag und -abend in unserem Gebiet von West nach Ost fortschreitende gewittrige Erscheinungen, zum Teil von heftigen Böen begleitet. Bei überwiegend freundlichem Wetter läßt die Gesamtlage noch keine völlige Beständigkeit erwarten. Vorhersage für Dienstag: Vielfach heiter, doch nicht durchaus beständig, und besonders nach Norden und Osten hin vereinzelt auftretende schauer. Mäßig warm, Winde aus West. Vorhersage für Mittwoch: Neue Warmezunahme und zunächst vielfach heiter, später wieder Gewitterneigung. Lufttemperaturen am 19. Juni: mittags 26,3 Grad Celsius, abends 20;0 Grad; am 20. Juni: morgens 16,8 Grad. Maximum 27,6 Grad, Minimum 14,4 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 19. Juni: abends 21,8 Grad; am 20. Juni: morgens 18,1 Grad. — Sonnenscheindauer 11,2 Stunden. Hauptschriftletter: Dr Friedrich Wilhelm Lange Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum» schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. tfr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot: für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen- (eiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. V. 38: 9163. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs» prew Ä 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit Der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufs» preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr Sur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. Ausklang der Reichstheaterfestwoche. Am vorletzten Tage der Re i chsth e aterfe st ° wachs in Wien kam die heitere Muse zu Wort. In der Operette „Der Z i g e u n e r b a r o n" von Strauß kann sich das Theater nach Herzenslust entfalten. Das Wiener Opernhaus bot eine Aufführung, wie sie nur in Wien möglich ist. Das wunderbare Orchester unter Dr. Karl Bohm nahm schon nach den ersten Takten die Zuhörer gefangen. Herrliche Bühnenbilder, ein harmonisches Ballett mit dem unvergeßlichen Wiener Walzer' und phantastische Massenszenen mit mehreren hundert Mitwirkenden gaben der Aufführung ihre Eigenart. Reichsminister Dr. Goebbels und Frau, Reichskommissar Bürckel, Reichsstatthalter Seyh- I n g u a r t und Frau und Reichsorganisationsletter Dr. Ley wohnten der Vorstellung bei. Rauschender Beifall dankte allen Künstlern. Der sechste Abend brachte mit dem Ensemble des Deutschen Theaters, Berlin, Shakespeares „Sturm". Vor allem in den Rüpelszenen offenbarte sich die Aufführung als ein Meisterwerk von Jnszenierungs- und Darstellungskunst. Klar herausgearbeitet kam auch der Grundgedanke des Werkes, der Sieg der menschlichen Vernunft über die Gewalten der Natur zum Ausdruck. Neben Theodor Loos als Prospero müssen vor allem die Darsteller der Rüpelszenen, Wernicke, Seyfferth und Siedel, genannt werden. Die Miranda des Fräulein Savio bewährte, sich mit einer der lieblichen Frauengestalten Shakespeares, ebenbürtig erschienen in trefflichen Leistungen Ferdinand Spalinger als Königssohn, Albin Scoda als Ariel und Ernst Karchow als Kosiig Alonso. Unfall von Gustaf Gründgens. Staatstheaterintendant Gustaf Gründgens erlitt bei den Aufnahmen zu feinem Film „Tanz auf dem Vulkan" eine schwere Fußverletzung, die eine Unterbrechung feiner Filmarbeit notwendig macht. Staatsrat Gründgens kann daher auch an dem Gastspiel des Berliner Staatstheaters mit „Emilia Galotti" in Danzig nicht teilnehmen und den Termin für fein dänisches „Hamlet"-Gastspiel im Schloß Kronborg nicht einhalten. Wegen einer Verschiebung dieses „Hamlet"-Gastspiels, für das der Wirtschaft lx l ani bie1 Beginn: 17 Uhr. Eintrittspreise von RM. 0.20 Lis 1.— (Sitzplatz). 4218D Statt Karten. im 62. Lebensjahre. b< Gießen (Mlhelmstraße 14), im 3uni 1938 es 4227D GLORlfl Treis (Lumdai, Leipzig, Aliendorf (Lumda), den 19. Juni 1938. 4262D im Alter von 1V2 Jahren durch einen frühen Tod wieder genommen. S i Kesselbach, 18. Juni 1938. Beerdigung Montag, 20. Juni, nachmittags 41/« Uhr. 4220V nicht. 4216A* Regle: W. A. Selter <6; 26. Juni Q Oie Verlobung ihrer Tochter £ifl mitAerrnLeutnaniHans- üfrirf) ßifner zeigen hiermit an nicht nüe$ schäft, und schäfte, vor Falle Mike Eine der Nach einem arbeitsreichen Leben entschlief sanft nach schwerem Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater und Großvater UniversMs -Professor i. 5t. Or. Karl Schaum und Frau Eleonore, geb. Winier $iau''93. Trommeln gehört zum Ge- auch Weltmeisterschaftskämpfe sind Ge- allem für den Veranstalter, in diesem Jacobs. Neuigkeiten, die besonders häufig auf- Die Beerdigung findet Dienstag, den 21. Juni, nachmittags 4 Uhr, vom Trauerhause aus statt. Meine Verlobung mit Fräulein «tiff Schaum beehre ich mich hiermit anzuzeigen d r ü. . Ä « mit Dampferfahrt von Büdesheim-Koblenz h' : b. Q! P bl d. n c P te D 1 in Nachlässe von 3 bis 20 v. H. erhalten Sie bei wiederholten Veröffentlichungen einer Anzeige/ Die trauernden Angehörigen: Frau Elisabeth Becker, geb. Benner Heinrich Becker XIV. und Familie Wilhelm Becker, Dipl 4ng., und Frau Philipp Becker, Elektromeister, und Familie Wilhelm Will III. und Familie Wilhelm Nickel und Familie. verschieden in ihrer Veranlagung und Auffassung vom Kampfe sind. Der Neger ist von der Natur — was seine körperlichen Vorzüge anbelangt — geradezu für den Faustkampf geschaffen: unheimlich stark, katzenhaft gewandt und mit einem Instinkt begabt, wie ihn kaum ein zweiter Borer besitzt. Ganz anders der Deutsche. Was er an Veranlagung für den Boxkampf aufzuweisen hat, ist zum größten Teil auf hartes, von einem eisernen Willen diktiertes Training zurückzuführen. Im Ring diktiert Schmelings Kopf das Kampfgeschehen: der Körper gehorcht bis zum Letzten, dank eines hervorragenden Trainings. Schmeling vgr der zweiten Weltmeisterschaft?' Noch etwas dürfen wir nicht vergessen, wenn wir die Aussichten unseres Meisters beurtellen wollen. Louis ist einmal von Schmeling vernichtend gell r r , r n n ü li a d rtj >.. n ft L fc d«, n Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Becker und Frau Emilie, n geb. Opper. hauptete aber, von dem Zeugen B. hierzu angestiftet worden zu sein. Da der AngeÜagte noch nicht vorbestraft und durch sSine Taten auch nur ein verhältnismäßig kleiner Schaden entstanden ist, änderte die Kammer das erstinstanzliche Urteil ob und verurteilte den Angeklagten zu einer G e • fängnisstrafe von sechs Monaten. Sans-Ulrich Einer Leutnant im Kampfgeschwader 254 Höhung des Eigenkapitals der Edekazentrale auf 51,3 v. H. (im Jahre 1925 betrug bas Eigenkapital 14 v. H.!) Hierbei entfiel der Hauptanteil auf die Steigerung der Reserven. Die der o. G.-V. vorgeschlagene Kapitaldioidende von 4 v. H. wurde einstimmig zum Beschluß erhoben. — Bei der Edeka- bank steigerte sich im Jahre 1937 der Umsatz auf einer Seite des Hauptbuches auf 1,553 Milliarden RM. (1936: 1,427). Die Dank, der 453 örtliche Edeka-Genossenschaften als Mitglieder angehören, verfügt über Garantiemittel im Betrage von 7,25 Millionen RM. (1936: 7,02). Bei unverändert günstiger Liquidität (die liquiden Mittel der Bank stellten sich Ende 1937 auf 14,8 Millionen RM., gegenüber 12 Millionen RM. Ende 1936) weist die Bilanz nach Vornahme reichlicher Abschreibungen einen Gewinn von 133 539 RM. (1936: 133 840 RM.) aus. Die vorgeschlagene Dividende von 5 v. H. wurde von dex o. G.-V. beschlossen. Seit Monaten steht im Blickpunkt des Boxsports der ganzen Welt der Kampf um die Schwergewichts-Weltmeisterschaft zwischen dem Deutschen Meister aller Klassen, Max Schmeling, und dem schwqrzhäutigen amerikanischen Titelträger, Joe Louis. Wochenlang schon wird in der gesamten Presse der Staaten die Werbetrommel gerührt. Jetzt sind es. nur noch Tage, die uns von dem großen Ereignis trennen, von dem Kampf, an dem Deutschland und ganz Europa durch die Persönlichkeit Max Schmelings m gleichem Maße beteiligt ist wie Amerika. Heute wartet die W.elt nut der gleichen Spannung auf die zweite Auseinandersetzung Max Schmelings mit Joe Louis, dem gleichen Joe Louis, den der Deutsche vor fast genau zwei Jahren vernichtend schlug und der sich trotzdem mit dem Weltmeistergürtel schmücken durfte. Rätselraten um „Rechte" und „Linke". Viel ist in den letzten Tagen und Wochen von USA. herüber.'^jommen an Berichten über das Training und Innungen über die Aussichten der beiden Gegner n&n 22. Juni. Man darf davon Allgemeine Ortskrankenkasse für Stadt- und Landkreis Gießen __Gießen. ____ Baue gut mit Äbermann Zwangsversteigerung. Dienstag, 21. d. M., nachm. 2 Uhr sollen im Versteigerungslokal, Neuenw. 28, bzw. an Ort u.Stelle (Bekanutg.inob.Lokal)zwangsw. gcg. sof.BarzahL versL werden: -vaus-, Laden- u. Büromöbel aller Art,. 1 SchaufensterausstellungL-' einricht., 1 Staubsauger, 2 Eisschr., 1 Registrierkasse, 50 Maschen Wermutwein, 1 chinesische Buchrolle, lMörtelmasch.,1 Fahrrad,1 Schau- bekalbum mit Briefmarken, 3 Gewehre, Anzugsstoff, 1 Spiegel Bestimmt werden versteigert: 1 Kassenschrank, 1 Kofferschreibmaschine (Urania), 1 Klavier, 3 Damenmäntel, 1 Schreibtisch Stibarmarnr ,225D Gerichtsvollzieher in Gießen Wiesenstr. 2 Tel. 3108 Noch nie war ein Darstellerdreibund in spannenderen Rollen zu sehen. — Sensationell sind die Erlebnisse eines jungen Offiziers, welcher in geheimer Mission auf Ehre und Karriere verzichten muß, bis Liebe ihn vor Tod ■.....'■■■— und Schande rettet ....... IN DEUTSCHER SPRACHE! Beiprogramm • Ufa-Ton Woche Täglich 4> Uhr, 6 Uhr und 8.30 Uhr! MV getischt werden, besteht in der Andeutung, daß der Deutsche am 22. Juni nicht mehr seine Rechte in so starkem Ausmaße bevorzuge, vielmehr mit der Linken die Hauptarbeit verrichten werde, und daß der Neger jetzt großen Wert auf eine starke Rechte lege. Wir können an eine derartige Umstellung der beiden Gegner nicht glauben. Schmelings wichtigste Waffe wird auch am kommenden Mittwoch die Rechte fein, als Haken und Gerade blitzschnell geschlagen. Bei dem Neger wird er sich nach wie vor vor dem mit unheimlicher Wucht geschlagenen linken Haken in Acht nehmen müssen. Selbstverständlich sind beide Boxer darauf bedacht, die Schlagkraft und Schnelligkeit jeder Hand so stark wie möglich -auszubauen. Aber auf seinen Spezialschlag wird keiner von ihnen verzichten. Hirn gegen Onffinff! Im Yankee-Stadion werden sich in der Nacht zum Donnerstag zwei Boxer- gegenüberstehen, die gründ- Heute Wiederholung: Militärische Vorführungen ««*> ^Wallensteins Lager Ab heute Montag ein spannender Kriminalfilm Abfahrt: Gießen 7,25 Uhr q.. Fahrpreis: w KM« (einschl. Dampferfahrt) • Nähere Auskunft bei Fahrkarten- Ausgaben und MER-Reisebüros. Reichsbahndirektion Frankfurt (Main) 4223 V K-2-G- o u a. e Ab 2« «S o « ®3 £ Philipp Becker I Elektromeister Für den Naturfreund ! ValMevev Die Lebensgemeinschaft des deutschen Waides in Bildern 150 Naturaufnahmen aus dem Tier- und Pfianzenleben des heimatlichen Waldes auf 128 Kupfertiefdruck» tafeln, mit lebendigem und aufschlußreichem Einführungstext von K.Gerhard u.G.Wolff. Preis RM. 4,80. „Es lebt und webt in dem Buche, und wer es versteht, mit empfänglichen Sinnen di« bildgeword. Naturschönheiten in stck auf» zunehmen, dem singen u. klingen die Tafeln tausend Erinnerungen wach an einstmals leibhaft Erschautes.* Reclam» Universum Verlangen Sie kostenlos unsere bebilderten WerbeblStter Zu beziehen durch jede Buchhandlung! Hugo Bermühler Verlag Berlin-Lichterfelde 5^ Do Lü, tsch Der Tei Be gen drei' Kri! 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Aber^wenn Louis seinem Bezwinger im Schein der Jupiter-Lampen gegenübersteht, wenn er die erste Rechte des Deutschen einstecken muß, verschwindet die Selbstsicherheit. Wie der Kampf verlaufen wird? Wenn Louis genügend Klugheit besäße, könnte er sich ganz auf die Verteidigung beschränken und würde bei den amerikanischen Richtern bestimmt zu einem Punktsiege kommen. Vielleicht wird er nun versuchen, im ersten Ansturm — auf Schmelings langsamen Start bauend — seinen Gegner zu überrennen. Aber auch das wird ihm wenig helfen, der Deutsche kennt Louis und wird auf der Hut sein. Wir glauben an folgenden Kampfverlauf: Gelingt es Schmeling, die ersten fünf Runden sicher zu überstehen dann kommt Louis genau wie beim ersten Kampf langsam aber sicher ins Hintertreffen. Nach kurzer Krankheit wurde uns heute unser herziges liebes Töchterchen, Schwesterchen, Enkel, Urenkel und Nichte Christel Becker Zwangsbeitreibung. Für die Arbeitgeber, die die Beiträge selbst nach dem wirklichen Arbeitsverdienst berechnen, gilt die gesetzte Frist bis zum 25. ds. Mts. 4217D ! ■ E ; A a. Mahnung Die Beiträge für den Monat Mai 1938 derjenigen Arbeitgeber, die von der Kaffe Rechnung erhielten, sowie der freiwilligen Mitglieder, können-noch bis zum 25.3uni 1938 ohne Kosten bezahlt, werden. Nach Ablauf dieser Frist erfolgt Kostenberechnung, evtl. Schnielmg-LouiS. Dor dem großen Kampf im fsankee-Etadion. PQLQST Giessen r - g. . , t Kleine Strafkammer Gießen. Durch Urteil des Amtsgerichts Friedberg war der A. H. aus Rodheim v. d. H. wegen Diebstahls in vier Fällen und einem Fall der falschen Anschuldigung am 29. März d. I. zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden. Gegen dieses Urteil legte H. Berufung ein. Die Verhandlung vor der Kleinen Strafkammer ergab, daß der Angeklagte die ihm - zur Last gelegten Vergehen verübt hatte. H. hatte in vier Fällen sich an dem Eigentum seiner Auftraggeberin vergangen, indem er zweimal je einen Wagen Splitt, der dieser gehörte, in den Hof des Zeugen B., und einen Wagen Schottersteine, die ebenfalls für ihn fremdes Eigentum waren, in den Hof feines Schwiegervaters gefahren hatte. Außerdem hatte er auch noch 15 bis 20 Sack Zement von der Baustelle, wo er Jie eigentlich abzuliefern hatte, mit nach Haufe genommen und sie dann für eigene Arbeiten verwendet. Nachdem er durch öinen früher bet ihm beschäftigten Arbeiter wegen dieser Taten gezeigt worden war, wurde er vernommen. Bei »fer Vernehmung gab er die Diebstähle zu, be- 1 Wertlos ressen will Wn* COi sichere sein Heim |fbl 3 • mit neuzeitlichen Sicherheitsschlösser BORRMANN Gießen, Neustadt 5, Ruf 4165 Auch der Rentenmarkt lag weiterhin still, eine ausgesprochene Tendenz ist nicht zu erkennen, Kommunal-Umschuldung 95,95, also 0,05 v. H. niedriger, späte Schuldbücher behauptet. Im weiteren Verlauf der Börse trat keine wesentliche Veränderung am Aktien- noch am Rentenmarkt, weder in der Kursgestaltung noch im Geschäftsgang mehr ein. Auch Freiverkehrswerte ohne nennenswerte Umsätze und im wesentlichen unverändert. Pfandbriefe, Liquidationspfandbriefe und Kommunal-Umschuldungen ruhig und unverändert. Tagesgeld unverändert 2,50 v. H. * * * Edekazentrale e. G. m. b. H. In der Generalversammlung der Edekazentrale e.G.m.b.H., Berlin, myröe in dem Bericht üßer das abgelaufene Geschäftsjahr 1937 u. a. mitgeteijt: Der zentral erfaßte direkte und indirekte Umsatz steigerte sich von 177,5 Millionen RM. im Jahre 1936 auf rund 196 Millionen RM. im Jahre 1937. Die Bilanz weift nach ausreichenden Abschreibungen und Rückstellungen per Ende 1937 einen 'Reingewinn von 63 877 RM. (1936: 52 616 RM.) aus. Als Erfolg vorsichtiger Geschäftsführung ergab sich eine Er- Mein-Mainische Börse. Leicht abbröckelnd. Frankfurt a. M., 18. Juni. Die Wochenschlußbörse bei weiterhin ruhigem Geschäft auf 'ben meisten Marktgebieten des Aktienmarktes weiter leicht abbröckelnd. Es fanden weiter kleine Verkäufe aus den bekannten Quellen statt. Die Umsätze sind im ganzen außerordentlich klein, so daß bei vielen Wetten die Kursnotierungen ausgesetzt werden mußten oder nur eine nominelle Kursnotierung statt fand. Von Verkehrsarten AG. Verkehr um 1,50 niedriger mit 126,50 nach 128, Reichsbahn- Vorzüge behauptet mit 125. Auch Auto- und Ma- fchinenwette lagen gut behauptet bis auf Deutscher Eisenhandel, die 1 v. H. verloren. Am Chemiemarkt verloren IG. Farbeninduftrie 0,25 v. H. auf 160,40, Deutsche Erdöl 0,50 v. H., während sich Scheideanstalt behaupten konnten. Elektroaktien uneinheitlich, Licht und Kraft und Felten 0,75 v. H., Bekula 0,25 v. H. höher, aber Gesfürel 0,50 v. H., RWE. 0,90 v. H. niedriger. Im einzelnen verloren noch Conti Gummi 0,50 v. H. auf 206,50, Westdeutsche Kaufhof 1 v. H. auf 105. Reichsbahn-Sonderfahrt — 60% Ermäßigung — nach Rüdesheim Verkäufe liHewap 60Ztr.Tragkrast, m. dovv. Garnit. (Leit. u. Kasten), fürEinspänn.od. Kuhfuhrw. geb., zu verkauf. 02871 Krofdorf.Str. 5. [Verschiedenes | 20000 RM. zur Ablösung v. Aufwertungs- Hrwotheken gesucht.Schriftliche Angeb. u. 02867 an d. Gieß. Anz. öeuW-Whi- Dflorhünöin dunkelbr.itiger entlaufen! Wiederbringer Belohnung. 4221D Tr.v.Bentheim, Goethestraße 69. Vermietungen^ 4 Zimm-Mn. mit 2 größeren Mansardenzim- mern, Balkon u. Gartenanteil zu vermieten. 02870 Näheres Sternstraße 71. [ Mietgesuche"| Junges Ehepaar sucht zum 15.Juli in gutem Hause ZmlZimmer (Wohn-u.Schlaf- zimmeru.Küche) vorläufig Mr die Dauer 1 Jahres. Schrift!. Angeb. unt. 02869 an d. Gießen. Anzeig. [Stellenangebote] Schulentlassenes Mädchen oder Zunge für leichte Arbeit gesucht. Goethe- Buchhandlung, Gießen, 02372 Neuen Bäue 3. Stellengesuche) Suche Stellg. als Köchin in kleiner, feinen Pension ob. Pri- vathaüshalt zum 1. Juli. Angeb. an Fr. 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