Welt der 'k 9 «ste K: ?er3 von n ,*9’ >’,> mit V °- Den V und 3eIangten bis £*9ber Rl*°meter bei btT tunb ■^WPeratu. en. e. 37. Gene- Mlte bereits ,n 5 preußi, en-mürltem. v>|ion enge, en mit den und XXVI, l'schen ßini, u barjeriidje Dem XXIV, 21. 222, 223 ■ Regimenter ach der Aus. rwenbet, tra« r bei und in 1914 in die strapa- islungs- Lücken- se oder ;ker: 48.- 78/ 65.- 110.- porrr’0'1 37.' ndsPort' Lein®n' hosen i" _Kieiie Erleichterungen ein, die ihr für die freie Ausübung ihrer Tätigkeit auf Schweizer Boden gewährt werden". Die Genfer Beschlüsse enthalten jedoch keine näheren Angaben über das Verhalten der Schweiz im Kriegsfälle, wenn etwa von der Liga bewaffnete Konflikte ausgelöst werden. Wenn die Genfer Entente auch ein begreifliches Interesse daran hat, in Kriegszeiten gerade in einem neutralen Lande zu tagen, so kann dex Schweiz aus entgegengesetzten Grünoen die Anwesenheit einer Allianz- zentrale auf ihrem Hoheitsgebiet nicht gleichgültig fein. Es ist bekannt, daß sich die Berner Regierung und führende Offiziere der Schweizer Armee wiederholt mit dieser Frage beschäftigt haben. So sah die Botschaft des Bundesrats vom 4. August 1919 in der „Tatsache des Sitzes eine gewisse Gefahr und unter Umständet ein Hindernis für die restlose Durchführung der Neutralität" und wies darauf hin, „daß der Gegner des Völkerbundes den Sitz des letzteren zum Gegenstand von Angriffen machen würde, sei es, um die dortige Organisation zu stören, sei es, um durch Erzwingung einer Evakuation der Organe des Völkerbundes dessen Ansehen einen Schlag zu versetzen. Die Entwicklung des Luftkrieges hat die Möglichkeit solcher Angriffe wesentlich vergrößert." Schweizerische Generalstabschefs machten bereits vor mehreren Jahren auf die aus dem Ligadomizil drohenden Gefahren aufmerk- 'sam. So schrieb Oberstdivisionär Sonderegger 1933 u. a.: „Der Aufenthalt des Völkerbundsrats und feiner obersten Beamten in Genf ist vom Augenblick der kriegerischen Zuspitzung eines Konfliktes zwischen dem Völkerbund und irgendeinem Staat oder einer Staatengruppe an mit unserer Neutralität nicht mehr vereinbar." Damit drängt sich sofort die Schlußfolgerung auf, daß die Schweiz von der Genfer Liga die strikte Zufiche- rung verlangen müßte, im Falle einer kriegerischen Auseinandersetzung zwischen Nachbarstaaten ihren Sitz in ein anderes Land zu verlegen. In diesem Falle könnte die Anwesenheit ausländischer Offiziere in Genf ebenso wenig geduldet werden, wie Tagungen des mit der politischen Leitung von Ligaakttonen beauftragten Rate?. Zweifellos gilt die Genfer Feststellung, daß die Schweiz den Organen der Liga freie/ Betätigungsmöglichkeit zusichert, nur für di^Dauer des Friedenszustandes. Auffallend ist nur, wie man jetzt in Genf ängstlich jede öffentliche Erörterung dieses heiklen Problems vermieden hat. Aber bei den erwähnten (Erleichterungen für das reibungslose Funktionieren des Liga-Apparates kann es sich auch für die Schweiz nicht darum handeln, irgendwelche Souveränitätsrechte preiszugeben. Nach Artikel 7 der Ligasatzung „genießen die Vertreter der Mitglieder und die SBeairden des Völkerbundes in Ausübung ihrer Amtsgeschäfte die diplomatischen Rechte und Befreiungen." Französische und englische Zeitungen sprachen allerdings bei Erörterung des eidgenössischen Neutralitätsantrages von weiteren Gegenleiftuntzen, etwa auf dem Gebiet der Exterritorialität der Ligaeinrichtungen. Selbstverständlich konnte sich die) Schweiz nicht daraus ein- lafsen, daß ihr Begehren/zum Objekt eines Tauschgeschäftes herabgewürdictt wird. Die Ligaverwaltung ist l e d i g 1 i ch G al st d e r E i d g e n o s s e n - schäft und jeder Verzicht auf ein Stuck Loden läßt- sich mit ihrer territorialen Integrität nicht vereinbaren. tr|d)etni täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monatr.Bezllgspretr: Mtt 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Sietzen Postscheckkonto: firanffurt am Main 11688 Der Gaatenstand Anfang Mai. Angebot, das von der gestürzten Regierung Nahas Pascha abgelehnt worden war, jetzt wieder heroor- holen wird. England hatte angeboten, die Kasernen in der Kanalzone gegen eine ägyptische Zahlung von fünf Millionen Pfund (rund 60 Mill. RM.) in eigener Regie zu bauen. Oaladier wehrt sich gegen Gerüchtemacher. Pläne zur Ankurbelung der französischen Wirtschaft. Paris, 19. Mai. (Europapreß.) Ministerpräsident Da lädier hat sich am Donnerstagmittag mit einer Erklärung an die französische Oeffentlich- tdt gewandt, in der er mit den Dunkelmännern, die in der letzten Zeit Gerüchte über zukünftige außenpolitische Verwicklungen, in die Frankreich gezogen werden könne, und über die hoffnungslose Lage der französischen Wirtschaft verbreiteten, scharfe Abrechnung hielt. Gegen alle diejenigen, die Gerüchte in Umlauf setzten, um das Ansehen der französischen Regierung im In» und Auslande zu untergraben, werde er die volle Strenge des Gesetzes anwenden. Die Polizei verhaftete während der Mittwochbörse neun Personen, die zwar den Börsenkreisen angehören, aber nur eine untergeordnete Rolle spielen. Die Verhafteten sollen die alarmierenden Gerüchte verbreitet haben. Bei der Polizei ist man aber der Ueberzeugung, die Verhafteten seien lediglich die ausführenden Organe eines mächtigen Jnterefsenkreifes gewesen. Kurz nach der Erklärung des Ministerpräsidenten trat der engere Kabinettsrat zusammen, um über den „zweiten Zug" der Maßnahmen zu beraten, die der Belebung der französischen Wirtschaft und einer Ausweitung der industriellen Erzeugung Frankreichs dienen sollen. Es handelt sich um ein Arbeitsprogramm, das in eine große Zahl von Einzelmaßvahmen zerfällt. Wie auch schon die vorhergehende Regierung, hat das Kabinett Daladier den Plan gefaßt, die Altstadtviertel der Großstädte abzureißen und ourch neue Wohnviertel zu ersetzen. Auch a u f dem Lande soll der Wohnungsbau gefördert werden. Ferner will man Maßnahmen zu einer stärkeren Elektrifizierung des Landes, zum Ausbau und zur Verbesserung des Straßen- und Eisenbahnnetzes sowie zum Ausbau der Häfen ergreifen. Eine gleiche Wirtschaftsankurbelung ist auch für die Kolonien geplant. Es handelt sich um ein Programm öffentlicher Arbeiten, zu dessen Durchführung im Augenblick 15 Milliarden Franken vorgesehen sind, die auf acht Jahre verteilt werden sollen. Ein holländischerVerieidigungS-FondS Den Haag, 19. Mai. (Europapreß.) Zur Finanzierung der erhöhten Aufrüstung plant die holländische Regierung die Errichtung eines „Nationalen Verteidigungs-Fonds", der einen genauen Ueberbltck über die Kosten ermöglichen soll. In diesen Fonds sollen die Einnahmen fließen, die die Steuererhöhungen zugunsten der Aufrüstung erbringen. Vorerst ist an eine Erhöhung der Einkommen-, der Dividenden- und der Ian» tiemen-Steuern gedacht. Auch die Umsatzsteuer soll heraufgesetzt werden. Der Haushaltsentwurf für den Verteidigungs-Fonds schließt mit Einnahmen in Höhe von 7,2 Millionen holländischen (Bulben (rund 10 Millionen RM.) und Ausgaben von 17,4 Mill. Gulden (rund 24 Millionen RM ), also einem Fehlbetrag von 10,2 Millionen Gul. den (rund 14 Mill. RM.). Für diesen Fehlbetrag sollen noch Mittel beschafft werden. Eine A n - leihe für Aufrüstungszwecke wird abgelehnt. Oie Oeuischlandflieger der NSFK.-Gruppe 11. NSG. Die acht Tage des Deutschlandfluges sind Tage wechselvollen Kampfes von 390 Besatzungen um den Erfolg. Am 7. und 8. Mai wurden die vier Verbände der NSFK.-Gruppe 11 im dauernden Flugbetrieb den letzten Prüfungen im Verband- und Einzelflug unterzogen und in stetem Wechsel die Wertunasplätze im Gruppenbereich: Wetzlar, Koblenz, Wittlich, Trier und Worms vom Tank- und U^bernachtunashafen Rhein-Main in Frankfurt a. M. aus an- geflogen. Die Kurz- und Hindernislandunyen sowie die Zielabwürfe schlossen di^ Vorbereitungen ab. H?ute nun stehen die endgültigen Be- satzüngen fest, die die NSFK.-Gruppe 11 vertreten und nach acht Tagen die Grüße der Gaue Hessen-Nassau uht) Koblenz-Trier in die Ostmark des Großdeutschen Reiches nach Wien bringen werden. Am Sonntag starten um 8 Uhr vom Flughafen Rhein-Main folgende vier Verbände: 1. Wettbewerbskennzeichen S 2, Baumuster Fw. 44 Stieglitz. Bewerber: NSFK.-Gruppe 11, Darm- stadt, Verbandsführer NSFK. - Gruppenführer von Molitor. Besatzungen: NSFK.-Gruppenführer von Molitor, NSFK.-Mann Treusch, NSFK.- Sturmführer Steinhoff, NSFK.-Truppsührer Seibert, NSFK.-Sturmführer Erbprinz von Solms, NSFK.-Rottenführer Meckel. 2. Wettbewerbskennzeichen R 5, Baumuster Fw. 44 Stieglitz. Bewerber: NSFK.-Standarte 72, Koblenz, Verbands führ er NSFK.-Sturmführer Fengel. Besatzungen: NSFK.-Sturmführer Fengel, NSFK.-Truppführer Schmale, NSFK.-Mann Mer- gen, NSFK.-Mann Frank, NSFK.-Mann Koch und NSFK.-Mann Welker. 3. Wettbewerbskennzeichen W 2, Baumuster Klemm Kl. 25. Bewerber: NSFK.-Standarte 75, Frankfurt a. M., Verbandsführer NSFK.» Oberscharführer Entreß. Besatzungen: NSFK.-Ober- scharführer Entreß, NSFK.-Mann Hohorst, NSFK.- Mann Krekel, NSFK.-Truppsührer Lang, NSFK.- Oberscharführer Wilberz und NSFK.-Obertrupp- führer Schmidt. 4. Wettbewerbskennzeichen W 1, Baumuster Klemm Kl. 24. Bewerber: NSFK.-Standarte 77, Darmstadt, Verbandsführer NSFK.-Obertrupp- führer Kühn. Besatzungen: NSFK.-Obertruppführer Kühn, NSFK.-Sturmführer Erb, NSFK.-Ober- truppführer Engel, NSFK.-Mann Reiter, NSFK.- Mann Müller und NSFK.-Truppführer Schwab. Reichstarifordnung für die Angestellten im Baugewerbe und in den Baunebengewerben. Berlin, 19. Mai. (DNB.) Der Reichstreu- händer der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Sachsen hat als Sondertreuhänder der Arbeit eine Reichstarifordnung für die kaufmännischen und technischen Der Zeitungsdienst des Reichsnährstands schreibt: Nach den recht warmen Märztagen herrschte im April vorwiegend trockenes und kaltes, an manchen Tagen sogar winterliches Wetter Durch diesen Witterungsumschwung wurde die Entwicklung der Saaten und der Futterpflanzen beeinträchtigt. Nach dem Urteil der amtlichen Berichterstatter reichte nur in 48 v. H. der Berichtsbezirke die Bodenfeuchtigkeit aus, um den Bedarf der Kulturpflanzen zu beliebigen. In rund 40 v. H. der Berichtsbezirke war aber die Bodenfeuchtigkeit zu gering, in 12 v. H. der Berichtsbezirke wurde zuviel Feuchtigkeit gemeldet. Damit hat sich die Niederschlagsverteilung im Vergleich zum Vormonat noch etwas verschlechtert. Durch das kühle — die Temperaturen gingen nachts vielfach bis auf minus 10 Grad'herunter — und überwiegend trockene Aprilwetter wurde d i e Entwicklung sämtlicher Feldfrüchte aufgehalten. Im Reichsdurchschnitt sind daher/ wie das Statistische Reichsamt mitteilt, sämtliche Feldfrüchte und Futterpflanzen schlechter begutachtet worden als im Vorjahr. Die Verschlechterungen betragen bei Winterroggen (Anfang Mai 2,6 und Anfang April 2$), Winterraps (2,7 und 2,4), Wie- en ohne Bewässerungsanlagen (3,0 und 2,7) drei Vunkte, bei Winterrübsen (2,6 und 2,4), Luzerne 2,7 und 2,5) und Bewässerungswiesen (2,8 und 2,6) 2 Punkte und bei den übrigen Feldfrüchten nur 1 Punkt. Am stärksten sind die Viehweiden durch das kalte und trockene Aprilwetter beeinträch- Heffen-Raffau erfolgreich abgeschnitten. NSG. In den nächsten Tagen findet im Gau Hessen-Nassau die Verteilung der Preise ftatt, die unsere Buben und Mädel bei dem Schülerwettbewerb des NSLB. „Volksgemein- chaft — Blutsgemeinfckaft" gewonnen haben. Der Wettbewerb war von der Reichswaltung des NS.-Lehrerbundes ausgeschrieben und von dem Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda unterstützt worden. Der erste und dritte Reichssieg sind in unseren Gau gefallen. So wurde der Schüler Bruno Lutz aus der Mittelschule an der Rheinstraße in Wiesbaden für eine ausgezeichnet gelungene Schnitzarbeit mit einem Faltboot (1. Preis) belohnt. Den dritten Preis erwarb sich Ferdi Auerhammer aus der Volksschule in Auerbach an der Pergstraße. Er erhielt ein Fahrrad. Außerdem ist noch eine große Anzahl anderer Auszeichnungen unter Schüler und Schülerinnen unseres Gaugebietes verteilt worden, Bücher, Radierungen und Bilder führender Männer des dritten Reiches mit deren eigenhändiger Unterschrift. Sehr reichhaltig war auch die Auswahl unter den ausgezeichneten Gemeinschaftsarbeiten, die ganze Schulklassen einsandten. Hier stehen an führender Stelle: Die Klasse 2a der Volksschule an der Lahnstraße in Wiesbaden, die Klasse 2M der Holbeinmittelschule in Frankfurt und die Gruneliusschule in Frankfurt. Gauwattertagung des IlG.-LehrerbundeS. »Berlin, 19. Mai. (DNB.) Der Reichswalter des NS.-Lehrerbundes, Gauleiter Fritz W ä ch t - l e r, hatte die (Baumalter des NS.-Lehrerbundes zu einer Arbeitstagung nach Berlin geladen, an der zum ersten Male eine Vertretung der 3000 früher illegalen Mitglieder des NS.-Lehr er - bundes aus Oesterich teilnahm. Gauleiter Wächtler sprach ihrem bisherigen Landesleiter, Professor Dr. Fritz, die Anerkennung und den Dank der deutschen Erzieher des Altreiches für den heldenhaften Einsatz der Kameraden in der Ostmark gegen Terror, Unterdrückung und die Gefahren der Entartung des deutschen Volkstumes aus unb gab seiner Freude Ausdruck, daß der NS.-Lehrer- bunb nunmehr alles tun könne, die Aufgabe der deutschen Schule Hand in Hand mit ihnen auch für die Ostmark zu läsen. In seiner Antwort gab Dr. Fritz ein Bild vom Einsatz der deutschen Erzieher, ihrer Disziplin und Treue selbst in Konzentrationslagern und Gefängnissen für den endlich errungenen Sieg. Angestellten im Baugewerbe unb in den Bauneben, gewerben erlassen, die die Arbeitsverhältnisse im Baugewerbe einheitlich für das ganze Reich regelt und hierbei den durch die großen Bauvorhaben be- dingten besonderen Verhältnissen Rechnung trägt. Die Gehaltssätze sind in bezirklichen Tarifordnungen festzusetzen. Die Reichstarifordnung stellt hierfür bereits den Rahmen auf durch eine Gehalts- tigt worden. Mit der Note.3,1 wurden die Viehweiden um 4 Punkte schlechter begutachtet als~ im Vormonat. Trotz der starken Entwicklungsoerzögerung im April werden aber sämtliche Wintergetreidearten und Winterölfrüchte noch besser als mittel begutachtet, nur liegen die Noten näher bei mittel, während sie im Vormonat näher bei gut lagen. Gegenüber dem Stand zu Anfang Mai 1937 sind die Noten bei Wintergetreide, Winterölfrüchten und Klee erheblich, bei Luzerne etwas- günstiger, dagegen bei Wiesen und Viehweiden um mehrere Punkte schlechter. Infolge des trockenen Wetters ist die B e ft e I« lung von Sommergetreide weiter stark gefördert worden. Sommerweizen, Sommergerste und Hafer sind in vier Fünfteln des Reichsgebiets zu über 80 v. H. bestellt. Die Rübenbestellung hat in allen Gebieten begonnen und ist in etwa 50 v. H. der Berichtsbezirke zu mehr als der Hälfte beendet. Die Saaten sind im Winter 1937/38 nach dem Urteil der amtlichen Berichterstatter günstig entwickelt durch den Winter gekommen. Die Auswinterungsschäden halten sich in engen Grenzen: der Umpflügungssatz bleibt weit hinter demjenigen in Normaljahren zurück. An Pflanzenkrankheiten und tierischen Schädlingen find vor allem Feldmäuse, Drahtwürmer und in den Rapsgebieten Rapsglanzkäfer aufgetreten. Die Schädigungen halten sich jedgch, soweit es sich Übersehen läßt, in normalen Grenzen. Dann gab der Reichsgeschästsführer, Pg. Friedmann, eine das ganze Reichsgebiet umfassende Beitragsvereinheitlichung innerhalb des NSLB. bekannt, nachdem er die Leistungen für jeden Berufskameraden dargestellt hatte. Bei einer durchweg günstigeren Beittagsstaffelung würden Vie Leistungen für alle Zwecke, sei es für die weltanschauliche unb fachliche Schulung oder für das großzügige Betreuungswerk, noch höher sein, einschließlich der weiteren Erleichterung für kinderreiche Familien durch die Anlage eines Sparkassenbuches in Höhe von 100 RM. für das vierte und jedes weitere Kind. Gauleiter Wächtter wies auf den Ausfall des geplanten Reichs- aufmarfches der deutschen Erzieher in Köln hin und gab bekannt, daß dafür voraussichtlich in Wien eine Tagung sämtlicher Amtswalter des NS.-Lehrerbundes stattfinden werde. Gemeinsam mit der Erzieherschaft der Ostmark werde dann die Parole für die Arbeit des Erziehers im Großdeutschen Reiche ausgegeben. Neuregelung des höheren Schulwesens in Hessen. NSG. Die Hessische Landesregierung teilt folgenden Beschluß mit: Im Zuge der Neuregelung des höheren Schulwesens ist es in Hessen notwendig geworden, eine neue Verteilung der Oberschulen auf einzelne Städte vorzunehmen.. Es ist unmöglich, daß in Zukunft noch in Orten, die nahe beieinander liegen, höhere Schulen der gleichen Art nebeneinander bestehen. Diese Maßnahme liegt im Interesse der Schulen selbst, da sich der Besuch der bestehen bleibenden Anstalten heben wird und Einsparungen möglich sind. Aus diesem Grunde wurden die beiden Oberschulen von Friedberg und Bad-Nauheim zu einer An st alt in Friedberg zusammengezogen. Dafür entsteht in Bad- Nauheim eine Oberschule für Mädchen an Stelle der aufgehobenen konfessionellen Privatschule für Mädchen. In der gleichen Weise wird ab Ostern 1939 an der Bergstraße verfahren. Auch hier ist unmöglich, zwei Oberschulen in Bensheim und Heppenheim nebeneinander bestehen zu lassen. Ab Ostern 1939 wird nur noch eine Oberschule für Jungen in Bensheim bestehen und die Ausbildung der weiblichen Jugend an einer Oberschule für Mädchen in Heppenheim erfolgen. Don dieser Zeit an hat die konfessionelle Privatschule für Mädchen in Bensheim keine Berechtigung mehr. Weitere Vereinheitlichungen des höheren Schulwesens sind auch anderwärts in Aussicht genommen. gruppeneinteilung, für die die Bewertung der ausgeübten Tätigkeit in Verbindung mit der beruflichen Ausbildung die notwendigsten Einstufungsmerkmale gibt Noch nicht einbezogen in die Reichstarifordnung sind die angestelltenversicherungspflichtigen Poliere und Fachmeister. Ihre Arbeitsverhältnisse werden demnächst in einem Anhang zur Reichstarifordnung geregelt. Annaberg. Im Osten dort, wo sich die letzten Berge bet? Sudeten in die Ebene verlieren, erhebt sich 15 Kilometer südlich der oberschlesischen Stadt Groß- Strehlitz der Annaberg einige 100 Meter hoch aus der Landschaft. Einst war er ein Wallfahrtsort der Umgebung, jetzt ist er ein Ehrenmal des ganzen deutschen Volkes. Hier haben am 21. Mai 1921 die schwachen Bataillone der deutschen Freikorps das letzte große Gefecht um die Erhaltung deutschen Landes geliefert. Damals waren die Insurgenten aus den ober» chlesischen Industriestädten herausmarschiert, um das flache Land für sich zu gewinnen. Was konnte ihnen das schwache, entwaffnete und uneinige Deutschland schon entgegenstellen? Die so dachten, wußten nicht, daß es trotz Not und Schmach noch genügend Männer gab mit Herzen aus Stahl. Es waren die Selbstschutz- und Freikorps, die sich rasch gebildet hatten. Es waren Bauern und Arbeiter, Handwerker und Studenten, es waren alte Feld» oldaten darunter und junges leidenschaftliches Blut. Die Systemregierungen sahen diesen Geist nicht gern, sie suchten die Bildung dieser Freikorps zu unterbinden, aber die Mutigen fanden Mittel und Wege,' sich zu sammeln und nach Osten zu ziehen, um das letzte Haus und den letzten Stein zu verteidigen. Sie kamen von der schlesischen (Erbe, aus der Westmark und von der Wasserkante, aus Bayern urfb aus Tirol. Die Kämpfer hatten eine nur ungenügende Ausrüstung, es fehlten ihnen vor allem die schweren Waffen. Am Morgen des 21. Mai 1921 treten diese Männer bei Krappitz und Gogolin zum Sturm an, um den .Heiligen Berg Oberschlesiens" den Insurgenten zu entreißen. Was ihnen an Waffen -fehlt, ersetzt ihr unüberwindlicher Angriffsgeist. Berg und Kloster fallen nach hartem Kampf in ihre Hand. Aus diesen und anderen Kämpfen um Oberschlesien liegen in der Gegend verstreut die Gräber? von 50 gefallenen,Helden. Sie finden nun auf dem Annaberg ihre letzte gemeinsame Ruhe» tatt in einem Ehrenmal, das zugleich dem An« denken aller gefallenen Kämpfer der Freikorps gewidmet ist. Auf der Kuppe des Berges wurde chon vor einiger Zeit eine große Jug endh erber ge errichtet. Dorthin sind in der Nacht zum 3. April die Gebeine der Gefallenen feierlich über- geführt worden, und von hier aus wird man sie am 22. Mai in die fteineryen Sarkophage des Ehrenmales tragen. Neben dem imposanten Ehrenmal ist eine Feierstä11e errichtet, die 30 000 Sitzplätzd umfaßt. Das Ehrenmal selbst krönt den Rand eines Sandsteinfelsens, der schroff hinabstürzt. Im Innern des Denkmales befindet sich der Ehrenraum mif dem Wappen der deutschen Freikorps. In Tonnengewölben stehen die Sarkophage der Helden. Das Standbild eines erwachenden Kriegers, aus Porphyr gemeißelt, steht inmitten des Ehrenraumes. Draußen schweift der Blick weit in die schlesischen Gaue, für die einst die Kämpfer starben. Er reicht bis zu den Schornsteinen des Industriegebietes und bis zu dem Stromlauf der Oder, die durch grüne Wiesen fließt. Er schweift hinüber zum Höhenzuge der Sudeten. Hier auf dem Annaberg wird einst der .Deutsche Wanderweg" endigen, der von der Saar durch die mitteldeutschen Gebirge an diese Stelle führt, die unweit der Ostgrenze liegt. B.R. Kleine politische Nachrichten. Nach einer Anordnung des Führers und Reichskanzlers wird künftig für die vereinigten Reichs- und Preußischen Ministerien die bisher übliche Bezeichnung „Der Reichs- und Preußische Minister" durch die Bezeichnung „Der Reichsmini st er u s w." ersetzt. Lediglich., in rein preußischen Angelegenheiten wird noch die Bezeichnung „Der Reichsund Preußische Minister" gebraucht. * Der Tobis-Film „Sieben Tage Welt« geschichte" (Staatsbesuch Adolf Hitlers in Italien), der am Freitag in einer großen Anzahl deutscher Lichtspieltheater gleichzeitig zum Einsatz kommt, hat die Prädikate „staatspolitisch wertvoll, künstlerisch wertvoll, volksbildend, jugendfrei und für alle Feiertage zugelassen" erhalten. Der'Film bringt bisher noch nicht veröffentlichtes Material des Instituts Nazionale Luce in Rom. * • Gras Lucknerist mit seiner Jacht „Seeteufel" in der Nacht zum Freitag im australischen Hafen von Sydney eingetroffen. * Italien hat sich von den Beratungen der Garantiestaaten für die dem früheren Bundesstaat O e st e r ■ reich gewährten Genfer Anleihen zurückgezogen. Deutschland gehört nicht zu den Garantiestaaten. Für Mitte nächster Woche sind über die gleiche Frage englisch-deutsche Besprechungen geplant * Eine Verordnung der Faschistischen Partei besagt, das faschistische Regime betrachte den 24. Mai (I a h- restag des italienischen Kriegseintritts) als ein Datum der Revolution, da er den Beginn des nationalen Aufstandes gegen die alten politischen Klassen aufzeigte und den neuen Geschicken Italiens den Weg ebnete. An diesem historischen Jahrestag werden daher die Parteisitze und staatlichen Gebäude beflaggt und beleuchtet sein. In Rom wird die Ausstellung des Feierabendbundes „Opera Nazionale Dopolavoro" eröffnet. Kunst und Wissenschaft. Pioniertaten deutscher Chemiker. Auf dem Chemie - Weltkongreß in Rom führte Professor A. Butenandt vom Kaiser- Wilhelm-Jnstitut für Biochemie in Berlin aus, daß es neben dem auf die Erhaltung und den Aufbau des Organismus gerichteten gewöhnlichen Stoff- wechsel noch einen Stoffwechsel höherer Ordnung gibt, der sich in hochaktiven, in geringsten Mengen wirksamen Verbindungen abspielt. Zu diesen Wirkstoffen des Lebens gehören die Vitamine, die Hormone und die Enzyme. Sie regeln die stofflichen Lebensvorgänge entscheidend. Im übrigen werden, wie Professor Hans von (Euler (Stockholm) dar- legte, die meisten für den Stoffwechsel wichtigen Wirkstoffe nicht mit der Nahrung aufgenommen, sondern im Organismus in gewissen Vorstufen aufgebaut ober umgebildet. Auch die technische Seite der Chemie kam stark zur Geltung. Besonders für die ausländischen Zuhörer waren die Ausführungen von Dr. M. Pier (Ludwigshafen) von Jntereffe, der über die Erfahrungen mit per Herstellung von Hochdruck-Hydrierdenzin sprach. Nie Bedeutung dieses Verfahrens geht daraus hervor, daß in Deutschland 1937 nahezu 900 000 Tvnnem Benzin, d h. 90 v. H der einheimischen Benzinerztzugung überhaupt, auf diese Weise hergestellt worde.n sind. „Volksgemeinschast-Blutsgemeinschast" W fr W M UWU-WWU DW. '$ - S ■ . Die besten Arbeiten des Wettbewerbs „Volksgemeinschaft — Blutsgemeinschaft", den der NS.-Lehrerbund gemeinsam mit. dem Reichspropagandaministerium und dem Rasse- politischen Amt der NSDAP, unter Beteiligung der gesamten deutschen Schuljugend veranstaltete, sind jetzt zu einer Ausstellung vereint worden, die der Reichswalter des NSLB., (Bauleiter Wächtler, in Gegenwart vieler Ehrengäste im ^Berliner Stadthaus eröffnete. Unser Bild zeigt Gauleiter Wächtler und den stellvertretenden Gauleiter von Berlin, Görlitz er, beim Rundgang durch die Ausstellung. — (Scherl-Bilderdienst-M.) bin ii waren, Das ist das Geheimnis der „Astra eintra1 'reife Johannesburg ’e*^1 chl „6*fd*J« ifchen Hafen von MIT UND OHNE MUNDSTÜCK So gut schmeckt die „Astra", daß man kaum glauben will, wie leicht sie ist. hn'chien. t5 unb fteidjs' !en Reichs- unb ibliche Bezeich- Mn" durch chsminister tufcWn Ange- mg „Der Reichs- läge Welt- Hitlers in $«’ Sen Anzahl deut- m Lichb tommt, wertooH, tünft =■ »frei und für alle Film bringt bis« -rial des 3n|titub> !n24.^H3a9 6 r t e g5 61 " * 1 s Serben * alten N. dÄe" d^ PnrteW sSunit9 hat jetzt der Reichsarbeitsminister weitere 4 8' Millionen Mark zur Förderung des Volkswohnungsbaues zugeteilt. Damit sind insgesamt rund 180 Millionen Mark zur Verfügung gestellt worden. Den Bewilligungsbehörden ist so Die Möglichkeit gegeben, den Bau von Volkswohnungen, die für die minderbemittelten werktätigen Volks- kreise bestimmt sind, weiterhin tatkräftig zu fördern. enbtr®«rn‘ öesftaat D e ft er* -ihen iurui- u den S-r°nt he sind über bie ttchwgen gef*®' «Ä laffn? 8°ld. Ä's 3Jiut Zum Wegwerfen „zu schade" ... Allerdings auch diese Verwunderung überkommt ihn nur in seltenen Ausnahmefällen, wenn er sich nämlich die Mühe nimmt, darauf zu achten, oder wenn ein Zahn sich so energisch meldet, daß der Zahnarzt nach der faulen Stelle suchen muß. „Aber ich habe mir doch. täglich die Zähne geputzt!" lautet der empörte Einspruch, wenn der Zahnarzt die „Steinbrüche" von den Zähnen kratzt. — „Wir haben mehr als tausend Patienten, alles Leute, die in keiner Kasse waren.unb so schon um des eigenen Beutels willen geneigt schienen, mehr auf ihre Zähne zu achten, gefragt, ob sie Zahnpflege trieben, ob regelmäßig und — warum?", berichtete Professor Wannenmacher. „Der selige Knigge hätte sich im Grabe umgedreht, so oft wurde uns auf die Frage nach dem „Warum?" geantwortet: „Es gehört doch zum guten Ton!" Eine Frau meinte auch, ihre Tochter sei sehr anspruchsvoll und benutze jede Zahnbürste nur kurzem Zeit; da sei es zu schade, sie schon wegzuwerfen, und sie gebrauche die alten Zahnbürsten ihrer Tochter. Auch eine Form von „Kampf dem Verderb! i — Bei einer solchen Sorgfalt für die Zähne kann man selbstverständlich nicht mit einem Erfolg rechnen. Ehrenrettung des Zahnstochers. Das erste Gesetz eines gesunden Zähneputzens lautet daher: Bürste deine Zähne abends vor dem Schlafengehen: Tu eine gute Zahnpaste auf die Bürste, die einen leichten Schaum erzeugt und so die Schmutzteilchen abhebt, damit sie keine Beläge bilden können. Auch Schlämmkreide hilft bei der mechanischen Reinigung, wie sie in den meisten Zahnpasten ohnehin enthalten ist. Aber die Bürste allein tut's nicht! Wirklich in die Zwischenräume der Zähne greift sie nämlich nicht hinein! Zur richtigen Reinigung gehört der Zahnstocher und der Zahnfaden. — „Der Zahnstocher ist leider sehr zu Unrecht verfehmt worden!", erklärte Professor Wannenmacher. „Gewiß sieht es nicht ästhetisch aus, wenn bei Tisch jemand eine halbe Stunde lang sich die Hand vor den Mund hält und dahinter mit dem Zahnstocher m den Zähnen herumfuhrwerkt; es regt auch nicht den! Appetit der Tischgenossen an. Aber abends im stillen Kämmerlein sollte der Zahnstocher ebenso zu den Toiletteartikeln gehören wie der Nagelreiniger, den man doch auch nicht in Gesellschaft benutzt! Nur mit dem Zahnstocher — bitte nicht aus Holz, weil der leicht splittert und das Zahnfleisch verletzen kann — gelangt man in die entlegensten Zahnwinkel. Die Zwischenräume aber. sollte man stets mit einem, zwischen den Enden eines kleinen Metallbogens gespannten Seiden- oder Leinenfaden ausräumen, indem man den Faden zwischen den Zähnen auf und ab, hin und her zieht." Weichen lassen! SJU Siehen, Ä p e' QU5 ""ante, n Mtai eine vor ^orgen des ' Krappitz und Mfloi Berg "treiben. Was '"berwindlicher " "ach horten. (Miken 6 in Rom ngreö ^iser- dt vom " unb 7." Sto^ oShnl'^Ol-WS OUn roreE In Rovigno, auf einem Landvorsprung an der Südwestküste Istriens, fand die Jahresversammlung des Deutsch-Italienischen 3n ftituts f ur Meeresbiologie statt. Die italienische Regierung war durch den Großadmiral Thaon diRevel, der an Bord des Torpedozerstörers „San Martino eintraf, vertreten. An der Versammlung nahm der AufsichtLrat vollständig teil, darunter Admiral Cat- t a n t, unb aus Deutschlanb Professor Hartrna n n Der wissenschaftliche Bericht unb ber Finanzbericht würben genehmigt unb mit Genugtuung bie jüngsten bewohner zum größten Teil aus dem Felde befanden, konnte sich das Feuer schnell ausbreiten. Aus den vier Gehöften konnte kaum noch etwas gerettet werden. Auch eine große Menge Vieh kam m den Flammen um. um Oberschle, Gräber -*e finden nun infame Ruhe- Mch dem An. der Freikorps üerges wurde 'Ugendher- Nacht zum . feierlich über» ab man sie am ige des Ehren- ■n Ehrenmal ist 0000 Sitzplätze den Rand eines rzt. Im Innern Threnraum mij )s. In Tannener Helden. Das gers, aus Pak« i Ehrenroumes. i die schlesische- arbeit. Er reicht 'triegebietes und Die durch grüne aum hahenzugö berg wird einst ' endigen, der utschen Gebirge der Ostgrenze Das Internationale Musikfest in Stuttgart. Das zweite Orchesterkonzert des Internationalen Musikfestes in Stuttgart brachte Werke deutscher, holländischer, schwedischer und dänischer Komponisten. Wohl den bedeutendsten Erfolg hatte der 72jährige deutsche Tonsetzer Georg Schumann, der seine Suite „Vita sommum“ selbst dirigierte. Daneben hörte man eine Ouvertüre bes Hollanders Henk Babings und ein bem Gedächtnis Leonarbo da Vincis gewidmete „Sinfonische Suite" des deutschen Komponisten Ernst GeutebrÜck, eine Ballade für Klavier unb Orchester von Ture Rangström (Schweben), bie ber berühmte schwäbische Dirigent Kurt Atterberg meisterhaft interpretierte, unb bei ber sich ber Stockholmer Pianist Natanael B r o m a n n als ausgezeichneter Solist zeigte. Schließlich hörte man ein Concertino für Violine unb Orchester bes jungen Dänen Svenb Erik Tarp mit bem hervorragenden dänischen Geiger Gerhard Rasn als Solisten. Der Tod in den Bergen. Der 17jährige Matthias Lepple und ber 16jäh- rige Aböls Curt, beibe aus Augsburg, mürben dieser Tage als vermißt gemelbet. Sie waren am 13. Mai auf ihren Fahrrädern nach Garmisch gefahren unb wollten über den Waxenstein und Die Riffelspitze auf die Zugspitze steigen. Die von der Rettungsstelle Gartnisch der Deutschen Bergwacht j unb bes Deutschen Alpenvereins sofort unternommene Nachforschung führte zur Aufführung ber Vermißten. Lepple war am Waxenstein tödlich ab- gestürzt. Seine Leiche wurde zu Tal gebracht. Curt bnnte lebend geborgen werden. 2Hif dem Auto gegen einen Baum. Bei dem Westerwaldort Neuhäusel ereignete sich ein schwerer Autounfall. Ein mit drei Personen besetzter Personenwagen kam in einer Kurve zwischen Neuhäusel und Montabaur ins Schleudern, fuhr eine Böschung hinab und raste gegen einen Baum. Während der Fahrer selbst unverletzt blieb, erlitt ein Mitfahrer so schwere Verletzungen, daß ber Tob auf ber Stelle eintrat. Ein weiterer Mit- fahrer würbe mit einem schweren Schäbelbruch in bas Krankenhaus eingeliefert Bon einem Holzstapel erschlagen. Fortschritte bes Instituts hervorgehoben. Neuer Langstrecken-Flugrekord für Frauen. Die französische Fliegerin Frau Dupeyron bie von Oran aus in östlicher Richtung aufgestiegen war, um den wenige Tage zuvor von Fräulein Der Ständige Rat für internationale Zusammenarbeit ber Komponisten hat wichtige Beschlüsse ge- faßt. An vorderster Stelle steht bie Anerkennung ämtlicher Delegierten für ben außergewöhnlichen Beittag, ben Deutschlanb zur Förberung ber tbeeüen Ziele dieser Internationalen Komponistenvereini- chinq geleistet hat. Es wurden mehrere Musikfeste und Austauschkonzerte beschlossen, so für Oktober 1938 in Brüssel und Antwerpen. Es soll erreicht werben, daß auch die kleinste Nation nicht tatenlos abseits steht. Es ist nunmehr fast ganz Europa vertreten, obwohl ber Ständige Rat erst knapp vier Jahre besteht. Erfolgreiche „Rhelngold"- Aufführung unter Furtwängler in London. Die erste Aufführung des „Ringes des Nibelungen" während der diesjährigen Londoner Opern- fai on, die mit „ Rheingold " unter Wilhelm Furtwängler in Covent Garden begann gestaltete sich für die namhaften deutschen Solisten und den Dirigenten zu einem großen Erfolg. Das vollbesetzte Haus bewies aufs neue welches tiefe Verständnis die Wagnermusik in England findet. — Die Presse zollt Richard Wagner seinem bewundernswerten Interpreten Prof esior Furtwangler und nicht zuletzt ben hervorragenben deutschen Solisten warmherzige Anerkennung. Jahresversammlung . des Deutsch-Italienifchen Instituts für Meeresbiologie. In der Holzhalle beim Elektrizitätswerk Miltenberg a. M. waren 2 Arbeiter mit Holzschneiden be- schäftigt. Plötzlich stürzte ein großer Holzstoß au» | sammen Der Arbeiter Herbert wurde von den> Holzscheiten verschüttet und schwer verletz^ Er ist einige Stunden darauf im Aschaffenburger Krankenhaus gestorben. Der zweite Arbeiter kam mit leichteren Verletzungen davon. Bier ostpreuhische Gehöfte eingeäschert. In dem nahe der Grenz gelegenen großen Kirchdorf Gehsen im ostpreußischen Rr * fielen vier Gehöfte mit drei Wohnhäusern, vker Scheunen, vier Stallungen und einer Anzahl Schup- Llngeputzt sollst du nicht schlafen gehen! Sind uns die Zähne keine 10 Minuten wert? 23on Or. L. Schwanke. Lion aufgestellten Entfernungsrekord^ für Frauen von 4100 Kilometer zu schlagen, ist jetzt nach mehrtägigem Suchen bei Telellahan in ber Nähe von Basra im Persischen Meerbusen mit ihrem Flugzeug aufgefunben worben. Die Fliegerin hat 4360 Kilometer zurückgelegt und somit den von Fräulein Lion erzielten Rekord Überboten. Für den Volkswohnungsbau weitere 48 Millionen Reichsmark. Berlin, 19. Mai. (DNB.) Die im vergangenen Jahr zugelassenen weitgehenden Vergünstigungen für die Verwendung von Reichsmitteln zur Förderung des Baues von Dvlkswohnungen haben eine verstärkte Inanspruchnahme ber Reichsbarlehen bewirkt. Nachbem erst im November 1937 43 Millionen Mark verteilt worben leichte Eigenart ist natürlich gewachsen und nicht chemisch erzielt; sie ist durch die natürliche Leichtigkeit besonders aromatischer Tabakblätter bedingt. Dies sind meist die feinsten Blätter einer Tabakpflanze. Aber deshalb ist noch lange nicht jedes feine Blatt auch für die „Astra" geeignet. Hier zeigt sich die Meisterschaft der Tabak- Auswahl und Mischkunst. Auf der ganzen Welt lebt sie nur noch im Hause Kyriazi in der dritten Generation als Familienüberlieferung. Seit Jahrzehnten haben sich Erfahrung und Wissen um den Einkauf und das Mischen edler Cigaretten-Tabake von dem Vater auf den Sohn vererbt. — Heute wie immer ist es der Träger des Firmen- namens selbst, der mit seinem Können dafür bürgt, daß die „Astra", unabhängig von wechselnden / WM j Ernten und Jahrgängen, immer die gleiche bleibt: -S-SWMWU MSMSS-S--" dem “ ’ Willi Herzog, ***£& U^erfelde-We^VnlerdenE^n^a Dann kommt bas Spülen! Bitte zunächst nicht! „Gurgeln", sondern wirklich spülen, — nämlich die Zähne und die Mund-Schleimhaut; der Rachen kommt mit dem Gurgeln auch noch daran. Es ist! keine Verweichlichung, wenn man zum Mundspülen I warmes Wasser nimmt: Unsere Füße werden im! warmen Wasser auch sauberer als im kalten. — Professor Wannenmacher verlangt das richtige! „M undbad": Das warme Wasser, dem man als I „Verstärkungsmittel" eine Messerspitze voll doppel-! kohlensaures Natrium oder wenigstens etwas Koch-j salz, vielleicht auch etwas Kamille beigemischt hat,! sollte man in den Mund nehmen und dort durch ben Backendruck ober leichtes Kopfwiegen so hin unb her bewegen, baß alle Teile der Mundhohle richtig gebadet werden, ruhig etwa zwei Minuten lang. Dann nochmals eine Ladung Wasser hinein unb kräftig die reinigende Flüssigkeit zwischen den Zähnen hindurchgepreßt. Nun mag das Gurgeln branfommenl Ich höre schon ihren Einwand: „Das dauert doch viel zu lange!" lachte Professor Wannen- wacher. „Aber überlegen Sie bitte, wie lange I sich jeder von uns mit dem Rasieren, dem Pflegen der Haut unb der Hände Tag für Tag aufhält, wie andächtig sich viele Frauen frisieren. Zehn Minuten an jedem Abend sollten uns da doch auch unsere Zähne wert fein. Wer diese zehn Minuten am Abend ujib bie Zeit zum Mundspülen am Morgen nicht übrig hat, der darf sich jedenfalls nicht beklagen, wenn seine Zähne an faulen. Und er soll dann nicht einwenden: „Ich hübe sie mir doch ' täglich geputzt!" Wenn am Morgen der Wecker schrillt, springt man aus dem Bett Man wäscht sich Man drückt aus einer Tube eine Wurst Zahnpasta auf die Zahnbürste, fährt in den Mund und rumpelt da bie Zähne vor allem vorne, recht schön weiß. Dann spült man' unb gurgelt ein bißchen, kämmt sich unb geht an ben Frühstückstisch in bem Hochgefühl: Was '* ‘') für ein sauberer, hygienisch lebenber Mensch! „reifet bas aber wirklich: bie Zähne pflegen?" wirft Herr Professor Wannenmacher von ber Universität Berlin bie Kernfrage des ganzen heu- tigen Zahnproblems auf. „Was tut denn dieser .hygienische Zeitgenosse' eigentlich? — Wenn er sein Abendbrot verzehrt hat, wenn sich in den Ritzen zwischen den Zähnen und m den Taschen, die das Zahnfleisch mit den Zahnhälsen bildet, reichlich Reste von Obst und Käse, Fasern von Fleisch und weiche Brotmasse abgelagert haben, dann lieft er noch feine Zeitung und geht ins Bett, um die Nahrungsrückstände im Munde für ein paar Stunden in Gärung übergehen und den Kalk aus dem Zahnschmelz fressen zu lassen. Erst wenn sie dies während seiner süßen Träume gründlich besorgt haben, befördert er sie am Morgen mit Zahnbürste und Zahnseife heraus und wundert sich nur, daß sich an den Zähnen Zersetzungsherde gebildet haben, die sich mit der Zahnpaste gar nicht mehr be- Kilometerfresser auf dem Gchienenstrang Am 17. Mai starb unser edler, braver und einziger Sohn 3443 D 3452D 3 <5 2- Gießen, den 19. Mai 1938. 3442D y»*®,. aSs, 3 2 o.5 Oer deutsche Außenhandel im April. Fwd. Die vom Statistischen Reichsamt veröffentlichten Außenhandelszahlen beziehen sich bis auf weiteres noch auf das deutsche Wirtschaftsgebiet in seinem bisherigen Umfang, d. h. sie stellen nach wie vor den Außenhandel des Attreichs dar. Bis .zur Eingliederung der Ostmark in das deutsche Zollgebiet wird der Außenhandel des Landes Oesterreich vom Handelsstatistischen Dienst beim Ministerium für Handel und Verkehr in Wien erfaßt und besonders veröffentlicht. In beiden Statistiken wird jedoch vom April ab der Warenverkehr zwischen dew Altreich und dem Land Oesterreich nicht mehr als Außenhandel nachgewiesen. In den nachstehend veröffentlichten Zahlen für April und Januar-April 1938 ist der Warenaustausch des bisherigen Reichsgebietes mit dem Land Oesterreich nicht mehr enthalten. Für Großdeutschland ergibt sich im April eine Einfuhr von 477 Mill. Mark und eine Ausfuhr i)on 451 Mill. Mark. Die Einfuhr des A l t r e i ch s, die sich auf 429 Mill. Mark belaufen hat, ist gegenüber dem Vormonat (455 Mill. Mark ohne den Warenverkehr mit dem Land Oesterreich) dem Wert nach um 26 Mill. Mark, d. h. annähernd 6 v. H. gesunken. Dieser Rückgang beruht überwiegend auf der Abnahme des Einfuhrvolumens, jedoch ist auch der Einfuhrdurchschnittswert leicht zurückgegangen. Abgenommen hat die Einfuhr von März zu April vor allem im Bereich der gewerblichen Wirtschaft. In Der Wille, die Fahrgeschwindigkeit schienengebundener Verkehrsmittel rastlos zu steigern, hat einen neuen Sieg erfochten: dem hannoverschen Konstrukteur Krückenberg ist es gelungen, einen Schnelltriebwagen zu bauen, der auf seiner ersten Probefahrt Köln—Berlin eine Geschwindigkeit von 195 Stundenkilometer erreichte. Zwar gelang es Kruckenberg schon im Jahre 1931 mit seinem Propellertriebwagen eine Höchstgeschwindigkeit von 235 Stundenkilometer zu erreichen, indesfen eignete sich dieser „Schienen-Zeppelin" . aus mehrfachen Gründen nych nicht für den Einsatz in den fahrplanmäßigen Eisenbahnverkehr, während der neue Schnelltriebwagen Kruckenbergs — und darin besteht der große Erfolg — ohne weiteres in den praktischen Fahrdienst der Reichsbahn übernommen werden könnte. Die Zuschauer dieser Probefahrt eines mit 195 Stundenkilometer dahinfahrenden Schienentrieb- waqens werden sich kaum bewußt geworden fein, daß schon einmal deutsche Menschen an dieser Strecke staunend und bewundernd gestanden haben, als nämlich am 1. Mai 1851 der erste „Schnellzug" die Strecke Berlin—Köln in „nur" 23V- Stunden zurücklegte, was einer Geschwindigkeit von 40 Stundenkilometer entsprach. Hätte es damals das Wort „Kilometerfresser" schon gegeben, sicher hatte man es auf diesen Schnellzug angewandt, der in der Stunde 10 Kilometer mehr zurücklegte als die bis dahin schnellsten Eisenbahnen und gar 30 Kilometer stündlich mehr als die von Pferden gezogene Schnellpost! Doch schon zwei Jahre spater überflügelte der „Kurierzug" den Schnellzug vom Jahre 1851, indem er für die Fahrt Berlin—Köln nur noch 14Vs Stunden brauchte, also mit 43 Stundenkilometer „dahinbrauste". Die bald darauf einsetzende „Kllometerfresierei auf dem Schienenstrang wurde dann aus Rücksicht auf die Verkehrssicherheit durch das erste Bahnpolizeireglement für die Eisenbahnen Deutschlands vom Jahre 1875 gedämpft. Die Höchstgeschwindigkeit wurde auf 75 Stundenkilometer festgesetzt, die nur ausnahmsweise auf 90 Stundenkilometer erhöht werden durfte. Aber auch dieses Bahnpolizei- reglement wurde durch den Tatendrang der Tech- = Säg2 o v M 18 Todesopfer beim Untergang eines chilenischen Schleppers. Der chilenische Schlepper „Foca" ist nahe der chilenischen Küste u n t e r g e g a n g e n. 18 von 20 Mann ertranken. Das Unglück ist durch die schwere Ladung verursacht worden. Unwetter in Bulgarien fordert vier Todesopfer. In Bulgarien sind in den letzten Tagen schwere Unwetter niedergeggngen, die im ganzen Land schwere Schäden an den Saaten verursachten. Bc- ionders schwer waren die Gewitter im Bezirk Schu- men, wo große Hagelkörner fielen. Drei Personen wurden dort von den Hagelkörnern, im Orte Bres- nitza ein 'dreizehnjähriger Junge vöm Blitz erschlagen. , , Wer hat das Millionenlos? Der Hauptgewinn der mit dem Automobilrennen von Tripolis verbundenen Millionen-Lotte- rie konnte noch nicht ausgezahlt werden. Nacheinander hatten sich drei Chauffeure von Addis Abeba als Gewinner gemeldet, doch stellten sie nachträglich fest, daß sie in ihrer Aufregung das Opfer eines Irrtums geworden sind, denn das in ihrem Besitz befindliche Los trug die Nummer D 10663 statt 10665. Man weiß daher noch nicht, wem die 4,4 Millionen Lire des ersten Preises zufallen. In Addis Abeba suchen die Journalisten eifrig nach dem Besitzer des Siegesloses, ohne jedoch bisher eine Spur gefunden zu haben. Die ganze Hauptstadt Abessiniens beteiligt sich an den Fahndungen, besonders auch die Frauen. e u 3 r :Q S- 0 .£><> 3 k oo o ö u ^--2 3 2 2 C S Q1— o Rumänische Ortschaft eingeäscherl. Die etwa 1500 Einwohner zählende rumänische Ortschaft Persinari in der Nähe von Mizil im Departement Buzau wurde durch eine gewaltige Feuersbrunst völlig i n A s ch e gelegt. Da starker Wind herrschte und infolge der Trockenheit Wassermangel eingetreten war, blieben alle Bemühungen der aus der ganzen Umgebung zu Hilfe geeilten Feuerwehren erfolglos. Hab und Gut der Einwohner wurde bis auf den letzten Rest eine Beute der Flammen; die Menschen konnten nur das nackte Leben retten. Den vereinten Anstrengungen der Wehrmänner und der Einwohnerschaft wgr es lediglich möglich, ein Uebergreifen des Brandes auf ein unmittelbar benachbartes Dorf zu verhindern. Ob dos Feuer durch Unachtsamkeit ausgekommen ift oder ob Brandstiftung vorliegt, ließ sich bisher noch nicht feststellen. Der Schaden ist sehr groß. Verheerende Feuersbrünste in Polen. niker und Konstrukteure überholt, denn als der „Fliegende Hamburger" im Mai 1935 das Jubiläum seiner 1000. Fahrt beging, entwickelte er eine Reisegeschwindigkeit von 125 Stundenkilometer. Einen beträchtlichen Anteil an dieser Geschwindigkeitssteigerung hat der Uebergang von dem von einer Lokomotive gezogenen Eisenbahnzug z um Triebwagen, der Lokomotive und Zug in sich vereinigte. Setzte der Siegeszug des Triebwagens im vorigen Jahrhundert und auch vor dem Weltkriege nur sehr langsam ein, so entwickelte er sich nach dem Kriege dank des fortgeschrittenen Motorenbaues immer schneller, um, wie soeben in dem Kruckenbergschen Triebwagen einen wahren Triumph zu feiern. Doch auch der Lokomotivbau schlief keineswegs auf seinen Lorbeeren ein. Ein edler Wettstreit zwischen Motor-Triebwagen und Lokomotive setzte ein, in dem für kurze Zeit sogar die Dampflokomotive die Oberhand zu gewinnen schien, wofür der Stromlinien-Dampfzug der Reichsbahn, der eine Höchstgeschwindigkeit von 175 Stundenkilometer besitzt, der beste Zeuge ist. Schon dieser kurze Ueberblick über die „Kilometerfresser" auf dem Schienenstrang zeigt an, wie müßig es wäre, irgendwie prophezeien zu wollen, daß der Schnelltriebwagen endgültig siegen wird oder um= gekehrt der Stromlinien-Dampfzug; wie es auch müßig wäre, nach der Grenze der Fahrgeschwindigkeit zu fragen; denn, was heute als Grenze erscheint, ist morgen vielleicht schon eine — ’P’ £e. Fahrgeschwindigkeit. Und so wenig unsere Vorfahren sich theoretisch um eine Grenzziehung der Höchstgeschwindigkeit auf dem Gebiet» des Eisenbahnverkehrs bemüht haben, sondern immer versuchten, durch die praktische Tat bisher gezogene Grenzen zu überwinden, so geziemt es auch uns nicht, vor anscheinend unübersteigbaren Grenzen Halt zu machen oder bedenklich zu werden, sondern nur an eine stete Fortentwicklung zu glauben. Weshalb wir auch jenen nimmermüden Pionieren des Schnell- und „Schnellst"-Verkehrs nur dankbar zu sein haben und sie unterstützen müssen, im Sinne Goethes, der ein fanatischer Anhänger der Eisenbahn war, sich immer weiter strebend zu bemühen. Dr. —y— der Einfuhr der Ernährungswirtschaft war Die Verminderung insgesamt verhältnismäßig gering. Eine stärkere Abnahme der Einfuhr von lebenden Tieren und Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs ist durch eine Steigerung des Bezugs von pflanzlichen Nahrungsmitteln großenteils ausgeglichen worden. ■ In der Ausfuhr des Altreichs liegt dos Aprilergebnis mit 422 Mill. Mark wertmäßig um annähernd ein Zehntel unter dem des Vormonats. Auch hier ist der Wertrückgang zum Teil durch Preissenkungen verursacht. Ueberwiegend beruht er jedoch a\i\ einer — hauptsächlich jahreszeitlich bedingten — Minderung des Ausfuhrvolumens. Innerhalb der Ausfuhr wurden von dem Rückgang alle Gruppen betroffen. Besonders gilt dies für die Fertigwarenausfuhr, die um 34 Mill. Mark geringer war als im Vormonat; jedoch ist auch bei Rohstoffen (Kohlen) und Halbwaren das Dormonatsergebnis nicht erreicht worden. * * D i e öffentlichen Lebensoersicherungsanstalten im Asiril. Im April 1938 wurden bei den im Verband öffentlicher Lebensver- sicherungsanstaltea in Deutschland zusammengeschlos- - jenen Anstalten 10 691 Anträge gestellt mit 26,79 Millionen Mark Versicherungssumme (gegenüber 13 357 Anträge mit 31,29 Millionen Mark Versicherungssumme im Vormonat und 13 121 Anträgen mit 26,91 Millionen Mark Versicherungssumme im April 1937). Jrn Berichtsmonat sind die Abschlüsse in der Kleinlebensversicherung der Summe nach niedriger gewesen als in den Dergleichsmona- ten, während die Abschlüsse in der Großlebensver- sicherung der Summe nach diejenigen des Vergleichsmonats im Vorjahre überstiegen haben. Die durchschnittliche Versicherungssumme betrug im April 1938 in der Großlebensversicherung 3878 Mark, in der Kleinlebensversichepung 497 Mark. Das Großfeuer, dos, wie bereits gemeldet, in der ostpolnischen Kreisstadt Slonim wütete, konnte erst nach mehrstündiger Bekämpfung durch 20 Feuer- löschzüge und Militär zum Stillstand gebracht werden. 17 Wohnhäuser, 6 Scheunen, 18 Ställe sowie ein Speicher und ein großes Holzlager wurden vernichtet. — In Ostgalizien, im Kreise Koszyrsk, brannte ein großer Kiefernwald nieder. Die Giftmörderin Warta Marek zum Tode verurteilt. In dem Prozeß gegen die Halbjüdin Maria Marek, die wegen vierfachen Gift m o r - des und eines Giftmordversuches vor einem Wiener Schwurgericht stand, wurde das Urteil gespro- • chen. Die Marek, die ihren Mann, eines ihrer Kinder und zwei entfernte Verwandte mit Rattengift erniordet hatte, um sich in den Besitz von Versicherungssummen zu setzen, und aus dem gleichen Grunde einen Giftmordoersuch an ihrem zweiten Kinde versucht hatte, wurde zum Tode verurteilt. Der Helfer der Marek bei ihren Betrügereien der Jude Jenö Neumann, der zur Zett der Bela-Khun-Herrfchaft in Ungarn Rotgardist bei den Bolschewikenhorden war, erhielt wegen Betruges und Veruntreuung drei Jahre schweren Kerker. v , Scheußlicher Gatlenmord in Hamburg. Dieser Tage wurde der Hamburger Polizei gemeldet, daß von einem Unbekannten Fleischteile m . das Herrengrabenfleet geworfen worden seien. Die daraufhin alarmierte Mordkommission fand im Fleet Stücke einer weiblichen Leiche, die zum Teil verkohlt waren. Nach Feststellung der gerichtsmedizim- schen Sachverständigen handelte es sich um eine Frau im Alter von'25 bis 30 Jahren. Bald danach erschien auf einer Polizeiwache ein gewisser Krause, der wegen Einbruchs und Diebstahls vorbestraft ist, und erstattete für seine 25jährige Ehefrau eine Der- mißtenanzeige. Er gab eine genaue Beschreibung einer Frau, auf Grund deren festgestellt werden konnte, daß es sich bei der Vermißten um die Tote •au* dem Herrengrabenfleet handeln mußte. Krause wurde einem eingehenden Verhör unterzogen, in - dessen Verlauf er unter der Wucht des Belastungsmaterials zujammenbrach und sich schließlich zu einem Geständnis bequemte. Er will mit seiner Ehefrau, mit der er zwei Jahre verheiratet war, in Streit geraten sein und sie im Verlaufe einer Auseinandersetzung erwürgt haben. Um den Leichnam aus dem Hause zu schaffen, habe er ihn zer- ' stückelt und versucht, die Teile zu verbrennen. Als ihm dies nicht gelang, habe er die Leichenteile in einen Sack gepackt und bei Morgengrauen m das Fleet geworfen. Deserteure auf einem britischen Kreuzer. Nach einer Meldung aus Hongkong haben fünfzehn Mann der Besatzung des britischen Kreuzers Dorsetshire" in verschiedenen Häsen Australiens das Schiff verlassen und sind nichLan Bord zurückgekehrt. Da auf der „Dorfetshire" vor kurzem ein Maat e r - mordet worden war, führt man die D e s e r t i e - rungen auf diesen Fall zurück. Die „Dorsetshire ist inzwischen in Hongkong eingetroffen._____________ Zu verkaufen: Opel P. 4 1,1 Liter usuvortt.i. Zu erfragen in d. Ge- schciftsst. d. Gieß. Anzeigers.« Fast neues Schlafzimmer und Küche wegzugshalber vreisw. zu verk. Anzusehen nur Sainstag- und Sonntagvormitt. Wo, sagt d. Gieß. Anzeiger, qmm Wetterbericht Von Nordosten her ist kalte Meeresluft nach Deutschland eingedrungen, die auch bei uns beträchtlichen Temperaturrückgang gebracht hat. Die vbn Südost und Ost gleichzeitig aufgleitende wärmere Luft gab vor allem in West- und in Süd- deutschland zu Niederschlägen Anlaß, die in unserem Gebiet Mengen zwischen 5 und 15 Liter Wasser pro Quadratmeter lieferten, aber bei der allgemeinen Trockenheit bei weitem noch nicht aus- reichen. In Südwest- und Westdeutschland hat sich im Bereich der Kaltluft weitere Aufheiterung durchgesetzt, die von hier ostwärts weitergreift, ohne aber vorerst Beständigkeit herbeizuführen. Im Gebirge ist vielfach Schneefall eingetreten. Aussichten für Samstag: PZolkig bis , aufheiternd und nur geringe Niederfchlagsneigung, nachts recht frisch, Temperaturen wieder höher ansteigend, veränderliche Winde. Lufttemperaturen am 19. Mai: mittags 13,1 Grad Eelsius; abends 10 Grad; am 20. Mai: morgens 6,6 Grad. Maximum 13,5 Grad, Minimum heute nacht 6,2 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 19. Mai: abends 14,7 Grad; am 20. Mai: morgens ; 11,4 Grad. — Niederschläge 8,6 mm. — Sonnenscheindauer 0,7 Stunden. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumfchein. Anzeigen- [eiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. IV. 38: 9614. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs, preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit d^r Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. fiinöenungen (braun) omos gut erhalt., billig zu verkaufen. Seltersweg 381. Eg. Löwengasse. | Kaufgesuche"] Gastwirtschaft zu kaufen od. zu pachten gesucht» Schriftliche Angebote u. 02400 an d. Gieß. Anz. | Empfehlungen] Miete । klaviere ingutemZustand sind wieder auf Lager. Bei späterem Ankauf wird die Miete z.T. angerechnet. G. Ebert Klaviermacher, Bteichstraße 17. Vornehm / Geschmackvofff Persönlich ! Oie«e drei wesentlichen Eigenschaften der gediegenen Familien- Drucksache Dletet Ihnen In zahl» reichen neuzeitlichen Ausführungen sowie Papieren billiget die Brühl’sche Druckerei ßchulstr. 7. Ruf 2281 LMuiZ $3 . C O HW «H 3 CJ. ZZEßy 9 u-g-Ja c c Lia Hä *3 O O ° -O >O 19^ 3 c’SCf g’oS- oeFsKE. Wsi ia^cs = ; X. u ® 9^3. S-P'-R'eS A Dr.Thompson’s WchMnPulv schäumt güt' und rünigtgründlich) Im Namen aller Angehörigen: Sophie Zoeppritz, geb.Will Die Beerdigung findet auf dem Alten Friedhof am Montag, dem 23. Mai, nachmittags um 2 Uhr statt Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Sophie Wagenbach, geb. Körber, nebst allen Angehörigen. .Daubringen, den 18. Mai 1938. Die Beerdigung findet Samstag, den 2L Mai, nachmittags 3.30 Uhr. vom Sterbehause aus statt. Gießen, Boppard, Wetzlar, Alsfeld, Oberbreitenbach, 20. Mai 1938. Friedensstr 3 Die Beerdigung findet am Samstag, dem 21. Mai, mittags 12 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt Rudolf Stein Fahnenjunker'Gefreiter in der Luftwaffe Meine liebe Schwester Marie Will ist heute im 79. Lebensjahre sanft entschlafen. Am 18. Mai 1938 verstarb unser Werkmeister i. R. Heinrich Wagenbach Daubringen. Er leitete unsere Filiale Daubringen von deren Uebernahme 1924 bis zu seiner im Jahre 1930 erfolgten Versetzung in den Ruhestand. Um den Ausbau des ihm anvertrauten Betriebes erwarb sich der Verstorbene große Verdienste, die ihm ein dankbares Gedenken sichern. Rinn L Cloos A.-G., Heuchelheim. 1441D Am 18. Mai, nachmittags 5.30 Uhr, entschlief sanft nach schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater und Onkel Heinrich Wagenbach I. Werkmeister 1. R. im 79. Lebensjahr. im 19. Lebensjahr den Fliegertod. In tiefer Trauer: Die Eltern: Karl Stein und Frau und alle Anverwandten 13 - Sch-155a