2 ;r9 verlor, -0 und lieg ??:N «bei 1 Ü? Dolle S Q!- id)te er bhe,t Klagen, » 1938. qroi 7»-n £ ‘°9 mit 6(r Lo 5" ä"bens ?' iimoi fi, ?Or 40000 Filter' ^r°ß°r.jg verdient. ” )fi0Dfterm°n« ',^en Feld. Hurter Ein, unter. lt 1:3 (1:2) .» Kosse, A ^Rückspiel d.d°s britta ^'ster Ale, thians^. 'ßdallelf bet re Aterreiss \ Die Eng, m Zur Stelle gserscheinun, s- Mitte bet '!chen durch Brecht 2:0 en die Eng« keinem Er- >nd Klemen; •or 4000 Zu. «Pforzheim) eie. ; ifalenf. beim infer« inemark) die e.Larsen lstschwimmen i: 30,1 «Win. lstschwimmen' (2:59,5 Mn.) r der Dänin n-luliden r. t q. «Dl. bei ir deutschen lardmeistern usen, Äank- ;u spielenden llisizierte sich ii in Gclsen- er Gaue be« ate eichwachS tz/ dos auch ihre WrÜniglwM) •^beseitigt' in Apothekefl .poth.z.gold, Oth. , 1052 V *81 1115 sehen Ober* Ischule, real« lasialeKursf^ tung kür alle ebsverbands« •er der Schule, ft beaufsictl Aufnahind bülerinnen >a it - auch m Grundscbul* II. Nichtver- ewinnen. :h 11*1. bB1ä 1751° rfiuajg S'S "dortselbs Büromobeb A.. MB S°.S ;flS Ass M** ittwodj! 10 bis22 Mitt*'ocb ’ Miete ÜS8 ml«< XW. I OfS* Hr.91 Erstes Blatt 188. Jahrgang Mittwoch, 2V. April 1938 Lrschetnr tfigltd), außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Siebener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle monats=Be$ugsprets: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt ant^Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: granffurt am Main 11686 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche UniversilStsüruckeret R.Lange in Sieben. Schristleitung und Seschäfirftell«: Schulftratze 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Dormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rps., für Textanzeigen von 70 mm Breite 5ORpf.,Platzoorschrift nach vorh.Dereinbg.25"/v mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen--, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie ein- fpaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf.,Familienanzei- gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen6Npf. Mengenabschlüsse Staffel B Des Führers Geburtstag. Ein Gelöbnis. Von Staatsrat Hanns Lohst, Präsident der Veichsschristumskammer. So wie durch den Magneten und seine Kraft alle ( Eisenteile zusammengezogen und durch das Kräfte- i spiel des Magneten eine Einheit werden, genau so | rätselhaft, genau so naturnotwendig aber auch ist ^eute jedes deutsche Herz, mag es schlagen, wo auch immer in aller Welt, voller guter Gedanken und voller stolzer Sehnsucht — zu Hause, in Deutschland, im Reiche, am Geburtstag im Hause des Reichskanzlers, unseres Führers.« Der Deutsche war immer gern zentrifugal. Er floh «ms seiner oft genug romantischen Innerlichkeit weit veg von sich selbst und seiner Problematik, aus der Enge kleinstädtischer Vorurteile in die angebliche Vorurteilslosigkeit der Welt. Das Fernweh ist eine eigenartig deutsche Krankheit gewesen. Die Geschichte ier Kreuzzüge sei nur erwähnt, um diese Tatsache zu beweisen. Das Fremde übte einen gewaltigen Zauber aus und wurde nur- zu leicht und gern als mtwertender Maßstab für das Ureigene, für das eigene Wesen und damit für das Wesentliche schlechthin genutzt. Das Volk der Dichter und Denker ... Gedanken fnb zollfrei — so trieb man Weltwirtschaft in den «leusischen Gefilden einer blauen Blumenphantasie. — Die wirkliche Weltwirtschaft hegten andere Völler ... das ä la mode ist ein tragisches Schicksal für eile die Werte gewesen, die wir als deutsch ansprechen. Tie Gebildeten dieses aus magischen Gestaltungs- nebeln erstehenden Volkes sprachen, kaum daß sie zu eigener Sprache erwacht waren, nicht länger diese Sprache, die ihrer Mitarbeit und ihrer Begeisterung bedürftig gewesen wäre, sondern verfielen dem La- tcin und der damit verbundenen Weltanschauung; denn eine Sprache sprechen, heißt immer, sich einem Sinn, einer Eigenart dieser Schöpfung hingeben, anvertrauen. Auf das lateinische Sprechen, Denken und Handeln folgte die französische Konversation, imb in die Verwesungsepoche der Jahre nach 1918 fiel das russisch-jüdische Idiom. In dieses babylonische Sprachgewirr gellten die ersten Rufe, die er st en Reden eines Unbekannten, tönte die Stimme des unbekannten Soldaten des Weltkrieges. Deutschland horchte auf. — Die Stimme, die Sprache, die Rede dieses Sprechers war völkisch, war quellwasser-klar und ungetrübt — deutsch, nur deutsch — war deutsches Besen, deutscher Charakter, deutsche Substanz an sich — und dieser Sprecher hieß Adolf Hitler. Ins geheimnisvolle, rätselhafte Kraftfeld dieses Manins begann zu wirken — immer mehr Deutsche Jrnten von ihm, durch ihn wieder deutsch sprechen, 'be deutsche Sprachgewalt lieben. Die deutsche Rede ö.ilt wieder: ja — ja und nein nein. Von der deutschen Sprache und ihrer Seelenlosigkeit her wurden alle deutschen Dinge, Werte und Aufgaben durchdacht. Die Neugeburt einer großen, reinen, schlichten, wesentlichen deutschen Politik war gegeben. Und weil diese Neugeburt aus der Gefühlsgewalt und Inbrunst des Sprachgefühls geschöpft wurde, war sie wcht machtpolitisch, sondern kulturpolitisch verhaftet. Adolf Hitler wird von den dem deutschen Wesen fremden Elementen der sogenannten Weltmeinung gern als Tyrann verzerrt, nur weil sie das Wort, den Spruch, den An-Spruch dieses Mannes in seinem tiefsten Grunde, in seinem Anlaß, seiner Begründung nicht verstehen — einfach, weil sie unfähig sind, deutsch zu verstehen. Adolf Hitler spricht deutsch, nur deutsch — er meistert das Deutsche, und dirum ist er der Führer nicht nur aller Deutschen, sondern alles Deutsche schlechthin wird von ihm an- gezogen und überwältigt. Durch seine Kraft wurde der früher zentrifugale Deutsche eine neue Einheit, ein neues Kraftfeld. Die Welt wird sich geistig mit diesem „Deutsch" Diseinandersetzen müssen, wie sie sich mit Martin Luther, dem ewigen Deutschen, auseinandersetzen mußte. Der Anspruch, den Adolf Hitler an die Welt stellt, ist gar kein machtpolitischer, brutal aggressiver — — Adolf Hitler treibt keine Propaganda, keine Mission für machtpolitische Belange, nein, er stellt nur kulturpolitische, deutsche Gewissenssorde^ rungen auf. Er spricht deutsch, nur deutsch — das heißt, er spricht nur zu allen Deutschen in der Welt. Aber dieses tut er unerbittlich — er spricht zu allen Deutschen. Seine Sprache ist der unerhörteste Ap- vell eines Deutschen, den je die Welt hörte. Und diese unerbittliche Tatsache ist der Welt höchst unangenehm. Man hört Deutsch nicht gern als Weltsprache — man ist an diese Sprache in diesem Sinne noch nicht gewöhnt — man pflegte nur Fragmente zu übersetzen, aber Sätze und Grundsätze dieser Sprache liebte man nie, der Deutsche hatte keine Stimme in der Welt, bestenfalls — eine Melodie — Ihr Ausländsdeutschen hört nicht zuletzt auf den Radiowellen wieder das deutsche Wort — und dem Fernweh des deutschen Herzens ist endlich das Heimweh der deutschen Tatkraft gefolgt. Jeder Deutsche weiß wieder in aller Welt, wo er hingehört! Und er ist stolz auf diesen seinen heimatlichen Standpunkt! Er schämt sich nicht mehr, ein Deutscher zu jein, sondern fein Leben empfängt Würde und Adel durch dieses Bewußtsein, durch diese Verpflichtung. Das deutsche Wesen die deutsche Gesinnung, feiert daher den Geburtstag unseres Führers nicht wie eine höfische, byzantinische Zereryonie, sondern wie eine kultische Handlung. Es ist keine Formfrage — die Frage nach dieser Feier, sondern eine Frage nach dem Inhalt jedes deutschen Menschen. Deutschland feiert in Adolf Hitler nicht das Ausmaß seiner Person, sondern den kulturpolitischen Inhalt seiner Sendung. Wer deutsch spricht, gehört zu ihm, seiner Sprache, seinem Bekenntnis und seinem Anspruch! So wie Martin Luther das erste deutsche Gewissen war, so ist Adolf Hitler die deutsche Macht. Und diese deutsche Macht überwältigt keine Fremden, brutalisiert keine Völker anderer Sprachen, sondern sie überwältigt, erobert und gewinnt nur alle deutschen Herzen und Seelen, Hände und Fäuste. Und heute feiert Deutschland in Adolf Hitler seinen ehedem fast vergessenen Geburtstag! Deutschland ist erwacht, ist neugeboren! Es ist über seine Wiedergeburt glücklich, und es bedarf zu seinem Glück keiner^ einzigen fremdländischen Seele — es bedarf zu seinem Glück nur aller deutschen Herzen. Und dieser Herzen ist es gewiß. Seine Stimme schwingt durch den Aether zu tausend und aber tausend Deutschen, die ihr Lebensweg, ihre Pflicht oder Wahl im Ausland wohnen und leben hieß. Sie alle, deutsche Volksgenossen, lassen Sie sich keinen Augenblick länger verwirren durch das babylonische Sprachgewirr der Welt. Hören Sie nur auf d i e deutscheStimme! Die deutsche Stimme spricht immer — sie spricht immer mit Euch Deutschen überall. Hört genau in Euch — sie klingt als Muttersprache vom Dater- lanbe her. Hebt sie wieder, diese Sprache, verschafft ihr Geltung und Wert! Gebt ihr Charakter und Haltung! Wo Ihr auch lebt, Deutsche, Ihr seid die Grenzen des Reiches. Duldet nirgends einen Einbruch in dieses Heiligtum, in diesen innersten Besitz! So wollen wir diesen Tag feiern und diese Stunde: Ein neues Gelöbnis zur ewigen Heimat, der wir neu und verjüngt stolz bewußt wurden, durch die Stimme, den Rus unseres Führers! Es lebe das ewige Deutschland! (Presse-Jllustration-Hoffmann-M.) a. ÄMMZ x - MM ' ■''A*t ,< • V- /.«"'z.-tt- - W, »c ,; - "-z- - w >'/W ■'XvJ ii. 'f ' Die ersten Gratulanten. Mitternächtliche Feierstunde vor der Reichskanzlei. Berlin, 20. April. (DNB.) Als erste gratulierten dem Führer an seinem 49. Geburtstage unmittelbar nach Mitternacht seine persönlichen Adjutanten SA.-Obergruppenführer Brückner, ^-Gruppenführer' Schaub und NSKK.-Brigadeführer Wiedemann, die ihm eine Modellschau der gesamten deutschen Kriegsflotte als Geschenk überreichten. ♦ Schon lange vor Mitternacht hatten sich vor der Reichskanzlei die ersten Volksgenossen eingefunden, die dem Führer bereits in der ersten Stunde seines 50. Lebensjahres ihre Glückwünsche aussprechen wollten. Gegen 24 Uhr waren viele Hunderte auf dem Wilhelmsplatz versammelt, und immer neue strömten hinzu. Immer lauter brachten sie in Sprechchören ihre herzlichen Geburtstagswünsche für den Führer zum Ausdruck. Sehr bald wurde ihr Eifer belohnt: Eine Viertelstunde nach Mitternacht öffneten sich die Balkontüren der Reichskanzlei- Und wenige Minuten später trat der Führer auf den Balkon hinaus. Der Führer grüßte immer wieder nach allen Seiten, und stets aufs neue klangen ihm die Glückwünsche und die Dankesruse entgegen. Dankbaren Herzens stimmte die Menge die Lieder der Nation an. Eine große Anzahl von Mädchen und Frauen, die bereits mit Blumenspenden zur Reichskanzlei gekommen waren, wurde zu ihrer großen Freude vom Führer in der Reichskanzlei empfangen. Der Führer nahm von jeder einzelnen den Blumenstrauß entgegen und dankte ihnen allen mit herzlichen Worten. Am Geburistagsmorgen. Berlin, 20. April. (DNB. Funkspruch.) Ein prachtvoller sonniger Frühlingsmorgen strahlt über der Reichshauptstadt, deren Straßen Feiertagsgewand haben. Fahnen über Fahnen! Sie flattern aus den Fenstern, von den Dächern und Türmen, sie wehen von den Straßenbahnen, Omnibussen und den Tausenden von Privatfahrzeugen aller Art. Girlanden spannen sich von Haus zu Haus. Punkt 7 Uhr haben im großen Umkreis um die Straße Unter den Linden, den Schauplatz der Wehrmachtsparade vor dem Führer, Absperrungsmaßnahmen eingesetzt. Seit den frühesten Morgenstunden ist eine Völkerwanderung unterwegs, die im breiten Strom zum Wilhelmsplatz zieht. Von der Reichskanzlei, vor der bereits die Männer der Leibstandarte in Paradeuniform aufmarschiert sind, grüßt die Standarte des Führers. Begeisterte Menschenmassen sind hier versammelt in dem Wunsche, an diesem Tage ihrem Führer möglichst nahe zu sein. Darunter sieht man viele Mädels und Pimpfe, fast alle einen Blumenstrauß in den Händen. Ständig laufen Geburtstagsgeschenke aus allen Teilen des Reiches in der Reichskanzlei ein, die Posteingänge türmen sich zu hohen Bergen. „Kämpfer und Künstler." Von Alfred E. Frauenfeld, Geschäftsführer der Michsiheaierkammer. Jede große in einem Volke organisch gewachsene und aus seiner Sehnsucht zur Tat gereifte Bewegung versucht, über die Probleme des Alltags hinaus wachsend in die Regionen der Kunst und Kultur emporzusteigen. Indem die Bewegung die Fragen löst, die ihr auf der stofflichen, zeitgebundenen Ebene entgegentreten, befreit sie sich von hnen und vermag-nun an letzte Dinge zu rühren Sie unterscheidet sich darin von politischen Parteien, die als Eintagsgeschehen zu werten sind Aus den urgewaltigen Kräften eines Jahrmillionen alten Bluterbes jäh in die Bezirke des Bewußten - emporbrechend, ist die Volksbewegung bemüht, nicht an das Zeitgebundene gefesselt zu bleiben, sondern dort zu wirken und bleibende Werte zu schaffen, wo die Kraft, die aus den Tiefen der Vergangenheit kommt, über die Brücke der Gegenwart hinweg in die Zukunft wächst. Noch nie trat dieses Gesetz, dem große Beweaun- gen gehorchen, deutlicher hervor als m den Jahren des nationalsozialistischen Aufstieges; denn noch nie war es so stark zusammengeballt, so sehr Mensch ae- worden, wie in dem Schöpfer und Träger dieser neuen Welt, in Adolf Hitler. Sein politisches Werk hat mit den Werken der Kunst gemein, daß es wie diese einen souveränen Schöpfungsakt bar» stellt, es ist etwas neues erstmaliges in der Welt. Alle schöpferischen Handlungen sind einander verwandt, weil sie aus denselben Trieben kommen und die gleichen Quellen haben. Sie sind nur in der sichtbaren Gestalt, die sie annehmen, verschieden, sie gleichen darin der Flamme, die je nach dem Stoff, den sie verzehrt, Farbe, Helligkeit und Hitze ändert und dabei doch immer Flamme bleibt Daß gerade bei Adolf Hitler das künstlerische Empfinden nicht nur vorhanden ist und ihn zum Förderer und Freund der Künstler macht, sondern daß er darüber hinaus selbst schöpferisch ist und den Künstlern die Richtung weist und die Beispiele gibt, ist bas Erbe seines Volksstammes, seiner engeren Heimat, bas hier sichtbar wird. Es ist ewig lange her, seit das deutsche Blut, das die Welt in uns schuf, in den Künsten die Welt um uns gestaltete und durch sie unverfälschten sichtbaren Ausdruck fand. In Frühzeiten gestaltete dreimal nordisches Blut und nordischer Tatwille unseres Volkes das Reich der Kunst nach seinen Gesetzen. Einmal in den gleich Bergen aufgetürmten, mit Rundbogen gekrönten Bauten der Romantik, dann in den zu Stein erstarrten, zum Himmel ragenden Gebeten der Gotik, in der Baustoff und Gesetz der Schwere einmalig gemeistert wurden und endlich in dem Barock, das Ausdruck der Erbver- bundenheit und Schönheitstrunkenheit des norbisch- dinarischen Menschen wird. Dann aber bricht Welle auf Welle fremden Kulturgutes über uns herein und erstickt für Jahrhunderte das eigenblütige, bodenständige Wachstum. In diesen Zeiten flieht das Erleben des deutschen Blutes in bas Reich ber Dichtung, und auch hier immer stärker bedrängt weiter darüber hinaus, dorthin, wo niemand anders zu folgen vermag, in die reinen lichten Höhen ber Tonkunst. Daß Abolf Hitler gerabe aus jenem Teil des deutschen ßebenaraumes kommt, wo das artbewußte Schaffen nie versiegte, wo die Ton- kunst ihre höchsten Höhen erklomm und die schöpferischen Elemente des deutschen Volkes lebendig blieben, in denen die dort Heimat und Wahlheimat fanden, ist fein und damit unser aller Schicksal. Die vier kunstbegabtesten deutschen Stämme: Ba- juvaren, Franken, Alemannen und Schwaben stellen die Kolonisten für den landschaftlich schönsten Teil des deutschen Lebensraumes. Tausend Jahre Kampf, Kamps in Nord und Süd gegen tue vordrängenden Slawen, in Osten gegen Asiens ungezählte Völkerscharen, im Inneren dreifach gegen Juda, Rom und Habsburg glühen das Volk in tausend Feuers und schmelzen es immer wieder um. Sie müssen, aus einem tausendfachen Weh geboren, das Lachen lernen, weil sie das Schluchzen sonst immer würgte. Der schwere und oft verzweifelte Kampf und ihre völkische Selbstbehauptung wäre in feiner Größe sinnlos, ginge er nicht um kostbarste Werte, und da alles, was um sie ist, ihnen zu gering erscheint, geschieht das Wunderbare, daß sie neben den Kräften für den Kampf noch schöpferische Kräfte aus- zulösen vermögen. Sie schaffen sich die Werte! Die deutschen Kolonisten an der Donau, in den Alpen und Sudeten, werden immer wieder von Kämpfern zu Künstlern. So wie ihr Schicksal sie aus tiefsten Niederungen immer wieder zu den höchsten Höhen emporreißt, so vermögen sie auch in ihrem Schaffen letzte Höhen zu erklimmen. Sie brechen die Tore des Himmels auf und beschenken die Welt mit ihren einmaligen Kunstwerken. Aber noch scheint all dies zu wenig zu fein, noch haben sie nicht alles getan, wozu sie ein höheres Walten berufen hat. Tausend Jahre lang wogt das Spiel ber Kräfte hin unb her, unb tausenbfach versucht sich bes deutschen Volkes Schöpfungskraft ehe sie auf dem ewigen Stamme bes Volkes ihre seltenste unb schönste Blüte zu treiben beginnt und die Blüte entfaltet sich nicht im Binnenvolk in einer Geruhsamkeit und Sicherheit, die zu einem lieber» fluß an Kraft führt, die immer wieder nach den Rändern strömt, um dort zur Tat zu werden. Im heißumstrittenen Grenzland, das der Kunst hinge» geben ist mit der gleichen bedingungslosen Leiden« schäft und Inbrunst, mit der er sein Volkstum unter unsäglichen Opfern erfolgreich gegen innere und äußere Feinde verteidigt, wird einer vom Schicksal auserwählt und berufen. Er schreitet tausendfach am Tode vorbei und sieht in einem Ringen, das die Welt gegen Deutschland vereint findet zwei Millionen als Helden sterben, sieht sein Volk verkommen und verderben durch fremde Hand und keiner, nicht Held noch Verräter weiß um ihn und um seine Mission; denn noch ruht er in sich, noch reift die Welt die neu geschaffen werden soll in ihm heran, unsichtbar gleich dem Samenkorn, das heute noch verborgem unbekannt im Boden ruht, doch morgen schon Felsen sprengt, wenn es die Sonne ruft. Als dann der Augenblick gekommen ist, da er das Neue zu schaffen beginnt und er auszieht, sein Volk zu befreien, als einer der auserwählt ist, Schirmherr von hundert Millionen Menschen zu werden und sie und ihre Kunst zu erneuern, da ist er nicht allein; im stolzesten hehrsten Festzug, dessen sich zu kener Zeit nicht Papst noch Kaiser rühmen kann, schreitet er unbeirrbar über die Lande, seinem Ziele zu: Mit ihm ist das Rauschen deutscher Wälder und das Donnergrollen der Lawinen, der zierliche Geigenton Josef Haydns und das wundersame Klingen Mozartscher Melodien, das Orgelbrausen Bruckners und Beethovens Sphärenklänge. Mit ihm ist das Jauchzen Sttaußscher Weisen und ein wenig von der Schwermut östlicher Länder, die Ritterlichkeit der Krieger einer Armee, die in tausend Jahren achthundert Schlachten schlug und der geheimnisvolle Zauber des nahen Orients; die Erhabenheit des Nibelungenliedes und die Schönheit der Gesänge des Herrn Walther von der Vogelweide. Und all dies war und ist in tausend Jahren, damit einer sein kann und dieser eine ist sie und sie sind er. Da er zu sprechen anhebt, sprechen sie aus ihm und da er seinen Weg zu gehen anfing, gehen sie / mit ihm — und daher erheben alle Herzen, als er nach ihnen faßt und er vermag sie in den Bann seines Willens zu zwängep. Als er, ein Rufer in der Wüste, zu predigen anhüb, da war es, als werde eine große erzene Glocke angeschlagen, die ewig lange geschwiegen hat. Wir verspüren glückhaft, daß wir nur Teile, Zellen, eines großen Organismus höherer Art sind: der Gemeinschaft unseres Volkes. Wir sehen, daß der eine, der wir sind, vor uns herschreitet, geleitet von den Großen eines Jahrtausends, der ihre und unsere Erfüllung ist; denn sie alle sind nur gewesen, damit der eine, werden, wachsen — sein konnte. So schreiten wir, von ihm geleitet und geführt, aus den Banden fremden Gedankenguts und artfremder Scheinkunst gelöst, einer neuen Zeit entgegen, in eine Zukunft, die nach seinen Gesehen gestaltet sein wird und die als fein Werk in Stadt und Land, in Stein und Erz, in Wort und Ton seine Züge, die Züge Adolf Hitlers trägt. Ehrung von Wissenschaftlern und Künstlern. Berlin, 20. April. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler hat auch in diesem Jahre eine Reihe von namhaften Wissenschaftlern und Künstlern durch Verleihung eines Titels geehrt. Es wurden verliehen: Der Titel Professor: dem Forscher Dr. phil. Wilhelm Filchner; dem Direktor des Zoologischen Gartens in Berlin Dr. phil. Lutz Heck; den wissenschaftlichen Mitgliedern des Chemotherapeutischen Forschungsinstituts „Georg-Speycr-Haus" Dr. phil. Ernst Mafchmann und Dr. med. Mar RotHerrn u n d t in Frankfurt; dem Facharzt für Frauenkrankheiten Dr. med. Schubert in Beuchen; dem Chefarzt Dr. med. Stürmer in Dresden-Weißer Hirsch; dem Oberstabsarzt Dr. Nissen in Berlin; dem Museumsdirektor Dr. Ewald in Köln; dem Direktor des Irischen Nationalmuseums Dr. Mahr in Dublin; dem Architekten, Ministerialrat Dr.-Jng. Sapebiel in Berlin; dem Architekten Seifert in München; dem Fachlehrer für Steinbildhauerei Kranz in Berlin; dem Bildhauer Theodor Körne r in München; dem Maler Franz E i ch h o r st in Berlin; dem Maler und Zeichner Eduard Thöny in Holzhausen; dem Klavierpädagogen und Musikschriftsteller Rudolf Maria Breithaupt in Berlin: dem Komponisten und Kirchenmusikdirektor Martin Grabert in Berlin; dem Konzertpianisten Siegfried Grundeis in Leipzig. Der Titel Generalmusikdirektor: den Kapellmeistern D r e s s e l in Nürnberg und Reichwein in Bochum; der Titel Generalintendant: dem Intendanten des Preußischen Staatstheaters in Kassel Dr. phil. Franz Ulbrich; der Titel Staatsschauspieldirektor: dem künstlerischen Leiter des Hamburger Thaliatheaters Paul Mundorf; der Titel Staatskapellmeister: den Kapellmeistern an der Staatsoper Berlin Karl Elmendorfs; am Deutschen Opernhaus Berlin Walter Lutze; an der Staatsoper Hamburg Dr. pbil. Hans Schmidt-Isserstedt ; an der Staatsaper Berlin Johannes Schüler. Der Titel Kammersänger: den Sängern Drost in Nürnberg; Großmann in Berlin: Hann in München; Markwort in Hamburg; Hermann Nissen in München: Joachim Satt- l e r in Hamburg; S ch i r p in Berlin; Schmitt- Walter in Berlin; Wissiak in Hannover; der Titel Kammersängerin: den Sängerinnen Marie E.n a e l in Hannover; Felicie Hüni-Mi° h a c s e k in München; Hildegard R a n c z a k in München; Gertrud Rünger in Berlin und München; Erna Schl ü t e r in Düsi-l^ori: her Titel Staats- s ch a u s v i e l e r: den Schaulvi"lern Balser in Wien; Ebert in Hannover; Golling in München; Graumann in München; Hoffmann in Dresden: Wolfgang Liebeneiner in Berlin; Warr in Wien: Menn in Hamburg: Bernhard Minetti in Berlin-Dahlem; Erich Bonto in Dresden; Otto Dreßler in Wien: Willn Thal- ler in Wien; der Titel Staatsschauspiele- rin: den Schauspielerinnen Hertha v. Hagen in München; Hedda Lembach in München; Friedel Mumme in Hannover. Die Geburistaqekoabe desFrauenwerks unseres Gaues. NSG. Das Deutsche Frauenwerk des Gaues Hessen-Nassau hat dem Führer zum Geburtstag Sachspenden im Werte von 3 0000 R M. zur Verfügung gestellt. Es handelt sich fast ausschließlich um Material, das gespendet und in den Arbeitsgemeinschaften der Abteilung Grenz-Ausland des Deutschen Frauenwerks zu Kleidungsstücken, Strümpfen und warmen Wall- fachen verarbeitet wurde. Alle Kreise haben sich mit viel Eifer an der Arbeit beteiligt, die unseren deutschen Volksgenossen in der Ost- mark viel Freude bringen wird. 1 »macht mürbe. Mer geschiäM Symbol her Wiederauferstehung unseres Volkes. NeichspropagandaministerOr.Goebbels sprach im Rundfunk zum Geburtstag des Führers. warfen nur scheue und ehrfürchtige Blicke aus die Reichskanzlei: Hier wohnt Der Führer, hier arbeitet er, hier trägt er für uns alle Last und Verantwortung. Bis Dann am entscheidenden Freitag die Dinge endgültig ins Rollen kamen und Der Führer, um Hilfe angegangen, in später Abendstunde den Befehl zum marschieren gab. Keiner von uns hat sich der Tränen geschämt, als wir Dann nach Mitternacht zum ersten Male über die Aetherwellen von Wien aus das Horft-Wesiel-Lied erklingen hörten. Die Stunde der Erlösung war gekommen. Wenn man mich fragt worin sich denn eigentlich die Demokratie parlamentarischer Prägung von der autoritärer Prägung am tiefsten unterscheide, dann müßte ich zur Antwort geben: Je größer die Gefahr ist, um so weiter pflegt sich die parlamentarische Demokratie von ihr zurückzuziehen, um so näher tritt die wahre Führerpersönlichkeit an sie heran. Das war für den Führer nicht einen Augenblick lang eine Frage, daß er in der Stunde der Befreiung seiner Heimat bei feinem Volke sein muhte, und zwar da, wo die Entscheidung selbst fiel Und es ist nur ein Beweis mehr für feine tiefe, im politischen Instinkt wurzelnde Verbundenheit mit dem nationalen Fühlen und Denken, daß diese Stunde der höchsten Gefahr auch die Stunde seines gröhten Triumphes wurde. riitidjaft haben 1 kr, bas kein W Ws einer raftloi D(lmäd)tiqen yef - Vielleicht ist ganzes Leben in mb für das (91 des Dr. f°l- Wohl selten in seinem Leben hat der Führer an seinem Geburtstag so viele frohe Menschen um sich versammelt wie in diesem Jahre. Das ganze 75-Millionen-Dokk des Grotzdeutschen Reiches steht an diesem Tage vor ihm, um ihm bewegten Herzens seine Glückwünsche und seinen tiefgefühlten Dank zum Ausdruck zu bringen. Dieser Tag ist in des Wortes wahrster Bedeutung ein Feiertag für die ganze Nation. In unserem großen Reich von West bis Ost und von Nord bis Süd flattern die Fahnen des Nationalsozialismus. Und weit über unsere Grenzen hinaus verbinden sich Millionen und Millionen Angehörige unseres Volkstums mit Den Bürgern des Reiches zu einem einzigartigen Bekenntnis Der Treue, der Verbundenheit und gläubigster Anhänglichkeit. Die höchste Form des Glückes, die es auf Erden gibt, ist die, andere Menschen glücklich zu machen. Wer hätte dieses Glück in reicherem Maße erfahren, als der Führer selbst. Das unglücklichste Volk, das Gottes Sonne beschien, ist nun zum glück- lichsten auf dem weiten Erdball geworden. Es gibt keinen Deutschen in unserem großen Vaterlande, Der Angehöriger eines anderen Volkes oder Mitglied eines fremden Staates sein möchte. Was alle guten Deutschen seit jeher erhofft und ersehnt haben, das ist nun unter her gesegneten Hand des Führers Wirklichkeit geworden: Ein einiges Volk in einem großen, freien, starken Reich. So berechtigt es nun ist, daß wir Deutschen uns alle und zu jeder Stunde dieses neuen nationalen Glückes erfreuen und uns feiner bewußt werden, so notwendig aber erscheint es auch, nicht zu vergessen, daß dieses Glück uns nicht ohne unser Z u - t u n xrls reife Frucht in den Schoß gefallen, sondern wir es uns in schwerem Kampf und unter harten und manchmal auch bitteren Opfern verdienen mußten. Der Erfolg, dessen roir uns als Nation In so reichem Maße erfreuen dürfen, Ist die Folge großer Sorgen, endloser Arbeit und schwerster Verantwortung. Das Weifte aber an Sorgen, Arbeit und Verantwortung hatte in den vergangenen Jahren der Führer selb st zu tragen. Das Volk hat dafür auch ein instinktives Verständnis. Wenn sich in den letzten Wochen aus den breiten Waffen unserer Nation ganz spontan und immer lauter der Ruf erhob: Dir danken dem Führer! wenn dieser Ruf, Im deutschen Oesterreich zum ersten Wale angestimmt, bald wie eine Fanfare durch das ganze Reich erklang, fo hat das feine liefere Bedeutung. Das Volk hat hier selbst M oergegenn in, daß hier in Wer Hiller. Berlin, 19. April. (DNB.) Am Vorabend Geburtstages des Führers hielt Reichsminister Goebbels über alle deutschen Rundfunksender gende Rede: Meine Volksgenossen und Volksgenossinnen! Der Wtounfd) der Äsend Grvßdeuischlands. Mitternächtliche ReichSringsendung der HZ. Jungen und Mädel an den Großdeutschlandflug Adolf Hitlers erinnerten? Die Klänge von St. Malten in Danzig mischten sich mit dem Treuege- löbnis der Danziger Jugend, und dann wieder gedachten die Jungen und Mädel der Gebiete Westfalen, Ruhr, Niederrhein, Kurhessen und Hessen- Nassau dankbar des Tages, an dem zum ersten- mal wieder deutsche Soldaten über die Rheinbrücken marschierten, um Die befreiten RheinlanDe in ihren starken Schutz zu nehmen. Aus Potsdam klang die Erinnerung an jenen Treuemarfch her Juaeno im Jahre 1932 auf, her im folgenden Jahre feine Erfüllung fand. „Deutsch ist die Saar, deutsch immerdar!" Mit diesem Schwur überbrachte die Jugend der Saarpfalz ihren von Herzen kommenden Dank, während die Jugend von Breslau mit der Hymne „Deutschland, heiliges Wort" die Ringsendung beschloß. Gerade schlug die erste Stunde des Geburtstages des Führers, als Reichsjugendführer Baldur von S ch i r a ch alle die Wünsche der Jungen und Mädel aus Ost und West, aus Nord und Süd'des großen Deutschlands in einer kurzen Ansprache zusammen- faßte, mit der hie weihevolle Sendung ausklang. Rgerungen heul ß'i von Forderun ,'Mienes Reich ' ft'chsfeln, in in rprtngl. Das fp •MDoUjogen w Berlin, 20. April. (DNB.) In mitternächtlicher Stunde überbrachte in ein# Reichsringsendung die Jugend Großdeutschlands mit als erster Gratulant ihre Grüße und zugleich ihre Geburtstagsgabe, die immer wieder in das schlichte Bekenntnis gefaßt wurde: „Unsere ewige Treue und unsere Liebe — das sind unsere Geschenke für dich!" Mit dem feierlichen Klang her Glocken von Braunau am Inn , her Geburtsstaht, hes Führers, begann hie Sendung. Die Jugend der ins Reich heimgekehrten Ostmark grüßte den Führer mit her gleichen Liebe wie die Jungen unh Mädel, die Dann, viele hundert Kilometer entfernt, vom Norden des Reiches aus Pasewalk hie Wünsche her Kameraden aus her Nordmark überbrachten. Von dieser pommerschen Kleinstaht, von der einst der politische Weg des unbekannten Gefreiten ausging, führte die Sendung in die Hauptstadt der Bewegung. „Zu deinem Geburtstage geloben wir Jungen und Mädel Deutschlands, dir zu yelfen, daß alles, was du hier in München einst als Programm verkündet hast, bis auf den letzten Buchstaben erfüllt werde." München folgte Landsbera am Lech. Hier dankte die Jugend dem Führer für das Buch, das er dem deutschen Volke schenkte, während O st preußens Ergreifend der Augenblick, wo er über die Inn- Brücke fährt, um zum ersten Male wieder nach vielen Jahren die Erde seiner Heimat- und Geburtsstadt Braunau zu betreten. Wir sahen in Den Zeitungen Bilder, auf denen Frauen ihm bei der Ankunft auf österreichischem Boden Blumen, überreichten. Die Augen dieser Frauen sind so von tiefstem und reinstem Glück verklart, daß man sich schönere Menschengesichter gar nicht vorstellen kann. Wir sahen auf einem Bild einen Mann an den Wagen des Führers herantreten, die Hände erhoben wie zum Gebet, unh wir hatten bas Gefühl, als fei hier hie Ergriffenheit her menschlichen Seele auf bas Vollendetste zum Ausbruck gekommen. Wohl selten haben hie Herzen aller beutschen Menschen schneller unb ungestümer geklopft, als in diesen Nachmittags- unb Abendstunden, ha die. Nation den Führer'aus dem Boden unseres deutschen Oesterreichs wußte, und niemals hat uns seine geliebte Stimme wärmer und näher geklungen, als an diesem Abend, da er von Linz aus zum ersten Male in seiner Heimat das Wort ergriff unb, Hunderte von Kilometern von uns getrennt und doch fo ganz bei uns allen, von dem Glück sprach, das nun sein Herz erfülle. Das war der Führer als Mensch, derselbe, der bann als Staatsmann unb Gestalter eines nationalen Schicksals von Wien aus seine größte Vollzugsmeldung dem deutschen Volke erstattete. Wie wirb ihm dabei ums Herz gewesen fein, ihm, der als Junge schon so oft in den Straßen seiner Heimat- u0H er es will,' t*n Ä ton ,«h- Ciutjd)lanb W p hs inneren WQ jgn* Cor welchem |oj2! lind was ift aus diesem 9 >■: Well nur an u D V'-wn ä‘i>" •*>1 fräs' S^- SS'S - ift kein 3U'' = »in, in»* Kni n-ch i« s jang kjnfp L HM te, ■TwA fo isi Lietn t «ms e ohne Zutun bas Wort ergriffen unb einem Gefühl Ausbruck verliehen, bas heute unter allen Wenfchen beutschen Blutes zu Haufe ist, bas Gefühl eines Dankes, her nicht mehr mit Worten abgegolten werben kann, her nun nach Taten ruft Oft haben wir auf dem Obersalzberg neben dem Führer auf her Terrasse gestanden, Denn weit zwischen den Bergen in silbriger Ferne, von glitzernden Sonnenstrahlen umspielt, das deutsche Salzburg erschien, wenn dann sein Auge voll Sorge und Sehnsucht diese Ferne übersprang und eine geschichtliche Ahnung für Augenblicke wenigstens in her Phantasie Wirklichkeit würbe. Dann ftanben oberhalb Des Berghofes bie Menschen in langen Zügen geordnet, um am Führer vorbeizumarschieren. Aus allen Gauen unseres großen Reiches kamen sie, brachten Blumen unb Anhenken mit und waren beseligt in dem Gefühl, einmal bas geliebte Antlitz bes Mannes erblicken zu können, in dem sie unsere ganze nationale Hoffnung verkörpert sehen. Ergreifend unb zu Tränen rührend mürbe bann immer die Szene, wenn zu Gruppen ober einzeln bie Deutschen aus Oe st erreich kamen. Sie sagten meistens nicht viel; nur hin unb wieher klang aus ihren Reihen ein Ruf, sonst aber gingen sie in tiefer Schweigsamkeit am Führer vorbei. Holte er ein paar aus ihren Reihen heraus unb ließ sie zu sich herantreten, dann konnten sie nur selten auf feine Fragen eine Antwort geben, weil bie ausbrechen- ben Tränen ihnen bie Stimme erstickten. In diesen erschütternden Augenblicken erkannten roir bann am Gesicht bes Führers, baß her Schmerz feines Volkes fein Schmerz roar, baß er feine Sorgen unb Qualen selbst am schroersten mit trug unb baß niemanb um feine Heimat mehr leiben konnte, als er selbst. Noch steht vor unserer Erinnerung jene nächtliche Stunde des heute schon geschichtlichen März-Mitt- wochs, da der gewesene Herr Schuschnigg seine verräterische Rede in Innsbruck gehalten hatte unb nun hie ersten alarmierenhen Nachrichten in Berlin eintrafen. Mit langen Schritten burchmaß her Führer bas Zimmer, unb auf feinem Gesicht malten sich göttlicher Zorn und heilige Empörung ab. Hier war herbe ft e Deutsche, besten Wiege auch in Oesterreich stand und der tausendmal eher als her damalige Wortführer dieses sogenannten selbstönvi- gen Staates das Recht hatte, im Namen der Deutschen Oesterreichs zu sprechen, von feiger Heimtücke ins Innerste getroffen unb verwundet worden. Don hier ab muhte die weitere Entwicklung eine entscheidenbe Wendung nehmen. Es gab nun kein Zurück mehr: Enttveber gelang es Schuschnigg, sein Terrorregiment burch feigen Wohlschwinbel noch einmal her Welt gegenüber' zu legalisieren, ober bas Volk s e l b st erhob sich unb griff in den Himmel, um sich sein Recht zu holen. Hier haben wir ben Führer in feiner wahren Größe kennengelernt. Die zwei darauffolgenden Tage entnervender Spannung zeigten ihn in jeder Phase des Geschehens auf her Höhe feiner taktischen unb strategischen Beherrschung der Mittel und Methoden einer planmäßig durchdachten und erfaßten politischen Entwicklung. Noch hatte das Volk keine Ahnung von dem. was sich hier anbahnte. Die Mensci-en gingen, als sei nichts geschehen, durch die Wtlhelmstraße und über den Wilhelmplatz und Jugend des Führers. Ein neuerZahrgang trittan. -Feierliche Verpflichtung imNemter derMarienburg Marienburg, 19.April. (DNB) Im Großen Remter der Marienburg verpflichtete Reichsjugenh- führer Baldur von Schirach am Dienstagnachmittag Die Hunderttausende deutscher Jungen unb Mädel bes Jahrganges 1928, bie — wie alljährlich am Vorabend des Geburtstages bes Führers — jn bie Reihen der Hitler-Jugenh einrücken mit einer Ansprache. Tausend Kerzen leuchten über ben Fahnen her beutschen Jugend. 400 Marienburger Jungen unb Mähel stehen zwischen ben schlanken Säulen bes Remters, währenb braußen auf hem Burghof unb in ben Straßen ber alten Drbensftaht an her Nogat ein Spalier der Jugend mit Heil.'-Rufen dpn Reichsjugendführer empfängt. Auf hem Burghof find die Fanfarenrufe verklungen, die den Reichsjugendführer begrüßten. Durch die ehrwürdige Halle Hingt das Lied ber Jugend: ..Ein junges Volk steht auf." Dann spricht ber Reichsjugendführer von ber heiligen Verpflichtung, die ber Führer ber Jugend hes neuen Reiches auferlegte: Das Erbe her Einigkeit, bas der Jugend in diesen Jahren der Führung durch Adolf Hitler geschaffen wird, darf auch von ihr nicht als etwas Selbstverständliches hingenommen werben, unb an euch, meine Jungen unb Mädel, ist es, diese Einigkeit immer aufs neue z u erwerben, um sie dereinst in Wahrheit besitzen zu können. Auch euch wird die Volksgemeinschaft nicht geschenkt werden, sondern ihr selbst müßt schon in eurer frühesten Jugend die spätere Gemeinschaft des Volkes in der großen Kameradschaft der Jugend vorzuleben beginnen. Das ift hie tiefste Bebeutung dieser gewaltigen Jugendbewegung. Daß Deutschland einig ist. Dankt ihr dem Führer; bas es einig .bleibt, müssen bie späteren Generationen euch zu banken haben. Darum tragt auch ihr als Hitler- Jugend den teuersten Namen, ben Deutschlanb kennt. Er würbe euch verliehen, damit ihr schon als Zehnjährige fühlen unb fpater vielleicht mit dem Verstand begreifen lernt, daß ihr bie Träger bes Werkes unseres Führers seid. Ihr müßt bereinft für fein Reich unb feine Jbee einstehen, unb ha eure Väter und Mütter sich für dieses Reich einmütig und einstimmig einsetzten, müßt ihr später im Gedenken an bie Tat eurer Eltern schamrot werden, wenn ihr auch nur ein Geringes vom Erbe dieser Einigkeit leichtfertig verschleudert hättet! In ber Hitler-Jugenb steht ihr mit gleichem Recht unb gleicher Pflicht nebeneinander. Zum Zeichen dessen, baß wir als junge Nationalsozialisten alle Gegensätze zwischen Kameraden und Kameradinnen überwinden, tragen wir das Kleid der Kameradschaft, unsere Uniform. In dieser Uniform sind alle Jungen und Mädels Deutschlands so angezogen, daß kein Geld sie besser unb reicher anzuziehen vermöchte. Deuffchland hat nicht zuletzt burch biefe" Uniformen eine neue Gesellschaftsordnung erhalten, unb wenn es früher ein kleiner Kreis sich vorbehalten hat, von sich zu sagen: Wir bedeuten „die gute Gesell» schäft", so können heute mit mehr Recht über sieben Millionen Jungen unb Möbel ber Hitler-Jugend von sich sagen: Die gute Gesellschaft von heute — bas sinb wir! Dir haben andere Aufgaben als die Schule. Aber wir wollen die Aufgaben der Schule nicht verkennen. Als die große Einrichtung des Reiches für die Gemeinschaftserziehung und Charakterbildung der Jugend ist die Hitler-Jugend in erster Linie ein Ausdruck des Willens der jungen Generation, der Bewegung und dem Staate auf jegliche Weife zu dienen! Unsere Erziehung ist nicht auf Belehrung begründet, sondern auf Erleben. Dir betrachten es nicht als die Aufgabe der Hitler-Jugend, den Schulunterricht mit anderen Witteln fortzusehen. Im Zeltlager und auf Fahrt führen unsere Pimpfe ein fröhliches und unbeschwertes Jungenleben. Sie selbst sollen sich ihre Welt gestalten, und zwar nicht so, wie sie manche Pädagogen haben möchten, sondern wie sie sich den Jungen selbst darsteltt. In den Lebensjahren, da Jungen und Wädel spielen wollen, soll diesem Spieltrieb im Jungvolk Nahrung gegeben werden. Dir wollen keinesfalls durch einen pfeudo-mililärischen Drill, der nach der gemeinsamen Auffassung von Jugendführern und Offizieren wertlos ist, die Freude der Jugend an ihrer Bewegung verkümmern. Jungen sind Jungen und werden um so härtere und bessere Wänner, als sie wirklich Jungen gewesen sind. Unb was unsere Möbel anbetrifft, so bin ich ber Ansicht, baß es gut ist, baß bas „Höhere Töch- ter- unb Backfischibeal" b&r vergangenen Zeit über« wunden wurde. Die Spiele der Jungmädel unb die systematische Leibeserziehung ber älteren Mäbchen werben keineswegs, wie manche ängstlichen alten Tanten befürchten, zu einer Gefährdung ber Sitt« lichkeit unb ähnlichem führen, sonbern im Gegen« • teil: gerade bie harmonische Entwicklung ber vorhandenen körperlichen Anlagen erzeugt im jungen Mädchen jenes Selbstbewußtsein und ben Stolz, der ein besserer Schutz ist gegen sittliche Gefahren her Umwelt, als bie Moralprebigten solcher Menschen, bie hermetisch vom wirklichen Leben abgeschlossen waren! Wieberum tritt ein neuer Jahrgang am Geburtstag bes Führers gn, nicht befohlen^ sondern freiwillig. So wie er glücklich ist im Gedanken an feine Jugend, so ist bas Herz biefer Jugenb glücklich bewegt im Hinschauen auf ihn. Er ist ihr Vorbild, Glücklich eine Generation, bie ihr Jbeal sichtbar vor Augen hat! Viele tausenb Volksgenossen aus allen Kreisen unseres Volkes fenben bem Führer zum Geburtstag ihre Gaben. Die Jugenb aber schenkt s i ch selbst. Unb währenb ber Führer, umjubelt oon Millionen, bie Glückwünsche seines dankbaren Volkes entgegennimmt, stellen sich die Zehnjährigen in allen Teilen des Reiches hinter seine Fahne, für ihn: für sein Großdeutsches Reich! Der Reichsjugendführer nimmt bann bie Verpflichtung ber 400 im Großen Remter versammelten Jungen und Mädel vor. Wie an dieser historischen Stätte, so legen Hunberttausenbe zehnjähriger Jungen und Mädel von der Ostsee bis zu den Karawanken und vom Rhein bis zur Memel bas Gelöbnis ab. uu banbeln. Gin? Eogma, bie aber vierer Seele ent auf. Wir Di S :■! unb reiner1 ETJbe werden, ®i fcren herzen abe $5 \\\ besha blähe Aormfaä rem großen Hi Hleere unb ko vereinen in be Mer für t heil, Ära Hand verkeil and heiligste Volkstums un Eine Stimm Nolles über di letzten Vinkel Men und atm '<». »oll foffn stolzes. 65 Männer, die n man verehrt. 1 grahe, we 2nbe Symbol ^°>kes. (fr ist ro'rö uns bleibt ?? Ehrers fln x ff? D°m! •d)?r H,.?^chie 'er5 ?»alr«i9(3Pt01 fe«, ■ •'«leibe, 1,. !*5 "ationolrz ' w4* !'Die mirj der Qi: e,ner ^eutschlaMm e v°n St. H! dem Treue«, ann wieder gt Gebiete M und Hessen. :m 3um ersten, k Rhelnbruckk uonde in ihre« 15 d Q rn Hau; Ich der 3uüeii en gahre fa Baar, dech verbrachte die ;en kommech« slau rniti« ' die Ningse«. - Teburtstag« r Baldur von gen und MA 5üb’ des großen iche zusammen- ig ausklang. isst so bin,>'4 f,ho ere * tffjUt ,7'm p* rS-,i rJft iatunbur« ing des Hei- ig und Lha- hiiln-lugend Villens bet ng und dem n! liniere Cr« ^rundet, |on- hlen es nidjl >, den Schul- , tzufehen. 3m ufere Pimpfe schwerles len sich ihre so, wie sie sondern wie , In den Le« ; spielen mal. ingoolf Ikah» n felnersalls rill, bet nach ugendsührern ende der 3u* lern. Jungen härtere un l h Jungen >11'" ““ -»' **V «t" feine’ «nnsche nie E -eutsch" Jen OS be M für das Großdeutsche Reich demonstriert hatte utb dafür von den Schergen des Habsburger Reimes verfolgt, mißhandelt und verhaftet wurde. hat seinen Jugendtraum verwirklicht. Und so ist er als Mann und Führer in die moße Seele seines Volkes eingegangen. ” SDlan liest hin und wieder in Zeitungen des Aus- lcndes, in autoritären Staaten lasse sich leicht regie- pn. Der Führer beispielsweise habe keine Opposition In Lande, er brauche nicht mit hadernden und kurz- sihtigen Parteien zu paktieren, ihm stehe es frei, dcs zu tun, was er für richtig halte, ohne sich um pirlamentarische Mehrheitsbeschlüsse kümmern zu Müssen. Nichts ist falscher als das. Parlamentarische flibinette tragen die Verantwortung nur zu einem jeil. Ihnen ist es gestattet, sich bei drohenden flrijen nicht mehr vor die Majoritäten, sondern auch hinter sie zu stellen. Und naht bann die Katastrophe, dann bleibt ihnen als letztes Nittel immer noch die Demission. Das ist im nationalsozialistischen Staate nicht möglich, hier entscheidet der Führer, aber er trägt dafür auch die Beran!« ivortung. Niemand kann sie ihm abnehmen, und er will auch 'nicht, daß man sie ihm abnimmt. Sein Wille ist sein Entschluß, sein Entschluß ist seine Tat, und seine Tat ist seine Verantwortung. So schreitet er einsam und auf sich gestellt seinem Volke voran als der Wegbereiter einer größeren Zukunst. Es ist kein Zufall, daß gerade in den politischen Regimen, in denen das Prinzip der Verantwortung nach und nach bis zur Unkenntlichkeit verkümmert, auch meistens ein chronischer Führungs- mangel die bald darauf eintretende Folge ist. Denn man heute im Ausland das deutsche System vielfach mit kleinlichen Argumenten benörgelt und bekrittelt, so ist das nicht nur Ablehnung, sondern vielfach auch Scham und Neid. Umso mehr aber haben wir Veranlassung, darüber beglückt zu fein,, daß wir an der Spitze unseres Volkes einen Mann wissen, der eine Führerpersönlichkeit in des Wortes wahrster Bedeutung ist, den das Volk liebt, und dem die Natton, jo oft er es will, ihr ganzes, uneingeschränktes Vertrauen zum Ausdruck bringt. Von Treitschke stammt das Wort, daß Männer bi'e Geschichte machen. Für welche Zeit hätte er mehr Bedeutung als für die unsere. Was war leutschland im Jahre 1918. Bis zu welcher Tiefe dis inneren Zerfalls waren wir als Nation gesun- in! Vor welchem Abgrund standen wir im Winter 1932! Und was ist in fünf Jahren aus diesem Volk rnd aus diesem Reich geworden. Während damals be Welt nur an uns Forderungen stellte, sind diese Forderungen heute verstummt. Sie wurden abge- Lst von Forderungen, die unser mißhandeltes und «ttretenes Reich nun der Welt gegenüber erhebt. Jie Fesseln, in die man uns gezwungen hatte, sind esprengt. Das spricht sich so leicht, aber wie schwer t es vollzogen worden. Man muß sich das hin und lieber vergegenwärtigen, um sich bewußt zu wer- ?n, daß hier in der Tat das Unmögliche möglich a? macht wurde. Schärfste politische Intelligenz, höchster geschichtlicher Sinn und letzte männliche Be- nitschaft haben dieses Wunder vollbracht, ein Wunder, das kein Wunder ist, sondern nur das (Ergeb» n;5 einer rastlosen Arbeit, die von der Hand des Allmächtigen gesegnet wurde. Vielleicht ist das auch ein Stück Religion, sein ganzes Leben in den Dienst eines Volkes zu stellen, und für das Glück der Menschen zu arbeiten und zu handeln. (Eine Religion zwar ohne Phrase und togma, die aber trotzdem aus den tiefsten Tiefen unserer Seele entspringt. So faßt das auch unser Solk auf. Wir Deutschen sind heute vielfach gläu- bger und reiner fromm, als andere, die zwar nie «rüde wxrden, Gott mit den Lippen anzurufen, deren Herzen aber kalt und leer sind. Es Ist deshalb auch alles andere als eine bloße Formsache, wenn wir uns alle in unserem großen Reich uns Über feine Grenzen, über INeere und Kontinente hinweg in dieser Stunde vereinen in der Bitte an den Allmächtigen, dem Führer für viele Jahre noch Gesundheit, Kraft und eine gesegnete Hand verleihen zu wollen. Das ist der tiefste und heiligste Wunsch aller Kinder unseres Volkstums und unseres Blutes. Wöge denn meine Stimme dieses nationale Gebet eines Volkes über die Aekherwellen fragen bis in den letzten Winkel der Erde, wo Deutsche wohnen, leben und atmen. Ls sei ein Gebet voll Innigkeit, voll Hoffnung, Glaube und voll nationalen Stolzes. Ls gibt Wanner, die achtet man, Wanner, die man bewundert und Wanner, die man verehrt. Den Führer lieben wir. (Er ist das große, weit über unsere Zeit hinauswirkende Symbol der Wiederauferstehung unseres Volkes. (Er ist uns, was er uns war, und er wird uns bleiben, was er uns ist: Unser Hitler! Die Vereidigung der politischen Leber. München, 19. April. (DNB.) Am Geburtstag bts Führers findet um 20 Uhr die feierliche Vereidigung der seit Jahresfrist im gesamten Reichsgebiet ernannten Politischen Letter, der Walterinnen der NS.-Frauenschaft und der Walter unb Warte der Gliederungen der NSDAP, durch btn Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß vom Königlichen Platz In München aus statt. Es marschieren dazu Ehrenformationen sämt- iicher Gliederungen der Bewegung auf, der Königliche Platz wird von einem Kranz von Feuerpylonen emgerahmt, mit dem,Löniggrätzer Marsch" ziehen die Standarten und Fahnen ein. Nach den Ansprachen von Gauleiter Adolf Wagner und Üteichsorganisationsleiter Dr. Ley empfangen Fan- saren der HI. den Stellvertreter des Führers, der nach dem Abschreiten der Ehrenforma- iionen mahnende Worte an die zur Eidesleistung im gesamten Reichsgebiet angetretenen Parteigenossen und Parteigenossinnen richten wird. Müller-Scheid, Präsident der Deutschen Zilmalademie. Berlin, 19. April. Der Führer und Reichskanzler hat u. a. folgende (Ernennungen im Aeichsmtnisterium für Volksaufklärung und Propaganda ausgesprochen: zum Ministerialdirektor: Ministerialrat Gutterer; zu Ministerialdirigenten: die Ministerialräte haegert, hasenöhrl und dr. S ch l ä s s e r ; zu Ministerialräten: die Abtei- lungeleiter Legationsrat Professor Dr. Bömer, Hederich, Dr. hofmapn und Leichten- stern und die Oberregierungsräte Dr. Mahlo, Stephast und Dr. Ziegler. Ferner wurden ernannt: der frühere Leiter des Reichspropagandaamtes Hessen-Nassau Müller-Scheib zum Präsidenten der Deutschen Filmaka- d e m i e und der bisher mit der Führung der Geschäfte des Präsidenten der Hochschule für Politik beauftragte Regierungsrat Paul Meier zum Präsidenten der zur Anstalt des öffenttichen Rechts erhobenen Hochschule für Politik. Beförderungen in der ff und im RSKK. Berlin, 20. April. (DNÄ.) Zum Geburtstag des Führers sind in der ff und im NSKK. die folgenden Beförderungen In oberen Diensträngen ausgesprochen worden. In der SA. werden die Beförderungen jeweils zum 30. Januar und 9. November vollzogen. In der ff. Zu ff-Briaadeführern: die ff-Ober- sührer Souper! und Gras von Wedel. Zu ff-Oberführern: die ff-Standartenführer Grjtzbach, Gebhardt, Tittmann, Dermietzel, Frank, Glatzel, Naumann, Scheel, Wigand, Schraufstetter, Lyg- genauer, Dietrich von Petersen, Zimmermann. Im NSKK. Zum NSKK.-Obergruppenführer: NSKK.-Gruppenführer Gauleiter Josef B ü r ck e l. Zum NSKK.-Gruppenführer: NSKK.-Brigadefüh- rer Krenzlin. Zu NSKK.-Brigadeführern: die NSKK.-Oberführer Bormann, von Bayer-Ehren- berg, (Emminger, Stifft. Verliehen wurde der Dienstgrad eines NSKK.-Brigadeführers: dem Parteigenossen F i s ch b ö k, Minister für handel und Verkehr der österreichischen Landesregierung. Beauftragt wurde mit der Führung der Motor-Ober- guppe Mitte NSKK.-Gruppenführer Sauer unter Enthebung von seiner Dienststellung als Führer der Motorgruppe Ostsee. Oie Ostmark grüßt ihren Befreier. Festliches Wien. Schon am Dienstagnachmittag legte die Stadt ihren Festschmuck, den sie nach dem Ausklang des überwältigenden Abstimmungssieges abgenommen hatte, wieder an. Kein Haus ist ohne Hakenkreuzfahne, aus allen Fenstern der Geschäfte und Pn- vatwohnunaen grüßt das Bild des Führers, von Blumen und Tannengrlln umrankt. Den herrlichsten Anblick boten die historischen Bauten bann am Abend. In märchenhafter Pracht erstrahlten die großen Bauten auf der Ringstraße und im Zentrum der Stadt. Die Plätze und Straßen um den Stephansdom sind dicht von Menschen gefüllt. Immer dichtere Scharen ftrömen über die estlich beleuchtete Kärntner Straße zum Ring. Au dem Schwarzenbergplatz springt der Springbrunnen in kaum gesehener Pracht. Ein feenhaftes Farbenspiel zeigen die über 20 Meter hoch in die Luft geschleuderten Wassersäulen, die, von verschiedenfarbigen Scheinwerfern beleuchtet, mit den kleineren Wasserstrahlen rings im Kreise eine einzige phantastische Farbensymphonie bilden. Die Rampe vor dem Parlament ist gedrängt voll Menschen. Knapp dahinter die Gotik des Wiener Rathauses, lichtüberflutet. Wie Filigranarbeit muten die Rosetten der Fenster, ihre Spitzbögen, die Türmchen des Seitentraktes, die Verzierungen des Hauptturmes an. Und über allem thront der Wiener Eiserne Rathausmann mit der hakenkreuz- fahne, Gegenüber das Burgtheater in besonderem Festesschmuck. Linz, die Jugendstadt des Führers, war am Vorabend des Geburtstages Adolf Hitlers festlich beflaggt. Alle Gebäude hatten ihre Fenster mit bunten Lampions und Oellämpchen geschmückt. Dor allem der Adolf-Hitler-Platz bot mit feiner reichen Illumination ein farbenfreudiges Bild. Begeisterte Menschen durchzogen die Straßen und sahen die auf allen Höhenrücken um Linz nach Einbruch der Dunkelheit aufflackernden Feuer. Braunau am Inn war ein Fahnenmeer. Das Geburtshaus Adolf Hitlers in der Salzburger Vorstadt war besonders schön geschmückt, und stand den ganzen Abend hindurch im magischen Scheinwerferlicht. Gegen 19 Uhr formierte sich ein unübersehbarer Fackelzug. Am Vorabend des Geburtstages des Führers entflammte auf dem höchsten Gipfel Deutschlands, dem Großglockner, ein riesiges Hakenkreuz, das von 15 kühnen Männern des SA.-Sturms heiligenblut entzünbet worden war. Weithin leuchtete im tiefen Nachtdunkel über der sturmum- wehten Gipfelwelt das Siegeszeichen der Bewegung, während die wackeren Fünfzehn wieder zu Tal eilten, mit ihren Fackeln blitzende Punkte auf dem gewaltigen Gletscher der Pasterze zeichnend. Der BDM. In St. Andrä im Lavanttal beging eine besondere Feierstunde vor dem Hause des Professors Dr. Pötsch, der der Geschichtslehrer Adolf Hitlers in Linz gewesen war. Mit Liedern wurde der alte, noch außerordentlich rüstige Herr geehrt, dem der Füyrer in „Mein Kamps" herzliche Worte gewidmet hat. In einer kurzen Ansprache dankte der Gelehrte. Er ermahnte die Jugend, immer für das Werk des Führers.einzutreten. „Ihr werdet einst Deutschland sein." Heichserziehungsminister Hust spricht zu den deutschen Schülern. Berlin, 20. April. (DNB.) Reichsminister Rust hielt am Geburtstag des Führers von 9 bis 9.30 Uhr über alle Sender zu den Schülern im Deutschen Reich eine Rede, wobei er u. a. ausführte: Auf der Fahrt von Hessen über Schwaben und Franken nach Wien, wo ich für das Bekenntnis des deutschen Volkes am 10. April werben durfte, kam ich über Linz und besuchte die Schule in der schmalen Gasse, in der ein ft der kleine Adolf Hitler s aß. Ich sah ihn im Geiste, einen Unbekannten unter Millionen deutscher Kinder, in seiner Klasse sitzend, so wie ich euch jetzt sehe in den vielen Tausenden deutscher Schulen. Wir haben in den vergangenen Wochen immer wieder hören können, daß im Leben des Führers sichtbar d i e Hand der Vorsehung waltete, und er selbst hat an dem denkwürdigen Tage von Linz das ergreifende Wort gesprochen: „Wenn bie Vorsehung mich einst aus dieser Stabt heraus zur Führung bes Reiches berief, bann muß sie mir einen Auftrag erteilt haben, und es kann nur ein Auftrag gewesen sein, meine teure Heimat bem Deutschen Reiche wieberzugeben." Die Vorsehung Hai Adolf Hitler nicht als Sonntagskind geschaffen, das nur , die Hand auszustrecken brauchte, um reife Früchte mühelos zu ernten. Nein, die Vorsehung hat ihm einen harten Weg beschert, denn sein Auftrag verlangte einen harten Mann. Keine 13 Jahre war der Führer alt, als er seinen Vater verlor. Zwei Jahre darauf verlor er seine Mutter. Nun steht er allein und mittellos in Der Welt, die bittere Not zwingt ihn, einen raschen Entschluß zu fassen: Er nimmt das Leben s e l d st in die Hand und geht nach Wien, um sich fein Brot zu verdienen. Ein einziger eigener persönlicher Entschluß ist es, mit dem der Lebensweg bes Führers au 6* eigener Kraft beginnt. Diesem Ent- schluß verbankt ber Führer xiber nicht nur bie Härtung seines Charakters, er verdankt ihm auch bas für seine ganze Zukunft wichttgste politische Erlebnis seiner Jugenb. Damals erkannte er für sein ganzes Leben, baß unmöglich ein Volk seinen geschichtlichen Lebenskampf bestehen kann, solange es burch eine Lehre innerlich gespalten wird, die im einzelnen Volksgenossen nicht zuerst ben Deutschen, sonbern ben Freund ober ben Feinb einer bestimmten Klasse erblickt. Was zusammengehört, weil es von gleichem Fleisch und Blut unb barum gleichen Wesens ist, bas muß auch zu- sammengehören wollen unb muß für diese Zusammengehörigkeit zu Opfern bereit sein. Erst wenn ein Volk so innerlich geeint ist, kann es feine äußere Einheit verwirklichen. So stellte er sich die große Aufgabe, diese innere Einheit zu schaffen. In einem ungeheuren, ein halbes Menschenalter währenden Kamps um die Seele bes deutschen Menschen hat er diese Aufgabe gelöst. Damit ist nun das deutsche Volk nach tausendjähriger ebenso harter Prüfung, von ber Vorsehung über alle höhen des Glücks unb durch alle liefen des Unglücks geführt, ans Ziel feiner Sehnsucht gelangt. Wird das Reich nun eine ewige Heimat für unser ewiges deutsches Volk? Diese Frage an die Zukunft ist die Frage an dich, deutsche I u gen b, denn du bist diese Zukunft. Ich stelle diese Frage nicht sorgenvoll. Wer euch in diesen Tagen gesehen hat, der weiß, daß ihr den Sieg nicht hinnehmt als ein Geschenk eines glücklichen Zufalles, sondern als bas Werk eines Mannes, bem nichts zur Seite stand als fein eigener Glaube an euch und euer Glaube an ihn unb als bie (Erinnerung ber Opfer eurer Väter unb Brüber für diesen Glauben. Ihr alle, meine deutschen Jungen unb Mabel, habt bie Verpflichtung erkannt, bie seine Tat euch auferlegt. In euren Gesichtern, bie bei allem Jubel so ernst waren, stand ber Schwur, baß von nun ab euer Leben unb euer Glück nichts gelten soll vor Deutschlanb unb vor bem Kampf um Deutschland. Ihr wollt nicht nur den Führer feiern, ihr wollt auch mit ihm gehen. Einst aber werdet i h r Deutschland fein, selbst und allein werdet ihr das Schicksal zu meistern haben. Die schwerste Frage an die Zukunft ist die Frage nach der Führung der Geschlechter, die nach uns kommen. „(Ein Volk ist so, wie seine Führung", sagt Adolf Hitler selbst, heute ist das deutsche Volk wie Adolf Hitler. Es wird, wenn ihr groß seid, so fein wie die Führung, die ihr bann stellen werdet. Für die unter euch, die nicht nur mitmarschieren, sondern schon In jungen Jahren voranmarfchieren, ist dieser Geburtstag des Führers daher ein Tag ernst er Selb st Prüfung und Entscheidung. An euch wird an diesem Tage im Angesicht der Berufung des Führers und feines Kampflebens die Frage gerichtet, ob ihr Zeugnis ablegen könnt dafür, daß nur der reinste Gehorsam gegen bie innere Berufung euch leitet. Dieses herrliche neu- erftanbene beutsche Volk, bas heilige (Erbe Abolf Hillers, sollen nur.bie Vesten führen, bie, bie harter, mutiger unb fleißiger sinb, bie mehr können unb mehr leisten. Aber auch ber letzte Gefolgsmann muß auf ben Führer schauen, jetzt unb immer. Ihr könnt bem Führer Abolf Hitler heute nichts Schöneres schenken zu seinem Geburtstag, als wenn ihr euch alle gelobt, fleißig unb mutig 3U fein unb zusammenzuhalten in guten wie in bösen Tagen. Und wenn ihr im neuen Arbeitsjahr, bas bas 50. Lebensjahr bes Führers ist, euer Gelöbnis in bie Tat umsetzt, soweit ihr es heute schon könnt. Gebt alle heute euch, Deutschland unb bem Führer ben Schwur und haltet ihn: Ich will werben wie Abolf Hitler-, fleißig und mutig unb nur beutsch! Davon hängt bas Werk bes Führers unb Deutschlanbs Zukunft ab. Personalveränderungen in der Wehrmacht. Berlin, 20. April. (DNB.) Der Führer unb Reichskanzler hat mit Wirkung vorn 1. April 1938 beförbert: 1. I m Heer: Zum General ber Pioniere: Den Generalleutnant Förster, Jnsp. ber Pioniere unb Festungen; zum General-Oberstabsveterinär: ben Generalstabsveterinär Prof. Dr. Schulze, Vet.- Jnsp.; zu Generalleutnanten: bie Generalmajore Lindemann, Kommandeur ber 36. Division; Stumme, höher. Kao. Off. 1; von Schauroth, Jnsp. b. Wehrers.-Jnsp. Bremen; von Förster, z. Verfg. b. Ob. b. h. mit ber Führung ber 24. Dio. beauftragt; von Lewinski, genannt von Man- stein, Kommanbeur ber 18. Division; zum Generalstabsarzt: ben Generalarzt Dr. hanbloser, Gru.-Arzt 5; zum Generalstabsoeterinär: ben Ge- neraloeterinär Dr. Fontaine, Kbr. b. h. Vet.- Akademie. Zu Generalmajoren: bie Obersten: hollibt, Chef b. Generalstabs bes 1. AK.; von Chap- puis, Chef bes Generalstabes b.Korpskomm. XIV; Kaulbach, Art.-Komm. 2; Dietl, Kbr. b. Geb.- Jäg.-Rgts. 99; Spang, Art.-Komm. 5; Blümm, Komm. b. Jnf.-Regts. 42; v. Hase, Komm. b. Jnf.- Rgts. 50; Stimmet, Komm. b. Jnf.-Rgts. 34; v. O b e r n i tz, Kommandant von Glogau, v. Tippe l s f i r cf,, Abt.-Chef i. Generalstab d. h.; Woll- mann, b. Gen.-St., Chef b. Stabes der Jnfpekt. b. Festungen; be L'hornme be Courbiöre, Komm. b. Jnf.-Rgts. 96; (Earp, Abt.-Chef im Oberkommanbo d. h.; Detmering, Jnsp. b. Wehr-Ers.-Jnsp. (Erfurt; Mieth, Komm. b. Jnf.- Rgts. 27; Laux, b. Gen.-St., z. Vers. b. O. d. h.; zum Generalarzt: ben Oberstarzt Mantel, Korpsarzt XI; zum Generalveterinär: ben Oberstveterinär Professor Dr. Richters, Chefvet. b, h. Det.-Unter- suchungsamtes. Zu Obersten: bie Oberstleutnante Ansat, Kommanbeur bes Art.-Rgts. 32; Oppenlänber, Komm, bes MG.-Bataillons 4; Dettling, im Jnf.-Rgt. 56; Frhr. v. Uckermann, im Stabe b. Generalkommanbos des III. Armeekorps; (Ebeling, Kommanbeur bes Lehrstabes a. b. Artillerieschule; Buchert, im Jnf.-Rgt. 13; Bruns, im Jnf.-Rgt. 46; Graf v. S ch m e t t o w , Kommanbant von Breslau; Rupp, i. Gn. St. b. h.; Ochsner, Chef b. Stabes ber Jnsp. ber Nebel- truppen unb für Gasabwehr-, Breith, Kommanbeur bes Art.-Rgts. 35; Schmibt, im Jnf.-Rgt. 49; Bickel, im Jnf.-Rgt. 63; L e n b l e, Kommanbeur ber Panzerabwehrtruppen V; Fehn, im Jnf.-Rgt. 33; Streich, Kommanbeur bes Panzer-Reg. 15; Brinkmann, im Jnf.-Rgt. 2; Will, Kommanbeur ber Pionier-Lehr- unb Versuchsabt. 2; Toussaint, Militär- unb Luftattachö, bei ber beutschen Gelanbtschaft in Prag unb Bukarest; Kittel, im Jnf.-Rgt. 42; Dr. Beyer, im Jnf.-Rgt. 66; von Briesen, im Jnf.-Rgt. 27; B i t t r o l f f, im Jnf.- Rgt. 66; Dr. h ö r m a n n , Kommandeur ber Nachrichtentruppen VIII; von Claer, im Jnf.-Rgt. 4; Ritter v. Thoma, z. Verfügung b. Ob. d. h. Zu Oberstärzten: bie Oberfelbärzte Dr. Walter (Paul), Div.-Arzt ber 6. Dio. ü. Komm, ber Sani- tätsabt. 6; Bayer, i. b. Sanitätsabt. 7; Dr. Muntfch, b. b. Offz. z. Verfügung b. Ob. b. h.; zu Oberstoeterinären: bie Oberfeldveterinäre Dr. Hornung (Johann), Dio.-Veterinär b. 10. Dio.; Dr. (Erb an, Dio.-Vet. ber 19. Division. Zu Obersten (E.): bie Oberstleutnante (E ): von h a u g k, Kommanbeur ber Wehrkreisremonteschule Oschatz; Hentschel, i. Stade ber Wehrersatzinspektion Liegnitz; harttmann , i. Stabe der Wehrersatzinspektion Stuttgart; Messerschmidt, Kommanbeur bes Wehrbezirks Deutsch-Krone; Kabelte, Kommandeur des Wehrbezirks Crossen (Oder); v. N o st i z - W a l l w i tz , im Oberkommando der Wehrmacht; Kolaczek, Kommandeur bes Wehrbezirks Breslau I; Beck6, Leiter ber Wehrwirtschaftsstelle Hannover; Stahl, Kommanbeur bes Weyrbezirks Stuttgart I; hörl, Aus- bilbungsleiter Deggenborf; Belli o. Pino im Oberkommanbo ber Wehrmacht; D r Schaefer, im Oberkommanbo ber Wehrmacht. II. In ber Kriegsmarine: Zu Abmivalen: bie Vizeadmirale B a st i a n, z. Verfügung des Chefs des Oberkommandos der Wehrmacht, später Präsident des Wehrmachtfürsorge, und Dersorgungs- gerichts; Behm, Kommandierender Admiral der Marinestation der Nordsee; zu Vizeadmiralen: die Konteradmirale Kanaris, Amtsgruppenchef im Oberkommando ber Wehrmacht; Schuster, Zweiter Abmiral der Ostseestation; zum Konteradmiral: ben Kapitän z. See h o r m e l, Kommandant des Marinearsenals Kiel; den Charakter als Konteradmiral erhält: der Kapitän z. S. Wehr, Leiter ber Torpeboversuchsanstalt; zum Abmiralarzt: ber Flottenarzt Dr. Son tag, Chef bes Sanitätsamtes ber Marinestation ber Ostsee; zu Kapitänen zur See: bie Fregattenkapitäne Kluder, Abmiral- stabsoffizier beim Flottenkommanbo; ß i n bemann, Abt.-Ches l. Oberkommanbo der Kriegsmarine; zu Kapitänen zur See des Marine-Jnge- nieurwesens: die Fregattenkapitäne bes Marine- Jngenieurwesens Dipl.-Jng. Fröhlich, Verbanbs- Ingenieur beim Befehlshaber ber Panzerschiffe; Zieh, Verbandsingenieur beim Befehlshaber ber Aufklärungsstreitkräfte; zum Flottenarzt: den Ge- schwaberarzt Dr. Müller, Stabsoffizier beim Stabe bes Sanitätsamtes ber Marinestation ber Nordsee; zu Kapitänen zur See (E ): ben charakterisierten Kapitän z. S. (E.) Walther, Wehr- ersatzinspekt. Koblenz; bie Fregattenkapitäne (E.) ©Io big, Oberkommando ber Kriegsmarine; Guilleaume, Wehrersatzinspektion Düsselborf; zum Kapitän z. S. bes Marine-Jngenieurwesen (E.) ben charakterisierten Kapitän z. S. bes Marine» Jngenieurwesens (E.) Knorr, Wehrersatzinspektion Köln. III. In ber Luftwaffe: Zu Generalleutnanten: den charakterisierten Generalleutnant Volkmann, die Generalmajore: Kitzinger, Weise, Grauert, Wimmer; zu Generalmajoren: den charakterisierten Generalmajor Fahnert, bie Obersten: haubold, Stubent, Loerzer, Marttm; ben Charakter als Generalmajore erhalten: bie Obersten: Schwub, v. Stubenrauch, v. Kotze; zu Obersten bie Oberstleutnante: Spieß, v. Döring, Frank, Lackner, Schultheiß, Krüger, Keiper, Rüter, Kühne; zu Obersten (E.): bie Oberstleutnante (E.) v.Clausewitz, Schultze-Rhonhof, Frh. Rüdt von Collenberg; zum Oberstarzt (C.) ber Oberfeldarzt (E.) Dr. Haller. Gobreanu wegen Beleidigung IorgaS verurteilt. Bukarest, 19. April. (DNB.) Dor dem Bukarester Militäraericht begann ein Prozeß gegen ben Führer ber Legionärsbewegung (Eiserne Garbe) Corneliu Zeleia Codreanu, ber angeklagt ist, ben früheren Ministerpräsidenten und Staats» Minister im ersten Patriarchen-Kabinett, Professor Jorga, in seiner Amtsausübung beleidigt zu haben. Codreanu hatte am 26. März, an bem die Gaststätten unb Kaufläben ber Legionärs- bewehung polizeilich geschlossen würben, in einem Schreiben Jorga persönlich scharf angegriffen unb ihm einen Unterschied zwischen seinen Reben unb Taten vorgeworfen. Das Gericht verurteitte Co- breanu z u sechs Monaten Gefängnis, 2000 Lei Geldstrafe unb Tragung ber Prozeßkosten. Dem Verurteilten steht bie Berufungsmöglichkeit zu. Cobreanu befinbet sich auf freiem Fuß, jedoch wird er wieder seinen Aufenthalt in P reb e a 1 nehmen müssen. Weiterer Vormarsch im Gebiet von Tortosa. Salamanca, 20. April. (DNB. Funkspruch.) Wie ber heeresberichi vom Dienstag bekannt gibt, fetzten bie Legionäre Im Abschnitt Tortosa ihren Vormarsch fort. Sie säuberten bas Gebiet von Roquetas unb machten babei über 2500 Gefangene, barunter geschlossene Einheiten. Auch die Naoarra-Brigaben setzten süblich von Tortosa ihre Säuberungsoperationen fort unb besetzten mehrere Ortschaften, in benen von ben Dolsche» misten zahlreiche Häuser niebergebrannt unb dis Arbeitsgeräte ber Fischer vernichtet worben waren. Galicische Abteilungen stießen mehrere Kilometer vor unb ließen oabei Peniscola sowie Santa Magdalene weit hinter sich, wobei über 200 (Befangene gemacht wurden. Vogtsche Privät-Handelsschule Gießen, Goethestr.32 Paris, 2V. April. (DNB. Funkspruch.) Die Pariser Morgenpresse beschäftigt sich mit der Aussicht auf Neuregelung der französisch-italienischen Beziehungen. Die Blätter zeigen größten Optimismus und geben der Meinung Ausdruck, daß über einen guten Abschluß der Verhandlungen kein Zweifel bestehen könne. Das völlige Verlassen der bisherigen politischen Taktik Frankreichs suchen die Blätter zu vergessen durch die immer wiederkehrende Beteuerung, seit 1935 gebe es zwischen Frankreich und Italien kein eigentliches Problem mehr, und überhaupt seien die Beziehungen zwischen Frankreich und Italien sehr viel unproblematischer, als die zwischen London und Rom. Einige Blätter geben ihr Bedauern über die nochmalige Verzögerung der Ernennung eines Botschafters beim König von Italien und Kaiser von Aethiopien Ausdruck. „Epoque" schreibt, endlich trage der gute Geist den Sieg davon. Für Frankreich handele es sich vor allem darum, das Eis zu brechen. Man könne die kommenden französisch-italienischen Verhandlungen in vier Etappen einteilen: 1. Vorbereitende Verhandlungen, deren Ergebnis in einem Briefwechsel festgelegt werde; 2. werde Frankreich am Oie Bemühungen um Verständigung zwischen Paris und Rom. Oie französische presse voller Zuversicht. ’fbeP"5 ’ btf 7 neUem bereite. Die Times meldet, wie die meisten übrigen Blätter aus Rom, man hoffe, daß Frankreich noch vor dem Zusammentritt des Dölkerbundsrates dos italienische Imperium' anerkennen werde. Daily Herald weist in großer Aufmachung darauf hin, datz Chamberlain auch den Gedanken an deutsch, englische Besprechungen nicht aufgegeben habe. Die letzten Ereignisse hätten ihn in feinem Glauben daran noch verstärkt. Auch Daladi'er halt« eine deutsch-französische Verständj. g u n g für wünschenswert. für d'e Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum, schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen, (eiter: Hans Deck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. III./38: 10 355. Druck und Verlag: Brühlfche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs, preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs, preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. „Excelsior" sagt, mehr noch als zwischen Rom und London handele es sich bei den französischitalienischen Beziehungen um ein psycholo- aisches Problem. Frankreich wünsche ähnliche Versicherungen von Italien zu erringen, wie sie England bekommen habe. Die „Action fran^aise" betont ebenfalls, daß es sich bei den französisch-italienischen Verhandlungen zunächst um eine Klärung der Atmosphäre handele. Man werde leichter zum Ziel gelangen können, wenn Frankreich durch sofortige Ernennung eines Botschafters die Entschlossenheit beweise, mit früheren Aufaffungen zu brechen. Die ganze Sorge jener Kreise, denen die freimütige Aussprache zweier Länder nicht paßt, und die lieber in der trüben Genfer Lagune fischen möchten, kommt in dem Pariser Sprachrohr der kommunistischen Partei, „Humanite", zum Ausdruck. Das Blatt ist mit der Entwicklung der Dinge äußer st unzufrieden und spricht von einer italienisch-englischen E r - Pressung. Der französische Geschäftsträger habe seine Verständigungsarbeit in Rom nur aus Angst vor einer Rückberufung-geleistet. — Das Gewerkschaftsblatt „Peuple" zeigt noch offener sein Mißvergnügen und bezeichnet den Wechsel des politischen Systems als „Abdankung" Frankreichs. „Ein völliger Umschwung" London, 20. April. (DNB. Funkspruch.) Das Interesse der Londoner Blätter wendet sich ganz den französisch-italienischen Besprechungen zu. So schreibt Daily Telegraph, nach den aus Rom kommenden Meldungen könne man annehmen, daß Daladier 9. Mai in Genf die englische Haltung unterstützen, daß der Genfer Rat seinen Mitgliedern die Anerkennung des italienischen Imperiums in Ostafrika überlassen solle; 3. werde Frankreich unmittelbar danach, etwa am 15. Mai, einen Botschafter zum König von Italien und Kaiser von Aethiopien entsenden; 4. dieser neue Botschafter werde mit Italien über ein endgültiges Abkommen verhandeln. „Jour" bemerkt, seit dem Januar 1935 habe es zwischen Frankreich und Italien überhaupt kein schwerwiegendes Problem gegeben. Man müsse feststellen, daß die italienische Regierung die Frage der Ernennung eines französischen Botschafters in Rom gar nicht aufgeworfen habe, und daß dieses Problem völlig außerhalb der Verhandlungen bleibe, die am Donnerstag beginnen. Es habe den Anschein, als ob die französische Regierung sich moralisch verpflichtet habe, am 9. Mai in Genf für eine schnelle Regelung der Anerkennung des Imperiums einzutreten. „Matin" erklärt, man könne mit größtem Vertrauen zum 9. Mai die „Normalisierung" der französisch-italienischen Beziehungen und das Verschwinden dieser „dummen" Gegnerschaft voraussagen, die seit drei Jahren zwischen Paris und hoffe, einen Pakt zwischen Frankreich und Italie, 1 At Itfll zustande zu bringen, der sich in seinen Haupt. • fff 01 ™ linien genau an das britische Muster hat. »I* t e n werde. Die Dinge sähen jetzt ganz so aus, als Xv^^^ ob sie ein völliger Umschwung in 'der z? politischen Atmosphäre Europas vor." Neuefte Modelle in grober Auswahl Geräumiger laden in bester Laße für 1. Juli oder später gesucht J. Rickersche Univ.-Buchhandlung, Hindenburgwall 5 2253D Friedr. Groß »Iren GIESSEN, Neuenweg 32 Verdecke werden in eigener Werkstatt überzogen. a396A Gießen (Moltkestraße 20), München, Siegen, 19. April 1938. Die Trauerfeier findet Donnerstag, den 21. April, um 14% Uhr statt. __2689D Heute morgen 6.50 Uhr entschlief sanft unser lieber Sohn, Bruder, Schwager, Onkel und Neffe Pg. Hans Güsters im Alter von 32 Jahren. K. Bechtoldt und Frau, verw. Güsters und Angehörige. Gießen, Osterdienstag 1938 2686C schule vorzustellen. 26981) .’^>WS/M^*V,*/'w**V*V**ZV>*V*V*»w*S/*V*V**w*Vl*V** s Tanzschule Kieferdorf 01672 2692D 25. d. M. nicht. Für die überaus zahlreichen Glückwünsche und Geschenke, die anläßlich unserer Hochzeit uns und unseren lieben Eltern zuteil wurden, danken wir auf diesem Wege, auch im Namen unserer Eltern, allen Freunden und Äe'annten herzlichst Wilhelm Goeber jr., Ääckermeisier und Frau Marie, geb. Fuchs Allgemeine Ortskrankenkasse für Stadl- und Landkreis Gießen in Gießen. Morgen Donnerstag, abends 20,00 Uhr; beginnt der bereits angesagte Tanz kursus im Gesellschaftsverein e.V. (Klub), Sonnenstraße Anmeldungen werden daselbst von 16,00 Uhr ab noch entgegengenommen. Es ladet ergebenst ein JC. ZKieferdorf Zanslefjrer Mahnung. Die Beiträge für den Monat März 1938 derjenigen Arbeitgeber, die von der Kasse Rechnung erhielten, sowie der freiwilligen Mitglieder können noch bis zum 25. April 1938 ohne Kosten bezahlt werden. Nach Ablauf dieser Frist erfolgt Kostenberechnung evtl. Zwangsbeitreibung. Für die Arbeitgeber, die die Beiträge selbst nach dem wirklichen Arbeitsverdienst berechnen, gilt die gesetzliche Frist bis zum Meuli. M-MsW M üomtlet. Für diejenigen Kleinkinder, die im Jahre 1936 oder in früheren Jahren geboren, und die wegen Krankheit oder aus anderen Gründen noch nicht zur Erst-Jmpfung gebracht worden sind, findet je ein öffentlicher Impftermin am Montag, dem 25., und Mittwoch, dem 27. April d. J., nachmittags von 3 bis 4 Ahr, in der Turnhalle der Schillerschule, Schiller- straße, statt. Erst-Jmpfung der nach dem 1. Januar 1937 geborenen Kinder findet später statt und wird noch besonders bekanntgemacht. Zur Nachschau sind die an obigen Tagen geimpften Kinder am Montag, dem 2. Mai, und Mittwoch, dem 4. Mai d. J.» ebenfalls in der Turnhalle der Schiller- Die Eltern und Pflegebefohlenen der obenbezeich- neten Kinder werden hiermit aufgefordert, die Kinder pünktlich zu obigen Impfterminen zu bringen, andernfalls Strafanzeige erfolgt. Es wird noch besonders darauf hingewiesen, daß die Kinder und ihre Kleider sich in sauberem Zustand befinden müssen, und daß Kinder aus Häusern, in denen zur Zeit ansleckKfide Krankheiten bestehen, nicht zugelassen werden können. Gießen, den 19. April 1938. Der Oberbürgermeister. I. V.: Nicolaus. fcnipft haben. diesen leu< (F.infreb voi liier Kampfs!' |W siel, nachd gjirfampf besiec «bende ßeiftur eihung des Po rnd durch die d ter Zahl 80 nu in Rekord war nehr schufen bi Bille und die f vrderungen ,zi uiherlich gefenr flenn, wenn n Vien an uns m laß er keinesweg eiern Erfola km Manfred vo vrgung unsere großen besonder- k; Vorbild alle !il in Li ZmnLch-n „Herhst“-flundekucheD auch für Ihren Hund. ' zu b. 2294A Gießener Zoo, Seltersweg 6 "■Oer fi ■ “a| «kht ' Heini?« Zum letzten Male GENERALVERTRETUNG: FRANZ VOGTaco Gießen - Vokohaus Seltersweg 44. Ruf 2464 Scharnhorst | Preise RM. 0.60 bis 3.- Ihre Umsatzkurve steigt, wenn Sie mit Briefen werben. Der Roto - Vervielfältiger macht’s Ihnen leicht, denn mitihmdrucken Sie IhreWerbebriefe selbst, im eigenen Büro. Rasch und bil- igi Unverbindliche Vorführung durch 20 bis 23 Uhr 28. Freitag" Miete Marietta Operette von Walter Kollo. 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Gießen, den 19. April 1938. Die Beerdigung findet Donnerstag, 21. April, nachm. 2 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt. ____________________________________________________________________01867 Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß entschlief gestern abend 11 Uhr plötzlich und unerwartet meine liebe Frau, unsere gute Schwester, Schwägerin u. Tante Frau Elise Volz, geb. Grein im Alter von 74 Jahren. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Heinrich Volz. GchMMO« für alle Lehranstalten — sowie sämtliche vorschriftsmäßigen bei 2700D MO«A flUWMT, GWßK« Dammstrabe 22, Fernsprecher 4314 / Neben der Oberschule für Mädchen, in der Nähe der Oeffentlichen Handelsfehranstalt Donnerstag, den 21. Avril 1938, nachm. 2 Uhr, versteigere ich an Ort und Stells (Bekanntgabe erfolgt imVersteigerungslok. Neuenweg 28, dahier)zwangsw.g.Barz. 2 el. Kiihlschränke, 2 Personenwagen, Chaiselongues, Diwans, Sofas, Sessel, Waren- und Registraturschränke, 1 Ladenkasse, Schreibmaschinen, 1 Bohrmasch., 1 Pelzjacke, 2 Klaviere, 3 Mantelkessel, 25 Butterkühler, 50 Konservendosen, 15 Milchtöpfe, fünf Milchkannen und andere Haushaltungsgegenstände. 2701D MoU Gerichtsvollzieher in Gießen, Ludwigstraße 331, Telephon 3239. Es regnet! Was macht an solchen Tagen der zünftige Photofreund? Er nimmt seine Kamera, einen hochempfindlichen Film, einen Belichtungsmesser und sucht sich „regennasse“ Motive! Für den Kenner etwas Besonderes! Alles was Sie brauchen und ein paar gute „Regentips“ hol. Sie bei 2693 A Mietgesuche 7-Zimmer- Wohnung gesucht. Schriftl. Angebote unter 01857 an den Gießen. Anzeig. Die tägliche Gewichtskontrolle auf der eigenen Waage sagt es Ihnen ganz genau. Tägliches Wiegen Ist sehr wichtig. Siekönnen es auch! 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Baba ist der 2698D ts angesagte jle/jter Die äußeren Umstände führen darauf hin, daß zweiten Flug legte er 800 Meter in 5 Meter Höhe d°r M°,er Studien Caspar D°M Friedrich ^äg- brachte die ,,Cnt?"^ nehmen" d^tz Friedrich in den Jahren 1801 bis Ma?'stieq'der^App?^ M^M-t^r'h?ch"ch?"ab^r ^m Wa^rn TÄ und w°rs"Ke7.Kihr-r, der keine Flugersahrungen hatte, in das Wasser. den Molukken zum wieder eingetroffen, die im Frankfurter die Steuer angebracht Motor hinten saß. Der Schwimmern, die Fabre im ganzen 475 Kilo, bei unbekannten Volksstämme auf Ziele hatte, in Frankfurt konstruiert: vorn waren während der 50pferdige Apparat ruhte auf drei erfunden hatte, und wog neue Oelplatz. Heute kurzer Zeit kann er Metropole sein. Die Eingeborenenstämme inenstraße 6,00 Uhr ab ergebenstem Nach mehr als einjähriger Forschungsreise sind in diesen Tagen Dr. Niggemeier und der ihn begleitende Maler Hahn von der großen Frode n i u s - E x p e d i t i o n, die die Erforschung der einer Spannweite von 15 Meter. Zuerst machte der Apparat einen Flug über dem Wasser mit einer Geschwindigkeit von 55 Kilometer in der Stunde. Dann aber erhob er sich nach einem Gleitflug von 300 Meter aus dem Wasser und ging 500 Meter weiter wieder nieder, nachdem er sich zwei Meter über der Wasserfläche gehalten hatte. Bei einem n in eigener Herzogen. tw! Melle us wähl ; ■. Knipser für die Freiheit und Größe des Vaterlandes gefallen sind, einzelne herauszunehmen und nungen und Holzschnitte und vor allem seine Bildnisstudien, daß er ein vortrefflicher Figurenzeichner war. Sein Selbstbildnis in der National-Galerie steht mit denen Runges auf gleicher Höhe, und in seinem Nachlaß haben sich auch einige Bildnisse gefunden, die augenscheinlich von ihm selbst gemalt sind, die er aber für sich behielt, weil sie ihm nahestehende Personen darstellten. muß gleich hier sein", log Heini und hielt sich sein verquollenes Auge zu. Da konnte Karline nicht an sich halten und verabfolgte ihm eine schallende Ohrfeige auf die gesunde Seite. „Du Schafskopf!" sagte sie dabei und verschwand. Heini stand noch eine Weile auf der Planke und dachte darüber n4ch, warum die Karline wohl Tränen in den Augen hatte. Er dachte und dachte — und kam zu keinem Schluß. Da holte er seine Ziehharmonika hervor und spielte miß-mutig „Die letzte Rose". Dabei sank sein Kinn vor Trauer bis auf den Blasebalg. Er merkte nicht, daß sich die Karline leise zu ihm gesetzt hatte. Erst als die letzten Töne aus dem Kasten entwichen waren, fühlte er ihre Nähe und noch etwas anderes, was aus dieser Richtung kam... Dankbar strichen seine Hände über die Harmonika, die es — nach seiner Meinung — zuguterletzt doch noch geschafft hatte... jungen Landsmann gemalt hat. Wenn man gewöhnlich glaubt, daß Friedrich schlechthin Land- kennt ihn noch niemand, in vielleicht eine neue Welt-Oel- friedliche Stille, in der die lebten, ist dahin. Oeltürme ist über alle Erwartungen reich ausgefallen. Die Insel Ceram und Neu-Guinea sind zum erstenmal systematisch wissenschaftlich erforscht, unbekannte Volksstämme, wie die Ostalfuren, sind entdeckt und wissenschaftlich gründlich bestimmt worden. Dr. Röder, der dritte Teilnehmer der Expedition, wird nach einem Abstecher nach Aegypten in Kürze ebenfalls in Frankfurt eintreffen. Viele Tausende photographischer Aufnahmen vermitteln uns ein Bild unbekannter Volksstämme. Ihre Kultgeräte, Kleider und Gegenstände des täglichen Lebens werden eine weitere Bereicherung des Völkermuseums in Frankfurt sein. Oel aut Neuguinea. Nach der Erforschung des westlichen Teiles der Insel KSeram begab sich Dr. Niggemeier von Wahai mit einem Schiff nach Neu-Güinea. Er berichtete uns nun in Frankfurt von seinem Erstaunen, als er hier einen auf selbst jüngeren Karten noch nicht verzeichneten Ort Babo fand, der heute bereits die größte Europäer-Siedlung weit und breit ist und wie ein Pilz aus dem Boden schießt. Als man auf Neu-Guinea sehr reiche Oel- quellen gefunden hatte, haben sofort die großen amerikanischen Oeltruste sich Konzessionen zu ver- e kurve n Sie mit ben. Der »Hohiger en leidif, ^drucken bebriefe eigenen i und bil* bindlidi» j duf* IRETUNG: >kohaus i Ruf 2^ । Romantisches Bildri'S. Aus dem Besitz der Nachkommen Caspar David Friedrichs ist im Berliner Kunsthandel das Bildnis eines Jünglings aufgetaucht, das nach den Darlegungen Gustav Paulis in der bei F. Bruck- mann in München erscheinenden Monatsschrift „Pantheon", die es auch abbildet, den großen deutschen Romantiker Philipp Otto Runge darstellt und von der Hand des einzigen im Range ihm nahestehenden Geistesverwandten Caspar David Friedrich gemalt ist. Daß der Dargestellte Runge ist, zeigt ein Vergleich mit den Selbstbildnissen des Künstlers. Die rasch hingemalte Studie, die das von dichtem dunklem Haar überschattete Gesicht mit niedergeschlagenen Augen und festverschlossenem Munde zeigt, läßt in den Einzelheiten, der gewölbten Stirn, den starken Backenknochen, dem kräftig gebauten Kinn, der wohlgeformten Nase und dem vollen Mund genau dieselben Züge erkennen, die die Selbstbildnisse aufweisen, und vollends überzeugend ist eine kleine Unregelmäßigkeit: die rechte Augenbraue verläuft etwas höher hinauf als die linke, was gleichfalls in den Selbstbildnissen wiederkehrt. Grenze zwischen Schneid, DraufgängertunO und — Dummheit genau kenne; und daß es nicht auf die „Kiste" ankame, sondern darauf, „wer drinnen sitzt". Diese innere Ueberlegenheit, dieses Erkennen des Kriegsziels, diese Beherrschung der Waffe, sie waren es, die Manfred von Richthofen zum erfolgreichsten und gefürchtetsten Kampfflieger auf dem Kriegsschauplatz machten. Mit berechtigtem Stolz verzeichnet er es daher, daß man auf englischer Seite ein besonderes „Anti-Richthofen-Geschwader" einsetzte, um den „roten Kampfflieger" vom Himmel herun- O Leder VH waren euenweg 32 schenke, die cn Mern lm flamen 1 herzlichst 'knieister Hs hr......'U o? ^ptember IU terzuholen; ein Vorhaben, das selbst den kühnsten englischen Jagdfliegern nicht gelingen sollte. Erst ein Jahr später, als der Ruhm Richthofens auf das Höchste gestiegen war, fiel dieser tapfere Fliegerheld in den Luftkämpfen an der Somme. Daß man nach dem 16. Luftsieg Manfreds von Richthofen ihn auch zum Kommandeur einer Jagdstaffel machte, beweist abermals, daß man an den obersten Kommandostellen des Feldheeres in ihm nicht nur den „Schießer" sah, sondern den geborenen Führer einer Waffeneinheit, deren militärische Bedeutung immer stärker und größer wurde. So gehört Manfred von Richthofen denn auch zu jenen Auserwählten des Weltkrieges, denen es vergönnt war, Meister und Führer einer Waffe zu werden, deren Wirkungsfeld und Wirkungsmöglichkeiten am Beginn des Krieges noch völlig unbekannt waren. Dieser Meisterschaft des Könnens und diesem Führertum Manfreds von Richthofen verdanken wir auch den Nachwuchs der deutschen Jagdflieger, die das Erbe übernahmen, als ihr heldenhaftes Vorbild in Walhall einzog. Kein Geringerer als unser Generalfeldmarschall Göring war es, der als letzter Kommandeur der Jagdstaffel Richthofen die Reihe der Luftsiege fortsetzte und der, als das unglückselige Ende des Krieges gekommen war, entgegen dem Befehl der Auslieferung das Jagdgeschwader unbesiegt und unversehrt in die Heimat, nach Darmstadt, führte. Das Wort, das der Hauptmann Göring damals, als sich das Geschwader auflösen mußte, seinen getreuen Waffengefährten zurief: „Ich werde nicht rasten und ruhen, Kameraden, bis unser Geschwader und die deutsche Luftfahrt einmal wieder auferstanden sind!" es ist vom General Göring, als Beauftragtem des Führers, eingelöst worden. Stolzer und geschlossener denn je schützt die neue deutsche Luftwaffe unser Land und unser Volk! Allen Geschwadern voran aber fliegt das „Jagdgeschwader Richthofen" und mit ihm der Geist eines unsterblichen Siegers! Die wissenschaftliche Ausbeute, Institut für Kulturmorphologie ausgearbeitet wird, schaffen gewußt. Nun gehen die Oelgesellschaften daran, Neu-Guinea , —x«. • u,vö8: in,?. Das war Richthofens Flugzeug, dem er einen roten Anstrich gegeben hatte. — (Scherl-M.) 400000 Mskalnüffe für eine Goldschlange. Deutsche Forscher entdecken unbekannte Volksstämme der Südsee. - Heimkehr der Irobenius-Expedition von den Molukken mit reicher Ausbeute. Oer unsterbliche Kampfflieger. um 20. Todestag des Rittmeisters Manfred von Richthofen am 21. April. & «5 Heini mit der Ziehharmonika. (Sine heitere ^iebesangelegenheit von Walter Sperling Immer wenn sich der Abend aufs Haff senkte, bekam Heini Kickbusch aus Tolkemit melancholische Anwandlungen. Unter dem Druck solcher Stimmungen setzte er sich mit seiner Ziehharmonika auf den Lukenüeckel des Kahnes „Gute Hoffnung" und entlockte dem schon stark zerschundenen Gehäuse herrliche Klänge, die er mit seinen Gedanken zum Hinterschiff sandte, wo unter Deck des Schiffers mannbare Tochter über ihrer Arbeit faß. Karline — so hieß sie — hatte es ihm angetan. Mit Wärme fügte er daher auf der Tastatur seine Liebeslieder. Wenn er aber stets von Neuem feststellen mußte, daß seine Bemühungen erfolglos blieben, dann jagte er die Luft in den Lederbalg, daß er dem Platzen nahe war, zog alle Register und beschloß seine Darbietung mit einem mehr lauten als schönen Marsch. Hierauf ging er gewöhnlich mit geblähter Brust an Land, nachzuschauen, ob er nicht irgendwo im Krug seinen Gefühlen Luft machen konnte. Aber die Leute taten ihm nicht den Gefallen, und Heini blieb nichts anderes übrig, als seine Uner- sahrenheit in Liebesdingen seinem Kollegen Bruno Schlapke zu beichten, der sich seine Kümmernisse andächtig und teilnahmsvoll anhörte, um so mehr, ba Heini mit dem Ausgeben nicht knausrig war. „Die Karline will nichts von mir wissen", endete Heini betrübt, Imö der andere faßte sein Urteil über diesen traurigen Tatbestand in das einzige Wörtchen „Hm!" zusammen. Das war nicht viel, aber Heini war auch damit zufrieden, und als der Kollege mit dem Stuhl näherrückte und ihm erklärte, daß man ein Mädel unter Umständen durch Eifersucht weich machen könne, da glaubte er alle Weisheiten Arabiens vernommen zu haben. Während der Wirt noch etliche Male mit der Klunkerslasche hin- und herlaufen mußte, versprach der erfahrene Don Juan Bruno Schlapke dem Heini, baß er ihm seine Braut Emma zu. Hilfe schicken werde. Am anderen Abend — die Karline nahm grade Wäsche ab — erschien dann auch am Bollwerk ein blitzsauberes Mädel und fragte, ob der Heini Kick- busch nicht mal rüberkommen könne. „Der Heini?" fragte Karline erstaunt und blickte nicht grade freundlich die andere an. „Der Heini ist nicht da", antwortete sie dann schnippisch, „der ist nach Elbing Teer holen." Sie blickte die Emma Nicht E"ifj.V ihn ragen in die Luft, amerikanische Geschäftigkeit und amerikanisches Tempo haben die beschauliche Ruhe der Eingeborenen verscheucht, und mit den „Er- rungenschaften" amerikanischer Zivilisation werden die Reste der Eingeborenenkultur bald verschwunden sein. $ür einen Teller eine Brant. Dr. Niggemeier wählte sich die Halbinsel Kapaur auf Neu-Guinea als Arbeitsgebiet, er konnte hier noch unverfälschte Reste der alten Papua-Kultur finden und für die Wissenschaft retten. Die Papuastämme sind heute zu einem großen Teil Christen, zum Teil katholisch, zum Teil protestantisch, nur im östlichen Teil der Insel leben noch hundertprozentige Heiden. Die Einflüsse vom Westen, von Bali, Sumatra und den anderen Inseln sind unverkennbar. So konnte Dr. Niggermeier feststellen, daß in ihren Erzählungen öfters ein Pferd vorkommt, obwohl die Papuas noch nie ein Pferd gesehen haben. Ein Papua-Mann kann nur heiraten, wenn er ein Brautgeschenk hat Auch hier zeigen sich die Einflüsse aus China, denn als Brautgeschenk wird stets ein chinesischer Teller oder eine kleine Kanone aus Bronze verwandt. Die Molukken liefern der europäischen Welt Gewürze, in erster Linie Muskatnüsse. Seit Jahrhunderten werden Muskatnüsse von den Papuas in Neu-Guinea an die handeltreibenden Buginefen, Chinesen oder Holländer verkauft. So wurde dem deutschen Forscher in einem Dorf von den Papuas als größte Kostbarkeit eine Golöscht a n g e gezeigt, die ihnen für nichts feil ist. Die seltsame Goldarbeit besteht aus hohlen Gold- ringen, die in der Art einer Kette zusammengefügt sind und den Rumpf der Schlange bilden. Am oberen Ende sind zwei aus Gold gehämmerte Schlangenköpfe angebracht und anderen Ende ebenfalls aus Gold gehämmert zwei Fischschwänze. Der Forscher vermutet, daß diese „Utter Mas", wie die Papuas sie nennen, aus Celebes stammt. Die Eingeborenen erzählen, daß ihre Vorfahren einst 400 000 Muskatnüsse für die Goldschlange gegeben hätten Unbekannter Totenkult der Papuas. Völlig unbekannt war bisher der T o t e n k u l t der Papuas, der sich bis auf den heutigen Tag erhalten hat und von dem Dr. N i g g e m e i.e r nunmehr erstmalig der Welt Mitteilung machen kann. Wenn ein Papua gestorben ist, wird der Leiche ein in der Mitte eingekerbtes Brett so unter den Kopf geschoben, daß der Kopf in der Kerbe liegt. Unter den Kopf stellen die Papuas einen chinesischen Teller. So wird der Tote zunächst bestattet. Nach längstens einem Jahr ist die Leiche verwest und der Kopf, da er durch das Brett gehoben war, auf den Teller gefallen. Dann wucd die Leiche ausgegraben, der Teller mit dem Kopf in das eigens hierzu errichtete Totenfefchaus gebracht, und es beginnt ein Totenfest das Monate dauert und das zum Teil fo tolle und aus» noch einmal von oben bis unten an und wandte sich ab. In diesem Augenblick steckte Heini seinen Kopf aus der Luke. Er hatte sich „landfein" gemacht und winkte freundlich zum Bollwerk hinüber. Als er über den Steg ging, drehte er sich noch einmal zur Karline um' und meinte, sie möge nicht so vergeßlich sein, denn vor kaum zwei Minuten hätte sie ihn ja felbft nach unten geschickt. Am anderen Tage zeigte Karline ein gleichgültiges Gesicht, während Heini an Deck lustig pfeifend feiner Arbeit nachging. Erst beim Mittagsmahl fragte sie so nebenbei: „Na — hast du dich gestern gut amüsiert?" „Na — und ob!" lachte er und hielt seine Schüssel hin. „Heute abend gehen wir wieder nach Lenzen!" Es war sicher kein Zufall, daß Karline in diesem Augenblick ein schönes Fleischstück von der Kelle in den Topf rutschte. Am Abend war die Emma wieder da; nur Karline blieb dieses Mal unsichtbar, was Heini nicht in den Kram paßte. Bedrückten Herzens ging er mit der anderen ins Dorf, wo der Kollege im Krug wartete, um bereitwillig feinen Kummer bei Bier und Korn mit ihm zu teilen. Heinis Sinne waren unter dem Einfluß der genossenen Feuchtigkeiten bald getrübt und je länger er mit den beiden saß, je mehr wurde es ihm zur Gewißheit, daß die andere eigentlich auch recht begehrenswert sei. Und es schien ihm, als wenn die Emma ebenfalls etwas für ihn übrig habe. Ihm wurde schwindlig unter ihren Blicken, und als sie im Verlauf der Sitzung für einige Minuten allein waren, da wagte Heini einen bescheidenen Angriff auf Emmas Herz und Hüfte. 0 Grade in diesem Augenblick erschien Bruno Schlapke in der Tür und Emma — welche die Situation geistesgegenwärtig erfaßte — langte dem Entgleisten zu ihrer Entlastung eine herunter. „Ich hab' es schon den ganzen Abend gemerkt, du Schuft!" schrie Bruno wütend. „Meine Emma gefällt dir wohl, was?" Sein Schreien ging in Brüllen über, und eine Minute später war Heini im Besitz eines blauen Auges und anderer kleiner Defekte, die er betrübt durch die Nacht zu seinem Kahn zurücktrug. Hier hing ein großes Vorhängeschloß vor seiner Lade, was auch nicht zur Besse"VSil freiWj Mar^ Manfred von Richihofen. — (Scherl-M.) Biegung unsere Lorbeerkränze niederlegen, jenen Troßen besonderen Dank schulden, die als leuchtendes Vorbild allen anderen voran gelebt und ge- kömpft haben. Zu diesen leuchtenden Vorbildern gehört auch Manfred von R i ch t h o f e n , der als erfolg- rüchster Kampfflieger des Weltkrieges am 21. April 1118 fiel, nachdem er 80 Gegner im ritterlichen Luftkampf besiegt hatte. Wie töricht wäre es, in der Zahl 80 nur eine Rekordzahl zu sehen! Nicht ein Rekord war der Tatenruhm dieses Toten! Vielmehr schufen der Charakter dieses Soldaten, sein Dille und die sich aus diesen beiden Tugenden er» aebenbe Leistung den Ruhm, der durch die Verleihung des Pour le merite nach dem 16. Luftsieg md durch die dann rasch aufeinanderfolgenden Be- ferberungen zum Oberleutnant und Rittmeister äußerlich gekennzeichnet wurde. Denn, wenn wir das Leben Manfreds von Richt- ' Hofen an uns vorüberziehen lasten, so misten wir, daß er keineswegs durch tolles Draufgängertum zu seinem Erfolg kam, und daß es auch nicht etwa die „Landsknechtsnatur" dieses als Fünfundzwanzig- jährigen gefallenen Offiziers war, die ihn berühmt gemacht hat. Zwar zog Manfred von Richthofen als junger, unbekümmerter und fröhlicher Leutnant, der Jagd mit Leidenschaft hingegeben und den Freuden des Daseins durchaus nicht abhold, wie teufend und aber tausend andere junge Kämpfer m den Krieg. Aber gar bald schon formte sich in Hm ein Wille, mehr zu tun als die anderen. Es genügte ihm nicht, ja es widersprach feiner Wesensatt, als Ordonnanzoffizier „hinten" zu fitzen und d n „Tintenspion" zu spielen, während vorne Welt- g schichte gemacht wurde. Als er daher nicht schnell g.nug zu Taten kam, beschwerte er sich, daß er mcht in den Krieg gezogen sei, um „Käse und Eier zu sammeln", welche Tätigkeit ihm als Der- pflegungsofsizier zeitweilig obgelegen hat. Dank dieser ungestümen, wenn auch nicht ganz vorschriftsmäßigen Beschwerde, setzte Manfred von Richthofen es durch, daß er Ende Mai 1915 zur Fliegertruppe versetzt wurde. Aber auch hier fand er, bei aller Begeisterung für seine Ausgaben als Aufklärungsflieger und Bombenwerfer, noch nicht die Befriedigung, die er gesucht hatte. Sein Ziel 'war es, dem „großen Boelcke" tu ähneln und „an der Spitze der Jagdflieger zu fliegen". Mit tiefer Freude und Genugtuung empfand Manfred von Richthofen es daher, daß gerade Boelcke der sich ihn aussuchte, als es galt, die erste Ja^d- fHegerftaffel aufzustellen. Manfred von Richthofen empfand aber auch diese Auszeichnung nicht etwa als willkommene Gelegenheit, seiner „Jagdlust" zu fköhnen; sondern er sah seine Aufgabe sofort darin, durch die gewissenhafteste Arbeit an sich selbst es zu einem Jagdflieger zu bringen, wie er sein soll: mit Besonnenheit, höchster Treffsicherheit und taktischem Vermögen den Gegner zu bekämpfen. Manfred von Richthofen hat es selbst einmal niedergeschrieben, daß er auch im Jagdflieger den „Weidmann" vom „Schießer" unterscheide; daß er die 5: (pr . ihrer besonders zu gedenken, sobald sich ihr Todes- b für hi tog von neuem jährt? Haben nicht alle, die ihr r.fymgÄ? Lben ließen, ihre Pflicht für ihr Volk bis auf das schein sicherste getan? Sind wir im Tode nicht alle r ben gleich? Ganz gewiß! Ebenso gewiß ist aber auch, .lll./38-i wir, die wir an den Ehrenmalen der Unbe- ‘ 1n’" tonnten Soldaten des Weltkrieges und der Be- Iluqwunver vor dreißig Zähren. Am 26. März 1908, also erst vor dreißig Jahren, geschah es zum ersten Male, daß ein Passagier auf ein Flugzeug mit in die Lust genommen wurde. Delaarange war es, der dieses Wagnis bei einem Fluge über dem Gelände von Jsty-les-Moul- lineaux unternahm, und sein Passagier war fein anderer als der berühmte Flieger Henry F a r m a n. Andererseits rft es erstaunlich, daß in derselben Zeit bereits erste Versuche mit einem Hubschrauber gemacht wurden, dessen vielversprechende Entwicklung wir erst in diesen Tagen erleben. Am 28. März 1908 erhob sich der Erfinder Paul C o r n u mit einem „Helikopter", den er nach feinen Ideen gebaut hatte, zum ersten Male vom Boden. Er kam freilich nicht hoch, nur 10 Zentimeter, aber es war doch ein Anfckng. In die Märztage, allerdings zwei Jahre später, fielen auch die ersten erfolgreichen Versuche mit einerh Flugboot. Der junge Ingenieur Henry Fabre hatten schon im Jahre 1909 einen breimotorigen „Hydroaeroplan" erbaut, der aber keine befriedigenden Leistungen aufwies. Erst am 28. März 1910 gelang ihm mit einem Flugboot, das er „Ente" taufte, auf dem Teich von Berre der erste Flug. Das Flugzeug war sehr originell 'M in";** Eins weiß ich, das ewig lebt: Des Toten ^alQbiet ■ Tatenruhm! Spruch aus der Edda". e r l’t In wem wäre nicht schon die Frage auf getaucht, rung feiner Gemütsverfassung beitrug. Als Karline am nächsten Morgen an Deck kam, saß Heini auf dem Vorderschiff und starrte ins Wasser. Sie sagte kein Wort zu ihm; auch nicht, nachdem sie beim Krämer erfahren hatte, was sich geftern ftugetragen hatte. Erst am Abend — zur gewohnten Stunde — fragte sie ihn, ob er heute „ . , „ ~ « ., wieder nach Lenzen gehe. „Jawohl. Die Emma 1 schaster gewesen fei, so beweisen doch feine Zeich- MS! nien das Experiment Goga wurde, Oest« ßes deutsches Vaterland. A. M. Aus aller Welt wegen Verdachtes des e n s des Hochverrates nach § 58 B. C., begangen im März 1938, ein Steckbrief erlassen worden, der im Fahndungsblatt veröffentlicht ist. Kleine politische Nachrichten. Der Führer und Reichskanzler übermittelte dem General der Infanterie a. D. von Lochow anläßlich des 65. Gedenktages feines Diensteintritts seine besten Glückwünsche. Gegen Otto von Habsburg, der sich im Ausland befindet, ist vom Landesgericbt I Wien Schon vor den Feiertagen tonte man eine seit fahren nicht mehr beobachtete Belebung des. und der meridionalen Stromfurchen Tibets zu durchforschen. Von Assam aus wird die erste Etappe der Expedition in den Mishmi Hills in Angriff genommen werden. Internationaler Kinderschuhkongretz im Iuni in Frankfurt. Der 13. Internationale Kinderschutz- ko n g r e ß findet im Juni d. I. in Frankfurt a. M. statt. Er wird veranstaltet von der „Association internationale pour la protection de l’enfance" und dem „Reichszusammenschluß für öffentliche und freie Wohlfahrtspflege und Jugendhilfe Deutschlands". Reichsminister Dr. Goebbels hat die Schirmherrschaft übernommen, den Ehrenvorsitz führt der ehemalige belgische Ministerpräsident, Staatsminister Ja spar. Zu dem Kongreß werden etwa 1000 Personen erwartet, von denen etwa Die ges Weisung i fischen Wendigkeit rein völkischen Denkens durchdringen. Und nun zeigt sich eine ganz überraschende Entwicklung. Es wird nämlich erkennbar, daß die Mächte der alten, liberalistischen Welt eigentlich doch viel schwächer, viel kraftloser sind, als man noch vor kurzem angenommen hatte. Dies zeigte sich besonders vor einigen Monaten, als in Rumä- Betrach Deukfchlar wiedergeo deren do: verebbt, l schon früi sich dieses würdige hatte, w?; reiste, uad spräche u Geiste all Leistunger toaren. H Dandech Wien hnb laut allen Er Rolle sp und gegc des Wie, wan in abendlich« glichen Mittelbar wie sich auch nich, k'nosutz ii |Q9« zu tw gro6 Gebauten öpm uni Spitzen s'ichen? QUfl Aussen" §'en H mrmpri 'chwäche, «elagertk l'chkeit r Üen ff sch & fe i "'S Oft, 811 ojfe Stadtth Gloria-Pc — Lichtsp Herr Pi//" MW fyute un Geburtstag „Lcharnhar! Hard Menz wacher. Bi findet gleic Miete jtat! Schauspiel Zeichen der Zeit in Ungarn Don unserem ac.-Miiarbeiter. gelassene Formen annahm, daß die holländische Regierung einschreiten mußte. Den Höhepunkt erreicht das Totenfest mit der Ueberführung des Tellers mit dem Kopf in das Beinhaus. Die Papuas leben von Knollenfrüchten, Kokos und SSa Raiten. Gejagt werden in der Hauptsache Schweine, und zntar mit dem Sauspeer. Muskat- nüsse und Dammar, ein wertvolles Harz, das zur Herstellung von Firnis verwandt wird, verkaufen sie. Den deutschen Forschern begegneten sie zunächst sehr mißtrauisch, erwiesen sich aber später, durch einige Geschenke von der guten Absicht überzeugt, als gute Freunde. Drei Gulden Kopfsteuer im Jahr. Don Reu-Guinea begaben sich die deutschen Forscher wieder nach der Insel (Seram, um insbesondere den östlichen Teil der Insel zu erforschen. Dr. Riggemeier wanderte dann allein mit einem Dolmetscher und einem Träger in das Innere des Landes an der Waru-Bay und in das Flußgebiet des Sabot. Er traf hier auf den unbekannten Stamm der Ost-Alfuren. Alle Hypothesen, die bisher über diesen Stamm aufgestellt worden waren, erwiesen sich als falsch. Die Ost-Alfuren sind nicht missioniert, sie sind völlig heidnisch und haben alle Sitten und Kultbräuche treu bewahrt. Es gibt überhaupt nur noch ganz wenig Ostalfuren im Innern des Landes, so daß Dr. Riggemeier oft weite und schwierige Märsche unternehmen mußte, um ihre Siedlungen zu erreichen. Ein Marsch durch das ausgetrocknete Flußbett des Sabot, die einzige Möglichkeit, durch die Wälder zu kommen, kostete am ersten Tage ein paar stabile Sportstiefel, die bis zum Abend in Fetzen waren. Glücklicherweise hatte der Fluß später wieder Wasser, so daß man den Rest des Weges auf einem Floß zurücklegen konnte. Die Ostalfuren sind sehr scheu, die meisten haben noch nie einen Weißen gesehen und zitterten vor Angst, wenn Dr. Riggemeier unvermutet vor ihnen auftauchte. Sie haben dunkelbraune Haut und welliges Haar, leben von der Jagd, die mit Pfeil, Sogen und Speer ausgeübt wird. Aber auch der Wald bietet mancherlei Nahrung, die von den Frauen gesammelt wird. Sie leben meist in Gruppen von 20 bis 40 Personen in einem „Gemeinschaftshaus". Die Männer gehen einmal im Jahr an die Küste, um mit Sago-Klopfen oder einer anderen Arbeit drei Gulden zu verdienen, die sie als K o p f st e u e r ent- rickten müssen. Haben sie dieser Pflicht genügt, gehen sie schnell wieder in ihre Wälder, wo sie glücklich und unbekümmert leben. Kopfjäger gibt es im Unterschied zu den Westalfuren nicht unter ihnen, sie sind ganz und gar friedliebend und haben sich chre Welt unberührt erhalten. Die Alfuren sind Anhänger des Schamanismus, der aber bei ihnen in besonderer Weise ausgebildet ist. Der Schamane oder Medizinmann kann einen Geist zwingen, ihm zum Beispiel zu helfen, eine Krankheit zu heilen. Ist ein Alfure erkrankt, bann wird der Medizinmann gerufen. Auf einer riesenlangen Trommel wird so lange getrommelt, bis der Medizinmann in eine Art Selbst- hpnose fällt, zu zittern beginnt und dann den Geist zwingt, in ihn zu fahren und ihm zu helfen, den bösen Geist zu vertreiben. Eine solche Trommel hat Dr. Riggemeier mitgebracht. Sie wird im Frankfurter Völkermuseum zu sehen sein. Deüerreid?» Heimkehr — in Sumatra erlebt. Rach dem überraschend reichen wissenschaftlichen Ergebnis, das die Arbeit in Ost-Ceram gebracht hatte, begab sich Dr. Riggemeier noch einmal nach Zentral-Ceram, wo er bei den Kopfjäger-Stämmen an der Küste noch einige ergänzende Untersuchungen nachholte. Nachdem Dr. Niggemeier noch in Surabaja und Sataoip vor der deutschen Kolonie Vorträge über seine Expedition gehalten hatte, die mit dem größten Interesse von den Deutschen und Holländern, die den deutschen Forschern jede nur mögliche Hilfe und Förderung der Arbeit verschafften, aufgenommen wurden, bestieg er am 14. Februar das Schiff zur Heimreise. In Sumatra hatten die Forscher eine kleine Reisepause eingelegt, um eine deutsche Pflanzung zu besuchen. Als sie gerade mit dem deutschen Pflanzer in einem Hotel saßen, wurden sie von den überwältigen Ereignissen in Oe st erreich überrascht. Zunächst wollten vor allem die Ausländer es nicht glauben, überströmend glücklich aber waren die Deutschen, als es sich nach wenigen Stunden bestätigte. Stolzer und selbstbewußter konnten sie nun ihre Heimreise fortsetzen, stolzer und selbstbewußter blieb der deutsche Pflanzer auf einsamem Vorposten weit draußen zurück, gestärkt in dem Glauben an sein gro- und nach viel mehr jetzt in den Tagen nach dem Anschluß Deutschösterreichs an das Reich. Im Laufe von nur wenigen Wochen war im Osten und im Westen die neue, völkische Gedankenwelt bis unmittelbar an die Grenzen Ungarns herangebracht worden. Kein Wunder, daß unter der Wirkung der Ausstrahlungen dieser Vorgänge auch in Ungarn diejenigen Kräfte eine Selebung erfuhren, die bisher nur mühsam Schritt um Schritt Soden zu gewinnen vermochten. Zwei bedeutsame Ereignisse kennzeichnen besonders deutlich die Auswirkungen jener Entwicklung an der Ost- und an der West-Grenze Ungarns. <§o wurde im Januar im Pester Komitat, das das größte im Lande ist und etwa ein Fünftel 6er Gesamtfläche Rumpfungarns ausmacht, der ftühere Oberstuhlrichter von Gödöllö, Ladislaus E n b r e, zum Vizegespan, d. h. zum obersten Derwaltungs- chef des Komitates gewählt. End re darf als ein besonders aktivistischer Vertreter jener völkischen, nach neuen Formen strebenden nationalen Kräfte gelten. Kaum zwei Monate später wurde im Wahlbezirk Lovasberäny nach einem heftigen Wahlkampf um das durch den Tod des Legitimistenführers Grieger freigewordene Mandat der Abgeordnete Hubay, ebenfalls ein Vertreter der ungarischen nationalen Kräfte, gewählt. Die eine Wahl erfolgte kurz nach der Goga-Episo-de in Rumänien, die andere unmittelbar nach dem Anschluß Oesterreichs an das Reich. Die Sebeutung biefer beiben Wahlen für die innerpolitische Entwicklung in Ungarn barf nicht unterschätzt werben. Unb für wie wichtig unb bedeutsam man diese beiden Etappen im Vordringen der Rechtsbewegung in Ungarn auch im gegnerischen Lager hält, das zeigt der ungeheure Aufwand an Druckerschwärze und Zeitungspapier, den die jüdische und bezeichnenderweise auch die klerikale Presse bei der Sefämpfung der Rechtsbewegung in Ungarn betreibt. Kein Tag vergeht, an dem nicht nach dem Staatsanwalt ober nach bem Innenminister gerufen wirb, bamit endlich der Vormarsch der Rechtsbewegung aufgehalten werde. Keine Lüge ist zu plump und keine Verleumdung zu dreist, als daß sie nicht doch ins Treffen geführt würde. Liest man jene jüdisch-liberalen und klerikalen Plätter, so könnte man manchmal denken, daß die nationale Sewegung in Ungarn unmittelbar vor der Machtergreifung stehe. So berichtete dieser Tage ein Subapefter Statt, baß unter ben ungarischen Iuben eine wahre Panik herrsche unb baß bie Zahl derer, die aus der israelitischen Kultusgemeinde austreten, um sich taufen zu lassen, in der allerletzten Zeit geradezu phantastisch angewachsen sei. Auch Angstver- fäufe auf den verschiedensten Gebieten des Wirtschaftslebens sind an der Tagesordnung. Unb im Gespräch mit Juden kann man immer wieder Angst und Sorge herausklingen hören, daß es nun wohl auch in Ungarn bald zu energischen Maßnahmen gegen die jüdische Ueberfrem- bung kommen werbe. Draußen auf bem Dorse ist bas Unterhaltungsthema immer bas gleiche: Wie steht es mit Szalasi? Wann wirb endlich die unerträgliche Vorherrschaft des Judentums gebrochen fein? Es ist nicht mehr zu übersehen, unb es kann auch nicht geleugnet werben, daß auch in Ungarn bie jungen völkischen unb sozialen Kräfte immer stärker vorwärts brängen, baß hier eine neue Welt im Entstehen ist. Die Zeichen ber Zeit sinb deutlich zu erkennen. Zirkuslöwe zerreitzk ein Kind. Ein schrecklicher Unfall ereignete sich in eint kleinen Ortschaft in Mittelpolen. Dort gastierte Wanderzirkus; während die Zelte abgebrochen wir, ben, führte ein betrunkener Mann seinen neun ja}, rigen Sohn an ben Löwenkäfig unb öffnete wenig bie Gittertür. Dem Löwen gelang es, btn Knaben zu packen unb in ben Käfig hineinzuziehe,. Ehe Hilfe herbeigeholt werben konnte, hatte ihn bc> Tier zerrissen. Der Löwe konnte burch bie jp, öffnete Käfigtür bas Freie gewinnen unb würbe ert nach mühseliger Jagb wieber eingefangen. Sechs Tote bei einer Ruderparlie. Sei einer Ruberpartie, bie neun Angehörige dy Jesuitenschule Tubela auf einem kleinen Teich bej Pamplona (spanische Provinz Navarra) machte^ kenterte aus bisher unbekannter Ursache bai Soot, unb sechs von ben Insassen e rt ranken. Dürre und Heuschreckenplage in Australien. Mittelaustralien leidet augenblicklich unter einet Dürre, wie sie das Land seit 1902 nicht mch gekannt hat. Tausende von Schafen, die den Reich tum des Landes darstellen, sind eingegangen, un) wenn sich nicht bald Regen einstellt, werden bii Verluste für die dortigen Schafzüchter unüberseh. bare Ausmaße annehmen. Gleichzeitig Mit bei Trockenheit ist das Land von einer fürchterlicher Heuschreckenplage befallen. bie Hälfte Ausländer fein dürften. Die Reichsregierung hat die ausländischen Regierungen ein- geladen. Goebbels und I a s p a r werden selber das Wort ergreifen. Auf dem Kongreß werden wichtige Gegenwartsfragen behandelt. Das Thema der fozialpädagogifchen Sektion , ist ber soziale unb erzieherische Nutzen ber Unterbringung ber Stadtkinber auf bem Lanbe, das ber sozial- rnebizinischen die Sicherstelluung des Schutzes des verkrüppelten Kindes, das Thema der svzialgericht- lichen Sektion: „Wann müssen gesetzgeberische Maßnahmen ober Prozeßeinrichtungen bas Sorgerecht ber Eltern ergänzen?" Ferner wirb Staatssekretär R e i n h a r b t, ber Schöpfer ber Ehestanbsbarlehen unb ber Kinberreichen-Beihilfen über „Das Kind in ber Finanzpolitik, der Steuergesetzgebung unb ber Sozialversicherung" sprechen. Wetterbericht Rachbem die gestern eingebrungenen kühlen Lust- massen unserem Bezirk verbreitete Schneefälle brachten, herrscht im Bereich ber nachgestohenen kühleren Meeresluft meist wechselhaftes Wetter. Mit dem Druckanstieg über Mitteleuropa wirb zunächst weitere Wetterberuhigung einsetzen, doch kommt es zunächst immer noch zu vereinzelten schauerartigen Niederschlägen. Eine über dem Mittelmeer gelegene Störung wird auch auf unser Wetter Einfluß gewinnen. Aussichten für Donnerstag: Wechselnd bewölkt, vereinzelt noch leichte schauerartige Niederschläge, kühl, nordwestliche bis westliche Winde, nachts Frostgefahr. Aussichten für Freitag: Weiterhin wechselhaftes Wetter, Temperatur etwas ansteigend. Lufttemperaturen am 19. April: mittags 4,1 Grad Celsius, abends 1,2 (Brab; am 20. April: morgens 1,3 Grad. Maximum 4,6 Grad, Minimum heute nacht — 0,4 Grad. — Erbtemperaturen in 10 cm Tiefe am 19. April: abends 5,7 Grad; am 20. April: rnor- . gens 3,8 Grad. — Niederschläge 2,9 mm. — Son- nenjcheindauer 1,1 Stunden. Anläßlich der Feierlichkeiten zur Erinnerung an die Befreiung Finnlands vor 20 Jahren wurde eine Reihe deutscher und finnischer Persönlichkeiten durch Ordensverleihungen ausgezeichnet. Sv überreichte der deutsche Gesandte im Auftrage des Führers bem früheren Präsidenten Finnlands, Svinhuf - v u d das Grohkreuz des Verdienftvrdens vom deutschen Adler. Kunst und Wissenschaft. Ausbruch der deutschen Tibetexpedition 6. Schäfer. Am 21. April begibt sich die Forschergemeinschaft der deutschen Tibetexpedition E. Schüfe r in Genua an Bord des Dampfers „Gneifenau", um noch vor Einbruch der Monsunzeit Indien zu erreichen. Die Expedition steht unter der Schirmherrschaft des Reichsführers ff, wird ganz im Sinne der Schutzstaffel durchgeführt und wurde von dem Tibetforscher Dr. Emst S ch ä s e r, der hiermit seine dritte große Forschungsexpedition antritt, ins Leben gerufen. Als Teilnehmer wurden verpflichtet die ff-Untersturmführer Dr. Wienert als Geograph und Geophysiker, Seger als Anthropologe unb Völkerkundler. Krause als Entomologe unb Film- Operateur unb Edmunb (Beer als technischer Leiter der Gesamtsxpebition, sowie ff-Oberfturmführer Dr. Ernst Schäfer als Siologe unb Expeditionsführer. Die Dauer Der Forschungsreise wird sich auf ll/s bis 2 Jahre belaufen. Es gilt, die bisher noch fast völlig unbekannten Gebiets des östlichen Himalaja Büchertisch. — Eugen Roth: Das Große Los. Nach alten und neuen Serichten. Mit vielen Silbern Verlag Knorr & Hirth G. m. b. H. München. Preis Leinen 2,80 Mk. — (23) — „Das Große Los" - so nennen wir heute nicht nur ben Haupttreffer in. der Staatslotterie, sondern jeden besonderen Glücks« zufall überhaupt. Die Luft am Glücksspiel setzt sich aus zwei eingeborenen Regungen des Menschen zusammen, ber Herausforberung bes Zufalls und ber Sehnsucht nach unvermutetem Reichtum. Dec Verfasser läßt die Glücksspiele und die Glücksritter aller Zeiten in bunter Folge an uns vorüberziehen, oon den römischen Soldaten angefangen, die um den Leibrock Christi das Las warfen, über die mit- telalterlichen Landstnechtsfpiele, Würfelbuden uni Spielhöllen, bis zu den geordneten Verhältnissen der Preußisch-Süddeutschen Staatslotterie, in deren Setrieb wir genau eingeweiht werden. Wir hören von mancherlei altem Volksaberglauben, von Zah. lenmystik und von neuen Kunstgriffen unb Metho« ben, das Glück einzufangen. Viele verbürgte Ge« schichten von glücklichen Gewinern ober besonderen Pechvögeln führen uns die Laune der blinden Göt« tin Fortuna drastisch vor Augen. Humor und Sa« tire deutscher Dichter sind zwischen spannende Tat« sachenberichte und Anekdoten gestreut, samt vielen seltenen Abbildungen, so daß das Such ein reiz« voller Seitrag zur Kultur- unb Sittengeschichte ist. — Im Hanbbuch der Deutschen Volks« f unb e (Herausgegeben von Dr. Wilhelm Peßler, Direktor bes Vaterländischen Museums Hannover, in Verbindung mit namhaften deutschen Dolkskund« lern. 305 Kunftdruck-Textbilder, Silberbeilagen und zahlreiche Vierfarbentafeln. Preis pro Lieferung 1,80 RM. Akabemifche Verlagsaefellfchaft Athe- naion Potsbam) ist „Sitte unb Brauch" bas be- herrschenbe Thema ber neu erschienenen Lieferungen 26 bis 30. Professor Dr. Adolf Spamer führt diese Arbeit zu Ende. Lärm, Lauf, Tanz, Schlag, Feuer und Wasser sind bie Keimzellen bes Brauchtums, Erfahrungstatsachen unb Wettbilb seine Gestaltungskräfte. Ein Blick allein in bas reiche Bildmaterial zeigt, welch ein Schatz volkstümlicher Le- bensäußerungen hier ausgebreitet ist. Man verfolgt den Lebenslauf des Menschen im Spiegel des Brauchtums und lernt das Brauchtum ber Gemein- schäften, Stände und Berufe kennen. — Eine Ergänzung dazu ist der Beitrag von Dr. Karl Gröber über das „Kinderspielzeug", dessen Herstellung fast in jedes Teilgebiet volkstümlicher Kunstfertigkeit eingreift. Auch hier bieten Text und Bild einen vorbildlichen Anschauungsunterricht. Auch die Beiträge oon Prof. Richard Beitl und Prof. Josef Muller- Blattau über „Volksspiele" bzw. „Musik unb Musikgerät" zeigen eine Verbindung von Sachkenntnis und Lebensnähe, von wissenschaftlicher Gründlichkeit und Allgemeinverständlichkeit der Schilderung, Vorzüge, die dem großen Werk einen einheitlichen Cha- ratter geben, und machen das „Handbuch ber deutschen Volkskunde" für Weiterbildung unb Unterricht besonbers brauchbar. — Haben Sie sich schon überlegt, in welchem * neuen Kleid, Mantel oder Komplet Sie ben Frühling empfangen wollen? —- Sie brauchen nicht lange zu suchen und zu überlegen! In Beyers Modeführer Frühjahr/Sornmer 1938, Band 1, Damenkleidung (Verlag Otto Beyer, Leipzig, Preis 1,50 Mark), finden Sie alles, was die ,Mobe für die neue Saison erdacht hat. Auf 44 teils farbigen Seiten sind mehr als 250 der schönsten Modelle aller Art zusammengestellt, und 20 davon befinden sich auf dem beigegebenen Schnittmusterbogen. Die neue Modelinien wird den Körper mehr als bisher betonen und die neuen Sommerstoffe werden sich durch luftig bunte Muster auszeichnen. Daneben gibt es natürlich auch sehr schöne einfarbige Gewebe in einer Melheit der Farben, die erstaunlich ist. Band 2, Kinder« k l e i d u n g (Preis 1 Mark), bringt auf 24 Seiten, von denen mehr als die Hälfte farbig find. Kinderkleidung, wie sie fein soll, d. h. wirklich „kindliche" Kinderkleidung für Mädchen und Knaben von 1 bis 15 Jahren. Der beiliegende Schnittmufterbogen enthält 30 ausgewählte Schnitte. ur Erde st las Unglück Mvermc sein. Doch Scherben m lvachienen ju beschuh 0 Aber gon war noch el Wasser M Lage war m Mndestwas sr« Gesicht, wah Backen ram die Sache tnäßig volle, erwies M Logik unter Wunder um plötzlich erm Die guht Steuer ihre beifahren Nasch enha Wagen, nah Hand und l gang. Es di wieder ersch hochbeglückt- reichte, in i scherte. Die gelöst. Den übrig, naä stellen, wa- Derein mi Augenblick Heuer TBinfereinbrud) in Bayern. Nach prächtigem Vorfrühling im März behauptet sich im Süden von Bayern schon in der dritten Woche ein starker Nachwinter. In der Nacht zum Mittwoch hat im gesamten Alpenvorland unb in München starker Schneefall eingesetzt, so baß in München am Mittwochmorgen Schneeräumer zur Freimachung ber Gehsteige eingesetzt würben. Starker Schneefall wirb auch aus Augsburg unb Lindau am Bobensee gemelbet. In ben Tälern hat sich überall eine' geschlossene Schneebecke gebilbet. In ben Höhenlagen dürfte bie Neuschneedecke eine Höhe von 20 bis 25 Zentimeter erreicht haben. Die Temperaturen liegen meist einige Grade unter bem Gefrierpunkt. In ben Vormittagsstunden dauert ber Schneefall überall an. Rekord-Osterverkehr in Salzburg und Steiermark. Die abschließenden Zahlen über den Salzburger Osterfrembenverkehr zeigen, daß der außerordentlich starke Besucherstrom, der in ber Karwoche eingesetzt hatte, auch über bie Feiertage angehalten hat. Wurden in der Zeit oon Gründonnerstaa bis einschließlich Samstag insgesamt 4298 in Salzburg- Stadt übernachtende Fremde gezählt (gegen 1718 im Jahre 1937). so hat sich diese Ziffer bis zum Ostermontag auf 7769 erhöht. Die Gesamtziffer für die gleiche Zeit des Vorjahres war 3024, die Verbesserung gegenüber dem Vorjahr beträgt demnach rundl60o. H. Don ben 7769 während der Oster- tage im Fremdenbeherbergunasbetrieben abgestiegenen Gästen (bie nicht übernachtenden Fremden können mit 10 000 je Tag angenommen werden) kamen 5817 (75 v. H.) aus dem alten Reichsgebiet. Reiseverkehrs in Steiermark feststellen. Seit bem Gründonnerstag passierten in ununterbrochener Reihenfolge Kraftwagen aus bem alten Reichsgebiet bas steierische Oberland. In Bruck an ber Mur war ber Autoverkehr am Ostersonntag so stark wie im Hochsommer des Vorjahres. Die Alm- unb Schihütten waren von Wintersportgästen überfüllt. Der erste Langstreckensegelslug über der Nordsee. Don ber Reichsschule für Segelflugsport des NSFK. in Sylt, einer ber Ursprungs'stätten ber beutschen Segelfliegerei an ber Nordseeküste, wirb eine hervorragende fliegerische Leistung berichtet. Der Segelfluglehrer Klietz oon ber bärtigen Schule stieg am Ostermontag zu einem Strecken- stug auf unb flog trotz des recht unangenehmen Wetters über bas Meer bis in die Nähe von Bremen. Mit diesem Flug (eine Strecke von etwa 230 Kilometer) ist zum ersten Male feit Bestehen der Segelfliegerei auf Sylt ein großer Streckenflug über bie Nordsee erfolgreich burch- geführt und eine Leistung vollbracht worden, auf die das NS-Fliegerkorps mit Recht stolz fein barf. Sieben lote bei der Explosion eines Blindgängers. In der Nähe von Neroesa della Battaglia, im ehemaligen oberitalienischen Kriegsgebiet, wurden durch die Explosion eines Blindgängers sieben Personen getötet Ein 18jähriger Bursche hatte auf einem Feld eine 10,5-cm-Granate gefunden unb wollte sie, obgleich er von anderen Burschen gewarnt würbe, auf den Schultern nach Hause tragen. Dabei fiel bas Geschoß zur Erde und explodierte. Fünf junge Männer wurden sofort getötet, während die anderen vier schwere Verletzungen erlitten. Zwei ber Verletzten starben noch auf dem Wege ins Krankenhaus Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Budapest, Anfang April 1938. Es ist nicht mehr zu übersehen, und es kann nicht mehr geleugnet werden: auch in Ungarn regen s i ch bie Kräfte, die das Ziel verfolgen, die allenthalben zusammenstürzende Welt bes Liberalismus unb ber Parolen von 1789 durch eiye neue Welt zu ersetzen, in ber' bas eigene Volk und seine natürlichen Bedürfnisse und Forderungen den ihnen gebührenden Platz einnehmen können. Gerade in Ungarn war ja der Durchbruch dieser neuen, jungen Kräfte besonders schwierig. Ist doch dem Ungarn von Haus aus das völkische Denken fremd. Seine politische Willensbildung und seine ganze Gedankenwelt wurzelten seit jeher im reinen Staatsbegrsif, verkörpert und versinnbildlicht durch die heilige Stefanskrone. Es bedurfte also hier einer völlig neuen Denkweise, eines lieber gehens vom rein staatlichen zum völkischen Denken. Erst bann war ber Weg frei für eine aufbauenbe Arbeit auf ber (Brunblage ber völkischen Jbee, wie sie heute überall zum Durchbruch gelangt ist. ' Aus biefer Entwicklung erklärt sich auch die Tatsache, daß die Judenfrage und überhaupt Fragen der Rassenpolitik erst so spät in weiteren Kreisen in Ungarn auf Verständnis stießen. Betrachtete man doch seit jeher in Ungarn den Juden als einen in jeder Beziehung gleichwertigen unb gleichzustellenden ungarischen Staatsbürger, wie man auch den schwäbischen Siedler gerne als einen deutschsprechenden Ungarn bezeichnete ober ben Slowaken als einen slowakischsprechenden Ungarn.. Die erste, aus dieser abwegigen Einstellung erwachsene Enttäuschung erfuhr bas Magyaren- tum nach bem Zusammenbruch der Doppelmonarchie, als die Juden in der Slowakei und in Siebenbürgen, wie überhaupt in ben abgetrennten Gebieten, plötzlich erklärten, baß sie ja gar keine Ungarn, fonbern gute Rumänen ober Tschechoslowaken ober Jugoslawen seien. Im Laufe ber Jahre ergaben sich bann immer deutlicher unb immer schärfer Gegensätze zwischen den einzelnen völkischen Gruppen, wenn auch bie in Budapest bis vor kurzem noch die öffentliche Meinung völlig beherrschende jüdische Presse eifrig bestrebt war, diese immer deutlicher in Erscheinung tretenden Gegensätze unb Verschiedenheiten zwischen den völkischen Gruppen zu vertuschen. Da aber auf der anderen Seite das Judentum in Ungarn mit ber Entwicklung ber Jnbustrialisierung wirtschaftlich immer mächtiger wurde, während gleichzeitig die soziale Not immer schärfere Formen annahm, so griff bie Gegensätzlichkeit, bie bisher auf der völkischen Ebene mehr ober weniger unbewußt emp- funben würbe, sehr schnell auch auf die sozialpolitische Ebene über. So würben nach unb nach die Voraussetzungen geschaffen für die Entstehung einer völkisch-sozialen Bewegung. Fast zwei Jahrzehnte hat es gedauert, bis diese Entwicklung in Rumpfungarn nun tatsächlich zum Durchbruch einer stohkräftigen und zukunftsreichen Bewegung führte. Versuchte einerseits die zusam- menbrechende liberalistische Welt und vor allem das Judentum jene Entwicklung aufzuhalten, so ehlte es anderseits den jungen völkischen Kräften an geschulten und überragenden Führern, die mit Ernst und Verantwortungsbewußtsein zum Träger dieser neuen Gedanken, dieses völkisch-sozialen Wollens hätten werden können. Immer wieder — und dies ist für die ungarische Entwicklung besonders kennzeichnend — fiel man in bas im Laufe ber Jahrhunderte anerzogene unb zur Selbstverstänb- lichkeit geworbene rein staatliche Denken, in ben bloßen blutleeren Nationsbegriff zurück. Qjrft im Laufe des letzten Jahres konnten Männer wie der ehemalige Generalstabsmajor Szalasi und andere mit ihrer klaren Erkenntnis von der Not- Tit ’?ö kreucht' für e.ineLf ^tudienE Ult» U beiden d w Sirupe S K«? fiinb ter. ät* heft' f«>Ä< pS't1 Partie M'K ln"“r fe. I .et* '“nt'ti Ä?ft I ei'Ole den 1 hi'm"’l' Wchier 2" «chZ-iti-2 E* Aft W 'kl-den. Wir fr Rauben, von i llsfen und MZ kie verbürgte K " °der befonben e der blinden & ■ Humor und L spannende £ "eut, samt vicki ls Buch ein rr 'd SittengeW r & «e t*3V Bss- F( “ä>'l |e|H ™«1 SJerftüite jenen ^ieferungtnH mner füfytbiiM V 6dM feuer KI les Srautyw., M ) seine Seitab bas reiche Bild- vNstümlicher Le- j ist. Man versolN I im Spiegel )tum der Gemein nen. — Eine fr tschenVolk- -Wilhelm PG: • useums hannoix Äschen LollskuL öilderbeilagen un! eis, pro Lieserii': >on Dr. Karl ; dessen herstellU! 'i cher Äunftjertifllu nd Bild einen ü" ' Auch die Seiko; 10s. Joses Mllc,' „Musik und L von Sachkeniil' ;cher TründlW Schilderung, t einheitlichen llto andbuch der bii' ng und Uitierrii legt, in welche: >t Sie den Fnr , brauchen n! 3” «•UB ommer 193. (Verlag inben Sie * i in erdicht £ d mehr als » ;ufammenge|ib m «finien wrt » und die n«« ? ä 24 Seite« eNich laben Don l W nittmustertosa Ä Ä %’Äf * S *' 20.^ 5oiv Ur. 91 Drittes Blatt (Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Mittwoch, 20. April (938 Aus -er Stadt Gießen. Das (Soldfischglas. Die beiden Jungen zogen strahlend über die Straße. Sie waren etwa zehn Jahre alt, barhäuptig und hatten ein frisches Aussehen. Ihre Augen hingen unverwandt an dem kleinen Glas, das der eine von ihnen trug, worin einsam ein Goldfisch schwamm. Wer die Vorliebe der.männlichen Schuljugend kennt für alles, was da 'fleucht und kreucht, kann die Gefühle ermessen, die hier triumphierten. Ein lebender Fisch ist auf jeden Fall für einen richtigen Jungen ein höchst interessantes Studienobjekt. Er ist ebenso wertvoll wie ein hübscher Kanarienvogel oder wie eine zierliche Eidechse. Und in der Freude der Betrachtung entging den beiden Beschützern des Goldfisches alles, was auf der Straße vorging. Es entging ihnen leider auch, daß sie geradeswegs auf einen Laternenpfahl zu- steuerten. Erst in'dem Augenblick, als das Glas mit leisem Klingen an dem Widerstand zerbrach und zur Erde fiel, merkten sie mit tödlichem Erschrecken das Unglück. Für eine Weile standen sie starr, wie völlig vernichtet. Kein Schicksalsschlag konnte größer sein. Doch dann suchten sie jammernd nach den Scherben und dem Fisch. Und genau wie die Erwachsenen begannen sie zugleich, einer den anderen zu beschuldigen. Aber gottlob! — vom unteren Teil des Glases war noch ein Stück erhalten, und in dem weniges Wasser zappelte der Goldfisch. Immerhin, seine Lage war verhängnisvoll, auch ein Fisch braucht ein Mindestmaß von feinem Lebenselement. Mit vorgestreckten Händen hielt einer der beiden Flachsköpfe die Glasscherbe und machte ein hilfeflehendes Gesicht, während dem anderen die Tränen über die Backen rannen. Für einen Mann mit Logik war die Sache sonnenklar: die Tragödie mußte sich gesetzmäßig vollenden, zu retten gab es nichts. Und doch erwies sich wieder einmal, daß die vielgepriesene Logik unterlag. Denn obwohl es angeblich keine Wunder und auch keine Fabelwesen mehr gibt, trat plötzlich eine gütige Fee in Erscheinung. Die gütige- Fee war eine junge Frau, die am Steuer ihres Wagens faß und im langsamen Vorbeifahren den Jammer am Laternenpfahl sah. Rasch entschlossen bremste sie, sprang aus dem Wagen, nahm dem Jungen die Glasscherbe aus der Hand und verschwand damit im nächsten Hauseingang. Es dauerte nur eine ganz kurze Zeit, bis sie wieder erschien und den verdutzten, aber zweifellos hochbeglückten Zehnjährigen ein neues Glas überreichte, in dem wieder friedlich der Goldfisch plätscherte. Die Situation war gerettet, der Jammer gelöst. Dem zufälligen Zuschauer blieb nur noch übrig, nachdenkliche Betrachtungen darüber anzustellen, was menschenfreundliche Hilfsbereitschaft im Verein mit ein bißchen Entschlußkraft im rechten Augenblick vermag. H. W. Sch. Dornotizen. Tageskalender für Mittwoch. Stadttheater: 19.30 bis 22 Uhr: „Scharnhorst". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Musketier Meier III". -— Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der unmögliche Herr Pitt". Festaufführung „Scharnhorst" im Stadttheater. Heute um 19.30 Uhr findet im Stadttheater zum Geburtstag des Führers eine Fefta.ufführung von „Scharnhorst, Schauspiel in drei Akten von Gerhard Menzel, statt. Spielleitung Dr. Erich Schumacher. Bühnenbild Karl Löffler. Die Vorstellung findet gleichzeitig als.28. Vorstellung der Mittwoch- Miete statt. Es ist dies die letzte Aufführung des Schauspiels. Ende 21.45 Uhr. BDM. rNädelgruppe 1/116. Die gesamte Gruppe tritt zur Jungmädel-Ueber- weisung in den BDM. um 8 Uhr pünktlich am.^Hessischen Hof" an. Gießen feiert den Geburtstag des Führers. Reicher Flaggenschmuck bei strahlender Sonne.—Oie Feier der Llniversität bildet den Auftakt. Am heutigen Mittwoch, 2 0. April, begehen auch die Volksgenossen in Gießen mit freudigem Herzen und in treuer Gefolgschaft den Geburtstag unseres Führers Adolf Hitler. Die dankbare und unlösliche Verbundenheit aller Volksgenossen mit dem Führer kommt auch am heutigen Tage wieder durch reichen Flaggenschmuck in allen Straßen sichtbar zum Ausdruck. Schon am frühen Morgen konnte man in weitern Ausmaß diesen festlichen Schmuck des Straßenbildes bemerken und daran auch erkennen, mit welch freudiger Bereitschaft allenthalben aus eigenstem Entschluß jedes Volksgenossen dieser Tag zu einem Festtag für ihn selbst gemacht wurde. Strahlender Sonnenschein, der nach den unfrtzundlichen Tagen besonders angenehm empfunden wurde, erhöht das festlich-frohe Bild dieses Tages. Die Feiern des heutigen Tages wurden am frühen Vormittag um 8.30,Uhr in der Aula mit einem Gesamtappell der Universität eingeleitet, der Rektor, Dozenten- und Studentenschaft zu einem feierlichen Gedenken der Persönlichkeit des Führers vereinigte. Im Blickpunkt des Saales sah man die Büste des Führers, umgeben von frischem Grün und Blumen. Die Fahne des Dritten Reiches schmückte den Raum. Das collegium musicum eröffnete unter Leitung von Universitäts-Musikdirektor Dr. Temesvary mit einem Musikvortrag den Appell. Der Führer der Gießener Studentenschaft, Franck, brachte sodann in sehr eindrucksvoller Weise ein Gedicht (von Herbert Böhme) zum Vortrag, das als ein Bekenntnis des Glaubens und der Treue zum Führer in den Zuhörern ein .starkes Echo erweckt haben mag. Anschließend sprach Se. Magnifizenz der Rektor Prof. Dr. Geiser, dessen Ansprache wir nachstehend im Wortlaut wiedergeben: Vor einem Jahre läuteten zum Geburtstckg des Führers die Glocken von Braunau den Glückwunsch der Jugend ein. Jenseits der Grenze harrten die besten Deutschen der Erlösung. Auf der Nordkette der Alpen flammten riesige Hakenkreuzfeuer grüßend auf, die ihren Schein weithin über Innsbruck warfen und hinausleuchteten über das Tiroler Land. Inzwischen ist durch die Tatkraft des Führers der grohdeutfche Traum in Erfüllung gegangen. Wir alle stehen am heutigen Tage noch im Banne der jüngsten Vergangenheit. Wir waren Zeugen eines welthistorischen Geschehens, der feierlichen Proklamation des Großdeutschen Reiches und des einmütigen B e - kenntnisses aller Deutschen. Wir lauschten den Worten des Führers, mit denen er am stolzesten Tage feines Lebens die Meldung des Gauleiters Bürckel entgegennahm: „Diese nunmehr vom ganzen deutschen Volk vollzogene geschichtliche Bestätigung der Vereinigung Oesterreichs mit dem Reiche bedeutet zugleich die höchste Rechtfertigung meines ganzen bisherigen handelns." Den Sinn dieser Worte vermögen nur deutsche Herzen, die die deutsche Volkswerdung selbst mit- erlebt, voll zu erfassen. Das Ausland stand in den vergangenen Jahren betroffen vor der Wucht der Unser Bild zeigt den Rektor beim Gruß an den Führer. — (Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.) V ■ ■ ,1 ?- * V,- / - deutschen Erhebung, da es nur wirtschafts- und machtpolitisch in herkömmlicher Art zu denken verstand. Es folgte fassungslos und verlegen der Kühnheit der deutschen Außenpolitik, die Zug um Zug die Fesseln des Versailler Diktats sprengte. Es hatte die Bedeutung jener inneren Wandlung unterschätzt, die sich fortschreitend im deutschen Polte vollzog. höchste Anspannung des einzelnen im Dienste der Gesamtheit war die Losung geworden. Der Führer hatte die Arbeit zum Ehrentitel der Ration Erhoben und sie wurde in klingende Münze umgeprägt. Nur langsam bricht sich auch im Ausland die Erkenntnis Bahn, daß ÜAs Geheimnis der deutschen Erfolge auf weltanschaulichem Gebiet liegt. Der Machtübernahme ging der geistige Aufbruch der Nation, die »völkische Wiedergeburt der Befreiung aus der Knechtschaft voran. Als Künder einer neuen Weltanschauung war der Führer in letzter Stunde auf den Plan getreten, um die deutsche Kultur und den Träger dieser artgemäßen Kultur, das Volk, vor dem drohenden Versinken in das grundlose Chaos zu retten. In beispiellosem Kampfe warb er um die Seele des Volkes. Er schuf sich in der Partei und ihren Gliederungen eine Gefolgschaft, die auf Gedeih und Verderb mit ihm verbunden war. Er schmiedete sich so ein machtpolitisches Instrument, das ihn ohne Blutvergießen an die Spitze des Staates führte. Der kompromißlose Wille zur völkischen Zelbst- behaupkung bildet das Fundament des Dritten Reiches: die Erhaltung und Förderung des Volkes als einer blutmähig bedingten Einheit ist Ausgangspunkt und Endzweck der Staatsführung geworden. Darauf gründet sich der Vorrang der politischen Führung, der Sozialismus der deutfchen Volks- und Schicksalsgemeinschaft, aber auch die Einheit von Führer und Volk. Wir leisten Gehorsam, doch mit dem Hochgefühl der Gefolgschaftstreue. Der Führer aber hat das Bedürfnis, feine Taten und Sorgen vom Herzschlag der Ration begleitet zu wissen. Es ist fein heißester Wunsch, daß kein Volksgenosse abseits stehe, damit er Anteil nehme an den Geschicken des Gemeinschaftslebens und den Stolz empfinde, ein Sohn dieses Volkes zu fein. An allen Wendepunkten des großen Geschehens unserer Zeit trat der Führer dor sein Volk, um Rechenschaft abzulegen und neue Kraft zu schöpfen aus der begeisterten Zustimmung der Nation. Am heutigen Tage tritt diese Nation im Geiste vor den Führer des Reiches. Wir neigen uns in Ehrfurcht und Dankbarkeit. Möge den Führer heute die stolze Zuversicht beseelen, daß der gesamte Heerbann des grohdeutschen Volkes sich gläubig zu endlosem Zuge formiert, um ihm geschlossen in die deutsche Zukunft zu folgen! Wir bekräftigen dieses Gelöbnis mit einem begeisterten dreifachen Sieg-Heil! In üblicher würdiger Weife fand der feierliche Appell feinen Abschluß. Hitler-Jugend Bann 116 Gießen. Theaterring der Hitler-Jugend. Die nächste Vorstellung für den Theaterring der Hitler-Jugend findet am Montag, 25. April, 20 Uhr, statt. Es gelangt das neue Lustspiel von Friedrich Forster „Die Weiber von Redditz" zur Aufführung. — Die 14. Morgenoeranstaltung des Stadttheaters „Esmoreit und Damiet" am Sonntag, 24. April, kann besucht werden. Karten zu 25 Pf. für die Mitglieder des Theaterringes gegen Ausweis. ^DMtuWrWront RS. Gemeinfchafl „Kraft durch Freude". Samstag, den 23. April, im Stadttheater Gießen? „Elivia" y Operette in 3 Akten von Nico Doftal. Eintrittspreise 1,— und 1,20 RM. Fußball-Länderkampf Deutschland — Portugal. Omnibusfahrpreis einschließlich Eintritt zum Länderkampf 5,— RM. Kartenverkaufsstelle Seltersweg Nr. 60. 2697D Kein Balkon ohne Blumen! Mit dem Fortfchreiten des Frühlings erwacht auch wieder das Leben auf dem Balkon, der ja für viele Stadtbewohner die einzige Stätte ist, an der fie ihrer Liebe zur Natur praktisch Ausdruck geben Oesterreichische Landschaften. Von Rudolf Adrian Dietrich. Betrachtet man die Landkarte des geeinten Deutschland, so erscheint die Flächenform ' des wiedergewonnenen Oesterreichs wie eine Woge, deren vordrängende Bewegung gen Oft-Südosten verebbt. Wie eine neue graphische Darstellung der schon frühgeschichtlich" bedingten Entwicklung prägt sich dieses Bild ein und zugleich schwindet das merkwürdige Zwittergefühl, das man früher immer hatte, wenn man nach Oesterreich ins „Ausland" reifte, nach diesem Oesterreich, wo deutsch die Volkssprache und aus deutscher Seele und deutschem Geiste alle großen kulturellen Werte, alle großen Leistungen der Musik und Dichtung geworden waren. Nun wendet sich der Blick des Reise- und Wanderfreudigen der Donau zu. Wien. Es ist etwas Eigenes um diese große Und landschaftliche Stadt, deren Geschichte bei fast allen Entscheidungen des deutschen Schicksals eine Rolle spielte, und die doch immer gegenwartsfroh und gegenwartsbewußt blieb. Don den Randhöhen des Wiener Waldes, vom Kahlenberg aus gewinnt man in sonnenhellen Tagen oder wenn sie im abendlichen Lichtermeer drunten liegt, jenen unvergeßlichen Eindruck. Wenn Wien auch nicht so unmittelbar „an der schönen blauen Donau" liegt, wie sich öer Fremde das zunächst vorstellt, wenn auch nicht alles so „Wien, Wien, nur du allein —" kinosüß ist, wie es die Operetten- und Filmkolpor- tage zu arrangieren pflegt, ein merkwürdiger — viel großartigerer — Zauber liegt über dieser weit gebauten Barockstadt, aus der mit dem Stephans- dom urtb anderen gotischen Baudenkmälern wie Spitzen einer untergegangenen Melodie der historischen Frühschicht vielleicht Wiens innerste Schönheit aufragt. Geht man ein paar Tage durch die „Gassen" (auch ziemlich breite Straßen heißen in Wien Gassen), so spürt man bald wie die beiden Formprinzipien (das aufstrebende, mengenmäßig schwächer vertretene) der Gotik und der breit- gelagerte Palaststil des Barock Wiens Landfchaft- lichkeit noch betonen. Wie ein riesiges „Gehöft" liegen dazwischen mit ihren weiträumigen Trakten die Hofburg und Bauten der Renaissance. Darüber schwingt mit breiten Baumalleen, dem Kärntner-, dem Dpernring usw., das gegenwartsfreudige Wien. Mit ihren Kunstsammlungen ein Sammelbecken der deutschen Kultur, die schon lange vor Etzels und der Nibelungen Tagen vom Westen ins Ostreich getragen wurde, zeigt die vom österreichischen Hochbarock der Fischer v o n» E r l a'ch orcb Lukas von Hildebrand baukünstlerisch om offensichtlichsten geformte Stadt dem Gast den inneren Reichtum deutscher Seele und deutschen Geistes im östlichsten Raum. Fährt man hinaus nach Laxenburg oder Mödling oder mit der Bahn auf die Höhen des Wiener Waldes, in die Sommerkolonien des Semmering, fühlt man, daß die Stadt einen begleitet, wie Stadt und Landschaft ineinander übergehen. Und kehrt man aus den Parken des ehemaligen Jagdschlosses (es find eigentlich drei Schlösser im Laxenburger Park) ober den Waldgebieten zurück, geleiten einen die Bäume noch bis in die großen Straßen und auf die Plätze der Innenstadt, spiegelt sich Oberösterreichs Landschaft auch im Frühjahr und Sommer in Wien selbst und macht es zu einer der erholsamsten Hauptstädte Europas. Man muß einmal an einem Sonntagvormittag durch eine der Villenstraßen der Außenviertel gegangen sein und gehört haben, wie bald da, bald dort aus einem Fenster eine singende Stimme, Klavier- ober Geigenspiel bringt, um zu wissen, wie hier Gluck unb Mozart, Haydn unb Beethoven, Schubert unb Strauß allgegenwärtig geblieben finb, wie ihre Musik hier roie" bie Barockbauten für bas Auge — zum Bilbe Wiens gehört, biefer Stadt, deren letzte Schönheit vielleicht überhaupt erst musikalisch Ausdruck findet. Man sitzt in einer Hotelhalle ober im Freien auf ber Terrasse eines „Kaffeehauses", trinkt feine Schale „Nußschwarzen" mit „Schlagober", bestellt sich ein Stück Sachertorte, einen Mohrenkops ober „Jnbianerkrapfen" ober zünbet sich mit bem bazu verabreichten Strohhalm seine Virginiazigarre an und blickt in bie süblich warme Sonne, bie auf allem glitzert unb Kringel bilbet, plötzlich erklingt von irgenbroo ein Ton/ eine Melobie — unb alles lauscht — und es ist immer diese selbe so vielfach variierte.Melodie der österreichischen Landschaften, bie ringsum in ben Weingärten unb Wölbern unb weiter, wo nun wirklich bie Donau fließt, beheimatet ist, in ber Wachau mit ben kleinen Burgen- stäbtchen unb den verträumten Hügelwegen unb im ganzen so vielfältig abwechslungsreichen unb buch innerlich oerbunbenen Oesterreich. Kommt man nach Salzburg, hat man bas Gefühl, alles, was in Wien am weitgelagerten Stabtbilb zu entbecfen war, nun hier gebrängt beisammen zu finben, unb vor allem ist es bas Barock, bas Salzburg in erhöhtem Maße sein Gesicht gibt. Denn hier klingt bas Barock zusammen mit ben geschwungenen unb abgebrochenen Linien ber um die Stadt aufwachsenden Höhenzüge und Fel^berge, wie jenem, ber die Festung Hohensalzburg tragt ober leichteren Erhebungen wie bem Kapuzinerberg, bem Mönchsberg. Klingt zusammen mit bem Rauschen bes schäumenben Gebirgsflusses, ber Salzach, unb wanbelt sich in ber Stabt Mozarts zum Rokoko, wenn man hinüber wandert nach dem kleinen zum Teil terrassenmäßig auffteigenben Parkgarten um bas Schloß Mirabell ober zu bem eigenartigen um bie Mitte des 18. Jahrhunderts erbauten Rokokoschlößchen Leopoldskron. Was aber großartiger unb schwerer im Innern ber Stabt, um bie Kuppeln ber Franziskanerkirche unb die Dache? ber alten Abelspalais schwingt, bas setzt sich amphi- theatralisch auffteigenb im Salzkammergut, um ben geheimnis- unb sagenreichen Untersberg unb ben zwischen steilen Felsenwänben zauberhaft still lie- genben Bergseen fort. Unb roieber in einer anberen Tonart erklingt biefe Melobie ber österreichischen Lanbschaft in Kärnten, bas mit ber Steiermark mancherlei gemeinsam hat, wenn auch bort bas alles stiller unb sanfter ist. Zwischen bem Salzkammergut unb Kärnten schieben sich bie Riesenmassioe ber hohen lauern ein. Sübwestlich ber Lanbeshauptstabt Klagenfurt aber liegen bie reizvollen Kärtner Seen. Der berühmteste, der Wörther See, zeigt bie Grunb- ftimmung, bie in Kärnten zu Klang unb Rhythmus wirb: eine von melobischem Schmelz verklingenbe Romantik. Das österreichische Lieb unb fein Meister Thomas Kofchat finb hier zu Hause. Heiter klin- genb steigt es auf wie bie Wölber, die die Seen umsäumen, um sich in den klarblauen Himmel mit leuchtenden Schroffen zu erheben. Spiegelblank liegt ber Wörther See zwischen ben Ufersieblungen, wie Pörtschach, Krumenborf, Velben. Plötzlich kommt ber Winb auf, bas Wasser verfärbt sich, das Bild erfährt eine jähe Stimmungsoeränberung: was eben lieblich schien, wirb bizarr unb umbroht. Ein Riesenpanorama aus Himmelsfetzen, Bergfelsen unb verdüsterten Walbhöhen. Ein Blitz zeichnet scharfe Konturen hinein. Dann stürzt bas Gewölk schwarz und donnernd nieder, von Osten unb Westen her begegnen sich bie Gewitter; stunbenlang rauscht ber Sturm über dem See. Aber ebenso plötzlich teilt sich, ber bunkle Vorhang wieder, unb mit bem Un= schulbszauber seiner Mörchenkerne erscheint bie silberne Scheibe bes Monbes. Nun erstrahlt ber See in Grün unb Silber. Schon gleitet ein Boot hinaus, Uferlaternen umrahmen oas Wasser, von ben Höhen blinkt ba unb ba ein Licht. Aus einem Garten erklingt gebämpft bie Musik einer Schrammel- Kapelle ... ’ Man kann nun — wenn man durch Oesterreich wandert — immer wieder bie Vielfalt biefer Lanb- schaftsstimmungen, bes Lanbschaftscharakters be- munbern: von ber Donaugegenb bis zur Mur unb Drau, von Wien bis Innsbruck, ber Hauptstadt von Tirol, finden sich immer neue überraschende Schönheiten. Jeder Ort unb jede Gegenb ist ein harmonischer Klang bes berauschenben Orchesters. Innsbruck, eingehauen in bie Alpenlanbschaft, bie zum Brennerpaß, ber alten Straße zwischen Deutschland unb Italien, führt. Was im Kärntischen romantischmelodisch war, scheint hier unmittelbarer, oft primitiver Ausdruck der Naturseele. Man begreift, daß von hier, jene wie aus Kernholz geschnittenen Bildwerke stammen, die Werke Michael Pachers unb Jörg Kölderers. Neben ben ibyllischen Almen *"nb Berghängen lauern Abgrünbe, walbüberwuchert. Tiefe schluchtenreiche Wilbnis, bann roieber ein Tal, aus bem sich ein Kegelberg unb barauf bie Silhouette einer Burg ober Burgruine vom Himmels- hintergrunb abhebt. Es ist bas Lanb ber lieblichsten Stimme deutscher Minnelyrik, bie Heimat Herrn Walthers von der Vogelroeibe. Freunblich unb still liegen Stäbtchen, Dörfer unb Hütten im Bergland verstreut. Darüber erhebt sich ber gewaltigste Gletscherberg bes geeinten großen beutschen Reiches, ber Große Glöckner, zur Höhe von 3800 Meter empor. Zeitschriften. — Jrmgarb Käthe behandelt in ihrem Aufsatz „Herkunft und Schicksal einer Führerschicht" im Aprilheft ber Monatsschrift „V o l-k unb Rasse" (I. F. Lehmanns Verlag, München 15) ben sozialen Abstieg zahlreicher führenber württembergischep Familien vom Schluß bes .Mittelalters an. Eine Reihe von guten Abbilbungen begleitet ben Text. Dr. Franz Schwanitz bringt einen Bericht über Polymerie unb bereu Bebeutung für Vererbung unb Auslefe. An Hanb von mehreren schematischen Darstellungen schilbert er bie verschiedenen Wirkungen ber polymeren (vielseitigen)' Erbanlagen. Sehr interessant ist bie Abhanblung von Hans K. Zeck über „Norbische Elemente in Zentral- und Oftafien". Hochschulnachrichten. Der orb. Professor bes Strafrechts an ber Universität Heibelberg Dr. Karl E n g i s ch (früher in Gießen) hat einen Ruf an bie Universität Leipz ig abgelehnt. In Wien st a r b im 64. Lebensjahre Professor Dr Karl von Ettmayer, Drbinarius für romanische Sprachen und Literatur an der Universität Wien unb Mitglieb ber Akabemie ber Wissenschaften in Wien. Neben zahlreichen, grunblegenben Munbartforschungen ist seine große Analytische Syntax ber französischen Sprache" heroorzuheben. In München ft a r b im 68. Lebensjahre ber frühere Direktor bes Instituts für Tierzüchtung und Haustiergenetik an ber Lanbwirtfchaftlichen Hochschule Berlin, Professor Dr. Dr. h. c. Karl Kronacher, ber im Dahlemer Institut für Tier- züchtutzg eine umfangreiche Tätigkeit auf bem Gebiete der Vererbungslehre entfaltet hatte. Sitzung der Gießener Raisherren. Oie Grundsteuerhebesätze für das 1938. - Darlehensaufnahme für die Altstadtfanierung. tonnen; denn es gibt wohl kaum einen Ballon in der Stadt, der nicht in der warmen Jahreszeit mit irgendwelchen Blumen geschmückt ist. Früher war diese Freude zuweilen etwas kostspielig, da der Preis für Balkonpflanzen oft ungerechtfertigt in die Höhe getrieben war. Heute aber hat der Reichsnährstand durch die Marktordnung auf dem Gebiete der Gartenbauwirtschaft dafür gesorgt, daß auch die Balkonpflanzen für jedermann zu angemessenem Preis verfügbar sind. Wer will Polizei-Offizier werden? LPD. Die Schutzpolizei stellt zum 1. Juni und 1. November 1938 Offizieranwärter ein. 1L a. werden folgende Bedingungen gestellt: Reifezeugnis einer reichsdeutschen neunklaffigen öffentlichen höheren Lehranstalt, Höchstalter am Tage der Einstellung: 23 Jahre, Mindestgröße: 1,70 Meter, bei besonderer sonstiger Eignung 1,68 Meter, beendeter zweijähriger Wehrdienst und Zuerkennung der Eignung zum Reserveoffizier-Anwärter. Die Ausbildung dauert etwa zwei Jahre. Es wird empfohlen, sofort bei dem nächstgelegenen Kommando der Schutzpolizei Merkblätter und Fragebogen anzufordern. die über sämtliche Einzelheiten, insbesondere über die Unterlagen, die dem Gesuche beizufügen sind, Aufschluß geben. Merkblätter sind auch bei folgenden Einstellungsstellen erhältlich: Kommando der Schutzpolizei Frankfurt a. M., Köln, Koblenz. Saarbrücken, Ludwigshafen, Offenbach. Einstellungsgesuche sind sofort — spätestens bis zum 10. Mai 1938 — einzureichen. Bewerber, die z. Z. noch ihre Wehrpflicht ableisten, reichen die Gesuche auf dem Wehrmachtsdienstwege in der Zeit vom 1. Juni bis 15. Juli 1938 ein. Heber die Einstellung von Offizieranwärtern der Wafferschutzpolizei erfolgt besondere Bekanntmachung. ** Beförderung. Anläßlich des heutigen Ge- burtstaaes des Führers und Obersten Befehlshabers der Wehrmacht wurde im Inf.-Regt. 116 Hauptmann Schönn zum Major befördert. ** Eine Einundachtzigjährige. Am heutigen Mittwoch, 20. April, kann Frau Elisabeth Keil, Wwe., Lindenplatz 7, in geistiger und körperlicher Frische ihren 81. Geburtstag feiern. Die hochbetagte Frau nimmt noch regen Anteil an den Geschehnissen unserer Zeit. Wir beglückwünschen! ** Andachten zum Schulbeginn. Am morgigen Donnerstag finden anläßlich des Schulbeginns in der Stadtkirche (für Mädchen) und in der Johanne skirche (für Knaben) Schulanfängerandachten statt. ** Oeffentliche Erstimpfung für Nachzügler. Auf die heutige Bekanntmachung des Oberbürgermeisters über die Erstimpfung der Kleinkinder aus dem Geburtsjahr 19P und aus früheren Jahren, soweit solche noch mcht geimpft sind, seien Eltern und Pflegebefohlene besonders hingewiesen. ** Anträge auf Bewilligung von Ausbildungsbeihilfen. Per Reichsminister der Finanzen hat bestimmt, daß Anträge auf Gewährung von Ausbildungsbeihilfen für das Schuljahr 1938/39 noch bis zum 30. Juni 1938 bei den Schulen gestellt werden können. Vezilksschöffengericht Gießen. Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit verhandelte das Bezirksschöfiengericht gestern gegen den 59jähri- gen H. W. aus Allertshausen und gegen den öljährigen I. G. aus Londorf. Die Beweisaufnahme ergab, daß W. zu wiederholten Malen und in wiederholten Fällen sich im Sinne des § 175 StGB, vergangen hat. Auch der Angeklagte G. war im vollen Umfange geständig und gab seinen einmaligen Verstoß gegen § 175 StGB. zu. Das Gericht verurteilte W. wegen fortgesetzten Vergehens gegen § 175 StGB, in zwei Fällen und eines Versuches hierzu zu einer Gesamtgefängnis ft rafe von sieben Monaten und G. zu einer Gefängnisstrafe von vier Monaten. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. . Buhbach Res. 7:2 (2:2). Am 1. Feiertag sollte ursprünglich die Ligaelf des T.u.vvpv. Butzbach in Leihgestern antreten. Da jedoch Butzbach am 2. Feiertag ein rückständiges Der- bandsspiel auszutragen hatte, erschien die Reserve. Die Gaste konnten in der ersten Halbzeit noch einigermaßen Widerstand leisten. Butzbach ging in Führung, mußte aber wenige Minuten darauf zwei Tore durch Laux I. und Sommer hinnehmen. Nachdem die Gäste nochmals glcichziehen konnten, ging es in die Pause. Nach der Pause wurde Leihgestern überlegener, und durch fünf Tore von Arnold wurde der Sieg sichergestellt. Spogg. Leihgestern I. — AL. ..Phönix" Bab Dilbel Liga 1:4 (1 :1). Am 2. Feiertag mußte jedoch die Leihgesterner Elf mit Dutenhöferi Lrückel, Laux II4 Wedemann H., Väth, Textor; Martini, Arnold, Krick, Sommer und Hsß eine Niederlage hinnehmen. Leihgestern mußte also in diesem Spiel den rechten Verteidiger Velten und den Halblinken Laux I. ersetzen. Die Gäste kamen ebenfalls mit zwei Mann Ersatz. Leihgestern spielte von Anfang an überlegen, konnte aber nur zu einem Treffer kommen, da sich die Gästeoerteidigung als ausgezeichnet erwies. Bis zur Pause waren die Spielvereinigungsleute weiterhin überlegen, ohne etwas Zählbares zu erreichen. Noch vor der Pause kamen die Gäste zum Ausgleich. Nach der Pause merkte man den Leihgesterner Spielern an, daß für vier Tage drei Spiele zu viel sind, und nun diktierten die Gäste das Spiel. Leihgestern trug weiterhin Angriffe vor das Gästetor, aber die Hintermannschaft der Vil- beler war nicht zu bezwingen. Nachdem die Gäste ein drittes Tor erzielt hatten, bauten die ermüdeten Leihgesterner stark ab. Die Gäste aus Vilbel spielten schönen, flachen Fußball und gewannen verdient. Großkämpfe in Heuchelheim. SB. 1920 Heuchelheim I—Union Niederrod 1:1 (0:0). Arn ersten Osterfeiertag standen sich beide obige"1 Mannschaften auf dem Geiersberg gegenüber. Es wurde ein schönes Spiel vorgeführt, an dem man feine Helle Freude haben konnte. Union Niederrad hatte feine Reserve durch fünf Mann aus der 1. Mannschaft verstärkt und stellte eine körperlich starke und technisch gute Mannschaft. Heuchelheim spielte zuerst mit dem Wind und gegen die Sonne. Die Gegner kamen nur allmählich ins Spiel. Alle Angriffe wurden aber zunächst von den Hintermannschaften zerstört. Bis zur Pause wurde von beiden Mannschaften reichlich hoch gespielt, man sah eine Reihe hervorragender Kopfballszenen — aber keine Tore. Nach der Pause legte Heuchelheim eine Reihe zügiger Angriffe vor, jedoch erfolglos. Auch tue Union schuf gefährliche Augenblicke im Heuchelheimer Raum und der einheimische Torhüter hatte Gelegenheit, sein Können zu beweisen. Mitte der zweiten Halbzeit zog der Heuchelheimer Linksaußen von der Mittellinie ab mit dem Leder davon, überlief zwei Verteidiger, flankte kurz vor der Außenlinie und der in Stellung gelaufene Halbrechte verwandelte unhaltbar. Nun wurde die Union lebendig. Durch blitzschnelle Kombinationen entstand Hochspannung im Heuchelheimer Strafraum. Einige Ecken wurden erzielt und im Anschluß an einen schwach abgewehrten Ball schob der Frankfurter Mittelstürmer zum Ausgleich ein. Dis zum Schluß folgte jetzt wieder das Bild der ersten Halbzeit: Die Hintermannschaften waren aufmerksam. Schiedsrichter war Philipp (Gießen). Vorher spielte Heuchelheims 2. gegen Krofdorfs 1. Die technisch gute Mannschaft der Krofdorfer verlor mit 3:2 (0:0). Heuchelheim I — Dramen Frohnhausen I 3:5 (1:3). Für den zweiten Feiertag hatten sich die Heuchelheimer in letzter Minute die gute Mannschaft der Dränier verpflichtet, die ein schönes Spiel lieferten. Die Einheimischen, durch den Kampf am Vortage anfangs noch etwas lahm im Angriff gegen die noch frischen Gäste kamen erst gegen Ende der ersten Halbzeit in Fahrt. Die Gäste legten gleich ein forsches Tempo vor und konnten bald die einheimische Abwehr mit 1:0 überrumpeln. Die Blau- weißen kamen kurz darauf durch einen 20»Neter- Schuß ihres Halblinken zum Ausgleich. Aus unmöglich scheinendem spitzen Winkel schoß der Halbrechte der JSäfte erneut den Führungstreffer für feine Farben. Ein großer Deckungsfehler ermöglicht die Dränier auf 3:1 zu erhöhen. In der zweiten Hälfte wurde der Heuchelheimer Sturm von seinem zurückgezogen spielenden Halblinken mit schönen Vorlagen bedacht, die auch bald durch den Mittelstürmer den Abstand um ein Tor verringerten.-Weiter lag der einheimische Sturm im Angriff, der Ausgleich hing in der Luft — aber auch Frohnhausen drängte nach vorn und schoß überraschend das vierte Tor. Die Platzbesiher gaben sich noch nicht geschlagen. Im Flachpaß arbeitete chr Sturm gefährliche Situationen heraus. Endlich kam der blauweiße Linksaußen nach schönem Zuspiel zum Schuß. 4:3! Der Ausgleich kam aber nicht mehr. Sie mußten im Gegenteil noch ein Tor der Gäste hinnehmen, weil die Hintermannschaft zu weit aufgerückt war. Schiedsrichter war Best (Gießen). Vor dem Spiel der 1. Elf lieferten sich die Reserven beider Mannschaften einen schönen Kampf, der nach zweimaliger Führung der Einheimischen mit 2:2 ausging. Treis a. d. Lda. I — Staufenberg I 4:3. Die erste Mannschaft von Staufenberg war am Karfreitag zu einem Freundschaftsspiel in Treis a. d. Lda. zu Gast. Es entwickelte sich ein flotter Kampf, den die Platzbesitzer verdient, wenn auch knapp, mit 4:3 für sich entscheiden konnten. Die internationale deucksche Eifel» fahrt vom 28. bis 31. Juli wird an die Stelle der bisherigen internationalen Höhenstraßenfahrt in Desterreich treten. Der Große Bergpreis von Deutschland auf der Großglocknerstraße findet am 28. August statt. Wirtschaft. Rhein-Mainische Börse. INittagsbörse: Spezialwerle fest. Frankfurt a. M., 19.^April. Nach den Feiertagen kam das Geschäft zögernd in Gang, gleichwohl waren am A k t i e n m a r f t bei allgemein freundlicher Tendenz einige Spezialpapiere lebhafter. Der Auftragseingang war klein, wobei der heutige Zeichnungsbeginn auf die neueste Reichsanleihe mitgewirkt haben mag. Es kann kein Zweifel darüber bestehen, daß auH diese neue Anleihe von dem gleichen starken Erfolge begleitet fein wird wie die bisher zur Ausgabe gelangten Konfolidierungs- änleihen. Ausgesprochen fest lagen von Bauwerten PH. H. Holzmann mit etwa 170 (166,25). Stärker als durchschnittlich 0,25 bis 0,50 v. H. erhöht waren ferner Th. Goldschmidt mit 152,90 (151,50), Aschaffenburger Zellstoff mit 144,7$ (143,50) und nach Pause Siemens mit 213,50 (211) sowie Elektr. Lieferungen mit 125,90 (123,75). Zeitweise lebhafter waren am Montanmarkt Mannesmann mit 121,90 bis 122 bis 121,75 (121,40) und Rheinstahl mit 150 bis 150,75 (149,50), Verein. Stahl gewannen 0,40 v. H. auf 113. Chemiewerte konnten sich mit Ausnahme der schon erwähnten Goldschmidt durchweg nut* knapp behaupten, wie auch Zellstoff Waldhof, Berger Tiefbau und Deutsche Erdöl bis 0,40 v. H. und Conti Gummi 1 v. H. nachgaben. Der Rentenmarkt lag wie an den Vortagen still. Reichsanleihe-Altbesitz bröckelten um 10 Pf. ab auf 132,70, im Freiverkehr hörte man Kommunal- Umschuldung mit 96,35 (96,30). Am Pfandbriefmarkt konnten einige Goldferien bei uno. 100 notiert werden, teilweise blieben sie auch gestrichen. Im Verlaufe hielt die freundliche Haltung an, das Geschäft blieb aber klein und nur auf wenige Spezialpapiere beschränkt. Holzmann waren schließlich mit 171 nach 170 und somit 5 v. H. gegen den letzten Kurs höher gesucht, auch Berger gut xrholt auf 158,25 nach 157. Leicht erhöht waren ferner Verein. Stahl mit 113,25 nach 113, AEG. mit 125,50 nach 125 und Mannesmann mit 121,90 nach 121,75. Im Freiverkehr waren Frankfurter Maschinenbau auf den lOprozentigen Dividendenvorschlag stark gefragt zwischen 170 bis 175 nach 165,50. Fest blieben außerdem Dingler mit 96 (95), Rastatter Waggon mit 60 (58) und Verein. Fränk. Schuh mit 86,50 (86). Für Gottschalk & Co., Kassel, nannte man einen Kurs von 118 bis 120. Tagesgeld erleichterte sich auf 2,25 (2,50) v. H. • * Heute, Mittwoch, findet die Mittagsbörse wis am Samstagen in der Zeit von 11.30 bis 13 Uhv statt. Die Abendbörse fällt aus. Abendbörse still. Die Abendbörse wpr farblos. Aufträge lagen kaum vor, auch die Berufskreise zeigten keine Unternehmungslust. Bei freundlicher Grundhaltung kamen die Aktienkurse zumeist unverändert ober nur um Bruchteile eines Prozentes abweichend zur Notiz, größtenteils handelte es sich um nominell- Feststellungen und um Anpassungen an Berlin. Höher lagen von Maschinenaktien Demag mit 157,50 (156,75), MAN mit 138,75 (138,50). Leicht erhöht waren ferner Lahmeyer mit 135,90 (135,50), Licht und Kraft mit 146,25 (146), IG.-Farben mit 160,13" (160), anderseits gingen Scheideanstalt auf 250 (250,50), Schuckert auf 185 (185,75), Verein. Stahl auf 113 (113,25), Rheinstahl auf 150,2-5 (150,75) und Goldschmidt auf 152,50 (152,90) zurück. Unverändert notierten u. a. Buderus mit 123,2-5, Adlerwerke mit 124,40, Bemberg mit 150,50, Conti Gummi mit 213, Moenus mit 135, VDM. mit 175,50 und Bankaktien. Mit Befriedigung wurde vermerkt, daß schon am ersten Tage der Zeichnungseingang auf die neue Reichsanleihe lebhaft gewesen ist. Am Rentenmarkt kam es kaum zu Umsätzen. Von Jndustrie-Dbligationen notierten 5 v. H. Daimler mit 103,50, 6 0. H. Voigt & Häffner 104,50. 6 v. H. JG.-Farben 130,50, von Stadtanleihen 1926er und 1928er Mainz mit 99,13. Srantfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., .20. April. (Dorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 538 Kälber, 44 Schafe, 3700 Schweine. Es kosteten: Kälber 35 bis 65 Mark, Hammel 35 bis 52, Schafe 25 bis 42, Schweine 49,50 bis 56,50 Mark. — Marktverlauf: Kälber und Schweine zugeteilt; Schafe mittelmäßig. i Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdistont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Berlin Frankfurt a. M. Schlust- kurs Schluß!. Abend» börse Schlust- kurs Schlustk Mittag, börse Datum 14-4- 19.1. 14.4. 19.4. 6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 101,9 102,1 — 102 4% Deulsche Retchsanl. von 1931 4’/?% Deutsche ReichSschatzanwei- 99,6 99,5 99,5 —— — iy2% Deutsche ReichSschatzanwei- 99,75 99,75 ?9 75 jungen von 1935, lly^olge ... 4Vt°/o Deutsche Reichsichatzanwei- jungen von 1936, III. Folge .. — •— —— •— bV1% Ddnng-Anleihe von 1930 .. 103,75 — •— 103,75