Hl 296 Erster Blatt 188. Jahrgang Montag, 19. Dezember 1938 Erscheint täglich, nutzer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild ■ Die Scholle Monatr-Vezugrpreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte w 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gieße» postschecttonto: Zrankfurt am Main 11688 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche Univerfitätrdruckerei R. Lange in Stehen. Schriftlertung und SeschZftsftelle: Schulftrahe 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Dormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von 70mm Breits 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.25^ mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowieein- spaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf.,Familienanzei« gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördlicheAnzeigen6Rpf. T" mgenabschlüsse Staffel 8 Lehren aus dem Gkoblin-Prozeß. Französischer Volksfrontminister vertuschte die Spuren der Eigener Bericht des Gießener Anzeigers. E.F. Paris, 16. Dezember 1938. Mit der Verurteilung der Frau Stob» l i n ist einer der interessantesten politischen Prozesse zu Ende gegangen, den Paris seit einigen Fahren gesehen hat: der Prozeß wegen der Entführung des weißrussischen Generals Miller am 22. September 1937, in dem die Frau des flüchtig gegangenen Generals Sloblin, eines anderen ehemaligen Weißrussen, zusammen mit ihrem Mann schwer belastet war. Frau Sloblin ist auf Grund der in dem Prozeß zusammengetragenen schwerwiegenden Indizien unter Gewährung mildernder Umstände wegen Mitschuld an der Entführung zuzwanzig Fahren Zwangsarbeit verurteilt worden. Ihr Mann, General Sloblin, der sich zum Werkzeug der G.P.U. gemacht hatte, konnte nach dem Ausland fliehen, niemand weiß etwas über sein weiteres Schicksal. Vielleicht ist auch er schon längst von Len Schergen der G.P.U. um die Ecke gebracht worden. Man hat das bittere Gefühl, daß die Hauptschuldigen dem Zugriff der rächenden Justiz entzogen sind und vielleicht sogar in aller Sicherheit neue Mordpläne vorbereiten. Denn darüber herrscht in den weiten Kreisen der Öffentlichkeit nicht der geringste Zweifel; der eigentliche Hauptschuldige ist die G.P.U., die Anstifter und Henker des Mordes an General Miller, der durch seins Tätigkeit so unbequem war, sind die Sowjets, und eine Hauptrolle bei dem Verschwinden des General Miller hat die sowjet- russische Botschaft in der Rue de Grenelle gespielt. Eine resllose Aufklärung der Tat wäre unmittelbar im Anschluß an die Entführung vielleicht möglich gewesen, aber das Spiel unterirdischer Intrigen in einer Zeit, wo die französische Regierung noch innig mit der Volksfront verbunden war, hat das verhindert. Die Tatsachen reden eine zu eindeutige «spräche: Am Tage nach der Entführung war bereits einwandfrei festgestellt, daß am 22. September nachmittags aus Paris zwischen drei und vier Uhr ein Lieferwagen mit einer verdächtigen großen Kiste in Le Havre einaetroffen war, die in großer Eile auf den im Hafen liegenden sowjet- russischen Dampfer „Maria Ulliapowa" verladen wurde, worauf der Dampfer beim Eintreffen der Flut am Abend in größter Eile den Hafen verließ, bevor er noch seine Ladung vollständig gelöscht hatte. In der verdächtigen Kiste vermutete man die Leiche des Generals Miller. Ein. Torpedoboot der französischen Kriegsmarine war dem Dampfer nach- gesandl worden, um ihn zum Zwecke der Durchsuchung zurückzuholen. Und nun geschah das Unglaubliche, daß der ehemalige sozialistische Innenminister Marx Dormo y , durch einen Telephonanruf des damaligen, ebenfalls sozialistischen Fustizministers Vincent Auriol veranlaßt, drahtlos den Befehl erteilen ließ, die Verfolgung des sowjetrussischen Dampfers e i n z u st e l l e n. Die „Maria Ullianowa" hatte damals im Verlauf ihrer weiteren Fahrt nach Sowjetrußland den Weg durch den Nord-Ostsee-Kanal vermieden, da damit zu rechnen war, daß die aufmerksam gewordenen deutschen Behörden zu einer Untersuchung des Dampfers geschritten wären. Der Vertreter der unglücklichen Gattin des entführten Generals Miller hat bei seinem Plädoyer mit schonungsloser Schärfe auf diese zweideutige Rolle des jetzigen Senators Marx Dormoy hingewiesen. Auch daß Marx Dormoy und Vincent Auriol in dieser kritischen Zeit Telephongespräche mit dem damaligen sowjetrussischen Botschafter in Paris, Potemkin, geführt hatten, ist einwandfrei nachgewiesen; ein weiteres schwerwiegendes Indiz für die Blutschuld Moskaus. Die übrigen Umstände, die für die Schuld der Sowjetbotschaft sprechen, sind bereits früher ausführlich erörtert worden; vor allem die Tatsache, daß in unmittelbarer Nähe der Untergrundbahnstation Jasmin, wo General Miller, von General Skoblin dorthin bestellt, zuletzt mit diesem gesehen worden war, auf dem Boulevard de Montmorency sich ein unter dem Schutze der diplomatischen Immunität stehendes, der Sowjetbotschaft gehöriges Haus befindet, wo der verdächtige Lieferwagen zur fraglichen Zeit, d.h. wenige Minuten vor 13 Uhr, gesehen worden mar. Zwei bis drei Stunden später war der Lieferwagen in Le Havre, nachdem vermutlich in dem Haus am Boulevard de Montmorency sich das Schicksal des Generals erfüllt hatte. Die Art, wie die Polizei die nach Le Havre führende Spur unterdrückt hat, nachdem Marx Dormoy seine Anweisungen ausgegeben hatte, ist ein Kapitel für sich. Der Spezialkommissar Chau- vineau hatte einen ausführlichen Bericht erstattet, in dem alle Umstände, dafür sprachen, daß die Leiche des Generals Miller auf die „Maria Ullianowa" gebracht worden war, aber — so bekundete Chauvineau —: „Marx Dormoy war wütend geworden". Es wurde ein anderer Beamter namens de Papin entsandt, der einen Bericht machen mußte, der genau das Gegenteil des Berichts von Chauvineau enthielt. Chauvineau wurde a b g e s e tz t, de Papin aber zur Belohnung beföröert. Frau Skoblin und chr Mann sind durch alle Feststellungen der Untersuchung, auf denen der Wahr- spruch der Geschworenen beruhte, selbst schwer belastet. Sie haben irreführende Angaben über die Anwendung ihrer Zeit am 22. September gemacht, um sich ein Alibi zu verschaffen. General Skoblin hatte den General Miller zu dem verhängnisvollen Rendezvous an der LI-Bahn-Station bestellt. Zahlreiche Zeugenaussagen haben heroorgehoben, daß Skoblin eine Doppelrolle spielte und mehrfach mit Abgesandten der GPU. zusammengekommen war. Seit 1927 stand, wie man mit Sicherheit an nehmen kann, das Ehepaar im Solde der GPU. Die großen Ausgaben, zu denen General Skoblin unter dem Einfluß seiner Frau gezwungen war, trieben ihn auf diese Dahn- Diese Frau hat ein abenteuerliches Leben hinter sich. Als einfaches Bauernmädchen hatte sie sowohl zu Bolschewisten als auch zu weißrussischen Offizieren Beziehungen; in der Emigration spielte sie als Vortragskünstlerin unter dem Namen „Plewitz- kaja" ein gewisse Rolle, aber die Einnahmen, die sie mit dem Vortrag einfacher Volkslieder in den Konzertsälen hatte, genügten bei weitem nicht, um ihre Ansprüche zu erfüllen. Französisch hat sie auch in den zwanzig Jahren ihres Pariser Aufenthaltes niemals sprechen gelernt. Die französischen Geschworenen haben mit ihrem Urteil den Willen bekundet, Strenge und Gerechtigkeit gegenüber den Mitgliedern der russischen Emigration malten zu lassen und politischen Beeinflus- sungsversuchen nicht nachzugeben. Auf das Problem der russischen Emigration an sich haben die Entführung des Generals Miller und der Prozeß grelle Schlaglichter geworfen. Die. ehemaligen weißrussischen Offiziere und Soldaten, die im Auslande und insbesondere in Frankreich leben, führen einen schweren Existenzkampf. Nur wenigen ist es geglückt, den Lebensstandard aufrechtzuerhalten, den sie einst in Rußland hatten; aber sie reden sich untereinander mit ihren alten Obersten- und Generalstiteln an. Die Zahl der Emigranten, die die gläubige Hoffnung be= Mailand, 18. Dez. (Europapreß.) Mussokim traf am Sonntagvormittag an Bord eines Kreuzers im neuen Jnduftriehafen Sant’ Ankioco ein, wo die Kohlen aus den eis Kilometer entfernten Kohlengruben Sardiniens verschifft werden. Der Duce wurde von mehreren Ministern, " den Behörden, den faschistischen Organisationen sowie den Bergleuten 'in blauen Hemden jubelnd empfangen. Er besichtigte zunächst die neuen Hafen- anlagen cknd das im Bau befindliche Elektrizitätswerk von Santa Katarina sowie die Anlagen für. d i e Benzingewinnung in Palmas. Dann begab sich Mussolini in das Grube nr e vi er, wo er einige Gruben in Betrieb besichtigte, um sodann das neue Grubenarbeiter-Städtchen C a r b o n i a einzuweihen, das innerhalb eines Jahres inmitten einer Einöde entstanden ist. Längs des Weges waren die charakteristischen sardinischen Bauernwagen mit den Bauernfamilien in Volkstracht aufgestellt. Die Bevölkerung jubelte dem Duce auf seiner Besichtigungsfahrt begeistert zu. In Carbonia hielt der Duce eine Rede, in der er darauf hinwies, daß es nur einer Bewegung wie dem Faschismus möglich gewesen wäre, in einer Zeit von knapp zwölf Monaten ein solches Werk ins Leben zu rufen. Mussolini dankte auch dem Mitgehen der sardinischen Bevölkerung in der Gesamtheit des Faschismus, der Bevölkerung einer alten, sehr treuen und für zu lange Zeit ver- Paris, 18. Dez. (Europapreß.) Ein gewaltiger Donnerfchlaa weckte am Sonntagmorgen die Bürger des auf halbem Wege zwischen Nantes und Brest liegenden bretonischen Städtchens P o n t i v y , das *9440 Einwohner zählt. An allen Häusern des Platzes Bourdanaye-du-Cluziot gingen die Fensterscheiben in Trümmer. Auf dem Platze vor der Kirche von Pontivy war das D e n k- m a l zur Erinnerung an die Vereinigung der Bretagne mit Anjou von unbekannter Hand g e - sprengt worden. Es handelte sich um eine Bronze- Statue, die die Freiheit verkörpert und die Abschaffung der provinziellen Sonderrechte sowie die Errichtung des einheitlichen französischen Nationalstaates verherrlicht. Durch die Explosion war die Statue in Stücke gerissen worden. Unmittelbar nach der Explosion wurde ein schwerer Personenkraftwagen gehört, der sich rasch entfernte. Bereits kurze zeit nach dem Anschlag auf das Denkmal erschien der Unterpräfett von Pontivy-Chulliat und stellte die ersten Ermittlungen an. Bis zur Stunde konnte jedoch noch keine Spur von den Tätern entdeckt werden. Man ist der Ansicht, daß der Anschlag auf das Denkmal die Antwort der bretonischen Autono- m i st e n auf die Verurteilung ihrer Führer Debeauvais und Mordrel, die am Samstag von dem Gericht in Rennes je ein Fahr Gefängnis erhalten haben, fein dürfte. In den auto- nomiftifchen Kreisen von Pontivy herrscht eine besondere Erregung darüber, daß fünfzehn jüngere Leute vor einem Monat z u je drei Tagen Gefängnis verurteilt worden waren, weil sie beim Besuch des Handelsministers Hand- wahren, daß sie einst nach dem Stürz des Sowjetregimes wieder in ihr Vaterland zurückkehren können, hat sich verringert. Aber die Zuversicht, daß eines Tages ihr Glaube den Sieg davontragen wird, ist nicht zu besiegen, und daran wird auch die unheilvolle Tätigkeit der Leute in der Sowjetbotschaft nichts ändern können. Oie weißrussische Emigration in Paris. Paris, 18. Dez. (Europapreß.) Großfürst Wladimir, der 21jährige Sohn des im Oktober verstorbenen Großfürsten Kyrill, hat am Sonntag einem großem Empfang beigewohnt, der zu seinen Ehren in dem Hause der Chemie in Paris von dem Präsidenten der russischen Adelsvereinigung veranstaltet worden war. "Damit trat der Großfürst nach dem Tode seines Vaters zum erstenmal offiziell als Prätendent für den russischen Zarenthron mit der weißrussischen Emigration in Verbindung. Großfürst Wladimir wurde von seinem Onkel, dem Großfürsten Andrö, und seinen Vettern, den Großfürsten D i- mitri und Gabriel, begleitet. Der Metropolit Eulogius, der in seinen goldenen und weißen Priesterornat gekleidet war, begrüßte ihn und erklärte dem Großfürsten, daß die weißrussische Emigration ihm völlig ergeben sei. Großfürst Wladimir nahm dann auf einem Sitz Platz, hinter dem eine riesige gelbe Fahne mit dem kaiserlich russischen Doppeladler aufgespannt war. Es schloß sich eine' feierliche religiöse Zeremonie an, an der die Sänger der russischen Kirche in Paris mitwirkten. Großfürst Wladimir ergriff nach der Feier das Wort und dankte seinen Landsleuten für den Empfang. Am Schluß der Ansprache wurden auf den Großfürsten Hochrufe ausgebracht und die alte russische Nationalhymne von den etwa 1500 Versammelten gesungen. Des Großfürsten ältere Schwester ist mit dem Erbprinzen von ßeinigen in Amorbach vermählt, die jüngere mit dem Prinzen Ferdinand, dem zweiten Sohn des ehemaligen Kronprinzen. gessenen Landschaft. Der Duce rotes auch auf den Umstand hin, daß die Einweihung Carboui-as gerade cum dritten Jahrestage des sogenannten „Tages des Glaubens" erfolge, jenes Tages, •an dem die italienischen Frauen in glühender Vaterlandsliebe und in Nachahmung der Frauen des alten Noms ihre Antwort auf -die universale und schmähliche Genfer Belagerung erteilten, ins dem sie in freiwilligen Geschenken ihre Eheringe opferten. Der Duce schloß: „Wenn ein Volk solcher Taten fähig ist, kann es jedem und überall fest in die Augen sehen. Kameraden, Jnge- nie-ure, Techniker, Arbeiter! Für das, was ihr getan habt und was ihr noch tun werdet, fetze ich euch alle und euer Werk auf die Tagesordnung der Nations" Das neue Kohle narb e ite rstäd tche n Carbonia ist in einer Einöde deH Provinz Iglesias an der Süd- roe stecke der Insel gegründet Mit 12 000 Einwohnern, die in den hier erschlossenen Kohlengruben mit der Zeit l*/s Millionen Tonnen Kohle im Fahr fördern und so einen erheblichen Beitrag zur Erreichung der wirtschaftlichen Unabhängigkeit leisten können. Das neue Städtchen ist auf Weisung Mussolinis buchstäblich in einem Jahr aus dem Boden gestampft worden. Es umfaßt beute neben Kirche, Partei- imb Vereinssitzen eine Doppelreihe Wohnhäuser für die Arbeiter. zettel angeschlagen hatten, auf denen die Worte standen: „Die Bretonen sind keine Franzose n". Die gleichen Handzettel waren auch in der Nacht zum Sonntag wieder angeklebt worden. Die Führer der bretonischen Autonomisten, Mordrel und D e b e o a i s , sind der Chefredakteur und der Direktor der in der alten bretonischen Hauptstadt Rennes erscheinenden Autonomistenzei- tung „Breiz Atao". Beide waren wegen der in der Zeit vom 24. Mai bis zum 18. September in dem Blatt erschienenen politischen Artikel angeklagt. Die Artikel richteten sich gegen die Außenpolitik der Re- gierurtg und, wie der Staatsanwalt ausführte, gegendieJntegritätdesfranzösischen Staates. In diesen Artikeln wurden die Bretonen aufgefordert, nicht für die Tschecho-Slowakei in einen Krieg zu ziehen. Debeauvais, der gegenwärtig eine ihm am 29. Juni zudiktierte Gefängnisstrafe wegen Denkmalsbeschädigung verbüßt, wurde kein Strafaufschub zugebilligt, während Mordrel für die Gefängnisstrafe Strafaufschub gewährt wurde. Gegen dieses Urteil protestierte die Halbmonatsschrift der Nationalen Bretonischen Partei auf das heftigste und bezeichnete es als eine Herausforderung, auf die die Bretonen eine verdiente A n t- w ort geben würden, indem sie sich immer entschlossener um ihre nationalen Führer scharten. Das bretonische Blatt meldet auch, daß Debeauvais auf das Urteil mit dem Ruf: „E s lebe die freie Bre- tag n !" geantwortet habe. Gegen das jetzt gesprengte Denkmal waren von bretonischen autonomistischen Kreisen schon wieder- holt Drohungen ausgestoßen worden. Die Polizei hatte das Denkmal längere Zeit hindurch bewacht. Einer der Führer der bretonischen Autonomisten» Laine, wurde bald nach dem Anschlag auf dein Bahnhof von Rennes verhaftet. Er hatte dort die Autonomistenzeitung „Breiz Atao" verteilt. Es wird angenommen, baj sich Laine durch diese Tätigkeit ein Alibi verschaffen wollte. Bei diesem Anschlag handelt es sich nicht um die erste Kundgebung der bretonischen Autonomisten. Die Sprengung des Denkmals von Pontivy er« innert lebhaft an einen ähnlichen Vorfall, als im sAugust 1932 das Denkmal in Rennes ge», ! legentlich des 400. Jahrestages der Einverleibung i ber Betagne in Frankreich zerstört wurde. Im No- ! oember des gleichen Jahres sprengten die bretoni- : schen Autonomisten in Jngrandes d i e Eisen-- ^dahnlinie nach Nantes kurz vor dem (Sintref» fen des Zuges, in dem sich Ministerpräsident Herriot be|anö. Vier Jahre später lenkten die bretonischen Autonomisten die Aufmerksamkeit auf sich, indem sie versuchten, die Polizeipräsidien von Nantes, Quimper, Rennes und St. Brieuc an» zuzünden, und im Juni dieses Jahres wurden zahlreiche Denkmäler, die die Einverleibung der Bretagne in Frankreich verherrlichen, mit Farbe beschmiert. Neue Terrorwelle in Sowjet panien. Paris, 18. Dez. (Europapreß.) 200 Personen sind in der vergangenen Woche in Barcelona zum Tode und 100 Personen z u Zwangsarbeit verurteilt worben, so melbet ber „Jour" am Sonntagvormittag. Die Furcht vor einer neuen national- spanischen Angriffswelle habe in ganz Somjetspanien neuen Terror ausgelöst, ber in seiner Heftigkeit an bie ersten Tage der nationalen Erhebung erinnere. Die Polizei von Barcelona sei durch anarchistische und kommunistische Kräfte verstärkt worden. Von der Front seien Spezialverbände abgezogen worden, die in Katalonien Tag und Nacht hindurch zahlreiche Haussuchungen durchführten. Bekannte sowjetspanische Persönlichkeiten, wie der Anwalt und Hauptmann im Generalstab, Antonio Ayin 1, gehörten zu den jüngsten Opfern des roten Terrors. Die neuen Maßnahmen der Polizei erhielten ihre besondere Bedeutung aber erst dadurch, daß diesmal nicht nur wie bei den früheren Terrorwellen der Mittelstand und bas Kleinbürgertum bie Leibtragenden seien, sondern vor allem die Arbeiter. Französische Bemühungen um einen Weihnachtsfrieden zwischen Burgos und Barcelona. Paris, 18. Dez. (Europapreß.) Ein Besuch des Kardinalerzbischofs Verdi er beim französischen Außenminister Bonnet findet in der Pariser Presse ein nachhaltiges Echo. Es habe sich hierbei, glaubt der „Petit Parisien" zu wissen, um den Versuch gehandelt, zwischen Burgos und Barcelona einen Wethnachtsfrieden Zu vermitteln, ber mit' bem Weihnachtsfest beginnen und bis zum Neujahrstag baue'rn solle. Dieser Vorschlag sei durch eine Abordnung der französischen Frontkämpfer Außenminister Bonnet unterbreitet worben, und ber ' höchste französische Geistliche habe ihm seine Unterstützung verliehen. Bonnet hatte über biese Frage noch eine längere Aussprache mit Ministerpräsident D a l a d i e r. Ueber die Aussichten eines solchen französischen Schrittes äußern sich die Blätter sehr skeptisch. — In der Tat wird von einer französischen Nachrichtenagentur aus Saragossa gemeldet, daß man sich in Nationalsponi'en heftig gegen Waffenstillstandsbemühungen des Auslandes oerroahre, da ein Waffenstillstand praktisch nur den Bolschein i st e n zugute kommen und dazu dienen würde, daß sie ihre Abwehrmaßnabmen besser organisieren könnten. — Einzelne Blätter erheben heftigen Bratest dagegen, daß Frankreich in Burgos noch immer Feinen Vertreter besitze. Der ,.P"tit Varisien" behauptet, dies sei ein Mangel an Realismus. Der belgische Ministerpräsident S v a a k habe, obwohl er selbst Mv'-rist lei, noch reiflicher Ueberlegung des Für und Wider einen Vertreter nach^Burgos entsandt. Neue Desichliqungsreise (Samelins drrch Nordafrika. Paris, 18. Dez. (Europapreß.) Der französische Generalstabschef G a m e I i n , ber erst im November eine Besichtigungsreise durch Nordafrika unternommen hatte, wird, wie ber „Ternps" meldet, im Januar 1939 eine weitere ausgebehnte Besichtigungsreise in dieses Gebiet unternehmen. Gamelin wird von dem Vizeadmiral D a r l a n , dem Chef des Admiralstabs der Mittelmeerflotte, begleitet werden. Die Besichtigungsreise im November hatte besonders den neuen Befestigungsanlage^ an der Südgrenze von Tunis gegolten. Propagandareise Dakadiers nach Korsika und Tunis. Paris, 19. Dez. (DNB. Funkspruch.) Zu dem geplanten offiziellen Besuch des Ministerpräsidenten Daladier in Korsika und Tunis will der „Jour" erfahren haben, daß diese „Pröpagandareise" unmittelbar im Anschluß an die Verabschiedung des Haushaltes durch die Kammer und durch den Senat, d. h. also in den allerer ft en Tagen des Januar, stattfinden werde. In B a st i a, auf der Insel Korsika, sei von französischer Seite zu. diesem Zweck bereits ein Propagandaausschuß gebildet worden, der eine Reihe von Kundgebungen und einen sog. „französisch en Tag" organisieren werde. Der Duce auf Sardinien. „Carbonia" Mittelpunkt eines neuen italienischen Kohlenreviers. Denkmalsprengung in der Bretagne. Antwort auf die Verurteilung bretonischer Autonomisten? am Sonntai minus 9 neue Straße mit Südchina verbunden sein werde. Durch derartige Maßnahmen werde England Die Bildung eines Dreierblocks zwischen Japan, Mandschukuo und China zu verhindern suchen. In London herrsche ein immer starker werdendes Mißtrauen gegenüber den japanischen Zielen im Fernen Osten. Man erwäge daher jetzt schon was man tun könne, um den chinesischen Dollar zu stutzen. Die Währungsfestigung spiele in dem Äonnifr nut Japan eine wichtige Rolle. Aus diesem Grunde habe die chinesische Regierung auch in London um eine mit noch weiterer Zunahme der Kälte und dem Anhalten des eisigen O st windes. Bei dem Zustrom der kalten Luftmassen aus Osteuropa dürften Schneefälle vorerst noch nicht zu erwarten sein. Es wurden im Tagesdurchschnitt in Westdeutschland 10 Grad und in Ostdeutschland 16 Grad Kälte verzeichnet. In Württemberg sank das Thermo- Die über fast ganz Deutschland liegende Kältewelle hat sich weiter verschärft. In der Reichshauptstadt ist die Temperatur am Sonntagabend auf 15 Grad minus gesunken. Man rechnet bischen' Alb bis minus 18 Grad, Stuttgart verzeichnete je nach Höhenlage 12 bis 13 Grad unter Null, Friedrichshafen minus 10 Grad, der Flugplatz Böblingen minus 13,5 Grad. Zwei Todesopfer in London. Die steifen Ostwinde, die seit Samstag über ganz England wehen, haben die stärkste Kält'ewelle mit sich gebracht, die man seit 10 Jahren hier erlebt hat. Bisher sind zwei Menschen infolge der Kalte gestorben. Die Rundfunkstationen hatten die größten Schwierigkeiten, ihren Sendeplan durch- Nuhren da die nicht gegen die Kälte geschützten Wasserkuhlanlagen der Sender zum Teil eingefroren waren. In vielen Teilen des Landes gab es Schneefall und den Frost erhebliche Berkehrsstorungen. Zunehmender Frost in Frankreich. Die K ä l t e w e l l e, die augenblicklich über ganz Europa hmweggeht und die in Frankreich zu einem sonst über 10 Jahre nicht mehr beobachteten Tiefstand des Thermometers geführt hat, wird von Anleihe gebeten, die dazu dienen solle, den chinesischen Dollar als freie Währung zu erhalten. Der chinesische Anschluß an die Autostraße von Burma wurde vor drei Jahren in einer Länge von 440 Kilometer zwischen Pünnanfu und Hsiakwan fertiggestellt. Um die burmesische Grenze erreichen zu können, müssen aber die Chinesen noch weitere 550 Kilometer anlegen. Es wird berichtet, daß 150 000 Kulis zur Zeit mit dem Straßenbau beschäftigt seien. Tag zu-Tag fühlbarer. Während das Thermometer ~ ' ig in Paris in den Abendstunden auf Grad gesunken war, verzeichnet man Montagfrüh in den Außenbezirken bereits- minus 14 Grad. Auf der Seine macht sich der erste Eisgang bemerkbar. Aus Paris und der Provinz werden verschiedene Gehirnschläge gemeldet, dae auf die strenge Kälte zurückzuführen sind. Nur an der französischen Riviera will die herbstliche Temperatur nicht weichen. In Nizza und Antibes wurden noch plus 9 Grad verzeichnet. Eine unerwünschte Spende politischer Konjunkturritter in Wien verhaftet. Wie die „Kölnische Zeitung" aus W Le n meldet, erregt dort die auf Veranlassung des Reichskommissars Bürckel erfolgte Verhaftuna des Kommerzialrats Gerhold Aufsehen. Man erfährt diese Tatsache aus einem an alle Partei- und Volksgenossen gerichteten > A u f r u f des Gauleiters, und die Begründung aus der Feststellung, daß Gerhold, der Inhaber eines großen Pfandleihgeschäfts, der Partei eine Spende von 200 000 Mark angeboten hat. lieber die Frage, warum Gerhold unter anderm zu dieser Spende gekommen sei, sagt der Aufruf des Reichskommissars: Gerhold war in der Systemzeit Besitzer einer großen Pfandleihanstalt. In dieser Eigenschaft hat sich der Mann mehr als zwanzig Häuser in Wien und ein mehrfaches Millionenvermögen erworben. Das war ihm unter den herrschenden Umständen nur möglich, weil er ein politisch zuverlässiger Mann für diese vergangene Zeit war. Gerhold war L e g i t i m i ft Als solcher besuchte er Otto von Habsburg, zahlte Beiträge zur legitimi- stischen Bewegung, und gleichzeitig unterstützte er die Vaterländische Front. Und nunmehr stellt er eine Spende von 200 000 Mark der NSDAP, zur Verfügung. Damit dürfte alles geklärt fein. Der Mann wollte sich von feiner Vergangenheit loskaufen, sagt Reichs- kommisfar Bürckel weiter, sowohl von seiner politischen als auch von feiner moralischen. Zu diesem Zweck gibt er den Betrag, der also im wesentlichen nichts anderes darstellt als eine Bestechungssumme. Die Partei lehnt es aber ab, von Leuten Spenden entgegenzunehmen, die eine derart üble Vergangenheit hinter sich haben und deren Gelder Die Kommunalwahlen in polen. Warschau, 19. Dez. (DNB.) In 52 polnischen Städten, u.a. in Warschau, Lodz, Posen, Krakau, Bromberg, Thorn und Graudenz, sanden am Sonntag Kommunalwahlen statt. Ihnen ging eine lebhafte Propaganda von allen Parteien voraus, da die Gemeindevertretungen nach den Bestimmungen her polnischen Wahlordnung zum großen Teil für ’ die Aufstellung der Sejmkandidaten ausschlaggebend find. Da bis 21 Uhr die Stimme abgegeben werden kann, liegen noch keine Wahlergebnisse vor. Die drei Hauptrichtungen, die sich bei den Gemeindewahlen gegenüberftanben, sind das Lager der nationalen Einigung, die National-Partei und die na- Ein englischer Millicnenkredil für China. London, 18. Dez. (Europapreß.) Nach einer Meldung der „Sunday Times" soll in nächster Zeit dem soeben von den Vereinigten Staaten an China gewährten Fünf-Millionen-Pfundkredit ein englischer in Höhe von „vorerst" 450 000 Pfund.(rund fünfeinhalb Millionen Mark) folgen. China werde durch die amerikanischen und englischen Gelder in die Lage versetzt, seinen Handel mit dem Ausland zu steigern, und zwar über B r i - tifch-Burma, das schon vor Neujahr durch die Kältewelle über ganz Europa 3n Deutschland bis 18 Grad unter Null. Die ersten Landlagswahlen in der Slowakei Großer Erfolg der Regierung Tiso. Kälte sprengt Sirup-Kebälter. Die Kältewelle hat in Belgien schweren Schaden amgerichtet. In der Nähe von Zee- b r ü g g e wurde durch die Kälte ein Behälter, der 5000 Tonnen Melasse enthielt, g c - sprengt. Die Flut des kostbaren Zuckersirüps, die sich in Richtung auf die Stadt zu bewegte, erregte unter den Bewohnern der zunächst gelegenen Häuser eine mrtfo größere Panik, als kurz darauf ein zweiter Behälter mit 140 Tonnen Kreosot und bann ein dritter mit 2200 Tonnen Melasse zerbarsten. Da der Einsatz der Feuerwehr nicht ausreichte, mußte Militär zu Hilfe gerufen werden und Gräben ausheben, um die klebrig-süße Masse wieder einzufangen. Der Schaden beläuft sich auf mehrere Millionen Franken. 33 Grad unter Null in polen Deut starke Frost, der jetzt in Nordost - polen bis 33 Grad erreicht, hat überall im Lande erheblichen Schaden verursacht. Die Züge treffen mit großen Verspätungen ein. Das Elektrizitätswerk in Wilna wurde durch die Kälte für Preßburg, 18. Dez. (Europapreß.) In der Slowakei wurden am Sonntag d i e ersten Wahlen in den gesetzgebenden slowakischen Landtag durchgeführt. Es gab nur eine Einheitsliste, die gebilligt oder abgelehnt werden konnte. Das ganze Land hatte Flaggenschmuck angelegt. Die slowakischen Gemeinden hißten ausschließlich die slowakischen Farben; die deutschen Gemeinden die Hakenkreuzflagge; die tschecho-slowakische Staatsfahne war nirgends zu sehen. Die Wahl vollzog sich ohne Zwischenfall. Die Beteiligung war äußerst stark. In einer Reihe von Gemeinden zog die gesamte Bevölkerung unter Vorantritt einer Musikkapelle zum Wahllokal, um geschlossen ihre Stimme abzugeben. Der Vorsitzende der slowakischen Regierung, Dr. Tiso, gab am Sonntagabend im slowakischen Rundfunk bekannt, daß die Wahlbeteiligung ungemein stark gewesen sei und daß nach den bisher eingegangenen Berichten 98 v. H. der Slowaken und der Einwohner der Slowakei sich für die Regierung ausgesprochen hätten. Dieses Ergebnis beweise, daß bas heute regierenbe Regime in der Slowakei dem slowakischen Volk weder fremd noch gleichgültig fei und daß sich die slowakische Regierung auf eine Zustimmung stütze, wie sie sich in der letzten Zeit keine Regierung habe rühmen können. Das Ergebnis der Wahl verpflichte auch für die Zukunft. Die Slowakei habe nun ihren gewählten Landtag, der das volle gesetzliche Recht habe, im Namen her Nation zu sprechen und Gesetze zu erlassen. Nach dem vorläufigen amtlichen Ergebnis stimmten in P r e ß b u r g , der Hauptstadt der Slowakei, 66127 Wahlberechtigte mit Ja und 3357 mit Nein, so daß 95 v. H. Ja-Stimmen abgegeben wurden. Ferner liegt das Ergebnis der größeren slowakischen Städte vor, in denen anJa- Stimmen gezahlt wurden (die eingeklammerten Zahlen bedeuten Nein-Stimmen): Neusohl 26 220 (805); Sillein 9400 (105); Neutra 11 008 (85); Tyrnau 13 117 (252); Rosenberg noch dazu gleichzeitig von einer nicht gerade sympathischen Tätigkeit herstammen. Sie weist es im besonderen weib von sich, für solche Silberlinge moralischer Bestechung eine politische Qualifikation auszustellen. Die Partei hat deshalb, so schließt der Ausruf Bürckels, die 200 000 Mark der Stadtverwaltung Wien überwiesen mit der Maßgabe, daß dieser Betrag noch vor Weihnachten an 5000 bedürftige Arbeiterfamilien zu je 40 Mark auszubezahlen ist. Diese Maßnahme erscheint deshalb gerechtfertigt, weil es sich hier um Gelder handelt, die den armen Leuten dieser Stadt abgenommen wurden, die gezwungen waren, in der vergangenen Zeit ihre Siebensachen zu verpfänden. Nach der, kürzlich erfolgten Verhaftung der drei leitenden Personen der WienerAnker-Brot- fabriken und ihrem Ausschluß aus der Partei, unter denen sich auch her ehemalige Vizekanzler Winkler befindet, ist der Fall Gerhold besonderer Art. Gerhold, der nicht nur her Inhaber her größten und einzigen privaten Pfandleihanstalt in Wien war und der auch Besitzer des Schlosses Pottenstein in der Nähe von Wien ist, spielte in der Christlich-Sozialen Partei eine große Rolle. Sein politischer Freund war der ehemalige Führer der christlichen Arbeitergewerkschaft und Wortführer einer christlichsozialen-sozialbemokratischen Koalition, Leopold K u n s ch ä k. In Erinnerung ist Gerhold, dem Politik und Geschäft so ziemlich ein Begriff gewesen zu sein scheinen, auch von den Fahrten, die er mit Monarchistenführern noch im vergangenen Jahr in feinem Kraftwagen unter dem schwarzqelben Wimpel zu Otto von Habsburg nach Steenockerzeel machte. seltener WM.-Sammelsonntag. HI. und BDM. als vorbildliche Sammler. Berlin, 18. Dez. (DNB.) Festliche vorweihnachtliche Stimmung lag am Sonntag über Berlin. Trotz her Kälte waren am Nachmittag die Hauptgeschäftsstraßen von einer fröhlich durcheinander- wirbeinden und mit Paketen beladenen Menschenmenge Überflutet. So ist es nicht verwunderlich, wenn sich dieser Sonntag auch für die vielen Tausend jungen Sammler und Sammlerinnen, die vom frühen Morgen an mit chren WHW-Büchsen unermüdlich unterwegs waren, zu einem wahrhaft goldenen Sammelsonntag gestaltete. Nicht nur, daß die bereits bekannte rührende Ausdauer, die vielseitige Findigkeit her Sammelnden selbst den Der- stock'resten zum gerne bereiten Spender machen mußten — die hübschen bunten Abzeichen warben für sich selbst. Wohl jeder Berliner trug schon am Samstag eines her niedlichen Holzfigürchen im Knopfloch. Am Sonntagabend sah man im Der- kehrsgewühl kaum einen Passanten, der nicht mindestens zwei ober drei Abzeichen am Mantel trug. Viele Jungen und Mädel mußten ihre Bestände wegen restlosen Ausverkaufs häufig genug ergänzen und manche bis zum Rande gefüllte Sammelbüchse wanderte zur Abgabestelle. Wie immer an solchen Tagen waren in allen Stadtteilen die Spielmannszüge, die Singchöre, die Tanzgruppen und Spielscharen der Hitler-Jugend anzutreften. Einen ganz großen Tag erlebte her Weihnachtsmarkt im Lustgarten, wo besonders in den Abendstunden der so oft zitierte Apfel wahrhaftig nicht mehr zur Erbe fallen konnte. So kann schon heute kein Zweifel bestehen, baß sich das Ergebnis der dritten Reichsstraßensammlung in Berlin würdig Den Ergebnissen der vorangegangenen Sammlungen am gleichen wird. Außerordentlicher Erfolg der Altmaterialerfaffung. Die SA. sammelte 129000 Tonnen Alteisen. Wien, 17. Dez. (DNB.) Der Neichskommissar für Altmaterialoerwertung, SA. - Brigadesührer Ziegler, führte eine Arbeitstagung sämtlicher Gaubeauftragten für Altrnateriaier,assung Oer NSDAP, durch. Dem Beauftragten für den Vier- jahresplan, Ministerpräsident Generalfeldmarschall Göring, konnte als vorläufiges Ergebnis der Eisensammlung der SA. bereits eine Menge von 129 000 Tonnen gemeldet werden. Der Erfolg dieser Sammlung übertraf so sehr alle Erwartungen, daß, an verschiedenen Stellen des Schrotthandels und der Verarbeitung die Ableitung dieser zusätzlichen Schrottmengen vorübergehend nicht mehr in vollem Umfange bewältigt werden tann und die Aktion daher für einige Monate unterbrochen werben mußte. Das Ergebnis biefer beförderen Sammlung ist um so höher zu bewerten, als sie lediglich Alteisen aller Art aus kleinen 'Anfall stellen in den städtischen Haushaltungen und auf dem flachen Lande erfaßt, aus denen bisher das Material auf gewerblicher Grundlage infolge Unwirtschaftlichkeit nicht herausgeholt werben konnte. Die Erfahrungen auf hem Gebiet der Schrotterfassung werden für die Vorbereitung neuer umfangreicher Maßnahmen im Jahre 1939, insbesondere in der gewerblichen Wirtschaft, ausgewertet. Weihnachtsfeier der Kanzlei des Führers Berlin, 18. Dez. (DNB.) Wie alljährlich hatten der Chef der Kanzlei des Führers Reichsleiter Philipp B o u h l e r und Frau Bouhler die Mitarbeiter zu einem Kameradschaftsabend in das Haus der Flieger geladen. Unter-Dem strahlenden Lichterbaum und dem Kerzenschimmer der mit dichtem Tannen- grün überstreuten Tischen fanden die Teilnehmer bei festlich frohen Weisen auf ihrem Platz als Weihnachtsgabe Philipp Bouhlers „Kampf um Deutschland" mit persönlicher Namenszeichnung. Dazu erfreute der Weihnachtsmann alle Gäste mit einem kleinen Angebinde. In seiner Ansprache wies her Reichsleiter auf die stolzen Erfolge des nun abgelaufenen Jahres hin, die allein dem Manne zu danken sind, dem sich hie Mitarbeiter her Kanzlei durch ihre Arbeit besonders verbunden fühlen. (Pater Hlinkas Heimatort) 7740 (46). In dem Geburtsort des slowakischen Ministerpräsidenten Dr. Tiso. Banovcer, stimmte die gesamte Bevölkerung mit Ja. Auch in weiteren 32 Gemeinden der Westslowakei wurde hundertprozentig mit Ja ab gestimmt; in den deutschen Ge- m e i n d e n derZips zu 98 v. H., in den Tatra- Bädern — wo die Bevölkerung stark mit Tschechen durchsetzt ist — 80 v. H. In Käsmark (Z i p s) wurden auf Wunsch der Bevölkerung für die einzelnen Volksgruppen getrennte Wahllokale errichtet. In den deutschen Wahllokalen betrug der Anteil der Ja-Stimmen 94,7 v. H., in den slowakischen 97,3 v. H., in den ungarischen 93,3 v. H., in den tschechischen 89,8 v. H. und in den jüdischen bezeichnenderweise 99,4 v. H. Die West-Slowakei und ein großer Teil der Ost-Slowakei scheinen sich mit überwältigender Mehrheit für die Regierung ausgesprochen zu haben. Nur in einigen Teilen Der Ost-Slowakei, so besonders her unter ungarischem Einfluß stehenden Unter-Zips, ist der Anteil der Ja-Stim- men niedriger. So belief sich die Zahl der Ja-Stimmen beispielsweise in Untermetzenseifen auf 31 v. H. — In den Abendstunden fanden in den Städten her Slowakei vielfach Kundgebungen statt. Vor dem Regierungsgebäude in Preßburg hatte sich eine vieltausendköpfige Menschenmenge angesammelt, zu der schließlich der Propagandachef der slowakischen Landesregierung, Mach, sprach. Der Kommandant der Hlinka-Garde, Staatsminister Sidor, und der Stabschef her Hlinka-Garde, Murgas, dankten in Rundfunkansprachen her Bevölkerung für das einmütige Bekenntnis zur slowakischen Regierung. Aus dem tschecho-slowakischen Heeresverband sind 40 slowakische Offiziere ausgeschieden, die die Organisierung und Ausbildung der Hlinka-Garde zu einer halbmilitärischen Organisation durchführen sollen. Slowakisches Militär besetzte die Sokolheirne, die an die Hlinka- abgetreten werden. Am Samstag traten in der ganzen Slowakei 100 000 Hlinka-Gardisten zu einer Massenkundgebung an. tionalradikale Organisation als Rechtsopposition und die polnische sozialistische Partei als Linksopposition. In Warschau beteiligten sich knapp 49 v. H. aller Wahlberechtigten. In Lodz und Posen scheint die Walbeteiligung bei 60 v. H., in Pommerellen bei 80 bis 94 v. H. zu liegen. In Lodz hat die deutsche Einheitsliste einen bedeutenden Wahlerfolg davongetragen. Nach den bisherigen Zählungen haben für die deutsche Liste wenigstens 21 OOO Deutsche gestimmt. Danach dürften die Deutschen «uiutuiucig juni uu» -ii/einiu= mindestens sechs Vertreter im Stahtpar- weter in her Nacht zum Sonntag auf her Schwä- lament erhalten. Dieser deutsche Erfolg in Lodz' bischer 9Hh hi« m ; n « i « m ~ siuiiaav* wird erst dann deutlich erkennbar, wenn man sich vor Augen hält, daß auf die deutsche Liste im Jahre 1934 nur 18 000, im Jahre 1936 nur 16 000 Stimmen fielen. Die Wahlbeteiligung der Deutschen war auch sehr rege im Vergleich zu der verhältnismäßig sehr schwachen bei den Polen. mehrere Stunden stillgelegt. In Wilna, Warschau, Lodz und anderen Städten trugen zahlreiche Personen schwere und zum Teil tödliche Erfrierungen davon. Auch in Norvitalien Die Kältewelle machte sich auch in Ob ort ta» I i e n bemerkbar. In Udine wurden 5 Grad Kälte gemessen, in Tarvis 7 Grad, und aus den Alpen-' tatern Friauls werden sogar 15 Grad unter Null gemeldet. — In Udine starb ein Mann infolge des plötzlichen Kälteeinbruches. In Triest zeigte das Thermometer innerhalb von 24 Stunden einen Temperatursturz von plus 20 auf minus 5 Grad an. Strenger Winter in Rumänien. In ganz Rumänien ist der Winter mit voller Strenge eingekehrt. In Bukarest sank das Thermometer auf minus 4 Grad; in Konstantza wurden sogar 8 Grad Kälte verzeichnet. Aus dem schwarzen Meer wüten heftige Winterstürme. Aus verschiedenen Teilen des Landes werden Schneefälle gemeldet. In Bukarest verursachte ein Schneesturm beträchtliche Verkehrsstörungen. Bei dem heftigen Sturm sind zehn Brände aus- gebrochen. U. a. ist auch ein Getreidespeicher mit 50 Waggon. Weizen ein Raub der Flammen geworden.. Neue Zerstörer-Typen für die englische Kriegsflotte. London, 18. Dez. (Europapreß.) Wie. der „Eoening Standard" meldet, wird in England das „schnellste Torpedoboot der Welt" gebaut. Es handelt sich um die Nachkonstruktion eines französischen Torpedoboots-Typs, herbei einem Aktionsradius von 650 Seemeilen (rund 1200 Kilometer) 45 Knoten (rund 83,3 Kilometer) in derStunde läuft und besonders leicht ist. Der Baupreis beträgt angeblich nur ein Zehntel der Kosten eines modernen Zerstörers. Bei den vor kurzem auf Kiel gelegten neuen Zerstörer - Einheiten für die englische Kriegsflotte handelt es sich um 1920-Tonnen-Schifse mit einer Höchstgeschwindigeit von 36,5 Knoten (rund 70 Kilometer) in der Stunde). Die Bestückung setzt sich in her Hauptsache aus sechs 4,7-Zoll- (= 12-cm)-Geschützen und acht 21-Zoll (= 53,3-cm)- Torpedorohren zusammen. Außerdem werden noch einige Geschütze kleineren Kalibers eingebaut werden. Ser neue Typ hat eine um 50 Tonnen größere Wasserverdrängung als die Einheiten der Tribal-Klasse, von her bereits acht in Auftrag gegeben worden sind, die schon im kommenden Jahr unter der Bezeichnung Super- Zerstörer in Dienst gestellt werden sollen. Im ganzen sollen 16 Schiffe des neuesten Typs gebaut werden. — Die Angaben über den neuen Zerstörer- typ sind in dem Nachschlagewerk für die Kriegsflotte, „Iane's Fighting Ships", enthalte-n, dessen neuer Band für 1939 am Montag veröffentlicht wird. Australien plant starke Befestigung von Papua. Canberra, 18. Dez. (Europapreß.) Die australische Bundesregierung soll sich, wie schon gemeldet, mit dem Gedanken tragen, Neu-Guinea und Papua einer gemeinsamen Verwaltung zu unterstellen. Dieser Schritt soll dann einer völligen Versch m e lzung den Weg ebnen Wie weiter bekannt wird, soll die Bundesregierung die Absicht haben, Papua befestigen zu lassen. So sollen u. a. mehrere Stützpunkte für die austra- lische Luftwaffe angelegt werden. Die Blätter lassen zwischen den Zeilen erkennen, daß ein solcher Beschluß als gegen di e 3 a*p a n e r gerichtet aufgefaßt werden muß, zumal auch für bie Kriegsflotte mehrere Stützpunkte angelegt werden sollen. Die Befestigungen sollen besonders stark gebaut werden. Canberra erblickt in einem befestigten Papua den bedeutendsten Vorposten für die australische Sicherheit. Amerikanische Flottenübung an der Atlantik-Küfte. N e u y o r k, 18. Dez. (Europapreß.) Wie das amerikanische Marinedepartement mitteilt, wird die seit einiger Zeit angekündigte große Flottenübung für das Jahr 1939 sich in folgender Weise abspielen: Die Manöver begannen im Januar und werden den ganzen Raum her amerikanischen Atlantik-Küste umfassen. Es werden 140 Kriegsschiffe und 600 Flugzeuge eingesetzt werden. Einer schwarzen Verteidiger-Flotte wird eine weiße Angreifer-Flotte gegenübergestellt werden, die einen ßanbungsner- s u ch unternehmen soll. Nach denManövern wird sich die ganze Atlantikflotte in her Nähe des Stützpunkte G u a n t a n a m a versammeln, um Schießübungen durchzuführen. Anschließend werden sämtliche Schiffseinheiten nach Neuyork fahren. Aus aller Wett. Oie Skandaloffäre Coster in !lGA. Der große amerikanische Jndustrieskandal, der mit hem Selbstm o rd des Hauptbeteiligten Donal Coster endete, nimmt immer größere Ausmaße an. Der „Paris Soir" erklärt, her Skandal gleiche vollkommen her Stavisky-Affäre, die vor wenigen Jahren bie ganze Wett in Atem gehalten habe. Der ehemalige Sträfling Musica, der unter dem falschen Namen Donald Coster es verstanden habe, sich mit Geldern, die er während seiner verbrecherischen Laufbahn an-gesammelt hatte, zum Leiter eines der größten amerikanischen Chemie-Trusts zu machen, habe auch den dreijährigen Krieg zwischen Bolivien und Paraguay um den Chaco mit finanzieren helfen. Boli vien habe, so erklärt das Blatt, hem amerikanischen Gangster das Chinin-Monopol gegen bie lieber- nähme von Waffenlieferungen eingeräumt. Auch sei Coster einer her Waffenlieferanten für Sowjetspanien gewesen. Zur Zeit, ha die Vereinigten Staaten noch trocken gewesen feien, habe er sich auch mit dem Alkohol schmuggel befaßt. Em in Verbindung mit dem Detaftienschwindel in Connecticut verhafteter John Kantor, der sich als Manager bezeichnet, teilte den Behörden in New Port mit, daß ihm ein Agent der Drogen- finma 250 000 Gewehre angeboten habe. Die Behörden untersuchten m diesem Zusammenhang auch die Meldung, daß die Drogenfirma ein ehemaliges Bundesarsenal gebquft habe. Inzwischen sind neue Gerüchte aufgetaucht, nach denen die Musicas auch in großem Umfange Diamanten- jchmuggel betrieben. Einer New Yorker Zei- tuna zufolge sollen ferner Anzeichen dafür vorhanden sein, daß noch ein fünfter Bruder Musica existiere, wobei jedoch nicht -bekannt sei, ob er auch am Coster-Skandal beteiligt sei. Zwer Schiffsunfälle. In der nördlichen Einfahrt zum Oeresund wurde der englischen Dampfer „Jeanne M.", der van Cardiff nach Kristianssand unterwegs war, von dem schwedischen Dampfer „Värmdrö" gerammt. Um den in Not geratenen Seeleuten zu helfen, wurde das Lotsenboot von Helsingör auf Suche geschickt, die zum Erfolg führte. Der schwer beschädigte englische Dampfer war nach der Kollision ins Treiben gekommen, bis er nahe der dänischen Küste Anker werfen konnte. Die Unmöglichkeit, das große Leck zu stopfen, zwang die Besatzung, die zum Teil aus Negern und Indern bestand, in das Rettungsboot zu gehen, aus dem sie von einem schwedischen Motorsegler übernommen wurden. Der Kapitän, der mit dem Steuermann und dem Maschinenmeister an Bord geblieben war, wurde von dem Helsingörer Lotsenboot gerettet. Un-' mittelbar darauf sank die „Jeanne M.". Der schwedische Dampfer, der ebenfalls Schaden erlitten . hatte, ist mit eigener Kraft nach Helsingborg gefahren. Der deutsche Dampfer ,Larpfänger" (nicht Karpfanger), der sich mit einer Ladung Zellulose auf der Reise von Schweden nach Amerika befand, war einem doppelten Unfall ausgesetzt. Auf der Fahrt zur Kieler Bucht war das Schiff an der Südspitze von Langöland auf Grund gelaufen. Von einem dänischen Vergungsdampfer wieder flott- gemacht, wurde die „Karpfänger" auf dem Wege nach Kalundborg, wo der Bodenschaden untersucht werden sollte, vom Feuer heimgesucht. Der Brand war im Laderaum durch Selostenzündung der Zellulose entstanden. Er konnte, ohne größeiren Schaden ungerichtet zu haben, mit Hilfe des begleitenden Bergungsdampfers gelöscht werden. Die „Karpfänger", die zur, Zeit in Kalundborg liegt, wird alsbald einen deutschen Hafen zur Instandsetzung aufsuchen. . Kammersängerin Erna Sack in Paris stürmisch gefeiert. Mit ihrem ersten Konzert in Paris hat Kammersängerin Erna Sack die begeisterte Zustimmung der Pariser Musikgemeinde erobert. Der Beifall steigerte sich immer wieder zu einem Sturm der Bravorufe», die Zuhörer gaben sich erst zufrieden, als Frau Sack sieben Zugaben gesungen hatte. Von Charles Gerne am Klavier wirksam unterstützt, brachte Erna Sack deutsche, französische, italienische, schwedische und englische Volkslieder, Schubert, Pergelose, Giordano, Delibes, Rossini und Johann Strauß zu Gehör und nahm mit ihrer silberhellen Stimme das internationale Publikum gefangen. Dem Konzert, das durch Rundfunk übertragen wurde, wohnten auch die Gattin des deutschen Botschafters, Gräfin W e l c z e k, der polnische Botschafter, Oberregierungsrat'F aber und zahlreiche Vertreter der französischen Musikwelt bei. In Monte Carlo, wo sie im Kasino mit Orchesterbegleitung sang, erzielte Erna Sack einen gleichen Erfolg, der ihr die Sitfe eintrug, im April wieder dort zu fingen. Die TNillionenerbfchaft aus Amerika vor dem Sondergericht. Unter der Anklage des Verbrechens gegen das Volksverratsgesetz hatten sich zwei Einwohner aus Alken an der Mosel vor dem Sondergericht zu verantworten. Es handelt sich um eine 45jährige Ehefrau und deren 72jährigen Stiefvater, die beschuldigt werden, in ihrem Besitz befindliche hohe Guldenbeträge bei den zuständigen Behörden n i d) t o n « gemeldet zu haben. Ein vor Jahrzehnten nach Amerika ausgewanderter Moselaner kehrte 1929 nach Deutschland zurück und brachte seine gesamten Ersparnisse in Höhe von drei Millionen Mark in seinen Heimatort Zell. Das Vermögen, bestehend aus ausländischen Wertpapieren und Dollars hatte er in einem Koffer oufbewahrt. Kurze Zeit nach seiner Heimkehr starb der millionenschwere Onkel und die lochenden Erben, eingeteilt in neun Familienstämme, wurden mit einem Schlage reiche Leute. Ein Teil dieser Erben mußte vor einigen Tagen wegen Steuerhinterziehung mit schweren Geldstrafen belegt werden. Die beiden Angeklagten vor dem Sondergericht haben sich außerdem wegen Devisenvergehens zu verantworten. Eine Jagdgesellschaft verunglückt. Nachdem in der vergangenen Woche in der Nähe oon Münster eine Jagdgesellschaft mit dem Auto verunglückt war, wobei ein Fabrikbesitzer getötet, [ein Sohn und seine Frau schwer verletzt wurden, ereignete sich in der Nähe von Osnabrück ein ähn- licher Unfall. Auf der Reichsstraße Osnabrück- Bremen wollte ein Kraftwagen, in dem sich drei Jäger befanden, einen Lastzug überholen. Der Personenwagen streifte den Lastzug und wurde dabei völlig oufgerissen. Ein Jäger wurde bei diesem Unfall auf der Stelle getötet, während die beiden anderen Iagdteilnehmer Verletzungen erlitten. Finanzamt In Bunzlau ein Raub der Flammen. In der Nacht zum Sonntag brach im Bunzlauer Finanzamt ein Feuer aus, das erst gegen Morgen entdeckt wurde, als bereits der Dachboden in Flammen stand. Die Läscharbeiten gestalteten sich bei 15 Grad Kälte äußerst schwierig. Das Wasser gefror in den Schläuchen, und es mußte immer wieder warmes Wasser zum Auftauen herangeholt werden. Obwohl die Feuerwehr den Brand aus zahlreichen Schlauchleitungen bekämpfte, konnte sie das Niederbrennen des Gebäudes nicht verhindern. Ein Feuerwehrmann wurde mit Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Die Ermittlungen über die Entstehungsursache des Brandes sind eingeleitet Großfeuer im Utrechter Zentralbahnhof. Im Zentralbahnhof von Utrecht, das den wichtigsten Knotenpunkt des holländischen Eisenbahnnetzes bildet, brach ein Großfeuer aus. Angefacht durch den starken Ostwind, breiteten sich die Flammen schnell im Bahnhofsgebäude aus. Das Feuer hat das Bahnhofsgebäude fast völlig vernichtet. Personenschäden sind glücklicherweise nicht zu beklagen. Der Sachschaden ist bedeutend. Möbelfabrik bei Mailand eingeäschert. In Bollate bei Mailand wurden durch ein Groß- feuer die Anlagen einer Möbelfabrik fall völlig zerstört. Die Vorräte, die sich in den Räumen befanden, wurden ein Raub der Flammen. Bei dem herrschenden Sturm hatten die Feuerwehren größte Mühe, ein Uebergreifen des Feuers auf hie Anlagen einer benachbarten Fabrik zu verhindern. Die Schäden belaufen sich auf etwa eine halbe Million Lire. venzinkesselwagen in Brand geraten. In der Nähe des Bahnhofs Durlesbach ist in einem von Ulm nach Friedrichshafen fahrenden Güterzug ein Venzinkesselwagen umgefallen und in Brand geraten. Der Wagen beschädigte die beiden Hauptgleise auf eine längere Strecke. Personen kamen nicht zu Sachaden. Der Brand wurde durch die Feuerwehr mit Schaumlöschverfahren gelöscht. Ein geistesgestörter Brandstifter. 1934 brannte in Herxheim (Pfalz) die protestantische Kirche nieder. Als unter dem Bauschutt ein Kanister gefunden wurde, entstand der Verdacht der Brandstiftung. Lange Zeit konnte man den Täter nicht ermitteln, bis sich schließlich der Verdacht gegen den 34jährigen Friedrich L e h n u n g richtete, der zu jener Zeit ungezählte anonyme Briefe an Herxheimer Einwohner geschrieben und Plakate verdächtigen Inhalts angeschlagen hat. In der jetzt durchgefllhrten Verhandlung vor dem Sondergericht in Kaiserslautern wurde' festgestellt, daß es sich üm die Tat eines Irren gehandelt hat. Deshalb beantragte der Staatsanwalt die Einweisung Lehnungs in eine Heil- und Pflegeanstalt, Diesem Antrag gab das Gericht statt. Zwei Kinder beim Einsturz eines italienischen Bauernhauses getötet In Salizzole bei Verona stürzte aus bisher ungeklärter Ursache ein Bauernhaus ein, wobei die vierköpfige Bauernfamilie unter den Trümmern begraben wurde. Die Bergung mar sehr schwierig, da die Stromleitung zerrissen worden mar und die Rettungsarbeiten in völliger Dunkelheit vor sich gehen mußten. Der Bauer und seine Ehefrau konnten unverletzt geborgen werden, da sie durch einen Balken vor den nachstürzenden Schuttmassen geWiedergeburt des deutschen Kunßhandwerks. Zur Münchener Architektur- und Kunsthandwerk-Ausstellung. Rückblick in die Vergangenheit. Das Kunsthandwerk in der „Zweiten Deutschen Architektur - und Kunsthandwerk- Ausstellung" verkörpert ein wahres Märchen- reich der Schönheit. Der Besucher, der aus den weiträumigen Sälen im Erdgeschoß des Hauses der Deutschen Kunst die Treppen hinaufsteigt zum Obergeschoß, erlebt eine Weitung des Begriffs, die er sich nicht hätte träumen lassen. Wer sich der Zeit vor zehn ober auch nur vor fünf Jahren, erinnert — und welcher Deutsche, der hierher kommt, täte bas nicht? — dem steht das Bild eines niedergehenden^, verzweifelt kämpfenden, zum Teil schon dem Untergang verfallenen Kunsthandwerks vor Augen. Wo einzelne Künstler und Werkstätten noch standhaft gegen den Verflachungsdrang durchhielten, da taten sie es mehr oder minder „auf eigene Rechnung und Gefahr". Kostbare Möbelstücke, wie sie Paul Ludwig T r o o st entwarf und ausführen ließ als Zeichen dessen, was noch immer aus deutschen Hästden geschaffen werden könnte^ waren sozusagen fürs Museum geboren. Frische Impulse. Welch ein andres Bild bietet sich heute! Alte, lange vernachlässigte Techniken, wie die Lackmalerei ayf Goldgrund, leben wieder auf; Handwerke, die sich fast ganz auf Kleinkunst zurückgezogen hatten, wie die der M e t a l l k ü n st l e r und Keramiker, finden wieder Aufträge zur Betätigung im Großen; man sieht schmiedeeiserne Gitter und Kamingeräte, die einen neuen Stil in überraschender Vollkommenheit verkörpern, und es stehen breithüftige Kachelöfen da, in Farbe und Form Muster ihrer Art, die den alten bayrischen Ausdruck „Heimgarten" verdienen. Es ist ein Reichtum der Erfindung, den man der jahrelang verschütteten Phantasie nicht zugetraut hätte. Historische Dokumente der Zeit. Was gegenüber der vorjährigen Ausstellung auf- fällt, ist zunächst die größere Anzahl oolleingerich- teter Zimmer. Dann ein überraschender Zuwachs an höchstgesteigerten Einzelstücken, und in diesem Bereiche wiederum eine besonders feinfühlige Art, die Dinge wohlabgestimmt nach Farbe, Form und Werkstoff in den zahlreichen Steh- und Pultoitrinen zu ordnen — allein in dieser Kunst des Stellens und Stimmens ist ein Kompendium des guten Geschmacks enthalten. Wer die Ausstellung in der Absicht besucht, fsir sich oder andre einen Gegenstand oon überzeitlichem Wert zu erstehen — und die Anwarschast, einmal historisches Dokument der Zeit zu werden, ist ja nahezu jedem der auserlefcnen Dinge ausgeprägt —, der mag in um so größere Verlegenheit geraten, je strenger er zu wählen bestrebt ist. » Inneneinrichtung - anders als gestern. Um zunächst die Zimmer ins Auge zu fassen: ist im Bereich der Inneneinrichtungen irgendein Wandel, ein neuer Grundzug zu spüren? — Man wird diese Frage an Hand der Erfahrungen, die man sonst wohl hier und da gesammelt hat, nirgends so eindeutig beantwortet finden wie hier. Die Harmonie der Farben, von jeher eine erste Forderung aller Innenarchitektur, kann auf vielerlei Weise erreicht werden; gleich hier zeigt sich ein entschiedener Zug zu Neuem. Man stimmt nicht mehr zart gegen zart ab (um nicht zu sagen flau gegen flau), aber auch nicht hart gegen hart (eine Manie, die in den zwanziger Jahren bis zum troffen' grellen Diskant ging), sondern man stimmt kräftig und volltönend aufeinander ab. Man läßt die einzelnen Gegenstände mehr voneinander los als bisher. So sieht man, um nur ein Beispiel zu nennen, in einem Eßzimmer Sessel in Lindgrün auf einen weinroten Teppich gestellt — die Melodie des Möbels schwingt ungleich stärker über dem Grundakkord als bei „Ton in Ton". Hierbei muß vermerkt werden, daß die neuen Werkstoffe dem schöpferischen Wesen nichts genommep, eher neue Impulse zugeführt haben. — Ueberraschend wirkt die Entwicklung, welche die Formen des'Möbel s nehmen. Da gibt es wahre Monumente von Schränken — ein meisterliches Stück Handwerk ist in einem Schrank gestaltet, dessen Entwurf von Professor Gall stammt — und wahre Katapulte von Schreibtischen, unter denen einer, Entwurf Pässenbacher, mit einer Platte aus Pergament, immer neue Bewunderer anzieht. Ein Mammut von Schweinsledersofa, vier Meter breit, ist handwerklich besonders bemerkenswert insofern, als an den Ledereinzügen des ganzen Stückes nur ein einziger Mann arbeiten durfte: anders würden die Einzüge nicht gleichmäßig schützt worden waren. Die beiden Kinder des Ehepaares wurden jedoch als Leichen aufgefunden. Da sie keine äußerlich erkennbaren schweren Verletzungen davongetragen haben, nimmt man an, daß sie unter den Trümmern erstickt sind. Bluttat nach 15 Jahren gesühnt. Wegen Wilddieberei und Mordes hatte sich der 50jährige Friedrich Naumann aus Ditfurt vor dem Schwurgericht Halberstadt zu verantworten. Das Urteil lautete wegen Totschlages und erschwerenden Jagdvergehens auf 12 Jahre Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust. Vor 15 Jahren, in der Nacht zum 30. November 1923, war der Jagdaufseher Schrader bei Ditfurt von Wilderern, die er auf frischer Tat ertappt hatte, erschossen worden. Drei der Beteiligten wurden damals schon zu längeren Freiheitsstrafen verurteilt. Der eigentliche Täter aber, Naumann, war flüchtig und wurde erst vor einigen Monaten durch Zufall in Köln wiedererkannt und verhaftet. Er war nach der Tat ins Ausland geflüchtet. 1927 gelang es ihm sogar, sich mit Hilfe eines gefälschten Passes in Köln festzusetzen. IHorb auf offener Straße in Glasgow. In Glasgow, wo erst kürzlich ein junger Mann wegen Aufschlitzerei mit Rasiermessern zu fünf Jahren Zwangsarbeit verurteilt worden mm, ereignete sich ein grauenhafter unb noch unaufgeklärter Morb auf offener Straße. Mehrere Vanbiten überfielen einen 27 Jahre alten Mann, Vater von zwei Kindern, und brachten ihm an Hals und Kehle so schwere Verletzungen bei, daß der Ueberfallene t o t Was leistet die Landfrau? Als das „Hohelied eines wahren Heldentums", so hat der Reichsbauernführer in feiner Rede auf dem 6. Reichsbauerntag das Wirken und Schaffen der deutschen Landfrau in den vergangenen Jahren bezeichnet. Mit Dank unb Anerkennung sprach Darrs von diesem stillen, oft wenig beachteten Heldentum der Bäuerin, die in ben letzten Jahren eine ungeheure Fülle von Arbeit, von Mühe unb Not unb seelischer Belastung auf sich genommen hat unb doch nicht fahnenflüchtig geworben ist. Die große Erfolgsbilanz über die Arbeit des Landvolkes, die der Reichsbauernführer in Goslar verkündete und die sich in der Leistungssteigerung auf allen Gebieten und am sinnfälligsten in der Rekordernte der letzten Jahre ausprägt, ist zu einem beträchtlichen Teil dieser tapferen Haltung der Landfrau zu verdanken. Um die Leistung des Landvolkes aber voll würdigen zu können, dürfen die Umstände nicht übersehen werden, unter denen diese Leistungen zustande gekommen sind. Es muß vor allen Dingen berücksichtigt werden, daß diese Erfolge erzielt wurden mit einer stän- dia abnehmenden Zahl von Arbeitskräften. In ben letzten Jahren haben 700 000 bis 800 000 Arbeitskräfte das Land verlassen, um in den Städten zu einer anderen Beschäftigung hin- überzuwechseln. Die volle Bedeutung dieses ungeheuren Rückganges an Arbeitskräften kann man aber erst bann ganz erkennen, wenn man sich klar macht, baß die Erzeugungsfchlacht unb ihre Verstärkung im Rahmen bes Vierjahresplanes einen sehr erheblichen Mehraufwand an Arbeit erfordert. Denn jede Mehrerzeugung der Landwirtschaft bedeutet auch einen erheblich vermehrten Arbeitsaufwand, der noch dadurch vergrößert wird, daß eine Erhöhung der Produktion hauptsächlich bei solchen Erzeugnissen gefordert wurde, die eine besonders intensive Arbeit voraussetzen. So. haben die letzten Jahre für jeden einzelnen der in der Landwirtschaft Schaffenden eine ständig steigende Mehrbelastung gebracht. Don dieser Mehrbelastung ist auch in besonderem Maße die Landfrau betroffen worden. Durch den Mangel an Landarbeitern mußte auch die Frau neben ihrer Arbeit in 5)aus, Hof unb Stall immer mehr bei ben gelbarbeiten einspringen. Dadurch, daß viele Landmädel, die vorher der Mutter bei den häuslichen Arbeiten sehr wesentlich geholfen hatten, in die Stadt zogen, hatte die Bäuerin auch deren Arbeitsanteil zu übernehmen. So wird die Tatsache verständlich, daß die Bäuerin ost mehr Arbeit leistet als der Bauer selbst. Wie Untersuchungen des Reichskuratoriums für Technik in der Landwirtschaft ergeben haben, lag bei ben untersuchten Betrieben die Arbeitsstunbenleistung der Bäuerin im Durchschnitt um 10 v. H. höher als bie des Dauern. Um bei ber Bewertung von einer Norm der jährlichen Beschäftigungsdauer ausgehen zu können, wurde ber zehnstündige A r - beit sta g, also 300 Tagewerke im Jahr, als normale Beschäftigungsbauer angenommen. Bei den untersuchten Betrieben ergab sich, baß bie Bäuerin nun nicht nur biefe 300 Tagewerke im Jahr leistet, sondern z. B. 396, 419 ober gar 4 3 8 Tagewerke.' inilMUhlBHMM—M—Mg—BMB— Auch wenn man bie verschobenen Anteile ber einzelnen Arbeitsarten am Gesamtarbeitsaufwand betrachtet, so zeigt sich bie außerordentlich starke Belastung ber Bäuerin. 47 v. H. bes Gesamtarbeits- aufwanbes entfallen allein schon auf bie Haus- unb Stallarbeiten, wovon bie Hausarbeiten vollkommen unb bie Stallarbeiten zumindest zu einem sehr großen Teil von ber Bäuerin verrichtet werben. Aus ber Höhe des Anteils biefer beiben Arbeiten am Gesamtarbeitsaufwanb ergibt sich auch bie Wich- tigfeit bes Einsatzes arbeitfparenber Hilfsmittel unb bie Notwenbigkeit einer sinnvollen Einteilung gernbe biefer Arbeitsvorgänge. Vor allem für ben kleinen unb mittelbäuerlichen Betrieb ist baher bie Forderung nach arbeitserleichternben unb arbeitsparenden Einrichtungen im Haushalt befonbers wichtig. Wie häufig kommt es gerabe in ben Familienwirtfchaften vor, baß an arbeitsreichen Tage bes Sommers nicht einmal genug Zeit vorhanben ist, um ein warmes Essen für bie vom frühen Morgen bis in ben späten Abenb schwer arbeifenbe Familie zuzübereiten. Diese Arbeitsüberlastung bes Lanbvolkes unb insbesondere ber ßanbfrau als eine Auswirkung bes Arbeitermangels unb ber Lanbflucht ist jetzt rin Problem geworben, das bas ganze deutsche Volk betrifft. Denn in ber bauemben Ueberbelastung ber ßanbfrau liegt eine sehr große Gefahr für bie wesentlichste Aufgabe bes Bauerntums: Bluts- quell ber Nation zu fein. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten, bie in der Arbeiternot unb ber Ueberbelastung liegen, stehen aber fast in einem Wiberspruch zu biefer für ben Bestaub bes Volkes lebensnotwendigen Aufgabe. Denn bie Verhältnisse, die wir heute in dieser Beziehung auf dem Lande antreffen, nehmen der Bäuerin ja fast schon die Möglichkeit, eine zahlreiche Kinderschar beranzu-- ziehen. Wenn die ßanbfrau burch bie Fülle ber drängenden Arbeit, die auf ihr lastet, buchstäblich keine Zeit hat, Kinder zu bekommen, so ist das ein Problem, das nicht mehr als ein wirtschaftliches oder soziales angesprochen werden kann, sondern bas eine nationalsozialistische ßebens= frage überhaupt darstellt. So wird, wie es in Goslar unmißverständlich zum Ausbruck gekommen ist, bas Problem des Landarbeitermanaels nicht mehr lange wie bisher mit Hilfsmaßnahmen bekämpft werden können. Der Zeitpunkt, zu dem eine grundsätzliche ßöfung unaufschiebbar wirb, rückt immer näher. Allerdings wird mit wirtschaftlichen oder gesetzlichen Maßnahmen allein, die zwar, wo sie möglich sind, natürlich nuch getroffen werden sollen, die ßandflucht nicht überwunden werden, sondern nur, wenn, wie ber Reick>s- bauernsührer sagte, „die NSDAP, aus ihrem Bekenntnis zum Blute, zur Rasse heraus den unerschütterlichen Entschluß faßt, sie unter allen Umständen zu überwinden". Es ist kein Zweifel, daß aber a.u ch in organisatorischer Hinsicht alles getan tperben wird, was geeignet ist, Erleichterungen in dieser ßage zu bringen. Ebenso wie ber Appell des Reichsbcnu>-n- führers an bie weibliche ßanbjugenb, ihre Mutter nicht im Stich zu lassen und sich von ber Front in die Etappe zurückzuziehen, seinen Erfolg nirfit verfehlen wirb. " H. El. werben, sondern den Duktus der verschiedenen Hände verraten. Die Bestürzung, die von diesen monumentalen Möbelstücken zunächst auf den Betrachter übergeht, beruht auf einem Irrtum; er weilt in Gedanken in- einer Privatwohnung; erst wenn er sich umstellt auf die Räume der repräfentatwen Bauten, deren Modelle er soeben im Erdgeschoß ber Ausstellung gesehen fyat, gewinnt er ben richtigen Maßstab. Triumphzug der kleinen Dinge. ßeichter fällt es, rasch in ein angemessenes Verhältnis zu den kleinen Gegenständen zu kommen, deren Fülle und Auswahl bis jetzt nicht ihresgleichen gehabt hat. Vom hangeknüpften Teppich bis zur feinen Venicefpitze, vom glitzernden Glas- schnitt bis zu hauchzarten Trinkgläsern, von wuchtigen Gästebüchern bis zum feingerabmten, handgeschriebenen Wandsvruch, von schweren Bür- germeifterfetten bis zum edel gestalteten Anhänger am Hals der schönen Frau, von ber „Ochsenblut"-Vase ober ber Weinkanne in „Sung- Rot" — auch eine uralte, erst jetzt roieber entbeckte Technik — bis zur vornehmen Craquelsschale — es gibt kein Kunsthandwerk, bas man hier nicht in letzter Vollendung Revue passieren sähe. Die unverkäufliche Da^e. Daß es auch auf diesem Gebiete für ben Unbefangenen Uederraschungen gibt, kann bem, der öfter in die Ausstellung kommt, nicht entgehen. Sie werben meistens erfreulicher Art sein, so wenn bie Hohe des wirklichen Preises bei irgendeinem erwünschten Gegenstand weit hinter dem „Kostenooranschlag" zurückbleibt; dann aber gibt es auch Wendungen, die völlig unvermutet aus dem Irrgarten ber Künste auftauchen unb für den Dritten etwas Belustigendes haben. Da mochte eine Dame, die entzückt vor einer kleinen, oxydgrünen Keramikvase von Professor ß a e u g e r steht — sie hat die reichoerstreuten Kraterbildungen in ber Glasur mit feiner Witterung als etwas.höchst Ungewöhnliches erkannt —, bas Dinglein käuflich erwerben. „Das Stück ist unverkäuflich." — „Aber bann kann ich es nachbestellen?" — „Nein, das geht leiber nicht." — „Warum nicht? Ich bezahle doch, was es kostet!" — „Sie werden überrascht sein, gnädige Frau, wenn Sie hören, daß Sie die kleine Vase nicht für hunderttausend Mark nachbestellen können." — „Aber wieso denn?" — „Weil sie ein ganz seltenes Ergebnis aus dem Zusammentreffen unzähliger Bedingungen, fozusagen ein Kind bes Schicksals, ist." I Die Enttäuschte tröstete sich dann mit einer Garnitur delikater Platzdeckchen. Man benutzt sie für eine neue Art, den Tisch zu decken, die bei uns vielfach von dem englischen Beispiel der „lunch sets" angeregt, erst jetzt Aufnahme findet: man speist ohne Tischdecke. An deren Statt gibt es unter jedem Gedeck ausreichend große „Platzdeckchen", deren Anfertigung der erfindungsreichen Hand weite Grenzen läßt. Die kostbare Tischplatte bleibt bann unverhüllt und gibt der Tafel ein sehr charaktervolles Gepräge. Oesterreicher und Sudelendeutsche. Es versteht sich von selbst, daß bie Heimkehr der Oesterreicher und der Sudetendeutschen ins Groß- deutsche Reich auch in dieser Schau ihren Abglanz sindet. Wien zumal tritt bedeutend, ja achtunggebietend hervor. Man sieht Wandteppiche von pastellener Zartheit, sieht unverkennbar „Wienerische", Trinkgläser, deren Kelchrand voll spielerischer Grazie im Umriß eines vierblättrigen Kleeblatts verläuft, sieht ß e d e r t a f ch e n , die bestrickende Einfachheit mit höchster handwerklicher Durchbildung verbinden — die Wiener Werkgesinnung wird zweifellos vom Haus der Deutschen Kunst aus in wachsendem Maße ihre Auswirkungen in bie übrigen deutschen Werkstätten streuen. Die Sudetendeutschen offenbaren sich besonders im hohen Stand ihrer V o l k s k u n st; aus Eger kommt eine kostbare Nadelspitzendecke, aus Karlsbad eine „Klosterspitzen"- Decke von Emma Voller, bie höchstes Aufsehen erregen, Gläser aus Haida und anderen Orten mit hochentwickelter Glaskunst schließen sich an. Dl ck in die Zukunft. Niemand wird die Ausstellung des Kunsthandwerks verlassen, ohne einen Blick in bie ebenso einfach wie reizvoll ausgestatteten HI.- unb BDM. -Räume zu werfen. Das ist die Umgebung, die den Geist und Sinn ber deutschen Jugend durchtränken soll: Klarheit unb Ordnung; Licht und Schönheit herrschen bis in den letzten Winkel. Eine Jugend, die aus solchen Räumen ihren Weg hinaus in die Welt und das ßeben nimmt, wird nicht in die Barbarei vergangener Tage zurückkehren. Zeitlebens wird das Fingerspitzengefühl für bie Werte der Kultur sie begleiten; sie wirb — so hoffen wir — auf breiterer Grundlage, als wir es heute noch vermögen, die Vision des Führers verwirklichen helfen: Deutschland zu dem zu machen, was es nach den Aspekten, die sich hier eröffnen, einmal werden soll — ein großes Haus der Kunst. Dr. H. A. T h i e s. Gießen (Kaiserallee 83), den 17. Dezember 1938. 05606 T715A Ein reizender Tier-Roman: Wie. sckätt 1 2.90 5.50 .Retina“ RM 75.- Seltersweg 66 Fernspr. 34^2 8341A SELTERSWEG 47 figrion 4.00 4.00 2.60 2.70 4.30 Die Beerdigung findet Dienstag, den 20. Dezember, um 11 Uhr auf dem Alten Friedhöfe statt daß man die kleine leichte ..Retina" stets mit sich tragen kann. So geht kein schönesMotiv verloren, sondern bleibt dank der hervorragenden Markenobjektive als schönes Schwarz - Weißoder Farbenphoto erhalten. Ein begehrtes Geschenk ist darum stets eine Kirsch mit Rum......... Kakao mit Nuß .......*.. Masurenkaffee.......... (Mokka-Edellikör) Mokka-Kirsch........... Edelkirschen ........... Doppelwacholder....... Weinbrand „Spezial *.... Weinbrand „Hausmarke“ Original-Schwarzwälder Himbeergeist 50°-o...... 2.25 2.25 1.40 1.45 2.30 er schöne Morgenrock Meist steht er an der Spitze desWunschzeftels. Immer finden Sie ihn in großer vielseitiger Auswahl bei uns. Das HausfürguteWeine und Spirituosen 8330A merkt der werdende Soldat: man wird erst ein Kerl — sofern man’s ernst nimmt. Ein paar Skizzen mögen das deutlich machen: Wenn du frühmorgens ein gebieterisches und vernehmliches „Raus" vernimmst, so hast du am ersten Tag schon eine Ahnung von der Autorität des „U. v. D." bekommen, der dem „blutigen Anfänger" auch am Abend beim Zapfenstreich mit unbedingt wirksamer Lehrmethode das nötigste über Stuben- und Spindordnung beiträgt. Auf dem Kasernenhof findest du dich dann im Kreise deiner Freunde und Bekannten von gestern wieder. Nachdem dir auf Kammer die „Brocken" flott, sozusagen „im Fluge", verpaßt worden sind und du mit allen diesen Dingen vertraut geworden bist, hast du gar kein Verlangen mehr noch dem Straßenanzug, denn nun. wird es erst interessant. Du merkst bald, daß du kaum richtig gehen und stehen kannst; ja selbst das Sprechen in militärischem Sinne ist ein Brauch, der mit einigem Schweiß erlernt werden muß. So kommt eins nach dem andern dran — was, das will ich nicht vorwegnehmen; reizvoller erlebt man das selber! Doch der Tag bringt auch andere Tätigkeiten, bei denen du ebenfalls „auf Draht" fein mußt! Sind die Vormittagsstunden herum, so winkt eine kräftige Mahlzeit in der Kantine, zu der man sich — wöhlgemerkt, mit gekämmten Haaren und sauberen Händen (Fingernägel möglichst nicht mit Alle bekannten Original-Liköre von Kloster, Ettal, Gilka, Danziger Lachs Bois, Cusinier usw. Original-Enzian, Rum und Arrak v. Pott Vergessen Sie nicht den Festwein Elges-Weine schmecken besser! alte gute „Geister“ die man „Ihm“ schenkt! Ein Vierteljahr Soldat. Ein „Vierteljährlicher" des Z.-V.Hl6 erzählt.. V. Fl. 1.50 1.50 2.00 l/,Fl. 2.80 2.80 3.60 Kaffeemühle Das wäre auch ein Geschenk für die Hausfrau. Preiswert bei Häuser I J-Bj Gießen Oswaldsgart (Parkplatz) [”16a Fernruf Nr. 2145-2146 Eß-Besteck gereinigt!) — stärker zu drangen pflegt als zum Antreten beim Geländedienst. Ueberhaupt, der Geländedienst ist eine besondere Sache! Du mußt zunächst — um einen technischen Ausdruck anzuwenden — „geländegängig" werden; „hinsetzen", kriechen, „gleiten" sind Bewegungen, denen du dich mit Hingabe widmen wirst. Und wenn du, wir wir, zum MG.-Schützen ausersehen wirst, beginnt erst das Wichtigste deiner Soldatentätigkeit. Was ist das Gewehr dagegen! Du lernst „mit dem Schlitten auf dem Ast" über Sturzäcker springen, im Handumdrehen in Stellung gehen, als Richtschütze dein Dauerfeuer dem bösen Feind entgegenschleudern. Wenn du schließlich die Anwendung der Richt-Instrumente erlernt hast, fühlst du die Wahrheit des Wortes von dem MG. als dem stolzesten, der Königin der Waffen! — Vieles andere liegt zwischen diesem Weg einer militärischen Kurzausbildung: Da sind die Appelle, weniger beliebt bei den Ersatzrekruten als die Uebungsschießen, aber darum nicht weniger wichtig als diese. Auf Märschen wird die Ausdauer auf die Probe gestellt; was tut es, wenn mancher Fuß nach der Heimkehr „ballonbereist" aus dem Stiefel steigt; das Revier verschafft rasch Linderung. Geht ein langer Tag zur Neige, so kommt das Waffenreinigen zu seinem Recht. Heißt's endlich: „Raustreten zur Parole", so ist der verdiente Feierabend nahe: Du erfährst, was es in der Kompanie gibt, wohl auch, wer gesündigt hat und am Samstagnachmittag Buße tun muß... In der Frühe des nächsten Tages zieht die Kompanie, ein frisches Marschlied auf den Lippen, wieder zum Kasernentor hinaus, die rumpelnden Handwagen mit den alten braven MG.'s hintendrein. Ist solch ein Vierteljahr nicht exlebenswert? All seinen reichen Inhalt schließt das zusammen, was wir Kameradschaft nennen — Kameradschaft als Tat, nicht als billiges Schlagwort verstanden! Mancher muß erst hier im Kreise der vielen anderen lernen, draußen beim Dienst und drinnen in der Stube sich ein- und unterzuordnen, notfalls für den Kameraden einzutreten. Das tut jedem einmal not! lieber allem steht für den Soldaten aber seine Verpflichtung dem Vaterland gegenüber. .Er leistet dem Führer seinen Treueid, und wie ernst das ist, erlebten wir, die wir kaum vier Wochen im grauen Rock steckten, in den letzten Ssptembertagen dieses Jahres, da es galt, Sudetenland heimzuholen! Gelang die geschichtliche Tat ohne Schwertstreich, so doch nur dank der soldatischen Entschlossenheit unseres Volkes! Photo-Kino Krcnzplatz 9 Nach kurzem Leiden entschlief sanft meine liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, unsere Schwester, Schwägerin und Tante Frau Marie Müller Wwe. geb. Marx mfammenbrad), ohne daß die Mordtat von Passanten bemerkt worden wäre. Man nimmt an, daß es sich wieder um einen Rasiermesser-Ueberfall ge* handelt hat. Kleine politische Nachrichten. Der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von Brauch i t s ch, und Frau von Brauchitsch empfingen am 15. Dezember in ihrem Hause die in Berlin beglaubigten Militärattaches. Im Anschluß an eine Besichtigung der Ordensburg Vogelsang durch Korporationsminister Lan- t i n i und Reichsleiter Dr. Le y fand in Anwesenheit des Gauleiters Staatsrat Grohs und zahlreicher führender Männer aus Partei, Staat und Wehrmacht ein Empfang statt, bei dem Reichsorganisationsleiter Dr. Ley dem italienischen Gast Opel-Kapitän ist bereits eingetrofien und steht zu unverbindlicher Probefahrt zur Verfügung Motorwagen-Verkaufsgesellschaft m. b.H. Gießen Frankfurter Str. 52 Ruf 2847 Das ist der Weg, den. heute wieder jeder wehr- - würdige und wehrfähige Deutsche geht, wenn er in das dienstpflichtige Alter getreten ist. Aber zwischen denen, die Deutschland gegen eine Welt von Feinden verteidigen, und der Jugend des Dritten Reiches stehen noch die vielen, denen eine dunkle ~ Epoche unserer Geschichte das Tragen des Soldatenrocks verwehrte. Und von ihnen wird hier gesprochen — den „Vierteljährlichen". An einem Septembertag zogen wir in Zivll, den - Koffer in der Hand, in die Kaserne — unsere neue - Heimat — ein. Wir sind und fühlen uns noch jung ' wie die anderen Kameraden der „Aktiven", aber die paar Jahre Altersvorsprung haben doch schon den Menschen geprägt. Wenige Tage Kasernenhofdienst ' genügen, vieles abzustreifen, was wir aus Zivil- und Berufsleben noch an uns hängen hatten, und was übrig blieb, haben die drei Monate ebenfalls abgeschliffen. "■ Viele stehen nun wieder vor ihrem Vierteljahr bei „Preußens", und mit verständlicher Neugier werden sie uns, die wir jetzt wieder die Uniform . ausziehen, fragen: „Wie wars?" Eigentlich gibt es nichts zu überlegen, was ich dem fragenden Freunde antworte — denn ein Ehrendienst für die Nation bedarf keiner Zensur; er ist schön, mag er auch manchen Verzicht auf bürgerliche Gewohnheiten und Annehmlichkeiten fordern; denn langsam Gebr.lmheuser Markt das Fachgeschäft für Damen- und Mädchenkleidung, Hüte Der Brotkasten ist auch ein schönes Geschenk. Große Auswahl und viele Preislagen zeigt Ihnen J. B. Häuser Gießen, a.Oswaldsgarten (Parkplatz) Fernruf Nr. 2145—2148 Die (öeschichie einer LibeUe von Werner Heinen 1 54 Seiten mit 24 künstlerischen Textzeichnungen von Erich Schröder, Berlin. 2 inenbanb mit metjrfarb (va cyyv o Schuyumschlag .......NM. 3,- Die ganze Schönheit dieses zierlichen 3n» fehles offenbart dieses Buch mit seiner dichterischen, fesselnden Schilderung der Lebensgeschichte einer Schlankjungfer. Beim Lesen , es reine Naturfreude spendenden Buches tpürt man förmlich den Sommer mit seiner Vielfalt der Naturerscheinungen in Waffer, Luft und Halm. Werbeblatt kostenlos. Zu beziehen durch jede Buchhandlung Hugo Bermühler Verlag ®erlin»ßid)terfelbe Eine Waage ist ein praktisches und nützliches Geschenk. Preiswert bei Ws <1.8, k«? Gießen Oswaldsqart. (Parkplatz) 77 Fernruf Nr. 2145-2146 im Auftrage des Führers das Großkreuz des Verdienstordens vom Deutschen Adler überreichte. * Der Chef der Kanzlei des Führers der NSDAP, gibt bekannt, daß die Kanzlei, Berlins 35, Friedrich-Wilhelm-Straße 13, vom Montag, dem 19. Dezember 1938 bis 3. Januar 1939 einschließlich für den allgemeinen Befucherverkehr geschloffen ist. Ausnahmen, können nur m dringenden Fällen gemacht werden. * 21m Freitag vormittag fand die Einweihung des ersten N S V. - M ü t t e r e r h o l u n g s h e i m e s in Danzig-Langfuhr statt Zu der Fel er waren außer Gauleiter Albert Forster auch die Reichsfrauenführerin Scholtz-Klink und Hauptamts^ leiter Hilgenfeldt erschienen. " im 74. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Karl Müller und Familie. Darum gilt es für uns aus dem Ausbildungs- lehrgang Scheidende, wie für dich, zum Einrücken bereiter Freund: Soldaten zu werden und zu bleiben für’s ganze Leben! Das soll unser stolzer Wille * Schütze Heinz Gerhardt II., I. R. 116. Wetterbericht Die Ueberflutung Europas mit arktischer Festlandkaltluft hat über das Wochenende weitere Fortschritte gemacht, so daß zur Zeit auch Großbritan- nien und Italien ersaßt sind. In Deutschland nahmen vor allem im Westen und Süden die Fröste wesentlich zu, so daß am Msntagfrüh die Temperaturen allgemein um minus 15 Grad waren. Der Zustrom der Kaltluft hält weiter an, strichweise wird es auch zu leichten Schneefällen kommen. Vorhersage für Dienstag: Heiter bis bewölkt, .nur strichweise geringe Schneefälle, bei lebhaften östlichen Winden kräftiger Frost. Vorhersage für Mittwoch: Fortdauer des Frostwetters. Lufttemperaturen am 18.Dezember: mittags—11,2 Grad Celsius, abends —13,9 Grad; am 19. Dezember: morgens — 14,4 Grad. Maximum —10 Grad, Minimum heute nacht —14,7 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 18. Dezember: abends —0,6 Grad; am 19. Dezember: morgens —1,5 Grad. — Sonnenscheindauer 6,5 Stunden. Wintersport - Wetterbericht. Rhön: Wasscrkuppe: Wolkenlos, —22 Grad, 6 Zentimeter 'Gesamtschneehöhe, Rauhreif, Schnee stellenweise durchbrochen. Rodel gut, Schi nur in den Wäldschneisen. In sämtlichen Mittelgebirgen keine Schneesportmöglichkeiten, nur in den Hochalpen geringe Sportmöglichkeiten. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftletters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigenTeil: ErnstBlurnschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Jnhylt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. XI. 38: 10718. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM.- 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illu- strierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig; Pestgesdhenäe Feine Briefpapiere auch mit Namenaufdruck Foto-Alben Füllfederhalter • Schreibmappen > Schreibunterlagen Weinert Neuen weg 9 8 '350 Arien M Beteiligung an einem Güllen zu pacht, gesucht. Schr. Ang. unt.j 05607 a.d.G.A.I | Mietgesuche [ Gebildete Frau, ruhig, verträgl., vünktl.Mietzabl. sucht möb. 3im. Betten, Wasche, Zim.-Reinigung wird nicht verl. Schr. Ang. unter 05610 a.d.G.A. [ Verkäufe"! 6-Zim.-Etagenäaüs in gut. Lage mit sofort beziehbar. 6-7-Zim.-Wohn. mit Heizung unt. günstig. Beding, zu verkaufen. Näheres lasset A. Becker Keplerstraße 9 Telefon 3804. Motorrad 500 ccm Triumph, fteuerfr. Herremahnad fast neu, weißer Herd, 70-110 Kinderbett 80—150 El. - Grammophon mit o. o. Schrank zu verkauf. lo56ii Ludwigstr. 41 I (Mr. SAeMislv mit Aufsatz und SAeMslv-Sessel zu verkaufen. 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