Mittwoch, W.Mober M8 188. Jahrgang M. 245 Erstes Blatt Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vru» und Verlag: vrühlsche Univerfitätsdruckerei «.Lange in Lietzen. Lchristleitung und Geschäftsstelle: Schulftratze 7 Annahme von Anzeige» Mr die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Dormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text« anzeigen von70mm Breite 60Rpf.,Platzvorschrift nach oorh.Vereinbg.25"/«, mehr. Lrmähigie Grundpreise: Stellen», Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeitzen 5 Rpf.,Familienanzei- gen, Bäder-, Unterrichts» u» behördliche AnzeigenkRpf. Mengenabschlüsse Staffel B krsch-Mt »ützlich, nutz« Sonntags und Feiertags Beilagen: Die 3üuftnerte ©iefeener Familienblatter Heimat im Bild • Die Scholle MgnatS'vezngrpreir: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte e 1.80 Zustellgebühr , -25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschiüffe nnter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gietzea Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686 Verwaltungsausbau im Sudetengau. Probleme der Entspannung. ö ' Von Konteradmiral a. O. Gaoow. Eine von Grund aus modern organisierte und volksnahe Verwaltung, in Regierungsbezirke gegliedert. werden. reicht wird. Mit einer Dränung timmte der Leiter einer fast ausschließlich aus Juden bestehenden Gruppe von Antifaschisten. Er selbst hielt es für geboten, außerhalb der „Zelle" zu arbeiten, um die Aufmerksamkeit der Polizei von sich abzulenken. Colorni, der in einem Mädcheninstitut Philosophie- Unterricht gab, führte ein nach außen hin sehr zurückgezogenes Leben, begab sich aber öfter ins Ausland, vor allem nach Paris. Bei einer Hausdurchsuchung wurden bei ihm mehrere Koffer mit Schriftstücken und Dokumenten beschlagnahmt. Der ehemalige Stadtverordnete Philip so n in Florenz ist der Sohn eines eingewanderten jüdischen Emigranten. Seine ihm reichlich zur Verfügung stehenden Mittel benutzte er dazu, als fanatischer Feind des faschistischen Italien dieses dem internationalen Judentum in die Hände zu spielen. London, 18. Okt. (Europapreß.) Der Gesundheitszustand des türkischen Staatspräsidenten K e - mal Atatürk hat sich, wie aus Istanbul gemeldet wird, Dienstag weiter verschlechtert, nachdem in den letzten zwölf Stunden eine kleine Besserung zu verzeichnen gewesen war. Acht Aerzte, darunter vier deutsche Speziali- sten, sind im Dolma-Bagtsche-Palast versammelt, um Kemal Atatürk beizustehen. Weiter befindet sich dem Faschismus der ersten Stunden und den neuen Generationen des Liktorenbundes vollkommen er- Berschlechterung in dem Befinden Kemal Atatürks. gesetzgebung mit Mißvergnügen- ausgenommen hat, kann einen Kenner der Verhältnisse nicht überraschen. Der vatikanische „Osseroatore Romano" äußerte sofort „Besorgnisse und Vorbehalte", was ihm eine ziemlich scharfe Zurechtweisung des von Staatsminister Farinacci herausgegebenen Kampfblattes „Jl Regime Fafcifta" eintrug, in der an Hand unwiderleglicher Beweise festgestellt wurde, daß sich die faschistische Rassenpolitik in voller lieber» einstimmung mit den Vorschriften aller kirchlichen Konzile seit dem Jahre 300 n. Ehr. befinde und daß also die Kirche mit ihrer heutigen „demokra- tisch-freimaurerisch-judenfreundlichen" Haltung von ihrer Tradition abgewichen sei. Jedenfalls ist der Faschismus überzeugt, mit seinen rassenpolitischen Maßnahmen einen Weg zu gehen, den auch andere Völker, bei denen sich das Judenproblem mehr und mehr fühlbar macht, früher oder später werden beschreiten müssen. DlejüdischeMh'akbettm 3talien zweiten Entschließung über eine Neu - des mittleren Schulwesens Große Rat des Faschismus nach An- sars der sudetendeutschen Gebiete und das Amt des Führers der Sudetendeutschen Partei vereinigt sind, also Partei und Staat eins sind, wird der Aufbau der Verwaltung rasch und durchgreifend erfolgen können. Mit dem Wegfall der vollziehenden Gewalt der Wehrmacht werden diese Gebiete in die treuhänderische Verwaltung der angrenzenden Gaue bzw. Regierungsbezirke unter der Oberleitung des Reichskommissars übergeben. Der vom Führer gezogene Sude t e n g a u wird sich in Regierungsbezirke gliedern, um eine möglichst dezentralisierte und volksnahe Verwaltung zu ermöglichen. Die Regierungspräsidenten werden als nachgeordnete Behörde dem Reichskommis s a r unterstellt sein. Es ist selbstverständlich, daß Sudetendeutsche wieder im politischen Verwaltungsdienst ausgebildet und zur Verwaltung ihrer schönen Heimat berufen werden. Im übrigen werden die Sudetendeutschen im ganzen Reich Verwendung finden, wie Beamte aus dem Altreich nach dem Sudetenland kommen werden. Alles ist ja jetzt Großdeutschland, und im Grunde genommen steht jeder, wo immer er arbeitet, im Dienste von Führer, Volk und Reich." Rom, 19. Okt. (DRB. Funkspruch.) Der Große Rat des Faschismus nahm von den Erklärungen des Parteisekretärs über die italienischen Jugendorganisationen des Liktorenbundes (G. I. L.) die auf dem Wege ist, die jungen Geschlechter totalitär zu erfassen, Kenntnis und erteilte ihm den Auftrag, in kürzester Zeit dieses Ziel zu erreichen, damit die ganze Jugend in der G. I. L. den Untergrund und die notwendigen Voraussetzungen für eine moralische, politische und hörung der Erklärungen des Erziehungsministers Bottai seinem Vorsatz zu, „eine den neuen kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Erfordernissen des nationalen Lebens im Regime der Fasci und Die junge Generation im italienischen Faschismus Beschlüsse des Großen Faschistischen Rats. Sie faschistische RaffenpoM. Don unserem K G.-Korrespondenten. Rom, Oktober 1938. Der Große Faschistenrat, jene oberste Instanz der Partei, der die ältesten Mitkämpfer Mussolinis, die Regierungsmitglieder und andere führenden Männer angehören, tritt nur bei besonderen Anlässen, zusammen. Die Tatsache, daß er Ende der vergangenen Woche drei Sitzungen hintereinander abhielt, deutet also an sich schon darauf hin, daß Entscheidungen von weittragender Bedeutung zu treffen waren. In der Tat haben die Beschlüsse, die der Große Faschistenrat in seinen ersten beiden Tagungen faßte, obwohl sie auf innerpolitlschem Gebiet lagen, in der ganzen Welt einen beträchtlichen Widerhall gesunden. Vor allem gilt dies für die neue Rassengesetzgebung Italiens. Diese einschneidenden rasse- politischen Maßnahmen verfolgen das Ziel, eine klare Trennungslinie zwischen der italienischen Rasse und der Umwelt zu ziehen, die Italiener vor allen schädlichen, zersetzenden und degenerierenden Einflüssen zu bewahren, sie in ihrer Eigenart mit ihren körperlichen, seelischen und moralen Werten zu erhalten und 'damit für die Zukunft dem faschistischen Staat seine wichtigste Grundlage, ein an Leib und Seele gesundes, leistungsfähiges Volk, zu sichern. Italien ließ sich dabei sowohl von wissenschaftlichen Forschungsergebnissen, als auch von nationalen und internationalen Erfahrungen leiten, die es während der faschistischen Aera, besonders während der letzten Jahre seit dem abessinischen Feldzug, machen muhte. Darum dienen die jetzt erlassenen Bestimmungen einerseits der Vervollständigung der Beschlüsse des Ministerrats vom Januar 1937, die darauf hinzielten, in den Kolonien die Bildung einer in jeder Hinsicht, nicht zuletzt auch vom politischen Standpunkt aus unerwünschten Mischlingsschicht zu verhindern, andererseits dem Abschluß der vor etwa drei Monaten eingeleiteten Klärung des Verhältnisses zwischen Italienern und Juden. In der ersteren Richtung liegt die Ausdehnung des Vermischungs- verbotes zwischen Weißen und Eingeborenen der Kolonien auf alle Hamiten und anderen nichtarischen Rassen. ,, . ... 9Bas insbesondere die Juden angeht, so wird in i der Erklärung des Großen Rates erneut darauf hin- i gewiesen, daß das internationale Judentum sich als I der erbitterte und unversöhnliche Feind des faschi- ' stischen Italiens erwiesen hat. Die hartnäckigsten i Vorkämpfer der Wirtschaftssanktionen in Genf und ■ anderswo waren Juden-, die antifaschistische Hetze in der ganzen Welt wird von einem international» jüdischen Generalstab geleitet und von den jüdischen Geldmächten finanziert. Selbst die in Italien ansässigen „Ebrei" haben sich infolge ihrer Verfilzung mit dem Weltjudentum diesen faschistensemdlichen Einflüssen nicht ganz entziehen können. Die meisten von ihnen haben sich nur widerwillig mit der faschistischen Ordnung des Staats- und Volkslebens abgefunden; viele haben versucht, die faschistische Revolution aus angeborenem Schmarotzertrieb heraus zur eigenen Bereicherung auszubeuten. So ist die Ausgliederung der Juden aus dem faschistischen Staat nichts anderes als die Folge ihres eigenen Verhaltens, durch das sie sich freiwillig außerhalb der geistigen, politischen und wirtschaftlichen 3nter« essen des italienischen Volkes und damit bewußt außerhalb dieses Staates gestellt haben. Trotzdem räumt der Faschismus den Juden nicht nur das Recht auf freie Ausübung ihres Kults und auf eigene Schulen ein, sondern gesteht ihnen bar» über hinaus eine Reihe in dem Gesetz ausdrücklich festgelegter Ausnahmen zu. Allerdings nicht ohne darauf aufmerksam zu machen, daß es ausschlie^nch von dem weiteren Perhalten der in- und ausländischen Juden selbst abhängen wird, ob diese Großmut, vor allem auch die Überlassung eines jüdischen Siedlungsraumes in Abessinien, in Zukunft einer Nachprüfung im Sinne einer Verschärfung der jetzt erlassenen Richtlinien unterzogen werden wird. Noch harren Bestimmungen über die Regelung der Berufstätigkeit der Juden ihrer Veröffentlichung. Auch diese Maßnahmen werden lediglich bezwecken, den Anteil der Juden an den verschiedenen Berufen und Wirtschaftszweigen auf das ihrem Verhältnis zur Gesamtbevölkerung Italiens entsprechende Maß zurückschrauben, ihnen aber zugleich auch die Waffen zu entziehen, mit denen sie das italienische Volk schädigen und den faschistischen Staat von innen heraus bedrohen könnten. Bei dieser Gelegenheit werden wohl auch die jüdischen Spekulanten unschädlich gemacht werden, die, beispielsweise in Triest, seit Jahrzehnten unter dem Schutz ausländischer, meist südamerikanischer Paffe gefahrlos ihren „Geschäften" nachgehen konnten. Bei dem Verbot bzw. der Genehmigungs- pflicht der Ehen zwischen Italienern und Ausländern, auch solcher arischer Raffe, ließ sich der Große Faschistenrat nicht nur von Erwägungen der Reinerhaltung des Blutes leiten, sondern er wollte den Italienern auch konflikte ersparen, die sich häufig aus Mischehen zwischen Angehörigen verschiedener Nationen ergeben und zu einer Schwächung des geJIo 11 erten nationalen Willens führen können. „Das faschistische Italien", so schrieb Gayda im halbamtlichen „Gwr- nale d'Italia", „ist in d-r harten Schule des Kampfes und der Isolierung groß geworden. Fast überall, auch bei den zivilisierten Volkern, ist es auf Feindschaft und Unverständnis gestoßen Darum muß es sich heute in einem rassischen Autarkie- willen, der die Garantie der Unabhängigkeit uno der Kraft seines Geistes ist, ebenso stärken wie m dem Willen zur Wirtschaftsautarkie, der Garantie seiner politischen Unabhängigkeit und militärischen Selbstgenügung." _ Daß die katholische Kirche die italienische Rassen- Sm Gespräch mit Aeichsinnelimmister Dr. Frick. Karlsbad, 18. Okt. (DNB.) Dem Sonderberichterstatter des Deutschen Nachrichtenbüros machte Reichsinnenminister Dr. Frick Angaben über den verwaltungsmäßigen Aufbau des Sudetengebietes. „Der Neuaufbau der staatlichen Verwaltung im wiedergewonnenen Sudetenland ist eine ganz andere Ausgabe wie die Uebernahme der Verwaltung in der deutschen Ostmark. Dort haben wir eine zentrale Verwaltung in Wien mit einem geschlossenen Derwaltungsaufbau übernehmen können. Im Sudetenlande, abgesehen von den durch sudetendeutsche Volksgenossen geführten Gemeindeverwaltungen, ist gar nichts vorhanden. Das hat den einen Vorteil, daß wir hier alles von Grund auf modern organisieren werden und eine volksnahe Verwaltung aufbauen werden. Die Sudetendeutsche Partei wird bei einem Neuaufbau der staatlichen und gemeindlichen Verwaltung eine sehr wesentliche Aufgabe erfüllen, der die Reichsverwaltung in jeder Hinsicht Hilfsstellung leistet. Dadurch, daß in der Person Konrad Henleins das Amt des Reichskommif- der Korporationen entsprechende Reform vorzubereiten und beauftragte ihn, konkrete Vorschläge für eine Neuordnung des mittleren Schulwesens, die mit dem Schuljahr 1939/40 in Kraft treten soll, zu unterbreiten. Der Tag der italienischen Polizei. Der Reichsführer ff bei der Parade vor Mussolini. kriegsmäßige Erziehung findet, die von dem Geist der Revolution der Schwarzhemden und von der geschichtlichen Mission des erneuerten römischen Imperiums erlangt wird. Der Große Rat stellte fest, daß die Partei in großem Umfange aus den Reihen d e r akademischen faschi- tischen Jugend geschöpft hat, um die Cadres der Organifation des Regimes aufzufüllen und damit eine ihrer Hauptaufgaben, die Vorbereitung der neuen Führerschicht zu erfüllen. Eine große Schar auf dem Boden der Partei erzogener Männer teilt heute im Zentrum wie an Der Peripherie mit den Aelteren in vollkommener Zielgemeinschaft die Ehren und die Verantwortung des Kommandos. Diese jungen Männer, denen der Große Rat des Faschismus seinen Gruß entbietet, haben den Beweis geliefert, durch Reife und Glauben des Vorrechtes würdig zu fein, das ihnen zuteil gworden ist, und das sie vor allem als eine Pflicht zur Erhaltung des Geistes der Revolution betrachten, damit die Zusammenschweißung zwischen Die Welt atmete auf, als die Münchener 23er« ständigungsbotschaft die Kriegswolken verjagte und die Sudetenfrage bereinigt war. Mit Schaudern erkannten die Gegner, wie nahe man daran gewesen war, für eine reine Prozedurfrage in längst beschlossener Sache das Schwert zu ziehen, das im übrigen die „Böhmische Bastion" nicht hätte retten oder im Falle des Sieges über Deutschland nicht hätte wiederherstellen können. Brausender und einstimmiger Beifall hatte im Unterhaus Englands und in der französischen Öffentlichkeit, die Einladung des Führers nach München begrüßt. Danach konnte Europa demobilisieren. Aber auf den Feiertag folgt der Alltag, und kaum war das glückliche Ergebnis hereingebracht, da er- hoben sich die ©egner Der 23erftänbigung, besonders in England, um das Geschehene und die ganze politische Wendung zu verurteilen, von „Kapitulation" und „Niederlage" zu sprechen, eine dunkle Zukunft zu prophezeien und ihrem tiefen Haß gegen den „Sieg der Diktaturen" Ausdruck zu geben. Premierminister Chamberlain selber bezeichnete das Erreichte als „nur einen ersten Sdjritt", die gemeinsame Erklärung mit Dem Führer als eine reine Willenskundgebung, unD Die Aufrüstung EnglanDs auch weiterhin als notroenbig, um „auf gleichem Fuße" Das FrieDenswerk förDern zu können. In Frankreich erschien Die nationale Zustimmung beDeutenD geschlossener, Das Bewußtem, eine verfehlte Politik in Europa beenbigen zu müssen, viel vertiefter. Was also hat sich geänDert, unD was bleibt zu erwarten? Die Welt hat verstanDen, Daß Die Einkreisung DeutschlanDs auf seiner Ostseite Durch Versailler Konstruktionen ein EnDe gefunDen hat. Der tief in 'Böhmen eingeDrungene bolschewistische Einfluß wurDe in Dem FrieDenswerk völlig ausgeschaltet. Polen löste sich von westlicher Beratung unD folgte seinen eigenen Zielen, Ungarn erlangte seine Wehrund Bewegungsfreiheit. Ein etwa noch schwankendes und wirtschaftlich vom Westen umworbenes Rumänien ist nicht blind für die tatsächliche Machtlage, und Jugoslawien sieht seine Einstellung zum mitteleuropäischen Kraftzentrum und zur „Achse" ; gerechtfertigt. Damit vollzieht sich etwas, was Die Politik der westlichen Demokratien strategisch wie wirtschaftlich berührt. Wie Die enttäuschten Stimmen Der englischen Opposition verrieten, entzieht sich Das DeutschlanD Der Dierjahrespläne unD Der SüDostverbinDungen immer stärker Der Blockade- gefahr unD Damit Den Druckmitteln Der englischen Politik. GroßaDmiral LorD ChatfielD versicherte im Oberhaus, daß die britische Flotte in Dieser europäischen Ostfrage nichts hätte tun, höchstens dem „Angreifer" nachträglich Die Rationen kürzen können. Auch Diese Möglichkeit oerminDert sich noch weiter; im Westen aber verstärkte sich Der belgische unD Schweizer WiDerstand gegen jeben Ueberflug ober Durchmarsch, unb bie beutsche Grenze wächst an Festigkeit unb Tiefe, um nach Abolf Hitlers Ankünbigung jetzt auch bie letzten Lücken zu schließen. Das, was nach Dem schönen Bekenntnis Duff Coopers schon 1914 zum Kriege führte, „Den wir nicht etwa wegen Serbien oDer Belgien geführt haben", Die Machtstellung DeutschlanDs im Herzen Europas, Die Der englische Gleichgewichtsgedanke nicht zulassen zu können glaubte, ist wiederherge- stellt. Diese Partei wünschte auch Diesmal Den Präventivkrieg, wieDer „nicht etwa wegen Der Tschechen", ihr Konzept wurDe Durch Den Fuhrerwillen von vier Staatsmännern oerDorben. Was hier also zu überroinDen ist, unD zwar in weiten Kreisen EnglanDs, wie Die Abstimmung unD Stimmenthaltung zeigte, ist eine strategisch-politische Vorstellung, Die Europa im Gleichgewicht — oDer in Atem — zu halten sucht, um England seine Schiedsstellung und Damit seine Bewegungsfreiheit zu erhalten. Die Politik Chamberlains scheint entschlossen. Die Tatsache Der Deutschen Stellung m Rechnung zu setzen. Da seine mehrfache Berührung mit Dem Führer ein persönliches Vertrauen be- grünDete, Das jene Reaktion unD jener Jmperialis- mus nicht empfinDen. Dazu kommt Die noch nicht behobene Sorge um Die Luftsicherheit EnglanDs,* Die Den nächsten Rüstungsabschnitt beherrschen wird. Aber Die große englische Politik ist nicht allein strategisch bestimmt, fonDern Durch alle Jahrhunderte hindurch ebenso stark wirtschaftlich. Beide Richtungen fliehen zusammen in Der Mi11elmeerfrage. Das Problem Dieses Meeresteiles entsprang Daraus, Daß es aus einem reinen britisch- französischen Interessengebiet zum Begegnungsraum neuer Kräfte wurDe. Der Ausgleich mit Italien wurde gegen Den Widerstand der Edenschen Reaktion durch den Ostervertrag vom 16. April 1938 eingeleitet und wird vielleicht sckon in den nächsten Wochen perfekt, nachdem die spanische Frage bereits viel von ihrer Schärfe verloren hat. Im Mittelmeer geht es um die Sicherheit Der militärischen wie Der wirtschaftlichen DerbinDungen, um Die Erhaltung Der Machtstellung im Nahen Orient ebenso wie um etwas, was unter Dem Namen „S ü D o ft h i 1 f e" Dürftig verschleiert wurDe. Englisch-französisches Kapital bemühte sich um Die Türkei, um im östlichen Mittelmeer eine Front gegen Italien aufzubauen, um Griechenland, Jugoslawien, Rumänien unD jetzt auch Bulgarien aus ähnlichem GrunDe, vor allem aber, um Den SÜD« oftftaaten eine Stütze gegen ihre „Monopolisierung" Durch Den Deutschen Markt zu geben. Man mußte bereits Australien Die Weizenabnahme kürzen, um rumänischen Weizen abnehmen zu können, bei Konstanza im Schwarzen Meer baut EnglanD einen Kriegshafen, auf Den es Hoffnung fetzt. Ziel Der Anstrengung ist eine „Barriere" gegen DeutschlanDs SüDostlinie, strategisch wie wirtschaftlich. Aber Die Linien Dieser Politik führen im Mittelmeer Rom, 18. DEL (DNB.) Mussolini hat anläßlich Des XIII. Jahrestages Der italienischen Polizei eine große ParaDe Der römischen Polizei- truppen auf Dem GelänDe von Vitta Glori abgenommen. Unter Den Ehrengästen befanDen sich Reichsführer ff unD Chef Der Deutschen Polizei, Himmler, ff-Obergruppenführer General Da- luege unD ^-Gruppenführer HeyDrich, sowie AborDnungen Der japanischen, polnischen, national» spanischen, jugoslawischen, ungarischen und albanischen Polizei. Der Reichsführer ff wohnte auch Den abschließenDen militärischen unD gymnastischen Vorführungen bei, mit Denen Die Polizeitruppen ein neues Zeugnis ihres AusbilDungsgraDes unD ihrer Leistungsfähigkeit ablegten. Der Deutschen Ab- orDnung rourDen von Der Menge besonDers herzliche SympathiekunDgebungen zuteil. Am AbenD nahm Der Reichsführer ff mit seiner Begleitung an einer vom Chef Der italienischen Polizei, Bocchim, veranstalteten AbenDtafel teil. Mittwoch vormittag finDet ein Besuch des Lidos von Rom statt. Dem sich ein Empfang Durch Den Gouverneur von Rom anschließt. Am AbenD gibt Staatssekretär GuiDi ein GalaDiner. Dann roirD Der Reichsführer ff sich als Gast des Chefs Der italienischen Polizei nach Benevent begeben. Am Donnerstag roirD Die Deutsche AborD- nung zusammen mit Den übrigen auslänDischen Delegationen nach Neapel fahren, roo sie bis Sonntag zu einer Reihe von Besichtigungen verweilen Mailand, 18. Okt. (DNB.) Die Verhaftung jüdischer Antifaschisten, die von Triest und Florenz aus mit Rassegenossen i>m Auslände in Verbindung standen, gegen das faschistische Regime hetzten und kommunistische Zellen aufzuziehen versuchten, wirft ein grelles Schlaglicht auf die unterirdische Wühlarbeit, Die Die Juden auch in Italien gegen das Volk, bas ihnen freiwillig. " > . - _ , , ■ „ n r Gastrecht a-währte, entfalten. Der in Triest «er- der turki che URmifterprafibent Celal Bayar haftete 30jährige Professor Colorni war DerIim Palast. Nachfolge Sir Thomas Jnskips im Amte des D e r - Verföhnungspalitik gegen- dard" glaubt, daß bann Sir Thomas Jnskip Lord- fr^ anb nuf nichts anderes abziele, als auf 11 a n 3 I e r werden würde oder als Nachfolger des mXV Öß" „fafchlftifch en kränklichen Lords Hailfham Lo r d p r ä si d e n t Staaten gegen Sowjetrußland. Diese des Staatsrates. Staaten" Verhältnisse südlich der Karpathen zum Ausdruck n Chamberlain wieder in London. Times^ an die Gegner der Chamberlainischen Friedenspolitik. Die deutschen Warenforderungen werden durch die polnische staatliche Wirtschaftsbank, Bank Gospo- darstwa Krajowego, garantiert. Die Abdeckung des Warenkredits und die Zahlung der Zinsen erfolgt durch Lieferung polnischer Waren und zwar von Holz und landwirtschaftlichen Erzeugnissen. Außerdem wird von polnischer Seite eine te'idigungsministers genannt. Diese Behauptung muß, wie alle ähnlichen Voraussagen über die neue Ministerliste, mit großer Vorsicht ausgenommen werden. Jedoch wird bekannt, daß Lord Chatfield seine Indien reise, die der lieber« Prüfung der indischen Flotte dienen sollte, ver- s ch 0 b e n hat. Die sachliche Eignung Lord Chctt- fields für den Posten des Verteidigungsministers steht außer Frage, wenn es in England' auch nicht üblich ist, ein Wehrministerium mit einem früheren aktiven Offizier zu besetzen. Der „Evening Stan- Anzahlung in Form von Holz- und Getreidelieferungen geleistet, die mit den späteren deutschen Warenlieferungen verrechnet wird. Der deutsch-polnische Wirtschaftsverkehr ift durch dieses Kreditabkommen auf eine erheblich verbreiterte Grundlage gestellt worden. gangenen Jahres zumindest eine T a t auf feiner Aktivseite zu verbuchen gehabt, die seine Existenzberechtigung nachwies: die Beseitigung des im Sommer 1936 gebildeten ersten Volksfront- Kabinetts Blum auf kaltem Weg durch Verweigerung der von Blum geforderten Vollmachten. Es kam das Kabinett Chautemps, in dem L6on Blum stellvertretender Prinisterpräfident war, und es ereignete sich eine Episode, die ihr volles Licht warf auf den Kampf zwischen den aus ihren Positionen geworfenen Marxisten und dem Senat: LSon Blum kam als Vizeministerpräsident in den Senat, um dort die Regierungserklärung des Kabinetts Chautemps zu verlesen. Be-vor er noch in den Sitzungssaal gelangt war, erfuhr er, daß Senatspräsident Jeanneney in seiner Eröffnungsansprache mit beißender Ironie die Presse-Angriffe Blums g'gen den Senat zurückgewiesen hatte. Wutentbrannt stürzte Blum aus dem Senatsgebäude, man mußte einen anderen Minister herbechvlen, um die Regierungserklärung zu verlesen. Inzwischen ist es völlig still geworden um den Kampf, den die Marxisten zur Beschneidung der Machtvollkommenheiten des Senats führen wollten. Die Marxisten haben andere Sorgen, aber es könnte fein, daß ihnen der Senat demnächst eine unangenehme Überraschung bereitet. Frankreichs Lustaufrüstung. London, 19. Oft. (DNB. Funkspr.) Ministerpräsident Chamberlain ist heute kurz nach 7 Uhr von einem kurzen Urlaub in Schottland nach London zurückgekehrt. Gegen alle diejenigen, die in letzter Zeit die Friedenspolitik Chamberlains, insbesondere wegen seines Münchener Abkommens, angegriffen haben, wendet sich die „Time s". Sie schreibt, die Feinde der Politik Chamberlains könne man in drei Kategorien ein« teilen. Noch am logischsten seien diejenigen, die sich für einen Präventivkrieg einsetzen. Diese glaubten also noch an Machtpolitik und hätten von 1914 und 1919 nichts gelernt. Ihnen könne man antworten, daß sie genau das erreicht haben würde, was Chamberlain verhindere, nämlich einen Weltkrieg im Jahre 1938. Die zweite Kategorie vertrete die Lehre des Prestiges. Be- Bukarest, 18. Okt. (Europapreß.) Am Dienstag begannen die rumänischen Kö ni gs- J Sin Unrecht wieder gutgemacht. München räumte mit der traurigen Erbschaft von Versailles auf. Der deutsche „Limes". Frankreich hat am Rhein und in Lochringen die gewaltige Maginot-Linie errichtet, so benannt nach dem Kriegsminister Maginot. Diese Anlagen haben die Bewegung von 15 Millionen Kubikmeter Erde erfordert, ferner 5 Millionen Kubikmeter Be- Radikalfozialismus nach der Rechten hin gewinnen können. Der Senat, der in seiner neuen Zusammensetzung erst Anfangdes kommenden Jahres zusammentreten kann, wird unter Umständen sehr wichtigeAufgaben oorfinden, wenn Minister- Präsident Daladier im Einvernehmen mit dem Prä- sidenten der Republik sich entschließen sollte, d i e Kammer aufzulösen. Denn die Auflösung der Kammer erfolgt nach der Verfassung durch g e • meins am e n Beschluß des Staatspräsidenten und des Senats. Da die Zusammensetzung der 1936 gewählten Kammer mit ihrer Volksfrontmehrheit (u. a. 73 Kommunisten!) in keiner Weise der wirklichen Dolksstimmung mehr entspricht, würde der Gedanke der Auflösung und Ausschreibung von Neuwahlen an sich sehr naheliegen', aber da die einzige in der Dritten Republik vorgenommene Kammerauflösung (im Jahre 1877 unter MacMahon) de n Charakter eines Staatsstreichs trug, geht man an eine solche Maßnahme nur z ö - gernd heran. Eine Verschiebung des politischen Einflusses im Senat nach rechts hin könnte vielleicht einen solchen Entschluß erleichtern. Der Senat, der jetzt in seiner Zusammensetzung eine Aenderung erfahren wird, hat im Mai des ver- Jn der Nacht zum Mittwoch gab der Oberkom- miffar von Palästina, Sir Harald Mac Michael, bekannt, daß für eine größere Anzahl besonders wichtiger Städte militärische Gouverneure ernannt worden sind. Diese Gouverneure werden gleichzeitig den Befehl über sämtliche in ihrem Hoheitsgebiet untergebrachten Truppenabteilungen und Polizeikontingente übernehmen. Die augenblicklichen Distriktskommissare bleiben weiter im Amt als Berater des militärischen Gouverneurs. Zum Gouverneur für Jerusalem ist General O ' C 0 n n 0 r, der bisherige Befehlshaber der 7. Division, ernannt worden. 3tf der DreiteilliMplan fallen gelassen? ton und 150 000 Tonnen Stahl. Die Kosten werden je Kilometer auf drei Millionen Goldfranken bersch- net. Deutschland hat gegenüber diesen mächtigen Anlagen erst in diesem Sommer eine starke Abwehrstellung geschaffen, über deren Umfang der Führer in seiner Nürnberger Schlußrede Mitteilungen gemacht hat. Die ausländische Presse hat sich daran gewöhnt, für die deutsche Linie den Namen „Siegfried-Linie" anzuwenden, in Erinnerung an die große Aufnahme-Stellung, die von unseren Truppen 1917 errichtet wurde. Dieser Name dürste aber nicht das richtige treffen. Der deutsche Wall im Westen will keine Erinnerungen aus dem Weltkriege wachrufen, sondern allein vondem Gedanken der Verteidigung aus verstanden^ werden. Der Bezeichnung „Limes", die die alten Römer für ihre befestigten Grenzen hatten, entspricht auch unsere Linie im Westen. Der obergermanische Limes wurde im ersten und zweiten Jahrhundert unserer Zeitrechnung unter den Kaisern Domitian und Hadrian errichtet. Er begann bei Rheinbrohl und erstreckte sich über den Taunus Zum Vogelsberg, vom Odenwald bis nach Milten- berg am Main, mit einer Abzweigung nach Cann- stadt und Lorch. Dieser obergermanische Limes war 372 Kilometer lang, er wurde später nach Oefterreich, Ungarn und bis in die Dobrudscha fortgesetzt. Sein Verlauf ist auf deutschem Boden genau erforscht und Zum Teil noch heute erkennbar. Dieser Wall war ursprünglich nur ein Graden, der von Türmen be- gleitet war. In feiner Nähe befanden sich Kastelle, : bie als Truppenlager galten, z. B. die Saalburg ! im Taunus. Unser „Limes" an der Westgrenze ist i technisch mit seinem römischen Vorgänger nicht zu ! vergleichen, aber er nimmt die alte Tradition des Grenzwalls und der „Landwehr" auf, die im Westen seit jeher bestanden hat. Höchste Spannung in Jerusalem. Der englische Oberbefehlshaber will heule die Altstadt militärisch besehen lasten London, 19. Ott. (Europapreß.) „Daily Ide- graph" kündigt das Fallenlassen des Drei- teilungsplanes für Palästina durch die englische Regierung an. Kolonialminister Malcolm MacD 0 nn 1 d werde am Mittwochoorrnittag dem Kabinett die Errichtung eines geeinten palästinensischen Staates unter briti- Görings Dank an die Luffwasse. Berlin, 18. Okt. (DNB.) Der Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe Generalfeldmarschall Göring hat nach Abschluß des Einmarsches der deutschen Truppen in Sudetendeutschland folgenden Tagesbefehl an die Luftwaffe erlassen: Kameraden! Zum zweiten Male in diesem Jahre unser Volk einen Zeitabschnitt gewaltigen ge- schlchtlichen Ausmaßes erlebt. Nach der Ostmark ist mm Sudetendeutschland nach jahrzehntelangem Kampf ms Großdeutsche Reich heimgekehrt. Der Kampf wurde gewonnen, als unser Führer feine uni) bes ganzen deutschen Volkes Kraft auf der S e i t e d e s Rechtes e i n f e tz t e, und er wurde rrieölid) gewonnen. Garant für die Erhal- tung des Friedens in den entscheidenden Tagen war aber die starke deutsche Wehrmacht. Als Oberbefehlshaber der Luftwaffe sage ich "^'ner Fliegertruppe, Flaktruppe und der Luft- nachrichtentruppe Dank fürdie indenletz- ten Monaten geleiftete Arbeit mr Siche- runa unseres Reiches und Anerkennung für ihren urnfaj und ihre vorbildliche Haltung bei dem Ein- mar|$ m die befreiten Sudetenlande. Dieser Dank und diese Anerkennung gilt aber auch allen oen en, die m stiller Pflichterfüllung auf scheinbar unbeachtetem Posten ihren Teil zur Hebung der Einsatzbereitschaft der Luftwaffe und zur Sicherung des deutschen 11 , mr a u m e 9 beigetragen haben. Unser Volk unsere sudetendeutschen Brüder, aber aup unsere Gegner haben die imponierende Stärke gesehen. Für unser Volk em Gefühl stolzen Selbstbewußtseins, für die Um= melt em Gefühl achtunggebietender Überlegung. Unsere 5 r 1 e b e n 5 a r b e i t geht ro eiter ?ur Vervollkommnung dieser Waffe, die, getreu un- fAühen mVrV' Reich gegen jeden Gegner schützen wird. Unser Führer und oberster Befehlshaber, Adolf Hitler, Sieg-Heil! (gez.) Hermann Göring. Deutsch-polnisches Marenkrediiabkommen. Berlin 18. Okt. (DNB.) Vertreter der deut- schen und der polnischen Regierung haben ein Wa- renfrebitabfommen unterzeichnet, nachdem Polen a u ß e r h a l b des deutsch-polnischen Wirtschaftsver- träges bei der deutschen Industrie Bestellungen zur Durchführung polnischer Jnvesti- ttonsanlagen vergeben wird. In Aussicht genommen ift em Betrag von 120 Millionen Zloty. Der Min- beftroert einer jeden Lieferung soll 100 000 Zlotv betragen. Die Bestellfrist ist auf 2Vz Jahre bemessen kommen als eine entehrende „Übergabe vor Drohungen" hinstelle. Selbstverstäiblich, so meint die „Times", würde es besser gewesen sein, wenn man das dem deutschen Volke durch die Grenze von Versailles zugefügte Unrecht wieder gut- gemacht hätte, während Deutschland noch verhältnismäßig schwach aewesen sei. Jetzt aber eine Wiedergutmachung einfach zu verweigern, weil Deutschland stark genug geworden sei, würde die Zukunft Europas wegen der in der Vergangenheit gemachten Fehler noch mehr gefährden. Die dritte Kategorie seien diejenigen, die behaupteten, daß Chamberlains Versöhnungspolitik gegen Italien mobilisiert seine Bobenschshe. r.LSH“n)t- J8: Okt. (Europapreß.) Unter dem Dor» sitz Mussolinis hat die oberste Regierungs- kommisslon für die Autarkie festgestellt, daß die Z i n k p r 0 d u k t i 0 n schon mehr als den Bedarf deckt und auch die Bleigewinnung Fortschritte macht. Die Aluminiumproduk- t i 0 n entspricht dem Landesbedarf und kann nächstes Jahr noch erheblich gesteigert werden. In Süd- italien wurden neue Bauxit-Lager entdeckt und für die Ausbeutung vorbereitet. Die Anlagen für die Gewinnung von synthetischem Ben- zin sind im Bau. In Abessinien haben italie- Nische Techniker 80 000 Quadratkilometer nach Bodenschätzen erforscht. Es bestehen Aussichten für bte Gewinnung von Zinn und in anderen aus- gedehnten Gebieten von Gold und Kupfer Mussolini betonte die Notwendigkeit einer industriellen Neuordnung der S ch w e f e I g r u b e n und Verbesserung der sozialen Derhältniffe der nchwefelarbetter. In der Erwartung, daß der Genaiswahlen in Frankreich Don unserem E. F'Korrespondenten entlang, dessen Beherrschung aller Voraussicht nach geteilt bleiben wird. Und gegen jene „Barriere" errichtete Deutschland kräftige Gegenminen durch Wirtschaftsverträge im Balkan und mit der Türkei. Auck hier also hat die westliche Politik mit neuen Tatsachen zu rechnen, und der Grad ihrer Wandlung wird daran abzulesen sein — unabhängig von Chamberlains ehrlichem Wollen und Realismus —, ob sie weiterhin auf Rüstungen und Um« gehungsmanöoer baut oder die friedliche Abgrenzung der Interessen sucht. Das dritte zu überwindende stärkste Moment ist das ideologische, die blinde Einstellung gegen die autoritären Staaten, die aus zwei Quellen fließt. Da ist der jüdisch und bolschewistisch beeinflußte Marxismus, der am Klassenkampf und überholten sozialen Theorien derart haftet, daß der Präsident des englischen Gewerkschaftskongresses „Faschismus" und „Kapitalismus" gleichsetzen kann, und kein Blick auf die sozialen Errungenschaften der Fuhrerstaaten fällt, die im Westen kein Gegenstück finden. Spricht bei dieser Richtung, die in Englands und Frankreichs Opposition das Wort führt, eine begreifliche Besorgnis der bisherigen Arbeitsführer um ihre Machtstellung mit, so sieht man in Kreisen der radikalen Rechten, besonders Englands, aber auch in Frankreich, Amerika u. a., eine ähnliche Furcht vor dem Verfall der demokratischen Institutionen, von „Freiheit" und „Willensbildung", aus der heraus bereits Chamberlains Führertat angegriffen wurde, und vor ihrer Ueberlagerung durch neue Formen, bie vom Kontinent herüberdrängen, wie vor ihnen Reformation, französische Revolution, Marxismus und andere Strömungen. Diese Widerstände eines geistigen Konservatismus bilden das dritte Problem der Entspannung, ganz zu schweigen von dem noch höher geordneten einer weltweiten Einigung über Raum, Rohstoffe und Weltwirtschaft. Es bleibt also genug Grund, um auch nach dem friedlichen diplomatischen Siege „den Helm fester zu binden". Paris, 18. Ott. (Europapreß.) Der „Jntran- fiaeant" macht nähere Angaben über das französische Luftrüstungsprogramm. Innerhalb von zwei Jahren sollen 4 00 0 Flugzeuge gebaut werden. Frankreich müsse in längstens zwei Jahren 2617 neue Flugzeuge im Dienst haben. Dazu kämen noch die Ersatzflugzeuge. Insgesamt wären also 4000 Maschinen erforderlich. Dieser Plan stelle das Maximum dessen dar, was ein Land von 40 Millionen Einwohnern, das sich in einer schwierigen Wirtschaftslage befinde, tragbar sei. Die notwendigen Investierungen der französischen Flug- zeugindustrie beziffert der .^ntranfigeant" auf etwa eine Milliarde Franken, wovon 450 Millionen auf die staatlichen Werke, 30 Millionen auf bie privaten Flugzeugfabriken, 200 Millionen auf die Privatgesellschaften zur Finanzierung von Roh- stossen usw. und 250 Millionen Franken auf die Dezentralisierung der Hispano- und der Gnome- Werke entfallen würden. Polens Interessen im Donavronm. Außenminister Beck trifft mit König Carol zusammen. wiesen besonders darauf hin, daß man Sowjetrußland in München nicht gefraat habe. Dafür gebe es nur eine Antwort, nämlich die, daß „Sowjetrußland nicht am tschechischen Streit beteiligt gewesen sei". Abschließend erklärt das Blatt, Chamberlain habe sich mit Problemen befaßt, bie ein (Ergebnis des Werkes von Versailles und der Pläne zur Einkreisung Deutschlands gewesen seien. Dieses ganze System, dessen Haltlosigkeit man mittlerweile eingesehen habe, sei in den vergangenen Jahren trotzdem aufrecht erhalten worden, und zwar nicht von der britischen Regierung, sondern von anderen Mächten, die „in eigenem Interesse zu handeln glaubten". Chamberlain habe mitbiefer traurigen Erbschaft aufgeräumt Die Umbildung des britischen Kabinetts. London, 18. Okt. (Europapreß.) Vom „Eve- M°N mit ben Buftaben A-G anfangen fomie in läffo So wird ben außerfranzosischen Kolonialgebieten Algier, iAJw1!'- 1 Ä'»’ Eie bis 3UI Idjnitt Eine Senatswahl stellt in ber Regel kein besonders aufregendes Ereignis dar. Ebenso wie der Senat als Sicherheitsventil gegenüber den stürmi- d)en politischen Entwicklungen in ber Kammer ein« gebaut ist, ebenso vollzieht sich nach den Bestimmungen der Verfassung auch die Wahl der Sena- l°ren nach einem Verfahren, bas das Spiel der wlitischen Leidenschaften so ziemlich ausschließt. Alle drei Jahre wirb j e w e i l s e i n D r i t - C-Li ,m ?°n3en etwa 300 Senatoren neu ge« waMt, bereu Mandat sich also auf neun Jahre erstreckt. Die Wahl erfolgt in ber Departe - me n ts-5) au pt ft abt durch eine Körperschaft, Oie sich aus den Kammerabgeordneten des Bezirks den örtlichen General- und ArroMssementsräten und ,e einem Vertreter jeder Gemeinde des Bezirks 2? °I(° ’aft Mitglieder dieser Körperschaft (durchschnittlich 800 bis 1000 Personen) praktischen, mit Verantwortung ausgestat- teten JCerroaltungsorbeit hervorgegangen sinh, ist das ganze Verfahren von ber Politik der 2 riftun! Persönlichkeit und "lstung des Wahlbewerbers werden mit nüditer- ’mi TnTrSusu” °bg°w°gen. In diesem Jahr Je r u f a l e m, 19. Okt. (Europapreß.) Unter Einsatz aller in Jerusalem zur Verfügung stehenden Truppen und unter Heranziehung starker Flugzeug- einheiten wird die englische Mandatsverwaltung Mittwoch einen Schritt unternehmen, vor dem sie bisher immer zurückgeschreckt hat: Sie wird den Befehl zur Erstürmung des alten Stadt- te 1 Is von Jerusalem geben, um damit einen Mittelpunkt des Widerstandes gegen die englische Oberhoheit zu vernichten. In der Nacht zum Mittwoch lag über der Stadt eine druckende Ruhe. Die Offiziere der Boden- truzipen und ber Luftwaffe nahmen ihr Abendessen nicht — wie bisher — in dunkler Zivilkleidung, sondern in Uniform ein. Man rechnete damit, daß es noch in der Nacht zu Unruhen kommen würde; bis in die Morgenstunden ist jedoch alles ruhig geblieben. Da der Belagerungszustand weiter anhält, waren die einzigen menschlichen Wesen auf Den Straßen und Plätzen die schwer bewaffneten Patrouillen, die — seit Wochen verdoppelt — ihren nächtlichen Dienst versehen. Scheinwerfer standen an allen gefährlichen Punkten. Die Stadttore wurden und werden aufmerksamer bewacht denn zuvor. Das Oberkommando ist für den Einmarsch in den alten Stadtteil gerüstet. Für die Zivilbevölkerung ist die in den späten Nachtstunden bekanntgewordene Mitteilung über den zu erwartenden militärischen Schritt wie eine Sensation gekommen. Jedermann ist sich im klaren darüber, daß der Einmarsch in den alten Stadtteil nicht ohne Blutvergießen vor sich gehen wird. In den Morgenstunden des Mittwochs konnte man eine Verstärkung des um den alten Stadtteil gelegten Truppengürtels beobachten, soweit Beobachtungsmöglichkeiten überhaupt vorhanden waren. Der Einmarsch soll stufenweise vor sich gehen. Da das „Gelände" überaus schwierig ist, will man jede „neu eroberte Stellung" e r ft b e f e ft i g e n , bevor man weiter vorrückt. Polizei soll die meist ortsunkundigen Truppen anführen. Der Sicherheitsdienst dürfte größtenteils von der bereits einsatzbereiten Luftwaffe durchgeführt werden. Die vorrückenden Truppen werden zum überwiegenden Teil mit M a - chinengewehren und Schnellfeuer- g e s ü tz e n ausgerüstet sein. I tollt V w* h s,- festes | ^ÄÄIanÖ a Efe Ms Än Mterge L0 i InbenSam I ftr Kern des w ljie Treue W* für alle Zeiten i nationalsozialistischen 1 sichern. Vorl G am Leipziger > Leipzig- 18. DI Jahrestag der Ent ! ringens vor 125 Ja W Wkerschlachtdenl gnuleiter Mutschr general des IV. 1 :on Schwedler 10n Tschamme kch Massenchören :m Dentmalsgeli ditschmann das W Ate er aus, sand jtn Generation ih oerdung alle Führer sei zum $ Millionen deutsche! tionen geworden, lang für die Eir Nation gekämpft sucht unserer Me burd) Mf djiiler > Waffen läuft bann (Srenjfanbftaff M em unb melih ’ Endigung der Ttas । nert dann an die ird) die der Fuh tönte. Es sei unser, hasten von 1933 u lorm gehen zu lasse 1813, um die bas 2 Dirdmlsch Wnuilg siir Raums is. vkt. Nsarbeilsgen ^'chsminist Federung des § - lürtiori tS °°rde W. w-e wichtig es Jl- wenn alles 'M schwierige Ausl » erleii 1 man einen wirts, EÄ orbeiko-w!:^ Unö •rtnuÄ^’it ü! ödende i» R, hs °u| de, Alters eimübu Sö 8« vc.3 +>11 |i 1 y e i>. z)e= ning Standard" wird der frühere Erste Seelorb zeichnend für sie sei, daß sie bas Münchener Ab- Abrniral Chatfielb als Anwärter für die fnmmon ni« ____s.. 1 t r , , __'__ _ 1 __ . Die diesjährigen Senatswahlen können eine be- (onöere Bedeutung dadurch erlangen, daß der Wahl- ausgang unter Umständen Rückschlüsse darauf zu- ob die neue zurRechtenhinüberrei- Mehrheit in ber Kammer, bie an d" Stelle der alten Dolksfrontmehrheit getreten ist und die Wiederaufricktung Frankreichs bewerkstelligen soll, vom Lande gebilligt wird. Das wird nur auf dem Wege des Vergleichs möglich fein. Der Senat rft dem geschilderten Wahloerfahren ent- sprechend „konservativ" zusammengesetzt. Kommu- msttsche Senatoren gibt es nur zwei' Sozialisten nur h Wn b,e Rabikalsozialisten aller Schattierungen im Senat die absolute Mehr- beit: die Demokratische Linke, so heißt im Senat die Zusammenfassung des Radikalsozialismus, umfaßt 161 Senatoren. Der Rest verteilt sich auf verschie- xenem®f??peVcr Achten. An und für sich wirb ttas Bild des Senats durch die kommenden Wahlen u/cht sehr verändert werden. Von den sozia- listischen Senatoren scheiden lediglich drei aus und stellen sich zur Wiederwahl; außerdem bewerben sich zwei bekannte sozialistische Kammerabgeordnete mb in"dr?iß i ° b°r frühere 3nnenmintfter Marx rrtpn mit Ko« ®r^ments, beren fta.|2)ormop und der frühere Unterstaatssekretär n - n -- =’-•? man weitere Anhaltspunkte nur aus einem etwaigen Abgletten von Stimmen des snniHri- n tschechischen unb des slowakischen Volkes. Es erkenne •6H1 frp?pn 009 Becht ber Völker auf ihre Selbständigkeit, Un- 1 T n abhängigkeit und ihre Entwicklung in den ihnen entsprechenden Grenzen an. Polens Beziehungen ZU Ungarn seien traditionell unverändert freund- schaftlich. Man könne keine Stabilisierung des Donauraumes finden ohne voll ständig eBefrie- bigung ber ungarischen Forderungen. Man höre heute auch Stimmen, die eine Regelung der Verhältnisse im Donauraum auf rein politischer Grundlage zu erreichen wünschten. Man spreche von Bollwerken, bie gegen einen britten Staat errichtet werden sollen. Die Ziele ber polnischen Politik schlössen derartige Tendenzen aus. Die polnische Polittk strebe nach einer gesunden und dauernden Ordnung der Verhältnisse dieses Gebietes. Seine Probleme könnten aber ohne bie Beteiligung Polens nicht gelöst werden. lomalmimfter werde sich bei seinen Vorschlägen auf bie Arbeit der Palästina-Kommission beziehen. Der Bericht der Kommission stelle fest, daß die Tei- l u n g des Landes in einen arabischen und einen jüdischen Staat weder durchführbar noch angebracht sei. Im übrigen werbe ber Kolonial-' Minister Vorschlägen: Eine Billigung der Maßnahmen zur Unterdrückung aller Unruhen und antibritischen, nichtpalästinensischen Propaganda |w ~ ferner sofortige Aufnahme von Derhand-'i m ^rrb er-?r!le £as ni^tc ^"teresse für die lungen zur Errichtung eines geeinigten Staates m ? ^ 5$ Karpathen zum Ausdruck in Palästina, der fowvhl den Juden, als auch den in9*;JPo(en u™ei™ endgültige Stabili- Arabern eine Lebensmöglichkeit in voller Harmonie er JJ? Donauraum auf bieten soll. Falls das Kabinett feine Zustimmung b‘e ooüige Sefeihgung ber zu diesen Vorschlägen geben werde, werde 7s nur Krise .bemüht. Polen wahre die^ Lebensrechte des u°ch,.kur8e Zeit dauern, bis die neue Pol'tik der englischen Regierung in Kräft treten wurde. in So Wag bringen. Der K°^ Ain^M °ch aÄ in ^^“ein® roo er vom Ministerpräsidenten Miron Cristea und von zahlreichen Regierungsmitgliedern begrüßt wurde. Wie die Blätter melden, besteht das Ziel der Ma- növer in der Prüfung der Verteidigungsmöglichkei- z - ten an der Pruth-Linie. • | Der polnische Außenminister hat sich ''szu einer Begegnung mit dem rumänischen ,,König nach Galatz begeben. In Warschau erklärt »;• W Äpff.1 SÄ' äs-sä L: RH 1, a «S.s.'SRpT.Sl.StÄ& tot*" *A* * i ft l mit Atb sollt? ?SÄ sZr «S%4 '?*■ »iti' ib^«Ä p!!Z :S*S. öe% ,ammen. 3.) Am Duns* >n Könip- Begleitung bes Zalatz ein, mo Listen und Don egrüßt wurde, Ziel der Mo ltngsmöglichkeil ft er hat sich n rumänischen larschau erklärt Messe für die zum Ausdruck □e §tat>ili' nouraum aus lefeitigung der hensrechte des l} Es erkenne änügkit ’ln; in den ihnen JeziehMg-n änbert ft-»«»' tung 1x5 igeSef11*' rberunfle"- eine W'“ if rein p°>' Mt-" I einen dritte» fiele der polm '.«en "u5- aefunbw e^-L ,hne d>- $el‘ uiQmmen|ehi,M J 1 W ^ durch J 11 in°hmQ^ ' H J bem fi&n i 1 war, unb br Dl^ies Lickt [ QUx5 i^en $ dem Senat: I .^ident in Un« des Kabi. erhnWnbtn 1 ' üaß Senats- ! iungsanlprache W BlUW ' Wutentbrannt e, man muhte um die Regie- ist es völlig 1 Marxisten zur - lenen des Se- haben andere inen der Smat ‘imung bereitet. Üstung. Der „Intran. | 'k das franzö- II halb von zwei I gebaut wer« £] Zwei Jahren Fl n. Dazu tarnen it wären also sslan stelle dar Land von 40 i einer schwie- ! ir sei. Die not- sösischen Flug«, I eant* auf etwa j oüon 450 Mil- | Millionen auf I Millionen auf I ung von Roh- I nten auf die ber @ncmt> ft ensch^e- Ar » Jf, Ä um «zch. und taJJ (5i> erden-^tdeckt i'fe? ,ch-ln„i^ ' -Up> eit e^hen unß- i. Zum Schluß i Willen des Das Marine-, kann auch für Zivilzwecke getragen werden. und ent» bei der Anschaffung beträgt gegenüber der bisher!- den, daß sie fähig und bereit sind, ihren Pich flen Uniform mehr als 50 Mark. Durch die Heber» Leben zum Wohle des Ganzen auszufullen. r, ■ _ _ _____ - -- I - ...... « . um t i X a X A A " einstimmung des neuen Dienstanzuges mit dem des Weiteres Vordringen der Japaner in Güdchina. Schanghai, 18. Okt. (Europapreß. Funkspr.) Nach der Einnahme von Waitschau und Poklohsien marschieren die Japaner auf die strategisch wichtige Stadt Scheklung an der Hongkong-Kanton- Eisenbahn zu. Eine andere japanische Truppen- abtellung, die von Tamschui in westlicher Richtung oorgedrungen war und die Eisenbahnlinie ungefähr dreißig Kilometer südlich von Scheklung durchschnitten hat, marschiert ebenfalls auf Scheklung zu. Der chinesische Widerstand bet diesen Operationen soll geringfügig fein. Ein Wettbewerb für Seimbüchereien Berlin, 18. Okt. (DNB.) Die R e i ch s f ch r i f t» tumsstelle beim Reichsministerium für Volks- aufklärung und Propaganda schreibt zusammen mit dem Präsidenten der Reichskammer der bil- denden ft ü n ft e einen Wettbewerb aus zur Erlangung von Entwürfen für Heimbüchereien. Die Aufgabe bezieht sich auf die Schaffung des ein- fachen Bücherbretts bis zur eingebauten Bücherwand. Heimbüchereien gilt es sowohl im Siedlerhaus wie im Bauernhof, in der städtischen Mietwohnung wie im Eigenheim zu schaffen. Einsendungen, die Büchereien der HI., des Arbeitsdienstes, der Schulen ufw. betreffend, werden ebenfalls in den Wettbewerb einbezogen. Kinder, Arbeiter und Angestellte, geistig Schaffende, Junggesellen und berufstätige Frauen gelten als zukünftige Besitzer einer Heimbücherei. Zu- gelaffen sind Architekten und Jnnenraumgeftalter, wie auch Angehörige des Tifchlerhandwerks, der Möbelindustrie, Lehrer und Schüler aller einschlägigen Anstalten der bildenden Künste. Es wurden Preise ausgesetzt in Höhe von 3000 RM., über die durch ein Preisgericht entschieden wird. Heber Einzelheiten gibt die Reichsschrifttumsstelle beim Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda- Referat Buchpropaganda — Berlin W 8, Friedrichstraße 194/199, Auskunft bis in die ersten Dezembertage. Ablieferungstermin: 31. Januar 1939, Schloß Niederschönhaufen-Pankow. 150 Lahre staatliche Gehörlosenschule. Der dreizehnjährige KönigvonSiam, Ananda . x -n Marseille in Begleitung seiner Luders und seiner Schwester, auf Oie verschärfte Lleberwachung des Straßenverkehrs tritt sofort in Kraft alten Uniformen werden aufgetragen. Die Neuregelung gründet sich auf zahlreiche von den Formationen vorgebrachie Anregungen kommt dem Bestreben der Reichsjugendführung gegen, den HJ.-Dienstanzug so billig und zweckmäßig wie möglich zu gestalten. Die Ersparnis ___ Jägerbataillon des Jnfanterie-Regiments Nr. 4 hat in Kolberg an der Ostsee einen Falken- h o f eingerichtet. Zur Jagd auf Nieder- und Flugwild wurden neben Wanderfalken und Habichten Jungvolks wird gleichzeitig die Anschaffung einer neuen Uniform beim Uebergang der Vierzehnjährigen vorn Jungvolk in die Hitler-Jugend vermieden. Bei der Ueberweisung in die HI. werden also in Zukunft lediglich Abzeichen und Schulterklappen ge- wechselt. Treue dem Gesetz des Ausbruchs! Reichsleiter Rosenberg vor den Schulungsleitern der Partei. eröffinfee, 18. Okt. (DNB.) Reichsleiter Rosenberg urnriß vor den auf der Ordensburg Crössin- see versammelten Gau- unb Kreis - Schu - lungsleitern das Kampffeld der geistigen und weltanschaulichen Auseinandersetzungen der letzten Wochen, sezierte die Kampffront des Ggners und zeigte die Bindungen, Beziehungen und Methoden auf, unter denen sich bie geistigen Gegner des Reiches zu einer engen Gemeinschaft mit klarer antideutscher Zielsetzung gefunden haben. Dieses Zerrbild einer vom Weltjudentum und den ihm nahestehenden Ideologien gegen Deutschland aufgehetzten Welt stellte Rosenberg die Lebensgesetze der nationalsozialistischen und deutschen Wirklichkeit gegenüber. Ziel der gesamten Erziehungsarbeit der Partei sei die freie Persönlichkeit des nationalsozialistischen Menschen. Der Reichsleiter verkündete für diese freie, felbstschöpferische Persönlichkeit die verpflichtende Idee der Kameradschaft. Das lebendige Kameradschaftsbewußtfein der großen Völkergemeinschaft aller Nationalsozialisten, die in den Kampfjahren zu der Fahne standen, sei der Kern des modernen deutschen Sozialismus. Die Treue gegenüber dem Gesetz des Aufbruchs werde für alle Zeiten den seelischen Widerstand des nationalsozialistischen Volkes gegen jeden Angriff sichern. Für die gesamte Hitler-Jugend mit Ausnahme der Marine-, Motor- und Flieger-HI., ist, wie der RJP. mitteilt, mit sofortiger Wirkung ein«* neue Winteruniform eingeführt worden, die im wesentlichen dem Winterdienftanzug des Deutschen Jungvolks gleicht. Sie besteht aus dunkelblauer Bluse und ebensolcher Heberfallhose. Die Schaftstiefel werden durch den Sommerdienstschuh ersetzt. Als Kopfbedeckung wird eine blaue Schimütze getragen. Die Winteruniform soll gleichzeitig zum Wintersport unb ------ - Die In Innsbruck führte Reichsfinanzminister Graf Schwerin von Krosigk in Gegenwart zahlreicher Vertreter von Partei, Staat und Wehrmacht sowie der Gefolgschaft des Oberfinanzprasi- diums den neuen Leiter dieses Amtes, Dr. Holtet, als ersten Oberfinanzpräfidenten der Ostmark in fein Amt ein. Die japanische Presse würdigt bie Bedeutung, die der Besetzung von Teilen der Eisenbahn Kaulun—Kanton nördlich des Territoriums der britischen Kolonie Hongkong beizumessen fei. Einmal werde hiermit bie Hauptverforgungsaber ber Armeen Tfchiangkaischeks unterbrochen, wodurch die letzte Sßiberftanbsfraft Chinas in kurzer Zeit vernichtet fein werbe. Ebenso bebeutenb sei, baß damit die v o r h e r r s ch e n b e Rolle Hong- fongs in ber Politik der Westmächte gegenüber China unb besonbers während des jetzigen China- Konfliktes erledigt fei. Die bevorstehende Einnahme Kantons, des politischen und wirt- schaftlichen Zentrums Südchinas würde diesen Prozeß ber Ausschaltung b e s Einflusses ber fremden Mächte vollenden. ,Lokumin Schim» bun" warnt vor einer Einflußnahme auf bie Aktion der javanischen Südchina-Expebition, ba sonst starke antibrttische und antifranzösische Gefühle im japanischen Volt erweckt würben. Kleine politische Nachrichten. Der Führer und Reichskanzler hat bem Staatsminister unb Chef ber Präsidialkanzlei, Dr. Meißner, das goldeneTreudien st ehren- ehrenzeiche n für 40jährige treue Dienste verliehen unb ihm mit herzlichen Glückwünschen unb einer künstlerisch ausgestalteten Ehrenurkunde auf bem Berghof persönlich überreicht. Vor 125 Jahren. Gedenkfeier am Leipziger Bölkerschlachtdenkmal. Leipzig, 18. Okt. (DNB.) Der Dienstag, der Jahrestag Der Entscheidung des großen Völkerringens vor 125 Jahren, brachte eine Gedenkfeier am Dölkerfchlachtdenkmal, an der Reichsstatthalter Gauleiter Mutschmann, der Kommandierende General des IV. AK. General der 'Infanterie von Schwedler und der Reichssportführer von Tschammer und Osten teilnahmen. Nach Massenchören auf dem von Fackeln erleuchteten Denkmalsgelände nahm Reichsstatthalter Mutschmann das Wort. In dieser Völkerschlacht, so führte er aus, fand die große Sehnsucht der damaligen Generation ihre erste Vollendung: die D o l k- werdung aller Deutschen. Aber erst der Führer sei zum Vollstrecker des Testaments jener Millionen deutscher Kämpfer aus den vier Generationen geworden, die mehr als ein Jahrhundert lang für die Einheit und Größe der deutschen Nation gekämpft und geduldet hatten, die Sehnsucht unserer Väter wurde endlich und endgültig durch Adolf Hitler erfüllt. — Unter dem Jubel der Massen läuft dann der letzte Läufer ber Grenzlanbstaffel Breslau—Leipzig in bas Oval ein unb melbet bem Reichssportführer bie Beenbigung ber Staffel. Der Reichssportführer erinnert bann an bie Bebeutung ber letzten Tage, durch bie ber Führer bas Werk der Deutschen krönte. Es sei unsere große Aufgabe, die Errungenschaften von 1933 unserem Volke nicht wieder verloren gehen zu lassen wie die Errungenschaften von 1813, um die das Volk jämmerlich geprellt wurde. Oie deutsche Raumordnung. Eröffnung der Reichstagung für Raumforschung in Graz. Graz, 18. Okt. (DNB.) Jrn Rittersaal des Grazer Landhauses wurde die Zweite Reichstagung ber Reichsarbeitsgemeinschaft für Raumforschung eröffnet. Reichsminister Serri erklärte, burch bie Einglieberung bes Subetenlanbes sei bie Reichsstelle für Raumforschung vor neue wichtige Aufgaben gestellt worben. Heute werbe restlos anerkannt, wie wichtig es für bas Wohl unseres Volkes ist, wenn alles Planen zweckmäßig geschehe unb diese schwierige Aufgabe von ber Reichsstelle für Raumforschung erledigt werbe, einer Organisation, bie man einen wirtschaftlichen Generalstab für bie Planung im ganzen Reich nennen könne. Wissenschaftliche Vorträge hielten bann Staatssekretär Dr. Muhs über „Raumorbnung vor neuen Aufgaben", Professor Dr. 5) a ff i n g e r (Wien) über „Die Ostmark unb bie Aufgaben ber Raumforschung in ber Ostmark", Professor Dr. S ch ü r m a n n (Göttingen) über „Nationalsozialistische Hochschulen unb Raumforschung", Professor Dr. W u n b e r - l i ch (Stuttgart) über „Beitrag ber Raumforschung zur Canbesplanung in Württemberg", Professor Dr. Willek (Gießen) über „Sozialstruktur unb Raumforschung" unb Dr. Thiebe von der Reichs- arbeitsgemeinschaft über „Lanbflucht unb Arbeits- orbnung auf bem Lanbe". Scheidende Botschafter beim Führer gjtarmorerport wieder zunimmt, hat die Neuerung beschlossen, in der Provinz Carrara durch Steuererleichterungen die Gründung zahlreicher Fabriken zu begünstigen, damit Tausende Beschäftigung erhalten. Der Minister der Korporationen wachte Mitteilungen über die Fortschritte der Produktion von Eisenerzen. Die Mang a n- erzeugung konnte vervierfacht werden. betonte Mussolini den entschlossenen ------ — «Regimes, das Autarkieprogramm in der Stahlindustrie bis zum vollen Erfolg fortzusetzen. Der Präsident der Vereinigung deutscher Front- kämpfervervänbe Herzog von Coburg hat die British Legion zu einem Besuch in Deutschland eingeladen. Das Telegramm lautet: ,Zm Namen der 5 000 000 deutschen Frontkämpfer labe ich unsere Ka- meraben ber British Legion, die sich in ritterlicher Haltung ber gerechten Sache bes Frie- bens in schweren Tagen zur Verfügung (teilten, zu einem Besuch nach Deutschland ein. Ich mürbe es begrüßen, wenn bie Kameraben in ber Zeit vom 29.10. Abfahrt ßonbon bis zum 7.11. Ankunft Lonbon Gäste ber beutschen Front- f o l b a t e n sein würben." Berlin, 18. Okt. (DNB.) Mit einem würbigen Festakt beging bie staatliche Gehörlosenschule in Berlin-Neukölln bie Feier ihres 15Ojährigen Bestehens. 300 Delegierte aus allen beutschen Gauen sowie Vertreter aus Schweben, Dänemark, Norwegen, Finnlanb, Polen, Rumänien, Jugoslawien, Luxemburg unb Italien hatten sich zu bem mit biefer Feier oerbunbenen Internationalen Kongreß ber Taubstummenlehrer ein» gefunben. Für bas Reichsministerium für Erziehung unb Hnterricht führte Staatssekretär Zschintzsch aus: „Der nationalsozialistische Staat erkennt bie Berechtigung ber laubftummenbilbung an unb hält sich zu ihrer Durchführung verpflichtet. Gewiß erstreben wir aus unserer nationalsozialistischen Grunbhaltung heraus ein gefunbes Volk unb führen beshalb ben Kampf gegen alle Erbleiben, auch gegen bie erbliche Taubheit. Wir haben kein Verstänbnis bafür, wenn ein Staat bas laroinen« hafte Anwachsen körperlich ober geistig miüberwertigen Menschentums zuläßt ober sogar begünstigt. Wir freuen uns, baß bank ber Hebung ber Dolksgesunbheit bie Zahl ber Gehörlosen von Jahr zu Jahr zurückgeht. Aber unter ben Gehörlosen sinb viele, beren Leiben gar nickt auf Vererbung zurückzuführen sind. Unb bann, ganz gleich ob vererbt ober nicht, solange wir Gehörlose in unserem Volke haben, stehen wir für sie als unsere Volksgenossen ein, unb wir sinb glücklich, wenn es uns gelingt, ihnen bas höchste Glück zu schenken, bas uns selbst gegeben ist, sie z u d o 11 g ü 11 i*g e n Gliedern unseres Volkslebens z u machen. Durch die Gehörlosenschulen sollen sie dahin geführt wer- ' " " ..... und bereit sind, ihren Platz im Entziehung ber Fahrerlaubnis angedroht, falls ber Betroffene sich über bte im Interesse ber allge- meinen Verkehrssicherheit angeorbnete Maßnahme hinwegsetzt unb sich so als ungeeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen erweisen würbe. Berlin, 18. Okt. (DNB.) Im Reichsgesetzblatt werben bie verschärften Maßnahmen zur Heber» wachung bes Straßenverkehrs veröffentlicht. Die Einführung ber Stop-Straßen ist zum 1. November vorgesehen. Die Polizeibehörben werben ersucht, unverzüglich alles Erforberliche zur Aufstellung bes neuen Verkehrszeichens „Halt, Vorfahrt auf ber Hauptstraße achten!" in Verbinbung mit ber zusätzlichen Kennzeichnung burch unterbrochene rote Linien unb burch einen roten Querstrich auf ber Fahrbahn zu veranlaßen. Die Anvrbnung, nach ber alle Polizeivoll- zugsbeamten, auch Beamte außer Dienst unb m Zivilkleibung, zur ftänbigen Heber« wachung bes Verkehrs verpflichtet sinb, tritt sofort in Kraft. Polizeibeamte in Zivil, bie ein Kraftfahrzeug benutzen, führen einen A n - ha11estab mit bem Hoheitszeichen ber Polizei unb ber Aufschrift „Halt" mit sich. Erforderlichenfalls haben sich biefe Beamten auch burch Äor- zeigen ihrer Personalausweise zu legitimieren. Die Anhaltestäbe sinb mit bem Dienststempel ber Be- pörbe, welcher ber Beamte angehört, versehen. Das Zeichen zum Anhalten ber Kraftfahrzeuge wirb burch Hochheben ober Seitwärtsstrecken bes Anhaltestabes gegeben. Ihm ist in jebem Falle zur Sicherung des Friedens. — Der Führer und Reichskanzler empfing ferner auf dem Berghof ben von feinem Berliner Poften scheidenden kaiserlich-japanischen Botschafter Togo, ber bem Führer als persönliches Geschenk S. M. bes Kaisers von Japan einen mit kunstvollen Lackmalereien gezierten Tisch (Kwantaku mit räuchergefärbtem Koro unb Kobako) als Zeichen ber freundsckaft- lichen Beziehungen zwischen Japan unb bem Deutschen Reich übergab. Der Führer unb Reichskanzler nahm bas Ehrengeschenk mit Worten herzlichen Dankes unb mit bem Ausdruck seiner besten Wünsche für bas Wohlergehen bes Kaisers unb bes japanischen Volkes entgegen. Als Abfchiebsgefckenk übergab ber Führer bem scheibenben Botschafter Togo sein Bild mit eigenhändiger Überschrift. Feierstunde der sudetendeutschen (schulen Reichsminister Rust in Troppau. Troppau, 18.Okt. (DNB.) In einer Feierstunde der sudetendeutfchen (Schulen auf dem Marktplatz in Troppau sprach Reichsminister R u st. ,Lhr ständet nicht hier, und ich stände nicht vor euch, meine deutschen Jungen und Mädels", so rief der Minister, „wenn nicht in euch der Wille des Blutes ungeschwächt trotz Versailles lebendig wäre." Hätte der Führer diese Fahne nicht aufgezogen, dann wäret ihr heute noch einem fremden Volke untertan. Alles, was Großes geworden ist in Deutschland, ist es durch die Parole: „Deutsche Arbeiter der Stirn und der Faust vereinigt euch!" Durch bie beutsche Volksgemeinschaft sinb bie Subetendeutschen frei geworben und werben in alle Ewigkeit nur burch Die Deutsche Volksgemeinschaft groß unb stark sein. Euch aber, deutsche Lehrer unb Erzieher, nenne ich ein Wort, das ber Führer auf bem Obersalzberg 1933 gesprochen hat. Die größten Revolutionen ber Weltgeschichte sind gescheitert, weil ihre Führer nicht erkannten, baß bie Erziehung bie Schicksalsfrage aller Revolutionen ist. Das eine muß uns klar sein: Es werben beutsche Kinber geboren, aber beutsche Männer unb Frauen werben erzogen. Ihr müßt Die Jugend so erziehen unD formen, Daß Das Deutsche Bewußtsein niemals mehr verloren geht. Dem Glück seine Feier- ftunDen, aber der Zukunft bie Arbeitsstunben. Nun geht an bie Arbeit, so schloß Reichsminifter Rust, zu ben Kindern gemanbt, nicht als Schulkinder, fonbern als bie, Die nach uns Die Fahne tragen. Neue Winteruniform der HL. auch Mäusebussarde unD junge Turmfalken abgerichtet, Die im Frühjahr bei einem heftigen Sturm aus ihren Horsten im Kolberger Dom herausgeweht unD bem Falkenhof zur Aufzucht übergeben würben. Die Ausbilbung ber Jagbvögel ist in Kürze abgeschlossen, so baß demnächst ber Falkenhof zur Besichtigung freigegeben werben wirb. Dabei werben Falkner unb Jagbvögel Proben ihres Könnens ablegen. Mit diesem neuen Hof besitzt Die Wehrmacht nunmehr Drei Falkenhöfe: in Ortelsburg in Ostpreußen, in Goslar am Harz unD in Kolberg an ber Ostsee. Auerochs und Luchs sollen wieder eingebürgert werden. Nachdem erst kürzlich in der Nominier Heide in Ostpreußen sechs aus der Verdrängungszucht hervorgegangene Auerochsen — ein Bulle unb fünf Kühe — ausgesetzt würben, soll bemnächst auch ber Luchs mieber in Rominten „eingebürgert" werben. Währenb Auerochsen in Ostpreußen ausgestorben sinb, seit ber letzte 1755 Wilderern 3um Opfer fiel, ist ber Luchs auch in Den letzten Jahren noch in den ostpreußischen Grenzgebieten als Wechselwilb beobachtet worben. — Die Auerochsen, bie im Eingewöhnungsgatter untergebracht sinb, fühlen sich schön recht heimisch. Zwei Tiere sinb vorzeitig aus» gebrochen unb befinben sich bereits in voller Freiheit. Die Besucher ber Nominier Heibe sinb zur Vorsicht gegenüber ben „Ausreißern" ermahnt worden. Das Sind mit den vier Vornamen. Ein Einwohner ber elsässischen Stadt Kalmar hat seiner Freube über bas Ergebnis der Münchener Staatsmännerkonferenz auf eine nicht alltägliche Weife Ausbruck verliehen. Er gab feinem am gleichen Tage geborenen Sohn zu Ehren Der Retter bes Friso ens Den Vornamen Neville, Adolf, Edouarb, Benito. Folge z u lei ft en. Ebenso tritt auch bie Anorbnung, nach ber die Polizeibeamten bei Gefährdung des Straßenverkehrs den Kraftfahrzeugen genau wie ben Fahr- räbern bie Luft aus ber Bereifung an Ort unb Stelle abzul aff en haben, sofort in Kraft. Eine Ausnahme wirb lediglich auf ben Reichsautobahnen gemacht. Um Störungen bes Verkehrs zu vermeiden, werben bte Fahrzeugs er» forderlichenfalls vorher an einen geeigneten Platz verwiesen. Auch bie vorübergehenbs Entziehung ber Fahrerlaubnis auf bie Dauer von einer Woche bis zu brei Monaten ist eine Sofort- mgßnahme. Den Betroffenen wirb ber Führerschein vorläufig abgenommen unb ihm unter Angabe ber Grünbe schriftlich mitgeteilt, daß sein Führerschein für bie Dauer bes Verbotes bei ber Polizeibehörbe zurückbehalten wird. Gleichzeitig wird bie völligeI Stubien oblag. Vermischtes. Ein neuer Falkenhof. Berchtesgaden, 18. Oktober. (DNB.) Der Führer unb Reichskanzler empfing heute im Berghof auf bem Obersalzberg in Gegenwart des Reichtzministers bes Auswärtigen v Ribbentrop ben Besuch bes bisherigen französischen Botschafters in Berlin Francois-Poncet aus Anlaß seines Abschiedes. Der Führer druckte Dem scheibenben Botschafter in Worten aufrichtiger Würbigung Den Dank aus für Denen loyale Bemühungen zur Herbeiführung einer Besserung der Deutlet)- französischen Beziehung e n unD Damit Der breizehniahr „ „ Mahidol, hat sich in Marseille in Begleitum Mutter, seines Bruders und seiner Schwesi.., bem bäniscken Dampfer „Meonia" nach Siam e i n g e f d) t f f t, wo in Bangkok seine Krönung erfolgen wirb. Der König wirb nach ber Krönung tnieber nach Lausanne zurückkehren, wo er feinen £eud)fe mit einer 60«Watt - W - Lampe. Verlangen Sie in den Gettrolichi-Fachgeschästen immer die innenmattierien 3 kommt durch die Welt ■ ■ Bl E g „11472°!-« et £°,|,itri u6 iini 3unj' M" 2rt und ^-Lnor.d cuch ^^chstaben S-eiche^l el feil s'a’g!" ein »"l*S - S"rle S a d°r S 6? A-n I -*İ« Waldniauern uBc in seiner ruhigen *Ä» ;ä» mir befanden uns (ehr wenig Möbel > L wies aus men faßte sie an. „e,e Ls gepackt °an ahen, und fuhren uns ein Tür ging Er war groß und Sorgfalt auf Kleid nes Gesicht und Ich „Wo kommt ihi wollen hier über B-gm." ,>.7 um geht das nicht Besitzer hier?" „9lt verwirrt und verl nicht, aber ich fy „Das ist schade", zum Baden hier« sagte der Mann stand eine Weile er gutmütig: J könnt ihr nur ii Platz nachher." Es war dies dort zu bleiben, in dem Blockhai Mann uns mit Stolz unb Glück j)m an bas U) große njatferbidjte in ber Jjanb. Sßii Der Mann stieg hi Hand. Tiehe dal l wimmelte van ein Leibern den im D und ihre Mäulei waren wie erschl sehen, ein Wann dies für ein feltfa m iZremd der Fi im Wasser und fü M so Miches (l wnn ich recht di Nt -Mgt euch P* aus di W er zu uns: 'Men mich genau "en sie genau" M waren so £ S.r Mn heiteres S.r Zogen uns zu Mfamen See ein ..Bei diesem Sa kein Bergnüae V ,n den vom ^,nn Bimbo gen Lehmen, fiörft eii-bVt*«' „Ueb,r"*b'"" wollte Crm^b U fc®j4re, "arl ejn «• „oti ...Also' « . wcht. Denn' MoqB eben ^te^’rf lOrt t "annt r "Alte" aus pih und ipi, R. "INß | „ UCU **ÄV u, Kraftfahrzeug- Schlosser Mechaniker und Elektriker (evtl.Umschul.) sofort gesucht Ridiard Römer, Basdidiensl Siegen i. Westf. 6678 D Einspaltige Kleinanzeigen werben rum er. mäßigten Grund- vrets von 5 Pf. fürdleMlllimeler. »eüe veröffentlich! Gießen, den 17. Oktober 1938. 6673D [Stellenangebote Jüngere Saubere, zuverl. vFAH fiHfo JIlllv sauber und zr verlässig,2-3mc zu- 3mal 6687V | Verschiedenes | Gießen. Bahnhofitr. 49, Bnf 3941 Heute Verlobungs-Anzeigen liefert Brühl'sche Druckerei Die Beerdigung findet Donnerstag, 20. Oktober, in aller Stille auf dem Alten Friedhof statt. Studentin erteilt tohiltt* Schriftliche Angebote u. 04707 an den Gießener Anzeiger erbet. und mittleren Betriebe mit einer Größe bis zu 50 Hektar. Die restlichen 20 v. H. teilen sich gleichmäßig die Betriebe von 50 bis 100 Hektar, 100 bis 200 Hektar, 200 bis 500 Hektar, und über 500 Hektar. Fast umgekehrt liegen dagegen die Verhältnisse bei der Verteilung des Waldes. An Waldbesitz haben die kleinen und mittleren Betriebe- bis zu 50 Hektar nur 21 v. H. des gesamten Waldbestandes, während die Großbetriebe über 500 Hektar mehr als die Hälfte und die Betriebe von 200 bis 500 Hektar 13 v. H. der gesamten Waldfläche in Besitz haben. Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei den deutschen landwirtschaftlichen Gebieten vorwiegend um kleinere landwirtschaftliche Betriebe. In erster Linie finden wir hier Weidewirtschaft mit gutem Kuhbesatz. I)as Rindvieh wird nicht allein als Milchvieh gehalten, sondern findet in erster Linie als Zug- und Arbeitsvieh Verwendung. Der verhältnismäßig niedrige Milchertrag wird in diesen Gebieten infolgedessen auch nicht molkereimäßig erfaßt, sondern in dem eigenen landwirtschaftlichen Betrieb verarbeitet und zum größten Teil auch verbraucht. Anders liegen dagegen die Verhältnisse i n Süd mähren mit ebenfalls überwiegend deutscher Bevölkerung, wo eine starke molkereimäßige Erfassung der Milch erfolgt. In den deutschen Gebieten macht die bebaute landwirtschaftliche Nutzfläche etwa 60 v. H. der Gesamtfläche aus. Davon entfällt etwas mehr als die Hälfte auf Ackerland, ein Fünftel bis ein Viertel auf Wiesen und Weiden und etwa ein Drittel auf Wald. Die Güte des Ackerlandes zeigt sich daran, daß sich für Roggen ein durchschnittlicher Ertrag von 20 Doppelzentner je Hektar ergibt. Für den Kartoffel- a n b a u ist das vorhandene Ackerland im allgemeinen wenig günstig, da nur ganz vereinzelt hohe Hektarerträge zu erzielen sind, der allgemeine Ertrag jedoch weit unter dem Durchschnitt bleibt. Das land- wirtschaftliche Verarbeitung s g e w e r b e ist in Gesetz auch vielleicht wirklich dazu ausgereicht, zum mindesten war es von dem ehrlichen Willen beseelt gewesen, Amerika aus allen europäischen Konflikten fernzuhalten. Damals fand dann eine der bedeutendsten politischen Reisen der Nachkriegszeit statt, die des englischen Kabinettsmitgliedes Sir Walter R u n c i m a n , der als persönlicher Freund des Präsidenten Gelegenheit hatte, mit ihm als Gast des Weißen Hauses ausführliche Besprechungen unter vier Augen zu führen. Kaum hatte Runciman die Rückfahrt nach London angetreten, als das Neutralitäts-Gesetz die entscheidende Abänderung erfuhr, die es in das Gegenteil dessen umkehrte, Rheinische Zigarrenfabrik sucht per sofort ob.15. Nov. jungen BiHsmeisler oder Zigarrtnrnacher der den Meisterberuf erlernen will. SchriftlAe Angebote mit Handschrift!. Lebenslauf sind zu richten unter 6685D an den Gieß. Anzeig. zu machen, bis auf die Tage des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges zurückgehen. Mehr als hundert Jahre hindurch blieb England, wenn man so sagen soll, der Erbfeind der Vereinigten Staaten. Auf die Unabhängigkeitserklärung vom 4. Juli 1776 folgte der Krieg mit England bis 1783; während des amerikanischen Bürgerkrieges in den sechziger Jahren nahm England eine Haltung zugunsten der Südstaaten ein, die man ihm im Norden der Vereinigten Staaten eigentlich bis zum Weltkriegsbeginn nicht vergessen hatte. Aber eines war dennoch den beiden Völkern gemeinsam geblieben, die Sprache. Noch etwas anderes kam hinzu. Bis heute hat sich im amerikanischen Volke gegenüber dem Mutterlands ein gewisser Minder- wertigkeitskompler erhalten. Zwar sucht man auf amerikanischen Bühnen oder in Witzblättern den Engländer lächerlich zu machen, indem man ihn in seiner Kleidung, in der Art, wie er sich gibt, und besonders in seiner stark vom amerikanischen Slang unterscheidenden Ausdrucksweise nachabmt. Stets ist jedoch dabei festzustellen, daß der Amerikaner eigentlich auch äußerlich gern so sein möchte wie der Engländer. Besonders in der High Society, in den oberen, stark angelsächsisch gebliebenen Gesellschaftsschichten der Vereinigten Staaten, deren Angehörige jede, Jahr ihre englische Reise machen, gehört es zum guten Ton, englisch zu erscheinen und englische Freunde zu besitzen. Wenn es der Tochter eines Multimillionärs gelingt, einen verarmten englischen Lord zu heiraten, ist die ganze Familie entsprechend stolz darauf. Wer ober beschreibt das Glück dieser Kreise, an dem die gesamte, sonst so sehr auf die demokratischen Einrichtungen der Vereinigten Staaten pochende amerikanische Vresse gebührend teilzunehmen pflegt, wenn Mrs. McPherson aus Boston oder Miß Vanderlee aus Atlanta am Hofe von St. James in London erscheinen durften und dem englischen Königspaar vorgestellt wurden? Wir wissen heute, daß die mächtigen amerikanischen Finanzkreise unter Führung des Bankhauses Morgan die Amerikaner im Jahre 1917 in den Weltkrieg h i n e i n h e tz t e n , damit die Milliarden, die die Wallstreet in das lukrative Kriegsgeschäft gesteckt hatte, nicht verloren- ginqen. Als die alliierten Nationen nach hem Kriege ihren Schul denvervflichtungert nicht nachkamen, r'chtete sich der Unwille der breiten amerikanischen M-iffen zunächst aegen Frankreich, Italien und England in der gleichen Weise. Aber in einer äußerst geschickt betriebenen Propaganda verstanden es die Engländer sehr schnell, eine Stellung nach der anderen in den Vereinigten Staaten zurückzuerobern. In Uebereinstimmung mit dieser Politik bemühte sich London darum, daß alle übrigen zwischen den beiden angelsächsischen Mächten bestehenden Streitfragen, soweit sie in der Nachkriegszeit vorhanden waren, beseitigt wurden. Das englisch-japanische Bündnis besteht nicht mehr. Dadurch, daß der irische Freistaat errichtet wurde, schwenkten viele Amerikaner irischer Abkunft, auf die die amerikanischen Parteien aus innerpolitischen Gründen besonders starke Rücksicht nehmen müssen, endgültig aus dem antienglischen Lager ab. Die handelspolitischen Gegensätze sind bereinigt. Republikaner, also Oppositionskreise, waren es gewesen, die unter den Wirkungen der niederschmetternden Ergebnisse der Morgan-Untersuchung ver- ) die Münchener Besprechung Abtretung des sudetendeutschen Gebietes wollten einer klaren und ehrlichen Isolierungspolitik zum Siege verhelfen, die bis zum Weltkriegsbeginn amerikanische Tradition gewesen war, als deren Hüter sich heute die Republikaner fühlen. In seiner ursprünglichen Fassung hätte das N e u t r a l i t ä t s- Hauptfchriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigenTeil:ErnstBlumschein. Anzeigenlciter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der An- zeigen: Theodor Kümmel. D. A. IX. 38: 9143, Druck und Verlag: Brühlsche Unioersitätsdruckerei R.Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM.- 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Jur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 flültig- 3 Gießen, a.Oswaldsgarten (Parkplatz) " Fernruf Nr. 2145 — 2146 Prof.Dr.Erwin Sdiliepbake Arzt für innere Krankheiten zurück Im Namen der Hinterbliebenen: Artur Heinstadt 2mal wöchentlich gesucht. 669iD »Gegen graue Haare« der bewährte 4374v Haarfarbe« Wiederbersteller Flasche 1.74 vä, extra stark 2.40^ Drog. Winterhofi, Kreuzplatz 10, Parf. Muhl. Bahnhofstraße 56. Leeres, Helles Zimmer mögt mit stieß. Wasser und Heizung zu mieten gesucht. Schrift!. Ang. unt. 04706 an o. Gieß. Anz. den deutschen Gebieten ausfallend gering vertreten Außer den bereits erwähnten Molkereien in Südmähren kann in nennenswertem Maße kaum von Verarbeitungsbetrieben gesprochen werden. Nordböhmen z. B. hat, obgleich es über eine immerhin ausgedehnte Rübenwirtschaft verfügt, keine Zuckerfabriken und Raffinierten. Auch Müh. 1 e n sind kaum vorhanden, ausgenommen die Tep- litzer Gegend. Dagegen sind Brauereien in einigermaßen nennenswertem Umfang auch auf deutschem Gebiete anzutreffen. Bei der Notlage, in der sich die sudetendeutsche Landwirtschaft infolge der zwanzigjährigen Unter« drückung und der tschechischen Maßnahmen der letz- ten Wochen befindet, wird diesem Gebiete von der deutschen Regierung jetzt eine besondere Förderung zuteil werden müssen. Wie nach der Rückkehr Oesterreichs in das Reich werden auch bei der Einverleibung der sudetendeutschen Landwirtschaft sofort Maßnahmen in Angriff genommen werden. Hierbei wird es sich in erster Linie darum handeln, die durch die Ausraubung entstandene Lebensmittelnot zu beheben und für Die Zufuhr von Brotgetreide, Mehl, Butter, Fett und Fleisch zu sorgen. Darüber hinaus wird die Förderung der sudetendeutschen Landwirtschaft im Hinblick auf das kommende Erzeugungsjahr durch Bereitstellung van Saatgut und landwirtschaftliche Maschinen erfolgen, da besonders die letzteren durch das rücksichtslose Auftreten der Tschechen in den vergangenen Wachen zum großen Teil zerstört und zu einem weiteren Teil in das Innere des Landes verschleppt worden sind. Unsere sudetendeutschen Brüder können gewiß fein, daß das deutsche Volk alles tun wird, um ihre Not zu beheben und sie in den Stand zu setzen, mit verstärkter Kraft an die künftige Arbeit heranzugehen. Erich Borkenhagen. ZUWO Deutsch-Langhaar, braun, entlaufen! Abzugeb. gegen Belohnungbeim Revierförster Emil Stasch, Naunheim b. Wetzlar, oe^v Uebereinftimmung zwischen den vier europäischen Großmächten herbeigeführt worden ist, wird für die deutsche Wirtschaft und besonders für die Agrarwirtschaft der ans Reich fallenden Gebiete eine Periode des friedlichen Wiederaufbaus beginnen. Die deutsche Agrarwirtschaft in dem bisherigen tschechischen Staatsverband hat diese Zeit um so notwendiger, als hinter ihr eine zwanzigjährige Elendswirtschaft liegt als Folge einer systematischen Unterdrückung der Prager Regierung. Diese Unterdrückung wirkte sich in der sudetendeutschen Landwirtschaft nicht nur moralisch aus, indem die deutsche Bevölkerung des tschechischen Staates sich als mindergeachteter und minderberechtigter Teil der Bevölkerung fühlte, sondern auch rein betriebswirtschaftlich. Die sudetendeutfche Landwirtschaft hat von Natur aus viel ungünstigere Erzeugungsbedingungen als die im Innern und im Osten des Landes liegende Agrarwirtschaft der andersstärnrnigen Völker. Der abweichende Stand der landwirtschaftlichen Erzeugung zwischen dem Osten und Westen der Tschecho-Slowakei fällt beim Studium der Landwirtschaft des bisherigen tschechischen Staates besonders auf. Die östlichen Länder, also insbesondere die S l o- w a k e i und Karpatho-Ukraine, sind den westlichen Gebieten in der Vegetation bedeutend voraus. Hier herrscht ein wärmeres Klima, hier sind besonders günstige, natürliche Erzeugungsbedingungen für eine Reihe von Kulturpflanzen gegeben. Ein großer Teil des Bedarfs des bisherigen Staatsgebietes an Frühgemüfe, Frühobst und Frühkartoffeln wird hier gedeckt. Besonders hochwertige Früchte, wie Pfirsiche, Mandeln, Melonen, Wein, Tabak, dann Mais, Sojabohnen und sehr guter Hartweizen haben im Osten des Landes die günstigsten klimatischen Wachstumsbedingungen. Alle diese Früchte sind im Westen und insbesondere in den Gebieten, in denen die Deutschen der landwirtschaftlichen Erzeugung nachgehen, nicht anbaufähig. Ein Blick auf die Gebietseinteilung und Bevölkerung der Tschecho-Slowakei läßt erkennen, daß bei einer Bevölkerungszahl von 15,1 Millionen und einer Gesamtfläche von 140 000 Quadratkilometer sich eine Bevölkerungsdichte von 107,5 Menschen je Quadratkilometer ergibt, eine Bevölkerungsdichte, die etwa 80 v. H. der Großdeutschlands und etwa 74 v. H. der des Altreichs ausmacht. Die stärkste Bevölkerungsdichte finden wir mit 138,2 Menschen in Böhmen und mit 134,3 in Mähren und Schlesien, während die Slowakei (71,4) und Karpatho-Ukraine (63,5) weit hinter dem Durchschnitt Zurückbleiben. Sie angelsächsischen Settern. Von unserem Ea-Mitarbe>ter. Washington, Oktober 1938. Wenn man in den Pressekonferenzen des Weißen Hauses und des State-Depanmenls per|onha; mit« erlebt, wie President Roosevelt und Staatssekretär Hüll die an sie gerichteten Fragen zu den großen außenpolitischen Problemen zu beantworten pflegen, könnte man annehmen, daß auch heute noch die Hands - off - Politik der Vereinigten Staaten gegenüber den außeramerikanischen Ereignissen Geltung hat. Dennoch aber kann man an der Tatsache nicht vorbei, daß die seit dem Weltkriege traditionell gewesene Jsolierungspolitik Washingtons, soweit die europäische Politik und nicht die Finanzen Europas in Betracht kommen, heute in ihrer ausschließlichen Bedeutung tatsächlich nicht mehr b e st e h t. Die Beziehungen, die heute wieder Washington mit Europa verbinden, bestehen vor allem mit England. 3n einer Betrachtung des Verhältnisses zwischen | Amerika und England muß man, um es verständlich Unser Vater, Schwiegervater, Großvater und Urgroßvater Herr Jakob Heinstadt ist nach kurzem Kranksein im fast vollendeten 90. Lebensjahr plötzlich verstorben. Junger/ gewandter Mann als MlttWOMt sucht 6670D Wans zur Krone, üiööa. Ä4otmg. mit Bad von älterem Ehepaar (Beamter) für 1. 11. 38 oder sofort gesucht. ^chr Angeb.ur wöchentl. in gepflegten Haush. gesucht. 6696D Schreibtische ,__«Ms an denen zu P^"ll! arbeiten III Freude (Li V* macht. Kräftig, elegant und praktisch, preiswert bei M28a 18-W.MWen vom Lande sucht Stellung als Haustochter in einem guten bürgerlich.Haus- halt, wo ihmGe- leyenheit gebot, wird, seineKoch- kenntnisse zu verbessern. Schriftl. Angebote unter ■6672D an den Gießen. Anzeig. Ein Drittel der Bevölkerung der alten Tschecho-Slowakei, nämlich 5,1 Millionen Menschen, gehören der Land- und F o r st w i r t s ch a f t an, während in Großdeutschland nur 21 v. H. aller Reichsangehörigen zur Landwirtschaft zählen. Auch die Verteilung der Gesamtfläche des tschecho-slowa- kischen Staates entspricht dieser Aufgliederung der Bevölkerung. Von den 13 Millionen Hektar Gesamtfläche entfallen 8,4 Millionen Hektar auf landwirtschaftliche Nutzfläche und 4,3 Millionen auf Wald. Interessant ist auch die Verteilung der Gesamtfläche auf die einzelnen Betriebsgrößenklassen. Don der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche entfallen im Durchschnitt 80 v. H. auf die kleinen Zreihige Granmekke verloren. Geg. Belohnung a^uaeben M71o W all toritr. 10. Schwarzer Rchprnscher entlaufen! Abzugeben 668oD Blsmarckstr. 14. ZMM 700—900 Liter, sofort zu kaufen gesucht. Angeb. mit Preis und näheren Angab. u.6688Da.G.A. P Verkäufe | L reinrassige Schäfer« hunde 4 Monate alt, zu verkauf. 0<703 Wieseck Gießen. Str. 106 Jünger., berufstätiges Fräulein sucht freundlich möbl. Zimmer mit oder ohne Pension. Schr. Angebote unter 6678D an den Gießen. Anzeig. Gut möbliertes Zimmer wennmöglichjse- parat, sofort ob. ab I.Nov. 38 gesucht. Schriftl. Angeb.m. Preisangabe u. 04709 an d. Gieß. Anz. Geeignete trock. Lagerräume zirka 50-60 qm groß, in Stadtmitte gesucht. |Stellengesuche| Aelteres,besseres Fräulein sucht fof. Stelle m bess. frauenlosem Haushalt. Schriftliche Angebote u. 04704 an den Gießener Anzeiger erbet. Familiendrucksachen Verlobungsanzelgen VermÄhlungsanzelgen Geburtsanzeigen bei Brühl. Schulstr. ’ Wetterbericht Unser Gebiet befindet sich im äußersten Einflußbereich des mit außergewöhnlicher Geschwindigkeit vom Atlantik nach Nordeuropa vorstoßenden Wirbels. Das Wetter zeigt daher wieder größere Lebhaftigkeit und bringt auch vereinzelte Niederschläge. Durch einen Vorstoß kälterer Luft kommt es zum Aufbau eines stärkeren Zwischenhochs, das mindestens vorübergehende Beruhigung und Besserung bringen wird. Vorhersage für Donnerstag: Stellenweise Frühnebel, sonst wolkig, aufheiternd und meist trocken. Abkühlung, abflauende Winde aus West bis Nord. Vorhersage für Freitag: Zunächst noch vielfach aufgeheitertes und meist trockenes Wetter, nachts sehr frisch. Lufttemperaturen am 18. Oktober: mittags 17,6 Grad Celsius, abends 11,6 Grad; am 19. Oktober: morgens 11,2 Grad. Maximum 17,8 Grad, Minimum heute nacht 10 Grad. — Erdtsmperaturen in 10 cm Tiefe am 18. Oktober: abends 12,4 Grad; am 19. Oktober: morgens 11,3 Grad. — Niederschläge 0,4 mm. — Sonnenscheindauer 2,1 Stunden. Für klein.! anbw. Mühlenhaushalt a. b. Lanbe suche z. I.Nov. zuverl. Hausgehilfin b. Fam.-Anschl. guter Behandlg. u. Gehalt. Alter gleich. Zuschrift, unter 6668V an b.Gieß.Anz.erb. Zuverlässiges Halbiags- mädchen gesucht. 6693D Schulz, Mädel 24 Jahre alt, sucht z. 1. Nop. Stelle in kleinem Priv.-Haushalt. Koch-u. sehr gute Nahkenntnisse vorhanben.Gute BehandlungBe- diNgUNg. 04705 Offerte an ElfriedeSchuler Ernsthausen Weilburg-Lanb Weilstraße 3. | Kaufgesuche | Gebrauchte, gut erhaltene Schuster- Dtachine zu kaufen gesucht. Angebote unter 6686V a.d.G.A. MeinWen kaust (6675^ Burh< nne Gnauthstraße 5 Ruf 3169. Unternehmen der Markenartikelbranche sucht zum mögl. sofortigen Eintritt in Dauerstellung qualifizierten Dekorateur der eventuell im Besitz des Führerscheins III ist, da ein Personenwagen gefahren werden soll. Nur Kräfte, die moderne, zugkräftige Dekorationen bauen können, werden ersucht, ihr Angebot mit Lichtbild, Zeugnisabschriften, Lebenslauf und Gehaltsansprüchen unter 6680V an den Gießener Anzeiger einzureichen. langt hatten, daß die Neutralität Amerikas in einem ... __ ...____ künftigen Kriege sichergestellt werden müßte. Sie ' was es einmal hatte sein sollen. Gebrauchte Schreibmaschinen aufgearbeitet. Grobe Auswahl! Günstige Preise! Teilzahlung. BaumsLTreibig Büromaschinen _ Gießen Bahnhofitr. 26. Ruf 3700. 6931A Ad- und Verkauf ..von Lumven. Auen, Pavier, .rtaschen u. alle Metalle. Jede Bestellung wird abgeholt. lt20M H. Schneider Neuenweg 6 Telephon 3187 Schöne 5'/-Zimmel' Wohnung zum 1. Dezemb. zu vermiet, l H. Elges Seltersweg 66. 4-Zimmer: Wohnung 1 .Stock, Zentralheizung, zum 1. Dezemb. zu vermieten. Näheres Gnauthstr. 5 vt. P Mietgesuche | Per Anfang 1939 wird von jungem Ehepaar 4-Zimm.-Wolin. mit Bad u. sonst. Zubehörgesucht. Schr.Angeb.unt. 6337D a.d.G.A. Kohlen holen und das tägliche^ Heizen wird viel leichter mit den richtigen Heiz-Geräten: Koksschütter, Kohlenkasten, Kohleneimer, Schaufel, Ha- — ken, Ofenvorsetzer — von J.B. Häuser. Zu erfragen im ~ , Gießen. Anzeig, ^eltersweg 36II Wiederaufbau dersudeiendeuffchenlanbivirischast ZdR. Nachdem durch über die Abtretung bet 19.30-22 30 20—22.45 Der süßeste 4. Freit.-Miete Schwindel Ein Sommernachtstraum der Welt v. Shakespeare. Preise: Preise: t65»oD RM. 0.90—3.50 RM. 0.60-3.00 Stadttheater Mittwoch ly. Oktober!9Z8 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger fürGberheiien) V. 245 Zweites Blatt Junge deutsche Nation Welt auf, der Jungmädelbund und damit die Ät le* meinschaft vieler Kameradinnen den Werjungen betuchen den Londoner Tower - << ß MWUM sie. einmal hinab — springt Mitten im Beifallsjubel ertönt der Schlußpfiff. Am 20. April dieses Jahres wurde der Jahrgang 1928 in den Jungmädelbund ausgenommen. Ein halbes Jahr ist seitdem vergangen. Die Zehnjährigen haben sich in den Jungmädeleinheiten eingesetzt, und nun erhalten sie in der ersten Hälfte des Oktober Halstuch und Knoten auf Derpflichtungs- feiern, die überall im Reich stattfinden. Der Vater der Fische. Geschichte von einer Herbstfahrt. Steht da eiff Jungmädel — eines von den „Reuen" — etwas zögernd auf einer hohen Kiste, von der es einen Meter in die Tiefe springen soll. Das ist für eine Zehnjährige eine ziemliche Höhe. Ob sie den Sprung wagt? Ob es nicht doch zu schwierig ist? — Ach was! Dort stehen die Kameradinnen, die nächste wartet schon Sie schaut noch Mit Halstuch und knoten.. Aus Gerda und Waltraut werden Zungmädel Ls „Wieso?" wollte Karl wissen. „Du stehst natürlich unter einem Mauervorsprung und bekommst keinen Regen ab. Aber ich? Ich kriege den Regen aus allerbester Quelle!" war Bimbos Antwort. „Dafür muß ich aber auch zum „Alten" rennen, wenn du eine Nachricht für ihn hast!" gab Karl zu bedenken. Sie kamen zum Kirchturm. Der Küster wurde her- ausgeholt und ließ Bimbo ein. Karl postierte sich unten auf. Nach wenigen Minuten wurde von Bimbo eine Strippe herabgelassen. „Gar nicht dumm!" murmelte Karl. Denn er kannte diese Art von Strippenpost, von der ihm sein Bater aus dem Kriege erzählt hatte. Karl döste em wenig. Plötzlich wurde die Strippenpost in Betrieb genommen. Eine Meldung kam herab, die Karl in Empfana nahm und diese, haste nicht was kannste, zum „Alten" brachte. „Lies selbst vor!" befahl Alfred, der „Alte" Karl riß die Meldung auf und wurde puterrot im Gesicht. „Vorlesen!" befahl noch einmal Alfred. „Ja, ich .. " stotterte Karl. „Kannst du denn nicht hören, Karl?" Alfred wurde wild. „Ich ..." brubbelte Karl verlegen. „Also zum letzten Male sage ich dir: vorlesen!" Da gab sich Karl einen Ruck und las nun zur großen Freude und unter großem Gelächter des ganzen Zuges vor: „Hier Bimbo! Kirchturmspitze! Oben regnet s, unten auch?" D. G. Lupke. Ambos Heilung Er wurde Jumbo, das Elefantenbaby, getauft, wegen seiner körperlichen Fülle. Jumbo war ein gutmütiger Kerl. Jumbo machte bei allem mit, wenn es ihm auch schwer ankam. Da er sich vor nichts drückte, hallen ihm seine Kameraden gern, wenn er einmal nicht mehr mitkonnte. Doch Jumbo hatte eine Krankheit. Eine ganz sonderbare, nach gewissen Zeitabschnitten immer wieder auftauchende Krankheit. Wenn es ihm nämlich zu gut ging, fing er an, groß anzugeben. Das paßte gar nicht zu Jumbo. Seine Kameraden waren davon wenig erbaut. Wenn er besonders angab, stand er bald alleine da. Dann war wieder Ruhe für einige Wochen. Wenn sich Jumbo mal wieder zu wohl- fiihlte fing die Sache von neuem an Einmal fuhr Jumbo mit fernem Vater weg. Als er zurückkehrte, erzählte er, was er gesehen und gehört hatte. Ja, und strahlt. Geschafft! — „Natürlich", denkt sie, aber nicht: „Wie stehe ich da!", sondern: „Nun muß ich noch für Anni und Ilse den Daumen kneifen, dann hat unsere ganze Jungmädelschaft die Jung- m'ädelprobe bestanden." — Wenn dann alle fünfzehn aus der Jungmädelschaft ihren Mut bewiesen haben, wenn sie sowohl ihre Geschicklichkeit als auch ihren Willen zur Leistung gezeigt haben, sind aus den „Neuen" richtige Jungmädel geworden. Der Wimderwrwart. Fritz steht heute das erstemal bei einem Handballwettspiel im Tor. Schon beim Training hat er gezeigt, daß er alle Fähigkeiten, die ein Torwart von Klasse haben muß, besitzt. Er hat sogar noch den ganz besonderen Vorzug, daß er sich nie vom anstürmenden Gegner täuschen läßt. Wie oft kommt es doch vor, daß ein Torhüter nach der rechten Seite stürmt und der Ball lustig in die linke Ecke rollt. Fritz wartet nicht darauf, bis der Gegner nach der einen Ecke schielt und nach der anderen schießt, sondern er hat eben seine eigene Taktik. Merkt er, daß das Leder wieder einmal seine Ruhe stören will und der Stürmer zum Schuß ausholt, so macht er auch schon Anstalten, nach einer bestimmten Seite zu türmen, und Kopf und Hände zeigen leicht die Richtung an, wohin er springen wird. Der Gegner natürlich sieht die andere Seite ungedeckt und knallt dorthin, und das ist es, was Aritz so groß macht. Kaum sieht er den Ball von der Hand des Gegners gleiten, da schwingt sich plötzlich sein Körper nach der anderen Richtuna, und unter brausendem Beifall des Publikums wirft er den „glänzend gehaltenen Ball" ins Feld zurück. Es ist klar, daß auch der beste Torsteher nach jedem Spiel sein „Paket" mit nach Hause nehmen muß, und so hat auch Fritz heute fünf Minuten vor dem Spielende siebenmal den Ball aus dem Netz fischen müssen, natürlich nur weil die Verteidigung nichts wert war. Ein kleiner Trost war es für ihn, daß seine Mannschaft noch mit einem Tor voraus war. Da kommen die letzten und aufregendsten Augenblicke des Spiels. Das Publikum gebärdet sich wie rasend, wenn der Sturm über das Feld fegt. Fritz muß nun ein letztes Mal sein Können zeigen. Natürlich wieder dieselbe Taktik, aber als der Gegner losschießt und Fritz wieder nach der anderen Seite fliegen wollte, gleiten ihm seine Füße ab. Ein plötzlich einsetzender Platzregen hatte den Boden im Nu aufgeweicht Der Torwart stürzt und fliegt mit der Brust direkt auf den Ball. Die Meldung »om fiirdrturm „Bei diesem Sauwetter zu marschieren ist wirklich kein Vergnügen", meinte Bimbo mißmutig zu seinem Nebenmann. Die Langschäfter.stießen kräftig in den vom Landregen aufgeweichten Dreck. Wenn Bimbo genau hinhörte, sagten die Stiefel „Obadja", wenn man sie aus dem nassen Lehm zog, und „Matsch", wenn man sie wieder auf den Boden setzte. Bimbo glaubte wenigstens diese Worte zu vernehmen. „Hörst du Karl?" nahm Bimbo wieder das Wort. „Nichts höre ich!" antwortete Karl. „Doch!" bestand Bimbo. „Obadja und Matfch! Obadja und Matsch ..." - „Zum Teufel was meinst du eigentlich damit?" — „Die Stiebe!l, die Stiebe!'." Bimbo zeigte auf feine Langschäfter. „Und was ist damit?" fragte Karl erstaunt der aus B'm- bos Reden nicht schlau wurde. „Mensch, bist du denn so schwer von Begriff? Die Stiebe! sagen dauernd „Obadja" und „Matsch" ... . „lieber was unterhaltet ihr euch eigentlichi wollte Erwin wissen, der als Schlußlicht im Zuge marschierte. Vor sich hatte er Bimbo und Karl deren Gespräch er zum Teil gehört hatte Juber Adam und Eva!" gab Karl zur Antwort Erwin war beleidigt. „Bimbo wird es dir erklären! lenkte ^Also".Hub Bimbo an. Doch weiter kam er nicht. Denn es kam das Halt-Kommando: „Bertelsmann!" rief eine Stimme an der Spitze des Zuges. Bimbo spritzte wie von der Tarantel gestochen nach vorne „Hier!" meldete er sich. Müller zwo!" rief es wieder von der Spitze her. Karl raste ebenfalls vor und stellte sich neben Bimbo auf. x Seht ihr dort den Kirchturm, Bimbo und Karl? fragte der „Alte" - der Zugführer wurde so genannt — und zeigte dabei mit ausgestreckter Hand auf eine in ungefähr fünfhundert Meter sichtbare Kirchturmspitze, jawohl!" bestätigten beide. „Dorthin werdet ihr jetzt gehen. Bimbo wird den Kircy- turm besteigen, Ausschau halten und mir ourcy Karl alles berichten lassen, was auf der Landstratze jenseits los ist. Der Küster ist von mir benachrichtigt worden. Er läßt dich auf den Turm, Bimbo. Damit waren Bimbo und Karl entlassen. Unterdessen regnete und regnete es weiter ohne 1Inter= laß, als sich beide auf den Weg machten ..Du hast natürlich den besseren Posten!" räsonierte Bimbo. Nun ist die Zeit der Bewährung um. Die Zehnjährigen haben alle ihren Willen zum Diensttun bewiesen. Zehntausende treten mit ihrer Einheit in diesen Tagen an, um als letztes Zeichen ihrer Zugehörigkeit Halstuch und Knoten in Empfang zu nehmen. Noch einmal wird ihnen die Jungmädel- führerin die Aufgaben und Pflichten aufzeigen, die ein jedes Jungmädel durch den Eintritt in den JM.-Bund auf sich nimmt, noch einmal wird sie ihnen die kleinen Sorgen und die vielen Freuden der vergangenen Sommermonate zurückrufen und sie damit ermahnen, nie nachzulassen. Die Jung- mödel des Jahrganges 1928 wissen um diese Verpflichtung. Mit doppeltem Eifer werden sie an die ihnen gestellten Aufgaben des Winters Herangehen, und sie werden ihnen nachkommen, weil sie den Sinn des Jungmädelfeins begriffen haben. M. L. Platz nachher." Es war dies alles so seltsam und reizte uns, dort zu bleiben. Kaum hatten wir unsere Tornister in dem Blockhaus ausgepackt und verstaut, als der Mann uns mit einem Gesicht, das zugleich Freude, Stolz und Glück widerspiegelte, einlud, mit vor das Haus an das Ufer zu kommen. Der Mann hatte große wasserdichte Stiefel an und trug einen Eimer in der Hand. Wir folgten ihm bis an das Ufer. Der Mann stieg hinein in das Wasser und hob die Hand. Siehe da! Das Wasser wurde lebendig. Es nrmmelte von einer Unzahl Fischen, die mit ihren Leibern den im Wasser stehenden Mann umschlossen und ihre Mäuler aus dem Wasser steckten- Wir waren wie erschlagen. Ja, hat man so etwas gesehen, ein Mann befiehlt den Fischen? Was war dies für ein seltsamer Heiliger? Ein Einsiedler und ein Freund der Fische. Da stand er bis an die Knie im Wasser und fütterte die Fische. Er hatte dabei ein so glückliches Gesicht. Er sprach mit ihnen, und, wenn ich recht verstand, sagte er: „Drängt euch nicht, drängt euch nicht!" Als er wieder vorsichtig herausstieg aus diesem Gebrodel von Fischleibern, sagte er zu uns: „Ja, da staunt ihr, was? Sie kennen mich genau. Ich bin ihr Freund. Mich kennen sie genau." v Wir waren so erstarrt ob dieses Wunders, daß wir dein Weiteres Wort der Entgegnung wußten. Wir zogen uns zurück und hielten uns von diesem seltsamen See ein wenig weg. Am nächsten Tage jedoch meinte Helmut: „Warum sollen wir denn schon wieder Kartoffeln schälen! Da sind doch so viele Fische Wir nehmen uns ein paar und braten sie. Ich hätte gerade Appetit darauf." Es war uns allen ein wenig seltsam dabei. Das muß gesagt werden. Aber schließlich, wenn einem die Fische hier in die ausgestreckte Hand hineinschwammen, warum sollte man nicht zupacken? So aßen wir gebratene Fische. Wir würgten ein wenig an den Happen. Unsere Lustigkeit war ein wenig aufgeregt. Es war, als müsse noch irgend etwas geschehen. Der Mann, der Vater der Fische, dieser seltsame Heilige, stieg wieder mit seinem gefüllten Eimer ins Wasser. Er stand da ein wenig einsam im Abendlicht. Wir sahen vom Lager aus seine Silhouette. Er bewegte sich nicht, und seine Arme hingen schlaff herunter. Der Spiegel des Sees rührte sich nicht Kein einziger Fisch zeigte sich. Da wandte sich der Mann wieder, stieg ans Ufer und sah, wie es uns schien, mit abwesenden und verlorenen Blicken über den weiten See. Hans wurde unruhig. Er sagte: „Ich bin bestimmt nicht ängstlich, aber ich habe so ein sonderbares Gefühl. Das war nicht recht von uns, daß wir die Fische fingen. Wir hätten ihn fragen müssen." Wir waren alle der gleichen Ansicht So etwas war uns noch nicht vorgekommen, wir wußten nicht, wie wir uns verhalten sollten Es schien um diesen See ein Geheimnis zu sein. Da warfen wir uns auf unsere Räder, brachen durch das Uferdickicht und fuhren nach Hause. Ihr meint, das sei gelogen? Bestimmt nicht. Wir haben es wirklich erlebt. Vielleicht, ich gebe zu, habe ich übertrieben. Vielleicht habe ich mehr geschrieben, als ich schreiben konnte. Aber wißt ihr, das kommt vom Herbst. Fahrt ihr einmal unterm Herbsthimmel über eine Landstraße. Da fallen euch I noch ganz andere Sachen ein. Herbert. Dann waren sie ausgenommen in die Millionengemeinschaft. Nun hieß es plötzlich nicht mehr: Du bist Lotte Niemeyer, du Inge Dietrich — jetzt bist du ein Jungmädel, und als solches hast du dich au bemühen, den Forderungen des Jungmädelbundes nachzukommen. Du hast ehrlich, offen und klar zu fein, du hast den anderen Kameradin zu sein. Dann wirst du von selbst lachend und froh in die Welt schauen und trotzdem mit Ernst und Verständnis die Arbeit, die dir zugewiesen wird, anpacken. Und in dieser Geradheit und in diesem Stolz liegt die ganze Natürlichkeit und die ganze Frische deiner Jungmädelart. ♦ Der erste Sommer in der Jungmädeleinheit geht rasch dahin, scheinbar spielerisches Treiben hält das Jungmädel gefangen. Lieder, Märchen, Sagen, Scharaden, Stegreifspiel im Heim, besinnliche Stunden, in denen die Führerin erzählt von Deutschland, von unserem Führer, von der Heimat — und daneben kurze Fahrten in die Umgebung, hinaus in Feld und Wald, leichter Sport,. frohes Tummeln auf grünem Rasen —, das sind die Dinge, die dem Jungmädel die ersten Eindrücke vom Wesen und Wollen des JM.-Bundes vermitteln. Die Lebendigkeit, Wirklichkeit und Ungezwungenheit, die sich hinter der kleinsten Tätigkeit Derber- gen, sprechen jede einzelne an. Das läßt sie ganz von selbst in die Gemeinschaft hineinwachsen. Dann kommt es plötzlich nicht mehr vor, daß die sonst so nachlässige Traute mit zerrissenen Strümpfen her- umläuft, daß Inges Mutter schelten muß, weil ihr Sorgenkind schon wieder unpünktlich ist, daß Ursel sich andauernd mit Irmgard zankt und ,sthr böse ist". Jungmädel sein, verpflichtet, spornt an, erzieht zu Kameradschaft und Einsatz. Keines der Jungmädel wird je davon sprechen, wird diese Veränderung selbst bemerken, aber es drückt sich im ganzen Erscheinungsbild, in der ganzen Art aus. Aufgeschlossen und mit einer gläubigen Bereitwilligkeit nimmt die Zehnjährige das auf, was der Dienst ihr gibt, stolz bekennt sie: Ich bin jetzt auch ein Jungmädel, und ich will den Forderungen des Dienstes nachkommen. Deshalb ist es für das zehnjährige Jungmädel auch eine Selbstverständlichkeit, die Jungmädelprobe zu machen. „Geschicklichkeit und Leistung" heißt die Parole. Liegt darin nicht der ganze Sinn der Bewährung? Nur wer mutig und unerschrocken ist, ist ein Jungmädel. Nur wer mit offenen Augen, gerade und aufrecht voranschreitet, behauptet sich als Jungmädel. Und wer in den letzten Wochen auf Sportplätzen und auf Fahrt die Zehnjährigen beobachtete, wie sie lachend über den Rasen kugelten, Rolle vorwärts, Rolle rückwärts, wie sie aus einem Meter Höhe sprangen, wie sie dankbar und freudig all die Herrlichkeit der Natur, der Tier- und Pflanzenwelt in sich aufnahmen, der versteht, daß es für jede einzelne eine Lust ist, Jungmädel zu sein. Keine will zurückstehen, keine will Duckmäuser sein und sich von den anderen auslachen lassen, keine murrt und brummt. Wir machten eine Herbstfahrt. Wir suchten entschwundenen Sommer. Er war ein bißchen betrüblich, wie wir unter einem unfreundlichen Himmel über Landstraßen fuhren und froren. Wir waren fünf Jungen und hießen Herbert, Hans, Heinz, Hubert und Helmut. Meint ihr, das komme euch seltsam vor, daß unsere Namen alle mit dem gleichen Buchstaben anfangen. Ach, dann wartet, wir haben noch viel seltsamere Dinge erlebt. Wir suchten einen See. Wir waren das vom Sommer her so gewohnt und geradezu versessen darauf, dem Wetter zum Trotz zu baden Es mußte ein einsamer See sein. Helmut behauptete, in der Karte einen See entdeckt zu haben, der so einsam liege, daß sich dort Hasen und Füchse gute Nacht sagen. So fuhren wir schließlich durch einen dichten Wald, drängten unsere Fahrräder durch ein sperrendes Dickicht und hatten dann' einen Ausblick auf einen See. Er war ganz einfam. Er war von hohen Waldmauern umstanden. Der Himmel spiegelte sich in seiner ruhigen Fläche. Schon freuten wir uns, als wir rechtzeitig eine Art Blockhaus bemerkten. Es lag nahe am Ufer und war aus rohen ungeschälten Stämmen aufgebaut. „Das ist ärgerlich", meinten wir. Gewiß war ein Mensch in der Nähe. Schließlich gingen wir auf das Blockhaus zu, öffneten die Tür und traten ein. Wir befanden uns in einem großen Raum, der nur sehr wenig Möbel hatte. £)a flüsterte einer von uns und wies auf einen Tisch: Da lag eine Pfeife. Hans faßte sie an. „Sie ist noch ganz warm." Wir waren etwas gepackt von der Seltsamkeit dessen, was mir sahen, und fuhren zusammen, als plötzlich hinter uns ein Tür ging und ein Mann ins Zimmer trat Er war groß und mager. Er schien keine große Sorgfalt auf Kleidung zu legen. Er hatte ein offenes Gesicht und schien jetzt sehr verdutzt zu sein. „Wo kommt ihr denn her?" fragte er. „Wir wollen hier über das Wochenende ein Zelt aufschlagen." „Das geht nicht", sagte der Mann. „Warum geht das nicht?" fragte Hans. „Sind Sie der • Besitzer hier?" „Nein, nein", sagte der Mann etwas verwirrt und verlegen, „nein der Besitzer bin ich nicht, aber ich habe hier einiges zu sagen." — „Das ist schade", meinte Hans, „wir wären gern zum Baden hiergeblieben." — „Um zu baden?" sagte der Mann erregt. „Das könnt ihr nicht." Er stand eine Weile stumm im Zimmer, dann meinte er gutmütig: „Na, bleibt doch hier, aber haben könnt ihr nur im Seitenkanal, ich zeige euch den wenn er mit seinem Vater weg war, hat er immer besonders viel erlebt. Und marschiert sei er mit seinem Vater. 40 Kilometer hätten sie an einem Tag geschasst. Allerdings waren sie nur einen Tag marschiert, um einmal die Glieder ein wenig in Bewegung zu bringen. Einfach war es ja nicht, mit diesen 40 Kilometer. Aber mit Vater geht man so prima. Ueberhaupt, er kann einem etwas erzählen, er weiß fast alles. Das ging so weiter. Immer mehr steigerte Jumbo seine Leistungen. Die Jungen fingen an zu lachen und machten ihre Witze. Doch Jumbo ließ sich nicht stören. Er beteuerte, daß es wirklich so wäre. , , Der Scharführer unterbrach die Unterhaltung. Er rief sie zusammen und gab einen Befehl bekannt. Für nächsten Sonntag war der Dienst angesetzt. Antreten um 6 Uhr, Brotbeutel sind mitzunehmen. Sonntag war ein prachtvoller Morgen. Punkt sechs Uhr war die Schar angetreten. Singend marschierten die Jungen durch die stillen Straßen. Felder famen, immer neue Felder Die Sonne war hoher gestiegen und begann verflucht zu brennen. Immer weiter ging es. Die Zunge begann am Gaumen zu kleben. Naß waren die Hemden vor Schweiß. In einzelnen Gruppen marschierten sie. Hoher stieg die Sonne, und immer weiter zog die Schar. Jumbo war ganz hinten. Er wollte sich schon niedersetzen. Das müßte guttun. Aber er schämte sich vor den andern und nahm sich zusammen. Wie er so marschierte, dachte er an den letzten Dienst. Was er damals erzählte? Nein, eigentlich war es gar nicht schon von ihm gewesen. Schon wieder war er ein paar Schritte hinter der letzten Gruppe Er mußte mehr aufpassen, durfte nicht so viel denken. Denn schaffen mußte er es. So holte er auf und marschierte mit den andern im gleichen Schritt. Gesprochen wurde nicht viel. Jumbo sagte überhaupt nichts. Es sollte niemand merken, wie schwer es ihm ankam. Nur als ihn einer fragte, wie es geht, Es war schon eine Zeit der Prüfung, die hinter den Zehnjährigen liegt. Am 20. April, am Geburtstag des Führers, waren sie ausgenommen. Etwas ganz Neues, Großes trat in ihren Gesichtskreis, von dem sie sich die verschiedensten Vorstellungen mach- lcl ten. Hatten sie bisher nur das Elternhaus und die — sieht sich fragend um I Schule gekannt, so tat sich jetzt vor ihnen eine neue sagte er „gut". Endlich war das Ziel erreicht. Am Ufer eines Sees ließen sie sich nieder. Das kühle Wasser tat gut. Bald war auch ein Spiel im Gange. Keiner bemerkte, daß Jumbo heute ganz still mar. Nicht von der Müdigkeit kam das. Denn auch ihn hatte das Wasser erfrischt. Jumbo machte sich allerlei Gedanken. Warum, das wußte er selbst nicht. Es ging -........... —»---- ----- --- ihm nicht aus dem Kcnst, wie häßlich doch Angeberei Fritzens Taktik hat wieder einmal die Situation ist Auch als sie nach House marschierten, schwieg er. und das Spiel gerettet —x. Jumbo wird nie mehr angeben. Kx. I J 1 Eine Gruppe Hillerjungen, die sich in England aufhält, stattete auch der.Landeshauptstadt einen Besuch ab. Hier lassen sich unsere Jungen von dem mittelalterhd) foftumierten Wachter die Sehenswürdigkeiten im Londoner Tower zeigen. (Atlanttk-M.) >X Vom sagenumwobenen Tillenberg in Nord-1 ragt vom trotzigen Schöninger und dem schlanken, pffhnhmon rio'hf fiA 9HD ffama hnc ff a,- mit' V Ä , was von dem Grenze der Sprachen. Neues für den Büchertisch 'Ä.ßi^PKH Kissens oder durch einen Melissentrank Erleichterung und Beruhigung verschafft haben. Wie schon erwähnt, gehört die Melisse zur Fu- milie der Lippenblütler, von denen sehr viele heilkräftige Arten aus dem heißen Süden zu uns gezogen sind. Die sehr krautige, laubreiche Staude treibt aus einer Wurzel mehrere Stengel, die aufrecht wachsen und sie verästeln. Die eiförmigen, gezähnten und feinbehaarten Blätter erinnern entfernt an die der Taubnessel. Sie sind stark gerippt, beinahe rauh und gewölbt. Die Blätter stehen einander gegenüber. Aus den Blattwinkeln brechen die weißen, doppellippigen Blüten. Die ausdauernde Pflanze kommt auf jedem Boden fort und liebt am meisten fettigen Sandboden. Ihre Vermehrung geschieht durch Teilung der Stöcke in Abständen von vier Jahren oder durch Aussaat im Frühjahr oder Spätherbst. In Gärten, in denen Heil- und Gewürzkräuter angebaut werden, sollte die kniehoch und höher wachsende Pflanze nicht fehlen, sie hat ein angenehmes und nützliches Wesen. In frostigen Wintern soll man sie zudecken. Melissenblätter machen die Speisen, Suppen, Salate und dergl. wohlschmeckend und erfrischend. Die Natur der ganzen Pflanze ist erquickend. Wer im Mai Kräüter- oder Maienwein zubereitet, nimmt als würzende 3ut.at Melisse. Unsere Vorfahren schlugen das frische Fleisch in Melissenblätter ein, damit die Fliegen av- geschreckt wurden, gebrauchten auch Melissengeist dazu, trübe Weine zu klären. Die Pflanze hat ihre Blütezeit in den Monaten Juli bis September, und dies ist auch die Haupt- .zeit der Bienen, die ihren Sommerhonig eintragen. Kurz vor und während der Blüte werden die Blätter gesammelt, wobei die kleineren und jüngeren zu bevorzugen find. Damit sie die Kraft nicht' verlieren, müssen sie möglichst rasch an der Sonne getrocknet werden. Ihr feinster Stoff ist der ätherische Geist. Zerreibt man ein Blatt zwischen den Fingern, wrrd der frische Zitronenduft der Melisse fluchtig; es ist ein etwas scharfer, doch edler Geruch der einem die südliche Landschaft der Orangen und Z^ronm. wo die Melisse urbeheimatet ist, in die Vorstellung erwecken mag. Dieses starken und stärkeren Duftes wegen ist die Melisse, auch Zittonenmelisse oder Cetronella genannt, zu Bädern und Waschungen sehr geeignet, wie auch zur Bereicherung spttituoser Flüssigkeiten dre zum Einreiben dienen, mit Wohlaeruch Auch ist es beliebt, Riechkissen mit Mttissenblätter zu fül- kn. Ak Hausmittel hat die Melisse noch immer an unauflöslich ineinander verschlungen scheinen, wenn auch der Vater sich früh bemüht, die Brüder zu trennen, daß jedem das Seine werde. Aber das Gebäude. Unwirklich groß der Vorhof des Schlosses, in dem eine kleine Armee Platz hatte. Allein das Torgewölbe eine gewaltige Festung; Bären wohnen des mächtigsten Dynastengeschlechtes in Böhmen, das den Premyfliden ebenso trotzte wie den Habsbur- gern. Gegenüber die Häuser der Bürger, massig und selbstbewußt. In drei Krümmungen hat sich die braune Moldau ihr Bett durch das Urgestein gefressen. In Terrassen baut sich die Stadt empor. Uralte Gemälde prangen an den Wänden der alten Seppänen gilt als einer der bedeutendsten Vertreter unter den jungen künstlerischen Kräften Finnlands. Hier gibt er die Geschichte von dem finnischen Bauern Markku und den Schicksalen seines Geschlechts. Aus den Fesseln der Leibeigenschaft seiner Vorfahren befreit, wird Markku der'Gründer eines Auf dem Rathaus von Prachatitz sind in mittelalterlichem Latein Sprüche über die Gerechtigkeit angebracht, die anscheinend den wilden Ziskö, der hier zur Lateinschule ging, geärgert haben. Er war der Stadt für die in ihr erworbene Bildung nicht dankbar, vielmehr verwüstete und brandschatzte er sie furchtbar und ließ 88 deutsche Ratsherren und Bürger in eine Kapelle der Stadtkirche sperren und mit Pech und Stroh verbrennen. Tschechische Gerechttg- keit! Das Deutschtum aber hat er nicht ausrotten können. Auch in Winterberg nicht, das die Grasen von Bogen als deutsche Sprachgrenzstadt errichtet haben. In diesen drei Städten haben die Tschechen besonders prunkvolle tschechische Minderheitsschulen Salz auf dem Packsattel über das Gebirge gebracht. Eine Straße gab es nicht, auf der Wagen Prachatitz war der Haupthairdelsplatz des Salzhandels, der auf dem „goldenen Steig" von Oberösterreich und Passau herüber nach Böhmen auf Saumtieren betrieben wurde, da Böhmen keine Salzlager hat. In mühevoller Arbeit wurde das großen Hofes und eines ftattlichey Geschlechtes. Wie zäh er jedoch seine Kräfte regt, wie klug er aus dem Bau der Eisenbahn nach Petersburg seinen dieser Komposition ist Inhalt und Thema der Er- Zählung gleichnishaft eingefangen: die schicksalhafte Verflechtung zweier Lebensläufe, die von Geburt Saumwege, sicherten sie durch Bewaffnete, und sie verkauften das Salz nach B u d w e i s weiter, woher es nach ganz Böhmen verschifft werden konnte. Tagest Aadttheater: 1£ Schwindel der W weg): „Rote Drdjil Ijofftrafy): „Stanbi fifäer fiunftMrein: Turmbaus am SBram Wiebafiolutig „Der . heute abenb Med< | Der Wte SäM ji drei Akten von $ etolz. Musikalische 1 leitung: Gert Buchh mbilber Karl Löfs hing. Anfang 19.30 MnimWm Heolerring Ji« Sorten zur 1. lM-ch 24. vktobei in dessen Abwesenheit gezwungen werden soll, eine Operation auf Tod und Leben auszuführen, die nur jenem gelingen könnte. Das Thoma, nicht selten in der Literatur, ist, wie Bauer selbst bemerkt, unausschöpfbar; er wird sich auch der Gefahren und Schwierigketten bewußt gewesen sein, die dem Ver- wechslungsmotio innewohnen. Was die Geschichte der Zwillingsbrüder betrifft, so findet er den tieferen, bleibenden Sinn dieses „Zwischenspieles" in dem Gedanken, „daß es schönstes und größtes Schicksal eines Menschenlebens ist, aus Leben, Fügung und Begabung das Schicksal erst zu formen und es auszuleben bis dorchin, wo jede beengende Verhaftung an ein anderes Leben oder ein anderes lähmendes Geschick nicht mehr gilt". Hans Thyriot. — Wäscha-kwonnesin: Das einsame Blockhaus. Aus dem Englischen übertragen von Käte Freintal. Mit 16 Kunstdrucktafeln. Franckh'sche Verlagshandlung, Stuttgart. Preis in Leinen gebunden 6 Mark. — (284) — Mit diesem Buch erscheint Wäscha-^kwonnesins letztes Werk. Der Tod hat ihm die Feder aus der Hand genommen. In den Erzählungen und Bettachtungen, in Gedanken und Erinnerungsbildern entfaltet sich noch einmal die Geschichte der Grenze, in ihren heroischen, tragischen und humorvollen Stimmungen, das Kanada, dem Wäscha-kwonnesins Liebe galt. Der erste Teil bringt Erzählungen und Erlebnisse. Im zweiten Buch beschwört er noch einmal die wilden schönen Tage herauf, als er, ein Kanumann, mit seinen rauhen Kameraden den Strom befuhr. Im Buch „Ajawaan" endlich ist Ruhe, Aufatmen, Nachdenken und die Arbeit, der er^die letzten zehn Jahre seines Lebens gewidmet hat. Ob er von Landschaft und Tieren erzählt, vom Indianer und Weißen, vom Pferd oder von seiner blühenden Biberkolonie — immer sind wir in seinem Bann. Oie Melisse. Von Friedrich Schnack. Die Melisse, Milissa officinalis, war in alter Zeit hochgerühmt. Der Glanz ihres Namens ist in der Neuzeit etwas verblaßt, sie wird weniger gebraucht, am bekanntesten ist ihre Heilsamkeit durch den Melissengeist der Karmeliter, des Ordens am Berge Karmel im Morgenland. Es ist dies ein Spiritus, der durch Destillation aus Nelken, Zimt, Muskat und Melisse gewonnen wird und äußerlich gegen Kopf- und Zahnschmerzen, innerlich als anregendes Tonikum dient. So ist also die Urheimat der Melisse aus dem Pflanzengeschlecht der Lippenblumen Kleinasien und das Mittelmeergebiet. Durch E Mönche ist sie, ein Liebling alter Kloster- und Würzgärten, in den Westen und Norden verpflanzt worden. In den süddeutschen Gärten ist sie so häu- sig, und in den wärmeren Gegenden braucht sie im Winter nicht einmal mehr abgedeckt zu werden — sie ist, gleich vielen mittelmeerischen Kräutern, bei uns seit vielen Jahrhunderten heimisch. Aber die alte Welt kannte sie schon zur Zett um .Christi Geburt. Virgil, der Dichter des Landbaus, lockte mit ihren weißen Blütenstauden die Bienen, und Columella, der römische Ackerbau-Schriftsteller aus dem 1. Jahrhundert der christlichen Zeitrechnung, erzählt in seinem umfangreichen Werk, wie er den Versuch unternahm, die Bienenkönigin zu locken, indem er seine Hand mit den duftenden Blättern der Melisse einrieb. Die Honigbiene Melissa soll die nektarspendende Pflanze besonders gern aufsuchen — und daher kommt auch der Name des Krautes Die kräuterkundige heilige Hildegard von Bingen schreibt, man lache gerne, wenn man die Melisse atze; sie errege tteudig das Herz und heiße deshalb auch Herzttost. Diese Erfahrung haben auch andere gemacht. Auf Geblüt und Gemüt wirkt die heilsame Pflanze. Bei den Slowenen ist sie beliebt, weil sie ein frohes Gemüt macht, und der alte Naturforscher Plinius meldete seinen Zeitgenossen ihre Kraft gegen Neroenkrgnkhett und grämliche Gemütsstimmünqen oder wie man heute sagt, gegen: Hysterie und Hypochondrie. „Legt mir unters Haupt Melissen: Meine Träume sind so wild!" spricht der Poet Martin Greif, und mancher weniger poetische und leidenschaftliche Geist mag ihm dieses unruhige nächtliche Fühlen nachemvfiinben und sich durch Anwendung eines mit Melisse gefüllten tur ist warm und ein wenig bitter. Sie ist schweiß- tteibend, krampfstillend und nervendeuhigend. Dr. Bohn empfiehlt sie als ein gutes Mittel für schwache Kinder und zarte Frauen bei nervösen Störungen Kopfschmerzen, schlechte Laune und dergl.) und Krampfzuständen im Unterleib. Die alten 'Kräuterbücher heben immer wieder ihre Hilfe bei Frauenkrankheiten hervor, weshalb sie auch den Namen Mutterkraul erhielt. Ihre Herzstärkende Kraft ist oft erprobt worden, zudem ist ihr Tee, wenn er noch mit Zitronensaft vermischt wird, angenehm zu trinken, und wer nervöse Herzbeschwerden hat und abends schlecht einschläft, sollte sich dieses gute Heilmittel nicht versagen. So mancher Melancholicus würde seine Schwarzseherei und trübselige Sttm- mung durch Melissentee hinweggeschwemmt fühlen. Wer noch Melissentee mit Pfefferminz und Kalmus vermengt, gewinnt einen vorzüglichen Trank für das zerrüttete Nervensystem. Nicht leicht wird er etwas Besseres finden. Erwähnt sei, daß er das nervöse Erbrechen und Würgen der jungen Mütter lindert oder sogar beseitigt. Die Wirkung der Blätter wird durch Aufkochen in Weißwein verstärkt, Dauer fünf Minuten. Solchem Wein wird großes Lob gespendet: er sei geradezu ein „Allheilmittel". In den alten Kräuterschriften ist häufig von Kräuterweinen die Rede: die Alten verbanden das genehme mit dem Nützlichen. Setzten sie den Maiwein an, den sie aus frischen Maiglöckchenblüten bereiteten, nahmen sie als würzende Hauvtzutat zu diesem Heilwein frische Melissenblätter. So tranken sie auch den Melissenwein, über den in einem früheren Heilpflanzenwerk geschrieben steht: „In der Hausmittelpraxis wendet man sich gegen Melancholie und Gedächtnisschwäche den Melissenwein an, welchen man bereitet, indem man eine Hand voll frische oder gettocknete Melissenblätter mit einem Maß Wein übergießt und über Nacht stehen läßt. Hiervon ttiuke man täglich ein halbes Weinglas voll Die frischen Blätter, zerquetscht auf Wunden gelegt, wirken kühlend, reinigend und schmerzstillend. Sie bewähren sich auch bei Wespen- und Bienenstichen ... Es mag einem Nachdenklichen verwunderlich erscheinen, daß die Natur mit ihren Pflanzen dem Menschen so viele gute Kräfte und Heilmittel für seinen geplagten Leib schenkt, da doch der Mensch in seinen Städten und künstlichen Geschäften der Pflanzenwelt fern ist. Er sollte sich erinnern, bah bic Natur seine große Mutter ist, bie ihn in die Welt entlassen hat — und baß diese Mutter die Werkzeug und Sinnbild. Der erste Nagel, den der Mensch benutzte, war ein Tierknochen, die primitiven Menschenrussen kamen dann auch dazu, Fischgräten zu benutzen, und noch heute können wir bei manchen primitiven Völkern dasselbe beobachten. Als die Menschheit dann die Kunst erlernte, Metall zu schmieden, wur. den die Nägel immer größer; in den Ruinen von Troja hat Schliemann Kupfernägel gefunden, die über drei Jahrtausende alt sind und von denen einige das unverhältnismäßig große Gewicht von 1190 Gramm erreichten, bei 25 Zentimeter Länge und 2*/2 bis 3 Zentimeter Dicke. In jenen Zeiten fertigte man Nägel von Größen an, Sie heute nirgends mehr hergestellt werden. Erst bei Ausgrabungen in Paris fand man romanische Nägel, deren Länge nicht weniger als 1 Meter betrug. Das Einschlagen eines solchen Nagels war natürlich eine Kunst, und es lag nahe, dieser Verrichtung eine symbolische Bedeutung beizumessen, wie das im Altertum sehr oft geschah. Der Nagel wurde auf diese Art zu einem Symbol der Dauer und der Erhal- tung, zu einem Zeichen der Untrennbarfeit, zu einem Werkzeug der Schicksalsgottheiten. Titus Livius berichtet, daß die alten Römer zur Erinnerung an große Ereignisse im Tempel der Minerva Nägel einschlugen, und in den Ideen des Septembers war das Einschlagen eines geweihten Nagels eine bedeutungsvolle religiöse Zeremonie, die das Staatsoberhaupt zu erfüllen hatte. Manche abergläubige Vorstellungen begleiteten diesen Vorgang; altrömische Chroniken berichten, daß einst eine schlimme Pestepidemie dadurch verhindert wurde, daß im Tempel des Jupiters ein Nagel eingeschlagen wurde. Aber diese wohltätigen Wirkungen des Nagels beschränkten sich keineswegs nur auf die Gesamt- heit; auch der einzelne Mensch suchte die nach dem Aberglauben der Zeit dem Nagel innewohnenden Wunderkräfte sich nützlich zu machen. Mit dem Nagel schützte man Gräber; schlug man an der Stelle, an der der Kopf eines Kranken geruht hatte, einen Nagel ein, so war auf Heilung zu rechnen. Die Jahrhunderte haben mit diesem Aberglauben aufgeräumt, und aus so stolzer Vergangenheit ist der Nagel zu einem nüchternen einfachen Werkzeug der Zweckmäßigkeit geworden. Die Zeiten, da die Poeten die Nagelschmiede noch besangen, sind da- hin: und mit ihnen auch die Nagelschmiede selbst. Denn heute schneiden surrende Maschinen mechanisch Drähte zu Nägeln und versehen sie zugleich mit Spitze und Kopf. 1795 wurde das erste Patent für eine Maschine zur Herstellung von Nägeln erteilt. Grenzstädte im Böhmerwald. Von Frih Heinz DReimefd). Mit einer Zeichnung von Ragimund Rrimesch. gesetzt: das Leben, dem er Gewalt antut, um es nach seinem Willen zu zwingen, nimmt seinen eigenen Lauf. Was er mühsam aufzubauen sucht, scheint ihm zu entgleiten: zwei Söhne sterben ihm, und der dritte erliegt fast der Löckung eines leichten genießerischen Le ens. während seine Schwester, des Kindesmordes schuldig, in die Fremde ziehen muß. Aber das Schicksal, das ihn in seinen Söhnen heimsucht, wird ihm über den Tod hinaus zum Segen in seinem Enkel. Er ist reif geworden für Markkus Vermächtnis und zeigt sich in der Stunde der Gefahr, als der Bolschewismus Land und Volk zu vernichten droht, beim Kampf um den Hof als Mann feiner Ahnen würdig. Das Erbe, das auf ihn überkommen ist, liegt bei ihm in guter Hand, und das Geschlecht Markkus findet wieder den Weg zu einem neuen glücklichen Aufstieg. — Johannes Kirschweng: Der harte Morgen. Erzählung. 80 Seiten. Pa ppb and 1,80 Mark, Leinen 2,40 Mark. (Neue Engelhorn-Büche- rei.) Verlag: I. Engelhorns Nachf., Stuttgart. — (290) — Die kleine Erzählung spielt in der saarländischen Heimat des Dichters, nicht weit von der elsässischen Grenze. Sie erzählt von dem Schicksal des jungen Jakob Pflumm, dessen Vater den alten Bauernhof aufgeben und mit der Familie in die Stadt ziehen mußte, um dort als Glashüttenfuhrmann feinen Verdienst zu finden. Für Jakob bedeutete dieser Wechsel vom Land in die Stadt das Ende des Paradieses. Nichts vermag ihm das Verlorene zu ersetzen, und mit sttller Wehmut und Trauer muß er an den Hof und den Acker, an Väume und Tiere „daheim" zurückdenken. Alles, was er angreift, geht ihm fehl, so sehr er sich auch bemüht. Erst nach vielen Umwegen und Enttäuschungen _ gelingt es ihm, sich von allem Bedrückenden frei zu machen und wieder froh und klar in die Sonne zu sehen. Was die Erzählung auszeichnet, ist die behutsame Hand des Dichters, mit der er das innere Wesen dieser Menschen zu zeichnen weiß. Zwillingsschicksal ist stärker: einer muß das Leben des andern leben, einer im Schatten des andern stehen, einer sich für den andern opfern, einer die. uCl «,MCIiuuVn nuu; tptaeibuurq leinen Liebe des andern nachlieben. Das steigert sich dra- Gewinn zieht, wie streng er über die aufstrebende malisch, als der eine, mit dem Zwilling verwechselt, I Sippe herrscht, auch seinem Wollen sind Grenzen westböhmen zieht sich 200 Kilometer lang das größte runden Turm des Schwarzenberger Schlosses mit hätten verkehren können. Die Organisatoren dieses deutsche und mitteleuropäische geschlossene Wald- stmem gewalttgen Gemäuer, liegt die Stadt Krumau.! Andels lebten in Prachatitz; sie überwachten die h 1P t Tinrfl h PtTt <*■■■> 11 hn ft PH — hör 'Rnhtriorwrifh HRIn nort hytfPnrt Fl <4, hi a fthttfor hör r— r- < > r> i . L .. — MartinLuserke: DerEiserneMor» gen. Ein Wikinger-Roman. 500 Seiten mit mehreren Karten. Kart. 5,20, Ganzl. 6,50 RM. Ludwig 23oggenreiter Verlag Potsdam. — (309) — Mit starker Spannung ist der Beginn des tausendjährigen Kampfes zwischen nordischer Art und südlicher Jenseitssehnsucht in dem abenteuerlichen Schicksal zweier Sprößlinge aus dem sächsischen Geschlecht Thursloh gespiegelt. Der Forscher weiß, wie spärlich alle Berichte aus jener Zeit sind. Hier rft von ihr fesselnd und glaubhaft erzählt. Denn in diesem Buche wirkt 'mehr als in seinen anderen Werken ein Geheimnis von Luserkes Schilderung: die jahrelange, persönliche Erforschung aller Schauplätze des neuen Werkes machte die Länder, die Küsten, die See für Luserke zu „Quellen". Das Buch ist darum mehr als ein historischer Roman. „Sage von der - Vergangenheit wird aus der Begeisterung für die Gegenwart gestaltet", schreibt der Dichter in feinem aufschlußreichen Nachwort. Der Aufstteg des Helden Hunigar vorn Zustand der Erniedrigung bis Zur Ausfahrt als Wikingerführer wirkt wie ein Gleichnis für unsere Gegenwart. — „D o m Alltag des deutschen Mittelalters." Aus alten deutschen Chroniken ausge- • wählt und übersetzt von Hermann Maschek. Nr. 222 der „Kleinen Bücherei" des Verlages Albert Langen- Georg Müller, München. Preis geb. 80 Pf. — (331) — Wer wissen will, wie unsere Vorfahren sich ihr Leben bauten, was ihr Tagewerk ausmachte, wie sie ihre Feste feierten, woran sie glaubten und wie sie Ernstes und Heiteres trugen, der lasse sich aus den hier ausgewählten alten Chroniken von den Menschen früherer Jahrhunderte in ihrer kraftvollen kernigen Sprache erzählen. — „Stimme O e st e r r e i ch s." Zeugnisse aus drei Jahrhunderten. Ausgewählt von Max M ll. Nr. 217 der „Kleinen Bücherei" des Verlages Albert Langen-Georg Müller in München. Preis geb. 80 Pf. — (331) — In Volkssagen und Volksgedichten, in Beiträgen zur Kunst und zur Natur, in Dokumenten aus der Welt Haydns und Mozarts, Beethovens und Schuberts, in dichterischen Zeugnissen von Grillparzer, Stifter, Ferdinand v. Saar, Rosegger wird in dieser Sammlung das echte, seiner deutschen Sendung bewußte Oesterreich lebendig. Ergreifend klingt das Büchlein aus in Versen aus Josef Weinhebers großem „Hymnus", dem Hohen Lied von der Heimkehr der deutschen Ostmark ins Reich. Blick auf Krumau. wuchernde Wildnis bezwungen und sie der Menschheit dienstbar gemacht. Adalbert Stifter und Hans Watzlik, die beiden großen Dichter des Böhmerwaldes, haben den Kampf des Menschen gegen den Wald in ihren Werken beschrieben. Ein rauhes, hartes, knorriges Geschlecht sind die Böhmerwälder Waldbauern. Bayrische Grafen von Bogen und die Wittigonen, die Herren der Rose, waren die Begründer der planvollen Erschließung des Waldes, die im 12. Jahrhundert begann, aber bis ins 19. Jahrhundert andauerte. Tschechen haben hier nie versucht zu arbeikn, das war ihnen viel zu mühsam. Erst als der Deutsche aus der Wildnis Werte bereitet hatte, begann der Tscheche Ansprüche zu stellen und log der Welt vor, die Deutschen hätten ihm den Boden gestohlen, als wenn das Stehlen eine deutsche Eigenschaft wäre. Jahrhunderte hindurch hat der deutsche Bauer immer und immer roieoer gerodet, denn der Urwald drängt immer nach und frißt gerodetes Land sofort auf, wenn es nicht dauernd betreut wird. Umklammert vom Walde liegen die romantischen Städtchen, die Dörfer und Gehöfte. Soweit der Wald reicht, soweit auch das deutsche Sprachgebiet. Wo das Gebiet anfängt, eben und fruchtbar zu werden, da wohnt der Tscheche. Die Svrachgrenze ist abgesteckt durch eine Reihe alter Städte, als deren hervorragendste genannt seien: Krumau ander • Moldau, Prachatitz und Winterberg. Sie haben in den letzten zwanzig Jahren besonders stark unter den Angriffen der Tschechen' leiden müssen. Umgeben von den Vorbergen des Waldes, über- Gusta 3um<5.@ebi am Also .. wen! Etw ^"denansasse Sunüe ur IQnb, treuer L Deutsche * . rste -W rüelt^Mn Qbe m be? fe ich 3 unbetannt^ ^ener^°I( PfarrerS QW V'e sfiru?tflcl1 nach L j^untz üon S Ser! siner Met & »9e do, Jtr!i(f|l.j?r'nlfen [ejtl ■ ÄS fennt dieK von Ne und lb,en5gef 7Iind7L d-!t b de, N°°" bi {»«usb »°!r ^dten »JI °er M Srlos I Ober • 1qUs Uhl in !,n her ft? .• der n ?l! « ta!* 1 ff"1*, b,' {lnM^ — Erich Haenel: Dom und Burg in Meißen. Mit 32 Abbildungen und einem Grundriß. Geb. 90 Pf. Verlagsbuchhandlung I. I. Weber in Leipzig. — (265) — Durch die zufällige Erfindung I. Fr. Böttgers, durch feine Porzellanmanufaktur ist Meißen weltberühmt geworden; weit weniger berühmt, auch nur über bie Grenzen Sachsens hinaus, sind unverdientermaßen fein Dom und die Albrechtsburg, die, zu einer architektonischen Gruppe von merkwürdiger Einheit zusammengeschlossen, das Stadtbild an der Elbe charakteristisch beherrschen. Professor Dr. Erich Haenel, Direktor des Grünen Gewölbes und des Historischen Museums in Dresden, gibt in dem anziehend ausgestatteten Bändchen der Weberschiffchen-Bücherei (Nr. 33) eine verständnisvolle, knapp zusammenfassende und aufschlußreiche Einführung in die Geschichte Meißens und insbesondere die Baugeschichte des Dornes und der Burg über der Elbe. Was den Dom angeht, so werden auch die architektonisch bemerkenswerten Einzelheiten gebührend gewürdigt und herausgehoben; selbst bei flüchtigem Betrachten wird beispielsweise die auffallende Aehnlichkeit der großen Plastiken Kaiser Ottos I. und der Kaiserin Editha im Chor mit den Naumburger Stifterfiguren kaum zu übersehen sein. Das Bildmaterial, nach Aufnahmen der Landesbildstelle Sachsen in Dresden, zeichnet sich durch vorzügliche Klarheit und erfreuliches Eingehen auf charakteristische Details aus. Hans t hyriot — Josef Martin Bauer: Zwischenspiel. Erzählung. 203 Seiten. Ganzleinen 4 RM., drosch. 3 RM. Propyläen-Verlag, Berlin. — (242) — Wir haben eine Reihe früherer Bücher von Joses Martin Bauer an dieser Stelle bereits angezeigt und sind dabei auch, in einem Novellenbande, dem Doppelgänger-Motiv schon begegnet, das in der großen Erzählung „Zwischenspiel" wieder aufgegriffen und abgewandelt wird in der Geschichte der Zwillingsbrüder Ecarius, deren Schicksale und Le-1 Zwillmgsbruder Ecarius, deren Schicksale und Le-, —Unto Seppänen: Markkuund fein benswege sich auf eine merkwürdige Weise über- Geschlecht. Roman. Berechtigte Uebersetzunq Ichnerden. Die Umschlagzeichnung zeigt einen Mäd- j aus dem Finnischen von Rita Ohquist. 456 Seiten chenkops, dem sich von rechts und links zwei zum In Seinen gebunden 7,50 RM. Verlag Albert Lan- Verwechseln ähnliche Männergesichter zuneigen; in gen/Georg Müller, München, 1938. — "(274) — Unto I M Ütl ( öer $1 IW" Äktev a(115, sSs |,i.l Sg l»»' ->» «tioolkn S,SS* rs & j*i sS‘‘“ länget der Faust den Drummer, am e] n ein l (Fr sah mein fajmi I mir eine Erklärung 0 fliegen für die beide I k sei schon keine iresche seien doch W ' Sa müsse halt der E | Unb anscheinend säße flächen. An Plakat a I ,,Unb im Winter? l )ie Schultern und mt Ws es bann geben s „Sie können die L •/ W und anderen tb ch ihn auf. • „Mit Spinnen?!" | kein, als ob ich tf ■in?!" lachte er, „d :m wir über den sinkte er gliickstrah im tiefen Zwinger; Kanonen dräuen mit ihren mit deutschen Steuergeldern errichtet und mit ge- ehernen Rohren. Großartige Paläste mit Hunderten wattigen Anstrengungen versucht, die drei Städte von Zimmern und ein unvorstellbarer schöner Blick zu entdeutschen. Es wird sich zeigen, von den Zinnen des Bergfriedens hinaus bis zur Neutschechentum dieser alten deutschen Grenzstädte Grenze der Sprachen. Bestand hat! gebiet nach dem Südosten — der Böhmerwald. Wie verschüchert ducken sich die uralten Häuser der _ Offer, Rachel und Lüsen, Dreisessel und! Vorstadt unter der Burg, ein Durcheinander von Plöckenstein, Kubany und Schöninger heben sich aus Fachwerk und hochgiebligem Barock, von sttllosem dem schier endlos dünkenden Walde empor. Nur! Arme-Leute-Bauwerk und edler Renaissance, selten wird das Dickicht der urigen Tannen und Krumau, die stolze Bürgerstadt, tut sich uns erst Fichten von Rodungen, von Wiesen und Feldern auf, wenn wir das erstemal am Moldaufluß stehen, unterbrochen. Nur- am Laufe der Moldau entlang । lieber uns die riesige Schloßanlage, einst das Haupt- «sich großer^ Wiesenflächen, sonst überall । schloß der gewaltigen Herren von der Rose, Wald, Wald, Wald. Diese Landschaft wurde vorn ‘ ----- ' ~ ...... deutschen Menschen erschlossen. Deutsche Fäuste haben in einem namenlos schweren Kampf die (TT lir.245 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesfen) Mittwoch, ly.Mober (938 Aus der Stadt Gießen. 0er Fliegenschnäpper. Herzlicher Gruß an die Soldaten. Große Freude in den Straßen von Gießen. Zahnen md Minen heraus! Anläßlich der Rückkehr unserer Soldaten am morgigen Donnerstag und am Freitag bitte ich alle Musik, Stab Stab süßeste Lager zu ihrer Familie kommen, dann wollen sie leben mit ihrer jungen Arbeitskraft die Frau entlasten. | tober bis November ist der im Nachsommer ge< auch nur Jetzt Stab 3TL 116, Nachrichtenabteilung, 13. Kompanie; 18.56 Uhr an der Verladerampe: I. BafL, 1. bis 3. Kompanie; 22.06 Uhr an der Verladerampe: III. Vatl., 9. bis 11. Kompanie. weitem P. B. 3 n G r oh e n -L i n de n u nd Lollar: 19.00 Uhr Bahnhof Grohen-Linden: Stab II. Vatl., 5. bis 7. Kompanie; Das Wichtigste beim Schuhputzen ist nicht, daß die Schuhe glänzen, sondern daß das Leder sachgemäß gepflegt wird. Das macht man am besten mit dem guten Erdal, dann halten die Schuhe länger und bleiben länger schön. Jetzt ist's noch einfacher, weil Erdal billiger geworden ist. Zu jeder Dose Erdal- Bildergutscheine. schätzt die Kartoffel sehr, er weiß, daß beide reichlich vorhanden sind und fragt sich dann: Warum gibt es in vielen Gastwirtschaften nur so wenig von diesen nahrhaften Dingen? Warum kommt in vielen Lokalen zwar eine große Fleischportion aus den Tisch, aber nur zwei oder drei Kartoffelstückchen und nur wenig Gemüse? Dem Gast bleiben dann nur noch die Brötchen :m Korb, die meist nicht nur seine Mahlzeit verteuern, sondern häufig auch seinen Ernährungsgewohnheiten widersprechen. Er sieht auch nicht ein, warum er, wenn er ein .warmes Essen bestellt, kalte Brötchen essen soll und warum Nicht mehr Kartoffeln und der Jahreszeit entsprechendes Gemüse gereicht werden. Unsere gesunde und abwechslungsreiche Ernährung, die in glücklichster Form auf die in Deutschland vorhandenen Erzeugungs- moglichkeiten abgestimmt ist, legt Wert auf eine gesunde- Mischkost. Die Voraussetzungen hierfür sind auch gerade in Deutschland besonders gegeben. Auch die Kartoffel ist nirgendwö knapp. Warum also scheinbar in einigen Gastwirtschaften? Frauen und Müttern auf dem Land. Ihr Einsatz gilt der Frau. Wenn sie täglich vom Volksgenossen in Giehen, die Häuser festlich mit den Fahnen, mit Grün und mik Blumen zu schmücken. Backhaus, Kreisletter. men wir über den Winter!" Und noch von winkte er glückstrahlend zurück. Bornoiizen Tageskalender für Mittwoch. Letzt wieder weiße Wochen. NSG. Nicht nur die Hausfrauen, sondern die Gärtner kennen die weißen Wochen, die Katharine Keller in Wetterfeld gegen den Bezirksfürsorgeverband Kreis Schotten wegen Erstattung von Fürsorgekosten. Arbeitsmaiden als Helfer. NSG. Jetzt, da der Sommer zu Ende geht, erinnern wir uns gerne der vielen unbekannten Helferinnen auf dem Land, die an vielen Orten den Bauersfrauen zur Seite standen. Allein 1800 bis 1900 Arbeitsmaiden des Bezirks XI, Hessen, des Reichsarbeitsdienstes für die weibliche Jugend waren in diesem Sommer im Gau Hessen-Nassau eingesetzt. Gemäß dem Erziehungsplan des Reichsarbeitsdienstes, in dem die Arbeit an erster Stelle steht, helfen sie allerorts tatkräftig den überlasteten 18.11 Uhr Bahnhof Lollar: Retterzug, 4. und 8. Kompanie 3R. 116. Von dort Fußmarsch noch Gießen. III. Abteilung Arl. - Regt. 9: Donnerstag, 19.46 Uhr, an Verladerampe Bahn- Hof Gießen: Slab IIL Abt. und 7. Batterie. Freitag, 1.26 Uhr, an Verladerampe Bahnhof Giehen: 8. Batterie. Freitag, 5.06 Uhr, an Verladerampe Bahnhof Gießen: Rachrichtenabteilung und 9. Batterie. Division: Freitag, 20.26 Uhr, an Verladerampe Bahnhof Gießen: Pferdestaffel der 9. Division. Oie Marschstraßen durch die Stadt. Dom Güterbahnhof über Horst-Wessel-Wall, Seltersweg, Kreuzplatz, Sonnenstraße, Neuen Bäue, Stadttheater vorbei, hitlerwall, Moltkestraße, Licher Straße. Don Großen-Linden durch die Frankfurter Straße, dann wie vorstehend. Don Lollar: Marburger Straße, hitlerwall, I Moltkestraße, Licher Straße. Stadttheater: 19.30 bis 22.30 Uhr „Der . .. . Schwindel der Welt". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Rote Orchideen". — Lichtspielhaus, (Bahnhofstraße): „Skandal um den Hahn". — Oberhessischer Kunstverein: 17 bis 18 Uhr Ausstellung im in langen Abständen in Erscheinung' treten. l wir wieder mitten in dieser Zeit. Dom Ok- Donnerstag und Freitag kehren unsere Gießener Soldaten zurück Die Ankunftszeiten der Transportzüge auf dem Gießener Bahnhof. Sie helfen im Haus, im Garten, im Feld, bei den Kindern — bei jeder Arbeit packen sie an, damit die Frau und Mutter über die alltägliche Arbeit hinaus einmal Zeit für andere Arbeit oder zum Ausruhen gewinnt. Insgesamt 141 807 Tagewerke junger fröhlicher Menschen entlasteten die Frauen und gewährten rund 1800 Familien täglich für sieben Stunden zu- ätzliche Hilfe. Von diesen 141 807 Tagewerken entfielen 129 528 auf die Hilfe in den Siedler- und Bauernfamilien, 3217 Tagewerke auf die Kindergartenarbeit und 9062 auf die Hilfe der von der NSV. betreuten Familien. Kartoffelknappheit in Gaftwirtschasten? ZdR. Der Speisezettel unserer Gastwirtschaften ist nicht gerade klein. Unter der Vielfalt der Vorspeisen, Hauptgerichte, Nachspeisen, der Suppen und kalten Platten wird es dem Gast nicht schwer, gerade das Gericht, das ihm heute besonders munden würde, auszuwählen. Und da der Durchschnittsgast weder Vegetarier ist noch vom Fleisch allein leben will, zieht er als goldenen Mittelweg gewöhnlich die gesunde Mischkost vor. Wenn er dann sein Schnitzel mit Gemüsebeilage und Kartoffeln verzehrt hat, greift er — sozusagen als bem letzten Nachtisch — zur Zeitung und liest, weil er ja gerade beim Mit- tagsttsch sitzt, mit besonderem Interesse eine Notiz über unsere Nahrungsmittelversorgung, über die gute Kartoffelernte und die zahlreich auf dem Markt angebotenen Gemüse. Dabei wird ihn vielleicht eine leise Wehmut beschleichen. Er ißt gerne Gemüse, er am Mittwoch, 19. Oktober, auf der Verwaltungsstelle des Bannes und Untergaues 116, Gießen, Seltersweg 52 II, abzuholen. Sitzung des Bezirksverwaltungsgerichts Gießen. Am Samstag, 22. Oktober, 8.30 Uhr beginnend, findet im Sitzungssaal des Regierungsgebäudes zu Gießen, Landgraf-Philipp-Platz 3, eine öffentliche Sitzung des Bezirksverwaltungsgerichts Gießen statt mit folgender Tagesordnung: Klage des Max Walldorf in Gießen gegen den Bescheid des Kreisamts Gießen vom 17.1.1938 wegen Versagung des Wandergewerbescheins für das Kj. 1938. Klage des Konrad R e u ß in Friedberg gegen den Bescheid des Kreisamts Friedberg vom 8. 4.1938 wegen Versagung der Genehmigung zur Erweiterung seiner Schankwirtschaft in der haagstraße 45. Klage der Kompanie unseres Regiments von ihrer Herbstübung zurückkehrte. Die Kompanie hatte bereits auf der Abfahrt Bad-Nauheim die Reichsautobahn verlassen und war dann über Butzbach, Lang-Göns, Klein-Linden nach Gießen gefahren. Die Truppe kam die Frankfurter "Straße herunter, fuhr dann langsam über den Seltersweg und von dort aus auf den gewohnten Marschstraßen zu ihrer Unterkunft in der Bergkaserne. Ueberall wurden die Ofsiziere und Männer dieser Kompanie, die als erste Einheit unseres Regiments ankam, in herzlicher Weise empfangen und vielfach reich mit Blumen geschmückt. An manchen Stellen trugen die Häuser zur Begrüßung der Truppe auch Fahnenschmuck. Man konnte an den frohen und lachenden Gesichtern unserer motorisierten 116er erkennen, wie herzlich sie sich über den warmen Empfang durch die Bevölkerung freuten. Die innige Verbundenheit zwischen unsere Bevölkerung und unseren Soldaten kam schon bei dem Empfang dieses ersten Teils unseres Regiments wieder einmal in schönster Weise zum Ausdruck. Die Truppen des Standorts Gießen kehren im Laufe des morgigen Donnerstags bzw. bis Freitag früh und Freitag abend nach Gießen zurück. Die Transportzüge werden bei allen Truppen, die auf dem Gießener Bahnhof ankommen, an der großen Verladerampe bei der Klinik ft r a - ßen-Brücke, also gegenüber vom Diehmarkt- platz, anrollen. Dort werden die Truppen ausgeladen und dann den Marsch durch die Stadt antreten. Die Transportzüge treffen wie folgt ein: IHorgen Donnerstag : 3nf.-Regf. 116: 10.21 Uhr an der Verladerampe: 12. Kompanie; 16.42 Uhr an der Verladerampe: Regiments- Turmhaus am Brand. Wiederholung „Der süßeste Schwindel der Welt". heute abend Wiederholung des großen Erfolges „Der süßeste Schwindel der Welt", Lustspieloperette in drei Akten von Rudolf Weys, Musik von Robert Stolz. Musikalische Leitung Joachim Popelka, Spielleitung: Gert Buchheim. Tänze: Thea Maaß. Püh- nenbitber Karl Löffler. Mittwoch-Miete, 4. Vorstellung. Anfang 19.30 Uhr, Ende 22,30 Uhr. Bann und llntergau 116 Weiterau. Theaterring der Hitler-Jugend. Die Karten zur 1. Vorstellung des Theaterringes (Montag, 24. Oktober) zur Spielzeit 1938/39 sind Am gestrigen Dienstag stand unsere Stadt im Zeichen der Durchfahrt ozw. Rückkehr von Truppen von den Herbstübungen. Bereits im Laufe des Vormittags, besonders aber um die Mittagszeit, herrschte vor allem auf der Strecke Licher Straße, Moltkestraße, hindenburgwall, Frankfurter Straße großer Fährbetrieb auswärtiger Truppenteile, die auf dem Marsch zu ihren Standorten unsere Stadt passierten. Vielfach waren die Soldaten und die .Fahrzeuge mit Blumen geschmückt, als äußeres Zeichen der Freude und des Willkommens. Die Straßen, die von den Truppen passiert wurden, waren zu beiden Seiten des Fahrdammes von einer großen Menschenmenge umsäumt, die unseren Feldgrauen mit frohen Zurufen, mit Blumen und auch mit mancherlei anderen Aufmerksamkeiten ihre Freude bekundete. Es war überall ein kolossaler Betrieb, der auf die Soldaten offensichtlich starken Eindruck machte, denn die frohen Zurufe wurden von ihnen ebenso freudig erwidert. Besonders herzlich waren aber die Begrüßungs- szenen, als gegen 13 Uhr die 14. (motorisierte) Man soll nicht an den schlanken, grasmückeähn- lichen Singvogel denken, der im Fluge Fliegen und andere Insekten aus der Luft hascht, oder sie von Blüten und halmspitzen herunterschnappt, und dem man wohl, ehe er seine herbstliche Südlandreise an- trat, da und dort schon einmal auf einem Baum- gipfel ober Telegraphenmast nach Beute spähen sah, _ der Fliegenschnäpper, der hier gemeint ist, stand auf dem breiten Bürgersteig einer Straßenkreuzung vor einer Anschlagtafel. Zwei junge Burschen neben ihm nahmen für sich soviel Raum in Anspruch, daß er, ganz an den Rand gedrängt, schwerlich noch etwas lesen konnte. Er war ein weißhaariges, etwas verhutzeltes Männchen, das bescheiden genug und auch Zeit und Geduld zu haben schien, warten zu können, bis fein Standort sich verbesserte. Aber seltsam! Die jungen Leute gingen, andere famen, und der Alte blieb weiter abseits stehen. . Ich beschloß, mich unter die Lesenden zu mischen und wenn ich einen guten Platz hätte, diesen dem allzu rücksichtsvollen Alten abzutreten. Während ich mich näherte, geschah jedoch etwas so Merkwürdiges, daß es mich vor Staunen auf der Stelle fesselte: das Plakat war plötzlich frei geworden und die Sonne, die grell Über die Tafel flutete, ließ den Plakattext geradezu neugiererweckend aufleuchten. In diesem Augenblick holte der Alte mit dem rechten Arm aus' und fuhr im Schwung von unten nach oben über das Plakat, wobei sich die zuerst offene Hand überraschend zur Faust schloß. Vorsichtig lockerte er darauf die Finger und griff mit Daumen und Zeigefinger der linken Hand, wie wenn er eine Prise nehmen wollte, zwischen die Finger der Faust. Er hatte eine Fliege, einen dicken Brummer, am Flügel und stopfte ihn lächelnd in ein Zündholzschächtelchen, das er behutsam nur einen Spalt weit öffnete. Er sah mein schmunzelndes Gesicht und glaubte mir eine Erklärung schuldig zu sein: er fange die Fliegen für die beiden Laubfrösche daheim. In der Küche sei schon keine Fliege mehr. Aber die Laubfrösche seien doch der größte Spaß seines Enkels. Da müsse halt der Großvater auf die Jagd gehen. Und anscheinend säßen die Fliegen gern auf Hellen Flächen. An Plakattafeln finde „er immer welche. „Und im Winter?" fragte ich. — Der Alte zuckte die Schultern und machte ein hilfloses Gesicht. „Ja, was es dann geben soll...?" sagte er traurig. „Sie können die Laubfrösche doch auch mit Spinnen und anderen kleinen Insekten füttern", klärte ich ihn auf. „Mit Spinnen?!" Der Alte schaute so glücklich drein, als ob ich ihn beschenkt hätte. „Mit Spinnen?!" lachte er, „das ist ja großartig! Dann kam- Gustav Krenffeu. Zum 75. Geburtstage des Dichters am 19. Oktober. „— Also ... du mußt was Ordentliches schreiben! Etwas Ernstes! Das man mit Händen anfasfen kann, ohne daß es zerbricht. Von Sünde und Sorge, Heimat und Vaterland, treuer Liebe und ehrlicher Arbeit. So recht Deutsches und Einfaches. Frenfsen, „Die drei (Betreuen". Das ist Frenssens Streben: Dichtungen zu schaffen, einfach, derb und gesund, für den \d)l\ä)ten arbeitstätigen Menschen. Gustav Freytag scheint ihm mit „Soll und haben" diesem Ziel nahegekom- iren; am nächsten aber — für die englisch sprechende Welt — Charles Dickens. Mit Dickens teilt Frensfen den schnellen Aufstieg und den Massenerfolg. „Jörn Uhl" machte den unbekannten achtunddreißigjährigen Marschdorspfarrer zum meistgelesenen deutschen Schriftsteller. Die Schilderung von „Peter Moors Fahrt nach Südwe st", Vorläufer von Hans Grimms Afrika-Erzählungen, wurde ein* wirkliches Volksbuch. Der ' Roman „h i l l i g e n I e i" erschien in einer Erstauflage von hunderttausend Exemplaren. Aber Frenfsen lebte nicht in der gefestigten Burgerlichkeit des viktorianischen England. „Wir wollen in diesem Buche von Mühe und Arbeit reden , sv beginnt die Lebensgeschichte von Jörn Uhl, und von Mühe und Arbeit' handeln alle Bücher Frenssens. Sie sind erfüllt von dem Widerhall sozialer Kämpfe, von der Not der kleinen Leute, die entwurzelt und zur Auswanderung getrieben werden, von dem sinnlosen Leben der Mädchen, die in den kleinen Städten und auf den einsamen Häfen der Marsch kinderlos bleiben, von der Verrottung der Gesellschaftsordnung, mag sie sich in der Gewissenlosigkeit einer Hamburger Reederei zeigen, in bem Treiben des Klaus Uhl, der seinen reichen hvf verlumpt oder in der Gleichgültigkeit, mit der man in Deutschland den heldenhaften Kämpfen der Schutztruppe in den Kolonien gegenübersteht. Dann kam das Jahr 1914 und mit ihm „der Sturmwind Gottes", „Die Brüder mußten an die Front und nach Skagerrak. „D e r P a st o r v o n Poggsee" mußte Krieg und Revolution so tapfer wie er konnte, bestehen, „ßütte Witt „mußte in diesen Wogen untergehen. „Lütte Witt . öie|e Erzählung aus der Zeit der Ruhrbesetzung, zeigt am reinsten Dickenssche Farben, und Frenssens großer autobiographischer Roman „Otto Baben- d i e k" wirkt, mit seiner Fülle sonderbarer Gestalten, wie ein deutsches Gegenstück zum „David Copperfield". Aber niemals hätte Dickens diesen Schluß des „Jörn Uhl" geschrieben, niemals hätte er Lütte Witt von dem marokkanischen Soldaten erschießen lassen. Die lächelnde Ironie des Engländers ist ■ • (Scherl-Bilderdienst-M.) Frenfsen völlig fremd, und fein „Glaube an das Licht" hat nichts mit dessen etwas oberflächlichem Optimismus gemein. Seine Sprache kann flackernd und heiß sein wie ein brennender Ginsterbusch und kahl und nüchtern wie die protestantischen Kirchen der Nordmark. Seine Gedankengänge zeigen die „langsame, bedächtige, tiefgründige Bauernweisheit" des Niedersachsen, „he is inwendig", wie der Dorftischler Frenssen sagte, als Begründung für den Entschluß, seinen Sohn auf die Lateinschule zu schicken. Frenfsen hat sich sein Pfarramt nicht leicht gemacht. Das Wappen des väterlichen Bauernaefchlechtes zeigt „ein root harte in einem grönen Busche", und dieses rote Herz im grünen Busch hat er sich bewahrt durch alle Kollegs und Seminare über Dogmatik und Exegese. In seinen „D o r f p r e b i g t e n" fünbigt er bas Christentum als eine „mächtige, jubelnbe, fröhliche Botschaft". Nach bem Erscheinen bes „Jorn Uhl" hat er sein Pastorat niebergelegt. Aber fein Suchen nach bem Quell bes Glaubens würbe noch stärker. In seinem nächsten Roman .Hilligenlei" erzählt er von Kai Jans, ber „unruhvoll, hoffnungsvoll bas heilige suchte". Er gibt bann am Schluß jene Lebensgeschichte Christi, bie nichts mehr vom alt- testamentarischen Messias hat, fonbern rein ben germanischen helianb zeigt. Die hiobsfrage: Wo ist Gottes Gerechttgkeit? treibt — in ber Novelle „D e r Untergang ber Anna hollmann" — Jan Gulbt in sein Schicksal. Durch alle Not finbet Abam Barfoob, ber Pastor von Poggsee, ein moderner Vicar of Wakefield, bie Gewißheit des Glaubens. Die drei Bände der „G r ü b e I e i e n", deren erster 1920 erschien, sind voller Gedanken über Kirche und christliche Lehre. Als Siebzigjähriger hat Frenssen die letzte Folgerung gezogen. „Der Glaube ber Norbmark" (1936) enthält feine Absage an bas Christentum. Als 1926 ber „Otto Babenbiek" erschien, schrieb Frenssen: „Ich bin aus festem, langsam brennenbem Holz, ein langsam lebenber, unverbrauchter Dorfmann. Ich habe noch Helle Augen unb ein rasches unb tapferes Herz, unb einen Glauben wie in jungen Jahren." Das hat er sich bis heute bewährt, biefes „root harte in einem grönen Busche", obwohl er inzwischen „ein Grauer unb Alter" geworben ist. „M eino ber Prahle r", in bem er noch einmal bie Geschichte eines Dithmarscher Bauernjungen erzählt, unb ber britte Banb ber „Grübeleien", „Vvr- lanb", der im vergangenen Jahre erschien, geben Zeugnis davon. Helle Augen und ein rasches, tapferes Herz ... Kann man von dem Fünfundsiebzigjährigen etwas Schöneres sagen? Walther Schwerdtfeger. Hochschulnachrichten. Von den amtlichen Verpflichtungen wurden entbunden die ordentlichen Professoren Dr. Heinrich Titze (Bürgerliches Recht) in Berlin; Dr. Johs. Steinbeck (Praktische Theologie) in Breslau; Dr. Hans Berger (Psychiatrie) in I e n a ; Dr. Julius von Gierke (Bürgerliches und Handelsrecht) in Göttingen. Dr.-Jng. Maria Lipp, Dozentin m der Fakultät für Bergbau, Chemie und Hüttenkunde an der Technischen Hochschule Aachen, ist zum nb. ao. Professor ernannt worden. Sie ist die zweite Professorin, die seit Bestehen des Drttten Reiches ernannt wurde; 1923 hatte sie sich, geborene Rheinländerin, zu Aachen habilitiert. Abenteuer auf einer Forschungsreise- Von der abenteuerlichen Forschungsreise. bi& Willy Aureli in das innere, noch völlig unbekannte Brasilien unternommen hat unb bie zu Zusammenstößen mit wilben Jnbianerstämmen führte, liegen neue Nachrichten vor. Aureli hatte bie Aufgabe, bie er sich gestellt hatte, erfüllt, inbem er auf bem Matto Grosso bie berüchtigte Sierra be Roncabor erreichte, bie so zum ersten Male von einem weißen Menschen betreten würbe. Er hatte ben größeren Teil seiner Expebition am Raube des Alto Corua zurückgelassen und war mit roeirgen Beziehern zu den geheimnisvollen Bergen aufgebrochen. Dabei hatte er ungeheure Schwierigkeiten zu überwinden, vor allem aber mit bem Dürft zu kämpfen, weil bie Forscher, nachdem sie einige Tage lang burch bichten Urroalb gezogen waren, einem völlig wüsten Gebiet gegenüberstanden, von besten Vorhanbensein sie nichts gewußt hatten. Viele Tage lang fehlte jebe Nachricht von Aureli unb seinen Gefährten, ba ber Runbfunksenber im Hauptlager geblieben war. Aureli kehrte enblich zurück, hatte aber bas Schlüsselbein gebrochen unb zwei Begleiter verloren; er organisierte sofort einen Rettungstrupp, ber benfelben Weg zurückging unb bem es auch gelang, bie Vermißten aufzufinben unb zu retten. Die Forscher kehrten infolge ber unerhörten Anstrecktzungen unb Entbehrungen, bie sie zu er» bulben hatten, in schlechtester körperlicher Verfassung zum Hauptlager zurück. Obwohl bie Expebition unter ber Schutzherrschaft bes Präsibenten ber Republik ftanb unb von ber Regierung bes Staates San Paola unterstützt würbe, ist in ben Zeitungen ein lebhafter Streit entstauben, weil verschiebens Personen gegen bas Vorgehen ber Forscher gegen die Jnbianer Protest erhoben. Von ber Expebition selber war berichtet worben, baß sie von ben äußerst wilben Chavantes- Jnbianern angegriffen würben unb sie ohne Blutvergießen mit Hilfe von leuchtenben Strahlen in bie/)Flucht schlugen; so war es ihnen möglich, in eii/s ihrer Dörfer einzubringen unb einige Ge» brauchsgegenstänbe zu sammeln, wofür sie zum Austausch Tabak, Messer unb Beile zurückließen. Diese Nachricht hatte viele Jnbianerfreunbe beunruhigt, bie gegen bas Einbringen in bas Indianer- borf Einspruch erhoben unb von brutalen Metho» ben sprachen. Aobere Zeitungen wiesen bagegen auf bie Angriffe ber Jnbianer hin, bei benen einige Mitglieder ber Expebition burch Pfeile schwer verletzt würben; Aureli hätte dies in mildester Weiss abgewehrt. Aus -en Gießener Gerichissälen den. Sie lagen dann lange Ze! Da der Angeklagte vor dem (Be: habe das gleiche auch von Stark angenommen, zumal er im Laufe ihrer Besprechungen einmal die Aus der engeren Heimat 10. Fortsetzung. (Nachdruck verbotenl- M M Der W. K. aus Gießen hatte in Klein-Linden gebettelt. Das Gericht verurteilte den Angeklagten, einen alten, gebrechlichen Mann, zu einer Woche habe bestimmt gewußt, daß die Beziehungen vor ihrem 16. Geburtstage stattgesunden hatten, und sie Schlosserei der hiesigen Didier-Werke, kann am tom« menüen Freitag, 21. Oktober, auf eine 25jährige Ta- tigkeit in diesem Betriebe zuruckblicken. Wir gratulieren. "Y" Watzenborn-Steinberg, 18. Oft Der hiesige Turnverein „Gut Heil" hielt seine ordentliche Mitgliederversammlung ab, in der über die Winterarbeit gesprochen mürbe. Es wurde u. a. beschlossen, eine Winteroeranstaltung durchzuführen. schlug dort, die beiden Fahrer unter sich begrabend, um. Der Angeklagte sowohl, als sein „Fährschüler" erlitten schwere Verletzungen und konnten nur mit Mühe unter der Zugmaschine heroorgezogen wer- Zeit im Krankenhause. Zwei Männer klettern aus dem Omnibus, wie sie verschiedener nicht gedacht werden können. Der erste ist klein, rundlich, ja, man kann schon ruhig sagen, daß er einen Bauch hat: er strahlt vor Freude, schwenkt eine tarierte Reisemütze und schreit, daß die braven, stillen Bauersfrauen, die aus der Umgebung nach Niederau zu ihrem Sonntagsbesuch kommen, ganz erstaunte Augen machen. „Mensch, Doktor! Herbert! Altes Haus! Bist du's wirklich oder nicht?" Dabei quetscht er Karajan beinahe die Hand entzwei. „Du lebst also wirklich noch? Tatsächlich! Und aussehen tust du wie der leibhaftige Frühling! Kein Bauch wie ich! Keine Glatze wie ich... der Während Karola sich auf der Veranda in einen Liegestuhl gestreckt hat und vergeblich versucht, ihre Gedanken in der Lektüre eines Buches zu sammeln, begeben sich die Männer an die Arbeit. Es wird zunächst nicht viel geredet. Wemicke vertieft sich in die Plane, die ihm Karajan vorlegt, und Schorsch Haus- mann tut das gleiche. „Ich verstehe ja von den Einzelheiten nicht viel, aber ich kann die Erfolgsaussichten beurteilen!" So vergeht eine Viertelstunde. Dann schiebt Wernicke die Papiere beisefte. Er hat genug gesehen. „Die Sache ist gut!" stellt er ruhig fest. „Ich gratuliere dir, Herbert!" „Und ein Geschäft wird's auch, wenn mir einen tüchtigen Kerl finden, der genug Phantasie besitzt, um deinen Werkstoff auch für* Dinge des täglichen Lebens brauchbar zu verwenden. Die Hausfrau ist noch immer der beste Konsument. Hast du übrigens schon einen Namen für deine Masse? Mit Phenol- basis und solchen Dingen dürfen mir dem Publikum nicht kommen! Dabei bricht es sich die Zunge ab. Nenn's doch einfach — Mensch, eine Bombenidee! —" Schorsch klatscht auf den Tisch vor Freude. ,^Heißt deine Braut nicht Karola mit Vornamen?" „Bist du irrsinnig geworden? Was hat denn das damit zu tun?" „Irrsinnig? Noch nicht, verehrter Herr Erfinder! Im Gegenteil! Paß auf! Das Ding muß einen Na- men haben, den jeder merken kann, bei dem sich auch der kleine Moritz den Mund nicht verrenkt." „Das stimmt schon, aber —" (Fortsetzung foljt!) „Dann werden Sie nur um so eher begreifen’" Wernicke deutet eine Verbeugung an. „Meine Sorge flilt schließlich in erster Linie Ihrem Verlobten und seiner Arbeit. Wenn ich schroff mar, bitte ich um Verzeihung." „Wir brauchen darüber nicht mehr zu reden. Ich meiß, daß Karajan weniger Geschäftsmann ist als vielmehr ein Idealist. Ich möchte genau wie Sie ihm den Frieden feiner Arbeit sichern." Sie lächeln den Herren zu. „Da kommt er schon! Sie sind hier ganz ungestört, und niemand kann Sie belauschen." „Nee, Horchposten in de Appelbaume scheinen auch nicht versteckt zu sein! Also kann's losgchen!" ulkt Schorsch und stupst Wernicke in die Seite. „Altes Ekel ... So'n Mädel und dann dein Ge- hie!" flüstert er ihm zu. „Wenn ich das Herbert sage ..." „Liegst du mit Sicherheit in der nächsten Sekunde hilflos auf dem Rasen!" knurrt Wernicke. Da der Angeklagte vor dem Gericht einen sehr günstigen Eindruck machte und durch die Folgen des Unfalles schwer geschädigt ist, sah das Gericht von einer strengen Bestrafung ab. Es verurteilte ihn wegen fahrlässiger Körperverletzung als Berufsfahrer gemäß § 2301, II StGB, zu einer Geldstrafe von 50 R M., evtl. 10 Tage Gefängnis. Wegen Uebertretung der Reichsstraßenoerkehrsordnung und der Reichsautobahnbetriebsordnung erhielt H. 10 RM. Geldstrafe, ersatzweise zwei Tage Haft. ' Ruridsunkprograrnm Donnerslag. 20. Oktober. Redewendung gebraucht habe: „Wenn das nur mit dem 16. Lebensjahre nicht wäre." Die Verhandlung dauerte gestern bis zum späten Abend an und wird heute fortgesetzt werden. Amtsgericht (Sieben Unfälle bei der Arbeit. * ß u m b a , 18. Oft. Der Arbeiter Hermann Riege aus Friedberg stürzte bei seiner Arbeit' an einer Baustelle der Reichsautobahn von einer Verladerampe einige Meter tief ab und erlitt Rippenbrüche und einen Beckenbruch. Der bedauernswerte Mann mußte in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden. * Zell-Romrod, 18. Oft. Mit schweren inneren Verletzungen mußte der an der Reichsautobahn — Bauabschnitt Zell-Romrod — beschäftigte Arbeiter Erich Schmidt aus Lauterbach in ärztliche Behandlung gebracht werden. Die Sanitätsbereitschaft vom Roten Kreuz in Alsfeld brachte ihn in die Chirurgische Klinik nach Gießen. Bon einem Jernlastzug geblendet und tödlich verunglückt. LPD. Büdingen, 18. Oft Der Zimmermeister und Sägewerksbesitzer Heinrich Neider aus Haingründau befand sich mit seinem Motor- rab nachts auf der Rückfahrt von Frankfurt, wo er gearbeitet hatte. Am Ortsausgang von Rodenbergen wurde er von einem entgegenkommenden Fernlastzug geblendet und fuhr in eine Gruppe von Fußgängern. Ein Fußgänger und der Soziusfahrer wurden leicht verletzt. Neider erlitt so schwere Verletzungen, daß er im Krankenhaus zu Gelnhausen st a r b. Landkreis Gießen. # TI a i n 31 ä r, 18. Ott. Der Arbeitskamerad Robert Will aus Treis a. d. Lda., Vorarbeiter in der ritelverteidig' äiö 54 3ugenbmann| linwjen um die Punk w«n, die in der Lag Msportfest am Mi -in-Linden, so hieß, de^ B es 1938/39 fein? Äzt gute Jugendstil fcunbt wohl kam in trt wieder zu erober jum 23. Januar cHnen Gruppen je anjchajten bestehen Hn aus neutralen :i5 möglich, den 1 sein. Lrdtumg m bi Manche Juaendle mng hat es scheint nommen und die B nur der Fußball ir. überhaupt gilt bus fi eins - ber ber fjil N genug, dies gu 6 $5 wirb normal! , Stimmungen der G Wegen Uebertretung der Reichsstraßenverkehrsordnung und der Reicysautobahnbetriebsordnung in Möbelschau vom 22.-31. Oktober in KELKHEIM angestiftet zu haben. Er gab wohl zu, die Briefe verfaßt und ihr aufgetragen zu haben, darüber Stillschweigen zu bewahren; dies will er jedoch nicht in dem Sinne verstanden wissen, daß die L. vor Gericht die Unwahrheit sagen sollte. Er habe lediglich beabsichtigt, damit die Gerüchte gegen ihn zum Schweigen zu bringen. Mit der Besprechung in der Bahn vor dem Termin habe er nur den Zweck verfolgt, der L. etwas Mut zuzusprechen, zumal er auch damals fest davon überzeugt gewesen sei, daß der Verkehr erst nach dem 16. Geburtstage stattgefunden habe. Diese letztere Einlassung brachte der Angeklagte auch gegenüber der neuen Anklage wegen Meineids vor, so daß im Falle ihrer Richtigkeit keine wissentlich falsche Aussage und damit auch kein Meineid vorliegen würde. Die gestrige Beweisaufnahme nahm den ganzen Derhanülungstag in Anspruch und konnte nur zu einem Teil abgeschlossen werden. Don besonderer Bedeutung war dabei die Vernehmung der damaligen Mitangeklagten L., die tellweise unter Ausschluß der Oeffentlichkeit stattfand. Ihre Vernehmung war deshalb in aller Ausführlichkeit erforderlich, well von der Glaubwürdigkeit ihrer Aussage zum großen Teil das Schicksal des ganzen Prozesses abhängt. Die L. wiederholte im wesentlichen ihre Angaben, die sie als Angeklagte in dem Dorprozeß gemacht hatte, und sie betonte insbesondere, daß sie den Eindruck hatte,, daß mit dem „Standhastbleiben" ihre Aussage vor Gericht gemeint gewesen sei. Sie „Wenn ich's nicht selbst mitgemacht hätte, würde ich es nicht glauben." „Damals waren wir noch jung und schlank", wehrt der andere ab. „Heute erfreu, man sich lieber an Dingen, die so gut und wohlschmeckend sind, wie sie Ihre Küchenkunst zu zaubern verstand." Dabei deutet er eine schelmische Verbeugung zu Tante Therese an, daß sie wahrhaftig vor Verlegenheit rot wird. „Und nun an die Arbeit!" drängt Karajan. „$n vier Stunden müßt ihr wieder weiter!" „Das kleine Gartenhaus habe ich für dich freigemacht, Herbert", sagt Karola. „Dann führe du bitte die beiden Herren dort- hin — ich hole nur meine Sachen." Das also sind die Männer, die Karajan helfen werden, denkt sie, als sie vor ihnen her durch den Garten zu dem kleinen Sommerhaus geht. Sie werden mit ihm arbeiten, werden bei ihm fein und er wird ihnen viel zu danken haben. „Fast müßte ich eifersüchtig sein auf Sie, meine Herren", sagt sie aus ihren Gedanken heraus, und auf den verwunderten Lühlen Blick Wernickes fügt sie hinzu: „Sie werdest mit Herbert Zusammenarbeiten, und ich stehe hilflos daneben! Ich wäre glücklich, wenn ich so Tag für Tag bei ihm sein könnte." „Damit hat's noch lange Beine! Ehe wir etwas anfangen können, müssen wir Geld haben! Viel Selb!' lacht Hausmann. „Und das wird nickt so leicht zu beschaffen sein." „Fräulein Westner kennt Karajans Pläne wohl kaum", entgegnet Wernicke gemeßen. „Ich nehme nicht an, daß er Ihnen etwas gesagt hat, was ins Einzelne geht." Karola glaubt aus dem Ton der Worte ein un- ausgesprochenes Mißtrauen herauszuhören. Sie schaut Wemicke offen an. „Mißtrauen ist nicht am Platz, Herr Wernicke. Ich weiß nur, daß es sich um eine Erfindung handelt. Weiter nichts. Ich will auch nichts Näheres wissen. Trotzdem haben Sie keinen Grund, an meiner Zuverlässigkeit und meiner Verschwiegenheit zu zweifeln." Hausmann ist sichtlich verlegen, während Wer- nicke scheinbar abweisend darüber hinweghört. „Er meinfs nicht so", entschuldigt Schorsch, „er hat nur schon einmal erlebt, wie eine Frauensperson ... Verzeihung, wie eine Dame Karajans Vertrauen mißbraucht hat. Da ist es verständlich, wenn man sich beim zweitenmal vorsieht." „Ich kenne diese Vorgänge." Karola fft jetzt ganz sachlich und kühl. Stelle M miioro8emM Roman von Kurt Niemann Copyright by Verlag Oskar Meister, Werdau i. Sa । hob deswegen aegen Stark Anzeige. Es wurde daraufhin gegen den Anzeiger ein Verfahren wegen Beleidigung eingeleitet. In dem folgenden Prozeß wurde von dem damaligen Angeklagten behauptet. Stark habe das Mädchen vergewaltigt. Daraufhin wurde dieses Verfahren ausgesetzt und gegen Stark ein Verfahren wegen Sittlichkeitsoerbrechens eingeleitet. Dieses ist jedoch inzwischen eingestellt worden. Im Laufe der damals schwebenden Ermittlungen wurde die L. von dem Amtsgericht Ulrichstein informatorisch gehört. Dabei gab sie an, daß die von dem Anzeiger aufgestellten Behauptungen über ihr Verhältnis zu Stark, insbesondere hinsichllich der angeblichen Vergewaltigung, den Tatsachen entsprächen. Dies führte dazu, daß Stark aus seinem Dienst entlasten wurde. Nunmehr trat Stark mit der Angeklagten in Verbindung und setzte zwei Briefe auf des Inhalts, daß ihre Aussage vor dem Richter in Ulrichstein nicht richtig gewesen sei. In den Briefen wurde zwar zugegeben, daß es zwischen beiden zu Beziehungen gekommen sei, angeblich aber erst nach Vollendung des 16. Lebensjahres des Mädchens. Die beiden Briefe wurden von der L. unterzeichnet und an das Amtsgericht Ulrichstein und die vorgesetzte Stelle des Angeklagten abgefanbt. Bei der Abfassung der Briese schärfte Stark dem Mädchen ein, mit keinem Menschen über diesen Vorgang zu sprechen und unter allen Umständen bei der in den Briefen gegebenen Darstellung zu bleiben. Auf Grund dieser ^Briefe wurde das Verfahren gegen den Anzeiger wegen Beleidigung weiter betrieben, das mit dessen Verurteilung endete. In der damaligen Hauptoerhandlung vor dem Amtsgericht Ulrichstein beschwor die L., daß sie vor ihrem 16. Geburtstage nicht in Beziehungen zu dem Angeklagten getreten sei, und weiterhin, daß sie die beiden Briefe aus eigener Initiative und vollkommen selbständig verfaßt und abgesandt habe. Auf Grund dieses Ergebnisses durfte der Angeklagte seine Beschäftigung wieder aufnehmen. Schon kurze Zeit nach dem Prozeß wurde fest- gesteift, daß Stark wenige Tage vor dem Termin die L., die mittlerweile in Gießen eine Stelle angenommen, dort aufgesucht und mit ihr Derhand- lungen gepflogen hatte. Ebenfalls konnte ermittelt werden, daß er am Verhandlungstage in Saasen zu ihr in das Zugabteil gestiegen war und sich mit ihr über den Prozeß unterhalten hatte. Diese Verdachtsmomente führten zu dem seinerzeitigen Verfahren. Gegenstand der Anklage war damals nur die zweite Behauptung der L., sie habe die Briefe selbständig abgefaßt. Im Laufe der Hauptverhandlung vor dem Schwurgericht konnte auf Grund des Geständnisses der L. feftgeftellt werden, daß die Beziehungen zwischen den beiden schon vor Vollendung ihres 16. Lebensjahres bestanden hatten. Da der Angeklagte vor dem Amtsgericht Ulrichstein ebenfalls unter Eid ihre Beziehungen in die Zeit nach dem 16. Geburtstage der L. verlegt hatte, wurde das Verfahren gegen ihn auch auf diesen Punkt ausgedehnt. In der gestrigen Hauptverhandlung behauptete der Angeklagte nach wie vor, die L. nicht zum Meineid 1 „Ich hab dich lieb, Herbert", flüstert sie, „mehr als mein Leben. Willst du das behalten? Wirst du das nicht vergesten, nie und in keiner Situation?" „Wie könnte ich das?" „Du kannst mir vertrauen, Herbert, immer unt^ ewig.. Das sollst du dir auch merken. Daran darfst du nie zweifeln." „Du bist so sonderbar, Karola —" „Es könnte einmal der Tag kommen, an dem du auf eine harte Probe gesteift wirst. Das Leben ist unberechenbar. Dann sollst du an diesen Augenblick denken. Willst du mir bas versprechen?" „21ber Kind... was denkst du nun schon wieder?" lacht er. 2>och sie bleibt ernst und hartnäckig. „Du sollst rnir's versprechen. Ich bitte dich darum. Es ist meine erste Bitte und ich will dich um nichts anderes mehr bitten als um dies eine: Vertrau mir und denke immer daran: Ich hab "dich lieb!" „Gut._ Ich verspreche dir's!" Da küßte sie ihn mit geschlossenen Augen, und er spürt, wie chre Arme ihn fest umschlingen, als wolle sie ihn nicht mehr lassen. »Kleine Karola!" Er streicht ihr sanft übers Haar. ,Laum hast du mich... da bist du schon bange, du könntest mich verlieren. Mußt auch ein wenig Zutrauen haben —" Dann gehen sie ins Dorf, die Freunde abzuholen § 230 I und II StGB- hatte sich der I. H. aus Fron- hausen zu verantworten. Der Angeklagte befuhr am 23. Juni 1938 gegen 20 Uhr die Reichsautobcchn in der Gemarkung Grüningen mit feinem Bulldogg mit leerem Anhänger in nördlicher Richtung. Unter! megs überließ er die Führung des Bulldoggs feinem Beifahrer E. Dieser ist aber nicht als Bulldoggfah- rer ausgebildet. Kaum saß E. am Steuer, geriet die Zugmaschine an einer abfallenden Strecke in große Geschwindigkeit. Der Angeklagte konnte bas Unheil nicht mehr verhüten. Der Bullboag kam von ber Fahrbahn ab, sauste eine lange Wegstrecke neben ber Fahrbahn her, kam wieder auf die Fahrbahn und M X MH Dos MiMennfpor W Dom 1 tai Sairolaa abgettL Wen auf ber 5,( Mengen Mftrerfe P foiwgen uni Nmyrand) gleich ( bellten * too-Union Iirn * am Start ®S,=. Wsue «Ä Tunell, ®innn r?r äs* « W» Sanrnf 6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrich- fen. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werk« pause. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 10: Schulfunk. Volksliebsingen. 11.45: Ruf ins Land. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittags- konzert (Fortsetzung). 14: Nachrichten. 14.15: Musikalische Kurzweil. 15: Für unsere Kinder. Wir spielen auch einmal Kasperle. 16: Nachmittagskonzert. 17 bis 17.10: ,^okos Abenteuer im Bergwerk". Heitere Plauderei. 18: Aus Arbeit und Beruf: Darf man den Arbeitsplatz wechseln? 18.30: Volk singt, spielt und plaudert. Wir sind nur einmal jung. 19.15: Tägesspiegel. 19.30: Der fröhliche ßautfpre* cher. 20: Nachrichten. 20.15: Unser singendes klingendes Frankfurt. 22: Nachrichten. 22.20: Unsere , , — ------o , Kolonien. 22.30: Volks- und Unterhaftungsmusik. 24 Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung nach | bis 2: Nachtkonzert. Vereins sichrer Jung rief zu eifriger Winter- Uebungsarbett auf. Der seitherige Dberturnroart Zipfe mußte infolge eines Unfalles fein Amt zur Verfügung stellen, bas von Kamerad Otto Sommer übernommen mürbe. Die Leitung ber Frauen- riege übernimmt Kamerad Rudolf Möckel. — Ebenfalls fand eine Vertrauensmännersitzurtg unter dem Vorsitz des Mitarbeiters ber Deutschen Sport- Hilfe, Albert P i tz statt. Die Olympia-Sammelglocken wurden geöffnet und deren Inhalt dem Reichssport- fuhrer übermittelt. Die Geldbeträge aus den Olym- piaglocken werden für Aufgabengebiete ber Deutschen Sporthilfe Verwendung finben. Es konnte ein statt- licher Betrag überwiesen werben. Schwurgericht Gießen. Wie erinnerlich, sind der W. St a r k aus Harbach und die E. L o ch aus Zeilbach von dem Schwurgericht in Gießen wegen Anstiftung zum Meineid bzw. Meineids zu Zuchthaus st raienvon einem Jahr drei Monaten und einem Jahr verurteilt worden. Während die L. bas Urteil rechtskräftig werden ließ, legte Stark Revision beim Reichsgericht ein. Dieses hob das Urtell des Schwurgerichts auf und verwies die Sache zur erneuten Verhandlung an die Dorinstanz zurück. In dem Verfahren konnte seinerzeit feftgeftellt werden, daß der Angeklagte sich selbst einer Eides- oerletzung schuldig gemacht hatte, so daß gegen ihn nunmehr auch Anklage wegen Meineides erhoben wurde. Die beiden Verfahren wurden miteinander verbunden und bilden den Gegenstand der jetzigen Verhandlungen. Der Angeklagte war im Jahre 1934 in Zeilbach tätig. Dort lernte er die damals 15jährige Loch kennen und trat mit ihr in intime Beziehungen. Ein mit Stark verfeindeter Einwohner der Gemeinde erhandel: Größe der Weihnachtsbäume Stumpf- längen über 20 Zentimeter und astlose Spitzenlängen über 30 Zentimeter sind nicht mitzurechnen: Von 0,70 bis 1,30 Meter bis 57 Pf., über 1,30 dis zu 2 Meter bis 85 Pf., über 2 Meter bis 3 Me- ter bis zu 1,67 Mark, über 3 Meter bis zu 4 Meter bis zu 2,54 Mark. Für den Absatz vom Kleinhandel an den Verbraucher in der gleichen Größeneinteilung bis zu 1 Mark, bis 3U 1,50 Mark, bis zu 2,50 Mark, bis zu 3,80 Mark. Die aufgeführten Höchstpreise gelten nur für erste Qualität. * ** Eine Achtundachtzigjährige. Die Wttwe Frau Kacharine Klingelhöfer, Bleich- straße 26, kann am heutigen Mittwoch, 19. Oktober, in geistiger und körperlicher Frische ihren 88. Geburtstag feiern. Wir beglückwünschen! ** Verkehrssünder. Die Polizei schritt in der Zeit vom 7.'bis 13. Oktober ein: gegen Kraft- fahrzeugführer mit 5 Anzeigen, gegen Radfahrer mit einer Anzeige und vier gebührenpflichttgen Verwarnungen. ** Eigenartiger Vorfall. Heute morgen zu früher Stunde ereignete sich in der Frankfurter Straße, unweft der Einmündung der Wilhelmstraße ein eigenartiger Vorfall. Ein Koblenzer Möbellrans- portzug, ber aus ber Richtung Klein-Linden stabt- märts fuhr, geriet auf ber nur leicht regenfeuchten Straße ins Schleudern, ohne baß jedoch der Fayrer die Herrschaft über den Lastzug verlor. Immerhin geriet ber Anhänger auf ben Bürgersteig und schlug gegen einen ber dort stehenden Lindenbäume. Der Baum, ber einen Stamm von etwa 30 Zentimeter Durchmesser hatte, wurde dicht über der Erde glatt abgebrochen und stürzte auf den Bürgersteig. Glücklicherweise kam niemand zu Schaden. Der Lastzug konnte seine Fahrt fortsetzen. Die Feuerwehr besei- tigte heute morgen bas Verkehrshindernis. ** Die Iugenbgruppe des Vereins der Aquarien - und Terrarienfreunbe Gießen trat zu einer ersten Versammlung zu- fammen. Der Leiter der Iugenbgruppe, Erich W. Becker (Gießen), wies darauf hin, daß es Zweck und Ziel ber Iugenbgruppe fei, einzuführen in die Geheimnisse ber Natur unter Wasser, praktische Naturpflege zu betreiben, sowie die Züchtung der verschiedensten Fischarten und Terrarientiere anzustreben. Es ist geplant, noch vor Eintritt des Winters einige „Tümpeftouren" burchzuführen. Im Laufe bes Winters sollen Vortrags- und Lichtbilderabende stattfinden. Geplant ist ferner eine Fahrt nach Frankfurt, ein Besuch des Zoos und vor allem eine Besichtigung des dortigen Aquariums. Claus G r a d e r t wurde zum Schriftführer der Iugend- gruppe bestimmt. Die Gruppe zähll elf Mitglieder und lehnt sich in ihrer Arbeit eng an ben Hauptverein an. NSG. Genug Werkskantinenköchin- nen. Im Zuge der Aktion „Warmes Essen im Betrieb" sind vielerorts Werkskantinen eingerichtet worden. Vom Frauenamt der DAF. wird hierzu mitgeteilt, daß augenblicklich genug Werkstantinen- : köchinnen da sind und Hausgehilfinnen dringend davor gewarnt werden, etwa ihre Stelle aufzugeben, um in diesen Beruf überzugehen. reine Jüngling! Menfchenskind, wie machst du das bloß?... Äh... du hast feierliches Ehrengeleit mit« gebracht! Hocherfreut, mein Fräulein! Hocherfreut! Georg Hausmann vom »Neuen lag'. Vielleicht haben Sie meinen Namen schon einmal gelesen? Nicht? Schadet auck nichts! Ich habe da nämlich nur die Anzeigenaoteilung. Wo bleibt denn nur Günther? Natürlich! Der Letzte! Läßt mft angeborener vornehmer Zurückhaltung alles ausfteigen, was Kopf und Beine hat und wartet bis zum Schluß! Na, da ist er ja endlich!" Ein sehr großer Mann mit einem kurzen Kinnbart tritt auf die drei zu. Er sagt nichts,.sondern drückt Karajan nur die Hand. Sehr fest und lange. „Darf ich dir meinen Freund Günther Wernicke oorstellen?" Und zu Wernicke: „Du barfft Fräulein Westner ruhig fest bie Hand geben! Sie hat mich aus bem Straßengraben aufgelesen, und ich habe mich zur Strafe bafür mit ihr verlobt." „Ist bas bie Möglichkeit!" staunt Schorsch unb läßt in komischem Entsetzen seinen Handkoffer fallen. „Und diesen Schrecken gleich bei ber Begrüßung? O Herbert, wie ist bas geschehen? Na, nun zieh nicht gleich bie Stirn in Falten! Ich glaube, bein Fräulein Braut versteht Spaß. Schnell, gnädiges Fräulein, gießen Sie Del auf bie Wogen ber Erregung. Er kriegt es fertig unb schlägt mich nieder unb ber „Neue Tag" erscheint morgen ohne Anzeigen." „Das wäre nicht zu verantworten", lacht Karola. „Sie sehen, Herr Hausmann, Doktor Kara- jan lacht schon roieber! Es kann so schlimm also nicht {ein. Darf ich vorangehen, meine Herren? Meine Tante hat Ihnen allerlei leckere Sachen auf ben Tisch gebaut. Und ich glaube, bas kann man vertragen, wenn man von Berlin ober von Magbeburg aus unterwegs ist." „Na, benn man im Gleichschritt marsch!" kom- manbiert Schorsch unb setzt sich in Trab. ,Zch habe in ber Tat einen Bärenhunger." .Das Mittagessen verläuft in herzlicher Gemein- Iqait Der quuflebenbige Hausmann ist kaum einen Augenblick still. Er steckt voller Späße und Schnurren, wahrt dabei aber immer mit sicherm Gefühl bie ®ren3e, so baß Tante Therese bald mit ihm in spaßhafte Fahrt gerät. Sie lacht selbst so gern. "Man sollte nicht glauben, baß biefer Zeitungs- menfd) aus Berlin im Felde draußen einmal mit drei Mann einen feindlichen Graben aufgerollt hat’" meint Karajan kopfscküttelnd, als alle sich von ber Tafel erheben unb schiebt feinen Arm unter ben Schorschs. pflanzte Blumenkohl erntereif geworden. Auf allen Märkten unseres gemüsereichen Rhein-Main-Ge- bietes übertrumpfen sich bie schönen, prangend weißen Köpfe aller Größen von Blumenkohl, von ben Gärtnern säuberlich unb wohlgeordnet zur Schau gestellt. Die Zufuhren dieses feinen Herbstgemüses lind so groß, daß jede Hausfrau sich dieses wohlschmeckende Gericht in diesen Wochen nicht nur ein- mal, sondern öfters bis zum Winterfrost sichern sollte. Auch aus anderen Gebieten, wie Mitteldeutschland und dem Rheinland, sind bereits mehrere Ladungen eingetroffen, wodurch die reichliche Markt- oerjorgung zu günstigen Preisen gewährleistet bleibt. Für den Gärtner ist es wichtig, die Felder baldigst zu räumen, um sie für neue Pflanzungen ober für bie vorwinterliche Bearbeitung frei zu bekommen. Was kosten die Ehnstbänme? Lpb. Im Einvernehmen mit den Leitern ber Marktordnungsbezirke und ber deutschen Forst- unb Holzwirtschast für die Provinz Hessen-Nassau wurden auf Anordnung des Reichskommissars folgende Höchstpreise für Weihnachtsbäume festgesetzt: Für den Absatz vom Großhandel an den Klein- „Niall d( Cm Jry Denunqte l" Steinl' :traM nn?S M hÄs W* iyS i* GLÄ LK; sagten fur |d '■ &re ■Ion Nennen und do J en erfämp ■fe Ä E fdjnitt üWn . An-und MM"! Ehren. SJL-fport Sudetenland — Gau XVIII. im ©B£. Heimkehr der Sudetendeutschen ist Reichsbund für Leibesübungen um Durch die ntn Wirtschaft und Insgesamt haben 22 Fahrer gemeldet. Für Mercedes-Benz starten Caracciola, von Brau- K alber ünemverten und Schafe lebhaft. Mein-Mainische Börse. Mittagsbörse: Monlanwerle fest. monat ab. Der Arbeitseinsatz im September. Fwd. Im September trat der Kräftemangel, der infolge des ununterbrochenen Anstiegs des Beschäftigungsgrades schon seit Monaten in den meisten Wirtschaftszweigen herrschte, noch stärker in Erscheinung. als bisher. Die Beschäftigungszunahme ist aus der allgemeinen Wirtschaftsbelebung und zum großen Teil als Folge der im Rahmen des Dier- jahresplanes durchgeführten Sonderarbeiten zu erklären. Die Arbeiten bedingten zum Teil erhebliche Kräfteverschiebungen, sowohl zwischen den einzelnen Arbeitsamtsbezirken, als auch zwischen den einzelnen Landesarbeitsamtsbeztrken, so daß der zwischenbezirkliche Ausgleich in besonderem Maße in Anspruch genommen werden mußte. Die Zahl der in letzter Zeit von den hessischen Arbeitsämtern an Arbeitsämter außerhalb des Landesarbeitsamtsbezirks Hessen vermittelten Volksgenossen war sehr erheblich. Dadurch, hat sich naturgemäß der Kräftemangel im eignen Bezirk verstärkt. Den Anforderungen der heimischen Wirtschaft konnte, da voll einsatzfähige Kräfte kaum noch zur Verfügung stehen, nur zum geringen Teil entsprochen werden. Sie war, lum Abhilfe zu schaffen, zu Arbeitszeitoerlängerun- Der deutsche Außenhandel im September. c Mruev lertuiiuooü m Amt zur Nto Som« bet Frauen« Dückrl. - rsitzung unter itschen Sport« iammetßtoden n Reühssport- ns den Olyni» der Deutschen nnte ein statt« Nach Erwähnung des kaiserlichen Rates Wilhelm von Bibra, dem im Jahre 1481 die Stadt die Stift tung dieses Marktes verdankt, schloß er mit folgenden Sätzen des Festspiels: „Hört alle auch noch eine gute Kunde, Die sonderlich wohl alle die begrüßen. So stets, erst recht jedoch zu einer Stunde Besondrer Freud' ein gutes Stöffchen loben Und manch ein Tröpfchen trinken —: aufgehoben. Hört, aufgehoben ist die Stund' der Polizei, Und zwar so lange, bis der Markt vorbei, Der nun beginnt: (zu Stadtbeamten sich wendend:) Hißt die Stadtfahne! — (Aus einem Giebelfenster wird die blamveißrote Stadtfahne entfallet.) Ich erkläre den 458. Gallusmarkt für eröffnet. — Run, Zecher, leer' den Becher ohne EU'! — Heil, Gallusmarkt und unser Grünberg Hell!" Anschließend sprach Ortsgruppenleiter Schütz, der u. a. sagte: „Mit dem Losungswort .Freut euch des Lebens' wollen wir den Gallusmarkt begehen. Als vor einigen Wochen sich dunkle Wolken am politischen Himmel auftüvmten, zeigte sich bei einigen ängstlichen Gemütern eine gedrückte Stimmung. Ueberzeugte Anhänger des Führers, die fest auf ihn vertrauten» wußten, daß er feine Worte auf dem Nürnberger Parteitag, die den Sudetendeutschen Schutz versprachen, wahr machen würde. Die hinter uns liegende Zeit hat dies bestätigt, im Verein mit seinem Freunde Mussolini hat er durch Verhandlungen mit den Staatsmännern von England und Frankreich sein Ziel auf friedlichem Wege erreicht. Wenn über diese glückliche Lösung überall die Her- zen wieder freudiger und freier schlagen, so sind wir dem Führer zu Dank verpflichtet. Der letzte Sonntag bot uns anläßlich der Sammlung der Deutschen Arbeitsfront Gelegenheit zur Abstattung dieses Dankes. Ich kann hier öffentlich erklären, daß auch Grüttberg mll verschwindenden Ausnahmen in vorbildlicher Weife sich hier eingesetzt hat. Daß wir unfern eilten Gallusmarkt in Friede und Freude feiern können, danken wir unferm Führer Adolf Hitler. Ihm daher ein dreifaches Sieg-Heil?" Begeistert stimmten die Zuschauer ein und sangen dann die Nationallieder. Mit einem Schlußrnarsch fand die Eröffnungsfeier ihr Ende. — 54 Ägendmamschasten kämpfen um den Akel des Vaminieifiers , 18. Ott Der ". hielt feine r in der über s wurde u.0. »urchzuführen. Die Zagt» durch den Donington-Park Mercedes-Benz und Auto-!lnion unter 22 Startern. ®tn mn tom« Hährig« Ta. i Wir gratu« ' 7: sachlich, n9 Zur Merk. L®* §°us. Land. ■15: Mittags, W.15: Musi, er. Wir fpi. "tagskonzert. Mer/, hei. Ech Darf Volk singt ««Ml jung. Lautspre. ugender klin. Unfen angsmusik. 24 er begreifen!" „Meine Sorge Verlobten und bitte ich um ju reden. 3ch smann ist all i wie Sie ihm ie lächeln den Inb hier ganz ttschen." scheinen aich sgehen!" ulkt ieite. ann dttn Ge« das -erben hften Sekunde aicke. Mercedes-Benz, Auto-Union, Alfa Romeo Maserati erleben. Mit größter Sicherheit dürfen wir wiederum einen deutschen Wagen in Front erwarten. Die Auto-Union wird besonders bemüht Frankfurt a. M., 18. DEL Die Börse zeigte auch heute im ganzen gesehen das ruhige Bild der letzten Tage. Lediglich am Montanmarkt herrschte etwas lebhafteres Treiben im Zusammenhang mit dem Klöckner-Abschluß, der einen guten Eindruck hinterließ und für die kommenden Montanabschlusse Hoffnungen weckte. Bei einigen Käufen der Kundschaft und des Berufshandels befestigten sich Verein. Stahl von 105,40 aus 106,25 (104,90), Hoesch auf 116 (115) und Mannesmann auf 111 (110,13), wäh- rend Klöckner selbst gegen den niedrigen gestrigen Berliner Schluß etwa 1 v. H. aufholten. An den übrigen Gebieten des Aktienmarktes war die Haltung nach uneinheittichem Beginn im Verlaufe ebenfalls leicht befestigt, die Umsätze erfuhren aber kaum eine Ausdehnung. Von Maschinenwerten traten Demag etwas hervor mit 148,25 bis 149 (147,50). Am Elektromarkt zogen AEG. auf 120,40 (119,90), Felten auf 136,75 (135) und von Neben- werten Lechwerke auf 104,50 (102,50) an. 2G.-Far* ben waren nach 151 (151,50) auf 151,75, Deutsche Erdöl nach 129,65 auf den Vortagsstand von 130,50 erholt. Sonst kamen noch Westdeutsche Kaufhof mit 100,75 bis 101 (100,25), Conti Gummi mit 208 (206) fSv1 s’e: k-E ! Qun, , Äh bes K ®«• ®ea» erhielt ft 3mei Tage Eröffnung des Gallusmarktes in Grünberg Hiffung der Marktfahne. DKW. am erfolgreichsten. Auch die Motorrad-Rennzett 1938 hat den deut- chen Firmen wieder überragende Erfolge gebracht. Die drei Marken BMW., DKW. und NSU. haben n zahlreichen Rennen des In- und Auslandes die sieget gestellt und dabei zwei von drei Europameisterschaften erkämpft. Feldwebel Georg Meier eroberte den Titel auf seiner 500-ccw-BMW. und §wald Kluge wurde Europameister auf der 250- Lcm-DKW., daneben auch noch deutscher Berg- meister und Deutscher Straßenmeister. Die Marte ÖKW. schnitt übrigens am erfolgreichsten ab. Acht Europameisterschaften und sechzehn deutsche Straßenrad Bergmeisterschaften wurden von den Fahrern )er Chemnitzer Firma bisher gewonnen, darunter die vttaßen- und Bergmeisterschaften in den letzten fünf Jahren. Fußball der Kreisklassen. BfB.-R Lich I — Steinbach I 3:2 (2:2). Die stark verjüngte 1. Elf von Steinbach wellte am vergangenen Sonntag zum Verbandsspiel in Lich. In der fünften Minute des Spieles mutzten bie Steinbacher bereits das erste Tor hinnehmen. Dann kämpfte die Gästeelf verzweifelt um den Ausgleich, der auch wenig später erzielt wurde. Em Strafstoß von Schwalb war für den Licher Torhitter nicht zu halten. Dann hatten die Steinbacher großes Pech; einer der Verteidiger wollte aus einem Gedränge heraus den Ball durch Kopfstoß fortbringen, her Ball flog aber an die Latte und von dort aus ins Netz. Aber durch eine schöne Kombination des Steinbacher Sturmes gelang es dann doch wieder, ben Ausgleich zu erzielen. Im weiteren Verlauf des Spieles wurden leider viele Torgelegenheiten vergeben. Nach der Pause wurde das Spiel harter. Leide Stürmerreihen bemühten sich um ine Führung. Aber nichts gelang! Schon glaubte man, datz bas Spiel unentschieden enden würde, da brachte iaft die letzte Spielsekunde die Entscheidung Bei einem Angriff der Licher wollte der Steinbacher Torhüter ten Pall abfangen, er wurde aber daran gehindert und der Ball sand den Weg ins Netz. Der schiedsrichter, von dem sich die Steinbacher erheb’ lich benachteiligt glaubten, entschied Tor. Damit fielen die beiden Punkte an die Licher Rasenspieler. Heuchelheim — Groheu-Buseck 1:3. Am Sonntag konnte die Busecker Mannschaft einen weiteren, beachtlichen Erfolg erringen, indem sie der Elf von Heuchelheim, dem alten Widersacher, eine Niederlage beibrachte. Durch diesen Sieg durste erneut bewiesen sein, daß Buseck mit Recht als Tagen gezwungen. In vielen Fällen wurden an Stelle der fehlenden männlichen Kräfte Frauen eingestellt. Wegen des fast völligen Fehlens einsatzfähiger Personen mußten von verschiedenen Arbeitsämtern (insgesamt rund 1800) sudetendeutsche Flüchtlinge beim Reichsautobahnbau eingesetzt werden. Die Zahl der auf den einzelnen Baustellen der Reichsautobahn Beschäftigten (ohne Stammarbeiter) betrug Ende September rund 20 900, gegenüber 18 900 Ende August. Der Landwirtschaft halsen bei der Kartoffelernte freiwillige Helfer aus allen Volksschichten. Unter dem Arbeitermangel litten wiederum das Bau- gemerbe und das Metallgewerbe am stärksten. Im gesamten Landesarbeitsamtsbezirk waren Ende September nur noch rund 10 000 Arbeitslose (5800 Männer, 4200 Frauen) vorhanden. Davon entfielen rund 82 v. H. auf die fünf großstädtischen Arbeitsamtsbezirke. Nicht voll einsatzfähig waren 4700, also fast die Hälfte der gemeldeten Arbeitslosen. Don der Reichsanstalt wurden Ende September 4021 Personen unterstützt (Vormonat 4846). Die Notstandsarbeiten wurden im Hinblick auf den Mangel an Arbeitskräften weiter abgebaut; Ende September waren nur noch 220 Volksgenossen bei bieten Arbeiten beschäftigt. Gießener Schlachtviehmarkt. Zum gestrigen Gießener Schlachtoiehmarkt (Schlachtviehoerteilungsmarkt) in der Diehoersteige- rungshalle Rhein-Mckin in Gießen wurden 4 Ochsen, 8 Bullen, 18 Kühe, 23 Färsen, 136 Kälber, 74 Schweine, 30 Schafe aufgetrieben. Preise: Ochsen 44 bis 45,5, Bullen 37 bis 43,5, Kühe 22 bis 43, Färsen 40 bis 44,5, Kälber 35 bis 65, Schafe 20 bis 46 Pf. je V? kg Lebendge- wicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,16, bl (135 bis 149,5 kg) 1,14, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,12, c (100 bis 119,5 kg) 1,04, d—f (unter 100 kg) 0,98, gl (fette Specksauen) und i (Altschnei- ber) 1,14 g2 (andere Sauen) unb h (Eber) 1,02 Mk. . Marktverlauft Großvieh unb Schweine zugeteilt; Das Auto-Rennsportjahr wirb nun doch mit dem Großen Preis vom Donington-Park am kommenden Samstag abgeschlossen. Im vergangenen Jahr starteten auf der 5,028 Kilometer langen, recht schwierigen Rundstrecke zum ersten Male die -)eut» jd)en Rennwagen und erkämpften durch Bernd Rosemeyer auch gleich einen überlegenen Sieg. Auch diesmal sind die beiden deutschen Firmen Mercedes- Benz und Auto-Union mit ihren bekannten Fahrern wieder am Start. Nach der Pause hatten die Busecker das Heft in ber Hanb und spielten in ihrer gewohnten Ruhe weiter. Nach etwa 20 Minuten Spielzeit konnte Hochstein nach oorausgegangener schöner Kombination aus einer unglaublichen Lage zum vielbejubelten 2. Treffer einsenden. Nun kam Heuchelheim etwas mehr auf und konnte einen Gegentreffer erreichen. Durch diesen Erfolg angefeuert, bekam die Busecker Hintermannschaft und die Läuferreihe alle Hände voll zu tun, aber Harbach II. war das Bollwerk, er befand sich wieder in einer famosen Verfassung und ließ ben gegnerischen Jnnensturm überhaupt nicht zur Geltung kommen. Dann setzten die Großen-Busecker zum Endspurt ein unb em schöner Schuß von Hochstein landete an bem verblüfften Torhüter vorbei zum dritten Treffer im Netz. M m eAN versucht, «re ,u sammeln. t^wirdZU' tief« M •Ä’» ‘ di, „ Ichie» D--' iysi ie ; (Ftfin^ heft „ beachten sind. Es geht nicht an, daß an HJ.-Sonn- tagen (b. h. 1., 3. unb 5. Sonntag im Monat) Fußballspiele ausgetragen werden. Der 2. und 4. Sonntag gehört dem Sport! — Von vielen Vereinen sind die Jugendwarte noch nicht gemeldet. Der Vereinsführer dieser Vereine hat sofort einen geeigneten Mann zu bestimmen und die Meldung umgehend an den Bann 116, Gießen, weiterzuleiten. Wichtig für die Berbandsspiele! Die Gruppeneinteilungen sind den Vereinen bekannt. Es ist erforderlich, daß die 'Platzmannschaft bis spätestens Dienstag vor dem Spiel der Gästemannschaft und dem Schiedsrichterobmann des DRL., Z i tz e r , Gießen, den Spielbeginn mitteilt. — Die Jugendmannschaften des Kreises Friedberg haben den Schiedsrichter bis zu diesem Tage bei dem Obmann des Kreises Friedberg anzufordern. Der Spielbericht über die Verbandsspiele ist vom Schiedsrichter sofort an den Bannfachwart für Fußball, Oberkumeradschaftsführer W. Ponarius, Gießen, abzusenden. Der Kreis Gießen hat 31 Jugendmannschaften gemeldet gegenüber dem Kreise Friedberg mit 23 Jugendmannschaften. — Hoffen wir, daß diese Jugendmannschaft, die am beständigsten und tampfesfreu» digsten und nicht die von Fortuna am meisten begünstigte, den Bannmeistertitel erringt. ein, ihren Vorjahrssieg zu wiederholen. Der Er- olg Nuvolaris beim Rennen in Monza erschließt ür den Kampf im Donington-Park die besten Ansichten. Es darf aber auch nicht vergessen werden, daß die Siegesserie von Mercedes-Benz in diesem Jahr nur zwei Lücken aufweist: Monza und Pau brachten knappe Niederlagen. Eins ist jedenfalls gewiß, wie eigenllich bei allen Rennen der letzten Jahre: ber Sieg wirb an Deutfchlanb fallen! (Ein gefährlicher Zwischenfall. Tazio Nuoolari fuhr bereits, am Dienstag au ber Bahn im Donington-Park einige schnelle Proberunden. Dabei überraschte ihn ein eigenartiger, überaus gefährlicher Zwischenfall. Von dem Motorenlärm des mit 160 km/st dahinfegenden Rennwagens aufgeschreckt, sprang plötzlich ein stattlicher Damhirsch auf bie Bahn. Der Hirsch wurde von dem heranbrausenden Wagen erfaßt unb sofort getötet. Zu ungleich waren bieKräfte ber beiben Renner! Nuoolari hatte alle Mihe, sein wild hin -er Deutsche Reichsbund für Leibesübungen um einige taufend Sportler stärker geworden. Der »eichssportführer hat das Sudetenland letzt zum Dau XVIII des DRL. gemacht und ben Leiter des tijefamtes und der Ausländsabteilung, Oberr^gie- -ungsrat Graf von der Schulenburg zum -^werbeauftragten für die Einbeziehung ber fude- 'enbeutfchen Sportler in ben DRL ernannt In »inem besonderen Ausschuß, ber unter ber Leitung he5 Grafen von der Schulenburg steht, werben in «ngster Zusammenarbeit mit der Zentrale bes DRL. organisatorischen unb sporttechnischen Fragen, hie durch die Neuordnung der sudetendeutschen Lei- hesubungen entstehen, erledigt. Handball-Gaukampf Württemberg — Hessen. Die beiden Gaue Württemberg und Hesien tragen am kommenden Sonntag zum erstenmal einen Handball-Freundschaftskampf aus, der als Vorbereitung beider Mannschaften für die kommenden Adlerpreisspiele angesehen werden kann. Schauplatz der Begegnung ist das Stadion in Dettingen, in dem der SV. Urach seine Kämpfe um die Deutsche Meisterschaft beftritt. Da die Hessen auf die Spieler aus Arolsen verzichten müssen, dürften sie bei allem Eifer gegen die spielstarken Schwaben, die eine kampfkräftige Elf auf die Beine bringen, um eine Niederlage nicht herumkommen. Zwei deutsche Geherrekorde. Mtt einer Zähigkeit sondergleichen sind unsere Geher daran, noch vor Jahresschluß dem allen unb ehrwürdigen deutschen Rekord über 10 km unb eine Stunde den Garaus zu machen. Was bem Hamburger Schmibt vor acht Tagen durch mangelhafte Organisation versagt blieb, bas glückte ihm am Sonntag in Braunschweig. Im Rahmen des 4. Wett- gchens „Rund um Braunschweig" verbesserte Schmibt auf der gleichen Bahn die schon über 30 Jahre bestehende alte Höchstleistung des früheren Meisters Paul G u n i a (Berlin). Mit Unterstützung von Schwab (Jena) legte Schmidt 10 km in der neuen Rekordzeit von 45:38,6 zurück (alter Rekord: 45:43,5), und den Stundenrekord verbesserte er von 13,009 auf 13,092 km. zur Notiz. An den Rentenmärkten blieb das Geschäft ruhig, nicht zuletzt unter Einfluß ber weiterhin flotte n Anleihezeichnung. Reichsaltbesitz lagen schwächer mit 129,75 (130,13), andererseits Reichsbahn-VA. 0,13 v. H. höher mit 125,75. Kommunal-Umschul- düng lagen mit 93.90 behauptet, 4proz. Rentenbank- Ablosung 0,13 v. H. niedriger mit 91. Der Pfand- briefmartt lag äußerst ruhig unb unverändert, auch sonst wies der Einheitsrentenmarkt kaum Abweichungen auf. Stadtanleihen lagen teilweise 0,25 v. H. höher. . Im Verlaufe blieb bie Haltung am Aktienmarkt freundlich, das Geschäft in Montanwerten ging aber mangels entsprechenden Angebots zuruck. Verein. Stahl zogen auf 107,50 nach 106,25, Hoesch bellensührer genannt werden kann. Die Busecker, die die Koch; Brück, Damdmann; Eisenacher, Harbach II., Neeb; Hofmann, Hochstein, Harbach I., Balser und Melior tarnen, zeigten sich den zahlreichen Schlachtenbummlern von der besten Seite. Großen-Buseck hatte Anstoß und sofort entwickelte sich ein spannender Kampf, der aber im Feldspiel aufging, so daß die Torhüter vorerst nicht einzugreifen brauchten. Dann drehten die Busecker au und schafften einige brenzliche Augenblicke vor dem Tor der.Platzbesitzer, die aber sicher vom Heuchelheimer Torwart geklärt wurden, bis bann Harbach einem schön vorgegebenen Ball nachsetzte und zum ersten Treffer einbrückte. Jetzt brehten auch die Platzbesitzer mächtig auf und drängten immer wieder vor das Busecker Tor, aber auch dort stand eine Abwehr, bie sich nicht einschüchtern ließ. Titelverteidiger Grotzeu-Lrnden! Aus 54 Jugenbmannschaften soll sich in den heißen Kämpfen um die Punkte die Jugend herauskristallisieren, die in der Lage ist, den Bann 116 bei dem Aebietssportfest am würdigsten zu vertreten. — Gro- ßen-Linden, so hieß der Bannmeister 1937/38. Wer wirb es 1938/39 fein? Der Titelverteidiger verlor einige gute Jugendspieler und wird aus diesem Grunde wohl kam in der Lage sein, die Meisterschaft wieder zu erobern. Doch muß man abwarten! Bis zum 23. Januar 1939 stehen bie Meister der einzelnen Gruppen fest, die je aus vier Jugend- Mannschaften bestehen. Die Meister dieser Gruppen stoßen auf neutralen Plätzen aufeinander. Nur so ist es möglich, den Bannmeister schnellstens zu ermitteln. Ordnung in den Jugend abteiluugeu! Manche Juaendleitung unb manche Vereinsführung hat es scheinbar auf bie leichte Schuller genommen unb bie Bestimmungen nicht beachtet, baß nur der Fußball in ber Jugend spielen kann — überhaupt gilt dies für alle Jugendlichen eines Der- «ins — der der Hitler-Jugend angehört. Es war Zett genug, dies zu bereinigen! Es wird nochmals darauf hingewiesen, daß die Bestimmungen der Spielsonntage genauestens zu 4- Grünberg, 18. Okt. Nachdem am Dienstagnachmittag Marktmeifter Frank bie Einteilung und Verlosung der Stände auf dem Marktplatz vorgenommen hatte, entstanden bald mehrere Rechen Verkaufsstände, so daß sich mit Einschluß der schon seit voriger Woche aufgebauten Schaubuden ber weite Marktplatz auf der Käswiese als eine große Zeltstadt präsentierte. (Eifrig wurden auch in den Geschäftshäusern der Stadt die letzten Vorbereitungen getroffen, ebenso waren fleißige Hände dabei, den bunten Wimpelschmuck in den Hauptstraßen unb auf dem Marktplatz anzubringen. Mit einbrechender Dunkelheit erstrahlle auch das Rathaus, von besten Giebel bie Hakenkreuzfahne wehte, im roten Lichterglanz. Für bie auf 20 Uhr angesetzte Eröffnung bes Gallusmark- te s hatten sich im Schungsfaale bes Rathauses Stadtverwaltung unb Marktausschuß eingefunben, während auf dem Marktplatz eine große Zahl Zuschauer anwesend war. Nach einigen flott gespielten Märschen ber neuen Stadtkapelle unter Leitung von Steuersekretär S p r a n k e l hielt Bürgermeister Krämer vom historischen Eckfenster des Rathauses die Eröffnungsrede: „Es ist mir eine Herzensfreude, zum ersten Male als Bürgermeister dieser Stadt den Gallusmarkt zu eröffnen. Wenn dieses Jahr umständehalber von einer Aufführung bes Festspieles von H. Bocher abgesehen werden mußte fo halte ich es doch für angebracht auszugsweise einige Sätze des Verfassers hier zu zttieren: „Du alle Stadt, welch wundervoll Gepränge? Die Gassen und die Giebel schmücken Fahnen Und lassen leicht ein groß' Ereignis ahnen. Sieh, aus ber Gasten heimisch trauter Enge Schiebt sich ber Bürger frohgestimmte Menge! Wie sie oa kommen, wandeln sie auf Bahnen Von Vätern unb Vorvätern, vielen Ahnen. Den Markt belebt ein festliches Gebränge Trotz scharfer Herbsttuft, trotz Oktoberschauern Von jung unb alt, aus Grünbergs alten Mauern, Aus Fern' unb Näh', von Merklern, Bürger, Bauern Unb vielen, vielen anbern — Männern, Frauen; Kaufleuten auch aus allen beutschen Gauen: Wie viele Gäste muß ich ftaunenb schauen! In aller Augen ist ein Freubenschein; Fürwahr- heut' muß ein lieber Festtag fein! Fwb. Im September finb die Außenhandelsum- ätze in Ein- unb Ausfuhr leicht gesunken. Im Außenhandel Großdeutschlands betrug bie Einfuhr 492,7 Mill. RM., die Ausfuhr 441,8 Mill. RM. Gegenüber dem Vormonat ist die Ein- uhr um 16,9 Mill. RM., die Ausfuhr um 3,2 Mill. RM. zurückgegangen. Die Handelsbllanz Großdeutschlands schließt mit einem Einfubrüber- chuß von 50,8 Mill. RM. gegen 64,5 Mill. RM. im August ab. Die Einfuhr bes Altreichs ging von 457 Mill. RM. im August auf 450,1 Mill. RM. im September zurück. Die Abnahme (—1,5 v. H.) war omit geringer als bei ber Einfuhr Großdeutsch- anbs (—3,3 o. H.); sie beruht überdies nur auf einem Rückgang bes Einfuhrdurchschnittswerts, das Einfuhrvolumen war gegenüber dem August kaum verändert. Bei ben einzelnen Warengruppen war bie Entwicklung sehr verschieben. Abgenommen hat nur bie Einfuhr ber gewerblichen Wirtschaft, unb zwar in erster Linie von Rohstoffen (—28,7 Mill. RM.), beren Bezug im Vormonat beträchtlich gestiegen war. Auch bei Fertigwaren wurde bas Vormonatsergebnis unterschritten, währenb die Halbwareneinfuhr sich auf dem im Vormonat erreichten Stand hielt. Im Bereich der Ernährungswirtschaft"'ist die Einfuhr weiter gestiegen, und zwar war die Zunahme mit insgesamt 25,3 Mill. RM. erheblich größer als im August (+ 8 Mill. RM.). Regional betrachtet sind im September die Warenbezüge aus Europa (—13,8 Mill. RM.), Australien (—4 Mill. RM.) und Afrika (—2 Mill. RM.) gesunken. Dagegen waren die Lieferungen Asiens (+ 7,9 Mill. RM.) unb Amerikas (4- 5,9 Mill. RM.) höher als im Vormonat. Die Ausfuhr bes Altreichs war mit 415,9 Mill. RM. im September um 3,4 Mill. RM., b. h. nicht ganz 1 o. H. geringer als im August. Ebenso wie bet ber Einfuhr beruht bie Verminderung ausschließlich auf einer Senkung bes Durchschnittswerts. Dem Volumen nach ist bie Ausfuhr leicht gestiegen, allerbings war die Erhöhung geringer als nach der jahreszeitlichen Tendenz erwartet werden konnte. Abgenommen hat gegenüber dem Vormonat die Ausfuhr von Rohstoffen (Kohle) sowie — wertmäßig — von Halbwaren und Vorerzeugnissen. Der Absatz von Enderzeugnissen war dagegen etwas höher als im August. Don Öen eim zelnen Erdteilen war lediglich Asien (—6 9 Mill. RM.) an der Verminderung ber deutschen Ausfuhr von August zu September nennenswert beteiligt. Die Ausfuhr nach den übrigen überseeischen Erdteilen hat sich kaum verändert. Der europäische Ab- atz hat leicht zugenommen. r,„ ri Die Handelsbilanz des Altrelchs schließt im September mit einem Einfuhrüberschuß von 34,2 Mill. RM. gegenüber 37,6 Mill. RM. im Dor- ch i t s ch , Lang unb Seaman; Auto-Union !chickt Nuoolari, Hasse, Müller unb Kautz in ben Kampf, am Steuer ber beiben Alfa-Romeo-Wagen ber Alfa Corse sitzen Dr. Farina unb Bionbetti, Delahaye kommt mit Drey- jus unb Raph, L. Villoresi fährt einen Maserati- Formelwagen. Hinzu kommen noch neun Engländer mit kleineren Maschinen, Maclure aus Riley, -anson auf Alta, Cuddon-Fletscher auf MG. und die sechs ERA.-Fahrer Earl Howe, Dobson, Cotton, Tonnell, Wilson unb Aithen. Sie bewerben sich hauptsächlich um bie Sonderpreise für Privatfahrer. ------------ Die Engländer werden auch diesmal wieder und her schleuderndes Fahrzeug abzufangen, und einen großen Kampf zwischen den Wagen von | kam gerade noch an einer Umfassungsmauer vorbei. (Kerzen.- %emden. G/£SSE/V*MaU<5ß UR G1U $pn unseres Die Erdöloorko S;«5 zitierten ÄaP1^5, injranjöfi|>be*9l|‘ Händen, wahrend 28 o. h- beteiligt w i«r, »at M 'S; übermächtigen M« M,RuWM-" taunNicjffl ^irr|c l.nh 3U‘reiben. Die Lehren der fuhrt, daß durch eii te inländischen \ Maßnahmen die . Witals saft oo bereits in Betriel । mürbe. Nach im r ta Londoner ®' ' tteaua Romana 1 Lisländischen Del djiebene Matzna faltbar gewor ierringerung de ieren Seite zu wirtschastli diesem Gebiet a England und T in'Trage: An Trantreich wai und England n landwlrl/chaM Dominien bede. Italien unb einif, Wjmer bet n . das deutsch-rumä ^Milliarden Lei ir I Sei im Äcchre 191 ■ Dar, daß auch d I Deutschland und zcstaltelen. Es zeigte sich c I M nicht in be Schemen Summ, sm die Ächecht die ulten Er Mw der Fö Grltnninis, daß i *"‘dd)öpit । Aubohruno Mchchastskreisen Hkranziehun p'tals erhoben wng" der Untere' Md' chen Kapita gr ben Erwerb xchursfeldern, Ae Transportwesens ^ergbau-Teseßes "Jue Zntriebskrä chen Erdölbau i\ f^edfenbe fcu|w »es Sc rf.b7 Durchsijh Mels« und 3n ^worden, de £ rumänische j AknErdö AZ ^7 6tob( «, u». I 6*5 C” $• Ausbeute «if 25g4?? »ei beuteJ?M 'heg 6% der s 3»“ *<5$ ^»^""Nichter PO" höherer « ^°^n,orecha"^! rrf® auf 116,75 bis 117 nach 116 und Mannesmann auf 112 nach 111 an; Klöckner lagen still. Rheinstahl kamen mit 140 (138,50) zur Notiz. An den übrigen Märkten ergaben sich nur vereinzelt mäßige Besserungen, wobei Demag weiter anzogen auf 149,50 nach 149, ferner Rheinmetall auf 130,25 nach 129,50 und Westdeutsche Kaufhof auf 101,50 nach 101. Die später notierten Papiere lagen überwiegend 0,50 bis 1 v. fl. fester. Am Einheitsmarkt setzten Großbank- aktien ihre Befestigung leicht fort. Am Markt der unnotierten Werte war das Geschäft sehr ruhig und die Kurse unverändert. Tagesgeld wieder 2,25 v. fl. Abendbörse freundlich. An der Abendbörse erhielt sich die freundliche Tendenz und auf vielen Gebieten des Aktienmarktes kamen neue Kundschaftsausträge zur Ausführung. Im Vordergrund blieben Montanwerte, in denen die Umsätze wieder verhältnismäßig lebhaft waren, floesch zogen zunächst um 1,25 d. fl. an auf 118, gingen aber später auf 117,65 zurück. Mannesmann gewannen 0,75 v. fl. auf 112,75, Verein. Stahl lagen mit 107,65 (107,50) voll behauptet, ebenso Rheinstahl mit 140 und Deutsche Erdöl mit 130,75, Laurahütte lagen 0,25 v. fl. höher mit 16,75. Etwas Beachtung fanden auch IG.-Farben zu 151,90 bis 152,50 (152). An den übrigen Marktgebieten traten Besserungen um 0,25 bis. 0,50 v. fl. ein. U. a. notierten AEG. mit 121 (120.40), Gesfürel mit 139 (138,50), Schuckert mit 175,50 (175), von Maschinenwerten MAN. mit 143 (142,50), Daimler mit 136,50 (136), Rheinmetall mit 130,75 (130,25), Adlerwerke mit 110,50 (110,25), Demag uno. 149,50. Von sonstigen Werten stellten sich Bemberg auf 138 (137,50), Westdeutsche Kaufhof auf unv. 101,50, Reichsbank auf uno. 187,50, während Licht & Kraft mit 140 und Deutsche Linoleum mit 158,50 je 0,50 v. fl. abbröckelten. Don Bankaktien zogen Dresdner Bank weiter an auf 111,75 (111,50), von Jndustriepapie- ren gewannen Wayß & Freytag \ D. fl. auf 157 und Schriftgießerei Stempel 0,50 v. fl. auf 98. Der Rentenmarkt blieb sehr still. 6proz. IG.-Farben gingen mit uno. 122,50 und 5proz. AEG.-Obl. Reihe 5 bis 8 nach Pause mit 100,40 (100) um. Die Ge- meinde-Umschuldungsanleihe nannte man mit unverändert 93,90. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 18. Oft. Auftrieb: Kälber 341 (gegen 380 am 11. Oft.), flämmel und Schafe 894 (966), Schweine 1428 (1310). Notiert wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht in Mark: Kälber a) 63 bis 65 (63 bis 65), b) 55 bis 59 (56 bis 59), c) 45 bis 50 (45 bis 50), d) 33 bis 40 (36 bis 40). flämmet b2) 47 bis 52 (46 bis 52), c) 39 bis 46 (39 bis 45), d) 34 bis 38 (38). Schafe a) 40 bis 42 (40 bis 42), b) 33 bis 38 (33 bis 39), c) 22 bi/ 32 (18 bis 32). Schweine a) 59 (59), bl) 58 (58), b2) 57 (57), c) 53 (53), d) 50 (50). Sauen gl) 58 (58). Marktverlauf: Kälber und Schweine zugeteilt, flämme! und Schafe lebhaft. Fleischgroßmarkt: Beschickung 2069 (2037) Viertel Rindfleisch, 2205 (1288) halbe Schweine, 48 (25) ganze Kälber, 159 (89) flämmet, 76 (91) Kleinvieh. Notiert wurden je 50 Kilogramm in Mark: Ochsenfleisch a) 82 (80), b) 71 (69). Bullenfleisch a) 79 (77), b) —, c) 60 (58). Kuhfleisch a) 79 (77), b) 67 (65), c) 56 (54). Kalbfleisch I 95 bis 97 (96 bis 97), II 85 bis 90 (80). flammelfleifch b2) 82 bis 86 (75 bis 78). Schweinefleisch b) 75 (73). Marktverkauf: lebhaft. Auf einen haltenden Lastzug gerast. LPD. Darmstadt, 18. Oft. Auf der Mainzer Landstraße in der Nähe der Schlammteichanlage der Groß-Gerauer Zuckerfabrik ereignete sich ein schweres Verkehrsunglück. Im dichten Nebel fuhr nachts ein Motorrad, das mit zwei Personen besetzt war, auf einen haltenden Lastzug auf. Einer der Fahrer st a r b kurz nach seiner Einlieferung in das Darmstädter Krankenhaus, der andere liegt in hoffnungslosem Zustand darnieder. Alsfelder Derkehrsfragen. £ Alsfeld, 17. Ott. Auf Einladung von Bürgermeister Dr. V ö l f i n g traten die Ratsherren, der Vorstand des Verkehrs- und Verschönerungsvereins, Vertreter des NDKK., des Straßenbauamtes und der Reichsbahnoerwaltung im Rathaus zu einer Sitzung zwecks Stellungnahme- zu der Frage der künftigen Verkehrsgestattung in Alsfeld zusammen. Durch die Tatsache, dbß fünf Ver- fehrsstraßen, darunter drei Reichsstraßen, in Alsfeld einmünden und den Verkehr nach und von dem Zubringer Alsfeld der Reichsautobahn Frankfurt— Gießen—Alsfeld—Kassel vermitteln, ist, wie der Vorsitzende mitteilte, nach Eröffnung der durchgehenden Strecke der Reichsautobahn Frankfurt—Kassel am 1. Dezember d. I. mit einer erheblichen Verkehrssteigerung in Alsfeld zu rechnen. Es gilt im flin- blick hierauf, für den Durchgangsverkehr die erforderliche Verkehrssicherheit in der Stadt zu schaffen, die vorhandenen Gefahrenpunkte zu beseitigen, ferner die glatte Durchführung des Verkehrs zu sichern, wobei der Eisenbahnübergang in der flindenburg- straße, an dem insbesondere der Rangierverkehr ein öfteres Schließen der Schranken notwendig macht, eine nicht unerhebliche Verkehrsstörung mit sich bringt. Der Plan, eine et-roa drei Kilometer lange Umgehungsstraße am nördlichen Teile der Stadt vorbei bis zum Zubringer der Reichsautobahn zu schaffen, wurde einmütig abgelehnt, da eine solche Maßnahme die vollständige-Lahmlegung der'Verkehrsbelange der Stadt mit sich bringen und sie wirtschaftlich schwer schädigen würde. Als Ergebnis der Aussvrache wurde ferner einmütig festgestellt, daß die Verkehrssicherheit in der Stadt durch en> sprechende Maßnahmen auch ohne eine derartige Umgehungsstraße gewährleistet werden kann. Die Zustände am Bahnübergang in der flindenburg- straße lassen eine Verlegung des Rangierverkehrs nach dem südlichen Teile des Bahnhofs notwendig erscheinen. Ein entsprechender Antrag soll bei der Reichsbahnverwaltung gestellt werden. Anerkannt wurde ferner die Notwendigkeit, zur besseren Durchleitung des Autoverkehrs nach dem Zubringer der Reichsautobahn die Schellengasse entlang des städtischen Schlachthofs sortzusühren bis zur Einmündung in die Reichsstraße 254 am sog. Rosengärtchen. Preußen. Vergeben gegen das Blutschuhgeseh. Eine Entscheidung von grundsätzlicher Bedeutung. Lpd. Frankfurt a. M., 18. Oft Zwei jüdische Schwestern, die beide über 70 Jahre alt sind, wurden vom Frankfurter Schöffengericht wegen Vergehens gegen das Blutschutzgesetz zu je 200 Mark Geldstrafe verurteilt; ein mitbeschuldigter Nesse wurde freigesprochen. In dem flaushalt der Jüdinnen wurden drei deutschblütige Angestellte unter 45 Jahren beschäftigt, obwohl dem flaushalt ein Jude, nämlich der Neffe, angehörte. Es war geltend gemacht worden, daß der Neffe nicht in dem flaus schlief und deshalb nicht als dem flaushalt angehörend bezeichnet werden könne. Das Gericht erachtete es zur Strafbarkeit der Frauen als genügend, wenn sich der Nesse tagsüber restlos in dem flaushalt bewegte, wie dies der Fall war. Er nahm dort das Frühstück ein, rasierte sich im Badezimmer, aß im flaushalt zu Mittag und oft auch zu Abend. Mittags ruhte er in einem Zimmer auf einem Liegeftuhl. Die Angeklagten merkten offenbar selbst, daß sie sich durch die Beschäftigung der arischen flausangestellten strafbar machten, denn es kam nach einiger Zeit dahin, daß der Neffe nicht mehr das (Elfen auf sein Zimmer gebracht erhielt, sondern daß er es sich in der Küche selbst holen mußte. Der Neffe wurde freigesprochen, weil er nicht flaushaltungs- vorstand war. Strafmildernd kam den Jüdinnen chr hohes Alter, ihre Unbeftraftheit und die Tatsache zugute, daß sie versucht hatten, sich über die Auslegung der Bestimmungen des Blutschutzgesetzes Sicherheit zu verschaffen. Auf der Fahrt zur Hochzeit in den Tod. LPD. Marburg, 18. Ott. Der 29jährige Ingenieur Karl D o l l a n d aus Marbura wollte mit feinem Motorrad nach dem Wohnsitz seiner Braut in Schleusingen fahren, wo die flochzeit stattfinden sollte. Die Tragik des Schicksals wollte es, daß Volland unterwegs verunglückte und dabei einen Schädelbruch erlitt, an dessen Folgen er alsbald g e ft o r b en ist. Kreis Wehlar. □ Dutenhofen, 19. Ott. Am heutigen Mittwoch kann unser Mitbürger Johannes A g e l (flaus Nr. 42) in bester geistiger und körperlicher Frische im Kreise seiner Angehörigen seinen 8 6. Geburts- l a g feiern. (Er entstammt einem alteingesessenen Bauerngeschlecht und ist einer der ältesten Einwohner unserer Gemeinde. Der hochbetagte Mann ist der einzige noch lebende Mitbegründer der hiesigen 'Kriegerkameradschaft, die er im Jahre 1876 mit einigen Kameraden ins Leben rief. Seit dieser Zeit gehört er ununterbrochen der Kameradschaft an. Dor einiger Z«t wurde er in Anbetracht seiner Treue zur Sache zum Ehrenmitglied ernannt. Er ist im Besitz des Kyffhäuser-Ehrenzeichens. Johannes Agel, den zu seinem Geburtstage sicherlich viele Glückwünsche erreichen werden, diente in den Jahren 1872 bis 1875 bei dem Garde-Jnfanterie-Regi- ment in Trier. Er gehört seit langer Zeit zum Stamm der treuen Leser des Gießener Anzeigers. Unseren herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag. Aus aller Welt. Schwerer Autounfall im Sudetentand. (Einem 21 uto Unfall fiel der Heichenberger Ortsleiter der Sudetendeutschen Partei Wenzel K a ft n e r zum Opfer. Er befand sich im Kraftwagen auf einer Dienstfahrt. Bei Ruppersdorf stieß sein Wagen mit einem Mietauto zusammen. Kastner wurde bei dem Zusammenprall tödlich verletzt. Der Fahrer des Wagens, der Propagandaleiter der SDP. in Reichenberg, Student, erlitt sehr schwere Verletzungen. Von den beiden übrigen Insassen erlitt der eine mehrere Schnittwunden, während der andere einen Schädelbruch davontrug und inzwischen im Krankenhaus geftorben ist. Kastner war von 1923 bis 1933 Obmann der NSDAP, und langjähriger Vorsitzender des Bundes der Kriegsverletzten. Sechs Tote beim Absturz zweier britischer Bomber. Die britische Luftwaffe wurde von einem schweren Flugzeugunglück heimgesucht. Zwei der modernsten Bomber stießen über dem Flugplatz von Dunmow in der Grafschaft Essex zusammen und stürzten brennend ab. Fünf Insassen verbrannten, während ein sechster infolge Versagens seines Fallschirmes zerschmettert aufgefunden wurde. — Großes Rätselraten hat ein Zettel hervoraerusen, den man neben einem der abgestürzten Flugzeuge fand. Auf ihm stand ge- schrieben: „Wie wird das Flugzeug in ein paar Minuten aussehen?" Man nimmt an, daß es sich um die Notiz eines der Insassen handelt. Todesstrafe für einen Gattenmörder. Das flagener Schwurgericht verhandelte gegen den flermann Dickhagen aus Droeschede und seine Geliebte Frau Karoline Brinkmann aus Iserlohn. Beide waren angeklagt, die Ehefrau Dickhagen gemeinschaftlich ermordet zu haben. Dickhagen hatte in der Nacht seine kranke Ehefrau im Bett mit einem Bindfaden erdrosselt. Frau Brinkmann wurde der Mitwisserschaft an diesem Verbrechen überführt. Das Urteil lautete gegen Dickhagen wegen Mordes an feiner Ehefrau auf Todesstrafe und gegen die Frau Brinkmann auf 10 Jahre Zuchthaus und 10 Jahre Ehrverlust. Der Staatsanwalt hatte für beide Angeklagte die Todesstrafe beantragt. Unnatürliche Hitze in Neuyork. Ein seit einer Woche über den Atlantikländern lagerndes flochdruckgebiet verursachte in Neuyork die für diese Jahreszeit ungewöhnlich hohe Temperatur von 31 Grad Celsius, flunderttausende von Menschen suchten am Strand Kühlung vor der außerordentlichen Wärme. Tödlicher Abstuz von der Benediktenwand. Am letzten Sonntag unternahmen in unzweckmäßiger Ausrüstung und ohne Seil zwei Mitglieder einer Fachschule in Bad Tölz einen Ausstieg auf die Benediktenwand auf dem gefährlichen Wege der Maximilianroute. Sie waren 300 Meter hoch geklettert, als sie die schwierige Partie aufgeben mußten. Beim Uebergang von der Felswand auf ein Grasband durch Sprung glitt der 27 Jahre alte Gerhard Schön aus Saarau in Schlesien ab und stürzte in die Tiefe, wo er mit zerschmettertem Schä- del liegen blieb. Die Bergwacht verbrachte den Toten zu Tal, von wo er in bit fleimat transportiert wird. Diese nur für Geübte gangbare Tour soll die erste Bergtour des Verunglückten überhaupt gewesen sein. Flammentod einer Greisin. Ein schrecklicher Unfall ereignete sich in der Ortschaft Ueckesdorf bei Bonn. Die 80jährige Dorfälteste, die sich allein zu flaufe befand, kam beim Kaffeekochen mit ihren Kleidern dem flerdfeuer zu nahe. Lichterloh brennend lief die Greisin auf die Dorfstraße, wo sie bewußtlos zusammenbrach. An den schrecklichen Brandwunden ist sie bald nach der Einlieferung ins Krankenhaus geftorben. Tödlicher Sturz aus der Schiffsschaukel. In Brückenau stürzte der 12jährige Ernst Gunkel, der mit anderen Kameraden eine Schiffschaukel bestiegen hatte, aus der Schaukel und wurde so schwer verletzt, daß er in der folgenden Nacht st a r b. Beachten Sie bitte unsere Auslagen Kreuzplatz 1 u.15 6683 A Baue gut.... mit Abermann Winterns äntel, sportliche Form, aus modern gemusterten und elnfarb. Stoffen mit Rückengurt und aufgesetzten Taschen RM. 27.50 33.00 39.50 u. höher Backfisch-Mäntel, schöne, jugendliche Form, mit flotter Krimmer- oder Pelzgarnitur * RM. 29.50 36.00 45.00 u. höher Frauen-Mäntel aus Marengo- und Bouclöstoffen, vollweit geschnitten, mit Steppfutterverarbeitung RM. 29.50 32.00 49.00 u. höher Frauen-Mäntel mit Pelz, in erstklassiger Verarbeitung RM. 45.00 59.00 6900 u. höher Ferner unterhalten wir ein grobes Lager in Kinder- Mänteln, Röcken, Morgenröcken, Kostümen in bekannt guter Qualität zu billigen Preisen. Aufnahme für das Winterhalbjahr in die 1-n. ^jährigen klassen Beginn 19 Oktober 1988. Anmeldungen u. Auskunft n Gießen, Goethestr. 82, Jederzeit Rui 2486 5887a Bevor Sie Ihren Wintermantel kaufen ... beachten Sie bitte unser Angebot 1 Wir bieten eine große Auswahl Mäntel in guter und modischer Verarbeitung zu wirklich billigen Preisen: öfflußöonsilaüienü. Heren nach der Naturschutz Verordnung oom 18. März 1936 (3t® BI. I Seite 181) und den ergänzenden Bestimmungen, ausführlich erläutert von Professor Dr. W. Weder, o. ö. Prof, der Rechte und Referent im Reichs- und Preuhischen Ministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, und Prof. Dr. Walther Schoenichen, Leiter der Reichsstelle für Naturschutz. Gebunden RM. 3,60. Bestellungen durch alleBuchhandlungen fiiro BermOh erbring. Beriin-Wett Donnerstag, den 20. CIL, nachrn. 2 Uhr, versteigere ich an Ort und Stelle (Bekanntgabe erfolgt im Verfteigernngslokal Neuenweg Nr. 28, dahier) zwangsweise geg. Barzahlung: 2 Personenwagen, 10 Autoreifen, 1 Damenfahrrad, 2 elektr. Kühlschränke, Chaiselongues, Vertikos, Sessel, Kredenze, Büfetts, Nauch- und Ausziehtische, Schreib- und Diplomat-Schreibtische, Bücher-, Registratur- und Kassenschränke, 1 Ladentheke, Schreibmaschinen, Grammophone, 1 Herrenmantel, 150Flascl;enWein,l Staubsauger, Mantelkessel, Herde, Wandschoner, Mllchtövfe, Kaffeekannen, Konservengläser und andere Haus- haltungsgegenstände. 6«94D Müll Gerichtsvollzieher in Gießen IllUllj Ludwigstr. 33 I. Tel. 3239. -OPEL- 1,5 Ltr. 4 Zyi. »Olympia« v. RM. 2675.- an a.W. 2.5 Ltr. 6 Zyl. »Super 6« v. RM. 3350.- an a.W. kurzfristig lieferbar Motorwagen* Verkaufsges. m. b.H. Gießen Frankfurter Str. 52 / Ruf 2847 Drogerie Kreuzplatz 10 Einspaltige Kleinanzeigen werden zum ermäßigten Grundpreis von 5 Pf. für die Millimeterzeile veröffentlicht Man bewundert die Frau, die stets gepflegt und jung aussieht! Mit wenig Mitteln und wenig Zeit kann jede Frau eine regelmäßige, erfolgreiche Schönheitspflege durchführen 1 Seit vielen Jahren haben sich die Präparate von Elise Bock bewährt. Fachkundige Damenbedienung vermitteln Ihnen alles Wissenswerte. Wenden Sie sich vertrauensvoll an Ihren Fachdrogisten Glückliche Reife mit -er Spenüenkarte Semit' fo ein elegantes / iftnidfcfeleid Bekanntmachung. Wir geben hiermit bekannt, daß die dem Installateur Friedrich Volk, Launsbach (Kreis Wetzlar), erteilte Konzession zur Vornahme von elektrischen Jn- stallationsanlagen in unserem Stadt- und Ueberland- gebiet ab 10. Oktober d. I. erloschen ist, 6684A Gießen, den 18. Oktober 1938. Städtische Betriebe Gießen. Direktion. I Vertrieb Erich Carle Lollar-Gießen Telefon 84. Entlüftungsrohre Anfe rti g u n g nach Maß Fr. Levermann Gießen, Seltersweg 71 ______________________6342 A von Bette, das macht jeder Dame großen Spaß. Es sieht gut aus, trägt sich famos und ist obendrein gar nicht teuer. An Auswahl fehlt es auch nicht, wie Sie sehen werden! 6682 A in verseh. Größen rund, quadrat und rechteck, sofort ab Lager Gießen, Bleichstraße 26. Korsetten jegl. Art Büstenheben Leibbinden und Büstenhalter ” SCOra Korsetten gescbäftW. HomUüg Liebigstraße 19, gegenüber der Alten Klinik Straßenbahn - Haltestelle I B8osD INH: WILHELM HORN UND SOHN Vogtsche Piivat-Hondelsschule Gießen, Goethe$tr.32