Donnerstag, 19. Mai 19Z8 r 188. Jahrgang Nr. N6 Erstes Blatt Minister Krosta über das AaüonalMenstatut langt seien, hat diese Nachricht größtes Aufsehen erregt. In Rechtskreisen klagt man ganz offen die unter Moskaus Einfluß stehenden Kreise an, durch ihr Verhalten die französisch-italienischen Verhandlungen gestört zu haben. Im Auswärtigen Amt betont man, daß es sich um keinen Abbruch der Verhandlungen, sondern höchstens um eine zeitweilige Unterbrechung handeln könne. Man setzt seine Hoffnung auf eine neue Vermittlung Großbritanniens in Rom. Die Blätter melden, daß England vielleicht noch vor der praktischen Prüfung des Problems der Rückbeförderung der Freiwilligen aus Spanien das italienische Imperium anerkennen werde, um Mussolini entgegenzukommen. Die italienische Regierung werde sich vielleicht angesichts dieser Haltung in der Spanienfrage zugänglicher zeigen. Heber den von Italien aufgezeigten Wafsen- und Munitionsjchmuggel an der ftanzö- Von unserem ff.-Äerichterstaiier. Regierung Hodscha dem Parlament das sogenannte Nationalitäten st atut vorlegen will, das die Antwort der Regierung auf die Forderungen des Sudetendeutschtums darstellen würde, wie sie von Konrad Henlein als seinem anerkannten Führer in Karlsbad formuliert wurden. Stehen die Wahlen vom 22. und 29. Mai völlig im Zeichen des Kampfes des Sudetendeutschtums um seine völkische Freiheit, so wird die Abstimmung des 12. Juni diesen Charakter doppelt und dreifach haben. Mag sein, daß die Regierung in dem Gesetzeswerk, das sie seit Wochen in unausgesetzten Beratungen bearbeitet hat, eine so grundlegende Wandlung des Nationalitätenrechts zugunsten auch des Sudetendeutschtums sieht, daß sie in der Hoffnung lebt, feine Vorlage vor dem Hauptwahltermin werde dem minimalen Rest regierungstreuer Schützlinge, den es im sudetendeutschen Volk noch gibt, Hilfe bringen. Man braucht nicht zu fürchten, ein falscher Prophet zu sein, wenn man voraussagt, daß diese Rechnung nicht aufgehen wird. Das Am 26. Mai Grundsteinlegung zum Bolkswagen-Werk. Berlin, 18. Mai. (BBB.) 3n feiner großen Rede bei der Eröffnung der 3nlernafionalcn Automobil-Ausstellung kündigte der Führer den Bau eines gewaltigen deutschen Volkswagen-Werkes an. Die Grundsteinlegung zu diesem großen Werk, das in Fallersleben, 25 Kilometer nordöstlich von Braunschweig, ersteht, wird in Anwesenheit führender Wanner von Partei, Staat und Wirtschaft am himmelfahrls- t a g, dem 26. Wai, um 13 Uhr vollzogen werden. 3n zahlreichen KdF.-Sonderzügen werden 50 000 Volksgenossen nach Fallersleben kommen, um an diesem bedeutungsvollen Ereignis leilzunehmm. sudetendeutsche Volk hat in zwanzig bitteren Jahren so hartes Lehrgeld gezahlt, daß es für immerwährende Zeiten davor bewahrt bleibt, feine teuer erkaufte Einheit, und damit seine Macht, preiszugeben. Prag kündigt Besprechungen mit den Volksgruppen an. Prag, 18. Wai. (DRV.) Wie amtlich verlautbart wurde, ist das Rationalitäten st atut, das die Prager Regierung den Rationalitäten zur weiteren Behandlung vorlegen will, fertig gestellt. Die Prager Regierung wird daher in der nächsten Zeit die Vertreter sämtlicher Rationalitäten einladen, um in Besprechungen darüber einzutreten. Wie verlautet, sollen die Einladungen für Anfang der nächsten Woche erfolgen. Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8*/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm hohe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von 70 mm Breite 60 Rpf.,Platzvorschrift nach Dorb.Bereinbg.25% mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Paris, 18. Mai. (Europapreß.) Der tschechoslowakische Außenminister Dr. K r o f t a gewährte einem Vertreter des „Intransigeant" eine Unterredung über die künftige Politik der Prager Regierung gegenüber den Volksgruppen in der Tschechoslowakei und versuchte in dieser Aussprache die Weltöffentlichkeit für das Nationalitäten- ftatut zu gewinnen. Der Minister erklärte, das Statut werde alle Fragen der Volksgruppen-Politik der Tschechoslowakei durch parlamentarische Mittel und in einem äußerst liberalen Geiste lösen, aber „es lasse in keiner Weise eine Störung der Integrität des Staates und eine Schwächung der internationalen Garantien für die Sicherheit der tschechoslowakischen Republik zu". Der Minister gab ferner seiner Ueberzeugung Ausdruck, daß die Lösung der sudetendeutschen Frage die friedliche Entwicklung der innenpolitischen Verhältnisse der Tschechoslowakei sichern und die Beziehungen der Prager Regierung zu den Nachbarstaaten bessern werde. In seinen weiteren Ausführungen behauptete der Minister, daß es keinen „slowakischen Separatismus" gäbe und „die ungeheure Mehrheit des slowakischen Volkes sogar für eine Zusammenarbeit mit der Prager Regierung eintrete". Der Minister erklärte ferner, die Tschechoslowakei erstrebe gegenüber Ungarn die Herstellung gutnachbarlicher Beziehungen. Auch im Verhältnis zu Polen erhoffe die Prager Regierung eine Besserung der Beziehungen. Sollten sich die polnischen Vorwürfe einer antipol - nischen kommunistischen Wühlarbeit auf tschechoslowakischem Gebiete als begründet erweisen, dann würde die tschechoslowakische Regierung diese Tätigkeit unterbinden. Wenngleich die polnische Volksgruppe nur 81 000 Köpfe zähle und dadurch die kleinste Volksgruppe auf dem Gebiete des tschechoslowakischen Staates darstelle, werde sie trotzdem in den Genuß der gleichen Vergünstigungen kommen, die das Natio- mMätenstatut den übrigen Volksgruppen gewähre. Die Slowakei im Wahlkampf. P r e ß b u r g , 18. Mai. (Europapreß.) Die tschechischen Koalitionsparteien haben den Beschluß gefaßt, für die zumeist am 12. Juni stattfindenden Gemeindewahlen in der Slowakei gemeinsame Listen unter der Bezeichnung „Slowakische Einheit für die tschechoslowakische Republik und die Demokratie" aufzustellen. In einem Aufruf führen sie zur Begründung an, daß sowohl die Deutschen der Slowakei unter Führung Konrad ■ Henleins als auch die Ungarn geschlossen in den Wahlkampf gingen. Die slowakischen Autonomisten haben bereits vor einiger Zeit den Beschluß gefaßt, g es o n d e r t in die Wahl zu gehen, da sie den Wahlkampf nach ihrer stark autonome stischen Parole führen wollen. Die Aulonomieforderung der polen. Gegen Absichten des tschechischen Schulvereins. Warschau, 18. Mai. (DNB.) Die Polnische Telegraphenagentur berichtet von den Absichten der tschechischen Schulorganisation, eine Reihe neuer tschechischer Schulen in den hauptsächlich von Polen bewohnten Gebieten der Tschechoslowakei zu errichten. Diese Absicht sei eine Provokation der polnischen Bevölkerung. Der Tschechische Schulverein wolle in dem polnischen Siedlungsgebiet allein drei Mittelschulen und dazu achtzehn neue Volksschuley errichten. Der Bau dieser Schulen solle zur Tschechi- fierung der Bevölkerung beitragen. In einer Wahlversammlung des Verbandes der Polen in der Tschechoslowakei in Karwin wurde nochmals die Autonomie auf der Grundlage des polnischen nationalen Besitzstandes aus der Zeit vor der Angliederung dieser Gebiete in die Tschechoslowakei gefordert. Die Versammelten gelobten, für die polnische Volksgruppe die volle Gleichberechtigung, volles Lebens- und Entwick- lungsrecht und eine Garantie ihrer Rechte für alle Zeiten durch eine autonome Gesetzgebung auf ethnographischem, sozialem, kulturellem und wirtschaftlichem Gebiet zu erreichen. Die Forderungen der ungarischen Volksgruppe. Pr e ß b u r g, 17. Mai. (Europapreß.) Der Führer der Vereinigten Ungarischen Opposition gab in Galanta die Forderungen der Magyaren an die tschechoslowakische Regierung bekannt. Die Hauptforderung sei die Wiedergutmachung ber erlittenen <5d)äben, was so zu verstehen sei, daß das von Ungarn bewohnte Gebiet der Tschechoslowakei wieder seinen früheren magyarischen Charakter zurückerhalten müsse. Für die Slowakei und Karpatho-Rußland fordern die Magyaren die territoriale Autonomie, für sich selbst in diesem Rahmen die uneingeschränkte nationale Selb st Verwaltung. Paris, 19. Mai. (Eurovapreß.) Die französisch-italienischen Verhandlungen sind, wie das „Journal" bisher als einziges französisches Morgenblatt am Donnerstag zu melden weiß, bis auf weiteres unterbrochen worden. Der franzosyche Geschäftsträger in Rom, Blondel, sollte am Mittwoch oom italienischen Außenminister Gr a s C i a n o empfangen werden. Auf die tyrage des französischen Diplomaten, ob die Besprechung vielleicht am Donnerstagmittag ftattfinöen konnte, wurde ihm geantwortet, Italien wünsche die Verhandlungen mit Frankreich erst wieder aufzunehmen, wenn der Waffen- und Munrtlons- s chmuggel an der französtsch-sowietspanlschen Grenze aufgehört habe. Nach italienischer Ansicht sei nur unter b i ef er Bedin g u n g eine Einigung zwischen ben beiben ßänbern möglich. In französischen Kreisen, wo man bereits ahnte, baß die Verhandlungen auf dem toten Punkt ange- Konrad Henleins Kampf mit dem Stimmzettel Die Sudetendeutschen und die Gemeindewahlen in der Tschechoslowakei. Die Zusammensetzung der deutschen Gemeinden steht zum allergrößten Teil in einem schreienden Gegensatz zum Dolkswil- 1 e n. Die Gemeindevertretungen werden nach dem Gesetz alle sechs Jahre erneuert. Kurz nach den letzten allgemeinen Wahlen in die Gemeindevertretungen hat die Regierung die damals sehr erfolgreich auf den Plan getretene Deutsche nationalsozialistische Arbeiterpartei a u f g e 1 ö ft und die Tätigkeit der Deutschen Nationalpartei eingestellt. Alle Funktionäre dieser Parteien, die in ben meisten deutschen Gemeinden die stärksten Fraktionen stellten, wurden nach dem Parteienauflösungsgesetz ihrer Stellen, die sie kraft des Willens der Wähler einnahmen, enthoben. Das Tollste aber war, daß die solcherart unbesetzten Mandate in den Gemeindevertretungen durch Personen besetzt wurden, die von Len staatlichen Behörden ernannt mürben. Ernannt aber würben ausnahmslos Personen aus Parteilagern, bie ben ausgeschiedenen Parteien schroff gegensätzlich gegenüberstanden, zu einem großen Teil sogar Sozialdemokraten, es traten auch an die Stelle abgesetzter Bürgermeister häufig genug Sozialdemokraten. Der Dolkswille war dadurch ins gerade Gegenteil verkehrt, groteskerweise unter Berufung auf die — Demokratie, die sich rühmt, dein Dolkswillen ungehemmten Ausdruck zu geben. Es war einer der schwersten psychologischen Fehler, ben bie Prager Regierung ben deutschen Staatsbürgern gegenüber jemals begangen hat. Von 1933 bis -heute haben diese Gemeindevertretungen aber im Namen des Volkes die Gemeinwesen geleitet! Nichts ist verständlicher, als daß der Ruf des Volkes nach Beseitigung dieser willkürlich zusammengesetzten „Vertretungen des Volkes" immer dringender und schließlich unwiderstehlich wurde, zumal ihre Wirksamkeit auch nach dem Wahlgesetz nicht mehr zulässig war. . , „. , . . Inzwischen war bie nationale Einheitsbewegung b e s Sudetendeutschtu ms unter ben Fahnen Konrab Henleins immer mächtiger geworden und hatte schon 1935 bei den Parlamentswahlen drei Viertel des Volkes vereint. Gerade bas sprungartige Anwachsen biefer Bewegung nach ben Märztagen dieses Jahres, in denen sich auch der Bund der Landwirte und die Deutsche christlichsoziale Volkspartei Konrad Henlein unterstellten, war es aber, was die Nutznießer des gegenwärtigen Zustandes bewog, allen Einfluß bei , den ihnen freundlich gesinnten tschechischen Regie- , rungsparteien aufzubieten, um in den Gemeinden an der Macht bleiben zu können. Wie die I ursprünglichen Wahlausschreibungn bewiesen haben, versuchte bie Regierung, ben Sozialdemokra- t e n , die allein noch als kümmerlicher Rest neben .ber völkischen Einheitsbewegung im Sudetendeutschtum dem Namen nach vorhanden sind, zu Willen zu sein. Die hinterhältige Absicht konnte nicht mehr ^ur Tat reifen, der unbeugsame Wille des Volkes hat sich durchgesetzt, wobei freilich auch der Hm- ftand mitgespielt haben mag, daß man sich gerade je^t dem Ausland gegenüber möglichst wenig Blasien geben möchte. Eine interessante Nebenerscheinung bietet sich aber dadurch, daß die Wahlen in der großen Mehrzahl ber Gemeinden nun am 12. Juni vor sich gehen sollen, um bie Monatswende Mai-Juni aber bie nischen Bolschewisten einzusetzen. Die französische Regierung möge bie Erlaubnis zur Durchführung russischer Munition, Waffen unb Flugzeuge geben. Der Botschafter habe gewisse Aenderungen der sowjetrussischen Außenpolitik auf allgemeineuropäischem Gebiet angekündigt, falls Frankreich der Forderung nicht stattgebe. Dies unb bie Nachricht über die Waffenlieferungen von Frankreich nach Sowjetspanien hätten dann Mussolini zu seiner Rede von Genua veranlaßt. Kampf gegen das Mißtrauen. Der britische Außenminister über das Verhältnis zu Deutschland. London, 19. Mai. (DNB.) Lord Halifax erklärte im Oberhaus zur abessinischen Frage, die Genfer Aktion sei im Juni 1936 beendet worden. Daraufhin seien 20 Staaten zu der Schlußfolgerung gekommen, daß ihre kollektiven Verpflichtungen zu Ende seien und sie die Eroberung Abessiniens durch Italien anerkennen konnten. In Genf sei man zu dem Ergebnis gelangt, daß es keine abessinische Behörde gebe, die auch nur die geringste Aussicht auf eine Wieder-in-Besitznahme des Landes habe. Das Abkommen mit Italien besage, daß ein Anfang mit dem Frieden gemacht sei. Großbritannien sehe feine Freundschaften in keiner Weise als exklusiv an unb werde versuchen, deren Zahl und Umfang zu vergrößern. Es würbe es gerne sehen, wenn alle Ursachen b es Mißtrauens unb Verbuchtes zwischen Großbritannien unb Deutschland beseitigt würben, eine Ansicht, bie von ber großen Masse ber beiben Völker, bie ber Sprache unb ber Abstammung nach so eng miteinanber verwanbt seien, geteilt würbe. Das Gerebe von ber Unver- Weiblichkeit eines Konfliktes sei gefährlich unb gänzlich unberechtigt. Der Bischof von Durham wandte sich gegen jedes Paktieren mit den autoritären Staaten. Lord Cecil lehnte die Außenpolitik der Regierung ab. Der frühere Labour-Abgeordnete Lord Arnold vertrat den Standpunkt, daß die Regierung nicht einen Zoll weiter gehen dürfe in der Unterstützung der Tschechei, als man schon gegangen sei. Das Ausscheiden Deutschlands aus der Genfer Liga sei begreiflich, da man Deutschland die allgemeine Abrüstung versprochen^, aber nie gehalten habe. Eines der ernstesten Hindernisse für den europäischen Frieden sei die provozierende Sprache, deren sich Engländer gegenüber fremden Nationen bedienten, deren Regierungen sie nicht schätzten. Lord Allan of Hurtwood wandte sich gegen die umstürzlerischen Machenschaften Sow- fttrußlands, das über die Grenzen hinweg eine revolutionäre Tätigkeit entwickele, die den Frieden der Nationen störe. Niemand könne bestreiten, daß Sowjetrußland zuerst mit der Einmischung in Spanien begonnen habe. Der Konservative Lord Mansfield erklärte, es sei nicht wünschenswert, daß die rotspanische Regierung gewinne, weil sie eine Filiale Moskaus fei, die von der Komintern kontrolliert werde. Lord Addington (kons.l setzte sich für eine Erfüllung der kolonialen Ansprüche ein, weil damit Konfliktsursachen beseitigt würden. Lord Glasgow erklärte, Deutschland und Italien seien Bollwerke gegen den Bolschewismus in Europa. Erscheint täglich, außer Sonntags unb Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Giehener Familienblatter Heimat im Bild • Die Scholle monat$»Be$ugspret$: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illusttierte e 1.80 Zustellgebühr , -25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen poftscherUoitto: Kranlfurt am Main 11688 Die französisch-italienischen Verhandlungen unterbrochen. KeinEmpfangBlondelsinHom.-OerWaffenschmuggel anderPyrenäengrenze sisch-katalanischen Grenze bringt der „Jour" einen aufschlußreichen Bericht. Der Waffenschmuggel habe noch nie einen solchen Umfang angenommen, wie seit zwei Monaten. Vierzig bis fünfzig Lastwagen erreichten täglich bei Le Perthus die französifch-fowjetspanische Grenze. Die ftanzö- sische Gendarmerie und die Zollbeamten hätten von Paris Befehl erhalten, den Inhalt der Lastwagen nicht nachzuprüfen. Auf den Lastwagen sei die Inschrift angebracht: „Achtung, Trockengemüse! Nicht a n st o ß e n !" Die Bürgermeister der französischen Grenzstädte Cerbere und Perthus wetteiferten miteinander, wer von ihnen das meiste 1 Geld an diesem Schmuggel verdienen könne. Auch mit der Eisenbahn würde Kriegsmaterial herbeigeschafft,-manchmal sei durch diese Zügo der Bahnhof von Cerbere vollkommen verstopft, so daß die Züge auf spanisches Gebiet weiterfahren müßten. Die Waffen- und Munitionslieferungen sollen noch von der Regierung Blum auf dem Verordnungswege in aller Stille erlaubt worden sein. „Epoque" schreibt, vor etwa vierzehn Tagen Habs der sowjetrussische Botschafter in Paris, Suritz, bei der französischen Regierung einen neuen, dringlichen Schritt unternommen, sich aktiv für die spa- Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Teplitz-Schönau, Mai 1938. Der geeinte Wille eines Volkes ist eine mächtiger wirkende Kraft als ausgeklügelte Maximen der Staatsraifon, auch wenn sie von den Herrschenden felbft verteidigt werden. Die tschechoslowakische Regierung konnte dem Verlangen des Sudetendeutschtums, die nach dem Gesetze längst fälligen Wahlen zu den Gemeindevertretungen ^uszuschreiben, auf die Dauer nicht widerstehen, wollte sie sich nicht vor aller Welt in ein wenig günstiges Licht setzen. Sie wollte sich mit einer halben Geste aus der Affäre ziehen. Für den 22. Mai wurden in etwa 300, für den 29. Mai in etwa 600 Gemeinden in der ganzen Republik Wahlen ausgeschrieben, am 12. Juni sollten dann noch eine größere Zahl von Gemeinden in der Slowakei zur Erneuerung der Gemeindevertretungen ausge- lufen werden Da es rund 15 000 Gemeinden in der Tschecho- flowakei gibt und in mehr als 10 000 Gemeinden die Funktionsperiode nach dem Gesetz abgelaufen ist, sollte die Wahlausschreibung in dem ursprünglich gedachten Umfang nicht mehr als ein prinzipielles Anerkenntnis der Berechtigung zur Forderung nach Neuwahlen fein, praktisch aber das Verlangen nur zu einem lächerlich geringen Teil erfüllen. Hunderten von deutschen Gemeinden würde nach diesem Plan die Erfüllung eines gesetzlichen Rechtes unmöglich geworden sein. Vor einigen Tagen hat nun die Regierung völlig überraschend beschlossen, nach den schüchternen Wahlversuchen für die zwei letzten Maisonntage, zum 12. Juni alle G e - meinten zu den Urnen zu rufen, deren Gemeindevertretungen rechtlich zu erneuern sind; es sind dies nun an allen drei Wahltagen etwa zehntausend, darunter rund dreitausend deutsche Gemeinden. Aus einer kümmerlichen Geste wird nun ein ernsthafter Schritt, das Volk zu Wort kommen zu lassen. Die Kraft der unaufhaltsam drängenden Volksbewegung erwies sich als' stärker und besiegte die Sorge um das Ergebnis der Wahlen im fudetendeutschen Gebiet der Republik. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Dnitft und Verlag: Vrühlsche Univerfitälrdruckerei «.Lange in Sieben. Schristleitvng und Geschäftsstelle: Schulstratze 7 beitstw von Europavre : g a n g e n. H. in zwei ®er$orm0 die Strecke Frankfurt—Aschaffenburg—Würzburg— ,um Deutschlandflug inner* Deutschlandfluae; Dio 390 Flu. les wissen? pnd am ersten Tage des Wettbewerbs je nach Ausholzung bis zur Isenburger Schneise bereits in Angriff genommen. Auf der Autobahn Frank- furt — Läln gehen die Erdarbeiten ebenfalls dem Ende entgegen. Die Teilstrecke vom Wandersmann bis zum Grauen Stein bei Niedernhausen, wird noch in diesem Jahre in Betrieb genommen. Auch bei Limburg werden die Deckenarbeiten der den S t a r t b e f e h l zum Deutschlr 1938 gibt, werden von den 15 Startplätzen halb Des Deutschen Reiches 3 9 0 Flugzeuge starten und sich auf die große Reise begeben. Was muß man nun über die Durchführung des gzeuge werden in Form von Ketten von je drei Flugzeugen starten Wir haben heute der Welt eine neue Er- Ziehungsidee geschenkt, die kein anderes Borbild besitzt als uns. Niemand wurde uns von anderen erzieherischen Einrichtungen zugeteilt oder beigegeben, um etwa im Staats- bereits eingeleitet. Die Wandersmann-Kuppe wird bis zur Fertigstellung gesenkt und die Autobahn unter der Straße hergeführt werden. Die beiden großen Bauwerke der Kölner Strecke, die D a i s - bachbrücke und die Brücke über das Lahntal bei Limburg find um ein bedeutendes Stück weitergeführt worden. Fünf Talpfeiler der Daisbachbrücke sind bis zu einer höhe von 31 Meter aufgeführt. Nunmehr werden die Brückenbögen vorgerichtet und aufgesetzt. Bei Limburg sind vier Pfeiler bis zur Bogenhöhe aufgeführl. Was muß man über den Deutschlandflug wissen? Wenn der Korpsführer des NS.-Fliegerkorps, Qrtu» UEl Hilfe für Oesterreichs Landwirischast. OaüReichsnährstandSgesehinKrast.-ReichSbeihilfen für Landesluiturarbeiten. Mi Oer Reichsjugendführer in Oesterreich Oie Erziehungsidee der HI. Plan sieht zahlreiche Schöpf- und Regulierungsbauten an Gewässern, Wildbach- und Lawinenverbauungen. Ent- und Bewässerungen, Wasseroersor- gungsanlagen, Umlegungen von Alpenauffahrts-, Güterwegen usw. vor. Um die Durchführung dieser Arbeiten zu erleichtern, hat das Reich folgende Beihilfen bereitgestellt: 1. Für Verbindungswege von den Berghöfen 6,33 Millionen Reichsmark. 2. Für Abl ö s ung von Dienstbarkeiten auf Wald und Weide (agrarische Operationen) 1,0 Millionen Reichsmark. 3. Für Meliorationen einschließlich Bachregulierungen 14,00 Millionen Reichsmark. Mit der sofortigen Einleitung und Aufnahme der Arbeiten bei 65 Güterwegbauten, 30 Umlegungen (agrarische Operationen), 36 Bach- und Flußregulierungen, über 100 Wildbach- und Lawinenverbauungen und einer großen Anzahl Ent- und Bewässerungen in allen Teilen des Landes ist begonnen. Diese Unternehmungen ermöglichen im großen Maße die Beschäftigung bisher erwerbsloser Volksgenossen und den Einsatz des Reichsarbeitsdienstes. In Dorarlberg statt Arbeitsmangel bald Mangel an Arbeitskrästen. Das BDM.-Werk „Glaube und Schönheit". Organisation und Aufgabe. - Fm Gau Hessen-Nassau werden 13800 Mädel erfaßt, davon 1248 im Llntergau 116-Gießen. Autobahn Karlsruhe—Göttingen noch in diesem Jahre fertig. Am 1. Juni wird die Autobahn Steinbach - Oppenrod in Betrieb genommen Der flämische nationalistische Abgeordnete Bor« g i n o n bedauerte es, daß die Regierungserklärung keine völlige Klarheit über Die bel- (fische Außenpolitik gebe. Auf der Ratsitzung in Genf habe der belgische Vertreter eine änderbare Haltung eingenommen, in dem er sich bei der Abstimmung über die von den spanischen Bolschewisten geforderte Aufhebung der Richtein- mischung der Stimme enthalten habe, während England und Frankreich gegen dieses Verlangen gestimmt hätten. Belgiens Stellungnahme erwecke den Anschein einer ganz neuartigen Orientierung der belgischen Außenpolitik. Was das flä- mische Problem betreffe, so müsse die Re- gierung endlich einsehen, daß es sich weniger um eine Sprachen frage als um eine Nationalitätenfrage handele. Die Ruhe werde in Belgien nicht eher einkehren, solange nicht ein Staat geschaffen sei, in Dem Flamen und Wallonen die volle Selbständigkeit und Selbst- re g i e r u n g besähen. In dieser Hinsicht habe die flämische Frage eine gewisse Aehnlichkeit mit dem tschechoslowischen Minderheitenproblem. Die Kammer sprach Dann der Regierung Spaak das Vertrauen aus. Für die Regierung stimmten 132 Abgeordnete, Dagegen 38; 15 Abgeordnete enthielten sich Der Stimme. Tfte Rexisten, flämische Nationalisten und die Kommu- n i ft e n stimmten gegen die Regierung. Der Stimme enthielten sich die konservativen Kacholiken, Die Dem Regierungsblock angehören. Ausbau der Lustverbindungen Englands. London, 18. Mai. (Europapreß.) Sir Kingsley Wood stellte sich dem Unterhaus als Luftfahrt« Minister vor und brachte einen Gesetzesvorschlag ein. Der Die bisher von Der Regierung an die beiden großen Luftfahrtgesellschaften gewährten Unter? Berlin, 18. Mai. (DNB.) Durch Verordnung ind Das ReichsnährstanDsgesetz unD Die ersten Drei über den Ausbau Des Reichsnährstandes ergangenen Aufbauoerordnungen nebst ihren späteren Ergänzungen für b q s Land Oesterreich in Kraft gesetzt worden. Durch Die Verordnung ist Die rechtliche GrunDlage geschaffen, Den Reichsnährstand im Lande Oesterreich in gleicher Weise wie im Altreichsgebiet für Die landwirtschaftliche Gütererzeugung und für die Versorgung Des Deut* chen Volkes mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Lebensmitteln einzusetzen und Das deutsche Bauerntum als Lebensquell Des Deutschen Volkes zu erhalten und zu festigen. Das ReichsnährstanDsgesetz hat weiter Die Grundlage, auch in Oesterreich Die landwirtschaftliche Marktordnung einzuführen und damit die Maßnahmen zu treffen. Die zur Sicherung unserer Volksernährung notwendig sind. Die mit Dem Ausbau der Deutschen Südostmark verbundene Inanspruchnahme von wertvollem Kul- urland und Der erhöhte Bedarf an Nahrungsmitteln für hunderttausende von Volksgenossen mit ihren Familien, Die durch diese Maßnahmen wieder in Arbeit gebracht werden, erfordert Den Einsatz aller Mittel, um Die Erträge aus dem lanDwirtschaftlich besuchen Dafür im Winter von Zeit zu Zeit achttägige Kurse, in welchen sie auf Den genannten Gebieten besonders geschult werden. 3m Gau Hessen-Nassau wird Die praktische Arbeit Des BDM.- Werkes nach Abschluß Der hessen-Nassau-Fahrt ausgenommen, unD zwar zuerst in Den größeren ötäDten, Darunter auch Gießen. Vom BDM.- Werk ersaßt merDen zunächst 13 800 Mädel, davon in Den Untergauen 88 Wetzlar 1532, 116 Gießen 1248, 253 Lahntal 1326, 254 Wetterau 2059 und 304 Vogelsberg 1118. Nach Den bisher üorliegenben Meldungen ergibt sich ein vielseitiges Bild Der Arbeitsgemeinschaften, die in Den einzelnen StäDten besonDers gefragt sind. So interessieren sich Die Mädel aus Dem Untergau Worms besonders für Hauswirtschaft, Die Frankfurter für AuslanDskunDe, Die Wiesbadener für Gymnastik und Werkarbeit, Die Darmstädter für Gymnastik, Werkarbeit und Musik. In den kleineren Städten herrscht das Interesse für Werkarbeit und Wohngestaltung vor. Die Obergauführerin stellte mit großer Freude fest, daß sich eine Reihe von Fachkräften ersten Ranges für die Arbeitsgemeinschaften zur Verfügung gestellt hat, so z. V. das musikwissenschaftliche Institut in Frankfurt, das rassenpolitische Amt in Gießen, zahlreiche Professoren, praktische und technische Lehrerinnen sowie die Arbeitsgemeinschaft der Medizinstudentinnen, die erst vor wenigen Monaten vom Obergau aufgebaut wurde. Neben Den rein bildungsmäßigen Ausgaben wird Das BDM.-Werk auch das Problem einer neuen Geselligkeit auf greifen und in Form besonderer Veranstaltungen im Sinne nationalsozialistischer Jugendarbeit entwickeln. Als erste dieser Veranstaltungen fand bereits am 7. Mai im Kurhaus zu Wiesbaden zur Eröffnung des BDM- Werkes in Hessen-Nassau ein geselliger Nachmittag statt, in dessen Verlaus der Gauleiter gerade diese neue Ausgabe der Mädelorganisation begrüßte. Außer Den bereits im BDM. erfaßten 17« bis 21jährigen Mädels können auch Außenstehende Im Rahmen einer Pressekonferenz sand ein Besuch Der BDM. - haushaltungsschule Schloß heiligenberg statt, wo Obergauführerin Else Riese Ausführungen über Die Arbeit Des BDM.-Werkes „Glaube und Schönheit im Gau Hessen-Nassau machte. NachDem sie verschiedene Vorurtelle über Das BDM.-Werk wiber- legt hatte, führte sie aus: Der Reichsjugendführer habe mit Dem Namen dem BDM.-Werk „Glaube und Schönheit" Zielsetzung und Richtung gegeben. Das Idealbild eines Mädels sieht das BDM.-Werk Darin, daß sich ein Mädel gesund und leistungsfähig erhält und vom festen Glauben an die Zukunft Deutschlands beseelt ist. Das BDM.-Werk ist keine neue Gliederung des BDM., sondern eine Fortführung der Erziehung saufgaben des BDM. für die 17- bis 21jährigen B D M. - Mädel, unter neuen Gesichtspunkten und i n einer neuen den Interessen dieser Jahrgänge angepahten Form. Ziel des BDM.-Werkes ist es, das Mädel, das bereits vier Jahre im Jmigmädelbund und drei Jahre in der Mädelarbeit gestanden hat, möglichst lebendig anzusprechen und zu einer nationalsozialistischen Frauenpersönlichkeit zu formen. Am 20. April jeden Jahres wird Das 17 Jahre alt gewordene Mädel vom BDM.-Werk übernommen, Das eine größere Anzahl Arbeitsgemeinschaften umfaßt. Es muß sich entschließen, welcyer Arbeitsgemeinschaft es beitreten will, um feine praktische, kulturelle ober wissensmäßige Ausrichtung zu vervollkommen. Die Teilnahme an einer Arbeitsgemeinschaft für ein Jahr ist Pflicht. Außerdem kann jedes Mädel auf Wunsch einer zweiten Arbeitsgemeinschaft für ein halbes Jahr angehören. Jedes Arbeitsgebiet wird nach nationalsozialistischen Grundsätzen an Das Mädel herangebracht. Rund 20 Mädel bilden eine Arbeitsgemeinschaft, Die d o n einer Fachkraft g e «= leitet wird. Etwa 10 Arbeitsgemeinschaften bil- dieser Jahrgänge im BDM.-Werk aufgenommen werden. Zu diesem Zweck wird Die Mitgliedersperre Des BDM. bis zum 1. O k- tober a u f g e D o b e n. Alle unorganisierten Mädel werden in Dieser Zeit aufgerufen, sich zum BDM.-Werk „Glaube und Schönheit" zu bekennen und an Der Erfüllung seiner Aufgaben mitzuarbeiten. Die Neuausgenommenen durchlaufen eine Probezeit von Drei Monaten. Mädel, Die aus irgendeinem Grund aus Der Mitgliederliste Des k°r»°°n Don h “*an, ( s;*1 >. Flugzeuggruppe 1000 bis 1300 Kilometer zurucklegen, wobei als Bedingung gestellt ist. daß Die Verbände bis 20.30 Uhr einen Tank- Hafen als Uebernachtungshafen an geflogen hoben. Die teilnehmenden Flugzeuge sind nach den jewelligen Baumustern in vier Gruppen ein- geteilt, und zwar geboren zur Gruppe 1: Baumuster Klemm Ktt 25, Gruppe 2: Baumuster Bücker ,Zungmann" Bü 131 b, Focke-Wulf „Stieglitz" FW 44 und Hein- fei .Kadett" He 72. Gruppe 3: Baumuster Klemm Kl. 35, Gruppe 4: Baumuster Klemm Kl. 35, Messer» schmidt M35 und Arado 79. Bevorzugt wird auch in diesem Jahre wieder die G e m e i n s ch a f t s l e i st u n g bewertet, da der Flug im allgemeinen im Verband (eine Kette gleich Drei Flugzeuge) Durchzuführen ist. Gewer- te t merDen: 1. Derbandsflug, Pünktlichkeit im Streckenflug. 2. Anzahl Der angeflogenen Wertungsplätze, die im Einzelfluge an einigen Wettbewerbstagen anzufliegen sind. 3. Pünkllichkeit im Einzelfluge. 4. Richttges Ansetzen Der Flugzeuge zum Verbandsfluge. 5. Geschicklichkeitsprüfungen der Besatzungen durch Hindernislandungen und Zielabwurf. 6. Lösen von Orteraufgaben. Die Lösung dieser Aufgaben wird nach einem genau fe ft gelegten Tagesplan erfolgen; es wird über Das Ergebnis derselben und über Den Stand Des Deutschlarllftluges täglich in Der Presse berichtet. Zum Schluß Des Deutschlandfluges wird am 29. Mai von allen Tellnehmern der Zielflughafen Wien-Aspern angeflogen, wo auch die Siegerverkündung und Preisverteilung durch Den Korpsführer Des NS.-Fliegerkorps, Generalleutnant Christiansen, erfolgt. Keine einseitige Orientierung der Schweiz. München, 18. Mai. (DNB.) In Den Tagen Der nationalsozialistischen Erhebung betrug in Vorarlberg Die Zahl der unterstützten Arbeitslosen 5078. Diese Zahl ist bis heute auf 1909zurückge------ Dies bedeutet einen Rückgang um 62 v. Monaten nationalsozialistischen Wirkens. Dabei rour- genutzten Boden zu sichern und zu steigern. 4 50 000 Hektar Kulturland bedürfen in Oesterreich noch Der Ent- und Bewässerung. Von 17 000 Ortschaften find noch 11 000 ohne zentrale Wasserversorgung. Häufig fehlen nicht nur Die Wege zur ordentlichen Bewirtschaftung Der Grenzstücke, fonDern auch Die Anschlüsse der Höfe und Der ländlichen Ortschaften an Das Ver - kehrsnetz. Für Den Wiederaufbau Der österreichischen Landwirtschaft hat die Reichsregierung großzügige Hilfsmaßnahmen ergriffen. Die Arbeiten Des Wasserbaues unD Der Landeskultur sind einer Der wichtigsten Punkte. Ein wesentlicher Teil Der zur Verfügung gestellten Mittel (34,7 Millionen Reichsmark) entfällt auf Diese Maßnahmen. Der Salzburg, 18. Mai. (DNB.) Aus einer Ar- ‘ tgung Der Führerschaft Der österreichischen Hitler-Jugend in Salzburg sprach der Reichsjugendführer. Baldur v. Schirach erinnerte än Die Gebote Des Führers über Die Erziehung Der Jugend, Deren Selbstführung und freiwilliges Bekenntnis zum Staat und chre nationalsozialistische Wettanschauung immer Der Garant für die Begeisterung und Einsatzfreudigkeit Der JugenD eines Volkes bleibe, Deren Begeisterung aus Der Kampfzeit unD Der gerade hinter uns liegenden Feiern in schöpferische Leistungen und sichtbare Werke für Die Volks- gemrinschaft umgesetzt werde. Von der Vergangen; heit unterscheidet uns, daß wir keine vereinsmäßige Zusammenfassung von Mitgliedern kennen, sondern ein erzieherisches Ethos besitzen, Das uns und Damit Dem Reich die Herzen Der jungen Menschen bringt. Denn das Geheimnis unseres Erfolges macht es aus, daß wir Die Jungen und Madel sich selbst einsetzen, ertüchtigen, anspornen und erziehen lassen. Die Vergangenheit hat uns keine Erziehungsrevolution gebracht. Denn mit langen Haaren, kurzen Hosen und Schillerkragen ist oas nicht getan. Was Die Jugendbewegung Der Vergangenheit vollbrachte, war nur ein Protest gegen die bürgerliche Gesellschaft. BDM. gestrichen wurden, können nicht aufgenom- men werden. Die Angehörigen des BDM.-Werkes bezahlen nebst einer Aufnahmegebühr einen monatlichen Beitrag von 0,55 Mark, mit dem jede Vergütung für Die Arbeitsgemeinschaften abgegolten ist. Sie tragen Die Tracht Des BDM. mit einem besonderen Abzeichen bei besonderen Deranstattungen: Fahrten, dem Gemeinschaftsabend usw. Zu den wöchentlichen Dienstabenden besteht kein Uni« ormzwang. Basel, 18. Mai. (Europapreß.) Die „Neue Basler Zeitung" übt scharfe Kritik an einer Aeuße» rung Des schwizerischen Gesandten in Paris, Stucki. Aus einem Festessen Der französischen Provinzpresse, an dem auch Ministerpräsident D a * lädier teilgenommen hatte, hatte Der schweizerische GesanDte gesagt, mehr als je feien die Augen Der Schweiz, die entschlossen sei, ihre Freiheit zu vLr» teiDigen, gegen Westen auf Das republikanische Frankreich gerichtet. Dazu bemerkt Die „Neue Basler Zeitung": „Aus dem Munde des Bevollmächtigten Gesandten unseres Landes will das nichts anderes heißen, als Die Schweiz fei vorwiegend nach Westen orientiert. Im Augenblick, wo Die Schweiz zur unbedingten Neutralität zurückkehrt, rft diese Behauptung äußerst gefährlich, weil sie den falschen Anschein erweckt, die Schweiz befinde sich in einem gewissen Gegen- atz zu Den Achsenstaaten. Das mag vielleicht zu- reffen für Minister Stucki und die Leute seiner Gesinnung, gilt aber sicher weder für die Schweizer im allgemeinen, noch für die schweizerische Regierung. Wir wollen auch politisch völlig neutral sein und wollen darum keine besondere Orientierung unseres Landes, weder nach Westen, nach Norden oder ©üben. Bereits hat Ministerpräsident Daladier Den besonderen Ton Der Rede Stuckis aufgegriffen, von „unverbrüchlicher Freundschaft" gesprochen und die Schweiz als Protest gegen diejenigen, Die „Rassen- und Religionshaß" predigen, gedeutet. Diese Deutung ist der Versuch, unser Land in eine ideologische Front hineinzumanövrieren und damit in einen Gegensatz zu anderen Staaten Wir müssen uns davor hüten, an unserem Willen zur unbedingten Neutralität irgendwelche Zweifel aufkommen zu lassen. Vertrauensvotum für das Kabinett Spaak. Der belgische Ministerpräsident für „autoritäre Demokratie". Brüssel, 18. Mai. (DNB.) In der belgischen Kammer wurde die Aussprache über die Regierungserklärung fortgesetzt. Ministerpräsident Spaak äußerte, daß er Den großen sozialen Idealen treu bleibe, aber nicht Den Klassenkampf vertrete. In Den entscheidenDen innerbelgischen Fragen, wie in Der Aufrechterhaltung Der Unabhängigkeit unD Der demokratischen Verfassung seien 90 v. H. aller Belgier vollkommen einig. Der Parlamentarismus in Belgien weife schwere Mängel auf. Die beseitigt werden müßten. Er erstrebe daher eine „autoritäre Demokratie", Die der Der- antroortungslofigfeit Der Minister unD Parlamentarier ein Ende mache. Das belgische Regime fet in letzter Zeit nur noch eine Karikatur einer Demokratie gewesen. inleresse die Jugend zu erfassen und auszubilden. Rein, wir kämpften im Altreich und auch in Oesterreich für unseren eigenen nationalsozialistischen Staat, und indem wir diesen Kampf tatkräftig selbst übernahmen. prägten wir das Prinzip der Hitler- Jugend und schufen eine unserer Jugend entsprechende erzieherische Idee. Die Grundsätze einer körperlichen Ertüchtigung und Leibeserziehung zur Stählung und Kräftigung Des Körpers wie die E r z i e h u n a zum künstlerischen Empfinden, zu Stil, Geschmack und Form wie zur inneren Gläubigkeit und Charakterstärke würden nun auch in Oesterreich ihre Verwirklichung erfahren. Aus Dem reichen kulturellen Leben dieses deutschen Südostraurnes würde die Erziehung Der Jugend des ganzen Reiches wertvolle Beiträge empfangen. Die eigentliche große erzieherische Tat für ein Volk liegt Darin, daß man in seiner Jugend blinden Gehorsam, unerschütterliche Treue, bedingungslose Kameradschaft und unbedingte Z u- verlässigkeit verwurzelt. Es wird, indem sich dazu Die deutsche Jugend selbst erzieht, Die Gewähr Dafür gegeben, daß oas kommende Geschlecht diese nationalsozialistischen Tugenden niemals wieder vergißt. Die Begeisterung Der Jugend unserer Tage verbürgt die Treue und Zuverlässigkeit dieses Geschlechts in alle Zukunft. Auf diese innere Begeisterung allein kommt es bei uns deshalb an. Den eine Gruppe, für Die eine besonDers sorgfältig ausgewählte Gruppenführerin Des Untergaues verantwortlich ist. Die Gruppen laufen am Untergau zusammen, wo von Der Untergauführerin eine Führerin für Das BDM.-Werk beauftragt wird. Die Beauftragten Der Untergaue sind einer besonderen Beauftragten Des Obergaus unterstellt. Die Arbeit des BDM.-Werkes erstreckt sich auf folgende Arbeitsgemeinschaften: L^stungssport, Volkstumsarbeit. Wertarbeit und Wohngeftaltung, Gesundheitsdienst. Hauswirtschaft, Gymnastik. Spiel und gesellige Kultur. Musik. Auslandskunde, nationalsozialistische Weltanschauung und Luftschutz und Einsatz- dienst. Die Arbeitsgemeinschaften kommen w Ö - ch entlich einmal zusammen. Einmal im Monat findet ein Gemeinschaftsabend aller Arbeitsgemeinschaften eines Ortes statt, der unter einem besonderen Thema steht und durch besondere Umrahmung einen festlichen und kameradschaftlichen Charakter trägt. Um die Arbeit des BDM.-Werkes in enger und lebendiger Beziehung zu den Aufgaben des BDM. zu erhallen, werden Den einzelnen Arbeitsgemeinschaften befonbere Ziele gesteckt. Die in Die aktive Arbeit eingreifen. So roirD z. B. Die Arbeitsgemeinschaft für Wertarbeit und Wohn- geftaltung sich maßgeblich an Der Ausschmückung und Einrichtung Der Heime beteiligen. Die Arbeitsgemeinschaft für Musik wird die Veranstaltungen des BDM. bereichern und umrahmen. Die Mädel Der Arbeitsgemeinschaft für Auslandskunde werden gelegentlich Führungsdienst bei großen Voranstattungen übernehmen, die i m Gesundheitsdienst erfaßten Mädel den Einheiten auf Lager und Fahrt und überall da, wo die Gesund- heitsführung der Mädel betreut werden muß, zur Seite stehen. Auf Dem CanDe, also in Gebieten, Die örtlich weit auseinanDer liegen, und Dörfern, die nur wenig Mädel Des entsprechenben Alters erfassen, merDen ab 1. Oktober vorerst nur einzelne Arbeits- gemeinschasten aufgegriffen werden. In Fällen, wo entweder nicht genügend Teilnehmerinnen oder geeignete Fachkräfte vorhanden sind, nehmen die Mädel am örtlichen BDM. - Dienst teil und Den auch die ausgesteuerten und die jugendlichen Arbeiter in die Notstandshilfe einbezogen. Bedenkt man, daß die Durchführung Der großen Bauvorhaben in Vorarlberg erst im Anfang steht, bann wirb es klar, daß auch hier in kürzester Zeit in einzelnen Berufsgruppen ein empfindlicher Mangel an Arbeitskräften eintreten wirb. von ikuropapre gegeben roorben den, bienen off üäflen als <5tü suchen Armee de Almee bei toas auch darau ^lchiangkai befindet, um die I die Hand zu neh i der xommandai Mfchau, soll , den, da er mit j höfischer Dur R I toirfien sei. II "eitere Entwickl II S m iapaniid I ^Deckung des Ln9 ausgebau 1 tiefer € I der bei | beftege1 p ----- i! Die Siid-it'l toch M lS Namen Seine Legisl • die Kamme ' 44. Auf eu ! WÄ* er, davon § 4 Senate Ien. Der M eien ab, der hen uts und j) lalen Pa >r DppoMioi genannten 4 ähliche Loche zur völlige in als felbftä fordert die ' g des Ober, n bisherigen !e wie die nde Arbeit >. Außerdem ", die jedoch eine Volksbe grundsätzlich antr IberStai Por dem G Schanghai, Ter fiampf um entscheidende Stad Mittwoch arbeitet« E'mMmchn bin vor md emU mauer. ArnM fie Die ersten I ‘ und teilweise ein Die Dorbereitun die chinesische S Ein großer D vic jiuu'iun—a|u;uiiuivui8—1 Generalleutnant Christiansen, am 22. Mai Bamberg haben die Vorbereitungen bereits begou- । igzz, gegen 8 Uhr, über alle deutschen Sennen. Oesllich der Bahn nach Darmstadt wurde die Frankfurt a. M., 18. Mai. (Lpd.) In den letzten Monaten find die Arbeiten an allen Baustellen der Reichsautobahn im Gau Hessen-Rassau mächtig fortgeschritten. Auf der Teilstrecke Gießen — Als- f e l d sind die Erdarbeiten größtenteils beendet. Am 1. Juni wird die 4 Kilometer lange Strecke von Steinbach bis Oppenrod dem Betrieb übergeben Auch die Teilstrecke von Romrod bis Eifa wird im Laufe des Sommers in Betrieb genommen. Vis zum Ende des Jahres wird die ganze Strecke fertiggesiellt fein, so daß dann eine Durchgehende Autobahn von Karlsruhe bis Göllingen befahren werden kann. Auf der Rord-Süd-Strecke ist das Teilstück Brückenau — Gemünden im Bau. Vis Würzburg ist die Strecke bereits projektiert. Für M1»!1 I nt>w?L Herden» cb-^ Kchen MzrS' ugen, rtio,» gzudapeli» Oy i foaut lve' ' „iehl . Whle, fi.tiffaiif»19'. penymiunniun -punci, ulc ----- eümahliche ßotterung des Verhältnisses zu England s Zur völligen Loslösung und Erklärung der N9 Edfftem ^/garantiert 4. Garantie: Naturfrisch verpackt Die immer wieder gerühmte Frische der Eckstein No. 5 hat viele interessante Gründe. Einer davon ist die Tatsache, daß der Tabak der Eckstein No. 5 in klimagerechter Pflege aufgeschlossen wird. So gewinnt der Tabak sein Vollaroma und die fertigen Zigaretten werden .naturfrisch" in Aluminiumeinschlag verpackt «rge schlagen. Wahlen in Südafrika. W tßer, durch Die „Neue an einer Aeuße. ten in Paris, ler französischen trpräsident Da- der schMizerische l die Augen der Frecheit zu vir- •äs republi« i htet Dazu be- Aus dem Munde seres Landes M Schweiz sei vor« ientiert. bedingten Neu- hauptung äußerst Anschein ermeift, gewisien Gegen- tag vielleicht juble Leute seiner str die Schweizer oeizerische Rewe- itisch völlig i feine besondere er nad) heften, 5 fjoi Minister" deren Ton der Mveräriichlicher chMiZ als Pro« und Mgwns- hing ist der Der- ideologische ;eren und da- ■en Staaten Mr serem Wen M :lche Zweifel auf- Inion als selbständige Republik. Das genaue Gegen- M fordert die Dominion-Partei unter Fuh- ting des Obersten Stallard. Diese spielt mit i ren bisherigen vier Mandaten eine ebenso geringe Solle wie die unter kommunistischem Einfluß f-hende Arbeiterpartei»^ bisher fünf Srtze bitte. Außerdem gibt es noch die „G rauhem- b«e n", die jedoch keine parlamentarische Partei, sondern eine Volksbewegung darstellen wollen und eine xiundsätzlich antisemitische Politik verlangen. ' 25, 15, Streckenflug die rb3tQ9en anzu- Der Abschluß eines Lieferungskredits von 16 Millionen englischen Pfund für die Türkei m London ist gesichert. Ein TeU des Kredits umfaßt Liefe - rungen aus England fü r d le türkische A u f r ü st u n g , der andere Teil wird allgemein wirtschaftlichen Unternehmungen zugedacht, darunter vor allem dem Aufbau der Hafen von Zonguldak und Aersina. Am Dienstagvormittag lief die Jacht „Danebrog mit dem bLni,ch-n Königspaar °u Bard tn fiahersleben em. Der König unternahm zwei Besichtigungsfahrten im Kreis tza- dersleben. Kunst und Wiffenschast. Ergebnis der Lauge-Koch-Expedition. Aus dem Bericht der dänischen Lauge-Koch- Erpedition geht hervor, daß die „rZata- Morgana-Jnseln" nicht existieren. Das Flugzeug landete mit den vier Mann Besatzung m ^ngsbay nach einem Fluge von elf Stunden und 35 Minuten. Es ist nunmehr gewiß, daß zwischen ®PJÖS bergen und Grönland keinerlei Land existiert. Der Flug über Peary-Land ergab überraschende geologische Ergebnisse. In dem ergänzenden Bericht der Gränlandverwa^tung wird hierzu fesigestellt daß bei Nordteil von Peary-Land eine Halbinsel ist, die nur eine ganz schwache Verbindung mit dem Festland hat. Während des ganzen Fluges blieb das Wetter schön, und die See war außerordent^ lich ruhig. Mit dem Expeditionsschiff Gustav Holm stand die Maschine in ständiger Funkverbindung. Vahnbrechende Leistungen deutscher Chemie. Die deutschen Chemiker konnten auf dem 10.Internationalen Chemikerkongreß tn Rom mit einer Anzahl von bemerkenswerten neuen Forschungsergebnissen aufwarten. So hat man z L. neue bemerkenswerte Erkenntnisse über die Zusammensetzung von Schlangengiften gewonnen. Man ist der Natur der Erreger des Gasbrandes, einer gefürchteten Krankheit, auf die Spur ^kommen Man hat die Veränderungen verfolgt, die der Kaffee beim Rösten erfährt. Man hat den Nachweis der physiologisch wirksamen Reizstoffe tn der Nahrung we- sentlich verbessern können und meles andere meljr. Aber man hat auch nach technischen Richtungen be- merkenswerte Fortschritte erzielt. So ist es mog- lich geworden, einen technisch staugbaren Weg zu Eiweißqewinnung aus Kohle- und Luftstickstoff auf- zufinden. Man hat auf Jffiefle stosse erzeugen können Man hat elektro-chemlsch Verfahren anwenden können, die zur Ersparnis von Rohstoffen führen. Man sieht aus diesen wenigen Beispielen, wie vielseitig die chemische tfo schung gegenwärtig eingesetzt wird. Aus aller Well. Auch London will sich modernisieren. "°ch einem Pl«n «folgen; "und über ben ! V her greift Pfluges wird n der Ziel- rngeflogeii, w° Preisoerteilung legerkorps, Gefolgt. Mietung Ein großer Teil der Stadt ist nach einer Meldung la)n Europapreß von den Chinesen gänzlich aus- i («geben worven. Die Teile, die noch gehalten werfen, dienen offensichtlich solchen chinesischen Streit- krähen als Stützpunkte, die den Rückzug der chine- - scheu Armee decken sollen. Die Lage der chinesischen Armee bei Hsütschau wird als sehr ernst betrachtet, Das auch daraus geschlossen wird^daß sich Genera Oschiangkaischek auf dem Wege an die Front be inbet, um die Leitung der Operationen selber tn He Hand zu nehmen. General Li T sch u n H - B en, her Kommandant der chinesischen «trelttraffe bet Äsütschau, soll vor ein Kriegsgericht gestellt werten da er mit 400 000 Mann gut ausgerüsteter chinesischer Truppen vor den Japanern zuruckge- vichen sei. Eine besondere Bedeutung sur die veitere Entwicklung der Kampflage m Nordchina tairb in japanischen Militärkreisen einer japanischen Kolonne beigemessen, die nach Ueberschreitung des Gelben Flusses östlicknonKaifena gegen die mr Deckung des chinesischen Rückzuges b e t L a n - ' e n q ausgebauten Stellungen vorgeht. Cme Eroberung dieser Stellungen bei Lansing wurde das Sclstcksal der bei Hsütschau kämpfenden chinesischen Truppen besiegeln. Der Vormarsch in die Levante-Ebene AnderSladlmauervonMschau Hör dem Generalsturm der Japaner. Schanghai, 19. Mai. (DNB. Funkspruch.) 2 er Kampf um die Stadt Hsütschau ist in das entscheidende Stadium getreten. In der Nacht zum Nittw och arbeiteten sich die Japaner tn schweren tzinzelkärnpfen durch das chinesische Stellungssystem iQr und erreichten d i e westliche ötabt» nauer. Am Mittwochmorgen um 8 Uhr nahmen fe die ersten Teile der vollkommen zerschossenen lerb teilweise eingeebneten Stadtmauer in B e s i tz. I>ie Vorbereitungen zum General st urm aus lic chinesische Schlüsselstellung ist im Gange. ■35' N«. L «vt? I Eewer« stärkungen herangeschafft. Die Levante-Ebene zwischen Castellon und Valencia ist eine der fruchtbarsten Gebiete Spaniens, das von den Bolschewisten bisher rücksichtslos zur Versorgung von Madrid ausgesaugt worden ist. Der Bürgermeister von Madrid hat sich bereits nach Valencia begeben, um die Frage der weiteren Versorgung Madrids mit Lebensmitteln zu erörtern. Kleine politische Nachrichten. Wie sich jetzt herausstellt, sind die Verletzungen, die Staatssekretär Dr. S ch l e g e l b e r g e r bei feinem Autounfall in Wien erlitten hat, glücklicherweise nicht schwerer Natur. Der Staatssekretär hat einen unkomplizierten Bruch des rechten Unterschenkels erlitten. Er befindet sichaufdemWegederBes- ptzungen von jährlich anderthalb Millionen Pfund ms drei Millionen Pfund (rund 37 Millionen Mark) Mähen will. In erster Linie sollen tue Flugverbmdungen Englands mit dem brttischen Weltreich verbessert werben; außerdem sollen neue Simen tn Kanada, zwischen Australien und Neuseeland, tn Ostindien und in England selbst eingerichtet wer tk Schließlich sieht der Plan die Verbesserung dir Flugverbindungen zwischen London und euro» pcischen Hauptstädten vor; da Zur Zeit ntw tag- luhe Flugverbindungen mit Pans, Brussel, Kopen- ' cgen, Stockholm und Rom bestehen, sollen jetzt die nien nach Berlin, Amsterdam, Prag, Wien, sidapest, Oslo, Lissabon und der Schweiz ausge- iKut werden. Zu diesem Zweck wird der verstartte Aikaus von mehrmotorigen schweren Maschinen irt einem Fassungsvermögen von zehn Reisenden >him (Kpaak. Präsident »ftaitc“. jn der bM-p über di- W‘ ialen N-->" enfatnpf merMü^X Se daher eine ^ 6« L-r. lb9Elirbnaserlto",s d-l> über o Aats- ,e. Aus ber jnC er -NS I neuarnse -la' tit-X |o Weniger w habe höre"- >'"L- nen bl \\rtW London, 17. Mai. ?3i9 Ä SZ- ch konnte mn Schwärme Schwarmbe den doppel man Blatt wurden in der Fangki Durch 6 Lerer Fori die Fanga den zu las käset Habei Arsengiste, Bäume un gesammelte Fangkolonn same Art d erst bei der Larve, dem Bodenbearb empfindlich! geschlüpften die älteren kommen di Hier lohnt Hühnerwagei sich durchaus ausroirten. ' voller Bund sein. All das linge ersolc zugen bei' einer Flug legen — schlossenem zur Eiabb achtung de beitragen, linge zu n Hauptbesal bestände q melt werd! ebenso 9^ sa-ig «L Wert besser i ist buchwav roher land° in ein lich die angenen ?a und ihr Emsc tet mar, wie stand angegli iit, *” ,6‘ läsersahre de Wiarden. ■ Meisters gell Waldgebiet i . lionen Mai Di- VZ die n-chl Das Unglück auf der Londoner Li-Bahn Familien Jahres und Luh. Rödgen, Großen-Buseck, Allendorf, den 18. Mai 1938. 02388 KOHLER Lollar, den 19, Mai 1938. 02393 des Ge- Trachten - Träger - Jacken, J anker,Leinen- J ackenusw. alles was Männer undBuben an Kleidung gebrauchen, wie immer in allen Größen und vor allem preiswert Untenhin önro-Söllhollet mit d. Glasfeder u. alle Marken- Küllbalte^ jetzt 10 °/0 billiger im Papierhaus Ernst Balser Gießen 342hA Mäusburg 11. Bestimmt erhältlich: Parfümerie Muhl, Mäusburg8. lchützformen aufkamen, konnte das Rohr auf ein fahrbares Gestell gesetzt werden und von dort aus auch schießen. Das Fahrwerk war aus Holz, und da Holz im mittelalterlichen Latein „fusta“ hieß, nannten die Italiener das Radgestell „l'affusto“. So erklärt sich unser Wort „Lafette". Die Riesengeschütze des ausgehenden Mittelalters erschienen ihren Meistern gleichsam als lebendige Persönlichkeiten. Sie gaben ihnen Eigennamen. Beliebt waren Namen aus der Tierwelt — Löwe, Durch den Zusammenstoß zweier U-Bahnzüge ereignete sich nahe des Knotenpunktes der Station Charing Croß ein folgenschweres Unglück, bei dem bis jetzt sieben Tote und 40 Verletzte zu beklagen sind. Viele Hunderte von Menschen beobachteten von der Hungerford, brücke die Arbeit der Rettungs- und Bergungsmannschaften. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Für die zahlreichen Beweise mitfühlender Anteilnahme beim Heimgange unserer Heben Entschlafenen Frau Helene Geißler, geb. Seipp sagen wir hiermit allen innigsten Dank, Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Katherine Seipp Wwe, geb. Moos. büchse" ist. Schließlich macht der Sprachgebrauch aus „Hauffnitz" gar „Haubitze", und gelehrte Leute meinen, es schreibe sich von einem geheimnisvollen Die Beerdigung findet am Freitag, dem 20. Mai, nachmittags um 2.30 Uhr, in Rödgen statt Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, heute morgen um 5 Uhr unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter und Schwester Frau Kath. Jahres, geb. Seng im 81. Lebensjahre zu sich in die Ewigkeit zu rufen. toävnju Das sind die echten bayr. Leder-Hosen, weich und geschmeidig im Material, aber nicht klein zu kriegen. Übri gen s derWunschtraum aller strammen Jungens. Undda- bei sind die Krachledernen bei Köhler gar nichtmehrso teuer? 10.-Mark für einen 7 jährigen, jede weitere Größe 1.- Mark mehr. Es gibt auch Größen für korpulente Männer. — Versand nach auswärts nur per Nachnahme. Zeslcmgellelller sucht für sofort RM. 200.- gegen hohe Zinsen u. Sicherheit. Schr.Angeb.unt. 02395n.ö. $.21. Für den Natur» freund! Vallnveven Die Lebensgemein' schäft des deutschen Waldes in Bildern 150 Naturaufnahmen aus dem Tier- und Pflanzenleben des hei. mailichen Waldes auf 128 Kupfertiefdruck» tafeln,mit lebendigem und aufschluhreichem (kinführungstext von K.Gerhard u.G.Wolff. Preis RM. 4,80. „Cs lebt und webt in dem Buche, und wer es versteht, mit emp- fänglichen Sinnen die bildgeword. Naturschönheiten in sich aufzunehmen, dem singen u. klingen die Tafeln tausend Erinnerungen wach an einstmals leibhaft Erschautes." Rcclam» Universum Verlangen Sie kostenlos unsere bebilderten Werbeblätter Zu beziehen durch jede Buchhandlung! Hugo Bermühler Verlag Berlin - Lichterfelde Haubitzen und Karthaunen Don Dr. Wolfgang Mejer. Die gewissenhaften Fachleute GIESSEN Seltersweg 17 Oberhessens größtes Spezlal.Haus Kl _ L. I x CC O VOn 3 bis 20 vom Hundert erhalten Sie bei wi e- IN aCn I Swbv derholten Veröffentlichungen einer Anzeigei Die Sprache der Artillerie kennt seltsame Worte,, unterläge gelegt werden. Em weiteres Richten wie „Lafette", ,Kaliber", Haubitze" und andere Rohres war nicht möglich. Erst als^leichtere mehr. Selbst die wohlvertraut erscheinende „Kanone" verrät uns ihren eigentlichen Sinn erst, wenn wir uns ein wenig in die sprachliche Herkunft ihres Namens vertiefen. Wie so manchen militärischen Ausdruck, so haben wir auch das Wort Kanone von den Franzosen übernommen. Sie sagen „le canon“. Es müßte also richtig „d e r Kanon" heißen. Sintemal der Franzose das Wort aus Italien bezogen hat, wo das altlateinische „canna“, also „das große Rohr", weitergebildet rootben war. Freilich waren unsere ältesten Geschütze noch keine großen Rohre, sondern eher stattliche Becher. Sie wurden mit einer Puloerladung gefüllt und die Steinkugel einfach oben auf die Mündung gesetzt. „Wurfkessel" hießen sie. Ihre unmittelbaren Nachkommen sind die gedrungenen „Böller" oder „Katzenköpfe" der Landsknechtzeit, die Feuerballen und glühende Kugeln in steilem Bogen schleuderten. Wegen ihrer Ähnlichkeit mit dem Küchenmörser erhielten sie auch den Namen „Mörser", der lateinischer Herkunft ist und sich bis in unsere Tage erhalten hat. Schon im 14. Jahrhundert kamen die Kriegstechniker aber auch auf den Gedanken, dem Wurfkessel ein langes Rohr oorzusetzen. Es sollte das Steingeschoß aufnehmen und einen Schuß in flachem Bogen auf weitere Entfernung gestatten. „Bom- barda" war der stolze Name jener ältesten schweren Geschütze, die anfangs mühsam aus Eisenstäben zusammengefügt waren. Die Bezeichnung kam von dem uralten griechischen Worte „bombos“ her, das einen tiefen Ton, ein Summen bedeutet und in unserer Sprache als „Bombe" weiterlebt. Die alten deutschen Feuerwerker freilich kümmerte die ehrwürdige Namensgeschichte der Bombarde wenig. Sie verdeutschten sie in „Bumhart" oder „Donner- große Steinbüchse". Gewaltige Kerle wpren diese Bumharte, die Steinkugeln von mehreren Zentnern Gewicht schleuderten. So wiegt die berühmte „Dulle Griete", d. h. „Tolle Große", in Gent nicht weniger als 15100 Kilogramm und hat ein Kaliber von 79,5 Zentimeter! Solche Ungetüme mußten natürlich beschwerlich auf eigenen Fahrzeugen mitgeführt und vor dem Schießen auf eine mächtige Balken- Bär, Elefant, Schlange, Falke, Hummel und viele andere. Auch Heilige und Gestalten des klassischen Altertums, Himmelszeichen oder einfache Eigenschaftsbezeichnungen treffen wir an, wie die „Stadteinnehmerin", die „Weitfchießerin". Später allerdings, als die Zahl der Geschützarten rasch zunahm und unter dem Einfluß des Fortschrittes der Handfeuerwaffen auch mehr leichte „Büchsen" im Felde erschienen, wurden nur noch für ganze Gattungen von Geschützen Namen gebraucht. So nennt eine Einteilung die 48-Pfünder „Basilisken", die 40- Pfünder „Drachen", die 36-Pfünder „Adler", die 24-Pfünder „Falken", die 12-Pfünder „Geier", die 6-Pfünder „Eulen", die 3-Psünder „Sperber". Aber die Bezeichnungen schwanken. Verbreitet ist lange die Benennung schwerer Geschütze als „Metzen", während kleinkalibrige mit sehr langem Rohr „Schlangen" heißen. Eine Dresdener Handschrift der Renaissancezeit teilt die „Feld- oder Notschlangen", die Kugeln von 2 bis 18 Pfund schießen, in „Notschlangen" oder „Drachen", in „Feldschlangen", in „Falkone" oder „Halbschlangen", in „Quartier Schlenglin" und „Falkonet". Für den Brescheschuß in feindliche Stadtmauern und Burgen werden im 15. Jahrhundert die „Hauptbüchsen" beliebt, eine kleinere und kürzere Form der alten Steinbombarden. Als sich später das tschechische Wort „Hauffnitz" in Deutschland einbürgert, sieht ihm niemand mehr an, daß es nur eine Perballhornung der gut deutschen „Haupt- •Harzen alle lästig.Haare. Leberflecken Pickel,Sommer- svroü. usw. entf. u. Gar.für immer Frau B. Gulden seit 1935 Fr. W. Henkel Sprechft.Freitag Gießen, Am Riegelpfad 32, 9—6'/.., Uhr durchgehend. Hellblauer [3425D Wellensillich entflogen. Auskunft erbet, an 14/116 Bergkaserne (Ein Gehöft im Hunsrück eingeascherk. , In Oppertshausen (Hunsrück) brach im Gehöft des , Landwirts Winn Feuer aus, das sich rasch auf das ganze Anwesen ausdehnte. Die ahnungslosen Bewohner wurden erst durch Nachbarn aus dem Schlafe geweckt; sie konnten mit Mühe das nackte Leben retten. Seit Tagen herrscht im Dorf außerordentlicher Wassermangel; so waren nach kurzer Zeit die Wasservorräte erschöpft, und Feuerwehren und Dorfbewohner mußten tatenlos zusehen, wie das ganze Gehöft mit Wohnhaus, Stallungen und Nebengebäuden bis auf die Grundmauern niederbrannte. Die gesamte Einrichtung, die landwirtschaftlichen Maschinen usw., sind vernichtet. Das Vieh konnte bis auf ein Kalb, das in den Flammen umkam, gerettet werden. Brandstiftung aus Fahrlässigkeit. Der Cuxhavens Gendarmerie ist es gelungen, die Urheber eines großen Heidebrandes zu ermitteln, der im staatlichen Moor bei Lueding- worth und Wanna schweren Schaden angerichtet hat. Es handelt sich um die 17 und 20 Jahre alten Brüder Helmut und Erwin Blohm aus Lue- dingworth, die dem Amtsgerichtsgefängnis Otterndorf zugeführt wurden. Die beiden hatten auf ihrem Grundstück zum Torfftechen Heideland abgebrannt und waren nachher nicht in der Lage, die Ausdehnung des Brandes zu verhindern. Schwere Brände in Polen'. In Slonim, einer bei Baranowicze in Ostpolen gelegenen Stadt, brach ein Feuer aus, das sich infolge des starken Windes rasch verbreitete und drei Straßen in Flammen setzte. Da das Feuer weiter um sich, zu greifen droht, wurden sämtliche Feuerlöschzüge aus Baranowicze sowie aus allen benachbarten Ortschaften alarmiert. Der Schaden kann noch nicht übersehen werden. In dem Dorf Podjosie, ebenfalls in der Nähe von Baranowicze gelegen, äscherte ein Feuer 16 Wohnhäuser und 14 Scheunen ein und vernichtete zahlreiches totes und lebendes Inventar. Ein weiteres Dorf in der Nähe der Ortschaft Konskie in Mittelpolen wurde gleichfalls durch eine Brandkatastrophe vernichtet. Das verschollene amerikanische Großflugzeug verbrannt aufgefunden. Das auf dem Fluge zwischen St. Paul und Los Angeles verschollene neue amerikanische Großflugzeug ist jetzt nach fieberhafter Suche, die durch Nebel außerordentlich erschwert wurde, verbrannt ausgefunden worden. Alle neun Insassen sind t 0 t. Die Flugzeugtrümmer wurden im Gebirge zwischen der Mohawe-Wüste und Los Angeles entdeckt. Riesiger Grundstücksverkauf in England. Der größte Grundstücksverkauf, der wohl je in England vorgekommen ist, wurde dieser Tage in Südwestengland vorgenommen. Der Marquis von B u t e , der reichste englische Landlord, hat die in seinem Besitz befindlichen Häuser in Cardiff, das heißt ungefähr die halbe Stadt, verkauft. In die Transaktion sind nicht weniger als 20 000 Häuser, 1000 Geschäfte, mehrere hundert Gasthäuser, Theater, Kinos und Docks eingeschlossen. Der Marquis von B u t e besitzt im übrigen rund 477 000 Morgen Land. Wetterbericht Das gestern über Frankreich zur Entwicklung gekommene Teiltief ist zum Mittelmeer gewandert, so daß es in direktem Einfluß auf unser Wetter blieb. Diese Entwicklung begünstigt im Verein mit der Gesamtlage das Vordringen ausgesprochen kühler Meeresluft auf das Festland, die auch für unser Wetter wirksam wird. Das Wetter bleibt dabei zunächst unbeständig, doch sind die Aussichten auf ausgiebige Niederschläge vorerst wieder geschwunden. Aussichten für Freitage Uebergang zu wechselnd bewölktem Wetter mit geringer Schauerneigung, bei lebhaften Winden aus West bis Nord kälter. Aussichten für Samstag: Zunächst zeitweise heiter und meist trocken, nachts sehr frisch, späterhin voraussichttich neue Bewölkungszunahme. Lufttemperaturen am 18. Mai: mittags 15,4 Grad Celsius, abends 11,5 Grad; am 19. Mai: morgens 6,8 Grad. Maximum 16,2 Grad, Minimum heute nacht 2,9 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 18. Mai: abends 17,7 Grad; am 19. Mai: morgens 12,9 Grad. — Sonnenscheindauer 5,1 Stunden. Erfinder namens Oknzza her... Mit großem Erfolge führte sich im Zeitalter der Entdeckungen, um die Wende des 15. Jahrhunderts, eine leichtere Form der „Hauptbüchfe" ein, die Diertelbüchfe oder „Quartana", was in „Karthaune" entstellt wurde. Das Zeugbuch Kaiser Maximilians 1. rühmt den .Letzten Ritter" selbst als Erfinder jener Gefchützartr „Die Korthonen nennet man vnns, König Maximilian dienen wir nach wünsch. Er hat vnns erdacht. Des dienen wir im tag vnnd nacht." Das erwähnte Zeugbuch unterteilt die Karthaunen, auch „Scharfe Metzen", „Stürzer", „Trommelet", „Pfeifer" oder „Mauerbrecher" genannt, in Drei* viertelskarthaunen oder „Anschnarcher", Halbkar. thaune oder „Versucher" und Viertelskarthaune oder „Singerin". Späterhin wurden derartige Unterschiede vergessen. Jedes große und lange Geschütz galt als Karthaune, und schließlich heißt's im Liede vom Prinzen Eugenius sogar: ,^JHr Konstabler wohl auf den Schanzen,- Spielet auf zu diesen Tanzen Mit Karthaunen groß und klein!" Endlich wurde das Wort ,Lörthaune" durch beit Ausdruck ,Kanone" verdrängt. Im Jahre 1540 erschien in Venedig ein Buch „Pirotechnia“. Dessen Verfasser, Vanuccio Bl- ringuccio, behauptet, er habe für das Laden der Geschütze papierne Kartuschen eingeführt. Ob diese Angabe zutrifft, ist natürlich schwer nachzu- weisen. Jedenfalls aber stammt das französische Wort „cartouche“, das wir als „Kartusche" gebrauchen, vom italienischen „cartoccio“, Papiertüte, ab. Gleicher Herkunft ist übrigens auch der Name „Kartätsche". Den sogenannten Hagelschuß kennt zwar schon das berühmte „Feuerwerksbuch" aus dem 15. Jahrhundert, dessen älteste Handschrift das Germanische Museum zu Nürnberg besitzt. Der Name ,Karttettschen" wird dafür aber erst kurz vor dem Dreißigjährigen Kriege erwähnt. Das genannte „Feuerwerksbuch" beschreibt auch bereits eiserne Hohlgeschosse mit Sprengladung, wie sie später unter dem Namen „Granate" verwendet werden. „Malum granatum“ hieß bei den Römern der Granatapfel. Jedenfalls haben die Italiener den anfangs kugelrunden Sprenggeschossen wegen ihre« Gestalt den Namen „granata“ gegeben. Unter ,Ialiber" verstehen wir heute den Innendurchmesser des Geschützrohres. In älteren Dar- Stellungen wird dagegen das Geschütz immer nach dem Geschoßgewicht gemessen, das in Pfund angegeben wurde. Es ist also möglich, -daß ,Kaliber" aus dem altfranzösischen Ausdruck „qualibra“* Ijer- rührt, das „Wieviel Pfund?" bedeuten soll. Andere Erklärer leiten aber das Wort aus dem Arabischen her, in dem „Kalib" die Form, das Modell bezeichnet. ( Sogar das gut deutsche Wort „Geschütz" eröffnet seinen eigentlichen Sinn erst dem, der sich ein wenig mit seiner Geschichte befaßt, So wie Ge-tier eine Vielzahl von Tieren, Ge-bälk eine Vielheit von Balken bezeichnet, so faßte unsere Sprache einst den Begriff „viele Schützen" im Ausdruck Ge-schütz zusammen. Die einzelne schwere Schußwaffe, die wir heute unter Geschütz verstehen, hieß ehedem „Stücks Die Vielheit der mit „Stücken" bewaffneten Schützen, das „Geschütz" der alten Soldatensprache, nennen wir heute Artillerie. Der Ausdruck „Artillerie" taucht im deutschen Schrifttum allerdings erst im Jahre 1616 auf. Sem Ursprung reicht jedoch eben« falls ins Altertum zurück. Von dem klassischen Römerwort „ars“, die Kunst, leitete das Latein der mittelalterlichen Ingenieure die Bezeichnung „arth cula“, das Festungswerk, ab. Die französische Militärsprache formte daraus später unser Wort „Artillerie^•j Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum« schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen- teilet: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. IV. 38: 9614. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K -G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs- preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. | Kaufgesuche~| Gebrauchter Kinder-Sportwagen zu kauf, gesucht. Grabenstr. 8 II. | Verkäufe | Geschasts- Haus (Manufaktur- u. Modewar.), gut im Zuftand, erstklassige Lage, konkurrenzlos am Platte, in bedeutendem Borort Gießens preiswert zu verkaufen. Näheres: Noh. K. Benner, Wiefcck Gießen, Grabenstraße 32 Dunkelblauer Anzug neu, Gr. 50, zu verkaufen. Wo? sagt der Gießen. Anzeiger. 02390 1.3 Liter- Opel KaMell steuerfrei, i. gut. gepflegt.Zustand preiswert zu verkauf. 02394 Willi Rau / Motorradhandl. Wieseck Telefon 3975. Verschiedenes! 500 Mark geg. pünktl. mo- natlicheRückzalil. zu leiben gesucht. Schr.Angeb.unt. 02389 and.G.A. KünftlWhne ohne dürfte chnell äuber durch das unschädliche Kukident W Wß h Wilhelm Lange, iters: Ernst Bluin« 1 und für die Bilder: -Dr.-ans Thymi: umschein. Anzeigen- i für den Inhalt her D A. IV. 38: 9614. Unioersitätsdruckcm »en Monätsbezugs- Pf. Zustellgebühr, .hr. Einzelvertaufs' 15 Pf- mit her U. September 193? 9 , rgelreo- M ^»lle"preiS»er‘ »Ile«1 p eM> LZK IM SKS HS'.: U?S' „eh GräBen^ acbnah«^ l,n dch°"-°n.. klein!" ■*' >-q >, iss ft i ä*h; -LZr. Ä: bng-«- -uch^, h°S-lschiid K°r°>ttkbuch! fnh e ^udschrist "b°rg befifet, l,, r °b-r erst fut. erwähnt. 5 f beschreibt auch Sprengladung, wie anate" verwendet i bei den Nömern 1 E Italiener bei )°ilen wegen ihres iegeben. beute den Innen«, In älteren Dar. efchüh immer nach 105 >n Pfund, an. l'ch, N .Kaliber" lck „qualibra“'!)er« heuten soll. Andere iU5 dem Arabischei i, das Modell bk- „Geschütz" eröffnet dem, der sich ein ßt. So wie Ge-tiec k eine Vielheil von e Sprache einst bei -druck Ge-schiitz zu» Schußwaffe, die mir ieß ehedem „Stücks ewaffneten Schutzen, atensprache, nennen isbruef „Artillerie^' allerdings erst im reicht jedoch eben« n dem tlaffijdwn. ete das Latein bet Lezvchnnng „arti- e französische Mil!« unser Wort „Ar« entfttn?'e °ber -5 l/ tölS "t ®un|$, 'M1 4?^ btr»rii9eUny* im H Hr.116 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Donnerstag, (9. Mai (938 Kleines Larenbrevier über Vollblutpferde. Von Fred Hagenmeyer. Nächst dem Menschen ist das Vollblutpferd wohl das edelste aller Lebewesen. Die wahren Dollblutzüchter gehen noch weiter und drehen die Reihenfolge um, und man kann ihnen dafür nicht böse sein. Denn jedes Vollblutpferd in allen fünf Erdteilen kann in nachgewiesener Stammreihe auf eine Anzahl ausgesuchter englischer Stuten und arabischer Hengste in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts zurückgeführt werden. Ein lückenloser Stammbaum von 200 Jahren, wobei immer nur eine Kreuzung der erlesensten, edelsten, härtesten Vertreter der Rasse stattfand; welcher Vertreter des Menschengeschlechts kann sich dessen rühmen! Vollblut ist kostbar — Vollblut ist selten. Das drückt sich auch in Zahlen aus. Die deutsche Voll- blutzucht umfaßt zur Zeit nur etwa 800 Vollblutmutterstuten und etwa 60 Hengste, die zur Zucht verwandt werden (Beschäler). Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 395 Dollblutfohlen geboren. Diese Pferde-Elite stellt also sozusagen den Hochadel des Pferdegeschlechts dar. Aber nun etwas Merkwürdiges, das gegen viele falsche Meinungen gesagt werden muß: dieser Pferde-Hochadel, dieses edelste in jahrhundertelanger Inzucht gewonnene Blut, ist nicht etwa überzüchtet und degeneriert. Bollblutpferde erfüllen ihr Dasein, indem sie in den härtesten Rennen ständig miteinander im Wettkampf liegen. Kein degeneriertes Tier würde diese Strapazen aushalten. Vollblutpferde sind sensibel, aber nicht nervös, sie sind frühreif, aber sie werden alt dabei, sie überwinden Krankheiten schneller und besser als andere Pferde, und sie werden ihrer hervorragenden Eigenschaften wegen immer wieder düzu verwandt, die übrigen Warmblutrassen aufzu- frischen. Was für ein besonderer Saft das Blut ist, das beweisen die Vollblutpferde höchst eindringlich. Neunzig Prozent aller Vollblüter überhaupt gehen in direkter männlicher Linie auf den berühmten ungeschlagenen englischen Hengst E c l i p s e zurück, der Mitte des 18. Jahrhunderts lebte. Es hat sich also gezeigt, daß das Blut dieses Pferdes in allen Vollblutrennen feit über 180 Jahren am sichersten den Sieg verbürgte. Ein anderes Beispiel von der Macht des edlen Blutes: die Stute F e st a, die das Gestüt Waldfried im Jahr 1901 in England zur Zucht kaufte, schenkte diesem Gestüt fünf berühmte Fohlen, die zusammen auf der Rennbahn 1 620 000 Mark an Preisen gewannen. Die Festa- Kinder und Kindeskinder gesamt aber galoppierten bis heute 20 Millionen Mark zusammen! Angesichts dieser Zahl versteht man, welche Hoffnungen heute in Deutschland auf die Wunderstute N e - reibe gesetzt werden, das beste Rennpferd neben Oleander, das je in Deutschland gezogen wurde. Nereide, in zehn Rennen ungeschlagen, wird, so hofft man, die Mutter künftiger Derbyfieger sein. Vollblut ist kostbar. Wenn auch der Preis von einer halben Million Mark,, den der indische Fürst Aga Khan für seinen Hengst Blenheim erlöste, als eine Ausnahme betrachtet werden muß, so ist es doch keine Seltenheit, daß hervorragende Vollblutpferde mit Hunderttaufenden bezahlt werden. Der Durchschnittspreis für Jährlinge betrug auf der letzten Hoppegartener Versteigerung rund 3500 Mark, ein Jungpferd schon ist also teurer als ein Kleinauto. Für Haltung und Training eines solchen Pferdes muß man aber wenigstens 5000 Mark im Jahr rechnen, so daß man wohl sagen darf, daß die Vollblutzucht die kostspieligste Tierzucht überhaupt darstellt. Man kann diesen enormen Geldeinsatz nur dann voll begreifen, wenn man sich klar macht, welchen Wert das Vollblut für die Pferdezucht einer Nation überhaupt besitzt. Das „Paradies des Vollblutpferdes" in Deutschland, seine olympische Kampfbahn sozusagen, ist die Trainingszentrale des deutschen Galopprennsports, die Rennbahn Hoppe garten bei Berlin. Zur Zeit sind dort 46 Rennställe und öffentliche Trainer mit insgesamt 633 Pferden ansässig. Ihnen stehen Trainierbahnen in einer Länge von über 43 Kilometer zur Verfügung, die mit einem Aufwand von Millionen gepflegt werden. Für die Grasbahn wurde eine besondere Berieselungsanlage erfunden, die einen immer gleichmäßig frischen Rasen gewährleistet. Jede übermäßige Härte, jeder, Stein, jedes Loch kann ja für ein scharf galoppierendes Pferd zum Verhängnis werden. Jeder Trammgs- galopp kostet aber auch pro Pferd vier Mgrk, in besonderen Fällen bis zu 20 Mark. Jeder kann sich danach ausrechnen, was solch ein Vollblut an Unkosten zusammengaloppiert, ehe es im entscheidenden Rinnen selbst steht. Dafür ist z. B. in Hoppegarten jährlich fast eine Million an Preisen zu gewinnen. Im ganzen gibt es heute in Deutschland 36 Galopp-Rennbahnen, auf denen im Jahr 1937 über 5,7 Millionen Mark Rennpreise und fast 600 000 Mark Züchterprämien ausgeboten waren. Wenn man noch bedenkt, daß in Deutschland jährlich rund 200 Millionen Mark für Rennwetten ausgegeben werden, dann bekommt man von der wirtschaftlichen Bedeutung dieses Sports einen kleinen Begriff. Gott fei Dank aber vergißt man alle Zahlen und alles Geld, wenn man eitlem dieser edelsten Geschöpfe, die die Natur dem Menschen geschenkt hat, gegenübcrsteht. Balzac und die Gitbergruben. Von Waldemar Keller. Es war am 12. Oktober 1830, als Herr Grosser, Getreidehändler in Paris, den Entschluß faßte, sich die zweitausend Franken wiederzuholen, die er vor einem Jahr dem Schriftsteller Honore de Balzac geliehen hatte. Der Weg war weit, denn Balzac«-wohnte in der Nähe des Dorfes Montrouge, und das Wetter sah nach Regen aus. Aber Herr Grosser erreichte trocken sein Ziel und stand nun, ein wenig unruhig, vor dem Hause des Schuldners. Die Fensterläden waren geschloffen, alles schien hier zu schlafen, obwohl es erst gegen fünf Uhr nachmittags war. Grosser klopfte. Ein Diener öffnete, nahm feine Karte entgegen und führte ihn ins Vorzimmer. Ein merkwürdiger Raum: nur ein Koffer befand sich darin. Die kahlen Wände waren mit Kohle beschrieben. „Dies ist eine Verkleidung aus Paro- Marmor", las der erstaunte Getreidehändler. Und weiter: „Dies ist ein Säulenstuhl aus Zedernholz ... dies ist ein Wandbehang aus Aubusson." Da ertönte aus dem anstoßenden Gemach Balzars Stimme. „Kommen Sie herein, Herr Gobseck!" Hinter einem mit Papieren bedeckten Tisch saß Honore de Balzac, das Hemd über dem mächtigen Brustkasten aufgeknöpft. Strähnig fiel sein Haar herab, die schwarzen Augen funkelten drohend. Er ließ den Gläubiger überhaupt nicht zu Worte kommen. „Herr Gobseck", grollte er, hartnäckig den ehrbaren Namen des Besuchers verdrehend, „ich habe über Sie ein Buch geschrieben, es wird gerade gedruckt. Was sind die zweitausend Franken, die ich Ihnen schulde, gegen dieses Meisterwerk, zu dem Ihre Wucherseele Pate gestanden hat!" Grossec singt an zu zittern; er war von Natur kein Held. Während der fürchterliche Mensch hinter dem Schreibtisch unerbittlich weiterredete und die Augen immer stärkere Blitze schossen, verflüchtigte sich der energische Vorsatz des Getreidehändlers in Nichts, und stammelnd kam es von seinen Lippen, daß er mit der Einziehung der Forderung gern warten wolle, wenn Herr de Balzac gegenwärtig nicht zahlen könne. „So", atmete der Ueberraschte tief auf, „das läßt sich hären! Ich werde mich erkenntlich zeigen, Herr Gab... Herr Grossec, ganz erstaunlich werde ich mich erkenntlich zeigen. Passen Sie auf!" Und Balzac enthüllte einen phantastischen Plan: Er habe gelesen, daß die alten Römer auf der Insel Sardinien Silbergruben betrieben, die nun verfallen, aber bei weitem nicht erschöpft seien. Wenn Herr Grossec sich bereiterkläre, die Schuld von zweitausend Franken zu streichen, wolle er mit ihm zwecks Ausbeutung dieser sardinischen Gruben eine Aktiengesellschaft gründen. Der arme Grossec sagte zu, halb aus Angst, halb aus geschäftlicher Begier. Balzac wurde aufgeräumt. Er lud den Getreidehändler zum Essen ein, der Diener brachte Aepfel und Briekäse, und eifrig erläuterte der Dichter seinen Plan zur Auswertung der sardinischen Silbergruben. Grossec hörte aufmerksam zu. Es war weit nach Mitternacht, als er ging. Balzac, in Schlafrock und Pantoffeln, den Kerzenleuchter in der Hand, begleitete ibn durch die düstere Zugangsstraße, die den fatalen Namen Rue d'Enfer hatte, und es wurde ausgemacht, daß am anderen Nachmittag drei Uhr bei dem Advokaten Didier in der Rue Vivienne der Vertrag unterzeichnet werden falle... Aber Balzac kam nicht, und Herr Groffec fuhr allein nach Sardinien. Mit dem Kapitän Benito Fascoli, der das genuesische Schiff führte, gründete er die Gesellschaft zur Ausbeutuna der sardinischen Silberbergwerke. Bereits im Jahr 1837 konnten sich beide aus dem Unternehmen zurückziehen und einen Reingewinn von sieben Millionen teilen. Balzac hörte es. Und hatte eine herrliche Geste der Verachtung. Er schrieb seinen Roman „Cäsar Birotteau". Hochschulnachrichten. Der Dozent Dr. Erich B e r n e f e r an der Uni«: oersität Erlangen wurde zum ao. Professor ernannt; ihm wurde der Erlanger Lehrstuhl für römisches und deutsches bürgerliches Recht übertragen. Oberregierungs- und Veterinärrat Dr. habil. Victor Goer11ler in Berlin wurde als ord. Professor mit dem Lehrauftrag für Tierheilkunde an die Universität Jena berufen. Der Dozent Dr. Herbert Jan kühn ist zum 2)it reftor des Schleswig-Holsteinischen Musums üorget schichtlicher Altertümer an der Universität Kiel ernannt worden. Dr. I a n k u h n war seinerzeit Seiten der Ausgrabungen in Haithabu bei Schleswig. Aus der Stadt Gießen. „Maikäfer-Schlacht." Die Maikäfer warten nur auf warmes Wetter, um ihre Schwarmzeit zu beginnen. Wieder fallen fiei über unsere Laubhölzer her, vernichten durch ihren Kahlfraß Baumschulen und Obstpflanzungen, die nicht nur eine schwere Wachstumsstörung erleiden, sondern infolgedessen auch einen Ertragsousfall und eine verminderte Blütenknospenbildung aufweisen. Unter den Laubhölzern werden von den Maikäfern Eichen und Buchen bevorzugt, aber ebenso gern fressen sie die jungen Blätter von Ahorn, Weiden und unseren Obstarten, ja selbst Blütenknospen und Nadeln einiger Nadelhölzer werden in starken Maikäferflugjahren nicht verschont. Die Fraßschäden der Engerlinge sind in ihrem Wert besser zu erfassen, als die der Maikäfer. So ist buchmäßig nachgewiesen, daß ein 425 Hektar großer landwirtschaftlicher Betrieb in Vorpommern allein in einem Engerlingsjahr einen Schaden von 40 000 bis 60 000 RM. erleidet. Der von den Engerlingen angerichtete Schaden kommt in ganz Deutschland dem Ertrag von 5000 Hektar gleich. 100 Bauernhöfe zu je 200 Morgen erzeugen also beispielsweise nur, um die Engerlinge zu sättigen. Weit schwieriger ist der Fraßschaden der Maikäfer zu schätzen. Einen Anhaltspunkt geben hier lediglich die Zahlen der in den einzelnen Flugjahren gefangenen Maikäfer. Obwohl die Fangorganisation und ihr Einsatz keineswegs so einheitlich 'ausgerichtet war, wie es heute durch den dem Reichsnährstand angegliederten Pflanzenschutzdienst geschehen ist, gehen doch die Fangergebnisse mancher Maikäferjahre der Vorkriegszeit ebenfalls schon in die Milliarden. Allein der Sammelaktion eines Forstmeisters gelang es, in seinem ihm unterstellten Waldgebiet in den Jahren 1903 und 1907 22,5 Millionen Maikäfer zu sammeln. Im Jahre 1934 konnte man in der Pfalz nach Tausenden zählende Schwärme von Maikäfern unter einem einzigen Schwarmbaum feststellen, oder es hingen in Trauben doppelt und mehr Käfer an den Bäumen, als man Blätter an ihnen hätte zählen können. 1934 wurden in Kurhessen durch planmäßigen Einsatz der Fangkolonnen 75 Millionen Maikäfer gefangen. Durch Einsatz des Reichsarbeitsdienstes und anderer Formationen ist heute die Gewähr gegeben, die Fangaktion gegen die Maikäfer erfolgreich werden zu lassen. Denn für die Bekämpfung der Maikäfer haben alle chemischen Mittel, selbst die starken Arsengifte, versagt. Das Abschütteln der befallenen Bäume und das Aufsammeln und Vernichten der gesammelten Käfer durch planmäßig eingesetzte Fangkolonnen ist also tatsächlich die einzig wirksame Art der Bekämpfung. Sie hat allerdings nicht erst bei dem fertigen Insekt, sondern schon bei der Larve, dem Engerling einzusetzen. Eine tiefgründige Bodenbearbeitung bald nach der Eiablage tötet die empfindlichen Maikäfereier, sowie die eben aus- aeschlüpften Larven ab. Durch das Pflügen werden die älteren Engerlinge entweder vernichtet, oder sie kommen dadurch an die Oberfläche des Bodens. Hier lohnt sich nunmehr sogar der Einsatz von Hühnerwagen. Auch praktischer Vogelschutz kann sich durchaus im Sinne einer Maikäferbekämpfung auswirken. Ebenso kann der Maulwurf ein wertvoller Bundesgenosse im Kampf gegen die Maikäfer fein. All das genügt aber noch nicht, um die Schädlinge erfolgreich zu vernichten. Die Maikäfer bevorzugen bei ihrer Eiablage — sie können im Laufe einer Flugzeit zwei- bis dreimal Eier in den Boden legen — Felder und Schläge mit noch nicht geschlossenem Pflanzenbestand. Die Feststellung dieser zur Eiablage bevorzugten Böden, sowie die Beobachtung der Hauptpfluglagen können wesentlich dazu beitragen, die Fraßschäden durch Käfer und Engerlinge zu mindern. Ebenso muß naturgemäß in den Hauptbefallgebieten, die an gefährdete Pflanzenbestände grenzen, in verstärktem Umfang gesammelt werden. R. Altpapier in die Sammelbehälter! Tagung der Velriebsberusswaller der DAI hin Altpapier mehr in die Mülltonne wandern oder sonstwie vernichtet werden. Daneben bleibt für die Haushaltungen die Möglichkeit bestehen, größere Mengen von glattem ober Zeitungspapier gegen Bezahlung an den zuständigen Altmaterialhändler direkt zu verkaufen. Die Luftschutzhauswarte, die laut Verfügung des Reichsluftfahrtministeriums vom 30. November 1937 mit in die Altpapiersammelaktion eingeschaltet sind, wachen darüber, daß die Bedeutung der Altpapier- erfassung von allen Hausbewohnern erkannt wird. Deutsche Volksgenossen! Jedes Stück Abfallpapier, das Ihr in den Müll werft,^ verbrennt ober sonstwie vernichtet, ist für den einzelnen wertlos, von allen gesammelt, trägt es jeboch dazu bei, daß jährlich mehrere Millionen Reichsmark an Devisen für Holzeinfuhr gespart werden. Erfüllt deshalb auch hierin euere Pflicht! warte gesehen. Der Lehrling soll nicht als Fachschaffer für den Betrieb, sondern als Facharbeiter für die ^Volksgemeinschaft ausgebildet werden. Durch den Reichsberufswettkampf und die Prüfungen werden in Zukunft die besten und die schlechtesten Lehrlinge und Facharbeiter festgestellt, wobei sich auch die Feststellung der besten und schlechtesten Ausbilder und Firmen ergeben wird. Während die Besten gefördert, bzw. ausgezeichnet, werden die Schlechtesten sich selbst schädigen, bzw. wird ihnen die Berechtigung zur Lehrlingshaltung abgesprochen. In Zukunft soll dieser AÜsbildungsgang durch die Berufsschule mit Fachklassen und Fachlehrern ergänzt werden. Das zweite Aufgabengebiet ist das der Erwach- senen-Berufserziehung im Betrieb und außerhalb des Betriebes. Diese soll durch die Betriebsberufs- walter und Angehörigen der Werkschar organisiert und vorwärts getragen werden. Jeder Betrieb hat eine betriebliche Berufserziehungsmaßnahme van vorläufig mindestens 6 Vorträgen in monatlichen Abständen, die noch im Juni beginnen müssen, vor der gesamten Belegschaft durchzuführen. Den Anfang soll möglichst ein Vortrag des Betriebsführers über „Entstehung und Entwicklung des Betriebes in seinen betriebs- und volkswirtschaftlichen Zielsetzungen" machen. Die Vorträge find in die Arbeitszeit zu legen. Wenn die Bezahlung vom Betrieb im Augenblick nicht getragen werden kann, bann find durch 1 bis 2 Minuten tägliche Mehrarbeit die 60 Minuten für den monatlichen Vortrag herauszu- holen. Nach eingehenden Anweisungen über die technische und praktische Durchführung dieser Maßnahmen hob Pg. Beckmann hervor, daß viele Firmen der DAF. bestätigt haben, daß hier der richtige Weg gefunden ist und die Zusammenarbeit sich für Betrieb und DAF. anregend gestaltet. Diese Maßnahmen sind schnellstens durchzuführen, weil sie den kürzesten Weg zum Herzen und zum Verstand des handschaffenden Arbeiters darstellen und ihnen die Gelegenheit bieten sollen, allgemein volks- und betriebswirtschaftlich sehen und denken zu lernen und sich fachlich fortzubilden. In vielen Betrieben sind bereits Lehrlingswarte und Betriebsberufswalter und in beiden Kreisen (Wetterau und Alsfeld-Lauterbach) bereits 23 Werk- scharen vorhanden. Nach der Neugliederung der Werkscharen in Arbeitsgruppen sollen die Lehrlingswarte und Betriebsberufswalter der Werkschar angehören. Diese berufliche Erwachsenen-Erziehung müsse die Allslese und Förderung der Leistungsfähigkeit übernehmen. Im Anschluß an den mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag fand eine Aussprache statt. NSG. Der Gaubeauftragte für Altmaterialerfassung gibt folgendes bekannt: Gemäß Uebereinfunft mit dem Reichsluftschutzbund sind seit mehreren Monaten in den Häusern des Gaues Hessen-Nassau Sammelbehälter aufzustellen, um darin das in den Haushaltungen anfallende Altpapier für die Sammler aufzubewahren. Da in einigen Kreisen die Durchführung meiner Anordnung noch nicht erfolgt ist, bitte ich die Hausbesitzer nunmehr, bis spätestens 15. Juni für di? Aufstellung von Sammelbehältern (gebrauchten Eimern, Kisten und dergleichen) Sorge zu tragen. Die Behälter werden zweckmäßig im Keller o-ber an einer sonstigen für die Hausbewohner leicht zugänglichen Stelle, keinesfalls aber im Hofe ober vor bem Haus neben ber Mülltonne ausgestellt. In bie Behälter werben Knäuel- und Abfallpapier aller Art, Schachteln, Kartons und Verpackungsmaterial aus Pappe geworfen. Auf keinen Fall darf künstig- Die Deutsche Arbeitsfront, Abteilung für Berufserziehung und Betriebsführung, hielt für die Betrieb sbe ruf sw al ter der Kreise Wetterau und Alsfeld - Lauterbach am gestrigen Mittwochnachmittag im „Burghof" in Gießen eine Tagung ab. Zur Einleitung sprach ber neue Kreisobmann der DAF. des Kreises Wetterau, pg. Katzenmeier über „Die Aufgaben ber Amtswalter der DAF.". Er hob hervor, daß zur Durchdringung des Volkes mit den ncttionalfozialistischen Gedanken der Gemeinschaft ber DAF. eine besondere Aufgabe gegeben ist, weil sie den größten Teil dieses Volkes, wie er in den Betrieben und am Arbeitsplatz in Erscheinung trete, erfasse. Die erste Aufgabe des Amtswalters der DAF. in diesen Gemeinschaften müsse es nun sein, ihr Vertrauen zu erringen, um feine Arbeit fruchtbringend zu gestalten. Dabei müsse er seinen Berufskameraden mit Rat und Tat zur Seite stehen. Der Amtswalter müsse allen Schwierigkeiten mutig entgegensetzen und sich bewußt sein, daß der Führer Punkt für Punkt seines Programms erfüllt und zur gegebenen Zeit auch das abändem wird, was noch nicht mit den Gedanken des Nationalsozialismus völlig übereinstimmt. Kreisberufswatter pg. Beckmann gab dann in längeren Ausführungen die grundlegenden Anweisungen für bie Durchführung der „Betriebsgebundenen Berufserziehung". Der Tota- litätsanfpruch der Partei auf bie Menschenführung erstrecke sich auch auf die Berusserziehung. Der Rebner begrünbete bann die Richtigkeit der nationalsozialistischen Wirtschaftsführung, die zur Regelung ber Rohstofffrage unb zur Lösung des Facharbeitermangels einer straffen Führung benötigt. Die Wege dazu führen über bie deutsche Volks- unb Leistungsgemeinschaft. Heute sehen wir bie berufliche Ausbildung als eine Erziehungsaufgabe im Rahmen der Gesamterziehungsaufgabe des deutschen Menschen an, da es gilt, den richtigen Mann an den richtigen Platz zu stellen. Die von der DAF. angestrebte Berufserziehung setzt daher schon beim Nachwuchs ein unb roenbet sich bann ber Förberung ber Ausbilbung ber Erwachsenen im Betrieb zu. Durch bie Eignungsprüfung, wie sie in einigen Stäbten, u. a. auch in G i e- ß e n bereits eingeführt ist, werben bie jungen Menschen hinsichtlich ihrer körperlichen, geistigen unb seelischen Eignungen unb Fehler erforscht, um ihren Arbeitscharakter festzustellen unb um burch bie Er- funbung ihre sozialen Verhältnisse bie richtige Berufslenkung vorzunehmen. Dann wirb auf eine planvolle berufliche Erziehung burch bie Lehrlings- Naste staut ist besonders empfindlich gegen Sonne! Erst abtwcknen, dann mit Rivea einreiben. So mindern Sie die Gefahr Sonnenbrandes und wundervoll bronzene Hauttönung. ___ Dornotiren. Tageskalender für Donnerstag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Anna Favetti". —* Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die Umwege des schonen Karl". — Wettbewerb HI.-Heim, Gießen: 16 bis 18 Uhr Ausstellung ber Entwürfe in ber Volkshalle (Empore). — Kriegerkameradschaft 1874 Gießen: 20.30 Uhr im „Burghof": Kameradschaftsappell mit Lichtbildervortrag über „Verdun". HZ., Bann und Zungbann 146. Zur letzten Vorstellung des Theaterringes füf diese Spielzeit gelangt am Montag, 23. Mai, „Scharnhorst" zur Aufführung. Hierzu können auch Nichtmitglieder des Theaterringes Karten zum Preise von 0,80 Mark auf ber Verwaltungsstelle bes Bannes unb Jungbannes 116 in Empfang nehmen. Die Einheiten können bis zum Freitag noch Sammelbestellungen aufgeben. BDM- u. ZM.-Unlergau 116/diesen Vetr.: hJ.-Thealerring. Die letzte HJ.-Theaterring-Vorstellung „Scharnhorst" finbet nun am Montag, 23. Mai, statt. Folgenbe Gruppen haben sofort auf ber Verwaltungsstelle bes Untergaues bie Karten abzuholen: Mäbelgruppe 2, 4, 10/116, IM.-Gruppe 1, 2, 4, 16/116. Steuerbefreiung füralteKrastdroschken und Mietkrastwagen. DNB. Eine Derorbnung bes Reichsministers ber Finanzen vom 17. Mai 1938 sieht eine Befreiung von ber Kraftfahrzeugsteuer für alte Kraftdroschken und Mietkraftwagen vor. Danach sind steuerlich befreit Kraftdroschken und Personenkraftwagen, bie ber Kraftbroschkenuntemehmer, ober ber Unternehmer von Mietwagenverkehr bereits vor bem 1. April 1933 in seinem Betrieb verwendet hat. Steuerbegünstigt sind Einzelunternehmer, bie ihren Lebensunterhalt im wesentlichen burch ben Kraft- broschkenverkehr ober den Mietwagenverkehr erwerben. Die Verorbnung ist nicht anwenbbar auf Gesellschaften und Personenvereinigungen. Der Unternehmer muß die Steuerbefreiung beim Finanzamt beantragen. Das Finanzamt erteilt bann eine Bescheinigung über bie Steuerbefreiung. Die Steuerbefreiung wirb rückwirkend ab 1. Januar 1938 gewährt. Besonderer Paßvermerk für Ungarn-Weisen vom 20. bis 29. Mai. DNB. In der Zeit vorn 20. bis 29. Mai 1938 be- bürfen beutsche Staatsangehörige mit Wohnsitz ober ftänbigem Aufenthalt im Reichsgebiet für Reisen nach und durch Ungarn in ihren Pässen des besonderen Vermerks: „Gültig auch für Reisen nach und durch Ungarn." Die Erteilung dieses Vermerks ist bei ber zuständigen Paßbehörbe zu beantragen. Wer ohne den erforderlichen Vermerk unmittelbar ober auf einem Umwege nach Ungarn reift, macht sich strafbar. Die Paßnachschaubehörben an ber Grenze sind angewiesen, deutsche Staatsangehörige, die ohne diesen Vermerk in ihrem Paß nach Ungarn ausreisen wollen, an der Ausreise zu verhindern. Ehemalige Angehörige des Res.-Zns.-W«. 116! Kameraden! Unser Traditionsregiment, das In- f a n t e r i e - R e g i m e n t 11 6 , rüst uns zu einem Regimentsappell für den 18. bis 2 0. Juni nach Gießen. Das Regiment 116 will uns in diesen Tagen zeigen, daß unsere Tradition bei ihm in guten Händen ist. Auch unser ehemaliger Regiments- kommandeur vom März 1915 bis September 1918, Oberstleutnant Ra Vermacher, hofft, daß wir alle in Gießen bei dem Traditionsregiment vollzählig erscheinen werden. Am 18. Juni findet in der Gießener Volks- Halle ein großer Kameradschaftsabend mit Dar« bietungen von Angehörigen des Traditionsregiments statt. Die Sonntagvormittagsstunden gelten der Ehrung unserer gefallenen 75 Offiziere und 3152 Unteroffiziere und Mannschaften des Regiments am Ehrenmal unseres Regiments in Gießen. Nachmittags finden ein Wehrsportfest durch unser Traditionsregiment und militärische Vorführungen mit modernsten Waffen statt, abschließend unter Mitwirkung der Luftwaffe ein neuzeitliches Gefecht verbundener Waffen, dabei Erstürmung eines Dorfes. Abend gelangt in einer Freilichtveranstaltung auf dem Trieb in Gießen „Wallensteins Lager" zur Aufführung. Anschließend wird das Tanzbein geschwungen und alte Erinnerungen ausgetauscht werden. Anmeldungen sind baldmöglichst an das Traditionsregiment JR. 116, Gießen, zu senden. Dieses erteilt auch nähere Auskunft über die Großveranstaltungen. Schwerverbrecher vor dem Schwurgericht hob Dachziegel ab, um in das Hausinnere zu gelangen. Im Entlüftungsschacht ließ er sich dann an einem Seil herunter. Vielfach drang er durch Kellerfenster in die Häuser, wo er stehlen wollte, öfter entwendete er Fährräder oder Krafträder, die er zur Weiterreise benutzte. In Friedberg stahl er aus dem Büro der Herberge zur Heimat 200 Mk., in Dortelweil aus einem Kaufhaus 500 Mark. Dort machte er sich ein Paket mit Ware zurecht, ließ es aber schließlich liegen, weil es ihm zu schwer war. In Düdelsheim fand er sich nachts in der Postagentur ein, versteckte sich, weil noch Leute im Haus waren, und trank eine Flasche Sekt aus, während er gemütlich eine Zigarette rauchte. Als er bemerkt worden war, floh er in den Wald, kletterte auf eine Tanne, schwang sich von Baum zu Baum und verbarg sich schließlich im nächsten Ort im Leichenhaus, wo er den Ofen anzündete, um seine durch den Regen durchnäßten Kleider zu trocknen. Einen Einbruch in Bad Soden leugnet er, aber er trug einen Zeitungsbericht über diese Tat bei seiner Verhaftung bei sich. In Gießen brach er Mitte Februar d.J. in ein Waffengeschäft ein und holte sich sechs Pistolen und Munition, die er in die Wohnung seiner Geliebten, einer Dirne, nach Frankfurt brachte. Gegen diese Person ist ein Verfahren wegen Hehlerei im Gange. Am zweiten Tag der Schwurgerichtsverhandlung gegen Koscheike wurden die am schwersten gelagerten Fälle der Anklage besprochen. Zunächst kam der T o t s ch l a g s v e.r s u ch an einer Bäckersfrau in Oie ersten deutschen Rundfunkteilnehmer gesucht. Schulungsabend der Ortsgruppe Sietzen-Ost. Die Ortsgruppe Gießen-Ost der NSDAP, beschloß unter Leitung von Ortsgruppenleiter Kreuder am gestrigen Mittwochabend ihre Winterschulungsarbeit mit einem letzten Vortrag im Zeichensaal der „Langemarckschule". Pg. Dr. H o p f e n m ü l l e r sprach über bte Eingliederung der Ostmark. Er erinnerte daran, roie nach dem Abkommen von 1937, durch das die Beziehungen zu Oesterreich freundschaftlich und normal gestaltet werden sollten, und nach dem Besuch Schuschniggs auf dem Obersalzberg die Geschehnisse nicht nur für Deutschland, sondern für die ganze Welt überraschend kamen. Die Zurückweisung des freundschaftlichen Anerbietens des Führers durch Schuschnigg, die ganz dem unaufrichtigen Wesen dieses Regierungssystems entsprach, mußte die Entwicklung beschleunigen. ■ Der Redner ging dann auf die Geschichte des Landes ein und wies u. a. nach, daß iist 6. Jahrhundert, nach dem Verfall des römischen Reiches, Bayern dieses Land besiedelten und kultivierten und es im Kampfe gegen den Ansturm der Mongolen und Magyaren, später gegen die Türken als deutsches Stammesgebiet verteidigten. Er kennzeichnete die Haltung Frankreichs gegenüber Oesterreich und schilderte dann die traurigen Verhältnisse der Herrschaft der Habsburger, die im Weltkrieg ihren Verbündeten verrieten, nur um ihre Krone zu sichern, und deren letzte Sprößlinge nun als Fahnenflüchtige und Diebe steckbrieflich gesucht werden. Legitimismus, politischer Katholizismus und Judentum übten dort einen verheerenden Machteinfluß aus, der zwangsläufig zur-Aenderung der Verhältnisse führen mutzte. Bei dem Ablauf der jüngsten Ereignisse offenbarte sich die Führerpersönlichkeit Adolf Hitlers, den das Schicksal ausersehen hatte, seine Heimat in das Reich einzugliedern, wie er es bereits in feinem Buche „Mein Kampf" angekündigt hatte. Die Vollzugsmeldung der Zurückführung der Heimat des Führers in'das Reich fei eine der größten feiner Taten gewesen und gab nicht nur den Deutschen, sondern -auch der Welt den Beweis dafür, daß der Führer fein zufällig emporgekommener Politiker, sondern der vom Schicksal ausersehene Führer der Deutschen ist. Nach kurzem Eingehen auf den Besuch des Führers in Rom und auf die sudetendeutsche Frage ermunterte Dr. H o p f e n m Ü l l e r die Mitarbeiter zu weiterer gläubiger Hingabe an die Gemeinschaft der Deutschen, der sich weder im In- noch im Ausland ein Deutscher entziehen kann. Zum Abschluß wurde den Politischen Leitern und Maltern und Warten für den regelmäßigen Besuch der Schulungsabende gedankt, die von der Ortsgruppe Ost in vorbildlicher Weise durchaeführt werden konnten und für die in Zukunft auch Lichtbilder verwendet werden sollen. Äon her Universität Giessen. Don der Pressestelle der Ludwigs-Universität Gie- Sprendlingen zur Sprache. Am 12. Februar fuhr der Angeklagte nach Sprendlingen und stieg gegen 21 Uhr über das Hostor in den Hof und von da in die Mehlkammer einer Bäckerei, wo er sich, Zigaretten rauchend, verborgen^ hielt. Dann brach er mit einem Stemmeisen die Tür zum Laden auf, fand die Kasse leer und schlich sich nun in die Küche und dann in das Wohnzimmer. Als er dort das Büffet auf seinen Inhalt durchsuchte, drangen aus dem angrenzenden Schlafzimmer, in dem das Licht eingeschaltet worden war, plötzlich Hllferufe der 57jährigen Bäckersffau, die sich allein in dem Schlafzimmer befand, da ihr Mann noch abwesend mar. Koscheike schlug mit dem Stemmeisen der Frau auf den Kopf. Als sie zu röcheln begann, verließ er das Zimmer. Aus einer Geldkassette nahm er etwa 120 Mark an sich, stahl vom Hof ein Fahrrad und begab sich in eine Sprendlinger Wirt- schuft, wo er zehy Kognaks trank. In einer Wirtschaft in Neu-Isenburg, in der er sich als Laborant ausgab, bestellte er abermals Kognak, lud Gäste ein und fuhr mit zwei von ihnen gegen 3.30 Uhr morgens in einem Mietauto nach Frankfurt, wo er noch ein Kaffeehaus besuchte. Der Angeklagte äußerte zu der schweren Tat, daß er geglaubt habe, die Frau sei tot, und daß er sie zum Schweigen habe bringen müssen. Die Zeugin wellte nach dem an ihr bgangenen Verbrechen neun Wochen im Krankenhaus und ist heute noch nicht wiedsrher- gestellt. Die ihr zugefügten Verletzungen waren sehr schwer: das Röntgenbild ergab einen Schädelbruch. Die Frau leidet jetzt unter Angstträumen, und ihre Erholung ist dadurch erschwert und unsicher. Wenige Tage nach der Sprendlinger Tat verübte der Angeklagte das Verbrechen in der Brückhof- straße in Frankfurt. Durch den Einbruch in ein Gießener W a f f e n ges ch ä f t war er genügend mit Waffen ausgerüstet. Als er am 17. Februar seine Wohnung verließ, steckte er zwei Pistolen zu sich mit je einer Patrone im Lauf und fünf im Magazin. Er begab sich zunächst in Wirtschaften der Altstadt und des Bahnhofsviertels, bann kam er auch in eine Wirtschaft in der Brück- hofftraße, wo sich seine Geliebte, eine Dime, ein- fand. Unter den Gästen weilte der Bauarbeiter Robert Bender. Koscheike machte seiner Geliebten Vorhaltungen wegen des Abhandenkommens seiner Geldbörse. Bender mischte sich ein. Es kam schließlich so weit, daß Koscheike und die Dirne aus dem Lokal gewiesen wurden. Bender folgte mit erhobenem Stuhl, und als er auf der Straße bis auf zwei Meter an Koscheike herangekommen mar, gab dieser einen Schuß ab, durch den Bender in die Herzgegend getroffen wurde. Bender verstarb an Verblutung. Koscheike flüchtete jin dos Haus seiner Geliebten, wo er festgenommen wurde. Der Angeklagte gab zu, daß er die Waffen mitnahm, weil er mit seiner Verhaftung rechnete, wobei er sich hätte wehren müssen. Blutproben, die von Bender und dem Angeklagten genommen wurden, ergaben, daß beide angetrunken waren. ßen wird uns mitgeteilt: . Professor Dr. Dietz ist zum Prorektor der.Unt- versität Gießen und Professor Dr. Eger zum Dekan der Juristischen Fakultät der Unioersllat Gießen ernannt woroen. Der Führer und Reichskanzler hat dem ordent- . lichen Professor Dr. Karl B ü r t e r, der die Ab tersgrenze erreicht hat und deshalb von den amtlichen Verpflichtungen entbunden wird, für feine er- • folgreiche akademische Wirksamkeit und dem deutschen Volke geleisteten treuen Dienste seine Anerkennung und seinen besonderen Dank ausgesprochen. Der Führer und Reichskanzler hat den nicht- beamteten außerordentlichen Professor Dr. Albrecht von Blumenthal, unter Berufung in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit, zum ordentlichen Professor für Klassische Philologie und zum Direktor des Klassisch-philologischen Seminars und Proseminars der Universität Gießen ernannt. Der Dozent Dr. Fritz Stroh von der Universität Gießen, der seit dem Sommer-Semester 1937 den freien Lehrstuhl für germanische Philologie an der Universität Erlangen vertretungsweise inne hatte, ist mit Wirkung vom 1. Februar 1938 zum planmäßigen außerordentlichen Professor und zum Vorstand des Seminars für Deutsche Philologie der Universität Erlangen ernannt worden. Frankfurt a. M., 18. Mai. (Lpd.) Vor dem Schwurgericht begann am Dienstag die Verhandlung gegen den 25jährigen Oswald Koscheike, der des Totschlags an dem Bauarbeiter Robert Bender in der Brückenstraße in Frankfurt a. M., des Vergehens gegen das Schußwaffengesetz, des T ö t u n g s v e r s u ch s an der Frau eines Bäckermeisters in Sprendlingen und des Diebstahls in 4 5 Fällen angeklagt ist. Der Angeklagte stammt aus Gelsenkirchen. Mit 15 Jahren wurde er zum ersten Male straffällig, hatte aber das Glück, verschiedentlich Bewährungs- rist zu erhalten. Schließlich kam er in Fürsorgeerziehung, aus der er zweimal entwich. Koscheike hat insgesamt acht Vorstrafen, als höchste eine mit einem Jahr und vier Wochen Gefängnis. Die Mehrzahl der Vorstrafen erhielt er wegen Diebereien, gelegentlich ist er auch wegen Nötigung und Bettelns bestraft. Seit Januar 1936 führte der Angeklagte eine Serie von Diebstählen undEinbrü- ch e n aus, wobei er teilweise Waffen mit sich führte. In der Hauptsache drang er nachts in Wirtschaften, Lebensmittelgeschäfte und landwirtschaftliche Betriebe in Norddeutschland, Oberhessen und in der Frankfurter Gegend ein und erbeutete Lebensmittel, Kleidungsstücke und Bargeld. Häufig bestahl er seine früheren Arbeitgeber, mitunter -mar die Beute recht ansehnlich. Bei einem Vüroeinbruch in Lübeck kletterte er an einem Dachkandel empor und m e r aus Großen-Linden zum Vikar in Frankfurt a. M. mit Wirkung vom 11. Mai 1938 ab: der Pfarrassistent F. Sturm zu Arheiligen, Dek. Darmstadt, zum Vikar für das Dek. Frankfurt a. M.» Ost, mit Wirkung vom 11. Mai 1938 ab; der Pfarrvikar F. Silß zu Okarben, Dek. Friedberg, zum Psakrverwalter der Pfarrei Petterweil, Dek. Friedberg, mit Wirkung vom 16. Mai 1938 ab; der Pfarrverwalter K. H. Stritter zu Kirtorf, Dek. Alsfeld, zum Pfarrvikar der Pfarrei Okarben, Dek. Friedberg, mit Wirkung vom 16. Mai 1938 ab. Gießener 2Bod)enmarftprei|e. * ® i e & e n, 19. Mai. Aus dem heuttgen Wochenmarkt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, kg 1,57 Mark, feine Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 5 bis 10, Eier, deutsche, Klasse S 13, Klasse A 12/4, Klasse B 12, Klasse C 11%, Klasse D 10%, Wirsing, % kg 18 bis 20, Karotten 12 bis 15, gelbe Rüben, das Bündel 20 bis 25, rote Rüben, % kg 10 bis 12, Spinat 8 bis 12, Römischkohl 12 bis 15, Spargel, 1. Sorte 46 bis 50, 2. Sorte 45, 3. Sorte 38 bis 40, 4. Sorte 25, Erbsen 18 bis 20, Tomaten 60 bis 65, Zwiebeln 18 bis 20, Schwarzwurzeln 25 bis 35, Rhabarber 18 bis 20, Kartoffeln, alte, % kg 5 Pf., 5 kg 45 Pf., 50 kg 3,30 bis 3,90 Mark, neue, % kg 20 Pf., Aepfel 20 bis 40, amerikanische Aepsel 50 bis 60 Pf., Hähne 1 bis 1,10 Mark, Suppenhühner 1 bis 1,05 Mark, Tauben, bas Stück 60 bis 65 Pf., Blumenkohl 60 bis 70, Salat 8 bis 25, Salatgurken 50 bis 70, Oberkohlrabi 20 bis 25, Lauch 5 bis 15, Sellerie 10 bis 40, Rettich 10 bis 15, neue,.bas Bündel 20 bis 30, Radieschen, bas Bündel 8 bis 12 Pf. ** Dien ft jubiläum bei der Stadt G i e- ß e n. Die Stadtverwaltung Gießen teilt mit: Gestern konnte der Installateur Karl Lücke! auf eine ununterbrochene Dienstzeit von 35 Jahren zurückblicken. Der Jubilar, der als pflichttreuer und fleißiger Arbeiter beim Städt. Gas- und Wasserwerk tätig ist, wurde im Kreise seiner Arbeitskameraden geehrt und erhielt ein Glückwunschschreiben des Herrn Oberbürgermeisters. ** Freie L eh r e r st e l l e n. Erledigt sind: im Kreise Alsfeld: je eine Lehrerstelle für evangelische Lehrer an der Volksschule zu Alsfeld, Büßfeld, Deckenbach und Windhausen; im Kreise Darmstadt: eine Lehrerstelle für einen evangelischen Lehrer an der Volksschule zu Erzhausen. ob während dieser Zeit die Wohnung gewechselt wurde und ob der Bewerber durch Vorlage der enffprechenden Bescheinigung den ersten Anmekde- tag und die ununterbrochene Teilnahme nachweisen kann. Anmeldeschluß ist der 15. Juni 1938. Dienstnachrichten her Evangel.LanheS- kirche Nassau-Hessen. NSG. Zur „15. Großen Deutschen Rundfunkausstellung", die vom 5. bis 21. August in Berlin ftattfinbet, werden die ersten Rundfunkteilnehmer aus allen deutschen Gauen Gäste des Reichsrundfunks sein. Teilnahmeberechtigt sind alle Hörer, die nach Einführung der Zweimark-Rundfunkgebühr ununterbrochen Rundfunkteilnehmer sind und dies durch Belege (Rundfunkteilnehmergenehmigung und Rundfunkgebührenquittungen) nachweisen können. Alle Anmeldungen sind an die Hauptstelle Rundfunk bei der (Bauleitung der NSDAP., Frankfurt am Main, Gutleutstraße 8 bis 14, zu richten. Die Meldung muß folgende Angaben enthalten: Name und Wohnort sowie Berus, jetzige Wohnung, poli- ttsche Ortsgruppe und Kreis, wann die erste Rundfunkteilnehmergenehmigung erteilt wurde, welche Nummer sie trug, bei welchem Postamt und auf welchen Namen sie ausgestellt wurde, ob die Rund- funtteilnahme vom ersten Tage der Anmeldung EPNH. Ernannt wurden: Der Pfarrverwalter W. Hitzing zu Bernsburg, Dekanat Alsfeld, zum Pfarrer der Pfarrei Bernsburg mit Wirkung vom 1. Mai 1938 ab; der Pfarramtskandidat K.Traum aus Freienseen zum Pfarrvikar der Pfarrei der Luchergemeinde zu Gießen, Dek. Gießen, mit Wirkung vom 1. Mai 1938 ab; der Pfarroerwalter W. Wegener, zuletzt in Groß-Steinheim, Dek. Offenbach, zum Pfarrverwalter der Pfarrei Eich, Dek. Oppenheim, mit Wirkung vom 11. Mai 1938 ab; der Pfarrassistent H. Boos zu Heppenheim, Dek. Zwingenberg, zum Pfarrverwalter der Pfar- ...» ....... —a. ... -........-•» rei Ossenheim, Dekanat Wg, mit Wirknna ->am bis heute ununterbrochen aufrechterhalten wurde, 11. Mai ab; der Pfarramtskandidat Dr. H. Ger- Fäden hin und her. Zfioman von Hedda Westenberger. Copyright by Carl Duncker Verlag, Berlin W 35 26. Fortsetzung. (Nachdruck verboten!) „Vielleicht langweile ich Sie, Fräulein Monika." Da legt Monika, die spröde Monika, mit einer herzlichen und kameradschaftlichen Geste die Hand auf seinen Arm und schaut ihn aus_ ihren blauen Augen lächelnd an und sagt leise: „Sie langweilen mich gar nicht, Herr von Kahl. Wann kommt denn auch schon mal einer und redet ein vernünftiges Wort. Also, fahren Sie nur fort." Kahl nimmt den Hut ab und klemmt ihn erfreut unter den Arm. „Ja, es ist merkwürdig, wie selten man Menschen findet, denen gegenüber man gern von sich selbst spricht. Und daß ich nun ausgerechnet Ihnen gegenüber ..." Monika lächelt seltsam: „Tut es Ihnen schon leid?" „Leid? Aber- ich bitte Sie. Im Gegenteil. Sie haben eine so gute Art, zuzuhören. Und nichts ist hübscher an einer Frau, als wenn sie gut zuhören kann. Die wenigsten können das — glauben Sie es mir." Monika lächelt noch immer. „Man bildet sich immer ein", sagt sie dann nachdenklich, „daß man selber ein, Gott weiß, was für unglückliches Dasein führt. Aber wenn man mal anderen zuhört und anderer Leute Wege mitgeht, dann merkt man erst, wie winzig klein das eigene Ungeschick ist. Vielleicht, wenn man sich eifriger um das Schicksal anderer bekümmern würde, schämte man sich eines Tages vor sich selbst, das eigene unerfreulich zu nennen." Kahls tiefliegende Augen streifen sie flüchttg: „Und Sie nennen Ihres unerfreulich?" Monikas Antwort bleibt eine Welle aus. Dann hebt sie den Kopf und schaut voll zu Kahl auf. „Es ist sonderbar", sagt sie leise, „noch vor zehn, ach, vor acht Tagen hätte ich erklären können, daß ich mit meinem Leben durchaus Aufrieten bin — obwohl ich keine Mutter mehr habe und Vater mir im letzten Grunde zu sehr der Vater und zu wenig ein Freund ist. Aber auf einmal, ohne daß etwas oorgefallen ist, auf einmal kommt mir alles schrecklich sinnlos 'vor. Man sitzt in Eigelstein und tut nichts und läßt die Zeit hingehen. Man hat ©e- sühlchen und weiß nicht, welche davon jemals große Gefühle werden könnten. Und man wird in zehn Jahren noch ebenso in Eigelstein sitzen. Finden Sie das erfreulich?" Sie ist unwillkürlich stehengeblieben, und auch Kahl bleibt jetzt stehen. Er schaut sie nicht an, obgleich er fühlt, daß sie ihn anschaut. „Ich dachte, Ihr Leben sei sehr bunt und froh durch Ihre — Ihre Zuneigung zu meinem Freund Lenzsch. Die doch letzten Eno es da ist, wenn ich das ■ mal frei heraussagen darf, nicht wahr? Ober .4.?" Eine lange Pause entsteht. Monika hat sich wieder in Bewegung gesetzt und ihr Rad weilergeschoben. Es rollt nun zwischen ihr und Robert von Kahl. Das leise Summen seiner Räder füllt die Stille zwischen den beiden so hübsch aus, daß es gar nicht peinlich ist, so lange zu schweigen. Da Monika aber gar keine Anstalten macht, Kahls Frage zu beantworten, sagt Kahl schließlich leise: „Ich wollte nicht aufdringlich sein.-Sie haben mich doch hoffentlich nicht mißverstanden. Ich bin zwar so ein bißchen 'berüchtigt, wegen meiner Neugierde, aber diesmal ...ich fragte wirklich nicht aus Neugierde, sondern aus ... ich weiß nicht, ich hatte plötzlich das Gefühl, als dürfte ich fragen. Weil — wir sind ja hier nicht in einem Salon, sondern im Wald, und Sie sind fein gnädiges Fräulein, sondern ein Mädchen und so mutterseelenallein unterwegs, weil Ihnen irgend etwas das Herz abdrückt, und überhaupt, ich weiß nicht ... wenn es das gibt, daß man plötzlich für einen Menschen, dem man noch vorgestern ziemlich fremd gegenüberstand, Kameradschaft fühlen kann und Freundschaft, bann ist bas soeben mit mir geschehen. Aber wenn es Ihnen unangenehm ist, so nehme ich meine Frage zurück." Da schaut Monika mit Augen, in benen schon bie Tränen sitzen, auf und schüttelt heftig den Kopf: Nein, neip, er braucht seine Frage nicht zurückzunehmen. Er braucht sich überhaupt nicht zu entschuldigen, dafür, baß er gefragt hat. Es ist nur ... sie geht doch nun schon viele, viele Monate mit ihren Gedanken an Lenzsch umher, bie einmal so finb unb morgen roieber anbers. Aber nie bisher hat irgenb jemanb sie barüber gefragt. Sie hat bas alles immer ganz allein mit sich selbst abgemacht unb sich nur oft gewünscht, baß jemand da wäre, mit dem sie einmal darüber reden könnte. Und nun endlich fragt jemand, aber es geschieht gerade in einem Augenblick, da sie keine frohe und gar keine glückliche Antwort geben kann, sondern ganz im Gegenteil ... Sie hält im Sprechen inne und wischt sich ein wenig an den Augen herum, wie ein Kind nach dem Weinen. Kahl sieht es, und es wird ihm ganz eigentümlich warm dabei; aber er geht still neben , ihr weiter unb wartet. Nach einer Weile kommt denn auch Monikas Stimme wieder, ein bißchen belegt unb sehr hastig, als habe sie in sich allerhanb Widerstände zu über- roinben: „Tante Martha sagt, ich sei zu Lenzsch zu spröbe und launisch gewesen, unb so gehe man nicht um mit einem Mann, den man haben wolle. Aber so praktisch unb zielbewußt war ich gar nicht. Ich wollte Lenzsch nicht burchaus haben; ich hatte ihn gern, unb manchmal dachte ich sogar, ich könnte ihn — es könnte mal eine Liehe werden zwischen uris. Doch ich war nie ganz sicher, unb ben einen Tag glaubte ich es fest unb ben anberen roieber nicht. Je nachdem war ich eben zu ihm. Aber für dieses Wochenend«, da er zu uns zu Besuch kommen sollte, hatte ich mir fest vorgenommen, sehr nett zu ihm zu sein, unb ich bachte, wenn er bann auch sehr nett zu dir ist, dann wirst du wohl endlich genau in dir drinnen spüren können, ob du ihn liebst ober nicht. Unb bann kam er ..." , Eine Handbewegung vollendet den Satz. „Fräulein Monika, haben Sie nicht gemerkt, daß er auch mit der Absicht kam, irgendeine entscheidende Wendung herbeizuführen?" Monikas blaue Augen richten sich traurig auf den Frager. „So? Hatte er bie Absicht? Sehen Sie, bann ist bas, was er inzwischen getan, um so schlimmer." „Wieso? Was hat er benn getan?" Monika atmet tief- „Er ist mit fliegenten Fahnen umgeschwenkt." Robert von Kahl bleibt stehen und stemmt beide Hände in bie Hüften. Umgeschwenkt, ja, um Gottes willen, wohin benn? Gibt es benn neuerbings im Hammerbacherschen Haus noch mehr hübsche junge Mädchen? Er schaut Monika zweifelnd mit leicht zusammen- gezpgenen Brauen an. Dann fällt ihm plötzlich bie Dame ein, bie alte Dame, bie ebenfalls bei Ham- merbachers zu Besuch ist, und bie zur Zeit mit Lenzsch zusammen dort Kaffee trinkt. Sollte biefe alte Dame vielleicht boch nicht ganz so alt fein? Unb sollte Lenzsch am Ende ...? „Fräulein Monika", jagt Kahl langsam und setzt sich wieder in Bewegung, „Fräulein Monika, wir sind boch jetzt gute Freunde, nicht wahr? Unb bas Thema, bas wir da angeschlagen haben, ist nicht eines, bei dem man mit halben Wahrheiten kommen darf. Erlauben Sie mir darum eine weitere Frage?" Monika nickt mit rotem Kopf: Ja, bitte! „Ist vielleicht", fährt Robert von Kohl fort, dabei Monika, nur sehr vorsichtig aus ben Augenwinkeln anschielend, „ist vielleicht die alte Dame, Ibie bei Ihnen zu Besuch ist, imd von der .Sie vorhin sprachen, gar keine fo sehr alte Dame, sondern eine jüngere?' Monika schluckt ein bißchen. Dann nickt sie tapfer: Ja, es ist eine jüngere. „Aha!" macht Kahl befriedigt. „Nun kommen wir der Sache schon näher. Lenzsch flirtet also ziemlich ausgiebig mit dieser jüngeren, hm — jungen Dame?" Erneutes Kopfnicken. „Und Sie haben sich postwendend ins Bockshorn jagen lassen und reden sich ein, es sei ihm ernst mit dieser anderen? Ernster als mit Ihnen?" Da hebt Monika mit einer ungezähmten Bewegung das Vorderrad bet der Lenkstange hoch und stößt es bann mit solcher Wucht auf den Bäten zurück, daß die Klingel leise zu klingeln an fängt. „Wenn er doch diese Marga Montwill schon tn seiner Jugend geliebt hat!" „Wen, bitte? Wie war der Name?" Monika schaut fragend unb verständnislos in Kahls gespanntes Gesicht. „Marga Montwill", wiederholt sie leise. Da geschieht etwas sehr Merkwürdiges. Robert von Kahl bleibt stehen, schaut Monika an, schaut bann in ben Himmel hinauf und wieder zurück zu Monika, nimmt ben Hut ab, schüttelt mehrere Male den Kopf unb setzt den Hut wieder auf. Schließlich wiederholt er den Namen, als falle ihm dabei etwas ein, was er viele Jahre vergessen hatte: „Marga Montwill... Marga Montwill!" Dann lacht er kurz auf, schaut wieder auf Monika unb sagt in ganz fremdem Tonfall: „Ach so. Ja dann... Monika ist es unter seinen Augen ganz heiß geworden. „Was benn: Ach so? Was benn: Ja bann? Kennen Sie sie auch? Oder...?" Robert von Kahl geht um bas Rad herum auf Monikas andere Seite, hakt sich bet ihr ein unb beugt sich ein wenig zu ihr herunter. „Nein, ich kenne Sie nicht, Fräulein Monika. Aber ich weiß, baß Lenzsch sie früher einmal — baß er sie sehr gern gehabt hat, unb daß... Aber bas tut ja nichts zur Sache, nicht wahr Ob Lenzsch nun eine alte Liebe roieberfinbet ober eine neue Liebe ein fabelt — bas wichtigste ist, daß Sie sich barüber flarroerben, ob Sie ihn gern haben ober nicht und ob Sie ihn haben wollen ober nicht. Unb wenn Sie mich fragen, ich weiß nur das eine, baß Lenzsch Sie sehr gern gehabt unb gehofft hat, baß er Sie eines Tages heiraten kann. Ob bas nun inzwischen anders geworden ist... Das kann ich mir jedoch nicht denken. Es sind ja noch keine vierundzwanzig Stunden her, baß ich ihn sprach, unb bas ist eigentlich keine Zeit, um ..." (Fortsetzung folgt.) O^RGqi v Reiner I Schmierstoff durch Dappel-Läsungsverfahren Dame, smiwrn nickt sie tapfer: un kommen M iet dfo hm - P*1 - Stadt Tie. gen teilt mit: irl Südei auf on 35 Jahren pflichttreuer und 5- und Wasserseiner Arbeito- n Glückwunsch- isters. Erledigt sind: 'tefie für eoan- i Alsfeld, Buß' n Kreise Darm' ingelWn M- ins Bockshorn i ihm ernst nnt 116! B1 * &ns hiS-**» ly» in E*.1918, p£ |iner Soltb r!,'ll»nsregi, Irrung E152 Unter. am I 61”- Nach. I“nl231 uschenheim, 15. Mai. Die hiesige Kyfs - Häuser-Kriegerkameradschaft überreichte in einer Versammlung dem Ehrenvorsitzenden Karl Roth das Kysshäuser-Verdienstkreuz 1. Klaffe. Karp. Roth war 43 Jahre lang Vereinsführer und lange Jahre 2. Bezirksführer. Auch heute noch nimmt er regen Anteil an allen Geschehnissen. Kreis Alsfeld. —.— Homberg, 18. Mai. Durch eine Eingabe ist es unferm Verkehrsverein gelungen, für den Sonntag eine angenehme Neifemöglich k e i t zu erreichen. Seit dem 15. dieses Monats verkehrt auf der Strecke Kirchhain— Burg-Nieder- Gemünden am Sonntagmorgen ein Zugpaar wie werktags, wodurch die günstige Gelegenheit gegeben ist, Gießen, Marburg, Alsfeld u. a. schon fr ich zu erreichen. An die Bewohner des Ohmtales und des Gründchens fei nun die Bitte gerichtet, von dieser Einrichtung ausgiebigen Gebrauch Italien wurde Florettmeister. Aus Der Anlage vor dem Kurhaus in Lad Pistyan wurden Die Weltmeisterschaftskämpfe der Fechter feierlich eröffnet, an Denen sich Vertreter aus fünf Nationen (Italien, Frankreich, Rumänien, Jugoslawien und der Tschechoslowakei) beteiligten. Die Entscheidung im Mannschafts-Florettfechten der Männer fiel, erwartungsgemäß an Die Italiener, Die ihre sämtlichen Gegner geradezu mühelos abfertigten und schließlich den stärksten Gegner, Frankreich, mit 14 :2 gleichfalls eindeutig genug bezwangen. Der Olympia-Sieger Italien errang Den Titel vor Frankreich, Der Tschechoslowakei, Runzänien unD Jugoslawien, das seine sämtlichen Gefechte verlor. Die Ergebnisse: Weltmeisterschaft im Florett - Mannschaftsfechten: Italien—Jugoslawien 16 : 0, Frankreich—Tschechoslowakei 14:2, Tschechoslowakei—Jugoslawien 10:6, Frankreich—Rumänien 12 : 4, Italien—Rumänien 15 :1, Frankreich—Jugoslawien 15 :1, Rumänien— . Juaoslawien 12 : 4, Italien—Tschechoslowakei 16 : 0, Tschechoslowakei—Rumänien 10 : 6, Italien—Frankreich 14 :2. Kurze Sportnotizen. Der Vollzugsausschuß des IOK. hielt in Brüssel unter Dem Vorsitz Des Grafen Baillet- Latour eine Sitzung ab, in der Ritter von Halt Deutschland vertrat. Die japanischen Pläne zur Durchführung der Olympischen Spiele wurden genehmigt. Auch die deutschen Amateurboxer werden beim Deutschen Turn- und Sportfest in Breslau ihr Können zeigen. Es wird hier ein neuer Wettbewerb durchgeführt: Die Gau - Mannschafts - Meisterschaft, an Der alle 17 deutschen Gaue teilnehmen werden. Die.Gaue Südwest und Baden müssen einen Ausscheidungskampf um die Teilnahme an der Vorrunde austragen. Don Eifenrohren totgequetscht. LPD. Bad S od e n, 18. Mai. Ein furchtbarer Unglücksfall, der ein junges Menschenleben forderte, ereignete sich in Bad Soden. Die Gerätschaften von einer kürzlich erfolgten Süßwasserbohrung sollten äbtransporliert werden. Eine einheimische Spedittonsfirma, die Den Transport zum Güterbahnhof übernommen hatte und bei Der auch Der kürzlich aus Dem Reichsarbeitsdienst heimaekehrte Hugo Mechsner aus Bad Soden beschäftigt war, hatte bei der Dritten Fahrt mehrere schwere Bohrrohre geladen. Die bei Der Fährt um eine Kurve ins Rollen kamen, die Seitenwand durchbrachen und auf die Straße stürzten. Mechsner, der mtt zwei anderen Arbeitern oben auf Den Rohren gesessen hatte, wurde von den schweren Eisenrohren derart gequetscht, daß er nachts ttn Höchster Krankenhaus feinen schweren Verletzungen erlag. Die beiden anderen Arbeiter erlitten nur leichte Verletzungen. Drei Kreise durch einen Ferkelhändler verseucht. LPD. Biedenkopf, 18.Mai. Nachdem wieder in zwei Orten des Kreises Biedenkopf (Roch und Wiesenbach) Die Maul- und Klauenseuche ausgebrachen ist, ist die Seuche jetzt auch im Dill- kreis aufgetreten. Sie ist in je zwei Gehöften in Langenaubach und Mandeln und in einem Ge- haft in Ebersbach festgestellt worden. Ebenso wie im Kreise Biedenkopf ift auch hier die Seuche durch einen Ferkel Händler aus Halle bei Bielefeld, der seine Tiere in Den Gemeinden abgesetzt hat, eingeschleppt worden. Auch im Kreis W i 11 g e n- ft-e i n ist in einem Stall in Schüllar Die Seuche festgestellt worden. Sie ist, wie als bestimmt angenommen werden kann, durch den gleichen Ferkelhändler eingeschleppt worden, der auch Die Gemeinden des Kreises Biedenkopf und im Dillkreis verseuchte. Der Händler hatte in Schüllar mit seinem Kraftwagen eine Panne und verkaufte bei dieser Geleaenheit Ferkel im Ort. Er betrat dabei Den Stall Des Landwirts und wurde so zum lieber- träger der Seuche. Die Fälle zeigen wieder einmal, wie notwendig es ift, daß der Bauer nach Möglichkeit fremden Händlern, die am ehesten zu Ueberträgern Der Seuche werden können, nicht Den Zutritt zum Stall gestattet. Rundfunkprogramm Freitag, 20. 7Nai. 5 Uhr: Frühmusik. 5.45: Ruf ins Land. 6: Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Bäderkonzert. 9.40: Mutter turnt und spielt mit dem Kind. 10: Schulfunk. 10.30: „Riemen hoch!" Marine-Hitler« Jugend im Dienst. 11.55: Offene Stellen. 12: Mit- tagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Wenn Der Sommer vor der Tür steht... 15: Klaviermusik. 15.30: Meister Mühsam. 15.45: Aus Dem Kriegstagebuch einer Schwester. 16: Unterhaltungskonzert. 18: Zeitgeschehen. 18.30: Der fröhliche Lautsprecher. 19: Nachrichten. 19.10: Deutsche Soldatenklänge. Im Marschschritt der Jahrhunderte. 20: Konzert. 22. Nachrichten. 22.30: Tanz und Unterhaltung. 24 bis 3: Nachtkonzert. Zum Kreisdirektor von Dieburg ernannt LPD. Dieburg, 18. Mai. Kreisdirettor Meisel von Bensheim wurde mit Wirkung vom 1.Juni 1938 zum Krsisdirektor von Die- dura ernannt. Die Geschäfte bis zur Auflösung des Kreises Bensheim führt Kreisdirektor Nanz (Heppenheim). Das Kurhaus in Bad-Nauheim in neuer Gestalt. LPD. Bad-Nauheim, 18. Mai. Die Bade- und Kurverwaltung hat in den vergangenen Monaten einen Umbau des Kurtz aufes vorgenommen, der Die gesamte Anlage günstig verändert hat. Der Eingang zum Kurhaus ist durch eine ftaUc völlig neugestaltet, Die an Die südwestliche Seite Des Kurhauses gesetzt wurDe. Auch Die Terrasse wurde grundlegend umgestaltet-; Die Brüstung mtt Den vielen Säulen wurde beseitigt. Jetzt steigt die Terrasse in Stufen bis zum Kurhaus an, so daß das Gebäude mit den vorgelagerten Wiesen eine geschlossene Einheit bildet. Gcheunenbrand in Nüddingohausen. Am gestrigen Mittwoch nach mittag wurde in R ü D- dingshausen (Kreis Gießen) eine zu Dem Gutsbetrieb Des Gutspächters Engel gehörige große Scheune mit dem gesamten Inhalt an Heu und Holz, sowie eine in Der Scheune stehende Dreschma schine Durch ein großes _ treuer völlig eingeäschert. Mtt Der Orts- seuerwehr bemühten sich einige Nachbarwehren um die Bekämpfung Des Brandes, jedoch mußten sie sich auf den Schutz der Nachbargebäude beschränken. Die Ursache des Brandes ist nach den im Orte bekanntgewordenen Tatsachen darin zu erblicken, daß Kinder, Die beim Herunterwerfen von Heu geholfen hatten, anschließend in der Scheune mit. Streichhölzern spielten und dabei ein „keines Feuerchen" machen wollten, das Dann Den folgenschweren Umfang annahm. Allerlei Unfälle. 311 Ober-Bessingen wurde Der 41 Jahre alte Landwirt Hermann Römer bei Der Arbeit an der Kreissäge von einem abprallenden Holzscheit getroffen, wobei er schwere Verletzungen im Gesicht erlitt. — Der 32 Jahre alte Arbeiter Franz Burkhardt aus Großen-Buseck trug bei einem Unfall bei Der Arbeit einen Unterschenkelbruch davon. — Der 47 Jahre alte Arbeiter August Herbert aus Großen-Buseck geriet mit dem linken Arm in eine Winde, wobei ihm schwere Verletzungen zugefügt wurden. — In Mainzlar fiel bei Der Arbeit in den Didier-Werken Dem 52 Jahre alten Arbeiter Wilhelm Dietz ein schweres Eisenstück auf Den Kopf, so daß Der bedauernswerte Mann eine schwere Schädelverletzung davontrug. — In Treis an Der LumDa hatte Das Drei Jahre alte KinD Heinrich Kehr vor einigen Tagen durch Fall eine Wunde an Der Stirn bekommen. Die aber schnell zuheilte. Jetzt traten Anzeichen einer schweren Infektion zutage, Die mit hohem Fieber verbunden sind. — In Wißmar stürzte Der aehn Jahre alte Schüler Erich Wagner mtt Dem Fahrrad und erlitt dabei schwere Armoerletzungen. — Die 13 Jahre alte Tochter Jngeborg des Mechanikers Viehmann in Kinzenbach wurde auf Dem Friedhof von einem umstürzenden Grabstein getroffen. Das Kind erlitt Dabei einen Unterschenkelbruch und weitere Verletzungen am Körper. — In L i ch wurden bei einem Verkehrsunfall zwei Männer an Den Beinen und an Den Armen erheblich verletzt. — Der 42 Jahre alte Landwirt Karl Rieger in Zell (Kreis Alsfeld) stürzte vom Heuboden und erlitt dabei schwere innere Verletzungen. — Ein Unfall, der anderen Frauen eine lehrreiche Warnung fein muß, ereignete sich in Atzenhain. Dort stieß sich eine 36 Jahre alte Frau beim Aufputzen des Fußbodens eine Nadel in Die rechte Hand, Die dadurch eine erhebliche Verletzung erfuhr. — Alle Verunglückten mußten der Klinik in Gießen zugeführt werden. Landkreis Gießen 00 Klein-Linden, 18. Mai. Die von Der hiesigen Volksschule durch die Schüler der drei oberen Klaffen Durchgeführte Geldsammlung am Reichsopfertag für das deutsche I u - gendherbergswerk ergab Den Betrag von 74,M Mark, Der Dem Landesverband Rhein-Main in Frankfurt a. M. überwiesen wurde. # Mainzlar, 18. Mai. Der Ard etter Ernst Pfeiffer aus Treis an der Lumda konnte auf eine 25jährige Tätigkeit in Den Didier-Werken zu- rückblicken. Im Rahmen eines Appells Der Arbetts- fameraDen feiner Abteilung wurden Dem Jubilar von Dem Stellvertreter Des Betriebsführers und Dem Betriebsobmann als Vertreter aller Arbeitskameraden wohlverdiente Ehrungen erwiesen. — An der Landstraße Mainzlar—Treis an der Lumda wurden von Rohlingen 13 junge Ob ft bäume durch Messer schnitte in die Rinde erheblich beschädigt. Hffentlich gelingt es. Die üblen Burschen zu ermitteln und der wohlverdienten Strafe zuzufuh- ren. — Die Landwirtschaftliche Bezugs- unD Absatzgenossenschaft hielt unter Leitung ihres Direktors Heinrich Kreiling ihre Generalversammlung ab. Aus den Geschäfts- und Kassenberichten war eine erfreuliche Entwicklung der Genossenschaft auch während des verflossenen Geschäftsjahres ersichtlich. > Holzheim, 18. Mai. Der Händler Heinrich Reitz HL von hier verunglückte mit feinem Motorrad auf Der Fahrt von Butzbach nach Gamdach. In einer Kurve rannte er mtt Der Maschine gegen einen Gartenzaun, wobei er einen Beinbruch unD andere Verletzungen erlitt. Er mußte nach Gießen in die Klinik gebracht werben. )( Lich, 16. Mai. Gestern unternahm die E vangelisch e F r a u e n h i l f e II bei schönDer Aufruf des ^Beauftragten für Die Leibeserziehung Der deutschen Jugend, Obergebietsführer von T s ch a m m e r und Osten, hat folgenden Wortlaut: „Der Führer und Der Reichsjugendführer haben in diesem Jahr wieder die gefamie deutsche Jugend zum Reichssportwettkampf aufgerufen. Diesem Befehl kommt die deutsche Jugend nach, indem sie geschlossen zum Reichssportwettkampf Der Hiller-Jugend 1938 antritt. Durch Die Teilnahme an diesem Wettkampf beweist jeder Junge und jedes Mädel seinen Willen zum sportlichen Kampf, und zum kämpferischen Einsatz für seine Mannschaft. Schneller laufen, hoher springen, weiter werfen sei das Ziel einer ernsten Vorhereitung für diesen schönsten Wettkampf Der Jugend. Ich rufe euch auf, Jungen und Mädel, zum Kampf auf dem grünen Rasen. Verwirklicht durch euren restlosen Einsatz Das Wort ,Ein Volk in Leibesübungen!' Der ^Beauftragte für Die Leibeserziehung Der Deutschen Jugend. (gez.) v. T s ch a m m e r." ENGES Wirtschaft M h n e rwa dhS ZM 3424D v\Z GLORIfll iM W / frohe Sarbezi sind besondere Eigenschaften der strapa- AN ■1» Elegante Straßen-Anzüge o 3098 A PPLAST Giessen doch wenn Vater ausruhen will, ist er besetzt. Und wie schön ist es doch, sich bei sonnigem Wetter mit der Zeitung zu bewaffnen und im Garten gemütlich auszustrecken. Auch für Vati. Darum sollte jeder seinen Liegestuhl haben, damit er sich ausruhen kann, wann und wie es ihm paßt, und ohne auf den anderen warten zu müssen. Wir führen diese Stühle in den bequemsten Modellen und in den verschiedensten Preislagen und sind Ihnen bei der Auswahl in jeder Weise behilflich. Kommen Sie ruhig einmal zu uns und sehen Sie sich unsere Liegestühle an, damit Sie im Sommer richtig ausruhen können. 33.- 52.- Formen 37.- Einspaltlge Kleinanzeigen werden zum ermäßigten Grundpreis von 5 Pf. für die Millimeterzeile veröffentlicht Einzelne Sakkos in vielen Farben und sportlichen Formen, Trachten-Janker, Leinen- Sakkos. Dazu passende Sommerhosen in allen Modefarben 41.- 64.- hält ab 20. Mai wieder Sprechstunde 36.- 58.- 65.- 110.- zierfähigen Sport-Anzüge. Abwechslungsreich gearbeitet in den Brust- und Rückenpartien. Mit langer Straßen-Hose oder der wandererprobten Knickerbocker: auf 99,40 (99,13) an, hingegen gingen Frankfurter auf 99,40 (99,65) zurück. Bon Staatsanleihen stellten sich 1934er Reichsanleihe auf 99,40 (99,30), dagegen 5% d. 5). Pvunganleihe auf 104 (104,25). Der Freioerkehr lag ruhig. Dingler 96,50, Katz & Klumpp 108, Ufa 71, FMA. 176. Tagesgeld war leicht und wurde auf 2,25 (2,50) v. $). gesenkt. Für Haus (2 Person.) wird einfache Stütze gesucht, die bereits in gepflegtem älter. Haus? halt tätig gewesen und nut der Hausfrau die Arbeit teilt. Schriftliche Angebote u. 02382 an den Gießener Anzeiger erbet. Das bekannte Spezial - Geschäft für feine Herren-Kleidung fertig und nach Maß Abendbörse sehr still. An der Abendbörse kam es kaum Zü Umsätzen, da die allgemeine Unlust und Zurückhaltung fortbestand. Die wenigen notierten Papiere wiesen nur kleine, -größtenteils rein nominelle Veränderungen auf. Stärker verändert waren Harpener Bergbau mit 178 (176,25), aber bereits 178,50 in Berlin. IG. FarMädchen vom Lande, mit Fachschulbildung sucht Stellung f. Hausw.-Jahr. Schr.Angeb.unt. u.02392a.d.G.A. MtiSeVertreterinnen für Privatkundschaft gesucht. Leichter Verkauf. — Sofort Geld. Meldungen Freitag 3 bis 6 Uhr, Nestaurant Andres, Sonnenstr., od.u. 02396 an den Gieß.Anz. erb. Dr. Menz Facharzt für Hautkrankheiten Llebigstraße 48 - -Jpl EIN UFAFILM nach dem Roman „Licht im dunklen Haus" von W. v. Hollander mit GINA FALCKENBERG, MARIA KOPPENHÖFER FRIEDRICH KAYSSLER, KARL SCHÖNBÖCK Brigitte Horney, die nach ihrem Ufa-Erfolg „Verklungene Melodie“ in die erste Reihe unserer bedeutendsten Darsteller aufrückte, und Mathias Wieman, der sich in dem markanten und kompromißlosen Stil seiner gestaltenden Kunst als einmalig erweist, erreichen im Zusammenspiel in diesem Film einen neuen Höhepunkt schauspielerischer Entfaltung SPIELLEITUNG: ERICH WASCHNECK Jüngere, branchekundige Verkäuferin zum alsbaldigen Eintritt gesucht. H.Kaeß Nachfolger Kreuzplatz 15 lozasil Kreuzplatz 15 Opel-Olympia Modell .36, 18 Mon. gef., in best. Zustand, geg. Kasse f. 1500 Mk. von Privat abzugeben. 3421° Alb. Lennemann Butzbach. Wetzlarer Str. 1. Tüchtig, älteres Mädchen in Haus u. Küche erfahren, haldiglt gelacht Zu erfragen in d. Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers. 02386 IaZIidw zum Unterstellen von Möbeln sofort gesucht. Schrift!. Angeb. m. Lage-, Größ.- u. Preisangabe unter 02391 an den Gieß. Anz. [Stellenangebote| Keine Zeugnisse in Urschrift lonbern nur Zeugnis- abjchristen dem Br- werbungsjchreiben beilegen ! — Lichtbilder unüBewerbungöunle» tgen müffen zur Vermeidung von Verlusten auf Der Rückseite Warnen und 'Anschrift dm Bewerbers ttagen£_ Zuverlässige Putyfrau dreimal wöchent lich2St. gesucht. Sclteroweg 5. lOieman, Aus aller Welt. Todesstrafe gegen Maria Marek beantragt. Im Prozeß gegen die Halbjüdin Marta Marek, die des vierfachen Giftmordes angeklagt ist, beantragte der Staatsanwalt die Todesstrafe. In seiner Schlußrede erklärte der Staatsanwalt, daß eine Verbrecherin wie die Marek noch nie vor einem österreichischen Gericht gestanden habe. Sie sei die reine Inkarnation des Bösen, die absolute Verneinung alles Menschlichen. Alle Stadien des Verbrechens habe sie gekannt und das Sterben ihres sechs Monate alten Kindes sogar genießerisch erlebt. Ferner beantragte der Staatsanwalt die Verurteilung des wegen Versicherungsbetruges mitangeklagten Juden Jenoe Neumann, der früher Rotgardist der Bolschewikenhorden des Bela Khun in Ungarn war. Wie berichtet, hat Marta Marek ihren Gatten, ihr eigenes Kind und zwei entfernte Verwandte- mit der als Rattengift Verwendung findenden Zeliopaste vergiftet, um sich in den Besitz der Versicherungssumme zu setzen. Schon vor Jahren stand sie im Mittelpunkt eines Sensationsprozesses, unter der Beschuldigung, ihrem inzwischen von ihr vergifteten Mann, dem Ingenieur Marek, das Bein abgehackt zu Haden, um durch einen vorgetäuschten Unfall eine hohe Versicherungssumme zu erlangen. Sie wurde damals freigesprochen, doch heute steht mit Sicherheit fest, daß sie das Verbrechen begangen hat. Mord an einem ^-Wachtposten. Die Kriminalpolizei Weimar teilt mit: Folgende Häftlinge sind nach Begehung eines Mordes an einem ^-Wachtposten bei Weimar flüchtig geworden: 1. Emil Bargatzky, geboren 10. November 1901 in Mülheim-Ruhr, etwa 1,76 Meter groß, schlank, ovales Gesicht, braune Augen, bartlos, kurz geschorenes Haar: 2. Peter Forster, geboren 15. November 1905 in Gaisheim, 1,72 Meter groß, schlank, ovales Gesicht, blaue Augen, Stupsnase, vollständige Zähne, bartlos, kurz geschorenes Haar. Bei der Flucht trugen die Täter Gefangenenkleidung, die sie aber inzwischen gewechselt haben können. Die Nachforschungen nach den beiden Verbrechern waren bisher erfolglos. Der Oberstaatsanwalt beim Landgericht Thüringen in Weimar hat für Angaben, die zur Ermittlung und Ergeifung der Mörder führen, eine Belohnung von 1000 Mark ausgesetzt. Die Verteilung der Belohnung erfolgt unter Ausschluß des Rechts- ben und Gesfürel lagen je 0,25 v. H. höher mit 160 bzw. 145,75 und 0,13 0. H. zogen Deutsche Erdöl an auf 140,50 sowie Adlerwerke auf 120. Andererseits bröckelten Bemberg auf 148,75 (149), Demag auf 146,25 (146,75) und Rheinmetall auf 145,50 (146) ab, während Rheinstahl mit 141,75, BMW. mit 158,50, Scheideanstalt mit 249,75, Holzmann mit 164, Moenus mit 135, Westdeutsche Kaufhof mit 107,50 und Großbankwerte, wie Commerzbank mit 115,50, Deutsche Bank mit 120,25 und Dresdner Dank mit 112,75 unverändert notierten. Renten waren geschäftslos, man nannte lediglich Kommu- nal-Umschuldung wie mittag mit 96,10. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 19. Mai. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 kg) in RM.: Weizen W 13 210, W 16 213, W 19 217, W 20 219; Roggen R12 190, R15 193, R18 197, R19 199 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerfte, Futterhafer nicht notiert. Weizenmehl, Type 812, W 13 29,50, W 16 29,60, W 19 29,60, W 20 29,95; Roggenmehl, Type 1150, R 12 22,45, R 15 22,80, R18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 RM. Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W13 10,75, W16 10,90, W19 11,10, W 20 11,20; Roggenkleie R12 9,95, R15 10,15, R 18 10,40, R19 10,50 Mühlenfestpreise ab Mühlenstation, Sojaschrot, Palmkuchen, Erdnußkuchen nicht notiert, Treber getr. 14 Höchstpreis ab Erzeugerstation. Tcockenschnitzel nicht notiert, Heu lose 5,50, drahtgepreßt nicht notiert, Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt 3,30, gebündelt 3, Erzeugerhöchstpreis für Erzeugerverladeftation. Tendenz: ruhig. ‘ Frankfurter Schtachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 19. Mai. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 1023 Rinder (188 Ochsen, 192 Bullen, 484 Kühe, 159 Färsen), 549 Kälber, 42 Hämmel, 16 Schafe und 554 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 36 bis 45 Mark, Bullen 34 bis 43, Kühe 18 bis 43, Färsen (Kalbinnen) 28 bis 44, Kälber 36 bis 65, Hämmel 36 bis 50, Schafe 35 bis 42, Schweine 49,50 bis 56,50 Mark. — Marktverlauf: Kälber und Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafe mittelmäßig. Mein-Mainische Börse. Mittagsbörse sehr still und wenig oeränberL Frankfurt a. M., 18. Mai. An der heutigen Börse erfolgten seitens der Kundschaft kleine Käufe, so daß der A k t i e n m a r f t eher eine weitere leichte Erholung aufwies. Andererseits lagen auch noch kleine Abgaben aus jüdischen Kreisen vor. Die Kursentwicklung war daher bei sehr kleinen Umsätzen nicht ganz einheitlich, die Veränderungen betrugen ober nur Bruchteile eines Prozentes. Weiterhin verhältnismäßig fest lagen IG. Farben mit 159,25 bis 160 (159,13), ferner gewannen Scheideanstalt 0,75 v. H. auf 249,75. Erhöhungen bis etwa 0,50 v. H. zeigten ferner die meisten Montan- und Maschinenwerte, nur Adlerwerke Kley er 0,50 v. H. niedriger mit 119,50. Elektroaktien bröckelten vorwiegend bis 0,50 v. H. ab. Knapp behauptet waren außerdem Eonti Gummi, Westdeutsche Kaufhof, Cement Heidelberg, Zellstoff Waldhof. Deutsche Erdöl gingen um 0,65 0. H. auf 140,40 zurück. Am Rentenmarkt zeigte sich verschiedentlich etwas Angebot, auch in Pfandbriefen kam einiges Material heraus. Reichsanleihe-Altbesitz lagen 0,13 Strapazierfähige Knaben - Anzüge in besonders flotten 1650 1950 24.- 32.- Auf der Bühne: ORIGINAL 2 WOLDERS Sensation auf Rädern! Beiprogramm und Ufa-Ton-Woche Täglich 4. 6, 8.30 Uhr. Sonntag 3, 5.30, 8 30 Uhr 3423A 44.- 48.- 72.- 78.- CaiTlY E vorteilhaft im Freiham mEHjä varteU/iaftcstendie^e Dose! Und seine Güte ausgezeichnet, es bohnert einfach gläniend. v. H. höher mit 133,65, hingegen nannte man zunächst Reichsbahn-Vorzugsaktien mit etwa 125,65 (126,25) und Kommunal-Umschuldung mit 96,10 (96,15). In Goldpfandbriefen erfolgten wohl weiterhin Repartierungen, die Nachfrage konnte aber teilweise besser befriedigt werden. Von Stadtanleihen, die im allgemeinen etwas uneinheitlich lagen, zogen Mannheimer auf 99,90 (99,50), 4% v. H. Hanau üuf 99,40 (99,13) an, hingegen gingen Frankfurter üuf 99,40 (99,65) zurück. Von Staatsanleihen stell- Ein jung., brav. «All für lz2 od?/«Tage in kleinen Haushalt gesucht. 02386 Hahn Löberstraßel7p. [Stellengesuche] Zwei 16jährige Mädchen die Pflichtiahr ableisten müssen, suchen sofort in gut bürgerlichem Haushalt Stella. Schrift!. Angeb. unter 02362 an den Gießen.An;. weges. An alle Volksgenossen ergeht die dringende Bitte, sachdienliche Wahrnehmungen der nächsten Polizei- oder Gendarmertestation mitzuteilen. Vorzügliche Segelslugleistungen. Eine prachtvolle Segelflugleistung vollbrachte Rekordmann Heini Dittmar. Er legte die über 300 Kilometer lange Strecke Darmstadt—Gifhorn in etwas mehr als fünf Stunden zurück und erzielte eine Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 60 km st. Dittmar ließ sich in Darmstadt durch ein Motorflugzeug 250 Meter hochschleppen und klinkte dann aus. Immer hoher schraubte er sich in seinem „Fafnir II" und war schließlich 4000 Meter hoch, lieber dem Harz herrschten so niedrige Temperaturen, daß sich auf dem Segelflugzeug Eiskristalle absetzten. In den letzten Tagen wurden auf dem Dörnberg- Segelfluggelände bei Kassel ausgezeichnete Leistungen vollbracht. So konnten Zielflüge nach Arolsen und Usseln durchgeführt werden. Fluglehrer Gruda erreichte eine Hohe über Start Hoher Dörnberg von 2200 Meter. Der technische Leiter der Segelflugschule Dörnberg des NSFK., Kürten, kam mit seinem Rhonbussard bis kurz vor Fulda. Den Haupterfolg erzielten die Fluglehrer Ruhl und Sorbe mit einem Doppelsitzer. Sie gelangten bis Nürnberg-Fürth. Nach der genauen Ausmessung der Strecke ergab sich eine Weite von 240 Kilometer bei 2200 Meter größter Höhe. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung) Skammlisch Schneider, Bahnhofstraße 37. General von Falkenhayn als Kriegsminister hatte bereits am 16. August 1914 die Aufstellung von 5 preußischen Reservekorps und je einer sächsischen, württem» bergischen und bayerischen Reserve-Division angeordnet. Die preußischen Korps wurden mit den Nummern XXII, XXIII; XXIV, XXV und XXVI, die beiden sächsischen und württembergischen Divisionen mit der Nummer XXVII und die bayerische Division mit der Nummer 6 versehen. Dem XXIV, R.-K. gehörten die Jnf.-Regimenter 221, 222, 223 und 224 an. Der Gründungstag dieser Regimenter ist der 27. August 1914. Sie wurden nach der Ausbildung zuerst Ende Oktober 1914 verwendet, trafen in der Zeit vom 12. bis 14. Oktober bei und in Metz ein und rückten am 24. Oktober 1914 in die Kampffront ein. II ♦* v A' \ Gießen, am Oswaldsgarten Parkplatz, Fernsprecher 2145/2146 Warum kaufen Sie bester die x95a große DoseSeifix? Sie enthältmehrals das Doppelte, ist aber billiger als zweifaDosen! Herren-Bekleidungshaus U Adolf Mühl k.-g, ®ätnz | Vermietungen"] Sch.3-Zim.-toi Küche, Speisek., i.Abschl.,1.Stock u.Zub.m.Heizg. und warm. Wass. zu vermiet. 342gd Weimar, Lollar Adols-Hitler- Straße 139. Garage frei! I02387I Georg-Pbilivv- Gail-Strafte 9. Mietgesuche I 36.- 47.- 52.- 59. 72.- 86.- 92.- 98. putzsrau zwei- bis dreimal vormittags ges. Unbedingt zuverlässig. Ruhiges Wesen. 3427d Preller Seltersweg 26II Verlobungs-Anzeigen bei Brühl, Schulstr.7 Zuverl., älteres Hielten in sehr ruhiges Haus gesucht. Schriftliche Angebote u. 02380 an d. Gieß. Anz. Milse WfleW die kochen kann, bei gutem Lohn Morl geturnt. General B.Mohr Wilhelmstr. 21 v. •^Bohnerwachs