nr. 210 Erstes vltM 188. Jahrgang §reitag, 18. November M8 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimst im Bild - Die Scholle Monatr vezugrpreir: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr . . „ —.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Sietzen Postscheckkonto: Krantfurt am Main 11686 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche UniverfitStrdruckerei R. Lange lit Sieben. Schristleltung und Geschäftsstelle: Zchulftrahe 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Dormittags Grundpreise für 1 mm hohe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von70mm Breite 50 Npf.,Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.25°/g mehr. (Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf.,Familienanzei- gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Npf. Mengenabschlüsse Staffel B Das Staatsbegräbnis für Ernst vom Rath. Der Führer bei der Trauerfeier in der Düsseldorfer Rheinhalle. DieTrauerfeier in derRheinhalle Eine grotze Trauerversammlung gibt dem Ermordeten die letzte Ehre. Düsseldorf, 17. Nov. (DNB.) Im Rahmen eines feierlichen Staatsaktes nahmen am Donnerstag der Führer und das deutsche Volk Abschied von Ernst vom Rath. Ganz Düsseldorf trägt ein ernstes, feierliches Gepräge. An der Rheinhalle staut sich das Volk. An der Straße von der Rheinhalle bis zum Ratinger Tor stellt sich der Trauerkondukt auf, der die sterbliche Hülle Ernst vom Raths nach der Trauer- feter zum Friedhof geleiten wird. Vor der Rhein- yalle ist eine Ehrenkompanie der Wehrmacht angetreten. Am Eingang zur Halle stehen Ehrenposten der Standarte „Feldhetrnhalle" und der SS.-Ver- fügungstruppe. Fahnengruppen und Pylonen bilden auch hier den Trauerschmuck. Weihevolle Stille liegt über der Trauerversammlung in der Rhein- Halle. Der gewaltige Kuppelsaal ist mit Hakenkreuz- bannern, silbernen Friesen, Lorbeer, Tannengrün und frischen Blumen ausgeschmückt. Zwölf silberne Pylonen umrahmen das weite Rund, aus ihren Schalen werfen Scheinwerfer ihr Licht empor. Von einem Meer von Kränzen und Blumen umgeben, steht auf hohem Katafalk der Sarg, den Hakenkreuzbanner, Mütze und Degen des Toten zieren. Fahnen und Standarten stehen zu seinen Häupten. Angehörige des Auswärtigen Amtes, der Auslandsorganisation und des NSKK. halten Ehrenwacht. Der Führer trifft ein. Punkt 12 Uhr trifft der Führer an der Rheinhalle ein. In feiner Begleitung befinden sich die drei Gauleiter der westdeutschen Grenzgaue, Florian Oberpräsident Terboven und Grohä, die den Führer am Bahnhof begrüßt hatten. Die Ehrenkompanie der Wehrmacht und der Ehrenposten am Eingang der Halle präsentieren. Die Arme der zu vielen Tausenden im weiten Umkreis stehenden Volksgenossen erheben sich zum stummen Gruß. Reichsaußenminister von Ribbentrop, der kurz vorher eingetroffen war, begrüßt den Führer und geleitet ihn dann in die Trauerhalle. Der Führer grüßt mit erhobener Hand Ernst vom Rath und nimmt zwischen den Eltern des Toten Platz Neben der Mutter des Toten nehmen der Neichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop, ein Bruder des Ermordeten und Gauleiter Bohle, neben dem Vater der zweite Bruder Ernst vom Raths und Gauleiter Floxian Platz. Außer weiteren Angehörigen der Familie vom Rath sieht man Vertreter der Partei, des Staates und der Wehrmacht. Als Vertreter der italienischen Regierung nimmt Generallonsul Armao an der Feier teil. Auch ein Vertreter der französischen Botschaft in Berlin ist zugegen. Nachdem Beethovens „Eroika" verklungen ist, spricht Gauleiter Bohle. GauleiterVohlesAbschiedsworle Jedes Opfer macht die Bewegung zum Siege entschlossener. gerissen mit dem Schwur, in seinem Geist auch in aller Zukunft, ihre Pflicht zu erfüllen für Adolf Hitler und Deutschland. Reichsaußenmimsier von Ribbentrop führte sodann aus: „In Trauer und Ehrfurcht stehen wir vor unserem toten Mitarbeiter, dem Gesandtschaftsrat Ernst vom Rath. Erst vor wenigen Monaten aus dem Fernen Osten zurückgekehrt, traf den in der Blüte der Jugend Stehenden fein Schicksal in Paris in treuester Pflichterfüllung für Führer und Reich. Mit den Eltern und Brüdern des Toten trauern um diesen Blutzeugen des auswärtigen Dienstes seine Kameraden, die in ihm immär den warmherzigen Menschen und Freund, den Mann mit dem geraden, aufrechten Charakter schätzten. Und es trauert um ihn das ganze deutsche Volk. Eine feindliche Welt, in überlebten Formen erstarrt, glaubt durch Ablehnung alles Jungen und Starken, Sein Opfer war Toter Parteigenosse! Deine Arbeit und dein Trachten waren immer auf die Größe unseres Vaterlandes gerichtet. Jetzt kannst du ruhig schlafen. Langsam, aber unaufhaltsam ist die alte Welt im Versinken. Keine Verhetzung, keine Verleumdung, kein Terror kann das deutsche Volk wieder zur Knechtschaft zurückbringen, kann den Weg Deutschlands auf- hatten. Was eines Tages aus dem Zusammenbruch der alten Gesellschaftsordnung in den anderen Ländern, was auf den Trümmern dieser alten versinkenden Geisteswelt Neues erstehen mag, wir wissen eS nicht. Eins aber ist unser heiliger Glaube und unsere tiefste Neber- zeugung: Immer wird nach dieser Weltenwende daS ewige Deutschland stehen, einig, stark und groß wie niemals zuvor. Die Blutopfer eines Volkes sind die ewigen Mahner für die Erhaltung seiner Ideale. Sie sind der erhebenste Ausdruck des Lebenswillens eines Volkes im Kampf um seine Behauptung auf dieser Erde. Durch das heroische Opfer für, die Gemein- chaft — gebracht meist von den Besten eines Volkes — wird der Glaube an seine Zukunft und damit sein Lebenswille wach und lebendig erhalten. Niemals kann ein Volk untergehen, so lange es Männer sein eigen nennt, die jederzeit bereit sind zu sterben, damit ihr Volk lebt! Nie strahlte das deutsche Heldentum leuchtender als im Weltkrieg, da Millionen namenloser Soldaten chr Leben für den Schutz der Heimat gaben. Aber wiederum, wie schon so oft in der deutschen Geschichte, schienen diese Opfer vergebens. Da stand ein Mann auf, der mit der heißen Glut feines Herzens und der übermenschlichen Kraft seines Glaubens das deutsche Volk wieder emporriß. Nun begannen durch ihn, den Führer, allenthalben Männer wieder zu glauben und zu kämpfen. Leo Schlageter ließ in durch blinden Haß gegen die Gestalter und Träger eines neuen Zeitalters den Gang des Schicksals aufhalten zu können. Lüge und Verleumdung, Verfolgung, Terror und Mord sind die Mittel des internationalen Judentums und der anderen zersetzenden Mächte, die dem nationalsozialistischen Deutschland den Weg in die Zukunft verwehren möchten. Jl)r letztes Opfer ist unser Parteigenosse vom Rath. Parteigenosse! In deinem jungen Leben konntest du Zeuge sein eines geschichtlich beispiellosen Vorgangs: des Wiederaufstiegs Deutschlands aus tiefer Ohnmacht zu einem der machtvollsten Staaten auf dieser Erde. Du konntest miterleben, wie von Jahr zu Jahr, von Monat zu Monat, ja von Tag zu Tag Deutschland neu gestaltet wurde, wie der Führer aus unserem unterdrückten, vergewaltigten Land ein junges und stolzes Deutsches Reich schuf. Dieses miterlebt, hieran mitgearbeitet zu haben, ist allein schon mehr, als eine gütige Vorsehung Sterblichen vergönnt. Daß Ernst vom Rath sein Blut und sein Leben für die Ideale unserer Bewegung gab, ist letzte Erfüllung deutscher Mannestreue und sichert ihm einen dauernden Platz in der deutschen Geschichte. nicht vergebens. dieser Stadt sein Leben und in München marschierten die nationalsozialistischen Freiheitskämpfer zur Feld- hermhalle. Diesmal sollte ihr Opfer nicht vergebens sein, denn aus ihrem Blut entstand das neue Deutschland. Auch der Tod Ernst vom Raths war nicht vergebens. Wenn uns jetzt in der Welt neuer Haß entgegenschlägt, wenn man versucht, das Opfer unseres toten Parteigenossen durch erneute Lügen und Verleumdungen des deutschen Volkes zu entweihen, dann geht ein Sturm der Entrüstung durch dieses Volk, und sein Witte, jederzeit alles für Führer und Reich einzusetzen, wird um so härter und entschlossener. Ich wiederhole, die Worte, die der Führer am Grabe Wilhelm Gustlofss sprach: „Wir verstehen die Kampfansage und wir nehmen sie auf!* Im Bewußtsein seiner Kraft steht das deutsche Voll einig und stolz hinter seinem Führer und marschiert mit ihm in die große deutsche Zukunft." Getragen klingt das Lied vom guten Kameraden durch die Halle. Die Lieder der Nation erfüllen gedämpft den Raum. Der Führer verabschiedet sich von den Eltern und Brüdern des toten Helden. Noch einmal verweilt er im stillen Gedenken vor den sterblichen Ueberreften des für sein Vaterland Gefallenen. Mit erhobener Hand nimmt er Abschied und verläßt sodann die Halle. Die Standartenabordnungen, die am Sarge die Ehrenwache hielten, treten vor, voran das Ehrenzeichen der Motorstandarte 30 „Ernst vorn Rath". Ihnen schließt sich die Abordnung des Düsseldorfer Fascio mit ihrem Banner an. Männer des NSKK. tragen die Fülle der Kränze. Dann folgt der Sarg, dem der Kranz des Führers von ^-Männern vorangetragen wird. Dem Toten geben Reichsaußenminister von Ribbentrop, die Eltern, Gauleiter Bohle, die beiden Brüder und die lange Reihe der Teilnehmer der Trauerfeier das Geleit. Unter dumpfem Trommelwirbel wird der Sarg auf die Lafette gehoben. Die Ehrenkompanie der Wehrmacht präsentiert und überall erheben sich die Arme zum letzten Gruß. Die letzte Fahri. Langsam setzt sich der große Trauerzug zum Nordfriedhof in Bewegung. Ein Spielmanns- und Musikzug der SA. eröffnet den Zug, es folgen der Fahnenblock und ein Ehrensturm der SA., die Ehrenkompanien der Wehrmacht und der ff-Der- fügungstruppe. Eine Ehrenhundertschaft der Schutzpolizei und die Ehrenabordnung des Arbeitsdienstes mit geschultertem Spaten schließen sich an. Vor dem Sarg, den die sechsspännige Lafette trägt, schreiten vier Männer der -f-VerfügUngstruppe mft dem großen Kranz des Führers und ein NSKK.-Führer mit dem Ordenskissen. Reichsaußenminister von Ribbentrop, die Eltern und Brüder des Ermordeten sowie die große Zahl der Trauergäste folgen dem Sarge; ihnen schließen sich die Abordnungen des Auswärtigen Amtes und der Auslandsorganisation der NSDAP, an. Die Ehrenobordnun- gen sämtlicher Parteigliederungen bilden den Abschluß des Zuges, der nun vorbei an großen Pnlo- nen und Trauerfahnen den fast vier Kilometer langen Weg zum Nordfriedhof nimmt. Kopf an Kopf stehen Hunderttausende, die schweigend den Toten grüßen. Die Beisetzung. Am Grabe wird zu Häupten der offenen Gruft der Kranz des Führers niedergelegt. Dahinter nimmt der NSKK.-Stander des Sturmes, in dem Ernst vom Rach schon in der Kampfzeit für die Idee des Führers kämpfte, Aufstellung und zu beiden Seiten des Grabes die Standarte „Ernst vom Rath", die SA.-Standarte Düsseldorf, die SA.- Standarte „Schlageter" und die Standarte des Fliegerkorps. Dann wird der Sarg von der Lafette gehoben und unter den getragenen Klängen des Liedes vom guten Kameraden in die Gruft gesenkt. Zum letzten Gruß neigen sich die Fahnen, heben sich die Arme. Nun nimmt Bischof Peter (Berlin) das Wort: „Ernst vom Rath ist für Deutschlands Freiheit gefallen. Groß ist das Herzeleid der Eltern; aber ihr Schmerz ist gelindert durch die Anteilnahme des ganzen deutschen Volkes. Ernst vom Rach hauchte seine Seele aus für das H« wir in dieser Welt besitzen: Deutschland hilft, daß Deutschland lebt! Darum, beu.,-,— ----- sollst du, wenn du den Schmerz dieser Tage teilst, wiederum gläubig bejahen lernen, da das Deutschland des Niederganges und des Schmerzes geworden ist das Deutschland der Gnade und der Kraft. Ernst vom Rath war ein Held der Freiheit, und Helden der Freiheit stehen auf. So gilt es, das Letzte allen Tuns, den Glauben, der uns stark macht, weiter zu tragen. Es gilt, die Bahn der Sendung weiter zu beschreiten, auf die uns der Allmächtige durch Adolf Hitler rief." Der Bischof richtete dann einen flammenden Appell an die Völker der Welt: „Wir wissen, wer für die Tat verantwortlich ist. Wir fragen in dieser Stunde die Völker der Erde, wir fragen die Christen der Welt: Was wollt ihr tun gegen den Geist jenes Volkes, gegen Juda? Wir fragen die Völker in unserem Schmerz und Stolz, und wir erwarten chre Antwort." Nach dem Schlußgebet klingt das Kampflied der Bewegung auf, nochmals senken sich die Fahnen und recken sich die Arme zum Gruß. Drei Ehrensalven krachen über das offene Grab hinweg. Ernst vom Rath, so sagte er, ist der achte Blutzeuge des Auslandsdeutschtums, das achte Opfer jüdifch-bolschewistischer Mordlust im Ausland. Mit ihm find Wilhelm Gustloff und die in Rotspanien ermordeten Parteigenoffen stumme und doch leidenschaftliche Ankläger gegen die Elemente, die im Ausland den politischen Mord als Ausdruck ihres Hasses gegen das Großdeutsche Reich gewählt haben. Die Schüsse von Davos, von Barcelona und von Paris hatten nur ein Ziel. Dieses Deutschland. Dieses Ziel ist das Dritte Reich. Die Ausländsdeutschen, die überatt tn der Welt als anständige und loyale Gäste der Staaten, tn denen sie leben, ihrem Beruf und ihrer Arbeit nachgehen, sind heute die Zielscheibe des Hasses, der Verfolgung und der Verleumdung für das internationale Untermenschentum, das alle setne Kräfte auf die Vernichtung des wiedererstandenen Reiches konzentriert. Die Juden vergessen aber, daß tote Nationalsozialisten die Bewegung, die Deutschland wieder zur Weltmacht erhob, niemals geschwächt, sondern diese Bewegung immer nur stärker und zum Siege entschlossener gemacht haben. So wird auch das Opfer des Parteigenossen Ernst vom Rath das nationalsozialistische Auslandsdeutschtum noch enger als bisher zusammenschließen. Die Welt sott wissen, daß diese nationalsozialistische Volksgemeinschaft das höchste Gut ist, das der Führer uns Ausländsdeutschen gab und das uns nicht nur berechtigt, sondern auch verpflichtet, überall in der Welt, wo Deutsche leben, die gleichen Gemeinschaften zu bilden, die hier im Reich die Menschen übet Klassen und Berufe hinweg zu einem einzigen nationalen Willen zusammengefügt haben. Wit nehmen Abschied in dem Bewußtsein, einen Kämpfet verloren zu haben, in dessen Stelle Tausende und Abertausende aus- landsdeutsche Nationalsozialisten einrücken werden. Wir beugen uns in Ehrfurcht vor den schwergeprüften Eltern unseres toten Kameraden und geloben ihnen, daß das große Opfer ihres Sohnes nimmermehr vergessen sein wird. Die Fahnen der Bewegung, die in diesen Tagen zu Ehren des Parteigenossen vom Rath gesenkt sind, werden von seinen Kameraden im Reiche und im Ausland wieder hoch- sRtto nnn hör Trauerfeier für den Gesandtschaftsrat Ernst vom Rach in der Düsseldorfer Rheinhalle. In der ersten Reche sieht man Tiibrer Atniidien den Eltern des Ermordeten. Weiter links Reichsaußenmimster von Ribbentrop, ganz links Gauleiter Staats- öen 6uyrer annjajen w fetretär Bohle. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Kbarpfl lOUUA ?MSiT,JARRACOi CHfRTAä TÖRTOSA LCANIZ^ M CAIACEITE, k.'W & ■/>?, U « Domas' schen 2IU haben eine scheu preffet dadurch unt gramme i freier sch btn ausländ sich, eine tv Wehen de We Beoöll betartige Sd lots zum Berichte de einer Zonv dem Anseh nichts jchak London IWreid)e englische Macdon neten ^arti Störung vo läftina au mung t Weiter fr Störung v erlüge, d man auch nicht eine < ouslöften, lomit ben Äoloititfn Frage feine rang mar Hochstall vHörunn "Dollmachte Mer, daß 3er[torunq ou&er Acht ?E>l feiner ubemef)i Nsii Achisch (.®Qiro, Hauptstadt ’ y die A^ fcs Hf >te v^n des 1 sä! KZ AS Ä oie S'y el d-r *7 X Das neue L ieue PZ Menpolim tragen, oav nächst^ " Das Präge lolgenderinab •te ss« listen 5, ’s Deutsche Toz verbleiben ° Slub der n totoüK Der koinmu MinuniDc $r«6. J Ä?' j. Len SÄ Ö»tij 8 Otl sentlich bei. Gesamtoperation in r e r aller ©He» imene Stellung frei ihr weiteres Kalten vor vom Läng Schwierigkeiten des Geländes vergef- Zäh und ausdauernd, anspruchslos und tapfer Besiedlung; Gegenden, wo man vielleicht alle 20 bis 30 Kilometer einmal ein ärmliches, kleines Dörfchen trifft; eisige Kälte im Winter und drückendste Hitze im Sommer, das sind die Charakteristiken der Hauptkampfgebiete. Daß unter solchen Verhältnissen auch die Regelung des Nachschubs kein ein» undHauptge spanischen Charaktereigenschaften zurückzuführen ist. Es fehlt die Elastizität, und das bringt wieder zwangsläufig eine Verlangsamung im Tempo des ften Fronten jede Ueberrafchung des Gegners nicht nur ganz außerordentlich erschweren, sondern teilweise sogar unmöglich machen. Im spanischen Krieg wirkt sich aber noch ein anderes Moment aus, das von den Kritikern viel zu wenig beachtet wird. Cs ist dies die Tatsache, daß Bukarest, 17.Hot). (DBB.) Die seit längerer Zeit in der Bevölkerung währende Erregung über die jüdische Ausbeulung im Buch e n l a n d e hat Mittwoch und Donnerstag zu plötzlichen schwerenAusbrüchen geführt. 3n zahlreichen kleineren Städten und Ortschaften rottete sichdieBevölkeruugzusammen, drang in jüdische Geschäfte und Fabriken ein und legte Feuer an. Da die Gendarmerie und die Sicherheitsbehörden mit solchen Ausbrüchen anscheinend rechneten und zum raschen Eingreifen bereitstanden, konnten die Brände in den meisten Fällen rasch gelöscht und die Volksmassen zum Auseinandergehen veranlahl werden. 3n der Stadt Putna drang die Bevölkerung in eine jüdische Glasfabrik ein und legte Feuer an, das aber gelöscht werden konnte, ehe größerer Sachschaden entstand. Bei pojo Bata wurde das Bauholzlager einer großen jüdischen Firma in Branö geffedt 3n Radauh drang die Menge in zahlreiche im Zentrum der Stadt gelegene jüdische Geschäfte ein und legte Feuer a n. Bei kimpoluug wurden einige Stroh- und Heuschober jüdischer Getreidehändler angezündet. 3u die B u k o w i n a wurden starke Gendarmerieabteilungen abkommandiert. Mehrere Ortschaften wurden von der Gendarmerie umzingelt und zahl- Auch das rumänische Volk wendet sich gegen die Juden. Größte Erregung im Vucheniond. Feuer in jüdischen Fabriken und Geschäften angelegt. recht künstlichen Entrüstung sogar solcher Auslandskreise geführt, welche bisher von uns ernst genommen wurden. Amerikanische, britische, französische Abgeordnete, Zeitungsmänner, Geistliche und Rundfunksprecher entfalteten einen Eifer, als stehe die Welt vor einem neuerlichen Angriff schwerbewaffneter Marsmenschen. Und das alles wegen zerbrochener Fensterscheiben und einer Kontribution, wie sie in vervielfachtem Umfange zur üblichen Praxis beispielsweise im britischen Reich gehört! Die angeblich so bescheidene und harmlose jüdische Minderheit hat es immerhin fertiggebracht, ein wahres Weltgeschwätz von mittelalterlicher Verfolgung Judas zu 4,57 mal mehr Vermögen als ein Deuffcher! Zn der Nachkriegszeit hat sich das Zudenvermögen verdoppelt. mend, zu mehrtägigem Aufenthalt inderReichs- hauptstadt eingetroffen. Dem Gast wurde ein herzlicher Empfang zuteil. Zum Empfang waren neben dem Gesandten der Südafrikanischen Union, Dr. S. F. N. G i e, unter anderem erschienen Reichswirtschaftsminister Funk, der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Generoberst Keitel, Gesandter Für st Bismarck in Vertretung des Reichsaußenministers und der Präsident der Deutsch- Südafrikanischen Gesellschaft, Profesior B o h l e , der Vater des Gauleiters. Am Bahnhofsausgang schritt Minister Pirow nach dem Verklingen der Nationalhymne der Union von Südafrika die Front einer Ehrenkompanie des Wachregimentes Berlin ab. Organisation der Wirtschaft und NSDAP. Berlin, 17.Nov. (DNB.) Der Stellvertreter des Führers und der Reichswirtschaftsminister haben Vereinbarungen getroffen, wonach Leiter Berlin, 17.Kot). (DNB.) Die Ungeheuerlichkeit der bisherigen Besihverteilung an Deutsche und 3uden kommt in ihrer Kraßheit erst vollständig zum Ausdruck, wenn man d e n d u r ch s ch n i 11 l i ch e n Anteil am Gefamtvermögen auf den Kopf der deutschen und der jüdischen Bevölkerung ausrechnet. Das deutsche Volksvermögen beläuft sich auf etwa 200 Milliarden Reichsmark, in das sich 80 Millionen Volksgenossen teilen. 3m Reich gibt es 700 000 3uden, in deren Händen sich nach genauen Feststellungen nicht weniger als acht Milliarden befinden. Auf den e l n z e l u e n D e u t - scheu entfallen also im Durchschnitt 2500 Reichsmark, auf den 3uden aber im Durchschnitt 11428 Mark. 3eder einzelne 3ube — die sich jetzt vor aller Welt als arm, hilfsbedürftig und rechtlos hinsiellen muhten — besitzt demnach 4,57 oder mehr als viereinhalbmal so viel als der deutsche Volksgenosse! 3ft da Anlaß zu solch erbärmlichem Wehgeschrei? Rein, eine Ungerechtigkeit ist wieder gut zu machen, geraubtes Gut zurückzugeben! hinzu kommt: Das jüdische Vermögen in Deutschland betrug 1918 etwa 4 Milliarden Reichsmark. Es hat sich also in der Nachkriegszeit verdoppelt, und zwar auf Losten des deutschen Volkes. Weiter ist daran zu erinnern, daß allein in der 3nflatlons- zeit über die Hälfte des Berliner Grundbesitzes in jüdische Hand übergegangen ist, so daß heute mehr als die Hälfte von Berlin den 3uden gehört, obwohl sie nur 3,8 v. h. der Bevölkerung ausmachen. Dieses dem deutschen Volk durch Betrug genommene Vermögen wird jetzt durch die auferlegte Geldstrafe zu einem kleinen Teil wieder in den Besitz des deutschen Volkes zurückgeführt. Zahlen gegen Mrchen. Zu den im Ausland gegenwärtig verbreiteten Falschmeldungen über „Krönung einer systematischen Ausplünderung der deutschen Juden" durch die jüngste Verordnung der Reichsregierung, stellt, der „Deutsche Dienst" folgendes fest: Die Tatsache, daß das deutsche Volk und die deutsche Regierung das Judentum nach der meuchleri- jchen Provokation von Paris zur Rechenschaft zogen, bat bekanntlich dank der überstaatlichen und skrupellosen Organisation des Weltjudentums zu einer diesem Zusammenhänge nochmals auf die ungeheuren Geländeschwierigkeiten hingewie- sen werden, die im Verein mit Der nur zu gut funktionierenden Spionage der Roten fast an hen mei- reiche Verhaftungen vorgenommen. Die Erbitterung und Erregung in der Bevölkerung hält au. Die Schuld an den Vorfällen liegt bei den 3udeu, die fast die ganze 3ndustrie und den handel in der Bukowina iu der Hand haben, die arme Bauernbevölkerung schamlos aus« beuten und in der letzten Zeit besonders frechundherausfordernd auftraten. Zn Holland Maßnahmen gegen die jüdische Znvasion gefordert. Amsterdam, 17.Noo. (DNB.) Der Abgeordnete der NSB. (Mussert-Bewegung) Graf Marchant ot d'Ansembourg hat in der Zweiten Kammer an die Regierung die Frage gerichtet, ob sie Maßnahmen treffe, die eine weitere Ueberstutung Hollands durch ausgewiesene bzw. gefluchtete Juden aus anderen Ländern verhindern; ferner ob sie Vorbereitungen zur Entfernung aller nach 1914 zugewanderten Juden aus Holland ein- leite und die Initiative zu einer internationalen Konferenz ergreifen roolle. Die jenen Ariden ein geeignetes Gebiet außer halb Europas anweisen solle, die die europäischen Volker nicht mehr zu beherbergen wünschten. Der holländische Ministerpräsident weigerte sich, diese Fragen zu beantworten. bildlicher Tapferkeit der Truppe und bei der ohne Zweifel vorhandenen Energie und dem Zielbewuht- sein der Führung hastet doch fast allen Angriffen eine gewisse Starrheit an, die eben auf die ungenügende Angriffsschulung und auf jene besonderen entfachen und versichert dem gesamten Erdball mit tränenerstickter Stimme, daß dem Juden in Deutschland nun auch das letzte Hemd genommen wurde. Wie sieht dieses „Schreckensregiment" denn nun eigentlich aus? Die Tatsache, daß bei den deutschen Juden überhaupt noch Milliarden w e r t e einzutreiben sind, daß sie in bester Lage Geschäfte betreiben, deren Scheiben das aufs höchste gereizte Volk einschlug, diese Tatsache besagt logisch, daß es mit der Ausplünderung durch bas Dritte Reich nicht so schlimm sein kann. Die wirtschaftliche Betätigung der Juden in Deutschland ist immer noch so umfangreich, daß die Finanzämter amtlich den jüdischen Besitz im Reichsgebiet auf die Kleinigkeit von a ch t M i l l i a r d e n schätzen, welche sich auf 700 000 Menschen verteilen. Es ergibt sich also, daß der einzelne verfolgt und entrechtete Jude — man höre und staune! — viereinhalbmal s o viel Vermögen besitzt, als ein Sohn des deutschen 80-Millionen-Volkes. Die armen, ausgeplünderten Juden stellen allein in Berlin 20 0 Millionäre, darunter solche, die acht, zehn und zwölf Millionen ihr bescheidenes Eigentum nennen. Nahezu 900 Juden in Berlin verfügen über 300 000 RM. Vermögen und mehr! U e b e r 1000 jüdische Millronenkrösusse gibt es im Reichsgebiet, und das nach sechs Jahren antisemitischer Herrschaft! Da faselt man im Auslande, Daß es seit Pizarros Massenmorden bei der Eroberung Des Jnkareiches nicht solch grausame Tyrannei wie die deutsche gegeben habe, und dann wagt man die ungeheuerliche Forderung zu erheben, Washington möge der Reichsregierung im Namen der schmerzerfüllten Menschheit einen Protest unterbreiten. Nein, wenn heute den Juden in Deutschland etwas genommen wird, so ist das nur ein Bruch« stück dessen, was diese geldgierige und bei uns seit alters äußerst unbeliebte Rasse bisher so gut wie ungestört zusammenscharrte. Das Steueraufkommen weist eindeutig nach, daß bei dem Wirtschaftsaufschwung des nationalsozialistischen Staates ausgerechnet der Jude wieder den meisten Profit davontrug und seelenruhig einen beispiellosen Gewinn machte. Wie kolossal der jüdische Anteil am Ertrage der von den Nationalsozialisten erneuerten Wirtschaft ist, beweisen die Gewinne allein in d e r Bekleidungsindustrie: sie flössen fast lOOprozentig in die Säckel der armen Juden. Wie riesig der Besitz dieser „Rechtlosen" bei uns heute noch ist, geht ferner daraus hervor, daß 60 v. H. d e s Grundbesitzes in der Reichs- Hauptstadt sich in den Händen dieser angeblichen Bettler befinden. Diese nüchternen Zahlen reden eine sachliche bei weitem eindrucksvollere Sprache als die gedankenlosen Lamentationen der von jüdischer Suggestion in eine durch und durch verlogene Psychose versetzten Menschenrechtler des Auslandes. Wieder einmal ist die Welt einem ungeheuerlichen Bluff aufgesessen, um im blinden Eifer Schutz xu suchen für eine mit allen Wassern gewaschene und gerade mit irdischem Besitz mehr als reichlich versorgte Rasse, einer Rasse, der es in Deutschland wirtschaftlich tausendmal besser geht als den meisten der geschickt vor den Wagen mit der Bundeslade gespannten Verteidiger im Ausland. Der spanische Krieg. Von Dr. Kranz Witter von Goß. Seit 27 Monaten steht das nationale Spanien in einem zähen und unerbittlichen Kamps gegen die Kräfte des Marxismus und des Bolschewismus. In Deutschland hat man diesem gewaltigen Rinaen Nationalspaniens um seine Existenz vom ersten Augenblick an größtes Interesse und wärmste Sympathie entgegengebracht. Dies geistige Miterleben bringt allerdings eine gewisse Ungeould mit sich, die aus der Nichtkenntnis der tatsächlichen Derhält- nisie und Schwierigkeiten in Spanien zu erklären ist. Es soll deshalb hier der Versuch gemacht werden, wenigstens die Hauptpunkte aufzuzeigen, die das Tempo der Entwicklung in Spanien bedingen. Zunächst ist festzustellen, daß die spanische Wehrmacht seit Jahrzehnten von den maßgebenden Stellen stiefmütterlich behandelt worden ist. Man empfand ihre Erhaltung zwar als notwendig, aber doch irgendwie als eine unbequeme Last, die man gerne losgeworden wäre. Diese Ein-* stellung wirkte sich natürlich nicht nur auf die Bewaffnung und die Ausbildung aus, sondern auch auf die Stellung, die die Wehrmacht innerhalb des Bilbao—Santander) die nördliche Hälfte Spaniens bis zur Sierra da Guadarrama (etwas 50 Kilometer nördlich von Madrid) in der Hauptsache mit Freiwilligenformationen und unter stärkster Beteiligung der Bevölkerung vom roten Joch zu befreien. Die Nordgruppe blieb aber noch etwa drei Monate durch einen breiten roten Gürtel von der Südgruppe des Generals Franco getrennt, der infolge des eben angebeuteten Versagens der Marine sich für den Transport der Eingeborenentruvpen und der Legion schnell aus dem Ausland beschaffter Flugzeuge bedienen mußte und so natürlich mehrere Wochen an Zeit verlor. Als diese schwierige Operation beendet war, trat Franco an und erreichte unaufhaltsam kämvfend in unglaublich kurzer Zeit und unter Herstellung der Verbindung mit Mola, die Tore der Hauptstadt Madrid, wo sich der Angriff festfraß. Sehr bald erkannte man nun, daß der Krieg in der bisherigen Improvisation nicht weitergefuhrt werden könne, und man entschloß sich daher zur Bildung einer ordentlichen Streitkraft, also insbesondere zur Organisierung eines Heeres, das den Anforderungen-dieses Krieges gewachsen sein sollte. Und damit begann eine der größten Leistungen, die je in einem derartigen Krieg vollbracht worden ist: Die Aufftellung einer etwa 450000 Mann starken Wehrmacht unter Weiterführung des Krieges an allen Fronten mit den bisherigen behelfsmäßigen Mitteln. Bei dem raschen Tempo dieses Auf- baus konnten natürlich die Ausbildung, die Ausrüstung und die Bewaffnung nicht mit der nötigen Gründlichkeit erfolgen. Trotzdem gelang es, die Wehrmachtsteile so schlagfertig zu gestalten, daß sie in kürzester Zeit sowohl im Angriff wie in der Verteidigung gute Erfolge erzielten. Der bei den nationalspanischen Truppen vorhandene ausgezeichnete Geist, die dem Spanier angeborene Kamps- der Kampf gegen einen Feind geführt wird, i n dessen Mitte der Freund sitzt. Auf dieser. Umstand keine Rücksicht zu nehmen, widerspricht dem panischen Charakter. Man hat sich also bemüht, und wird das sicher auch noch weiter tun, jeden Angriff, insbesondere auf größere Städte, so zu führen, daß das nationalspanisch gesinnte Element innerhalb des feindlichen Gebiets nach Möglichkeit keinen Schaden nimmt Schließlich will man auch die Städte möglichst schonen, weil man sie ja in Kürze s e l b st zu besitzen hofft und sie möglichst unversehrt zur Unterbringung der Bevölkerung braucht. Franco will nach dem Kriege keine Steinhaufen dort, wo vorher Millionen von Menschen wohnten. Diese sehr verstänbliche^ Rücksichtnahme erschwert natürlich die Kriegführung, unb vor allem verlangsamt sie biese ganz erheblich. Maßgedenb für bie gesamte Kriegführung aber unb bamit auch für bie Dauer bes Krieges ist Der von General Franco schon wiederholt bekannt- gegebene Grunbsatz: Jebe Operation in Spanien muß so geführt werden, daß ihr Ziel mit ben gering ft en Opfern ber eigenen Truppe erreicht wirb. Angesichts der auch heute noch bescheidenen Zahl von Kampftruppen ist biefer Grunbsatz ohne weiteres richtig, unb er hat sich ja auch bewährt, wie bie Erfolge ber Nationalspanier in ben letzten zwei Jahren gezeigt haben. Zwar langsam, aber boch unaufhaltsam werden die Roten auf allen Fronten Schritt für Schritt zurückgedrängt, und jeder Monat bringt Spanien seiner endgültigen Befreiung vom bolschewistischen Joch näher. Trotz all ber hier aufgezeigten Momente, die bie Langsamkeit in ber Kriegführung auf spanischem Bohen erklären sollen, märe jenes Ringen schon längst zugunsten Nationalspaniens entschieben, wenn nicht außerspanischc Mächte unb Kräfte em ausgesprochenes Interesse an einer möglichst langen Dauer bes Spanienkrieges hätten und aus biesem Grunbe Rotspanien ihre materielle und ibeelle Unterstützung leihen. Modernstes Kriegsmaterial in ungeahnten Mengen wird fast täglich über die „geschloffene" französische Grenze bei Cer- bere nach Rotspanien geschafft, Hunderte von „neutralen" Handelsschiffen bringen Waffen aus aller Herren Länder in bie rotspanischen Häsen. Die roten Menschenverluste aber werben immer wieber aus bem Reservoir bes Untermenschentums ber halben Welt aufgefüllt. Russische und französische Offiziere leiten nicht nur die technischen Dienste, sondern sie haben auch die Ausbildung der roten Derbäirde und die Leitung der Operationen in die Hand genommen. Die von Franco gewünschte gleichmäßige Zurückziehung ber Freiwilligen auf. beiben Seiten wird immer wieber sabotiert, wie überhaupt alles verhindert wirb, was zu einer Beschleunigung in ber Herbeiführung bes Friebens beitragen könnte. Im Gegensatz hierzu steht bas Verhalten ber fpa< nischen Nationalregierung, bie gerabe in diesen Tagen einen erneuten Beweis für ihr Entgegenkommen in der Freiwilligenfrage durch die einseitige Zurückziehung von zehntausend italienischen Kriegs-. । freiwilligen geliefert hat, eine Geste, die dem Ge- ühl der eigenen Stärke und ber Zuversicht in ben iegreichen Ausgang des Krieges entspricht. Staates einnahm, und Darüber hinaus auf Die I äußere und innere Haltung der Wehrmachtangehö- ; rigen. Erft unter der Diktatur Des Generals i Primo De Rivera besserten sich die Verhält- j niste, aber auch ihm gelang es nicht, bie Wehrmacht ' zu einem festen, unteilbaren Ganzen zusammen- ' zuschweißen. Die Verpolitisierung bes Offizierkorps 1 dehnte sich schließlich nach bem Sturz ber Monarchie 1 im Jahre 1931 auch auf bas Unteroffizierkorps aus i und fand bei den Mannschaften Eingang. Unter diesen Umständen mußte auch der Versuch ber ersten republikanischen Regierungen, die Armee xu modernisieren, scheitern. Den gemäßigten Kabinetten folgten Linksregierungen, die unter der Herrschaft ber Sozialbemokraten ftanben, deren Ziel die Zerschlagung Der Wehrmacht und die Schaffung einer von ihr kontrollierten Volksmiliz war. Moskaus Agenten machten sich diesen Zustand zunutze. Eine hemmungslose Propaganda setzte in ben Kasernen ein, unb ohne Scheu prebigten Die bolschewistischen Agitatoren in aller Oeffentlichkeit bas Evangelium Moskaus. Zum Glück für Spanien erzeugte Dieser unaufhörliche Propaganbafelbzug ber vereinigten Linken gegen ben Weiterbestanb Der Wehrmacht bei Den gefunDen Elementen eine Abwehr fr ont, bie bereit war, bem kommunistischen Spuk ein Ende zu bereiten. Diese Front wurde gebildet von ben zahlenmäßig geringen, gefunb gebliebenen Teilen der Wehrmacht sowie von der nationalsyndikalistischen Bewegung (Falange), von den Karlisten und anderen kleineren antimarxistischen Organisationen. Dazu kamen als wichtigster Faktor die spanischen und marokkanischen Streitkräfte aus Spanisch-Marokko, die sich von Anfang an gegen das Eindringen der kommunistischen Propaganoa in ihre Reihen zur Wehr gesetzt hatten und nur auf einen günstigen Augenblick warteten, um mit Der Waffe in Der Hand für Spaniens Erhaltung unD Genesung einzutreten. Gestützt auf die hier angeführten Kräfte entschlossen sich die /Generale Franco und Mola am 18. Juli 1936 zu handeln. Alles in allem mögen es etwa 50 000 gewesen fein, die den beiden Füh- rem zu Beginn Des Kampfes zur Verfügung ftan- Den. Als aber Der Augenblick Des Losschlagens kam, versagte nicht nur der größte Teil der Marine, wodurch Der Transport ber Afrikatruppen nach Spanien zunächst unmöglich gemacht würbe, sonbern es liefen auch in einer Reihe von Garnisonen die Dinge anders, als vorgesehen war. Mangel an Entschlußkraft bei einzelnen höheren militärischen Führern, Verrat durch gut getarnte rote Agenten in Den Stäben und teilweise mangelhafte örtliche Organisation trugen die Schuld daran, daß die Auf- ftanbsberoegung in ben wichtigsten Stäbten wie Madrid, Barcelona, Valencia, Santander, Bilbao unb San Sebastian schon in ben ersten Tagen scheiterte. Trotzdem gelang es dem General Mola vom Norden her (abgesehen vom Küstenstreifen Jrun— berungen Der Organisation Der ge* werblichen Wirtschaft in Zukunft nur im Einvernehmen mit ber NSDAP, ernannt werben. Zuständig ist ber Stellvertreter bes Füh« rers, wenn der Geschäftsbereich bes zu ernennenden Amtsträgers ein.größeres Gebiet als einen Gau ber NSDAP, umfaßt, sonst ber Gauleiter, in besten Gau sich bie Geschäftsführung bes vorgeschlagenen Amtsträgers befinbet. Die „Nationalsozialistische Parteikorresponbenz" schreibt zu biefer Melbung u. a.: Politik unb Wirtschaft lasten sich heute weniger benn je voneinander trennen. Die neuen Vereinbarungen sind ein wichtiger Schritt auf dem Wege der Koordinierung der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung. Sie sichern der NSDAP, den erforderlichen Einfluß auf die personelle Zusammensetzung ber Organisation der gewerblichen Wirtschaft unb bieten somit eine weitere Gewähr bafür, daß nur solche Persönlichkeiten an die führenden Stellen in der deutschen Wirtschaft berufen werden, die gewillt sind, Die national- sozialistischen Wirtschaftsgedanken und Wirtschaftsforberungey rückhaltlos zu vertreten« Verteidigungsminister pirow in Berlin. Berlin, 17. Nov. (DNB.) Einer Einladung der Reichsregierung folgend, ist am Donnerstagabend der Wirtschafts- und Verteidigungsminister der Südafrikanischen Union, Pirow, von London kvm- '' faches Problem darstellt, ist erklärlich. Nimmt man zwangsläufig eine ;oeciungiamung im xempo oes dazu noch die Schwierigkeiten, die bas Fehlen eines Krieges mit sich. Nun muß aüerbings gerade in engen Landstraßen- und Eisenbahnnetzes mit sich " ' ~ r * < bringt, dann wird man auch die Langsamkeit der Aufmärsche zu den großen Operationen und vor allem der Umgruppierungen von einem Frontabschnitt in den anderen verstehen. Anderseits erschwert Die Tatsache, Daß die Nationalen fast stets auf Der äußeren Linie fänwfen, unter den eben geschilderten Umständen auch bas gleichzeitige Operieren an zwei ober mehr Fronten. sen. Stark zerklüftetes, unwegsames Berggelände; btun wi|ju|| vAkA-i, izt-i unui uucu M.in|Mnveii iiuuy weite, Dürre und steinige Ebenen ohne Baum und dem vorgefaßten, Plan durchgeführt wird. Bei vor- ohne Strauch, ohne Wasser und mit nur dünnster l""" r"*"c""e v'~ * freudigkeit und die Ueberzeugung von der Gerechtig- hält der Spanier mit einem wahren Fanatismus feit der von Franco vertretenen Sache, trugen we- jede einmal eroberte Stellung bis zum letzten Atem- ' die durch fehlende taktische Schulung xug. Das geht so roe-it, daß man die Auswirkungen vorhandenen Mängel einigermaßen auszugleichen.; dieser Charaktereigenschaft bis hinauf in die höchste Will man die Langsamkeit des Tempos bei der Führung merkt. Nur sehr ungern entschließt man ..‘_r i Spanien erklären, fo darf man sich, eine einmal genommene Stellung freiwillig allem auch nicht die unverhältnismäßig große auf^ugeben, auch wenn ihr weiteres Halten vom I i g e der Fronten und die unvorstellbaren taktischen Standpunkt aus nicht mehr zu rechtferti-' •gef- gen ist. Diese Zähigkeit wirkt sich natürlich auch ade; beim Angriff aus, Der unter allen Umständen nach Damaskus, 17. Nov. (D^B.) Die englischen Mandatsbehörden in Palästina haben eine sachliche Berichterstattung der ausländi- schen Pressevertreter über die Borgänge in Palästina dadurch unmöglich gemacht, dah sie die Telegramme der ausländischen Pressevertreter schärfster Zensur unterziehen. Es ist den ausländischen Pressevertretern nicht mehr möglich, eine wahrheitsgetreue Schilderung über das Borgehen der Engländer gegen die eingeborene arabische Bevölkerung an ihre Zeitungen zu geben, da derartige Schilderungen demRot st iftdes Zensors zum Opfer fallen. Pie Zensur gibt die Berichte der ausländischen Pressevertreter nur in einer Form weiter, von der sie annimmt, dah fie dem Ansehen Englands in der zivilisierten Welt nichts schadet. Sine peinliche Frage im Merhais. Warum werden ganze Araberdörfer in die Luft gesprengt- London, 17. Nov. (DNB.) Eine höchst aufschlußreiche Szene spielte sich am Donnerstay im englischen Unterhaus ab Kolonialminister Macdonald wurde von dem Labour-Abgeord- neten Parker die peinliche Frage gestellt, ob die Zerstörung von Häusern, Städten und Dörfem in Palästina aus Anordnung und mit Zustim- mung des Kolonialministers erfolgte. Weiter fragte der Abgeordnete, ob man bei Zerstörung von Häusern über Beweismaterial verfüge, daß in ihnen Terroristen wohnten, und ob man auch sicherstelle, daß derartige Zerstörungen nicht eine genau entgegengesetzte Wirkung auslösten, indem sie Männer heimatlos machten, die somit den Terroristen in die Arme fielen. Kolomalminister M a c D o n a l d konnte aus diese Frage keine konkrete Antwort geben Seine Erwiderung war vielmehr sehr ausweichend und höchst allgemein gehalten. Er erklärte, daß die Zerstörung von Häusern auf Grund von gewissen „Vollmachten" erfolge. Er, MacDonald, sei dessen sicher, daß die Behörden bei der Anordnung der Zerstörung eines Hauses nicht die Erwägungen außer Acht ließen, die der Abgeordnete im letzten Teil seiner Frage angeschnitten habe. Im übrigen übernehme er „jede Verantwortung . Auch Muhen ln rransiordanjen Arabischer Sympathiestreik in Amman. Zensur in Palästina. England verhindert wahrheitsgetreue Berichterstattung der Ausländskorrespondenten. Der neue Kurs in Prag. Oie nationale Einheitspartei verwirklicht. - Zusammenarbeit mit allen Nachbarn Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst B umschein Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; färben übrigen Teil: Ernst Blumschein Anzeigenleiter: fians Beck Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. X. 38: 10013. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Langs, K -G sämtlich in Gießen Monatsbezugsprois RM. 2,05 einschließlich 25 Pf Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf mehr Einzeloerkaufspreis 10 Pf- unh Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr ?ur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 ° gültig. den sein. Oie Mohammedaner ganz Indiens stehen hinter dem arabischenHreiheitslampf! London, 17. Nov. (DNB.) Wie Reuter aus Bombay meldet, hat der Präsident des A l l i n d «- fchen Moslem-Verbandes Jinnah einem Reuter-Vertreter erklärt: ,,Die Mohammedaner gan^ Indiens stehen geschlossen hinter dem Kampf, den die Araber für ihre Freiheit durckfechten. Nur mit größter Mühe haben wir uns m den letzten Monaten Zurückhaltung auferlegt und die Mohammeda-I ner in Indien daran gehindert, offen zu revol --1 tieren." Amerikas Handelsverträge mit England und Kanada. Neber ein Drittel des gesainten Welthandels erfaßt. Wafhington, 17.Nov. (DNB.) Donnerstag nachmittag wurde im Weißen Haus in Gegenwart Roosevelts der zwette Handelsvertrag mit Kanada und der erste mit England unterzeich-1 net. Der Handelsvertrag mit England umfaßt das Brttifche Königreich, Nordirland, Neufundland und alle Kolonien, jedoch nicht die Dominien und In- dien. Der amerikanische Außenminister Hüll erklärte, die Verträge stellten den Ausdruck der Entschlossenheit der drei größten Handelsnationen der Welt dar, dem internationalen Handel eine gesunde Basis zu erhalten. Der brttische Botschafter. Sir Ronald C. Lindsay, brachte seinen Dank an Indien und die Dominien zum Ausdruck, die durch Verzicht auf manche Vorteile den Vertrag mit Amerika ermöglicht hätten, und betonte, daß alle anderen Länder, die einen Meistbegünstigungsvertrag Kommunisten lediglich jede Betätigung mit Ausnahme der parlamentarischen untersagt wurde. Vor dem Parlament führte der tschecho-slowakische Ministerpräsident General S i r o v y nach einem hurten Rückblick auf die Entstehungsgeschichte der Tscyecho-Slowakei aus: „Wir sind aufrichtig bestrebt, in den neuen Grenzen des Staates mit allen Nachbarn in Frieden zu leben. Das gitt in erster Linie von unserem größten Nachbarn, von dem Deutschen Reich, jedocd auch | von allen übrigen Staaten. Wir wollen mit offenem Visier vorwärts schreiten und zu den bisherigen Freunden eine möglichst große Zahl neuer Freunde gewinnen. Wir werden darauf hinarbeiten. daß die Nationalitätenfrage nicht mehr Gegen st and von Zwistigkeiten ist, und daß in Mitteleuropa der Geist der aufrichtigen Zusammenarbeit herrscht. Wir vertrauen darauf, daß sich auch die übrigen Staaten darum bemühen werden, und daß unseren Volksgenossen jenseits der Grenze alle bürgerlichen und nationalen Rechte zuteil werden, so wie wir sie den hiesigen nationalen Minderheiten gewähren wollen. In diesem Glauben ersuchen wir unsere Landsleute, loyale Bürger ihrer neuen Heimat zu sein, ohne ihre Herkunft und ihre Sprache zu vergessen." Der Ministerpräsident teilte dem Hause mit, daß die Regierung der Nattonaloersammlung ein E r - mächtigungsgesetz vorlege, das aus mehrfachen Gründen unerläßlich fei. Die Nationalversammlung werbe in der nächsten Woche zur Durchführung der Präsidentenwahl einberufen werden. Kairo, 17 Nov. (DNB.) Aus Transjordaniens Hauptstadt Anziuan wird bekannt, daß die Ereignisse in Palästina auch auf das benachbarte englische Mandatsgebiet Transjordanien ubergreifen und die Araber auch in den Nachbarstaaten Palästinas jetzt aktiv in den Verteid'gungskampf der Araber eingreifen. Die Telephonoerbindungen von Amman nach Palästina sind ge sp er r4. SIuä die sonstige Verkehrskontrolle wird äußerst scharf ge handhabt. In der Hauptstadt Amman wurde der Sohn des dortigen früheren Bürgermeisters beer- diat, der in den Reihen der arabischen Freiheits- kämpfer in Palästina gefallen ist. Gleichzeitig traten die Bewohner Ammans, bei denen der Burger- meisterssohn sich großer Beliebtheit erfreute, in einen eintägigen Sympathiestreik. Während der Beerb- gung wurde ein durch Amman fahrender^Kranwagen der englischen Luftwaffe von der Bevolke- rung angegriffen. Im Gedränge sollen oon meiern Wagen zehn Gewehre verschwunden fein. Die Atan- datsregierung forderte sofort aus dem Lager de tranrjordanischen Grenztruppe in Äerka,M'Utar an. Weiter meldet die Zeitung „El Uafa , daß eine bewaffnete Schar die transjordanische Polizeistation Ieraich überfallen stat. Vor dem Angriff seien die Fevnsprechleitungen durchschnitten worden. Polizei- pferde und Gewehre wurden mitgenommen Aucy die Polizeistation Schouneh, unwett der Winterresidenz des Emirs Abdullah, soll überfallen wor- Prag, 17. Nov. (DNB.) Die Schaffung der Nationalen Einheitspartei wurde verwirklicht. Die folgenden Parteien werden aufgelöst und in der Nationalen Einheitspartei zufammenge- fcklosfen: die Tschechische Agrarpartei, die Tschechischen Volkssozialisten, die Gewerbepartei, die Nationale Vereinigung, die Nationale Liga und die Tschechisch-Klerikalen in Böhmen. In der Partei der Klerikalen ist also eine Spaltung ein« getreten: Der mährische Flügel folgt der Politik des Parteivorsitzenden Monsignore S r a m e f und wird selbständig bleiben, während sich der böhmische Flüge! der Einheitspartei anschließt. In einem Aufruf wird betont, daß die Nationale Einheitspartei die politische Verantwortung im Sinne einer autoritären Demokratie übernehmen werde. Das neue Wahlsystem werde es verhindern, daß neue Parteien gebildet werden können. In der Außenpolitik werde die Einheitspartei dafür Sorge tragen, daß die Republik besonders mit den nächsten Nachbarn zusammenarbeite. Das Prager Abgeordnetenhaus setzt sich nunmehr folgendermaßen zusammen: Staatspartei der nationalen Einheit 106 Abgeordnete, Slowakischer Klub 34, Nationale Arbeiterpartei 29, Kommunisten 25, Tschechische Volkspartei 11, Karpatho-Ukrainische Einheistpartei 5, Deutsche Nationalsozia- listen 5, Slowakische Nationale Arbeiterpartei 4, Deutsche Sozialdemokraten 4. Außerhalb der Klubs verbleiben außerdem noch vier Abgeordnete. Der Klub der nationalen Staatspartei ist der größte, den das Abgeordnetenhaus in Prag je gesehen hat. Der kommunistische Klub bleibt bestehen, da die Kommunistische Partei nicht aufgelöst, sondern den mit England haben, daran teilnehmen können Die Verträge mit Kanada und England enthalten, wie alle bisher von Hüll abgeschlossenen Verträge dieser Art, den Grundsatz unbedingter und unbeschränkter Meistbegünstigung. Ferner sind gegenseitige Z o l l e r m ä ß i g u n g e n und Zollbindungen festgelegt worden. Die Verträge enthalten jedoch keine finanziellen Vereinbarungen außer der üblichen Klausel, daß die Verträge gekündigt oder geändert werden können, wenn wesentliche Verschiebungen im internationalen Geldwert der einen ober anderen Wäh-I rung eintreten sollten. Der Vertrag mit dem Britischen Königreich schließt zwar weder die Dominien, noch Irland, Indien, Burma und Südrhodesten ein, aber das vertraglich erfaßte Gebiet umfaßt trotzdem über ein Drittel d e s gesamten Welthandels. Für die Vereinigten Staaten werden sich die Vertrage auf etwa ein Drittel des amerikanischen Außenhandels auswirken. Man schätzt, daß englische Einfuhren im Gegenwerte von elf Millionen Pfund von den amerikanischen Zollerleichterungen betroffen werden; das ist mehr als ein Viertel der derzeitigen englischen Ausfuhr nach Amerika. Die englischen Zollzugeständnisse umfassen, etwa zehn Millionen Pfund an amerikanischen Einfuhren, was etwa einem Neuntel des amerikanischen Exportes nach England entspricht. Ein großer Teil der englischen Zugeständ- nisse geht auf Kosten Kanadas. England hat sich jedoch hier zu Gegenzugeständnissen an Kanada bereiterklärt, die von der kanadischen Regierung als genügend angesehen worden sind. Wetterbericht Die Großwetterlage befindet sich in Umgestaltung. Dabei wird die vom Attantik ausgehende und sich verstärkende Wirbeltätigkeit immer weiter auf das Festtand übergreifen. Das Wetter wird daher auch bei uns unbeständiger, doch wird durch größere Lebhaftigkeit die Neigung zu Nebelbildung sich stark abschwächen. , . Vorhersage für Samstag: Zunächst noch vielfach neblig, sonst Uebergang zu mehr wechselnd bewölktem Wetter mit Neigung zu einzelnen Regen- fällen. Im ganzen milder. Winde meist aus Sud. Vorhersage für Sonntag: Bei wechselhafter Bewölkung vereinzelte Regenfälle. Tagsüber mild, lebhaftere Winde aus Süd bis West. M 2.10.1938 v | r Junge - das ist ’ne Cigarette! Wunderbar,wie die „Astra" schmeckt I Und die soll so leicht sein? v.Ä'-v 2.11.1938 Beiderbleibeich. ■ - Mein Befinden? Blendend! MIT UND OHNE MUNDSTÜCK Auch Ihnen kann geholfen werdenl Leichtigkeit und Wohlgeschmack — natürlich gewachsen, nicht chemisch erzielt — das ist das Geheimnis der „Astra". 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Unter der Regie von Joe Stöckel sind eine Reihe tüchtiger Darsteller am Werk, vor allem Wegener, der im herzhaften, heimatlichen Ostpreußisch einen, prächtigen, kernigen Oberförster spielt, dann Leny M a - renbach und Karin Har dt, die beiden „Wildtauben", und als Gegentypen Joan P e t r o v i ch , der romantisch-schuftige Wilderer, und Paul Rich- t e r. Eduard Wesener (früher in Gießen), Friedl Haerlin, Friedrich Ulmer und Eugen Rex wirken in kleineren Aufgaben mit. — (Märkische- Panorama-Schneider.) Das Beiprogramm brinat einen Kulturfilm, die Wochenschau, einen Vorspann zum „Konzert in Tirol" und auf der Bühne ein akrobcüisches Tanz» paar, dessen Leistungen großen Beifall fanden. Hans Thyriot. Zeitschriften. — „Das Innexe R e i ch." (Herausgeber Paul Alverdes. Verlag Albert Langen / Georg Müller, München.) — Das November-Heft beginnt mit dem Leitaufsatz „Tage der Heimkehr" von Bruno Brehm, den ersten Oktobertagen dieses Jahres gewidmet. Lebendige Kraft der Vergangenheit spüren wir aus den hervorragend wiedergegebenen antiken Spiegeln mit dem Begleittext Fritz Endells, aus dem Traumgespräch Martin Raschkes, der Neuübertragung L. Woldes aus Aischylos' „Persern", dem Asklepios- Gedicht Fritz Diettrichs. Germanische Vergangenheit wird lebendig in der Theoderich-Darstellung Wilhelm Schäfers. Nehmen mir dazu die ahnenbewußte Erzählung „Gedenken" von Agnes Miegel und die Deutung ihres Lebenswerkes durch Conrad Wandrey, die Jugenderinnerungen Leopold Webers, die kleine Anthologie rumänischer Volkslieder und die Umschau mit Bücherbesprechungen, so haben wir ein Heft von einer bunten Fülle und Vielfalt. — Hans Memling, der Meister von Brügge, wird in der neuen ,^Jllustrirten Zeitung Leipzig" in Bild und Wort gewürdigt. — Ein anderer Beitrag zeigt die wiederhergestellte Feste Marienberg in Würzburg. — „Ran an den Feind!" betitelt sich ein Bildbericht über die deutschen Torpedoboote. Eine farbige Kunstbeilage „Westafrikanische Landschaft" leitet über zu dem Beitrag „Mit Zopf und Metallringen", der vom Leben der Massai in Deutsch-Ostafrika berichtet. Nach den deutschen Kolonien führt auch der Beitrag „Die Reichspost in den deutschen Kolonien". Hochschulnachrichten. Der o. Professor Dr. Friedrich Wilhelm Schmidt von der Universität M ü n st e r wurde in gleicher Dienfteigenschaft an die Universität Berlin berufen. 1922 erhielt er in Halle einen Lehrauftrag für Geschichte der Theologie und Religionsphilosophie. Vier Jahre später erfolgte seine Ernennung zum nb. ao. Professor und 1927 seine Berufung nach Münster i. W. auf den Lehrstuhl der systematischen Theologie, als Nachfolger von Professor Mehrung. vor allem wegen seiner steuerpolitischen Maßnah- dem Auslande. Bereits eine Milliarde Franks Arctic 9.0 oy^ Veränderungen in der Wehrmacht. Berlin, 17. Noo. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler hat mit dem 1. November 1938 befördert: Zu Generalen der Infanterie: Die Gene- ralleuntnante W a e g e r, Kdr. d. Kdo. St. Oberrhein, Hoth, Kom. Gen. XV AK., Strauß, Kom. Gen. d. II. AK. Zum General der Artillerie: Oaladier gegen seine Kritiker. „Ich werde vor keinem Manöver zurückweichen." Paris, 18.Nov. (DNB.) Auf einer Veranstaltung des Nationaloerb,andes der französischen Zeitungen erklärte Ministerpräsident D a l a d i e r: Es gebe sicherlich keinen Franzosen, der der Ansicht sei, daß man 137 Milliarden ausgeben könne, wenn man nur 85 Milliarden einnehme. Sein Plan sei ruhiger und unerschütterlicher Entschlossenheit abwartete, was der Führer befahl. Denn das Ist das bemerkenswerte Fazit der Presse- und Rundfunk-Hachrichlenarbeit der Septemberwochen: daß die deutsche Hörer- und Leserschaft ein so großes Vertrauen zu ihrer S t a a t s f ü h r u u g und ihren Führungsmitteln hak, daß sie im großen und ganzen von den ausländischen Propagandaparolen uji- berührt bleibt und sich durch sie nicht unsicher machen läßt. Der beste Beweis dafür ist die Tatsache, daß sich in den kritischen Wochen im Gegensatz zur Entwicklung in anderen Ländern z. V. der Einlagebestand der deutschen Banken und Sparkassen kaum veränderte und sich weder auf dem Lebensmittel noch auf dem Warenmarkt Irgendwelche Anzeichen für Angstkäufe und dadurch entstehende Verknappungen zeigten. Und wenn hier und da einmal ein Leser und ein Hörer, der allzu eifrig auf Straßburg oder Prag hörte, einem Sender oder einer Zeitung einen groben Brief schrieb, dann ist das nur der Beweis dafür, daß letzten Endes nur einzelne Menschen mit schwachen Heroen der Spannung dieser Tage nicht gewachsen waren und die Masse des Volkes in Können Meerschweinchen lesen? Reflex, Instinkt oder Verstand? - Oer Regenwurm als Filmstar. - Wafferflöhe auf der Leinwand. turellen Vorgänge in der Provinz zu beobachten. Er hat darüber zu wachen, daß innerhalb der Provinz die Verwaltung in Einklang mit den Zielen der Staatsführung gemäß wirtschaftlich. entgehen, suchen die Wasserflöhe die Oberfläche des Gewässers auf, zu der sie durch die Helligkeit des Tageslichts gelockt werden. Die Filmmänner hingegen waren arglistig genug, die Wasseroberflächen abzudunkeln, dafür aber auf dem Boden der Wasserfläche ein kleines Lämpchen anzubringen. Was trat ein? Die Wasserflöhe schwammen zum Lichtschein, wo sie besseres, reineres Wasser vermuteten. Die Folge war, daß sie schnurstraks in den Tod schwammen. Es gab für die Wasserflöhe -feinen anderen Weg, da sie instinktiv dem Reiz der helleren Wasserfläche folgen müssen, hier erwies sich also der I n st i n k t stärker als der „Verstand". Doch nun zu den Meerschweinchen und ihren erstaunlichen Lesekünsten! Dr. heydenreich betätigte sich in diesem tierpsychologischen Versuch vor der -Kamera nicht nur als Filmregisseur, sondern zeichnete auch für die „Bauten" verantwortlich. In dem Stall, den er für seine Meerschweinchen gebaut hatte, gab es zwei Futterräume, die rechts und links von den übrigen Stallräumen lagen und nur durch zwei Klapptüren zugänglich waren, lieber der einen Klapptür stand klar und deutlich ein großes lateinisches M, über der anderen Klapptür ein großes lateinisches O. In beiden Futterräumen lockten leckere Speisen zum Fraß. Während diese Lockspeisen aber in dem Futterraum M jederzeit „zur freien Verfügung" bereit standen, waren sie in dem Futterraum 0 mit einem Drahtgeflecht bedeckt, so daß die Meerschweinchen nicht von ihnen naschen konnten, und es sich daher auch nicht lohnte, den Futterraum 0 aufzusuchen. Nachdem die Meerschweinchen dies gelernt hatten, wechselte man mehrfach die Bezeichnung M und 0 aus. So hing über dem rechten Futterraum mal ein M und mal ein O und dementsprechend auch über dem linken Futterraum mal ein 0 und mal ein M. Immer aber war in ö e m Futterraum, über dessen Klapptür ein M hing, das Futter zugänglich, während es in dem mit O bezeichneten Futterraum mit dem hinderlichen Drahtgeflecht bedeckt war. Und nun geschah, was man nicht für möglich halten sollte: nach geraumer Zeit suchten die Meerschweinchen stets nur den mit M bezeichneten Raum auf und mieden den Raum 0! Was aber bedeutet das? Nichts mehr und nichts weniger, als daß die Meerschweinchen gelernt hatten, den Buchstaben M von dem Buchstaben O zu unterscheiden, was aber wiederum nichts anderes bedeutet, als daß sie gelernt hatten zu — lesen! Schon diese drei Beispiele aus der Fülle der dreißig Tierversuche vor der Kamera zeigen, welche Bedeutung dieser neue Kulturfilm der Ufa besitzt: daß nämlich der »Film es erst ermöglicht, einer theoretisch unbegrenzten Anzahl von Menschen das Leben und Treiben der Tierwelt und die Wunder chres Instinktes und ihter Reaktionsfähigkeit vorzuführen, so daß auch die weitesten Kreise des Volkes an den Versuchen der Wissenschaft teichaben können, die somit im besten Sinne des Wortes zu einer Dolks- wissenschaft wird. Dr. —y— den Generalleutnant Haase, Kom. Gen. des III. AK. Mit dem 10. November 1938 ernannt: Generaloberst v. Bock zum Oberbefehlshaber d. h. Gru. 1. Die Generale der Infanterie Blas ko - witz zum Oberbehlshaber d. h. Gru. 3, v. Witzleben zum.Oberbefehlshaber d. h. Gru. II. Die Generalleutnante: Erfurth zum Oberquartiermeister V i. Gen. St., Haase zum Kom. Gen. d. 111. AK., Petzel zum Insp. d. Art. Die Generalmajore: v. Tippelskirch zum Oberquartiermeister IV i. Gen. St. d. h., Graf v. Sponeck zum Kdr. d. 22. Dio., Lichel zum Kdr. d. 3. Div., Ziegeler zum Inf. Kdr. 19. Die Obersten: Stapf zum Oberquartiermeister III i. Gen. d. h., M ü h l m a n n zum Art. Kd. 3. Mit dem 24. November ernannt: Die Generalleutnante: Raschik zum Kdr. d. KDO. St. Eifel, Schaller-Kaide zum Gen. z. b. V. b. XVIII. AK. Die Generalmajore: Freiherr von Waldenfels zum Kdr. d. 46. Div., Reinhard 3. Kdr. d. 35. Div., Witthöft z. Inf. Kdr. 26, Freiherr von Gab lenz zum Kdr. d. h. Dienststelle 5. Mit dem 10 November 1938 versetzt: Den General d. Inf. Adam, Oberbefehlshaber d. h. Gru. 2 z. V. d. Ob. d. h., den charakterisierten Generalleutnant Jengen zu d. Offz. zur Verf. d. Ob. d. h., den Oberst Müller (Eugen) zu d. Offz. zur Verf. d. Ob. d. h. Mit dem 10. November sind ernannt: Die Obersten Müller (Kurt) zum Abt. Ches i. Gen. St. d. h., A l l m e n d i n g e n zum Abt. Chef i. Gen. St. d. h., v. Z n a g e n zum Kdr. d. JR. 88. Mit dem 24. November sind ernannt: Die Obersten Thoma zum Kdr. d. JR. 85, Schmidt z. Kdr. d. JR, 72, Edler von Daniels b. St. d. JR. 18 z. Kdr. dieses Regiments, der Oberstarzt Dr. D e u b n e r zum Div.-Arzt d. 46. Div. Oer Oberpräsident. Reichsinnenminister Dr.Frick über Stellung und Aufgaben. Münster, 17. Nov. (DNB.) Reichsminister Dr. Frick führte den Gauleiter von Westfalen-Nord und Reichsstatthalter von Lippe Pg. Dr. Alfred Meyer als Oberpräsidenten der Provinz West- ifalen ein. Er sagte dabei, der Oberpräsident ist der berufene Vertreter der Reichsregierung wie der Staatsregierung in der Provinz. Er hat die gesamten politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kul- Die Frage, ob Meerschweinchen lesen können, würde manchem unter uns ein milleidiges Lächeln entlocken, wüßten wir nicht, daß wir manche althergebrachte Meinung und Ansicht zu verbessern haben, seitdem die Wissenschaft dank ihrer tier- psychologischen Versuche immer tiefer in das Sinnen- leben der Tierwelt einbringt. Trotzdem wurde aber vielleicht noch bei manchem ein Zweifel aufkommen, gäbe es nicht den Film und insbesondere den Kulturfilm, der die Tatsächlichkeiten der ller- psychiologischen Versuche für Millionen wißbegieriger Menschen sichtbar macht. Ein solcher Kulturfilm ist es auch, der uns aus die absonderliche Frage, ob Meerschweinchen lesen können, eine klare Antwort gibt. Es ist dies das Verdienst des Kulturfilmregisseurs Dr. Fritz Heyden r e i ch , der in Zusammenarbeit mit Dr. Ulrich K. T. Schulz, dem Leiter der biologischen Herstellungsgruppe der Ufa, und mit der Mikrooperateurm Herta Jülich und dem Kameramann Erichhuns F o e r st e r den Film „R e f l e x, I n st i n k t o d e r Verstand?" mit unermüdlicher Geduld, größter Geschicklichkeit und feinstem Einfühlungsvermögen gedreht hat. ~ Der Ausgangspunkt dieses Films ist, wie der Name sagt, die alte Frage der Wissenschaft, ob die Tiere Verstand haben oder ob das, was wir Verstand nennen möchten, nur. Reflex oder Instinkt ist. Aus vielen hundert Versuchen der Wissenschaft wurden für diesen Kulturfilm der Ufa, dem wir alle tn Bälde zuschauen können, dreißig besonders interessante Versuche ausgewählt. Sogar den Regenwurm hat man als „Filmstar" vor die Kamera gebeten und ihn--dressiert! Man gab diesem Regenwurm zwei Möglichkeiten zum Kriechen. Der eine Weg führte in schützendes Erdreich, der dem Regenwurm der willkommenste ist. Der andere Weg führte in eine Helle Umgebung. Selbstverständlich wählte der Regenwurm instinktiv den dunklen Weg. Allein hier widerfuhr ihm jedesmal ein arges Mißgeschick: sobald er sich in diesen dunklen Weg hineinwand, bekam er einen elektrischen Schlag, der ihn sofort zum Rückzug und zur Wahl des anderen, wenn auch Hellen Weges, bewog. Mehr als hundert Mal wurde der Regenwurm vor diese Wahl der beiden Wege gestellt. Mehr als hundert Mal wand er sich in den dunklen.Weg, bis ihm dann endlich die „Erleuchtung" kam, daß es doch besser sei, den Hellen Weg zu wählen/Don diesem Augenblick ab mied er dann auch —- wiederum instinktiv — den dunklen Weg. Sein „Gedächtnis" war erwacht und half chm nun. Weniger erfreulich waren die Versuche für bie Wasser flöhe. Das Wasser, in dem die Wasserflöhe sich aufhielten, wurde durch einen Zusatz von Kohlensäure verdorben; eine Erscheinung, die den SB aff er flöt) en nicht unbekannt ist, weil auch die Natur das Wasser durch verwesende Pflanzenteile kohlensäurereich zu machen pflegt. Um nun dem durch natürliche Einflüsse verdorbenen Wässer.zu Die Heidelberger Kriminalpolizei hat bei einer Schwesternpaar eine Durchsuchung nach versteckte" Devisen vorgenommen und hierbei im Keller, unfE.), Italic Linden, 2 sg. Mert, Lau; Linden, 2 sg., Lang-Göns, 61 Men-Linden Eh. Hankei, ÜV, Wnbi Awnheinl, so., j M Lsass, A Würger, Hw Leghorn, weiß < Stumpf, SÄ SÄ ferne te - fab-Welt Gersheim, sg. Steilung g Ms .tzW fo'Jken, 2 *äS Das Gesicht des gesamten deutschen Nachrichtenwesens war in diesen Tagen weniger nach innen gerichtet als nach außen. Die Bedürfnisse der Leser- und Hörerschaft muhten denen des Volks - und Staatswohles nachgeordnet werden. Als Beispiel dafür sei die mehrfache Wiederholung ganzer Nachrichtenspannen im Rundfunk angeführt, die den Hörer im Reiche er- > — —... —a_.. .. ... . , - • mübete, dafür aber für die von jeder Nachrichten- men kritisiert worden. Es gebe aber keinen Gesun- ouelle abgeschnittenen Sudetendeutschen, die meist | dungsplan ohne derartige Maßnahmen Der Plan zu den geläufigen Nachrichtenzeiten infolge Strom-, bezwecke die Rückkehr des Kapitals aus sperre keine Nachrichten hören konnten, die einzige Verbindung mit den Ereignissen und Trost und Hoffnungsstrahl in schweren Stunden war. Es hat sich gezeigt, daß auch im Aetherkrieg der deutsche Hörer ein Außerordentlich feines Unterscheidungs- Vermögen dafür hat, was Tatfachenmeldungen sind und was gegnerische Zweckmeldungen, und sich durch Zweckmeldungen nicht aus der Ruhe bringen O' W. ( Pr. Oetker- 3 tracht. Die polizeilichen Ermittlungen wurden bald ausgenommen. Deals- Moderne Sportstätten in Watzenborn-Steinberg. Watzenborn-Steinberg, 17. Noo. feine ttußplahckon 250 g IDeizenmehl, 1 gestr. leel Dc. Oetkers„Backin", 125 g Zucker. 1 Päckchen Dc.Oetker's Oanllllnz ucker, 3 EßL milch, 150 g Butter. 200 g fjafelnußherne, Eigelb ober honö. milch 3. Beftceichen, 30-40 g fiafelnußheme z. verzieren. csd Langsdorf, 17. Nov. Unsere Gemeindeverwaltung hat in den letzten Wochen unter der Bauleitung des Hochbauamtes Gießen das Aeußere unseres Schulhauses einer Erneuerung unterziehen lassen, die von den hiesigen vereinigten Weißbindern vorgenommen wurde. Das auf der Hauptdurchgangsstraße, dem ehemaligen Steinweg, der jetzigen 'Obergasse, gelegene Leider konnte bis jetzt noch nicht festgestellt werden, wer der Erbauer des Hauses ist; es ist keinerlei Inschrift vorhanden, auch konnten noch keine auf die Erbauung bezüglichen. Aktenstücke gefunden werden. Zu vermuten ist, daß der Geheime Kriegsrat Christian Jakob von Z w i e r l e i n der Erbauer war, der um die Mitte des 18. Jahrhunderts den Herrenhof aus der Hand des Geheimen Legationsrats von Hopfen erwarb. Die ehemalige Schönheit des Gebäudes ist längst nicht mehr vorhanden. Nachdem die Gemeinde im Jahre 1846 den gesamten Herrenhof angekauft hatte, wurde das Wohnhaus nach längeren Verhandlungen über anderweitige Verwendung zum Schulhaus umgewandelt. Diesem Umbau fielen leider mancherlei architektonische und künstlerische Vorzüge des Hauses zum Opfer. Die Hofseite hatte wahrscheinlich, ebenso wie das Hegerichshaus in der Reichen Gasse, (m Obergeschoß einen Laubenumgang, wie die roh abgesägten Valkenköpfe verraten. Im ganzen Hause würden die Fenster auf unnötige und unschöne Maße erweitert, so daß die ruhige Linienführung der doppelten waagerechten Riegel zerstört wurde, wodurch das gesamte Holzwerk in Unruhe geriet. Scheinbar in noch späterer Zeit wunde der auf der Straßenseite angebrachte Erker, eine Besonderheit der Alt-Langsdorfer hervorragenden Bauwerke, beseitigt. Trotz dieser mit wenig Verständnis für altes Baugut vorgenommenen Veränderungen wirkt das Gebäude noch heute mit seinem kraftvollen Holzwerk, seiner über 30 Meter langen Straßenfront und dem hohen, an den Giebeln übgewalmten Satteldach baukünstlerisch eindrucksvoll. Die jetzt erfolgte Erneuerung läßt das Gebäude erst recht zur Geltung kommen. Das Untergeschoß zeigt einen in sich gefärbten rauhen Verputz, bei dem man von dem bisher auf dem Dorfe fast ausnahmslos geübten Spritzbewurf abgesehen hat. Seine gelbe Tönung fügt sich gut in das Straßen- bild ein. Alle Fenster wurden weiß gehalten, während das Rahmenwerk der Fenster ein lichtes Blau- grau erhielt. Im Oberstock erhielten alle Fenster wieder ihre ursprüngliche gegliederte Rauteneinteilung. Das Gebälk wurde schwarzbraun gestrichen und' hebt sich sehr wirkungsvoll von den ganz hellen Gefachen ab. Die Schönheit des Holzbaues kommt nun wieder zur vollen Wirkung. Dem Beschauer ist wieder einmal an einem imposanten Gebäude gezeigt, von welch' großem künstlerischen Eindruck die hessischen Holzbauten der Väter bei pfleglicher Behandlung sein können. Im Rahmen der Dorfverschönerungs- aktion hat unsere Gemeinde nun wieder einen bedeutsamen Beitrag geleistet. Das Schulhaus. — (Aufn.: Neuner, Gieß. Anz.) monumentale Gebäude ist in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts entstanden und war das ehemalige „Herrenhaus", d. h. das Wohnhaus eines adeligen Hofgutes, das seit unvordenklichen Zeiten hier be- tand. Der Unterstock des Gebäudes ist massiv aus Bruchsteinen aufgeführt; der Oberstock aber ist, bei derartigen Gebäuden des Landadels sonst eine Seltenheit, aus Eichenholz errichtet. Das hatte seine Ursache darin, daß die Gemeinde Langsdorf rechtlich verpflichtet war, aus ihren großen Waldungen den gesamten Bedarf des Herrenhofes an Bau- und Brennholz unentgeltlich zu liefern. Der Erbauer kam auf diese Art zu sehr billigen Baustoffen. Das gegenwärtige Dorf hat davon die Freude, in seinem Bereich einen Fachwerkbau von beachtenswerten Formen und von monumentalen Ausmaßen zu besitzen. IMNtz Atatürk, mkspruch.) r wird an du 'enen Präsides al Ataturl Zentner Stroh umfaßte, vollständig nieder. Bei der Lage des Strohhaufens mitten im Felde war an Feuerlöscharbeit natürlich nicht zu denken. Als Brandursache kommt Brand st iftung in Oorfverschönerung in Langsdorf Atter Fachwerkbau wurde erneuert. len. it sich mii)'* fahr inw rstärkt. »J* in Nudeln ubij- m unter dem r Auf W 0 im Wilnaß ine Treibiagd - Aus der engeren Heimat. 400 Zentner Stroh verbrannt. In der Gemarkung des Dorfes P e t t e r w e i l bei Friedberg brannte am Dienstagabend ein großer Strohyaufen, der eine Menge von etwa 400 bl des Ob! ;e r D e r w Q; ^9 Mer hQjte Wf eit ■ D'e Stelle ,rbl» für ?. 30. Januoi ^chsstatthM, 1 aIs Tauleitei Neprü:; ^eter Don W ’ der pMWn Sussex, bunt (Otto May, Lang-Göns, 3 sg., Z.), Minorka, schwarz (Otto May, Lang-Göns, 5 sg., E.), Orloff, rotbunt (Heinr. Becker, Allendorf a. d. Lahn, [ sg E.), Italiener, schwarz (W. Walther, Großen- Linden, 2 sg., E.), Italiener, rebh.-farb. (Willi Dechert, Lang-Göns, 5 sg., E., E. Knab, Großen- rinden, 2 sg., Z.), Italiener, silberf. (Otto Heß, Lang-Göns, 6 sg., E.), Wests. Totleger (Wilh. Jung, Großen-Linden, 3 sg., Z.), Rheinländer, schwarz Milh. Hankel, Lang-Göns, 4 sg., E., Z., Karl Philipp, Watzenborn-Steinberg, sg., Heinr. Braun, Zeienheim, sg., Ludwig Hankel, Großen-Linden, sg., Wilh. Pfaff, Krofdorf, 2 sg., I. Stork, Gießen, sg.), Hamburger, schwarz (Karl Frank, Lollar, 2 sg., Z.), Leghorn, weiß (Otto Boller, Lang-Göns, 2 sg., . L. Stumpf, Großen-Linden, sg.). len khNt A Ruttershausen, 17. Nov. Der Bürgermeister hatte die Gemeindeglieder zu einer Versammlung in der neuen Schule eingeladen, die der Ausbildung im Luftschutz dienen sollte. Nachdem der Untergruppenführer des Reichsluftschutzbundes, Zecher, den Abend eröffnet hatte, sprach Gemeindegruppenführer Eberle aus Lollar über Luftschutzbereitschaft und richtiges Verhalten bei Uebunqen und bei Aufruf des Luftschutzes. Seine Ausführungen fanden großes Interesse. U. a. führte er auch die Dolksgasmaske vor. Bürgermeister Schwarz schloß die Versammlung mit dem Hinweis auf die Notwendigkeit des Luftschutzes und der demnächst zu treffenden Maßnahmen, und mit dem Siegheil auf unseren Führer. D Mainzlar, 17. Nov. Im Saale der Gastwirtschaft von Müller fand eine Gemeindeversammlung statt, bei der Geimeindegruppenführer im Reichsluftschutzbund, Eberle (Lollar), einen lehrreichen Vorträg über das luftschutzmäßige Verhalten der Bevölkerung hielt. Die Versammlung wurde eröffnet durch den Führer der hiesigen Untergruppe Schwarz. Bürgermeister Kreiling forderte alle Bewohner zu ernster Mitarbeit im Luftschutz auf und schloß ntit dem Sieg-Heil auf den Führer. # Mainzlar, 17. Nov. Nach altem Brauch haben hier jetzt wieder die ©pinn ft üben begonnen. Es tritt hierbei allerdings nicht mehr das Spinnrad, sondern die Stricknadel in Tätigkeit. 00 S e u e r n, 17. Nov. Der Gemeindehaushaltsplan für 1938 schließt im ordentl. Haushalt in Einnahmen und Ausgaben mit 84086 RM. ab. Der außerordentliche Haushalt verzeichnet in Einnahmen und Ausgaben 21 345 RM. In den Haushaltsplan sind für gemeinnützige Zwecke erhebliche Beträge eingestellt. Für das Feuerlöschwesen ist eine Ausgabe von 3481 RM. vorgesehen; 2000 RM. gelten davon als Rücklage für die Anschaffung einer Motorspritze. 4000 RM. sind vorgesehen für die Anschaffung eines Steinbrechers. Für den Bau eines NSV.- Kindergartens ist eine Rücklage von 7840 RM. vorhanden. Für den Bau eines HJ.-Heimes liegen 18 000 Mark bereit. Die Bürgersteuer wird mit 200 v. H. erhoben. Die Grundsteuer für land- und forstwirtschaftlich genutzte Flächen beträgt 120 v. H., die Grundsteuer für bebaute Grundstücke 42 v. H. Die Vermögensrechnung weist einen Ueberschuß von 35 922 RM. aus. Das gesamte bewegliche und unbewegliche Vermögen der Gemeinde beläuft sich auf 675 825 RM. Die Gemeinde zählt 1046 Einwohner. + Grünberg, 16.Nov. Der Gesangverein „Sängerkranz" trat nach mehrjähriger Pause wieder mit einem Konzert vor die Oeffent- lichkeit. Die geräumige Turnhalle war sehr gut besetzt. Die Leistungen des Vereins, dessen Leitung Chormeister Konrad Nicolai (Großen-Buseck) hat, stehen auf beachtlicher Höhe. Die vorgetragenen Chöre, teils von älteren, teils von neueren Tondichtern, zeugten von guter Schulung. Den Höhe- Abteilung 4 (Zwerge): Wyandotten, dunkel (Alb. Funker, Großen-Linden, 3 sg., Z.), Wyandotten, weiß (Otto Heß, Lana-Göns, 2 sg., Z.), Rhodeländer (Wilh. Becker, Lollar, sg.), Antw. Bartzwcrge, schwarz (Wilh. Sommerlad, GroßLn-Linden, 2 sg., Z.),Reuengl. Zwergkämpfer, birkenf. (Karl Philipp, Batzenborn-Steinberg, 4 sg., E.)> Deutsche Zwerge, silber (Wilh. Schmidt, Wieseck, sg.), Barnevelder Zwerge, doppeltges. (Erwin Diefenbach, Ober- Biddersheim, sg., Z.). Abteilung 5 (Tauben): Altdeutsche Kröpfer, tiger (Karl Philipp, Watzenborn-Stemberg, 4 sg., E.), Hess. Kröpfer, geh. (Wilh. Becker Lollar, sa.), bess. Kröpfer, schwarz (Ludwig Mogk, Echzell, 3 sg., Z., Georg Reuhl, Hadamar, 5 sg., E., A. Lenz, Llein-Linden, sg.), Hess. Kröpfer, schwarztiger (Georg Aeuhl, Hadamar, 4 sg., E.), Engl. Zwergkropfer, schwarzgeh. (Otto Lippert, Klein-Linden, 2 sg.), Hess. Kröpfer, rot (Karl Maul, Beienheim, 3 sg.), Strasser, blau (Karl Philipp, Watzenborn-Stem- lerg, 2 sg., E., E. Burger, Watzenborn-Stemberg, 5 sg.), Brünner Kröpfer, weiß (E. Knab, Großen- Linden, sgZ, Schönheitsbriefer, rot (E. Knab, Großen-Linden, 2 sg., E., Georg Lutz, Klein-Linden, 5 sg.), Schönheitsbriefer, gelb (Karl Bittendors, trofborf, 2 sg), Thüringer Flügeltauben, blau (Karl Zimmermann, Lollar, 4 sg., Z,). Nachtrag (Hühner): Altsteirer, wlldsarbig (Ge- iLügelzuchtverein Großen-Linden, 3 sg.)._______ mehl und ..Backin" werden gemifcht unb auf ein Backbrett (Tifch- plalte) gesiebt, in die mitte wird eine Vertiefung eingedrückt. Zucker. Vanillinzucker und milch werden hineingegeben und mit etwas von dem mehl zu einem Brei verrührt. Die in Stücke geschnittene halte Butter und die geriebenen Dußheme legt man darauf, bedeckt sie mit mehl und verknetet nun oon der mitte aus alle Zutaten mit dem Handballen rasch zu einem glatten leig, man rollt ihn 3 mm dick aus und stickt mit einem IDeinglas plähcken aus; sie werden mit verquirltem Eigelb oder kondensierter milch bestrichen, mit einem halben Nußkern verziert und auf ein Backblech gelegt Backzeit: 10-15 miauten bei guter fflittelhitje. Bitte aussckneiden! n sein: Reich- °t ls, Präsiden al der Artillm al der Fliese its abgereist ii ära eintreffen. Kalharinenmarkt in Buhback. + Butzbach, 14. Nov. Seit mehr als 400 Jahren wird hier in der Zeit vom 13. bis 15. November der Katharinenmarkt in der üblichen Form abgehalten. Während der gestrige Sonntag nur den Auftakt zu dem Markte bildete, gilt der heutige Montag als Hauptmarkttag. Buden aller Art umsäumten die Hauptstraßen und den Markt- P Am gestrigen Sonntag waren die Geschäfte geöffnet, und so blieb denn auch ein starker Zustrom von Marktbesuchern, die mit der Bahn, in Omnibussen oder zu Fuß gekommen waren, nicht aus. Die Hauptmarktstraßen waren gestern und auch heute überfüllt, so daß zeitweise dichtes Gedränge herrschte. Nach Arbeitsschluß der hiesigen Betriebe glich unsere Stadt einem fast undurchdringlichen Menschenhaufen. Auch die Gast- und Kaffeestätten hatten starken Zuspruch zu verzeichnen. Aus allen Beobachtungen ist ersichtlich, daß der Katharinenmarkt immer mehr an Bedeutung gewinnt und allen Dörfern unserer näheren und weiteren Umgebung Gelegenheit zu Einkäufen bietet. Der Viehmar'kt, der in den vergangenen Jahren ebenfalls eine nicht unwesentliche Erweiterung erfahren hatte, mußte diesmal ausfallen, da in verschiedenen Dörfern der Umgebung zur Zeit die Maul- und Klauenseuche herrscht. Für die Jugend ist neben der Belustigung auf dem Marktplatz noch dadurch Sorge getragen, daß in allen größeren Lokalen am Hauptmarkttag Tanz stattfand. Landkreis Gießen * Lollar, 15. Nov. Die hiesige Kriegerkameradschaft hielt bei Kamerad Nuhn bei guter Beteiligung ihren Monatsappell ab. Der Eröffnung des Appells durch Kameradschaftsführer Zaubert folgte die Verteilung von Schießaus- zeichnunqen an sieben Kameraden. Die silberne Ehrennadel erhielt Kamerad Heinrich V i e h l, die bronzene Ehrennadel erhielten die Kameraden Theodor B e ck e l, Friedrich Heuser, Karl Moos, Heinrich Müller, Johannes Schäfer und Wilhelm Schmulbach. Im Verlaufe des Appells hielt Kamerad Bonhard (Gießen) einen Vortrag über das Spionagewesen während des Weltkrieges. Der Redner brachte aus dem Schatz reicher eigener Erfahrung viel Interessantes zu Gehör. D Lollar, 17. Nov. In den letzten Tagen sammelte die hiesige Schule nochmals Bucheckern. Die durch die Schulkinder ausgebrachte Gesamternte dieser ölhaltigen Früchte beträgt nunmehr über zwei Zentner. Ein schöner Erfolg! — Im hiesigen O b st - und Gartenbauverein hielt Lehrer Schie- f e r st e i n einen lehrreichen Vortrag über die -Schädlingsbekämpfung. — Die hiesige Sänger- Vereinigung wirkte in einem Konzert der Gesangsabteilung des Turnvereins 1862 in Wieseck mit, bei dem ihre Darbietungen großen Beifall fanden. elt. 9 in Mel ihrfeier bti (MitteldeM is 30. MaiD estgelegt wachs mjtaltungen do: lit einer Sßtujti' ) zwar in Hani -stwoche durch r [net Auch ist ä Kasseler ÄOBp d Fritz N erste Fester der Männechü zert ein Mirt‘ ifingstsawch^ । sonntag wrd M i uf der M* I bet eine W. \ ßaufingen C Hel „Singenbti lern Friedriche t sM man da- chen ^ore. Am statt. 3ni inie vorgetragem rranslaliungen nu: sanmrchi" uni ballfeld ein Schwimmbad und einen Schießstand. Ferner soll es als Aufmarschgelände dienen. — Bei einem Jagdtreiben im Pohlheimer Wäldchen wurden 9.Hafen und eine Schnepfe geschossen. Zubiläumsschau des Geflügelzuchtvereins in Lang-Göns. * Lang-Göns, 14. Nov. Vom 11. bis 13. November fand in der hiesigen Turnhalle eine Geflügelausstellung statt, die aus Anlaß des 25jährigen Bestehens des Vereins schon im vorigen Jahre vorgesehen war, damals aber wegen der Maul- und ; Klauenseuche ausfallen mußte. Die Aufstellung umfaßte rund 200 Nummern. Die Geflügelliebhaber konnten sehr viele schone Tiere bewundern. Der Besuch war — auch infolge des schönen Wetters — sehr gut, auch von auswärts. Am Sonntagmorgen besuchte der Gauvorsihende Ackermann (Sprendlingen bei Darmstadt) die Ausstellung und sprach sich sehr lobend Über das zur Schau gestellte Tiermaterial aus. Die Ausstellung wurde von dem Vereinsvorsitzenden Otto May eröffnet. Schiedsrichter waren die Herren Mogk (Echzell) und Jäger (Ober-Horgern). Die . wichtigsten Ergebnisse der Prämiierung (sg. = sehr gut, E. = Ehrenpreis, Z. = Zusatz-Preis): Abteilung 1 (Stämme): Rhodeländer (Karl Stoll, Lang-Göns, sg.), Italiener, rebh.-farb. (Willi Dechert, Lang-Göns, sg. Z.), Orloff, rotbunt (Heinr. Becker, Allendorf a. d. Lahn, sg.), Zwerg-Brahma, hell (Heinr. Ruhl V., Garbenteich, sg.). Abteilung 2 (Wassergeflügel): Gajuka-Enten, schwarz (Otto Heß, Lang-Göns, 9mal sg., Z., E.). punkt des Abends bildeten die mit Orchefterbeglei- tung vorgetragenen Chöre „Bataillons-Garde" und „An der schönen blauen Donau". Letzterer erzielte durch die Mitwirkung der Turnerinnenabteilung, die unter Leitung ihrer Dorturnerin Dina Michel den Tanz fein zur Darstellung brachten, ganz besondere Wirkung. Beide Chöre mußten wiederholt werden. Die instrumentale Mitwirkung hatten Angehörige der Gießener Regimentskapelle unter Leitung von Feldwebel Ochse übernommen, die auch noch verschiedene Musikstücke zum Vortrag brachten. Der Verein kann das Konzert als einen vollen Erfolg buchen. A Laubach, 16. Noo. In der Aula der hiesigen Oberschule für Jungen fand em Sonderlehr- gang der Luftschutz-Hauptschule Gie- ß e n statt, an dem sämtliche Untergruppenführer und Blockwarte der Gemeindegruppe Laubach teilnahmen. Nach der Flaggenhisiuna und Begrüßung des Lehrganges durch den LS.-Oberführer Clotz (Gießen), der auch über die Notwendigkeit und Or- ganifation des zivilen Luftschutzes sprach, begann die Schulung der Teilnehmer. Ausbildungsleiter LS.-Obertruppmeister Schmalz machte lehrreiche Ausführungen über die Angriffsmittel der Luftstreitkräfte, ihre Abwehr, über die Brandbekämpfung und den Luftschutzraum. Auf die Pflichten des Luftschutzwartes, die Aufgaben der Selbstschutzkräste und des Blockwartes wies LS.-Führer Schmidt besonders hin. Die GG.-Frauensachbearbeiterin Frau Brinkhoff (Laubach) behandelte das Thema „Die Frau im Luftschutz", und LS.-Führer Bergener gab zum Schlüsse Unterweisungen in der Verwaltungsführung. — Im „Schützenhof" hielt der hiesige Karneval-Verein 19 0 8 seine sehr gut besuchte Jahreshauptversammlung ab. Präsident Heinrich Wahl gab nach seiner Begrüßungs- ansprache einen eingehenden Bericht über das abgelaufene Geschäftsjahr. Es wurden sodann die Veranstaltungen für den komrnenden Karneval festgelegt. Die Mitqliederzahl ist auf 236 gestiegen. Die letztjährige Rechnung schloß mit einem Ueberschuß von 32 Mark ab. Der seitherige Präsident, der den Verein seit zehn Jahren in vorbildlicher Weise führt, wurde einstimmig wiedergewäblt. Jung und alt hudigte dann noch einige Stunden dem Tanz. ungünstiger Witterung kaum erreichbar, ein würdiges Schwimmbad ist ebenfalls nicht vorhanden, und der bisherige Sportplatz an der Neumühle ist für eine führende Bezirksklassenmannschaft (die 1. Mannschaft des FC. „Teutonia" führt zur Zeit die Tabelle der Bezirksklasse) ebenfalls unzulänglich. Daher begrüßen es die Sportler und die Sportanhänger, daß die Gemeindebehörde nun das Problem einer neuen, modernen Sport- ftättenanlage in Angriff genommen hat. Die Pläne sind annähernd fertiggestellt, der Beginn der Arbeiten wird sicher nicht mehr allzu fern fein. Das Sportgelände kommt hinter die Volkshalle zu liegen. Es enthalt außer einem, vorschriftsmäßigen Fuß- Schon seit langer Zeit genügen in dem sportfreudigen Watzenborn-Steinbera die S p 0 r t st ä t t e n nicht mehr den heutigen Anforderungen. Der derzeitige S ch i e ß st a n d in der „Lehmkaute" ist bei Abteilung 3 (Hühner): Reichshühner (Karl Schäfer, Lang-Göns, 2 sg., Minna Kempf, Beienheim, 2 sg., E.), Rhodeländer (Karl Stoll, Lang- Göns, 4 sg., 2 E., Wilh. Görlach, Lang-Göns, 4 sg., ^r. Bauer (Gießen) 3 sg., E., Z., Heinr. Maul, Beienheim, fg.), Wyandotten, ftlber (Alfred Jung, Vroßen-Linden, 6 fg., E.). Barnevelder, doppeltges. * rfö M, IIÜ””ner5Mli • l0T$“ Lesatzu^' 2 orf KKÄ CilESSEN'MÄUSBUR GIG 0 Banmwollwaren Oxford,78cm br.,einseit.gerauht,f. "TA Sporthemden, bes. schwere Ware, p.m*« I strapazierfähig p. m . .p. m mustern Linon, 130 cm br., eine gute, solide Wäschequalität.. p. m Ärbeitskleider p. m 98 Jungmädchenkleider. .p.m thren gefärbt p. m Linon, 160 cm br., besond. schwere Ware, für Bettwäsche. . p. m Schürzendruck, 114 cm breit, in schönen, bunten Musterungen, indan- Banernleincn, 120 cm br., schöne Karos, für Kleider u. 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Wir geben hiermit bekannt, daß die dem Installateur Oswald Münnich, Gießen, Aslerweg 29, erteilte Konzession zur Vornahme von elektrischen Jnstallationsanlagen im Stadt- und Ueberlandgebiet mit sofortiger Wirkung erloschen ist. 7407D Gleichzeitig geben wir bekannt, daß zur Ausführung von elektrischen Anlagen in unserem Stadt- und Ueberlandgebiet d^r Installateur Heinrich Launspach, Burkhardsfelden (Kreis Gießen) neu zugelassen ist. Gießen, den 15. November 1938. Städtische Betriebe Gießen. Abt. Elektrizitätswerk. sind Preise für unsere guten Anzüge und Mäntel im Alleinverkauf Die Marke 7415 A Halbschwere Mäntel, Regen-Mäntel, Sport-Anzüge, Loden-Mäntel, Knaben- und Berufskleidung - überhaupt alle Arten von Kleidung für alle Gelegenheiten für Männer und Jungens Wir führen aber auch die weltberühmten Marken-Mäntel ERES u.SONDERKLASSE für allerhöchste Ansprüche. H Köhler GIESSEN Das große Spezial-Haus am Seltersweg Wenn Wolle Handarbeiten ™ Strickwaren Strümpfe Dann Gießen. 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Ist um die Mittagsstunden schließlich das Tageslicht stark genug geworden, dann dauert es nicht lange, bis wieder der graue Dämmerschein alle Konturen verschwimmen macht. Und schon in den Nachmittagsstunden flammen bereits die künstlichen Lichter auf, die dem unaufhörlich pulsierenden Leben der Stadt die Sicherheit des Schaffens gewährleisten. Beim Schein der Lampen beginnt der Werktag, und beim Schein der Lampen endet er. In den Mor- genstunden zeigt sich schon in aller Frühe ein Spiel tanzender Lichter. Das ist um die Zeit, wenn der Uhrzeiger auf sieben geht. Eine Kette kleiner Son- nen spiegelt sich dann auf dem feuchten Pflaster oder dem nassen Asphalt: die Lichter der Fahrräder, die ihren Weg zur Arbeitsstätte nehmen. Es ist ein eindrucksvolles Bild, das man um diese Zeit an einer Straßenkreuzung oder an einer Strecke genießen kann, die einige freie Sicht gewährt. Zwischen all den kleinen Sonnen blitzt zuweilen das hellere Feuer einer Doppelsonne auf, die sich mit der Kraft des Motors in rasender Eile nähert, um ebenso rasch wieder in der Ferne zu verschwinden. Von den Fabriken und Werkstätten leuchten dann noch lange die künstlichen Lichter als glitzernde Zeugen des Arbeitsfleißes. Und selbst, wenn die Stunde kommt, wo die Läden rasselnd in die Höhe gehen, blitzen auch dort die Scheiben noch eine Weile im Glanz der elektrischen Glühbirnen. Ja, es kann passieren, wenn der Nebel in dicken Schwaden über der Stadt liegt, daß die Leuchtkraft der Elektrizität bis in die späten Vormittagsstunden nicht entbehrt werden kann. Dann ist es, als habe die Düsterkeit einen Bann über die Landschaft geworfen, der mit seiner einschläfernden Kraft alles bedroht, was sich . in diesen dunklen Tagen trotzig dem Leben stellt. Aber die dunkle Zeit hat erfreulicherweise ihre Grenzen. Während wir gegenwärtig von dem ohnehin schon kargen Tageslicht noch täglich etwa zwei Minuten verlieren, nähern wir uns ziemlich rasch dem tiefften Punkt, den der Helligkeitsgrad tm Kreislauf des Jahres aufzuweisen hat. Am Ende des zweiten Drittels des Monats Dezember ist dieser Punkt erreicht, und dann geht es in demselben Tempo wieder aufwärts. Der kalendarische Anfang des Winters bringt zugleich diese Wende, auf die wir uns schon jetzt freuen können, wenn uns die Dunkelheit dieser trüben Tage zu schaffen macht. H. W. Sch. Dornoiizen. Tageskalender für Freilag. Stadttheater: 20 bis 22 Uhr „Eine Frau wie Jutta". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Stärker als die Liebe". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Frau Sixta". — Dolkshallenverein Gießen: 16 Uhr, Stadthaus, Bergstraße, Sitzungssaal, ordentliche Generalversammlung. — Öberhessischer Geschichtsverein: 20.15 Uhr, Aula des Gymnasiums, Regierungsrat Schäfer (Darmstadt) Dorttag über „Familienwappen". — Öberhessischer Kunstverein: 16 bis 18 Uhr Ausstellung „Das alte und neue Gießen" im Turmhaus am Brand. „(Eine Frau rote Julia." Heute abend findet die letzte Aufführung des Lustspiels von Möller und Lorenz „Eine Frau wie Jutta" statt. Spielleitung Karl Dolck, Bühnenbilder Karl Löffler. Die Vorstellung findet gleichzeitig als 8. Vorstellung der Freitag-Miete statt. Ende 22 Uhr. Musikalische Abendfeier in der Johanneskirche. Am Sontag, 20. November, findet die 30. Musikalische Abendfeier statt. Der Kirchenchor der Gesamtgemeinde singt Kantaten von I. S. Bach. Die Solo- partten werden von Maria Reinhold-Schaefer, Alt (Kassel), und Walter Bobel, Tenor (Kassel), gesungen. Die Leitung hat Johannes N e - Geling.______ An alle Schaffenden! Aus der Teilnahme und der Bewährung im Reichsberufswellkamps erwächst die Erkenntnis und die Lehre, daß der schaffende Mensch das Schicksal der Ration gestaltet. Daß nicht Geld und Geburt entscheiden, sondern einzig und allein die schöpferischen Leistungen. Durch die geschichtlichen Taten des Führers in den hinter uns liegenden Monaten lebt und schasst das deutsche Volk in Frieden und Freiheit. Diese Erkenntnis verpflichtet es zu weiterer, größerer Leistungssteigerung. Die Teilnahme am Reichsberufswettkampf soll und wird der Welt wieder zeigen, daß wir bereit sind, durch Fleiß und Tüchtigkeit dem Führer bei seinem Ausbauwerk zu helfen. Keiner darf abseits stehen! keiner darf sich zu fein, zu klug, zu groß oder zu klein Vorkommen. heil Hiller! Bannsührer der HZ.: Kreisleiter der RSDAP.: Rohrbach. Backhaus. Kreisbeauftragter des RBDK. aller schaffenden Deutschen: Kreisobmann der DAZ.: h. Baur. kahenmeier. Oie Losung aller Mädel: Ich will! Führerinnenappell des DOM. durch die Obergauführerin. Die Führerinnenschaft des Mädel- und JM.- Untergaues Wetterau (116) trat am vorigen Samstag zu einem Appell an, bei dem die Obergauführerin Else Riese zu den Mädels über die kommende Arbeit sprach. Das Lied „Die Welt gehört den Führenden", begleitet von dem Orchester des BDM., und ein Gedicht leiteten den Führerinnenappell ein. Nach dem Lied „Wo wir stehen, steht die Treue" begrüßte die Untergauführerin Käthe Pfeffer die Obergauführerin. Obergauführerin Else Riese sprach dann in großen Zügen über die zu leistende Winterarbeit. Wir Mädel- und Jungmädel-Führe- rinnen werden hier unsere ganze, Kraft einsetzen, denn es gilt ja, dem Führer für seine geschichtlichen Taten einen kleinen Beweis des Dankes zu erbringen. Die Aufgabe der Führerinnen soll es nicht nur sein, einen guten Heimabend oder Sportnachmittag zu halten, sondern darüber hinaus auch persönliche Kameradschaft mit ihren Mädeln zu suchen. Das Mädel sott wissen, daß es eine Kameradin hat, die ihr in jeder Beziehung, auch außerhalb des BDM., zur Seite steht. So sott auch der Heimabend nicht nur Vermittlung von Wissen sein, vielmehr Haltung, Wissen und Lebensstil auf eine Linie bringen. Der Grundsatz der Führerin heißt: „Ich will" und nicht „ich muß". Mit ganzem Herzen und der Verantwortung bewußt, gilt es bei der Sache zu sein. Praktisch gesehen gilt die Arbeit in besonders verstärktem Maße dem WHW., denn wir haben Für unsere engere Heimat ist es von besonderem Interesse, zu hören, daß ein Sohn Oberhessens in den letzten Wochen vom Führer auf den Posten des erftendeutschenGesandtenamKaiser- hof von Mandschukuo berufen wurde. Der neu ernannte erste deutsche Gesandte beim Kaiserreich Mandschukuo ist Dr. Wilhelm Wagner, geboren in dem Pfarrhaus zu Wetter- f e ld (früher Kreis Schotten, feit 1. November 1938 zum Kreis Gießen gehörig). Er war der jüngste von ja dieses Jahr die große Not unserer Kameraden in der Ostmark und im Sudetenland zu lindern. Es werden deshalb von allen Mädeln Arbeiten für die NSV. und noch speziell für die Sudetendeutschen angefertigt. Außerdem werden die Jungmädel wieder Spielzeug und Kleinkinderwäsche sammeln. Kurz vor Weihnachten schließt die gesamte HI. ihre Arbeit für das WHW. mit dem Verkauf der Märchenfiguren ab. Die Obergauführerin kam dann auf den Leistungswettkampf der Gruppen, der auch in diesem Jahr wieder ausgetragen wird, zu sprechen. Hierbei wird die gesamte Arbeit einer Gruppe berücksichtigt. Am 20. 4. wird entschieden, wer aus diesem Leistungskampf als untergaubeste Gruppe hervorgeht. Der 1. Mai bringt dann den letzten Entscheid, den sich der Gauleiter und die Obergauführerin persönlich Vorbehalten haben, wer von den untergaubeften Gruppen die obergaubeste Gruppe wird. In diesem Gedanken der Leistung ist es natürlich auch für jedes Mädel und für die Führerinnen selbstverständliche Pflicht, an dem Reichsberufwettkampf, dem Symbol der Hitler-Jugend, teilzunehmen. Jede wird hier den Beweis ihrer Leistung und ihres Könnens erbringen, mit dem Bestreben, von Jahr zu Jahr eine Leistungssteigerung zu erzielen. Mit dem Siebe der Jugend und dem Gruß an den Führer beschlossen die Mädel den Führerinnenappell, und gelobten, sich mit ganzer Kraft und Beharrlichkeit, aber auch mit Freude, für :as Gelingen der Mädelarbeit einzusetzen. sieben Brüdern, die eine vortreffliche Mutter nach dem frühen Tode des Vaters erzog und sämllich studieren ließ. Während fünf der Brüder in Hessen blieben — der älteste ist unser Mitbürger D. Karl Wagner, Oberkirchenrat und Superintendent i. R. von Oberhessen, der zweite der langjährige Vorsitzende des Vereins für Innere Mission in Hessen, Pfarrer i. R. Heinrich Wagner (Darmstadt), der dritte Pfarrer D. Ernst Wagner (Bensheim), bekannt als Vorkämpfer für das Deutschtum im Ausland und Vorsitzender der Gustav-Adolf« Stiftung, der vierte der erst vor kurzem in Gießen verstorbene hochangesehene Oberlandwirtschaftsrat Dr. Otto Wagner, der fünfte Vermessungsrat i. R. Georg Wagner in Darmstadt, der sechste Emil Wagner ist Apotheker in Württemberg, — zeigte der jüngste schon als Gymnasiast ein ausgesprochenes Interesse für fremde Welten, zumal den „Fernen Osten", wie wir heute sagen. Geboren am 3. Juli 1884 im Pfarrhause in W etter f e l d , studierte Wilhelm Wagner in Gießen, Berlin und Lausanne Rechtswissenschaft und Sprachen, promovierte in Gießen zum Dr. jur. und bestand das schwere Dolmetscher-Examen in Französisch, Englisch und Chinesisch. Nach Ableistung seiner Dienstpflicht im ehemaligen Leib« zarde-Regiment 115 in Darmstadt und der vorge- djriebenen Hebungen wurde er 1908 der deutschen Botschaft in Peking zugeteilt und blieb dort als Dizekonsul bis 1914. Seine amtliche Stellung brachte ihn in Berührung mit den führenden Persönlichkeiten des alten China. Bei seinem ersten Heimaturlaub, von dem Kriegsausbruch überrascht, zog er als Bataillonsadjutant nach dem Osten, wo er annähernd drei Jahre weilte. Es darf als besondere Auszeichnung betrachtet werden, natürlich auch als Beweis für außerordentliche Tüchtigkeit, b der junge Leutnant, der Reserve schließlich Brigade adjutant wurde. Dann wurde er vom Auswärtigen Amt angefordert und als Generalkonsul des Reiches nach 'Genf geschickt. Nach Kriegsende erlebte er den Kapp-Putsch in Berlin und wurde im Mai 1919 wieder nach China geschickt, um dort den Sonderfrieden mit dem Reiche der Mitte abzuschließen, das dem „Friedens"-Vertrag von Versailles nicht beigetreten war. Er wurde später Konsul und Generalkonsul in Hongkong, Schanghai und Kanton, um dann in Wladiwostok das deutsche Konsulat neu aufzubauen. Die letzten drei Jahre führten ihn als Generalkonsul nach Kobe in Japan. Vor einigen Wochen hat Dr. Wilhelm Wagner sein Beglaubigungsschreiben in Hsingking, der Hauptstadt von Mandschukuo, überreicht. Wir wünschen unserem oberhessischen Landsmann, der übrigens mit einer Sudetendeutschen aus Mährisch- Odrau verheiratet ist, einen vollen Erfolg seiner diplomatischen Mission im kampfumtobten Fernen Osten. Oberstudienrat Prof. Dr. Kraemer 70 Jahre alt. Am morgigen Samstag, 19. November, begeht der in Gießen im Ruhestand lebende Oberstudienrat Professor Dr. Adolf Kraemer in bester Frische seinen 70. Geburtstag. Prof. Dr. Kraemer, Goethesttaße 40 wohnhaft, wurde in Darmstadt im Jahre.1868 als Sohn des Universitäts-Professors Dr. Adolf Kraemer geboren. Er war zunächst Rektor in Rimbach (Odenwald), bann lange Jahre Professor am Humanistischen Wolfgang-Ernst-Gymnasium in Bübingen. Zuletzt war er, ebenfalls seit einer Reihe von Jahren, am Realgymnasium in Gießen tätig. Als begeisterter Soldat kämpfte er als Hauptmann, später als Major an der Westfront und in Rußland. Als Kompaniechef im Landwehr-Regiment 99 tat er sich bei T STUCK 18 PPG» Ein Oberheffe Gesandter inMandschukuo (Nachdruck verboten!, 34. Fortsetzung. Er wischt sich den Schweiß von der Stirn und reicht das Werkstück weiter. Lächelnd sieht Karajan zu, wie sich auch die beiden andern vergeblich be- „Ihr werdet's nicht schaffen", weint er endlich lächelnd. „Ich hab's auch nicht geschafft! Hier ... wollen mal mit einem Hammer versuchen! Bitte Grote, Setzen Sie mal alle Kraft hinter Ihren Grote holt aus ... der Schlag saust nieder. Aber das Werkstück steht unversehrt. Nur da, wo der Hammer die dünnen Kanten des Aschenbechers traf, zeichnet sich ein leichter Eindruck ab. „Ihr seht, die Festigkeit des Materials kommt der eines guten Schmiedeeisens gleich. 'Karottt kan nicht rosten. Alles andere liegt auf der Hano. „Toll! Toll!" stöhnt Wernicke. „Ich hab's nicht glauben können bis jetzt. Aber da gibt's nun feinen „Das ist das Ergebnis von Presse eins. Hier ist ,Karolit-Glas'. Bitte, Schorsch, hall das Reage^- glas in diese Schüssel mit der Kältelosung. Welche Temperatur kannst du da ablefen?" „Minus sechs Grad!" „Und wenn du meinst, daß das Glas kalt ist bitte, hier in das kochende Wasser!" Schorsch besorgt alles mit der Miene eines gewissenhaften Assistenten. „Zauberei in der ,Kontor- diw oder das kleine Hexeneinmaleins", nickt er mit geheimnisvollem Spott den andern zu. „Paßt auf ... jetzt tauche ich's ins heiße Wasser und es kommen Mäuse, weiße Mäuse heraus." ,L°r Kerl trinkt zuviel Schnaps", knurrt Wer- nicke. „Er kann überhaupt nicht mehr ernsthaft jein. Das Reagenzglas zeigt keinen Sprung, nichts, es hat die Probe unversehrt überstanden. „Muß doch mal fühlen, ob das Ding . ... au. -verdammt und zugenäht!" Mit einem toä)rei laßt Schorsch das heiße Glas fallen und reibt sich die Finger. „Jetzt zerschlägt er uns das Geschirr! flafj bod) die Hände von Sachen, die du nicht verstehst! brüllt Wernicke wütend, aber lächelnd beruhigt ihn Karajan. ____— - — MM MM WWM Roman von Kurl Riemann Copyright by Verlag Oskar Meister, Werdau i. Sa. er da zu haften Händedruck. Selbst Schorsch vermag in diesem Augenblick, der Erfolg nun gesichert ist, kaum Vernünftiges sagen. .. 21m meisten aber hat es doch Wernicke gepackt. „Ist ja nichts entzwei gegangen! Brauchst nicht gleich zu schimpfen, Günther!" „Zufall! Reiner-Zufall! Die Dummen haben eben immer Glück." „Das verbitte ich mir ganz entschieden ...! pustet Schorsch erregt. „Das geht denn doch zu weit!" Doch weiter kommt er nicht, denn jetzt hat Karajan das heruntergefallene hauchdünne Glas wieder aufgehoben, und ehe fie's hindern können, wirft er es blitzschnell mit aller Gewalt gegen die Wand. Es klirrt ... aber als Grote schnell zuspringt, hebt er es unbeschädigt auf. „Karolit!" sagt Karajan lakonisch. „Man müßte es schon mit einem Hammer zertrümmern. Bei einer Wandstärke von einem Zentimeter schlägt keine ^Gewehrkugel durch ... nach meinen Berechnungen." „Toll, toll!" stöhnt Wernicke. „Ich werde langsam wahnsinnig. Wenn ich bedenke ... kugelsichere Der- glasung aus ,Karolit* ...? Karajan, Karajan! Ist das nicht zu viel!" „Noch nicht. Hier dies biegsame Band fehlt noch. Es ist das einzige, was noch nicht ganz fertig ist. Es ist nicht schmiegsam genug, aber von vorzüglicher Isolierfähigkeit. Man kann Kabel und Zuleitungen damit isolieren, für die man bisher Gummi und Guttapercha brauchte. In einem Jahr bin ich auch damit fertig. Was sagt ihr nun?" Karajan empfängt von den Männern manch herz- Jhm stehen die Tränen in den Augen, als Karajan die Hand quetscht. „Mensch, Karajan ... und daß wir bas alles unferm Vaterland m bie Hand geben können ... ach, das tut gut. Das wijcht manch bittere Stunde wieder fort." Was redet der schon wieder von bittern Stun- ben?" sprudelt Schorsch und öffnet die Schleusen feiner Beredsamkeit. „Jetzt — und bittere Stunden. Hast du 'ne Ahnung! Jetzt sollt ihr mal sehen, was Georg Hausmann, genannt Schorsch, für ein Tempo oorleqt! Artikelserien für die Presse sind vorbereitet. Werkphotos in einer Stunde fertig, .Anzelgenaus- träqe bereits ziemlich genau ausgearbeitet, cm Telephonanruf verständigt sechs 21n3etgenburos m Deutschland und siebzehn ausländische Agenturen. Sämtliche Fachzeitschriften bungern nad) meinen Auskünften, Meßdorff wird grün und blau vor Wut, die Konkurrenz kann sich 'n Lehnstuhl kaufen, Herrschaften, denn wir ... mir haben gewonnen! Wir haben die bedeutendste Schlacht gewonnen, die es vielleicht heute zu schlagen gibt: wir haben den universalen deutschen Werkstoff aus inländischem Material: das .Karoliti! Wir ... die .Konkordia' ...!" „Das ist vielleicht das Schönste an unferm Sieg", fügt Karajan ernsthaft hinzu, „daß er in erster Linie unferm Vaterland zum Segen werden wird! Kinder ... ich möchte euch bitten, für den Rest des Tages meine Gäste zu fein! Ich glaube ... mir haben das Recht, ein wenig fröhlich zu fein!" „Genehmigt!" ruft Grote. „Aber wenn ich bitten darf: zuvor einen Rundttunk bei meinem Freund nebenan. Er soll sehen, daß wir ihm gern etwas zukommen lassen." ,Zch schließe mich Grote an!" stimmt, Karaian zu. „Hernach essen wir irgendwo zusammen. Einverstanden?" „Einstimmig angenommen!" * Gegen acht Uhr fragt Hausmann plötzlich: „Ja, zum Teufel, wo steckt denn der Doktor?" Aber soviel man sich umsieht, er ist und bleibt verschwunden, lieber allen Plänen und Zukunftsmusiken hat man ganz vergessen, darauf zu achten, wohin er denn so schnell entschwunden ist. Wernicke winkt lächelnd ab, als die andern aufstehen, um nach ihm zu sehen. „Laßt ihn! Ich kann mir denken, daß er heute abend sein volles Herz noch an einer andern Stelle ausschütten muß!" Da nicken die Männer, Schorsch pfeift leise durch die Zähne und alle lächeln in schweigendem Verständnis. Karajan aber steht längst auf der Straßenbahn, die ihn ins Innere der Stadt bringt. Er hat in aller Eile seinen Hut vergessen, aber das tut ihm nichts, ja, er empfindet es herrlich, sich den kühlen Herbstwind durch die Haare sausen zu lassen. Die Normaluhr zeigt gerade fünf. Paßt vorzüglich, denkt er und beginnt, sich halblaut eins zu pfeifen. Wir werden noch eine Stunde ins Freie fahren und den Abend für uns haben. Am Schloß wird gebuddelt. Er steigt aus, kann gerade noch vor den Rädern eines Autobus, der von der Augustusbrücke kommt, zurückspringen, erntet einen abgründigen Fluch des Fahrers und ein pikiertes Kopfschütteln zweier älterer Damen, aber das hort und sieht er alles nicht. Er findet es ganz selbstverständlich, daß sich der Betrieb der Stadt Dresden heute nach ihm zu richten hat. Die Tauben vor dem Opernhaus, die in großen Scharen die letzten zerstreuten Krümel vor dem Schlafengehen als Nachtmahl aufpicken, jagt er mit radschlagenden Armen aus ihrer gefräßigen Ruhe. Dazu pfeift er durchdringend und gellend wie ein Gassenjunge. Zwei Backfische lachen über ihn, ein alter Herr schiebt bedächtig die Brille hoch. Ha! denkt Karajan. Ihr könnt mich heute alle nicht ärgern. Ich habe eine Schlacht gewonnen ... und heute abend geh ich aus ... heute abend bin ich mit ihr ganz allein unter vielen Menschen ... ach, Karola! Auf der Prager Straße ist allerlei Gedränge, er durcheilt es mit kühnem Schwung. Was gibt's denn im Kino? ... Kino ist dunkel ... herrlich! Also ist's ganz gleich, was sich auf der Leinwand zuträgt! „Haben Sie noch eine Loge frei für die letzte Vorstellung?" „Für heute abend ...?" „Bitte. Ich möchte auch die Hinterplätze kaufen." Es hat geklappt. Glückstrahlend versenkt Karajan seine vier Karten in die Manteltasche. Und nun ... Karola anrufen! ♦ Da ist sie, die geliebte Stimme. „Karola? Du bist es? Ja, ja, brauchst gar nicht zu antworten! Ich hör's schon. Also paß auf, Mädel, zieh dein bestes Kleid an! Mach dich schön! So schön, wie du es nur kannst! Ich habe uns Karten fürs „Universum" besorgt ... irgendeine Premiere ... ist ja ganz gleichgültig. Hauptsache: es ist dunkel! Heute muß ich mit dir ausgehen, unter allen Umständen! Wie? ... Du bist erstaunt? Ja, war ich denn wirklich bisher ein so schlechter Kerl, daß ich nie mit dir ausgegangen bin? Ach, du Armes! Aber heute habe ich auch einen Grund ... einen sehr, sehr wichtigen Grund! Es ist gelungen, Karola ... wirklich gelungen! Mehr will ich dir noch nicht verraten ... aber das eine kannst du mir glauben, wir haben allen Grund, uns zu freuen. Wollen mir nicht noch eine Stunde mit dem Wagen herausfahren? Wenn du schnell machst, können wir noch irgendwo ganz still ... ja? Wann kann ich dich erwarten? ... In einer Stunde? ... Schön. Ich werde bei Kreuzkamm warten. Und dein festliches Kleid, horst du...? Wir gehen tanzen nach der Vorstellung!" Glückstrahlend hängt er an, schlendert quer über den Postplatz und beschließt, zunächst einmal etwas Herzhaftes zu essen, denn seit heute morgen hat er keinen Bissen über die Lippen gebracht. Dann ist's Zeit, sich eine Taxe zu nehmen und sich zu Hause in den Abendanzug zu werfen. (Fortsetzung folgt!) Wirtschaft Fwd. Endabrechnun Q 21.: JMS das ge- Der Viktor Lutze - Gepäckmarsch findet am 27. November in Dortmund statt. Am gleichen Tag tragen die SA.-Gruppen Westfalen und Westmark in Dortmund einen Fußballkamvf aus. 2. 3ufi: Regatta in Gießen. Das Reichsfachamt Rudern hat für kommende Jahr bis jetzt folgende Regatten nehmigt: Mai, 14.: Brandenburg o. d. H., Dresden: Ein neuer deutscher Sportwagen. Im Jahre 1937 fand der Berliner Ingenieur Gerhard Macher in einer Münchener Werkstatt einen der drei Motoren, die der verstorbene Konstrukteur Zoller für seine Rennwagen geschaffen hatte. In mühseliger Kleinarbeit befestigte Macher die dem Motor noch anhaftenden Mängel und entwickelte einen 1500-ccm-Zwettaktrnotor tritt sechs Zylindern so wett, daß er für Sportwagen rennreif wurde. In diesen Tagen wurde die Maschine trotz größter Schwierigkeiten fertiggestellt. Im Hof der Reichsfachschule für Stellmacher und Kardsseriobauer in Bernau, die für den neuen Wagen die zweisitzige Karosserie in handgefertigter Sonderausführung schuf, wartet der silbergraue neue deutsche Sportwagen auf seine erste Fahrt. Die niedpiae, gedrungene Form seiner Karosserie gibt dem Modell das Gepräge. Unterhalb der Klappe, die den EinMftutzen für das Kühlwasser verdeckt, kündet bescheiden ein schwarzes „M" von dem Mann, der den Wagen baute. Bei einer kurzen Probefahrt auf der Reichsautabahn zeigte sich ein starkes Anzugs- und Beschleunigungsvermögen. Kaum find die vier Gänge durchgeschaltet, ist bei noch nicht 3000 Touren eine Geschwindigkeit von 145 bis 150 km/st erreicht. Die Spitze liegt bei 190 km/st. Machers ,M"-Wagen soll zunächst im Sport- wagen-Rennen der i^-Ltter-Klasse eingesetzt werden. Heber diese Vorstufe hinaus wird er zum Rennwagen entwickelt, der in dieser Klasse international immer mehr an Bedeutung aewinnt, so daß man schon für dos Jahr 1941 eine 15OO-ccm- Grand-Prix-Formel voraussagt. Deutsche Turner in Higa und Helsinki. Die deutschen Turner, die am Freitag zum dritten Länderkampf gegen Finnland in Helsinki antreten, mochten auf ihrer Reise nach der finnischen Hauptstadt in Riga Station. Hier zeigten sie vor einer großen Schar begeisterter Zuschauer auf Einladung des Svortamtes der Deutsch-Baltischen Sportgemeinschaft ihr großes Können und fanden dabei immer wieder Riesenbeifall. Nach einer kurzen, zwischenfallosen Seereise wurde dann Helsinki erreicht, wo eine Abordnung des Finnischen Turnverbandes die deutschen K^^teroden herzlich begrüßte. Ganz Finnland wartet mit großer Spannung auf den Länderkampf. Die Messehalle in Helsinki ist bereits ausverkauft. Alle Zeitungen würdigen in großer Aufmachung das Können der Mannschaften unb rechnen dabei recht zuversichtlich einen finnischen Sieg heraus. Deutsche nuderreaatten 1939. Große Strafkammer Gießen Die Hauptverhandlung gegen die Eheleute V. aus Friedberg wegen Konkursve'rbrechens mußte gestern unterbrochen werden, da einer der Richter plötzlich erkrankte. Nach § 229 StPO, in Verbindung mit Kapitel I Art. 6 § 1 der Notverordnung vom 14. Juni 1932 muß die Hauptverhandlung spätestens am elften Tage fortgesetzt werden, widrigenfalls mit dem Verfahren von neuem zu beginnen ist. Züdischer ©ftuerbdruticr. Lpd. Frankfurt a. M., 16. Nov. Dos Fronk- furter Schöffengericht hatte den 40jährigen Juden Gustav E h r m a n n wegen Steuerhinterziehung verurteilt. Der Angeklagte focht das Urteil an, beschränkte seine Berufung ober auf das Strafmaß. Die Große Strafkammer prüfte den Fall noch und gelangte zu einer kleinen Abänderung des erstinstanzlichen Urteils. Der Tatbestand war folgender: Der Angeklagte betrieb einen Handel mit Radioapparaten, Staubsaugern, elektrotechnischen Artikeln und Photoapparaten, gab aber weder Einkommensteuer- noch Umsatzsteuererklärungen ab und teilte auf eine Anfrage des Finanzamts mit, daß er monatlich nur 40 Mark verdiene. Als bann eine Nachprüfung ftattfanb, wurde festgestellt, daß der «H -O $ 5" «I iß»''! iht- bereits die Teilnahme an der „Tour de France" sowie an den Rundfahrten von Luxemburg unb der Schweiz. ,Aund um Luxemburg" wird vom 20. bis 23. Mai ausgetragen. Es starten elf Sechser- Mannschaften, unter denen Belgien, Frankreich und Luxemburg je zweimal vertreten sind. Deutschland, Schweiz, Italien und Holland sowie eine gemischte Mannschaft England-Spanien vervollständigen das Feld. Fwd. Endabrechnung der Rotzgek« preisruckvergütung 1937 /38. Gemäß Anordnung der Hauptversammlung der deutschen Getreide- und Futtermittelwirtschaft erfolgen bte Aus- Zahlungen der sich aus der Endabrechnung der Rog-' genprelsrückoergütung 1937/38 etwa ergebenden Guthaben nur, sofern die für die Endabrechnung gemäß Anordnung vom 31. Mai 1938 vorgeschrre- denen Fragebogen bis zum 30. November 1938 eingereicht werden. Mühlen, die die Fragebogen nicht bis zum 30. November 1938 eingsreicht haben, gehen etwaiger Ansprüche auf Zahlung der für die Zeit vom 1. Juli 1937 bis 30. Juni 1938 noch nicht gezahlten Roggenpreisrückvergütungsbeträge ver- ‘ ustig. Fwd. Erzeugerfestpreis für Inlands- Futtermais Der Erzeugerfestprels für nn In- . anb erzeugten Futtermais beträgt rm Wrrtschafts- ohr 1938/39 mit sofortiger Wirkung 20 Mark is 100 Kilogramm, ausschließlich Sack, ab Station des Die Bedeutung der normalen Aasenatmung Zweiter Vortragsabend der Dolksbildungsstötte. Erzeugers. Mein-Mainische Börse. Mrttagsbörse: Sehr ftüL Frankfurt a. M., 17. Nov. Der Börse mangelte es stark an Aufträgen, sowohl nach der Kauf-, als nach der Verkaufsseite. Es herrschte daher weitgehendste Geschäftsstille, und int Verlauf der ersten Börsenstunde wiesen die Kurstafeln noch starke Lücken auf. Die wenigen vorerst notierten Papiere des Aktienmarktes lagen nicht ganz einheitlich und nur wenig verändert, die Gefamthaltung war jedoch als etwas leichter zu bezeichnen. Stärker ab* weichend waren am Montanmarkt Rhein. Braun* kohlen mit 203,25 (207,50). Hoesch bröckelten auf 115 (115,75), Mannesmann auf 108,25 Brief (109) und Deutsche Erdöl auf 125,50 (126) ab, während Verein. Stahl mit 106,65 (106,50) gut behauptet blieben. Von chemischen Werten setzten IG. Farben mit unverändert 147,50 und Metallgesellschaft 1 v. H. höher mit 120 ein. Sonst kamen im einzelnen zur Notiz: Reichsbank 191,25 (191,50), Rheinmetatt 134,75 (135), Zellstoff Waldhof 126,50 (126), AEG. unverändert 118, Adlerwerke Kleyer 108,50 (108) und Westdeutsche Kaufhof 104,50 (104,25). Auch an den festverzinslichen Markten herrschte äußerste Stille. In Industrie-Obligationen bestand Abgabeneigung, so daß Rückgänge von durchschnittlich 0,25 bis 0,50 v. H. eintraten, Färbens- Bonds verloren 1,25 v. H. auf 120. Pfandbriefe und Stadtanleihen sowie Staatspapiere lagen un=» verändert. Dekosama I 0,25 v. H. ermäßigt auf 136; dagegen Reichsaltbesitz unverändert 130,80 und Reichsbahn-Vorzugsaktien 0,13 v. H. höher mit 125,50. KommunÄ-Umschuldung halbamtlich 93,30 (93,40). Im Verlause überwogen am Aktienmarkt Ab-- • schwächungen von 0,50 bis 1 v. H. Dem nur kleinen Angebot stand fast keine Aufnahmeneigung gegen-« über, die Umsätze blieben sehr begrenzt. IG. Farben 147 bis 146,25 nach 147,50, Verein. Stahl 105,75 nach 106,65, Mannesmann 107,25 nach 108,25, Hoesch 114,50 nach 115, AEG. 117 bis 116,50 nach 118, Westdeutsche Kaufhof 104 nach 104,50, Daimler 134 nach 134,50, Conti Gummi 204 nach 205. Bon erst später notierten Werten, die zumeist niedriger lagen, verloren Scheideanstalt 2 v. H. auf 196, Rheinstahl 1,50 v. H. auf 133,50, RWE. 1,25 v. H. auf 119,50. Bankaktien gingen bis 0,50 v. H. zurück. Der Freiverkehr lag stlll und mangels Umsatz nahezu unverändert. Etwas höher Verein. Fränk. Schuh mit 79 bis 81 (76,50 bis 78,50). Tagesgeld etwas gefragt und 2,50 (2,25) v. H. Abendbörfe still und abbröckelnd. Bei Fortdauer der Geschäftsstille und starken Zurückhaltung brodelten am Aktienmarkt die Kurse überwiegend weiter etwas ab, wobei die Rückgänge teilweise bis 1 v. H. ausmachten. Vielfach waren es nominelle Angleichungen an den Berliner Stand. Je 1 v. H. schwächer lagen Rheinstahl mit 132,50, Bernberg mit 135, Scheidean statt Mit 195 und Zellstoff Waldhof mit 125, ferner gaben Demag auf 145,25 (146), IG. Farben auf 146 (146,40), Moenus Maschinen auf 125,50 (126) und Deutsche Erdöl auf 125 (125,50) nach. Mannesmann mit 107,13 (107,25) und Vereinigte Stahl mit 105,50 (105,65) lagen knapp gehalten. Gesfürel blieben zu 133 im Angebot. Bankaktien blieben auf dem ermäßigten Mittagsstand gehalten, Adca 97,75, Commerzbank 112.25, Deutsche Bank 118, Dresdner Bank 111. Von Jn- dustriewerten notierten Aschaffenburger Buntpapier mit 87, Schuh Herz mit 111,75 und Haid & Neu mit 111. Am Rentenmarkt besserten sich Reichsattbesitz um 5 Pf. auf 130,75, Farben-Bonds unverändert 120. Im Freiverkehr hatten Kommun al.Umschuldung bei unverändert 93,30 und 4 v. H. Rentenbank-Ablösung mit 90,65 (90,75) kleines Geschäft. Sranffurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M, 18. Nov. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Dorauftrieb: 1271 Rinder (234 Ochsen, 114 Bullen, 677 Kühe, 246 Färsen), 229 Kälber, 84 Hammel, 70 Schafe, 57 Schweine. Es kosteten: Ochsen 35 bis 46,50 Mark, Bullen 35 bis 44,50, Kühe 20 bis 44,50, Färsen 34 bis 45,50, Kälber 35 bis 65, Hämmel 36 bis 52, Schafe 20 bis 42, Schweine 50 bis 59 Mark. — Marktverkauf: Rinder, Kälber und Schweine zuge- teilt; Hämmel und Schafe lebhaft. LPD. WHW.»Postwertzeichen. Wie bereits mttgeteilt, werden vom 18. November ab Freimarkenheftchen mit WHW.-Briefmarken herausgegeben. Die für diese Heftchen gedruckten beiden Markenbogen werden durch die NS.-Dolksnvohlfahrt vertrieben und können außerdem schriftlich bei der Versandstelle für Sammelmarken in Berlin W 30 bestellt werden. Die Bogen enthalten nicht — wie in der ersten Meldung gesagt — 10, sondern jeder nur 6 Heftchenblätter. Der Preis der Bogen ermäßigt sich daher entsprechend von 9 auf 5,40 Mark für den einen, von 11 auf 6,60 Mark für den andern und von 20 auf 12 Mark für beide Bogen zusammen. ** Unter dem Verdacht d e r Kindestötung verhaftet. Ein junges Mädchen aus der Marburger Gegend, das in Gießen beruflich tätig war, wurde unter dem Verdacht der Kindestötung verhaftet und in gerichtliche Untersuchungshaft gebracht. Das Mädchen hatte Anfang November heimlich Zwillinge geboren. Die beiden Kindchen fand man vor einigen Tagen im Kohlenkeller des Hauses unter den Kohlen versteckt tot auf. Gegen das Mädchen richtete sich alsbald der Verdacht, die neugeborenen Kinder ums Leben gebracht zu haben. Die Ermittlungen sind noch im Gange. den Kämpfen um den Hartmannsweilerkopf im Jahre 1914 so hervor, daß er besonders erwähnt wurde. Bier Jahre lang stand er im Felde, während feine Gattin in der Heimat im Pfleyedienst wirkte und die beiden Söhne als Kriegsfrelwillige gleichfalls an der Front standen. Der soldatische Sinn und die stete Einsatzbereitschaft des Vaters für Volk und Vaterland fanden auch bei den beiden Söhnen freudigen Widerhall, die beide im Freikorps und frühzeitig auch in der völkischen Bewegung, ebenso in der NSDAP, sich einsetzten. Don zahlreichen Ehrenämtern, die Prof. Dr. Kraemer im Laufe feines reichgesegneten Lebens innehatte, ist vor allem seine hervorragende Mitarbeit in der Führung des Kriegerverbandes Kyff- Häuser hervorzuheben. Als vorbildlicher und begeisterter alter Soldat setzte er sich auch an dieser Stelle stets mit aller Kraft für die Stärkung und Vertiefung dös Wehrgedankens, wie überhaupt des soldatischen Geistes in allen Schichten der Bevölkerung, besonders aber unter der Jugend ein. Dazu bot ihm feine berufliche Stellung im Schuldienst reiche Gelegenheit. Durch seine gute kameradschaftliche Gesinnung, seinen lauteren Charakter und sein allezeit liebenswürdiges und hilfsbereites Wesen gegenüber jedermann hat er sich in Stadt und Land, insbesondere im Kreise der alten Soldaten, große Wertschätzung und viele Freunde erworben. KdI.-Dolkswagen auf OSwaldsgarten Am heutigen Freitag, von 17.30 bis 19.30 Uhr stehen auf Oswaldsgarten die drei Typen der KdF.- Volkswagen zur Besichtigung durch alle Dolks- genosien bereit. Jedermann ist von der NSG. „Kraft durch Freude" zur Besichtigung eingeladen. Bann und ünfergau 116. Die zweite Vorstellung im Rahmen des HI.-Theaterringes findet am Montag, 28.11., statt. Zur Aufführung gelangt: „Ein Sommer na chtstraum". Die Karten hierfür sind ab sofort gegen sofortige Kasse auf der Banndienststelle, Seltersweg 52, von den hierfür ^Beauftragten einheitsweise abzuholen. BOM.-Untergau 116 Gießen. Schar 2 der BDM.-Werk-Gruppe IV/116 tritt am Freitag, 18.11., um 20.15 Uhr, an der Stadtpost an. Achtung! BOM.-Mädel! Die Obergauführerin des BDM. hat für die Siegerinnen aus dem Berufswettkampf 1939 folgendes in Aussicht gestellt: 1. Kostenlose Teilnahme der Kreissiegerinnen an einer Hessen-Nassau-Fahrt des BDM. 2. Kostenlose Teilnahme der Gausiegerinnen an einer Großfahrt des Obergaues. Melde dich sofort zum Reichsberufswettkampf aller Schaffenden an! Tagung her Kaffenverwaliennnen. Gfs. Am 10. November fand im Hotel Hindenburg eine Tagung der NS.-Frauenschafts-Kassen- Verwalterinnen statt. Die Kreiskassenverwalterin Fräulein R o s e n s ch o n eröffnete die Aussprache mit einigen Worten über die Tagesereignisse und gab neue Richtlinien zu der verantwortungsvollen Arbeit der Verwaltung. Die Frauen und Mädchen, die ihre Arbeit alle ehrenamtlich übernommen haben, folgten den Ausführungen mit großem Interesse und gehen nun mit neuer Freude an ihr sicherlich nicht leichtes Amt. Fräulein R o s e n s ch o n gab ihnen auch die Karten zum Vorverkauf für den Weihnachtsmarkt mit nach Hause. Og $4? Die Arbeit der Gießener Dolksbilduntzsstätte wird erfreulicherweise von einer immer größeren Tell- nehmerzahl gewürdigt. Zahlreiche Zuhörer fanden ich auch am gestrigen Donnerstagabend im großen Hörsaal der Universität ein, um den Vortrag von Prof. Dr. Brüggemann, Direktor der Unwer- itäts-Klinik für Ohren-, Nasen- und Halskranke, über die Bedeutung der normalen Nasenatmung zu hören. , _ . „ An Hand eines überdimensionalen Modells erläuterte der Dorttagende anschaulich die vielfältigen Funktionen, die gerade der Nase aufgetragen sind. Er schilderte zunächst die Nase als R i e ch o r g an, bas allerdings nicht etwa bet allen Menschen gletch- rnäßig gut, sondern sehr unterschiedlich ausgebildet ei. Einen Dergleich mit den Riechorganen mancher Tiere halte die menschliche Nase überhaupt kaum aus. Der Redner beschäftigte sich dann damit, wie es möglich ist, daß manchen Menschen das Riechvermögen völlig abgehe, zeigte aber auch, wie es möglich ist, solchen Menschen zu helfen und chnen damit ein für sie neues Lebensgefühl zu geben. Als eine wichtige Aufgabe der Nase stellte Prof. Brüggemann dann die Anwärmung der ein« geatmeten Luft heraus, für die die Nase be- onbers geeignet ist. Da die Luft über stark durchblutete Gewebe stteiche, erfolge die Anwärmung in kürzestem Zeitraum. Diese Erwärmung der Luft sei ehr wichtig; am wichtigsten aber die Anreicherung der eingeatmeten Luft mit Wafer dampf. Die Bedeutung dieser Sättigung der eingeatmeten Luft mit Wasserdampf liege in der Tatsache begründet, daß ständig eingeatmete zu trockene Luft für die Lungen schädlich sei und für Lungenentzündungen anfällig mache. Eine große und wichtige Aufgabe habe bte Nase außerdem mit ber Reinigung b e r Luft von Fremdkörpern, insbesondere von Staub. Hierfür seien die Einrichtungen des Flimmer evsthels und der um- angreichen Mandelgewebe geschaffen. In seinen wetteren Darlegungen wie der Redner auf die mannigfachen Folgeerscheinungen hin, die ich ergeben, wenn die Nase nicht in allen Tellen >en natürlichen und normalen Gegebenheiten entspricht. Er erläuterte die Schädigungen, die aüf- treten können, wenn die Nase zu wett ist, in einer zu weiten Nase die Luft zu schnell durchstteicht, nicht genügend angeroärmt, nicht genügend mit Waf- serdampf gesättigt oder gereinigt wird; er gab Erdteil-Boxkampf Europa —USA. in Chikago. Die Reise einer Europa-Boxstaffel zum Erdteil- kämpf gegen eine Auswchstmannschaft der Vereinigten Staaten ist auch für das nächste Jahr bereits gesichert. Im Anschluß an die am 22. April zu Ende gehenden Europameisterschaften werden die neuen Europameister am 24. April von Dublin aus die Ueberfahrt nach Neuyork antreten. Der offizielle Erdtellkampf wird am 10. Mai in Chikago ausge- ttagen. Ihm folgen, wie schon bisher, zwei weitere Kämpfe auf amerikanischem Boden. Der letzte Kampf im Mai dieses Jahres, ebenfalls in Chikago, endete mit einem 10:6-Sieg der Amerikaner. !lm die Fußball-Bannmeisterschast. Vier Jugendrmmuschaften von 1900 im Kampf. Vier HI.-Mannschaften hatte die Spielvereiriigung 1900 am vergangenen Sonntag aufgestellt, die um Sieg und Punkte kämpften. Die 1. Jugend der Blau- weißen bezwang die Jugend des Rivalenvereins mit einem knappen aber durchaus verdienten 2:1-Erged- nis. Beide Jugendmannschaften zeigten kein besonders schönes Spiel. Lediglich Kraft I bei den Blau- weißen lieferte eine hervorragende Partie. Der gleiche Spieler war auch bei dem Kampf Stadt- jugertb — Landjugend der beste Mann auf dem Spielfelde. Bei der 1. Jugend der Svielvereinigung 1900 vermißte man das gewohnte Zusammenspiel. Die Id-Jugend der Blauweißen trug in Steinberg ein Freundschaftsspiel aus, da die Jugend der Teutonen nicht die Päsie in Ordnung hatte. Einen tapferen Kamvf bestand die 2a-Jugerck). Hervorragend war der Tormann und die Abwehr. Die 1. Jugend von Lollar hatte ihre gute Last, die drei Tore zu erzielen. Hier muß man bedenken, daß die 1. Jugend ber Blauweißen vor 14 Tagen nur ein 0:0-Ergebnis der 1. Jugend von Lollar abtrotzen konnte. Die neuaufgestellte 2b-Jugend der Spielvereini- gung 1900 mußte sich mit dem gleichen Ergebnis wie die 2a-Jugend (0:3) geschlagen bekennen. Der Gegner aus Heuchelheim war reifer und spiel- erfahrener. Allendorf (Lahn) 1. Jgd. — Dukenhofen 1. 3ab. 3:2 (3.-0). Am Buß- und Bettag war die 1. Jugend Mannschaft von Dutenhofen in Allendorf, zu ©oft Man hatte von vornherein den Gästen den Sieg zugerechnet, well die Platzbesitzer mit fünf Mann Ersatz anttaten. Die ©äste, die sich jedoch vorerst schwer auf die Platzverhältnisse einstellen konnten, mußten bis zur Halbzeit dreimal den Ball aus dem Netz holen. Anders jedoch war es in der zweiten Hälfte des Spieles, hier konnten die ©äste kurz vor Schluß des Spieles zwei Tore aufholen. Kurze Sportnotizen. Die Wiener Kunst lauf er-Garde gab sich Mittwochabend bei der Eröffnung der Wiener Engelmann-Nsbahn ein Stelldichein. Aus dem Alt- reich war ber Münchener Horst Faber gekommen, der ebenso wie Emmy Puzinger, Hanne Niemberger, Wagner-Staniek usw. viel Beifall erhielt. :v • .£> _ 3 z 5« O E ^-2 MW ZÜN -6", gleichzeitig auch zu wissen, auf welche Weise diese Mängel zu beheben sind. In gleicher Weise schll- berte er die Nachteile einer zu engen Nase, die bem Arzt Abhilfe auf leichtere und weniger komplizierte Art gestatte. Ausführlich behandelte der Redner bann die krankhaften Veränderungen, die im Atmungsapparat der Nase entstehen können. Er sprach über die möglichen Entzündungen der Nasennebenhöhlen, der Stirnhöhle, der Kiefernhöhlen und klärte ferner bar- über auf, wie Schnupfen, chronischer Schnupfen und das Schnarchen Zustandekommen und nne diesen Schädigungen abgeholfen werden kann. Mit großem Interesse folgte man ferner den Darlegungen über normale und anormale Rachen- und Gaumenmandeln, wie auch den Erläuterungen der möglichen Krankhettserscheinungen, die durch anormale Beschaffenheit ber Nase ober durch unzureichend erfüllte Funktionen der Nase hervorgerufen werden können: , _ , So schilderte Professor Brüggemann als Folge einer anormalen Atmung die häufigen Erscheinungen von Heiserkeit, Erkältungen, Bronchitis, die Möglichkeiten ber Entstehung chronischer Entzün- düngen, ber Lungenblähung und ber Herzbeschwerben. Man erfuhr, wie vermehrte Mundatmung zu Karies, Mandelentzündung, Hals- und Kehlkopfentzündungen führen kann, wie die Kieferhöhleneiterung Magen- und Darmleiden schaffe. Die vermehrte Mundatmung rufe Schnarchen und Alpdrücken hervor. Bei Kindern könne außerdem bei behinderter Nasenatmung manche Sprachstörung auftreten. .. Zum allgemeinen Trost sagte Professor Brüggemann, daß, wenn es auch nicht in allen Fällen gelinge, Mängel zu beseitigen, es doch meist möglich sei, bei richtiger Erkenntnis des Krankheitsbildes Abhilfe ZU schaffen unb dem bis dahin leidenden Menschen wirksam zu helfen. Zum Schluß hörte man noch von den verschiedenen Formen der Operation, wie sie die moderne Wissenschaft durchzu- führen gestattet. Die Zuhörer dantten dem Redner für die allge- mein verständlichen Ausführungen mit herzlichem Beifall. Zahlreiche Fragen, die von den Zuhörern gestellt und von Professor Brüggemann beantwortet wurden, bewiesen das rege Interesse an dem Vortrag. HE- tu**51 ' Berliu-Grünau (Frühjahrsregatta), Heidelberg, Köln- Mülheim; 27.Z28. (Pfingsten): Magdeburg, Wien (Stromregatta); Juni, 4.: Breslau, Elbing, Emden, Flensburg, Halle, Karlsruhe, Kasiel, Neuruppin, Trier, Würzburg; 11.: Dessau, Hagen (Hengstey- Regatta), Offenbach; 18.: Bernburg, Bremen, Danzig, Greifswald, Mannheim, Potsdam, Wien; 25.: Frankfurt a. M., Frankfurt a. d. Oder, Hannover, Leipzig, Schneidemühl; Juli, 2.: Berlin-Grünau (Große Berliner), Gießen, Oppeln, Stuttgart oder Heilbronn; 9.: Esten, Hanau, Königsberg, Postau; 16.: Bad Ems, Bamberg, Hamburg, Leitmeritz, Stettin; 23.: Mainz, Schwerin, Velden; 30.: Berlin, Duisburg, Neusalz (Oder); August, 12./13.: Deutsche Meisterschaften in Hannover. Konstanz noch ohne Termin. Luxemburg-Kayrt mit Deutschen. Die deutschen Berufsstraßenfahrer werden im kommenden Jahre mit wenigen Ausnahmen alle Radrundsahrten Europas mttbesttetten. Fest steht Angeklagte, der übrigens auch feine Gewerbesteuer zahlte, 1934 einen Umsatz von 6577 Mark, 1935 von 30 208 Mark, 1936 von 57 029 Mark, 1937 von 115 000 Mark und 1938 von 28 000 Mark gehabt hatte. Sein Verdienst betrug 10 v. H. Zum Teil verkaufte ber Jude Waren unter dem vorgeschobenen Preis. Es waren in den Jahren 1934 bis 1938 an Umsatzsteuer 4690 Mark, an Einkommensteuer 3704 Mark und an Gewerbesteuer 895 Mark hinterzogen roorbeiL Der Angeklagte wurde wegen Steuerhinterziehung in drei Fällen zu acht Monaten Gefängnis und 20000 Mark Geldstrafe verurteilt. Hunbfunfprogramhi Samstag, 19. November. 6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 830: Froher Klang zur Werkpckuse. 9.30: Nur Frankfurt: Gaunachrichten. 9 40: Deutschland — Kinderland. 10: Schulfunk. Eine Hörfolge aus den Tagen des Weltkrieges. 11.45: Ruf ins Land. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert U. 14: Nachrichten. 14.10: Strengt euren Scharfsinn an! Schall- platten-Preisrätsel. 15: Die politische Führung einer Großstadt. 15.15: „Wir sparen für den KdF.- Wagen." 15.30: Wer rät mit? Unsere Jungmädel beim Nüsseknacken. 16: ,Ldmm', mach' dir das Leben leicht — Wenn auch's Geld nicht immer reicht!" Ein fröhlicher Schallplattenreigen. 18: Sport des Tages unb für den Sonntag! 18.15: Bühne und Film im Rundfunk. 18.30: Blasmusik Froher Klang 3um Feierabend. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher. 20: Nachrichten. 20.15: „Laßt ruhen eure arbeitsamen Hande, Seid froh — und lacht zum Wochenende!" Zwei Stunden gute Laune für die Kameraden ber Arbeitslager rm Westen. 22: Nachrichten. 22.30: Wir tanzen in den Sonn tag! 34 bis 2: Nachtkonzert. Richard Wagner. brerfMtitnfrcn Der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnach" mittag geschlossen. fliicKcncr ^mmUcnYWätte