n und Spredjeo in Wiesbaden. iu-2lusstel. bildenden; ler des Gaues ■ bis einschließ. $ n Nassauischen r eng er wiib seifende Kunst. • er, um 16 Uhr, ilerei, Graphik, nsthandcls wen und lebendige; • m Gau Dermit« i 10 bis 19 Uhr. ijntemotioi und Gpre- Lchlußsihung in . Die vchluM- i, München, dec bie Dorbilblify tdjtt. Gr tonnte ichen, ba^ ^sl. ^*tQ^ meibellttQ^ 'hen Andiid b^5 Ssä Mr»! - ®0f)|. MW*». .^^Uktsvoll 3U. den Aus, °°'ten Ne^ . gleichem l°frePb ®re. '^chen Frie. Äömponiften JMen. ler Kamerad. en war dn ^°per vü> Arsche Darbe. , d'e Partj/u, in der buch Füllers nbildern von > darstellerisch Margarethe inb Torsten Wirtin Kre. 3ung. 3nr Mandant von urtba ^ud)3 rti) ihre Mn- ourbe stürmisch weiterhin ge« t M-A>ch. ™ mer der V««* «IMnepWi > 5». S). im*i tj(e gr-b-r fr Uf 124,40, fl» 10,13, 1 tf* W'Stt.! (&’“ ‘1* sehr nchfruA,» S'SÄS ,SZ1 a<,18 V «n OA'go' (151$ I mit „otiell'' K- M iS 9dL üÄW J5 o- Nr. 244 Ersteg Blatt 188. Zahrgang Dienstag, f8. Oktober 1938 krschetttt tfigltd), außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblatter Heimat im Bild Die Scholle Monatz.vezugspretr: Mil 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte e 1.80 Zustellgebühr , -.25 Auch bet Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewav Zernsprechanschlüsse anter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach- richten Anzeiger Gletzeo Postscheckkonto: Zrankfurt am Main Iio8ö Gietzener Anzeige' General-Anzeiger sür Oberhessen vru» und Verlag: vrühlsche Univerfitätsdruckerei «.Lange in Sietzen. Schristleitvng und Seschäfirftelle: Schulstratze ? Annahme von Anzeigen Mr die Mtttagsnummer vis 8'/,Uhr des Dormittags Grundpreise für \ mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf.. für Text- anzeigen von 70mm Breite bORpf.'Platzvorschrist nach vorh. Dereinbg. 25°/0 mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen,, Vereins-, gemein« nützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u.. behördliche Anzeigen6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Die arabische Forderung an England. Der panislamische Palästina-Kongreß in Kairo. Sie arabische Mion. Don unserem S. K.-Korrespondenien. K a i r o , 17. Oktober 1938. Mit einer einstimmig gefaßten Entschließung, die an Schärfe nichts zu wünschen übrig läßt — und das, obwohl die amtlichen ägyptischen Kreise hinter den Kulissen auf Mäßigung drängten — ist der seit Monaten angekündigte panislamische Palä- ft i n a k o n g r e ß zu Ende gegangen. Neben den erwarteten politischen Forderungen: Fallenlassen der Balfour-Deklaration, Verbot jüdischer Einwande- rung nach Palästina, Verzicht auf die Teilung, Generalamnestie, Bildung einer nationalarabischen Regierung und Ausschreibung von Wahlen zum Parlament, in das die Juden entsprechend den Verhältniszahlen der Bevölkerung Abgeordnete entsenden — neben diesen Forderungen ist der sechste Abschnitt dieser Entschließung außerordentlich bezeichnend und aufschlußreich. Es heißt darin: Falls Engländer und Juden diese Forderungen nicht anerkennten und erfüllten, müßte das als feindselige Haltung gegenüber dem Araber t u m gedeutet werden, was wiederum eine feindselige Haltung der Araber auf politischem und wirtschaftlichem Gebiet zur Folge haben müßte. In diesem Saß ist das tatsächliche Ergebnis des Kongresses angedeutet. Der Panarabismus, jenes unklare, wesenlose, nur aus dem Gefühlsmäßigen heraus lebende Bewußtsein um eine arabische — und darüber hinaus eine islamische — Schicksals- und Aktions Gemeinschaft, hat durch das Palästina-Erlebnis, das durch die Fehlpolitik englischer und jüdischer Kreise dem arabischen Lebenskreis vermittelt wurde, konkreten Inhalt bekommen. Dieser Pan-Islamismus, dieser Panarabismus, wie er sich auf dem Kongreß in Kairo zeigte, war nichts anderes als ein mit großem Fanatismus vorgetragener „A n t i - Z i o n i s - m u s", war ein gemeinsames Manifest gegen die zionistische „Staatside e", die in Palästina, im arabischen Lebensraum, mit Hilfe Englands verwirklicht werden soll, oder doch verwirklicht werden sollte. Daß ein zionistischer Staat im arabischen Lebensraum von allen arabischen Staaten a l s Fremdkörper empfunden würde, hat nicht nur die Debatte des Kongresses gezeigt: davon ist der zurückhaltendste und anglophilste arabische Staatsmann ebenso überzeugt, wie der radikalste nationalarabische Fanatiker. So wird es verständlich, daß der Kongreß weithin in der jüdisch beeinflußten englischen, vor allem aber in der jüdischen Presse des nahen Ostens eine denkbar schlechte Beurteilung erlebte. Das Urteil schwankte zwischen Verurteilung und dem Versuch der Bagatellisierung und des Lächerlich- Machens. Man versuchte, den Kongreß gegen die ägyptische Regierung auszuspielen, erklärte, diese Regierung sei desinteressiert und in sehr unangenehme Lage gegenüber England gebracht. Wie sehr im Grund die ägyptische Regierung trotz aller offiziellen Zurückhaltung mit dem Kongreß sympathisierte, zeigt die Tatsache, daß sowohl der ägyptische Ministerpräsident, als auch der ägyptische König für die Delegationen aus allen islamischen Ländern Empfänge veranstalteten. Dabei bekundete der Ministerpräsident Mohammed Pascha Mach- moud, wenngleich in zurückhaltender Fprm, daß er den zionistischen Staat in der Flanke Aegyptens nicht weniger verurteilt und bekämpft, als die Fanatiker des Kongresses. Die jüdische Hresse fürchtet, daß infolge dieses Kongresses die antisemitische Welle, die in den letzten Monaten in der Welt des nahen Orients deuttich zu spüren ist, neuen Auftrieb bekommt und die Juden außerhalb Palästinas ebenfalls in eine nicht sehr angenehme, vielleicht nicht ungefährliche Situation bringt. Man hat Angst, daß der politische Grundsatz vom „Anti-Zionismus" im arabischen Volk seinen Niederschlag in der Form des Anti- Semitismus bekommt, mit allen Begleiterscheinungen. Man kennt auch jüdischerseits den Koran zu gut, um nicht zu wissen, wre leicht ein solcher Anti- Semitismus aus der Doktrin dieses heiligen Buches Auftrieb bekommen kann — und in vergangenen Zeiten schon bekommen hat. Ein Positives hat diese Konferenz in Kairo zur Folge gehabt: Es ist ein Ausschuß gewählt worden, der die Bemühungen des Kongresses weiterführen soll. Aus dem Schoß dieses Ausschusses wird in den kommenden Tagen eine Abordnung nach London entsandt, um hier arabisch-englische Verhandlungen in Gang zu bringen. Die Ab- -ordnung trifft in London eine Atmosphäre an, die 2>urch verschiedene arabische Interventionen vorbereitet ist — vor allem durch die Besprechungen des irakischen Außenministers Tewfik el Suaidi — und wirklich für Verhandlungen geeignet scheint. Wenn jüdische Kreise schon jetzt in Erkenntnis der englischen Verhandlungsbereitschaft diese Gespräche mit aller Gewalt zu stören suchen, so ist das bezeichnend für die zionistische Politik, die nach wie vor an der Ideologie ihres jüdischen Staates festhält, obwohl weite jüdische Kreise schon davon ab« Zurücken beginnen in der Erkenntnis, daß ein wei- iteres Verfechten dieser Idee Gefahren für das ge- fcmte Judentum im Nahen Osten heraufbeschwören kann. _ Mittlerweile ziehen die Engländer in Palästina immer größere Truppenmassen zusammen, während die Kämpfe der Freischärler weiter gehen und heute im Zeichen einer regelrechten revolutionären Erhebung stehen. Angesichts dieser Entwicklung wird man von arabischer Seite einen Waffenstillstand propagieren für den Fall, daß das englisch-arabische Gespräch zustande kommt. Verhandlungen — oder ein unerbittlicher, blutiger-Kampf bis zum Letzten scheinen die einzigen Alternativen, die nach dem Kairoer Kongreß noch bleiben. Es wird davon abhängen, wie weit London, wie in der Vergangenheit, den jüdischen Einflüsterungen erliegt, ob die Entwicklung in Palästina nach jahrelangem blutigem Kampf endlich in friedlichere Bahnen gelenkt wird. Auch der arabische Frauenkongreß gegen Englands Palästinapolitik. Kairo, 17. Okt. (DNB.) Der Kongreß arabischer Frauen, der im Anschluß an die Arabertagung in Kairo zusammentraf, unterstrich die gerechten Forderungen der Palästina-Araber, 500 Frauen aus dem Iran, Irak, Syrien, Libanon, Palästina und Aegypten wandten sich scharf gegen die englische Palästinapolitik und erklärten, die Engländer würden sich täuschen, wenn sie die Araber für schwach hielten. Ein Entschließungsentwurf, über den am Dienstag entschieden wird, sieht die Nichtigkeitserklärung des Balfour- Versprechens über die Schaffung einer jüdischen Heimstätte in Palästina vor. Paläftinabürger sollen nur di e Juden fein, die vor 1918 dort ansässig waren. Ferner wird die Schaffung einer nationalen Regierung und eines nationalen Parlaments gefordert. Eine Frauenabordnung soll die Entschließung der Londoner Regierung überreichen. lerufalem im Zeichen des Ausgehverbots. Jerusalem, 17. Okt. (DNB.) Der unablässige Kleinkrieg in Palästina zeitigt von Tag zu Tag neue Zwischenfälle. Auch am Montag waren wieder zahlreiche Tote und Verletzte zu verzeichnen. Als auf dem Hule-See ein mit jüdischen Polizisten und Siedlern aus der Richtung von Syrien her Palästina erreichendes Patrouillenboot einige hundert Meter vom Ufer entfernt war, wurde es von unbekannten Tätern beschossen. Zwei Passagiere wurden getötet und sechs verwundet. Eine Regierungsfarm, unweit von Akkv, wurde ebenfalls unter Feuer genommen. Nachdem die Angreifer zu- rückgewiefen waren, ging das Zollhaus von A ff o in Flammen auf. Anscheinend dieselben Angreifer hatten es angezündet, während sie die Wächter mit der Waffe in Schach hielten. Trotz des verhängten Ausgehverbotes halten die Schießereien in der Altstadt von Jerusalem unentwegt an. Arabische Freischärler drangen in die alte Polizeistation ein und steckten sie in Brand. Im jüdischen Viertel der Altstadt explodierte wiederum eine Bombe. In der Gegend des Jaffatores wurden etwa 150 Araber verhaftet, da sie sich auf dem Wege zu ihrer Arbeitsstätte befanden und von dem Ausgehverbot, das lediglich in den Außenbezir- fen plafatiert wurde, feine Kenntnis hatten. Mit der Altstadt besteht nach wie vor feinerlei telephonische Verbindung. Sämtliche arabischen Geschäfte auch außerhalb der Altstadt haben sich dem Streif angeschlossen. Da die Juden gleichzeitig Feiertag haben, macht die Stadt einen völlig ausgestorbenen Eindruck. Das Stadtbild wird von der Polizei und den Truppen, die in schweren mit Maschinengewehren ausgerüsteten Lastwagen die Stadt durchfahren, beherrscht. Im Regierungshospital bei Safafa wurde ein jüdische r Ingenieur erschossen. In Jaffa wurde mehrere Araber durch Schüsse schwer verletzt.Eine von englischem Militär besetzte Draisine wurde auf der Strecke Gaza—Kantara zum Entgleisen gebracht. Zwischen den Tätern und der Truppe entwickelte sich ein Feuergefecht. In Gaza sind Telephonleitungen abgerissen. Neber Sased in Nordpalästina und ein größeres Gedieh der Umgebung dieser Stadt wurde von der englischen Mandatsregierung das Ausgehverbot verhängt. B e t l e h e m befindet sich feit Wochen im Be- sitz der arabischen Freiheitskämpfer. Kein Soldat der Mandatsmacht Englands ist mehr in der Stadt. Den ausgesprochenen nationalen Cha- rafter des arabischen Freiheitskampfes, der weder gegen die christliche Religion, noch gegen die Ausländer an sich gerichtet ist, beleuchtet die Tatsache, daß die Freiheitskämpfer den christlichen Gottesdienst in Betlehem nicht nur gestattet, sondern — wie zuletzt noch am gestrigen Sonntag — ihn sogar beschützt haben. Jedermann, mit Ausnahme von Juden und Engländern, ist der Zutritt nach Bethlehem und seinen heiligen Stätten freigegeben. Nach dem Verbot des Fezes und Turbans durch die arabische Geheimregierung trägt jeder Araber nur noch d i e gleiche Kopfbedeckung wie d i e Freiheitskämpfer selbst: die Kopfschnur (Jkal) und das Kopftuch, die Kufia. Die Engländer stehen also der Schwierigkeit gegenüber, Zivilisten und Freischärler voneinander zu unterscheiden, zumal die arabischen Freiheitskämpfer alles nur mögliche tun, um sich durch Vermischung unter die Zivilbevölkerung zu tarnen. ♦ Die immer wieder in London eintreffenden Meldungen über die Machtlosigkeit des englischen Mandatsherrn im Heiligen Lande fangen an, die englische Oeffentlichkeit peinlich zu berühren insbefon--, bere die Blätter der Opposition betonen, unter der schwachen englischen Führung habe sich in Palästina aus einem Zustand der Unordnung ein Kriegs- zustand entwickelt. „Das ist nichts anderes als eine Schmälerung des englischen Ansehen s", schließt „News Chronicle". Oie irische Frage. Ministerpräsident de Balera schlägt Autonomie für Ulster, aber Teilnahme am allirischen Parlament vor. — Zurückhaltung in der englischen presse. London, 17. Oft. Der südirische Ministerpräsident de Valero erhärte zur Frage der Vereinigung Nord- und Südirlands, er habe den Gedanfen einer Volfsab st immun g aufgegeben, durch die Südirland mehr Gebiet bekommen, die aber die Trennung Ngrd- irlands und Südirlands verewigen würde. England müsse Nordirland veranlassen, sich einem allirischen Parlament anzuschließen. Ulster, also das vorwiegend protestantische Nordirland, fönne in örtlichen Angelegenheiten Autonomie haben und brauche nur Garantien für die 420 000 Mann ftarfe katholische nationale Minderheit in feinem Gebiet zu leisten. Wenn es bei der Grenztrennung bleibe, so würden die Aussichten einer Zusammenarbeit Irlands mit England im Falle eines Krieges mit Europa sehr gering sein. Die augenblickliche Teilung Irlands sei ein gefährlicher Anachronismus, der aufhören müsse. Die Blätter scheinen von dem neuen Vorstoß de Valeros ziemlich überrascht zu sein, betonen jedoch fast ausnahmslos, daß es nicht Sache Englands sei, sich in die weiteren Verhandlungen einzulassen, sondern daß sie Nord- und Südirland allein angingen. Was die Londoner Regierung zu den Forderungen de Valeros sogen wird, ist noch ungewiß. Unterrichtete Kreise glauben zu wissen, man werde die Entscheidung über Für und Wider Belfast überlassen,- weil man dort die englische Sache in guten Händen wisse. Lord Craigavon, seit 17 Jahren Ministerpräsident von Nordirland, habe die Wiedervereinigung bisher immer befämpft. Noch am Montagabend habe er zu dem jüngsten Vorstoß de Valeros erhärt: „Ich Fann nur unseren alten Kampfruf wiederholen: Keine Uebergab e." Die „Daily Mail" verwahrt sich dagegen, daß auf Ulster irgendein Druck ausgeübt werde. Chamberlain habe immer wieder har gemacht, daß die Teilungsfrage nur Dublin und Belfast a n g e h e. In der „Times" wird der ganze Fragenkomplex völlig übergangen, ein Zeichen dafür, daß innerhalb der Konservativen eine gewisse Uneinigfeit darüber besteht, wie das Problem Irland in Zufunft zu behandeln ist. Der sozialistische „Daily Herald" schreibt: Eine glatte Ablehnung jeder Erörterung dieser Frage, nur, weil es auf den ersten Blick scheint, als ob sie englische Interessen berühren fönnte, würde verhängnisvoll für die Freundschaft und Zusammenarbeit zwischen England und Irland sein. Oer englische Königsbesuch in den Vereinigten Staaten. L o n d o n , 17. Oft. (Europapreß.) Wie der „Daily Herald" meldet, steht es nunmehr fest, daß das englische Königspaar in Washington einen Staatsbesuch machen wird. Das Blatt schreibt, der König und die Königin würden drei Tage und zwei Nächte in Washington weilen. Die dritte Nacht werde das Königspaar wahrscheinlich an Bord eines Kriegsschiffes verbringen, da als Abschluß des Staatsbesuches eine Flott en sch au in der Mündung des Potomac-Fluffes stattfinden werde. Einem Empfang zu Ehren des Präsidenten Roosevelt i n der englischen Botschaft werde ein Empfang zu Ehren des Königspaares im Weißen Hous und in Anwesenheit des Senats und des Kongresses i m K a p i t o l folgen. Weiter sei ein Besuch des Berges von Vernon und des Grabes von George Washington vorgesehen. Um den englisch-amerikanischen Handelsvertrag. London, 17. Oft. (Europapreß.) Zu den in London umlaufenden Gerüchten, wonach in den englisch-amerikanischen Handelsvertragsoerhandlun- gen eine Stockung eingetreten fein soll, bewahrt man an zuständiger Stelle die größte Zurückhaltung. Es wird lediglich betont, die Verhandlungen würden nach wie vor weitergeführt. Man habe aber vorläufig feinen Anhalt dafür, wann die seit Monaten im Gange befindlichen Beratungen zu einem Abschluß fommen tonnten. Man scheint in England auch nicht gewillt zu sein, wegen gewisser unterschiedlicher Auffassungen in Tariffragen das ganze Vertragswert zu sprengen. England strebt mit dem Vertrag mehr als eine handelspolitische Annäherung zwischen London und Washington an. Man erwartet hier, daß aus einer wirtschaftlichen Annäherung auch eine Jtärfere politische Zu« fammenarbeit zwischen den beiden angelfäd)< fischen Ländern erwachsen werde. Es ist damit zu rechnen, daß nach der Rückkehr des Ministerpräsi- deuten Chamberlain der ganze Frogenfreis erneut überprüft werden wird. Großräume der Wirtschaft. Als Großbritannien die Verträge von Ottawa schloß und darin den britischen Dominions Vorzugszölle zubilligte, die auf ©egenfeitigfeit beruhen, tat es den Schritt zur geschloffenen Groß- raumwirtschaft, in der der Brite allen anderen Handelspartnern vorgeht. Wenn auch wegey der Eigenart des britischen Handels diese Großraum- wirtschaft sich nur bedingt durchsetzen fonnte, so ist der Austausch der Waren zwischen der industriellen Mutterinsel England und den Dominions doch ftärfer gestiegen als der mit anderen Ländern. Der Anteil der Empire-Länder an der englischen Einfuhr betrug 1931 nur 28 v. H., 1937 aber schon 40 v. H. Die Phrase von der Freiheit des Welthandels wird hauptsächlich von der angelsächsischen Presse zur Tarnung geradezu entgegengesetzter Interessen benutzt, schillernde Seifenblasen, die über einer fraß egoistischen Politif des Höchstzollschutzes schweben. Diesem englischen und dem sehr ähnlichen amen« fanischen Großraumgebiet gegenüber hatte bis jetzt das europäische Festland nichts Gleichwertiges zu bieten. Die Einflüsse des die politische Hegemonie suchenden Frankreich und die beliebte Politif Englands, eine Koalition aller anderen Fest- landsmächte gegen den jeweils Stärferen zustande zu bringen, verhinderten eine naturgemäße Ausrichtung der Festlandswirtschaft. Der Banferott dieser Thesen und die Neuordnung der politischen Gestaltungen aber ziehen ganz automatisch auch eine Veränderung der handelstechnischen Struktur nach sich. Man hat sich auch in Frankreich diesen neuen Gedanken nicht ganz versperrt. Es ist bezeichnend dafür, daß der „Matin" an der sichtbarsten Stelle seines weitverbreiteten Blattes sagt, Frankreich sei geographisch ein westeuropäisches Land, das sich über das Mittelmeer hinweg bis nach Afrika erstrecke. Hier lägen seine wirtschaftliche Kraft und seine Zukunft. Außenpolitisch wird daher die Abkehr von der bisherigen Hegemonialpolitik gepredigt. Frankreich dürfe nicht mehr der Gendarm Europas fein. Seine Kraft läge am Atlas, aber nicht an der Weichsel oder am Bosporus. Es müsse sich friedlich und wirtschaftlich zugänglich erweisen. Also: der englischen These von Ottawa wird die eines französischen Wirtschaftsgroßraumes entgegengesetzt, zwei Tatsachen, die gut nebeneinander bestehen könnem Der dritte Großraum, der zweite festländische, aber erstreckt sich, wie Reichswirtschaftsminister Funk am Ende seiner Balkanreise in Sofia ausführte, von der Nordsee bis zum Schwarzen Meer. Abseits der politischen Leidenschaften, die vor allem die Engländer dazu antrieben, ein vergebliches Störungsfeuer durch politische Kredite auf dem Balkan zu eröffnen, sind rein wirtschaftliche Erwägungen maßgebend gewesen, um diese' Groß- raumwirtschaft unter deutscher Führung entstehen zu lassen, und zwar richtet sich die Wirtschaft danach, was der einzelne Staat geben und dafür von der anderen Seite erhalten kann. Diese Austauschwirtschaft gestaltet sich also nach rein kaufmännischen Grundsätzen. Dabei ist es klar, daß nicht Frankreich oder England oder die nordamerikanische Union, sondern Deutschland dos Gebiet ist, nach dem die Balkanländer sich ausrichten. Alle Balkanstaaten mit der Türkei, Ungarn und dem Reststaat der Tschecho-Slowakei sind in erster Linie Rohstoffländer. Die Türkei liefert landwirtschaftliche Erzeugnisse, Tabak, Baumwolle, Erze, die Balkanländer führen Getreide und Erze aus, und auch die Tschecho-Slowakei ist jetzt ein agrarisches Ueberschußgebiet. Deutschland lieferte bereits in den letzten Jahren für diese Produkte Maschinen und industrielle Fertigwaren aller Art, es half den Südostländern ihre Rohstoffquellen zu erschließen. Wenn Reichswirtschaftsminister Funk auf den Warenkredit für die Türkei hinweift, so ist es klar, daß dieser Warenkredit erst ein Anfang ist. Die wirtschaftliche Verbindung mit den Südostländern liegt in deren eigenem Interesse, denn sie ist frei von imperialistischen Absichten und Einflüssen. Schon im letzten Jahr bezog z. B. Deutschland einschließlich Oesterreichs von Griechenland 32, Rumänien 27,2, Bulgarien 47, Ungarn 41, Jugoslawien 35 v. H. der gesamten Ausfuhr dieser Länder, während der Anteil Englands, Frankreichs und der USA. insgesamt nur 11 bis 19 v. H. ausmacht. Die Bezüge Deutschlands aus dem Südosten haben sich in den letzten vier Jahren auf das Dreifache gesteigert, während der Anteil Englands, Amerikas und Frankreichs gesunken war. Dem deutschen Bedarf an Getreide, Vieh, Geflügel, Holz, Baumwolle, Erzen, Tabak, Mineralöl, Trauben, Feigen und Rosinen usw. kommen die Südostländer schon geographisch entgegen. Zudem haben diese Staaten im Warenaustausch mit Deutschland nicht jenes Risiko zu tragen, das die Länder mit Währungs- und Konjunkturschwankungen wie England und Frankreich natürlich nach sich ziehen. Der Südosten braucht Absatzquellen zu stabilen Preisen und langfristige Verträge, und nur Großdeutschland kann beide Vorteile bieten. Wenn wir jetzt mit dem Südosten u. a. über umfangreiche Lieferungen, üöex neue Straßenbaute« L ■ Der japanische Vormarsch in Südchina Zähigkeit sind. erhalten.' j e n >nen gen geführt. Der „Massaggero" schreibt, die „Kcmmlle im Professorenrock Codorni" und seine ehrenwerten jüdischen Mitschuldigen hätten Landesverrat begangen. Sie verdienten kein Mitleid und würden in Bälde von dem unerbittlichen Urteil erreicht werden. Im übrigen aber seien die Juden gewarnt. Die faschistische Nation habe von niemand etwas zu fürchten. Die Juden, die sich nicht völlig ruhig und anständig verhielten, hätten die passende Strafe zu erwarten. „Popolo di Roma" erklärt, der Faschismus werde ohne Schwäche vorgehen. Die um den Duce gescharten Italiener forderten, daß denjenigen, die versuchten, die unter dem Zeichen des Liktorenbündels verwirklichte Einheit des italienischen Volkes zu stören, kein Pardon gewährt werde. Aus der jetzt aufgedeckten Landesverratsaffäre ergebe sich die Notwendigkeit, die Tätigkeit der Juden zu überwachen. Die faschistische Justiz werde auch diesmal unerbittlich und streng gegen die Verräter vorgehen. Rom, 17. DEL (Europapreß.) Ueber die Errichtung neuer bzw. den Ausbau bereits vorhandener englischer und französischer Flottenstützpunkte im ! Nahen Osten läßt sich die „Auone Coloniale' aus Englische und französische Klottenstützpunkte im nahen Orient sprochene Sprachinsel, also ein geschlossenes deut« sches Siedlungsgebiet in tschechischer Umgebung findet sich auf dem Höhenrücken, der Böhmen und Mähren trennt, in der Nähe der alten Bergstadt Jal'au, deren Silberbergwerke im Mittelalter neben denen von Kuttenberg große Bedeutung hatten. Ferner bleiben in der Tschecho-Slowakei deutsche Siedlungen in der Umgebung der mahn- ichen Landeshauptstadt B r ü n n und der mährischen Stadt O l m ü tz , die in früheren Zeiten als Festung Leberkrankheit des Staatspräsidenten bis Sonntag normal verlaufen fei. Am Sonntagnachmittag fet aber ein allgemeiner Schwächezustand eingetreten, der von Störungen im Magen- und Nervensystem begleitet gewesen sei. Am Montag habe sich dann der Zustand des Staatspräsidenten wieder gebessert. Der Puls habe 104, die Temperatur 37 betragen. Trotz der leichten Besse« rung sei der Zu st and des Kranken ernst. Ministerpräsident D j e l a l B a y a r ist am Montag« morgen, aus Ankara kommend, in Istanbul einge» troffen. Er begab sich sofort in das Palais Dolma Baktsche, wo der Staatspräsident wohnt. Kunst und Wissenschast. Schluß der „Großen Deutschen Kunstausstellung 1938“. Auch der letzte Tag der „Großen Deutschen K u n st a u s st e l l u n g 19 3 8" im Haus der Deutschen Kunst in München wies einen Rekordbesuch auf. Insgesamt haben an diesem Tag 15 000 Volksgenossen, unter ihnen viele aus der Ostmark und dem heimgekehrten Sudetengau, die Ausstellung besichtigt. Die Gesamtbesucherziffer der Ausstellung, deren Dauer sich auf genau drei Monate belief, läßt sich noch nicht feststellen. Doch dürfte sie, wie das „Haus der Deutschen Kunst" mitteilt, mindestens an die des Vorjahres herankommen, wenn sie sie nicht übertrifft. Die Relchslheaierlage der Hiller-Jugend. Die Reichstheatertage der Hitler- Jugend finden vom 23. bis 30. Oktober unter der Schirmherrschaft von Reichsminister Dr. Goebbels und Reichsjugendführer Baldur v. S ch i r a ch in Hamburg statt. Dos Programm umfaßt folgende Veranstaltungen: Zur Eröffnung wird Eberhard Wolfgang Moellers „Der Untergang Karthagos zur Uraufführung kommen. Die Hamburger Staatsoper bringt einen Ballettabend unter dem Kennwort „Tänze der Völker". HI. musiziert in einem großen Werk Hamburg-Wandsbeks. Eine mundartliche Aufführung der niederdeutschen Bühne Ham' burgs bringt die Komödie von August Hinrichs Präsidentschaft. Paris, 18. Okt. (Europapreß.) Aus Prag wird gemeldet, in der Besprechung der tschecho-slowaki- schen Koalitionsparteien über die zukünftige Präsiden t s ch a f t s w a h l sei als Kandidat in erster Linie der tschechische Großindustrielle und Vorsitzende der Zivnostenska-Bank, Dr. Jaroslaw P r e i ß , genannt worden. Man habe sich grundsätzlich darüber Ein amerikanisches A^ant k (Geschwader N e u y o r k, 17. Okt. (DNB.) Associated Preß will aus gut unterrichteter Quelle wissen, die Marineleitung der Vereinigten Staaten beabsichtige, das vor zwei Wochen angeblich nur vorübergehend gebildete Atlantik-Geschwader, das a u s 3 8 Kriegsschiffen besteht, alsKerneinerständigen Atlantik-Flotte bestehen zu lassen. Das Geschwader soll noch vor Schluß dieses Jahres durch die Kreuzer „Memphis" und „M i l w a u k e e" verstärkt werden. Außerdem besängen sich die drei Kreuzer „Concord", „Trenton" und „Cin- c i n n a t i" bereits im Kriegshafen von Guantanamo auf Kuba auf dem Wege von San Diego in Kalifornien nach Norfolk in Virginia. Diese Kreuzer seien kürzlich während der Zuspitzung der Lage in Europa nach der Ostküste der Vereinigten Staaten beordert worden und würden voraussichtlich ebenfalls im Atlantik-Geschwader bleiben. und durchgehende Fernsprechkabel verhandeln, wenn wir die produktiven Kräfte dieser Länder entwickeln, geschieht das zu beiderseitigem Vorteil. Es ist selbstverständlich, daß auch die übrigen Ostländer wie die Tschecho-Slowakei, Polen und die baltischen Staaten an der ausgezeichnet funktionierenden Austauschwirtschaft im Raum zwischen Nordsee und Schwarzem Meer teilnehmen, zumal politische Aspirationen nach der Heimkehr der Sudetendeutschen gänzlich außerhalb der deutschen Sinnesart liegen. Das wissen auch die Wirtschaftsminister von Bulgarien, der Türkei und Jugoslawiens, die demnächst in Berlin über den weiteren Ausbau der Handelsbeziehungen Rat halten werden. Dieser natürliche Großraum aber kann sich wirtschaftlich wieder dem französischen und dem britischen nähern. Nur eins ist Grundbedingung: alle Versuche, durch das Ausstreuen politischer Lügen, durch Wirtschaftskriege und kapitalistische Halsabschneidermethoden das europäische Gefüge erneut zu zerstören, sind von vornherein zum Scheitern verurteilt. Die Welt hat sich endlich damit abzufinden, daß der natürliche deutsche Wirtschaftsraum entstanden und nicht zu überwältigen ist. D. $• Die Battanachse. Der Reichswirtschaftsminister über das Ergebnis seiner Südostreise. Berlin, 17. Okt. (DNB.) Reichswirtschaftsminister Funk erklärte nach seiner Rückkehr von seiner Südostreise, Jugoslawien, Bulgarien und die Türkei, die politisch befreundet sind, bilden eine B a l k a n a ch s e, die von der deutschen Grenze bis zum Schwarzen Meer reicht. Diese Tatsache hat es ermöglicht, über großzügige wirtschaftliche Aufbaupläne für alle drei Länder zu verhandeln, z. B. über große Strahenbauten und durchgehende Fernsprechkabel. Durch die große Bedeutung der Donau für den Osten wird ein Wirtschaftsraum geschaffen, der sich von der Nordsee bis zum Schwarzen Meer erstreckt und dessen einzelne Gebiete sich in natürlicher Weise ergänzen. Die drei Staaten verfügen über reiche Naturschätze, an deren Gewinnung man bisher nicht herangegangen ist. Sie werden jetzt solche landwirtschaftliche Produkte verstärkt anbauen, für die Deutschland im besonderen Maße Abnehmer ist, wie Baumwolle und Oel- früchte. Südosteuropa und Kleinasien besitzen fast alles, was Deutschland braucht, vor allem auch Erze. Hauptsächlich haben wir darüber verhandelt, wie die produktiven Kräfte dieser Länder mit deutscher Hilfe entwickelt werden können, damit sie noch mehr nach Deutschland liefern und bei uns größere Einkäufe machen. Antifaschistische jüdische Verschwörung. Die italienische Presse fordert unerbittliche Bestrafung. Rom, 17. Okt. (Europapreß.) Die Aufdeckung einer weit über die italienischen Grenzen hinausreichenden antifischistischen jüdischen Organisation, die in zwei oberitalienischen Städten Zellen hatte, hak großes Aufsehen hervorgerufen. Leiter dieser beiden Zellen war ein Professor C o d o r n i. Die wichtigsten Beziehungen Cordornis führten zu internationalen jüdischen und antifaschistischen Kreisen in Paris. Seine Verhaftung erfolgte Anfang September. Ein anderer Rädelsführer, der Verschwörung ist der Jude Philip- s o n. Die gesamte italienische Presse fordert unerbitt- liches Durchgreifen gegen die antifaschistische Verschwörung. Die Blätter betonen, die verbrecherische Tätigkeit dieser Juden sei der beste Beweis für die antifaschistische Einstellung des Judentums. Die Umtriebe hätten schon vor Erlaß der italienischen Judengesetze begonnen. Der „Corriere della Sera" fordert die erbarmungslose Bestrafung aller Schuldigen. Der Antifaschismus gehe von den Juden aus. Gegen ihr zersetzendes Werk müsse das Regime und der Geist der Revolution geschützt werden. Die „Stampa" schreibt, der verhaftete frühere Abgeordnete Phi- lipso'n habe in enger Verbindung mit internationalen jüdischen Finanzkreisen gestanden und scheine auch mit den R o t h s ch i l d s verwandt zu sein. Die faschistischen Richter würden unerbittlich richten, da es für solche Leute keine mildernden Umstände gebe. Der „Piccolo" schreibt, seit geraumer Zeit habe die Regierung von heimlichen Angriffen gegen die Börsen und die Währung, sowie von der Verbreitung heimtückischer Lügen durch die Jüdische Internationale Kennftiis gehabt. Eine gewls- fenyafte Untersuchung habe dann zu den Derhaftun- geeinigt, daß der zukünftige Staatspräsident nicht ein Politiker, sondern eine in der Wirtschaft angesehene Persönlichkeit sein müsse, die vor allem auf die wirtschaftliche Wiederaufrichtung des tschecho- slowakischen Staates und den Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen zu den Nachbarstaaten ihr Augenmark richten müsse. Die ungarisch-tschechischeFrage Die Auffassung in Rom. Rom, 17. Okt. (Europapreß.) Die „Jnformazione Diplomatien" erklärt, die vorsorglichen militärischen Maßnahmen der ungarischen Regierung seien durch die Tatsache notwendig gemacht worden, daß die Tschecho-Slowakei noch nicht demobilisiert habe. In römischen Kreisen glaube man, daß die Diskussion zwischen Prag und Budapest in den nächsten Tagen wieder ausgenommen werde und zu einer glücklichen Lösung führen könne, die sich auf der Linie der in München . aufgestellten Grundsätze bewegen werde: Rückgliederung der vorwiegend von Magyaren bewohnten Gebiete an Ungarn; eventuell Volksabstimmungen in den strittigen Zonen; Gewährung des Rechts an die anderen Volksgruppen, sich ihre Zukunft 3U wählen. Prag habe wesentliches Interesse daran, so rasch wie möglich dieses Kapitel der Geschichte zu schließen und ein anderes zu öffnen, das sich auf von den gestrigen völlig verschiedenen Linien entwickeln müsse. Wenn einmal die neuen Grenzen festgelegt seien, die auch von Italien garantiert werden würden, werde die tschecho-slowakische Republik die Aufgaben des inner- politischen, wirtschaftlichen und geistigen Auf- b a u e s in Angriff nehmen können. Während des Abschiedsbesuchs von Chvalkovsky, des gegenwärtigen tschechischen Außenministers, habe der Duce versichert, wenn einmal alle Fragen gelöst sein würden, werde die Tschecho-Slowakei auf die Freundschaft Italiens rechnen können. Deutsche in der neuen Tscheche Durch Zeitungen und Rundfunk sind die in dem neuen Staat der Tschechen, Slowaken und Ukrainer Dazu kommen noch etwa 150 000 Deutsche tn der Slowakei, die in den Sprachinseln von Preß bürg, von Kremnitz und Schemnltz, ebenfalls alten Bergstädten, und schließlich am Fuße der Hohen Tatra im Zipser Ländchen wohnen. Am Rand sei anaemerkt, daß em gut Teil des Volksdeutschtums in Der Slowakei auf Die Em- Wanderung deutscher Bergleute und anderer Kolo- nisten zurückgeht, die für das augsburgische Patn- ziergeschlecht der Fugger in der Slowakei Bergwerke erschlossen. Die slowakische Regierung hat an die Spitze der deutschen ^Abteilung (Sektion) ihrer neuen Regierung den mit Konrad Henlein befreundeten Karpatho-Deutschen Karmasin mit Dem Titel eines Staatssekretärs berufen. 3n einem Aufruf an seine Landsleute weist er auf die Aufträge für die sudetendeutsche Wirtschaft. Berlin, 17. Okt. (DNB.) Reichswirtschaftsmint« ster Funk hat das Sudetenland zum „besonders auftragsbedürftigen Grenzge« biet" erklärt. Diese Anordnung verpflichtet alle Beschaffungs stellen der öffentlichen Hand, die gewerblichen Betriebe in diesem Gebiet bei der Vergebung öffentlicher Aufträge bevorzugt zu berücksichtigen. Nachdem durch eine Verordnung über den Warenverkehr mit den sudetendeutschen Gebieten die Sicherung dafür geschaffen worden ist, daß kein ungeregelter Abfluß vonRohstoffenundHalbfabnkaten aus dem Sudetenland in das Altreich stattfmden kann, wird durch die bevorzugte Zuteilung öffentlicher Aufträge eine der wesentlichsten Voraussetzungen für Die Wiederingangsetzung der Betriebe geschaffen. In enger Zusammenarbeit zwischen den zentralen Be- chaffungsstellen, insbesondere der Wehrmacht und der Reichsausgleichsstelle für öffentliche Auftrage ist die Erkundung der für öffentliche Aufträge in Frage kommenden Betriebe bereits fo weit fortgeschritten, daß mit Beginn der Auftragsoergebungen in Kürze gerechnet werden kann; die Errichtung einer Außenstelle der Reichsausgleichsstelle für öffentliche Aufträge in Reichenberg ist gleichfalls in die Wege geleitet. Kemal Atatürk erkrankt. Istanbul, 17. Ott. (Europapreß.) Ueber den Gesundheitszustand des türkischen Staatspräsidenten Kemal Atatürk, der seit einiger Zeit erkrankt ist, wurde am Montag eine amtliche Mitteilung ausgegehen. Darin heißt es, daß die kosten. Die Arbeiten an den Flottenstützpunkten von Godar und El Kuweit (Persischer Golf) sollen beschleunigt werden Godar soll mit Rücksicht auf seine Lage zwischen Arabien, Indien und Iran, die die Beherrschung des Golfes von Oman, des Persischen Golfes und des Arabischen Meeres ermöglicht, mit einem grüßen Flughafen ausgerüstet werden. Damit besäße Großbritannien im Orient drei bedeutende Stützpunkte, nämlich Godar, Aden und Singapore. Um die Genehmigung zum Ausbau von Godar zu erhalten, habe die britische Regierung dem Sultan von Maskat eine Zivilliste ausgesetzt und die Fi- nanzverwaltung des Sultanats übernommen. Nach dem in Aleppo erscheinenden Blatt „Attakaddom" trifft F r a nk r e i ch Vorbereitungen zur Errichtung einer Flottenbasis im östlichen Mittelmeer, m dem fünf Kilometer nördlich von Latakia gelegenen kleinen Hafen Ibn Hani. Von Aleppo sei bereits eine französische Militär- und Techniker-Kommission nach Ibn Hani abgereist, um die Vermessungsarbeiten vorzunehmen. Gleichzeitig solle das Gebiet von S ch i l l i f im Bergland der Alawiten befestigt und zu einem Stützpunkt der französischen Landstreitkräfte ausgebaut werden. Die Kandidaten zum polnischen Gejm. Deutsche wiederum nicht vertreten. Warschau, 17. Okt. (Europapreß.) Die in ganz Polen durchgeführte Aufstellung der Kandi- baten 3 u m Sejm, die von 12 704 Abgeordneten der Bezirksversammlungen vorgenommen wurde, verlief ohne Ueberrafchungen. Die Mindestziffer von 416 Wahlbewerbern, von denen nach der Wahlordnung durch 17,5 Millionen Stimmberechtigte 208 Sejmabgeordnete gewählt werden, wurde infolge der Zersplitterung der Vorschläge in vielen Bezirken überschritten. Bei der gegenwärtigen Wahlordnung war es der deutschen Volksgruppe nicht möglich, auch nur einen einzigen Kandidaten durchzubringen. Beispielsweise befanden sich unter den 767 Wahlmännern in Schlesien 31 Deutsche, in Posen waren von 1054 Delegierten 5 Deutsche, während unter den 1114 Wahlmännern Pomerellens die Deutschen überhaupt nicht vertreten waren, so daß in keinem dieser Bezirke die Aussicht bestand, einen deutschen Kandidaten auf die Wahlliste zu bringen. Die deutsche Volksgruppe in Polen, die mehr als 750 000 Köpfe stark ist, erwartet von der Reform der Wahlordnung, die als die vornehmste Aufgabe des neuen Parlaments bezeichnet wird, eine Aenderung dieses Zustandes. Die einzige Hoffnung, die der Deutschen Gruppe bleibt, ist die, daß der Staatspräsident, dem für die Senatoren ein Ernennungsrecht zusteht, auch diesmal wieder deutsche Vertreter benennen wird. Den Haupterfolg hat das „Lager der nationalen Einigung" errungen, dem mehr als di e Hälfte der Kandidaten angehören. Der größte Teil der ausgestellten Kandidaten ist im politischen Leben noch nicht hervoraetreten. Die O p p 0- f i t i 0 n hat im allgemeinen schlecht abgeschnitten, nur ein Flügel der demokratischen Bauernbewegung konnte eine Anzahl seiner Vertreter durchsetzen. Die Gruppe des Obersten Slawek und die Konservativen haben auch nur einige wenige Kandidaten durchgebracht. Don den Volksgruppen haben die Ukrainer in Ostgalizien wie auch in Wolhynien einen ziemlich großen Erfolg zu verzeichnen. Am 6. November wird durch die Wähler selbst entschieden, wer von den Kandidaten dem Sejm angehören wird. In den nächsten Tagen dürfte noch im ganzen Lande eine starke Wahlpropaganda einsetzen. tim die tschecho-slowakische Flottenchef entscheidet, daß die japanischen Operationen durch das Befahren mit Schiffen dritter Mächte nicht mehr gestört werden. In der zweiten Note wird deutliche Kennzeichnung des ausländischen Eigentums in den Städten Pekle und Weit- fchau im Kriegsgebiet von Süd-Kwan- t u n g angeraten. In der dritten Note wird nochmals darauf hingewiesen, daß das Gebiet 200 Kilometer um Kanton und 100 Kilometer um Swatau besonders gefährdetes Kriegs gebiet bildet, innerhalb dessen die ausländischen Machte Maßnahmen zur Sicherheit ihrer Staatsangehörigen und ihres Eigentums treffen sollten. Der Minister erwähnte den der Türkei gewährten Kredit von 150 Millionen Mark, der zum Einkauf industrieller und militärischer Aufrüstung in Deutschland benutzt werden wird. Bei der Durchführung der besprochenen Pläne bestehe die Möglichkeit, daß den Ländern weitere langfristige Warenkredite eingeräumt werden, wie überhaupt die wirtschaftlichen Beziehungen auf die Grundlage von mehrjährigen Verträgen gestellt werden, so daß die Produzenten in Südosteuropa mit feften Lieferung"- zu feften Preisen nach Deutschland rech, können. Die Reise habe gezeigt, wie nützlich der Gedankenaustausch mit den führenden Persönlichkeiten und die persönliche Kenntnis von Land und Volk sei. ,^ch habe infolgedessen", so erklärte der Reichswirtschaftsminister, „die Wirtschaftsminister von Jugoslawien, Bulgarien und der Türkei nach Berlin eingeladen und überall freundliche Zusagen Alexandrien berichten: Der Bau einer englischen rige Aufgabe hin, die der Führer dieser1 Volks- Flottenbasis im Hafen von Basra (im Mun- deutschen gestellt hat: inmitten fremden Volkstums dungsdclta des Euphrat und Tigris) soll in Angriff deutsches Wesen und deutsche Art Hochhalten und Genommen worden sein- die Arbeiten sollen drei darüber hinaus anderen Volksgruppen zu beweisen, Aahre dauern und drei Millionen Pfund Sterling was deutsche Art, deutsche Ordnung und deutsche verbliebenen Deutschen gewarnt worden, Gerüchteträgereien Glauben zu schenken oder auf Grund eigener wilder Aktionen übereilte Entschlüsse zu fassen und etwa ihr Eigentum zu verschleudern. Diese Warnung hat ihren guten Grund: Unbelehrbare tschechische Chauvinisten und siedlungshungrige Emigranten warten nur darauf, deutsches Eigentum zu erwerben. In ganz ähnlicher Weise mußte die Volksdeutsche Presse in Südslawien vor kurzer Zeit vor ähnlichen bösartigen Umtrieben nachdrücklich warnen. Den Deutschen in der neuen Tscheche! wird der mächtige Schutz des Reiches zuteil werden, sie werden kulturell, sozial und wirtschaftlich keine Beeinträchtigungen ober gar Vergewaltigung zu fürchten haben. Umgekehrt müssen alle Reichsdeutschen wenigstens eine u^jefähr Vorstellung von der Größe des Volks- deutschtums haben, das nun in der Tscheche! verbleibt. Starke deutsche Sprachgruppen leben i n Prag, Pilsen und Budweis; eine ausge- An der Jangtse-Front haben die Japaner die bedeutenden Eisenhüttenwerke von Tajah besetzt. Tajah liegt fünf Kilometer östlich von Schiweiyao und etwa 75 Kilometer von Han- kau entfernt. Das Gebiet um Tajah ist insofern von besonderer Wichtigkeit, als es 40 v. H. der g e - samten chinesischen Eisenerzvorkom- m e n umfaßt. Vor Beginn der japanisch-chinesischen Auseinandersetzungen wurden jährlich über eine Million Tonnen Eisenerze nach Japan ausgeführt. Japan fordert Neutralität nn Kriegsgebiet. Schanghai, 17. Ott. (DNB.) Der japanische Gesandte in Schanghai hat den ausländischen Vertretungen drei Noten zustellen lassen. In der ersten läßt der japanische Flottenchef darauf Hinweisen, daß im Jangtse-Abschnitt zwischen Hwangschikang und Hankau größe r e Kampfhandlungen geplant seien. Die Mächte werden ersucht, das neutrale Eigentum, ihre Schifte und ihre Häuser klar zu kennzeichnen, damit Zwischenfälle vermieden würden. Die ausländischen Schiffe auf dem Jangtse sollen oberhalb Hankaus stationiert werden. Die Mächte sollen Schritte ergreifen, damit ausländische Häuser und das an diese angrenzende Gebiet nichtdurch die Chinesen für militärische Zwecke benutzt werden. Die Mächte sollen bei der chinesischen Regierung schärfstens aegen Flaggenmißbrauch durch chinesische Fahrzeuge protestieren. Die japanische Flotte werde gemäß Kriegsrecht alles als chinesisches Eigentum behandeln, wenn angenommen werden müsse, daß die Chinesen fremde Flaggen über einem Eigentum gehißt hätten, das nicht vollständig neutralen Besitzern gehört. Die Durchfahrtslücken in den Fluß- sperren unterhalb und oberhalb Shiweiyao bleiben für die Schiffahrt — ausgenommen für japanische Marinefahrzeuge — geschloffen, bis der Hongkong, 18. Okt. (Europapreß.) Im Raum um die Biasbucht haben in den frühen Morgem stunden des Dienstags die Chinesen den Vormarsch der Japaner aufzuhalten versucht. Nach einem kurz vor Mitternacht ausgegebenen Bericht der japanischen Heeresleitung sind die Japaner gezwungen worden, an verschiedenen Stellungen der Front zu UmtlammerungsmanÖDern zu schreiten. Neutrale militärische Beobachter glauben, daß eine gewisse Versteifung der Lage eingetreten ist. Nach den hier eintreffenden spärlichen Meldungen aus Hankau sehen chinesische Kreise die Lage als „ernster denn je zuvor" an. Der Bedrohung der Strecke Kaulun—Kanton und der Strecke Kanton— Hankau versucht man vvrzubeugen durch aus dem Hankauer Gebiet abkommandierte einsatzbereite Truppenkontingente. Man erwartet, daß die Japaner so bald wie möglich gegen die kleine Stadt T u n g s ch a n Vorstößen werden, da dieser Punkt der Schlüssel zu Sienning und Jotschau ist. Sien- ning liegt etwa 85 Kilometer südlich von Hankau. Am Ostfluß und bei Wangtong nördlich des Flusses stehen nach japanischen Angaben etwa 120 000 Chinesen. Die Stärke der Japaner an diesem Abschnitt wird mit 60 000 Mann angegeben. Die Front bei Wongtong verbreitert sich fast stündlich. Die (£I)i= nesen versuchen offensichtlich, die Stärke der Japaner durch eine Ausdehnung der Front und eine Gleichzeitige Verstärkung der eigenen Truppen von Kanton her zu vermindern. V9 QIT bi MS f‘ 0 Ilvth lM rlei^ NSO. stadh gebe 5*« blind v «MS Hundes tuns! bun&: r.L, ‘ frareW njirfiM Sieun; >ng fpnW’ Wer Xaguö Hfl11" »«* ehemalig E- dieser Tag Dr. Gral Mister 2) richt 1 a folge' Mtsschop Mrechtlia mit M die W SÄ' Um Som 3 die Frage aufgeroorf tomitee h dah die 2 von Olym rigteiten dah, wem bit Durch lonb eine Zujamme uif Dltjir Land bei knb zur soll. ftot (Eine' Mnn 1 des bei vold 1 Expeim das @1 beftanb Seit bei Mutige sich in die tionsschiff daß die „ 3n dieser gerüstet 1 Besatzern 50 3at) In bi gemeint Schule. Dr.Po 43 Sch Besuche, Nre n gegangen ebenfo wi eröffne bt weiten bei mad)e so j schein uni lmZude Mer den regtments schslninist °er Stadtp idenso der frierifanifd Bniakeu 3n Wiegj toeifterfc h Die be “ojen die । Äsbai M und ? fau T ?fl?en he N den dpt, Mperf SW Sw 4 öes R. . Sd , atm Hs K:z in kl-ln do" ^"nnib Vm 8G n ojQk p> L ! du 6in, il? ®°l0' * ^i. ,B°rg° AS h°I an ^°n> iljter hle,n be, 11". mit ■'M einem „?le te®ie- 5Jolls. 23olfstum5 galten und "beweisen, ln° deutsche nft z.) lieber den in Staats« ', der seit eini« ntQfl eine ami-' ißt es, dag die Mass. ^ichaftsmint» £ "besau. T renzoe. Miet alle entlichen i^em Gebiet ige bevor« 'ch eine *8er« den sudeten« 11 geschossen "Mstutz 'taten aus ttfinben kann, fentlicher Auf. jungen sür die Massen. In Zentralen Beehrmacht und e Aufträge ist räge in Frage fortgeschritten, iQen in Kürze ichtung einer eile für öfsent» t gleichfalls in en bis SonnH ÄS • ffiA Ks ^P-I°i- ®»W roohlli- nsch^ 8',eTÄ’ en Deut' " ^me?orbbeM nenÄ ** der vf w . b<- ieAuLLch wenn lie' MW-^uv vE goev' ilbur ’• 2 E ai »Ä-*! « ®1 Sattli”» prfliinfl 510^ Ld-L> „Alles för de Katt". Im Staatlichen Schauspielhaus Hamburg geht „Der Alpenprinz" Felix Lützkendorfis in Szene, während als zweite Uraufführung Thilo v. Trothas „Prinzessin Plumpudding" am Deutschen Volkstheater in Altona herauskommt. Den Schluß bildet die festliche Aufführung ,Der fliegende Holländer" in der Hamburger Staatsoper. Reichsausstellung „Lebendige Vorzeit" in Darmstadt. NSG. Im Hessischen Landesmuseum in Darmstadt wird am 1. November die Reichsausstellung Lebendige Vorzeit" eröffnet. Die urUer Förderung des Amtes Rosenberg von dem Reichs- bund für deutsche Vorgeschichte ausgearbeitete Aus- stelluna wird von der Gauoertretung des Reichs- bundes für deutsche Vorgeschichte von der Gauwal- tuna des RS.-Lehrerbundes und dem Landschafts, bunb Volkstum und Heimat im Gau Hessen-Nassau e. D, durchgeführt. Die Ausstellung soll die Barbarenlüge über die Germanen in ihren letzten Aus« Wirkungen beseitigen, darüber hinaus die Werte, die uns die Vorgeschichte übermittelt, zu einer ge- staltenden Kraft der Gegenwart werden lassen. Die Haltung, die aus jedem der ausgestellten Stücke spricht, führt zu weltanschaulicher Klärung und politischer Ausrichtung. Tagung der Gesellschaft für Deutsches Strafrecht. Vom 27. bis 29. Oktober findet in München die TagungderGesellschaftfürDeutsches Strafrecht statt. Die Gesellschaft wurde 1937 vom Präsidenten der Akademie für Deutsches Recht, Reichsminister Dr. Frank, gegründet. Sie übernahm die Aufgaben der inzwischen aufgelösten Internationalen Kriminalistischen Vereinigung und der ehemaligen Strafrechtlichen Gesellschaft. Da das deutsche'Strafrecht im Umbruch begriffen ist, wird dieser Tagung, die unter dem Vorsitz von Professor Dr. Graf G l e i s p a ch sttzht, besondere Bedeutung zugsmessen. Auf der ersten Vollsitzung wird Reichsminister Dr. Frank über das Thema „Das Strafrecht des Dritten Reiches" sprechen. Wetter werden ii. a. folgende Themen behandelt: Die richterliche Rechtsschöpfung im Licht der Rechtsprechung: die strafrechtliche Behandlung der Jugendlichen; Erfahrungen mit den Maßregeln der Sicherung und Besserung, die eine Freiheitsbeschränkung beihalten. Aus aller Wett. Um den Olympischen Hackellauf 1940. Dom Internationalen Olympischen Komitee ist die Frage des Olympischen Fackellaufes aufgeworfen worden. Das finnische Organisations- komitee hat diese Frage behandelt und sestgestellt, daß die Durchführung des Olympischen Fackellaufes von Olympia nach Helsinki mit erheblichen Schwie- rigteiten verbunden ist. Es. ist selbstverständlich, daß, wenn das Internationale Olympische Komitee die Durchführung des Fackellaufes anordnet, Finnland eine Staffel zur Verfügung stellt. In diesem Zusammenhang wurde der Vorschlag gemacht, daß zur Olympiade 1940 das olympische Feuer aus dem Land der Mitternachtssonne im nördlichsten Lappland zum Stadion nach Helsinki gebracht werden soll. Norwegische Grönlandexpedition verschollen. Eine norwegische Fangexpedition, die aus sechzehn Mann besteht und im Juli d. I. unter der Führung des bekannten jungen Polarforschers Hallvar De- v o l d nach Ostgrönland fuhr, ist o e r s ch o l l e n. Die Expedition wollte mit dem Dampfer „Rundehorn" das Gewässer von Ostgrönland auf seinen Fischbestand prüfen, besonders auf Lachs und Flundern. Seit der Abreise der Expedition gingen keinerlei Meldungen mehr ein. Auch von anderen Schiffen, die sich in diesen Gewässern aufhielten, ist das Expeditionsschiff nicht gesehen worden. Man nimmt an, daß die „Rundehorn" einem Sturm zum Opfer fiel. In diesen Tagen ist eine Rettungsexpedition ausgerüstet worden, das verschwundene Schiff und feine Besatzung zu suchen. 50 Jahre Deutsch-Evangelische Schule in Agram. In diesen Tagen beging die Evangelische Kirchengemeinde in Agram die Fünfzigjahrseier ihrer Schule. In einer Ansprache betonte der Bischof Dr. Popp, daß die Schule mit einem Bestand von 43 Schülern angefangen habe, daß sie heute 430 Besucher aufweisen kann, und daß im Laufe der Jahre mehr als 13 000 Schüler durch sie h durch gegangen seien. Die Tatsache, daß in ihr die deutsche ebenso wie die serbo-kroattsche Sprache gelehrt werde, eröffne den Kindern den Zugang zu zwei Kulturwelten bei sorgsamster Pflege eigenen Volkstums und mache so die Schule zu einer Brücke zwischen deutschem und jugoslawischen Geistesgut und Volkstum. Zu der Feier hatte König Peter als seinem Vertreter den Kommandanten des Agramer Kavallerieregiments entsandt. Auch ein Vertreter des Unterrichtsministeriums und der Save-Banatschaft sowie der Stadtpräsident von Agram waren erschienen, ebenso der deutsche, schweizerische, schwedische und amerikanische Konsul. Arnaleur-Tanzmeisterfchafl von Deutschland. In Wiesbaden wurde die Amateur-Tanzmeisterschaft von Deutschland ausgetragen. Die besten deutschen Tanzpaare — vertreten waren die Städte Bochum, Graz, Köln, München und Wiesbaden — waren am Start erschienen. Erster Sieger und damit Deutscher Meister wurden Herr und Frau T e y p e l (Wiesbaden), den zweiten Sieg errangen Herr Saure- Frl. R a u ch h o l z (Berlin), den dritten Sieg teilten sich die Paare Herr und Frau Specht (München) und Herr und Frl. Hon - nay (Köln). Der Trainer des Meisterpaares, Egon Bier, wurde für seine Verdienste um die Förderung des Gesellschaftstanzes durch die goldene Ehrennadel des R. P. G. ausgezeichnet. Schleuderflug der „Bordwind" vor amerikanischen Hlugsachoerslandigen. Kurz vor dem Abschluß der diesjährigen transatlantischen Flugzeit, in deren Verlauf die Deutsche Lufthansa mit größter Pünktlichkeit und Regelmäßigkeit ihre Probeflüge zwischen Neuyork und aen Azoren in Vorbereitung eines regulären Post- bienftes durchführt, hatte der deutsche Botschafter Dr. Dieckhoff einen größeren Kreis amerikani- Flug-Sachverständiger eingeladen, einem 'Schleuderflug von Bord des Katapultschifies "Friesenland" beizuwohnen. Regierungsvertreter »lnd hohe amerikanische Fliegeroffiziere waren zu- Degen, als die „Nordwind" unter Flugkapitän von ^ngel mit dem amerikanischen Obersten Lahm Dls Gast einen Probestart mit anschließender Wasserung unternahm. Lahm, einer der ersten amerikanischen Armeepiloten, äußerte seine Bewunderung -Uber die Einfachheit und Zweckmäßigkeit der Start- Vorrichtungen. Besonderes Interesse fand auch die Wetterstation der „Friesenland", die ständig mit den Flugzeugen und dem Katapultschiff in Horta in Ver- omdung steht. Schweres Autounglück in Norditalien. ®tn schweres Kraftwagenunglück, dem iunf Personen zum Opfer fielen, ereignete sich auf* I das Ist ter Brillant echt? das geblich echte Steine sich als falsch Herausstellen. An Diamanten und perlen unter der Lupe Ein deutsches Forschungsinstitut untersucht die Echtheit von Edelschmuck. Das ist eine der häufigsten Fragen, die an Institut gerichtet werden. Die Herstellung künstlicher Steine ist sowett ausgebildet, daß selbst Fachleute heute ins Institut kommen und sich beim Wissenschaftler Gewißheit holen, ob die Steine echt ober falsch sind. Alle die Steine, die aus Madagaskar, Indien, Australien, Brasilien oder Südafiika nach Jdar-Oberstein kommen, laufen zuerst durch die Hände der Wissenschaftler. Natürlich gibt es manchmal auch unangenehme Ueberraschungen, wenn anDas Nheingold. Das neue Frankfurter Institut untersucht nicht nur Edelsteine, sondern auch andere Steine. Wenn z. B. neue Erzlagerstätten entdeckt werden, wird das Institut zugezogen und um Rat gefragt. Auch wenn, was immer wieder einmal vorkommt, Gold im Rheinsand gefunden wird, wird stets das Jnstttut befragt, was zu tun ist. Prof. Dr. Nacken, der Leiter des Instituts meint lächelnd, daß er dann stets nur den waghalsigen Träumen vom Goldschatz im Rhein ein jähes Ende bereiten muß. Gewiß fagt während die praktischen Arbeiten in Jdar-Oberstein erledigt werden. Beide Institute arbeiten auf engste zusammen. Vor einiger Zeit hat die Universität Frankfurt in der deutschen Edelstein-Zentrale Jdar-Oberstein das Institut für Edelsteinforschung als Außeninstitut der Johann - Wolfgang - Goethe - Universität gegründet. Nun wurde in Frankfurt zur Ergänzung des Jdar- Dberfteiner Instituts ein Perlen- und Edel- steinforschungsinstitut fertiggeftellt, das ausschließlich theoretischen Aufgaben dienen wird, men und vom Starkstrom auf der Stelle getötet worden. 20 000 Mark gewonnen. Unverhofftes Glück fjatte ein junges Mädchen von Bad Kreuznach, das den ehrenamtlichen Vertrieb einer größeren Anzahl Lose der Rotkreuz- Lotterie übernommen hatte. Als der Absatz in den letzten hochpolitischen Wochen ins Stocken geriet, behielt das Mädchen zehn Lose zurück und bezahlte sie selbst. Jetzt erfuhr das Mädchen zu seiner großen Freude, daß einige der Lose mit Gewinnen herausgekommen sind. Im ganzen konnten der glücklichen Gewinnerin 20 000 Mark ausgezahlt werden. der Autobahn Bergamo—Brescia. Ein Personenauto fuhr in voller Geschwindigkeit auf einen Last- craftroagen auf, der wegen eines Schadens am Strafrenranbe halten mußte. Obwohl zur Warnung etwa 50 Meter vor dem haltenden Lastwagen eine rote Campe aiifgefteat worden war, raste der Lenker des Personenwagens gegen das Lastauto. Zwei der Insassen waren auf der Stelle tot, zwei weitere erlagen kurz darauf ihren schweren Verletzungen, der fünfte Insasse des Personenwagens wurde in hoffnungslosem Zustande in das Kranken- paus gebracht. Die beiden Fahrer des Lastwagens kamen mit leichten Verletzungen davon. Die Elektrifizierung der italienischen Bahnen. , ?^^rifizierung der italienischen Staatsbahnlinien Mailand—Bologna—Rimini—An- cona und der Linie Rom—Livorno, insgesamt 739 Kilometer, ist fertiggestellt. Der elektrische Betrieb tonnte bereits auf beiden Linien ausgenommen werden Die Arbeiten sind in 20 Monaten durchgeführt rooröen. Die Fahrtzeiten konnten bedeutend herabgesetzt werden. Kalkutta-Expreß entgleist. Der Kalkutta-Expreß ist auf der ost- indischen Eisenbahnstrecke, 90 Meilen von Patna entfernt, aus bisher unbekannten Gründen entgleist. 30 Personen wurden zum Teil schwer verletzt. Man nimmt an, daß es sich um einen Sabotageakt handelt. — Auf der gleichen Strecke ist im vorigen Jahr schon einmal ein Zug entgleist; 80 Personen wurden damals getötet und 65 verletzt. Darum der polnische Stratosphärenballon explodierte. Die E x plosion des polnischen Stratosphärenballons ist, wie eine Untersuchungskommission fest- gefteüt hat, auf elektrische Funken zurückzuführen, die sich bei dem Herauslassen des Wasserstoffs aus der Ballonhülle gebildet haben. Drei Tote bei einem Flugzeugunglück in England. In der Nähe von Luton Chatham (Grafschaft Kent) stießen zwei Flugzeuge der englischen Luftschutzreserven zusammen, wobei drei Mann den Tod fanden. 2Ri( dem Motorrad tödlich verunglückt. Lastwagen die Böschung hinabgestürzt. Unweit von Aschaffenburg ereignete sich auf der Straße zwischen Heigenbrücken und Neuhütten ein Autounglück. Ein schwerer Lastwagen aus Goldbach stürzte aus noch unbekannten Gründen eine Böschung hinab. Don den 11 Insassen wurden 10 verletzt. Sieben Arbeiter wurden herausgeschleudert und stürzten in einen Wiesenbach. Der Wagen ist vollständig zerschlagen. Die Sanitätskolonne Aschaffenburg leistete erste Hilfe. ßr — ßs ist Gold im Rheinsand. Darüber gibt es keinen Zweifel, aber das ist jo wenig, daß es sich niemals lohnen wird, das Gold auszuwaschen. Auch in Flüssen und Bächen in Bayern, im Odenwald und Spessart kommt Gold vor. Aber selbst, wenn an einer guten Stelle heute ein Mann 10 bis 12 Stunden täglich Sand nach Gold auswaschen würde, dann hätte er bestimmt am Ende des Monats noch nicht die Hälfte von dem verdient, was er heute an einer anderen Stelle verdienen kann und soll. — Das Institut macht auch Arbeiten synthetischer Art. So wurden mit Zement genaue Urttersuchun- gen und Forschungen angestellt, um herauszufinden, auf welche Weise Risse in Zsmentdecken vermieden werden können. Das Geschäft des Herrn Mikimoio. Eine besondere Abteilung des Instituts wird sich mit der Untersuchung von Perlen beschäftigen. Es ist das Verdienst von Prof. Dr. Nacken, ein Gerät entwickelt zu haben, das es gestattet, echte Perlen mit absoluter Sicherheit und unter Ausschluß jedweder Täuschung von falschen zu unterscheiden. Perlen entstehen in der Weise, daß ein winziges Sandkörnchen in ein Muscheltier gerät, das Muscheltier reizt, so daß es den Fremdkörper mit einem neutralen Stoff überzieht. Der von dem Muscheltier ausgeschiedene Stoff schichtet sich lang- sam aufeinander, und fo entsteht im Verlauf vieler Jahre und Jahrzehnte eine Perle. Vor etwa drei Jahrzehnten kam nun der Japaner Mikimoto auf die Idee, dem Muscheltier bei der Perlenfabrikation ein wenig zu helfen. Er fertigte Perlmutterkügel- chen an und injizierte sie in die Muscheltiere. Das Muscheltier Überzog natürlich auch den großen Fremdkörper mit einem neutralen Stoff. Da die eingeimpften Perlmutterkügelchen aber doch ziem- lich groß waren, waren sie in einer verhältnismäßig kurzen Zeit von etwa 6 bis 7 Jahren mit einer bis zu einem Millimeter dicken echten Perl- fubstanz überzogen. Herr Mikimoto betrieb das fragten Steine sind Smaragd, Aquamarin, Turmalin, Amethyst, Achat und Rubin. Auf der Reichsautobahn bei Heidelberg stießen ein geblich echte Steine sich als falsch Herausstellen. An Motorrad und ein Personenkraftwagen zusammen.! der Spitze aller Edelsteine steht nach wie vor der Dabei wurde die 25jährige Ehefrau Luise Heiting'Diamant. Die in Deutschland am meisten ge- aus München, die mit ihrem Mann zusammen auf v dorn Motorrad saß, so schwer verletzt, daß sie bald nach ihrer Einlieferung ins Heidelberger Akademische Krankenhaus starb. Lin Kind verursacht ein verheerendes Großfeuer. Durch die Unvorsichtigkeit eines kleinen Kindes entstand in dem rumänischen Orte Albeschti bei Buzau ein Großfeuer, das fast die ganze Gemeinde zu vernichten drohte. Trotz aller Bemühungen der Feuerwehr vernichtete der Brand, durch den heftigen Wind begünstigt, in einem Umkreis von 300 Meter fast alle Scheunen und Speicher sowie einen großen Teil der Wohnhäuser. Der Sachschaden ist sehr groß. Dom Starkstrom getötet. In Heimbuchenthal bei Aschaffenburg ist der Monteur P a ch o w i a k bei Arbeiten an der Hochspannungsleitung mit dieser in Berührung gekom- | Empfehlungen] ®in Quell d. Freude für den Naturfreund VelllllWes Eenen Kleine Kreatur in Wasser, Dusch und Halm Don Karl Otto Bartel». 164 Naturaufnahmen au» dem Leben der nie» dcren T erwelt mit er» 'Luternden Bildunterschriften, Namensan. gab. u. ausführlichem Text (62 Seiten). Mit einem Geleitwort von Profess. Dr. Deegener. Universität Berlin Dieses Werk bringt er» ltaunlich vielseitige und trefflich gelungene Einzelbilder und Bild» folgen aus dem reichen leben der zahllosen kleineren Lebewesen Aus der Freude am Be» obachten ist ein wert» volles naturgeschichtliches Urkundenbuch geworden, das hervor» ragend geeignet ist. die Liebe auch »um kleinsten Naturgesche» hen zu erwecken. Gebunden NM. 4,80. Bitte verlangen Sie kostenlos unsere bebild. Werbeblütter! Das Buch ist durch lebe Buchhandlung zu beziehen) HugoBermühler Verlag Berlin »Lichterfelde +Damenhaft (Gesichtshaare) u al.läst Haarew. nurb/bieüonmir iingew.,emz.sick Dtelb. um. Gar. imm.m o.Wurz. idimeral.entfernt F.au B. Gulden, seit 1935 Fr.W. Henkel Snrechilund. etzt lülttwocbs.tiieöen Am Biegelplad 32 9-ß‘A» Uhr hiirrha. ßaumpfähle Rosenstäbe Latten ««D Dachpappe Karbolineum HappelS Co. Kl.Mühlgasse 4 u.6 Ruf 3925 Pelzwaren Pelz-Reparaturen billig. I BflOeD M. Liebler Kreuzplatz 2. Familiendrucksachen Verlobungsanzeloen Vermahlungsanzelgen Geburtsanzeigen bei Brühl, Schulstr.? 9 1.1 Sagten Sie sechs? Nein - ick sagte Az ! 'M A il| in Garantie-Punkt 4t „Naturfrisch verpackt!” Die mit Recht gelobte Frische der Eckstein Nr.5 hat folgende Gründe: Sie kommt naturfrisch zur Verpackung, ist durch Vollaluminiumeinschlag geschützt, gelangt auf dem schnellsten Wege xma Verkauf und wird überall sofort geraucht* Wirtschaft I ;ier und Lorenz statt I Hrnbild Karl Löfsler. "de zusammengesatzt i 6662C Burkhardsfelden, den 16. Oktober 1938. AB RADOR bekommen Sie überall wo es gute Seifen gffbh 6652V GEISSLER LOHNS Seifen- u.Glycerin-Fabriken, Wuppertal (Rhld.) I Stüdk 18 Pfg ist alles mit der Heizung zufrieden. Ich sage immer: „Die Hauptsache ist der Brennstoff" wenn man sich auf den verlassen kann, dann klappt es schon. Ruhr-Zechenkoks hat mich noch nie enttäuscht u. ich heize schon 2 Jahrzehnte. vorzulegen. Gießen, den 15. Oktober 1938. Die Beerdigung findet Mittwoch, 19. Oktober, nachm. 2% Uhr statt 6660V (lsle Wiederholung „ heute, um 20 lUjr, fini hs Lustspielerfolges „Ei stark von zufälligen Umständen abhängig. Richtige und reichliche Düngung erhöht die Durchschnitts- erträae und macht außerdem die Ernten weniger von Zufälligkeiten abhängig, als es sonst der Fall sein würde. Bekanntlich sind sowohl beim Getreideanbau wie auch beim Hackfruchtanbau die Mehrerträge erzielt worden, ohne daß gleichzeitig eine Vermehrung der Anbaufläche vorgenommen worden wäre. Anfang September wurde die übliche vierteljährige Schweinezählung veröffentlicht. Das Ergebnis war, daß die Zahl der schlachtreifen Tiere gegenüber dem gleichen Zeitpunkt des Vorjahres einen Rückgang erfahren hat, und daß nur bei Jungtieren und trächtigen Sauen eine mäßige Vermehrung zu verzeichnen war. Die deutsche Schweinehaltung im Jahre 1938 ist eine Folge der geringen Kartoffelernte des Jahre 1936. Die Auswirkung der guten Hackfruchternte des Jahres 1937 auf die Schweinehaltung werden wir im kommenden Jahr spüren. Da auch die Ernte 1938 günstig ist, darf mit einem Anhalten der Besserung des Schweinebestandes und damit auch in der Fleisch- und Fettversorgung des deutschen Volkes gerechnet werden. Die vor einigen Tagen erlassene Anordnung über Erhöhung der Erzeugerpreise für Schweine um zwei'Mark je Zentner Lebendgewicht wäre praktisch ohne große Bedeutung geblieben, wenn nicht gleichzeitig die Futtergrundlage verbessert worden wäre. Wenn zu den Kartoffeln, die wir aus der Ernte 1937 und 1938 für die Schweinemast zur Verfügung stellen können, noch die notwendige Menge eiweißhaltiger Futtermittel hinzukommt, dürfen wir fast mit Gewißheit auf einen Aufstieg der Schweinehaltung vertrauen. Da die ungenügend ausgemästeten Schweine von der Erhöhung der Erzeugerpreise ausgenommen sind, wirken Futtermittelausstattung und Preisbemessung zusammen, um für die beiden nächsten Jahre eine sehr viel reichlichere Fleisch- und Schweinefettversorgung sicherzustellen, als wir sie in den beiden letzten Jahren gehabt haben. Bei der Würdigung der Bedeutung der guten Kartoffelernte für unsere Volkswirtschaft darf auch nicht übersehen werden, daß für die Versorgung mit Speisekartoffeln nur etwa 13 Millionen Tonnen, also nur .etwa 25 v. H. der Gesamternte benötigt werden und nunmehr wiederum die Möglichkeit gegeben ist, die kartofselver ar beit ende Industrie reichlich mit Kartoffeln zu versorgen. Was die Kartoffelernte für unsere Ernährung und damit auch der diesjährige gute Ausfall bedeutet, wird am besten klar, wenn man sich vor Augen hält, daß unter Einrechnung des Speisekartoffelver- zehrs, der Veredelung in den kartoffelverarbeitenden Gewerben und im Tiermagen die Kartoffelernte rund 30 v. H. unseres gesamten Nahrungsbedarfs deckt. Wegen besonderer politischer Umstände ist das diesjährige Erntedankfest auf dem Bückeburg ausgefallen. Der Führer, der Reichsbauernführer und mit ihnen das ganze deutsche Volk haben damit die Möglichkeit verloren, dem Landvolk in der sonst üblichen Art. für ihre hingebende und erfolgreiche Arbeit und darüber hinaus der Vorsehung für den reichen Segen zu danken, den sie dieser Arbeit beschert hat. Die Ernährungsschlacht ist kein einmaliges Ereignis: lie wird jedes Jahr neu geschlagen. Auch hier stärkt der Erfolg den Willen und die Zuversicht: Der Führer und Reichskanzler hat offen erklärt, das Deutschland auf absehbare Zeit seinen Bedarf an landwirtschaftlichen Erzeugnissen nicht voll werde decken können. Dies gilt besonders dann, wenn die Lebenshaltung allgemein eine Steigerung erfährt. Im März und im Oktober hat Deutschland Gebiete hinzugewonnen, die mindestens zunächst landwirtschaftlich als Zuschußgebiete anzusprechen sind. Die Ernährungsschlacht wird auch dort in die Wege geleitet werden. Die Erfolge der beiden letzten Jahre Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Ritter. schwierigkeiten gebracht werden können. Rhein-Mainifche Börse. H TNittagsbörse sehr still. Oie Hackfruchternie. In den letzten Jahren war es vielfach so, daß Deutschland bei einer günstigen Getreideernte eine weniger gute Kartoffel - und Rübenernte hatte, — und umgekehrt. Dies liegt in Witterungsbedingungen begründet. Das Wetter, das den Hackfrüchten im Frühjahr und Sommer günstig ist, ist in der Regel für Getreide zu feucht. Nur selten lösen sich Feuchtigkeit und trockenes Sonnenwetter so ab, daß beide wichtige Gruppen deutscher Feldfrüchte, Brotgetreide auf der einen, Kartoffeln und Rüben auf der anderen Seite zu ihrem Recht kommen. Das Jahr 1937 hat dem Reich eine R e - kordernte an Kartoffeln und Rüben beschert; die Getreideernte war indessen nur mäßig. Das Jahr 1938 lieferte eine hervorragende Getreideernte, war aber auch für Kartoffeln und Rüben so günstig, daß der Durchschnitt der letzten sechs Jahre überschritten wurde. Das Statistische Reichsamt schätzt die Kartoffelernte 1938 auf rund 50 Millionen Tonnen im Altreich. Dazu treten weitere 3 Millionen Tonnen in der Ostmark. Mit 53 Millionen Tonnen voraussichtlichen Ernteertrages im Jahre 1938 kann Deutschland allen Anforderungen genügen. Es kann die zur unmittelbaren menschlichen Ernährung erforderlichen Mengen bereitstellen, ausreichende Posten für Trocknung und Konservierung aussondern, die Schweinetröge auf dem Lande reichlich beschicken und dazu noch gewisse Quantitäten für die Herstellung von Spiritus anweisen. Die Zuckerrübenernte des Jahres 1938 bleibt hinter der des 'Vorjahres etwas zurück; aber auch der Zuckergehalt der Rüben ist geringer als im vorigen Jahre. Insgesamt wird jedoch auch die Zuckerrübenernte über dem Durchschnitt der sechs Jahre von 1933 bis 1938 liegen. Dabei verdient ein Umstand besonders hervorgehoben zu werden: Hackfrüchte benötigen auch in der Wachstumsperiode, ylso nicht nur beim Pflanzen und Ernten, eines großen Maßes menschlicher Arbeit. Die schwächste Seite in der deutschen Wirtschaftspolitik ist bekanntlich die Sicherstellung der notwendigen fachlichen Arbeitsleistung. Wenn es trotz dieser ernsten Behinderung gelungen ist, eine so gute Hackfruchternte zu erzielen, so ist das ein Ruhmestitel nicht nur für die Kartoffel- und Rübenbauern, sondern auch für die deutschen Landarbeiter und ihre aus andern Ländern zugezogenen Arbeitskameraden. Im Landbau wirkt sich die Anstrengung und der Aufwand oft erst in späteren Jahren in größeren Erträgen aus. Es gehörte zu den Maßnahmen des Vierjahresplanes und fiel außerdem in den Rahmen der deutschen Ernährungsschlacht, daß im Winter 1936/37 die Düngemittelpreise gesenkt und daß zahlreichen Bauern und Landwirten die stärkere Verwendung künstlicher Düngemittel ermöglicht wurden Diesem verstärkten Düngeraufwand ist bereits die gute Hackfruchternte des Jahres 1937 zu danken. Die bessere Düngung hat sich auch im Jahre 1938 geltend gemacht. Da inzwischen im Düngeraufwand keine Verminderung eingetreten ist, darf damit gerechnet werden, daß auch der Durchschnittsertrag der Hackfruchternten eine dauernde Steigerung erfahren wird. Die einzelne Ernte ist immer !M«WNW M Heilung der Dienst, Hitler-Zug« Theaterring t ISit l.Dochellung sü niet am Montag, % ir Aufführung „$ai >W muffen fünf M • nommen fein, da um spräche des Reichsjug iheoterlagung ber S)< rUlenf&uberl Das ist die tägliche Sorge nach der Berufs-, Haus- oder Küchenarbeit, denn wer wollte nicht gern saubere und ordentliche Hände haben - schließlich braucht man den Händen auch nicht anzusehen, was sie am Tage alles geschafft haben. Dabei ist es doch so einfach, selbst den hartnäckigsten Schmutz herunterzuwaschen, wenn man LUHNS Spezial - Handseife AB RADO R zum Händewaschen nimmt. Sogar Farbe, Schmiere, Harz u.Teer, Obst« u.Gemüseflecke entfernt ABRADOR im Nu. Darüberhinaus pflegt ABRADOR auch gleichzeitig die Hände und macht die Haut so schön frisch, glatt und samtweich. Wann nehmen Sie ABRADOR? Bekanntmachung. Anleitungsbefugnis zur Lehrlingshaltung. Alle Handwerker im Stadtbezirk Gießen, die von der Bürgermeisterei (Oberbürgermeister der Stadt Gießen) auf Grund der Gewerbenovelle vom 30.5. 1908 Genehmigung zur Lehrlingshaltung bekommen haben, werden hiermit aufgefordert, die seinerzeit erteilte Bescheinigung an einem Vormittag in der Zeit vom 17. bis 22.10.1938, zwischen 8 und 12 Uhr, im Alten Stadthaus — Gartenstraße 2, Seitenbau — Seltene Natururkunden von den Halligen und vom Wattenmeer enthält die Neuerscheinung, die alle Naturfreunde und Dogelliebhaber mit Begeisterung lesen und schauen werden: Unter Säbelschnäblern und Seeschwalben Beobachtungen und Natururkunden aus der Dogelwelt der deutschen Nordseeküste von (Eugen Schuhmacher Insgesamt 104 Seiten mit 92 Bildern nach wundervollen Naturaufnahmen. In Leinen gebunden Reichsmark 3.90 Der Verfasser, der als Ornithologe und Tier- Photograph bekannt ist, hat mehrere Wochen auf zwei einsamen deutschen Nordseeinseln an der Eidermündung zusammen mit den eigenartigsten Vögeln unserer Heimat gelebt und die herrlichsien Naturaufnahmen von den Säbelschnäblern, Seeschwalbcn, Rotschenkeln. Austernfischern u. a. mitgebracht. Er erzählt im Textteil unterhaltsam und spannend aut der Kraft eigenen (Erlebens die sonderbarsten Begebenheiten, die er, im 3«lt versteckt, aus nächster Nähe beobachten und im Bild festhalten konnte. Bestellungen nimmt jede Buchhandlung entgegen. Verlangen Sie bitte das ausführliche bebilderte Werbeblatt Hugo Bermühler Verlag Berlin-Lichterfelde Heute nachmittag 3/2 Uhr entschlief sanft nach langer, schwerer Krankheit meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Louise Hoffmann geb. Hofmann iLn wird betannty^ |:en für die eche Dorf | > jübre im Die ! rein 2Wrr'ges Arbe Lhmacht beging ar H« Fritz Ta weil ps.'-Tiupptn des fyifa. am Tmstaqi »«tote ta Betriebs, die *e Gef ■jjubilars iti einem & Geschäft im Großen und überschwemmte die Welt mit seinen schönen, aber viel billigeren Zuchtperlen. Dennoch "hatte die echte Perle an ihrem Wert dadurch nichts eingebüßt, allerdings war es oft schwierig, echte und Zuchtperlen zu unterscheiden. Wenn die Perle durchbohrt wurde, wie bei allen Perlenketten, war es einfach. Das Endoskop gab in diesen Fällen sichere .Auskunft. Das ist ein 0,2 Millimeter breites Röhrchen, an dessen oberen Ende ein Doppelspiegel angebracht ist. Das Röhrchen wird in das Bohrloch der Perle eingeführt, und an dem durch den Doppelspiegel nach außen geleiteten Lichtstrahl kann man genau ablesen, ob die Perle echt ist. Zwischen zwei Magneten. Schwierig wird die Untersuchung, wenn die Perle nicht durchbohrt werden darf. Gewiß hat man hier mit Röntgenstrahlen gearbeitet, aber die Röntgenstrahlen haben sich als nicht absolut fr < erwiesen. Prof. Nacken schuf nun das Gerät, das W eine» • iiien flon3h hanfbai >P-rz-ll- %(Ölir 1 I VZn »« 6 ’ÄFS Eg’S- |l 2,05 einschließlich 25 Ps. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. [ sehr, unÄ(\ol)ne 5 i E 9 tn »illei i'sGtrau iJber neuenn ' E/lar, s?°lt in Ä % kaufen Al IU ' Nnd bQt von "C’VtÄ R °"°innit , sie [ •V „Ach IjWen? ' < kviinick» >> An hAn, bie A* FH ni», be: LW betQii I St w J DetQehf • * firb. | Die $al)l ber biesjäf) bafjbie auswärtigei HILFSWERK 1938/39 2 HHt VI WINTER M-244 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhejfen) Dienstag.l8. Gttober M8 Schoenhals, der Film werde sich weiter entwickeln, wesentlich und wirklich werden und jene menschliche Substanz in sich tragen, die der Beschauer in ihm sucht und von ihm erwartet. In einigen Jahren, so meinte der Gast, werden wir schon wieder etwas weiter sein, wird manches gute Gesellenstück, vielleicht sogar ein Meisterstück geschaffen sein. In diesem Sinne sagte er den Gießener Filmfreunden Lebewohl und auf Wiedersehen. ♦ Im Dorraum herrschte ein gefährlicher Andrang. Aber soweit wir sehen konnten, hat jedermann und jedes Mädchen sein Autogramm bekommen. Hans Thyriot. „Fleischerbeil" und „harrende Braut". Mit dem eben besetzten Brcrunauer Ländchen kommen auch die Adersbacher und Wekelsdorfer Felsen zu Deutschland, die schon bisher von den schlesischen Bädern Kudowa, Altheide und Reinerz gern besucht wurden. Jetzt, da die Grenze mit allen ihren lästigen Formalitäten bis an den Rand des sudetendeutschen Siedlungsgebietes vorgeschoben wird, ergeben sich hier und im nahen Adlergebirge bequeme und lohnende Abstecher zur unterhaltsamen Unterbrechung des Kuraufenthaltes. Aehnlich wie im Elbsandsteingebirge bilden auch in dem Gebiet von Adersbach und Wekelsdorf mächtige Sandsteinfelsen groteske Figuren, die der Volksmund in drastisch-bizarrer Weise getauft hat. Da findet sich ein „Schornstein", ein „Bürgermeister mit Lockenperücke", ein „Johannes in der Wüste", ein „Fleischerbeil", daneben eine „harrende Braut" mit einem „Rebhuhn", eine „betende Nonne", ein „balzender Auerhahn" und schließlich als gutgemeinte Huldigung für den Herrn des Riesengebirges ein „Zahnstocher Rübezahls". Hochschulnachrichten. Professor Dr. Max de C r i n i s , Ordinarius Der Psychiatrie an der Universität Köln, wird am 1. November als Nachfolger von Geheimrat Professor Dr. Karl Bonhoeffer die Leitung der Klinik für psychiatrische und Nervenkrankheiten an der Charite in Berlin übernehmen. Ernannt würden: der 'ao. Professor Dr. Leo T s ch e r m a k in W i e n zum Ordinarius (Waldbau) in Freiburg ; der Dozent Dr. D i r l m e i e r in München zum Ordinarius (Klassische Philologie) in München; der ao. Professor Dr. Paul Strack in Kiel zum Ordinarius (Alte Geschichte) in Kiel; der ao. Professor Dr. Alfred Willer in Berlin zum Ordinarius (Hydrobiologie) in Berlin. mb, Berlin. erfe bekannte ibigt für Den ^rofeffor A fter: SRoon, (igen Qanb, nb W‘ rkt. W) Um Mtrieb: 341 Schweine. el 35 bis 52, •9 Mark. — 'teilt; Cchch ausgehenden 1 Gebiet zum und strich, • ®ine burch- -1er Entwick- wirb immer r Zum Durch. b: Morgens änderlich mit iederschlägen. Lest. a 8Leicht m freundlich, mittags 15,2 t 18. Oktober: ab, MinimW uren in 10 cm ib; am 18. Dl- hläge 0,3 mm. m Lange. Lwst Murn. it bie Mer: zans Thyriot; lnzeigenleiter: ahalt der An« V. 9143, Druck ferei R.Lange, u^spreis Ä , mit her Sllu- eis lOPs.unb n 5 Pf. mehr, epfember 1937 w 5 ito » hÄ Ä hhoS 8-i* .«»“'S Ähittet. Sog. 10,25, m (bis '«. mit im. 0 bis 6,00, 5J- Weizen- Rog, ^erstestroh, ^zeuger-Ver- O Berufe f . Hande ?n Hän* 3mW bst den vo sehen/ tndse'f® nimm1, ■r.Obsf R im Nü. nde.u,nhd n fnsch' adoR’ Aus der Stadt Gießen. An einen Herbststrauß. Wie stehst du leuchtend und bunt in meinem Zimmer, lieber Herbststrauß aus Astern und Dahlen. Wie ein vielfarbiges Licht strahlst du und machst den ganzen Raum festlich und schön und die Herzen froh und dankbar. I Alles will dir dienen: die polierten Möbel, das I Kristall, der alte Porzellanteller, sie alle wollen dich f widerspiegeln und dir schmeicheln, dir sagen, wie ; schön du bist! Die Vase, wie steht sie da, voll Freude und Stolz, -aß sie dich halten darf, die letzte, bunte Pracht aus jem Garten, ehe der böse Herbstregen alle kleinen, bunten Feuerchen an den Büschen auslöscht oder ein tückischer Frost sie erstarren läßt. Ein goldener Strahl der milden Herbstsonne kommt durchs Fenster und spielt mit dir, er läßt Did) noch mehr aufleuchten in all deiner bunten Schönheit: wie strahlt jetzt dein helles Gelb, wie funkelt dein sattes Rot und wie leuchtet dein reines Deitz! Und da prunken bischofslila Blütenbüschel und wavmleuchtende, goldbraune Sterne. Wie süß sind die kleinen, dicken Bällchen, dunkelrot oder ganz zart rosa und weiß, die man immer in die Hand nehmen möchte und streicheln! Diele Sträuße schon sah ich: die dunkelroten Ro- ien, die die Liebe schenkte, die weißen stolzen Nelken n der Hand der Braut, den leuchtenden Strauß Alpenrosen auf dem Holztisch in Tirol, der uns ; zrüßte nach gefährlicher Fahrt: doch keiner war so ■ chön wie du, denn in dir ist alle Wehmut, die der scheidende Sommer uns ins Herz zaubert. Du duftest jo fein und herb nach prickelnder Herbstluft, nach milder Sonne, nach Weite und Frische. Jetzt ist der Sonnenstrahl fortgegangen, der dich !üßte, mein bunter Herbststrauß. In der Dämme- lung stehst du nun noch feierlicher, wie wartend ... E. L. St. Dornotizen. Tageskalender für Dienstag. Stadttheater: 20 bis 22 Uhr „Eine Frau wie Zutta". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Rote Or- Ichideen". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Skandal ’■ im den Hahn". — Oberhessischer Kunstoerein: 17 bis «18 Uhr Ausstellung im Turmhaus am Brand. Erste Wiederholung „(Eine Frau wie Jutta". Heute, um 20 Uhr, findet die erste Wiederholung ^5 Lustspielerfolges „Eine Frau wie Jutta" von Möller und Lorenz statt. Spielleitung Karl Dolck. Bühnenbild Karl Löffler. Die Vorstellung findet als 3. Vorstellung der Dienstag-Miete statt. Ende 22 Uhr. Hitler-Jugend Bann 116. Theaterring der Hitler-Jugend. Die 1. Vorstellung für den Theaterring der HI. , findet am Montag, 24. Oktober, statt. Es gelangt jur Aufführung „Flachsmann als Erzieher". Die Plätze müssen fünf Minuten vor 19.30 Uhr eingenommen sein, da um 19.30 Uhr die Eröffnungsanftrache des Reichsfugendführers von der Reichs- üeatertagung der HI. in Hamburg übertragen wird. 1 Die Zahl der diesjährigen Anmeldungen ist so iroß, daß die auswärtigen Mädels in der Mittwoch- Niete zusammengefaßt werden. In den nächsten 1 Lagen wird bekanntgegeben, wann und wo die Karten für die erste Vorstellung abzuholen sind. LS Jahre im Dienste der Wehrmacht. Sein 25jähriges Arbeitsjubiläum im Dienste der | Wehrmacht beging am Sonntag der Handwerks- | neifter Fritz Cawein beim I. Batl. und den li^gts.-Truppen des Infanterie-Regiments 116. Bereits am Samstagoormittag hatte der Stell- r icrtreter des Betriebsführers, Stabszahlmeister l^oth, die gesamte Gefolgschaft zur Ehrung des Jubilars bei einem Betriebsappell zusammenge- Kleine Teestunde mii Albrecht Schoenhals. Gloria-Palast: „Rote Orchideen." Gestern nachmittag, nach einem sehr freundlichen Empfang am Bahnhof, saßen wir in kleinern Kreise 's Ml Dr. Albrecht Schoenhals versammelt, der :ach Gießen gekommen war, um der Aufführung . eines neuen Films „Rote Orchideen" persönlich bei- llwohnen. Was wir oorhatten, war ein sogenanntes nteroiero: gräßliches Wort und gräßliche Sache, der Herr Schoenhals setzte sich nach kurzer Be- zrüßung so unfeierlich uno zwanglos mitten unter I uns, daß uns allen gleich leichter wurde und aus bem Interview eine nette, kleine, ganz menschliche ; Mauderstunde. (Unter uns gesagt: wir haben alle ? Kaffee dazu getrunken, aber „Teestunde" macht sich , |o hübsch in der Überschrift. Das lesen die Leute # lieb er. Und man muß etwas für feine Leser tun.) * Herr Schoenhals wirkt im persönlichen Ge- i svräch so sympathisch und natürlich wie auf ber I Leinwand — ganz ohne Starmanieren. Das mögen wir sehr, und so locker und unbeschwert ging auch bos Gespräch um den Tisch herum. Jetzt möchten Sie natürlich gern wissen, wovon die Rede war. Hon hundert verschiedenen Dingen. Don Frau Ügnes Straub, die gestern abend auch hier in Gie- |n hätte spielen sollen und auf so schmerzliche Weise daran verhindert wurde ..., von der Mode Hüb der neuen Haartracht und von der Rückkehr des Films ins 19. Jahrhundert. (Es lohnt sich, über diese Rückkehr ein wenig nachzudenken.) Es ist klar, daß das Gespräch immer wieder zu Wn Gast in unserer Mitte zurückkehrt: Schoen- hls erzählt vom „Spieler", der vor einigen Ta- 19m hier gelaufen ist, von seiner Arbeit daran im Atelier, und daß diese Rolle ihn nicht befriedigt l)tbe, vor allem weil sie bei Dostojewski überhaupt nicht vorkommt. — Und was haben Sie für Pläne, las werden Sie spielen? Ein neuer Film ist im Serben: „Maja zwischen zwei Ehen" wird er lußen ... nach dem Roman von ... Und die Rolle, bie Sie sich wünschen, die Sie gerne spielen mod)= tei? — Den Herzog von Bolingbroke im „Glas Üosser" von Scribe. Ueberhaupt: einen Helden mit ®-ijt und Ironie, nicht mit Muskeln und Radau ... "chelieu, das wäre eine Rolle, ein Mann von flprit und Witz, von Eleganz und politischem Ge- üie, eine Figur, bei der alle Fäden zusammenlaufen. ♦ Die Zeit vergeht im Handumdrehen, das Gespräch Ipringt um, gleitet weiter, Namen von Kollegen und rufen. Der Arbeitsplatz des Handwerksmeisters war in sinnvoller Weise mit dem Bild des Führers und Obersten Befehlshaber der Wehrmacht, den Fahnen der Bewegung und mit Blumen geschmückt. Das „Largo" von Händel eröffnete die Feier. Der Sachbearbeiter für Bekleidung, Stabszahlmeister Roth, sprach seinem Handwerksmeister herzlichen Dank aus für die treue Pflichterfüllung in den verflossenen 25 Jahren und besonders für die vorbildliche Mitarbeit seit Bestehen des neuen JR. 116. Der Führer des Restkommandos des I. JR. 116, Hauptmann Sei gang, sagte im Namen des abwesenden Bataillons dem Jubilar Dank und Anerkennung für den steten Einsatz für die Truppe. Betriebsobmann Otto Dolz überbrachte die Glückwünsche der gesamten Gefolgschaft und hob besonders das gute kameradschaftliche Verhältnis zwischen Handwerksmeister und Handwerkern hervor. Anschließend überreichte er dem Jubilar die schönen Ehrengaben der Mitarbeiter. Der Jubilar, Handwerksmeister (E c/ro e t n, banfte herzlich für die Ehrungen, bemerkte aber besonders, daß er die bei dem Neuaufbau des Heeres zu leistenden Arbeiten nur unter tatkräftiger kameradschaftlicher Unterstützung seiner Handwerker bewerkstelligen konnte, denen er am heutigen Ehrentage seinen besonderen Dank abstatten wolle. Das vom Führer zu verleihende Silberne Treudienst-Ehrenzeichen, sowie ein Geschenk des Bataillons werden dem Jubilar nach Rückkehr der Truppe überreicht. Der Führer des Restkommandos, Hauptmann B e i g a n g , schloß den Betriebsappell mit Worten des Dankes an den Führer, dem das Sieg-Heil galt. Mit dem Gesang der Lieder der Deutschen klang die schöne Feier aus. • 308652 Mark Emiopsspende in unserem Gan. 28 Prozent mehr als im Vorjahr. 3l$(5. Der erste (Einfopffonnfag des Winter- hllfswerkes 1938/39 erbrachte im Gau heffen- ilaffau die ansehnliche Summe von 308652,13 2Nark. Dieser Erfolg übersteigt das Ergebnis des gleichen Eintopfsonntags im vorhergegange- nen Winterhilfswerk 1937/38 um 67 7 3 3,04 Mark, so daß also der erste Eintopf dieses Jahres 2 8 v. h. mehr erbrachte, als der des Vorjahres. Einige Gemeinden haben diesen Durchschnitt allerdings nicht erreicht. Erwartet wird aber, daß bei den nächsten Sammlungen auch dort eine Steigerung der Opferwilligkeil festgestetlt werden kann. Der (Erfolg des jüngsten Eintopfsonntags zeigt, daß die Bevölkerung des Gaues Hessen-Nassau die Bedeutung der geschichtlichen Ereignisse voll und ganz erkannt hat und bereit ist, alles daranzusetzen, mit ganzen Kräften unseren sudetendeutschen Brüdern zu helfen, die schon jetzt Durd) das Winterhilfswerk betreut werden. Wer etwas besonderes für unsere Volksgenossen im Sudetengau tun will, spende auf die Konten des Gaubeauftragten für das Winterhilfswerk des deutschen Volkes: Postscheckkonto Frankfurt a. M. 23000, Girokonto 6800 Bank der Deutschen Arbeit, Frankfurt a. M., Girokonto 7300 Städtische Sparkasse Darmstadt. Albrechi Schoenhals und Olga Tschechowa. Eine Szene mit Albrecht Schoenhals und Olga Tschechowa in dem Film „Rote Orchidee n", der gegenwärtig im Gloria-Palast in Gießen lauft. Kolleginnen tauchen cuf, nahe und ferne, Bruno Kastner, Ida Wüst, Wohlbrück ... (Erinnerungen an den Filmball und die WHW. - Sammlung... Schoenhals erzählt uns eine reizende Geschichte in franffurteritoer Mundart von Ida Wüst und dem davongerollten Aepselchen, schade, daß wir sie, aus mehreren Gründen, nicht nacherzählen können. „Albrechtche", hat die gute Ida mal zum Kollegen Schoenhals gesagt, „hör auf mich: geh in die Provinz, geh in die kleine Nester, es lohnt sich..." Er hat es sich gemerkt, und jcht ist er da. (In der Provinz — die Nester liegen wo anders.) * Drüben läuft schon der Film. Aufbruch, Händedruck, vielen Dank, auf Wiedersehn! Wir denken noch darüber nach, was Schoenhals uns zuletzt über feine stille Liehe zum Theater erzählt hat — da ist das Abenteuer mit den „Roten Orchideen" schon im besten Gange. Und wir bestätigen alsbald, was der Gast dazu bemerkte: richtiger, handfester Film — jawohl, das ist er, und wir fügen aus freien Stücken hinzu, daß es ein überaus spannender, handlungsreicher, überraschender Film ist, manchmal geradezu aufregend, lieber die Fabel mehr zu sagen als ein paar Andeutungen, wäre roh. Das Stichwort steht im Programmheft: „Was geschah in der Nacht zum 17. Mai in den F.N.G.-Werken?" Der Schlüssel zu den Ereignissen, der kleine, unscheinbare Motor der scharfsinnig aufgebauten, in verwirrendem Tempo abrollenden Szenenfolge ist ein chiffrierter Geheimtext, ein unschuldiges Blättchen Papier, das der Oberingenieur Nica in feine Hand gebracht hat, und um desfentwillen er mit allen Mitteln auf Tod und Leben verfolgt wird ... auf einmal steckt das Papierchen in einer roten Orchideenblüte, die Nica aus der Jntendantenloge in der Oper der Sängerin Maria Dorando als ritterliche Huldigung zuwirft... Genug der Andeutungen. Da muß jeder selbst sehen, wie das weitergeht und endet. Nica mit dem Code und mit der Orchidee ist Albrecht Schoen- hals, und da wir ihn auf der Leinwand sehen, erinnern wir uns seiner Worte von vorhin und begreifen sehr gut, was ihn an dieser Rolle gereizt hat. Wenn sie auch nicht ganz das Format des Bolingbroke oder eines noch zu formenden Richelieu hat: man spürt etwas von diesem Helden ohne roha Gewalt und ordinäre Muskelkraft; hier ist eine Gestaltung aus Intelligenz, aus guter, weltmännischer Haltung, aus gewinnendem Humor und Ritterlichkeit auf eine sehr filmgerechte Weife gemischt. Der Regisseur Nunzio M a l a s o m m a hat die verwirrenden Fäden des Spiels leicht und überlegen in der Hand, hat die Gewichte, auch darstellerisch, geschickt und gerecht verteilt. Die Tschechowa, große Dame und gefeierte Sängerin, gelöst und beherrscht zugleich im abenteuerlichen Wirbel der Ereignisse. Camilla Horn als Gsgentyp, immer auf dem Sprung, gehetzt, gefährdet, auf verlorenem Posten. Herbert Hübner als Professor Castro: ein brutaler, kalter Gewaltmensch; „ein Herzchen" sozusagen, und er spielt es großartig un- sentimental. Von den übrigen: Nielsen, W e- stermeier, Steinbeck, Walter Janssen, Ursula H e r f i n g. — (Märkische-Panorama-Schnei- der.) * Dann wird es hell, der Vorhang geht auf: Albrecht Schoenhals persönlich, vom großen Publikum begrüßt. Er dankte für den freundlichen Empfang, auch im Namen seiner Mitarbeiter an diesem Film, zumal der beiden schönen Kolleginnen Camilla Horn und Olga Tschechowa, die ihm Grüße an die Gießener aufgetragen hätten, und denen er von unferm feinen Theater erzählen wolle... Schoenhals sprach aber nicht nur die bei solchen Gelegenheiten üblichen „passenden Worte", sondern nach dieser Einleitung ganz ernsthaft und beherzigenswert über den erfreulichen Gewinn eines solchen Abstechers „in die Provinz", zu sehen, wie sich das Publikum zum Film und zum Filmschauspieler verhalte... über den tiefgreifenden Unterschied auch zwischen diesem und dem Kollegen auf der Bühne: da ist Abend für Abend der unmittelbare, lebendige. Kontakt mit Dem Zuschauer und Hörer — im Atelier formt der Darsteller ohne solchen befeuernden Widerhall in einer harten, aufreibenden Arbeit vier, sechs, acht Wochen lang an einem Mosaik — nicht fühlenden Menschen gegenüber, sondern seelenlosen Maschinen und stechenden Jupiterlampen... Ach, dieser flüchtige Seitenblick ins Atelier, die Geschichte vom Spiegel, vom „Photographiergesicht" und der ganz gemeinen Angst: wie erfrischend fachlich und iüufionsfern. „Es ist nicht alles Gold, was glänzt", aber goldene Worte wurden gerichtet an die zahlreichen jungen Damen, die dem umschwärmten Darsteller in zarten duftenden Briefen versichern, „daß der Film auf sie warte..." Schoenhals bat, auch den jungen Kollegen vom Nachwuchs eine faire Chance zu geben, ihnen Zeit zu lassen ... „es ift nicht so einfach", es ist manchmal wie damals im Kriege, und Kunst kommt noch immer von Können. Er warb um Anteilnahme, um Mitgeben, um Verständnis. Widerhall muß spürbar, Kritik aus Liebe zur Sache geboren sein. Anknüpfend an ein Wort von Dr. G o e b b e l s, der den Film einen Kulturfaktor nannte, erklärte Rückkehr in die Garnison. Als erste Einheit unseres Gießener Regiments wird die 14. (motorisierte) Kompanie am heuti« gen Dienstag zwischen 13 und 14 Uhr, auf dem Uederlandmarsch vermutlich über die Reichsautobahn aus Reichtung Steinbach kommend, wieder im Standort Gießen eintreffen. Die Kompanie wird, wie man vermutet, von der Stadtgrenze aus zunächst durch einige Straßen der Stadt fahren und sich dann zur Kaserne begeben. Die übrigen Kompanien unseres Regiments werden, soweit bis jetzt hier bekannt ist, voraussichtlich am Donnerstag mit der Bahn wieder in Gießen eintreffen; die Stunde der Ankunft der Transportzüge ist bis jetzt noch nicht bekannt. Wahrscheinlich wird auch unsere Artillerie im Laufe des Donnerstag mit der Bahn hierher zurückkehren, jedoch ist auch in dieser Hinsicht bis jetzt noch keine bestimmte Stunde festgesetzt. Mit dem Treudienstehrenzeichen geehrt Der Führer und Reichskanzler hat den nachstehend genannten Beamten der Justizbehörden des Oberlandesgerichtsbezirks Darmstadt als Anerkennung für langjährige treue Dienste das Treudienstehrenzeichen verliehen. Das Ehrenzeichen wurde im Auftrag des Oberlandesgerichtspräsidenten und Morgens und abends Chlorodont verhütet Zahnstein-Ansatz des Generalstaatsanwalts Den ausgezeichneten Beamten durch die zuständigen Behördenleiter in feierlicher Form überreicht. Das goldene Treudienstehrenzeichen für 40jährige treue Dienstzeit erhielten: Oberamtsrichter Friedrich Traber, Lauterbach, Justizsekretär Jakob Vogt, Schotten, Hauptwachtmeister Georg Grafen- st a d t, Butzbach. Das silberne Treudienstehrenzeichen für 25jährige treue Dienstzeit erhielten die Justizinspektoren Karl Kling, Bad-Nauheim, Johannes Kranz, Schotten, Karl Funk, Lauterbach, Andreas Merle, Gießen, Gerichtsvollzieher Karl Wagner, Schotten, Justizassistent, Oberassistent Johannes (Eifert, Ulrichstein, Justizoberwachtmeister Johann Philipp I e n i k e, Lauterbach, Verwalter Karl Buß, Butzbach, die Oberwachtmeister Wilhelm H i l d , Butzbach, Wilhelm Möller, Butzbach, Karl Schäfer, Butzbach. Wieviel ist das Leben wert? *7* Die meisten Menschen sagen, es sei unbezahlbar. Damit haben sie Recht. Man lebt nur einmal; und jeder sucht sich am Leben zu erhalten, solange es irgend geht. Bei einem Luftangriff werden zahlreiche Menschen in Lebensgefahr kommen, auch durch chemische Kampfstoffe (Giftgase). Gegen jede Waffe gibt es jedoch auch einen Schutz. Der Schutz gegen giftige Gase ist die Volks- gasmaske. Wenn man bedenkt, daß sie nur 5 Mark kostet, daß anderseits das Leben einen unersetzlich hohen Wert hat, so muß mafl erkennen, daß im Falle eines Luftangriffes der Besitz einer Volksgasmaske die billigste Lebensversicherung ist, die es überhaupt gibt. Es ist deshalb nicht nur nationale Pflicht, sondern auch ein Gebot der Klugheit, die Dolksgasmaske zu erwerben. Standesamtliche Fortbildungslehrgänge. Lpd. Don Ende Oktober bis Mitte Dezember finden in Hessen durch die Gauverwaltuna Hessen im Neichsverband der Standesbeamten die diesjährigen Herbstfortbildungskurse für Standesbeamten und Standesbeamtenstellvertreter statt. Die Kurse sind über das ganze Land verteilt und finden u. a. für Oberhessen in Friedberg, Gießen, Lauterbach, Nidda und Alsfeld statt. Auf der Tagesordnung stehen die erste Verordnung zur Ausführung des neuen Personenstandsgesetzes vom Mai dieses Jahres, das Gesetz zur Vereinheitlichung des Rechts zur Eheschließung und der Ehescheidung im Lande Oesterreich und im übrigen Reichsgebiet und di« Ende Juli dazu . ergangene Durchführungsverordnung. Gießener wochenmarktpreije. * Gießen, 18. Ott Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, XA kg 1,52 Mark, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf.. Käse, das Stück 4 bis 9, Eier, deutsche, Kühlhauseier, 12Ä, Wirsing, % kg 8 bis 9, 50 kg 5 bis 7 Mark, Weißkraut, % kg 3 bis 6 Pf., 50 kg 3 bis 5 Mark, Rotkraut, % kg 7 bis 8 Pf., 50 kg 5 bis 7 Mark, gelbe Rüben und Karotten, kg 7 bis 10 Pf., rote Rüben 10, Spinat 15 bis 20, Römischkohl 8 bis 10, Bohnen, grün 25 bis 30, Unterkohlrabi 6 bis 8, Rosenkohl 15 bis 25, Feldsalat, 1ko 8 bis 10, Tomaten, kg 15 bis 25, Zwiebeln 10 bis 12, Meerrettich 35 bis 70, Schwarzwurzeln 35 bis 40, Kürbis 8 bis 9, Pilze 50, Kartoffeln, kg 4 Pf., 5 kg 40 Pf., 50 kg 3,15 bis 3,45 Mark, Aepfel, % kg 30 bis 45 Pf., Birnen 20 bis 40, Brombeeren 35 Pf., junge Hähne 1 bis 1,20 Mark, Suppenhühner 90 Pf, bis 1,05 Mark, Blumenkohl, das Stück 10 bis 60 Pf., Salat 5 bis 12, Endivien 5 bis 12, Salataurken 10 bis 20, Einmachgurken 3 bis 5, Oberkohlrabi 5 bis 10, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 35, Rettich 5 bis 20, Radieschen, das Bündel 8 bis 12 Pf. ** 86 Jahre alt. Am morgigen Mittwoch, 19. Oktober, kann der Schneidermeister Konrad Oehler, Neustadt 8, in bester geistiger und körperlicher Frische sein 86. Lebensjahr vollenden. An allen wirtschaftlichen und politischen Ereignissen unserer Zeit nimmt der Jubilar noch regsten Anteil. Seit April 1880, also seit mehr als 58 Jahren, bezieht er den Gießener Anzeiger. Wir beglückwünschen den alten Herrn herzlich zum Geburtstag. ** E i n Sechsundsiebzigjähriger. Der Rentner Wilhelm Rühl, Dammstraße 46, kann am heutigen Dienstag seinen 76. Geburtstag feiern. Der alte Herr ist körperlich und geistig noch sehr rüstig. Seit über 50 Jahren gehört er zum treuen Leserkreis des Gießener Anzeigers. Unseren herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag. ** Der Gießener Konzertverein, der auch in diesem Winter wieder mit vier Orchesterkonzerten unseres Städtischen Orchesters und mit sechs Gastspielabenden berühmter Künsllerinnen und Künstler an die Öffentlichkeit treten wird, lädt heute in einer Bekanntmackung zur Platzmiete ^in. ** Die Anleitmngsoefugriis zur Lehrlingshaltung betrifft eine Bekanntmachung des Oberbürgermeisters, die für die Handwerker unserer Stadt von größter Wichtigkeit ist Mögen alle Handwerksmeister diese Bekanntmachung beachten. ** Sterbefälle in Gießen. Es verstärken in Gießen: 4.10.: Anna Elisabeth Dirlam, geb. Hartmann, ohne Beruf, 67 Jahre alt, Walltorstraße 8; Katharina Elisabeths Koch, geb. Lindenstruth, ohne Beruf, 73 Jahre alt, Friedrichstr. 13. 5.10.: Friedrich Leipold, SA.-Führer der Reiterstandarte 147, 67 Jahre alt, Hindenburgwall 17. 7.10.: Katharine Becker, geb. Kretzer, ohne Beruf, 68 Jahre alt, Leimenkauterweg 11; Karl Wolf, Invalide, 67 Jahre alt, Schottstraße 40. 10.10.: Auguste Geller, geb. Bangel, ohne Beruf, 66 Jahre alt, Moltkestraße 2. 12.10.: Margarethe Dienst, geb. Wolf, ohne Beruf, 71 Jahre alt, Liebigstr. 47. 13.10.: Georg Pfaff, Postassistent i. R., 72 Jahre alt, Dommstraße 30. ** Derkehrsunfall. Gestern gegen Abend ereignete sich an der Ecke Gabelsberger Straße und Hammstraße ein Verkehrsunfall. Zwei Kraftwagen Mill MM Btt M Roman von Kurt Riemann Copyright by Verlag Oskar Meister, Werdau i. Sa. 9. Fortsetzung. (Nachdruck verboten!, Karajan oder so ähnlich hieß der Kerl ja wohl, den Meßdorff damals ganz klein gekriegt hat, dem er die Erfindung sozusagen abgejagt hat wie der große Hund dem kleinen die Wurst — hat ja bei uns die Sache zusammengebastelt; ein Glück, daß Meßdorfs damals ging und nicht bei der „Vereinigten" die Sache ausprobierte, wir wären zugrunde gegangen an dem Fehlschlag. „Nein, wenn die Herren keine besseren Vorschläge haben —" Die Herren zucken die Achseln. Hägebarth kann auch nichts weiter tun, als sie ratlos entlassen. Außerdem ist das Gespräch mit Niederau da. „Meine Herren. Irgend etwas muß geschehen. Darüber sind wir uns alle klar. Noch zwei, drei solche Schlappen, wie wir sie jetzt bekommen haben, und wir sehen uns in einem Jahr auf irgendeiner Gartenbonk beim Skatspielen wieder. Besseres haben wir dann vermutlich nicht mehr zu tun. Denken Sie sich die Geschickte noch mal durch — am Montag oder Dienstag ist der Chef da. Dann muß eine Entscheidung fallen." Und dann geht Hägebarth mit dem Chef telephonieren. Der Sonntag ist ihr letzter gemeinsamer Tag. Um zehn Uhr kommt das Postauto mit den beiden Freunden. Man kann also noch ein wenig spazierengehen. Es ist noch ein wenig kühl, aber man ahnt hinter der Kühle bereits die Wärme der Sonne. Ganz in Gold getaucht warten die Berge, sie locken, sie rufen mit Wald und Feld und taufrischen Wiesen. Onkel Thomas sitzt mit der Tante hinter seinen Büchern. Da sind so schwierige und endlos lange Aufftellungen zu machen, der Roggen muß abgeliefert werden, dafür gibt's bestimmte Marken, und die Bücher müssen in Ordnung gebracht werden. Dazu kommt die Molkerei, die natürlich auch gerade jetzt mit ihrer Halbjahresabrechnung fällig ist — ach, er hat schon Grund zum Seufzen, der gute Onkel, denn solche Federfuchserarbeit mag er gor nicht oern. Aber weil sie gemacht werden muß, hat ihn die Tante kurz entschlossen hinter den stießen dort so heftig zusammen, daß sich der leichtere Wagen überschlug und auf der Seite liegen blieb. Glücklicherweise kamen Personen nicht ernst- haft zu Schaden; lediglich ein Mann erlitt am Kopf leichte Hautabschürfungen. Die Fahrzeuge wurden erheblich beschädigt. ** DHC. Gießen. Mindestens einmal im Jahre unternimmt der DHC. Gießen eine Wanderung nach dem Beherrscher unserer Gegend, dem Dünsberg, die sich dann stets einer regen Beteiligung erfreut So hatten sich denn auch am Sonntag — wie man uns berichtet — trotz des dichten Nebels über 70 Teilnehmer am Treffpunkt einge- funden. Der Weg führte zunächst die Rodheimer Sttaße, später von der Heuchelheimer Mühle ab, die Bieber entlang über die Kmzenbacher Mühle und dann auf Kreuz- und Duermegen hinaus zum Kin- zenbacher Wald, von dessen Rand man bei klarer Luft eine prächtige Fernsicht genießt. Auf feuchten Waldpfaden ging es weiter bis zum Wasserbehälter oberhalb Rodheim, wo endlich die Sonne das Nebelmeer bezwungen hatte und ihre wärmenden Strahlen herniedersandte. Reizvoll lag tief unten im Tale das stattliche Dorf, das nun auch bald erreicht war und zur Rast einlud. Bei Hellem Sonnenschein ging es dann weiter zum Hauptziel des Tages, dem Dünsberg, dessen Gipfel unter reichlichem Schweißverlust erklommen wurde. Hier sorgte die Familie des Turmwächters mit Unterstützung einiger hilfsbereiter DHC.-Schwestern für die notigen Getränke, vor allem für den so sehr begehrten Mokka. Wenn auch die Aussicht vom Turm ziemlich beschränkt war, so bot doch der Blick auf die nähere Umgebung des Berges, namentlich auf den im schönsten Herbstschmuck prangenden Krof- dorfer Forst, genug des Reizvollen. Nach genügender Erholung erfolgte der Abstieg über den Kreuzbuchenplatz, hierauf durch das liebliche Dünsbach- tal und an den Mühlen vorbei nach Bieber, von wo nach einer gemütlichen Schlußrast die Heimfahrt angetreten wurde. Abschiedsabend für Gudeiendenische. Im Reichsautobahnlager bei Winnerod, wo zahlreiche Flüchtlinge aus dem Sudetengebiet feit einiger Zeit untergebracht waren, die nunmehr in ihre Heimat zurückgekehrt find, veranstaltete der SA.-Sturm 4/116 am Samstag einen Kamerad- chafts- und Abschiedsabend für diese sudetendeut- chen Flüchllinge. Der große Tagesraum war von )en Sudetendeutscken und zahlreichen Gasten aus der Bevölkerung vis auf den letzten Platz besetzt. Der Musikzug Der SA.-Standarte 116 bereicherte durch feine vortreffliche Musik den Abend in bester Weise. Nach der Ankunft des Standartenführers Lutter als Vertreters der SA. und nach dem Einmarsch des Sturms 4/116 leitete ein Kamerad des Sturms 4/116 den Abend mit einem Geleitspruch „Deutsches Bekenntnis" ein. Hierauf sprach Kreis- aeschäftsführer Wagner als Vertreter der Kreisleitung zu den Kameraden aus dem Sudetenland, denen er in packenden und überzeugenden Worten die unverbrüchliche Kameradschaft des ganzen deutschen Volkes und die starken Äräfte des durch den Nationalsozialismus im ganzen Volke geweckten Gemeinschastsgedankens barlegte. In dem begeifter» ten Gruß an den Führer vereinigten sich am Schlüsse der Ansprache die sudetendeutschen und die oberhessischen Volksgenossen. Sodann sprach als Vertreter der Obersten Bauleitung der Reichsautobahn Dipl.-Jng. Adelsgruber, der den nun«1 mehr scheidenden Arbeitskameraden aus dem Sudetenland Dank und Anerkennung für ihre einsatz- freudige Mitarbeit aussprach, verbunden mit herzlichen Wünschen für die Zukunft. Den aufrichtigen Dank der sudetendeutschen Flüchtlinge brachte ein Angehöriger der sudetendeutschen Lagerbelegschaft zum Ausdruck, wobei er für alle Hilfe und alle Förderung, die den sudetendeutschen Flüchtlingen in überaus reichem Maße zuteil wurde, herzliche Worte der dankbaren Verbundenheit fand. Besonderen Dank widmete er der NSV., dem WHW., der Frauenschaft, ferner der Belegschaft der Brauerei Jhring-Melchior (Lich), welche die für einen Betriebsausflug gesammelten Gelder unter Verzicht auf den Ausflug zur Beschaffung von Kleidungsstücken für die sudetendeutschen Brüder hergaben. All diesen Dank würden die sudetendeutschen Flüchtlinge durch vollen und opferbereiten Einsatz für den Führer und sein Werk zum Ausdruck bringen. Der gesellige Teil des frohgestimmten Kamerad- schastsabends wurde durch den Gesang sudetendeutscher Heimatlieder, durch Musikvorträge des Musikzuges, gemeinsam gesungene Lieder und angeregten Gedankenaustausch der Kameraden in schönster Weise ausgefüllt. Im Laufe des Sonntags haben die sudetendeutschen Gäste vom Gießener Bahnhof aus die Heimfahrt angetreten. Nanga-Parbat und Himalaja Ziele deutscher Forschung. Die Gießener Vortragsvereinigung (Goethe-Bund und Kaufmännischer Verein) eröffnete gestern, und diesmal in Gemeinschaft mit der Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde, ihr Winterarbeitsprogramm. Die Neue Aula der Universität war bis auf Öen letzten Platz besetzt. Professor Dr. Carl Troll sprach über das Thema „Nanga-Parbat und Himalaja — Ziele deutscher Forschung". Dem Vortrag begegnete besonderes Interesse deshalb, weil Professor Dr. Troll einer der beiden überlebenden Wissenschaftler der Nanga- Parbat-Expeditton 1937 ist und aus ureigenster Anschauung von der gefahr- und opfervollen Forschungsarbeit, wie auch von den gewaltigen bergsteigerischen Leistungen berichten konnte. Der Redner riß zunächst in wenigen Sätzen die Geschichte der Himalaja- und Nanga-Parbat-Expe- ditionen auf und kennzeichnete sie als Taten eines heroischen Geistes und eines gigantischen Kampfes, an dem sich insbesondere Deutsche und Engländer beteiligten. Er erinnerte aber auch an die großen Opfer, die dieser Kampf gefordert hat. Nachdem der Redner das bergsteigerische Zielstreben gewürdigt hatte, wandte er sich der Deutung der vielseitigen wissenschaftlichen Aufgaben zu, die gerade mit Expeditionen in die transasiatischen Hochgebirgsmassioe verbunden find. Mit vielen Lichtbildern führte er seinen Zuhörern das Kampfgebiet der Bergsteiger und die For- schungsgebiere der Wissenschaftler vor Augen. Er schilderte die schwimmenden Gärten von Srinagar, die ihn als Botaniker besonders interessieren mußten, und dann die Landschaft, die die Expeditionsteilnehmer auf vierzehntägigem Anmarsch von Srinagar bis an den Fuß des Nanga-Parbat zu überwinden hatten. Eingehende Darlegungen widmete Der Redner dann den wissenschaftlichen Arbeiten um die geographische Ausnahme der Landschaft, insbesondere mit Hilfe der Photogrammetrie und würdige dabei die Mithilfe des Deutschen Alpenoereins. Dabei hörte man von der Natur und Den Eigenschaften Der riesigen Gletscher im Himalaja und am Nanga-Parbat, Denen ebenfalls eingehende Forschungsarbeit gewidmet war. Interessant zu hören, daß sich Dort in jenen Gebieten die Gletscher im Jahre maximal 800 Meter weit bewegen, während Die Bewegung Der Gletscher in Den Alpen nicht über 50 bis 60 Meter hinausgeht. Bei Der Betrachtung Der geologischen Formationen gab Der Redner zu wissen, daß es sich beim Nanga-Parbat-Massiv nicht um ein altes Urmassiv handelt, sondern um ein verhältnismäßig junges Spaltungsmassiv, das sich in einer ungeheuren Mächtigkeit aus leichtem Gneis aufbaut. Die Forschungsarbeit in jenen Gebieten ge- Schreibtisch gesteckt und fein Angelzeug in sichern Gewahrsam gebracht. „Du bist mit mir verheiratet", meint sie ganz kühl, „wir sollen Freud und Leid gemeinsam tragen, also hilf jetzt auch gefälligst bet Der Schreiberei!" Basta, Dagegen kann man nichts machen. So sieht er Denn mit heimlichem NeiD, wie Karola unD der Doktor schon am zeitigen Morgen in die Frische Der Berge steigen. Er hätte viel Darum gegeben, mit seiner Angelrute ihnen folgen zu können. Aber die zwei sind ganz froh, Daß sie allein find. Er weiß nun, Daß er zu Diesem Mädchen gehört. Alles an ihr liebt er: ihre Haare, ihre schlanken kräftigen Hände, Das <3arte unD doch so bestimmte Gesicht, Die schmalen Schläfen und Die seltsam strenge Falte zwischen Den großen Augenbrauen, Die sie manchmal zeigt, wenn sie nachdenkt. Ihr Gang, ihre Gestalt, alles ist ihm wie ein frischer Trunk aus einer reinen Quelle, die vor ihm noch niemand entdeckte. Er fühlt die Herbheit dieses Mädchens und ahnt doch unbewußt, wie hinter aller Kühle und Beherrschung ein starkes, liebe bereites Herz schlägt. Karola ist wie verzaubert. Sie weiß, daß das Schicksal gesprochen hat und daß sie zu diesem Mann halten wird in Leben und Tod. Was vergangen ist, ist vergangen. Sie will nicht daran denken. Nicht jetzt. Später einmal wird eine Stunde kommen, in der sie ihm alles, alles sagen wird. Wenn sie erst durch Die Tat bewiesen hat. Daß sie ihn über alles liebt, wirD er an ihrer Aufrichtigkeit nicht mehr zweifeln können. Jetzt ist sie erst einmal glücklich. Sie spürt es mit Dem wachen Sinn Der liebenden Frau, Daß Der Mann neben ihr empfindet wie sie — daß Die letzten Schlacken einer bösen Zeit von ihm abgefallen sind. > Das macht sie heiter, nicht laut und lachend, vielmehr so ganz von innen heraus froh und beschwingt. Es ist in all ihrem Tun ein wenig Mütterlichkeit. Und gerade das ist es, was Karajan fo warm berührt. Sie suchen ihren Lieblingsplatz auf, über Dem Dorf am Hang Des Berges, Da, wo man hineinschauen kann ins Tal und weiter in Das grüne Land, bis dahin, wo sich in grauer Ferne das Gebirge ins flache Land verläuft. „Du hast mir eigentlich noch gar keine richtige Liebeserklärung gemacht. Herbert , lächelte Karola. „Wenn deine Freunde kommen, wird es zu spät sein." Carola — aber du weißt doch —" „Ach, ich möchte es so gerne noch einmal hören!" „Ich kann das so schlecht sagen — es will mir nicht heraus —" windet er sich lachend. „Ich will's aber hören!" Sie hält ihn bei den Schultern fest und schüttelt chn aus Leibeskräften. „Ich will's versuchen! Nur geh gnädig mit mir um!" stöhnt er. „Weißt du, wie das Märchen vom Schneewittchen endet?" „Und wenn sie nicht gestorben sind, so leben sie heute noch. — Du bist ein Scheusal, beim Ende anzufangen." „Falsch! Hör zu! Es ist auch die einzige Weise, auf Die ich eine Liebeserklärung zustanDe kriege. Ich schäme mir sonst Die Ohren vom Kopf!" »Leine Ausflüchte! — Wie .geht's im Märchen, ich will es von Dir hören! Bitte — ein einziges Mal!" Da sagt er es ganz leise: „Da sprach Der Königs- sohn: Du bist bei mir. Ich habe Dich lieber als alles auf Der Welt. Komm mit mir auf meines Vate/s Schloß, Du sollst meine Gemahlin werden. ---- Weißt Du jetzt, wie es weitergeht?" „Ja", nickt Karola. „Da war ihm Schneewittchen gut unD ging mit ihm, und ihre Hochzeit marD mit großer Pracht unD Herrlichkeit gefeiert —" Still nimmt er sie in seine Arme, lieber ihre Augen laufen zwei große Tränen. „Du weinst?" „Vor Glück!" flüstert sie.' „Ich hab dich schrecklich lieb." Der Himmel über ihnen ist blau und hell. „Ich habe nie gedacht, daß das noch einmal zu mir kommt — ich habe es nie geglaubt", sagt er. UnD Dabei sieht er sie so zärtlich an, Daß sie Die Augenschließen muß. ,Äch wußte es schon am ersten Tage, Damals, als ich dich hierherbrachte. Aber was haft du an mir schon? Das ist's, was ich nicht verstehe." Da lächelt er hinterhältig. „Oh, mein Fräulein, viel mehr als Sie selbst ahnen. Das Leben halte ich in meinen Annen, das herrliche blühende Leben. Und vor allem eins: du bist klar und hell. Alles an dir ist durchsichtig. Es gibt da keine Hintergründe, Die man nicht erkennen kann. Du bist ein einfacher Mensch, der ohne Falsch ist. Dir kann ich vertrauen ohne jeden Rückhalt. Und wenn ich eigentlich von Dir auch nichts weiß, als Daß Du Musik studierst und deine Tante gern hast." „UnD wenn ich gar nicht wäre, für Die du mich hältst? L)u hast schon einmal eine böse Enttäuschung erlitten —" Karola sieht ein wenig zur Seite, er soll nicht bemerken, wie sie plötzlich blaß wird, er soll das harte nm Expeditionen ermöglichen halfen. 4lalt&adteil und feleqanz! QUALITÄTS-ERZEUGNIS DER SIPO L» WERKE auch die mannigfachen wissenschaftlichen Leistungen, irfleri(bl zu bei die von ihnen auf Dem Gebiete Der Geologie, der -klaate durch i Trigonometrie, Der Photogrammetrie, Der Ethno- rrÄ,fe faß Des $ graphie wie auch Der Höhenphysiologie errungen Meri,ar ' fr Amtszeit traten. In einem Xljmen bes ftreisamtes Üblich" aufgebaut, ai dpoll (Glpem hWEelle" mi barmeriebeamter. Bei Diesem erstattete Der Angeklagte dann seine Anzeige. Am gleichen Tage noch wü tyimattreue" mi wurde Die Anzeiae in Gegenwart eines Zeugen auf- Munbertealte genommen. Nach Dem Anzeigenregister wurDe am< ™RungsciMe des Bü 9. März die Anklage protokolliert. Schon damals setzte der Beamte Zweifel in die Richtigkeit Der An- [entjeit rügen! yd) yaoe 1 * ltuuö. zweites Mal würde ich vm Daran zugrunDe gehen. orbei und nun endgültig vergessen- , (Ein gt die Zukunft! UnD nun sollst l^r 17. 0kt < Der Karajan schaffen kann, nW lbtrne®te N er will. ü1« Manner^ ■n weiteren Darf Das ist alles vorbei und nun endgültig vergessen- Aber vor uns liegt Die Zukunft! UnD nun mal sehen, was f ....... ner der Deutschen Forschungsgemeinschaft — . ... Deutschen Alpenverein, die Die Durchführung der In kameradschaftlicher Weise würDigte Der Vortragende Das Andenken an die im Kampf um dir Berge und im Dienste der Wissenschaft unter Eie begrabenen Kameraden, würdigte vor allem aber Heftern stand der kaum । *en vor Den Schranke R C i h r üSÄi'äMi Wieder prei Sioor einigen Tagen Kreisamt Die at: ai Lumdatal, uni R'Är, Treis a. b. L Msrs und Lumba Prc giften, besonders tu unrnen. Dabei ergab Htn m großen und c er, sondern nur hier worden waren. Professor Dr. Troll schloß seinen Vortrag mildem Wort, daß dis Streben in der Verbundenheit vom Bergsteiger und Wissenschaftlern, die Serbin» düng von latenDrang und Wissensdran-g, von körperlichem und geiftigem Ansturm unserem deutschen Wesen zuttefst entspreche. Mit anhaltendem Beifall dankten die Zuhörer. Schwurgericht Gießen. Die neue Schwurgerichtsperiode nahm am gestrigen Montag mit einem Verfahren wegen Meineids gegen den Hermann Ditzel aus Lehrbach ihren Anfang. Der Angeklagte war auf einem @ufl bei Lehrbach angestellt. Jrn Herbst letzten Jahres trat auf dem Gute der L. ein. Das Verhältnis zwischen L. und Dem Angeklagten muß bald Trübungen, erfahren haben. Am 1'4. Februar d. I. kündigte L. auf Den 1. März. Er konnte aber am 1. März seins Arbeitsstelle nicht verlassen, Da Der Angeklagte als sein Vorgesetzter ihm Den Lohn einbehielt. L. wandte ("^seld, 17. ort Di inti wkQnbe5bii in SKsfelb mit dem ( um nichts", j 'fr4nebn&'5nAenbflr’t di er v L hre u Sfgtft ^i«er Mch * fei««? stattet tiefe Einblicke in Den Bau unserer (ErDobeii fläche. Mit großem Interesse hörte man ferner davon, wie im Himalaja Forschungen auf Dem Eb biete Der Menschheitsgeschichte möglich rourDen uiti Aufschlüsse über die Urbesiedelung ZentrÄ-Asiem an Hand von altsteinzeitlichen Funden gewonnen werden konnten. Einen weiteren Teil des Vortrags widmete der Redner feinen botanischen Studien, die deshalb sehr dankbar waren, weil den Expeditionen auf ihren. Weg zwischen tropischen Urwäldern und Den Regio, nen Des ewigen Eises die größten überhaupt mög, lichen klimatischen Unterschiede begegneten. In ber Zusammenfassung ließ D^r Redner wissen, daß ber Nanga-Parbat im asiatischen Raum jener Berg ist über den die genauesten und vielseitigsten wissen, schaftlichen Erhebungen vorliegen. In einer übersichtlichen Karte zeigte der Forscher bann noch dir Kind, jetzt geht's Drauf und Dran! Ich bin mit meiner Erfindung fertig! Sie ist hieb- und ftid)fe(L- Wenn Schorsch und Günther kommen, werden wi^ beraten, wie wir die Sache auswerten, und verlas dich drauf, in einem Jahr hole ich dich... zwac nicht in meines Vaters Schloß — aber in ein nettes Haus, das uns beiden allein gehört, uni beiden ganz allein." Es fällt ihm nicht auf, daß Karola ganz still ist- Er ist so glücklich, daß er fast ohne Pause spricht, von seinen Plänen, von seiner Arbeit, von ihre* gemeinsamen Zukunft... und Karola hat nicht den Mut, Den Schleier zu zerreißen unD ihm zu fageL- wer sie wirklich ist. „... Ich mürDe es nicht ein zweites Mal ertragen ..." Das steht vor ihr wie ein warnendes Zeichn und so sehr sie auch nachdenkt, es fällt ihr fr"! Weg ein, Die FäDen zu entwirren, Die Das SdjWla‘ so sonDerbar um sie zu schlingen beginnt. Da gibt sie es auf unD Denkt nur: Ich hab W lieb! Das wird alles in Die rechte Bahn bringen! ••• Ehe sie ins Dorf kommen, bleibt sie noch einmal- stehen. „Du sollst mich noch einmal küssen", bitte sie. „Morgen fährst Du fort... Wann wir uns wiedersehen, weiß ich nicht." Und Dabei nimmt l’J fein Gesicht in ihre Hände, betrachtete es lange uns sorgfältig, als wolle sie sich jeDe kleine Falte em-1 prägen für Die Ewigkeit. (Fortsetzung foljt!) 'm ™ h/ uA. 2lnWj ko«!« V, für belfli Ären 1* d geklagtes , her 5 > Don LganS r^Mlt ho ®‘e5- •s» Klopfen ihres Herzens nicht spüren. Aber er ist sorglos wie ein Kind. „Was redest Du für Unsinn? So lächerlich das Schicksal nicht, daß es mir zum zweitenmal anstatt eines Menschen ein berechnendes Weib in Die Arme legt. Du bist keine GelDprinzessin, Du bifi keine Dame Der Gesellschaft... meinst Du, ich hätte keine Augen im Kopf, die gut sehen, wie du hiei in Der Natur lebst? Wie Du mit Tier unD Landschaft unD Den einfachen Menschen Des Gebirges in enger Gemeinschaft zu leben verstehst? Nein, Dos geDeiht nicht auf Dem Parkett Der vornehmen verschiedenen Forschungsgebiete deutscher wissen, schaftlicher Expedittonen und würdigte daöei beson- ders Die Deutsche HinDukusch-ExpeDition, Die im Jahre 1935 unter Der Leitung von Dr. Scheib« (Gießen) den Genenzentren unserer Kullurpflanzrv , . r clDHu ichging. Worte Der Dankbarkeit roiDmete der Red- i ^..„kennen, r Der Deutschen Forschungsgemeinschaft unD Dem j .nd wies d ’ W11# tm-Singet' «Sä I '., ter bürg«11* K > bi- "r.” Em 3-“»'1« ■fernen 3“ fee ran 2 M°n°ien । sich darauf an Den Gutsbesitzer und konnte am £LuDieaenbe Mofa 3- März Den Hof verlassen. Während Der Unter- £ teZ reDung teilte L. Dem Gutsbesitzer verschieDene Un - ' redlichkeiten und Unregelmäßigkeiten Des Angeklag- wfüfflüttl ßlUfllh ten mit. Die beiDen wurden gegenübergeftetii Um\ TV „ Diese Zeit sagte Der Angeklagte Dem Zeugen K., Den /L * auf dem gleichen Hofe beschäftigt ist, er solle Die ;' - brachte bei Mae Gendarmerie benachrichtigen, denn er — der Ange» I’ zsvorstellungen aus klagte — habe festaestellt, Daß L. an einem Rinv । 'nen Juxplatz. Im E wiDernatürliche Hanolungen vorgenommen habe. De:r w* 21 u g ft e 11 u n Zeuge K. traf aber keinen Gendarmeriebeamtem. Erbuch" aufgebaut, Ungefähr Drei Tage später erinnerte Der Angeklagt« Ns erfreute, ebenfo u Den Zeugen an Den Auftrag. Dieser sagte ihm, daß tz« Marktlottette. er in Der Zwischenzeit keinen Beamten getroffen tintn gut beft habe. In Der Nähe Des Hofes stünde aber ein Gen- 1 Uftfet“'' b-5.»r Aber warum stellst Du überhaupt so töridjte |L:len |)ier Fragen? Du weißt es ganz genau, wie fchwes gj'Oper tfe‘en I mir's geworben ist. Ich bitte Dich von ganzem von Johann c» u,n Herzen: laß die Vergangenheit rujen! Ich Habs | w ÖIrau6. einmal überstanden, ein < SJ.-fpori das Im ihz! Die Ergebnisse der Kreisklassenspiele Amtsgericht Gießen. ißen Aus der engeren Heimat eigen- Handball im Kreis 8 (Lahn-Dill) reichen Vereins über. 3,5 Punkt« 3 Punkte ge- vor und Er- ll Vortrag mit er Verbünde tlem, die De "sdrang, von unserem Ntenixm VeH Schaft unter vor allem luhen Leis to Geologie, eine, der E isrvlogie erru Beim Drachensteigenlaffen in die Nidda gestürzt. Lpd. Frankfurt a. M., 17. Oft. Ein aus Mainz-Ginsheim aus sexuellen Motiven tötet. Die Hauptoerhandlung findet demnächst dem Schwurgericht in Mainz statt. Spvg. 1926 Leihgestern I — TSV. hvngen I 8:1 (6:0). Die Blau-Weißen haben sich durch diesen Sieg an die Spitze der Tabelle gesetzt. Die Platzherren lieferten wieder eine weit bessere Partie wie am Dor- sonntag, konnten aber trotzdem noch nicht an ihre frühere Form anknüpfen. Die Spvg. kam mit Kramer; Velten, L. Laux; Wedemann, Väth, Textor; Schäfer, Arnold, Krick, G. Laux und Funk, also immer noch ohne den verletzten Martini. Schon wenige Minuten nach Beginn gingen die Blau-Weißen in Führung, und fünf weitere Tore waren die Ausbeute der ersten Halbzeit. Nach der Pause ließen die Platzbesitzer im Gefühle des sicheren Sieges nach, und die Gäste kamen mehr und mehr Hockey - Dierländer -Turnier in Amsterdam. Deutschland schlägt Belgien 5:1 (1:1). artiger Unfall ereignete sich am Sonntagvormittag am Nieder Wald hinter dem Strandbad. Dort ließ ein Schüler seinen Drachen st eigen und lief, um den Drachen hochzubringen, rückwärts mit der Drachenkordel davon. Dabei kam er bis an den steilen Uferrand, stürzte rückwärts hinab und fiel in die ziemlich hochgehende Nidda. Ein Rcrdfah- Tv. Grünlngen — Tv. Holzheim 17:8 (6.*6). Bis zur Halbzeit waren sich beide Gegner vollkommen gleichwertig. Ganz allmählich nahmen die Gäste das Heft in die Hand und führten dank ihrer aufopferungsvollen Spielweise bald klar. Holzheim, das auch zu Anfang gute Aussichten hatte, ließ mehr und mehr nach, und mußte schließlich eine auch in dieser Höhe verdiente Niederlage einstecken. Tv. Ahbach — Tv. Dillenburg 12:4 (5:2). Atzbach hatte seine komplette Mannschaft zur Stelle und konnte einen auch in dieser Höhe verdienten Sieg landen. Gießener Schachspieler in Alsfeld erfolgreich. Am Sonntag wurde in Alsfeld, dem Wohnsitz des verstorbenen Altmeisters Fritz, das zu seinem Gedächtnis ins Leben gerufene Schachturnier zum zweiten Male ausgetragen. Um den wertvollen Wanderpreis kämpfen die Schachspieler der Städte Alsfeld, Gießen, Fulda und Hersfeld. Im Vorjahr blieben die Gießener nach har« Vergessen Sie nicht E } Ihr Klassenlos! Ziehungsbeginn morgen rer hatte zum Glück den Sturz beobachtet konnte in letzter Minute den Jungen vor dem trinken retten. Nundfunkprogramm Mittwoch, 19. Oktober. Fuldaer Schachvereinigung Schachverein Hersfeld Kestern stand der kaum 18 Jahre alte G. S. aus vor den Schranken des Gerichts. Diesmal ssK 1®' Mini’!- 11 .« äA »’M jede " , ] Nirn CS n 1 öii Mlier K dab-j A eblhon, A Kniete M '"schäft mH Durchführung 1. Kreisklasse: Heuchelheim — Großen- Buseck 1:3;'Lollar — Wißmar 7:1s Rüddingshausen — Rodheim 3:3; Lich — Steinbach 3:2; Leihgestern — Hungen 8:1. 2. Kreisklasse: Harbach — Queckborn 2:1; Ettingshausen — Grünberg 2:3; Flensungen -- Nieder-Ohmen 2:4; Staufenberg — Treis 4:5; Grü- ningen — Großen-Linden II 1:5; SA. II — Heuchelheim II, Heuchelheim nicht angetreten; Londorf — Daubringen, Daubringen nicht angetreten. Der dritte Spielsonntag ging ohne große Ueber- raschungen vorbei, jedoch wurde auf allen Plätzen hart gekämpft. Auch diesmal konnte sich Heuchelheim nicht durchsetzen und mußte den besseren Gästen aus Großen-Buseck Sieg und Punkte überlassen. Mit einer hohen Torquote legte Lollar die junge Mannschast aus Wißmar herein.- Rodheim brachte es fertig, auf dem gefürchteten Platze in Rüddings- hausen nach ausgeglichenem Spiel einen Punkt zu entführen und bewies damit wieder einmal, daß die Mannschaft im Kommen ist. Bei dem Lokalspiel in Lich standen sich zwei gleichwertige Mannschaften gegenüber, die Gäste, die nur zwei Mann ihrer früheren Elf zur Stelle hatten, enttäuschten nach der angenehmen Seite. Lich schoß in der Schlußminute den Siegestreffer. Mit einer Niederlage der Hungener in Leihgestern hatten wir gerechnet, aber daß sie so unter die Räder kämen, hätte wohl niemand erwartet. Für die verhinderten Geilshäuser sprang Queckborn ein und lieferte in Harbach einen Kampf auf Biegen und Brechen. Ueberrascht hat die knappe Niederlage, die Ettingshausen auf eigenem Platze von Grünberg hinnehmen mußte, denn die Platzherren waren Favorit. Knapp konnte sich Grünberg durchsetzen und damit die ersten Punkte erringen. Flensungen spielte zu Beginn gut, schoß zwei Tore, aber der Gegner holte sich noch vor Halbzeit die Führung, die er nicht mehr abaeben sollte. Erfreulich ist, daß Treis wieder eine Mannschaft stellen kann. Diese schlug nach verteiltem Spiel die Staufenberger auf deren Platz. Eine schöne Leistung! In Grüningen trat Großen-Linden an, aber von der Reserve waren es nicht viele Spieler, sondern die meisten gehörten der ersten Garnitur an. Daß an einen Sieg der Gastgeber unter diesen Umständen nicht zu denken war, ist selbstverständlich. Heuchelheim und Daubringen ließen ohne vorher davon Mitteilung zu machen, ihre Gegner im Stich. neuen Amsterdamer Stadion wurde Hockey-Vierländerturnier mit dem Treffen zwischen Deutschland und Belgien eingeleitet. Die Belgier konnten beim letzten Spiel mit Deutschland in Düsseldorf ein 1:1 erzielen, ein Ergebnis, das keineswegs dem wahren Stärkeverhältnis beider Länder entsprach, vielmehr auf die schlechten Platzverhältnisse zurückzuführen war. Diesmal konnten die Belgier den Kampf nur bis zur Pause unentschieden halten; in der zweiten Hälfte konnte Deutschland seiner Ueberlegenheit auch einen zahlenmäßigen Ausdruck geben und mit 5:1 (1:1) Tovett einen eindischen Torhüters Tixier zurückzuführen, der tn dem bewegten Treffen die starke holländische lieber« legenheit durch Dutzende von Glanzleistungen stoppte und am Schluß des Spiel von den begeisterten holländischen Zuschauern auf den Schultern vom Platz getragen wurde. Deutschland — Holland 2:2. Das Amsterdamer Hockey-Vierländerturnier erreichte am Sonntag mit dem Treffen zwischen Deutschland und Holland seinen Höhepunkt. Leider ließen die Witterungsverhältnisse au wünschen übrig; es herrschte ein typischer Amsterdamer Fieselregen. Die Anteilnahme des Publikums war überraschend groß. Der Kampf nahm mit 2:2 (1:1) Toren einen unentschiedenen Verlauf, und dieses Ergebnis wurde von Holland und vor allem von den begeisterten Besuchern als ein Erfolg gewertet. Die holländische Elf fand sich auf dem glatten Boden wesentlich besser zurecht als die deutsche, und von Beginn an sah man sehr gefährliche Angriffe des holländischen Sturmes. Die deutsche Abwehr hatte schwere Arbeit zu verrichten, aber sowohl die Verteidigung als auch die Läuferreihe schlug sich ganz ausgezeichnet. Deutschland blieb ruhig und gefiel durch technisch gutes Spiel. Eine ganze Reihe von prächtigen An-. griffen wurde eingeleitet, aber die Stürmer hatten viel Schußpech. Belgien — Frankreich 3:1 (2:1). Im Kampf um den dritten Platz siegte Belgien mit 3:1 (2:1) über Frankreich. Die Belgier waren im Feld stets die Besseren, aber ihr Sturm hatte mit dem vorzüglichen französchen Torhüter Tixier wieder seine liebe Mühe und Not. deutigen Sieg davontragen. Es war ein prächtiges Spiel, das die Merkmale hohen Hockeykönnens trug und von der deutschen Elf in taktischer und technischer Hinsicht überlegen geführt wurde. Die paar hundert Besucker, die sich auf dem in unmittelbarer Nähe des Olympia-Stadions und der Bosch-Ruderfttecke gelegenen neuen Platz eingefunden hatten, zollten der siegreichen deutschen Elf herzlichen Beifall. Aber auch die Leistung der belgischen Elf, die sich vor allem in der Abwehr als überaus stark erwies, wurde anerkannt. Holland — Frankreich 2:1 (1:1). Das zweite Vorrundenspiel sah die Nationalmannschaften von Holland und Frankreich im Kampf. Die Holländer kamen zu dem erwarteten Sieg, aber mit 2:1 (1:1) fiel er überraschend knapp aus. Das war auf die großartige Arbeit des fran- auf. Trotzdem konnte das Ergebnis auf 8:0 geschraubt werden. Erst bei diesem Stande kamen die Gäste zu ihrem verdienten Ehrentor. In die Tore teilten sich Arnold (4), Funk, Schäfer und Krick je 1, und der 8. Treffer resultierte aus einem Bombenschuß von Laux, der noch von einem Gästeverteidiger ins Tor abgefälscht wurde. Harbach I — Queckborn I 2:1 (1:0). Am Sonntag standen sich in der Verbandsrunde die Mannschaften von Harbach und Queckborn in Harbach gegenüber. Die Mannschaft von Queckborn ist als eine starke und tapfere Mannschaft bekannt. Aber auch die Harbacher haben in letzter Zeit bewiesen, daß sie in Form sind. Das Spiel nahm sofort nach Beginn ein scharfes Tempo an. Queckborns Sturm kombinierte gut, konnte aber die starke Har- bacher Hintermannschaft vorerst nicht überwinden. Durch einen Strafstoß gelangte dann die Harbacher Elf zum Führungstor. Das Spiel nahm nach der Pause an Schnelligkeit zu. Die Gäste kamen bann durch eine schöne Vorlage zum Ausgleich. Harbach drängte nun sehr, und kurz vor Schluß gelang es, den Siegestreffer anzubringen. Die bis jetzt vorliegenden Ergebnisse zeigen, daß man auch für die Folge mit Ueberraschungen rechnen muß. Alle Spielausgänge hatte niemand erwartet. Das aber zeigt mehr als deutlich, wie wenig man mit Zufallsergebnissen rechnen kann und wie wichtig es ist, bei Beurteilungen Vorsicht walten zu lassen. Tv. Hörnsheim — Tv. Lützellinden 9:12 (4:9). To. Wetzlar-Niedergirmes—Tv. Wetzlar 13:7 (4:2), Tv. Münchholzhausen — Tv. Katzenfurt 1:3 (0:3), Tuspie. Ockershausen — To. Heuchelheim 2:12. Das Spiel in Hörnsheim hat die Kampfkraft der alten Mannschaft der Gäste entschieden. Der Sturm vor allem präsentierte sich in einer Form, die an vergangene Zeiten zurückdenken ließ. Daß unter diesen Umständen Tore fallen mußten, war.klar. Es kommt noch hinzu, daß sich in der ersten Halbzeit bei den Gastgebern Schwächen zeigten, die nicht zuletzt ausschlaggebend für eine klare Führung der Gäste waren. Als man sich nach der Pause wieder etwas gefunden hatte, war es bereits zu spät. Niedergirmes lieferte gegen seinen Lokalgegner ein Spiel, wie lange nicht mehr. Seine, zum großen Teil aus jungen Spielern bestehende Mannschaft, war voll aus der Höhe uni) ließ dje eifrigen Wetzlarer nie richtig zum Zuge kommen. Katzenfurt war auch diesmal bei der Sache und hatte bald das Heft in der Hand. Die Ueberlegenheit war noch größer, als das Ergebnis ohnehin schon besagt. Die Mannschaft des Tv. Heuchelheim hat das in sie gesetzte Vertrauen gerechtfertigt. In einem schönen, und spannenden Spiel wurde der Neuling Tuspie. Ockershausen auf eigenem Platz klar mit 12:2 geschlagen. Die Spielweise der Platzbesitzer ließ viel zu wünschen übrig und konnte nie restlos überzeugen. Mit dieser Leistung wird die Mannschaft gegen die spielstarken Gegner kaum Punkte erreichen. — Auf der anderen Seite ergab sich, daß Heuchelheim eine recht gute Vertretung herausgebracht hat, die zweifellos „ihren Mann" stellen wird. Die einzelnen Mannschaftsteile spielten sehr schön zusammen und hatten somit Anteil an dem schönen Sieg. Von der 1. Kreisklasse sind folgende beide Ergebnisse bekanntt «ttenen Hochzeit feiern. i Lang-Göns, 17. Oft. Am heutigen Tage :Ntte unser Mitbürger Konrad Johannes Veite, Abmasse, bei großer körperlicher und geisttger MHe seinen 8 5. Geburtstag feiern. Herr ■ödh ist Mitglied des Kirchenvorstandes und zur M der zweitälteste männliche Einwohner von -vAx-Göns. Wir wünschen chm viel Glück! tem Kampf Sieger. Es galt also am Sonntag, den Preis zu verteidigen. Da die Mannschaft (neun Spieler) erst im letzten Augenblick und unter großen Schwierigkeiten ausgestellt werden konnte, war die Stimmung im Lager der Gießener nicht sehr rosig. Aber die größere Spielerfahrung und die gute durchschnittliche Spielstärke der hiesigen Mannschaft setz- ten sich auch dieses Mal durch. Nach erbittertem Kampf, der sich dank der mustergültigen Ausrichtung des Turniers durch den gast« gebenden Verein reibungslos und sportlich einwandfrei abwickelte, lautete das Endergebnis: Schachklub Gießen von 1858 6,5 Punkte ~' - • • 5 Punkte Schachverein Alsfeld Der Gießener Schachklub hat damit den Wanderpreis, ein kunstvoll gefertigtes Elfenbein-Schachspiel, erfolgreich verteidigt. Nach viermal hintereinander errungenem Siege geht der Wanderpreis in den enbgültigen Besitz des sieg* ürdiote Bchen Aussagen des Angeklagten dem L. kein i ÄQninx ; «chteil entstanden sei. Verschiedene Aussagen, die U"1 Angeklagte beschworen habe, seien nicht falsch, habe sich der Angeklagte in seiner Primitivi- Qi 1 jünur schief ausgedrückt. Der Angeklagte habe nicht 5WtZ. ,i bei Tatbestand des Meineids verwirklicht, er habe I ~ Mlich einen fahrlässigen Falscheid geleistet. i !>as Schwurgericht verurteilte den Angeklagten ^twgen Meineids gemäß §§ 154, 153 StGB, zu einer glich th ausstrafe von einem Jahre und ,|uei Monaten. Außerdem erkannte es auf Ab- rilmnung der bürgerlichen Ehrenrechte auf drei 5itre und auf die dauernde Unfähigkeit des Ver- urteilten, als Zeuge oder Sachverständiger eidlich wriommen zu werden. Die Untersuchungshaft wurde bi höhe von 2 Monaten und zwei Wochen auf die afe angerechnet. ie aus der Urteilsbegründung hervorging, war Schwurgericht zu der Ueberzeugung gelangt, der Angeklagte durch zwei Sicherungen, die er Mch erhärtete, sich des Meineids schuldig gemacht cv> Eberstadt, 17. Ott. Einer der ältesten Einwohner unserer Gemeinde, der Landwirt und Maurer Konrad L ö s ch h o r n , kann am heutigen Tage seinen 8 4. Geburt s tag feiern. Der Jubilar erfreut sich noch aller geistigen und körperlichen Rüstigkeit. Seine Ehefrau steht im 82. Lebensjahr. Beide Ehegatten nehmen noch regsten Anteil an den Geschehnissen unserer Zeit. Wir gratulieren! (D Ettingshausen, 18. Oft. Am heutigen Dienstag kann der Landwirt Johann Keil XVI. seinen 8 0. Geburtstag feiern. Der alte Herr erfreut sich im Orte allgemeiner Beliebtheit. 48 Jahre lang wirkte er als Vorsitzender des Kriegervereins, 35 Jahre lang gehörte er dem Ge- meinberai an, er war Mitglied des Schulvorstandes und war Feldgeschworener, ferner 15 Jahre lang Kommandant der Pflichtfeuerwehr. Zwei Kinder und fünf Enkelkinder feiern mit ihm. Unseren herzlichen Glückwunsch. Anklage in her Morhsache Brabender. LPD. Darmstadt, 17. Oft. Die Justizpressestelle Darmstadt teilt mit: Der Oberstaatsanwalt in Mainz Hat nunmehr nach Abschluß der Ermittlungen und insbesondere nach eingehender Prüfung der friminellen Verantwortlichkeit gegen den 25jäh- rigcn Heinrich Brabender aus Mainz-Ginsheim Anflage wegen Mordes erhoben. Brabender hat am 19. August 1938 ein siebenjähriges Mädchen warf die Anklage dem S., der früher eine gewisse Rolle in der komttiunistischen Jugend in Gießen spielte, zwei Diebstähle vor. Einmal soll der An- getlagte während eines Tanzvergnügens, das er mit (einer „Braut" besuchte, einem anderen Mädchen 14 RM. aus dessen Handtasche entwendet haben. Das Mädchen hatte auf furxe Zeit den Saal verlassen. Als es zurückkam, lag feine Handtasche, die es auf feinen Tisch gelegt hatte, auf der Erde. Arn nächsten Morgen, als das Mädchen feine Tasche öffnete, be- merfte es den Verlust seines gesamten Geldes in Höhe von etwa 14 RM. Zum andern soll der Angeflagte bei einem Umzug 5 RM. gestohlen haben. Den letzten Diebstahl gab der Angeklagte unumwunden zu^Hin- gegen bestritt er, während des Tanzvergnügens die 14 RM. aus der Handtasche entwendet zu haben. Da ihm dieser Diebstahl nicht nachgewiesen werden konnte, so mußte er infofern trotz stärkster Bedenken wegen Mangels an Beweisen freigesprochen werden. Für den anderen Diebstahl erhielt der einschlägig vorbestrafte Angeklagte eine Gefängnisstrafe von 6 Monaten. Außerdem muß er nun noch weitere zwei Monate Gefängnis, die er in einem Verfahren vor dem Jugendrichter erhalten hatte, und deren Vollstreckung gemäß § 10 des Jugendgerichtsgesetzes ausgesetzt worden war, gleichfalls verbüßen. Es erging Haftbefehl. Das Urteil wurde sofort rechtskräftig, da der Angeklagte die Strafe annahm und der Vertreter der Anklage auf die Einlegung von Rechtsmitteln verzichtete. Auch der R. B. aus Gießen hatte sich wieder einmal vor dem Richter^ zu verantworten. Obwohl der Angeklagte bereits zwei Monate wegen Fahrraddiebstahls erhalten hatte, stahl er doch wieder ein Fahrrad. Als der Zeuge Th. eine Gastwirtschaft im Neuenweg verließ und sein Fahrrad besteigen wollte, war es verschwunden. Durch einen Zufall entdeckte man nach einiger Zeit in B. den Dieb. Der Vertreter der Anklage wandte sich in feinem Plädoyer energisch gegen die Fahrraddiebe. Diese seien besonders gefährlich, da sie zumeist arme Volksgenossen um ihr zum Aufsuchen der Arbeitsstätte dringend notwendiges Fahrzeug bringen und in der Mehrzahl der Fälle schwer zu fassen seien. Er beantragte gegen den einschlägig vorbestraften Angeklagten eine Gefängnisstrafe von einem Jahr und Erlaß eines Haftbefehls. Das Gericht verurteilte B. zu9Monaten Gefängnis. Hätten nicht andere, nicht in der Person des Angeklagten zu suchende Gründe vorgelegen, dann wäre die Strafe nicht so milde ausgefallen. Auch dieses Urteil wurde sogleich rechtskräftig. des Angeklagten. Später, am 13. Mai, wie- Motte der Angeklagte feine Angaben vor dem Är unter Eid. Gegen den L. wurde ein Straf- jabren durchgeführt, das aber mit einem Frei- Jüf) endete. '^un wirft die Anklage dem Ditzel vor, als Zeuge . dem Richter fünf unwahre Angaben durch Eid Kräftigt zu haben. An und für sich waren diese {Lfaaen für das damals gegen L. anhängige «tafverfahren völlig belanglos. In der eingehenden KiDeisaufnahme tarnen die strafbaren Handlungen Angeklagten zur Sprache. Der Zeuge K. sagte ELr Eid aus, daß der Angeklagte ihm erst nach L Weggang des L. von dessen angeblicher sttaf- IL6r Handlung erzählt habe. □er Staatsanwalt wies in feinem Plädoyer auf M ungeheure Wichtigkeit des Eides für die Rechtste und das Leben des Volkes hin. Da der An- Uagte im Sinne der Anklage überführt fei, besagte er gegen ihn eine Zuchthausstrafe n;n einem Jahre und zwei Monaten, toter dem Angeklagten die bürgerlichen Ehrenrechte Jul 5 Jahre und die Fähigkeit, als Zeuge oder ßchoerftändiger eidlich vernommen zu werden, für hxernd abzuerkennen. )er Verteidiger wies darauf hin. daß durch die Wieder Preiskontrollen. Sie vor einigen Tagen in Grünberg und in Lich, so hat das Kreisamt Gießen in den letzten Tagen :aif) im Lumdatal, und zwar in Daubringen, Minzlar, Treis a. d. Lda., Allendorf a. d. Lda., ßor.öorf und Lumda Preiskontrollen in den Laden- zeshäften, besonders auch in Metzgereien, vorae- lommen. Dabei ergab sich, daß auch in diesen )rhn im großen und ganzen nichts zu bemängeln nm, sondern nur hier und da einige Anstande zu- ag: traten. In einem Falle ergaben sich jedoch chverwiegende Verstoße, die entsprechende Maß- td^men des Kreisamtes erforderlich machten. Matt zum Srünberger Oallusmartt - grünberg, 17. Oft. Der Sonntag nach- wrag brachte bei schönem Herbstwetter die Er- i'iungsvorstellungen auf dem reich und vielseitig ^hickten Juxplatz. Im Sitzungssaal des Rathauses ItMi die Ausstellung „D a s Dorf- und -aus buch" aufgebaut, die sich eines guten Beschs erfreute, ebenso wie die Ausstellung der Ge- Mne der Marktlotterie. Der Abend brachte in der kmhalle einen gut besuchten Heimatabend. Jnj Mittelpunkt des Abends stand der Vorttag von Letter Schmoll (Elpenrod), der über „Heimatlut- und Heimattreue" mit besonderer Berücksichn im des jahrhundertealten Gallusmarktes sprach. Be. rüßungsworte des Bürgermeisters Krämer, ein Hans-Sachs-Schwank „Der tote Mann", meh- tcri Chore des Männerchores, Musikvorträge u. a. »ilttten die weiteren Darbietungen des Abends. Gastspiel her Mein-Mainischen Lanhesbühne. 5 Alsfeld, 17. Ott. Die neugegründete Rhein- VainischeLandesbühne gastierte zum ersten Ille in Alsfeld mit dem Shakespeareschen Lustspiel Fel Lärm um nichts". Die Aufführung unter der Epielleitung des Intendanten Firmbach bot aus- Mchnete künstlerische Leistungen, für die das sehr jm besetzte Haus mit herzlichem Beifall dankte. Im «Heren Verlaufe des Winterprogramms wird das ktlldttheater Gießen mit zwei Gast- Ifiel en hier vertreten sein, und zwar mit der wrbi«Oper „Rigoletto" und der Operette „Wiener Bhd" von Johann Strauß. 3m Nebel zusammengestoßen. (Ein Toter. hießen. t nahm am gesr n wegen Mm) i aus Lehrch »ar auf einem fei rbst letzten as Verhältnis s iß bald Irübis l ' b. 3. kündig: i ’ am 1. März ft )er Angeklagte ü ibehielt. L. njmri unb konnte tn )renb bet linier- nerfäiebene Uri- n bes Slntjeüw IbergesM l'a HeMnlchi i\t, ex WXw ex — der N' an einem M nommen habe. Je: nbarmeriebea* erte der Ang« eser sagte M Beamten fletronr ände aber ein ®»l chattete der N gleichen Tage r; t eines Zeugen c Register wurde : »rt. Schon dm Richtigkeihdek en. Aber er ist" ? So lächert ir zum -echnendes M Oprinzessin,du- meinff du, sehen, wre du^ f Tier und 2» n des Gebirge; stehst? Nein, l t der vornehni genau, wie dich "*JS VT^it 6 Uhr: Gymnastik. 6.30 Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause. 9.30: Gaunachrichten. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 10: Schulfunk. 11.45: Ruf ins Land. 12: Werkskonzert. 13; Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Das Stündchen nach Tisch... 15: Bilderbuch der Woche. 15.15: Ein neues Doggererzbergwerk in Südbaden. 16: Nachmittagskonzert. 18: Ein Wort an alle. 18.10: Vom Rechner zum Kämpfer. 18.20: In einer alten Oelmuhle. 18.30: Meisterwerke der Chor- musik. Geistliche Werke. Alte deutsche Volksliedsätze und Madrigale. 19: Fliegendes Deutschland. Modellbau in einer Volksschule im Fliegerdorf. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher. 19.45: Vom JPA.: „Dudelsack". 20: Nachrichten. 20.15: Volkstänze aus aller Welt. 21.15: Kammermusik. 22: Nachrichten. 22.20: Kamerad, wo bist du? 22.30: Musik aus Wien. 24 bis 2: Nachtkonzert. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) H. in G. In der vereinbarten Miete ist, sofern nicht das Gegenteil im Mietvertrag ausdrücklich festgestellt wird, das Wassergeld enthalten, so daß der Vermieter nicht berechtigt ist, das Wassergeld gesondert zu berechnen und zu erheben. Auch in der gesetzlichen Miete (Friedensmiete zuzüglich 12 v. H ), die heute 112 v. H. der Friedensmiete beträgt, ist die Vergütung für den Wasserverbrauch des Mieters enthalten; erscheint dem Vermieter der Wasserverbrauch außergewöhnlich hoch, so kann er die Friedensmiete um 3 v. H. ermäßigen und das Wassergeld auf die Mieter anteilig umlegen. ' Wetzlar, 17. DEL Am Sonntag kurz nach I Thr ereignete sich zwischen Groß-Rechtenbach und Riefcertleen ein folgenschwerer Autounfall. Ein iti d i e r jungen ßeuten aus Siegen besetztes । tiito fuhr im Nebel in der Kurve gegen einen ent« dran! f..x| Umkomrnenden Lastwagen. Dabei wurde die Ka- m hieb1 uno' rrfferte des Personenautos teilweise eingedrückt und imntf11' h n!>| ^rm der jungen Leute der Schädel zer- n l" tf ch t. Die drei anderen kamen mit leichteren «le ich viletzungen davon. oL-7 flÄf| - Landkreis Gießen. I 'Lollar, 17. Okt. Am Sonntag um 6.15 Uhr .ani M Mgnete sich hier ein Derkehrsunfall, der H 9 Otticherweise keine ernsteren Folgen hatte. Ein ♦‘irfonenEraftroagen war auf der Fahrt M unseren Ort ins Schleudern geraten, Fahrer verlor die Herrschaft über den Wagen fuhr gegen ein Haus. Dabei wurde die 'Mstüre eingedrückt. Der Kraftwagen foirbe beschädigt. Der Fahrer erlitt glücklicherweise leichtere Schnittverletzungen. .-Steinbach, 18. OEt. Am heutigen 18. Ok- ™®er feiert Herr Ludwig Becker II. in guter Geilheit seinen 7 3. Geburtstag. Der alte Herr ?Met noch von früh bis spät in der Landwirt- y mit Voriges Jahr konnte er das Fest der Wir sind gerüstet für die" kalte Jahreszeit, mit einer Großauswahl weißer, bedruckter und buntgewebter Baumwollwaren. Jetzt kaufen Sie vorteilhaft und preiswert im Stoffspezialhaus. Für alle zugelassenen Artikel werden Bedarfsdeckungsscheine entgegengenommen. Hemdentnch, 80 cm breit, fein- fädige Qualität p. m Köper-Flanell, 75 cm br., hell ge- C 4 streift, in bes. tragbarer Qualität, p.m*eUür klein.landw. Mühlenhaushalt a. d. Lande suche z. I.Nov.zuverl. Hausgehilfin b. Fam.-Anschl. guter Behandlg. u. Gehalt. Alter gleich. Zuschrift, unter 6668D an d. Gieh.Anz.erb. Gesund., kräftig. Mdcheo für sofort oder 1. Nov. gesucht. Studienrat Schmidt, Altenfeldsweg25 Saubere Waschfrau gesucht 04698 Bäckerei Noll, Mäusburg 12. |Stellengesuche| junger mann 30 Jahre sucht Beschäftig, als Lagerarbeiter, Packer oder ähnlicher Art. Schriftliche Angebete u. 04694 an den Gießener Anzeiger erbet. | Parfümerie Seifen-Kerzen Sp ezialgeschäft \ _____Mäusburg 3 flöWrtcWsfcta Wernerwall 15 Gründliche Vorbereitung für die Reifeprüfung und die Aufnahme in die höheren Schulen. Reichsverbandsprüfungdurchdie Lehrer der Schule. Tägliche, gewissenhaftbeaufsichtigte Arbeitsstunden. Aufnahme von Schülern und Schülerinnen jederzeit. Nichtversetzte können Zeit gewinnen. Sprechstunde des Schulleiters: Sind.-Ass. Walther, täglich von IP/s—13 Uhr. Fernruf 2129. 6108D Junger, gewandter Mann als 8MWIMII.8I1W sucht 6670D AWus M Krone, niööa. Ihre Geschäftsdrucksachen »teilen die Verb l'n düng her zu Ihren Erzeugnissen. Men stellt sich die Beschaffenheit Ihrer Waren so vor, wie man Briefbogen. Briefumschläge. Postkarten, Rechnungen.©esohäftskarten Ihres Hauses beurteilt. Legen Sie deshslb Wert au* gepflegte Druckeachenl Wir bieten eie Ihnen BrühPsche Druckerei. Schulstr. 7. Ruf 2251 zuml.November oder später. Schr.Ang. unter 04696 a.d.G.A. [Stellenangebote] Keine Zeugnisse in ürschrift ixmtern nur Zeugnis- abjchriften vew Be- werbungSichreiben bei. «egen i - Lichtbilder unoBewerbungsumer- ^gen müssen zur Ber- meibung von Verlusten aus oer Rückseite R» men und illnschrist oa LewerberS ttogewl Tödilifie Ol o O| o WINTERHILFSWERK 1918 (g) '919 ^ES DEUTSCHEN VOLKES