Donnerstag, 18.Angust 1938 188. Zahrgang Nr. 192 Erstes Blatt -■ Um 10.45 Uhr startete der Focke-Wulf-Condor „Saarland" vom Fliegerhorst Döberitz zum Fluge nach Leipzig-Mockau, wo das Flugzeug nach 40 Minuten Flugzeit eintraf. Vom Flugplatz ging es über ein Stück Reichsautobahn zu dem Werk „Heiterblick" der Erla-Flugzeugwerke, in dem das Muster BF 109 der Bayerischen Flugzeugwerke in Lizenz gebaut wird, derselbe Typ, mit dem die am Vormittag besichtigte Gruppe des Jagdgeschwaders Richthofen ausgerüstet ist. General Vuillemin und General Vuillemin ehrte die erfolgreichen deutschen Flieger, indem er Flugkapitän Henke (links) und Hauptmann von Morreau (Mitte) mit dem französischen Fliegerabzeichen auszeichnete, das er ihnen selbst anheftete. — (Presse-Bild-Zentrale-M.) Berlin, 18.Aug. (DRB.) Der als Gast des Reichsministers der Luftfahrt und Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Generalfeldmarschall Göring, in Deutschland weilende Chef des Generalstabes der französischen Luftwaffe, General Vuillemin, stattete am Mittwochvormittag mit seiner Begleitung und zahlreichen höheren deutschen Offizieren der Luftwaffe dem Richthofengeschwader in Döberitz einen Besuch ab. In den verschiedensten Formationen zeigten die Flieger Parade- und gefechtsmäßiges Fliegen. Nach einem kurzen Rundgang durch die weiten modernen Anlagen des Fliegerhorstes begaben sich der französische Generalstabschef und seine Begleitung zurück zum Flugfeld, wo inzwischen die F o ck e - Wülf-Condor-Maschine „Saarland, der gleiche Typ, mit dem in der vergangenen Woche vier deutsche Flieger den Atlantik in beiden' Richtungen in Rekordzeit überflogen hatten, gelandet war. Vor der Maschine begrüßte General Vuillemin die vier Atlantikflieger und beglückwünschte sie zu ihrem großen Erfolg." Eine besondere Ehrung wurde der Atlantikbesatzung dadurch zuteil, daß der französische Luftattache in Berlin, Oberst de Gefrier, und sein Gehilfe Hauptmann Stehlin ihre französischen Militär-Fliegerab- Zeichen abnahmen, die General Vuillemin dann persönlich als Ehrung für die ganze Besatzung dem Flugkapitän Henke und dem Hauptmann von Moreau mit anerkennenden Worten anheftete. „Ich habe es 20 Jahre getragen", sagte lächelnd Oberst de Gefrier, als er das Ehrenzeichen von feinem Uniformrock abnahm. Anschließend fanden Besichtigungen der Erla- Flugzeugwerke in Leipzig und der Bayerischen Flugzeugwerke in Augsburg statt. Am Abend vereinte ein Empfang im Haus der Flieger auf Einladung des Reichsministers der Luftfahrt und Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Generalfeldmarschall Göring, die deutschen und die französischen Flieger. Für die Flüge zwischen Berlin, Leipzig und Augsburg war ein Focke-Wulf „Condor" vom gleichen Muster wie das Ozeanflugzeug Berlin —Neuyork—Berlin eingesetzt. Es war offensichtlich eine große Freude für General Vuillemin, daß die vier Atlantikflieger Henke, von Moreau, Bierberg und Kober die Besatzung dieses Flugzeuges bildeten. Berlin, 17. Aug. (DNB.) Bei einer Veranstaltung der Amerikanischen Handelskammer in Deutschland am Mittwochabend war der Staatssekretär im Reichswirtschaftsministerium Rudolf Brinkmann gebeten worden, die deutsch -amerikani- chen Wirtschaftsbeziehungen unter den deutschen Gesichtspunkten zu beleuchten. Anknüpfend an die Worte eines Mitgliedes der amerikanischen Delegation anläßlich der Berliner Tagung der Internationalen Handelskammer im vergangenen Sommer: „Die Freundschaft zwilchen den Vereinigten Staaaten und Deutschland ist historisch; aufrecht denkende Menschen in beiden Ländern sollten daher alles tun, um diese Freundschaft zu natürlichem und normalem Leben wieder zu erwecken", betonte der Staatssekretär, daß er der an ihn ergangenen Auf- rorberung gern nachgekommen sei. Der Redner stellte zunächst die Tatsache heraus, daß die deutsche Regierung einen Aufs chw u n g des beiderseitigen Handelsverkehrs lebhaft wünsche, zumal die Vereinigten Staaten und Deutschland die beiden zur Zeit größten industriellen Produktionsländer der Well sind und zu den ersten Welthandelsländern gehören. -W J z>* larti Schelchek den in Westfalen, neral von Lettow« Geleitwort, und er torini". Es ist dem nommen und heißt 'in Buch, das un> >en geschrieben sein Zweites, die tieft einem größeren ach unserem Kolo, r vstafrikaner, bet Vordeck den rühm« mitgemacht hat. : unseres schönen als ein Jahrzehnt Meist hat. Zuerst Bau der Zentral« uptschristleiter der “ und während der ■ den Rückzug vom r Front miterlebte. ber Sd)önf)eiten wljner lehren ben r wirklich kennen, >en. lieber Mm WW n\5 \xenvben Welt, hi. Der Leser geht )i5 zur letzten Zeile iadt von dem eigen« aing, die der Autor Alles in allem ein esen haben möchte, ;m es immer wieder Annahme von Anzeigen für Vie Mittagsnummer bis 8‘/.Uhr des Vormittags Grundpreise für l mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von 70mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh. Dereinbg.25"/«, mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-., Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Oie deutsch-amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen Staatssekretär Brinkmann über Voraussetzungen und Möglichkeiten einer Verständigung Verstand und Herz gegen eine neue Katastrophe Eindrucksvolles Bekenntnis des französischen Generals Vuillemin. Schließlich fetzte sich Staatssekretär Brink man n noch mit dem gelegentlichen Vorwurf, die auf dem Schachtschen „Reuen Plan" ausgerichtete deutsche Handelspolitik stelle eine Diskriminierung Amerikas fcar sowie mit der hier und da zutage tretenden Aversion gegen die nationalsozialistische Weltanschauung auseinander. Der Reue Plan lei alles andere als eine Diskriminierung irgendeines fremden Landes, sondern er sei aus der post- rfinen Erwägung heraus geschaffen worden, n i ch l miebr Waren aus demAuslande einzU' führen, als wir in absehbarer Zeit Lif Sicherheit bezahlen können. So f^sitiv gesehen war für uns die Einführung des Äuen Planes ein Gebot kaufmännischen Anstan- des und seine Durchführung war in der lieber- Easzeit gerade für uns selbst schwer genug, we l JL;r9h'ie Wiederbelebung der deutschen Wirtschaft ”irht aus Gründen mangelnder Rohstoffversorgung Ins Stocken geraten lassen konnten, d. h. selbst einen LdqTnben Einfuljrbebarf hatten. 1 F(1tn es zur Ausrichtung unserer Handels- fwiiohunaen auf das Prinzip der Gegenseitig- ,U wobei die besonders erfreuliche Lntwick- seine Begleiter interessierten sich jedoch nicht nur für die Flugzeugfertigung, sondern ebenso auch für die Anlagen des Werkluftschutzes, für die mannigfachen sozialen Einrichtungen und für die Lehrlings- werkstait. . Rach zweistündigem Aufenthalt in Leipzig folgte die Besichtigung der Bayerischen Flugzeugwerke m Augsburg, das in 90 Minuten Flugzeit erreicht wurde. Reben dem Jagdflugzeug BF 109 stand der zweimotorige schwere Jäger BF 110 im Vordergrund des Interesses. Rach einer eingehenden Besichtigung der Werksanlagen konnte sich General Vuillemin auf dem Schießstand von der Feuerwirkung und der Treffsicherheit der in die BF 110 eingebauten vier Maschinengewehre und zwei Flugzeugkanonen überzeugen. Den Abschluß des Augsburger Besuches bildete die Vorführung der beiden Muster 109 und 110 durch die vorzüglichen Einflieger des Werkes, wobei die Flüge der BF 110 mit einem abgestellten Motor besonders eindrucksvoll waren. In 100 Minuten ging es dann zurück nach Ber- lin-Ternpelhof. Deutscherseits nahmen an diesem Besichtigungsfluge der Staatssekretär der Luftfahrt, General der Flieger Milch, der Chef des Generalstabes der Luftwaffe, Generalleutnant S t u m p f f, und der Chef des Technischen Amtes im Reichsluftfahrtministerium, Generalmajor U d e t, teil. An dem Empfang im Haus der Flieger am Abend nahmen neben General Vuillemin und feinen Begleitern von französischer Seite der Botschafter Exz. Francois-Poncet, der Militärattache General Renendeau, und der Luftfahrtattache Oberst de Gefrier teil. Deutscherseits waren außer der Luftwaffe auch Heer und Kriegsmarine vertreten. Im Auftrage und in Vertretung von Generalfeldmarschall Göring hieß General der Flieger Milch die Gäste im Namen der Luftwaffe und des Deutschen Reiches willkommen. Er gab der Freude darüber Ausdruck, die im Oktober vorigen Jahves erfahrene Gastfreundschaft nun erwidern zu können. Schon am ersten Tage des Besuches sei nach seiner Ueberzeugung eine herzliche Fühlungnahme entstanden, die sich zweifellos weiter vertiefen werde. erschein« täglich, außer iSonntags und Feierlags Beilagen: Die Illustrierte «Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle monatS’Bcjugsprels: 5Rtl 4 Beilagen RM.l.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr . , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern itnfolge höherer Gewalt Hernsprechanschlüsse unter Sammelnummer 225) Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gietzev Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686 ,, . horirhfpt nnn hem Bcluck den der Generalstabschef der französischen Luftwaffe, General Vuillemin, mit seiner Begleitung am Unser °\i*thofen in Döberitz abstattete, dessen Staffeln den französischen Güsten schneidige Hebungen zeigten. General Senetal ber Flieger d i l ch-link- °°n Buillemin, sowie dem Generalstab.chef der deutschen Luft- Vumemm w v rvchse, Generalleutnant Stumpfs (ganz links). — (Scherl-Büderdlenst-M.) Wenn dennoch die wirtschaftlichen Möglichkeiten untereinander nicht in dem selbstverständlich erschei- s menden Ausmaß nutzbar gemacht und bis zur Neige - nusgeschöpft würden, der beiderseitige Warenaus- tausch vielmehr seit Jahren stetig zurückgehe, so sei : Vas offensichtlich nicht nur auf rein wirtschaftliche Bedingtheiten zurückzuführen, sondern bedauerlicher- roeise in ganz besonderem Maße auf bloße Mißverständnisse. In diesem Zusammenhang -erwähyte der Redner zunächst die deutsche Schuldenreg u- ierungspolitik, durch die sich die Ameri- !=aner diskriminiert fühlten. Unter Doranstellung der Versicherung, daß Deutschland selbst das allergrößte Interesse daran habe, seinen Schuldendienst dem Ausland gegenüber form- und fristgemäß durchzu- : ähren, legte Staatssekretär Brinkmann dar, wie es izu unserer unverschuldeten Devisen- nrmut gekommen sei: Nachdem der Wahnsinn »er politischen Tributzahlung uns jeglicher nenneswerter Devisenreserven beraubt und nus der deutschen Wirtschaft ein Trümmerfeld gemacht hatte, war für uns der Einsatz aller Kräfte einschließlich der Devisenbewirtschaftung in dem Kampf um die Ueberroinbung der Massenarverts- 'osigkeit eine zwingende Notwendigkeit. Dennoch $aben wir unseren Schuldendienst gegenüber dem Auslande transfermäßig nicht einmal ganz eingestellt allerdings mußten wir seinen Umfang,eweils ajon 'den Zugeständnissen abhängig machen, die uns mnsere Partner auf dem Warengebiet emzuraumen j gewillt waren. So habe Deutschland zu wiederholten Walen auch die USA. zu bewegen versucht, ihren Markt den deutschen Erzeugnissen stärker zu öffnen, und zwar in der Erkenntnis, daß ein Staat, der Zinsen und Amortisationen kassieren wolle, seinen Schuldnern natürlich Gelegenheit geben muß, diese auch zu verdienen. Ebenfalls auf einem Mißverständnis beruhe der Worwurf, Deutschland treibe auf dem Weltmarkt Dumpingpolitik. Dem deutschen Verfahren, 8)05 allerdings auf Erhaltung unserer Wettbewerbs- ifäbiqfeit ausgerichtet sei, dabei aber die Weltmarktpreise zu erhalten und nach Möglichkeit sogar zu »eben trachte, stellte der Redner die anderswo ge- Iroffenen Maßnahmen gegenüber, die ohne lebe Rücksicht auf bie Belange des Weltmarktes die gesamte Preislinie eines Landes von einem zum anderen Tage um 20, 30 oder noch mehr Prozente Naufkraftmäßig verbilligt haben. Soweit mit dieser Anspielung auf die Methode der W ä h r u n g s ab - na e r t u n g auch auf die Vereinigten Staaten * exemplifiziert werde, erkenne Deutschland an, datz Uner immerhin innerwirtschaftliche Gründe bestirw miend waren. Dies lasse aber nicht leugnen, daß sich die deutschen Absatzchancen auch durch die amerikanische Abwertung nicht unerheblich verschlechtert haben. lung im Warenaustausch mit einer Reihe von Ländern die tatsächlich leider bisher enttäuschte Hoffnung rechtfertigen dürfte, daß auch die amerikanische Regierung bereit sein würde, diesem Grundsatz der Gegenseitigkeit im Handelsverkehr mit Deutschland stärker Rechnung zu tragen. Immerhin lasse die erkennbare Elastizität der amerikanischen Handelspolitik in jüngster Zeit erneute Hoffnungen auf das Zustandekommen eines modus vivendi begründen, wobei auch die Schwierigkeit hinsichtlich der Bestimmung der Einfuhrdevisenkontingente bei gutem Willen beiseite geschafft werden könnte. Was schließlich das vermeintliche Hindernis unserer Weltanschauung anbelange, so brauche d^ses unsere wirtschaftlichen Beziehungen zu den Vereinigten Staaten tatsächlich um so weniger zu beeinträchtigen, als wir ja nur den Wunsch haben, führen zu können, hierbei sei besonders zu bedenken, daß Deutschland nicht nur ein großer Käufer sein kann, sondern daß die Stetigkeit seiner politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse auch eine entsprechende Stetigkeit dieses großen Rohstoffbedarfes gewährleiste. Schließlich dürfte ein besseres Sichverstehen in den vielfältigen volkstumsmäßigen Beziehungen beider Länder feine Rechtfertigung finden Was guter Wille vermag, habe das Zustandekommen der deutschen Wirtschaftsabkommen mit England und Frankreich gezeigt, und bet- berfeitiger guter Wille sollte es auch möglich machen, ebenso mit ber amerikanischen Regierung zu einer Übereinkunft zu gelangen, welche ben wirtschaftlichen Vorbedingungen beiber ßänber besser Rechnung trägt, als es gegenwärtig ber Fall ist. Wenn die Vereinigten Staaten eine Verbesserung des beutschen Schulbenbienstes wünschen, so seien mir hierzu burchaus bereit, wenn wir bie Möglichkeit erhalten, mehr Waren auf dem amerikanischen Markt abzusetzen ^ebenfalls erscheine bie Frage einer beutsch-amerikanischen Wirtschaftsverstänbigung nicht unlösbar, und diese burch Beseitigung von Mißverständnissen so- balb wie möglich herbeizuführen, wolle Deutschland nicht müde werden. u I »» Sfe •» I ch°>»i,ch „v Mii n 1 K'Aook, KZ t^ere jj, ^sworths. ftp* W S unerforscht '"hen Sübpohone | nj*9 besteht n -em Fun. “9 verschonen. Passagierflugzeug' lc,on- der Tochter ays auf bersSeJe erem Sturm ö er. uges befanden sich Qsmügheber. Man r Katastrophe zum Attilas Ende. [ gebunden 2,40 5011 Müller, München, bisher kaum über -wordene Erzah ung rarbeiteten Fassung ängtem Raum en Szenen ein drama & des Hunnen- °°1l« s menschliche M 8 »egett. r>i°«K Buraundenn Ä en W ^llich die (rt, wie olu^x.n «ich be"65 tori, iten 3,8-i Sein«11 (tilV wä* n®- mit Anl-»«! :ung. 9" fiOus9(t11 errat ° ' all uii 5, tf1 । (Berät, ",fi rm ym . w w A^ P-vX i-S unsere eigenen Angelegenheiten selbst zu ordnen, wie wir umgekehrt unsererseits die nationalen Lebensäußerungen anderer Völker jederzeit und unbedingt zu respektieren gewillt sind. Staatssekretär Brinkmann ging dann auf die Faktoren ein, die als durchaus positiv für das Ziel einer erfreulichen Gestaltung des deutsch-amerikanischen Handels gewertet werben müssen und bie erfreulicherweise über ben erwähnten Mißverständnissen, wie wir biete jebenfalls sehen, stehen. Hier erwähnte ber Rebner in erster Linie bie vortrefflichen Ergänzungsmöglichkeiten der beiben Wirtschaften. Wenn die USA. auch selbst in großem Umfange Fertigwaren herstellen, so sei der Spielraum doch noch weit genug, um wieder in stärkerem Wahe deutsche Spezialerzeugnisse nach drüben auszuführen und dementsprechend eine größere I Wenge von für uns wertvollen Rohstoffen ein- Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhefsen Druck und Verlag: vrühlsche UniücrRtatsörucferci R. Lange in Gießen. Zchnstleitung und Geschäftsstelle: Zchulstratze 7_______ : .; > machen mir Sie daraus aufmerksam, daß die Te- mö'' . ’J ; duld unserer Bevölkerung, die noch kein Zei. nel^L W1 chen guten Willens von Ihrer Seite 111L verspürt hat, weniger aroß ist, als unsere Geduld. wenn weiterhin tschechischerseits keine Zeichen Volksgruppen schütz- und Ausnahmerechte einräumt, der uns nicht als Minderheit qualifiziert. Wir wollen, Laß aufweist, wie beim Anfang der Gespräche, so sind wir auch heute noch bereit, darüber zu verhandeln, wie durch einen zweckmäßigen Umbau des Staates, durch Schaffung entsprechender Voraussetzungen und durch andere entsprechende politische, und sonstige Maßnahmen das Nationali- tätenproblem und damit die Krise des. Staates auf der Grundlage der acht Karlsbader Forderungen Konrad Henleins gelöst werden kann. Allerdings guten Willens gegeben werden, vielmehr die 1 Angriffe gegen das Zudetendeutfchtum und das deutsche Volk überhaupt übersteigert werden, dann dürfen Sie sich nicht wundern, daß das Sudetendeutschtum in ein immer größeres Mißtrauen hineingetrieben wird. Gefährlich aber ist es, daß der V e r b a n d d e r t s ch e ch o- slowakischen Offiziere den bekannten Aufruf erlassen hat, der in diametralem Gegensatz zu den Maßnahmen der Regierung und ihrer letztlich abgegebenen Versicherungen steht, wie soll die deutsche Bevölkerung den Versicherungen der Regierung glauben, wenn ein solcher Ausruf, wie der der Offiziere, erscheinen kann, ohne daß er sofort beschlagnahmt und von der Regierung offiziell desavouiert Der englische Marineminister Duff Cooper tfti am Mittwochvormittag auf seiner Jacht „Enchantreß von Helsinki kommend in Stockholm eingesrofsen^w« er sich einige Tage aufholten wird, um u. a. mit Mitgliedern der Regierung und maßgeblichen Vertretern der schwedischen .Marineleitung in Fühlung zu trete»- London, 17 Aug. (DNB) Außenminister Lord Halifax suchte am Mittwochvormittag Premierminister Chamberlain auf, um mit ihm die außenpolitische Lage zu erörtern« Gebietsführe orbnung, R e den befreuni schirrten die gen des japa NSDAP, dl Massen Zum Auch in d nung der A Äelgi vor allem auch die Anerkennung und verfassungsmäßige Verankerung dieser Gleichberechtigung und einen dementsprechenden Umbau des Staates von Grund aus." pit * vf lung nahmer jubelnd begri des Vizekult nur eine untergeordnete „Keine Men zugeschlagen." Oer Eindruck in London. - „Ob die tschechische Regierung bereit ist d°"°'L 618, wird? Daher mache ich Sie abschließend darauf aufmerksam, daß unsere Verhandlungen nur foctgefühct werden tonnen, wenn nicht nur durch Erklärungen am grünen Tisch, sondern auch in der Haltung der tschechischen Presse, der tschechischen Organisatio- nen und der staatlichen Organe sowie durch entsprechende Maßnahmen zur Schaffung psychologischer Voraussetzungen seitens der Regierung und seitens der diese tragenden tschechischen Regierungspartei, der verkündete gute Ville auch vor aller Oeffentlichkeit bewiesen wird." Or. Hodza bei Or. Benesch. Prag, 17. Aug. (Europapreß.) Ministerpräsident Dr. H 0 d z a wurde am Mittwoch vom Staatspräsident Dr. Benesch empfangen. Die Aussprache zwischen dem Ministerpräsidenten und dem Staatspräsidenten galt in erster Linie der am Mittwoch abge- haltenen Aussprache zwischen der Regierung und der Sudetendeutschen Partei. Oer amtliche Bericht der Prager Negierung. Prag, 17. Aug. (Europapreß.) lieber bie Besprechungen zwischen der Prager Regierung und der von Konrad Henlein beauftragten sudetendeutschen Abordnung wurde am Mittwochabend ein amtlicher Bericht herausgegeben. Darin wird verzeichnet, der Abgeordnete Kundt, der Leiter der Abordnung, habe die Vorschläge der Regierung einer Kritik unterzogen und insbesondere auf das Expose des Ministerpräsidenten und die Aeußerungen der Koalitions-Abgeordneten in der Sitzung vom 11. August geantwortet. Daran habe sich eine allgemeine Aussprache angeschlossen, in der die Mitglieder des Kabinetts den grundsätzlichen Standpunkt der Regierung dargelegt hätten. Es fei, allgemein die Anschauung zum Ausdruck gebracht worden, daß man zu einer gemeinsamen Auffassung über die Grundfragen gelangen solle. Die Verhandlungen werden, wie der Bericht ausdrücklich feststellt, fortgesetzt werden. Sudetendeutsche Abordnung bei der Regierung Nachdrückliche Sprache des Abgeordneten Kundt. bern^ Archer teilen s stech SeiDtt6,r ... 11 All 50!^ „ DerWl°?h ral6ii$uh; der Dberburg ber srühtte koji, Mlier Ferner sah «« tret« der üai' spanischen M Ä die gesamte „ ßung anwesei sinder, der volks mit Th lier bis zum Als die h General Milch betonte, daß ihm. wie Generalmajor Udet d(e Tage seines Besuches bei der französischen Luftwaffe unvergeßlich seien. Er würdigte die Per- sönlichkditen insbesondere von General Duille- min und General d' Astier, die sich schon im Weltkriege als ausgezeichnete Bomben« und Jagdflieger einen Namen gemacht hätten. General Duillemin fei der berühmteste französische Kampfflieger des Großen Krieges. Sie seien heute die hervorragenden Vertreter der französischen Luftwaffe, der die deutsche Luftwaffe Achtung und Bewunderung entgegenbringe. General Duillemin dankte für diese freundlichen Worte der Begrüßung. Er und seine Kameraden seien über den Besuch in Deutschland hocherfreut. Nach der ersten Pflicht der Ehrung der im Großen Kriege Gefallenen seien sie nun am Mittwochvormittag in Döberitz beim Jagdgeschwader Richthofen gewesen. Hier seien in ihm starke Erinnerungen wach geworden, aber diese Erinnerungen bedeuteten keine Trennung, sondern sie brächten die Gegner von einst in gegenseitiger Achtung näher. Verstand und herz müßten sich im gleichen Geiste der Wiederholung einer ähnlichen Katastrophe entgegenwenden. Und gerade die Flieger ständen hier in erster Reihe, gewiß nicht aus dem Gefühl der Schwäche, sondern aus der klaren Erkenntnis der Dinge. General Duillemin schloß seine Ausführungen mit einer Würdigung der Leistung der deutschen Ozeanflieger. „Oie Herzen der Berliner erobert." Paris, 18. Aug. (DNB. Funkspruch.) Die Pariser Presse verfolgt sehr aufmerksam den Empfang, der General Duillemin in Deutschland bereitet wird. In Agenturmeldungen wird ganz besonders die Ueberreichung der A b z e i ch e n d e r f r a n z ö - fischen Luftwaffe an die deutschen Flieger heroorgehoben. Der Berliner Berichterstatter des „Jour" weist besonders darauf hin, daß sich der Besuch General Duillemins in Deutschland in einer Atmosphäre größter Höflichkeit abwickele. General Vuil- lemin habe sich vom französischen Luftattache in Berlin, Oberst d e Gefrier, und seinem Mitarbeiter, Hauptmann Stehlin, deren Abzeichen geben lassen und sie auf die Uniform der beiden Flieger des „Condor" angesteckt. Diese spontane Geste habe wahrhaftes Aufseyen erregt. General Duillemin habe sich am Mittwoch die Herzen der Berliner erobert. Diese kleine Geste, so bemerkt der Berliner Kor- respondent des „Temps", sei von den deutschen Fliegern stark gewürdigt worden. „(Suter Empfang." Prag, 17. Aug. (Europapreß.) Am Mittwoch and die zweite Aussprache zwischen der von Konrad Henlein mit der Führung der natio- nalitätenrechtlichen Verhandlungen betrauten D e - le ga ti o n auf der einen und der tschech 0 - l 0 w a k i s ch e n Regierung auf der anderen Seite statt. Wie bei der Besprechung am 11. August waren auch diesmal Vertreter der Koalitionsparteien zugezogen. Oer Führer der SOP.-Abordnung, Abg. Kundt, nahm in einer ausführlichen Darlegung Stellung zu dem Expose, das Ministerpräsident Dr. H 0 d z a in der Besprechung vom 11. August gemacht hat. Nach einer Darstellung der bisherigen informativen Besprechungen zwischen der Sudetendeutschen Partei und der Regierung, die im Februar ihren Anfang genommen hatten und erst am 11. August zu konkreten Verhandlungen führten, stellte Abgeordneter Kundt fest, daß der ausschließliche Zweck dieser Verhandlungen nur darin bestehen könne, eine gemeinsame Auffassung zwischen der Regierung und der SDP. anzustreben in der Frage, ob und wie durch einen Umbau des Staates der innerpolitische Friede gefunden werden könne. Erst nach Erzielung eines solchen Ergebnisses komme eine Verhandlung über Teilfragen und eine gemeinsame Ueberarbeitung von Entwürfen in Betracht. Abgeordneter Kundt gab sodann eine Darstellung der zwischen den Vorschlägen der Regierung und der von der SDP. ausgearbeiteten Skizze zur Lösung der nationalitätenrechtlichen Fragen bestehenden Unterschiede. In diesem Zusammenhang erklärte Abgeordneter Kundt: „Unsere Skizze geht von der berechtigten Auf- fassung aus, daß die Tschecho-Slowakei ihrer natürlichen Zusammensetzung nach kein Nationalstaat einer bestimmten Nation sein kann, sondern ein Nationalitäten st aat ist und dementsprechend ausgebaut sein muh. Als notwendiges Aufbauprinzip verlangt unsere Skizze im Sinne der acht karlsbader Forderungen Konrad Henleins nicht nur die gesetzliche Verankerung der Gleichberechtigung der Staatsbürger ohne Unterschied der Nationalität, sondern 2onÖ0rt, Ziehung bet Block \\i n nide" Gegen Wie bas BI Handlungen schon in aüi duna de Eine Abwei sicht genom lösunav houptetda- lungen sei im fynblid schen W veranlaßt Neuem ßonbo diplomatisc sich heute Bessern Bezieh, schaster in wegen der Iprechunge genommen solcher Be den. Weit nächsten $ ft Ailbai ßey HtAe n nationt 3m Mitt w'sten ein ßroße & hei den r von Krie -tants ix ber eine letzen. Kriegsm, ft"1 „ nt th Aarriaot S)of«n.' An b, »ie e gj u äs R ^teilte Achten Li :s London, 18. Aug. (Europapreß.) Die Ablehnung der Vorschläge der tschecho-slowa- tischen Regierung zur Lösung der Volksgruppenfrage durch die Beauftragten der SDP. ist in London sehr ruhig aufgenommen worden, Nur ein Blatt, „News Chr 0 nicl e", versucht, die Haltung der sudetendeutschen Abgeordneten zu einer Krise umzufälschen. Abgesehen von dieser Ausnahme unterstreichen alle anderen Blätter, von der „T i - m e s" bis zum „Daily Herald", die Tatsache, daß die Verhandlungen nicht abgebrochen und keine Türen zugeschlagen worden sind. Die Erklärungen Kundts werden dabei ausführlich wiedergegeben, und der Prager Vertreter des „Daily Telegraph" knüpft daran die Feststellung, zu einer p e s s i m i st i s ch e n Auffassung wäre kein Anlaß gegeben. Was die voraussichtliche weitere Entwicklung an- betrifft, so geben die Blätter der Ueberzeugung Ausdruck, daß Lord R u n c i m a n sich in die Verhandlungen einscha11en werde. „Die Bereitschaft der Sudetendeutschen Partei zu weiteren Verhandlungen wird überall mit Befriedigung verzeichnet werden", schreibt „Daily Mail". „Herr Kundt selbst hat in seiner Erklärung darauf hingewiesen, daß die Anwesenheit Lord Runcimans der beste Beweis für das starke Interesse Europas an dem Gang der Ereignisse sei. Lord Runciman ist nun lange genug in Prag, um sich über den Standpunkt der beiden Parteien ein klares Bild machen zu können. Seine Mithilfe bei der Ausarbeitung des von beiden Parteien gewünschten Kompromisses sollte sich von großem Wert erweisen. Trotzdem wird sich alles darum drehen, ob die tschechische Regierung bereit i st, der deutschen Volksgruppe innerhalb des tschechischen Staates die volle örtliche Autonomie, verbunden mit völliger Gleichberechtigung, zu gewähren, und ob sie auf den Rat Enalands und Frankreichs, die größtmöglichen Zugeständnisse zu machen, hören will." „Daily Telegraph" meldet noch, in der Unter« 1 rebung zwischen Chamberlain und Halifax am Mittwoch sei auch die tschechische Frage sehr ein- ' gehend besprochen worden. Republik siedelnden Völker und Volksgruppen. Sie wgllen die nichttschechischen Völker und Volksgruppen als solche staatsrechtlich und überhaupt in der Rechtsordnung als existant gar nicht zur Kenntnis nehmen. Nach Ihrer Auffassung ist der tschechischen Sprache eine absolute Vorherrsche einzuräumen, während nach unserer Auffassung die Gleichberechtigung der Sprachen der Völker und Volksgruppen hergestellt werden muß." In Anbetracht der Grundfragen, um die es hier geht, sind die vom Ministerpräsidenten berührten Fragen der Rechtsgarantie des Beschwerderechts, der Garantie gegen die Entnationalisierung und der Regelung der Aufsichtsgewalt zum Schutze gegen die Verletzung nationaler Interessen insofern nebensächlich, als die beste Rechtsgarantie und der wirksamste Schutz gegen die Verletzung der nationalen Interessen die entsprechende Rechtsge- währung an die Völker und Volksgruppen und ein dementsprechender Umbau d e s Staates allein darstellt. Von einem Umbau des Staates kann jedoch bei Ihren Vorschlägen nicht gesprochen werden. Daß die Regierung unsere Forderung nach Wiedergutmachung konkretisiert wünscht, wollen wir verstehen, daß wir diese Forderungen erst noch begründen sollen, verstehen wir nicht ganz, denn schon allein aus allen protokoll- werten Parlamentsreden der deutschen Parlamentarier seit 1921 ist die Begründung hierfür absolut klar ersichtlich. Wir Haden aber erwartet, daß die Regierung wenigstens grundsätzlich erklärt, zur Wiedergutmachung bereit zu sein und lediglich die Durchführung und die Einigung über das Ausmaß besonderen Verhandlungen zuweist. Abgeordneter Kundt schloß seine Ausführungen mit folgenden Worten: „Ich habe Ihnen offen und ehrlich unseren Standpunkt und den Unterschied zu Ihrem Standpunkt bargelegt. Ich erwarte, daß Sie ebenso offen und ehrlich hierzu Stellung nehmen werden. Obwohl die bisherigen Ergebnisse un erer Gespräche mit der Regierung und der heutige Stand der Auffassungen der Regierung und der Sudetendeutschen Partei immer noch die Kluft die deutsche Volksgruppe als vollkommen gleichberechtigter Partner des tschechischen Volkes ausdrücklich anerkannt und ihr eine gleiche politische und rechtliche Stellung gesichert wird. Die Vorschläge der Regierung lehnen, nach der Darstellung Kundts, den Vorschlag der SDP., die Volksvertretungen zu Spitzen der sudetendeutschen Selbstverwaltung und zur Repräsentanz der sudetendeutschen Volksgruppe zu gestalten ab. Sie lassen jedes Entgegenkommen in der Richtung der Sanktionierung der Zentralbehörden vermissen. Die SDP. müsse verlangen, daß Fragen, welche die Lebensinteressen der einzelnen Volker und Volksgruppen besonders berühren, nicht von mechanischen, dauernden tschechischen Parlamentsmehrhelten und Landtagsmehrheiten allein entschieden werden, ferner, daß die -Völker und Volksgruppen gewiss Angelegenheiten, die von ihnen unbeschadet der Em- heit des Staates allein verwaltet werden können, auch allein entscheiden. Die SDP. verlange keine Zerschlagung des Zentralparlaments. keine Zerschlagung der Zenral- behörden; sie fordere nur jene rechtstechnischen Wahnahmen, die eine entsprechende Rechtsstellung der einzelnen Völker und Volksgruppen im Zentralparlament gewährleisten und bei den Zentralbehörden zum Ausdruck bringen. „Wir wollen", so erklärte der Abgeordnete. „estne gemeinsame Herrschaft ausüben durch ein zweckmäßig geregeltes Zusammenwirken der in der tschecho-slowakischen Paris hat natürlich fein Verständnis. Paris, 18. Aug. (DNB. Funkspruch.) Auch in der Pariser Presse finden die gestrigen grundsätzlichen Darlegungen des sudetendeutschen Abgeord- nenten Kundt große Aufmerksamkeit. Der konsequenten Haltung der Sudetendeutschen wird in den Pariser Blättern auch heute so gut wie gar kein Verständnis entgegengebracht, wohl, weil die klare Stellungnahme Kundts zu dem Zweck- Optimismus, der von gewisser Seite in Paris entwickelt wird, schlecht paßt. Die Pariser Blätter sind sich ber Schwierigkeiten jedoch bewußt, die sich einer wirklichen Regelung der sudetendeutschen Frage in den Weg stellen. Der Prager Berichterstatter des „F i g a r 0" schreibt, wenn es noch nicht zu einem Abbruch der Verhandlungen gekommen sei, so befinde man sich jetzt doch mindestens in einer Sackgasse. Im Augenblick sei es noch schwer zu sogen, ob ein Bruch wirklich vermeidbar sei. Auch der „I 0 u r" sieht die Lage als schwierigundver- wickelt an. Ein großer Aufwand an gutem Willen sei unerläßlich, um eine für jedermann annehmbare Lösung zu finden. 'M i*n • ■ nor'f oh'?L ; 0’.^#",® 1 int ■',.-iroilcnlrl k < 1*55 London, 18. Aug. (DNB. Funkspruch.) Die Londoner Presse begleitet den Besuch des Chefs des Generalstabes der französischen Luftwaffe in Deutschland ebenfalls mit größter Aufmerksam-! A dt stellte mit Befriedigung fest, baß k e i t. Insbesondere verzeichnen die Berliner Korre- nQc 2inick(iuun.q bes Ministerpräsidenten die geb spondenten die Verleihung der Medaille der «ranzo^ ^nde Derfassun'gsurkunde die Gegebenheiten von srschen Luftwaffe durch General Vmllemm an Flug- Gesellschaftsgruppen und somit auch nationale tapitän Henck e und Hauptmann vo nM 0 re au tiven anerkenne. Mit Befriedigung was sie auch m den Ueberschriften hervorhebem Die , , Abgeordneter Kundt weiter zur Kenntnis, baß Zeitungen betonen, Duillemin habe in Deutschland Ministerpräsibent bei der Aussprache vom einen guten Empfang bekommen. hl August den der Verfassung unbekannten Begriff Das wirksamste Dementi oller Umtriebe I ° i - ja™ p p M “Z Ä Belgrad, 17. Aug. (DNB ) „S a m 0 u p r a v a" Volksgruppe kein zusammenhängendes Gebietsgan- fchreibt in ihrem Leitartikel zum Deutschlandbesuch zes bilde. In positiver Hinsicht werbe allerbings des französischen Fliegergenerals Duillemin, dieser Begriff vermieden. Der Grundsatz der daß er mehr als ein bloßer Akt der Höflichkeit sei. Gleichberechtigung der Völker und Volksgruppen Dieser Besuch müsse als ein wertvoller B e i- werde jedoch im Nationalitätenstatuts-Entwurf nicht trag z u einer Verständigung zwische n ausdrücklich anerkannt, noch werde ein Umbau des Deutschland und Frankreich betrachtet Staates vorgeschlagen. Es werde lediglich der werden, die heute von ganz Europa gewünscht Grundsatz der Proportionalität in Erinnerung ge- merbe. Der herzliche Empfang, die Begrüßung der bracht. Zwanzigjährige Erfahrung habe jeboch ge- deutschen Presse hätten gezeigt, daß eine solche Mög- lehrt, baß bies alles Theorie sei. „Entscheibenb war lichkeit bestehe. Der gegenseitige Besuch ehemaliger die Auffassung ber nationalen Mehrheit", erklärte Kriegsgegner sei in letzter Zeit immer häufiger ge- Abg. Kundt, „bie ben Staat vor allem als ihren worben. Dieser Brauch habe sich bereits öfter je- Staat betrachtet, danach aufbaute und verwaltet, gensreich ausgewirkt. Dem Besuch des Generals $a6 (Ergebnis der daraus erfliehenden rigoro- Vuillemin komme aber auch noch eine besondere . ~ • in ber sfaat6führung und Staate- «Deutung zu. ©egenmarhg fanben «m D°u schon lf( bic z^uche. baf) Mefer Staats- Reich, wie in anderen Staaten Europas, Wehr« . ä 1 . ' ’ * “ '1 . . ma^t Übung en statt, die von einer gewissen raum immer mehr und mehr durch fein Na- liberalen Presse als friedensgefährdende Manöver« fionatitafenproblcm ein Kaum nicht hingestellt worden wären, so daß ernste Zeitungen nur inner ff aatlidjcn Unfriedens, sich dagegen hätten wehren müssen, daß eine solche sondern auch europäischer Friedens- Psychose die Weltöffentlichkeit vergifte. gefahr wurde. Diese Tatsache ist die Ursache Der Besuch Duillemins im gegenwärtigen Zeitpunkt ber 2fii f f i 0 n Lord Runcimans! Leider bedeute das w ir t s a m st e D e m e n 11 aller die- mu^ jch feststellen, daß die vorgelegten Ela- s e r Umtriebe. ______ borafe der Regierung in keiner Hinsicht einen ' , Vorschlag darstellen, der von ihrer bisherigen Oer Führer in Oöbentz. Aufastung im Grundfäßlichen abweicht und sich Berlin, 17. Aug. (DNB.) Der Führer unb den ta,|ächlichcn v-rhSIIn'H-n und unserer 2tuf- Oh-rste Befehlshaber der Wehrmacht mahnte am fassung .rgendwic nähert. Zm Grund- genom- Mittwochnachmittag einer Truppenübung des men bilden die Elaborate der Regierung nichts Heeres auf dem Truppenübungsplatz Döberitz bei. anderes als eine Kodifikation bisher schon gef- Jn seiner Begleitung befanden sich u. a. der Ober- tender versasfungsgrundfähe, gesetzlicher Ve- befehlshaber des Heeres Generaloberst von Brau- ffimmungen, Verordnungen und Verwaltungs- chitsch und der Ches des Oberkommandos der pra((ifcnf bie alle die Ursache des heutigen Wehrmacht General der Artillerie Keitel. Zustandes find bes Jnfanterielehrregiments. „ Tatsache, daß eine solche Behauptung nur aufge« Ausländiscbe Kronikämvferführer stellt werden könne, wenn die Tatsache unbcrücf. ’ ’ «C ‘ ’ 1 sichtigt bleibe, daß seit dem Jahre 1918 in diesem tzN Kovurg. Siebfungsraum tschechische Bewohner fünft» r „„ zürnen x or £ or . x.« IH A eingeschoben wurden, ein Zustand, der m ^r^ V 8 ^luf Anregung des vom Sudetendeutschtum niemals anerkannt wurde. Präsidenten des Internationalen Der Antrag der Regierung, den Aufbau kampserkornitees, NSKK.-Odergruppenfuhrer Gene- nationalen Selbstverwaltung im Rahmen der rat ^er Infanterie H er 3 0 g v 0 n K obiir L« I bisherigen territorialen Selbstverwaltun'gsverbände juflleid; Präsident der V-r-m.gung deutscher Front- bedeute -ine Ablehnung der kampseroerbonde i[t, trafen am Gubetenbeut(m Kaukasus zu w.r- ' den. 1922 wurde der General als Artüleriefuhrer X II nach München versetzt, wo er zum Generalleutnant befördert wurde. 1924 wurde er zum Kommandeur der 7. Division, Befehlshaber im Wehrkreis VII unb nmanbanten von Bayern ernannt. 1928 Oberbefehlshaber der Gruppe 2 Kassel un- ■■■ t Beförderung zum General der Ar- liilerie. ycaai zweijähriger Wirksamkeit in dieser Stellung schied General Frhr. Kreß v. Kressenstein 1929 aus dem Heeresdienst. . Bisher über eine Viertelmillion Besucher in der Rundfunkausstellung. q n n x n n 18 Aug. (D'Jcö. uniipiuup/ i diplomatische' Korrespondent der „Ti m e s" äußert j sich heute über die Möglichkeit einer b a l d i g e -Besserung der englisch - lapanifcyen Beziehungen optimistisch. Der britische Lot- toaHer in Tokio Lord C r a i gi .habe namüch wegen der Wiederaufnahme englisch-fapanifchel: Be- ^Aunaen mit der japanischen Regierung Fühlung aenonimen. Bisher sei außer den Programmpunkten solcher Besprechungen nichts weiter besprochen worden Weitere Besprechungen wurden aber für bi nächsten Tage erwartet. ^n^Svort-Tagebuch der Deutschen Jugend soll JtiPrä(ht , , I . lt|W n 3»«tij,ll«| ü 'Z-Ä n bas fc.Hl der 85 an 1 "• »teimeln ,7lum unb bC5 7»' werben. *n' d-d baä 'tb- ®efäljrliahr^e Ge iebte^ Anna Seyfar th wegen gemein cha chen Mordes in Tateinheit mit gemeinschaftlichen irhroeren Raub zum Tode und zum ^e^lust d bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit. Die beiden hatten die 48jährige Ehefrau des Kurz m geradezu unmenschlicher.Weise durch Erwürgen und «ch ag mit einem Beil getötet Sie versteckten die Leich •n her Wohnung, verbrachten die Nacht m oer Wohnung der Ermordeten und durchsuchten am nächsten Tage bie Räume nach Bargeld unb Wert sachen Die Seyfarth kleidete sich aus den Bestanden Ovfers neu ein und verbrannte ihre alten Sachen. Das Mörderpaar nahm 112 M^rk Barge d und einige Schmucksachen mit sich und fuhr nach Swinemünde. Als das Geld aufgebrau^ war stellten sie sich in Heringsdorf der Polizei. Vas Mn in xur Tat liegt in Unterhaltsforderungen, die l^rau Kurz an ihren Mann gestellt hatte. Außer" - i.-sszrä.ä!.wä fone.’ M0N könne jeboch bas W.rken ES ro^^ anbetenVeg-nüb-rzostellen. . Die St.-Stephons-Woch-, mit ber bie ungarische ^^ng''pflegtbegann mit ber ,tät‘e on . - r 16 P unb ,-ine Gemahlin. 11 bis 18 Lebensjahr enthält, die in ledern Jahr i Avril oder 1 Oktober in nerfchiedenen Sport- -^en bauptlöchlich der Lei-fUathIeti, unb bes "ckwirnm-n- in ben em,elnen IRubnten aufgenom- men werben können. Die Eintragungen in diesem nfio 17. Aug. (DNB.) Die 30 HI. ° F u h - trafen am heutigen Mittwoch, von Yokohama to-immb, auf bem chauptbahnho, in Tokio em, w Ne wahrhaft seitlich empfangen würben. Aus tun Bahnsteig waren zur Begrüßung erschienen. Niekuitusmintster Ito als Vertreter der lopam- fbirt Regierung, bie Leiter ber japanischen 3ugenb- Libänbe® Io Kosaka vom Iungmannerverbonb u Brau Yoshioka vom Iungmabelverbanb und LS Z f nthita Gra Futara unb Gene- r S u z u k i! von ben Psabsinberverbanben ferner d Oberbürgermeister von Tokio, Ko Hash '. un d frühere Botschafter in Berlin, Graf Mufha- kjji weiter zahlreiche Vertreter der Behörden. ?irner sah man eine faschistische Abordnung, Ver- fciter der italienischen Botschaft und den national, siinischen Geschäftsträger. Endlich war der deutsche lüschafte'r Ott, eine Abordnung der Ortsgruppe ! NSDAP- deutsche Vertreter der Gemeinde und !. gesamte „Deutsche Jugend Japans zur Bearu- s.ng anwesend. Rund 3000 Vertreter ber Äad- iiibcr der Jungmänner, ber Jungmadel des 2u g \1tts 'mit Musikkapellen und Fahnen bildeten 6pa- !21V5 5faie11 HJ^-Iühr'>r vor dem Bahnhof Aufstel-1 j L-fno nahmen, wurden sie mit stürmischen Zurufen! Adelnd begrüßt. Rach Wutym ®e9^un9^.or^n$ L Dizekultusministers I t o und dem Dank des kebietsführers Schulze und des Leiters der Ab- hnunq Redecker, wurden die Hymnen der bei- ! m befreundeten Rationen gespielt. Dann mar- nierten die HJ.-Führer, begleitet von Abordnun ’sS RÄSS »?•"»' •jung ber HI. aus das herzlichste begrüßt. ' Belgien bindet seine Währung an da- Pfund? 6 «tz eu.g "e n“ur „Vrb ü ng" für R ot- Sonbon 18. Aug. (Europavrch.) Di- Ginbe. f p&a n t c n. ^ier feien Vhlr-'ch- iung- Kommun^ »MS IS SS» 'Ä BÄ» * -St ?ianblungen schon s-br weit vorgeschritten -s burft Am°ri-an Eivil Liberties Un ™ unb . ien jein, sondern lediglich ihre Los |mieflenCl ode m Goldstandard. Abschließend be-! sieben —■ *' Einführung eine- .Lport-Tagebuche- der „Oe"i'chen 3uaend «Ä'SwvÄiÄrjK “e^n1 Mannten ”kommunistischen '|anolen ^laut SJonaüeinme sung aller Notstandsarbeiter in kommunistifcy m Ein Vertret^ ber Antikvminternabteilung in b-r Amerikanischen Legion bestätigte alle biese Angaben nnb konnte erganzenb miiteilen. batz von ben genannten kommunistischen D t ( p a • 2°°° iun«^Krimmi.n.ften Millionen Dollar aus Amerika an bie fp-wnchen . Bolicbewisten überwiesen wurden ' Der Dies-Ausschutz bemühte l'^ntwort° auf^die fällige" Aus Weisung bes kanabischen K°mmu- nisten B r! b g e s immer noch nicht erfolgt sei. 3u Hetzaposteln abgerichtet 18 August. (DNB. Funkspwch.) -® ar id,m0U; an n y" oeröffentlidjt eine Moskauer 45oruii > ii Mittmock eine Am Mittwochabend hatten üb e re i n e 93 ter. telmillion Besuche r bie Rundfunkaustellung besucht Diese Zahl ist ein Beweis st'r die Zugkraft, bie die Ausstellung im Reich und im Ausland aus- übt Die Rundfunkausstellung schließt ihre Hallen endgültig am Sonntagabend. Eine Verlängerung ist in diesem Jahre ausgeschlossen da die nachte Aus stellunq „Gesundes Leben — frohes Schaffen ve Veits am 24. September eröffnet werden wird. Zum Wochenende wird noch eine Reihe von bereits aus. verkauften Sonderzügen zur Rundfunkausstellung aus dem Reich erroartet: Begnadigung durch den Führer und Reichskanzler. Der Führer und Reichskanzler hat die vom Schwurgericht in Arnsberg gegen Mona Ehr'ch wegen Mordes erkannte Todesstrafe im Gnadenwege in eine Zuchthausstrafe von 15 Jahren umqewandelt. Die Verurteilte hat das uneheliche Kind ihrer Tochter kurz nach der Geburt ermordet. Sie hat die Tat nicht aus verbrecherischer Neigung, sondern unter dem Einfluß ihres Ehemannes verübt, i ber später Selbstmord begangen hat. Internationale Gartenplanschau Essen 1938. Im Beisein einer großen Zahl von ausländlschen und deutschen Landschasts- und Gartengesialtern wurde die aus Anlaß des Internationalen Gartenbaukongresses in Gemeinschaft mit der Relchskammer ber bilbenbcn Künste veranstaltete „I n t e r n ° ° ' nale Gartenplanschau Esstn 1938 eröffnet. Nachbem Bürgermeister Dr. Richter den W> kommqrnß ber Stabt entboten hatte, sprach ber Ge schäftsiiihrer ber Reichskammer ber bilbenben Künste Sreftor Hoffmann. Die Gartenplanschau geb einen Querschnitt durch bie künstlerischen Leistungen 1 ber Nation auf bem Gebiet ber Garten- unb Land- ckaftsgestaltung unb einen Ueberblick über die Gar ♦enplanung ber Urzeit bis in die Gegenwart. S zeige auch die vorbildlichen Leistungen des deutsche Gartengestalters, der für seinen Teil der Erhaltung und Federung der Volksgesundheit diene unb bo^u beitrage, ben schaffenben Menichen wieder m eine enge Derbinbung mit der Ratur zu bringen M t dem Dank an bie Nationen, bie burch ihre Beteili qunq an dem Gelingen des Werkes bei9ekagen haben, erklärte Direktor Hoff ma nn bie Inter nationale Gartenplanschau für cronneL Verkehrsunfall auf der Vrockenftrahe. Auf der Brock-nstroß- ;wi|ch-n Dr-ionn-vtzohn- lind Schierke ereignete sich ein schwerer Vergeh r?un fall. Ein aus Bab Snberode kommen-. ----- der mit Ausflüglern besetzter Omnibus geriet bei mrcra Das A m t für Leibesübungen in Ersuch, einen anderen Omnibus zu uberho। en, ’lS® ' " nb f üb tun au? ÄÄ hirn 17 Aug (DNB.) Der erste Ab- ' Vrutf E e Vorkommondos der Sauleitungen I " bes Reiches bereits in Nurn- ! n.,:Tngetroff® Der Aufbau der großen Z-lk- ' ' "bleiern Iobre° werden über 400 000 Post. -'"Leiter ’ S2I = NSKK -, Arbeitsdienst. v: r2 unb' fiitlerj'unqcn am Reichsparteitag teil- ” Tinnnn lommen über 30 000 aus den Ost- . angemelbet. Vef’onber/ groß' ist in •'S^pÄn^e^^^ Auslände Aus allen Ländern und Erd- .. . k,nd Besucher angemeldet, die an dem großen! - Li* bes Re'ch^parteitages terlnehmen und da- I nationÄ^ialistifch- Deuifchland kennen- in na der B e l g a an oas j u Wne Abwertung der Belga >°U b°bei nicht i'icht genommen fein, sondern lediglich h :?i ?u KB"«» I W ttafäsr* -*7BtS^sS8ksr - :jlmw US« Million Mll. Negierungsärnt« rn organisiert, um höhere ........... hWsOS - BiSisÄ ber 'Margareteninsel. _________ bivlomatische Korresponbent des „Daily T® gra P™" meint, es fei nid)t Su ermarten UÄjxSSraäSU.Ä'“ abend keinerlei Informationen über den Inhalt der Note gehabt habe. Etwas aufdringlicher Vormund. riversitäten und boyere ^urjcr$oranni) r nenu.uM u - - ch den Angaben Steeles über 30 000 'L ^urmeldung, der zufolge am Mittwoch ein I i.-.ri -vA._ nnhori« har als eine rat panischen Lehrern In „League of Zrupp- v°n 7»^o IJ ..( Teilnehmer der Propaganda werden. Einen ähnlichen euiyeyn p ©nm;„Urn oll nach Polnifchc Erfahrungen mit Genf. „ ” ä?1 $•. uF"S-‘yi' hnnhmfßokn fid)8 niemals' Täufdjungen über die ä.^ts.r,S', s, sä " Crmunb fennengelernt ber M W uno m er Seite für Seite Eintragungen vom ^enb in bie polnifchen Angeleaenheiten eingemifcht angeleg Enthält, bie in febem.Iahr hQb,eii»en,d,3Üfa9mm = naAr'bVH ii“ ben Fragen. 5 wichtig waren, habe man vergeb- ?-eJUi ,A,n mti en %n der litauischen Frage unb s^de'r stÄÄ R°ll° der Liga in den Danziger dem hofften die Täter, die völlig mittellos da- standen, in den Besitz eines größeren Geldbetrages zu kommen. Fahrgestell verloren — trotzdem glatt gelandet. Nur der großen Geschicklichkeit des Piloten eines französischen Militärflugzeuges war es zu verdanken, daß die siebenköpfige Besatzung eines viermotorigen Bombers nicht ums Leben kam. Kurz nach dem Start vom Flugplatz in Bourges löste sich das Fahrgestell vom Flugzeug und fiel herab. Nach zwei stündigem Suchen gelang es schließlich dem Piloten, seine schwere Maschine auf sumpfigem Gelände so zum Landen zu bringen, daß kein Mann der Besitzung zu Schaden kam und das Flugzeug kaum beschädigt wurde. Französisches Munitionslager bei Damaskus in die Luft geflogen. In einer der letzten Nächte explodierte ein Munitionslager der französischen Truppen in der Nähe von Damaskus. Die Detonationen waren 25 Kilometer weit zu hören. Feuerwehr und Militär schützten die anliegenden Munitionslager. Die Ursache der Explosion ist unbekannt. Menschen sollen nicht zu Schaden gekommen sein. 45 Opfer des Schiffsunglücks an der chinesischen Küste. Wie die Untersuchung des Schiffsunglücks auf dem Wangpu vor der chinesischen Küste, dem der Dampfer „Hansa" zum Opfer fiel, ergeben hat, fanden bei dem Untergang des Schiffes 45 chinesische Passagiere den Tod. Bisher sind 33 Reisende, die von kleineren Booten gerettet wurden, in Schanghai eingetroffen. Wie der in Schanghai eingetroffene Deutsche Ganter ausgesagt hat, nahm er an der Reise nur als Vertreter der Reederei teil und war nicht für die Führung des Schiffes verantwortlich. Die Führung der „Hansa" lag in Händen eines chinesischen Kapitäns. Von Interesse ist noch eine Uebersicht über die Hauptpositionen der deutschen Einfuhr. Von der Gesamteinfuhr in Höhe von 97,7 Millionen RM. im Jahre 1937 entfielen 65,5 Millionen RM. auf landwirtschaftliche Erzeugnisse. Die Hauptpositionen waren folgende (in Mill. RM.: Obst 12,1, Südfrüchte 10,6, Weizen 8,3, Roggen 3,8, sonstiges Getreide 3,1, Hülsenfrüchte 3,3, Rohtabak 18,8. Auf den Sektor der gewerblichen Wirtschaft wurden hauptsächlich Rohstoffe eingeführt, und zwar: Wolle und Tierhaare 8,8 Mill. RM., Baumwolle 8,2 Mill. RM., Felle und Häute 3,1 Mill. RM., Gerbhölzer 1,4 Mill. RM. Die deutsche Ausfuhr betraf hauptsächlich Fertigwaren, wie Maschinen, elektrotechnische Artikel, Eisenwaren usw. Bei Betrachtung der aufgeführten Positionen ergibt sich somit die Uebereinstimmung der beiderseitigen Interessen. Deutschland nimmt vorwiegend landwirtschaftliche Erzeugnisse ab, während unsere Ausfuhr hauptsächlich industrielle Fertigwaren umfaßt. Zu unserem Warenaustausch tritt nun die Ostmark hinzu, und im Verein mit technischen Verbesserungen (Ersatz des Bankabkommens durch ein staatliches Verrechnungsabkommen) ist anzunehmen, daß wir in Zukunft einen noch größeren Anteil des türkischen Außenhandelsumsatzes erreichen. Zehn-Tage-Witterungsvorhersage. - für die Zeit vom 18. bis 27. August. Herausgegeben von der Forschunasstelle für langfristige Witterungsvorhersagen des Reichswetterdienstes in Bad Homburg v. d. H. ajn 17. August 1938 abends. Wechselhaftes Wetter, vielenorts fast täglich Niederschläge, dazwischen aber auch Aufheiterungen und Sonnenschein, häufig lebhafte Winde, meist aus westlichen Richtungen, an der Küste zeitweilig bis Sturmesstärke anschwellend. Ueberwiegend kühl. Im Gebiet der Mittelgebirge und der Eifel, wahrscheinlich auch in Schlesien zum Teil recht ergiebige Regenfälle. Im Laufe der nächsten Woche wird eine vorübergehende Besserung des Wetters eintreten, doch kann mit einer längeren, d. h. über drei Tage hinausgehenden Trockenzeit in diesem Monat im größten Teile Deutschlands nicht mehr gerechnet werden. Gesamtsonnenscheindauer des zehntägigen Zeitraums meistenorts — Schlesien, Hinterpommern und Ostpreußen vielleicht ausgenommen — kleiner als 70 Stunden, im Westen und Süden des Reiches vielfach kleiner als 60 Stunden. Anzahl der Tage mit Niederschlag in den nächsten zehn Tagen mListenorts größer als fünf. Das neue deutsch-türkische Handelsabkommen. Industrielle Fertigwaren gegen landwirtschaftliche Erzeugnisse. ZdR. Vor einigen Tagen wurden in Berlin die deutsch-türkischen Wirtschaftsbesprechungen abgeschlossen. Ihr Ergebnis ist ein neues Abkommen, das vom 15. August 1938 bis zum 31. August 1939 läuft. Es enthält zahlreiche Verbesserungen, die darauf schließen lassen, daß der deutsch-türkische Warenaustausch eine für beide wünschenswerte Steigerung erfährt. Erst vor kurzem war bekannt geworden, daß England versucht, mit Hilfe hoher Kreditgewährung sich stärker in den Außenhandel der Türkei einzuschalten. So wurde in handelspolitischen Kreisen angenommen, die 16 Millionen-Pfund-Anleihe sei als Zeichen eines neuen Abschnitts der türkischen Handelspolitik anzusehen. Der erfolgreiche Abschluß der deutschtürkischen Besprechungen zeigt jedoch, daß die Türkei keineswegs gepullt ist, ihre bewährten alten Kunden aufzugeben in der Hoffnung, mit neuen Kunden ein besseres Geschäft abzuschließen. Wie im Warenaustausch mit den anderen südeuropäischen Staaten beruht das Geheminis des stetigen Ausstiegs in der Tatsache, daß wir bereit und imstande waren, diesen Ländern d i e Waren abzunehmen, die sie im Ueberschuß haben. Unsere Erzeugnisse sind dort absetzbar, weil sie preis- und qualitätsmäßig gut sind und dort benötigt werden. Diese einfache Tatsache gibt uns die Gewähr, daß wir heute und in Zukunft mit einer stetigen Weiterentwicklung des Warenaustausches rechnen können. Die nachfolgende Uebersicht zeigt die günstige Entwicklung des Warenverkehrs seit 1933: Deutschlands Einfuhr aus der Türkei Ausfuhr nach der Türkei (in Mill. RM.) (in Mill. RM.) 40,0 1933 36,0 67,5 1934 51,0 93,0 1935 67,0 118,5 1936 79,4 97,7 1937 111,0 29,0 1. Vierteljahr 1938 37,6 Vergleichsweise seien noch die Anteile Englands und Frankreichs am türkischen Außenhandel angegeben (reiner Warenverkehr): Einfuhr aus der Türkei 1929 1933 1935 1937 v. H. v- H. v. H. v. H. Deutschland 24,2 19,7 35,3 35,8 England 14,6 8,3 6,3 7,4 Frankreich 9,2 5,7 3,7 4,1 Ausfuhr nach der Türkei 1929 v. H. 1933 v. H. 1935 v. H. 1937 v. H. Deutschland 14,1 24,1 38,4 49,1 England 11,2 13,4 6,9 8,6 Frankreich 11,0 7,4 4,0 2,3 Wetterbericht Der Zustrom kühler Luftmassen von der Rückself, eines über der Ostsee liegenden Sturmwirbels hgj zum Donnerstag in Westdeutschland zu einer vor. übergehenden Wetterberuhigung geführt. Da aber innerhalb der lebhaften Westströmung bereits neue Störungen vom Atlantik heranziehen, wird sich eint Aenderung des unbeständigen Wetters nicht ein. stellen. Vorhersage für Freitag: Ueberwiegend bewölkt und zeitweise Regen, Temperaturen um 20 Grad, südwestliche Winde. V o r h e r s a g e für Samstag: Fortdauer der unbeständigen Witterung. Büchertisch. — Deutschland, wir glaubten an dich. Kampf- und Trutzgedichte aus Deutschösterreichz Not-, Verbots- und Befreiungszeit. Don Gott, fried N i ck l. 160 Seiten. Gebunden RM. 3,80. Leopold Stocker Verlag, Graz und Leipzig. — (223.) — Die Gedichte, welche dieses Buch enthält, sind Kampfgedichte des nationalen Willens in Oesterreich. Sie wurden in den Jahren 1920 bis 1938 verfaß und geben Zeugnis für den unerschütterlichen Glauben an die Vereinigung der deutschen Ostmark mit dem Mutterlande. So sind die im ersten Teil dez Buches enthaltenen Gedichte zu einem großen Teil bei Volkskundgebungen, Turnfesten, Verbandstagen, militärischen Feierlichkeiten, Fahnenweihen usw. vom Verfasser gesprochen oder veröffentlicht worden. Wäh, rend der erste Teil des Buches den Zeitabschnitt von 1920 bis zum Verbot der NSDAP, in Oesterreich umfaßt, gibt der zweite von den Gedanken und Gefühlen Kunde, die trotz des furchtbaren Druckes der folgenden Jahre bis zum März 1938 die Herzen der Getreuen erfüllten. Der Jubel der Ostmark über ihre Befreiung durch Adolf Hitler erfüllt den dritten Teil, und der Dünk an den Führer bildet den Ausklang des Buches. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum« schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder.« Dr. Fr. W. Lange (in Urlaub), i. V.: Ernst Blum» schein; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck (in Urlaub). Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theod. Kümmel. D.A. VII. 38: 9034. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R.Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM.< 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Jllu» strierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. Vereine Frau Luise Müller Wwe geb. Dem zu sich in die ewige Heimat In tiefer Trauer: Lang-Göns, den 16. August 1938. Die Beerdigung findet am Freitag 19. August, nachm. 2 Uhr statt Ihr Kleiderberaler 03744 5344 A Bekanntmachung Statt Karten. Frau Frida Magnus I Verkäufe sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen Gießen, den 17. August 1938. 53360 Dame sucht Ende September Keine 2engnl»»ei Zuverlässige in Urschrift I Haus W-ßniWw 271108 383082 117707 265962 266723 288671 Jüngere branchekundige Verkäuferin mofouiflii 6582 14145 46741 69054 Tüchtiges kaufen. 03745 Wilionitr. 1 II. MW Mw WWIlt Böralmti od. Kontoristin Sauberes Mdchen Zuschriften an Frau M. 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Salondame, Eduard Cossovel (Linz) 1. Held, es ihnen doch schwer, herumzukommen, denn sie stießen gegen die Häuser von Buchbinder Röder und Bäckermeister Frank. Einige Meter davor aufgeschichtetes Holz sowie das Gitter des Denkmalplatzes, das sie umrissen, milderten den Anprall, so daß die Häuser kaum beschädigt wurden. Auch die Autos trugen nur kleinere Beschädigungen davon, = Steinbach, 17. Aug. Der Landwirt Jakob Horn II. hatte für den vergangenen S.amstag die Verpachtung seiner landwirtschaftlichen Grundstücke angesetzt. Da nur auf einige wenige Grundstücke ein Angebot erfolgte, verlief die Verpachtung ergebnislos. * Lang-Göns, 18. Aug. Am heutigen Donnerstag kann Frau Marie Kramp Witwe in geistiger und körperlicher Frische ihren 8 5. G e b u r t s - t a g feiern. Obwohl die Jubilarin körperlich etwas behindert ist, hilft sie noch gerne im Hause und in der Wartung ihres Urenkels. Vier Kinder, elf Enkel und fünf Urenkel werden mit ihr feiern. Einen Sohn verlor sie im Jahre 1918 an den Folgen einer im Krieg erlittenen Krankheit. Die hochbetagte Frau erinnert sich gern vergangener Zeiten, sie nimmt aber auch an den Geschehnissen unserer Zeit lebhaften Anteil. Wer kennt den Hochstapler? Festnahme eines gefährlichen Betrügers. Lpd. Frankfurt a. M., 17. Aug. Wegen fort« gesetzten Darlehenkreditbetr u g e s wurde ein angebl. Graf Johann Maria v. Jürgaß, am 27.7.96 in Graudenz geboren, feftgenommen. Er nannte sich auch Werner Kerm In Frankfurt hat er von Februar 37 bis Mai 38 einer Frau 5 00 0 R M. abgeschwindelt und sich als Freiherr von P l e h n und mit angeblichem Schriftsteller- namen Dr. Werner Kern ausgegeben. Er hat keine Papiere, keine feste Arbeit und sucht Anschluß in besseren Kreisen. Angeblich hat er sich als Schriftsteller, Maler, Artist, Hellseher, Graphologe und Autoverkäufer beschäftigt, sich ab Ende 1929 bis jetzt in Berlin, Leipzig, Dresden, Chemnitz, Elberfeld, Würzburg, München und Nürnberg aufgehalten und in Wien, Bahnhofstraße 12/14, gewohnt. Dort ist er als Autoverkäufer eingestellt gewesen. Er ist 1926 in Elberfeld als Postanweisungsschwind« ler unter den Namen Karl Wilhelm Beidick, Graf W i ck e n b u r g und Dr. B e y aufgetreten. Vermutlich hat er vom Erlös aus strafbaren Handlungen und Zuwendungen aus Damenbekanntschaften' gelebt. Der Hochstapler ist 1,71 Meter groß, schlank, dunkelblondes Haar, blaß, hat dunkelbraune Augen, wellige Nase, lückenhafte Zähne und trägt mittelgrauen Anzug, graues Hemd, schwarze Halbschuhe, grauen Hut, grauen Mantel, Brille ohne Fassung. Wer kann über den hier beschriebenen Hochstapler Angaben machen? Mitteilungen werden an die Kriminalpolizei oder die nächste Polizeidienststelle erbeten. Die Vorbereitungen unseres Stadttheaters für die neue Spielzeit sind in vollem Gange. Ein ausführliches, bebildertes Werbeheft gibt über die neuen künstlerischen Pläne der Spielzeit 1938/39 Auskunft. Der Inhalt gibt einen Gesamtüberblick über die neuen Kräfte, die, sichtbar und unsichtbar, im kommenden Winter wirken werden. Für die ausgeschiedenen Mitglieder wurden neuverpflichtet: Dr. Hannes Razu-m (Stadttheater Aachen) als Oberspielleiter des Schauspiels und Stellvertreter des Intendanten; Gert Buchheim (Landesbühne München) als Oberfpielleiter der Oper und Operette; Thea Maaß (Opernhaus Köln) als Ballettmeisterin; Jeanette A n d r e a e (Landestheater Oldenburg) als Kostümbildnerin. Im Schauspiel wurden neuverpftichtet: Margot Eickhoff (Ber- von der Reichsbank den vollgültigenGegen- mc r t in deutscher Reichswährung. Den Aberglauben an die Allmacht des Goldwertes hat sich das deutsche Volk längst abgewöhnt. Sein größter Schatz ist die Arbeitskraft, die immer neue Werte erzeugt. Die wenigen Goldstücke im Schubkasten des einzelnen Zeitgenossen sind ein toter Wert, er hat nichts dazu beigetragen, daß die Räder wieder laufen und Millionen deutscher Fäuste wieder Arbeit haben. Fügen wir die Summe dieser toten Werte in die Reserven der Reichsbank ein, so vermögen sie wohl an dieser Stelle segensreich zu wirken, in unserer Sammlung waren sie nur noch ein schönes Erinnerungsstück, sonst nichts. Unser Volk kann aber von Erinnerungen allein nicht leben, sondern bedarf immer neuerKräfte- an triebe. Der Weg zur Reichsbank zur Anmeldung etwa nach vorhandener in- und ausländischer Goldmünzen ist eine Betätigung staatsbürgerlicher Gesinnung, die keinem schwer fallen kann. Millionen haben sich im Kriege von ihren Goldstücken getrennt, ungezählte Deutsche haben ihre letzten Goldstücke in der Inflation geopfert, um für ihre Kinder das Nötigste zu beschaffen. Was noch an geprägtem. Golde vorhanden sein mag, ist sicherlich beim einzelnen nicht viel, aber, wie gesagt, es kann sich noch um Millionen handeln, wenn man die Gesamtheit dieses Restbesitzes erfaßt. Daß das neue Deutschland mit seiner Leistung der stärkste Garant für die Erhaltung echter Werte ist, bedarf keines Beweises. Anderseits sott aber jeder wissen, daß das Dritte Reich seinen Gesetzen unnachsichtig Respekt zu verschaffen weiß. Daher handelt jeder in seinem Interesse und im Sinne des Volksganzen, wenn er -bis zum 31. August die alten Goldmünzen gegen deutsche Währung umtauscht. sind nun herum. Jedoch: Noch warten zwei Weizenäcker auf das Abmähen! Der Sonntag kommt! Der junge Bauer hat es wirklich nötig, sich von der schweren Wochenarbeit auszuruhen. Dennoch läßt er es sich nicht nehmen, die Uebungsftunbe seines Gesangvereins zu besuchen. Hier ist er ein geachteter und beliebter Sangesbruder. Gegen Mittag droht ein Gewitter. Heimlich kommen 15 Sangesbrüder, aber nicht mit Dirigentenstab und Noten, sondern mit Sensen und Sicheln hinterm Dorf zusammen. Zu ihnen gesellen sich noch andere Dorfgenossen, und dann hört man ein Rauschen der Sensen und fröhliches Geplauder der hilfsbereiten Kameraden. Einige mähen die Halme nieder, andere nehmen ab, und wieder andere binden die Garben. In kurzer Zeit sind zwei Weizenäcker abgemaht. Man geht auseinander mit dem stolzen Gefühl, ein gutes Werk getan zu haben. Und dann prasselt der Regen nieder, unaufhörlich bis in die Nacht hinein! Wenn dann am anderen Morgen der Jungbauer seinen Weizen schneiden will, dann wird er überrascht sein von dem Werk der „Heinzelmännchen". Er wird in Dankbarkeit all derer gedenken, denen Gemeinnutz vor Eigennutz geht und die ein nachahmenswertes Beispiel wahrer Dorf- und Volksgemeinschaft geben. Natsherrensihung in Alsfeld. n ib ib t- t« g it n r, n n Leo Frobenius' letzter Gang. Unter großer Anteilnahme wurden in Frankfurt a. M. die sterblichen Ueberrefte des Forschers Geheimrat F r o b e n i u s zur letzten Ruhe gebettet. Oberbürgermeister Staatsrat Dr. Krebs legte einen Kranz für die Stadt Frankfurt nieder und schilderte den kämpferischen Geist Frobenius', den Schwierigkeiten nicht hindern konnten, auf dem eingeschlagenen Wege fortzuschreiten. So stehe Frobenius vor uns als deutscher Forscher, deutscher Kämpfer und deutscher Mann. Der Rektor, Professor Dr. P l a tz h o f f, legte zwei Kränze nieder für die Universität Frankfurt und für die Philosophische Fakultät. Auch er schilderte Frobenius als einen Mann der Tat, dessen Schaffens- und Wissensdrang weit über die Grenzen einer Wissenschaft hinausgegangen sei. Der Vorsitzende des Kuratoriums der Deutschen Gesellschaft für Kultur-morphologie und des Forschungsinstituts für Kulturmorphologie widmete dem Verstorbenen einen warmen Nachruf; in den beiden Instituten werde weiter an dem gearbeitet werden, was Frobenius errichtet habe und roo-für er bis zu feinem Tode gearbeitet und gekämpft habe. 50 sichre Frankfurter Haupibahnhof. * Frankfurt a. M., 18. Aug. Der Frankfurter Hauptbahnhof, dessen mächtige Hollen auch heute noch als Höchstleistungen im Eisenkonstruktionsbau angesehen werden dürfen kann am heutigen Donnerstag auf eine 50jährige „Dienstzeit" zurückblicken. Der Bahnhof, damals „Central- 20 bis 25 Pf, Kose, das Stück 4 bis 9, Eier, deutsche, Klasse B 12, Klasse D ION, aussortiert 10, Wirsing, % kg 10, Weißkraut 8 bis 10, Rotkraut 10 bis 12, gelbe Rüben 12 bis 15, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 15 bis 20, Bohnen, grün 15 bis 25, gelb 20 bis 25, Tomaten 20 bis 35, Zwiebeln 10 bis 15, Rhabarber 10 bis 15, Pilze 50 bis 60, Kartoffeln, % kg 5 bis 6 Pf., 5 kg 50 Pf-, 50 kg 4 bis 4,50 Mark, Frühäpfel, V» kg 40 Pf, Falläpfel 12 bis 15, Pfirsiche 65, Brombeeren 40, Birnen 40, Pflaumen 50 bis 60 Pf., junge Hähne 1,10 bis 1,15 Mark, Suppenhühner 90 Pf. bis 1,05 Mark, Blumenkohl, das Stück 10 bis 50 Pf-, Salat 8 bis 15, Salatgurken 8 bis 35, Einmachgurken 1 bis 5, Endivien 5 bis 15, Oberkohlrabi 5 bis 8, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 15, Sellerie 20 bis 25, Radieschen, das Bündel 8 bis 12, Erbsen,^ kg 20 bis 28 Pf. ** Betriebsführer für b i e Abführung der 'Bürger ft euer haftbar ! Der Oberbürgermeister macht aus gegebenem Anlaß darauf aufmerksam, daß der Betnebsfuhrer für die Einbehaltung und Abführung der Burgersteuer für feine Gefolgschaftsmitglieder haftet. Große Strafkammer Gießen. Am Dienstag und Mittwoch verhandelte die Große Strafkammer gegen den E. W. aus Friedberg eine Anklage wegen Betrugs. Dem Angeklagten wurde zur Last gelegt, von einem Klienten, den er in einem Prozeß vertreten hatte, einen namhaften Betrag als Bahnhof" genannt, wurde am 18. August 1888 seiner Bestimmung übergeben. Erneute Wilderer-Festnahmen im Dillkreis. Zahlreiche Dassen und Gehörne beschlagnahmt. Lpd. Herborn, 17. Aug. Wie bereits gemeldet, haben Beamte der Kriminalpolizeileitstelle in Frankfurt a. M. in Verbindung mit den örtlich zuständigen Forst- und Polizeistellen eine Wilderer« Razzia großen Stils im Dillkreis durchgeführt. Die weiteren erfolgreichen Ermittlungen .ührten u. a. jetzt zur Festnahme von zwei Personen aus Dillbrecht, die sich der fortgesetzten Wilde- r e i schuldig gemacht haben. Bei einem der Festge- nommenen wurden neben Waffen 40 Gehörne beschlagnahmt, die aus der jahrelangen Wilderertätigkeit herrühren. Dieser Wilderer hat in verschiedenen Jasdbezirken von Hochsitzen aus Wild erlegt und sein Handwerk großzügig betrieben. Mancher Jäger hat neidvoll die starken Gehörne betrachtet, die im Sitzungssaal des Rathauses in Herborn ausgestellt und auf Veranlassung des Kreisjägermei- fters zusammen mit den zahlreich beschlagnahmten Gewehren, Pistolen, Tellereisen, Schlingen, Dolchen und einer Menge Munition, sowie Wildererbildern photographiert wurden. Die zuständigen Polizeidienststellen bitten weiterhin um Unterstützung ihrer Aufklärungsarbeit durch sachdienliche Hinweise und Angaben, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden. Es besteht auch die Möglichkeit, daß die Wilderer Volksgenossen gegenüber, die die Aufklärungsarbeit unterstützen, eine drohende Haltung einnehmen. Sollte das in irgendeinem Falle zutreffen, so ist unverzüglich die Kriminalpolizei zu verständigen, die für 2lbftel- I u n g sorgen wird. Lauterbach aus seinem Amt als Beigeordneter entlassen worden sei. — Das Ergebnis der bakteriologischen Untersuchung des Trinkwassers der beiden Alsfelder Wasserleitungen lautet nach dem Befund des Chemischen Untersuchungsamtes Gießen dahin, daß das Wasser hygienisch von einwandfreier Be- chaffenheit ist. Unfälle auf dem Lande. Die 52jährige Landwirtsehefrau Anna Häuser von Watzenborn-Steinberg glitt während des Dreschens aus und erlitt dabei im unglücklichen Sturz einen Armbruch. — Mit mehreren Rippen- brüchen, die er sich durch einen Sturz auf einer Treppe zuzog, mußte der 62jährige Karl Germer aus Klein-Linden in ärztliche Behandlung gebracht werden. — Durch einen Sturz vom Fahrrad zog sich der 17jährige Hans Momberger aus Treis a. d. Lumda eine schwere Knieverletzung zu. — Mit einer schweren Handquetschung wurde der 39 Jahre alte Arbeiter Rudolf Albach aus Burkhardsfelden, der zwischen zwei Rollwagen geraten war, zum Arzt gebracht. — Sämtliche Verunglückte wurden in die Chirurgische Klinik nach Gießen eingeliefert. Zwei alte Orte in einem Saalbuch nachgewiesen. b h 05 hr ie» ne in. in Nundfunkprogramm Samstag, 20. August. 5 Uhr: Frühmusik. 5.45: Ruf ins Land. 6: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gym- nastik. 8.30: Bäderkonzert. 9.30: Gaunachrichten. 9.40: Deutschland — Kinderland. 10: Schulfunk: Deutsche Schulen im Ausland. 11.45: Volk und Wirtschaft: Uebereifer schadet nur! 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Heute befiehlt bis 15 Uhr ganz allein der Hörer nur! Wunschkonzert. 15: Bilderbuch der Woche. 15.15: Mensch, ärgere dich nicht! 15.30: „La- terna magica.“ Ein heiteres Spiel mit unseren Pimpfen und Jungmädeln. 16: Nachmittagskonzert: Musik, die das Herz erfreut. 18: Zeitgeschehen. 18.30: Uebergabe der Tradition des ehemaligen Infanterie- Regiments 28 von (Soeben, anläßlich des 125. Gründungstages an das Inf.-Regt. 80. 19: Sportschau des Tages und für den Sonntag. 19.10: Blasmusik: Heimatklänge aus dem Hessenland. 20: Nachrichten. 20.10: Sternschnuppen. 22: Nachrichten. 22.15: Erdteil- Schwimmkampf Europa — Amerika. 22.30: .Wir tanzen in den Sonntag. 24: Nachtkonzert I. 2 bis 3: Nachtkonzert II. s? :ng sie. en! üb’ * Königsberg, 17. Aua. In unserer Gemarkung liegen zwei Felder, Die Namen führen, ■ über deren Bedeutung bisher nur ungewisse lieber« lieferungen bestanden. Das eine dieser Felder heißt „Atzenhausen", das andere „Eringshausen". Nach , mündlicher Kunde, für die bisher aber jeglicher schriftlicher Beweis fehlte, sollen auf diesen Teilen unserer Gemarkung Dörfer gestanden haben. Nun erst ist es einem hiesigen Einwohner gelungen, das Wissen um diese lleberlieferung zu festigen und die beiden Dörfer schriftlich nachzuweisen. Er fand im Staatsarchiv zu Darmstadt ein „Saal- b u ch" vom Amt Königsberg aus dem Jahre 1569. Beim Studium dieses Saalbuches, in dem, wie üblich, Besitztümer und Rechte der Aemter aufgezeichnet sind, fand unser Mitbürger die Namen von Einwohnern und die Ortsnamen selbst, die jene beiden Gemarkungsteile tragen. In diesem Saalbuch heißt es in Sachen eines Besitz- wechsels u. a.: „Claus Güttermann zu Atzenhausen drei Morgen hat Nike! Breitscher gibt 6 Mesten Acker zu Atzenhausen zwischen 3ringer Weißenbacher und den Windhausen, ferner an die Prangin hat Dreitscher Nike! Hilt 3Vr Morgen, 1. Viertel..." Der Ortsname Eringshausen ist in dem Saalbuch mehr als ein dutzendmal in gleichen Dingen genannt. Landkreis Gießen. # Allendorf (Lahn), 17. Aug. Dieser Tage konnte der hiesige Hilfsschaffner Karl Becker I. auf eine 25jährige Tätigkeit im Eisenbahndienst zurückblicken. Seine guten Charaktereigenschaften sicherten ihm jederzeit die Achtung und Anerkennung aller seiner Freunde und Arbeitskameraden, von denen er herzlich beglückwünscht wurde. # Daubringen, 17. Aug. Die N S. - K r i e - gerkameradschaft führte am vergangenen Sonntag auf dem hiesigen Schießstand ein E h r e n - nadelschießen durch. Die besten Ergebnisse erzielten die Schützen Ludwig Mohr mit 143 Punkten und Johann Reif mit 139 Punkten. Beide Schützen erhielten für ihre gute Leistungen die goldene bzw. silberne Ehrennadel des Kyffhäuserbun- des. — Am Samstag veranstaltete Der Gesangverein „Sängerlu st" in der lampion- geschmückten Hofhalle der Gastwirtschaft Schäfer einen Familienabend Vereinsführer Dpper begrüßte die Teilnehmer, besonders den Kreiswalter des Deutschen Sänv'rbundes Müller aus Gießen. Die im Laufe des Abends vorgetragenen Chöre wurden mit großem Beifall aufgenommen. — Am 21m 15. August haben die alten reichsdeut- chen Goldmünzen aufgehört, ein offizielles Zahlungsmittel zu fein. In Oesterreich wurden die rüheren Bundesgoldmünzen schon am 15. Juni außer Kurs gesetzt. Nun ist jeder Besitzer oder Sammler- in- und ausländischer Goldmünzen verpflichtet, spätestens bis zum 3 1. A u g u st der Reichsbank Mitteilung zu machen bzw. ihr seinen Goldmünzenbesitz zum Kauf anzubieten. Wer diese Verpflichtung nicht erfüllt, macht sich im Sinne der Devisengesetzgebung strafbar. Die Erfüllung dieser Vorschrift wird keinem Volksgenossen schwer fallen, denn die alten Münzen besitzen keine Kaufkraft im Geschäfts- Derf'e h r. Wieviel davon noch vorhanden sind, läßt sich schwer abschätzen, da viele Goldstücke zu Schmucksachen umgearbeitet, ober für Goldplomben verwendet worden sind. Diese Art der Verwendung ist von nun an selbstverständlich unzulässig, doch kommt eine Erfassung von Schmuckstücken nicht in Betracht. Es kann manche Zweifelsfälle geben, so z. B. wenn es sich um den Besitz wertvoller Münzsammlungen handelt, aber auch in solchen Fällen ist die Anmeldepflicht vorhanden. Die Reichsbank will in solchen Fällen darüber entscheiden, ob die Sammlung erhalten bleiben darf, sie wird aber dann unter die Kontrolle der Behörde gestellt sein. Wenn im Einzelfalle der Besitz goldener Zehn- und Zwanzigmarkstücke nur von geringem Umfange sein wird, so ist doch als sicher anzunehmen, daß es sich in der Gesamtheit um erhebliche Werte handelt, die der Reichsbank für ihren Goldvorrat eine wichtige Reserve zuführen. Wenn irgendwo, so gilt das Wort auch hier: viel Wenig machen ein Viel. Der einzelne Privatmann wird nicht geschädigt. An Stelle eines Zahlungsmittels, das längst nur noch in der Fiktion bestand, erhält er Honorar gefordertHy haben, mit Dem Hinweis, daß er diesen Betrag Zu einer Verhandlung vor dem Reichsgericht in Leipzig benötige, da enorme Auslagen hiermit verbunden feien. In Wirklichkeit hatte kein Termin stattgefunden, was Der Angeklagte vorher allerDings nicht wissen konnte. Die strafbare Handlung erblickte die Anklagebehörde darin, daß der Angeklagte von dieser Summe nichts zurück- erftattet und seinen Klienten auch nicht hierüber benachrichtigt hatte. Der Vertreter der Anklagebehörde hielt den Angeklagten auf Grund der beeidigten Aussage Des Belastungszeugen für überführt und beantragte eine Geldstrafe von 1800 Mark, an Stelle einer Gefängnisstrafe von zwei Monaten. Der Verteidiger setzte sich in längeren Ausführungen mit Der Glaubwürdigkeit des Zeugen auseinander und vertrat Den Standpunkt, daß dieser nicht die Grundlage einer Verurteilung des bisher vollständig unbescholtenen Angeklagten bilden könne. Er betonte weiterhin, daß der Angeklagte von der Summe, die einen Pauschalbetrag für seine gesamten Bemühungen darstelle, etwas zurückzuerstatten nicht verpflichtet gewesen sei und hielt es zumindest für ausgeschlossen, daß dieser dem Zeugen die Angelegenheit absichtlich verschwiegen habe, um sich auf dessen Kosten ungerechtfertigterweise zu bereichern. Dieser letzteren Ansicht schloß sich das Gericht im wesentlichen an und erkannte nach über zweistündiger Beratung auf Freispruch. vergangenen Dienstag oeranftalteten „Die lustigen Holzhackerbuam" im Saalbau der Wirtschaft Schäfer einen Bunten Abend. Die Lieder und Tänze der eigenen Ländlerkapelle und bas Singspiel „Mcin Glück ist a Hütterl!" wurden dankbar ausgenommen. wg. Großen-Buseck, 17. Aug. Der hiesige motorisierte Löschzug der F r e i w i l l i - gen Feuerwehr unternahm dieser Tage eine Uebungsfahrt nach dem Nachbarorte Beuern. Für die Hebung war angenommen, daß im höchst- gelegenen Punkte des Oberdorfes, in der Borngasse, ein Brand ausgebrochen sei, den die Pflichtfeuerwehr mit ihren Mitteln nicht bekämpfen konnte, weil das nötige Löschwasser in der Nähe nicht verfügbar ist. Der motorisierte Löschzug der Busecker Wehr setzte deshalb eine etwa 300 Meter lange Schlauchleitung am Krebsbach an und brachte damit das Wasser an die Brandstelle. Dabei mußten etwa 25 Meter Höhenunterschied überwunden werden. Die Hebung nahm einen tadellosen Verlauf und brachte Den Beweis, daß auch Die höchstgelegenen Anwesen des Ortes geschützt werden können. Trotz Der Länge Der Leitung und des Höhenunterschiedes ging das Wasser aus dem Strahlrohr noch auf etwa 1Ö Meter Höhe. Eine zweite Hebung fand dann an Der Hühnerfarm unD an Der Gastwirtschaft Bayer statt, die ebenso befriedigend verlief. Auch für diese Hebung waren 250 Meter Schlauchleitung und die Heberwindung von 30 Meter Höhenunterschied notwendig. 4- Gründ erg, 17. Aug. Das starke Gefälle der Gießener Straße ab Turnhalle bis zur Einmündung in die Londorfer Straße und Die Dortige scharfe Kurve um Die Metzgerei Schmitz bilden eine stete Gefahrenquelle für Öen starken Autoverkehr. Das zeigte sich wieder in der letzten Nacht. Ein ß oft aut o mit beladenem Anhänger kam im scharfen Tempo Die Gießener Straße herab. In Der Annahme, daß sie ihr Fahrzeug bei der abfallenden Kurve um Die Metzgerei Schmitz nicht mehr in Der Gewalt behalten würden, lenkten Die Fahrer im letzten Moment rasch nach der andern Seite, Die etwas ansteigt. Dabei hielt § Alsfeld, 17. Aug. In der jüngsten Ratsherrensitzung fand zunächst die Einführung und Verpflichtung des Ratsherrn Hans Buchham- m e r durch den Vorsitzenden statt, der an die Stelle des wegen Erreichung der Altersgrenze ausgeschiedenen Ratsherrn Ernst Zenth tritt. Unter Den Vorlagen stand der E r w e i t e r u n as- bau des Stadtschulgebäudes voran. Infolge Der anöerroeiten Organisation Des Berufsschulwesens sind zwei weitere Berufsschulklassen errichtet worden, für welche die erforderlichen Schulräume fehlen. Zu deren Beschaffung ist eine Erweiterung des Stadtschulgebäudes in Form eines Fachwerkbaues mit Leichtbauplattenverkleidung geplant. Der von dem Stadtbauamt vorgelegte Voranschlag beträgt 13 000 Mark. Dieser wurde genehmigt. Mit Der Erbauung soll alsbald begonnen werden, da Die Räume bis zum 1. November bezugsfertig sein müssen. Die Frage Der Heizung des Neubaues wirb zunächst noch unentschieden gelassen. Der Voranschlag für den städtischen S ch l a ch t h o f für das Rechnungsjahr 1938.weift insgesamt für Die Betriebs- und Vermögensrechnung in Einnahme und Ausgabe Den Betrag von 32 001,29 Mark auf. Er wurde in der vorgelegten Form genehmigt. Bezüglich Der Schlachthofgebuhren tritt keinerlei Aenderung gegenüber Dem Vorjahr em. Ein Gesuch um Heberlassung eines Hebungs- raumes für Den Musikzug Des Jungvolks rourDe nach Beratung zurückgestellt <3®e“5 Prüfung Der von verschiedenen Seiten gemachten Vorschläge. Unter Mitteilungen gab der Vorsitzende bekannt, Daß Der seitherige zweite Beigeordnete Ehrenklau auf seinen Antrag um Entbindung von seinem Amte im Einvernehmen mit Dem Beauftragten Der NSDAP, für Den Kreis Alsfeld- * Kinzenbach, 17. Aug. Heiß brennt Augustsonne auf die reifen Aehren Der Dorfflur. Bei Den Bauersleuten ist Hochbetrieb. Mancher hat große Mühe, seine Ernte zu bergen, Da es ihm an Arbeitskräften fehlt. Ein 16jähriger Oberschüler Des Dorfes vertauscht während der langen Sommerferien seine Bücher mit Harke, Sense und Sichel, um mit anzupacken. Bei einem Bauern, bei dem er Den größten Mangel an Arbeitskräften zu sehen glaubt, stellt er seine junge Kraft von morgens bis abenDs zur Verfügung. Aber die langen Ferien Kurt Haars (Bonn) Charakterkomiker, Hans Schlick (Schleswig) Chargenspieler. Wiederverpflichtet wurden: Anneliese Garbe, Rose Stirl, Gert Geiger, Hans Geißler, Vfttor von G s ch m e i D I e r , Peter Schorn, Hans Seitz, Karl V o l ck , Erich Weiland. Auch unsere Oper und Operette hat eine starke Hmbesetzung erfahren. Es wurden neu verpflichtet: Anni Assion (Kaiserslautern) dramatische Sängerin, Eva Eckert (Flensburg) 1. Operettensängerin, Ilse W i n h o l d (Pforzheim) 1. Altistin, Erwin Bugge (Berlin) Baß, Heinrich D u r st (Stettin) Tenor, Herbert H i r ch e (Halberstadt) 1. Baß. Wiederverpflichtet wurden: Friedel Fornallaz, Gustav Bley, Ernst-August Waltz und die musikalischen Vorstände Paul Walter, Joachim Pope l k a, Heinz Markwardt. Chor und Ballett sind durch einige neue Mitglieder erweitert worden. Das Werbeheft enthält ferner, außer Den Bildern i. ömonuame, vtuuutu u, u । । u u e i der neuverpflichteten Künstler, den Spielplan und Walter E r l e r (Düren) jugendlicher Komiker, Fried- Mitteilungen über die Vorteile und Vergünstigun- ~ .......* ' ' "" ~ ' gen der Platzmiete. Oer „V-Zug-Autobus" ist da! W. ß '*5 ; ■ ' >u ' 4<>zi -■ M :iW In einigen amerikanischen Städten wurde jetzt dieser Riesenautobus aus Leichtmetall mit einem Fassungsvermögen von etwa 140 Personen in Dienst gestellt. Aehnlich den O-Zug-Wagen sind die beiden Teile dieses Autobuszuges durch einen Gummibalg miteinander verbunden. — (Scherl-Bilderdienst-M.) 9JL-tfport GA.-Siandarte 116 — EA.- Brigade 147 5 : 3. sprung gewonnen wurde; unsere Läufer vergaben einen deutschen Sieg nur durch schlechten Stabwechsel. Gestern nachmittag fand das Rückspiel der Mannschaft der Brigade 147 gegen die Mannschaft der Standarte 116 auf dem Universitätssportplatz statt. Gleich zu Anfang wurde das Spiel in scharfem Tempo geführt. Man sah gute Ballbehandlung und schönes sicheres Zuspiel. Etwa 10 Minuten vor Halbzeit konnte die Standarte 116, trotzdem sie gegen den Wind spielte, durch eine schöne Vorlage des Rechtsaußen (Sturmführer Martin) das erste Tor erzielen. Kurz nach dem Anspiel brach aber die Sturmreihe der Brigade 147 durch und stellte den Ausgleich her. Roch einmal waren beide Mannschaften erfolgreich, so daß mit einem Ergebnis von 2:2 die Seiten gewechselt wurden. Die zweite Halbzeit wurde mit derselben An« griffslust auf beiden Seiten durchgeführt. Das Spiel gestaltete sich völlig offen, und manche Toraussicht für die Brigade scheiterte an der starken Verteidigung der Standarte 116. Roch dreimal konnte die Mannschaft der Standarte 116 einsenden und das Ergebnis auf 5:2 erhöhen. Durch einen gut gezielten „Elfmeterball" verbesserte die Brigade auf 5:3. Das Ergebnis entspricht dem ganzen Spielverlauf. Die Mannschaft der SA.-Standarte 116 hatte stärkere Durchschlagskraft und siegte verdient. Scharführer Schäfer (Standarte 116 — Leiter der Kampfspielgemeinschaft Fußball) leitete das Spiel mit großer Umsicht. Fußball: Hessen-Niederrhein in Kassel Ein Fußball-Gaukampf zwischen Hessen und Niederrhein wird am 23. Oktober in Kassel stattfinden. Die Rheinländer, die im vergangenen Fahr eine der stärksten Gaumannschaften ins Feld stellten, betrachten dieses Treffen als Generalprobe zum * Kampf gegen Ostholland am 6. November. Albert Richter zum sechstenmal Fliegermeister. Der Kölner Albert Richter verteidigt- am Diens- tagabend vor 10000 Zuschauern in Chemnitz den Titel des Deutschen Meisters der Berufsfahrer über die kurze Strecke gegen 14 Mitbewerber mit Erfolg. Damit gewann Richter die Meisterschaft zum 6. Male hintereinander. — (Schirner-M.) Blast zeigt neuen deutschen Rekord. . Das große leichtathletische Ereignis bildet in ledem Jahr in München das Hanns-Braun-Sport- fest, das diesmal seine besondere Bedeutung durch den Start einiger amerikanischer Leichtathleten erhielt. Bereits am Mittwochmittag wurden die Amerikaner von der Hauptstadt der Bewegung im Rathaus empfangen. Zum Abendsportfest hatten sich im Dante-Stadion über 10 000 Zuschauer eingefug.- dcn, die gute Leistungen zu sehen bekamen. Mit einer überragenden Leistung wartete der Wün«. dorfer Erwin B la s k im Hammerwerfen auf. Schon vor dem Länderkampf gegen USA. bewies er feine hervorragende Form durch zwei Weltrekord- würfe, die leider keine Anerkennung finden konnten In München verbesserte er nun den deutschen Re^ fort), den bisher Karl Hein mit 57,22 Meter hielt um drei Zentimeter auf 57,25 Zentimeter. Wöllke konnte sich im Kugelstoßen für seine Berliner und Dresdener Niederlage an dem Amerikaner Ryan revanchieren, wenn auch nur mit vier Zentimeter Unterschied. Einen'spannenden Kampf brachte wieder die 4 X 100 - Meter - Staffel, die von den Amerikanern nur mit einem Meter Dor- Harbig vor Beetham. Mehr als 20 000 Zuschauer wohnten dem Amerikaner-Sportfest (am Dienstag) in Dresden bei, in dessen Verlauf Meister H a r b i g , wie schon in Berlin, so auch hier in seiner Heimatstadt, den Amerikaner Beetham über 800 Meter schlagen konnte. Unser Bild gibt das wahre Kräfteverhältnis des Endkampfes wieder: ohne Anstrengung hält Harbig seinen Gegner, der diesmal verbissen bis auf Handbreite zu unserem Rekordmann auflief. (Schirner-M.) Das Ergebnis der Ostpreußenfahrt. Die Ausrechnung der Ergebnisse der Ostpreußenfahrt nahm noch die ganze Nacht in Anspruch und so konnten erst am Mittwoch die Preisträger bekanntgegeben werden. Don 225 gestarteten Fahrern erreichten noch 131 bewertete das Ziel. Von ihnen konnten 34 Einzelfahrer und a ch t Mannschaften mit der goldenen Medaille ausgezeichnet werden; 47 Einzelfahrer und vier Mannschaften erhielten silberne und 14 Einzelfahrer eiserne Plaketten. Der sechzehnjährige Hitlerjunge H. S z i e l a s k i erhielt mit seiner 242-com«NSH. die Höchstzahl von 300 Gutpunkten und wurde ebenso wie Frau Ilse Thoret mit der Goldmedaille ausgezeichnet. Kurze Sportnotizen. D rei deutsche Pferde, und zwar Erle (Brinkmann), Nome (Oblt. H. Huck) und Nora (^-Ustuf. Schmidt) belegten nach einem Stechen die drei ersten Plätze in einem schweren Jagdspringen, dem Mittelpunkt der Aachener Reiter-Wettkämpfe am Mittwoch. • B e i der Internationalen Golfwoche in Frankfurt a. M. sind die Titelkämpfe der Herren und Damen bis zur Schlußrunde gediehen. Bei den Herren bestreiten der Titelverteidiger Bentley (England) und der Deutsche Riemenschneider (Hannover), der am Mittwoch den nationalen Meister v. Beckerath (Krefeld) und den starken Iren McLoughlin schlug, das Endspiel. Bei den Frauen stehen die Meisterinnen von 1936 und 1934, oishwick (England) und Groos (Deutschland) in der Schlußrunde. ♦ tische Turner, die ihr Land 1940 bei den Olympischen Spielen vertreten sollen, werden in den nächsten Tagen nach Deutschland kommen, um hier Wettkampferfahrungen zu sammeln. Sie besuchen zunächst Hannover und dann Berlin. .Deutsche Kanufahrer kamen bei den fin° mschen Meisterschaften in Helsinki zu Meisterehren. Die Gebrüder Strathmann (Essen) siegten im Zweier-Kaiak über 1000 Meter vor den 'Finnen Johannsson-Heimberg. Im Einer-Kajak über 10 000 Meter, den Weltmeister Widm ar k (Schweden) gewann, belegte der Münchener Triebe unter 46 Teilnehmern den 12. Platz. ÄtemationaleModernerZlinfkampfderOWere Oblt. Lemp Sieger im Geländeritt. In Dresden begann am Mittwoch der internationale Moderne Fünfkampf, an dem auf Einladung des Oberkommandos des Heeres die besten schwedischen und finnischen Offiziere teilnehmen. Den Gästen wurde ein herzlicher Empfang zuteil. 18 Teilnehmer stellten sich am frühen Morgen Zum Geländeritt, mit dem der Fünfkampf begonnen wurde. In Abständen von fünf Minuten wurden die Reiter auf die Strecke geschickt. Auf dem Dresdener Heller war ein fünf Kilometer langer Kurs ausgesucht worden, der mit seinem trockenen Sandboden und den schweren Hindernissen größte Anforderungen an Pferd und Reiter stellte. Von den 20 Sprüngen mit bis zu 1,10 Meter Höhe waren wohl der Wassergraben, ein Holzstoß, ein Langholzwagen und ein besonderer Tiefsprung die schwersten. Als erster Bewerber legte der finnische Fähnrich Varti a die Strecke fehlerlos in 9:49 Minuten zurück, wurde aber bald von dem schwedischen Oblt. Freiherr E. G y l l n st i e r n a in 9:15 Minuten übertroffen. Nach ihm ritt Lt. Freiherr v. Schlot- heim (Deutschland) mit 8:36,1 Minuten die beste Zeit des Tages, zog sich aber am letzten Sprung dtei Fehler zu und fiel dadurch stark zurück. Die Zeit des Schweden wurde lange Zeit nicht mehr erreicht. Erst ziemlich gegen Schluß legte Oblt. Wiedemann (Deutschland) den Kurs in nur 9:09 Minuten zurück. Doch auch er wurde übertroffen, und zwar von dem Olympiateilnehmer und Fünfkampf-Sieger bei den Deutschen Wehrmachtmeisterschaften in Düsseldorf, Oblt. Lemp, der nur 9:07 Minuten benötigte und sich damit den ersten Platz sicherte. Insgesamt bewältigten zehn Bewerber den Kurs ohne Fehler. Alle Reiter erreichten das Ziel mit Ausnahme des deutschen Lt. Nielsen, der kurz vor Schluß wegen eines Sturzes ausschied. Erdleiikampf der Schwimmer. . Europa-USA. Die Reichshauptstadt erlebt wieder einmal große sportliche Ereignisse. Schlug am vergangenen Wochenende der große Leichtathletik-Länderkampf Deutschland — UdA. im Berliner Olympia-Stadion alles in seinen Bann, so wartet am 20. und 21. August der Schwimmsport mit einem ebenso beachtlichen Großkampf auf. Europa und USA. treffen in einem mit viel Spannung erwarteten Erdteilkampf zusammen. Schauplatz ist die olympische Kampfstätte im Schwimm-Stadion. Amerikas Schwimmer beherrschten einmal die internationale Lage in ähnlichem Maße wie ihre Leichtathleten. Während aber die Läufer, Spinger und Werfer aus USA ihre Vormachtstellung auch heute noch halten und dafür erst vor wenigen Tagen im Kampf gegen Deutschland den Beweis antraten, sind die amerikanischen Schwimmer nicht mehr allein tonangebend. Vor zwei Jahren glückte den Japanern der große Einbruch in die Schwimmfront der Amerikaner, und jetzt will Europa den gleichen Vorstoß wagen. Zunächst muß man feststellen, daß man nicht allzu viel von der Leistungsfähigkeit der Pankees weiß, die sich ja seit dem Olympiajahr sicher verändert hat. Einzelne Zeiten, die seitdem von USA. zu uns herübergedrungen sind, können keinen genauen Maßstab bilden, da mo,n ja nicht weiß, unter welchen Umständen sie zuftandegekommen sind. Den einzigen wirklichen Anhaltspunkt bot der erste Start der Amerikaner am Montag in Hannover. Aber hier ist zu berücksichtigen, daß die Gäste aus Hebersee möglicherweise noch von der Heberfahrt, dem Klimawechsel usw. angegriffen waren, so daß sie wahrscheinlich am Wochenende in Berlin schon .mit besseren Leistungen aufwarten werden. Heber 100 Meter Kraul hat der Amerikaner Peter F i ck beste Siegesaussichten, obwohl sein Gegner noch nicht einmal feststeht, da der holländische Europameister Hovinq plötzlich abgesagt hat. Gespannt sind wir auf die Auseinandersetzung zwischen dem Schweden Björn Borg und Ralph Flanagan über 400 Meter und 1500 Meter Kraul. Während die Aussichten auf der mittleren Kraulstrecke schwer zu beurteilen sind, sollte der Sie» ger über 1500 Meter nur Flanagan heißen. Unser Meister Joachim Balke hat in den beiden Brüste strecken gegen Wear son gute Aussichten und müßte vor allem die 200 Meter sicher gewinnen. Auch unser Rücken-Rekordmann Heinz Schlauch könnte die beiden Rennen im Rückenschwimmen gewinnen. Wie aber wird der Dresdener Europameister im Kunst- und Turmspringen, Erhard Weiß, gegen die starken Amerikaner Al Pat« nick und Elbert Root, den Olympia-Zweiten von 1936, abschneiden? Das ist neben den beiden Auseinandersetzungen Borg-Flanagan vielleicht die in» teressanteste Frage des ganzen Erdteilkampfes. In den beiden Kraul staffeln hat Europa' über 4X200 Meter entschieden bessere Aussichten als über 4X100 Meter. Dagegen sollten die beiden Deutschen Balke und Schlauch in der 400-Meter- Lagenstaffel für einen europäischen Sieg garantieren. Alles in allem kann gesagt werden: Zeigen die Pankees am Wochenende keine überragenden Leistungen, dann kann mit einem knappen Siege der Europa-Auswahl gerechnet werden. Wirtschaft. Oer deutsche Außenhandel im Juli. Fwd. Im Außenhandel Großdeutschlands betrug im Juli die Einfuhr 472,5 Mill. Mark, öie Ausfuhr 470,0 Mill. Mark. Gegenüber dem Vormonat ist die Einfuhr um 13,1 Mill. Mark ge- unken, dagegen hat die Ausfuhr um 33,8 Mill. Mark zugenommen. Die Handelsbilanz Großdeutschlands, die im Vormonat noch einen Einfuhrüberschuß von 49,4 Mill. Mark aufwies, war daher im Juli fast ausgeglichen. Die Einfuhr des A l t r e i ch s war im Juli mit 417,3 Mill. Mark um 12,2 Mill. Mark, d. h. nicht ganz 3 v. H., geringer als im Juni. Die Abnahme beruht ausschließlich auf einem Rückgang der Durch- chnittswerte; das Einfuhroolurnen war gegenüber dem Vormonat insgesamt nur wenig verändert. Im Bereich der Ernährungswirtschaft ist die Einfuhr von Juni zu Juli dem Wert nach um rund ein Zehntel gesunken. Auch mengenmäßig hat die Esn- uhr hier den Stand des Vormonats nicht erreicht. Abgenommen hat in erster Linie die Einfuhr von Lebensrnitteln pflanzlichen Ursprungs; jedoch war auch bei den übrigen Gruppen die Einfuhr etwas geringer, als im Juni. In der Hauptgruppe Gewerbliche Wirtschaft hat die Einfuhr von Rohstoffen und Halbwaren zugenommen. Dem Wert nach war die Steigerung in beiden Fällen allerdings gering, da die Erhöhung des Einfuhrvolumens durch sinkende Einfuhrpreise großenteils ausgeglichen worden ist. Die Einfuhr von Fertigwaren war gegenüber dem Juni unverändert. Die Ausfuhr des Altreichs ist von 402,8 Mill. Mark im Juni auf 439,4 Mill. Mark im Juli, d- h. um rund 9 v. H. gestiegen, und zwar beruht diese Zunahme im wesentlichen auf einer Erhöhung des Ausfuhrvolumens. Nach der Saisontendenz war mit einer Steigerung der Ausfuhr im Juli zu rechnen, da in diesem Monat regelmäßig der Jahres- zeitliche Herbstauftrieb einzusetzen pflegte Im Juli 1937 war die Steigerung ungefähr ebenso groß, in den früheren Jahren wurde sie jedoch nur selten erreicht. An der Zunahme der Ausfuhr im Juli waren in der Hauptsache Fertigwaren beteiligt. Ins- gesamt hat der Fertigwarenabsatz um 34,7 Mill. Mark zugenommen Hiervon entfallen 28 2 Mill Mark auf Enderzeugnisse und 6,5 Mill. Mark auf Dorerzeugnisse. Auch bei Halbwaren wurde das Dormonatsergebnis etwas übertroffen. Der Ablaß von Rohstoffen war dagegen unverändert Im Bereich der Ernährungswirtschaft wurde die Juniaus- fubr leicht unterschritten. Die Handelsbilanz des Altreichs schließt im Juli mit einem Ausfuhrüberschuß von 22 1 Mill. Mark. Rhem-Mainische ^öpse. Alittagsbörse schwach. Frankfurt a. M., 17. Aug. Die Börse war auf allen Gebieten weiter schwach. Don den verschiedensten Seiten kamen erneut Angebote heraus dagegen hat die Zurückhaltung der Käufer noch mehr zugenommen und auch sonst blieb die Aufnahme- bereitschaft überaus gering. Die günstige Entwicklung des deutschen Außenhandels im Juli blieb völlig einflußlos. Bei der Enge der Märkte stellten sich vielfach Verluste im Ausmaß bis zu 6 v. H ein, während die durchschnittlichen Rückgänge abermals 1 bis 2 v. H. betrugen. Verhältnismäßig behauptet lagen am Aktien- markt JG-Farben mit 142,50 bis 142 (142,25) Scheideanstalt mit «200 (200,50), und als einziges Papier fester lagen Metallgesellschaft mit 118,50 (117,50). Starke Rückgänge hatten Braunkohlenwerte, wie Rheinbraun auf 198,75 (204 75) und Ilse Genuß auf 124,75 (128,50), ferner gaben Kali Salzdetfurth auf 134 (140), Reichsbank auf 174,50 (178,50) und Daimler Motoren auf 117 (121,25) nach. Zellstoffaktien verloren bis 3 v. H. Am Elektromarkt gingen Siemens auf 178,50 (180,75), Lah- meyer auf 116 (117,50), Licht & Kraft, Felten und Schuckert bis 1,75 v. H. zurück. Von Bergwerkswerten ermäßigten sich unter Pari Hoesch auf 99,50 (100,40) und Mannesmann auf 98,50 (100,25), Vereinigte Stahl fielen auf 96,13 (97), Deutsche Erdöl auf 115,13 (116) und Rheinstahl auf 125,50 (126$. Maschinenaktien lagen bis 1,50 v. H. schwächer. Auch am Rentenmarkt war die Haltung überwiegend schwächer. Reichsaltbesitz 129 (129,25), Reichsbahn-VA. 121,75 (122), Städte-Altbesitz 135,75 (136), späte Schuldbuchforderungen 98,50 (98,75). Kommunal-Umschuldung gaben 5 Pf. nach auf 94,30. Industrie-Obligationen verloren zumeist 0,25 v. H., matt lagen Farben-Bonds mit 119,90 (121,25). Abendbörse nicht erholt. Die Abendbörse blieb unerholt. Auf den meisten Gebieten erfolgten weitere Abgaben. Obgleich sie keinen drängenden Charakter hatten, lösten sie bet der geringen Kaufneigung mit der unverändert ftar- fen Zurückhaltung überwiegend neue Rückgänge von durchschnittlich 0,50 bis 1 v. H. aus. Darüber hinaus verloren Conti Gummi 2 v. H. auf 179,50 und Metallgesellschaft 1,50 v. H. auf 117. Von Berg- werkswerten ermäßigten sich Verein. Stahl auf 95 (96), Buderus auf 99 (100), Mannesmann auf 98,25 (99), Hoesch auf .99,50 (99,75), Deutsche Erdöl auf 115 (115,25), während Rheinstahl mit 125,75 behauptet lagen. Die Faröen-Aktie gab auf 141,50 (142) nach, Scheideanstalt uno. 200. Am Elektro- markt vermochten sich Gessürel um 1 v. H. auf 122 Zu erholen, andererseits Licht & Kraft 120,25 (121), behauptet lagen Schuckert mit 155,50 und Bekula mit 143,50. Von Autoaktien bröckelten BMW. auf 135,50 (136) und Daimler auf 116,75 (117) ab, Adlerwerke uno. 100. Im übrigen notierten u. a. Rheinmetall mit 116 (117), AG. für Verkehr mit 109 (109,50), Bemberg mit 117 (117,50), frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 17. Aug. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W 9 196, W 11 198, W 12'199, W 13 200, W 16 203, W 18 205, W 19 207, W 20 209, Roggen RH 181, R 12 182, R 14 184, R15 185, R 16 187, R 17 188, R 18 189, R 19 191 Großhan- delspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste —, Futterhafer' —. Weizenmehl Type 812 W13 28,85, W16 28,85, W 18 28,85 W19 28,85, W 20 (Kreis Alzey) 28,85, W 20 (Kreis Worms) 29,20; Roggenmehl Type 997 R 12 22,45, R 15 22,80, R 16 22,95, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 50 Pf. Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W 13 10,75, W 16 10,90, W 18 11,00, W19 11,10, W 20 11,20, Roggenkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 16 10,25, R 18 ' 10,40, R 19 10,50 Mühlenfestpreis ab Mühlenstation. Treber —. Wiesenheu mit Besatz (bis ein Drittel) an minderwertigen Gräsern 5,00, Wiesenheu mit unerheblichem Besatz (bis etwa ein Zehntel) 5,80 bis 6,00, Erzeuger- preis ab Erzeuger-Verladestation; drahtgepreßt bis 40 Pf. Aufschlag. Weizen- und Roggenstroh —4 Tendenz: ruhig. frankfurter Schlachtviehmarkt. * Frankfurt a. M., 18. Aug. (Vorbericht.) Hm 10 Hhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 743 Rinder (143 Ochsen, 143 Bullen, 321 Kühe, 134 Färsen), 339 Kälber, 30 Hämmel, 14 Schafe', 640 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 35 bis 45 Mark, Bullen 34 bis 43, Kühe 20 bis 43, Färsen 35 bis 44, Kälber 35 bis 65, Hämmel 32 bis 48 Schafe 24 bis 31, Schweine 53 bis 60 Mark __ Marktverkauf: Rinder, Kälber und Schweine'zu« geteilt, Hammel und Schafe mittelmäßig.