m. 165 Erstes Blatt 188. Jahrgang Montag. 18.ZuliM8 LrjchetM tügttch, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monats-Bezugspreis. Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr e -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach» richten: Anzeiger Sietzea poftscheckkonto: gronffurt am Main 11686 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vruL und Verlag: vrühlsche UniverfitSttdruckerei R. Lange in Sietzen. Schristleitung und SeschSstrftelle: Schuistratze 1 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/.UHr des Vormittags Grundpreise für l mm tzöhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rps.. für Textanzeigen von70mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.25"/a mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rps., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts» u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Die imperialistische Verschwörung des Welljudenlums gemacht worden. Blum-Litwinow und Höre Belisha in einer Krönt gegen Deutschland * Garnisonen sind, und zwar geworfen hätten, die voller Läuse seien. Diese Ratten seien in deutschen Laboratorien gezüchtet worden und Träger von verschiedenen Krankheiten gewesen. Die Ratten wären in der Luft krepiert, die Läuse hätten den Kadaver verlassen und bei Menschen und Tieren neue Heimstätten gesucht. Ueberall, wo die deutschen Touristenflieger-Spione hingeflogen wären, seien kleine Epidemien ausgebrochen. Die Deutschen hätten so die Wirksamkeit ihrer Experimente feststellen wollen. In Frankreich seien nach englischen Behauptungen schon ähnliche deutsche Experimente Es dürfte sich hier nicht um Ratten gehandelt haben, sondern um weiße Mäuse, die die Redaktion des „Tyrano" infolge umfangreichen und anhaltenden Kognakgenusses gesehen hat. Delirium tremens ist ein Leiden, das bei Redakteuren vom Schlage des „Tyrano" schon öfter zu bemerken gewesen ist und das augenblicklich in besonderem Maße in der Redaktion des „News Ehronicle" grassiert. sei, wird diese Ansicht über Herrn höre Belisha in folgender weise vom oben genannten amerikanisch-jüdischen Blatt ausgesprochen: „Und höre Belisha! Angenehm, glatt und geschickt, ehrgeizig und kompetent, brodelnd und autoritär ... sein Stern ist' noch im Aufstieg. Er wird in den Fuhtapfen Israels in die Residenz in der Downigstreet 10 gehen, wo die Schicksale aller Untertanen des Königs beschlossen werden." Es wird dann darauf hingewiesen, daß der Aufstieg höre Belishas )ensatio- uell gewesen sei, daß er bei Lord Beaverbrook gelernt habe und es verstehe, zu erreichen, daß sein Name immer wieder hervortrete. Und dann folgt etwas, was jeder Engländer zehnmal lesen sollte. Es heißt: „3n knapp einem Jahr verwandelte dieser lebhafte und aggressive junge Wann die britische Armee, die eine äußerst schäbige, veraltete und völlig mangelhafte Ausrüstung hatte, in eine mechanisierte Kriegsmaschine von kriegsmäßiger Stärke... Und dieses schafft er in einer Welt, die Gefahr lief, etwas Aehnliches wie ein Misthaufen für Diktatoren zu werden." Die nationalsozialistische Bewegung hat niemals «einen amtierenden Minister eines anderen Staates persönlich angegriffen, weil sie auf dem Standpunkt Steht, daß jedes Volk sich jene Persönlichkeit zu Regierenden wählt, die es haben möchte. Wir haben diese Haltung nicht geändert, trotzdem wahrhaftig angesichts so mancher unverschämte Angriffe auf deutsche Staatsmänner alle Ursache dazu gewesen wäre, in ähnlicher Weise zu antworten. Wir gedenken deshalb auch heute nicht, den amtierenden britischen Kriegsministcr irgendwie persönlich zu apostrophieren. Nur scheint es uns als eine maßlose Frechheit seitens der Juden, die britische Arme e in dieser Weise zu beschimpfen. Selbst jeder Gegner Großbritanniens aus der Vergangenheit and Gegenwart hat vor dem britischen Soldatentum stets Achtung empfunden, und man hatte wirklich nicht einen Herrn Höre Belisha gebraucht, um aus dem englischen Volk einen Raleigh, Drake, Clive, Hastings, Elliot oder Nelson, hervorzubringen. Und dies ist ein charakteristisches Zeichen, wie das Juden- tum, wenn einer der seinigen an einen hervorragenden Posten gelangt, schon nach kürzester Zeit der Welt» einzureden bemüht ist, welches noch mie dagewesene Genie in wenigen Monaten aus «einem total verluderten Amt eine herrliche Organisation geschaffen habe. Auch daß Höre Belisha dann offen jüdijcherseüs als Nachfolger von Waldenburg, 17. Juli. (DNB.) Samstag morgen waren im gesamten Grenzgebiet von Trop- pau-Trautenau neue tschechische Mobili- sationsmaßnahmen zu erkennen. Die Straßen waren wieder militärisch besetzt. Es waren wieder Grenzsperren eingerichtet worden, man konnte mit dem Fernglas offene Geschütz- und Maschinengewehrstände erkennen. In vielen Gegenden wimmelte es von Militär. Braunau war mit Chamberlain genannt wird, gehört zu den nicht zu missenden anmaßenden Charaktereigenschaften des Judentums in der ganzen Welt. Nach dem Vorangegangenen heißt es weiter: „Es mag also geschehen, daß d i es e drei Söhne Israels (also Blum, Litwinow und höre Velisha) diekoalition bilden werden, die dem wahnsinnigen Nazi-Diktator, diesen größten Judenfeind der modernen Zeit, in die Hölle schicken wird, in der er selbst so viele von unseren Leuten zu verbannen versuchte." Mit diesen Dorten wird behauptet, daß auch der britische Kriegsminister nicht etwa die Interessen Großbritanniens vertritt, wenn er für die Verstäkung der britischen Wehrmacht sorgt, sondern daß er die britische Macht nur als ein Mittel betrachtet, um mit Hilfe des englischen Volkes die Vernichtung des Deutschen Reiches vorzubereiten. Und darüber hinaus wird ihm unterschoben, daß er in Verbindung mit Blum und Litwinow — die ja wohl nur als besonders hervorstechende Namen genannt werden — und damit in Einheit mit einer alljüdischen, über alle Staaten hinausgehenden Weltpolitik an einem Präventivkrieg gegen Deutschland arbeite: „In den Händen von Nichtariern liegt das Leben von Millionen!" Hier spricht ein jüdisches Blatt zynisch und offen aus, daß ine Absicht der jüdischen Weltpolitik darauf hinausgeht, Adolf Hitler zu stürzen und das Dritte Reich zugunde zu richten, nicht etwa, weil britische oder französische Interessen bedroht werden, sondern nur jüdische. Wir sind allerdings der Usber- zeugung, daß sich nur sehr wenige Zeitungen finden werden, um ihren Lesern davon Kenntnis zu geben. Die Juden können sich heute in der Welt die größten Unverschämtheiten und die frechsten Herausforderungen gestatten, ohne daß die beschimpften Völker in der Lage sind, diese Anmaßungen abzuwehren. Die britische Armee kann ungestraft von jüdischen Zeitungen als bloßes Werkzeug jüdischer Machtpolitiker bezeichnet werden ohne daß davon auch nur Notiz genommen werden darf in einem Lande, das so stolz auf seine Tradition, die Freiheit seiner Meinungen und auf die Größe seiner Neue tschechische Mobilisierungsmaß nahmen an der deutschen Grenze. Mißglückte Tarnungsmanöver. Sm Aussatz Alfred Rosenbergs. Berlin, 16. Juli. (DNB.) Der „Völkische Beobachter" veröffentlich einen Artikel AlfredRose n b e r g s , in dem es heißt: „The American Hebrew", eine in den Vereinigten Staaten erscheinende jüdische Zeitschrift, brachte in ihrer Ausgabe vom 3. Juni 1938 einen Aufsatz, der sich eingehend mit der jüdischen Weltpolitik befaßt und den Titel trägt: „Wird Eli Eli über Horst Wessel siegen?" In diesem Aufsatz wird gesagt, daß die Koalition zwischen England, Frankreich und Sowjetrußland sich gemeinsam dem siegreichen Zug des vom Erfolg berauschten Adolf Hitler entgegenstellen würde, und, ob nun zufällig oder mit Vorbedacht, in jedem dieser Länder st e h e an wichtig st er Stelle ein Jude. „In den Händen von Nichtariern liegt das Leben von Millionen." Dann wird ausgeführt: Leon Blum sei zwar zur Zeit nicht mehr Premierminister in Frankreich, aber Daladier habe die Schwere der Regierung — wohl nur für kurze Zeit — auf seine Schultern genommen. Blum sei ein hervorragender Jude, „er kann noch der Moses werden, der zur rechten Zeit die Schöne (das französische Volk) aus der Wüste führen wird." Danach wird sestgestellt, daß Litwinow, also der „russische" Außenkommis- Ifar, ein großer Jude sei, der zur Rechten Stalins sitze, „dieses kleinen Zinnsoldaten des Kommunismus!" Litwinow sei jetzt schon so groß geworden, daß er jedem Genossen aus der Internationale über den Kopf gewachsen sei, „mit Ausnahme des Wächters des Kreml mit blassem Gesicht." — Stalin wird sich freuen, daß die Blutgenossen des Litwinow, und dieser selbst wohl auch, ihn nur als ihr Werkzeug, als einen „Zinnsoldaten" betrachten. Don Litwinow wird dann gesagt, daß dieser „durchdringende und talentvolle Mann" den französisch-sowjetrussischen Pakt erfunden und in die Tat um gesetzt habe. „Er war es, der Roosevelt hineinlegte ... bezüglich der Errichtung der Handelsbeziehungen ... Er war es, der bis zur Grenze der diplomatischen Erfolge gegangen ist, indem er das konservative, von den Eton-Schülern in Zylindern regierte England zwang, in freundschaftlichste Beziehungen zum großen Rußland zu treten. Mit diesen Eton-Schülern ist offenbar in erster Linie Herr Eden gemeint, dem sowjetrussische Sympathien notorisch sind. Nachdem schon andere jüdische Zeitungen und Zeitschriften ihre Meinung über den jetzigen britischen Kriegsminister dobin geäußert haben, daß er zweifellos der kommende Premiermini st er Englands Kraft ist. Zum Schluß des jüdischen Artikels heißt es dann, nachdem die Koalition der drei Söhne Israels zur Vernichtung Deutschlands gepriesen wurde: „Es ist so gut wie sicher, daß diese drei Nationen (also die von den drei Juden geführten Franzosen, Engländer und S o w j e t r u s s e n), verbunden durch viele Verträge, die eine tatsächliche, wenn auch nicht schriftlich festgelegte Allianz darstellen, S ch u l t e r a n Schulter stehen werden, um spätere Schritte Hitlers nach Osten abzuwehren, denn der Befehl, der den ersten Nazi im Paradeschritt über die tschechische Grenze schickt, würde den Funken bedeuten, der Europa in die Vernichtung stürzt."'Und triumphierend: „Und wenn der Rauch der Schlachten sich verzogen, die Trompeten nicht mehr schmettern und die Kugeln aufgehört haben, zu pfeifen, dann mag ein Bild erscheinen, das den Menschen zeigt, der Gott spielen wollte, den Haken- kreuzchristus, wie er nicht gerade sanft in die Grube hinab fährt, während die drei Nichtarier ein gemeinsames Requiem an stim - m e n, das auffallend an ein Gemisch aus der Marseillaise, dem „God save the fing" und der Internationale erinnert und ausklingt in das blendende kriegerische, stolze und angriffslustige Finale: „Eli, Eli". - . In diesem Rachepsalm der Juden Amerikas tritt ein Imperialismus hervor, demgegenüber eine Forderung einer anderen Nation verschwindend erscheint. Der Haß der Juden gegenüber dem europ-äischen Menschen hat hier einen historischen Niederschlag gefunden: der Haß eines als minderwertig Erkannten, der doch glaubt, schon derart sich in das europäische Leben eingefressen zu haben, daß er nicht mehr aus- geschioden werden kann. Dieser Glaube hat angesichts des Geisteszustandes in vielen Staaten zweifellos seine Berechtigung, um so mehr, wenn man lieht daß der Jude nicht nur verteidigt wird, sondern' daß die ganze Welt widerhallt vorn Geschrei, wenn das deutsche Volk sich von seinen Schmarotzern befreit, und wenn andere Völker, die gesunden wollen, einen ähnlichen Weg einschlagen, um wieder zu einer arteigenen Kultur und zu einem wirklichen Volksstaat zu gelangen. Alle Völker sind für Jehova da, alle Nationalhymnen gehen unter in Eli Eli!!" des hebräischen Rachegesanges. Und die '„drei Nichtarier" halten dazu die Totenmessen. Wilde Hitzephanlasier». Eine französische Wochenschrift sieht fliegende Ratten als Bazillenträger. Berlin, 16. Juli. (DNB.) Wie erst jetzt bekannt wird, hat die französische Wochenschrift „Tyrano^ am 8. Juli einen Artikel „Seltsame Experimente veröffentlicht. Darin wird behauptet, daß nach einem Geständnis eines angeblich in England verhafteten deutschen Arztes deutsche Sportflieger m England aus einer Höhe von 500 Meter Ratten herab- Ein gefährliches Spiel. Berliner Montagsblätter entlarven die durchsichtige Taktik des tschecho-slowakischen Pressebüros. Prag und der S l ö w a k e i, die zum Teil keine Regimentsnummer tragen. Die am Samstag früh bei einer Reihe Landwirte ooraenommenen R e - quirlerungen von Gespannen und Wagen sind bisher nur zum Teil aufgehoben worden; ebenso ist den Landwirten, obwohl sie mitten in der Ernte stehen, das Betreten gewisser Gebietsteile an der Grenze nicht gestattet; dabei ist das Wetter für die Einfuhr des Roggens günstig. Auch im Glatzer Schneegebirge sind in der Nacht zum Samstag die Garnisonen durch Truppenteile aus dem inneren Staatsgebiet verstärkt worden. An einer Reihe von Brücken stehen Posten unter Gewehr, die in den letzten 14 Tagen nicht mehr sichtbar gewesen waren. Bei Braunau waren noch in der Nacht zum Sonntag die Grenzstraßen zum Teil gesperrt ein außerordentlich lebhafter Verkehr militärischer Lastkraftwagen war im Grenzgebiet zu bemerken. Zu den nach Braunau vorgelegten Truppenteilen gehören zahlreiche Reservisten, die angeben, daß sie am Mittwoch und Donnerstag mit sechsstündiger Frist Stellungsbefehle zu einer zwei» monatigen Hebung erhalten hätten. Aus diesen Angaben geht hervor, daß es sich um M o - bilisierungsmaßnahmen handelt. Die Reservisten sind am Freitag in Prager und Preß- burger Kasernen eingekleidet und dann unter Führung von Offizieren in Sonderwaggons mit planmäßigen Zügen nach Trautenau geschafft worden, von wo aus sie mit Lastkraftwagen mit anderen Transporten zusammen nach Braunau gebracht und den bärtigen Truppenteilen zugeteilt wurden. einem neuen Regiment belegt worden. Während so am Samstag in dem gesamten sudetendeutschen Grenzgebiet außerordentlich reges militärisches Leben herrschte, wodurch die sudetendeutsche Bevölkerung erneut stark beunruhigt wurde, sind am Sonntag die Grenzstraßen und -wege plötzlich wie ausgestorben. Lediglich in den frühen Morgenstunden bemerkte man kleinere Truppenabteilungen, die damit beschäftigt waren, die am Samstag errichteten Grenzsperren wieder zu beseitigen. Diese Posten sind über Nacht offenbar eingezogen oder so placiert worden, daß sie von der Grenze aus nicht mehr sichtbar sind. Die im unmittelbaren Grenzgebiet sichtbaren Geschütz- und Maschinengewehrstände, deren Lage nach den Mobilisierungsmaßnahmen vom Mai der gesamten Grenzbevölkerung genau bekannt ist, sind am Sonntag wieder verdeckt und die Panzerkuppeln geschlossen, während am Samstag die Geschützrohre deutlich erkennbar waren. Zahlreiche Passanten teilen jedoch übereinstimmend mit, daß sowohl in Braunau wie in Trautenau und Nachod d i e erheblich verstärkt worden durch Truppenteile aus Berlin, 17. Juli. (DNB.) Zu den auf die Vorgänge im tschecho-slowakischen Grenzgebiet Bezug nehmenden deutschen Pressemeldungen und den gewundenen Gegenerklärungen des Tschecho-Slpwaki- schen Preßbüros nehmen die am Sonntagabend in Berlin erschienenen Montagsblätter in längeren Kommentaren Stellung. Die „M o n t a g s p o ft" schreibt: Das Tschecho-Slowakische Preßbüro hat es für nötig gehalten, nach den einwandfreien Feststellungen des Deutschen Nachrichtenbüros über u m - fangreiche militärische Bewegungen des tschechischen Heeres im schlesischen Grenz raum, statt den Versuch zu machen, die Feststellungen im einzelnen zu widerlegen, einen scharfen Angriff gegen das DNB. zu reiten. Es versteift sich dabei zu dem mit drohend -rhobe- nem Finger gegebenen Rat, daß Deutsche Nachrichtenbüro möge seine Meldungen gründlicher nachprüfen. Das amtliche Tschecho-Slowakische Preßbüro sollte lieber an den 21. Mai und die Wochen danach denken, ehe es den Versuch macht, anderen wegen der Veröffentlichung von Feststellungen, die der Tschecho-Slowakei unangenehm sind, Ratschläge zu erteilen. Wir erinnern noch an die Meldungen von angeblichen großen deutschen Truppenzusammenziehungen an der Grenze der Tschecho-Slowakei und einen angeblich bevorstehenden deutschen Angriff, Meldungen, die restlos und frei erfunden waren und denen auch nicht die gering st e Tatsache zugrunde lag, die etwa in dieser Richtung hätte gedeutet werden können, die aber trotzdem als Begründung für die Mobilisierung des tschecho-slowakischen Heeres dienten. Nach weiteren Meldungen aus dem Grenzgebiet hat man offenbar sehr rasch dort Ruhe geschaffen, denn, wie jetzt gemeldet wird, find nicht nur die am Samstag erkennbar gewesenen militärischen Maßnahmen rückgängig gemacht, sondern sogar Posten eingezogen oder g e g e n S i ch t gedeckt ausgestellt worden, damit sich den etwa im Grenzgebiet auftauchenden Journalisten ein harmlos friedliches Bild bietet. Nach einer yeute in Prag vorbereiteten Lesart habe es sich bei den militärischen Bewegungen um umfangreiche Truppenablösungen und einen Reservistenaustausch m einer Reihe von Befestigungsanlagen gehandelt. Wir haben nicht die Absicht, eine Diskussion mit der Tschecho-Slowakei über diesen Punkt einzugehcn. Was erkennbar war, hat jedenfalls ausgereicht und genügt, die Bevölkerung erneut z u b e - unruhigen und die Stimmung zu verschärfen. Vielleicht haben einzelne tschechische Lokalbehörden sogar in gutem Glauben gehandelt, als sie ihre Dementis Herausgaben: denn es ist ja von früheren Ereignissen her bekannt, wie groß die Kluft zwischen den Wünschen derPolitiker in Prag und den Handlungen des Militärs im Lande und ebenso zwischen den Anweisungen der Zentralbehörden und der Ausführung durch die Lokalbehörden ist. Wie oft z. B. haben die Zentralbehörden sudelendeutsche Veranstaltungen erlaubt, die dann von den Lokalbehörden kurzerhand unmöglich gemacht wurden. Wie oft sind den Sudetendeutschen von dem Vrinisterium in Prag Zusicherungen gegeben worden, die die lokalen Behörden nicht einhielten. Es sei nur daran erinnert, daß noch vor einer Reihe von Wochen die Regierung in Prag Deutschland die feste Zusicherung gab, daß nach der Fülle von tschechischen Grenzverletzungen für tschechische Wili- tärftieger das Ueberfliegen einer Grenzzone von zehn Kilometer verboten sei, und dann trotzdem die Grenzverletzungen fortgesetzt wurden und die unter militärischen Instanzen gar nicht daran dachten, die Zusicherungen der Regierung in Prag ernst zu nehmen. Wan kann jedenfalls dem Tschecho-Slowakischen Preßbüro nach dem ganzen Vorfall nur die Lehre geben, sich lieber besser im eigenen Lande zu uniformieren und nicht leichtsinnig Dementis auszugeben, als sich zum Richter über Woral und Anstand in der Presse aufspielen zu wollen. Denn diese Richlerrolle liegt weder dem Tschecho-Slowaki- schen Prehbüro noch einer gewissen Presse in Prag, die in der Greuelverbreitung so große Leistungen vollbracht hat, daß sie sobald nicht geschlagen werden kann. „Hunderte von Reichsdeutschen", so betont der „Monta g", „haben am Samstag militärische Bewegungen jenseits der gemeinsamen Grenze mit der Tschecho-Slowakei beobachtet. Truppen wurden in Marschkolonnen gesehen. In der Tschecho-Slowakei haben Truppentransporte auf den Bahnen aus dem Innern des Landes in das sudetendeutsche Gebiet stattgefunden. Diese Tatsachen st e h e n e inwandfrei fest. Sie sind im Rahmen der Ge- j JamteninHtfhing des judetendeutschen Problems von Seit) größere den sollen. fid) ,nJlk ne^Srtfl auf Wahrung der staatlichen Autorität auf außenpoliti» schem Gebiet, auf militärischem und finanziellem Gebiet gewähre es allen Volksgruppen eine Selbstverwaltung, die weitgehend den nationalen Belangen entsprechen würde. Es frage sich aber, ob dieses Statut die Minderheiten zufriedenstellen würde. Hodscha habe es bereits drei Minderheitenabordnungen zur Kenntnis gebracht. Die ungarische unter Führung Ester-, hazys habe eine negative Antwort erteilt, die polnische Abordnung unter Führung von Wolf und Jung habe weder Ja noch Nein gesagt, und die deutsche Abordnung unter Führung von Kundt habe die Verhandlungen zuerst in die Länge gezogen, dann aber einen Gegenvorschlag zutage gefördert, der bestrebt sei, eine Angleichung an die acht Karlsbader Punkte zu finden, und der ebenfalls vom gesetzlichen Standpunkt ein juristisches Monstrum darstelle. Dieser Gegenvorschlag habe zum Ziel, aus den Sudedendeutschen einen Staat im Staate zu machen, einen totalitären Staat in einem demokratischen, und der Führer dieses Staates, Henlein, würde nach dem Vorschlag als Präsident dieses Staates im Prager Ministerrat und im Rat der nationalen Verteidigung sitzen. Ja, noch mehr, er würde das Vetorecht gegenüber allen Beschlüssen der tschechischen Regierung einlegen, und die Armee würde nach diesem Plan in sudetendeutsche und in tschechische Einheiten eingeteilt werden. Hodscha habe nichts anderes tun können, als diese Vorschläge abzuweisen, woraufhin jedoch die Sudetendeutschen sich entschlossen hätten, kurz und bündig die Verhandlungen abzubrechen. Die deutsche Mystik habe bei ihnen über die Vernunft und den Realismus gesiegt. Man frage sich, ob dies ihre endgültige Antwort zu den Prager Vorschlägen darstelle. Dies hänge ebenfalls »von den Instruktionen ab, die Hitler Henlein in Berchtesgaden erteilen werde und die man zur Zeit noch nicht ganz wisse. In sudetendeutschen Kreisen zeige man Festungswerke * Paris, 16.Juli. (DNB.) Der „Paris Midi" glaubt, nähere Einzelheiten zu dem von der Prager Regierung ausgearbeiteten Minderheitenstatut machen zu können, das am 20. Juli dem tschechischen Parlament vorgelegt werden solle. Das Statut gliedere sich in drei Gesetze: 1. Ein Gesetz über das Unterrichtswesen. Hier komme man den Wünschen der verschiedenen Minderheiten entgegen, zumal die bereits zahlreichen deutschen, ungarischen, polnischen und rutheNischen Schulen noch stark vermehrt, der Unterricht in den Schulen selbst reorganisiert und das Schulprogramm geändert werden soll. Der tschechische Staat werde alles in allem die Leitung der Schulen den Minderheiten selbst überlassen. 2. Das zweite Gesetz betreffe die Beamten. Es werde jeder Minderheit und Verwaltungsstelle eine Anzahl von Posten überlassen werden, die der Stärke der Minderheiten proportional entsprechen solle. Die Deutschen beispielsweise, die 22 v. H. der Bevölkerung ausmachten, würden das Recht auf 22 v. H. der Staatsstellen haben. Sie würden sich in Zukunft nicht mehr darüber beklagen können, daß sie nur drei Beamte im Landwirtscyaftsministe- rium hätten. Die Rekrutierung der neuen Minderheitenbeamten werde sehr liberal gehandhabt wer- den und praktisch durch die Minderheiten selbst bestimmt werden. 3. Das dritte Gesetz betreffe die Zuerteilung von Landtagen an die vier Provinzen Böhmen, Mährisch-Schlesien, Slowakei und Kar- patho-Ukraine sowie deren Unterteilung in nationale Kurien. Mit anderen Worten würden die vier Provinzen eine weitgehende Autonomie genießen, und innerhalb jedes Landtages würde jede Nationalität ihr eigenes kleines Parlament — ihre nationale Kurie — haben, die für alle Fragen der Nationalitäten zuständig wäre. Dieses letzte Gesetz stelle ein wahres Kun st werk auf konstitutionellem Gebiet dar. Unter vollständiger der seht durchgeführlen mililärischen TNahnah- men war. 3n das gleiche Kapitel gehört das Geheimnis um die dreijährige Dienstzeit. Die Regierung in Prag hat bis heute dem Parlament noch keine Aufklärung über ihre Absichten in dieser Frage machen können. Offenbar bestehen völlig verschiedene Absichten. Die militärischen Stellen handeln aber auf eigene Faust. weih man an den verantwortlichen politischen Stellen in Prag, was mit diesen Truppenbewegungen bezweckt wird? Es hat sich hundertfach erwiesen, daß die Verbindung zwischen den unteren Stellen und der Prager Regierung sowohl in der Vermal- tung als auch beim Heer nicht besonders eng ist. Die Staatspolizeiämter handeln nach eigenem Ermessen und kümmern sich nicht um die Anordnungen von Prag. Die militärischen Machthaber in den Grenzgebieten tun, was s l e w o l l e n. Vei der Spannung, die zwischen Deutschland und der Tschecho-Slowakei durch die einseitige Schuld der Tschechen seit Ende Mai besteht, sind solche militärischen Bewegungen immer ernst zu nehmen. Die tschechische Presse hat in den letzten Tagen wieder Kurs in Richtung Terror und Gewalt genommen. Sie hat sich an der Lügenaktion gegen Deutschland erheblich beteiligt. Don französischer Seite ist ihr, wie der Artikel des einstigen französischen Luftfahrtministers Pierre Cot beweist, zugeflüstert worden, daß die Tschechen der wichtigste Faktor bei einem Angriffskrieg der Volksfront auf Deutschland sind. Bei solcher nicht von Deutschland hervorgerufenen Spannung können auch „Truppenablösungen", um die es sich nach neuesten Informationen aus Prag bei den beobachteten Truppenbewegungen gehandelt haben soll, äußer st ernste Wirkungen haben. MUS groß geworden, sich für dqs Schicksal seiner Volksgenossen jenseits der Grenze zu interessieren begann, habe die tschechische Regierung Alarm geschlagen. Sie habe bereits ein. Bündnis mit Frankreich gehabt, und bann 1935 das Militärbündnis mit S o w j e t r u ß l a n d geschlossen, womit sie selbst ihr Schicksal heraufbeschwor, da die Bolschewisten die ärgsten Feinde des Reiches seien. In ihrer Aufregung über den Anschluß Oesterreichs hätten die Tschechen dann von Reformen zu reden begonnen, aber das sog. Nationalitätenstatut sei offensichtlich nur dazu bestimmt gewesen, Zeit $u g e ro i n = n en. Die tschechische Regierung hoffe letzt, daß eine unvorhergesehene Wendung in der internationalen Lage eine Möglichkeit bieten werde, der Strafe für ihre Missetaten zu entgehen. Truppen beladen waren. ... seit Samstagfrüh an der Grenze sechs vollbeladene Wagen mit Steinen für d i e Wegsperre. An der Straße nach Braunau kann man mit bloßem Auge Schützenlöcher, die mit leichten Maschinengewehrtrupps besetzt sind, und Artillerieheobachtungspunkte erkennen, an denen ein lebhaftes Kommen und Gehen herrscht. „Em wahres Kunstwerk." Wie man mit dem Nationalitätenstatut die Volksgruppen hintergehen will. Der ins Waldenburger Grenzgebiet entsandte Sonderberichterstatter des „Zwölfuhr- bluttes" meldet: Im Grenzgebiet von Ober-Wüste- giersdorf wimmelt es feit Freitag von tschechischen Gendarmeriebeamten und Grenzjägern. In den Grenzbefestigungen sind neue Truppenteile eingetroffen, die zum Teil die bisher dort diensttuenden Truppen abgelöst haben, zahlenmäßig aber stärker sind als die bisher dort diensttuenden Truppen, so daß an verschiedenen Stellen im Walde Zeltlager aufgeschlagen wurden. Auch in Politz und in Trautenau sind in der Nacht zum Samstag größere Truppenverbände angekommen und auf den Bahnhöfen ausgeladen worden. Wie sich herausstellt, sind bei einer Reihe Straßen auch am Sonntag die Grenzsperren noch vor- Händen, und zwar stets über die eine Straßenhälfte, während die andere frei ist. Von Grenzbeamten ist beobachtet worden, daß in der Nacht zum Sonntag Augenzeugen herichten. Fortdauer der militärischen Vorbereitungen im Grenzgebiet. Deutschland will Frieden mit dem französischen Volk. Gauleiter Bürckel gegen hie Kriegshetzer. - Das Grenzland erhebt seine Stimme für den Frieden. durch Weckersdorf eine große Zahl von geschlossenen Militärlastkraftwagen fuhr, die mit ' ' ‘ Bei Merkelsdorf stehen tiefe Erdstellen auszuheben, Betonklötze zu versetzen und umfangreiche Befestigungsarbeiten durchzuführen. Es ist offensichtlich, daß an dieser Stelle ‘ angelegt wer- Sie sn.P-L'w ""“" freier der erst " ^ur beunrM bfl U- £ ®ir W’,in ?er U\W Mensch aUL;(j die bolschew'st^ ruhe zu Nen.' News Chronic Lüge zu verbre' k.6 sich wieder daß die ösfentlu von Moskau in (er Unruhe w Spannung ernt auch °us diese machen- P-"» ® London und Pc die Prager Rec Nationalitäten r- Nationalitätensti werden, auch w Prager Väter Wechselbalg zu stand, daß ube tuts nur hopfe] Gutes erwartei sollte, MS u Statuts zu be lich in der Do sailles in Sac sie selbst dafü wesen. Es gib in denen die für jede zahl Minderheit h forderten, in Lausitz und । An all das mehr erinne Midi" melde Volksgruppen geben, ober h eigene ütoltäu ist kennzeichne Heer mit tschk großer Bedeutung. In Deutschland wurden die Tatsachen bekanntgegeben. Sofort „dementiert" man in Prag. Der Gesandte der t s ch e ch o - s l o w a - kischen Regierung gab in Berlin die Erklärung ab, daß eine „M obilisierung der tschecho - slowakischen Armee" nickt stattgefunden habe. Dementiert wird also, was gar nicht behauptet wurde. Das ist ein Beweis, daß die beobachteten Tatsachen gar nid)t geleugnet werden können. Das Dementi offenbart aber wieder einmal, daß man bei jeder Aeußerung, die von Prag kommt, zwischen dem Willen ober ber Absicht,bes einen ober anderen Ministers und den Handlungen derer zu unterscheiden hat, die aus eigenen Stücken Politik gegen die Sudetendeutschen und gegen Deutschland machen. Der tschecho-slowakische Ministerpräsident verhandelte mit den Volksgruppen über einen Plan, der nicht einmal von den Parteien gebilligt ist. auf deren Stimmen bei einer parlamentarischen Entscheidung Hodza angewiesen ist. Er kann wegen eines an sich völlig unzureichenden Planes schon gestürzt werden. Auf welcher Seite stehen nun bie Männer des tschecho-slowakischen Generalstabes? Sicher nicht bei Hodza, denn sie haben sich in der Krisis von Ende Mai und Anfang Juli alsdieradikal st en Verfechter der Hetze und des Terrors gegen die Su- defendeutschen erwiesen. Sie haben damals mit den tschechischen Terrororganisationen gemeinsame Sache gemacht. Als Deutschland gezwungen roar, entschiedene Proteste in Prag wegen der dauernden Grenz- vertehungen durch tschecho-slowakische Flieger zu erheben, gaben hodza und krofta die Erklärung ab, daß die militärischen Flugzeuge zehn Kilometer hinter der gemeinsamen Grenze gehalten werden würden. Kein 5 o t b at h a t sich an diese Anweisung gehalten. Erst in den letzten Tagen hat sich eine neue Grenzverletzung ereignet, die nur das Vorspiel mit ber SBieberoereinigung bes Saarlcmbes mit bem Deutschen Reich alle territorialen Fragen zwischen uns unb Frankreich e n b g ü 11 i g gelöst sinb. Es kann sich also für Herrn Pierre Eot nur darum handeln, den schürenden Sowjetrussen Hilsdienste zu leisten. Er hat ia auch in der Spa- nienfrage alles getan, was ein Beauftragter Sowjetrußlands tun kann. Wir können aber nicht annehmen, daß das französische Volk Bundesgenosse ber Welt- revolution sein will. Ich glaube, eine Volksbefragung in Frankreich unb Deutschland ob die beiden Völker ein ewiges Bündnis für den Frieden fchlie- ßen wollen und bereit find, alle Garantien für die- Jen Frieden zu bieten, würde mit einem einzigen Ja beantwortet werden. So soll auch diese Kundgebung ein großes Bekenntnis zum Frieden mit unseren Nachbarn jein, aber auch ein Bekenntnis zu der Entschlossenheit, jedem Versuch, diesen Frieden zu brechen, so gegen- überzutreten, wie man das gegenüber einem Verbrecher tun muß. Berlin, 18.Juli. (DNB.) lieber die Vorgänge im tschecho-slowakischen Grenzgebiet meldet der in das Riesengebirgsgebiet entsandte Sonderberichterstatter des „ZwölfuhMattes" folgendes aus Hirschberg: Seit Donnerstag voriger Woche beobachtet man an der 1050 Meter hoch gelegenen schlesischen Grenzbaude bei Schmiedeberg, daß jeden Tag vier tschechische Offiziere, Soldaten unb Zivilisten mit Vermessungsgeräten wichtige Vermessungen am Walbrand von Ober- Kleinaupa, im Sichtfeld ber schlesischen Grenzbaube gelegen, vornehmen. An den vermessenen Stellen rammen dann die Soldaten weiße Pfähle mit rot angestrichenem Kopf ein. Wie schon an vielen anderen Stellen, so werden auch hier nach diesen Vorbereitungen in den nächsten Tagen Tank- fallen gebaut werden. Am Waldrand von Kolbendorf in Richtung auf die schlesischen Grenz- bauben sind Maschinengewehrnester her- 'gerichtet worden, bie jedoch nur nachts besetzt sind, während sich am Tage die Schützen in den Wald zurückziehen. Seit Freitag beobachtet man täglich, daß in Höhenelbe in Sokolverbänden organisierte Frauen mit Gewehren ausgebildet werden. In der Nacht zum Sonntag durchrasten zahllose Lastkraftwagen mit tschechischen Truppen bie Ortschaft Hohenelbe. Zuverlässige Meldungen aus Rochlitz unb harrachsdors besagen, baß ber Bevölkerung burch bie Behörden für bie nächsten Tage Einquartierung bevorslehe. Entlang bem Riesengebirgskamm werben neue riesige Befestigungen, Geschütz st änbe unb Maschinengewehrnester in überhitzter Eile angelegt, bereu Bau man nach ber beut- schen Seite hin burch hohe Bretterzäune gegen Einsicht schützt. Aus ber 1600 Meter hohen Schneekoppe, die zur Hälfte deutsch und zur Hälfte tschecho-slowakisch ist, treffen seit Februar tschechische Offiziere ein, die wichtige photographische Aufnahmen nach ber deutschen Seite machen. Auch auf dem Kamm des Riesengebirges unterhalb Der Schneekoppe sind seit Freitag zahlreiche tschechische Offiziere beobachtet worden, bie, sobalb es bie Sicht zuläßt, photographische Aufnahmen von den deutschen Tälern machen. An ber Grenze bei Rachod werben in fieberhafter Tätigkeit von tschechischem Militär umfangreiche Befestigungen angelegt. So sinb an ben ber Grenze gegenüberliegenben Vergabhängen zahlreiche Maschinen- gewehrnester, bie bauernb beseht gehalten werben, unb betonierte Geschütz- stänbe gebaut worben. Die Waldränder sinb burch Stachelbrahtverhaue abgesperrt. Desgleichen sinb alle Wege bes Gelänbes, mit Ausnahme ber großen Landstraße, bie burch bie Geschützstellungen beherrscht wirb, burch schräg in ben Voben gerammte Eisenpfähle (Tankfallen) unpassierbar gemacht. Auf dem das Tal an der Grenze bei Nachod beherrschenden Berg ist — wie man ohne Glas von der deutschen Seite aus beobachten kann — ein zahlreiches Armierunyspersonal bis in die späten Abendstunden emsig damit beschäftigt, * Der in das sächsisch-schlesische Grenzgebiet entsandte Sonderberichterstatter des „Zwölfuhrblattes" meldet: Im Reichensteiner Gebirge, im Grenzgebiet von der Gücke nach Reichenstein, sind in den letzten Tagen auf allen kleinen Feldwegen B e t o n k l ö tz e angebracht und andere Wege durch senkrecht in den Boden gerammte Eisenpfäh le gesperrt worden. In der Rumburger Gegend bei Ebersbach in Sachsen sind die Maschinengewehrnester und Unter = ft ä n b e in den letzten Tagen in aller Eile aus- gebaut worden. Auch in der Gegend von Neugersdorf in Sachsen bestehen alle Militärposten noch weiter. Die Posten der Gendarmerie und der Finanzwache sind seit einigen Tagen etwa a u f die dreifache Stärke gebracht worden. Die Verstärkung der Finanzwache wurde in erster Linie aus militärischen Beständen vorgenommen. Hinter Rumburg ist die nach der Schöberburg benannte Schöberlinie s ehr st a r k b e f e st i g t worden, sie wird weiterhin stark mit Militär besetzt. „News Chronicle" schwindelt weiter. Dreiste Erfindungen über angebliche deutsche Truppenzusanunenziehunoen. Gelsenk Statte des j Ms normet bis Äerstorbe nem bes Qta ner bes deuM ^zahlreiche Achieü von b Ichaftliche Kras S begründete Mer Waldes, wurde die sterb 2r kurzen T, lach s Fordertür] Mbaues wet Zs: K.'-: i» « iSB, Ä.“ Sä Ste dZü jn solches, be ps* kllt. fr? Uhr *ri „bt5 tz.5-! Ml ßjj Uan StyZi Wlum ff «h ft Das neueste Lügenmärchen. London, 16. Juli. (DNB.) Unter der Ueber- chrift „Tschechische Spannungen und Nazi-Truppenbewegungen" berichtet ein Sonderkorrespondent des „News Chronicle" über die zunehmende Nervosität in Nordböhmen und eine angeblich steigende Propaganda der Henlein-Partei. Ebenso wie vor dem 21. Mai — dem kritischsten Wochenende seit dem Kriege — habe Henlein die Tschecho- Slowakei verlassen. Er sei mit seiner Familie nach Deutschland gegangen und — wie immer nach seiner Abreise — habe in den Grenzgebieten eine lebhafte Propaganda von Mund zu Mund eingesetzt. Immer und immer wieder bedrohten die Anhänger Henleins den demokratischen Teil der Bevölkerung, und es werde der Tag der Abrechnung bald da sein. Der Berichterstatter behauptet dann weiter, daß Mitglieder der Sudetendeutschen Partei nur ihre Parteiblätter lesen dürften und daher nicht wüßten, was im Auslande vorgehe. Die deutsche Bevölkerung verweise auf eine Zusammenziehung deutscher Truppen auf Truppenübungsplätzen und auf den Befehl der Henlein-Partei, daß alle Parteimitglieder für eine neue deutsche Aktion bereit fein sollten. Henlein habe an alle Parteiorganisationen im udetendeutschen Gebiet einen Befehl erteilt, daß alle Arbeiter der Partei sich für einen Genera l st r e i k bereithalten sollten, der mit der Verkündung des Nationalitätenstatuts beginnen solle. Man verspreche außerdem, daß die darauf folgende Unordnung durch Deutschland sehr bald ausgenutzt werden würde. Offen bereiteten sich die Nationalsozialisten in den deutschen Gebieten für eine militärische Aktion vor. Deutsche Soldaten, die nach der Tschecho- Ludwigshafen, 17.Juli, (DNB.) Auf einer Kundgebung des faarpfälüfchen Führerkorps erklärte Gauleiter Bürckel: „Wir G r e n z l ä n d e r wollen uns ehrlich versprechen, das Gewissen u n - e r e r Nationen zu sein, damit nie wieder ein Streit zwischen unseren Völkern entsteht. Wir wollen am lautesten unsere Stimme für den Frieden erheben. Was aber berechtigt eine gewisse Hetzxresse zu ihrem aufdringlichen Kriegsgeschrei? Würden jene Staaten, in denen so gehetzt wixd, ein Gesetz chaffen, wonach bei Ausbruch eines Krieges alle diese Leute zu einer Sturmformation zusammengezogen würden und als erste zum Einsatz kämen, dann könnte man sehr schnell feststellen, daß diese Kriegshetzer die übelsten Feiglinge sind. Denn sie hetzen nur so lange, als sie den eigenen Kopf nicht zu riskieren brauchen und verdienen können. Was beabsichtigt der ehemalige ranzöfifche Luftfahrtminister Pierre Cot, der im „News Chronicle" ganz offen für den Präventivkrieg eintritt? Wir wollen Frankreich weder ein Stück Land nehmen, noch ihm sonst irgendein zufügen. Der Führer hat feierlich erklärt, daß ♦ Wie diese letzten Meldungen deutlich machen, geht das Dementi der tschecho-slowakischen Regierung an den Tatsachen vorbei. Eine Mobilisierung der CSR. ist nicht gemeldet worden, dagegen wurden militärische Bewegungen beobachtet, denen man jetzt offenbar eine harmlose Deutung geben will. Demgegenüber muß darauf hingewiesen werden, daß in tschechischen und in der Tschecho-Slowakei befreundeten Blättern behauptet wurde, Deutschland ziehe Truppen gegen die CSR. zusammen, weil sich auch Truppenteile, wie immer im'Sommer, auf Uebungsplcitzen befinden, die 50 bis 100 Kilometer nach'der Grenze zu liegen. Der tschechische Gernegroß hat durch seine letzten militärischen Abenteuer eines Krieges ohne Gegner, dessen Ausgang die tschecho-slowakische Presse als großen Sieg feierte, offenbar Mut bekommen, weiter mit Waffen zu spielen. Deutschland ist so groß und so stark, daß es sich diese kindliche Spielerei eine Weile in Ruhe mit ansehen kann. Einmal aber muß der Zeitpunkt kommen, wo auch mit Waffen spielende Kinder damit Unfug anrichten können. Deshalb sei an die Eltern des Kindes die Mahnung gerichtet, ihrem ungeratenen Früchtchen derartige gefährliche Spielzeuge rechtzeitig aus der Hand zu nehmen. Prag will nur Zeit gewinnen. Die Tschechen prellen die öffentliche Meinung Englands. London, 18. Juli. (DNB. Funkspruch.) Unter der Überschrift „Wie lange werden die Tschechen den Frieden gefährden?" veröffentlicht Lord R o - t h e r m^e r e in der „Daily Mail" einen Artikel, in dem er an die britische Regierung appelliert, sich aus der tschecheschen Frage herauszuhalten. 1919 hätten die Alliierten auf der Pariser Friedenskonferenz das österreichisch-ungarische Kaiserreich, das zum mindestens eine wirtschaftliche Einheit gewesen sei, unter dem Vorwand vernichtet, den verschiedenen Nationalitäten das Selbstbestimmungsrecht gewähren zu wollen. Aus den Ruinen hätten sie ein vollkommen künstliches Gebilde, die sogenannte Tschecho-Slo- wakei geschaffen, das die Fehler und Ungerechtigkeiten des Reiches, das die zerstört hätten, von neuem beginne. Von allen Jrtrümern, die die Friedensmacher begangen hätten, fei dies der schlimmste Fehler gewesen, und die Strafe dafür könne nur zu leicht ein neuer europäischer Krieg fein. Wenn man sich noch damit begnügt hätte, den Tschechen in der Provinz Böhmen ihre Unabhängikeit zu gewähren, so wäre dagegen nichts zu sagen gewesen. Aber die Tschechen i hätten leider auf der Friedenskonferenz „einen - der schlauesten Intriganten", Dr. B e n e s ch , als , Vertreter gehabt. Dieser habe gewußt, daß die : Tschechen aus s i ch selb st heraus keineNa- I tion von irgendwelcher Bedeutung bilden könnten, slowakei desertiert seien, erklärten, daß die deut« schen Manöver nur deshalb abgefagt seien, um Truppen so unauffällig wie möglich i n Grenzstädten und auf Truppenübung s- Plätzen zusammen ziehen zu können. Der Boykott tschechischer und jüdischer Läden greife immer weiter um sich, so daß viele Kaufleute und Industrielle ihre Unternehmungen in die slawischen Gebiete verlegten, was wiederum weiteren Zündstoff für die Angriffe der Henlein-Anhänger auf tschechische Juden, Demokraten und Katholiken gebe. Durch die Erklärung des offiziellen katholischen Organs, daß die römisch-katholische Kirche Wünschen von Eltern, Henlein zum Paten ihrer Kinder zu machen, nicht stattgebe, sei der Terror gegen Kirche und Geistliche wieder aufgeflackert. Auf der tschechischen Seite sei die Bevölkerung sich dessen bewußt, wie gefährlich die Sage sei, der sie sich in naher Zukunft gegenüberstünde, besonders im August. Man treffe daher Vorsichtsmaßnahmen, falls sich aus einer erneuten Spannung die Vorgänge des 21. Mai wiederholen sollten. Verschiedene Besuche deutscher Generäle in Wien und Budapest, Truppenzusammenziehungen an der österreichisch- tschechoslowakischen Grenze und der Anblick bewaffneter Donauschiffe unweit von Preßburg regten zu weiteren Vorsichtsmaßnahmen an. Obwohl die militärischen Maßnahmen in Oester- r e i cf) z. T. auf die dortigen inneren Schwierigkeiten zurückzuführen seien, vertrete man in Prag doch die Ansicht, daß es nicht wahrscheinlich sei, daß Schwierigkeiten in Oesterreich Hitler davon abhalten würden, seine Pläne in der Tschecho-Slowakei durchzuführen. Die Zunahme innerer Schwierigkeiten möge mehr oder weniger ein Grund dafür sein, die Unzufriedenheit der Bevölkerung abzulenken. In Prag wisse man, daß von einem Wochenende zum anderen d i e^L ageimmergefpann- t e r werde. 3 und deshalb habe er ihre Zahl vergrößert, indem er zahlreiche Minderheiten anderer Nationalität unter das tschechische 3 o cf) brachte. Europa habe für die Klagen nur taube Ohren gehabt. Als geschickte Agitatoren hatten die Tschechen die öffentliche Meinung in England geprellt, indem sie sich in mchts- agenben Redensarten über ihre Ergebenheit für die „demokratischen Grundsätze" ergangen hatten. Man könne die „demokratische" Natur ihrer Methoden aber zum Beispiel danach beurteilen, daß 1929, als der Slowakenführer Tuka darauf aufmerksam machte, der Slowakei sein keine Autonomie gegeben worden, wie in Pittsburg versprochen, dieser durch ein tschechisches Gericht zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt wurde. Als endlich Deutschland, unter der Herrschaft des Nationalsozialis- An heißen Tagen Chlorodont es reinigt und erfrischt den Mund! Berlin, gelegt werden müßte. Wie die Nachrichten- Burgos, 17.Juli. (DNB.) Der Sonntag war dem Gedenken des vor zwei Jahren von Afrika ausgehenden Ausbruchs der nationalen Revolution gewidmet; er leitet die Serie der drei Gedenktage der nationalen Erhebung ein. Die gesamte nationalspanische Presse bringt reichhaltige Sonderausgaben, in denen sie insbesondere die unschätzbare Hilfe- leistung der Marokkaner im spanischen Protektoratsgebiet würdigt. An allen Orten Nationalspaniens gab die Bevölkerung ihrer Begeisterung und Anhänglichkeit an die nationale Befreiungsbewegung Ausdruck. Innenminister Ser- nano Suner traf in Ceuta ein, wo ihm die Bevölkerung des Protektorats und die Behörden einen herzlichen Empfang bereiteten. In Ceuto fand am Sonntag eine Kundgebung statt, bei der der Innenminister des Beginns der nationalspanischen Erhebung in Marokko sowie der marokkanischen Opfer gedachte und dem Kalifen den Dank Na- agentur Domay aus der koreanischen Hauptstadt Söul meldet, sollen angeblich zur Beilegung des Grenzzwischenfalls direkte Verhandlungen mit dem Kommando der sowjetrussischen Truppen in der Küstenprovinz vorgeschlagen werden, um den sofortigen Rückzug der auf mandschurisches Gebiet vorgedrungenen Bolschewisten durchzuführen. Domay meldet ferner, daß seit der Nacht zum Sonntag südwestlich von Wladiwostock bei Possiet rote Truppen zusammengezo'gen würden. zentralisiert bleiben soll, wie es auch weiter von den Tschechen selbst abhängen soll, wie sich künftig die Außenpolitik der Tschecho-Slowakei bewegt. Nun waren es in der Vorkriegszeit vor allem die Tschechen selbst, die für das tschechische Militär in der alten k. u. k. österreich-ungarischen Armee die tschechische Kommandosprache forderten, ebenso andere Einrichtungen, um die unbedingte Autonomie der Tschechei zum Ausdruck zu bringen. Jetzt verstehen wir auch, warum aus der bolschewistischen Giftküche wieder einmal dicke Lügenschwaden aufsteigen, denn es kommt gewissen Leuten offenbar darauf an, die öffentliche Meinung in Europa, insbesondere aber gewisse demokratische Hauptstädte gründlich einzunebeln. Unruhe und Unsicherheit sollen künstlich erzeugt werden, so daß sich für die Prager Regierung leicht ein Vorwand fin- Eckart-Bühne waren am Samstagabend 21 300 SA- Führer, vom Sturmführer aufwärts, zum Appell nen Zähigkeit und Unverdrossenheit einen erbitterten Kampf geführt, ehe er als begeisterter Verehrer und treuer Freund unseres. Führers Adolf Hitler Sinn und Inhalt seines Lebens mit einem herrlichen Siege erfüllen konnte. Damit hatte das Leben dieses Mannes, das an der Tragik seines heroischen Kampfes zu zerbrechen drohte, eine wunderbare Vollendung erfahren, indem nunmehr alles, was er erstrebt und erkämpft hatte, sich imhöchsten Sinne erfüllte und alles, was er schon verloren glaubte, durch den Führer wiedergewonnen und zu neuem Glanz und neuer Kraft erweckt worden ist. Wenn wir heute Rückschau halten auf das Leben und Kämpfen, das Streben und Schaffen dieses großen deutschen Mannes, so müssen wir erkennen und als Nationalsozialisten mit Stolz bekennen, daß Emil Kirdorf nicht nur der große Nationalist und hervorragende Wirtschaftsführer war, sondern daß er von Anbeginn an ein Nationalsozialist und der e r st e nationalsozialistische Wirtschaftsführer Deutschlands gewesen ist. Dieser Mann hat uns ein Leben vorgelebt, das für jeden Nationalsozialisten beispielhaft und richtunggebend sein muß. Er führte den Ruhrkohlenbergbau aus der Zerrissenheit und der Zersplitterung zur Einheit und zur Gemeinschaft und damit von der völligen Ohnmacht und Unvollkommenheit zur stärksten Kraftentfaltung und höchsten Leistungsfähigkeit. Er hat die tödliche Gefahr des Marxismus früh erkannt und bekämpfte ihn Am zweiien Jahrestag der nationalspanischen Erhebung den läßt, unter Hinweis auf diese Unruhe die Veröffentlichung des Nationalitätenstatuts weiterhin hinauszuschieben, das heißt ganz zu unterlassen. Da wirft sich die Frage auf, ob die Staatsmänner in London und Paris nicht endlich darauf stoßen, daß die Gangstermethoden d-er bolschewistischen Journaille nichts mit Pressefreiheit zu tun haben, sondern im Gegenteil dazu geeignet sind, die internationale Mission der Presse zu diskreditieren. Wie würde sich die englische Regierung wohl verhalten, wenn bolschewistische Gangster oder ähnliches Gelichter über die Absichten der englischen Regierung Nachrichten verbreiten, die dazu bestimmt sind, die englische Regierung als Friedensstörer, als Kriegstreiber, als unwahr und unaufrichtig hinzustellen? D. S. Japanische Vorstellungen in Moskau. Moskau, 16. Juli. (DNB.) Der japanische Geschäftsträger in Moskau, Nischi, suchte erneut den tellv. Außenkommissar Stomonjakow im Zu- ammenhang mit dem letzten Zwischenfall an der owjetisch-mandschurischen Grenze aus. Nischi wiederholte die japanische Forderung, wonach die sowjetischen Truppen das besetzte Grenzgebiet sofort zu räumen hätten. Der stellv. Außenkommissar stellte sich dagegen ans den Standpunkt, daß das sowjetischerseits besetzte Grenzgebiet zum Territorium der Sowjetunion gehöre. In einer vierstündigen Aussprache konnte keine Uebereinstimmung erzielt werden. Der japanische Geschäftsträger wies darauf hin, daß alle Verantwortung für die Konsequenzen aus der Besetzung des Gebiets von Schanfeng durch Sowjettruppen der Regierung der Sowjetunion zur Last *- i>«6 hi Vife der :,ne Mbeira. ' ob die beiden - ' Uneben schlte, J ir*n für die. J EMMn | uch diese Kund- p JnJ,nt5 3um achbarn sein 1 Entschlossenheit', I Wn, so gegen, g ber einem Der- v Oie Trauerfeier für Emil Kirdorf. Oer Führer am Garge des ersten nationalsozialistischen Wirtschastsführers an" «jj'll ÄS s'Jys General Ruffo beim Mrerapprll der SA Erneute Bekundung der deutsch-italienischen Solidarität. S "! d-r gpg, |tra9fer Somjet, Aus aller Welt. Grotzfeuer in einer tschechischen Lackfabrik. In der Lackfabrik Vanicek & Malec in Satalitz bei Prag brach ein Großfeuer aus, das die Nitro- und Spiritus-Abteilung der Fabrik einäscherte. Der Feuerwehr war es mit Rücksicht auf die vielen Explosionen nicht möglich, in das brennende Gebäude einzudringen. Der Schaden wird aus mehrere Millionen Tschechenkronen geschätzt. Das Großfeuer hatte seinen Ausgangspunkt in der Nitro Abteilung genommen, wo Nitro-Zellulose explodierte. vor dem Stabschef und dem Generalstabschef der faschistischen Miliz, General Russo, angetreten. Die SA.-Führer füllten die Ränge dieser größten europäischen Freilichtbühne, unter ihnen in weißen Hemden und Stutzen, den Uniformen der Kampfzeit, die SA.-Führer Oesterreichs. Den Hellen Stein des Bühnenhauses schmückten die Fahnen der beiden befreundeten Nationen, flankiert von den Standarten der Gruppe Berlin-Brandenburg. Pylonen mit dem Zeichen der SA. zu beiden Seiten der Bühns trugen lodernde Feuer. Nach einem Fanfarengruß sangen die SA.-Führer alte Kampflieder- der Bewegung. Der Stabsführer der Obersten SA.-Füh- rung, Obergruppenführer Herzog, begrüßte den Gast. Mit minutenlangen Heill-Rusen begrüßt, wandte sich dann General Russo an das Führerkorps der SA. Die faschistische Miliz und die SA. besäßen gemeinsame hohe und bewunderungswürdige Ideale. Ihre Gedanken seien in einem Wort eingeschlossen: V a - terland! In einer Atmosphäre von unverbrüchlicher Solidarität, geschaffen zwischen dem arbeitenden deutschen und italienischen Volk, hätten die Träger der beiden Revolutionen kein anderes Verlangen, als auf dem gleichen Wege zum Besten des Vaterlandes fortzuschreiten. Exzellenz Russo hob hervor, daß die gleichen Tugenden, die dem Zerstörer Bolschewismus die Tore verschlossen haben, sie auch vor den Zerstörungen verschlössen, die aus der alten Welt herüberkämen. Treue, Kraft und Bereitschaft seien die treibenden Elemente beider Bewegungen, und ihre Bereitschaft habe ihre besondere Bedeutung darin, daß sich zwischen Deutschland und Italien eine gemeinsame Aktion gebildet habe, die allen Prüfungen widerstehen könne. General Russos Ansprache schloß mit einem Evoiva auf die nationalsozialistische und die faschistische Revolution, den Führer und den Duce, und fand eine jubelnde Aufnahme. Stabschef Luhe erklärte sodann: Es ist vielleicht aus der gegenwärtigen politischen Atmosphäre heraus zu verstehen, daß wir uns etwas mehr mit den Ereignissen draußen beschäftigen müssen als in sonstigen Zeiten. Eine alte, faule Welt soll wissen, daß genau so, wie man es in der Kampfzeit nicht fertigbrachte, unsere ergehe" will. auf und fWK :uPP«£ A nationale» Mut dE!. °*ur Kennte ter Führung In®“' «ifg* zuerst in D iber al^n > fei Deutschland etwas leistet an materiellen und an ideellen Opfern. (Stürmischer Beifall.) Und das, meine Kameraden, sind die SA.-Männer, die SA- Männer im alten SA.-Geist. Und dieser SA.-Geist, der das neue Deutschland geschaffen hat, wird ewig bleiben. (Stürmische Heil!-Rufe.) Der Geist der das neue Deutschland geschaffen hat, soll es auch weiterbauen und vollenden, denn das ist der alte Geist des Opferns und des Dienens für Führer und Idee. Zum ersten Male kann ich in diesem schönen Rund die SA. - Führer des früheren O e st e r r e i ch , der jetzigen deutschen Ostmark, begrüßen. (Stürmischer Jubel.) Ich möchte euch und euren Männern draußen meinen Dank und meine Anerkennung aussprechen dafür, daß ihr in den langen Jahren der Unterdrückung und der völkischen Not eines nicht verloren habt, den Glauben an Adolf Hiller und den Nationalsozialismus. Ich durfte in Italien die Kameraden der Miliz begrüßen und die Einrichtungen der faschistischen Miliz kennenlernen. Ich habe in Italien eine Kameradschaft gefunden, wie sie nur unter gleichdenkenden Menschen gefunden werden kann. Ich habe einen Empfang erlebt, wie man ihn nur einem befreundeten Volke entgegenbringen kann. (Stürmische Heil!-Rufe.) Diese Freundschaft ist nicht nur eine Freundschaft unter zwei Männern, nicht nur eine Sache der Diplomatie, sondern sie ist eine echte Freundschaft des gesamten deutschen und des italienischen Volkes! (Stürmische Heil!-Rufc.) Meine Führer, ihr seid mir dafür verantwortlich, daß die SA.-Männer wie ein Block zusammenstehen, daß sie einen lebenden Wall bilden um den Führer und um Deutschland. Es muß eure größte Sorge sein, daß alle diese deutschen Menschen von euch betreut werden und in Ihnen, meine Führer, das Vorbild für das neue Deutschland sehen. So wie bisher wollen wir auch in Zukunft eine tteue Gemeinschaft sein des Denkens, des Idealismus und des Opferwillens, ab jetzt auch mit unseren Kameraden der Miliz in Italien, mit der ruhmreichen faschistischen Kampftruppe. — Der Stabschef schloß mit einem Sieg-Heil auf seinen Gast. Während Fackelträger einen feurigen Saum um die herrliche Anlage zogen, klang mit dem SA.-Ruf der Appell aus. unerschrocken und unnachsichtig, wo und in welcher Form er sich auch zeigte. Dagegen trat er von jeder für die UeberWindung des Klassenkampfes durch eine Geistes- und Arbeitsgemeinschaft zwischen Arbeitern und Unternehmern ein, und er hat als einer der ersten Wirtschaftsführer die Bedeutung der nationalsozialistischen B e t r i e b s g e m e i n s ch a f t für die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft erkannt und sich begeistert für die nationalsozialistische Volksgemeinschaft eingesetzt. Nun werden wir dieses von unbändiger Energie und kämpferischem Geist so überaus scharf und ausdrucksvoll geprägte Antlitz nicht mehr sehen, das wir alle kannten, liebten und verehrten. Stets aber werden wir das Bild im Gedächtnis behalten, das den 90jährigen Emil Kirdorf, immer noch energiegeladen, in voller Rüstigkeit an seiner Arbeitstisch zeigt, über sich das Bild unseres Führers. Im deutschen Volke aber wird die hohe, edle Erscheinung dieses großen deutschen Patrioten, dieses hervorragenden Wirtschaftsführers und vorbildlichen Nationalsozialisten weiterleben und weiter wirken. Leise und getragen sang der Wertschor die Weise „Ueber allen Wipfeln ist Ruh'". Gauleiter und Reichsstatthalter Dr. Meyer grüßte noch einmal den toten Wirtschaftsführer und treuen Gefolgsmann des Führers. Mit einem dreifachen Sieg- Heil auf den Führer und mit den Liedern der Nation schloß die eindrucksvolle Trauerkundgebung. 17. Juli. (DNB.) In der Dietrich-1 Organisation auseinanderzuschlagen oder falsche 91 qrh cs«. Wege zu leiten, heute die Meinung falsch ist, man könne uns vereinzelt schlagen. Nein, man soll wissen, daß man uns nur zusammen antreffen wird. (Stürmische, anhaltende Heill-Rufe.) Idealist ist der, der neben seinem Beruf, neben feiner Arbeit für Munoen. dahdie deut- >lb abgesagt wie möglich in ) p e n ü b u n g s- M können. Der 1 ir Läden greife le Kaufleute uni in die slawischen weiteren Zünd' in-Anhänger auf »i Katholiken gebe. ’Uen katholischen Kirche Wünschen ihrer Kinder zu •tot gegen die BeMrung to- MM, । sichtsmahnahim, cmnung die Vor- Uten. Verschiedene en und Budapest, der österreichisch- der Anblick be> i Preßburg regten an. Obwohl Du tn in Oester neren Schwierig- 'te man in W vahrscheinlich fj Hitler davon ab Tschecho-Slowakei inerer SchwieM ein Grund dafür ieoölferunq abzu- on einem Woche»' mer gespan»' nationalen Erfolge längs der Straße von Teruel nach Sagunt, die mit dem Jahrestag des Ausbruchs der nationalen Erhebung vor zwei Jahren zusammenfallen, unterstrichen. Die nationale Front ist nach der Einnahme des Frontvorsprungs von Mora de Rubielos jetzt zwischen Barracas und Luzena del Eid von Westen nach Osten ausgerichtet.- Aber, da der Vormarsch ständig andäuert, lassen ich die weiteren Ziele der Offensive nur andeutungsweise erkennen. Nach dem Fall von A l b e n t o s a , bei dem nochmals eine internationale Brigade auf dem rechten Ufer des Albentofa-Flusses von den Roten eingesetzt wurde, vollzog sich das Vorrücken auf die Ortschaft Barracas ziemlich widerstandslos. Die Straße nach Barracas zeigt auch landschaftlich einen völligen Bildwechfel. Ausgedehnte Getreidefelder beherrschen hier erstmals die nationale Kampfzone. Vor Barracas hatten die Bolschewisten- große Kampfwagen russischer Herkunft eingesetzt. Sie zagen sich jedoch nach dem Eingreifen der nationalen Artillerie bald zurück. Barracas befindet sich 25 Kilometer vom Ausgangspunkt der nationalen Offensive entfernt. Dis Entfernung van Sagunt beträgt nach 61 Kilometer. Großzügige soziale Maßnahmen. Burgos, 17, Juli. (DNB.) Der nationalshanischs Ministerrat unter dem Vorsitz des Generalissimus bewilligte einen Kredit von 20 Millionen Peseten für b i e Landwirtschaft der kürzlich befreiten Gebiete. Der Kredit stammt aus Mitteln, dis vom Nationalen Landwirtschaftsamt im Laufe des Vorjahres erspart wurden. Ein weiterer Kredit von fünf Millionen Peseten aus der gleichen Quelle wurde zur »Unterstützung kinderreicher Familien bereitgestellt. Damit ist im ganzen nationalen Spanien eine Familienunterstützung geschaffen worden. Ferner wurde vom Ministerrat eine Verfügung erlassen, nach der ein zweiter Militärbezirk geschaffen wurde, der die kürzlich eroberten Provinzen umfaßt. sich in letzter Zeit einem Kompromiß gegenüber gewogen. Man fordere aber von Hodscha eine Gegenleistung auf diplomatischem Gebiet, so die Aufgabe des Bündnisses mit Sowjetrußland und den Abschluß eines deutsch-tschechischen Paktes, es sei aber klar, daß die Tschecho-Slowakei einer derartigen Erpressung nicht Folge leisten könne. Oie Maske herunter! In Prag soll das sogenannte Nationalitätenstatut veröffentlicht werden. Sofort hat auch jene internationale Brunnenvergiftung wieder eingesetzt, von der erst dieser Tage die öffentliche Meinung stark beunruhigt wurde, als sie die ungeheuerliche Tatsache erfuhr, daß unzweifelhaft bolschewistische Manöver im Gange seien, um die Großmächte untereinander zu verhetzen. „News Chronicle" hatte von einem „Vortrag" eines hohen deutschen Offiziers über Vorgänge in Spanien berichtet, eine freche Lüge, die nachweisbar auf sowjetrussischen Ursprung zurückging und schon einige Wochen vorher im „Oeuvre" gestanden hatte, wo sie kein Mensch beachtet hatte. Den bolschewistischen Gangsters scheint diese Taktik zu gefallen, denn neuerdings kommt „News Chronicle" mit der ungeheuerlichen Behauptung heraus, daß wieder deutsche Truppenbewegungen an der tschecho-slowakischen Grenze im Gange seien. Wir erinnern, daß die „Außenpolitikerin" des „Oeuvre", ein von Moskau ausgehaltenes bösartiges Klatschweib, vor einigen Wochen auf Grund ihrer besonderen Informationen gemeldet hatte, Anfang August stünden neue 11 e b e r r a f d) u n g e n in der tschecho-slowakischen Frage bevor, denn der Führer beabsichtige dies und das. Wieder achtete kein Mansch auf das Geschwafel des „Oeuvre". Aber die bolschewistischen Gangsters lassen nicht locker, Unruhe zu stiften, so daß nach bewährtem Verfahren „News Chronicle" an der Reihe war, eine neue Lüge zu verbreiten. Das ist denn auch geschehen, so daß sich wieder einmal der Zusammenhang ergibt, daß die öffentliche Meinung in Europa planmäßig von Moskau in Unruhe gehalten wird, bis aus dieser Unruhe wirklich einmal' so etwas wie eine Spannung entsteht. Deshalb wird es nützlich sein, auch auf diese Zusammenhänge aufmerksam zu machen. Prag ist wohl dahinter gekommen, daß es in London und Paris nicht gern gesehen wird, wenn die Prager Regierung sich damit begnügt, in der Nationalitätenfrage auf der Stelle zu treten. Das Nationalitätenstatut muß also einmal veröftentlicht werden, auch wenn es so schlecht ist, daß selbst die Prager Väter Bedenken tragen, sich zu diesem Wechselbalg zu bekennen. Jedenfalls läßt der Umstand, daß über den angeblichen Inhalt des Statuts nur tropfenweise Meldungen durchsickern, nichts Gutes erwarten, am wenigsten, wenn es wahr fein sollte, was „Paris Midi" über den Inhalt des Statuts zu berichten weiß. Die Tschechen sind freilich in der Vorkriegszeit, erst recht aber 1919 in Der- sailles in Sachen der nationalen Autonomie, soweit sie selbst dafür in Frage kamen, nicht bescheiden gewesen. Es gibt Denkschriften aus dem Jahre 1919/20, in denen die tschechischen Staatsschöpfer unablässig für jede zahlenmäßig noch so geringe tschechische Minderheit im Auslande vollkommene Autonomie forderten, in denen sie sogar die Eingliederung der Lausitz und eines sächsischen Korridors verlangten. An all das wollen sich die Tschechen heute nicht mehr erinnern, denn trifft es zu, was „Pans Midi" meldet, so soll es für die nichttschechischen Volksgruppen nur geringe und belanglose Rechte geben, aber keine Autonomie, keine Möglichkeit, das eigene Volkstum zu erhalten und zu entwickeln. Es ist kennzeichnend, daß nach „Paris Midi" das Heer mit tschechischer Kommandosprache in Prag Rationaler Durchbruch an oer Teruel-Front. Salamanca, 17. Juli. (Europapreß.) Der Heeresbericht des nationalen Hauptquartiers meldet: „An der Teruel-Front haben die nationalspamschen Truppen einen Durchbruch in einer Tiefe von mehr als 35 Kilometer erzwungen. Auf ihrem Vormarsch haben sie folgende Dörfer 'besetzt und sind darüber hinaus vorgedrungen: Mora de Rubielos, Rubielos de Mora, Albentofa, San Augustin, Barracas, Pina und Acola. Der Vormarsch dauert an. Die Roten haben d i e Flucht ergriffen. Von den nationalen Truppen wurden zahlreiche Gefangene gemacht und umfangreiches Kriegsmaterial erbeutet. An der Castellon-Front wurde Dillamalefe besetzt und das Flüßchen Agelita überschritten. Einige feindliche Gegenangriffe im Kampfabschnitt van Sort wurden zurückgeschlagen. In der Nacht zum 15. Juli wurde der Hasen von Valencia zweimal durch die nationale Luftwaffe mit Bomben belegt." In Pariser Berichten wird die Bedeutung der Gelsenkirchen, 16. Juli. (DNB.) An der Stätte des jahrzehntelangen Schaffens Ew'll Kirdorfs nahmen heute mit den Familienangehörigen des Verstorbenen und zahlreichen führenden Männern des Staates und der Bewegung die Männer des deutschen Bergbaues und der Ruhrindustrie und zahlreiche Mitarbeiter, Freunde und Verehrer Abschied von dem Manne, der nicht zuletzt die wirtschaftliche Kraft und Bedeutung des Ruhrgebietes mit begründete. Aus der Stille des Mülheim-Spel- borfer Waldes, wo Emil Kirdorf die Augen schloß, wurde die sterbliche Hülle am Samstagmorgen nach einer kurzen Trauerfeier im engsten Kreise der Familie m et) Gelsenkirchen übergeführt. Don allen Fördertürmen und Verwaltungsgebäuden des Bergbaues wehten die Fahnen auf Halbmast. Uederall leuchteten tief umflort die Grubenlampen, das Sinnbild der bergmännischen Arbeit. In dichten Massen umsäumten die Menschen den langen Weg bis zur Zeche Rhein-Elbe, wo Emil Kirdorf mehr als fünf Jahrzehnte gearbeitet und wo nun die Trauerfeier stattfand. Der Gemeinschaftsraum der Zeche war mit schwarzem Tuch ausgeschlagen. An der Aufbahrungsstätte lagen bereits die Kränze des Generalfeldmarschalls Göring, des Stellvertreters des Führers, des Reichsministers Dr. Goebbels, des Reichsministers Dr. Schacht, des Oberkommandos der Wehrmacht, der Gelsenkirchener Bergwerks-AG., des Rheinisch-Westfälischen Kohlen- syndikats, der Vereinigten Stahlwerke. Knappen halten inmitten eines Hains von Lorbeerkränzen die To- tenwacht. Auf seidenen Kissen ruht inmitten anderer Orden und Ehrenzeichen der Adlerschild des Deutschen Reiches, den der Führer Geheimrat Kirdorf zu seinem 90. Geburtstag persönlich überreicht hatte. Punkt 11.30 Uhr betrat der Führer die Trauerhalle. Er begrüßte die Gattin und die Familienangehörigen des Toten und legte zu Füßen des Verstorbenen einen großen Lorbeerkranz mit persönlicher Widmung nieder. Gedämpft klang Beethovens „Eroika" durch die Halle. Generaldirektor Dr. Bögler, der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Vereinigten Stahlwerke — dem Toten durch jahrelanges gemeinsames Schaffen eng verbunden — widmete ihm im Namen der gesamten Wirtschaft des rheinisch-westfälischen Industriegebiets einen tiefempfundenen, dankerfüllten Nachruf. Bewegten Herzens gab er einen Rückblick auf das Leben des großen Menschen und Wirtschaftsführers Kirdorf, dem es nie um Enges und Kleines, sondern dem es immer um das große Ziel, um die wirtschaftliche und nationale Kraft des Reiches gegangen fei, Sodann sprach Reichswirtschaftsminister Funk. Mehr als 40 Jahre lang, so sagte er, hat dieser große deutsche Nationalist für des deutschen Volkes Freiheit und Ehre, für des Reiches Kraft und Macht mit der ihm eige- Frühkartoffel-Erzeugerpreise vom 18. bis 23. Juli. Fwd. Durch Anordnung der HV. der deutschen Kartoffelwirtschaft sind für deutsche Speise-Frühkartoffeln bisher die folgenden, zeitlich gestaffelten Erzeugerfestpreise je 50 Kilogramm netto ausschließlich Verpackung frachtfrei Empfangsstation festgesetzt mit if.N«1 Mi, tionalspaniens aussprach. Die Jetztzeit, so sagte er, sei gekennzeichnet durch den Kampf zweier Weltanschaungen, deren eine materialistisch-bolschewistisch und deren andere idealistisch-faschistisch und nationalsozialistisch sei. In Spanien kämpften in geschlossener Front Falange und Wehrmacht unter Franco für b i e Wiederher- stellung der spanischen geschichtlichen Sendung, für Arbeit und Gerechtigkeit, f ü r das spanische Volk und nicht für Klasseninteressen oder Rückschritt. Auf die Lage des Hinterlandes übergehend, geißelte der Minister das Verhalten gewisser Kaufleute, die glaubten, mit dem Krieg ein Geschäft machen zu können, und kündigte verschärfte Strafmaßnahmen an. Abschließend wandte sich der Minister gegen jene Hetzer, die Feindschaft zwischen Mohammedanern und Spaniern säen wollen. worden für: weiße, rote, runde gelbe lange gelbe vom blaue Sorten Sorten Sorten 16.6. —19. 6. 6,70 RM. 7,10 RM. 7,50 RM. 20. 6. — 26. 6. 6,25 „ 6,65 „ 7,05 „ 27. 6. — 2.7. 5,70 „ 6,10 „ 6,50 „ 4.7.— 9.7. 5,20 „ 5,60 „ 6,00 „ 11.7.-13.7. 5,20 „ 5,60 „ 6,00 „ 14. 7. —16. 7. 4,95 „ 5,35 „ 5,75 „ 18. 7. — 23. 7. 4,45 „ 4,85 „ 5,25 „ innere täglich frisch in der NORDSEE Äüren ln Westfalen. Warnemünde, Parkstraße 9. 03284 Alzey Mhelnhessen), Z.Z. Gießen, am I6.3uti 1938 Astenveg 34 Hindenburgstraße 31 03283 Goldenes Gesunde Uhrenarmband W MMweW» Freitag v enischen GLORlfl 03279 u. Flugzeugbau Jllazmka PALAST Giessen Meine Verlobung mitFräuleln Annelies Wünsche, Tochter des verstorbenen Hauptmanns a.O. Herrn Rudolf Wünsche und seiner Frau Gemahlin Susanne, geb. Stroter, beehre ich mich anzuzeigen. )m fiilferntth .Mutter und ftlnD* (chithte die NSV. 1 932 52? Kind», )u hohen ferientogen In alle Saue unlerea schönen vaterlondea. Bie Verlobung meinerTochterAnnelieö mit dem komm. Amtsarzt Herrn Dr.med. Fritz Hermann ploch gebe ich hierdurch betannt. BORRMANN £ Gießen, Neustadt 5-7, Ruf 4165 1,'2'6'E L ten. Hier bewachte er eifersüchtig die Erinnerungen an den Korsen, dessen Kult er sein Leben gewidmet hatte. Als einen besonderen Schatz hütete er einen Kerzenstumpf, bei dessen flackerndem Licht Napoleon am Vorabend der Schlacht von Waterloo die Pläne studiert hatte, die das Feld der Entscheidungsschlacht zeigten. Auf dem Wuchs sind noch die Abdrücke der Finger des Kaisers zu bemerken. Auch einige Stücke von dem Wagen, in dem Napoleon von'dem Schlachtfelde floh, und das Fernglas, mit dem er die verschiedenen Phasen des blutigen Ringens verfolgt hatte, befinden sich in dieser Sammlung. 8?- i:< 5- <55 c " HolzgalerieAvbrhangsdiienenMrdhonsMnena Wrajen Stangen Jensierhaken usämtLPeWons-AHikel finden Sie in großer Auswahl c c; 2 Heute Montag bis Mittwoch: Neuaufftthrung Willy Forsts zur Mens---- loren. Abzugeb. geg. Belohnung Jetzt neue deutsche FetltiMlinie | Verschiedenes] VellenWlv (Peter) blau,ent- flogen.G.Bel.3^1 Neuen Baue 291 Frau Susanne Wünsche geb. Kroler. Dr.med.Frih Hermann ploch komm. Amtsarzt. Am 14. Juli entschließ sanft nach kurzer Krankheit unsere liebe, herzensgute Mutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Mathilde Schneider Wwe. geb. Schopbach im 85. Lebensjahr. Die trauernden Hinterbliebenen. | Kaufgesuche Haus 3—5* Zimmer- Etagenhaus,ren- tab., zu kaufen gesucht. Schriftl. Angeb.unt.03286 andenGieß.Anz. Große Laboratorien Lehrfabrik f. Praktikanten Verreist Dentist Doering Bleichstraße 8 Die glückliche Geburt unseres Töchterchens Ursula zeigen wir in dankbarer Freude an Or. Werner Heß Ilse Heß, geb. ploch j i;! verraten also den heiteren und ausgeglichenen Menschen, und ebenso spiegelt sich die Tätigkeit des Grammuskels im Antlitz des Menschen. Trauer und Freude sind es nicht allem, die ihre Spuren im Antlitz hinterlassen: die Vergrämten wie die Verbitterten lassen sich gleichfalls leicht erkennen, wenn man von den eigentümlichen Beziehungen zwischen seelischen Aeußerungen und der Gesichtsmuskulatur weiß. Denn auch die Lippen und die Umgebung des Auges wird durch dieses Spiel in Mitleidenschaft gezogen. Wer also erst einmal die einzelnen Muskeln und die von ihnen gefurchten Stellen des Gesichts, die etwa für tragischen Schmerz, Selbstbeherrschung oder Zorn sprechen, genau unterscheiden kann, findet hier einen Weg, das Innere des Menschen zu betrachten, sich ein Bild über Charakter und Temperament zu machen. Der Jähzornige braucht also gar Nicht aufzubrausen, um wissen zu lassen, mit wem man zu tun hat. Ein Blick in sein Gesicht, und die bestimmte Falte ist entdeckt. Dann wird man sich zu hüten wissen, ihn zu reizen. Der Personalchef eines großen Unternehmens, dem zur Menschenkenntnis die Graphologie — doch ein viel umständlicheres Verfahren — nicht genügt, versenkt sich in das Studium „der Sprache des Antlitzes". Und sicher kann auch der Schauspieler mit der Kenntnis der physiognomischen Gesetze das Publikum eher bezwingen, als wenn er durch falsches Mienenspiel den tragischen Helden in eine komische Figur verwandelt. Vor allem aber kann der Erzieher, Eltern, Jugendführer und Lehrer schon früh die einzelnen Charaktereigenschaften aus dem Antlitz des Kindes herauslesen und dadurch das Wachstum in die richtigen Wege leiten. Graue Haare verschwinden durch Apotheker Walter Ulbrichts Haar-Regenerator Nip-Arail“ ™ wenteen Tagen Natur- Ul ßU färbe zurück. Einfache Anwendung! Kein Färbemittel! 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Eine reichhaltige und merkwürdige Sammlung von Napoleon-Erinnerungen wurde in einer kleinen Villa in einer Vorstadt von Brüssel gefunden, nachdem ihr Besitzer, der in der Gegend als Sonderling und Menschenhasser galt, im Alter von 93 Jahren gestorben war. Seit vielen Jahren hatte der Alte, Nachkomme eines französischen Hauptmanns, der in den Heeren Napoleons gedient hatte, völlig einsam in dem Häuschen gelebt, dessen Schwelle nicht einmal seine nächsten Verwandten überschreiten durf- Aka. Daß man den geistigen Arbeiter vor allem an seiner Stirn erkennen müsse, galt bisher als ein unumstritten feststehender Lehrsatz der sogenannten Physiognomik, jener Wissenschaft, die sich seit Goethes Zeitgenossen La 0 ater mit den Beziehungen zwischen Gesichtsausdruck und Charakter des Menschen beschäftigt. Doch neuerdings hat den Vertretern dieses Forschungszweiges die viel- gerühmte Denker st irne zu denken gegeben. Der Gehirnanatom Professor Spag und andere haben nämlich gefunden, daß nach Abschluß des Wachstumsalters — dessen Höchstgrenze man heute noch mit 25 Jahren ansetzen kann — eine nennenswerte Umbildung der äußeren Schädel form, die sich auf angestrengtes geistiges Arbeiten zurückführen ließ, nicht mehr stattfindet. Daß nun trotzdem einige Menschen, die sich hauptsächlich mit geistigen Dingen beschäftigen, eine schön ausgeprägte Denkerstirne haben, läßt sich sehr leicht durch eine beginnende Glatze, also durch Haarschwund, erklären. Da häIen also jene Recht, welche behaupten, je kürzer die Haare, um so länger sei der Verstand. — Aber auch Kinderkrankheiten, wie Rachitis oder Wasserkopf, können für die „Denkerstirn" verantwortlich gemacht werden. Die wissenschaftliche Lehre von der „Sprache des Antlitzes", wie sie jetzt von Professor Lange in München vertreten wird, steht heute auf dem Standpunkt, daß die knöcherne Schädelform kaum geeignet ist, etwas über den Charakter oder das Innenleben eines Menschen auszusagen. Vielmehr müsse man sich auf das Studium der Weichteil - decke des Kopfes, auf die über den Knochen liegende Fett- und Muskelplatte der Gesichtshaut beschränken. Ein französischer Forscher hat daher den Versuch gemacht, die einzelnen Gesichtsmuskeln elektrisch zu reizen und dann die Veränderungen der Gesichtsmuskulatur physiognomisch zu deuten Indes wird auch dieses Experiment eines künstlich erzeugten Mienenspiels nicht stichhaltig sein können, denn wissenschaftlich sicher ist doch nur die Beod- •-1JC tu n ® r t ® 2?^ e £■0 . o j H I L F 5 'V E R K HM Gießen, den 18. Juli 1938. Wir haben sie in der Stille beerdigt und danken allen denen herzlichst, die ihrer in Liebe gedachten. 4802V Das Üddca-Quäi Nicht nur Im Haushalt, sondern auch in Ihren Ferien leisten Ihnen diese kleinen Geräte gute Dienste. Bügeleisen (auch für die Reise), Heißluftdusche,Wasserkocher, Tauchsieder, Brotröster. Alles wird Ihnen gern gezeigt bei [jgjlJ.B. Häuser j b Gießen, Oswaldsgarten «Parkplatz) Fernruf Nr. 2145-2146 Weiterbericht Anhaltender Luftdruckanstieg über dem Festlande hat zu einer weitgehenden Aufheiterung des Wetters geführt, wobei die noch bestehende schwache Zufuhr leichter Luftmassen zu starker Bewölkung führt. Der Hochdruckeinfluß wird sich aber weiter durchsetzen, so daß mit Aufheiterung und Erwärmung gerechnet werden kann. Vorhersage für Dienstag: Heiter bis wolkig, trocken, Temperaturen ansteigend. Schwache Winde. Lufttemperaturen am 17. Juli: mittags 21,1 Grad Celsius, abends 16,5 Grad: am 18. Juli: morgens 12,7 Grad. Maximum 22,7 Grad, Minimum 9,8 Grad. — Erdtemp.eraturen in 10 cm Tiefe am 17. Juli: abends 21,1 Grad; am 18. Juli: morgens 16,3 Grad. — Sonnenscheindauer 9,4 Stunden. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr Fr W Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot (in Urlaub, i. V.: Dr. Fr. W. Lange); für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. 21. VI. 38: 9035. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. ■ MM-' * E — 61 ■0 ‘v * ^*4 O Oie Sprache des Antlitzes Das Ende der Denkerstirne. - Gram- und Lachmuskel verraten den Eharokter. Don Or. L. Mattarscn. Am Steg 15. Geburtsanzeigen bei Brühl, Gießen fett und zart 250 Gramm S) achtung des natürlichen unwillkürlichen Gesichtsausdrucks. Professor Lange hat während seiner ärztlichen Tätigkeit in fünf Jahrzehnten eine Sammlung von Photographien der verschiedensten Personen, mit Bildern vom Säugling bis zum Greis angelegt Neben den ihm täglich begegnenden Gesichtern hat er in diesen Bildern das notwendige Dergleichs- material, an dem er die Veränderungen, die die einzelnen Lebensalter mit sich bringen, stutueren kann. Dabei zeigten sich denn zuerst immer wieder und fast bet jebem Menschen gleichmäßig sich vollzieh enoe Wechsel m de r F 0 r m des Antlitzes. Das pausbackige Kleinkind ist mit einem beachtlichen Fettpolster unter der Haut ausgestattet. Die Jahre der Reife verzichten meist auf eine ausgeprägte Fettdecke, bis schließlich tm Alter die Wangen sich wieder zu runden beginnen. Aus dieser Gesetzmäßigkeit im Wandel der Ge ichts- form kann man für die Beurteilung des Gesichtsausdrucks natürlich keine feineren Schlüsse ziehen, wenn auch der hohlwangige hagere Casarmorder Cassius und der feiste Falstaff mit den aufgeschwemmten Backen schon bei dieser ersten Musterung auffallen. Falten sind stehengebliebenes Mienenspiel. Vieldeutiger sind da schon die Gesichtsmuskeln in ihrem täglichen Spiel des Zusammenziehens und Entfaltens — bis es dann zu dem wirklichen Entgalten nicht mehr kommt. Jede eingegrabene Falte läßt sich aber, so meint Professor Lange, auf die besonders lebhafte Tätigkeit eines bestimmten Muskels zurückführen, und jeder Muskel wieder wird von einer bestimmten Stimmung oder Gemütserregung in Bewegung gefetzt. Wer leicht lachen kann, der wird auch mit guter und fröhlicher Laune reich gesegnet sein. Falten, von der häufigen Bewegung des Lachmuskels verursacht, r?’-" , C tu H "C r- O D E EtxJ! Z Es. 5S; 3CT - CS p c 2 5-2 t » _■ u a tu* o E £ e y ■- aj E g o öS 5 •‘•’s -sä _? Neue englische Matjesheringe Nach kurzem, schwerem Leiden entschlief am Samstag mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Konrad Dürr Maler- und Weißbindermeister im 64. Lebensjahr. Die trauernden Hinterbliebenen: Margarethe Dürr, geb. Heim. Gießen (Frankfurter Straße 125), den 18. Juli 1938. Die Beerdigung findet Dienstag, den 19. Juli, nachmittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt 03280 Bruchleidende tragen das seit Jahrzehnten bestens bewährteSvezialband.Tag undNacht tragbar. Ohne Feder, ohne Eisen- biigel. Für schwere Brüche d.Patente 42351c, 445991. Leib- und Nabelbandagen, Suspensorien. Haben Sie Vertrauen, warten Sie nicht bis es zu spat ist. Maßanfertigung-Garantieschein. Eugen Frei LEo. 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Schulstr. 7, Ruf 2251 4799V Für die uns beim Heimgang unserer lieben unvergeßlichen Entschlafenen in so reichem Maße erwiesene Teilnahme, die Kranzspenden und Beileidsbezeugungen sowie für die Ehrungen und die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers sagen wir auf diesem Wege herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Hofmann, Rangiermeister i. R. Wieseck (Kornblumenstraße 5). den 17. Juli 1938.