Nr. 65 Erstes Blatt 188. Jahrgang Aeitag, 18. Marz 1958 krschetni tfigltd), außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monatr-Vezugrpreir. Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte e 1.80 Zustellgebühr. . , —.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschliisse unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach« richten: Anzeiger Stehen Postscheckkonto: Zrankfurt am Main 11686 Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche Univerfilötsdruckerei R. Lange kn Sieben. Schristleitvng und Seschästrstelle: Schulftrahe 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8l/eUl)r des Dormittags Grundpreise fürs mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rps., für Textanzeigen von 70mm Breite 50 Rps.,Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.25°/„ mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen--, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Die ersten Angleichungsmaßnahmen für Oesterreich. Die österreichische Landesregierung. Ein Reichsbeauftragter für Oesterreich. Berlin, 17. März. (DRB.) Der Führer und Reichskanzler Hal in einem Erlaß vom 15. Rlärz ungeordnet: Die österreichische Bundesregierung führt die Bezeichnung „O e st e r r ei ch i s ch e Landesregierung". Der Reichsstatthalter in Oesterreich ist mit der Führung der österreichischen Landesregierung beauftragt. Er hat seinen Sih in Dien. Der Reichsstatthalker wird ermächtigt, die Geschä ftsverteilung der Landesregierung mit Zustimmung des Reichsministers des Innern zu regeln. Die Zentralstelle zur Durchführung der Wiedervereinigung Oesterreichs mit dem Deutschen Reich ist der R e i ch s m i n i st e r des Innern. Er kann feine Befugnisse auf einen Beauftragten übertragen, der seinen Sih in Wien hat und die Amtsbezeichnung „Reichsbeauftragter für Oesterreich" führt. Der Beauftragte für den Vierjahresplan kann dem „Reichsbeauftragten für Oesterreich" Befugnisse übertragen. Der „Reichsbeauftragte für Oesterreich" wird deshalb gemeinsam von dem Reichsminister des Innern und dem Beauftragten für den Vierjahresplan bestellt. Deutsche Reichsgesetze in Oesterreich. Berlin, 17. März. (DNB.) Im Reichsgesetzblatt vom 16. März 1938 sind in Zusammenhang mit der Wiedervereinigung Oesterreichs mit dem Deutschen Reich eine Reihe von Reichsgesetzen und Verordnungen veröffentlicht worden. Danach gelten die Verkündungsblätter des Reiches, ferner Reichsgesetze, die nach dem Inkrafttreten des Gesetzes über die Wiedervereinigung Oesterreichs mit dem Deutschen Reich vom 13. März 1938 verkündet werden, für das Land Oesterreich. Sinngemäß anzuwenden sind das Reichsflaggengesetz mit der Maßnahme, daß Juden das Hissen der Reichs- und Nationalflagge und das Zeigen der Reichsfarben verboten ist; das Gesetz,gegen die Neubildung von Parteien; das Gesetz zur Sicherung der Einheit von Partei und Staat; das Reichsstatthaltergesetz, Weisungen der Reichsminister an den Reichsstatthalter in Oesterreich bedürfen bis auf weiteres der Zustimmung des Reichsministers des Innern; ferner die Verordnungen zur Durchführung des Vierjahresplanes und das Reichsgesetz über die Meldepflicht der deutschen Staatsangehörigen im Auslande. Regelung des Zahlungsverkehrs. Eine Reichsmark = 1 Schilling und 50 Groschen. Berlin, 17.Würz. (DRB.) Der Führer und Reichskanzler Hal angeordnel: Gesetzliches Zahlungsmittel im Lande Oesterreich ist neben dem Schilling die Reichsmark. Line Reichsmark ist gleich 1 Schilling 50 Groschen. Der Reichswirtschaftsminister wird ermächtigt, alle derzeit zwischen dem Deutschen Reich und dem Lande Oesterreich geltenden Beschränkungen des Zahlungsverkehrs abzuändern oder ganz oder teilweise außer Kraft zu sehen. Der Reichsminister der Finanzen wird ermächtigt, Waren österreichischen Ursprungs ganz oder teilweise für zollfrei zu erklären. Die Geschäftsführung der Oesierreichischen Rationalbank geht auf die Reichsbank über. Die Oesterreichische Rationalbank tritt in Liquidation und wird von der Reichsbank für Rechnung des Reiches abgewickelt. Mit der Ueber- nahme des Geschäftsbetriebes übernimmt die Reichsbank das gesamte Personal der Oesierreichischen Rationalbank unter Aufrechterhaltung der bestehenden gesetzlichen und vertraglichen Rechte in ihre Dienste. * Eine Verordnung des Reichswirtschaftsministers, welche bereits in Vorbereitung ist, wird es ermöglichen, daß der Reiseverkehr von Deutschland nach Oe st erreich alsbald und ohne jede Beschränkung erfolgen kann und daß der österreichische Warenexport in das übrige Deutschland weitgehende Erleicherungen erfährt. Es ist beabsichtigt, die bestehenden Zölle nur insoweit aufrechtzuerhalten, als dies mit Rücksicht auf die beiderseitige Wirtschaftsstruktur noch erforderlich ist. Auch der Abbau der österreichischen Einfuhrzölle für Lieferungen aus dem übrigen Deutschen Reich befindet sich in Vorbereitung. Es wird der österreichischen Landesgesetzgebung überlasten, die hierauf bezüglichen Maßnahmen allmählich unter Wahrung der Interesten der österreichischen Wirtschaft im Einvernehmen mit dem Reichswirtschaftsminister durchzuführen. Ueberleifung der österreichischen Bundesbahnen Berlin, 17. März. (DNB.) Die Reichsregierung hat über den Uebergangder Oe st erreicht- schen Bundesbahnen folgendes angeordnet: Das bisher von dem Unternehmen „Oefter- reichische Bundesbahnen" treuhänderisch verwaltete österreichische Bundesvermögen und das Vermögen des Wirtschaftskörpers „Oesterreichische Bundesbahnen" werden von derDeut- chen Reichsbahn als Sondervermö- ] en des Deutschen Reiches verwaltet. Der Wirt- chaftskörper „Oesterreichische Bundesbahnen" ist aufgelöst. Die Führung des Betriebes der bisher von diesem Wirtschaftskörper betriebenen Eigsn- bahnen und sämtlicher Nebenbetriebe geht auf die Deutsche Reichsbahn über. Diese tritt in alle Rechtsverhältnisse ein, die aus dem Bestand oder aus der Betriebsführung des Wirtschaftskörpers stammen. Oie im Ausland lebenden Oesterreicher nehmen an der Volksabstimmung teil. Berlin, 17. März. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler hat angeordnet, daß die im Ausland lebenden Oesterreicher an der Volksabstimmung am 10. April teilnehmen können. Die Durchführung der Wahlbeteiligung der Auslandsöfterreicher obliegt dem Gauleiter und Chef der Auslandsorganisation der NSDAP. Staatssekretär Bohle. Der Führer dankt für alle Beweise der Verbundenheit und Treue. Briefe und Telegramme von Volksgenossen aus aller Welt. — Freiplähe für erholungsbedürftige Oesterreicher. Berlin, 17. März. (DRB.) Dem Führer und Reichskanzler sind aus Oesterreich von der RSDAP. und ihren Gliederungen, von Städten und Gemeinden, von Verbänden, Betrieben und Dienststellen zahllose Briefe und Telegramme zugegangen, die in begeisterten Worten der Freude und Dankbarkeit über die Wiedervereinigung Oesterreichs mit dem Reiche Ausdruck geben. Ebenso ging beim Führer eine Fülle von gleichgestimmten Dankeskund- gebungen aus dem ganzen übrigen Reiche ein; auch die Deutschen im Auslande, insbesondere die im Auslande lebenden Oesterreicher haben in vielen Telegrammen dem Führer ihre Freude begeistert zum Ausdruck gebracht. Zahlreich sind auch die Telegramme, in denen Ausländer ihre Befriedigung und ihre Zustimmung zu diesem historischen Ereignis aus- sprechen. Mit diesen Kundgebungen sind vielfach Stiftungen von Freiplähen für er« holungsbedürftigeOe st erreich er, insbesondere Kinder, sowie für Verfolgte und Geschädigte der nalionalsozialisti- schen Bewegung in Oesterreich verbunden. An der Spitze dieser Stiftungen steht die Hamburger Reederei Rickmers, welche dem Führer einen Betrag von 100 000 RM. und zugleich 3000 Erholungs-Seereifetage auf ihren Dampfern für verfolgte, eingekerkerte und geschädigte Ostmarkvolksgenossen zur Verfügung gestellt hat. Der Führer und Reichskanzler spricht, da es ihm nicht möglich ist, jedem einzelnen zu danken, auf diesem Dege allen Volks- genossen, die ihm durch diese Kundgebungen und diese tatkräftige Hilfsbereitschaft ihre Verbundenheit und ihre Treue bezeugt haben, seinen Dank aus. Das Winierhitsswerk sorgt auch für die Ostmark. Berlin, 17. März. (DNB.) Das Winter- h i l f s w e r f des deutschen Volkes, das seine Betreuung nunmehr auch auf das heimgekehrte Land Oesterreich ausdehnen wird, gibt im Auftrage feiner Spender und Helfer 100 000 Freiplätze für erholungsbedürftige Kinder, die für mehrere Wochen von deutschen Pflegeeltern i m ganzen Reich aufgenommen werden. Ebenso werden 25 000 verdiente österreichische Angehörige der Bewegung mehrere' Wochen lang im alten Reichsgebiet Erholung finden. Mit dieser sofort in Angriff genommenen Hilfe sind die ersten Schritte der nationalsozialistischen Wohlfahrtspflege für einen praktischen Sozialismus in Oesterreich getan. Weitere soziple Hilfsmaßnahmen sind in Vorbereitung. Gleiche Flaggen, gleiche Verpflichtung. Oie Hiffung der Veichskriegsflagge auf dem bisherigen Bundesministerium für Landesverteidigung. Wien, 17. März. (DNB.) Auf dem bisherigen Bundesministerium für Landesverteidigung am Stubenring in Wien wurde die Reichskriegsflagge gehißt. Zu beiden Seiten des Radetzky- Denkmals hatte sich eine große Menschenmenge angesammelt. Die Generalität der deutsch-österreichischen und der reichsdeutschen Wehrmacht, Reichsstatthalter Dr. Seyß-Jnquart, Reichsführer ff Himmler und der Bürgermeister von Wien, Neubacher, hatten sich eingefunden. Gegenüber dem Gebäude waren eine Kompanie des deutsch-österreichischen Gardebataillons in ihrer schmucken Paradeuniform und eine Kompanie des reichsdeutschen Infanterieregiments 40, dazu Spielleute und Musik angetreten. Der Oberbefehlshaber, Generaloberst von Bock, schritt die Front ab und richtete dann folgende Worte an die Soldaten: „Wenn in dieser Stunde die alte österreichische Wehrmacht mit ihren deutschen Waffenbrüdern unter gleiche Flagge tritt, so bedeutet das für beide Teile gleiche Verpflichtung. Die Verpflichtung treuer Kameradschaft, die Verpflichtung zur freudi- gen Hingabe an die Idee unseres Führers und die Verpflichtung zum heiligen Wetteifer opferfreudiger Erfüllung unserer Soldatenpflicht." Die Truppe präsentierte das Gewehr. Der Oberbefehlshaber brachte ein dreifaches Sieg-Heil auf den Führer, das Deutsche Reich und die deutsche Wehrmacht aus. Die Musik setzte mit den Klängen des Deutschlandliedes ein. Irn gleichen Auaenblick ging unter dem Jubel der angesammelten Menschenmenge d i e Reichskriegs flagge am Gebäude hoch. Der Stadtkommandant, Oberst Graf Rotkirch, ließ das Gewehr über nehmen. Die feierliche Stunde war beendet. Uebernahme des österreichischen Generalstobs in den deutschen Generalstab. Wien, 17. März. (DNB.) Der Chef des Generalstabes des Heeres, General der Artillerie Beck, hat folgenden Erlaß an den Generalstab des bisherigen österreichischen Bundesheeres gerichtet: „Mit dem heutigen Tage übernehme ich den Befehl über den General st ab des bisherigen österreichischen Bundes Heeres. Ich heiße die österreichisches Generalstabsoffiziere in den Rechen des deutschen Generalstabes herzlich willkommen. Die Erinnerung an die ruhmreiche Ueberlieferung des ehemaligen österreichischen Generalstabes soll a u ch i m deutschen General st ab lebendig bleiben. Wir wollen an die Arbeit gehen, um i n einem Geiste die Arbeit zu erfüllen, die uns der Führer und unser großdeutsches nationalsozialistisches Vaterland stellen." — Zur Bekanntgabe dieses Erlasses begab sich der Chef des Generalstabes der VIII. Armee, Generalleutnant Ruoff, in das bisherige Ministerium für Landesverteidigung. In feiner Begleitung befanden sich alle zur Zeit in Wien befindlichen deutschen Generalstabsoffiziere. Im Marmorsaal des Ministeriums wurde Generalleutnant Ruoff vom bisherigen österreichischen Generalstab, an der Spitze Staatssekretär Oberst Angelis, mit den Feldmarschallleutnants Beyer, haselmeyer und Ingenieur Kubena empfangen. Nach der Bekanntgabe der Uebemahme verweilten die Offiziere noch in zwangloser Unterhaltung. DiekameradschastlicheVerbundenhelL der Wehrmacht. Oesterreichische Truppen kommen nach Süddeutschland. Wien, 17. März. (DNB.) Zur Pflege der kameradschaftlichen Verbundenheit aller Teile des deutschen Heeres, zum Kennenlernen der militärischen 'Einrichtungen und der Sehenswürdigkeiten deutscher Städte werden in der Zeit vom 18. bis 23. März Teile d e s bisherigen österreichischen Bundesheeres nach Süddeutschland verlegt. Folgende Standorte werden Besuch deutschösterreichischer Truppen erhalten: Nürnberg : eine gemischte leichte Artillerie-Abteilung, Bamberg: ein gemischtes Dragoner-Regiment, München: ein gemischtes Infanterie-Regiment und ein gemischtes Telegraphen-Bataillon, Würzburg: ein gemischtes Pionier-Bataillon. Außerdem wird der Standort Augsburg ein gemischtes Kraftfahr-Jäger-Bataillon erhalten, das im Land- marsch eintrifft. Heute Reichstagssitzung. Das ganze deutsche Volk hört den Führer. . heute abend rmrd der Führer vor den Deutschen Reichstag treten, er wird zu ihm über die jüngsten politischen Entwicklungen sprechen, er wird vor allem den geschichtlichen Ablauf des Anschlusses Oesterreichs an das große gemeinsame Vaterland, das Deutsche Reich schildern. Adolf Hitler, heute Führer von 75 Millionen Reichsdeutschen, wird aber nicht nur zu den Volksvertretern im Sitzungssaal der Kroll-Oper, die auch diesmal wieder bas Notguartier des Reichstags bildet, sprechen, er wird seine Worte an alle deutschen Männer und Frauen richten, wo immer sie ihren Wohnsitz haben und ihrem Lebenserwerb nachgehen. Infolgedessen wird es heute abend keinen Volksgenossen geben, der nicht auf dem Umweg über das Rundfunkgerät an der Sitzung teilnimmt. Alle Lautsprecher werden eingeschaltet fein, wo immer sie stehen: in Privatwohnungen, in Restaurants, Kaffeehäusern, in Gaschöfen, Hotels oder auf öffentlichen Plätzen. Und wer ein eigenes Gerät nicht besitzt, der wird Gast bei Bekannten sein oder an den zahllosen Gemeinschaftsempfängen teilnehmen, die die Partei bereits organisiert hat. Ist" heute die Sehnsucht der Oesterreicher, die auch unsere Sehnsucht war, — ein Volk, ein Reich, ein Führer —, erfüllt, so ergibt sich nun erst recht Anlaß, die politische Gemeinschaftsarbeit von Führer und Volk zu vertiefen. Dazu dient auch das Mitanhören der Führerrede durch jeden Volksgenossen. Denn nicht für die wenigen Abgeordneten in der Kroll-Oper ging Adolf Hitler an sein großes Werk, er tat es für das ganze deutsche Volk, das durch ihn zu einem politischen Denken, handeln und Trachten erzogen worden ist wie nie zuvor und auch in keinem anderen Lande. Die logische Fortentwicklung dieser Erziehungsarbeit ist die Ausweitung der Reichstagssitzung zu einer politischen Veranstaltung von 75 Millionen Reichsdeutschen zwischen der Nordsee und der jugoslawischen Grenze, von Ostpreußen bis zum Bodensee hinunter, haben sich auch die äußeren Formen unseres Lebens verändert: geblieben ist die gute alte Sitte unserer Vorväter, daß wir uns um unsere Führer versammeln und ihren Rat hören. Das geschieht auch heute durch die Herstellung der Verbindung vom Reichstag zu den entferntesten Dörfern des Reiches durch eine' Volksversammlung, wie sie in diesem Ausmaß die Geschichte bisher nicht kannte. Großdeuffchland am Rundfunk. Aufruf des Reichsministers für Bolksaufklärung und Propaganda. Berlin, 17. März. (DRB.) Der Reichsminl- sier für Volksaufklärung und Propaganda, Dr. Goebbels, erläßt folgenden Aufruf: Deutsche! Das Großdeukfche Reich ist erstanden. 75 Millionen Deutsche sind unter dem Banner des Hakenkreuzes geeint. Die tausendjährige Sehnsucht aller Deutschen ist erfüllt. Am Freitag, dem 18. März 1938, 20 Ahr, wird der Führer vor dem Deutschen Reichstag sprechen. Alle Volksgenossen hören über den Rundfunk seine Rede. Die Partei trifft rechtzeitig Vorbereitungen für den G e m e i n s ch a f t s e m p f a n g in Sälen und Gaststätten. Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda. (Gez.): Dr. Goebbels. ♦ Die Reichstagssitzung in der Krolloper am Freitag, dem 18. März, 20 bis 22 Uhr, wird vom Deutschlandsender, von allen Reichssendern, vom Deutschen Kurzwellensender und vom deutschösterreichischen Rundfunk übertragen. Das deutsche Gast stä11en - und Beherber- gungsge roerbe ist aufgefordert worden, die Lautsprecheranlagen und Gaststättenräume zum Gemeinschaftsempfang zur Verfügung zu stellen. Auch der Gefolgschaft soll weitestgehend die Möglichkeit gegeben werden, die Ueberfragung anzuhören. Der VierjOreeplcm auf Oesterreich MM Mi. Berlin, 17. März. (DRB.) Generalfeldmarschall Göring hat folgendes Telegramm an Dr. S e y h - Inquart gerichtet: Die Wiedervereinigung Oester^ reichs mit dem Reiche hat einen weiteren gewaltigen wirtschaftlichen Aufstieg zur Folge. Der Vierjahresplan, nunmehr auch auf Oesterreich ausgedehnt, wird jetzt auf noch breiterer Grundlage erfolgreich durchgeführt werden. Ich bitte Sie und Ihre Mitarbeiter, mich in dieser Arbeit mit vollem Einsatz zu unterstützen, um diereichen SchäheJhrerenge- ren Heimat zu heben, auszunuhen und alle Kräfte zu entfalten für das Wohl unseres großen Vaterlandes und insonderheit für das Aufblühen des ins Reich zurückgekehrlen Oesterreich. 20 000 Rundfunkgeräte für Oesterreich. Berlin, 17. März. (DNB.) Um dem deutschen Volk in Oesterreich Gelegenheit zu geben, in weit stärkerem Maße als bisher'das große politische Geschehen unserer Zeit im deutschen Rundfunk m i t z u erleben, werden Tiroler Bauern erzählen... Sonderberichterstatter. die Preise unzulänglich waren. Auch mit der Holzarbeit war es die langen Jahre hindurch meist sehr schlecht bestellt, was nicht nur eine erhebliche Minderung des Einkommens, sondern auch eine wesentliche Vergrößerung der Arbeitslosigkeit zur Folge hatte. Viel wäre noch über die äußerst mangelhafte Instandhaltung der Straßen und Wege, über die nicht ausgeführten, jedoch sehr notwendigen Kultioierungsaroeiten und ähnliches mehr zu sagen, doch schauen wir uns einmal nur die Wohnungen und Höfe der Bergbauern von Tirol selbst an. Einst die Zierde des Tiroler Alpenlandes, sind viele von ihnen infolge der mangelnden Betriebsmittel immer mehr baufällig geworden und werden von den Bewohnern nunmehr auf das notdürftigste unterhalten; das waren die Früchte der so viel gepriesenen vaterländischen „Selbstständigkeitspolitik" — „und wir", so versicherten uns zahlreiche Bauern, „haben diesen furchtbaren Zuständen zuschauen müssen, wie es da draußen im Reich von Tag zu Tag aufwärts gegangen ist; uns wurde vom Juden der Boden abgegaunert, während er in Deutschland jedem Bauern durch das Erbhofgesetz für immer verbleibt. In Wirklichkeit ist es ständig schlechter geworden. Keiner hat gewußt, wie lange er es noch aushalten könnte. Da war es nicht verwunderlich, daß so viele gute deutsche Bauern von Oesterreich ausgewandert sind." Das und vieles andere noch dazu haben uns die Tiroler Bauern berichtet auf ihren hochgelegenen Berghöfen. Der Führer ist ihre letzte Hoffnung geblieben, auf ihn setzen sie ihr ganzes Vertrauen und wollen zu ihm stehen in einem freien Großdeutschland, für das ihre Väter so oft gekämpft haben. In der gleichen Zeit aber, während wir uns mit den Bauern über all diese Fragen unterhalten, arbeiten die Burschen und Mädel in allen deutsch- österreichischen Dörfern an den Vorbereitungen zu jener großen Kundgebung, die nunmehr eine neue Zeit für Deutsch-Oesterreich einleitet. Siegfriedstellung gegen Westen. Oer Gauleiter über die Landesplanung im Bhein-Main-Gebiet. Das neue Kabinett Blum vor der Kammer Oie Opposition kritisiert scharf die Liebe für den Kommunismus. im RheinMain-Gebiet gegenüber dem Reichsdurchschnitt von 30,4 v. H. weniger als ein Viertel der Bevölkerung auf die Großstädte entfällt. Frankfurt hat seinen von altersher begründeten, natürlichen Mittelpunkt im wirt- schasts- und verkehrspolitischen Leden auch in der neuen Zeit bewiesen. In ihm treffen sich die Haupt- Verkehrswege des neuen Reiches, die Autobahnen und die Fluglinien des Flug- und Luftschiffhafens Rhein-Main. Alle wichtigen Derkehrsftraßen von Rhein, Vogelsberg, Spessart, Rhön und Taunus lausen in Frankfurt als dem Herzen des Gaugebietes zusammen. Es ist außerdem Eisenbahnknotenpunkt und bedeutende Stadt an der Wasserstraße des Mains. Aus alledem wird ersichtlich, so schloß Gauleiter Sprenger, wie unmöglich es ist, die Struktur des Rhein-Main^Gebietes aus einer anderen Perspektive als der des natürlichen Krastzentrums sehen zu wollen, das die Stadt Frankfurt nun einmal darstellt. Bis in die entferntesten Gegenden des Vogelsberges und des Westerwaldes, Rheinhessens und Odenwaldes erstreckt sich die fruchtbare Wechselwirkung, in der sich Großstadt und Hinterland ergänzen, und es wäre unverantwortlick, an dieser konkreten Tatsache gerade in der Planung vorübergehen zu wollen. Was in Jahrhunderten organische Form gefunden hat, was auf Grund sachlicher Erfordernisse an verkehrsmäßigen, wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen entstanden ist, läßt sich so wenig übersehen, wie es sich etwa beseitigen ließe. Anschließend gab Landeskulturrat Reich einen großen Ueberblick über die Maßnahmen, die seit 1933 unter dem Einfluß des Gauleiters im Rhein- Main-Gebiet zur Ueberwindung der wirtschaftlichen Notlage ergriffen wurden und entwickelte dann die landwirtschaftliche Verwertung der Abwässer der Städte Frankfurt a. M. und Offenbach im Rodgau. Für 59 Gemarkungen mit 60 000 Hektar Fläche wurden die Feldbereinigungsverfahren zum Zwecke der Verwertung der Abwässer eingeleitet. Das Gesamtbauvorhaben ist in zwei Bauabschnitte eingeteilt. Der erste Bauabschnitt dient dem Ausbau und der Regulierung der Hauptvorfluter und Entwässerungsgräben für 27 Gemeinden mit 14 000 Hektar. Der zweite Bauabschnitt umfaßt die Anlage der Rieselgräben, Rieselfelder und Folgeeinrichtungen für 32 Gemeinden mit 16 000 Hektar. Noch im Frühjahr 1938 kann begonnen werden und im Herbst 1941 wird das Gesamtprojekt durchgeführt sein. Durch das nationalsozialistische Me- liorations- und Siedlungsprogramm in Hessen werden bis 1944 = 163 000 Hektar verbessert sein. auf Veranlassung von Reichsminister Dr. Goebbels im Laufe der nächsten Tage etwa 20 000 Rundfunkgeräte im Werte von 850 000 Mark — vor allem Volksempfänger — in Oesterreich zur Verteilung gelangen. Die Apparate werden not- leidenden österreichischen Gemeinden und alten, verdienten nationalsozialistischen Kämpfern zur Verfügung gestellt. Durch diese tatkräftige Hilfe ist ein weiterer Schritt getan, die politische Willensbitdung im jüngsten Land des Deutschen Reiches im Sinne des Nationalsozialismus mit den Mitteln des Rundfunks weiterhin auszurichten und zu festigen. Die Wiener Landschaft. Dieser Tage lasen wir wieder von der weichen Wiener Landschaft. Der Schreiber dieser Zeilen hat immerhin einige Monate in Wien gelebt und ist mit großer Liebe morgens oder abends oft vom Hermannskogl über den Kahlenberg bis zum Leopoldsberg gewandert. Aber „weich" schien ihm die Landschaft nicht zu sein. Die nächste Umgebung ist lieblich und anmutig. Sicherlich. Aber die zu den Füßen liegende große Stadt mit ihren vielen Türmen und Kuppeln, die Geschichte erzählen, belebt eine empfängliche Phantasie und wirkt vielleicht sogar großartig. Wenn das Auge an einem klaren Morgen der Donau, die — in der Nähe gesehen — allerdings mehr lehmig als himmelblau ist, zu folgen sucht, so führt ihr Band doch in eine große, große Weite. Von fernher, schattenhaft, tauchen die letzten Ausläufer der Karpathen, die vor Preßburg an die Donau herantreten, aus dem Dunst der großen Ebene auf. Wer je nach Süddeutschland gekommen ist, wird sich nur schwer des Gefühles erwehrt haben, daß er sich jetzt einer Grenze nähert. Nicht nur einer polittfchen Grenze. Der Eindruck ist viel stärker. Das Blau des Himmels ist stärker. In der Luft liegt ein sonderbares Flimmern. Die Fensterläden tauchen auf, die in West- und Norddeutschland fehlen. Die Kleinigkeiten des Lebens und der Umgangsformen find anders. Das Grenzgefühl wird zum Gefühl, an einer Scheide zu stehen. Und irgendwie haucht eine fremde Welt uns an. Es ist nur ein Hauch, aber dieser Hauch ist da. Und genau so geht es dem empfänglichen Menschen, der über Wien hinweg in die Ebene sieht, wo die Donau ihren Weg durch die Weite Ungarns nimmt und dem Schwarzen Meer zusttömt. Fast 3000 Kilometer lang ist ihr Lauf von ihrer badischen Schwarzwaldheimat bis ins Schwarze Meer, das die Küsten Rumäniens, Rußlands, der Türkei und Bulgariens umspült. Ein Blick in solche Weite ist monumental. Wer fteilich mrr ein verschleiertes Auge für einen solchen Blick hat und nur nach der nächsten „Heurigen-Schänke" in Grinzing strebt, wird vielleicht dort eine weiche Landschaft finden. Aber das ist eine ganz andere Landschaft. Und diese „weiche" Landschaft ist — Gott sei Dank — keine ausschließlich Wiener Angelegenheit. B. R. Die landwirtschaftliche prodnktionsreserveinOefterreich Verschiedene Aeußerungen beschäfttgen sich mit der Ernährungslage in Oesterreich. Daß die Land- wirtschaft, besonders in den Gebirgsgegenden, keinen leichten Stand hat, ist unbestritten. Die schlechte Rentabilität des Landbaues hat zu einem immer stärker werdenden Rückgang der Anbauflächen und der Erttäge geführt. Es wird, wie auch der Minister für Landwirtschaft, Ingenieur Reinthaler, ausführte, wesenttich darauf ankommen, die Nutzfläche wieder zu steigern. Gegenwärtig hat das Deutsche Reich in seinem bisherigen Umfange 43 Hektar Nutzfläche für je hundert Einwohner zur Verfügung, im bisherigen Oesterreich waren es 65 Hektar ftir das Hundert der Bevölkerung. Es besteht also eine erhebliche Produktionsreserve. Trotz der geringeren Durchschnittsfläche im Deutschen Reiche wurden hier 81 v. H. des Eigenbedarfs an landwirtschaftlichen Erzeugnissen gedeckt, während die größere Anteilsfläche in Oesterreich nur 76 v. H. des Bedarfs erzeugte. Es ist also klar, daß die Landwirtschaft in Oesterreich wieder rentabel gemacht werden muß, damit eine intensivere Bauwirtschaft möglich wird. Der Gauleiter von Tirol hat davon gesprochen, daß sich die Erttäge dort um 40 v. H. steigern ließen. Wenn gesagt wird, daß Oesterreich einen verhältnismäßig größeren Einfuhrbedarf an landwirtschaftlichen Pnärnkten hat als das visherige Deutsche Reich, so ist das nichts Naturgegebenes .sondern ein Zustand, der durch Planmäßigkeit und verständnisvolle Förderung überwunden werden kann. Interessant ist auch, daß im bisherigen Reichsgebiet 4 v. H. der Fläche in Mooren und Oedland besteht, während in Oesterreich 10 v. H. als Oedland bezeichnet werden. Der Reichsarbeitsdienst ist dabei, einen erheblichen Teil der Moorländereien in fruchtbares Land zu verwandeln und dadurch diejenigen Ländereien zu ersetzen, die durch Autobahnen, Flugplätze oder neue Fabrikanlagen der bisherigen Nutzung verloren gingen. Eine Million für die Studenten der deutschen Ostmark. Berlin, 17. März. (DNB.) Reichserziehungs- mimster R u st hat das Reichs st udentenwerk ermächtiat, feine Einrichtungen sofort auf d i e deutschen Hochschulen des österreichischen Landes auszudehnen und hierfür den Bettag von 1 Million Mark aufzuwenden. — Dieser Bettag soll in vier Aufbaujahren dazu angesetzt werden, daß an den deutschen Hochschulen in Oesterreich die sozialpolitischen Aufgaben des Deutschen Studententums, die Förderung der nationalsozialistischen österreichischen Studenten, die Maßnahmen des studenttschen Gesundheitsdienstes, die wirtschaftlichen Einrichtungen der Speisungen, Heime und Häuser sowie die Leistungen des akademischen Berufsberatungsdienstes uno er züglichinAngriff genommen werden. Wien nun die älteste reichsdeutsche llniversität. Berlin, 17. März. (DNB.) Der Rektor der Universität Heidelberg, Professor Krieck, hat an den Rektor der Universität Wien ein Telegramm gerichtet, in dem es heißt: Die Universität Heidelberg, bisher älteste Universität au reichsdeutschem Boden, übergibt den Vorort der reichsdeutschen Universitäten hiermit an die Universität Wien als die nunmehr älteste reichsdeutsche Universität. Im Bruderbund geeint, marschieren wir zum selben Ziel. Es lebe Großdeutschland. — Die Heidelberger Ruprecht-Karls-Univer- fttät wurde 1386 gegründet, die Universität Wien 136= Don unserem IdR.- Jnnsbruck, 15.März. Unbeschreiblicher Jubel herrscht in diesen Tagen in allen Städten Deutsch- Oesterreichs. Mit einer Begeisterung ohnegleichen werden alle Nachrichten aufgenommen, die der Bevölkerung Kunde geben von der Entwicklung des großen deutschen Einigungswerkes. Grenzenlose Freude über die geschichtliche Tat des Führers herrscht aber auch unter der deutsch-öfter- reichischen Landbevölkerung, deren Los unter dem sogenannten vaterländischen Regime be- onders drückend war. Wir haben diesen hohen Tag deutscher Geschichte denn auch zusammen mit dem deutsch-österreichischen Landvolk erlebt, waren Zeugen dieser Erhebung inmitten des Tiroler Bauernoolkes, das uns einst den großen Freiheitshelden Andreas Hofer schenkte. Auf dem Dorfplatz, in den Gasthöfen, in den Berghöfen, kurzum überall, wo wir Tiroler Bauern, ob alt, ob jung, antrafen — es gab nur eine einzige Stimme des Dankes an den Führer und ein Bekenntnis zum großen deutschen Vaterland. „Woll, woll", sagte ein Jnntaler Bauer zu uns, „wir haben ja alle gewußt, daß uns der Hitler nit verlassen wird!" Und er hat sie nicht verlassen, der Führer! In ihrer größten Not und ihrem furchtbarsten Elend, wie uns ein Bauer im Stubaital eindringlichst schilderte; er zählt uns nämlich eine große Anzahl von Höfen in Oesterreich auf, die infolge der entsetzlichen Verschuldung der Besitzer unter d e n Hammer gekommen ind, um dann vielfach in das Eigentum jüdischer Großunternehmer überzugehen. Die Verschuldung zahlreicher Bauern ist überdies in vielen anderen Fällen fo groß, daß sich der einzelne nicht einmal bas Allernotwendigste zum Leben anschaffen kann. „Ganz schrecklich ist es halt auch mit dem ch l echten Absatz", meinte der Bauer und berichtete davon, daß die Viehzucht immer mehr zurückging, da teils überhaupt kein Vieh abgesetzt werden konnte, zum anderen' aber NSG. Am Mittwoch, 16. März, fand unter dem Vorsitz von Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger die erste Sitzung des Beirates der Landesplanungsgemeinschaft Rhein- Main statt. Der Gauleiter erklärte: Es stand fest, daß die überlieferte Gliederung des deutschen Raumes und ihre Zerrissenheit keinen Maßstab für eine in die Zukunft gerichtete Neuordnung geben konnte. Es handelte sich also darum, den Gesamttaum des Deutschen Reiches nach ewigen und unveränderlichen Grundsätzen einer nach der nationalsozialistischen Wirtschaftsauffassung und Weltanschauung ausgerichteten Bettachtung zu unterwerfen. Dieses Stte- ben fand schon vor der Machtübernahme seinen lebendigen Ausdruck in der Bildung der politischen Gaue der NSDAP., die großenteils ohne Rücksicht auf die damals bestehenden staatlichen Grenzen erfolgte. Die NSDAP, hat damit in ihrer Gaueinteilung über die Verwirrungen lautlicher Wechselfälle hinaus stammesmäßig, kulturell und wirtschaftlich zusammengehörende Lanhschaften zusammengeführt. Das Rhein-Wain-Gebiet ist mehr als eine schöne Landschaft und ein Raum von verkehrs- nnd wirtschastspolitischer Bedeutung. Es ist heute wie seit Jahrhunderten zugleich nationale Siegfried st ellnng gegen den nahen De st en und die offene Tür zwischen Nord und Süd und Ost und West. Die Waln- linie galt in der Vergangenheit als die verwundbarste Stelle der Reichsein- h e i t und neben der nationalen Ausgabe ihrer Beseitigung können alle übrigen Planungsaufgaben innerhalb des Rheln-Wain- Gebieles nur von sekundärer Bedeutung sein, da die Ueberwindung der INainlinie Voraussetzung und Ziel jeder wirklich umfassenden Raumordnung ist. Es ist das geschichtliche Verdienst der nationalsozialistischen Bewegung, daß es ihr gelang, gegen alle reaktionären und partikularistischen Bestrebungen eine Wunde am deutschen Volkskörper zu heilen, die bisher als unheilbar galt. Die Bevölkerung des Rhein-Main-Gebietes be- ttug bei der letzten Volkszählung 3 067 000 Einwohner, das find 197 Menschen auf den Quadratkilometer. Die wirtschaftliche Sttuktur des Rhein- Main-Gebietes stellt in feiner organischen Aufgliederung gewissermaßen einen Jdealtyp bar, was insbesondere für die Verteilung ber Bevölkerung auf die Großstädte und das flache Land gilt, da Paris, 17. März. (DNB.) In der Regierungserklärung, die Ministerpräsident Blum in der Kammer verlas, heißt es: Das Interesse des Landes hätte gefordert, daß die Regierungskrise durch die Bildung einer starken neuen Regierung gelöst worden wäre, die alle republikanischen Kräfte der Nation um die von ihr gewählte Mehrheit gesammelt hätte. Diese Anstrengung war vergeblich. Daraufhin ist die jetzige Regierung gebildet worden, aus denselben politischen Elementen, wie die erste Regierung Blum. Die neue Regierung beruft sich, wie schon die erste, auf die Volks- frontberoegung, der die Mehrheit des Landes ihr Derttauen gegeben hat und weiter gibt. Doch ist die Regierung entschlossen, keine Gelegenheit außer Acht zu lassen, um die Mehrheit herum die notwendige Sammlung der französischen Einheit zu fördern. Außenpolitisch heißt es bann, daß „es keine Friedensinitiative gebe, die Frankreich nicht zu ergreifen oder anzunehmen entschlossen wäre". Frankreich wolle aber auch seine volle Unabhängigkeit und seine lebenswichtigen Interessen wahren, die Sicherheit feiner Grenzen und seiner Verbindungswege. Es wolle voll und Sanz die Verpflichtungen achten, die es mit feiner nterfchrift versehen habe. „Aber wir werden für unser Teil niemals zulassen, daß diese beiden jungen Strömungen miteinander unvereinbar wären, und wir werden, um sie miteinander in Einklang zu bringen, bis zur äußersten menschenmöglichen Anstrengung gehen." Frankreich müsse seine Militärmacht noch weiter steigern. Zusätzliche Rüstungsprogramme würden unverzüglich ins Werk gesetzt werben und nichts werde unterlassen werden, um die materiellen Erzeugung s- mittel z u steigern. Wir werben uns bemühen, Bünbnisse Freundschaften und Sympathien zu unterhalten ober enger zu gestalten, in denen Frankreich sowohl einen Grunb des Ver- ttauens zu sich selbst als auch ein Friedensunter- pfand für bie Welt erblickt. „Ein Friede in Ehre und Freiheit sei stets die Regel für Frankreich gewesen. Die Annäherung aller friedlichen Kräfte der Welt für die kollektive Sicherheit ist weiter Frankreichs Ziel." Die Finanzprobleme müßten heutzutage unter demselben Gesichtswinkel ins Auge gefaßt werden wie die diplomattscheu und militärischen Probleme. Die Anstrengungen zur Sanierung des Haushaltes dürften nicht in Frage gestellt werden. Die Regierung werde auf allen Gebieten an der Wiederherstellung des wirtschaftlichen Gleichgewichts arbeiten. Ministerpräsident Blum schilderte die Schwierigkeiten, die sich seiner ursprünglich beabsichttgten Regierungsumbildung entgegengestellt hatten, und wies auf die Weigerung Der Rechtsopposition hin, sich an einem nationalen Kabinett zu beteiligen, in dem auch die Kommunisten vertreten seien. Man erkläre, daß es sich um eine Partei handele, die dem Ausland gehorche» Es handele sich aber, wenn es so sei, um eine befreundete Regierung. Man möge den Kampf zwischen „Demokratie und Diktatur" nicht in einen Kampf zwischen dem Kommunismus und Antikommunismus umstellen. Wenn man das tue, stärke man nur den antikommunistischen Block, der schon an und für sich in Europa zu stark sei. Die Rede des Ministerpräsidenten fand sehr geteilte Aufnahme. Der ehemalige Ministerpräsident Fl and in verlas im Namen der Opposition, der alle Gruppen der Mitte und der Rechten mit Aus- nähme der „Volksdemokraten" angehören, eine Er- Körung, in der klipp und klar festgestellt wird, daß die Formel von der „nationalen Sammlung" nicht annehmbar sei. Die Kommunisten forderten die Ausgabe ber Nichteinmischung in Spanien und bie freie Waffenausfuhr an die Bolschewisten. Die Opposition betrachtete biese Forderungen als bie größte Gefahr für b en Frieden. Als weiterer Punkt wirb ber Angriff ber Kommunisten gegen andere Staaten angeführt, mit denen bie Opposition normale Beziehungen Herstellen wolle, sowie schließlich die A b h ä n a i g - feit von ber Komintern. Die Opposition mache ihre Zustimmung zur Zusammenarbeit aller französischen Parteien von ber Uebereinstimmung über alle wichtigen innen» und außenpolitischen Fragen abhängig. Nur bann würde sie bereit sein, für den Frieden, für bie Verteidigung der französischen Machtstellung in ber Welt und die Gesun- bung ber nationalen Wirtschaft zusammenzuarbeiten. Der rechtseingestellte Abgeordnete Fernand ßaurant erklärte, daß eine nationale Säuberung mit eine Partei, bie ihre Befehle aus Moskau erhalte, unmöglich sei, auch nicht im Falle eines Krieges unb erst recht nicht innerhalb einer Regierung, bereu Aufgabe angeblich darin bestehen soll, ben Krieg zu vermeiden. Die Kammer nahm bann bie von ber Regierung unter Stellung der Vertrauensfrage beanttagte Vertagung der Aussprache über bie allgemeine Politik mit 369 gegen 196 Stimmen bei etwa 50 Stimmenthaltungen an. Sie beschloß, die Behandlung der außenpolitischen Anfragen gemäß dem Wunsche ber Regierung am nächsten Dienstag vorzunehmen. Enttäuschunginderpariserpreffe Paris, 18. März. (DNB. Funkspruch.) Viele Frühblätter berichten, daß die Regierungserklärung im Senat, wo sie ber Kriegsminister unb stellv. Ministerpräsident Dalabier verlas, eine mehr als eisige Aufnahme gefunben habe. „Echo de Paris" verweist darauf, daß Löon Blum ttotz feines Appells zur Einigung nur seine Volksfront- Mehrheit in der Kammer auf sich habe vereinigen können. Der Oppositionsführer Flandin habe ' als Bedingungen klar umriffen: keine Kommunisten, kein zweideutiges Programm! In den Wandelgängen des Senats nehme man, so sagt das Blatt, die Regierungserklärung als Sammelsurium : einer Herausforderung. Man rechne in Kürze mit der Regierungserklärung eines neuen Kabinetts. „Matin" sagt, die Volksfront sei tot. Ihr kurzes Wiederaufleben werbe nicht von langer Dauer fein. Das Problem ber nationalen Sammlung bleibe bestehen. Man müsse es auf neuer Orunblage erneut versuchen. Das Blatt empfiehlt als Uebergangslofung ein Kabinett aus wenigen unumstrittenen Persönlichkeiten. — Die „Epoque" sagt, Millionen Franzosen sähen das Vaterland in Gefahr und hofften, daß die Stunde endlich geschlagen habe, in der bas große Werk der nationalen Wieberaufrichtung vollendet werbe. Es hanble sich jetzt um Tob ober Leben ber Nation. 4,5 Milliarden für weitere Aufrüstung gebilligt. Paris. Ib.Rlärz. (DNB.) Auf Vorschlag des Ministers für die Landesverteidigung hat der Ministerrat folgende Rüstungsausgaben genehmigt: 3465 Millionen für die Luftwaffe. 400 Millionen für die Kriegsmarine und 600 Millionen Franken für das Landheer. — Auf Antrag des Haushaltsministers hat der Rat beschlossen, bereits heute in der Kammer einen Gesetzentwurf zur Eröffnung von Krediten für die Durchführung eines außergewöhnlichen Landesverieidi- gungsprogramms einzubringen. Der Kolonial- minlster ist ermächtigt worden, gewisse Ausgaben zu bewilligen, um die Truppenbestände in I n d o ch i n a aufzufüllen. LOprozentige Verstärkung der UGA.-Ztotte. Washington, 18. März. (DNB. Funkspruch.) Das amerikanische Abgeordnetenhaus sprach sich am Donnerstag über die Flottenvorlage aus. Ein Anttag des demokratischen Abgeordneten Ran- dolph, aus der 1,12 Dollar Milliarden-Vorlage die Bestimmung zu streichen, die den Bau dreier neuer Schlachtschiffe vorsieht, wurde mit 98 gegen 63 Stimmen abgelehnt. Das Abgeordnetenhaus nahm grundsätzlich den ersten Teil der Flottenoorlage an, der eine 2 0- prozentige Verstärkung durch ben Bau von 46 neuen Kriegsschiffen, 22 Hilfsschiffen und 950 Marineflugzeugen empfiehlt. Der demokratische Mehrheitsführer Rayburn erklärte, möglicherweise werde der Kongreß noch in diesem Jahre ersucht werden, einem noch größeren Rüstungsprogramm zuzustimmen. polnische Note an Litauen. Warschau, 18. März. (DNB. Funkspruch.) Die polnische Regierung hat am Donnerstagabend Litauen eine Note zu gehen lassen, in ber bie zur Klärung ber heiklen Lage notroenbigen Bedingungen bargelegt werden. Die vorbeugenden militärischen Maßnahmen, die von polnischer Seite in ben letzten Tagen ergriffen worden sein sollen, sollen nach den vorliegenden Informationen z. T. bereits wieder rückgängig gemacht worden fein. Die von polnischer Seite an bie litauische Regierung gestellten Forderungen scheinen zwei Hauptpunkte zu enthalten: bie bedingungslose Anerkennung des territorialen Status quo unb die uneingeschränkte Aufnahme normaler zwischenstaatlicher Beziehungen zwischen Litauen und Polen in Gestalt beiderseitiger diplomatischer Vertretungen, des Eisenbahnverkehrs, des Post-, Telegraphen- unb Grenz- verkchrs. Wie slehtes in derWirffchaffaus? Die neue Statistik über die Entwicklung der Tariflöhne des letzten Jahres zeigt, daß auch in diesem Zeitabschnitt keine Aenderungen in den Lohnsätzen unserer Tarifordnungen erfolgt sind. Setzt man den tariflichen Lohnstand von 1928 gleich 100, so betrug der Gesamtdurchschnitt der Tariflöhne seit 1933 im wesentlichen unverändert 83,5. Es ist bekannt, daß dieses Bild die wirklichen Lohnverhältnisse nicht widerspiegelt. Da die Sätze der Tarifordnungen nur Mindestsätze sind, hat sich die betriebliche Lohngestaltung in einem verschiedenen Grade von ihnen entfernt. So lag schon nach den Ergebnissen der Jndustrieberichterstattung Ende 1936 der Durchschnitt der Bruttostundenverdienste in der gesamten Industrie um mehr als 8 v. H. über dem Stande von 19 3 3. Wenn man die Erhöhung des Lvhneinkommens durch Verlängerung der Arbeitszeit berücksichtigt, dann ergibt sich, daß die in der gesamten Industrie beschäftigten Arbeiter im Dezember 1936 ein um 16,5 v.H. höheres Monatseinkommen hatten als in der gleichen Zeit des Jahres 1933. Die Stabilität der Tariflöhne zeigt das Bild einer entpolitisierten Lohngestaltung. Lohnerhöhungen entstammen heute nicht mehr dem Prestigebedürfnis politisch einflußreicher Gewerkschaften, sondern sind ausschließlich Ausdruck persönlicher Leistung und be- trieblicher Erfolge. Dabei darf weiter nicht über- sehen werden, daß die von der Jndustrieberichter- stattung erfaßten effektiven Löhne nicht mehr das Gesamteinkommen des Arbeiters barstellen, sondern daß soziale Sonderzuwendungen, wie die Zahlung einer freiwilligen, betrieblichen Krankenhilfe, die Feiertagslöhne, die Reisezuschüsse üsw., das tatsächliche Einkommen des Arbeiters beträchtlich erhöhen. Der Geschäftsgang der Leipziger Messe war außergewöhnlich groß. Schon am ersten Messetage setzten Käufe ein, die weit über den Rahmen des Vorjahres hinausgingen. Im Gegensatz zu früher sind noch viele Aussteller auf der Messe geblieben, die sich nicht nur mit Unterrichtungen begnügen, sondern auch Aufträge erteilen. Es handelt sich vielfach um Großeinkäuser, die hauptsächlich in Geschenkartikeln disponieren. Selbst am vierten Messetage glich das Messebild fast dem Eröffnungssonntag. Besonders auf der Technischen Messe und der Baumesse waren gute Umsätze in Werkstoffen und Werkzeugmaschinen, Elektrotechnik und Textilmaschinen zu verzeichnen. Bei den Lederwaren interessierten stark die neuen Kunstleder und auch Fischleder. Die Reichsmöbelmesse hat durchschnittlich die Dorjahrsumsätze verbessern können. Auf der Textil- und Bekleidungsmesse sind die Aussteller mit dem Messeerfolg sehr zufrieden. Starke Beachtung fand auch die Schau des Großhandels, in der 17 Fachgruppen, die in ihren Sortimenten den neuen deutschen Werkstoffen den Vorrang einräumen, unter dem Motto „Fremdstoffe einst — Heimstoffe jetzt" auf die Möglichkeiten einer planmäßigen Einkaufs- und DerkaufÄenkung durch den Großhandel Hinweisen. * Der Auslandsabsatz von Kraftfahrzeugen hat im Vergleich mit dem Vorjahr eine Rekordzahl erreicht. Während der Jnlandsabsatz rund 10 v. H. zurückging, wurden vom Ausland 9653 Kraftfahrzeuge gegen 7 586 im Vormonat ausgenommen. Insgesamt ist wertmäßig der Absatz von Kraftfahrzeugen im Januar 90,5 Millionen RM. gegenüber 105,4 Millionen im Dezember oder um 14,2 v. H. zurückgegangen. Dabei ging der Jnlandsabsatz um 16,2 auf 75,1 Millionen RM. zurück, während sich der Auslandsabsatz mit 15,4 Millionen RM. nahezu auf der Höhe des Vormonats hielt. Der Anteil des Auslandsabsatzes am Gesamtabsatzwert erreichte mit 17 v. H. eine Rekordziffer. Allgemein war der Absatz rückgängig vor allem bei Lastkraftwagen, Schleppern, Dreiradkraftfahrzeugen und Krafträdern; beträchtlich höher als im Vormonat war dagegen der Absatz bei Personenkraftwagen und Kraftomnibussen. Durch ein I n v e st i t i o n s v e r b o t ist für die deutsche Zigarettenindustrie die Errichtung neuer sowie die Wiederinbetriebnahme stillgelegter Fabriken untersagt worden. Nachdem 1913 schon 12,99 Milliarden Stück Zigaretten in Deutschland hergestellt wurden, hat sich in der Nachkriegszeit der Verbrauch gewaltig gesteigert. Im Jahre '1925 betrug er 30,53, im Jahre 1931 27,99, aber 1933 bereits wieder 33,63 und im Jahre 1936 sogar 38,40 Milliarden Stück. Für diese Zigaretten wur- den 1936 43 Millionen Kilogramm Tabak orientalischer Herkunft und 0,4 Millionen Kilogramm deutsche Tabake verbraucht. Die 2'/2-Pfennig-Ziga- rette hat stark an Boden verloren, die 3V,-Pfennig- Zigarette ist im Gesamtkonsum auf 54 v. H. zurück- gegangen, während die 4-Pfennig-Zigarette an Boden gewinnt. Wir geben jährlich für Zigaretten rund 1,3 Milliarden Mark aus, davon sind 397 Millionen Mark T a b a k st e u e r, 181 Millionen Material st euer und 77 Millionen Zoll. Die steuerliche Belastung beträgt also insgesamt rund 50 v. H. des Verkaufserlöses der Zigaretten. Der Reemtsmakonzern beherrscht zu 75 v. H. mit seinen Zweigniederlassungen die Produktion. Alte Firmen, wie Konstantin Massary, Manoli und Zuban, wurden aufgekauft. An der Zigarettenfabrik Greiling ist der Reerntsma-Neuerburg-Konzern mit 40 v. H. beteiligt. Mit der Anleihe der Deutschen Erdöl- A G. in Berlin ist eine wichtige Jndustrieanleihe im Gesamtbeträge von 25 Millionen RM. auf den Markt gekommen, die ebenso wie seinerzeit die Bra- bag-Anleihe der Durchführung der im Rahmen des Vierjahresplanes zu erfüllenden Aufgaben dienen soll. Der Zeichnungskurs ist wie bei der Brabag- Anleihe auf 98,33 v. H. festgelegt. Im Gegensatz zu dieser ist die Laufzeit der Deag-Anleihe nicht auf 12, sondern auf 25 Jahre festgesetzt. Die Tilgung erfolgt bei Deag auch nicht ausschließlich durch Auslosung, vielmehr ist auch freihändiger Rückkauf gestattet. Der Zinssatz ist bei beiden Anleihen mit 4,5 v. H. der gleiche. Die Deag-Anleihe ist hypothekarisch gesichert durch Eintragung auf den gesamten Grund-, Bergwerks- und Anlagenbesitz der Gesellschaft mit einem Buchwert von etwa 77 Millionen RM. Das Ergebnis des Geschäftsjahres 1937 ist als zufriedenstellend anzusehen. Der deutsche S ch a f b e st a n d ist von 3,39 Millionen Stück im Dezember 1933 auf 4,68 Millionen im Dezember 1937 gesteigert worden. Der Sommerbestand, der natürlich höher liegt, da man im Herbst die älteren Tiere abstößt, während die Lammung erst im Frühjahr erfolgt, erreichte sogar schon 5,4 Millionen Tiere. Noch 3 Millionen Tiere mehr ist das nächste Ziel. Während der Anteil der deutschen Wolle an der Gesamttextiloersorgung von ungefähr 1,1 v. H. im Jahre 1933 auf 1,7 v. H. im Jahre 1937 stieg, erreichte sie 10,6 v. H. der deutschen Woll- verjorgung statt nur 6.1 y. H. im Jahre 193L 50 Divisionen stürmten bei Arras... Oie große Frühjahrsoffensive des deutschen Heeres vor 20 Jahren. Von Major a. O. von Reifer. OevUtheUalebhiw* 23.3.« • e 23.3.1» • • 27.3.1» ■■■• • • 30.3.1» WH Mdg de» devttdwi Aegriff* am 24.4.13 Unsere Karte veranschaulicht die verschiedenen Etappen des Angriffs vom 23. März ab. (Scherl-Bilderdienft-M.) Seit der Marneschlacht 1914 aab es im Westeu keinen Bewegungskrieg mehr. Alle Versuche, die Fesseln des Stellungskrieges durch eine große Durchbruchsschlacht abzuschütteln, waren mißlungen. Die Angriffe des deutschen Heeres auf Verdun waren ebenso gescheitert wie die Massenangriffe unserer Feinde an der Somme, bei Arras und in Flandern. Für Deutschland aber war ein durchschlagender Erfolg von entscheidenderer Bedeutung als für seine Gegner, weil seine Abschnürung von der Außenwelt, sein Mangel an den notwendigen Rohstoffen und Ernährungsmitteln bei noch längerer Dauer des Krieges mit Sicherheit seine schließliche Niederlage herbeiführen mußten. So zeitigte der Ausfall Rußlands im Spätherbst 1917, durch den mehr als 40 Divisionen für d i e W e st front frei wurden und so günstige Stärkeverhältnisse für uns schufen, wie wir sie noch Nie gehabt hatten, in der Obersten Heeresleitung den Entschluß, im Frühjahr 1918 durch eine große Offensive den Durchbruch durch die feindliche Front zu erzwingen und wieder zum freien Operationskrieg zu gelangen. Da vom Frühjahr ab mit dem Eintreffen der amerikanischen Verstärkungen gerechnet werden mußte, war ein möglich st frühzeitiger A n g r i f f s b e g i n n erwünscht. Anderseits waren sorgfältigste Vorbereitungen nötig, um die erforderlichen Massen an Kriegsgerät und Munition bereitzustellen und die nur an den Stellungskampf gewöhnten Truppen im Angriff auszubilden. Unter Berücksichtigung dieser Umstände wurde der 21. März für den Beginn der großen Offensive eftgesetzt. Drei verschiedene Frontteile kamen hier- ür in Frage: In Flandern von Vpern bis Lens, emer von Arras bis südlich St. Quentin, und chließlich beiderseits Verdun unter Umgehung der Festung. Der Angriff in Flandern, der an sich zwar die günstige Möglichkeit bot, die nicht massierten englischen Armeen gegen das Meer zu werfen und Ccllais und Boulogne zu nehmen, schied aus, weil das Sumpfgelände der Lys-Niederung vor Mitte April außerhalb der Wege voraussichtlich nicht gangbar war. Der südliche Angriff, von den Ar- gonnen westlich und dem Maasknie südlich Verdun ausgehend, hätte zwar bestenfalls die 10 bis 12 in dem Frontbogen um Verdun stehenden französischen Divisionen abschneiden können, es fehlte ihm aber ein großes strategisches Ziel; auch erschwerte das bergige Gelände die taktische Führung des Angriffs. Die Entscheidung der Obersten Heeresleitung fiel daher für die Ausführung des mittleren Angriffs zwischen Arras und Quentin. Er hatte die besten Erfolgsaussichten, da der Feind hier am schwächsten war und das Gelände keine Schwierigkeiten bot. Auch winkte ein großes strategisches Ziel: Gelang es, den Angriffsstoß tief genug in den Feind hinein zu führen, so konnten die Hauptteile des englischen Heeres von den französischen getrennt und gegen das Meer gedrängt, die französischen Armeen aber in der offenen linken Flanke gefaßt werden. Daß es den deuffchen Verschleierungs- maßnahmen und Täuschungsmanövern sowie der trefflich durchgeführten Luftsperre gelang, die gewaltigen Angriffsvorbereitungen in den Winter- Monaten so geheimzuhalten, daß der Feind sich bis zum letzten Tage über Ort, Ziel und Beginn unserer Offensive völlig im unklaren blieb, muß fast als ein Wunder deutscher Organi- sationskunst bezeichnet werden. In der Nacht vvm 20. zum 21. März wurden die drei Angriffsarmeen mit rund 50 Divisionen auf der etwa 70 Kilometer breiten Angriffsfront zwischen Croisilles südöstlich Arras und La Före südlich St. Quentin dicht zusammengedrängt in unserer vordersten Linie zum Sturmangriff bereitgestellt, im allgemeinen je eine Division in erster und eine in zweiter Linie. Die Batterien und die Minenwerfer mit ihren gewaltigen Mumtions- massen standen unmittelbar hinter, teilweise sogar vor der Infanterie, um ihre Schußweiten ohne Stellungswechsel bis möglichst tief in den Feind hinein ausnutzen zu können; auf jeden Kilometer Frontbreite kamen etwa 100 Geschütze. A m 21. März um 4 Uhr morgens begann schlag- artig unser Artillerie feuer, wohl das stärkste, das wir je an bet Front gehört hatten. Zwei Stunden lang wurden nur die feindlichen Batterien mit Feuer überschüttet, dann in der Hauptsache die feindlichen Gräben. Kurz vor 9 Uhr — nach haarscharf gleichgestellten Uhren aller Angriffstruppen — trat die Infanterie hinter der Feuerwalze der Artillerie zum Sturm an. Trotz ungünstigen Windes, der das von der Artillerie verwendete Reizgas unseren Truppen entgegenblies, drangen an diesem ersten Tage die in der Mitte kämpfende zweite und die südliche achtzehnte Armee tief in die feindliche Stellung ein; bei der nördlichen siebzehnten Armee aber, die den stärksten Feind vor sich hatte, konnte die Infanterie der Feuerwalze der Artillerie nicht schnell genug folgen und blieb ohne Feuer- unterstützuna vor der zweiten feindlichen Linie liegen, wo sie sehr starke Verluste erlitt. Im weiteren Verlaufe der Offensive gelang es zwar, bis zum 27. März die allgemeine Linie Albert nordöstlich Amiens bis Montdidier südöstlich Amiens zu errichten. Aber trotz größter Anstrengungen der tapferen deutschen Truppen blieben alle weiteren Angriffsversuche infolge von Munition s - und Derpflegungsschwierig- leiten, die auf den Mangel von ausreichenden motorisierten Nachschubkolonnen zurückzuführen waren, gegenüber dem sich immer stärker versteifenden feindlichen Widerstand vergeblich. Das erstrebte strategische Ziel, Amiens, wo sich die Flüael der französischen und der engkischen Front berührten, wurde nicht erreicht. Die Oberste Heeresleitung mußte am 4. April den außerordentlich schweren Entschluß fassen, den Angriff auf Amiens endgültig ei n z u st e l l e n. Trotzdem wird diese Frühjahrsschlacht 1918 durch die Jahrhunderte hindurch leuchten als eine der glänzend st en Waffentaten der Geschichte. 90 000 unverwundete feindliche (Stefan* aene waren in unsere Hände gefallen, dazu eine sehr reiche Kriegsbeute. Engländer und Franzosen waren in schwerste Panikstimmung versetzt worden und hatten nur vermöge ihres überreichen Kraft* wagenparks in größter Eile notdürftig eine neue Front Herstellen können. Fast wäre der deuffche Durchbruch gelungen, und zwar mit den erschöpften und mangelhaft ernährten Truppen des vierten Kriegsjahres, denen eine gründliche Friedensausbildung fehlte! Niemals hatten unsere Feinde in ihren viele Wochen dauernden Angriffen trotz ihrer gewaltigen Ueberlegenheit an Mensch und Material ähnliche Erfolge errungen. Ein schlagender Beweis für die Ueberlegenheit der Führung, Ausbildung und Kampfmoral des deutschen Heeres! Der nationale Vormarsch aus Katalonien Die Franco-Truppen haben bei ihrer Offensive zum Mittelmeer weitere Fortschritte erzielt. Jetzt sind sie nur noch 50 Kilometer von der Küste entfernt. Unsere Karte veranschaulicht den Verlauf des nationalspanischen Angriffs. — (Scherl-Bilderdienst-M.) SARAGOSSA de Ebro MONTALBi Quinta tGelsa m 03 72 Ser 2. Abschnitt der national- spanischen Offensive beginnt. Der Flutz Guatalopi überschritten. Salamanca, 18. März. (DNB. Funkspruch.) Wie der nationalspanische Heeresbericht meldet, besetzten die nationalspanischen Truppen nach der Einnahme von Caspe noch am Donnerstag die bolschewistischen Stellungen 5 Kilometer östlich der Stadt. Die von Barcelona hier eingesetzten internationalen Brigaden ergriffen nach verzweifeltem Widerstand und schweren Verlusten panikartig die Flucht. Die Nationalen eroberten die umliegenden Höhenzüge von Alcorisa, Molinos sowie den südlich von Alcaniz gelegenen Ort C a st e l s e r a s. Auf ihrem Vormarsch überschritten die Nationalen den Guatalopi, nahmen über tausend Rotmilizen gefangen und erbeuteten große Mengen von Kriegsmaterial. Ergänzend wird gemeldet, daß d e r erste Abschnitt der nationalen Offensive mit der Einnahme von Caspe und Alcaniz ab geschlossen ist. Die durch dies« beiden Städte gebildete Linie bildet nunmehr die Basis für den letzten Vorstoß zum Mitte lme er. In Caspe wurde eine große Zahl von Franzosen gefangengenommen, eine Ironie des Schicksals, daß gerade in diesen Tagen wieder französische Sender mit großem Eifer die von Rotspanien ausgehenden Lügenmeldungen über angebliche Ausländerbeteiligung auf nationaler Seite verbreiteten. Herr Blum, der neue Ministerpräsident der französischen Volksfront, hat sich, wie während seiner ersten Amtstätigkeit, die damit endete, daß er und sein Finanzmimster, der Marxist Auriol, ihren Nachfolgern leere Staatskassen überließen, sofort mit der sehr dringlich gewordenen Währungs- frage beschäftigen müssen, aber die Ungewißheit über die Aussichten der Regierung haben die Flucht aus dem Frank noch verstärkt. Die französische' Börse und der Wechselmarkt waren sehr unruhig, der französische Frank verfiel immer mehr. Am 15. Februar gab es für ein englisches Pfund noch 153, am 10. März 157, am 15. März aber bereits 165,9 Frank, und Reynauds, des Abwertunas- fanatikers, 180-Frank-Grenze dünkt den Franzosen heute nicht mehr unwahrscheinlich. Aber es ist sehr fraglich, ob sich die Kammer zu einem Devisenausfuhrverbot entschließen wird, zumal über diese Frage im Kabinett selbst keine Einigkeit herrscht. Auch die anscheinend von der Regierung Blum angestrebte Neubewertung des Goldbestandes der Bank von Frankreich dürfte, da dazu ein parlamentarisches Gesetz notwendig ist, auf Widerspruch stoßen. Im Blumschen Abwertungsgesetz von 1936 wurde eine Neubewertung des Frank auf 43 Milligramm vorgesehen, die Bonnet dann bei der zweiten Frank-Abwertung durchführte. Den Buchgewinn überwies er der Amortisationskasse. Eine Beubervertung, etwg auf 30 Milligramm, rorirdr einen Betrag von rund 30 Milliarden Franks erbringen, aber diese mögliche Gewaltmaßnahme verhindert — und das ist entscheidend — die Kapitalflucht nicht, die gerade mit der neuen Regierung Blum wieder eingesetzt hat. Die Summe der geflüchteten Kapitalien wird sich jetzt etwa auf 150 Milliarden Franks belaufen. Man vergleiche damit, was die Regierung Blum mit der Neubewertung des Goldbestandes zu erzielen hofft, um sich die ganze Unfähigkeit der französischen Finanzkünste klar zu machen. Die amerikanischen Privatbahngesellschaften hatten beantragt, ihre Tarife um 15 v. H. zu erhöhen, aber Washington hat nur 5 v. H. zugebilligt, und zwar mit Rücksicht auf die immer schlechter werdende Wirtschaftslage. Die Bahngesellschaften wollen nun einen etwa zehn- prozentigen Lohnabbau vornehmen, aber die Gewerkschaften haben ihr Veto eingelegt, und da die Gesellschaften immerhin in einer Notlage sind, haben sie Stimmung für eine Verstaatlichung ihrer Betriebe gemacht, die jedoch Roosevelt a b - lehnte. Wie diese Schwierigkeiten gelöst werden können, weiß kein Mensch, zumal der Rückgang der amerikanischen Erzeugung anhält. Die amerikanische Eisen- und Stahlindustrie verzeichnet eine kleine Belebung, die aber lediglich E. der Verminderung dex Lagerbestände zu erklären und an und für sich nichtssagend fft, denn der Beschäftigungsindex 1929 = 100 hob sich nur rm 2 auf 32 v. H. in der letzten Woche, während in der gleichen Zeit des Vorjahres noch 89 v. H. verzeichnet wurden. Der Rückgang des Automobilabsatzes, die fehlende Auftragserteilung durch die fast bankrotten Eisenbahngesellschaften und die mangelnde Beschäftigung der Bau- industrie sind Verfallserscheinungen, die man gerade bei diesen Schlüsselindustrien noch im Herbst 1937 für unmöglich gehalten hätte. Werktätige werden vom neuen Deutschland künden. 10000 deutschöstcrreichifche Arbeitskameraden kommen mitKdF. zuunS. Berlin, 17. März. (DNB.) Bereits in der nächsten Woche werden 10 0 0 0 deutschöster» reichische Volksgenossen in zehn KdF.- Sonderzügen Berlin, München, Stuttgart, Düsseldorf, Hamburg, Frankfurt a. M., Leipzig und Nürnberg besuchen urrb auf Einladung Dr. Leys von den einzelnen Gauen empfangen und ausgenommen merden. Der Aufenthalt der deutsch« V W [fii SOMMER Sommer ßeweist zum SPrüfjling wieder seine £eistung. ‘Wodurch? Sfatürlidj durd) die Vielseitig (leit der STluswafjl, die (jüte der ‘Waren und die SSescfieidenfjeit der ^Preise. Siitte, überzeugen Sie sidj selßst. Cheviotmäntel, flotte Muster, Kugelschlüpfer u. Slipons 33.- 39.- 45.- 49.- 52.- Sportanzüge, moderne Formen - zwei- und dreiteilig 26.50 32.- 39.- 45.- 52.- Sakkoanzüge, gute Qualität, mod. Dessins, la Verarbeitung 29.50 35.- 42.- 49.- 55.- 69.- 75.- 89.- Sportsakkos, Sportkombinationen, sowie sämtl. Artikel für das Frühjahr finden Sie bei mir, wie immer, in bekannt reicher Auswahl. Caso-Kleidung ist formvollendet und nicht teuer Carl fommcr Gießen, Bahnhofstr. 14 — Das Haus, das jeden anziehtl ______________________________________________- _______________ 1732A Die Abordnun Am 13. März 1938 starb unerwartet der SA.-Standartenführer Bernhard Graf Solms zu Laubach nehmen. Die trauernden Hinterbliebenen: 1723D 1725D Jedermann ist herzlich eingeladen. 17310 im 75. Lebensjahr in die Ewigkeit abzurufen Großen-Linden (FalltorStraße 14), Jena, Güls, den 17. März 1938 Die Beerdigung findet Samstag, den 19. März, nachm. 3.15 Uhr statt 1733V sucht. 01257 fresM 01261 zum 1. Avril ge- 01264 Stadttheater 20.00-22.30Uhr Zum letzten Mal ein SA.'Führer aus der Kampfzeit, dessen ganzes Leben dem Führer und der SA. gewidmet war. Er war der erste Führer der Standarte 116 und wird im Herzen seiner SA-Kameraden von Oberhessen immer fortleben. Er war ein treuer Mitarbeiter an dem Werke unseres Führers. 20.00-22.00Uhr ParkslraBeU Kriminalstück von Axel Ivers. Preise: RM. 0.60-3.00. falleneu Faschisten vom Kaiser und König und vom Duce empfangen werden. Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Darum: Kleinanzeigen in die Hei- matzeitung, den Bießener Anzeiger Reichswinterhilfe-Lotterie 1937/ 38 Bezirksleitung Frankfurt am Main Bockenheimer Landstraße 21 Frankfurt a. M., den 15. März 1938. Beerdigung heute Freitag, den 18. März, nachmittags 2’/, Uhr auf dem Neuen Friedhof. _________________________________________________________1735D Baue gut.... mit Äbermann Am 19. Mär* 1938 Morlappell um 20.15 Ubr im „Burghof" Vortrag anfc£)L Besprechung. Ludwig Volk XXII., Bürgermeister a. D. Familie Friedrich Hahn Familie Ernst Ludwig Volk Familie Gustav Mattuschka und alle Angehörigen. Aliendorf a. d. Lahn, den 18. März 1938. Die Beerdigung findet am Samstag, dem 19. März, nachm. 2 Uhr, vom Sterbehaus Obergasse 14 aus statt. Der Führer der Brigade 147 Oberhessen Schwarz, Brigadeführer. zogs von Coburg, iyr gegoren özi.=uoer= gruppenführer Oberlindober, -f-Gruppen- führer Reinhard und Gauleiter Schwede- Co b u r g an. Zur Begrüßung hatten sich der Präsident des italienischen Kriegsopferverbandes del Croix sowie zahlreiche italienische Offiziere und Fahnenabordnungen der italienischen Kriegsteil- nehmerorganisatton eingefunden. Am Freitag wird die Abordnung nach Kranzniederlegungen an den Königsgräbern im Pantheon, dem Grabmal des Unbekannten Soldaten und dem Ehrenmal der ge- Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Pirr I. Der Tod ist verschlungen in den Sieg, Tod wo ist dein Stachel? Hölle wo ist dein Sieg? Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gegeben hat, durch unseren Herrn Jesus Christus. Korinther 15, Vers 55 und 57. Allen Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht, daß es dem Herrn über Leben und Tod gefallen hat, heute am 17. März meine liebe Frau und treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Katharine Volk, geb. Weis nach langem schweren Leiden an ihrem 66. Geburtstag zu sich zu Gegen Mitesser u. Picket Schönheits wasser Aphrodite Drog.Winterhoff, Kreuzplatz 10 Fris.-SalonWahl, Bahnhof str. 63 Näh. Angeb.unt. Goethestraße 30 01269 a. d. G. A. 3. Stock rechts. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine treusorgende Frau und Mutter Frau Elisabeth Schmidt geb. Huber nach kurzem schweren Leiden im Alter von 65 Jahren durch einen sanften Tod in die Ewigkeit zu nehmen. Die trauernden Hinterbliebenen: Max Schmidt und Bobby Emilie Schmidt Gießen (Wilhelmstraße 76), den 17. März 1938. Die Beerdigung findet Samstag, den 19. März, mittags 12% Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Miff.-Dir. Betel u.a. sprechen Samstag, 19.März, u. Sonntag, 20.März, abends 20.15 Uhr, in der Evang. Stadtmission, Löberstraße 14. — (Freitagsvortrag fällt aus.) Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Katharine Pirr, geb. Weigand Hebamme i. R. Heute verschied plötzlich im Schwesternhaus zu Gießen der Losverkäufer Nr. 143 Ferdinand Marsch eck NW sauber u. zuverlässig, für 2 St. nachmittags ge- Im Löwen «e^s Jeden Samstag und Sonntag nr i d Die heutige Führerrede sowie die Nachrichten hören Sie „Im Löwen“ Neuenweg 28 1741D mit neuer mod. Rundfunkanlage. Preise: 1M0D RM. 0.60-3.00. Deutscher Alpenverein - Bindeglied zur oeutschen Bergwelt. Berlin, 17. März. (DNB.) Der Reichsminister des Innern Dr. Frick hat an den Vorsitzenden Professor von Klebelsberg und den Verwaltungsausschuß des DeutschenAlpenvereins folgendes Telegramm gerichtet: Ihre Meldung, daß der Deutsche und Oesterreichische Alpenverein nunmehr der Deutsche Alpenoerein geworden ist, nehme ich mit Dank und Zustimmung entgegen. Die Verdienste des Alp en Vereins in den hinter uns liegenden Jahren bleiben unvergessen. Nach dem Wegfall künstlicher Grenzen bringt der Deutsche Alpenverein auch in seinem Namen zum Ausdruck, was schon bisher sein Wirken war, die enge Verbindung der Deutschen aller Stämme in der Liebe zu unseren herrlichen Bergen. Entmenschte Ettern vor Gericht. Vor dem Kasseler Schwurgericht hatten sich die 29jährige Ehefrau Marie Seele und ihr 27jähriger Ehemann, der aus dem Zuchthaus vorgeführt wurde, zu verantworten. Die Ehefrau war angr- klagt, ihr jüngstes Kind vorsätzlich, aber nicht mit Ueberlegung, getötet zu haben, während der Ehemann beschuldigt war, durch Fahrlässigkeit den Tod eines Menschen herbeigeführt zu haben. Der Tod ist nach dem Obduktionsbericht infolge schlechter Pflege eingetteten, wahrscheinlich ist das Kind verhungert. Das Gericht erkannte gegen die Frau auf zwei Jahre Gefängnis, gegen den Ehemann zusätzlich auf zehn Monate Zuchthaus. Der Mainzer Prinz Karneval kehrt nach Manila zurück. Martin Ohaus, der Jubiläumsprinz des diesjährigen Mainzer Karnevals, hat nach zweimona- öfterreichifchen KdF.-Fahrer ist für etwa neun Tage vorgesehen. Reichsleiter Dr. Ley sagt dazu in einem Aufruf: Werktätige Großdeutschlands! Die große ruhmreiche und tapfere deutsche Ostmark ist in das größere Deutschland heimgekehrt. Der Führer hat Deutsch- Oesterreich aus Schmach und Schande, Knechtschaft und Sklaverei erlöst. Die Werktätigen des Reiches grüßen die Brüder der befreiten Ostmark und nehmen sie mit offenen Armen in die große Front der Arbeit auf. Um diesen Gruß zur lebendigen Tat werden zu lassen, ladet die NSG. „Kruft durch Freude" 10 000 Arbeiter und Arbeiterinnen ein, die Segnungen des nationalsozialistischen Deutschlands kennenzulernen. Diese 10 000 Deutsch-Oesterreicher, einfache, schlichte Menschen, sollen sich überzeugen, ab der Nationalsozialismus von leeren Versprechungen lebt oder ob seit der Machtübernahme nicht Schritt für Schritt ein glücklicheres und schöneres Deutschland Tat wurde. Am 1. April werden alle wieder in ihren Bettieben sein und ihren Arbeitskameraden vom neuen Deutschland künden, dessen sind wir bewußt! Der Führer hat uns in kühner, hinreißender Tat den Weg zu unseren Stammesbrüdern freige- legt, wir wollen die Herzen, auch der ehemaligen Gegner und Zweifler, im Sturmwind nationalsozia- listischer Freude erobern. Bereitet unseren Gästen aus Deutsch-Oesterreich einen würdigen und herzlichen Empfang, damit das ganze Großdeutschland „Kraft durch Freude" erhalte! Das sei unser Dank and en Führer. 3000 deutsche Arbeiter fahren nach Tripolis. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley begibt sich am 20. März nach Tripolis, um dort die von Marschall [Stellenangebote] Mann der Garten-Arbeiten versteht, f. Garten-u.Fried- Hofs-Arbeiten evt. für wöchent- lich3Tage gesucht Gärtnerei C. Volk Licher Straße 7. Suche sofort ein tüchtiges MW» Frankfurter Sttaße 83. 0127s Tüchtige Tageshilfe Für den Statur* freund! VMMöeu Die Lebensgemein« schäft des deutschen Waldes in Bildern 150 Naturaufnahme» aus dem Tier- und Pflanzenleben des heimatlichen Waldes auf 128 Kupfertiefdruck- tafeln, mit lebendigem und aufschlußreichem Einführungstext von K.Gerhard u.D.Wolff. Preis RM. 4,80. „(Es lebt und webt in dem Buche, und wer es versteht, mit empfänglichen Sinnen die, bildgeword. Naturschönheiten in fick aufzunehmen, dem singen u. klingen die Tafeln tausend (Erinnerungen wach an einstmals; leibhaft (Erschautes.* Reclams Universum Verlangen Sie kostenlos unsere bebilderten Werbeblätter Zu beziehen durch jede Buchhandlung! 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Weiterbericht Während sich über dem Küstengebiet der Nordsee infolge der Belebung der atlantischen Störungstätigkeit wieder unbeständigeres Wetter eingestellt hat, ist für Mittel- und Süddeutschland noch immer Hochluftdruck bestimmend. Lediglich durch etwas mehr Bewölkung macht sich bei uns die eingetretene leichte Aen'derung der Wetterlage bemerkbar. Aussichten für Samstag: Vielfach dunstig, teilweise auch neblig, sonst überwiegend heiter, trocken, Tagestemperaturen zwischen 15 und 20 Grad, schwache Winde aus Süd und Südwest. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für Feuilleton: Dr. Hans Thynot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen- [eiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. II. 38: 10 788. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerel R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs- preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. Im Sonderzug trafen in Rom 500 Mitglieder der Vereinigung deutscher Frontkämpferverbände ein, die von der italienischen Regierung zu einem Aufenthalt in Rom und Neapel eingeladen sind. ~ "" ‘ ig steht unter Führung des Her- Coburg, ihr gehören SA.-Ober- Alle Sorten Wölhioei Metolt lorföiüö I empfiehlt 6. Msler Steinstr. 73, Tol. 3581 Druckschriften In gefalzten Bogen In Heftform und gebunden klar In der Schrift, übersichtlich angeordnet und sorgfältig gedruckt, dienen den Belangen von Handel undVerkehr.lndustri« und Gewerbe, Behörden, Landwirtschaft und Vereinigungen. Lieferung schnell,gut und preiswert durch Brühl’sche Druckerei , Schulstr. 7. Ruf 2251 | Vereine | 6ol6ütenbuniefi erro. 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Im nächsten Winter werden 150 000 deutsche Arbeiter Italien besuchen. 30 000 italienische Arbeiterurlauber werden in diesem Sommer in deutschen Gauen ihre Freundschaft mit den deutschen Kameraden bekräftigen. Aus aller Wett. 500 ehemalige deutsche Frontkämpfer in Rom.