Rr. 41 Erster Blatt 188. Jahrgang Zreitag, 18. Zebruar 1958 Brldjemt tSgltd), außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild ■ Die Schalle Monatr-Bezugspretr: Mil 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illusttierte . 1.80 Zustellgebühr e -25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernfprechanschlüsfe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siehe» Postscheckkonto: Sranlfurt am Main 11686 GietzenerÄnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche Univerfitatrdruckerei R. Lange in Sieben. Schriftlettvng und Geschaftrftelle: Schulsttahe 7 Annahme von Anzeigen kür die Mittagsnummer vis8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für l mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf.. für Textanzeigen von 70mm Breite 50Rpf..Platzoorschrist nach oorh. Vereinbg.25"/^ mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen--, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts-u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Die Sudetendeutschen fordern ihre verfassungsmäßigen Rechte. Oer Kampf für innerstaatliche Gleichberechtigung. 3m Wettlauf mit der. Zeit. Ein Wort zur Berliner Antoschau. Paris, London und Neuyork — das waren noch vor zehn Jahren die Städte, auf deren Ausstellungen sich das Weltinteresse für den A u t o- m o b i l b a u ausschließlich konzentrierte. Die Berliner Veranstaltungen stellte man damals nicht in Rechnung, sie wurden von den Vertretern der ausländischen Industrie und des internationalen Han- tels kaum beachtet. Wenn in den kommenden Wochen die Hunderttausende aus allen Gauen des Reiches nach Berlin kommen, durch die riesigen hallen am Kaiserdamm wandern und die Leistun- ocn der deutschen Kraftfahrzeugindustrie bestaunen, Sann ist solche Erinnerung doch recht nützlich. Denn mit den Massen der Schaulustigen und künftigen Lutobesitzer gehen auch die ausländischen Fachleute von Stand zu Stand, prüfen und begutachten jedes Stück, um zu vergleichen, zu kau- fen oder daheim zu berichten. Die Berliner Autoschau kann als ein Musterbeispiel dafür gelten, wie allein durch den geballten Einsatz aller Energien und Arbeitskräfte die ma- ierielle und rohstoffbedingte Unterlegenheit in einem bestimmten Wirtschaftszweig nicht nur aufgeholt, sondern in eine klare Ueberlegenheit verwandelt werden kann. Opfermut, Begeisterung und Verant- wortHigsfreude haben es zuwege gebracht, daß das deutsche Kraftfahrwssen trotz aller gegebenen Schwierigkeiten in den vergangenen fünf Jahren diesen Auftrieb erlebte, der tatsächlich als das Wunder der Motorisierung zu bezeichnen ist. Die deutsche Automobilindustrie, die Jahrzehnte hindurch unter den schwersten Bedingungen und ohne staatliche Förderung ihren Weg machen mußte, stellt nunmehr einen ausschlaggebenden Faktor unseres gesamten Wirtschaftslebens dar, sie ist zur Schlüsselindustrie, zu einem der größten Auftraggeber für deutsche Arbeiter, Kaufleute, Forscher und Ingenieure herangewachsen. Sie behauptet unter den autoerzeugenden Ländern der Erde neben USA. und England einen sicheren dritten Platz (Automobilproduktion 1937 in den Vereinigten Staaten 4 454 000 Wagen, in England 500 000 Nagen, in Deutschland 359 000 Wagen, in Frankreich 201 000 Wagen, in Kanada 175 000 Wagen, in Italien 57 000 Wagen). Außerdem hat die deutsche Automobilindustrie die unbestrittene Führung in manchen technischen Einzelheiten sowie im Kraftfahrsport und hat sich auch in. die Spitzengruppe der autoexportierenden Länder vorgearbeitet. Wenn erst einmal der Volkswagen in Serien heraus- fnmmt, dann wird er nicht nur auf den deutschen Straßen und Autobahnen laufen, sondern gewiß auch in all den Ländern, deren Wirtschaftskraft bisher nicht ausreichte, um das Kraftverkehrswesen 'bis zu dem gewünschten Grade auszubauen. Schon 1937 betrug der Wert der deutschen Automobilaus- suhr 168 Millionen Mark, was gegenüber 1936 eine Zunahme um 73 o. H. bedeutet. Das deutsche Auto hat heute im Wettlauf mit der Zeit und mit dem allgemeinen technischen Fortschritt einen starken Vorsprung gewonnen, nachdem es lange J.ahre hindurch fm Rennen weit zurücklag. Die große Frage ist nun, ob es diesen Sieg zu einem Dauererfolg zu gestalten vermag, d. h. ob das ungeheure Tempo der Motorisierung in den ersten Äufbaujahren beibehalten werden kann oder ob nicht, wie allzu gescheite Leute befürchten, bald jener Sättigungspunkt erreicht ist, der zwangsläufig zu einer Verlangsamung und schließlich wieder zu einer Rückwärtsbewegung im Autobau führen muß. Das Institut für Konjunkturforschung ist vor etwa einem Jahre auf Grund der Einkommensstaffelung und der Berufsgliederung des deutschen Volkes zu der Auffassung gelangt, daß unter den heutigen Umständen ein Personenwagen- bestand von 1,6 Millionen erreichbar fei. Da zur Zeit nur 1,1 Millionen Wagen im Betrieb sind, könnten demnach — außer dem laufenden Ersatzbedarf — noch weitere 500000 Autos in Deutschland zusätzlich angeschafft werden. Solche Berechnungen sind natürlich immer problematischer Natur. Schon 1934 erklärte der Führer in seiner Rede zur Automobilausstellung, daß mindestens noch weiteren zwei Millionen Volksgenossen die Anschaffung eines Kraftwagens ermöglicht werden könnte. Diese unterschiedliche Einschätzung des Kraftwagenbedarfs ober bedeutet keinen Widerspruch, wenn man in Betracht zieht, daß die Untersuchung des Konjunk- ürinftituts auf den gegenwärtigen Einkommens- rnd Preisverhältnissen aufbaute und alle jene psy- ' «alogischen, politischen und sozialen Faktoren cußeracht ließ, die im nationalsozialistischen Staat erfahrungsgemäß den allerstärksten Einfluß auf einzelne Wirtschaftszweige ausüben. Es ist doch ganz klar, daß bei einer weiteren Gesundung der allgemeinen wirtschaftlichen Verhält- tiffe auch der Anreiz, einen Kraftwagen zu besitzen, immer mehr zunehmen wird. Die Erkenntnis vom Ißert und Nutzen des Autos dringt in immer weitere Kreise und Berufsschichten. Der Drang, größere Bäume schnell und ohne Fahrplanbindung zu über- Dinben, sowie der Wunsch, Zeit und Arbeitskraft zu Gunsten wichtigerer Aufgaben zu ersparen, können lurch kein Verkehrsmittel besser befriedigt werden cls durch einen leistungsfähigen und dauerhaften Kraftwagen. Allerdings gibt es noch verschiedene Probleme, teren Lösung eine unbedingte Voraussetzung für len weiteren Anstieg der M'otorwirtschaft ist.'Man lenke an die Vereinfachung der Fabrikationsmethoden, an die notwendige Herabsetzung der Unter-- tcltungstoften, an die Organisierung des Straßen- rerkehrs, an den Kampf gegen den Unfall, an den »eiteren Ausbau der Treibstoff und Reifen sparenden Autobahnen, an die Selbstversorgung mit Prag, 18. Februar. (DNB.) Die Sudeten- deutsche Partei hatte am Vorabend des Jahrestages der Regierungsoersprechungen an die sudetendeutschen Splitterparteien in das Deutsche Haus zu Prag eine Versammlung einberufen, die einen Massenbesuch aufwies. Der Abgeordnete Dr. Neuwirth erklärte, die letzten 20 Jahre hätten bewiesen, daß die tschechoslowakische Verfassung ihrem Wesen nach unerfüllt geblieben ist. De? 18. Februar habe an dem Zustand der Entrechtung und Unterdrückung der Sudetendeutschen nichts geändert. Konrad Henlein habe vor drei Jahren die Hand -zur Verständigung ehrlich geboten. Der Preis, für den die Staatsbejahung der Sudetendeutschen zu haben ist, ist nur die A u s- gestaltung dieses Staates zu einem wirklichen Nationalitätenstaat. Man müsse endlich auf tschechischer Seite die wirkliche Gegebenheit anerkennen. Ferner darauf verzichten, das Problem durch das Spiel mit einer kleiner Opportunitätsgruppe und dem brutalen Einsatz staatlicher Machtmittel lösen zu wollen. Die einzige politische Realität auf deutscher Seite fei die Sudetendeutsche Partei und sonst niemand. Sie fei der unzerstörbare politische Ausdruck des Willens der fudetendeutschen Volksgruppe. Die Sudetendeutschen kämpften um die unveräußerlichen Rechte und um das unversehrte Gefüge ihrer Volksgruppe. Das Mitglied des Führungsrates der Sudetendeut- fchen Partei, Dr. Sebekowfky, erklärte, die neue Dokumentenveröffentlichung über die Friedensverhandlungen im Jahre 1918 und 1919 bewiesen, daß den Sudetendeutschen damals keineswegs die Rolke einer Minderheit im Staate zugedacht war. Die rechtlich in Geltung befindlichen Versprechungen gegenüber der Friedenskonferenz müßten eingehalten werden. Die Tschechoslowakei sei durch die Verfassungsurkunde verpflichtet, das Selbstbestimmungsrecht der Völker innerhalb des Staates Außenpolitische Kritik im britischen OberhMs. Englands Verpflichtungen aus dem Bündnis mit Frankreich. London, 17. F^br. (DNB.) Jrn Oberhaus wies Lord Arnold auf die Gefahren hin, die darin lägen, daß die britische Politik auf der Genfer Liga und gewissen Verpflichtungen gegenüber Frankreich und Belgien beruhe. Das bedeute also in der Praxis, daß es ein englisch-französisches Bündnis gäbe. Dies werde bestätigt durch die Gegenseitigen Verpflichtungen beider Länder, einander Beistand zu leisten, wenn eines von ihnen angeariffen würde. Das sei eine außerordentlich schwere Bin,dung Großbritanniens, besonders im Hinblick auf Frankreichs Ostbü n d n i s. Diese Bündnisse feien die allergrößte Gefahr für Großbritannien. Es sei erstaunlich, daß die gegenwärtige britische Außenpolitik weiter auf den Genfer Satzungen beruhe, wenn man die Mißerfolge von Genf bei fast jeder ergriffenen Aktion betrachte. Es werde immer klarer, daß der Artikel 16 der Satzungen nicht funktioniere und daß es Zeit fei, anzuerkennen, daß die auf Gewalt begründete Genfer Entente nicht funktionieren würde. Es gebe keine Herrschaft des Rechtes zwischen den Völkern, da der Versailler Vertrag erzwungen worden sei und viele seiner Bestimmungen ungerecht und nicht zu verteidigen seien. Jedes Volk würde die meisten seiner Bestimmungen gebrochen haben. Die Zeit werde kommen, wo man erkennen werde, daß Verträge nur gehalten würden, wenn sie gerecht feien. Das Britische Reich und die Bereinigten Staaten besäßen zwei Drittel der Mine- ralreichtümer der Welt. Sei das fair? Die große Ungleichheit im Reichtum der Gebiete der Welt habe mehr als irgend etwas anderes mit der internationalen Unruhe zu tun. Es müsse unerträglich für die Deutschen feiif, wenn man ihnen erkläre, daß sie nicht dafür geeignet feien, Kolonien zu besitzen, daß es aber wohl bei Frankreich, Belgien und anderen Staaten der Fall fei. Es bestehe kein Grund für die Behauptung, daß die Behandlung der Eingeborenen durch Frankreich und Belgien besser gewesen fei als Kautschuk und Benzin aus heimischem Rohstoff, an die Vermehrung der 'Kundendienststellen, an die Reform des Versicherungswesens und schließlich an die technischen Verbesserungen im Autobau selbst. So dürfen wir über die Zukunft des deutschen Kraftfahrwesens gewiß beruhigt sein. Der Sättigungspunkt der Motorisierung liegt noch in weiter Ferne, und wenn er einmü erreicht sein sollte, so wird uns auch daraus kein Schaden erwachsen, anzuerkennen. Durch Verweigerung der Rechtsfähigkeit an die nichttfchechischen Volksgruppen werde das innerstaatliche Selbstbestimmungsrecht verletzt. Die Tschechoslowakei sei verpflichtet, durch Anerkennung des Sudetendeutschtums als Körperschaft des öffentlichen Rechtes, diese Gleichberechtigung innerstaatlich vorzustellen. Auch von diesem Standpunkt aus seien die von der Sudeiendeutschen Partei eingebrachten Volksschutzgesetzesanträge gerechtfertigt. Sudetendeutscher Abgeordneter von Marxisten niedergeschlagen. Prag, 17. Febr.,(DNB.) In Karlsbad fand eine öffentliche Versammlung der deutschen Sozialdemokraten statt. Das Thema lautete „Vier Jahre Sudetendeutsche Partei". Als der Abgeordnete der Sudetendeutschen Partei, Wolin er, das Versammlungslokal betrat, wurde er am Eingang von einem roten Strolch mitdernGurnrniknüppel niedergeschlagen. In der Nähe befand sich ein Polizist, der aber nicht einschri11. Daraufhin entstand eine große Schlägerei. Der rote Angreifer wurde nicht sichergestellt und die Versammlung nicht aufgelöst. Abgeordneter Wollner wurde mit dem Rettungsauto ins Krankenhaus gebracht, wo eine Gehirnerschütterung festgestellt wurde. Gegen diese Vorfälle protestierte der Abgeordnete K u n d t beim Prager Innenministerium und verlangte, daß die Versammlung wegen der Vorfälle a u f g e l ö ft werde, um die Ruhe und Ordnung sicherzustellen. Das Innenministerium teilte dem Abgeordneten mit, ein Grund zur Auflösung der Versammlung bestehe nicht, „da sich der Vorfall eine halbe Stunde vor Beginn der Versammlung und nicht im Versammlungsraum selbst zugetragen habe". Die Polizei habe die Ordnung und Ruhe wiederhergestellt; es sei angeordnet worden, daß der Täter sichergestellt werde. durch Deutschland. Großbritannien habe in der Angelegenheit der deutschen Kolonien eine besondere Verantwortung. Obwohl es ein Viertel der Welt besitze, habe es die m ei ft en der deutschen Kolonien erhalten. Großbritannien solle daher in dieser Frage d i e Initiative ergreifen, und zwar jetzt. Das große Laster der britischen Politik bestehe in der Tendenz zum Verzögern und die Dinge treiben zu lassen. Hitler habe ein Angebot nach dem anderen gemacht. Aber nichts Wirksames habe man aus irgend eines dieser Angebote hin getan, mit Ausnahme des englisch-deutschen Flottenvertrages. Frankreich habe die Angebote verkleinert und sie lächerlich gemacht. Ls sei aber noch an der Zeit, die Angelegenheit der deutschen Kolonien zu regeln. Wenn es eine Regelung in der Kolonialfrage gebe und eine Regelung mit Deutschland, so würden sich die Aussichten für Europa bedeutend verbessern. Arnold verlangte dann weiter, daß die ganze Frage der englisch-französischen Beziehungen einer Revision unterzogen^ würde. Die beste Politik für Großbritannien würde die völlige Freiheit von allen kontinentalen Verwicklungen sein. Die britische Politik bewege sich zwar von Genf fort, aber viel zu langsam. Großbritannien solle seine Außenpolitik rechtzeitig revidieren. Der Sprecher der Opposition im Oberhaus Lord Sn eil wünschte, Deutschland gerecht behandelt und in die. ihm gebührende -Position in Europa versetzt zu sehen. Er wolle Deutschland wieder als Kolonialmacht sehen. England müsse, so weit es könne, einen eigenen Beitrag liefern, um die deutschen Beschwerden abzustellen. Freilich habe England das Recht zu erwarten, daß Deutschland ebenso wie England zur Lösung der Probleme beitrage. — Lord Allen o f Hurtwood meinte, das Kolonialproblem könne man nicht dadurch lösen, daß man Kolonien „einfach wie Karten weitergebe", Die Kolonialfrage könne in diesem Stadium nur „als Teil einer Allgemeinregelung angesehen werden". — Lord Halifax, der für die Regierung sprach, meinte, der Premierminister habe bereits in der Erklärung nach dem französischen Ministerbesuch klargemacht, daß man die Fragen energisch prüfen werde. England sei bereit, für die Weltbefriedung einen Beitrag zu liefern. denn dann bürgen die Ersatzbeschaffung, der internationale Wettbewerb und der fortlaufende technische Leistungskampf für eine neue ungestörte Entwicklung. Wir Deutschen werden im Wettlauf mit der Zeit immer die Ersten sein, wenn wir nur dem Beispiel d e s Führers folgen, dessen persönlichem Einsatz ganz allein «-'.ch das Wunder der deutschen Motorisierung zu danken ist. H. Evers. Esistan derzeit, dieKvlonialsrage zu regeln England hat etwas wiedergutzumachen. Oie Wehrmacht nach dem 4. Februar. Von Major von Wedel. Berlin, 17. Febr. (DNB.) In der Zeitschrift „Die Wehrmacht" kennzeichnet Major von Wedel vom Oberkommando der Wehrmacht die Bedeutung der Entscheidung des Führers vom 4. Februar für die deutsche Wehrmacht wie folgt: * Wenige Tage nach der Vollendung des 5. Jahres der nationalsozialistischen Revolution hat der Führer mit der ihm eigenen Entschlußkraft Entscheidungen getroffen, die das geschichtliche Werden der Nation tief beeinflussen. Er hat mit seinen Erlassen vom 4. Februar traft seiner Rechte als Staatsoberhaupt die Entwicklung um einen weiteren, großen Schritt vorwärtsge't rieben. Für den Bereich der Wehrmacht sind die getroffenen Maßnahmen eine logische Fortentwicklung des Werdens und der staatspolitischen. Entwicklung der Wehrmacht im Dritten Reich. Betrachtet man die Entwicklung beY obersten Wehrmachtsführung in der ganzen Welt, so ist überall d e r Drang zur Konzentration, zur straffsten Zusammenfassung der Befehlsgewalten zu erkennen. In Italien trat unter Führung des Duce dieses Bestreben am stärksten zutage, aber auch in demokratisch regier- ten Staaten ist eine durchaus gleichartige Entwicklung zu beobachten. Auch Frankreich hat ja erst kürzlich einen entscheidenden Schritt in dieser Richtung getan, indem es den Kriegsminister zum Verteidigungsminister, den Chef des .Generalstabes des Heeres, General Gamelin, zum Chef des Generalstabes der Wehrmacht möchte. In der Nachkriegszeit lag in Deutschland die oberste Kommandogewalt in den Händen des Reichspräsidenten. Ihm zur Seite stand zur politischen und parlamentarischen Vertretung der Reichswehrmini st er, die längste Zeit über aus dem Kreise der Politiker kommend, also e i n Nichtsoldat. Die eigentliche Befehlsgewalt übten der Chef der Heeresleitung für das Heer, der Chef der Marineleitung für die Marine aus. Beide waren mit ihren Stäben im Reichswehrministerium unter dem Reichswehrminister zusammengefaßt. Es ist einleuchtend, daß ein autoritärer Staat mit diesem auf parlamentarische Verhältnisse zugeschnittenen Führungsapparat nicht arbeiten konnte und daß ander- anderseits eine Staatsführung, die wehrpolitischen Gedankengängen von vornherein uneingeschränkt Geltung verschaffen wollte, mit dieser Spitzenorganisation brechen mußte. Adolf Hitler hat die nötigen Konsequenzen bei der Machtergreifung sofort gezogen. Die wesentlichste Neuerung war die Einschaltung einer Kommandostelle, der alle Wehrmachtsteile unterstellt wurden. Der neue Reichs- kriegsminister wurde gleichzeitig Oberbefehlshaber der Wehrmacht. Der Reichspräsident blieb aber letzte Instanz, Oberster Befehlshaber. Nach dem Tode des greifen Feldmarschall- Reichspräsidenten trat der Fahrer voll in dessen Rechte. Seit dem 2. August 1934 ist Adolf Hitler Oberster Befehlshaber der Wehrmacht. Unter ihm leitete in den verflossenen fünf Jahren der Reichskriegsminister als Oberbefehlshaber den Aufbau der neuen Wehrmacht. Die neuaufgestellte Luftwaffe wurde ihm als dritter Wehrmachtsteil unterstellt. Das Oberkommando der Luftwaffe bildete mit bett zivilen Stellen bef Luftfahrt das neue Reichs- l u f t f a h r tm i n i st e r i um. Innerhalb des Reichskriegsministeriums nun hat sich in den letzten Jahren insofern eine Wandlung vollzogen, als sich aus dem Arbeitsstab des Reichswehrministers, der vor der Machtergreifung im wesentlichen ein politisches Arbeitsgebiet hatte, ein Kommando st ab des Reichskriegsmini- sters mit Führungsaufgaben herausbildete. Noch immer aber blieben Wehrmachtsamt, Oberkommando des Heeres und Oberkommando der Kriegsmarine zusammengefaßt im Reichskriegsministerium. Es ist klar, daß ein solches Gebilde mit der Zeit ein Organifations m o n st r u m werden mußte. Organische Entwicklung mußte diesen Zustand eines Tages überwinden. Dieser Tag ist jetzt gekommen. Die durch die Entwicklung bedingte Oraanisation des bisherigen Reichskriegsministeriums ist nunmehr geändert. So wie die drei Wehrmachtsteile für ihren Befehlsbereich im Oberkommando des Heeres, der Kriegsmarine und de» Luftwaffe über eigene Kommandobehörden verfügen, ist als Kommandobehörde der Gesamtwehrmacht das Oberkommando der Wehrmacht ein-iesetzt. W^nn das Reichskriegsministerium mit den anderen Reichsministerien gleichgeschaltet, ist Fragen der La/ides- Derteibigung ber Reichskriegsminister Primus in4er pares war, so ist jetzt das Oberkommando der Wehrmacht durch die unmittelbare Unterstellung als militärischer, Stab unter dem Führer nach seinem Willen für die einheitliche Vorbereitung der Reichsverteidigung auf allen Gebieten verantwortlich. Der erste Berater des Führers in diesen Tagen, der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, hat logischerweife den Rang eines Rstchsministers erhalten. Aus staatsrechtlichen Gründen ist der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht nebenbei mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Reichskriegsministers betraut. Es unterliegt keinem Zweifel, daß neben der organisatorischen Vereinfachung und Klärung d i e gesamte Wehrmacht dem Führer persönlich nähergerückt ist. Er ist letzt ohne Zwischeninstanz Oberbefehlshaber. Der Führer hat damit gerade der Wehrmacht erneut sein besonderes Vertrauen bewiesen. Die Soldaten der nationalsozialistischen Wehrmacht sind sich dieses Vertrauens bewußt und,werden ihr Bestes daransetzen, es niemals zu enttäuschen, lieber diese reinen Führungsfragen der Wehrmacht hinaus hat der Führer durch die Bildung des Geheimen Kabinettsrats kundaetan, daß er auch in den Fragen der Außenpolitik der Wehrmacht die Rolle zubilligt, die ihr als Machtinstrument des Staates bei den Entscheidungen der Außenpolitik zukommt. 2m Rahmen der Maßnahmen des 4. Februar hat der Führer den Oberbefehlshaber der Luftwaffe, Generaloberst Hermann Göring, zum Generalfeldmarschall und damit zum ersten Repräsentanten der Wehrmacht ernannt. Mit ihr erhält ein vorbildlicher Offizier und Jagdflieger des Weltkrieges, der Inhaber der höchsten Kriegsauszeichnung, des Pour le m^rite, den Marschallstab, ein soldatischer Führer, der einst als Staffel- und Geschwadersührer unvergänglichen Siegeslorbeer für Deutschland erntete, der die Luftwaffe des Dritten Reiches mit hinreißender Willenskraft schuf und heute ihre Führung in Händen hält und meistert. Er ist uns zugleich Vorbild in seiner Treue zum Führer, dem Deutschland alles verdankt und dem wir Soldaten insbesondere verdanken, daß wir ihm in der stolzen Wehrmacht des Dritten Reiches dienen und für Deutschland wirken dürfen. Zeder Deutsche hört die Hede des Führers. Gemeinschaftsempfang in Gaststätten und Filmtheatern. Berlin, 17. Febr. (DJIB.) Die Wlrlschafls- und die Reichsfachgruppe fordert das deutsche Gaststätten- und Beherbergungswesen auf, die Lautsprecheranlagen herzurichten und am Sonntag, dem 20. Februar, ab 13 Uhr, die Gaststättenräume zum Gemeinschaflsempfang zur Verfügung zu stellen, damit jeder deutsche Volksgenosse in der Lage ist, die große Rede des Führers zu hören. Der Gefolgschaft im Gaststätten- und Beherbungsgewerbe soll gleichzeitig weitestgehend die Möglichkeit gegeben werden, die Uebertragung anzuhören. Auch die Reichs- f l l m k a m m e r ruft die deutschen Filmtheater auf, in der Zeit von 13 bis 16 Uhr in ihren Vorführungsräumen sowohl ihrer Gefolgschaft als auch der Bevölkerung Gelegenheit zu geben, die große Rede des Führers zu hören. Neuregelung der Kraftfahrzeugversicherung Beitragssätze zur Haftpflichtversicherung erheblich gesenkt. Berlin, 17. Febr. (DNB.) Der Reichskommft- sar für die Preisbildung hat für die Kraftfahrzeugversicherung einen Einheitstarif für alle in Deutschland tätigen Versicherungsunternehmungen festgelegt. In Fühlungnahme mit der Versicherungs- Wirtschaft sind außerdem die Beitragssätze zur Haftpflichtversicherung bei allen Krafträdern und bei mehr als 80 v. H. der Personenkraftwagen erheblich gesenkt worden. Kraftfahrzeughersteller, -Händler, -Reparaturanstalten und -Absatzfinanzierungs-Jnstitute sind von der Vermittlung von Kraftfahrzeugversicherungen ausgeschlossen. Fast alle in Deutschland tätigen Kraftfahrzeughändler (ungefähr 8000) befaßten sich bisher auch mit der Versicherungsvermittlung. Die Neuregelung ist in enger Fühlung mit der Ver- sicherungswirtschaft zustandegekommen und beschränkt sich auf die H a f t p f l i ch t v e r s i ch e- ru n g, die auf diesem Gebiet den bei weitem wichtigsten Versicherungszweig darstellt. Aus sozialen Gründen sind in der Neuregelung die kleineren Fahrzeuge besonders begünstigt worden. Der französische Botschafter besucht den Heichsaußenminister. Berlin, 17. Febr. (DNB.) Der französische Botschafter Franxois-Poncet hat heute nachmittag seinen e r st e n Besuch bei dem Reichsminister des Auswärtigen vonRibbentrop gemacht. Bei dieser Gelegenheit wurden alle Probleme der Außenpolitik, soweit sie die beiden Länder betreffen, besprochen. Dr. Geyß-Inquart in Berlin. Der neue österreichische Innenminister vom Führer empfangen. Berlin, 17. Febr. (DRB.) Der österreichische Vundesminisier für Inneres und Sicherheilswesen, Dr. Seyß.Jnquark, ist für einen kurzen Besuch heule morgen in Berlin eingetroffev und vom Führer empfangen worden. Der neue österreichische Innenminister Dr. Seyß- I n q u a r t ist 1892 auf der deutsch-böhmischen Sprachinsel I g l a u, geboren, wo fein Vater, ein Egerländer, ansässig war. Er begann sein juristisches Studium in Wien, das durch den Weltkrieg Der österreichische Innenminister Seyß-Jnquart mit Ministerialrat ^-Gruppenführer Dr. Keppler, der den Minister am Bahnhof in Berlin begrüßte. — (Scherl-Bilderdienst-M.) unterbrochen wurde. Als Tiroler Kaiserjäger hat er an ihm mit Auszeichnung teilgenommen. Nach dem Kriege wurde er Rechtsanwalt in Wien und beschäftigte sich lebhaft mit den volksdeutschen Problemen jenseits der damaligen Parteipolitik. Als die Leitung des Oe st erreicht fch-Deutfchen Volksbundes nach dem Umbruch im Deutschen Reich eine andere Führung erforderte, trat er an seine Spitze. Seyß ist ein Mann von anerkannter Rechtlichkeit und Sachlichkeit, sein Ansehen in allen nationalen Kreisen ist in allen Krisenzeiten unerschüttert geblieben. Als nach dem Abkommen vom 11. Juli 1936 ein Ausgleich innerpolitischer Art ein- setzen sollte, wurden die sog. Volkspolitischen Referate der Vaterländischen Front geschaffen. Dr. Seyß erhielt den Aufttag, die Heranziehung der abseits stehenden nationalen Kreise anzubahnen, seine Stellung wurde durch die Berufung in den Staatsrat heroorgehoben. Zum Jahrestag des Abkommens vom 11. Juli 1936 hat Dr. Seyß-Jn- quart sich mit besonderem Nachdruck zu den deutschen Gesamtzielen bekannt, als er das Wort prägte: „Es gibt kein Sonderdeutschtum, sondern nur ein Deutschtum." Er ist nun berufen, das Ziel der Befriedung Oesterreichs zu fördern. Als Bundesminister des Innern und für öffentliche Sicherheit harren seiner in diesem Rahmen besondere Ausgaben. Der Bundeskanzler hat ihn gleichzeitig mit der Leitung des Volkspolitischen Referats betraut. Er wird hierbei von dem ehem. großdeutschen Bürgermeister von Innsbruck Dr. Pem - bauer als seinem Geschäftsführer unterstützt werden. Die Durchführung der Amnestie. Auch Studenten und Schüler werden einbezogen. Wien, 17. Febr. (DNB.) Die Nachricht von der A m n e st i e wurde in den Gefängnissen von den politischen Gefangenen mit großem Jubel ausgenommen. Die Haftentlassungen begannen bereits in den Mittagsstunden. Zahlreiche Menschen hatten sich vor den beiden Landesgerichten angesammelt, darunter vor allem die Angehörigen der Häfttinge. Immer wieder kam es zu rührenden Szenen des Wiedersehens und der Freude. Insgesamt betrug" die Zahl der politischen Gefangenen in beiden Wiener Landesgerichten 510. Weiterhin ist bereits an die Polizeibehörden die Anweisung zur schnellsten Durchführung der Amnestie auch in den Polizeigefängnissen ergangen. Der Bundesminister für Unterricht, Dr. Pern- t e r, hat eine Amnestie für alle Hoch - schüler erlassen, die wegen politischer Vergehen vor dem 15. Februar d. I. eine Disziplinarstrafe erhalten und diese «Strafe noch nicht oder nicht vollständig verbüßt haben. Alle Studierenden, die wegen solcher Verfehlungen von den Hochschulen entlassen worden sind, werden von Beginn des Sommersemesters an wieder zur Einschreibung bzw. zu den Prüfungen und zur Erlangung der akademischen Grade z u g e l a s s e n werden. Die im Zuge des sogenannten Schuldisziplinarverfahrens verhängten Strafen für politische Vergehen von Schülern mittlerer und niederer Lehranstalten werden niedergeschlagen. Noch nicht abgeschlossene Disziplinarverfahren gegen Schüler werden e i n g e - stellt. Suspendierungen vom Unterricht werden unverzüglich aufgehoben. Das Kabinett der Versöhnung. Wiener Pressestimmen. Wien, 17. Febr. (DNB.) Die österreichische Presse steht im Zeichen der politischen Neuordnung. ,Kabinett der Versöhnung" nennt die amtliche „Wiener Zeitung" die neue Regierung. Dr. Schuschnigg habe bereitwillig die Einladung des Reichskanzlers zu einer Aussprache über den ge- Funkzauber aus London. Von unserer Äerliner Schristleiiung. Der englische Rundfunk, insbesondere der Londoner Sender, hält es für nötig, seit geraumer Zeit aus seinen Sympathien für die Sowjets kein Hehl mehr zu machen. Das hat sich auch im Falle B u d e n k o gezeigt. Als die Moskauer Blätter mit der unerhörten Behauptung hervortraten, Budenko fei das Opfer einer faschistischen Verschwörung geworden, da beeilte sich der Londoner Sender, die entsprechende Taß-Meldung wortwörtlich durchzugeben. Als dagegen die Flucht Budenkos bekannt wurde und Budenko selbst eine ausführliche Schilderung über die Gründe feiner Handlungsweise im „Giornale d'Jtalia" bekanntgab, da ging der Londoner Sender über diesen Tatbestand mit zwei kühlen Sätzen hinweg. Wir müssen schon sagen, daß der britische Rundfunk hier ein geradezu unwürdiges Hörspiel treibt. Sein Verhalten paßt indessen haargenau zu dem, was wir bei der Moskauer Presse beobachten können, die gestern noch die angebliche Entführung Budenkos als einen „Schurkenstreich" und einen „Verbrecherakt" bezeichnete und im Auftrage des Kreml gewaltig mit dem Säbel raffelte, heute aber, da die Wahrheit über Budenko bekannt geworden ist, sich in tiefstes Schweigen hüllt. Budenko scheint plötzlich für sie nicht mehr zu existieren. Aber das kommt davon, wenn man mit Lügenmärchen den europäischen Krieg entfesseln möchte. Budenkos Flucht ist zur Rettung des Friedens im Südosten noch rechtzeitig bekannt geworden. Denn wenn man den Worten und Andeutungen Moskaus Glauben schenken wollte, dcknn wak Sowjetrußland im Begriff, einen Ueberfatf auf Rumänien vorzubereiten, um für Budenko, den man selbst um die Ecke bringen wollte, Rache zu nehmen. Und zu allem s ch w e i g t bas demokratische Europa, zu allem, was sich die Sowjets erlauben, geben die Westmächte ihren Segen. Die Zauberkünstler am britischen Rundfunk machen aus schwarz weiß, aus weiß schwarz — und die armen Inselbewohner sollen sosamten Komplex des Verhältnisses zwischen- den beiden Staaten angenommen, ein ebenso feierliches Bekenntnis zur deutschen Nation wie zum Frieden nach innen und außen. Mit dem 12. Februar sei die erste Etappe des gewiß abwechslungsreichen Versuches der Normalisierung der Beziehungen zwischen Deutschland und Oesterreich abgeschlossen worden. Die „Reichspost" schreibt: Es ist wahrlich nichts Geringes, wozu sich Oesterreich verstanden hat. Die Umbildung der Bundesregierung unter Berufung eines Politikers, der das Vertrauen des Nationalsozialismus in feine nationale Gesinnung mit dem Bekenntnis zum Oesterreich der Maiverfassung und der Vaterländischen Front vereint, an die Spitze des Ministeriums für Inneres und Sicherheitswesen, stellt ein so vertrauensvolles Ent- aegentommen von Staat zu Staat dar, für das es schwerlich ein geschichtliches Vorbild geben dürfte. Nur der Zweck, dem es dienen soll, nur das Ziel, das es erreichen helfen soll, nur die Herstellung des Friedens im Lande und die Ausräumung aller Hindernisse, die der vollen Auswirkung der Juli-Verständigung bisher im Wege standen, vermögen die Größe dieses Vertrauensbeweises zu rechtfertigen. Die ein£ allgemeine nationale Linie befolgenden „Wiener Neuesten Nachrichten" schreiben: Die Bahn sei nun frei für eine freundschaftliche, enge Zusammenarbeit in den entscheidenden Lebensfragen des Volkes. Das bedeutendste Merkmal der neuen Regierung ist die Berufung des Staatsrates Dr. Seyß-Jnquart zum Bundesminister für Inneres und für Sicherheitswesen. Dadurch erhält die Regierung ein neues Gesicht. Soweit man die Persönlichkeit Dr. Seyß-Jnquarts, der als erster Sprecher der nationalen Richtung im Kabinett sitzt, kennt, darf man vertrauen, daß er die große Aufgabe, die ihm vom Schicksal aufgetragen worden ist, im Interests Oesterreichs und des gesamten deutschen Dolkeft glücklich lösen wird. gar noch an diesen Verwandlungstrick glauben, bett bas festlänbische Publikum längst burchschaut hat. D. S. Sudenkos Identität einwandfrei sestgestellt. Rom, 17. Febr. (DNB.) Iur Flucht Budenkos nach Italien veröffentlicht „Lavoro Fascista" folgende interessante Einzelheiten: Nach seiner Flucht vor den Agenten der GPU., die versucht hatten, sich seiner in Bukarest zu bemächtigen, hat Budenko am Donnerstag, dem 10. Februar, Rumänien verlassen. lagsbarauf überschritt er die italienische Grenze und begab sich nach Mailand, wo er die italienischen Behörden um ihren Schutz bat. Das Innenministerium wurde von der Ankunft einer Person informiert, die sich als der auf so sonderbare Weise aus Bukarest verschwundene sowjetrussische Diplomat ausgab. Da man nicht die Gewißheit über seine Identität hatte, ließ man einen Beamten der italienischen Gesandtschaft in Bukarest nach Italien kommen, der den sowjetrussischen Geschäftsträger roieber er- kannte. Auch ber römische Berichterstatter bes Pariser Journal hat sich in einer Unterredung von der Identität Budenkos überzeugt. Budenko erklärte dabei, daß er besonders glücklich sei, aus ber bolschewistischen Hölle entkommen zu sein. Jebermann könne Budenko in seiner Wohnung in Rom aufsuchen und sich von seiner Identität überzeugen. Es unterliege nicht dem geringsten Zweifel, daß Budenko wirklich Budenko ist. Aber man verstehe, daß bie Sowjets ein Interesse baran haben versuchsweise Budenko als einen Schwindler fjinju [teilen; denn Budenko weiß ja recht viel über bie Sowjets. Die „großen Demokratien" im Swlepptau Moskaus. Der Fall Budenko gibt dem „Lavoro Fascista" zu ber Feststellung Anlaß, daß bie mit so viel Selbstgefälligkeit lebenben „Demokratien" in ihrer Verlegenes Schweigen in Mskau und London. presse und Rundfunk in England decken Moskaus Manöver im Fall Budenko. Tragödie am Baikal. von Joseph M. Vetter. Nun waren wir nach mancherlei Irrfahrten doch am Baikal angekommen, wo wir auf Ringelrobben jagen unb ihr Leben näher studieren wollten. Der Sommer war längst vorüber. Schon als wir an den klaren, pfeilschnell fließenden Wassern der reißenden Angara fischten, hatten bie ersten Schneestürme eingesetzt. Nun war es vollends Winter geworden. An der.Westseite des wilden Baikal, am Fuße der riesigen Gebirgszüge, zwischen denen sich höchstens ein verlorenes Aussatzigendorf findet, stand unser Winterzelt wie eine kleine Burg aus Cis und Schnee, durch die Berge gegen den Wind geschützt. Noch war der endlose See frei von Eis. Wir waren im November. Der.Baikal friert erst zu, wenn längst alle Flüsse und Ströme tief vereist sind, selten vor Anfang Dezember. So lag bas Wasser in unerhörter Klarheit vor uns. Don unserer Lotka (Boot) aus konnten wir in Ufernähe viele Meter tief ben Grund betrachten, und oft genug sahen wir über dem helleren Boden die dunklen Rücken großer Fische ziehen. Bald aber sinkt der Boden in grundlose Tiefen. Der Baikal ist ber tiefste Binnensee ber (Erbe. Bis zu 1775 Meter Tiefe yat man gemessen, unb bort unten lebt aus Urzeiten her, ba noch ber See mit bem Meere verbunden war, eine reiche Tiefteefauna. Auch unsere Rinaelrobben sind Ueberreste aus jenen verschollenen Tagen, seltsam genug, Da der Baikal das Salz längst abgegeben hat und ein ausgesprochener Süßwassersee geworden ist. Don feinem Fifchreichtum macht man sich kaum einen Begriff, auch kaum von der Größc ber Fische, die er in feinen unergründlichen Tiefen beherbergt. Kein Wunder, baß ber sibirische Fischer bas Swatoje More, bas „Heilige Meer", in zahl- losen Liedern besingt und es wie eine lebenspendende, dabei aber doch furchtbare und drohende Gottheit verehrt. Denn furchtbar ist der Baikal Wehe den Fischern, bie im Sommer draußen sind, wenn plötzlich auf» tretende Stürme die klaren Waftzr zu einem kochenden Gischt verwandeln. Wehe auch den Schlit- tengespannen, die im Winter, wenn eine viele Meter starke Eisdecke sich über die endlose Fläche spannt, sich verirren oder in die oft über Nacht entstehenden klaffenden Eisspalten geraten und lautlos in ben eisigen Fluten versinken. Man barf sich ben vereisten Baikal nicht als eine ebene Fläche vorstellen. Oft, wenn bie erste Eisbecke schon fest darüber liegt, erwacht ber See unb wirst sich wie ein gefesseltes Tier bagegen. Mit ungeheurem Donner birst bas Eis und wird in schweren Schollen übereinander getürmt. Allmählich aber siegt die Winterkälte. Dann gibt es zwischen den Schollen und Blöcken Wege, von den Sibiriaken durch Fichten unb Birkenstämmchen gekennzeichnet. Der erste Schlitten, der zu einem Dorfe jenseits der weißen Wüste fährt, nimmt eine Ladung Stämme mit unb pflanzt sie in größeren Abständen ein, die nächsten Schlitten folgen in gleicher Weise, und bald ist, wenigstens.im bichter bevölkterten südlichen Baikaldistrikt, ber See abgesteckt. Jetzt weiß ber Jäger, Bauer ober Fischer: bie Birkenstraße führt nach jenem Dorf, die Fichten aber weisen ben Weg in ein anderes, unb nun beginnt ein mehr ober weniger lebhafter Verkehr. Dann geschieht es, baß tagsüber ober nachts ber See, von innen aufgewühlt, gegen bie ungeheure Decke brückt und klaffende Risse, oft mehrere Meter breit, bie Pfade auseinanderreißen. Das gibt jeder nächtlichen Fahrt in ber bebrürfenben, schweigenden Oede dieser Eis- unb Schneewüste etwas Beängstigendes und unvergeßlich Schauerliches. Ich wenigstens bin ein gewisses Grauen nie losgeworben, wenn wir nächtens über ben See kamen. Ein gut Teil Schulb baran trug ein Bahnwärter, bei bem wir in ber Nähe von Listwinitschnoje einmal in einer entlegenen Hütte übernachteten. Er erzählte uns von einer Tragödie, von ber meines Wissens in Europa nie etwas bekannt geworden ist. Es war im Russisch-Japanischen Kriege. Damals ging die transsibirische Bahn noch nicht um die Südspitze bes Baikal herum. Die Truppen verließen hinter Jrkuftk die Dahn und marschierten in neun Tagen um den See, bis sie die Bahn jenseits wieder erreichten. Der Januar hatte damals starken Frost gebracht, ber Baikal war längst zugeftoren. Pioniere erhielten ben Auftrag, eine eingleisige Bahn über das Eis zu legen, und von Anfang Februar an trug ber See auf seinem Rücken geduldig die fauchenden Lokomotiven und bie endlose Kette der Transportwagen. Die Soldaten jubelten, denn nun war ihnen der gefürchtete Marsch um ben südlichen Baikal erspart. Gefahr gab es keine. Was hätte geschehen können? Das Eis war mehrere Meter dick und stahlhart; in Abständen von je einem Werst standen kleine Wärterhäuschen, die, durch Telephon miteinander verbunden, alle zwei Stunden sich meldeten unb jede Unregelmäßigkeit Weitergaben. Doch nichts geschah. Zug auf Zug rollte vorüber. Da blieb eines Nachts ber Telephonruf aus. Unser Bahnwärter hatte eben einen Zug burchgelassen, Infanteristen, die eng aneinandergepfercht in ihren Viehwagen schliefen. Der Wärter klingelte zurück und meldete, daß von vorn keine Antwort mehr käme. Gut, man würde ben nächsten Zug vorläufig nicht ablassen, wahrscheinlich sei nur bie Verbindung gestört. Es werde sofort nachgeprüft werden. Eine Stunde später kam ein Pionieroffizier mit einem Mann auf einer Dräsine. Der Wärter erstattete Bericht. Ach was! Der Kerl werde wohl betrunken sein. Lachend wandte sich ber Offizier ab. Balb rollte bie Dräsine roieber in bie Nacht hinein^ Vor ihr her leuchtete grell ber Kegel ihrer Azetylenlampe. Eine halbe Stunde verrann. War wirklich nur die Verbindung gestört? Oder sollten Wölfe bas Wärterhaus heimgesucht haben? Kaum, denn die Bestien gehen nur höchst ungern aufs Eis. (Ich selbst habe nie einen Wolf gesehen, der einen noch so fest vereisten Fluß überquert hatte.) Endlich kam die Dräsine zurück' Der junge Pionier war kreideweiß. Seine Augen waren aufgerissen unb verstört. Kommen Sie!" sagte er nur kurz unb befahl dem Wärter, auf bas Fahrzeug zu steigen. Der tavußte genug. Anderntags, als bie Meldungen von drüben endlich vorlagen, wurde bas Furchtbare Gewißheit. Zwei • ber endlosen Transportzüge, voll von vertrauenden, schlafenden Menschen, hatte der See ein- aeschluckt. Mehr als zweitausend Opfer waren versunken in den eisigen, schwarzen Fluten, mit Maschine und Wagen, unb niemand hatte etwas von ber grauenvollen Tragöbie gehört, keinen Laut, keinen Schrei. Als man am Nachmittage die Unglücksstelle aufsuchte, fand man bie Einbruchstelle schon roieber mit neuem Eis überzogen, zwischen bem sich bie schweren Schollen bes Brucheises in wildem Durcheinander türmten. Don ben Zügen war keine Spur mehr. Die zerrissenen unb verbogenen Schienenstränge sagten bas übrige. Das ist ber Baikal. An hellen Sommertagen paradiesisch schön, aber tückisch und furchtbar, wenn seine Stürme kommen, sei es Sommer ober Winter. Zeitschriften. In der Februar-Folge bes Reichsschulung s» b rief es legt ber Hauptschriftleiter, Reichsamtsleiter Wowertes, ben Sinn unb die Notwendigkeit ber beiben Deutschland-Folgen bes „Schulungsbriefes" bar, bie im März burch ein Versailles-Heft, das erste Hett ber beginnenden Behandlung der ProgramnftorHerungen der NSDAP., ergänzt wer- den. Dr. Karl Ruprecht zeichnet einen Ausschnitt aus ber Lebensarbeit bes großen beutschen Volks- kundlers Wilhelm Heinrich Riehl, ber in ben Mittel- punkt seines arbeitsreichen wissenschaftlichen unb sozialpolitischen Wirkens bewußt bas Volk stellte und damit ein Vorläufer bes heutigen' oolfsoer- bunbenen nationalsozialistischen Forschens ist. Den arunblegenben Aufsatz ber Februar-Folge hat Dr. Hans Karl Leistrik geschrieben: „Anderthalb Jahrtausend Politik ohne Volk". Diese ausgezeichnete, durch Bilder unb Karten erläuterte Arbeit schildert die geschichtlichen Taftachen ber politischen Entwicklung von ber Dölkerwanberung bis zum Zweiten Reiche, die rassische Verschlechterung unb die Roma- löifcrung bei genossenschaftlichen LebensordmmK Ausschuß genehmigte diese Summe, die te gleichfalls angeforöerten einschlieht. Konteradmiral 1000 Flugzeuge Jungmädeldienst neu geregelt noch bekanntgegeben. "'-der die Kämpfe und Nationalspanifcher Erfolg an der Alfambra-Kroni. nur als ein organischer Schritt in der Entwicklung der Jugendorganisation des jungen Deutschland, sondern als eine Tat, die auf weite Sicht das vielfältige Leben des ganzen Volkes mitbestimmt. lieber die Aufgabe des BDM.-Werks „Glaube und Schönheit" ist in den letzten Wochen bereits viel gesagt und geschrieben wordeck. Wir haben gehört, wie „Glaube und Schönheit" den Mädeln im Alter von 17 bis 21 Jahren eine ihren Neigungen und Anlagen in diesem Alter entsprechende Erziehung geben wird. Wir haben gehört, welche Einrichtungen den Rahmen des neuen Werkes bilden werden, um über die Einordnung in die Gemeinschaft der Jugend den Typ der jungen deutschen Frau zu prägen. Wir haben uns mit der Reichsreferentin für den BDM. beim Reichsjugendführer, Jutta R ü - diger, in Verbindung gesetzt, um einen zusammenfassenden knappen Ueberblick über den organisatorischen Aufbau des neuen BDM.-Werks schleumgt werden solle. Konteradmiral Dubose veranschlagte die K o st e n für die geplanten 46 Kriegsschiffsbauten auf 1,05 Milliarden Dollar, also 250 Millionen Dollar mehr als nach den Schätzungen des Ausschußvorsitzenden Mnson. Der Dubose teilte mit, daß eine Anwendung der Gleitklausel des Londoner Flottenvertrages keinen Einfluß auf die Gröhe der bereits bewilligten zwei Schlachtschiffe haben werde. reits in der Entwicklung durch Artillerie erstickt. Der Gegner wurde bis weit hinter seine eigenen Ausgangsstellungen zurückgetrieben. 1/05 Milliarden Dollar für Amerikas Flottenneubauten. .Washington, 18. Febr. (DNB.) Der Marineausschuß des Abgeordnetenhauses begann die Beratungen der Flottenaufrüstung. Konstrukteur Konteradmiral Dubose betonte die Notwendigkeit einer Modernisierung und Erweiterung der Marinewerften, falls das Bauprogramm beschritten werden. ™ . Auch der D i e n st der Mädel des BDM.-Werks „Glaube und Schönheit" ist schon genauer festgelegt worden: Die Mädel haben am Mittwoch jeder Woche Dienst, wobei am ersten Mittwoch des Monats ein Heimabend stattfindet. 2Iuf unsere Frage nach der Aufgabe der Heim a b e n o e erklärte uns die Reichsreferentin, daß sich die Zlr« beitsausrichtung für die Heimabende aus dem ^'el ergibt, das Mädel für seine Aufgabe in Volk/ uno Familie heranzubilden. Der Heimabend in Den vier Jahren der Mitgliedschaft im BDM -Werk „Glaube und Schönheit" wird dazu dienen, eine Ausweitung des Blickfeldes der Mädel unter besonderer Se- ziehung auf die Persönlichkeit des einzelnen Madels zu geben, nachdem es nach einer fiebemahrigen systematischen weltanschaulichen Schulung als Jung- mädel und BDM -Mädel bereits eine klare weit- anschauliche Grundeinstellung bei der Überweisung in das BDM.-Werk „Glaube und Schonbett mit- hrinat. Eine Jabraan Gliederung im BDM.-W.rk Berlin, 15. Febr. (DRB.) Die Reichsjugendführung hat jetzt im Hinblick auf die bevorstehende Aufnahme der Mädel des Jahrganges 1928 in den Junamädelbund die neue Regelung des Jungmädel- Dienftes bekanntgegeben. Wöchentlich i st ein Heim- und Sportnachmittag und monatlich eine Fahrt vorgesehen. Weiter umfaßt der Jungmädeldienst, so melDet der Reichsjugendpressedienst, die Teilnahme an Lagern sowie den S o n d e r d i e n st. Jedes Jungmädel, das sich der ärztlichen Untersuchung unterzogen hat und für „tauglich" bezw. „bedingt tauglich" befunden worden ist, hat die Pflicht, an diesem Jungmädeldienst teilzunehmen. Der Heim- und Sportnachmittag darf die Dauer von zwei Stunden nicht überschreiten; er muß im Sommer späte st e n s um 20, im Winter um 19 Uhr beendet fein. Die Fahrt hat innerhalb des Jungmädeldienstes einen besonderen erzieherischen Wert, denn einmal wird das Mädel zum Schauen angeregt, es lernt seine Heimat kennen, zum anderen zeigt sich bei der Fahrt besonders, wie das einzelne Jungmädel in der Gemeinschaft steht. Nach jeder Stunde Wanderung ist eine Ruhepause vorgeschrieben, so daß also eine Ueberanftrengung auf Fahrt nicht in Frage kommt. Die Jungmädelfahrt muß im Sommer spätestens um 19, im Winter um 18 Oer Aufbau des BOM- erkes „Glaube und Schönheit. Ein Gespräch mit der Reichsreferentin für den BOM,Jutta Rüdiger. Einheit Mädel der verschiedensten Jahrgänge vorhanden sein werden. Eine altersmäßige Aufgliederung der Themen der Heimabende, die immer zeit- politisch mitbestimmt fein werden, ist daher nicht erforderlich. Die Mädel sollen sich mindestens auf ein Jahr für e-ine Arbeitsgemeinschaft verpflichten, können nach einem Jahr jedoch in eine andere Arbeitsgemeinschaft hinüberwechseln. Der Dienst der Arbeitsgemeinschaften kann freiwillig r>ermehrt werden; dabei soll zusätzlicher Sportdienst oorgezogen werden. Erwünscht sind weiterhin Teilnahme an Berufsbi'ldungskursen, Uebungswirt- chaftlichen Kursen der DAF., an der hauswirt- chaftlichen Ertüchtigung usw. Die D i e n st k l e i - düng der Mädel des BDM.-Werks bleibt die Tracht des BDM., zu der die Angehörigen des BD^P.-Werks „Glaube und Schönheit" ein be« sonderes Abzeichen tragen werden, an dessen Entwurf zur Zeit gearbeitet wird. Die Mädel des BDM.-Werks zahlen wie jedes BDM.-Mädel und Jungmädel, jeder Hitlerjunge und Pimpf einen monatlichen Mitgliedsbeitrag in Höhe des bisherigen BDM.-Beitrages. Die Durchführung des BDM.-Werks auf dem Lande, so sagte Jutta Rüdiger, ist natürlich schwieriger als in der Stadt. Die in den Dörfern eingerichteten Arbeitsgemeinschaften werden fo lebendig wie möglich und auf die Gemeinschaft des -Dorfes abgestimmt sein. Arbeitsgemeinschaften für Kulturarbeit und Gesundheitsdienst werden hier im Vordergrund stehen. Der zusammenfassende Ueberblick, den uns die Reichsreferentin über den organisatorischen Aufbau des BDM.-Werks „Glaube und Schönheit" gibt, zeigt den organischen Entwicklungsgang des großen Werkes aus der vom BDM. in langen Jahren des Aufbaues geleisteten Arbeit auf. Führung und Organisation einer jungen Gemeinschaft sind bereit, mit freudigen Kräften ein Ideal Wirklichkeit werden zu lassen und über alle Hemmnisse hinweg einen Lebensstil zu prägen, der in jenen Worten am besten gedeutet ist: „Glaube und Schönheit". Oie Gommerarbeii der HI. NSG. In der Gebietsführerschule „Christian Zur Durchführung des BDM.-Werks werden neben der Beauftragten in der Reichsjugendfuh- rung, zu der der Jugendführer des Deutschen Reichs die Führerin des Obergaues Franken, Obergauführerin Clementine zu Castell, berufen hat, eine Beauftragte in jede Obergauführung und eine Beauftragte für jeden BDM.-Untergau bestellt. Es wird die'dringlichste Aufgabe der Beauftragten, die der zuständigen Obergauführerin oder Untergaufuh- rerin unterstellt sind, sein, die notwendigen Fachkräfte an Sport- und Gymnastikleh- rerinnen, Werklehrerinnen, Sprachlehrerinnen, Ausbildungskräfte für Gesundheitsdienst usw. zur Ausbildung der Mädel heranzuziehen. Es sind Arbeitsgemeinschaften für Gymnastik, Wertarbeit, Brauchtumsarbeit, Auslandskunde, Spiel und Musik, Gesundheitsdienst u. a. geplant. Für die Aufstellung, der Einheiten ift die Grenzziehung der HI.-Gefolgschaft maßgebend; es soll für den Bereich einer Arbeitsgemeinschaft in keinem Fall die Grenze einer Mädel-Gruppe und in Den Großstädten die Grenze eines Mädel-Ringes über- Salamana, 18. F-br. (DNB. Funkspruch) Der nationalspanische Heeresbericht besagt: liniere Truppen überschritten an b e r 2111 a m d r • Front den Fluß Alfambra und brachen Den feindlichen Widerstand. Sie drangen meh. rere Kilometer tief vor und besetzten verschiedene feindliche Stellungen. Der Gegner erlitt lüste. Umfangreiches Material, Darunter Maschinen, gewehre und viel Munition würde erbeutet. Weiter wird berichtet, die nationalen Truppen trugen Den Angriff in Drei Kolonnen vor unD erstürmten oie Stellungen, Die der Feind erst in den letzten Tagen mit fieberhafter Eile ausgebaut hatte. Der Vormarsch erstreckte sich auf eine Tiefe von 5 bis 6 Kilometer. Die Bolschewisten flüchteten m NiH tuna Der Sierra del Pobo, 10 bis 12 Kilometer östlich von Alfambra. Auf sowjetspanischer Seite kämpften fast ausschließlich Truppen der internationalen Brigade. Angesichts der wirtschaftlichen Bedeutung des an der Front von D e la Serena an die Nationalen verlorenen Gebiete organisierten die Bolschewisten einen erbitterten Gegenangriff Der Angriff wurde aber de- Die indische Frage ist für England plötzlich wieder aktuell geworden. In zwei großen indischen Provinzen sind die Regierungen zuruck getr e- t e n, weil die Provinzgouverneure im Einverstand- -nis mit dem Dizekönig Einspruch gegen einen Strafnachlah für politische Gefangene erhoben. Die indische Verfassung vom Jahre 1935 kennt außer den indischen Fürstentümern 11 Provinzen; m sechs von diesen elf Provinzen hat die nationalistische Kongreßpartei im Vorjahre nach starken anfänglichen Hemmungen Regierungen gebildet In England wird nun gefürchtet, daß das Vorbild der zwei zurückgetretenen Prooinzregierungen aus Die anderen vier Provinzregierungen zuruckwirken wird, die ebenfalls von Der Kongreßpartei gestellt sind. In ihr gibt es einen gemäßigten und einen radikalen Flügel, wobei Mahatma Ghandi die Konservativen und Pandit Nehru die Radikalen fuhrt. Ghandi hat den Ausschlag zur Regierungsbetelll- flung gegeben. Um so mehr fallt es ins Gewicht, daß er jetzt eindeutig g e g e n Die englischen Pro- vinzgouoerneure und damit auch gegen den Wze- töniq selbst Stellung nimmt. In sehr zugespitzter Form hat er die Frage gestellt: „Warum mischen sich die Gouverneure ein, roenn Die ^Wrung unter Der Verfassung Die Macht haben soll. Pandit Nehru aber machte den Ernst der Lage mit den Worten klar, man müsse den Tornister ^relthalten uni) auf sofortigen Abruf zum Marschieren bereit sein. Die englische Regierung ist pi fenbar bedacht, ihr Prestige, das durch die Vorgänge im Fernen Osten so stark in Mitleidenschaft gezogen ift, vor Erschütterungen m Indien zu bewahren. Die Gouverneure verhandeln jetzt mit Den Führern Der Opposition wegen einer Neubildung Des Kabinetts, die aber auf große Schwierigkeiten stößt, da eine Mehrheit nicht erzielt werden kann. Man rechnet daher mit einer Auflösung der gesetzgebenden Körperschaften und Neuwahlen oder mit einer teilweisen oder völligen Aufhebung der Verfassung. Berlin, 17. Februar. Erst wenige Wochen sind es her, daß der Jugend- ührer des Deutschen Reiches, Baldur v. S ch i r a ch , die Schaffung des BDM.-Werks „Glaube und Schönheit" verkündete. Zuschriften und Stimmen aus allen Teilen des Reiches bestätigten in diesen Tagen die Anteilnahme, mit der die Verkündung dieses Werkes überall aufgenommen wurde. Wie die Jugend es freudig begrüßt als ein unter der Führung Baldur von Schirachs in Jahren des Kampfes und des Aufbaues von der Gemeinschaft selbst erarbeitetes Ziel, so wird es auch in den Stimmen der älteren Generation gewertet nicht zu erhalten. Die Grundlage für das BDM.-Werk „Glaube und Schönheit" bilden die Mädel vom vollendeten 17. bis zum vollendeten 21. Lebensjahr. Demnach erfaßt das BDM.-Werk „Glaube und Schönheit" die letzten vier Jahrgänge des BDM., also die 18-, 19-, 20- und 21jährigen. Die Mit gliedssperre für die entsprechenden Jahrgänge 1917, 1918, 1919 und 1920 soll für das Jahr 1938 gelockert werden; der Termin für den Beginn die,er Lockerung der Mitgliedssperre wird tattfinben. Reform des privaten Krankenversicherungsrechts. Berlin, 16. Febr. (DRB.) Der Ausschuß für Versicherungswesen ber Akabemie für Deutsches Recht hat unter bem Vorsitz von Generaldirektor Dr. Ullrich (Gotha) einen Gesetzentwurf zur Regelung des privaten Krankenversicherungsrechts ausgearbeitet. Der Entwurf will nationalsozialistisches Recht schaffen, er erklärt des- halb eine Reihe wichtiger Bestimmungen für u n • abdingbar. Im Interesse der Klarheit sollen die Versicherungsbedingungen und Tarife sich unmißverständlich Darüber aussprechen, ob die ver- prochenen Leistungen bestehen: a) im Ersatz 3er Aufwendungen für die Heilbehandlung (Arzt-, Arznei-, Krankenhaus- und Transport- 'osten), oder b) in fest vereinbarten Leistungen (Wochenhilfe, Krankengeld, Sterbegeld). In der Frage der sogenannten alten Leiden soll im Einzelfalle eine vertragliche Regelung er« olgen. Damit soll auf den Einwand des „alten Leiden" verzichtet werden, wenn während einer gewissen Zeit nach Abschluß des Versicherungsvertrages ein Prämienzuschlag entrichtet wird. Für den Ausschluß der Haftung für alte Leiden hat der Entwurf eine besondere Einoerständniserklärung des Versicherungsnehmers vorgesehen. Damit der redlich Versicherte nach Ablauf einer gewissen Frist nicht mehr zu befürchten braucht, wegen gesteigerter Be- anspruchung der Versicherung im Alter,oper infolge besonderer Notfälle ausgeschlossen zu werden, gewährt ihm der Entwurf mit zwingender Wirkung einen weitgehenden Kündigungsschutz. Der Erhaltung der Volksgesundheit dient eine Bestimmung, die dem Versicherer die Möglichkeit gibt, Krankheitsverhütungsmaßnahmen zu treffen, ohne daß eine Krankheit bereits vorliegt. Wenn die private Krankenversicherung mit ber gesetzlichen Krankenversicherungspflicht zusammentrisft, oll der Versicherungsnehmer nicht an den Vertrag gebunden sein. Doch muß er dem bisherigen 23er« icherer den Eintritt der gesetzlichen Krankenversiche- rungspslicht nachweisen. Mit dem Abschluß des Versicherungsvertrages reiht sich der Versicherte einer Gefahrengemeinschaft ein. Er hat die Belange dieser Gemeinschaft mit zu wahren, soweit djese von seinem Verhalten abhängig sind.- Musikabend beim Führer erbrachte 4073 714 UM. für das WHW. Der Führer und Reichskanzler hat im Rahmen einer musikalischen Veranstaltung führende Persönlichkeiten der deutschen Wirtschaft in seinem hause empfangen. 3m Dienste des Winterhilfswerkes hatten ihre Kunst zur Verfügung gestellt die Kammersängerinnen Erna Verger, Warta Fuchs, Wargarethe Klose, Tiana Lemnitz, Wargrit Pfahl, sowie Frau Marie Luise Schilp und Frau Tresi Rudolph: ferner die Kammersänger Rudolf Vockelmann, Walter Ludwig, Professor 3osef von Manowarda, Helge Ros« । wSnge, Heinrich Schlusnus, Franz Völker und Herr Karl S ch m i 11 - W a l t e r. Aus freiwilligen Spenden der Gäste ergab sich ein Betrag von 1 073 711 Reichsmark, den die Künstler dem Winterhilfswerk des deutschen Volkes überwiesen haben. Größmann" in Niederwalluf fand eine Arbeitsbesprechung der Bann- und Jungbannführer des Gebietes Hessen-Nassau statt. Mit besonderer Freude konnte der Beauftragte für die Heirnbeschaf - jung der HI. im Gebiet Hessen-Nassau mitteilen, daß sich fast alle Gemeinden darum bemühen, den Bau von Heimen Der HI. in Angriff zu nehmen, wenn auch zu berücksichtigen bleibt, daß auf Grund örtlicher finanzieller oder fonftigg: Schwierigkeiten die Pläne oftmals nicht sofort verwirklicht werden können. Bisher sind im Gebiet Hessen-Nassau 18 Heime entweder fertiggestellt oder noch im Bau. Im Jahre 1938 wird ein Mehrfaches dieser Zahl errichtet werden. Das Ideal ist die Schaffung eines Jugendgeländes: Heim, Sportplatz, Schwimmbad und Schießstand auf einem Raum. Außer dem Vorteil für Die praktische Durchführung des Dienstbetriebes bedeutet dieses Jugendgelände auch städtebaulich eine Verschönerung. Jedoch soll das Heim nicht mehr als zwei Kilometer von Der Stadt entfernt sein. Wo die Schaffung eines Ju- gendgeländes nicht möglich erscheint, sollen die Heime an besonders schönen Stellen im Mittelpunkt der Stadt errichtet werden. Gebietsführer Brandt kündigte für April eine Altmaterialwoche an, in der alle Einheiten der Hitler-Jugend und des Deutschen Jungvolks auch das letzte Altmaterial seiner Wiederverwendung zuführen werden. Die Hitler-Jugend wird dabei in erster Linie in den Gaststätten sammeln, während die Pimpfe die Haushaltungen aufsuchen werden An weiteren Maßnahmen erwähnte Ge- bietsführer Brandt die Leistungsbewertung der Einheiten, den Gesundheitsappell, die Erfassung aller zehnjährigen Jungen und ihre Aufnahme in das DJ am Geburtstag des Führers. Der Leiter der Abteilung für Leibeserziehung verkündete, daß rem zahlenmäßig Der Leistungssport durch seine Em- beziehung in den Dienstbetrieb Der HI. eine unge- ahnte Zunahme erfahren habe. Der Geländesport sei noch mehr zu pflegen. Mit Beginn des Friih- Uhr beendet sein. Während Die 10- und 11- jährigen Jungmädel nicht länger als einen Tag unterwegs sein dürfen und Die 12- bis 14- jährigen im Monat eine eineinhal btägige Fahrt durchführen, sind Großfahrten sowie längere Radfahrten für Jungmädel verboten. Jungmädel dürfen nur in Jugendherbergen und festen Quartieren übernachten, was auch für die Sommerlager zutrifft. Neben dem täglichen Lagerbetrieb, Spiel, Sport und kleinen Wanderungen, ist im Sommerlager für genügend Freizeit und vor allem für ausgiebige Nachtruhe gesorgt. Für die genaue Durchführung des Jung- mädeldienstes ist die Jungmädelführerin voll verantwortlich. Sie hat Dafür Sorge zu tragen, daß die Bestimmungen genau eingehalten werden. Der Sonderdienst Der JungmäDel erstreckt sich auf Teilnahme an Elternabenden und Werbeaktionen, KunDgebungen, Festen, Feiern und ihren Vorbereitungen und an Appellen. 10- und 11jährige Jungmädel Dürfen an Aufmärschen und Straßensammlungen nicht teilnehmen und auch nicht Spalier stehen. Die Verantwortlichkeit der Führerin, die ständige Ueberwachung durchdie BDM.« A e r z t i n sowie eine genügende Anzahl von ausgebildeten Mädeln des Unfalldienstes geben die Gewähr für eine genaue Durchführung der Bestimmungen. Alfred Bosenberg spricht im Gau Hessen-Nassau. NSG. Am 21. April 1938 jährt sich zum 450. Male der Geburtstag de^Dichters Ulrich von Hutten. Ulrich von Hutten ist ein Kind unseres Gaues und wurde auf der Steckelburg bei Schlüchtern geboren. Der Gau Hessen-Nassau betrachtet es als eine Ehrenpflicht, das Vermächtnis des Dichters und Kämpfers Ulrich von Hutten zu wahren und diesen er st en bewußten Künder des Reichsgedankens wieder als lebendige Kraft in den politischen Aufbau des Dritten Reiches hineinzustellen. Der Höhepunkt der geplanten Veranstaltungen wird eine Kundgebung auf der Geburtsstätte Des Dichters, Der Steckelburg, sein, bei der Reichsleiter Alfred Rosenberg sprechen wird. Ferner sind vorgesehen eine Huttenausstel- I u n g und Die Fortführung Der bereits vergangenen Jahre begonnenen Hutten-Freilicht- j p i e l e auf der Steckelburg. Oie erste Gauheimmütterschule. Trier, 16. Febr. (DNB.) Das Deutsche Frauen- werk, Gau Koblenz-Trier, hat aus dem ehemaligen Burghotel bei Ramstein (Kreis Trier) eine Heimmütterschule, die erste im Reiche, Herrichten lassen. Die Schule wurde von der Reichsfrauenführerin Frau Sch oltz-Klink ihrer Bestimmung übergeben. In ihr sollen den jungen Frauen und Mädchen die Kraft gegeben werden, in jeder Situation durchzuhalten. Nicht das, was den Frauen an äußerlichen Dingen beigebracht werde, sei das Wesentliche, sondern die Seele der Frau müsse gewonnen und das Vertrauen auf ihre eigene schöpferische Kraft gestärkt werden. Das schönste Ziel des Mütterdienstes liege darin, die deutsche Frau zur leiblichen und jeelischen Mutter der Nation zu erziehen. In dieser ersten Gaumütterschule sollen Die Frauen sich v i c r Wochen lang erholen und kräftigen können. Gleichzeitig würden sie aber auf den lebenswichtigen Gebieten eingehend geschult werden, so daß jie nach Beendigung des Kurses gelernt .hätten, wie man den Haushalt verbessern und für Mann und Kinder das Heim noch schöner und sonniger gestalten könne. 3m Dienste der Hausgemeinschaft. NSG. In einem Schulungslehrgang wurden etwa 100 Kreisfachgruppenleiterinnen der Reichsfachgruppe Hausgehi7fen in der DAF. auf der Reichsschulungsburg Oberursel zusammengefaßt. Neben allgemeinen Einführungen in die Aufgaben unserer Rassen-, Bevölkerungs- und Wirtschaftspolittk betraf der Hauptteil ber Schulung Fragen der Berufserziehung, der Nachwuchsbildung usw. Die für Die Regelung des Arbeitsverhältnisses der Hausgehilfen besonders wichtigen Bestimmungen aus dem Arbeits- und Sozialrecht wurden eingehend behandelt. Wie wichtig gerade diese sozialpolitische Schulung ist, beweist die Tatsache, daß es Der Reicks- Feigheit sowie in ihrer moralischen und politischen Unfähigkeit, die wahren Probleme der Menschheit zu lösen, Tag für Tag neues Material liefern, um Die Kultur des Abendlandes zu untergraben. Der Bolschewismus wird von den großen, liberalen und kapitalistischen Demokratien geradezu gezüchtet: Auf politischem Gebiet durch den ftanzösisch-sowjet- russischen Pakt und Die Haltung Englands, auf militärischem Gebiet durch die Vereinigten Staaten, Die Sowjetruhland Großkampfschiffe von 35 000 Tonnen liefern, vor allem aber auf sozialem Gebiet durch die 30 Millionen Arbeitslosen in der ganzen Welt. Die „großen Demokratien", die sich einge- bildet hatten, sich des Bolschewismus' für ihre imperialistischen Ziele bedienen zu können, seien heute nur noch im Schlepptau der Poli- ti k Moskaus und könnten mit ihrer Haltung lediglich Abscheu erwecken. Dieser Abscheu habe auch Budenko erfaßt, Der Deshalb um ein Haar Stalins „Säuberungsaktion" zum Opfer gefallen wäre. Nie- manD Dürfe aber hoffen. Daß Diese Abscheu auch Den englischen Außenminister und Anführer der „jungen Konservativen" erfassen konnte. Bei Der nächsten Behandlung der Frage der spanischen „Freiwilligen" werde er sich ruhig neben den noch nicht der „Säuberungsaktion" verfallenen Genossen Maisky setzen. Der argwöhnische Stalin wisse aus reichlicher Erfahrung sehr wohl, daß, wenn er jemandem mißtrauen müsse, sich dieses Mißtrauen nicht gegen die englischen Konservativen, sondern -gegen Boljchewisten richten könne. Der König von England plädiert für körperliche Ertüchtigung. Fhr jeden sollen Sportrnöglichkeiten geschaffen werden. London, 18. Febr. (DNB.) König Georg- hielt in Der Guildhall in London im Rahmen des Feldzuges für körperliche Ertüchtigung eine Rede. Die Notwendigkeit dazu hat sich aus den schlechten Rekrutierungsergebnifsen ergeben. Während in Deutschland Die körperliche Ertüchtigung tief in Das Volk eingedrungen ist, beschäftigt sich in England, Dem „klassischen Lande des Sports", das Interesse Der meisten Bevölkerungskreise an der Teilnahme als Zuschauer bei großen Sportveranstaltungen. Der König sagte nun, man müsse immer daran denken, daß es der Körper sei, mit dem man zu arbeiten habe. Er brauche ebenso eine Erziehung wie der Geist, wenn man seine Rolle im Leben spielen wolle. Nichts führt mehr zur Freude am Leben und an der Arbeit wie körperliche Fähigkeit. Um aber körperlich fähig zu fein, müssen wir alle die Möglichkeit eines regulären Trainings haben. Unser Ziel ift es, für jeden — jung ober alt — Die Möglichkeiten zu schaffen, auf GrunD feiner persönlichen Neigung Sport zu treiben. Einige mögen Dies lieber zu Hause tun, anDere im Freien. Niemand aber braucht an irgendeinem organisierten Training teilzunehmen, wenn er nicht -will. Wenn auch die Bedürfnisse Der Jugend naturgemäß an der Spitze stehen, wird die neue Bewegung sich doch auch bemühen, Möglichkeiten zu schaffen, um auch Die Erwachsenen anzuziehen. Der König wanDte sich Dann mit Der Bitte um Unterstützung an alle, Die Dazu in Der Lage sind, wobei er heroorhob, daß er in feinem Jugendlager, Das er bereits als Herzog von York unterhalten hat, gesehen habe, was körperliche Ertüchtigung für Die Jugend bedeute. - Krisenstimmung in Indien. Sportfeste ein. Die ersten Veranstaltungen Dieser Art sind Die Sportwettkämpfe im Rahmen Des Reichsberufswettkampfes und am 6. März die Ge- bietsmeisterfchaften im Geräteturnen, denen am 10. April in allen Einheiten die Waldlaufmeister. ........v, schäften folgen. Am 21. Mai findet der Reichssport, nicht die Ausgaben für die gleichfalls angeforDerten wettkampf der HI. statt. Die Bannsportfeste werden innn 1einschließt. Konteradmiral im Juni und das Gebietssportfest am 2. und 3. Ju>' Parole „Msenschast" und der deutsche Student. Berlin, 18. Febr. (DNB.) Auf einer Kundgebung des Nationalsozialistischen Deutschen Stu- dentSnbundes und der NS.-Studentenhilfe sprachen Reichserziehungsminister R u st und Reichsstudenten« führer Dr. Scheel vor den Dozenten und Studenten der Berliner Hochschulen. Unter den Ehrengästen sah man die Staatssekretäre Dr. Zschintzsch. Dr. Stuckart und Dr. Landfried, ^-Obergruppenführer Krüger, General der Artillerie Professor Dr. Becker, die Rektoren und zahlreiche Dozenten aller Berliner Hochschulen. Reichsstudenlenfiihrer Dr. Scheel ' ging in seiner Ansprache von dem neuen Begriff der Freiheit aus. Der Nationalsozialismus habe das sogenannte „F r e i st u d e n t e n t u m" von früher beseitigt und dafür die echte Freiheit durch Einordnung eines jeden Studenten in eine höhere Erziehungsgemeinschaft begründet. Heute werde die Sehnsucht so vieler bester deutscher Studenten, die 1815 ihren Anfang nahm, verwirklicht: Die Einigung des deutschen Studententums in organisatorischer und vor allem in geistiger Hinsicht. Die nationalsozialistischen Kameradschaften des NSD.-Studentenbundes seien keinesfalls , die Fortsetzung der früheren studentischen Korporationen, sondern für immer eine Gliederung der nationalsozialistischen Bewegung. Hier sei die neue Erziehungsstätte zur Wissenschaft, zur deutschen Hochschule der Zukunft. Reichserziehungsminister R u st schilderte den Studenten ihre Aufgaben im Dienste an der Wissenschaft und im Dienste am deutschen Volk. Insbesondere gedachte er der besonderen Aufgaben, die der Vierjahresplan an die deutsche Wissenschaft stellt. Es gelte nunmehr in stiller Forschungsarbeit uns das zu ertrotzen, was uns der Boden nicht gibt. Die Parole „W i s - senschaft" gelte sowohl für die Professoren roie auch für die Studenten der deutschen Hochschulen. Sie alle, Professoren und Studenten seien aufgerufen zur Mobilmachung der ganzen wissenschaftlichen Arbeit im Dienste der Nation, aber auch zur Mobilmachung ihres ganzen politischen Einsatzes: denn die Fähigkeit zur Verantwortung und Führung werde vor allem bedingt durch den Charakter eines fanatischen und leidenschaftlichen aktiven Nationalsozialisten. Der Reichsminister appellierte mit Nachdruck an die alten Aka- d e m i k e r : „Gehen Sie voran in dieser Zeit", so rief er ihnen zu, „das verlangt Deutschland heuje von denen, die sich Akademiker nennen." Seine Ansprache schloß der Minister mit den Worten: „Euer Fahnenträger, Studenten, H o r st Wessel, ruft euch aus der Ewigkeit das verpflichtende Wort zu, das heute Deutschlands Nationalhymne geworden ist: „Die Fahne hoch!" fachgruppe Hausgehilfen durch ihre geschulten Mitarbeiter bisher gelungen ist, 98 v. H. aller Streitfälle im Haushalt ohne Inanspruchnahme der Arbeitsgerichte und zur beiderseitigen Zufriedenheit gütlich zu schlichten. Arbeitstagung für Lerchs- und Landstraßenbau. Berlin, 17. Febr. (DNB.) Im Berliner Rathaus wurde eine auf Anregung des Generalinspektors für das deutsche Straßenwesen einberufene Arbeitstagung für den Reichs- und Landstraßenbau eröffnet. Vor zahlreichen Fachmännern aus ganz Deutschland und vor Vertretern von Bauunterneh- mungen und von Landes- und Provinzialbehörden behandelte Dr. Todt die Lage des Baugewerbes in der Nachkriegszeit, das nach vorübergehender Scheinblüte dahingesicht sei. So waren 1929 bis 1932 rund 5000 Konkurse im Baugewerbe zu verzeichnen. 1933 setzte auch hier der Umschwung ein, der sich zunächst in stärksten Umsatzsteigerungen ausdrückte. Kennzeichnend aber war nicht die außerordentliche Geschäftsbelebung, kennzeichnend war und soll immer bleiben die Höchstleistung. „Aus dem Baunternehmer muß wieder der Meister der Baukunst werden." Nach dem Willen des Führers werde das deutsche Reichsautobahnennetz 10 000 Kilometer umfas - s e n. Das erfordere eine Bauzeit von noch etwa acht bis zehn Jahren. Aber auch dann bleibe noch ungeheuer viel zu tun übrig. Dr. Todt verwies hier auf das Gebiet des K a n a l b a u e s. Aus aller Welt. Reichslhealer-Fefkwoche 1938 in Stuttgart. Die Reichstheater-Fe ft woche 1 938 findet unter der Schirmherrschaft von Reichsminister Dr. -G o e b b e l s in Stuttgart vom 12. bis 19. Juni statt. (Eine Reichsfachschute des Kraftfahrzeughandwerks. Das Deutsche Handwerk in der DAF. kommt mit einem Plan heraus, der im Hinblick auf die Eröffnung der internationalen Automobilausstellung Interesse finden wird. Es handelt sich um die Errichtung einer neuen Reichsfachschule für das deutscheKraftfahrzeughandwerk, die in Berlin-Neukölln sofort in Angriff genommen wird. Die modernsten Werkstätten, große Helle Lehrsäle und ein nach den letzten Erfahrungen errichtetes Internat für die Schüler werden die Reichsfachschule zu einem repräsentativen Bau machen. Kraftfahrzeughandwerker, die diese Schule besuchen wollen, müssen den Gesellenbrief besitzen und wenigstens zwei Jahre lang sich mit Krastfahrzeug- repüratirren beschäftigt haben. Die Schüler lernen die modernste Montage und erhalten umfassende Kenntnisse in der Behandlung und Instandsetzung von Kraftfahrzeugen. Besonderer Wert wird auf die charakterliche und betriebswirtschaftliche Erziehung gelegt. Filmvolkskag am 27. Februar. Zum Filmvolkstag, der am 27. Februar in über 2200 deutschen Filmtheatern stattfindet, hat die Reichsfilmkammer eine künstlerisch reizvoll aus- gestattete „Film-Fibel" herausgegeben, die zum Preise von 10 Pfennig in den Filmtheatern erhältlich ist. Geaen Erwerb dieser „Film-Fibel" hat jeder Volksgenosse am Filmvolkstag freien Eintritt zu den außerhalb der normalen Spielzeit angesetzten Filmvorführungen. Der Filmvolkstag soll die innere Verbundenheit der Filmschaffenden mit der Volksgemeinschaft ausdrücken und jene zum dauernden Besuch des deutschen Films verpflichten, die ihm bisher aus irgendwelchen Gründen noch fernstehen. Begnadigung durch den Führer. Der Führer und Reichskanzler hat die von dem Schwurgericht in Offenburg gegen die 1894 geborene Susanne Hehle wegen Mordes an ihrem Ehemann, dem Monteur Leopold Hehle, ausgesprochene Todesstrafe im Gnadenwege in eine Zuchthaus st rase von 10 Jahren umgewandelt. Die Frau hat in der Nacht vom 1.18. Juni 1937 ihren Ehemann erdrosselt. Hehle, früher ein fleißiger Arbeiter, hatte seit Jahren, vom Erfinderwahn besessen, die Ausnahme jeder Arbeit verweigert und so seiner Familie die größte Not und seine Frau in verzweifelte Stimmung gebracht. Reue Rundfunkröhren für Autoempfänger. Auf der Automobilausstellung in Berlin werden von einigen Rundfunkfirmen Autoempfänger gezeigt, in denen neuartige Röhren verwendet werden. Diese Spezialröhren sind zu größerer Festigkeit und höherer Leistung entwickelt worden. Sie bieten Vorteile durch Vereinfachung der Anschlüsse und Verkleinerung des Umfanges. Für die Benutzer des Autoempfängers macht sich die Verwendung der neuen Röhren vor allem durch erhöhte Betriebssicherheit, geringeren Stromverbrauch und Verkleinerung des Gesamtaufbaues der Autoempfänger bemerkbar. Jüdische Schmuggler in Bukarest unschädlich gemacht. Aus dem Bukarester Nordbahnhof wurde eine groß angelegte Schmuggelaffäre entdeckt. Zwei Reisende ließen dieser Tage auf dem dortigen Zollamt einen Koffer versiegeln, um der Verzollung an der Grenze enthoben zu sein. Die Zollbeamten fanden nur Gebrauchssachen vor und nahmen daher anstandslos die Versiegelung des Koffers vor. Später wurde aber festgestellt, daß sich Goldstücke und Devisen im Werte von 2 Millionen Lei (50 000 RM.) im Koffer befanden. Bei den Reisenden handelt es sich um zwei aus der Tschechoslowakei kämmende Juden namens Weiß und Katz, die einer Schmugglerbande angehören. Wie inzwischen ermittelt wurde, sind von der Bande bereits für mehr als 30 Millionen Lei (750 000 RM.) Devisen verschoben worden. Weitere Verhaftungen stehen bevor. Räuberbande überfällt mexikanische Ortschaft. Im Staate Guerrero verübte eine 200 Mann starke Räuberbande einen Raubüberfall auf die Ortschaft Quiza, um die Einwohner zu terrorisieren und auszuplündern. Fünf Stunden kämpften diese gegen die Räuberbande, bis es ihnen mit Unterstützung durch Einwohner umliegender Ortschaften gelang, die Banditen in die Flucht zu schlagen. Mehrere Schwerverletzte sind als Opfer des Kampfes zu verzeichnen. Geschwister bekamen zur gleichen Stunde Zwillinge. Im Krankenhaus zu Simmern (Hunsrück) wurden zwei Frauen, die Geschwister sind, innerhalb einer Stunde von Zwillingspaaren entbunden. Beide Zwillingspaare sind Buben. 3m Schneesturm verirrte deutsche Studenten von tschechischem INititär geborgen. Bei den Schnee st ürmen im Riesengebirge geriet eine Skiläufergruppe von 105 reichsdeurschen Studenten aus Hirschberg in ernste Lebensgefahr. Die Skiläufer wurden von einem schweren Schneesturm überrascht und verloren dabei den Weg zur nahen Hampl-Baude. Die Studenten gelangten schließlich auf tschechoslowakisches Gebiet. 53 von ihnen erreichten nach langem Umherirren ein Obdach. Die anderen irrten verzweifelt in dem Schneetreiben weiter. Tschechoslowakische Soldaten eines Skikurses auf der Geiergucke fanden einen Studenten bewußtlos auf. Als dieser die Besinnung wiedererlangte, berichtete er von dem Schicksal seiner Kameraden. Sofort wurden alle verfügbaren Rettungsmannschaften alarmiert. Auch die Gendarmerie beteiligte sich an den Rettungsarbeiten. Den Bemühungen der Rettungsmannschaften ist es schließlich gelungen, alle Vermißten in Sicherheit zu bringen. Einige von ihnen mußten mit schweren Erfrierungen ins Krankenhaus gebracht werden. Drei Todesopfer eines Autounglücks. In Gera stieß ein mit drei Personen besetzter Kraftwagen mit einem Straßenbahnwagen zusammen. Der Anprall war so heftig, daß der Personenkraftwagen sofort in Brand geriet. Es gelang nur, eine Insassin aus dem brennenden Auto zu bergen und ins Krankenhaus zu bringen, wo sie kurz nach ihrer Einlieferung st a r b. Dem Fahrer und einer weiteren Insassin konnte infolge der hochschlagenden Flammen keine Hilfe zuteil werden. Beide Personen verbrannten im Wagen. Weiterbericht Mit der Annäherung der sich bei dem starken nach dem westeuropäischen Hochdruckgebiet südostwärts auf das Festland erstreckenden Ausläufer hat sich auch bei uns heiteres Wetter durchgeseßt. Die bestehende Luftbewegung bei gleichzeitiger Warmluftzufuhr aus Süd hat in der Höhe starke Erwärmung gebracht. Auch werden im Flachland die Tagestemperaturen beträchtlich über dem Gefrierpunkt liegen. Nachts ist noch mit Strahlungsfrösten zu rechnen. Aussichten für Samstag: Stellenweise neblig, sonst trocken, vielfach heiter, nachts vielerorts Frost. Winde um Ost. Aussichten für Sonntag: Im wesentlichen noch unbeständig, doch im ganzen wieder etwas kälter. . Lufttemperaturen am 17. Februar: mittags 3,3 Grad Celsius, abends 1,1 Grad: am 18. Februar: morgens —0,3 Grad. Maximum 3,3 Grad, Minimum heute nacht —1,1 Grad. — Erdtemperaturen, in 10 cm Tiefe am 17. Februar: abends 0,2 Grad; am 18. Februar: morgens 0,2 Grad. — Sonnenscheindauer 2,5 Stunden. Wintersport-Wetterbericht. Vogelsberg. Herchenhainer Höhe: Heiter, — 3 Grad, 30 cm Gesamtschneehöhe, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut. Rhön. Wasserkuppe: Heiter, —1 Grad, 50 cm Gesamtschneehöhe, Pulverschnee, Ski und Rodel, sehr gut. v Schwarzwald. Feldberg: Heiter, —5 Grad, 250 cm Gesamtschneehöhe, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut. Besonders an den Südhängen der Gebirge muß mit Verharschung der Schneedecke gerechnet werden. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. z Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. I. 38: 11 000. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K -G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. i Das Stadttheater Gießen Parkftraßell Helfen Sie bei der ungewöhnlich spannenden Jagd nach dem Verbrecher mit! 1049D S2 1 Über feine Heimat 1055D bietet sich die günstige Kauf-Gelegenheit in QUALITÄTS-MÖBELN zu bedeutend herabgesetzten Preisen Reichgeschnitzte Renaissance-Herren- u. Speisezimmer Möbel-Koos Grober 1051D 1. Stock 1058 A Preise: 1017D RM. 0.60-3.00. i RM. 0.60-8.00. PL bereit* Stadttheater sucht am 18., am 23. Februar und am 15. März den Mörder in Karten-Vorverkauf: Papierhaus Jung, Seltersweg, und Pfeiffersche Buchhandlung, Walltorstrabe Einspaltige Kleinanzeigen werden zum ermäßigten Grundpreis von 5 pf. füröicJniUimder- idle veröffentlicht 4* Schlafzimmer Speisezimmer Herrenzimmer Küchen sowie Kautsdie, Sessel, Klubgarnituren, Klubtische, Ständerlampen, Schreibtische, Ledersessel, Schränke jeder Art Flurgarderoben,Tische, Stühle, Bilder, Aufstellsachen Kriminalstück von Axel Ivers. Spielleitung: Hans Geißler. «elckswmtertM-Lottekre SOF0RTS6EC Fächer Komödie von Oscar Wilde. Preise: Waagen kihnrctet-uf MonQtr höhere privatschule Sichen Volksdeutscher Abend und Elternabend Samstag, den 19. Februar 1938, 17 Uhr, im Katholischen Bereinshaus: Lichröilder-Vortrag von Herrn Berthold Weitz lowie alle Kinderpflege mittel stets frisch aus der Fachdroherie Bornemann Gießen * Bahnhofstr.17 Kein Laden Giefeen, Marktstrahe 8 WIE SECK Gesangverein »Eintracht« Samstag, 19. Februar 1938, abends 8 Uhr 11 Minuten Für Mk.2.io, aber nur in Apotheken! best.: Umversitäts-Apoth.z.gold. Engel u. Pelikan-Apoth. io52V Deutsche SlenografeHschafi Ortsverein Giefeen 1053D „Siebenbürgen" Musikalische und turnerische Darbietungen Gönner und freunde unserer Schule, Eltern unserer Schüler, un'ere ehemal. Schüler und die Mitglieder des BDA. laden wir hierzu ein. Die Schulleitung. landw.tamereiiiWieri Bekanntmachung. In kier Generalversammlung vom 13. Dezember_1937 wurde mit der Annahme desEinhettsstatuts gleichzeitig die Herabsetzung des Geschäftsanteils von NM. 15.— auf NM. 3.— beschlossen. Die Gläubiger werden hiermit ausgefordert, sich bei der Genossenschaft zu melden. ~ . Ter Vorttand Hildebrand. Ihm. Pausch. Weller.i03,d Morgen Samstag: Großer Fastnachts-Himmel mit KappensilzuoQ imTaunus, BrandgaffeS Stimmung! 0704 Humor! GUSTAV WEH.BRENNER. Gießener Konzertverein Sonntag, den 27. Februar 1938, 17 Uhr, Universitäts-Aula / Siebentes Konzert Quartett» di Koma der Königlich Römischen Phllharm. Akademie. Streich-Quartette von Respighi, Verdi, Brahms. Eintrittskarten: 1 50, 2 25, 3 und 4 RM bei Ernst Challier u. abends an der Kasse. Studentenkarten 1 RM im Kollegiengebäude und im Studentenwerk. Kraft durch Freude Theaterring halbe Preise 1048D Am Samstag, dem 19. Februar 1938, abends 20.11 Uhr in sämtlichen Räumen des >Caf6 Leib« Maskenball Maskenball in sämtlichen Räumen der Wirtschaft Dorfeld 2 Kapellen! Eintritt pro Nase 50 Pi, Jetzt im Total-Ausverkaui 20—22.30 Uhr I 20—22.30 Uhi Erstaufführung j Ladt Parkslrabe 13 Windermeres