über 20 ^Meldet U etwa a"9ipie ttjN. ■ ^4 » to '“inten b Kr.H Erstes Biatl 188. Jahrgang Dienstag, t8. Januar 1938 trld)etm tög ltd), außer Sonntags und Feiertags Beilagen. Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monals-Vezugspreir: MU 4 ‘Beilagen RM. l 95 Ohne Illustrierte , 1 80 Zustellgebühr „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Hernsprechanschlüste unter Sammelnummer 225) Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Gieheo Postscheckkonto: Zronksurt am Dia in 11686 Sietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche Uniocrfitätsdruderet «.Lange in Sietzen. Schristleitnng und Seschästrftelle: Schulftratze 1 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Dormittags Grundpreise für i mm Höhe für Anzeigen von 22 mm Brette 7 Rpf., für Text, anzeigen von 70mm Breite 5ONpf.,Platzoorschnsl nach oorh Dereinbg 25°/0 mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, ‘Beretns», gemein» nützige Anzeigen sowie em» spaltige Gelegenheitsanzei» gen 5 Rpf., Familienanzei» gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Giften “Afüljri .J^Fur QQk ^lterKoch -t-agesbest, '^Meldung durchqe, ® Nationen Diener W :t;^ranftali 1:0). e^tümp, ~;QmPi mit Ivener h. !r mit zwei '"-muhte sich "Vgen Punkt '^en lassen. r der ausge, Olympia-Tie, stahrtslcms in jerinnen Erna ger und Lisa Zweiten Tags 8. siegte ober n vor Käthe kämpfe in lometer-Lanai i 1:06:48,2 gei ominger Korn- if) wurde. Int 'der 3. Cram- 'den) ist 2 i doch Berufs« ! ßohnmännet 's ihrer fröh- Martl Koch ieren Liedern, »enzer fanb det. chbunde veran- eisterschast , s-Schemni' gestellt. Der io i Gauleiter wer an und ein eis-; [ Schachbundes. will der W- n ersten Führer n. Der Groh- ch die deutschen leinsmeisterlchait mWanderpreis eht geborgen. -.-■rs ?*rä @5 *lo^Ln. ’M ch7umÄ^ undflug. rn am Inter« foqqar, die jetzt 7 sich auch die fun"' Flugzeuge .Hofmann, ipitän Klitsch letzte s lurückgelegt, aus eichens noch e n ;u bestreiten ift - hat ihre Fahrt SÄ» amw rg-"'pÄ @8$ l @erm«« ’ulfUrhunfl :rwerbU"b n°h 1150: MF. i3$ -Ms bas Sondervermögen des Reichs in den Rechnungsjahren 1938 bis 1941 einen jährlichen Beitrag in Höhe von 1 v. H. für die Beitragsberechnung maßgeblichen Arbeitsentgelts abzuführen. Die ' lieber- fchüsfe, die die Reichsanstalt bei dem jetzigen Beitragssatz infolge der Ueberwindung der Arbeitslosigkeit erzielt, finden also Verwendung für die endgültige Sanierung der Rentenversicherung und für den nationalsozialistischen Grundsatz der Kinderbeihilfen an kinderreiche Familien. Könnte eine bessere Lösung gefunden werden? U M >v I 25 Jahre Iieichsversi'cherungsanstalt Zieichsminister Seldte überbringt die Glückwünsche der ^eichsregierung. Kleine politische Nachrichten zugefügt hätten. London, 18. Ian. (DNB. Funkspruch.) Ueber die englisch-irischen Besprechungen, die gestern in London begonnen haben, ist nichts näheres mitgeteilt worden. Dennoch wollen die meisten Blätter wissen, daß de Dalera die Frage der Teilung Irlands angeschnitten habe, daß man aber eng- Infanterie Liebmann, ein. Am Vormittag legte General Liebmann am Grabe des Unbekannten Soldaten einen Kranz nieder. Anschließend stattete er dem Kriegsminister General K a s p r z y ck i, dem Ersten Vizekriegsminister General G l u ch o w s k i und dem Chef des polnischen Generalstabes General S t a ch i e w i c z seinen Besuch ab. Ministerpräsident Generaloberst Göring hat uns gebeten, allen, die seiner zum 45. Geburtstage so freundlich gedacht haben, seinen herzlichen Dank zu übermitteln. Ministeriums. * In Warschau traf eine Abordnung deutscher Offiziere unter Führung des Kommandeurs dec Deutschen Kriegsakademie, General der stimmung über die Haltung der Sozrald emo traten. Eine Entschließung des Abgeordneten Grazeani, der sich für eine Stimmenunter st ützung, im Parlament ausspricht, fand 6832 Stimmen,1 während der kommunistenfreundliche P i v e r t nur 1334 Stimmen erhielt. Inwieweit sich dieses Abstimmungsergebnis auf die Haltung der Parteileitung bei den weiteren Verhandlungen mit Chau- temps ausrbirken wird, bleibt abzuwarten. Der Generalsekretär der Partei, der' bisherige Staatsminister Faure, der während der nächtlichen Landestagung sein Parteiamt niedergelegt hatte, hat sich bereit erklärt, bis zur nächsten Landestagung am 27. März die Geschäfte weiter zu führen. Wo ist eine Mehrheit? stehe. Nachdem der Leiter der Fachschaftsgruppe Zum Vorsitzenden des Präsidiums des Obersten Rates der Sowjetunion wurde Kalinin, der bisher den Vorsitz des Zentraloollzugsausfchusses innegehabt hatte, wiedergewählt. Kalinin wird somit das offizielle Staatsoberhaupt Sowjet- rußlands bleiben. Beförderungen in Heer und Lustwaffe. Berlin, 17. Jan. (DNB.) Der Führer und , Reichskanzler hat mit Wirkung vom 1. Januar 1938 befördert: im Heer: zu Generalleutnanten: die Generalmajore K r a tz e r t, Artilleriekommandeur 18, Fromm, Chef des Allgemeinen Heeresamtes, Kämpfe, Kommandeur der 31. Division, von Viebahn, Kommandeur der 34. Division, Bader, Kommandeur der 2. Division, Petzel, Kommandeur der 3. Division; — zu , Generalmajoren: die Obersten von Arnim, Kommandeur des I. R. 68, A g r i c o l a , Kommandeur der Heeresdienststelle III, zugleich Landwehrkommandeur Oppeln, K ü b l e r, Kommandeur der Gebirgs-Brigade, Dr. habil. Mundt, Kommandeur des I. R. 66, S ch a a l, Kommandeur der 1. Panzerbrigade, H ö g n e r, Heeresfeldzeug- inspizient 1, Nißl, Kommandeur des I. - R. 40, Bernard, Chef des Generalstabes der Gruppe 4, Thomas, Oberst des Generalstabes, Chef des Wehrwirtschaftsstabes im Wehrmachtsamt, V l e - r o w, Chef des Generalstabes des XL Armeekorps, Weisenberger, Oberst des Generalstabes an der Wehrmachtsakademie, von Mackensen, Kommandeur der 1. Kavallerie-Brigade; — zum Generalarzt: Oberstarzt Dr. O st e r l a n d, Korpsarzt V. Der Führer und Reichskanzler hat mit Wirkung vom 1. Januar 1938 befördert: in der Luftwaffe: zu Generalmajoren: die charakterisierten Generalmajore Mohr, Danckelmann, die Obersten von Kutzleben, Schmidt, Bogatsch, Bieneck, Andrae, Sattler; den Charakter als Generalmajor erhält der Oberst Herwarth von Bittenfeld; zum Generalarzt: den Oberstarzt Dr^ H i p p k e. Einweihung der ersten NG.-Oozenten- Akademie in Kiel. Am Freitag, 21.Januar, wird die erste Aka« ' demie des NS.-Dozentenbundes an „Reichsversicherung", Verwaltungsvb-rinlp-ttor Beutler, dem Präsidenten der Anstalt die Gluck wünsche der Gefolgschaft übermittelt hatte, führte Reichsarbeitsmini st er Seldte u. a. aus. „Das Zeitgeschehen hat auch die Reichsversicherungs- anstatt schwer erschüttert. Daß sie trotzdem durch allen Zeitwandel hindurch ihre Versicherten mtt unveränderter Fürsorge betreut hat , ist .em Verdienst all der Männer und Frauen, bie für tue Angestelltenversicherung als Beamte, Angestellte oder Arbeiter tätig geworden sind. Mit Ihrem Herrn Präsidenten hoffe ich, daß es bald gelingen wird, das Dien st recht der bei den Versicherungstragern Beschäftigten in einer den Wünschen der Veteillg- ten nach Möglichkeit entsprechenden Weise zu regeln. Die Reichsversicherungsanstalt ist neben allen anderen Versicherungsträgern nun berufen, an der Weiterentwicklung unserer Reichsversicherung mit- zuarbeiten. Hierbei wird im Vordergrund stehen die Erhaltung, Pflege und Wiede r h erst e l l u n q der Gesundheit des schaffende n M en s ch e n. Die deutsche Sozialversicherung hat ihre Lebenskraft erneut erwiesen. Die Gesetzgebung der letzten vier Jahre hat ihr einen nie gekannten Auftrieb gegeben. Unter Wiederholung meines Dankes an Ihren Leiter, Herrn Präsidenten Grießmeyer, an alle Beamten, Angestellten und Mitarbeiter am großen Werke verbinde ich die aufrichtigen Wünsche der Reichsregierung für eine glückliche weitere Zukunft der Reichsoersicherungs- anstalt für Angestellte." wird Dr. Stojadinowitsch einer Aufführung der Oper „T rist a n und Isolde in der Staatsoper beiwohnen. Das Echo in Belgrad. Belgrad, 18. Jan. (DNB.) Der Empfang des . jugoslawischen Ministerpräsidenten durch den Führer wird in allen Kreisen der Bevölkerung lebhaft erörtert. Die Stimunq der Zusammenkunft kennzeichnet der Berichterstatter der „Vreme" mit den Worten: „Im großen Arbeitszimmer des Führers spürte man die neue Atmosphäre, die ohne Gift und Haß ist. Hier standen sich die Vertreter zweier gleichberechtigter Volker gegenüber. Der Führer und Dr. Stojadinowitsch trennten sich als zwei Männer, die sich lischerseits darauf hingewiesen habe, die Lösung dieses Problems liege nicht bei England, sondern bei Nord irl and. Die „Times" betont, daß die Besprechungen auf beiden Seiten freundschaftlich und freimütig geführt worden seien, daß aber in keiner der zur Debatte stehenden Fragen eine Entscheidung gefallen sei. „Daily Herald" sagt, daß spätestens morgen die britische Regierung zur I Teilungsfrage Stellung nehmen werde, davon hänge es ab, ob die ganze Konferenz von Erfolg gektont sein oder zusammenbrechen werde. „Daily Mail erklärt, gestern abend seien alle Anzeichen für einen völligen Zusammenbruch der Verhandlungen vorhanden gewesen. Nur ein Kompromiß in elfter Stunde könne sie noch retten. De Valera habe nicht das geringste Anzeichen dafür gegeben, daß er seinen Plan aus ein geeintes Irland aufgegeben I habe. Neue nationale Offensive an der Teruel-Front. Der iugollawlsche Ministerpräsident Dr. Stojadinowitlch wohnte am Sonntagabend der Festaufführung der „Fledermaus" im Deutschen Opernhaus bei. Die Aufnahme zeigt Oie Negierungskrisis in Frankreich. Chautemps unternimmt einen neuen Versuch. Auf Einladung des Reichsministers der Luftfahrt und Oberbefehlshabers der Luftwaffe wird der Unterstaatssekretär des englischen Home-Office Lloyd verschiedene deutsche Luftschutzeinri chkun gen besichttgen, u. a. die Reichsanstatt für Luftschutz in Berlin sowie die Landesgruppen- Englisch-irische Verhandlungen. | nitz^strne?öffentliche Smnmelschutzräume der Stadt Berlin sowie die Schutzräume des Reichsluftfahrt- Aoch keine Entscheidung der Sozialdemokraten. In der Sitzung des Landesrates der Sozialdemokratischen Partei hat Leon Blum den Versuch einer Volksfront-Regierung unter radikalsozialer Führung und mit lediglich sozialdemokratischer, nichtkommunistischer Beteiligung als „zwar gefährlich, aber möglich" bezeichnet, während eine Reihe Redner aus dem Lande zunächst für die Bildung einer Regierung d e s getreuen Abbildes der Volksfront eintraten. Mit drei Entschließungen wurde die Sitzung geschlossen. 4035 Stimmen wurden für eine Entschließung abgegeben, deren Verfasser Leon Blum ist, sie ermächtigt die sozialdemokratischen Abgeordneten zu einer Teilnahme an einer Regierung, „bie sich auf eine auf dem Programm der Volksfront aufgebaute Mehrheit, die auch bie Volksfront-Disziplin einhält, stützt". 2695 Stimmen wurden für eine Entschließung des Bezirksvertreters Zyromski, der zu den Scharf- machern der Partei gehört, und 1496 Stimmen für eine Entschließung des auf dem äußersten linken Flügel stehenden Delegierten Marceau Pivert abgegeben. Dienstag morgen kam es auf der Sitzung des Derwaltungsausschuffes der sozialdemokratischen Partei, der im Anschluß an die nächtliche Landestagung einberufen war, zu Mec er.neu.Un Ab° Paris, 17. Jan. (DNB.) L6on Blum hatte J am Montagvormittag noch einmal eine längere Besprechung mit den kommunistischen Parteihäupt- I lingen Thorez und Duclos. Kurz darauf begab er sich zum Präsidenten der Republik, um ihm den Auftrag zur Neubildung eines Kabinetts zurückzugeben. Er erklärte den Journalisten: „Ich habe versucht, eine Kombinatton zu verwirklichen, die ich selbst als verwegen bezeichnet habe. Sie ist nicht geglückt. Ich habe darauf versucht, eine Kombinatton mit Beteiligung der Kommunisten zu verwirklichen. Der Widerstand der Radikalsozialen Partei aber gegenüber einer kommunistischen Beteiligung an der Regierung hat mir dies unmöglich gemacht." Camille Chautemps hat darauf erneut den Auftrag zur Regierungsbildung übernommen., Es wird angenommen, daß Chautemps in der Kammer eine Mehrheit sucht, die sich aus den Volks- frontparteien ohne Kommunisten zusammensetzt. Dabei dürfte an die 156 Sozialdemokraten, die 111 Radikalsozialen, die 26 Abgeordneten der Sozialistisch-Republikanischen Union und die 24 Abgeordneten der Unabhängigen Linken gedacht sein. Eine Unterstützung durch diese vier Gruppen würde der Regierung eine, wenn auch nur schwache Kammermehrheit bringen. Die Opposition wäre in zwei Lager gespalten. Der Verwaltungsausschuß der demokratischen Allianz hat unter Vorsitz Flandins eine Unterstützung der künftigen Regierung von folgenden Bedingungen abhängig gemacht: Völlige Beibehaltung der Währungs- und Devisenfreiheit, Wiederherstellung des inneren Friedens durch soziale Gerechttgkeit, keine neuen Vorschriften" über Einstellung oder Entlassung von Arbeitern, wenn sie die Autorität des Betriebsführers in Frage stellen, Fortsetzung der französischen Nichteinmischunaspolittk, keinerlei Erweiterung der Militärbündnisse Frankreichs. Schließlich spricht sich bie Partei grundsätzlich gegen jede Beteiligung an einer Regierung aus, wenn auch Kommuni st en teilnehmen. Chautemps hat nach mehreren Besprechungen mit Politikern in der Nacht zum Dienstag angekündigt, daß er nun den Beschluß des sozialdemokratischen Landesrates am Dienstag früh abwarten und nach Kenntnisnahme der Sachlage feine Verhandlungen fortsetzen werde. der Universität KieL durch den Reichs- dozentenführer, ^-Brigadeführer Ministerialdirektor Professor Dr. Schultze, eingeweiht. Der Präsident der Akademie, Gaudozentenbundesführer Professor Dr. L o e h r , erläutert „Wesen und Sinn der Kieler Dozentenbundesakademie". Der Reichsdozenten- führer hält einen Vortrag über „Grundfragen der deutschen Universität und Wissenschaft". Auf der ersten Arbeitssitzung werden der Professor Wein- Handl über „Geist und Intellekt, Wissenschaft und Wirklichkeit" und Professor Larenz über die „Idee einer wesenhaft deutschen Philosophie bet Johann Gottlieb Fichte" sprechen. Abends gibt bann der Reichsdozentensührer einen Empfang. Die Gründung von Dozentenakademien stellt einen wichtigen Punkt in der Umgestaltung der Universitäten zu nationalsozialistischen Hochschulen dar. Sie werden die aktivistischen Elemente an den Hochschulen umfassen und über die Grenzpfäbk einer engen Fachlichkeit hinweg die gemeinsame Grundlage aller wissenschaftlichen Arbeit, die natto- nalsozialistische Weltanschauung, pflegen. Gastspiele des Staatstheaters Berlin in der Provinz. Am 24.Januar findet in Elbing (Ostpreußen) ein Gastspiel des Preußischen Staatsschau- s p i e l s Berlin statt. Zur Ausführung gelangt Lessinas „Emilia Galotti " in der Inszenierung oes Generalintendanten Gründgens. In den Hauptrollen wirken Käthe Dorsch, Marianne Happe, Hermine Körner, Günther Hadank, Friedrich Kayßler, Wolfgang Liebeneiner und Gerhard Minetti mit. Alle mitwirkenden Künstler haben sich ehrenhalber zur Verfügung gestellt, um ihrer Dankbarkeit für die unvergleichliche Pflege des deutschen Theaterwesens im Dritten Reich Ausdruck zu verleihen. In der Folge werben sich auch Kräfte anberer führenber Berliner.Bühnen ebenfalls bem Reichsminister für Volksaufklärung unb Propa- ganba, Dr. Goebbels, für solche Gastspiele zur Verfügung stellen. Mit diesem Einsatz wird den Theaterbesuchern der entfernteren Gaue Gelegenheit gegeben, die hervorragendsten schauspielerischen Kräfte Deutschlands, die sie bisher nur in Einzel- gastspielen ober burch den Film und Funk kennen- gelernt haben, auf ihrer örtlichen Bühne zu erlebe*- Sevilla, 18. Ian. (DNB.) Wie General Queipo de Llano mitteilte, haben die nationalen Truppen nördlich von Teruel die Front der Bolschewisten durchbrochen und bei C e l a d a s wichtige Stellungen besetzt. Sie sind bis zur Straße Teruel—Montalban vorgedrungen. Die Nationalen machten 700 Gefangene und schnitten im Norden von Teruel- mehreren bolschewistischen Abteilungen den Rückzug ab. Die seit Beginn der Schlacht von Teruel heiß umstrittene Muleton- Stellung ist von den Nationalen eingenommen Iworden. Sie sind bereits mehrere Kilometer über die vor der Teruel-Schlacht bestehende Frontlmie hinaus vorgedrungen. Im Luftkampf wurden fünf bolschewistische Flugzeuge abgeschossen. Die Frontberichterstatter des nationalen Hauptquartiers melden ergänzend, daß der zweite Teil der nationalen Offensive bei Teruel nach starker Artillerie - Vorbereitung auf 10 K i l 0 m e t e r breiter Front begonnen habe. Verbände .Mr di- Beurteilung der OTÖglWteiten einer Ke-1^,,5*3a gterungeneubiibung m Frankreich ift bie siegenwar. U^A^g^n Linien unaufhörlich mit Bom- ttge Z«sammensetzung berfranzosischenI Die feindlichen Befestigungen seien Kammer um so interessanter, als infolge der all- L n r* e m a" j i * zusammenges ch o ff e n wor- gemeinen Ratlosigkeit auch mtt bem ©cbanfert mmBolschewisten leisteten nur kurze Zeit Wi- Neuwahlen gespielt wird. Von links nach rec^. zogen sich dann, besonders am sud- sitzen in der französischen Kammer: 72 Kommuni-1 der Änqrifssfrortt, zurück. Die Muleton- ften, 154 Sozialdemokraten, 53 repub ttkamsche So- l«yen- T Kilome er südlich von Celadas, die zialisten, 111 Radikal-Sozialisten Diese Gruppen ^ ""n ttm stärksten befestigten Bergstellungen der bilden zusammen die sogenannte Volksfront, ^„chewisten gehörte, wurde von drei nationalen wobei bisher die Kommunisten nur die Regierung I ^ofonnen -m. gleicher Zeit angegriffen. Unter den unterstützten, aber in ihr selbst nicht vertreten warem Ko onnen^ zu anq In der Mitte sitzen: 36 unabhängige Radikale mttI m Ausländer handelt, sollen sich auch viele Reynaud als Führer, 41 Abgeordnete der denwkra- ^i A ^^^^ befinden. General Yague er- tischen Alliance mit Flandm an der Spitze unb 27 I nationalen Truppen seien jetzt an der Katholiken, die sich Volksdemokraten nennen Auf ber RjuC'(s$ront im Besitz aller die bolschewistischen eigentlichen Rechten folgen dann: 33 unabhängige ^herrschenden Höheuziige. Republikaner, 57 republikanische Unionisten, 8 Ab-1 , geordnete von der Sozialpartei des Obersten be la Fürst Ernst Hohenberg Rocque unb 18 konservative „Wilbe . Die alten ., „ , . Ä t Parteien ber Volksfront haben etwa 390 Stimmen zerschlägtemHoheltsZelcheN 0es^er Lust- die charak- [elmann, die itsch, Bieneck, Zeneralmajor 1 Bitten- lerstarzt Dr. Oozenien- erste Aka- lindes an e den Reichs- sterialdirektok )er Präsident rer Professor rinn der Kie- »ichsdozenten- nbfragen der ft". Auf der ssor Wein' ssenscha" und ,, über die ulofopstse der nds tzidt bann mpW üt einen w n) . iinioersitaten bar. Sie »«■ an den e Grenzpfa^ e gememfarne beit, die nflh0 feil- erd Serlm , /Ostpreußen) 9sttzlchaU' der 'sG' \ Fried' »Kr ■a T,ar®(P stpie"L d-n nf«S S°o. ^sch-» W>U"K gial'1 nur J ( „ne"1 ,5 Bezeichnung von einzelnen Teilen verkleinerter Münzen. — Dagegen ist das S ch e r f l e i n, mit dem Luther die Gabe der Witwe bezeichnet, eine echte Münze. Der Scherf wurde in Erfurt seit 1486 als kleinste Münze geprägt. Bei dem örtlich begrenzten Geltungsbereich des Geldstückes war es erklärlich, daß dieses Wort von den oberdeutschen Lesern der Lutherbibel nicht verstanden wurde. Der Name der Münze läßt sich bis ins 12. Jahrhundert zurückverfolgen. Er geht von der Rheinmündung aus und gehört zu einem Zeitwort, das „Einschnitte machen" bedeutet. Er scheint also ursprünglich die germanische Bezeichnung für römische Münzen mit gekerbten Rande gewesen zu sein. Endlich sei noch auf die Bedeutung von R a p - p e n hingewiesen, einer Münzbezeichnung, die heute noch in der Schweiz im Gebrauch ist. Mit „berappen" hat dieses Wort allerdings, nichts zu tun. Rappe, das heißt „Rabe" (die Bezeichnung für das schwarze Pferd ist einp Nebenform von Rabe, vgl. Knappe — Knabe) nannte man scherzhaft eine mit einem Adler geschmückte, aber offenbar schlecht geprägte Silbermünze, die zuerst im Elsaß geschlagen wurde. Dieser später nicht mehr silberne, sondern kupferne Pfennig bildete die Grundlage für die Währung des „Rappenmünzbundes", dem im 15. und 16. Jahrhundert Freiburg im Breisgau, Colmar, Basel und andere Städte angehörten. Auf diesem Wege ist das Scherzwort bis in die Gegenwart als amtliche Bezeichnung einer Münze am Leben geblieben. Eine überraschend genaue Entsprechung hat dieser Vorgang, der sich im Südwesten des deutschen Sprachgebietes abspielte, im Osten Deutschlands. Auch hier wurde der Adler eines wohl nicht klar geprägten polnischen Dreigroschenstücks, das 1528 in Umlauf kam, spötisch zwar nicht Rabe, aber Wiedehopf (polnisch = audek, Mehrzahl = dukki) genannt. Seit dem Ende des 16. Jahrhunderts wurden in Ostdeutschland die polnischen Groschen allgemein als „düttke" bezeichnet, und noch heute nennt der Ostpreuße das Zehnpfennigstück D i t t ch e n ! Hochschulnachrichten. Der Licentiat Martin Gerhardt wurde zum Ordinarius für Kirchengeschichte an der Universität Göttingen ernannt. Holland in gespannter Erwartung. Der auf dem Tiger. Mit der Verkündung des japanischen Manifestes, das den Abbruch der diplomatischen Beziehungen zur chinesischen Zentralregierung an- zeigt, hat ein neuer Abschnitt des Ostasienkrieges begonnen. Konnte man bis dahin noch hoffen, daß auf beiden Seiten der Friedenswunsch über die Automatik der einmal entfesselten Kriegsmaschine siegen würde, so muh diese Hoffnung nunmehr begraben werden. An welch entscheidendem Wendepunkt der Ferne Osten in diesen Tagen stand, vermag man aus der Tatsache au erkennen, daß die Regierung in Tokio fast eine Woche lang zögerte, bis sie das Ergebnis der Kaiser-Konferenz dem eigenen Bolke und der Weltöffentlichkeit mitteilte. In dieser selben Zeit nämlich wurde die letzte große Anstrengung unternommen, um durch Verhandlungen die Basis eines neuen Friedenszustandes zu finden. Und in der Tat waren die Aussichten auf einen Erfolg dieser Vermittlungsbemühungen in feinem Augenblick seit Beginn des Krieges so groß wie in ber vergangenen Woche. Woran die Verhandlungen dann in letzter Minute dennoch gescheitert sind, das läßt sich zwar im einzelnen aus der europäischen gerne nicht beurteilen, aber aus der ganzen militärischen und politischen Situation der beiden Kriegsgegner kann man unschwer erkennen, daß die Japaner auf Grund der Waffenerfolge im Laufe der Zeit ihre Forderungen immer mehr verschärften, während auf der anderen Seite trotz der wachsenden Einsicht in die eigene militärische Unterlegen» heit der Einfluß der radikalen Elemente zu groß war, um dem japanischen Führungsanspruch nachzugeben. Es wäre müßig, hier von Schuld zu sprechen. Beide Völker folgen dem Gesetz, das ihnen die Lebensnot vorschreibt. Daß diese beiden Völker rassisch so eng verwandt sind und nach dem allgemeinen Gefühl auf der gleichen politischen Straße marschieren müßten, darin liegt die große Tragik dieses Kampfes bis zum bitteren Ende. Hinzu kommt die Unwahrscheinlichkeit, daß es einem von beiden Gegnern sehr schnell gelingen wird, einen vollständigen Sieg zu erkämpfen. So, wie die Dinge aber heute stehen, ist auch nicht damit zu rechnen, daß selbst bei ausgeglichener ,, Kriegslage die Gelegenheit zum Friedensschluß bald wiederkehrt. Die chinesische Regierung vertraut auf die unendliche Weite des inneren Landes ebenso sehr auf die fast unbegrenzte Leidensfähigkeit der chinesischen Bevölkerung, auf fremde Waffenhilfe ebenso wie auf die schwindende Wirtschaftskraft des Feindes. Die japanische Regierung dagegen glaubt mit Recht an die Ueberlegenheit ihres Heeres und seiner Rüstung sowie an den nationalen Impuls des tapferen Jnselvolkes. Es ist unmöglich vorauszusagen, wer in diesem Ringen mit so ungleichen und verschiedenartigen Mitteln schließlich , die Oberhand behält. In jedem Falle aber wird der ongerichtete Schade, die Zerstörung von materiellen und kulturellen Werten so unermeßlich sein, daß ein 1 jahrzehntelanger Wiederaufbau nötig sein wird, um auch nur den Vorkriegsstand wieder zu erreichen. Denn wenn Rest-China, ba's seinen Kurs nicht ändern will, sich dem Mute der Verzweiflung hingibt, dann taucht in der Ferne b i e Gefahr des bolschewistischen Chaos auf, dann nützt es nichts mehr, „das Gesicht zu wahren". So geht ganz Dftaften in eine dunkel verhangene Zukunft hinein, und auf dem einmal beschrittenen Weg gibt es keine Umkehr. Das alte japanische Wort vom Ritt auf dem Tiger, von dem man nicht abfteigen kann, bewahrheitet sich jetzt aufs neue. H. Evers. Kunst und Wissenschaft. Empfang für den Schweizer Dichter Alfred Huggenberger in Berlin. Zu Ehren des schweizerischen Dichters Alfred H u g g e n b e r g e r , der sich zur Zeit auf einer Vortragsreise durch Deutschland befindet, fand in der Kameradschaft der Deutschen Künstler in Berlin ein Empfang statt, zu dem u. a. der schweizerische Gesandte in Berlin, Exz. Dr. Paul Dini- ch e r t, der Leiter der kulturpolitischen Abteilung des Auswärtigen Amtes, Gesandter Stieve, und der Präsident der Reichsschrifttumskammer, Staatsrat Hanns I o h st, erschienen waren. In einer Ansprache hieß der Leiter der Abteilung Schrifttum im Reichsministerium für Dolksaufk'lärung und Propaganda, Hauptamtsleiter H e d. e r i ch , den Dichter willkommen und übermittelte ihm die Grüße des Reichsministers Dr. Goebbels. Hauptamtsleiter Hederich brachte zum Ausdruck, daß Hug- Steenderen allen voran! Von unserem Str.-Äerichterstatier. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Amsterdam, 16. Januar 1938. In ganz Holland hat die Spannung im Zusammenhang mit dem bevorstehenden freudigen Ereignis in der prinzlichen Familie ihren Höhepunkt erreicht. In den Hotels im schönen S o e st d i j k drängen sich die Berichterstatter nun schon seit bald zwei Wochen. Besonders zahlreich sind die englischen Zeitungen vertreten, und da angelsächsische Redaktionen höchst ungern umsonst teure Aufenthaltskosten bezahlen, ist an die Pressevertreter Albions der gemessene Befehl ergangen, mindestens zweimal täglich mit einer „Juliana- story“ aufzuwarten. Da es in den letzten Tagen fast dauernd regnete, wie es nur in Holland regnen kann, hatten die bedauernswerten englischen Berichterstatter wirklich nichts zu vermelden. Die hohen Gitterpfvrten des Palastes werden durch schweigsame holländische Reichsfeldwächter bewacht, und selbst das aufmerksamste Auge eines englischen Reporters ist nicht in der Lage, auch nur einen Schatten von dem zu erblicken, was im Schloß vor sich geht. Da nun die „stories“ zweimal täglich geliefert werden ^müssen,-muß nach altbewährten Mitteln die Phantasie das Fehlende ersetzen. Der Erfolg ist, daß zum Teil sehr geschmacklose, gelinde gesagt unwahre Meldungen dauernd aus dem Presiehotel in Soestdijk über den Kanal telephoniert werden, was seinerseits der holländischen Presse immer wieder Veranlassung gibt, derartige Falschmeldungen zurechtzustellen und dazu beiträgt, der holländischen Öffentlichkeit ein richtiges Bild von der Vertrauenswürdigkeit eines gewissen, auch bei uns in Deutschland unrühmlich bekannten Teils der englischen Presse zu vermitteln. Daß diese allgemeine Erregung auch in ber Provinz Wellen schlägt, geht aus folgender amüsanten Begebenheit hervor, über die die holländischen Blätter dieser Tage berichteten. Lebt da im Dörfchen Steenderen in der Nähe von Win- terswijk an der deutschen Grenze ein behäbiger holländischer Bauer, der im Nebenberuf Korre- genberger in seinen Werken die Werte des Bauerntums und des Bodens als einer Quelle nie versiegender Volkskraft zu bleibender Gestaltung gebracht habe. Die deutsche Sprache fei auch im Werke Hug- genbergers das Band, durchs das der Dichter mit seiner großen Lesergemeinde und dem deutschen Volk verknüpft fei. Im Anschluß an den Vortragsabend in Berlin wird Alfred Huggenberger in allen deutschen Gauen — am 27. Januar in Gießen — aus seinen Werken lesen. Aus aller Wett. \ - DieMutter des Reichskriegsministers f Berlin, 18. Jan. (DNB. Funkspruch.) Die Mutter des Reichskriegsministers Frau Emma von Blomberg, die am 18. Dezember ihren 9 0. Geburtstag feierte, ist am 17. Januar nach kurzem Leiden in Eberswalde gestorben. Beginn der Jubiläumsfeier in Australien. Sidney, 18. Jan. (DNB. Funkspruch.) Das Jubiläum der Gründung Australiens vor 150 Jahren wurde am Dienstag mit einer Feier in Cur - n e l l (Botany Bay) eingeleitet, wo am 18. Januar 1788 eine Flotte unter Kapitän Phillip zum ersten Male anlief. Der Erinnerungsfeier wohnten die Mitglieder des Staatskabinetts, die Spitzen der Zioilbehörden, des Heeres und der Marine sowie das Diplomatische Korps bei. Nach verschiedenen Ansprachen wurde die damals von der Königin ge- ftiftete Flagge vom Gouverneur am Mast gehißt. Todesopfer des Hochwassers. In Groß-Seifen bei Marienberg (Westerwald) forderte die Hochwasser führende Große Nister ein Todesopfer. Sechs Kinder vertrieben sich an den hochgehenden Fluten die Zeit. Als sie sich auf einen Steg wagten, brach dieser und drei Kinder fielen ins Wasser. Zwei von ihnen konnten sich spondent eines Provinzblättchens ist. Diese Pressetätigkeit bringt es mit sich, daß er unter seinen Dorfgenossen große Achtung und den Ruf eines Mannes genießt, der das Gras wachsen hört. Vor einigen Tagen brachte der brave Landbriefträger ihm einen großen geheimnisvollen Briefumschlag ins Haus. Gleichzeitig erschienen wohl 20 neugierige Nachbarn in feiner Stube, um zu erfahren, was der gewichtige Brief wohl bergen könnte. Mit zitternden Händen öffnete der schreibgewandte Mann den Umschlag, aber schon hatte seine bessere Hälfte sich des Inhaltes bemächtigt und war zur Tür hinausgerannt. Denn was sie da in der Hand hielt war ein Blatt Papier, auf dem schwarz auf weiß zu lesen stand:' „Bulletin! Heute hat auf Schloß Soestdijk Prinzessin Juliana einem Prinzen das Leben geschenkt!" Begleitet von der Rotte der Neugierigen lief die gute Frau die lange Dorfstraße hinunter und rief immer wieder jubelnd: „Sin Prinz, ein Prinz!" Es braucht feiner Erwähnung, daß bald das ganze Dorf auf den Beinen war. Jubelnd und tanzend zog die Menge zum Marktplatz, wo sie auf den Rest der Dorfgenossen stteß, die durch den Mann, der die Dorfstraße in der anderen Richtung entlanggelaufen war, von dem angeblich frohen Ereignis in Kenntnis gefetzt worden waren. Merkwürdig war nur, daß, während die Frau mit ihrem Anhang „Ein Prinz, ein Prinz!" jubelten, die vom Mann geführte Gegenpartei eine neugeborene Prinzessin hochleben ließen. Diese Meinungsverschiedenheit hätte beinahe zu einer ernstlichen Entzweiung innerhalb der sonst so einmütigen Gemeinschaft der Einwohner Steen- derens geführt. Bis sich schließlich der Korrespondent veranlaßt sah, den Inhalt des vielsagenden Briefumschlages genauer zu prüfen. Zu seinem stummen Entsetzen fand er am Baden des Umschlages folgenden Zettel: „Streng vertraulich! Es gehen Ihnen vorsorglich zwei Extrablätter zu über die Geburt eines Prinzen bzw. einer Prinzessin. Sobald das freudige Ereignis stattgefunden hat, werden Sie über das Geschlecht des Kindes telephonisch in Kenntnis gesetzt. Darauf haben Sie schnellstens die in Frage kommenden Extrablätter zu verteilen...!" So nahm die vorzeittge Freude in Steenderen ein schnelles Ende. an dem Balkenwerk des Steges feschalten und in Sicherheit bringen. Der 14jährige Sohn der Familie Petersen aus Groß-Seifen dagegen trieb ab und ertrank. Seine Leiche wurde später am Ufer der Nister an einem Strauch hängend gefunden. Zwei englische Dampfer mit 22 Mann Besatzung im Sturm umgekommen. In den hefttgen Stürmen vor der Küste von Südwales sind in den letzten Tagen zwei Schiffe untergegangen, deren Besatzung ertrunken ist. Die Mannschaften des Glasgower Küsten- dampfers „Lochshire" und die Mannschaften des in Swansea beheimateten Dampfers „Glanrhyd", zusammen 22 Mann, haben den Seemannstod gefunden. Weidenanbau an den Reichsautobahnen. Der Generalinspektor für das Deutsche Strahen- wesen hat einen vermehrten Anbau von Weiden an den Reichsautobahnen angeordnet. Damit wird den Wünschen des Korbmacherhandwerks weitgehend Rechnung getragen, das schon verschiedentlich wegen des zu geringen Weidenanbaues vorstellig geworden war. Siebenfacher Raubmörder in Polen festgenommen. Gegen^ Ende 1937 verübten zwei gefährliche Schwerverbrecher in Ostoberschlesien und in den Wojewodschaften Warschau, Krakau und Kielce Zahlreiche R a u b ü b e r f ä l l e , bei denen mehrere Personen getötet und verletzt wurden. Es handelt sich um die Raubmörder K a s z e w s i a k und M a - ruszewski, die sich immer wieder der Polizei entziehen konnten. Während nun im Dezember Kaszewsiak bei einem Feuergefecht mit der Polizei, bei dem auch ein Kutscher einer Bauernfuhre getötet wurde, verletzt wurde und wenige Tage darauf im Krankenhaus starb, konnte Maruszewski entkommen. Nun ist auch er in die Hände der Polizei gefallen. Der Raubmörder nahm an einem Tanzvergnügen in Biala bei Bielitz teil. Er bekam jedoch Streit mit mehreren jungen Leuten, und es kam zu einer Schlägerei. Als ein Polizeibeamter einschritt, zog Maruszewski die Schußwaffe und verletzte den Beamten mit einem Schuß. Ek wurde daraufhin von mehreren Männern überwältigt und der Polizei übergeben, die nunmehr beit Räuber erkannte. Mit der Unschädlichmachung dieses Verbrechers, der sieden Menschenleben auf dem Gewissen hat, ist Polen von seinem gefürchtetsten Banditen befreit. Blutige Streikunruhen in Mexiko. Monatelang sortgesetzte Streitigkeiten unter den Gewerkschaftsbonzen der verschiedensten marxistischen Richtungen haben dazu geführt, daß im mexikanischen Staate Veracruz ber G e n e r a l st r e i k ausgerufen wurde. In Orizaba kam es zu blutigen Zusammenstößen, die bisher fünf Tote und 15 Verletzte forderten. Polizei und Bundestruppen versuchten die Ordnung wiederherzustellen. Es gelang ihnen schließlich, wenigstens eine regelrechte Schlacht zwischen den sich befehdenden ^Gewerk- schaftsgruppen zu verhindern. Die zahlreichen Einzelzusammenstöße ließen sich dagegen nicht unterbinden. Haupturheber der Ausschreitungen sind die Anhänger einer extrem-radikalen Gewerkschaft, die die Schließung sämtlicher Geschäfte in Orizaba gewaltsam durchsetzen wollten. Auch in Jalapa, ber Hauptstadt des Staates Veracruz, kam es zu Zusammenstößen. Nach den bisher vorliegenden Nachrichten wurde hier eine Person getötet. Großer Erdrutsch bei Pisa. Bei Pontedera in der Nähe von Pisa ging ein großer Erdrutsch nieder, durch den schätzungsweise mehr als 4000 Kubikmeter Erdreich in Bewegung geraten sind. Die Gesteinsmassen verschütteten drei Häuser, die infolge ber Wucht ber anbrän- genben Steinlawine einstürzten. Personen kamen babej jeboch nicht zu Schaden. Die übrigen Wohnhäuser des bedrohten Gebietes wurden daraufhin sofort geräumt, so daß auch, als bei einem späteren weiteren 'Vordringen ber Gesteinsmassen > noch zwei Häuser vernichtet wurden, keine Todesopfer zu beklagen waren. Die Sachschäden sind sehr erheblich, die Telephon- und Telegraphenleitungen in dem betroffenen Gebiet wurden zerstört. Auto vom Zuge erfaßt: drei Todesopfer. In ber Nähe von Thom ereignete sich ein folgenschwerer Autounsall. Als ein von Graudenz kommender beschleunigter Personenzug den Bahnübergang bei der Försterei Lissoncktz passierte, kam im gleichen Augenblick ein Personenauto, bas von ber Lokomotive erfaßt und mehrere hundert Meter weit mitgeschleift wurde. Der Kraftwagen wurde vollständig zertrümmert. An der Unfallstelle fand man die Leichen dreier Personen, während eine vierte Person wie durch ein Wunder nur leicht verletzt wurde. Wetterbericht. Ueber dem Östlichen Atlantik bildet sich ein neues kräftiges Tief aus, das auf feinem Weg nach Osten unsere Witterung beeinflussen wird. Da die Störung aber auf einem nördlicheren Pol wandert als die Tiefdruckgebiete, die zunächst unsere Witterung bestimmen, sind nur leichte Regenfälle zu erwarten. Aussichten für Mittwoch: Wolkig bis bedeckt, leichte Regenfälle, Tagestemperaturen bei + 5 Grad, Winde um West, weiterhin mild und unbeständig. Lufttemperaturen am 17. Januar: mittags 10,7 Grad Celsius, abends 3,9 Grad; am 18. Januar: morgens 2,3 Grad. Maximum 10,8 Grad, Minimum 2,0 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 17. Januar: abends 4,2 Grad; am 18. Januar: morgens 12,5 Grad. — Niederschläge 4,3 mm. Winlerspor-Wetlerbericht. Schwarzwald, Feldberg: Bewölkt, Temperatur — 5 Grad, Gesamtschneehöhe 70 Zentimeter, Neuschnee 2 Zentimeter, Pulverschnee, Ski und Rodel gut. Es sind zunächst keine neuen Schneefälle zu erwarten. Die Temperaturen steigen tagsüber über 0 Grad an. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. XII. 37: 11 000. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs- preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. Was sagen unsere Mnznamen? Don Professor Dr. Erich Ienisch. Unsere Muttersprache hegt eine Anzahl von Redewendungen, deren eigentlicher Sinn heute nicht mehr erkennbar ist. Nicht einen „Deut" besser scheint uns der eine als der andere zu sein, zum guten Zweck wollen auch wir unser „Scherflein" beitragen, ein schöner Wagen kostet einen ganzen „Batzen" ... Wir gebrauchen solche Wendungen, ohne ihrer Bedeutung bis auf den Grund zu schauen. „Deut", „Batzen" und „Scherflein" sind alte Münznamen, wie „Groschen" und „Gulden", aber selbst „Groschen" ist uns nicht mehr durchsichtig, bei „Gulden" wird die Zugehörigkeit zu „Gold" noch gespürt. Erst von der Geschichte der deutschen Kultur und Sprache her erhalten jene verblaßten Wörter ihren vollen Ausdrucksgehalt zurück, dann erst sprechen sie wieder aus lebendiger Situation heraus unb erzählen, wie Versteinerungen, bie ber Geologe findet, manches aus vergangenen Zeiten. Wir bezahlen mit „Mark" und „Pfennigen". Mark hängt mit Marke -- Zeichen zusammen und bedeutet ursprünglich einen Metallbarren von bestimmtem Gewicht, der mit einer behördlichen Marke, die seine rechte Schwere bezeugte, versehen war. Dann wird ein Geldstück daraus, das dieses Gewicht befaß unb später allmählich kleiner unb leichter wird. Denn ursprünglich ist eine Mark ein halbes Pfund Silber! Klarer ist bie alte Beziehung der Münze auf das Pfundgewicht in der englischen „Pfund"-Währung sichtbar. Nach der Münzordnung Karls des Großen wurden aus einem Pfund reinen Silbers 240 Denare ober „Pfennige" geprägt, von benen 12 Stück einen Solidus ober „Scyilling" bildeten. Heute noch hat das englische Pfund Sterling 20 Schilling zu 12 Pence. Im Denar haben übrigens die heute noch üblichen Abkürzungen für Pfennig (4) und für Penny (d) ihren Ursprung. „ . Der Pfennig war also ursprünglich eine Silbermünze, Jahrhunderte lang fast die einzige geprägte Silbermünze Europas. Don unseren Munden unterschieden sich diese alten Silberpfennige beträchtlich. Im 12. Jahrhundert waren sie aus bun» nem Silberblech mit nur einem Stempel geprägt, so daß bas Bild auf der Hauptseite erhaben, auf der Kehrseite vertieft erschien. Diese Brakteaten (von „bractea“ => dünnes Bleck) verbreiteten sich rasch, bis sie in der Mitte des 14. Jahrhunderts durch die Groschen verdrängt wurden. Das Wort Pfennig selbst, dessen Ableitung unsicher ist, hängt, wenn nicht mit „Pfand", möglicherweise mit „Pfanne" zusammen und würde dann die Erinnerung an die Pfannenform der alten Brakteaten, die als „Hohlpfennige" bis ins 17. Jahnhundert vereinzelt im Gebrauch waren, bewahren. Das Anwachsen des Handels und damit die zunehmende Bedeutung des Geldes verlangte eine Münze von handlicher, größerer und festerer Form als diese dünnen Silberblechmünzen. Schon bald nach der Mitte des 13. Jahrhunderts ließ Ludwig XI. von Frankreich in Tours einen dicken Pfennig, den „denarius grossus“ (lat. grossus = dick) schlagen. Mit der Münze verbreitete sich die Bezeichnung dafür nach Italien („grosso“), Niederdeutschland („grot") und auch nach Böhmen, wo „grot" lautgesetzlich sich in „grotsch" verwandelte. Die böhmischen Kanzleien des 14. Jahrhunderts bezeichnen die Münze als „Grvsch", und, weil das böhmische Geldstück vorbildlich für das deutsche wurde, ist „G r o s ch e n" bald ein gemeindeutsches Wort. Von den Silbermünzen zu den Zechmen, Dukaten und Gulden, den Goldmünzen. Wieder führen uns diese Namen zurück ins Mittelalter, in die Kreuz zugszeit, als Venedig durch den Handel mit dem Orient aufblühte. Das arabische Wort für Münze heißt „sikka“ und für die Münzstätte „dar as-sikka“. Hiernach wurde die Münzstätte in Venedig, verkürzt, „la zecca“ genannt unb bie Münzen, die sie Herausgaben, hießen Z e ch i n e n. Die Münze, bie die Belehnung bes Dogen durch den hl. Markus zeigte, trug die Umschrift „Sit tibi, Chnste, datus quem tu regis iste ducatus“ (Führe du, Christus, die Herrschaft über dies Herzogtum). Aus ihr leitet sich der Name Dukaten für die Goldmünze her, die Jahrhunderte lang eine weit verbreitete Handelsmünze im Mittelmeergebiet war unb ber in Florenz gerprägten Goldmünze an Wert gleich- ftanb. Diese Münze trug als Schmuck bte ßthe des Florentiner Staatwappens unb wurde dieser Blume (lat. flos) wegen florinus genannt, von dort kam sie nach Deutschlanb unb würbe hier nach ihrem Metall Gulden genannt. Die Bezeichnung Florin hat sich bis ins 19. Jahrhundert in der Abkürzung „fl.“ für den Gulden, erhalten. Von auffälligen Merkmalen der Prägung leitet sich auch ein anderer Münzname her, nämlich unser Kreuzer, der nach dem liegenden Kreuz so heißt, das einem im 13. Jahrhundert in Verona und Meran geschlagenen Silberpfennig ausgeprägt war. In mehreren Münzbezeichnungen verstecken sich Ortsnamen. Der Heller war ursprünglich ein Pfennig, der seit 1208 in Schwäbisch-Hall ausge- geben wurde unb deshalb Haller pfenning hieß. Aus diesem Haller ist dann der „Heller" geworben, und als die Münze nicht mehr in Silber, sondern in Kupfer geprägt wurde, also an Gehalt verlor, wollte man für wertloses Zeug nickt einmal einen solchen „roten Heller" zahlen. — Auch unser Ta- I e r deutet auf einen Ortsnamen, nämlich auf Johannistal im böhmischen Erzgebirge, zurück. Hier wurde 1516 ein Bergwerk eröffnet, aus dessen Silber man bald als Gegenstück zum Dukaten ober Gulben, ber von nun an „Goldgulden" hieß, Münzen prägte, die anfangs „Johannistaler" und bald „Taler" genannt wurden. Das Wort drang in viele europäischen Sprachen, so ins Dänische, Schwedische, Niederländische ein, aber auch ins Italienische, wo es als „Tallero", und ins Englische, wo es als Dollar wieder auftaucht. Und das Scherflein, ber Deut und ber Batzen? Wir kennen bas Wort „B a tz e n" auch als Schimpfwort in ber Zusammensetzung „Dreckbatzen" und erkennen es wieder in „patzig", was bekanntlich so viel wie „klumpig" oder „grob" bedeutet. Als Hauptwort entsprach Batzen in älterer Zeit „Klumpen, dickes Stück". Es wird dann feit dem Ende des 15. Jahrhunderts aus einen in Salzburg und Bern geprägten „Dickpfennig" übertragen, entspricht also eigentlich ber Bedeutung nach unserem Groschen. Erst aus jüngerer Zeit stammt die Deutung von Batzen aus dem Bären, dem Wappentier von Bern, der ja auch Petz oder Betz genannt wird, eine sprachliche Parallele zu zahlreichen Wortbildungen wie Spatz für Sperling, Fritz für Friedrich, Heinz für Heinrich, Kunz für Konrad usw. Der Deut, ein Wort, das sich in allen ger- manischen Sprachen findet, galt als Benennung einer Münze von allergeringstem Wert. Es ist ver. wandt mit einem altnordischen Zeitwort, das „abhauen" bedeutet und diente also vermutlich zur Am 16 d. M. wurde unser Gesellschafter und Geschäftsführer Herr Oscar Gutmann Die Einäscherung findet in Berlin statt 306D gs-jWWimsimii Vogelsberger zu verkauf. 023a Oscar Gutmann SlßD im 67. Lebensjahr ruhig eingeschlafen. Gerichtsvollzieher, Schillerstrahe 5 In tiefer Trauer: nö ganz ®uj der fiiblid) neu? Dbniof)! Eintritt frei. 299D ne nach ihm Gießen/Lahn (Horst-WessebWall 31). Cölpin bei Storkow (Mark), 16. Januar 1938. Die Einäscherung findet in Berlin in aller Stille statt kaufen. 314D 311D Empfehlungen Frau Kath. Schneider, geb. Linn gesucht. 0226 Gießen (Bahnhofstraße 43), den 17. Januar 1938. Ein geben. 308D 313D zeigers. 0231 Die trauernden Hinterbliebenen. Geld Heuchelheim, im Januar 1938. 307D | Mietgesuche"! mieten. 0226 Heute | Mittwoch braune 0219 llS.-Schwesternschaft / deutsches Roles Kreuz/ReichsbunS üerZreien Schwestern Mimi Gutmann, geb. Müller Leni Schwanke, geb. Gutmann Ernst Schwanke, Pr. Staatsforstmeister Jochem und Dieter Schwanke. Nach langem schweren Leiden verschied heute unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante mit klein. Küche nur an einzelne Person zu ver- Frau Katharine Rinn Ww., geb. Schimmel sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Schönau Bahnbofstr. 76. keinSchaufenster Mehr Humus durch Herr.-Handschuhe Donnerstag abend verloren. Abzugeben geg. Belohnung Bahnbofstr. 7111 Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 20. Januar, um 14.45 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt. Heute ist mein guter Mann, mein treuer Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Wissenschaftliche Hilfskraft für etwa 20 Wochenstunden, 2 Monate lang gesucht.Härnato- logische Untersuchungen, keine Spezwlkennt- nisse erforderlich Zu erfragen im Gieh. Anz. 315D Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang unserer lieben Entschlafenen | Verschiedenes| Chemie kinderleicht durch Nachhilfestunden v.staatl. geprüft.Diplorn- Cherniker.' Schr. Anfragen unter 0227 a. d. G. A. finden Sie die berühmten r Baums sTreibiq LGIESSE,N -Geheralvertr. A Garten an der Lahn 400 qm grob, zu verpachten. 0221 Hammstrasre 16 Telefon 2095. Kohlen Koks mmD Briketts Eiform Happel&Co. Kl.Mühlgasse 4u.6 Ruf 3925 Bruchleidende tragen das seit Jahrzehnten bestens bewührteSvezialband.TagundNacht hagbar. Ohne Feder, ohne Eisen- bngel. Für Hodenbrüche die Patente 423513, 445991. Äeib- und Nabelbandagen, Suspensorien. Haben Sie Vertrauen, warten Sie nicht bis es zu spät ist. Mahanfertigung-Garantieschein. Eugen Frei LEo., Stuttgart-^, Gebelsbergstr. 28 Kostenlos zu sprechen in: 300V Weilar: Hotel Kaltwasser, Mittwoch, 19.1.,2-5 Uhr, Giehen: HotelHopfeld, Donnerstag, 20.1., 8-12 Uhr. Hungen:HotelSolrnserHof,Dvnnerst.,20.1M-5Uhr Griinberg: Hotel z. Hirsch, Freitag, 21.1., 8-11 Uhr. 19.30—22.15 16. Mittwoch- Miete Martha Romant.- kom. Oper v.Flotow. Preise: RM. 1.20-4.00. Schöne 4-Zimmer- Wohnung irnl.und2.Stock mit Bad, zentral. Kacheloi. • Heih- luftheizung.Gartenanteil, 2 Mm. vom Bahnhof, wegzugshalb, zu vermieten. 3i2d Rau, Lollar Bahnhofstraße 4. Verkäufe 2V2to-Opel Blitz-Feka handhndraulich. Zweiseitenkipper in sehr gut. Verfassung, sofort lieferbar, abzu- für Alt- u. Neubauten. Näheres durch 242D Biro Kirchner Bleichstraße 18. Piano schwarz, neu poliert und gründlich überholt, solide Konstruktion, klangschön, vreiswertzuver- und ein Pferd. Dtttovs Ein in all. Haus arbeiten erfahr, zuverlässiges MM mit gut. Zeugnissen sof., spät. 1. Febr. gesucht. Kaiserallee 11V. Donnerstag, den 20. Januar 1938, 20.30 Uhr Forstinstitnt Braugasse 7 gotltoffefloc St. 3mmel: Boni Unuflih ]nm gultutmulö Streifzüge durch die Geschichte der Heimatwälder. Feinkr. — geruchl. — säurefr. Spars, u. bequem anwendbar Für Obst und Gemüse Wiesen und Blumen Lieferbar durch Städt. Betriebe Gießen Abtlg. Biohumwerk, Telefon 2058/59 Vorbestellung für das Frühjahr umgehend erbeten 318 A Schöner heller Lagerraum mit Büro 45 qm groß, zu vermieten. 0223 Harnrnstrafre 16 Telefon 2095. Stadttheater 20.00—22.30 Lady Windermeres Fächer - Preise: RM 0.60-3.00. am Mittwoch, 19. Januar 1938, um 20 Uhr, in der Stadtkirche zu Gießen. — Es spricht: 318d MMMW. Mittwoch, 19. Jan. 1938, 14 Uhr, versteigere ich dahier„Reuenweg (Dersteigerungslokal Hartnreb), bzw. an Ort u. Stelle, Bekanntgabe im Versteigerungs-Lokal, zwangsweise gegen bar: Haus-, Laden-u. Büromöbel, neu u. gebraucht, Radios, Nähmaschinen, Kassenschränke, Klaviere, Geige, Handharmonika, Bücher, Füllfederhalter, Schreibtischgarnituren, 1 goldene Uhr, einen Posten Mäntel und Kleider, Hüte, Mützen, 1500 M als 2. Hypothek auf Neubau ge- sucht.Schriftliche Angebote unter 0234 an d. Gieß. Anzeiger erbet. Ein Paar dunkel- h? fe>h »*0(1 fic •W?0« blau Tüchtiges Mädchen bei gutem Lohn für denHaushalt gesucht. 310D Bäckerei MH Marktplatz 13. Vermählungsanzeigen bei Brühl, Schulstr.7 im Alter von 75 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen. Wand, den ,6. Iahrhunder! pon verschieden Md, sind erst veise über Be ir. So über Biber in Deutschland Bon Professor Dr. Gustav Hinze 75 Seiten mit 9 Textabbildungen und 62 Abbildungen auf Kunstdrucktafeln nach Natururkunden des deutschen Bibervaters Amtmann Behr Herausgegeben von der Reichsstelle für Naturschutz, Berlin 3n Leinen gebunden RM. 3,00 Wie Wisent und Elch, so gehört auch der Biber zu jenen Tierarten, die einst in Deutschlands (Bauen weit verbreitet waren, aber durch das unnachsichtige Eingreifen des Menschen mehr und mehr der Vernichtung anheimfielen. Es gehört heute zu den wichtigsten Aufgaben aller Freunde unserer heimischen Tierwelt, dieses seltsame Nagetier vor l ern Aussterben zu schützen und die wenigen in Deutschland noch vorhandenen Biber zu erhalten und zu hegen. Ein hervorragender Kenner gibt hier in trefflichen Schilderungen und herrlichen Natururkunden ein anschauliches Lebensbild vom deutschen Biber. Hugo Vermiihler Verlag,Berlin-Lichterfelde renb des ga .anderer HM deckunqsarMl Milchen unö brdteiis, den fii hskann/efte ist Sluftralien uinst • c Ad) nur einm • rr.amen entW ■ lMeckunysyesi l^Äahrhundn erwähnt werd baten, zum T deckungssahrte Nachdem d bin Spuren h. Äahrhunhk liens aufgefu Goof, einen : Vorbehalten, ii deckungsreisen Hammstrahe 16. [Stellenangebote] Suche sofort ob. zum 1. Februar tüchtiges, solides WM nicht uni. 25Fah- ren, f. Geschäftshaushalt, b. gut. Bezahl, und Behandlung. Zu er- tragen in d. Geschäftsstelle des Gietz. Anz. 289D Iliens und die in den Carpe, liens im selb Keine Zeugnisse in Urschrift wabern nur Zeugnis- abichriften Dem Be- werbungSichreiven bei* legen — Lichtbilder unD@eroetbuniidunter« Alflen müssen zur Ber- meidung von Berichten auf der Rückseite Namen und Anschrift t>ä Bewerber» tragen I [Stellengesuche] 25jähriger Sudetendeutscher Büro« angesteltter mit allen Büroarbeitenvertraut sucht Stelle per 1. od. 15. Febr., ev. auch später. Schr. Angeb. u. 0230 a. d. G.A. Junges, flottes »All sucht Stellung in gutem Hause. Führerschein 3. Klasse vorhanden. Schriftliche Daimler-Benz Ä.-ß. Verkaufsbttro Gießen Marburg.Str.68 Telefon 2983. Umbau mit groh. Spiegel evtl, auch zum Umarbeiten eines Schranks geeignet, sowie i Lüster ßtüigäu verkaufen. 0233 Herzliche Eililatag zum Bibel- d. Beijenolnisabenä Wohnung mögl.m.Veranda od. Bad f. ruhige Mieter (2 Dam.) ges. Angeb. unt. 0228 a. d. G. A. | Vermietungen | 2Zimnier mit Bad alsKüche benutzbar, zu vermiet. Schr. Angebote unter 0221 a. d. Gieß. Anzeiger. Wie ist es > iens, das he u neun Zehnte er wichtigstem ■ nd ganz allge Gutes logesrndödien das kochen kann, für kleinen Haushalt ab sofort gesucht. Schristl. Angebote unter 0209 a. d. Gies;. Anzeiger erbet. Mädchen oder Frau für halbe Tage 2 Jin großen elektrische Bog« 5 einen Lan f ,et ein lange toe-bor eigner ";den, geibieU ®.eiB befd stie Hände uni fcntenbri Äe'|etorben un J^urd) die k n?n "n Damof ^prächtiger ^hognnjhgl. stille gelüst durch' u"rch die wenn er , ,m Mm8??1 .rtz. t?,j6 das ag. Me < ?l'en un??en dabe,, fhr '-hon ein > Hnifd5. L-tz Sol. ehrl. tücht. Mädchen nicht unt. 20 I., m. Jahreszeugn. sas.od.z.l.2.ges. Vorzust.v.3 5U. Pror. Neinhold, Am Nahrungs- berg 55. 0229 Wissenschafti. Werke Sondergeblet der Örühl'schenDruckerei Zlngeb.m. Lohnangabe u. 305D an den Gießener_____________ I Anzeiger erbet. IBahnhofstr. 121 Licker Strafe Nr. 75 IL, r. Zuverläss., solid. Tagesmädchen in 3-Pers.-Haus- halt per 1. Febr. gesucht. Wo, sagt d. Geschäftsstelle des Giehen. An- 96 3allU W aetuni Ss M“"“1 btlM" 6**1 , sübZ" ,!,!-« I« irünbungs ,lfrnw ann Bai bg & W*?«* htogramm Wl lioya E°s /.i»!» lus ganz Au Webecke werdet ieler Regierun Diadt selbst wi rnden Feiern 1 Vetzberg Haus Nr. 57a. NAG - Büssing- Lastwagen 65 PS, in gutem, fahrbereitemZu- stand, umständehalber günstig zu verkaufen. Schr. Antrag, u. 0232 an den Gießener Anzeiger erbet. Geschäftsführung und Gefolgschaft der Firma Jean Dern & Co., G. m. b. H. im Forsthause Cölpin bei Fürstenwalde nach kurzer Krankheit aus seinem arbeits reichen Leben abberufen. Fast vier Jahrzehnte hat er sein Unternehmen mit Umsicht geleitet, und bis in die letzte Zeit hat er unserer Gesellschaft den reichen Schatz seines Wissens und seine Erfahrungen uneigennützig zur Verfügung gestellt. In tiefer Trauer stehen wir an der Bahre dieses aufrechten und stets hilfsbereiten deutschen Mannes. Sein Andenken wird bei uns stets in hohen Ehren gehalten werden. Mischen Schwelte __ 3245 c/37 BORRMANNg: Gießen - Neustadt 5 - Ruf Nr. 4165 Ausstellung Neustadt 7 Dienstag,l8.Zanuar 1958 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheilen) llr.14 Zweites Blatt Ms Aus der Stadt Gießen An den im Ä in: Iüt.4166 ,dt 7 »land Hinze Abbildungen eullchen Aibervatett Ein Schiff fährt aus Von Max Dauthendey. dien reisen wollten und rote, whiskytrunkene-Gesichter aus dem Nachtleben von Marseille mitgebracht hatten, brüllten im Chor hundert „Cheers for old England“. Dann bewegte sich wie eine Drehbühne das mächtige Schiss vom Ufer weg. Die sich balgenden Leute am Ufer, "die Landungshallen verkleinerten sich, als schrumpften sie in irgendeine Tasche hinein. Erdbilder, Felsenufer, weiße Kalksteingebirge, graue Dächerreihen drehten sich wie Bilder, gsmalt auf einen Riesenkreisel, vorüber. Das Schiff schien still- zust§hn, aber die Erde wurde zu einer ungeheuren Kugel, die sich unter dem Schiff drehte. ihre Hüte gebunden. Damen haben sich Arme voll Blumen gekauft, Winterveilchen von der Riviera; und alle Gesichter sehen belustigt aus, als kehrten diese Menschen von einem Volksfest heim. Alle haben sie nur für ein paar Stunden mit ihren Füßen die Erde besucht, die schöne, ruhige, stillstehende Erde'mit ihrem irdischen Staubgeruch, und die hat die Passagiere im Herzen so überschwenglich gestimmt. Jetzt müssen alle wieder auf die schwankenden Schiffsbretter, zurück auf das buckelige Meer, in die ftaublofe, unterirdische Seeluft, in der ihnen die Sonne noch treu bleibt, wo aber die Erde meilentief in das Wasser sinkt. Ein blauer, lauer Januarmorgen brach an. Die Lampen am Kai und im Schiffsinnern erloschen. Dafür zündete die Morgensonne tausend Lampen in den tausend Wellenspiegeln an, und die Mcssing- geländer des schneeweißen Schiffes, seine roten Schornsteine und zinnoberroten Ventilatoren leuchteten wie die künstliche Kulissenwelt eines Theaters, aufgebaut unter dem indigoblauen Mittelmeerhim- mel. .... Am Kai standen Verkäufer von Bergen von hölzernen Segeltuchstühlen, die sie an die Passagiere für die weite Seereise nach Asien verkauften. An der Abfahrtshalle vor dem Telegraphenoffice drängten sich die Reisenden, schrieben auf umgestulpten Koffern, Tonnen und Kisten Telegramme, — die letzten Abschiedsgrüße aus dem letzten europäischen Hafen nach den Heimatorten. An den langen Geländern des Promenadendecks standen sie Kopf bei Kopf, Ellenbogen bei Ellenbogen. Viele kleine Kodaks knipsten und fingen das Hafenbild. x Auf der nassen Kaimauer vor der Reche der Packträger und Verladet hatte ein Athlet einen braunen Teppichfetzen ausgebreitet. An dem einen Ende des Teppichs tanzte in gelbem Trikot und rosa Tüllröckchen seine zehnjährige Tochter und klapperte mit Kastagnetten, armselig und ungeschickt. Auf der andern Ecke' des Teppichs stand der Sohn.des Athleten in blauem Trikot und spielte auf einer dünnen Violine. Auf der dritten Ecke lagen Gewichtsteine und Kugeln, und auf der vierten Ecke des Teppichs stand der Athlet selbst in schmutzig-weißem Trikot und stemmte die Gewicht- kugeln Kanonenrohre und eisernen Wagenräder. Die Schiffssirene hat bereits mehrmals ihre gssl- lenden Abfahrtssignale gegeben. Der Athlet, die kleine Tänzerin und der kleine Geiger rauften sich mit den Packträgern um die 'Kupfersoustücke, die wie ein brauner Hagel vom Schiff auf den Kai regneten. Scharen englischer Clerks, die nach Jn- konnte die ersten Kolonisten nicht ernähren, weil kaum jemand unter den Sträflingen etwas von Landwirtschaft verstand. So war denn die kleine Kolonie anfänglich ganz und gar von der Zustellung von Lebensmitteln aus England, Südafrika und Indien abhängig und da die Transportschiffe unregelmäßig ankamen, war oft Schmalhans Küchenmeister, die Lebensmittel mußten rationiert werden und selbst der Gouverneur mußte sich eine solche Rationierung gefallen lassen. Doch verlor Phillip nie seinen Optimismus und sagte einmal, er wäre" überzeugt, daß Neusüdwales die wertvollste Erwerbung, die England je gemacht hat, darstellen würde. Es- -ist interessant, daß durch die Ankunft bet „Ersten Flotte" ein gleichzeitig unternommener Ver, such der Franzosen, sich gleichfalls in den Besitz der östlichen Hälfte Australiens zu versetzen, vereitelt wurde. Während die Mehrzahl der britischen Schiffe noch in Botany Bay lag, wurde am Morgen des 24. Januar das Herannahen von zwei französischen Schiffen, die unter dem Kommando vom Grafen de Laperouse standen, gesichtet. Die Franzosen verblieben in Botany Bay bis zum März, führten verschiedene Schiffsreparaturen aus und verließen dann die Bucht auf ihrer letzten Fahrt, auf der sie auf den Korallenriffen von Da- nicoro ihr Ende finden sollten. Phillip hatte zunächst mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen. Das Hinterland von Sydney war durch die undurchdringbaren Gebirgszüge bet Blauen Berge abgegrenzt, die es erst 23 Jahre später gelang zu überqueren und somit Zugang zu den dahinter liegenden fruchtbaren Gefilden zu erlangen. Viele der Sträflinge waren für nutzbringende Arbeit durchaus ungeignet. So forderte denn Philipp, sobald wie möglich, freie Siedler herüberzuschicken. Er verlor nie seinen Glauben in die Zukunft der neuen Kolonie, trotz aller Schwierigkeiten, die durch Absterben des mitgebrachten Viehs, Zusammenstöße mit feindseligen Eingeborenen, Krankheiten, Unzufriedenheit vergrößert wurden. Als er 1792 aus Gesundheitsrücksichten sein Amt aufgebens mußte, waren außer Sydney Niederlassungen in Parrdmatta und auf der Norfolk-Insel gegründet und am Parramatta-Fluß etwa 2000 2Icfer (Acres) Land urbar gemacht. — Heute ist Sydney die zweitgrößte Stabt im Britischen Weltreich. Hirne ohnmächtig. Hunderte von Deckstühlen wurden an die Geländer gebunden, daß sie nicht von dem Seegang hin und'her rutschten. Unter riesigen Reisekappen, in ungeheure Reisemäntel und in vielfarbige und karierte Schals gewickelt, lagen die Passagiere, aus- gestreckt in endlosen Reihen, auf dem Promenadendeck. Die weißgetünchten Eisenwände, die sachlichen Eisengeländer, die alle gerade und senkrechte Linien 'zeigten, flößten Sicherheit, aber auch Nüchternheit 'ein, als wäre das Schiff ein riesiger, physikalischer Apparat in einem Laboratorium, als wären die Menschen Präparate, die da künstlich aufbewahrt würden, bis zur Landung an einem andern Kontinent. Allmählich liefen die Bilder immer kleiner, ferner und farbloser wie Nebelwische vorüber, und nun nahm der gewaltige Rausch der Seeluft das Schiff in sich auf, und das Ungeheuer, der endlose Himmel, machte die Passagiere still, löste nicht nur die Erde unter den Füßen, sondern nahm auch her. Gedanken jede Festigkeit und Sicherheit, machte das Blut argwöhnisch, die Füße schwankend, die Ge- Hochschulnachnchten. Geh.Medizinalrat Professor Dr. Friedrich Mo r i tz, der früher in Greifswald, Gießen, Straßburg und München wirkte, ist im Alter von 75 Jahren in Köln gestorben. Geh. Rat Moritz, der 1930 in den Ruhestand getreten war, hat sich um den Aufbau der Kölner Medizinischen Fakultät große Verdienste erworben. Seine Arbeiten beschäftigen sich u. a. mit klinischer Chemie, mit Herz-, Lungen- und Nervenkrankheiten. Der nb. ao. Professor Dr. Wilhelm Maier an der Universität Greifswald wurde zum Ordinarius für Mathematik und zum Mitdirektor des Greifswalder Mathematischen Seminars ernannt. turjchutz. Berlin 00 ■ iu lenen lierorten, tt waren, aber durch mhr und mehr dn tu den wichtigsten ielt, Meles jeltfame > wenigen in Dcutlch- ü hegen. Ein heE ungen und henstchen lOm deutschen * ^Lichterfelde IM eimatwälder. $990 20.30 Uhr f ___ großen Masten ragen ein Dutzend weiße r ektrische Bogenlampen in öle Nacht. Sie beleuchten einen Landungskai im $afen von Marseille. 23ie ein langer weißer Kreideblock liegt dort ein tveißer eiserner Orientdampfer mit Hunderten von runden, gelbleuchtenden Kabinenfensterck. Rot, gelb unb weiß beschienene Gesichter und viele beleuch- tite Hände und Arme hantieren in der Nacht auf ter Plankenbrücke und um die klirrenden Ketten ter Verladungskähne, wo Haufen von Koffern, N.eisekörben und Reisekisten verstaut werden. Lichtspielhaus: Tannenberg-Film. Im Lichtspielhaus läuft gegenwärtig in einer Reihe von Sondervorstellungen der Film „Tannenber g", der vor Jahren schon einmal hier gezeigt und besprochen wurde und auch jetzt wieder ein zahlreiches, interessiertes Publikum an- gezogen hat. Der Film wurde auf Grund zuverlässigen Ouellenmaterials von Paul Oskar Höcker und Georg V i e b a t) nz für die Praefens-Film-Gesell- schaft geschrieben und gibt in guten, wirklichkeitsnahen Aufnahmen — unter Heranziehung eines großen Aufgebotes von Menschen und Material — ein Bild der entscheidenden Ereignisse in Ostpreußen im August 1914, das volkstümlich und zugleich dokumentarisch genannt werden darf. Die wohltuend sachliche Darstellung geht von der strategischen Gesamtlage aus und schildert zunächst und m den Hauptzügen — unter Beigabe einfacher unklarer Uebersichtskarten — den Verlauf der militärischen Ereignisse, die zusammengefaßt unter dem Namen der Schlacht von Tannenberg in die Kriegsgeschichte wie in die Geschichte des deutschen Volkes eingegangen sind. Die ehrwürdige Gestalt des verewigten Generalfeldmarschalls von Hindenburg erscheint sowohl in eingeschalteten Originalaufnahmen wie in einer taktvoll zurückhaltenden Darstellung im Zusammenhang der Operationen; aus seinem Munde hören wir auch, sein Bild lebendig vor Augen, zuletzt die eindringlich schlichten Worte, die Sinn und Inhalt des Films gleichsam zusammenfassen. Auch die Gestalten Ludendorffs, des Obersten Hoffmann und der deutschen Unterführer, auf der Gegenseite vor allem der Generale Samsonow und Rennenkampf, werden noch einmal lebendig Der Film ist aber nicht nur nach rein militärischen Gesichtspunkten angelegt, sondern formt auch ein Bild von Land und Leuten, er erinnert an die Leiden der vom Kriege schwer heimgesuchten Provinz und gedenkt der schweren Opfer, die für die Befreiung Ostpreußens gebracht werden mußten. Eine einfache Spielhandlung durchzieht, eingefügt in den Ablauf des großen Geschehens, das militärisch-strategische Bild der Schlacht; in den schlicht menschlichen Szenen heben sich Gesicht und Gestalt einiger bekannten Darsteller — Franziska Kinz. Käthe Haack, Hans S t ü w e, Viktor d e K o w a — her-- ai». ♦ Im Beiprogramm sieht man einen Kulturfilm vom ■ Schwarzwälder Kunsthandwerk und die Wochenschau der Bavaria mit Aufnahmen von der Trauerfeier für General Ludendorff. Hans Thyriot Ein schönes Fräulein spendet... An der Straßenecke steht ein weißhaariger Herr und schwingt die Sammelbüchse, die bereit ist, auch die kleinste Spende für das WHW. aufzunehmen. Der Strom der Fußgänger rauscht vorbei, und lustig klappern die großen und kleinen Münzen in die Büchse des unermüdlichen alten Herrn, der jedem Spender mit einem freundlichen Lächeln oder mit einem Scherzwort dankt. Bald geht es auf den Abend, der Verkehr hat nachgelassen, jeder hat sein Scherflein gespendet, aber der alte Herr im weißen Bart schwingt weiter seine Büchse und kann nicht genug bekommen. Da kommt ein entzückendes junges Fräulein die Straße herauf, mit den frohen Schritten ihrer unbekümmerten Jugend. Vielleicht hat sie den ganzen Tag hinter der Schreibmaschine gesessen oder hinter dem Ladeptisch ^gestanden. Nun schlendert sie froh und guter Dinge durch die Straßen, ein heiteres Lächeln auf den Zügen... „Eine kleine Spende für das WHW., meine Dame?" — Der alte Herr steht vor ihr und hält ihr die Sammelbüchse entgegen. Sie bleibt stehen und sucht in ihrer Handtasche, aber, o Schreck! — sie sucht und sucht und sucht noch einmal, dann legt sie den Kops ein wenig schief und sagt bedauernd: „Jetzt habe ich doch keinen Pfennig Geld bei mir, es ist zu dumm!" — Der Sammler lächelt. —- „Schade", sagt er, „und ich hätte doch zu gern ISO Jahre Australien Don Arnold von Gkerst, Sydney. Durch die langen, schneeweißen Korridore drin- ltisn im Dampfer eilen schneeweiß gekleidete Indier init schwarzen Gesichtern und schwarzen Händen, aas prächtigen Küchen, in denen üppiges Kupfer lachtet, in die prächtigen Speisesäle, die von rotem Mahagoniholz und blanken Messingsäulen, von Vunf «md Gediegenheit strotzen, darinnen alles l'-Stsam stille steht, indessen die bittere, bewegliche Seeluft durch die glühlampenhellen Räume und b-ird) die Korridortüren wie ein unruhiges Fluidum siceicht. Diese Seeluft, die in dem Schiffspalast, auch wenn er am Kai still steht, immer noch allen Daumen quecksilberhafte Ungeduld gibt, wie der Säst einer Pflanze, die man vom Wald ins Zim- n er geholt hat. Ein ruhiges Schiff ist kein ftilb sehender Gegenstand, denn die Wanderlust, die auch in Hafen noch um seine Räume streicht, läßt es |ni rf)t schlafend und nicht tot erscheinen. Die Offiziere, Matrosen und Bedienungsmannschaften be- hilten auf dem ruhigen Schiff immer noch das bit= ture Fieber der Seeluft in der Brust, und allen e scheint Ruhe als ein Unglück und Wandern als dis alleinige Glück. v „ Das Schiff legt nachts in Marseille an und soll iwrgen.um neun Uhr früh feine Weiterfahrt nach Wen und Japan antreten. Die meisten Passagiere faben für ein paar Nachtstunden das Schiff, das icion aus London kommt, zu einem kurzen Aufenthalt in Marseille verlassen, um wieder ein- TTcnl Abendbrot an Land zu essen, denn das Schiff isi schon seit mehreren Tagen unterwegs und hat !e t London keinen Hafen angelaufen. .Jetzt neigt sich die Nacht ihrem Ende zu. Die elektrischen Lampen brennen noch, aber der Himmel w> rd schon blau, und Scharen von lachenden und etwas kindisch heiteren Passagieren kehren aus den Üiichttheatern und Nachtcafds der Stadt zurück. Junge bi ute haben rote und blaue Kinderluftballons an dende t&äSt Vow L°d>°P°A .iHarantieift 1 8-12Ul>r. EioliWi Am 26. Januar 1788 landete der von der englischen Regierung mit der Gründung einer Kolonie in Australien beauftragte Kapitän Arthur Phil- lip mit Schiffsmannschaften und Sträflingen in einer Bucht des wunderschönen Hafens Port Jackson, dieser nach dem britischen Minister Lord Sydney, Sydney Cove, benannte. Damit wurde die erste dauernde weiße Niederlassung auf dem bis dahin nur wenig bekannten südlichen Erdteil geschaffen, die sich 'im Laufe von ivO Jahren zu der heute über 1,3 Millionen Einwohner zählenden modernen Weltstadt Syoney entwickelt hat. Der 26. Januar wird alljährlich in allen australischen Staaten, besonders jedoch im Mutterstaat Neu- siidwales, als „Gründungstag" begangen und |ilt als offizieller Feiertag. Im Januar 1938 wer- en anläßlich der ISOjäßigen ^Wiederkehr dieses Iründungstages in Sydney und in verschiedenen nberen Städten von Neusüdwales große Feiern eranstaltet werden. Nachdem in Gestalt von Dörfern der Ankunft von Kapitän Phillip in Bo- my Bay und Port Jackson gedacht worden ist, eginnen die Hauptfeiern am 26. Januar 1938 mit er historisch-getreuen Wiederholung d e r rsten Landung in der Sydney-Bucht, wozu in alter Segler als die Brig „Supply" rekonstru. ?rt wurde. Anschließend folgen historische Umzüge, tegatten, Rennen und sonstige sportliche Veranstal- ungen jeglicher Art, militärische Paraden, musi- alische Wettkämpfe, offizielle Empfänge und Bälle, lusstellungen, wirtschaftliche und wissenschaftliche , ongresse, Komerte, Ausflüge usw. Das offizielle Programm schließt mit der großen alljährlichen- stoyal East er Show (landwirtschaftliche Anstellung) im April und der Feier des „Anzac- a g es" (Landungstag der australischen Truppen uf.der Gallipoli-Halbinsel 1915) am 25. April. Ins ganz Australien, Neuseeland und auß aus 'eberfee werden viele Besucher, darunter Vertreter ieler Regierungen, nach Sydney kommen. Die Stadt selbst wird während der drei Monate dauernden Feiern im Festschmuck prangen. Wie ist es nun zur Gründung Aust raten s , das heute mit fast sieben Millionen einer u neun Zehnteln britischen Bevölkerung, zu einem er wichtigsten Bollwerke des Britischen Weltreiches nd ganz allgemein der weißen nordischen Rasse cuf der südlichen Halbkugel geworden ist, gekom- Tien? Obwohl Australien, als großes unerforschtes 5üdland, den portugiesischen Seefahrern des 6. Jahrhunderts wahrscheinlich bekannt war und an verschiedenen europäischen Schiftstellern erwähnt >irb, finb erst von 1606 ab dokumentarische Nachweise über Besuche europäischer Seefahrer feststellar. So über bie Durchfahrt von Torres durch ie nach ihm benannte Straße im Norden Austra- ens und die erste Erkundungsfahrt der Holländer den Carpentaria-Golf und die Nordküste Austrä- ens im selben Jahr. Es reihten sich dann wühlend des ganzen 17. Jahrhunderts viele Fahrten Anderer holländischer Seefahrer, die wertvolle Ent- teckungsarbeiten an der nördlichen, nordwestlichen, restlichen und teilweise selbst der südlichen Küste des krdteils, den sie Neu-Holland nannten, leisteten. Der tefanntefte ist wohl Abel Tas man, der, ganz Australien umsegelte, ohne überhaupt das Festland euch nur einmal zu sichten und bie Insel Tasmanien entbeckte. Die hollänbische Periobe in der vntdeckungsgeschichte Australiens wurde im Jahrhundert durch die britische abgelöst; es möge nwähnt werden, daß deutsche Seeleute unb Sal- . toten, zum Teil in führenden Stellungen, die Ent- •'terfungsfaßten ber Nieberlänber mitmachten. Nachdem ber Englänber William Dampler, ten Spuren ber Holländer folgenb, zu Beginn bes H Jahrhunderts ben Westen unb Narben Austra- lens ausgesucht hatte, blieb es Kapitän James o o k, einem ber größten Seefahrer aller Zeiten, rarbehalten, im Laufe einer feiner brei großen Ent- eckungsreisen die bisher unbekannte Ostküste des Z’B von so einem reizenden Fräulein auch noch eine Gabe gehabt!" — Das reizende Fräulein schaut einen Augenblick bedauernd und nachdenklich vor sich hin, dann fliegt ein Lächeln über ihr Gesicht, sie beugt sich vor und gibt dem weißhaarigen Herrn einen Kuß! — „Das kostet fünfzig Pfennig", sagt sie lustig, „genügt das?" — ( Schmunzelnd nickt der Sammler, zieht seine Börse und wirst ein Fünfzigpfennigstück in seine Sammelbüchse. Das schöne Fräulein aber schlendert weiter, lustig und guter Dinge... E. H. Vornotizen. Tageskalender für Dienstag. Staditheater: 20 bis 22.30 Uhr „Lady Winderme» res Fächer". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Abenteuer in Warschau". — Lichtspielhaus (Bahnhofstr.): „Tannenberg". — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand: Frankfurter Künstler der Gegenwart, Ausstellung von 11 dis 13 Uhr. Stadttheater Gießen. Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute abend findet die erste Wiederholung der Komödie „Lady Windermeres Fächer" von Oscar Wilde, in der Bearbeitung von Karl Lerbs statt. Spielleitung Intendant Schultze-Griesheim. Die Vorstellung findet als 16. Vorstellung der Dienstag- Miete statt. Beginn 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr. bis zum südlichsten Punkt des Festlandes und im Westen bis zum 135. Längengrade erstrecken sollte, wurde der Kapitän zur See, Arthur Phillip, ernannt; Phillip war 1738 in London als Sohn eines deutschen, aus Frankfurt a. M. ein - gewanderten Sprachlehrers Jakob Phillip ger boren. Die unter das Kommando von Kapitän Phillip gestellte, sogenannte „Erste Flotte" bestand aus den Kriegsschiffen „Sirius" und „Supply", drei Proviantschiffen und sechs Transportschiffen mit Sträflingen. Die Zahl der Offiziere Mannschaften, Seesoldaten und anderer Angestellten mit ihren Familien stellte sich auf 290. Diejenige der Sträflinge auf 717, davon 520 Männer. Im ganzen wurde also der Grundstein zur neuen Kolonie von etwas über tausend Menschen gelegt. Die Schiffe verließen England am 13. Mai 1787 und trafen am 18. Januar 1788 in Botany Bay ein. Es stellte sich sofort heraus, daß die Bucht nicht genügend Schutz für eine neue Siedlung bot, auch die Bodenverhältnisse erschienen für Landwirtschaft ungeeignet. Ohne Zeit zu verlieren, begab sich Kapitän Phillip zu der nördlichen von Botany Bay gelegenen, bereits von Kapitän Cook entdeckten Port-Jackson-Bucht. Er fand, daß hier alles vorhanden war, um das Gedeihen der neuen Kolonie zu gewährleisten: „Der ausgezeichnetste Hafen in der ganzen Welt, in dem taufend Linienschiffe in vollkommenster Sicherheit liegen Minnen" und dessen Tiefwasser «Anlegemöglichkeiten eine Länge von 188 Meilen haben. Als Siedlungsart wurde eine kleine Nebenbucht, in die ein Frischwasserstrom sich ergoß und die zu Ehren des Innenministers Lord Sydney, den Namen Sydney Cove erhielt, gewählt. Sträflinge und Marinesoldaten wurden vom Schiff „Supchy" am 26. Januar 1788 gelandet, die Bestallungsurkunde, in der Kapitän Phillip zum ersten Gouverneur von Neusüdwales ernannt wurde, wurde verlesen, die britische Nationalflagge (damals noch ohne das schräge rote Kreuz von Irland) ging nm Mast hoch, die Truppen feuerten das auch heute noch im englischen Heer bei festlichen Gelegenheiten übliche „Feu de Joie", woraus die anwesenden Offiziere und Beamten auf das Wohl des Königs Georg III., der Königin und des Prinzen von Wales tranken. Die neue Siedlung war vollkommen isoliert. Die Verbindung nach der englischen Heimat beanspruchte durchschnittlich acht Monate. Das Land australischen Festlandes, die sich später a/s einzig mögliches Siedlungsgebiet erwies, zu entdecken und beschreiben. Nachdem Cook am 29. April 1770 in Botany Bay gelandet war, hißte er am 22. August die britische Flagge auf der Possession-Jnsel bei Kap Pork im hohen Norden und nahm damit Besitz vom jämtlichen östlichen Teil des australischen Festlandes für die britische Krone. Wegen der Aehnlichkeit eines Teiles der Küste mit derjenigen von Wales gab er dem neuen Land den Namen Neusüdwales. Auf feiner zweiten Fahrt wurde Cook von den deutschen Naturforschern I. R. F o r ft e r und dessen Sohn I. F. A. Forster begleitet. Um. die Zeit, als die Ergebnisse von Cooks Entdeckungsreisen in England bekannt wurden (2ln- fang der 80er Jahre des 18. Jahrhunderts, hatte Großbritannien gerade den Krieg gegen Frankreich und die aufständischen nordamerikanischen Kolonien verloren, deren Unabhängigkeit England im Frieden von Versailles 1783 zugestehen mußte. Das unglückliche Ergebnis des Krieges für England brachte unmittelbar zwei -Schwierigkeiten für die Londoner Regierung mit sich. Einmal entstand das Problem der sogenannten „amerikanischen Loya- l i st e n", d. h. solcher Leute, die während des Bürgerkrieges treu zu England gestanden hatten und nunmehr nicht bloß ihr Hab und Gut verloren, sondern sich auch des Landes verwiesen sahen. Während etwa 50 000 dieser königstreuen Briten nach Kanada und Britisch-Westindien zogen, kehrte der Rest zusammen mit den heimkehrenden britischen Truppen nach England zurück, wo die Regierung nicht wußte, was sie mit den Bedauernswerten, die in Massenlagern untergebracht waren, anfangdn sollte. Andererseits war das System der englischen Gerichtsführung durch den Verlust der enalischen Kolonien aus dem Gleichgewicht geraten. Die bis dahin übliche Deportierung von Verbrechern nach Amerika (oft bei ganz geringfügigen Vergehen gegen die Gesetze) mußte zwangsläufig aufhören, die Gefängnisse waren überfüllt, und die Richter fuhren fort, nach altem Brauch, Leute beiderlei Geschlechts zur Deportation (in England nannte man es „Transportation") zu verurteilen. Tausende von Sträflingen waren auf alten Schiffshulks in den Häfen zusammengepfercht, auf denen die Verhältnisse jeder Beschreibung spotteten. Im ganzen sollen in ben 80er Jahren des 18. Jahrhunderts nicht weniger als 100 000 Verbrecher, in Erwartung der Deportation, die nicht kam, well man nicht wußte, wohin sie verschickt werden könnten, in Gefängnissen und Schiffen geschmachtet haben. Seit 1779 wurden den Londoner amtlichen Stellen Vorschläge für die Gründung von Sträflingskolonien in Botany Bay, in Neusüdwales, gemacht. Ein entsprechender Beschluß wurde vom Kabinett aber erst 1786 gefaßt. In der königlichen Eröffnungsrede im Parlament im Januar 1787 wurde bekannt gegeben, daß eine Anzahl von Sträflingen nach Neu-Holland verschickt werden sollte. Es ist nicht ganz verständlich, aus welchem Grunde von der Möglichkeit, eine neue Heimat für Freie, d. h. die amerikanischen Loyalisten, denen gegenüber die Regierung eine Ehrenschuld abzutragen hatte, in Australien zu schaffen, abgesehen wurde. Ueberhaupt scheint den damaligen englischen Staatsmännern, selbst einem Mann wie Pitt, nichts ferner gelegen zu haben als der Gedanke^ im fernsten Süden den Grundstein zur Entstehung eines neuen britischen Volkstums zu legen. Ausschlaggebend für die Regierung war vielmehr der Umstand, daß Deportation den billigsten Weg darstellte, sich der Sträflinge zu entledigen. So ist tatsächlich eine der wichtigsten Handlungen der Regierung von William Pitt, die Gründung von Neusüdwales, vor sich gegangen, ohne daß irgend jemand in Lon- , bon bamals von ber Bebeutun'g gewahr wurde. Zum ersten Gouverneur ber neuen Kolonie von Sübwales, bie sich von Kap York im Norben spricht- Sei unserer Marine zu Wasser und zu Land. Ein interessanter Vortrag vor den „Landratten" in Gießen. „Unsere blauen Jungens" nannten wir die Angehörigen unserer Kriegsmarine voll Stolz und Liebe bis zu jenen schwarzen Tagen des November 1918. Die gleiche Bezeichnung der Wertschätzung gab unser Volk der jungen Reichsmarine, die in den Nachkriegsjahren in Anknüpfung an die großen Vorbilder unserer einstigen deutschen Kriegsmarine in stiller, aber begeisterter und opferfreudiger Arbeit von vorbildlichen Männern der Tat wieder aufgebaut wurde. Und den gleichen Ehrentitel gibt das deutsche Volk auch heute wieder mit vollem Recht der nach der Großtat des Führers wiedererstandenen deutschen Kriegsmarine auf der Grundlage der allgemeinen Wehrpflicht. In den drei Worten „unsere blauen Jungens" kommt neben dem Stolz und der Liebe aber auch die innige Ver^ bundenheit zum Ausdruck, die Volk und Kriegsmarine des neuen Deutschland als untrennbare Einheit vor aller Welt zeigen. Diese innige Gemeinschaft war auch die gute Grundlage des denkwürdigen Abends, der am gestrigen Montag im Saale des Cafe Leib viele Volksgenossen aus Gießen mit. Vertretern unserer Kriegsmarine für einige Stunden zusammenführte. 2sn- laß dazu war ein Vortrag des Kapitänleutnants Birnbaum übe? unsere deutsche Kriegsmarine. Das war ein sehr lehrreicher und zugleich in hohem Maße unterhaltender Abend, den Kapitänleutnant Birnbaum — ein Gießener, der auch durch seine zahlreichen Aufsätze im Gießener Anzeiger unseren Lesern ein guter Bekannter ist — den vielen Besuchern bereitete. Nach den Begrüßungsworten des Wehrbezirks-' Kommandeurs Major Werner vom Wehrbezirkskommando Gießen und des Kameradschaftsführers L i ch von der Marinekameradschaft Gießen im NS.-Deutschen Marinebund, der zugleich im Namen der Marine-SA. und der Marine-HI. sprach, begann Kapitänleutnynt Birnbaum mit seinen interessanten Schilderungen über das Wirken unserer Kriegsmarine. Zunächst gab er seinen aufmerksam lauschenden Hörern in großen Zügen einen Uebcr- blick über das Werden und Wachsen der deutschen Wehr zur See seit der Zeit des Kriegsendes. Er hob dabei hervor, daß die große Tradition der früheren Kaiserlichen Kriegsmarine auch beim Neuaufbau der jungen Reichsmarine der ersten Nachkriegsjahre das Fundament aller Aufbauarbeit gewesen ist, auf dem sich nun nach der befreienden Tat des Führers unsere heutige Kriegsmarine in stolzer Größe erhebt.. Bei der Schilderung über die Strecke Wegs der Aufbauarbeit zwischen jener Zeit und heute gab Kapitänleutnant Birnbaum in großen Zügen auch einen Ueberblick über die Leistungen unserer „blauen Jungs" bei ihrer Ausbildungsarbeit in der Heimat und bei ihrem Auftreten als Repräsentanten des deutschen Volkes bei den verschiedenen Auslandreisen unserer Kriegsschiffe. In diesem Zusammenhänge erinnerte er an seine Reiseberichte, die er seinerzeit in den Spalten des „Gießener Anzeiger" veröffentlichte, um damit den Volksgenossen in der Heimat zu zeigen, wie unsere jungen Soldaten der Kriegsmarine draußen ausgenommen wurden und was sie als Seesoldaten da draußen erlebt haben. Er ging dann zu einer vergleichenden Gegenüberstellung der deutschen und der englischen Seestreitkräfte nach dem Abschluß des deutsch-englischen Flottenabkommens von 1935 über, und er machte dabei zur Begründung des beiderseitigen Stärkeverhältnisses auf die Weiträumigkeit der Seegrenzen und der Seeverbindungen aufmerksam, die für England bzw. für' Deutschland als Ausgangspunkt für die Bestimmung der Flottenstärken grundlegend waren. Er gab dann in den Hauptpunkten eine Uebersicht über die deutsche Aufrüstung zur See bei der Anwendung des deutsch-englischen Flottenabkommens, wobei die Hörer die erfreuliche Wahrnehmung machen tonn« ten, daß auch an den Seegrenzen unseres Reiches eine starke Hehr zur Sicherung der Heimat bereits vorhanden und in weiterem Ausbau begriffen ist. Einen guten Blick auf das Arbeitsfeld, dieser Wehr ermöglichte der Vortragende — unter Hinweis auf frühere Aufsätze von ihm im „Gießener Anzeiger" _ dadurch, daß er in den grundlegenden Richtpunkten die Organisation unserer neuen Kriegsmarine schilderte, so daß die '„Landratten" in Gießen, die diesem Vortrag beiwohnten, jetzt über ein erheblich größeres Wissen unuunfere Wehrmacht zur See verfügen, als bisher. Sodann berichtete Kapitänleutnant Birnbaum von dem Nachwuchs und dem Dienst in unserer Kriegsmarine. Man hörte dabei u. a., was der Dienst in der Kriegsmarine von den jungen Soldaten verlangt und welcher Art die jungen Jänner sein müssen, die in der deutschen Kriegsmarine in gedeihlicher Weise ihre Kräfte dem Dienste des Vaterlandes widmen wollen. Aus diesen Schilderungen sei hier hervorgehoben, daß junge Männer, die ganze Kerle sein müssen, als Freiwillige eine Dienstverpflichtung von 4% Jahren einzugehen haben, von denen 2 Jahre als Erfüllung der gesetzlichen allgemeinen Wehrpflicht gerechnet werden, während die übrigen 2% Jahre als freiwillige Dienstleistung auf wesentlich anderen Grundlagen, vor allem hinsichtlich der Besoldung, zu dienen sind. Für junge Männer der technischen Berufe, besonders aus dem Maschinenfach, des Elektriker- und S'chlosserberufs und ähnlicher Handwerkszweige, hat unsere Kriegsmarine fortdauernd Verwendung. Diesen jungen Männern werden aucty, gute Fortkommensmöglichkeiten sowohl im Dienste der Kriegsmarine, als auch später bei der Rückkehr zu ihren technischen Berufen, oder beim Uebertntt in die Handelsmarine geboten. Dabei ist es für diese jungen Männer der technischen Berufe besonders bedeutsam, daß sie beim Dienst auf unseren Kriegsschiffen mit den modernsten Maschinen und mit den technisch in der höchsten Weise vervollkommnetsten Einrichtungen zu tun haben, so daß sie während ihres Dienstes für das Vaterland die in der handwerklichen Lehrlingszeit erworbenen Kenntnisse noch wesentlich erweitern und vertiefen können. Dieser Gewinn wird ihnen im späteren handwerklichen Leben, aber auch beim lieber gang zum Dienst in der Handelsmarine gute Chancen eröffnen, die für den Aufbau und die Sicherung ihrer Existenz von großer Bedeutung sein werden. Es ist also em durchaus verheißungsvoller Schritt, wenn solche junge Männer sich zum Freiwilligendienst in der Kriegsmarine melden. Die erste soldatische Ausbildung erhalten sie in den Marinegarnisonen an Land, in den Orten an der Wasserkante, aber schon ndch etwa einem halben Jahre kommt der junge Seesoldat an Bord, und damit beginnt dann für ihn das interessante Leben auf einem Kriegsschiff, Der zweite Teil des Abends brachte dann die Vorführung mehrerer Filme von Auslandreisen deutscher Kriegsschiffe und von Hebungen unserer Kriegsflotte in dell Heimatgewäsfern. An Hand dieser Filme konnten die ,Besucher erkennen, wie vielseitig und abwechslungsreich das Leben der jungen Seesoldaten ist und welche reichen Möglichkeiten zu ihrer inneren Bereicherung bestehen, wenn sie an Auslandreisen unserer Kriegsschiffe teilnehmen. Kapitänleutnant Birnbaum konnte für seinen fesselnden Vortrag, der die Liebe und Begeisterung für unsere Kriegsmarine besonders bei unserer Jugend stark vertieft haben wird, reichen Beifall als äußeres Zeichen des Dankes ernten. Der Wehrbe- zirkskommandeur Major Werner schloß sodann den Abend mit dem Gruß an den Führer. Spielplanänderung im Sladllhealer. Am Freitag, 21. Januar,, findet infolge Erkrankung statt „Enoch Arden" die Ausführung der Oper „Martha" von Fr. von Flotow statt. Die Vorstellung beginnt um 20 Uhr und endet 22.45 Uhr. Freitag-Miete. 16. Vorstellung. Vortrag im Oberhessischen Geschichtsverein. Die Wälder der Heimat und ihre Geschichte sind am nächsten Donnerstag. im Forstinstitut Gegenstand eines Vortrags von Forstassessor Dr. Imme l, der die Freunde unseres Waldes in einem frischen Streifzug durch den grünen Forst führen wird. Militärische Beförderungen. Der Kommandeur unseres früheren Gießener Infanterie-Regiments Oberst Dierow, Chef des Ge- neralftabes des. XI. Armeekorps in Hannover, wurde vom Führer und Reichskanzler zum Generalmajor befördert. Ferner wurden in der Luftwaffe beim Luftgaukommando XII befördert: Zum Oberst (E.) Oberstleutnant (E.) Scheffer, zum Oberstleutnant (E.) Major (E.) W o l k e n h a u e r. WSW. Ortsgruppe Gießen-Süd. Am Montag, 17., Dienstag, .18. und Mittwoch, 19. Januar findet im Bereich der Ortsgruppe Gie- ßen-Süd die Pfundsamwlung durch die NS.-Frauen- schaft statt. Es wird während der Dauer des WHW. 1937/38 nicht nur bei den Mitgliedern des Lebensmittel-Opferringes, sondern bei allen Volksgenossen die Pfundsammlung durchaesührt. Als Spenden sind vorwiegend Mehl, Hülsenfrüchte, Graupen, Nudeln, Zucker, Grieß, Wurstwaren, Konserven erwünscht. Selbstverständlich werden auch alle andern Pfund- spenden entgegengenommen. Die Einwohnerschaft wird gebeten, die Spenden bereitzuhalten. WHW. Ortsgruppe Gießen-Ost. Die Pfundsammlung wird Mittwoch, 19., und Donnerstag, 20. Januar, von der NS.-Frauenschaft durchgeführt. Alle Volksgenossen, die in der Lage sind, bas WHW. zu unterstützen, werden dringend gebeten, sich nicht auszuschließen. Der Inhalt der Päckchen ist außen sichtbar anzugeben. Es sind in erster Linie zll spenden: Mehl, Hülsenfrüchte, Graupen, Nudeln, Makkaroni, Zucker, Grieß, Wurstwaren und Konserven. WHW. Ortsgruppe Gießen-Mitte. Vetr.: Pfundspende. . Am Mittwoch, 19. Januar, werden die Pfund- spenden durch die NS.-Frauenschaft eingesammelt. Die Hausfrauen werden gebeten, den Inhalt auf der Umhüllung kenntlich zu machen. Die Pfund - fammlung erstreckt sich während der Dauer des WHW. auf alle Volksgenossen. BNM.- u.ZM.-Untergau 116, Gießen Vetr.: Appelle. In dieser Woche finben folgende Appelle burch bie Untergauführerin statt: am 18.1. um 20 Uhr im Standort Daubringen, am 19.1. um 20.30 Uhr im Standort Lich. Vetr.: HI.-Arbeilsgemeinschafi. Am 21. d. M. findet nochmals eine HI.-Arbeitsgemeinschaft im MHI.-Heim statt. Beginn 20.15 Uhr. Es treten an: alle M.-Gruppensührerinnen, alle JM.-Gruppenführerinnen, alle Stabsmitglieder. Eventuell können von jeder Gruppe noch 1 bis 2 Scharführerinnen mitgebracht werden. Vetr.: Werkscharabend. Der Werkscharabend muß leider am Dienstag, 18. d. M., ausfallen. Dafür findet er am F r e i t a g, 21. b. M., in ber Dienststelle des Untergaues statt. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnach mittag geschloffen Siamantrn-Komödie Roman von Horst Biernath. 33 Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Sie zögerte: „Ich habe nur geahnt, daß Sie mir Martlnis Namen nennen würden." „So...?" sagte er gedehnt und schob das Kinn vor. „Oder wundern Sie sich vielleicht darüber, Humphrey? Haben Sie nicht, von der ersten Minute unserer ersten Begegnung an, ihn aller möglichen Dinge beschuldigt, die allesamt aus ber Luft gegriffen waren? Also, bitte, weshalb soll ich Ihnen gerade jetzt Glauben schenken?" „Gewiß", gab er ruhig zu, „ich habe Martini mehrmals falsch beurteilt, aber nicht in seinem Wesen und — wenn man so sagen kann — in seinen Bestrebungen, sondern "nur im Maß seiner Handlungen. Ich habe meine Fehlgriffe vor ihm und auch vor Ihnen fast in ber gleichen Stunde zugegeben, in ber ich einsehen mußte, daß ich mich vergaloppiert hatte. Den ersten Fall kennen Sie. Es handelte sich um meinen Irrtum, daß Martini etwas mit dem Ueberfall auf den Scheintransport gehabt hätte. Später, bei dem Raub der echten Steine, der den Mitreisenden glücklicherweise noch immer unbekannt ist, habe ich angenommen, Martini sei der Mann gewesen, der bie Wachter des Transports, Ferguson unb Hooten, niedergeschlagen und betäubt hat — bis ich belehrt wurde, daß er mit dieser Tat nichts zu tun hatte..." x „Sondern wer?" fragte sie rasch und gespannt. „Ein Kerl, der sich unter dem Namen Dieren- brook auf der .Catharina' eingenistet hat." „Der Farmer, der das Jagdunglück hatte?" „Weder Farmer noch Dierenbrook!" erw'derte er überlegen. „Jedenfalls ein Kerl", fuhr er, leicht gereizt, fort, „der sich in allen möglichen Berufen versucht hat und schließlich beim Diamantenschwindel hängengeblieben ist. Ich überraschte ihn an dem Abend, als der Raub entdeckt wurde, dabei, wie er meine Kabine — ober vielmehr unser-e Kabine — nach den gestohlenen Diamanten durchsuchte. Er wußte nicht, daß ich den Raum mit Martini teilte. Da cs stockdunkel war, verwechselte er mich mit Martini und forderte mich in der sichern Meinung, Martini vor sich zu haben, auf, bie geraubten Diamanten mit ihm zu teilen. Er verbanb bamit bie Drohung, im Weigerungsfälle rücksichtslos anzuzeigen, wer ber Diamantendieb sei. Als Stilprobe kann ich Ihnen den köstlichen Satz mitteilen, daß er mir erklärte, als Außenseiter und Einzelgänger sei ich ohnehin so etwas tofe unlauterer Wettbewerb .. Martini hatte nämlich das Pech gehabt, bei seinem Einbruch in ber Kabine ber Minerva-Detektive von Herrn Dierenbrook beobachtet worden zu sein." Er nickte. „Mehr habe ich Ihnen eigentlich nicht zu sagen." Sie schloß die Augen. Vielleicht vor Erschütte- rung. Vielleicht, weil sie mit aller Anspannung, deren sie fähig war, eine Lücke in diesem Gitterwerk zu finden hoffte. Humphrey ließ ihr Zeit. „Unb das ist die Wahrheit?" fragte sie schließlich tonlos. „Glauben Sie etwa", brach er gereizt los, „ich hätte diese Geschichte erfunden, um mich interessant zu machen? Oder ich hätte geträumt?" Sie hob abwehrend die Hände: „Nein, nein, nein!" „Also?" „Sind diese Tatsachen Zanten, den Offizieren, kurz gefagt' allen Mitwissern des Geheimnisses bekannt?" Er zog die Lippen durch die Zähne. „Nein. Ich bin der einzige, der sie kennt." „Weshalb schonen Si^ dann Martini? Ihre schmalen dunklen Brauen verschoben sich leicht gegeneinander. Humphrey trommelte auf fein Knie. „Ich schone ihn nicht. Ich werde reden, wenn ich die Zeit für gekommen halte." Sie sah ihn mißtrauisch an. „Weshalb dieser Aufschub?" „Ich will Ihnen die Sache erklären! Dierenbrook weigert sich, gegen Martini auszusagen. Das ist nicht weiter verwunderlich, da seine Rolle bei diesem Spiel ihn selbst schwer belastet. Ich kann ihn natürlich nicht mit Gewalt zur Aussage zwingen. Unb Zanten ist kein Richter ... Beim ersten polizeilichen Verhör im nächsten Hasen aber werbe ich diese Dinge unter Eid vorbringen. Unb wenn auch Dierenbrook wie Martini natürlich alles abstreiten werben, irgend etwas mit dem Diamantenraub zu schaffen gehabt zu haben, so wird man meinem Zeugnis doch etwas mehr Bedeutung zu- messen als den hartnäckigsten Unschuldsbeteuerungen dieser beiden fragwürdigen Herren." Sie nickte.. Ihre Hände lagen matt und welk in ihrem Schoß. „Sie haben ein auffallendes Interesse daran, Martini zur Strecke zu bringen ..." Was wollte sie noch sagen? Ihn vielleicht bitten, von seinem Wissen keinen Gebrauch zu machen? Martini laufen zu lassen? He? Aber sie brach unvermittelt ab. „Erlauben Sie!" widersprach er verletzt. „Das klingt geradeso, als ob Sie sagen wollten, ich hätte ein persönliches Interesse daran, gegen Martini vorzugehen. Er ist mir völlig gleichgültig. Was allein mich treibt, diese böse Geschichte nach bester Möglichkeit aufzuklären, ist der Wunsch, ber Gerechtigkeit zu bienen unb Zanten, einem alten Freund unseres Hauses, aus einer unverschuldeten Patsche zu helfen." „Ich verstehe Sie durchaus. Ich würde an Ihrer Stelle gewiß nicht anders handeln." Sie erhob sich und stützte sich auf den Tisch — nicht, um sich zu halten, sondern, um ihre Hände unterzubringen. „Ich will Sie nicht an ber Ausübung Ihrer Pflicht hinbern! Ich habe Sie ohnehin recht lange aufgehalten." Sie nickte ihm verabschiebenb zu, ohne bie Hänbe vom Tisch zu lösen. „Carola ...!" stammelte er. „Ich möchte jetzt arbeiten, Humphrey!" Sie beutete auf den halbbeschriebenen Bogen. „Wir sehen uns vielleicht beim Diner roieber... Falls ich nicht bie Zeit vergesse." Als ob sie fähig wäre, jetzt auch nur eine Zeile zu schreiben! Auch nur einen Gedanken zu denken! „Unb Ihre große Möglichkeit?!" fragte er ftockenb. „Da! Die Funkbepesche aus Berlin?" ,^Jch verzichte barauf! Der Fall interessiert mich nicht. Ein gewöhnlicher Diebstahl — nichts weiter. Ich sehe im Verbrechen roeber etwas Abenteuerliches noch etwas Romantisches. Es ist eine Angelegenheit für Gerichtsberichterftatter." Sie brehte sich um unb nahm ben Feberhalter zur Hanb. Es war sehr deutlich, daß sie die Zeit für Humphreys endgültige Verabschiedung für gekommen hielt. Er bewegte hilflos die Arme. Für einen Augenblick sah es fast so aus, als wolle er zu ihr hin- laufen und sie an sich reißen, den geliebten Körper an sich pressen, den geliebten Mund küssen... Er ließ die Hände sinken und ging. Mit der Trauer der Gewißheit im Herzen, Carola verloren zu haben. Nicht an Martini. Darüber hatten ihre letzten Worte ihm jeden Zweifel genommen. Aber ebenso war er sich dessen bewußt, daß sie nicht zu den Frauen gehörte, die ihre Enttäuschung im Arm des nächsten Bewerbers ausweinen... v Im Gang begegnete er Zanten. Er wäre diesem Zusammentreffen gern ausgewichen. Aber es war unvermeidlich. Der alte Herr hatte ihn bereits entdeckt und rief ihn an. Es ging nicht gut an, sich schwerhörig zu stellen. „Nun, mein Junge", fragte der Alte, „hat sie sich gefreut? Haben Sie ein Bussi zur Belohnung bekommen, he?" „Es ist aus, Onkel Paul!" antwortete Humphrey schwermütig. „Sie will von der ganzen Geschichte nichts wissen. Der Fall interessiere sie nicht — hat sie gesagt..." „Machen Sie keine Witze!" „Ich mache keine Witze, Onkel Paul! Mir ist überhaupt noch nie in meinem Leben so wenig nach Witzen zumute gewesen, wie in diesem Augenblick." „Also, ich verstehe überhaupt nichts mehr!" murmelte der alte Herr bestürzt. Humphrey trompetete heftig in sein Taschentuch. „Nun, so reden Sie doch endlich!" drängte Zanten. An alle Volksgenossen im Einzelhandel. NSG. Die Gaudienststelle Hessen-Nassau „Der Deutsche Handel" in der DAF. erläßt gemeinsam mit der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel folgenden Aufruf: „Wir künden deutsche Leistung." Im Rahmen des kommenden Berufswettkampfes aller schaffenden Deutschen wird erstmalig für alle Arbeitskameraden und Arbeitskameradinnen im deutschen Einzelhandel ein Schaufensterwettbewerb in ber Zeit vorn 13. bis 20. Februar burchgeführt. Es ist Aufgabe bes Wettbewerbs, alle Schaufenster in ben Dienst ber wirtschaftspolitischen Zielsetzung unserer Zeit zu stellen. Das Schaufenster ist Künder ber Kultur und ber Leistungsfähigkeit ber ganzen Nation. Seine Gestaltung muß baher geschmackvoll, wahr und vor allem schöpferisch sein. Wir rufen Betriebsführer und Gefolgschafts» Mitglieder des deutschen Einzelhandels zu diesem Leistungskampf auf! In ber Woche bes Wettbewerbes müssen alle Schaufenster unter der einheitlichen Parole „Wir künden deutsche Leistung" stehen. Wir vertrauen darauf, daß der deutsche Einzelhandel seine Leistungsfähigkeit und seinen Willen zur Mitarbeit auch in dem Schaufensterwettbewerb erneut unter Beweis stellen wird. Ein lustiger Abend beim Fähnlein 3/116. Das Werben und Trommeln für ben Volks- gemeinfchaftsäbend der Pimpfe vom Fähnlein 3/116 am Sonntag im Caf6 Leib brachte ein übervolles 5)aus". So eifrig die Buben bei ber Sache waren, so pünktlich 'setzte auch bie Spielfolge ein. Mit ihren Marsch- unb Liebweisen schufen sie sofort eine gute Verbindung zu ihren Zuhörern. So fanden auch die Worte bes Fähnleinführers Kuhl einen guten Widerhall, der kurz unb schlicht von dem Ernst der Arbeit im Jungvolk sprach und die vielen Mühen aufzählte, mit denen sich ber Junge ben Ehrentitel eines Pimpfes zu erringen sucht. Unb daß er dies gern tut, bewies dieser Abend. Für die Mithilfe zu dieser Aufgabe ber Charakterschulung des kleinsten Hitterjungen warb der Fähnleinführer um die Unterstützung ber Eltern, unb er zeigte ihnen, wie all bie Kleinarbeit und L-k ii fllit W1 •Mti W" i SfeW KL" J Jg Mark. - • <9 471 o b,9J ! M 6 l(Ltj bis V ? ^3 rtne ' /Äi 3«6 intk” ff ’jjj, L folgen jetztö Senken w « grrti Gietzener IDochenmarftpreÜe tprette heutigen Wochen- forsihnHor XZ 1tet * Gießen, 18. Jan. Auf dem markt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, Vi kg 1,57 Mark, feine Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 5 bis 10, ausländ. Kühlhauseier B 12, ausländ. Eier A 12% Pf., junge Hähne, % kg 1,10 bis 1,30 Mark, Suppenhühner —,90 bis 1.— Mark, Wirsing ben unb Zanten faßte Humphreys Arm. Er schüttelte ben Kopf. „Das ist kaum zu glauben", sagte er. „Aber was gäbe es Unglaubliches, was ein Weibsbild nicht fertigkriegte? Ich zum Beispiel hatte im Jahre sechsundachtzig eine Braut — kein Flitscherl, Jon« bern eine Braut auf Ernst. Sie hieß Antje und stammte aus besseren Kreisen. Jawohl: Antje hieß sie... Unb wenn Sie diesen Namen so ganz langsam, auf der Zunge zergehen lassen, bann hören Sie Stricknadeln klappern und riechen knusprige Brat- gänfe, mit Aepfeln und Majoran gefüllt. Können Sie sich überhaupt einen Namen denken, der schöner für eine Seemannsbraut wäre als Antje? Ich jedenfalls bin fromm und rein geworden, wenn ich ihren Namen im Verlobungsring las..." „Sie scheinen ben Ring häufig abgenommen zu haben?" bemerkte Humphrey ziemlich unpassend. „Ja, ich konnte den geliebten Namen nicht oft genug lesen", meinte Zanten arglos. „Aber was soll ich Ihnen erzählen, mein Junge? Als ich von Surabaja zurückkarn, da war Antje, dieses rei- zendq Geschöpf, so auffallend freigebig mit Zirkusbilletten ..." urner tonnte Menten. Die tereingegeben i der Dienst sinnvoll ineinanbergefügt sind, um ben Pimpf zu einem gesunden, frohen und tüchttgen Menschen heranzubilben. Er wies auch auf das Fahrtenprogramm hin, das die Pimpfe in diesem Jahre in einer Hessen-Nassau^Fahrt nach Limburg. und in den Ferienfahrten in die Nordmark unb an die See führen wird, und" erbat dazu die Mithilfe der Eltern, damit kein Pimpf dabei fehle und jeder zu den schönsten Erlebnissen gelangen kann, die für ihn eine wertvolle Erinnerung bedeuten werden. Mit ihren Kanons und dem heiteren Auftreten einer Hofkapelle zeigten die Kleinen, wie Frohsinn und Lachen zum festen Bestand ihrer Ausrüstung gehören, und davon versuchten sie ihren Gästen einen Anteil zu vermitteln, womit sie Erfolg hattest. Damit gewannen sie sich neue Freunde, und ber luftige Pimpfenfport wirb auch erheblich dazu beige tragen haben, daß die Eltern stolz auf ihre Sprößlinge sind. Daß sie sich zu helfen wissen, zeigten die heiteren Ansagen in den Kunstpausen unb die Musikeinlagen, und schließlich ließen sie | mit dem Rüpelspiel „Peter Squenz" all ihrem Jungenübermut freien Laus, so daß der Abend recht luftig unb heiter verlief und bewies, wie man mit einfachen Mitteln wertvolle Unterhaltung pflegen kann. Humphrey bitter. „Ich glaube, sie liebt Kerl." „Martini?" rief der Alte verblüfft. Humphrey drehte das Gesicht zur Wand antwortete nicht. „Was soll ich da viel erzählen?" antwortete Die efiiäW °Ani Oberjoch I Ä erste Skijchu Mi Chef der Ord General der Pol !;sführers si : Bestimmm eneral Dalu chule am £ n die Poh iort zu j)ä eradschaft e rfchied des ramm der k Lolizei nehme d ei. Mit dem Rutschen Polizei i°r Drbnungspo. MMll/kg. üujMItert fieuvCinbenl-S Sn Klein-Linden Mimenden Komp Allster Aufstellun -s-plel. Der Anstotz uuf gefangen und iiiQlfte der SA. Angriffe der § Aber nicht verhii M schotz. Bis pSbens um eine ' 3n der zweit umgeftellfer Mo Ach Anstoß ge Tvr und nach ei Mannschaft Wamme erneut die « A-Manch crMe nach eine Sf b,e SA, di N Meter vor de . “ pum cieoi tWs »Mts aehör *“"!)« mit @ -^verein hei Ä".: ” ,tlnfr tlitfci. „Aha!" stieß Humphrey mit unverkennbar schadenfroher Neugier aus. „Nein, Sie ahnen nicht das Richtige. Es war viel schlimmer! Nicht der Schulreiter ober ber Jongleur versorgte sie mit Freikarten, fonbern der Clown! Ein ganz blödsinniger ,Dummer August' mit der uralten Nummer: Mit dem Wassereimer >ine Leiter herauf und, bums, auf ber andern Seite holterdiepolter im Eimer hinunter... Und darüber wollte sich Antje halbtot lachen ..." Humphrey zog die Brauen hoch und machte bedauernd: „Tatata!" Zu mehr Mitleid fühlte er sich nicht verpflichtet, da die Geschichte ja immerhin schon fünfzig Jahre zurücklag. „Clown? Na ja!" sagte er schließlich grimmig unb kam damit wieder auf bas Wesentliche. „Aber Martini...!" „Ach, mein lieber Junge", nickte Zanten ernst, „damals war ich zwar etwas -jünger als Sie, obwohl ich schon die ersten Streifen trug, aber in der Dämlichkeit gab ich Ihnen nichts nach. Heute sieht man mir's nicht mehr an, daß auch ich einmal erbarmungswürdig zart war,, zart unb schüchtern, jedenfalls Frauen gegenüber ... Aber Martini — bas ist so ein Kerl, ber fragt nicht lange, ob es erlaubt ist: ber küßt bas Mäbel eben mitten auf den Mund ..." I „Haben Sie das gesehen?" ächzte Humphrey. (Fortsetzung folgt.) te® FWe (PH Schere vi, ' Kleinich, mhtin * tiinb W ■’» »in 1? °-rd« SH#; Ml.900 ®ie6( Wirtschaft 4 Lhof Zu unsere Rechten erheben sich vor uns 15.: -enriAe K-ch«in- Kühn, geb. Heldmann, । la.: 3)ennene Margarine mi 64 I., Am Nahrungsberg 32. im weiter zurück im leichten Nachdem wir Heuchelheim SJl.-SpOTt Hüter machtlos. Leihgestern führte 1:01 em Berlin — Jranffuri a. Bl. Vevifenmarkt Nleiberg und Vetzberg, Nöbel der Dünsberg. ?“ antroortete sie liebt den formte ihn mit Glück halten. Sportverein Heuchelheim II — 52L II 4:0 (1:0). wieder hinter uns, und wir aussprechen zu dürfen, daß wieder mancher heimatfreu- zur edlen Wandersache be= ♦ 3n Gießen 4011,52 UM. S dem Nelken-Verkauf für das WHW Frauenberg. Als Hintergrund unseres Stadtbildes grüßt der Schiffenberg, der heute unser Endziel ist. Dir folgen jetzt der im vergangenen Jahre neu angelegten Markierung — rote Ringe — in Richtung lvindhof. Zu unserer Rechten erheben sich vor uns ** Sterbefälle in Gießen. Es verstorben in der Zeit vom 1. bis 15. Januar: 1.: Karoline Jakobi, geb. Alles, o. B., 71 I., Lindenplatz 11 3.: Sophie Frutig, geb. Euler, o. B., 89 I., Wie- fenstraße 6; Frieda Weber, Hausangestellte, 31 I., Maigasse 13. 5.: Daniel Heil, Rentner, 86 I., Hit- lerwall 47. 6.: Christine Gelzenleuchter, geb. Becker, o. B., 76 I., Schulstraße 11. 7.: Elisabeth Streng, geb. Mettenheimer, o. B., 94 I., Alicenstrahe 22. 9.: Elisabeths Pi eh, o. B, 86 I., Friedhofsallee 14. 10.: Wilhelm Ferber, o. B., 61 I., Ludwigstr. 40; Wilhelmine Umbeer, geb. Minor, o. B., 55 I., Asterweg 72. 11.: Karl Helfenbein, Schlossergeselle, 65 I., Grabenstraße 8; Katharina Gümbel, geb. Al igen Wochen- ibutter, f kg Marlenbuttei Pf., Käse, bas B12, auslänb. g 1,10 bis 1Z Mark, Wirsing Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe Der zuletzt oefchloffenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v H., Lombardzinsfuß 5 v. H. __________________ 7 Volks, ilem 3/116 übervolles waren, schufen fit Zuhörern, lemführerg «Ä fGchi sprach unb en sich her 3U erringen •wies dieser lufgabe der wgen warb 3 der Eltern, n arbeit und ud, um den nd tüchtigen ch.auf dar e in diesem ich Limburg rark und an die Mthilfe |le und jeder kann, die für en werden, 'en Auftreten wie Frohsinn r Ausrüstung ihren Gästen Erfolg hatteti. nbe, und der lich dazu bei- olz auf ihn helfen wissen, . Kunstpausen ich ließen sie j“ all ihrem 3 ber Abent bewies, wie Unterhaltung Hoßbach, 73 I., Frankfurter Straße 117. 12.: Joses Sauer, Lokomotivführer, 66 I., Bruchstr. 15. 13.: Luise von Grolman, o. B., 82 I., Ludwigstr. 4. Fußball der Kreisklaffen. 1. krelsklafse. AfB. - R. Gießen I — Heuchelheim I 71 Durch Einstellung neuer Leute, die sich gut be- nä-Trten, konnten die BfB.er dieses hohe Resultat flitsn Heuchelheim erzielen. lLüddingshausen — Wieseck 3:2: Die Vilsecker sind wieder im Kommen, doch der glücklichere Sieger schoß ein Tor mehr. ?lein-Linden I — SA. -Kampfge- Oie Sparkassen im Jahr 4937. Fwd. Die nunmehr vorliegenden Ergebnisse der Ptonatsausweise der deutschen Sparkassen Girokassen und Kommunalbanken für Ende Dezember 1937 (Spareinlagenzuwachs von 204,2 Millionen Reichsmark) ermöglichen einen ersten genauen Ueberblick über die Einlagenbewegung bei den Sparkassen im Jahre 1937. Ein Vergleich mit den Vorjahren zeigt, daß den Sparkassen bei ihrer Tä, tigkeit als Sparkapital-Sammelstellen im abgelaufenen Jahr ein besonders großer Erfolg beschieden war. Die Einzahlungen von Spareinlagen betrugen 1937 insgesamt 5788 Mill. RM. und lagen damit um 516 Mill. RM. über denjenigen im Jahre 1936 (5272 Mill. RM.). Abgehoben wurden im Laufe des Jahres 1937 = 4927 Mill. RM. Spar- n yr Wand und Gießen aus gekommenen Wanderkameraden noch einige Zeit bei fröhlichem Gesang, bis wir bei anbrechender Dunkelheit den Heimweg antraten. Ein echter Wandertag lag glauben die Hoffnung auch in diesem Jahre dige Volksgenosse sich kennen möge. Nu inschaft Gießen I 3:4. UoIIat II — Alten -- Busi lonbti, * A Men. ^beits- Elchen rt ff ber L Es ft ?r 'n ben 3 Unsrer unb bet ei»e Ge, und vor "Mm ’ Wettbe. .-Wit. S ’M ** Einzel, en Dillen ^ttbewerb ng las.-- S'SU Mit dem DHL. auf Wanderfahrt. Ran berichtet uns: Ein neues Wanderjahr hat m« der am Sonntag durchgeführten Wanderung ichen Anfang genommen. Wenn auch das Wetter bi Tage vorher nicht besonders einladend war, so hchen "sich doch nahezu 50 Teilnehmer beim Ausgangspunkt Lahnbrücke eingefunb'en. Diesmal wa- tep es die besonders wetterfesten Wanderer, für die -s fein Zaudern gibt, ob Regen oder Sonnenschein. Inj er Weg brachte uns zunächst zum Bismarck- Lurm. Hier oben hat man einen prächtigen Rund- blgf auf die Stadt. Wo unser Auge hinschaut, bie- iet sich immer etwas anderes. Nach links sehen wir ben Lollarer Kopf, weiter hinauf ins Lahntal den trün 10 bis 12 Pf., Weißkraut 7 bis 8, Rotkraut 10 M 12, Gelberüben und Karotten 10 bis 12, rote Men 10 bis 12. Spinat 20 bis 25, Unterkohlrabi ' dis 8, Grünkohl 15, Rosenkohl 30 bis 35, Feldsalat Ko 9 bis 10, Tomaten, N kg 45, Zwiebeln 9 bis 10, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 30 bis B. Aepfel 10 bis 20, Birnen 8 bis 15, Blumenkohl, Zttck 45 bis 50, Endivien 10 bis 25, Lauch 5 bis 8, iitzitich 5 bis 10, Sellerie 10- bis 40 Pf., Kartoffeln, Zentner 3,25 bis 3,45 Mark. df« 3antMS 6ii Vorjahre) betragen haben. Rhein-Mainische Börse. Mttagsbörse nachgebend. Frankfurt a. M.,' 17. Jan. Die Börse hatte einen überaus ruhigen Wochenbeginn. Der Ordereingang hielt sich in engsten Grenzen. Die Kulisse wartet offenbar die weitere Entwicklung ab, nachdem die Anlagekäufe aus dem Publikum ziemlich beendet sind. Indessen hat man einige Hoffnungen, da nunmehr die Zeit der Abschlußperiode näher- rückt. Am Aktienmarkt waren Die Anfanyskurse wenig verändert, später neigte die Tendenz infolge der Geschäftslosigkeit jedoch eher zur Schwäche. Etwas Interesse verblieb für einige Anleihestockwerte. Kleine Abgaben erfolgten in Montanwerte, Rheinstahl 146,25 (147,25), Verein. Stahl 114 bis 113,50 (114,40), Hoesch unverändert 116,25. IG. Farben lagen mit 162,75 (163) verhältnismäßig widerstandsfähig. Gut behauptet blieben ferner Reichsbank mit 212,50, Schuckert mit 179, Adlerwerke Kleyer mit 114,50 und Eßlinger Maschinen mit 123. Schwächer kamen AEG. mit 120 (121), Gesfürel mit 147,90 bis 148 (149), Daimler mit. 140,25 (141) und Metallgesellschaft mit 146 (146,50) zur Notiz. Auf den meisten übrigen Marktgebieten lagen Erstnotierungen nicht vor. Auch am Rentenmarkt entwickelte sich nur kleines Geschäft, die Haltung blieb aber freundlich. Kommunal-Umschuldung bei einigen Umsätzen 95,15. Erhöhtes Interesse verblieb am Pfandbriefmarkt. Die Kurse kamen unverändert zur Notiz. Liquidationswerte wiesen leichte Schwankungen bis 0,13 v. H. auf, ebenso notierten Stadtanleihen und Industrie-Obligationen nicht ganz einheitlich. Von Staatsanleihen lagen 5V2 v. H. Younganleihe 0,25 d. H. höher mit 106,50. ReichsanleiheEltbesitz schwankten zwischen 130 bis 130,13. Im Verlaufe war die Haltung überwiegend Kie Skischule der Polizei eingeweihl. Lm Obevjoch bei Hindelang wurde am Montag bie erste Skischule der Polizei des Reiches durch bei Chef der Ordnungspolizei, ^-Obergruppenführer ®tieral der Polizei Dalueae, in Vertretung des Eisführers ff und Chefs der deutschen Polizei, Bestimmung übergeben. neral Daluege bezeichnete diese erste Polizei- hule am Oberjoch als eine der Stätten, an it die Polizeioffiziere und Männer durch bbn Dort zu Härte gegen sich selbst und zu einer eradschast erzogen würden, in der es keinen rschied des Dienstranges gebe. Im Arbeits- ramm der körperlichen Schulung der deutschen ;ei nehme der Skilauf immer größeren Raum eit Mit dem Hinweis auf die bevorstehenden bettschen Polizeiskimeisterschaften übergab der Chef bei Ordnungspolizei dann das Haus feiner Be- l'tirrmung. Fußball der SA -Kampfgemeinschaft. Hein-Linden I — SA.-Kampfgemeinfchafl I 3:4 (2:0). ?n Klein-Linden tarn es am Sonntag zu einem ipQnnenben Kampf. Beide Mannschaften traten in täikster Aufstellung an unb zeigten ein interessantes 5p. ei. Der Anstoß Der SA. wurde von Klein-Linden iwgefangen unb sie legten das Spiel sofort in die tzafte ber SA. Einen Schuß bes Halblinken ber für ner konnte ber Torwart nur noch zur Ecke IÄ» ?n' DumT®anereimet auf unk hinunter./ lachen - . b(, hte 1°, ! • die SA.-Mannschaft zum Großangriff über unb eizelte nach einem schonen Zusammenspiel ber ge- fflir-ten Mannschaft den Ausgleich. Bei einer Ecke für bis SA., die schlecht abgewehrt würbe, gab es A Meter vor dem Tor einen Strafstoß. Der linke $erteibiger ber SA. schoß ben Ball mij großer Ducht zum Siegestreffer ein. Die letzten Minuten des Spieles gehörten ben Klein-Lindenern. Die SA. aneibigte mit allen Spielern ben Vorsprung und Sei dem Verkauf ber Nelken am Samstag und Sonntag zum Besten des Winterhilfswerkes wurden ] ber Stabt Gießen folgende Betrage emge- "" "en-Mitte 1117,43 Mark, guchaben, ein Betrag, der um 41 Mill. RM. geringer ist als die Auszahlungen im Vorjahre (9468 Millionen RM). Der Einzahlungsüber- f dyu ß von 1937 beträgt somit 861 Mill. RM. und übersteigt damit den des Vorjahres (+ 304 Mill. Reichsmark) um 557 Mill. RM., und zwar um die Mehreinzahlungen von 516 Mill. RM. und die Minderauszahlungen von 41 Mill. RM. Die Zunahme des Einzahlungsüberschusses in 1937 ist also in der Hauptsache auf die Steigerung ber Einzahlungen zurückstuführen. Unter Berücksichtigung ber Zinsen unb sonstigen Veränderungen dürfte der Zuwachs der Sparern lagen im Jahre '937 insgesamt etwa 1,4 Milliarden Reichsmark (gegen 0,8 Milliarden RM. nachmittag: Praktisches Spiel. Der Leiter der Ortsgruppe des DRL. begrüßte zu Beginn des Lehrgangs die Teilnehmer und gab der Hoffnung Ausdruck, daß ber Kursus Erfolg haben würde. Das Spiel loste bei ben Teilnehmerinnen viel Freube unb Begeisterung aus. Das abschließende Handballspiel zeigte, daß sich in Gießen viel talentierte Spielerinnen befinden. In regelmäßigen Trainingsstunden soll ben Spielerinnen die noch fehlende Spielerfahrung vermittelt werden, um in Bälde eine Stadtvertretung zu besitzen. Wahrscheinlich wird Gießen schon das kommende Hallenhandballturnier mit zwei Mannschaften im Frauenhandball bestreiten können. schwächer. Gedrückt waren besonders AEG. mit 118,50 nach 120 auf verringerte Dividendenhoffnungen. Sonst gingen u. a. zurück JA. Farben auf 161,50 nach 162,75, Verein. Stahl auf 113,25 nach 114, Hoesch auf 115,50 nach 116,25, Schuckert auf 178,25 nach 179, Daimler auf 139,50 nach 140,25 und auch im übrigen wären die Kurse etwa 0,50 bis 0,75 v. H. unter dem Anfangsstand angeboten. Don später notierten Werten lagen Schiffahrtsaktien bis 0,65 v. H., von Tarifwerten Bekula 1 v. H., Hanfwerke Füssen 1 v. H. und Junghans 1,25 d. H. höher, im übrigen ergaben sich zumeist Rückgänge bis 1 v. H., Licht und Kraft minus t,50 v. H. auf 143,50. Abendbörfe Inapp behauptet. An der Abe'ndbörfe erfolgten in verschiedenen Papieren weitere kleine Abgaben, so daß die rückläufige Bewegung des Mittagsverkehrs eine Fortsetzung erfuhr, allerdings hielten sich die Abschwächungen mit 0,25 bis 0,50 v. H. In engen Grenzen. Teilweise waren es Anpassungen an den Berliner Stand. Im ganzen zeigte sich etwas Widerstandskraft, zu besonderen Umsätzen kam es aber nicht. Auf der ermäßigten Basis wurden einige Limite erreicht, vereinzelt bestand auch etwas Rückkaufsneigung. U. a. notierten: Buderus 126,50 (127), Mannesmann 116 (116,40), Stahlverein 113 (113,25,) Adlerwerke 114,25 (114,50), MAN. 130,50 (131), Conti Gummi 191,50 (192,25), JG.-Farben 161,25 (161,50), Holzmann 155,50 (155,75), Junghans 126,25 (126,75), Demag 143,25 (143,75), Bemberg 142,50 (142,25). Leicht erhöht waren Hapag mit 82,25 (82), Schuckert mit 178,50 (178,25) und von Bankaktien Meininger Hyp. Bank mit 125,25 (124,50). Unverändert lagen u. a. Rheinstahl mit 146,25, Bekula mit 167,50, Scheideanstalt mit 252,50, Gesfürel mit 148, Metallgesellschaft mit 146, Moenus mit 126,50, DDM. mit 172,50 und Groß- bankaktien. Dan Renten gingen 4,5proz. Nass. Landesbank Gold Reihe 4 bis 5 mit uno. 100,25, 4,5prozent. Mainkraft Obl. mit unv. 103,65 um, 4,5proz. Krupp notierten nominell 99,75 und im Freiverkehr galten Kommunal-Umschuldung unverändert 95,15. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 17. Jan. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Reichsmark: Weizen W13 211, W16 214, W19 218, W 20 220; Roggen R12 193, R 15 196, R18 200, R19 202,Großhandelspreise der Mühlen ber genannten Preisgebiete. Futtergerste, Futterhafer nicht notiert. Weizenmehl, Type 812, W13 29,30, W 16 29,40, W19 29,40, W20 29,75; Roggenmehl Type 1150, R12 22,45, R15 22,80, R 18 23.30, R19 23,50, plus 0,50 RM. Fracht-Ausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W 13 10,75, W 16 10,90, W19 11,10, W20 11,20; Roggenkleie R12 9,95 R15 10,15, 3t 18 10,40, R19 10,50, Mühlen- feftpreife ab Mühlenstation. Sojaschrot, Palmkuchen, Erbnußkuchen nicht notiert, Treber getr., 14, Höchstpreis ab Erzeugerstation, Trockenschnitzel, Heu, Stroh nicht notiert. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 18. Jan. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 586 Kälber, 95 Hümmel, 31 Schafe, 4822 Schweine. Es kosteten: Kälber 30 bis 65 Mark, Hämmel 30 his 46, Schafe 20 bis 42, Schweine 49,50 bis 56,50 Mark. — Marktverkauf: Kälber unb Schweine zugeteilt, Hümmel unb Schafe mittelmäßig. durchschritten, ber Bieber folgend, gelangten wir über die Lahnbrücke zur Wegeunterführung der Bahnstrecke Gießen — Wetzlar. Wir überquerten die Straße und Rattert nach einem etwas beschwer« lichen Aufstieg auf die bewaldete Höhe „Hoppen- ftein" wiederum einen herrlichen Fernblick. Der blaue Himmel sandte seine Sonnenstrahlen auf das vor uns liegende große Wiesental, das sich infolge des Hochwassers ber Lahn in eine Seenplatte vcr- roanbelt hatte, mit ben Dörfern Heuchelheim unb Atzbach. Nach ber Mittagsraft in Klein-Linben roanberten wir burch ben Bergwerkswald über die „Theodors-Ruhe" unferm Endziel Schiffenberg zu. In dem gemütlichen Saal, der zur Kaffeepause einlud, verbrachten wir mit den inzwischen direkt von _______ Alten useck I 0:3: Die Altin Busecker haben zur Zeit gute Spieler im Sturm int konnten in Lollar das Spielgeschehen diktieren, ^odheim — Großen-Buseck 1:2: Wenn tzrßen-Buseck in Rodheim das Spiel gewinnen lernte, so verdankt es das in erster Linie seinem in den Tag gelegten Siegeswillen. 1 eihgestern — G r o ß e n - L i n d e n 3:1: .nyw Uu- Cir Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften, doch fleul* Iflirte Leihgestern die gebotenen Torchancen besser 1 ° n 0 0 Gießen II — D f B. - R. Gießen II r;' Gtrunberg — Muschenheim 0:1: Ein 01efrOgt E Jjjji fmss anständiges Spiel, \_au5 dem Muschenheim als , ebe" verdienter Sieger hervorgmg. , 1 ehnheim — Treis 0:2: Treis hatte die bif|«re Mannschaft zur Stelle und gewann das Spi2l verdient. It) Daubringen I — VfB. - R. Gießen III 10:0. Heuchelheim II — SA. -Kampfgemein f ch a f t Gießen II 4:0. Rodheim II — Staufenberg I 0:1: Die Staufenberger gewannen das Spiel verdient. Allendorf —r Wißmar 1:10: Die Wiß- marer find in guter Form, und es war voraus^u- sehen, daß sie dieses Spiel für sich entscheiden würden. Epielvereinigung 1926 Leihgestern. Leihgestern I — Großen-Llnden I 3:1 (1:0). Am Sonntag fand auf dem Sportplatz an der Rindsmühle der Lokalkampf Leihgestern gegen Gro- ßen-Linden statt. Lxihgestern hatte die Dorspiel- rnederlage wettzumachen. Es gelang den Blauweißen. Leihgestern trat mit folgender Aufstellung an: Dutenhöser; Velten, K. Laux; Wedemann, Väth, Tertor; Lauder, Arnold, Krick, Funk und G. Laux. Die Großen-Lindener waren in ber ersten Viertelstunde überlegen; es war ihnen aber nicht be« schieben. Zählbares zu erreichen. Lechgesterns Abwehr hielt ftonb unb langsam gingen die Einheimischen zum Angrift über. Ungefähr Mitte der ersten Halbzeit leitete Arnold einen Angriff ein. Krick hob den Ball über die gegnerische Deckung hinweg und gegen seinen Schuß war auch der gute Gälte- Lehrgang im Krauenhandball. Die Ortsgruppe. Gießen des DRL. hatte die Hochschulassistentin Fräulein Weber beauftragt, am Wochenende einen Handball-Lehrgang für Frauen abzuhalten, um den in anderen Städten weiter verbreiteten Sport auch in Gießen einzuführen. Obwohl sämtliche Reichsbundvereine und ber BDM. zur Teilnahme aufgefordert wurden, nahmen nur 24 Frauen an dem Kursus teil, ber nach folgendem Programm verlief: Samstagmittag: Balltechnik und Laufschule; Samstagabend: Regeln und Spieltheorie; Sonntagoormittag: Spieltechnik, und Sonntag- Ergebnis ging es in die Pause. Nach der Pause spielten die Leihgesterner nur mit zehn Mann, da Krick zehn Minuten vor Halbzeit des Platzes verwiesen wurde. Auch Väth mußte schon kurz nach Spielbeginn seinen Posten als Mittelläufer aufgeben und als Statist auf Rechtsaußen gehen. Aber trotz dieser Scbwächuna blieben die Leihgesterner stets tonangebend. Angriff auf Angriff rollte vor das Gästetor. Aber ber gute Gästehüter hielt biß gefährlichsten Bälle. Anberseits Überboten sich die Leihgesterner Stürmer int Danebenschießen. Endlich fiel ber zweite Treffer. Laub er gab einen Eckball schön herein; einen halben Meter vor bem Tor senkte sich der Ball und Arnold köpfte unter dem Jubel der Zuschauer zum 2:0 ein. Kurz darauf verschoß Arnold einen Elfer, aber wenige Minuten später stellte er den Sieg durch ein drittes Tor sicher. Fast mit dem Schlußpfiff zusammen erzielten die Gäste aus einem Gedränge heraus das längst verdiente Ehrentor. Handball im Kreis VIII Gießen. In der B e z i r k s k 1 a s f e kamen von ben vier angesetzten Spielen nur brei zum Austrag. Das Treffen Niedergirmes — 1860 Marburg war vorher abgesagt worden. Die übrigen Paarungen brachten keine Ueberraschungen. Mtv. Gießen — SpV. 1900 Gießen 6:3 (3:0) Tv. Hörnsheim — Tv. Lützellinden 4:6 (2:2) Tv. Heuchelheim — Tv. Münchholzhausen 7:5 (4:3) Das Spiel in Gießen konnte in Bezug auf die gezeigten Leistungen nicht restlos gefallen. Man sah auf beiden Seiten Mängel, die eigentlich bei zwei derartigen Gegnern nicht vorkommen dürften. Immerhin blieb der Kampf stets im Rahmen. In Hörnsheim traten beide Mannschaften mit Ersatz an. Diese Tatsache war aber, rote es sich zeigte, ohne Bedeutung; denn die zahlreichen Zuschauer bekamen einen technisch hochstehenden Kampf zu sehen, ber noch bis zur Halbzeit ausgeglichen war. Nach ber Pause konnte allerbtngs Lützellinden immer mehr an Baden gewinnen und schließlich einen nicht ganz unverdienten Sieg sicherstellen. S ■. Die Mannschaft der Heucheheimer hat auch diesmal wieder eine recht gute Leistung gezeigt. Wenn auch Münchholzhausen lange nicht mehr den Gegner von ehedem darftellt, so ist mit der Mannschaft, die stark verjüngt ist, immer noch zu rechnen. Das beweist schon das an sich knappe Ergebnis, mit bem die Platzbesitzer gewinnen konnten. ihlinten. Diese wurde von dem Linksaußen gut i)ti£ingegeben und vom Mittelstürmer mit einem Kopfstoß zum Führungstor verwandelt. Die Hinter- Mknnschaft der SA. hatte schwer zu schaffen, um die Ärzrisse der Klein-Lindener abzuwehren, konnte ih;r nicht verhindern, daß der Halblinke bas zweite Io: schoß. Bis zur Halbzeit, kämpfte die SA. ver- xÄsns um eine Verbesserung bes Ergebnisses. tat ber zweiten Halbzeit erschien die SA. mit - bei imqefteüter Mannschaft. Das bewährte sich. Sofort -r 77' M imo Anstoß gelang bem Mittelstürmer das erste ' • Msbilb und nach einigen Eckbällen auch der Ausgleich. rVimW Oil Mannschaft von Klein-Linden raffte sich nun ' Bw ion' Mifcer zusammen und konnte durch ihren Halb- unb hinten erneut die Führung übernehmen. Nun ging H 2 hieb W SA.-Mannschaft zum Großangriff n so ganz lang MW' enten, der W1 als Antje? M emorben, * Heuchelheim gewann das Spiel auf Grund bessern Leistungen verdient und konnte somit die 9tieber= los. iE im Vorspiel ausgleichen. Die Mannschaft ber iae? Als llh d, konnte in biefem Spiel nicht gefallen, ba sie Inti«, dieses * deiner einheitlichen Aktion tarn, febig mit A" in ber Stabt Gießen folgenöe betrage emge- tiohmen: Ortsgruppe Gießen-Mitte 1117,43 Mark, Ortsgruppe Gießen-Nord 903,04 Mark, Ortsgruppe Iißen-Süb 1164,21 Mark, Ortsgruppe Gießen-Ost ^2 ,89 Mark. Insgesamt beziften sich hiernach bas oammelergebnis in Gießen auf 4011,57 Mark. Frankfurt a. M. Berlin Frankfurt a. M. | Berlin Schluß- kurs Schipßk. AbMd- börse Schlußkurs Schluß! Mitlagbörse Schluß- kurs Schluß?. Abend- börse Schlußkurs Schlußk. Mittag- börse Saturn 15.1i 17.1. 15.1. 17.1 Damm 15.1. 17.1. 15.1. 17.1- 5% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 4% Deutsche Reichsani. von 1934 iy,% Deutsche Retchsschatzanwei- 101,9 99,25 99,6 99 106,25 100,25 100,35 99,9 129,9 138,5 100 101,75 100 99,25 99 135,25 100 99,25 102 102,1 111,35 134,75 81,4 84 129,65 Z 212,5 120,75 127 113,75 101,7 99,25 99,6 99 106,5 100,25 100,3 99,9 - 130 138,5 100 101,9 100 99,25 99 135,25 100 99,25 101,9 102,25 111,35 134,75 82,25 84,5 129,5 212 120,9 127 r113,75 101,6 99,25 99,6 106,75 100,3 100,5 99,9 129,9 100 100 99,25 135,5 100 102,1 111,5 134,75 82 83,75 129,65 212,25 136 120,75 127 113,75 101,6 99,25 99,6 106,9 100,3 100,5 99,9 130,1 100 100 99,25 135,5 100 102,13 111,5 134 83,13 84,5 129,65 211,9 136 120,9 127 113,75 Accumulatoren-Fabrtk....... 14 Aschaffenburg Zellstoff........6 Bemberg...................O Bekula.....................8 Buderus Eilen...............6 Cement Heidelberg...........7 Cement Karlstadt............6 Conti Gummi........ 12 Daimler Motoren.......... 6y, Dessauer Gas............. 4 Deutsche Erdöl..............5 Deutsche Gold- und Silber^.... 9 Deutsche Linoleum.......... 10 Elektrische Lieferungen........6 Elektrische Licht und Kraft.....7 I. K. Farben-Jndustrie.......7 Felten & Guilleaume.........6 141,25 143 166,5 128,5 166,25 193 141 145 253 169 131,5 145,25 163 134,75 149 142,5 49,65 116,13 156 136,25 114,25 120,5 123 95,75 117 159,5 146,5 231 147,25 126,5 152,25 174,25 179 114^ 61 114 152,25 31 226 140,25 142,5 167,5 126,5 166,25 191,5 139,5 144,25 252,5 169 131,5 143,5 161,25 134 148 142 , 115,5 15515 134 120 122,75 95,75 116 159,5 146 146,25 125,65 153,25 174,5 178,5 113 60,75 113 152,25 30,13 226 141,75 142,75 167,75 128,75 192 141 123,75 145,25 169 131,5 145 162,75 134,5. 149 142.5 50 174,5 116,4 156,5 136 114,5 120,4 159,5 123,5 117 159,5 112 231,75 131,25 147,5 126,65 152 175 179,5 102,4 215 114,25 61,13 114,5 152,75 31 140,75 142,5 168,4 128 191,25 139,25 123 144,5 169 131,5 143,5 161 133,5 148,13 49.9 175 115,75 156 161 133 113,5 119,5 >158,5 123 116 159 146 110,75 232,75 146,5 126 152,5 174,5 179 101,5 212 113,25 60,9 113,5 152 30,13 e Amtliche Notierung Gelt | Brie, Amtliche Notierung Geld | Bries Buenos Aires............. Brüssels.. ................ 0,727 41,99 0,134 47,00 0,731 42,07 0,136 47,10 0,727 41,97 0.136 47,00 0,731 42,05 0,138 47,10 Japan.................... Jugoslawien.............. Oslo.................... 0,723 5,694 62,35 0,725 5,706 62,47 0,723 5,694 62,32 0,725 5,706 62,44 Wien..................... 48,95 49,05 48,95 49,05 Kopenhagen............... 55,38 55,50 55,36 55,48 Lissabon.................. 11,27 63,94 57,31 11,29 64,06 57,43 11,26 63,92 57,32 11,28 64,04 57,44 Danzig................... 47,00 12,405 5,485 47,10 12,435 5,495 47,00 12.40 47,10 12,43 Stockholm ................ Schweiz.................. 5,485 5,495 Spanien.................. 14,49 14,51 8,729 14,49 8,711 14,51 8,729 Paris.................... 8,192 138,17 13,09 8,208 138,45 13,11 8,192 138,19 13,09 8.208 138,47 13,11 Budapest................. 8,711 Stollen...,............... Neuyock.................. 2,483 2,487 2,483 2,487 General-Appell der Kameradschaft ehem. Freikorpskämpfer. Die Kameradschaft ehemaliger Freikorpskämpfer hielt am Samstag ihren Jahresappell ab. Im Mittelpunkt des Abends stand ein Dortrag des Kameraden Oberleutnant d. R. B o n h a r d (Gießen), der über „S pro nage und Spionag^eab- w e h r" sprach. Besonders wertvoll waren seine Ausführungen darüber, wie sich die Feindagenten darauf verstanden, als harmlose Leute Gespräche anzuhören und diese dann für ihr Land auszuwerten. Nie könne, so führte der Redner u. a. aus, Vorsicht genug geübt werden. Jedes Wissen hinsichtlich der Landesverteidigung gehören nicht als Gesprächsstoff auf die Straße. Man unterscheide Spione aus glühender Vaterlandsliebe, die ohne jegliche Bezahlung arbeiten, dann Spione, die gegen Entgelt, und schließlich eine dritte Art Spione, die auf beiden Seiten zugleich arbeiten, d. h. sie verraten ihr Land und das Land, dem sie Nachrichten überbringen. Diese Agenten seien meistens Juden. Der Redner ging dann kurz auf die Geschichte der Spionage ein und erinnerte daran, daß schon in frühester Zeit bei Römern und Griechen Spionage getrieben worden sei. Sehr interessant waren dann die Darlegungen des Redners 'über die Mittel und Gegenstände, mit deren Hilfe. Nachrichten übermittelt werden. Schließlich sprach Kamerad Bon Hard noch über die Tätigkeit des Geheimdienstes und dessen Erfolg in der Unschädlichmachung der Feindagenten während des Krieges. Der Vortrag klang mit der Mahnung aus, immer die Parole zu beherzigen, die im Weltkrieg bestimmend war: „Vorsicht bei Gesprächen — der Feind hört mit!" — Der Vortrag wurde mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Im weiteren Verlaufe des Appells schritt Kameradschaftsführer B e u k e zur Ausgabe der E h r e n- urkunden an ehemalige Freikorps- k ä m p f e r. Folgende Kameraden wurden mit Urkunden bedacht: Oskar Kemnate, H. F. Herröder, Hugo Müller, sämtlich Gießen, H. Keil, Ettingshausen, Kurt Mansard, Gießen, Ernst Nispel, Gießen, Kurt Klinker, Gießen, Wilh. Müller, Klein- Linden, Ehr. Fischer, Lollar Fr. Kretschmar, Gießen, W. Nennhöfer, Lich, Hans Happel. Gießen, W. Schwan, Gießen. Anschließend berichtete Kamerad Beute über den Stand der Kameradschaft, insbesondere die günstige zahlenmäßige Entwicklung von 5 bis zu 121 Mitgliedern. Er dankte Len seitherigen Mitarbeitern für die bewiesene Treue und betonte, daß in Gießen leider noch nicht allenthalben das Verständnis für die einstigen Freikorpskämpfer bestehe. Der Kameradschaftsführer erinnerte daran, daß der Führer die Freikorpskämpfer „die letzten Soldaten des Weltkrieges und die ersten Soldaten des Dritten Reiches" genannt habe, denn sie seien es gewesen, die dem Bolschewismus mit der Waffe in der Hand entgegengetreten feien. Kamerad Beute gab dann bekannt, daß demnächst die Traditionsfahne für die Kameradschaft beschafft werde, die in feierlicher Weise übergeben werden solle. Nachdem Kassenwart Hainer den Kassenbericht erstattet hatte, fand der Abend mit dem Gedenken des Führers seinen Abschluß. Aus der engeren Heimat. Zum 60. Todestag Heinrich Neebs. * Lich, 17. Jan. Am heutigen 17. Januar waren es 60 Jahre, daß einer der größten Komponisten und Dirigenten seiner Zeit, Heinrich Neeb, 73 Jahre alt, nach einem arbeitsreichen Leben starb. Neebs musikalisches Schaffen war vielseitig. Besonders fruchtbar betätigte er sich in Lieder- kompositionen. Aber auch Opernwerke von ihm kamen durch die Frankfurter Oper zur Aufführung. 1830 gründete er in Paris den ersten deutschen Männerchor. Er war Gründer weiterer deutscher Gesangvereine, u. a. des 1858 in Frankfurt entstandenen „Doppelquartett Neeb", das 1865 den Grundstock bildete für den damals gegründeten, heute weit bekannten Neebfchen Männerchor. Neebs Leistungen wurden auch im Auslande anerkannt; ein englischer Bewunderer urteilte: „Es ist eine alte Geschichte, die Deutschen haben die größten Komponisten, und Neeb ist ein sehr großer." Neeb war als „Sängervater" weithin bekannt und geehrt. Dennoch hat er die Sorgen und Not des Lebens durchkosten müssen. Gerade das mag ihn bewogen haben, in wirklich sozialer Weise den notleidenden Künstlern durch ein Vermächtnis seines Kapitalvermögens zu helfen. Diese „Neeb-Stiftung" half manchem bedürftigen Berufsgenossen. Heinrich Neeb ist ein Sohn unserer Stadt Lich. In Verbindung mit ihrer 100-Jahr« feier an beiden Pfingsttagen plant die Sänger- vereinigung „Cacilia", Lich, eine besondere N e e b - E h r u n g. Diese soll durch Errichtung eines schlichten Neeb- Denkmals zum Ausdruck kommen. Sängervereine von nah und fern werden dann in Lich diesen Großen ehren! Vom Sängerkreis Ohm-Lumdatal. va? Mücke, 17. Jan. In der hiesigen Gastwirtschaft Bai st versammelten sich die Chorleiter des Sängerkreises Ohm-Lum d ata l, um die beiden Wertungssingen vorzubereiten. Auch in diesem Jahre soll wieder jeder Verein einen Pslicht- chor und einen freigewählten Chor singen. Die Wahl des Pflichtchores fiel auf das Lied „Vaterland" (Jakob Schulz). Kreisführer Dönges (Merlau) gab bekannt, daß die Genehmigung zur Aufführung von Theaterstücken jeweils vom Kreis- kulturwart einzuholen fei. Das Wertungssingen in Flensungen wird am 22. Mai stattfinden: ob das Fest in Nordeck am 29. Mai stattfinden kann, sei noch nicht sicher. Landkreis Gießen. wg. Großen-Buseck, 16. Jan. Die Holzhauerarbeiten in den hiesigen Forstbeständen gehen in diesem Jahre infolge Mangels an Arbeitskräften nur langsam vorwärts. Im hiesigen Gemeindewald sollen 4 2 0 0 F e st m e t e r geschlagen werden. Bisher konnten nur 14 Mann, meist. Kleinlandwirte, dafür eingesetzt werden. Die Ge- meindeverwaltung hat sich nun veranlaßt gesehen, Arbeitskräfte aus dem Vogelsberg über das Arbeitsamt anzufordern. Die Arbeiter können dank günstiger Zugverbindung morgens zur und abends von der Arbeitsstelle nach Hause führen. Die Hilfskräfte stammen aus Ilsdorf und Groß^Eichen. Sie wurden im Distrikt Wellerskopf in- einer geschloffenen Rotte eingesetzt. Außerdem wurde auch eine Rotte älterer Männer zusammengestellt, die mit Durchforstungsarbeiten im Distrikt Schlieberg beschäftigt werden. In den Rabenauschen, Waldungen wurde nunmehr ebenfalls mit den Fällungsarbeiten begonnen. Dort sollen 800 Festmeter geschlagen werden. Qj Ruttershausen, 17. Jan. Der hiesige Gesangverein hielt seine Generalversammlung bei Mitglied A. Schön ab. Vereinsführer Schulz eröffnete die Versammlung. Dann -erstattete der Schriftführer den Jahresbericht und der Rechner den Kassenbericht. Im laufenden Jahr hat sich die Sängerzahl erfteukicherweise erhöht. <> Odenhausen, 17. Jan. Bei einer Treibjagd, die Graf Eberhard v. Schwerin veranstaltete, wurden 10 Hasen und 5 Füchse zur Strecke gebracht. Rechtsanwalt Schneider gelang es, von der Fuchsbeute allein drei Tiere zu erlegen. Z Haufen, 17.Jan. Am Samstag hielt die Kriegerkameradschaft Hausen im kleinen Saal der Wirtschaft Fink ihren diesjährigen Generalappell ab, der einen guten Besuch aufzuweisen hatte. Kameradschaftsführer Fritz Wahl, Hausen, eröffnete den Abend mit dem Jahresbericht über das vergangene Jahr. Der im vergangenen Jahre übgerufenen Kameraden wurde in der üblichen Weife gedacht. Der Bericht legte Zeugnis ab vom regen Vöreinsleben. Insbesondere wurde empfehlend hingewiesen auf die monatlich statt- findenden Kameradschaftsabende, die bisher immer einen anregenden Verlauf genommen hatten. Der Kafsenwalter, Wilhelm Schienbein, legte den Rechnungsbericht vor, während der Schießwart, Wilhelm B r i e g e l, Rechnung über die Schießkasse ablegte und zugleich von eifriger Betätigung im Schießsport reden konnte. Den beiden Kassenführern konnte mit Worten des Dankes Entlastung erteilt werden. Länger beriet man über die Errichtung einer Schießhalle für den schön gelegenen Schießstand am oberen Waldrand des Dorfes. Auf Antrag des Vorstandes wurde Kamerad Joh. Schmidt zum Ehrenmitglied ernannt. Zum Schluß forderte Kamerad Freitag zu rechter Kameradschaft im Dienste unseres Vaterlandes auf, worauf der Kameradschaftsführer die Versammlung schloß. Ein gemütliches, echt kameradschaftliches Zusammensein schloß sich dem Generalappell an. 0 Hausen, 17. Jan. Am gestrigen Sonntag hielt der hiesige Ob st- und Gartenbau verein seine Generalversammlung unter Leitung seines Vorsitzenden, Bürgermeister Göbel. Eröffnet wurde die Versammlung mit dem Jahresbericht des Vorsitzenden, der ein Tätigkeitsbi'd gab über die vielseitigen Aufgaben, die der Verein durchgeführt hat. Besonders erwähnt wurde die Anschaffung der Obstmühle und die Einrichtung zur Süßmostberei- tung. Damit ist ein berechtigter Wunsch vieler Gemeindeglieder in Erfüllung gegangen. Durch die bequeme Möglichkeft, jetzt selbst Wein und Süßmost zu bereitem, und durch die einfache Handhabung der Apparate bleibt viel Obst, das sonst der Verfäulnis anheimfiel, vor dem Verderb bewahrt. Der Rechner des Vereins, Altbürgermeister Happel, erstattete den Rechnungsbericht, der, von zwei Mitgliedern geprüft, für richtig befunden wurde. Mit der Entlastungserteilung des Rechners verband der Vorsitzende herzliche Worte des Dankes für die wertvolle, gewissenhafte Arbeit des Rechners. Für den Sommer ist ein Ausflug nach Geisenheim zur Besichtigung der dorttgen Obstbauschule, der größten in Deutschland, geplant. Viel Anregung wird von diesem Ausflug erwartet, der zugleich dem Besuch des deutschen Rheins gilt. Die vorgelegten Satzungen sanden die Zustimmung der Anwesenden. Es wurden dann die Arbeiten für das kommende Jahr besprochen, insbesondere die 'vorgesehenen Spritzungen, die in Verbindung mit der Gemeinde zwangsmäßig durchgeführt werden. Auch über die Verschönerung des Dorfbildes, als einem Aufgabenkreis des Obst- und Gartenbauvereins, wurde gesprochen. Der Vorsitzende und einige Mit» glieder gaben noch verschiedene Anregungen zu rechter Obstpflege, und es wurden die verschiedenen Erfahrungen ausgetauscht. Es zeigte sich, daß der Obst- und Gartenbauverein Hausen schon viel wertvolle Arbeit geleistet hat und daß ein Gang durch die Flur diese Früchte der Arbeit deutlich sehen läßt, für den rührigen Vorsitzenden das schönste Lob seiner Arbeit als Vereinsführer. Mit dem Gruß an den Führer wurde die wertvolle und anregende Generalversammlung geschlossen, die Zeugnis davon ablegte, daß im Obst- und Gartenbauverein Hausen etwas geschafft und geleistet wird. T Großen-Lindenl7. Jan. Nächsten Mitt- 'woch, 19. Januar, feiert Georg Volk III., Frank-, furter Straße 81, seinen 78. Geburtstag. Der Bruder Johannes Volk II., Frankfurter Straße 26, legt am 23. Februar sein 80. Lebensjahr zurück. Beide Jubilare sind noch sehr rüstig und haben gesundheitlich keine Klagen zu führen. Ludwig Menge s X. feiert am 20. d. M. seinen 74. Geburtstag. <£ Leihgestern, 16. Jan. In der Versammlung des hiesigen Ob st - und Gartenbauvereins am Samstagabend wurde an Stelle des wegen hohen Alters zurückgetretenen verdienstvollen Vorsitzenden Karl Luh der Landwirt Eugen Velten" zum Vorsitzenden bestimmt. — Unter zahlreicher Beteiligung wurde gestern nachmittag der in der Nacht zum Samstag verstorbene zweitälteste Einwohner unserer Gemeinde, der Zimmermann Johannes Eiff, der am Donnerstag voriger Woche feinen 85. Geburtstag begehen konnte, zu Grabe getragen. <£ Holzheim, 17. Jan. Im Vereinslokal Sam es hielt der Turnverein 1 9 0 8 Holzheim unter Leitung von Dereinsfübrer E. Ze iß seine Generalversammlung ab. Schriftwart W. G l a u m erstattete den Jahresbericht. Kassenwart K. Reitz konnte von 60 Mark Kassenüberschuß berichten. Die Rechnung wurde in Ordnung befunden. Dem Gesamtvorstand wurde Entlastung erteilt. Der bisherige Vereinsführer E. Z e i ß wurde wiedergewählt. Er bestimmte folgende Kameraden zu Mitarbeitern: Stellvertreter H. Grieb, Kassenwart K. R e i-tz, Schriftwart W. Glaum, Werbe- wort E. Jung, Tsietwart Gg Sarnes, Spiel- roart H. Grieb, stellvertretender Spielwart O. Ohly. Im weiteren Verlaufe der Versammlung wurde beschlossen, demnächst einen Familienabend abzuhalten. Die Feier des 30jährigen Bestehens soll im August festlich begangen werden. + Grünberg, 17. Jan. Am Samstagabend hielt die hiesige Kriegerkameradschaft im Gasthaus „Hessischer Hof" ihre Hauptversammlung ab. Vereinsführer Albr. Großhaus erstattete den Jahresbericht. Dabei wurde der im letzten Jahre verstorbenen Kameraden R. Horz und Fr. Feldmann ehrend gedacht. Die von Kamerad M a g e l vorgetragene Rechnung ergab feine Beanstandung. Der Vereinsführer gab dann Erläuterungen über das Schießwesen in 1938. Die goldene Ehrennadel für 50jährige Mitgliedschaft konnte er dem Kameraden Gg. Hammel überreichen, während für 25jährige Mitgliedschaft die Kameraden Heinrich Schmidt III., Hch. Werner II., O. Ma11hies, Albr. Großhc?us und Hch. S ch e l l h a a s durch Ueberreichung der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet wurden. Da der im vorigen Jahre abgehaltene Familienabend, bei dem Major a. D. Rietfch (Hanau) als Redner auftrat, guten Anklang gefunden hat, soll am 5. Februar ein ähnlicher Abend, zu dem auch die Nachbarvereine zugezogen werden sollen, mit demselben Redner abgehalten werden.— Das hiesige Standesamt hatte im Jahre 1,937 folgende Einträge: 43 Geburten, 22 Eheschließungen und 24 Sterbefälle. kreis Schotten. y. Schotten, 16. Dez. Im Saal des „Hessischen Hauses" hielt die Wirtschaftsgruppe Hessen, Unterabteilung Einzelhandel, Kreis Schotten, eine stark besuchte Pflichtversammlung ab. Der Vorsitzende des Verbands Schotten, Heberlein, begrüßte die Teilnehmer. Kreisleiter ® örner sprach dann über die Bedeutung des Vierjahresplanes und die Stellung, die bei der Durchführung des Planes dem Einzelhandel zukommt. Der, Vertreter der Wirtschaftskammer Dr. Tripp (Frankfurt) ging alsdann auf die wichtigsten Tagesfragen des Einzelhandels ein. Es werden in der nächsten Zeit in den "Hauptorten des Kreises Schotten (Laubach, (Rebern, Ulrichstein) Buchführungskurse für den Einzelhandel durch Sachverständige durchgeführt werden. Viele Personen zeichneten sich in die umlaufenden Teilnehmerlisten ein. lieber die Regelung des Fettbezuges, der Vorratserhebung, Warenbeschaffung in Textil- und Eisenwaren, Verbrauchslenkung u. a. m. wurde eingehend gesprochen. Zahlreiche Anfragen aus der Versammlung wurden dabei ausklärend behandelt. Kreis Alsfeld. ** Ruppertenrod, 16. Jan. Dieser Tage machten sich in unserer Gemarkung Wildschweine bemerkbar. Dem hiesigen Jagdpächter Lehrer Strack gelang es, einen Keiler im Gewicht von 104 Kilogramm zu erlegen. + Groß-Felda, 16. Jan. 'Bei Gastwirt Zimmer fand die Generalversammlung des hiesigen Kriegervereins statt. K^meradschafts- führer Jung begrüßte die Teilnehmer. Rechner Triebert erstattete den Kassenbericht, der einen Ueberschuß auswies. Im weiteren Verlaufe der Versammlung wurde Kamerad Burg zum Ehrenmitglied ernannt, sowie die Anschaffung einer Kyff- häuserkranzschleife und die Erweiterung der Schieß- Halle beschlossen. Unteroerbandsführer Stein I. hielt sodann eine längere Ansprache über die Aufstellung der Kyffhäuser - Bereitschaften, über das neue Wehrgesetz, über die Bundessatzung und die Aufgaben des Kyffhäuserbundes. Kamerad Geiß erzählte anschließend von seinen großen Eindrücken während des letzten Reichskriegertages in Kassel. Mit einem kameradschaftlichen Beisammensein fand die Versammlung ihren Abschluß. Kreis Wehlar. 00 Wißmar, 16. Jan. Auf Veranlassung des Landratsamtes Wetzlar fand in unserer Gemeinde eine Luftschutz- und Verdunkelungsübung statt. Feuerwehr, Sanitäter, Laienhelferinnen und Angehörige des Luftsch"tzbundes waren dabei beteiligt. Die Uebung nahm einen guten Verlauf, der nicht nur den Beteiligten, sondern der ganzen Bevölkerung Ehre machte. Die Vertreter des Landrats sprachen sich sehr lobend über den Verlauf der Uebung aus. — In der Gastwirtschaft Wolf fand dieser Tage eitle Versammlung des Reichsnährstandes statt. Im Mittelpunkt des Abends stand ein Vortrag von Dr. Helfe rt (Landwirtschaftsschule Wetzlar), der über neuzeitlichen Grundstücksverkehr und eine Reihe anderer landwirtschaftlicher Fragen sprach. Seine Ausführungen wurden mit großer Aufmerksamkeit entgegengenommen. — Das Hausmädchen des Ortsgeistlichen kam dieser Tage unglücklich zu Fall und brach eine Rippe. Das Mädchen wurde in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht. Kirche und Schule. I Garbenteich, 16. Jan. Nach den Kirchenbüchern wurden in der GemeindeGar- benteid) im Jahre 1937 getauft 11 Kinder, konfirmiert 16 Kinder. Beerdigt wurden 8 .Gemeindeglieder. Die Gottesdienste waren besucht von 5111 Männern, 5665 Frauen und 2026 Kindern, das ist ein durchschnittlicher Besuch von 207 Erwachsenen und 39 Kindern. Zum heiligen Abendmahl gingen 1137 Gemeivdegliede-, und zwar 547 Männer und 547 Frauen. Der im Jahre 1936 gegründete evangelische Frauenchor machte gute Fortschritte seines Könnens und wirkte bei vielen festlichen Anlässen innerhalb und außerhalb der Kirche mit. Auch im. vergangenen Jahre sangen die beiden im Orte bestehenden Männergesangvereine an Festtagen im Gottesdienst Die evangelische Frauenhilfe kam im Winter allwöchentlich zusammen. Die Abende waren durchschnittlich immer von hundert Frauen besucht. ± Hause n, 16. Jan Die Kirchenst att i st i k für die Kircheng emeinde Hausen weist für das Jahr 1937 folgende Zahlen auf: Getauft wurden 8 Kinder, konfirmiert 14 Kinder. Getraut wurden 7 Paare. Kirchlich beerdigt wurden 8 Gemeindeglieder. Die Gottesdienste waren besucht von 1826 Männern. 2837 Frauen und 1732 Kindern. Am heiligen Abendmahl nahmen teil 1734 Personen, nämlich 314 Männer und 420 Frauen. Wie in vergangenen Jahren wurden wieder Familienabende veranstaltet. Der evangelische Frauenchor beteiligte sich bei allen festlichen kirchlichen Veranstaltungen. Er wirkte auch wieder mit bei dem H'im- melfahrtgottesdienst auf dem Schiffenberg, der bereits zu einer gewissen Tradition geworden ist. Auch in diesem Jahre fand der vom Frauenchor veranstaltete Weihnachtskinderbeschergottesd'enst in der Gemeinde großen Anklang. Frauenschaft und Frauenhilfe hielten wieder ihre gemeinsamen Winterabende. Im vergangenen Sommer wurde das Pfarrhaus im Aeußeren wiederhergestellt, so daß das Pfarrhaus nun wieder ein würdiges Gewand erhalten hat und seine schöne Form wieder recht zum Ausdruck kommt. Das Ehrenmal für die gefallenen 63er. Lpd. Frankfurt a. M., 17. Jan. Wie schon gemeldet, wird das Ehrenmal für die gefallenen Kameraden des ehemaligen Feldartillerie- Regiments 63 auf dem Anlagenring unweit des Schweizerhäuschens in der Taunusanlage errichtet. Wie Oberstleutnant a. D. von Reckow, der Verbandsführer der Kameradschaften des ehemaligen 2. Nassauischen Feldartillerie-Regiments 63, mitteilt, ist für die Einweihungsfeier der 9. Oktober vorgesehen, Volksschädlinge vor Gericht. Beginn des Esch-Prozesses in Düsseldorf. Düsseldorf, 17. Jan. (DNB.) Vor der Große» Strafkammer begann die Hauptoerhandlung gegei eine Reihe von Volksschädlingen. Angeklagt finl | der ehemalige Steuerdirektor der Stadt Düsseldor- Erich Esch, und fünfzehn weitere Angeklagte, di< im März v. I. festgenommen wurden. Die bei ; Angeklagten zur Last gelegten Straftaten finl schwere Unregelmäßigkeiten im A in l gemeinschastliche aktive und passive B e st e ch u n g Erpressung, Betrug und andere Verbreche, und Vergehen, ausgeführt 1928 bis 1933 und 193 bis 1937. Nach den Ermittlungen fielen den Gau nern rund 1350 000 Reichsmark in die Hände, da von allein dem Esch über eine Million Reichsmark dem mitangeklagten Steuerinspektor i. R. Jose Gott schlich etwa 150 000 Reichsmark, Steuer berater Christian Etappen über 100000 Reichs mark und Otto S ch ü l b e rund 45 000 Reichsmark Durch rücksichtsloses Zugreifen gelang es aber, ein Million Reichsmark zu retten und sicherzustellen. Die Angeklagten hatten 1928 bis 1933 und z. T auch später sich in Steuerangelegenheiten Be stechungsgelder geben lassen, Urkunden ihres Vor teils halber beseitigt, Gelder, die sie in amtliche! Eigenschaft erhalten haben, unterschlagen unb hier bei falsche Eintragungen in die Bücher gemach. Weiter haben sie in verbrecherischer Weise an so genannten „Steuersündern" Zwangsmaß nahmen durchgeführt bzw. angedroht, um sich a, den so erpreßten Beträgen persönlich z, bereichern. Die Opfer wurden in unerhörter Weii, erpreßt, bis sie ihre Schuld anerkannten und al [ Sühne die geforderten Beträge Herausgaben. Ins besondere wurde eine ganze Anzahl Düsseldorfe! Aerzte betroffen. Mit allen Mitteln wurde baraui hin durchgegriffen, um die Volksschädlinge ihre; verdienen Strafe zuzuführen und den Schaden fii, die Allgemeinheit auf ein denkbar geringes Mr! zu beschränken, was auch gelang. Der Vorsitzende, Landgerichtsdirektor Man kowski, wies den Hauptangeklagten darauf hi, daß er auch als Gewohnheitsverbrecher beftta- werden könne, und der Oberstaatsanwalt fügte hir zu, daß auch die Verhängung der Sicherull'gsvei Währung nicht ausgeschlossen sei. Zur Verhandlung gelangt zunächst ein sehr schwerwiegender Fall, ii dem eine Düsseldorfer Firma an Esch in fein« Eigenschaft als Stadtsteuerdirektor 600 000 Mail in bar aushändigte. Esch hatte bei einer Nach Prüfung feftgefteUt, daß die Firma von 1930 bii 1934 rund 2,6 Millionen Mark an beuerschuldc, • nachzuzählen und für 1932 600 000 Mark -zurück zubekommen hatte. Da die Firma aber auch noi zweimal 300 000 Mark auf Wunsch der Stadt sü fällige Gewerbesteuer vorausgezahlt hatte, ließ Ess lediglich diese letzten 600 000 Mark verbuchen, roonii das Steuerkonto der Firma "bei der Stadt fingier ausgeglichen war. Die an Esch ausgezahlten 600 M Mark hat er ohne Quittung entgegengenom men und sie nach Entnahme von 8000 Mürk in Keller seines Bruders versteckt. Esch gibt undurchsichtige Erklärungen über bii beabsichtigte Verwendung des Geldes. Nach der De, Haftung des Esch wurden von den 600 000. Mac von der Polizei 471 000 Mark beschlao ’ nahmt und s i ch e r g e st e 111. Der mitange klagte Bruder des Hauptangeklagten, Walter Esch erklärt, daß er von dem nicht wieder aufgefunbenei Rest des versteckten Geldes im Auftrage seine Bruders Wertpapiere gekauft habe. — Die Aa Handlung wird fortgesetzt. 501'n’ j Dir 3 T !M Mstrier" Steine" Jl < .Höhe"' Ä' < « für *5*3 utv. 18:3‘ WM « sL fielen de / p ft sie lautet: Ministerpräsiden Stellvertretende, teibigung unb zhatsniinisler, sassung der n tion der Rec Staatsminister, Ministerpräsi' Republ.-Soz. Kriegsmarine: Luftfahrt: Gu Inneres: 5 a t Justiz: tarn: Zinanzen: 1U । Lleuheres: D handel: Pie Pensionen: L Landwirtschaf Erziehung: 3 Poff unb lei Arbeit: Rar Herein.); Kolonien: 5 l Vessenlliche G Oeffenfliche Ai fymbetemarine IHimfterpräfibet . presse, bie neue ben Hoffnungen i von ihr Reformen Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit bei Schriftleitung.) 6 Auswärtiger Abonnent. Um Ihre Frage bean! warten zu können, müssen Sie genau angeben, nc welche Art von Forderungen es sich handelt, da bi Verjährungszeit für Forderungen der Bern'' genossenschaften, Innungen, Gemeinden und sonsli gen öffentlichen Anstalten nicht immer die gleiche i. TB. C. in A. Nachdem Sie gegen das Künd gungsschreiben fristgemäß Einspruch eingelegt hab?s wird durch das zuständige Amtsgericht Termin zu Güteverhandlung bestimmt. In diesem Termin fo i, versucht werden, die streitige Angelegenheit burt Vergleich zu erledigen. Kommt ein Vergleich nid zustande, so wird in das Streitverfahren eingetrt ten. Nach der geschilderten Sachlage ist ein Künd, gungsgrunb nicht gegeben, so daß Sie zweckmäßi jeden Vergleichsvorschlag ablehnen, der Ihnen nid f zusagt; besteht die Gegenseite trotzdem auf Ve, I Handlung, so kann sie mit ihrer Klage keinen D folg haben. Das Mietverhältnis besteht alsdann; den alten Bedingungen fort. Auf Ihren Ank« muß Ihnen sowohl in Güte, als auch im Streitv« fahren eine angemessene Räumungsfrist gugebifli werden, die auf einen Antrag, der mindestens zm Wochen vor Ende der Räumungsfrist bei (Serie) einzureichen ist, einmal verlängert werden tau' Nach ihrer Darstellung sind Sie zu einer Räumm nicht verpflichtet, und können es daher auf eine Rechtsstreit ankommen lassen. Entsprechen die m Ihnen gemachten Verwendungen dem Interesse otx dem Willen des Mieters, oder sind sie von dies« genehmigt worden, so hat ein.entsprechender Ech stattzufinden; die Verpflichtung zur Ersatzleistm fällt weg, wenn Sie zu der vorgenommenen !öfl Wendung vertragsmäßig verpflichtet waren. A Mieter sind Sie berechtigt, eine Einrichtung, mitü Sie die Mietsache versehen haben, wegzunehmen; diesem Fall haben Sie auf Ihre Kosten die M« fache in den vorigen Stand zu fetzen. Droht d« Vermieter durch die Wegnahme irgendwelcher 5du den, so kann er die Wegnahme von der ßeiftui einer ausreichenden Sicherheit abhängig machen. Rundfunkprogramm Mittwoch, 19. Januar. 6 Uhr: Ptorgenlied, Gymnastik. 6.30: Frühkonzci In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8J Gaunachrichten. 10: Schulfunk. Politisch Lied — « garftig Lied? (Kampfgedichte.) Hörfolge. 10.30: M sik zur Werkpaufe. 11.40: Deutsche Scholle. GeM Futter für unser Vieh? 12: Werkskonzert. 13: M richten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten • Offene Stellen — Nachrichten aus dem Sendebezi: 14.10: Das Stündchen nach Tisch ... (Jndustriescho! platten). 15: Volk und Wirtschaft. Am Anfang fki die Produktion. 15.15: Heute große Zaubervorsiki lung!'Hörfzene mit Jungmädeln. 15.45: Aus Km und Kultur. 16: Nachmittagskonzert. 17.30: Freiburg: Kammermusik. 18: Zeitgeschehen, fl Nachrichten. 19.10: Unser singendes, klingend Frankfurt. 21.15: Klänge der Heimat. Markgräflü land. 22: Nachrichten. 22.10: Nachrichten aus b': Sendebezirk, Sportbericht. 22.20: Kamerad wo k du? 22.30: Unterhaltung unb Tanz. 24 bis 1: Na!) musik. im -hiofr *!?!*-> D» „„ 61 P'Ue« eir öt" bi<» ’ d-z । Men st. hiina u letzte Ansl"'b len ©nk' ' l" tza n Kabinett Ck, X9 «<’ So!JenD°onh.b®r Seit? obf)Qn< des leit, inneren erwarte. Schwere 1 Sie werbe sie mi bie Dünsche ber Zu versöhnen mit nalen Vahles. H bemerkt haben, darauf verwanbt Minislerpräsibiu! wirlschaftli kraft ber Reg strenge Kon Zuüben. 3ch bit Dalabier ein der Ministerien j durchznsiihren. ! haben mir me Pierre Lot il habe sie beit ^ren Minister rann sagen, baß «Wff in feffer j, "i bereit, es j -"di- Arbei, mi ber neu geb •terslagnadimiffa- «jWbie; ?nb«« fotagn.