Nr. 295 Erstes Blatt Samstag, t7./$onntog/8. Dezember 1958 188. Jahrgang * Dingaans in der Schlacht am Blutriver. Natal bis na< .o । karren wurden instand gesetzt, die einst das einzige ( nicht beteiligte. Für die britische Presse, die überall nfÄrXorii» ztrmi nf mtf m nrfirinfrirtrtnw o t f ott rrn- itrtX. mit " of-in hon fS rGi t f m r> i ff nr für nnXarn fflnf- Die Hunderijahlfeier des großen Trecks schnellen Vordringen der Japaner im Abschnitt von sollen sich die chinesischen größten See Chinas, dem Tschungking-See, rocifer einen Witterungsumschwung. Dieses Ereignis war es offen- keine freundlichen Gefühle auf- Buren kann man verstehen, Geschichte dieses Volkstums in zu verfolgen. Auch in der Schansi-Provinz soll der moralische Widerstand, der in den letzten Wochen zu wünschen übrig gelassen hatte, wieder vollkommen hergestellt sein. Der japanische Vormarsch soll durch den Frost behindert werden. Der Gelbe Fluß sei stellenweise mit einer dünnen Eisschicht bedeckt. Die Buren haben nach dem Verluste ihrer Freiheit und nach dem Tode ihrer Veteranen ihren Frieden mit England gemacht. Die deutsche Jugend, die vor nun 40 Jahren den Freiheitskampf der Buren mit heißem Herzen verfolgt hat, hat inzwischen erkannt, daß sie sich ein etwas zu roman- Annahme von Anzeigr» für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für»! mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von70mm Breite bORpf.,Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.25"/„ mehr» Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Dereins«. gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Eelegenheitsanzei- gen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeiger. 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B man ihn angehört, bar, das in London kommen ließ. Den Unmut der wenn man sich der Von japanischer Seite wurde festgestellt, daß in dem Abschnitt des unteren Jangtse nicht weniger als 6000 0 chinesische Freischärler die Operationen der Japaner erschweren. Insbesondere südlich von Schanghai sollen sich die „Säuberungs- arbeiten" recht schwierig gestalten. "Tie Kriegslage in China. Schanghai, 17. Dez. (Europapreß.) Nach dem Sprachen ein neues Idiom entstand, das Kaphollän- disch, das man heute als Afrikaans bezeichnet. Nach 1815 kamen die Engländer ins Land und nebeneinander bestehen dürfen. Als jetzt die Buren auf einem großen Felde in der Nähe ihrer Hauptstadt Pretoria das Erinnerungsfest an den Wander- zug ihrer Vorfahren vor hundert Jahren feierten, und damit die Einweihung eines Vortrecker-Denk- ermordete dann die Unterhändler. Seit dieser Zeit ist der „Dingaanstag" einer der schwarzen Exinne- rungen des Burenvolkes. Wenige Tage nach der Niedermetzelung ihrer Anführer vernichteten 600 burische Reiter das 10 000 Mann zählende Heer Mittelpunkt der Veranstaltung stand das Gedenken an den Sieg am Blutfluß am 16. Dezember 1833, der mit der Niederlage des Häuptlings Dingaan über Südafrika als- „des weihen Mannes Land" Streitkräfte in der letzten Woche dort wieder gesammelt und einen Verteidigungsgürtel gebildet haben. Auch der niedrige Wasserstand des mehr gewesen ist, als eine bloße Taktlosigkeit. Veranstalter der großen Feier war die Regierung der Südafrikanischen Union, die alt eingesessenen Buren- familien hatten wachen- und monatelang das Fest vorbereitet. Die Männer ließen nach der Art der alten Väter ihre langen Bärte wachsen, die Ochsenkündigte an, daß die Regierung den Militärübungsplatz Roberts Heights bei Pretoria in V o o r - Südafrika erinnert. Als die Engländer die Herren der Kavkolonie wurden, verloren die niederländischen Ansiedler einen großen Teil ihrer verbrieften Rechte und zogen voll Erbitterung nach Norden, um sich neue Weidegründe für ihr Vieh zu sichern. Im Jahre 1838 sammelten sich ^us-nd Familien mit 1800 Wagen und ungezählten Viehherden,*um sich neues Land zu suchen. Das war der große Buren- Treck, der erst den Oranje-Fre ist a a t, dann Natal und schließlich die Transvaal-Re- entschicd. Auf dem Festgelände bei Pretoria hatten sich 50 000 Personen versammelt, als drei Frauen — Müller, Preller und Ackermann — die Nachfahren der Vurensührer Pretorias, Retief und P o t g i e t e r den Grundstein zum P o o r- Trecker-Denkmal legten. Anschließend sprachen die Administratoren des Freistaates Transvaal, Dr. van Rensburg und General Pienaar, und riefen das Burentum jur Einheit auf. An der Feier nahm auch ber'deutsche Gesandte Leitner teil. Der stellvertretende Verteidigungsminister, G'neral Kimp, malern der Burengeneräle Pretorias und Pot - g i e t e r. Zu den Jubiläumsfeierlichkeiten sind Menschenmassen zusammengeströmt, wie dies in Südafrika bisher noch nicht erlebt wurde. Am Freitagnack)- mittag zählte man 70 000 Menschen auf dem Fest- gelände. Die meisten Besucher sind in den historischen Voortrekker Trachten erschienen, und viele Männer tragen lange Bärte. Die zahlreichen Festreden führender Persönlichkeiten der butischen Verbände klingen sämtlich aus in einem Bekenntnis zum burischen Volkstum und zur afrikanischen Sprache. Allgemein werden mit Stolz die Leistungen hervorgehoben, die die Buren in Afrika für die gesamte weiße Rasse vollbracht haben. In englischen Kreisen findet die durch die Jahrhundertfeier ausgelöste Welle burischen Nationalgefühls starke Beachtung. Allgemein wird auch vermerkt, daß auf dem ganzen Festgelände keine einzige englische Fahne zu sehen ist. Dagegen wehen zahlreiche Fahnen in den Farben der alten Burenrepubliken neben der heutigen südafrikanischen Fahne Orange-Weiß-Blau, die neben dem Union-Jack Nationalflagge der Südafrikanischen Union ist. brachten ihre Sprache, seit dieser Zeit besteht Südafrika der Streit zwischen Landessprachen, der schließlich damit überbrückt wurde, daß beide Teile Die Buren feiern den Oingaans-Tag. Wie Südafrika vor hundert Jahren „des weißen Mannes Land" wurde Berg, der den Namen des Lord Roberts trug, in die Bezeichnung „V o r t r e ck e r - H ö h e" umtauften. Es ist bei dieser Gelegenheit in Pretoria und anderen Städten zu lebhaften Protestrufen gegen England gekommen, so daß sich die englisch sprechende Bevölkerung an den Feiern der Buren „Offene Tür" oder „neue Ordnung"? England lrnd das fernöstliche problcm. natürlich nicht. Es ist möglich, daß Japan auf Unterstützung von Italien und Portugal rechnen kann. Die Vereinigten Staaten werden sicherlich feindlich bleiben und was den Rest anbetrifft, so hofft Japan einen Druck ausüben zu können. Der Schlüssel zu der ganzen Lage ist offensichtlich England — das England, welches unter einer nationalen Regierung in der ganzen Welt vor dem Angriff zurü'ck- weicht. Falls England durch Drohungen überredet werden kann-, einer Revision des Neun-Mächte-Ver- trages zuzustimmen und die neue Ordnung in Ost- asien anzuerkennen, muß bann nicht Amerika gezwungen werden, bieselbe Richtung einzuschlagen?", fragt bas Blatt unb fordert zur Vermeidung einer solchen Entwicklung eine entschiebene englische Haltung und ein enges Zusammengehen mit Washing- tom der kriegstücbtigen Zulu koffern. Deren König teren Verlauf ber Jahrlmnbertteier bes Großen Dingaan schloß mit einer Abo bnuna der Ein- Trecks veranstaltete die südafrikanische Wanderer einen Vertrag, steckte das Geld ein und.Wehrmacht eine Gedenkstunde an den Grab- Zugänge zumImpen'um In der Oeffentlichkeit Italiens und Frankreichs ill, ausgelöst durch einige Zwischenrufe bei der Rede des Außenministers Grafen Ciano in der italienischen Kammer, eine Debatte entstanden, die das Mittelmeerproblem an vier in der letzten Zeit wenig erörterten Punkten anpackt: Korsika, Tunis, Suezkanal und Dschibuti-Bohn. Auf der Insel Korsika und in Tunis haben unter jüdisch-marxistischer Führung schwere Ausschreitungen die italienischen Konsularvertretungen, Reisebüros und Gebäude faschistte scher Organisationen bedroht, worauf in vielen italienischen Großstädten lebhafte Protestdemonstrationen stattfanden. Die Regierungen in Paris und Rom haben sich dazu bislang nur sehr zurückhaltend geäußert. Der französische Außenminister Bonnet hat im Auswärtigen Ausschuß der Kammer von Informationen Mitteilung gemacht, die Botschafter Francois-Poncet beim Duce und dem Graten Ciano eingeholt habe, wonach die italienische Regierung niemals offizielle Ansprüche auf Tunis und Korsika geltend gemacht habe, vielmehr auf dem Standpunkt stehe, daß die Vorfälle privater Natur seien. Bonnet fügte hinzu, daß Frankreich keinen Fußbreit Boden an Italien abtreten werde. Es wurde hier bereits in mehreren Aufsätzen bargelegt, baß es vor allem in Tunis den Italienern auf eine zeitgemäße Aenderung des Niederlassungsrechts ankommt im Sinne der Durchführung des mit Laval am Dreikönigstage 1935 abgeschlossenen Abkommens, dessen Inkrafttreten der Abessinienfeldzug und die mit dem Genfer Sankttonskrieg eingetretene Entfremdung zwischen Italien und Frankreich verhindert hatten. In den letzten Tagen sind nun auch der Suez- Kanal und die Dschibuti-Bahn, die beiden wichtigsten Zugangswege zum italienischen Imperium in Ostafrika, die dem italienischen Einfluß entzogen sind, in die Debatte einbezogen worden. Der Suezkanal verdankt seine Entstehung dem französischen Ingenieur Ferdinand von Lesseps, der 1856 vom ägyptischen Vizekönig Said Pascha die Erlaubnis zum Bau des Kanals erhielt, nachdem frühere Pläne zum Durchstich des Jfchmus von Suez, der bereits im Altertum durchstachen gewesen war, an ben Kosten und an technischen Schwierigkeiten gescheitert roar-rr. 1859 würbe mit dem Bau begonnen unb 1869 der Kanal dem Verkehr übergeb'n. Den Bau, dessen Kosten 640 Millionen Franks betragen haben, hatte eine private Gesellschaft finanziert aus Grund einer Konzession des Khedioen von Aegyvten, wonach der Kanal nach 99 Jahren, also am 17. November 1969, in das Eigentum des ägvp- tischen Staates übergeht. Die Gründungsakttonare ber Suezkcmal-Gesellschast waren neben dem Khe- biven selber vorwiegend französische Landsleute des Erbauers, und demnach war die Eröffnungsstter für das Zweite Kaiserreich eine willkommene Gelegenheit — es sollte die letzte sein vor dem Zusammenbruch auf den Schlachtfeldern b-g 70*r- Kkieaes — höchsten Glanz zu entfalten. Als Gäste bes Khediv-n nahmen an biefer Feier die Kaiserin Eugenie, Kaiser Franz Joseph von Oesterreich- Ungarn und Kronprinz Friedrich Wilhelm von Preußen, ber fnätere Kaiser Friebrich, mit vielen anderen Fürstlichkeiten teil. Nur England, von dem man für den Kanal das größte Interesse hätte voraussetzen müssen, war als einzige europäische Großmacht b-i der Feier lediglich durch seinen Ge- tenbten in Konstantinopel vertreten. D-r britische Premierminister Palmerston hatte Lessevs bei der Durchführung feiner Pläne den hartnäckigsten Wide^tand entgegengesetzt, dann aber die Beten von Alerandrien über Kairo nach Suez gebaut, die 1859 eröffnet wurde unb zwei Jahre vorher schon die Insel Perim besetzt, die vor Aden den Ausgang des Roten Meeres sperrt. Wenn England damals aus Rivalität zu Frankreich dem Kanalbau die größten Schwierigkeiten gemacht hatte, so warf wenige Jahre später, nachdem der Kanal nun einmal Tatsache, geworden war, ein anderer britischer Premierminister, der Jude D i s r a e 11, das Steuer entschlossen herum, als sich ihm Gelegenheit bot, England noch nachträglich maßgebenden Ein'lnß auf den Kanal zu verschalten, ber bie wichtigste Derhinb"nasstraße bes britifdrn Imperiums werben sollte. 1875 benutzte Disraeli die Geldnot des Khedioen Ismail, um mit Hilfe des Hauses Rothschild von den vorhandenen 800 000 Kanalaktien im N-minalw-rt von je 500 Franks nichl weniger ate 353 201 Stt'ick für ben Preis von annähernd 4 Millionen Pfund Sterling in den Besitz der britischen Regierung zu bringen. Daß dies schon rein materiell, vom Politischen ganz abaeschen, ein glänzendes Geschäft w'^be, zeigt die Rechnuno, baß bas damals für 80 Million'n Mark von England erworben- Aktienpaket des Khebivm 1914 einen We^t von 680 M'llion"n darstellt-, atto mehr als bas Achtfache des Kä'ttwertes, und daß es eine jährlich- Einnahme von 20 Millionen Mark brachte, sich alfo mit 25 v. H. verzinste. Daß England aber auch mackstn^litilch auf seine Kosten ge- fomm-n ist. hat ber SBettteieg gezeigt, in bem cs ohne jebe Rücksicht auf nölkerrechttiche Bfftimmun- a?n unb internationale Verträge den Kanal in die Blockade der Mitt-lmächte einb-zog und zum Sch"tz des Kanals den letzten Rett der staatlichen Selbständigkeit Aegyvt-ns beseitigte. Auch in dem -ng- lisch-ägnntischen Bündnisvertrag des Jahres 1986, in dam Aegypten seine Freiheit wieder erlangte, hat England zwar anerkennen müssen, baß ..der K"nal ein integrierender Bestanbteil des ägyptischen Reiches" bildet, hat sich aber vorerst wenigstens das Recht vorbehalten, die Kgnalzone dem Schutz briti- scher Truppen zu unterstellen. Es bleibt abzumarten, ob England geneigt fein wird, hierin ein- Aenderung eintreten zu lasten, wenn 1968 nach Erlöschen ber Konzession ber Suezkanal-Gesellschatt ber Ka- n"l in das alleinige Eigentum Aegyptens übergehe» wird. 25 deutsche Mandate im Memettandtag. Gewaltige Freudenkundgebung der Bevölkerung. Memel, 16. Dez. (DNB.) Die. aus Memel- deutschen und Litauern bestehende Wahlkreiskommission hat am Freitagnachmittag das endgültige amtliche Wahlergebnis der memellänbischen Landtagswahl bekanntgegeben. Das bereits bekanntgegebene vorläufige amtliche Wahlergebnis wird damit enbgültig bestätigt. Die Errechnung der Mandate ergab, daß bie Memelde u t s ch e Liste, wie bereits angekündigt, i m neuen ßanbtag über 25 Abgeordnete verfügt, während sich die litauischen Parteien mit vier Abgeordneten begnügen müssen. Die Litauer haben also trotz der künstlichen Zu- Wanderung Tausender von Großlitauern und Juden nach Memel ein Mandat an die Memeldeutsche Liste abgeben müssen. Ein weiteres Mandat, das sonst auch noch der Memeldeuffchen Liste zugesallen wäre, tonnten die Litauer nur mit knapper Mühe durch die Errechnung der Reststimmen für sich retten. Am Freitagabend vereinigte sich die gesamte m e m e l d e u t s ch-e Bevölkerung zu einem gewaltigen Aufmarsch. Unter unbeschreiblicher Begeisterung der Massen, die zu vielen Tausenden die Straßen umsäumten, nahm der Führer der Memel- deutschen, Dr. Neumann, den Vorbeimarsch des Ordnungsdienstes und der Sportverbände ab, die mit brennenden Fackeln durch die Stadt marschierten. — Unter frostklarem Winterhimmel wehen die grünweißroten Fahnen des M-mellandes aus allen Häusern, und selbst abgelegene Dauernhütten haben sich festlich geschmückt. Lichterketten und brennende Kerzen scheinen aus unzähligen Fenstern. In der Stadt Memel ist das Standbild der Borussia, das vor 15 Jahren von Frevlerhand gestürzt wurde und erst seit'wenigen Wochen wieder seinen Platz vor dem Landtagsgebäude einnehmen konnte, festlich angestrahlt Um 19 Uhr erheben sämtliche Kirchenglocken im ganzen Memelland ihre eherne Sttmme. Zu gleicher Zeit flammen Überall an den Grenzen mächtige Feuerstöße auf. Uta 20 Uhr umsäumen dichte Menschenmassen die Straßen der Stadt Memel, um an dem Fackelzug ber memelbeutschen Gliederungen teilzun-hmen. Als ber lange Zug der Fackelträger fein Ende erreicht, kennt die begeisterte Menge kein Halten mehr. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Druck und Verlag: vrühlsche Universitatsdruckerel R.Lange in Giehen. §chrlftle'tung und Geschäftsstelle: Zchulstratze 7 Beförberungsmittel auf wochxnlanaen Reisen ge- , unb mit Vorl'ebe den Schulmeister für anbere Völ- wesen finb, bevor an Auto ober Eisenbahn zu ben- ker spielt, sinb das immerhin Ereignisse, bie ihr zu Een war und die Goldfelder entdeckt waren. I denken geben sollten. E. P. London, 16. Dezember. Der javanische Plan zur Schaffung einer „neuen Orbnung im^ernen Öften" beschäftigt im fteigenben Maße bie Lonboner Regierung. Kreise, die ihr nahestehen, wollen wissen, baß England in Zusammenarbeit mit Amerika und u. U. Frankreich versuchen wird, gegenüber allen japanischen Plänen, die in irgendeiner Weise die Interessen dieser drei Mächte im Fernen Osten berühren haben bie Buren nach bem Vormarsch englischer tifebes Bild vortäuschen ließ. Dte Zulukaffern, bie Truppen preisgeben müssen, ben Oranjefreistaat Jahrzehnte hindurch ber Schrecken ber weihen Aull nd Transval aber konnten sie als ihre Heimat i siebter waren, sinb heute frieblich in Reservaten un- betradjten, bis sie vor 37 Jahren ben Armeen bes | tergebracht, wo sie sich gelegentlich von durchreisen- Lord Roberts erlagen, während ihre Frauen und ben Fremden bewundern lassen. Die taufenb Fami- Kinber in ben englischen Konzentrationslagern zu- lien, bie vor hunbert Jahren aus der Kap-Kolonie *■ ' ' ’ uh Pretoria und weiter nördlich gezogen sind, ben Grundstein zur Sübafrikanischen Union Der Treck der SangWe. Im englischen Unterhaus hat der Ministerpräsident Chamberlain mit einiger Besorgnis davon gesprochen, daß sich innerhalb des britischen Weltreichs verschiedene Einflüsse geltend machen, aber die Hoffnung hinzugefügt, daß Großbritannien solche Krisen überstehen werde. Man nimmt an, daß Chamberlain dabei auch an die Vorgänge und an die antienglischen Kundgebungen in Südafrika gedacht hat. Damit hat es folgende Bewandtnis: Das Burenvolk, das neben der englischen Bevölkerung die herrschende Schicht der südafrikanischen Republik darstellt, feiert gegenwärtig die Erinnerung des großen Buren-Trecks seiner Vorfahren vor hundert Jahren. Im 17. Jahrhundert gehörte die heutige Kapkolonie den Holländern, die den freien Erwerb von Grund und Boden jedem gestatteten, der die hollänische Sprache beherrschte. Holländische Bauern, französische Hugenotten unb deutsche Solbalen waren im Lande, so daß aus drei Erichemi täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Eie.euer Familienblätter Heimat >m Bild Die Scholle Monatr-vezugspreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr . . „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Hernsprechanschlüfse unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Siebe» Poftfcheälonto: Sranlfitrt am Main 11688 mals verbanden, hielt auch ein englisches Mitglied des Festausschusses eine Ansprache, und zwar i n englischer (5 p: publik gegründet hat. An verschiedenen Stellen platz Roberts Heights bei Pretoria in Voor - stieß der Wonderzua auf den blutigen Widerstand treckerhoogte Umläufen werde. Im wei- grunöe gingen. , „ , Man kann sich gut denken, daß die Buren bie haben oen Grundstein zur Sübafrikanisch^.. ------ Erinnerung an den Wanberzug ihrer Vorfahren gelegt, unb bie Buren haben keine Lust, sich biese und an b.e blutigen Kämpfe um bas neue Lanb Tatsache burch englische Festreden Derbunfein zu unter s i ch feiern wollten, so baß die englische lassen. Bei biefer Gelegenheit tilgten bie Buren Ansprache auf bem Felbe bei Pretoria erheblich ! auch eine schmerzliche Erinnerung, inbem sie einen könnten, eine „entschiedenere" Haltung einzunehmen, als bas nach Ansicht weiter englischer Kr'eise bisher ber Fall gewesen ist. Cs ist anzunehmen, daß biese Zusammenarbeit eingeleitet wird durch formelle englisch-amerikanische Vorstellungen in Tokio. Diese Vorstellungen sollen eine Klärung über ben von Außenminister Arita verkündeten Plan zur Schaffung ber neuen Orbnung im Fernen Osten bringen. Weber Lonbon noch Washington sind bisher offiziell von ben neuen Zielen Japans in China unterrichtet worben, haben jedoch schon jetzt erkennen lassen, daß sie nach wie vor an dem Grundsatz der offenen Tür festhalten und jede Aenderung in |IV11V1WV ................ der bisherigen fernöstlichen Ordnung als Eingriff i Hankau, das zu einer Panik in Tfchangtfcha und in ihre eigenen Rechte und Interessen betrachten Schasi führte, sollen sich die chinesischen würden. ~ ~ ' Der liberale „M a n ch e st e r Guardian" befaßt sich am Donnerstag in einem überdurchschnitt- „ , „ , lief) langen Leitartikel mit dem englisch-japanischen Jangtse soll sich günstig für bie Chinesen auswir- Verhältnis und stellt babei fest, daß zur Zeit im ken, zumal dadurch den japanischen Flotteneinheiten Zusammenhang mit den japanischen Zielen in j feine Möglichkeit geboten ist, ihre Operationen am China ein starker Druck auf London ausgeübt n"f' " " *r' ~ werde. Diesem müsse man natürlich Widerstand leisten: „Die einzige Politik", so fährt das Blatt fort, „die Erfolg haben kann, ist, in China Festigkeit zu zeigen, und eng mit der Regierung der Vereinigten Staaten zusarn- menmarbeiten. Solange wie England unb Amerika , im Fernen Osten in einer gemeinsamen Front bie ein-n Uebergang sehr erschwere. Man warte auf stehen, kann Japan wenig tun. Auf biese Art unb 1 -- •** Weise könnten wir unsere Interessen in China retten unb, was viel wichtiger ist, China selber." Heber die Stellung der Signatarmächte des Washingtoner (Neun-Mächte) Abkommens stellt bas gleiche Blatt folgende Betrachtung an: „Die Signatarmächte bes Neun-fNächte-V-rtra- ges sind Amerika. England, Frankreich. Belgien, Italien, Holland, Portugal und China. China zählt , Pretoria, 16. Dez. (DNB.) In der ganzen .. y *. । vx,«. Sprache. Das müssen die Buren Südafrikanischen Union wurde am Freitag der als eine Provokation empfunden haben, denn sie ff,D i n g a a n s - T a g", der Höhepunkt der 100= haben diesen Redner niedergeschrien. Erst als er \ Jahrseier des großen Trecks, festlich begangen. Im sich bequemte, das Afrikaans zu gebrauchen, hat ** *■- m rk-,L— '»-l--»— I 7' 5M ■ für >u verwirklichen, nur zu einem bewaffneten Konflikt Überaus einträglichen Der ehemalige Ministerpräsident Laval warf nnung der Kr 1 ea auf. Bonnet erklärte bi rechte an Franco ar- einen sehr empfindlichen vielleicht gar vernichten- den Schlag erhalten wurde, wenn Italien mit dem tioes Unternehmen geworden, n cht Zuletzt auch dank der rücksichtslosen Ausnutzung der Monopol-1 Paris, 17. Dez. (Europapreß.) Der französische die Tatsache, datz fast sechs Siebentel der Bahn- Große Joorsprengung an einer Vaustelle der Reichsaulobahn ge- und alle Dah der Kanal sich auch für die andern, meist s aus 17 Millionen Goldsranken festgesetzten Aktien- ichaftlichen Bedeutung für das Imperium und ent- zu verwirklich französischen Aktionäre der Suezkanal Gesellschaft kapital der Bahn erhielt em Viertel Kaiser Menelik, sprechend dem ganz überragenden Anteil, den Ita- führen könne. Straßen angewiesen und emvfindet heute bei der wirtschaftlichen Erschließung seines ostafrikanischen Imperiums die Belastung durch die hohen Tarife strecke aus dem Gebiet des italienischen Imperiums | „ , ,.. ......... .......... verläuft, sind für Italien in den kommenden Der- denen Erklärungen wiederholt, wonach Frank- hnnhhtnnon nomirfitino tMrmtmonfo fnr f olno Ninon 5t h fi h r » i i fD « S » — ; « Drei Viertel kamen in französischen Besitz Die ernst beträchtlich subventionierte Bahn ist inzwischen dank der hohen Tarife, die sogar die der Suezkanal-Gesellschaft in den Schatten stellen, ein überaus lukra- a b s ch n i t t der E n t s p a n n u n g , die auf eine glücklichere Eißtwicklung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern schließen läßt und einen bedeu- waren aber nur 6,8 v fi des Gesamtkapitals während ein Viertel der Aktien sich noch im Besitz des Es ist wenige Minuten vor 11 Uhr. Das bevor- stehende Ereignis hat natürlich viele Zuschauer an- weggepreßt. In dem Augenblick, in dem durch die Sprengung der fioMraum entstand sackte der Sanddamm bis auf die Sohle der festen, tragenden Bodenschicht durch, er liegt fetzt in einer Ebene mit ber Umgebung und bildet nun in Zukunft eine feste Unterlage für die Reichsau'obahn. Wenn man das so liest oder fidi die fchematifchen zu einem G"schan ent> der Minister habe die Bedeutung der jüngsten gemeinsamen deutsch-französischen Er- Oiploma-enempsänge beim Führer Oer ch nesische Botschafter und der niederländische Gesandte überreichen ihre Beglaubigungsschreiben. finanzielle Schmie'-iakeiten die sich Frankreich ,u nutze machte um sich maßgeblichen ^inHuh auf die Bahn »u llchern Es hhfnff mit her B-'-hngef-lllchnft einen Vertrag auf fünfen Jahre und verpflichtete sich zur Zahlung einer sährl-chen Subvention in fiohe von 500 000 Franken 1908 trat Abessinien in einem neuen, auf 99 Hahrp befristeten Vertrag w beiden Seit-n der Bahnstrecke einen Gebietssireifen von je 15 Meter Breite an Frankreich ab. Don dem 3'8 Minen mit einer Gesarntsprengmasie von 20 000 Kilogramm Sämtliche Arbeiter sind in an- gemessener Entfernuna von diesem Sanddamm zu- ruckgezoaen worden. Wenn jetzt die elektrische Aus- lösung der Snrengung prfolat dann erpfnhi-’ren Zuerst die beiden äußersten Reihen der 2O.Ktto- gramm Minen. Die Hauptsprenaung ober erfolgt bereits eine einzige Sekunde fnäter Für den Zu- chauer sind diele beiden Vorgänge nicht zu unter- scheiden Jetzt ist es 11 Uhr Der Augenblick der Sprengung ist da. Im Zeitraum von Berti n. 18 Dez. (DNB.f Der Führer und Reichskanzler empfing im „Haus des Reichskanzlers den neuernannten chinesischen Botschafter Ehen ° Chieh zur Entgegennahme seines Beglau- bigungsschreibens. zwei Sekunden steht über dem Hellen Sanddcirtzm da unten im Tal eine undurchdringlich dicke Wand aus schwarzem und giftig gelbem Rauch und Flug- and. Während ein ganz kurzes, verhältnismäßig schwaches Gepolter ertönt, fühlen wir wie der Boden, auf dem wir stehen, zweimal schnell hintereinander sich wie mit ganz kurzen Wellen bewegt. Die Bewegung der Erde ist weicher als bei einem Erdbeben. Der Führer und Reichskanzler sagte m_ feiner Erwiderung: Die beiderseitigen Be« muhungen um eine weitere Vertiefung unserer kulturellen Beziehungen werden, wie ich hoffe, auch in Zukunft mit Erfolg fortgesetzt werden können. Ebenso wie Sie sehe auch ich in den durch die verschiede »artige wirtschaftliche Struktur unserer ~ fiter eine kurze schematische Darstellung des oprenancrWens. Durch Wasserspülung, die mit einem Druck bis zu 8 Atmosphären arbeiten kann, trag von den Italienern projektierte Bahnbau von Siua dem fiafen in Italienisch-Eritrea, über ar und Addis Abeba nach Mogadischo an der Küste von Italienisch-Somaliland, verschlang so ungeheure Summen, daß er nur bis Asmara vorgetrieben werden konnte. Italien war also während des Abessinienfeldzuges fast ausschließlich auf die Sanddamm von etwa 8 bis 12 Meter fiöhe in der Länge des betreffenden Moorstucks aufae» schüttet. (Die fiöhe des Dammes entspricht etwa der Mächtigkeit der zu verdrängenden Moorschicht.) Das gewaltige Gewicht der Sandmassen hat zur Folge, daß schon vor der Sprengung das darunterliegende Moor bis zu einem berechenbaren Grade beiseitegedrückt roirb. Zeichnungen einer solchen Mooriprenaung ansieht, dann ist der Vorgang so einfach wie die bekannte Geschichte mit dem Kolumbusei Aber in beiden füllen aehört eben der geniale Einfall dazu. Rur der Einfall und die technischen Kenntnisse? 21‘'er wenn man uns Laien einmal nur einen Ueberbttck über die vielerlei Berechnunoen geben wollte, die dazu nötig sind, daß eine solche gewaltige Bewegung ganz ornnu nadi d"m Vlin erfolgt, mi* g"vau berechneten Maßen und Gewichten ufro dann würden wir wohl in geziemender Bescheidenheit Bewunderung mindestens: „Donnerwetter — Achtung!" sagen. auf, daß die französische Regierung sich an das Londoner Abkommen halte, das die Anerkennung als kriegführende Macht von gewissen Bedingungen abhängig mache, die zur Stunde noch nicht erfüllt feien. Danach forderte Laval, daß die französische Regierung einen Vertreter nach Burgos entsende. Die Anregung, zu der der Außenminister nicht Stellung genommen ZU haben scheint, ist von der Mehrhest des Ausschusses beifällig aufgenommen worden. Gardimen-Bekuch des Ouce. Erwartungen der „Times". London, 17. Dez. (Europapreß.) Der bevorstehende Besuch Mussolinis auf Sardinien beschäftigt Londoner Kreise. Die „Times" rechnet mit einer Rede des Duce und meint, Mussolini werde voraussichtlich nicht den scharfen Ton gegen Frankreich anschlagen, den man ursprünglich erwartet habe, fiter- ZU hätten die fialtung Frankreichs sowie die Ausführungen Ebarnherlains im Unterhaus weitgehend beigetragen. In der Tunis-Frage meint die „Times", hier könne eine territoriale Verschiebung nicht in Frage kommen Der Suezkanal sei die lebenswichtigste Verbindungsstraße zwischen dem italienischen Mutterland und seiner größten Kolonie. Italien müsse entsprechend der Benutzung dieser Wasserstraße auchEinfluß auf die Verwal- tu n g b e r Gesellschaft haben, sowie a n b e n Einnahmen beteiligt sein. Auch bie italienischen Forderungen bezüglich der Dschibuti- Eisenbahn werden von der „Times" als Diskutabel" bezeichnet. Berlin, 16. Dez. (DNB.) Die 3000 Autobahn- arbetter, die anläßlich ber Fertigstellung bes 3000. Kilometers ber Reichsautobahnen als Gäste bes Führers in ber Reichshauptstabt weilen, hatten Ge- tegenheit, an einer Baustelle für ben Aous-Zubrin- ger bei Saarmunb, unweit bes Sübfangente bes Autobahnringes, ber gewaltigen, mit nicht weniger als 20 000 Kilogramm Sprengstoff burchgesührten M o o r f p r c n g u n g beizuwohnen. Auch viele andere Gäste waren erschienen. Generalinspektor Dr. Tobt sprach davon, baß mooriges Gelände bisher noch von ben Straßenbauern ängstlich gemieden würbe, weil es ben Straßenkörper nicht zu tragen vermag, fieute sei es gelungen, Moore burch Sprengung au beseitigen. Ohne befonbere Schwierigkeiten könne man jetzt mit fast mathema- "scher Genauigkeit und kaum mehr anzuzweifeln- dem Erfolg so gewaltige Sprengstofsmengcn wie bis» •ter ansetzen. Professor Dr.-Ing. C a \ a g r a n b e ber Sachverstänbige für Moorsprengung unb Bodenkunde, erwähnte, baß in ben letzten vier Jahren n Ttl'llf IHaJahÄ h n i h a k A < 1 QYX : < f ! m man kann dabei bis auf 30 Meter Tiefe in den Boden gehen Die Minen, die untereinander durch eine elektrische Zundleitung ver- bunden werden, sind innerhalb der auszusprengen- ^.ad:KJor verteilt, daß in der mittleren Längen- achse die starsten Minen bis zu 100 Kilogramm und an den äußersten Rändern die kleinsten Minen von 20 Kilogramm e ngelagert sind: dazwischen liegen Reihen mittelstarker Minen ” Die ganze Sprengfläche wird mit einem wickelt hat mögen einige wenige Zahlen verdeutlichen Während im Jahre 1870 erst 435 Schiffe ben Kanal passierten, waren es 1912 schon 5373 gewor- ben mit 20 275 120 Netto Register-Tonnen Auch in den ersten Nachkriegsjahren hat der Verkehr burch- jchnittlich 16 bis 20 Millionen Tonnen betragen. Italiens Abesfinienfelbzug mit ben sich daraus ergebenden großen Truppen- unb Malenaltranspor- fen durch den Kanal, hat den Durchgangsverkehr im Jahre 1936 auf 32,4 Millionen Tonnen und im Jahre 1937 gar auf 36,5 Millionen Tonnen empor- schnellen lassen. Noch deutlicher kommt der Einfluß des Abessinienkrieges in den Zahlen des Paff.zgier- verkehrs zum Ausdruck Während 1934 nur 262 000 Personen den Kanal passierten waren es 1936 schon 782 000 und 1937 wieder etwas weniger: 698 000. Wie sich dieses Anwachsen des Verkehrs auf den Geldbeutel der Aktionäre auswirkte, zeigt sich darin, daß 1912 den Einnahmen der Kanalgesellschaft von 140 Millionen Franks Ausgaben von nur 48 Millionen gegenüberstanden unb die Aktie von nominal 500 Franks, die im Jahre 1871 nur 163 Franks wert war, schon im Jahre 1905 einen Kurs von 4650 Franks, also mehr als das Neunfache des Nominalwertes erreicht hatte unb feitbem immer weiter gestiegen ist. 1936 betrugen die Einnahmen ber Gesellschaft 940 Millionen. 1937 sogar 1346 Millionen Franks. Die Dividende ist von 555 Franks im Jahre 1936 auf 756 Franks im Jahre 19X7 gestiegen und der Kurs beträgt an der Pariser Börse gegenwärtig 17 000 Franks. Das ist kein Wunder, denn der Tarif betrug bislang im Warenverkehr trotz mehrfacher fierabsetzung immer noch 5.75 Gold- franken für die Netto-Tonne und 2,85 Goldfranken für die Brutto-Tonne.und im Passagierverkehr zehn Goldfranken pro Perlon Man muß sich diele Zahlen verdeutlichen, um zu begreifen, welche Belastung diese hohen, mit ben Unkosten der Instandhaltung und Verwaltung des Kanals in keinem gerechtfertigten Verhältnis stehenden Tarife für Italiens Truv- pen- und Materialtransporte während des Abessinienfeldzuges bedeutet haben und heute noch bedeuten, wo Italien zu feinem ostafrikanischen Im- Handlungen gewichtige Argumente für seine For- I reich keinen Fuß breit Boden in berung, auch an bem (Eigentum wie an ber Der- Nordafrika an Italien abtreten wolle maltung ber Dschibuti-Bahn entsprechend ihrer wirt-1 unb jeder italienische Versuch, derartige Forderungen Unser Bild zeigt den Augenblick der Sprengung, bei bem 20 000 Kilogramm Sprengstoff gleichzettighochgingen. Man erkennt deutlich in der Mitte die aufgefdjutteten Sandmassen. — (Scherl-Bilberbienst-M.) Heber bie nun folgenbe Sprengung berichtet uns ber ar-Äorrefponbent unserer Berliner Schriftleitung folgenbes: Der ganze Sprengvorgang bauerte zwei S?kuw ben. In biefem Augenblick vollzog sich genauer ge* agt eine Doppelsprengung, bei der rund 170 000 Kubikmeter Moor unter der zukünftigen Autobahn- Itrecke beiseitegedrückt und durch einen darüber auf- geschütteten Sanddamm von 320 Meter Länge, etwa 20 Meter Kronenbreite unb 9 bis 10 Meter fiöhe ersetzt mürben. Man kennt das Verfahren schon seit 1934 und hat es seitdem in Deutschland wesentlich vervollkommnet Das Sprengverfahren ist an die Stelle des früheren Aushebeoerfahrens mittels Bagger ober jumpen getreten. Es ist erheblich billiger unb beansprucht nur einen Pruchleil ber Zeit bes Aus- hebeversahrens. Man rechnet bei ber Moorsprengung |e nach ben Dobenverhältnissen 40 Pf. bis eine Mark pro Slubihneter an Unkosten, bas Aushebeverfahren ijt minbestens fünfmal so teuer unb verlangt wo- $enlan9c Vorarbeiten. Die Ersparung bei sämtlichen Sprengungen hier in ber Nähe bes Dorfes Saar« beträgt gegenüber dem Aushebeoerfahren rund 5 Millionen Mark. Ausbau einer Autostraße von dem eritreischen fiafen Assab aus fast parallel zur Bahn ins Innere beginnen wurde. Man wird also in Paris darauf sinnen müssen, den italienischen Wünschen weitgehend ent- geaenzukommen. zumal sie ebenso der Billigkeit entsprechen wie die aus. eine Aenderung des Suez- kanal-Regimes gerichteten Forderungen Itahens. Dr. Fr VC'. Lange. Frankreichs Außenpolitik. Laval fordert Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu franco Auch auf dem kulturpokitischen Gebiet stehen wisse nege Gesetzesbestimmungen bes Dritten Rei- ches, wie das Erdhofgesetz und die vom Staat gejordette Ahnenwrschung, rm Einklang mit der in China feit altersher hochgehaltenen Ahn nver- . eprung und ber gesunden Grundlage des chinesischen i Bauerntums. Derartige gemeinsame Auffassungen i [r99eu zur engeren Gestaltung der Verbundenheit । Völker bei. Die chinesische Nationalpartei, Regierung und Nation sind von starkem Willen zur friedlichen Aufbauarbeit im Lande, sowie zur Mitarbeit zum Gemeinnutz ber Welt erttillt In der Außenpolitik verfolgt meine Regierung bas Ziel, die Beziehungen zu allen befreundeten Na- honen zu fordern. stellung, bie [ie sich im Verkehr von ber Küste ins Innere Abessiniens erhalten konnte. Denn ber nach bem zwischen Frankreich, England unb Italien über die Aufteilung ber Interessensphären in Abessinien 1906 abgeschlossenen Ver- brei Viertel kamen in französischen Besitz Die einst lien für den so reichen Ertrag ber Bahn aufbringt, L„ ... - ' ,r- » beteiligt zu werben. Frankreich befindet sich auch bie Frage ber Zuerkennung der Kriegs insofern in einer schlechten Position, als seine Bahn Exnegus fia'le Selassie befinbet, statt baß es, wie । utn ueiutn «uriuern lajuegen lugr unv einen oeoeu« es rechiens gewesen märe, an seinen Rechtsnach- tenben Faktor für ben allgemeinen Frieben bar» folger, ben König von Italien als Kaiser von stelle, fiinsichtlich ber französisch -italienischen Aethiopien übergegangen märe. Dies somohl roie hatte Frankreich in bem schon genannten Vertrag, ben ßabal am 6. Januar 1935 in Rom abgeschlossen . hatte, ben Italienern 20 o fi. der in französischem flärung unterstrichen. Diese Erklärung eröffne Staatsbesitz befindlichen Bahnaktien abgetreten, das zmischen Deutschland unb Frankreich einen Zeit - perium keinen anbern Zugang besitzt als ben Kanal. Menn bie Suezkan tt Gesellschaft nun eine erneute fierabsetzung ihrer Tarife bekannt gibt, so roirb in internationalen Schilsahrtskreisen barauf hingeroie- fen. daß diese Verminderung nur einen Penny für bie Tonne und einen Schilling für ben Pallagier ausmacht womit der Suezkanal immer noch um runb ein Drittel teurer ist als ber Pan-amakanal, obwohl dieser burch feine großen Schleusenanlagen weit höhere Betriebskosten Hot. Die fierabsetzung der Tarife mürbe von ber Suezkanal Gesellschaft bereits beschlossen, bevor durch die italienisch-französische Debatte das Kanal-Prohs^m akut geroorben nt Die fierabsetzung mar eine Maßnahme, um ber steigenden Abwanderung des Schiffsverkehrs auf ben Weg um das Kap der Guten fioffnung zu begegnen, die wohl der beste Beweis für bie verfehlte Tarifpolitik ber Kanal Gesellschaft ist. Aber wenn die italienische DeffenHi*feit sich so leihrnl*-'1 für eine Revision bes Kanal-Regimes einsetzt, so tut sie das nur in Zweiter Linie aus ben materiellen Gninden kitzer Minderung der ungeheuren Lasten, bie die überhöhten Tarife ber Suezk-.-mal Gesellschaft Iür die italienische Schiffahrt bedeuten Es w'der- Prirht nach italienischer Auffassung ber Bebeutung ies Suezkanals als einer ber wichtigsten Welttchjss- fahrtsroege, über ben zwangsläufig fast ber gesamte Verkehr nach und non Ostafrika unb bem Fernen Lsten bis nach Australien sich abwickelt, daß bie Tarifpolitik auf biefer W-tttverkehrsstraße nach rein privatwirtschaftlichen Gesichtspunkten ausgerichtet wird unb eine solche Weltverkehrsaber sich in ben fiänben einer privaten Kapitalgruppe befindet, statt im Besitz der Völker, deren fiandel auf sie angeroie* fen ist. Diese Auffassung roirb auch in in'^rnationa« len Schiffahrtskreisen vielfach geteilt. Italien kann s'G dabei noch barauf berufen, daß es ber Suez- tanal-Gesellschaft zweitbester Kunbe ist, ohne im Derwaltungsrat ber Gesellschaft überhaupt ver- treten zu sein, der rein nach privatwirtschaftlichen Grundsätzen zusammengesetzt ist, io daß Frankreich, obwohl es als Benutzer des Kanals er ft an fünfter Stelle steht, mit 19 von insgesamt 32 Verwaltungs- rntsmifnliebern ben mahaehenh^n Einttuß hat Diese Derwaltungsratsvosten sind feit jeher einträgliche Sinekuren für Persönlichkeiten, bie sich im öffent- li(hen Leben Frankreichs hervorgetan ober eine gesellschaftliche Rolle gespielt haben. Neben biefen phen zehn Engländer, »roei Aeanvter und ein finl lanber, ber seit bem Kriege ben bis dahin von einem Deutschen besetzten Platz eingenommen hat. im Vermaltungsrat unb beziehen alljährlich jeder bie runbe ©wmme von 400 000 Franks. Im enalifchen Auswärtigen Amt sagte einmal vor Jahren ber da- Sn,1Lfl.®t<5fna,6ferrefär Lorb Derbn dem französischen Geschäftsträger, als die Rede auf den Suezkanal fam: „(Ein Unternehmen, an bem unter L"bens- infereffe hängt, können wir nicht ber Alleinherr- ^Haft anderer überlassen " Dies in ber mährenb bes -«eltkneges erschienenen auiae^cirhne#en kl-inen Monoaraphie über Aeapvten des verstorbenen Leip- Z'ger Aegnptologen Georg ©teinborff überlieferte Argument bes britischen Imperialismus kann heute mH mindestens dem gleichen Recht Italien für sich gatenb machen, wenn es seinen Anteil an d"r Ver- W ?es Suezkanals fordert und eine G-bühren. poli"k. bie der Bedeutung des Kanals als Weltverkehrsader gerecht wird Bei h-'m für hnn Hnnnar Des fommenben Jahres ongefünbiaten Beiuch des britischen MinistervrHsidenten (Vhamberlam in Rom wirb also wohl bie Suezkanal-Frage ebenso eine IKoUe fpielen, roie bei den bevorstehenden italienisch- ftanzosischen Verhandliingen. he?e,en seit D stehen der chinesischen Natio- nalreg-ierung insbesondere aitf beim Gebiete ber Ortschaft eine merkliche Vertiefung erfahren Die! ? L“ H 2 * n f U V nad) llhina ist m ben letzten Jahren an bie z w e i te Stelle g e • r urft Eh Ina mit seinen reichen Bodenschätzen unb bem Bestreben zum friedlichen Auchau einerseits ?^"^chland mit seinen wifsenschaftlichen und techni chen (Erfahrungen andererseits können sich gegenseitig gut ergänzen. Führung und Volk in Ehma erblicken Hierin die Möglichkeit einer weiteren günstigen Entwicklung unserer Beziehungen. auf das zukünftige Stück Au'obahn im Tal herab- sieht, find wohl an die 4—5000 Menschen versammelt An einer großen Tafel mit schematischen Dar- stellungen gibt Generalinspektor Dr. Todt schnell noch einige kurze Erklärungen an den neben ihm stehenden Reichsstatthalter Ritter von Epp und andere Gäste. Es geht ein schneidend kalter Wind bitt oben, in bem auf ber Kuppe bes fiügels n ' u ........knatternd bie Fahnen weben Drunten Im Tal sieht Äub “m ter Mo°?E u 0 nnC,n Im " r” l“nl(’ef,rc(f,c Helle Viereck oufpefchüt. i Wenn ma, erspart mürben. DWD WU M-W a, xux, 1WELLNER von 13 bis 18 Uhr M\\v. LM MEM9ES Kleinschreibmaschine in 3 Preisklassen. k 'rolkäslen trolschneider Die neue rumänische Einheitspartei Dr.ToVt Ha nptSienstleiter VerRGOAP siche Mitglieder der Regierung, mit Ausnahme der Geistlichen und der militärischen Würdenträger, ferner Politiker aus früheren Parteien. In der amtlichen Verlautbarung wurde mit allem Nachdruck betont, daß sich auch führende Persönlichkeiten aus Siebenbürgen an der Eingabe beteiligt hätten, ferner mehrere pensionierte Generäle. Schließlich wurde darauf verwiesen, daß sich auch drei führende Männer aus der ehemaligen Sozialdemokratischen Partei für die Einheitspartei ausgesprochen hätten. Mit der Aufnahme von Mitgliedern in die neugebildete Einheitspartei in Rumänien ist bereits begonnen worden. Um die Aufnahme kann sich jeder rumänische Staatsbürger bewerben, welcher Volksgruppe er auch angehören mag (!). Juden sind jedoch von der Aufnahme in die Einheitspartei ausgeschlossen. Die Einheitspartei wird keinen besonders zu wählenden Vorstand besitzen, weil sich die politische Leitung der Partei automatisch aus den Mitgliedern der Regierung und des königlichen Rates zufammsnsetzt. Wie die Blätter noch zu melden wissen, wird die Bildung der neuen Einheitspartei eine Neubildung der Regierung und die Ausschreibung von Abgeordnetenwahlen zur Folge haben. Einsatz im Rahmen des WHW., insbesondere während der 5. Reichsstraßensammlung der Hitler- Jugend am kommenden Samstag und Sonntag. gez. Baldur von Schirach." Dr. Todt in der Klasse Oeffentliche Arbeiten mit einem Grand Prix ausgezeichnet. Für die hervor-; ragenden Leistungen beim Ausbau der Lustver-1 teidigungszone West wurde Dr. Todt mit dem 1. Oktober' Major der Reserve der Luftwaffe. Dr. Tort Generalbevollmächtigter für die Bauwirtschast. Berlin, 16. Dez. (DRB.) Ministerpräsident Generalfeldmarschall Göring hat als Beauftragter für den Bierjahresplan den Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen Dr. Todt zum Generalbevollmächtigten für die Regelung der Bouwirtschaft ernannt. Durch diese Bestellung soll für die Zukunft eine Ordnung der gesamten Bautätigkeit, des Hochbaues sowohl wie des Tiefbaues, gesichert werden, die insbesondere den Erfordernissen der R o h st o f f b e w i risch a f t u n g und des Arbeitseinsatzes Rechnung trägt Oie 5 Reichssiraßenfammlung der Hitler-Jugend. Ern Tagesbefehl des Neichsjrkgendführers. Berlin, 16. Dez. (DNB.) Aus Anlaß der Stvaßensammlung der HI. am 17. Dezember erläßt d-er Reichsjugendsührer der NSDAP, folgenden, Tagesbefehl an die nationalsozialistische Jugend: „Meine Kameradinnen und Kameraden! Das WHW. 1933/39 steht im Zeichen Groß- deutschlands. Die gemeinschaftliche Hilfe aller Volksgenossen ist die stärkste Waffe im Kampf gegen Not und Äend, von denen die neuen Gebiete des Deutschen Reichs noch bis vor kurzem heimgesucht waren. Zum ersten Male nach vielen Jahren sehen die zehn Millionen aus der Ostmark und dem Sudetengau nicht mit Furcht und Verzagen, sondern mit Hoffnung und freudiger Zuversicht dem Winter entgegen. Ihnen und den vielen hunderttausend Volksgenossen aus- dem Altreich, die das WHW. Jahr für Jahr betreut, großzügig zu helfen und ihren Glauben an das Reich zu stärken, ist in diesem Jahre unserer Geschichte eine San« kespflicht des ganzen Volkes. Die Hitler-Jugend hat besondere Veranlassung, dem Führer ihren Dank zu sagen. Ich weiß, daß feder Junge und jedes Mädel diesen Dank abstatten will, und erwarte daher einen re st losen beiden Länder gegebenen Erganzungsmäglichkeiten günstige Vorbedingungen für eine weitere Ausgestaltung der gegenseitigen wirtschaftlichen Beziehungen. Später empfing der Führer und Reichskanzler den . Königlich-N lederländischen Gesandten Dr. jur. Ionkheer van haersma de With, der anstelle des durch einen Autounfall aus dem Leben geschiedenen Gesandten Ridder van Rappard die Niederlande in Berlin vertreten wirb. Der Gesandte bekundete den Willen seiner Regierung, die festen freundschaftlichen und nachbarlichen Verbindungen, die zwischen dem Königreich der Niederlande und dem Deutschen Reich seit altersher bestehen, auch künftig zu pflegen und auszubauen. Der Führer und Reichskanzler gedachte in seiner Erwiderung zunächst des tragischen Todes des früheren Gesandten und ging dann auf die freund nachbarlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern ein, deren Erhaltung und engerer Gestaltung das Deutsche Reich in gleicher Weise größtes Gewicht beimißt. Kleine politische Nachrichten. Der Reichsführer ff und Chef der deutschen Polizei im Reichsministerium des Innern hat aufgrund der Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutze von Volk und Staat vom 28. Februar 1933 die „Gesellschaft deutsche Freiheit e. V."und den „Geuse nb und" mit sofortiger Wirkung a u f g e l ö st. Gleichzeitig sind die von der „Gesellschaft deutsche Freiheit e. V." herausgegebenen „Jnformationsb riefe" verboten. Jede Tätigkeit, die den Versuch einer Fortführung dieser Organisationen oder einer Neugründung mit gleichen oder ähnlichen Versuchen darstellt, wird nach § 4 der genannten Verordnung bestraft. * 'Der Reichsminister des Innern Dr Frick hatte die Reichsstatthalter. die Innenminister der Länder, die Oberpräsidenten und die Regierungspräsidenten zu einer Arbeitstagung zufammengeruftn. Reichsminister Dr. Frick erörterte aktuelle Fragen der inneren Verwaltung. Nach ihm ergriff Reichswirt- schaftsminister Funk das Wort. An der Tagung nahmen ferner Reichsminister Dr. Lammers und Graf Schwerin von Krosigk teil; in Vertretung für den Beauftragten des Dier- jahresplanes, Generalfeldmarschall Göring, waren die Staatssekretäre Körner und Neumann erschienen. Der italienische. Außenminister Graf Ciano trifft, einer Einladung des Reichs Verwesers folgend, am Montag zu einem viertägigen Ungarn- besuch ein. Bukarest, 16. Dez. (Europapreß.) Die Blätter bringen Auszüge aus dem Gesetzentwurf über die Schaffung der neuen rumänischen Einheitspartei „Front der nationalen Wiedergeburt". Darin heißt es, es sei heute ein Ding der Unmöglichkeit, die öffentliche Meinung durch eine Vielzahl politischer Ideologien zu beunruhigen. Das Land bedürfe einer durchweg ruhigen politischen Atmosphäre. Dies mache die Schaffung einer einheitlichen politischen Partei notwendig. Dieser Partei falle dann die Aufgabe zu, die politischen Führerpersönlichkeiten des Landes hervorzubringen. Als interessantes Moment bei der Bildung der rumänischen Einheitspartei wird verzeichnet, daß weder die führenden Politiker der alten Liberalen Partei, noch die der Nationalen Bauernpartei (Nationalzaranisten) zur Unterzeichnung der Eingabe um Bewilligung zur Gründung der Einheitspartei veranlaßt werden konnten. Auch der Leiter der altrumänischen Gruppe der Nationalen Bauernpartei, Michalache, hatte seine Unterschrift ebenso verweigert wie die Leiter der Siebenbürger Gruppe der Partei, Maniu und M a d g e a r u. Es wurde nun auch bekanntgegeben, welche Persönlichkeiten die Bildung der Einheitspartei befürwortet hatten. Darunter finden sich sämt- B er 11 n, 16. Dez. (DNB.) Die Reichspressestelle der NSDAP, gibt bekannt: Der 5 ührer hat auf Borschlag des Stellvertreters des Führers Pg. Rudolf Heß den Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen Pg. Dr.-Ing. Fritz Todt zum Hauptdienstleiter der NSDAP, ernannt. * Mit der Ernennung zum Hauptdienstleiter erfährt die langjährige Tätigkeit des Pg. Todt eine besondere Anerkennung. Dr. Todt ist einer der ältesten Gefolgsmänner des Führers. Seit vielen Jahren gehört er zum Stabe des Stellvertreters des Führers und ist in der Reichsleitung der Partei mit der Leitung des Hauptamtes für Technik betraut. Fritz Todt tvurde 1891 in Pforzheim in Baden geboren. Er studierte Ingenieur-Wissenschaften an den Technischen Hochschulen in München und Karlsruhe und beschäftigte sich damals schon eingehend mit dem Straßenbau. Nach dem Studium war er als Hilfsbauarbeiter tätig, dann übernahm er Stellen als Bauführer und Bauleiter großer Tie^bau- unternebmen, bis er 1928 Geschäftsführer und Technischer Leiter einer großen Straßenbaufirma wurde. Durch seine berufliche Tätigkeit lernte er die Straßenbauverhältnisse ganz Deutschlands, aber auch aller übrigen europäischen Länder, in die ihn Studienreisen führten kennen. Im Weltkriege war Todt vom ersten bis zum letzten Tage an der Westfront, zuerst als Artillerist, dann als Fliegerbeobackfter. Am 5. Juli 1933 wurde Dr. Todt zum G e n e • j ralinspektor f ü r das deutsche Straßenwesen bestellt. Damit wurde zum ersten Mal der gesamte deutsche Straß.'Nbau einer einheitlichen Leitung unterstellt. Dr. Todts Hauptaufgabe wurde dabei der Bau der Reichsauto- bahnen, deren 3000. Kilometer in diesen Tagen für den Verkehr freigegeben werden konnte. Neben diesem Werk, besten Entwicklung Dr. Todt heute schon in der ganzen Welt Anerkennung einne- tragen hat, wurde dem Generalinspektor im Frühjahr 1938 noch eine Sonderausgabe übertragen: die Beschleuniaung der Verteidigungsan- lagen im Westen, die im Hinblick ans die politische Lage zur Sicherung des Reiches geboten schien. Auch diese Arbeiten wurden unter der Leitung von Dr. Todt mit der größten Energie du'-chgeführt. Für diese überraaenden Leistungen wurde Dr.- Jng. Todt auf dem Parteitag 1938 der Deutsche Nationalpreis verliehen. Dr. Todt steht an der Spitze der deutschen Techniker. Er ist Vorsitzender im NS. - Bund deutscher! Technik und führt zugleich auch das Amt für | technische Wissenschaft in der DAF. Im Mai 1938, übernahm er auch den Vorsitz im DDT Auf der Internationalen Ausstellung Paris 1938 wurde Mit der lebhaften Ostströmung hat die Durchflutung des europäischen Festlandes mit arktischer Kaltluft rasch weitere Fortschritte gemacht. In Deutschland wurden am Samstag östlich der Weser allgemeine Fröste von mehr als minus 10 Grad, westlich derselben von mehr als minus 5 Grad beobachtet. Die Frostperiode dauert fort, doch sind nur strichweise geringe Schneefälle zu erwarten. Im Balkangebiet treten dagegen verbreitete Schneefälle auf. Vorhersage für Sonntag: Wolkig bis heiter, höchstens vereinzelt geringe Schneefälle. Weitere Frostzunahme, östliche Winde. Lufttemperaturen am 16. Dezember: mittags 0,5 Grad Celsius, abends —2,6 Grad; am 17. Dezember: morgens — 7 Grad. Maximum 2,8 Grad, Minimum , heute nacht 7,1 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 16. Dezember: abends 2,8 Grad; am 17. Dezember: morgens 1,9 Grad. — Sonnenscheindauer 3,3 Stunden. !Dinferfpod-lDetterberi(f)L Nur in den Hochalpen Schneesportmöglichkeiten. In Cronberg im Taunus gute Eisbahn. Der Alt- könig hat schöne Rauhreisbilüung. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Einst Blum« schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Leck. Dsran wörtlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. XI. 38: 10718. 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Kirchliche Anzeigen. (G. = Gottesdienst, KG. -- Kindergottesdienst, HG. --Hauvtgottes- dienst, HG.-Abendm. = Hauvt- gottesdienst mit Beichte und Abendmahl.) Gieften. Sonntag, 18. Dezember. Stadtkirche. HG. 9.30, Becker, KG. Marlusg. 11, Becker, AG. 17 fällt aus, Krivvensviel 19.30. Johanneskirche. HG. 9.30, Aus- seld, KG. 11, AG. 17, Musik. Abendfeier. Tabelle Alter Friedhof. HG. 9.30, Traum, KG. 10.45. Petruskavelle. AG. 17, Traum. Freitag, 23. Dezember. Johanneskirche. 15.30 (3.30) Weibnacküsleier der Kmderkirche der Lukasgemeinde, Wendel; 16.30 (4.30) Weihnachtsfeier der Kinderkirche der Johannes- und Militärgemeinde, Ausfeld Samstag, 24.Dezember. Stadtki.rche. 17, Chriftvefver, zugleich Weihnachtsfeier Kinderkirche der MgrtlL.^gemeinde, Becker. tlobannedfircbe. 17, Mufikal. Abendfeier. Kabelte Alter Friedhof. 17,Christ- vesoer, Traum. Petruskavelle. 17, Weihnachtsfeier der Kinderlirche. Sonntag, 18. Dezember. Albach. G. 12.30. Garbenteich. G. 10. Sausen. G. 13. euchelheim. HG. 10; KG. I.Abt. 11: KG. 11. Abt. 13. Kirchberg. G. 10; KG. 11. Klein-Linden. G. 10; KG. 11; Weihnachtsfeier der Kleinkinder- e rsweg 73. 2 Pers, gesucht. Zahnarzt (nur in dringenden Näh.i.d.Geschst. Fallen): vr. Schättler. 'd.G.A. (8276D nicht unter 18 Nähren, f. Haushalt und Küche. Nahkenntnisse erwünscht. 05557 Oornöerget Vellan-Alwinele »Kreuzvlatz 2 l. Sauberes, ehrl. Lagerraum zum Unterstellen von Möbel geeignet, v. fof. gesucht. Schr. Angebote unter 8287 D an den Gieft. Anz. [Stellenangebote 3-Z.-Wohn. mit Küche und Bad, obere Marburger Strafte, zum 1. Januar zu vermieten. Zu erfragen in d. Geschäftsft. d. Gieft.Anz. [8320V Kleine DacMnung abgeschlossen, an alleinst. Person zu vernuet. Näh. Liebigstr. 47 I, 9-12 Uhr. [8272V Gut möbliertes Zimmer m. Zentralh. an Dame 0. Schül. ab 1. Januar zu vermiet. [ssirD Anzusehen bis 12 Uhr vormitt. Lenz, Riegelvfad 321. stehend, ält. Frau zu vertu [ 05593 9(äb. in der Geschäftssinn. 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Dezember 1938 Deutsche Fahrt durch Böhmen und Mähren (Z gen er Bericht des Gießener Anzeigers der Dolkerwanberung alles dem Deuts und dem Deutschen Reich zu verdanken hab her die hussitische Bewegung aus religiösem An en. 2Xe voll Ehrfurcht die verschwenderische Fülle, mit der ische Fülle, mit der tung. Den deutschen Industrie- und Handelsunttr- d'.esem Lande offen- nehmen, unter denen neben Emaillefabrilen die sich die deutsche Kultur in Bleistiftfirma Hardtmuth hervorragt, ist bart und ihm Reichtümer von unerschütterlicher Le- und lein Staatssekretär Hüll Mittel- und Südamerika eine deutsch-italienisch-japanische Bedrohuna aufreden - aus der deutschen Vergangenheit.' Nur will, so gehört das — grotesk wie es ist — zur | selten haben die Tschechen den deutschen Baustil Nein, noch habe ich es nickt. Ich verlege mich Der Beifall, den sie am Festabend fartden, ist ver-'den vorbeigehenden Frauen jede Dritte einen der nach Wäsche und zwei nach Fahrrädern. Die sechs .Wieviel Kostet es?' .Einfach süß! .Nein, keine Streifen!" — „Leider!" — „Englisches Fabri- Fragen stellten. Männer trafen erst ihre Wahl und fragten dann nach dem Preis. liches: Weihnachtsbäume kommen auf dem Lands warum das eigentlich so ist, aber es ist so. ja noch Marktbummel. Bücher kaufenden Besucher- waren sämtlich Jugendliche. Nur sieben von allen Besuchern hatten sich einen Einkaufszettel gemacht, — vier davon Männer. Die am meisten gehörten Bemerkungen waren: den männlichen Käufern befand sich keiner in Be- nachtsfestes stebt, viel Neues und Interessantes für gleitung eines anderen Mannes. Nur einer von Mutter und Kind, z. B die Beiträge ..Gedanken fang schnell gegen die Deutschen abgebogen worden war. Nimmt man das alles in allem, so betrachtet man orgelt, ruft, mit Blechtrompeten quäkt? Nein, noch nicht, noch nicht. Was ist es? Ich bummle so an den Buden herum, ich habe die Hände tief in den Manteltaschen, und, in den rechten Mantelärmel eingehängt, bummelt noch ein des glänzenden Engels schräg zur Seite — aber der feste Stamm hält noch den S'urz des Engels auf, der Baum soll noch einmal in strahlender Besetzung glänzen, nicht ganz so festlich wie am W"'hnachfs- nahmen aus den letzten Jahren und eine Wiedergabe seiner Handschrift. Rudolf Bach hat Carossa zwei Gedichte zugeeignet, Paul Alverdes ein Prosastück aus einem werdenden Buche. Bon den übrigen Beiträgen des reichhaltigen und vorzüglich redigierten Heftes nennen wir „Meine Christnacht" von Jean Paul. Max Mells Austatz über Adalbert Stifter (aus der Einleitung zu einer neuen Ausgabe), unveröffentlichte Briefe und Gedickte des jungen Chrisiian Morgenstern, endlich ein Kapitel aus Friedrich Schnacks neuem Buche „Klick und der Goldschatz". — Die Monatsschrift ,.M utter und Kind" (Verlag Elwin Staude, KG., Berlin W 30, und Leiter am Baum, und die Frau des Hauses kommt heraufgestiegen und löst den Engel von der Spitze ab, nimmt den Lamettaschmuck, die bunten Kugeln, die Lichterreste, nichts bleibt mehr da. Und dann begibt sich nun mit Weihnachtsbäumen — wenn es auf dem Lande ist — etwas Wanderin den letzten Jahren hart zuaesetzt worden; auch noch in diesen Wochen haben Juden und Benesch- Leute, die hier eine besondere Rolle spielen, neue Provokationen versucht. All das findet nun ein Ende. Ist erst der Verkehr über die neue Grenze klar, dann wird Budweis mit seiner deutschen Tradition einer neuen Blüte entgegengehen. Daran werden auch die deutschen Bauern, die mit ihren Frankenhöfen weithin in den Nachbardörfern , wohnen, Anteil haben. Mehr als eine historische Erinnerung sind die Erzvorkommen hart ostwärts bei Rudolfstadt und Adamstadt; einjt von evangelischen Bergleuten aus Sachsen erschlossen. benskraft geschenkt hat. Dann begreift man es auch nicht, wie es die immer noch nicht überall beseitigten Anhänger der Benesch-Clique bis in diese Tage wagen können, als Gegenleistung für die Abtretung der Randgebiete die Preisgabe des im Lande verbliebenen Jnseldeutschtums zu verlangen. Ginge es nach der historischen Gerechtigkeit und-der Leistung für das Land, so hätte das Deutschtum noch viel zu fordern. Das aber ist sicher, das ist das unumstößliche Ergebnis der Bilanz, daß die in Böhmen und M ähren verbleibende deutsche Volksgruppe, die sich ihren Kulturboden in Stadt und Land schwer genug erarbei- aufs Horchen: Sind es die Weihnachtslieder, die rauscht, nun sind sie in ihrer Ecke nur stumme Mit- dort liegenden Spiegel auf, um darin ihr Gesicht aus der Tiefe der Drehorgeln kommen, das ganze jpieler dieser paar seltsamen Tage zwischen zwei zu kontrollieren. Don dreißig Besuchern in einem Jahrmarktsgedröhn vielleicht, das das jodelt, pfeift. Festen. Przemysliden schon waren klug genug, sich unhr den Schutz des Reichs zu begeben und durch Heranziehung deutscher Bürger, Bauern und Künstler den Anschluß an die deutsche Kultur zu sichern. Alles, was über den prim tivsten Ackerbau und den Fischfang hinausging, haben die Deutschen gebracht. Sie haben die Bodenschätze erschlossen und die Städte gebaut, den Urwald gerodet und auch den Staat organisiert. Von dieser deutschen Leistung, die ihren Höhepunkt hatte, als Prag unter Karl IV. des Reiches Hauptstadt war, leben die Tschechen bis heute. Wo im deutschen Bild der Städte heute keine deutschen Laute mehr klingen, hat die Entwicklung seit der Mitte des 16. Jahrhunderts dazu geführt, daß die Tschechen deutsches Erbe angetreten haben. Meist stammen die Baudenkmäler noch unmittelbar gleichen Gruppe machtpolitischer Motive. Nur ist dabei der Rahmen weiter gespannt, mit ähnlicher Verzerrung wie im Weltkrieg, wo man dem naiven amerikanischen Bürger Angst vor einer deutschen Invasion machen konnte. Man weiß, daß dieses Künste der Tarnung sind, damals wie heute. Daß es damals galt, die riskierten Milliarden zu retten und das Geschäft mit den reichen Verbündeten zu machen, heute, um die südamerikanischen Märkte sich zu reservieren, Deutschland daraus zu entfernen Es sind wirtschaftliche Motive, der wohlbekannte Dollar-Imperialismus. Man wirft uns vor, und die Engländer stimmen ein, durch unsere Tauschwirtschaft, Ware gegen Ware, die Rohstoffländer am Balkan wie in Südamerika in „Abhängigkeit" zu bringen, ihnen schlechte Umrechnungskurse zu geben, Passiosalden aufzubauen und zu halten, die Konkurrenz durch Ausfuhrprämien zu unterbieten und so die Kundschaft zu erzwingen. Wir erwidern: Eure Dollar- und Pfundabwertung war die brutalste Unterbietung der Ausfuhrprämie, die es jemals gab. Die Zerstörung Unseres Devisen- befitzes war euer Werk. Ihr zwangt uns durch Schutzzölle auf die neuen Wege. Wir geben Kredite (Wirtschaftsminister Funk), um die Konsumkraft der Rohstoffländer aufzubauen, verkaufen ihnen Produktionsmittel, Maschinen, Kraftstationen, Bergwerkseinrichtungen, um sie zu wohlhabenden Käufern zu machen, zum Vorteil ringsum. Ihr gebt Kredite zu Waffenkäufen, verzinsbar und rückzuzahlen in Devisen; das sind Kredite, die politisch versklaven und die Geldnehmer in Armut und Abhängigkeit erhalten. Was sich also hier abspielt, ist ein Ringen der nationalgebundenen Wirtschaften mit dem Großkapital der zerrütteten Weltwirtschaft alter Art, ein tet hat, nicht nur unangetastet im bisherigen Besitzstände bleiben wird, sondern das Recht hat, sich ohne kleinliche Hemmungen zu entwickeln und sich eine wachsende Zukunft zu sichern. Damit entfallen auch die feinen Pläne, den deutschen Charakter in diesen Gebieten schnell noch durch Unterbringung der aus den sudetendeutschen und slowa« tischen Gebieten geflüchteten, meist recht zweifelhaften Elementen zu verwischen, zu überfremden und die Auswirkungsmöglichkeiten einzudämmen. Wo nun die Wahrheit, die im Wahlspruch der Tschecho-Slowakei angerufen wird, gesiegt hat, ist es m'.t der Möglichkeit vorbei, weiterhin fremde Leistung für sich zu beanspruchen. Wie es in der Slowakei seit dem Tage des Umbruchs anerkannt wurde, so ist es auch in Böhmen und Mähren: je kräftiger sich die bodenständige deutsche Volksgruppe Dem Auge das Beste! Lassen Sie sich beraten von \ Optiker JWla&nus dem Optiker Ihres Vertrauens / Seltersweg 33 Kassenlieferant. und wer genommen hat. Es wird aegenstai sich, warum schon der Begriff „h i st o r i s ch e L ä n-! . . . . . d e r" mit seiner Verbindung j^um Bestand der gefordert hat Grenzen sich nur aur ~ ' und Mährens zum ! , Mädchen mit mir ... es ist eine harte, kalte 2)e= < - - Q,,r,. < • , . , .. zemb-rluft, di- einem die Nasenspitzen frieren macht °bend, aber zum Abschied nach einmal am Silvester, und die Ohren rot reibt. 1 aDenD" Zeitschriften. — „D a s I n s e l s ch i f f." Eine Zeitschrift für die liches: Weihnachtsbäume kommen auf dem Lande Freunde des Insel-Verlags zu Leipzig. Das zu Weih- nach einer Qef unergründlichen Gepflogenheit auf nachten herausgekommene 1. Heft des 20. Jahrgangs den Hühnerhof. .... - — - * —..... ~ WeihriachiSeinkäufe in London. Eine Statistik Londoner Weihnachtseinkäufer während der zweiten Dezemberwoche, die bei mehr als 2000 Besuchern großer Warenhäuser vorgenommen rou’- ' haste olgendes oriainelles Erge'nis: Von zehn Besuchern waren neun Frauen. Ein Drit- Osterwieck/Harz) bringt im Dezemher-Heft. das zum tel befand sich in Begleitung anderer Frauen. Von größten Teil unter dem Eindruck oes nahen Weih- .. gedenkt in erster Linie des nun 60jährigen Goethe- Niemand denkt sich etwas dabei, niemand weiß, Preisträgers Hans Carossa: mit Gruß und Würdigung von Ernst Bertram, Reinhold Schneider, Al- am Abend des 24. Dezember, und nun nachher, bis zwanzig Käufern trug selbst ein Paket. Frauen zum Winterhilfswerk", „Weihnackttiche Erziehungs- sie nach Neujahr ganz vom häuslichen Spielplan brauchten im Durchschnitt wesentlich mehr Zeit, bevor , belrachtung", „Vom richtigen Schenken", .Der ' ' -----r r!- e------*•**- r*A OaU —. Fünf- l B'sderbogen lebt", „lieber bas Svield'ng" ..Ein „Du", sage ich zu dem Mädchen, „frierst du?" „910", sagt sie, „das nicht. Aber kalte Füße kriegt man." Oh, das war es ja! Das, was zif einem Weihnachtsmarkt unbedingt dazugehört, ohne das ein Weihnachtsmarkt schlechterdings keiner ist, jetzt weiß ich es: kalte Füße. Mit den Beinen stampfend muß man an der Würstchenbude stehen, indes man in die dampfenden senfbetupften Enden beißt. Es muß einem unten in den Zehen kribbeln, wenn es oben köstlich munden i Warenhaus, die befragt wurden, verlangten sechs Die lamettabehangenen Zweige senken sich lang- nach der Bücherabteilung, 19 nach Spielsachen, drei sam, die lange Spitze oben neigt sich mit der Last nach Wäsche und zwei nach Fahrrädern. Die sechs Kampf des gesunden Motivs gegen das ungesunde. Im übrigen keine sentimentale Sache, für uns aussichtsvoll, da weder England noch Nordamerika all diese freien Rohstoffe aufnehmen können, und nur ihre Milliarden ins Feuer werfen. Und damit zur dritten Gruppe feindseliger Gefühle, wieder am besten formuliert durch Angelsachsen. Wenn (Eben, Roosevelt und Hüll ihre Völker beschwören, für ihre „Freiheiten" und die „Ideale der Demokratie" zu kämpfen gegen die Lehre der Führerstaaten, so ist dies die Angst vor der geistigen Invasion, nicht vor der misitäri- schen, die die alten Systeme erschüttert, die Angst vor dem Neuen, das unwiderstehlich eindringt, wie andere große Bewegungen zuvor — Reformation, Menschenrechte, Marxismus. „Demokratien sind immer zwei Jahre zurück", sagt Baldwin. Er unterschätzt den Abstand. „Wir können dem Marschtritt der Führerstaaten so nicht folgen", sagt (Eben. Die Zähl ber zwei Millionen Arbeitslosen in Eng- lanb, 10 bis 12 Millionen in Amerika bestätigt es. Reaktion begegnet sich babei mit Selbstinteresse: was soll aus Dem unübersehbaren Heere von Berufspolitikern, Bonzen, Partei-Sekretären unb parlamentarischen G Ichäftemachern werben, wenn ber „Faschismus" siegt? Unb was, nebenbei, — ein viertes Motiv — aus bem Völkergemifch USA., wenn ber Rafsengedanke einbringen sollte? Unnötig zu sagen, baß der Gegenangriff des Judentums sich alle diese Kampfmotive, die wir in Umrissen überblickten, zu eigen macht. Aber wir stehen auf festerem Boden als alle jene, wir sind die Neue Zeit, deren Zeiger niemand zurückdrehen kann. Und wir haben den Glauben an diese neue Zeit, jene innerlich nicht einmal mehr an die alte. die Grenzziehung innerhalb des ersten s ziehen konnte. Man sagt, es wäre bitter für die, ~MV- Tschechen, daß sie jedes Stück einer neuen Erkennt- Ken abgehalten worden wäre; tatsächlich war es nis mit einem Stück des bisherigen Staatsgebietes damals in der Gegenreformation gegen die bohmi- bezahlen müßten. Doch es ist so, daß sie seit dem1 lcken Landstande, zum überwiegenden Teil also Betreten dieses Landes nach dem Abzug ber Ger- .gegen Deutsche gegangen, meist wurden sogar manen, der Markomannen und Quaden im Zuge' Tschechen in den Besitz der enteigneten evange- der Völkerwanderung alles dem Deutschtum lischen Deutschen eingesetzt, während allerdings vor- Go um Weihnachten herum Von Christian Vock. Feindselige Ltmwett. Lion Monterobnural a. O. Gabow Mit dem Münchner Frieden vom 30 September, dem Inkrafttreten des englisch-italienischen Mittelmeervertrages am 16. November und der deutsch-französischen Verständigung vom 6. Dezember d. I. sind kurz nacheinander drei deutliche und grundsätzliche Friedenserklärungen hinausgegangen. Aber ein Blick in die Rüstungslisten zeigt, daß auf der Welt rund 1 300 000 Tonnen Kriegsschiffe in Bau sind, und zwar größtenteils als Vermehrung, nicht als Er jäh, dazu eine Anzahl Flugzeuge, die nur mit fünf bis sechs Ziffern zu bezeichnen ist unb eine entsprechende riesige Menge von Geschützen, Kampfwagen und Waffen aller Art. Premierminister Chamberlain bezeichnete diese Aufrüstung als notwendig, „um künftig auf gleichem diplomatischem Fuß verhandeln-zu können", und der südafrikanische Verteidigungsminister Pirow bemerkte nach seinen Besuchen in den Hauptstädten, daß in Europa zwar niemand den Krieg wolle, aber jeder ihn vo rd er eite, und daß bereits bas Frühjahr den Ausbruch sehen könne, unb zwar alles verursacht, „burch rein psychologische Faktoren". Minister Pirow sieht nicht das ganze Bild. Für uns liegen die Dinge klarer. Die Neuordnung Europas, dem man in Versailles eine Zwangsruhe von unbegrenzter Dauer zugedacht hatte, vollzog sich unter deutscher Führung so stürmisch, daß alle Widerstände der leidtragenden Interessenten überrannt wurden. Frankreich, mit der Tschecho- Slowakei verbündet und von Sowjetrußland und England vorgeschoben, zählte bei der letzten Krise seine Divisionen gegen die der Achse, betrachtete die feste Westgrenze unb die problematische englische und sowjetrufsische Hilfe und verzichtete auf seine traditionelle Politik gegen das Reich. Italien ging unerschütterlich mit uns, Polen und Ungarn hatten eigene ähnliche Interessen wahr- zunehmen, und England mußte bestätigt sehen, was es schon teilweise gewußt hatte, daß seine Macht nicht hinreichte, in die Veränderungen Mitteleuropas einzugreifen, ja, daß es selber ein zu schweres Risiko damit auf sich nehmen würde. Großadmiral Lord C h a t f i e l d versicherte im Oberhaus, daß auch die englische Seemacht nichts hätte machen können, als höchstens eine langwierige B'ockade zu beginnen. Aber die überrannten Widerstände richteten sich wieder auf. Die Opposition gegen Chamberlains Friedenspolitik brach aufs heftigste aus, unb ber ehemalige Erste Lord ber Admiralität Duff Cooper faßte ihre Gefühle in die Worte zusammen: „Wenn wir diesmal gekämpft hätten, wäre es nicht für die Tschechen gewesen, so wenig wie 1914 für die Serben oder die Belgier, sondern g^gen die brutale Uebermacht eines Staates in Europa." Alte Leitmotive klangen damit wieder an: Gleichgewicht der Kräfte, englische Abneigung gegen Preußens Aufstieg 1861, 1866, 1871, gegen das wachsende und erstarkende Deutsche Reich und feine Anziehungskraft in Europa. Es handelt sich um Machtmotive, um das englische Unbehagen, in Europa, in Nordsee unb Mittelmeer gebunben zu fein, die Hände nicht frei zu haben für das Weltreich, für Ostasien, heute verstärkt durch die Angst vor der Luftgefahr, die zur Rücksichtnahme auf die Zivilbevölkerung zwingt. Aus Duff Cooper spricht alte britische Weltreichstradition. Vielleicht zum letztenmal, denn das neue Europa kristallisiert sich unaufhörlich weiter, uMh Frankreich, der unentbehrliche Verbündete, gab feinen Widerstand auf. Aber diese Art Feindschaft steht nicht allein. Wenn der Präsident Roosevelt in seiner Chikagorede verlangte, daß bie „Angreifernationen in Ouaran- täne" genommen werden müßten, wenn er die amerikanische Flotte und Luttmicht verdoppelt, und er entwickeln kann, desto besser kann sie als Vermittler zwischen dem Reich und dem tschechischen Staat auftreten, desto sicherer werden auch den Tschechen die Vorteile der wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Interessengemeinschaft mit dem Reich zufallen. Fährt man mit solchen Gedanken heute durch das Land, so findet man überall die Bestätigung. Die Großstadt Pilsen im Westen liegt nicht nur hart an der Grenze des deutschen Sprachgebietes, sondern ist so vom deutschen Boden bis in die Vorstädte hinein umgeben, daß nur nach Osten eine Verbindung zum tschechischen Gebiet vorhanden ist. Auch ein Teil der Skoda-Werke liegt damit jetzt auf Reichsboden, dazu neben Hopfen und Malz auch das Wasser für das weltberühmte Bier. Hier, wo näht mehr 10 v. H. ber Stadtbevölkerung deutsch geblieven sind, wird sich also eine besonders enge Zusammenarbeit über die neue Grenze ergeben, wobei man sich daran erinnern kann, daß Pilsen Ende des 13. Jahrhunderts eine königliche Freistabt mit beutscher Bevölkerung war, bie 1434 für ihre Standhaftigkeit gegen die Hussiten mit ber Zollbefreiung für das ganze Reich belohnt worben war, in der 1468 die erste Druckerei Böhmens und Oesterreichs errichtet wurde. Auf der Fahrt nach Südosten streift man Husi» netz, den Geburtsort von Johann Hus, und Ta« , bot, die ehemalige Hochburg der Hussiten, in deren Nähe der große österreichische Feldmarschall Graf Radetzky geboren ist, dessen Standbild man 1918 in Prag gestürzt hat. Böhmisch-Budweis, das Handelszentrum Südböhmens, war zwar eine gemeinsame deutsch-tschechische Gründung, aber — wie die Laubenhäuser am Ringplatz beweisen — von bem Geist deutscher Kultur erfüllt, bis an bie Jahrhundertwende auch überwiegend deutsch. Ihre Blüte, die erst in den letzten Jahren unter der Mißwirtschaft der Benesch-Leute gebrochen wurde» verdankt die Stadt, der Ausgangspunkt der ersten, vor 110 Jahren ih Betrieb genommenen Eisenbahn Oesterreichs (nach Linz, zuerst als Pferdebahn gefahren), ber 600jährigen deutschen Verwal- Es muß irgend etwas geben, das an Weihnachts- abgesetzt werden, spielen sie kaum mehr als die un-1 sie eine Mahl ^afen. Die längste Z"tt war: ..... markten das Besondere ist etwas das da fein muß, bewegliche Rolle eines schweigsamen Statisten: sie undzwanzig Minuten für einen Funf-Schilling- Geschenk der Mutter für das Kind", „Vom Weik). das unbedingt dazugehört — ich wußte erst nicht stehen da. Schal. Die kürzeste Zeit brauchte ein Mann, ber in nachtsbüchermarkt", . Kinder lernen Häuser bauen", gleich, was es war ich sah mich um, ich suchte Die Premierenbesetzung ist ihnen zum besten Teil breieinhalb Minuten ein Damenkleib im Wert von „Blumenpflege im Dezember" usw. Das Weih- danach sind es die' Karusiells bie Kuchenstänbe? , hermttergegessen. Was baran Hing und eßbar war, vier englischen Pfund aussuchte. An einem Stand i nochtsheft ist mit zahlreichen reizenden Bildern aus- Warte'mal: die Weihnachtsmänner? ‘ift nicht mehr, es ist weg. 'mit Toiletteartikeln in einem Warenhaus nahm von gestattet. Aber dann am zweiten Tag im neuen Jahr oder kat?" — „Danke!". Frauen fragten im allgemeinen am dritten steht plötzlich am frühen Morgen eine , erst nach dem Preis ber Ware, bevor sie andere dl. Böhmisch-Budweis, Dez. 1938. I nacygeahmt; aber einen eigenen tschechischen Baustil Von Pilsen im Westen dis Brünn und 9'bt es nicht, falls man mcht etwa die Machwerke Mährilch-Ostrau im Osten hat man heute einer neuen Sachlichkeit aus den letzten 20Jahren fast noch stärker als früher den Eindruck der großen ' als solchen ansprechen wollte. Wenn aber, wie es deutschen Kulturleistung, ohne die dieses Land nicht Ut alle schöpferische Leistung im Lande von Deut- zu denken ist. Nach der Abtrennung der sudeten- schen kam, wenn die Tschechen nur immer genom- deutschen Randgebiete tritt es im jetzigen Staats- men unb nichts gegeben haben, bann muß die verband noch deutlicher in Erscheinung, wer in der Bilanz, die jetzt von 1000 Jähren gezogen wird, Geschichte der sogenannten historischen Länder von eigentlich n;cht notwendig bitter sein. Freilich muß Anbeginn und bis in die Gegenwart gegeben, man sich — wie es seit 1922 schon in seinem ver- und wer genommen hat. Es wird gegenständ-. geblichen Kampf gegen die Bodenreform der tsche- ~ ....... • "' ~ - chische Professor Dr. Josef P e kar sch in Prag terbinbung zum Bestand der gefordert hat — von den ursprünglich von P a - if die Zugehörigkeit Böhmens , l a d p aufgebrachten, von M a s a r v k fortgeführ- Deutlchen Reich und auf. ten und von Benesch am schamlosesten vertrete- - - - Reiches be- uen Fälschungen frei machen, daß nach der Schlacht ter für die | am Weißen Berg ein Strafgericht nur über Tsche- wird, sausen sie flatternd in die Ecken und spekta-1 fehl eine Weile auf Hühnerart, aber bann liegt der । Weihnachtsbaum da, sie stehen still auf einem Bein in dieser Sache ganz auf mich.! daneben, der Baum ist nun ein Gegenständ, nichts vom Weihnachtsmarkt mit einem mehr, em Hindernis, und nicht mal em besonderes. Marzipan. Wenn in den Vorweihnach'stagen mittags die Männer nach Hause kommen, mit Paketen unterm Arm, die sie rasch in einen Schrank verschließen, da wundern sich ihre Frauen beim Mittagstisch, was das wieder mit ihnen ist: sie haben keinen Appetit. Seit drei, vier Tagen haben sie keinen Appetit. Sie schnipseln nur so etwas im Gemüse, sie nehmen nur ein Eckchen hier und ein Eckchen da und mögen Nickis so recht Unb ihre Frauen sehen sie mit Sorgen an: „Was hast bu nur — bu ißt ja roieber nichts?" „Och", sagen bie Mäner, „was soll ich beim haben? Gar nichts habe ich. Ich esse doch!" Und bann strengen sie sich gewaltig an und. holen ordentlich aus mit der Gabel und essen als ob. Aber es ist doch nichts Rechtes mit ihrem Appetit — woran liegt das nur? Ein Wann will hi-r einmal den Verrat begehen [ß[1 &ft |o (d)medt eg richtig. ^E^liegt^ran/dah es da. wa sie die Vakete fand Und dann am Ende soll man nach dem Mädchen, fen, fo appetitliche Kansekt- und Marzipaniürme das mit e-n-m geht und immer nach am reckten gibt. Nüsse. Mandeln - lauter Dinge, die Manner Mantelarmel hangt sall diesem Mädchen alle Ta° ein ganzes Jahr herum nicht mehr geschmeckt haben, ] Wen, die sie f>at, aoUftopfen. Mit Bananenbnndeln. und dann, aor diesen Türmen, überkammt es sie. raibacklgen Aepseln, fo daß fie den Mantel Sie lassen sich hieraon ein Viertel -inpacken und >>nke und rechts prall ausbeulen, mit Marzipan davon, und ein Marzipanschweinchen dazu, sie stecken und Schoko adenwerk. daß auch d,e andern Taschen das in ihre Aktentascken unb gehen. Sie mochten. Taschen, die sie irgend hat. _ auch mal. aber heimlich mochten sie, daß es nie- Verlaßt euch hier m dieler Socke von, , manb lieht I -tv-rm ihr so von Und dann kommt es nun so. daß sie zehn Minu- Mädchen wegqeht, da liebt sie euch. Mindestens bis kn, ehe sie zu Hause sind, schnell noch alles ans- d,e Dezembersonne kühl hinter den Dächern unter- esien müssen, roas ba ist. Män soll nichts mehr in , 9el)t. ihren Aktentaschen finben können. Das nicht, bas uno oann ... ja nicht? | Die letzte Etappe ber Weihnachtszeit ist . Unb ba stopfen sie sich bann bie Backentaschell nickt ber Abenb bes 24. Dezember. Es gibt .noch voll unb kauen, was ber Magen hält. Unb ehe sie diese Zwischenzeit zwischen Weihnachten unb Reuden Schlüssel in bie Wohnungstür stecken, fjaben jahr, wenn ber Weihnachtsbaum noch ba steht — fie es aufoeqeffen. I 3a, Weihnachtsbäume führen in ben Taaen zwi- 2lm nächsten Tag gehen sie roieber Weihnachts- ben Festen, zwischen Weihnacht unb Neujahr, Pakete kaufen. Unb es wirb nichts werben mit ihrem ein sonbeibares Mein. Ihre Premiere war sckon Appetit, solange nicht alle Geschenke gekauft sinb. * - * " H UcUl’ uiiytytwn wuivn. -- '•*'*>* ------/ cm ß chischen berformel für Chemiker und Ingenieure des 2Lerks. großen Mit ihr unternahmen sie den Versuch, das anglo- fl. Washington, Dezember 1938. besitzt in toll es die Bauspekul «2H PWWWWM $r oh e Sefttäge* ohne Äagenbefchweriiin/ Das andere Amerika (Eigener Bericht des Gießener Anzeigers) dann Berlin einen Weltrekord. Damals wohnten in einem Hause durchschnittlich: in Paris'38, in Neuyork 20, in London 7,89, in Berlin aber 75,9 Menschen! Ein trauriger Weltrekord! In Anbetracht der gewaltigen Bauvorhaben Berlins kann man verstehen, daß sich schon viele Berliner Bodenspekulanten insgeheim freuten, einen ähnlichen Fischzug zu machen wie ihre Vorgänger. Doch es kam anders! Erst vor kurzem hat man wieder ein Exefn- pel statuiert. Zwei Gebäudekomplexe, deren Besitzer beim Weiterverkauf „ganz groß" verdienen wollten, wurden ausschließlich aus diesem Grunde zum „Bereich" erklärt, d. h. sie wurden auf Grund und Gewichtsverhältnis der Atome, des Kohlenstoffs, des Wasserstoffs, des Sauerstoffs und des Stickstoffs und ihres Bauplans im Jndigomolekul angegeben waren. Das aber war wohl eine Zau- Daß es in Deutschland auch eine „Jüdische ' Schweiz" gibt, wissen wohl die wenigsten. Aber es ist so. Wo anders könnte sie liegen als in Berlin? 1 Es ist das Berliner „S ch e u n e n v i e r t e 1", nahe dem Alexanderplatz zwischen der Mulack- und Weydinger Straße gelegen, das sich den Namen „Jüdische Schweiz" verdient hat. Wie es in diesen Straßen des „Scheunenviertels" einstmals zuging, davon erzählt ein Bericht des Statistischen Amtes der Stadt Berlin aus dem Jahre 1925, der die Einnistung der Juden so treffend kennzeichnet, daß er hier wiedergegeben sei: „Sn diesen Straßen (des Scheunenviertels) wie auch in der benachbarten Münzstraße war in der Inflationszeit ein üppig blühend"r Straßen- und Schleichhandel entstanden/ der meistens von zugewanderten 9üben betrieben wurde, wie auch heute noch das ostiüdifche Element in dieser Gegend eine große Rolle spielt. Das Herz dieses im Volksmund als Ghetto ober Jübische Schweiz bezeichneten Stadtteils ist die Grena- d i e r st r a ß e mit ihren .Stieblechs', das find Gebetsstübchen. Jüdische Buchhandlungen, in deren Schaufenstern tast stets Dieselben Bücher, Gebetsriemen und andere Kultgegenstänbe zu sehen sind, viele Firmenschilder mit hebräischen Aufschriften, koschere Restaurants, Bäckereien und Krakauer Kaffeehäuser, jüdische Typen mit Kaftan, langem Bari und Peies (Schläfenlocken) lassen den starken Anteil der jüdischen Bevölkerung an der Einwohnerschaft erkennen." Was der amtliche Bericht vom Jahre 1925 sagt, gilt noch für das Jahr 1938. Denn auch heute stellen die Juden mind-itens 90 o. H. der Be- wobner dieses Viertels dar. Aller Wahrscheinlichkeit nach werden die Juden über kurz oder lang in diesen Spaßen hundertprozentig vertreten sein. Dann nämlich, wenn die aroßen Wohnstraßen des Berliner Westens, wie schon anqekiindiqt. mit dem I u - d e n b a n n belegt werden und die Jubm von hier nach dem Scheunenviertel verziehen müssen. Alsdann wird man mit noch mehr Recht von einer > „Jüdischen Schweiz" sprechen können, in der aller- Wenn auch viele Amerikaner behaupten, daß ihre Vorfahren zu den Pilgeroätern gehörten, die vor kühl zur Antwort: „Mein Herr, was gehen Sie die Berliner Unterröcke an?" Chemie erschließt die Welt. Don den Grundlagen und Aufgaben des chemischen Zeitalters. indische Indigo-Monopol anzugreifen. Aber es war noch ein Jahrzehnt genialer uno mühseliger Arbeit nötig, damit es unter der Führung von Heinrich von Brunck und durch die Tatkraft des Ingenieurs Knietsch gelang, einen synthetischen Indigo herzustellen, der mit dem Farbstoff der Tropenpflanze konkurrieren konnte. Viele- Versuche, fabrikatorisch voranzukommen schlugen fehl. Man verstand es nicht, aus dem Ausgangsmaterial genügend herauszuholen. Die Endprodukte mürben zu teuer. Schließlich gma man oom Naphtalin aus. Es war ja genügend im Stein- kohlenteer vorhanden. Aber es mußten zahllose Un^ Wandlungen des Ausgangsstoffs erprobt, durch sinnreich erdachte Verfahren die zur Fabrikation notwendigen Hilfsstoffe verbilligt werden bis man schließlich so weit war, daß man 10 bis 15 v. y. von der wichtigen Phthalsäure aus Naphtalin und Schwefelsäure erhielt. Das war noch zu wenig. Dabei blieb die Fabrikation noch zui teuer. Und da geschah es, daß ein unerwarteter Zufall ZU..einer befriedigenderen Ausbeute an Phthalsäure führte. Bei Am Silbernen Sonntag besuchten 300000 Schaulustige den Berliner We>ihna-chts- marft. Das finb 100 000 Personen mehr, als Die Stadt Halle (Saale) Einwohner hat. Mehrmals muhten die Zugänge zum Weihnachtsmarkt polizeilich ge- sperrt werden. Die Budenbesitzer und Schausteller neben sich vergnügt die Hände und sagten immer wieder: „Det Jeschäft is richtig!" Wer gönnte es ihnen nicht? Fast schien es so, als hätten die kleinsten Schausteller den größten Zulauf: die L i l i put a n e r nämlich. Sie bilden eine in sich abgeschlossene Wohn- waaen-Stadt, die man für ein Eintrittsgeld von 50 Reichspfennigen besichtigen kann. Sehr viel gibt es zu besichtigen, spielt sich doch das gange Leb:n dieser Zwergenstadt hinter gläsernen Wanden ab. Neugierig schaut man in die Wohnungen, betrachtet die seid"nen Himmelbetten, die zierlichen w"iß- gekachelten Badestübchen, die Schreib- und Lesezim- mercben, in denen sich die nicht beschäftigten Zw-rge und Zwerginnen aufhalten, während ihre Kolleren und Kolleginnen arbeiten. Denn die Liliputaner führen durchaus kein müßiges Dasein. W?r nicht in dem kleinen Variete beschäftigt ist. hat in den vielen Verkaufsstellen oder auf dem „Postamt" zu tun. Man kann in dieser „Kleinstadt" nach Herzenslust einkaufen. Und man erzählt sich wohl nicht mit Unrecht, daß an diesem Silbernen Sonntag selbst die Zwerge--Großverdiener waren. Besonders putzig geht es im „Caf6 Fingerhut" zu. Auch dort bedienen die Liliputaner sehr eifrig und geschäftig. Ein weißgekleideter „Barkeeper" schüttelt Fttvs und rrottails zusammen, trinkt auch mal ein A.obchen Bier mit, aber nicht sehr oft, was bearei lieb Nt: wie sollte and) ein Lilivutaner zu einnm RiestndU''it kommen? Ein sehr einnehmendes Mesen zei-tt em kleines Fränleinchm, das mit ernltbaft;m G'sicht nor einer Lilivut-Registrierkasse sitzt und „bannt . Und so stilgerecht geht es in diesem Gaf£ der klemm • Schausteller zu. daß man fanar, romn man ein großes Geldstück hingibt, Kleingeld wieder be- kommt ... Brief aus der Reichshauptstadt. Die Dame in paprikabraun — Das Ende der Millionenbauern. — Wo liegt die Jüdische Schweiz? - Ein Diertelstündchen im „Eafs Fingerhut". Von unserer Berliner Schriftle'tung. Im allgemeinen ist ein Unterrock ein Kleidunas- stück, über das man in der Öffentlichkeit nicht allzu laut zu sprechen pflegt. Allein, was hilfts? Nachdem vor kurzem in Berlin bei einem großen Tee- Empfang im Hotel Esplanade der Unterrock zum Gesprächsthema erhoben wurde, muß auch der Chronist über ihn berichten. Auf diesem Tee-Empfang desWerberatsderdeutschenWirtschaft . c- ... •« „rinnen an den die Badische Anilin, man moae doch zur Enthüllung t. Barock und Spatrenaissance erinnern an v o Liebig-Denkmals nach München kommen, . Kaiser Ferdinands von 1639. „Jnsonoerye n Schluß und flüchtig die Bemerkung wollen Mr dies gesagt und verordnet habe, schnev^ zum » fd)rieb er eine m Rathe, allermaßen bei U"strer kgl. Boh &erf£ürbig 'anmutenbe Formel, in der das for- Hofkanzlei auck beschicht, tue 2kta, 1 fcherifche Ergebnis gebannt war und in der Anzahl isch oder teutsch, einzig und allein teut sch .^^^^nis der Atome, des Kohlen- X. DieGeburldeSkllnMenMfgo Es lieft sich eigentlich genau so wie einer der klassischen Heeresberichte aus den Jahren des großen Krieges, was der Vorstand der Badischen Anilin- und Sodafabrik im Jahre 1897 mitzuteilen hatte. Es hieß da: „Nachdem die frühe- ren und langjährigen Versuche, den Indigo auf künstlichem Wege herzustellen, nicht zu Resultaten geführt haben, welche sich fabrikations- mäßig hätten verwerten lassen, haben wir dieses Ziel nunmehr so weit erreicht, daß wir in der Lage sind, künstlichen Indigo billig genug herzustellen, um ihn in Konkurrenz gegen Pflanzen-Jndigo auf den Markt zu bringen. Wir glauben die Erwartung hegen zu dürfen, daß die Zukunft uns für die schwierige Arbeit und den erheblichen Aufwand Ersatz bringen wird. Im Jahre 1897, als dies veröffentlicht wurde und das Ludwigshafener Werk den Indigo für den Verkauf freigab, mußten wir noch 12,7 Millionen Mark an das Ausland zahlen, um Indigo-Farbstoff einzukaufen. 1913 aber holten wir durch die Ausfuhr synthetischen Indigos über 53 Millionen Mark an Devisen herein. Damals konnte die Industrie mit Stolz behaupten, daß sie in diesen 16 Jahren der deutschen Volkswirtschaft eine halbe Milliarde Mark an Devisen hat sparen helfen. 1897 betrug das Aktienkapital der Badischen Anilin etwa 18. Millionen Mark. Denselben Betrag — 18 Millionen Mark — hatte allein dieses Werk in den vorangegangenen Jahren aufwenden müssen, in die Versuche und Neuanlagen gesteckt, um die Wenn man sich mit dem Volks- und Rassen-Cha- rakter der Bevölkerung der Vereinigten Staaten befaßt, muß man einen Unterschied zwischen den Großstädten und dem flachen Lande machen. Die in den Großstädten lebende Bevölkerung kann man nicht mehr als rein angelsächsisch-germanisch ansprechen. Es ist ein buntes Gemisch aller Völker und Rassen, wobei die Juden, aber auch die Romanen und Slawen, einen unverhältnismäßig hohen Prozentsatz stellen. Im breiten Hin- ter lande jedoch, in Dem es nur wenige Groh- ftäbte gibt, in den weiten, teils sehr Dünn bevöl- Eerten Gebieten zwischen den Alleghanies und den Rocky Mountains, wohnt ein ganz anderer Menschenschlag. Wenn wir von Staaten wie Louisiana, Neu-Mexiko oder Arizona absehen, treffen wir dort durchweg Amerikaner, die angelsächsischen und germanischen Blutes sind. Während die Bevölkerung der Großstädte von dem Gedanken beherrscht ist, auf leichte Weise Geld und Wohlstand zu erwerben, wohnen dort draußen in der „großen weiten Ebene" Menschen, die sich ebenso wie Die Europäer ihr tägliches Brot hart erarbeiten mus- fen. _ . ... Fragt man in Neuyork einen Jungen, wie er sich sein künftiges Leben vorstellt, wird er wahrscheinlich antworten, sein höchstes Ziel sei, einmal einer der Gewaltigen von Wallstreet zu werden. Da diese Doi- lartönige, die ihr Geld oft auf recht Zweifelhafte Weise „machten", Den amerikanischen Großstadtk'.n- Dern jeden Tag als Vorbilder hingestellt roerDin, können wir uns über einen derartigen Ausspruch nicht wundern. Aus dem flachen Lande aber sind die in einfachen Verhältnissen lebenden Menschen recht bescheiden in ihrem Denken. Erst nach der Erfindung des Autos kamen sie mit den Städtern m des nationalsozialistischen Reichsgesehes über die Neugestaltung deutscher Städte vom 4. Oktober 1937 zuangemessenen P*r eisenenteignet. einem Der vielen Laboratoriumsversuche zerbrack Dem Arbeiter Butz Das Thermometer Etwa; Quecksilber geriet in Die Dersuchsmasse. Da. war nicht beabsichtigt, aber ausgezeichnet. Das Quecksilber wirkte als Katalysator. Die Versuchsmasse geriet in siedende Bewegung. Die gesuchte Phthalsäure bildete sich. Sogar in solchen Menaen, daß sich in weiteren Versuchen 33 bis 46 o. H. Ausbeute ergaben. Es war aber mit dem künstlichen Indigo zunächst nicht anders wie mit allen anderen nach ihm ge-- cfraffenen synthetischen Produkten. Er wurde a I s „Ersatzstoff" kritisiert und bespöttelt. Der von der Badischen Anilin- und Sodafabrik in den Handel gebrachte Farbstoff sei nichts anderes als raffinierter Pflanzenindigo. So sagten es die Pflanzer und ihre englischen Kapitalisten, die 1896/97 den Wert von 1 600 000 Acres allein in Indien zu erhalten hatten. Im Jahre 1904/05 aber waren es nur noch 500 000 und zehn Jahre später sogar nur noch 300 000 Acres. An die Stelle des britisch-indischen Monopols trat das deutsche Farbenm o n o- pol. Und dies um so schneller, als im Jahre 1904 die Badische Anilin mit Den Höchster Farbwerken, Die ebenfalls um Die Jahrhundertwende Die Produktion von künstlichem Indigo ausgenommen hatten, eine Preiskonvention abschloß. Heute wird in Der Welt JnDigo nur noch in geringen Mengen angebaut. So kam es Dann, Daß der Traum des Fried- lieb Ferdinand Runge in Deutschland erfüllt werden konnte, der in seiner Indigo-Arbeit vom Jahre 1822 schrieb: „Wir hoffen, und gewiß mit Recht, daß künstlicher Indigo bereitet werden ^önne." erfuhr man aus den Worten des Präsidenten, des Ministerialdirektors Reichardt, daß Der Werbe- rat jüngst Uebersetzungstafeln für Die Deutsche Mode herausgegeben habe. Der Grund hierfür lag zunächst in dem Wirrwarr fremdsprachlicher Bezeichnungen für1 die verschiedenartigsten Modefarben, aus welchem Wirrwarr selbst der Fachmann kaum noch flug wurde, geschweige Die Käuferin. Denn — Hand aufs Herz! — welche Farbe ist mit „argent", mit „brigue" oder mit „pensse" gemeint? Im ganzen wurden 130 Modefarben verdeutscht! Unter anderen: bordeaux mit ro einrot, inbia mit maisfarben, chamois mit gemsfarben. Diese deutschen Bezeichnungen werden wir uns alfo zu merken haben. Und begegnet uns in Zukunft eine Dame in einem berauschenden Marocain-Kleide, so werden mir von ihr nur noch als von der Dame in Paprikabraun sprechen dürfen. Aehnlich ist es auf einer zweiten, kleineren UebersetzungstaSel gewissen Modebezeick- nungen ergangen, wie beispielsweise dem Cupon (Av- schnitt), Dessin /Muster) Nuance (Farbton) und dem --Supon. Und damit wären wir beim Unter- r o cf anarinngt? denn nur noch so heißt fortab Der Supon! Ob dm Berlinerinnen dieser Uebergang vom rarnehnvn Supon zum simplen Unterrock gefällt? Ich Habs mit einer Umfrage versucht Aber schon bei der ersten Dame bin ich abgeblitzt. Sie gab mir Erfindung A. Baeyers, aus dem Steinkohlenteer Die echteste aller Naturfarben zu gewinnen, in Die Fabrikation umzufetzen. Das war gewiß für Damalige Zeiten ein unternehmerisches und technisches Wagnis. Zwei Fabriken haben es unternommen: Die BaDifche Anilin und Die Höchster Farbwerke. Sie erbrachten vor aller Wett Den Beweis, mit welcher Sicherheit es schon Damals einer zielbewußt aufgebauten und wissenschaftlich geführten Industrie möglich war, Den Weg vom Reagenzglas bis zur rentablen Großfabrikation zu beschreiten. Die Welt erhielt einen Anschauungsunterricht. Das Selbstgefühl Der Fabriken, Denen das Werk gelang, erstarkte und wurde zum Garanten der kommenden Entwicklung. Der Historiker aber hat die Aufgabe, den Beginn dieser wirtschaftspolitischen Wende mit dem Jahr 1848 anzusetzen. Denn Damals stellte Der 1 3 j a h -■ rige Knabe Alfred, der Sohn des damaligen Hauptmanns im preußischen Generalstab, B a ey e r Versuche mit einem Stück Indigo an. Das eptej des Knaben hatte einen gewaltigen Einfluß aus die Wahl der späteren großen Aufgabe des Meisters ausgeübt, der glänzenden Synthefe des Indigo, „Der durch fein absonderliches .Verhalten unD feinen eigentümlichen Geruch meine Phantasie schon im Knabenalter beschäftigt hatte." In zwanzigjähriger Forscherarbett hatte Dann Der erste Schüler Kekulös Den wirksamen blauen Farbstoff Der JnDigopstanze studiert und analysiert, hatte Den Platz eines jeden Atoms im Molekül dieses Farbstoffes bestimmt, seine Muttersubstanz dar- gestellt und endlich 1883 den künstlichen Aufbau des Jndioos aus dem Teer der Steinkohle vollendet. Am 3. März 1883 schrieb Baeyer in einem Briefe an schen Hofkanzlei auch böhmisch oder teutsch, “•**'.(=nrnfh DD! referiert, auch darüber m teutscher Sprach In seiner großen Festrede zur Eröffnung der Münchener Architektur-Ausstellung nannte Reichsminister Goebbels Deutschland einen gern a 11 ig e n B a u p l a tz. Auch Berlin ist ein solcher gewaltiger Bauplatz. Indessen, wo ein Bauplatz ijt, da sind auch die Bauspekulanten nicht weit. Berlin ...... diesen Dingen reiche Erfahrungen. Wie > Bauspekulanten schon im vorigen Jahrhundert getrieben haben, davon berichtet eine einzige Zahl: im Jahre 1861, als Berlin erst 500 000 Einwohner zählte, mußten sich 50 000 Berliner (also der zehnte Teil der Bevölkerung!) mit einer Kellerwohnung begnügen. Nach dem Kriege 1870/71 wurde es noch toller. Die Gründerzeit schuf den „Berufsstand" der „Millionenbauern". Das waren ' jene Bauern im Weichbild Berlins, dis ihr Land nicht mehr bestellten, sondern nur noch auf den Wertzuwachs ihres Bodens spekulierten — — leider mit großem Erfolg. Um die Jahrhundertwende errang nähere Berührung. Es gibt hier noch Gebiete, wie in Tennessee oder Kentucky, in Mississippi oder m South Carolina, in denen ein verhältnismäßig hoher Prozentsatz der Amerikaner der älteren Generation nicht einmal lesen und schreiben kann. Es wäre ungerecht, ihnen oder Dem amerikanischen Staate Deswegen einen Vorwurf machen zu wollen. Vielfach liegen Die Ortschaften und Ansiedlungen so weit auseinander, daß ohne moderne Verkehrsmittel ein regelmäßiger Schulbesuch nicht möglich ist. Jetzt erst können Die Kinder Durch Autobusse gesammelt und zur vielleicht zehn oder fünfzehn Meilen entfernten Schule gefahren werden. . Von Europa haben diese Menschen, die vielfach kein Meer, ja nicht einmal eine der Großstädte gesehen haben, mit denen wir drüben fälschlicherweise immer gleich den Begriff Amerika verbinden, eine Krümenk’M« oft selfiame Vorstellung. Viele chrer Vorfahren verließen Die alte Heimat, weil sie Dort in Not und ElenD leben mußten, weil sie religiösen Verfolgungen ausgesetzt waren, weil ihnen Die politischen Verhältnisse nicht befragten ober auch weil sie aus anderen Gründen den Staub Der alten Wett von ihren Füßen schütteln mußten. Sie brachten eine Abneigung gegen ihre alte Heimat, von Der sie mit Dem Tage ihrer AuswanDeruna aufgegebm waren, in Die Neue Wett mit und übertrugen fie auf ihre Kinder, die oft gar nicht mehr wußt n, von welcher Ortschaft oder Provinz Die Eltern gc^ kommen waren. Nur zu begreiflich entsprang ans dieser Abneigung der Witte des amerikanischen Volkes, sich von Europa polittsch zu isolieren. Obwohl sie sich keine rechte Vorstellung von^ Europa machen können, glauben sie, in einer glücklicheren W eit zu leben. Aus diese M n- talität der amerikanischen Bevölkerung Des weiten Hinterlandes wurde die W e l t k r i e g s - P r o p o g a n D a ab gestellt, Die Dann tatsächlich Damals den Jsolierungswitten überwand. In ihrer Ein alt glaubten Die Hirten in Texas, Die Farmer in Kansas oDer Missouri, Die Delarbeiter in Oklahoma, Die Obstzüchter an Der Westküste oDer in FloriDa für , „Freedom and Liberty“, für Die Rettung Der Demokratie kämpfen zu müssen, wobei sie sich einbilDeten, Daß sie noch immer in Der ungebunDencn , Freiheit ihrer Vorfahren lebten. Daß sie Sklaven [ eines langweiligen Alltags an Der Mainstreet ge» ! Dings nicht gejodelt, Dafür aber um so mehr gejüJDelt ’ werden wird. waren sie die ergiebigsten Silber- und Goldgruben, den ist. Barock - Europas bis die Sach.en im Dreißigjährigen Krieg . Er °ß Kaiser^rdinands^von IW», zum großen Teil entfernt wurden. So ist ja noch aver c--- - - nlIprmn£."n viel von den Bodenschätzen des Landes, die schon daß rin Rache, allermaßen bei von deutschen Werkmännern anaepocht worden ^-» audi bekbiehi waren, mit der Verdrängung der Deutschen uner- nieten kleineren deu.,chen Streusiedlungen ab und von den scher Baukunst, die sasi jeder heute tschech ^‘a27rV5ch"n M^en^ nach runD 70 Dörfern bis über das fast rein tschechisch gewordene Deutsch- Bro d hmaus nach Norden siedeln noch 35 000 Deutsche, davon 15 000 m oer Stadt Jglau, die unter Pottzeiwillkur (250 Pott- Isten wo früher einmal 12 deutsche Stadtpottzls en genügt hatten), Wahlfälschungen (auch die Toten waren bei den letzten Gemeindewahlen gegen bte SDP aufgeboten worden) und exfrifanen besonders hart zu leiden hatten. Künftig wird dieser durch die bisherige Verwaltunaseinteilung zerrissene Rutsche Landstrich mit der Neuordnung der Dinge vernunftgemäß zu einer Verwattungseinheit und ,mar zu einer deutschen Verwaltung von der Spitze bis herunter zu den letzten ausführenden Organen zusammengefchlosfen werden, wie das den naturgemäßen Selbstverwattungsgrundsätzen einer ehrlichen Dolksgruppenpolittk auch sonst entspricht. Dann können die Jglauer wieder stolz ihre Trachten tragen und am 24. Juni ihr großes Heimatfest m.t dem Aufzug der Knaben-Berghäer zur Erinnerung daran begehen, daß Jglau früher- eine der bedeutendsten Bergstädte des Reiches war und hier der- Meistergesang eine besondere Blüte erlebt hatte. Die Deutschen in Böhmen und Mähren wisien, was sie und ihre Vorfahren für das Volk und für Das Land geleistet haben. Sie sehen heute wieDer die große Aufgabe in Der Arbeit für’ eine Zukunft ohne Völkerhaß. Sie haben Die Zuversicht, Daß auch die Tschechen in ihrer Gesamtheit Dafür Verständnis die X ehernen tn inrer Qjeiamrgeii oajur yerjianurna , yorfayren zu uch ------ aufbringen, wenn erst Die Befreiung von den Ver- | Drei Jahrhunderten auf ^r .,Mayflower uaä) Reu- sührern und Hetzern von gestern vollendet ist. Und , England tarnen, bleibt doch die Tatsache befteben. Das Reich ist stolz auf Die Volksgruppe draußen, 1 daß es nur einen verhältnismäßig geringen pro- *-• <»-----oa;k.,Mc >t«,h rentfatz von Einwohnern gibt, die von sich sagen können, Amerikaner in der vierten Generation, also wirkliche „Hundertprozenttge" zu sein. Im Jahre 1870 betrug die Bevölkerung der Vereinigten Staaten 38,5 Millionen, jetzt macht sie 130 Millionen aus Das starke Ansteigen der Bevölkerungsziffer ist aber innerhalb dieser 68 Jahre zu einem sehr großen Teil auf Die Einwanderung zuruckzufubren die jetzt unter Den Folgen der Depression praktisch schloffen geblieben und verfallen. Rehmen wir ein anderes deutsches Kulturzentrum: B r ü n n , die Hauptstadt Mährens, mit Bud- weis dadurch verwandt, daß Deutsche und Slawen nebeneinander gesiedelt hatten. Die Deutsche Technische Hochschule hat die Sturmzeit überdauert', sie bleibt weiterhin Die Stütze der über 50 000 Deutschen dieser Großstadt, die mit reicher Jndustneentw.cklung wohl irgenDwie charaktervoll wurde, aber in Der Altstadt mit dem schönen gotischen Rathaus deutsch geblieben ist. Brünn mit seinen deutschen Dörfern im Süden und der in bäuerlichem Stolz sich behauptenden Wischauer Spiach- infel im Nordosten war bisher zugleich der Sitz eines vorbildlichen Genossenschaftswesens, das unter der klugen Leitung durch Zentraldirektor Hilmer dafür gesorgt hat, daß Die deutschen Bauern Mährens, auch im jetzt reichsdeutschen Gebiet, wirtschaftlich durchhatten konnten, und datz Die Juden nicht in die Dörfer eingedrungen sind. Wie sich für die Genossenschaften jetzt neue Abgaben ergeben, so wird auch Die Technische H^h' schule einen Umbau erfahren, aber in ihrer Ve- Deutung eher noch wachsen. Daran werben auch die kleinen Gehässigkeiten nichts ändern, Die sich, wie auch anderwärts, die Restbestände des Benesch-Re- Verhältnismäßig zugespitzt sind die Verhältnisse noch in Olmütz und Mahr! sch 0 strau. Besonders in diesem Zentrum des seit September kleiner gewordenen Industrie- und Kohlenreviers das vor wenigen Jahren noch nach eigener tschechische Angabe unter 41 000 Einwohnern mehr als die Hälfte Deutsche gezählt hatte, haben sich die Juden breit gemacht. Es wird eine der wichtigsten Aufgaben der neuen Prager Regierung sein, mit Dem jüdischen Einfluß und der jüdischen Volkerverhetzung radikal Schluß zu machen. Wo — wie das Beispiel Der unmittelbar benachbarten fuDetenbeut tfren öe biete zeigt — bie Juben ausgeschattet flnb, Jteut s'ch.,1°st ^-Nblicklich rin di7 »rit«ft!n fci" BÜnn'-r d-u.scher Leistung uni, nnsanfpir in ber zweiten Kultur hochhält unb uns ber Garant für eine auf Völkerwanberung von Den Quaben gegründet wor- menarbeit tfL Vas darf * - ’•••.: Aus aller Welt Genf, 16. Dez. (DNB.) Die Polizei hat in dem . französischen Grenzort Annemasse einen von Genf aus seit längerer Zeit betriebenen umfang- der Ünterstü'gungskasse der Israelitischen Gemeinde Auio-andit Heller bingerichtet. Nürnberg, 17. Dez. —e??d. d e im Serben der jüngsten großen geschichtlichen Geschehnisse, der Heimkehr der Ostmark und des Sude^enlandes in das Reich, stehen wird, trägt die Parole: „Die Jugend dankt dem Führer." Die hüb'chen bunten Abzeichen und die stärkere Gebefreudigkeit der Erwachsenen gegenüber der Jugend werden auch in diesem Jahre baiu beifragen, das Sammeleraebnis wieder zu einer Spiheu- teiftung zu machen. Unser Sammeleifer und reftlo'er Einsatz soll alle Volksgenossen mitreißen, daß sie nicht nur neben, sondern, wie der Führer auf der Sportpalastkundgebung forderte, daß jeder in diesem Jahr sein Opfer iur Linderung d^r Rot in der Ostmark und im Sudetenland verdoppeln möge. Am Cafe Arnend: Gefolgschastsführer Rahn, Fähnlein'ührer Kraft, Gruppenführerin Lydia Bär und IM.-Gruppenführerin Helga Neumann-Spenge l. Seltersweg - Goethe st raße: Fähnleinführer Adolph, JM.-Gruppenjührerin Gertrud Hochstätt er, Grupvensührerin Magret Seim, BDM.-Werk-Gruppenführerin .Herta Brüning. Seltersweg - Gloria-Palast : Fähnleinführer P e t f ch , Gruppenführerin Ev. B ende r o t h , Gruppenführerin Erna Mähler und L=SteUenieiterin Liefe! F u h r y. Stabtpoft: Gefolgschaftsführer Wißner, BDM.-Gruppenführerin Gertrud Hübner, BDM.- Werk-Gruppen'ührerin Friedel K r e u d e r. Babnho f ft raße - Neustadt: ©'folg* schastsführer Berghöfer, Gefolgschaftsführer Rheim, BDM.-Gruppenführerin Luise Fleischmann. 9 Sondersammlung: Iungbannführer Taesler, Stammführer 23 ö zing, Stamnvü'byer Dr. Schneider, Stammführer Ferdi Nickel, Stammführer Baur, ■ Gefolgschafts'ührer Weerth, Oberfähnleinsührer Wiegandt, Gefolgschaftsführer Körner, Gefolgschastsführer Jüngst, Oberjungzugführer G e i I f u s. pst für das WHW. Die Forderung des Führers ist auch für uns Verpflichtung und Ansporn zugleich zu verstärktem Sammeleifer. Unser Ziel ist es, die früheren Spitzenleistungen in diesem Jahre weit zu übertreffen. Führer, w i r erfüllen dein Worts heil Hitler! Der Führer des Jung- Der Führer des Vannes bannes llö (Wetlerau): 116 (Wetterau): 3. 23.: gez.: Taesler, gez.: Völzing, Iungbannführer. Stammführer. Ausruf der Oberaausützrerin. 2Heine Kameradinnen! Am Samstag und Sonntag werden wir unsere HI.-Straßensammlung durchführen. Ich erwarte von euch allen, daß ihr euch mit derselben Freude für den Erfolg der Sammlung einseht, wie ihr für die sudetendeutschen Kinder gearbeitet habt. Else Riese, Obergauführerin. hessischer Kunstverein: 11 bis 13 Uhr Weihnachts- Ausstellung im Turmhaus am Brandplatz. — Weihnachtsmarkt auf Oswaldsgarten. Gießener Stadttheater. Am Sonntag, 18. Dezember, findet eine Weihnachtsmorgenfeier statt. Die Programmfolge sieht vor: Heinrich Schütz „Herr, nun lassest du deinen Diener in Friede fahren", Solokantate für Baß, Zwei Violinen und Continuo; Christoph Bernhardt „Fürchtet euch nicht", Solokantate für Sopran, zwei Violinen und Continuo; Peter Cornelius „Weihnachtslieder"; Hugo Wolf „Schlafendes Jsfukind", „Nun wandre Maria", „Epiphanias". — Hermann Schultze-Griesheim lieft Weihnachtliches von Jean Paul und Hilde Kneip, „Der Tannenbaum" von H. C. Andersen. Anfang Punkt 11.30 Uhr, Ende 12.30 Uhr. — Abends der große Erfolg „Dichter und Bauer", Operette von Franz von Supve, einmalige Vorstellung zu kleinen Preisen. Musikalische Leitung Heinz Markwardt, Spielleitung Gert Buchheim, Tanze Thea Maaß. Die Vorstellung findet außer Miete statt. Anfang 19 Uhr, Ende 22 Uhr. Montag, 19. Dezember, Anfang 20 Uhr, Ende 23 Uhr: Theaterring der Hitler-Jugend, 3. Vorstellung, „Ein Sommernachtstraum" von Shakespeare. Dienstag, 20. Dezember, Anfang 20 Uhr, Ende gegen 23 Uhr: „Wiener Blut", Overette von Johann Strauß. Muiikali'che Leitung Heinz Markwardt, Spielleitung Gert Buchheim. Dienstag-Miete 12. Vorstellung. Donnerstag, 22. Dezember, Anfang 15 Uhr. Ende 17.30 Uhr: „Frau Holle", Märchen von Walter Osterspey. Außer Miete! / Heimatvereinigung Schiffenberg feiert Weihnacht. Am morgigen Sonntagnachmittag veranstaltet die Heimatoereinigung Schiffenberg eine Weihnachtsfeier auf dem Schiffenberg. Dr. Kaufmann (Gießen) wird dabei über „Deutsche Weihnachten im Ausland" sprechen. Bei Erkältung, Grippegefahr: trinken viele aus alter Gewohnheit arößere Mengen Alkohol. Das ist dem geschwächten Organismus nur selten zuträglich und strengt rast immer das Herz unnötig an. Unschädlich und dock wirksam ist dagegen folgende Schnellkur: Kurz vor dem Zubett- oehen möglichst heiß Zweimal ie einen Eßlöffel Klosterfrau-Melissengeist imb Jucker mit etwa der dcwvelten Menge kochenden Wassers gut verrührt trinken; Kinder die Hälfte. Zur Nachkur nehme man noch einige Tage die halbe Menge oder füge dem Tee ieroeite einen Schuß Klosterfrau-Melissengeist zu. Sie erhalten Klostersrau-Melissenaeist in der blauen Original-Packung mit den drei Nonnen in Avotheken und Drogerien in Flaschen zu NM. 2.80,. 1.65 und -.90. Ausschneiden und aufbewahren. 77siV Man denkt an daheim, singt die guten Weihnachtslieder und dazwischen alte kernige Seemannsgesänge. Klaus Forck mit voller Lungenkraft voran, man hört seine helle Knabenstimme aus allen heraus. Er feiert das erstemal Weihnacht nicht bei Muttern ... aber es müßte mit dem Teufel zugehen, wenn er dieses brennende Heimweh, das ihm das Herz abdrücken will, nicht unterkrieaen sollte. Auch er bekam ein kleines Paket und hält es die ganze Zeit kramvfhaft auf den Knien fest. Es hatte feinen weiten Weg von der kleinen pommerfchen Stadt her, er will es ganz für sich haben und allein fein, wenn er es auspaeft. Morgen wird er an Land gehen. Es gibt auch in diesem fremden Ort, der am weitesten entfernt von der Heimat liegt, Landsleute, die sich ihre deutschen Sitten in der Erinnerung treu bewahrt haben und mit offenen Armen blaue Jungs bei sich aufnehmen. Heute aber trifft es ihn. daß er mit einigen Kameraden als Wache an Bord zurückbleibt, und das ist gut so. Er hat es nicht eilig, die Stadt kennenzu- iernen, er trägt auch kein Verlangen nach den glutäugigen Mädchen Javas. Auf Deck ist es leer und still, Klaus Forck geht abseits und sieht von der Reeling weit über das Meer hin, wo am Hori'onf die Sonne rot und golden untergeht. Schnell bricht die Tropennacht herein, man kann unter ihren weichen Flügeln wunderbar ' träumen. Er gehört nicht zu jener Art von Seemann, der ’n jedem Hafen eine flüchtige Liebe hat und überall in der Welt daheim ist. Er ift blutjung, und einer guten, wundervollen Mutter einziger Sohn ... und an diese Mutter denkt er jetzt. An ihren lieben sorgenvollen Brief, der obenan im Paket lag, an die braunen Honigkuchen, die daheim immer auf seinem Kopfkissen liegen, er lächelt gerührt über die selbstgestrickten Händschuhe, eine pünktliche und unabwendbare Weihnachtsgabe. Das Meer, dieser unermeßliche Indische Ozean, liegt dunkelblau und schimmernd unter dem besternten Himmel. Klaus Forck blickt darüber hinweg, Tausende von Meilen weit... wo im flachen Lande ein Häuschen steht, ein Garten darum, winterlich eingeschneit. - - Er denkt zurück an eine Weihnacht- im Gebirge. Weiße Bergkuppen, ein lautloser Aufstieg zum Gipfel, dickverschneite Tannen, silberne Schneefelder im Son« nenglanz. Abends pfiff der Sturm um den Kamm, die Baude sah mit hellen Lichtaugen ins Tal, drinnen saß unter einer kleinen schimmernden Fichte ein Mädel und fang zur Laute Weihnachtslieber. Sie hieß Christine, ihre Stimme war voll und klar, sie hatte dichtes, Helles Haar. Außer Gott waren nur er und sie In der Hütte ... Der Monsun weht seinen heißen Atem über das Schiff, der frostig klare Gebirgswinter schmilzt dahin. Was gäbe man jetzt dafür, wenn man wieder einmal frieren dürfte. Gegen Mitternacht schlägt Klaus Forck sein Bett auf Oberdeck auf, obwohl es unmöglich ist, in dieser Bruthitze zu schlafen. Zwischen Traum und Wachen erlebt er eine winterliche Weihnacht, mit viel braunen Honigkuchen, einer Stimme zur Laute und ein Meer von Schnee. Und es geschieht doch wohl nur im Traum, daß in seine Ohren Posaunen und Hörner „O. Tannenbaum!" blasen. Nein, es ist fein Traum, die Bordkapelle schmettert zur Feier des Tages Weihnachtslieder, immer noch eins. Das Messing blitzt in d'er Sonne, mit den weißen Hosen und den vollen Pausbacken sieht jeder wie ein leibhaftiger Weihnachtsengel aus. Hahn und Huhn im Volksglauben. Es gibt sicher nicht viele Bauernhöfe in Deutschland, die keine Hühner und keinen Hahn aufzuweisen haben. Huhn und Hahn sind geradezu Sinnbilder ländlichen Lebens geworden und haben auch im deutschen Volkstum, im Brauch und Spruch eine wichtige Stellung. Als Wetterprophet gilt der Hahn trotz allerlei scherzhaften Verdächtigungen immer noch häufig beim Landmann. Fliegt er über den Zaun oder kräht er vom Zaun herab, so gilt das fast allgemein als Zeichen, daß gutes Wetter zu erwarten sei, während es Regen anzeigt, wenn er abends viel und sehr lebhaft kräht. Gehen die Hennen früh schlafen, so soll das bedeuten, daß der nächste Tag schön sein werde. Auch sonst beschäftigt sich die Volksphantasie viel mit dem Hühnervolk, und es dürfte sich mancher Aberglaube um Hahn und Huhn daraus erklären, daß diese in heidnischer Zeit beliebte Opfertiere waren. So scheinen sie besonders für die sogenannten „Bauopfer", die dem neu erstellten Heim der Familie Segen bringen oder Unsegen fernhalten sollten, gedient zu haben. In Ostpreußen, Franken, Baden und anderorts ist es noch in nicht ferner Zeit üblich gewesen, beim Einzug ins neue Haus einen Hahn — oder ein schwarzes Huhn — vorausgehen zu lassen. Noch deutlicher wird der Anklang an das Hausopfer, wenn festgestellt wird, daß ehedem nicht selten unter die Hausschwelle ein Topf eingegraben wurde, der Kopf, Herz und rechten Fuß eines schwarzen Hahnes enthielt. Solches Zaubermittel (ehedem Opfer) sickert dem Haus und dessen Bewohnern Glück und Gedeihen. Beliebt ist auch ein weißer Hahn afa ,.Hofbeherrscher", weil er feindliche Unholde und Dämonen vertreibt: ja. selbst die Mäuse sollen vor seinem Krähen fliehen. Läuft einem ein Hahn über den Weg, so soll das Unheil bedeuten; es scheint sich da um einen verwaschenen Aberglauben zu handeln, denn gewiß wurde ehedem dieses unvermutete Vorüberlaufen verschieden gedeutet, je nachdem, ob es von links nach rechts geschah oder umgekehrt. Sckaut ein Hahn ins Haus oder laufen die Hühner hinein, so bedeutet es, daß Besuch kommen werde. Blut vom Hahnenkamm erleichtert angeblich Kindern das Zahnen, und wenn ein Bursche die Liebe eines Mädchens gewinnen will, so empfiehlt ihm altes Brauchtum, ihr heimlich die Zunge eines jun= gen Hähnchens ins Essen zu tun. — Schnurrig schreibt ein alter Enzyklovädist über den schönen Doael: „Der Hahn ist des Tages Vorboth. Wenn er frühen will, so wecket und sckläget er sich vorher dreymal mit seinen Flügeln. Allo soll ein Weiser, ehe er redet, sich auch wohl besinnen. Der Löw fürchtet den Hahn und allermeist den weißen... Vielleicht hat der allweife Scköpfer dem armen Landmann zum besten das Krähen anaeorbnet, theils daß er, romn er feinen Zeiger tUhr) ober Glocken in ber Nähe hat, ungefähr wissen mochte, wann ber Morgen anbrechen würbe, theils auch, daß mancher, wenn etwann Diebs-Rotten ober böte Leute einbrechen, bie sich öfters noch bis um diese Zeit aufhalfen, durch das Krähen des Haus-Hahnes zur Munterfeit gebracht werde." Werner Lenz. Wer war Herr pökel? Pökeikamm mit Erbsbrei und Sauerfraut ist e'n Gericht, bas von vielen geschätzt wird. Aber faum jemand, der sich's dabei wohl sein läßt, wird auf den Gedanken fommen, daß sich in dem „Pöfel" der Name eines Mannes verbirgt, der tatsäch'ich einmal gelebt und seine Verdienste um dieses Verfahren, Fleisch haltbar zu machen, hat. Das Wort soll zurückzuführen sein auf den Holländer Willem Beukelsz aus Vieroliet, einen Fischer, der nach einem von ihm ersonnenen Verfahren Heringe c'n- salzte. Er starb 1394, und sein Ruhm muß n'cht gering gewesen sein. Noch in einer nord deutsch en Chronik aus dem Jahre 1642 findet man ihn erwähnt, da wird gesagt, „daß er der erfte in ganz Nied erlaub gewesen, ber gezeigt habe, w'e man b:c Heringe salzen imb - im Lak behalten sollte." Und es heißt bann weiter: „Diese Erfindung hat Kaiser Karl V., ber sehr gern gesalzen Fisch aß. so hoch gehalten, baß er im Jahre 1556. als er mit ft'ner Schwester Maria. Königin von Ungarn, gen Bier- vliet kam, sich in Person zu dieses Fischers G^ab, ber anno 1397 verstorben, begeben imb ihm noch unter der Erbe g-banket hat. nachdem der gute Willem schon 159 Jahre im Lak gelegen hatte." irn= Zer Optiker am gahnhof | eine Deichsel fin der Mitte) haben, mit einem Zug> schleunigst Brunnen und Pumpen in ifferleitungen in den Städten schützen. Fuhrwerks nicht gewährleistet ist. Durch Anspannen In der i'ePünq und Bedienung d-s Fahrzeuges Verkehrsunkalles. Fedes Fahrzeug muß eine aus- ein vollkommen neues internationales Programm. durch die seitliche Begrenzung n'cht angezeigt und auch die Fahrbahn nur spärlich beleuchtet. Durch.über die zulässige Breite und j)5he der Ladung diese unsachgemäße Anbringung einer Lampe mcht. Die Betriebssicherheit des Fahrzeuges darf sah der Kraftfahrer ganz plötzlich ein Fuhrwerk vor I aber, wie erwähnt, nicht leid-n. W tier ist unzulässig wenn die sichere und schnelle Einwirkung des Gespannsübrers auf die Lenkung des decke gehemmt. Nun heißt es 'r das Fahrzeug auf dem kürzesten *1 Verkehr ’u ziehen. ten um 14.30 Uhr am Studentenheim zum Sammeln an. tunst-Duhne statt. Diese altbewahrte Buhne bringt .... c.p>):pn| m?rhpn fann unb ihr? Wirkung er» Bei der fortschreitenden Motorisierung des Verkehrs ist es unbedingt erforderlich, daß besonderer Wert auf die Lenkvorrichtung und Bespannung des Fahrzeuges gelegt wird. Der Lenker muß sein Fahr- Eine unumgänglich notwendige und zweckmäßige Einrichtung ist der Rückstrahler oder das Schlußlicht. Eine große Gefahrenquelle ist damit beseitigt worden. Für den Kraftfahrer ist es ein Zeichen zur Vorsicht, wenn er plötzlich das Katzenauge des Rückstrahlers er noch dran!" Das geübte Auge des Gendarmen kann aber leider die rostige Bruchstelle als „eben Grundsatz (§ 30 StVZO.). Jedes Fahrzeug muß so gebaut und ausgerüstet fein, daß fein verkehrsüblicher Betrieb niemanden schädigt, oder mehr als unvermeidbar behindert oder belästigt. Lenkvorrichtung und Bespannung. (§64 StVZO.) beacht ist, welches durch den Spiegel ausreichende Sicht nach rückwärts ermöglicht. Ladung i§ 19 StVO.). Auch für die Ladung der Fahrzeuge find Verkehrs- technische Beftimm"ngen erlassen worden. Irn Vordergrund steht die Betriebssicherheit des Fahrzeuges, die durch die Ladung nicht leiden darf. Die Ladung eines Fahrzeuges muß so verstaut fein, daß sie niemand gefährdet, fchädiat oder mehr als unvermeidbar behindert oder bcfäftigt. Die B-eite der Ladung darf nicht mehr als 2 50 Meter, die Höhe der Ladung n'cht mehr als 4 Meter betrauen. Die Länae eines Fahrzeuges und Ladung zusammen darf 22 Meter nicht übersteigen. Für Langholz- fuhrwerke können auf besonderen Antrag Ausnahmen gestattet werden. In diesen Fallen ist die schriftliche Ausnahmegenehmigung mitzuführen. Das seitlich? Herausraaen von einzelnen Stangen und Pfählen und schlecht erkennbaren Gegenständen ist unzulässia. Viele Verkehrsun^alle sind darauf zurückzufuhren, daß nach hinten herausragende Ladungen nicht kenntlich gemacht waren. Dieser Uebelstand kann dadurch beseitigt werden, daß derartige Ladungen am äußersten Ende dnrch eine mindestens 20x<20 cm große rote Flagge, bei Dunkelheit ober starkem N"b"l durch mindestens "ine rote Laterne kenntlich zu mach"n sind. Flaga"n und rote Laternen dürfen nicht höher als 1 25 Meter über dem Erdboden anaebracht werd n. Für land- und forstwirtschaftliche Erzeugnisse g ben erlisien^n Vorschriften N'cht entfnri-"hf. Wenn er f"'ne B»rant- w^rtunasnst'cht vo^nhstch nb»r fahriaPg N'cht he- achtet. ro ist er n^ch dem (B°feh strafbar und haftet für zivstrechst'che An^n'-ü-he dritten Rersonen gegenüber, die hiedurch Schoben erlesd-'n. . Bremen (§65 StVZO). Eine mangelhafte, oder unsachgemäß anaebrachte Bremfe war schon oft bi» Ursache eines schweren Zugend, soll künden von unserem Dank und lerer Treue zu unsrem Führer. Heil Hitler! Der Führer des Stammes 1/116. Dr. Schneider, Stammführer. DOM.-klniergau 116 Gießen. Mädelgruppe 1116. Wir wünschen uns weiße Weihnachten, nicht sibirische Weihnachten! Andauernder Schneewirbel wäre uns eine Herzensfreude, besonders für unsere Bauern. die sich in der kalten Jahreszeit eine dicke und noch dickere Schneedecke für die Felder wünschen und Kahlfröste fürchten. 2R:,ifärfon«rf vor dem Si'dttbeoier. Das am heutigen Samstag von 16 bis 17 Uhr In ben Anlagen zwischen Stadttheater und 5Zohan- neskirche ftattfinbenbe Platzkonzert des Musikkorps unterer 116 unter Leitung von Stabsmusikmeister Krieg fei noch einmal in Erinnerung gebracht. Der Goldene Sonnioa. ben Vorstellungen Bildautogramrne zum Preise von 0,50 RM. geben. Ferner wirb m>>. ^uiu, «uipuiiuui um peinliche Ueberraschungen zu vermeiben. Es Kummetgeschirr oder mit Sielen mit Schwanz- tröstet uns wenig, daß Moskau bereits über 22 Oirab | rjemen 0^er Hinterzeug, burch Straffung ber Kälte verzeichnet, unb baß bort ber Straßenbahn-' S'euerkette ober ähnlichen Mitteln, kann biefes er« verkehr infolge von Schneesturmen in weitem Um- rcirf)t werden. fange eingestellt mürben mußte: noch weniger macht j i^usfisiia ist bie Anspannung an ben Enden der es uns Spaß, daß es ausgerechnet am Jiorbiap Ortscheite (Schwengel), der Brocke (Waage), regnet, und daß es gerade diese Warmlustzone m ber - - ..... - - Gegend, wo es von Rechts roeaen schneien unb frieren müßte, ist. die bas innerrusiifche kalte „Hochdruckgebiet" nach Mitteleuropa in Marsch gesetzt hat. Dom Dolksmund ist der Nangooll-Jtam.> lion gemindert sind. E? brourfien oi'o noch keine « "r SZbe^" ni® otb. *r | s.chiboren Anzeichen des Aikoholgennsseo bedeutendste Ta» der Dorw-istnacht-z-lt, er bildet J^/^ubrmann hat dafür zu sorgen, dost sich Ncwstsermoßen dos Tor zum Fest, und er bedeu'et ba5 Rnhr,eua pinM,net,lirh SuatrnH und Cabuna, h-ut- genau noch daes^be. ” in oorschrist-müstiaem lstultand b-iindet. Unterwegs "en İ','-n unserer Eltern und «r-^NZn- «m > auftrP.cnSe Mänael^ welche di- N-rkehrssi't-erNej, k,ch d'e letz e oustergewohnlich- Geleg nd U d.e S,br,c„as wesentlich be-intrö-dtiqen. muffen W'chnochtso-fchenk- für Lieben ou zuwahlen nnDer^n,:.. befcifiqf werden. Ist bies nt*t wäg. unb Heimzubringen. Der Goldene Sonntag pflegt so ' ~ - noch alter Erfahrung den größten Ansturm der ' Käufer zu brinnen und gilt als der Höhepunkt des | ^er W-ihnochtsgeschästes. Er wird uo» einmgl o!el i(t\r 3ur besonderen Borstet wrpHiAtit. ' Seinen Leben IN bie S'rosten und IN die Geschäfte bringen auf ot|Er n.ben Fnhrzeug hat er fo zu die mit rielen schonen Dinaen ousqestattet smd. d e ausreichende Sicht Im'. , SumJ'reubema*en und Beschenken anr^oem Die Bie Mitnahme non Personen oder Gegenständen Geichaftswelt bot ja so nie, s für die Weihnachts. ,,, nur rtn(f„, soweit d-r F-'w.erwst-chr-r in h-r künden bereitelegt unb bietet alles auf, um bie - • - ~ ■ • — - Käufer wie bie'mit ben Geschenken Bedachten zu- frietzenzustellen. Also lasten wir am Goldenen Sonntag das Geld m»hr als fnnft rollen, nicht nur, daß wir damft das Glück des G"bens und des Schenkens in uns fühlen, sondern weil wir dann auch dazu beitragen, wieder neue Arbeit- unh !Bprbten^m:'nfi'hpeiten fr«r H^^d- tnerf unb Gewerbe u. a. zu schaffen. D"nn iebe Mark, d'e wir so ausgeben, hilft einem anderen sein !Brr>t erfragen! Mögen sowohl Käufer, als auch Verkä"fer be» friebiat sein von ben Ergebnissen bes Goldenen Sonntags! „Heinz Ttüfomann' »nb Dietrich" in (Rieften. Im Anschluß an das heutige Platzkonzert ber Wehrmacht von 16 bis 17 Uhr finden alle halbe Stunde vor bem S^abttheater am Haupteinnang 1 i leicht bebient weihen kann und ihr? Wirkung er- 811s prominente Gaste wurden . Marlenei D i-trich" । r^rt'ahn jU ' unb „«etmfRub mann v-rpfl.chtet, dw ^Emschuhe oder Ketten b-nu"t w-rd-n. Befeuchtung 24 SfBO). Die Beleuchtungsvorschriften mußten verschärft werden, da sie ben heutigen V-rkehrsverhältnissen nicht mehr genügten. Wenn bie Laterne früher u n - ter bem Fahrzeug angebracht war, so würbe ba- Die letzten Derkehrskontrollen haben gezeigt, baß beim Fuhrwerksverkehr bie meisten lieber- trefungen hinsichtlich ber Beschaffenheit unb Ausrüstung ber Fahrzeuge festgestellt würben. In allen Fällen liegt bei Nichtbeachtung der Be- stimmungen der Stragenvertehrsordnung (StVO.) und der Straßenverkehrszulassunysordnung (StVZO.) f vorn 13.11.1937 nach demGefährdungsprin- Alle Madel, die Samswg mittag frei haben^tre-cjne strafbare Handlung oor. Nach- ’ stehend sollen nur zur Aufklärung und gewissenhaften Beachtung die wichtigsten Vorschriften über die B e - s ch a f f e n h e i t und A u s r ü st u n g d e r F Uhrwerke mitgeteilt und erläutert werden. Der Wechsel ist etwas rasch gek-mmen: Vor wenigen Tagen noch vorwinterliches Wetter, das weit über den Durchschnittstemperaturen lag, bie Oft b'er?rms^au?ben"ersten'Änhied hin^am heutigen 13^ug jo in der Gewalt haben, baß es auf feine Gin- wenn er pwnucy oas xagenuuge uey yiuumuyiup AnrnXo früh mit 7 Kältegraben beehrte Der. Wirkung sofort Folge leistet, benn bei bem heutigen aufleuchten sieht. Erfreulicherwei e werden heute Aimmri9ift heu Geworden an dem die winterliche Verkehr enstcheihm Seku^.n Üb-r stehen und Tod. selten Fahrzeuge betroffen, bie keinen Rückstrahler Sonne ihre mübe^ Bahn zieht- bie Ausstrahlung m Dorum müssen Fahrzeuge leicht lenkbar sein > führett Wevn er aber einmal bei einer Kontrolle ^er kalten N^cht ist durch keine schützende Wolken- . Di--^Bespannung zwei panniger Fuhrwerke d.e Wi bann heißt es: „Herr Wachtmeister eben war oer rauen jtaaji i|i uuiuj । > v eins Deichsel tin der Mitte) hoben, mit einem Zug- „v hmni* n»rthf» un» hp« Gendarmen die Besten Paletots strapazier feste Che- viotqualitäten DMA '/ich zu mir! ' Knaben-Ulster flotte Muster 8.90 10.50 12.- 15.- Knab. 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Ursula Hartmann, Abteilung 120 Silben: 1. Rote sehr gut: Marianne Zeuner, Willi Pfeiffer, Walter Kirchner, Walter Reuter, Otto Erb, Rudolf Wagner, Karl SuToirf, Gretel Beyer; Karl Schieferftein, Anneliese bis zu 25 v. H. über dem Garantielohn der tatsächliche Verdienst, bei einem Verdienst über 25 v. H. mindestens 25 v. H. über dem Garantielohn zu zahlen. Diese Regelung erschien im Hinblick auf die wirtschaftliche Gesamtlage im Hotel- und Gaststätten- gewerbe im Wirtschaftsgebiet Hessen geboten. f ----- • --------- — । |uu (ju cuiei juiuiien jiimuyeuunR uer yousgemem* hojen, wurde der Ort der Feier so nahe an die! schäft werden. Es wird erwartet, daß sich alle Dolks- ^tadt verlegt, daß es keines weiten Weges zurück-! genossen unserer Stadt an dieser Feierstunde be- zulegen bedarf. | teiligen. Deihnachfssiimmunq. Unsere Jugend sammell am 17. und 18. Dezember. Ersetz reche KurzschrWer beim 2. Reichsleistungsschreiben der DAF Abteilung 80 Silben: 1. Rote sehr gut: >Dorle Strauch, Irene Bindingshaus, Eleonore Udam, Gertrud Haustein, Paula Seipp, Erika WSW driWMihnachtssreube! Heid Bosold, Maria Bick, Walter Hällmeyer, Gerhard Adam, Ernst Wieth, Elli Groh, Käthe Kreutzer, Erika Grünewald, Betti Wagner, Wilhelm Mohr, Hans Schöne, Albert Dörr. Abteilung 140 Silben: 1. Rote sehr gut: Theo Schwarz, Georg Höhn, Ellen Bock. — 2! Rote gut: Hilde Menges, Willi Arnold, Gusti Reeh, Erwin Walther. in Wegfall. Rach einer Bekanntmachung des Rsichsstatthalters in Hessen — Landesregierung, Finanzverwaltung — kommt auf Veranlassung des ____, _______, ____e, Reichsministers der F nanzen die nach dem Lan- Margot Buchberger, Else Maus, Erich Henkel! desgebührengesetz vom 20. Juni 1936 ;u erhebende Martha Philipp, Helmut Unverzagt, Rita Döringer' Derwaltungsgebühr für Automaten, Klaviere und Hans Bolz, Erna Hainer. andere Musikinstrumente vom 1. April 1939 ab in ‘ ' Wegfall Die täglich vereinnahmten Bedienungsprozente si id von dem Betriebsführer einzubehalten und am Ende jedes Monats auszuzahlen. Weiterhin wird festgelegt, daß als Urlaubsgeld zwar der Garantielohn 3u zahlen ist, wird aber ein höherer Verdienst als der Garantielohn erreicht, so ist bei einem Verdienst helfen!" Alle, die hier neugierig zusammengeströmt sind, können plötzlich nicht wieder auseinander. Eine Kette von Jungen hat sich um sie herum gebildet. Es gibt kein Entrinnen. Da hört man schon das Klappern und Klimpern der Geldstücke in den Sammelbüchsen! ©ießcner Öothenmarftpreile * Gießen, 17. Dez. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, kg 1,60 Mark, Matte 20 bis L5 Pf., Käse, das Slück 4 bis 9, Eier, deutsche, Klasse S 15, Klasse A 14^, Klasse B 14, Klasse C 13Klasse D 12%, ausländische Kühlhauseier, Klasse B 10%, Wirsing, % kg 9, Weißkraut 7, Rotkraut 8 bis 9, gelbe Rüben und Karotten 8 bis 10, rote Rüben 9 bis 10, Spinat 12 bis 15, Unterkohlrabi 8, Grünkohl 12 bis 15, Rosenkohl 15 bis 30, Feldsalat, ’/io 8 bis 10, Tomaten, % kg 50, Zwiebeln 12 bis 15, Meerrettich 35 bis 55, Schwarzwurzeln 25 bis 35, Kartoffeln, % kg 4 Pf., 5 kg 40 Pf., 50 kg 3 bis 3,50 Mark, Aevfel, % kg 35 bis 50 Pf., junge Hähne 1 bis 1,20 Mark, Suppenhühner 90 Ps. bis 1 Mark, Gänse 1 bis 1 20 , Guten 1,20 Mark, Tauben, das Stück 50 bis 60 Pr., Blumenkohl 20 bis 50, Endivien 5 bis 10, Oberkohlrabi 5 bis 10, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 40, Rettich 5 bis 15 Pf. Die Abteilung für Berufserziehung und Betriebsführung in 6er DAF. führte im Rahmen des Reichsleistungsschreibens in Kurzschrift den Wettkampf für das Kreisgebiet Gießen durch. An allen Wettkampforten herrschte rege Beteiligung, so daß gute Ergebnisse erzielt werden konnten. Während in den Abteilungen 60/120 Silben überall gute Beteiligung festzustellen war und auch allgemein sehr aut gearbeitet wurde, fehlten in manchen Wettkampforten die höheren Silbenzahlen ganz oder sie wiesen nur eine schwache Besetzung auf. Es muß die Aufgabe aller Kllrzschristler fein, weiterzuarbeiten und durchzuhalten, damit beim nächsten Reichs- leistungsschreiben in Kurzschrift die Silbenzahlen 140 und höher wesentlich besser vertreten sind. Nachstehend geben wir die preiswürdigen Arbeiten mit der Auszeichnung „Sehr gut" bzw. „Gut" b"kamtt. Von einer Veröffentlichung der Arbeiten in Richtigschreiben muß infolge Platzmangels abgesehen w'rden. Partei feiert C onnenwende auf dem Der Trieb vor der Volkshalle wird am kommen- f Die Gliederungen der Partei werden in großem Stesses, Arthur Sack, Elli Wörsdörfer, Erna Guter- « sm-. ~ - - der Schau- Viereck um den Holzstoß antreten: vier Svrecber der. nruth, Margot Müller, Alfred Lryerer, Willi Hauptgeschäftszeit in der Stadtmitte. Die Straßen . ...____________ _________ , ... __________ ... ... ................. ........ sind ein einziges Lichtermeer. Menschenmassen den Mittwoch, 21. Dezember, der Schau-Viereck um den Holzstoß antreten,- vier Sprechender , muth, Margot Müller, Alfred Leyerer, 5 wälzen sich wie ein Strom durch die Straßen, platz einer besonderen und würdigen Feier sein Die ^Hitler-Jugend bringen den Feuerspruch zum Vor-I Schäfer, Otto Brück, Richard Arnold, Gertrud Zieg- Die Leute machen Weihnachtseinkäuse. j Partei veranstaltet an diesem Abend eine große ^8- Mittelpunkt der Feier wird die Ansprache- ---- ------ Da plötzlich das Schmettern von Fanfaren und Sonnwendfeier an der sich auch sämtliche 1 Kreisleiters Backhaus stehen. Zur musika- " *• - "-1----------f- —• • ’ ’ ' lkschen Ausgestaltung wirkt der Musikzug der SA.- Standarte 116 mit. Da plötzlich das Schmettern von Fanfaren und Sonnwendfeier an der sich auch fämlliche 1 %5, Kreisleiters Backhaus stehen. Zur musika- das Dröhnen Mn Landskn:chtstromm-ln. Gleich Gliederungen beteiligen werden. Darüber hinaus ist 'M”"’ m""rt t'“r ey,r- 2 ".'S'S'S'L'-Z.Y S ."7■*•!,»».>«.................«. baut hat. Run, als alles zusammeugslausen i'ft,1 !??eiL ledermann die Beteiligung zu ermog- soll zu einer schönen Kundgebung der Volksgemein- schallt ein Sprechchor durch K- Straßen, der allen ,,m,n h,r 1--- ---------- — — Lärm der Stadt übertönt: „Helft der Jugend Heinz Hillgärtner, Walter Schmidt, Theo Bieker, LPD. Der Reichstreuhänder der Arbeit für das Albert Bieker, Irmgard Walcher, Luise Fleisch- Witrschaftsgebiet Hessen hat durch eine Ergänzung mann, Heinrich Schneider, Christa Dreyer, Hans zur Tarifordnung für das Gaststätten- und Be- LixfeD, Walter Dietrich, Willi Grimm, Emmi Hof- Herbergungsgewerbe bestimmt, daß die Entlohnung mann, Richard Heller, Eberhard Kaus, Hermann des Bedienungspersonals nicht mehr, wie bisher, , . . r _ _ ~r ! Röper, Willi Pfarrer, Irmgard Konrad, Erika täglich, sondern nur noch monatlich erfolgen darf. Abteilung 60 Silben: 1. Note sehr gut: Singel, Walter Schäfer, Elisabeth Reinhard, Anni c':- ----=—t—-1 - M ---------------- 1 "-i Edlth Weber, Lina Reuter, Willi Theis, Willi Haub. — 2. Note gut: Elisabeth Wallenfels, Willi rcitA ®eaart> Sann, Hedwig Pfesser, Minna Sommer- Ä n-W Ä Retbling, Lieotte gurt, taö, HiDe Eloos, Liefe, Bingel, Emma Kehl, Karl Gerttud Lind, Albert Schneidrnuller, Archur Kurz, Möller Heinz Weinandt, Hans Weber, Ench Dietz, Ilse Waldschmidt, Rudolf Röder, Liselotte Petersen, Heinrich Kappes, Otto Damm, Walter Fischer. ^Abteilung 100 Silben: 1. Note sehr gut: Heute nachm:tta$ verschied aus einem arbeitsreichen Leben nach kurzer, schwerer Krankheit mein ieber Mann, mein herzensguter Vater und SchwL gei vaier, Schwager und Onkel im Alter von 72 Jahren. Gieben (Seltersweg 51), den 16 Dezember 1938. 8295D Die Beerdigung findet Montag, den 19 Dezember, nachm. 2 45 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt. Von Beileidsbesuchen bitten wir absehen zu wollen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen; Christiane Siever, geb. Möser. Heinrich Siever Schneidermeister Gott dem Herrn hat es gefallen, meine innigstgeliebte Tochter, unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante Doppeiüerz tu uuisst a.cUio^.i». Elgej, Seh ers w.66. C.Stibel. Frankf. Str. O.Winterholf, Kreuzplatz 9/10. Grünberg: Kar Schott u. sämt- I ehe Filialen. Laubach: Solms- Laubachei Drog. Karl Klein. 434v Sonntag Oie fefttlche Doppelherz« Kaffctte besorgen k Eine höftlidi munOcnOe Gabe, Ole Oem Wohl* ergehen Olent! 05599 In tiefer Trauer: Elisabeth Weber Wwe Familie Heinrich Volpert Familie Wilhelm Weber Maria St ewink August Stiewink. Gießen (Hillebrandstraße 5, z. Zf. Seltersweg 49), Mainz, Essen, den 16. Dezember 1938. Die Beerdigungfindetam Montag,dem 19.Dezember, nachmittags 2 Uhr, in aller Stille statt Fräulein Elisabeth Weber Postassistent i. R. im Alter von 55 Jahren heute nach kurzem, schwerem Leiden zu sich zu 'nehmen. lat die billigste! 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Dezember 1058 ■ MU I HW,-• x ■ >>w x v- - ... nach Gießen in gerichtliche Untersuchungshaft ge° j haben vor die Orte Breidenstein, Mornshausen bei bracht. Der ungetreue Mann hatte widerrechtlich (***-**--*--^- ■—*■ r kreis Friedberg. - Butzbach, 16. Dez. Seit der Eröffnung der letzten Teilstrecke der Autobahn Frankfurt—Kassel hat der Durchgangsverkehr an großen Lastzügen merklich nachgelassen. Lediglich aus den nieder- und mittelrheinischen Gebieten berühren solche Kraftwagen noch unsere Stadt. Nach Fertigstellung des Zubringers werden auch diese Lastzüge unsere' Stadt nicht mehr berühren. 6ret* Altzleld —.— Homberg, 16. Dez. Dem Bahnhofsvorsteher a. D. Johannes Hohl, der früher im Bahnhof Ehringshausen (Oberhessen) tätig mar, wurde vom Führer das goldene Treudienst-Ehrenzeichen für 40jährige Dienstzeit verliehen. Der Amtsoorstand des Betriebsamts Lauterbach überreichte dem Jubilar das Ehrenzeichen, sowie die Derleihungsurkunde und übermittelte ihm herzliche Glückwünsche. Kreis Bübingen. j Schotten, 16. Dez. Im „Posthäuschen" fand ein Familienabend des Zweigoereins Schotten vom VHC. statt. Nach einleitenden Musikstücken einer kleinen Hausstreichkapelle begrüßte der Vorsitzende, Apotheker S c r i b a , die zahlreich erschienenen Mitglieder. Er erinnerte, daß im „Post- „Wieae des deutschen Waldes". Alle deutschen Walbbüume (Nadel- unb Laubhölzer) werden hier von der Aussaat bis zur Derpftanzung kultiviert. Mehr als 120 Waggons, do übe paeft mit jungen Baumstecklingen, verlassen, in ber Hauptpstan^zeit täglich den Bahnhof von Halstenbek. Wie kleine zierliche Fläumchen drängen, sich die ein- unb zweijährigen Kiefern, Lärchen unb Fichten auf gewaltigen Feldern aneinander — zu Millionen! Sie werd»,., vier Jahre lang gut gehalten. Hunderte von Arbeiterinnen, meist schlesische Waldarbeiterinnen, sicht man in Kolonnen über die Felder rücken, Unkraut und Steine sammeln, Im Spätherbst werden bie künftigen Laubwälder mit riesigen Motor pflügen gelockert, von den Arbeiterinnen herausgezogen, gebündelt unb in Winterquartiere „emgeschlagen", denn draußen könnt.n sie erfrieren. Die viel zarteren Nadelhölzer müssen durch Sttohdecken und Zettbahnen vor Frostgefahr geschützt werden, die sich kilometerweit über die Felber erstrecken. Immer mehr gehen bie deutschen Forstbesitzer dazu über, auf eigene meisten heutigen deutschen Apfelsorten sind 'n. Schleswig-Holstein zuerst kultiviert worden. So ist die Nordmark mcht nur ein?“ Fleischkammer Deutschlands, sondern auch die Wiege des brutschen Waldes, des deutschen Obstgartens und der meisten deutschen Weihnachtsbäume. Läufer Bettumrandungen Boucle-Teppiche BRUCKEN 136. 104. Brücken Plüsch-Teppiche KOLTERN 300 X 400 cm RM 156. Bettvorlagen Tournay-Teppiche KisSEN Läuferstoffe QyrchgewebteTeppiche flSCHDECKlH 143. Kokoslaüfer Linoleum-Teppiche PiWTWEl Polstermöbel 165 X 240 cm RM 200 x 300 cm RM Druck, viele Muster 200 x300 cm RM 14 26 Inlald, durchgemustert 200/300 RM 23.80 165 X 240 cm RM 200 X 300 cm RM 250 X 350 cm RM 2 X 67/140 1 X 67/360 2 X 68/140 1 x 90/350 ISO X 230 cm RM 200 X 300 cm RM 250 X 360 cm RM 300 X 400 cm RM Kokos - Teppiche groOe Auswahl FuBmatten vieler Arien v.RM-.55an 3.40 7.20 9.80 256. 310. RM 26. RM 62. RM 56. RM 79. 2.40 6.70 7.60 139. 190. 112. 167. 116. 154. 210. 2.90 6.10 8.20 122- 183. 234. 74.- 124.- 186. 134. 198. 226. 286. 156.. 223. 298. 366. Stragula-Balatum . in Modem u. Persermuster 2/3 RM ö-i" 120 X 200 cm .. RM 36. Boud* 67 cm brt .. RM 2.20 2.60 2.96 3.30 3 60 4.10 > 4.95 6.60 6.40 Velour 68 cm brt. .. RM 7.76 8.25 9.10 10.40 10.96 11.60 13.50 14— 200 X 300 cm RM 128. 176.- 182. 260 X 350 cm RM 189. 300 X 400 cm RM 256. ca. 50 X 100 cm RM 1.70 ca. 65 X HO cm RM 4.95 ca. 60 X 120 cm RM 6.70 250 X 350 cm RM 139.- 145. 300 X 400 cm RM 190. 198. ca. 68 cm brt. .. RM 2.30 ca. 90 cm brt. .. RM 3.- 00 X 160 cm .. RM 16.50 21. 90 X 180 cm . RM 22.- 25 t V, & ker )sr 3Ü, Zecht mt m) |en bst lcht )as ten, den «m eri= ihtn verneinen | und Stern* imtr. ineck. Nach* 22: | 2.30: Ite sich n. As DolcY diesem tte die f wat 'r Sln- Nach* 3 Sur > und :N 13.15: nisten lodert n der chmit* 17.30: innen W - den । Wie» 9: 5n 19.15: m zu miu- j nn'ch' tyv'he n Y 22.35: len ier rt. ten seit ine :nb R- xe rte te- )er at- ie- in- ?t= v.xv sen Misse sse mit nun D:e :n_ wer -'n!« der gekvollt I facht in W oie j Sinne ; J5Ä Heinrich Lieh jun* Sonnenstraße 31 Gl ES SEK Fernsprecher 8214 Sanitäre Einrichtungen — Bauklempnerei Badeöfen für Kohle und Gas. Gasherde. Gaskühlschränke. Badewannen. 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Jeder Besitzer eichpflichtiger Gegenstände, soweit er namhaft gemacht worden ist, erhält durch das Eichamt eine Aufforderung $ur Nacheichung, worin Tag und Tageszeit der Einlieferung angegeben ist. Die Einhaltung des Eichtermins ist zur raschen Abwicklung der Eichgeschäfte dringend erforderlich. Interessenten, die keine Aufforderung erhalten, sind ebenfalls verpflichtet, ihre eichpflichtigen Gegenstände zum obengenannten Zeitpunkte zur Nacheichung vorzulegen. Die Gegenstände find gehörig hergerichtet und gereinigt von vormittags 8—13 Uhr einzuliefern. Sind Reparaturen an Waagen nötig, fo empfehle ich, sie von einem zuverlässigen Fachmanns, unter vorheriger Preisvereinbarung, ausführen zu lassen. Die Auftragserteilung für die Reparatur ist Sache des Besitzers. Die Eichbeamten haben damit nichts zu tun, und die Waagenreparaturschlosser sind nicht Beauftragte der Eichbehörde, fondern private Gewerbetreibende. Die Neigungswaagen, Schaltgewichtswaagen sowie solche Gegenstände, die wegen ihrer Größe oder Befestigung am Aufstellungsort oder ähnlichen Gründen nicht eingeliefert werden können, werden auf besonderen Antrag am Standort des Gegenstandes nachgeeicht. Eichungen, die am Aufstellungsort der Gegenstände stattfinden sollen, sind bis spätestens 10. März 1939 beim Eichamt zu beantragen, widrigenfalls der nicht ermäßigte Mindestgebührenzuschlag (5,— RM.) angesetzt wird. Auskunft erteilt das Eichamt. Für die Einlieferung der Gegenstände beim Eichamt Gießen sind folgende Zeiten festgefetzt: 1. Bezirk: 4.—6. Januar 1939 2. „ 9.—13. Januar 1939 3. „ 16.—27. Januar 1939 4. 6.—10. Februar 1939 5. 13.—17. Februar 1939 6. „ 20.—24. Februar und 6.—10. März 1939. Der Nacheichung folgt die polizeiliche Maß- und Gewichtsrevision. 8247C Gießen, den 15. Dezember 1938. Der Oberbürgermeister. I. V.: gez. Dr. Hamm, Bürgermeister.- 8246D Keller 9?D Oifolepper Möbelwerkstätten Wiesech-Gießen. Ausstellungsräume Gießener Straße. J. Wellhöfer, Telephon 2313, Marb. Str. 24. Gießen, den 17. Dezember 1938. Der Oberbürgermeister. Sozialamt. I. V.: vr. Hamm. .varibrennbolz ä Wagen 5 Mk , Anmachholz ä Wagen <> Mt , 1 Sack Anrnarb- lioU 1 Mt. tret Bekanntmachung. Betr.: Brenustoffbeihilfe 1938/39. Die Ausgabe der Brennstoff-Gutscheine (II. Rate) erfolgt Montag, 19. Dezember, für Buchstaben A—Kund Dienstag, 20. Dezember, für Buchstaben L—Z, nur vormittags von 8 bis 12 Uhr, und zwar a) für Unterstützungsempfänger und b) Sozialrentner: Lonystratze 2, am Schalter, c) für Kriegereltern: Gartenstratze 2, Zimmer 11, d) für Volksgenossen, die nicht in laufender Betreuung des Sozialamtes stehen (auf besonderen Antrag): Gartenstratze 2, Zimmer 16 (Sitzungssaal). An Kinder werden Gutscheine nicht abgegeben! Bekanntmachung. An der Müllabladestelle am Schiffenberger Weg darf kein Bauschutt mehr abgeladen werden, weil dieses Gelände gärtnerisch angelegt werden soll. In Zukunft stehen die frühere Sandgrube an der Liebigs- höhe und die neue Müllabladestelle im Bergwerksgelände, Einfahrt Schneise zum Oberhof, zur Verfügung. 82550 Gießen, den 15. Dezember 1938. Der Oberbürgermeister. Stadtbauamt. I. A.: Gravert, 10.25 9 25 8241A tiebr* Imheuser am Markt ReizendeTanzkleider in Taft, Krepp-Satin usw. 17.50 21.50 25.- 27.- Nachmittagskieider in modisch. Formen u. Farben 15.50 18.- 22.- 25.- Prakt. 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So breitet er vor uns aus die großartige Vergangenheit unseres Volkes von den frühesten Anfängen bis zum Abschluß der Völkerwanderung. Wir lernen die Lebens- bei HOLDERER Seltarsweg 75 • Ruf 2265 bei der Rückkehr aus dem Felde in eine verwirrte und zerbrochene Heimat erlebt ober dunkel empfunden. Darin scheint uns unbeschadet aller ganz subjektiven Eindrücke, die Maaß hier festgehalten hat, die überpersönliche Gültigkeit seiner Erzählung zu bestehen, in der wir eine kleine Gruppe deutscher Soldaten den apokalyptischen Tagen des zu Ende gehenden Krieges. Hans Thyriot. männlichen Herzens, in der Beziehung zwischen Vater und Sohn, der härtesten der Beziehungen, die unter Menschen gegeben sind, geigt sich oas männliche Herz stolz und' tapfer, stürmisch und aufbegehrend und doch in allem Haß immer noch liebend. Die Jahrhunderte ziehen an uns vorbei: Karl der Große, Menschen des ausgehenden Mittelalters wie Luther und Karl V., Menschen der Klassik wie Klopstock, Hamann, Goethe und Mozart, Männer der Romantik und des 19. Jahrhunderts, Soldaten des Weltkriegs wenden sich im Briefe ihren Söhnen liebend zu und werden von ihren Vätern im Briefe sorglich ermahnt. Unter den mannigfaltigen Zeugnissen wurden solche ausgewählt, die über die private Mitteilung hinaus durch sittlichen Ernst und souveräne Lebenshaltung jum Vorbild werden können. So entstand hier em Buch für die Gegenwart, ein Buch für die Jugend, daß ihr erregtes Herz bei den Früheren Trost finde, ein Buch für die Alten, daß sie Nachsicht und Milde, Gerechtigkeit und Strenge bei den Vorfahren lernen. — Edmund Finke: Schwarzes Segelschiff auf rotem,Grund. Kriminalroman. 217 Seiten. Ganzleinen 3,50 RM. Paul Zfolnay, Verlag, Berlin, Wien, Leipzig, 1938. — (389) — Der Fall, daß jemand sehr gute Gedichte und sehr gute Kriminalromane schreibt, kommt unseres Wissens nicht besonders häufig vor. Finke liefert ein vorzügliches Beispiel für diese literarische Merkwürdigkeit: wir kennen ihn seit Jahren als einen Lyriker von hohem Rang und kaum verwechselbarer Eigenart. Ueberbies barf er als Spezialist für Kriminalromane gelten, die nicht allein von stofflicher Spannung und Sensation leben, sondern überdies kultiviert geschrieben sind. Was deren Lektüre so genußreich macht, ist nicht nur das allgemeine und weitverbreitete Vergnügen an Romanstoffen solcher Art, sondern vor allem die Exaktheit und Schärfe des logischen Denkens, mit dem der Fall angelegt, entwickelt und gelöst wird. Schwarzes Segelschiff auf rotem Grunde — das ist dis Bild einer unerhört seltnen und dementsprechend kostbaren Briefmarke: ein Cent Britisch Guyana, Nummer Neun. Um dieses unscheinbaren, winzigen, bunten Papierchens willen ... nein, wir werden uns hüten, von der Geschichte etwas zu erzählen. Man muß sie lesen, und man wird bei dieser Lektüre auf feine Kosten kommen. Wir möchten nur noch bemerken, daß sich das Buch auch durch seine geschmackvolle und solide Ausstattung von ungezählten Kriminalromanen auf das Vorteilhafteste unterscheidet. Hans Thyriot. — Theo dorKröger: Kleine Madonna. Erzählung. Propyläen-Verlag. Berlin. Preis in Pappband 2 Mark. — (562) — In feiner iruen Erzählung gestaltet Kröger die Wandlung und Läuterung eines Mannes aus der Kriegsqeneratton. Ein bekannter Chirurg findet sich nicht mehr in das alltägliche Leben. Vereinsamt nach dem großen Erlebnis des Krieges will er sich von Beruf und Pflichten losreißen, will hinübergehen zu den toten Kameraden. Er sucht den Tod und findet das Leben. Ein hilfloses, kleines Wesen ruft ihn zur Pflicht des Arztes zurück zeigt ihm, daß das Leben niemals Vergangenheit, immer nur Zukunft ist. burgs, kennen wir als charmante Erzählerin geschichtlicher Erinnerungen. Sie ist in der Reichshauptstadt groß geworden und den Kreisen der Dorkriegsdiplomatie nach vielen Richtungen hin versippt. Ihre Erinnerungen reichen weit zurück in die letzten Jahre Bismarcks und des Alten Kaisers, aber sie ist dem pulsierenden Leben Berlins immer nahe geblieben. Sie kennt auch die ältere Geschichte ihrer Vaterstadt und weiß auf ihrer Wanderung durch die Straßen Berlins in bebingungen unb die daraus erwachsende Kultur der Germanen kennen, erfahren von ihrem Aufbruch gegen Süden, ihrem Kampf mit Rom um neues Siedlungsland und folgen ihnen auf ihren Zügen durch Gallien, Italien und Spanien an die Gestade des Mittelmeeres und nach Afrika hinüber. In begeisterter Darstellung erstehen vor uns die Helden dieser Kriegszüge, wahrhafte Kriegsfürsten auch dort, wo sie seßhaft wurden, als Staatsmänner von größtem Format ein Reich gründeten und als Diplomaten mit Rom und Byzanz die Klinge kreuzten. Der letzte Teil handelt von den sieghaften Völkern der Germanen, die anders, als die im Süden zugrunde gehenden Stämme, zäher, härter und kühler in steter Verbindung mit der heimatlichen Scholle blieben unb Reiche gründeten, die heute noch, wenn auch in abgewandelter Form Bestand haben. Das Buch will ein Volks- und Jugendbuch fein, und wir glauben, daß diese frische, begeisterte und schwungvolle Darstellung sich diesen höchsten Platz erobern Dem Gedächtnis Vmdings. — Traube Stenner: Rudolf G. "Sin» ding. Leben unb Werk. 198 Seiten mit zahlreichen Silbern bes Dichters. In Leinen RM. 4,80. Rütten & Loening, Verlag, Potsdam 1938. — (563) — Noch wenige Wochen vor feinem Tode hat Binding mit der Verfasserin den Plan zu dieser ersten Biographie durchgesprochen und das nun vollendet vorliegende Buch in seiner Entstehung mit hohen Erwartungen begleitet. Es wird vielen Freunden des Dichters willkommen sein. Wenn man es zunächst durchblättert, um die Photographien zu betrachten, von denen die meisten bisher unbekannt und unveröffentlicht waren, so wird man in dieser sich chronologisch sehr anschaulich ergänzenden Folge vom Bilde des zehn- ober zwölfjährigen Knaben bis zu der Totenmaske des 70jährigen noch einmal sinn- Sben Gestaltwanbel nacherleben, wie er sich in ings eigener Schilderung in bem rounberbaren Buche „Erlebtes Leben" als geistig-menschliche Entwicklung zu einer unnachahmlichen Persönlichkeit höchst schöpferischer Prägung barstellt. Traube Stenner ist ber Daseinslinie bes nun Verewigten beschreibend unb beutend mit Takt und weiblich zartem Gefühl gefolgt. In knappen, gut geordneten Kapiteln baut sich die organische Einheit von Leben und Werk des Menschen, des Dichters, des Edelmannes vor uns auf. Wenn man übersehen will, daß ein paarmal die fatale Floskel „voll und ganz" stehen geblieben ist, wird man auch sagen dürfen, daß in die Darstellung etwas von der Klarheit und Sachlichkeit in Dindings Prosastil überaegangen zu sein scheint, und man wird, was die Wertung des Werkes betrifft, über eine Fülle ausgezeichneter, den Kern treffender Formulierungen erfreut fein; wir denken etwa an die Abschnitte über Dindings frühe Lyrik, über seine Legenden, die „Coelestina" im besonderen, und über sein „frommes Heidentum". Im Mittelpunkt des Ganzen stehen, wie es sein muß, die beiden großen, für Binding entscheidenden Erlebnisse: Griechenland unb der Krieg. — Mit ber Biographie von Traube Stenner wird ein oft geäußerter Wunsch vieler Leser unb Freunde des Dichters erfüllt: es ist ein gutes Buch geworben, das hohen Anforderungen stanbhält; man stellt es mit Befriedigung zu der langen Reihe von schmalen Bänden, die eine unvergängliche Hinterlassenschaft umschließen. Hans Thyriot. Helene von Nostitz: Berlin, ganzseitigen Farbtafeln. Preis in Ganzleinen geb. RM. 5,80. Verlag Otto Beyer in Leipzig. — (521)— Helene von Noftitz, eine Nichte Hinden- praktisches für die ssrau. — Alexander von SBernus: Urgroß - Mutters Hausmittel. Auszüge aus dem Hausbuch der Frau Ral Schlosser. Preis gebunden RM. 1,60. Verlag Eugen Salzer in Heilbronn. — (528) — Auf dem schönen Stift Neuburg im Neckartal etwas oberhalb Heidelbergs hat der Dichter Alexanher von Bernus im Hause seiner Groß- mutter ein Kochbuch aus dem Nachlaß der Frau Rat Sophie Schlosser, der Gattin Friedrich Schlossers aus dem engeren Frankfurter Freundes- und Verwandtenkreise Goethes, fennengelernt und aus ihm uns eine Fülle erprobter Hausmittel mitgeteilt. Es sind nicht nur Kräuter gegen Husten, Fieber und Kolik, Brandsalben und Gesundheitswässerchen, sondern auch Schönheitsmittel unb alle möglichen guten Ratschläge, die heute noch jeder Hausfrau willkommen fein werden. Das Büchlein ist mit einem Exlibris der Schlofferfchen Familie und amüsanten zeitgenössischen Stichen reizend aus«' gestattet worden, lieber seine Geschichte, die uns fast in die' Welt Goethes zurückführt, weiß Alexander von Bernus höchst vergnüglich zu plaudern. Sv ist das Büchlein eine entzückende kleine Gabe für den Weihnachtstisch unserer Hausfrauen, ein Beispiel, wie man auch praktische Dinge in ästhetisch vollendeter Form barbkten kann. Fr. W. Lange. — Gau-Kochbuch. Herausgegeben von Gewerbe-Oberlehrerin Elisabeth Karthaus im Auftrage des Deutschen Frauenwerkes, Abteilung Volkswirtschaft - Hauswirtschaft, Gaustelle Hessen- Nassau. 2. Auflage. 80 Seiten. RM. 1,00. Breiden- stein Verlagsgesellschaft (Brönners Druckerei), Frankfurt a. M, 1938. —(431)— Das Gau- Kochbuch liegt nun bereits in zweiter Auflage vor: das beste Zeichen dafür, daß es feinen Zweck erfüllt. Es ist aus reicher praktischer Erfahrung geschrieben, zeitgemäß und abwechslungsreich. Es enthält neben vielen erprobten Rezepten eine Menge praktischer Hinweise, die namentlich der jungen Hausfrau willkommen sein werden. Die rhein-mainischen Spezialitäten und Eintopfgerichte sind gebührend berücksichtigt. auch den längsten historischen Exkurs lebendig und fesselnd macht. Die Provinzler kennen von der Neichshaupstadt meist nur die repräsentativen Straßenzüge im Zentrum, die Geschäftsoiertel und bevorzugten Wohngegenden des Westens. Helene von Noftitz wandert mit uns in die ältesten Teile der Stadt. So manches alte Haus wird uns durch eine bezeichnende Anekdote lebendig. Das Schloß, die alten Kirchen und Friedhöfe, bas Opernhaus und bie Palais ber Wilhelmstraße lernen wir mit ganz anderen Augen betrachten. Der kühle, herbe Charakter Berlins bekommt neue eigenartige Lichter, wenn die Erinnerung an bie galante Zeit bes Barock und Rokoko wieder wach wird. In den Bauten der Schlüter und Eosander, der Knobelsdorff und Gontard, der Gilly, Langhans und Schinkel wird uns die baugeschichtliche Entwicklung Berlins gegenwärtig, die gerade jetzt nach dem großartigen Plan des Führers in einen ganz neuen Abschnitt eintritt. Sehr gute Wiedergaben alter Buntstiche eignen sich vortrefflich zur Illustrierung dieses hübschen Buches, das jeder gerne auf feine nächste Reife nach der Reichshauptstadt als unterhaltsamen und höchst gepflegten „Baedeker" mitnehmen wird. Fr. W. Lange. — W. Langheld und H. von Chamier- Glisczinski: Leben und Sterben um Afrika. Zweite, neubearbeitete Auflage. Mit 27 Abbildungen auf Kunstdrucktafeln und 9 Karten. Ganzleinen 4,20 Mark. Verlag A. Anton & Co. ten und Erkundigungszügen seines 3agb« und F! gerkameraden Gerd Kahle. Deutscher Verlag, Berlin. Mit 94, zum großen Teil unveröffentlichten Bil- — Karl Alexattder von Müller: Vom altenzumneuenDeutschland. Aufsätze und Reden 1914—1938. Preis in Leinen gebunden 6,75 Reichsmark. Deutsche Verlagsanstalt in Stuttgart. — (532) — Wir kennen den Verfasser als einen Meister des historischen Essays. Aber er hat es immer abgelehnt, „lebensferne Wissenschaft" zu treiben und sich vor den Nöten seines Volkes in die Studierstube Des Gelehrten zu flüchten. Diese Sammlung feiner Aufsätze und Reden aus den Jahren 1914 bis 1938 zeigen ihn als Kämpfer für Wahrheit, Recht unb Freiheit mitten im Ringen bes deutschen Volkes stehend. Immer zeigen sie den Versuch, aus der Kenntnis großer geschichtlicher Zusammenhänge den Dingen auf den Grund zu kommen und die einheitliche Linie zu finden, die unserem Volke aus schwerstem Kamvf den Weg nach vorwärts weisen könnte. So sind seine Aufsätze und Reden aus der Kriegszeit, später das Suchen nach neuen Grundlagen und dann das frohe Erkennen der Selbstbesinnung seines Volkes Stationen einer politischen Entwicklung, die für eine aan;e Generation charakteristisch ist. Das ist vielleicht die beachtenswerteste Seite dieses Buches. Wir wollen nicht einzelne Aufsätze und Reden her« ausarellen. Sie zeigen im ganzen gesehen die Diel- seitiakeit eines deutschen Gelehrten, der in diesen Jahrzehnten größten geschichtlichen Werdens mit hellen Augen und Heißem Herzen ganz in her Gegen- Vorläufige Anzeigen. Im Verlag Sttecker und Schröder in Stuttgart erschien aus der Feder des Engländers D. Erskine M u i r unter dem Titel ,,M a ch i a v e 11 i" ein MannundseineZeit (Preis in Leinen gebunden 5,80 RM. mit 16 Bildtafeln) eine Biographie des berühmten Renaissancediplomaten. Väter und Söhne. — Wolter G. Oschilewski: Väter und Söhne, Briefe deutscher Menschen, mit 11 Faksimiles und Schriftproben. Preis in Leinen geb. 5,60 Mark. Verlag L. C. Wittich in Darmstadt. — (541) — Aus neun Jahrhunderten find in diesem Buche Briefe gesammelt, in denen Väter und Söhne miteinander sprechen. Das alte Gespräch, das in jeder Generation neu geführt wird, wurde hier durch die Jahrhunderte hindurch verfolgt. Zugleich schreibt dieses Buch eine Art Naturgeschichte des Der große Krieg. — Edgar Maaß: Im Nebel der Zeit. Roman. 500 Seiten. Brosch. RM. 4,80, Ganzleinen RM. 5,80. Propyläen-Verlag, Berlin. — (496.) — Diele werden sich gewiß noch an den Roman „Verdun" von Edgar Maaß als an eines der besten deutschen Kriegsbücher erinnern. Etwas von ber dokumentarischen Haltung dieses Buches ist auch dem neuen Roman eigen, der, obwohl ganz selbständig, doch zeitlich unb menschlich-entwicklungsmäßig ungefähr ba anschließt und fortfährt, wo jener abbrach, und bie5 ist, wie wir glauben, bas Beste, was man bappn jagen kann: was hier erzählt wirb, hat jeher von uns, ber im großen Kriege an der Front stand und in den nebligen Herbft- . tagen des Jahres 1918 nach Deutschland heimkam, auch erlebt. Das ist natürlich nicht wörtlich zu verstehen; jeder von uns wird dafür andere Namen, einen anderen Schauplatz, andere Erlebnisse und Eindrücke im einzelnen vorzubringen haben, wenn er sich jener trüben und Dunklen Wochen erinnert: aber das Allgemeine, die Stimmung der Hoffnungslosigkeit, Ratlosigkeit und Hilflosigkeit, die Atmosphäre von Au lösung, Chaos und Weltuntergang, eben dies, was Maaß mit den Worten „Nebel der — Josef Pfitzner: Kaiser Karl IV. Preis gebunden RM. 4,80, mit neun Abbildungen. Akademische Verlagsgesellschaft Athenaion in Potsdam. —(371)— Der um die volkstümliche Darstellung wissenschaftlicher Ergebnisse, namentlich der Geistesgeschichte, in allen ihren Zweigen verdiente Verlad beginnt eine neue Buchreihe „Deutsche Könige und Kaiser" mit einer Biographie Karls IV. aus der Feder des Prager Universitäts- Professors Josef Pfitzner. Daß die Wahl für den Gegenstand dieses ersten Bandes gerade auf diesen Kaiser gefallen ist, mag ein Zufall fein; rückt jedoch das Buch in eine durchaus aktuelle Beleuchtung. Denn niemand in der Reihe der deutschen Könige und Kaiser hat Böhmen und das jetzt zurück- geroonnene Sudetenland enger mit dem Reich verbunden als Karl IV. Er ist gewiß eine der problematischsten Gestalten der deutschen Geschichte und auch in der Geschichtsschreibung eine der meist umstrittenen. In ihm verbanden sich die rassischen Eigentümlichkeiten seines ganz der westlichen Kultur verhafteten luxemburgischen Hauses mit denen seiner böhmischen Mutter, der letzten Przemyslidin. Und so zwiespältig wie seine Ahnenreihe war auch das Wes.n und die Politik dieses deutschen Kaisers. Ein kühler, verschlagener Diplomat, auf Vermehrung seiner Hausmacht bedacht, wie es in der Zeit lag, ohne kriegerischen Ehrgeiz, aber mit dem ganzen Erwerbssinn des Kaufmanns, so schildert ihn Psitz- ner als einen ganz der Staatsauffassung des ausgehenden Mittelalters zurückgewandten Herrscher, der für die neuen Gedanken des heraufkommenden Zeitalters der großen Umwälzungen kein Verständnis zeigt. Pfitzner beweist auch, daß Karl IV. sich fpineswegs als nationaler Böhmenkönig oder gar als Führer und Förderer des Tfchechentums gefühlt hat. Er hat Böhmen immer als Kern feiner Haus- macht betrachtet unb biefe Hausmacht, wie es den tatsächlichen Verhältnissen entsprach, als unumgängliche Voraussetzung der kaiserlichen Herrschaft angesehen. Die knappe Darstellung Pfitzners, die auch eine interessante Aufhellung des Charakters und der politischen Motive Karls IV., vom Rassischen her, versucht, ist höchst lesenswert, wenn auch der kom- pkizierte Stil die Lektüre gelegentlich erschwert. Karls Wirken in der Mark Brandenburg (Tangermünde) scheint uns etwas kurz weggekommen. Im ganzen ist jedoch das Buch, namentlich im Hinblick auf die letzten großen politischen Ereignisse, von höchstem Interesse. ' Dr. Fr. W. Lange. — Hermann Eicke: Kämpfer und Hel- auf ihrem Wege von der Front durch die letzten Rückzugsgefechte, durch die Etappe nach Deutschland begleiten; die Heimat heißt Diesmal Lübeck, und die Schilderung handelt von den Erlebnissen einer Verwundetenkompanie in der alten Hansestadt, allge- häuschen, Bakterien und Bazillen. Eine auch für die meisten großen Leute wunderbare Welt erjchließt uns ihre Geheimnisse, für die Kinder aber ist hier eine vielleicht sie ansprechende Form gefunden, in der ihnen zum erstenmal die Ergebnisse naturkundlicher Forschung nähegebracht und verständlich gemacht werden können. F. W. L. Deutsche Erzähler. — ßeni W ü st: DerZauberervon Wien. Roman. 299 Seiten. Geb. 4,80 Mark. A. H. Paine, Verlag, Leipzig. — (557) — Ferdinand Raimund, eigentlich Raimann, als Sohn eines Drechslermeisters 1790 in Wien geboren, mit 14 Jahren verwaist,^kommt zu einem Zuckerbäcker in bie Lehre, will Schauspieler werben, beginnt bei der Wanderschmiere, wird Komiker am Theater in der Joseph- stadt und am Leopoldstädter Theater in Wien, bringt 1823 sein erstes Theaterstück heraus, ist höchst unglücklich verheiratet und endet 1836 in Pottenstein in Niederösterreich, von einem tollen Hunde gebissen, qualvoll durch einen Schuß von eigener Hand. Seine Stücke — „Der Barometermacher auf der Zauberinsel", „Der Diamant b'es Geisterkonigs", „Der Bauer als Millionär", „Die gefesselte Phantasie", „Der Alpenkönig und der Menschenfeind" und „Der Verschwender" — haben eine neue Form bes Wiener Dolksstückes begründet, in der sich romantische Phantasie, österreichische Heiterkeit und natürlicher Theatersinn auf eine liebenswürdig-unnachahmliche Weise verbinden. — ßeni Wüst ist in ihrem Roman den ßebensfpuren Raimunds, der im Grunde seines Herzens, seinem Komikerberufe zum Trotz, ein unglücklicher Mensch war, mit liebevoll eindringendem Verständnis gefolgt; im wechselvollen Auf und Ab der Handlung wird nicht nur die Stimmung des Wiener Biedermeier beschworen, sondern vor allem die menschliche Gestalt und die künstlerische Bedeutung Raimunds dem ßefer nahegebracht, der nach der ßettüre vielleicht sogar Lust hat, das eine oder andere feiner heute auf dem Theater nahezu vergessenen Stücke zu lesen. — Der Verlag hat dem Buche eine freundliche Ausstattung in Leipzig. Mit den ungeheuren Fortschritten der Technik rücken die Kontinente immer näher aneinander. lieber Gebiete, die noch vor wenigen Jahrzehnten große weiße, unerforschte Flecke auf der ßanbfarte waren, brausen fahrplanmäßig mächtige Verkehrsflugzeuge dahin, Eisenbahnen unb Autostraßen burchziehen die Wüsten, Funkstattonen und Telegraphenlinien verbinden das entlegenste Negerdorf mit den Hauptstädten der Erde. Wer denkt da noch an jene kühnen Männer, die ein ft, ganz auf sich gestellt, unter Entbehrungen, Hunger, Durst unb Verzicht auf jebc Bequemlichkeit bes kultivierten Menschen, in ftänbigem Kamps mit ber Natur unb kriegerischen Eingeborenen den „Schwarzen Erbteil" burchforschten und eroberten? Neben verbienstvollen Ausländern waren es in hervorragendem Maße deutsche Männer, durch deren Mut, Tatkraft und selbstlosen Einsatz bie Durchbringung, Erforschung unb Erschließung Afrikas erst möglich würbe. Ihren ßebensroeg als leuchtenbes Beispiel eiserner Pflichterfüllung unb wahren Hel- bentums allen deutschen Volksgenossen vor Augen zu führen, ist die Aufgabe dieses Buches, das die heroische Geschichte deutscher Pioniertättgkeit in Afrika der Nachwelt überliefert, ein Ehrenbuch deutschen Fleißes und deutschen Forschergeistes, das namentlich der Heranwachsenden Jugend Ansporn und Vorbild sein wird. — Schulz-Kampfhenkel: „Rätsel der U r w a l b h ö l l e". Vorstoß in unerforschte Urwälder des Amazonasstromcs. Mit Tagebuchberich- bern. Preis Ganzleinen 5,80 Mark. — (568) — Im Frühjahr brachte bie Ufa den Kulturfilm „Rätsel der Urwaldhölle" heraus. Schulz-Kanwfhenkel läßt bem Film jetzt ein Buch mit dem gleichen Titel folgen. Es erzählt viel mehr, als was im Film gezeigt wurde. Gerade die spannendsten, lebendigsten Szenen dieser kühnen Urwaldexpedittonen konnten nicht gefilmt werden, denn es war immer wichtiger, das nackte ßeben zu retten, als nach der Kamera zu greifen. So kann man das Buch als eine fesselnde Ergänzung des Films ansehen. Mm und Technik. — Walter Ackermann: Fliegt mit! Erlebnis unb Technik bes Fliegens. Reichsausgabe. Bearbeitet von Wolfgang Merkel. Verlag Knorr & Hirth, München. Mit 105 Zeichnungen unb 44 Photos aus Tafeln. Preis in Leinen 4,80 Mark. Hier ist einmal das große „Wie" der Fliegerei — von den Grundbegriffen über das Fliegenlernen vis zur Kunst des Blindfluges — klar und packend dar- gestellt für alle, die wißbegiemng und heißen Herzens an einer der größten Taten unseres Jahrhunderts teilnehmen, an der Eroberung des Luftmee- res! Ackermann, Flugkapitän der Swissair, hat mit seinem ursprünglich für die Schweizer Jungmannschaft geschriebenen Buch dort solche Begeisterung erweckt, daß der Lufthansakapitän Wolfgang Merkel das Buch für diese „Reichsausgabe" durchgesehen und dazu den Bilderteil neu gestaltet und erweitert hat. Der Flugpionier Freiherr von Gablenz sagt in seinem Geleitwort: „Ein rechtes Jugendbuch soll allen zwischen sieben und siebzig Freude bereiten. Das ist Ackermann gelungen. Hier der Beweis: daß ich selbst dieses Buch mit wachsendem Interesse las, daß meine Kinder sich mit wahrer Begeisterung darüber hermachten unb unbemerkt viel lernten. Unb als meine Frau es gelesen hatte, sagte sie: ,Da ist man nun mit einem Flieger verheiratet und muß dach feststellen, wie wenig man eigentlich von dieser Fliegerei weiß!'" — Herbert Paatz: Doktor Kleinermacher führt Dieter in die Welt. Mit 21 Zeichnungen. Preis kart. 2 Mark, in Seinen geb. 2,85 Mark. Deutscher Verlag Berlin. — (554) — Unter Führung des großen Zauberers Dr. Kleinermacher erforschen die Kinder die Märchenwelt der kleinen und kleinsten Lebewejen, von Bienen, Ameisen, Schnecken und Heuschrecken, Fliegen und Spinnen bis zu dem tausendfältigen Gewimmel in einem Wafsertropfen/ der Algen, Uhrglastierchen, Sand- ----- ------ - , .. . den Germaniens. Preis in Leinen gebunden Zeit" sehr treffend zusammenfatzt, das haben wir alle; 3 80 RM. Verlag Quelle und Meyer in Leipzig CI. — hom Kotho in oino normtrrtp itnh (Z90) _ Dem Verfasser ist das Wort Goethes Richt- SJ.-fpor< Lieber 1000 Schiläufer beim Gudetendeutschen Befreiungslauf Erstmalig in der Geschichte des deutschen Sports scheint es zu sein, daß ein Schi-Wettbewerb eine Beteiligung von über tausend Läufern gefunden hat. Dieses Rekord»Meldeergebnis konnte vom Reifträger (Jsergebirge) verdrecket werden, wo bis FreitagnachmiUag ununterbrochen neue Meldungen für das große sudetendeutsche Schi-Ereignis einliefen. Da es im Gebirge unaufhörlich schneit, bestehen auch keine Befürchtungen mehr für schlechte Schnee- oder Wetterverhältnisse. Welche Bedeutung diesem Sudeten-Schilauf zukommt, acht neben dem Riesen-Meldeergebnis schon daraus hervor, daß bie Gauleiter des Sudetenlandes und von Schlesien, Konroft Henlein und Josef Wagner, ihr Erscheinen ungesagt haben und der Preis- Verteilung am Sonntag beuvohnen werden. Schwimm-Städtekampf Gießen - Marburg Im Marburger Luisabad findet am morgigen Sonntag, 18. Dezember, 20 Uhr, die Wiederholung des Stadtewettkampfes im Schwimmen Marburg gegen Gießen statt. Die besten Schwimmer wurden aus dem GSB., der Universität, der Wehrmacht und der HI. zusammengestellt, die die Farben der Stadt Gießen verteidigen werden. Die beiden letzten Kämpfe konnte Gießen gewinnen, lieber den Ausgang des bevorstehenden Wettbewerbs kann nichts vorausgesagt werden, da auch Marburg die besten Kräfte aus den Formationen einsetzen wird. Kurze Wintersport-Notizen Weltmeisterin Megan Taylor wurde bei den britischen Eiskunstlaufmeisterschaften in der Londoner Wembley-Halle von Cecilia Colledge, der früheren Weltmeisterin, geschlagen. Cecilia erhielt 1887,5 und Megan 1838,5 Punkte, »erben Männern siegte Graham Sharp und als bestes Paar erwies sich das Ehepaar Cliff- Der Sudeten -Befreiungslauf wird am kommenden Sonntag unbekümmert um die verschiedentlich sehr leichte Schneedecke durchgefuhrt werden. * / Reichsminister Dr. Frick hat für den Sieger des Spezialsprunglaufes bei der Internationalen Wintersportwoche Garmisch-Partenkirchen (21. bis 29. Januar) einen Ehrenpreis gestiftet. Die Harzer Sprungschanze in 6t« Andreasberg wird nunmehr auch mit einer Tiefstrahleranlage versehen werden und damit dem Beispiel von Garmisch-Partenkirchen und Geising folgen. * Der Berliner S ch li t t s ch u h c l u b kann sich an den Spielen um den Spenglerpokal nicht beteiligen, da der größte Teil der Mannschaft wegen Urlaubsschwierigkeiten unabkömmlich ist. * Hochfirst-Schiwe ttkämp fe (Abfahrts- und Sprunglauf) veranstaltet der Schi-Club Neustadt im Schwarzwald am Neujahrstage. Badens G a u m e i st e r s ch a,f t im 40-Kilo- meter-Schidauerlauf wird am 8. Januar auf dem Schauinsland entschieden. Schwedens Abfahrts- und Torläu- f e r sind im Palatal zu einem längeren Training zusammengezogen, das unter Leitung des Ostmärkers Edmund Birkl steht. Wie Dirk! mitteilt, hat besonders May Nilsion, die 16jährige Schwedin, große Fortschritte gemacht. Er glaubt, daß sie schon in diesem Winter Christi Cranz ernstlich bedrohen wird. Die Spiele der Mball-Vezirksllaffe Gießen. Die drei für morgen vorgesehenen Spiele beschließen den Punktekampf fürs alte Jahr. Das Spiel ^ringshausen—Büro ist das letzte aus der Dor- ferie, während die beiden anderen einer gewissen Vorsorge dienen, nicht in Terminschwierigkeiten zu kommen. Denn bis jetzt waren die Platzverhältnisse dank des Wetters noch einigermaßen erträglich, wie dies jedoch im Januar und Februar fein wird, ist noch nicht vorauszusehen. DfB.-Reichsbahn — Sinn Naunheim — Bissenberg Ehringshausen — Burg. Der DfB.-Reichsbahn empfängt den wieder ' zu alter Starke Heranwachsenden Ballspielklub Sinn. Naunheim empfängt Bissenberg und steht damit erneut vor einem Punktgewinn, Der 'für die lieber» nähme des zweiten Tabellenplatzes, den zur Zeit der Sportverein Wetzlar innehat, maßgebend ift. Die Begegnung der beiden Tabellenletzten Ehringshausen—Burg ist eine offene Angelegenheit. Vielleicht kommen die bis jetzt ohne Sieg dastehenden Burger zu ihrem ersten Erfolg. VfV.'R. I — Vallspielclub Sinn L Auf dem Waldsportplatz trifft die erste Mannschaft der Grünweißen auf den Gegner aus Sinn. Die Gäste konnten das Vorspiel knapp für sich entscheiden und zeigten am vergangenen Sonntag eine beachtliche Energieleistung, denn der Tabellenzweite, Wetzlar, mußte einen Punkt lassen. Die Gäste verfügen über eine eifrige und schnellt Elf mit dem ausgezeichneten Torwart Betz. Aber auch die Hintermannschaft ist sehr stabil. Die Stürmerreihe verficht sich auf den Torschuß. Die Grünweißen, die immer noch auf Heß und Gottschalk verzichten müssen, haben außerdem den Stürmer Bach verloren. Ader auch ohne diese Spieler kann der Spielausschuß eine Mannschaft aufstellen, die den Gegner zur Hergabe seines ganzen Könnens zwingt. Die Mannschaft spielt: Godglück: Leutheuser I, Leutheuser II- Krämer, Lukaschewski, Kramer: Fehling, Fischer, Äerlenbach, Mattern, Szponik. VfV.R. II — VC. Sinn IL Die Reserve hot die Dorspielniederlage wettzumachen und sollte mit der starken Mannschaft, die sie zur Zeit stellen kann, auch einen sicheren Sieg landen können. Spannende Spiele in den Kreisllaffen L Kreisklasse: Großen-Buseck — Lollar Klein-Linden — Heuchelheim Muschenheim — Steinbach Lollar Ii — Leihgestern II. Kreisklasse- Harbach — Geilshausen Nieder-Ohmen — Grünberg Londorf — SA. II. In Großen-Buseck muß Lollar zum entscheidenden Gang antreten. Heuchelheim muß ersatzgeschwächt nach Klein-Linden fahren. Muschenheim erwartet Steinberg und wird mit guten Leistungen aufwarten müssen, wenn das Spiel gewonnen werden soll. Die Gäste sind wieder erstarkt. Wenig Aussichten auf Erfolg hat dis Reserve von Lollar, die auf eigenem Platz gegen Leihgestern spielt. Harbach empfängt- die bis jetzt ungeschlagene Mannschaft von Geilshausen. Die Gäste haben zwar in Saasen knapp gewonnen, jedoch zeigten sich in der Äs bedenkliche Schwächen. Es bleibt abzuwarten, ob sich die, Gäste gegen die eifrigen Spieler aus Harbach durchsetzen werden. Grünberg fährt nach Nieder-Ohmen und muß sich sehr an- strengen, wenn ein achtbares Ergebnis erzielt werden soll. Die zweite Mannschaft der SA. dürfte in Londorf kaum ungerupft davonkommen. Großen-Buseck I. — Lollar I. Zu einem der interessantesten Treffen dürfte es morgen in Großen-Buseck kommen. Durch die Niederlage des Gastvereins am vorigen Sonntag ist Lollar als nächster Anwärter auf die Meister- schäft aufgerückt. Das Vorspiel konnten die Gastgeber seinerzeit durch ein sehr dürftiges Spiel der Lol- larer knapp -für sich entscheiden. Beide Gegner werden daher morgen alles aufbieten, um ehrenvoll zu bestehen. Großen-Buseck wird sich anstrengen, um nicht ein zweites Mal auf eigenem Patz zu verlieren. Dagegen wird Lollar alle Register ziehen^ um diesmal in einem besseren Kampf sein Anrecht auf den Titel geltend zu machen. Die Gästeelf wird zwar wieder mit Ersatz antreten müssen, aber auf Gründ ihrer Spielerfahrung gibt man ihr doch einige Aussichten mit. Wie die Elf der Lollarer aussieht, ist bis jetzt noch nicht bekannt, aber der bedeutungsvolle Kampf dürfte es mit sich bringen, daß man mit den besten zur Verfügung stehenden Spielern rechnen kann. So darf man mit Recht auf den Ausgang des Spieles gespannt, fein, das auch wohl erst mit dem Schlußpfiff entschieden fein dürfte. klein-Lindens Erste erwartet Heuchelheim. Die Klein-Lindener Turner haben in den verflossenen Spielen der diesjährigen Serie unter einem unglücklichen Stern gekämvft. Abgabe von Spie- lern haben das Mannschaftsgefüge erschüttert. Als dann gegen den Tabellenführer endlich einmal ein Sieg errungen werden konnte, gingen die Punkte durch Mißgeschick wieder verloren. Für dis kommenden restlichen fünf Spiele hat Klein-Linden aber wieder Aussicht auf Erfolg. Die Aussichten dafür sind gegeben, da einige der besten Spieler wieder in die Mannschaft zurückkehren konnten. Wie die Elf gegen die erste Mannschaft von Heuchelheim aussehen wird, kann erst spater entschieden werden. Da Heuchelheim der neuen Lage nach Meisterschaftsaussichten hat, wird diese Mannschaft ihre ganzen Krafts auf einen Sieg konzentrieren. Wenn Klein-Linden aber die geplante Mannschaftsauf- stellung für Sonntag vornehmen kann, und sich bei dieser Mannschaft noch der zum Siegen nötige Geist einstellt, werden die Klein-Lindener Anhänger voll auf ihre Kosten kommen. Die erste Jugend fährt zum Freundschaftsspiel nach Friedberg zum dortigen VfB. Das solide Können der Jugend bietet Gewähr für ein gutes Ab- schneiden. „ Ä . Lollar IL — Leihgestern L Vormittags bestreitet die zweite Mannschaft ein Spiel gegen Lechgestern. Flieger und Artilleristen im Handball-LMkampf. Mit dem kommenden Sonntag werden alle Vorrundenspiele abgeschlossen, so daß also am 8. Januar die Rückspiele beginnen können. Auch diesmal weist dje Staffel IV wieder eine Begegnung auf, die über den Üblichen Rahmen hinausragt. Auf dem Platz des Luftwaffensportvereins stehen sich die Mannschaften der Flieger und der Artillerie (MSV. Barbara) gegenüber. Beide Gegner Haden je nur zwei Verlustpunkte, so daß für jeden die Möglichkeit besteht, zur Spitze aufzu- rücken oder einen Schritt zurückzufallen. Unter diesen Umständen begegnet man diesem Treffen allseits mit größtem Interesse. Es wird sich zeigen, ob die guten Ergebnisse, die die Gäste in letzter $eit erzielen konnten, in Ordnung gehen oder ob die Flieger tatsächlich so gut sind, rote ihre Siege beweisen. Siegen wird, wer sich am ehesten zurechtfindet und wer vor allem die besten Nerven hat. Der Vorteil des eigenen Platzes Dürfte bei zwei so guten Mannschaften kaum in Erscheinung treten. Die Spvgg. 1900 Gießen muß nach Marburg. Wenn es möglich ist, die Leistungen des letzten Spieles zu wiederholen, so ist die Frage des Siegers nicht offen, dann wird Marburg auch dieses letzte Spiel der Vorrunde auf eigenem Platz verlieren. Die 2. K r e i s k l a s s e sieht ebenfalls zwei Begegnungen vor: Tv. Krofdorf—DfB.-R. Gießen, Tv. Londorf—MTB. Gießen II. Wir glauben sicher, daß es dem VfB.-R. diesmal nicht gelingen wird, Sieger zu bleiben, weil die Krofdorfer Elf zu Hause nur sehr schwer zu schlagen ist. Dazu aber wird die Spielstärke der Gäste nicht reichen. Die Reserveelf der Männertumer weilte am Sonntag bei einer der spielstärksten Mannschaften dieser Gruppe, dem To. Londorf. Den Gästen geht es besonders darum, in diesem Spiel eine Anzahl neuer Kräfte für die erste Garnitur zu erproben. Sturm und Läuferreihe sind im wesentlichen neu zusammengestellt: der Ausgang des Treffens wird zweifellos von dem Zusammensinden der Spieler und Ineinanderwirken der Mannschaftsteile abhängen. Kämpfe um die Bannmeisterschast im Handball. Infolge Ternnnnot und der überaus großen Zahl der noch rückständigen Spiele der Vorrunde sah sich der Dannfachwart genötigt, für kommenden Sonntag nachstehende Spiele anzusetzen: Holzheim — Hausen: Beide Mannschaften sind noch Anwärter auf den Dorrundensieger der Staffel 3. Die Holzheimer Jungens, die die Tabelle mit einem Punkt anführen, werden schon mit einem Unentschieden als Staffelbester Die Rückrunde beginnen können. Obbornhofen — Münzenberg: Münzenberg tritt zum ersten Male in dieser Ruyde auf den Plan. Wie sich die Mannschaft zumal noch auf fremdem Platz, zusanrmenfinden wird, bleibt abzuwarten. Friedberg — Pohl-Gons : In dieser Staffel herrscht noch vollkommene Unklarheit. Spiel- aus falle bzw. Nichtantreten der einen oder anderen Mannschaften geben in bezug auf Spielstarke noch keinerlei Aufschluß. Wirtschaft. 8 Rekordziffer im Antragszugang der öffentlichen Lebensversicherungsanstalten. Im November haben die im Verband öffentlicher Lebensversicherungsanstalten in Deutschland zufammengeschlosienen Änstalten Rekordziffern im Antragszugang zu verzeichnen. Es wurden in diesem Monat 12 851 Versicherungen mit einer Versicherungssumme von 36,24 Mill. RM. beantragt {gegenüber 10 957 Versicherungen über 26,3 Mill. RM. im Vormonat und 12 249 Versicherungen über 29,7 Mill. Rllll. im November 1937). Damit ist das Antragsergebnis in Den bisher verlaufenen Monaten des Jahres 1938 auf über 316 Mill. RM. ge» stiegen, gegenüber 290 Mill. RM. in der gleichen Zeit des Vorjahres. Im Berichtsmonat betrug die Durchschnittssumme der beantragten Versicherungen in Der Großlebensversicherung 4070 RM. und in Der Kleinlebensversicherung 465 RM. Mein-Mainifche ^örfe. Mlttagsbörfe uneinheitlich. Frankfurt a. M., 16. Dez. Obgleich mangels größerer Beteiligung Der Kundschaft weitgehende Geschäftsstille herrschte, bewahrte die Börse ihren freundlichen Grundton. Dafür entschied das weitere Nachlassen der Abgaben. Am Aktienmarkt kam vorerst Der größte Teil der fortlaufend notierten Papiere nicht zum Kurs und bei den wenigen vorliegenden ersten Notierungen war die Entwicklung uneinheitlich, wobei sich die Veränderungen weiterhin unter 1 v H. bewegten. Montanwerte waren bei leichter Nachfrage eine Kleinigkeit höher, Hoesch 108,50 (108), Mannesmann 106,50 (105,75). Etwas fester kamen ferner Metallgesellschaft mit 118,50 (117,75) und Adlerwerke Kleyer mit 104,50 (103,65) zur Notiz. Anderseits ermäßigten sich IG.-Farben auf 1 (149,65), Reichsbank auf 186,50 (187), AEG. auf 113 (113 50), Westdeutsche Kaufhof auf 103 (103,25) und Südd. Zucker auf 209 (210). Am Rentenmarkt war das Gesamtbild bei kleinstem Geschäft nahezu unverändert. Von öffentlichen Anleihen Reichsaltbesitz unv. 127,65, Relchs- bahn-VA. 0,40 v. H. fester mit 124 Kommunal- Umschuldung halbamtlich behauptet mit 92,10. Am Pfandbriefmarkt fanden Liquidationswerte Inter» esse, die Kurse lagen bis 0,25 v. H. hoher, Goldpfandbriefe und Kommunal-Obligationen sowie Stadtanleihen blieben unverändert, 4 50 v. H. Leipziger 0,50 v. H. höher mit 98,75. Industrie-Obligationen zogen vielfach leicht an, Farben-Bonds aber 0,40 v. H. ermäßigt auf 118,40. Auch im Verlaufe blieb das Geschäft überaus gering und die Entwicklung war weiterhin nicht gaiu einheitlich, da es sich vorwiegend um Zufallsaufträge handelte. IG.-Farben schwankten zwischen 149 bis 149,50, AEG. 0,50 v. H. erholt auf 113,50, im gleichen Ausmaß ermäßigt Westdeutsche Kaufhof auf 102,50. Die später zur Notiz gekommenen Papiere lagen zumeist 0,50 bis 1,50 v. H. hoher, nieoriger BMW. mit 144 (145) und nach Pause Akkumulatoren mit 203,50 (207). Der Freiverkehr war fast geschäftslos. Elfaff. Bad. Wolle 1 v. H. höher mit 89 bis 91, auch Ufa 0,75 v. H. fester mit 84. Tagesgeld blieb noch ohne Erleichterung und hiell bei unv. 3,50 v. H. Abeudbörse still. Die Abendbörse war ohne Anregung und nahm daher auf allen Märkten gleich dem Mittagsverkehr einen sehr ruhigen Verlauf. Die freundliche OrunD-, tendenz erhielt sich trotz weiterhin nicht ganz einheitlicher Kursentwicklung. Im allgemeinen betrugen die Abweichungen nur Bruchteile eines Prozentes. Stärker verändert waren jedoch Lahmeyer mit 112,50 (114), Bemberg mit 133,50 (134.50), an- derseits Bekula mit 163,50 (162 50). Von Montan- papieren lagen Buderus mit 106,75, Verein. Stahl mit 104,75, Rheinstahl mit 130 25 und Deutsche Erdöl mit 122,50 je 0,25 v. H. höher, aber Hoesch nur knapp gehalten mit 108 (10,8,50). IG-Farben bröckelten auf den Berliner Schlußkurs von 149.25 (149,50) ab, ferner Metallgesellschaft auf 118 25 (118,50). Nordd. Lloyd kamen nach Pause mit 6750 (69,13) zur Notiz. Sonst wurden u. a. notiert: Adlerwerke 104,75 (104.50), Demag 144, Gesfürel 130, Moenus 122,50, Rheinmetall 129.25 (128,75) und AG. für Verkehrswesen 120. Am Rentenmarkt gingen Reichsanleche-Altbesitz mit unv. 127.65 und 4,50 v. H. Stadt München mit unv. 100 um. G3M Neustadt 5-7 GIESSEN Ruf 4165 8277 A 40 Jahre Hormon 40 Jahre Bormann In diesem Jahr selbstverständlich wieder von Edgar BORRMANNko .01 Hl