ür.243 Erstes Blatt 188. Zahrgmg Montag,ir.Gktober 1938 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vrnL und Verlag: vrShlsche UniverfitStsdruckerei R. Lange in Sietzen. Schristleitvng und Geschäftsstelle: Lchulftrahe 7 Vor einer Umbildung des britischen Kabinetts General Dufour beklagt die schlechte Schulbildung der französischen Rekruten. k en bi Id! 7: Nachrich« 10 zur Werk- l 9.40: Was ): Schulfunk. Sin Hörspiel. Eine Milliarde Dollar für Rüstungsmaßnahmen in USA Paris, 16. Okt. (Europapreß.) Wie die Pariser Nachmittagsbätter aus Washington melden, werden die von Präsident Roosevelt angekündigten neuen Aufrüstungsmaßnahmen die Summe von über einer Milliarde Dollar verschlingen. Schon jetzt seien alle amerikanischen Rüstungskredite um 2 5 v. H. der veranschlagten Summe erhöht worden. Die neuen Kredite würden in erster Linie zum Bau von Flugzeugen verwandt werden. Die Kredite für den Ausbau der Flotte würden den Bau von zwei Schlachtschiffen und etwa 20 leichten Einheiten ermöglichen. Bel der Landarmee sei vor allem eine Erhöhung der Munitions- b e st ä n d e vorgesehen. ijert I. 13: V Wafy ify es AonM Liebe Nita n aufc VcW mit den Ta^esspiez-l : Nachrichten. I des Reich- ►.10: Nachrich Zolitifche Ze- Tanz. 24 in*01 Englands Kampf in Palästina Daily Herald meldet Fallenlassen des Teilungsplanes. L o n d o n, 17. Okt. (DRB. Funkspruch.) Aus Londoner Zeitungsberichten geht hervor, daß die englische Regierung jetzt anscheinend entschlossen ist, den Kampf der Araber in Palästina mit allen Mitteln zu unterdrücken. So meldet News Chro- nicle aus Alexandrien, der englische Generalstab in Palästina werde in der kommenden Woche einen Großangriff gegen die arabischen „Aufständischen" unternehmen. Insgesamt stünden jetzt 25 000 Mann zur Verfügung zum Kampf gegen die Araber, und zwar 17 000 Mann englische Truppen, über 2000 Polizisten und 6000 Juden. Zunächst handele es sich darum, alle von Arabern besetzten Städte zurückzuerobern. Danach würden Strafexpeditionen gegen die Dörfer unternommen, in denen sich die arabischen Aufständischen festgesetzt hätten. Der marxistische Daily Herald meldet, die englische Regierung habe heute aller Wahrscheinlichkeit nach den Plan einer Teilung von Palästina fallen gelassen. Die Kommission, die ihren Bericht Ende dieses Monats veröffentlichen werde, fei zu dem Ergebnis gekommen, daß die Teilung undurchführbar sei. Auf ihr Anraten werde sich die Regierung höchst wahrscheinlich entschließen, mindestens für zwei Jahre eine jüdische Einwanderung nach Palästina zu verhindern. Gleichzeitig scheine die Regierung jüdischen Landerwerb in Palästina unterbinden zu wollen. en L ison nj. ungen.^ haben Zusamt, a nun eim NauwGn »enn keine llauweißen einer ge. tsfiebet. 18; Menburg zu chr. 18.30: 9.15: Tages- r. 20: Nach- Aus Turin: 22: Nach- 2.40: Nacht- erklärt, das Land sei bereit, beträchtliche Einschränkungen der persönlichen Freiheit hinzunehmen. Das marxistische „People" meint, die ursprünglich auf 500 Millionen Pfund berechnete Verteidigungsanleihe werde am Ende des Jahres um 400 Millionen Pfund erhöht werden müssen. Die Ausgaben für das laufende Jahr hätten den Voranschlag bereits um 700 Millionen Pfund überschritten. Die Notwendigkeit der Beschleunigung der Aufrüstung zur Füllung der jetzt entdeckten Lücken erfordere weitere 50 Millionen Pfund, die noch ungedeckt seien. „Sunday Chronicle" propagiert seine alte Lieblingsidee: ein Munitionsmini st ' Säfte le lonntöö, nbet dieser JpuW mit 5 Wald, H' TW, haaplet- es allerdings n v^rse üifS« grö' HZ ,n ^eW'" "SjfS t&i 'HS t&A Paris, 17. Okt. (DNB. Funkspruch.) In der Epoque nimmt General Dufour zu angeblichen „Lücken" in der französischen Landesverteidigung Stellung. Es fehle vor allem das System der vormilitärischen Ausbildung. Der General glaubt, daß dieses Problem aber bereits in Angriff genommen.sei, und daß man die gesamte militärische Ausbildung der Jugend i n drei Abschnitte zu teilen beabsichtige: 1. In den Abschnitt von 7 bis 14 Jahren, der körperlichen und moralischen Grunderziehung, 2. in den Abschnitt von 14 bis 18 Jahren, der körperlichen und moralischen Weitererziehung in Sportoerbänden oder Kursen, 3. in den Abschnitt von 18 bis 20 Jahren, der eigentlichen militärischen Vorbereitung unter dem Kommando von Offizieren und Unteroffizieren. Was die moralische Erziehung betreffe, so stelle* man alljährlich bei den Rekruten eine bedauernswerte nastonalgefchichtliche Unkenntnis fest. Auf dem Gebiet der körperlichen Erziehung habe die französische Hochschule noch keine -zufriedenstellende Organisation erreichen können. Von dem ganzen Problem sei also lediglich der Teil gelöst, wo d i e Armee die Verantwortung selbst trage. Die beiden anderen Abschnitte der moralischen und körperlichen Erziehung, die dem Ministerium für öffentliche Gesundheit zufallen, befänden sich erst im A n - fangsstadium. 25 v. h. der Rekruten seien im Durchschnitt im Besitz einer derart unzureichenden Grundausbildung, daß man sie im Winter abends auf die Schule schicken müsse, damit sie sich im £ e - fen. Schreiben undRechneu üben, hier stehe Frankreich am Ende des zivilisierten Europas. Frankreich sei es, das die meisten Ungebildeten zähle. Diese Unwissenheit, die von den Militärbehörden alljährlich berichtet werde, schade der Ausbildung von Spezialisten, deren die Armee mehr und mehr für ihr Material benötige. Der Hauptfehler liege in der Richtbeachtung der Gesetze der Schulpflicht. General Dufour kommt dann weiter auf die zweite Schwäche zu sprechen, die in dem französischen Geburtenrückgang liege und zieht hier einen Vergleich mit Deuschland und Italien. Zum Schluß erklärt er, es fei offensichtlich, daß die technischen und sozialen Bedingungen der französischen Verteidigung sehr schwierig werden würden, falls nicht in Kürze eine Aenderung eintrete. Für Verstärkung der französischen Lustflotte. Paris, 15. Oktober. (Europapreß.) Die großen Pariser Blätter setzen ihren Feldzug für eine Verstärkung der französischen Luftflotte fort Der „Jn- tranfigeant" fordert den sofortigen Bau von 1750 Militärflugzeugen, denen alsbald eine weitere Serie von 2600 Apparaten folgen müsse. Die französische Flugzeugindustr.ie müsse sich sofort auf den Bau Kiefer mehr als 4000 Flugzeuge einstellen. — Der „Pakis-Soir" erklärt, an der Spitze der französischen Luftflotte stehe heute in der Person des ehemaligen Kriegsfliegers, General Vuillemin, ein von dem Vertrauen aller französischen Flieger getragener Ches. General Vuillemin habe zuerst darauf gedrängt, daß vor allem Jagdflugzeuge gebaut werden müßten, da die zur Zeit verwandten Typen veraltet seien. Er habe ferner den Ankauf von 100 modernen amerikanischen Jagdflugzeug en ermöglicht, die allerdings erst Anfang 1939 geliefert werden könnten. Weiter habe er den Neubau von veralteten Flugzeugtypen untersagt und die Einräumung eines Kredites von einer Milliarde Franken für den Bau moderner Typen veranlaßt. Diese Maßnahmen könnten sich jedoch erst Anfang nächsten Jahres auswirken. Frankreichs Außenpolitik. „Matin" fordert Neuorientierung. Paris, 17. Okt. (DNB. Funkspruch.) Def „Matin" schreibt, Frankreich müsse die Politik verfolgen, die seiner geographischen Lage entspreche. Geographisch sei Frankreich ein westeuropäisches Land, das sich über das Mittelmeer hinweg bis nach Afrika hin erstrecke. In Westeuropa also, im Mittelmeer und in Afrika lägen seine lebenswichtigen Interessen, seine Kraft und seine Zukunft. Alles andere seien Kombinationen größenwahnsinniger Theoretiker. Die soliden Pakte, die Frankreich verfolgen könne, seien Abkommen mit England, Belgien, Italien und Spanien, mit denen es gemeinsame Grenzen habe. Mit den anderen Ländern könne und müsse Frankreich friedliche Abkommen suchen und besonders eine wirtschaftliche Annäherung. Es dürfe aber keine Militärallianz schließen, die auf der Landkarte bereits eine Unmöglichkeit darstelle? Es dürfe auch nicht zum Gendarmen Mittel- und Osteuropas werden. Es dürfe auch nicht dieses oder jenes entfernte Volk oder Raffengemisch auf dem Balkan unterstützen. Seine Sicherheit liege nicht an der Donau, an der Weichsel ober am Bosporus, sondern längs *ber Vogesen, der Alpen, der Pyrenäen und am Atlas. Dort müsse sich auch seine Bemühung konzentrieren; dort müsse seine Sorge zu jeder Stunde liegen. Frankreich habe zwei Hauptstädte: Paris und Algier. Oie vormilitärische Ausbildung der Lugend in Frankreich. Oer Dominionminister Lord Stanley 1*. Am die Nachfolge Ouff Coopers. — Ein neues Oienstpflichtministerium? London, 16. Okt. (Europapreß.) Der britische Dorninion-Minister Lord Stanley, der erst vor wenigen Tagen von einer Reise nach Kanada zurückgekehrt war, ist in der Nacht zum Sonntag g e ° ft o r b e n. Er war bereits seit längerer Zeit leidend und hat nur ein Alter von 44 Jahren erreicht. Er war der älteste Sohn und Erbe des Lord Derby und hinterläßt eine Witwe-, eine Tochter Lord Chelseas und drei Söhne, deren ältester jetzt Erbe des Titels des Earl of Derby geworden ist. Der verstorbene Minister war in Eaton und in Oxford erzogen worden. Er nahm aktiven Anteil an der Bewegung für Volkswohlfahrt, besonders an der Jugendpflege und wurde Leiter des British-Social Hygiene Council. Er war dann im Kabinett Chamberlain Unterstaatssekretär für Indien und seit Mai 1938 Dominion-Minister. Mit dem Ableben des Dominionministers Lord Stanley ist nach dem Rücktritt des Marine- ministers Duff-Cooper der zweite Ministerposten im Kabinett freigeworden, der neu besetzt werden muß. Da außerdem mit der Neuerrichtung eines Ministeriums für den nationalen Hilfsdienst gerechnet wird, dürfte die Ernennung von mindestens drei neuen Ministern zu erwarten sein. Manche Montagsblätter rechnen damit, daß gegebenenfalls auch ein Munitionsministerium geschaffen werden soll, wie man dies bereits im Weltkriege eingeführt hatte, sowie schließlich sogar ein M i n i st e r i u m der Handelsmarine, d. h. also Trennung von Kriegsmarine und Handelsmarine, was man bisher in England nicht kannte. Als aussichtsreichsten Kandidaten für den Ersten Lord der Admiralität als Nachfolger von Duff-Cooper nennen die Londoner Blätter den gegenwärtigen Erziehungsminister Lord Stanhope. Die meisten Zeitungen erwarten außerdem, daß Landwirtschaftsminister Morrison den Posten Lord Stanleys als Dominionminister übernehmen wird. Es gilt als sicher, daß Ministerpräsident Chamberlain eine weitergehende Umbildung des Kabinetts vornehmen wird. Sein Plan soll darin bestehen, einen „Staatsrat" aus allen Parteien zu bilden, um das riesige englische Aufrüstnngspro- gramm in Höhe von 100 Millionen Pfund (1,25 Milliarden RM.), das in der Zwischenzeit ausgearbeitet worden ist, durchzuführen. Es wird damit gerechnet, daß Chamberlain einen solchen Plan, durch den er die Unterstützung aller Parteien gewinnen will, am Mittwoch dem Kabinett vorlegen wird. Daß auch die Führer der Opposition, Sir Archibald Sinclair für die Liberalen und Major Attlee für die Arbeiterpartei, in das erweiterte Kabinett eintreten, gilt als unwahrscheinlich. Sie sollen aber .über alle beabsichtigten Schritte der Regierung vorher unterrichtet und aufgefordert werden, sich an dem von der Regierung vorgesehenen großen Werbe- feldzug für die Einführung des nationalen Hilfs- Dienstes zu beteiligen. Der König hat seine Ferienzeit in Schottland beendet und wird mit dem gesamten Hof am Dienstagmorgen wieder in London eintreffen. Englands Aufrüstung. London, 16. Okt. (DNB.) Je näher die Kabi- mettssitzung rückt, in der über Dringlichkeitsmaß- :nahmen der britischen Verteidigung Beschluß gefaßt werden soll, um so offener wird die Sprache Der Blätter über die angeblichen Mängel iber britischen Rüstung, die als Begründung für die starke Aufrüstung herhalten müssen. „Sunday Expreß" will wissen, daß England nur wenig mehr als ein Fünftel an moöernen Abwehrkanonen hat, die nach sachverständiger Ansicht zu einer ausreichenden Luftabwehr notwendig seien. Der Capt. Liddle H ar d behauptet, für die Verteidigung Londons seien ins- sesamt nur 100 Abwehrkanonen vorhanden gewesen. Dagegen brauche England 3000 Z,7-Zoll-Abwehrgeschütze, 2000 erstklassige Kampfiflugzeuge und 2000 Bomber. Innerhalb eines wahres könne man 5000 Abwehrgeschütze Herstellen. 'England habe in den letzten zehn Monaten des 'Weltkrieges monatlich 3000 Flugzeuge und 2700 Augzeugmotoren hergestellt. Flugzeugfabrikanten behaupteten, daß sie die sofortige Herstellung von 700 Flugzeugen pro Woche garantieren könnten. Weiter setzen sich die Londoner Sonntagsblätter erneut für die Einrichtung einer nationalen Stammrolle und die Ernennung eines M i - ft e r 5 für den nationale n Dien ft ein, Ür den mit großer Einmütigkeit Sir John A n - 0 c r f o n genannt wird, der „starke Mann aus Bengalen", wo er als Gouverneur die terroristische Bewegung niedergeschlagen und dreimal nur mit knapper Not einem Mordanschlag entkommen fei. 2er Hinweis Sir John Simons auf eine Art Stammrolle schließe nicht notwendigerweise die Kaltstellung des Freiwilligengrundsatzes «v sich. In der Krise habe man feststellen können, 'aß die Zahl der zur Verfügung stehenden ausgebildeten Leute bis zu der Zusammenkunft in Todesberg selten über ein Fünftel des E r - orderlichen gegangen sei. Es sei dringend notwendig, daß die erforderlichen Kräfte hun- - ertpr o zen t ig zur Verfügung gestellt wer- l«n. Die Regierung füllte nicht zögern, notfalls alle tiisher angenommenen Pläne zu ändern. „Observer" WschMng s® •s ; ©tabtanlei« >-ch dagegen M gationen £ tten brockew auf 130- k 93,95. n teilweise A qr blS iw Kb>- % Wickel auf SW mann (Sorina Mitarbeiten, ueutityiano merue nie uieuue-^iugiuiiuii vergessen, daß ihm Italien auf diese Weise in so fröhliche Stunden. lichunq wissenschaftlicher kolonialer Forschungsarbeit EnJTÄK J°L°r'^ne"h7r zNch -1 «AMA 6ob R°ich-m°r. Dazu äen wettere ft en Glückwünsche aus und dankte ihm m 115 000 Reichsmark, die durch Vermittlung von änoerer Unterhaltuna für seine großen Verdienste Staatssekretär Hofmann für den gleichen Zweck auf- in Krieg und Frieden, für seinen frühzeitigen sof- gebracht wurden. Die Glückwünsche der Landesregie. hntiidien Einsatz im Dienste der nationalsozialisti- rung übermittelte Ministerpräsident Siebert, zu- Berlin, nungspolizei, Presse einen Alten Hagenmarkt. Ein Musikkorps der Wehrmacht spielte, während Dr. Ley und Präsident Gianetti die Spenden entgegennahmen. In kurzer Zeit konnten sowohl Dr. Ley wie auch Präsident Gianetti die ersten vollen Büchsen abliefern. rer Oberstleutnant B a u s z u s als ältester kolonialer Mitkämpfer übermittelte die Glückwünsche des kolonialpolitischen Amtes und des Reichskolonialbundes mit einer Stiftung des Bundes zur Ermög- faminen mit Staatsminister Gauleiter Wagner. Die Glückwünsche der Hauptstadt der Bewegung sprach Oberbürgermeister Fiehler aus Weiter übermittelte Reichsminister Frank die Wünsche der Akademie für Deutsches Recht. Oberbürgermeister M e m m e l überreichte die Ehrenbürgerurkunde der Stadt Würzburg in einer prunkvollen Plakette. Nach einem Ständchen des Reichsarbeitsdienstes überbrachte Generalarbeitsführer Baumann eine Truhe mit schonen Schnitzarbeiten. Die Grütze der Polizei überbrachte der alte Kriegsadjutant des Generals und jetzige Stabschef des Generals der Ord- Hilfe, die uns in den Befreiungstagen aus dem Alt- reich brüderlich geboten wurde. Aber wir wollen auch aus eigener Kraft mithelfen, daß die schleichende Not, die so viele Jahre an unserem Mark zehrte, in ihren Wurzeln ausgetilgt wird. Es darf in unserer Heimat keine hungernden und arbeitslosen Volksgenossen mehr geben. Wir hatten einst eine blühende Wirtschaft und Industrie. Die Tschechen haben sie in ein Trümmerfeld verwandelt. Sie sollen nun zu neuer Blüte erstehen, und ich bin überzeugt, daß der Fleitz des sudetendeutschen Arbeiters und der Wert seiner Arbeit für das gesamte Reich einen Kraftzuwachs bringen wird. Wir werden auch Anteil haben an den gewaltigen Arbeitsvorhaben und Bauplänen des Führers. Reichsautobahnen und neue Straßenzüge sollen durch das Sudetenland gelegt werden. Die ungehobenen Schätze des Bodens sollen auf ihren Ertrag geprüft werden, die deutschen Weltbäder sehen nach Jahren der Verarmung einem ungeahnten Aufstieg entgegen. Durch unsere Aebeit soll es wieder das stolze und blühende Reichsland werden, das es in der Vergangenheit gewesen ist. Die Eigenschaften und Tugenden, die uns im Kampf stark und unbezwinglich gemacht haben, werden uns auch in der Arbeitsschlacht friedlichen Aufbaues begleiten und uns den Erfolg nicht versagen. Ich brauche jede Kraft, ich brauche jedes Mannas Stirn und jedes Mannes Arm, soll der Auftrag, den ich vom Führer erhalten habe, bis zum Letzten erfüllt werden. Ihr habt in den Notzeiten euere Pflicht getan, und ich weiß, daß ich mich auch heute und in Zukunft auf euch verlassen kann. Für die Reichsstatthalterei gratulierte der Staats- sekretär Generalmajor Hofmann. ---Brigadefüh- Aussig, 16. DEL (DNB.) Tetschen-Bodenbach, Aussig, Leitmeritz, Lobositz und Teplitz-Schönau hatten die Parteimitglieder zu einer Kundgebung in die Elb e st ad t Aussig zusammengeführt. Zu ihnen sprach Konrad Henlein. Wir sind heimgekehrt ins Reich Adolf Hitlers, so sagte er, unsere Heimat ist nun ein Teil jenes größeren Deutschlands, für das wir gekämpft, gelitten und geblutet haben. Unermeßlich ist der Dank, den wir dem Führer ab- zuftatten haben, der durch seine Idee diese Entwicklung eingeleitet und durch die Kraft seines Handelns verwirklicht hat. Gerade wir Sudetendeutschen, die das harte Geschick eines erbarmungslosen nationalen Kampfes um deutschen Raum und deutschen Boden Jahrhunderte hindurch tragen mußten, die wir in den Zeiten des Niederganges des Reiches doppelt schwer spürten, was die Stärke der Nation gerade für den Grenzkamps bedeutet, gerade wir können ermessen, wie beispiellos die Tat des Führers in der Geschichte dasteht. Jeder von euch, der auf seinem Posten ausharrte, der den Kreis seiner Verantwortung mit seiner ganzen Kraft verteidigte und erfüllte, hat Anteil an dem Siege, der auch ein Sieg der sudetendeutschen Volksbewegung i st. Der Kampf ist zu Ende. Die gewaltigen Aufgaben des Aufbaues stehen nun vor uns. Es ist mein entschlossener Wille, daß die Angleichung an die Einrichtungen des Reiches in Der-, ivaltung und Wirtschaft, in Partei und Staat, in kürze st erZeitvollzogen ist. Das Sudeten- land muß in kürzester Zeit ein kräftiges und vollwertiges Glied des Reiches werden. In tiefer Dankbarkeit gedenken wir der tatkräftigen München, 15. DEL (DNB.) Der Führer stattete dem Reichsleiter der NSDAP., Reichsstatthalter General der Infanterie Ritter von Epp aus Anlaß seines 70. Geburtstages einen Besuch ab. Gr sprach dem um die nationalsozialistische Bewe- schule in Kochel überbracht. Während um 11.15 Uhr eine EhrenEompanie des NS. -Reichskrieger bundes vor dem Hause aufmarschierte, ebenso eine Kolonialkriegerkameradschaft, überbrachte der Reichskriegerführer, General a. D. Reinhard, seine Glückwünsche. Die Reichsführung h*! vertrat der Ghefadjutant des Reichsführers ^-Gruppenführer Wolf. Weiter erschien der Kommandierende General des VII. Armeekorps, General der Infanterie Ritter von Schobert, der Kommandeur des Infanterie-Regiments 61, der Vertreter des Stabschefs der SA., Obergruppen- führer Hertzog, der italienische Generalkonsul Minister Pittalis, der ungarische Generalkonsul sowie der Vertreter des französischen und des argentinischen Generalkonsulats. Unter dem Jubel der Volks- genossen erschien um 12.30 Uhr der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, um dem verdienten Reichsleiter der NSDAP, zum Zeichen des Dankes ein Kriegsgemälde zu überreichen. Unter den weiteren zahlreichen Geschenken, die sowohl der einfache Mann wie bekannte Führer der Partei und des Staates übersandten, sind noch hervorzubeben eine goldene Zigarettendose mit eingravierter Widmung von Generalfeldmarschall Göring, ein Bild mit Widmung von Reichsminister Dr. Goebbels, die Statuette eines Ritters von der Stadt der Reichsparteitage sowie ein Bildwerk aus der Geschichte des Kampfes der Bewegung von Reichsbildberichterstatter Professor Hofmann. Eine besondere Ehrung bereitete dem Reichsstatthalter noch die Universität Hamburg, die ihm die Goldene Ehrenmünze und die Ehrenmitgliedschaft der Universität verlieh. Zur Feier des Geburtstages gab die bayerische Landesregierung im Hotel „Vier Jahreszeiten" einen Empfang. Ministerpräsident Siebert sprach in seiner Festrede von der großen Verehrung und Liebe, die der Reichsstatthalter allgemein genieße. In ihm sähen die Volksgenossen den verkörperten Wehrwillen und die verkörperte Selbstbehauptung des deutschen Mannes und den unentwegten Kämpfer für alles Gute und Schöne. General Ritter von Epp dankte dem Ministervräsidenten. Es bedeute für ihn ein großes Glück, daß er den großartigen Abschluß all der Entwicklungen, die die 70- iährige Spanne seines Lebens ausgefüllt hätten, an feinem 70. Geburtstag habe erleben können. Die habe Auszeichnung durch den Führer habe ihn sehr glücklich gemacht. • Das grvßdeuifche Volksfest in München. Eröffnung des Deutschen Jagdmufeums. München, 16. DEL (DNB.) Bei herrlichem । Spätherbstwetter wurde in München unter dem Zustrom von vielen Tausenden das großdeutsche Volks- ; fest gefeiert. Die Sonderzüge aus dem Sudeten- ■ land und aus allen Gauen der deutschen Dftman > brachten zahlose Gäste in ihren herrlichen Heimat- . sichen Trachten. Mittelpunkt des Festes war v,e Deutsch-italienische Arbeiter-Kreundschast Präsident Gianetti stiftet die erste DAZ.-Fahne für den Gndetengan. Eine Eianetti-KdF -Halle in Fallersleben. Am Nachmittag traten Dr. Ley und sein Gast die Fahrt zum KdF.-Wagenwerk nach Fallersleben sowie zu den Reichswerken Aufgaben des Aufbaus im Sudetengau Konrad Henlein spricht auf einer Massenkundgebung in Aussig. Der Führer ehrt Franz von Epp. Der Heichsstatthalter zum Ehef des Infanterie-Regiments 61 ernannt. daß vor einzelnen, besonders gekennzeichneten Kreuzungen zur Gewährung der Vorfahrt nicht wie bisher „mäßige Geschwindigkeit" einzuhalten, sondern bis zum Stillstand anzuhalten ist. Erst wenn sich der Fahrzeugfuhrer davon überzeugt hat, daß sich ein vorfahrtberechtigtes Fahrzeug nicht nähert, darf er seine Fahrt fort» setzen. Diefe „Stopstraßen" werden durch ein neues Verkehrszeichen „Halt, Vorfahrt auf der Hauptstraße beachten!" und zusätzlich noch durch einen roten Querstrich auf der Fahrbahn anaezeigt. Da die Strafe für den Verkehrssünder fühlbar sein muß, wurden die Polizeibeamten angewiesen, in geeigneten Fällen auf der Straße d i e Luft aus d e r Bereifung der Kraftfahrzeuge abzulassen. Dies sei auch für den Reichen eine fühlbare Strafe, bei der er Gelegenheit habe, bei der Montage der Ersatzreifen oder beim.Aufpumpen der leeren Reifen über sein vorschriftswidriges Verhalten nachzudenken. Eine weitere wirksame Maßnahme bestehe im V e r*b o t der Ausübung der Fahrerlaubnis für eine Woche bis zu drei Monaten. In diesen Fällen werde der Führerschein vorläufig abgenommen. Schließlich werde an der Eintragung von Strafen in den Führerschein festgehalten. Alle Polizeivollzugsbeamten und Sachbearbeiter haben auf Fahrten, die sie in und außer Dienst, in Uniform oder Zivil, in Dienst- ober privaten Kraftfahrzeugen ausführen, ständig den Straßenverkehr zu beobachten und bei Verletzungen s o - fort einzuschreiten. Das sei keinesfalls eine schikanöse Behandlung der Verkehrsteilnehmer, denn es handele sich um nichts anderes als um das Bemühen, die erschreckenden Zahlen von jährlich oVUU Toten und 175 000 Verletzten wenigstens z. T. herabzudrücken. Braunschweig, 15. Dft. (DNB.) Auf der Fahrt zum KdF.-Wagenwerk in Fallersleben trafen Reichsorganisationsleiter Dr. Len und der Präsident der italienischen Arbeiterconfederazion, Gianetti, in Braunschweig zur Teilnahme an der ersten Reichsstraßensammlung ein. Präsident Gianetti stand schon kurz nach der Ankunft mit Dr. nungspolizei, Polizeigeneral von Bomhard, während Minister von Glaise-Horstenau die Glückwünsche des Reichsstatthalters Seyß-Jnquart und der österreichischen Landesregierung übermittelte. Eine besondere Ehrung bereitete der R jägermeister dem Jubilar durch die Verleihung des Ehrenhirfchfängers der Deutschen Jägerschaft, den Dberftjägermeifter Scherping mit den Glückwünschen des Generalfeldmarschalls Göring überbrachte. Im Auftrage des Korpsführers des NSKK. wurde dessen Bild mit Widmung und ein Bild der nach hem General benannten Motorsport- schen Partei und damit des deutschen Volkes. Als Ausdruck dieses Dankes hat der Führer als Dberfter Befehlshaber der Wehrmacht den General der Infanterie Ritter von Epp z u m E h e f d e s J.-R. 61 ernannt, das die Tradition des ruhmreichen bayerischen Jnfanterie-Leibregiments fortführt, an dessen Spitze der General im Weltkrieg gestanden hat. Der Führer überreichte bei seinem Besuch General Ritter von Epp die Ernennungsurkunde. „Was will man von mir?" fragt der französische Despot, auch seinerseits sittliche Enttüstung hervor- kehrend. „Daß ich mich entehre? Niemals! Ich werde zugrundegehen, ehe ich eine Handbreit Boden ab» trete. Eure auf dem Thron geborene Fürsten können sich zwanzigmal schlagen lassen und doch immer wieder in ihre Hauptstädte zurückkehren. Ich, nur ein Sohn des Glücks, würde an dem Tage nicht mehr regieren, an dem ich aufgehört hätte, stark und deshalb gefürchtet zu sein." Mit Genugtuung vernimmt Metternich solche Äußerungen. „Aus alledem", entgegnet er „sehe ich einen neuen Beweis für die Wahrheit des Satzes, daß Sie und Europa zu keiner Verständigung kommen können. Ihre Friedensschlüsse waren immer nur Waffenstillstände. Ihre Niederlagen wie Ihre Erfolge treiben Sie zum Krieg." Ein Wutanfall schüttelt den Kaiser. „Herr!" schreit er, „Sie sind fein Soldat und wissen nicht, was in der Seele eines Mannes vorgcht. Ich bin im Felde aufgewachsen, und ein Mann wie ich spuckt auf das Leben einer Million Menschen!" Metternich quittiert gelassen diese Erkenntnis: „Wir wollen die Türen und Fenster offnen, damit Ihre Worte von einem Ende Europas bis zum andern Ende widerhallen!" Für ihn stand fest, der Kaiser war ein verlorener Mann. Sein Innerstes zeigte sich zerrissen von der Wucht des europäischen Gedankens. Nun konnte Desterreich die europäische Einigkeit durch seinen Beitritt zu dem russisch-preußisch-englischen Bündnis vervollständigen. In diesem sah er auch genug Kraft, den aufkommenden Nationalismus in Gren- zen zu hatten. Er hat sich darin nicht getäuscht. Nach dem Dölkerringen hielt die „Heilige Allianz" das überlieferte Staatengeflige im großen und ganzen zusammen. Allerdings konnte sie nicht die Heraussonderung eines nationalen Italiens und Deutschen Reiches verhindern. Doch verbürgte die ihr innewohnende Kraft noch hundert Jahre den Habsburger Vielvölkerstaat. Nachdem er durch den Weltkrieg zerbrochen, spielt bemerkenswerterweife in der Er- örterung über die endgültige Gestaltung des Schicksals der Nachfolgestaaten der europäische Gedanke eine ständig beachtlicher werdende Rolle. Trotz der Aufspaltung Europas in politisch recht verschiedene Lager wird man sich doch der Gemeinsamkeiten im früheren Sinne mehr und mehr bewußt. Am Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig. Den Auftakt der Feier zur 125. Wiederkehr des Tages der Schlacht bei Leipzig bildete eine Gedenkfeier vor dem Schloß Roetha, das vom 16. bis 19. Dftober das Hauptquartier der verbündeten Monarchen war. Im Park hatten bei Fackelschein die Formationen Ausstellung genommen. Festliches Glockengeläut leitete die Feier ein. Bürgermeister Menge überreichte dem Besitzer des Schlosses, Freiherrn von Friesen, eine Broncetasel, die künftige Geschlechter an das historische Geschehen in Roetha erinnern soll. finden glaubte deshalb so großzügig gegen das französische Volk sein zu müssen, weil dieses am meisten die Faust des Diktators, des uneuropäischen Despoten gefühlt. Europa aber war stolz auf seine politischen und kulturellen Fortschritte. Man darf nie übersehen, daß dem napoleonischen Zeitalter die Aufklärung voranging, in der selbst die Fürsten erklärten, die ersten Diener ihres Volkes zu jein, wo Glaubensfreiheit und „allgemeine Menschenrechte" ein Weltbürgertum geschaffen hatten, das nationale Belange zwar nicht verkannte, aber die Forderungen des Sittengesetzes nach Recht und Unrecht höher stellte. Napoleon hatte aber gegen alle Errungenschaften des europäischen Geistes verstoßen. So ging sein Weg von Bayonne schließlich auf die Schlachtfelder von Rußland. Das Gottesgericht hier im russischen Eis erschien dem europäischen Gewissen als eine Bestätigung seiner heftigen Erregung. Der europäische Freiheitskampf mußte deshalb gewagt werden, auch wenn er Gefahren in sich schloß, die in dem erwachenden Nationalgefühl der eigenen Völker begründet waren. Preußen und Rußland fühlten sich zwar durch diesen Gedanken nur wenig bedrückt, da ihre Grenzen wenig Fremdwörter ein» schlossen. Für den Habsburger Staat aber bedeutete er die Frage von Sein oder Nichtsein. Niemand war das deutlicher bewußt als feinem leitenden Staatskanzler Metternich. Trotzdem wagt er während des Waffenstillstandes nach dem Frühfahrs- feldzug den entscheidenden Schritt und schließt sich den Preußen und Russen, an, allerdings erst, nach- dem er in einer vielstündigen Unterredung mit Napoleon in Dresden die Sachlage nach allen Richtungen hin geprüft hat.. Dabei spielt der europäische Gedanke eine ausschlaggebende Rolle, besonders in seiner Abwehr gegen Napoleon. 15. Dft. (DNB.) Der Ehef der Drd- General Daluege, hielt vor der ........ Vortrag über den Stand der Verkehrsunfallbekämpfung. Er führte aus, daß die Un= allziffer noch lange nicht in einem Maße abgenommen habe, die zufriedenstellend sei. 1936 habe es bei rund 2 475 000 Kraftfahrzeugen rund 267 000 Unfälle gegeben. Im nächsten Jahre habe sich der Bestand der Fahrzeuge um ungefähr 375 000 erhöht, die Unfallziffer sei jedoch um rund 1000 ge- allen. 1938 fei neuerlich eine Erhöhung der Kraftahrzeuge um etwa 390 000 auf insgesamt 3 242 000 zu verzeichnen gewesen. Die Unfallziffer aber habe trotzdem die Grenze des Jahres 1936 nicht überschritten, was immerhin bemerkenswert sei, weil gegenüber diesem Jahre f a st 8 0 0 0 0 0 Fahrzeuge mehr im Verkehr gestanden hätten. Diese Entwicklung könne jedoch keineswegs befriedigen, denn es bleibe die Tatsache bestehen, daß es alle Jahre über 8000 Tote und rund 175000 Verletzte infolge von Unfällen gebe. Die Lenker der Kraftfahrzeuge seien in 75 v. H. aller Unglücksfälle der schuld- tragende Teil gewesen, während die Radfahrer nur in 9 v. H. und die Fußgänger, gleichgültig ob Mann, Frau oder Kind, nur in 8 v. H. die Schuld am Unfall trugen. Es liege daher auf der Hand, daß vor allen Dingen eine entsprechende Erziehung der Kraftfahrer durch polizeiliche Maßnahmen zu erfolgen habe, um die Unfallursachen möglichst zu beseitigen. Die Verschulden der Kraftwagenlenker setzten sich in erster Linie aus dem Nicht- beachten der Vorfahrt (25 v. H.), dann aus dem falschen Ueb er holen (15 v. H.), ferner aus übermäßiger Geschwindigkeit (13 v. H.) und schließlich aus falschem Einbiegen (12 v. H.) zusammen. Es'sei angeordnet worden, Mehr Disziplin im Straßenverkehr! Noch immer 8000 Todesopfer von Verkehrsunfätten. - Strenge Strafen für Verkehrssünder. Die festlich geschmückte Stadt Leipzig begann die Reihe der Veranstaltungen mit einer Gedächtnisstunde des Heimatwerkes Sachsen. Im Mittelpunkt des Abends stand ein Vortrag des Unioersi- tätsprofessors Geh. Rat Dr. Brandenburg. Der Sonntag begann mit einem großen Wecken durch alle Musikzüge der Wehrmacht und der Gliederungen der Partei. Die Stadt ließ an den Denkmälern, die an das große Geschehen erinnern, ferner an den Massengräbern Kränze niederlegen. Im Vorort Lindental wurde am Vormittag in einer schlichten Feier auf dem Kirchplatz ein Gedenkstein, der bereits 1913 gesetzt und jetzt erneuert worden ist, geweiht. Anschließend wurde an der alten Schmiede, die Blücher und Gneisenau 1813 als Quartier diente, eine Gedenktafel geweiht. Auch der Baumeister Glemens Thieme, der 1894 den Patriotenbund zur Errichtung eines Dolkerschlacht- denkmals gründete, wurde durch eine Gedenktafel geehrt. Am Dölkerschlachtdenkmal erfolgte der Start zum Marathonlauf „Rund um das Leipziger Schlachtfeld", der die besonders bekannt gewordenen Schlachtorte berührte. Eine Weihestunde des Deutschen Patriotenbundes als Erbauer und Besitzer des Denkmals wurde mit Glockengeläut aus der Kuppel eingeleitet. Sodann legte der Standortälteste, Generalleutnant G a b ck e, am Katafalk in der Krypta, zu dessen beiden Seiten Soldaten der Wehrmacht die Ehrenwache hielten, während die Fahnen und Ehrenzeichen in den Nischen zwischen den Kriegergestalten aufgestellt waren, im Auftrage Des Führers und Dbersten Befehlshabers der Wehrmacht einen Kranz nieder. Trompetenklänge aus der Kuppel riefen zur ewigen Ruhe, während die Orgel das Lied vom guten Kameraden spielte und vor dem Eingang zur Denkmalsanlage die Wehrmacht einen Salut von 21 Schuß löste, wurden zahlreiche Kränze niedergelegt. Ein Ehorgesang „Deine Pflicht", der am Schluß, von jubelnden Frauenstimmen gesungen, in das Deutschlandlied aus« mündete, leitete zu der Gedenkansprache des stell- verttetenden Vorsitzenden des Patriotenbundes, Turndirektor Groh, über. Dr. Ley und Präsident Gianetti sammelten am der Reichsbauernstadt Goslar fswerk. Bei einem einstündigen eben der engen Verbundenheit zwischen den italieni- schwerer Zeit durch die Bereisitellung von fleißigen scheu Korporationen und der Deutschen Arbeitsfront tüchtigen und dlsziplmlerten Facharbeitern geholfen die erste DA F. -Fahne für den neuen habe. Reichsgau Sudetenland stiften werde. Dr. Ley undPräsident Gianetti sammelten am Die Arbeiterschaft aller italienischen Provinzen Sonntagmittag m der Reichsbauernstadt Goslar werde bei der Anfertigung dieser Fahne mitroirten. i für das Winterhilfswerk Sei einem einftunbigen Die ft ahne solle in Rom feierlich geweiht und dann Gang durch die tausendjährige Stadt, vor allem aus in der neuen „Kraft durch Freude"-Halle der Volks- ter Sammelbüchsen der örtlichen Sammelleitung waqenfabrik Fallersleben veranstalteten Festabend ( übergeben. In der Stadthalle zu Goslar vereinigten teilte Dr. Ley mit, daß die große K d F. - H a 11 e sich am Abend 2400 italienische A^eiter, darunter den Namen ,Gianetti - Halle Kraft durch auch etwa 100 Landarbeiter sowie 1500 deutsche Ar- ftreube" erhalten wird, einaedenk der Tatsache, beiter aus den Reichswerken Hermann Goring zu daß oiefe tausend italienische Arbeiter am Aufbau einem fröhlichen Kd F.- F e st m Anwesenheit des der Volkswagenfabrik und der Reichswerke Her- Präsidenten Gianetti. Em großartiges Kraft-durch- Sj eVm ann ® or i nfl”an. Die Fchrt'd-rchin er.1 mann Säring Mitarbeiten. Deutichian^merde nie Zreude-Programm nerschafste den Schaffenden ntele olgte bereits im KdF.-Wagen, der erneut feine hervorragenden Eigenschaften und nicht zuletzt sein Durchhalten hoher Geschwindigkeit unter Beweis teilen konnte. Dr. Ley unternahm dann mit Gianetti einen Gang durch das Werkgelände. Zwischen Kranen und Greifbaggern, Feldbahnschienen, Baracken und hoch gestapelten Baumaterialien wachsen die Eisenbetonmauern und Stahlskelette der riesigen Hallen empor; die Hauptfronten dieses mit den Errungenschaften der modernsten Technik versehenen Werkes werden eine Länge von mehr als einem Kilometer haben. Vier große Bauten werden das Gelände beherrschen: Die Halle für Werkzeugbau, das Preßwerk, die Karosseriebauhalle und die mechanische Werkstatt. Auf dem Dach eines solchen Baues erläuterte Dr. Len seinem Gast anhand eines Planes die Einzelheiten der Anlagen. Unter den Arbeitskameraden, die hier beschäftigt werden, befinden sich 2400 Italiener. Von Den vier, eine Fabri- kationsfläche von 200 000 Quadratmeter einnehmenden Hallen werden bis Ende des Jahres bereits zwei im Rohbau fertiggestellt sein, nämlich das in Stahlkonstruktion errichtete Preßwerk und die mechanische Wertstätte, so daß dann mit Der Innenausstattung und Dem Einbau der maschinellen Anlagen begonnen werden kann. An Material werden im Tagesdurchschnitt allein 2000 Kubikmeter Kies und 12 000 Sack Zement benötigt. Ein großer Teil der Baumaterialien wird auf dem dicht vorbeiführenden Mittellandkanal herangeschafft. Das Stahlskelett des Preßwerkes besteht aus 7000 Tonnen Eisen. Auch ein Kraftwerk ist schon im Entstehen, ebenso der Gleisanschluß zum Bahnhof Fallersleben. Gegen Abend traten Dr. Ley und Präsident Gianetti eine Besichtigungsfahrt zu den Hermann- Göring-Reichswerken in Watenstedt, 30 Kilometer südöstlich von Braunschweig an. Dort wurden bei einem kameradschaftlichen Zusammentreffen der deutschen und italienischen Arbeiter herzlich gehaltene Ansprachen zwifchen Präsident Gianetti und Dr. Ley gewechselt. Präsident Gianetti teilte mit, daß die italienische Arbeiterschaft im Zei- »flau. 6. Bomhari, orstenau!ir Serj^nqum trung iibermit' le her HL keckeihun- tschen xnü k ^aUs Töch rysMrers h: bmung unb ein len Molochs' gelten lneinltünbig or QiiPn.tien iah 7m QU SÄ Kr K.> ÄS QU5 ben^, wrr fen, ba^'t ■S * ht wirb, k 1ö^.unb or. ■ Wrr hatten TOUftrie. Dir 1 veiVanbitt. erstehen, des fudeten* er Arbeit für i Gingen wird, en grwMgen Planen des neue Straßen, gelegt werden, ns fallen auf i Aschen Welt- Qrmung emem unsere Arbeil nbe Reichsland nheit gewesen i. die uns im ht haben, wer- niedlichen Auf. nicht versagen, jedes Manneb I der Auftrag, is zum Letz, i den Notzetter >ß ich mich au< assen kann. iS'»'" , seif*11 en* ml- »SÄ renkompaai!.'- vor dem ft- ilfriegerfas-1 rführer, M iche. Die W ;ant des W \ Reiter *n VW Wrmeetorps. an schobert, Wl.61.to' Obngrupp«!' i eraMut » rattonM \o» te. Mgent». . liibel btrW °r GtetoerW , eß, um1-;7- lP. zum W überreichem enlen, die W ffiberN Ä noch henZ mit eingravier [[ Goring'/', | iift.r 15 us W Sa« K.s t irE 7. hpr Uff.' i-»!ch°',,.ib »- f‘5*$ 3«W ol" t«rpr-l»L» *E »en sgen* s,®ftW TffenW!n,®3 “"Ä. Einweihung des Deutschen Jan dmuse- ums. Der Schöpfer des Museums, Präsident Chri- stian Weber, teilte mit, daß dem neuen Jagdmuseum auch ein Hijchereimuseum angegjie» dert wird, mit dessen Bau schon im nächsten Frühjahr begonnen werden soll. Der bayerische Ministerpräsident Siebert schilderte die Aufgaben des Jagdmuseums als unerschöpfliche Fundgrube für die jaadliche Kunst, als eine Stätte der Natürliche für jeden Volksgenossen, aber auch Lehrschau und wissenschaftliche Forschungsstätte und stellte namens der bayerischen Landesregierung Zur weiteren Ausgestaltung des Jagdmuseums 50 000 Mark zur Verfügung mit dem Wunsche, daß alle, die dazu m der Lage sind, zur weiteren Ausgestaltung die,er schonen Sache eine offene Hand zeigen mochtem Dann bewegte sich der große Festzug -'Tausend Jahre Jagd und tausend Jahre Tracht durch die von unübersehbaren Menschenmassen gesäumten Straßen der Stadt. Den Schutzen des Deutschen Landesschützenoerbandes folgte „Die Jagd im Wandel der Jahrtausende", das angefangen von grauer Urzeit bis zu unseren Tagen die vielgestaltige Entwicklung von Jagd und Weldwerk schilderte. Dann zog in fast endlosen Reihen ein farbiges Kaleidoskop von Volkstrachten aus den alten und neuen deutschen Gauen vorüber. Zwischen die schmucken Paare reihten sich die schönen Festwagen der verschiedenen Gaue, geschmückt mit den Erzeugnissen und Wahrzeichen, den Wappen und Sinnbildern der Landschaft und besetzt mit Volksgenossen in der Vielfalt und Schönheit deutscher Trachten, die deutsche Ostmark, die Salzburger und Tiroler mit ihren prächtigen Trachten und Uniformen, ihren alten Fahnen und Waffen, die Kärntner und Steiermärker in der ganzen Leuchtkraft ihrer Heimatgewänder und heilrufend und Tücher schwenkend die'befreiten Brüder und Schwestern aus dem Egerland, im Schmuck der Trachten, wie sie treu behütetes Volkstum und heiliger Däterbrauch geschaffen haben. Auf der O k t o b e r f e st w i e s e entwickelte sich bann in den Nachmittagsstunden ein großes Volksfest. Freiwillige für Den Neiwsarbettsdiem« Berlin, 15. DEL (DNB.) Der Reichsarbeitsdienst stellt bis zum 15. November 1938 noch Freiwillige mit mindestens einjähriger Dien st Verpflichtung ein. Meldungen nehmen alle Dienststellen entgegen. Bewerber müssen sich umgehend bei der Drtspolizeibehörde den Freiwilligenschein beschaffen und diesen und falls sie minderjährig sind, auch die Einverständniserklärung ihres gesetzlichen Vertreters der Dienststelle des RAD. vorlegen. Nach einer Dienstzeit von einem halben Jahre können die Freiwilligen zum Vormann, Obervormann und außerplanmäßigen Truppführer befördert werden Neben freier Unterkunft, Verpflegung, Bekleidung und Heilfürsorge sowie einer freien Heimaturlaubsreise im zweiten Diensthalbjahr erhalten: Vormänner RM. 0,50, Obervormänner RM 0,75 und außerplanmäßige Truppführer RM. 1.— tägliches Taschengeld. Bei Ausscheiden wegen Ablaufs der Dienstverpflichtung oder wegen Dienstunfähigkeit erhalten Längerdienende neben der sonstigen Fürsorge eine Dienst- belohnung. Bei einer Dienstzeit von weniger als ein Jahr RM. 100,—, von mindestens einem Jahr RM. 150.— und von eineinhalb Jahr RM. 200.— Das Deutsche "Ro ) MM 6leßen,neuenBöüeii Mtzen. walllorstt. 63 __________ 6646 A [Vermietungen] L Winonnb | Mietgesuche ] Schöne 111 filUuüull Jung, berufstät. ^z.-ZiinnL-Wohn. Ehepaar sucht 2 Zimmer und Küche (Neubau) RM.35.-,z.1.11. zu vermieten. Schr. Ang. unt. 6651Da.d.G.A. Die Polizeidirektion weist darauf hin, daß die für jeden Wohnungswechsel (An-, Ab- und Ummeldungen) erforderlichen Meldescheine in den hiesigen Papiergeschäften zu beschaffen und der Polizeidirektion (Einwohnermeldeamt), Landgraf-Philipp-Platz, gut lesbar ausgefüllt, vorzulegen sind. 6657D ßntenbergitr. 141 Wohndiele,Zentral^ eiz., 2 Balkons, ab 1.11.38 zu verm. Mietpreis 100 Mark monatlich. 04690 Näheres Ludwigsvl. 3 I. schöne 3-Zimmer-WoliD. möglichst m. Bad Schr.Angeb.unt. 6650V a.d.G.A. 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