Inge wollen ox M ftmws fl| ne beWe EMI Dlad)t der norbbeo | qleid) es sich wl rgleich zu heute h»! leitet wurden. M ■ initfchr Viertel des geMI > Makel, der lhin^I iqte schon *f4l Leute heute noie Verordnung, bie tt am 1. Septmdrr arnt jn M' erlaLUTJ.(3r, deuE, stiinnl^ und rem Hingt U fe*«f ftf •>Ä ;W >en y für W dom't 1 jjfijH" dr*1' «-* x«M S§S Mittwoch, l7.Augustl9Z8 Nr. 191 Erstes Blatt 188. Zahrgang MMMW Hlinka, der Erwecker der Slowaken 1*. Prag, 16.Aug. (DNB.) Der Führer der Slowaken, Pater A n d r e a s $ I i n f a , ift am Diens- Mit Pater Hlinka 1,_. feinen Führer verloren, aber er hat lange genug gewirkt, um gute Saat aufgehen zu sehen. tod)on P v < . , o-i x„». miohorn tag um 23.05 Uhr im Alter von 74 Jahren in Rosenberg im Beisein seiner Vertrauten und Pater Glinka hat die Morgenröte der slowakischen Autonomie kommen sehen, aber er hat fte nicht mehr erlebt. Ihm kann man das Höchste nachsagen, das von einer Mannestat überhaupt gilt: Im Dienste seines Volkes verzehrte er seine Kräfte' Bü- General Vuittemin in Berlin. pari« ennnrr. an B-Iba- B«fuch und sag.: „Die Ach,« Betlin-Bam bl«ib, a„° f-st." krfchewi tfigltd), autta Sonntags and Feiertags vettagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle monat$=Bezugspreis: «IRit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr , --25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernfprechanschlüffe unter Sammelnummer 2253 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Gießen postschekNonlo: Frankfurt am Main 11686 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vru» und Verlag: vrühlsche UniverfitSttdruckerei R. Lange in Sichen. Schrlstleltvng und Geschäftsstelle: Schulstratzc?------- des Fliegerhorstes „im engsten Kreise em Frühstück statt, worauf sich General Vuillernin und seine Begleitung zum Ehrenmal begaben. Am Mittwoch besichtigen General.Duillernin und die übrigen französischen Offiziere das Jagd, geschwader Richthofen m Dobentz, um sich dann in die Erla-Flugzeugwerke in Leipzig-Mockau zu begeben. Hier wird den Gästen u. a. öie bekannte BF 109 der Bayerischen Flugzeugwerke vorgefuhrt, jene Maschine, die beim Geschwmdlgkettswettbewerb anläßlich des Internationalen Meetings m Zur ch und au anderen Veranstaltungen außerordentttch erfolgreich abschnitt. Abends schließt sich dann em Empfang im „Haus der Flieger" an. Tiefer Eindruck in Frankreich. Paris 17. Aug. (Europapreß.) Der Besuch des französischen Generalstabschefs der Luftwaffe, Gene- aanqen war. Zunächst aber schien es so als wenn man fich trotzdem einigen könnte. Die slowakischen KnM® traten m die Prager Regierung em, wurden aber bart fo betrogen, wie nachher di-Su- betenbeutjdjen betrogen wurden die auf Me > W- Aiirhe Leimrute gegangen waren. Die ^jmecyen s SS * »S'-S'SÄ w ^TlXnmat StoT.’n Gl °i chb-r. ch - u 9*e °n ^teile^ ihre"' Ge?ichtshöf?°als "erlaubte ggm-ÄJ.« Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8' /.Uhr d es D ormittags Grundpreise fürs mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf.. für Te^t- anzeigen von70mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach oorh.Vereinbg.25"/. mehr. Lrmähigie Grundpreise: Stellen., Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie ein- spaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Npf.,Familienanzei- gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche AnzeigenSRpf. Mengenabschlüsfe Staffel B Schwarzhernden, zusammenschloß, und von Siedlungen an der Donau bis zur Tatra trug chn das slowakische Volk buchstäblich auf Händen. Als im Juni 1933 rund 150 000 Slowaken nach Neutra gekommen waren, um die 1100. Wiederkehr des sagenhaften Erweckers der Slowaken zum Christentum, des Slowaken-Herzogs Pribma, m der alben Stadt ihres Landes zu feiern, hatte die Prager Regierung dieses Fest in ihre Finger genommen Der tschechische Ministerpräsident M al y - petr der tschechische Landespräsident Orzag, der Bischof von Neutra, Dr. Kmetko, wollten nach einem Festzug Ansprachen halten, aber ber Festzug zerriß durch die Anhänger Hlmkas, die Aufschriften wandten sich gegen Prag, und die tschechi- chen Notabeln einschließlich Bischof mußten ihre Reden unterbrechen, und Pater Hlmkas Scharen behielten das Feld mit ihrem Ruf: „W i r sind Slowaken und keine Tschechen!" Und als der Kampf der Nationalitäten geoe« B e r l i n, 16. Aug. (DNB.) Auf Einladung des Reichsministers der Luftfahrt und Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Generalfeldmarschall Go- Freunde sanft entschlafen. I r i n g, traf am Dienstagmittag um 13.30 Uhr der cin Rotenberg begannen, als die Todesnachricht Chef des Generalstabes der französischen Luftwaffe, bekannt würbet fam.liche Gl°--°n .511 lauten. Von General V u i l l - m i n, im Flughafen.Staaken Gemeinde zu Gemeinde verbreitete sich mit Windes- General Vuillemrn lst bei seinem Besuch m ßil^bie Trauerbotschaft und alle Glocken der Slo- Deutschland, außer von seinem Adjutanten Kaftan wakei schlossen sich an. Eine unübersehbare Menge Roger Petiti ean, von General d Asti e , volkstreuer Slowaken umringt in tiefem Schmerz Oberst M o rag all a, Major d e V11 r o e W-M-Nb bas Pfarrhaus von Rafenberg. unb^aup.mann Chem^.b^n^begle.te h°t Ä9Xr^^f^CS”lVeen nebkn"b°rReichfttl°x gemiitt,"um gute Saat aufgehen zu gMben°är^franzöfstch'e' Botschafter^ Franeois in ber letzten Zeit, als ber Pater wieberhal^. ehr ^'^7^ -er franzWche Luftattach" in Berlin, krank war, zeigte stch, daß ein junger Nachwuchs P^o^ ^'Gefrier mit seinem Gehilfen Hauptentstanden war, der folgerichtig und mit jenem ^nn Stehlin, sowie der französische Militärattache General R e n o n ö e a u. Don deutscher Seite waren anwesend als Vertreter des Reichs- ministers der Luftfahrt und Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Generalfeldmarschall Göring, der Staatssekretär der Luftfahrt, General der Flieger Mil ch, der Ehestes Generalstabes der Luftwaffe, Generalleutnant S t u m p f f, der Befehlshaber der Luftwaffe Gruppe I, General der Flieger Kesfel- 1 ring, ber Chef der Zentralabteilung im Reichslust- fahrtministerium, General der Flieger v. Eitzendorf der Generalinspektor der Luftwaffe Generalleutnant Kühl, Generalleutnant K l e p k e und ^D°m Nifch-N Geistlichen, felbst -rn.er Bau- , prn Kind ist es nicht leicht geworden, das Ohr seiner Nation zu finden. Zu tief saß der Jude a s ■ Viehhändler und Getreidekommissionär tm ^m der Slowakei, zu primitiv waren lahrzehnte- lona die Verhältnisse, als daß sich em bewußter slowakischer Nationalismus von heute auf morgen hätte formen lassen. Pater Hlinka un ernahm die Nationwerdung eines Volkes. Er kEpfte nach^ em er in Zyps studiert hatte, zunächst für die wirt schaftliche ^Selbftändigwerdung der ®.Io™afeI' ** grünbek fBauern- unb Kr°biw-r°in° Emkau, - unb §at, b9er Liberalen, die bamals in Ungarn den> Ton anaaben unb erkannten, bah diese w.rtfcha tl ch- Selbstbefreiung bie grohte Gefahr sur das ^rter^ nationale Judentum bedeutete. ftlrnka mme aufs Ganze ging, wurde.er »m Jahre Slowakischen Volkspartei geachtet, er murue u “errat« angeklagt und fern Monsignore Pardy von Zyps,.ließ ihn fallen un suspendierte ihn vorn Amt als Seelsorger. Da g^s Rom ein; die Slowaken konnten jetzt dem 9 Prediger unb Aufrüttler Pater «ünta Ä?, berg ungestört zuhören, und geroßt, r.“ ,r,ÄÄ. »sti: Slowakei in dem "u"!?tellen folle mit eigenem autonomen Bestandteil da^t-llenfolle ™=mQ»i|d)Cr Landtag, bodenständiger Magistra , 1' Amtssprache usw. Der Vertrag hatte oen einer tschechischen De^fttchtung. zufam- Kaum hatten bie Tschechen ihren StE z Mengelogen, da "urde ^Staatspräsidenten gen. Die erste Batfcha,t de« ”/rs on,aten Mafaryk Hub an: ,M>r Tschechen UNO $oIt sind bis auf wenige Minoritäten 9 3 Mi„o- beifammen." Die Phrase von den "wemgen^ ritäten" war eine bewußte 29-^ Seelen wa- detendeutschen mit aber Masaryk ren gewiß keine kleine Mmortt ' Gernein- wollte mit seinem Appell Staatsvolk schäft die Tschechen als das Ein ge.^ hinstellen, obgleich sie m ru en al5 be; berheit finb, unb alle übrigen Do g nter auch langlose unb rechtlose Minberheit , binbe|tri(f)ioR bie Slowaken. Deshalb erfanb er n^xchoslowa- tschecho-slowakische Nation unb den ken, ben es nirgenbs gibt. Es war daher em glaubliche Kühnheit, zu sagen, das „l.C> 1 sie kische Volk" habe bie Verfassung ^enornrn - anderen Nationalitäten bie ©“^e“2rTforg- Ungarn, bie Polen unb bie UJrain / roorben. -ichst von der Dunkelkammer ftrn«°h°«°n « , Pater chlinka begann f og e ch den. x um bas Pittsburge r D e r s p ^^|em saryk leugnete seine Unterschrift ab, ^cinb Jahre eine amerikanische 2lborbnung | c r des Originals nachwies, baß M 1 um qe » leichtfertig mit ber Wahrheit umg ral Duillernin, in Berlin ist für bie Pariser Blätter bas großeTageserelgniS. Die Zei tungen bringen bie Berichte über ben Besuch des Generalstabschefs in großer Aufmachung. In den meisten Artikeln ber Pariser Morgenpresse wird hervorgehoben, dem französischen Fliegerge.ieral fti in Berlin ein „sympathischer Empfang zuteil geworden. Die Blätter betonen auch daß bei der Kranzniederlegung am Ehrenmal Unter den Linden eine große Menschenmenge ben franzosifchen Gast herzlich begrüßt habe, obgleich der Zett- punkt dieser Gefallenenehrung nicht amtlich bekannt- gegeben worden sei. , .. Die Pariser Morgenblätter heben auch die Be- grüßungsartikel hervor, bie bie beutsche Presse dem französischen Fliegergeneral mibmet. Es werden lange Auszüge ber großen beutfchen Blatter wie- bergegeben. Ohne Zweifel hat biefe Wurbigung bes französischen Fliegergenerals burch die deutschen Zeitungen in ber französischen Oesfent- llchkeit einen tiefen unb nachhaltigen Einbruck gemacht. So schreibt bie ,^nformattone , ber ritterliche Geist, ber bie französischen unb deutschen Flieger während bes Krieges beseelte, werbe bie n u tz l i ch e Fühlungnahme erleichtern. Der Helden- mut ber in beiben Armeen an ber Tagesorbnung war, habe eine gegenseitige Achtung hervorgerufen. Warum solle baraus nicht ein U euer es Der- stänbnis folgen, bas ben Möglichkeiten bes Friebens weite Aussichten öffnen wurde? Das „Petit Journal" schreibt: „Man muß es den Deutschen lasten, daß sie es verstehen, die- icnigen mit Ehren zu empfangen, die ihre früheren tapferen Feinde waren. Sie wissen auch, was W a f f e n k a m e r a d s ch a f t be- deutet. General Duillernin, ber em Held bes Weltkrieges war und jetzt Generalissimus der Luft- armee ist, haben Generalfeldmarschall Göring, der selbst ein Fliegergeneral ist, und General Milch einen herzlichen und großartigen Emvfang bereitet. Aber man darf nicht vergessen, daß Gene- ralfeldmarschall Göring vor diesem Besuch den Marschall Balbo, ben ersten ber italienischen Flieger, empfangen hat. „Die Achse Berlin Rom bleibt also fest." Die kommunistische „Humanite leistet sich eine Extratour und sucht nach Anlässen, um an bie- fern Besuch herumzumäkeln. Sie stellt die Frage, warum man gerade diesen Augenblick gewählt habe und warum General Duillernin es nicht vorgezogen habe, in die „bedrohte Tfchecho-Slowakei zu gehen, „die auf Frankreichs Hilfe rechnet, um sich zu verteidigen". Kranzniederlegung General Bunl«mins °General ßrE°d°^angette°7n:n är°n^pam° der Luftwaffe ad. (Sch°r.-M, I Generalmajor U de t. Kurz vor 13.30 Uhr traf über dem Fliegerhorst I eine „Potez 65" ein, in der sich die Begleiter des französischen Generalstabschefs befanden. Kurz bar- I auf würbe auch bie silberhelle „Amiot 340 gesichtet, jener Typ, ber vor kurzem ben mternationa en Rekorb über bie 2000-Kilometer-Strecke auf stellt^ Nach mehreren Schleifen über bem Fliegerhorst unb dem Stabtrand lanbete die Maschine Das Musik- korps spielte einen Marsch, unb ber Staatssekretär der Luftfahrt General der Flieger Milch, hieß den französischen Gast im Namen des Reichsmimsters r > s.,™ 74 ber Luftfahrt und Oberbefehlshabers der Luftwaffe, tat erwacht sind, bann ist bas nicht zuletzt Par 9 'D^. iere jQlutierten, bas Musikkorps mit ber französischen Nationalhymne unb bann mit den deutschen Nationalhymnen ein. Darauf meldete der Kommandant des Fliegerhorstes, Oberstleutnant T r a u t v e 11 e r, die Ehrenkompanie, die der französische Generalstabschef und ber Staatssekretär der Luftfahrt General Milch mit den Herren ihrer Begleitung abschritten. Im Anschluß an den Empfang fand tm Kasino ben bie tschechische Willkür immer heftiger wurde, hat Pater Hlinka abermals seinen Mann gestanden. Das Fest in Preßburg mit dem Scheiterhaufen für den tschechisch-moskowi tischen Militärvertrag, die Feiern der Amerikaslowaken, die scharfen Forderungen auf Erfüllung des guten slowakischen Anspruchs, alles das gehört ber Geschichte ber allerjüngsten Zeit, zum Teil der Gegenwart an, unb bie Slowaken habe mit ihrem Autonomieanspruch dasselbe getan, was bie Subeten- deutschen tun: sie fordern von Prag bas m jedem gesitteten Lande Selbstverständliche. h n ' Führerbesprechung über den Reichsparteitag. Berlin, 16. Aug. (DNB.) Der Führer empfing — wie die NSK. meldet — am Dienstag in Anwesenheit des Stellvertreters des Führers eine Reihe von führenden Persönlichkeiten der Partei zu Besprechungen über die Durchführung des diesjährigen Reichsparteitages. Weitere 80 Millionen Mark für Kleinsiedlung. Berlin, 16. Aug. (DNB.) Die Reicksregie- r u n g hat von jeher ihr besonderes Augenmerk der Kleinsiedlung zugewandt und sie auf jede nur mögliche Art gefördert. Da über die bisher zur Verfügung gestellten. Reichsmittel bis zum Ende des Rechnungsjahres verfügt sein wird, hat sie schon jetzt für den im nächsten Jahr einzuleitenden VII. Siedlungsabschnitt weitere 80 Millionen Mark zur Gewährung von Reichsdarlehen für Zwecke der Kleinsiedlung bereitgestellt, um so der Praxis eine Planung auf längere Sicht zu ermöglichen. Von besonderer Wichtigkeit ist, daß nunmehr auch den im öffentlichen Dienst oer Hoheitsverwaltungen des Reiches stehenden Volksgenossen, welche siedeln wollen, zur Erleichterung der Aufbringung der erforderlichen Eiaenleistung B e - triebsführer-Darlehen bis zum Höchst- betrage von 1000 Mark zu günstigen Bedingungen bewilligt werden können. Anträge sind von den Bediensteten der Hoheitsverwabtunaen des Reiches an die zuständigen Oberfinanzpräsidenten zu richten. Dies gilt jedoch nicht für Angehörige des Ge- fchäftsbereiches des Reichsoerkehrsministeriums, besonders der Reichsbahn, des Reichspostministeriums, des Reichsluftfahrtministeriums, des Oberkommandos der Wehrmacht und der Oberbefehlshaber der drei Wehrmachtsteile, für welche aber eine entsprechende Regelung angestrebt wird. Weiter ist für die Kleinsiedlung von Bedeutung, daß nach einer neuen Regelung nunmehr auch Eigensiedler unter gewissen Voraussetzungen für den Erwerb des Siedlungsgrundstückes eine Befreiung von der Grunderwerbsfteuer erhalten können. Eine weitere Vergünstigung für die Kleinsiedlung ist dadurch erreicht worden, daß der Reichs- Kraftwagen-Betriebsverband sich bereiterklärt hat, im Güterfernverkehr mit Kraftfahrzeugen bei der Beförderung von Baustoffen für die Kleinsiedlung und von Siedler-Umzugsgut die gleichen Frachtermäßigungen zu gewähren wie die Reichsbahn. Ungarns Iubeltvoche. B u d a pe st, 16. Aug. (Europapreß.) Aus Anlaß der S t. - S t e p h a n s - Jubelwoche wurde am Dienstagvormittag die heilige Krone d es St. Stephan im Weißen Marmorsaal der Königlichen Burg in der Ofener Festung zur öffentlichen Besichtigung ausgestellt. Die erste Huldigung für dieses Symbol des groß-ungarischen Reiches brachten die Mitglieder der ungarischen Regierung, des Diplomatischen Korps und die höchsten staatlichen, militärischen und kirchlichen Würdenträger dar. Danach begann der Vorbeimarsch des Publikums, der bis zum Abend andauern wird. Am Dienstagvormittag begann nach Gottesdien- sten in allen Kirchen der Hauptstadt der Weltkongreß der Auslandungarn im Garten des ungarischen Nationalmuseums mit einer feierlichen Ansprache des Kultus- und Unterrichtsministers Graf T e l e k y. Am Nachmittag wurden die Teilnehmer des Kongresses von Ministerpräsident I mr e d y und Außenminister von Kanya empfangen. Vormittags traf unter Führung des Generals Marinetti die italienische Abordnung zur Jubel-Woche -n Budapest ein. Die Abordnung besteht aus zwei Abgeordneten der faschistischen Kammer, drei hohen Militärs und zwei Offizieren der faschistischen Miliz. Am Nachmittag traf auch die aus sieben Militärs bestehende deutsche Abordnung mit dem Kommandierenden General des VI. Armeekorps, von Kluge, an der Spitze iy der ungarischen Hauptstadt ein. „Ein aufrichtiger Freund Polens.- Warschau, 17. Aug. (DNB. Funkspruch.) Der Tod des Slowakenführers H l i n k a hat in Polen tiefe Anteilnahme ausgelöst. Die Blätter widmen dem Verstorbenen ausführliche Nachrufe, in denen die politische Tätigkeit Pater Hlinkas und sein Kampf um die nationalen Rechte des slowakischen Volkes gewürdigt werden. Hlinka sei ein aufrichtiger Freund Polens gewesen. Man erinnert u. a. an seinen vorjährigen Aufenchalt in Polen, bei dem er mit dem Großen Band des Ordens „Polonia restituta“ ausgezeichnet wurde. Ann Vlücher und Litwinow-Finkelstein? In Paris laufen Gerüchte um, daß der Oberbefehlshaber der Sowjets im Fernen Osten, Marschall Blücher, ebenso wie der vielgenannte Außenkommissar Litwinow-Finkelstein bei Stalin in Ungnade gefallen seien. Wir wollen beide sowjetrussischen „Prominente" nicht beerdigen, bevor sie tot sind, — das Erekutions- kommando arbeitet in Sowjetrußland so prompt und schnell, daß sich Nachhilfe absolut erübrigt. Bezeichnend ist nur, daß sowohl Blücher, wie Litwinow-Finkelstein in diesem Zusammenhänge genannt werden. Denn nach früheren Pariser und Londoner Meldungen haben beide Männer an dem entgegengesetzten Ende des Taues gezogen: Litwinow- Finkelstein wollte um seiner europäischen Ziele willen den Frieden im Fernen Osten, dem Sowjet-Marschall Blücher wird dagegen nachge- saat, daß er einen kriegerischen Konflikt gesucht habe, um auf diese Weise die gehaßte und gefürchtete GPU. auszuschalten, die zur Durchführung neuer Reinigungsaktionen nicht weniger als 2500 Kommissare nach dem Fernen Osten entsandt hat. Die berühmte Ironie der Geschichte will es, daß Blücher im Vorjahr zu den „Richtern" gehörte, die den Sowjet-Marschall Tuchatschewski der Revolverkugel in das Genick auslieserten. Manöver der Roten Ostseeflotte. M o s k a u , 16. Aug. (DNB.) In den letzten Tagen fanden umfangreiche Manöver der Roten O st seeflotte im Finnischen Meerbusen statt. An den Manövern nahmen Einheiten aller Klassen, darunter Linienschiffe, Torpedoboote, Unterseeboote und Marinefliegerei, teil. Die Manöver wurden von dem Befehlshaber der Roten Ostseeflotte, L e w t s ch e n k o, kommandiert. Ein plan Runcimans ausgearbeitet? „Schiedsrichterspruch'', wenn direkte Verhandlungen aussichtslos sind. London, 17. Aua. (Europapreß.) Die Arbeiten der Runciman-Miffion in Prag sind nach einer Meldung des „Daily Expreß" nunmehr so weit fortgeschritten, daß Lord R u n c i m a n einen Plan für die Lösung der Volksgruppenfrage ausarbeiten konnte. Nach dem genannten Blatt wird Lord Runciman seinen Plan, den es als „S ch i e d s r i ch te r s p r u ch" bezeichnet, in dem Augenblick vorlegen, in dem die direkten Verhandlungen zwischen der Sudetendeutschen Partei und der tschecho-slowakischen Regierung sich als aussichtslos erweisen sollten. In englischen Regierungskreisen, so, schreibt der „Daily Expreß" weiter, bleibe man nach wie vor zuversichtlich, wenn man auch zu der Auffassung neige, daß es vor der Lösung der Volks- gruppenfrvge auf Grund der Vorschläge Lord Run- cimans wahrscheinlich noch zu schwierigen Augenblicken kommen werde. Auf jeden Fall, so schließt das Blatt, werde in der Downing Street weiter mit großem Nachdruck betont, daß Lord Runciman kei- neswegsimAuftragderenglischenRe- gierung handle, sondern völlig selbständig oor- gehe. Auch die „Time s" weist erneut darauf hin, Lord Runciman handle nicht im Auftrag der englischen Regierung. Das Blatt läßt aber die Möglichkeit offen, daß er trotzdem Chamberlain und Lord Halifax Bericht erstatte. ^Runciman bei Benesch. Verhandlung mit Sudetendeutschen. Oberster Verteidigungsrat tagt. Prag, 16. Aug. (Europapreß.) Nachdem die innerpolitischen Beratungen infolge des Feiertags am Montag zwei Tage unterbrochen waren, haben sie am Dienstag in verstärktem Maße wieder eingesetzt. Vormittags trat der Ober st e Verteidigungsrat zu einer Sitzung zusammen. Der amtliche Bericht verzeichnet lediglich die Tatsache, ohne daß der Beratungsgegenstand auch nur angedeutet wird. Die Sitzung war von verhältnismäßig kurzer Dauer. Der Zusammentritt des Obersten Verteidigungsrats kann zur Zeit der H a u s h a l t s a r - beiten im Zusammenhang mit Beratungen betrachtet werden, um den Rüstungsaufwand festzulegen. So dürften auch diesmal Haushaltsfragen einen wesentlichen Bestandteil der Beratungen gebildet haben. Ob damit allerdings die Tagesordnung erschöpft war, ist zunächst nicht zu erkennen. Eine Ueberraschung bildet es jedoch, daß Lord Runciman in den frühen Nachmittagsstunden von Staatspräsident Dr. Benesch empfangen wurde, um — wie amtlich bekanntgegeben wird — mit ihm die allgemeine Lage zu erörtern. Zwischen der Verhandlungsdelegation der S u - detendeutfchen Partei und Lord Runciman und seinem Stab fanden am Dienstag B e - sprechungen statt, die um 20.30 Uhr begannen und bis Mitternacht dauerten. Am Mittwoch wird die Delegation das Gespräch mit der R e g i e r u n g fortsetzen. Aktivität in Paris. Paris, 16. Aug. (Europapreß.) Ministerpräsident Daladier hat am Dienstagvormittag nach der Rückkehr des französischen Außenministers Bonnet aus Deauville, wo er das Wochenende verbracht hatte, seine in der vergangenen Woche begonnenen Besprechungen mit Bonnet über die außenpolitischen 'Tagesfragen fortgesetzt. Nach einer Verlautbarung aus der Umgebung des Quai d'Orsay soll die Unterhaltung in erster Linie der tschecho-slowakischen Frage und den bisherigen Arbeitsergebnissen Lord Runcimans, sowie den deutschen Herbstmanövern gegolten haben. Nachdem Bonnet das Kriegsministerium verlassen hatte, suchte der Minister für öffentliche Arbeiten, Frossard, den Ministerpräsidenten auf. Unterredung zwischen Chamberlain und Halifax. London, 17. Aug. (Europapreß.) Die angekündigte Unterredung zwischen dem Ministerpräsidenten Chamberlain und dem Außenminister Lord Halifax hat am Dienstagabend stattgefunden. Wahrscheinlich werden die beiden Staatsmänner im Laufe des Mittwoch erneut Zusammentreffen. Lord Halifax wird erst am Mittwochnachmittag London wieder verlassey. Krise im Barcelona-Ausschuß. Bolschewistenhäuptling Negrin zurückgetreten, - pariser und Londoner Berichte Paris, 16. Aug. (Europapreß.) Nach Meldungen aus Perpignan ist -am Dienstagabend in Barcelona eine Krise innerhalb des Barcelona-Ausschusses ausgebrochen und der Vorsitzende dieses Ausschusses, Ne g rin, zurückgetreten. Die Ursachen dieses Rücktritts seien noch schwer zu übersehen. In den Meldungen heißt es, daß der tiefere Grund der Krise in einem Konflikt zwischen den linksextremistischen und den gemäßigten Elementen innerhalb des Ausschusses zu suchen sei. Die Linksextremisten verlangten angesichts des nationalen Vormarsches in Katalonien die Vereinigung der militärischen und zivilen Macht in einer Hand, oder aber zum mindesten eine weitgehende Konzentration aller Machtmittel. Die katalanischen Machthaber indessen, an ihrer Spitze der Präsident der katalanischen Gene- ralidad, Companys, hätten ihre Einwilligung zu diesem Plan verweigert, worauf Negrin am Dienstagabend zurückgetreten sei. Als weitere Gründe für den Konflikt in den Reihen der sowjetspanischen Gewalthaber werden in den Meldungen Meinungsverschiedenheiten zwischen den gemäßigten und den linksextremistischen Elementen über die Frage der Geiseln, sowie der politi chen Gefangenen und ihrer weiteren Behanolung angegeben. Ferner be agen die Meldungen aus Perpignan, in den politischen Kreisen von Barcelona erkläre man, daß in den neu zu bildenden Ausschuß weder die Kommunisten, noch die Arbeitersyndikate vertreten sein würden, daß also der neue Ausschuß im Verhältnis zu dem bisherigen als gemäßigt bezeichnet werden könne. Als Vorsitzender des neuen- Ausschusses werde bereits der erste Präsident der Cortes der spanischen Republik, B e st e i r o , genannt, der der linken Mitte angehört. Ferner sollen dem Ausschuß die früheren Minister Marcellino D o - m i n g o , sowie Jndalecio P r i e t o und der frühere sowjetspanische Botschafter in Paris, Albornoz, angehören. Von besonderem Interesse an dkesen Meldungen ist noch, daß dem künftigen Barcelona- Ausschuß auch der Präsident der katalanischen Ge- neralidad, Companys, sowie als Vertreter der Sozialisten Largo Caballero angehören sollen. Es heißt ferner, daß auch der bisherige sowjetspanische Außenkommissar, del Daye, sowie der bisherige Ausschuß-Vorsitzende Negrin dem neu zu bildenden Ausschuß angehören würden. Bereits Ende der letzten Woche waren in Paris Gerüchte im Umlauf, denen zufolge sich Negrin mit Rücktrittsabsichten trage, um einem neuen Ausschuß mit gemäßigteren Elementen Platz zu machen. Dieser gemäßigte Ausschuß, so hieß es in den Gerüchten weiter, werde im gegebenen Augenblick versuchen, zu einem Waffen st ill st and mit Bur - gos zu kommen, um die Interessen Kataloniens soweit wie möglich durchzusetzen. Die englischen Blätter berichten ebenfalls an auffallender Stelle über eine Krise im Barcelona- Ausschuß. Es heißt, zwischen den Mitgliedern des Ausschusses sei es wegen der Hinrichtung feindlicher Gefangener zu Streitigkeiten gekommen. Weiter melden auch die englischen Blätter, in kürzester Zeit solle ein gemäßigter sozialistischer Ausschuß zusammengesetzt werden; dieser Ausschuß werde von Besteiro ^geleitet. Vor einem Waffenstillstandsangebot? Paris, 17. Aug. (Europapreß.) In den frühen Morgenstunden des Mittwoch lagen in Paris noch keine neuen Nachrichten über die Entwicklung der Krise in Barcelona vor. Lediglich wuroe in den späten Nachtstunden bekannt, daß sich die Krise vielleicht auf die Umbesetzung zweier oder dreier leitender Stellen beschranken werde. Es soll sich dabei vor allem um Äbgnado (Baske) und Jrujo (Katalane) handeln, die den äußeren Anlaß zum Ausbruch der Krise gegeben hätten, denn sie seien es gewesen, die sich gegen die Zentralisierungsversuche gewandt hätten. In Pariser politischen Kreisen wird die Krise mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Man glaubt, daß sie vielleicht von weittragender Bedeutung für die weitere Entwicklung des spanischen Konflikts sein werde. Verschiedene Pariser Morgenblätter sprechen in diesem Zusammenhang erneut von der Möglichkeit eines Waffenstillstandsangebots von feiten des neu zu bildenden Barcelona- Ausschusses. Es scheint auch, daß die militärische Lage in starkem Maße zum Ausbruch der Krise beigetragen yat. Die Nachrichten vom Mißerfolg der großen Ebro-Offensive, den Negrin vor dem Sozialistenkongreß vor einigen Tagen nur schwach verteidigen konnte, ferner der neue siegreiche Vormarsch der nationalen Truppen auf die Quecksilbergruben von Almaden, von denen sie am Dienstag nur noch 15 bis 18 Kilometer entfernt waren, und die ebenfalls in der Nacht zum Mittwoch eingetroffene Nachricht, daß' die nationalen Truppen auf ihrem Vormarsch auf Almaden in die Provinz Ciudad Real eingedrungen sind, haben nach hiesiger Auffassung den Ausbruch der Krise beschleunigt. Vesehle naher und ferner Generalstabe. Italienisches Beweismaterial. Rom, 16. Aug. (DNB.) Der unentwegte Waffenschmuggel, mit dem Barcelona unterstützt wird, wird von der gesamten römischen Spätabendpresse unterstrichen. Die zahlreichen Beweise, die man über die Organisation der Seetransporte und über die Entsendung von Technikern und Frei, willigen besitze, zeigten in unzweideutiger Weise die internationale Bedeutung. die dieser Hilfsaktion zukomme. Barcelona gehorche, wie der Sonderberichterstatter der „Tribun a" betont, den Befehlen naher und ferner General st äbe, erhalte Flug- zeuge und Kanonen, werde in jeder Weise be. aünstigt, müsse aber den Krieg bis zum letzten Atemzuge durchhalten, lieber Die weitverzweigte Schmuggelorganisation führt das Blatt im einzelnen an, daß in Tanger Anwerbungen für Sowjetspanien im Gange seien und die Mannschaften von dort aus nach Oran gelangten, um dann erst nach Sowjetspanien geschickt zu werden. 200 Offiziere und Unteroffiziere der sowjetrussischen Armee seien in Dünkirchen an Land gegangen, von wo sie in Autos, ohne Aufsehen zu erregen, direkt nach Katalonien.geschafft wurden. Da der Soldatennachschub aber nicht genüge, entsende Barcelona seine Vertrauensmänner nach Frankreich und England, um Verträge für Materiallieferungen abzuschließen. Inzwischen seien denn auch von Moskau wieder ,25 Kanonen zu 10,5 Zentimeter, 80 Kanonen zu 7,5 Zentimeter, 600 Maschinengewehre, 200 Flammenwerfer und 25 000 Gasmasken eingetroffen. Marseille komme in der Schmuggelorganisation der „Ehrenplatz" zu. Don Marseille aus seien fran- zöfische, sowjetrussische und tschechische Material« transporte nach Rotspanien nicht schwer, denn anstatt in großen Häfen anzule^en, gelangten die Schmuggelschiffe nach kleineren Häfen in Katalonien, wo mehr Aussicht bestehe, den Bombardierungen durch nationalspanische Flieger zu entgehen. Selbst die Petroleumtanker führten stets einige Tonnen Munition und Waffen mit sich, Ladungen, über die die Kontrollbeamten mehr oder weniger Bescheid wüßten. Unübersehbar seien die Verzweigungen dieser Schmuggelorganisation, denn während man neue Schiffahrtsgesellschaften, wie Die Midatlantic Shipping Company und Ramon de la Sota, gründe, die nur Schiffe mit enalischer Flagge chartern, um mit Spanien „Handel zu treiben", konzentriere man in anderen Häfen riesige Material- und Waffenmengen, so z. B. 17 Millionen Schuß Munition tschechischer Herkunft! Auch der Vertreter des halbamtlichen „Gior- na le d'Italia" unterstreicht, daß man gerabe in den letzten Wochen einen verstärkten Was, fenschmuggel beobachten könne. Allein im Monat Juli,seien 138 Dampfer, davon 88 englische und 16 französische, in sowjetspanischen Häfen ein- gelaufen, um dort ihre Konterbande auszuladen. Das „Giornale d'Jtalia" veröffentlicht ferner auf feiner ersten Seite eine Pariser Meldung, nach der gemäß Informationen aus guter Quelle in der letzten Iuliwoche das Rekrutierungsbüro der rotspanischen Botschaft in Paris die Abreise von 2580 Freiwilligen vom Pariser Zentralbüro und den Zweigstellen in Lille und Perpignan gemeldet habe. Erfolgreicher Fortgang der nationalen Operationen. Das rechte Tajo-Ufer völlig in der Hand Francos. Bilbao, 17. Aug. (DNB.) Der nationalspanische Heeresbericht meldet den systematischen erfolgreichen Fortgang der militärischen Operationen an allen Fronten. An der Valencia- Front im Abschnitt Salada wurden bei Aufklärung des Geländes vor den nationalspanischen Stellungen eine große Anzahl von Gewehren sowie Dokumente eines rvtspanischen Bataillons erbeutet. An der T e r u e l - Front gelang es, im Abschnitt von Albarracin beim erfolgreichen Vorstoß eine Reihe bolschewistischer Stellungen bei Cebadilla zu besetzen, so daß sich nunmehr das rechte Ufer des Tajo völlig im Besitz Der nationalspanischen Truppen befindet. An der E st r e m a d u r a - Front gedieh im Abschnitt Val de Caballeros der Vormarsch erfolgreich weiter. In den Kämpfen um das Chimenea-Gebirge liefen zahlreiche Rotmilizen zu den nationalen Truppen über. Ein bolschewistischer Angriff im Abschnitt Cabeza del Buey auf Zarca Capilla konnte mit großen Verlusten für den Angreifer abgewiesen werden. Die nationalspanische Luftwaffe entwickelte eine rege Tätigkeit. Nachdem in der Nacht zum 15. Auguft die militärischen Ziele von Valencia, Barcelona und Alicante mit Bomben beworfen wor- den waren, wurden am 16. August weitere erfolgreiche Angriffe auf den Hafen von Barcelona sowie auf das Benzinlager und andere militärische Ziele -in Badalona durchgeführt. Hie „Mtemmischlmg" -hieA Demokratien und Bolschewisten durch zahlenmäßige Beweise demaskiert. Burgos, 16. Aug. (DNB.) Von nationalspanischer amtlicher Seite, wurde dem Sonderkorrespondenten des DNB. eine Aufstellung des von den nationalen Truppen erbeuteten Kriegsmate, rials ausländischer Herkunft zur Veröffentlichung übergeben. Nicht eingerechnet ist dabei lediglich das von tschechischer Seite stammende Material, das die nationalen Truppen erbeuten konnten. Die für die Frage der Nichteinmischung außerordentlich aufschlußreiche Zusammenstellung enthält folgende authentische Einzelangaben: Sowjelrussifches IHaferiaL 84 Tanks, 71 Geschütze, 275 Mörser und Minenwerfer, 577 schwere Mcrschinengewehre, 561 leichte Maschinengewehre, 35 912 Gewehre, 91 Artilleriegeschosse, 60 425 000 Jnfanteriegeschosse. Französisches Material. 24 Tanks, 85 Geschütze, 89 Mörser, 112 schwere Maschinengewehre, 465 leichte Maschinengewehre, 29 380 Gewehre, 22 400 Artilleriegeschosse, 24 800 000 Jnfanteriegeschosse. Englische» Material. 4 Geschütze, 47 schwere Maschinengewehre, 410 leichte Maschinengewehre, 3530 Gewehre 1500 Ar- tilleriegeschosse, 9 127 000 Jnfanteriegeschosje, Material aus USA. 17 Tanks, 33 Geschütze, 639 schwere Maschinengewehre, 3430 Gewehre, 11 700 Jnfanteriegeschosse. Mexikanisches Material. 21 leichte Maschinengewehre, 3100 Gewehre, 11 250 000 Jnfanteriegeschosse. An Flugzeugen wurden seit Beginn der Kämpfe bis zum 30. Juni abgeschos sen: 139 französische Flugzeuge, 809 sowjetrussische Flugzeuge. Die in San Sebastian erscheinende Zeitung „Diorio Vasco" bemerkt, Der Waffenschmuggel über Die französische Grenze nach Sowjetspanien nehme bereits wieDer einen skan - Dalösen Umfang an. In Bordeaux träfen ständig Schiffe mit riesigen Waffentransporten aus Sowjetrußland und aus der Tschecho- Slowakei ein. Von Bordeaux aus gingen diese Transporte auf Dem LanDwege nach Marseille unD würden von Dort a u f klein st en Schiffen nach wenig benutzten Häfen Kataloniens gebracht. Die Behauptung, daß Die französisch-sowjetspanische Grenze geschlossen sei, entspreche nicht Den Tatsachen. Denn ständig passierten auch sogenannte Freiwillige, namentlich Instrukteure, die Grenze. Die marxistischen Kreise Frankreichs täten alles zur Verlängerung des Krieges in Spanien. Oie Tscheka wütet. St. Jean de Luz, 16. Aug. (DNB.) Neutrale Reisende, Die aus Rotspanien kommen, beftätiaen Die bolschewistischen Greueltaten in Der Provinz Ciudad Real, in Deren Hauptstadt allein über 2000 Personen ermordet wurden. Die Tscheka habe die Opfer zunächst zur Herausgabe ihres Vermögens veranlaßt mit Dem Versprechen, ihr Leben zu schonen, sie aber dann doch erschossen. Im Minengebiet seien die Häuser höherer Beamter milsamt den Bewohnern in Die Luft gesprengt worden. In Ciudad Real sei ein politischer Kommissar eingetroffen und habe gefordert, Almaden unbedingt zu verteidigen. Rings um die Minen von Almaden sei 'mit der Errichtung eines Befestigungsgürtels begonnen worden. 36 Personen, die zu Den Nationalen flüchten wollten, wurden sofort erschossen. Verteidiger der abendländischen Kultur Rom, 16. Aug. (DNB.) Zur 18. amtlichen Verlustliste, die die Namen von 159 bei dem siegreiche» Vormarsch auf der Straße Albentosa—Barracas gefallenen italienischen Legionären enthält, erklärt das halbamtliche „Giornale d'Jta- lia" in einem Kommentar, daß Italien auf seine bei der Verteidigung Der abendländischen Kultur vor der roten Barbarei gefallenen Söhne stolz ist. Ihr Einsatz galt der Verteidigung Der Un« abhängigkeit des Mittelmeeres, er galt Der Verteidigung Der faschistischen Irschen Vorhaben nicht günstig gegenüber, da das neue Gebiet kleiner sei, als das im Dreiteilungs- > London, im August. 1! Als im malig die Motor- Propagandamitteln reichlich ausgestatteten Dppo« sition im eigenen Lande aufs schärfste angegriffen und als Zar oder Diktator und Autokrat beschimpft wird. Und es ist ebenso klar, daß Roosevelt, um seine oben skizzierten Pläne wenigstens zum Teil durchführen zu können, sich immer wieder genötigt fühlt, zu versichern, daß er kein Diktator und , kein Autokrat sei. Aus diesen beiden Gründen erklären sich die unangebrachten Angriffe gegen Vi-e Regierungsform von anderen Staaten. Das gewaltige Budget zeigt über eine Milliarde Dollar für weitere Notstandsarbeiten, mit denen die Bundesregierung die Unterhaltspflichten übernimmt, die in einem Bundesstaat von den Einzelstaaten getragen werden sollten. Die schwere Absatzkrise in der Automob i l i n d u st r i e hat zu einer Untersuchung durch den Bundessenat geführt.und Geschäftsmethoden aufgedeckt, die nur durch bundesamtlichen Eingriff auf nationaler Grundlage gelöst werden können. Der Präsident der General-Motors- Werke erklärte vor dem Senatsausschuß, er beschäftige eben nur so viel Leute, wie der Absatz einer Automobile rechtfertige. Von den Senatoren befragt, ob seine Firma gut verdient und Rücklagen gemacht habe, sagte er, die Genrral-Motors-Werke hätten 1937 5 0'Millionen Dollar Rein- verdienst erzielt und eine Reserve von über 200 Millionen Dollar aufgespeichert. Befragt, warum er nicht einen Teil seiner Gewinnüberschüsse dazu verwendet habe, um die Arbeiter zu behalten und nicht durch diese Massenentlafsun- gen den Markt noch weiter zu demoralisieren, ant- 1 wartete Herr Knudsen gleichmütig, seine Firma 1 arbeite nicht nach „psychologischen Erwägungen . ■ Das stenographische Protokoll dieser Vernehmung bot dann die beste Propaganda für die aufreizenden Agitationen des Arbeiterführers John Lewis. 'Das junge Amerika muß auf dem Gebiete der politischen und sozialen Führung noch sehr viel lernen. Sinai und Saudisch-Arabien, verlangen werde. Dieser Mitteilung fügt das Blutt die Bemerkung an, die zionistische Bewegung stehe dem neuen eng- Pfund in Rechnung. Sensationell war die Aussage F l e t s ch e r s , daß, nachdem die Boote nach dem Mittelmeer entsandt worden waren, der Admiral der Mittelmeerflotte diese Boote zu einer 200 Seemeilen entfernten Hebung befahl. Die Boote kamen niemals an dem vereinbarten Punkte an, weil ihnen unterwegs das Benzin ausging! Im Ernstfall hätte dies praktisch den Verlust der ^Schiffe bedeutet! ■ Nachdem die britische Admiralität beinahe zehn Jahre hindurch die wachsende Bedeutung der Luftwaffe zur See in einem Ernstfälle nicht anerkennen wollte und sich auch durch Manöver nicht zu einer anderen 'Ansicht entschließen konnte, haben nicht ein Pfund Gummi im eigenen Lande. Die Vereinigten Staaten, wo sämtliche Lebens- und Genußmittel in Konservenform verkauft werden — es gibt jetzt sogar für die viel beschäftigte Hausfrau schon Kartoffeln in Konservenbüchsen-, die nur gewärmt zu werden brauchen — müssen das sämtliche dazu benötigte Zinn importieren. Die gewaltigen Stahlfabriken brauchen ausländisches Antimon- und Manganerz. In Amerika, wo täglich mehrere Millionen Pfund Kaffee getrunken werden, wächst keine einzige Kaffeebohne. Ebenso ist es mit Tee, Bananen und manchen anderen wichtigen oder erwünschten Dingen. Zweitens ist vieles, was Roosevelt als „New Deal" in diesem Lande einführen will, ziemlich weit von dem traditionellen Begriff der Demokratie ent- fernt. Er hat bekanntlich im Anfang das Parlament so gut wie ausgeschaltet. Er hat eigenmächtig den Dollar abgewertet. Er hat die Industrie und die Landwirtschaft durch komplizierte bürokratische Kontrollbehörden in weitgehendem Maße zu reglementieren versucht, bis das Oberste Bundesgericht ihm diese Vollmachten wieder wegnahm. Er hat durchgesetzt, daß das Parlament aus der ungeheuren wichtigen Funktion der Zollpolitik so gut wie gänzlich ausgeschaltet wurde. Er hat den mißglückten Plan proklamiert, das Oberste Bundesgericht nach seinen eigenen Ideen umzuwandeln. Er versucht, für das ganze Land die industriellen Löhne und die Arbeitszeiten, sowie Umfang und Preise der landwirtschaftlichen Produktion von Regierungs wegen festzusetzen. Er will für das große Gebiet der 48 Einzelstaaten ein System der Raumplanung unter Bundeskontrolle durchführen. Es ist klar, daß ein Mann, der solche Dinge tut, von der sehr starken und sehr lauten, sowie mit Weihe. ... ., Familienethik und Familienkultur hangen eng mit der Ahnenverehrung zusammen. Die großen Ahnen, die dem Volk die Heimat geschaffen und das Volk selbst erzeugt haben, setzen den Dienst an ihrem Volk als nationale Schutzgottheiten („Kami") fort. Der Tenno ist das erhabene Ende dieser langen Kette von Geschlechterfolgen, die Inkarnation der na- tionalen Ahnengottheit. Seine Herrschaft bedeutet die Durchführung des göttlichen Willens auf Erden, und so ist das japanische Wort für Regierung — Matsurigoto" — gleichbedeutend mit heiligemÄhnendienst! Stets galt der Tenno als die Quelle aller in seinem Namen ausgeubten Macht, bis die moderne Verfassung dies auch ausdrücklich festlegte. Die „Reihung um die Mitte", die Gemeinschaft des Volkes mit dem Kaiserhaus, ist das Geheimnis der nationalen Kraft und des nationalen Lebens; sie verleiht der jeweiligen Regierung eine Art religiösen Charakter, und es gibt keine Erklärung des japanischen Aufstiegs, die nicht bis zu diesem Urquell vordringt. v r _ Das soll nun keineswegs besagen, dah Japan seine Kultur ohne Befruchtung von außen geschaffen hat, und ändert nichts an der Tatsache, daß Japan vor allen Dingen chinesisches und auf dem Weg über China- auch indisches Kulturgut ausgenommen hat. Der chinesischen Kultur verdankt es seine Schriftzeichen, verdankt es sein reiches Schrifttum, die Verfeinerung der Lebenshaltung, besonders Kleidungssitten und Baustil, kurz: vielseitige Förderung des geistigen und materiellen Lebens. Die fremden kulturellen Einflüsse wirkten sich auch auf dem Gebiet des Staatswesens, der Gesetzgebung, der Rechtsprechung und der Sittenlehre aus. Ganz anders lagen die Dinge bei der indischen Kultur. Sie war wesentlich an eine bestimmte Religion gebunden und drang als Religion in Japan ein. Na- türlich harmonierte die Grundhaltung und die Idee der buddhistischen Religion nicht ohne weiteres mit dem nationalen Volksglauben Japans, der das Tenno-Haus in den Mittelpunkt stellt. So entstanden bei der Einführung der indischen Kultur heftige Reibungen, und erst im Laufe der Jahrhun- derte kam ein Ausgleich zwischen dem alten National- glauben und dem Buddhismus oder besser eine Synthese zwischen beiden, zustande. Auch heute noch läßt sich die allgemeine Einstellung des Volkes dahin charakterisieren, daß es den Buddhismus als eine An- gesegenheit des persönlichen Lebens betrachtet, Interessant ist schließlich auch die „Revolution in der B e f ö r d e r u n g s li st e", wie sie ein britischer Militär neulich kennzeichnend nannte. Wahrend bisher in der englischen Wehrmacht die Beförderung hauptsächlich nach Altersklassen vorgenommen wurde, hat man jetzt das Schwergewicht auf die persönlichen Eigenschaften der Offiziere gelegt, und zwar hat man damit gerade bei der britischen Marine begonnen, die bis jetzt als konservativer als die anderen Waffen galt. Damit nicht genug, hat man höhere Löhnungen für Mannschaften aüsgegeben, mit Sonderzulagen der mannigfaltigsten Arten. Die neuen Rekrutierungsziftern der Marine beweisen, daß die Admiralität mit diesem Schritt den — für Eng 1 and — richtigen Weg getan hat. Von der englischen Marine. Oie Sache mit den Torpedo-Motorbooten. — Alte Kreuzer als Lustabwehr-Batterien. Don unserem chb Mitarbeiter. Englisches Militärauto in die Lust gesprengt.. Ierusalem, 16. Aug. (DNB.) Don vier Militärautos, die sich heute morgen Akko näherten, fuhr der erste Wagen auf eine Mine. Das Auto wurde in die Lust gesprengt, ein englischer Offizier wurde getötet, zwei Soldaten wurden verwundet. Jrn Zusammenhang mit der kürzlich gemeldeten Erschießung eines englischen Hauptmanns in der Nähe von Bethlehem wurden 35 Angehörige eines Beduinenstammes verhaftet. Ratlosigkeit oder „neuer plan"? Englands Gorgen in Palästina. Demokratie" oder Gtaaissozialismus? Oie Kehrseite der amerikanischen Medaille. Von unserem le.-Miiarbeiter. Washington, im August. Präsident Roosevelt hat die für einen Ausländer schwer verständliche Angewohnheit, in seinen Reden an die Nation von dem Segen der Demokratien und dem Schrecken der autoritären Staaten zu sprechen. Verständlich ist es dagegen, wenn ihm deswegen von anderen Ländern Pharisäertum vorgeworfen wird. Es macht wirklich allmählich einen schlechten Eindruck, wenn der Präsident der Vereinigten Staaten sich bei jeder möglichen und um möglichen Gelegenheit in Tiraden dieser Art ergeht und die parlamentarisch regierten Lander als weihe Lämmer, die anderen Nationen aber als schwarze Böcke hinstellt. Erstens verträgt sich das nicht mit her von ihm gleichfalls so oft betonten Politik des guten Nachbarn, der sich um die Angelegenheiten unb inneren Probleme anderer Lander angeblich nicht kümmert. Zweitens gibt es ja im eigenen ßanbe Amerika so unendlich viele unerfreuliche Dinge. . . , Die Gründe, die den Presidenten der Vereinigten Staaten zu dieser unangebrachten (5d)ulmeiltem dem Ausland gegenüber veranlassen, sind zweifacher Na4ur. Erstens braucht Amerika eine friedliche Umwelt, da der Wohlstand dieses großen und an Bodenschätzen so reichen Landes von einem intensiven Außenhandel abhängig A, und zwar braucht Amerika nicht nur eine reichliche Ausfuhr für seine landwirtschaftliche Ueberprobuftion, mit d-ren Absatz im Ausland die Kaufkraft des amen» Seit Bauern steigt ober fällt fonben, es t m(15 nft Übersehen wird, für wichtige Rohstoffe auf unaebinberte Anfuhr aus dem Ausland angewiesen Amerika wo jeder fünfte Mann em Auto hat und n olle Lastwagen, ja auch die meisten Traktoren mit Gummirädern versehen sind, produziert plan vorgesehene. Die britischen Stellen in Palästina und auch der Technische Ausschuß hätten eingesehen, daß die Schaffung eines unabhängigen arabischen Staates „gefährlich" fein wurde. „Die Schaffung eines solchen Staates", so stellt „Evening Standard" fest, „hieße mit dem Feuer spielen und würde das Heraufbeschwören eines dauernden Kriegszustandes zwischen dem großen arabischen Staat und dem kleinen jüdischen bedeuten." f . Die Mitteilung des Blattes widerspricht in gewissem Maße der am vergangenen Donnerstag von dem Kolonialminister MacDonald gehaltenen Rundfunkrede, in der der Minister betonte, England habe den Dreiteilungsplan für Palästina grundsätz- lich angenommen, jedoch, so fügte er hinzu, hinge die Durchführung des Planes von den Vorschlägen des Technischen Ausschusses ab. Japans soziale Struktur. Don Professor gafuma Takata, Kyoto. Das Verständnis der besonderen japanischen Ge- sellschaftsstruktur ist die Voraussetzung für jedes tiefere Erfassen japanischen Kulturlebens überhaupt. Ein V o l k v o n 7 0 M i l l i o n e n ist zu einer E i n - beit und Familiengemeinschaft zusammengeschlossen, und das ist es, was diesem Volke seine Stoßkraft gibt. Will man das Geheimnis dieses Zusammenhaltes ergründen, so muß man zum lebendigen Quell des Volksglaubens und der von Geschlecht zu Geschlecht fortwirkenden Heber» lieferung vorstoßen. Ohne die Befunde der Rassenforscher abzustreiten, nach denen die japanische Rasse ursprünglich eine vielfache Rassenmischung darstellt, muß doch daran festgehalten werden daß das japanische Volk gerade im Laufe seiner Abschliehung von der Außenwelt zu einer außerordentlich f e st e n blutmäßigen und kulturellen Einheit verschmolzen ist. In den rund 2600 Jahren seit der Reichsgründung hat die Blut- und Lebensgemein- chaft des japanischen Volkes, vom hohen Norden in Hokkaido bis zur südlichsten Spitze von Kyuslu, einen Grad der Homogenität erreicht, der die Japaner, vom Adel bis zum einfachen Bauern und Arbeiter sprachlich, physiologisch, rassisch und geistig, nach Lebens- auffassung, nach Sitten und Gebräuchen und son- fügen Kulturäußerungen, zu einem einheitlichen organischen Ganzen zusammengeschweißt hat. In dem als „Hji-Derfassung" bekannten alten Sippen- oder Geschlechter-Derband übten die Stammes- häupter die rechtliche, wirtschaftliche und politische Gewalt aus, waren aber in dieser Ausübung dem Stamm und Hauptgeschlecht der Te n n o - Familie unterstellt. Sie ist der Mittelpunkt des alten patriarchalischen Geschlechterstaates, der am besten als „Großfamilienverband" oder als „Familie von Familien" charakterisiert wird, dessen Herz und Mitte das „Groß Haus", die Tenno-Familie war. Die Herrschaftsmacht des Tenno (Kaisers) wird in diesem Volksbewußtsein als ein dem Tenno eigentümliches Charisma (göttliches Gnadengeschenk) aufgefaht, hat also niemals auf konkreten Machtoder Zwangsverhältnissen beruht. Als Patriarch der ' Großfamilie ist der Tenno gleichzeitig ! Staatsoberhaupt des nationalen Jamil i e n v e r b a n d e s , und der Gehorsam und die ’ Treue gegenüber der Autorität des Tenno werden • noch verstärkt durch die damit verbundene religiöse London, 16. Aug. (Europapreß.) Das F alle n l a s f e n des Dreiteilungsplans für Palästina soll nach einer Mitteilung des „Evening Standard" das Ergebnis des 14wöchigen Aufenthalts der fünfköpfigen „Technischen Kammis- ion" in Palästina sein. Der englische Ausschuß werde, sa will das Blatt wissen, Vorschlägen, den Juden ein Gebiet längs der Küste einzuräumen, dessen Flächenausmaß nicht größer als Graß-London sein würde. Vorgesehen soll ein Gebiet sein, das von Tel Aviv im Süden bis Athilt im Norden reicht und etwa 60 Kilometer lang und 15 Kilometer tief ist. In diesem Gebiet, so heißt es weiter, feien schon heute 95 v. H. der Gesamtbevölkerung Juden, so daß der geringe Prozentsatz der arabischen Bevölkerung leicht an andere Stellen angesiedelt werden könne. Im übrigen wolle man diesem kleinen jüdischen Territorium autonome Rechte gewähren. Im Gegensatz hierzu würden die Araber keinen eigenen Staat bekommen. Als Grund für diesen Umschwung in der englischen Haltung gibt das Blatt Befürchtungen an, wonach König Ibn Saud von Saudisch-Arabien im Falle der Gründung eines arabischen Staates die Auslieferung des jetzigen britischen Mandatsgebiets von Akaba am Golf von Akaba, zwischen der Halbinsel die Ereignisse in Spanien einen Stimmungswechsel zuwegegebracht, und man bemüht sich, durch ver- )oppelte und verdreifachte Anstrengungen die 23er» äumnisse der letzten Jahre einzuholen und wettzumachen. Vor allem werden die a l t e n K r e u z e r, )ie normalerweise jetzt aus dem Dienst entlassen werden müssen, zu schwimmenden Luftabwehrbatterien umgebaut. In dieser neuen Form haben die Kreuzer keine anderen Ausgaben, als die Begleitung von Convoys usw. zu über» nehmen und Luftangriffe erfolgreich abzuwehren. Bemerkenswert sind fernerhin die neuen britischen Flugzeugmutterschiffe. Während die augenblicklich in Dienst befindlichen Schiffe (sechs) durchschnittlich je 36 Flugzeuge tragen, werden die künftigen Schiffe (fünf befinden sich im Bau) durchschnittlich 7 0 bis 7 5 Maschinen tragen. Nicht minder große Aufmerksamkeit wendet man den Katapultflugzeugen auf Kreuzern zu. Abgesehen davon, daß alle neuen Kreuzer je Schift vier solcher Flugzeuge erhalten, werden auch ältere Kreuzer entsprechend umgebaut. Daher auch die unerhört gewachsenen Belastungen des Marineetats, weil diese Umbauten älterer Modelle rund zwei Drittel der Gesamtbaukosten eines neuen Schiffes der gleichen Gefechtsklasse betragen. Aber nichtsdestoweniger baut man heute in England lieber um, als neu. Dafür find zwei Gründe maß- 1 gebend: die Umbauten erfolgen in Docks und Werf- : ten, die der britischen Admiralität gehören, wäh- ■ rend Neukonstruktionen an private Firmen (u. a. i Vickers Armstrong usw.) vergeben werden, die heute ; unter einer Rohstoftknappheit (vor allem Stahl und ; Kupfer) leiden, wie sie die Geschichte des englischen : Schiffsbaus der netteren Zeit noch nie erlebte. menschließen. Cacoffa und der Gießener Goeihe-Lund. Zur Verleihung des Frankfurter an Han- Caras!° teilt uns der s°°t^r Bund Gießen mit, daß Carasia, d" .He-Bundes einigen Jahren auf Einladung des in unserer stakst aus seinen Werk g l Mm verpflichtet wurde, bet der trn Marz i ' denden 25-Jahrfeier des Goethe-Bundes 6 1 rede zu halten. Carossa wird,über das Thema „ine Wirkungen Goethes in der Gegenwart sp ch Die Schauspielerin Paula Conrad-Schlenly^r 7. In Berlin-Friedenau starb im ^/n ra d, reu die frühere Schauspielerin Paula , und die Witwe des Schriftstellers, 3ourna \ Burgtheaterdirektors Paul <5 d)le ntle«;.rrm an5 in Lien geboren und kam 1880 nach Königliche Schauspielhaus; dort fpieUe f v der Uraufführung von Hauptmanns „H tßr Titelrolle. Späte? hat sie dem Deutschen Th--«, und dann abermals dem Königlichen ch ?ört haus und dem Staatlichen Schauspielhaus a g y als berühmte Mütterdarstellerin. Kunst und Wissenschaft. Alljährlich Schiller-Fcstjpiele in (Eger Bei den Sudetendeutschen Sch ill- r- f e ft f 8 i e I e n in Eger brachten, wie die DSut be richtet die Wiederholungen der ,,W> helm-Tell - Ausführung und der „Wallenstein bisher höcbfte Zahl an Besuchern. Die 5000 Perso nen fassende Festspielhalle kannte di- Besucher mäst alle aufnehmen, und Hunderte oan Festsp'-lgaste erhielten keine Einlaßkarte mehr E- wurde beschlaf s-n, di- Sudetendeulschen Schill-r,-stlpiel- m Eg , di- eine anerkannt- sudetend-utsch-i Kultur'siung darstellen, alljährlich s^tzusetzen Die kunstl-ris-h Leitung behält Intendant Dr. Mades. Vorgesehen sind 1939 neben den bisherigen ''Wallenstein - „Tell"-Auftührungen auch Aufführungen der„J g srau van "Orleans". Die Mi,w,rk-nd-n var all m di- vielen freiwilligen Statisten aus der Bevalt- rung, werden sich unter Führung des In endanten Dr. Mades zu einer F-stspielg-m->nscha,t zu,am «tikritä 81 Mit 5» '»tttZMit ut» » ub» WZ „unb, di- «ftSy 5 y.®ietrU|, ^uensmanner d'UM Verträge । Wau wieder ! Kanonen zu *-.200 Fl«L fen eingetroffen. ;tWorgam|ation °°us seien fraw Uche Material. Ichwer, denn an. u. gelangten die stn m Katalonien, -Lombardierungen entgehen. Selbst rfen stets einige affen mit sich, -amten mehr oder rfehbar seien die 'roanisation, denn rllfchasten, wie die mb Ramon de 1q englischer Flagge i ndel zu treiben", s n riesige Material- Millionen Schuh I mllichen i 0 r« daß man geradi stärkten Was« önne. Allein im davon 88 englische nischen Häfen ein« >ande auszuladen, ntlicht ferner ouj Meldung, nach to er Quelle in to utierungsburo del in Paris die Ab- en 00m Paris« en in 2iHe und Jahre 1936 in der englischen Presse erst- Forderung nach schnellen, kleinen ____ . Torpedobooten mit weitern Aktionsradius (200 bis 300 Seemeilen) auftauchte, griff die Admiralität diesen Gedanken auf und beauftragte einen früheren Direktor der Imperial Airways, Mr. S c 0 11 - P a i n e, mit der Herstellung derartiger Boote. Zu diesem Zweck wurde die British Power Boat Company gebildet, die eine Serie von 24-Meter-Booten herstellte. Als Antriebskraft wurden pro Boot drei 500-?5-Napier-Lion- Motoren eingebaut. Während die offizielle Geschwindigkeit dieser Boote vierzig Knoten betrug, erreichten sie, auch bei glatter See, nur eine Höchstgeschwindigkeit von dreißig Meilen. Trotz bie es Fehlschlages unternahm die britische Admiralität keine Schritte, um die Angelegenheit näher zu prüfen, weil inzwischen der italienisch- abessinische Konflikt seinen Höhepunkt erreicht hatte und die britische Admiralität weise zu handeln glaubte, wenn sie eine neue Serie dieser Boote in Auftrag gab, die schnell hergestellt wurden und dann in die M i 11 e l m e e r g e ro ä \ f e t ab» Washington, 17. Aug. (DNB. Funkspruch.) Die endlose Kette von schwer belastenden Material gegen die Komintern, die seit einigen Tagen in den ‘ Sitzungen des Dies-Komites, des Un te rsuchungs- ; Ausschusses des Abgeordnetenhauses 1 zur Aufdeckung nicht amerikanischer Machenschaften abrollt, erbrachte auch am Dienstag ungeheuerliche Bewefte der Hetz arbeit des Bolschewismus in Amerika. Die Zuhörer zeigen sich sichtlich erschüttert über das weitgreifende Netz der kom- munistischen Organisation. Gleichzeitig ist der große Eindruck nicht zu verhehlen, der durch die forgfältige . und energische Arbeit der Antikomintern-Organi» Rationen, die dieses Beweismaterial gesammelt haben, und jetzt der amerikanischen Oeftentlichkeit nahebringen, hervorgerufen wird. Dabei wird in vollstem Maße berücksichtigt, wie der Widerhall in der ganzen Presse zeigt,'daß die Enthüllungen gerade vor diesem Forum endlich die dringend benötigte Beachtung erfahren. Neben der American Föderation of Labour arbeiten an der Bekämpfung des Bolschewismus durch die Bloßlegung seiner Wühlarbeit besonders die Amerikanische Le» q i 0 n und ein Jnteressenverband, der 114 nationale Vereinigungen, darunter Verbände von Reserveoffizieren, Kriegsveteranen usw., umfaßt. Ein Angehöriger der letztgenannten Gruppe hatte am Dienstag im Sitzungsraum des Ausschusses neun große Holztafeln ausgestellt, die dichtgedrängt die gesamte kommunistische Agitations- liter a t ur in USA. enthüllten, so u. a. 200 Zeitungen und Zeitschriften von 608 roten Zeitungen und Zeitschriften, die in den Bereinigten Staaten erscheinen. Selbst die Mitglieder des Ausschusses zeigten sich betroffen, da sie ein derartiges Ausmaß ber bolschewistischen Agitation nicht für möglich ge» ^Nicht^weniger überraschte sodann das urkundliche Material über das Bestehen von 6 40 g e tar n ten kommunistischen „Front 'Der b a n d en unter allen möglichen harmlos oder verführerisch klingenden Namen. Selbstverständlich betonen sie alle "g-v-dwi- i>i° „Fri-d-nsj-hnl-ucht und b-vvb-,t°n d!« gäqen'b, irie Universitäten, sowie k>>e Betriebe. Insbesondere versuchen sie such, sich Mittelstond em- rumsten. Die Untersuchung erbrachte auch die sthr gefährliche Entdeckung, M diese unterirdischen Kräfte sich in erster Lime bemühen, selbst W 1 r t schaftssabotage zu treiben und dabei vor Gewaltanwendung nicht zurückschrecken. -ütet. liefen in ’’ euel*111 jrf 1 d-"N r -rd- >nen ' M I»' -in P°' und y mjngs L teidiE L V 18flnlt i‘ £ djC marschierten. . Damit könnte die ganze Angelegenheit als erledigt gelten, wenn nicht vor einiger Zeit Kapitän- teutnant Fleischer im britischen Unterhaus Aeußerungen gemacht hätte, die beweisen, daß die Admiralität einen Preis für diese inzwischen längst überholten Torpedoboote bezahlt hätte, der in gar keinem Verhältnis zu den gelieferten Erzeugnissen stand. Nach den Behauptungen Fleischers kaufte Mr. Scott-Paine nämlich diese Napier Lion Motoren von seiner Gesellschaft zu einem Preise von 5 bis 10 f u n b je Motor. Er ließ sie dann umbauen und stellte schließlich der britischen Admiralität bei der Abnahme die Boote mit 3 8 00 w MM. t völlig ncos. >r nationalspanischi militarlschei' fronten. n Abschnitt S°l° Seländ-S oor d-« in- * eines rotfp-msche» ,«es, im Wfchm» L. $Or|to6 Xei * ::sW h» ä'ti" $.“*• L-S -Ss- Idee gegen den Kommunismus. Diese Gefallenen, so heißt es weiter, sind die Zeugen jener faschistischen Kultur, für die tagtäglich weitere Italiener auf spanischem Boden, ohne einen fußbreit Boden dem Gegner zu überlassen, zu jedem Opfer bereit und bis zum baldigen notwendigen und unausbleiblichen. siegreichen Ende entschlossen kämpfen. Nur Warnschüffe. Paris, 16. Aug. (DNB.) Havas meldet aus Perpignan, daß am Dienstag um 10 Uhr vier rotspanische Fluazeuge in der Gegend von Bourg-Madame die französische Grenze überflogen haben. Die bei Nahuja aufgestellten Luftabwehr-Batterien hätten sofort fünf Warnschüsse (!) abgegeben, worauf die Flugzeuge gewendet hätten und nach Rotspanien zurückgeflogen seien. Einige Granatsplitter sind auf das Gebiet der Gemeinde Bolquöre gefallen, ohne jemanden zu verletzen. Francos Antwort an London. London, 16. Aug. (DNB.) Reuter meldet aus Burgos, daß dem britischen Vertreter in Burgos Sir Robert Dodgson am Dienstagnachmittag die nationalspanische Antwort auf die englischen Vorschläge bezüglich der Zurückziehung der ausländischen Freiwilligen aus Spanien überreicht worden ist. Mörder als roter Gefcingnisdirektor. Bilbao, 16. Aug. (DNB.) Das nationalspanische Kriegsgericht in Oviedo verurteilte einen gewissen Arias zum Tode, -der sich durch unbeschreibliche Greueltaten während der Herrschaft der . Roten „hervorgetan" hatte. Arias war bereits vor 20 Jahren wegen Mordes zum Tode verurteilt, dann aber begnadigt worden. Unter der Herrschaft der Roten bekleidete er die Stellung eines Gefäng- n i s d i r e k 10 r s , die er dazu mißbrauchte, um Gefangene geradezu unmenschlich zu quälen. Moskaus Hand in Amerikas Geht in NSA ent Licht auf? während es im Shinto, dem alten Volksglauben, die Religionsform des gesellschaftlichen Lebens, eben den nationalen Kult, erblickt, der in der Tenno- Verehrung seinen höchsten Ausdruck findet. „Keine Nachsicht am Platze." M a ! l a n d, 17. Aug. (DRV. Funkspruch.) Die st arte Einwanderung jüdischer Emigranten nach Italien stößt in der Bevölkerung auf heftige Ablehnung. Die italienische Presse beschäftigt sich jetzt mit dieser Frage. In einer amtlichen Mitteilung der Agentur Stefani wird festgestellt, daß sich vom 12. März bis Ende Juli allein in Mailand 1572 jüdische Emigranten insbesondere aus Polen und Deutschland bei der Polizei neu angemeldet haben, nachdem sich schon vorher viele Tausend jüdische Emigranten in Mailand niedergelassen haben. Die Blätter warnen vor der Gefahr dieser Zuwanderung und verlangen Maßnahmen dagegen. Der „C o r r i e r e della Serra" schreibt, es sei keine Nachsicht am Platze. Diese Juden kämen Ländern, wo ihre zersetzende Tätigkeit für die Reinheit der Rasse unerwünscht war. Die gleichen Gründe gelten jetzt auch in Italien und erfordern eine dringende Lösung dieses Problems. Schon bei der letzten Volkszählung von 1931 wurden in Mailand 6371 Juden festgestellt, wovon über die Hälfte Ausländer waren. So hat es angefangen' Eines Tages- stand die junge Norma Shearer als Komparsin in einem Filmatelier in einer Gruppe von etwa hundert Kolleginnen, als sie plchtzlich einen Hustenanfall bekam. Zufällig ging in diesem Augenblick einer der Regisseure des Hauses vorüber. Er hörte den Husten, blieb stehen, sah sich um und fragte, wer da gehustet hätte. „Ich", sagte Norma Shearer. Der Regisseur sah sie an, prüfte sie genau und forderte sie auf: „Kommen Sie mit!" Er ging mit ihr in ein anderes Atelier und ließ eine Probeaufnahme machen. Diese fiel so gut aus, daß Norma Shearer engagiert wurde und ihre Laufbahn, die zu großen Erfolgen führen sollte, begann. Anders ging es bei einer Probeaufnahme zu, die mit Clark Gable unter der Leitung von Lionel Barrymore gemacht wurde. „Barrymore sagte mir einfach", erzählt Clark Gable selbst, „ich sollte umhergehen, lächeln und mich möglichst natürlich benehmen. Das ist aber leichter gesagt als getan, vor allem wußte ich nicht, was ich mit meinen Händen anfangen und wo ich sie lassen sollte. Schließlich ließ Barrymore aufhören und begapn Witze zu erzählen, wie nur er sie erzählen kann. Da fiel mir auch ein Scherz ein, und während ich sprach, befahl er, die Probeaufnahmen wieder anzufangen. Mir schien dies ein Zeichen, daß mein Witz ihm nicht gefallen hatte. Aber die Probeaufnahme gefiel ihm." Mirna Loy errang ihren Sieg bei der Probeaufnahme, während sie im Badekostüm erschien, und die Folge davon war, daß ihr nun immer die Rollen des „Vamps" übertragen wurden; es dauerte sehr lange, bis sie sich auf der Leinwand in die „ideale Frau" verwandeln konnte. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) h. B., Gießen. Um die Anfrage ordnungsgemäß beantworten zu können, ist eine kurze Schilderung über Ar! und Hergang des in Frage stehenden Unfalls unerläßlich; insbesondere ist anzugeben, woraus der Unfall zurückzuführen ist. Wetterbericht Vom Atlantik her ist sehr rasch ein kräftiger Tiefdruckwirbel zur Nordsee vorgestoßen. Der Durchzug einer Störungsfront brachte unserm Gebiet, hauptsächlich in der Nacht zum Mittwoch, den Einsatz neuer Regenfälle. Unter kräftigem Druckanstieg kommt es zunächst noch zu einzelnen Schauern, doch kann dann vorübergehend wieder mit Witterungsbesserung gerechnet werden.__ Vorhersage f ü r Donnerstag: Vielfach aufheiternd und meist trocken, bei Abflauen nord- westlicher Winde zunächst kühl, später wieder neue Bewölkungszunahme. Vorhersage für Freitag: Voraussichtlich wieder unbeständigeres, aber etwas wärmeres Wetter. Lufttemperaturen am 16. August: mittags 25,1 Grad Celsius, abends 18,8 Grad; am 17. August: morgens 15,8 Grad. Maximum 25,7 Grad, Minimum heute nacht 15,8 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 16. August: abends 20,6 Grad; am 17. August: morgens 19 Grad. — Sonnenschein, dauer 7 Stunden. — Niederschläge 3,1 mm.________ Hauptschriftleiter Or. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum, schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr Fr. W. Lange (in Urlaub), t. 23.: Ernst Blumschein; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck (in Urlaub). Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theod. Kümmel. D.A. VII. 38: 9034. Druck und Verlag: Brühlsche Univerfitätsdruckerei R.Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Jllu- strierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. ^fst Bergschenke rw^ A W T Neuzeitliche ZX L\l I Kristallglas- 1 1TX 1 X £-* Leuchtdiele Wieder beklagen wir den Verlust eines ausgezeichneten Mannes. Herr Bürovorsteher Mittwoch, Samstag, Sonntag 20 Uhr Georg Radon Öleßen, Bahnhofstr. 49, Rn! 3941 28 dahier) zwangsweise Barzahlung: Weilburg, den 16. August 1938. weg 28 gegen 5333D Schlagsichere Mäuse- und Rattenfallen gibt es bei J. B. HÄUSER MM 5332V Dr. Franz Geyer, M 5207 A Fernruf Nummer 2145-2146 ist verreist vom iS. d. M. ab Tüchtiges Gewandte W« AmM 5319V Moderne Hilfe Schöne höreinschl. zeigers. Jahren, bei Lohn und Verkäufe Mädchen taepM M-Moliit nicht unter 18 Jahren. 03732 1-Zimm.-Wohn. Ohne Gewähr Nachdruck verboten In der heutigen Nachmiltagsziehung wurden gezogen Friedberg, Hess. Judenvlacken7II Ijuuenwiuuen# ii Stellenangebote| 7. Ziehungstag 16. 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Was ist bloß aus ihm geworden und was für heller Kindersang schallt Bisher hatte man ein starkes Interesse der Büsten- und Taillenpartie engegengebracht Neuerdings rtd)» tet sich das Augenmerk auf eine Neugestaltung der Hals- und Oberarmpartie. Schwungvolle Passen und Koller, die sich weit über den halben Oberarm erstrecken können, weich drapierte Kragen und Fichus und bisweilen eine leichte Schulterbetonung sind die neuen Elemente der Herbstmode. Der Aermel ist als Tonnen- und Ba- nanenärmel ausgebildet. Aussehen. Das Kostüm zeigt das traditionelle Herrenfasson oder ist etwas phantasievoller gestaltet mit gut taillierter Hüftenlänge und weitausschwingenden Jacken. Der meist gerade fallende Rock wird besonders bei sportlichen Modellen durch den jugendlich wirkenden Quetschfaltenrock ersetzt. Richt unbedeu- tend ist die das Kostüm begleitende Bluse. Vielfach den Schnitten der Tageskleider angealichen, zeigt sie bei gerader Schulterlinie häufig Passen- teile, an die sich Plisseeteile ansetzen, die die Büste modellieren. Die Aermel sind eng am Oberarm, nach unten bauschig und in ein Bündchen gefaßt. Farbliche Kontrastwirkungen finden bei der Bluse stets günstige Anwendung, mag es sich nun um Vorstoßblenden oder Längsaufteilungen handeln. Schwere Stoffe, wie grobkörniger Pikee, Krawat- tenseiden. oder hauchdünne Seidenspitzen kommen zur Anwendung. Bei Dor- und Nachmittagskleidern wird ein besonderer Wert auf die Betonung des jugendlichen Stils gelegt, in dessen Rahmen sich die verschiedenen Variationen der Kleidertypen bewegen. Die Schultern sind meist'gerade gerichtet. Die Aermel in halber bis ganzer Länge werden mel- fach aus der breiten Schulterpasse heraus entwickelt, an die sich wiederum eingereihte, gezogene blusige Oberteile anschließen. Hüftenschmale, mäßig aus- schwinqende Glockenröcke wechseln mit hoch ange- schnittenen Miederröcken oder Plissee-Fattenrocken ab. In zwei Farben aufgeteilte Kleider, Kasak- Kleider, durchgeknöpfte Jumver-Kleider und Boleros werden Favoriten sein. Zu den bisherigen Aus- putzarten tritt neuerdings noch die kurze ümen- unterstreichende Seidenfranse hinzu. Das romantische weite Stilkleid und das klassische schmal herabfließende Abendkleid sind im wesentlichen unverändert geblieben. Besonderer Wert ist auf die graziöse Ausgestaltung des Hals- ausschnittes gelegt. Die Schultern sind entweder von Schiffchenkragen oder Fichus bedeckt, oder unbedeckt von Rüschen, Blumen und Bändern umspielt. Als Neuerscheinung kann man den herrenmäßig ge- schnittenen weißen oder schwarzen Abendsmoking und das Kasak-Abendkleid !«etrachten. Das beinahe strenge Aussehen, das beiden Kleidern gemeinsam ist wird angenehm durch Pailletten- und Perlstickerei an der Jacke aufgeyellt. Der Rock fallt gerade, leicht glockig oder in langen Quetschfalten aus. In Verbindung mit diesen beiden Kleidungsstücken kommt die reizvolle Abendbluse aus Seidenspitzen, Brokaten und Lames wieder zu ihrem Recht. A.M. In Schnitt und Länge wird die Herbstmode kerne wesentlichen Veränderungen der im Frühjahr gezeigten Richtlinien aufweisen. Die sehr kurz getragene Tagesmode strebt durch einfache Linienführung, durch geschmackvollen Ausputz jugenö« liche, beinahe mädchenhafte Silhouetten an. Groß- zügige Zweifarbengestaltungen sind aus dem herbst- lichen Modebild nicht mehr wegzudenken. Be, den T a g e s f a r b e n für den Herbst überwiegt m na- türlicher Angleichung an den Charakter der Jahres- zeit Gelb in allen Schattierungen, mattgelb, mais- gelb, bernsteingelb, sowie Rosttöne, zart Rosa, Himbeer- und Brombeerrot, Blaugrau, Jndmo. Marineblau, Hellgrau. Auch Jadegrün und Flaschengrün wird vereinzelt verwandt. Für den Abend überwiegt Schwarz m Verbindung mit leuchtend roten Tönen. Selbstverständlich besteht daneben immer auch Weiß als die Farbe des festlichen Gewandes, weiß mit Goldornamenten und Stickerei. Daneben wird Königsblau mit Gold, Heliotrop und einem fahlen Blaßkila verwandt. Pikee. Di- Elegante Stufe rechts unten mit den gelogenen Effekten und dem hinten zur Schleife gebundenen Gürtel ist aus cre mi e f ar - benem Mattkrepp. Die Knaptchen find mit Stoff bespannt. Neben den üblichen Redingoteschnitten erfreuen sich bei sportlichen Mänteln die gerade herab- fallenden Hängerformen einer steigenden Beliebt- heit. Breite gesteppte Nähte, interessante Taschen- l^ungey, Sattelpassen, rückwärts angebrachte Schlitze und nicht zuletzt Zweifarbengestaltungen sind charakteristische Merkmale. Schmale Stehbund- kragen, flache kleine Tellerkragen oder hochanstre- bende kelchartige Kragen bilden den Halsabschluß. Neuartig erscheinen die häufig kragenlos diagonal schließenden W i ck e l m ä n t e l, bei denen das moderne bunte Halstuch gut zur Geltung kommt. Bei den Nachmittagsmänteln erhalten die Schulterpartien durch breit angelegte Sattelpassen und weich fallende Rund- oder Schalkragen aps Pelz ober Pelzstoffen eine besondere Betonung. Der Aermel erhält durch eine Verbreiterung des Ellbogengelenks, Bananen- oder Melonenschnitt, ein völlig neuartiges dreimal geteilt. Die dünnen, langen Scheiben werden gesalzen und mit Zitronensaft oder Essig ge- würz? und dünn mit Senf, ^ornatenpuree oder Sardellenpaste bestrichen.^Dann fchichttt man sie aufeinander. Die oberste Schicht soll möglichst glatt über dem Ganzen liegen und brat den Braten unter Begießen mit Fett gar. Man reicht dazu die P a - sende Tunke (Tomaten-, Senf- oder Sardellentunke). Fisch mit grünen Bohnen und K a r - t o f f e I n : 1 kg grüne Bohnen waschen putzen, schneiden, in 40 Gramm Fett andünsten '/« ßitcr kochendes Wasser, 1,5 kg geputzte, geschnittene Kartoffeln zugeben (neue Kartoffeln schaben), eine halbe Stunde dünsten lassen, 375 Gramm FEllet waschen, salzen, etwas Mg draufgeben m Würfel schneiden und zu bem Gericht geben. 10 Minuten burchziehen lassen und etwas in Milch angeruhrtes Mehl und gewiegte Petersilie und Bohnenkraut hinzufügen. Kommt, wie eben jetzt, nach großer Hitzejin warmer Regen, geht der ganze Salat im harten plötzlich in die Höhe, auch Rettiche, Radieschen und Kohl fangen an zu schießen. Wenn wir aber gleich mit dem Spaten leicht die Pflanzen anheben, so verhindern wir das zu schnelle Wachsen und können alle Gemüse wunschgemäß nacheinander verbrauchen. Ist ein ganzes Radieschenbeet in die Luft gegangen, kochen wir sie als Gemüse wie Kohlrabi mit einer hellen Mehlschwitze. Wenn wir Gewürze s p a r e n wollen so ist es nicht nötig, gleich bas Kinb mit bem Bad aus- ruschülten unb überhaupt keine mehr zu gebrauchen. An Speisen, an bie mir bisher g a n z e Gewurz- förner gaben, bie später im Sieb verblieben, geben wir nur ben vierten Teil und zerklopfen oder zerquetschen sie grob, wie z. B. Wacholderbeeren, und binden sie in ein dünnes Mulläppchen. Kochen wir Fleisch ober Fifch in Brüh-, so lochen wir dl- Ge- würze erst zehn Minuten im Wasser vor, ehe Fisch und Fleisch hineinkommen, ebenso auch das Sup- penqrüne. Zwiebeln nehmen wir nur sein geschabt, sie würzen viel mehr als gewürfelte oder Scheiben. Frifche Kräuter kommen bagegen nur ganz fein gehackt m die tischfertigen Gerichte und kochen nicht mehr mit. Ebenso getrocknete werden nur in Pulverform ans Essen gegeben unb müssen dann etwas durchziehen. Don den reifen Pfirsichen, welche wir ver- dort heraus? Wir treten neugierig näher: „Erntekindergarten" steht auf einem leuchtend roten Schild an der Gartenpforte. Wir gehen leise durch den kleinen Garten und stehen vor einem entzückenden Bild: etwa 30 Kinder sitzen im Gras und singen mit ihrer großen „Tante" kleine hübsche Kinderlieber. Manchem Liedchen, das wir auch als Kinder sangen, mancher neuen Melodie hören wir zu. Als mir die „Tante" dann bitten, uns doch von diesem Haus und „ihren" Kindern zu erzählen, ist die kleine Schar im Umsehen mit all den Dingen be- schäfttgt, mit denen Kinder immer gerne spielen. Der Sandkasten in der Ecke des Gartens ist dabei ein besonderer Anziehungspunkt. Die Leiterin des Erntekindergartens erzählt uns nun, wie aus dem kleinen, langsam verfallenden Haus in vorbildlicher Gemeinschaftsarbeit ' aller Männer des Dorfes als eine Notmaßnahme dieser hübsche Erntekindergarten entstanden ist, den jetzt niemanb mehr missen möchte-, denn heute werden mehr denn je durch ben großen Arbeitskräftemangel alle Hänbe auf dem Lande gebraucht und besonders während der Erntezeit müssen die Menschen des Landes oft weit über ihre Kräfte schaffen. Auch die Frau, bie sich teilen muß zwischen Außenarbeit unb Stallarbeit, zwischen ihren Pflichten als Herbstmode 1938. Die neuen Modelle der Reichsmode^enlrnle. In diesen Tagen hat bie Jury in ber Reichs- rnodezentral" in Frankfurt aus bem von allen be- beutenben Mobellschöpfern Deutschlanbs emgere.ch- ten Modellen die besten aüsgewählt, die nunmehr als die von der Reichsmodezentrale gezeigte Herb st mode 1 938 anzusehen sind Zum ersten Male haben sich auch die Wiener Modellschopfer beteiligt. Die „Uraufführung" der Herbstmode wird auf der Reichstaqung des Reichsinnungsverbandes am 20. August in Breslau ftattfinben. Anschl'eßend wird die Kollektion der Reichsmodezentrale auf ber Leipziger Messe unb bann in Berlin gezeigt. Die 80 Modelle, bie in strenger Auslese von ber Jury ausgewählt worben sinb, repräsentieren Art und Richtung ber Herbstmobe. Essig, 1 Portton hollänbische Tunke ober Tomatentunke, 1 Eßlöffel geriebenen Käse ober 1 Eßlöffel Semmelmehl. — Den vorbereiteten Fisch läßt man in wenig Wasser garziehen. Er wirb in Portionsstücke geteilt und in eine gefettete Auflaufform gelegt. Das Abkochwasser nimmt man zum Bereiten der Tunke. Die fertige Tunke gibt man barüber unb streut den geriebenen Käse, die geriebene Semmel darüber. Der Auflauf wird eine halbe bis brei- oiertel Stunde überbaden. Käsefisch überbaden: Man laßt ben Fisch in wenig Wasser ankochen (ober besser ohne Wasser andämpfen), zerlegt ihn unb gibt die Stucke in eine Auflaufform. Mit bem Fischwasser füllt man eine Helle Mehlschwitze auf, gibt reichlich geriebenen Käse dazu und übergießt den Fisch, läßt ihn im Ofen überbaden. Fischbraten: Große Filets von Kabeljau ober Seelachs werden der Länge nach zwei bis Fisch gerade im Sommer! Es darf nicht heiß-n ..Fst-H• ««im Sommes sondern es muß vielmehr l nur nahr- Sommer . Warum, - Mr wollen haft, sondern auch leicht bekomm 1 Speisen unseren Magen fetzt nicht mit schE . P Ein Jadenkleid unb drei praktische Blusen für den Herbst 1938 schlagen wir heute vor. Das flotte Iackenkleid besteht aus einer,auf drei Knöpfe geschlossenen Herrenfadeund e nem schlichten ftod mit ttefeingelegter Gehfalte Das Material ist m a r o n e n b r a u n e r 'rauher Cheviot, das der Jade hat em großes, helles Ueberkaro. Die H e m d e n - B l u s e links ist aus e r eme° f a r b e n e r K r a w a 11 e n s e i d ernt t kleinen roten Tupfen unb Handschuh-Pstege. : Ein Gebiet, auf dem noch viel Unkenntnis herrscht, ist.das der Pflege unb Reinigung von Handschuhen, fianbidmbe aus Kunstseibe ober anberen leichten Stoffen werden einfach in einer kalten Waschlauge, zu deren Bereitung man em gutes Waschmittel nimmt, durch leichtes Ausdruden gewaschen. Acht reiben oder gar bürsten! Sofort nach dem Wasch fm'ifpn und rwar beim erstenmal mit etwas Essig- Ä bannen S W°N-r Das ®orlrodnen geschieht durch Einrollen m Tücher, das R ch ttocknen. indem man bie $anbfd>ube 1" 8°rm ä'el,t •n mu,........ten und Jo-g- Du-chkn^-n und kur, alle Leder mit glatter Oberfläche - mal* ieQ mitn®ae^^^^ben3imasVim^ffiaf*eUnC3'EO^iermanlnbie U°n “baÄSr ge"*Sig' bleibt. Damit HAZZWMZSU kneten, damit $as Strid) streichen, weil Wildleder immer 6^ben^lwiebel. V« Liter laure Milch. 1 Eßlastel Mehl. 13»« _ Der heißes Master. Sa z Elstg. FÜchwu^ e||ig Fstch wird geputzt, schnell werden, gibt beträufelt. Das Fett laßt m t[e|ngefcf)nit= den varbereiteten Fstch £"«», 0»*^ Gg[öffet Mehl tene Zwiebel bazu und streut einem barüber. Senf unb Milch oerruh man gibt Brei unb begiefet bamit ben */8 Liter heißes Wasser bazu un v bis in fest geschlossenem Topf garz he m-nuten mit 40 Minuten. Der FA im Dienste des Vierjahresplanes. | Generalfeldmarschall EA.-Obergruppenführer Hermann Göring setzt die SA. ein. ***•.. v tRf D**1 die itmrt Sn 6'1” SP'“*1JW JS-ÄII »■’, W ÄS- tT £ Kr Ä. ■ ss ;;»>4 er Dar bis L“® em »ei. Westens drei ^Un9 die Ab, °ber die Gnb Besoldung !ppe 11, SÄ ungsoberwerb 1 ^chtsertigen, 'd "ach Besol- 11, Stufe tz berwerkmeister unter den Mungswerl- Itungsperfonal ieerestaugliche, juchst zrveijah. nenbauer ober b£ Krajtsahr. ^Maschinenbau ! Elektromecha- Mung erfolgt in einem achteine Prüfung der Prüfung bahn ab. jehrbezirkskom- lirsorgeoffizlere. „Ein Mechaniker, kein Schauspieler.. / Corrigane, der Ozeanflieger „aus Versehen", fährt fort, die Welt in Erstaunen zu setzen. Man hat gelesen, mit welchem Ueberschwang die Neuyorker ihn bei seiner Ankunft gefeiert haben, und es wäre verständlich, wenn er den Kopf dabei etwas verloren hätte. Aber es scheint nicht so; er verhält sich kühl ablehnend gegen die glänzenden Angebote, mit denen man ihn überschüttet, und hält an der alten Weisheit fest, daß der Schuster bei seinen Leisten bleiben soll. Eine Filmgesellschaft bot ihm 200 000 Dollar. Corrigane lehnte ab. „Ich bin kein Schauspieler", erklärte er, „ich bin nur ein Mechaniker." Das Ziel seines Ehrgeizes ist gegenwärtig, einen Posten als zweiter Pilot bei den „American Airways“ zu erhalten. „Warum willst du dich mit der Stellung eines Dizepiloten begnügen?" fragten ihn feine Freunde. „Weil ich noch nicht mehr tauge", sagte Corrigane, „gerade soviel bin ich wert. Das Gehalt eines zweiten Piloten schwankt zwischen 175 und 225 Dollar im Monat." Nach 225 Dollar streben, wenn man 200 000 haben kann, das ist schon bemerkenswert. Corrigane hat nur einen Traum: er will ein großer Flieger werden. Man kann ihm noch so viel erzählen, daß er doch eine Persönlichkeit und daß sein Name in aller Munde sei, daß er alles haben könne — er antwortet nur darauf: „Ich kann nicht fingen und nicht tanzen, und dann wißt Ihr wohl, daß ich nicht das alles gemacht habe, um jetzt auf das Fliegen zu verzichten." Dabei bleibt er fest bei feiner Behauptung: „Klatscht mir doch nicht Beifall, ich habe es aus Versehen gemacht ..." and. 6: Wx tot und en im Puppenmd! 10.30: 3m vellbauschule für r Elbe. 12: M- Mittagskonzert rau Musika. 15- zert Ns Mikro- 18.30: Der froh- itze übern Weg ■ 20- Nachrichten- ten. 21.15: Kam- nterhaltung und tachtlonzertll- ^ckWchr a es wegen d chülern viel -öe Dornotizen. Tageskalender für Mittwoch. Gloria-Palast, Seltersweg: „Was tun, Sybille?" Llrlaubsgewcihrung zum Reichsparteitag 1938. Stellungnahme der Reichswirtfchaftskammer. DNB. Die Reichswirtfchaftskammer ersucht die Betriebsführer anläßlich des bevorstehenden Reichsparteitages, wie in den vergangenen Jahren Ge- folqfchaftsmitgliedern, die laut Bescheinigung der zuständigen Parteistellen für die Teilnahme an dem Reichsparteitag vorgesehen sind, den hierfür erforderlichen Urlaub ohne Anrechnung auf den den Gefolgschaftsmitgliedern sonst zustehenden vertraglichen ober tariflichen Urlaubsanspruch zu gewähren. In den Fällen, in denen die Beurlaubungen aus besonderen betriebstechnischen oder sonstigen Gründen nicht möglich sein sollten, ist eine entsprechende Fühlungnahme mit den örtlich zuständigen Partei* dienststellen herbeizuführen Inwieweit für die ausfallende Arbeitszeit den Gefolgschaftsmitgliedern seitens der Betriebe der Lohn, sei es ganz, sei es teilweise, ausgezahlt wird, soll der Entscheidung des einzelnen Betriebes nach Maßgabe feiner wirtschaftlichen Lage überlassen bleiben. Soweit es sich um Gefolgschaftsmitglieder handelt, die der ff angehören und Die zum Absperr- oder Sicherungsdienst während des Reichs- Der Baumeister der Bewegung. Am 17. August wäre Paul Ludwig T ro o ft 60 Jahre alt geworden. Als der Führer am 18. Jule vorigen Jahres die erfte Ausstellung im Haus der Deutschen Kunst eröffnete fehlte unter den Gasten, die die GAycexv halle füllten, der Erbauer. Von der Wand nur grüßte fein Bild, von Roloff 9e.m?ltLcmm™!‘ne0" Kittel, an den Modelliert,fch J-,T °r Paul Ludwig Tr o o st m Die lichtdurchsluteten ^D^Wachsen der Grundmauern hat er "och verfolgen können. Wenige Monate spater ist er dann im Krankenhause rechts der Isar gestorben D Bau dessen Pläne bis in die letzten Einzelheiten fertig waren, führte Professor ®aH mit Unter «”.’Z neuen Schiene stehen Joöt«, un Krönung seines Lebenswerkes geworden Iahrhmidertwende^nach'München gekoUnter sää»? Sm "ch^Folg^ vorhaben nicht günstig. 2Ird)iteftu /^-^.^ichen den Alltagszweck hinaus Zeugen einer gefchichU chen Epoche sind, wie die altromischen Bauten, alterliche Dome und die Prunksch ! Energien können nur in Zeiten starker polififd)« Energ.en wertloses Alteisen herum, wie z. B. Eifenreifen, alte Maschinenteile, unbrauchbar gewordene Pflugscharen, eiserne Behälter und dergleichen mehr. Aber auch in jedem Gewerbebetrieb und in jedem Haushalt läßt sich noch altes, unnütz Herumliegendes Eisen finden. Ist hier und da ein altes Eisengitter, so laßt es niederreißen, gebt es der SA. Für euch ist es wertlos, dem Vaterlande ist es oon großem Nutzen. Fangt schon jetzt an und legt das alte Eisen zurecht und gebt es den Sturmabteilungsmännern des Führers! Bedenkt, daß jedes Stück Eisen, und sei es auch noch so klein, wertvoll ist und vom Vaterland gebraucht wird. Jeder Volksgenosse, der sein Alteisen abliefert, hilft mit an der Verwirklichung des Dierjahresplanes und trägt zum Schutze des Reiches bei. Also: heraus mit dem Alteisen! Die SA. sammelt in der Zeit vom 22. bis 27. August. Die genauen örtlichen Sammeltage werden in der Tagespresse und durch Anschlag an den Bürgermeistereien noch bekanntgegeben. spiele sprechen. Die NS.-Kampfspiele, die auf dem Reichsparteitag 1937 erstmals mit ihren Leistungen vor die breite Öffentlichkeit traten, haben ihre Geburtsstunde in den schweren Jahren des Kampfes. Bereits in den grauen Novembertagen 1918 stand im deutschen Volke ein Mann auf, beseelt von dem Geist des Frontsoldaten, umgeben von einem kleinen Häuflein gleichgesinnter Menschen, mit dem Ziele, den deutschen Menschen aus den Klauen der jüdisch-marxistischen Hetzer zu retten. Aus einem Nichts heraus schuf er die nationalsozialistische Weltanschauung und gab dem Volke in dem SA.-Mann die neue Verkörperung und die Auferstehung des Frontsoldaten wieder mit dem Befehl, nunmehr auf dem politischen Schlachtfelde um die deutsche Volksseele zu ringen. In unerhört zähem Kampfe baute der Führer in jahrelangem Kampfe unter großen Opfern sein Werk auf, bis 1933 endlich der Sieg errungen war In starkem Glauben an das deutsche Volk und aus der Macht seines kämpferischen Willens schuf er das neue Deutschland, getragen und gestützt von zwei gewaltigen Säulen: Partei und Wehrmacht. Aus der Stadt Gießen. Das Tagebuch. Es gibt auch heute noch, in unserer raschlebigen Gegenwart, Menschen, die Zeit genug finden, ein Tagebuch zu führen. In spätabendlichen Stunden, vorm Schlafengehen etwa, fetzen sie sich hin und schreiben auf lose Blätter, in ein Heft oder Buch, was sie an Empfindungen und Gedanken bedrängt, wenn sie die Begegnungen des Tages mit Menschen und Dingen noch einmal tn ihrer stillen Stube nacherleben. Sie halten gewissermaßen Zwiesprache mit ihrem eigenen Ich, geben sich selber Rechenschaft über alle Hoffnungen, Wünsche und glückhaften Siege, über alle Enttäuschungen, Widerwärtigkeiten und schmerzlichen Niederlagen. Außergewöhnliche Ereignisse, die den Menschen plötzlich aus der aufregungslosen Einförmigkeit feiner Umgebung herausreißen und ihn aufgewühlt und in einer Wirrnis von Gefühlen auf sich allein stellen, Wagemut und Entscheidungen verlangen, können ihn dazu verleiten, Tagebuch zu führen. Die Romantik einer Liebe etwa, die zur Hingabe strebt und darum den Glauben an einen seither völlig fremden Menschen voraussetzt. Ihr zaghafter Beginn, ihr Aufblühen und ihre Weiterentfaltung wird sich in den Eintragungen des Tagebuches ebenso widerspiegeln, wie ihr vielleicht jähes Ende in tragischer Vereinsamung. Tagebuchblätter können oft später eine heilsame Lektüre sein und dem Lesenden über trübe Stunden hinweghelfen. Sie können aber auch schmerzliche Erinnerungen immer wieder von neuem aufleben lassen und einen Menschen mutlos machen, weshalb der Dichter Jean Paul einen frischen Zug aus der frischen Luft der Gegenwart für tausendmal gesünder hält, als das Zurückatmen der lauen Vergangenheit. „Ist es nicht klüger, der Mensch ist von Gegenwart zu Gegenwart wie Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit, und der fröhliche Trieb tut seinen Windstoß in die Blumen und Wellen hinein, wirft Blumenstäubchen ms »•» käSÄ der Raumgestaltung zuwandte und eutschlands tekt sich einen Namen schuß weit über Deutlet) an Grenzen hinaus. Bereits 1910 Auftrag vom Norddeutschen Lloyd erhalten. SP entwarf er die Ausstattung für ine sahrer der Nachkriegszeit, wie "Calumb s „Europa" Das schone Haus der deutsch '^lt an der Carlton-House-Terrace in London zahlreiche Möbel, die von Troost entworfen i finD. Der Umbau des Barlow-Hauses m B nenn er Straße in München, das dann als „ fischen Haus" im Brennpunkt des Münchener p L-b-ns vor 1933 stand, brachte ™(£ n°*irn zusammen Damals stand die NSDAP, on) Alteisensammlung durchführen, bei der sich auch die SA.-Einheiten der Reiter standarte 14 7 beteiligen werden. Generalfeldmarschall SA.-Obergruppenführer Hermann Göring ist vom Führer mit der Durch- ührung des Dierjahresplanes beauftragt. Gerade ihm, als Schöpfer der neuen deutschen Luftwaffe, ist das gesamte deutsche Volk zu großem Dank verpflichtet. Einen Teil dieses Dankes können wir abtragen, indem wir ihm bei der Durchführung dieses Vierjahresplanes mithelfen und jedes Stück altes Eisen dem Vaterlande zur Verfügung stellen. Wir erfüllen damit zugleich auch eine Dankespflicht unseren zwei Millionen im Weltkrieg aefallenen Kameraden gegenüber, die für Deutschlands Schutz ihr Leben gaben. In jedem bäuerlichen Betrieb liegt heute noch * und Schiffe an ihren Ort und gähnt und stöhnt nicht wieder erbärmlich zurück?" Tagebücher sollten, da sie höchst eigene Lebensspiegel sind, nicht in fremde Hände geraten. Eheleute, die sich manchmal ein „Vorleben" vorwerfen, sind auf solche Aufzeichnungen besonders scharf. Aber Tagebücher sollten, wenn sie nun einmal geschrieben wurden, für jeden anderen als den eigenen Schreiber immer ein Buch mit sieben Siegeln P. B. NSG. Das weibliche Pflichtjahr, das oon Generalfeldmarschall Göring eingeführt wurde, hat nicht nur den Zweck, den akuten Mangel an weiblichen Arbeitskräften in der Land- und Hauswirtschaft zu mindern, sondern es ist gleichzeitig eine erzieherische Maßnahme oon nachhaltiger und grundsätzlicher Bedeutung. Durch die moderne Wirtschaftsentwicklung, die weitgehende Arbeitsteilung und das großstädtische Leben ist die weibliche Jugend vielfach den land- und hauswirtschaftlichen sowie pflegerischen Funktionen entfremdet. Im Haushalt, in dem sich schließlich sämtliche oerbrauchswirtschaftlichen Aufgaben einigen, und der deshalb ein universales Können voraussetzt, kann nur eine gelernte Hausfrau richtig schalten und walten. Alle einsichtigen Eltern werden deshalb das Pflichtjahr «für unsere jungen Mädchen ebenso begrüßen, wie die Arbeits- und Wehrpflicht für unsere männliche Jugend. Nach der Durchführungsverordnung des Präsidenten ber Reichsanftalt für Arbeitsvermittlung ist das Pflichtjahr auf diejenigen beschränkt. Die bis zum 1. März 1938 noch nicht beruflich tätig waren. Wenn weiterhin nur Betriebe des Bekleidungsgewerbes, der Textilindustrie, der Tabak- inbuftrie sowie ber Angeftelltenberufe oon ber An- orbnung bes Pflichtjahres betroffen werben, so läßt boch Die Anordnung von Generalfeldmarschall Göring deutlich erkennen, daß in Zukunft alle beruflich tätigen Mädchen und Frauen zuvor eine L a n d- unb hauswirtschaftliche Lehre durch- machen sollen. Wie mit Einführung ber Wehrpflicht aus organisatorischen Gründen nicht sofort alle Wehrpflichtigen herangezogen werden konnten, d°- iri mürbe, ;K°pi,«bE benoten 9" , t Gurt zu Helse"' Lten auch den Uh di- ,2 ffiornung U-nüb-ch-L . «.„Üren kann 9 stich« d°-"L < »nbif )er W 7 in den TrA* hörten die Entwürfe für ein neues A u s st el- lungsgebäube in München. 1931 mar ber Glaspalast burch Feuer Zerstört worben Hatten Die ungünstig geschnittenen unb beleuchteten Räume auch längst nicht mehr ben Anteerungen entsprochen, so war boch em unersetzlicher Verlust zu beklagen gewesen: Kunstschätze aus zahlreichen deutschen Städten, meist Silber deutscher Romantiker waren bamals ein Raub ber Flammen. T^ooft hatte sich an bem von ben damaligen Machthabern ausgeschriebenen Wettbewerb für einen Neubau nicht beteiligt. Seine Art konnte damals keinen Anklang finden. Und in der ^at mutet ja ^ Vorstellung, daß hinter der hohettsvollen Säulenfassade des Hauses der Deutschen Kunst die Meister" der Nooembergruppe ihre Werke gezeig äs*; W aSfe “Hb -"Uach^ d°r B-rmi« ,°llt° bald -am. Hochschulnachrichten. Professor Dr. Alfred Kühn, der als Ordinarius für Zoologie und vergleichende Anatomie früher an der Universität Göttingen lehrte und gegenwärtig als Direktor am Kaiser-Wilhelm-Jnstitut für Biologie in Berlin-Dahlem wirkt, wurde von der Universität Oslo zum Ehrendoktor ernannt. Professor Kühn hat besonders auf dem Gebiet der Erblehre gearbeitet. Professor Dr. Johannes Lange, Ordinarius für Psychiatrie und Direktor der Üniversitäts-Nerven- Klinik in Breslau, ist im Alter von 47 Jahren gestorben. Professor Dr. Lange, ein Schüler von Kraepelin, hat sich u. a. mit der Zwillingsforschung, den Folgen der Entmannung und Fragen der Erbbiologie beschäftigt. Auch ein Lehrbuch der Psychiatrie ist aus seiner Feder heroorgegangen. ~~ bewunderte, schon großartige Pläne zu baulicher ' Neugestaltung Deutschlands hatte, ein Wille zur ’* Prägung und Formgebung deutschen Lebens und deutscher Kunst, der seinem politischen Wollen unwiderstehliche Schwungkraft verlieh. Zu solchen Plänen, die lange vor der Machtergreifung in Troosts Atelier erörtert wurden, £°- luftschutzbund, eine Aufklärungs- und Werbeaktion für Die Volksgusmaske einsetzen, durch die der Bevölkerung Aufschluß über die Notwendigkeit und Zweckmäßigkeit des Besitzes einer Volksgasmaske gegeben werden wird. In einer internen Besprechung, an der Vertreter der Kreisleitung, der NSV. und des Reichsluftschutzbundes teilnahmen, wurde über Grundzüge Der Werbung, der Zuweisung und der Ausgabe der Dolksgasmasken gesprochen. Es ist damit zu rechnen, daß man in etwa drei ober vier Wochen Näheres hören wird. Der Zeitpunkt der men. Mit dem 30. Januar 1933 wurde Paul Ludwig T r o o st, der Baumeister der Bewegung, Leiter der Bauten im neuen Deutschland. Zu den Aufgaben, die ihn erwarteten, gehörte der Bau des Reichsstatthalter-Palais in München, der Ausbau der Wohn- und Arbeitsräume des Führers in der damaligen Neuen Reichskanzlei und die Errichtung des Hauses der Deutschen Kunst, das nicht am Botanischen Garten, an der Stelle des niedergebrannten Glaspalastes stehen sollte, sondern in der Prinzregentenstraße, am Südrande des Englischen Gartens. Eine der schwierigsten Arbeiten aber war die Umgestaltung des KöniglichenPlatzes in München, eines der wenigen rein klassizistischen Plätze Europas. Das offene Rechteck dieses Platzes, von der Neuen Staatsgalerie, dem Propyläentor und der Glyptothek begrenzt, verlor sich ohne Abschluß zum Karolinenplatz. Diese Lücke schloß Troost durch die langgestreckten P a r t e i b a u t e n an der Arcisstraße: das Führerhaus mit dem monumentalen Kongreßsaal und das Verwaltungsgebäude der NSDAP. Zwischen den beiden stehen die Ehrentempel für Die Gefallenen des 9. November und geben im Zug der Brienner Sttaße den Blick auf das Braune Haus und den Karolinen-Obelisk frei. Alle modernen Bauten sind aus hellem Kalkstein aufgeführt, dem gleichen Material wie die Gebäude aus der ludovizianifchen Zeit. Ein Belag aus Steinplatten betont Die Geschlossenheit des großen Platzes. So fügen sich diese Bauwerke harmonisch in das Bild der' Stadt. Die Anwendung klassizistischer Formen, wie sie im Süden von Klenze, im Norden Deutschlands von Schinkel, ausgeprägt wurden, bedeutet keine leere Nachahmung der Antike. „Niemals war die Menschheit in ihrer Empfindung ber Antike näher als heute", hat ber Führer erklärt. Das bebeutet: bem Geist ber Antike, bem hohen Ethos ihrer Staatsibee, Die in ihren Bauten ewig gültigen Ausbruck gefunben hat. Die neue beutfche Baukunst will keine bizarr verschachtelten Würfelformen, unb sie baut auch nicht — wie etwa bas setzte Drittel bes vergangenen Jahrlftmberts — Gaswerke, Die wie gotische Dome aussehen, unb Feuerwachen im Stil ilorentinischer Paläste. Aber sie ist auch, wie es ber Führer in seiner großen Rebe auf dem Nürnberger Parteitag 1933 ausgedrückt hat. „ohne Angst, bas gefunbene unb überlieferte Gut der Vorfahren zu verwenden, mutig genug, das selbst gefundene gute Neue mit ihm zu verbinden." Aus solcher Gesinnung ist bas Werk Paul Lub- mig Troosts zu verstehen unb zu roürbigen. Walter Schwerdtfeger. keit sm ed aille und trug weiterhin in der entsprechenden Spalte verschiedene Materialschlachten ein. Die Ehrenzeichen kaufte er sich und trug sie bis in das Jahr 1937. Als durch den Führer das Frontkämpferkreuz gestiftet wurde, kam er auch zwangsläufig unter Vorlage seiner gefälschten Abschriften um dieses Ehrenzeichen ein. Es wurde ihm verliehen, und er legte es auch an. Die Delikte des Angeklagten, der seinen dienstlichen Obliegenheiten mit großem Eifer nachkam, wären vielleicht nie entdeckt worden, wenn er seiner Direktion nicht plötzlich durch übermäßige Ausgaben ausgefallen wäre. Das Gericht verurteilte den Angeklagten wegen schwerer Urkundenfälschung, wegen Gebrauchmachens einer Falschurkunde und wegen Vergehens gegen § 6 Zisf. b des Gesetzes über Titel, Orden und Ehrenzeichen unter Zubilligung mildernder Umstände zu einer Gefängnis st rafe von 1 Jahr 6 M o- naten. Nur dem Umstand, daß er sich jahrelang gut geführt hatte, hat er es zu verdanken, daß er nicht eine empfindliche Zuchthausstrafe erhielt. Der Angeklagte hatte weiterhin 12,50 RM. der Portokasse entnommen, aber dafür einen Entnohmebeleg in die Kasse gelegt. Das Gericht hielt den Tatbestand der Untreue in subjektiver Beziehung nicht für gegeben und sprach den Angeklagten insofern frei. Da der Angeklagte das Urteil onnahm und der Staatsanwalt auf die Einlegung von Rechtsmitteln verzichtete, wurde die Entscheidung sofort rechtskräftig. Soweit der Angeklagte verurteilt wurde, hat er außerdem die Kosten des Verfahrens zu tragen. Aus der engeren Heimat. Dom Erntewagen überfahren und getötet. -4- Grü.nberg, 16. Aug. Ein hiesiger Landwirt hatte heute einen Wagen Roggen bei der Dreschmaschine quf dem Felde dreschen lassen. Mit den Fruchtsäcken und dem Stroh auf dem Leiterwagen wollte er in die Scheuer einfahren. Die Einfahrt führt, durch eine enge Straße und ist daher mit einem ^Erntewagen schwierig. Um das Hängen- bleiben des Wagens an einer Hausecke zu verhindern, griffen der 68jährige Hermann Rühl I. und ein weiterer Mann am linken Hinterwagen an und wollten den Wagen zur Seite ziehen. Unglücklicherweise rutschte Rühl aus und kam unter das Rad, das ihm über Leib und Brust ging, so daß er nach kurzer Zeit ver - st a r b. Der Fuhrmann, der sich bei seinen Pferden befand, hatte den Vorgang nicht bemerkt. Umfassende Sportstätte für Butzbach geplant. * Butzbach, 16. Aug. Da in unserer Stadt eine größere zweckentsprechende Sportstätte fehlt, beschäftigt sich die Stadtverwaltung schon seit geraumer Zeit mit dem Gedanken, eine Anlage zu schaffen, die den Forderungen unserer Zeit entspricht und auch in Butzbach eine Betätigung auf dem Gebiete der Leibesübung auf breiter Front zuläßt. Nunmehr sind die ersten Schritte durch die Stadtverwaltung getan worden. Die Platzfrage ist geklärt. Die neue Sportstätte soll am Vogelsang, also zwischen der Cleeberger Straße und der Hinden- burgallee erstehen. Die Geländewahl hat auch bereits die Zustimmung der ßanbesregierung gefunden. Dtzr Plan in seinen großen Zügen sieht vor, daß das eigentliche Sportfeld nahe dem Waldrand ersteht, etwas unterhalb, getrennt vom Sportfeld, aber doch einbezogen in den gesamten Komplex, soll das Schwimmbad gebaut werden. Man wird besonderen Wert darauf legen, die neue Sportstätte günstig dem Landschaftsbild einzufügen. Schadenfeuer vernichtet Erntevorräte. Lpd. Büdingen, 16. Aug. Durch ein großes Schadenfeuer in dem Anwesen des Land- und Gastwirts Jakob Riefer in Leisenwald wurden nahezu die gesamten Erntevorräte ein Raub der Flammen. Das Feuer, das um Mitternacht aus- brach, verbreitete sich rasch über das ganze Wirtschaftsgebäude. Der Saal der Wirtschaft wurde schwer beschädigt, während das Wohnhaus gerettet werden konnte. Bei der Arbeit schwer verunglückt. ch Nieder-Gemünden, 17. Aug. Der an der Reichsautobahn beschäftigte 47 Jahre alte Arbeiter Max Snitbert von hier erlitt bei seiner Arbeit an der Baustelle einen Unfall. Eine Lore fuhr ihm gegen den Leib, wobei er schwerste innere Verletzungen erlitt. Der bedauernswerte Mann wurde sofort in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht. Der Zustand des Verunglückten ist bedenklich. Dier Knaben in Lebensgefahr. Dor dem Tode des Ertrinkens gerettet. Hohensolms, 16. Aug. Als der hiesige Flurhüter Fr. K a u ß am vergangenen Sonntagnachmittag seinen üblichen Rundgang machte, kam er auch an den sogenannten „Neuen Weiher", einen Jischweiher, wo er an einer verbotenen, weil sehr tiefen Stelle, vier Knaben im Alter von 8 bis 10 Jahren baden sah. Obwohl die Jungep anscheinend des Schwimmens nicht kundig waren, wagten sie sich in das Wasser. Der Feldhüter sah sofort, daß die Knaben untergegangen waren und sich in größter Lebensgefahr befanden. Ohne sich lange zu besinnen, sprang er in voller Kleidung den Kindern nach und holte unter großer Mühe drei der Knaben aus dem Wasser. Zufällig kam ein weiterer Einwohner unseres Ortes, Willi Andre, hinzu und entriß den vierten dem nassen Element. Bei einem der Knaben mußten Wiederbelebungsversuche unternommen werden, die glücklicherweise von Erfolg begleitet waren. Nachdem der erste Schreck überwunden war, konnten die Kinder, die aus Erda stammten, nach Hause gehen. x Zweilanggesuchtephotobetrügergefaßt Lpd. Limburg a. d. Lahn, 16. Aug. In einem hiesigen Photohaus erschienen zwei Männer, die Interesse für einen Contax-Apparat im Wert von 450 Mark zeigten. Der Geschäftsinhaber traute dem Kauf nicht ganz und setzte sich mit der Polizei in Verbindung. Als sich diese der beiden Fremden an» nahm, stellte es sich heraus, daß man einen außerordentlich guten Griff getan hatte. Es handelte sich um zwei langgesuchte Photobetrüger, die in „Sicherheit" gebracht werden konnten. Landkreis Gießen. § Lollar, 16. Aug. • Der Kaninchenzucht- verein Lollar und Umgegend im Reichsoerband der Kleintierzüchter hielt im Gasthaus „Germania" eine Versammlung ab, in der eine Reihe Fragen der Zucht zur Besprechung kamen. — Ein Unfall, der leicht schlimmere Folgen hätte haben können, trug sich hier zu. Ein etwa drei Jahre alter Junge lief in ein Auto, das ihn erfaßte. Außer einigen Hautabschürfungen scheint er glücklicherweise keinen Schaden davongetragen zu haben. — Die hiesige Kriegskameradschaft hielt im Vereinslokal am Samstagabend ihre Monatsversammlung ab. * Londorf, 16. August. Der „Sicklerteich" (Gewann Hainstruth) in unserer Gemarkung, der zum Besitz der Familie der Freiherren Nordeck zur Rabenau gehört, ist durch eine Anordnung des Kreisamtes unter Naturschutz gestellt worden. = Steinbach, 16. Aug. Am Montag gegen 5 Uhr ereignete sich auf der Reichsautobahn in der Gemarkung Garbenteich, kurz vor dem Zubringer Steinbach, ein D e r k e h r s u n f a l l. Ein Möbeltransportwagen aus Saarbrücken fuhr die Böschung hinunter und blieb, mit den Rädern nach oben, liegen. Der Lenker des Fahrzeuges und ein Fahrgast, der Besitzer der Möbel, konnten den Wagen nur durch das Fenster verlassen, hatten aber gleicherweise keine Verletzungen erlitten. Die Mobelein- Jn einem neuen Erlaß vom 15. Juli 1938 ist nochmals zum Ausdruck gebracht worden, daß eine Steuerpflicht entfällt, wenn die Räume, in denen sich Empfangsanlagen befinden, lediglich Betriebsangehörigen und nur während der Arbeitszeit zugänglich sind. Darüber hinaus wird eine Vergnügungssteuerpflicht auch dann verneint, wenn sich die Anlagen in jedermann zugänglichen Räumen befinden, aber betriebsfremde Personen sich gewohnheitsgemäß nur kurze Zeit in diesen Räumen aufzuhalten pflegen. ** Derkehrsunsall. Am gestrigen Dienstag in früher Morgenstunde fuhr an der Ecke Rodheimer- Krofdorser Sttaße ein von Heuchelheim kommendes Personenauto, das für vier Personen Platz hat, in dem aber sieben Menschen saßen, angeblich infolge Reifenschadens auf den Bürgersteig und stürzte dort um. Von den Insassen wurde einer leicht verletzt, die übrigen tarnen zu ihrem Glück unverletzt davon. Bei dem Unfall dürften die Folgen einer allzu kräftigen Feier der Heuchelheimer Kirmes eine sehr bedeutsame Rolle spielen. Der Fahrer des Kraftwagens befindet sich in Polizeigewahrsam und wird wegen Trunkenheit am Steuer eines Kraftwagens heute vormittag von der Polizei dem Amtsgericht Gießen vorgeführt. Dezirksschöffengericht Gießen. Als ein Mensch mit einem Leben voller Verworrenheit und Widersprüchen offenbarte sich der Eugen Schuster aus Gießen dem Bezirksschöffengericht. Bereits in früher Jugend war der Angeklagte mit dem Strafgesetz in Konflikt gekommen. Während des Krieges meldete er sich als Freiwilliger. Anstatt sich auszuzeichnen, um sich auf diese Weise zu rehabilitieren, drückte er sich nach allen Regeln der Kunst. Ueberall trieb er sich herum, nur vor dem Feinde war er nie. Nach der Novemberrevolte 1918 entpuppte sich der Angeklagte als Hochstapler und Konjunkturritter schlimmster Sorte. Mit erstaunlichem Geschick brachte er es in jenen trüben Nachkriegsjahren fertig, seine Mitmenschen auszunutzen. Gleich nach bdm Kriegsende verstand der Sch. nur noch s ch l e ch t d e u t s ch. Er sprach ein fürchterliches Kauderwelsch, gab sich als Amerikaner, als Sohn eines amerikanischen Konsuls, als Mitglied der amerikanischen Ententekommifsion aus und schädigte Dumme. Dann trat er als Glashüttenbesitzer, als Käufer von Gütern ufw. auf und versuchte sich in internationalen Schiebungen. Da die Juden damals in Deutschland das große Wort führten, beschaffte er sich Bescheinigungen, die auswiesen, daß er zum Judentum übergetre» t e n fei. Heute versucht der Angeklagte, jenen lieber» tritt als Scherz hinzustellen, aber er hatte mit seinen Darlegungen keinen Erfolg. Nach diesem lieber» tritt zum mosaischen Glauben wurde der Angeklagte, nachdem er ursprünglich der katholischen Konfession angehörte, Freidenker, trat in die SPD. und in die berüchtigte Liga für Menschenrechte ein. In jenen Jahren, in denen S ch u st e r keiner geordneten Tätigkeit nachging, erschien er wieder mehrmals vor den Schranken der Gerichte. Dieses Treiben setzte er bis in das Jahr 1929 fort. Der Angeklagte heiratete und ernährte seine Familie und sich mit seiner Hände Arbeit. 1931 wurde in der hiesigen Heil- und Pflegeanstalt die Stelle eines Pförtners frei. Der Angeklagte bewarb sich um den Posten, den er auf Grund eines von Anfang bis zu Ende erlogenen Lebenslaufes erhielt. Als der nationalsozialistische Umbruch kam, gab sich der Angeklagte einmal als gottgläubig aus. Eines Tages erhielt er ein behördliches Formular übersandt, das über feine Militäroerhältnisse ausgestellt worden war. In den Rubriken für Beförderungen, Ordensverleihungen, Teilnahme an Schlachten befanden sich, der Wahrheit' entsprechend, lediglich Striche. Dies erschien dem Angeklagten, der um seine Stelle bangte, etwas dürftig. Er fertigte sich deshalb von diesem Formular Abschriften an. Die Striche, die fein Mißfallen erregt hatten, trug er nicht ein, sondern er ließ die verschiedenen Rubriken ganz frei. Dann ließ er sich diese Abschriften durch die Polizei beglaubigen. Nun füllte er die einzelnen Rubriken nach Herzenslust aus. Er beförderte sich selb st, verlieh sich das E.K. I und II, b i e bayerische Tapfer- Zwei hinter Gisela. Vornan von Hans Hirthammer. Urheberrechtschutz Verlag Oskar Meister, Werdau/Sa. 27. Fortsetzung. (Nachdruck verboten!) ,So, so!" sagte der Notar und griff schmunzelnd nach einem Aktenbündel, das auf dem Schreibtisch lag. „Einen Augenblick, Fräulein Mertens. Wann sind Sie geboren?" ' „Am 23. März 1911!" „Richtig! Ihre Mutter hieß Angelika und war eine geborene Steinmetz, geboren am 3. Juli 1885 in Berlin. Stimmt das?" „Ja, stimmt, ganz genau!" mußte Gisela verwundert zugeben. „Woher wissen Sie das alles?" Die Frage stürzte Herrn Kindlmann in einen heftigen Lachanfall. „Aus den Akten, Fräulein Mertens! Jedenfalls dürfen Sie völlig unbesorgt sein. Es liegt bestimmt kein Irrtum vor.' Sie haben keine Geschwister, nicht wahr? „Nein!" „Alles in Ordnung! Aber nun zu etwas anderem! Ich vermute wohl richtig, daß Sie keine Trauerkleidung bei sich haben?" „Trauerkleidung?" erschrak Gisela. „Nein, habe ich nicht!" Der Notar zog die Uhr. „Sie müssen sich alles Nötige noch heute besorgen. Am besten ist es wohl, wenn Sie sich meiner Frau als Ratgeberin bedie- nen." Ein beklemmender Schauer riefelte über Giselas Rücken. „Ja, gewiß!" stotterte sie. „Aber ich — ich habe--" Kindlmann konnte unschwer erraten, wo der Schuh drückte. „Sie haben vermutlich nicht genügend Geld bei sich! Ich strecke Ihnen selbstverständlich das Nötige vor!" „Dorstrecken ist gut gesagt!" dachte Gisela verzweifelt. Sie beschloß, in diesem Punkt eine klare Lage zu schaffen. Schließlich konnte niemand von ihr verlangen, daß sie sich wegen dieser Geschichte in Unkosten stürzte. Und selbst, wenn bei der Testamentseröffnung ein Hundertmarkschein für sie abfallen sollte — sie wußte dafür eine bessere Der- wendung, als es die Bezahlung sinnloser Schulden war. „Nehmen Sie mir eine — nüchterne Frage nicht übel, Herr Notar! Darf ich damit rechnen, daß mir die Kosten erstattet werden, die mir durch die mit dem Trauerfall verbundenen Anschasfungskosteu entstehen? — Mein Einkommen ist alles andere als üppig, ich kann es mir nicht leisten, wegen dieses Trauerfalles, dem ich doch völlig unbeteiligt gegen*- überstehe, Verpflichtungen einzugehen, die meine Verhältnisse übersteigen." Der Notar hatte mit einem heimlichen Schmunzeln zugehört. Als sie nun aufblickte, legte er das Gesicht in ernste Falten. „Hm!" meinte er. „Es ist zwar bezüglich einer Erstattung Ihrer Kosten nichts vorgesehen, aber — ich sehe die Berechtigung Ihres Verlangens vollkommen ein. Es ist gut, daß Sie darauf zu sprechen kommen. Ich werde dafür sorgen, daß Ihrer Forderung stattgegeben wird. Wir wollen das gleich festlegen! Erstens also die Rückerstattung der tatsächlich entstandenen Spesen in voller Höhe, und zweitens eine pauschale Entschädigung für die geopferte Zeit, sagen wir: dreißig Mark für den Tag! Wären Sie damit einverstanden?" „Das — ist viel zu hoch!" rief Gisela, während sie einen freudigen Schreck nicht verbergen konnte. „Dies zu bestimmen, müssen Sie schon mit über« lassen. Zudem kann ich Ihnen verraten, daß ich durchaus im Sinne des Verstorbenen handle. — Aber nun kommen Sie! Ich werde Sie meiner Frau vorstellen. Bevor Sie jedoch einkaufen gehen, müssen Sie noch etwas zu sich nehmen. — llebri» gens — ich darf Sie doch als unseren Gast betrachten? Oder haben Sie schon ein Hotelzimmer bestellt?" Es blieb Gisela in ihrer Verlegenheit gar nichts anderes übrig, als sich mit allem einverstanden zu erklären. 30. Dieser 12. Juni, an dem die irdischen Reste des Herrn Eduard Grützmacher zur letzten Ruhe bestattet werden sollten, war ein trostlos grauer, regnerischer Tag. Gsiela erwachte von einem nachdrücklichen Klopfen. .,Ja, schon gut'" rief sie schlaftrunken. Erst, als sie die Augen aufschlug, merkte sie, daß sie nicht in ihrer Stube in der Milmersdorfer Straße mar, sondern im Fremdenzimmer des Notars Kindlmann in Breslau. Sie wurde hellwach, sprang aus dem Bett und war geneigt, trotz des Regens einen übermütigen Jodler anzustimmen. Jedoch entsann sie sich noch im rechten Augenblick, daß ein solcher Unfug wohl nicht am Platze sei im Angesicht des ernsten, schwarzen Kleides, das, zum Anziehen bereit, über der Stuhllehne hing. Immerhin konnte niemand opfi ihr verlangen, daß sie wegen des bevorstehenden Ereignisses in Tränen ausbrechen würde. Sie stellte sich den Toten als einen freundlichen, alten Herrn vor, der sicher einen Sinn für Humor besessen hatte. Wie sonst wäre es ihm eingefallen, ausgerechnet Gisela Mertens zu seiner Beisetzung einzuladen. Sie wusch sich, und dann legte sie die Trauerkleidung an, eine geradezu prunkvolle schwarze Rode, deren Preis ihr gestern ein gelindes Gruseln verursacht hatte. Der Vollständigkeit halber setzte sie auch gleich den Hut auf und ließ den dichten, schwarzen Schleier über das Gesicht fallen. Vor dem Spiegel betrachtete sie ihre Gestalt mit unverholener Ehrfurcht. Während sie noch dabei war, gemessene Bewegungen einzuüben, kam Frau Kindlmann und schlug überrascht die Hände zusammen. „Wunderbar sehen Sie aus. Fräulein Mertens, wie eine junge Witwe!" „Finden Sie?" Die ,Witwe' wurmte Gisela ein bißchen. „Kommen Sie gleich zum Frühstück! Mein Mann erwartet Sie schon. Es ist bloß noch eine Viertelstunde Zeit, für acht Uhr ist der Wagen bestellt." Gisela nahm Hut und Schleier vorsichtig ab und folgte der Dame mit engen Schritten. Das Kleid lag knapp an und verhinderte so zum Glück, daß das Mädchen in die gewohnten Sprünge verfiel. Der Notar, ebenfalls in feierliches Schwarz gehüllt, begrüßte sie mit ernster Miene. Schweigend wurde das Frühstück eingenommen, und als Gisela eben überlegte, ob sie es wagen durfte, ein drittes Stück Kuchen zu nehmen, wurde gemeldet, der Wagen sei oorgefahren. Wenig später saß Gisela im Auto neben dem Notar und versuchte sich in der Nachahmung seiner strengen, würdevollen Miene. „Sie werden verschiedene Leute kennenlernen!" begann Kindlmann sie auf das Kommende vorzubereiten. „Der Bekanntenkreis des Verstorbenen war zwar nicht sehr umfangreich, aber er reicht aus, um einen anständigen Leichenzug abzugeben." „Mein Gott", stammelte Gisela, „muß ich denn wirklich mit dabei sein?" „Allerdings, mein Kind.' Sie müssen der — hm — Marotte des Verblichenen schon das nötige Verständnis entgegenbringen. Ich werde aber dafür Sorge tragen, daß man Sie nach Möglichkeit in Frieden läßt! Nur Mut!" Gisela lächelte tapfer. „Ich werde mich zusammen- nahmen und meine merkwürdige Rolle so gut wie möglich zu spielen versuchen." Sie wandte ihre Aufmerksamkeit den Schönheit richtung, die der Wagen barg, wurde schwer bei schädigt. Auch der Wagen selbst wurde in Mit« leidenschaft gezogen. Mit Hilfe eines Hebekranes, ' her aus Frankfurt angefordert wurde, wurde das Auto wieder auf die Bahn gebracht. Wie es zu dem Unfall kam, konnte bisher nicht festgestellt werden. Z A l b a ch , 17. Aug. Der frühere Pflasterer, jetzige Auszügler Jakob Schmitt, dahier, kann am 18. August in guter Gesundheit seinen 7 4. Oe« b u r t 5 t a g feiern. Mit seiner Ehefrau Margarethe, geborene. Damm, die am 20. Juni 75 Jahre alt wurde, konnte er vergangenes Jahr die goldene Hochzeit feiern. Frau Schmitt ist eine der wenigen noch lebenden sogenannten Pariser. Ihre Eltern lebten vor 1870, wie so viele Hessen, in Paris und verdienten dort chren Lebensunterhalt hauptsächlich als Straßenkehrer, da sie in der Heimat keine Arbeit fanden. Frau Schmitt wurde in Paris geboren und von dem dortigen deutschen evangelischen Pfarrer getauft. Gefährlicher Einbrecher von einem Mädchen überwältigt. Verbrecher erhängt sich nach seiner Festnahme. _ Spb. Frankfurt a. M., 16. Aug. Ein in bet Schweizerstraße wohnendes junges Mädchen über» raschle nachts beim Heimkommen einen Einbrecher in dem Augenblick, als dieser bei einem im Erdgeschoß wohnenden, aber abwesenden Arzt einbrechen wollte. Da das Mädchen die Haustür bereits abgeschlossen und dadurch dem erwischten Einbrecher den Rückweg abgeschnitten hatten flüchtete dieser die Treppe hoch. Er wurde jedoch von dem Mädchen verfolgt und im dritten Stock von ihm gestellt. Dort entspann sich zwischen beiden e i n heftiger Kampf, wobei der Einbrecher dem Mädchen die Hausschlüssel zu entreißen versuchte Und ihm dabei mehrfach in die Hände biß. Trotzdem gelang es dem Mädchen, das sehr gut in Jiu-Jitsu ausgebildet i ft, den Einbrecher i'o lange festzuhalten, bis weitere Hausbewohner hinzukamen und den Einbrecher der Polizei übergeben konnten. Der Täter ist ein mehrfach wegen Einbruchdiebstahls mit Zuchthaus vorbestrafter 57jähriger Mann, der in früheren Zeiten der Kriminalpolizei schon viel zu schaffen gemacht hat. In der folgenden Nacht hat er/sich dann in seiner Zelle mit einem Bettuch st reif en erhängt und so selbst gerichtet. Ein Mansardeneinbrecher dingfest gemacht. Lpd. Frankfurt a. M., 16. Aug. Seit Mar 1937 wurden in bestimmten Zeitabständen in Frankfurt, und zwar in der Bahnhofsgegend, auf der Zeil und in der Altstadt, in den Vor- und Nachmittags-' stunden Manfardeneinbrüche ausgeführt. Der Täter stahl Geld, Wert- und Schmucksachen sowie Kleidungsstücke aller Art. Nunmehr konnte die Kriminalpolizei den Einbrecher festnehmen, der schon mehrfach mit Zuchthaus vorbestraft ist. Ein Teil der gestohlenen Sachen wurde wieder herbeigeschafft und den Geschädigten zugestellt. Der Einbrecher hat aber auch Diebesgut an Privatpersonen verkauft. Es ergeht deshalb die Aufforderung an alle Personen, die in letzter Zeit Gegenstände gleich welcher Art von einem gewissen Hermann Später, etwa 25 Jahre glt, oder einem Unbekannten gekauft haben, diese Gegenstände bei der Polizei abzuliefern. Ferner bittet die Kriminalpolizei alle Personen, die in letzter Zeit ähnliche Schäden erlitten, diese aber nicht zur Anzeige gebracht haben, sich bei ihr zu melden. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Derbindlichkelt der Schriftleitung.) Veamlenpension. Die Auffassung, daß einem Be amten bei Dienstunfähigkeit durch Dienstverletzung oder Kriegsdienstoerletzung 70 v. H. des Ruhegehalts ohne Rücksicht auf die Zahl der Dienstjahre zustehen, ist unrichtig. Die Höhe der Pension richtet sich vielmehr stets nach der Anzahl der Dienstjahre. Wird im Einzelsall ein höheres als das gesetzliche Ruhegehalt gezahlt, so ist dies allein auf einen Gnadenerweis zurückzuführen. der Landschaft zu, soweit diese in der milchigen Dämmerung des unablässig strömenden Regens erkennbar war. Der Wagen hatte soeben einen Wald durchquert und glitt nun in leicht ansteigenden Kurven einem Dorf zu, dessen Dächer zwischen Obstbäumen sichtbar wurden. Hühnervolk stob gackernd auseinander. Ein Hund kläffte mißlaunig hinter dem Wagen her. „Das ist Hengersdorf!" erläuterte der Notar, während der Wagen mit gedrosselter Geschwindigkeit zwischen den schmucken, sauberen Häusern dahinfuhr. „So auf dem Lande leben, müßte schön fein!* gab Gisela ihren Gedanken Ausdruck. „Diese wunderbare^ Ruhe, keine Straßenbahnen, kein Verkehr, keine Normaluhren! Ich begreife nicht, daß es Menschen gibt, die sich nach dem Stadtleben sehnen!" Der Notar deutete auf ein hübsches Häuschen, das mit blanken Fenstern hinter einer Rosenecke hervorlugte. „Hier wohnt Lore Jasper, die bekannte Schriftstellerin. Haben Sie noch nichts von ihr gelesen?" Gisela schüttelte den Kopf. „Man hak ja so wenig Zeit zu solchen Dingen!" „Sie werden Fräulein Jasper unter den Trauergästen sehen. Eine junge Dame, die Ihnen bestimmt gefallen wird! Sie gehört übrigens zu den wenigen Auserwählten, denen es gestattet war, in Lauterbrunn aus- und einzugehen." „Dieser Herr Grützmacher war wohl eine Art Sonderling?" „Das ist zuviel gesagt! Allerdings lebte er sehr zurückgezogen, seit er seine beiden Söhne und seine Frau verlor. Die Söhne fielen im Krieg, beide in einem Jahr. Die Mutter erholte sich nicht mehr von diesem Schlag. Im gleichen Jahr trug man auch sie zu Grabe. Gisela nickt verstehend. Kein Wunder, daß das einen Menschen ummarf und zum Einsiedler machte? „Wir sind bald da, Fräulein Mertens! Sehen Sie dort drüben — das ist Lauterbrunn!" Gisela blickte gespannt in die angedeutete Richtung und sah, aus dem Dunst hervortauchend, ein langgestrecktes, mäßig hohes Gebäude auf halber Höhe eines sanft ansteigenden Bergrückens. „Aha!" meinte sie, mit dem Kopfe nickend. Was aber ihre Aufmerksamkeit in viel höherem Maße möchrief, war die stattliche Burg, die über dem Gutshof den Gipfel des Berges krönte und sich in helleren Umrissen vom dunkleren Hintergrund des Himmels abhob. (Fortsetzung folgt!) m'S I ä Ä »ie« J'S I 'bete »f? S. I :MÄ hntn ^ 4 ^"1 ">u toatg.®«'' t »’»» n. faife > Zrr echer erwäliigt. Seftnabme. t ®»,n »•- -Uiab^en über. ,lne" 6inbrf»it ™em im fri, J W etnbredjen tur bereits abqe. ^'nbrecher den ^ete dieser die ’n bem Mäd. 'Stock von ihm hen beiden ein Einbrecher dem "reitzen versuchte le Hände biß .tefedrggj 1 llt, den Ein, weitere hausbe- recher der Polizei ?en Einbruchdieb, ^jähriger Monn, ninalpolizei schon -t folgenden Nacht te mit einem und so selbst ge- »er dingfest JMufl. Seit Mai I ständen in Frank- I gend, aus der Zeit I und Nachmittags' I fesührt. Der Täter I achen sowie Klei- konnte die Krimi- | hmen, der schon ft ist. Ein Teil der herbeigeschafst un- Diebesgut an $ri- deshalb die Lus- n letzter M i einem gewißen I -e (ilt, ober einem (Segenftänbe bei 1 et die KritninaV | Ltt M Mx4){ | M 96’ I -Iden. thoffwn. ßetbinblidjfett »■) na, d°h «m »t ■6 $ien[n>erle6u"l i S). des »■ °hl der »W- da Pension ruitil ,m der Hienitl*' «15 b«.8eW*‘ lein Mi ein«"®”0. jn ter miidjii1” menten 55«!«”’ Wald bur^querl HM* * Wagen , ZG n* Ae ®u”' jinien«^ it«r f'Ltelann« , ■sr«3*i fr# <5 el, B»l ei”' ®a sti>t ‘ n Sohne u _ m ' m ’S ■' h<- n ^ni^H 5* li'n W IM Gau sind Wirischast Die AS.-Kampsspiele mehr als nur sportlicher Wettkampf am Am 17. August wird in Essen die Interna» Wehrmacht.. Zu Ehren der Delegierten der am Internationa» len Gartenbaukongreß beteiligten Lander gab die Reichsregierung einen Empfang. Im Namen der Reichsregierung begrüßte der Reichsminifter für Er» nährung' und Landwirtschaft, Darre, zugleich als Präsident des 12. Internationalen Gartenbauton» gresses, die Gäste. Er stellte fest, daß die Sektions» sitzungen und Beratungen wichtige wissenschaftliche Ergebnisse gezeitigt hätten. Wenn zu diesem wissenschaftlichen Gedankenaustausch, so sagte der Mini» ster, noch eine enge persönliche Fühlungnahme von Mensch zu Mensch träte, so glaube ellke wurde im Kugelstoßen abermals geschlagen, diesmal von dem Amerikaner Watfon. Wasserballspiel Äießen - Wetzlar 11 : 3. Die Wasserball-Mannschaften von Gießen und Wetzlar trafen sich zu einem Freundschaftssplel m ber Müllerschen Badeanstalt. Hnere heimischen Schwimmer stellten folgende Mannschaft ins J5eb. Srbüler- Ortwem, Keiner; schomber, Werner Rascoe Albold. Dor dem Spiel ftanb man etwas dieser Gießener Aufstellung gegenüber, denn es war das erstemal, daß der ewige Verteidiger m Lager, beim Tierfang und bei den verzweifelten Jagden auf eine Handvoll zoologischer Raritäten begab." Der Leser folgt diesem Reisebericht mit großem Interesse und in ständiger Spannung. Denn der Verfasser versteht fesselnd zu erzählen und dadurch den Leser gewissermaßen anschaulich dabei sein zu lassen. Das Buch verdient eine gute Empfehlung. — Porini. Wie ich Deutsch-Ostafrika wieder- scch. Zwölf Jahre mit Boys und Trägern durch Busch und Steppe. Von Gerhard S ch e 1d) e (Wilhelm Köhler, Verlag, Minden in Westfalen. Geb. RM. 3,85.) —(510)— General von Lettow« Vordeck gab diesem Buch ein Geleitwort, und er erläutert darin auch das Wort „Porini". Es ist dem Kisuaheli, einer Negersprache, entnommen und heißt auf deutsch „im Busch". Es ist ein Buch, das unzähligen Deutschen aus dem Herzen geschrieben sein wird, weil es, wie kaum ein zweites, die tiefe Sehnsucht widerspiegelt nach einem größeren Deutschland über den Meeren, nach unserem Kolonialreich. Der Verfasser ist alter Ostafrikaner, der im Stabe von General Lettow-Vorbeck den ruhmreichen ostafrikanischen Feldzug mitgemacht hat. Schelcher ist ein guter Kenner unseres schönen Deutsch-Ostafrika, das er mehr als ein Jahrzehnt lang in Krieg und Frieden durchstreift hat. Zuerst lange Zeit als Angestellter beim Bau der Zentralbahn, dann jahrelang als Hauptschriftleiter der „Deutsch-Ostafrikanischen Zeitung" und während des Weltkrieges, in dessen Verlauf er den Rückzug vom Norden bis zum Rowuma in der Front miterlebte. Die naturnahen Schilderungen der Schönheiten Deutsch-Ostafrikas und seiner Bewohner lehren den Leser dieses seltsame Land nicht nur wirklich kennen, sondern sie lassen es ihn miterleben, lieber allem liegt ein geheimnisvoller Hauch des Rätselhaften, letztes Geheimnis einer anderen, uns fremden Welt, das sich uns niemals ganz erschließt. Der Leser geht bei diesem Buche von der ersten bis zur letzten Zeile mit, immer wieder aufs neue gepackt von dem eigenartigen Reiz der tiefen Empfindung, die der Autor in jedes Erlebnis zu legen weiß. Alles in allem ein Buch, das man nicht nur gelesen haben möchte, sondern das man besitzen muß, um es immer wieder zu lesen. Heinrich Zillich: Attilas Ende. Erzähluna. 108 Seiten. Biegsam gebunden 2,40 Mk. Verlag Albert Langen-Georg Müller, München, 1938. — (225) — Eine frühe, bisher kaum über Siebenbürgen hinaus bekannt gewordene Erzählung legt Zillich in einer neuen, überarbeiteten Fassung seinen Freunden vor. Auf gedrängtem Raum entrollt er in scharf umriffenen Szenen ein dramatisches Bild von der Macht und Größe des Hunnenkönigs, der nach einem Leben voller Kämpfe und Siege schließlich an seiner alles menschliche Maß verlierenden Herrschsucht zugrundegeht. Die gemalt- tätige Werbung Attilas um die Burgunderin Jldiko ist zugleich ein Ringen um die Behauptung einer Macht, die alles oder nichts fein will. Vor den Toren Roms, wie vor den Augen Jldikos zerbricht seine Herrschaft, und ein Blutsturz setzt seinem Leben in der Hochzeitsnacht am letzten Tage des Rückzuges ein jähes Ende. Die Art, wie Zillich die Vorgänge für unsere Gegenwart lebendig zu machen weiß, verrät den Dichter, der sich den Sinn bewahrt hat für den Zusammenklang von Historie und Leben. — Wohnen und Wirtschaften. Von Irmgard Schütz-Glück. 182 Seiten mit 131 Abbildungen. Kartonniert RM. 3,25. Leinen RM. 3,85. Franckh'sche Verlagshandlung, Stuttgart. — (237.) — Das vielseitige Werk bringt Hinweise für die Wahl und die Einrichtung der Wohnung, gibt Anleitung für Pflege und Instandhaltung von Hausgerät, Wäsche und Kleidung. Dabei verrät die Verfasserin viele erprobte Mittel und Tricks, die sie genau und anschaulich beschreibt. Alle wichtigen Geräte des Haushaltes sind abgebildet. Das Buch gibt auch Rat- schlage für eine gute und zweckmäßige Heimgestaltung. Es behandelt die Frage des Wirtschaftens mit Zeit und Geld, die den Kernpunkt einer guten Hauswirtschaft bildet. Die Verfasserin hat dieses Buch nach jahrelanger Unterrichtstätigkeit an einem haus- wirtschaftlichen Seminar geschrieben. Vertieft und ergänzt sind ihre Erfahrungen durch die Einrichtung und Führung des eigenen Haushaltes. So ist ein Lehr- und Lernbuch entstanden, das von umfangreichem Wissen zeugt und aus dem praktischen ßeben heraus geworden ist. — Max Fenger: Vögel schweben über mir. 64 Seiten, 3 Zeichnungen, fest gebunden RM. —.90. Ludwig Voggenreiter Verlag, Potsdam. — (229.) — Nach jahrelangem Forschen gibt Fenger einen lebendigen Bericht von feinen Begegnungen mit Seeadlern, Singschwänen, Kranichen und Staren. Fenger arbeitet nicht mit Auslegung und Ausdeutung, feine Schilderung wirkt durch sich selbst. Beiträge eines vogelkundigen Zeichners fügen sich dem Text belebend ein. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnach« mittag geschlossen, -