Nr. 139 Erstes Matt 188. Jahrgang Zreitag, 17. Juni 1938 LrschelM tflg ltd), außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustriert« Gießener Familienblätter Heimat im Bild DieScholle monat$*Be$ngsprei$: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr , -.25 Auch bet Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanfchlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach» richten: Anzeiger Stehen Postscheckkonto: Srantfurt am Main 11686 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen DniÄ und Verlag: vrühlsche UniverfitatsdruSerei R. Lange in Sietzen. Zchristiettvng nnd Geschäftsstelle: Schulstratze 1 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Dormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rps.. für Text- anzeigen von 70mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh. Dereinbg. 25°/e mehr. LrmShigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Npf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördlicheAnzeigen6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel S Oesterreichs Auslandsschulden keine Verpflichtung des Reiches Reichswirtschastsminisier Funk spricht in Bremen. Bremen, 16, Juni. (DNB.) Anläßlich des 400- jährigen Bestehens des „Schütting", des historischen Hauses der Bremer Kaufmannschaft, fand eine.Fest- sitzung im Hause „Schütting" statt, auf der Reichswirtschaftsminister Funk eine Rede über die Grundsätze der deutschen Außenhandelspolitik und das Problem der internationalen Verschuldung hielt. Die internationalen Erörterungen über die konjunkturellen Entwicklungen zeigen in der letzten Zeit die gleiche Tendenz, die Furcht vor einer neuen schweren Krise der Weltwirtschaft. Hierbei treten zwei Wirtschaftsgebiete als ausgesprochene Gegenpole in Erscheinung, auf der einen Seite die Vereinigten Staaten von Amerika, die geradezu als das Störungszentrum bezeichnet werden können, und auf der ande-1 ren Seite Deutschland, dessen Wirtschaft dem neuen Konjunktureinbruch bisher einen ungebrochenen- Widerstand entgegengesetzt hat. Diese konträre Entwicklung der beiden Konjunkturextreme wird am deutlichsten durch die Rohstahlerzeugung bewiesen. Die deutsche Stahlproduktion beginnt die amerikanische Produktion zu überflügeln. In den ersten fünf Monaten des Jahres 1938 betrug die Rohstahlerzeugung in USA. 9,18 Millionen Tonnen, in Deutschland 9,20 Millionen Tonnen. Dabei betrug die deutsche Rohstahlerzeugung Noch vor einem Jahre kaum ein Drittel der amerikanischen! Wenn es noch einer besonders authentischen Bestätigung für die allgemeine Krisenpsychose bedurft hätte, si ist sie durch die Vertagung der eng- Die politische Verschuldung das stärkste Störungsmoment der Weltwirtschaft. Die stärkste Verwirrung des Weltmarktes hat d i e politische Verschuldung verursacht, die in Verfolgung der Finanzierung des Weltkrieges und der durch das Versailler Diktat ausgelösten Reparationszahlungen eingetreten ist. Das Mahnschreiben der amerikanischen Regierung an 13 europäische Nationen wegen der am 15. Juni fällig gewesenen Kriegsschuldenrate in Hohe von 1,9 Milliarden Dollar hat wieder einmal die Aufmerksamkeit auf die beispiellose Vergewaltigung der Vernunft und der wirtschaftlichen Ordnung der Welt gelenkt, von der die gequälte Menschheit erst dann befreit sein wird, wenn der letzte Schlußstrich unter diesen aus politischer Unvernunft erzeugten wirtschaftlichen Wahnsinn gezogen sein wird. Durch die politischen Schulden in Gestalt der Reparationen ist Deutschland an den Rand des Verderbens und um Freiheit und Ehre gebracht worden. Line politische Schuld wird auch dadurch keine kommerzielle Schuld, daß auf der Glau- bigerseite an die Stelle von Staaten private Vermögensbesiher treten. Diese Charakterisierung der Dawes- und Zounganleihe ist von nationalsozialistischer Seite stets auf das schärf sie bekämpft worden. Ich muh wiederholt zum Ausdruck bringen, daß das Prestige des nationalsozialistischen Deutschlands den heutigen Zustand der deutschen Staatsanleihen im Auslande nicht verträgt und daß zunächst einmal ein Arrangement erreicht werden muh, bei dem die durch nichts mehr gerechtfertigten Zinssätze von sieben und 5V2 o. h. auf einen normalen Stand gesenkt werden. Die Wiederherstellung des lifch-amerikani -scheu Handelsver- t-ragsverhandlungen erfolgt. Nicht die Hitzewelle oder die Wahlvorbereitungen sind die Ursache für diese Vertagung, sondern die krisenhafte Zuspitzung in der Weltwirtschaft. Da man heute draußen offenbar die Krise noch als ein unentrinnbares Schicksal betrachtet, beziehen die einzelnen Handelspartner ihre Schutzzollbastionen, um der mit der Krise ausgelösten verschärften ausländischen Konkurrenz standhalten zu können. Was bedeutet nun eigentlich dieser sogenannte „W e l t m a r k t", dessen drohende Krise die Gemüter der am internationalen Handel besonders stark beteiligten Völker zur Zeit so sehr in Erregung versetzt? Er bedeutet viel weniger als man gemeinhin glaubt! Die gesamten Welthandelsumsätze betrugen 1929, also zur Zeit des höchsten bisher erreichten Standes, 284 Militär-? den Mark. Sie gingen wertmäßig bis auf 105 Milliarden im Jahre 1936 zurück und stiegen 1937 auf 130 Milliarden Mark. Demgegenüber betrug der gesamte Wirtschaftsumsatz in Deutschland allein im Jahre 1937 nicht weniger als 210 Milliarden Mark. Die Exportquote betrug im Jahre 1937 bei Deutschland 8,7 v. H. des Volkseinkommens, bei den Vereinigten Staaten von Amerika nur 5,4 v. H., bei England 10 o. H. und bei Frankreich 11,4 v. H. Die Entwicklung der letzten zehn Jahre zeigt deutlich, daß die einzelnen Volkswirtschaften bemüht sind, sich von den Einflüssen des Weltmarktes mehr und mehr unabhängig zu machen. deutschen Kredttansehens oerlapgt die völlige Beseitigung dieses Schandfleckes, der aus der überwundenen Epoche der deutschen Erniedrigung übriggeblieben ist. Jede kommerzielle Schuld wird von uns ehrlich erfüllt werden, aber das System der politischen Schulden lehnen wir grundsätzlich als wirts cha ft sf ein dlich und als mit den für uns unverrückbaren Grundbegriffen einer nationalsozialistischen Staats- und Wirtschaftsführung unvereinbar ab. Ruck ist sozusagen ein Schulbeispiel solcher politischen Anleihegewährung durch die Wiedervereinigung Oesterreichs mit dem Reich aktuell geworden. Die ausländische Presse erhebt zum Teil ein großes Geschrei, weil Deutschland die Rechtsnachfolge für die österreichischen Staatsschulden grundsätzlich nicht anerkennen will. Wie ist in Hahrheit der Sachverhalt? Eine Tagung der Garantie st aaten in Rom hat sich auf den Standpunkt gestellt, daß Deutschland Rechtsnachfolger der drei österreichischen Bundesanleihen geworden sei und eine entsprechende Aufforderung an die Reichsregierung gerichtet, diese Rechtsnachfolge in besonderer Form anzuerkennen. Eine Rechtsperpflichtung des Deutschen Reiches liegt jedenfalls nicht vor. In einer Reihe ähnlicher völ- ! kerrechtlicher Vorgänge ist eine solche Haftung abgelehnt worden. England hat z. B. nach dem B u r e n k r i e g e die Schulden der Buren-Republiken nicht als englische Staatsschulden anerkannt, was seinerzeit durch ein Rechtsgutachten einer Kommission des Unterhauses und durch ein Urteil des höchsten englischen Gerichtshofes bekräftigt wurde. Ebensowenig haben die Vereinigten Staa- t e n von Amerika nach dem Bürgerkriege die Anleihen der Südstaaten als für das neue amerikanische Staatswesen verbindlich anerkannt. Aus der französischen Staatspraxis ist an die lieber- nähme von Madagaskar zu erinnern, bei der die Staatsschulden Madagaskars ebenfalls nicht als französische Staatsschuld behandelt worden sind. Nach einer völkerrechtlichen Praxis kann daher eine • Uebernahme der österreichischen Bundesschulden durch das Deutsche Reich nicht verlangt werden. Hiervon zu unterscheiden ist die Frage, ob das heutige Land Oesterreich als Bestandteil des Deutschen Reiches als Rechtsnachfolger des österreichischen Staatswesens von St. Germain an- zufehen ist. Das bisherige Staatswesen Oesterreichs ist nicht auf das Reich übergegangen, sondern als solches beseitigt worden, und zwar durch । den sich in absolut friedlichen und gesetzlichen Formen durchsetzenden D o l k s w i l l e n. Der Zwangsstaat von St. Germain hat unter schärfster Mißachtung des Volkswillens schließlich nur in Form eines despotischen Regimes aufrechterhalten werden können. Dieses Regime stützte sich ausschließlich auf ausländische Hilfe, die ihm auch finanziell unter rein politischen Gesichtspunkten g e - währt wurde. Die Ueberwindung dieses Regimes durch den eindeutig bekundeten Willen des österreichischen Volkes stellt eine derartig einschneidende Umwälzung dar, daß eine rechtliche Verbindung zwischen dem früheren und dem heutigen staatsrechtlichen Zustand nicht hergestellt werden kann. Die Bundesanlelhen haben dem politischen Ziel gedient, den Anschluß Oesterreichs an das Reich zu verhindern. Wäre nicht unter Verletzung aller dem deutschen Volke bei der Einleitung des Waffenstillstandes gegebenen Zusagen das Land Oesterreich zwangsweise zu einem selbständigen Staat gemacht worden, so würde es als ein Teil des großdeulfchen Wirtschaftsgebietes ohne ausländische Finanzhilfe lebensfähig gewesen sein. Bei der Uebernahme des Landes Oesterreich in den groDbeutschen Wirtschaftskörper ist nicht eine mit ausländischer Hilfe aufgebaute, sondern eine in unerträglichem Ausmaß verelendete und er st des Aufbaues'bedürftige Wirtschaft übernommen worden. Der Grund für die wirtschaftliche Fehlentwicklung in Oesterreich lag nicht zuletzt in dem System der ausländischen Finanzhilfe, welches mit Hilfe einer Deflationspolitik durchgeführt wurde, die ohne jegliche Rücksicht auf das Volkswohl nur darauf ausgerichtet war, die internationale Zahlungsbilanz Österreichs bei A u f r e ch t e r h a l t u n g des Anleihedienstes im Gleichgewicht zu halten. Die Beendigung der österreichischen Deflationspolitik und die Eingliederung des österreichischen Wirtschaftsgebietes in den deutschen Binnenmarkt erforderten eine Verbilligung des Fremdenverkehrs nach Oesterreich in anderer Weife, da ohne eine Veränderung der inneren Kaufkraftverhältnisse die österreichische Wirtschaft nicht aus ihrer immer untragbarer werdenden Verelendung herausgeführt und zu einem gefunden Teil des gesamtdeutschen Wirtschaftsgebietes gemacht werden kann. Weder völkerrechtlich, wirtschaftspolitisch noch moralisch besteht daher für das Reich die Verpflichtung, eine Rechtsnachfolge in die österreichischen Bundesanleihen anzuerkennen. Dieses ist unsere grundsätzliche Einstellung zu dem Problem, das dadurch eine besondere Bedeutung erhält, daß einige Staaten eine Garantieverpflichtung für diese österreichischen Staatsschulden eingegangen sind, die sie den Anleihegläubigern gegenüber erfüllen müssen. Heber die Regelung dieser Frage finden Verhandlungen mit einer englischen Negierungskommission England und LIGA. Von unserem E.A.H.-Äerichierstatier. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! N e u y o r k, Juni 1938. Daß die amerikanisch-englischen Beziehungen sich in den letzten Monaten nicht so herzlich gestaltet haben, wie es vielleicht nach außen hin den Anschein hatte, ist kein Geheimnis mehr. Eine merkliche Abkühlung begann mit dem Austritt Anthony Edens und der damit verbundenen Neuorientierung der englischen Außenpolitik. Sowohl Präsident . R o o s e v e l t wie Außenminister Hüll halten auch heute noch am Prinzip der sogenannten kollektiven Sicherheit fest, wenn sie auch schweren Herzens Chamberlain freie Hand geben mußten, Englands Probleme in' Europa auf einer etwas realistischeren Grundlage unabhängig von den USA. zu lösen. Roosevelt drückte sogar in einer Erklärung am 19. April sein „sympathisches Interesse" am englisch-italienischen Abkommen aus, und vor kurzem weigerte sich die Bundesregierung, eine im Senat eingereichte Entschließung zur Aufhebung der Waffenfperre gegen Rotspanien zu befürworten, weil dies angesichts der britischen Nichteinmischungspolitik als ein unfreundlicher Akt hätte ausgelegt werden können. Das will jedoch keineswegs heißen, daß Roosevelt oder Hüll die Politik Chamberlains angenehm ist. Man erzählt sich in Washington — ob zu Recht, können wir nicht feststellen — daß Roosevelt die Erklärung vom 19. April auf Veranlassung seines Unterstaatssekretärs Sumner Welles abgab, der ein persönlicher Freund Chamberlains ist und im Staatsdepartement den gemäßigten, Deutschland etwas freundlicher gesinnten Flügel vertritt. Im Grunde ihres Herzens empfinden viele maßgebende politische Persönlichkeiten dieses Landes die Cham- berlainsche Politik der Versöhnung mit Deutschland und Italien als einen Verrat an der demokratischen Einheitsfront und des hier so tief verwurzeltes Gedankens der ungeteilten angel sächsischen Weltherrschaft. Mit Eden dagegen verband diese Männer herzlichste Sympathie und engstes ideologisches Einvernehmen. Wer über die wahren Gefühle von Amerikas führenden Männern noch im Zweifel war, dürfte durch die Reden des Kriegs- minifters Woodring, feines Stellvertreters Johnson, des Innenministers Ickes und anderer eines besseren belehrt worden sein. Man hält sich in Washington vorerst streng an die frühere traditionelle Hands-Off-Politik, nachdem Roosevelts Bemühungen, die „Angreifernationen" unter Quarantäne zu stellen, in den Ansätzen steckengeblieben sind, aber eine gewisse Erbitterung darüber, daß England sich mit den „bösen, unmoralischen Faschisten und Nazis" einläßt, bleibt zurück. Diese Erbitterung wuchs noch, als Chamberlain die Erklärung vom 19. April dazu benützte, seine Politik in einer Unterhausdebatte zu verteidigen. Im Staatsdepartement war man der Meinung, daß dies „unfair" gehandelt war, da Roosevelt seine. Erklärung aus Anstand, nicht aus Sympathie abgegeben habe! Zu diesen Meinungsverschiedenheiten gesellen sich andere, vornehmlich über die Behandlung der mexikanischen Oelfrage, über das Besitzrecht gewisser Inseln im Stillen Ozean und schließlich Unstimmigkeiten zwischen den englischen und amerikanischen Admiral st üben. Die Inseln Canton und Enderbury haben sich zu einem lästigen Reibungspunkt zwischen England und Amerika entwickelt. England versucht jetzt, seine schon früher attgemeldeten Besitzansprüche auf die Inseln gegen Landungsrechte für britische Flugzeuge auf Hawai einzuhanoeln. Ohne Landungsmöglich-, feiten in Hawai kann Großbritannien einen Flugverkehr zwischen Britisch-Kolumbien an der pazifischen Küste Kanadas und Australien, der einen Test der geplanten britischen Luftlinie um die ganze Welt bilden soll, nicht verwirklichen. Eine solche Luftlinie würde natürlich in unmittelbaren Wettbewerb mit den Panamerican Airways Klippern treten. Als die Frage des Eigentumsrechtes von Canton und Enderbury vor einem Jahr zum erstenmal aufgeworfen wurde, einigte man sich zwischen Washington und London darauf, daß keine der beiden Parteien die Inseln besetzen sollte, ehe das Besitzrecht nicht auf dem Verhandlungswege g e - klärt war. Als aber ein amerikanisches Regierungsboot letztes Jahr die Cantoninsel passierte, mußte es die unliebsame Entdeckung machen, daß eine Gesellschaft von Neuseeländern bereits von ihr Besitz ergriffen hatte. Daraufhin entsandten die Amerikaner sofort eigene Leute, die neben der englischen die amerikanische Flagge aufzogen. Die Engländer behaupteten nachher, die Neuseeländer hätten die Insel auf eigene Faust besetzt. Immerhin wurde dadurch das Stillhalteabkommen umgeworfen, und trotz wiederholter Versicherungen, daß die Verhandlungen über das Besitzrecht vor dem Abschluß stünden, ist noch keine Einigung erzielt worden: ja, wie man erfährt, stehen sich die Meinungen heute schärfer gegenüber als je. Was den Abbruch der d i p l An atifchen Beziehungen zwischen Mexiko und Großbritannien betrifft, so ist man in Washington der Meinung, daß England, das auf der bedingungslosen Rückgabe der enteigneten Ölquellen besteht, zu scharf vorgegangen ist. Die Vereinigten Staaten fehen sich ja schon mit Rücksicht auf die so oft proklamierte Politik des guten Nachbarn gezwungen, eine weit nachgiebigere Haltung einzunehmen. Sie sind daher auch willens, sich mit einer teilweisen Vergütung des enteigneten Besitzes zu begnügen. Sehr scharf mißbilligen würde man es aber, sollte sich England zu wirtschaftlichen Vergeltungsmaßnahmen gegen Mexiko entschließen, denn dadurch könnte nach Ansicht der Amerikaner Mexiko den. „Faschisten" in die Arme getrieben werden. Man fürchtet nämlich in Washington, daß eine weitere Verschärfung der hauptsächlich durch die Enteignungspolitik hervorgerufenen Wirtschaftskrise in Mexiko zu einem Sturz des Präsidenten Cardenas und £ur Bildung einer „reaktionären Regierung", vielleicht sogar zu einer Revolution unter einem „mexikanischen Franco" führen könnte, Befürchtungen aber, die auf Herrn Cedillo nicht zutreffen. Die jüdische Presse brach vor wenigen Tagen bereits in einen Schrei der Empörung aus, daß laut Berichten aus Mexiko (Nty 1,2 Millionen Faß Petroleum im Monat Mai angeblich nach Hamburg verschifft werden sollten. Mexikos Antwort an England, daß es ja selbst seine Schulden noch nicht bezahlt habe — gemeint waren vier Milliarden Dollars Kriegsschulden an die Vereinigten Staaten —, fiel übrigens in Washington nicht auf,taube Ohren und wurde von Isolationisten wie Senator Borah im Kongreß gebührend vermerkt. In M a r i n e t r e i f e n ist man ebenfalls mit England unzufrieden. Der Admiralstab ist offenbar der Meinung, daß England die Amerikaner in der Tonnage- und Bestückungsbegrenzungsklausel übers । Ohr gehauen hat. Die Amerikaner wollten sämtliche qualitativen Beschränkungen des Flottenvertrags von 1936 aufheben, was angeblich an der Obftruf» tionstaktik der Engländer scheiterte, die sich plötzlich eines anderen besannen und die Klausel nur für Schlachtschiffe gelten ließen. Später ergaben) sich Schwierigkeiten, als die Engländer 42 000 Tonnen als Höchstgrenze festsetzen wollten. Natürlich empfindet man Londons Hartnäckigkeit im Streit um Canton und Enderbury besonders störend, da die Inseln gerade von der Flotte am meisten begehrt werden. Was die Amerikaner des weiteren irritiert, ist. daß sie in allen wichtigen Fragen der Weltpolitik nicht nur von den totalitären Staaten, sondern auch vom englischen „Mutterland" beinahe völlig ignoriert werden, und das obwohl hierzulande eine überwältigend prvbritische Stimmung herrscht, die vor einigen Monaten noch so stark war, daß es aussah, als könne England in einem zukünftigen Kriege nicht nur mit der riesigen Waffenschmiede Amerikas, sondern auch mit seinen menschlichen Reserven rechnen. Aber seitdem hier im letzten Winter der Vorschlag einer gemeinsamen Blockade I a - p a n s durch die englische und amerikanische Flotte allen Ernstes erwogen wurde, setidem der Leiter der Abteilung für die Ausarbeitung von Kriegsplänen im Marineministerium, Kapitän Ingersoll, zu vertraulichen Besprechungen mit der englischen Admiralität nach London fuhr, hat sich manches geändert. Heute hören wir aus dem Lager jener Liberalen, die noch vor wenigen Monaten am allerlautesten in ihren Solidaritätsbezeugungen mit England waren, Stimmen wie die der Journalistin Dorothy Thompson, die kürzlich schrieb: „Für ein England, das mit den Faschisten sympathisiert oder gar ein „unheiliges" Bündnis eingeht, wer- den wir nicht kämpfe n." Als Prüfstein für die Beziehungen beider Länder darf der englisch - amerikanische Handelsvertrag gelten. Der Abschluß dieses Vertrages liegt dem amerikanischen Außenminister Hüll besonders am Herzen. Er soll gewissermaßen die Krönung seines ganzen Programms reziproker Handelsverträge bilden. Käme der Vertrag trotz der Vertagung der Verhandlungen tatsächlich in der beabsichtigten Form zustande, so wäre bewiesen, daß die Differenzen zwischen beiden Ländern nur oberflächlicher Natur sind. Enden die Verhandlungen in einem Abkommen, das lediglich versucht, nach außen hin den Schein zu wahren, das aber keine wesentlichen Zugeständnisse und Vorteile enthält, dann wird man mit ziemlicher Sicherheit daraus schließen können, daß zwischen Washington unfc London ein ernstlicher Riß entstanden ist. Eine zweite Kraftprobe des englisch-amenkani- schen Verhältnisses steht in Oftafien bevor. Roosevelt ifnb Hüll haben verschiedentlich angedeu- tet, daß die Vereinigten Staaten am Ausgang dcs chinesisch-japanischen Konfliktes sehr stark interessiert sind. Sie hoffen, daß sich Chamberlain wenigstens in seiner Ostasienpolitik unnachgiebig zeigen und mit den Amerikanern für die Aufrechter- halt ung der Offenen Tür einstehen wird. Wahrend in Spanien eben nur das „demokratische Prinzip" eine Niederlage erlitt, stehen in Mexiko die Monroedoktrin, die Amerika den Amerikanern vorbehält und keine Einmischung einer europäischen Macht duldet, und in Oftafien wichtige Handels- intereffen auf dem Spiel, und darin sind die Arne- rikaner sehr empfindlich. ’ VI ä J pr 8 r r r. . n n (5 li a d re. a fr L S in Ai ät. . di, ' jel Zl । Ml t0! sei ' de sei an flu tei .< mc Fr oll fas 9n .. ad da fai Su roi ein lick spo bei > Hai Zu au crf gel sich Urftei Unk ‘ ote dm schc nei abl 5 Do ßü« tsch Der i Tei B^. ... gen dre Kri Inf . lin bäd We bun Kri von Enx mac We enti tior Der Gelegenheitsverkehr mit Reiseomnibussen drohen. Auf die Frage, ob er im Falle eines muß. 2. Fahrzeuge. i Mit seinem Boot nicht zurückgekehrt. , Kapitänleutnant, war bereits vor dem W e g e ne r Ausgangspunkt zur weltwirtschaftlichen Gesundung werden. Deutschland bietet heute oer Welt eine große Chance zum Aufbau einer gesunden Weltwirtschaft. die Krise auf den Weltmärkten in ihren Ab- fahmöglichkeiten schwer beeinträchtigt werden. Dabei kann die deutsche Wirtschaft in ihrer starken und gefunden Verfassung mehrjährige Kontrakte abschliehen. Diese werden auf der sicheren Grundlage eines natürlichen Ausgleiches von Rohstoffen und Jndustriepro- dukten bei ständig wachsendem Bedarf auf beiden Seiten erfüllt. Auf dieser Grundlage könnten heute die nationalen Volkswirtschasten, insbesondere in Europa, eine Reuordnung der nicht von jüdischer Seite herbeigeführt oder ver- hindert werden können. Bei solchen Aktiengesellschaften, deren Aktien an der Börse gehandelt werden und die in der Regel nicht in der ßage sind, über den Aktienbesitz Feststellungen zu treffen, wird, wenn im Vorstand ober Aufsichtsrat Juden vertreten, vermutet, daß auch der Aktienbesitz, sich zum größten Teil in jüdischem Besitz befindet. Eine Generalklausel ermöglicht es, alle die Fälle, in denen sich die Juden hinter die Möglichkeiten des bürgerlichen Rechts verschanzt oder ihren Betrieb' nach außen hin getarnt haben, zu erfassen. Nach Artikel II der Verordnung ist die entscheidende Stelle eine höhere Verwaltungsbehörde unter Einschaltung der Parteidienststellen. Der Gauleiter hat jederzeit das Recht, die Nachprüfung einer Entscheidung herbeizuführen, auch wenn diese bereits rechtskräftig geworden ist. Die jüdischen Gewerbebetriebe werden inßisten zusammengefaßt und diese zur Einsichtnahme für jedermann offen ausgelegt. Damit jeder Volksgenosse die Möglichkeit hat, sich darüber zu unterrichten, ob ein Geschäft jüdisch ist ober nicht, werden voraussichtlich die untersten Verwaltungsbehörden mit der Auslegung der ßisten betraut. Die bisher im Umlauf befindlichen ßisten fallen nach der Aufstellung der gesetzmäßigen ßisten fort. Der Artikel III bestimmt, daß diejenigen jüdischen Geschäfte, die s i ch nicht ar i fier en, in absehbarer Zeit ein besonderes Kennzeichen führen müssen. eine lange Zeit hindurch mühsam zusammengespart haben. Ähre Nervenkraft ist nicht dazu-da, daß sie der Fahrer burch wilbes Fahren hin und her schüt- S ch e i te r n s der Verhandlungen entweder an alle Mächte ober an eine Mächtegruppe lÄer sogar nur eine einzige Macht appellieren würbe, erwiderte Henlein, baß das Nationalitätenproblem in der Tschechoslowakei heute ein Weltproblem sei. Niemand täusche sich mehr, daß die Beibehaltung Kriege U-Bootkommandant. Er leistete im Kriege als Kommandant „U. 27" wertvolle Aufklärungsdienste und vernichtete mehrere feindliche Kriegsschiffe. „U. 27" wurde im August 1915 durch d i e eng- lische U - Bootfalle „B a r a l o n g" versenkt, Kommandant und Besatzung getötet. Die englische Berteidigungsanleihe. ß o n t) o n, 16. Juni. (Europapreß.) Die Anleihestücke des 2. Abschnittes der englischen Verteidigungsanleihe von 80 Millionen Pfund (rund ein« mit dem Pour le Merite ausgezeichnet, zuletzt Kommandant „U. B. 103", von einer Fernfahrt im Herbst 1918 " ' ' des jetzigen Zustandes eine ständige B e - drohung für den Frieden,Europas bedeute. Er habe Grund zu der Annahme, daß die Westmächte selbst die Initiative ergreifen würden, falls fein Plan zu einer friedlichen Lösung fehlschlagen würde. Er bedauere, daß viele Ausländer noch nicht erkennen, daß die Wurzeln des tschechoslowakischen Problems völlig i n - nerhalb des ßandes lägen. Die Behandlung der nichttschechischen Nationalitäten habe nichts zu tun mit einem Kampf um die Vorherrschaft zwischen dem Deutschen Reich und der Tschechoslowakei. Das deutsche Volk im Reich sei natürlich von dem Kampf der Sudetendeutschen betroffen, denn beide seien ja durch Bande gleicher 'Rasse, Sprache und Kultur verbunden. Dennoch denke im Reich niemand an Gewaltanwendung. Er sei überzeugt, daß auch das Reich die Erfüllung der sudc- tendeutschen Forderungen als ernsthaften Beitrag für die Sicherung des europäischen Friedens ansehen würde. dem Standbild des Fürsten Arpad errrichtet ist, zum Ausdruck: „Du, unser Vater Arpad, und du. Unbekannter Soldat, ihr beide könnt ruhig sein, denn ich kenne meine Pflicht". Aus diesem Pflichtbewußtsein heraus kam die Pflichterfüllung, die ihn zu einem der angesehensten Männer Europas werden ließ. Die Liebe und Verehrung seines Volkes, dem er neuen Lebensmut einflößte und das er vom Abgrund ter Verzweiflung zurückriß, ist die schönste Gabe, die ihm Ungarn an der Schwelle zum achten Jahrzehnt seines Lebens darbringt. König Gustafs von Schweden 80. Geburtstag. Stockholm, 16. Juni. (DNB.) Der 80. Geburtstag König Gustaf V. von Schweden wurde überall durch Festgottesdienste eingeleitet. An dem Gottesdienst in der Schloßkirche, der von Erzbischof Eidem gehalten wurde, nahm auch König Gustaf im Kreise seiner Familie und seiner Gäste teil. Danach wurden dem Jubilar im Reichssaal des königlichen Schlosses durch Abordnungen der Regierung, des Reichstages, der Armee, der Marine, der Beamtenschaft und des gesamte» öffentlichen Lebens sowie der Auslandsschweden Glückwünsche und Geschenke bargebracht. Unter den Abordnungen befanden sich ferner auch zwei Vertreter des Deutschtums in Schweden, und zwar der Landesgruppenleiter der NSDAP. Pg. Stengel und der Vorsitzende der deutschen Kolonie zu Stockholm Professor von Euler, die eine Geburtstagsgabe Überreichten. Anläßlich des 80. Geburtstages Gustaf V. von Schweden find die Könige von Dänemark, Norwegen und Belgien sowie der finnische Staatspräsident eingetroffen. Die drei ll-Bootsflottillen des Jahres 1938. Berlin, 16. Juni. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat befohlen, daß die im Laufe des Jahres 1938 zu bildenden drei U-Bootsflottillen. die Namen gefallener U - Bootskommandanten erhalten, und zwar: E m s m a n n , Oberleutnant zur See, Kommandant „U. B. 116", gefallen am 28. Oktober 1918 als einer der letzten U-Bootkommandanten beim Versuch, mit seinem Boot nach Scapa Flow einzudringen. Hundius, Kapitänleutnant, für seine erfolgreiche Tätigkeit als U-Bootkommandant Berlin, 16. Ium. (DNB.) Der Korpsführer des NSKK., Hühnlein, gibt u. a. folgendes bekannt: Der Führer hat mich beauftragt, unverzüglich sämtliche im Gelegenheitsverkehr mit Omnibussen eingesetzten Kraftfahrer durch sachverständige NSKK.-Führer auf ihre persönliche und fachliche Eignung nachprüfen zu lassen und Vorschläge über weitere Sicherheitsmaßnahmen für den Omnibusverkehr zu machen. Welche Anforderungen sind in persönlicher und fachlicher Hinsicht an die Fahrer und welche Anforderungen sind an die Fahrzeuge im Gelegenheitsverkehr mit Omnibussen zu stellen? 1. Fahrer. as ist ein jüdischer Gewerbebetrieb? Eine dritte Verordnung zum Reichsbürgergesetz. Kredites, der immer mehr an Macht und Ansehen einbüßt, muß der nationale Kredit treten, den sich jedes Land durch Arbeits- . fleiß, eine richtige Organisation und eine ver-. ch77n°"SÄru^Ä'En;:iEliniende-KorpsführersSünleinfür!leberprüfungvonFahrernundFahrzeug faltung der nationalen Wirtschaftskräfte und Energien erfordert. Geld allein tut's freilich nicht, sondern der Geist, mit dem das Geld erarbeitet und in die nationale Produktion geleitet wird. So kann eine auf dieser Grundlage aufgebaute krisenfeste nationale Konjun ktur auch der telt, und sie dadurch oeranlaßt, im Gedanken dauernd wohl mitzulenken und mitzubremsen, aus Furcht, an der nächsten Kurve einen Zusammenstoß zu erleben. Der Unternehmer darf den Fahrer im Ausflugs- verkehr und im Reiseverkehr nicht an ein M i - nutenprogramm binden. Er muß ihm vielmehr die Freizügigkeit lassen, seine Fahrt den tatsächlich gegebenen Verkehrsverhältnissen anzupassen. Wenn durch einen unvorhergesehenen Zwischenfall ein Aufenthalt eingetreten ist, darf der Fahrer nicht gezwungen sein, durch überschnelles Fahren die Zeit wieder einzuholen, um pünktlich am Ziel einzutreffen. (Unglück im Allgäu!) Der Nikolaus von Horthy. Am 18. Juni vollendet Ungarns Reichsverweser Nikolaus vonHorthy sein siebzigstes Lebensjahr. Deutschland kann unter den Gratulanten nicht fehlen, ist Admiral von Horthy doch em alter Waffengefährte aus dem Weltkriege, der durch manche kühne Tat als Seeofsizier den Ruhm der gegen eine Welt von Feinden kämpfenden Streit- tröste der Mittelmächte vergrößerte. Der junge Nikolaus Horthy von Nagybanya ist am 18. Ium 1868 in Kenderes geboren, er durcheilt nach Absolvierung der Marine-Akademie in Fiume ungewöhnlich schnell die Laufbahn eines Offiziers der wirtschaftliche Eigennutz und die Notlage manchen Unternehmers führen dazu, daß ungeeignete Fahrer mit schlechten Löhnen zu hohen ßeiftungen und langen Strecken verpflichtet werden. Ein Fahrer, der in der Woche einen kleinen Opel ährt, kann nicht am Sonntag auf einen Omnibus Festpreise für Seefische. Berlin, 16. Juni. (DNB.) Der Reichsnährstand Hal in der Anordnung Nr. 78 Festpreise vorgeschrieben, die bei Kabeljau und Seelachs zwischen 6 und 8, bei Rotbarsch zwischen 7 und 10, bei Schellfisch zwischen 10 und 15 und bei Hering zwischen 5 und 8 Reichspfennig je 1 Pfund liegen. Der niedrigste Festpreis gilt für die Hauptfangzeit im Winter und Frühjahr, der mittlere Festpreis bis zum Einsetzen größerer Schleppnetz-Heringsfänge. Im Spätsommer und Herbst, zur Zeit der Schleppnetz-Heringssaison, gilt der obere Festpreis. Um die Wirkung der Festpreise bis zum letzten Verbraucher .zu sichern, hat die Anordnung F e st a u f s ch l ä g e für den Küsten- großhandel und für den Binnengroßhandel sowie Höchst- und Mindestaufschläge für die Klemverteiler festgesetzt. Die neue Regelung wird dazu beitragen, die Verbraucher das ganze Jahr über zu verhältnismäßig gleichbleibenden Preisen mit Seefischen zu versorgen und gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit aller in bet Fischwirtschaft tätigen Betriebe zu sichern. Erzeugerfestpreise für deutsche Speisefrühkartoffeln. Fwd. Die Hauptvereinigung der deutschen Kar- toftelwirtschaft hat eine Anordnung über die Festsetzung von Erzeugerpreisen für' deutsche Speisefrühkartoffeln veröffentlicht. Die Anordnung, die am 16. Juni in Kraft tritt, sieht für deutsche Speisefrühkartoffeln, im Gegensatz zu der vorjährigen Regelung mit Erzeuaermindest- und Höchstpreisen, ab Station Erzeugerfestpreise frachtfrei Empfangs- ftation vor. Damit ist die Frühkartoffelpreisregelung in das schon bei Speisesvätkartoffeln seit einigen Jahren geltende Gefüge der Frachtfrei-Empfangs- station-Preise eingebaut worden. Darüber hinaus läßt die Anordnuizg auch die Möglichkeit des Frachtenausgleichs zu, oer im Falle der Durchführung nach den Bestimmungen des jeweils zuständigen Kartoffelwirtschaftsvervandes zu erfolgen hat. Wesentlich ist auch die Bestimmung, daß Nebenkosten — insbesondere die Unkosten der Bezirksabgabe- und Ortssammelstellen im geschlossenen Anbauaebiet — vom Versandverteiler zu tragen sind. Nach der seit Jahren geübten Einteilung nach weißen, roten und blauen Sorten, runden gelben Sorten und langen gelben Sorten legt Anordnung Nr. 1/38 die Erzeugerfestpreise frachtfrei Empfangsstatton je 50 Kilogramm ausschließlich Verpackung zunächst für die Zeit vom 16. Juni bis 19. Juni und vom 20. Juni bis 26. Juni wie folgt f£ft: 16. Juni bis 19. Juni: weiße, rote und blaue Sorten 6,70 Mark, runde gelbe Sorten 7,10 Mark, lange gelbe Sorten 7,50 Mark; 20. Juni bis 26. Juni: weiße, rote und blaue Sorten 6,25 Mark, runde gelbe Sorten 6,65 Mark, lange gelbe Sorten 7,05 Mark. Ein großer Teil der im Gelegenheitsverkehr eingesetzten Omnibusse kann nicht in allen Teilen als verkehrssicher angesehen werden. Das gilt insbesondere für die Fahrzeuge sogenannter Saifonbetriebe, die monatelang stillstehen und bei denen größere Ausgaben zur Herstellung der Verkehrssicherheit gescheut werden. Lenkung, Bremsen, Bereifung müssen dauernd in hervorragendem Zustande fein. Die hohen Eigengewichte der Fahrzeuge, zu denen das Gewicht der mitfahrenden Personen und des mitgffübrten Die Sudeiendeulschen fordern Gerechtigkeit und Selbstverwaltung. I a) Persönliche Eignung : Unbedingte I persönliche Zuverlässigkeit, bestimmte Erfahrungen Em Interview Konrad Henlems. und ein Mindestaltdr von etwa 23 Jahren, eine _ . f mindestens zweijährige Fahrertätig- London, 16. Ium. (DNB.) Henlein hat einem feit/ DOn ber ein Jahr mit Führerschein Klasse II Vertreter des „Eoening Standard" erklärt, daß er ^fahren sein muß. Einwandfreie körperliche und die Forderungen der Sudetendeutschen Partei auf geistige Gesundheit, insbesondere tadelloses Seh- dem Verhandlungsweg durchdrücken rooüe. unb Hörvermögen, schnelle Reaktionsfähigkeit, un- Er sei ficber, daß auch die tschechoslowakischen Poli- Gehinderter Gebrauch aller Glieder und absolute tiker einsehen würden, daß Ruhe und Orb- Nüchternheit im Dienst. nung im tschechischen Staat nur durch Zuer- b) Fachliches Können : Der Besitz des kennung oonGerechtigkeit undSelbst- Führerscheins, die Fähigkeit, einen Wagen zu steu- verwaltung an die Sudetendeutschen roieter er„ Reifen zu wechseln und technische Störungen hergestellt werden könnten. Eine weitere Derschie- beseitigen, sind selbstverständliche Voraussetzungen, bung der grundlegenden Reorganisation müsse die Gründliche technische Kenntnisse und ausgespro- Zukunft der Tschechoslowakei auf'das ernsteste be-chenes Können am Lenkrade müssen ver- or,,e K** "" ’ " A * ~ Ä " langt werden. Die Verkehrsvorschriften mutz der Fahrer auch praktisch anzuwenden wissen. Schnelles Erfassen der Verkehrslage und rasches Erkennen der Verkehrszeichen, vorausschauendes Einstellen auf plötzlich auftretende Hindernisse sind fachliche Eigenschaften, die der Omnibusfahrer haben Berlin, 16. Juni. (DNB.) Das Reichsgesetzblatt bringt die Dritte Verordnung zum Reichsbürgergesetz, die den Begriff eines jüdischen G e - werbebetriedes" festlegt. Da für Parteimitglieder und Mitglieder aller Gliederungen der nationalsozialistischen Bewegung sowie für Beamte Verbote über den Einkauf in jüdischen Geschäften bestehen und außerdem bei der Vergebung öffentlicher Aufträge oder der Zulassung von Verkaufsstellen zur Entgegennahme von Ehestandsdarlehensscheinen usw. der Begriff des „Jüdischen Gewerbebetriebes" sehr wichtig ist, ist nun eine endgültige Entscheidung über diese Frage er- unter Vorsitz von Sir Frederic Leith Roß statt, die unter Wahrung des grundsätzlichen Standpunktes der Reichsregierung mit dem Ziel eines Ausgleiches der beiderseitigen Interessen geführt werden. Ein Grund zu einer Beunruhigung oder gar zu einer Gewaltandrohung gegenüber Deutschland ist um so weniger gegeben, als einmal die Verhandlungen durchaus die Aussicht für eine erfolgreiche Bereinigung bieten und andererseits das von einem Teil der Auslandspresse angedrohte Zwangsclearing einen für die Handelspartner Deutschlands in Aussicht stehenden guten Erfolg unmöglich machen würden. Die in ständig wachsendem Aufschwung befindliche deutsche Wirtschaft ist ein begehrenswerter Partner für die Länder, die durch gesetzt werden. Strecken von 4 0 0 bis 5 0 0 Kilometer mit einem Fahrer an einem Tage zu fahren, ist sträflicher Leichtsinn und bedeutet ein Spiel mit Menschenleben. Für lange Fahrten müssen ausgeruhte Fahrer eingefetzt werden, die nicht schon von Anfang an mit im Führerhaus gesessen haben. Auch lange Wartezeit ermüdet den Fahrer, wenn er keine Gelegenheit hat, sich richtig auszuruhen. Unternehmer und Fahrer trifft die gleiche Verpflichtung, alles zu tun, um die Sicherheit des Verkehrs zu fördern und alles zu vermeiden, was die Sicherheit der Fahrgäste beeinträchtigen kann. Wir werden böi der hohen Verantwortung, die jedem Omnibusfahrer obliegt, um die Schaffung eines allgemeinen Omnibusführerscheins nicht herumkommen, der nur dann erteilt werden darf, wenn der Fahrer in persönlicher und fachlicher Hinsicht alle Anforderungen erfüllt. Das, was ich in den fünf Tagen auf der Großglockner st raße gesehen habe, auf der Tausende von Kraftfahrzeugen, und unter ihnen viele Omnibusse, in mangelhaftem Verkehrszustand und von ungeübten Fahrern bergauf und bergab gefahren wurden, war kein erfreuliches Bild vom Stande der deutschen Motorisierung. Diese Richtlinien sind eine e r [t e Maßnahme, die allen beteiligten Stellen eine ausreichende' Grundlage gibt, die Sichtung der Fahrer selbst vorzunehmen. Wenn demnächst die Nachprüfung der Omni- busfahrer durch die Dienststellen des NSKK. beginnt,so trifft die Verantwortung für die dann noch vorhandenen ungeeigneten Fahrer die Unternehmer und die zuständigen Organisationen. alten k. u. k. Marine. Seine große Zeit beginnt Ende 1915 mit der Uebernahme des Kommandos auf dem Kreuzer „Novara". Die Beschießung von Porto Corsini, die Versenkung der Transportflotte in S. Giovanni di Medua, mit der die Vorräte für Montenegro und für die serbische Armee vernichtet werden, sind, besondere Ruhmesblätter. Am 10. Juli 1916 durchbricht er mit seinem Kreuzer die Sperre der alliierten Geschwader in der Straße von Otranto und vernichtet fünf englische Ueberwachungsschisfe. Der Mai 1917 bringt ihm den Lorbeer ter Seeschlacht von Otranto. An der Spitze eines kleinen Geschwaders durchbricht Horthy zum zweitenmal die feindliche Blockade in der Adria. Die „Novara", die das feindliche Feuer auf sich konzentriert, wird schwer beschädigt, Horthy selbst ernstlich verwundet, aber im Stahlhagel der schweren feindlichen Kaliber läßt er sich auf freiem Schiffsdeck in einen Liegestuhl betten, leitet ungeachtet größter Schmerzen die Schlacht weiter und verläßt sie als Sieger. Es ist in erster Linie Horthy, der zur Zeit dep bolschewistischen Schreckensherrschaft in Ungarn unter dem berüchtigten Massenmörder Bela Khun als Mitglied der Szegediner Gegenregierung in dem um zwei Drittel verstümmelten Ungarn aus den Resten der Armee ein Korps von 6500 Mann aufstellt, die Grundlage des neuen ungarischen Heeres, das dann sehr bald die Bolschewisten zum Teufel jagt. Der neue Oberkommandant der ungarischen Armee weiß die meisten Quertreibereien der Entente gegen eine Reorganisation Ungarns zu vereiteln, er erreicht sogar schließlich die Räumung des Landes durch die Rumänen und geht aus der geheimen Abstimmung des- 1. März 1920 in der National- Versammlung als Reichsverweser von Ungarn hervor. Horthy bildet die feste Säule im politischen Leben, an der sich die Natton aufrichtet. Wie er seine Berufung von jeher auffahte, das brachte er mit wenigen Worten bei einer Kranzniederlegung am Denkmal des Unbekannten Soldaten, das unter gangen. Der Artikel I der Verordnung behandelt den Begriff des jüdischen Einflusses, der bei einem Betrieb eines einzelnen Kaufmannes oder Handwerkers einfach dadurch gegeben ist, daß klargestellt wird, ob derJnhaberJude i st oder nicht. Bei den Gesellschaften bestimmt die Verordnung, daß eine Aktiengesellschaft bereits dann als jüdisch anzusehen ist, wenn im Dor-, ft a n b oder Aufsichtsrat ein Jude ver- ■ , ... .treten ist. Ein Betrieb gilt auch dann als jü- wechselseittgen Handelsbeziehungen mit bestem bisch, wenn ein Viertel des Kapitals Ju- Lrfotg vornehmen, wenn sie sich von der ben gehört, da das Aktienkapital nicht immer Last der politischen Schulden und mit der Verteilung des Stimmrechts übereinstimmt, dem Denken in Devisen befreien Bei Aktien mit Vorzugsstimmrecht darf die jüdische würden. Stimmenzahl nie die Hälfte der Gesamtstimmen er- reichen, damit die Beschlüsse einer Aktiengesellschaft An die Stelle des internationalen träger und Kulturbringer hinaus-' gezogen. Wir kamen aus unserem geschlossenen Siedlungskern niemals, um zu erobern und Kolonien oder Provinzen au machen, sondern stellten uns hinein in die Landschaft, in die Völker und ihre staatliche Ordnung, um alles, was wir an wirtschaftlicher Erfahrung, geistiger Ueberlieferung und moralischer Disziplin besaßen, in die neugewonnene Dasemsgemeinschaft einzusetzen. Es ist unsere heiligste Ueberzeugung, daß alles, was wir sind, u n • serem blutmäßig bedingten Volks- tum entspringt und daß unser letzter Einsatz dieser Quelle unserer volklichen Kräfte gilt. Gepäcks kommt, rufen in Verbindung mit der Geschwindigkeit lange Bremswege hervor, wenn die Bremsen nicht einwandfrei funktionieren. Ein ungleichmäßiges Ziehen der Bremsen darf in keinem Falle vorkommen. Jede Fahrt mit einem Omnibus istmitpein - ticher Gründlichkeit vorzubereiten. Unternehmer und Fahrer haben sich an Hand , von Karten über die zurückzutegende Fahrt- Deutsche Votkstumsarbeit. strecke, insbesondere hinsichtlich vorkommender 1 * Steigungen, Gefälle und sonstiger b e s o n - Reichsstatthalter Seytz-Jnquart derer Gefahrenpunkte, vor allem beim Deutschen Auslandsinstitut. B b c'9 ä"s c;,9Cna“ fcfie"nfni9 1 verschaffen, h o ch g e b i r g s f a h r t e n dür- Stuttgart, 17. Juni. (DNB.) Die Jahres- fen nur von Fahrern ausgeführt werden, welche Versammlung des Deutschen Aüslandinstituts brachte die Strecke bereits aus eigener Anschauung — 1 eine gesamtdeutsche Kundgebung in der Gewerbe- 3. V. als Beifahrer — kennen. Halle, bei der Reichsstatthalter Dr. S e y ß-I n - Ursache für schwere Omnibusunfälle war roieter» ° Oberbürgermeister Dr StrÖlin der Versuch des Fahrers, auf starkem Gefälle überreichte Reichsstatthalter Dr Seyß-Jnquart die nachträglich herunterzufchaltdn. Jedes zu späte Goldene Pia k e 11 e d es D A I. als Anerken- (5 d) a 11 e n bedeutet höchste Lebensgefahr nung der volksdeutschen Leistungen des Reichsstott- «jr die Insassen, da durch das Auskuppeln bei Berg- balters unb ber von ihm vertretenenOftmarf Dr. I abfat)rten ber Wagen ohne die Bremsung des Mo- Seyß-Jnguart dankte für die ihm zuteil gewordene pors fährt und der kleine Gang bei der erhöhten Ehrung. Wohl habe das deutsche Volk m der Ost- Geschwindigkeit nicht mehr einzurücken ist. Der 5??^ ß^ompft und gerungen, doch alle Kraft und Führer muh an unübersichtlichen, steilen Gefahren- Sicherheit sei vom Führerge fo nun en Die I ftetlen sofort eine entsprechend langsamere Geschwin- Berantaortunfi um bas Schicksal der Oftm-ck sei bigkeit einfdjalten. Die Insassen eines Omnibusses nie nieberbruckenb gewesen, vielmehr hqtten sie sich haben einen Anspruch daraus, in völliger Entspan- A'9 !" A°nd des Führers sicher gewutzi. denn ^ng und Sicherheit b-sörd-rt zu werden, um |o § »LT r* ^atn-b ?Ch ?U$rlrß kU rocl^P' bes mehr, als sie das oft nicht niedrige Fahrgeld erst sn ru p5c /^er k, Uebergehend auf ^te Siele ter eine [ange Zeit hindurch mühsam zusammengespart Dolkstumsarbeit betonte der Relchsftatthal- > - - -- - -- 9 - - y - ter, wir Deutsche sind immer nur als Kultur- Lsnd jchast de einem in jterpräfil unterftri England Luftll Mn. chen Ai sterpräs Derzich! ordnete mit gr tietonti indien wenn geben Ser vorgebi chend. : ßuffroai Serbred paner trupp störe fe: an der Güb’ü Bomben lifche j)i wollten, im Stille Main ' Schären punkt 0 einem 2 der Do Eharnb> Bombe druck, auf freche r W Herum Land nung $ Angst" ßis s"k oustamch jenb# aus, ab? Furcht^ rerB^ Geiseln „ersticken und zeri Sicherhe für die darstellt rung, t alles,® Furch Untern und W machen 1 Son Sir <5a Frauriu kannt. j Frauen, March htmj Smtraii lands je Frauenc Jen fo «eoollf jonii bet bie chinivei bestich ü te "Mcch Alferm 50 Kilometer Breite wälzt sich die Flut, die die chinesische und japanische Front voneinander trennt, in südöstlicher Richtung dahin auf die Grenze von Anhwei zu. Da die Ueberschwemmung die Operationen lahmgelegt hat, ziehen die Truppen beider Parteien in südlicher Richtung ab, nach dem Kriegs - gebiet am Südufer des Yangtfe. Hier bauen die Japaner die nach der Landung bei Anking eroberten Stellungen aus, um dann von hier aus die Offensive auf Hankau zu eröffnen. Die Vernichtung der 43. sowjetspanischen Division. Das französische Grenzgebiet als rote Etappe. Salamanca, 17. Juni. (Europapreß.) In dem Heeresbericht des nationalspanischen Hauptquartiers vom Freitag heißt es: Die Kampfhandlungen gegen die Streitkräfte der 4 3. sowjetspanischen Division in den Hochtälern des Cinca- und Cinqueta-Flusses sind am Donnerstag mit einem großen Sieg abgeschlossen worden. Die nationalen Truppen haben die Täler von Bielsg, Parzan, Javierre und Las Borbas erobert. Die nationalspanische Flagge wird am Freitag an der Grenze gehißt werden. Der Feind, der durch das schwierige Gelände begünstigt war 6ARCEL0M * E M SPANIEN gavarni^ Wf und sich aus eine große Zahl automatischer Waffen stützen konnte, wurde durch die nationalen Truppen geschlagen und in seinem Rückzug bedroht. Daraufhin ist er über die Grenze geflohen und hat eine große Anzahl von Munition, Gewehren und Kriegsmaterial aller Art im Stich gelassen. Die roten Milizen haben alle Dörfer am Cinca- Fluß zerstört und in Brand ge- st e ck t. Bisher sind 4000 sowjetspanische Milizen a u f französischem Gebiet eingetroffen. Rach französischen Schätzungen soll es sich um insgesamt 10 000 Milizen handeln. Rach der bisherigen Uebung werden die übergetretenen Milizen befragt, ob sie sich nach dem nationalen oder nach dem roten Spanien begeben wollen. Der Pariser „Jour" veröffentlicht einen Bericht des rechtsstehenden Abgeordneten Tixier-Dignancour, der auf Grund einwandfreier Beobachtungen von Franzosen feststellt, daß schon vor der Flucht der sowjetspanischen 43. Division zahlreiche französische Dörfer in diesem Grenzgebiet von sowjetspanischen Milizen besetzt worden waren, die dort den Rückzug und den Ueber- tritt auf französisches Gebiet vorbereiteten. In der kleinen französischen Ortschaft Le Plan seien 150 Milizsoldaten untergebracht gewesen, in Fabian ebenfalls. Von diesen französischen Ortschaften aus sei die 43. Division während der letzten Kämpfe ständig mit'Lebensmitteln und Kriegs- material unterstützt worden. '300 Spanier hätten an der Ausbesserung und Verbreiterung der französischen Landstraßen gearbeitet, die nach Spanien führten, um die Materialtransporte unter besseren Bedingungen durchführen zu können. In Fabian seien die Anarchisten aus Barcelona die Herren. Besuch im rheinisch-westfälischen Kohlenpott. Forschung, Wirtschaft und Technik im Ruhrrevier. Don unserem W. G.-Sonderberichterflaiier. Milliarde Mark) wurden an der Börse mit einem Aufgeld von zwei Schilling und sechs Pence gehandelt. Die englischen Blätter sprechen von einem Erfolg der Anleihe, im Gegensatz zu dem ungünstigen Ergebnis des im April vorigen Jahres aufgelegten 1. Abschnittes von 100 Millionen Pfund, von dem zwei Drittel durch Banken und öffentliche Anstalten übernommen werden mußten. Englands „Angst vor der Zukunst". Wirtschaftsminister Stanley über die Hemmnisse des internationalen Handels. London, 16. Juni. (Europapreß.) Bei Eröffnung des 14. Wollkongresses bezeichnete der englische Wirtschaftsminister Oliver Stanley die Angst vorder Zukunft als das größte Hindernis für die Besserung des internationalen Güteraustausches. Zölle, Kontingentierungen und Devisenbeschränkungen wirkten sich gewiß auch hemmend aus, aber die in den Herzen der Menschen lebende Furcht sei für die Entwicklung von sehr viel größerer Bedeutung. „Die auf uns lastenden Wolken von Zweifeln und Befürchtungen", sagte der Minister, „ersticken die Initiative, erwürgen die Lebensfreude und zerstören den Wagemut und das Gefühl der Sicherheit, die eine unentbehrliche Voraussetzung für die Entwicklung des internationalen Handels darstellen. Es ist die Politik der englischen Regierung, trotz aller Schwierigkeiten und Mißerfolge alles, was in ihrer Macht steht, zu tun, um die Furcht auszurotten, die heute - unseren Unternehmungsgeist hemmt, unser Leben zerstört und schließlich aus der Zivilisation ein Zerrbild machen wird." Englands Luftwaffe gegen Eingeborene. Oppositionelle Kritik. Landon, 16. Juni. (Europapreß.) Die Bereitschaft der englischen Regierung zur Mitarbeit an einem internationalen Abkommen für die Humanisierung des Krieges wurde uon Ministerpräsident Chamberlain vor dem Unterhause unterstrichen. Dabei erklärte Chamberlain auch, England wäre bereit, auf den Einsatz der Luftwaffe in Nordwestindien zu verzichten, wenn dies dem Zustandekommen eines solchen Abkommens förderlich sein würde. Der Ministerpräsident lehnte es jedoch ab, schon jetzt diesen Verzicht auszusprechen, nur um — wie ein Abgeordneter der Linken sagte —, „den übrigen Nationen mit gutem Beispiel voranzugehen." Chamberlain betonte, englische Flugzeuge würden in Nordwestindien einen Platz nur dann mit Bomben belegen, wenn vorher den Stämmen 24 Stunden Zeit gegeben worden sei, das Gebiet zu räumen. Der „Daily Herold" erklärt, die von Chamberlain vorgebrachten Entschuldigungen seien nicht ausreichend. Die Kernfrage sei, daß England selbst seine Luftwaffe gegen Zivilbevölkerung einsetze. Dieses Verbrechen sei dasselbe, was England den Japanern in China, sowie den Nationaltruppen in Spanien vorwerfe. England zerstöre selber Häuser von Eingeborenen nicht allein an der Nordwestgrenze Indiens, sondern a u ch i n Süd-Arabien, wo die englischen Flugzeuge Bomben auf Eingeborene abwürfen, die die englische Herrschaft über ein Gebiet nicht anerkennen wollten, das die britische Regierung kürzlich ganz im Stillen sich einverleibt habe. Was würde Chamberlain dazu sagen, wenn man Downingstreet 10 zerstören würde? Es gäbe vom menschlichen Standpunkt aus gesehen, keinen Unterschied zwischen einem Araber, einem Inder und einem Mann aus der Downingstreet. — „News Chronicle" erklärt, Chamberlain bringe Englands Abscheu über die Bombenabwürfe in China und Spanien zum Ausdruck. Man zeige aber mit den Fingern a u f die indische Nordwest grenze und spreche von einer bezeichnenden englischen Heuchelei. „Freiwilliger Frauendienst" als Hilfsorganisation für den Lustschuh in England. London, 16. Juni. (DNB.) Innenminister Sir Samuel Hoare gab die Bildung einer großen Frauenorganisation im Dienste des Luftschutzes bekannt. Der Verband werde den Namen „Freiwilliger Frauendienst" führen. Vorsitzende werde die Marchioneß of Reading sein. In jeder Grafschaft und in jeder Stadt mit einer Bevölkerung von mehr als 50 000 Einwohnern sollen Zentralen geschaffen werden. Als Vertreterin Schottlands sei Lady Ruth Balfour ausersehen. Die Frauenorganisation werde Freiwillige werben für alle Arten von Luftschutzarbeiten, einschl. der Pflege von Verwundeten, der Evakuierung der Bevölkerung und des Sicherheitsdienstes in den Häusern. Aufgenommen werden Frauen im Alter von 17 bis 65 Jahren. Der Innenminister begründet die Aufstellung des neuen Verbandes mit dem Hinweis, bei der modernen Technik des Luftkrieges bestünde die ernste Gefahr eines Luftangriffes auf die Zivilbevölkerung. Man müsse alles tun, um Folgen solcher Angriffe zu verringern. Er hoffe, der Zustrom zu dem neuen Hilfsdienst werde der Welt die englische Bereitschaft zeigen, unter allen Umständen den Schutz des Landes und seiner Bevölkerung in eigene Hände zu nehmen. Oie Lleberschwemmuugs- kaiastrophe in Ehina. Anhaltender Regen verstärkt die Fluten. S ch a n g h a i, 16. Juni. (DNB.) In den nächsten 48 Stunden muß es sich entscheiden, ob sich das Hochwasser des Gelben Flusses durch die große Seenkette mit dem Pangtsehochwasssser vereinigt. Alle verfügbaren japanischen Flugzeuge wurden zum Transport von Sandsäcken eingesetzt, die zu Tausenden gebündelt mit Fallschirmen den Deich- arbeitem zugeworfen werden. Die Verteidigung gegen die unablässig vordringenden Fluten des Gelben Flusses ist infolge der dauernden Regengüsse äußerst schwierig. Bisher haben . die Wassermassen 2000 Dörfer vernichtet. In etwa Ungeheure Kohlenschätze ruhen im rheinisch-westfälischen Ruhrrevier. Seit Generationen bohrt der Mensch an den mächtigen Flözen. Nicht ohne „Erfolg". So manches Vorkommen ist. erschöpft, mindestens lohnte es sich in früheren Jahren nicht mehr, die noch vorhandenen Schätze zu heben. Man wandte sich anderen Kohlenfeldern zu, um sie abzubauen. Im Lause der Jahrzehnte hat sich aber der Begriff „Kohle" mehr und mehr gewandelt. Nicht mit Unrecht spricht man von „schwarzen Diamanten". Schon fängt man an, andere Energiespender in größerem Ausmaße zur Ent- lastung der Kohle einzuschallen, um diesen einzigartigen und noch längst nicht bis zur letzten Veredelungsmöglichkeit durchforschten Rohstoff einer anderen, besseren Verwertung als bpr Ofenfeuerung zuzuführen. Schwarze Diamanten zerfließen zu Benzin. So haben unsere Forscher in langjähriger, aufreibender, aber dafür um fo erfolgreicherer Arbeit Verfahren gefunden, die uns in die Lage versetzen, die Kohle zu verflüssigen und aus ihr den ür unser Wirtschaftsleben so unentbehrlichen Treibstoff zu gewinnen. Aus den Kohlenfeldern an der Ruhr gibt es bereits eine ganze Reihe von Anlagen, in die auf der einen Seite die schwarzen Diamanten hineingeschüttet werden, während an anderer Stelle das klare Benzin in die Tanks hineinflieht. Diese Großbetriebe, teils mitten im Produktionsprozeß, teils binnen kurzem fertig, find in der Tat etwas Einzigartiges. Ueberrascht steht der Laie inmitten einer dieser Anlagen, des großen Holtener Werkes der Ruhrchemie, weil er glaubte, einen äußerst komplizierten Apparat vorzufinden. Statt dessen sieht alles denkbar einfach aus. Verhältnismäßig einfach ist auch die Treibstoff- geroinnung an dieser Stätte, da hier nach dem Fischer - Tropsch- Verfahren gearbeitet wird. Ein anderes Verfahren wird von der JG.- Farbenindusttie angewandt, dessen Prozeß länger bauert. Beide Verfahren sind unabhängig voneinander entwickelt worden, ein Beweis dafür, daß wir nur Großes zu leisten vermögen, wenn die Forscherpersönlichkeit sich frei entfalten kann und aus dem natürlichen Wettbewerb heraus fruchtbare Kräfte entwickelt werden. Der edle Wettbewerb zwischen Ruhrchemie und JG.-Farben hat es auch zuwege gebracht, daß wir nicht nur in Zukunft um unsere Treibstoffversorgung unbesorgt zu sein brauchen, sondern bei der Fortsetzung der emgeschlagene^ Wege zu immer neuen Erfolgen gelangen werden. Das Fischer-Tropsch-Verfahren setzt beim Koks em, während die IG. von der Kohle ausgeht. So sieht man auch in Holten die mächtigen Einrichtungen, die aus dem Koks ein Synthesegas schaffen, das bann wieder gereinigt wird, bis sich schließlich unter Anwendung geringer Temperaturen dieses Gas jn Benzin und Dieselöl verwandelt, wobei noch Flüssiggas und Paraffin, abfällt, aus dem Fettsäure gewonnen wird. Fettsäure ist wieder die Basis für Jndustriefette, aus denen Kerzen und namentlich Seifen hergestellt werden. Menschlicher Geist und rastlose Kohlenerforschung haben es also zuwege gebracht, daß wir heute über Treibstoffe verfügen, die, um beim Fischer-Tropsch-Verfahren zu bleiben, das Edelste auf diesem Gebiete sind. Die größten Koksöfen der Welt. Eine der modernsten Kokereien des Ruhrreviers ist die vor den Toren Essens liegende Zenttalkokerei „Nordstern". Wie es sich immer lohnt, die Nase in das Revier hineinzustecken, so kann man es nur dankbar empfinden, auch einmal Gelegenheit gehabt zu haben, diese neuzeitliche Kokerei in Augenschein zu nehmen. 1928 wurde sie errichtet, jedoch mit erheblichen Erweiterungsmöglichkeiten. Fünf Zechen der Umgebung sind es, die hier ihre Kokskohle ab- laden. Ofen steht an Ofen, aber, wie einem stolz erklärt wird, es sind die höchsten Oefen der Welt. Das Füllen und Leeren kann indessen nicht mehr ausschließlich durch Menschenhand voll- zogen werden, wenn auch überall rußige Gestatten ihre nicht leichte Arbeit verrichten. Man verfolgt bas Auffüllen ber Oefen, bei dem es nicht ohne Qualm unb Rauch ab geht, so baß man schleunigst flüchtet und sich hinter verschlossenen Türen in Sicherheit zu bringen sucht. Aber schon auf der Kokerei gerät man auf die Spuren des Chemikers. Denn der glühenden Kahle entweichen echebliche Gasmengen, die den Ferngasleitungen zugeführt werden, so daß eines Tages das an der Ruhr erzeugte Gas mehrere hundert Kilometer weit aus irgendeinem Gaskocher wieder herauskommt und zur Berettung des Mittagessens dient. Dieses Gas ist bereits von einer ganzen Reihe sogenannter Nebenprodukte gereinigt, die aber durchaus nicht wertlos sind. Man sieht zwar nicht, wie sich die Reinigung in den verschiedenen riesigen Behältern mit ihren gewaltigen Rohrleitungen vollzieht, aber die aus dem Gas herausgeholten Produkte, wie Teer, Benzol, Schwefelwasserstoff und AmmoUiak, treten einem vor Augen. Iyklopenkrüste auf Schienen. Besonders interessant ist die Umwandlung des Ammoniak in ein hochwertiges Düngesalz, das sich zu Riesenbergen türmt, in die ein kräftiger Bagger unausgesetzt hineingreift, um die Mengen herauszuholen, die für den Versand fertiggemacht werden sollen. Hier haben wir die Kohle als Ausgangsstoff für t0! •' sel ' de sei an Lu/,' tei • Ml Fr \ all fas 9"'.. ad da kai Ev wi eui lich . fpc bei । Hai • Zu au erst . 9ez 9el sich ■ Fr ste! Un , obe. dur • schc net , . ab! T I Do Lü< tsch Der i Tei ' Bei gen drei' Knj.f. Inf . lin däck We dun Kri vom En; mat We entt tior MW mit Schlaraffia- matratz.u.Nacht- tisch preiswert zu verkauf. 02819 Moltkestr. 12II. | Vereine (200 ccm) Umstände halber zu verkauf. 02813 £onömannftr. 13 Meine liebe Frau, Tochter, Schwiegertochter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Elisabethe Dormehl geb. Holler wurde am 16. Juni, mittags um 1 Uhr, im 43. Lebensjahre durch einen sanften Tod von ihrem schweren Leiden erlöst Mur die beste Drucksache neben der Zeitungsanzeige kenn Ihre lA/erbung wirksam unterstützen. Geringwertige Drucksachen schaden mehr als sie nutzen. Deshalb sparen Sie bei Leinensakkos: 7.90 9.80 13.50 21.— 29.— Sommer- Waschjacken: 2.90 3.50 4.75 5.75 7.50 Janker: 4.75 6.50 9.80 11.50 14.75 Lüster- und Tussor-Sakkos Betr.: Die Festsetzung der Grundsteuerhebesätze für 1938 Rj. Bekanntmachung. Mit Genehmigung des Herrn Reichsstatthalters in Hessen — Landesregierung — Abtlg. III vom 18. Mai 1938, zu Nr. III / 37646, und nach Anhörung der Ratsherren habe ich die Grundsteuerhebesätze für 1938 wie folgt vorläufig festgesetzt: a) für land- und forstwirtschaftliche Betriebe auf 280 v. H. des Steuermeßbetrages; b) für Grundstücke auf 135 v. H. des Steuermeßbetrages. Die Steuerbescheide nebst zugehörigen Steuermeßbescheiden werden den Pflichtigen in diesen Tagen Seltene Natururkunden von den Halligen und vom Wattenmeer eInhalt die Neuerscheinung, die alle Naturfreunde und Dogeiliebhaber mit Begeisterung lesen und schauen werden: Unter Säbelschnäblern und Seeschwalben Beobachtungen und Natururkunden aus der Dogelwelt der deutschen Nordseeküste Don (Eugen Schuhmacher Insgesamt 104 Seiten mit 92 Bildern nach wundervollen Naturaufnahmen. In Leinen gebunden NM. 3.90. Bestellungen nimmt jede Buchhandlung entgegen. Verlangen Sie bitte das ausführliche bebilderte Werbeblatt. Hugo Vermühler Verlag Berlin-Lichlerfelde Plötzlich und unerwartet verschied unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater, Schwager und Onkel Ludwig Eberhard Seuling Küfer und Landwirt im 76. Lebensjahre. zugestellt. Gießen, den 16. Juni 1938. Der Oberbürgermeister. I. V.: V o g t. Kinderwagen zu verkauf. 02824 Kaiserallee 40 H Wetterbericht Während der nordosteuropäische Tiefdruckwirbel in Auffüllung begriffen ist, verlagert sich das westliche Hochdruckgebiet langsam ostwärts. Damit ist eine Umgestaltung der Großwetterlage im Gange, die auch in unserem Bezirk freundlicheres und zunehmend wärmeres Wetter bringen dürfte. Vorhersage für Samstag: Wolkig bis heiter und meist trocken, wieder höher ansteigende Tagestemperaturen, veränderliche Winde. Vorhersage für Sonntag: Im wesentlichen freundliches und wärmeres Wetter. Lufttemperaturen am 16. Juni: mittags 14,8 Grad Celsius, abends 12,8 Grad; am 17. Juni: morgens 11,6 Grad. Maximum 15,5 Grad, Minimum 9,1 Grad — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 16. Juni: abends 15,5 Grad; am 17. Juni: morgens 13,8 Grad. — Sonnenscheindauer 1,9 Stunden. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantworllich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriol; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. V. 38: 9163. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs, preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs, preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. Der Kölner Doppeimordprozeß. Im Kölner Doppelmordprozeß gegen den ehemaligen Studenten Otto Schänewald und dessen geschiedene Ehefrau begann am letzten Der- handlungstage die Vernehmung der Zeugen, unter denen sich auch der Vater des Angeklagten befindet, der einen sehr leidoollen Eindruck macht. JA Ergänzung der Aussagen der beiden ersten Tage behauptet Frau Schönewald nochmals ausdrücklich, daß von vornherein der Plan bestanden habe, auch die Zimmervermieterin zu erschießen. Ehe man zum Tatort ging sei beschlossen worden, daß j e d e r einen „erledigen" solle. Als erste Zeugin wird dann die Schwester der Zimmeroermieterin, Ulla Korte, vernommen. Sie schildert ihre Schwester als eine sehr ruhige Person, die allen Menschen traute. Sie (die Zeugin) sei bei ihrer Schwester gewesen, als Schönewald das Zimmer mietete und fünf Mark anzahlte. Aber schon damals sei es der Schwester aufgefallen, daß Ulla Korte glaubte, in der nächsten Zeit würde etwas passieren. Sie weinte auch damals und mußte von chrer Schwester beruhigt werden. Ein früherer Vermieter der Schönewalds erzählt^, die beiden hätten kurz nach der Tat bet ihm gewohnt. Nachdem sie die Miete für dreieinhalb Monate im voraus bezahlt hatten, ging es mit beiden immer mehr bergab. So mußte er sich bei Nachfragen wegen der Miete alle möglichen Schimpfereien gefallen lassen, wobei sich ganz besonders Frau Schönewald hervortat, die chn einmal schlug und sogar mit einem Hocker bedrohte. ________________ mittelt werden konnten, schließt nach Ansicht der Sachverständigen nicht aus, daß die Becker die Spuren des Giftes durch Beimischung eines anderen Mittels getilgt hat. Diese Vermutung wird auch im Zuhörerraum durch die kühne Behauptung, die Becker habe einen „Pakt mit dem Teufel" geschlossen, zum Ausdruck gebracht. Allgemeines Erstaunen löste in der letzten Sitzung der Vorschlag eines Verteidigers aus, der darauf bestand, die Geschworenen sollten das von der Becker gebrauchte Gift in Tee ausgelöst in kleinen Mengen zu sich nehmen, um dessen Wirkung sozusagen am eigenen Leibe zu erproben. Selbstverständlich wurde dieses Ansinnen vom Gericht unter allgemeiner Heiterkeit der Zuhörerschaft mit Entrüstung abgelehnt. — Man darf in Zusammenhang damit daran erinnern, daß in den 70er Jahren ein.deutscher Arzt, der versuchsweise kleine Mengen desselben Giftes zu sich nahm, knapp dem Tode entging. Zwei Psychiater gaben Gutachten über die Angeklagte ab und kamen übereinstimmend zu dem Schluß, daß die Angeklagte für ihre Taten voll verantwortlich zu machen ist. Die Becker habe ein außerordentlich gutes Gedächtnis. Ihre Neigung zur Lüge sei auffallend, sie sei skrupellos. Bei dem Alter der Angeklagten seien ihre zahlreichen Liebschaften erstaunlich. — Bei einem Apotheker hat sich, wie die weitere Verhandlung ergab, die Becker mehrmals Gift auf Kredit gekauft. Als sie dann die ganze Rechnung bezahlte, fiel dem Apotheker aus, daß die Frau 10 000 Franken bei sich hatte. Reichskriegerlag erst 1939. Die durch den Führer dem NS.-Reichskrieger- bund zugewiesene Aufgabe, die ehemaligen deutschen Soldaten zu vereinen, erfordert während der nächsten Monate die Durchführung umfangreicher organisatorischer Maßnahmen, die alle Gliederungen des NS.-Reichskriegerbundes bis zu den Kameradschaften berühren.. Dies hat den Reichskriegerführer veranlaßt anzuordnen, daß der alljährlich in Kassel stattfindende Reichskrieg c.r tag in diesem Jahr ausnahmsweise nicht abgehalten wird. Der nächste Reichskriegertag des NS.-Reichskrieger- bundes findet im Jahre 1 9 3 9 in Kassel statt. Der genaue Termin wird noch bekanntgegeben werden. Don der deutschen Himalaya-Expedition. Das Flugzeug der deutschen Himalaya-Expedition hat seinen zweiten Flug zum Nanga Parbat durchgeführt. Don Süden kommend überflog es das Massiv in einer Höhe von 630Ö Meter und umkreiste zunächst die Stelle, wo vor genau flnem Jahre sieben deutsche Bergsteiger und neun Träger durch eine Eislawine ums Leben gekommen sind. Es ist geplant, an dieser Stelle später für die Errichtung des Lagers 4 Lasten abzuwerfen. Das Flugzeug warf dann über dem Hauptlager 175 Kilogramm Lasten ab. Nach zweistündigem Flug kehrte es nach Srinagar zurück. Drei Menschen vom Blitz erschlaget. Schwere Unwetter in Mittelkroatien haben an vielen Stellen die Telegraphenleitungen zerstört. Ein Blitz schlug bei Vukowar in eine Eiche, unter der sechs Landarbeiter Schutz gesucht hatten. Einer Sie mussten sich die vielseitige Auswahl einmal anzusehen! BORRMANNS Gießen/NeuStadt5 Ruf4165 F Nur 4 Tage in Gießen twoeb, den 15. Juni, bis Samstag, den 18 Juni 1938 Ein Posten echter Perser-Teppiche Besonders preiswertes Angebot: Kirman, Keshan. Bochaia. Täbriz, fuikbaff, Sparta. Afghan. I Schiraz usw. — Teilweise Vorkriegsstücke. — Reichhaltigste ■ Brücken-Auswahl aller Provenienzen. 4042 V I Unverbindliche Besichtigung erbeten. E. W. Pinzenscham aus Offenbach a. M. I z. Z. Hotel Schütz, (neben DJ)!». Die Beerdigung findet am Samstag, dem 18 Juni, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause Obergasse 9 aus statt. 4114D In tiefer Trauer: Heinrich Binz IV. und Frau Elisabeth, geb. Amend , Heinrich Binz VI. und Frau Emma Binz und Bräutigam. Allendorf (Lahn), den 16 Juni 1938. Jer. 31,3: Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere liebe, herzensgute Tochter, Schwester, Schwägerin und Enkelin Elisabeth Binz nach langem, schweren Leiden im Alter von 27 Jahren zu sich in die Ewigkeit zu nehmen.