Nr. 294 Erstes Matt 188. Jahrgang 8reitag,lb. Dezember 1958 Erlchemi täglich, außer Sonntags und Feierlags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monatr-BezugspreiL: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Hernfprechanfchlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Stehen Postscheckkonto: Zronlfurt am Main 11686 Gichener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen / Druck und Verlag: vrühlsche Univerfitätrdruckerei R. Lange in Gießen. 8christleitung und Geschäftsstelle: Schulftrahe 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen üonTOmm Breite 50 Rpf.,Plahvorschrift nach vorh.Vereinbg.250/n mehr. 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Das Staatsschutzgesetz des Präsidenten im Verein mit dem Pressegesetz, dessen einzelne Pragraphen deutlich verraten, gegen wen sich die Schutzbestimmungen richten, sollte eine ernste Warnung an die Opposition sein, die Aufbauarbeit der Regierung nicht zu stören Die Regierung, die auf diese Weise in den Besitz einer scharfen Waffe gegen Bauernpartei und Marxisten gelangt ist, begegnete der lauten Agitation der innenpolitischen Gegner mit einem Schachzug: Sie verkündete durch den Finanzminister Kwiatkowski einen groß angelegten W i r t s ch a f t s p l a n, der aus fünf Abschnitten besteht und durch 15 Jahre läuft. Er sieht vor allem den Ausbau der Wehrwirtschaft vor, der eine Summe von zwei Milliarden Zloty zur Verfügung gestellt wird Hierauf erfolgt der Ausoau des Verkehrswesens, besonders der Motorisierung. Die weiteren Etappen des Wirtschaftsplanes betreffen das Volksbildungswesen, die Landwirtschaft, die Industrialisierung, die Polonisierung der Städte und die Vereinheitlichung des Wirtschaftsgebietes. Sollte dieses Programm in erster Linie der Linken die Stoßkraft rauben, indem sie ihre Forderungen übernahm, so nahm das Gesetz über die Auslösung der Freimaurerlogen den Rechtsgruppen den Wind aus den Segeln. Die Liquidierung der Logen und der bevorstehende Schritt des „Lagers" zur Lösung der Judenfrage auf dem Wege neuer Gesetze stehen in unmittelbarem Zusammenhang. Außerdem wird im Sejm ein Gejetzesantrag auf Verbot des rituellen Schächtens im ganzen Lande behandelt werden. Das Äorgehen des „Lagers" in der Judenfrage hat denn auch in den nationalsten Rechtstreisen seinen Eindruck nicht verfehlt. Der Wandel in der innenpolitischen Struktur Polens kommt auch in der untergeordneten Rolle des Sejms und des Senats zum Ausdruck, di^ ihm vom „Lager" zugewiesen wird. Wahrend in den Jahren 1919 bis 1926 das Parlament die Regierung bestimmte und abberief, ist der von 1926 bis 1930 von ihm gegen das außerparlamentarische Kabinett geführte Kampf, der von 1935 an zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen Regierungsmehrheit und oppositioneller Minderheit wurde, zugunsten einer nur mehr von dem Vertrauen des Staatspräsidenten getragenen Regierung entschieden worden. Der Ehef des „Lagers", General S k w a r c z y n s k i, hat dies in feiner letzen Programmrede zur Sejmeröffnung sehr klar ausoedrückt: Mit der beherrjcbenden Rolle des Staatspräsidenten im Staatsleben hatten sich die Funktionen sowohl der Volksvertretung als auch des Kabinetts geändert. Nur die Regierung regiere; sie trage die Verantwortung für das Handeln des Staates. Das „Lager der Nationalen Einigung" aber habe eine andere Aufgabe, nämlich d i e Nation z u sammeln. Sei- Schritt zur Einheitspartei, den zu tun die führenden Staatsmänner noch für verfrüht halten, würde zwangsläufig ein Verbot der übrigen Parteien zur Folge haben; und tafächlich wird in Warschauer politischen Kreisen eine derartige weitreichende Entscheidung für möglich gehalten. Aber vorläufig weist das Regierungslager noch immer nicht jene einheitliche Schattierung auf, die von der Spitze des Staates als Voraussetzung für die von ihm an- gcfti'ebte monopolistische Stellung im Staate angesehen wird. Dies beweist ein Zwischenfall während der Sejmdebatte. Der Abgeordnete Oberst W e n d a, ein Mitglied des Stabes, übte eine scharfe Kritik an der Rede des Dizepremiers und Finanzministers Kwiatkowski. Der Anlak war an sich sehr geringfügig, doch gewinnt er dadurch an Bedeutung, daß man erfährt, daß Oberst Wenda als Verfechter des totalitären Kurses die These des Ministers Kwiatkowski ablehnt, man muffe die Einheit mit Einschluß der Opposition aiiftreben, denn die Basis des „Lagers" fei zu schmal. Daß der Staatspräsident bei den Ernennungen in den Senat auch Persönlichkeiten berücksichtigt hat, die außerhalb des „Lagers" stehen, und daß die bevorstehenden Gemeindewahlen auch den Oppositionsparteien genügend Bewegungsfreiheit zur Einbringung eigener Kandidatenlisten zubilligen, läßt darauf schließen, daß die These Kwiatkowskis von den obersten Staatsstellen nicht ohne weiteres abgelehnt wird. Ueberdies wird sie durch die Tatsache gestützt, daß bei den letzthin oorgenommenen Gemeindewahlen in einigen kleinen Siedlungen von Pomerellen, unter denen sich als größte die 12 000 Einwohner zählende Stadt Culmsee befindet, das Regierungslager gegenüber der Opposition in d e r Minderheit geblieben ist. Solange der Organi- sationsapparat des „Lagers" noch unfertig ist und das vorlieaende freilich nur örtliche Ergebnis beweist, daß dies vorläufig noch hie und da der Fall ist —, wird die Staatsführung zögern, den Bogen zu Überspannen. . r p Diesen Tendenzen zum Einparteiensystem und zum Nationalstaat stehen die Bestrebungen der Minderheiten, vor allem der nichtpolnischen Volksgruppe der Ukrainer, entgegen, die durch ihren Sprecher, den Abgeordneten Mudrji, den Anspruch auf Gebiets autonomie im Sejm angemeldet hat Der Lagerchef,-General S k w a r- czinski, quittierte diesen Anspruch lediglich mit Gießener Anzeigers dem Hinweis auf die Notwendigkeit eines friedlichen Zusammenlebens der Nationen im Staat und auf die Achtung der völkischen Eigenart. Ueberhaupt spielte die Frage der Ukrainer diesmal besonders im Zusammenhang mit der Karpatho-Ukraine, in der Sejm-Debatte eine bedeutende Rolle und rief mehrfach stürmische Szenen hervor. Auch diese Klippen werden den stürmischen Vormarsch des .Lagers" auf dem Weg zum totalitären Staat abbremsen und zu kluger Vorsicht mahnen, wie sie die oberste Staats- Hierarchie bisher beachtete. Erst die Zukunft wird zeigen, ob es dem „Lager" gelingt, sich fo breit im Volk zu verankern, daß'es zur Volksbewegung wird, auf die ein autoritäres Regime gestützt werden kann. Vor den Gemeindewahlen in Polen. Warschau, 15. Dez. (Europapreß.) Die Innenpolitik von Polen wird gegenwärtig beherrscht von der sehr lebhaften Propaganda der Parteien für die am kommenden Sonntag stattfindenden G e - meindewahlen. Während bei den November- Die Feierstunde on der Berliner Südlanaente. Berlin, 15. Dez. (DNB.) Die stolze Baugeschichte der Reichsautobahnen verzeichnet heute einen besonderen Tag: Durch die Vollendung von acht neuen Abschnitten mit einer Gesamtlänge von rund 200 Kilometer ist das Bauziel für 1938 planmäßig und auf den Tag genau erreicht. Der Schauplatz des heutigen Festaktes, die Anschlußstelle Hallesches Tor — Rangsdorf an der Südtangente des Berliner Ringes bietet ein festliches Bild. Auf den hohen Böschungen wehen im schneidend kalten Morgenwind von hohen Masten die Fahnen des Reiches. Girlanden schmücken die Ehrentribünen, vor denen unten auf dem MUtelstreifen der Bahn eine Ehrenabordnung des NSKK. in Sturzhelmen angetreten ist. Dahinter haben die Reichsautobahnarbeiter Aufstellung genommen. Kurz vor 10 Uhr ist bereits eine große Anzahl von Ehrengästen des Staates und der Bewegung erschienen. Generalinspektor Dr. Todt mit Gauleiter Stürtz schreitet die Front der NSKK.-Formationen ab. Dann meldet Baudirektor Usinger die fertiggestellten Strecken. Anschließend spricht namens der Autobahner der Arbeiter Heiner aus Ronneburg in Thüringen. Sodann nimmt Generalinspektor Dr. Todt das Wort: „Den deutschen Bauarbeitern", so sagte er, „ihren Angehörigen und der deutschen Bauindustrie muß höchste Anerkennung dafür ausgesprochen werden, daß sie trotz der Beschränkung, die ihnen überall airerlegt werden mußte, die Fertigstellung des 3000. Kilometers ermöglicht haben. Alle, ganz gleich wo sie standen, haben zu ihrem Teil dazu beigetragen." Der Gauleiter der Kurmark, Stürtz, beglückwünscht Dr. Todt zu der ihm vom Führer gestellten Aufgabe und wünscht ihm auch für die Zukunft eine glückliche Vollendung dieses monumentalen .Werkes, das mit dem Namen Adolf Hitler für alle Zeiten verknüpft fein werde. Dann begeben sich Dr Todt und seine Ehrengäste zu ihren Wagen, gleichzeitig besteigen die Reichs- autobahnarbeiter die Omnibusse. Dann setzt sich, begleitet von den Heilrufen der Menge, die lange Kolonne in Bewegung. Das weiße Band, das über die neue Strecke gespannt ist, zerreißt, und in raschem Tempo eilen die Wagen über das helle Band der Autobahn. Dr. Goebbels begrüßt hie Auwbahner in der ReWhoupistaitt. Die 3000 Autobahner, die als Gäste des Führers in der Reichshauptstadt weilen, trafen sich am Donnerstag mittag zu einem gemeinsamen Mittagessen in der Deutschlau d h a l l e. Der' Lichterschein von riesigen Tan- nenbäumen fiel auf lange Reihen weißgedeckter Tische, an denen die Abgesandten der mehr als 100 000 Autobahner aus dem ganzen Reich Platz nahmen Ein Musikzug der Leibstandarte „Adolf Hilter" erhöhte mit seinen Weisen die festliche Stimmung. Kurz nach 13 Uhr traf freudig begrüßt Generalinspektor Dr. Todt ein, begleitet oom Präsidenten der German Roads Delegation 1937 R. Gresham Cooke und dem Grafen Tyszkiewicz, Präsident des polnischen Wege- verbandes „Liga Drogowa. Reichem nister Or. Goebbels nahm, wie im Vorjahre, wieder das Wort, um die 3000 Kameraden m Berlin zu begrüßen. Er führte ihnen vor Augen, wie das überwundene System gerade in sozialen Fragen zwar eine Fülle wählen in das Parlament der Regierungsgruppe die Möglichkeit in die Hand gegeben mar, den Einfluß der Opposition bis auf einen geringfügigen Rest auszuschalten, gestattet die Wahlordnung für die Selbstverwaltungskörper den Parteien d i e Vorlage einer eigenen Stimmliste. Davon wurde nicht nur in der Hauptstadt, sondern auch in den übrigen Städten und zahlreichen Gemeinden von der Opposition reichlich Gebrauch gemacht. In Warschau tritt die Regierungsgruppe „Lager der Nationalen (Einheit" unter' dem Namen eines „Nationalwirtschaftlichen Komitees für Selbstverwaltung" auf, daneben finden sich die Listen der Nationalen Partei der S o z i a l i st e n, die ihre Propaganda im Zeichen der drei Pseile vornehmen, ferner die eines demokratischen Blockes und einiger jüdischer Gruppen. Insgesamt liegen in Warschau 30 Stimmlisten vor, davon allerdings viele mit lokalem Charakter nur in einzelnen Stadtteilen. Die bisherige Rathausmehrheit bestreitet ihre Wahlpropaganda vornehmlich mit Hinweisen auf positive Erfolge der Stadtverwaltung. Bei den Rechtsgruppen spielt die antisemitische Parole eine bedeutende Rolle, insbesondere die Forderung: „Juden wieder ins Ghetto!", die durch ein wirkungsvolles Plakat unterstützt wird, auf dem ein eiserner Besen die Juden in das Judenviertel kehrt. Inzwischen haben die Wahlen in einigen blasser Theorien aufgestellt habe, mit denen aber eine wirkliche Besserung der Lebenslage niemals herbeigeführt werden konnte. Im bewußten Gegensatz dazu sei der Nationalsozialismus darangegangen, die bis auf den Grund ruinierten deutschen Arbeits- und Lebensverhältnisse durch tatsächliche Leistungen der Praxis einer stetigen Besserung zuzusühren. Der Fül)rer habe es abgelehnt, das deutsche Volk mit leeren Versprechungen ab zu speisen. Er habe stattdessen mit einigen ganz großen, demonstrativ in die Augen fpringenoen Leistungen den Beweis führen wollen und geführt, daß der Nationalsozialismus tatsächlich in der Lage ist, einen grundlegenden Wandel zu schaffen. Eine dieser grandiosen Leistungen sei der Bau der Reichsautobahnen. Im übrigen-aber habe die heute kaum mehr vorstellbare Not von damals nur deshalb gebannt werden können, weil Staatsführung und Volksgefolgschaft mit vollem gegenseitigem Verständnis Hand in Hand arbeiteten „Eine Führung ohne Volk", so betonte Dr. Goebbels unter Abends im Theater des Volkes. Die festlichen Veranstaltungen schlossen am Abend mit einem kameradschaftlichen Beisammensein im Theater des Volkes ab. Zur größten Freude der Reichsautobahnarbeiter erschien auch in diesem Jahre wieder der Führer selbst in ihrem Kreise, um ihnen den Dank für ihre von aller Welt bewunderten Leistungen uszujprechen. Vorher gab der Generalinfpektor für das deutsche Strahenbauwesen, Dr. Todt, einen Rechenschaftsbericht über das im letzten Jahre Gemeinden von fünf Provinzen ein ungefähres Bild der Stimmung in der Wählerschaft vermittelt. Während' in zwölf Kleinstädten Pome- rellens die regierungsfreundlichen Listen in der Minderheit blieben, konnten sie in 197 Dörfern der Provinz Lodz 55 v. H._ in 600 Gemeinden der P r o v i n z L u b l i n über 60 v.H., in zahlreichen Gemeinden der Provinz B i a l y st o k rund 80 v. H. aller Stimmen für sich buchen. In mehreren deutschen Siedlungen bei Lodz gelang es der deutschen Liste, insgesamt 34 Sitze in den Gemeindevertretungen, in vier Dörfern sogar die Mehrheit zu erringen Kaukasische Soldaten müssen Stalin bewachen. W a r s ch a u , 16. Dez. (DNB. Funkspruch.) „Maly Dziennik" meldet aus Moskau, der neue G P U.- C h e f Berija habe als vordringliche Aufgabe den persönlichen Schutz Stalins neu organisiert. Die Spezialtruppe der GPU., die bisher auf dem Kreml Dienst tat, sei sofort durch eine Abteilung kaukasischer Bergtruppen a b g e I ö ft worden, die Berija blindlings ergeben ist. Um das (Einbringen von Attentätern in den Kreml unmöglich zu machen,, seien ferner überallLicht-undTonsignale angelegt worden, die das geringste Geräusch in das Wachlokal weiterleiteten. erneuten Beifallskundgebungen, „ist ebensowenig wert wie ein Volk ohne Führung. Darum sollen sich aber auch diese beiden Faktoren gemeinsam an dem gemeinsamen Werk erfreuen. Sie sind uns als Gäste so besonders willkommen, weil Sie nicht auf- grund eines klingenden Namens, sondern aufgrund einer Öeiftung z u uns eingeladen sind, weil Sie ein großes Werk des Führers möglich gemacht haben!" Dr. Goebbels wies auf die Tatsache hin, daß jeder fleißige deutsche Arbeiter nach der Schaffung des Volkswagens das beglückende Bewußtsein werde haben dürfen, die Straßen, die von ihm gebaut worden sind, auch s e l b st benutzen zu können. „Wenn wir auf so gewaltige innenpolitische Werke in einem Jahr der größten außenpolitischen Erfolge zurückblicken können", rief Dr. Goebbels unter stürmischen Beftallskundgebungen aus, „dann können wir sagen: Es ist ein gesegnetes Jahr des Nationalsozialismus gewesen!" abermals genau zur festgesetzten Zeit erreichte Bauziel, den 3000. Kilometer. Eine ungeheure Veränderung ist in den zuimck- liegenben fünf Jahren seit dem ersten Spatenstich in Deutschland vor sich gegangen — in jeder Beziehung: auf politischem,' wirtschaftlichem und auf kulturellem Gebiet. 6 900 Kilometer erschienen d a - mals ausreichend, um alle wirtschaftlich, politisch oder kulturell wichtigen Räume oder Zentren untereinander zu verbinden und die erforderlichen Verkehrswege herzustellen. Inzwischen ist aus dem Land mit sieben Millionen Arbeitslosen das Land intensivster Arbeit der ganzen Welt geworden. In Gegenden, die gewerblich Der Führer spricht zu den Autobahnarbeitern. Adolf Hitler auf dem Kamenadschastsabend zur Feier der Vollendung des 3000. km der Retchsautobahn. EinneuerGememschastsgeistundneuerMettsstolz I < H * . *** Der Führer begrüßt einen der 3000 Arbeiter, die als feine Gäste an dem Kameradschaftsabend der 3000 Autobahnarbeiter im Theater des Volkes in Berlin teilnahmen. In der ersten Reihe der Ehrengäste sieht man von links Frau Todt, Generalinspektor Dr. Todt, Reichsminister Dr. Goebbels. — (Scherl-Bilderdienft-M.) Memel, 16. Dez. (D71B.) Die Wahlkreiskom- s jahrelangen Versuche zur Litauisierung wachs von rund 2 3 5 0 0 0 Stimmen er zielen konnte. Dem neuen Autor. Verüaaissielle tag bekanntgegeben werden. 1935. Nicht weniger als 10 000 Litauer wurden dabrachte weitere zusätzliche Streckenlängen von rund _ v ,, „p. „ v 19.^. Nicht weniger als 10 000 Litauer wurden da- 600 Kilometer. Schließlich brachte die politische Ent- Wenn der zahlenmäßige Unterschied zwischen den mal5 im Sommer vor drei Jahren „eingebürgert". Wicklung des Jahres 1938 die Forderung, den Bau Verlusten der Litauer und den Gewinnen der Me- Diese statu^widrigen Maßnahmen hatten nur die der Reichsautobahnen auch außerhalb der 'meldeutschen so enorm ist, dann ist dam t nicht nur die Wirkung, daß die bodenständige Bevölkerung sich Grenzen des Deutschen Reiches auszudehnen, um Größe des memeldeutschen Sieges selbst gekennzeich- dann im September noch zahlreicher an den eine direkte Verbindung von der Reichshauptstadt unrechtmäßige Zahl ihrer Mandate im Memeltän- herrschaft handgreiflich sind. euch wenn September 1935 nicht annehmen, daß ihr Stimmenzuwachs von bald einer Diertelmillion nur durch den noch größeren Wahleifer der bodenständigen Bevölkerung entstanden ist. Man muß darüber hinaus an- melland insofern wider, als er von 1925 bis 1932, also in nur sieben Jahren, ein Ansteigen der litauischen Mandate von 2 auf 5 erleben mußte. Eine neue Welle der litauischen Massen- einbiirgerung begann bann vor den Wahlen von für Deutschland optierten und damit das Wahlrecht für Memel verloren. Schließlich wurden vor den Wahlen von 1935 Hunderte von memelländischen überhaupt nicht bekannt waren, wuchsen die g e - waltigsten neuen Industrieanlagen heran. Fabriken, Kasernen, Hochöfen, Werften, die ein Jahrzehnt lang leer und still standen, wurden nicht nur wieder in Betrieb gesetzt, sondern um ein Dann spricht der Führer von dem gewaltigen Werk der deutschen W e st b e f e st i g u n g . das in diesem Jahre so viele deutsche Arb-iter in Anlnruch genommen habe und das nur möglich gewesen fei du^ch den Einsatz der Organisation und der Arbeitskräfte der Reichsautobahnm. Wie leuchten die Augen der vor d"m Führer versammelten Arbeiter, als er ibnen die Worte 3uru^t: ..Die Einigung des deut chen Volkes im Großdeutschm Reich ist vielleicht g e - rode durch diese Arbeit ohne blutigen K a m p f möglich geworden. Millionen dmftcher Volksgenossen sind dadurch unendlich glücklich ge- worden. Sie können heuer zum erstenmal w't uns Das Weibnachtssest feiern." Mit tosendem Bufall begleiten die Arbeiter diese Säße des Führers, denn sie wissen, daß dies doch einzig und allein seiner gewaltigen Arbeitsleistung zu danken ist. Zum Schluß spricht b»r Führer dann von der aroßen dentlchen Volksgemeinschaft, die me entschüd"nd" Boraus-seßung für die aewa"iaeu Srfolge dieses Jahres gewesen fei, eine ungeheure dischen Landtag trotz des Masienzuzugs nicht über 5 hinaus steigern konnten. Sogar das damalige Direktorium Bruvelaitis wollte sich gegen diese ■ - ■ - ------ -— - v■'”>1 Mtpue bett ylProh c'teK und Dertlefuna des Zwilchen Bordenur Rosenberg als Rufer des Nationalsozialismus der und La Nouvelle, dem Mlttelmeerhafen 20 Kilo-1 vor allem mit den traditionell gewordenen Empfangs- die Deutsche Reichsbahn beförderten Gütermengen haben sich seit 1932 mehr als verdoppelt. p'an eines Kanals vom At'antik,um Mittelmeer. London, 16 Dez. fEuropapreß.) Wie „Daily Telegraph" aus Parts meldet, sind zwischen der französischen Regierung und englischen, sowie holländischen Interessenten Verhandlungen über den Bau eines Schiffahrts-Kanals vom Atlantik zum Mittelmeer durch Süd- fr a n k r e i ch im Gange. Der Kanal soll für Ozeandampfer und für die Kriegsschiff Englands und Frankreichs befahrbar fein. Die Kosten einer Der- Die Erweiterung des Reichsgebietes durch das Sudetenland mit 16 000 Quadratkilometer h’ftnfW. daß auf den gewaltigen B"'chellen der R"ich-autobahu ein ganz neuer Gemeinschaftsgeist und ein neuer Arbeits -! stolz emnorgewachsen fei, ein nraftifch-’r S"?ialis-' mus der Tat. der nicht aus theoretisck"n Ueber- leaungen, sondern aus der Arbeit selbst geboren wurde. » geschichtliche Gemeinschaftsleistung, deren Zeuge wir alle sind. Er wendet sich an die 3000 Arbeitskameraden, die heute um ihn versammelt sind. „So habe ich Sie als einen Teil die- fer deutschen Volksgemeinschaft, der an einer der wichtigsten Arbeiten des Reiches eingefeht ist, als die Vertreter Ihrer hunderttausend Arbeitskollegen nach Berlin eingeladen, um Ihnen und damit all denen zu danken, die nicht hier fein können. Um zu danken für eure Arbeit, für eure Leistung und vor allem für eure freue Einfügung in unsere große deutsche Volksgemeinschaft. Und wenn mit dem heutigen Tage diese 3000 Kilometer abgeschlossen sind, dann ist damit ein fo gewaltiges und großes Derk vollendet, daß ihr als die Vertreter dieser Arbeitsleistung seht mehr S208d GIESSEN Siea-Heil-Rufen auf den Führer und die L'"d»r der Nation ein. Damit war der erste T>il der Fest- folge abgeschlossen. In der Pause st»llte General- inspektor Dr. Todt dem Führer die Betriebsführer der Obersten Bauleitung der Reichsautobahnen mit ie einem Arbeiter dieser Bauleitungen vor. Dann kam die Freude zu ihrem Recht. Der Winter- garten hatte neben d"m famosen Hiller-Ballett, das einen Steptanz und ein rassiges Kapriccio tanzte, den atemberaubenden Balanceakt der zwei Stenleys, den ewig meckernden aber glän'enden Jongleur Morland und den sensationellen Vercke- akt der vier Bolis beigesteuert. — Von der Scala wirkten die fliegenden Mücken der W'lliam Kirk Eomnany. die urkomischen Schwindelakrobat-'n Lävp und Habel und eine der besten deutschen Rad^ahr- trimven, die Arthiu-Kl-in-Familie. mit sowie end- f-ch do« d»"tsch» Elo.stikwunder M''mi, die b»fte Kontorsionistin sScklnngenm»nfck'l des deutschen Varietes. bi» mit freundlick-m Lächeln und müsterficher Grazie eine faü unvarstpflhare Kö'-nerbehe'-rf'^ung verband. — Der Reft des A^-nds gehörte Ench E a - r o m mit hün»’- traaif-ben Grotesk» ..^as Fa^'lien- id^ll". Erich ^t-oro, der fpfn- erffhüt^rnbe K->mik mit ernften Tön-n untermischte, riß das Haus zu wahren Lachsalven hin. folgen die R"ichsg"tnbahner den humornoffn B»i- sni->len, die der Führer aus der Geschichte des Eisenbahnwesens und au« d»r Entw'ckl'mg des Automobilismus onh'ihrf. Nackhgttige Zustimmung findet dab-n die Feststellung, daß alles, was i n seinen Anfängen nur weniaen B e - n o r 3 u g f e n ,3ur Verfügung gestanden habe, stet« im Lause der Entwicklung zu einem s-rlbft- verständl'rhen Gebrauchsmittel der breite ften Schichten d»« Volkes aeword'-n sei. Dann entwickelt der Führer den Kernvunkt der n"^ionalfoualist'sch-'n Wir^ck^ftslehre, in deren Mittelpunkt nicht die Güterverteilung, sondern die (BüterprobufHnn stehe, deren S^iaeramg immer d»n bre^»n Masten z^'Mlte frnirme. Das sei auf mhT’-eidrn G'bl"ten d»s Wirt- schastslebens der Fall. So habe auch dieses Werk der Reichsautobahnen in bernorroaenhem Maße dazu beiaetragen die deutsche Wirtschaft zu hur"ch- ten und ihren W^ederw'Etjcg ein'"fe'ten. Die Arbeiter, die heute beim Führer tu Gast sind, sicheln ihm mit besonderer Dankbarkeit entAeo»n. als er Der Verband ausländischer Prestevertreter in Berlin veranstaltete in den Festräumen des Zoologischen Gartens einen Abendemvfang für Reichsleiter Alfred Rosenberg, den Chef des Außenpolitischen Amtes der NSDAP. In herzlichen Worten feierte her, Vorsitzende-d»? Verb""des. Th«tT. 2ITf’-eb G"len»nheit au geben ha« TOeihnorhHeft n l s Fest der Familie im Kreide ihrer Ann-hörig''n au verbringen. Mähr-nd dieser ,^»it bt-ü^n auf An- orbnunn-n der Reicksiugenhtührunn sämtliche ^unenbberhoracn für die Aufnahme von HJ-Gruppen (HI., DJ., VDM., IM.) g e s ch l o s - s e n. - yre ÄS IUI IX II ! hii«>Sa« 1 Afll AGG «timmon r- < , n- ■ < r m ° (geforderten Einwanderung aus Groß- Litauen. Diese begann schon mit dem Jahre 1925 s ch e Liste 1 826 931 Stimmen (87,3 v. H.), die und wurde vorbereitet durch die von Kowno befoh- Electiola Instrumente/Scha!lolat en über Schlesien mit der Dftmarf — m t Wien — über tschechisches Gebiet hinweg her- zustellen. Im größer gewordenen Deutschland stellen die heute fertiggestellten 3000 Kilometer 2 3 v. H. des Gesamtnetzes dar, sofern Sie, mein Führer, nicht das Aufgabengebiet für Ihre Straßenbauer noch mehr erweitern. Das vergangene Jahr brachte einige besondere bemerkenswerte Leistungen: Die Elbehrücke bei Dessau in einer Gesamtlänge von 656 Meter, die Senkkasten-Gründung für die oberhalb von Köln vorgesehene Hängebrücke über den Rhein, die bei Saarmund, südlich von Potsdam, vorgesehene Moorsprengung, mit 20 000 kg Sprengstoff die größte bisher überhaupt in der Welt durchgeführte Moorsprengung. Der Sommer brachte die Notwendigkeit, die gesamte deutsche Bauwirtschaft konzentriert zur Sicherung der Grenzen des Reiches ein- zuseken. An der Reichsautobahn wurde im Laufe des Monats Juli der Baubetrieb auf rund 400 Kilometer Strecke vollkommen eingestellt. Arbeitskräfte und Geräte wurden abgegeben, auch auf den weiterbetriebenen Baustellen wurde die Zahl der Arbeitskräfte und vor allem der Nachschub an Baumaterialien stark eingeschränkt. Die beste Hilfe im Ausgleich der ausgefallenen Arbeitskräfte und Geräte war der Geist der Reichsautobahner. Sie wollten trotz aller Schwierigkeiten nicht darauf verzichten, ihr Jahrespensum fertigzustellen. und so hat eben jeder, ob er nun mit der Schaufel oder am Zeichenbrett oder sonst irgendwo arbeitete, ein 61 ü cf mehr auf sich genommen und hat dadurch den Ausfall wieder ausgeglichen. Diese sichtbaren Zeichen des Erfolges der natio- naljozialistifchen Regierung werden in der ganzen Welt anerkannt. Die Autobahnen haben schon viel dazu beigetragen, ausländischen Freunden die Augen zu öffnen über das wahre Gesicht des nationalsozialistischen Deutschland. Wir freuen uns über diese anerkennenden und gerechten Stimmen deutscher Arbeitsleistung. Aber noch mehr freut die Straßenbauer die Anerkennung ihrer Arbeit durch die deutschen Kraftfahrer. Wenn am Wochenende an verschiedenen Zählstellen des Reiches 15 bis 18 0 0 0 Fahrzeuge innerhalb 24 Stunden auf diesen Straßen des Führers gezählt wurden, so ist dies die schönste Bestätigung, wie sehr sich bas beutsche Volk übrtr diese Straßen freut und wie intensiv der Kraftverkehr au« diefen neuen Strahn Hnen N"tzen zieht. Diese Anerkennung unserer Arbeit durch den Führer ist für alle Straßenbauer d i e größte Freude, die ihnen zuteil werden kann. Wir danken Ihnen, mein Führer, für Ihre Verbund->nheit mit unserer Arbeit. Und wir versprechen, daß das Arbeitspensum des nächsten Jahres nicht geringer fein wird. — denn auch unsere Arbeit soll "wachten an der Größe des Reiches. iLanganhaltender, stürmischer Beifall.) Ich bitte Sie, mein Führer, als Erinnerung an die Verkehrsübergabe des 3000. Kilometer d i e Plakette entgegenzunehmen, die heute jeder Arbeiter der Reichsautobahnen trägt. Eine Plakette gleicher Art übergebe ich Herrn Reichsverkehrsminister Dr. Dorvmüller, dem Vorsihen- den des Beirates der Reichsautobahnen, dem Förderer diefes großen Bauvorhabens vom ersten bis zum 3000. Kilometer. Dank der Arbeiter an den Führer. Einer der Reichsautobahnarbeiter nimmt nun im Namen der 3000 an der Feierstunde teilnehmenden Kameraden und aller derer, die an den Straßen des Führers schaffen und diese Stunde im Gemein- fdjartsempfang miterleben, das Wort: Mein Führer! Im Namen aller Arbeitskameraden, die am Bau der Reichsautobahnen beschäftigt sind, begrüße ich Sie. Es ist für uns eine sehr große Freude, daß wir am heutigen Tage als Gäste bei Ihnen in Berlin sein dürfen. Ich selber freue mich ganz besonders deshalb, weil ich schon bei der Uebergabe der ersten Reichsautobahnstrecke und des 1000. und 2000. Kilometers zugegen war. Nach kaum fünf Jahren ist heute schon das 3000. Kilometer fertiggestellt. Mein Führer! Durch Ihr gigantisches Werk, die Reichsautobahnen, haben SieMillionenbeut- f cf) e n Volksgenossen Arbeit unb Brot gegeben, und nur so können wir mit unseren Familien wieder ein fröhliches Weih- nachtsfest feiern. Wenn wir auch manchmal Opfer haben bringen müssen, und die Arbeit manchmal auch nicht gerade angenehm war, so wollen wir doch alles tragen. Mein Führer! Sie haben noch viel größere Arbeit geleistet. Sie sind der Meister eines G»-oßdeutschen Reiches unb haben ein Volk von 80 Millionen zusammengeschmiedet, eine Arbeit, die von Ihnen unqeheu'-e Opfer verlangte, unb die vor Ihnen kein Mensch der Welt fertiggebrachthat. Wir können Ihnen nicht genug bafür danken, was Sie in den fünf Jahren geleistet Haden. Sie haben das deutsche Volk wieder aeeint, wir ober wollen b i e 21 r b e i t e r u n f e r e s F ü h - re r 5 fein und bleiben Mein Füh,-er? V-. fehlen Sie. unb mir werben fhnen gehg*-chen. 20« Sie damals mit dem Spaten in der Hand die Arbeit gertrieg, den allgemeinen Krieg und die Vernichtung allen nationalen Gutes erreichen wolle. In dem Aufruf werden sodann Auszüge aus dem Buch L6on Blums „Bolschewismus unb Sozialbemokraste" zitiert, in dem ber jüdische Parteivorsitzende der Sozialdemokratischen Partei u. a. feststellt, daß der Kommunismus sich zur Aufgabe gesetzt Habe, unter feinen Anhängern eine Stoßtruppe zu organisieren, die in ständiger Mobilbereitschaft eine 21 r * revolutionäres Berufsheer darstellen solle. Jeder Staat, dem daran gelegen sei, seinen Bestand zu sichern, so heißt es in dem 2Iufruf weiter, habe die notwendigen Schutzmaßnahmen ergriffen. 18 europäische Länder hätten bereits die Kommunistische Partei aufgelöst, um wieder selbst Herr im Hause zu werden. Auch Frankreich müsse diesen Ableger des pluslandes außerhalb der nationalen Gemeinschaft stellen, da er in aller Oeffentlichkeit daran arbeite, die Bemühungen zur Wiederaufrichtung des Land»s zu hintertreiben. Dem Parlam»nt falle die 9rurgabe zu, sich mit dieser Frage zu beschästigen. Di^Re- gierung aber müsse die Maßnahmen ergreifen, die bas Wohl des Landes erheischten. Einheitspartei in Rnmäni-n. Bukarest, 16. Dez. (Europapreß.) Mit der Unterschrift des Königs Carol, des Ministerpräsi- benten Patriarch Miron Christen, bes Justizministers Jamanbi und des Innenministers Calinescu ist am Donnerstag in den späten Abendstunden eine Gesetzesoerordnung über die Gründung einer rumänischen Einheitspartei erlassen worben, bie den Namen „Front ber nationalen Wiedergeburt" tragen soll. Die Verordnung bestimmt, baß nur diese als einzige politische Organisation bestehen darf. Zweck dieser Einheitsfront soll die Mobilisieru g des nationalen Gewissens zu einer solidarischen und einheitlichen Aktion für die Verteidigung und Entwicklung des Landes und für bie Konsolidierung bes Staates fein. Die königlichen Räte find von Amts wegen Mitglieder dieser neuen Organisation. Im übrigen kann jeder rumänische Staatsbürger, ber das 21. Lebensjahr vollendet hat, mft Ausnahme ber aktiven Militärpersonen und ber Richter, um die Ausnahme in bie Einheitsfront ersuchen. Die Front der nationalen Wiedergeburt ist allein dazu berechtigt, Kanbidaten für bie Parlaments-, und Gemeinbewahlen sowie für bie Wahlen zu ben Berufsverdänben aufzustellen. Jebe politische Betätigung außerhalb bes Rahmens der neuen Einheitsfront wirb als Geheim-, bündelet betrachtet und mit dem Verlust der bürgerlichen Rechte auf die Dauer von zwei bis fünf Jahren bestraft werden. Die beiden Bra- t i a n u (früher liberal), weiter Vaida-Vojevod (früher Rumänische Front), M a n i u (früher Natio- nalzaranist) unb Micescu (früher nationalchristlich) haben bas Grünbungsgesuch nicht unterschrieben Das debeutet jeboch zuminbest bei Vaida- Vojevob nicht, baß er sich ber neuen Organisation versagt. Englands wirischafiliche Bnfrüstnns. L o n b o n , 16. Dez. (DNB. Funkspruch.) Das Unterhaus hat in zweiter Lesung einstimmig die Exportgesetzvorlage angenommen. Handelsminister Oliver Stanley erklärte, die Regierung behaupte nicht, daß die Gesetzesvorlage als solche eine allgemeine Lösung für alle Probleme des briftschen Erporthandels barfteHe. Immerhin aber stelle sie doch einen Fortschritt auf dem Wege bar, den England einschlagen müsse, wenn es seinen Exporthandel auf j,ene „B a f i s d e r st a b i l e n Verteidigung" setzen wolle, den alle Welt und England wünschen. Weiter erklärte ber Handelsminister, England wünsche mit niemonb einen Handelskrieg z u führen. Die wirtschaftliche Aufrüstung, die die Regierung augenblicklich zu unternehmen versuche, sei genau so wie die anderen englischen Aufrüstungen. England wünsche nicht, sie anzuwenden, wenn aber, dann habe England auch die nötigen Männer, Köpfe und das nötige Geld bafür. Er halte es für richtig, dem Unterhaus flar- zumachen, daß England nicht im geringsten wünsche, andere Länder daran zu hindern, daß sie ihren fairenAnteilamWelt- handel bekämen. Kleine politische Nachrichten. Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft hatte in Berlin die Landesbauernführer zu der am Jahresende üblichen Arbeitstagung zusammengerufen. Das endgültige Wahlergebnis im INemelland 87,3% für die memeldeutsche Liste. Reckt als irgend feminb anders habt, i heute zwei Stunden richtig zu freuen." Fröhlicher Ausl lang. Minutenlanger tosender Beifall dankte dem litauischeu Listen erhielten insgesamt 266485 lene Aenderung bes memelländischen ©inbürgerungs» Stimmen (12,7 v. H.). Bei der vorigen Land-gesetzes. Die Folgen machten sich bereits bei den tagewahl im I ahre 1935 wurden 1 962 061 güt- Stimmzahs-n ber Wahlen vom 13. August 1927 be- tige Stimmen abgegeben. Davon entfielen auf die! 7!"'bar Man darf auch nicht uergefsen, daß zwi- !«-««-1 die litauischen Listen 369 457 Stimmen. Die Litauer .......r - - — -- - haben also über 1 00000 Stimmenverloren, während die memeldeutsche Liste einen Z u - Meter südlich Narbonne, bestehenden Kanalnetzes Garonne-Canal du Midi—Aude werden auf 90 Millionen Pfund (rund 1125 Millionen RM.) geschätzt. Die Arbeiten könnten nicht vor Dezember 1942 beendet sein. Hunderttausend Mann würden bei ben Arbeiten Beschäftigung finden. „Schluß mit dem Ableger Moskaus in Frankreich." 430 französische Zeitungen fordernBerbotderKomnnmistischenPartei. P a r i s , 15. Dez. (DNB.) Die französische Wochen- Zeitung ,^e suis Partout" veröffentlicht einen Ausruf an bas Parlament, der in der Ausforderung gipfelt, bie Kommunistische Partei auf- Zulösen und z u verbieten. In diesem Aufruf, der von430französischen Zeitungen aller politischenRichtungenübernom- m e n werden soll, heißt es, es gebe auf französischem Boden eine sogenannte politische Organisation, die erwiesenermaßen vom Auslande abhänge, unb die sich Kommunistische Partei nenne. Das einzige Ziel dieser Partei sei der Ruin ber west- lichen Zivilisation, den sie durch den Bür- rahen, warum fast alle großen D'nae der menschlichen Entwickl"ng erst dann verstnnhen w'"'rd»n. der Erfolg eintrete. Mit Heiterkeit eröffneten, haben Sie uns den Befehl gegeben: „Arbeiter, fanget an!", und wir wollen zeigen, daß wir die treuen Arbeiter unseres Führers sind und bleiben. Auch möchten wir Gott, den Allmächtigen, bitten, baß er unseren Führer immer gesunb unb noch recht viele Jahre uns erhalten möge. Mein Führer! Wir danken Ihnen nochmals für alles, was Sie für das deutsche Volk erreicht haben und versprechen Ihnen treue Gefolgschaft. Der Führer W'chi. Der Führer dankte dem Vertreter der Reichs- autohahnarheiter mit einem herzlichen Hönde druck für feine Worte und wendet sich dann selbst an leine Gäste. Aber es dauert geraume Zeit, bis die Wogen der Verehrung und der Liebe, die ihm entgegen plagen. verebbt sind und er bas Wort nehmen kann. Schon bei den ersten Worten, mit denen ber Führer bie Schwere ber Arbeit würdigt, die gerade heim Bau der Reichsautobahnen geleistet weiden muß. hat er das Ohr und das Herz dieser Manner. Sie kühlen, daß hier der erste Arbeiter der Nation zu ihnen spricht, der wie kein anderer aus eigenem Erleben wnß, welche Leistungen von ihnen gefordert unb auch bewältigt roe^hm. Mit Zustimmendem Beifall be-rbiten sie die Sähe des Führers, in denen er einfach und überzeugend borlegt. in welch entscheidendem Maße gerade die Motorisieruna ein Faktor ber Wirt- schastsankuPheluna unb Mirtschattsbefruchtuna gewesen sei. Der Führer erklärt fernen Arbeitskame- Mehrsaches ihres ursprünglichen Umfanges ver- _ , _ _______ ....... .... _ . . größert. Die industrielle Produktion ist zwischen - - ------ - , - . ... n - ,..ri r.Y r , • , . 1932 und 1938 um 115 v. H. gestiegen. Die- Mission gibt nunmehr das vorläufige amtliche Er- des Mernelgebietes ist. Das laßt sich sehr leicht an fes neue Deutschland mit seiner ungeheueren 2lr« 'gebnis der memellandischeu Landtagswahl befannL einigen Zahlen nachweisen. Beispielsweise hatte die beit5intenfität stellte an die Leistungsfähigkeit der, Ls bringt gegenüber der bereits übermittelten Ge- S t a d t M e m e l am 1. April 1918 insgesamt 29 000 Verkehrsmittel wesentlich größere A n -! samtzahlung\ ’ " ' - nm 1 FiHmmr haioi jprü-he °ls selbst die kühnsten und gläubigsten ! wurden' Hig c Stimmen Nationalsozialisten 1933 erwartet hatten. Die durch t „ix«, „t bie Deutsche Reichsbahn beförderten Gütermengen abgegeben. Davon entfielen auf d,e wem e Id e ul. , u v v v v .. vC- j Beamten, staatlichen Angestellten usw. nach Litauen TNemelländischen Landtag „versetzt". 25 memeldeutsche' Der memelländische Landtag spiegelte das gesetzwidrige Eindringen bes Litauertums in bas Me- Der Umsatz unserer Binnenschiffahrt ist um über 100 v. H. gestiegen. Die Zahl der Kraftfahrzeuge hat sich seit 1932 um 1,2 Millionen vermehrt. Die Entwicklung unserer Probuktionssteigerung ist keinesfalls abgeschlossen. Es ist verstänblich, daß bei dieser Entwicklung das Straßennetz des heutigen Deutschland größer, umfangreicher, und dichter gegenüber dem ersten Plan von 1933 geworden ist. An Stelle der ursprünglich vorgesehenen 6900 Kilo- ... Führer, unb b-geistert stimmten bie Teilnehmer in bas । net. Man kann auch angesichts der außerordentlich Wahlen beteiligte, so daß die Litauer die ohnehin hohen Wahlbeteiligung der Memelbeutschen schon im i-----r.»—------ o_<.< —s._i. s— —"" rneter sind für bie Erschließung bes Altreichsgebietes 11 000 Kilometer erforderlich. Zur werden mindestens25 Erschließung der Ostmark sind weitere insgesamt Abgeordnete und höchstens vier Litauer an- 1500 Kilometer Reichsautobahnen vorgesehen. Die gehören. Das endgültige amtliche Wahlergebnis und 10 daa Aerbiadung von Salzburg bis Wien mit genaue Verteilung der Vlandate wird am Frei- rund 300 Kilometer Streckenlänge tft voll im Bau. Berlin, 14. D"i. iDRB.) Die Bresfestelle ber V e i ck « i u ae n d f ü h r u n a teilt mit: Die Reicks- 1 । iimcnhh'ihrung hat für hie Zeit nvischm Freitag, 51 hem 23. Derember, und Mittwoch, dem 28. D"remh"r 1938. für bi» nefamte Hitlerjugend sHF, DJ.. BDM.. IM) einen allgemeinen D i e n st- urlaub anoeorbnet, um ^»n ihren Mi^al'»h»rn . . Masseneinwanderunq von Litauern in Anbetracht nehmen, baß bie litauische Minberheit des Memel- ber hoben Arbeitslosenzahlen bes Memellanbes durch landes, die durch planmäßig geförderten Zuzug erft1 eine Verordnung wehren: es wurde jeboch von zu der zahlenmäßigen Größe von heute künstlich Kowno gezwungen, biefe Verordnung wieder zurück- emporgetrieben wurde, teilweise die litauische Sache zunehmen! Der litauische Gouverneur seinerseits tat im 'Memelland als aussichtslos auf gab, noch ein klebriges unb verbot am 7. Juli 1936 ein und Stimmenthaltung übte, teilweise aber auch zu im Memellänbischen Landtag eingebrachtes Gesetz, ber beutschen Einheitsliste übergegangen ist zumal । bas ben unerwünschten Massenzuzug ins Memelland die Unterschiede zwischen Litauen und dem Memel- gerade mit Rücksicht auf bie Erwerbslosen verhin- land auf allen Gebieten trotz der 15jährigen Fremd- bern sollte. Berü^sichtigt man alle biefe Tatsachen, Herrschaft hanbgreiflich finb. bann kann man sich ungefähr ein Bild davon rna- Das ausgezeichnete Wahlergebnis darf nicht | chen, wie das jetzige Wahlergebnis im Memelland vergessen machen, baß es nickt ber Entsckeibung au«sehen würbe, wenn man hie unrechtmäßig ein- ber ursprünglichen Bevölkerung entspricht, gebürgerten Tausenbe von Litauern roieber aus- fonbern daß es gleichzeitig auch der Ausdruck der * gebürgert hätte. Der neue Bundespräsident der Schweiz Bundesrat Or. Wetter zum Chef des Finanz-Departements gewählt. abenden feines Amtes eine Einrichtung schuf, die auch den Auslandjournalisten in Berlin Geist und Idee des Nationalsozialismus lebensnah vermittelt habe. ♦ ’ Der ehemalige Ministerpräsident Vajda D o e v o d fjat. wie Europapreß meldet, den ihm angebotenen Posten der diplomatischen Vertretung Rumäniens in Berlin angenommen Er wird seinen neuen Posten unmittelbar nach Weihnachten antreten. ♦ In Chile ist Aquirre Cerda vom Parlament zum Präsidenten der Republik proklamiert worden. Aus aller Welt. Sin Mordprozeß gegen zchn Heimwel-rmänner. Wels, 15 Dez. (DNB) In Wels ging mit der Urteilsverkündung ein Prozeß zu Ende, in dem zehn Hcimwehrangehörige angeklagt waren, im Juli 1934 gegen die nationalsozialistischen Freiheitskämpfer gewütet zu haben wobei der SA.-Mann Martin D e u b l e r den Tod sand — Am 29. Juli 1934 hatte eine Heimwehrabteilung bei Goisern in Oderdonau eine Almhütte nach flüchtigen Nationalsozialisten durchsucht und einige gesunden, unter ihnen Martin D c u b l e r . Leopold Peer und Wilhelm Reiter Die wehr- und waffenlosen Nationalsozialisten wurden durch Faust- und Kolbenhiebe sowie durch Schläge mit dem Gummiknüvpel brutal mißhandelt. Bei einer Steinmauer anoelangt. riefen einige der Heimwehrmänner: „Da stellen wir sie hin, die Hunde, da ist der richtige Platz!" Deubler wurde durch einen Kolbenhieb zu Boden geschlagen. Als er sich erhob und weitergehen wollte, wurde er vom Angeklagten Alois Maner noch einmal nieder- gestreckt. Kurz darauf drückte der Anaeklagte Iolef Fischer aus unmittelbarer Nähe sein gegen die Brust Deublers gerichtetes Gewehr ab Der Schuß traf Deubler tödlich. Gegen ihn wurden dann noch weitere Schüsse abgegeben und zwar vom Angeklagten Ecker. Leovold Peer wurde bei der Schießerei schwer verletzt, während der dritte der Festgenommenen. Wilhelm Reiter, fliehen konnte Nach mehrtägiger Verhandlung wurde nun das Urteil gefällt. Josef Fischer wurde wegen des Verbrechens des gemeinen Mordes an Martin Deubler zum Tode zwei weitere Angeklaate wegen der Teilnahme am Mord als entfernte Mitschuldige zu ie 5 Jahren schweren Kerker, ein Anaeklagter wegen des Gleichen Verbrechens und des Verbrechens des versuchten gemeinen Mordes ebenfalls zu fünf Jahren schweren Kerker und schließlich ein An sichrer der Heimwebr wegen des Verbrechens, die Verhinderung des Mordes an Deubler unterlassen zu haben, zu 18 Monaten schweren Kerker verurteilt. Vier Anaeklaate wurden freigesprochen Ein Angeklagter hatte sich der Verantwortung durch Selbstmord entzogen Zwei 2Häbd)enmörber zum Tode verurteilt Das Schwurgericht Meinigen verurteilte den 26jä»"-i^en Albert Hörnlein aus Eisfeld (Kreis Hil irghausen) wegen Mordes zum Tobe Hörnlein hat leine Geliebte, ein junges Mädchen feines Heimatdorfes erlchosien, angebl'ch weil die Eltern 'hrer Tochter verboten hatten, die Beziehungen zu dem als -irb-itsscheu, gewalttätig und gefühlsroh bekannten Mann fortzusetzen. m®.ern' 15. Dez. (Europapreß.) Die vereinigte Bundesversammlung hat am Donnerstagvormittag zum Nachfolger des zurückgetretenen Chefs des eidgenössischen Finanz • Departements, Bundesrat Dceger, den bürgerlichen Kandidaten Dr Wetter mit 117 Stimmen bei 8 Stimmenthaltungen zum schweizerischen Bundesrat gewählt. — Der Kandidat ^.Sozialisten, der Züricher Stadtratsvräsident Dr. Kloti erhielt nur 98 Stimmen und hat somit die absolute Mehrheit von 108 nicht erreicht. Damit ist die Hoffnung der Sozialisten, in die oberste Landesbehörde der Schweiz einzuziehen, gescheitert. — Wie erinnerlich, hat siH unter der Freisinnigen Partei noch kurz vor der Wahl in den mehr links gerichteten Kreisen eine ziemlich starke Strömung für die Kandidatur Klötis bemerkbar gemacht, doch hat sich nunmehr durch die Wahl Dr Wetters jene Auffassung Bahn gebrochen, die vor allem auch für eine Zusammenarbeit mit der welschen Schweiz eintrat, die sich für Dr Wetter ausgesprochen hatte. Der neugewählte Bundesrat der bisher das Amt eines Präsidenten für die nächste Tagung des Schweizerischen Industrievereins inne hatte, steht im 61. Lebensjahr. Zum Bundespräsident en für 1939 rückt in der Reihenfolge der Vorsteher des Departements des Innern, Bundesrat Etter, auf Er erhielt 150 von 210 abgegebenen Stimmen Bundesvizepräsident für 1939 wurde Bundesrat Pilot mit 99 von 133 abgegebenen Stimmen. Zum Präsiden- Das Schwurgericht München verurteilte den neunundzwanzig Jahre alten Thomas D u n a aus San- dizell bei Aichach wegen Mordes zum Tode. Duna hatte am 14 September d. I. seine Geliebte, die 24 Jahre alte Barbara Glas, mit einem Tier- fchußapparat im Schlachthaus in Schönegg erschossen. Verhaftung eines jüdischen Schmugglers. Den Spezialbeamten der hannoverschen Zolllahn- dung gelang es, wie die „Göttinger Nachrichten" melden, einen jüdischen Verbrecher, Max Hahn, unschädlich zu machen. Er hatte versucht, für 6000 Mark Goldgeld, Brillanten und Silber -ins Ausland zu schmuggeln. Er wollte angeblich eine acht- wöchiae Informationsreise nach Palästina machen und hatte sich zu diesem Zweck einen Kabinenkoffer beschafft. Mit der bekannten jüdischen Frechheit machte die Familie Hahn nun den zuständigen Zollbehörden Mitteiluno davon daß der Koster zu untersuchen sei. Die Zollbehörden prüfen bekanntlich iedes Geväck von Juden bei Reisen ins Ausland. Bei der Nachprüfung fand einer der Beamten in neuen Bergstiefeln eine goldene Uhr. Nunmehr wurde jedes einzelne Kleidungsstück eingehend untersucht Und ein Beutel mit ^ün^niarkstück"n stl- berne Bestecke, goldene Armbänder, Ringe und Broschen und ein aoldenes Zigarettenetui mit Brillanten gesunden Ferner hatte die Mutter des Juden Goldstücke mit Watte und Seide umwickelt und als Knöpte an den Moraenrock ihres Sohnes genäht. In ein»m Gürtel fand man eine Perlenkette und eine Brillantnadel. Die Sachen wurden beschlagnahmt und der Jude, desien Vater in Göttingen und Münck)ewGladbach nicht weniger als elf Häuser, ten des Bundesgerichts wurde Bundesrat Fazy gewählt. Zum Leiter des Finanzdepartemerüs wählte die Bundesversammlung mit 117 von 223 abgegebenen Stimmen den freisinnigen Nationalrat Wetter. Ec tritt an die Stelle des zurücktretenden Bundesrates Dr. Meyer Der sozialdemokratische Kandidat Klöti erhielt 98 Stimmen ♦ Der neue schweizerische Bundespräsident Philipp Etter wurde 1891 als Sohn eines Handwerksmeisters in Menzingen (Kanton Zug) geboren, wo seine Familie feit dem 12. Jahrhundert anwesend ist. Er studierte an der Universität Zürich die Rechte, war dann in Zug Rechtsanwalt und wurde 1918 in den Großen Rat, 1923 auch in den Regierungsrat gewählt, wo er die Erziehungsund Militärdirektion übernahm. 1927/28 war er Landmann des Kantons Zug, 1930 Ständerat. 1934 wurde er Mitglied des Bundesrats und Leiter des Departements des Innern. Die Erklärung der rätoromanischen Sprache zur Landessprache ist fein Werk. Auch die Schaffung einer F lmkammer geht auf ihn zurück. Während des Weltkrieges war er Offizier der Grenzbefetzung. nach dem Kriege kommandierte er eine Zuger Kompanie und ist jetzt Infanteriemajor Als Verfasser Heimat- und rechtsgeschichtlicher Schriften ist er bekannt geworden. Er ist Vater von zehn Kindern Etter gehört der katholisch-konservattven Partei an. zahlreiche Grundstücke, drei Lebensversicherungen, viele Wertpapiere und Hypotheken besitzt, verhas- t e t. Seine Mutter, die mit ihm gemeinsame Sache gemacht hatte, war nicht haftfähig. Deutsches Reiseslugzeug startet zum Langstreckenflug nach Australien. Dieser Tage begibt sich em zweisitziges Reisestugzeug vom Flugplatz der Aradowerke in Brandenburg nach Tripolis, um von dort zu einem Langstrecken stug nach Australien zu starten. An Bord werden sich Oberleutnant Horst P u l k o w s k i und Leutnant Rudolf I e n e 11 befinden. Der vorgesehene Flugweg führt über Nordafrika, Vorderindien, Siam, (Sumatra, Java und die Tnnorsee nach Port Darwin in Australien. Von dort geht es über die Philippinen. Riederländisch-Indien. Bri- ki sch-Indien, Klein-Asien und über den Balkan zurück nach Deutschland. Dieser Sportstug soll die hervorragende Leistungsfähiakeit der Ar. 79 und ihre besondere Eignung als Rersestugzeug auch für längste Strecken unter schwierigen Bedingungen bezüglich Klima und überflogene Gebiete unter Beweis stellen. Es sind dadei Sttecken von mehr als 1000 km im OhneHaltflug zurück zu legen und nicht nur die Alpen, sondern auch t)ie Riesen des Himalaja zu überqueren. Die längste Flugstrecke über ost en em Meer sind 800 km über den Persischen Golf und über die Timor fee in Länge von 750 km. 170 Jahre Hanauer Stabffbeater. NSG. Das Stadttheater Hanau a. M. kann in diesem Monat das 170jährige Bestehen als älteste, dauernd bespielte Bühne Süd- Deutschlands begehen. Diele Jahrzehnte städtischer Kulturarbeit und insbesondere" die Leistungen der letzten Jahre, die eine Steigerung der Besucherzahlen um über 100 v. H. brachten, geben das Recht, stolze Rückschau zu halten. Aus diesem Anlaß veranstaltet die Stadt Hanau mit der Intendanz des Stadttheaters vom 18. bis 21. Dezember eine Reihe festlicher Tage, ,die neben einer Morgenfeier auch eine dem Wirken des Stadttheaters gewidmete Ausstellung vorsehen. Die Festfolge hält sich mit der Oper „Der Freischütz" und dem Lustspiel „Was ihr wollt" an die bewährte Tradition und leitet mit der Festaufführung der Oper „Enoch Arden" von Gerster und dem Schauspiel „Der Hochverräter" von Lan- genbeck auf die Gegenwart über. Temperatursturz in Rußland. Nachdem in den letzten Tagen in Moskau eine für diese Jahreszeit warme Witterung geherrscht hatte, nur 3 Grad unter Null, ist jetzt ein empfindlicher Temperaturrückgang eingetreten. In Moskau wurden 22 Grad, im Norden des europäischen Rußland sogar 40 Grad Kälte gemessen. Eigenartigerweise herrscht zu gleicher Zeit in den Polarregionen Regenwetter. So wird vom Franz-Ioseph-Land 1 Grad und Regen gemeldet Kälteeinbruch in Ostpreußen. In Ostpreußen setzte in der Nacht zum Freitag ein überraschender Witterungsumschwung ein. i Während am Donnerstag noch erträgliches Winterwetter herrschte, trat am Freitag in ganz Ostpreu- । feen unerwartet Kälte ein. So wurden in der Kö- | mgsberger Innenstadt um 8 Uhr noch über 12 Minusgrade gezählt, während in Tilsit 15 Grad und in Ebenrode sogar 17 Kältegrade gemessen wurden. Für die Nacht zu Samstag wird eine Temperatur von über Minus 20 Grad vorausgesagt. 2Refferbori4>f Die Ueberffutung des europäischen Festlandes mit kalten, aus Rufeland stammenden Luftmassen macht rasch weitere Fortschritte Ost- und Mitteldeutschland sind bereits erfaßt, in West- und Süddeutschland kann bereits am Freitag bei lebhaften östlichen Winden fortreichende Abkühlung mit verbreitetem Eintritt von Frösten gerechnet werden. Vorhersage für Samstag: Wolkig dis aufheiternd, höchstens leichter Schneefall, Frostzu- nahme, lebhafte östliche Winde. Lufttemperaturen am 15. Dezember: mittags 2,4 Grad Celsius, abends 2,1 Grad: am 16. Dezember: morgens 1,2 Grad. Maximum 2,6 Grad, Minimum heute nacht 1 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 15. Dezember: abends 3,6 Grad; am 16. Dezember: morgens 3,6 Grad. Wintersport-Wetterbericht. Nur in den Hochalpen Schneesportmöglichkeiten. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum« schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. 21. XI. 38: 10718. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R Lange, K.-G., sämtlich in Gießen Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 \ gültig Jdi empfehle immer wieder die „Astra"l" „Und do6 Du jetzt endlich eine leichte Cigarette rauchst, freut mich besonders." „Die „Astra" schmeckt ja wunderbar. Das ist auch für die verwöhnteste Raucherzunge eine richtige Entdeckung!" „Ich möchte meinem Mann Cigaretten schenken. Sie müssen ihm aber besonders gut schmecken und vor allem leicht sein, denn dann bekommen sie ihm / besser." Wollen Sie „ihm" eine Freude machen? Leichtigkeit und Wohlgeschmack - natürlich gewachsen - das ist das Geheimnis der „Astra". Hier kommt es nicht nur auf die Feinheit der Tabakblätter an, sondern ebenso auf die Meisterschaft der Tabakauswahl und Mischung. Auf der ganzen Welt lebt diese Kunst nur noch im Hause Kyriazi in der dritten Generation als Familienüberlieferung. Sie sorgt dafür, daß die „Astra", unabhängig von Ernten und Jahrgängen, immer die gleiche bleibt. 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Daneben,ist das Land ungewöhnlich reich an Bodenschätzen, Braunkohlen und Steinkohlen, an Erdöl und zur Zeit noch nicht genügend erschlossenen Erzvorkommen. Das Streben nach einer schnellen Industrialisierung des Landes hat in den letzten Jahren eine starke Zunahme der Einfuhr an Maschinen, Apparaten und Motoren mit sich gebracht, die in den letzten fünf Jahren auf das 3V-- fache gestiegen ist. Daneben gehen Metalle, chemische Produkte, Arzneien, Farben, Lacke usw. in großen Mengen nach Rumänien. . ♦ Nach dem mißglückten Generalstreik ist i n Frankreich Ruhe eingetreten. Der Franc steht auf 177,60 zum Pfund, während er am 25. November seinen tiefsten Stand seit drei Monaten mit 179 erreichte, also die berühmte Daladiergrenze. Das zurückkehrende Vertrauen prägt sich vo? allem M dem Steigen der Staatspapiere aus. Die 3proz. Anleihe stieg z. B. in Paris von 74,l(\am 28. September auf 82,85 am 15. Dezember, die 4 proz. 1918 in der gleichen Zeit von 64,30 auf 83,90, die 4'A proz. .1937 von 124,25 auf 141. Die Verbilligung der Zinssätze und die Verlängerung der Arbeitszeit beginnen sich günstig auszuwirken, aber es wurde auch höchste Zeit, denn die Köhlen- förderung, die erstmalig im Oktober wieder gestiegen ist, liegt noch immer unter der Produktion des Oktobers 1937, ebenso die Roheissnproduktion, die im Oktdber 1938 494 000 Tonnen gegen 701000 Tonnen im Oktober 1937 betrug.. Entsprechend ist auch die Stahlproduktion aus'512 000 Tonnen gegen 705 000 Tonnen im Oktober 1937 zurückgegangen. Immerhin ist eine Besserung nicht zu verkennen, denn gänzlich unerwartet kam eine Mehrbeschäftigung der Arbeitslosen. Am Ende der 1. Dezemberwoche wurden 367106 Arbeitslose gegen rund 368 000 in der Vorwoche gezählt. Die Lage auf den internationalen Warenmärkten ist uneinheitlich. In Anbetracht der hohen Weltweizenernte sind die Preise für Weizen weiter abgerutscht, wenn auch England einen Vertrag mit den USA tätigte, wonach es 20 Millionen Bush eis Weizen abnimmt, also ein Fünftel des dortigen Weizenüberschusses. Die Preissenkungen für Baumwolle haben weiter angehalten, in Neuyork sank der Preis von 9,06 Cents in der Vorwoche auf 8,95 Cents. Auf dem Wollmarkt herrschen stabile Verhältnisse, dagegen hat sich angesichts der geringen Nachfrage die Lage auf dem Kupfermarkt erheblich verschlechtert, während der Kautschukmarkt durch die neue Quoten-Erhöhung beeinflußt wurde. Es stellt sich heraus, daß die neue Quoten-Erhöhung von 5 auf 50 v. H. lediglich auf amerikanische Wünsche zurückzuführen ist, während englische und holländische Kreise einwandten, daß die statistische Lage eine solche Erhöhung nicht recht- fertige. Witt England einen Handelskrieg? Als vor einigen Wochen der Unterstaatssekretär im britischen Handelsamt, Hudson, ganz unerwartet einen Pfeil gegen die deutsche Wirischafts- exx>ansion im Südosten des Kontinents abschoß und dabei nicht unerhebliche Drohungen in der Richtung nach Deutschland vernehmen ließ, Drohungen, die er wenige Tage später in allerdings etwas abgeschwächter Form wiederholte, fand man zunächst keine andere Deutung, als daß Hudson damit beabsichtigte, die eigene Exportindustrie ein- zu schüchtern. Seit längerer Zeit bemüht sich nämlich das Handelsamt, die englischen Jndustrie- exporteure organisatorisch zusammenzu fassen, um der britischen Handelspolitik die Wege besser ebnen zu können. Offenbar aber konnten 'die englischen Industriellen sich nicht entschließen, ihre liberalen Tr-aditionen aufzugeben und suchten weiterhin eigene Wege. Deutscherseits ist man an der Frage der organisatorischen Erfassung des britischen Exporthandels völlig uninteressiert, doch kann es uns nicht mehr gleichgültig bleiben, wenn, ähnlich wie es in der Frage der englischen Aufrüstung geschieht, wiederum, diesmal auf dem Gebiet des Außenhandels, das Gespenst einer deutschen Gefahr heraufbeschworen wird, um den britischen Behörden gegenüber ihren, eigenen Landsleuten die Arbeit zu erleichtern. Hatte man gehofft, daß mit dieser Entgleisung Hudsons die Angelegenheit nun abgetan fei, so hat man sich getäuscht. Nun hat auch der britische Handelsminister Oliver Stanley in derselben Frage noch einmal das Wort ergriffen und ist gegen den angeblich unfairen Handelswettbewerb der totalitären Staaten zu Felde gezogen. Er wünscht, daß der Warenaustausch auf internationalem Gebiet sich auf rein kommerzieller Basis abspiele, nimmt daran Anstoß, daß hinter den deutschen Exporteuren die gesamte Staatsmacht stehe und ihnen dadurch die Konkurrenz mit den britischen Exporteuren erleichtere. Diese Methoden empfindet er als unfriedlich und kündigt einen Handelskampf an, in dem die organisierte Industrie Englands mit den gleichen Waffen kämpfen werde. Diese Aeußerungen eines britischen Handelsministers hätte man vielleicht bann verstehen können, wenn die Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und England abgebrochen wären oder doch wenigstens in einem Zustand der Spannung sich befunden hätten. Das Gegenteil ist der Fall. Seit dem Abschluß des deutsch-englischen Zahlungsabkommens sind ernste Bemühungen von beiden Seiten im Gange, die deutsch-englischen Handelsbeziehungen zu beleben und für den deutschen Handel in gewissen britischen' Ueberseegebieten Einsubrer- leichterungen zu schaffen. Um diesen Prozeß einer weitgehenden Verständigung zu beschleunigen, hat man die Spitztznoerbünde der Industrien angehalten, sich a u f direktem Wege miteiffanber zu verständigen, und so haben denn auch vom Juli d. I. an Vorbesprechungen stattgefunden, die auf beiden Seiten einen guten Willen erkennen ließen, so daß man sich mit Recht der Hoffnung hingeben konnte, daß es zu einer weitgehenden Entspannung des deutsch-englischen Wettbewerbs auf allen Welt? Märkten kommen würde: lagen doch schon ganz bestimmte Pläne für Vereinbarungen über die Preisgestaltung und die Aufteilung der Märkte in der Welt vor, soweit diese vom Handel der beiden Staaten ersaßt waren. Es ist also ganz unverständlich, wie der berufene Vertreter der englischen Handelsinteressen hier mit einer solchen Rede dazwischen fahren und die günstige Atmosphäre wieder stören konnte.' Es kann schließlich auch nicht im englischen Interesse liegen, daß die bisherige Handels- und Finanzpolitik der Engländer einmal vom Gesichtspunkt der Fairneß und ihrer Kampfstellung gegen den Außenhandel anderer Nationen beleuchtet wird. In diesem Falle dürfte England wohl den Kürzeren ziehen. ' Seit Monaten bemüht man sich in London, D ukschland von den Märkten in S ü b oft e ur o p a auszuschalten unb das auf bie verschiedenste Weise. Ueber- all werden den kleinen Staaten Kredite angebv- ten, die, man nach ihrer Zweckbestimmung nur p v - lltische Kredite nennen kann. Man will die Ballanstaaten zu Schuldnern der Londoner City machen, um einen ffdrEeren Einfluß auf ihre Handelspolitik zu gewinnen. Demselben Zwecke dienten ja auch die französisch-englischen Vorratskäufe l,m Frühjahr dieses Jahres, mit denen man be- , Zweckte, den sich günstig anlassenden Handel Deutsch- । wnds mit den kleinen Staaten wieder zu stören. : §inen wirtschaftlichen Vorteil hätten dabei die । Staaten, denen diese merkwürdige „Fürsorge" zuteil I wurde, Dabei nur vorübergehend gehabt, denn die ! Wirtschaftsbeziehungen können nur dann von Dauer i le*n, wenn sie aufder natürlichen Grundlage des gegenseitigen Bedarfs und I eines vernünftigen Ausgleichs aufgebaut sind. Der Anteil Deutschlands am Außenhandel dieser Staaten ist jedoch unverhältnismäßig viel höher als der Englands ober Frankreichs unb beweist bamit zur j Genüge, baß hier natürliche Beziehungen gege- b e n sinb, bie burch die beabsichtigten Londoner Manipulationen gestört werden sollten. Die Wohn u'n gsnot hätte niemals ein derartiges Ausmaß angenommen, wenn nicht der große ungedeckte Wohnungsbedarf der Syflemzeit dem Dritten Reich als trauriges Vermächtnis hinterlassen worden wäre. Im Augenblick beträgt der Wohnungsfehlbestand, das ist der Wohnungsbedarf für die gegenwärtig noch nicht in eigener Wohnung lebenden Familien und Haushaltungen, rund 1,5 Millionen. Ende 1937 standen im Altreich dem Wohnungsbestand von 17,8 Millionen Wohnungen eine Haushaltungsziffer von 19,3 Millionen gegenüber. Für diese 1,5 Millionen heißt es nun Wohnungen schaffen. Aber es gilt auch neue Wohnungen zu schaffen für die Wohnungen, die alljährlich durch Verfall ausscheiden unb schließlich Wohnungen für bie burch neue Eheschließungen zuwachsenden Haushaltungen. Alles in allem müssen wir nach den genauen Untersuchungen des Instituts für Konjunkturforschung in den nächsten zehn Jahren rund 4,5 Millionen neue Wohnungen schaffen. Die größten Bauaufgaben liegen in Rheinland-Westfalen, in Ostpreußen, der bisherigen Grenzmark Posen-Westpreußen, in Mittel- unb Oberschlesien unb in ber Bayerischen Ostmark. Die verhältnismäßig geringsten Bauaufwenbungen ergeben sich vor allem für Südwestbeutschland. In Oberschlesien sinb beispielsweise bie Bauaufgaben, gemessen am Wohnungsbestanb, runb viermal so groß wie im Donaukreis Hes Laubes Württemberg. Unter ben größeren Städten sind z. B. in Beuthen (Oberschlesien) rund fünfmal soviel Wohnungen notwendig, um die untersuchten Bauaufgaben zu erfüllen, wie etwa in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden. ✓ * Am 14. Dezember ist ein neues deutsches Devisengesetz erlassen worden, das dm 1. Januar 1939 in Kraft tritt. Es. geht davon aus, daß sich die Wirtschaft an die Devisengesetzgeckung angeschmiegt hat. Deshalb ist an den eigentlichen Beschränkungen und Verboten des Gesetzes vom 4. Februar 1935 unb ben Abänberungsgesetzen möglichst wenig geänbert worben, aber bie Vorschriften ergänzenben Inhalts sinb boch so wichtig, baß sie wenigstens im Prinzip hier b angelegt werden müssen. Zunächst ist eine Vereinfachung ber gesamten Gesetzgebung erfolgt, Dann wird das neue Recht auch auf Oesterreich und das Sudetenland ausgedehnt, womit wir also ein einheitliches Devise unecht für Großdeutschland erhalten. Das neue Recht ist zur besseren Uebersicht in sieden statt bisher in sechs Abschnitte eingeteilt worden. Der erste Teil ist durch die Bestimmungen über die Aus- kunftspflicht und den Ausschluß von Entschädigungen ergänzt, Abschnitt II behandelt die genehmigungspflichtigen Handlungen, die neu zusammengefaßt werden, und das gleiche gilt für die Maßnahmen gegen die Kapitalflucht, Geschenksendungen, In Deutschland ist man durchaus ber Meinung, baß auf allen Weltmärkten bas freie Spiel ber wirtschaftlichen Kräfte sich auswirken müsse. Wie das Ottawa-Abkommen mit den britischen Dominions beweist, ist man in London nicht immer der gleichen Ansicht gewesen. Deutscherseits hat man auch nichts dagegen einzuwenden gehabt, daß England ebenso wie Frankreich auch weiterhin Handelsbeziehungen mit ben Staaten bes Sübostens pflegen, unb nimmt keinerlei M o - n o p o l ft e (l u n g für sich in Anspruch. Anberseits ist bie deutsche Wirtschaft, bie unter bem Druck von Versailles einen schweren Niebergang über sich ergehen lassen mußte, genötigt, sich nach ihren eigenen Crsorbernissen einzurichten, Deutschland muß sich beshalb bas Recht vorbehalten, bie Methoben zu wählen, die ihm allein bie Möglichkeit geben, wieder auf dem Weltmarkt auftreten zu können, von dem man es agszuschließen vergeblich versucht hatte. Das Recht auf eine solche Teilnahme am Welthandel wird Deutschland sich auch durch Drohungen eines Handelskampfes nicht nehmen lassen. Cr. sprechen im wesentlichen der alten Gesetzgebung. Neu aber ist, daß neben Den bisherige/! Devisenstellen auch die Ueberwachungsstellen unbk die Reichsbank als Organe der Devisenbewirtschaftung gekennzeichnet werden und daß die ■ Genehmigung schärfer ab gegrenzt worden ist. Nunmehr können Termingeschäfte über ausländische Zahlungsmittel oder Forderungen in Auslandswährung gegen inländische Zahlungsmittel usw. mit Genehmigung Der Reichsbank oder . einer von ihr bestimmten Stelle abgeschlossen werden. Damit ist eine größere Cinheitlichkeft erzielt worden. Anträge sind unmittelbar an Die „Sttzlle für Devisentermingeschäf te bei der Reichsbank" zu richten. Die Genehmigungs- *pflicht ist ferner auch für die llebermeifungen ausgedehnt worden, die im Inland durch die Poft oder Bank usw. an einen Ausländer ober an einen Inländer zugunsten eines Ausländers erfolgen. Für bie deutschen Auslandsschuldoerschreibungen enthält die neue Devisen Ordnung keine besonderen Bestimmungen mehr. Für die Nummernanzeige der Wertpapi erhändler ist eine Vereinheitlichung erzielt worden. Die Verfügung über Anteile an ausländischen Unternehmungen, auch wenn sie zugunsten von Inländern erfolgt, bedarf der Genehmigung. * Die Regelung des deutsch-rumänischen Handelsverkehrs für das neue Jahr geht von der Tatsache aus, daß wir. noch stärker als bisher rumänische Agrarerzeugnisse aufnehmen können, wofür wir dann wieder Fertigwaren liefern. U. a. hat sich Rumänien auf deutsche Veranlassung Dem Anbau von Sosabohnen zugewanDt. Die englischen unb französischen Wirtschaftsdelegationen, die Rumänien mit ihren Untersuchungen bedachten, haben in der Praxis keinen Erfolg gehabt. Die vor allem von den Engländern und Franzosen nach amerikanischem Vorbild verkündete Phrase vom „freien Wirtschaftsverkehr" ist glatt zusammengebrochen, denn gerade Rumänien hat, wie andere Ueberschuß- länder, ein Lebensinteresse an festen Kontingenten und festen Preisen, Bedingungen, die nur bie devisen- schwachen Länber bieten können. Bezeichnenb bafür ist, daß ber rumänische Handel mit devisenschwachen Ländern im dritten Vierteljahr 1938, also noch vor der neuen deutsch-rumänischen Regelung, auf 47,3 gegen 38,3 v. H. her gleichen Zeit des Vorjahres zunahm unb •Der Verkehr mit Den beoifenftarfen Ländern, also mit Frankreich, En glaub usw. von 39,8 auf 34,8 v. H. gesunken ist. Rumänien hatte versucht, mit den devisenstarken Ländern engere Beziehungen anzuknüpfen. Daß diese Beziehungen nicht zu Erfolgen führten, lehrt die rumänische Han- delsstatistik. In den ersten neun Monaten 1938 betrug die rumänische Ausfuhr nach Deutschland 25. Wie sieht es in der Wirtschaft ans? Auswanderungen usw. Die übrigen Abschnitte ent- Die Begegnung. Don G. Will neky Der Wintertag schimmerte wie Porzellan, als Biron, Herzog von Kurland aus ber Verbannung zurückkehrte. Vor bem flingenben Dreigespann lag wie ein glitzernder Strich die frostharte' Straße, durch Wälder und schneeverwehte Dörfer geradezu in die gläserne Bläue des Himmels führend. Von den blanken Kufen des Schlittens spritzte der Schnee; in einer weißen Wolke ritten dahinter die Kosaken. Ihre kleinen Pferde dampften und wurden weiß vor Reif, und sahen wie eisgraue, zottige Ungeheuer aus. Der Herzog lag, in Pelzdecken eingehüllt, auf dem Rücken und blickte hinauf in ben wolkenlosen Himmel. Hinter ihm, im Osten entschwand die sibirische Schneewüste. Urwälder, aus denen nur kurze Wochen im Jahre der feuchte Brodern eines nördlichen Frühlings steigt; weglose Moore, die die Nacht dem Auge verbirgt. Aber seine Gedanken kehrten immer wieder zurück zu der Hütte am Rande der großen 'Sümpfe. „Euer Hochwohlgeboren, der Palast hier ist schon für den Nächsten vermietet", hatte bei der Abfahrt ein Kosak gelacht. „Auf Lebenszeit!" — Wev war der Unglückliche? Als Biron vor zwei Jahren in fein Gefängnis eingezogen war, hatten in den Nächten die Wildgänse geschrien, langgezogene, wilde Schreie 'der Freiheit, und ihr Flügelrauschen war wie der Südwind über die Hütte gezogen. Dann war der Winter gekommen: Kälte und Schnee drangen durch die Ritzen der Hütte, durch Pelze und Kleider und zehrten am Mark. Vor den Fensterluken aber starrten tagaus, tagein die vereisten Planken des mannshohen Bretterzaunes ... Es war Miinnich, sein Feind, ber bieses Gefängnis ersonnen und mit eigener Hand gezeichnet hatte. Miinnich, der ein Deutscher war, wie er. In ben ßeibenstagen war es Biron schmerzlich zum Bewußtsein gekommen, baß nur bieser eine Mann, ben seine Solbaten ben beutschen Falken nannten, ihn hatte stürzen können. Anbere Feinde hatte er hie zu fürchten gebraucht: ber stolze kurländische Abel, ber ben Glücksritter nickt als seinesgleichen anerkennen wollte, hatte ben Günstling ber Zarin zum Herzog wählen müssen; er würbe allmächtiger Regent, des fremben Reiches; er sah schon seinen Sohn auf bem russischen Thron, — ba vernichtete ihn Miinnich in einer Nacht. Der Herzog hatte in Sibirien Zeit gehabt, nach- zubenken. Ein Hassender zuerst, besten Seele krank war vor Rachsucht und Ehrgeiz, durchgrübelte er nächteland sein Schicksal. Grausam erfaßte ihn danach bitterste Reue und Erkenntnis der eigenen Schuld; bis er die Demut lernte und das lieber« winden. Er büßte von da ab das Verschulden seines Lebens. Und jetzt sah er auch den Teil der Schuld, der nicht bei ihm lag und nicht bei Mün- nich: cr erkannte das Schicksal, daß Rußland ihnen, den Fremden, aufzwang. Er sah, wie dieses Land, dieser ungeformte Koloß, die Besten seines Volkes an sich zog. Männer mit Tatendrang unb Abenteuerlust, bie ein Kraftfeld suchten: wie es bie einen zur Macht erhob und bann in Erniedrigung stürzte und die anderen verdarb und verleitete, daß sie sich gegenseitig zerfleischten. Er sah auch, daß dieses Reich, das unter Strömen von Blut geboren wurde, sich seinen Schöpfern immer wieder entwand, ein gestaltloses, ungestaltbares Chaos. Jetzt, ba Biron in bas europäische Rußland zurückkehren durfte, empfand er kaum Freude. Ein schmerzliches Gefühl schnürte ihm die Kehle zusammen. Er hatte zum ersten Male Sehnsucht nach seiner Heimat. Das Dreigespann jagte durch ein Dorf. Hundegebell schreckte den Herzog aus seinen Gedanken auf. In der Ferne' wurden goldglänzende Zwiebeltürme sichtbar. Biron richtete sich auf und blickte der Stadt entgegen. Auftder Straße, die in weitem Bogen aus dem Häusergewimmel herapslief, fuhr ein Schlitten auf das herzogliche Dreigespann zu. Hinter dem niederen Bauernschlitten sah Biron blanke Kosakensäbel in der Sonne blitzen. Ein vornehmer Verbannter, dachte der Heimkehrende: die anderen, die armen Teufel, treibt man wie Vieh- über die weiten Straßen. War das sein Nachfolger? Der Unglückliche, für ben die Hütte im sibirischen Moor schon bereit stand? Der Herzog schauderte: auf Lebenszeit! Das Dreigespann hielt vor dem entgegenkommenden Zug; die Straße war schmal, und zu beiden Seiten türmten sich meterhohe Schneewälle auf. Die Schellen schwiegen: nur die Glocken am Krummholz klingelten leise über den unruhig stampfenden Pferden. Der Heimkehrer wartete, gab den Weg frei bem unglücklicheren Leidensgenosten. Jetzt war der Schlitten ganz nahe. Herrgott, das war doch... ' • Biron wollte aufspringen, wollte schreien: Fahr zu, Kutscher, dem da gebe ich ben Weg nicht frei... Der alte Haß brach in ihm auf, schüttelte chn rote im Fieber. Der anbere roar Münnich. Triumph, Triumph ... schrie ber Haß, dein Feind ist gestürzt! ... Aber nur ein heiseres Stammeln kam über die Lippen des Herzogs. Während ein bestürztes Erkennen sich in den abgehärmten Zügen des anderen malte, erlosch in Birons Augen das böse Funkeln. Er sah in das blosse, edle Gericht des Feindes, das nun wieder ruhig und beherrscht ihm cntgegenblirftc, tznd eine unwiderstehliche Macht, die stärker war als der alte, unversöhnliche Haß, zwang seine Hand an die hohe ^Pelzmütze. Schweigend entblößt er vor dem gefallenen Gegner fein Haupt. Schweigend zog auch ber andere ben Hut. Dann war ber Schlitten vorüber... Ein Glanz lag auf Birons Gesicht, als bas Dreigespann anzog. Wortlos starrten bie Kosaken ber beiden Züge einander an, und während,sie in ein Gekreisch verfielen, jagten schon die Schlitten in entgegengesetzter Richtung davon: Münnich in die großen, einsamen Sümpfe, in die Hütte, die er einst für Biron gebaut hatte, und der Herzog zurück ins Leben, um sich sein kurisches Land wieder zu erkämpfen. Lichtspielhaus: „OaS Beriegercheitskind.^ Der Ruhm des mit hohen P-ädikaten ausgezeichneten Lustspiels „Wenn wir alle Engel wären" hat offenbar die Hersteller dieses Films nicht ruhen lassen. Auch hier ist der Schauplatz an Der Mosel, auch hier werden die Gurgeln geschwenkt, daß es eine Lust ist, auch hier ist nicht alles Gold, was glänzt, auch hier geht es sehr viel irdischer und menschlicher als engelmäßig zu.' Die Geschichte mit dem hin- und zuruckverkautten Weinberg und dem aus Geldverlegenheit erfundenen Kinde, Das einer Aussteuer bebarf, weil es angeblich inzwischen zur Jungfrau erblüht ist, hat es in sich. Der Spielleiter Peter Paul Brauer hält die Sache bis zum letzten Augenblick so in ber Schwebe zwischen saftigem Schwank und herzhaftem Volksstück, daß die Leute ihren Spaß daran haben. Es wird auch auf ber ganzen Linie so animiert gespielt, wie das bei so viel leeren Gläsern unb Flaschen nicht anders »u erwarten war. Ida Wüst auf franffurterifrf), schwankend zwischen Ausbrüchen ehelichen Zorns und mütterlicher Herzlichkeit; Ludwig Schmitz (wir sahen -ihn zuerst in „Urlaub auf Ehrenwoxt") mit einem herrlichen rheinischen Mundwerk und einem ansteckenden Gelächter; Joses Sieder (wir kennen ihn aus der „Mordsache Holm"), Paul Klinger, ÜR^ria Paud 1 er, Hilde Schnei« ber und alle übrigen sind ebenfalls merklich in Moselstimmung. Das Drehbuch schrieben Franz Rauch und Ottokar V o m h o f, dessen Lustspiel „Sm Rebeloch rumorts" vor einiger Zeit hier auf bem Theater einen hübschen Erfolg hatte. — (Ufa.) ♦ Das Beiprogramm bringt bie neue Wochenschau Der Tobis, einen interessanten Farbenfilm mit sehr schönen Aufnahmen seltener Meerestiere, außerdem einen Vorspann zu den „Zwei Frauen". ' Hans Thyriot. Zeitschriften — Reichhaltige Beiträge geben dem Weihnachtsheft von Westermanns Monatsheften" fein besonderes Gepräge. Sudetendeutsche Volkskunst wird in einem Aufsatz über Hinterglasmalerei, Dem viele buntfarbige Abbildungen beigegeben sind, lebendig. Eine Weihnachtserzählung von Heinrich Eckmann verdient Beachtung. Mit vielen Abbildung gen ist ein Beitrag über deutsche, Spielkarten geschmückt, eine volkskundliche Sinndeutung Dafür, daß in verschieDenen Gebieten Des Deutschen Reiches verschiedene Kartenbilder gebräuchlich sind. Mit bem Gasthaus „Zur guten Hoffnung" von Wilfried Wroost beginnt ein neuer Roman. Eine Erzählung von Hermann Eris Busse und eine Darstellung von der ersten ^Begegnung des Kindes mit bem Leben beschließen mit noch anberen anregenben Beiträgen biese Dezemberfolge. Hochschulnachnckten. Der nb. ao. Professor Dr. Wilhelm Kromp- Hardt in M ü n st e r wurde unter Ernennung zum Extraordinarius auf den Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre in R o ft o ck berufen. SUne Arbeiten betreffen Wirtschaftstheorie und Konjunkturforschung. Dem Dozenten Dr. nhib habil. Oskar Vierling in Hannover wurde dje von ihm bisher anf- tragsroeife verwaltete Dozentur für das Fach Hochfrequenztechnik endgültig übertragen. Pg. Vierling hat sich bisher hauptsächlich mit Elektroakustik beschäftigt. Er ist durch seine elektrischen Musikinstrumente und durch bie Errichtuna von Großlautspre- ckeranlagen bei Parteiveranstaltungen, wie den NS.-Kampfspielen in Nürnberg, bekannt geworden. Der Studienrat, Dr. Alfred Simon, der akttr» im Stabe ber SA.-Gruppe Sachsen tätig ist, ist 3um planmäßigen außerorbentlichen Professor Der Deutschen Spreckkunde und Svrachpflege, sowie zum Leiter ber Abteilung für Sprecherzieher des Instituts für praktische Pädagogik ber höheren Schulen an ber Universität Leipzig ernannt worben. SJ.4pori M Gießener Schiläufern in den Alpen Wirtschaft SELTERSWEG47 Oie Sparkassen im November. Fwd. Nach den Monatsausweifen der deutschen Sparkassen, Girokassen und Kommunalbanken (ohne Ostmark und Sudetenland) für Ende November 1938 Hot sich die günstige Bewegung der Spareinlagen im Derichtsmonat fortgesetzt. Der Einzahlungsüberschuß betrug 183,0 Mill. RM., also 80,0 Mill. RM. mehr als im November 1937. Diese Erhöhung des Einzahlungsüberschusses ist rechnerisch nur auf die Steigerung der Einzahlungen zurückzuführen, die mit 573,7 Mill. RM. um 117,2 Mill. RM. über den Einzahlungen im Vergleichsmonat des Vorjahres lagen. Auch die Rückzahlungen sind mit 390,7 Mill. RM. gegenüber denjenigen vom November 1937 (353,5 Mill. RM.) an gestiegen. In Anbetracht des um fast 1,9 Mrd. RM. höheren Spareinlagenbestandes ist diese Entwicklung der Abhebungen jedoch als durchaus normal zu bezeichnen. Unter Berücksichtigung der geringfügigen Zinsgutschriften und der sonstigen Derönderungen erhöhten sich die Spareinlagen im Berichtsmonat insgesamt um 199,3 Mill. RM. auf 17,4 Mrd. RM. Der Gesamteinlagenbestand der Sparkassen er« reichte Ende November 1938 mit 20,5 Mrd. RM. 8.1.: Garbenheim — Hörnsheim: Wetzlar gegen Lützellinden: Niedergirmes — Katzenfurt. 15.1.: Wetzlar ~ ' v Nächste Märkte: Dienstag, 20., Mittwoch, 21. Dezember. , jRunb um Schotten-am 9.Julil939. Die Oberste Rationale Sportbehörde für die Deutsche Kraftfahrt hat den Kraftfahrsport-Termin- kokender für 1939 veröffentlicht. Insgesamt sind 26 Veranstaltungen vorgesehen, zehn davon tragen internationalen Charakter, sechs sind ausschließlich den Krafträdern vorbehalten, wahrend bei allen übrigen auch die Wagen mitmachen. In diesem Terminkalender der ONS. sind auch die beiden großen Veranstaltungen, die innerhalb unserer Heimat besonders interessieren, zeitlich festgelegt. Das große Rennen „Rund um Schotten", an dem sich auch im kommenden Jahre wieder Wagen beteiligen werden, findet am 9. Juli 1939 statt. Die „Hessenfahrt" (Orientierungs- und Geländeprüfung) ist für den 8. Oktober des nächsten Jahres vorgesehen. BAK.-Wien — DfA.-N. Meßen. Die Verhandlungen zwischen Wien und dem VfB.-Reichsbahn sind nun zum Abschluß gekom« men. Am 2. Feiertag spielt auf dem Waldsportplatz die komplette Mener B.A.K.-Mannschaft gegen die erste Mannschaft des VfB.-Reichsbahn. Damit ist den Gießener Fußballfreunden Gelegenheit geboten, Mener Fußball, der sich durch seine vollendete Technik und Ballbehandlung einen Namen in der ganzen Welt gemacht hat, zu sehen. Kampf um den Turnklubschild. im Turnverein 1846 Gießen. Am letzten Turnabend maßen sich Turner und Iungturner des Tv. 1846 Gießen in einem Achtkampf im Geräteturnen, um den diesjährigen Sieger im Wettkampf um den Turnklubschild festzustellen. Es wurden je eine Pflicht- und eine Kürübung an Reck,- Barren und Pferd, ein Pferdsprung und eine Bodenübung verlangt. Die früheren Sieger fetzten sich aus diesmal wieder mit folgenden Punktzahlen an die Spitze: 1. Hans Vogt, 142 P.; 2. Ludwig Herbdrt, 138 P.; 3. Hermann Gutbub, 127,5 Punkte. Diesjähriger Turnklubschildsieger wurde als nächstbester bei den Turnern Hans Ä l t h a u s mit 126 P. und 5. Karl Schemel mit 120 Punkten. Die Iungturner machten unter sich folgende Rang- folge aus: 1. Kurt Fuchs, 141,5 P.; 2. Karlheinz Richter, 133 P.; 3. Kurt Neuser, 132 P.; 4. Fritz L i n k e r, 119 P.: 5. Willi Brühl, 117,5 P.; 6 Erwin Linker, 113,5 P.; 7. Hans Rink, 112,5 P.: 8. Karl Sahl, 106,5 P; 9. I. L u tz e n - berger, 90 Punkte. Der Leiter, Männerturnwart K. Reuter und die Kampfrichter Fr. Sauer und K. Müller sorgten für eine flotte Abwicklung des für die Teilnehmer anstrengenden Kampfes. Gerätturnen in den Schulen. Am Mittwoch fand in der Turnhalle der Reuen Peftalozzischule unter Leitung von Kreissportlehrer Mohr eine Arbeitstagung statt, zu der die Lehrer des Kreises, die Turnunterricht erteilen, erschienen waren. Durchgearbeitet wurde der in den Gestal- tungsbeispielen der Landesregierung für die Unterstufe der Jungen enthaltene Uebungsstoff. Der Wettkampf, der im März durchgeführt werden soll, umfaßt drei Uebungsgruppen an Geräten, die als Einzelübungen gewertet werden, und eine Gemeinschaftsübung. Beteiligt am Wettkampf sind das 6., 7. und 8. Schuljahr. Die Hebungen wurden von Schülern eines 8. Schuljahres der Pestalozzi- schule oorgeturnt und die gültige Ausführung genau festgelegt. Um den Uebungsbettieb im Geräteturnen der Schulen auf breiter Grundlage zu sichern, wurden dre eigentlichen Wettkampfübungen noch nicht be- kanntgegeben. Diese werden erft eine Woche vor dem Wettkampf aus den von der Landesregierung herausgegebenen Gestaltungsbeispielen' ausgewählt und den Schulen zugeteilt. Seräteturner-Lehrgong in Lich. Dem Turnverein 1860 war es gelungen, den Gausportlehrer B r o x für einen Schulungslehrgang im Geräteturnen zu gewinnen, zu dem auch Turner aus Bellersheim, Eberstadt, Langsdorf und Stein- bach erschienen waren. In dem etwa zweistündigen 1 Lehrgang ging Sportlehrer Drox mit den Turnern ' verschiedene leichtere Uebungen an den einzelnen Geräten durch und machte ihnen gleichzeitig klar, i bis bis bis bis bis bis 44.50 (43,50 bis 44,50), b) 40,50 (40 bis 40.50). Kühe a) 42,50 bis 44.50 (42,50 bis 44,50), b) 37 50 bis 40,50 (37 bis 40,50), c) 28 bis 34,50 (28 34,50), d) 18 bis 25 (18 bis 25). Färsen a) 43 45,50 (42,50 bis 45,50), b) 40 bis 41,50 (39 41,50), c) 36.50 (36). Kälber a) 63 bis 65 (60 65), b) 55 bis 59 (56 bis 59), c) 45 bis 50 (46 50), d) 30 bis 40 (32 bis 40). Hammel b2) 50 52 (46 bis 50), c) 40 bis 45 (39 bis 45) d) 36 (26 bis 30). Scbafe a) 38 bis 42 (37 bis 42), b) 33 bis 36 (33 bis 36), c) 28 bis 32 (20 bis 31). Schweine a) 59 (59), bl) 58 (58), b2) 57 (57), c) 53 (53), d) 50 (50). Sauen gl) 58 (58). Marktverlauf: Rinder. Kälber und Schweine zugeteitt, Hämmel und Schafe mittelmäßig. Beefsteaks für Achteten. Wichtige Forschungsergebnisse eines deutschen Arztes. Don Dr. Georg Meyer. und Adlerwerke Kleyer mit 103,65 (102,50), ferner Zogen Klöckner auf 115 (114), Mannesmann auf 105,75 (105,13), Verein. Stabl auf 104 (103,65), AEG. auf 113,50 (112,75), BMW. auf 145 (144), Deutsche Erdöl auf 122,50 (121,50), Junghans auf 99,90 (99,13), Westdeutsche Kaufhof auf 103,25 (102,50), Rheinmetall auf 128,75 (128,25) und u. a. MAN. auf 135,50 (135) an. Die Farben-Aktie konnte ihren festen Schlußkurs nicht ganz behaupten mit 149,65 (149,75), ebenso Rheinstahl mit 130,65 (131) und Metallgesellschaft mit 117,75 (118). Am Rentenmarkt zogen Reichsanleihe-Altbesitz auf 127,65 (127,50) an, während 6proz. IG.-Farben auf 118,75 (119), 4,5proz. Franks. Hyp. Liquid, auf 100,13 (100,25) abbröckelten. Behauptet lagen 1928er Darmstadt mit 96, 4,5proz. Frankf. Pfandbriefbank Liquid, mit 100,13 und 6proz. Großkraft Mannheim RM- Anleihe mit 99,75. Im Freiverkehr erhöhten sich Kommunal-Umschuldung auf 92,13 (92,05 bis 92,10). Sranrfurte- Sthiadnmehmarft Frankfurt a. M., 15. Dez. 2hiftrieh: Rinder 1349 (gegen 1253 am 8. 12.), darunter 269 (235) Ochsen, 129 (102) Bullen. 678 (663) Kühe, 266 (253) Färsen. Kälber 352 (336), Hämmel und Schafe 141 (183), Schweine 240 (227). Notiert wurden je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 43,50 bis 46,50 (44,50 bis. 46,50), b) 41 bis 42,50 (40,-50 bis 42,50), c) 34 bis 37,50 (33 bis 37.50). Bullen a) 42,50 bis zwischen Theorie und Praxis auf, die unüberbrückbar ist, so daß diejenigen recht behalten, die für die Wissenschaft nicht viel übrig haben? Oder ist es nicht vielmehr so, daß die Theorie nur darum unvollkommen wgr und versagte, weil sie nicht den ganzen Fragenkomplex im Auge hatte, sondern sich lediglich an einem kleinen Ausschnitt orientiert hatte? ©er Instinkt behält Neckt Die Ernährungsphysiologen sind nicht zu den olympischen Kämpfern gegangen und haben ihnen Qcfoflt: „Was ihr da macht, ist falsch, das wider- spricyt den Gesetzen, die wir Wissenschaftler mit vieler Mühe entdeckt haben." Sie haben vielmehr den anderen Weg gewählt und sich die Frage vor- gelcgt: „Warum richten sich die Leute nicht nach den von uns gefundenen Erkenntnisien? Der Erfolg beweist, daß sie instinktiv das Richtige getroffen haben. Vielleicht sind unsere Einsichten unvollständig?" Daß sie dem Instinkt der Sportler und Athleten vertraut und bei sich selbst Einkehr ge- halten haben, anstatt auf ihrem Pferd sitzen zu bleiben, aereicht ihnen zum Ruhme: die Ernäh- rungsphysioloaie hat in der Zeit, die feit den Der- hncr olympischen Tagen verflossen ist, neue Einsichten in den Mechanismus des Stoffwechsels gewonnen, durch die zwar die alten Erkenntnisse nicht zu- n:chte gemacht, aber doch wesentlich erweitert und vertieft worden sind. Man geht von der überraschenden Tatsache aus, daß dke Athletennahrung im alten Hellas, also vor mehr als zwei Jahrtausenden, wie uns die Historiker und die Philologen versichern, im Prinzip die gleiche gewesen ist, die auch heute bevorzugt wird: nämlich in erster Linie Fleisch. Schon nn Altertum wurde von den Athleten mit leichtem Spott gesagt, sie seien aus Schweine- und Ochsen- flersch aufaebaut Und wenn wir hören, daß die letzte Mahlzeit drei Stunden vor Beginn des Kamp- men wird. Bei dem gesteigerten Tempo des olympischen Kampfes rft eine erhöbte Zufuhr von Sauerstoff nötig, die aus der Luft allein kaum zu bewerkstelligen ist. Die Anwesenheit reichlicher Eiweiß- mengen verbessert aber die Orydationslage wesent- lich und muß sich also unbedingt günsttg auswirken. Qualität und Quantität: tierisches Eiweiß und das in großen Mengen — das ist das Geheimnis des Erfolges. Und die Reserven? Das ist — in ganz kurzen Zügen — die neue ernährungsphysiologische Erkenntnis, die wir Bickel verdanken und die er im einzelnen durch breitangelegte Versuche sichergestellt hat. Dazu kommt ein zweites: es ist ihm auch gelungen, neue Be - ziehung,en der - Qualität des Nahrungsettveißss zum Kohlehydrat-Stoffwechsel nachzuweisen. Nämlich: je besser die Leistung des Nahrungseiweißes für die Verbrennung ist, um so geringer ist dabei die G l y k o g e n - M e n g e, die sich in der Leber befindet. Glykogen — das ist diejenige Substanz, in welcher der Körper die den augenblicklichen Bedarf überschießenden, aber zur Verfügung stehenden Kohlehydratmengen aufftapelt. Ihr Material sind Kohlehydrate (Stärke, Zucker usw.) und Fett. Je größer der Anteil des Fleisches am Nahrungs- eiweiß ist, um so niedriger liegt der GlykogengekM der Leber. An diesem Punkt steht die Forschung heute: neue fragen tauchen auf, die der Untersuchung harren. Man vermutet, daß das Glykogen n i ch t di e ein- zige Form der Speicherung des Kohlehydrats ist. Die Annahme liegt nahe, daß bei reichlicher Eiweißverforgung — die ja, wie wir gesehen haben, Höchstleistungen der Muskelarbett ermöglicht — das Kohlehydrat anderweitig gefver- chsrt ist, also, nicht gerade im Glykogen der Leber, sondern in einer für den Muskel leichter greifbaren Form. Vielleicht ist die Glykogen-Reserve überhaupt erst die Zweite Reserve, in der das Kohlehydrat bereitsteht. Denn es mutet doch etwas seltsam an, daß der Körper in seiner Höchstform die wenigsten Reserven bereithaben sollte. Indessen werden künftige Forschungen in dieser Richtung an dem experimentellen Erasbnis. das über die Bedeutung des Eiweißes vorliegt, kaum etwas ändern. Und dieses Ergebnis ist theoretisch wie praktisch wichttg genug. Der nachstehende Artikel berichtet über wichtige Forschungsergebnisse, die der Ber- lmer Physiologe Professor B i ck e l bei feinen Untersuchungen über die zweckmäßige Ernäh- rung des Sportlers erzielt hat. Diese Unter- suchungen dürsten in unserer sportsreudigsn 3eit besonders Interesse beanspruchen, zumal es sich dabei über den rein sportlichen Artteil der Angelegenheit hinaus um wich- tige Grundprobleme der menschlichen Ernährung fyanbelt Als zur letzten Olympiade die Kämpfer aus aller Wett im Olympischen Dorf zu Berlin zufammengc- fommcn waren und sich hier für ein paar Wochen in Höchstform zu halten suchten, um in den Entschei- dungsspiclen die Giegespalme zu erringen, da hatten neben ben vielen Millionen Sportenthusiasten auch die Aerzte eine fruchtbare Zeit. Und zwar nicht allein darum, weil es mancherlei zu reparieren gab, sondern vor allem, weil sich hier eine selten wiederkehrende Möglichkeit bot, neue Einblicke rndie Funktionen des menschlichen Körpers zu gewinnen, wenn dieser unter ertre- men Bedingungen zu arbeiten genötigt ist. Theorie und Praxis. Ein Hauptproblem war die Ernährungsfrage. Da hatten die Physiologen in mühevollen Experimenten, in verwickelten Untersuchungen, die sich durch Jahre hinzogen, mittels schwieriger Be- rechnungen he raus geb rächt, wie Ernährung und Lei- ftung zusammenhängen, wie der Stoffwechsel arbei» tet, welche Ernährungsweise unter diesen oder jenen Bedingungen die zweckmäßigste ist — und mußten es nun erleben, daß die olympischen Kämp- fer gar nicht daran dachten, sich noch den wissen- sckafttichen Rezepten zu richten, sondern daß sie ihren eigenen Speisezettel aufstellten und sich streng daran hielten. Tat sich plötzlich eine Kluft 15.1.: Wetzlar — Niedergirmes: Katzenfurt gegen Münchholzhausen: Lützellinden — Hörnsheim. 22.1.: Hörnsheim — Wetzlar: Münchholzhausen gegen Lützellinden: Garbenheim — Katzenfurt. 29.1.: Hörnsheim — Niedergirmes: Wetzlar gegen Münchholzhausen: Garben heim—Lützellinden. 5. 2.: Garbenheim — Wetzlar: Katzenfurt —* Lützellinden: Münchholzhausen — Niedergirmes. 12.2.: Niedergirmes — Garbenheim: Wetzlar gegen Katzenfurt: Münchholzhausen — Hörnsheim. 19. 2.: Garbenheim — Münchholzhausen: Lützellinden — Niedergirmes: Katzenfurt — Hörnsheim. Der Schiklub Gießen, der auch in diesem Jahre und für die kommende Wintersportzeit ine Dorar- bett mit seinen Trockenschikursen schon eifrig und mit bestem Erfolg aufgenommen hat, beschloß den ersten Kursus mit einer Veranstaltung besonderer Art. Um allen den angehenden Schiläufern, die sich an den Trockenschikursen beteiligten, zu zeigen, welche Winterherrlichkeit ihrer wartet und welche Möglich- ketten der sportlichen Betätigung der Schilauf überhaupt und in reicher Fülle bietet, fanb gestern im Hörsaal des Kunstwissenschaftlichen Instituts ein Schisilm-Dortragsabend statt, der außerordentlich gut besucht war und den vielen Erschienenen einen tiefen Einblick in die winterliche Bergwelt sowohl der Mittelgebirge, wie auch der Hochgebirge vermittelte. Für das Instttut für Leibesübungen an der Uni» vesität hielt Dr. Jüngst herzlich willkommen und sprach kurz von den Schönheiten des Winters in unferen heimatlichen Bergen und gleichzeitig über die Aussichten, die für diesen Winter gegeben sind. Allerdings konnte er noch nicht verraten, warm es auf dem Hoherodskopf losgehen wird. In beredten Worten schilderte er die Erlebnisse auf Schiern, wie sie in unseren heimischen Mittelgebirgen, im Hohen Vogelsberg, wie auch in der Rhön möglich sind. Sodann zeigte Kamerad Althaus eine stattliche Anzahl Lichtbilder, farbenphotographisch aufaenom- men, int im Geiste in die Rhön, auf die Wasserkuppe, führten und alle winterliche Schönheit der Landschaft bewußt werden ließen. Im weiteren Verlauf des Abends wurde dann ein für die Anfänger und Fortgeschrittene besonders aufschlußreicher Lehrfilm gezeigt, der den Schilauf in anschaulichen Bildern zeigte. Vom einfachsten Stemmbogen bis zum Temposchwung in neuester Technik war jede Be- roegungsübung zu. sehen, wie sie die Mittelgebirge, wie sie aber insbesondere die Hochgebirge fordern. Dadurch, daß die größte Anzahl dieser Hebungen von besten deutschen Schiläufern uttd Schilehrern ausgeführt wurden, war es möglich, die Schitechnik m vollkommenster Form kennenzulernen. An Hand von überwältigend schönen bunten Bildern begleitete man dann die Gießener Schiläufer nach Damüls und nach dem Madlener-Haus, die sowohl tm tiefen Winter, wie auch zu Ostern des Iah- res 1938 ausgesucht worden waren und den Teil- nehmern unvergeßliche Stunden gebracht hatten. Die Bilder ließen erkennen, welch unerhörte Schönheit die Bergwelt zu bieten vermag. Die lebendigen Schilderungen des Kameraden Althaus trugen ferner dazu bei, die Reize einer Schitour in das Hochgebirge in schönstem Lichte erscheinen zu lassen. Mit zwei kürzeren Filmen, die die Einweihung der Wil- helm-Wodaege-Schanze und einen Schikurs auf der Wasserkuppe veranschaulichten, fand der Filmvor- tragsabend seinen Abschluß. Rundfunkprogramm Samstog, 17. Dezember. 6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause. 9.30: Gaunachrichten. 9.40: Deutschland — Kinderland. 10: Schulfunk: Vom Werden einer Zeitung. 11.45: Ruf ins Land. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Musikalischer Gabentisch. 15: Stimmen aus dem Alltag. 15.15: Bilderbuch der Woche. 15.30: „Das Spiel vom großen Kalender". Unsere Jung- model -werben für die 3. Reichsstraßenfammlung des WHW. 16: Frohes Wochenende! 18: Bühne und Film im Rundfunk. 18.30: WHW.-Konzert. Musi- kalifcher Wunschzettel. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher. 20: Nachrichten. 20.15: „Tannenharz und Fichtennadel" Würziges aus den Alpen. 22: Nachrichten. 22.30: Wir tanzen in den Sonntag! 24 bis 2: Nachtkonzert. einen neuen. Höchststand. Der gesamte Einlagenzufluß bet den deutschen Sparkassen und Girokassen betrug im Berichtsmonat 375,3 Mill. RM. Rhein-Mainische Börse. ÄNttagsdörse sehr ffilL Frankfurt a. M., 15. Dez. Die Erholung der Aktienkurse machte leichte Fortschritte, da von der Kundschaft mäßige Aufttäge Vorlagen. Indessen waren die Umsätze überaus klein und auch die Bewegung nicht einheitlich nach oben gerichtet. Im allgemeinen hielten sich die Abweichungen unter 1 v. H. Die Maklertafeln wiesen wiederum große Lücken auf. Von den zunächst notierten Papieren stellten sich IG. Farben auf 148,50 (148), Reichsbank auf 185,50 (184,75), Verein. Stahl auf 103,25 (103), Daimler auf 128,25 (128) und Metallgesellschaft auf 118 (116). Andererseits Mannesmann 105,25 (105,75), Junghans 99,13 (99,.50), AEG. 112,75 (113,50) und VDM. 170 (171). Im Verlaufe nannte man infolge der Geschäftsstille vielfach nur knapp gehaltene Kurse, teilweise auch etwas höhere Bewertungen. Auch am Rentenmarkt herrschte weitestgehende Geschäftssttlle. Non öffentlichen Anleihen fes anno 1936 im Olympischen Dorf aus mehreren Beefsteaks mit Ei, rohem Schabefleisch mit Eigelb und geschabter Leber, einigen Eigelb, Milch, Fleischsaft und Malz- und Traubenzucker als Zukost zu bestehen pflegte — bann springt uns die überraschende Vernachlässigung der Pflanzenkost sofort in die Augen. Von Fett will man nichts wissen; Eiweiß ist Trumpf — und die Ernährungsphysiologie lehrt doch, daß die Quelle der Muskelkraft das Kohlehydrat fei. Ein deutscher Forscher greift ein. Die entscheidenden Untersuchungen auf diesem Gebiet im Anschluß an die Beobachtungen bei den Olympischen Spielen hat der Ordinarius für Pathologische Physiologie an der Berliner Universität. Professor Dr. Adolf Bickel, mit seinen Assistenten und Schülern in die Wege geleitet. Nach knapp zwei Jahren, 1938, konnte er in einem ausführlichen Vortrag vor der Züricher „Gesellschaft der Aerzte" über diese Experimente berichten. Folgendes waren die aufschlußreichen Ergebnisse dieser neuen Forschungsarbeiten. Das Nahrungseiweiß hat verschiedene Ausgaben zu erfüllen. Im großen Umriß lassen sich zunächst zwei Hauptaufgaben unterscheiden: das Ncchrungseiweiß dient erstens der Regeneration (Zurückgewinnung) des Muskeleiweißes; zweitens ist es als A u f b a u m a t e r i a I für die Ausbildung der Muskeln nötig. Man hat diese verwickelten Vorgänge im einzelnen näher studiert und ist dabei zu dem Ergebnis gekommen, daß der Der- zehr so phantastischer Mengen tierischen Eiweißes in Gesellschaft bestimmter pflanzlicher Eiweiße, wie wir ihn bei den olympischen Kämpfern sehen, durch diese beiden Aufgaben allein nicht gerechtfertigt ist. Sollte es nicht noch eine dritte, bisher unbekannte Anfaabe zu erfüllen haben? Bickel hat gefunden, daß die Qualität des Rahrnngseiweißes eine bestimmten Einfluß auf die Oxydationslage, d. h. auf den Ahlauf der Verbrennungen tm Stoffwechsel hat, die zur Unterhaltung des Lebensprozesses und der Organleistungen erforderlich sind. Und zwar wird bei besonders starker Zufuhr hochwertigen (also tierischen) Eiweißes das zur Verbrennuna gelangende Material besser ausae- nutzt, also vollständig durchorydiert. Gute Eiweiß' gualität sacht die Nerbrennung an und beeinflußt den Prozeß fo, daß alles „Brennbare" mitgenom- 15.1.: 1860 Marburg — Luftwaffe; Heuchelheim gegen Ockershaufen; Barbara — Mtv. Gießen. 22.1.: 1900 Gießen — 1860 Marburg; Barbara gegen Heuchelheim; Ockershaufen — Mtv. Gießen. 29.1.: 1900 Gießen — Luftwaffe; 1860 Marburg gegen Barbara; Heuchelheim — Mtv. Gießen. 5. 2.: Heuchelheim — 1900 Gießen; Mtv. Gießen gegen 1860 Marburg; Ockershaufen gegen Luftwaffe. 12.2.: Luftwaffe — Mtv. Gießen; 1900 Gießen gegen Ockershaufen; Heuchelheim — 1860 Marburg. 19.2.: 1900 Gießen — Mtv. Gießen; Ockershaufen gegen Barbara. 26. 2.: Barbara — Luftwaffe. Stoffel V. besserten sich Reichsaltbesitz auf 127,50 (127,40), Reichsbahn-Vorzugsaktien auf 123,65 (123,25). Am Pfandbriefmarkt kam noch einiges Material heraus. Die Kurse blieben jedoch behauptet; 4'/- o. H. Komm. Landesbank Darmstadt R 9 0,25 v. H. erhöht auf 99. Von Liquidationswerten Frankf. Hyp. 100,25 (100,13), Rheinische' 100,40 (100,25). Stadtanleihen notierten meist unverändert. Industrie-Obligationen lagen nicht ganz einheitlich, größtenteils aber 0,13 bis 0,25 v. H. fester, darüber hinaus 6 v. H. IG. Farben 119 (118,13). Don Auslosungsanleihen Dekosama I 133,75 (133,50), aber Hamburger Altbesitz nach Pause 124,50 (125,25). Kommunal-Um» schuldung halbamtlich unverändert 92,05. Abenddörfe freundlich. Die Abendbörse verlief etwas lebhafter als fönst und verstärkte ihre festere Haltuna, was auch in meist 0,50 bis 1 n. H. höheren Kursen zum Ausdruck kam. Seitens der Kundschaft kamen einige Aufttäge zur Ausführung. Feste Haltung hatten Gesfürel nut 130 (128), Elektt. Licht und Kraft mit 130,75 (129,25) daß man es erst nach genauester Beherrschung der Grundregeln, Veranlagung vorausgesetzt, zu einem befähigten Geräteturner bringen werde. Es wäre zu wünschen, wenn in hiesiger Turnhalle noch mehr solcher Lehrgänge durchgeführt werden könnten. Fußball der Sauliga Hessen. Hesien Bad Hersfeld — SpV. Kasiel; VfB. Groß-Auheim — Dunlop Hanau. Hessens Spitzenreiter hat bewiesen, daß sein Können nicht nach dem unglücklichen Kasseler Spiel gegen 03 einzuschätzen ist. Gegen den Altmeister Spielverein Kassel steht er vor einem neuen Erfolg. Imerhin erwartet man von dem Gast eine gute Leistung! Der VfB. Groß-Auheim wird sich hn Kampf gegen Dunlop Hanau sicherlich die Gelegenheit zu einer Verbesserung feiner Stellung nicht entgehen lassen! • Nückrunden-Termine der Handball-Bezirksklasse. Staffel IV. 8.1.: Luftwaffe — Heuchelheim; Ockershaufen gegen 1860 Marburg; MSV. Barbara — idÖO Gießen. ' Ein Lahr Heimatmuseum in Schotten glauben durfte. Im Namen der Hinterbliebenen: 055 FrankfurtlMain, 6oethestraße 12,15/17 7954 V Kt rchberg, den 16. Dezember 1938. I7D WerhaleineteuereKaniera? O ? h Cf Sonntag, den 18 Dezember 17 Uhr 82130 Dk.84.50 Photo-Kino Kreniplati 9 kjaben Äe das neue in großer Doppeltlasche für 30 Pfennig überall zu haben. besuchen Sie unsere ItlethnaUitsscnaii 1 1 1 1 Vermahlungs-Anzeigen liefert BrOhl'sche Druckerei 1 schw. Vierzu-'tisch 1 eichen. Waschkonu mode mit Marmor 1 dreit- Klelderechr. 1 eichener Tolletten- Ombru..... Exelsior .... Slxtns...... Snper elektro Bewi...... Tisch Frisierkommode Wickelkommode Spielzeugschrank Kinderwaschtisch 1IIIIIIIIIIIIII1IIHIIIIIIIIIB Einspaltige Kleinanzeigen werfen nun ermäßigten Grund- vreis von s Pf. 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Gendarmenemeister Litzius, ein vortrefflicher Kenner der Hausrebe, sprach über deren Pflege, da gerade in unserer Gegend der Hausrebenstock infolge falscher Behandlung und falschen Schneidens ost nur ein kümmerliches Dasein fristet. In der Aussprache konnte noch manche strittige Frage auf dem Gebiet des Obstbaues geklärt weiden. Der Dorsitzende gab schließlich noch bekannt, daß der Verein im nächsten Jahre sein zwanzigjähriges Bestehen in größerem Rahmen feiern wird. kleine Strafkammer Gießen. Wegen Entziehung von seiner Unterhaltspflicht hatte sich der W. W. aus Büdingen vor der Kleinen Strafkammer als zweiter Instanz zu verantworten. Im Sommer war der Angeklagte gemäß § 361 Ziff. 11 StGB, mit einer Haftstrafe belegt worden. Gegen dieses Urteil legte er Berufung ein. In der gestrigen Hauptverhandlung konnte W. den Nachweis führen, daß er aus wirtschaftlichen Gründen und durch seine damalige Arbeitsunfähigkeit nicht stückt und mit Kleinschlag und Sand überdeckt. Der seitherige schlechte Zustand der Straße, bei der die ersten Bauten schon vor dem Kriege erstellt wurden, bedurfte dringend einer Aenderung. Ebenso wurde an der Londorfer Straße noch ein Stück, das seither keinen Bürgersteig hatte, mit Plattenbelag zum Bürgersteig hergerichtet. D ß i d), 13. Dez. Während der Nikolaus im Laufe der vergangenen Woche schon den Kleinen des NSV. - Kindergartens und den von dem Deutschen Frauenwerk Betreuten seinen Besuch abstattete, begegnete er am Sonntag auch der Kindergruppe des hiesigen Zweigvereins des VHC., der sich auf feiner alljährlichen Nikolauswanderung befand. Auch hier brauchte der „Alte" von feiner Rute keinen Gebrauch zu machen und konnte alle mit einer reichhaltigen Tute beschenken. — Die BDM. - und IM.-Gruppe hatte am Sonntag im hiesigen BDM.-Heim eine kleine Ausstellung veranstaltet, um der Oeffentlichkeit die zum Teil selbst angefertigten Kleider, und Wäsche« stücke für arme sudetendeutsche Kinder zu zeigen. § Lich, 14. Dez. Der hiesige, etwa 80 Ml- glieder zählende Ob st- und Gartenbauverein hielt bei Jakob Eise feine diesjährige Hauptversammlung ab. Nach Erledigung der ge- schäftlichen Angelegenheiten durch den Vorsitzenden, h Schotten, 15. Dez. Heute vor einem Jahr wurde das Heimatmuseum in unserer Stadt eröffnet Es trägt den Namen „Vogelsberger Heimatmuseum" und deutet damit an, daß das Museum sich nicht nur aus den engen Kreis der Stadt Schotten beschränkt, sondern daß hier Altertümer, Erinnerungsstücke und Erzeugnisse unseres weiteren Vogelsberger Bezirks gesammelt werden und Aufstellung finden. In diesem Jahre ist dank Der freudigen Mitarbeit meler Heimatfreunde, besonders des Leiters, Lehrer Sauer, außerordenllich viel wertvolles und rnan- nlgfack)es Altertumsgut aus unserer engeren Heimat hier Zusammenbetragen worden. Die ursprünglich vorgesehenen Räume reichten nicht mehr aus, und so mußten weitere Zimmer herangezogen und ein innerer Um- und Ausbau vorgenommen werden. Das Museum ist in dem schönen, geräumigen Fa- milienhous des verstorbenen Staatsrats Dr. Weber und dessen verstorbener Schwägerin Fräulein Anna P r ö s ch e r mitten im Zentrum der Stadt untergebracht. Beide haben in der „Weber-Pröscher- Stiftung" dieses für ein Museum wie geschaffene alte Patrizierhaus als Heimatmuseum bestimmt. Ein besonderes Gedächtniszimmer im oberen Stock hält das Andenken an die edlen Stifter für alle Zei- ten fest. In den übrigen Räumen sind die zahlrei- und Geistesfrische. Der Iubüar, bis vor einem Jahrzehnt Maurer seines Berufes, diente 1884—86 beim Jnfanterie-Reglment Nr. 88 in Mainz. Nach seiner Entlassung' aus dem Heer betätigte er sich mit bestem Erfolg als aktiver Turner in den Reihen des damals gegründeten Turnvereins Krofhorf; als solcher errang er zahlreiche Siege. Ein Beispiel feiner großen Gewandtheit ist die heute noch ost erwähnte Begebenheit, daß er die viele Meter lange Fahnenstange des Gleibergturmes erkletterte und auf dem Stangenknopf einen vorbildlichen Schulterstand zum Besten gab. Die Jubilarin war von chrer Schulenllassung an bis zum Jal;re 1916 zunächst in Gießen, später in ihrem Heimatort eine fleißige Zigarrsnarbeiterin. Der Ehe entsprossen sechs Kna- den und zwei Mädchen, die bis auf den 1916 auf dem Felde der Ehre in Frankreich gefallenen ältesten Sohn leben und mit elf Enkeln und einem f Urenkel den Jublläumstag mitfeiern. । Landkreis Gießen I Wies eck, 15. Dez. Unsere Mitbürgerin Luise ! Deibel Witwe, geb. Becker, wird morgen 7 0 I 3aI)re alt Frau Deibel befindet sich noch bei uter Gesundheit und hilft noch bei allen Haus- pb Feldarbeiten. Unseren herzlichen Glückwunsch jipi Geburtstag. V Grünberg, 14. Dez. Zur Zeit wird der bebaute Teil der Hindenburgstraße, die durch das Heegviertel von der Gießener Straße zur Adolf- Hitler-Straße führt, hergerichtet. Der Bürgersteig erhält Plattenbelag, die Fahrbahn wird ausge- in der Lage war, seinen Unterhaltsvervflichtungen nachzukommen. Der Angeklagte mürbe deshalb freigesprochen. Der A. Sch. aus Mainz zog als Landstreicher umher und ernährte sich durch Betteln. Als er wieder einmal in Heldenbergen bettelte, wurde er aufge- ariffen. Das Amtsgericht Friedberg griff den arbeitsscheuen Mann, der mit seinen 47 Jahren noch im besten Mannesalter steht, mit der erforderlichen Strenge an. Es bestrafte den schon öfters vorbestraften Sch. mit sechs Wochen Haft und ordnete seine Unterbringung Un ein Arbeitshaus an. Wegen dieser Besserungsmaßnahme legte der Angeklagte Berufung ein. Sein Rechtsmittel wurde aber als unbegründet zurückgewiesen. Wegen Diebstahls hatte die L. B. aus Nieder- Weisel einen Strafbefehl in Höhe von 40 RM. erhalten. Auf ihren Einspruch hin wurde sie, da ihr eine strafbare Handlung nicht nachgewiesen werden konnte, mangels Beweises freigesprochen. Gegen dieses Urteil legte die Staatsanwaltschaft Berufung ein. Die L. B- wurde aber auch durch die Kleine Strafkammer freigesprochen. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) W. 3- Eine Erfindung müssen Sie bei dem Reichspatentamt in Berlin zur Erteilung eines Patents schriftlich anmelden. Die Anmeldung muß den Antrag auf Erteilung eines Patents enthalten und den Gegenstand, der durch das Patent geschützt werden soll, genau bezeichnen. In einer Anlage müssen Sie die Erfindung so genau beschreiben, daß dadurch die Beurteilung durch andere Sachverständige möglich erscheint. Am Schlüsse dieser Beschreibung ist anzugeben, was als patentfähig unter Schutz gestellt werden soll. Außerdem sind die erforderlichen Zeichnungen, bildlichen Vorstellungen, Modelle und Probestücke beizufügen. Mit der Anmeldung haben Sie für die Kosten des Verfahrens eine Gebühr zu entrichten, die nach dem Tarif bemessen wird. Der Tarif ist in dem Gesetz vom 5. Mai 1936 (Reichs-Gesetz-Blatt Teil II S. 142) über die patent- amtlichen Gebühren enthalten. C. Z. Falls in Ihrem Grundstückskaufvertrag eine Haftung des Verkäufers für den Flächeninhalt des Grundstücks nicht enthalten war und die neue Vermessung ergeben hat, daß die fraglichen 30 Zentimeter des damals von Ihnen erworbenen Geländes tatsächlich Ihrem Nachbarn gehören, müßen Sie das streitige Grundstück, herausgeben. Aber auch wenn Ihr Verkäufer für den Flächeninhalt haftet, können Sie nichts gegen die Abtrennung der 30 Zentimeter unternehmen. Allerdings steht Ihnen dann ein Schadensersatzanspruch gegen Ihren Verkäufer bzw. dessen Erben zu, von dessen Verfolgung ich Ihnen jedoch mit Rücksicht auf die inzwischen verstrichene Zeit abrate. chen Gegenstände in geschmackvoller, übersichtlicher Weise ausgestellt, viele wertvollen Sachen in kunstvollen Vitrinen. Im Erdgeschoß wurde ein angrenzender großer Stall ausgebaut; darin werden eine vollkommene alte Nagelschmiede und ein alter Webstuhl aufgestellt, die die alte Herstellungsart von Nägeln und von handgewebtem Tuch zeigen. Mehrere Ausgrabungen in der Umgebung von Schotten und Ulfa haben stattgefunden, die aus alten Hühnen- gräbern hochinteressante Stücke und viel wissenschaftliches Material zutage förderten. Mancher alter Hausrat, manches Altertumsstück, das auf irgendeinem Dachboden versteckt schlummerte, wurde hervorgeholt und in das Museum gebracht. Im Museum wurden mehrere kleine Zimmer zu einem groben Ausstellungsraum umgebaut und ein Rund- gang über eine Außenveranda geschaffen. Erne Arbeitsgemeinschaft interessierter Männer hat sich gebildet, die für die Museumszwecke arbeiten. Es wird für weitere Freunde und Förderer geworben. Das Museum wurde im ersten Jahre schon von weit über 1000 Personen besucht und wird allgemein bewundert So war das erste Jahr für das Museum sehr verheißungsvoll und günstig. Möge ihm auch künftig ein weiterer Aufschwung beschieden sein. Aus der engeren Heimat Goldene Hochzeit in Krofdorf. O Krofdorf, 16. Dez. Das Ehepaar Wichelm A m e n d und Frau Elisabeth, geb. Leib, in Krofdorf, Launsbacher Straße 265, begeht am morgigen Samstag den Tao der goldenen Hochzeit Beide Ehegatten, Die 74 bzw. 72 Lebensjahre zäh- ten, erfreuen sich noch ausgezeichneter Gesundheit Ulster und Ulster-Paletots: RM. 80.— 42.— 55.— 67.— 79.— u. höher Strallen- und Sport-Anzüge RM. 85.— 45.— 55.— 65.— 75.— u. höher Cheviot- u.Gabard’ne-Mautel in vielen Farben Loden- und Wette* sohuti- Mistel in allen Preislagen Sport-Stutzer und Bernte- Kleidung aller Art Knallen- und Burschen- Kleidung in allen Größen und Formen BJ.-, HJ.-W.nterdlensthosen All diese Kleidung kaufen Sie so billig bei den Kleiderfachleuten Brückners Mund Herren- u. Knabenkleidung - Berufskleidung Gießen, Seltersweg 31 - ______________________________8197 A 31. Musikalische Abendfeier: WeihDachls-OraloriuiD Heinrich Schütz. Werbe-Drucksachen liefert BrOhl'sche Druckerei Wilhelm Nanz Gießen. Buschhütten, Burkhardsfelden, den 16. Dezember 1938. Die Beerdigung findet statt: Samstag, den 17. Dezember, vormittags 1L45 Uhr. auf dem Neuen Friedhof. Donnerstag früh 5.15 Uhr nef Gott der Herr meine liebe Frau, unsere gute Mutter Frau Anna Nanz, geb. Stumpf im Alter von 56 Jahren in sein Reich. Nun darf sie schauen, woran sie Bä Geschenke für den Herrn? Etwas „Süßes Huntemann Modestube Körner Fernruf 3410 Plockstr. 10 £ederwaren Sßafjnfiofstr. 16 Fernruf 3531 Ludwigstr. 16 HOH .rÄt empfiehlt in reicher Auswahl die Kreishandwerkerschast Gießen Beachten Sie bitte meine Innendekoration! Bttneleisen,Kocher Kaffeemaschinen Teemaschinen Brotröster Tauchsieder Kochplatten Wärmeplatten Haartrockner Heizkissen Waffeleisen Rauchverzehrer Ventilatoren Tischlampen Klavierlampen Waschmaschinen Heimbügler Heizöfen, Herde Kühlschränke Diese und viele andere schöne Sachen finden Sie sehr vorteilhaft bei sind die schönsten Weihnachtsgeschenke. 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Sie hatten ihre Hände tief in den Hosentaschen vergraben und kürn- meten sich nicht um den Wind, der ihnen rauh die Struwelköpfe zauste. Sie hatten jetzt nur zu sehen und zu staunen. Sprachlos standen sie und mit großen Augen. Dann schien sich der eine noch nicht nah genug zu fühlen, er schob sein Gesicht so dicht an die Scheibe heran, daß er sich die Nasenspitze quetschte. Rasch nahm auch der andere die gleiche Haltung ein. Er tat sogar noch mehr: Er streckte seine Arme aus und legte die gespreizten Finger fest auf die Scheibe, als wollte er damit sagen, alles das, was meine Hände umspannen, ist mein und niemand kann mir das wegnehmen. Im gleichen Augenblick wurde er von seinem Kameraden bis in die kleinste Einzelheit nachgeahmt. Die Erwachsenen schmunzelten über die beiden drolligen Knirpse, die an dem Schaufenster klebten wie Laubfrösche an der Innenwand ihres Glashauses. . . Mit feinem Mal stieß der eine seinen Zeigefinger wider die Scheibe und sagte: „Die Eisenbahn ist mein!" Er meinte einen kleinen, auf Schienen laufenden wohl elektrisch über Brücken und durch Tunnels geführten Eisenbahnzug, der unter den vielen beweglichen Dingen im Fenster das großartigste und lockenste war. „Die Eisenbahn ist mein!" widersprach jedoch der andere und deutete auf den gleichen Gegenstand. Eine Zeitlang warfen sie sich den Satz mit wachsendem Stimmenaufwand und steigernder Erbitterung über ihre gegenseitige Unnachgiebigkeit hin und her an den Kopf, bis ein Wort nach dem andern ab- dröckelte und sie schließlich nur noch „ist mein!" — »ist mein!" und zuguterletzt „mein!" — „mein!" übrig blieb Als sie sich heiser geschrien hatten, zischten sie sich nur noch gegenseitig an, wobei sie einander mit den Ellenbogen zu stupsen begannen und zu verdrängen suchten. Eine Frau, die schmunzelnd ihr Vergnügen an den beiden bezeugt hatte, geriet plötzlich aus dem Häuschen, als sie auf den Fuß getreten bekam. „Keinem von euch ist die Eisenbahn!" wetterte sie, „und keiner von euch bekommt fiel" .. »Aber warum so aufgeregt, gute Frau?" sagte ein lächelnder Herr. „Lassen Sie den beiden doch die schöne Phantasie und das bißchen Glück, das sie so tapfer für sich behaupteten!" Da sahen sich die beiden Knirpse um, legten einander den Arm über die Schulter und gingen mit hellen Augen davon. P. B. Dornotizen. ^ageskalender für Freitag. Stadttheater: 20 bis 22.45 Uhr „Rigoletto". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Kautschuk". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Verlegenheitskind". — Oberhessischer Kunstverein: 17 bis 18' Uhr Weihnachtsausstellung im Turmhaus am Brand. — Weihnachtsmarkt auf Oswaldsgarten. Stadltheater Gießen. Heute abend findet die letzte Aufführung des großen Erfolges „Rigoletto", Oper von G. Verdi, statt. Musikalische Leitung Joachim Popelka. Für die Partie der Gilda wurde Lotte Grimm vom Kölner Opernhaus als Gast verpflichtet. Bühnenbilder: Karl Löffler. Die Vorstellung findet gleichzeitig als 12. Vorstellung der Freitag-Miete statt. Anfang 20 Uhr, Ende 22.45 Uhr. — Die nächste Vorstellung der Freitag-Miete findet erst wieder am Freitag, 30. Dezember, statt. Es gelangt „Der Hochverräter" zur Aufführung. Heimatvereinigung Staufenberg. Kommenden Sonntag abend Nikolausfeier der Heimatoereinigung Staufenberg au' der Burg Staufenberg. MW MU WWW Montan von Hubert Rausse. Copyright by Albert Langen/Georg Müller, München. 7. Fortsetzung. (Nachdruck verboten!) Es war ein Sieg auf der ganzen Linie, besonders im dritten Akt, in der Zirkusszene. „Jte Fall, Jte Fall!" Ihr Name klang ihr jubelnd von allen Rängen entgegen. Schließlich stand sie allein auf der Bühne. Die Augen wurden ihr feucht in der Seligkeit ihres Herzens. Hinterher war sie mit einem großen Kreis von Verehrern zusammen; es roch abscheulich nach Blumen und Lorbeer. Brasky fehlte, er schrieb die Jubelhymne für das Morgenblatt. Schmid saß neben ihr. „Schlaf ruhig ein wenig", sagte er, „du hast müde Augen!" „Ich bin auch müde, aber das geht doch nicht!" „Warum nicht? Der alte Fritz schlief auch nach solchen Siegen. Und Rücksichten? Sieger brauchen keine Rücksichten zu nehmen! Und mit Ausnahme deines Chefs können dir diese Menschen doch alle gleichgültig sein!" „Bis auf dich!" sagte Jte. Schmid schüttelte seinen Kopf. „Ich auch", sagte er. Und nach einer Pause: „Verpflichten, wirklich verpflichten tut nur eins: die Liebe!" Auch Doktor Brasky ging durch das sommerliche München mit einem strahlenden Gesicht. Sein Werk über die europäischen Hauptstädte war ein großer Vucherfolg; das Burgtheater hatte soeben ein Lustspiel von ihm angenommen; seine Referate über „Münchener Theater" in der Wiener Presse wurden weithin beachtet. Mit dem Erfolg feiner Feder konnte er also zufrieden sein. Aber auch menschlich: Jte war seine Freundin. Und Jte war auf dem Weg, die interessanteste S^guspielerin Münchens zu werden. Und daran war wieder Brasky nicht unbeteiligt. Eine Hand wäscht die andere, dachte er so vor sich hin, eine alte Erfahrung, die schon bei den Römern sprichwörtlich war. Wie sagte Goethe doch noch ... „sich die goldnen Eimer reichen", oder war das was anderes? Es war ein Sonntagvormittag. Allen Menschen stand das Glück im Gesicht, das Sommer und Sonne nun einmal spenden. Brasky ging zu dem MorgenHeber 500 hessen-nassamsche Studenten im Reichsberufswettkampf. A'ftuf! Die HI. wird am 17. und 18. Dezember kleine Holzfiguren für das WHW. verkaufen, die die einzelnen Monate des ganzen Jahres symbolisch darAufg,benZIettungen im Dienste der rhein-mainischen Wirtschaft. NSG. Arn diesjährigen Neichsberufswettkampf nehmen aus dem Gau Hessen-Nassau über 500 Studenten und Studentinnen teil. Die Wettkampfmannschaften haben sich diesmal wichtige und für unser Gaugebiet bedeutende Probleme als Arbeitsthemen gewählt. Schon im letzten RBWK. wurden die Arbeiten unserer Studenten von Reichsstellen der Partei und des Staates aufgegriffen und praktisch ausgeführt. Die diesjährige Themenstellung verspricht eine restlose Auswertung sämtlicher Arbeiten aus dem Gau Hessen-Nassau. Aus den zum Teil sehr umfangreichen und über ein Jahr laufenden Arbeiten seien nachstehend die wichtigsten aufge- zählt: Bingen: Rheinisches Technikum: „Organisation und Planung der deutschen Energiewirtschaft". Darmstadt: Hochschule fürLehrer- b i l d u n g: „Mannschaftserziehung in der nationalsozialistischen Leibeserziehung", „Sie Kameradschaft in der Jugenderziehung". — Technische Hochschule: „Konstruktion und Bau eines Hochleistungs- segelflugzeuges in Gemischtbauweise"; „Technische Untersuchungen von Kunststoffen", „Entwurf eines Kleinflugzeuges". — H T L.: für Maschinenwesen: „Anwendung der neuesten Erkenntnisse der Festigkeitslehre im Sinne des Vierjahresplanes". Frankfurt a. M.: Universität: „Die Lehren aus der Kriegswirtschaft 1914/18 in Deutschland", „Aufbereitung armer Erze im Rhein-Main- Gebiet durch Elektrolyse", „Das Elfenbeinschnitzer- Handwerk im Odenwald", „Wirtschaftsklimatische Untersuchung des Obertaunus", „Judentum und Expressionismus", „Ernährung, Gesundheit, Rasse und Kultur in Stadt und Land". — Staats- bauschule: „Hallenschwimmbad für Frankfurt am Main-Höchst". — HTL. für Maschinenwesen: „Gemeinschaftsbeheizungen von Siedlungen mit Nachtstrom". Geisenheim a. Rh.: Versuchs- und Forschungsanstalt für Gartenbau: „Voraussetzung und Gestaltung einer Arbeitersiedlung im Rheingau", „Leistungssteigerung im Gartenbau". Gießen: Universität: „Der Gebißzustand der Bevölkerung im kreis Gießen", „Bauerntum und Ernöhrungsfreiheit — Eine praktische Untersuchung in Hessen", „Englische und amerikanische Propaganda im Weltkrieg", „Die rechtliche Lage des Landarbeiters", „Dauer und Volk — Eine Dorsuniersuchung in Reiskirchen bei Gießen". Idstein: Staatsbauschule: „Heimstättensiedlung im Taunus". Weilburg (L a h n): Hochschule für Lehrerbildung: „Leibeserziehung im Patendorf Wirbelau". Zentralkurdistan von heute. Dortrag in der Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde. Der gestrige vorletzte Vortrag des Winterprogramms der Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde führte, wie der Vorsitzende Prof. Dr. K l u t e gestern abend in der Aula einleitend sagte, in näher zu Europa liegende Gebiete. Es sprach Dr. Hans B o b e ck (Berlin) über das Thema „Zentral-Kurdistan von heute". Der Forscher, der bereits 1934 von Iran her in das Ader- bcidschamGebirge vorgedrungen war, unternahm 1937 eine Forschungsreise durch Zentral-Kurdistan zur Erkundung jener Gebirgszüge, die sich zwischen dem Wan-See in der Türkei und dem Urmia-See in Iran (Persien) erstrecken. Er schilderte in großen Linien die geographischen Verhältnisse Kleinasiens, die durch hohe Randgebirge nach dem Süden zu gekennzeichnet sind, die sich vom Taurus über Kurdistan nach Iran fortsetzen. Zusammengefügt durch höher aufragende Gebirgsschwellen breiten sich südlich von Anatolien die prächtigsten Hochgebirge der Türkei aus, von denen das armenische Hochland bisher noch nicht in allen Teilen erforscht war. Diesem Gebiet, das von reichlichen Flüssen durchzogen ist und zahlreiche Niederschläge aufweist, so daß sich weite Wiesenflächen bis zu den Berggipfeln ausbreiten und das viele Bewässerungsoasen aufweist, galt die Forschungsreise. Dr. B o b e ck gab bann einen Einblick in die Besiedelung. Die zahlreichen Volkstumsgruppen (Armenier, Nestorianer, Türken, Kurden, Jranier) bilden religiöse Zentren. Das Eindringen vollnomadischer Stämme in diese Gebiete, vor allem der Kurden, die die Armenier zurückgedrängt haben, führte zu endlosen Kämpfen, die sich auch im Weltkrieg wiederholten und durch die viele Verwüstungen entstanden sind. In der heutigen Zeit wird, wie der Vortragende ausführte, die Bezeichnung Kurdistan nicht gern gehört. Wie die Kurden, so haben sich auch die Armenier als sehr kriegerisch gezeigt. Während des Weltkrieges machten sie sich zunächst als russische Republik selbständig und sagten sich nach dem Verfall Rußlands ganz los. Nach dem ersten Vorstoß von Aserbeidschan aus waren die zwischen dem Wan-See und dem Urmia- See sich ausbreitenden Gebirgszüge Cilod Dagh und Sito Dagh das nächste Ziel der zweiten Forschungsreise. Von Ankara aus mit dem Auto bis zum Wan-See führte der erste Teil der Reise, die mit Hilfe von Tragtieren in zum Teil sehr beschwerlichen Etappen durch das Cilod Dagh führte. Der Vortragende zeichnete ein Bild des Wan-Sees, der, wie der Urmia-See, ein Salzsee ist und dessen Faulschlamm einen metallischen Glanz verbreitet, lieber dunkelgrüne Weidelandschaft folgte der Aufstieg über gelbgraue Steppen durch zerklüftete, interessante Formenbildung aufweisende Gebirgslandschaften. Mit Hilfe zahlreicher Lichtbilder bot der Vortragende einen Einblick in jene Gefilde, in denen trotz reichlicher Bewässerung an Stelle des ertragversprechenden Baugartens die Trockenwirtschaft und vor allem die Viehzucht betrieben wird. Der Vortragende schilderte die zahlreichen Spuren früherer Besiedelung unb zeigte Aufnahmen von verfallenen Bauten, die auf die Baukunst der früher dort wohnhaften Armenier Hinweisen, und er wies das Eindringen der aus den Gebirgen kommenden Nestorianer nach, die vor allem während des Krieges den Kurden und Türken viel zu schaffen machten. Erst als sie von diesen bezwungen worden waren, wanderten die restlichen 25 000 dem Tigris nach dem Irak zu, wo sie seit 1925 auf die Hilfe des Völkerbundes warten. Tief einschneidende Flußläufe, terrassenförmige Abstufungen und hoch auf» ragende Felsmassive charakterisieren diese Gebirgslandschaften, die die Forscher auf oft beschwerlichen Wegen durchkreuzten und von denen der Vortragende viele Abbildungen vvrführen konnte. Interessant waren die Vergleiche der einzelnen Stämme und die Schilderung der fruchtbaren, von mannigfachen Wildarten belebten Landschaften. Zum Schluß machte der Redner die Feststellung, daß trotz des vielfach angetroffenen Rückschrittes stellen. Diese Figuren eignen sich ganz besonders gut als Tannenbaumschmuck. Ich darf daher die Bevölkerung herzlich bitten, den Verkauf der Holzfiguren durch die HI. nach Kräften zu unterst hen. Backhaus, Kreisleiter. Oes Führers Jugend rüst! HI. und JV. und VDM. und Jungmädel setzen sich auch in diesem Jahre wieder für das Winter-- hiliswerk des Deutschen Volkes durch die Reichs- straßensammlung ein. Der Ruf der Jugend ergeht an alle. Die Straßensammlung am 17. und 18. Dezember wird selbstverständlich das Ergebnis des Vorjahres weit übertreffen. Wir kämpfen gegen die große Not der Ostmark- und Sudetenjugend. Diese Not zu lindern, ist uns Mädel höchstes Glück. Wir bitten alle: Gebt freudig eure Spenden, füllt uns die Sammelbüchsen, helft unfern Schwestern und Brüdern schnell! Eure Not ging bald zu Ende, euch half der Führer, drum helft auch jetzt dem Führer helfen durch eine große Spende! Dafür geben wir euch die schönen Holzfiguren, die dieses Jahr die zwölf Monate darstellen. An keinem Weihnachtsbaum dürfen dieses Jahr unsere Holzfiguren fehlen; und am Samstag und Sonntag werden alle unsere Abzeichen tragen. die Türkei bemüht ist, das Land zu bevölkern und zu erschließen. Namentlich aus den dicht besiedelten Teilen des Türkenreiches am Schwarzen Meer wer- den Siedler hierher verpflanzt, denen zahlreiche Erleichterungen gewährt werden und die auf dem fruchtbaren Boden ein gutes Auskommen finden. Der Vortragende deutete die Aufbaupläne der neuen Türkei an, die neben diesen Besiedlungen zahlreiche große Aufgaben zur Erschließung des Landes und zur Wiedererstarkung durchführt, um eine Einheit der Türkei zu schaffen. In diesem Bestreben ist den Türken bereits die Lösung der Frage der Armenier geglückt, so daß nur noch das Problem der Kurden übrig blieb, von denen 3 Millionen in der Türkei, im Irak und im Iran ansässig sind und deren Eingliederung eine schwierigere Aufgabe darstellt. „Spenden Sie auch für das WHW." Walter und Werner stehen vor der Schranke einer Bahnüberführung. Jedes Auto wird angehalten, das hier halten muß, wenn gerade ein Zug kommt und die Schranke geschloffen wird. Eben kommt ein ganz schwerer .Horch" vorgefahren. Walter stürmt darauf zu. Ein vornehmer Herr mit einem schweren Pelz dreht die Scheibe ein wenig hrunter. „Spenden Sie vielleicht auch für bas WHW?" Der Herr lächelt. „Sieh mal, ich hab' schon die ganze Tasche voll von solchen Abzeichen", sagt er unb zeigt sie. „Nun ja", erkühnt sich Walter. „Da hinten haben Sie im Wagen so ein Glücksmännchen hängen. Dafür kann genau so gut auch ein WHW.-Abzeichen baumeln." „Du hast recht!" sagt ber vornehme Herr unb wirft schnell ein blankes Gelbstück in die Büchse. Schon rauscht der Zug vorbei. Die Schranke öffnet sich. Der Wagen springt an. Zur ernsten Beachtung. Das Betreten zugefrorener Flüsse, Teiche und Bäche ist untersagt. Nach § 297 des Hessischen Polizeistrafgesetzbuches, das insoweit noch gültig ist, dürfen zugefrorene Flüsse, Teiche und tiefe Bäche bei Meidung gericht- konzert an der Feldherrnhalle. Die Kapelle spielte gerade den Deutschmeistermarfch. Die Luft war wundervoll blau und kühl und frisch wie Wasser. Die Tauben gingen zwischen den Menschen ernsthaft spazieren und flogen dann plötzlich zur Fassade der Theatinerkirche Nnauf. Man mußte sich ordentlich zusammennehmen, um es ihnen nicht nachzumachen. Dann kam Jte. „Guten Morgen", rief sie, „toll, was! Ein Wetter zum Radschlagen!" Eine Dame war aus Jte leider nicht zu machen. Aber in „Pygmalion" mußte sie gut sein, dachte Brasky. Als Eliza! Selbstverständlich, das wäre eine Rolle für sie. Er mußte es dem Intendanten mal einflüstern. Brasky kam sich selber wie ber Professor Higgins vor. Jte trug zu ihrer braunen Haut ein elfenbeinfarbenes Kostüm und einen schmalrandigen Hut. Die schwarzen Augen brannten. Daß das Einfachste eine schöne Frau am besten kleidet, hatte Jte von Elisabeth gelernt. Brasky war stolz, sich mit ihr zeigen zu können. Im Laufe des Gesprächs sagte sie, daß ihr ein Berliner Theater das Angebot gemacht habe, als „Tochter des Kunstreiters" zu gastieren. Brasky blieb mitten unter den bummelnden Menschen plötzlich stehen. Sein Ton war tief gekränkt: „Und das sagst du mir jetzt erst?" „Der Brief ist heute früh gekommen!" „Als ob das irgend etwas Gleichgültiges wäre!" „Ader tu nicht so, ein Gastspiel in Wien wäre mir lieber." „Weil der Schilling was gilt!" Jte lachte. „Nun ja", sagte Brasky, „seit heute steht der Dollar über hundert!" „Das ist mir wurscht", grollte Jte. „Aber daß die Ottakringer mich mal bewuirdem könnten, daß sie 'n Neid kriegten, alle, die mich früher ausgelacht haben, daß ich 'n Triumph hätt, an richtigen — das möcht ich erleben! Und das möcht ich in Wien erleben, in der alten Kaiserstadt. Wenn du gar so mächtig bist, wie du alleweil glaubst, so laß mich halt in deinem Lustspiel am Burgtheater das Mädel spielen, wie heißt's noch, die mit die geschneckeUen Haar?" „Aber Jte!" Sie lachte. Unb sie lachte ein Helles, bezauberndes Lachen, das auch am Burgtheater seine Wirkung nicht verfehlt hätte. „Na ja!" lenkte sie ein, „daß du immer so gespreizt fein mußt!" Dann kam Jago Schmid. Weißer Hut, weißei Gamaschen, dazu sein schwarzer Anzug. Direkt schlank sah er aus. Und weiße Nelke im Knopfloch! „Jte", rief er, „wie hübsch du bist! Dieses Sonntagswetter paßt zu dir wie angegossen." Er sah ihr in die dankbaren Augen. „Schade, daß Elisabeth nicht da ist." Jte stimmte ihm zu. Der Jago Schmid hatte Charakter. Und treue Männer waren selten in ber treulosen Zeit! Ja, man darf sagen, daß Jago Schmid in diesen Monaten mit sich selbst zufrieden war. Er besaß sogar einen Brief von Elisabeth, einen fröhlichen Plauderbrief, unb er las ihn immer wieder mit jener unzerstörbaren Wiederholungsfreude, wie sie nur Verliebten eigen ist. Unb er saß auch ab und zu in Elisabeths ehemaligem Zimmer ber schmalen Jte gegenüber und durste nun von vergangenen Zeiten und von Elisabeth plaudern, wie ihm gerade ums Herz war. Allerdings, Jte hatte viel zu tun — Proben über Proben — unb Brasky lief ihr ständig um die Wege. Eines Tages fuhr Jggo mit seinem Wagen am , Rande des Englischen Gartens entlang, als sein scharfes Auge Jte Fall, die er hatte ab ho len ‘ wollen, bereits unterwegs auf einem Fußweg er-, kannte. Er stoppte und rief „Hallo", noch einmal „Hallo!" Es dröhnte durch den Sommertag. Soweit Menschen zu erblicken waren, machten sie halt unb schauten. Jte schüttelte den Kopf — bas konnte nur Jago sein — unb überlegte* sich ben kürzesten Weg, denn ungeduldig war er auch! Sie lief durch ein Rasenstück und kam so auf einen Fußpfad, der sie dem Fahrweg nahebrachte. Er fuhr ihr entgegen — strahlend. „Aber Jago", sagte Jte, ein wenig außer Atem, ,/bu schreist, oder besser, du brüllst" Jago hob sie neben sich auf den Vorderpkatz. Er nickte nur. „Ja", sagte er, „wie denn?" „Als ob du ein Viehtreiber gewesen wärst." „Bin ich, Jte, bin ich gewesen. Daher kann ich das Hallo so gut." Er trompetete, daß das Motorengeräusch sich verkroch. „Aber was weißt du davon?" „Ich? Ich stamme doch aus Ottokring!" Der Wagen ging mit voller Fahrt. „Wohin Jte? Wünsch dir was!" Sie fuhren ins Isartal. „Du meinst jetzt natürlich auch, daß ich schwindle, aber Stiere ge^rbm nut Die und Allo, das hob ich oft. Spiere, du, fpnnifrf’e Stiere — Ans in den Kampf! Als Bub studierte ich in Toledo. Dann I von meinem siebzehnten Lebensjahr ab war ich an dem Spanischen Gymnasium in Barcelona, dessen Abitur in Spanien und in Deutschland gilt." „Aber da gab es doch keine Stiere!" sagte Jte. „Nein, da nicht mehr. Aber in der Nähe von Toledo. Als junger Bengel bin ich oft in den endlosen Weiden der Mancha gewesen, wo ein Freund meiner Eltern eine Zucht von Stieren hatte, die in ihren besten Exemplaren ausschließlich für die Arena bestimmt waren. Prachtvolle T'ere, mit weitaus- ladenden Hörnern. Da bin ich oft mit den Knechten losgeritten, und so ein schönes, tapferes Tier ein- zufangen ist nicht mal ungefährlich." Er zeigte lachend seine Handschuhnummer. „Ohne einen Leitachsen wäre es gar nicht gegangen. Das scheint bei den männlichen Lebewesen so üblich zu sein!" Jte genoß die Fahrt in frohester Stimmung. Die Buchen standen im vollen Laub. Die Welt war voll sommerlicher Erwartung. Schäftlarn glitt vorüber, dann Wolfratshausen. „In Tölz gibt es eine Weinstube, Jte, da kannst du einen Klosterneuburger trinken." Als der Wein in den Gläsern blinkte, sagte Jte: „Also, du alter Stierkampfmatador, auf deine Herzallerliebste!" „Elisabeth!" Jago dämpfte seine Stimme zu einem sanften Kantabile. „Du bist ein seltsamer Mensch", meinte Jte, ..ich alaube zuweilen, du hast einfach zu viel überschießende Kraft. Und dann bläst du immer Troinnete. Dazu kommen deine Peseten, die dich zu dem Glauben verführen, daß alle Schwierigkeiten mit Geld zu lösen wären!" „Viele. Jte!" „Gewiß, viele! Die meisten Menschen sind käuflich, und der goldene Schlüssel schließt fast überall. Aber dock nur faft überall." „Bei dir 3um Beispiel nicht", tagte Jaao. „Bei mir?" Jte lief eine leise Ritte ins (3: ficht. „Wir wollen mich aus dem Sviele lassen, Ja"0. Ich bin Schauspielerin, nur Schauspielerin. Wir leben anders als andere Menschen, aber bas versiebst du nicht!" Als Jago schwieg, fuhr sie fort: „Ober meinst du etwa, ich liebte Brasky?" „Tutt du es nicht, Jte?" „Nein, aber ich braune ihn!" Jago machte eine hilflose (Softe. Er mochte Jte gern, und ihr Geständnis tat ihm vielleicht weher als ihr. Er verstand es nicht ganz. Und dann fuhr ihm vläßlich ein Sttch heiß durch fein Inneres. „Und Elitabech?" taafe er hilflos. Jte machte eine ablehnende Handbewegung. (Fortsetzung folgt!) Abend. Landkreis (Sieben. den einzelnen Gebieten der Medizin ist der dann bei der Aus der engeren Heimat Schlittwerden, I unterverschiedenen Klima-Regionen sehr unterschiedlich. Ebenso schwankt der Ultraviolett-Gehalt der Sonne sehr mit der Meereshöhe. In unseren Breitengraden zeichnet sich der Winter aus durch vorwiegend ultrarote, viel sichtbare und wenig ultraviolette Strahlung. Im Frühjahr sinkt der Anteil an Ultrarot, der Gehalt an Ultraviolett steigt. Im Sommer sinkt weiter der langwellige Anteil, während das ultraviolette Spektralbereich noch weiter zunimmt. Dom Herbst an nimmt wieder Ultraviolett ab und Ultra- Die Stadtverwaltung unter Leitung von Bürgermeister Gail wird, wie dieser Rechnungsabschluß beweist, alles daransetzen, um durch äußerstes und richtiges Sparen und durch eine weitsichtige Gemeindepolitik unserer Stadt den Platz zu sichern, der ihr auf Grund ihrer wirtschaftlichen Position zusteht. kicher Bestrafung nicht betreten oder mit schuhen, Schlitten oder Wagen befahren i jo lange dies durch polizeiliche Anordnung 12000 NM. Steuerstrafe. LPD. Darmstadt, 15. Dez. Durch Unterwerfungsverhandlung ist gegen die Debora Mainzer, geb .Jeidel, in Pfungstadt, Eberstädter Straße 26, wegen fortgesetzter Umsatzsteuerhinterziehung eine Geldstrafe von 800, und wegen fortgesetzter Einkommensteuerhinterziehung in Tateinheit mit fortgesetzter Gewerbesteuerhinterziehung eine Geldstrafe von 11200 RM. rechtskräftig festgesetzt worden. 1906 nach Gießen berufen wurde, die i Lichtbiologie. Die Licht-Behandlungs und Winterhilfesammlung durchgefuhrt, die die Summe von 24 Mark ergab, die von der Kasse auf 50 Mark erhöht wurde. Musik und Tanz beschloß den rot nimmt zu. ,,. . .. . Es ergeben sich weiterhin Unterschiede mit dem verschiedenen Sonnenstand. Morgens und abends enthält die Sonnenstrahlung wenig Ultraviolett, vorwiegend Ultrarot, während in den Mittagsstunden der Gehalt an Ultraviolett zunimmt. Die Himmelsstrahlung hat eine recht beachtliche Menge von Ultraviolett und ist daher auch für die Behandlung nicht zu unterschätzen. Im Flachland ist der Gehalt .... ..... ort -L—~~ '"•■'f"”' "'s im Aufsichtsrat genehmigt. ~ , rx . — Steinbach, 14, Dez. Der O b st - und Gartenbauverein hielt eine Versammlung bei Mitglied Schleuse in der „Post" ab, die sehr gut besucht war. Vereinsführer Balthasar Jakob Haas leitete die Versammlung. Der Verein hat einen starken Zuwachs an Mitgliedern, er zählt jetzt über 100 Mitglieder. Zunächst wurde von der Baumpflege gesprochen. Der Vereinsleiter besprach die Winterarbeiten an den Bäumen, die die Vor- 40 Jahre Gp-r-und Darlehenskasse Garbenieick. * Garbenteich, 14. Dez. Die Spar- und Darlehenskasse Garbenteich feierte im Saale „Zum weißen Roß" die 40. Wiederkehr ihres Gründungstages. Die Mitglieder nahmen mit ihren Angehörigen in großer Zahl daran teil. Rach musikalischer Einleitung durch die Kapelle Schäfer begrüßte der stellv. Direktor die Mitglieder und Gäste. Direktor Kiffel gab anschließend einen r* richt über die Entstehung der Sparkassen und Kreditanstalten, wie sie sich über Jahrzehnte entwickelten. Kassenrechner Lang schilderte frL Geschichte der Spar- und Darlehenskasse Garbenteich, die am 14. Dezember 1898 gegründet worden war. Die damaligen Lehrer übernahmen die Leitung der Kasse. Lehrer V ö l s i n g amtierte als Direktor, Lehrer Weisel als Rechner. 25 Einwohner traten als I Mitglieder bei, die als Gründer zählten. Rur noch fünf Gründer find am L°ben und nahmen an der Feier teil. Es find dies Balthasar Hauser, Johannes Schwarz, Heinrich Wallbott X., Jakob Friedrich Düringer und Friedrich Burk. Das erste Mitglied aus der Rachbargemeinde Hausen zählt ebenfalls als Gründungsmitglied. Die Gründer wurden für ihre Treue über vier Jahrzehnte mit einem Bild des Führers ausgezeichnet. Für 15jährige Vorstandsarbeit erhielten der stellv. Direktor Jakob Stumpf VII. und der Präsident des Aufsichtsrats, Ludwig Keßler, entsprechende Urkunden ausgehändigt. Heinrich W a l l b o t t X. sagte namens der Gründer für die Ehrung herzlichen Dank. Im weiteren Verlaufe der Versammlung wurden von Vertretern der Banken und Genossenschaften, die mit der Kasse in Verbindung stehen, wie auch durch die Aufsichtsbehörde Glückwünsche und Geschenke zum Jubiläum überbracht und dabei betont, daß die Kasse unter ihrer guten Führung stets mit guten Leistungen aufgewartet habe. Im Rahmen der Veranstaltung wurde eine Ratsberrensitzung in Lich. ZLi ch, 13. Dez. Die Ratsherren unserer Stadt waren zu einer Sitzung in das Stadthaus geladen, um u. a. zu folgenden Punkten Stellung zu nehmen: Beratung der Rechnung des Rechnungsjahres 1937; Antrag der Sicher Bank auf käufliche Ueberlafsung des städtischen Hauses in der Bahnhofstraße; Verkauf der Schwemme bei der Obermühle; Festsebung der Bau- und Straßenfluchtlinie in der Butzbacher Straße. lieber die Rechnung 1937 ist folgendes zu sagen: In Abteilung I (Betrieb) betrugen die Einnahmen 487 070,61 Mark, die Ausgaben 421039,90 Mark, so daß ein Ueberschuß von 66 030,71 Mark zu verzeichnen ist, der um so bemerkenswerter ist, als im verflossenen Rechnunasjahr große Ausgaben für Ausbau der Bahnhofstraße, Ausbesserung und Anlegung v"rschiedener Fußsteige, Ankauf des Hopfengarten, Bau des Waldschwimmbades usw. gemacht werden mußten. Die Außenstände, 38 987.74 Mark, konnten gegenüber 1936 um 18 461,62 Mark verringert werden. Die Betriebsmittelrücklage besteht aus 27 000 Mark. In Abteilung II (Vermögen^ be- Sigmund. 41 Beamten des Finanzamts Gießen konnte das vom Führer und Reichskanzler gestiftete Treudienst- Ehrenzeichen als Anerkennung für treue Arbeit im Dienste des deutschen Volkes verliehen werden. Die Ueberreichung erfolgte in feierlicher Form durch den Vorsteher des Finanzamts Gießen. Oberreme- rungsrat Schmidt übermittelte in einer Ansprache den Bediensteten die besten Glückwünsche des Reichsministers der Finanzen sowie diejenigen und den Dank des Oberfinanzpräsidenten Hessen. Diesem schloß sich der Vorsteher des Finanzamts in vollem Umfange an. Das Treudienst-Ehrenzeichen für mindestens 25jährige treu geleistete Dienste wurde verliehen an: Steueramtmann Jakob Deister: — die Obersteuerinfvektoren Gwrg Hambach, Adolf Kimmel. Heinrich Klemmrath, Heinrich Lang, Wilhelm Schäfer, Michael Zahn, dem Obersteuerinspektor a. D. Wilhelm Schäfer; — die Steuerinsoektaren Walter Bart'ch, Gustav Günther, Friedrich Gut- heins, Otto Mecke, Fritz Mendte, Heinrich Rern, Christian Rühl, Otto Rühl, Karl Schneider, Karl Schwender, Heinrich Zimmermann; — den Obersteuersekretär Ludwig Heß; — die Steuersekretäre Christian Belz, Otto Deibel, Heinrich Eigemann, Adolf Falkenstein, Paul Ganz, Lorenz Harbauer, Hugo Hartmann, Heinrich Kavves, Heinrich Lehn- hardt, Wilhelm Luit, Heinrich Man. Friedrich Merz, Karl Müller, Robert Schäfer, Richard Schmidt, Johannes Seibert, Wilhelm Volkmann, Johann Wittelsberger, Georg Zoll, Max Z'chunke und den Steuersekretär a. D. Bruno Herrmann. Lieder- und Nezitationsabend blinder Künstler. Das sind gewiß starke und innerlich reiche Menschen, die selbst ein nicht leichtes Gesch'ck zu meistern haben und dabei soviel Kraft aufbringen, andere durch ihr Künstlertum zu erheben und zu erfreuen. Wenn dabei noch soviel gediegenes Können mitgebracht wird, wie es am Mittwochabend der Fall war, so ist das doppelt erfreulich und begrüßenswert. Im Rahmen der von der Dolksbildungsftatte Gießen der RSG. „Kraft durch Freude" in Gemeinschaft mit dem RSD.-Dozentenbund veranstalteten Vortragsreihe „Wissenschaft im Dienst am -ßolt, hielt der Direktor der Universitäts-Hautklinik, Prof. Dr. W. Schultze, im Hörsaal der Hautklinik einen interessanten Vortrag über „ das Thema „Die Sonne als Heilmittel". Der Kreisreferent des Deutschen Dolksbildungs- werks und Organisationsleiter in der Gau-Dozen- tcnbunds-Führung Dr. Heidt konnte bei diesem Vortragsabend wiederum eine große Zahl von Hörern begrüßen. Anschließend folgten die Besucher mit großer Spannung den Ausführungen von Pros. Dr. Schultze über das Thema feines Vortrags. Sonne und Wasser sind die am längsten bekannten und angewandten natürlichen Heilmittel. Bei vielen alten Kulturvölkern bestand ein Sonnenkult, bei den Aegyptern, Assyrern und besonders bei den Oie Sonne als Heilmittel Vortrag im Dolksbildungewerk. W i e s e ck , 15. Dez. Die Landwirtschaft- liche Bezugs-und Ab s a tz g e n o s s e n s ch a f t (früher Landwirtschaftlicher Konsumverein) hielt gestern abend bei Gastwirt E r b ihre Herbstgeneraloersammlung ab. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Karl D a u p e r t, verlas den gesetzlichen Revisions- bericht. Die Vorstandswahl ergab die Wiederwahl von Heinrich Rodenhausen VI InAufsichtsrat wurden Karl D a u p e r t, Heinrich B e n- ner, Karl Kreiling und Heinrich H e d de r ich wiedergewählt. In der geschäftlichen Aussprache wurden die Dienstanweisungen für Vorstand und Vorweisungen die physikalischen Grundbegriffe des Lichtes dargelegt und auf die spektrale Zerlegung eingegangen. Die biologischen Wirkungen in den einzelnen Spektralbereichen sind sehr unterschiedlich. Im Ultra-Rot und Rot haben wir eine tief einwirkende Strahlung vor uns, die der menschliche Körper hauptsächlich als Wärme empfindet. Der sichtbare Spektralbereich wird vom Auge wahrgenommen, dringt ebenfalls tiefer in die Haut ein und wird vom Blutfarbstoff aufgenommen. Blutfarbstoff und Blattgrün gehen beide auf ähnliche Bausteine zurück. Jrn Ultra-Violetten finden sich die stärksten sichtbaren Reaktionen an der Haut. Die Strahlung irn Abbruch des Sonnenspektrums zwischen 397 und 303 pp verursacht Hautrötung und Bindehautentzündung. Weiter wird im Ultra-Violetten das Vitamin D gebildet, außerdem findet in trugen die Einnahmen 220 072,30 Mark, die Ausgaben 218 851 96, so daß auch hier ein Überschuß non 1220,34 Mark vorhanden ist. Stabtrechner Schäfer konnte für diesen günstigen Abschluß den besonderen Dank des Bürgermeisters entgegennehmen. Dem Antrag der Licher Bank konnte zugestimmt werden, da die stete Aufwärtsentwicklung dieses Institutes ein eiaenes Haus unbedingt erforderlich macht. Die seither im Besitz der Stadt befindliche Schw"mme an der Obermühle wurde dem derzeitigen Besitzer käuflich überlassen, der das Wasser ablassen will, da es eine stete Gefahr für das Haus bedeutet. Die Bau- und Straßenfluchtlinie in der Butzbacher Straße fand ebenfalls ihre Befürwortung, wodurch diese Straße eine 9 Meter breite Fahrbahn und 2Vs Meter breite Fußsteiae erhält, so daß die Möglichkeit gegeben ist, die Vorgärten zu erhalten. Don den sonsttgen Punkten der Taaesordnung sei noch hervorgehoben, daß man in nächster Zeit auch die hiesige, stark unter Inkrustierung leidende Wasserleitung mit Hilfe einer Motorspritze, wie dies schon in verschiedenen Orten geschehen ist, Räubern will. Gustel Schön (Alt) hatte sich eine schwere, aber auch dankbare Aufgabe gestellt. Sie fang Lieder von Robert Schumann (Frauenliebe und Leben) und Johannes Brahms. Diese beiden Liedmeister verlangen größte Eindringlichkeit und Gestaltungskraft. Gustel Schön, deren dunkler Alt gleichmäßig durchgebildet und dynamisch recht spannfähig ist, wurde diesen Anforderungen gerecht, vor allem gelang es ihr gut, die verschiedenen Stimmungsgehalte sowohl bei Schumann als auch bei Brahms zu treffen. Hans Günther remitierte Gedichte von Heinrich Anacker und das Hexenlied mit der Musik von Schillings. Anacker, dessen Lyrik vollkommen neue und eigene Wege geht, ist nicht leicht zu remitieren. Es war deshalb erfreulich, wie H. Günther die einzelnen Gedichte sprachlich und inhaltlich gesteigert darbot. Der Höhepunkt seines Vortrags war das Hexenlied, mit dem er, durch die Musik unterstützt, besondere Wirkung erzielte. Beide Künstler wurden mit warmem Beifall bedacht. Stephani Pellissier ist eine Begleiterin, auf die man sich verlassen kann. Sie begleitete wirklich da. wo es nötig war, ließ aber auch das Klavier zu. seinem Rechte kommen, wo es angebracht war, so in den bedeutsamen Schumannschen Zwischen- und Nachspielen und dem Hexenlied. Heinrich Blaß. sagt ist. Trotz der alljährlich wiederholten Warnungen vor dem Betreten polizeilich nicht freigeaebener Eisflächen ereignen sich immer wieder Unalücksfälle, die häufig auch Opfer an blühenden Menschenleben, zumeist unter unserem kostbarsten Gut, der Jugend, sovdern. Um solchen Unglücksfallen entgegenzuwirken, werden Eltern, Erzieher und Lehrer ersucht, ihre Kinder und .Schüler schon jetzt auf das bestehende Verbot und die Gefahren des verbotenen Betretens nicht freigegebener Eisflächen aufmerksam zu machen. Treudienst-Ehrenzeichen. Der Führer und Reichskanzler hat dem Postamt- mann a. D. Seibel, dem Oberpostinspektor Schüttler und dem Oberpostsekretär Wall das goldene Treudienst-Ehrenzeichen verliehen. In feierlicher Form wurde die Auszeichnung den Beamten durch den Vorstand des Postamts Gießen, Postrat Z o l l f r a n f, überreicht und ihnen gleichzeitig die Glückwünsche des Reichspostministers O h n e s o r g e und des Präsidenten der Reichspostdirektion Frankfurt a. M., L o h m e y e r, ausgesprochen. Gestern wurde auch einer Anzahl Beamten des Hauptzollamts Gießen für über 25jährige Tätigkeit das silberne Treudienft-Ehrenzeichen mit den entsprechenden Verleihungsurkunden ausgehändigt. Mit herzlichen Glückwunschworten wurde die Ueberreichung durch den Vorsteher des Amtes, Oberzollrat Jensen, vorgenommen. Ausgezeichnet wurden die Zollinspektoren Fischmann, Lippert, Wolf, Köhler und Wilhelm Adam, ferner Oberzoll- fetretä*- Mohr und die Zollfekretäre E l m s h ä u - fer, Magel, Mattner, Schaare, Brückner, Eberling, Lettow, Höwing und behandlung, um die Jahrhundertwende folat ihm strahlung. ...... . Schweitzer, 1910 erscheint von Jesionek, der | In ben -•* ------• - - - . 1906 nach Gießen berufen wurde, die umfassende Gebrauch dieser Strahlung sehr unterschiedlich. Am Lichtbiologie. Die Licht-Behandlung und Licht- meisten hat sie sich bewährt bei der Behandlung von Forschung wird seitdem auf dem Gießener Derma- Haut- und Knochen-Tuberkulose, t --- , toloqischen Lehrstuhl ganz ausgesprochen gepflegt. Schuppenflechte und bei einer großen Reihe anderer genbfreunb" hielt im Vereinslokal „Zur Krone" Es wurden bann an Hand einiger experimentaler Hauterkrankungen. Die Mangelkrankheiten, veion- r>ine Jahreshauptversammlung ab. Dereinsführer bers die Rachitis, sprechen mit ausgezeichnetem Er- $äufer vill. gab einen Rückblick auf das folg auf bie Lichtbehandlung an. Die Bleichsucht ■ oer«0wenc Jahr. Seinem Bericht war zu entneh- Jugendlicher ist mit Aufkommen des gesunden Frei-. men, Vereinschor unter Leitung von Diri- luftlebens nahezu verschwunden . I qent A. Schleuse (Steinbach) gute Arbeit leistete. Es wurde dann weiter noch auf die Schaden em- mancher V-ranstaltung konnte der Dhor seine gegangen, die durch Sonnenstrahlung heroorgerufen ßei|tunq unter Beweis stellen. Im Uebrigen stand werden. Besonders genannt wurden Sonnenbrand, ÖQ5 vergangene Jahr im Zeichen des Jubiläums, Sonnenstich und eine Reibe von Lichtkrankheiten, < u Q einom wohlgelungenen Konzertabend die Ausdruck für eine Stoffwechselstorung sind. | begangen wurde. Dir Jahresrechnung schloß günstig Im Anschluß an ben mit lebhaftem Beifall auf-1 ab unb rourbe gutgeheißen. An Stelle des bisherigen genommenen Vortrag dankte Dr. He tb t dem Ned- । Bereinsführers^ der fein Amt niederlegte, wurde ner des Abends mit herzlichen Worten für feine $ - $ a a 5 gewählt. Er bestimmte folgende Mit- intereffanfen Darlegungen Dann machte er noch em- ^iter: Otto Häuser III., Heinrich Lecke, Karl mal auf den Sinn und Zweck dieser Vartragsver- ^^^^b^^^^ nI, Karl Reitschmidt VI., anftaltungen aufmerksam, und er verknüvfte damit ßar( Schmandt IX., Friedrich Burger, Lud- bie Hoffnung, baß auch bie künftigen Arbeiten auf ^iq H a r n i s ch IV. und Ludwig Schmitt V. Im diesem Gebiete den gleichen guten Widerhall finden festeren Verlaufe der Versammlung wurden noch möchten. : 1 einige interne Veranstaltungen besprochen. — Das Zum Schluß wurden ben Zuhörern die Anlagen c=ö'{)nIein 7/116 hatte die Einwohnerschaft zu - x:a nnh m i . ..... Dorfgemeinschaftsabend in die Volkshalle eingelaben. Fähnleinführer Heß sprach über bie Bedeutung eines solchen Abends. Er richtete an bie Eltern ben Anyell, ihre Jungen teilneh- mei> zu lassen an ben Fahrten zu den Sommerlagern. Darbietungen aller Art (Spiele, Theaterstücke, Musik einer Pimpfenkapelle usw.) füllten den Abend aus. > Eberstadt, 14. Dez. In der jüngsten G e - meinderatssitzung fand die Berpflichtuna des neuen Beigeordneten, Ortsbauernrührers Paul G ö r l a ch , 'statt. Bürgermeister Rühl nahm die Verpllichtung vor und überreichte ihm die 2ln- stellungsurkunde. Zweiter Beigeordneter verbleibt Hermann Eich. Der neue Beigeordnete gelobte, fein Amt in nationalsozialistischem Geiste zu führen. — In der vergangenen Woche wurde einer der ältesten Einwohner unserer Gemeinde der Land- wird August Buß, 84 Jahre alt. Der hochbetagte Mann erfreut sich guter Gesundheit. An den Ereignissen unserer Zeit nimmt er noch regsten Anteil. — Bei der Getreidesammlung für das Winterhilfswerk wurden in unserem Ort 36,36 Zentner Roggen und Weizen gespendet. — Bei der Viehzählung wurden in unserem Dorfe 99 Pferde, 524 Kühe und Rinder, 552 Schweine, 85 Ziegen, 138 Kaninchen, 1746 Hühner und 192 Gänse gezählt. Diese Zahlen verteilen sich auf 111 Viehhaltungen. Kreis Bübinqen. Q] Gedern, 14. Dez. Das Treubien ft- Ehrenzeichen wurde den Zugführern Llugust Knauß und Peter Crispens für 40jährige treue Dienstzeit bei der Deutschen Reichsbahn verlieben. In einer Betriebsfeierftunde erhielten die Jübilare auch eine Ehrenurkunde mit der Unterschrift des Führers ausgehändigt. Kreis Welzlar. (D Krofdorf, 14. Dez. Im Zuge der W e ge- oerbefferungs ar beiten in unserer Gemeinde werden gegenwärttg an bie Straße von Krofdorf nach Gleiberg auf der Strecke von der neuen Schule bis an den Hainweg, gegenüber dem im Bau befindlichen Kriegsehrenmal, Bordsteine gefetzt, so daß die Sttaße hier bis zu ben letzten Häusern ben Charakter der Dorfstraße erhält. Weiter verschwinden die verschlammten Gräben vor den letzten, einzeln gelegenen Häusern am Ausgang des Ortes nach Gießen, da die Kanalisation der Gießener Straße bis unterhalb der Schreinerei Schubecker verlängert wird und in Richtung. Glei- bach ausmündet. Die an dieser Straße liegende Filial-Zigarrenfabrik von Rinn 8i Cloos erfährt durch einen langgestreckten Neubau eine beträchtliche Erweiterung. Der Bau ist bereits unter Dach, jetzt gehen bie Jnnenarbeiten ihrer Vollendung entgegen. diesem Spektralberelch die stärkste Bakterientötung statt. Im Anschluß an bie Rötung nach Bestrcch- hing mit Ultra-Violett tritt Pigment auf. Das ! für bie Lichtbehandlung m ber Hautklinik unb m । einem Pigment hat in erster Linie die Aufgabe, vor tief, ber Lupusheilstätte gezeigt. Mit Rücksicht aut die - einhrinoenber Strahlung zu schützen. Jahreszeit konnten leider bie umfangreichen Son- Die Sonnenstrahlung ist in ihrer Qualität in ben > nenlicht-Anlagen nicht gezeigt werben. rn, ’zi wrern unv oejunueis uti uch mu;i n<_ Griechen H:er ist Aesculap der Gott ber Heil- an Ultraviolett im Verhältnis etwas großer als künde und der Sohn des Lichtgottes Pheubos Hochgebirge. So ergeben sich durch den unlericyiev s^tnterarbeiten an den Baumen, oie me ^oui= Apollo Die großen griechischen Aerzte, wie Hippo- lichen Gehalt an Strahlung und auch aus oer ver-! ^sfetzung für bie Ernte sind, und forderte die krates,' erwähnen die Sonne ausdrücklich als Heil- schiedenen Empfindlichkeit ber emzelnen Personen s^itgIiieber auf# ii)rc Pfticht in der Baumpflege zu mittel. Bei den Römern spielt bie Sonnenbehand« Richtlinien für bie Sonnen- und Lichtbeyanoiung tun Sann wurden mancherlei Fragen ber Mittung ebenfalls eine Rolle. In dem sonnenärmeren von Kranken, bie hier im einzelnen 1W crorieri. g[iebßr besprochen, u. a. auch von dem Kampf gegen Norden ist ber Sonnenkult ganz besonders ausge- werben können. Die Sonnenbestrah ung bewirri oe- ben Aescherich, ber dieses Jahr an den Wemstocken prägt als Ausdruck dafür sei nur bas Feiern ber sonbers in Höhenlagen eine Verlangsamunq । verheerend auftrat. Hierauf würben 20 Zwetschen- Sonnenwenbe genannt, bas später von der Kirche Atmung. Weiterhin können Aenderungen im Cime tz- bäume, bie von bem Bezirksverein an ben Verein in bas Christfest umgeroanbelt wurde. I unb Kohlehydrat-Stoffwechsel Auftreten. Leider geschenkt waren, unter bie anwesenben Mitglieder Im Mittelalter geht uns bie Kenntnis der Son-1 bie Sonnenbehandlung noch nicht so Allgemeingur, verlost und die glücklichen Gewinner festgestellt. Für nenbehandlung verloren. Erst von ber Mitte des ber Aerzte geworben, wie es sein sollte. Die kunil-= nä(^ytes Jahr ist eine Lehr-Besichtigungsfahrt nach 19 Jahrhunderts an befaßt man sich mit ber Ein- .lichen Lichtquellen, die im Laufe der ! Geisenheim geplant. Der Dereinsleiter schloß nach Wirkung ber Sonne auf den menschlichen Körper. § wurden, erreichen \m allgemeinen an i bem Dank an alle, bie sich an der Aussprache be- 1890 beginnt Finsen in Kopenhagen mit der Licht- noch nicht bie natürliche Sonnen- und Himmeis- hatten, mit bem Sieg-Heil auf ben Führer “ * ' ' v '......die Versammlung. Im neuen Jahr wird auch ein Rundgang durch bie hiesigen Baumstücke unter kundiger Führung stattfinden. "Y" Watzenborn - Steinberg, 14. Dez. Der hiesige Männergesangverein „Ju- Der Oetker- Weihncichis-StoU&n: Bockjeit: ?0-80 filinuten bei guter (Tltttelhitje. Bitte flugfehneiben! 125 g fiorinthen, 125 g Hlanbeln (llusikeme), 40 g Zitronat. 50-75 g Butter z. Beftreichen, 50 g Puderzucker z. Bestäuben. 1 meflerfp. mushatblüte. 1 Messersp. Kardamom. 250 g trockener Quach, 125 g Butter (Margarine), 50 g RinöecfetL 125 g Rosinen, fRehl und „Backin" werden gemisckt und auf ein Bachbrett (Tifchplatte) gesiebt. Jn die Mitte wird eine Vertiefung ein- gedrückt. Zucker. Oaniltinjucher, Eier und 6ewürze werden hineingegeben und mit etwas von dem Mehl zu einem Brei verrührt. Darauf gibt man: den gut abgelaufenen, durch ein Sieb gestrichenen Quach, die in Stücke geschnittene halte Buttec, das fein gehackte Rinbecfett, gereinigte Rosinen und fiocinthen, geciebene Mandeln (Duflhecne) und hl ein ge- scknittenes Zitconat; man bedeckt die fcüchte mit Mehl und oechnetet nun von dec Mitte aus alle Zutaten mit dem Handballen rasch zu einem glatten Teig. Er wird zum Stollen geformt und auf ein gefettetes, mit Pergamentpapier bedecktes Bachblech gelegt Sogleich nach dem Bachen bestreicht man ihn mit zerlassener Butter und bestäubt ihn mit Puderzucker 500 ß lDeizenmehl. 1 Pächch.Dr.Oethec's „ Backin". 200 g Zucker. 1 Päckchen Dr. Oethec's Qanillinzucker, 2 Eier, 1 släsckchen Dr. Qether's Rum-Acomo. 1 släsckcken Dr. Qether's Backöl Zitrone. 4-6 Tropfen Dr. Qether's Bachöl BittermanöeL 1745 V Q B DM' SAMMELN' AM 17. u.18. DEZ. GIESSEN'MÄÜÖRUR G1O PhoW * DIESEN ELEGANTEN MANTEL UND VIELE ANDERE zeigen MODELLE möchte ich Ihnen ,;Z^i • ' ' ’tiv. " -'v MM RS U ’■ 1 M^M^rUI > MF WWlIll! Weihnachten— das Fest der Freude Ihre Wahl wird Ihnen nicht schwer * fallen, durch praktische Geschenke Große Auswahl zu bekannt billigen Preisen Oamen-Mäntel Kostüme Morgenröcke Blusen JRöde und Pullover Sonntag von 13—18 IP r geöPn"t l ^/lLrs§§rLrM- eBaa^twscEranziEEc™ Kreuzplatz 15 8194A Gut gewaschen • •. West-Garagen Lohastraße 21 / Hammstraße 13, Berlin 3516 Schach- u. Gesellschaftsspiele kauft man bei Otto Georg vormals H. Kühn Seltersweet 36 7979 d -^DWW^WMMWWW^WWWMWWMWMM Bekanntmachung über eine Bestandsaufnahme aller Pferde (Maultiere, Maulesel) und Bespannfahrzeuge. Auf Grund des Wehrleistungsgesetzes vom 13. Juli 1938, § 3, Absatz 2, Satz 2, und § 15 Nr. 1 und 2 und der gemäß § 33 dieses Gesetzes erlassenen Pferdeergänzungsvorschrift vom 13. August 1938 findet eine Bestandsaufnahme aller Pferde, Maultiere und Maulesel (nachstehend der Kürze halber als Pferde bezeichnet) sowie aller Bespannfahrzeuge statt. Zu diesem Zweck sind die Pferde und Bespannfahrzeuge bei dem Bürgermeister der Gemeinde anzumclden, in der sie am 15. Dezember 1938 ihren dauernden Standort haben. Die Anmeldung für die Stadt Gießen hat bis zum 22. Dezember 1938 im Stadthaus Bergstraße, Zimmer 8, zu erfolgen. Zur Anmeldung verpflichtet ist in erster Linie der Eigentümer. Befindet sich das Pferd oder Bespannfahrzeug nicht im Besitz oder Gewahrsam des Eigentümers, so ist statt seiner der Besitzer oder Gewahrsamsinhaber zur Anmeldung verpflichtet. Die Anmeldung kann mündlich oder schriftlich erfolgen. Sie hat zu enthalten: 1. bei Pferden: a) Vor- und Familienname, Wohnort und Wohnung des Eigentümers, Besitzers und Gewahrsamsinhabers. b) Name, Farbe und Abzeichen des Pferdes, ferner das Geschlecht, die Größe (Stockmaß) und das Alter des Pferdes (bei gewerbsmäßigen Pferdehändlern sind die Handelspferde nur zahlenmäßig anzugeben). 2. bei Bespannfahrzcugen: a) Vor- und Familienname, Wohnort und Wohnung 'des Eigentümers, Besitzers und Gewahrsamsinhabers. b) Art des Bespannfahrzeuges (Kasten-Plattenwagen, gefedert — ungefedert, leichter — schwerer Kastenwagen usw.). Anmerkung: Unter „Kastenwagen" sind alle Fahrzeuge zu verstehen, die mit Seiten- sowie Vorder- und Hinterbrettern versehen sind. Unter „Plattenwagen" sind auch die „Tafelwagen" zu rechnen. Fahrzeughersteller und -Händler haben auch ihre Lagerbestände anzumelden. Treten später Aenderungen in den gemeldeten Angaben durch Zugang oder Abgang von Pferden oder Bespannfahrzeugen ein, so sind diese Aenderungen gleichfalls beim Bürgermeister anzumelden und zwar zu Terminen, die jeweils durch besondere Bekanntmachung bestimmt werden. Wer eine Beorderung zur Gestellung bestimmter Pferde erhalten hat oder erhält, hat gemäß der auf dieser Beorderung aufgedruckten Anweisung je Aenderung alsbald besonders anzumelden. Kosten, die durch die Anmeldung entstehen, hat der Anmeldepflichtige zu tragen. Verletzungen der Anmeldepflicht werden nach § 34 des Wehrleistungsgesetzes mit Geldstrafe bis zu 150,— Reichsmark oder mit Haft, in schwereren Fällen mit Gefängnis und Geldstrafe oder mit einer dieser Strafen bestraft. 82110 Gießen, den 14. Dezember 1938. Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen: Ritter. Lederschreibmappen. für Damen und Herren kauft man bei Otto Georg vormals H. 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