Dienstag, W. August 1938 Hrj90 Erstes Blatt 188. Zahrgang Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer vis8'/.Uhr des Vormittags Grundpreise für l mm höhe für Anzeigen von 22 mm Brette 7 Rpf.. für Text- anzeigen von70mm Breite 50Rpf.,Platzoorschrift nach oorh.Dereinbg.25°/„ mehr. Ermätztgte Grundpreise: Stellen-., Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder», Unterrichts» u. behördliche Anzeigen6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags vetlagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholl» Monats-Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte e 1.80 Zustellgebühr , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siehe« postscheckfonfo: Zranffurl am Main 11686 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche UniversttStsdruckerei «.Lange In Sietzen. Schrislleitung und Seschästrftelle: Schulstratze 7 General Vuillemin in Deutschland London, 15. Aug. (DNB.) Luftfahrtminister Kingsley Wood traf am Montag auf dem Flugplatz bei Belfast in Nordirland ein. Er besichtigte verschiedene Militärflugplätze, sowie Flugzeugfabriken, und zwar insbesondere die neue Flugzeugfabrik harland in der Nähe von Belfast. Einem Preh-Associations-Bertreter gegenüber erklärte Kingsley Wood, er stalle Nordirland zu einer Zeit einen Besuch ab, in der England sich mit der dringenden Aufgabe der Aufrüstung zur Luft befasse. Das englische Volk habe bisher eine große Rolle zur See gespielt, er fei aber überzeugt, daß es in der Eroberung der Luft eine noch größere Rolle spielen werde. General Vuillemin. — (Scherl-Bilderdienst.) Eigenschaft als Generalstabschef, in der er auch die gesamte Luftwaffe einschließlich Luftschutz zu kontrollieren hat. General Vuillemin gilt als einer der fähigsten Generalstabsoffiziere Frankreichs. General Milch ist bei seinem Besuch von der französischen Luftwaffe und allen offiziellen Stellen Frankreichs überaus freundlich empfangen worden. Wenn nunmehr General Vuillemin Deutschland besucht, um hier als Gast der deutschen Luftwaffe zu weilen, so darf er davon überzeugt sein, daß ev „Die Zeit ist reif!" Fliegen? Nichts leichter als das! Wer denkt von uns noch an die Erstlingsjahre des Flugwesens, wer erinnert sich noch der klapprigen Maschinchen, mit denen sich wagemutige Männer in lustige Höhen hinauf wagten? Die Zeit schreitet schnell, sie erlaubt uns kaum, einen Blick rückwärts zu werfen. Für uns gilt nur das, was ist, noch mehr aber das, was werden soll. Flugfeldern auf Wetterberichte warteten, die günstig genug waren, damit das Wagnis unternommen werden könnte, seien vorbei. Heute überquerten die Flugzeuge den Atlantik ganz routenmaßtg und kehrten ebenso wieder zurück. Diese scheinbare Sorglosigkeit wäre allerdings ohne sorgfältigste und genaueste Vorbereitungen unmöglich. Diese Vorbereitungen sollten aber bald r e g e l m äH i g fahrplanmäßige kommerzielle Fluge zwischen allen großen europäischen Hauptstädten und Neuyork zur Wirklichkeit machen. „Sprung über den Ozean." Das Urteil eines führenden holländischen Fachmanns. Amsterdam, 15. Aug. (DNB.) Die holländischen Blätter bringen eingehende Berichte über den deutschen Rekordflug. . Das „Handelsblad" stellt hierbei fest, daß es in Holland wohl niemand gebe, der nicht aufrichtige Bewunderung für b t eje b e n m * o H r 0 ft o r i f e Großtat empfindet. „Deutschland darf stolz sein." London, 15. Aug. (Europapreß.) Der erfolgreiche Transatlantikslug der deutschen „Condor'- Maschine erregt in London unvermindertes Aussehen. Sämtliche Blätter veröffentlichen ausführliche Meldungen ihrer Berliner Korrespondenten, in denen die Leistung der Maschine, sowie ihre Bedeutung für die Zukunst des Transatlantikflugverkehrs unterstrichen werden. „Deutschland", so schreibt der Berliner Berichterstatter der „Time 5", „darf mit Recht auf diese Leistung seines Flugzeuges st o l z sein." Zugleich bringen die Blätter telegraphisch übermittelte Bilder von der Landung des Flugzeuges in Tempelhof und der Begrüßung der Besatzung. Transaflanltkstüge - Selbst- verständlichleif. Amerikanische Anerkennung der deutschen Rekordleistung. Berlin, 15. Aug. (DRB.) Wie bereits gemeldet, besucht der Chef des Generalstabes der französischen Luftwaffe, General Vuillemin, in den nächsten Tagen Standorte der deutschen Luftwaffe und Anlagen der deutschen Luftfahrt-Industrie. General Vuillemin trifft am Dienstagmittag auf dem Flugplatz Staaken ein. In seiner Begleitung befindet sich u. a. General d' Astier. * Der Chef des Generalstabes der französischen Luftwaffe, General Vuillemin, der sich in Erwiderung des Pariser Besuchs des Staatssekretärs des Luftfahrtministeriums, General der Flieger Milch, in den nächsten Tagen in Deutschland aushalten wird, steht im 55. Lebensjahre. Seme militärische Laufbahn begann er bei der Artillerie. Das Technische lockte ihn jedoch: er ging spater zu den Pionieren. Hier kam er mit der damals sich erst langsam entwickelnden Fliegerei in Berührung. Frankreich hatte seinerzeit die Bedeutung des Flugzeuges für das kämpfende Heer richtig erkannt es zögerte nicht, fortgesetzt erhebliche Mittel mobil zu machen, um die militärische Fliegerei zu fördern. In Deutschland hinkte man hinterher, was hier geschaffen wurde, war in der Hauptsache dem Eifer und der Einsatzbereitschaft der einzelnen zu danken gewesen 1913 erhielt Vuillemin ein Kommando zur Luftwaffe. Seine Fähigkeiten als Artillerist und Flieger waren die Ursache, daß man ihm 1925 den Befehl über die Flugzeugabmehr übergab. Inzwischen war er zum Obersten aufgerückt. Etwas später ging er nach Marokko, wo er als Brigadegeneral wertvolle Einrichtungen für die französische Luftwaffe schuf. Zurückgekehrt, wurde ihm das Oberkommando über das sehr wichtige, mit starken Einheiten ausgerüstete 1. Luftkorps (Paris) übertragen. 1937 erhielt General Vuillemin einen Ruf in den Obersten Luftrat. Diese Einrichtung setzt sich aus dem Luftfahrtsminister, dem Generalstabschef der Luftwaffe als feinem Vertreter und den Generalen der Luftwaffe zusammen. Die Seele des Obersten Luftrates ist also General Vuillemin in seiner Wenn mir jetzt über einen Flugzeugtyp ' der nicht für Spezialzwecke konstruiert mürbe, 1 - dem a l s Verkehrsmaschine ^nenm - ßig hergestellt wird, mit dem es mogUch war, aus dem Herzen Europas heraus ohne $ fchenlandung nach dem amerikanischen Komme 3 fliegen, aber auch mit der gleichen Maschine w ' mge Stunden später im Nichthalteflug über den oer Fliegerei so gefährlichen Nordatlantik Zurnckz 0 ren, bann tdnn man nur bas Wart bes G-n-ra a d-r Flieger, Milch, „D ie A- > t ist nun rem unterstreichen. In der Tat, der Augenblick M ge kommen, der es gestattet, einen regelmäßigen Flugverkehr über den Nordatlant Der „T e l e g r a a f" schreibt: Der durch die ganze Welt bewunderte „Condor"-Flug habe Deutsch« land mit einem Schlage einen 23 o r • (prunq gegenüber allen anderen lustfahrenden Nationen verschafft. Dasselbe Blatt veröffentlicht eine Unterredung mit dem Generaldirektor der Holländisch Kgl. Luftfahrtgesellschaft (KLM), P le s- man, dem Leiter des führenden holländischen Lust- fahrtunternehmens, das feit einiger Zeit in Zu- iammenarbeit mit der Kgl. Niederländisch-Indischen Luftfahrtgesellschaft (KNJLM.) die Strecke Amster» dam—Batavia—Sidney regelmäßig befliegt. Generaldirektor Plesman spricht von einem „Sprung überben Djean" von 6000 Kilometer und ver- tritt u. a. die Auffassung, daß Holland mit den von ihm gebrauchten amerikanischen Serienflugzeugen nicht in der Lage fei, einen* D 3 e a n f l u g durchzuführen. Hierfür müßten Spezialmaschinen erbaut werden, und das sei kostspielig. Der bewundernswürdige Flug des „Condor" habe jedoch für alleluftfahrendenNationen die g roß e Bedeutung, daß er aufs neue zeige, wie jeder, der in der internationalen Luftfahrt mithalten wolle, feine Kraft aufs äußerste anstrengen mußte. Neuyork, 15. Aug. (DNB.) Die Zeitungen berichten ausführlich und in großer Aufmachung über die Landung des Focke-Wulf-Flugzeuges „C 0 n d 0 r" und den begeisterten Empfang der deutschen Flieger in Berlin sowie über die Begrüßung durch den General der Flieger M i l ch. In den Berichten wird die Rekordzeit hervor g e h 0 b e n , in der dieser erste Hin- und Rücklug zwischen Deutschland und Nordamerika durch- leführt wurde. Auch die Aeußerungen der Flieger über den herzlichen Empfang in Neuyork werden wiedergegeben. Die „New York Times" betont m einem Leitartikel im Hinblick auf das fahrplanmäßige Eintreffen des deutschen Flugzeuges an seinem Bestimmungsort mit Nachdruck die Tatsache, daß Transatlantikflüge endlich et was Selbstverständliches geworden feien. Die Zeiten, in denen die Flieger, die den Atlantischen Ozean überqueren wollten, wochenlang auf den Und doch müssen wir der langen Entwicklung gedenken, die die Fliegerei durchzumachen hatte, : um die glänzende Leist ung des „C 0 n - : d 0 r" und seiner wackeren Mannschaft verstehen zu können, um zu begreifen, was der । Hin- und Rückflug über den Ozean ohne Zwischen- ( lanbung bedeutet. Nichts soll die Bedeutung dieses herrlichen, unser ganzes Volk mit Stolz erfüllenden Fluges verkleinern, wenn wir uns in die Zeiten zuru 7>< , ;>' '-"/-<,; / NW^rMM^ */ /MMW -V - v-' 4 * ä£Ä%Ä>;SS» 'At ^4 teresse zeigte. LPD. Frankfurt a.M., 15. Aug. Auf der Reichsschulungsburg Oberursel waren vom 12 bis 15. August die Gaubeauftragten fur Den Leistungskampf versammelt, um die Ausrichtung für das neue Arbeitsjahr und für den zweiten Leistungskampf der deutschen Betriebe zu er- in jeder Woche für einige Tage nach London zu kommen. Rach seiner Ankunft am Mittwochvormittag wird Lord Halifax sofort den Ministerpräsidenten Chamberlain aufsuchen, um mit ihm die Entwicklung der politischen Lage zu besprechen. Die Rückkehr des Ministerpräsidenten Chamberlain nach Schottland ist nunmehr für Ende der Woche vorgesehen. Im Laufe des Dienstags wird Chamberlain eine neue Besprechung mit dem Kolonialminister Malcolm MacDonald l über die Lage in Palästina haben. | Die Besprechung der nach London zurückgekehrten steriums und unterrichtete sich eingehend über die verschiedenen Arbeitsgebiete, für die er großes In- Das neue Ehefchließungs und -scheidungsrecht. Reichsjustizminister Gürtner spricht vor Rechtswahrern. für, daß wirtschaftliche Fragen im Vordergrund der Erörterungen standen. Die Blätter weisen darauf hin, daß mit dieser Sitzung derletzteAbschnittderVorarbei- ten für die Aufteilung beginnt. Es wird angedeutet, daß die sich aus der Aufteilung ergebenden völkerrechtlichen und zollpolitischen Maßnahmen voraussichtlich bereits im September soweit ausgearbeitet sein dürften, daß Lord Halifax sie in Genf zur Grundlage von Besprechungen mit den Mitgliedern des Mandatsausschusses machen kann. Rach Zustimmung des Mandatsausschusses, an der in London nicht gezweifelt wird, müssen die Vorschläge erst vom Zionistischen Kongreß und dann von dem englischen Parlament angenommen werden. (Und wo bleiben die Araber?) Man erwartet dabei in London keinerlei Schwierigkeiten, so daß man damit rechnet, die Dreiteilung bereits in großem Umfange zu Beg inn nächst en.Jahre s in Angriff nehmen zu können. In der Presse wird betont, die Regierung sei nach anfänglichem Schwanken nun fest entschlossen, die Aufteilung so schnell wie möglich durchzuführen, weil sie darin das einzige Mittel zur Lösung der Palästmaftage erblicke. Irak-Oetteitung unterbrochen. Jerusalem, 15. Aug. (Europapreß.) In der Nacht zum Montag ist die Irak-Oelleitung erneut unterbrochen worden. Die Polizei ist noch auf der Suche nach den unbekannten Tätern beschäftigt. Das Ausmaß"des angerichteten Schadens wird nicht bekanntgegeben. halten. _ „ , ... .. Das Hauptreferat hielt der Beauftragte für die Gesamtdurchführung des Leistungskampfes, Reichsamtsleiter Dr. Hupfauer. An den Beginn seiner Ausführungen stellte der Redner den Satz: „Der neue deutsche Sozialismus heißt Selbst Verantwortung." Nicht Gesetze und Verordnungen könnten letzten Endes den Arbeitsfrieden auf die Dauer sichern, sondern dieser sei nur ien luuu, .dann wirklich gesichert, wenn die Verantwortung rkenntnis für die arbeitspolitische Entwicklung auf eme mog- Schrader, Zweiter Admiral der Nordseestation, Korvettenkapitän O e l s, Adjutant bei der Marinestation der Nordsee Wilhelmshaven, von der Luftwaffe Generalmajor Andrae, Inspekteur der Luftkriegsschulen, Oberst B a r l e n , Reichsluftfahrt- Ministerium, vom Oberkommando der Wehrmacht Oberstleutnant des Generalstabes Z e i tz l e r, Abteilung Landesverteidigung. Auch eine italienische Abordnung. Budapest. 15. Aug. (DNB.) Zu den St.- Stephansfeierlichkeiten wird außer der deutschen auch eine italienischeMilitärabordnung unter Führung von General M a r i n e t t i erwartet. Das Programm sieht u. a. einen Empfang der Abordnungen' bei Admiral von Horthy in Goedoelloe, dem Sommersitz des Reichsverwesers, vor, ferner Empfänge beim Ministerpräsidenten, beim Honvedminister und dem Außenminister. Die Abordnungen werden in Stuhlweißenburg, der alten Krönungsstadt der Arpaden, an der feierlichen Reichstagssitzung teilnehmen. „$Mn der Seite Deutschlands und Italiens." B u d a p e st, 16. August. (DNB.) Der nationalvölkische Reichstagsabgeordnete Dr. Franz R a j n i ß hielt anläßlich einer Fahnenweihe der Partei der Nationalen Front eine Rede, in der er u. a. äußerte, Ungarn wolle den Frieden, es sei aber fest entschlossen, fein Gebiet zu verteidigen. Die ungarische militärische Gleichberechtigund hätte man schon längst verkünden sollen; wenn dies geschehen wäre, würden die Tschechen sich heute nicht mehr den Kopf darüber zerbrechen, was sie aus Sudelendeutsche bei Runciman. Prag, 15. Aug. (Europapreß.) Lord Runci - man ist am Montagabend vün Schloß Balzhütte bei Böhmisch-Kamnitz nach Prag zurückgekehrt und wird am Dienstag die sudetendeutsche Abordnung zu der bereits in der Vorwoche für diesen Zeitpunkt in Aussicht genommenen Aussprache empfangen. Auf dem dem Fürsten Kinsky gehörenden Schloß Balzhütte bei Böhmisch-Kamnitz, wo Lord Runciman sein Wochenende verbrachte, hatte sich wieder eine Reihe von Mitgliedern des Hochadels eingefunden. So waren neben Lord Runciman auch Gäste des Fürsten Kinsky: Fürst Clary-Aldringen aus Teplitz-Schönau, Graf Khuen-Belassi aus Grußbach in Südmähren und Prinz Max Egon Hohenlohe. Lord Runciman war diesmal begleitet von seinen Mitarbeitern Peto und Ashton-Gwatkin. Während Lord Runciman keinerlei politische Besprechungen hatte, benützten seine Mitarbeiter die Gelegenheit, sich an Ort und Stelle über die Verhältnisse zu unterrichten. Sie hatten Unterredungen mit Amtswaltern der örtlichen Gliederungen der Sudetendeutschen Pärtei. Liquidiert? Gerüchte um den Kriegsmarinekommissar Towjetrutzlands. Moskau, 15. Aug. (DNB.) Bei der gegen- Das 4. Reichstreffen der Deutsch-Ostafrikaner in Hamburg erreichte am Sonntag seinen Höhepunkt mit einer Kundgebung vor der Hansischen Univer- sität, bei der der Verteidiger Deutsch-Ostafrikas, General vonLettow-Dorbeck,am Wißmann- Denkmal einen Kranz niederlegte. Davon berichtet unser Bild. — (Scheunemann-M.) Moskaus Wühlarbeit in Amerika. Washington, 16. Aug, (DNB.) Der Untersuchungsausschuß des Abgeordnetenhauses zur Aufdeckung nichtamerikanischer Machenschaften beschäftigte sich den ganzen Montag über mit der umstürzlerischen Arbeit der Komintern. John Frey, einer der Abteilungsleiter der American Federation of Labor, der seit Jahren einen erbitterten Kampf gegen den Kommunismus führt und eine Fülle authentischen, schwer bela- . tenden und teilweise bisher nicht veröffentlichten Materials gesammelt hat, legte mehrere Geheimberichte von Vertrauensleuten über die Sitzungen des Zentralkomitees der Komintern in Neuyork vor. Danach hat das Komitee im Jahre 1935 die Taktik zu ändern begonnen und die von Lewis begründeten CIO. - Gewerkschaften zur Erfassung der amerikanischen Arbeiterschaft benutzt. Ferner hatte es beschlossen, daß man, solange die als Tarnung, zum Zwecke der Umgarnung der vor dem Wort Kommunismus zurückscheuenden Arbeiter, ge- gründete American Labor Party noch nicht nationale Bedeutung und Stoßkraft erlangt habe, Abgeordnete in die alten amerikanischen Zartei en, also Demokraten und Republikaner, entsenden wolle, die möglichst viele Plätze für Kandidaten zum Bundesparlament ergattern sollten. Frey legte weiter geheime Anweisungen an Parteimitglieder auf amerikanischen Schiffen vor, die Zellen bilden und agitieren müssen, jedoch niemals eine Verbindung zur Komintern erkennen lassen dürfen. Schließlich verlas er lange Auszüge aus einem Senatsbericht von 1924, der die Tätigkeit Moskaus in den Vereinigten Staaten eingehend darlegte. Natürlich tobt die kommunistische Presse in Amerika über diese ganz unerwarteten Enthüllungen ihrer geheimsten Pläne, und das Hetzblatt „Sunday Wörter" protestiert laut gegen das Untersuchungs- komitee. franco marschiert. Bilbao, 16. Aug. (DNB. Funkspruch.) Wie der nationale Heeresbericht mitteilt, brachten die nationalspanischen Truppen an der Ebro - Front auf ihrem fortgesetzten Vormarsch den Bolschewisten weiterhin empfindliche Verluste bei. U. a. verloren die Bolschewisten an den letzten beiden Tagen etwa 1000 Mann an Gefangenen. Im Segre - Abschnitt wurde eine Reihe verzweifelter Angriffe blutig ab gewiesen. An der Estremadura-Front im Abschnitt Bälde Caballeros säuberten die nationalen Truppen endgültig das Gebirge vom Feind. Einzelne bolschewistische Formationen, die versuchten. Widerstand zu leisten, wurden aufgerieben. Im Abschnitt Co- beza del Buey erreichten die nationalen Truppen auf ihrem Vormarsch nach Norden an mehreren Stellen den Zujar-Fluß und besetzten den Ort Zarca Capilla. Wichtige Höhen im Gebiet von Agallares, so u. a. die Burg Maltreinz, wurden besetzt. Wie der nationale Frontberichterstatter ergänzend mitteilt, versuchten die Bolschewisten an der Estremadura-Front hartnäckigen Widerstand zu leisten, während die nationalen Truppen bis auf zwei Kilometer an di e Provinzgrenze von Ciudad Real heranrückten. Am Montagabend standen die Vorhuten der nationalen Kavallerie an der Estremadura: Front nur noch 17 Kilometer von Almaden entfernt. Den ganzen Tag über haben die nationalen Reiter-Geschwader in der Sierra, die das Gebiet von Cabeza del Buey von dem Gebiet von Almaden trennt, den zurückweichenden Gegner ver folgt. Der Widerstand der bolschewistischen Milizem versteifte sich auf der anderen Seite immer mehr. Die Erlöse aus den Quecksilbergruben von Almaden sind für die Sowjetspanier lebenswichtig' denn sie bringen Devisen für die Waffenankaufe un Auslande. Englische Geistliche werben für Lustschuh-Organisationen. London, 15. Aug. (Europapreß.) Die Rekrutierung für die örtlichen Luftschutzorgam- Dreiteilung Palästinas in Gicht? politische Aktivität in London. ersten Grades, eine Würde, die bis jetzt außer ihm nur noch seinem durch Selbstmord geendeten Vorgänger Gamarnik verliehen worden ist. Neuer britischer Botschafter in Moskau London, 15. Aug. (DNB.) Nach einer amtlichen Mitteilung ist der bisherige britische Botschaft ter in Rio de Janeiro, Sir William S e e d s, zum Botschafter in Moskau ernannt worden. Er wird der Nachfolger des Ende dieses Jahres in den Ruhestand tretenden bisherigen Botschafters Viscount C h i l st o n. Ostafrikaner in Hamburg. fähigkeit zu erreichen, ist der Leistungskampf das beste Mittel. Der Befehl des Führers, „Die gesamte deutsche Wirtschaft ein nationalsozialistischer Musterbetrieb", ist für die Deutsche Arbeitsfront unabänderliche Richtschnur all ihres Handelns geworden. Im Anschluß an diese Feststellung kam der Redner auf Die Notwendigkeit zu sprechen, eme klare Steuerung der sozialen Lei st ungen über den Leistungskampf im Betrieb vorzunehmen. Es dürfe im Leistungskgmpf kein Pfennig vergeudet werden. Jeder Pfennig, jede Summe müsse für das große Ziel „Erhaltung und Steigerung der Arbeits- und Volkskraft" zum Einsatz gebracht werden Die Betriebe müßten von allen Ne- beysächlichkeiten abgebracht werden. Bier Hauptpunkte würden es sein, auf die in diesem Sagre Die Hauptaufmerksamkeit Der im Leistungskampf stehenden Betriebssichrer gelenkt werde. Alle hätten sie zur Grundlage die Erhaltung und Steigerung Der Arbeits- unD Volkskr a f t. Dr. Hupfauer kündigt an, Daß Diese Punkte, für deren Erreichung auch Die Deutsche Millionenbeträge zur Verfügung stelle, in Kurze veröffentlicht unD Den Bettieben mitgeteilt würben. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley sandte an Dr. Hupfauer anläßlich Der Arbeitstagung foIgenDes Telegramm: „Für Die MelDung über Die erfolgreiche Arbeit Der Gaubeauftragten im Leistungskampf Der deutschen Betriebe, Die heute bereits in der Mehrzahl Der Gaue eine hunDertprozentige Steigerung gegenüber Dem Vorjahre erreicht hat. Danke ich Ihnen herzlich, unD ich bitte Sie auch, diesen Dank an die versammelten Gaubeauftragten für den Leistungskampf weiterzuleiten." rr auf a Neue japai lofio. 16- ' D-r . [limmte ewinutu vorhergehenden Durchführung ur China vorder. Kazaini ertä' gierung eine m bilifation gungslos durch Manschen 0 Das Ziel dieser fung des und die Beend der Nieder menarbeil r Die fehlen di roärfigen Tagung des „Obersten Rates" vermißte man in Der Loge der Volkskommissare seit einigen Tagen auch den derzeitigen Volkskommissar Der Kriegsmarine Peter Alexan- drowitsch Smirnow, von Dem gewisse — allerdings bisher völlig unkontrollierbare — Gerüchte behaupteten, er fei in Ungnade gefallen. Von halbamtlicher Seite wurde dazu erklärt, der Marinekommissar sei zur Zeit „in Urlaub" und habe aus diesem Grunde nicht an den Sitzungen des Obersten Rates teilnehmen können. Inzwischen konnte festgestellt werden, daß ein Porträt Smirnows, das an sichtbarer Stelle in Der vor kurzem in Moskau in Der Snamenski- gasse gegenüber Dem Heereskommissariat eröffneten Gemäldeausstellung „20 Jahre rote Armee unD Flotte" gehangen hatte, von Dort entfernt worden ist. 'Wenn man nach einer Analogie früherer ähnlicher Fälle urteilen Darf, so würde Dieser Um- ftanD Dafür sprechen, Daß Die Gerüchte um Smirnow nicht gegenstandslos waren. Smirnow ist erst vor wenigen Monaten (am 31. Dezember 1937) bei Der Neubildung des Kriegsmarinekommissariates zum Volkskommissar Der Kriegsmarine ernannt worDen, nachdem er zuvor, nach Dem EnDe Gamarniks, kurze Zeit Das Amt Des Chefs Der politischen Verwaltung Der Roten Armee befleiDet hatte. Smirnow steht im militärischen Range eines Armeekommissars Der zweite Leistungskampf der Betriebe „Der neue deutsche Sozialismus heißt Selbstverantwortung." polizeilicher Mißgriff in London. Den japanischen Militärattache verhaftet. London, 16. Aug. (DNB. Funkspruch.) Ein peinliches Mißgeschick widerfuhr am Montag einem Londoner Polizeibeamten. Dor der japanischen Botschaft randalierte in den späten Nachmit- tagsstunden rotes Gesindel und forderte den Boykott japanischer Waren. Eine Frau, die ent- prechende Flugblätter verteilte, drückte auch einem vorübergehenden Japaner ein solches Flugblatt in die Hand. Der Passant zerriß jedoch das Hetzblatt und warf es weg. Die Frau, hierüber gekränkt, begann zu lamentieren, worauf sich ein in der Nähe stehender Schutzmann einmischte und den Japaner zur Rede stellte, dem er „ungebührliches Benehmen" vorwarf. Der Japaner seinerseits, über diesen Vorwurf entrüstet, blieb dem Schutzmann Die Antwort nicht schuldig, worauf dieser den Ausländer kurzer Hand trotz Widerstrebens in einen bereitstehenden Pol.izei wa gen schleppte und ihn auf die n ä ch st e Polizeiwache brachte. Hier ergab sich eine dem Polizisten sehr unerfreuliche Ueberraschung. Es stellte sich nämlich heraus, daß er in dem Ausländer den japanischen Militärattache in London, Major Takahashi, vor sich hatte, der nach dieser Aufklärung schleunigst wieder auf freien Fuß gesetzt wurde. -ankau, schäftsträ verlassen, stelle der e n c mit haben die -ankau ihre 3 Haier J Totio, 15. tlfeabteilung । Etliche ja Klugust aus Dongfeng ^iet westlich fr daß kein Dom Turner Diese Zurüc potltommi japanischen DI läßt erkennen tunbet, den Wege endgiili Kun $ef .Wie der D Sonntag das langen Sal bauten FeW «e-s, daß Öer Je9e Uorio Gui Wharnionisck «Koben unv! Florio Guj s te?9» seltsame fgr yj Neurom §"nien unk ff Sucher ? iA es M S.W wenn RNef Damit ist die Deutsche Arbeitsfront, suchte Reichsminister der Justiz Dr. Gärtner den mje die deutschen Betriebsführer es in ihrer Viel- vom Reichsrechtsamt Der NSDAP, veranstalteten au* immer und immer wieder betonen, die Lehrgang für österreichische Richter und Staatsan- bejte ^rberin ^er Wirtschaft. Nur wenn ein so- wälte auf Schloß Cumberland .^ai Gmunden. Er ,jaler Fortschritt vorhanden, ist auch ein Fortschritt nahm dabei Gelegenheit, grundsätzliche Ausfuhrun- ße{uunQ ->u vermerken. Um diese Höchstleistungsgen über das neue Eheschließ un gs° und' Ehescheidungsrecht zu machen. Er erörterte die Grundfragen, aus denen dieses Eherecht sich entwickelt hat, das, wie jedes nationalsozialistische Gesetz, aus weltanschaulicher Grund- aufsafsung seine Gestaltung erhalten habe. Er wies Darauf hin, daß nicht beabsichtigt sei, sofort eine Generalkodifikation Des gesamten bürgerlichen Rech- L o n d o n, 16. Aug. (Europapreß.) Der GesunD- tes vorzunehmen, sondern daß Die einzelnen Teile, heitszustand Des englischen Ministerpräsidenten je nach ihrer Dordringlichkeit, neugestaltet werden C h a m b e r l a i n hat sich nach Aussagen der Aerzte sollen. Es bestehe kein Zweifel, daß im Vorder- ^bessert, daß einer WieDeraufnahme des Urgrund einer Reformierung Des Bürgerlichen Gesetz- ^ubs nichts mehr im Wege steht. buches Das Familienrecht an Der Spitze stehe, und Außenminister Lord Halifax wird auch in Dreba wiederum das Eherecht. ser Woche für ein oder zwei Tage n a ch London Eine ähnliche Art Der Gesetzgebung bemerken wir zurückkehren und im Auswärtigen Amt Die auch in anderen Ländern, so z.B. in Italien. Im laufenden Geschäfte erledigen. Das Landhaus Lord Deutschen Reich fei schon seit 1934 Die Arbeit an der Halifax' in Yorkshire ist zwar mit dem Auswärtigen Neugestaltung des Eherechts im Gange gewesen, Amt in London verbunden, doch hält es Lord Hmi- Dock erst Der Anschluß Oesterreichs habe eine sofor- fax — wie die Blätter melden — für angebracht, tige Bereinigung dieses Kapitels notwendig gemacht.'-- Onnhnn 211 Die Ehe sei die Aufbauzelle des Volkes, und der Staat habe die Lebensfähigkeit dieser Keimzelle sicherzustetten. Im neuen Eherecht sei eine neue Abgrenzung erfolgt zwischen Den Interessen Des ein» * zelnen und der Volksgemeinschaft. Darin zeige sich Deutlich Die Eigenart, die jedes nationalsozialistische Recht kennzeichne: von Der Form selbst auf Den Inhalt, vom Aeußeren auf Das Wesen Der Dinge zu Dringen. Das mache' im Gesetz Den häufigen Gebrauch einer Generalklausel unD eine größere Bewegungsfreiheit Des Richters notwendig...... - ~ ~ „ ... Reichsjustizmimster Dr. Gärtner schloß feine fünftöpfigen „Te ch ni s ch e n Ko m mi s s i o n für Ausführungen mit Der Feststellung, daß Die größere Palästina wurde am Montagnachmlttag im Bo« Ermesfensfteiheit des Richters, der nicht nur rütf= minienmtnifterium abgehalten. Sie Dauerte mehrere schauend jonDern vorwärts gerichtet entscheiden Stunden und stand unter Dem Vorsitz des Leiters müsse, dem Rechtswcchrer mehr und mehr gestaltende Sir John Woodhead. Zu Der Sitzung wurde Der Tätigkeit ermögliche. LorD of Lytton hinzugezogen Der Lord war ” , _ , , cr jahrelang Der Leiter führender Wirtschaftsunterneh- ©tCi>l)0tt6tt>0OT8 tu Utläänt men m Palästina. Seine Hinzuziehung zu der hinter " * verschlossenen Türen gehaltenen Konferenz gilt in Budapest, 16. Aug. (DNB.) In Gegenwart Londoner unterrichteten Kreisen als Anzeichen da- des Reichsverwesers fand als festlicher Auf- takt der Feierlichkeiten der St.-Ste- ----------------------------------------- phanswvche am Montag die Uebergabe der Ungarn im Austausch für die Lebensrechte der un- Ausgrabungen und Wiederherstellungsarbeiteni des ..n Minderheit erpressen könnten. Die welt- ältesten Arkadenschlosses in Der alten erzbischöflichen anschaulicheFrontderungarischenNa- Residenz Gran an Die Oeffentlichkeit statt. Sem L j 0 n ^i ausgerichtet, ebenso wie ihre außenpoli- Festakt wohnte Die gesamte Regierung unter Ftth-\^n Sntereffen, an Der Seite D-eutsch- rung Des Ministerpräsidenten ImreDy bei. lanDs unD Italiens. Außenpolitisch könne ‘TWliffcfte Mebrmacbtabordnuna Ungarns Weg nur mit Diesen beiDen Großmächten Ajeuiiuje «wciyriiiua/iuvvi vnuny gleichgerichtet verlaufen. Jnnerpvlitisch aber könne als Vertretung der Neichsregierung. die ungarische Nation nur den Weg der nationalen n Weltanschauung und der sozialen Gerechtigkeit gehen. Berlin, 15. Aug. (DNB.) Auf Anordnung des , Führers und Obersten Befehlshabers der 506^«= (fnaOfifdlCr Staatssekretär M BeNM. macht wird eine Deutsche Wehrmachtab- . e ... o r D n u n g als Vertretung Der Reichsregierung vom Berlin, 15. Aug. (DNB.) Der Staatssekretär 17. bis 20. August an Der Feier der ungari - für Presse und Propaganda im ungarischen Mimster- schen Nation anläßlich der 900jährigen Wieder- Präsidium, Dr.Stefan Antal, weilt zur Zeit mit kehr des Todestages des ersten christlichen Königs, Ministerialrat Agh und Sekretär in Berlin, um sich Stephan des Heiligen, teilnehmen. Die Ab- über die Arbeit des Reichsmini steriums für Ordnung steht unter der Führung des Kommandie- Volksaufklärung und Propaganda zu renben Generals Des VI. Armeekorps, General der unterrichten. Staatssekretär Antal würbe von Artillerie von Kluge, ber auch mit ber Vertte- Staatssekretär Hanke burch bas Reichsministerium tung ber Reichsregierung beauftragt wurde. Weiter für Volksaufklärung und Propaganda geführt. Er gehören Der Abordnung an: Vom Heer Oberst v o n besichtigte die besonderen Einrichtungen des Mini- Hartmann, Kommandeur des Jnsanterie-Regi-'" - - —51 —1—hio ments 37, von Der Marine Konteradmiral von durch einen Werbefeldzug der eng- beitsoel filchßn Geistlichkeit beschleunigt werden. Als Li __ ' A. ... hnrittihr fnffrtH hin (Hoi i n fiA I SRrnfoH billig. Arbeitseinsatz der Großväter -t sssiÄÄS Aus aller Welt r setze ein. 37 Jahre 57 Jahre Kunst und Wissenschaft Festkonzert in Salzburg. lettische Erzeugnisse einzuführen. Vier französische Fischer ertrunken. In der Nähe von Brest ist ein französisches Fischerboot auf einen Felsen aufgelaufen und gescheitert. Acht Mann der Besatzung gelang es, ein Felsenriff zu erklimmen und sich zu retten. Bier weitere Fischer, die schwimmend das Ufer zu erreichen suchten, sind ertrunken. Die Leichname sind am Sttand angespült worden. Französische Schiffbrüchige von deutschem Dampfes gerettet. Der deutsche Dampfer „Theresa" ist von Algier kommend in Gibraltar eingetroffen. Er hatte an Bord den Kapitän, 3 Offiziere und 10 Mann Besatzung des französischen Dampfers „Artois , dec auf der Höhe von Gibraltar gesunken ist. Die Besatzung des französischen Dampfers, der auf eine Mine gelaufen war, hatte ihr Schiff verlassen müssen und befand sich über 16 Stunden m Rettungsbooten auf offenem Meer. ""Brasilianisches Flugzeug ins Meer gestürzt. — Neun Menschen ertrunken. Ein brasilianisches Flugzeug stürzte unmittelbar nach dem Start über der Bucht von Rio de Janeiro aus unbekannter Ursache ab und versank sofort in den Fluten. Bier Mann der Besatzung und funs Passagiere ertranken. Sechs Leichen konnten bisher geborgen werden, unter ihnen der deutsche Kaufmann Albert Schnell. Schreckenstat eines Irrsinnigen in Neuyork. Im Neuyorker Zentralpark kam es bei einer Totengedenkfeier der Ehrenlegion der Neuyorker Polizei, an der Tausende von Personen teilnahmen, zu einem aufregenden Zwischenfall. Während des Zapfenstreiches tauchte ein I r r finniger auf, der zwei Gewehre mitführte und blindlings auf dis Polizisten schoß. Drei Polizeibeamte und drei Zivilisten wurden mehr oder weniger schwer verwund d e t. Die Polizei ging darauf gegen den Tater vor, der auf Brust und Rücken große Metallplatten trug. Nach einem acht Minuten dauernden Feuergefecht wurde der Irrsinnige durch einen Kopfschuß tot niedergeftreckt. Eingeschlossene Bergleute aus ersoffenem Stollen gerettet. Auf der Bereinigten Feldfundgrube in Ehrenfrie- dersdorf (Erzgebirge) ereignete sich am Montag ein Bergwerksunglück. Auf der 150-Meter-Sohle erfolgte bei Sprengarbeiten ein Wassereinbruch, wobei 25 Bergleute in d e r Grube einge sch l o s - e n wurden. Don ihnen konnten sich zehn selbst in Sicherheit bringen. Es wurden sofort Rettungsarbeiten eingeleitet, wodurch es gelang, vier Ber^ leute lebend zu bergen. Abends befanden sich noch äußere Gestaltung in Einklang bringen und wie man auch mit einfachsten Mitteln geschmackvolle Bücher gestalten kann. 1000 Mark in bar und 100 künstlerische Urkunden stehen für die besten Arbeiten zur Verfügung. Tagung der kinderreichen. Der Reichsbund der Kinderreichen führt vom 2. bis 4. September eine Landesleittr- taqunq mit dem Rassenpolitischen Amt der Reichs- leitung der NSDAP, in Würzburg und Rothenburg durch. Auf dieser Tagung werden außer dem Reichs- bundesleiter-Stelloertreter Konrad u. a. ---Standartenführer Professor Dr. Holfelder (Frankfurt a.M.), Professor Dr. Schenk (Wurzburg), Dr Diehl (Würzburg) und ein Vertreter der Reichsleitung der NSDAP, sprechen. Im Anschluß daran werden die Landesleiter am Reichsparteüag in Nürnberg teilnehmen. Deutsche Volkstrachtengruppe beim Fest der französischen Provinzen. Deutscher Dampfer auf chinesischem Fluß gesunken. Schanghai, 16.Mug. (DM.-Juntfprud), Oft- asiendienst.) Der etwa 2000 Tonnen große deutsche Dampfer „Hansa" ist durch einen Zusam- m e n st o h mit dem britischen Dampfer „I u n g - well" Dienstag früh auf dem Whangpoo Fluh gesunken. Während sich der kapitan mit 17 Wann an Bord des Dampfers „Tungwell" retten konnte, ertranken etwa 10 0 b i s 15 0 Chinesen. Die Schuldfrage ist noch ungeklärt. Das gesunkene Schiff war in der Küstenfahrt beschäftigt. 20 Millionen reisten mit KdF. Jahren „alt", während ein Universitätsprofessor, mit 32 Jahren (wenn er es dann überhaupt schon ist.) am Beginn seiner Laufbahn steht! Auch aus individuellen Gründen schwankt, was leicht emzusehen ist, die Eintrittszeit des Arbeitsknicks Don diesen besonders gelagerten Fallen abgesehen, nimmt man aber allgemein an, daß der Ar- beitsknick mit dem 40. Lebensjahr einsetzt, weswegen man eben auch von einer „Krise über 40 spricht. Seltsamerweise hält man heute nod) immer an diesem Lebensjahr fest, indem man anfuhrt, daß von diesem Zeitpunkt an — medizinisch und biologisch gesehen — die menschlichen Organe in ihrer Brauch- barfeit abfinten. Zwar, fo sagt man nm» ber Mensch heute durchschnittlich 25 Jahre älter, dennoch auch heute noch die Krise beim 40. Lebensjahr Hier liegt ein Trugschluß vor. Denn wäre das 1 , 1 veeds?' dieses N dem deutschen Volk Kinder schenken! D. 8. sch-Ostafrikaner fr seinen Höhepunk hansischen Unioer« Deutsch-Ostafritt-, eck, am Wißmaw te. Davon berichte mann-M.) jlarbeit 'a. DNB.) Der Unk etenhauses zur L chenschasten beschäl über mit der mn: er Komintern lbteilungsleiter to 1 r, der seit Iahen 1 den Kommunist j > scheu, schwer W I licht veröffentlM I > mehrere Geheim- I über bie Sitzungen I rn in Weuijort vor ] re 1935 bie Zottil 1 [ Lewis begrünte- I t teW- Mnge tee als 3". Mna der vor air uenden Arbeiter, &V arh) n°ch * « I oft erlangt amerikanisch^! ntt6 SReputiiWl niete W £ ;ä» äs-* ’SÄn werden kann. Vermißte deutsche Bergsteiger kehren zurück. Am vergangenen Mittwoch waren die beiden deutschen Bergsteiger Franz Kastel aus Lmz (Donau) und Wilfried Kuhl aus Gotha zur Be- teigung des Schalligrats im Waldhornmassiv aufgebrochen. Da sie bis zum Abend nicht zurück- kehrten, nahm man an, daß sie abgesturzt seien; als bis zum Sonntagabend keine Spur mehr von den Bergsteigern gefunden wurde, konnte mü einer Rückkehr kaum noch gerechnet werden. Plötzlich trafen aber am Montag die schon Totgeglaubten wieder in Zermatt ein. Sie hatten wegen der auf- gekommenen schlechten Witterung den Rückweg nicht mehr antreten können und fast fünf Tage und Nächte im Freien verbringen müssen. Wie es heißt, befinden sich die beiden Bergsteiger wohl. Betrunkener Fahrer verursacht ein Autobusunglück. Ein schweres Autobus Unglück ereignete sich in der Nähe von Warschau: es wurde durch einen betrunkenen Wag/ nlenker verursacht. Der Autobus, der auf einem Ausflua Feuerwehrleute mit ihren Familien nach Warschau brachte, fuhr gegen einen Telegraphenmast und wurde zertrümmert. Eine Person wurde getötet, 19 mürben verletzt. Eine abenteuerliche Seereise. Aus dem Hafen Windau (Kurland) ist die kleine Motoryacht „Elen" mit drei Letten, darunter einer Frau, an Bord nach Tobago, einer kleinen Antillen- infel des britischen Gouvernements Trinidad, ausgelaufen. Die unternehmungslustigen jungen Leute haben die Absicht, der einstigen Kolonie Herzog Jakobs von Kurland einen Besuch abzustatten und dort Am Fest der französischen Provinzen und des internationalen „Folklore", das vom 13. bis 15. August in Nizza stattfand, nahm, wie im Vorjahre, auf Einladung der „Federation des Associations Regionales" und durch Vermittlung des Internationalen Zentralbüros „Freude durch Arbeit" in Berlin eine deutsche V o l k s t r a ch t e n g r u p p e teil. 30 Teilnehmer der Volksgruppe Srnnfeld aus Mainfranken trafen unter Leitung ihres KdF.-Gau- wartes in Nizza ein. Bei der Vorstellung der zwei- unb zwanzig französischen unb auslcinbischen Volkstrachtengruppen würbe bie beutsche Gruppe mit herzlichem Beifall begrüßt. Mit bem gleichen Beifall wurde ber Auszug zu ben Volkstänzen aufgenommen, als bie beutsche Gruppe bas Podium betrat unb bas Lieb „Wohlauf, bie Luft geht frisch unb rein" urwüchsig unb kräftig vortrug. Ferner beteiligte sich bie beutsche Gruppe in roürbiger Weise an ber Heldenehrung am Gefallenendenkmal. Tobessturz aus dem Zuge. Im Tunnel bei Homberg (Kreis Rotenburg) wurde eine weibliche Leiche gefunden. Die pottzei- lichen Ermittlungen ergaben folgendes: Die Frau war auf ber Rückfahrt von Amerika nach München unterwegs. Sie stürzte am 13. August im Tunnel aus bem Zuge. Die Leiche ist eingehenb ärztlich untersucht worben. Außer Sturzwunden haben sich keine Verletzungen feststellen lassen. Es liegt zwei- fellos Unglücksfall vor. Stapellauf in Rostock. Auf der Neptunwerft in Rostock lief das zweite Schiff aus einer Serie von vier gleichen Schiffen für die Türkei in Gegenwart einer gro^n Zuschauermenge glücklich vom Stapel. Dtt Turkin Selma Kocaoglu, deren Vater der türkischen Abnahmekommission angehört, nahm die Taufe aus den Namen „Tirhan" vor. Betrunkener Motorradfahrer mit 90 Kilometer auf nächtlicher Landstraße! Vier Männer, bie in einer Gastwirtschaft in Grevesmühlen bei Wismar stark gezecht hatten, be- gaben sich auf zwei Motorräbern mit über 90 Kilometer Stunbengefchwinbigkeit auf bie nächtliche Heimfahrt. Kurz vor Wismar fuhr ber eine Fahrer einen aus Hagen i. W. ftammenben Fußgänger an, der in den Ehauffeegraben geschleudert unb getötet würbe. Der Motorradfahrer erlitt lebensgefährliche, ber Beifahrer leichtere Verletz u n - gen. Der Fahrer bes zweiten Moiorrabes, ber ebenfalls betrunken mar, mürbe festgenommen. Wie der DKK.-Berichterstatter melbet, fand am Sonntag das erste große F e st k o n z e r t der diesjährigen Salzburger Festspiele im umgebauten Festspielhaus statt und erbrachte den Beweis. daß die Akustik nunmehr besonder? für Orchester gegen früher weitgehend verbessert ist. Vittorio Gui dirigierte meisterhaft das Wiener Philharmonische Orchester, das die schwierigsten Aufgaben unvergleichlich bewältigte. Nach einer: von Vittorio Gui für Streichorchester bearbeiteten Trio sonate des Altitalieners Borbora horte man zwei bedeutsame symphonische Werke tonmalerischer Art bie in neuromantischem Stil Stimmungsb ilder aus Sardinien und Spanien m phantasievolle Klangfarben tauchen: bie symphonische Dichtung „Sar binia" des jungen Respighi-Schulers Porriono, bie nicht weniger zu fesseln vermochte als die^ dreiteiligen Orchesterbilder „Iberia von D e b u s s y. Die Virtuosität der Wiedergabe riß d Zuhottr- schast zu Beifallsstürmen hin. Boch stärkere Be- geifterung erweckte der hervorragende Klavierkunstl^ Claudio 21 r r a u , ber bie Symphonischen Bariatw nen von Cäsar Franck mit musikalischer und technischer Vollendung zum Vortrag brachteEmeri erhebenden Ausklang gab bie Akademische Feftt ouvertüre von Johannes Brahms die selten in so seiner Durcharbeitung zu bj^en f- ©ui unb bie Philharmoniker mürben nut stärkst m Beifall ausgezeichnet. Am Abenb leitete Dr. Kar Böhm die Festaufführung von Mozarts „Don Giovanni". Insektenforscher tagen ln Berlin. — Kampf dem Kartoffelkäfer! Der VII. Internationale Kongretz fu Entomologie wurde in der Umoeriitat eröffnet. Rund 1100 Jnsektenjorfcher aus 54 Natto nen haben sich in ber Reichshauptstabt zusammen gefunben, um ihre Erfahrungen mite man zutauschen. Staatssekretär Z s ch 'n tz s ch n b Vertretung des Schirmherr» des Kongresses, R ch Minister "für Wissenschaft, Erziehung und bilbung, Rust, übermittelte bie besten Grupe uno Wünsche ber Reichsregierung und des Reichsm sters Rust. Anschließenb sprach ber Rektor ber Um versität Berlin, Professor Dr. bjPP€' Begrüßungsworte. Oberbürgermeister anb Präsident Dr. Lippert hieß bie Kongreßteilneh mer im Namen ber Stadt Berlin Willkomm . folgte die Ansprache des ständigen Sekretärs oer internationalen Kongresse für Entomologie, D - 3°rdcm Triny (England). Die ^ilnehmeirzahl ,e bei weitem die höchste, die em Entomologen ft g je gehabt habe. Es tage auf diesem Kongreß Komitee, bem bie Untersuchung der Karton verrückbar (konstant), so hätten die Menschen von 1880 im Durchschnitt niemals den Höhepunkt ihrer Leistungsfähigkeit erreicht! Dann aber, woher ; kommt es, daß die Menschen heute durchschnittlich 25 Jahre länger leben? Doch nur daher, daß bie Organe bes menschlichen Körpers ihren Dienst länger ausüben. Unb ba soll ber Scheitelpunkt des auffteigenben unb bes absteigenden Lebens unverrückbar beim 40. Lebensjahr liegen? Wäre es so, dürften mir nicht sagen, daß die Menschen länger leben, sondern daß sie langsamer — sterben, daß sie sich nämlich vom 40. Lebensjahr ab langsamer verbrauchen als ehedem. Da dieses aber nicht wahrscheinlich ist, so liegt zweifelsohne ber Arbeitsknick heute zeitlich höher. Unb so müssen wir jetzt statt von einer Krise über 40" von einer „Krise über 50 sprechen. Wir werben in bieser Annahme bestärkt, wenn wir sehen, baß heute Männer wie Frauen noch in einem Lebensalter Sport treiben, m bem sie früher bereits im Lehnsessel ober auf der Ofem bank aßen. Die SA.-Karnpfspiele, an benen sich auch die „Alten" erfolgreich beteiligen, geben uns ganz besonders recht. Mit dieser zeitlichen Hinaufrückung des Arbeitsknicks geht aber eine größere Leistungsfa- biqteit der Alten Hand in Hand. Denken wir nun noch an den Weltkrieg zurück, in bem sehr viele der Alten, die ihren Beruf schon aufgegeben hatten ober pensioniert waren, für bie Jungen, die an ber Front: kämpften, einfpranaen, so wissen mir, daß in ben Alten bis zu 65 unb barüber hinaus, sicherlich noch eine Arbeitsreserve unb zrnar eine leistungsfähige A r b e i t s r e s e r v e vor- bringenbem Erfahrungsaustausch geben wird Im Jbero-amerikanischen Institut in Berlin fand bie feierliche Eröffnung statt. Botschafter z. D. General F a u p e l führte u. a. aus, baß bie Aerzte mi neuen Deutschlanb viel zu sehen bekämen, rnas ihnen nicht nur neue wissenschaftliche Erkenntnisse, sonbern auch ein besseres Verstänbnis bes Dritten Reiches vermitteln werbe. Der englische Komponist Sir Landon Ronald f. Der bekannte englische Komponist unb Dirigent Sir Lanbon R o n a l b ist im Alter von 65 Jahren gestorben. Er hinterläßt eine Frau unb einen Sohn aus erster Ehe. Wegen seiner großen Der- bienste um bas englifche Musikschaffen würbe er 1922 qcabelt unb hat sich seit bieser Zeit fast ausschließlich als Dirigent ber bekanntesten Opern hervorgetan. Jnsbesonbere hat er immer roieber bie großen Orchester ber Covent Garben-Oper geleitet unb dabei auch zahlreiche beutsche Opern dirigiert. Mhk nimmt' SPARTA’ (LVu um H FÜR HAUS I2er'°4-711o sport sonne -.25, -.45. -90 elf Bergleute in bem ersoffenen Stollen. Die Ret- tungsarbeiten, die unterbrochen fortgesetzt werden, sind äußerst schwierig, da bas Auspumpen des Was- sers viel Zeit in Anspruch nimmt. Die bie ganze Nacht fortgesetzten Rettungsarbei- ten waren äußerst schwierig. Nur burch ben Einsatz einzelner Männer der Rettungskolonne konnten im ganzen sieben ber Eingeschlossenen gerettet werben. Gegen 8 Uhr morgens würben nur noch vier Bergleute vermißt, deren Rettung jedoch sehr schwierig ist. Der Wasserstand in der Grube wird nun weiter gesenkt werben, so baß mit der Bergung der noch Vermißten im Laufe des Tages gerechnet fu Honen in England soll in der nächsten i k ä f e r g e f a h r obliegt; sein wohlorganisiertes Ar- ■■ »in»« TO o r h o f i> f h i n n hör - na -1 beitsaebiet gehe über die Landesgrenzen hinaus. „ , , , „ n" Vertreter der auswärtigen Delegierten dankte Don den Kanzeln herunter sollen die Geistlichen sich Professor Dr. Jeannel (Paris) ber Reichsregie- für ben Eintritt in bie Luftschutzorganisationen rung für bie Förberung bes Kongresses, ferner bem eiirsetzen unb in ihren Predigten auf die Bedeutung Präsidenten Professor Dr. Martini, bem Organi- bieier Schutzorganisationen Hinweisen. Das Innen- sationskornitee unb bem Generalsekretär Dr. H e - Ministerium hofft, auf biefe Weise in kürzester Zeit ring. Ein Vortrag des Präsidenten des Kongresses, 50ooO neue Mitglieder für die Luftschutzorganisa- Prof. Dr. Martini (Hamburg), führte die Hörer ttonen zu bekommen. durch die verschiedenen Teilgebiete der Entomologie. ßn^lötlb Übcrfd)rcifcf feilt I argentinischer und chilenischer Aerzte. ^(öffettböUürOOtOttlltl. Die Deutsch-Jberoamerikanische Aerzteakademie o I veranstaltet in ber Zeit vom 15. August bis 3. Sep- London, 16. Aug. (Europapreß.) Zwölf Mo-1 tember einen Wanderkongreß, der 36 der tortorpedoboote sind nach amtlicher englischer Mit- bedeutendsten Aerzte aus Argentinien und Chile teilung des Marineministeriums bei mehreren Werf-1durch Berlin, Jena, Weimar, Bad-Nauheim, ten in Auftrag gegeben worden. Mit diesem Auf- Marburg, Frankfurt, Darmstadt, Nürnberg und trag überschreitet England sein lau-I München führen und ihnen Gelegenheit zu frucht- fendes Flottenbauprogramm, in dem1 nur sieben solcher Boote vorgesehen waren. Wie die „Times" meldet, handelt es sich bei den Booten um verhältnismäßig kleine Fahrzeuge mit einer Geschwindigkeit von fünfzig Seemeilen in der Stunde. Sik sind mit Maschinengewehren und zwei /Ay VUIC1. J Wltv„ - Torpedorohren ausgerüstet, besitzen einen erheb- rutt €5 ÜU5 und ahnt nicht, wie sehr dieser Ausruf lichen Aktionsradius und sollen bereits bemerkens- öen Umschwung der deutschen Wirtschaft seit der werte Seetüchtigkeit bewiesen haben. Mehrere die- Machtergreifung kennzeichnet. Rief man vor 1933 ser Boote haben von England aus eine Reise nach verzweifelt nach der Arbeit, so ruft man heute dem Äittelmeer angetreten und sich bei den Manö- ebenso verzweifelt nach Arbeitskräften; Dem der Mittelmeerflotte sehr bewährt. Die Kosten stunden damals die Jugendlichen tatenlos an den eines solchen Bootes betragen rund 50 000 Pfund Straßenecken, so hält man heute auf den Arbeits- (über 600 000 Mark). Nach Durchführung des neuen ämtern nach den Großvätern Ausschau! Daß dem Auftrages wird die englische Flotte über 32 solche |0 beweist der soeben veröffentlichte Hinweis Boote verfügen. des Sozialamtes der Deutschen Arbeitsfront, der -------- auf die Arbeitsreserve, die wir noch in den Menschen über 65 Jahren besitzen, aufmerk- sam macht. So erfreulich dieser Hinweis ist, so . Ä i4A4 n Iwirft er doch mancherlei Fragen auf. Wie groß OUT allen Gebieten. tft die Arbeitsreserve der „Alten" über 65 Jahre? Wie steht es um ihre Leistungsfähigkeit? Neue japanische Kabinettsbeschlusse. Und endlich: Birgt ihr Arbeitseinsatz nicht eine ge- Tokio, 16. Aug. (DNB. Funkspruch. Ostasien-! ^isie^ Ges h ' ^hr geplante Volkszählung dienst.) Der japanische Kabinetts rat Rücksicht auf Oesterreich auf das Jahr 1939 stimmte einmütig den Beschlüssen zu, die in einer Der{chohen wurde, fehlt es an brauchbaren Zahlen, vorhergehenden M i n i st e r b e s p r e ch u n g 3ur um' er|te Frage zu antworten. Aber eine Durchführung und Beendigung des Kampfes In . ^hrreiche Statistik kommt uns zu Hilfe. China vorbereitet worden roaren. .(StaatsfefreHr ' ' mir|en ^ir, daß das durchschnittliche K a z a m i erkürte hierzu, daß die japanische Re- Lebensalter in den letzten 50 Jahren erstaunlich gierung eine materielle und g eistlge Mo - . ^o betrug bas durchschmtt- bilisation auf allen © e b i e ten bedm- Lebensalter gungslos burchchhren werbe, um den Erjolg ber ) 1880 militärischen Operationen in China sicherzustellen. 1920 Das Ziel dieser Mobilisation ist die N i e d e r w e r - 1937 fung bes Tschiangkaischek - Regimes,, »-tiiS atVTsront^ r «‘‘ ‘i rf iti« L nah»"“'?., b0» Gebiet wLu ? Srsr 5-"’J r-'ss m o-'l ir ö'r 1937 60 Jahre 1 u u y u x. = j . v».. ö - - . । ~ . । und wird voraussichtlich noch weiter steigen. Hier- unb bie Beendigung des Chinakonfliktes und dann ! können wir im Hinblick auf die 75 Millionen der Wiederaufbau Chinas in Zusam- ^mohner bes Deutschen Reiches und auf bie (in men ar b eit mit Japan. biefem Falle günstige) Vergreifung unseres Volkes TftolAAonittfl ! schließen, daß die Arbeitsreserve der Alten bis unb A>or oer Belagerung. Ü5er 65 Jahre groß genug ist, ben Mangel an Die letzten diplomatischen Vertreter haben hankau Arbeitskräften zu verminbern. ... verlassen. Wichtiger als bie zahlenmäßige Untersuchung ist MDWUUMMZMBW ^riedensbeitraa Papanek. tritt ber Arbeitsknick weit eher ein als bei ben geb Jieuer F Berufen. Ein Berufsboxer ist, wie uns ein Tokio, 15. Aug. (Ostasienbienst des DNB.) Die Ereignis der letzten Zeit bewies, schon mit 32 Presseabteilung des Kriegsministeriums teilt mit, daß — ' k nnt sämtliche japanischen Truppen [eit dem 13. August aus dem bisherigen Kampfgebiet um Schanqfeng zurückgezogen und auf koreanisches Gebiet westlich des Tumen-Flusses geführt mürben, so baß kein japanischer Solbat östlich v 0 m T u m e n zurückblieb . Diese Zurücknahme ber Truppen mirb als eine vollkommemfrerrnilligeHanblungbes japanischen Oberkommanbos in Keijo bezeichnet tote läßt erkennen, baß Japan erneut seine Absicht be- funbet, den Schangfeng-Zrnischensall auf friedlichem Wege endgültig zu beenden. Llm Sprache und Kahne. Oer hundertjährige Kampf der Buren. Von unserem Or. St.-Mitarbeiter. yochwasserkalastrophe in Indien. Aus vielen Gebieten Indiens werden S) o d) = Wasserkatastrophen gemeldet, die durch das Ansteigen der Flüsse infolge heftiger Monsunregen verursacht wurden. In den Vereinigten Provinzen wurden im Gonda-Distrikt über 10 0 Dörfer fortgespült und die Häuser größtenteils zerstört. Mehr als 100 Menschen und 1500 Stück Vieh kamen in den Fluten um; Hunderttausende wurden obdachlos. Im Flüchtlingslager Colenelganj brach die Cholera aus. Der Brahmaputra in Bengalen führt ebenfalls Hochwasser. Die «Preise für Jute und Lebensmittel stiegen an. 26 Tote bei einem Banditenüberfall in Mexiko. Eine Bande von Rebellen verübte in der Nähe der Farm Chapparre im mexikanischen' Staate Guanajuato auf eine Kolonne von Bahn- und Holzarbeitern einen Ueberfall und tötete 26 von ihnen. Unwetter in Nordkorea fordern zahlreiche Todesopfer. Heftige Unwetter, die Nordkorea heimsuchten, verursachten zahlreiche Ueberschwemmungen und Hauseinstürze. Bei einem Dammbruch drangen die Wassermassen in ein Kohlenbergwerk bei Kaigando ein, wobei über 40 Arbeiter getötet oder schwer verletzt wurden. Auch durch einstürzende Häuser kamen 10 Personen ums Leben. Mehrere Eisenbahnlinien und Telephonleitungen sind unterbrochen. Der Gesamtschaden ist noch unbekannt. Schlimme Folgen eines Bubenstreiches. In Niederoberweiler bei Andernach am Rhein wollten Knaben Fische fangen, indem sie eine Flasche mit Karbid füllten und in einen Bach warfen. Als die Flasche nicht explodierte, holte man sie wieder aus dem Wasser. Um die „Güte" des Karbids zu prüfen, hielten sie ein Streichholz an die Flasche. Im gleichen Augenblick explodierte die Flasche unter lautem Getöse. Die umherfliegenden Glassplitter drangen einem Knaben in den Bauch und verursachten schwere Fleischwunden an der Brust und im Gesicht. Er mußte sofort einem Krankenhause zugeführt werden. Pretoria, im August. Südafrika wird heute von den Generalen H e r tz o g und S m u t s gemeinschaftlich regiert. Das Volk hat ihrer Vereinigten Partei für weitere fünf Jahre die Macht übertragen. Aber schon wenige Wochen nach dem Wahlsieg kam es zu einer Spannung, die den geschichtlichen Gegensatz zwischen den Südafrikanern englischer und burischer Abstammung wieder einmal aufriß. Am Nationalfeiertag der Union marschierten die Truppen von General Hertzog und seinem deutschstämmigen Verteidigungsminister Oswald Pirow in der Nähe von Pretoria auf. Bei diesen Feierlichkeiten ertönte nur die burische Hymne „Die Stem van Suidafrika", während das englische Lied „God save the King“ ungespielt blieb. Diese Vorfälle erregten Unwillen unter den englisch sprechenden Südafrikanern. Erschwerend kam noch ein Flaggenzwischenfall hinzu. Eine halbe Stunde vor Beginn der Parade wurde der englische „Union-Jack" eingezogen, und die südafrikanischen Farben Orange-Weiß-Blau wehten allein über das Hochfeld. Hertzog und Smuts hatten Mühe, ihre englisch und afrikanisch sprechenden Gefolgsmänner zu beruhigen. Das Ergebnis dieser Zwischenfälle lautet: Südafrika ist ein Land mit zwei Fahnen. Südafrika ist auch ein zweisprachiges Land. Ueberall im öffentlichen Leben steht die englische Inschrift neben dem Afrikaans. Regierung und Handel lassen ihre Drucksachen zweisprachig Herstellen, denn 60 v. H. der Einwohner des Landes sind burischer und 40 v. H. englischer Abstammung. Die Buren sprechen afrikaans. Das ist eine Sprache, die ebensowenig dem Holländischen wie dem Deutschen gleichgesetzt werden kann. Im vorigen Jahrhundert hatte sich das gesprochene Wort der Buren so weit von der mitgebrachten Muttersprache der Einwanderer fortentwickelt, daß es allmählich zu einer neuen Sprache wurde. Deshalb ist es auch falsch, von einem „Kap-Holländischen" zu reden. Der Holländer muß heute ebenso afrikaans lernen, wie der Deutsche. Dor 14 Jahren wurde das Afrikaans, das überhaupt erst seit etwa der Jahrhundertwende eine Schriftsprache wurde, von General Hertzog neben dem Englischen zur zweiten Amtssprache der Union erhoben. Als die erste Regierung Hertzogs im Jahre 1924 im Namen des nationalen Burentums das englandfreundliche Kabinett Smuts ablöste, begann der Aufstieg des Afrikaans. 99 Jahre vorher hatten die Engländer geglaubt, die Sprache der Buren ausrotten zu können. Am Anfang dieses Ringens unter den beiden Sprachen stand ein englisches Gesetz, das am 1. Januar 1825 am Kap verkündet wurde. Obgleich die damalige Bevölkerung nur zu einem Achtel aus England stammte, wurde das Englische die alleinige Amts- und Gerichtssprache. Die sieggewohnten englischen Derwaltungsbeamten wollten dem burischen Volke mit der englischen Sprache allmählich einen englischen Stempel aufdrücken. Doch alle noch so ausgeklügelten Methoden der Engländer scheiterten an der kulturellen Wider- standskraft des Burentums, das seine Sprache als einziges germanisches Volk in englischer Umgebung erhalten konnte. Als der kulturelle und wirtschaftliche Druck der Engländer unerträglich wurde, verließen die Vortrekker das Kap und machten das Innere des Landes dem weißen Manne untertan. Mit ihnen zog die burische Sprache gen Norden nach dem späteren Oranje-Freistaat und nach Transvaal, wo sie sich ungestört und durch die nationale Besinnung des Burenkrieges befruchtet weiter entwickeln konnte. Wenn auch die gegenwärtige innerpolitische Konstellation das nationale Burentum in mehrere Lager aufgespaltet, so stehen doch bewußt alle Buren sämtlicher Schattierungen hinter dem Aufstieg ihrer Sprache. Im Parlament wird heute mehr afrikaans als englisch geredet. Die leitenden Männer sind in der Mehrzahl burischer Abkunft und setzen ihre Sprache durch, ebenso wie sie ihrer Fahne eine mindestens gleichberechtigte Stellung verschafft haben. Viele einflußreiche Buren glauben jedenfalls an ein allmähliches Ueberroiegen ihrer Sprache und ihrer Fahne. Politisch würde das eine weitere Selbständigkeit der Südafrikanischen Union innerhalb des Britischen Reiches bedeuten. Die Radikalsten der Buren erstreben sogar eine unabhängige Republik. Wetterbericht Durch den Zustrom kühlerer Luftmassen hat sich über Mitteleuropa ein flaches Hochdruckgebiet auf- gebaut, das zu Aufheiterung und in der Nacht zum Dienstag zu verbreiteter Nebelbildung in Westdeutschland führte. Da aber im Ganzen die westliche Luftströmung erhalten bleibt, wird auch weiterhin unbeständiges Wetter vorherrschen. V o r h e r s a g e f ü r Mittwoch: Ueberwiegend bewölkt und besonders nördlich des Taunus zeitweise Regen, nur mäßig warm, südwestliche Winde. Vorhersage für Donnerstag: Zeitweise aufgeheitertes, jedoch nicht beständiges Wetter. Lufttemperaturen am 15. August: mittags 21,2 Grad Celsius, abends 16,8 Grad; am 16. August: morgens 15,6 Grad. Maximum 22,5 Grad, Minimum heute nacht 14,4 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 15. August: abends 20 Grad; am 16. August: morgens 17,5 Grad. — Niederschläge 2,3 mm. — Sonnenscheindauer 2,2 Stunden. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange (in Urlaub), i. V.: Ernst Blumschein; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck (in Urlaub). Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theod. Kümmel. 2). 21. VII. 38: 9034. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R.Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. Frau Maria Wagner, geb. Weber im 69. Lebensjahr. Gießen (Marburger Straße 32), den 15. August 1938. 5313D 5305D Heute nachmittag entschlief sanft unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester und Tante Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 17. August, nachmittags 5 Uhr, vom Trauerhaus Bahnstraße 5 aus statt ist heute morgen im Alter von 55 Jahren in die Ewigkeit abberufen worden. Meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante Die Einäscherung und Beisetzung finden in aller Stille statt. Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand zu nehmen. Heuchelheim, den 15. August 1938. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Heinrich Hofmann Familie Hermann Volkmann Helene Volkmann Familie Ernst Volkmann Familie Paul Weil. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Anton Wagner und Kinder. Helene Volkmann Wwe geb. Freitag Mietgesuche Zum 1. 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Durch eine einfache Beizung mit Nußbeize verschiedener Konzentration erfahren die Bilder über die Zeichnung hinaus eine Bearbeitung in verschiedenen Tonwerten. Außerdem werden noch einige Tafeln anaefertiat, die in einfachen Darstellungen Soldaten in den Trachten der verschiedenen Jahrhunderte deutscher Geschichte zeigen werden. Die Herstellung der Schmuckplatten macht erhebliche Arbeit. Die Darstellungen müssen mit Sticheln und Meißeln aus dem harten Holz herausgestemmt werden. Gloria Palast: „Unter Ausichiuß der Oeffentlickkeit/ Dieser Film, der jetzt für zwei Tage in einer Neuaufführung hier erscheint, ist früher schon einmal bei uns gelaufen, aber nicht besprochen worden. Wenn wir mit einigen Worten darauf zuruckkom- men so geschieht es, weil sich hinter dem anreißerischen Titel fachlich und darstellerisch Ernsthafteres verbirgt, als vermutet werden könnte. Die Fabel behandelt einen Kriminalfall und schildert, wie eine gute Ehe durch die erpresserischen Machenschaften eines Hochstaplers auf das gefährlichste belastet und fast zerstört wird. Abgesehen davon, daß der Besucher stofflich und künstlerisch von den Vorgängen gefesselt wird, liegt es nahe, der Handlung — was das Verhalten in ähnlichen Lebenslagen betrifft — Anregungen und gute Lehren zu entnehmen, wie sie kürzlich in der „Mordsache Holm" gegegeben wurde. (Vertrauen zur Polizei hat noch niemandem geschadet.) Paul Wegeners Regie beginnt ziemlich langsam, gleichsam tastend, gewinnt aber gegen Ende — vor allem in der Gerichtsverhand- lung — an Lebendigkeit und natürlicher Spannung. Hier sei gleich der noblen Haltung gedacht, die W i n t e r st e i n dem Vorsitzenden angedeihen läßt. Im übrigen konzentriert sich die Anteilnahme des Beschauers in erster Linie auf die auch äußerlich sehr geschickt gewählte Gegenüberstellung von Olga Für die Ausschmückung des großen Saales des Wirtschaftsgebäudes im Fliegerhorst Gießen wurde der Bildhauer Bourcarde (Gießen-Krofdorf), der schon des öfteren mit ausgezeichneten Arbeiten hervorgetreten ist, mit der Anfertigung von Wandschmuck besonderer Art beauftragt. Der Saal soll mit Wappenschildern ausgestattet werden, durch deren Auswahl und Gestaltung die Verbundenheit des Fliegerhorstes mit der oberhessischen Landschaft zum Ausdruck gebracht werden soll. Die Wappenschilder sollen die Wappen der oberhessischen Städte Gießen, Lich, Butzbach, Friedberg, Alsfeld, Kirtorf usw. tragen. , ... ,. Die Arbeit ist bereits über die Entwürfe hinaus „Warum eigentlich in der Hand?" wollte ich wissen. „Du mit der Rose in der Hand, sie mit der Nelke ... ihr könnt die Blumen doch anstecken." „In der Hand ist würdiger", entschied Gerhard Balle, und seinen Willen sollte er haben, das halt' ich mir ernstlich vorgenommen. Zu begreifen ist, daß ich ein so verantwortungsvolles Unternehmen nicht allein auszuführen wünschte. Eine Frau aussuchen unter zweiunddreißig Bewerberinnen — da mußte einer helfen, beistehen, raten, und das konnte in diesem Fall nur mein Bruder Egon sein. Egon ist ein williger und gescheiter Mensch, obendrein hat er Humor. Mehrere Stunden haben wir uns mit den Briefen der zweiunddreißig heiratslustigen Damen beschäftigt, dann waren wir im reinen und kühlten unsere erhitzten Gemüter mit einer Flasche aus dem Eisschrank. Ich muß gestehen — uns hatte die Neugier, oo Gerhard Balle zufrieden sein würde, halb krank gemacht, wir konnten den Donnerstag kaum erwarten, und kurz vor fünf nahmen wir eine Taxe, fuhren zum Viktoria-Luise-Platz und ließen den Wagen etwas abseits halten, aber so, daß der Ausblick auf Es wird nun doch Zeit, daß ich die Geschichte von Gerhard Balle und der verhängnisvollen Nelke ' niederschreibe, ein Jahr nach dem andern ist drüberhingegangen, am Ende nehmen mir die Jahre noch die Lust zum Erzählen weg, und das wäre schade — um des Lachens willen. Die Geschichte beginnt, wenn man's recht besieht, auf der Schulbank, aber ich bin nicht gesonnen, meinen Onkel Bertram nachzuahmen, der jeden Witz mit einer Vorrede erschlägt. Es sei daher nur gesagt, daß Gerhard Balle auf der Schule glänzte. Allerdings glänzte nicht sein Verstand, sondern sein blankes fettgepolstertes Gesicht, das ihm den Beinamen „Marzipanschweinchett" eintrug. Gerhard Balle regte sich nie auf, und war es zu machen, dann ließ er die andern sorgen. Solche Menschen bleiben nicht mager. Sie verstehen es auch, sich mit fortschreitendem Alter gut zu konservieren. Der Herr, der mir in der Elektrischen auffiel, sah ganz und gar wie ein ^Marzipanschweinchen aus, bald lächelten wir uns an, er reichte seine Hand herüber, es war Gerhard Balle. In keiner Weise hatte er Ausdruck und Bewegung verändert, soweit man bei ihm überhaupt von Bewegung sprechen konnte; meist waren es nur die erwartungsvoll spielenden Augen, die an diesem Körper Leben verrieten. Die Vermutung lag daher nahe, daß sich das Ballesche Wesen ebensowenig geändert hatte, und richtig sagte er schon nach ein paar Minuten „Du könnntest mir mal einen Gefallen tun eine Kleinigkeit ...ich be- indem er ein Bündel Briete aus der Aktentasche nahm, „die haben mir alle geschrieben, und da muß nun eine ausgesucht werden." Ich verstand nicht gleich. Gerhard Balle war selbst zum Sprechen zu faul und bevorzugte größt- Tschechowa und Sabine Peters, die im „Mädchen Irene" einen ähnlichen Konflikt mit leidenschaftlicher Einfühlung gestaltete — eine Lei« stung, die sie bis heute nicht übertroffen hat; die Tschechowa wirkt auf der Gegenseite, wenn das Wort in diesem Zusammenhang gestattet ist, so be- herrscht und überlegen, so sparsam und zugleich aus- drucksvoll wie stets. Der inzwischen verstorbene Alfred Abel und Ivan P e t r o o i ch stehen neben beiden im Vordergründe der Ereignisse; die Gießener wird es freuen, im großen Ensemble auch Frau P r a s ch - G r e v e n b e r g und der Geigerin Martha Linz zu begegnen. — (Märkische-Pano- rama-Schneider.) * Die Wochenschau bringt u. a. einen ausführlichen Bildbericht vom Turnfest in Breslau; ein Kultur- film schildert den Werdegang der Rasierklinge Hans Thynot. die U-Bahn frei blieb, denn keiner von uns dachte daran, auszusteigen. Wir hatten ein schlechtes Gewissen. Wie schlecht es war, wird jeder abzuschätzen vermögen, wenn er hört, daß die Gegend um die Untergrundbahn ain dem Viktoria-Luise-Platz wimmelte von Damen, die eine weiße Nelke in der Hand trugen. Ob es genau zweiunddreißig' waren, kann ich nicht versichern, aber bestimmt hatten wir an alle zweiunddreißig geschrieben und sie herbestellt. Der Damen hatte sich bereits eine gewisse Unruhe bemächtigt Die Nelken scheuten voreinander. Doch je näher der Zeiger der Fünf ruckte, desto entschlossener wurde der Gesichtsausdruck der Wartenden, und das freute uns böse Buben. Bald danach erschien Gerhard Balle mit seiner roten Rose auf der Walstatt. Er kam aus der Untergrundbahn heraufgestiegen und sah sich plo^nd) einem Wald von weißen Nelken und einer Horde von Racheweibern gegenüber. Das letzte, was wir erspähten, waren seine abwehrend erhobenen Hände. Unsere Taxe sauste davon. Denn — nicht wahr — man sieht nicht gern der Zerstückelung eines lebendigen Menschen zu, selbs?wenn dieser Mensch ein Marzipanschweinchen und außerdem ein unverschämter Faulpelz ist. Niemand hat fernerhin von Gerhard Balle ein Sterbenswörtchen gehört. Die verhängnisvolle Nelke Eine bösartige Geschichte von Waldemar Keller. Heinrich George spielt bei den Frankfurter Römerberg-Festspielen den „Götz". Bei dieser Freilichtaufführung sind sämtliche umliegenden Fenster und Balkons dicht mit Zuschauern besetzt. George- Götz ist gerade bei der Sterbeszene und bittet um „einen Trunk Wasser", da hört man aus einem Fenster die Stimme einer durstigen Frankfurterin recht vernehmlich nach nebenan rufen: „Also, es geht doch nix immer e gut Glas Bier am Abend! Vorauf die Nachbarin, empört ob dieser Pietätlosigkeit, ebenso laut zurückruft: „Dir is ammer auch nix heilig. Laß doch den Mann dy unne erst e mal ruhig sterwe!" Was der beleibte Heinrich denn auch mit unterdrücktem Schmunzeln tat Dornotizen. Tageskalender für Dienstag. Gloria-Palast (Seltersmeg): „Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit". BOM -Werkgruppe 1/116. Sport. Alle Mädel der Gruppe treten am Dienstag um 20 Uhr pünktlich am Ludwigsplatz an. Turnzeug ist Di" Führerin der BDM.-Werkgruppe 1/116. llnsere Artillerie abgerückt. Am gestrigen Montagnachmittag ist unsere Gießener Artillerie-Abteilung zur Uebung aus einem Truppenübungsplatz ausgerückt. Der Marsch Der Truppe durch die Stadt zum Bahnhof vollzog sich, mie immer, unter herzlicher Sympathie der Bevölkerung. Wem darf der Wehrpaß vorgezeigt werden? NSO Auf Seite 52 des Wehrpasses ist im zmei- ten Absatz befohlen, daß der Wehrpaß auf Verland gen den Dienststellen der Wehrmacht, des Reichs- arbeitsdienstes, den Behörden und dem Betneos- führer (diesem ohne Kriegsbeorderung oder Wehr- paßnotiz) vorgelegt meröen darf. Anderen Personen darf er meber oorgezeiat, noch vorübergehend überlassen merben. Das XI1. Armeekorps hat bestimmt, Aus der Stad« Gießen. „Vielleicht?- Wie oft hätten wir auf eine offene Frage an unsere Bekannten eine klare, eindeutige 2lntmort, ein einfaches „Nein" oder ein bindendes „Ja . Aber es fällt gar vielen Menschen zu schwer und scheint ihnen auch zu verpflichtend zu sein, eine solche 2lnf> wort zu geben. Sie wollen nicht absagen, obgleich sie es eigentlich möchten; sie wollen aber auch nicht zusagen, weil ihnen dann eine Verpflichtung erwächst, die unter Umständen unbequem werden kann. Wir erhalten meistens die Antwort: „Diel- leicht!" oder „Ich will mal sehen was sich machen läßt!" oder „Ganz sicher kann ich das nicht ver- sprechen!" usw. , v „ . Solche Antworten verraten eigentlich den Mangel an Mut. Die lieben Freunde wollen einer ent- scheidungsschweren Angelegenheit aus dem Wege gehen, sie wollen keine Verantwortung übernehmen. Andererseits wollen sie aber auch nicht das harte klare Nein aussprechen, um nicht den Anschein zu erwecken, als nähmen sie nicht Anteil an unserm Geschick. So kommt es denn, daß sie eine belanglose Redensart als Schutzschild vor sich stellen, um sich dahinter zu verstecken. Das können wir im alltäglichen Leben immer wieder erfahren. Die Redensarten, die oft zu Redensunarken werden, beherrschen das Feld. Die Menschen wollen nicht unhöflich erscheinen und gehen deshalb einem einfachen Ja ober Nein aus dem Wege. Oft sind sie auch selber unsicher und wissen noch nicht wie sie sich verhalten sollen. „Vielleicht läßt sich da etwas machen!" Aber gerade das Wörtchen „Vielleicht ist es, bas so verstimmend wirkt. Wir sind nach einer solchen Antwort genau so klug wie vorher und werden uns, wenn wir öfters so behandelt werden, hüten, noch einmal zu fragen. Auf eine aufrichtige Frage, auf eine sogenannte Entscheidungsfrage gehört auch eine eindeutige Antwort, entweder Ja o^Ein edjtcr Freund wird uns stets diese klare Aus- fünft geben. Bei ihm wissen wir immer, woran wir sind. Aus ihn können wir uns verlassen; denn wahre Freundschaft kennt nicht die Redensarten: Vielleicht!" oder „Ich will mal sehen! Sie ist auf gegenseitiges Vertrauen gegründet, und das macht sie so stark. n- herrliche Flugbilder wie die blütenweißen Silber- möwen, die „Blaumäntel", wenn ihr schwanen- ! gleiches Gefieder in der Sonne blitzt. Im Sommer i die tägliche Freude der Jnselgäste und Strand- > läufer, ziehen sie sich im Winter von den Inseln . und den einsamen Halligen in die Mündungen i unserer großen Ströme bis nach Hamburg und 1 Bremen, und bei anhaltendem harten ^roft nod) tiefer ins Binnenland hinein, ohne aber die Fluhläufe zu verlassen. Aber im April, wenn aus dem Dünensand die ersten feinen Triebe des Strandhafers auffpriehen, find sie wieder da. Ruhige kräftige Flügelschläge tragen sie durch die leuchtend blaue Luft und über die grünen Wellenkamme der aufkommenden Flut. Jetzt steht der große schone Segler mit gespannten Schwingen über der Br an- bunq, eine heftige Bö wirst ihn aus dem Gleich- gewicht, in weitem Bogen schießt er zum Wasserspiegel hinab, steigt rasch wieder turmhoch auf und gleitet schwebend durch den schimmernden Aether In allen Brutkolonien der nord- und ostfriestschen Inselkette ist die Silbermöve zu finden, ausgenommen die Insel Juist, wo nur Sturm- und Lachmöwen brüten. Ihre Hauptbrutstande sind die Nordspitze von Sylt und die roten Felsen und Klippen von Helgoland, an deren Steilhängen sie massenhaft nisten, die stillen schwedischen Scharen und die Fjorde Norwegens bis zum Rordkap hinauf. Die drei grünlich-braunen, zuweilen hd) blauen Gier ruhen in einer flachen Sandmulde auf kunstlos zu- sammengescharrten Halmen und Wurzelstockendes Dünenhafers. Die einzelnen Paare leben gefonder für sich, nur zur Brutzeit vereinigen sie sich zu 1 Gesellschaften, verleugnen aber auch bann ihre un- • ^Auf^dem Schwielowsee, bem größten Seebecken s der Havel zwischen ben dunkelbewalbeten Hohen : der märkischen Hügelkette, gleitet an einem fonnen- ' hellen Sommertage ein weißer Dampfer durch bas orüne Wasser. Er hat bie sublichste Lanbungsstelle eben verlassen. Am Heck unb unter bem Sonnen- fege! bes Derbecks stehen Ausflügler unb hergnugen ich damit, Scharen leicht beschwingter weißer Lach- S unb B »Äenigen SIÜ9eIWIagen wI^r äs« hungrigen Tierchen verfuttert rst. mögliche Verkürzungen. „Ist boch einfach", erroiberte er auf meine Frage, „ich habe eine Heiratsanzeige losgelassen, zweiunb- dreißig Antworten sinb eingeganqen, such mir, eine aus unter ben zweiunbbreißig unb schreib ihr." „Entschulbige, Gerharb ... du meinst, die Frau soll ich aussuchen, ich?" „Gewiß", nickte er, „du verstehst bas besser ... du kannst auch ben Brief netter abfassen ... ist wohl in. Drbnung, benk' ich .. es riecht hier bei euch rounberbar nach Eierkuchen." Schon jstzt tat mir ber Eierkuchen, den biefes Faultier essen würbe, in ber Seele weh, unb ber Grimm verleitete mich, Gerharb Balle nicht abzuweisen, sonbern auf sein Verlangen einzugehen. „Gut", sagte ich, „wenn bu unbebingt willst, werd ich"den Brief schreiben. Wann und wo soll dich die Dame treffen?" „Donnerstag nachmittag um fünf an der Unter» grunbbahn auf bem Viktoria-Luise-Platz. Ich trag eine rote Rose in ber Hand." „Unb wie soll sich bie Dame erkennbar machen? „Ist das denn nötig?" fragte Balle und schnupperte nach der Tür zum Nebenzimmer, von wo die Laute des Tellerklapperns und ein verstärkter Eierkuchengeruch zu ihm drangen. „Wenn ich eine Rose trage, weiß sie doch Bescheid " Auch du mußt unter allen Umstanden die Dame erkennen können", erwiderte ich energisch. „Denk doch, ber Zufall spielt bir einen Streich, unb es kommt noch ein zweiter Herr mit einer Rose auf den Viktoria-Luise-Platz! Soll bie Dame etwa herumfragen?" . ,r Gerharb Balle brummte, bie Dame werde also eine weihe Nelke in der Hand halten. ___________ Kleine Schauspielergeschichten. Der geschätzte Filmkomiker Paul K em p hielt sich kurz vor den Sommerferien in der Nähe von Salzburg auf, um von dort nach Rom zu fahren, wo er in „Unsere kleine Frau" zu filmen hatte. Ms Paulchen seinen Wagen vor einer Bahnschranke bei Salzburg halten lassen muß, kommt ein kleiner Bub, der ihn erkannt hat, auf ihn zugerannt, druckt dem überraschten Schauspieler einen zerknitterten Zettel in die Hand und bittet um ein Autogramm. Kemp kritzelt dann auch fieundlich lächelnd feinen Namenszug auf das Papier und fährt erheitert weiter. Am nächsten Tage erhält eine erstaunte Lehrerin in Hallein bei Salzburg folgenden zerknitterten Entschuldigungsbrief: „Sehr geehrtes Frau- lein! Bitte entschuldigen Sie Poldi. Er kann mcht kommen, denn er muß arbeiten. Paul Kemp. Don Natur Zugvögel, überwintert das große Heer der Lachmöwen gleichwohl auf den Wasserläufen und Kanälen der norddeutschen Küstenstädte, verwöhnt durch die reichliche Nahrung, die ihnen Die Liebe der Bewohner gewährt; die Möwenschwarme des Alsterbeckens und des Bremer Freihafens, der Stettiner Bollwerks und der Berliner Spreebrucken zählen zu den Wahrzeichen dieser Städte. Auf jedem Pfosten, jeder Dückdalbe oder Schwimmboie der Kieler Förde und den Landungsstegen der Binnenalster stehen farbenschöne Lachmöwen. Nun öffnet ein Tierfreund sein Tütchen, um Die weißen Vögel mit kleinen Stinten und Steckerlmgen zu füttern — und im gleichen Augenblick wirbeln die Schwärme bunt durcheinander zum Dank und zur Augenweide der Freunde, die ihnen die Nahrungs- forqe so bereitwillig abnehmen ... ' Noch um 1850 nisteten in den grauen Dunen der Nordspitze von Sylt 20 000 Silbermöwenpaare; jetzt sind es noch etwa 12 000. Die Dogelkolomen von Borkum und Langeoog, wo die Silbermowe qe chützt wird, beherbergen noch 3000 Brutpaare gegen das Doppelte um die Jahrhundertwende. suche dich morgen." Er kam zu einer sorgsam gewählten Stunde, kurz vor dem Abendbrot, und brachte eine große Aktentasche mit. Ich war fest entschlossen, die Arbeit, die er mir aufbürden wollte, abzulehnen. Aber ich besann mich. Gerhard Balle hatte nämlich ein sehr merkwürdiges Anliegen, eins, das nur ihm kommen konnte. „Siehst du", sagte er, n er ein Bündel Briete aus der Aktentasche Heiß brütend strahlt die Auaustsonne auf spiegelglatte See herab. Kein Lüftchen reg unbeweglich liegt die unendliche Mache; .nur Strand und den weitvorspringenden Steinbuhnen der friesischen Insel rauschen m regelmäßigem I Wechsel smaragdgrüne kleine Wellen wie Atemzuge . des ruhenden Meeres auf. Strandhafer und Dunen- gras lassen ihre schlanken Halme hangen. Weit draußen in See liegt ein Dreimastschuner mit nord- llchem Kurs wie ein größer weiher Schmun °u bem stillen Wasser, (eit Stunben 'st er kaum eine Seemeile vorgerückt. Doch das Wetterglai I rasch- aus Nordweften schiebt sich ein bunttes Wölkchen'herauf von Minute zu Minute wachsend und breiter werdend, und jetzt zuckt aus dem schwarzen Horizont der erste schwule Blitz, und dumpfer Donner dröhnt verhalten über bie See. Mit einem Schlag hat sich die blanke Flache ver- »ÄSÄfe erften gif djtgefrö"ntenbürdeten Segel K? Schuners leuchten noch einmal buchen Gewittersturm, dann sind ße uersch . eine helle Jagd gestreckter Fluge! blfet über Die Wellen: Massen laut schreienber Silb^mo aufgetaucht unb schießen mit bem $ Windes über die weißen Kamme. Solang oas Meer still und unbewegt lag, trie d) ^tur; der ruhigen Fläche, doch der „erste S h . mes, der über die Sanddunen f*net Scharen auf die tobende Brandung hinaus... Zu i-der Landschast hat die Schöpfung Natur- sttmmen geschaffen, bie ihrem Ch Steinadlers norddeutschen Seenplatte kommt das h। I . . 8i°h°nd°r Graugänse, und im N'-d-rbusch schluchzt die Nachtigall — doch dem l ^em Elemente, dem Heulen des Nordw s ^ aIIein Donner brechender Wogen um Strand g ber schrille Möwenschrei bie kennzeichnende 6 ro Nur wenige Dögel unserer Bretten zeigen 1 ioi°E Kohlen Koks mmd Briketts Eiform Happel&Co. KI.Mühlgasseub Ruf 3925 55** Familie"- Druck^6. P,PT..he Druck'^1 e daß auch Angehörige der Partei und deren Gliederungen, sowie der Technischen Nochilfe ihren vorgesetzten Dienststellen den Wehrpaß (ohne Kriegsbeorderung oder Wehrpaßnotiz) auf Verlangen vorzeigen dürfen. 3u Gefängnis verurteilt und ausgeriffen. Am gestrigen Montag hatte sich der 24 Jahre alte Willi Matern aus Gießen, ein wenig erfreulicher Zeitgenosse, der einer geregelten Arbeit am liebsten aus dem Wege geht, vor dem Amtsgericht wegen Fahrraddiebstahls zu verantworten. Das Gericht verurteilte ihn zu vier Monaten Gefängnis. (Vgl. unseren heutigen Gerichtsbericht.) Als der Verurteilte nach dem Urteilsspruch in Begleitung eines Aufsichtsbeamten sich auf dem Wege zum Gerichtsgefängnis befand, um dort die Verbüßung seiner Strafe anzutreten, empfand er plötzlich einen heftigen Widerwillen gegen diese Beschränkung seiner Freiheit. Kurz überlegt und rasch gehandelt war eins: ein Blick nach rechts und nach links, ob „die Luft rein" sei, und dann raste er in langen Sätzen auf und davon. Die Verfolgung des Ausreißers war bisher ergebnislos. Die Person des Flüchtigen wird wie folgt beschrieben: Größe 1,75 Meter, schlank, Kopf länglich, Haar dichtblond, hohe Stirn, schwachblaue Augen, mittelgroße Nase, bartlos, Querfalte über dem Kinn, rechter Mittelfinger fehlt, Narbe auf der Stirn und unter dem rechten Auge. Wahrnehmungen über den Verbleib des Ausreißers werden an die nächste Polizei- oder Gendarmeriestelle erbeten, damit er sofort dingfest gemacht werden kann. Schwindler mit zusammengeklebten Reichsbanknoten unterwegs. Lpd. In den letzten Tagen ist ein Betrüger aufgetreten, der zusammengesetzte Reichsbanknoten zu 10 und 20 RM. verausgabte. Im Geldoerkehr ist deshalb besonders auf beschädigte und geklebte Banknoten zu achten. Die von dem Betrüger ausge- gebenen Banknoten sind gekürzt und mit durchsichtigem Klebepapier zusammengehalten. Der Betrüger ist 2# bis 30 Jahre alt, 1,78 Meter groß, schlank, trägt Helle Gürtelhose und Helles Sporthemd. Bei seinem Auftauchen ist sofort die nächste Polizeistation zu benachrichtigen. Gietzener lvochenmarktpreise. * Gießen, 16. Aug. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, XA kg 1,52 Mark, Markenbutter 1,55 bis 1,60, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 9, Wirsing, XA kg 10, Weißkraut 8 bis 10, Rotkraut 10 bis 12, gelbe Rüben 12 bis 15, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 15 bis 20, Römischkohl 8, Bohnen, grün 15 bis 25, gelb 20 bis 25, Erbsen 20 bis 28, Tomateü 20 bis 40, Zwiebeln 10 bis 15, Rhabarber 10 bis 15, Pilze. 50 bis 60, Kartoffeln 5 bis 6 Pf., 5 kg 50 bis 55 Pf., 50 kg 4,50 bis 5 Mark, Frühäpfel, XA kg 45 Pf., Falläpfel 10 bis 15, Pfirsiche 50 bis 65, Brombeeren 60, Pflaumen 50, Hähne 1,10 bis 1,15 Mark, Suppenhühner 90 Pf. bis 1,05 Mark, Blumenkohl, das Stück 10 bis 60 Pf., Salat 8 bis 15, Salatgurken 10 bis 35, Einmachgurken 1 bis 10, Endivien 5 bis 15, Oberkohlrabi 5 bis 15, Radieschen, das Bündel 8 bis 15, Rettich, das Stück 5 bis 15 Pf. ** Hochschulnachrichten. Der Dozent Dr. Max Schönberg in Gießen ist beauftragt worden, in der Landwirtschaftlichen Fakultät der Universität Berlin vom 1. Oktober 1938 die Vertretung der freien Professur für Agrarpolitik und landwirtschaftliche Betriebslehre wahrzunehmen. ** Dienstjubiläum. Im Bereiche der Universitäts-Kliniken feiert am heutigen Dienstag, 16. August, der Werkmeister Wilhelm Jung, Gießen, Friedrichstraße 16 B, sein 25jähriges Dienst- jubiläum. Der Jubilar erfreut sich bei feinen Vorgesetzten und den Arbeitskameraden des besten Ansehens. ** SterbefäHe in Gießen. Es oerftarbcn in Gießen: 1. August: Luise Krämer, geb. Griesel, ohne Beruf, 68 Jahre alt, Neuenweg 32. 2. Aug.: Margarete Rau, geb. Grohrock, ohne Beruf, 82 Jahre alt, Ederstraße 15. 4. Aug.: Konrad Geitz, Zwei hinter Gisela. Roman von Hans Hirthammer. Urheberrechtschutz Verlag Oskar Meister, Werdau/Sa. 26 Fortsetzung. (Nachdruck verboten!) „Was hat er denn?" Heli hob mit einer Geste der Nachsicht die Hände, ließ sie wieder sinken. „Das Leben hat all die Jahre her zuviel gefordert. Es ist begreiflich, daß die Nerven ihn jetzt im Stich lassen. Er müßte ein paar Wochen ausspannen und Ferien machen." Heli dämpfte ihre Stimme. „Ich habe an Lore Jasper geschrieben. Die ist die einzige, die es vielleicht zustande brächte, ihn von feiner Arbet fortzulocken." „Aha!" lachte Toni gezwungen. „Du meinst, Lore könnte ein übriges tun und ihm helfen, seine kleine Verirrung zu vergessen." „Du scheinst ein recht oberflächliches Urteil von ihr gewonnen zu haben. — Um aber auf diese Sache zurückzukommenr selbstverständlich haben weder ich noch Peter deinen Brief irgendeinem Menschen gezeigt. Jetzt allerdings erinnere ich mich, daß Peter ihn unter seinen Papieren auf dem Schreibtisch liegen hatte, als Gisela Mertens mich besuchte. Ich ließ sie überdies eine Zeit allein, weil ich noch etwas zu besorgen hatte." „Das erklärt alles! Ein hübscher Charakterzug von der jungen Dame, findest du nicht? Mir scheint, daß Peter nicht viel an ihr verloren hat!" In diesem Augenblick kam Peter aus seiner Kombüse hervor. Er war zum Ausgehen angezogen, winkte den beiden lässig zu und strebte zur Türe. „Willst du denn nicht noch deinen Blumenkohl essen?" rief ihm Heli ungeduldig zu. „Nee, danke!" Und schon war er draußen. Toni Kindlmann schien an dem unterbrochenen Gespräch weitergesponnen zu haben. „Ist sie wirklich ein so hübsches Mädchen, wie man nach der Photographie vermutet?" „Gisela Mertens? — Sicher! llebrigens ist sie in Wirklichkeit ganz anders als auf dem Bilde. Kaum eine Ähnlichkeit! Der Photograph scheint seine Kunst darauf verwendet zu haben, aus einem reizenden, fast kindlichen Jungmädchengesicht eine dämonische Schönheit zu machen. Du würdest Fräulein Mertens nach der Photographin unmöglich er- Thiinngensahrl der Zungmädelsiihrerinnen vom 2. bis 11. August. „Jetzt kommen die luftigen Tage", so fangen wir, als der Zug in Richtung Fulda aus der Gießener Bahnhofshalle hinausrollte. Die schwer gepackten „Affen" und der Kochtopf waren gut verstaut. Alle freuten sich, daß es nun endlich soweit war, daß es nun auf Fahrt ins Thüringer Land ging. Unser Zug fuhr über Fulda, Vacha, Salzungen und Schmalkalden, bis wir abends in Zella- Mehlis, unserem Ziel, ankamen. Am anderen Morgen tummelten mir uns sofort im Schwimmbad und wanderten mittags nad) der eine Stunde entfernt gelegenen Jugendherberge im Schneidersgrund. Diese hat eine herrliche Lage. Eine Wiese fuhrt wie ein grüner Teppich steil hinunter ins Tal. Auf beiden Seiten stehen hohe, dunkle Fichtenwälder, und in der Ferne sieht man die blauen Thüringer Berge. Hier verlebten wir vier herrliche Tage. Eine Wanderung führte uns über den 982 Meter hohen Beerberg nach Schmücke. Unterwegs labten wir uns an köstlichen Blaubeeren. Auch im Schwimmbad wurde tüchtig trainiert, und am anderen Morgen fuhren wir nach Eisenach. Von dort wanderten wir nach der Drachenschlucht und auf die Wartburg, wo wir den Sängersaal, die Gemächer der^ heiligen Elisabeth und die Lutherftube besichtigten. Der nächste Tag brachte uns nach Oberhof, einem sehr hochgelegenen Kurort. In der Jugendherberge trafen wir viele Kameradinnen und Kameraden aus Hessen-Nassau. Abends erzählten uns noch zwei sudetendeutsche Mädel von ihrer Heimat und ihrem harten Kampf. Hier kam cs uns wieder einmal deutlich zum Bewußtsein, wie schön und gut wir es doch innerhalb des Reiches haben. In Steinbach - Hallenberg, unserem nächsten Wanderziel, besichtigten wir eine Kleineisenwarenfabrik, die dortige Heimindustrie, und stiegen auf die Hallenburg, eine alte Ruine. Von dort hatten mir einen schönen Blick auf das Land. Dann brachte uns die Bahn nach Schmalkalden In der Jugendherberge, die sich in einem schönen alten Schloß befindet, trafen mir noch drei Fahrtengruppen unseres Obergaues. Mit diesen und unseren Kameradinnen aus Schmalkalden veranstalteten mir abends auf dem Marktplatz ein offenes Singen, wozu die Schmalkaldener Bevölkerung sehr zahlreich erschienen mar. Durch unsere luftigen Lieder und Volkstänze kam Stimmung auf. Eine Polonäse löste große Begeisterung aus, und nach dem „Kehraus" zog alles freudig und zufrieden nach Haufe. Am anderen Morgen mußten mir zu unserem größten Bedauern die Heimfahrt antreten. Das Erlebnis dieser zehn herrlichen Tage im Thüringer Wald roirö in der Reihe unserer Fahrten einen besonderen Platz einnehmen. E. F. Eisenbahn-Obersekretär i. R., 77 Jahre alt, Liebig- straße 77; Amalie Geitz, geb. Gaß, ohne Beruf, 63 Jahre alt, Mittelmeg 16; Karl Hilz, Invalide, 62 Jahre alt, Schillerstraße 7. 5. Aug.: Marie Reining, ohne Beruf, 54 Jahre alt, Wilhelmftr. 51; Theo Schmidt, 5 Jahre alt, (Bleiberger Weg 88. 6. Aug.: Marie Krombach Witme, geb. Reuter, 84 Jahre alt, Kaplansgasse 21. 7. Aug.: Georg Sturm, Reichsbahn-Schreibgehilfe, 41 Jahre alt, Mühlstraße 8. 8. Aug.: Frida Magnus, geb. Lentz, 46 Jahre alt, Seltersmeg 33; Margarete Selbst, geb. Wettig, ohne Beruf, 74 Jahre alt, Plockftraße 14. 9. Aug.: Friedrich Dcchmer, Poftfekretär i. R., 80 Jahre alt, Marburgers Straße 38. 9. Aug.: Adolf Welz, Kaufmann, 70 Jahre alt, Seltersmeg 6; Hans Urrigshardt, 3 Jahre alt, Schottstraße 17. 12. Aug.: Bertha Polratzki, geb. Dechert, ohne Beruf, 72 Jahre alt, Schottstraße 5. 14. Aug.: Georg Richard 2IImin Radon, Bürovorsteher, 56 Jahre alt, Leihgesterner Weg 136. 15. Aug.: Marie Wagner, geb. Weber, ohne Beruf, 54 Jahre alt, Marburger Straße 32. ** Verkehrssünder. Die Polizei schritt in der Zeit vom 6. bis 12. August ein: gegen Kraftfahrer mit 5 Anzeigen und 10 Verwarnungen und Belehrungen; gegen sonstige Fahrzeugführer mit 1 Anzeige; gegen Radfahrer mit 2 Anzeigen und 8 Verwarnungen und Belehrungen; gegen Fußgänger mit einer Verwarnung und Belehrung. ** Schöne Anlagenfassung. Gegenwärtig sind städtische Arbeiter damit beschäftigt, der Anlage an der Johanneskirche eine schöne Fassung zu geben. Die Wiesenflächen werden mit oben abgerundeten Kunststeinplatten gesäumt, die sich sehr gut ausnehmen. ** Versammlung desWesterwaldver- e i n 5. Am Sonntag fand im „Frankfurter Hof" die Halbjahresversammlung der Ortsgruppe Gießen des Westerwaldvereins statt. Die Zupfmusikabtei- lung eröffnete mit schönen Weisen die Versammlung. Gemeinsam wurde auch das Westerwaldlied gesungen. Dem Bericht über die Vereinstätigkeit war zu entnehmen, daß die Teilnahme an Wanderungen durch jung und alt zugenommen hat. Die Zahl der Mitglieder hielt sich auf bisheriger Höhe. An Veranstaltungen sind drei Dietabenbe, die Feier des Muttertags, das Winter-Sterntreffen in Gießen, 28 Tageswanderungen und eine Autobusfahrt zur Hauptversammlung nach Selters zu erwähnen. In der Zupfmusikabteilung und in der Pflege des Volksliedes waren gute Erfolge zu verzeichnen. Für die weiteren Monate.dieses Jahres sind schöne Tageswanderungen, eine Autobusfahrt ins Blaue und die Teilnahme einer Abordnung des Vereins am Reichswandertag in Stuttgart geplant. Für 1939 ist eine zweitägige Autobus-Ausflugsfahrt nach Heidelberg, der Bergstraße, in den Odenwald und Aufstieg zum Felsenmeer geplant. Vereinsführer Mader forderte dazu auf, sich an allen Veranstaltungen rege zu beteiligen. Amtsgericht Gießen. Gestern hatte sich der H. B. aus Gießen wegen schweren Diebstahls, sowie einigen weiteren einfachen Diebstählen zu verantworten. Der Angeklagte, der trotz seiner 18 Jahre bereits einschlägig vorbestraft ist, hatte mehrere Male aus den Umkleideräumen des VfB.-Platzes, sowie der Müllerschen Badeanstalt Geldbeträge gestohlen. Außerdem beging er in einer hiesigen Metzgerei noch einen Einbruchsdiebstahl, wo ihm ebenfalls, eine Summe in die Finger fiel. Obwohl es sich meist um kleinere Beträge handelt, hielt das Gericht eine eindeutige Strafe für notwendig, um dem Angeklagten ein für alle Mal die Lust an derartigen Dingen zu nehmen, und es verurteilte ihn zu insgesamt einem Jahr Gefängnis. Sodann stand der W. M. aus Gießen ebenfalls wegen Diebstahls vor dem Amtsgericht. Der Angeklagte hatte vor einiger Zeit vor der hiesigen Bezirkssparkasse ein Fahrrad gestohlen. Mit diesem begab er sich nach Friedberg, wo er es einem Händler verkaufen wollte. Dieser verlangte von dem ihm unbekannten Angeklagten den polizeilichen Nachweis, daß das Rad nicht gestohlen sei. In seiner Dreistigkeit ging der Angeklagte auch zur Polizei, um sich eine entsprechende Bescheinigung zu holen. Dort wurde er mit offenen Armen empfangen und ihm mitgeteilt, daß das Rad erst vor einigen Stunden in Gießen gestohlen war. Der Angeklagte hatte natürlich nicht damit gerechnet, daß innerhalb einer so kurzen Zeit die Polizeistationen der Umgegend bereits benachrichtigt waren. In der gestrigen Haupt- verhandlung zeigte er sich restlos geständig. Das Urteil lautete auf 4 Monate Gefängnis. Der Angeklagte der in Untersuchungshaft saß, nahm das Urteil an. Rundfunkprogramm Mittwoch, 17. August. 5 Uhr: Frühmusik 5.45: Ruf ins Land. 6: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Bäderkonzert.. 9.30: Gaunachrichten. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 10: Schulfunk. 11.45: Volk und Wirtschaft. 12: Werkskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Das Stündchen nach Tisch... 15: Bilderbuch der Woche. 15.15: Warum brauchen kennen. Wenn der Photograph mit meiner Aufnahme das gleiche Kunststück vollführt, kann ich mich ja auf eine schöne Ueberraschung gefaßt machen! — Aber nun mußt du mir erzählen, Toni! Hattest du wirklich Krach mit deinem alten Herrn?" „So kann man es wohl nennen!" entgegnete Toni in einer Anwandlung von Galgenhumor. „Ich habe ihn, so lange ich lebe, noch in keinem solchen Zorn gesehen. Wie ich dazu tarne, in den Kanzleiakten herumzuspionieren? Als angehender Jurist müßte ich doch wissen, wessen ich mich schuldig machte. — Ah, weißt du, wenn er mich wenigstens den Brief von Radegast hätte lesen lassen! Aber so tappte ich im Dunkeln und wußte nicht, wie ich mich verteidigen sollte!" „Schlimm!" meinte Heli. „Und dann gab ein Wort das andere. Nun geht es schon in einem hin, dachte ich mir, und sagte ihm, daß es mit meiner Juristerei wohl nichts werden würde. Na, du kannst dir denken! Tagedieb, Schwindler, — das waren noch die sanftesten Kosenamen! Immerhin hatte ich das Donnerwetter bis zu diesem Punkt noch mit einiger Beherrschung über mich ergehen lassen. Als er aber bann anfing, meine Beziehungen zu dir in der gleichen Tonart zu behandeln, ging mir der Hut hoch. Ich ließ ihn nicht darüber im Zweifel, daß er dich als seine zukünftige Schwiegertochter zu betrachten habe — unb* bas schlug natürlich bem Faß den Boben aus." Heli machte eine erschreckte Gebärbe. „Das hättest bu nicht tun sollen, Toni. Eine Unbesonnenheit, um berentwillen ich dir eigentlich böse sein sollte, — wenn ich es fertig brächte, dir böse zu sein! Hat dein Vater nicht im Grunde recht, wenn er ..." "Es fehlt gerade, daß du auch noch anfängst", warf Toni Kindlmann grollend ein. „Ich habe meinem Vater gesagt, daß ich dich heiraten werde, sobald ich in der Lage bin, eine Familie zu ernähren — und ich wüßte nicht, was an dieser Erklärung auszusetzen wäre!" Sie blickte in seine zornigen Augen. „Nein, es ist,, nichts daran auszusetzen!" sagte sie leise und plötzlich ging sie zu ihm hinüber und küßte ihn. Da der junge Mann bisher, was solche Zärtlichkeiten betraf, von Heli nicht sehr verwöhnt worden war, so zeigte er sich im ersten Augenblick der Dinge wenig gewachsen. Er legte vorsichtig den Arm um sie, als traute er ber Sache noch nicht recht, als er aber ihren Körper unter seinem Griff erschauern fühlte, begann es ihm doch allmählich zu dämmern, baß er sozusagen ein junges Mäbel im Arm hielt. „Heli!" Unb als er sie nun an sich preßte, hatte seine Umarmung nichts Unbeholfenes mehr. 25. Diese Fahrt nach Breslau war, von dem letzten Wochenendausflug abgesehen, die längste Reise, die Gisela Mertens je unternommen hatte. Kein Wunder, daß sie nun in einem äußerst bänglichen Gefühl auf den Bahnhofplatz hinaustrat. Z'.i allem Unglück hatte es während des Nachmittages zu regnen begonnen. Wie ein grauer, dunstiger Schleier rann es von den tiefhängenden Wolken. Gisela, die nicht daran gedacht hatte, einen Schirm mitzunehmen, hielt ihr abgewetztes Köfferchen krampfhaft in ber Rechten, ihre bunfelblaue Lebertasche in ber Linken, unb ftanb eine Weile unentschlossen, bis sie es wagte, in ben Regen hinauszutreten. Eine Taxe wollte sie nicht' nehmen, denn ber von Herrn Hasseischwert großmütig bewilligte Hunbert- markschein war ja nur ein Vorschuß, unb in bem Brief bes Notars war nichts bavon erwähnt, baß ; ihre Unkosten ersetzt würden. Und da sie nach wie vor diese ganze Geschichte für einen Irrtum zu halten geneigt war, hielt sie es für angebracht, jede nicht unbedingt notwendige Ausgabe zu vermeiden. In der Bahnhofshalle hatte sie einen Stadtplan entdeckt und sich die Lage der Straße eingeprägt, in der sich das Notariat befand. Und da alles in der Welt einmal ein Ende nimmt, so konnte es mit diesem Weg durch die triefenden Straßen nicht anders sein. Gisela, scharf auslugend, sah schon von weitem das große Messingschild des Notariats leuchten und sandte einen erleichterten Seufzer zum Himmel. Als sie dann glücklich in der Geborgenheit des geräumigen Hausflurs gelandet war, machte sie erst einmal Rast unb schüttelte bie Nässe ab, indem sie sich bes Koffers entlebigte unb mit bem Filzhütchen Wände und Fußböden besprengte. Ein Blick in den Handspiegel an der Innenseite des Täschchens veranlaßte sie, auch das Gesicht einem gründlichen Trocknungsprozeß mit Hilfe des Taschentuches zu unterziehen. Es hatte fast den Anschein, als versuchte sie diese Vorbereitungen über das gebührende Maß auszu- bebnen. Endlich aber nahm sie sich doch ein Herz, raffte den Koffer auf unb manbte sich der Treppe zu. die zu den Kindlmannschen Büroräumen und damit zu der Quelle aller Geheimnisse führte. , An einer Tür im ersten Stock stand: Bitte einzutreten, ohne anzuklopfen!, aber diese Einladung *'v wurde dabei umgerissen und kam unglücklich zu Fall. — Mit schweren inneren Verletzungen mußte der Dreher Albert Hildebrandt aus Nieder- Gemünden in ärztliche Behandlung gebracht werden. — Durch einen unglücklichen Sturz erlitt ber 29jährige Philipp B o r i g aus Großen-Linben einen Unterschenkelbruch. Sämtliche Verunglückte mußten in bie Chirurgische Klinik gebracht werben. Neue wertvolle vorgeschichtliche ftunöe Lod. Friedberg, 15. Aug. Das Wetterau- Museum, das mit seinen reichen Schätzen weithin bekannt ist, hat durch neue vorgeschichtliche Funde eine wesentliche Bereicherung erfahren. So wurden im Gewann „auf ber Warte" in der Gemarkung Dorheim vorgeschichtliche Gruben angeschnitten, bei denen es sich um sorgfältig angelegte Vorratsgruben handelt, die Keramik der Nossener Stufe (2000 v. Chr.) enthielten. U. a. wurde in den Gruben eine 1,10 Meter lange Geweihstange, ein spitzer Beindolch neben Gefäßen und Tassen von reichverzierten unb seltenen Formen gefunden. Vier weitere Gruben enthielten Funde aus der Hallstattzeit (etwa 750 v. Chr.), darunter bronzene Schmuckstücke, ein eisernes Messer, zwei Glieder einer Kette, die aus Fischwirbeln verfertigt sind. Der bedeutendste Fund erwies sich als Bluff, denn die Tür war abgeschlossen. Gisela zog ein Gesicht und drückte auf einen Klingelknopf. Nach einer Zeit erschien ein junges Mädchen in weißer Zierschürze. ,-,Die Kanzlei ist bereits geschlossen!" äußerte sie auf Giselas schüchterne Frage. „Vielleicht kommen Sie morgen früh noch einmal!" Gisela bewegte hilflos den kofferbewehrten Arm. „Ich hätte den Herrn Notar gern um einige dringende Aufklärungen gebeten. Wegen dieses Briefes da!" Sie zerrte den Brief mit einiger Anstrengung aus der Handtasche. „Ich bin deswegen eigens von Berlin gekommen." Das Mädchen verschwand mit dem Brief unb ließ Gisela klopfenden Herzens zurück. „Wenn mich der Notar nicht vorläßt, fahre ich mit bem nächsten Zug wieder nach Hause!" beschloß sie in erwachender Widersetzlichkeit. „Ich hätte überhaupt erst einmal von Berlin aus telephonieren können." Sie wurde in ihren Betrachtungen durch das Erscheinen eines freundlichen alten Herrn unterbrochen, der aus einer Türe kam und mit lebhafter Bewegung auf sie zueilte. „Sie sind Fräulein Mertens, ja? Sehr schön! K'ndlmann!" Er drückte ihre Hand. „Na, ein hübsches Wetter haben Sie uns da mitgebracht! — Aber legen Sie doch ab, bitte! Darf ich Ihnen behilflich sein? — Hertha, richten Sie eiüen kleinen Imbiß im Speisezimmer unb sagen Sie meiner Frau, daß Fräulein Mertens zum Abendbrot bleiben wird. — Nicht wahr, Sie machen uns doch das Vergnügen!" Gisela hqtte wiederholt zu ber entscheibenben Frage angesetzt, aber ber freunbliche Ueberfall ließ ihr keine Zeit bazu. Als aber ber Notar sie in sein Zimmer geführt unb in einen tiefen Klubsessel genötigt hatte, ber ihre schlanke Gestalt beinahe verschluckte, konnte sie bie brennende Ungewißheit nicht länger ertragen. „Verzeihen Sie, Herr Notar, ich — haben Sie sich denn nicht geirrt, als Sie mir diesen Brief schrieben?" Kindlmann hob verwundert die Augenbrauen. „Geirrt? Wieso?" „Nun, ich halte es für notwendig, Ihnen mitzuteilen, daß ich zu diesem Todesfall in keiner Beziehung stehe. Ich bin mit diesem Herrn nicht verwandt, ja, ich kenne ihn nicht einmal, ich habe den Namen überhaupt nie gehört." (Fortsetzung folgt!) wir Familienregister? 16: Nachmittagskonzert. — Das Mikrofon unterwegs —. 18: Zeitgeschehen. 18.30: Der fröhliche Lautsprecher. 19: Fliegendes Deutschland. Im Sternflug durch Deutschland. 19.15: Volksmusik. Wenn die Arbeitszeit zu Ende... 20: Nachrichten. 20.15: Serbisches Liederspiel. Eine Hörfolge. 21: Mozart-Serenaden. 22: Nachrichten. 22.15: Ausklang und Siegerehrung der Ostpreußenfahrt 1938 des NSKK. 22.30: Musik aus Wien. 24: Nachtkonzert I. 2 bis 3: Nachtkonzert II. Aus der engeren Heimat. Einbruch in ein Wochenendhaus. Im Laufe der letzten Tage ist, wie sich am Wochenende herausstellte, in einem Wochenendhaus am Walde in der Nähe von Steinbach ein Einbruchsdiebstahl verübt worden. Der Täter hat das Tor zu dem Grundstück gewaltsam geöffnet. Dann hat er zwei Doppelfenster des Wochenendhauses eingeschlagen und die Fensterriegel von innen aufgemacht, worauf er in das Haus einstieg. Sein Interesse wandte er den vorhandenen Lebensmitteln und Kleidungsstücken des Wochenendhausbe^itzers zu. An den Lebensmitteln tat er sich gütlich, ferner vertauschte er seine abgenutzten Kleider mit ben oorgefunbenen Kleibungs- unb Wäschestücken bes Hauseigentümers. Nachdem er sich gesättigt hatte, verließ er in der neuen „Schale" den Schauplatz feines Wirkens. Es ist anzunehmen, daß ber Einbrecher jetzt mit einer blauen Leinenjacke, Breecheshose unb braunen Halbschuhen befleibet, die er bei dem Einbruch mitgenommen hat, herumläuft. Verdächtige Wahrnehmungen werden am besten der nächsten Gendarmerie- oder Polizeidienststelle zugeleitet, wenn man nicht selbst die Möglichkeit hat, den Burschen sofort dingfest zu machen. — Da vor einigen Tagen in der Nähe von Langenhain-Ziegenberg und Ober-Mörlen ebenfalls Einbrüche m Wochenendhäuser ausgeführt wurden, bei denen der Einbrecher es gleichfalls auf Lebensrnittel und Kleidungsstücke abgesehen hatte, dürfte vielleicht ein Zusammenhang zwischen jenen Einbrüchen unb dem jetzigen bestehen. Unfälle auf dem Lande. Beim Dreschen ereignet# sich dieser Tage in Heuchelheim ein Unfall. Der 21jährige Arbeiter Bruno Groth wurde von der Strohpresse erfaßt und erlitt Quetschungen am Brustkorb, an der Schulter und an den Armen. — Durch einen Sturz vom Erntewagen zog sich der 67jährige Landwirt Ludwig Grob von Mainzlar Prellungen im Rücken und. einen Bruch der rechten Hand zu. — Beim Holzhacken schlug sich der 15jährige Ewald Martini, aus Leihgestern schwer in die linke Hand. — Der 28jährige landwirtschaftliche Arbeiter Friedrich Meffert von. Lang-Gons erlitt einen Bruch des rechten Armes und mußte in ärztliche Behandlung gebracht werden. Der Verunglückte hatte ein Fohlen geführt, das plötzlich unruhig wurde und sich losreißen wollte. Meffert «S i?ie bUlln,n ®0 i tt. rie , Ion K- < ,in U in ftne«?' habet iö erl>u h a । unf= i'Aie Lh>ru- •Ite bet Zajährtge ^ Wijsenbach ÄS- fintier au Ärieilt. Die be b in betroffen worbe, t« Mltelkalbach, m gilt, nach Can } Grünberg iinb hier durch bie' lerdühne bie > Widerspenstig jung war in der Beller bie ursprüw aus bem Marktplaj leien reichen Beist ^Holzheim 1908 holzhei Sarnes eine nutze ab, die sehr gut 1 burch Bereinssüh | über bie Ausge turnfestes ge Feier bes ZOjähi bunben werben s blick auf bie an sich auf zwei Fe feier unb Uniert: September stallst im Saalbau Sa Wettkämpfe sind« weiteren Verlauf einzelnen 21rbeitet Vorbereitung bes ben. 3“ Leitern i stimmt: ftinantft ^on ilafionsausfdji Wusfdjufj: Sci »ausschuh: Äderung an d ■Mejt zu einem ton, schloß der ! n Ebersiad' mein „Gui-l Milet" einen Di Mg durch den Deisel über d *. Er umritz deutsche Turnen Vorkämpfer beuls Neuerung ber Nat Aboh j)if[er t Eberstab Janen drei hochb Geburtstag f 1^ August, kann i y begehen. Der «hert Er nerl Mmt bes Leiä 2'Nft kann i I inu DDl1 j l9r beSel)e F eme Y ÄM^a i heutigen T R : >orbnetei |j 31bi(c A. "ehme, wW. Wir W nX65 neuer 1 N b F’f s toll» k ?'Ner V- sich d MZ u,r Grb M ti ..Wrbe fei ™®)en (j l? erbaut Jill» öl Nfl' 18. üy Ws ß'Mih«6k - - -- W yi G ''W 9J.4pori 2. Ostpreußensahrl-wiederharteLeistungspriisWg auf von ren jung und all erneut eine Steigerung ersah- hat. Heraus zu neuem Kampf! Wiederholungsprüfung zum S2l.-Sportabzeichen. Die vom Führer In feiner Verfügung vom Übungsplatz Stablack eine 10 km lange Querfeldeinfahrt; dabei ging es bergauf und bergab über immer neue Bodenwellen. Ausfälle waren natürlich auch hier zu verzeichnen. Eine „Ohne-Halt"-Prüfung über etwa 2 km dicht am Strand des Frischen Haffs bei Balga stellte besonders hohe Anforderungen an Fahrer und Maschinen. Nur wenigen gelang es. diese Strecke strafpunktfrei zu passieren. Mehrfach mußten bereitgestellte Pferdegespanne zum Abschleppen ein- gesetzt werden. — (Scherl-Bilderdienst-M.) 18. Sieg: PH. Götz, Postspo. Gießen, 57 Punkte. Spielvereiniqung 1900 (Ziehen. Viktoria Eckenheim — 1900 5:0. Ergebnisse besagen mitunter nicht viel bei Fußballspielen, denn wie oft kommt es vor, daß bei einem Verlauf, wo die eine Mannschaft hausboch überlegen ist und am Schlüsse doch nur ein knappes Resultat zustande kommt. Und wie oft geschieht es. daß sich beide Mannschaften fast gleichwertig sind und am Ende doch eine deutliche Tordifferenz besteht. Bei dem Verlauf des Spieles der Blauweißen in Eckenheim war es fast genau so! Die anfängliche deutliche Ueberlegenheit der Platzbesitzer glichen die Blauweißen nach 20 Minuten aus und kamen ebenso zu klaren Chancen, nur mit dem Unterschied, daß keine verwertet wurde. Die Formierung der Verteidigung mit Renzing — Mank gestattete den Platzbesitzern ihre wuchtig angelegten Angriffe in die Hälfte der Blauweißen zu verlegen, da es den beiden nicht immer gelang, durch Abschläge Luft im Strafraum zu schaffen. In der 10. Minute flog ein Schuß des Halblinken aufs Tor. Fischer lief in die linke Ecke zur Aufnahme, Günther fälschte den Ball jedoch ab, und beim Versuch, das Leder noch abzuwehren, wurde er von dem Rechtsaußen abgedrängt, so daß es die Linie passierte. Ein billiger Erfolg! Wenig später gelang den Platzbesitzern das zweite Tor. Eine Flanke von links schoß der freistehende Mittelstürmer unhaltbar ein. Diese Erfolge entmutigten die Blauw^ißen keinesfalls. Mittelläufer O.uick, mit feinem Gegenüber Schlagbauer der beste Spieler des Feldes, kurbelte das Spiel der Blouweißen jetzt mächtig an. Dies eröffnete auch' verschiedene Chancen, und bei einem Schuß von Theiß kam der Pfosten zu Hilfe, während bei einem anderen Angriff, wo der Tormann von Kociok aus dem Tor gelockt wurde, Schlagbauer noch auf der Linie retten konnte. Bei etwas Glück konnte hier der eine oder andere Erfolg erzielt werden. Die Platzbesitzer waren hierbei glücklicher. Bei einem Fehler beim Einwurf erwuchs ihnen eine günstige Chance, die auch prompt zum Erfolg führte, wodurch das Halbzeitsergebnis zustande kam. Nach dem Wechsel erhöhte Eckenheim auf 4:0. Bei einer Flanke von links rutschte Fischer das nasse Leder aus den Händen, das von dem Halbrechten eingeschossen wurde. Die Blauweißen vertagten aber nicht und versuchten immer wieder ihr Glück, aber vergeblich. In der Zeit, in der sie verschiedentlich Vorteile hatten, trat dies deutlich zu Tage. Koch II, der durch feine Vorlagen von Quick in aussichtsreiche Stellungen kam, traf zweimal den Pfosten, und Theiß schoß dem Torwächter beidesmal in die Hände. Bei einem ihrer letzten Angriffe kamen die Platzbesitzer noch zu einem billigen Erfolg. Eine Flanke von links holte sich der Halbrechte mit dem Arm aus der Luft und schoß aufs Tor. Der Ball ging an den Pfosten und sprang dem sich werfenden Fischer in die Hände. Ohne die Linie überschrit- ten zu haben, entschied der Schiedsrichter auf Tor. Ein Sieg der Eckenheimer war verdient. Ihre technischen und hauptsächlich körperlichen Vorteile waren dafür ausschlaggebend. 18. März 1937 befohlenen Wiederholungsübungen für alle Inhaber des SA.-Sporlabzeichens werden vom 1. September bis zum 31. Oktober fortgefeht. Die 1. Wiederholungsprüfung, an der 1% Millionen M.-Sportabzeichen-Träger (eilgenommen haben, wurde vor wenigen Wochen mit großem Erfolg abgeschlossen. Nun fleht die 2. Prüfung vor der Tür! In der Zeit vom 1. 9. bis 31. 10. müssen die Sportabzeichenbesiher sich der Prüfung im Kleinkaliberschießen und handgranalenweit- und -ziel- wurf unterwerfen. Wieder werden weit über eine Million Träger des SA.-Sportabzeichens an den Die Leichtathletikabteilung der SA.-Kampfspiel- gemeinschast Gießen beschickte am Sonntag die nationalen Wettkämpfe der Betriebssportgemeinschaft Merck in Darmstadt. Die SA.-Männer trafen dabei auf beste süddeutsche Leichtathletikklasse, vor allem aus Stuttgarter, Heilbronner. Frankfurter, Darmstädter unb Mannheimer Vereinen. Trotz stärkster Konkurrenz setzten sich die SA.-Sprinter glänzend durch. Die erzielten sehr guten Zeiten gewinnen noch mehr an Wert, weny man berücksichtigt, daß Sie Platzverhältnisse durch Gewitter, die in der Nacht oom Samstag auf Sonntag und am Sonntag niedergingen, nicht gut waren. Aus bett Ergebnissen. 100 Meter, Klasse 2: 1. Seidel, Stuttgarter Kickers. 11,1; 2. Mayer, SA. Gießen, 11,2; 3. F. Koch. SA. Gießen, 11,4; 4. Federlein, Eintracht Frankfurt, 11,5. Ein Bombenrennen'. Gegen 38 Teilnehmer setzten sich aus Vor- und Zwischenläufen die beiden SA.-Männer durch und errangen mit persönlichen Bestleistungen hinter dem bekannten Stuttgarter Seidel den 2. und 3. Platz. Die Zeiten der Klasse 1 waren nicht besser! - 4X100-Meter-Staffel: 1 Heilbronn 96 46,7 Sek.; 2.SA. Gießen 47 Sek.; 3. Mann- Leichtatzlelen-Lrsolg der SA.-Kampsspielgeilieinschasl Gießen Zu Gast bei her Betriebssportgemeinschaft Merck Darmstadt. Wieder Zußballkampf Stab Brigade 147-Stab Standarte 116! Vor etwa 14 Tagen lieferten sich die aus den Stäben der SA.-Brigade 147 und der SA.-Stan- darte 116 zusammengestellten Fußballmannschaften einen spannenden Kampf auf dem Universitäts- Sportplatz, der — wir berichteten darüber — mit 4:4 unentschieden endete. Am morgigen Mittwoch nun treten die beiden Mannschaften zu einem Zweiten Spiel an, zum Rückkampf. Wie der Kampf^aus- gehen wird, ist nicht oorauszusagen. Für das Spiel sind folgende Aufstellungen gemeldet: Standarte 116: Weber (ober Geilfuß) x Müller ' Muhl Bender Bode Nopora Martin Faulstich Klöß Adler Kraft Geist Hamm Vogt Eisenbach Münker Hederich Heilmann, Müller Schwarz Glitsch Brigade 147: Heuser Heimische Erfolge beim 85. Feldbergfest. Die Beteiligung der Vereine unseres engeren Hcimatgebiets am Feldbergfest war in diesem Jahre ausfallend gering. Es fehlten vor allem die großen Gießener Vereine, von denen der Mtv. auch nicht zur Stelle war, um den Wanderpreis um den Brunhildisschild zu verteidigen. Zurückzuführen durfte die geringe Beteiligung aus unserem Bezirk vor allem darauf sein, daß nach dem starken Einsatz in Breslau und vor der beabsichtigten stärkeren Beteiligung am Hoherodskopf-Bergsest am 28. August einmal eine Atempause notwendig ist. Don heimischen Erfolgen find zu nennen: Im Dreikampf der Männerklasse II: 19. Sieg: A. Mülln, Postsportv. Gießen, 47 Punkte: 21. Sieg: A. Vakenstedt, Skiklub Gießen, 45 Punkte. Dreikampf - Männerklasse V (über 50 Jahre): nftein aus Ton gebrannter Fisch, der dm Kopf eine Durchbohrung zeigt, was darauf schließen läßt, daß er als Amulett getragen wurde. noch nicht lange läuft, wieder ein Achtungserfolg. , —Kugel st oßen, Klasse I: 1. Otto Luh, DsB.-R. , Gießen, 14.49 Meter. Luh war in guter Stoßlaune. , Leider mußte er sofort nach einem 200-Meter-Lauf [ stoßen, sonst wären vielleicht wieder einmal 15 Meter gefallen. — Olympische Staffel:!. DSC. Düsseldorf 3:37,6; 2. Eintracht Dortmund 3:39,6; 3. VfB.-R. Gießen 3:45,1 Min. VfB.-R. lief mit Dorst 800 Meter, Luh und Möll je 200 Meter, R. Fischer 400 Meter. Die Zeit bedeutet Vereinsbestleistung. Am Start waren acht Mannschaften, so daß der 3. Platz des DsB.-R. noch als sehr gut zu bezeichnen ist. + Dutenhofen, 16. Aug. 21m rom Donnerstag, 18. August, begeht der ehemalig« wedel Michael Weber (Dutenhofen) fernen 8 0. w b u r 151 a g. Er wurde im Jahre ^$58 5 bringen bei Merzig (Saar) geboren. Im I 6 trat er in das Jnf.-Rgt. Nr. 30 em und diente Fahre, Später wurde er in der Unwersitat^ Gießen beschäftigt und wurde 1924 m den^R. versetzt. Er ist in Besitz mehrerer Derdienstausz nungen. Die größte Freude ward lhm zute , Führer die Dienstpflicht wieder einfubrte. 3 Kriegerkameradschaft Dutenhofen, deren la gl ) Präsident er mar, ermarb er sich Verdienste und wurde deshalb mit dem goldenen Kyffhaus -en für 50jährige Mitgliedschaft tnegerbunö ausgezeichnet. Heute nod) ™ rXr alten Herrn in voller geistiger und körper Frische seinen Garten bearbeiten. Er ist treue 1 des Gießener Anzeigers, den er seit m 2ßir beglückwünschen den Jubilar herzlich zu s Geburtstage. heim 46 48,5 Sek. Kickers Stuttgart distanziert. Ein großer Erfolg! Die SA.-Karnpfspielgerneinschaft lief in der Besetzung Niemann, Koch I, Koch II und Mayer ein glänzendes Rennen. Schade, daß der zweite Wechsel nicht klappte, sonst wäre die Staffel gewonnen mordest. Mayer lief noch bedrohlich zum Heilbronner Schlußmann auf. Die Zeit ist durch die schwere Bahn irregulär. In der Schweden staffel, in der Besetzung Baumstieger, Mayer, Koch I, Niemann, reichte es nur zum vierten Platz in der für die Verhältnisse noch guten Zeit von 2,15 Min., hinter Stuttgart, Heidelberg und Heilbronn, deren 400-Meter-Läufer einen zu "großen Vorsprung herausgelaufen hatten. Neustadt konnte auf dem letzten Meter noch geschlagen werden. . lieber 800 Meter, wobei 17 Läufer an den Start gingen, lief Baumstieger ein gutes Rennen, konnte aber nur 7. werden. . Im Speerwerfen kam Jacob durch viel Pech um seine Aussichten, während sich Glagow und Clarius über 400 Meter gegen die uber- starke Gegnerschaft nicht durchsetzen konnten. Alles in allem war das erste Auftreten der jungen Leichtathletikabteilung der SA.-Kampfspielgemeinschaft Gießen auf einer auswärtigen Veranstaltung gegen befte deutsche Klasse ein voller Erfolg. c-!Mon der erste Tag der Ostpreußenfahrt hat viele aeforbert. Von 425 gestarteten Fahrzeugen mi-ben 40 auf der Strecke, 33 Solokrafträder und iLimnaen und sieben Seitenwagenmaschinen. mCr h<>n übrigen Fahrern blieben nach der 300 km ^nvn ^abrt noch ganze 44 ohne Strafpunkte. Arn langen F ) Teilnehmer wieder stark unter zu leiden Aul der F°hri non Preu- Hitze und J finniatbera gab es wieder ver- sthieden"e^Wajserdurchsahrten und auf dem Truppe» 4- ©rünberg, 14. Aug. Am Samstagabend . fand hier durch die R h e i n - M a i n i s ch e K u n st - . [erbühne die Aufführung von Shakespeares „Der Widerspenstigen Zähmung" statt. Die Dorstel- ’ iung war in der Turnhalle, da das unbeständige Wetter die ursprünglich geplante Freilichtaufführung auf dem Marktplatz nicht zuließ. Die Künstler ernteten reichen Beifall für ihr gutes Spiel. , । △ Holzheim, 15. Aug. Der Turnverein 1 908 Holzheim hielt im Deremslokal von Sarnes eine außerordentliche Generalversammlung ab, die sehr gut besucht war. Nach der Eröffnung durch Vereinsführer E. Ze iß wurde eingehend über die Ausgestaltung des Unterkreisturnfestes gesprochen, mit dem gleichzeitig die Feier des 30jährigen Bestehens des Vereins verbunden werden soll. Es wurde beschlossen, im Hinblick aus die anfallende landwirtschaftliche Arbeit, sich auf zwei Festtage zu beschränken. Jubiläumsfeier und Unterkreisturnen sollen am 24. und 25. September stattfinden. Der Begrüßungsabend wird im Saalbau Sarnes abgehalten. Die turnerischen Wettkämpfe finden auf dem Sportplatz statt. Im weiteren Verlauf der Versammlung wurden die einzelnen Arbeitsausschüsse gebildet, die sich mit der Vorbereitung des Festes zu beschäftigen haben werden. Zu Leitern der einzelnen Ausschüsse wurden bestimmt: Finanzausschuß: Kassenwart Fr.R e i ;; Organisationsausschuß: Organisationswart E. Jung, Werbeausschuß: Schriftwart W. A l a u m ; Vergnügungsausschuß: Spielwart H. G r l e b. Mit bei Aufforderung an die Mitglieder alles zu tun, um das Fest zu einem schönen Erfolg ausgestalten zu helfen, schloß der Vereinssührer die Versammlung. cv, Eberstadt, 15. Aug. Der hiesige Turn- verein „Gut-Heil" hielt im Gasthaus „Zum Adler" einen Dietadend ab. Nach öer (Eröffnung burch Öen Vereinsführer -jp^ch Dietmar! Weisel über Öen Lebensweg yrieörid) ßuömig Jahns. Er umriß besten hohe Bedeutung für das I deutsche Turnen und kennzeichnete ihn als einen I Vorkämpfer deutschen Geistes >m Sirme einer - I Neuerung der Nation, wie sie jetzt durch den Führer i Adolf Hitler verwirklicht wurde. , i cJ Eberstadt, 16. August. In dieser Woche können drei hochbetagte Mitbürger unseres Dorfes G e b u r t s ta g feiern Am heutigen Dienstag, 16. August, kann der Zimmermelster i. R. Konrad ■ Alles, Adolf-Hitler-Straße, seinen 811 Geb ur ts tag begehen Der Jubilar erfreut sich einer guten Gesundheit. Er versah viele Jahre tn unserem D f : das Amt des Leichenbeschauers. — Am Mittwoch, i 17. August, kann der Schuhmachermeister Heinrich Görl a ch in voller Rüstigkeit seinen 7 5® e burtstag begehen. Herr Görlich, der m fruheren Jahren infolge eines Unfalls em Bem verlor lern e das Schuhmacherhandwerk und betreibt es noch bis auf den heutigen Tag. — Ebenso kann der Bauer und Beigeordnete i. R. Wilhelm Mulle r am Don- nerstaa 18 August, seinen 7 2. Geburtstag S-h°n?Er ist langjähriges Mitglied des K>rchenv°r- ftanbes. Alle Jubilars sind Leser des S-eßener a zeigers und nehmen an den Ereignissen ö o regen Anteil. Wir beglückwünschen! Ml MI eiinaf. eni)f)au8, I Z?'!- h°,, d Son ' °°" innen ? ■ Öti" '* en^au5beiiher= m K iu ? mit bett hchestücken de; Mögt Halle oen Schauplatz ;.b.Q6 der Gin, ^'Breeches, öie er bei 1 erumlaust. Zer. I ?.m besten der Aenslstelle zu- Moglichkeit hat, Jen- - Da vor ^angenhain-Zie, I 5 Einbrüche m ll l bei denen der f mittel und Klei- J "elleicht ein Zu- \ üchen und dein l mbe. Tage in Heu. I Arbeiter Bruno I ! ersaßt und er- | )er Schulter und | urz vom Ernte- I mbmirt Ludwig I im Rücken und< Beim Holzhacken' rtiniaus Leih. - Der 28jährige. > M e s s e r t vor. i rechten Armes gebracht werden, eführt, das plötz- n wollte. Meffert 1 unglücklich zu 'lehungen muhte d t aus Nieder- g gebracht m- Sturz erlitt der len-Linden einen iglücfte mußten trben. \\4it .funie . bas fetter au-- I i «nih'm I ; ch'ichüiche yunbe I I ren. So wurden I I der Gemarkung I en angeschnitten. I g angelegte lll ie Keramik her 11 enthielten. U. o. Meter lange lde> I neben Gefäßen I ten und sei' I er weitere Gru> ■ »allstattzeit (et«° Schmuckstücke, ei' I r Kette, die au I ledeutendsteFund I jür war abge« I te auf eine* I nges Mädchen in Ken'" äußerte ft I Vielleicht kommen serbemehrten^. I lenmbie?®rie'e5 S-’SS wegen eigens »tief und • dem -vmi 'SA r«5»w L-e meiner rs-A51 ,che"un w * . # gininief f b«r m D -oft' ,jk t0"" n < diese" * ...L'S Kreis Büdingen * NiÖÖa, 15. Aug. In diesen Tagen: sind siu^f^ Zig Jahre vergangen, seltöem öie Arbe f Erstellung öes neuen Postgebauöes m der Bahnh^ straße in Angriff genommen wurden. h Gebäude seiner Bestimmung uberge konnte, befand sich die Post im Gasthauss Zur allen Post". Bis zur Erbauung der ßen-Gelnhausen, als zur Post noch remifen und Pferdeställe gehörten war imvam ligen Schneckschen (jetzt Drollschen) Anwe en Post Halterei. — Die jüdische Gemeinde hat d im I Y 1877 erbaute Synagoge an den Anlieger Herrn Drott verkauft. Die Synagoge wird also ver schwinden. Kreis Vehlar. < 4 •• üWß F gebiete. FuUergerfte —, Futterhafer —. Weizenmehl Type 812 W 13 29,10, W 16 29,20, W 18 —. W 19 29,20, W 20 29,55; Roggenmehl Type 997 R 12 22,45, R 15 22,80, R 16 22.95, R18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 Mark Frachtausgleich. Weizen- futtermeh! 13,60. Weizenkleie W13 10,75, W16 10,90, W 18 11,00, W 19 11,10, W 20 11,20; Roggenkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 16 10,25, R 18 10,40, R19 10,50 Mühlenfestpreis ab Mühlenstation. Treber —, Wiesenheu mit Besatz (bis ein Drittel) an minderwertigen Gräsern 5,00, Wiesenheu mit unerheblichem Besatz (bis etwa ein Zehntel) 5,80 bis 6,00, Erzeugerpreis ab Erzeugers Verladestation: drahtgepreßt bis 0,40 Mark Aufschlag. Weizen- und Roggenstroh —. Frankfurter Schlachtviehniarkt. Frankfurt a. M., 16. Aug. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 489 Kälber, 80 Hämmel, 40 Schafe, 3120 Schweine. Es kosteten: Kälber 35 bis 65 Mark, Hämmel 34 bis 48, Schafe 24 bis 40, Schweine 53 bis 60 Mark. — Marktverkauf: Kälber und Schweine zugeteill; Schafe und Hämmel mittelmäßig. Der Arbeitseinsatz im Juli im Bezirk des Landesarbeilsarnls Hessen. Die Pressestelle des Landesarbeitsamts Hessen teilt mit: Die Beschäftigung hat in fast allen Wirtschaftszweigen auch weiterhin angezogen. In sämtlichen Arbeitsamtsbezirken trat infolgedessen der Mangel an Fach- und Hilfsarbeitern immer stärker in Erscheinung. Besonders groß war der Mangel bei den Arbeitsämtern im nördlichen Teil des Landesarbeitsamtsbezirks. Aber auch bei verschiedenen anderen Aemtern standen bereits seit längerer Zeit voll einsatzfähige Arbeitslose nicht mehr zu Verfügung. Selbst im zwischenbezirklichen Ausgleich waren die Kräfte nicht restlos zu beschaffen. Für den Bau der Reichsautobahn wurden Über 1000 Arbeitskräfte aus der Ostmark herangezogen. Ferner wurde eine Reihe von Notstandsarbeiten vorläufig zum Abschluß gebracht und die dort beschäftigten Notstandsarbeiter anderweitig eingesetzt. Der Landwirtschaft werden — wie schon für die Heuernte — Wehrmachts- und Reichsarbeitsdienstangehörige zur Verfügung gestellt. Zudem sind in diesem Jahre — einschließlich der im Laufe des Monats Juli eingesetzten ausländischen Arbeitskräfte — in der Landwirtschaft rund 3000 ausländische Wander- und Dauerarbeitskräfte zugelassen worden, so daß die Einbringung der Ernte als gesichert gelten kann. Die Gesamtzahl der bei den Arbeitsämtern im Landesarbeitsamtsbezirk gemeldeten Arbeitslosen ist auf einen bisher noch nicht erreichten Tiefstand von 14 300 zurückgegangen Davon waren 9400 Männer und 49W Frauen. Voll einsatzfähig und für den Ausgleich geeignet waren nur noch rund 2000. Von den insgesamt 14 300 Arbeitslosen waren 6249 oder 43,7 v. H., also fast die Hälfte, nicht mehr voll einsatzfähig. Bei Notstandsarbeiten waren Ende Juli infolge des planmäßigen Abbaues der Arbeiten 750 Volksgenossen beschäftigt. Die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger betrug 6468. Ueber 17 Milliarden RM. Spareinlagen der Sparkassen Ende Inli. Fwd. Wie die nunmehr vorliegenden Monatsausweife der Sparkassen für Ende Juli 1938 zeigen, hat sich die günstige Spareinlagenentwicklung der letzten Zeit auch im Berichtsmonat fortgesetzt. Mit 103,9 Mill. RM. übertrifft der Einzahlungsüberschuß im Juli wiederum das entsprechende Vor- Anfang Oktober 1939 noch Freiwillige für den Flöt, tenbienft an, die auf Schlachtschiffen, Kreuzern. Zerstörern, Torpedobooten und Unterseebooten Der- wendet werden. Die Dienstzeit beträgt 4'/- bis 5 Jahre, bei Beförderung zum Unteroffizier 12 Jahre. Die Freiwilligen müssen deutsche Reichsangehöriye. deutschen oder artverwandten Blutes, wehrwürdlg, ftraffrei und unbescholten, gesundheitlich tauglich für den Flottendienst und unverheiratet sein. Mindest- alter am Einstellungslage: 17 Jahre. Bevorzugt werden eingestellt: Schlosser, Elektriker, Mechaniker, Schmiede und andere Handwerker aus der Metall- Industrie sowie auch Musiker. Die Lehrzeit muß bet der (Einberufung in den Arbeitsdienst (1. 4.1939) beendet sein? Mehrjähriger Dienst in der Kriegsmarine mit ihren vielfachen Aufgaben in der Heimat und im Auslande ist für jeden Freiwilligen eine wert- volle Schulung. Das gilt insbesondere für diejenigen, I die ein technisches Handwerk erlernt haben und ihre Kenntnisse im praktischen Dienst an den neuesten Einrichtungen der Kampfschiffe (Turbinen, Dieselmotoren, (Elektromotoren, mechanischen und elektrischen Anlagen der verschiedenen Waffen) erweitern können. Lehrgänge auf technischen Marineschulen und -Werkstätten vermitteln die nötige theoretische und praktische Ausbildung. Einstellungsgesuche sind zu richten an den 2. Admiral der Nordseestation (Einstellung) in Wilhelmshaven oder an den 2. Admiral der Ostseestation (Einstellung) in Kiel. Beizufügen sind: Freiwilligenschein oder Wehrpaßauszug von der Polizeibehörde, selbstgeschriebener Lebenslauf und zwei Paßbilder. Näheres enthält das Merkblatt für den Eintritt in die Kriegsmarine, zu , .. .. .. beziehen durch die Wehrmeldeämter. Wer am 1.0t* (145,50), hingegen konnten stch Scheldeanstalt nut tobcr 1939 nod) eingestellt werden will, muß sich 203 behaupten. Der Montanmarkt zeigte Hoesch 2 halb, spätestens bis Anfang November v. H., Mannesmann 1,75 d. Sy, Rheinstahl 1,50 b H bewerben. v. H., Verein. Stahl unb Buderus je 0,75 d. Sy Kvirkt, um gut in der letzten Z front war, zW entstanden war. ,»gltch'. 5«' ES D'Ipi-rt- . für Dra Ss ,5?«* J0 Mischen Ter ü ichorbene l Belange der Mitt. Wenn töt erwacht sin jjlintas Wert. Dein tatholi em Kind, ist seiner Ration Viehhändler 1 tum der Slo< lang die Bei slowakischer 3 batte formen Nationmerbun er in Zypz | schastliche Sei gründete Baue Absatzgenossens Zuneigung sei M der Liber angaben und ^bstbefreiung nationale Jude S5 Tanze gil blmalischen < Moerrats Ql Wchnore P, tzendierte ih< Ä ein: die 5>8er und Jungestört hr?r das 2 ÄLn "Ec Ä schien P ""urg SL.« d°m v-L Sy? 5 NfÄ KK SÄ"' öie er. "ad । Hr W Ki IK