Nr. U3 Erstes vlatt 188. Jahrgang Montag, ib. Mai 1938 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild - Die Scholle Monatr-Vezugrprelr: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte e 1.80 Zustellgebühr. . e -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernfprechanschlüffe anter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siehe« Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vruL und Verlag: vrühlsche Univerfilättdruckerei R. Lange in Sieben. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schulftratze 1 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8*/.UHr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von70 mm Breite bORpf.,Platzvorschrist nach oorh.Dereinbg.25°/a mehr. Lrmähigte Grundpreise: Stellen-, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie ein- spaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder», Unterrichts» u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Die Mutter Hüterin deutschen Schicksals. Tieichsinnenminister Dr. Krick über die Stellung der Krau im nationalsozialistischen Reich. Berlin, 15. Mai. (DNB.) Der Reichs- und Preußische Minister des Innern Dr. Frick hielt anläßlich des Muttertages, der im Dritten Reich einen neuen und tieferen Sinn bekommen hat, am Sonntagvormittag eine Rundfunkansprache, in der er u. a. aus füh rte: Deutsche Mütter und Frauen! Die Sitte, an einem Tage des Jahres der Mutter zu gedenken, hat die nationalsozialistische Regierung mit neuem Geist erfüllt. In der hingebenden Fürsorge für die Kinder und den Haushalt sieht die nationalsozialistische Bewegung nicht die alleinige Aufgabe der Mütter, weit höher steht für sie ihre. Bedeutung für die Erhal.tung der Art und den ewigen Lebensquell der einzelnen Sippe und damit der Nation. Die Müller entscheiden über das Schicksal der kommenden Generation! Mit Zahl und Gesundheil ihrer Kinder stehl und fällt Deutschlands Zukunft! Keine noch so weitreichenden Erfolge, keine Höchstleistungen auf kulturellem, technischem oder wirtschaftlichem Gebiet vermögen den Bestand eines Volkes zu gewährleisten, wenn diese Quelle versiegt. Darum hat der Führer der deutschen Mutter in unserem Volk wieder die hohe Stellung zugewiesen, die ihrer gottgewollten Bestimmung entspricht, in der sie ihre ureigensten Kräfte entfalten kann. Erkennt der Staat die Bedeutung der Mutter und der Familie für seine Zukunft, so ist es seine Pflicht, ihnen ihre Aufgabe in jeder Weise zu erleichtern und ihnen seine Unterstützung zu leihen, wo Umweltmängel oder -schäden hemmend wirken. Zahlreich sind daher auch die gesetzlichen Maßnahmen, die die Regierung Adolf Hitlers nach der Machtergreifung zu diesem Zweck in Angriff genommen hat. Abgesehen von der Gewährung von Ehestandsdarlehen, die die Eheschließung fördern sollen, gehen die Bestrebungen der Reichsregierung dahin, die wirtschaftliche Lage aller deutschen Familien zu erleichtern und ihnen auch ein gesunHes Wohnen zu er» möglichen. Daneben soll das Ehegesundheitsgesetz, das die biologischen Voraussetzungen für die Gründung erbgesunder Familien hat, die Grundlage einer Erbpflege darstellen, indem es die Belastung der Familien und Mütter mit untüchtigen Nachkommen verhütet. Mit der Heirat entscheidet die Frau nicht nur über ihr eigenes Glück, sondern auch über das Schicksal ihrer Kinder und Kindeskinder. Um ihr die Gattenwahl zu erleichtern, stellt ihr der Staat neben dem Arzt ihres Vertrauens auch eine öffentliche Beratungsstelle fürErb- und Rassenpflege in den staatlichen Gesundheitsämtern zur Verfügung. Aber auch in allen übrigen Fragen der Gesundheitspflege und Krankheitsvorbeugung, die ihr eigenes Wohl und das ihrer Familie angeht, findet die Mutter ärztlichen Rat in den Mütterberatungs-, den Säuglings- und Klein- kinder-Fürsorgeftellen, die die staatlichen Gesundheitsämter auf Grund gesetzlicher Vorschrift unterhalten. Weiter zeigt sich die Fürsorge des Staates in den gesetzlichen Maßnahmen des Mutterschutzes, der den im Erwerbsleben stehenden Frauen in ihrer schwersten Zeit hinzubringen und ihnen die Eristenzgrundlage sichern hilft. Sie kommt zum Ausdruck in den Bestimmungen über die Wochenhilfe und Wochenfürsorge und durchzieht wie ein roter Faden die ganze soziale Gesetzgebung. In ganz besonderem Grade gilt die Sorge des Staates aber der kinderreiche nFamilie. Familien mit fünf und mehr Kindern erhalten Beihilfen in Höhe von 10 RM. monatlich für das fünfte und jedes folgende Kind, wenn das Einkommen der Eltern 8000 RM. nicht übersteigt. Für die sozialversicherte Bevölkerung stehen darüber hinaus erweiterte Kinderbeihilfen vom dritten Kinde an zur Verfügung, die vom fünften Kinde an auf je 20 RM. erhöht werden. Daneben werden Ausbildungsbeihilfe.n gewährt, wenn die Kinder körperlich und geistig dessen würdig sind. Diese Maßnahmen, mit denen Deutschland bereits an der Spitze der Länder marschiert, sind aber lediglich als erster Schritt zu einer viel umfassenderen Regelung gedacht, nämlich der allgemeinen Reichsfamilien-Ausgleichs- kasse. Wir wissen, daß nur ein wirksamer Ausgleich der Familienlasten die völkische Zukunft Deutschlands zu sichern vermag. Auf diese Meise werden wir dazu beitragen, daß die kinderreiche Familie wieder zur Keimzelle völkischen Lebens wird. 3tn Kreise einer Schar gesunder Kinder vermag die Muller ihre weiblichen Tugenden und Fähigkeiten. in reichstem Maße zu entfalten, hier findet sie höchste Befriedigung, die fie für all ihre unendlichen Sorgen und Mühen reichlich belohnt. Aber auch für das Heranwachsende Geschlecht bietet die kinderreiche Familie die besten erzieherischen Möglichkeiten. Das Kind, das sich nicht mehr, wie bei den Ein- und Denigkinderehen als den Mittelpunkt der Familie sieht, lernt von frühester Jugend an Rücksicht zu üben, sich einzuordnen in eine Gemeinschaft, stets einzuspringen und so frühzeitig sittliche Kräfte zu entwickeln. Es ich kein Zufall, daß bedeutende Männer ausfallend häufig aus kinderreichen Familien stammen. Beim Ein- und Zweikindersystem hätten wir wenig große Deutsche gehabt. Denken Sie daran, daß ein Bach, ein Schubert, ein Mozart, ein Richard Wagner, daß Männer, die deutsche Geschichte gemacht haben, wie Bismarck, Friedrich der Große, Prinz Eugen, Fetdmarschall Blücher nicht geboren wären, wenn ihre Eltern sich mit drei Kindern begnügt hätten. In glücklicher und großzügiger Weise wurden die Maßnahmen des Staates zugunsten der Familie und der Mutter durch die Einrichtungen der Bewegung ergänzt, die sich auf dem nationalsozialistischen Grundsatz der Selbsthilfe aufbauen. Das Hilfswerk „M utter un d Kind" hat sich die Förderung gesunder Familien durch Fernhaltung sozialer Schäden zur Aufgabe gestellt. Außerordentlich hoch sind die Mittel, die die NSV. für Unterbringung von erholungsbedürftigen Müttern und Kindern in Heimen, für die Schaffung von Kindergärten und für die Errichtung von „Hilfsstellen für Mutter und Kind" zur Verfügung gestellt hat. Das Absinken der Säuglings st erblichkeit seit der Machtergreifung stellt den Erfolg der Arbeit der amtlichen Beratungsstellen für Mutter, Säuglinge und Kleinkinder wie den der Hilfsstellen der NSV. unter Beweis. Die Zunahme der Eheschließungen und der Geburten aber zeigt, wie stark das Vertrauen in Adolf Hitler und die von ihm getroffenen Maßnahmen im Volke Wurzel geschlagen hat. Dankbar erkenne ich besonders das Bestreben des Deutschen Frauenwerkes an, in seinem Reichsmütterdienst die angehende Frau und Mutter für ihren kommenden Beruf vorzubereiten. Nicht nur praktische hausfrauliche Kenntnisse und Fertigkeiten soll der Reichsmütterdienst vermitteln, er will vor allem in den Frauen das Gefühl für die Verantwortung stärken, die sie Mann, Familie und Volksgemeinschaft gegenüber tragen. Wenn wir, meine Volksgenossen, heute wieder ein starkes Volk sind, das sich in der Welt die nötige Achtung verschafft hat, so verdanken wir das nicht zuletzt unseren Müttern. Der Führer selbst hat das oft betont. Zu allen Zeiten deutscher Geschichte haben unsere Frauen und Mütter bewiesen, daß sie bereit waren, mit all ihrem Sein einzutreten für Volk und Vaterland! Das. hat sich niemals so klar gezeigt, wie jetzt wieder in den Tagen der Heimkehr Oesterreichs zum Reich und in den Tagen der Abstimmung. In dieser dankbaren Erkenntnis grüße ich euch, deutsche Mütter und Frauen als die Hüterinnen deutschen Schicksals. Aufbauarbeit im Kreis Offenbach. Gauleiter Sprenger weiht die neue Gruppenwafferverforgung und die wiederhergestellte Kaiserpfalz in Seligenstadt. LPD. O ff e n b a ch, 15. Mai. Der Kreis Offenbach stand am Sonntag im Zeichen des Kreistages der NSDAP., in dessen Rahmen die Gruppen- wasferverforgung im Ostkreis sowie die restaurierte Mainfront des Pallas der Kaiserpfalz Friedrichs II. inSeligenstadt durch Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger ein» geweiht wurden. Am neuen Pumpwerk im Walde bei Jügesheim begrüßte Kreisdirektor Dr. Koch, den Gauleiter. Baurat B r u s i u s legte dann die Bedeutung der Gruppenwasserversorgung dar. Bereits nach dreivierteljähriger Bauzeit konnte die erste Gemeinde mit Wasser versorgt werden. Die neue Wasserversorgung umfaßt 18 G e - meinden im Rodgautal und längs des Maines mit insgesamt 45 000 Einwohnern. Rund 95 000 Tagewerke wurden durch Wohlfahrtserwerbslose erledigt, 11 000 Arbeitslose konnten den an den Bauarbeiten beteiligten Firmen vermittelt werden. Die Verteilung des Wassers erfolgt zentral durch das neue Pumpwerk Über die Fernleitungen in die einzelnen Gemeinden bzw. in die Reservoirs der drei ebenfalls neu errichteten Waffertürme bei Jügesheim, Steinheim und Seligenstadt. Nach der Uehergabe des Schlüssels an Kreisdirektor Dr. Koch wies der Gauleiter darauf hin, daß es für ihn, als er davon Kenntnis genommen habe, daß 45 000 Menschen, die auf einem verhältnismäßig engen Platz zusammenwohnen, ohne genügende Trinkwasserversorgung seien, eine Selbstverständlichkeit gewesen sei, dafür Sorge zu tragen, die Gruppenwafferver- sorgung schnell in die Zat umzusetzen. Heute kündeten die Wassertürme von der Tatkraft der national» sozialistischen Staats- und Dolksführung. Mit der Fertigstellung dieses Werkes feien nahezu 90 v. H. der hessischen Bevölkerung mit gutem Trinkwasser versorgt. Der Gauleiter betrat die Pumpstation, deren Maschinen er in Betrieb setzte. Dann folgte eine gemeinsame Fahrt über Jügesheim und Steinheim nach Seligenstadt, dessen altehrwürdigen Fachwerkhäuser sich in prächtigem Fahnen- und Grünschmuck zeigten. Vor der restaurierten Kaiserpfalz wies Gauleiter Sprenger darauf hin, daß es der nationalsozialistischen Bewegung vorbehalten gewesen sei, die Grundlage der deutschen Geschichte wieder frei zu machen und auf dieser Basis ein neues Innenleben der deutschen Menschen zu entwickeln. In der deutschen Geschichte nehme der Gau Hessen-Nassau eine ganz hervorragende Stellung ein. Kaiser und Könige des alten Reichs hätten in Seligenstadt nicht nur Entschlüsse von großer Tragweite gefaßt, sondern gern in der alten Stadt am Main beschauliche Wochen verbracht und dem edlen Weidwerk im Spessart obgelegen. Die Kaiserpfalz in Seligenstadt sei die einzige Trutzburg gewesen, die der Hohenstaufe Friedrich II. nördlich der Alpen habe erstehen lassen. Sowohl durch die Restaurierung dieser Trutzburg als auch durch die Freilegung der Fachwerke der alten Häuser werde Seligenstadt zu einem Kleinod im Kranze der deutschen Städte werden. Nachdem der Gauleiter dem Kreisdirektor Dr. Koch für die von ihm entfaltete Initiative gedankt hatte, richtete er einen Appell an die Parteigenossen, durch Selbstdisziplin, Treue und Kameradschaft ein Vorbild für alle Volksgenossen zu sein und sich der hohen Aufgabe bewußt zu fein, die der Führer jedem einzelnen gestellt hat. Mit der Weche einer großen Zahl neuer Ortsgruppenfahnen fand die Kundgebung ihren Abschluß. Die deutsche Lustwaffe schützt die Hauptstadt der Ostmark. Wien, 14. Mai. (DNB.) Nach den Feierlichkeiten in Linz traf am Samstag Generalfeldmarschall Göring knapp vor 12 Uhr in Schwechat, einem südlichen Vorort Wie-ns, ein, um dort den ersten Spatenstich zu einem neuen Flieger» h o rst vorzunehmen. Er habe die feste Ueber- zeugung, so erklärte er, daß die schaffende Faust in diesem Lande nicht länger mehr im Schoße zu liegen brauche. Dieser Fliegerhorst hier werde eine Trutzburg des Willens fein zum Schutz der Schaffenden Wiens. Jeder Versuch Mißgünstiger werde an jener entschlossenen Selbstbehauptung zuschanden werden, die dann immer möglich sei, wenn ein Volk durch das Volk selbst zur Verteidigung antrete. Nach dem feierlichen Spatenstich in Schwechat begab sich Generalfeldmarschall Göring auf den Küniglberg, um dort das Kommando zum Arbeitsbeginn für die großen Bauten der Luftwaffe im Bereich von Wien zu geben. Auf dem Wege durch die Simmeringer Hauptstraße ließ der Generalfeldmarschall, auf die berüchtigten Elends- quartie re von Simmering aufmerksam gemacht, Haltmachen und besichtigte diese schauerlichen Stätten der Not, die sein Entsetzen erregten, eine furchtbare Anklage gegen ein System, das nicht imstande war, solchem Elend zu steuern. Auf dem Küniglberg haben eine Kompanie des Fliegerregiments „Hermann Göring", eine Infanteriekompanie, die Ehrenstürme der Parteiformationen Aufstellung genommen. Der Generalfeldmarschall schritt auf ein Modell der Bauten zu und ließ sich die vorbereiteten Pläne und Kartenskizzen vorlegen. Unter erneutem Jubel nahm et daraus das Wort und jührte. aus; „Dieser Tag trägt in sich zwei Symbole: einmal das Symbol oer Arbeit und zweitens das Symbol des Schwertes, der Wehr! Der Arbeit deshalb, weil es unser Wille war, nach den wunderbaren Tagen der Befreiung der Ostmark nun auch mit der T a t helfend einzugreifen. In das Heer der Arbeitslosen ist nun eine Bresche geschlagen, um Tausende und Zehntausende und hoffentlich bald Hunderttausende von Menschen wieder der Arbeit und damit der Lebensfreude zuzuführen. wenn ich noch Zweifel gehabt hätte, wie dringend diese Arbeit ist und wie notwendig es ist, täglich darüber nachzudenken, wie dieses gewaltige Elend angepackt werden kann, dann wurden diese Zweifel bei mir beseitigt, als ich auf der Fahrt hierher Elendsquartiere gesehen habe, Elendsquartiere, wie sie für einen Menschen, der das deutsche Antlitz trägt, unwürdig sind, Baracken, in denen wir deutsche Menschen niemals hausen las- s e n werden. Ein System, das ein Volk i n solcher Rot, in solcher Armut und damit in Schande st ecken läßt, muhte fallen, sonst gäbe es feine Gerechtigkeit des Allmächtigen. Diese deutschen Menschen der Ostmark, die ein gewaltiges Aufbauwerk von Jahrhunderten hinter sich haben, Kulturträger, wie kaum ein anderer deutscher Stamm, der jahrhundertelang einen mächtigen Staat auf seinen Schultern trug, wie wurden diese Menschen betrogen. Internationaler. Haß hat dieses Volk der Heimat entfremden wollen. Innere Vera blendung hat dieses Volk gequält, ihm Armut, Elend und bittere, bittere Not gebracht. Daneben der Reichtum eines Volkes, das für uns nicht das auserwählte, sondern als das auszuweisende Volk zu gelten hat. (Stürmischer Beifall und lebhafte Zustimmung.) Es wäre gut", so fuhr der Ministerpräsident fort, „wenn jeder Deutsche, der aus dem Altreich hierher gekommen ist, sich darüber im klaren wäre, was wir unserer herrlichen Bewegung, was wir der Partei und dem Führer unsagbar zu danken haben, daß er uns vor fünf Jahren in letzter Stunde errettet hat und daß damit zu der Not, die auch bei uns schon groß war, nicht auch noch jenes fürchterliche Elend kam, das ich hier heute mit ansehen mußte. Darum muß sich jetzt jeder anstrengen und alles daransetzen, um z u helfen, w o er nur helfen kann. Ich habe gestern in Linz erklärt, daß diese Hilfe nicht so verstanden werden darf, daß wir arbeiten und ihr zu- seht, fordern daß wir diese Hilfe brinaen wollen als Grundlage der Arbeit für euch. Arbeiten müßt ihr, und zwar schwer und hart, denn sonst kommt ihr aus diesem Elend nicht heraus. Was an uns liegt, werden wir alles tyn, um die Voraussetzungen zu schaffen, daß ihr arbeiten könnt. Der Arbeiter schafft für den Frieden, der Soldat sichertihn. So sieht es die Wehrmacht als ihre Aufgabe an, beschleunigt, rascher vielleicht als andere Unternehmungen, nun ihre Bauten und Werke auszuführen. Zunächst vor allem aus dem Grunds, weil man dabei im allgemeinen schneller vvrgehen kann und dadurch Tausenden sofort ein Arbeitsplatz gegeben wird. Das Symbol dieser Arbeit feiern wir heute mit dem Spatenstich der Arbeit, die unseren Brüdern, die so lange gelitten haben, Segen bringen soll. Das zweite Symbol ist das der Wehr, der Kraft. Denn nicht nur Arbeit soll hier geschaffen und durch sie der Bau errichtet werden, sondern das Symbol des Baues, der hier auf den Höhen dieser herrlichen Stadt errichtet wird, ist der Wille, die Stadt zu schützen. Unsere Luftwaffe aber soll hier ebenso wie in den Fliegerhorsten, die ich in diesen Tagen weihte, ihre Heimat finden, für die Jahre, die für sie einmal die schönsten sein sollen, die Jahre des Dienstes unter den Waffen. Generalfeldmarschatt Göring in der Umgebung Wiens. Wien, 15. Mai. (DNB.) Generalfeldrnarschall Göring benutzte den schönen Sonntag zu einer ausgedehnten Besichtigung der Umgebung Wiens. Nach einer Fahrt durch den Wiener Wald und nach einem Spaziergang im Lainzer Tiergarten machte der Generalfeldrnarschall noch einen Abstecher in die Lobau. Hierbei nahm er Gelegenheit, mit den zuständigen Fachreferenten eingehend über die f o r ft- technischen Fragen Oesterreichs zu sprechen. Um 20.30 Uhr verließ Generalfeldrnarschall Göring Wien im Sonderzug. Generalfeldrnarschall Göring wird, wie bereits gemeldet, am Montagvormittag bei Kaprun den ersten Spatenstich für das neue große Tauernkraftwerk vornehmen. Oesterreichs Geistlichkeit dankt den Bischöfen. Wien. 14. Mai. (DNB.» Di- „Arbeits. gemeinfd)aft für d e n religiöfen g r i e ■ d e n" hat unter der Geistlichkeit der Ostmark Un- terfchriften für eine Adrefst an die österreichischen B is ch ö f e gesammelt, die Zustimmung und Dank für die Stellungnahme des Episkopats zur Wiedervereinigung Oesterreichs mit dem Reich, zum neuen Staat und zur Abstimmung vom 10. April ausdrückt. Der Erfolg der Unterfchriftenaktion, die bis zum 25. August läuft, hat schon bisher alle Erwartungen übertroffen. Besonders stark beteiligt hat sich auch der Weltklerus, vor allem Pfarrer, Kapläne ufro. Auch viele Hochschulprofessoren befinden sich unter den Unterzeichnern. Ein berühmtes Stift hat sich mit allen seinen M i t - gliedern, den Abt an der Spitze, in der Unterschriftenliste eingetragen. Nach Ländern und Diözesen steht mit der größten Zahl der Unterschriften die S t e i e r m a r l a n der Spitze. Es folgen die Diözesen St. Pölten und die Landbezirke der Erzdiözese Wien. Wasser von den Schlachtfeldern Ostpreußens. Der italienische Generalkonsul in Berlin, Oberst Renze11i, weilte auf den Schlachtfeldern Ostpreußens, um hier Wasser für den Guß der Heldengedenkglocke in Rovereto in Oberitalien zU holen. Der erste Besuch galt dem Reichsehrenmal Tannenberg, wo er einen Kranz mit den talienischen Farben am (Sarge Hindenburgs niederlegte. Nach einer eingehenden Besichtigung des Reichsehrenmals wurde den italienischen Gästen das leucht« tende Relief der Tannenbergschlacht vorgeführt, das in anschaulicher Weise den Verlauf der Schlacht erkennen läßt. Vom Reichsehrenmal begab sich der italienische Generalkonsul zu den H ö h e n von Wapplitz, wo ein Offizier eine Darstellung der schweren Kämpfe der letzten Augusttage des Jahres 1914 gab. Am Ehrenfriedhof fand die Wasserentnahme aus dem Maranse-Fluß statt, der in den Masurischen Seen entspringt. (Bauleiter Koch übergab Oberst Renzetti den Wasserbehälter in einem Kästchen aus Bernstein, geschmückt mit dem nationalsozialistischen Hoheitszeichen und dem Liktorenbündel. Dann unternahmen die italienischen! Gäste einen Rundflug über die ostpreußischen Schlachtfelder. Abends veranstaltete (Bauleiter Koch im Schloß von . Königsberg einen Empfang zu Ehren des italienischen Generalkonsuls, O' ■C • Das kanlaiefest des deutschen Vuchhandels Das Programm des neuen ungarischen Kabinetts Die neue belgische Regierung g dagegen wünschen und wollen den Sie von Franco. „DHr wollen den Frieden, aber wir müssen mit allen unseren Kräften bereit fein, ihn zu verteidigen, besonders wenn die sogenannten großen Demokratien tatsächlich zu einsm Ltteg öej jufc pMerÄley. Italien will den Frieden Mit allen Kräften bereit, ihn zu verteidigen. Ungarns neuer Ministerpräsident Bela von Jmredy. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Freundschaft habe bereits wertvolle Früchte getragen. Mit dem in der letzten Zeit von neuem zu unserem Nachbarn gewordenen Großdeutschen Reich verbinden uns unzählige Bande sowohl auf politischem und wirtschaftlichem wie auf kulturellem Gebiet (stürmischer Beifall). In uns allen lebt noch die ruhmvolle Erinnerung an die Schulter an Schulter, durchgefochtenen Kämpfe; es lebt aber auch in uns das Bewußtsein der gemeinsamen Interessen, die unsere Völker verbinden. Diese Faktoren allein genügen, um zu beweisen, daß die Freundschaft zwischen Deutschland und Ungarn auch Brüssel, 15. Mai. (DNB.) Die Regierung Spaak konnte am Sonntagmorgen wie folgt gebildet werden: Ministerpräsident und Aeußeres; Spaak (Sozialdemokrat); Verkehr und Post: Marck (Katholik, christl. Demokrat); Unterricht: Dierck (Liberal); Finanzen: Gerard (konsero. Katholik); Die dem aber auch sei, die Dell möge wissen, daß in diesem Falle die autoritären Staaten unmittelbar sich sofort zu einem Block zufammenfchließen und bis zum Ende marschieren würden." Dor einer Regierungsumbildung in England. \ London. 14. Mai. (DNB.) Der voraussichtliche Rücktritt des Luftfahrtministers Lord Swinton wird bestätigt. Trotz aller Anerkennung, die Chamberlain „für die Dienste, die Lord Swinton dem Lande geleistet habe, empfinde", verschließe die Regierung sich nicht den Besorgnissen, die man im Lande hege und die erkennen lassen, daß hier etwas getan werden müsse. Chamberlain werde während des Wochenends einen Beschluß über die Änderungen in der Regierung fassen, da auch Kolonialminister Lord Harlech voraussichtlich Lucucktrete, Es Wird vermutet, daß i>LL DcuWl^er, Der neue belgische Ministerpräsident Spaak. (Scherl-Bilderdienst-M.) Inneres und Gesundheit: Merlot (Sozialdemokrat); Verteidigung: Generalleutnant Denis; Wirtschaft und Landwirtschaft: Heymans (Katholik); Arbeit und Sozialministerium: D e l a t t r e (SoziaHemottmt); Oeffentliche Arbeiten: Bal- th azar (Sozialdemokrat); Kolonien: de Dlees- ch a u w e r. Zum ersten Male in der parlamentarischen Geschichte Belgiens ist ein Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Ministerpräsident geworden. Spaak gilt als. Führex des äußerten rechten Flügels der daß britische Staatsangehörige in den Straßes Mexiko-Citys belästigt worden seien. Wachsende Unruhe in Palästina. Jerusalem, 5. Mai. (DNB.) Während die britische Teilungskommission durch Palästina reist, nimmt die Unruhe in allen Teilen des Landes immer mehr zu. Ein britischer Inspektor und ein britischer Polizist wurden durch eine Bombenexplosion in Jerusalem schwerverwundet. Ein arabischer Dorfschulze wurde in der Nähe vdn Nablus offenbar durch Freischärler erschossen, da er eine englandfreundliche Haltung an den Tag legte. In Haifa wurden ein arabischer Polizeisergeant und eine arabische Fräu erschossen. Am Samstagnachmittag kam es in Akko zu einem heftigen Zusammenstoß zwischen Freischärlern und britischen Truppen, die Panzerwagen und Flugzeuge einsetzten. Auf arabischer Seite sind 23 Personen ums Leben gekommen. Ein britischer Soldat ist seinen Verletzungen erlegen. ten Aufgaben des Standes der deutschen Buchhändler überhaupt liegt in der immerwährenden Erziehung zum volkhaften Denken im Sinne nationalsozialistischer Weltanschauung. Ein Blick auf die Erfolgskurve im Bereich des deutschen Schrifttums zeigt uns auch die sich immer stärker auswirkenden Einflüsse unserer schrifttumspolitischen Arbeit, wie sie besonders in den großzügig angelegten Förderungsmaßnahmen im Rahmen der deutschen Fachbuchwerbung und der Woche des deutschen Buches zum Ausdruck kommen. Es ist festzustellen, daß der Appell um das deutsche Volk sich dem Kulturgut des deutschen Buches in verstärktem Maße zuzuwenden, nicht vergebens gewesen ist. Neben dem gesteigerten Interesse am Erwerb von Büchern, hob sich ganz besonders die Entwicklung des deutschen Bücherei- wesens. Wir verfügen heute über mehr als 5 0 0 0 Werkbüchereien, die dem deutschen Arbeiter an der Stätte seines Wirkens rund 2Vs Millionen deutscher Bücher zur Verfügung stellen, und nicht weniger erfolgreich hob sich die Entwicklung des Tauschbüchereiwesens, das für die letzten zwei Jahre 2200 Neugründungen melden kann. Die W a n d e r b ü ch e r e i, die vor zwei Jahren Reichsminister Dr. Goebbels der R e i ch s a u t o- b a h n zur Verfügung stellen konnte, sind auf 100 angewachsen, so daß in kurzer Zeit kein Lager mehr ohne eigene Bücherei sein wird. Die Aufgaben, die uns allen gestellt sind, sind groß. Wir werden diese Aufgaben wie überall so auch hier in nationalsozialistischem Geist anpacken in dem Bewußtsein, an hervorragender Stelle im Dienst an unserem deutschen Volke eingesetzt zu sein. Im Motorboot begab sich der Duce darauf zur Kiellegung des neue st en Schlachtschiffes der italienischen Kriegsmarine auf den gewaltigen Anlagen der Ansaldo-Werft. Mussolini gab durch 'ein Klingelzeichen Befehl zum Beginn des Schlachtschiffes, das den Namen „ I m p e r o " erhält und mit seinen 35 000 Tonnen au den größten Schiffen der italienischen Schlachtflotte gehören wird. Der zweite Tag von Mussolinis Besuch in Genua war ausgefüllt mit Besichtigungen der Universität, der städtischen Krankenhausanlagen, wo der Grundstein für eine chirurgische Klinik gelegt wurde, und der Einweihung des Gaslini-Jnstituts, einer mit den modernsten "Mitteln ausgestatteten Poliklinik für 10 0 0 Kinder, die ein Genueser Industrieller mit einem Aufwand von über 50 Millionen Lire an einer der landschaftlich schönsten Mellen der Stadt hat errichten lassen. Mussolini verweilte lange Zeit unter den Kleinen, die ihn jubelnd begrüßten. Anschließend begab sich Mussolini zu dem neuen Schwimm st adion, wo ihm Dopolavoro-Gruppen eine Huldigung darbrachten. Am Nachmittag unternahm der Duce eine Fahrt an die Riviera, wo er in Nervi dem ersten Spatenstich für eine neue Durchgangsstraße beiwohnte. Bis nach Sestri Levante führ Mussolini, wobei er unterwegs mehrmals anhielt, um Parteihmfter und andere Neuanlagen einzuweihen. Das pariser Echo. Paris, 15. Mai. (DNB.) Von rechts bis links ist die Pariser Presse mit der Rede Mussolinis unzufrieden. Die Zeitungen, die bisher immer eine schnelle Verständigung mit Italien und die Schaffung einer Freundschaft zwischen den beiden sogenannten lateinischen Schwestern befürwortet haben, sind offensichtlich gekränkt durch die an Frankreich gerichteten Worte des Duce. Die marxistischen Zeitungen schreiben, die Rede des Duce in Genua beweise wieder einmal, daß sich die Pariser und die Londoner Diplomatie im falschen Fahrwasser befinden. Erregt fragen die Blätter, was für Zugeständnisse Frankreich jetzt noch an Mussolini richten werde. „Jour" schreibt, Mussolini habe die Berichte von der Genfer Tagung wohl nicht berücksichtigt, sonst hätte er Frankreich an der Seite Englands gegen die Kommunisten und die Rotspanier streiten gesehen. Es gehe nicht an, daß Italien ohne Unterschied den Extremisten und den national gesinnten Elementen Frankreichs Verweise erteile und den innerfranzösischen Schwierigkeiten keinerlei Rechnung trage. Werbung für die französische Verteidigungsanleihe. Paris, 15. Mai. (Europapreß.) Da die franzö- fische Regierung wünscht, daß sich das ganze franzö- sil'cye Volk an der neuen Fünf-Mi lliarden- Anleihe für die nationale Verteidigung beteiligen kann, wird sie auch Anteilscheine von 100 Franken herausgeben. „Franzosen, zeichnet!", das ist das Wort, das jedem französischen Rundfunkhörer in den nächsten sechs Tagen entgegenschallen wird, wenn er seinen Rundfunkapparat andreht. Nachdem Ministerpräsident D a l a d i e r die Franzosen bereits zur Zeichnung aufgerufen hat, sprach General N o l l e t, Großkanzler der Ehrenlegion und Vorsitzender der autonomen Kasse der nationalen Verteidigung, am Rundfunk, ferner der Präsident des Verbandes der französischen Kriegsteilnehmer. Täglich von 12 bis 14.30 Uhr und von 18.30 bis 19.30 Uhr werden ein 5>eeresballon und drei Kriegsflugzeuge mit Spruchbändern, die zur Zeichnung auffordern, Paris überfliegen. Im übrigen teilen die Pariser Blätter mit, daß die scharfe Ablehnung eines auswärtigen Blattes durch den Ministerpräsidenten Daladier bei feiner gestrigen Rundfunkrede, das einen Mißerfolg der neuen Anleihe vorausgesagt hat, sich auf die Moskauer „Prawda" bezieht, die einer ihr nicht genehmen Regierung des französischen Bundesgenossen in den Rücken fallen wollte. Ehile wendet Gens den Rücken. Die 101. Ratstagung beendet. Genf, 14. Mai. (Europapreß.) Der Genfer Rat beschäftigte sich in seiner letzten Sitzung seiner 101. Tagung mit der schweizerischen Neutralität, sowie mit dem chinesisch-japanischen Streitfall. Beide Punkte wurden mit Entschließungen erledigt, die einmal den schweizerischen Wünschen Rechnung tragen, zum anderen jedoch für China nichts bedeuten. Der Rat beschränkt sich darauf, China seine „Sympathie für den heldenhaften Verteidigungskampf" auszusprechen. Der chilenische Delegierte Edwards teilte in öffentlicher Sitzung des Rates der Liga mit, daß feine Regierung angesichts der verhängnisvollen Entwicklung, die die Genfer Politik genommen habe, zu dem Beschluß gelangt sei, a us der Liga aus« 3 u tret en. In den technischen Kommissionen sowie im Internationalen Arbeitsamt und im Haager Gerichtshof werde Chile weiter Mitarbeiten. Edwards sprach von der Möglichkeit, daß eine gründliche Reform des Paktes Chile vor Ablauf der Kündigungsfrist veranlassen könnte, in der Liga zu ihleifeen, — Partei der sogenannten nationalen sozialistischen Gruppe. Seine Regierung umfaßt vier Sozialdemokraten, vier Katholiken, zwei Liberale und ein Militär; sechs Minister sind Kammerabqeordnete und zwei Senatoren, die übrigen drei (Finanzminister Gerard, Kriegsminister Denis und der Wirtschaftsminister Heymans) sind Nichtpaelamentarier. Das neue Kabinett enthält fünf Flamen, vier Wallonen und zwei Brüsseler. In dem neuen Kabinett sind sechs Mitglieder des vergangenen Kabinetts Janson vertreten. Neu sind Heymans, Balthazar, Dlees- chauwer und Gerard. Der letzte war bereits im ersten Kabinett van Zeeland Finanzminister. Man betont, daß es in der Hauptsache die augenblicklich schwierige politische und finanzielle Lage Belgiens war, die es ermöglichte, unter Hintanstellung von Parteiinteressen eine schnelle Belegung der Krise herbeizuführen. Die Parteigruppen stehen den Er- eigniffen vorläufig abwartend gegenüber. Das stärkste Mißtrauen zeichnet sich bei den Katholiken ab, die zwar die Persönlichkeit Spaaks durchaus anerkennen, aber der Zusammenstellung des neuen Kabinetts skeptisch gegenüberstehen. Auch die Presse verhält sich abwartend. Es wird allgemein als ein Erfolg der Flamen vermerkt, daß Spaak das Wirtschaftsministerium anstatt mit dem vorgesehenen wallonischen Industriellen Richard mit dem Flamen Heymans, Direktor eines belgischen Wirtschaftsunternehmens, besetzt hat. unter den veränderten Verhältnissen weiterlebt und sich weiterentwickeln wird. Der Ministerpräsident erörterte dann die Verhandlungen mit der Kleinen Entente. Die ungarische Regierung habe hierbei neben der Normalisierung des gegenseitigen Verhältnisses vor allem die Besserung der Lage der ungarischen Minderheiten angestrebt. Obwohl die Verhandlungen mehrfach ohne das Verschulden Ungarns verschoben worden seien, dürfe dennoch die Hoffnung nicht aufgeaeben werden, daß es doch aelingen werde, im Doftaubecken einen Zustand zu schaffen, der das normale Nebeneinanderleben der Donau« Völker und später vielleicht auch die Freundschaft unter ihnen ermöglichen werde. Zur Innenpolitik übergehend kündigte Jmredy die Einführung des obligatorischen Arbeitsdien- ft e 5 , die neue Zusammenfassung der Industrie und der Arbeiterschaft in Kammern an. Die Regierung wolle die Einheit der Nation. Sie erkenne das Volk als ein organisches Ganzes an und sehe in seiner sozialen Gliederung die naturgegebenen Unterschiede. Der einzelne müsse Opfer für die Gemeinschaft bringen und fein Selbstbestimmungsrecht im Interesse der Nation beschränken. Die persönliche Freiheit sei nur soviel wert, wie sie im Einklang mit den großen Zielen der vAkischen Gemeinschaft stehe. Die Regierung betrachte es als ihre erste Aufgabe, den nationalen Freiheitsgedanken mit den Forderungen der Volksgemeinschaft in Einklang zu bringen. Die Regierung trete für den Schutz des Privateigentums ein. Aber nur das Kapital, das feine Pflicht gegenüber der Gemeinschaft erfülle, werde den Schutz der Regierung genießen. Die Regierung strebe einen gerechten Ausgleich von Vermögen und Einkommen im Zeichen des sozialen Gedankens und der völkischen Einheit der Nation an. Die von der bisherigen Regierung eingebrachten Gesetze (Judengesetz) mache die Regierung sich voll zu eigen. Die Regierung erkenne die Rechte der in Ungarn lebenden Minderheiten zur Pflege ihres kulturellen Lebens und ihrer völkischen Eigenart an. Anderseits werde die Regierung jeden Versuch einer bolschewistischen Betätigung mit den rücksichtslosesten Mitteln unterdrücken. Sie werde auch keine rechtsgerichtete unterirdische Organisation zu- lassen. Zur Unterdrückung aller Umsturzbestrebungen habe die Regierung zwei Gesetzentwürfe eingereicht, die weitgehende Sicherungsmaßnahmen zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ruhe und Ordnung, verbunden mit scharfen Strafmaßnahmen, enthalten. Als „Stadt des Buches" ist Leipzig die Stadt für das traditionelle Treffen des deutschen Buchhandels am Sonntag Kantate. Diesmal machen zwei Umstände den Sonntag besonders festlich: das 25jährige Bestehen der Deutschen Bücherei und die Teilnahme der Berufskameraden aus der deutschen Ostmark als Bürger des Großdeutschen Reiches. Den Höhepunkt der Kantate-Veranstaltung bildete die Kundgebung des deutschen Buchhandels im Neuen Theater, auf der Hauptamtsleiter Wilhelm Baur der großen kulturellen Bedeutung der deutschen Bücherei gedachte, die als ein Archiv des deutschen Kultur- und Geisteslebens auf der ganzen Welt nicht ihresgleichen habe. Nach dem Tätigkeitsbericht des deutschen Buchhandels, dessen Produktion seit 1932 um rund 50 v. H. gestiegen ist, umriß der Redner als nächste Aufgabe vor allem die Abgrenzung gegenüber der „Auch-Buchhändler" und „Auch-Verleger", die Lockerung der bisher notwendig gewesenen Beschränkungen im Interesse eines gesunden Wettbewerbs und die Zusammenfassung der Unterstützungseinrichtungen des deutschen Buchhandels in der im Vorjahr begründeten „Palm- Stift u n g". Nach einem musikalischen Zwischenspiel nahm Staatssekretär Hanke das Wort. Der Buchhändler, so sagte er, muß mit Liebe und Verantwortungsgefühl das fichten und vermitteln, was als Einzelbuch ober als kleine und kleinste Bibliothek von denen erworben wird, die auf feinen Rat in der Wahl ihrer Bücher angewiesen sind. Die wirklich lohnende und dankbare Arbeit beginnt für den verantwortungsbewußten Buchhändler erst bei der Betreuung breite st er Kreise. Eine der größ- Lord Swintons entweder der Innenminister Sir Samuel Hoare oder Kriegsminister H o r e - Bell s h a werden würde. Die Blätter behaupten vielfach, daßdasganzeKabinett feine Poften zur Verfügung gestellt habe, um dem Premierminister die Umbesetzung zu erleichtern. Auch der englische Gesandte verläßt Mexiko. London, 15. Mai. (Europapreß.) Der englische Gesandte in Mexiko, O'Malley, hat nunmehr die Aufforderung seiner Regierung erhallen, sich unverzüglich nachEngland zurückzubegeben. Die Gesandtschaft wird die Geschäfte dem Generalkonsulat übergeben. In England ist der mexikani- che Schritt mit merklicher Zurückhaltung ausgenommen worden. In der Sonntagspresse fehlen fast vollkommen Kommentare, aus den Berichten aus Mexiko geht lediglich hervor, daß die anti britische Stimmung zugenommen hat. Es heißt, Mussolinis Rede in Genna. Genua, 14. Mai. (DNB.) Auf dem Siegesplatz in Genua hat Mussolini am Samstagoormittag vor über 350 000 Menschen eine Rede gehalten. Am 11. März abends 18 Uhr, so führte der Duce auf die Wiedervereinigung Oesterreichs mit dem Reich eingehend aus, befand sich Italien wieder einmal an einem Scheideweg, der eine Stellungnahme verlangte. Von ihr hingen Friede oder Krieg, d. h. also das Schicksal Europas ab. Aber da für uns die Ereignisse in ihrer logischen Entwicklung vorausgesehen worden waren, so haben wir sofort auf das allerklarste mit einem Nein gegenüber dem diplomatischen Schritt geantwortet. Die Feinde Italiens, die Antifaschisten aller Rassen, wünschten zweifellos den Zusammenstoß zwischen den beiden autoritären Staaten mit den schlimmsten Folgen, nicht ausgeschlossen ■ den Krieg, besonders wenn er dem Bolschewismus die Tür in Europa g € ö f f - n e t hätte. Denen die noch immer die naive Melancholie haben, uns daran zu erinnern, was wir 1934 taten, antworten wir, gegen Italien, das in einem gewaltigen Unternehmen stand, wurden die Sanktionen verhängt, die wir noch nicht vergessen haben. In der Zwischenzeit ist alles, was diplomatisch und politisch unter dem Sammelnamen „$ tresa" bestand, begraben worden und wird, was uns anlangt, niemals mehr wiederer stehen. Auch konnte sich Italien nicht den Luxus leisten, alle vier Jahre za mobilisieren, um eine geschichtliche Entwicklung aufzuhalten. Das faschistische Italien konnte nicht für alle Zeit die häßliche und nutzlose Aufgabe der alten Habsburger Monarchie und der Metternichs auf sich nehmen und sich der Entwicklung der Nationalitäten auf ihrem Wege zur Einheit entgegenstellen. Unsere Haltung war also nicht aus Furcht vor Verwicklungen diktiert. Eine solche Furcht hat in unseren Herzen niemals bestanden und wird niemals darin bestehen. Für unsere Haltung war vielmehr das Ergebnis der Prüfung der Lage, ferner unser Ehrgefühl und unsereaufrichtige Freundschaft gegenüber Deutschland maßgebend, die uns zu dem bestimmten, was wir getan haben. Die beiden Welten, die germanische und die romanische, stehen heute in unmittelbarem engen Kontakt und sind mit der dauerhaften Freundschaft und der Zusammenarbeit der beiden Revolutionen dazu bestimmt, unserem Jahrhundert das Symbol aufzudrücken. Das hat das italienische Volk auch mit der Aufnahme des Führers und Reichskanzlers zeigen wollen. Die Worte, die er in der Rächt vom 7. Mai im Palazzo Venezia gesprochen hat, sind von den beiden Völkern mit vollem Bewußtsein begeistert ausgenommen worden: sie stellen nicht eine diplomatische und politische Erklärung dar, sondern sind etwas Feierliches und Endgültiges in der Geschichte. Die Achse, der mir treu bleiben werden, hat uns nicht daran gehindert, eine Politik der Verständigung mit jenen zu treiben, die eine solche Verständigung ausrichftg wollen. So haben wir im März vergangenen Jahres die Verständigung mit Jugoslawien hergestellt und seither herrscht an den Ufern der Adria vollkommener Friede. So haben wir jüngst das Abkommen mit Großbritannien abgeschlossen. Dem Streit, der die Beziehungen der beiden Nationen ernsthaft gefährdete, lag viel Verständnislosigkeit und — sagen wir es ruhig — Unwissenheit zugrunde, eine Unwissenheit in jenem Sinne, wie er sich aus dem Verbum „ignorieren" ergibt. Für allzu viele Fremde ist Italien das Land, das durch eine mittelmäßige Literatur über das Lokalkolorit schlecht dargestellt wird. Es ist Zeit, höchste Zeit, d a s I t a - lien der Waffen und der Arbeit endlich kennenzulernen, höchste Zeit, dieses Volk kennenzulernen, das in 20 Jahren die stärksten Beweise seiner Tüchtigkeit gegeben hat, die mit der Eroberung des Imperiums ihren Höhepunkt erreichte. Die Vereinbarung zwischen London und Röm ist die Verständigung zwischen zwei We l t r e i ch e n und erstreckt sich vom Mittelmeer über das Rote Meer bis zum Jndrschen Ozean. Da wir den festen Willen haben, diese Vereinbarung gewissenhaft einzuhalten, und glauben, daß die verantwortlichen Regierungsmänner in England das gleiche tun werden, so kann man annehmen, daß diese Vereinbarung dauerhaft fein wird. Ihr werdet mir zustimmen, wenn ich in Bezug auf die Besprechungen mit Frankreich, die ja noch im Gange sind, vorsichtig bin. Ich weiß nicht, ob sie zu einem Abschluß kommen werden; schon auch wegen einer außerottrentlich aktuellen Frage wie der des spanischen Krieges, in der wir, Frankreich und Italien, auf den entgegengesetzten Seiten der Barrttaden stehen. : Frankreich wünscht den Sieg vo.n Barcelona, wir Budapest, 14. Mai. (DNB.) Der neue Mini- sterpräsideist Jmredy legte im Abgeordnetenhaus die Richtlinien seines Programms dar.. In der ungarischen Außenpolitik kann keinerlei Aenderung eintreten, da die geschichtlichen Kräfte und die geographischen Gegebenheiten, die bisher für die ungarische Außenpolitik richtunggebend waren, unverändert fortbestehen. Italien habe als erste Großmacht dem ungarischen Volk die Freundeshand geboten. Die ungarisch-italienische Oie Schlacht an der Lunghai-Bahn. LinJI o GELBES Kaifeng MEER! H 0 N 'utrcheng— ngpi ? » .H wcnnan h! Tscheng-\ tschau OIE JAPANISCHE L UNG HA I - OFFENSIVE X V X /' KEI AN65U Kweito - _, Vz//?glicheng/HfutfchaifaJ? mantfcha» /"•> • i *x # X IU '°° ' 200 \ \Pukj2u, NANKING k IN i ' V / Ä zZMengtrthen^^ gaXS« u^J 8 g$B*> ui=.( yisH®5? *E.^aV -. y; $.£ V 3 Ei S«E25g3' _ Et«4>S> S5 3h? “■O'Efi'c' u s eS^IöX” ^«ScgaS- «229^7 ? ö 12- e5 o< : a ' Q a ■£> u a5c^2-|üJ ^2e <3.® °LPN xD 55 c ° £ e5Se.Se 5^-“^ E@-egE^ ° Q °X t EfcA* c5 =2-eS= ~ a ° 41 o. e". E$e «-t flut« > E *^'p' E E »J <3 s ? f~ -O E x~.., ,J »- , «’Sf e’« OJlXfpOTt 4. ilm die deutsche Handball-Meisterschafi k t nicht ganz einheit- ' nur kleine Verände- 2. 1. 19:26 15:21 1. 2. 3. 4. 39:20 33:22 35:26 11:50 I. Post-SV. Hannover 4. VfB. 08 Aachen Gaugruppe entwicklung am Aktienmarkt nicht ganz einheitlich war. Es ergaben sich aber'nur kleine Veränderungen von durchschnittlich 0,25 bis 0,50 v. H. Die weitere Haltung der Börse wird einzig und allein von der Kundschaft abhängen. Verhältnismäßig gedrückt waren bei nur kleinen Verkäufen Daimler Motoren mit 151 (152,50). Sodann bröckelten die meisten Bergwerkspapiere bis 0,65 v. H. ab. Niedriger kamen ferner AG. für Verkehr (—0,75 v. H.), Scheideanstalt (—0,50 v. H.), Westdeutsche Kaufhof (—0,25 v. H.) und Licht & Kraft (—0,25 v. H.) an. Maschinenaktien konnten sich gut behaupten. Etwas Kaufinterefse fanden wieder JG.-Farben mit 158,50 (158,25), außerdem lagen von den zunächst nur wenig notierten Papieren Conti Gummi 0,50 v. H. höher. Der variable Rentenmarkt war ohne besonderes Geschäft. Reichsaltbesitz nicht ganz gehalten mit 133,80 (133,90). Kommunal-Umschuldung stellten sich vorläufig auf unverändert 96,25 v. H., gingen aber im Verlaufe auf den Berliner Stand von 96,15 zurück. Am Pfandbriefmarkt war die Lage unverändert. Liquidationswerte wichen ebenso wie Stadtanleihen bis 0,25 v. H. ab, wobei letztere zumeist höher lagen. setzen. — Die Tabelle: Gaugruppe bei prallten zwei Spieler zusammen, und der Schiedsrichter entschied Elfmeter. Die etwas harte Strafe konnten die Gäste zu ihrem einzigen Tor des Tages verwandeln. Dann hatten sie nichts mehr zu bestellen. Lollar konnte bis zum Schlußpfiff noch zwei weitere Tore verbuchen. Lollar II — SA.-Kampfgemeinfchaft Gießen I 6:1 (2:0). Einen nicht minder spannenden Kampf lieferten sich diese beiden Gegner. Hier ging es noch einmal um Punkte. Die Gießener SA.-Elf enttäuschte etwas. Man hätte von ihr eine bessere Leistung erwartet, sie konnte trotz großem Eifer nicht aufkommen. Technische Mängel gab es in der Ballbehandlung, ebenso wollte das genaue Zuspiel nicht klappen. Demgegenüber überraschte die Lollarer Elf nach der angenehmen Seite hin. Restloser Einsatz jedes Spielers und Kampfgeist charakterisierten diesmal die Elf. Ebenso war die Mannschaft ihrem Gegner technisch weit überlegen, was sich auch im Resultat ausdrücken dürfte. Anfänglich sah man verteiltes Spiel. Jedoch die Lollarer verstanden es besser, sich zu bedienen, und konnten schon in der 12. Minute den ersten Treffer buchen. Die SA. strengte sich mächtig an, um den Ausgleich zu schaffen. Vergebens. Als in einem Angriff der Platzbesitzer das Gästetor hart bedrängt wurde, lenkte ein Verteidiger den schlecht abgewehrten Ball ins eigene Tor. 2:0 für Lollar. Mit diesem Stand wurden die Seiten gewechselt. Nach dem Wechsel diktierten wieder die Lollarer das Spielgeschehen. Diesmal war es der Linksaußen, der in unhaltbarem Schuß den Torhüter bezwingen konnte. Die SA. mußte ihre Angriffe nur noch auf vereinzelte Durchbrüche beschränken. Dagegen wurden die Lollarer Stürmer wieder gut bedient und konnten noch zweimal den Ball über die Torlinie brinaen. Erst eine Minute vor Schluß kamen die SA.-Spieler durch Elfmeter zu ihrem Ehrentor. Nach Wiederanspiel ertönte der Schlußpfiff. Sportverein 1920 Lollar. Lollar I — Herborn I 8.1 (3:0). Für den erkrankten Tormann mußten die Lollarer Ersatz einstellen. Dieser stellte seinen Mann und vereitelte des öfteren in schöner Manier. Die verjüngte Stürmerreihe zeigte diesmal bessere Leistungen und konnte sich auch besser durchsetzen. Aber auch von den übrigen Spielern trug jeder einzelne zur Gesamtleistung seinen Teil bei. So stellte vor allem die bewährte Verteidigung wieder ihren Mann, obwohl sie öfters auf eine harte Probe gestellt wurde. Die Herborner enttäuschten in ihrer Kampfweise nicht und legten sich mächtig ins Zeug. So sorgten die Gästestürmer immer wieder für blitzschnelle Angriffe. Ebenfalls war anfänglich ihr Torhüter gut auf der Höhe, er wurde aber in der zweiten Halbzeit stark überlastet und war zum Schluß gegen die meisten Tore, die aus nächster Nähe geschossen wurden, ziemlich machtlos. Lollar hatte Anstoß. Schon der erste Angriff blieb in der Läuferreihe der Gäste hängen. Sofort nahm der Gästesturm die Vorlage auf und versuchte, die Führung an sich zu reißen. Doch die Hintermannschaft der Platzbesitzer ließ sich nicht verblüffen und konnte klären. Dann fanden sich die Lollarer überraschend schnell und zeigten ein schönes Zusammenspiel. Schon in der 10. Minute konnte der Mittelstürmer eine Flanke aufnehmen und durch Kopfball seine Mannschaft in Führung bringen. Aber auch die Herborner kämpften unverdrossen weiter, und der Ausgleich schien zu fallen. Es gelang aber nicht. Ein Gästestürmer und der Tormann standen sich gegenüber, und der scharf geschossene Ball konnte übers Tor zur Ecke abgelenkt werden, die aber nichts einbrachte. Wieder wurde der Lollarer Sturm gut bedient, und durch geschickte Kombination fiel der zweite Treffer. Weiter sah man verteiltes Spiel. Kurz vor der Pause konnte der Halblinke durch schönen Kopfball den Halbzeitstand 3:0 herstellen. Nach dem Wechsel ging der Kampf in scharfem Tempo weiter. Die Gäste zeigten nochmals alle Kunst. Doch die Lollarer waren besser in Form, und die Herborner wurden in ihrer Spielhälfte festgehalten. In gewissen Abständen konnten die schußfreudigen Lollarer Stürmer dreimal hintereinander dem Torhüter der Gäste das Nachsehen geben. In einem zwischendurch erfolgten Angriff der Gäste gelang es ihnen, das Lollarer Tor in Gefahr zu jmngen. DaMein-Mainische Börse. Sehr still. Frankfurt a. M., 14. Mai. Die Börse behielt auch am Wochenschluß die seit zwei Tagen gebesserte Grundhaltung. Jedoch entwickelte sich mangels nennenswerter Aufträge kaum Geschäft. Da die Beteiligung der Kundschaft weiterhin stark zu wünschen übrig ließ, zeigte der Berufshandel verschiedentlich etwas Neigung zu Glattstellungen, so daß die KursGaugrupp e 1. MSV. Weißenfels 3 2. Polizei-SV. Berlin 3 3. MSV. Bor. Carlowitz 3 4. TV. 47 Wetzlar • 3 Die erste Hälfte zur Vorrunde der deutschen Handball-Meisterschaft ist beendet. Wer geglaubt hatte, daß man auf Grund der voraufgegangenen Spiele bereits in der einen oder anderen Gruppe mit Sicherheit den Namen des Gruppensiegers nennen könnte, ist vielleicht enttäuscht. Aber wertvoller ist, daß die Meisterschaftskämpfe an Spannung unbedingt gewonnen haben. Sehen wir uns nur die Tabelle iff Gruppe 2 an: Weißenfels, Berlin und Carlowitz stehen punktgleich. Ein gewaltiger Endspurt ist zu erwarten. Er wartet wurden die Siege von MTSA. Leipzig und Flak Stettin in Gruppe 2. Aber der Kampf in der Messestadt war weit härter, als der Deutsche Meister wohl vermutet hatte. Mit 11:9 (4:3) Toren wurde Oberalster Hamburg geschlagen. Aber noch steht das Rückspiel in Hamburg bevor. Wenn sich Oberalster vorher keine Blöße gibt, fällt erst in der Hansestadt die Entscheidung. Die Stettiner Flak- Soldaten bezwangen den VfL. Königsberg einwandfrei 13:7 (6:4). Die Tabelle: Die einwandfreiesten Aussichten auf den Gruppensieg kann man in Gruppe 3 dem Niedersachsen- meister, Hindenburg Minden, einräumen. Die Soldaten hatten diesmal den VfB. 08 Aachen zu Gast und siegten knapp 8:6 (7:2). Von der besten Seite zeigte sich der Lintforter SV., der ebenfalls einen Heimsieg gegen Post Hannover mit 11:8 (7:3) errang. — Die Tabelle: Gaugruppe 3. 1. Hindenburg Minden 3 6:0 26:12 2. Lintforter SV. 3 3:3 19:20 Das erste Anrecht auf den Endsieg in Gruppe 4 besitzt zweifellos der badische Meister, SV. Waldhof, der zu Hause den bayerischen Vertreter, Post SD. München, 10:5 (6:2) klar bezwang und damit die Hoffnungen der Bayern zunichte machte. Fast das gleiche Endergebnis — 10:6 (4:2) — erzielte der Südwestmeister, VfL. Haßloch, auf eigenem Gelände gegen den SV. Urach. Waldhof und Haßloch stehen damit zwar punktgleich, aber die größere Erfahrung der Mannheimer dürfte sich doch noch klar durch- daß sie noch beim Endkampf um den Gruppensieg ein Wort mitsprechen wollen. Auf eigenem Platze wurde der Polizei SV. Berlin, der bekanntlich Weißenfels überraschend geschlagen hatte, mit 11:8 (5:5) durch den besseren Endspurt der Schlesier besiegt. Dadurch sind die Chancen des Mittemeisters MSV. Weißenfels, der zu Hause den T v. 4 7 Wetzlar ganz überlegen mit 18:3 (11:0) Toren abfertigte, wieder gestiegen. Weißenfels hat nur noch gegen Wetzlar auswärts zu spielen. — Die Tabelle: SD. Waldhof 3 4:2 31:14 VfL. Haßloch 3 4:2 21:22 Post-SD. München 3 2:4 19:21 SD. Urach 3 2:4 15:29 1. MTSA. Leipzig 3 6:0 36:20 2. Oberalster Hamburg 3 4:2 33:21 3. Flak Stettin 3 2:4 25:29 4. VfL. Königsberg 3 0:6 16:40 In Gruppe 2 zeigten die Carlowitzer Soldaten, Bedruckte Me schön / sommerlich / preiswert Bedr. 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