iieW bolstraße Wx\ ^hen 1 sind laut obren falls aurde, erden, n, die ‘flsgut ulden i Fall n das - Der s des l 2ln= h ein hmer. Sind erech. noch Fhren inastik. Klang lenöige it. 13: richten, tfchaft: rauchen " ib Ku!« ; 16.30: mtrunt 0: Der [liegen« !s Kon- ' plaude- 22.20: Del Rio, ’ ianisten Nacht- u. Herz- »islanfes. rombose: j Nieren. Ein ich der 6E6D ien. M, für ii rstanMn.krrton miKiiiarhedtpn. um die wegen überbrachte die Grüße der Bundesregierung und deutete es als ein gutes Vorzeichen, daß die Arbeitsgemeinschaft in neuer Form in einem geschichtlich bedeutsamen Augenblick ihre Tätigkeit wieder aufnehme. Noch könne man fich über das Ausmaß d e r Begegnung der Führer der beiden deutschen Staaten kein genaues Urteil bilden, aber es fei, was auch das Weltecho beweise, eine Tat von größter Bedeutung, daß zwei Männer, die eine hohe Verantwortung für die Geschicke ihrer Staaten trugen, s i ch d i e H ä n d e g e r e i ch t und Auge m Auge miteinander gesprochen hätten. Bolschaster von papen darrkte sodann der Arbeitsgemeinschaft dafür, daß diese in den dreieinhalb Jahren seiner Wiener Tätigkeit immer besonderes Verständnis für feine Aufgaben gezeigt habe. „Wenn ich", so bemerkte Botschafter von Papen, „nach dem Befehl des Führers und Reichskanzlers in wenigen Tagen diesen Posten verlassen werde, so glaube ich, dies mit gutem Gewissen gegenüber me t = nem Auftraggeber und Öen Intere s s e n des deutschen Volkes tun zu können. Mein Streben in dieser Zeit ist es gewesen, d e rn G e - danken der deutschen Einheit auf friedlichem Wege Raum zu verschaffen und zu verhindern, daß die Tragik der deutschen Geschichte um eine weitere Katastrophe vermehrt werde. Der 11. Juli 1936 war ein Anfang, und Sie werden sich erinnern, daß ich an dieser Stelle vor Jahresfrist die Ansicht ausgesprochen W- oem Sturm über Oesterreich werde ein neuer Fr uh- I i n g folgen. Es dauert manchmal lange, bis der Frühling kommt, kommen aber wird er, auch m der deutschen Frage, so sicher, wie die Welt sich um ihre Achse dreht. Die am 12. Februar 1938 auf dem Obersalz- berg stattgehabte Besprechung der beiden führenden Staatsmänner wird ein weiterer Wart st ein in der Geschichte der deutschen Frage fein. Ich darf sagen, daß der Grundton von der tiefen geschichtlichen Verantwortung getragen war, welche die deutsche Schicksalsfrage umgibt. Ein selbständiges Oesterreich kann feine Ausgaben nur sehen „CinGesM derÄiispaimmg und Eileichlertmg" Die ersten Berliner Pressestimmen. Amnestie für alle pMischen Delikte. Die erste Maßnahme der neuen österreichischen Negierung. W i e n, 16. Febr. (DNB.) Als erste der irme. Politischen Maßnahmen, die in der amtlichen Verlautbarung über die Unterredung von Berchtesgaden anaekündigt wurden, hat die neugebildete österreichische Regierung weitgehende A m n « ft i e erlassen. Sie umfaßt alle politischen Straftaten, die vor dem 15. 2. dieses Jahres begangen wurden, sofern die Täter sich im Inland befinden, und s e tz t a l l e politischen Häftlinge in greif) eit. Ferner werden die aus politischen Gründen ungeordneten Entziehungen von Pensionen, Unterstützungen usw. sowie die zahlreicher Maßregeln von Schülern zuruckge- no mm en. Sie amtliche Verlautbarung hat folgen« General-Anzeiger für Oberheffen Druck und Verlag: vriihlsche Univcrfttätsöruderci R. Lange in Giehen. Schriftleilvng und Geschäftsstelle: Lchulftratze 7 Nr 39 Erster Blatt 188. Zahrgang Mittwoch, 16. gebruar (938 Gietzener Anzeiger - Beobacht er" schreibt u. a: n “ u n b ® riet cht-rung emp- 1 ober a zberg ble uörrat® f V es eine bessere Antwort geben gespannte .Erwartung internationale Pressehetze gegen das Reich '1 und auf bi-e Gerüchte über Oesterreich, die gerade Die Begegnung auf ..... — große Überraschung und ( hervorgerufen hatte, hat rasch Fruchte ge- _______ zeitigt. Die amtliche Mitteilung zeigt, daß eine i ^der mit bewußter Bosheit verbreitet wur- ersreuliche Entspannung m den h^n neuesten gemeindeutschen Be,- ziehungen der beiden deutschen Staaten emgetre n Frieden Mitteleuropas? ist/und sie berechtigt zu der Erwartung, daß d.e,-r°gb ä Differenzen, di- der vollen Durchführung des Abkommens vom Juli 1936 im W-ge senden, nun - 'dem, was ausländifche Blätter f ÄM1" melden wußten, indem sie davon sprachen, daß lastet gleich schwer aus dem °eui,a,-n jj i ) :» m^bleme planmäßig nicht berührt worden diesseits und ,ense,Is der RerchsgrLnzen, als g +>& feftqeftellt daß alle Fragen derBe- Bewußtsein einer Klust swischen chnen selbst as t 91 Deutschen Reich und Oester- Deutschland und Oest-r^ch m d-n letzten M Jah^ SAng^w sch^ unterzogen worden ren erleben mußten, war jmofern niaji ' ^ie Bestätigung, daß beide Teile an dem «togen, ato « • 3” 1, Ä Abkommen vom N?Juli 1936 sestzuhalten schen nichtdeutschen V lul e s, zug i g . finö Härt die Atmosphäre. Worin die wurde. Daß diese Fremden uns unk^unsere La o-, ^ch 1 b’M bie beibe Teile beschlossen leute im Donauraum d u r ch A n d r ° h u n g v a n ^asinaymen ^°e Unterredung in di- Wirk- Gewalt daran 9 r d lN d er t haben u s g ^h w um ü Stunde im einzelnen noch meinsarnes Leben n a ch unserem ® “ “5 ist aber bedeutsam genug, daß k-n -inzuricht-n, das waren die Schlag , d j in diesem Zusammenhang von dem Gesamtin- am härtesten -mpiunden haben In d e,er n n 1 deutschen Volkes gesprochen darf es auch gesagt werden, daß wohl fein 2 | I ^inroei5 ^es Schlußsatzes, daß die scher auf beiden Seiten der Grenze dw N > Ichlasienen Maßnahmen sogleich ein wirksamer Bel- Jahr- stärker empsunden hat als der d- u t,, a)ionen n ; Entwicklung der - uropai - Führer, dessen engste H-.mat da-Donau■ « n3U« a|r‘e Z werden, ist gerade heute beson- land gewesen,ist. Ihn ZT!d°rs wichtig, weil di- Storungsversuch- bkm, hat die Sorge um die ost erreich, sch Weltbolschewismus in den letzten der auch in jenen Stunden und Tagen un ab la; stg es W une^figcr Stärke wiederholt worden beschäftigt, an denen es ihm nicht möglich^ wc r, z 9 mer roicöer muß, wenn derartige Unter- £131*tssÄ,s 1 ÄÄn'um bk we9e" • politischer Delikte verhängten Verwaltungsstrafen (Polizeistrasen) sowie auch Maßregeln aus dem Gebiete -er Pensionen, Renten und Unterstützungen sowie üuf dem Gebiete des Schulwesens außer Außenminister Dr. G. Schmidt. Kraft zu setzen. Wiedereinstellung in das aktive Dienstverhältnis kommt hierbei nicht in Frage. Die Bundesregierung hat diese vom Geist der Versöhnlichkeit getragenen Maßnahmen getroffen, u m allen bisher abseits gestandenen Staatsbürgern den Weg zur Mitarbeit am Aufbau - es Vaterlandes frei zu machen und somit den inneren und äußeren Frieden -es Landes zu sichern. Der Bundespräsi- si-ent hat den Staatssekretär Dr. Michael S k u b l zum Generalinspizierenden der österreichischen Exekutive (Polizei und Gendarmerie) ernannt. Staatssekretär Dr. Skubl war schon seit längerer Zeit Generalinspizierender der Bundespolizeibehörden." Das neue österreichische Fremdengeseh. Schutz vor ostjüdischer Einwanderung. Wien, 15. Febr. (DNB.) Das neue Fremdengesetz, das dem deutschen Volk in Oesterreich Schutz vor dem Strom ostjüdischer Zuwanderung bringen soll, enthält, wie man aus der „Reichspost" erfährt, weitergehende Bestimmungen, als man ursprünglich angenommen hat. Nicht nur alle neueinreisenden Ausländer, sondern auch alle bereits inOesterreichlebendenAuslände r -müssen in Zukunft um eine Aufenthaltsbewilligung nachsuchen: zunächst werden sich jene Fremden, die sich nach dem 1. Januar 1933 hier niederließen, bei den Behörden zu melden haben, dann wird man Schritt um Schritt bis 19 18 zurück- gehen. Besonders unerwünschten Elementen gegenüber, wie den Günstlingen gewisser internationaler Organisationen, Leuten, die ihren wahren Aufenthaltszweck verheimlichen, Ausländern, die auf Kosten anderer hier leben, wird das neue Gesetz erhöhte Aufmerksamkeit widmen. Die Behörden brauchen eine Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung nichb zu begründen, jedoch ist eine Berufung an das Bundeskanzleramt vorgesehen. Staatenlose werden wie Ausländer behandelt werden; die Frage von Personen mit doppelter Staatsangehörigkeit wird noch beraten. sige Lüge hingenommen. Jeder, der sich einen gesunden Menschenverstand bewahrt hat, weiß seit langem, daß die Komm uni st en die direkten Agenten Moskaus sind, das ihnen Befehle gibt, und ihnen ihre Agitationsmittel liefert. Stalin hat soeben selber das Eingeständnis gemacht. Der Wortlaut des Briefes ist nur zu klar. Das Abendblatt „La Cr o i x" schreibt, Stalin bedroht die ganze Welt mit der Revolution. Seine Erklärungen bewiesen zunächst ein* mal, meint das Blatt, daß die inneren Schwierigkeiten in Sowjetrußland nach wie vor sehr schwerwiegend seien. Man könne durchaus auf eine neue undbreitangelegte Aktion der Komintern schließen, und zwar nicht nur gegen die sogenannten „faschistischen Länder , sondern gleichfalls gegen die „Demokratien". Der Vorsitzende der französischen Volkspartei, Jacques Doriot, schreibt in seiner Zeitung „L i - verte" u. a., Stalin habe soeben gesagt, was man chon immer von seiner Taktik wußte. Dor allem habe er die Stellung des internationalen Kommunismus zu den Sowjets klar dargelegt. Nach diesen Darlegungen erschienen die Rollen Dimitroffs und Litwinow-Finkelsteins in vollem Lichte. Was bleibe jetzt noch von der angeblichen Konkurrenz zwischen der Dritten Internationale und der Sowjetdiplomatie, wovon man bisher so viel geredet labe? Beide hätten eine gleiche Mission, nur auf verschiedenen Gebieten: Finkelstein beschwichtige die Borgeois und Dimitroff mobilisiere Kanonenfutter. Um Stalin zu stützen, seien alle Mittel gut, angefangen vom Streik bis zur Kriegsaufhetzung. Das könne man nicht oft genug den Anhängern des franzöfisch-fow- jetrussischen Bündnisses wiederholen. Gin unfreundlicher Att Moskaus „Ein Skandal in Paris." Die französische Regierung duldet übelste Emigrantenhehe gegen das nationalsozialistische Deutschland. Berlin. 15. Febr. ) wenn einer der Verlobten entmündigt ist oder unter vorläufiger Vormundschaft steht, c) wenn einer der Verlobten, ohne entmündigt zu sein, an einer g e i ft i g e n Störung leidet, die die Ehe für die Volksgemeinschaft unerwünscht erscheinen läßt, d) wenn einer der Verlobten an einer Erbkrankheit im Sinne des Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses leidet. Man sieht, daß der Kreis der Krankheiten erheblich roeitergejogen ist als bei der Unfruchtbarmachung. Alle Eheverbote sollen die gesundheitlich unerwünschten Eheschließungen verhindern. Sie gelten nicht, wenn der Mann oder beide Verlobte Ausländer sind. Iß besonderen Ausnahmefällen Merkmale des Wohlbefindens Blühendes Aussehen, Spannkraft, Appetit! Die winterliche Lebens- und Ernährungsweise ist vielen Kindern und Erwachsenen nicht bekömmlich. Blutarmut, Schwäche und Erschöpfung lassen keine rechte Lebensfreude aufkommen. Nehmen Sie deshalb rechtzeitig B i o f e r r i n , das blutbildende Kräftigungsmittel, welches sämtliche Nährstoffe des Blutes enthält. Bioferrin ist in allen Apotheken erhältlich. ZbX r a i BAYER < E ) XJLz kann Befreiung von den Vorschriften bewilligt werden. Wer eine verbotene Eheschließung erschleicht, wird nach § 4 des Ehegesundheitsgesetzes mit Gefängnis nicht unter drei Monaten bestraft. Zu den ansteckenden Krankheiten gehören z. B. Aussatz, Cholera, Fleckfieber, Pest, Pocken, Diphtherie, Gehirnentzündung, Genickstarre, Ruhr, Scharlach, Typhus. Dor allem aber sind hier die offene Tuberkulose und die Ge- schlechtskrankheiten zu nennen. Außer bei den beiden zuletzt genannten Krankheiten ist mit einer Heilung innerhalb kürzerer Frist zu rechnen, so daß das Ehehindernis nur vorübergehend besteht. Zu den kranken Personen zählen auch die Bazillenträger, die selbst nicht krank sind, wohl aber Erreger ansteckender Krankheiten übertragen. Bisher gab es nur den schwachen Schutz, daß sich ein Geschlechtskranker durch Eingehung einer Ehe unter Umständen strafbar machen konnte. Nach § 6 BGB. kann entmündigt werden: Wer infolge von Geisteskrankheit oder von Geistesschwäche seine Angelegenheiten nicht zu besorgen vermag. Wer durch Verschwendung sich oder seine Familie der Gefahr des Notstandes aussetzt. Wer infolge von Trunksucht seine Angelegenheiten nicht zu besorgen vermag ober sich und feine Familie der Gefahr des Notstandes aussetzt ober die Sicherheit anderer gefährdet. Ein Volljähriger, dessen Entmündigung 'beantragt ist, kann unter Umständen unter vorläufige Vormundschaft gestellt werden, wenn das Vormundschaftsgericht es zur Abwendung einer erheblichen Gefährdung der Person oder des Vermögens des Volljährigen für erforderlich erachtet (§ 1906 BGB ). Nach Aufhebung der Entmündigung oder vorläufigen Vormundschaft ist das Eheverbot im allgemeinen behoben. Nach bisherigem Rechtszuftand war die Eheschließung nur bei wegen Geisteskrankheit Entmündigten unmöglich. Die übrigen Entmündigten konnten mit Genehmigung ihres gesetzlichen Vertreters eine Ehe eingehen (§§ 114, 107, 1304 BGB.). Bei einer geizigen Störung als Ehe- Hindernis müssen drei Voraussetzungen gleichzeitig gegeben sein: a) geistige Störung, b) keine Entmündigung, c) Unerwünschtheit der Ehe. Es wird sich hier vielfach um Grenzfälle handeln. Psychopathen, die weder geisteskrank, geistesschwach noch erbkrank sind, rechnen hierzu, endlich auch Personen, deren gemeinschaftsgefährbendes, insbesondere verbrecherisches Verhalten schwere geistige Mängel offenbart (vgl. Stuckart-Globke, Kommentar zum Chegesundheitsgesetz, Ausgabe 1936, S. 169). Das Ehetauglichkeitszeugnis. § 2 des Ehegefunbheitsgesetzes schreibt vor, daß beide Verlobte durch ein Zeugnis des Gesundheitsamtes nachzuweisen haben, daß ein Ehehindernis nach § 1 nicht vorliegt. Diese Bestimmung gilt jedoch vorläufig noch nicht. Der Reichsminister des Innern bestimmt ihr Inkrafttreten. Vorläufig darf der Standesbeamte, der das Aufgebot zu besorgen hat, nur in Zweifelsfällen ein Ehetauglichkeitszeugnis verlangen. Auf Grund des Runder- laffes des Reichsminifters des Innern vom 18. Oktober 1935 hat jedoch jeder Verlobte vorläufig eine Erklärung abzugeben, daß ihm bas Vorliegen eines Ehehinbernisses bes § 1 des Ehegefunbheitsgesetzes nicht bekannt ist. Dabei finb die Verlobten auf die Strafbarkeit unrichtiger Angaben hinzuweisen. Daran ist durch das neue Personen st andsgesetz vom 3. November 1937 nichts geändert, das auch erst am 1. Juli 1938 in Kraft tritt. Die Ausstellung des Ehetauglichkeits- Zeugnisses ist grundsätzlich von einer Untersuchung der Verlobten und von Ermittlungen über ihre Erbgesundheit abhängig. Wird das Zeugnis versagt, so erhalten die Verlobten hierüber eine Bescheinigung. Gleichzeitig ist ihnen mündlich zu eröffnen, ob das Ehehinbernis voraussichtlich dauernd ober nur vorübergehend fein wird. Die Ausstellung des Ehetauglichkeitszeugnisses erfolgt durch das Gesundheitsamt. Zuständig ist dasjenige Gesundheitsamt, in dessen Bezirk die Braut ihren Wohnsitz hat. Wohnt der Bräutigam dort nicht, so hat er sich von dem für ihn zuständigen Gesundheitsamt untersuchen zu lassen. Das Che- tauglichkeitszeugnis wird erst dann ausgestellt, wenn die Unterlagen über den Gesundheitszustand des Bräutigams vorliegen. Werden dem Gesundheitsamt nachträglich Ehehinbernisse bekannt, so kann es das Zeugnis zurücknehmen, solange die Ehe nicht geschlossen ist. Gegen die Versagung und Zurücknahme des Ehetauglichkeitszeugnisses kann jeder Verlobte die Entscheidung des Erbgesundheitsge- richts anrufen. Dagegen gibt es binnen zwei Wochen Beschwerde an das Erbgesundheitsobergericht. Das Ehetauglichkeitszeugnis wird ungültig, wenn die Ehe nicht binnen sechs Monaten feit der Ausstellung geschloffen, ist. Das Gesundheitsamt kann die Frist verlängern. Verbotswidrige Ehen. Nach § 3 des Ehegesundheitsgesetzes ist eine Ehe nichtig, wenn die Ausstellung des Ehetauglichkeitszeugnisses ober die Mitwirkung des Standesbeamten bei der Eheschließung von den Verlobten durch wissentlich falsche Anaaben herbeigeführt finb. Voraussetzung ist also, daß ein Ehe- hindernis des § 1 vorgelegen hat, baß beibe Verlobte bas Hindernis kannten und durch die falschen Angaben die Eheschließung herbeigeführt worden ist. Die Ehe ist auch dann nichtig, wenn sie zum Zwecke der Umgehung des Gesetzes i m Auslande geschlossen worden ist. Hier genügt es, wenn ein Verlobter die Umgehungsabsicht hatte. Die Nichtigkeit kann nur durch Klaae geltend gemacht werden. Die Nichtigkeitsklage kann nur vom Staatsanwalt erhoben werden. Die aus der Ehe hervorgegangenen Kinder gelten nach der Nichtigkeitserklärung als von vornherein unehelich. Fällt das Ehehindernis nachträglich fort, so ist die Ehe von Anfang an gültig. Hat nur ein Verlobter das Ehehindernis des § 1 des Ehegefunbheitsgesetzes gekannt oder keiner von beiden, so kann die Ehe binnen sechs Monaten seit Kenntnis von dem irrenden Ehegatten a n g e f o ch - t e n werden (§§ 1333, 1334, 1339 BGB.). Die Anfechtung ist auch zulässig, wenn der andere Ehegatte nur eine krankhafte Erbanlage hatte, ohne daß es bei ihm zum Ausbruch der Erbkrankheit gekommen ist. Eine solche Erbanlage ist aber nur dann als erwiesen anzusehen, wenn sowohl erbkranke Vorfahren, als auch erbkranke Kinder vorhanden finb, ober in den seltenen Fällen, wo beide Eltern erbkrank waren. (Vgl. Liebnitz in „Deutsche Justiz" 1937, 'Heft 37, S. 1466.) Die Anfechtung wegen Erbkrankheit ist im allgemeinen ausgeschlossen, wenn eine Gefährdung der Nachkommenschaft wegen Unfruchtbarkeit nicht zu erwarten ist. Allerdings kann die Ehe auch dann angefochten werden, wenn die Krankheit schwere Veränderungen in der Struktur der Persönlichkeit des Kranken zur Folge hat, die für den gesunden Ehegatten nicht tragbar find. Die Anfechtung erfolgt grundsätzlich durch die Anfechtungsklage. Die mit Erfolg angefochtene Ehe gilt ebenso wie die nichtige Ehe als von Anfang an nichtig. Die Kinder aber sind hier ehelich. Eine Ehescheidung auf Grund einer Erbkrankheit rft nur unter den Voraussetzungen des § 1569 BGB. möglich, wenn nämlich der andere Gatte in Geisteskrankheit verfallen ist, die Krankheit während der Ehe mindestens drei Jahre gedauert und einen solchen Grad erreicht hat, daß die geistige Gemeinschaft zwischen den Ehegatten aufgehoben ist, auch jede Aussicht auf Wiederherstellung dieser Gemeinschaft ausgeschlossen ist. Andere Krankheiten rechtfertigen also eine Scheidung nach geltendem Rechte nicht. Ob die kommende Reform bes Ehescheidungsrechts die Scheidung wegen Krankheit eines Ehegatten erleichtern wird, bleibt abzuwarten. Kunfl und Wissenschaft. , Der Maler Hans Krauß t- Der Maler Hans Krauß aus München ist nach längerer Krankheit im 74. Lebensjahre in Gießen g e ft o r b e n. Krauß wurde 1864 zu Calw in Württemberg geboren, studierte in Stuttgart, später als Scküler von Hildebrandt in Florenz, wo er sich vornehmlich mit dem Kopieren alter Meister beschäftigte. Ein ehrenvoller Auftrag führte ihn nach Neapel, wo er mit der Restaurierung der großen Fresken von Hans von Marses eine so schwierige wie dankbare Arbeit fand. Nach ausgedehnten Studienreisen in Holland und England ließ sich Krauß in München nieder. Mit Gießen war er durch enge persönliche und künstlerische Beziehungen verbunden. Davon legte die 1935 vom Oberhessischen Kunstverein zum 70. Geburtstage des Malers veranstaltete Ausstellung aus Gießener Privatbesitz vor der Oeffentlichkeit ein schönes Zeugnis ab. Krauß war in erster Linie Porträtist, und eine ganze Reihe ausgezeichneter Bildnisse namhafter Gießener Persönlichkeiten bestimmte den Charakter der Ausstellung; auch mythologische Motive (Europa, Arion, Paris-Urteil, Christophorus) hat Krauß behandelt und hier vorgeführt, der eigentliche Reiz und die persönliche Anziehungskraft der seinerzeit gezeigten Sammlung beruhte aber auf den Bildnissen aus dem Kreise und Besitz Gießener Familien, in denen Krauß häufig freundschaftlich verkehrt und gemalt hat; er hat übrigens mit Vorliebe die Landschaft um Gießen herum als Rahmen und Hintergrund in die Komposition seiner Porträts einbezogen, und der Blick auf Gleiberg und Vetzberg kehrt in diesen Bildern mehrfach wieder. Erft vor nicht langer Zeit fand im Theater das von Hans Krauß gemalte Bildnis von Geh. Rat Professor Dr. Fromme einen Ehrenplatz. Die Nachricht vom Heimgang des als Mensch und Künstler hochgeschätzten Porträtisten wird in weiten Kreisen der Bevölkerung herzlicher Anteilnahme begegnen. Literarischer Wettbewerb zum Turn- und Sportfest in Breslau. Die Erfolge, die Deutschland auf dem olympischen Kun st Wettbewerb 1 9 3 6 errungen hat, und die Aufgaben, die der Sport der Kunst in immer wachsendem Maße stellt, machen es zur Pflicht, frühzeitig eine Auslese zu schaffen, die imstande ist, diesen Wettbewerb der Nationen im Jahre 1 9 4 0 zu bestehen. Daher wird der Kunstwettbewerb bereits in das Programm des D e u t s ch e n T u r n- und Sportfestes in Breslau aufgenommen und dort eine S p o r t k u n st a u s st e l l u n g als Voxwettbewerb 1938 durchgeführt. Zugelasfen sind: alle Werke reichsdeutscher und Volksdeutscher lebender Künstler, die nach bem 1. Januar 1936 geschaffen sind und nicht am Wettbewerb der 11. Olym» piade in Berlin teilgenommen haben. Zugelassen werden lyrische Werke, z. B. Lied, Ode, Hymnen, Kantate, Ballade, lyrische Prosa und Essay; dramatische Werke, z. B. Trauerspiel, Hörspiel, Dialog, Szenerie; epische Werke, z. B. Roman, Novelle, Epos Erzählung. Es dürfen nur Werke ober Teile eines Werkes von nicht mehr als 20 000 Worten eingereicht werden, die eine Beziehung zum Sport aufweisen. Unter Beziehung zum Sport ist die Behandlung des gesamten Sport- qebietes, eines Sportzweiges, eines Sportereignis- jes, eines sportlichen Gedankens, des sportlichen Charakters einer Persönlichkeit oder eines durch den Sport beeeinflußten menschlichen Schicksals zu verstehen, auch dann, wenn diese sportliche Beziehung nicht den Hauptinhalt bittet. Die Werke sind einzureichen bis zum 15. Juni 1938 bei der Reichs- jchrifttumsstelle Berlin W. 8, Friedrichstraße 194. Nur diejenigen Werke, die als schöpferischer Ausdruck sportlicher Art ausgewählt sind, nehmen an dem Wettbewerb in Breslau teil. üanl-Feier der Universität Königsberg. Zur Feier des Todestages von Immanuel Kant veranstaltete die Universität Königserg, wo er 40 Jahre lang gelehrt hat, einen Universitätstag und beschloß, diesen in jedem Jahre am 12. Februar zu wiederholen. Die Feierlichkeiten begannen mit einer Kranzniederlegung am Denkmal Kants vor dem Unioersitätsgebäude. An der Feier nahm auch Dr. Filchner als Ehrendoktor der Königsberger Universität teil. Die Festansprache hielt Professor Dr. Otto. Er schloß mit dem Satz: Wenn wir heute Kants Gedächtnis feiern, so sind wir stolz darauf, daß wir seinem Geiste Treue schwören dürfen; nicht nur als Lehrer und als Lernende, sondern vor allem als Menschen und als Deutsche. Die Frankfurter Schopenhauer-Feiern. Die Schopenhauer - Feiern der Stadt Frankfurt sind auf den 19. Februar verlegt worden. Die Feierlichkeiten beginnen mit einer akademischen Feier im Bürgersaal des Römers, in der der Präsident der Gesellschaft Dr. Artur Hübscher, München, über „Schopenhauer und untere Zeit" sprechen wird. Stadtrat Dr. Keller wird im Namen der Stadt die Schopenhauer-Gemeinde begrüßen. Im Anschluß an die akademisch^ Feier wird in der Geschlechterstube des Römers eine Schopenhauer- Ausstellung eröffnet. Dann werden am Grabe des Philosophen auf dem Frankfurter Hauptfriedhof Kränze niedergelegt. Nachmittags findet im „Frankfurter Hof" ein Tee statt, bei dem der Kustos des Schopenhauer-Archivs Anekdoten von dem Weisen von Frankfurt erzählen wird. (Eine Forschungsstätte für Leichtmetalle in Bitterfeld eröffnet. Die Bitterfelder Braunkohlenfelder mit ihren günstigen Voraussetzungen für die bei der Durchführung der elektro-chemischen Prozesse notwendige Energie haben diese Gegend zum Mittelpunkt der Erzeugungsstätten des sogenannten Elektron- Metalls gemacht. So ist es kein Zufall, daß nun in Bitterfeld eine neue Forschungsstätte der IG. -Farben der Oeffentlichkeit übergeben wurde, die hauptsächlich der Metallforschung und den Untersuchungen vornehmlich der Leicht- metalle dienen soll. Aus der Fülle der gesammelten Erfahrungen hat man hier eine neue Spe- Vier „Große Dessauer" im deutschen Gommer-Lustverkehr. Ein außerordentlich scharf Berlin, 15. Febr. (DNB.) In der Zeitschrift „Deutsche Lustwacht" wird eine aufschlußreiche Darstellung eines Unfalles des viermotorigen Junkersflugzeuges „D-ALU" vom Muster Ju 90 veröffentlicht. Der Bericht veranschaulicht eindrucksvoll, wie s ch a r f d i e E r p r o b u n g der neuen deutschen Flugzeugmuster durchgeführt wird, bevor sie in den planmäßigen Luftverkehr eingesetzt werden. Bei der Erprobung des Musters Ju 90, das gegenüber den bisher im europäischen und amerikanischen Luftverkehr eingesetzten Flugzeugen erheblich schneller ist, hat man die Maschinen wesentlich härteren Prüfbedingungen, als es die Vorschrift erfordert, unterworfen. Als Abschluß der gesamten Werkerprobung wurden an der „D-ALU" bei besonders hohen Fluggeschwindigkeiten Schütteloersuche durchgeführt, um über das Schwingungsoerhalten bei Böen und bei — von den Motorenanlagen ausgehenden — Erschütterungen Erfahrungen zu sammeln. Hierzu wurde ein Gerät zur zusätzlichen Schwingungserregung eingebaut, das von einem Elektromotor angetrieben wird. Bei den letzten dieser Versuchs- ‘lüge, der über der Junkers-Meßstrecke bei Dessau unternommen wurde, traten bei einer Fluggeschwindigkeit von über 500 Kilometer in der Stunde nach Einschalten des Gerätes schließlich Schwingungserscheinungen auf, durch die die Besatzung zum Verlassen des erprobtes Ilugzeugmuster. Flugzeuges mittels Fallschirmes veranlaßt wurde. Leider öffnete sich hierbei der Schirm des an den Versuchen beteiligten Ingenieurs Hahnemann nicht früh genug, jo daß dieses Mitglied der Besatzung bei der für die ganze Luftfahrt so wichtigen Erprobung ums Leben fam. Bei diesem Versuch wurde das Flugzeug absichtlich stark überbeansprucht, wie es der praktische Flugbetrieb nie verlangt. Dabei wurden außerordentlich wichtige Erkenntnisse gesammelt, die bewiesen, wie groß die Schwingungsunempfindlichkeit der Ju 90 tatsächlich ist. Der Bau derartiger viermotoriger Großflugzeuge wurde erforderlich, um dem immer stärke? an wachsenden Platz- bedürfnis und den gesteigerten Aufgaben des Luftverkehrs entsprechen zu können. Die Deutsche Lufthansa hat deshalb schon vor längerer Zeit bei den Focke-Wulf-Werken das Muster FW 200 — „Condor" für 26 Fluggäste und bei Junkers die Ju 90 für 4 0 Fluggäste bestellt. Dem an Focke-Wulf bereits erteilten Bauauftrag für mehrere „Condor"-Flugzeuge hat jetzt die Lufthansa die Bestellung auf vier Junkers Ju 90 folgen lassen. Sowohl die Focke-Wulf-Condor wie die Junkers Ju 90 werden bereits in diesem Sommer auf mehreren Linien der Deutschen Lufthansa in den planmäßigen Streckendien st eingesetzt werden. zialforschungsstätte geschaffen, die als die m o - d e r n st e und größte Europas angesehen werden kann. Hier wird man sich mit den Aufgaben der Rohstoffveredelung beschäftigen können, der deutschen Forscherarbeit, die gerade bei den Leichtmetallen außerordentliche Erfolge erzielt hat, find damit neue Möglichkeiten erschlossen. Elly Ney konzertierte mit großem Erfolg in der Schweiz. Die berühmte deutsche Pianistin Professor Elly Ney spielte mit großem Erfolg mehrere Male in der Schweiz, u. a. in Bern und im Schweizer Rundfunk. Außer kleineren Werken von Bach, Mozart und Beethoven brachte sie in St. Gallen das B-dur- Konzert von Johannes Brahms zum Vortrag. Die Künstlerin wurde von Presse und Publikum gefeiert. Aus aller Wett. Italienisches Wasserflugzeug mit 14 Personen verschollen. Ein Wasserflugzeug der Ala ßittoria, das am Montag von Cadiz aufgestiegen war und am Abend in Ostia eintreffen sollte, ist überfällig und gilt angesichts des schweren Seeganges im westlichen Mit- telmeer als verloren. Sämtliche Nachforschungen sind ergebnislos geblieben. Das Flugzeug war am Montagmittag mit vier Mann Besatzung und zehn Passagieren von Pvllenza auf Mallorca abge- floqen und hatte eine Stunde nachher die übliche Positionsmeldung gegeben. merkwürdiger Unglücksfall in einem österreichischen Dorf. Ein Unglück, wie es sich in Oesterreich bisher noch nicht ereignet hat, trug sich in dem niederösterreichischen Weinort Möstelbach zu. Dort öffnete sich plötzlich die Erde, und das Haus eines Winzers versank mit ungeheurem Getöse. Da zum Glück die Bewohner nicht im Hause weilten, kam niemand zu Schaden. Die Untersuchung ergab, daß das Gebäude über einem Geheimgang errichtet war, den schwedische Truppen im 30jährigen Krieg angelegt hatten. Im Ort erzählte man sich eine alte Volkssage von diesem unterirdischen Stollen, doch kannte niemand die genaue Lage, da die Eingänge verschüttet waren. Hamburger Trampdampfer gesunken. Im schweren Nordweststurm sank in der Nähe vom Borkumriff-Feuerschiff ein kleiner Dampfer, dessen NaMe und Nationalität bisher nicht festgestellt werden konnte. Da der am 9. Februar von Hamburg nach Rotterdam ausgelaufene Tramp-Dampfer „Egeran" bisher feigen Bestimmungshafen nicht erreicht hat, nimmt man an, daß er bei Borkum gesunken ist. Der Dampfer „Egeran" hatte eine Besatzung in Stärke von 14 Mann. Er hatte Getreide für Rotterdam geladen. Grohseuer in einem Südtiroler Dorf. In einer zur Gemeinde Waidbr uck in Südtirol gehörenden Ortschaft vernichtete ein Groß- feuer in der Nacht zum 15. Februar d i e Kirche mit dem Turm, das Pfarrhaus und drei Bauernhäuser. Der Brand scheint feinen Ausgang in der Pfarrei genommen zu haben. Vier Skiläuferinnen von einer Lawine getötet. Bei Samnaum im Kanton Graubünden ging eine Staublawine nieder. Dabei kamen vier Skiläuferinnen, drei Schweizerinnen und eine Engländerin, ums Leben. Wetterbericht Mit der Zufuhr kalter Festlandluft aus Jnner- rußland hat der Frost in Deutschland allgemein eine Verschärfung erfahren, so daß in unserem Gebiet in der Nacht zum Mittwoch vielfach Froste von mehr als —5 ©rat) erreicht wurden. Die Entwicklung der Frostwetterlage scheint jetzt ihren Höhepunkt zu erreichen, so daß die zweite Wochenhälfte ihren Achlauf bringen dürfte. Aussichten für Donnerstag: Zunächst wolkig bis aufheiternd und meist trocken, Fortdauer des Frostes, Winde aus Ost, späterhin wieder zunehmende Niederschlagsneigung. Aussichten für Freitag: Unbeständig, nachlassende Fräste. Lufttemperaturen am 15. Februar: mittags 2 Grad Celsius; abends —4,4 Grad ; am 16. Februar: morgens — 4 Grad. Maximum — 1 Grad, Minimum heute nacht 5,2 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 15. Februar: abends 0,4 Grad; am 16. Februar: morgens 0,2 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 0,4 Stunden. Wintersport-Wetterbericht. Vogelsberg. Hohervdskopf: Gute Sportmöglichkeiten. Rhön. Wasserkuppe: Heiter, —9 Grad, 40 cm Gesamtschneehöhe, 5,9 cm Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut. Taunus. Kleiner Feldberg: Bewölkt: — 9 Grad, 32 cm Gesamtschneehöhe, Pulverschnee, Ski und Rodel gut.— Großer Feldberg: Bewölkt, —10 Grad, 35 cm Gesamtschneehöhe, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut. Schwarzwo-ld. Feldberg: Nebel, —12 Grad, 2,80 Meter Gesamtschneehöhe, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. I. 38: 11 000. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K -G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. Gestern mittag wurde unsere liebe, hoffnungsvolle Gisela nach kurzem Krankenlager, im Alter von 10 Jahren, plötzlich von uns genommen. In tiefem Schmerz: Familie Albert Rinn HL Heuchelheim, den 16. Februar 1938. Die Beerdigung findet Donnerstag, 17. Februar, nachm. 2 Uhr, vom Trauerhause Gießener Straße 98 aus statt. Herzliche Einladung [Vermietungen") I [Stellengesuche j Mel-lkWenMsMud Zimmer MW .uveri. Person 0683 sucht. Gr. Steinweg 7. behöru.Zentral- beizung(f.allein- stebend. Ehepaar oder Dame geeignet) z.l.März eventl. sofort zu vermieten. Schr. Angeb. u. 0687 an d. Gieß. Anz. über 45 Jahre sucht Stellung. Schriftl. Angeb. unter 0681 an den Gießen.Anz. Kleinwohnung mit Küche, Zu heute Mittwoch 102m 16. Februar 1938, 20.15 Uhr, im Johannessaal. — Es spricht: Pfarrer Schmidt, Gießen SlvutzMWiiMU.Meli nod) der Naturschutz Verordnung vom 18. März 1936 (RGBI.I Seite 181) und den erqänzenden Bestimmungen, ausführlich erläutert von Professor Dr. 2D. Weber, o. ö. Pros, der '.Hechte und Referent im Reichs- und Preußischen Ministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, und Prof. Dr. Walther Schoenichen, Leiter der Reichsstelle für Naturschutz. Gebunden RM. 3,60. Bestellungen durch alle Buchhandlungen 6ujo8ermllliecberilig.veninLWeri. sof. gesucht. 0685 Kraus Seltersweg 67. Gut empfohlenes zuverlässiges Tagesmädchen zum 1. März ge- tUr dort. Geb et als Bezirksleiter ges. Hoher Dauerverdienst. - Beruf gleich. -(Kostenfr. Einführung). 10„d Gehring & Co. Korn.-Ges. Unkel a. Rhein 410. W ■ Tüchtiger MiBMl geselle Garage zu verrniet. 06?4 Glaubrechtstr.1. Großhandlung sucht per 1 Juli geeignete trockene Lagerräume (Büro, Garage, Hof). 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Klassen-Lotterie Ohne Gewahr Nachdruck verboten Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II 7. Ziehungstag 15. Februar 1938 In der heutigen Dormittagszlehung wurden gezogen 2 Gewinne zu 20000 RM. 339788 2 Gewinne zu 10000 RM. 225140 4 Gewinne zu 5000 RM. 335884 371917 6 Gewinne zu 3000 RM. 338057 379959 386053 30 Gewinne zu 2000 RM. 2680 11460 23505 108296 148755 186686 191360 206341 209023 223183 223845 303736 333354 333816 367870 62 Gewinne zu 1000 RM. 11674 19176 22598 38043 61573 63600 64093 82453 85462 133004 133344 136610 146846 147166 159076 172408 194123 206398 225378 226422 272112 292129 296966 321910 341495 349743 355415 363322 365787 370239 389358 100 Gewinne zu 500 RM 12736 16496 16979 18319 34220 35269 43632 56841 81653 86888 98137 110273 112102 114838 126790 147565 151239 160952 171485 177567 185189 189492 193148 193939 200407 209475 220300 224694 253840 *>59159 279007 274081 292432 300195 301239 301885 305654 315924 316879 338213 364637 374041 378230 379905 382671 383037 391544 391955 392168 393799 176 Gewinne zu 300 RM 3775 5634 9935 22877 23881 28055 28448 29520 33388 44076 54894 67905 59129 60414 70431 73349 77802 93568 95229 97225 100322 100610 104188 104833 105613 114556 117046 125702 132211 137704 142440 144408 156684 157564 160700 161512 162810 171322 174914 176410 178433 192552 193046 194391 195218 197596 198356 198405 199488 208921 213254 227601 232480 240345 243371 244321 249447 256350 258093 259160 260200 264975 272053 273461 284519 305184 306504 309969 311313 315408 322814 338484 339069 345000 345001 345511 352126 355219 361552 363139 364550 366578 366602 367847 371455 377767 380967 394908 In der heutigen Nachmlttagsziehung Wurden gezogen 2 Gewinne zu 20000 RM. 373724 6 Gewinne zu 10000 RM. 163196 230150 303081 8 Gewinne zu 5000 RM. 124489 131193 326050 333249 6 Gewinne zu 3000 RM. 117550 153670 288475 8 Gewinne zu 2000 NM 3374 4975 57612 236777 48 Gewinne zu 1000 RM. 29510 36869 37423 62929 72848 79589 103528 110668 172092 184924 234754 253507 290798 292329 305212 346595 361032 362016 371293 388372 389628 393560 393914 398340 84 Gewinne zu 500 RM 17378 21485 31927 36493 51264 62129 58774 62900 74167 81833 83880 94356 104206 107427 111908 125539 131320 132755 138376 157619 160498 166127 183229 197052 210513 214334 222921 237186 238970 243610 270627 291374 297056 309917 324357 326613 333093 340814 355229 367999 374381 380618 170 Gewinne zu 300 RM. 1374 29658 32167 37359 39410 53473 63754 63241 67495 73252 75868 89741 106864 110755 115424 115865 118727 124005 125428 130939 133887 137785 14321" 144482 144583 154212 159374 168896 17009' 171064 172098 172785 172994 174905 196061 197933 198512 199665 208057 218576 21924 228555 229955 231602 241061 241773 24197'. 243435 249845 251156 251408 253774 25618< 261901 264009 268321 278004 283034 284717 287302 288514 290825 311187 319286 319513 322138 322214 325585 327666 343466 349862 350363 355266 356371 360228 363801 369678 370457 373553 379066 379219 383002 383065 383617 386446 3m Gewinnrade verblieben: 2 Gewinne zu se 1000000, 2 zu je 500000, 2 zu je 300000, 2 zu je 200000, 2 zu je 100000, 2 zu se 75000, 4 zu je 50000, 6 zu je 30000, 14 zu je 20000, 76 zu se 10000, 150 zu je 5000, 300 zu je 3000, 780 zu je 2000, 2182 zu je 1000, 3734 zu je 500, 7630 zu je 300, 181112 zu je 150 NM. Zweijährige Hande'sklasse für Schulentlassene mit 8jähr. Schulbildung. Ziel: Mittlere Reite (früher Einjährig - Examen genannt). Für Mädchen auch Kochen u. Nähen Schulgeld RM. 17.-, keine Nebengebühren Aufnahmeprüfung f. die äjähr. Handel« klasse 28. März 1938, 8 Uhr. Ein-u. halbjährige Handelsfachklasse Schulgeld RM. 19.* keine Nebengebühren. Anmeldungen für das neue Schuljahr und Auskünfte jederzeit im Schulgebäude, Gießen, Goethestr. 32, Ruf 2486. 61A Fahrschule W. Müller Gießen enD Frankfurter Straße 34 Tel. 2674. Donnerstag, den 17.2., ab 10 Uhr verkaufe ich imNenenw.28 (Eingang durch den Hof) folgendes: 2 Büfetts (schw. eiche) zu jeb. an» nehmb. Preis, Wasch- und 9tadjta tische, Schreibt., Zimmer- u.Kü- chemische, So fas u. Sessel, Kleiderund Küchenichr., Trumeauspiegel, Schreibmasch., Nähmasch., Badewannen, 1 Nationalkast'e, komvl. Betten, 2 Speisezimmer, 1 Herrn- znnmer, 1 Schreibselretär, Spiegelglas u. Bilder, 1 Teppich u.v.a» Verkauf findet bestimmt statt. £. Savimetz ________Neuenweg 181 io2aP Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der Brühl'schen Druckerei Stadttheater ■anRKsam 20—22 Uhr Außer Miete! Einmalig.Gastspiel Mary Wißman Die schönsten Tänze Am Flügel; Hanns Hasting. Preise: RM. 0.60-3.00. 19.30—22.30 Clivia Preise: [1017D RM 1 20-4.00. Nr.ZY Zweite? glatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)Mittwoch. 16 Zebruar!Q58 Aus dem Reiche der Frau. milden Gesichtswasser gründlich zu reinigen, damit die offenen Poren richtig arbeiten. Sehr billig und gut sind Packungen aus Heilerde, die auch sonst für medizinische Zwecke verwandt wird und in jeder Apotheke erhältlich ist. Ein gehäufter Eßlöffel wird mit sehr warmem Wasser zu einem dicklichen Brei verrührt, der dann mit einem Pinsel gleichmäßig auf Gesicht. Hals und Nacken aufgetragen wird. Damit die leicht körnige Masse nicht versehentlich in die Augen kommt, verbinde man diese möglichst mit einem Wattestreifen. Die Masse trocknet 15 bis 20 Minuten auf dem Gesicht und spannt unterdessen $ne Haut wundervoll. Nach dem Austrocknen wird die erstarrte Kruste abgewaschen, man nimmt noch etwas Kampferwasser und reibt überdies das Gesicht möglichst mit einem Stückchen Eis ab. Der Erfolg ist ein verblüffend frisches, gut durchblutetes Antlitz, das nachträglich mit etwas Tagescreme eingefettet wird Bei Paraffinpackungen ist die Wirkung ähnlich. Das Paraffin, das es in allen einschlägigen Geschäften zu kaufen gibt, wird erhitzt und vorsichtig in ziemlich warmem Zustand aufge'tragen. Erst nach dem Erstarren des Wachses wird die Maske gelöst. Im Gegensatz zu den warmen Packungen stehen die Sauerstoffpackungen, die fast bis zu Gips erstarren, jedoch manche Haut zu stark reizen. Als Ausgleichspackung,' die die Haut besonders weich und geschmeidig macht, werden Mandelkleie-Packun- gen verwandt Man rührt einen Eßlöffel Mandelkleie mit warmem Wasser zu einem Brei, trägt ihn auf das Gesicht auf und läßt das Wasser eintrocknen. Auch Kräuterpackungen sind zu empfehlen, denn die wohltätige Wirkung der neuzeitlichen Heilkräuter ist hinreichend bekannt. Packungen mit Eigelb und Zitronensaft sind selbstverständlich in unserer Zeit zu vermeiden. as sollen wir tragen? PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS «r 8L n < i s Die Frau im Aeichsberufswe ttamps. Der m fast allen Wirtschaftszweigen eingetretene Mangel an Arbeitskräften hat dazu geführt, daß Frauen und Mädel in verstärktem Maße zur Arbeitsleistung herangezogen werden müssen. Diese Tatsache verlangt von uns, daß wir unser Augenmerk stärker als bisher auf die Einrichtungen und Voraussetzungen richten, unter denen Frauen und Mädel ihren'Anteil für eine wirtschaftliche Weiterentwicklung- leisten. Wenn die Frau so stark am Gesamtschäffen des Volkes beteiligt ist, dann ist erstes Gebot, für einen richtigen und gesunden Arbeitseinsatz zu sorgen. , Dem Berufswettkampf fällt hier eine besondere Bedeutung zu. Es gilt, durch ihn eine neue Wertung der Berufsarbeit der Frau überhaupt zu schaffen und festzustellen, wie weit die vorhandene Ausbildung den Anforderungen, die heute an die schaffende Frau gestellt werden, genügt und wo es notwendig ist, für Arbeitsgebiete, die vorwiegend von Frauen und Mädeln besetzt sind, neue 'Ausbildungsverhältnisse zu schaffen. Wir erwähnen hier nur einen geregelten Ausbildungsgang für die Hausgehilfin, eine systematische Ausbildung der Sprech st undenhelferin, eine geregelte Ausbildung für die K o n t o r i st i n usw. Und das ist eine der großen Aufgaben des Berufswettkampfes, daß er mit seinen Erkenntnissen und Ergebnissen uns zu einer Ausrichtung der Frauenberufe führt und die Ausbildungsverhältnisse klärt. Die Aufgabenstellung ist ganz daraus abgestellt. Sie verlangt von den Mädeln und Frauen berufspraktische und berufstheoretische Kenntnisse, sportliche Leistungsfähigkeit und hauswirtschaftliches Können. Bei der Auswertung der berufspraktischen und berufstheoretischen Leistungen in den vergangenen Wettkämpfen der Jugend hat sich die Notwendigkeit ergeben, eine gute und geordnete Berufsausbildung der weiblichen Jugend zu fordern. Es ist Tatsache, daß an vielen Frauen und Mädel die gleichen beruflichen Leistungsanforderungen gestellt werden wie an den Mann, während die Ausbildungsformen diesen Ansprüchen noch in keiner Form gerecht werden. Die Disziplinen — Sport, Hauswirtschaft und Weltanschauung — kennzeichnen sehr wesentlich den Sinn unserer Aufgabenstellung überhaupt. Wir wollen Frauen und Mädel, die leistungsfähig im Berufsleben stehen, die sich durch Sport gesund erhalten, die weltanschaulich ausgerichtet sind und im gegebenen Augenblick ihren natürlichen Aufgaben nachkommen können. M. K. Das zweite Frühstück. Wenn ein Kind in die Schule geht, dann ist seiner guten Ernährung eine besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Denn die Schule verlangt mehr Kraft als das bisherige Kindesleben aufzubringen hatte. Mit dem ersten Frühstück fängt es an, das soll kräftig sein und auch den Zähnen Arbeit geben. Deshalb gebt eine gute Suppe, einen nahrhaften Brei und tut etwas grobes Brot dazu. In der Schule ist ja zumeist Die Möglichkeit, Milch oder Kakao zu bekommen, vorhanden. Vielfach hat es sich so eingebürgert, daß die Kinder, um Milch oder Kakao zu kaufen, nicht Geld mitbekommen, sondern einen Gutschein. Die Eltern haben dann laufend die entsprechenden Frühstückskosten an die Schule zu zahlen. Es ist so die Gefahr ausgeschaltet, daß die kleinen „Sünder" ihre Frühstücksgroschen vernaschen. Bekommt das Kind seinen Kakao oder seine Milch in der Schule, dann genügt dazu ein trockenes Brötchen oder eine Scheibe Brot. Das ist einfach uttd gesund. Milch und Kakao sind im Verhältnis zum Preis nährstoffreicher und für die Ernährung des jungen Menschen vorteilhafter als die üblichen belegten Stullen. Nun gibt es Kinder, die gar keine Luft haben zu einem zweiten Frühstück in der Schule. Es besteht kein vernünftiger Grund, sie dazu zu zwingen. Um so mehr Grund aber besteht, daraus zu achten, daß zu Hause tapfer gegessen wird. Aus jeden Fall ist es besser, einem Kind zu wenig mit in die Schule zu geben als zu viel. Denn es soll verhindert werden, daß durch ein allzu reichliches zweites Frühstück kein rechter Appetit zum Mittagessen da ist. Benutzt man die Gelegenheit, des Schulfrühstücks, die'Kinder an frisches Obst, rohe Mohrrüben, Gurken und Tomaten und dazu einfach ein trockenes Stück Brot zu gewöhnen, so tut man eine gute Erziehungsarbeit für die Zukunft. Und noch auf eine Erziehungsregel soll hingewiesen werden Den Kleinen soll das Schulfrühstück schmecken, sie sollen es mit Freude und mit Appetit essen. So ist es gut, damit alles frisch bleibt, eine der üblichen Butterbrottrommeln zu benutzen. Dann trocknet das Frühstück nicht aus, wird nicht unappetitlich unj) nicht heimlich weggeworfen. Im Sinne solcher Erziehung liegt auch die Gewöhnung, sich vor jedem Essen, auch beim Frühstück in der Schule, die Hände zu reinigen. Das muß zur Selbstverständlichkeit werden und zur Grundregel für den kleinen Menschen für die spätere alltägliche Hygiene. Gesichtspflege leicht gemacht. Don Eharote Köhn-Behrens Unter den vielen Mitteln und Wegen zur Schönheit, die einer Frau offenstehen, um gut auszusehen, ist die Gesichtspackung nicht bekannt genug, so daß es sich lohnt, ein paar Minuten darüber zu plaudern. Die Packung hat den Zweck, die Gesichtshaut zu spannen und die Muskeln zu straffen, Dpr allem die Durchblutung anzuregen. Sie ist also besonders empfehlenswert, wenn man abends etwas Besonderes vorhat. Wir wissen alle, daß es Gelegenheiten gibt, bei denen mir Wert darauf legen, strahlend und schön auszusehen. Dieser Wunsch ist nur zu loben und braucht niemals eine Rechtfertigung. Man kann diese Gesichtspackungen auch ruhig ein- bis zweimal in der Woche vornehmen. Allerdings sollte man eine „)u große Häufigkeit vermeiden, weil sonst die Gefahr einer Gewöhnung ober besser gesagt Verwöhnung — besteht. Vor jeder Packung ist selbstverständlich das Gesicht mit Wasser und Seife oder besser mit einem Allerlei Blusen, für morgens, nachmittags und abends schlagen wir heute vor. Und zwar haben alle drei Formen lange Aermel und schließen hoch am Halse. Die Abendbluse links in kurzer Kasackform ist aus S i l b e r l a m e. Ihr einziger Schmuck sind die' gezogenen Partien am Halse und in der Taille und der'Klips aus B e r g k r i st a l l / der den Halsausschnitt schließt. Der lange, schwarze Rock ist aus Satinkrepp. Die Bluse für den Nachmittag aus Die neue Linie des Frühjahrskieides. Bon Erika Schulemann. Bei flüchtiger Betrachtung merkt man es zunächst gar nicht, aber cs hat sich doch in der modischen Linie seit dem vorigen Frühjahr so allerhand geändert. Der kurze Rock, dey bereits die Herbstmode brachte, hat sich auch das Frühjahrskleid erobert. Auch die Frühjahrskleider scheiden sich sowohl in Stoss als auch Verarbeitung und Garnierung mehr denn je in Vormittags- und Nachmittagskleider. Das schlicht und sportlich gehaltene Vormittagskleid ist vielfach zweiteilig gearbeitet. Das Nachmittagskleid dagegen verrät eine höhere Eleganz, bei der Plauener Spitzen bevorzugt werden. Keulen- und Puffärmel find fast gänzlich verschwunden. Im Gegensatz zu den großgeblumten Abendkleidern weisen die Tages- und sport- kleider überwiegend kleine Musterungen auf. Die Jacken sind sehr eng. Die schon vom Vorjahr bekannten „Swagger" — dreiviertel lange Mäntel — werden jetzt hauptsächlich in Flausch und großkarierten Mustern hergestellt Die sozusagen auf den Kops gestellte Silhouette des Swagger ergibt den „Jigger", eine mit verbreiterten Schultern gearbeitete Jacke, die sich zum Saum hin verengt. Diese Verengung an der Knielinie ist überhaupt ein wichtiges Merkmal der neuen Frühjahrsmode, das 'chon bei einigen Abendkleidern der Wintersaison erkennbar wurde Die Jacken der F r ü h j a h r s k o jt ü m e ; bleiben eng anschließend, zeigen aber einen längeren Schoß als früher. Die Mäntel sind größtenteils kragenlos und tailliert, oft mit Reißverschluß und mit Biesenstepperei verziert am drei Knöpfe abgestellt oder mit dem „Kante-an Kante-Verschluß". Mäntel mit Kragen zeigen jabotartige Revers i Die hncbqeWoffem’n Kleider behaupten sich, eie Ifinb meist ohne jeglichen Hellen Besatz gearbeitet. blau grauem Taft wird zu einem Rock aus dunkelblauem Taft getragen. Sie schließt rückwärts, die beiden Taschen vorne ergeben sich aus dem aufgesteppten Sattelteil. Ausputz: kleine Glasknöpfe am Verschluß hinten und an den Aer- meln, sowie ein kleines, dunkelblaues Chiffontuch in der Tasche. Die einfache Hemdbluse für vormitags ist aus elfenbeinfarbener Waschseide, neu ist an ihr das für sich geschlossene Passenteil. Der Rock ist •aus beige Shetland. H. Die neuen Modefarben sind „Rosa-Malade", ein zartes pastellfarbiges Rosa, dann Marme, Tinte und die Kombination Marine-Rot (Bordeaux) und zwei Blaukombinationen, auch Marine und Rosa-Malade Viel wird man im kommenden Frühjahr die schachbrettartig verarbeiteten Blusen aus zweierlei Farben oder Stoffen antreffen und das gezogene Blusenteil. Der neue Stoff „Indio", der ein Material zwischen Wollgeorgette und Panama ist, trägt sich, vor allem klein gerippt, außerordentlich gut. ngemachtes ifl sroflenivfindlich V A. Anhaltender Frost dringt allmählich durch Mauern und Wände bis in Keller und Speisekam mer. Den Lebensmittelvorräten, die schnell Der- braucht werden, schadet das weiter nichts. Bedenklich aber ist die Frostgefahr für empfindliche Dauervorröte. Daß man Kartoffeln und Winteräpfel vor Frost schützen muß, ist bekannt. Aber an die Einmachvorräte, zu denen auch saure Gurken und selbsteingelegtes Sauerkraut gehören, wird dabei seltener gedacht Obgleich gefrorene Konserven nicht allzu große Veränderungen durchmachen, sind sie durch den Frost doch in ihrer Beschaffenheit und Haltbarkeit beeinträchtigt: namentlich wenn das Auftauen nicht sachgemäß erfolgt. Es wäre grundoerkehrt, sie direkt in einen warmen Raum zu bringen. Gefro rene Lebensrnittel dürfen nämlich grundsätzlich nicht rasch aufgetaut ^werden Man stellt die gefrorenen Einmachvorräte lediglich in einen frostfreien Raum, in dem die Temperatur nur wenig über 0 Grad beträgt Wenn sie langsam und vorsorglich auf- getaui werden, ist es nämlich nicht notwendig, diese Vorräte rasch aufzubrauchen — vorausgesetzt natürlich, daß die Gläser ober Flaschen nicht schon gesprungen waren Man kennzeichnet aber vorsichtshalber diese gefährdeten Vorräte, um sie bevorzugt zu verbrauchen und öfter kontrollieren zu können. Hausjahrmadel urd Hausjahrmutter. Zu Ostern dieses Jahres ist nach den Ermittlungen des Deutschen Frauenwerks mit der Schulentlassung von etwa 471 000 Mädchen zu rechnen. Wenn auch gewiß ein erheblicher Teil in eine Berufsausbildung eintritt, so muß doch nach den gemachten Erfahrungen auch damit gerechnet werden, daß ein Teil von ihnen wenigstens vorläufig, zu Hause bleibt — in manchen Gegenden waren es im vergangenen Jahre 28 bis 42 v H Um nun diese, zu ihrem eigenen Schaden brachliegenden jungen Kräfte für den Einsatz in die Forderungen der Volksgemeinschaft, im besonderen des Dienstes an der Familie, zu gewinnen wird von den verantwortlichen Stellen — Deutsches Frauenwerk, NS.- Lehrerbund, DAF., Reichsjugendführung und Behörden — eine Belebung des Gedankens eines h a u s w i r t f ch a f t l i ch e n I a h r e s ins Auge gefaßt. Sinn und Ziel dieses Hauswirtschaftsjahres ist, kurz gefaßt, dieser: Die Aufnahme eines jungen, schulentlassenen Mädchens in eine Familie, wo es unter Anleitung der Hausfrau in allen Arbeiten, die der Pflichtenkreis einer Hausfrau und Mutter umfaßt, unterwiesen werden soll, ist kein Arbeits-, sondern ein Treueverhältnis. Das kommt schon in der Bezeichnung .,Hausjahrmutter" zum Ausdruck, mit der die Hausirau gekennzeichnet wird, die ein solch junges „Hausjahrmädel" bei sich aufnimmt. Das hauswirtschaftliche Jahr stellt auch keine Berufsausbildung im eigentlichen Sinne dar, es soll jedoch die Grundlage hauswirtschaftlicher Fähigkeiten und Fertigkeiten vermitteln, die jedes Mädchen später einmal im eigenen Hause braucht, einerlei, welchen Beruf es vielleicht wählen wird. Pflicht der Hausjahrmutter ist es, das junge Mädchen an allen Arbeiten teilnehmen zu lassen, die zur Haushaltführung gehören, vor allen auch zu kinderpflege- rischen heranzuziehen. Nach Ablauf des Jahres erhält das Mädchen ein Zeugnis. Grundsätzlich soll das Hauswirtschaftsjahr schlicht um schlicht geleistet werden, aber da in vielen Gauen wegen Kräftemangels auch schon für die Vierzehnjährigen bezahlte Stellen offenstehen, sollen auch solche Ar- beitsverhültnisse in Rücksicht auf die Jugend der Mädchen etwas von dem Charakter des hauswirtschaftlichen Jahres tragen. Die Tatsache, daß die Hausfrau solchen Anfängerinnen Lohn bezahlt, entbindet sie nicht von der Pflicht, das junge Mädchen zu guten Leistungen zu erziehen und andererseits zu berücksichtigen, daß es sich um eine Anfängerin handelt, von der sie nicht dasselbe »erlangen kann und darf, wie von einer erwachsenen, ausgebildeten Hausgehilfin. Auch diese Hausfrauen sollen sich nicht als „Arbeitgeberinnen", sondern als Hausjahrmütter erweisen. Nach wie vor aber liegt das Schwergewicht der Werbung für das hauswirtschaftliche Jahr nach seinem eigentlichen Sinn in der Richtung, willige Hausjahrmädel für den Einsatz in kinderreichen Familien und zur Entlastung der überbürdeten Landfrau zu gewinnen. Auch an die Eltern,' vor allem an die Mütter, ergeht die Mahnung, chre schulentlassenen Töchter, wenn sie nicht wirklich dringend im eigenen Haushalt nötig sind, nicht einfach zu Hause zu halten, sondern ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre jungen Kräfte nutzbringend für andere, fördernd für ihre eigene Entwicklung sich entfalten zu lassen, „Hausjahrmädel" zu werden bei einer „Hausjahrmutter". D. S. Die Gartenarbeit fangt schon im Febrnar an. Von Käthe Melenz Der Gartenbesitzer hätte im Februar noch nichts zu tun, meinen Sie? Da sind Sie aber lehr im Irrtum Natürlich mit der Saat hat es noch etwas Zeit. Aber dazu gehören allerhand Vorbereitungen, die man nicht bis zum letzten Augenblick amfchie- ben darf. Bis zum 1. März muß z. B. laut amtlicher Verfügung die „Entrümpelung" beendet fein. Das heißt nichts anderes, als daß alle Bäume und Sträucher bis dahin überholt fein müssen. Abgestorbene oder absterbende Bäume und Aeste sind jetzt zu enfernen, besonders auch dann, wenn sie von Krebs, Blutlaus, Borkenkäfer usw. zu stark mitgenommen sind. Auch sind Misteln und Kirschenhexenbesen zu entfernen und die Obstbäume und -sträucher o-on Moosen, Flechten und alter Borke zu säubern. Raupennester und Fruchtmumien müllen sofort verbrannt werden Wie alle Lebewesen, brauchen auch die Bäume Licht und Lust und — wenn sie noch klein sind — eine feste Stütze, damit sie der Frühlingswind nicht umlegt. Man vergesse auch nicht, schadhafte Zäune, Lauben und Spaliergerüste jetzt instandzusetzen oder neu anzubringen, damit die Bepflanzung kahler Hauswände mit Nutzpflanzen, wie Schattenmorellen, Wein, Pfirsichpalmen oder mit Zierpflanzen, wie wilden Wein, Clematis, Glycinien usw., nachher leicht möglich ist. Zu den Vorberestungsarbeiten gehört auch die Ueberprüfung des Gerätebestandes. Schneiden an Hacken und Spaten sind zu schleifen aus- gebrochene Harkenzinken zu ersetzen, wacklige Stiele zu befestigen und möglichst mit heißem Oel einzu- reiben, Eisenteile zwecks Rostschutz einzuschmieren. Pflege und Aufbewahrung der Geräte sind wichtige Maßnahmen der Werkstoffersparnis, die nicht nur dem Besitzer, sondern der ganzen Wirtschaft nutzt. Jetzt wird man auch den ©artenplan aufstell'en und die verschiedenen Gemüsesamen beschaffen, wobei nicht die Prüfung der Keimfähigkeit vergessen werden darf. Handelt es sich nicht gerade um matschigen Lehmboden, so wird das im Herbst nicht umgegrabene Land jetzt im Februar umgegraben. Dann ist es aber auch Zeit, die Gartenwege zu reinigen, zu walzen, neuen Sand und Kies zu beschaffen und schadhafte Wegeplatten zu ersetzen. Auch die Rasenflächen können schon abgerecht, gewalzt und gedüngt werden Blumenbeete sind mit neuer Erde aufzufüllen und abzustechen. Ja, und dann werden auch am Zimmerfenster die ersten Aussaaten von Petunien, Calla Begonien, Verbenen und Blattpflanzen in Töpfen vorgenommen und Stecklinge von Fuchsien und Pelargonien in Sand gesteckt. Rosen, die ohne Schutzdecke überwintert haben, sind jetzt zu beschneiden. Das schwarze Schiff. Hilfskreuzer „Wolf" und „Wölfchen". Am 17. Februar jährt sich zum 20. Male der Tag, an dem der Hilfskreuzer „Wolf" nach einer fast ISmonatiger Kreuzerfahrt durch den Atlantischen, den Indischen und den Stillen Ozean wieder in die deutschen Gewässer zurückkehrte. Schon längst hatte das Schiff in der Heimat als verschollen gegolten, und man kann sich daher das Erstaunen, aber auch das anfängliche Mißtrauen der deutschen Sperrfahrzeuge am Kleinen Belt an jenem Februarmorgen gut ovrstellen, als sie plötzlich von einem aufkommenden Dampfer mit dem Signal angerufen wurden: „Hier Hilfskreuzer ,Wolf', Kapitän N e r g e r." „Wolf" gehörte zu einer Reihe von als Hilfskreuzer armierten Dampfern, die Ende 1916 vom deutschen Admiralstab dazu ausersehen worden waren, in überseeischen Gewässern Handelskrieg zu führen, um so die gegnerische Schiffahrt nach Möglichkeit zu stören und zu schädigen. Die erste Aufgabe, die dem Schiff gestellt war, bestand darin, vor einer Reihe wichtiger Auslandshäfen Minen zu werfen; erst nach Lösung dieser Aufgabe sollte er zum Handelskrieg übergehen. Es kam daher darauf an, die Anwesenheit des Hilfskreuzers so lange als möglich zu verschleiern, um den Gegner über den vermeintlichen Urheber der zu erwartenden Schiffsverluste im Unklaren zu lassen. „Wolf" hat dank der geschickten Führung durch seinen Kommandanten, Fregattenkapitän Nerger, und dank seiner vorzüglichen Tarnung auch diesen ersten Teil seiner Aufgabe glänzend gelöst. Es war ihm gelungen, durch sehr schlechtes Wetter und starke Unsichtigkeit in der Nordsee begünstigt, unbemerkt die gegnerischen Sperrketten zu durchbrechen. Am 10. Dezember stand das Schiff im freien Ozean, setzte dann Kurs nach Süden ab und erreichte um die Januarmitte 1917 die Südspitze Afrikas. Hier wurde vor Kapstadt die erste Minensperre gelegt und wenig später eine zweite auf dem Dampferweg Kapstadt—Colombo. Schon am 26. Januar 1917 lief hier der erste Dampfer auf eins dieser schwarzen „Eier", bald folgten weitere Schiffsverluste. Diese geheimnisvollen Unfälle erregten, da ihre Ursache in keiner Weise vermutet werden konnte, panischen Schrecken und legten für eine gewisse Zeit die gesamte Schiffahrt in den dortigen Gewässern lahm. Während man noch vor Kapstadt eifrig mit zahlreichen Kriegsschiffen nach einem vermeint- lichen-deutschen Unterseeboot, dem man diese Verluste zu Lasten schreiben zu müssen glaubte, suchte, war „Wolf" inzwischen ruhig und bemerkt auf dem Dampfertrakt Kapstadt—Colombo weitergelaufen. Mitte Februar legte er weitere Minensperren vor Colombo und Bombay, denen wiederum eine Reihe von Handelsschiffen zum Opfer fielen. Wenige Tage später macht der Hilfskreuzer seine e r st e Prise. Es ist der britische Dampfer „Turitella", ehemals unter deutscher Flagge „G u - t e n f e l s" benannt, ein Schwesterschiff des „Wolf", das von den Engländern bei Kriegsbeginn aufgebracht worden war. Nach der Uebernahme der Besatzung läßt Fregattenkapitän Nerger die „Turitella" als Hilfskreuzer ausrüsten und schickt sie unter dem Kommando des I. Offiziers des „Wolf" unter dem neuen Namen „Iltis" westwärts, um vor dem Golf von Aden Kaperkrieg zu führen. Leider ist dem neuen Hilfskreuzer nicht das gleiche Glück wie „Wolf" befchieden. Nach teilweiser Lösung seiner Aufgaben wird er später von überlegenen, feindlichen Streitkräften gestellt, und, da ein längerer Widerstand nur unnötige Opfer gekostet haben würde, von der eigenen Besatzung versenkt. „Wolf" hat inzwischen seinen Kurs weiter verfolgt, wirksam in der Aufklärung von einem Bordflugzeug, dem „W ö l f ch e n", unterstützt, das ihm zu diesem Zweck aus der Heimat mitgegeben worden war. Seine nächsten Opfer sind die Dampfer „Jumna" und „Wordsworth", sowie die Bark „Dee". — Ein Gedenkblatt zum 17. Februar Das geheimnisvolle Verschwinden dieser Schiffe hat die Handelsstraßen verödet. Für den deutschen Hilfskreuzer gibt es also im Augenblick hier in diesem Seegebiet wenig zu tun. Aber noch ein weiterer Grund zwingt den Kommandanten, sein Wirkungsfeld zu verlegen. Die bisher von ihm genommenen Prisen hatten zwar sehr wertvolle -Ladung, aber wenig Kohlen, die „Wolf" dringend braucht. Er hofft sie in den australischen Gewässern und auf dem Schiffahrtsweg Australien—Südamerika zu finden. Vorher wird noch zu dringlichen Jn- standsetzungsarbeiten vor der Insel Raoul längere Zeit geankert, wo durch einen glücklichen Zufall durch „Wölfchen", das hier seinen Wert zum ersten Male auch praktisch beweisen kann, ein wertvoller Kohlen- und Proviantdampfer gekapert wird. Nachdem so die schwierigsten Fragen mit einem Schlag gelöst sind, kann der Hilfskreuzer seinen weiteren Aufgaben nachgehen. Noch einmal werden, diesmal vor der australischen Küste, eine Reihe von Minen gelegt. Wieder werden eine Reihe von Dampfern und' Seglern aufgebracht und nach Ue'bernahme ihrer Besatzungen versenkt. Nach längerer Kreuzfahrt tritt „Wolf" dann seinen Rückweg in den Indischen Ozean an. Vor Singapur fallen die letzten Minen und richten Schrecken und Vernichtung an. Auf den alten Jagdgründen der „Emden" im Indischen Ozean besteht der deutsche Hilfskreuzer auch sein e r st e s Gefecht. Der Gegner ist der bewaffnete Postdampfer „Hitachi Maru", der sich vergeblich gegen sein Schicksal zu wehren versucht. Als letzte Prisen fallen „Wolf" auf seinem Rückweg noch der Dampfer „Jgotz Mendi" und die Segelschiffe „John H. Kirby" und „Maröchal Davout" zum Opfer. Nach mehr als Jahresfrist, am 12. Januar 1918, überschreitet der deutsche Hilfskreuzer zum 14. und letzten Male seit seiner Ausreise aus der Heimat den Aequator. Wieder geht es nun in den Nordatlantik, der auch diesmal kein freundlicheres Gesicht zeigt als damals bei der Ausreise im November'1916. Aber das ist den Leuten auf „Wolf" nur recht, denn gerade dieses Wetter schafft ihnen die besten Möglichkeiten zu einem glücklichen Durchbruch durch die gegnerischen Sperrlinien. Noch einmal gilt es für die ganze Mannschaft zu beweisen, was sie als Seeleute können. Noch einmal muß das Schiff feine Seetüchtigkeit zeigen. Seegang und Sturm fügen dem Hilfskreuzer jetzt noch kurz vor Beendigung seiner Fahrten schwerste Schäden zu. Aber die Mannschaft meistert sie alle. Bis an die Brust im eiskalten Wasser siebend, dichten sie alte Lecke, die bei den häufigen Kohlenübernahmen auf hoher See entstanden waren und nun durch das Unwetter neu aufgerissen werden. Aber auch diese Probe wird bestanden. In den frühen Abendstunden des 17. Februar 1918 steht „Wolf" vor der deutschen Sperrkette am Kleinen Belt und heißt sein denkwürdiges Signal, mit dem er zugleich um einen Sperrlotsen bittet. Wenig später läuft er unter der Kriegsflagge, den langen Heimatwimpel im Topp, in den Kieler Hafen ein. Man kann die Bedeutung dieser Kreuzfahrt erst richtig verstehen, wenn man bedenkt, daß „Wolf" auf seiner 448 Tage langen Reise eine Strecke von 64310 Seemeilen .zurücklegte, rund 300 000 Tonnen gegnerischen Schiffsraums durch Minen- und im Kaperkrieg versenkte und dazu noch für über 40 Millionen Mark wertvolle Ladung mit nach Hause brachte. Das Schiff war selbst nur 5809 Brutto-Register-Tonnen groß, hatte eine Besatzung von rund 350 Mann und war mit sieben 15-cm- Geschützen und vier Torpedorohren bestückt, die sebr geschickt an Deck, hinter Fallklappen maskiert, aufgestellt waren. Die Fahrten des Hilfskreuzers „Wolf", dessen Namen heute in unserer Kriegsmarine wieder ein Torpedoboot trägt, werden für alle Zeiten in der deutschen Marinegeschichte ein denkwürdiges Kapitel bilden. Aus den Gießener Gerichtssä'len. Große Strafkammer Gießen. Der G. K. aus Wölfersheim hatte sich vor der Großen Strafkammer wegen Urkundenfälschung, Betrugs und Unterschlagung au verantworten. Der Angeklagte war als Lohnbuchhalter in Wölfersheim tätig und hatte als solcher in den Jahren 1931 bis 1937 seine Firma um rund 20 000 Mark geschädigt. An dem Tage, an dem die Sache herauskam, gab ihm sein Vorgesetzter den Rat, dem Betriebsführer die Sache rückhaltlos zu gestehen. Stattdessen flüchtete der Angeklagte nach Frankfurt und ließ dabei noch 38 Mark mitgehen, die ihm ein Kollege' mit dem Auftrag, ein Hochzeitsgeschenk zu kaufen, vorher gegeben hatte. Der Angeklagte war restlos ge- ständig. Mit Rücksicht hierauf und auf seine bisherige Unbescholtenheit billigte ihm das Gericht trotz schwerster Bedenken mildernde Umstände zu, so daß der Angeklagte noch einmal am Zuchthaus vorbei- kam. In Anbetracht der großen Summe fiel die Freiheitsstrafe empfindlich aus; sie lautete auf 1 Jahr 10 Monate unjd 3 Tage Gefäng- n i s. Schöffengericht Gießen. Unter der Anklage der Hehlerei im Rückfall hatte sich der H. Sch. aus Gießen vor dem Schöffengericht zu verantworten. Der Angeklagte, der schon erheblich einschlägig vorbestraft ist, betreibt in Gießen einen Althandel. Wie dies teilweise in seinem Gewerbe üblich ist, fragte er beim Ankauf der ihm angebotenen Altmaterialien nicht lange nach der Herkunft, sondern nahm sie bedenkenlos an. So kaufte er u. a. von einem übelbeleumdeten Subjekt einen Posten Lumpen, die dieser bei einem anderen Altwarenhändler gestohlen hatte. Obwohl der Angeklagte an Hand der Packart und der Verschnürung genau erkannte, daß die Ballen aus dem Lager eines anderen Altwarenhändlers stammen mußten, nahm er sie dennoch an sich. Sein Komplice, der im übrigen wegen seiner Diebereien rechtskräftig verurteilt ist, brachte dem Angeklagten kurze Zeit später auch noch einen größeren Posten teils neuer, teils gebrauchter Säcke, die er auf dem Laaerplatz einer Kohlenhandlung, bei der er als Hilfsarbeiter beschäftigt war, entwendet hatte. Don einem anderen, der mittlerweile ebenfalls feine Strafe erhalten hat, kaufte er 15 Kilo Aluminiumdraht, obwohl auch hier aus den Umständen klar hervorging, daß dieser nur aus einem Diebstahl herrühren konnte. In der gestrigen Hauptoerhand- lung bestritt der Angeklagte, in jedem der ihm zur Last gelegten Fälle gewußt zu haben, daß die Gegenstände durch eine strafbare Handlung in den Besitz der Verkäufer gekommen waren. Die Beweisaufnahme ergab jedoch eindeutig, daß dem Angeklagten diese Tatsachen bekanntgewesen sein mußten, wenn es auch selbstverständlich von den einzelnen Zeugen bei den Kaufverhandlungen nicht ausdrücklich gesagt worden war. Daß der Angeklagte sich schuldig fühlte, ging auch daraus hervor, daß er die 15 Kilo Aluminiumdraht nicht, wie es vorgeschrieben ist, in das Metallbuch eintrug. Nur der Tatsache, daß seine Vorstrafen kleinere Beträge zum Gegenstand hatten, sowie mit Rücksicht auf sein hohes Alter und seine schlechten Ver- mögensoerhältnisse hatte es der Angeklagte zu verdanken, daß ihm noch einmal mildernde Umstände zugebilligt wurden. Das Urteil lautete wegen Rückfallshehlerei in drei Fällen auf ein Jahr Gefängnis. Weiterhin erhielt er wegen der Nichteintragung ins Metallbuch 50 Mark Geldstrafe. Die Untersuchungshaft wurde ihm wegen seines Leugnens nicht angerechnet. Amtsgericht Gießen. Unter der Anklage der Untreue pp. hatte sich der K. St. aus Gießen vor dem Amtsgericht zu verantworten. Da der Angeklagte schon mehrmals mit dem Strafgesetz in Konflikt geraten war, wurde ihm die Ausübung seines Berufs untersagt. Dies hinderte ihn aber nicht, weiterhin fein Unwesen zu treiben. So trat er für einen Kaufmann aus Gießen auf, der in geschäftliche Schwierigkeiten geraten war. Er veranlaßte diesen, ihm 300 Mark auszuhändigen. Daraufhin trat er mit einem Frankfurter Anwalt, der die Gläubigerfirma vertrat, in Verbindung und bot diesem vergleichsweise 200 Mark an. Der Auftraggeber des Angeklagten hatte ihm versprochen, daß er die restlichen 100 Mark behalten dürfe, wenn er einen Vergleich über 200 Mark zustande bringe. Da sich die Vergleichsverhandlungen sehr lange hinzogen, legte er das Geld auf einer Bank an, hob es aber bald darauf nach und nach ab und verbrauchte es für sich. Trotzdem schrieb er noch mehrere Male an den Frankfurter Anwalt und verstand es meisterhaft, den hiesigen Geschäftsmann, der ihn hin und wieder nach dem Ergebnis feiner Bemühungen fragte, hinzuhalten. In der Hauptverhandlung behauptete der Angeklagte, er habe sich nach dem Scheitern der Vergleichsoerhandlungen für berechtigt gehalten, das Geld für ßch zu verwenden, da diese Summe für seine langjährige Tätigkeit für den Zeugen angemessen sei. Dem stand jedoch die Tatsache gegenüber, daß er bie 200 Mark bereits angegriffen hatte, bevor ihm von der Gläubigerin bedeutet wurde, daß sie auf dem vollen Betrag bestehe. Weiterhin hat der Angeklagte, wie die Beweisaufnahme ergab, dem Zeugen gegenüber niemals erklärt, daß er die Summe als Entgelt für feine Tätigkeit beanspruche, sondern diesem immer wieder vorgeschwindelt, das Geld befinde sich noch auf der Bank und stehe jederzeit zur Verfügung. Im Gegenteil, er hat noch besondere Beträge für seine Bemühungen und Auslagen erhalten. Weiter übersah der Angeklagte bei seiner Verteidigung vollkommen, daß er die restlichen 100 Mark nur dann behalten durste, wenn der Vergleich zustande kam. In einem weiteren Fall trat er für eine hiesige Familie auf, deren Sohn von einem Dritten ein Zahn ausgeschlagen worden war. Obwohl er den ausdrücklichen Auftrag hatte, nur die volle Entschädigung für einen neuen Zahn zu verlangen, setzte er sich eigenmächtig darüber hinweg und ließ sich von dem Dritten zur vollkommenen Abfindung des Ersatzanspruchs 3 Mark als Schmerzensgeld sowie weitere 2,50 Mark für seine Bemühungen auszahlen. Als feine Auftraggeber lange Zeit nichts mehr von ihm hörten, fetzten sie sich selbst mit dem Dritten in Verbindung und erfuhren dort znm erstenmal, daß sie mit 3 Mark abgefunden feien. Der Angeklagte hatte es nicht einmal für nötig gehalten, wenigstens die 3 Mark abzuführen, sondern die gesamte Summe in seine Tasche gesteckt. In einem dritten Fall trat er, ohne überhaupt hierzu beauftragt zu sein, für eine Aerztin auf und schrieb an einen Schuldner der Aerztin einen groben Brief, in dem er ihn zur Zahlung der Schuld in Höhe von 5,50 Mark aufforderte. Obwohl der Angeklagte in der Hauptverhandlung für alle seine Handlungen Entschuldigungsgrunde ins Feld führte, wurde er durch die Gegenüberstellung mit den Geschädigten in vollem Umfange überführt. Das Urteil lautete wegen zweifacher Untreue in Tateinheit mit Unterschlagung, sowie wegen Vergehens gegen das Gesetz zur Verhütung von Mißbräuchen auf dem Gebiet der Rechtsberatung auf insgesamt 10 Monate Gefängnis und 230 Mark Geldstrafe. Der A. D. aus Leihgestern hatte durch Strafbefehl wegen Feldfrevels eine Geldstrafe von 12 Mark erhalten. Auf seinen Einspruch kam die Sache zur Hauptverhandlung. Der Angeklagte hatte auf einem Gut in der Umgebung bei der Kartoffelernte geholfen. Er war dann später noch einmal über einen abgeernteten Acker gegangen und hatte die 'dort übriggebliebenen Kartoffeln gelesen und für sich verbraucht. Die Beweisaufnahme ergab, daß es sich höchstens um eine Menge von 3 Pfund handeln konnte. Mit Rücksicht auf den geringen Wert fetzte das Gericht die Strafe auf 3 Mark herunter. Aus der engeren Heimat. Maul- und Klauenseuche erloschen. Nachdem in Mainzlar und in Garben- t e i cf) die Maul- und Klauenseuche erloschen ist, hat bas Kreisamt Gießen seine am 10. und 12. Januar angeordneten Maßnahmen wieder aufgehoben. Die Gemarkung Garbenteich bleibt Beobachtungsgebiet. Generalkameradschastsappell der Kriegerkameradschast Lollar. * Lollar, 15. Febr. Am Sonntag hielt die Kriegerkameradschaft Lollar ihren Generalkameradschaftsappell im neuen Kameradschaftslokal bei Kamerad Nuhn ab. Kameradschaftsführer Säubert eröffnete den Appell und gedachte nach der Begrüßung der sehr zahlreich erschienenen Kameraden der im Weltkrieg und der für die Bewegung und ein nationales Deutschland gefallenen Kameraden, sowie des im abgelaufenen Jahre verstorbenen Kameraden Heinrich Schwalm. Dann erstattete er den Jahresbericht, der erkennen ließ, daß die Kameradschaft rege und zahlreich an allen Veranstaltungen und Zusammenkünften, auch derjenigen der NSDAP., teilnahm. Weiter gab er bekannt, daß das Schießwesen eifrig betrieben wurde, sowohl das Schießen mit Wehrmannbüchsen, als auch mit Kleinkaliber. Er teilte ferner mit, daß durch eine Anzahl Kameraden eine Schießhalle errichtet worden fei, und sprach diesen, ganz besonders dem Kameraden Konrad Pfeffer für seinen großen Verdienst, Dank aus. Hierauf gab der Kassenwart Kamerad Schmitt den Kassenbericht bekannt, der einen günstigen Abschluß erkennen ließ. Ihm wurde für seine gewissenhafte Arbeit durch den.Kameradschastsführer gedankt. In der Führerschaft ergibt sich durch den Wegzug des Schriftwartes Kameraden Adolf Rau, als auch des Schießleiters Kameraden Konrad Pfeffer eine Aenderung. Als Schriftwart wurde durch den Kameradschaftsführer der Kamerad Dr. L i m b e r - per und als Schießleiter der Kamerad Theodor B e ck e l bestimmt. Weiter wurde als Beirat Kamerad Fr^iedr. Kaiser und Wilh. S ch m u l b a ch bestimmt. Weiter wurde der Versammlung bekanntgegeben, daß die Kameraden Konrad Pfeffer, Karl Hildesheim, K. A. Müller, Karl Ka letsch I., Gg. Schiefer st ein, Hrch. Viehl und Martin Zaubert die bronzene Kyffhäuserehrennadel geschossen hätten, die ihnen nebst Urkunden überreicht wurden. Pachdem aus der Versammlung heraus der Wunsch nach öfteren Zusammenkünften laut wurde, legte man jeden zweiten Samstagabend im Monat als Kameradschaftsabend im Kameradschaftslokal (Nuhn) fest. Bei reger Aussprache und beim Gesang alter Soldatenlieder blieben die Kameraden in bester Kameradschaft noch einige Zeit zusammen. Mit dem Gruß an den Frontkameraden. Führer und Reichskanzler Adolf Hitler und dem Gesang des Deutschland- und des Horst-Wessel-Liedes wurde die Versammlung geschlossen. Kreis Wetzlar. T Großen-Linden, 14. Febr. Der O b st - und Gartenbauverein hielt eine gut besuchte Versammlung bei Gastwirt Schaum ab. Der Vorsitzende, Altbürgermeister Lang, eröffnete die Versammlung mit Grußworten. Dann gedachte die Versammlung in der üblichen Weise des verstorbenen Mitgliedes Heinrich Faber VII. Hierauf hielt Dr. Go eres (Gießen) einen Vortrag über die Herstellung und Verwendung von Biohum. Anschließend sand eine Verlosung von Bäumen, Sträuchern und Gartengeräten statt. Ferner wurden noch einige Fragen über Düngungsoersuche erörtert. A Lang-Göns, 13. Febr. Am heutigen Abend fand in der Turnhalle die Vorführung von mehreren Filmen statt, die vom Reichsluftschutzbund herausgebracht wurden. Einleitend begrüßte Bürgermeister Weil die Erschienenen; er sprach dabei die Hoffnung aus, daß sich die noch zurückstehenden Volksgenossen bald als Mitglieder zum RLB. anmelden mochten. Die Erläuterung zu den Filmen, die in der Hauptsache die Schulung'und Ausbildung der Luftschutzwarte, die Gefahren eines feindlichen Angriffs, die Bedeutung der Luftschutz- räume, die Arbeit der sanitären Hilfsmannschaften usw. zeigtenAgab dann der Gruppenführer, Rektor Lotz (Leihgestern). Die Filme fanden das größte Interesse und haben mitgeholfen, daß der Gedanke des freiwilligen Luftschutzes immer mehr in alle Volksschichten eindringt. Der Abend wurde in der üblichen Weise geschlossen. s. Lang-Gons, 14. Febr. Am Sonntagnachmittag fand im Saalbau Hebbel eine Versammlung des hiesigen K r i e g e r v e r e i n s (Reichskrieger- bund „Kyffhäufer") statt, der auch von zahlreichen auswärtigen Gästen besucht war. Nach herzlichen Begrüßungsworten des Vorsitzenden, Kameraden K. Kd. Nern, hielt Major a. D. Rietz sch (Hanau) einen Vortrag über „Die wehrpolitilche Lage in Spanien". Lebhafter Beifall wurde ihm für feine Ausführungen zuteil. Kam. P o st (Großen- Linden) sprach dem Redner den Dank der Versammlung aus. Nach einigen geschäftlichen Mitteilungen des Kreispropagandaleiters Kohr es (Gie, ßen) wurde die Tagung in der übftchen Weile geschlossen. — Die Gaustlmstelle zeigte am Samstag den Film „Ave Maria", nebst einigen Beifilmen. Der Besuch war gut. = Alb ach, 15. Febr. Am Sonntagabend fand hier im Saale von Lauer ein Dorfgemein« schaftsabend, veranstaltet von dem Jungvolk und den Jungmädeln der HI., statt. Der Besuch war sehr gut. Die Darbietungen der Jungens und Mädels fanden wohlverdienten Beifall. — Unser Dorf erhält ebenfalls ein So mm erb ab. Das ursprüngliche Projekt, mit Steinbach zusammen ein Bad zu errichten, wurde fallengelassen. Albach baut allein jein Bad. gfs. Lollar, 15. Febr. Ueber die Aufgabe der Jugendgruppen im Frauenwerk sprach am Pflichtabend die Kreisjugendgruppenführerin Pgn. Anni Schwengber. Sie hob hervor, daß der Nachwuchs der Frauenschaft als Stoßtrupp feine junge Kraft zur Verfügung stellt, wo man ihn braucht. Gemeinsamer Gesang und Chorlied der Jugendgruppe belebte den Abend. gfs. Geilshausen, 15. Febr. Ein lehrreicher Kochabend vereinte die Mitglieder der Frauenschaft und des Frauenwerks. Die Abteilungsleiterin von Volkswirtschaft-Hauswirtschaft zeigte die Zubereitung abwechslungsreicher Gerichte aus rohen und gekochten Kartoffeln, die Verwendung von Quark und Magermilch bei Kuchen und Speisen für die kommende Osterzeit. Schlagsahne aus Magermilch und Zucker hergestellt erregte besonderes Erstaunen bei den Hausfrauen, die Rezepte und Kostproben erhielten und sich lebhaft beteiligten. ch Lauter, 14. Febr. Am Samstagabend hielt die hiesige Freiwillige Feuerwehr in der Wirtschaft Pitz ihre diesjährige Generalversammlung ab. Dem Rechner wurde, nachdem die Rechnung geprüft und für richtig befunden war, Entlastung erteilt. Brandmeister Scheuermann, der Leiter der Wehr, erstattete den Jahresbericht. Die Wehr hat zur Zeit 34 Mitglieder; fünf traten im letzten Jahre neu ein. Im abgelaufenen Jahr fanden acht Fuß- und fünf Geräteübungen statt. Kreis Friedberg. pb. Butzbach, 13. Febr. Im gutbesetzten Saale des „Hessischen Höfts" beging gestern abend die Ortsgruppe Butzbach des Taunusbundes die Feier ihres 75jährigen Bestehens. Nach Begrüßung durch den Vsreins- führer Kaufmann F ü l l i n g schilderte dieser in kurzen Abrissen die Entstehungsgeschichte und den Werdegang der heutigen Ortsgruppe. Aus der anschließenden Vortragsfolge fei besonders das Festspiel „Deutsche Heimat" hervorgehoben, das als Verfasserin Frau E. Mumz, ein Mitglied der Familie Braubach & Fischer, hat. Diese schildert darin in feinsinniger Weise, wie Vertreter vieler deutscher Gaue in Butzbach zum 75. Grünhungstag erscheinen, um der Ortsgruppe ihre Geschenke darzubringen. Das Festspiel fand allgemein lebhaften Beifall. Nach den üblichen Wanderauszeichnungen brachten Grüße, Glückwünsche und Geschenke der Stellvertreter des Gebietsführers, sowie die Vorsitzenden der Ortsgruppen Bad-Nauheim und Wetzlar. Der Abend wurde umrahmt durch Musikstücke der Kapelle der hiesigen Garnison. Kreis Wetzlar. ch Atzb ach, 11. Febr. Daß der Flachsanbau Gewinn bringt, zeigt der letztjährige gemeinschaftliche Anbau in unserer Gemeinde. Es waren 56 Ar angebaut worden. Bei der Ernte betrug die Einnahme für Flachsstroh (2041 Kilogramm) 284,52 Mark (die Menge von 100 Kilogramm war mit 14,50 Mark bezahlt worden). An Leinsamen war geerntet worden 561 Kilogramm, Hier betrug der Erlös 32 Mark je 100 Kilogramm, insgesamt 179,52 Mark. Nach Abzug aller Unkosten blieb ein ansehnlicher Ueberschuß, von dem die NS.-Frauen» schäft und die Schule, die beide bei der Einbringung der Flachsernte mitgeholfen hatten, eine Zuwendung erhielten. In unserer Gemeinde haben sich nun mehrere Landwirte entschlossen, Flachs anzubauen. HautifiberfoK auf einen Gastwirt. Der Wirk durch Messerstiche schwer verletzt. Lpd. Fulda, 15. Febr. Im Dorfe Neuhof bei Fulda wurde in der vergangenen Nacht von zwei Männern ein Raubmordversuch an I einem Gastwirt verübt. Der Gastwirt befand sich ! gegen 23.30 Uhr allein in der Wirtsstube, als zwei ! unbekannte Männer eintraten und etwas zu trinken verlangten. Plötzlich stürzte sich der eine der Beiden mit einem großen Messer auf den Wirt und brachte, ihm zwei Schnittwunden am Halse bei, worauf dieser bewußtlos zusammenbrach. Die beiden Täter haben sich sodann der Kasse bemäch- 'tigt, dem Ueberfallenen die Taschen geleert | und sind verschwunden. Heimkehrende Angehörige fanden den Gastwirt in einer großen Blutlache im verdunkelten Lokal auf. Er wurde sofort in das Fuldaer Krankenhaus gebracht und erlangte Dienstag früh das Bewußtsein wieder. Die Polizei nahm sofort die Verfolgung der Täter auf. Don den beiden Verbrechern liegt eine Beschreibung des eigentlichen Täters vor, bör folgendes Aussehen hat: Ungefähr 50 Jahre alt, 1,68 Meter groß, bat ein volles rundes Gesicht, einen gestutzten dunklen Schnurrbart und trägt eine Mütze. Der andere jüngere Täter kann nicht beschrieben werden. Ilr.SQ Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheßen) Mittwoch, lb. Februar (938 Küpreß war ein schönes Fest! Aus der Stadt Gießen Knibs, ich habe Sie Ausreden, 4711 * * -.23 -.45 -i90 s Theaters. UDcrourgermeijier i1 = n -r. "«. % sich auch Heuer nicht nehmen lassen, | nisch" war — erstaunlich. Venedig ist überraschend ter hatte es Kleine Pause — gleich geht's weiter. (Aufn.: Neuner, Gießener Anzeiger.) Tanz mit Ausdauer und Hingabe. von An mit zu uns. Ihre Frau mitten im Gehen stehen. „Mensch, 'ne großartige Idee! Kommen Sie rufe drüben in der Fernsprechzelle Sie müßten durcharbeiten und ..." „Und ...?" der bereisten Gegend bekunden. Auch in den Gemälden dieser Periode ist mit dem mittelalterlichen Prinzip der unbedingten Figurenherrschaft gebrochen. Landschaft und Mensch sind nicht mehr gesondert behandelt; als gleichwertige Gestaltungsfaktoren des unendlichen Raumes verschmelzen sie zu einer unlösbaren Einheit. Erst in seinen späten Bildern wagte Altdorfer den Schritt in die freie, von allem Figürlichen entkleidete Landschaft. Was das bedeutet,' kann nur der ermessen, der einen Blick von hier auf das Mittelalter, dem der Meister geburtsmäßig noch verbunden ist, zurückwirft. Man sollte meinen, er sei ein dem Leben abgewandter, sich in sich selbst verspinnender Sonderling, ein weltfremder Romantiker gewesen. Nichts irriger als das. Zwar wissen wir wenig über seinen Lebensgang, doch so viel ist sicher: als Mitglied des Regensburger Rates nahm er eine angesehene soziale Stellung ein; auch als Architekt — seit 1526 war er städtischer Baumeister — hat er sich betätigt. Als er zum Bürgermeister gewählt wurde, lehnte er ab. Interessant ist die Begründung: ivcU er für den Herzog von Bayern ein Bild — di^ Alexanderschlacht — zu malen hatte, das ihm nicht erlaube, ein öffentliches, mit so viel Arbeit Verbundes Amt anzunehmen. Die Kunst fordert den ganzen Menschen für sich — das Mittelalter hätte dafür wenig Verständnis gehabt. Bis zu seinem Tode hat Altdorfer fast ununterbrochen in Regensburg gelebt. 3m Februar des Jahres 1538 ist er — man weiß nicht, an welchem Tage — in seiner Vaterstadt gestorben. Ernst von Niebelschütz. Der offizielle Teil des Festes begann diesmal erheblich früher als letztes Jahr. Unter den schmetternden Klängen des Narrhalla-Marsches erfolgte der Einzug des Theaters. Oberbürgermeister R i t - reich an Moden. Aber es gab auch andere Landschaften und Stilarten. Neben Rokoko, Renaissance und Biedermeier behauptete sich das zeitlose Phan- tasiekoftüm, neben der venezianischen Tracht die spanische so selbstverständlich wie die oberbayerische mit kurzer Wichs und Rasierpinsel am Hütchen. Fm Foyer stand die Tombola Schöne Tombola, große Tombola. Leider zogen wir persönlich lauter Nieten. Es muß auch Nieten geben. Um so reicher die Gewinne: Bilder, Bücher, Stoffe, Freßkörbe, Kostüme, Kostüme, Kostüme — besonders natürlich die weiblichen. Die Herren der Schöpfung hatten es sich, wie gewöhnlich, großenteils bequemer gemacht, aber eine Mütze, ein Hütchen, eine Blume waren doch allenthalben das wenigste an faschingsmäßigem Aufputz. Was übrigens alles „venezia- Dornotizen. Tageskalender für IHiffrood). Stadttheater: 19.30 bis 22.15 Uhr „Clivia". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Urlaub auf Ehrenwort". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Gewitterflug zu Claudia". — Goethe-Bund und Kaufmännischer Verein: 20 Uhr, Neue Aula, Froher Vortragsabend Friedel Henze „Lachendes Leben". — Kneipp-Bewegung, Gruppe Gießen: 20 Uhr im „Bayerischen Hof" Vortrag „Herzleiden und Kreislaufstörungen". — Oberhessischer Kunstoerein: 17 bis 18 Uhr Ausstellung im Turmhaus am Brand. Einzelnen, der „Persönlichkeit". Eine geistesgeschichtliche Wende von unermeßlichen Folgen. Altdor- f e r muß sie, gleich vielen anderen an dieser alle Werte umwertenden Zeit, wo nicht begriffen, so doch empfunden haben. Jedenfalls ist er einer der ersten, dessen Werk Ausdruck dieses Wandels ist. Er malt kleine, meist nicht mehr für die Kirche, sondern für die häusliche Andacht oder das häusliche Behagen bestimmte Bilder, und diese Bilder wenden sich an den Kenner, den Liebhaber. An Stoffen, die seiner Neigung für intime Ausmalung einer Situation Nahrung boten, hat es ihm nicht gefehlt. Bibel und Legende zieht er ausgiebig heran; die heiligen Geschichten werden unter seiner Hand zu reich 'ausgeschmückten, familiären Szenen von geringer Feierlichkeit, aber einer Märchenstimmung, deren Zauber sich niemand entziehen kann. Das 'religiöse Thema wird nicht selten ganz beiläufig behandelt, in dem Münchener Susannenbilde etwa, wo es nur Vorwand ist, einen phantastischen Renaissancepalast in die blaue Luft zu türmen. Bei der Geburt Mariae (in Augsburg) interessierten ibn der lustige Engelreigen und die Architektur der Kirchenhalle weit 'mehr als der Legendenvorgang, und wenn er, wie in dem Berliner Gemälde, die heilige Familie auf der Flucht nach Aegypten an einem Brunnen.Rast machen läßt, so ist es vorwiegend der Brunnen, der die Aufmerksamkeit fesselt.' Oder er bemüht die antike Mythologie, indem er Satyrn und Nymphen an einem Waldrand sich lagern läßt, der den Blick auf das ferne Gebirge öffnet. Ueberhaupt wird man immer wieder auf die Landschaft geführt, wenn man Altdorfers wahre Bedeutung erfassen will. Keiner vor ihm hat die Verselbständigung des landschaftlichen Elements im Bilde so weit getrieben, keiner den natürlichen atmosphärischen Erscheinungen am Himmel und dem Farbenspiel der Wolken eine solche Aufmerksamkeit geschenkt wie dieser Kleinmeister. Die Münchener Alexanderschlacht kann in dieser Hinsicht als ein Kabinettsstück vorweggenommener impressionistischer Malerei gelten. Dabei ist nun freilich nicht zu übersehen, daß Altdorfers Interesse für die Landschaft im Dienste seiner besonderen Raumauffassung steht. Denn eben der Raum, der unendliche, pantheistisch empfundene Raum, im Gegensatz zu dem bühnenmäßig begrenzten der Italiener, war das entscheidende Erlebnis dieser Künstlerseele. Eine 1511 unternommene Studienfahrt donauabwärts scheint den Anstoß zu dieser neuen Art, die Natur zu sehen, gegeben zu haben. Von ihr bringt er Skizzen mit, hie bei aller noch etwas wilden Romantik ein erstaunliches Einfühlungsvermögen in den Charakter Eine Stunde später bei Schnells. Knibs faltet begeistert die Serviette zusammen. „Also, Frau Schnell, Sie sind eine hervorragende Köchin; aller- dings, Sie verwenden auch Geld an den Haushalt. „Aber ich bitte Sie, das war doch ein ,Reste« Essertt, Herr Knibs." „Waaas ... Reste...?" „Aber freilich. Geben Sie mal gut acht: Gestern hatten wir Reis mit Tomaten und Käse. Was übrig war, habe ich heute in Weißkrautwickel gefügt, gebraten und eine kleine braune Soße aus dem gedämpften Kraut mit Zwiebeln und Mehlschwitze und einem Soßenwürfel dazu bereitet Das ist das ganze Geheimnis! So könnte ich Ihnen hundert ,Reste-Esien' verraten. Es ist ein großer Fehler, einen Braten durch die ganze Woche ziehen zu wollen." m r, £ „Na", meinte Knibs, „da werden ja ,Restetage zum Fest!" L-w- Zeitschriften. — Das Problem der erbkranken und asozialen Familien und ihrer Behandlung ist für die rassen- hygienischen Bestrebungen des Dritten Reiches von ausschlaggebender Bedeutung. Die schwierige Frage „Wer ist' asozial?" legt allen Stellen, denen eine Entscheidung obliegt, größte Verantwortung auf. Beachtenswerte Gedanken und Vorschläge zu diesem Problem bringt Professor Dr. M. Staemmler im Februarheft der Monatsschrift „Volk und Rass e" (I. F. Lehmanns Verlag, München 15). Der bekannte Rasfenhygieniker gibt dabei an Hand einzelner Beispiele der echt asozialen Familie, der „anbrüchigen" Familie mit einem asozialen Elternteil und der bewährten Familie mit einem Außenseiter unter den Kindern wertvolle Anhaltspunkte für die Frage, wie wir uns zur Zeit im Rahmen der bestehenden Gesetze zu dem Asozialen zu stellen haben. - - Flaschen mit und ohne Inhalt — kein Mensch kann uns verlangen, daß wir das alles aufzählen, den verschiedenen Ausschänken herrschte die sich Mittwochs immer so vor dem Nachhausegehen? Es fällt uns allen im Büro auf" „Ach..." Knibs wiederholt den klaftertiefen Seufzer, „es ist wegen des Restetags? Essen Sie einmal von Sonntag bis Mittwoch Rindsbraten — und am Schluß sogar noch in Mehlparnpf!" „Nee, besten Dank, mein Lieber! Nehmen Sie es mir nicht übet, das nennt Ihre Frau Restetag?" Knibs nickt betrübt. Schnell muß lachen, er bleibt Ich an. Kleine rosa Hyazinthe. Von Margarete von Olsers. In den Schaufenstern der Blumenläden stehen i Wunder an Hyazinthen, kräftig im Wuchs von gerader, vornehmer Haltung, die Dolden dichtvoll Blüten, die in der Spitze noch schmal und geschlos- ' sen sind. Es ist eine Farbensülle, ein Reichtum an Schönheit, rosenrot, mattblau, weiß, wie crus zartem Porzellan, in seltenem Gelb. Es gibt Blumen, denen von vornherein unser ganzes Herz gehört, es gibt auch bei Blumen so etwas wie eine Viebe aus den ersten Blick. Daß es aber auch eine tiefe Zuneigung geben kann, die allmählich aus dem Zusammenleben und aus freundlicher Fürsorge entspringt, erfuhr ich erst jetzt. Am Ende des Jahres erhielt ich zehn Hyazinthenzwiebeln zum Geschenk und nahm sie zwar dankbar und höflich, aber ohne jede Begeisterung entgegen — wenn schon, warum nicht Tulpenzwiebeln? — und versenkte sie m der Tiefe meines Kellers in dunkler Erde. Niemals hätte ich damals geglaubt, daß mir aus diesen Zwiebeln etwas erblühen könnte, so fuß an Freude, so reich an Erleben, wie ich es nun täglich ersayre, da die Töpfe mit den knospenden Blumen in Reih und Glied an meinem Fenster stehen. Zwar kann ich mich nicht rühmen Zuchterfolge aufzuweisen wie der Gärtner, der seine Prachtexemplare verkauft. Meine Hyazinthen werden n cyt so hoch und großblumig, aber sie sind so lieblich und voller Überraschungen wie der Frühling seiosi und für keinen Preis käuflich zu haben. Die erste Vollerblühte ist von einem tiefen Rosenrot. Sie war von einer bezaubernden Ungeduld und stand eines Morgens ganz überraschend, lange vor ihren Ge- schwistern zum Leben erweckt, da. Ihre kleinen Blu- ten haben außen gewellte Blätter und einen weitzen Rand, das Rosenrot vertieft sich zur Mitte, öo stand sie unerwartet vor meinen erstaunten Wjn, wie eine Blume, der man plötzlich in der Natur xum erstenmal begegnet, wie die wilde ^Mlvthe am Berghang, lieblich und unschuldig, ein Wunder an fröhlicher Schönheit. Bei ihrem Anblick tat sich mein Herz aus, jch verstand plötzlich das Wesen dieser Blumen, und von diesem Augenblick an liebte ich in dieser r^nen kleinen rosigen Hyazinthe alle ihres Geschlechtes. Nun kommen noch die anderen, ihre Geschwister an die Reihe, sie beeilen sich, es der Ersterbluhten nachzutun. Sie werden alle schön, die weißen, die gelben, die blauen und das enganeinanöcr geschmiegte Zwillingspärchen in Lichtrosa. Sie fom= men, und jede wird ihr eigenes Gesicht, ihre eigene jöie kommen mit mir. Keine müssen mit, meine Frau wird sich freuen!" Gestalt, ihren besonderen Duft, jede ihre Stimme im Chor der Frühlingsblumen haben. Aber ich kann mir nicht denken, daß sie mich mehr entzücken können, als die kleine tiefrofa mit den weißgeran- berten Blüten, diese Erstgeborene unter meinen selbstgezogenen Hyazinthen. M. v. 0. Oer Maler Albrecht Altdorfer. Zu feinem 4W. Todestage. Wer aus dem Umkreise Dürers, Grünewalds und des jüngeren Holbeins in die Welt Albrecht Altdorfers tritt, wird nicht umhin können, sich anderer Maßstäbe zu bedienen. Schon das meist kleine Format der Bilder fordert dazu aus, aber auch ihr geistiger Gehalt, ihre Zielrichtung, ihr Verhältnis zu alldem, was in der Frühzeik des 16. Jahrhunderts für darstellungswürdig gehalten wurde. Nichts von der ethischen Tiefe Dürers, nichts von dem glühenden Pathos Grünewalds, der kühlen und strengen Sachlichkeit Holbeins. Die Große des Regensburger Malers — der intime Charakter von'Altdorfers Kunst verbietet uns beinah, dieses Wort zu gebrauchen — liegt in etwas anderem. Nennen wir es „Stimmung". Altdorfer war einer der ersten jener Malerpoeten, die sich berufen suhlten, mit ahnender Seele in das geheimnisvolle Weben der Natur einzudringen, ihr die eigenen Empfindungen zu leihen. Damit i)t schon gesagt, wo seine Stärke zu suchen ist: in der Landschaft. Das ist nun freilich nicht so zu verstehen, als hätte Altdorfer keine Heiligenbilder mehr gemalt Sogar größere Altäre hat er geschossen. Sie sind heute nicht mehr beisammen sondern, soweit sie überhaupt erhalten sind, in ihre Bestandteile ausgelöst und über halb Europa verstreut. Im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg in Wien, in der Stiftsgalerie zu St. Florian in Nlederoster- reich hat man Gelegenheit, diese Taseln zu bewundern; sie täuschen dort eine ^^^ondlgkett vor, die sie ursprünglich nicht hatten. Und das ist un- gemein bezeichnend für Altdorfer. Am Vorabend der Reformation lebend, wenn auch selber noch der , alten Kirche zugehörig, muß er em sicheres Gefühl . dafür gehabt haben, daß die Zeit der großen Al- : tarwerke vorbei war, daß, mit anderen Worten, das Gemeinsame an bindender Kraft verloren hatte und ■ ein Zeitalter der Vereinzelung im Kommen war, i das den Menschen mit sich alle in lallen wurde. Auch . in der Kunst. Bisher durch Jahrhunderte eine An- . qeleqenheit des alles umspannenden kein Sander- - dasein duldenden christlichen Verbandes sätet sie i sich nun auseinander und überlaßt die Teile dem wie im Vorjahre das Fest mit einer Ansprache zu eröffnen, in der Sinn und Leitgedanken des Abends in trefflichen, von froher Faschingslaune beschwingten Worten zusammengefaßt waren, und die m dem mit allgemeinem Beifall aufgenommenen Wunsche gipfelte, daß auch m Gießen die echte rheinische Fröhlichkeit eine Heimstatt finden möge. Oberbürgermeister Ritter übergab sodann dem diesjährigen Prinzen Karneval Karl Ludwig Lindt den Schlüssel der Stadt — als ein Szepter und Zeichen uneingeschränkter Oberhoheit über die närrische und faschingsfrohe Gemeinde. * Das Theater wartete mit einem bunten Reigen von Darbietungen auf, die ganz auf Musik und Rhythmus, auf Tanz und beschwingte Laune gestimmt waren und mit dem Motto „Eine Nacht in Venedig" dem Fest sozusagen seinen speziellen Untertitel für 1938 verliehen. Irmgard Zenners Tanzgruppe brachte u. a. ein Ballett aus „Clivia", Jupp Müller sang „O du mein stolzes Venedig", E A. Waltz das Gondellied; es fangen, ferner die Damen Iachnow, Grell und Fornallaz, die Herren Waltz und Greif, der die Gäste mit dem vortrefflichen Spruch begrüßte, den wir mit Fleiß an den Anfang dieses Berichtes gestellt haben. „Wer heuer auf dem Küpreß war .. " Hoffentlich haben wir bei der Fülle sowohl der Darbietungen als auch des Saales niemanden übersehen, überhört oder vergessen ... Nach einigen launigen Begrüßungsworten von Oberbürgermeister Ritter und dem Auszüge des Theaters war der Tanzlust keine Grenze mehr gesetzt. * Hohes Lob verdienen die Kapellen, sie waren wahrhaftig unermüdlich, und wenn wir uns nicht täuschen so hat Küpreß 1938 einen kombinierten Dauer-Rekord-Tanz gestartet, von dem wir nur bedauern, daß wir ihn nicht mit der Stoppuhr gemessen haben; es hätte sich gelohnt Alte und neue Weisen: von der „Vogelhochzeit" und vom „Guten Mond" -bis zum traditionellen NarrhallamarsH (fein Fasching ohne ihn!) — vom „Treuen Husaren', der überhaupt nicht totzukriegen ist, dis zum „Himmel der Liebe". Wer da nicht auf seine Kosten gekommen ist, hat es sich selber zuzuschreiben * „Wer heuer auf dem Küpreß war, Der muß sagen: wunderbar!" Wir wollen uns das schreckliche Modewort ..ganz groß" verkneifen und uns auf die Feststellung beschränken, daß Küpreß 1938, das Faschingsfest der Künstler, des Theaters und der Presse, ein schönes und, soweit wir es zu übersehen vermögen, in jeder Hinsicht wohlgelungenes Fest war, seinem Vorgänger von 1937 durchaus ebenbürtig. Es liegt natürlich nahe, nach der Weise des bekannten Liedes fortzufahren: „wieder alles voll gewest", aber wir möchten doch bitten, uns nicht böswillig mißverstehen zu wollen: mit „alles" sind keine Personen, sondern die sämtlichen Räume des Clubs gemeint, und etliche Miesmacher, die vorher orakelt hatten, es werde „gähnend leer" sein, werden sich hoffentlich an die Brust geschlagen haben beim Anblick der Küpreß-Schlange, die zwecks Vertilgung solcher Unkenrufer an die Wand gemalt war. ♦ A propos: an die Wand gemalt. Wand ist gar nichts, was ist eine Wand? Wände sind bemalt worden, ganze Säle, Nebensäle und Treppenaufgänge Die Gießener und die oberhessische Künstlerschaft hat sich mit sohiel Fleiß, soviel Lust und Liebe und soviel Humvr um die Ausstattung des Festes bemüht, daß wir nur wünschen können, d'est Riesenarbeit sei von allen Besuchern so gewürdigt worben, wie sie es verdient. Venezianisch war Trumpf, und es mar schlechterdings verblüffend, was alles aus diesem dankbaren Motiv heraus- geholt und mit fröhlicher Phantasie gestaltet worden ist — vom Markuslöwen bis zum Lagunenschlammbeißer. Wir haben in den Vorberichten versucht, eine Andeutung davon zu geben. * Daß es daneben auch neuzeitliche Motive gab, versteht sich von selbst. Es gab beispielsweise eine niedliche und anzügliche Käfer-Diele, die reizend ausgestattet war und den schnöden Spitznamen „Wanzenkeller" mitnichten verdiente. Eine fabelhafte Sache war der große Saal, den der Ausstattungsstab des Theaters unter Leitung von Herrn Löffler mit Geschmack und Farbenfreudigkeit prachtvoll ausgeschmückt hatte. Besonders die großen und kleinen, bunt leuchtenden Lampions machten sich überaus festlich. Es war eine Lust, in diesem Saale zu tanzen. ganze Nacht hindurch Hochbetrieb. Die Künstler die hinter der Theke unermüdlich und selbstlos ihres Amtes walteten, haben sich um die durstigen Gaste sehr verdient gemacht. * Auch Festberichte müssen mal ein Ende haben, besonders wenn sie morgens zwischen 6 und 7 Uhr geschrieben werben. Wie es um biese Zett im Club aussah, vermögen wir leiber nicht zu melden. Als wir heimgingen, mar das Fest zmar schon etmas gelichtet, aber sonst noch munter in Fahrt .. So bleibt uns nur zu münschen, daß dieser Abend auch materiell seinen guten Zmeck erfüllt habe .., htn. „Heute, großer Heftetag!" Diese Ankündigung mirkt auf Frauen mie eine Zauberformel. Was kann man mit Resten nicht alles anfangen! Seidenreste, Spitzenreste — herrliche Möglichkeiten ergeben sich. Aus einem billigen Stoffrest kann man Kissen machen, vielleicht reicht einer, roenn man ihn geschickt mit einem anderen verarbeitet, gar zu einer Bluse. Kinderkleidchen lassen sich aus Resten arbeiten. Leinenläppchen können Decken ergeben. Irgendein Stück Chiffon oder Seide gibt ein Halstuch. Kurzum, Restetag ist für geschickte Frauen der Tag der großen Möglichkeiten! — Aus nichts etmas zu machen, das ist die große Zauberkunst der Frauen! Gute Gelegenheiten aufspüren und mit roenig Geld zu etmas Schönem kommen, das macht viel, viel Freude! „Heute, Restetag!" Herr Knibs sagt es mit einem Gesicht mie drei Tage Regenwetter. An diesem Mittag hat er es nicht eilig, nach Hause zu kommen. Die Perufskameraden eilen sich, er kramt immer noch an seinem Schreibtisch herum. „Hallo, Knibs, immer noch nicht Schluß für heute mittag?" Knibs schüttelt den Kopf. Am liebsten wäre es ihm, er konnte Überstunden machen und zu Hause anrufen, daß er in der Stadt ißt. Er weiß doch nur zu gut, der Mittwoch ist für seine Frau ein „Restetag". Er und die Kinder schützen Appetitlosigkeit vor. Der letzte Rest vom Sonntagsbraten, der Montag und Dienstag aufgewärmt war, erscheint Mitt- mochs in weißer Mehlsoße. — „Kommen Sie, Knibs, mir haben ja den gleichen Weg." Berufskamerad Schnell steht martend vor Knibs, der sich immer noch herumdrückt. „Also gehen mir in Gottes Namen!" Mit einem flaftertiefen Seufzer stülpt Knibs seinen Hut auf. „Was ist denn los, Knibs, marum drücken Sie GEGEN, 18) KMWWWMM irSG. „Kraft durch Freude", kreis Gießen, Theatervorstellung. Samstag, den 19. Februar 1938, Beginn 20 Uhr, kdF.-rNiete, Gruppe I (10. Vorstellung) „Lady Windermeres Facher". Komödie in 4 Akten von Oskar Wilde. Eintrittskarten zu —.90 und 1.— R2TL sind in der Verkaufsstelle Seltersweg 60 und bei den Be- triebswarten erhältlich. Omnibusfahrten. Am Sonntag, dem 20. Februar 1938, findet eine Omnibusfahrt nach dem hoherodskopf statt. Fahrkarten zum Preise von 2,40 R2V. sind erhältlich Seltersweg 60. Am 28. Februar 1938 fahren Omnibusse zum Rosenmontagszug nach Mainz. Fahrpreis beträgt 4,40 RR1. Anmeldungen Seltersweg 60. 1014D Stadttheater Gießen. Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute, 19.30 Uhr, findet die erste Wiederholung von „Clivia", Operette von Nico Dostal, statt. Musikalische Leitung Heinz Markwardt, Spielleitung Karl- Ludwig Lindt. Tänze Irmgard Zenner. Mittwoch- Miete, 20. Vorstellung. Ende 22.30 Uhr. Gastspiel von Mary Wigman im Stadttheater. Am Donnerstag, 17. Februar, 20 Uhr, findet ein einmaliges Tanzg ast spiel von Mary Wigman statt. Das Programm bringt u. a. Tänze aus der „Spanischen Suite", aus dem Zyklus „Opfer" usw. Am Flügel: Hanns Hafting. Außer Miete! Hitler-Zugend Bann 116 Gießen Betr.: Arbeitstagung aller Unterbannführer und Gefolgschaftsführer am kommenden Freitag, 18. 2. Am kommenden Freitag, 18. Februar, findet um 20.30 Uhr auf der Dienststelle des Vannes 116 eine wichtige Arbeitstagung aller Unterbannführer und Gefolgschaftsführer statt. Entschuldigungen werden keine angenommen. HZ., Bann und Zungbann 116. Am Sonntag, 20. Febr., findet um 10 Uhr im Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, als erste Jugendfilmstunde die Aufführung des Filmes „Standschüße Bruggler" statt. Die Karten sind von den Einheiten in Sammelbestellungen bei der Verwaltungsstelle abzuholen und kosten —.20 RM. BOM-Untergau 116. Dienstbefehl für den Standort Lich! Der gesamte Standort Lich tritt heute, Mittwoch, 16. 2., um 20 Uhr, am Heim zum Appell durch die Untergauführerin an. Die Schaftsführerinnen sind bereits um 19.45 Uhr angetreten. BOM- u. ZM.-Unrerg^u 116, Gießen. Betr.: Groß-Konzert der Wehrmacht. Zu dem am 19. 2., morgens 10 Uhr, stattfindenden Groh-Konzert der Wehrmacht treten alle gemeldeten Mädel- und Jungmädel des Standortes Gießen Punkt 9 Uhr in der Gartenstraße am Lud- roigsplatz in Kluft an. Auswärtige Schülerinnen der Gießener Schillen können auch in Kluft mit antreten. Betr.: Arbeitsgemeinschaft der f)3. Am Freitag, 18. Februar, findet im MHI.-Heim um 8.30 Uhr abends die Arbeitsgemeinschaft über „Zucht und Ordnung" statt. Betr.: Jugendfilmstunde. Die Karten für die am 20. Februar, morgens um 10.30 Uhr, stattfindende Jugendfilmstunde „Standschütze Bruggler" zu 0,20 Mark müssen bis spätestens Donnerstag, 17., am Untergau abgerechnet werden. Die zahlenmäßige Meldung muß spätestens abends von den Gießener M - und IM.-Gruppen, sowie Dienstag von 17, 18 und 19/116 am Untergau vorliegen. ehrmacht für das WHW Tag der 3. 4. der 5. 6. 6. 7. 8. Lotterieglück auf dem Küpreß-Fest 7. Am gestrigen Dienstagabend besuchte auch ein 2. Uebermitteln einer Meldung durch n pt sck iVde^e Nack r Mitt el Meldung -Grauer Glücksmann" de'r Reichswinterhilfe-Lotterie «nb X?“b Do “'@0^0^ naTsulJn. anberon Ißoltogenoifen Glück zu bringen Unb b» tont Oier Funkstelle, übermittelt noch Gegenstelle 1. 2. preisausgaben der Llniversität! „Schädigung und Regeneration der Menisken im Kniegelenk". . Aus dem Gebiet der veterinarmedizlnilchen Fakultät: „Vergleichende Untersuchung der Blutgefah- versorgung bei Nieren der Haustiere und deren Bedeutung für die Nierenfunktion". Aus dem Gebiet der philosophischen Fakultät: „Das Siedlungsgebiet im westlichen Vogelsberg nach Boden, Klima und Besitzverhältnissen betrachtet'. Voraussetzung für die Bewerbung unter II ist, daß die zu 1. Genannten mindestens im Jahre 1938 oder im Wintersemester 1938/39 an der Universität im Amte stehen, für die zu 2. Genannten, daß sie ihre Studien zu einem erheblichen Teil an der Universität Gießen gemacht haben. Die Preisarbeiten müssen in deutscher Sprache geschrieben sein und dürfen nur einen Verfasser haben. Die Arbeiten sind nach Wahl der Verfasser entweder unter Nennung des Verfassers, oder in der für die Bewerbung um die staatlichen Preisarbeiten üblichen Form vor dem 15. Februar 1939 beim Universitäts-Sekretariat einzureichen. Frühere Studierende haben dabei den Nachweis zu liefern, daß die Voraussetzungen der Bewerbung erfüllt sind. Ueber die Zuerkennung der Preise entscheidet die Pflegschaft auf Grund von Gutachten der Fakultäten. Die Urteile werben bei der feierlichen Rektoratsübergabe am 1. April 1939 verkündet. Die eingereichten Arbeiten bleiben Eigentum der Verfasser. Die Preise betragen: für die Gruppe I je 300 RM., für die Gruppe II je 600 Reichsmark. taufte nämlich einem Küpreß-Besucher ein Los, auf das der nette Gewinn von hundert Mark entfiel. erhoben. Zeit: 9.30 Uhr, 10.30 Uhr, 12 Uhr. 5. Volksbelustigung, Kinderreiten, Krümperwagenrundfahrten und Kleinkaliberschießen. Von der Pressestelle der Ludwigs-Universität Gießen wird uns mitgeteilt: Aus dem Zinsertrag der Osann-Beulwitz- Stiftung der Universität Gießen werden Reise- sl i p e n d i e n für Studierende und andere wissenschaftlich-gebildete Bewerber aller Fakultäten vergeben. Die Bewerber müssen eine von der Pflegschaft ausgeschriebene Aufgabe bearbeitet und dafür den Preis erhalten haben. Die Preisaufgaben für das Jahr 19 3 8/39 find folgende: I. Für Studierende, die im Jahre 1938 oder im Winter 1938/39 mindestens ein Semester an der Universität Gießen immatrikuliert sind: Aus dem Gebiet der theologischen Fakultät: „Es ist zu untersuchen, wie sich die Lehre von den letzten Dingen (Eschatologie) zum modernen Weltbild verhält." Aus dem Gebiet der j u r i st i s ch e n Fakultät: „Es wird gewünscht eine Aufnahme, Beschreibung und rechtsgeschichtliche Würdigung der Rechtsaltertümer in Öberhessen und Starkenburg. Die Aufnahme usw. kann sich auf eines der genannten Gebiete oder auf bestimmte Gruppen von Gegenständen und Erscheinungen beschränken." Aus dem Gebiet der medizinischen Fakultät: 1. „Prüfung kleinster Joddosen bis zur von 9 bis 12 Ahr. Durch eine Schützenkompanie Kleinkaliberschießen mit Gewehr 98 auf den Kleinkaliberschieh- ftänben. Durch eine MG -Kompanie Vorführungen eines zweispännigen Zuges im Exerzieren, formalen Instellunggehen auf dem Kasernenhof. ferne — Rödgen. Zeit: 11 bis 11.20 Uhr. Zwei Unteroffifiiere erklären den Zuschauern den Vorgang. Zuschauer: Aufstellung hinter dem Stall Batterie. 1. Eine Batterie fährt in Feuerstellung Nähe Handgranatenwurfstand, Schußrichtung Eule.ikopf, im Trabe ein. Voraus im Trabe und Galopp Batterietrupp, 6 Reiter und Kabelpferdführer, Leitung legend. „600 Strich Salve!" (Manöoerkartusche). Einlage: Gasbeschuß auf Feuerstellung, dargestellt durch Knallkörper. — „Gas? Ganze Batterie 300 Strich 2 Gruppen!" „Gasmasken ab!" „Halt Stellungswechsel!" — Batterie fährt aus Richtung Eulenkopf auf Landstraße Artillerie-Ka- homöopathischen Verdünnung auf den Stoffwechsel." 2. „Der Papillarkörper der menschlichen Haut." Aus dem Gebiet der veterinärmedizinischen Fakultät: „Entwicklung„unb Jnfektions- weg bes Hakenwurms beim Schaf." Aus bem Gebiet ber philosophischen Fakultät: 1. „Die Stellung ber deutschen Herrscher zur deutschen Sprache." 2. „Das Nachleben von Lucans „Pharsalia" in der englischen Literatur." 3. „Zur Biologie der Baumrinden bewohnenden Pilze des deutschen Waldes sind neue Beiträge zu liefern." 4. „Das Klimg des Westerwaldes." II. Für andere wissenschaftlich gebildete Bewerber, und zwar: 1. Dozenten der Universität Gießen, soweit sie nicht ordentliche ober planmäßige außer- orbentliche Professoren sind, die wissenschaftlichen Beamten der Universitäts-Bib.liothek, die Assistenten der Universität, soweit sie nicht Studierende sind, die Lektoren und Repetenten: 2. Frühere Studierende der Univer- sitätGießen: Aus dem Gebiet der theologischen Fakultät: „Verkündigung, Gemeinde und Lehre". Aus dem Gebiet ber medizinischen Fakultät: (JHL Sehersweg Nr. 67 3(jiO Telephon Nr. 3170 eparaturen .hs/i? Wehrmacht, der in diesem Jahre unter bem Stichwort „Wehrkreis IX im Dienste des WHW." stehl, bittet der Standortälteste, Generalleutnant O ß - wald, alle Volksgenossen von Gießen und Umgebung aus Stadt und Land, im Interesse der guten Sache wieder recht gebefreudig zu sein und die geplanten, durch Anschlag und in den Zeitungen bekanntgegebenen Veranstaltungen des Standorts Gießen am 19. und 20. Februar 1938 durch zahlreichen Besuch zu unterstützen. Grvßwnzert am Samstagabend Die Vorbereitungen unserer Gießener Garnison zum „Tag der Wehrmacht für das WH W." lenken immer stärker die Aufmerksamkeit aller Volksgenossen auf sich. Als erste große Veranstaltung findet amSamstagabendinderVolks- halle, um 20 Uhr beginnend, ein Groß-Kon- zert von vier Musikkorps und vier Spielmanns- zügen statt. Damit den Besuchern dieses Konzerts der Aufenthalt in der Dolkshalle trotz der winterlichen Temperatur angenehm fein wird, soll die Volkshalle vom morgigen Donnerstag früh ab ununterbrochen Tag und Nacht bis Samstag abend geheizt werden, damit in der Halle wohltuende Wärme die Besucher umfängt. Man kann also auch nach dieser Richtung hin den Besuch des Konzerts nur empfehlen. Mimische Vorführungen am Sonntag. Für den Sonntag sind folgende militärische Vorführungen vor den Besuchern geplant: Infanlerie-Regimenk 116 (Berg- und Waldkaferne) Appell an die Bevölkerung in Stadt und Land! Anläßlich des bevorstehenden Sammeltages Durch 13./116 Vorführung eines bespannten l. JG.-Zuges im Exerzieren, formalen Instellunggehen und Schießen auf bem Kasernenhof. Durch 14./116: a) kraftfahrsportliche Vorführungen; b) Vorführung eines Pak-Zuges (mot. Zug) im Exerzieren, Fahren und Instellunggehen; c) Kleinkaliberschießen mit P.-Kanonen. Durch Regiments-Reiter-Zug Ins.-Regt. 116: Vorführung einer Reitabteilung in der offenen Reitbahn Bergkaserne, anschließend Gelegenheit zum Reiten für Kinder der Besucher. Durch Regiments - Nachrichten - Zug: In der Bergkaserne Vorführung der Arbeit eines Tornister-Funktrupps. Kleinkaliberschießen für Besucher (außer Kinder) auf sämtlichen Kleinkaliber-Schleßstanden der Kasernen. Kinderreiten bei allen bespannten und berittenen Einheiten. _ Rundfahrten durch die Kasernen mit Krumper- fahrten und Kraftfahrzeugen. Artillerie-Kaserne. Dem glücklichen Gewinner wurden die hundert Emmchen sofort bar ausgezahlt, damit er auf keinen Fall Mangel an „Munition" habe. Es lohnt sich also immer wieder, den „Grauen Glücksmännern" Lose abzukaufen, die viel Freude bereiten. DHL auf Wanoerung. Dom VHC. Gießen wird uns berichtet: Die nach unserem Wanderplan für den 20. Februar festgelegte Wanderung haben wir bereits am vergangenen Sonntag durchgeführt, um unseren Mitgliedern # am kommenden Sonntag Gelegenheit zu geben, sich die Uebertragung ber Reichstagssitzung anzuhören. Die Wanderung stand diesmal unter dem Motto, wie es in einem unserer schönen Wanderlieder heißt: „Wenn die Winterstürme toben, bleiben wir auch nicht zu Haus; solchen Wanderer muß man loben, den nicht schrecket Wettergraus". Das bewiesen die 50 Teilnehmer, die sich am Ausgangspunkt ein gefunden hatten. Don ber Straßenunterführung Ederstraße gingen wir auf bem Weg, welcher nach Wißmar führt, ber Lahn entlang nach der Babenburg. Scharfer Wind stellte sich uns entgegen, dem wir aber trotzten, und Belohnung fanden die Wanderer an bem Anblick des zu unserer Linken sich dahinziehenben Höhenrückens mit Burg Gleiberg unb Wettenberg. Wir folgten von ber Babenburg der Markierung „Rund um Gießen" — rote Ringe —, überquerten die Straße nach Lollar unb gelangten durch den im schönsten Winterklevde liegenden Hangelstein nach ber „Ludwigsburg", wo wir ausgiebig Mittagsrast hielten. Weiter ging's dann auf der Straße nach Trohe, wo uns in bem weiten Wiesecktal der Wind tüchtig um die Ohren brauste. Wir durchschritten den kleinen Ort in Richtung Rödgen und hatten auf der Anhöhe hinter dem Dorf einen prachtvollen Rundblick auf die schneebedeckten Fluren mit bem im Hintergrund sich mächtig erhebenden Dünsberg. An einer mehr als tausendjährigen Eiche, die von einer Bank umgeben ist, machten wir kurz Halt. Man erzählt. am Zaun. Bon dort Meldeläufer nach Ausgangs- sprechstelle. Zeit: 11.30 bis 12.00 Uhr. 3. Reiten der Remonteabteilung der 8. Battr. in Bahn 8./9. Battr.’ Zeit: 12.00 bis 12.15 Uhr. 4. Führung durch bie Kaserne: Es wird gezeigt: Stall, Reitbahn, Batterie-Block einer Batterie, bie durch die Vorführungen nicht beansprucht werden. Eintrittsgeld wird an der Kasernenwache Oie Mädchen ans der Bu» gstraße. Vornan von Hilde K Lest. 18. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Sie irren sich bestimmt nicht?" wollte Lisbeth wissen. Sie hatte sich wieder gefaßt unb lächelte stillvergnügt vor sich hin. „Nee, ba gibt's keinen Irrtum, aus reiner Menschenfreundlichkeit ist die Olle nicht unter die Dampfkesselfabrikanten gegangen, zumindest nicht aus Menschenfreundlichkeit für uns." „Die Arme!" sagte Lisbeth, „mir schwant, daß sie das Opfer eines fürchterlichen Irrtums geworden ist, weil der Affesfor nie den Mund austut und weil sie ja auch niemanden ausreden läßt." „'n Irrtum soll das sein?" „Klar. Es gibt nur diese eine Möglichkeit, eine schreckliche Möglichkeit. Sie hält mich für Carla oder Carla für Lisbeth, wie man's nimmt. Sie glaubt einfach, ich fei diejenige, die sich ihr Sohn in den Kopf gesetzt hat. Und nun muß ich also das zweitemal in den sauren Apfel beißen und sie auf« klären. Denn ich kann Ihres Dampfkessels wegen doch nicht den Assessor heiraten, unb er wirb vielleicht auch nicht roilb darauf fein." „So", fagte Frau Hedwig trocken, „Sie laufen also so schnell wie möglich dahin, damit die Justizrätin ihre 20 000 Mark wieder zurückzieht. Damit uns, Gott behüte, nicht geholfen wird ..." , „Frau Macher, wollen Sie von mir verlangen ..." „Verlangen? Nichts zu verlangen, nur ... zu bitten." „Wir können doch die Juftizrätin nicht anlügen?" „Wer hat sie angelogen? Haben Sie ihr gesagt, daß Sie ohne den Assessor nicht leben können? Haben wir etwa gesagt: Frau Justizrätin, her mit den 20 000 Mark, sonst geht uns Lisbeth bircftemang in bie Spree? Nee, wir finb gar nicht zu Wort gekommen. Unb überhaupt — wir brauchen boch gar nichts zu wissen. Sind wir verpflichtet, das bißchen Grips im Kopf zu haben und die Zusammenhänge zu ahnen?" „Gut", sagte Lisbeth, „ich weiß von nichts. Aber das eine wiederhole ich Ihnen nun erst recht: mit bem Geld will ich nichts zu tun haben. Mögen die Juftizrätin und ihr Sohn mit dem Geld machen, was sie wollen. Ich lasse die Finger davon. Sonst — sonst käme ich mir doch ein wenig wie eine Betrügerin vor ..." Als Dr. Mansfeld kam, hielt sie ihm einen ausführlichen Vortrag über die gefährliche Lage des Unternehmens. Als er aber wissen wollte, wo denn nun die Hebel anzusetzen feien, zuckte sie nur bie Achseln. „Mit Geld umgehen, mein lieber Doktor, das kann ich nicht. Wo unb wann sollte ich es gelernt haben?" Und sie beeilte sich, unter irgendeinem Vorwand das Weite zu suchen. * An Mutter Lenzens Tafelrunde herrschte Gewitter- ftimmung. Der Assessor hatte sich entschuldigen lassen, er sei mit Arbeit überlastet. Lisbeth bemühte sich, zu erklären, daß es für ihn wirklich schwer sei, sich mit einer so völlig fremden Materie vertraut zu machen. Sie fand dabei aber nur die aufmerksame Zuhörerschaft ber ältlichen Fräuleins, bie immer roieber in den Ruf ausbrachen — „nein, wie sich doch der Herr Doktor um alles bemüht, was zum Haufe Lenz gehört!" Ursel würgte tapfer an ihrem Essen und konnte boch nicht verhindern, daß sie einen roten Kopf bekam, als vom Assessor die Rede war. Jedes Wort, das Lisbeth unbefangen über ihn sprach, war ihr ein Stich ins Herz. Sie konnte sich nicht erklären, wo bie Schwester diese Verstellungskünste her hatte. Und Carla saß wie ein unbeteiligter, unbekannter Gast am Tisch. Niemand sollte merken, daß die Zurückhaltung des Assessors, der es so offenkundig mied, mit ihr zusammenzutreffen, eine schwere Kränkung für sie bedeutete. Sie zog mit abweisenden Blicken strenge Schranken um sich, und jeder, den die Blicke trafen, hütete sich, das Wort an sie zu richten. Sogar die ältlichen Fräuleins verstummten schließlich. Und Mutter Lenz bemühte sich vergeblich, Gespräche über belanglose Dinge anzufangen. Sie sah fassungslos von einem zum andern, von Lisbeth auf Carla, von Carla auf Ursel, und wenn sie auch die Zusammenhänge nicht ahnen konnte, so sagte ihr doch das mütterliche Herz, daß das mit dem Assessor so nicht wei- tcrgingc. Sie beschloß, ein ernstes Wörtlein mit ihm zu reden. Vorerst aber trat ein Ereignis ein, das den „Fall Mansfeld" in den Hintergrund treten ließ. Ein neuer Gast ward gemeldet, und Frau Lenz ging hinaus, ihn zu begrüßen. Als sie wiederkam, hatte ihr Gesicht einen verstörten Ausdruck, unb sie warf einen flehenden Blick auf Carla, ehe sie den Gast, der hinter ihr in die Stube trat, bekannt machte. „Darf ich den Herrschaften einen neuen Gast vorstellen — Herr Professor Mollwitz aus Stockholm!" Die anwesenden Herren rückten ein wenig an ihren Stühlen, die ältlichen Fräuleins bohrten neugierige Blicke in den Ankömmling, und so konnten sie den Blitz nicht bemerken, ber, wütend und Schweigen befehlend, aus Carlas Augen auf Mollwitz abgefchos- fen wurde. Der Professor hatte gerade den Mund aufgetan, und todsicher hatte er, zu Carla gewandt, sagen wollen, wie entzückend er es finde, sie hier wieder zu treffen. Aber jetzt klappte der Mund wieder zu und formte sich nur zu einem höflichen Lächeln. Mutter Lenz dirigierte ihn geschickt auf einen freien Platz zwischen den ältlichen Fräuleins, und so war fürs erste eine Katastrophe vermieden. Aber der Professor mußte, da er zu spät zum Essen gekommen war, schließlich auch als letzter gehen, und man mußte nun wohl oder übel seine Erklärung in Kauf nehmen. Sie war entwaffnend durch ihre Offenheit. Carla hatte irgendeine Ausrede erwartet, — nichts von all dem trat ein. „Fräulein Carla", sagte er in dozierendem Ton, „ist böse geworden auf mich und hat genommen nach Hause einen schlechten Eindruck von einem Mann, der sich lieber sollte beschäftigen mit alten Statuen und nicht mit jungen Damen. Ich habe lange überlegt,'wie ich das gutmachen soll. Ich habe beschlossen, zu sein wieder Professor, wenn ich nichts tauge als Umgang für junge Damen. Um zu zeigen, daß ich nun wieder Professor bin, nur Professor, bitte ich, hierher kommen zu dürfen einige Tage, um zu zeigen, daß ich vermag mich gut zu führen wie alle Herren Kollegen, die vor mir die Ehre gehabt haben, bei Frau Mutter Lenz zu speisen. Darf ich?" „Bei mir ist jeder Gast willkommen", sagte Mutter Lenz. Und sie überlegte, ob das nun Frechheit sei ober wirklich das etwas schrullige Bemühen eines Mannes, ber bartun will, daß er den Korb, den er bekommen hat, überstehen kann. Da hörte sie Carla sagen: „Wozu die Erklärungen, Herr Professor? Wir waren immer offen zueinander, ich habe nie erwartet, daß sie sich vor mir verstecken würden. Ich tue es ja auch nicht!" Dabei reichte sie ihm die Hand und zeigte ein so liebenswürdiges Lächeln, daß Mutter Lenz fassungslos den Kopf schüttelte. Dieses Mädel, die Carla, hatte sich wahrhaft in einer unfaßbaren Weise in ber Gewalt! Wenn aber ben Professor Carlas Liebenswürdigkeit nicht überraschte, so überraschte ihn ganz gewiß der Zusammenprall mit einem jungen Mann, der just zur Haustür hereinwollte, als Mollwitz hinaus- ftrebte. Dieser junge Mann hieß Karl Viereck, und sein Ausruf: „Sie hier?!" kam ihm aus dem Herzen. „3ft das so erstaunlich?" fragte der Professor kampfeslustig. Aber Herrn Viereck stand nicht der Sinn danach, den Krieg fortzusetzen, unb er sagte: I „Mich wunbert gar nichts mehr." „Ich nehme Sie beim Wort!" erroiberte ber Professor. „Gut", sagte Viereck belustigt, „ich verpflichte mich, mich über nichts zu munbern, was Sie unb Fräulein Carla betrifft." Der Professor legte den Kopf schief zur Seite und blinzelte Viereck forschend an. Dann stürmte Viereck die Treppen hinauf, klingelte bei ber Flurnachbarin ber Mutter Lenz unb bat bie überraschte Dame, ihm Fräulein Ursel herauszu- rufen. Es hanble sich um eine Ueberrafchung für die anderen Damen Lenz, daher bie Heimlichkeit. Ursel kam, unb bie Nachbarin zog sich diskret zurück. „Ich wollte fragen", flüsterte Viereck, „ob Sie mit dem gestrigen Abend zufrieden waren. Wenn man schon ein Mädel schweren Herzens bei einem anderen absetzen muß ..." „Fragen Sie lieber nicht", sagte Ursel unb sah ihn forschenb an. Wußte dieser treue Kamerad um ihren Schmerz, hatte er sie gestern etwa beobachtet? Sein Gesicht war voll ehrlicher Anteilnahme. Er war ganz gewiß ber einzige Mensch, bem sie ihr Herz aus- schütten konnte. „Nicht hier ..sagte sie, „hier haben die Wände Ohren." Viereck las alles, was ungesagt blieb, in ihrem traurigen Gesichtchen. „So habe ich mir das auch gar nicht vorgestellt, ich habe einen Wagen mitgebracht, und wir könnten — du unb ich — „erinnerst bu dich, wir haben uns'geftern bu gesagt —" „Komm —", sagte Ursel. „Wohin?" fragte Viereck, als sie schon beim Brandenburger Tor waren. „Hinaus! Weit hinaus! So weit du willst." Viereck träumte von einer Fahrt durchs grüne Thüringen, von fränkischen Spielzeugstädtchen, von einem vergessenen Klostergarten im Schwarzwald und einer stillen Nacht voll duftender Süße. Aber die Wirklichkeit lag näher, unb er empfand keinen Schmerz bei bem Gebauten, daß das Mädel, das heute an feiner Seite saß, gewiß anderes im Sinne hatte als diesen Traum. Er prüfte sich sorgsam, während der Wagen über die Avus flog. Wie kam es, daß Wünschen und Verzichten in ihm so nahe beieinander lagen? Hatte er sich Carla Lenz in jener Nacht im Klostergarten nicht beinahe mit Haut und Haaren verschrieben, und war er wenige Minuten später nicht doch wieder ohne Herzklopfen seines Weges gegangen? Wünschte er nicht den Assessor zum Teufel, bem Ursel nun nachtrauerte, unb war er nicht doch bereit, die beiden zusammenzubringen, wenn es irgendwie ging? (Fortsetzung folgt) daß hier einstmals eine Siedlung gestanden habe, worüber die Dorfgeschichte von Rödgen zu erzählen weiß. — Beim Weitermarsch überschritten wir die Straße nach Grünberg, kamen durch ein Waldstück wieder ins Freie und sahen vor uns zunächst nur die Kirchturmspitze und bald darauf Las hinter einer Höhe versteckte Dorf Annerod. Dort wurde die Kaffeepause gehalten. Bei fröhlichem Gesang und heiterer Musik verbrachten wir noch einige Zeit in echt kameradschaftlicher Weise, um dann den Heimweg anzutreten. Mögen auch diese Zeilen dazu beitragen, werbend für die schöne Wandersache zu sein. <■* Eine Achtzigjährige. Am heutigen Mittwoch, 16. Februar, begeht Frau Wwe. Elisabeth Rau, Hillebrandstraße 8, in aller Frische ihren 80. Geburtstag. De« Jubilarin, einer treuen Bezieherin des Gießener Anzeigers, unseren herzlichen Glückwunsch. ** G o l d e n e H o ch z e i t. Am kommenden Freitag, 18. Februar, begehen der Aufseher Heinrich Janz und Frau Johanna, geb. Bechtoldt, Schiffen- berger Weg 28 wohnhaft, in körperlicher und geistiger Frische das Fest der Goldenen Hochzeit. Der Jubilar arbeitet noch unermüdlich bei der Firma Gail. Das Jubelpaar wohnt bereits seit 45 Jahren in dem Hause Schiffenberger Weg 28 und zählt ebenso lange zu den treuen Beziehern des Gießener Anzeigers. Zur Goldenen Hochzeit unseren herzlichen Glückwunsch! ** Straßensperrung. Wegen Ausführung von Autobahnarbeiten ist die Landstraße Garbenteich — L i ch bis zum 25. Februar für jeden Verkehr gesperrt. Die Umleitung erfolgt über Steinbach—Lich. NSG. Anmeldepflicht für alle Heu - und S tr o h v e rl a d e r. Da sich ein großer Teil der Heu- und Strohoerlader im Gebiet der Landesbauernschaft Hessen-Nassau trotz wiederholter Aufforderung noch nicht zur Landesfachschaft der Getreide-, Futter- und Düngemittelverteiler beim Reichsnährstand, Frankfurt a. M., Bockenheimer Landstraße 55, angemeldet hat, ergeht hiermit eine letzte Aufforderung bei dieser Fachschaft bis zum 20. Februar 1938. Barackenbrand im Griesheimer Lager. LPD. Darmstadt, 15. Febr. Aus bisher unaufgeklärter Ursache entstand heute abend in einer 70 Meter langen Halle, die mit Militär belegt ist, ein Feuer. Den Bemühungen der Städtischen Berufsfeuerwehr Darmstadt, die von zwei Seiten den Brand bekämpfte, gelang es nach einstündiger schwerer Akbeit, das Feuer auf seinen Herd zu beschränken, so daß nur ein Drittel des Gebäudes ein Opfer der Flammen wurde. Menschenleben sind glücklicherweise nicht zu Schaden gekommen. Die Neugestaltung des Roten Kreuzes. Dienstbesprechung der Kreisführer. NSG. Aus Anlaß der reichseinheitlichen Neugestaltung des Deutschen Roten Kreuzes hatte der DRK.-Landesführer, ff-Brigadeführer, Staatssekretär O r t l e p p (Weimar), die Kreisführer und die Leiter der Führunasabteilungen, soweit sie aus der Provinz Hessen-Nassau, dem Lande Hessen, den Provinzen Hannover und Westfalen zum Landesstellenbereich IX gehören, zu einer Dienstbesprechung nach Kassel befohlen. Der Landesführer gab den DRK.-Führern die neuen gesetzlichen und organisatorischen Grundlagen für den Neubau des Deutschen Roten Kreuzes und die Richtlinien für die Arbeit in fachlicher und politischer Hinsicht bekannt. Durch das Gesetz über das Deutsche Rote Kreuz vom 9. Dezember 1937 ist aus den fast 9000 Vereinen eine rechtsfähige Einheit geworden. Wenn die Vereine rechtlich zwar aufgelöst sind, so sind sie doch organisatorisch zu einer großen Arbeitsgemeinschaft zusammengeschweißt. Das DRK. rung liegt in den Händen der vorgesetzten Dienststellen. Oberste Befehlsstelle für das ganze Reich ist das DNK.-Präsidium in Berlin, an dessen Spitze der Präsident und der Geschäftsführende Präsident stehen. Im Bereiche eines jeden Wehrkreises befindet sich eine DRK.-Landesstelle, die von einem Landesführer geleitet wird. Der Bereich der Landesstelle deckt sich mit dem des Wehrkreises. Die Kreisstelle ist die letzte, organisatorisch äußerst wichtige Befehlsstelle, die die gesamte Rotkreuzarbeit in ihrem Bereich leitet. Als Kreisführer sind in der Regel die Landräte für die Landkreise und die Oberbürgermeister für die Stadtkreise eingesetzt. Die Kreis- und Ortsgemeinschaften umfassen alle fördernden Mitglieder aus den bisherigen Frauen- und Männervereinen. Von der Arbeit dieser Gemeinschaften hängt in hohem Maße die Leistungsfähigkeit und Schlagkraft des ganzen DRK. ab. Durch diese straffe und klare Gliederung, sowie einheitliche Führung können die großen wehrpolitischen Aufgaben, die dem DRK. gestellt sind, gelöst werden. gliedert sich in Bereitschaften, Schwesternschaften, ,owie in Kreis- und Ortsgemeinschaften. Die Füh- Wirtschaft. Gießener Gchlachtviehmarkt. Zum gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtoiehverteilungsmarkt) in der Vieh-Ver- fteigerungshalle Rhein-Main in Gießen wurden 4 Ochsen, 7 Bullen, 11 Kühe, 39 Färsen, 128 Kälber, 200 Schweine aufgelrieben. An Preisen wurden erzielt: Ochsen 41 bis 43 Pf., Bullen 40 bis 43, Kühe 20 bis 41, Färsen 27 bi^ 43, Kälber 37 bis 58 Pf. je Pfund Lebendgewicht. Für Schweins wurde je kg Lebendgewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,11 RM., Klasse bl (135 bis 149,5 kg) 1,09 RM., Klasse b2 (120 bis 134,5 kg) 1,07 RM., Klasse c (100 bis 119,5 kg) 1,03 RM., Klasse d—f (unter 100 kg) —,97 RM., Klasse gl und 1 (fette Specksauen und Altschneider) 1,05 RM., Klasse c2 und h (andere Sauen und Eber) 1,01 RM. — Marktverlauf: Ausverkauft, Schweine zugeteilt. Die Sparkassen im Januar. 16-7Nilliarden-Grenze überschritten. Fwd. Wie aus jahreszeitlichen Gründen zu erwarten war, sind die Spareinlagen bei den Sparkassen im Januar ganz erheblich gestiegen. Wie aus den nunmehr vorliegenden Monatsausweisen der Sparkassen, Girokassen und Kommunalbanken für Ende Januar 1938, abzulesen ist, betrug der Einzahlungsüberschuß auf den Spareinlagen der Sparkassen im Berichtsmonat 211,1 Mill. Mark. Wie schon im ganzen Jahre 1937 (außer dem Januar 1937) hat damit der Einzahlungsüberschuß das Sparerergebnis des Vorjahres erheblich übertroffen. Mit 721,7 Mill. Mark erreichten die Einzahlungen im Januar eine Höhe, an die bisher die Einzahlungen keines Monats der letzten 6 Jahre herangekommen sind. Allerdings liegen auch die Rückzahlungen diesmal über den ausgezahlten Beträgen im Dergleichsmonat des Vorjahres; dabei ist aber zu berücksichtigen, daß die Spareinla^enbestände zur Zeit um etwa 1,5 Milliarden Mark größer sind als im Vorjahre, so daß die geringe Erhöhung der Rückzahlungen nur als eine Folge der normalen Entwicklung anzusehen ist. Einschließlich der sonstigen Veränderungen (18,9 Mill. Mark) haben sich die Spareinlagen der Sparkassen im Januar 1938 um 450,5 Mill. Mark erhöht. Die 16-Milliarden-Grenze ist damit bereits beträchtlich überschritten. Der Bestand der Spareinlagen beträgt im Januar jetzt 16,191 Milliarden Mark gegenüber 15,74 im Dezember 1937 und 14,58 im Januar 1937, der Bestand der sonstigen Gläubiger 2,61 (2,54 bzw. 2,39) Milliarden Mark, so daß sich der Bestand der Gesamteinlagen im Januar 1938 auf 18,798 (18,283 bzw. 16,965) Milliarden Mark stellt. Rbein-Mainische Börse. Miltagsbörse uneinheitlich. Frankfurt a. M., 15. Febr. Da der erste Auftragsmangel anhielt, hatte die Börse am A k - ti en markt wiederum nur sehr kleine Umsätze. Die Berufskreise verblieben in ihrer abwartenden Haltung, ebenso zeigten die Privatbanken kaum Initiative. Die Kursfeststellung gestaltete sich wieder sehr langsam und war vielfach vom Zufall abhängig. Die Entwicklung war erneut uneinheitlich, die Veränderungen hielten sich zumeist unter 1 v. H. Montanaktien bröckelten überwiegend weiter ab. Hoesch und Mannesmann um je 0,40 v. H. auf 113,13, Verein. Stahl auf 112 bis 111,75 (112,25), dagegen lagen Rheinstahl 0,40 v. H. höher mit 142,13. GJ.-Farben tarnen bei denkbar kleinstem Umsatz mit unv. 158,75 zur Notiz, Scheideanstalt zogen 0,50 v. H. an auf 255. Im einzelnen notierten Moenus Maschinen mit 136,50 (136), Daimler Motoren mit 141,50 (142), RWE. mit 126,50 (127), Zellstoff Waldhof mit 146,13 (147), Cement Heidelberg mit 164,25 (164,50), Rheinmetall mit 139,75 (141) und Westdeutsche Kaufhof mit 60,40 (59,75). Nach den ersten Notierungen machten sich Ansätze zu einer leichten Belebung und Erholung bemerkbar. Der Rentenmarkt blieb auf der ganzen Linie fest, doch tarn es infolge der starken Mate- rialknappheit zu nur lehr kleinen Abschlüssen. Fest ; waren Wiederaufbauzuschläge mit 84,13 (83,65), im j übrigen blieben die Kurse meist unverändert, so I Kommunal-Umschuldung mit 95,40, 4proz. Renten- 1 bank-Ablösung mit 94,25, Städte-Altbesitz mit 135,50. Von den amtlich notierten Werten gewannen Reichsbahn-VA. 0,25 v. H. auf 130. Reichsaltbesitz unv. 131,13. Goldpfandbriefe wurden teilweise gestrichen, in den meisten Fällen aber stark rationiert. Liquidationspfandbriefe lagen uneinheitlich bei Abweichungen bis zu 0,25 v. H., wogegen Kommunal-Obligationen und Stadtanleihen unverändert blieben. Industrie-Obligationen zeigten die üblichen Schwankungen. Kommunal - Umschuldung zogen später auf 95,45 nach 95,40 an. In der zweiten Börsenstunde blieben die Umsätze unverändert klein, auch die Kursveränderun- gen hielten sich in engsten Grenzen. IG.-Farben 0,25 v. H. höher mit 159, ebenso Verein. Stahl 112 wer selbst einmal ala Sammler und freiwilliger steifer im Vienst des wstw. gestanden ulülnÄ hat, der weist, wieoiel sreude jede O wstw.-Spende bereitet i nach 111,75. Die später zur Notiz gekommenen Papiere zeigten überwiegend eine gut behauptete Haltung, nur ganz vereinzelt ergaben sich leichte Rückgänge von etwa 0,25 bis 0,50 v. H. Von Großbankaktien befestigten sich Deutsche Bank auf 127,25 (127). ' Der Freiverkehr war ohne besonderes Geschäft und wenig verändert. Etwas niedriger Katz & Klumpp mit 107,50 (108) und Ufa Film mit 68,90 (69,13). Tagesgeld etwas gefragt und auf 3 (2,75) v. H. erhöht. Abendbörfe freundlich. Die Abendbörfe war freundlich gestimmt, nachdem bereits im Mittagsschlußverkehr auf Rückkäufe des Handels eine bessere Haltung zum Durchbruch gekommen war. Die Nachfrage hat sich etwas verstärkt, zu größeren Umsätzen kam es freilich noch nicht, zumal passendes Angebot fehlte. Auch waren die meisten Notierungen nominell, aber größtenteils 0,25 bis 0,50 v. H. fester. Von Montanwerten notierten Buderus mit 122,50 (122), Rheinstahl mit 143 (142,13), Mannesmann 113,50 (113,25), Hoesch 113,50 (113,13), Verein. Stahl 112,40 (112,2-5), Deutsche Erdöl 141,75 (141,50). IG. Farben bei einigen Umsätzen 160 (159,75). Ferner zogen Holzmann auf 161 (160,40), Bekula auf 170 (169,50), MAN. auf 128,50 (128), Rheinmetall auf 140 (139,75) an, während Bemberg im Einklang mit Berlin auf 138 (138,75) zurückfielen. Am Rentenmarkt hatten verschiedene Stadtanleihen stärkere Nachfrage bei leicht erhöhten Kursen; Heidelberg 99,20, Baden-Baden 99,40, 1926er Pforzheim 99,25, 1927er do. 99,13, Mainzer von 1928 99,40. Farben- Bonds gewannen 0,25 v. H. auf 130,50, Reichsaltbesitz unverändert 131 25, ebenso Kommunal-Um- schuldung mit 95,45. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 15. Febr. Auftrieb: Kälber 680 (gegen 836 am 8. Febr.), Hümmel und Schafe 165 (262), Schweine 3585 (3985). Notiert wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht in Mark: Kälber a) 62 bis 65 (62 bis 65), b) 55 bis 59 (55 bis 59), c) 48 bis 50 (48 bis 50), d) 35 bis 40 (36 bis 40). Hümmel b2) 50 (46 bis 52), c) 43 bis 45 (43 bis 45), d) 41 bis 42 (32 bis 40). Schafe a) 39 bis 40 (39 bis 42), b) — (34 bis 36), c) 20 bis 32 (20 bis 32). Schweine a) 56,50 (56,50), bl) 55,50 (55,50), b2) 54,50 (54,50), c) 52,50 (52,50), d) 49,50 (49,50). Sauen gl) 53,50 (53,50), g2) 51,50 (51,50). Marktoerlauf: Külder flott, Hümmel und Schafe mittel- müßig, Schweine zugeteilt. 9Jt.SpoTt NG.-Wmierkampfspiele 1938 in Oberhof. Seit Tagen schon ist der Organisationsstab £er NS.-Winterkampfspiele in Oberhof eifrig am Werk, um die Vorarbeiten für diese große Veranstaltung bewältigen zu können. Alle Gliederungen haben in diesem Jahr in ihren Gruppen-Bereichen Ausscheidungskämpfe durchgeführt und erscheinen wohlgerüstet mit ihren besten Mannschaften. In zwei Abteilungen gestartet wird die 5X8- Kilometer-Meldestaffel, an der 35 Mannschaften teilnehmen. Der Sprunglauf am Sonntag wird funb 50 Mann am Start sehen. Bereits am Samstag finden unter den 78 gemeldeten Springern auf der Wadeberg-Schanze Ausscheidungen statt. Das Kernstück der NS.-Winterkampfspiele sind die Patrouillenläufe über 18 und 12 Kilometer, die mit 77 Mannschaften besetzt sind. In Klasse A (18 Kilometer) kämpfen die besten Patrouillen um den Wanderpreis des Führers. Hierfür sind von den Hoch- und Mittelgebirgsgruppen 17 Mannschaften gemeldet. Die SA. nimmt den Kampf mit sieben Patrouillen auf, die ff hat die Teilnahme von fünf Mannschaften zugesagt, und mit der gleichen Anzahl von Mannschaften wird auch das NSKK. vertreten fein. Den Wanderpreis des Führers verteidigt der ff-Oberabschnitt Süd, der ihn im Vorjahre in Rottach-Egern gewann. Heiß umstritten sein wird auch der Patrouillenlauf der Klasse B (12 Kilometer). Hier stellt die SA. nicht weniger als 29 Mannschaften. Die ff meldete 16 Mannschaften. Das NSKK. entsendet 3 und das NSFK. 5 Mannschaften. Insgesamt nehmen hier also 55 Mannschaften den Kampf auf. Zum erstenmal ist auch ein Patrouillenlauf der Klasse C (Flachlandtruppen) in das Programm aufgenommen worden. Um die Eishockey-Weltmeisterschaft. Im Prager Eisstadion wurden am Dienstagnachmittag noch zwei weitere Vorrundenkämpfe zur Eishockey-Weltmeisterschaft erledigt. Die Schweiz schlug Polen mit 7:1 und im Treffen England aegen USA. gab es ein 1:1. Teilnehmer an der Zwischenrunde sind nun Schweiz, Polen, Ungarn, England, USA., Kanada und Tschechoslowakei oder Schweden. Deutschlands Hoffnungen, bei den Vorrundenkämpfen zur Eishockey-Weltmeisterschaft in Prag gegen USA. einen Sieg zu erringen, erfüllten sich nicht. Wohl war unsere Mannschaft ein gleichwertiger Gegner, aber mit etwas Glück gewannen die Amerikaner knapp 1:0 (1:0, 0:0, 0:0). Am Dienstag sicherten sie sich aber bei der Weltmeisterschaft in Prag durch einen überlegenen 8:0- (2:0, 1:0, 5:0) Sieg die Teilnahmeberechtigung an der Zwischenrunde. Ungarn gewann gegen Rumänien 3:1 (1:1, 1:0, 1:0) und kommt damit ebenfalls eine Runde weiter. Schlli-Vlibea und -Mädchen turnen! Gerätewettkämpfe der Schulen des Kreises Gießen. In der Turnhalle der Neuen Peftalozzischule herrscht in diesen Tagen reger Turnbetrieb, und die Räume hallen wider von dem Stimmengewirr der Knaben und Mädchen, die hier in der Entscheidung im Gerätewettkampf der Schulen des Kreises Gießen stehen. Die diesjährigen Gerätewetttämpfe werden an drei Orten ausgetragen, hier in Gießen für die Schulen der Bezirke 1 und 2 von Gießen- Land und Gießen--Stadt, in Grünberg für den Bezirk 3 und in Lich für den Bezirk 4. Nachdem der Bezirk Gießen-Land 1 und die Knaben der Gießener Schulen ihre Uebungen ausgetragen haben, folgen am heutigen Mittwoch nun die Mannschaften des Bezirkes Gießen-Land 2 und dann die der Mädchen aus der Stadt Gießen. Es ist eine außerordentliche und erfolgreiche Breitenarbeit, die hier ihren Abschluß findet; denn vorher mußten in den einzelnen Schulen die besten Mannschaften ermittelt werden, die zu den Entscheidungswettbewerben zugelassen wurden. Der Erfolg dieser außerodentlichen Arbeit, die die Lehrer zu leisten hatten, lohnte die Mühen und Anstrengungen. Die Ausrichtung dieser Arbeit besorgten die Lehrer und Lehrerinnen des Sachgebietes „Körperliche Erziehung" im NS.-Lehrerbund unter der Leitung des Kreissachbearbeiters Turnlehrer Mohr. Die Uebungen, die den Teilnehmern gestellt sind, bestehen für die Knaben aus Uebungen am Reck, Bock und Barren und aus einer Gemeinschaftsübung. Die Einzelübungen sind der Leistungsfähigkeit der Knaben des 5. und 6. und der des 7. und 8. Schuljahres angepaßt. Für die Mädchen bestehen die Einzelübungen aus solchen am Reck, Barren und Pferd, zu Denen bei den Mädels des 7. und 8. Schuljahrs eine Uebung an Der Kletterstange hinzukommt. Auch die Gemeiüschaftsübung hat eine kleine Abweichung in den einzelnen Gruppen. Die Uebungen an sich sind sehr einfach, und bei ihrer Ausführung kommt es vor allem auf die Geschicklichkeit und die Aufmerksamkeit und bei den Gemeinschaftsübungen auf die kameradschaftliche Unterstützung an. Daß auch das Ueben eine große Rolle Dabei spielt, zeigen Die Ergebnisse Des ersten Tages, die Die Volksschule Wieseck, Die als einzige Landschule einen Sportlehrer hat, dreimal erfolgreich an erster Stelle ausweisen. Bei den Knaben Der Stadtschulen am zweiten Tage waren es Die Mannschaften des Gymnasiums, Die Dreimal Die ersten Plätze belegten. Die Knaben und auch die Mädchen sind mit Eifer und Hingabe bei der Sache, und es ist sehr interessant zuzuschauen, wie sie sich untereinander helfen und beraten. Bereits bei Den Einzelübungen entwickeln sich heiße Wettbewerbe und dann bei den Gemeinschaftsübungen, die erst die Entscheidung bringen und eine Verbesserung der Punktzahlen ermöglichen, entbrennt oft ein heißer Kampf um die Zeit. Oie ersten Ergebnisse: Gießen-Land, Bezirk 1. 5. und 6. Schuljahr. Knaben: 1. Großen- Linden 169 Punkte; 2. Wieseck 161; 3. Klein-Linden 143; 4. Watzenborn-Steinberg 140; 5. Heuchelheim 104 Punkte. — Mädchen: 1. Wieseck 205 P.; 2. Großen-Linden 194; 3. Heuchelheim 191; 4. Klein- Linden und Watzenborn-Steinberg je 163 P. 7. und 8. Schuljahr. Knaben: 1. Wieseck 152 P.; 2. Watzenbom-Steinbera 147; 3. Großen- Linden 145; 4. Heuchelheim 144; 5. Klein-Linden 136; 6. Lollar 112 P. — Mädchen: 1. Wieseck 227 P.; 2. Großen-Linden 201; 3. Heuchelheim 170; 4. Lollar 152; 5. Klein-Linden 116; 6. Watzenborn- Steinberg 107 P. Gießen-Stadt. Knaben. 5. Schuljahr: 1. Gymnasium 148 P.; 2. J.-v.- Liebig-Schule 145; 3. Langemarckschule 137; 4. Alte Peftalozzischule 130; 5. Goetheschule 125 P. 6. Schuljahr: 1. Gymnasium 176 P.; 2. Neue Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter Den Papieren angeführten Ziffern geben Die Höhe Der zuletzt veschlossenen Dividende an. Netchsbankdiskont 4 v H.. Lombardzinsfuß 5 o. H Frankfurt a.M. Berlin Frankfurt a. M. Berlin Schluß- kurs Schluß!. Abend- börie Schluß- kurs Schluß! Mittag, börse Schluß- furS Schluß?. Abend- bürse Schluß- kurs Schluß!. Mittag« börse Saturn 14-2. 15.2. 142. 15-2. Dalum 14.2. 15-2- 14-2 | 15.2- 5% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1931 4y.% Deutsche Reichsichatzanwess jungen von 1935 .. ....... 4*4% Deutsche Retchsschahanwei- fungen von 1935, II. Rolge ... 4y.% Deutsche Reichsichatzanwei jungen von 1936, 111. ivolge 51/2% Doung Anleihe von 1930 .. 4V2% Hessische BolkSstaal von 1929 4*4% Deutsche Neichspostschatz von 1934 I...................... 4%% Deutsche Reichsbahnschah von 1936 1.................. Reichsanleihe- Altbesitz.......... Lberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos. -Rechten............. <%% Hess. Ian desbk. Darmstad. Goldpse. R 12 ............ 5*4% Hess. Landes-Hyp.-Bani Liqu. Goldpse............... Jh eruiifl Geld | Brick ümllche Notierung Geld | Brief Amtliche Rvn.'nmg Geld | Brief timil'diey/ri'erung Geld | Bries Buenos -JUuj............. Brüssel................... 0,658 41,99 0,662 42,07 0,653 41,98 0,657 42,06 Japan.................... Jugoslawin .............. 0,723 5,691 0,725 5,706 62,49 49,05 11,295 64,08 57,55 0,723 5,694 62,39 48,95 11,275 63,98 67,45 0,725 5,706 Rio de Janeiro............ Polen.................... Kopenhagen............... 0,145 47,00 55,40 0,147 47,10 55,52 0,145 47,00 55,42 0,147 47,10 55,54 Oslo ................... Wien..................... Lissabon.................. 62,37 48,95 H ,275 62,51 49,05 11,295 64,10 57J57 Danzig............... ... London................... HelsingforS................ 47,00 47,10 12,44 5,50 47,00 12,415 47,10 Stockholm................ 63,96 57,43 12,41 12,445 Schweiz.................. 5,49 5,49 5,50 Spanien.................. Paris.................... Holland .................. Italien................... 8,167 138,40 8,183 133,68 13,11 8,137 138,46 8,153 138,74 Prag..................... Budapest................. 8,686 8,704 8,676 8,694 13,09 13,09 13,11 NeuhoU..... ........... 2,474 2,478 2,470 2,474 / Pestalozzischule 173: 3. Langemarckschule 170; 4. J.-v.-Liebig-Schule 169; 5. Alte Pestalozzischule 165; 6. Goetheschule 161 P. 7. Schuljahr: 1. Langemarckschule 153 P.; 2. Neue Pestalozzischule 148; 3. Gymnasium 145; 4. Alte Pestalozzischule 140; 5. F.-v.-Lieblg-Schule 139; 6. Goetheschule 134 P. 8. Schuljahr: 1. Gymnasium 142 P.; 2. Goethe- Schule 138; 3. Alte Pestalozzischule und F.-v.-Liebig- Schule je 136; 4. Langemarckschule 127 P. DirGerätemeisterschastendesVannesllöderHI. Am Sonntag sanden in der Turnhalle des DfB.- Reichsbahn erstmalig die Bann-Gerätemeistersckaf- ten des Bannes 116 der 5)3. statt. Erstmalig fanden sich die HF.-Mannschaften, von den bewährten Vereinen des Reichsbundes für Leibesübungen mit den Hebungen vertraut gemacht, im friedlichen Geräteturnwettstreit. Die Bedeutung des Tages wurde nach einem einleitenden Lied durch den Kreis- jugendwart des DRL., Geff. Georg Körner, ge- Gefolgschaft 15/116, Mannschaftssieger der Klasse B. würdigt. Er dankte vor allem auch den älteren Kameraden des DRL., die sich auch in dieser veränderten Form der deutschen Turnsache zur Verfügung gestellt hatten. Die anwesende Führerschaft des Unterbannes 1/116 forderte er auf, in ihren Einheiten die zum Leistungssport befähigten Jgg. den Leistungstruppen der 5)3. in den Vereinen des DRL. zuzuführen und somit den deutschen Sport auf eine breitere Grundlage zu stellen, als es bisher der Fall war. Die Wettkämpfer ermahnte er zum Kampf im HF.-Geist und zur Hergabe ihres ganzen Könnens. Darauf sprach im Auftrage des Bannführers der Unterbannführer Schneider zu den Wettkämpfern und betonte, daß nur in der Zusammenarbeit zwischen der 5)3., die den unerschöpflichen Kraftstrom bildet, und dem DRL., der die leistungsfähigen Uebungsleiter stellt, das Leistungsturnen im Reich auf der alten Stufe gehalten und noch gesteigert werden kann. Zu dieser vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen HF.-Führer und Ber- einsführer forderte er auf und übergab die technische Durchführung dem 3ugendfachwart für Geräteturnen im Unterkreis Gießen des DRL., dem altbewährten Gießener Turner Karl Reuter. Zu den Wettkämpfen hatten sich eine A= und 6 B-Mannschaften gemeldet, die die von der Reichsjugendführung vorgeschriebenen verhältnismäßig schweren Hebungen flüssig und exakt turnten. Aus dem harten Ringen ging schließlich in der Klasse B die Mannschaft der Gefolgschaft 15/116 (To. Gro- ßen-Linden) vor einer Mannschaft des Hnterban- nes Gießen (To. 1846) als Sieger hervor. Die Meisterschaft in der Klasse A machte die Gefolgschaft 17/116 (To. Wieseck) unter sich aus. Oie Einzelergebnisse. Klaffe A. Mannschaftssieger: Gef. 17/116 (To. Wieseck). Einzelsieger: 1. Rudolf Velten 116 Punkte; 2. Wilhelm Lindenstruth 115,5 P.; 3. Erwin Schäfer 110 P. (alle Gefolgschaft 17/116 und To. Wieseck.) Klasse B. Mannschaftssieger: 1. Gef. 15/116 (To. Großen-Linden) 595,5 P.; 2. Unterbann Gießen 1. Mannschaft (To. 1846) 584 P.; 3. Gef. 17/116 3- Mannschaft (To. Wieseck) 553 P.; 4. Unterbann Gießen 2. Mannschaft (Postsportoerein Gießen). Außer Konkurrenz errang eine Mannschaft des Bannes 88 Wetzlar (To. Krofdorf) 548 Punkte. Einzelfieger: 1. Kurt Richter Gef. 1/116 (To. 1846) 108,5 P.; 2. Herbert Fischer Gef. 15/116 (To. Großen-Linden) 106 P.; 3. Erich Velten Gef. 15/116 (To. Großen-Linden) 105,5 P.; 4. Kurt Fuchs Fähnl. 21/116 (To. 1846) 104 P.; 4. Willi Schreier Gef. 1/116 (Postsportoerein) 104 P.; 5. Rudi Funker Gef. 15/116 (To. Großen-Linden) 101 P.; 6. Kurt Wagner Gef. 15/116 (To. Großen- Linden) 100,5 P.; 6. 3g. Schmidt Unterbann 1/116 (Mto.) 100,5 P.; 7. Willi Luh Gef. 17/116 (To. Wieseck) 99 P.; 8. Alfred Kraft Bann 88 (To. Krofdorf) 98 P.; 9. Karl Stork Bann 88 (To. Krofdorf) 95,5 P.; 10. Fritz Röhr Flieger-Ges. 1/116 (To. 1846) 95 P. Vannmeislerschasl. Flieger-Ges. 196 P.; Ges. 2/116 145 P.; Ma- rine-HI. 1/116 133 P.; Nachrichten-Schar 1/116 81 P.; Gef. 10/116 58 P.; 4/116 45 P.; 12/116 31 P.; 3/116 30 P.; 5/116 27 P.; 15/116 24 P.; 1/116 23 P.; Motor-Schar 1/116 23 P.; Gef. 8/116 7 P.; 13/116 7 P.; 6/116 5 P; 9/116 3 P.; 14/116 2 P.; 7/116 0 P.; 11/116 0 P.; 16/116 0 P.; 17/116 0 P. Die Siegerehrung nahm Unterbannführer Schneider vor. Kurt Richter, Gefolgschaft 1/116, Einzelfieger der Klaffe B. — (Aufnahmen s2s: Zodel, Hitler-Jugend.) Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) PH. R. in $. Die Grundstückseigentümer sind gehalten, dem Bezirksschornsteinfegermeister zum Zwecke der Ausübung der Feuerstättenfchau auf Verlangen den Zutritt zu allen Räumen und die Prüfung der Schornsteine und Feuerungsanlagen zu gestatten. Was die Aufsichtspflicht betrifft, so bestimmt die Verordnung über das Schornsteinfegerwesen und die Ausführungsverordnung dazu folgendes: Der Be- zlrksschornsteinfegermeister ist verpflichtet, die polizeilich vorgeschriebenen Kehrarbeiten persönlich aus- zuführen oder sie unter seiner ständigen Ueber- wachung durch seine Gesellen und Lehrlinge aus- führen zu lassen. Eine stündige Ueberwachung der Arbeiten feiner Gesellen und Lehrlinge liegt nur dann vor, wenn der Bezirksschornftelnfegermeister die Schornsteine und Feuerungsanlagen nicht nur von außen besichtigt, sondern die Gesellen und Lehrlinge unvermutet bei der Arbeit aufsucht, einzelne Kehrarbeiten in seiner Gegenwart und unter feiner Leitung ausführen läßt und sich m geeigneter Weise von der regelmäßigen Arbeitsaussuhrung überzeugt. Dazu ist eine Beobachtung vom Dache aus unerläßlich. Er soll besonders in feinen jüngeren Fahren mit seinen Gesellen und Lehrlingen praktisch arbeiten. Den Behörden gegenüber ist er für Handlungen und Unterlassungen seiner Gesellen und Lehrlinge verantwortlich. Die Reinigung der gleichen Schornsteine bei zwei aufeinanderfolgenden Kehrungen durch den Lehrling ist nicht gestattet (Reichsgesetzblatt 1937, Seite 831 ff.). Mün;funde sind anzumelden. Lpd. In der letzten Zeit hat man davon lesen können, daß in alten Häusern ein Silber- und Goldschatz gefunden wurde. Mancher wird sich dabei gefragt haben, was er nach deutschem Rechts zu tun hat, wenn ihm eines Tages ein ähnlicher Fund in die Hand' geraten sollte. Die Antwort hierauf gibt das „Ausgrabungsgesetz" vom 6. März 1914. Danach ist der Entdecker des Fundes ober der Eigentümer des Grundstücks, auf dem der Fund gemacht wird, gegebenenfalls auch der Leiter der Arbeiten verpflichtet, den Fund spätestens am nächsten Werktag der Polizei anzuzeigen. Rundfunkprogramm Donnerstag, 17. Februar. 6 Hhr: Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 10: Schulfunk: Volksliedsingen, Liederblatt 23. 10.30: Froher Klang zur Werkpause. Die SA. der Westmark spielt auf. 11.40: Hausfrau, hör zu! 11.50: Höflichkeit ift eine Zier. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Gemischte Potpourris und, heitere Kleinkunst. 15: Ich möchte Schwester werden. Ein Gespräch zur Berufswahl. 15.15: Für unsere Kinder. 15.45: Allerlei vom Sport der Woche. 16: Nachmittaaskonzert. 18: Zeitgeschehen. 18.30: Der fröhliche Lautsprecher (Schallplatten). 19: Nachrichten. 19.10: Kleines Abendkonzert. 20.15: Trier, die älteste Stadt Deutschlands. Gemeinschaftssendung der Reichssender Frankfurt und Köln. 21.15: Orchesterkonzert. 22: Nachrichten. 22.20: Kamerad, wo bist du? 22.30: Welt- und Europameisterschaften im Eishockey. 22.45: Volks- und Hnterhaltungsmufik. 24 bis 2: Nachtmusik. ______) Bauers chef KesaoWu e.V„ Gielen STADTTHEATER GIESSEN Maskenball SYlary Seltersweg; Blumengeschäft Weber, Seltcrsweg. 1011 V Gießener Hochschulgesellschaft DER VORSTAND Samstag, den 26. Februar 1938, abends 20.11 Uhr, in sämtlichen Räumen des „Gesellschaftsvereins“ mit Lichtbildern, am Freitag, 18. Febr., 20 Uhr, im Saal des Studentenhauses. Leihgesterner Weg Wir machen auf den Vortrag wegen seiner Wichtigkeit besonders aufmerksam! 905D Karten-Vorverkanf: Für Mitglieder nur bei Germer & Wagner, Neuen weg 50. Für Nichtmitglieder bei Fritz Lotz, Bahnhofstraße 41; H. Detree, Lieber Straße 45; Klenker & Dunkel, Eintritt frei Gäste willkommen Donnerstag, den 17. Februar, 20 Uhr, einmaliges Gastspiel Deutschlands größte Tänzerin Der alte Steiner sagte: Die Regulicrbarkeit derWärme- haltung durch die wärmende Trikot-und die kühlende Drellseite ist ein Vorzug des Reform- Unterbettes J.B. Häuser, Gießen, a.Oswaldsgarten £ (Parkplatz) Fernruf Nr. 2145—2146 Karten zu 0.60, 1.—, 1.25, 1.50, 2.—, 2.50 und 3.— RM. 1016D igman 2)ie fefjönften Tän^e Am Flügel: HANNS II ASTI NG in groß.Auswahl Alle Karneval- n.Scherzarlikel Karnbadi Kaplansyasse 29 Einladung zu einem Vortrag des Herrn Prof. Dr. phil. F. Körber, Direktor des Kaiser-Wilhelm- Instituts für Eisenforschung in Düsseldorf, über; Aufgaben der Eisenforschung in Gegenwart und Zukunft Gartenfreunde und Landwirte erhalten kostenlos die Das macht viel weniger Arbeit. Denn die Speisen werden im Jenaer Glas nicht umgefüllt. Also wieder weniger Abwasch. Sehen Sie sich die vielen Formen mal an bei Kammerjäger vertilgt jedes Ungeziefer. 06r6 Postkarte genügt Schomber Gießen KirchstratzeNr.20 Telefon 3983. MM bgetaen stellt zum 1 April noch einige Schüler ein. Bevorzugt Tuba und Streichbaß, sowie ein Schüler für sämtl. Schlagzeug. Auskunft erteilt H. Meyer, Wieseck. 920d Bettwärme bringt Ihnen das Paradies -Unterbett mit seiner hygienischen, molligen Füllung u.dem porösen Bezugsstoff. LandgratAudungS'öpmnasium Langcmardtfdiulc (Realgymnasium) Oberschule für Jungen Juftus von Ucviglchulc (Oberrealschule) Oberschule für Jungen Oberschule für Maüchcn (Lyzeum, Frauenschule) zu Gießen DieAnmeldnnacn für das neue Schuljahr werden Freitag, den 18.Febr., v. 9-13 Uhr, im Direktorzimmer entgegengenommen. In die Serta können Kinder auch schon nach 3 Grundschuljahren übertreten, wenn sie körperlich und geistig gut entwickelt sind und gute Klassenleistungen aufweisen. - Bei der Meldung sindvorzulcacn: Geburtsschein,Jmvfschein,Abgangszeugnis der utlebt besuchten Schule: ein amtsärztliches Bengnis wird auch bei 3jährigem Grundschulbesuch nicht mehr gefordert. Aufnahmeprüfung für alle Schüler mit 3- und 4jäHriger Grundichulbüdung: Dienstag, 1. März, ab 8 Uhr. mod Die Direktionen: Dr. Wolkewiü Angelbergcr Leonhardt Schelborn. MIT DER SPENDENKARTE zr.-a* • .. • - • - • 1 __________________■ Gebr. Seelbach Seltersweg 20 1027a oeirtiipl-M# über Blumen-, Gemüse- und landwirtschaftliche Sämereien Blumen - Knollen, Pflanzenschutzmittel, Gartenbedarls- artikel aller Art SameoiiansHeinridillahn GIESSEN Bahnhofstraße, EcheWolhenOasse Telefon 34 03. 847 A Verschiedenes] An-und Verhau! von Lumpen. Eisen, Papier Jlafrhen u. alle Metalle. Jede Bestellung wird abgeholt. 0209c H. Schneider Neuenweg 6 Televhon 3187 Konfirmanden-Anzüge aus gutem Kammgarn Mk. 38.- 44.- 48.- aus strapaziert. Melton Mk. 24.- 32.- 36.- Fxtraanfertigung n. Maßen unt. Berücksichtigung Ihrer Wünsche ohne Mehrkosten • Garantie für Sitz KÖHLER Gießen, Seltersweg Das große Spezial-Haus für gute Herren- und Knaben Kleidung aOiA Eigene Maßschneiderei Sängerkranz Fe — de — Fe hat die märchenschöne Dekoration von Küpreß für den 19. Februar 1938 übernommen 1 Karten bis zum 18.2.abholen 1010D hatten Enöe des Jahres 1937 die Äölerroerhe an zufrieöene Kunden in aller Welt geliefert. 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