Ur. 293 Erstes Blatt 188. Jahrgang Donnerstag, 15. Dezember 1938 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Drilft und Verlag: vrühlsche UnlverfitStrdruckerei «.Lange in Sieben. Schristleitung und SeschSstsftelle: §chulstrahe 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Ul)r des Dormittags Grundpreise für \ mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von 70 mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.250/^ mehr. ErmShigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Belegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. 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Todt und der uortumet lut UlnKJUUta Dazu erahlten wir von unserer Berliner Schriftleitung folgenden ergänzenden Bericht: Bevor das Jahr 1938 zu Ende geht, werden 3000 Kilometer deutscher Reichsautobahnen im Betrieb sein. Diese gewaltige Leistung des nationalsoziali- wahl abgegebenen Stimmen fehlten nur noch 14 von den bezirken. Insgesamt wurden memeldeutsche Li sie nahezu beendet. Es insgesamt 228 Wahl- abgegeben für d i e Dr. Neumanns Duisburg erreicht, wo die Autobahn nach Süden obbiegt. Die Strecke Köln—Frankfurt a. M. ist ebenfalls bis Ittenbach östlich des Siebengebirges frei. Das stnd von Herford aus weitere 269 Kilometer. Ferner sind im Laufe dieses Iahres freige- worden: Göttingen — Kassel — Hersfeld — Frankfurt a. M. — Mannheim — Heidelberg — Karlsruhe — Pforzheim mit 389 Kilometern und — abbiegend nach Südost — Pforzheim — Stuttgart — Ulm — München mit 239 Kilometern. 1 613 737 Stimmzettel und für d i e litauischen Listen 256 209 Stimmzettel, wobei jeder Wähler bis zu 29 Stimmzettel abgeben konnte. Die memeldeutsche Liste erhielt somit 86,3 v. H. der abgegebenen Stimmen. Dieses für die memeldeutsche Liste glänzende Ergebnis kann sich durch die noch fehlenden Bezirke nur unwesentlich verschieben. Gauleiter der Kurmark, S t ü r h, das Restsiück der Südtangente des Berliner Ringes und eine Anschlußstrecke der Autobahn Berlin—Breslau dem Verkehr. Zur gleichen Zeit werden weitere vier Teilstrecken frei, insgesamt 184 Kilometer Autobahn. Damit ist das Bauziel des Iahres 1938 erreicht, 3062 Kilometer Autobahn stehen dem deutschen Kraftverkehr zur Verfügung. Sie entspre- Der deutsche Charakter des Memellandes ist endgültig vor aller Welt erwiesen. Eine vorläufige Gesamtzählung der bei der tagswahl in Memel-Stadt abgegebenen Mettelmeer, das zugleich auch ein Ttufrrz BRESLAU chen einer Entfernung vom Nordkap bis Genua: 1300 Kilometer find zur Zeit noch im Bau und 2315 Kilometer sind zum Bau freigegeben. Schon in diesem Jahre wurde ein Stundenverkehr von 2650 Fahrzeugen auf der Autobahn beobachtet. Ieht, nach Inbetriebnahme von über 3000 Kilometern ist eine weitere Steigerung vorauszusehen. Eine geschlossene Verbindung von der Ostsee bis zu den Alpen ist geschaffen und die durchgehende Strecke von der Ostgrenze zum Rhein steht nahe vor der Vollendung. Durch die Errichtung der S ü d lange n t e des Berliner Ringes wird nämlich die 141 Kilometer lange Strecke Stettin—Berlin mit der Strecke Berlin — Leipzig — Nürnberg — München (523 Kilometer) verbunden, und von München aus steht wieder die Strecke nach Salzburg mit 122 Kilometern offen. In der Ost-West-Richtung kann der Kraftfahrer sein Vaterland durcheilen von Frankfurt a. d. O. bis Berlin (53 Kilometer) und in gerader Fahrt 253 Kilometer weiter über Magdeburg und Hannover bis Bad Nenndorf an der Pforte des Ruhrgebietes. Hier ist nur noch das kleine Stück bis Herford bei Bielefeld im Bau. Nach seiner Fertigstellung wird in geradem Zuge Essen— Es fragt sich nun, ob die Regierung den Mut haben wird, die abgeänderten Syrien- Verträge jetzt dem Parlament zur Ratifizierung vorzulegen. Sie könnte sich l>abei unter Umständen einer empfindlichen Niederlage aussetzen. Die Rechte scheint keinesfalls gewillt, den Vertrag gutzuheißen. Die marxistische Linke würde sich vielleicht unter Umständen dazu hergeben, aber die Regierung kann bei der heutigen Konstellation, in der sie auf dem Gebiet ihrer allgemeinen Politik mit der Rechten zusammenarbeitet, wohl kaum daran denken, sich auf die Linke zu verlassen. Es wird der Regierung wohl eher angenehm sein, mit einem entschuldigenden Hinweis auf die parlamentarischen Widerstände die ganze Vertragsangelegenheit wieder zu vertagen und damit gleichzeitig ihre Herrschaft in Syrien weiterhin zeitlich auszüdehnen. Die ganze syrische Angelegenheit hat, abgesehen von Italien, dem man ein schwaches, sich selbst überlassenes Syrien unter keinen Umstanden gönnen will, noch andere interessante außenpolitischen Seiten. Die Art, wie die Herrschaft in Damaskus während der Dauer des französischen Mandats ausgeübt wird, hat für den südlichen Nachbarn Syriens, die englische Mandatsmacht in Palästina, sehr viel Aergerliches. Syrien, das sich zur Vormacht des arabischen Nationalismus zu entwickeln droht, hat mehrfach den aus Palästina geflüchteten arabischen, judenfeindlichen Nationalisten Unterschlupf gewährt. England hat sich darüber gerade nicht begeistert gezeigt, und im Falle eines völligen Desinteressements Frankreichs an Syrien hätte man vielleicht mit einem konkreteren Interesse Großbritanniens an diesem ehemaligen Mandatsgebiet rechnen können. Der rechtsstehende Senator Henri-Haye hat vor einigen Wochen in einer Versammlung der Kolonialverbände in Paris davon gesprochen, daß Frankreich keine Lust habe, Syrien weder an einen „ehemaligen Der- bündetennochaneinen gegenwärtigen Verbündeten Frankreichs" zu verlieren. Auf jeden Fall kann man damit rechnen, daß das unterirdische Ringen um die Machtposiitionen im men zeigt folgendes Ergebnis: Abgegeben gültige Wahlumschläge 24 521, abgegebene Stimmzettel für die Memeldeutsche Liste 576 486, für die litauischen Listen 130 086. Die Memeldeutsche Liste hat demnach sogar in der Stadt Memel trotz der zahlreich zugewanderten Groß-Litauer und Juden 81,5 v. h. der abgegebenen Stimmen auf sich vereinigt. Die gesamte eingesessene Bevölkerung hat sich als zur Front der Memeldeutschen bekannt. stischen Wirtschaftsaufbaues verdient durch eine Feierstunde allen Volksgenossen zum Bewußtsein gebracht zu werden. Hat doch das deutsche Verkehrswesen durch die Erstellung der Straßen des Führers ein Gepräge erhalten, das von unvergänglicher Rückwirkung auf die Gestaltung des deutschen Lebensraumes und von sicherer Einwirkung auf die künftige Gestaltung des Kraftverkehrs im groß- deutschen Raum sein wird. Wachstum und Leistung. Aus der Summe der Teilstücke der Autobahnen hat sich schon ein Netz ergeben, das einem Personenverkehr sowie einem Güteraustausch zwischen den entgegengesetzten Grenzen des Reiches Rechnung trägt. Von d e r Ostsee bis zu den 211 - P c n zieht sich eins der viele hundert Kilometer KampfumPetroleum ist, in der nächsten Zeit weitergehen wird. Frankreich scheint bis auf weiteres nicht zum Zurückweichen bereit zu fein. Vorerst keine Ratifizierung des Unabhängigkeit-Vertrages. Paris, 15. Dez. (Europapreß.) Der Außenpolitische Ausschuß des Senats hat beschlossen, den französisch-syrischen Vertrag vom Jahre 1936 und die daran angeschlossenen Zusatzverträge vorläufig nicht zu ratifizieren, da die Inkraftsetzung des Vertrages „nicht im Interesse Frankreichs" liege. Der Berichterstatter des Ausschusses, Senator Bergeon, sowie der Senator Henri Haye haben der Ansicht Ausdruck gegeben, in der gegenwärtigen ungewissen Lage im M i 11 e l m e e r müsse die Ratifizierung des Vertrages zum mindesten aufgeschoben werden. Die Kommission hat Außenminister Bonnet aufgefordert, die in dem Vertrag festgesetzte zweijährige Frist für die Gewährung der Unabhängigkeit an Syrien vorläufig auszusetzen. Auch die Kammer scheint nicht geneigt zu sein, das Abkommen zu ratifizieren, so daß die Haltung des französischen Parlaments in schroffem Gegensatz zu der erst am Dienstag bei seiner Abreise aus Frankreich von dem syrischen Mi- Was wird aus Syrien? Frankreich will seine Machtposition im östlichen Mittelmeer nicht räumen. Eigener Bericht des Gießener Anzeigers. nifterpräfibenten Djemil Mardam Bey ausgesprochenen Erwartung steht, der Vertrag werde nunmehr in aller Kürze in Kraft gesetzt werden. Eine arabische Tlationalregierung in Palästina. Kairo, 14. Dez. (Europapreß-Funkspruch.) Die Führung der palästinensischen Freiheitskämpfer, die sich bisher „Generalstab der arabischen Revolution" nannte, hat offiziell den Namen „Arabische Nationalregierung in Palästina" angenommen. Alle Briefbogen und Vordrucke, die von dieser Organisation ausgehen, sollen bereits einen entsprechenden Aufdruck tragen. Die arabische Nationalregierung soll in ganz Palästina Gerichtshöfe eingerichtet haben, die mit arabischen Juristen besetzt seien. Bezeichnend für den überwiegenden Einfluß der Freiheitskämpfer ist der Umstand, daß sich das Volk in Palästina in immer stärkerem Maße bei Rechtsstreitigkeiten an diese Gerichte wendet. Auch hat — wohl auf eine Weisung der Freiheitskämpfer hin — ein großer Teil der palästinensischen Araber mit dem S t e u e r ft r e i f begonnen, der damit begründet wurde, daß die Steuern an die arabische Nationalregierung bezahlt würden. 3000 Kilometer Reichsaulobahnen. Durchgehende Verbindung Ostsee - Alpen und Göttingen - München 86,3 v. H. für die memeldeutsche Liste Die Wahlzählung nahezu abgeschlossen. Kein Zweifel mehr am deutschen Eharakter des Memellandes. orabischen Nationalbewegung durch den syrischen Schulunterricht. Man darf wohl annehmen, daß alle diese Dinge gern vorgeschoben werden, um den Kern der Dinge, das Sichsträuben des französischen Nationalismus gegen die Aufgabe feiner Machtposition im östlichen Mittelmeer zu verschleiern. Gelegentlich werden die Beweggründe des französischen Imperialismus aber ganz offen ausgesprochen: Frankreich hat 17 Milliarden Franken und 10 000 Mann " 't in Syrien ge- Währung seiner Unabhängigkeit nach Ablauf einer dreijährigen Probezeit versprochen. Der Vertrag war noch 1936 von der syrischen Regierung ratifiziert worden, aber in Frankreich hatte man den Vertrag gar nicht dem Parlament vorzulegen gewagt, hauptsächlich aus dem Grunde, weil die syrische Regierung in Damaskus allgemein als zu schwach galt, um auf die Dauer angesichts des bunt zufammenge w ürfelten Gemischs nationaler und religiösen Minderheiten die Unabhängigkeit des Staates nach außenhin zu behaupten. Diese Bedenken erwiesen sich sehr rasch durch die Entwicklung i m Sandschak Alexandrette als berechtigt. In diesem im Norden Syriens an die £ü-ki angrenzenden Gebiet mußten die türkischen Rechte anerkannt werden. Obwohl die Franzosen noch im Lande waren, hatte allein der Vertragsabschluß Mit Frankreich genügt, um die Schwäche der Regierung von Damaskus auf- zuzeigen. Der Vertrag vom September 1936 hat in langen Verhandlungen zwei Ergänzungen erfahren, im Dezember 1937 und im November 1938, die das Abkommen für das französische Parlament schmackhafter machen sollten. Besonders von der letzteren Vertragserweiterung, die nach monatelangem Aufenthalt des syrischen Außenministers Djemel Mardam Bey in Paris zustande gekommen war, hatte der Quai d'Orsay großes Aufheben gemacht. In der militärischen Stellung Frankreichs im Lande, in der Sprachenfrage und auf dem Gebiet der dezentralisierten Behandlung der Minderheiten sollte Syrien große Zugeständnisse gemacht haben. Wie sich aber jetzt aus Äußerungen von rechtsstehender parlamentarischer Seite in Paris ergeben hat, genügen auch diese Dertragsabänderungen nicht, um die Bedenken der französischen Nationalisten zu zerstreuen. Diese Bedenken sind, wie schon erwähnt, durch die Befürchtungen wegen einer möglichen Auseinandersetzung mit Italien im Mittelmeer verstärkt worden. Der Abgeordnete Felix Grat, Sekretär der Außenpolitischen Kammerkommission, hat vor einigen Tagen in einem Zeitungsaufsatz auf die Wichtigkeit der syrischen Position im östlichen Mittelmeer hingewiesen. Denn von hier aus könnte Frankreich seine Flottenstreitkräfte viel leichter als von den unter italienischem Geschütz- unb Fliegerfeuer üegenben Stützpunkten in Tunis und Algier einsetzen, um bie Verbindung Italiens mit dem Suezkanal zu stören. Was im französischen Sinne an Vertragsverbesserungen durch bie jüngsten Ergänzungsabkommen mit Syrien gewonnen worden ist, scheint nach ben Ausführungen Grats nicht, allzuviel zu fein, benn Grat macht darauf aufmerksam, baß Frankreich nach biefen Verträgen in Syrien nur zwei Flughäfen behalten soll, während es seine Truppen zurückziehen müßte. Nur in den zwei unruhigen Gebieten des Dschebel Drus und der Alauiten könnte Frankreich fünf Jahre lang seine Truppen belassen: eine weitere Anwesenheit dieser Truppen wäre jedoch nur mit Zustimmung der syrischen Negierung möglich. Der Abgeordnete Grat hat weiter auf eine Reihe von Punkten aufmerksam gemacht, die nach seiner Ansicht die Ratifizierung der Verträge von Frankreich unmöglich machten, vor allem die planmäßige Zurückdrängung der französischen Sprache und die Benachteiligung der französischen Parteigänger durch die Regierung von Damaskus sowie die Förderung der Gedanken der EF. Paris, 14. Dezember Das französische Außenministerium hat dieser Tage eine unangenehme Ueberraschung erlebt: Die Widerstände gegen die Ratifizierung des zwischen Frankreich und dem syrischen Mandatsgebiet vor mehr als zwei Jahren abgeschlossenen Vertrags dauern in unverminderter Stärke an, und es sieht ganz so aus, als o-b der Vertrag mit Syrien noch für lange Zeit in ben Schub lab en des Quai d'Orsay werbe liegen bleiben. Bei der ganzen Angelegenheit handelt es sich um eine eminent macht- politische Frage, bie anscheinend durch die jüngsten Auseinandersetzungen mit Jtalie n über Tunis usw. noch an Schärfe gewinnen wirb. Frankreich, das nach der Aufgabe feiner osteuropäischen Interessen im Anschluß an bie Sep- temberkrise den Rückzug auf sein überseeisches Imperium erklärt hat, mißt bei ber Inventaraufnahme seiner Mittelmeer-PoMonen seiner Stellung im östlichen Mittelmeer erhöhte Bedeutung bei, unb die Widerstände gegen ein Zurückweichen aus Syrien, so wie der Vertrag von 1936 es vorsah, werden immer stärker. Der historischen Entwicklung nach handelt es sich um folgendes: Durch den Vertrag vom 9. September 1936 hatte im Zeichen der Volksfront Frankreich dem syrischen Mandatsgebiet die Ge- für bie Einrichtung seiner Herrschaft opfert, und diese sollen nicht nadjtri v dem Altar der Volksfront, die verantwortlich ist für ;a ■ tot'i MM.MNRU V/ Monii Um Reichsarttobahire» •**•*■* »12.18. England seien in diesem Punkte eng miteinander verbunden. — Ein anderes radiMsozialisttsches Blatt hebt hervor, der ftanzösische Botschafter in Nom, Fran 9 o is«Poncet, habe den formellen Auftrag erhalten, vorläufig keine Verhandlungen mit der italienischen Regierung einzuleiten. Eine dem Quai d'Orsay nahestehende Nachrichtenagentur schreibt dagegen, Frankreich sei keineswegs abgeneigt, Mit Italien ein „gerechtes und vernünftiges Arrangement" zu treffen, wie dies bereits Großbritannien getan habe. Vorbedingung sei jedoch die unbedingte Aufrechterhaltung des Status quo im Mittelmeer. Oer Ausbau der französischen Kriegsmarine. Paris, 15. Dez. (DNB. Funkspruch.) Der Krieas- marineminister gab vor dem Kammerausschuß für die Kriegsmarine Erläuterungen über das Bcmpro- aramm für das Jahr 1938. Die Gesamttonnage der Kriegsmarine solle bis zum Jahre 1942 mehr als 700 000 Tonnen betragen. An dem gescheuerten „Generalstreik" vom 30. November hatten in Arsenalen nicht mehr als 20 v. H. aus den Belegschaften teilgenommen. Der Vorsitzende des Kriegsmarineausschusses wies auf die Verzögerungen im Kriegsschiffbau hin. Der Minister mutzte zugeben, daß der Flugzeugträger „Ioffre" nicht vor 42 Monaten fertiggestellt werden könne. Der Bau des Kreuzers ,Hean Barth" sei mit elf Monaten und der des Kreuzers „Richelieu" mit acht Monaten im Rückstand. Diese Verschleppungen seien Folgen der nun abgeschafften 40- Stundenwoche. Die Prioatindustrie liefere die Panzerplatten außerdem nur mit großen Verspätungen. Diese Verzögerungen seien ebenfalls eine Folge der 40-Stundenwoche. Es sei der Pau einer Fisch- dampfer-Jlottille beabsichtigt. Jeder dieser Dampfer soll 100 bis 120 Tonnen groß und im Kriegsfälle in Minenleger umzuwandeln fein. lgnaen Straßenbänder, ein anderes bringt das west« deutsche Industriegebiet über die neuen Stätten industrieller Großvroduktivn im Hannoverschen mit der Reichshauptstodt In Verbindung. Weiter stellen die Reichsautobahnen zwischen dem Südosten des Reiches und Mitteldeutschland wichtige Derkehrs- beziehungen her, die durch ihre Vermaschung mit der großen Nord-Süd-Linie an Freizügigkeit zu- nehmen. Da unsere Zeit zu Reicht den Blick für gewaltige Leistungen verliert, wollen wir uns vor Augen halten, daß 1935 erst 112 Kilometer der Retchsauto' bahnen im Betrieb waren, daß 1936 die ersten 1000 Kilometer vollendet wurden und heute bereits Strecken von 3000 Kilometer Länge fertiggestellt sind. Mehr als 100 Millionen Tagewerke wurden geleistet, um das gigantische Werk zu vollbringen. Ein Vergleich mit Großbauten früherer Zeit läßt uns den Umfang des Planes erkennen. Zu den größten Bauvorhaben zählt die Welt die Herstellung des Ponamakanals, und oft wurde die Bewegung von 220 Millionen Kubikmeter Erde, dis dieser Kanal benötigte, als unübertroffene Leistung eingestellt. Für die Reichsautobahnen mußten aber bereits Anfang 1938 über 250 Millionen Kubikmeter Boden in Bewegung gebracht werden. Die für die Straßen erforderlichen Mengen an Beton betragen etwa das Fünffache der Masse der Cheopspyramide, mehr als 300000 Eisenbahnwagen schafften den Zement für die Ausführung von Straßendecken und Kunstbauten herbei. Das in Betrieb befindliche Netz der Reichsautobahnen zählt mehr als 4000 Brücken, die an- einandergereiht eine Strecke von mehr als 20 Kilometer ergeben. Diese wenigen Zahlen beleuchten den gewaltigen Umfang der vollendeten Bauten und stellen allen daran beteiligten Hand- und Kopfarbeitern ein Leistungszeugnis aus. Masckrn-n vni> Menschen. Auch in arbeitspolitischer Hinsicht kann der Bau der Reichsgutobahnen als richrungweisend gellen. In den ersten Baujahren galt es zur Ueberwin- dung der Arbeitslosigkeit, bei den Bauten m ö g - lichst viel Handbetrieb anzuwenden, um eine große Zahl arbeitsloser Vollsgenossen wieder in den Mrtschastsprozeß einzugliedern. Heute kommt cs bei der Verknappung menschlicher Ar- bellekraft auf einen recht hohen Geräte- ajnsatz an, um mit einer Mindestzahl von Arbeitskräften auszukommen. Im Herbst dieses Jahres waren im Gesamtbetrieb der Reichsautobahnen nur etwa 5000 Handarbeiter tätig, Ihre Leistung erscheint insofern im besonderen Licht, als die in den Geschäftsstellen der Reichsautobahnen tätige Zahl von Beamten und Angestellten zur gleichen Zeit über 7000 Köpfe betrug. Hat man anfangs beim Bau der Brücken überwiegend Stahl und Eisen als Baustoff verwendet, so beherrschen heute Naturstein und Beton die Kunstbauten, die unter stärkster Heranziehung mechanischer Hilfsmittel ausgeführt werden. Daß die Bevorzugung steinerner Baustoffe die Einfügung der Kunstbauten in das Landschaftsbild begünstigt, ist rine Nebenwirkung dieser Umstellung. Es ist abwegig, die Reichsautobahnen als empfindlichen Stahlverbraucher zu bezeichnen. Ihr Bedarf liegt bei etwa nur 1 v. H. der gesamten deutschen Stahlerzeugung. Im September 1938 befanden sich 1878 Kilometer Autobahnen im Bau. Der Bedarf an Stahlbauten betrug nur wenig mehr flls 6000 Tonnen, an Betonbauten dagegen wurden mehr als 250 000 Kubikmeter ausgeführt. Billig, schnell und sicher! Die verkehrswirtschaftliche Bedeutung der Auto- llahnen ist durch einen Vergleich mit den Reichsstraßen zu beweisen. Die Vermeidung von Verkehrshindernissen bringt Zeitersparnisse von 50 bis 60 v. H. Aus diesen Voraussetzungen ergibt sich die Einsparung großer Betriebsstoffmengen und damit eine merkliche Verminderung der Transport k o st e n. Läßt man auf Reichsstraße und Autobahn den Betriebsstoffoerbrauch gleick. so läßt sich die Verkehrsgeschwindigkeit auf der Autobahn um mehr als 50 v. H. steigern. Verzichtet man anderseits auf eine starke Erhöbung der Durchschnittsgeschwindigkeit, so sinkt der Brennstoffverbrauch um 30 bis 40 v. H. Vergleichsversuche haben ergeben, daß auf der Reichsstraße die Kuvvlung 105mal betätigt werden mußte, auf der Autobahn dagegen nur viermal. Betrug die Steuerbeweaung durch den Fahrer auf der Reichsstraße 360 Meter, so wurden auf der Autobahn nur Steuerbewegunqen non etwa 2 Meter gemessen. Aus diesen Zahlen, die durch Messungen über die Beanspruchung von Federn usw. ergänzt werden könnten, geht die wer stoffschonende Betriebsweise aus den Autobahnen deutlich hervor. Je größer die Verkehrsdichte eines Gebietes ist, um so mehr steigt die Wirtschaftlichkeit des Autobabnverkehrs. Bei dem spezifisch höherem Betriebsstoff- und Werkstoffbedarf der Lastfahrzeuge treten die Vorzüge der Autobahn noch stärker in den Vordergrund und tragen damit den Forderungen des Dierjahres- planes nach höchster Rationalisierung Rechnung. Die Rückwirkungen des Autobahnbetriebes auf Verkehrsgestaltung und Wirtschaft sind aber viel verzweigter, als das in den nüchternen Ziffern aus- gedrückt werden könnte. Durch die Erschließung völlig neuer Reisegebiete gewinnt der Reisende eine neuartige Schau seines Vaterlandes. An landschaftlich reizvollen Plätzen entstehen G a st - und Erholungsstätten, deren Betrieb wiederum bestimmten Gegenden, Gewerben und Handarbeitern neue Betätigungsmöqlichkeiten erschließt. Darüber hinaus verketten die Autobahnen die Gaue enger und sind besonders berufen, die Zusammengehörigkeit der deutschen Stämme zu festigen. Ostmark und Sudeten g a u werden dank der Autobahnen sich ihrer großdeutschen Zugehörigkeit schneller und stolzer bewußt, als wenn sie auf die Vorzüae des Neuzeit- sichen Straßenverkehrs verzichten müßten. Mit der fortschreitenden Motorisierung werden immer weitere Kreise der Segnungen der Straßen des Führers teilhaftig werden. Giemens-Ring für Dr-Zna. Todt. Dem Generalmspektor Professor Dr.-Ing. Todt wurde der chm im vergangenen Jahre verliehene Siemensring im Werner-Siemens-Haus in Charlollenburg überreicht. Der aus einem massiven Elfenbeinblock bestehende Sockel, auf dem der Ring ruht, trägt die Widmung: „Dem Erbauer der Straßen des Führers Dr.-Ing. F. Todt". Darüber befindet sich in Gold die Karte Grobdeutschlands, auf der die Linien der Reichsautobahnen eingetragen sind. Der Ring selbst besteht aus einem Goldreif, der — zur Erinnerung an Die Eiserne Zeit, in der die Stiftung gegründet wurde (1916) — mit einem Stahlkern versehen ist; die Oberfläche stellt einen Wehrmacht und Weswefestigung Sache des ganzen Volkes. Eine Delegation -er Befefiigungsarbeiter bei Reichsminisier Or. Goebbels. Berlin, 14. Dez. (DNB.) Gauleiter Reichs- Minister Dr. Goebbels hatte 80 Berliner Arbeiter in sein Ministerium eingeladen, die bei den Befestigungsarbeiten an der West grenze eingesetzt waren und die jetzt, nach Beendigung ihrer Arbeit, nach Berlin zurück- gekLhrt sind. Er brachte chnen Die Hochachtung und Bewurcklerung zum Llusdruck, die das ganze deutsche Volk vor der Arbell empfindet, die sie und ihre Kameraden im Westen geleistet haben. Er schilderte ihnen, wie Die nationalsozialistische Staatsführung bei Der Machtübernahme vor Der Wahl gestanden habe, ob Deutschland nach wie vor nur Objekt Der Weltpolitik sein solle — wobei vor allem der Arbeiter immer der Leidtragende gewesen wäre — oder ob man diese Politik grundsätzlich ändern wolle. So, wie die Staatsführung, die ja selbst aus Kindern unseres Volkes zusammengesetzt sei, bei allen ihren Handlungen an das Volk gedacht habe, so sei sie dabei von der Gefolgschaft und dem gläubigen Vertrauen dieses Volkes abhängig gewesen. So lange Deutschland von überall her ständigen Bedrohungen ausgesetzt sei, sei es unmöglich gewesen, an Die Lösung irgendwelcher großer Aufgaben heranzugehen. Wohl wolle Deutschland mit den anderen Völkern anständig und loyal oerkchren, aber nicht unter ständigem Druck und unter ständiger Bedro- hung. Deshalb habe es seine Westgrenze aus- gebaut; nicht eine Vorbereitung zum Kriege, sondern eine Sicherung des Friedens hätten diese Arbeiten bedeutet. wenn heute noch hier und da jemand frage. was denn alle diese Dinge gerade den deutschen Arbeiter angehen, dann gebe er demgegenüber zu bedenken, daß alles, was die Staatsführung tue, immer eine Angelegenheit des ganzen Volkes sei. Jede Rot, jede Bedrohung gehe in erster Linie den Arbeiter an, der sich nicht, wie der Kapitalist, schwierigen Lagen einfach entziehen könne. Möge der Kapitalismus international fein: der Arbeiter, das Volk, könne feinem Schicksal nicht ausweichen und müsse deshalb gerade national denken und handeln. So sei auch die deutsche Wehrmacht und seien unsere Grenzbefesllgun- gen im Westen eine Sache des ganzen Volkes. Der Nationalsozialismus wolle dem deutschen Volke würdige, angemessene Lebens- bedingunaen geben, und er wolle für jeden einzelnen Möglichkeiten des Aufstieges schaffen. Schon heute l)abe der deutsche Facharbeiter vielfach ein soziales Niveau erreicht, das Die früheren Unterschiede zwischen Kopf- und Handarbeiter immer mehr verschwinden lasse. Für Die Zukunft gelte es, die Lebensbedingungen für die unteren Schichten weiter zu echöhen; das laste sich aber nur durch weitschauende und kühne politische Maßnahmen erreichen. Bei Der Durchführung Der großen Aufgaben, vor denen wir auch in Zukunft stünden, müsse gerade der deutsche Arbeiter helfen. Der Minister gedachte dabei Der mancherlei Unbequemlichkeiten und Entbehrungen, die die Männer auf sich genommen haben, Oie das Werk an Der Westgrenze errichteten: Getrennt von chrer Familie, zunächst nur in Barak- ken untergebracht, unter Verzicht auf alle Behaglichkeit hätten sie Wochen uttD Monate hindurch arbeiten müssen. Vielleicht aber sei es ihnen ein Trost, zu wissen, daß auch die verantwortlichen Männer tn Berlin und daß vor allem Der Führer in Den Monaten vor Der Lösung der Sudetenfrage eine große Last von Sorge und, Verantwortung z-u tragen gehabt hätten. Wem es dann aber vergönnt gewesen sei, den Jubel Der 3,5 Millionen erlöster Sudetendeutfcher mitzuerleben, Der wisse, daß sich alle diese Opfer wirklich gelohnt hätten. Vor allem dürfe man nicht vergesten, daß durch die Westbefestigungen der Ausbruch einer ganz schweren europäischen Krise verhindert worden sei. „Davor", so schloß Der Minister, ,haben auch Sie durch Ihre Arbeit die Nation bewahrt, und dafür, meine deutschen Arbeiter, möchten wir Ihnen heute unseren Dank aussprechen. Ich kann von den Hunderttausenden, die im Westen gearbeitet haben, nur eine größere Delegation empfangen. Aber ich sehe im Geiste dieses große Heer von deutschen Befestigungsarbeitern um mich versammelt und mochte über Sie hinaus zu diesen Hunderttausenden sprechen. Ich mochte Ihnen sagen, daß sie sich um dis Sicherheit unseres Volkes nerDient gemacht hoben und daß das Vaterland chnen dafür dankt." — Dr. Goebbels lud dann Die Arbeiter zum Mittagessen ein. Sie blieben bis zum späten Nachmittag in zwangloser Unterhaltung seine Gäste. Lorbeerkranz Dar. Präsident Professor Dr. Ioh. S t a r k, der als Vorsitzender Der Stiftung den Ring überreichte, erinnerte Daran, daß Die Uebergabe an einem doppelt denkwürdigen Tage erfolge: Am 122. Geburtstage von Werner von Siemens und am Vorabend Der Einweihuim des 3000. Kilometers der Reichsautobahnen. Dr. Tod t dankte für die Auszeichnung und gab einen kurzen Abriß aus seinem Tätigkeitsgebiet. Er kennzeichnete Die großen Wandlungen, Die Der Straßenbau in letzter Zeit auf allen Gebieten durchgemacht hat. In Der Sitzung des Stiftungsrates der Siemens- Ring-Stiftung wurde auch das Ergebnis des ersten von der Siemens-Ring-Stiftung veranstalteten Preisausschreibens bekanntgegeben. Der Preis von 1000 Mark wurde von dem Preisgericht einstimmig Dem Beratenden Ingenieur Dr. Rudolf B l o cst- m a n n (Kiel) zuertannt für eine Lebensbeschreibung von Rudolf Sigismund Blochmann. (Schlußsitzung der alten italienischen Kammer Alle Abgeordneten der neuen Kammer müssen im Kriegsfall old erste einrücken. Rom, 14.Dez. (DNB.) Mit der Schlußsitzung Der Dezembertagung fand Die 29. fünfjährige Legislaturperiode her italienischen Kammer ihren feier» sichen Abschluß. Nach 90jahriger Tätigkeit wird die bisherige Kammer, die auf Grund von Wah - l e n gebildet wurde, durch Die faschistische und korporative Kammer ersetzt, die Das EnDe Des parlamentarischen Systems besiegelt und zugleich einen entscheiDenden Schritt auf dem Wege Der verfassungsrechtlichen Reformen Darstellt. Die faschistische und korporative Kammer wird am 23. Marz 1939 zu ihrer ersten Sitzung zusammentreten. In der Dormittagssitzung kam es nach der Verabschiedung verschiedener Gesetzentwürfe zu einer Kundgebung für Viktor Emanuel III. Die Schlußsitzung am Nachmittag trug ein besonders festliches Gepräge. Sämtliche Abgeordnete trugen faschistische Uniformen. Kammerpräsident Graf Constanzo Ciano wurde lebhaft begrüßt. Als dann Der Duce erschien, bereiteten ihm Die Abgeordneten stürmische Kundgebungen. Dann wurden die Rasse n g e s e tz e sowie das Gesetz über die neue faschistische und korporative Kammer und schließlich das Gesetz, wonach in Zukunft sämtliche Abgeordnete Der neuen faschistischen und korporativen Kammer im Kriegsfall als erste, ungeachtet ihres Alters, an die Front gehen muffen, durch Akklamation angenommen. Die geheime Abstimmung ergab in jedem Falle eine einstimmige Annahme durch die 340 Abgeordneten. Nach Reden des Dekans Der Kammer, Des Geschichtsforschers Orano, sowie des Kammerpräsidenten Gros Ciano, Die die Tätigkeit der Kammer während der letzten fünf Jahre schilderten, sand die Schlußsitzung Der italienischen Kammer unter begeisterten Kundgebungen für den Duce ihren Abschluß. Der ilallenjsche Ulinifferraf genehmigt außerordentliche Wunsskredite. Rom, 14. De§. (Europapreß.) Der Ministerrat bat am Mittwoch den Voranschlag Des Staatshaushaltes 1939/40 genehmigt. Er sieht mit 24 561 Millionen Lire Einnahmen und 29 319 Millionen Lire Ausgaben einen Fehlbetrag von 4755 Millionen Lire vor. Zugleich wurde für Die beschleunigte Durchführung der „infolge Der Lage unerläßlich notwendigen R ü st u n g e n" eine außerordentliche Zuweisung von zehn Milliarden Lire beschloßen. Im kommenden Rechnungsjahr ist für das Heer, Die Flotte und Die Luftwaffe eine Gesamtausgabe von 8275 Millionen Lire vorgesehen, D. h. 2476 Millionen Lire mehr als im laufenden Rechnungsjahr; diese Summe wird als erster Anteil des neuen außerordentlichen Rü- stungskredits von zehn Milliarden betrachtet. Erheblich höher sind auch die Haushalte der Ministerien Der ösfentlichen Arbeiten und des Verkehrs im Zusammenhang mit dem Programm für Die öffentlichen Arbeiten, die Schiffs- bauten für die Handelsmarine, ferner für die Mi- nifterien der Landwirtschaft und Der der Korporationen im Zusammenhang mit Den Meliorationen und dem Autarkieplan, sowie für Das Kolonialministerium zum Zwecke der Erschließung des Imperiums. Herab^etzuna der Euezkanal-Gebühren Paris, 14. Dez. (DNB.) Die Agentur Havas veröffentlicht eine Mitteilung Der Suezkanal-Gesell- Ein Kommnniflenpuisch in Ecuador vereitelt. Auflösung des Parlaments Paris, 15. Dez. (DNB.) Havas meldet aus Quito (Ekuador): Mittwoch um 4 Uhr hat Der Präsident von Ekuador ein Dekret erlassen, das Die Auflösung des Parla me n t s anordnet infolge des Beschlusses Der Linksovvosition, zu ihrem Chef Den General Larrea zu wählen. Der Präsident kündigt seine Absicht an, weiterhin gemäß Der Verfassung und Den Gesetzen Der Republik zu regieren, ohne eine Diktatur ein^uführen. Ein zweites Dekret beruft dLs Wahlkollegium ein, das für das nächste Jahr neue Parlamentswahlen vorbereiten soll. Die Wahlen werden am zweiten Sonntag im Mai stattfinden, und die neugewählten Kammern werden am 10. August zusammentreten. Verschiedene Mitglieder des aufgelösten Parlaments versuchten, trotz des AuflosungsDekrets Der Regierung, weiterzutagen. Sie wurden verhaftet. In Ouito tft man Der Ansicht, daß Die energischen Maßnahmen Der Regierung Den Plan Der äußersten Linken, Die Macht zu ergreifen, unmöglich gemacht haben. Wie man weiter erfahrt, hat der Verteidigungsminister Der Presse mitgeteilt, Daß Das Militär Die Anordnungen des Staatspräsidenten anerkenne. Sämlliche Nachrichtenzentralen seien militärifd) besetzt worden. — Gerüchtweise verlautet, Daß auch der Präsident Des Kongresses, Arizaga Luque, verhaftet wurde. * Die Nachricht von dem verhinderten kommunistischen Staatsstreich in Ekuador hat in Lima in Den Kreisen Der panamerikanischen Konferenz großes Aufsehen heroorgerufen. Gewesen Delegierten, Die aus allzu durchsichtigen Gründen immer von einer „faschistischen Bedrohung" sprachen, ist Die Meldung über den neuen Linksputsch offensichtlich ungelegen gekommen. Kolumbien schlägt einen amerikanischen Völkerbund vor Lima, 15. Dez. (DNB. Funkspruch.) Nachdem der Plan Roosevelts, eine Militärallianz zustandezubringen, gescheitert ist, versucht die USA.’DeTegation auf der panamerikanischen Konfe- renz wenigstens andere aus Der gleichen Ebene liegende Projekte zu fördern. Propagandistisch stark ausgewertet wird von Den Vereinigten Staaten die Nachricht aus Washington, nach der 40 Millionen Dollar für die Verstärkung der südcrmerikanrschen — Linkspolitiker verhaftet. Kabeldienste zur Verfügung gestellt werden sollen. Der kolumbische Außenminister begründete den Antrag auf Schaffung einer amerikanischen Staatenliga. Er führte vor Den Teilnehmern der panamerikanischen Konferenz aus, daß das geschlagene Europa seine eigenen Angelegenheiten regeln möge, wie Dies auch Amerika tun sollte. Die Haltung jedes einzelnen amerikanischen Staates im Konfsiktfalle gegenüber anderen Kontinenten sollte jehod) in Zu« fünft der kollektiven Zustimmung Pan« amerifas unterworfen fein. Die Stunde verlange gebieterisch Die Gründung Der amerikanischen Staatenliga. Der Außenminister kam auch auf Die Einwanderung zu sprechen und bezeichnete es als einen Störungsfaktor, wenn. Die Kolonisten mit ihrem Ursprungsland in Fühlung biteben. Der brasilianische Nationalismus ^RiodeIaneiro, 14. Dez. (DNB.) Auf einem «portfest Des brasilianischen Heeres betonte Präsident Vargas in einer Rede Den Einfluß, Den bestimmte Wandlungen Der Weltpolitik auf Brasilien dadurch gehabt hätten, daß auch hier neue Grundtatsachen anerkannt worden seien. Es handele sich dabei um Den Vorrang Der Gemeinfchaftsrechte vor den Rechten einzelner Personen, weiter um den Vorrang wirtschaftlicher Notwendigkeiten vor sog. juristischen Auffasiungen und drtttens um bas Entstehen eines Nationalismus, wie er starken Völkern eigen sei. Dieser Nationalismus finde seine Rechtfertigung in seinen Erfolgen. Für Brasilien sei das Hauptproblem der uner» schlossene Reichtum Des Landes, Die geringe Besiedlung und Die ungünstig verteilte Levolkerungs- dichte. Die langsame Formung eines brasilianischen Nationalbegriffes infolge zahlreicher starker Einwanderersiedlungen, die schwer oder gar nicht zu assimilieren seien, und Das Vorhandensein regional listischer Tendenzen. Vargas sprach zwar die Hoffnung aus. daß Die Solidarität Der amerikanischen Völker noch verstärkt werden möge, wies aber auch daraufhin, daß Brasilien keinem Lande oder Volke mit Ausnahme der Sowjetunion feindlich gegenüberstehe. Die Sowjetunion bilde einen schroffen Gegensatz zum überlieferten Cmp- finden der brasilianischen Bevölkerung. schäft, wonach mit Wirkung vom 15. Dezember 1938 eine vom Verwaltungsrat der Suezkanal-Gesellschaft am 5. September 1938 beschlossene Herabsetzung der Durchfahrttarife in Kraft tritt. Bonnet lehnt Italiens Forderungen ab. Erklärungen des fraHösischen Autzeummisters int Kammerausschutz. Paris, 15. Dez. (Europapreß.) Die Pariser Morgenblätter bringen in großer Aufmachung Erklärungen Des Außenministers Bonnet vor Dem Außenpolitischen Ausschuß Der Kammer, wonach Frankreich keinen Fußbreit Bodens an Italien abtreten wolle und jeder Versuch, eine italienische Forderung nach dieser Richtung zu verwirklichen, zu einem bewaffneten Konflikt fuhren müsse. Die Blätter unterstreichen auch Die Erklärungen, durch die Bonnet sich die am 4. Dezember 1936 pon Dem damaligen Außemnini- ster Dekbos ausaesprochene Bereitschaft zu eigen machte, daß im Falle eines nichtprovozierten Angriffs Frankreich Großbrttannien sofort zu Hilfe kommen werde. In Verblndung Damit bringen die Moraendlätter die Erklärungen Chamberlains, wonach das englisch-italienische Abkommen sich auch aus Tunis beziehe. Die Blätter unterstreichen dadurch Die enge Verbundenheit der französischen und Der englischen Politik im Mittelmeer. Der rechtsstehende „Jour" schreibt, England und Frankreich hätten nein gesagt. Noch niemals sei Die Stellung Frankreichs und Englands klarer zum Ausdruck gebracht worden, niemals habe sich ein solcher Gleichklang in den diplomatischen Handlun- gen und in den Gefühlen der beiden Völker kund- getan, wie dies jetzt der Fall gewesen sei. Die radikalsozialistische „Ere Nouvelle erklärt, die italienischen Forderungen kämen weder für Frankreich noch für England in Frage. Frankreich und Internationale Kriegshetzer am Pranger. Bundesrat Motta geißelt das verderbliche Treiben bolschewistischer Brunnenvergifter in der Schweiz. Lern, 14. Dez. (DNB.) Bundespräsident Sau« mann und Bundesrat Motta goto rm Ratio- nalrat Erklärungen Nb, die sowohl eine scharfe Zurechtweisung gewisser Schweizer Kreise bleuten, die sich in wilder Gerüchtemacher ei überbieten, als auch eine klare Anprangerung bolschewistischer und deutschfeindlicher Brunnerwergifter darstellen. Der Bundesrat versicherte, die Schweiz wolle chre Ideale hochhalten, ohne daß die guten Beziehungen zum Auslands gestört werden. Die wilde Gerüchtemacherei sei eine große Gefahr für das Land. Der Bundesrat fei entschlossen, Len Gerüchten mit aller Entschiedenheit entgegenzutreten. Der neue Bundesratsveschluß zur geistigen Landesverteidigung sehe auch eine Bestrafung derjenigen vor, die durch wissentlich verbreitete Falschmeldungen die innere und äußere Sicherheit des Landes gefährden. Bundesrat Motta, der Leiter des polttifchen Departements, kam sodann auf die Verleumdungen gegenüber dem deutschen Geschäftsträger m Bern, Freiherrn von Bibra, zu sprechen. Diese Verleumdungen, so erklärte er, sind ein typischer Fall von Lügen zu politischen Zwecken. Sie gäben das passende Beispiel zu folgender abenteuerlicher Nachricht, die in der Schweiz herumgeboten worden sei: „In mehreren deutschen Bahnhöfen, so hieß es, hätten zahlreiche Personen mit eigenen Augen Plakate gesehen, die oerLindeten, daß zwei Millionen Deutsch-Schweizer eine baldige Befreiung erhoffen." „Diese Meldung", so erklärte Motta, „ist eine Schandtat. Sie ist durch den Moskauer Radiosender verbreitet worden, sie trug also das Zeichen der Dritten Internationale und des Bolschewismus. Was di« Verleumdungen gegenüber Herrn von Bibra betrifft, so gingen diese zuerst vom ,News Chromcle^ aus. Ich habe mich nach der Einstellung dieser Zeitung erkundigt. Man hat mir geantwortet, daß sie in gewisser Hinsicht noch weiter links stehe als das offizielle Organ der Labour Party, der »Daily Herold'. Das genannte Blatt, fuhr der Bundesrat fort, habe in sensationeller Aufmachung bekanntgegeben, daß Herr von Bibra von maßgeblicher reichsdeutscher Stelle den Befehl erhalten habe, dahin tätig zu sein, die Aufteilung der Schweiz vorzubereiten. Die deutsche Schweiz werde zu Deutschland geschlagen werden, der Tessin zu Italien und die Westschweiz zu Frankreich. Diese von der sozialdemokratisch en und kommunistischen Presse sofort verbreitete Meldung hatte ein zähes Leben. Doch siehe, vor ganz wenigen Tagen eilte noch eine andere wohl-bekannte Zeitung, das »Oeuvre^ in Paris, zur Unterstützung herbei. Eine Journalistin, die ich aus Ehrfurcht vor ihrem Geschlecht nicht nennen möchte, die ich aber gut kenne, wiederholte die bereits von der englischen Zeitung veröffentlichte Nachricht und betonte, daß Herr von Bibra neulich der Titel eines Svnderkommisars für den Anschluß der Schweiz beigegeben wurde. Es handelt sich hier um einen charakteristischen Fall dessen, was die deutsche Sprache mit Brunnenvergiftung bezeichnet. Ich wollte — sagte Motta dann — darüber ins Reine kommen. Ich babe alle meine Beamten gefragt, die regelmäßige Beziehungen mit Herrn von Bibra unterhalten. Ihr Urteil lautet einstimmig: Herr von Bibra war stets angenehm und korrekt uns gegenüber, verständnisvoll, er fjat uns oft geholfen, schwierige Fälle einer Lösung entgegenzufuhren.' Ich halte es für die Pflicht eines Ehrenmannes, mit aller Schärfe zu protestieren gegen die falsche Nachricht, die gegen einen Diplomaten gerichtet worden ist, der einer bei uns akkredierten Gesandtschaft angehört. Doch_ was halten Sie, meine Herren, von den Ausländern, die unter dem Vorwand, uns Über die uns bedrohenden Gefahren aufklären zu wollen, uns um jeden Preis mit zweien unserer Nach- barn verfeinden wollen? Jene Leute können sich nicht zufrieden geben, bis sie Europa und vi-elleicht die ganze Welt in den Abgrund eines allgemeinen Krieges stürzen sehen —" Motta forderte von der Schweizer Presse Objektivität und freiwillige DiszipLin im Interesse des Landes. Der Bundesrat schloß: „Ich bin betroffen, meine Herren, ob der Besorgtheit, die sich gewisser Gegenden unseres Landes bemächtigt hat. Diese Besorgnis ist nicht gerechtfertigt. Eine nervöse und ängstliche Haltung geziemt uns Schweizern nicht." Wahl des Bundespräsidenten in der Schweiz. Bern, 14. Dez. (DNB.) Am Donnerstag hat di-e vereinigte Bundesversammlung, wie alljährlich, in der zweiten Woche ihrer Dezemberberatungen den Bundespräsidenten für das Jahr 1939 und. fernen Vizepräsidenten zu wählen. Nach dem traditionellen Turnus wird der jetzige Vizepräsident des Bundesrates, Etter, der Leiter des Innendepartements, nunmehr die höchste Würde des Landes einnehmen, nachdem für das Jahr 1938 Bundesrat Baumann, der Leiter des Justiz- und Polizeidepartements, diese inne hatte. Als Vizepräsident ist Bundesrat Pilet- G o a z, der Leiter des Poft- und Eifenbahn- departements, vorgesehen, der der Freisinnigen Demokratischen Partei anqehört Gleichzeitig mit diesen Wahlen findet die Ersatzwahl für den aus* scheuenden Bundesrat Meyer, den Leiter des FinanzdepartemeMs, statt. Tliederländisch-Lndien wehrt fich gegen jüdische Gauner. Amsterdam, 14. Dez. (DNB.) Das niederländisch-indische Blatt ,Lava-Bode" wendet sich sehr entschieden gegen d i e Zulassung vonjüdi- schen Emigranten nach wederlandisch-Indien. Auch für landwirtschaftliche Siedler dürfe keine Ausnahme gemacht werden, denn es fei mit Sicherheit anzunehmen, daß diese Juden, wenn es ihnen in den ihnen zugewiesenen Gebieten nicht mehr gefalle, in d i e Städte abwanderten. Ein Zustrom von Juden in Niederländisch-Indien bringe bei den hinlänglich bekannten jüdischen Geschäftsmethoden bald einen Teil des Außenhandels Nieder- ländflch-Jndiens in jüdische Häickie, wonach zahlreiche Holländer aus ihren Stellungen gedrängt werden würden. In der Nachkriegszeit hätten die Mischen Aerzte, die aus der Tschecho-Slowakei und aus Oesterreich zugewandert seien, durch ihr typisch jüdisches Gebaren die holländischen Aerzte schwer geschädigt. Jüdische Juweliere hätten in Surabaja durch chre Agenten die leichtgläubigen Eingeborenen zum Kauf von allerlei unnützem Tand auf Abzahlung überredet: dann seien diese Eingeborenen, da sie Die jüdischen Zahlungsbedingungen nicht hätten erfüllen können, gerichtlich verfolgt worden und in wirtschaftliche Not geraten. Gerade im Hinblick auf das Wohl der Eingeborenen und der Indo- Europäer, die den jüdischen Geschäftsmechoden in chrer Leichtgläubigkeit in keiner Weise gewachsen seien, müsse jeder Zuzug von Juden verhindert werden. Nas Urteil im Gkoblin-Prozeß Die Plewitzkaja zu zwanzig Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Paris, 14. Dez. (Europapreß.) Nach neun- tägiger Verhandlungsdauer fällte das Pariser Geschworenengericht das Urteil im Skoblin-Prozeß. Frau Skoblin, bekannt unter dem Namen Plewitz- kaja, wurde zu zwanzig Jahren Zwangsarbeit und zu weiteren zehn Jahren Aufenthaltsverweigerung in Frankreich verurteilt. Die Geschworenen hatten auf alle ihnen vorgelegten Fragen nach der Schuld der Angeklagten mit „3a" geantwortet und damit die Plewitzkaja als schuldig erkannt. Zugleich billigten die Geschworenen aber der Angeklagten mildernde Umstände zu. Schließlich verkündete das Gericht, nachdem es sich zur Urteilsberatung zurückgezogen hatte, das oben erwähnte Urteil. Es waren zum Teil recht schwierige Fragen gewesen, über die sich die Geschworenen hatten entscheiden müssen, z. T. darüber, ob der General Miller gefangen gehalten worden sei, ob die Plewitzkaja hierbei Hilfe leistete, ob gegen General Miller Gewalttaten begangen worden feien oder ob man dem weißrussischen General eine Falle gestellt habe, wobei die Angeklagte mitschuldig fein könnte u. a. m. Das Strafmaß richtete sich danach, für welche Taten die Angeklagte als schuldig befunden wurde. Das H ö ch st m a ß hätte auf lebenslängliche Zwangsarbeit lauten können, doch konnte auf diese Strafe nicht erkannt werden, weil die Geschworenen für mildernde Um- stände eingetreten waren. Die Veweisanträge der Verteidiger der Plewitzkaja waren von den Geschworenen als nicht stichhaltig verworfen worden. Besonders beeindruckt zeigte sich das Gericht von der wüMgen Haltung, die die Gattin des von der GPU. verschleppten und ermordeten weiß- russischen Generals Miller während des Prozeßverlaufs eingenommen hatte. Bretonische Separatisten vor Gericht. Paris, 15. Dez. (DNB.) Am Mittwoch hat vor dem Strafgericht in R e n n e s ein interessanter Prozeß feinen Anfang genommen. Angeklagt sind der Direktor der National bretonischen Partei, Fran^oi^ Debeauvais, und der Chefredakteur der bretonischen Autonomistenzeitung „Breiz-Ato", Oliver Mordel, weil sie durch Maueranschläge und Zeitungsartikel es unternommen hätten, die Unversehrtheit des französischen Nationalterritoriums zu beeinträchtigen. Beide Angeklagte hatten geschrieben. daß die Bretagne ihre volle Blüte und Entwicklung nur dann erreichen könne, wenn sie von Frankreich getrennt und eine unabhängige Republik und souveräner Staat werden würde. Der Präsident des Gerichtes betonte die schwerwiegende Bedeutung dieser Angriffe in einem Augenblick, wo Frankreich eine ernste Krise sowohl in seiner Wirtschaft wie auch in seinen Finanzen durchmache. In einem derartigen Augenblick könne Frankreich von seinen Staatsangehörigen keine „Ungezogenheiten" vertragen. — Der Präsident fragte daraufhin die Angeklagten, ob sie etwas zu ihrer Verteidigung zu sagen hätten. Debeauvais sowie Mordet benutzten diese Gelegenheit, um ihv Programm und ihre Forderungen in längeren Ausführungen darzulegen. Sie schlossen mit der Forderung, Frankreich müsse den Bretonen das bemili ligen, was es in den Friedensverträgen mit ausländischen Staaten bewilligt habe, nämlich das Recht auf die eigene Sprache und das Völkerrecht. Der Staatsanwalt bezog sich auf die Notverordnungen und besonders auf das Dekret vom 28. Mai 1938, das eine Beeinträchtigung des französischen Nationalgebietes unter Strafe ftellt, und forderte vom Gericht äußerste Strenge. Das Gericht wird am Samstag das Urteil fällen. Aegypten fetzt den Hüstnngsplan herab. Kairo, 14. Dez. (Europapreß.) Erhebliche Einschränkungen gegenüber dem bisherigen Plan sieht der neue ägyptische Fünfjahres -- Rüstungsplan vor, der in der Dienstagfitzung des Nationalen Verteidigungsrats Aegyptens unter Vorsitz des ägyptischen Ministerpräsidenten Mohammed Mahmud Pascha angenommen mürbe. An Stelle der ursprünglich geplanten Aufrüstung der Luftwaffe auf tausend.Flugzeuge sollen nach dem neuen Fünfjahresplan" nur 500 Flugzeuge unter einem Kostenaufwand von sechs Millionen ägypt. Pfund angefchafft werden. Außerdem ist die Einrichtung einer Waffenfabrik, einer Munitionsfabrik und einer Fabrik für Flugzeug-Karosserien mit einem Ge- famtkostenaufwand von 700 000 ägypt. Pfund vorgesehen. Die Effektivstärke des Heeres soll nach dem Fünfjahresplan 50 000 Mann betragen und nicht, wie ursprünglich vorgesehen war, 100 000 Mann. Die Re serve soll sich auf 60 000 Mann belaufen. Dementsprechend sind die Gejamtkosten des auf fünf Jahre verteilten Rüstungsplans, die ursprünglich mit 46 Millionen ägypt. Pfund angesetzt waren, auf 20 Millionen Pfund vermindert worden. Der Funffahres-Rüstungsplan wurde mit dem Vorbehalt angenommen, daß seine Finanzierung aus Haushaltsmitteln möglich sei. Das neue jugoslawische Parlament. Belgrad, 15. Dez. (Europapreß.) Am Mittwochabend wurde die Verteilung der Mandate in der neuen Skupsastina bekanntgegeben. Die Regierungspartei erhält danach 304, die Liste Matschet 68 Mandate. Unter den Abgeordneten der neuen Skupschtina befindet sich auch der frühere Ministerpräsident General Schiwkowitsch, wäh- rend sein Verbündeter und Parteigenosse, der frühere 4Vlo auslosbare Gchatzanweisungen des Deutschen Reichs von 1938, Vierte Folge, rückzahlbar zum Nennwert fn den Jahren 1953—1958 Zeichnungsangebot Zur Fortführung der von der Reichsregierung übernommenen Aufgaben begibt das Deutsche Reich RM. 1500 000000,- 41/2% auslosbare Schatzanweisungen von 1938, Vierte Folge. Die Schatzanweisungen lauten über RM. 100, 500, 1000, 5000, 10000 und 20000. Sie sind vom 1. November 1938 ab mit 4%% jährlich verzinslich. Die Zinsen werden halbjährlich am 2. Mai und 1. November j. I. gezahlt, erstmalig am 2. Mai 1939. Die Schatzanweisungen dieser Folge werden in sechs annähernd gleich große Gruppen eingeteilt. Je eine dieser Gruppen wird zur Rückzahlung zum 1. November der Jahre 1953 bis 1958 ausgelost werden. Die Rückzahlung erfolgt zum Nennwert. Die Auslosungen finden in dem vor dem Rückzahlungstag endenden Vierteljahr statt. Die jeweils ausgeloste Gruppe wird im Deutschen Reichsanzeiger bekänntgemacht. Die Kündigung aller Schatzanweisungen dieser Folge oder von Teilen der Schatzanweisungen dieser Folge zu einem früheren Zeitpunkt, jedoch nicht vor dem 1. November 1943, bleibt Vorbehalten. Den Zeichnern wird zur Wahl gestellt, entweder die Ausfertigung der gezeichneten Stücke oder deren Einlegung in ein Sammeldepot bei einer Wertpapiersammelbank oder die Eintragung in das Reichsschuldbuch zu beantragen. Die neuen Schatzanweisungen des Deutschen Reichs sind gemäß § 1807 BGB. mündelsicher. Sie können nach Erscheinen im Lombardverkehr der Reichsbank beliehen werden und sind auch im Lombardverkehr bei der Preußischen Staatsbank (Seehandlung) als Deckung zugelassen. Die Einführung der 4%% Reichsschatzanweisungen von 1938, Vierte Folge, an den deutschen Börsen wird alsbald nach ihrem Erscheinen veranlaßt werden. Die vorstehend bezeichneten RM. 1500000000,- 471 % auslosbare Schatzanweisungen des Deutschen Reichs von 1938, Vierte Folge, werden hiermit im Auftrage des Reichs durch das unterzeichnete Konsortium zur öffentlichen Zeichnung unter den nachfolgenden Bedingungen aufgelegt geichnungsbedingungen 1. Der Zeichnungspreis beträgt 98%% unter Verrechnung von Stückzinsen (siehe Ziffer 4). Die Börsenumsatzsteuer trägt der Zeichner. 2. Zeichnungen werden in der Zeit vom 28. November 1938 bis 9. Januar 1939 bei den in der Anlage zu diesem Angebot genannten Banken, Bankfirmen und deren deutschen Zweigniederlassungen während der üblichen Geschäftsstunden entgegen- genommen. Pie Zeichnung kann auch durch Vermittlung aller übrigen Bauten, Bankiers, Sparkassen, Äiwkasseu und Kreditgenossenschaften bei den Zeichnungsstetten vor- genommen werden. Früherer Schluß des ZeichnungsgeschSfts bleibt Vorbehalten. 3. Die Zutellung erfolgt baldmöglichst nach Ablauf der Zeichnungsfrist und bleibt dem Ermessen der Zeichnungsstellen überlassen. Anmeldungen auf bestimmte Stücke können insoweit berücksichtigt werden, als dies mit dem Interesse der übrigen Abnehmer ver- trägltch erscheint. Ein Anspruch auf Zuteilung kann aus etwa vorzeitig eingezahlten Beträgen nur hergeleitet werden, soweit durch die Zeichnungsstellen die Berücksichtigung der gezeichneten Beträge fest zugesagt worden ist. 4. Die Bezahlung der zugeteilten Schatzanweisungen hat spätestens mit und Die Zeichner erhalten zunächst nichtübertragbare Kassenauittungen, gegen deren Rückgabe später die Stücke durch die Zeichnungsstellen ausgegeben werden. zuzüglich 4 %% Stückzinsen vom 1. 11. 1938 (einschl.) bis zum 40% in der Zeit bis zum 17. 1. 1939 20% „ „ „ „ „ 27. 1. 1939 20% „ „ „ „ „ 13. 2. 1939 restl. 20% „ „ „ „ „ 25. 2. 1939 und „ restl. 20% „ „ „ „ „ 25. 2. 1939 Zahlungstage bei derjenigen Stelle, welche die Zeichnungen entgegengenommen hat, zu erfolgen. Teilzahlungen und Vollzahlung vor diesen Terminen sind zulässig; von den Zeich nungsstellen fest zugesagte Beträge können auch schon vom ersten Zeichnungstage ab beglichen werden. Bei Teilzahlungen werden im allgemeinen nur durch 100 teilbare Nennbeträge abgerechnet. Die Zahlung braucht er ft geleistet zu werden, wenn die Summe der fällig gewordenen Tellbeträge wenigstens einen Nennbetrag von RM. 100,— ergibt. Auf Wunsch der Zeichner werden jedoch auch geringere Nennbeträge als RM. 100,— abgerechnet werden. 5. Die Lieferung der 4y2% Reichsschatzanweisungen von 1938, Vierte Folge, erfolgt baldmöglichst. Im November 1938. Berlin, Bochum, Braunschweig, Bremen, Breslau, Chemnitz, Dresden, Düsseldorf, Essen, Frankfurt (Main), Halle (Saale), Hamburg, Karlsruhe (Baden), Köln, Leipzig, München, Oldenburg i. O., Schwerin (Meckl.), Stuttgart, Weimar, Wien. Reichsbank. Bank der Deutschen Arbeit A.G. Commerz- und Privat-Bank Aktiengesellschaft. Deutsche Bank. Deutsche Landesbankenzentrale Aktiengesellschaft. Dresdner Bank. Reichs-Kredit-Gesellschaft Aktiengesellschaft. Braunschweigische Staatsbank (Lechhausanstalt). Eichborn & Co. E. Heimann. Sächsische Staatsbank. C. G. Tri..kaus. Deutsche Effecten- und Wechsel-Bank. B. Metzler seel. Sohn & Co. Vereinsbank in Hamburg. Preußische Staatsbank (S e e h a n d l u n g). Berliner Handels-Gesellschaft. Delbrück Schickler L Co. Deutsche Girozentrale — Deutsche Kommunalbank —. Deutsche Zentralgenossenschaftskasse. Hardy & Co. Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Westfalenbank Aktiengesellschaft. Norddeutsche Kreditbank Aktiengesellschaft. Bayet L Heinze. SächsischeBank. Burkhardt L Co. Gebrüder Bethmann. Frankfurter Bank. Hallescher Bankverein von Kulisch, Kaempf & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien. M. M. Warburg & Co. Kommanditgesellschaft. Westholsteinische Bank, Altona. Badische Bank. Pferdmenges & Co. I. H. Stein. Allgemeine Deutsche Credit-Anstalt. Bayerische Hypotheken- und Wechsel-Bank. Bayerische Staatsbank. Bayerische Bereinsbank. Merck, Finck & Co. Seiler & Co. Oldenburgische Landesbank A.-G. 8190 V Mecklenburgische Depositen- und Wechselbank. Württembergische Bank. Thüringische Staatsbank. LknMsch^ Oesterreichische Creditanstalt — Wiener Bankverein. Ministerpräsident Ieftitsch, kein Mandat erhalten hat. Auch die Führer der serbischen demokratischen Opposition. Dawidowitsch und Iwanowitsch, gingen leer aus.-Die neue Skupschtina wird eine große Anzahl Abgeordneter haben, die bisher kein Mandat innehatten. Von den oppositionellen Parlamentariern, die wieder in das Parlament gelangen, wird der frühere Minister und ehemals führendes Mitglied der Serbischen Radikalen Partei, Markowitsch, nach langjähriger Pause wieder in die Skupschtina einziehen. Rumänische Regierung verbietet Weihnachtsbäume. Bukarest, 14. Dez. (DNB.) Das Ackerbauministerium hat das Schneiden uni) den Verkauf von Tannenbäumen mit der Begründung verboten, es handele sich beim Aufstellen des Christbaumes um eine unrumänische Sitte. Das Verbot ist die Folge einer vor kurzer Zeit erfolgten Stellungnahme der „Landeswach t", der rumänischen Staatsjugendorganisation, in der außer der Abschaffung des Weihnachtsbaumes dazu aufgerufen worden war, die alten rumänischen Bräuche des Weihnachtskranzes, des Umhergehens mit dem Stern usw. wiedereinzuführen und zu pflegen. Die zweite Begründung lautet, daß die rumänischen Wälder durch das Schneiden der Tannenbäume gefährdet würden. Die volksdeutsche Presse in Rumänien hatte darauf hingewiefen, daß dieser zweite Grund bei dem Waldreichtum Rumäniens in keiner Weise stichhaltig sei. Gegen die Erhaltung der alten Bräuche sei selbstverständlich nichts einzuwenden. Doch müsse das auch für die deutsche V o l k s- gruppe gelten, der der Weihnachtsbaum ein heiliges Symbol sei. Der Bitte, den Ankauf von Weihnachtsbäumen nicht unmöglich zu machen, hat sich die rumänische Regierung versagt. Sie hat ein allgemeines Verbot erlassen, durch das die Deutschen Rumäniens schwer betroffen werden. In der rumänischen Zeitung „Curentul" schrieb Romulus Dianu, ein bekannter Journalist, er finde die Abschaffung des Weihnachtsbaumes wie ein Attentat gegen die wundervolle Kindheit, wie ein grausamer und egoistischer Akt einer Generation gegen die nachfolgende Generation. Die wenigen tausend Tannen, die von den Bergspitzen herabgeholt würden, schädigten nicht das Eigentum des Landes. Schädigung und Raub kämen von anderen und nicht von diesen winterlichen Sitten! Die Deutschen im Prager Parlament. Zur Mitarbeit bereit. Prag, 14. Dez. (Europapreß.) Am Mittwoch wurde im Prager Abgeordnetenhaus die Aussprache über die Regierungserklärung des Ministerpräsidenten Beran eröffnet. Der Vertreter der Ungarn in der Tschecho-Slowakei, Graf Esterhazy, erklärte, daß die in der Tschecho-Slowakei verbliebenen Ungarn auch von den gegenwärtigen Machthabern die volle Respektierung ihrer nationalen Rechte und die Garantie ihrer Lebensmöglichkeiten forderten. Das Ungartum mache von den programmatischen Erklärungen des slowakischen Ministerpräsidenten seine weitere Haltung abhängig. Der Führer des Klubs der deutschen nationalsozialistischen Abgeordneten und Senatoren, K u n d t, sagte, der Klub enthält sich jedweder Stellungnahme. Das Parlament muß sich bemühen, in einem neuen Geiste eine neue Zeit mitzugestalten helfen. So wollen auch wir die Vergangenheit übersehen und an dieser Neugestaltung den uns zukommenden Anteil nehmen. Wir wollen mit nüchternem Realismus urteilen, ob der in der Regierungserklärung dar- gebrachte gute Wille, ein neues Verhältnis zum Deutschen Reich und zum deutschen Volk zu finden, nun auch in d i e Tat umgesetzt wird und ein neues Verhältnis zu dem in der Tschocho-Slowakei verbleibenden Deutschtum in kürzester Frist Wirklichkeit werden wird. Wir verkennen nicht die Schwierigkeiten und sind bereit, nach besten Kräften mitzuhelfen. Das setzt jedoch voraus, daß vor allem vom tschechischen Volk die Tatsache anerkannt wird, daß selbstverständlich die hier verbleibenden Deutschen Glieder und Träger der deutschen nationalsozialistischen Volksgemeinschaft unter der Führung Adolf Hitlers sind. Kleine politische Nachrichten. Reichsbankpräsident Dr. Schacht traf zu einem kurzen Besuch in London ein. Während seines Londoner Aufenthalts ist Dr. Schacht Gast des Direktors der Bank von England, Montagu Norman. ♦ In Essen gab Gauleiter und Oberpräsident Ter- b o v e n zu Ehren des italienischen Korporationsministers L a n t i n i einen Empfang, zu dem sich zahlreiche führende Männer der Partei, des Staates, der Behörden, der Wirtschaft und der Wehrmacht sowie des kulturellen Lebens eingefunden hatten. Wirtschaft. Ahein-Mainifche Börse. ANtlagsbörse freundlich. Frankfurt a. M., 14. Dez. Auf Grund kleinster Käufe der Kundschaft erfuhr die Börse am Aktienmarkt eine weitere leichte Erholung, zumal Abgaben nur noch in kleinem Umfange vorgenommen wurden, wobei es sich zumeist um Kassaabgaben handelte. Das Geschäft blieb indessen weiterhin sehr ruhig, da sich die Kulisse nur zögernd daran beteiligte. Im Durchschnitt lagen die ersten Kurse 0,50 bis 1 v. H. über dem gestrigen Stand. Stärker erhöht nach Pause waren Deutsche Linoleum mit 147,50 (145). Von Montanwerten zogen Rheinstahl auf 130.50 (129,25), Mannesmann auf 106 (105,13) und Verein. Stahl auf 103,50 (103) an. Maschinenwerte besserten sich um 0,50 v. H. Elektropapiere lagen ruhig, AEG. 1 v. H. höher mit 113,50, hingegen Siemens 188,50 (189). IG.-Farben bei etwas mehr Umsatz 148 (147,25). Knapp behauptet lagen Westdeutsche Kaufhof mit 101,25 (101,75). An den übrigen Marktgebieten fehlte es an Erstnotierungen. Der Rentenmarkt lag still. Es überwogen weiterhin kleine Abgaben, doch traten nur auf Teilgebieten noch weitere Rückgänge ein. Reichsaltbesitz unv. 127,65. Im Freiverkehr stellten sich Kommu- nal-Umschuldung auf unv. 92,05, späte Schuldbuchforderungen und Wiederaufbauzuschläge je 0,13 o. H. höher mit 97,90 bzw. 81,13, 4 v. H. Rentenbank-Ablösung gehalten mit 88,25 bis 88,40. Industrie-Obligationen waren zumeist leicht erholt und Stadtanleihen konnten sich behaupten, ebenso zeigten Liaui- dationspfandbriefe keine Abweichungen. Goldpfandbriefe und Kommunal-Obligationen gaben dagegen in Anpassung an die schon auf 99 bzw. 98,50 ermäßigten Papiere weiter nach, insbesondere einige über pari stehende Serien. Unverändert blieben aber weiterhin die reichsmündelsicheren Werte der Preuß. Landespfandbrief-Anstalt. Abendbörse still. Die Abendbörse war nahezu ohne Aufträge und hatte daher auf fast allen Gebieten sehr begrenztes Geschäft. Da anderseits Angebot auch nicht vorlag, konnten sich die Aktienkurse ziemlich behaupten oder waren um Prozentteile darunter gefragt Etwas niedriger lagen u. a. IG. Farben mit 148 (148,25), Buderus mit 105,50 (106), Mannesmann mit 105,75 (106), Daimler mit 128 (128,50), Bemberq mit 132,75 (133), Geffürel mit 126,50 (127) und Allg. Lokal und Kraft mit 135,25 (135,75), etwas höher nur Rheinstahl mit 130,75 (130,50). Sonst tarnen u. a. zur Notiz: Adlerwerke 102,25, MAN. 134,75, Scheideanstalt 193, Junghans 99,50, Mainkraft 95, Metallgesellschaft 116, Moenus 122,50, Rheinmetall 128,25, VDM. 171, Commerzbank 110. frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 14. Dez. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in RM.: Weizen W 9 204, W 11 206, W 12 207, W 13 208, W 16 211, W 18 213, W 19 215, W 20 217, Roggen R11 189, R12 190, R14 192, R15 193, R 16 195, R 17 196, R 18 197, R 19 199 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futterqerste —, Futterhafer —. Weizenmehl Type 812 2Ö 13 29,45, W 16 29,45, W 18 29,45, W 19 29,45, W 20 (Kreis Alzey) 29,45, W 20 (Kreis Worms) 29,80 plus 0,50 RM. Fracht-Ausgleich. Für Weizenmehl Type 812 mit Beimischung von Maisbackmehl liegen die Preise 30 Pfennig unter den Notierungen. Roggenmehl R 12 22,45, R15 22,80, R 16 22,95, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 RM. Fracht - Ausgleich. Weizenfuttermehl 13,60, Weizenkleie W13 10,73, W16 10,90, W18 11,00, W19 11,10, W20 11,20 Mühlenfestpreis ab Mühlenstation. Roggenfuttermehl R19 12,50, Rogge n- vollkleie R19 11,00. Roggenkleie R 12 9,95, R15 10,15, R 16 10,25, R 18 10,40, R 19 10,50 Mühlenfestpreis ab Mühlenstation. Treber —. Wiesenheu, handelsüblich, gesund, trocken 5,00 bis 5,20, Wiesenheu, gut, gesund, trocken 6,00 bis 6,20, Kleeheu, gut, gesund, trocken 7,00 bis 7,50, Luzerneheu, gut, gesund, trocken 7,50 bis 7,80, Weizenstroh, bindfadengepreßt oder gebündelt 2,80, Roggenstroh, bindfadengepreßt oder gebündelt 3,00, Hafer- und Gerstestroh, bindfadengepreßt oder gebündelt 2,60 bis 2,70 Erzeugerpreis ab Erzeuger-Verladestation. Tendenz: ruhig. frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 15y. Dez. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 1342 Rinder (269 Ochsen, 129 Bullen, 678 Kühe, 266 Färsen), 324 Kälber, 65 Härnrnel, 76 Schafe, 225 Schweine. Es kosteten: Ochsen 37,50 bis 46,50 Mark, Bullen 35,50 bis 44,50, Kühe 18 bis 44,50, Färsen 36 bis 45,50, Kälber 35 bis 65, Hämrnel 30 bis 52, Schafe 20 bis 42, Schweine 50 bis 59 Mark. — Marktoerlauf: Rinder, Kälber und Schweine zu- geteilt; Härnrnel und Schafe mittelmäßig. VezirksschöffengmOt Gießen. Der W. D. aus Bettenhausen war wegen falscher Anschuldigung angeklagt. Er hatte im Jahre 1937 bei dem Ortsbauernführer in Bettenhausen zu Protokoll erklärt, er habe gesehen, wie ein anderer Einwohner, der eine Saatbaustelle in Bettenhausen betretet, auf getaufte Kartoffeln mit Plomben des Reichsnährstandes versehen und als Saatgut verkauft habe. Daraufhin erstattete der Ortsbauernführer pflichtgemäß Anzeige beim Reichsnährstand in Frankfurt a. M. Der betreffende Ortseinwohner erhielt eine Ordnungsstrafe. Gegen diesen Strafbescheid legte er Beschwerde ein. Das Schiedsgericht für landwirtschaftliche Marktregelung in Berlin hob auf die Beschwerde hin den Strafbescheid auf. Es stellte sich dort nämlich heraus, daß der Beschwerde» ührer im Jahre 1936 Plomben vom Reichsnähr» tand bekommen hatte, während der fragliche Vorgang sich nach den Angaben des D. bereits 1935 abgespielt haben sollte. Der Angeklagte D. wurde verschiedentlich gehört. Er behauptete nach wie vor, die Angelegenheit habe sich 1935 abgespielt. Auf einen Einwand hin erklärte er, daß der Zeuge K. sich wahrscheinlich die Plomben 1935 auf unrechtmäßige Weise verschafft hätte. Es wurde dann gegen K. Anzeige wegen Betrugs erstattet. In diesem Verfahren wurde der jetzige Angeklagte D. als Zeuge gehört. Er erklärte vor der Kriminalpolizei, was er bis jetzt gesagt habe, wäre alles gelogen. Er habe niemals gesehen, daß K. Plomben an den Säcken angebracht habe; er habe die Gelegenheit nur wahrgenommen, um K. eins auszuwischen, weil er mit ihm wegen einer Grenzangelegenheit verfeindet sei. Nun wurde das Verfahren wegen falscher Anschuldigung gegen den Angeklagten eingeleitet. In der Hauptoerhandlung widerrief der Angeklagte seine früheren Aussagen. Er sagte, es wäre wohl so gewesen, wie er es früher erzählt habe; nur habe sich der fragliche Vorfall nicht 1935, sondern 1936 abgespielt. Die unrichtige Aussage vor der Polizei habe er nur um des lieben Friedens willen gemacht. Er sagte in der Hauptoerhandlung, daß an dem gleichen Tage neben der Saatgutlieferung noch eine Lieferung Saatgerste nach Nauheim bei Groß-Gerau abgegangen sei. Diese Aussage wurde überprüft, und es stellte sich ihre Richtigkeit heraus. Man schenkte der Aussage des Zeugen K. nicht vollen Glauben, da er Verletzter ist. Der Angeklagte D. wurde freigesprochen, aber nicht wegen erwiesener Unschuld, sondern mangels Beweises. Die Staatsanwaltschaft hatte gegen den Angeklagten eine Gefängnisstrafe von drei Monaten beantragt. Wetterbericht Heber Nordosteuropa entwickelt sich ein ungewöhnlich winterliches Hochdruckgebiet. Es verstärkt das schon bestchettde ostwestwärts gelagerte Luftdruckgefälle, so daß mit dem Vordringen kälterer Luftmassen nach Deutschland zu rechnen ist. Es kann daher auch bei uns langsam fortschreitende Abkühlung, aber noch keine durchgreifende Wetteränderung erwartet werden. Vorhersage für Freitag: Dunstig und meist bewölkt, Niederschlagsneigung, beginnende Abkühlung und nachts vereinzelt leichter Frost. Meist östliche Winde. Lufttemperaturen am 14. Dezember: mittags 1,8 Grad Celsius, abends 2 Grad; am 15. Dezember: morgens 1,6 Grad. Maximum 2 Grad, Minimum heute nacht 1,5 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 14. Dezember: abends 3,3 Grad; am 15. Dezember: morgens 3,2 Grad. Hauptfchriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. XI. 38: 10718. Druck und Verlag: Brühlfche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM.> 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Emzelverkausspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. Karl Brück zeigt Ihnen in f großen wertvolle Weihnachts- Schmuck in Qold und Silber Zent Ra Uhren Bestecke in echt Silber Juwelier Gießen Gegründet 1870, Fernruf 3602, Kreuzplatz n Schau- v fenstern Geschenke.. für Damen und Herren und 90 Gramm Silberauflage 8181V | Vermietungen | |steHenangebote| üch. 4-Zim.-Wohn. Parterre, Südviertel, z. 1.9 an. 1939 an ruhige Mieter zu vermieten. Monatl. 60RM. Schriftl. Angeb. u. 05551 ttn b. Gieß. Anz. 2-Zimmer- Wohnung mit Küche nm Wetzlar. Weg zuml.Jan. 1939 su vermiet. Nur -Mitglieder moll. sich schriftlich be- rverben. 8i7cD Gemeinnützige Baugeooffenfamn 1894,e.G.m.v.9. Gietzen. Keine Zeugnisse in Urschrift lonoern nur Zeugnis- abid)riften Dem Bewerbungsschreiben beilegen i — Lichtbilder unoBewerbungSunter- tflen müssen zur Ber- meidung von Seelüften auf der Rückseite Ra- men und Anschrift des Bewerber« trauen I Urdemliches Mädchen ver 1. oder 15. Januar 1939 für Hausarbeiten gesucht. si77D Bäutte Wolfstraße 31. Photo-Alben mit Spiralbindung von Mk. 1.10 an Iehoto-Ecken in Geschenkdosen Papierhans Ernst Balser, Mäusburg 11.8188A Prächtig sieht er aus! — Kennen Sie ihn? Der Eisvogel ist Mittelpunkt des neuen Tier-Romans: Die Geschichte eines Eisvogels von Kurt Knaak 157 Seiten mit 12 künstlerischen Tertzeichnungen von Erich Schröder, Berlin. Leinen band mit mehrs arb. n Schutzumschlag.......Jl JJL 3,- Rur wenigen Naturfreunden ist es vergönnt, den Eisvogel — diesen prächtigen, gefiederten Fischer - in der Natur zu beobachten. 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Wir halten kurz Rückblick über das fast vergangene Jahr, um festzustellen, ob wir, die SA., gegenüber Volk und Staat unsere Einsatzbereitschaft in vollem Umfange unter Beweis gestellt haben. Und da muß man feststellen, daß wir uns der geleisteten Arbeit nicht zu schämen brauchen, sondern stolz sein können! Hier war es einmal die Papiersammlung, ein andermal die Schrottsammelaktion und vieles andere mehr. Und mit welcher Selbstverständlichkeit haben wir SA.-Männer diese Aufgaben erledigt. Ja, gerade diese Aufgaben machen uns stolz, denn sie vermitteln uns dem Volke, und so entsteht durch diese Zusammenarbeit mit der Zeit eine feste Gemeinschaft, und das Ziel — die Volksgemeinschaft — ist erreicht. Schaut man zurück, so muß man feststellen, daß auch in den Kampfjahren der SA.-Mann in vorderster Front stand und um die Seele des deutschen Menschen rang, damals für die N e u s ch ö p f u n g des Reiches treu an der Seite des Führers bis zur Lösung dieser ersten Aufgabe. Heute hat der SA.-Mann die Aufgabe der Erhaltung und der Sicherstellung dieses Werkes. Gerade diese Aufgaben, die die innere Verbundenheit mit dem Volke verlangen, können nur von ihm allein gelöst werden, weil er ja ein Teil dieses Volkes selber ist, er selbst tief in ihm wurzelt und er aus diesem Volke kommt und seine Seele trägt. Durch diese innere Einstellung ist er in der Lage, den freiwilligen Volksdienst überhaupt zu leisten und somit Wegbereiter für den Nationalsozialismus zu sein. Mag die Aufgabe gelautet haben, wie sie will, und mag manch anderer gelächelt haben: der SA.-Mann hat sie dennoch in treuem Pflichtbewußtsein erfüllt. Der Führer hat nicht umsonst seine braunen Soldaten als die Treuesten bezeichnet, und wir wollen uns dieser Auszeichnung würdig erweisen. Gerade dieses bedeutungsvolle Jahr hat auch an den SA.-Mann große Aufgaben gestellt. Der letzte Einsatz war der bei der Einbringung der diesjährigen Ernte. Wenn auch im Bereich der Brigade 147, die eine reine Land-Brigade darstellt, "fast 70 v. H. mit landwirtschaftlichen Arbeiten beschäftigt sind, der übrige Teil der Männer im Werksleben steht, in dem heute durch Mangel an Facharbeitern, an Arbeitern überhaupt, erhöhter Einsatz gefordert wird, die Männer nach vollbrachtem Tagewerk müde und abgespannt nach Hause kommen und zum Teil 15 bis 20 Kilometer mit der Bahn oder mit dem Rad zurücklegen müssen, so sind sie doch dem Ruf, durch Einsatz bei Einbringung der Ernte die Ernährung des deutschen Volkes sicherzustellen, pflichtbewußt nachgekommen. Wie schnell waren alle Beschwernisse» des täglichen Lebens vergessen, die Müdigkeit verflogen, wenn der SA.-Mann mit seinen Sturmkameraden zu den Bauern marschierte, die seines Einsatzes bedurften. Welche Begeisterung, wenn der letzte Wagen mit der kostbaren Frucht heimgeholt war. Dann wurden noch einige Stunden im Kreise der Familie verlebt, gesungen, diese oder jene Fragen erörtert, um auch hier aufklärend tätig zu sein. So wurde enge und feste Kameradschaft geschlossen zwischen der SA. und deutschen Volksgenossen. Diese vielen Fragen — was machst du, was bist du, warum tust du dies — und die selbstverständliche Antwort — aus innerer Ueberzeugung — „für Führer und Volk" usw. ließen bei den deutschen Volksgenossen erkennen, daß nicht nur hier Männer stehen, die durch ihre Kleidung der SA. und Partei angehören, sondern die durch ihre innere Lebenshaltung Nationalsozialisten sind. Es soll in ein paar Zahlen veranschaulicht werden, welche Tagewerke hier geleistet wurden. Ortschaft Gießen Büdingen Friedberg Lauterbach Gießen Bad-Nauheim Zahl der eingesetzten Zahl der geleisteten Kraft- Arbeitstage (Tagewerke) Sturmgebiet im Monät im Monat Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Standarte 116 159 520 315 143 5 208 854 466 176 14 Standarte 145 26 123 73 64 — 28 147z 72z 75i — Standarte 222 110 257 101 111 — 202 488 242 231 — Standarte 254 11 113 93 17 — 45 339 250 35 — Reiterstandarte 147 17 46 13 5 — 38 73 33 10 — Reiterstandarte 247 19 21 20 18 — 81 104 72 76 — Gesamtzahlen 342 1080 ErMit: Einsatz: Männer = 2400 Tagewerke = 43601 Der Einsatz erfolgte in den Mona!en Juli, August, September und Oktober. Während dieser Zeit wurden insgesamt 2 4 0 0 SA. -Männer eingesetzt und insgesamt 4360 Vs Tagewerke verrichtet. Rechnet man das Tagewerk nur mit 8 Stunden, so kann man wohl sagen, daß die Männer ein ziemliches Arbeitspensum geleistet haben und manchen Samstag und Sonntag draußen im Felde standen, denn in der Woche war ja infolge ihrer beruflichen Tätigkeit ein Einsatz kaum möglich. Durch die vielen landwirtschaftlichen Betriebe in der Wetterau und im Vogelsberg, aus denen, wie bereits gesagt, ein großer Teil Unserer SA.-Männer 615 358 5 602 20051 11351 6031 14 stammt, wurden in der Hauptsache nur SA. - Männer aus Gießen, Friedberg, Büdingen, Lauterbach und Alsfeld zur Erntehilfe eingesetzt. Ferner war in den Monaten September-Oktober ein großer Prozentsatz SA.-Männer zur Wehrmacht einberufen und hatte das braune Ehrenkleid mit dem grauen vertauscht, um auch hier, getreu dem Grundsatz, für Führer und Volk seine Pflicht zu tun. So wird es bleiben! -Das neue Jahr steht vor der Tür, und mit ihm wird der SA.-Mann in alter Treue und Pflichtbe- wußtsein seinen neuen Aufgaben entgegensetzen. WerkMge Frauen opfern für Sudetenland. Vorweihnachtliche Feier des Frauenamt« der DAF. Blick auf die Spendentische. (Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.) Gestern abend fand im Saale des Cafe Leib eine große Opferarbeit werktätiger Frauen in Stadt und Land des Kreises Wetterau ihren krönenden Höhepunkt. In aller Stille wurden in fast allen Betrieben des Kreises, in denen Frauen und Mädchen beschäftigt sind, in fast ausschließlich eigener Arbeit wahrend der Freizeit Kleidungsstücke, insbesondere für Kinder geschaffen. So kamen etwa 3500 verschiedene Stücke zustande. die aus den Händen von etwa 4000 Frauen und TNädchen hervorgingen. von denen sich ein Teil auch durch Geldspenden an der großen Aktion beteiligte. Gestern abend wurden diese Erzeugnisse einer fleißigen und sorgfältigen Handarbeit in einer imposanten Schau auf langen Tischen ausgestellt, so daß man sich einen Ueber- blick verschaffen konnte über eine Opferarbeit, die in dieser Form bisher kaum zu sehen war. Unter den ausgestellten Kleidungsstücken fand man so ungefähr- alles, was das Kind braucht. Dabei waren alle Dinge auf das Schönste weihnachtlich geschmückt. Oft waren mehrere Stücke zu einem Weihnachtspäckchen vereinigt und stellten so ein Geschenk dar, über das sich sicherlich jede Mutter herzlich freuen wird. Die Arbeit, die hier von den berufstätigen Frauen und Mädchen geleistet wurde, wird im Sudetenland und in der Ostmark sicherlich große Freude und Dankbarkeit auslösen. Gestern abend wurde die große Spende in feierlichem Rahmen der TtS'B. übergeben. Musik einer Werkscharkapelle in Streichmusik- befetzung eröffnete den Abend mit feierlicher Musik. Für die Deutsche Arbeitsfront eröffnete DAF.-Amtswalter Reitz den Abend und sprach in kurzen Worten von dem Jahre 1938 als dem einer großen geschichtlichen Bedeutung für unser Vaterland. Er schilderte dann die Deutsche Arbeitsfront als die Kampforganisation der nationalsozialistischen Weltanschauung für den schaffenden deutschen Menschen. Daß die nationalsozialistische Weltanschauung Eingang gefunden habe, beweise diese Ausstellung von Nass fattfJtyNlVEA Schon abends die Haut gut vorbereiten. Gesicht u. Hände mit Nivea-Creme pflegen, das macht die Haut widerstandsfähig gegen Wind und Wetter. Aus -er Gta-1 Gießen. Verkehrter Dezember. Ohne Schnee und Eis können wir ihn uns kaum vorstellen, den letzten in der Jahresreihe der Monate. Knacken vor Kälte muß es da überall, knirschen muß dicker Schnee unter unseren Schuhen! Und wölbt sich darüber dann noch ein kristallklarer Himmel, so ist der Dezember ein ganzer Kerl! Riesenhaft in Urkraft und Ausdruck war er schon immer im Vogelsberg da zu finden, wo hoffentlich auch der heurige Dezember von dem weißen Pulver eine Menge verstreut. Und doch ist man sogar im Vogelsberg in den letzten Jahren vorsichtig geworden, den Winter mit all seinen Zauberkünsten allzu früh zu erroqrtenl Früher brachte der Dezemberwind den Schnee in solchen Wolken, daß man in mühseliger Arbeit Platz und Weg schaufeln mußte. Oft kennzeichneten nur die aus dem weißen Meer hervorragenden Kahlkronen der Bäume, oder in den Schnee gesteckte Stangen den Weg. Der Nordost heulte so steif und unbarmherzig, daß — so erzählen die Alten — man zum Tragen einer Pelzmütze zwei Personen haben mußte: eine nämlich, die sie auf dem Haupte trug, und eine- andere, die sie ihm darauf festhielt! Sogar Menschenleben waren bei solchem Schneetreiben zu beklagen. „Wusterwetter" nannte man erschreckt solches Toben der winterlichen Elemente; besonders berüchtigt war der „Mulstaner Weand", die böse Ulrichsteiner Luft. Dort pfiff es ganz besonders schlimm um die Bergecken, heulte es entsetzliche Melodien von Kälte und Wintersnot. Aber heute ...? Ja, heute ist es doch merklich anders geworden! Will sich der Dezember gar nicht auf seine Pflicht besinnen? Einem milden Jahresende traut der Vogelsbergbauer ganz und gar nicht. Seine Derslein „Dezember warm — daß Gott erbarm", und „Weihnachten im Klee — Ostern im Schnee" verraten schon von Urväterzeiten her, daß das dicke Ende allweil hintennachkommt. Nicht minder würde der Sportfreund enttäuscht sein! Denn die Pracht der mit Schnee und Eis überkrusteten Oberwaldtannen hat es ihm noch vom letzten Winter her angetan. Aber er tröstet sich mit der Feststellung, daß der vorjährige Dezember ja auch so milde begann. Und zuletzt hat er sich dann doch über Erwarten gut angelassen. Allein: nicht nur das Schiglück wirft Strahlen voraus, die deutsche Weihnacht tut's vielmehr, die ja auch am Ende des Dezembermonds liegt! Geheimnisvoll, durch Jahrhunderte in unserer Seele verankert, webt die Weihenacht seligste Stimmung und hohe Zckten. Auch der Nüchternste wird zutiefst davon ergriffen, treibt feine Besinnung nach innen, spürt Umkehr und Liebe im Weihnachtsfest. Er will aus innerem Antrieb der Wintersonne folgen, die bis zum 22. Dezember nur spärliche Lichttropfen fallen läßt, dann aber mit Macht die Finsternis durchbricht und aufsteigt im Siegeslauf zu Licht und Glut und Wärme. Dieses Weihnachtsglück soll uns bleiben, auch wenn ein launiger Dezember uns die gewohnten Winterfreuden vorenthalten will! K. Platzkonzert des Musikkorps der 116er. Am Samstag, 17. Dezember, von 16 bis 17 Uhr, findet ein Platzkonzert, ausgeführt vom Musikkorps des Infanterie-Regiments 116, unter Leitung von Stabsmusikmeister Krieg, in den Anlagen zwischen Stadttheater und Johanneskirche statt. M u si k f o l g e : 1. Venetia, Marsch Fabiani 2. Ouvertüre zu „Marinarella - . . . . Fucik 3. Melodien aus der Operette „Der Bettelstudent" Millöcker 4. Still wie die Nacht, Lied......Bohm 5. Rendezvous bei Lehar, Potpourri . . .Hruby 6. a) Schützen-Defiliermarsch......Lippe b) Frühlingskinder, Marsch . . Blankenburg Der Hase im Gchnee. Von Ernst Handschuch. Seit Jahren fiel wieder einmal Schnee. So fein und fleißig schneite es gleich, daß an einem halben Meter nicht viel mehr fehlte. Ja, derart hoch lag er an der sonst milden Bergstraße; und er blieb tatsächlich liegen, gesund gefroren, auch um das Haus am Berghang über der Ebene. Es war gegen neun Uhr am Vormittag, als die Sonne endlich ein Loch in das graue Himmelstuch geschmolzen hatte, und ihre Strahlen lagen alsbald wärmend über der dicken Schneedecke, die unter ihrem Einfall gleisnerisch glitzerte. Ein alter, starker Hase hatte die Gelegenheit erfaßt und war von dem Bergwald heruntergehoppelt in den Wingert, hoch hinter dem Haus. Da saß er nun Stunde um Stunde regungslos zwischen den hellbraunen Rebzeilen, und fast schien es, alsjoüte ihm die Sonne ersetzen, was ihm wohl an Futter fehlte. „Das arme Tier ist gewiß krank", sagte Frau Kemmich im zweiten Stock, die den Hasen von der Küche aus beobachtete. „Man müßte ihm schon etwas zu fressen bringen." „Ach was", antwortete ihr Mann, „zuerst hast du ein Reh in ihm gesehen, und jetzt glaubst du gar, der Bursche habe sich den Platz norm Fenster ausgerechnet ausgesucht, um in den Hasenhimmel einzugehen. Er nützt die Sonne, sonst nichts. Bis ich roiebertomrrte, ist er bestimmt fort." Doch als der Sohn aus feiner Dachstube herunterkam, um Kaffee zu trinken, war es ihr erstes, ihm den Hasen zu zeigen. „Felix", meinte sie mitleidig, „das Tier ist krank. Denn seit Stunden sitzt er schon da draußen, ohne sich zu rühren und zu regen. Du kannst in die Hände klatschen und ihm zurufen; er wankt und weicht nicht. Möchtest du ihm nicht etwas zu fressen bringen? Vater hat es nicht gewollt." Der Sohn öffnet das Fenster, schlug in die Hände und schrie, aber der Hase ließ sich nicht stören. „Er sonnt sich, Mutter", stellte auch der Sohn fest. „Aber wenn er um Mittag noch sitzt, will ich einmal nachsehen. Dann ziehe ich ja sowieso meine Schihosen und die schweren Schuhe an." Der Hauseigner, ein Lehrer namens Kutzig, kam kurz vor zwölf Uhr mit seinem Jungen aus der Schule, und Frau Kemmich, die ihm auf der Treppe begegnete, berichtete ihm sogleich von dem Hasen, der nun schon seit Stunden leblos im Wingert hocke. „Freilich habe Sie recht, Frau Kemmich, und t kann's von Ihre Mannsleut wirklich net verstehe, daß sie ihm noch net nachgegange sind. Was? Zu fresse gebe? Nei, dem schlag i kräftig ins Genick, abziehe kann i ihn auch, und am Sonntag habe mir dann obe und unte en feine Hasebrate. Eine Versündigung ist es auch net. Denn die Jäger derfe ihn jetzert ohnehin net schieße, und für das arme Tierle is der Tod bloß eine Erlösung." „Karle", fuhr er seinen Bub an, der neugierig dabei stand, „Karle, wenn du aber bei Gosch net halst über das, was i jetzt tu’, dann sollscht was erlebe." Sodann stiegen Kutzig, seine Frau, die nun auch noch dazu kam, und Karl in den zweiten Stock, um sich, geführt von Frau Kemmich, die Geschichte anzusehen. Und während sie die Treppe hinaus tappten, fragte die Lehrersfrau, wie man so einen Hasenbraten wohl am besten zubereite. „Den hab i gleich", meinte der Lehrer, als er das Fenster wieder schloß. „Das ist eine Kleinigkeit, den zu fangen. Und ihr bleibt mal fein hier obe", setzte er für feine Frau und den Bub dazu. Mit einem schweren Prügel bewaffnet, trat er alsdann die seltsame Pirsch an. Er schwang sich kühn auf die Mauer, die gegen den Hang schräg anläujt, und setzte Schritt für Schritt in den hohen Schneekamm, der auf ihr lag. Er war bereits oben, und gerade wollte er seinen Fuß auf die etwa vier Meter hohe Quermauer, die den Wingert gegen das Haus abschließt, stellen, als er auf der verharschten Schneekruste ausrutschte und eins, zwei, drei in den Hof fiel. Seine Frau schrie, Frau Kemmich schrie, und auch der Karl tat seinen Mund auf; nur war sein Schreien ein Freudengebrüll. Für Kutzig indes war es ein Glück, daß' der Schnee im Hofe oefon- ders hoch lag. Doch auch so schon rieb er sich die linke Schulter, auf die er gefallen war, und sein rechtes Auge, das während des Sturzes mit dem Prügel zusammengeraten sein mußte, schwoll augenblicklich an und verfärbte sich. „Ihr mit euerem verdammten Geschrei verscheucht mir noch den Hasen", er riß sich, seinen Schmerz verbeißend, zusammen und drohte grimmig zum Fenster hinauf. Dann aber versuchte er unverzüglich den zweiten Anstieg, der auch gelang. Der Schnee lag hinter dem oberen Absatz der Mauer gewaltig aufgeweht, und Kutzig versank bis über die Knie in ihm. „Die Schuhe, die Hosen", jammerte feine Frau. „Warum hat er sich auch vorher nicht umgezogen, wo er doch um zwei Uhr wieder in die Schule muß! Das wird ja alles patschnaß." Der Jagdtolle hatte die Rebzeile, an deren Ende der Hase immer noch hockte, erreicht, als er durch einen Fehltritt das Gleichgewicht verlor und nach vorne fiel. Und zwar schlug er mit dem Kinn oben auf einen Wingertpfahl. Während die Frauen stumm ihr Gesicht mit den Händen bedeckten und also ihren neuerlichen Schrecken überwanden, tanzte Karl lautlos lachend in der Küche herum. Wer jedoch einen gewaltigen Fluch brüllte und sich die getroffene Stelle emsig strich, war Kutzig. Vier, fünf verzweifelte Schritte tat er noch auf den Hasen, als der scheinbar so todkranke oursche, der zu dem Unternehmen bislang nur schwach die Löffel bewegt hatte, plötzlich aufsprang und davon- hoppelte. Ja, da hüpfte der Sonntagsbraten mit munteren Sprüngen den Wingert hinauf und verschwand hinter dem Kamm. „Ach", seufzte Frau Kemmich schwach und/'war im stillen erlöst. Die Lehrersfrau aber wurde sehr blaß, nahm ihren Bub an der Hand und stieg mit schweren Ahnungen in den ersten Stock hinunter. Sie kannte ihren Mann. Wer indes für die Einbußen, die Kutzig geistig an dem Hasenbraten und körperlich an der geprellten Schulter, dem blauen Auge und dem geschundenen Kinn erlitten hatte, büßen mußte, war der Sohn Karl, dessen Wehgeschrei an diesem Tage noch etliche Male das Haus erfüllte. Kostbare« Spielzeuq in alter Zeit. Ein Gang durch die weihnachtlichen Spielzeugausstellungen läßt uns staunen über die Fülle von Phantasie und Kunstfertigkeit, die auf diese Welt im Kleinen verwandt wird. Besonders die Technik stellt sich in den Dienst der Spielzeugindustrie und ersinnt die raffiniertesten Dinge, um die Kinderherzen zu erfreuen. Die Annahme, daß dies erst eine Erscheinung unserer Tage sei, ist freilich ein Irrtum, wie uns der Bericht eines Schriftstellers aus dem 16. Jahrhundert zeigt. Im Jahre 1572, heißt es dort, bestellte der Kurfürst August von Sachsen für seine Kinder, den zwölfjährigen Kurprinzen und die kurfürstlichen Fräuleins, die zehnjährige Dorothea und die fünfjährige Anna, in Leipzig verschiedene Spielsachen, die zum Teil eigens zu diesem Zweck angefertigt wurden. Für den Prinzen hatte der jagdliebende Vater eine Jagd bestellt, die auf 75 Stücken bestand, Pferden, Reitern, Jägern, Hirschen, Sauen, Füchsen, Hunden, Schlitten. Der Holzschnitzer erhielt für jedes 12 Groschen. Dazu tarn noch die Bemalung und sämtlicher Aufputz. Für den Weihnachtstisch der jungen Herzoginnen war eine vollständige Ausstattung einer Puppenküche und Puppenstube bestimmt, zinnerne, messingne und kupferne Kochgeräte. Tischtücher, Korbe, Schränke, Stühle und „was zum Hausrad geharrt", alles in größter Vollständigkeit und gediegener Ausstattung. Beispielsweise werden genannt: 36 Söffet, 71 Schüsseln, 106 Teller, 40 Bratenteller, Hackemesser, Bratspieße, Brotfeilen, Mörser, Durchschläge, Barbierbecken, zwei kleine Schreibzeuge, Spiegel, Nachtkissen von schwerem Samt mit goldenen und silbernen Passementen belegt. Auch Hampelmänner waren da, „9 gepappte Docken (Puppen), die man mith schnürlein zeuchtt (Preis 1 fl. 10 gr.). endlich zwei Ruten, diese zu 6 Pfennigen berechnet". Nachdem Holzschneider, Tischler, Schlosser, Riemer, Glaser, Buchbinder, Schneider und Maler ihre Arbeit getan hatten, geleiteten der Sohn des Leipziger Bürgermeisters Hieronymus Rauscher und der Tischler die Bescherung auf einem zweispännigen Mietwagen nach Torgau an den Hof und verzehrten in den sechs Tagen ihre Reise 10 fl. 11 gr. Am Christtage ließ dann die Kurfürstin Anna dem Bürgermeister Rauscher die unversehrte Ankunst der Spielsachen und ihren Dank für den wohlausgerichteten Auftrag vermelden. C. K. Hochschulnachrichten. Es wurde übertragen: dem nb. ao. Professor Dr. Johann F ü cf unter Ernennung zum ordentlichen Professor an der Universität Halle- Wittenberg der Lehrstuhl für Semitische Philologie und Jslam- kvnde; dem Dozenten Dr. Walter Mönch unter Ernennung zum ordentlichen Professor an der Universität Heidelberg der Lehrstuhl für Romanische Philologie; dem Oberbaurat Solms Wittig in Braunschweig unter Ernennung zum ordentlichen Professor in der Technischen' Hochschule Dresden der,Lehrstuhl für Städtischen Tiefbau, Planungs- und Siedlungswesen und Straßenbau; dem Dozenten Dr. Georg Erl er, Landgerichtsrat in Münster, unter Ernennung zum ao. Professor an der Universität Göttingen der Lehrstuhl für Oeffentliches Recht. Dem ao. Professor Dr. Karl Winterfeld an der Universität Freiburg wurde der Lehrstuhl für Pharmazeutische Chemie und Nahrungsmittel- chemie übertragen unter gleichzeitiger Ernennung zum Ordinarius. Dr. Heinrich Hertel, dem Direktor der Heinkel- Werke in Warnemünde, wurde die Dienstbezeichnung Honorarprofessor verliehen. Prof. Hertel wird an der Universität Rostock über Flugtechnik lesen. Der Dozent Dr. E. Schramm an der Universität Greifswald wurde zum nb. ao. Professor ernannt. Schramm habilitierte sich 1932 in Greifswald; hier wurde ihm 1935 ein Lehrauftrag für Französische Sprachgeschichte und für Spanisch erteilt. Arbeiten der werktätigen Frauen. Sie alle, die be- telligt waren, könnten mit Stolz auf dieses Werk blicken. Mit der Aufforderung, immer für den Gedanken der Volksgemeinschaft einzustehen, schloß der Redner. Nachdem in feierlicher Form und in Erinnerung au Bräuche unserer Vorfahren von werktätigen Frauen und Mädchen in gleicher blauer Tracht das Licht gebracht und auf die Tische gestellt worden war, nachdem die Singgruppe noch ein Lied gesungen hatte, hielt * tt-Eturmbannführer Gtastny-Hein die Ansprache zu dieser vorweihnachllichen Feier. Er sprach davon, daß wir nun wieder jenes Fest feierten, das schon immer unseren Vorfahren zu germanischer Zeit ein heiliges Fest der Wiederkehr des Lichtes gewesen sei, solange nicht eine fremde Weltanschauung eine Wandlung in ihrem Glauben schuf. Der germanische Glaube sei ein bäuerlicher Glaube gewesen, der sich auf Naturgesetze gegründet habe, in die nicht nur Tier und Pflanze, sondern auch der Mensch unabdingbar eingesvannt sei. Mit allen Mitteln sei der ursprüngliche Glaube unserer Vorfahren bekämpft worden, aber heute sei es nun wieder so, daß wir freien Herzens vor unseren Sonnwendfeuern stünden. Unser Volk habe Ehristta- nifierung, Freimaurertum und Bolschewismus überstanden, habe es überstanden, daß seine Feste ver- fälscht wurden. Aber nun gingen die Gedanken wieder dem Lichte zu, das schon von unseren Vorfahren als über ihrem Geschick waltend erkannt worden sei. So sei Gott — groß und unbegreifbar unserem Verstände — vom Gefühl unserer Vorfahren erfaßt worden, und folgsam lebten sie seinen Gesetzen. o Der Führer habe unser Volk befreit. Ganz und vollkommen sei der Sieg aber erst, wenn feder deutsche Mensch zur germanischen Weltanschauung geführt sei, zu jener Haltung unserer Vorfahren, denen die Gründung der klassischen Reiche von Rom und Athen zuzuschreLen sei. Unser Volk sei aus der Letharaie einer fremden Weltanschauung gerissen, Deutschland lebe wieder für sich und nicht für einen internationalen Gedanken. Unser Volk müsse wieder zu bäuerlicher Art zurückfinden, zu bäuerlicher Härte und Kraft, auch wenn nicht jeder den Spaten in die Hand nehmen könne. Sn feinen abschließenden Worten sprach der Red- ner davon, daß Nationalsozialismus nicht Sache einer Unterschrift, einer Mitgliedskarte oder auch lediglich des Willens fei; Nationalfozialismus müsse gelebt werden. Wer Nationalsozialist sein wolle, müsse Kämpfer sein. Mit dem Worte: Deutschland soll leben, auch wenn wir opfern müssen! klang die Ansprache aus. Nach einem weiteren Liede, einem kleinen Spiel und einem Gedichtwort, zu Handels Largo gesprochen, übergab die ffreiefrauetttpalferin Schaper an den Vertreter der NSV., Pg. Ioh, die große Spende zur Weiterleitung in jene Gebiete, in denen man dieser Kleidungsstücke bedarf. Sie sprach davon, daß nicht jeder Pfeiler fein könne im Reich, wohl aber sollten diese Spenden Steinchen fein im großen Bauwerk. Pg. Loh als Vertreter der VSV. übernahm die Speise mit Worten des Dankes und betonte, daß diese Spende als eine Abtragung der Dankesschuld dem Führer gegenüber anzusehen sei und gleichzeitig für die deutschen Volksgenossen im Osten eine Anerkennung ihrer großen Standhaftigkeit um ihres Deutschtumswillen bedeute. Mit dem Gedenken des Führers und mit den Liedern der Nation fand die Feier, an der viele werktätige Frauen und Mädchen, wie auch die Werk- jcharen von Bänninger und des Gießener Anzeigers teilnahmen, ihren Abschluß. Lornotizen. Tageskalender für Donnerstag. Gloria-Palast (Seltersweg): .Kautschuk". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Verlegenheitskind". — Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde: 20.15 Uhr Universitäts-Aula Lichtbilder Dr. Hans Bobek (Berlin) „Zentral-Kurdistan von heute. Forschungen in Helft her Lugend einen Sieg erringen? NSG. Hessen-Nassaus Hitler-Jugend hat ihren diesjährigen Haupteinsatz für das Winterhiljswerk des deutschen Volkes vorbereitet. Die Sammelaktion am 17. und 18. Dezember wird alle Hitlerjungen und BDRä-Mädel auf ihrem Platz finden. Sn vorderster Front des Winterkampfes stehen die Pimpfe und SungmäbeL Durch das Reichserziehungs-ministe- rium find die jungen WHW.-Sammler sowohl von den Schulaufgaben des 16. Dezember, als aud) von dem Schulbesuch am 17. Dezember befreit worden. Den Auftakt der Großaktion, die unter dem Leitsatz: „Ruf der Sagend" in Hessen-Nassau durchgeführt wird, bildet das Hallen-Handballtumier der HS- am 15 Dezember in der Stadthalle zu Mainz zugunsten des WHW. Aus den sechs größten Standorten unseres Gaues treten die besten Handball- mannschaften der Hitler-Sugend an, um durch ihren Einsatz einen doppelten Dienst zu leisten; sswrtticher Wettkampf im Dienste des WHW. Sn allen Standorten marschieren am 16. Dezember abends die Hitler-Jugend und das Jungvolk auf, um den Tagesbefehl des Reichsjugendführers zu hören Anschließend werden über den Reichssender Frankfurt der Führer des Gebietes Hessen- Naffau, Gebietsführer Brandt, und der Leiter der NSV., Gauamtsleiter Haug, zu der angelre- tenen Sugend über ihre Aufgabe an den beiden Sammeltagen und über die hohe Bedeutung ihres Einsatzes für die Gemeinschaft des Großdeutschen Reiches sprechen. Die Uebertra-gung beginnt um 19.30 Uhr und wird von der Spielschar des Reichssenders umrahmt. Der 17. Dezember gehört vor allem den Pimpfen! An den Toren der Fabriken, den Ausgängen der Bürohäuser und Amtsstellen werden sie zur Mittagsstunde mit chren Büchsen und Abzeichen stehen und jeden Volksgenossen gegen die entsprechende Spende mit dem Holzabzeuhen schmücken. Am Nachmittag beherrschen sie die Straße. Auf den freien Plätzen werden Sing- und Spielscharen die Vorübergehenden durch ihre Darbietungen interessieren und sie damit daran erinnern, daß die Sugend des Führers für das WHW. sammelt und eine Spende haben will. Am Sonntag, 18. Dezember, erfolgt der Großeinsatz aller in der HS- erfaßten Jugendlichen. Spannschilder und Plakate werden von marschierenden Kolonnen durch die Straßen getragen und fordern zur Spende auf. Musik- und Singscharen, Fanfarenzüge, Spielmannszüge, die Sondereinheiten der Hitler-Sugend, alles ist vorbereitet, um an diesem Tag einen erfolgreichen Einsatz finden zu können. Denn die Hitlerjugend will nicht allein sammeln, sie will auch etwas leisten, um dann als Anerkennung hierfür eine Spende für das WHW. zu erhallen. Sn den Standorten wetteiferten die jungen Propagandisten, wer die besten Einfälle xur Ausgestaltung der Sammelaktion halle, und dieser Welleifer läßt noch viele Ueberraschungen gerade für diesen Tag erwarten. Freudig werden alle ihren Dienst als Sammler und Werber für das WHW. leisten. Zum Abschluß der Aktion um 17 Uhr marschieren die Hitlerjungen und Pimpfe mit Musik und Gesang durch die Straßen. Deutsche Volksgenossen! Froh soll unsere Sagend sein und stolz sich zur Gemeinschaft bekennen! Ein großes Ziel hat sie sich für diese Straßensammlung gestellt: im Ergebnis alle bisherigen Sammlungen der HS. zu überflügeln. Die Erreichung dieses Zieles bedeutet einen Sieg für unsere Fügend. Helft darum alle durch eure Spende, daß die Sagend des Führers ihr Ziel am 17. und 18. Dezember erreicht, sie wird es euch danken! den Hochgebirgen". — Oberhessischer Kunstverein: 17 bis 18 Uhr Weihnachts-Ausstellung im Turmhaus am Brand. — Weihnachtsmarkt auf Oswaldsgar- ten. — Schiklub Gießen, Snftllut für Leibesübungen, Gießen: 20 Uhr im Kunstwissenschaftlichen In- stitut, Ludwigsllaße 34, Schifilm- und Lichtbildervortrag hinein in den Schiwinter 1938/39". ».Wehrhaftigkeit, Raum und deutsches Schicksal". lieber dieses Thema spricht auf Einladung der Gießener Hochschul-Gesellschaft am kommenden Montagabeich in der Neuen Aula der Universität Staatsminister und Rektor der Universität Heidelberg, U-Standartenführer Prof. Dr. Schmitt- Henner. Hitler-Jugend Bann 116. Stamm 1/116. Am kommenden Freitag, 19.30 Uhr, findet eine Besprechung der Gefolgschaftsführer wegen der Wintersonnenwende stall. Ort: Friedrichstraße 15. DOM.-ltntergau 116 Gießen. BDAI.-Werk, ArbÄlsgemeinschaft „Auslandskunde". Am heullgen Donnerstag, 15.12., treten wir um 19.45 Uhr mit 10 Pf. an der Aula der Universität zum Vorllag an. Handwerker! Meldet Euch mit einer gewöhnlichen Postkarte oder Anmeldekarte, die alle Dienststellen der DAF. und die Ortshandwerkswaller ausgeben, bei der Gaudienststelle „Das deutsche Handwerk", Frankfurt a. M., Bürgersllaße 69/77, zum Handwerkerwettkampf. 8183V RS -Gemeinschaft ..Kraft durch Freude". Betr.: Feierabendring Gießen 1938/39. Die nächste Theatervorstellung ist am Samstag, 17. Dezember. Es wird die Oper „Fidelio" und nicht wie vorgesehen „Flachsmann als Erzieher" gespielt. Wir machen die Feierabendringmllglieder darauf aufmerksam, daß die 3. Rate des Feierabendringes bis spätestens Freitag, 16. Dezember, 18 Uhr, in der Geschäftsstelle, Sellersweg 60, einqelöst werden muß. 8184V tt-Wintersonnwendfeier auf hem (Gleiberg. . Der Standort Gießen der ff begeht seine Winter- sonnwendfeier zusammen mit der Polizei und der HS- am Mittwoch, 21. Dezember, um 22 Uhr in den Ruinen der Burg Gleiberg. An dieser Feier nehmen auch die Frauen der ff- und der Polizeimänner teil. Die Feierstunde wird mll "Fanfaren eingelellet. Nach einem Vorspruch eines ff-Minnes folgt die Entzündung des Holzstoßes. Dabei wird gemeinsam das Lied „Flamme empor" gelungen. Die Feuerrede hält der Standortfuhrer ff, Sturmbannführer Sta st ny-Hein. Zum ©ebenfen der Toten wird ein Kranz ins Feuer geworfen. Die Wintersonn- wende ist in erster Linie den Helden von Soapa Flow, deren Tag sich jetzt zum 20. Male jährt, gewidmet. Nach einem kurzen Schweigen wird als Ueberleitung zum Entzünden der Holzfackeln das Fahnenlied der HS. gesungen. Der ff-Standortfüh- rer, ff-Sturmbannführer Sta st ny-Hein, überreicht die Fackel an den Standortführer der HI., Stammführer 1/116 Dr. Schneider. Mll dem Lied der Staffelmänner klingt die nächtliche Feier aus. Don den Ruinen aus begeben sich alle Beteiligten zum Kameradschastsabend in der Burg, bei welcher Gelegenheit ff-Sturmbannführer Stastny-Hein den ff-Männern den Julleuchter überreichen wird. Der Anmarsch der Formationen erfolgt um 21.15 Uhr von Krofdorf aus. Für die Frauen der ff - und der Polizeimänner wird ein Omnibus von der Stadt aus zur Verfügung stehen. Das Treuhienstedrenzeichen verliehen Sm Dienstzimmer des Reichsbahn-Amtmanns Bernhard Kaiser in der Bahnmeisterei I Gießen wurden durch den stellv. Amtsvorstand dieser Dienststelle, Reichsbahn-Amtmann Wittlich, die vom Führer und Reichskanzler für 40jährige Dienstzeit verliehenen goldenen Treudienstehrenzeichen dem Reichsbahnamtmann Bernhard Kaiser und dem Brückenvorschlosser Ludwig Größer der Bahnmeisterei I Gießen feierlich überreicht. Die von dem Führer und Reichskanzler eigenhändig unterschrie- denen Besitzurkunden wurden den verdienten Männern gleichzeitig mit Glückwunschschreiben der Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. unter warmer Würdigung der Dienstleistungen der beiden Subilare übergeben. Amtmann Kaiser brachte den Dank der beiden Geehrten zum Ausdruck. Den Wehrmacht-Angestellten Max D e t r e e , Karl Hellwig und Heinrich Lotz des E.-Batl. I-R. 116 wurde vom Führer und Reichskanzler das silberne Treudienstehrenzeichen als Anerkennung für 25jährige treue Dienstzeit verliehen. Die Auszeichnungen wurden den Subilaren von dem Bataillonskommandeur, Oberflleutnant M e u t h e r, überreicht, der gleichzeitig die Glückwünsche des Oberbefehlshabers des Heeres überbrachte. Kamerahschostsabend hes Standorts Gießen. Der neue Kommandeur der 9. Division und Standortälteste von Gießen, Generalleutnant von A p e l l, Hatte am Millwoch zu einem Begrüßungs- abend in die schönen festlichen Räume des Osfi- ziersheims in der Zeughauskaserne eingeladen. Seiner Aufforderung waren neben vielen Herren des Offizierskorps zahlreiche Persönlichkeiten der Partei und ihrer Gliederungen, der Stadtverwaltung, der staatlichen Behörden, Männer der Wirtschaft, der Wissenschaft, Kunst und Presie gefolgt Generalleutnant v. Apell hieß seine Gäste mit herzlichen Worten willkommen und dankte ihnen für ihr so überaus zahlreiches Erscheinen, das ihm zeige, daß er mll seiner Einladung das richllge getroffen habe. Der Stadt Gießen gehe der Ruf voraus, eine Garnison zu sein, in der zwischen Bevölkerung und Soldaten, zwischen Behörden und Wehrmacht ein besonders gutes Verhältnis herrsche. Ihm, als dem neuen Divisionskommandeur und Standortältesten sei daran gelegen, diese Verbindung womöglich noch enger zu gestallen. Dazu bedürfe es vor allen Dingen einer vertrauensvollen Zusammenarbeit, zu der man ihn jederzeit bereit finden werde. Sollten hier oder da Schwierigkeiten aufstoßen, so sei eine offene Aussprache von Mann zu Mann die beste Art, diese aus dem Wege ju räumen. Sn diesem Sinne hoffe er auf ein gedeihliches Zusammenwirken mit allen Stellen. Kreisleiter Backhaus dankte im Namen der Männer der Partei und chrer Gliederungen dem Divisionskommandeur für feine freundlichen Be- arüßungsworte. Er hob hervor, daß die Partei schon in der Kampfzeit die Wiederaufrichtung einer starken Wehrmacht als eine der wichtigsten Voraussetzungen für Deutschlands Großmachtstellung in der Well betrachtet habe und die Part« es sich nun, da das Ziel erreicht sei, besonders angelegen sein laste, die Beziehungen zur Wehrmacht in freundschaftlichster Weise zu pflegen. So könne auch der neue Divisionskommandeur jederzeit mit dem Willen der Partei rechnen, die Zusammenarbeit mit der Wehrmacht auf der Basis vollsten gegenfeitigen Vertrauens zu gestalten. Oberbürgermeister Ritter erinnerte daran, daß die Bevölkerung der allen Garnisonstadt Gießen mit Recht als besonders soldatenfreundlich gelte. Auch die Stadtverwaltung tue das ihrige dazu, diesen Ruf wahrzumachen, und er könne dem neuen Divisionskommandeur versichern, daß seine Aufforderung zu verllauensvoller Zusammenarbeit bet den Herren der Stadtverwaltung auf lebhaften Widerhall stoße. Nach diesen Begrüßungsansprachen blieben Gäste und Offizierskorps noch in angeregtem Gedankenaustausch beisammen. Körperbehinderte Arbeitskameroden beteiligen sich am Reichsberufswetttampf. Ein Friedberger Arbeitskamerad, der nur einen Arm besitzt, teilt der Deutschen Arbeitsfront folgendes mit: „Als früherer Mitarbeiter des Reichsbundes der Körperbehinderten möchte ich mich am Reichsberufswettkampf aller Schaffenden beteiligen. Durch das Flechten von zwei Kinderstühlchen, einer Bank MWMlUWW? Roman von Hubert Rauffe. Copyright by Albert Langen/Georg Müller, München. 6. Fortsetzung. (Nachdruck verboten!) Die Frau Dekan war ganz Spannung. Ach was, eins Jugendliebe? Damals in der Tanzstunde schon? Sa, sie erinnere sich, der große Backfisch, überschlank, mit den strahlenden blauen Augen. Und der Magnus sei damals eigentlich in dem Tanzkurs gewesen, aber der Fritz fei ost mit» gekommen, und auf dem Schlußball habe er mit Elisabeth die Polonäse angeführt. Wieviel er denn älter sei, der Fritz? Sechs Sahre älter als Elisabeth. Er sei mit dem Ulrich zur Schule gegangen, der bei Verdun gefallen sei. Und dann sprachen sie, wie in jenen Jahren allüberall in Deutschland unendlch viele Mütter taten, von ihren gefallenen Söhnen. Sie hatten beide uvei Söhne geopfert, sie standen sich herznah in diesem Leid, sie waren — in Leid und Freud verbunden — deutsche Mütter! Zuweilen ruderte Elisabeth auf den See hinaus. Sie trug einen geschweift en Sommerhut aus blankem Stroh. Sie faulenzte auf dem Wasser und nahm Bücher mit Sn ihrem farbigen Kleid sah sie von wertem aus wie eine buntige Blume. So Halle ihr die Mutter gesagt. Wie was? Elisabeth lachte ihr klingendes Lachen. Wie eine Blume! Born See her bot sich das Trebbiner Gutshans recht freundlich und sogar bedeutend dem Auge dar. Die weit vorgebaute Terraste, über der, von Zwei weißgetalkten Holzpfellern getragen, ein Ballon mit der wuchernden Pracht bunfeiroter Geranien stand — dieser ganze, von wildem Wein behangene Vorbau gab dem schlichten Haus etwas ländlich Festliches. Elisabeth brauchte mir einige Rud erschlage weit in den See hinaus zu fahren, und sie konnte auch Haus Losnitz liegen sehen. Elisabeth war immer versucht. Schloß Losnitz zu sagen. Es war etwas ganz anderes, es lag groß und majestätisch mit 1 einem weißen Eckturm auf der Höhe, etwa da, wo in Trebbin die alte graue Buche stand. Weit ins ßemb blickend, vom See zurückgezogen, an den es nur ein kleines Boots- und Badehaus vorgeschickt halle, war es ein Adelssitz in des Wortes schönster Bedeutung. ,^Hier hab ich vor zehn Jahren auch schon herüber gesehen, damals, in der ersten, seligen, dummen Derllebcheit", dachte sie. „Und ist es heute soviel anders? Schau dir nicht die Aeugllin aus, Elisabeth Hellfahr, erste Salondame und Schwarm aller junger Mädchen und so vieler Herren dazu!" Sie versuchte sich selbst ein meng komisch zu nehmen. Aber sie wußte genau, im Hintergrund regierte der Ernst als Wunsch und als Hoffnung. Magnus von Beeren war acht Tage lang nach chrer gemeinsamen Hetz fahrt durch Deutschland in Losnitz geblieben, llnb in diesen acht Tagen hatte zwischen Trebbin und Losnitz ein lebhafter Verkehr wieder begonnen, der nach Magnus Rückkehr nach München langsam wieder eingeschlafen war. Sie sah chn nicht allzuoft, chren Frrtz. Aber er war genau der gleiche wie damals: groß und die anberen überragend und ernst und verschlossen und auch herrisch und überlegen und — Elisabeth lächelte vor sich hin — und dann wieder wie ein Sunge, der immer hrnausschreien möchte vor Freude und schließlich rot wird vor lauter Verlegenheit. „Als wir uns küßten damals — wenn sie daran denkt, laufen ihr die Funken knisternd durch alle Glieder — hinter den Lorbeerbäumen auf der Terrasse — es muß im August gewesen sein, die Nacht war warm und tausend Sterne blitzten!" Die Lorbeerbäume stehen noch auf der Losnitzer Terrasse, und wenn Elisabeth sich ein wenig Mühe gibt, glaubt sie die grünen Bäume zu erkennen. Und sie gibt sich Mühe! Sie sitzt in ihrem Boot auf dem blitzenden See und schaut nach Losnitz hinüber und träumt und sinnt. 4. Kapitel. Ste Fall war in strahlender Laune. Der Zufall, dieser Patron und Schutzherr aller Künstler, hatte ihr eine prachtvolle Rolle in den Schoß geworfen, ober richtiger: er hatte ihrem ihrer Begabung und ihrem Können eine große Chance gegeben. Eben mit dieser Rolle. Und Ite Fall hatte aus dieser Chance einen großen Erfolg gemacht. Seltsam: Als ob ihr früher die Elisabeth im Wege gestanden wäre! Nun Elisabech fort war, erblühte der Ruhm von Ste Fall, und er erblühte im Mai. Der Mai ist für, alle Theaterleiter ein böser Monat. Gegen den blauen Himmel, die grünen Wiesen und die goldene Sonne kämpfen Kunst und Kunsller meist vergebens. Natur und Kunst — hier fliehen sie sich wirklich. Der Sntenbant hatte deshalb die ersten warmen Wochen einen richtigen Reißer auf den Spielplan gesetzt: „Die Tochter des Kunstreiters", und er hatte sich gleichzeitig eine bekannte Wiener Darstellerin für die Titelrolle geholt, eine scharmante Person, Die die Rolle im Wiener Volkstheater kreiert und dann über fünfzigmal gespielt hatte ... tote hieß Alma Gedon unb war sattelfest wie ein Husar. ■ Und da mit dieser Rolle alles stand und fiel, — in diesem Falle also alles stand —, so probierte man das Drum und Dran ein wenig lässig, machte lange Pausen und rauchte die unvermeidliche Zigarre in der warmen Frühlings sonne. Und da kam also das Unglück — oder das Glück, wie Ste sagte: Alma Gedon verknackste sich drei Tage vor der Premiere auf einer Probe den Fuß, und zwar so gründlich, daß vierzehn Tage an ein Aufstehen nickt zu denken war. Es war furchtbar! Der ganze Apparat stand still. Man konnte nicht einmal einen früheren Ersola wieder in den Spielplan aufnehmen, weil Elisabeth fehlte. Der Inten- dant wurde weiß wie Kalk, als er von dem Unglück hörte, und schloß sich in sein Büro ein. Die Künsller zweifelten nicht, daß er die Nahrungsaufnahme verweigern würde. Denn man würde das Theater einfach schließen müssen: Ersatz war nicht zu haben. Diese Rolle hatte an allen deutschen Theatern außer der Gedon nicht eine Schauspielerin in ihrem Spielplan. Damals sprach Ste Fall lange und eingehend mit der Sekretärin. „Sie würden es wirklich wagen?" Die Sekretärin funkelle Ste mit begeisterten Augen an. Und sie wiederum wagte es, ihren Chef und Meister anzu- rufen. „Die Fall ist größenwahnsinnig!" schrie der Inten- bant in ben Hörer zurück. „Aber sie soll kommen." Sie Fall hatte ein ausgezeichnetes Gedächtnis, sie batte außerbem in dem Stück die kleine Rolle einer Freundin zu spielen, bei der sie sich eine gewisse Kenntnis der Titelrolle, was Umfang und Leistung anging, erworben hatte. „Wißen Sie auch, was Sie sich da zuttauen?" „Das weiß ich genau!" nickte Ste. Es machte ihr Spaß, sich selbst zu beobachten. Das Herzklopfen ließ schnell nach. Sie war ganz ruhig und kall, wie in manchen Rollen, die sie nicht gefangen nahmm. „Die Rolle ist schwerer als alles, was Sie l * - her gespielt haben. Sie ist auch größer. Das sind ja drei Bogen Text." Der, Intendant rollte drohend die Augen. Ste stellte fest, daß er die völlig richtige Methode hatte. Ein Mensch, der seiner selbst nicht sicher gewesen märe, mußte bestimmt den Mut verlieren. Er stellte ihr alle Schwierigkeiten klar vor Augen. „Bedenken Sie, daß diese, gerade diese Rolls eigentlich zwei ganz verschiedene Menschen verlangt. Einmal ist die Tochter des Kunstteiters eine reine Gesellschaftsfigur; selbst wenn Sie das können sollten, und das traue ich Ihnen schließlich zu —, bann bleibt immer noch die zweite Hälfte biefer Rolle: das Zirkusmädel/ Ste jagte: ,Hch habe einmal Artistin werden wollen. Viele Falls sind am Zirkus, das kann ich ganz bestimmt." „Sie haben ben Austritt im Trikot!" „Sch kann mich ruhig im Trikot sehen lassen, Herr Intendant! Er schnappte nach Lust. Er sah Ite Fall durchdringend an, und er war sicherlick sehr, sehr froh, daß er jemanden fand, der — vielleicht — die Aufführung retten konnte. Wer er tat, als sei ihm ein schweres Zugestärcknis mühselig und zäh abgerungen worden. „Na also, wenn Sie es nicht anders wollen. Ich kann es ja versuchen, und zur Not kann ich übermorgen am Vormittag die Vorstellung noch absagen. Wir probieren also heute nachmittag, und nochmals nach der Vorstellung?" „Mit mir in der Titelrolle?" sagte Ite. ,Lum Donnerwetter — ja!" Es wurden bann ein paar Großkampftage: Proben und wieder Proben, dazwischen abends dis laufende Vorstellung, hinterher in der Königinstraße Lernen des Textes. Schmid und Brasky halfen, gaben Stichwörter, ließen die monotonen Ic£t= Wiederholungen sich ruhig gefallen, strichen Brote und kochten aus heißer Milch, Ei und Wisky ein nährendes Getränk. Während der Proben beschränkte sich der Intendant auf ein anspornendes „Na also". Er schien zufrieden zu sein. Sm übrigen machte der Kamps mit dem Text bis zur Generalprobe am Vormittag ein genaues Probieren unmöglich. Es hing eigentlich alles in der Luft. Es stand alles bei ihr, bei Ite Fall, ganz allein? Am Abend kurz vor dem Vorhangzeichen spuckte der Sntenbant sie dreimal an, drückte ihr fest die Hand: „Sie werden es schon schaffen!" Dann saß er mit feinem Einglas in der nahen Loge bis zum Schluß. Ite spurte alle Nerven bis zum Zerreißen! Hinterher schloß der Sntenbant sie in die Arme und_ küßte sie auf der Bühne. Der Vorhang ging darüber auf, und das Publikum, hingerissen imb rm Beifall tobend, nahm diese private Ehrung mit frenetischem Jubel auf. (Fortsetzung folgt.) dazu, zwei Zimmerstühlen und einer Fußbank in drei verschiedenen Mustern möchte ich weiten Kreisen der Bevölkerung vor Augen führen, was schwer beschädigte Körperbehinderte mit einer Hand zu leisten vermögen." Dieses Bekenntnis eines schwerbeschädigten Ar- beitskameraden muß allen denen, die im Vollbesitz ihrer Kräfte sind, die Verpflichtung auferlegen, bei der großen Leistungsschau aller Schaffenden nicht zurückzustehen. Gießener Wocheumarktpreije. * Gießen, 15. Dez. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, % kg 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 9, Eier, ausländische Kühlhauseier, Klasse B 10%, Wirsing, kg 9, Weißkraut 7, Rotkraut 9, gelbe Rüben 10, Karotten, 1kg 25, rote Rüben, % kg 6 bis 10, Spinat 12 bis 15, Unterkohlrabi 8, Grünkohl 12 bis 15, Rosenkohl 15 bis 30, Feldsalat, 1/10 8bis 10, Tomaten, % kg 50, Zwiebeln 12 bis 15, Meerrettich 35 bis 55, Schwarzwurzeln 25 bis 35, Kartoffeln, % kg 4 Pf., 5 kg 40 Pf., 50 kg 3 bis 3,50 Mark, Aepfel, Yi kg 35 bis 55 Pf., Nüsse 48 bis 60 Pf., junge Hähne 1 bis 1,20 Mark, Suppenhühner 90 Pf. dis 1 Mark, Gänse 1 bis 1,20 Mark, Blumenkohl, das Stück 20 bis 50 Pf., Endivien 5 bis 10, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 40, Rettich 5 bis 15 Pf. * ** Dienstjubiläum. Am 9. Dezember waren es 25 Jahre, daß das Gefolgschaftsmitglied Georg Hermann Müller als Pfleger in der Landes- Heil- und Pflegeanstalt Gießen tätig war. Der Betriebsführer, Direktor Dr. Schneider, sprach dem Jubllar Dank und Anerkennung für seine treue und tadellose Dienstzeit aus. **Melstervorbereitung derElektro- Installateure. Die «Deutsche Arbeitsfront teilt mit: In Zusammenarbeit mit der Elektto-Jnstalla- teur-Jnnung beginnt am 10. Januar 1939 in Gienen der Vorbereitungslehrgang auf die Meisterprüfung für Elektro-Installateure Alle Elektro- Installateure, die bis Ende 1939 chre Meisterprü- ung abaelegt haben müssen, werden aufgefordert, ich bis spätestens 31. Dezember 1938 bei der Deut- chen Arbeitsfront, Gießen, Schanzenstraße 18, schriftlich anzumolüen. Auch die Elektro-Jnstallateure, die ihre Meisterprüfung erst später ablegen wollen, können teilnehmen. In Frage kommen die Teilnehmer aus den Kreisen Gießen, Friedberg, Wetzlar, Alsfeld und Lauterbach. .** Verteilung von Aepfeln, Apfelsinen und Zwiebeln für die Fe st zeit. Um allen Verbaucherschichten die Bezugsmöglich- keiten in Obst für die Zeit zu sichern, verteilt der Gartenbauwirtschaftsoerband Hessen-Nassau ab 15. Dezember aus den Lagerbeständen und fortlaufenden Lieferungen zusätzliche Mengen von Aep- feln, Apfelsinen und Zwiebeln an die Großverteiler. Die Ladengeschäfte und die ambulanten Händler werden durch die zuständigen Wirtschaftsgruppen beliefert, so daß eine gleichmäßige Belieferung aller Gebiete erreicht wird. Tagung der Veterinärmedizinischen GeseWast. Die Dezember-Sitzung der Veterinärmedizinischen Gesellschaft Gießen fand diesmal am Morgen des Eintopfsonntags statt. Zahlreiche Mitglieder, Studierende und Gäste waren der Einlgduna der Gesellschaft gefolgt: unter den vom Vorsitzenden, Prof. Dr. C. Krause, besonders begrüßten Gästen sah man den Heeresgruppenveterinär 2, Generaloeteri- när Dr. Eckert, und die Divisionsveterinäre der 9. und 15. Division, Oberstveterinäre Dr. Garn und Virchow. Zunächst sprach als Gast der Gesellschaft Prioat- dozent Dr. G r a tz l (Wien) über „Die Angina bei unseren Haustieren mit besonderer Berücksichtigung der des Pferdes". Dr. Gratzl überbrachte die Glückwünsche und Grüße der Wiener Schwestergesellschaft und ging dann auf die unter dem Sammelnamen der Angina bei den verschiedenen Hausieren auftretenden Rachenentzündungen ein. Der menschlichen Angina ist die Erkrankung beim Hund am ähnlichsten: in beiden Fällen spielt sie sich im vorderen Rachenraum und an den Mandeln ab. Sie tritt beim Hund als selbständige Krankheit, namentlich auch zur Winterszeit (Schneefiessen), auf und wird daneben nicht selten im Verfolg spezifischer Erkrankungen (Stuttgarter Hundeseuche, Staupe) beobachtet, wie umgekehrt die erkrankten Mandeln vielfach Krankheitserregern als Eintrittspforte dienen. Bei Katzen ist die Angina seltener und kommt dann häufig zusammen mit der Katzenstaupe vor. Auch beim Schwein und den kleinen und großen Wiederkäuern ist sie weniger bekannt. Grundverschieden von den anderen sind die Verbaltnisse beim Pferd, desien beiderseitige Luftsäcke als Hilfsapparate für den Schlingvorgang eine besondere physiologische Bedeutung haben und im Erkrankungsfalle ein charakteristisches Symptomenblld bedingen. Kennzeichnend für die Angina ist die Behinderung des Schluckaktes, die bei den vorgenannten Tieren durch eine Verengung im Uebergang von der Mund- zur Rachenhöhle, beim Pferd im Uebergang von der Rachenhöhle in den Schlund verursacht wird. Zum Schluß seiner mit zahlreichen Lichtbildern erläuterten Ausführungen ging der Vortragende noch auf die Erkennung und Behandlung der Angina ein, wobei er aus dem reichen Erfahrungsschätze der Wiener Inneren Tierklinik schöpf'n konnte. Den zweiten Vortrag hielt Dr. med. vet habil. Erich Traub (Gießen) über „Die amerikanische Pferdeencephalitis im Vergleich mit anderen Encephalitiden der Pferde". Er ging dabei auf eine in Deutschland nicht vorkommende, von ihm während seiner sechsjährigen Tätigkeit am Rockefeller-Jnstitut in Princeton/N. I. mitbearbeitete amerikanische Pferdeseuche ein, die in ihrem Wesen eng verwandt ist mit der in Deutschland und besonders auch in Hessen häufigen ansteckenden Gehirn- und Rücken- marksentzündunq, der sogenannten „Bornaschen Krankheit" der Pferde. Der Vortragende stellte beide Erkrankungen in ihren pathologisch-anatomischen Erscheinungen und den biologischen Unterschiedlichkeiten ihrer Erreger, die beide in die Gruppe der filtrierbaren Virusarten gehören, einander gegenüber und fand mit seinen Ausführungen besonderes Interesse, da Prof. Dr. Zwick,^>er frühere Direktor des hiesigen Tierseuchen-Jnstitutes, und feine Mitarbeiter wesentlichen Anteil an der Erforschung der deutschen Bornaschen Krankheit haben, und die Gehirnkrankheiten der tierärztlichen Wissenschaft noch große Aufgaben stellen. Anschließend versammeUen sich die Sitzungsteilnehmer, in den festlich geschmückten Räumen der veterinärmedizinischen FakuUät zum gemeinsamen Eintopfessen. Der großen sozialen Pflichten dieses Winters wurde dabei durch eine besondere Büchsensammlung Rechnung getragen. Dann lief der von der IG.-Farbenindustrie (Beh- ringwerke-Leverkusen) gedrehte erste tierärzlliche Tonfilm: „Störung der Fortpflanzung bei Pferd und Rind". Der inhaltlich und aufnahme- technisch sehr gut gelungene Film wurde unter Mitwirkung von Prof. Dr. Küst (Gießen) und Prof. Dr. A b e l e i n (München) von Prof. Dr. Götze (Hannover) für den Fachmann bearbeitet und fand lebhaften Beifall. Oer Verkehrsunfatt beim Bahnhof Mücke. (Einer der verletzten gestorben. Von den drei Verletzten bei dem gestern von uns bereits gemeldeten schweren Unfall an dem schrankenlosen Bahnübergang der Strecke Mücke — Laubach in der Nähe der Station Mücke ist der 27 Jahre alte Willi Werkensen aus Dettersen (Dez. Altenkirchen) am gestrigen Mittwochnachmittag m der Chirurgischen Klinik zu Gießen an seinen schweren Schädel- und BrustVerletzungen gestorben. Der Vater des Toten, Heinrich Werkensen, und dessen Schwiegersohn Müller befinden sich mit einem Unterkieferbruch bzw. mit einer Verletzung der Zunge noch in der Klinik. Bei dem Unfall dürfte wohl auch der st a r f e Nebel am gestrigen Mittwochmorgen im Bereich der Unfallstelle eine wesentliche Rolle gespielt haben. Arzt weaen Abtreibung zu 8 Zähren Zuchthaus verurteilt. Lpd. Hanau, 14. Dez. Das Schwurgericht hat nach fünftägiger Verhandlung den 42jährigen, seitherigen praktischen Arzt Dr. Sch me ltz e r aus Büdesheim in Oberhessen wegen gewerbsmäßiger vollendeter Abtreibung in drei Fällen und wegen versuchter gewerbsmäßiger Abtreibung in einem Falle zu einer Gesamtzuchthausstrafe von acht Jahren verurteilt. Außerdem wurden ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von zehn Jahren aberkannt und ihm die ärztliche Berufsausübung auf die Dauer von fünf Jahren unter« jagt. Schmeltzer war früher in Baden tätig und bereits vom Schwurgericht in Mosbach wegen Ab- treibung zu IVt Jahren Gefängnis verurteilt worden. Er verlegte später seinen Wohnsitz nach Büdesheim in Oöerhessen. S.Uport Fußball und Turnen im Tv. Treis. Treis I — Krofdorf I 0:5. Am Sonntag war auf dem hiesigen Sportplatz Hochbetrieb, denn beide Mannschaften, die erste und die Jugendmannschaft, hatten Gäste von auswärts. Die erste Mannschaft hatte die des Sport- Vereins Krofdorf als Gegner und mußte eine 0:5- Niederlage hinnehmen. Da Krofdorf eine gute Mannschaft ins Feld stellen konnte, und Treis stark ersatzgeschwächt und nur mit zehn Mann an» trat, war von vornherein an einen Sieg der Ireifer nicht zu denken. Treis hJ.Lff — 1900 HJ.-Elf 8:3. Vorher standen sich die HJ.-Mannschasten von 1900 Gießen III und die des Tv. Treis gegenüber. Daß die HJ.-Mannschaft von Treis um die Bann- meffterschaft in den kommenden Spielen einen beachtlichen Gegner abaeben wird, hat sie in diesem Spiel bewiesen. Gleich vom Spielbeginn an klappte es im Sturm, und schon in der ersten Minute hieß es 1:0 für Treis, kurz daraus 2:0. Bis zur Halbzeit schoß Treis vier Tore, während Gießen zu zwei Erfolgen kam. Nach dem Wechsel strengten sich die Gäste mächtig an, aber selbst die bestgemeinten Durchbrüche wurden von der Treffer Verteidigung abgewehrt. Beim Schlußpfiff stand das Spiel 8:3 für Treis. Sportlehrer Brox in Treis. Im Kreis 8 (Lahn-Dill) des RfL. werden durch Sportlehrer Brox (Marburg) zur Zeit Lehrgänge im Turnen durchgeführt, um den Vorturnern und Turnwarten der Turnvereine neue Wege und Methoden zu zeigen. Der für den Stützpunkt Treis vorgesehene Lehrgang fand am Dienstagabend itn Saale Will statt. Lollar war mit 2, Staufenberg mit 3, Mainzlar mit 3, Kesselbach mit 4 und Treis mit 9 Teilnehmern vertreten. Nach kurzer Begrüß ßung durch Dereinsführer Leinweber (£reis) übernahm Sportlehrer Brox das Kommarüw, und nun Zeigte er den Teilnehmern, wie man Bodenturnen, Saltos, Kippe usw. erlernt. Am Reck wurden Schwungstemme, Riesenfelge mit Abgängen geübt und am Barren das Luftrollen vor- und rückwärts. Als letzten Uebungsftoff nahm er das Ausgleichs« turnen vor. Zum Schlüsse dankte Vereinsführer Leinweber im Namen aller Lehrgangsteilnehmer' Großen-Buseck I — Heuchelheim I 4:5 (3:2). Der Tabellenführer wurde auf eigenem Gelände von den Heuchelheimern niedergekämpft. Der Sieg tand für die Gäste nie in Frage: viermal lagen ie mit zwei Toren Unterschied in Führung! Auf )em nassen Wiesenplatz machte sich bald nach Spielbeginn die bessere Technik und Ballbehandlung der Gäste bemerkbar. Schon nach 10 Minuten führten sie mit 2:0. Bei einem gefährlichen Durchbruch der Platzbefitzer mußte sich die verdutzte Gästeabwehr den ersten Gegentreffer gefallen lassen. Heuchelheim zog jedoch bald auf 3:1 davon. Kurz vor her jßauje gelang den Buseckern ein zweiter Erfolg. Die zügigen Angriffe der Gäste führten zu weiteren zwei Treffern. Bald nach Halbzeit mußte der rechte Läufer der Gäste verletzt ausscherden. Großen-Buseck nutzte dies zu zwei weiteren Treffern aus Dis Blauen schafften noch manche gefährliche Situation im Raum der Einheimischen, doch der Halblinke vergab zweimal kurz vor dem Kasten „toffichere Sachen" und damit einen höheren Sieg feiner Mannschaft. Spannung im Fußball um die Vannmeisterschast. Die Vorrundenspiele um die Bannmeisterschaft sind in den einzelnen Gruppen beendet. Vor Uever- raschungen könnte man eigentlich nicht sprechen, denn bei den einzelnen Gruppen führen meijt die Jugend- mannschaften, die man als Gruppenfavorit gestempelt hatte. In der Gruppe I hatte man Klein-Linden einen besseren Tabellenplatz zugetraut. Die Ia-Jugend der Blau-Weißen ist wohl der rechte Tabellenführer. Durch eigenes Verschulden ist die Jugend des Lokal- gegners etwas zurückgefallen und hat somit aus- gespielt. la Spvg. 1900 Gruppe L Spiele Gew. 3 3 Unenffch. Verl. 0 0 Pkte. 6:0 Tv. Heumelheirn 3 2 0 1 4:2 DfB.-R. 4 1 0 3 2:6 Tv. Klein-Linden 2 0 0 2 0:4 Gruppe IL In der Gruppe II befindet sich der Tttelverteidiger Großen-Linden, der unerwartet durch eine Niederlage in Allendorf Feld räumen mußte. Hier führt die Id-Jugend der Blau-Weißen ungeschlagen. Spiele Gew. Unentsch. Verl. Pkte. Ib Spog. 1900 3 3 0 0 6:0 Tv. Großen-Linden 2 1 0 1 2:2 Allendorf (Lahn) 3 1 0 2 2:4 Teutonia Watzenborn-Steinberg 2 0 0 2 0:4 Gruppe III wird unangefochten von der I. Jugend des SV. Lollar angeführt, welche auch wohl bei Beendigung der Spiele auf diesem Platze zu finden fein wird. Gruppe IV. SV. Lollar Spiele Gew. Unenffch . Verl. Pkte. 3 3 0 0 6:0 Spvg. 1900 Ila 2 1 0 1 2:2 Treis (Lumda) 2 1 0 1 2:2 Londorf 3 0 0 3 0:6 Garbenteich befindet sich in Favoritenform und führt mit einem fabelhaften Torverhältnis die Gruppe an. Die drei folgenden Jugendmannschaften stehen mit der gleichen Punktzahl an bpn nächsten Stellen. Spiele Gew. Unenffch. Verl. Pkte. Garbenteich 3 0 0 0 6:0 Steinbach 3 10 2 2:4 VfB.-R. 3 1 0 2 2:4 Lich 3 1 0 2 2:4 Gruppe V. In der Gruppe V wird wohl die HJ.-Mannschaft von Oppenrod weiterhin die Oberhand behalten. Spiele Gew. Unenffch. Verl. Oppenrod 2 2 0 0 Göbelnrod 2 0 11 Großen-Buseck 2 0 11 Saasen (ausgeschieden). Gruppe VI. Pkt«. 4:0 1:3 1:3 Ober-Bessingen Spiele Gew. Unenffch. Verl. Pkte. 3 3 0 0 6:0 Queckborn 3 2 0 1 4:2 Laub ach 3 0 1 2 1:5 Ettingshausen 3 0 1 2 1:5 Gruppe VIL In dieser Gruppe steht Utphe vorn. Jedoch fehlen von den letzten Spielen sämtliche Spielberichte. Die Vereine müssen sich unbedingt mehr darum kümmern, daß Spielberichte abgesandt werden. Die Gruppe zeigt folgendes Bild: 1. Utphe: 2. Hun« gen; 3. Wölfersheim; 4. Inheiden. Spiele Gew. Unenffch. Verl. 2 2 2 1 1 1 1 1 1 0 0 0 Nieder-Ohmen Homberg Grünberg Ptte. 2:2 2:2 2:2 Gruppe VIII. In der Gruppe VIII haben sich drei gleichwertige Gegner gefunden. Die Frage nach dem Gruppenmeister steht noch völlig offen. Rundfunkprogramm Jretiag, 16. Dezember. 6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause. 9.40: Mutter turnt und spielt mit dem Kind: Auf dem Weihnachtsmarkt. 10: Schulfunk: Deutsches Del. Eine Berichtsfolge. 10.30: Gefroren hat es Heuer. Ein bunter Bilderbogen um Schlittschuhe und Eislauf. 11.40: „Glaube und Schönheit^ auf dem Lande. Gespräch mit Gauführerin Luise Essig. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Dem Opernfreund. 15: Kleines Konzert. Duette. 15.30: Alle helfen mit! Wir besuchen die Jugend- und Kindergruppen der NS.-Frauenschaft bei den Weihnachtsvorbereitungen. 15.50: Kleiner Ratgeber für den Gabentisch. 16: Musik am Nachmittag. Einlage 17 bis 17.10: „Die erste Pflugfurche". Kurzerzählung von Milovan Glisic. 18: Sport der Woche und für den Sonntag. 18.15: Bücher, von denen man spricht. 18.30: Volksmusik. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher. 20: Nachrichten. 20.15: Meister der deutschen Unterhaltungsmusik: Alois Pacher- negg. 21.15: Gemeinschaftssendung deutscher und italienischer Jugend. 22: Nachrichten. 22.15: Bücher für den Gabentisch. 22.30: Unterhaltungskonzert. 24 bis Erster Skiwinter im Don Do. Oti Wer hat noch nichts vom Glanz unb von der Schönheit des deutschen Wintermärchens vernommen ? Aus der tiefverschneiten Einsamkett eines kleinen Alpendorfes wurde der hoffenden Menschhett das Lied „Stille Nacht, hellige Nacht" geschenkt. Der deutsche Winter hat die zartesten und feinsten Satten der Seele zum Klingen gebracht. Dem modernen Sportmenschen aber hat der Winter einen noch größeren Erlebniskreis eröffnet In Heller Silvesternacht sind mir heute mit den Schiern auf der $ütie, hoch droben, den funkelnden Sternen nah. Durch dickoerfchnette Tannenwälder ziehen wir unsere Spur, das scheue Wild wurde unser zutraulicher Freund. In Sonne und Pulverschnee stäuben wir jauchzend die Hänge hinab. Deutschland ist ein Wintersporttand ohnegleichen. Cs bietet eine solche Fülle von Möglichkeiten für jeden Geschmack, jeden Grad des Könnens, daß es kaum denkbar ist, sie auch nur annähernd schildern zu können. Mittelgebirge und Alpen umschließen die deutschen Grenzen in einer Zahl und Vielfalt, die anderswo kaum anzutreffen sind. Beginnen wir mit den Mittelgebirgen: da sind als nördlicher Eckpfeiler der Harz, als westlicher bas Saue r- land, da ist der Schwarzwald, der Thüringer Wald, im Zuge der Sudeten das 211t- oatergebirge das Glotzer und Waldenburger Bergland, dos Riesen-, Jser« und Zittauer-Gebirge, deren Kette jensetts des Äbedurchbruchs durch das Erzgebirge und Vogtland, das Fichtelgebirge, den Bayerischen Wald und den Böhmerwold fortgesetzt wird. Schier unerschöpfliche Möglichkeiten, vielfach Entdeckerfreuden in Wrntersportneuland, bietet allein schon das Sudetenland, nachdem die Grenze, die meist auf den Gebirgskämmen verlief, gefallen ist. iD Deutschland. großdeutschen Reich o Reismaun. Die Mittelgebirge sind waldreich und haben sanfte Hänge. Ihre Höhen liegen im allgemeinen zwischen 800 und 1500 Meter über dem Meere. Doch hat das jetzt „grenzenlose" Riesengebirge in feinen Kammregionen bereits alpinen Charakter, und es wird daher für viele Freunde dieses Sportgebietes eine besondere Freude sein, in diesem Winter ohne Paß und Devisen nach der als Wintersportort ja schon lange bekannten und beliebten Spindlermühle fahren zu können oder in der Gegend von 21upa ihre Schi- und Rodelkünste auszuüben. Einen neuen und schönen Gewinn für den deutschen Wintersport bildet ferner dos Altvater-Gebirge, das sich mit feinen über 1400 Meter reichenden Höhen und seinen waldlosen Hängen ausgezeichnet zum Schilauf eignet Diele wird es auch in das Gebiet südlich des Jser- und Lausitzer Berglandes ziehen, wo sich reizvolle Schiwanderungen machen lassen. In dem wegen seiner landschaftlichen Schönheit weltbekannten Böhmerwold sind Osser, Arber, Lüsen und Dreisessel nun keine Grenzberge mehr. Gut ein halbes Hundert Berge von 1000 Meter Höhe und darüber sind hier ins Reich heimgekehrt — was für ein Neuland für den Wintersport, das der Entdeckung harrt! Im Gebiet der deutschen Alpen folgt von Westen nach Osten ein großartiges Wintersportgebiet dem anderen. Vom Bayerischen Allgäu, mit Oberstdorf als Mittelpunkt, mit dem herrlichen Kleinen Walser- tal, gelangt man über die Lechtaler Alpen hinüber nach St. Anton am Arlberg. Die „Arlberg-Schi« schule" wirkte bahnbrechend für die gesamte moderne Sch'llauftechnik. Das Tal von Montafon mit der Silvretta im Süden ist über das Paznaungebiet wieder mit dem Jnnta! und Arlberg verknüpft. Im Werdenfeffer Land, südlich von München, finden wir im Zugspitzgebiet den Olympia-Ort Garmisch-Partenkirchen. Von da führt die Mittenwald- bahn ins Herz von Tirol nach Innsbruck, der „Stadt der deutschen Bergsteiger", die als Mittelpunkt des Wintersports nicht minder berühmt ist. Südwesllich von Innsbruck erstrecken sich die hochalpinen Gruppen der Dentaler Alpen und das Stubai. Desgleichen bietet die Nordkette, die Nordtiroler Kalkalpen/ zahlreiche Möglichkeiten in allen Variationen. Oest- lich schließen sich die Kitzbüheler Alpen, die Hohen Tauern und die Kleinen Tauern als ausgedehnte, mächtige Gebirgszüge an. Kitzbühel selbst ist längst ein Inbegriff für ein weites Land des Wintersports geworden. Nicht vergessen seien auch die Tuxer-Gruppe und die Zillertaler Berge als Bindeglied von Stubai zu den Hohen Tauern hin, die im majestätischen Großglockner (379# Meter) nunmehr Deutschlands höchsten Berg aufweisen. Das Berchtesgadener Land und das Salzkammergut bieten in einer Reihe ausgedehnter und hoher Gebirgszüge ebenfalls in zahlreichen Orten viele Wintersportmöglichketten. Die sogenannten Kleinen oder Niederen Tauern zwischen Enns und Mur sind ein alpines Gebiet von eigenem Reiz, ebenso harren auch im Süden des Reiches die schönen steierischen Alpen, die Berge Kärntens und die Linzer Dolomiten, auf den Besuch der Bergfieunde des Winters. Daß man von Wien aus das schönste Wintersportgebiet, den Hochschneeberg und Raxalpe — beide durch Bergbahnen erschlossen — und den Semmering sozusagen gleich vor der Haustüre liegen hat, ist roohlbetannt. Wohin man sich nun auch wenden mag, in allen deutschen Wintersportgebieten finden wir landschaftliche Schönheiten in verschwenderischer Fülle und Abwechslung, von allen Wintersportplätzen aus lassen sich Schiwanderungen jeglichen Schwierigkeitsgrades machen. Auch die Unter- kunftsmöglichketten sind vielseitig: ob der Gast ein Luxushotel bewohnen möchte, ein kleines Gaschaus ober ein freundliches Zimmer beim Bergbauern, — immer findet er, was feinen Wünschen entspricht. In den größeren Wintersportplätzen wird ein u m - fangreichesWintersportprogramm geboten, das Schirennell, Schispringen, Eislauf, Eis« Hockey, Vobrennen, Schijöring umfaßt. Zünftige und elegante Geselligkeit, Tanz im Schianzug wie im Abendkleid stören einander nicht. Lustig ist der Volkssport des Eiskegelns oder -schießens, und Schlittenfahrten haben ihren Zauber bis heute behalten. Bergbahnen erleichtern es dem Sportsmann wie dem Erholungssuchenden überall schnell und bequem auf die Berge und damit zur begehrten Höhensonne zu gelangen. Garmisch-Partenkirchen besitzt allein drei, Innsbruck zwei solcher zuverlässigen Heffer für die Steigerung der Winterfreuden. Dom Bregenzer Wald bis zur Raxalp, vom Bodensee bis zu den östlichen Ausläufern der Alpen, finden wir sie, meist als Drahtseilbahnen, die leicht und mühelos steilste Berge erklimmen. Das Fachamt Schilauf des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen, Kurorte und Hotels haben Vorsorge getroffen, daß in allen Orten geprüfte Schilehrer zur Verfügung stehen, deren verantwortungsbewußter Führung oder Schulung sich jedermann anverttauen kann. Die Deutsche Bergwacht unterhält auf den Hütten einen mustergültigen und in der Wett einxtg dastehenden Wachdienst zur Unfallverhütung und zur Rettung in Bergnot geratener Touristen. Der Deutsche Alpen- verein und die Kurorte haben vorbildliche Weg. und ' Abfahrtsmarkierungen geschaffen. Die Bewirtschas« tung der Berggasthäuser und Hütten in den Schigebieten bietet Gewähr für Unterkunft und Sicherheit. Der Winter in den Bergen ift im großen und ganzen nicht raub und stürmisch, wie man es sich oft_ vorstellen mag. Im Gegenteil, meist ist er die schönste und beständigste Jahreszeit; namentlich im Frühjahr bildet die Sonne das beherrschende Element. Sie macht nicht nur Gesicht und Körper hen> lich braun, sondern scheint uns ins Herz, Fröhlich« feit und gute Laune weckend. Eine deuffche Weihnachtsfeier im Schnee, eins Silvesternacht auf den Bergen oder eine Frühlings- fahrt auf Schiern über Firn rr’) Eis ins Tak zu blühend::! Krolusfette::i. >-• si.id Erlebnisse, die niemanb vergißt, her sie einmal gehabt hat. EL jlF'S k-:\. Rei/ekoffer W MA • - . IHxfaxt) Ge’egenlieitskäufe in Elektromotoren ein Wunsch jedes Herrn! Behaglich, kleidsam und modern — und dabei erfreulich preiswert 12.75 18.- 23.50 24.50 Herren-Bekleidungshaus Adolf Mühl K.-G. S!R?i!S 8179 A unö ergiebig,ohne Jrage, sehr schnell glänzend ohne tricks, iffdasVoHnerwachs V1 Dose -.75 RM---Y\ Dose 1.40 RH r3n öerÖo|e immergleich; L nicht zu hart unichlzu weich. Ist die billigste! Brühl’sche Druckerei, Schulstraße 7, Anruf 2251 Wir beraten Sie Wir entwerfen Wir drucken gut Nur die beste Drucksache neben der Zeitungsanzeige kann Ihre Werbung wirksam unterstützet. 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Fesselnd und eingehend schildert er seine Eindrücke von dem ihm bisher fremden Lande, s inen Städten und seinen Menschen, von unseren Landsleuten in Ubersee und schließlich über eine erlebnisreiche Jagd auf Elche und Bären. — Jeder, der den Neir ferner Länder, die Schönheit unberührter Natur und die Freiheit abenteuerlichen Fagdlebens liebt, greife zu diesem Buch: Gerd Düesberg, Jur Wildnis ferner Wälder 180 Seiten mit 59 Abbildungen nach Aufnahmen des Verfassers und einer Karte. 3n Ganzleinen gebunden . . RM. 4,—. 3u beziehen durch jede Buchhandlung. Werbeblatt kostenlos. , Hugo Vermühler Verlag Berlin-Lichterfelde ZUM FEST! Das gutsitzende Korsett nach Anprobe (7728a Damen-Wäsche mit echt Plauener Spitzen KorseMen Geschw.Bierans GIESSEN, Seltersweg 59 McNraiffl aus Leder schon von 4.75 RM. an LederRöliriOeustailt43 Ovwapwv wird sie machen, die Mutti, wenn sie am Weihnachts- Heiligabend den neuen Elektro-Kühlschrank in ihrer Küche stehen sieht. Ja, diesmal soll es etwas Besonderes sein und ist es doch schließlich ein Gegenstand, den man im Sommer wie im Winter gleich nötig hat, damit nichts umkommt und unsere Nahrungs- und Genußmittel frisch, wie eben gekauft, auf den Tisch kommen. Das wäre auch etwas für Sie. Sie hatten doch so wie so die Absicht. Warum also nicht gerade zu Weihnachten? Da wird dieser schöne Kühlschrank besonderen Jubel hervorrufen. Also Fröhliche Weihnachten und Kampf dem Verderb durch einen Elektro - Kühlschrank von GJ.B. HÄUSER urg Gießen, am Oswaldsgarten (Parkplatz) Fernruf Nummer 2145—2146 Mitglied der Elektrogemeinschaft 7715A fluchführungsuorschrlften und iflicht-fHontenpläne leicht durchführbar mit der zeitgemäßen 3- u. 4-Spalten- Durchschreibebuchführung. Für Geschäfte und Betriebe jeder Art und Gröfje bestens geeignet. Gröfjte Zeit- und Arbeitsersparnissel Verlobungs-Anzeigen bei Brühl. 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Anmeldungen können nur noch bis 31. Dezember 1938 angenommen werden. Die Anmeldung mutz schriftlich bei der DAF., Gießen, Schanzenstratze 18, erfolgen. Gebühr für den gesamten Lehrgang (160 LICHTSPIELHAUS — Heute Donnerstag bis Sonntag einschließlich in jeder Größe und Strom art Ankauf — Verkauf Sümag Xen-Isenburg: b. Fi ankinrt a.M. Telefon 708. 7733d in Leder das schönste Ueihnachts- Geschenk Fr. Grob Neuenweg 32. SüthlflfiC von Z dis 20 v. s. erhalten Eie bei wiederholten Auf« nahmen einer Anzeige Ida Wüst mit ihrem ,,verschmitzten Humor“ und Ludwig Schmitz mit seiner „unverwüstlichen Komik“ sorgen in diesem fröhlichen Ufafilm für eineinhalb Stunden ausgelassener Heiterkeit! 8178A Beiprogramm u. neuste Tobis-Wochenschau Täglich 4, 6, S 30 Uhr. Sonntags 3, 5.30, S.30 Uhr. Ein Ufa-Film mit Ludwig Ida Wüst, Paul Klinger Schmitz, Maria Paudler Bierschnitten.. .. Dose 45 Pf. Gießen, Seltersweg 18, Ruf 2467 8180A NORDSEE RollmOpS in RemouL, Vyl-D.78, ’/41-D. 48 Pf. 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Dezember 1938 In der heutigen Vormittagsziehung wurden gezogen 213878 245973 272548 360594 399575 Außerdem wurden fe 240 RM. und Vn der heutigen Nachmittagsziehung wurden gezogen 126872 139121 11404 15786 19645 56000 8388 15656 18996 Außerdem wurden 334 Gewinne zu fe 240 RM. und 4368 Gewinne zu je 120 RM. gezogen. 85191 119874 155016 170236 207319 235678 278460 306857 359212 375860 48803 49936 57305 66133 67488 70100 73507 81798 84259 84490 88062 91663 133722 186225 330040 369429 zu 50000 RM. 21285 zu 10000 RM. 31853 zu 5000 RM. 100340 zu 3000 RM. 16506 zu 1000 RM. 74197 96270 165551 103968 153069 272154 352991 382944 67427 318653 85216 138330 10825 117554 166976 319913 353218 384785 81171 396920 141110 235245 356855 66253 143985 198887 332812 375699 96222 157582 99927 137346 158710 182362 213219 241588 293819 312536 369624 395955 110748 147190 164931 202417 227220 273655 304112 316424 339277 374022 106768 137579 163734 194923 228872 275194 297933 314806 369941 396821 21276 266561 30417 170085 110886 148566 172653 208343 241949 277211 312055 320237 342423 374271 138262 155895 176232 210637 255653 278242 313107 332935 344169 380654 71371 361218 110946 145515 169743 207161 233132 278081 302083 330280 373788 398531 123079 175522 326810 362311 388733 > 20378 45692 72560 99339 144820 158280 188863 210748 262146 290379 313154 335282 348240 382924 76566 151710 249802 340126 378267 57636 350766 85994 212243 152551 381120 131049 261777 98614 134145 157375 173007 209951 237690 285225 307680 366765 380513 107306 143164 165712 205624 232030 277414 300000 322963 373591 398481 107425 147071 164226 202094 226067 273485 297554 314489 339272 370272 391788 284069 313310 352708 399626 102339 146598 161303 195996 220664 266911 292581 313176 338327 360665 383742 2 Gewinne 4 Gewinne 2 Gewinne 2 Gewinne 2 Gewinne 18 Gewinne zu 800 RM. 133373 172135 273101 142 Gewinne zu 400 RM. 1324 8460 13503 33475 45626 46311 66129 59575 75287 77905 82664 2 Gewinne zu 100000 RM. 183842 2 Gewinne zu 25000 RM. 20402 Im Gewinnrade verblieben: 2 Gewinne zu se 5000 NM., 6 zu je 3000, 12 Gewinne zu je 2000, 30 zu je 1000, 40 zu je 800, 80 zu je 500, 384 zu je 400, 778 zu je 240, 8668 zu je 120 NM. 2 Gewinne zu 5000 RM. 2 Gewinne zu 3000 RM. 8 Gewinne zu 2000 RM. 396096 18 Gewinne zu 1000 RM. 163492 180262 204303 22 Gewinne zu 800 NM. 142618 151162 157740 365041 383921 6902 8001 9049 61661 100613 101059 118822 174228 184988 202925 174 Gewinne zu 400 RM. ____ _____ ____ 33725 35016 36058 40577 41896 45648 Auf jede gezogene Nummer stad zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II Gewlnnauszug | 3. Klaffe 52. Preußisch-Süddeutsche (278. Preuß.) Klaffen-Lotterie 68 Gewinne zu 500 RM. 64723 ----- ----- 52 Gewinne zu 500 RM. 96984 ----- ----- 288 Gewinne zu _______ 4488 Gewinne zu fe 120 RM. gezogen. denn Torpedo schenken in doppellem Sinne. Die Klein-Torpedo isl kein loles Ge* schenk, sondern ein werleschaKendes. Die Klein-Torpedo mil Segmentumschaltung isl arbeitstechnisch und konstruktiv am weitesten vorgeschritten. In den Anschalfungs« Bedingungen richten wir uns nach Ihren Möglichkeiten. heißt praktisch denken und zwar Gießen ander Cahn 10 25 50 SKK PACKUNGEN IN ALLEN PREISLAGEN W I LH E LM MO E S ER Seife r sw eg 38 und Filialen- R u f 23 28