N> 'M» §6$ W 16,1 N« fist FL Süfit « «MO 4 a 8® UttDtt, 2? "'N* 'Ernten kjJJ "J? die 9tüd, ^.Üch borübtt -Daimler lULy W? (106 $ )e* M»f W, Neich»! 127,50 bis 127 107,25, Berget notierten ®erte 1? (120), Holz, «Wahrtswerte )- 3lorbb. Lloyd gelmäßig. i Werte war i zumeist unser» I bis 86 (83 bis 5 v.j). t schwachen ’Ber« einen schwäche' sich einiges Mn« m auch mäßige ) durchweg fleht iltnismäßig be* 2,90), Nhemstahl (99,13), Deutsche ch 10350 (104). ier, später wieder ermäßigten sich , aber 121,-50 in 114,75 (116 bzw. M), MR®, aus Lö (127), Jung- illgesellschast auf auf 92 (9250) !). Etwas höher Der Renteimack zu mweränbert on 1928 gmgtn neu Jbtmminal» f). ftenienM' ärkttstol«! N einf* md »bm bet pck- NÄetgchend W» gnt md^Lmd«- le ft* 1‘* unb an o d-ch i ängefte»" »» t niaefe® ®**n nähme? Serk ober N ober Men M ssfl s5*T,5 sSi8 rL-rL , gtiüfganfl war ^^Mcher Oö) 19)4 Ä 3öli waren^Mche ^ 77000 weM^ . 13. N* = **$*■ 3* L-stz >U' es 6P'M t5-** jflUp- h fi; ns Lo^ v- WZ SKSx trf jO? a-k-E22.35. * y tei1 Montag, 15. August 1938 188. Jahrgang Ur. 189 Erstes Blatt Berlin. Flugzeug Unser Bild zeigt die vier deutschen Ozeanflieger während der Begrüßungsansprachen auf dem Zen- tralflughafen Berlin-Tempelhof: (von rechts) Flug- kapitän Henke, Hauptmann von Moreau, Oberfunkermaschinist D i e r b e r g und Oberflugzeug, (unter Walter Kober. (Scherl-Bilderdienjt, Berlin.) Zukunft überall als Gradmesser für die Tüchtigkeit der deutschen .Flieger und Maschinen berück» 14. Aug. (DNB.) Das Focke - Wulf- „Eondo r“, das am Samstag. 13. Llngarn im Ausstieg, i Die deutsche Oeffentlichkeit hat mit Freude die Nachricht ausgenommen, daß der ungarische Reichs-1 oerweser Admiral vitez Nikolaus Horthy von 1 Nagyhanya demnächst auf Einladung des Führers I und Reichskanzlers zu einem mehrtägigen Aufenthalt in Deutschland eintrifft. Dieser hohe Besuch ist ber Ausdruck eines alten freundschaftlichen Verhältnisses, das zwischen Deutschland und Ungarn seit vielen Jahrhunderten ungetrübt besteht. Beide Nationen haben einen großen Teil ihrer Geschichte gemeinsam durchlebt, und der Weltkrieg sah sie Schulter an Schulter im jahrelangen heldenhaften Ringen gegen eine Welt von Feinden. Die Waffenbrüderschaft jener Zeit hat ein starkes Band zwischen den beiden Völkern geschlossen, das Unrecht und Die Bitterkeit der Nachkriegsjahre ist sowohl von Ungarn als von Deutschland schmerzlich getragen «worden. _ In Deutschland wie in Ungarn führte der Zusammenbruch von 1918 zu einer verzweifelten Lage, die von den Kräften der jüdischen Internationale benutzt wurde, um den nationalen Gedanken endgültig zu töten. In Ungarn mar es die kommunistische Schreckensherrschaft des Juden B eia Ähun, die das Land in den völligen Abgrund! hineintrieb. Das Verdienst, die Kräfte der Zerstörung überwunden, die Bahn für Ordnung und Wiederaufstieg freigemacht zu haben, besitzt der nunmehrige Reichsverweser Nikolaus v. H o r t H y. Er mar 1918 der letzte Kommandant der österreichisch- ungarischen Marine an der Adria und hat sich tn mehreren Seeschlachten unsterblichen Ruhm erworben. Als 1919 der kommunistische Aufstand tobte, stellte er sich in den Dienst der nationalen Sache unb konnte im Frühjahr 1920 als Befreier in Bu- 3n neuer Rekordzeit über den Atlantik. Di« kutsch«» Oz«anfli«g-r in 19 Stund«» 55 Minut-n »on N-uyork nach Berlin zurückgeflogen. erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Dießen« Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle monat$»Be$ugsprei$: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte e 1.80 Zustellgebühr , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt ßernfprechanschlüfse anter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach« richten: Anzeiger Stehen Postscheckkonto: granffurt am Main 11688 zurichten, die das ganze Jahr hindurch beflogen wird." Die Zeil sei nun reif für einen planmäßigen Postflugdienfl über den nördlichen Ozean. Als ein durch die Leistung der Condor-Maschine ! nahegerücktes Ziel sieht7 General Milch die Verwendung von Landflugzeugen im a t - lantischen Post- und Passagier v e r - kehr. Deutschland werde den emgeschlagenen Weg mit der Durchführung weiterer Ohnehalt- flüge auch in der Zukunft fortsetzen. Es sei | habet keine Schwierigkeit, die Maschinen zu verbessern und so weit entwickeln, daß sie m der Lage seien, für die Strecke Berlin—Neuyork außer den großen Mengen Treibstoff auch Zwei Tonnen Post mitzunehmen. Im Augenblick sei für einen ganzjährigen Flugbetrieb über den Nordatlantik das Seeflugzeug vorzuziehen. Man habe zur Zeil große Flugboote im Bau, bie gegenüber dem Landflugzeug vorerst noch ben Vorzug einer größeren Sicherheit böten. dapest einziehen. Die darauf folgenden Jahre waren der Arbeit mühsamen Aufbaues gewidmet. Horthy mürbe zum Reichsverrneser berufen, er stand vor ber Aufgabe, 1921 den Putfch der Habsburger niederzurnerfen, die Auswüchse einer Parteirnirtschaft zu beseitigen und soziale Reformen im Innern des Landes em- zuleiten. Es ist ihm gelungen, die großen historischen Traditionen der Stephanskrone zu bewahren gleich-1 zeitig aber auch neue Wege zu finden, um ben Bedürfnissen einer änberen Zeit gerecht zu werben Außenpolitisch galt es, eine Politik der ®ebulb| unb ber Umsicht zu treiben, bamit bas ungarische Staatsschiff durch bie Klippen hlndurchgesteuert werben konnte. Die Beziehungen zur Kleinen Entente fanden eine „Normalisierung .Ungarn knüpfte daran die Bebingung einer gerechten Beha, dlung der mayarifchen Minderheiten m diesen Landern. Iugoslamien und Rumänien haben em gewisses Entgegenkommen gezeigt, nur bie Tschecho-Slowakei roiber^t sich den gerechten Forberungen der Volks- etma 350 S t u n b e n k i l o m e t e r der Reichs Hauptstadt näherte. Auf dem Flughafen Tempelhof herrschte ungemöhnlich reaes Lebern Schon bald nach 9 Uhr trafen die offiziellen Persönlichkeiten ein Die Angehörigen der Besatzungsmitglleder mar- teten schon etma von 8 Uhr ab, zu ihnen gesellten sich viele Kameraden der Ozeanflieger. Der Flugplatz trug reichen Flaggenschmuck. Trotz starken Regens drängten die Tausende von Menschen aus der regensicheren Halle des Empfangsgebaudes au das Flugfeld. Wenige Minuten vor 10 Uhr erschien das viermotorige Flugzeug am nordmeftlichen Himmel. Die Fliegerkapelle fetzte mit dem Präsentiermarsch der Flieger ein. Um 9.5 7 Uhr mar die Conbor- Maschine unmittelbar über d e m Podiu m. Em Sturm der Begeisterung brauste gen Himmel. Noch eine Schleife über dem Flughafen, bann fetzte bas qrohe Flugzeug, an besten Steuer man Flugkapitan Henke erkannte, zu einer mühelosen unb glatten Landung an. Brausende Heilrufe und Tücherminken begrüßte die vier Bejatzungsmitglieber, als sie, mit sieges- 0raStCbem safchistifchen Italien sicht Ungarn seit langem in einem freundschaftlichen Verhältnis. I Gegenüber dem Deutschen Reich bestehen kemer ei Gegensätze, im Gegenteil: wirtschaftlich und politisch hat sich die Zusammenarbeit vertieft, bie auf den Traditionen einer alten Freundschaft beruht Als der Anschluß Oesterreichs an das Reich vollzogen wurde, fand dieses große Ereignis m Ungarn volles Verständnis. Damals hat der Nelchsvermeser von Horthy zum erstenmal über ben Rundfunk zur ungarischen Nation gefprodjen unb folglenbes erklärt: „Die Vereinigung Oesterreichs mit Deutsch- lanb ist für uns nichts anberes, als daß em guter alter Freund Ungarns, ber durch die Friebens- verträge in eine unmögliche Lage gebracht würbe, sich mit einem anbern alten, guten F^unbe und treuen Waffengenosten vereinigt hat. Die Sereini gung mar ein jahrhundertalter Wunsch des! Deutschtums unb mußte früher ober spater auch schon deshalb erfolgen, meil bas österreichische Volk niemals an fo enge Grenzen gemahnt mar. In ben fast zmei Jahrzehnten, m denen Abmiral v. Horthy die Geschicke seines Dateüanbes le ete, ist es gelungen, Ungarn innenpolitisch zu naftig unb bin Staat wi-d-r «uf3urin ein Vertreter der „Nationalzeitung Esten Gelegen- ™°tte°ren" 11 S§ern>unbene'^Oefabr, die für die Zukanit überall als Gradmesser für die Tüchtig. Maschinen auf bem Norbatlantik durch Bereifung während der Wintermonate bestehe. General M i l ch ist davon überzeugt, daß man in einigen Jahren dieses Feindes ber Luftfahrt ebenso Herr werben wirb, wie man auch ben Nebel besiegte. „Außerdem", so erklärte General Milch, ..'sprüht ür die Verwendung von Seeflugzeugen die Bewährung der deutschen Sicherungsschiffe bie Dem Atlantik-Flugboot eine Hilfe zuteil werben lassen, die man nicht hoch genug einfchätzen kann. Man wirb also vorläufig bie Seefluazeuge sowie Die schwimmenden Stützpunkte benutzen und die sud- iche Route über bie Azoren wählen, falls sich m ber nächsten Zeit nicht bie Errichtung einer regelmäßigen Postfluglinie über ben Norbatlantik ermöglichen läßt." Biele Erwägungen und nicht zuletzt der glanzende Flug der Focke-Wulf werden es nach Ansicht von Staatssekretär Milch bewirken, daß dieser plan einer regelmäßigen Postfluglinie über den nördlichen Ozean schon bald zur praktischen Auswirkung gelangen wird. Das Verkehrsbedürfnis nach einem derartigen Dienst", fo erklärte General Milch, „ist f o aroß und die sich bietenden Möglichkeiten sind (o • vielfältig, daß die Teilnahme einer jeden Fluy- nation notwendig erscheint. Die Kameradschaft, bie bie Flieger aller ßänber verbinbet, wirb bie Losung des Projekts erleichtern. Alle Nationen fol - 1 len und werden dabei zu ihrem Recht kommen, und das Ergebnis wird nur günstiger werden durch eine organisatorische, technische, fliegerische und kommerzielle Zusammenarbeit. Der Flug ber Focke-Wulf-Maschine hat in biefer Richtung oiel Gutes bewirkt. Die Oeffentlichkeit ber Ver- W-M-WtzMMM MMK Jr«8- o «indes t Hörden sich m in die -ktM \ Von außen kenntnis aus Staatsau schlecht be Hause? Sind gründ der S die tschech'schc mit sehr start Prager ft' weicht, dann weder ve Handlung Sache nicht i deren Lolksg lichen Demo! Pertrauensin tschechischen 1 an den 21. den Tisch, ' handelt, hie Wenn die aufbeschM bedeutet do nis, daß i 21. Mai da kateure und Besser, denen Sold des Abgrun Das tsck stimmt ni Staat gi weit er au, ist, mcht nur Ergebnis ein Dinge unb 5 und bei ben täge möglich ftiat für Mi «sentlich and Druck der Kr der schrvin tschechisch M Lerba" LS gbe,r$ »Verbe und ® t «( die Prager J« aus ane (ß ousdrückl'chl S'L. 'Ä. E'f" Äh ?; ttj» $ o 111 IN v>e r 7 R°um z-iOMd-S; leUft dann n> grinbet Mw. D°- ist - »■ ,/r tappt o jum grauen m$!e Jic „Nati MeintMerber L Risiko ml 7 wird h, NÄ * ®lani ”*en.. N fein. "X •«.fc tSta 5t *ein sc *hhuten „ - Nren kty. fettS’1 Uhr erreicht, und um 8 Uhr wurde die holländische Küste angeflogen. Immer wieder betonten die Flieger die ausgezeichneten Eigenschaften des Flugzeuges und der Motoren. An den Motoren brauchte nicht einmal eine Kerze ausgewechselt zu werden. Niemals kam auch nur ein Gefühl der Unsicherheit darüber auf. daß man in einem £ a n b f t u g - zeug den Ozean überquerte. Die Gewißheit des Gelingens des doppelten Ozeanfluges war so groß, daß man es nicht einmal für erforderlich gehalten hatte, das Flugzeug zu Ein unbequemer Gessel. Polen über die Genfer Liga enttäuscht. Vewunderungswürdige Tat. Glückwunsch des Feldmarschalls Göring. Nach der offiziellen Feierlichkeit und nach einem kleinen Imbiß hatten die Pressevertreter Gelegenheit. sich mit den Ozeanfliegern zu unterhalten. Flugkapitän Alfred Henke, Hauptmann Rudolf von Moreau, Oberfunkermaschinist Paul D i e r b e r g und Oberflugzeugführer Walter K o b e r bilden eine echte Flieg ergemeinschaft. Das, was sie geleistet haben, was von aller Welt als eine der größten fliegerischen Leistungen anerkannt wird, erscheint ihnen wie eine Selbstverständlichkeit. Einer ergänzt in diesem Gespräch die Ausführungen des anderen, und keiner macht großes Aufheben von den Schwierigkeiten und Gefahren eines solchen Fluges. Besonderes Lob zollen alle der Beratung des Reichswetterdienstes durch die Deutsche Seewarte, die so ausgezeichnet gewesen sei, daß sie danach chre ganze Navigation, ausrichten konnten. | Funkpeilung und alle übrigen Hilfsmittel waren Die erste Begrüßung wurde ihnen noch in der Luft durch Spezialflugzeuge amerikanischer Filmgesellschaften und Berichterstatter zuteil. Uebrigens haben unsere Flieger die Fllme von ihrem Empfang in Neuyork gleich nach Deutschland mitgebracht, da es eine schnellere Transportmöglichkeit nicht gab. Der Flug nach Neuyork erfolgte auf der kürzesten direkten Strecke. Zeitweise herrschte starke Wolkenbildung, und in der Nordsee wurde von weitem ein Gewitter beobachtet. An der Küste von Neufundland wurde der übliche Neufundland-Nebel angetroffen. Das aufregendste Erlebnis auf dem Hinflug war die !Sichtung eines Eisberges. Hauptmann von Moreau, der feinen ersten Ozeanflug machte, meinte, ein „komisches Schiff" zu sehen, D i e r b e r g aber, der zwei Jahre als Katapultflieger auf der „Bremen" war, stellte fest, daß es sich um einen !Eisberg handelte, und Kober erstattete dann so- ” fort pflichtgemäß funkentelegraphische Meldung. |j Schlechter wurde das Wetter erst an der amerikani- W schen Küste, aber für unsere Ozeanflieger spielte das K keine große Rolle mehr, denn das Landflugzeug H hatte den Ozean überquert, und man wußte sich Flug bis zur letzten Minute vollkommenes Still« schweigen bewahrt habe. Der „I n t r a n s i g e a n t" bezeichnet den Flug der „Condor"-Maschine als eine hervorragende Leistung des deutschen Flugwesens und schreibt, die Deutsche Lufthansa, deren erfolgreiche Flüge im Ehrung der „Gonbor“-Befaf$ung im haus der Flieger in Berlin. Anläßlich der Ehrung, die der Besatzung des Focke-Wulf „Condor" am Sonntagvormittag im Haus der Flieger zuteil wurde, trugen sich die erfolgreichen deutschen Ozeanflieger m das Goldene Buch der Stadt Berlin ein, das ihnen der Oberbürgermeister der Reichshauptstadt Dr. L i p p e r t (Zweiter von links) dort vorlegte. Bon links erkennt man Flugkapitän Henke, Oberflug.zeuqfunker Kober, Hauptmann von Moreau und Oberfunkermaschinist Dier- b e r g. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Ozeanflleger setzten ihre Namen unter die Unterschrift des italienischen Luftmarschalls Jtalo B a l b o. Staatssekretär Milch überreichte jedem der vier Männer eine Erinnerungsgabe, die ihre persönlichen Freunde im Luftfahrtministerium gestiftet haben. Während der Begrüßungsfeier lief eine große Anzahl von Glückwunschtelegrammen ein. Reichsminister Dr. Goebbels hatte der Besatzung des „Condor" folgendes Telegramm gesandt: „Zu Ihrer großartigen Leistung, die uns alle mit Stolz und tiefer Bewunderung erfüllt, spreche ich Ihnen meine herzlichsten Glückwünsche aus. Heil Hitler! Reichsminister Dr. Goebbels." Bor dem Haus der Flieger wartete während des Festaktes eine große Menschenmenge, die immer wieder Hell-Rufe ausbrachte. Der Glückwunsch des Führers. Berlin. 14. Aug. (DNB.) Der Führer sandle an die erfolgreichen deutschen Ozeanflieger folgendes Telegramm: An die Besatzung der D — ACON, Berlin, haus der Flieger. Zu Ihrem glänzenden Erfolg spreche ich Ihnen meine Anerkennung und herz- Im Anschluß an seinen Besuch beim Führer und Reichskanzler Adolf Hitler auf dem Obersalzberg unternahm der italienische Lustmarschall Jtalo Balbo eine Fahrt an den T e g e r n s e e und trat I von hier aus die Fahrt nach Italien an. Francos Vormarsch. Bilbao, 15. Aug. (DNB. Funkspruch.) In den Kämpfen an der Ebro-Front konnten die nationalen Truppen ihre Operationen et» erfolgreich fortsetzen. Sie vertrieben die Bolsche. wisten, die schwere Verluste erlitten, aus dem Pan- dol-Gebirge, das sich jetzt völlig im Besch der na- tionalspanischen Heeresmacht befindet. An der Estremadura-Front wurden im Abschnitt Vawe Caballeros eine Anzahl wichtiger I feindlicher Positionen genommen. Im Abschnitt Ca- beza del Duey dauert der Vormarsch an. Nach Zalce Capilla vorrückend, besetzten die national- spanischen Truppen das Pedrag-Gebirge und erreichten längs der Bahnlinie nach Ciudad Real die Höhe Mangabas. Der Gegner erlitt schwere Der- Zerichte der Ozeanflieger. Neuer Nekord ausgestellt: 6600 km in 19 Stunden 54 Minuten. Durchschnittsgeschwindigkeit 335 km in der Stunde. Staatssekretär Milch verlas sodann unter begeisterter Zustimmung ein Glückwunschtelegramm des Reichsministers der Luftfahrt Generalfeldmarschall Göring und erklärte hierzu, er glaube, der Reichsminister der Luftfahrt werde den Fliegern, die freiwillig und in so guter Kameradschaft diesen I Flug begonnen und progrannnäßig zu Ende geführt hätten, ein gutes Flugzeug zur Verfügung stellen, mit dem sie weitere Flüge unternehmen könnten, sobald sie wollten und wohin sie wollten. „In diesem Sinne", so schloß der Staatssekretär, „danke ich euch nochmals im Namen des General-1 feldmarschalls für das, was ihr geleistet, für das, was ihr fo tapfer und bescheiden getan habt. Bleibt weiter gute Kameraden der Luft. BleibtI weiter vorbildlich für Tausende und aber Tausende junger Flieger, die den Rock des Soldaten oder den Rock des zivilen Luftfahrers tragen. Ich wünsche euch in unser aller Namen Glückab und Hals- und I Beinbruch." Oberbürgermeister und Stadtpräsident Dr. Lippert sagte der tapferen Besatzung im Namen der Reichs-1 Hauptstadt herzlichstes Willkommen und beste Glückwünsche. Die Herzen der Berliner schlügen den tapferen Fliegern entgegen. Der Präsident des Aero-Clubs von Deutschland, von Gronau, begrüßte die Fliegerkameraden im Namen des Aero- Clubs und im Namen aller früheren Ozeanflieger, die ganz genau wüßten, welche Tat diese vier Männer vollbracht hätten. Sie alle hätten in Gedanken den Ozeanflug und den festlichen Empfang in Neuyork miterlebt. Die heutige fliegerische Großtat werde wahrscheinlich in etwa fünf Jahren eine Selbstverständlichkeit sein. Mel der Berliner. ' Nach der Feier im Flughafen setzte sich die Wagenkolonne in Bewegung. Sie nahm ihren Weg durch ein nach vielen Zehntausenden von Volksgenossen zählendes Spalier und durch festlich geschmückte Straßen. Ueberall auf diesem Wege ümbrandete der Jubel der Dolksmassen die deutschen Ozeanflieger. Die Absperrketten wurden mehrfach durchbrochen und eine riesige Zahl von Blumensträußen in die Wagen geworfen. Die Berliner zeigten, daß sie Ozeanflieger ebenso herzlich zu feiern wissen, wie es die Amerikaner können. Ehrung im Haus der Flieger. ? ■ v < liche Glückwünsche aus. Adolf Hitler. jedoch nach dem Fluge des Amerikaners Hughes! aufgegeben worden, und man habe dann den Ohnehaltflug B e r 1 i n — N e u y o r k und zurück unternommen. Dieses Vorhaben fei fast aut Die Minute genau ausgeführt worden. Staatssekretär Milch gedachte der großen Verantwortung, die alle vier Männer der Besatzung | am Steuer, an den Motoren und im Funkbetrieb । auf sich genommen und so erfolgreich durchgeführt haben. hier habe sich die hohe Kameradschaft gezeigt, die heute in Deutschland zwischen der militärischen und der zivilen Luftfahrt bestehe: drei TNänner entstammten der Deutschen Lufthansa, einer der Luftwaffe. Diese Kameradschaft habe die Leistung ermöglicht. Weiter gedachte der Staatssekretär mit dankbaren Worten der herzlichen Aufnahme der deutschen Flieger in den Vereinigten Staaten und der Anerkennung ihrer Leistung durch die amerikanischen Behörden und die Oeffentlichkeit. Er dankte besonders dem amerikanischen Botschafter Mr. W i l - f o n für seine Anwesenheit bei dem heutigen Empfang, vor allem aber auch für die kameradschaftliche Unterstützung durch die amerikanischen Flieger. luste an Gefangenen. Fahrt durch Neuyork ausgeübt zu haben, die ml Die nationalspanische Luftwaffe war äußerst rege schnellstem Tempo mit großer Eskorte und voran- und bombardierte außer den toaffenfabriten non fahrenden Sirenen var sich ging. Dieselbe Eskorte Palomos den huf-n von D°l°nc>° fow'e brachte die Flieger nach dem Flughafen Floyd-Ben- den Hasen und den Bahnnhas ® *' 5? "1L“" nett zurück Eigentlich sollte der Rückflug erst am der Ebro-Front wurden 13 bolschewistrsche Flug Sonntag erfolgen, doch hatten die Neuyorker Blätter zeuge abgeschossen. berichtet, daß der Abflug am Samstag, 9 Uhr Orts- Der natwnalspamsche FrontberichterstaUer teilt zeit, erfolgen werde, und kurz entschlossen startete dazu ergänzend mck, daß d.e Zentralarme-des Ge- die „Condor"-Maschine dann auch zu der von den nerals Saliguet der ENremadura-Front mit Neuyorker Blättern vorgesehenen Zeit, einem Et n br u ch iaus 2.8 K i lo me Der Abflug von Neuyork erfolgte nach überaus Fron i^n 27^1 m herzlicher Verabschiedung, In liebenswürdiger Für- 2 b „ £eIt! des Generalissimus forglichkeit hatten die Amerikaner unsiren F-'-g-rn ^°n d°? Zenuäl?rme° und der Südarme« durch- Vorräte mrtgegeben, die für die fünffache Zett ge- ^"7. A«; hi» Tntnnon nuA m>aen die außer- reicht hätten. Wegen der hohen Belastung flog das ^^^!^obei die Truppen auch gegen außer Flugzeug zunächst drei Stunden fangin 2000 Wlcd bolschewistische Heeresleitung ordnete die ter Hohe, ging dann auf 3000 Meter und spater ' ' m,.«bla de Alcacer an auf 4000 Meter, weil dort günstigere Wind- ange- ° Estr-m°dur°-Fr°?t an. Unter den Gefangenen troffen wurden. befinden sich 15jährige Knaben und 60jahnge Auf dem Rückflug wurde die südliche, alfo @rei|e Der nationale Frontberichterstatter stellte längere Route gewählt. erfolgreiche Aktionen der nationalspanischen Flieger Die 6600 Kilometer wurden in der Be- bei Luftangriffen an beiden Ufern des Ebro fest, forbieit von 19 stunden 54 ffiinu- Feindliche Nachschublimen wurden schwer m Mit- s«« zurückg°l-g" d h mü -iN-r DurchfchnMs. i»f‘ Zahlreiche Transporte z°> geschwindigkeit von 335 Kilometer. Ueberläufer, die an der Ebro-Front zu den Auch auf dem Rückflug war das Wetter größten- nationalspanischen Truppen übergingen, berichteten, teils gut. Die Dampfer meldeten zwar schweren daß b^r rote Generalstabschef, der für de Seegang, aber über ben Wolken flog man gescheiterte Segre^Osfensive verantwortlich ist ab imSonnenschein. Heber Irland kam das Flug- gesetzt wurde. Sein neuernannter Nachfolger we- zeug in der Höhe von 4000 Meter in eine Der - gerte sich, das Kommando zu übernehmen bevor e i s u n g s z 0 n e hinein und mußte daher tiefer die Operation nicht beendet ist. Der Feind stellt gehen, um das Eis los zu werden. Der europäische einstweilen seine Tätigkeit m diesem Abschnitt ei Kontinent wurde bei Irland am Sonntag früh 4.45 und setzte lediglich weite Pinienwalder in Brand. ä» sääsrts Siw» .w, "Doll S10 lz begluckwunsche i ch Sie_.|u Probeflügen über den Nordatlantik seit Iah- dieser großartigen Lelstung und_ befa£nt feien# habe der Weltöffentlichkeit einen Sie auf das herzlichste. Sie haben nitt Jhr^r be- aeliefert daß sowohl ihr Material, wunderungswurdlgen Tat erneut dazu beigetragen, D jhrPers'onalvon außerordentlich Deutschlands Könnern in der Luftfahrt w'k^^ualität ^as amerikanische und vor aller Welt zu zeigen. k Flugwesen, so schließt das Blatt nach Große Veivunderung in England f5^Sunö1 der ,^Condor"-Besatzung, hörten London, 15. Aug. (DNB. Funkspruch.) Der nicht auf, Erstaunen zu erwecken. Rekordflug der „Condor" von Neuyork nach Berlin t^ä ETs ß obb Tn nf:: UlavWM Balbo beim Führer Raum.' ^n ?hren^Berliner Berichten" die^ durch Berlin, 14. Aug. .(DNB.) ^^"aliemsch^ Luft. Bilder illustriert werden, schildern die Blätter den marschall und Generalgouverneur von Libyen, begeisterten Empfang, der den Lufthelden in Ber- Italo Balb 0, flog am Samstagvormtttag vom lin bereitet wurde. Die Zeitungen heben zum Teil Fliegerhorst Staaken nach herzlicher Derabschledung in den Überschriften hervor, daß der Rekordflug ab. Der Flug führte nach M u nchen, wo der Mar- Wiley Posts von Neuyork nach Deutschland im schall um 12 25 Uhr landete und rwn dem Stellver Jahre 1933 von der „Condor" um fechs Stunden treter des Führers, Reichsminister Rudolf H - ß, unterboten wurde. herzlichst empfangen wurde. Marschall ß al b o — weilte mittags zu einem Essen im kleinsten Kreise im Hause des Stellvertreters des Führers. Am Samstagnachmittag empfing der Führer im Berghof auf dem Obersalzberg bei Berchtes- gaben Marschall Balbo. Im Anschluß an den Empfang sand in der Halle des Führerhauses em Tee statt, an dem außer dem Führer und Mar- schall Balbo die Begleiter des Marschalls und eine Reihe deutscher Persönlichkeiten teilnahmen. Don italienischer Seite waren u. a. anwesend General Brigandi, Generalkonsul Baron Scola Camenm, Oberst Cagna sowie der italienische Luftattache in Berlin, General Liotta. Don deutscher Seite waren u. a. zugegen General der Flieger Sperrte, General ber Artillerie Ritter von Schobert, Reichsjugendführer Baldur von Schirach, ferner ber deutsche Luftattache in Rom Generalmajor Freiherr von Bülow unb Oberstleutnant von Waldau, sowie bie persönlichen und militärischen Abjutanten des Warschau, 15.Aug. (DNB. Funkspr.) Emen „unbequemen Sessel" nennt der regierungs- freundliche „Expreß Poranny" Polens Sitz tm Ständigen Rat der Genfer Liga in einer Betrachtung, die noch eiymal auf die Bedeutung des letzten polnischen Schrittes in Genf eingeht. Das Blatt verweist darauf, daß sich niemand über die Zurückziehung der ständigen polnischen 93ertTetung bei der Liga gewundert habe. Das versichern. I einzige nämlich, was eine Verwunderung • hervor- Obgleich keiner ber vier Männer während des rufen könne, sei die Tatsache, daß diese kostspielige Fluges eine Minute geschlafen hat, machen alle und von Fahr zu "berflusstgere Ei ch YZ zrmzöfischr Anerkennung. Paris, 14. Aug. (DNB.) Die Pariser Sonntag-Aufgabe zu erfüllen. Die Abneigung der Genfer abenbblättor widmen dem Atlantikflug der „Can- Einrichtung gegenüber sei um o dor"-Maschine eingehende Aufmerksamkeit. In den unter dem Einfluß Sewisier Faktoren sta ge^ Ueberschriften unterstreicht man besonders die hohe Umgestaltung zu einem Bl o ck drohe, dergeg Geschwindigkeit auf dem Rückflug und hebt der Liga nicht angehorenben 'Stalen Staaten ge hervor, daß es'sich nicht um eine Spezialmaschine, richtet sei. Für Polen spreche unzweiselhH tel* sondern um ein normales Verkehrs flug- Tur, auf den SitzimStanbig e n R a t z zeug ber Focke-Wulf-Werke hanbele. Zichten. Polen habe nämlich auf^diesem S tz Der ,P a r i s S o i r" bringt auf ber Titelseite nerlei Vorteile und übernehme durch dessen Bei ein großes Bild von ber Ankunft ber „Condor" behaltung die Mitverantwortung dafür, was D.* auf dem Tempelhofer Flughafen unb schreibt, dieser Liga tut ober nicht tut. Huf biefe> .'Urteile sensationelle Flug ber Deutschen reihe sich an den genfer Liga aus der po^'A^s Austritts Rahmen der zahlreichen Probeflüge ber Lufthansa unb gebe nichts dafür. Die Frage be t menn über den Nordatlantik an. Diese neue Bekundung Polens aus ber mürbe at( ber Fortschritte ber deutschen Derkehrsluftfahrt sei ste sich zu ememberfe.nbllchen^ntru^ um so eindrucksvoller, als man über denisollte, von dem Polen sich sernzuhalte icy. Im Festsaal des Hauses der Flieger fand eine herzliche Ehrung ber Ozeans Neger im Kreise ber offiziellen Persönlichkeiten, ihrer Kame- raben und ihrer Angehörigen statt. Präsident von Gronau sprach nochmals einige Worte der Begrüßung unb wies bar auf hin, roie. rf., ~ ä ungeheuer die Aufgaben ber Luftfahrt in den letz- eigentlich mir etm* Kontrott. ten Jahren gewachsen sind. Hin- unb Ruckflug sind ohne Zwischenfalle ver- Dieser boppette Ozeanslug sei ein Markstein in laufen. An ben Motoren hat es nicht ben ge- ber Geschichte ber Luftfahrt. ringsten Schaben gegeben. Wenn bie Flieger auch in Amerika erklärt hätten, Der Flug Berlin-Neuyork würbe einen Tag daß sie nur bas geleistet hätten, was Hunderte unb früher angetteten, als ursprünglich geplant war, Tausende ihrer Kameraden gerne auch getan hätten, I weil die Wetterbedingungen gerabe sehr günstig sofern ihnen die Mttel bazu an die Hand gegeben waren. Tatsächlich war das Flugwetter auch ai^er- roorben seien, so müsse doch hervorgehoben werden, ordentlich gut mit Gegenwind von 29 bis 38 ftilo- daß diese vier Männer die Kraft und die Energie Meter in der Stunde Aist dem Hinflug wurde aufgebracht, daß sie sich durchgesetzt hätten, um eine Hohe von durchschnittlich 2 00 0 Me- diese Möglichkeiten in die Hand zu bekommen unb ter gewählt, weil hier die Gegenströmungen nicht ihr Vorhaben burchzuführen. Aus der Hand des sehr erheblich waren und man mit dem Dmzin Präsidenten von Gronau nahmen die Flieger je ein haushalten mußte. Bei der Ankunft in Neuyork Erinnerungsgeschenk des Aero-Clubs in Gestalt war noch em Bezmvorrat vorhanden, der für wei- einer silbernen Schale in Empfang. tere 2‘/2 Flugstunden gereicht hatte. Oberbürgermeister Stadtpräsident Dr. L i p p e r t 3n Neuyork hatten bie Flieger erroadd, gleich bat bann bie vier Flieger, ihre Namen zur blei- ins hold gehen zu können. Der ihnen bereitete benben Erinnerung an biefe Leistung in bas Gol- Empfang war aber so überroältigenb bene Buch der Stadt Berlin einzuttagen. Das Buch und herzlich, baß baran noch lange nicht war, um ben Fliegern eine Fahrt ins Rathaus zu ,u denken war. ersparen, im Fesisaal aufgelegt. Die vier deutschen > bereits wieder über festem Boden. 3n Neuyork mußte bas Flugzeug von 50 2Ha- rinefolbaten unb 300 Polizisten vor bem An- »SMSÄÄ s-s in neuer Rekordzeit über dem Flughafen der Reichs-1 weife gesorgt. hcmxWdt Mk Lavdung. — (Scherl-BUderdienst-W.) Nachhaltigen Eindruck scheint auf unsere Flieger die ”"ine= 661. «nKühstk )Uhrerhauses ein i r e r und Mar, Schalls und eine I eilnahmen. Von | 'wesend General . . öcoIq Camerini, i ie Lustattache in : cher Seite waren i Sperrte, General rt, Reichsjugend, er der deutsche Freiherr von 1 »aldau, sowie die Adjutanten de; beim Führer und dem OberjalBerz . stmarschall Jtalo rrnsee und trat ien an. arsch. nkspruch.) 3n bet konnten die n a- i erationen n i eben die Bolscht ■ en, aus dem Pan- im Besitz der na> ] nbet ont wurden im Anzahl wichtig 3m Abschnitt Tana r s ch an. W len die natianol' -Gebirge und er- (Twbab M die litt schwere Der- । "Ä%. SÄ das $ Uni ,lahlni|i|e ta, °°n 8ib„; »... $et«b|iiebun. \»o der Aii. ?UM Sei “jM Salb, Stei|! Führers. 1 der, Führer var äußerst re^ MobxM wx\ i ll ilentitt, W , \^l\\cante.nn ! .schewWche W j erichterstatter teilt ntralameedesG' emadura-Front m ilometer brel- 'ter Tiefe dm ufüate. Die $W des GenerallssiM- ilern .tL in V>!' £&*■*' asche>'^ j« ab intet 9l*18 befior übern^L stB dieses Lanb. AÄderM^ «r e* rB. ^pr Jerunr \ @enf öfter <* * W lvo^ -ntfÄ Liga e ll' »M! sl'tÄ s,r «E bne'S^jjßet, m so gr nijnh'ü S°«? d-r-5> drohe, . un^crt f<' >-«K Ä durch,/ L iin( 0 tzafüs' ,jehr? ! fCeH Osfiziersverband oder Hodza? Wer bestimmt in der Tschecho-Slowakei? Der Verband Tschecho-Slowakischer Offiziere hat in seiner Zeitschrift einen Aufruf veröffentlicht, der sich in wuchtigen, wenn auch nicht überzeugenden Sätzen gegen jede weitere Bereitschaft zu Verhandlungen der Prager Regierung mit den Sudetendeutschen wendet. Es ist in dem Aufruf auch die Rede von Opfern, von Sterben-Wollen und Sterben-Können, wie der Aufruf auch die Prager Regierung warnt, an der Autorität des Staates rütteln zu lassen. Das Ganze sieht aus wie bestellte Arbeit, zumal der Aufruf ausdrücklich Bezug nimmt auf die berüchtigte Kundgebung des tschechischen Schuhfabrikanten Bata, der ebenfalls glaubte, die Prager Regierung warnen zu müssen. Interessant ist an dem Aufruf der tschechischen Offiziere eigentlich nur die Tatsache, daß es in der angeblich demokratischen Tschecho-Slowakei gerade dem Offizierskorps möglich ist, sich in t>ie Politik z u mischen. Zu den Grund- aesetzen der Demokratie gehört ober soll doch gehören, daß die Staatsgewalt alleinvomDolke ausgeht, das durch seine Organe die Gesetzgebung ausübt, sowie die Verwaltung kontrolliert. Da ist kein Raum für Extratouren irgendeines Berufsstandes, also auch nicht des Offizierskorps, selbst dann nicht, wenn diese Extratour damit begründet wird, daß die Offiziere die ersten feien, die sterben müßten. Wie die angeblich demokratische Tschecho-Slowakei, wie insbesondere die Prager Behörden sich mit der Einmischung des Offizierskorps in die aktive Politik abfinden, das ist ihre Sache. Don außen gesehen, drängt sich indessen die Erkenntnis auf, daß es mit der wirklichen S t a a t s a u t o r i t ä t in der Tschecho-Slowakei schlecht b e st e l l t ist. Wer ist eigentlich Herr im Hause? Sind es die demokratischen Organe, die auf Grund der Staatsverfassung bestehen, oder sind es die tschechischen Offiziere, die mit dem Säbel und mit sehr starken Worten herumfuchteln? Wenn die Prager Regierung vor diesem Druck zurückweicht, dann gibt sie damit zu verstehen, daß sie weder verhandlungsfähig, nock verhandlungsbereit isi. Das geht nach Lage der Sache nicht nur die Sudetendeutschen und die anderen Volksgruppen an, das ist auch auf die westlichen Demokratien gemünzt, das soll sich auch ihr Vertrauensmann Lord Runciman merken. Die tschechischen Offiziere, die dabei fo unvorsichtig sind, an den 21. Mai zu erinnern, schlagen einfach auf den Tisch, um zu erklären: Hier wird nicht verhandelt, hier gilt nur die Stimme der Armee. Wenn die tschechischen Ofsiziere die Kolonnen her- aufbeschwören, die am 21. Mai marschiert sind, so bedeutet das abermals das unfreiwillige Zugeständnis, daß die Katastrophen Politik um den 21. Mai dasWerkdertfchechischenProoo- kateure war. Europa im ganzen hat aber mehr und Besseres zu tun, als sich von der wildgewordenen Soldateska der Tschechen erneut an den Rand des Abgrundes heranführen zu lassen. Das tschechische O f f i z i e r k o r p s hat bestimmt nicht den tsch ech o - slow a kr s ch en Staat geschaffen, denn dieser Staat ist, soweit er aus den Friedensdiktaten hervorgegangen ist, nicht nur eine Fehlkonstruktion, sondern auch das Ergebnis einer Unkenntnis über mitteleuropäische Dinge und Verhältnisse, wie sie nur in Versailles und bei den Urhebern der Versailler Diktatsverträge möglich war. Eins ist sicher: würde heute em Staat für die Tschechen konstruiert, so wurde er wesentlich anders ausfallen, als das 1919 unter dem Druck der Kriegspsychose, sowie unter dem Einfluß der schwindelhaften Denkschriften der tschechischen S t a a t s s ch ö p f e r geschehen^ist. Der fäbelrafselnde tschechische Osfiziersverband. Prag, 13. Aug. (DRB.) Der Aufruf des Verbandes der tschechischen Offiziere, der eine offene Einmischung des tschechischen Militärs in die Politik der Prager Regierung bedeutet und die Absicht verfolgt, nicht nur jede Verständigung mit den Sudetendeutschen unmöglich zu machen, sondern auch die Mission Runcimans u durchkreuzen, enthält noch folgende wichtige Stellen: „Wir Offiziere, die als erste dem Tode geweiht sind, nehmen uns in vollem Bewußtsein unserer Verantwortung des Recht, warnend unsere Stimme zu erheben. Die Staatsautorität ist die einzige und höchste Gewalt auf dem ganzen Gebiet der Republik und muß es unter allen Umständen bleiben. Entstand sie doch aus Blut und aus dem Leben zehntausender Bürger unseres Staates, wuchs sie doch aus dem Schweiß und der Entbehrung, aus dem Friedensopfer weiterer Hunderttau- ■ ender. Auf ihnen wurden tausende Grenzpfähle auf- leftellt und Hunderte aufmerksamster Wächter zwi- chen und hinter ihnen. Aus dem von unzähligen Opfern vergossenen Blute erstand auch die tschecho-slowakische Armee, wuchs ihre heutige Stärke. Mit Recht stellte deshalb das Staatsoberhaupt gleicherweise wie sein treues Volk angesichts der marschierenden Kolonnen des 21. Mai einmütig fest, daß in der Rationaloerteldigung in 20 Jahren ein gutes Werk geschaffen wurde. An diesem Pfeiler der Armee darf niemals böswillige Hand straflos greifen. Die Verantwortung dafür nahm das Befehlshaberkorps durch seinen Eid auf sich. Der Glaube an die eigenen Kräfte und Beispiele anderer kleiner Staaten und Armeen bestärken es in diesem Glauben fester als der Fels. Aber auch die anderen, entfernteren Säulen der Republik dürfen nicht geschwächt oder unterminiert werden. Die warnende Stimme, die in diesen Tagen aus Zlin in den Worten Dr. Batas erklang, ruft in zwölfter Stunde und spricht gleicherweise für Millionen über die Arbeit gebeugter Häupter, sowie für Tausende derer, die rn den Rechen der großen Schweigsamen stehen — vorbereitet, immer ihr Leben für das Leben des unabhängigen Staates zu opfern." (Anmerkung der Schriftleitung des DRB.: Bata hatte erklärt, „das tschechische Volk versteht nicht die Schwäche und die Unentschlossenheit des Vorgehens, wie es sich jetzt in Prag zeigt".) Der Aufruf der tschechischen Offiziere schließt dann: „Es ist unmöglich, daß die Staatsautorität unter irgendwelchen Umständen geschmälert, untergraben, herabgesetzt oder verkleinert werden könnte, nicht durch eine einzige Tat, nicht durch ein einziges Wort mehr. Von dieser Stellung darf kein Rückzug angetreten werden. Rur hier können wir leben und arbeiten, verteidigen und kämpfen. Wir können sterben, aber wir können nicht mehr zurückweichen, nicht um einen Schritt, nicht um einen Fuß breit, nicht um eine Spanne!" Ein „Versehens — Wer das glaubt! Prag, 13. Aug. (DRB. Von unserem Sonderkorrespondenten.) Gewähnt, sich aalglatt jeder Verantwortung zu entziehen, wenn es brenzlich wird, hat man 'von tschechischer Seite jetzt ein Manöver gegen das riesige Aussehen des Säbelrasseler-Ausrufs der Tschechen-Offiziere ins Werk gesetzt. Man geniert sich nicht, in einer offiziellen Meldung plötzlich bekannt zu geben, daß es sich bei der Veröffentlichung des berüchtigten Aufrufes des Tschecho- Slowakischen Offiziersoerbandes um „ein Versehe n" des Verbandsorgans „Dustojnicke Listy" handele... Sie wollen freie Hand haben. Belgrad, 14. Aug. (DRB.) Die jugoslawische Sonntagspresse beschäftigt sich an erster Stelle mit der ungeklärten Lage in der Tschecho-Slowakei. Der Leitartikel der halbamtlichen „Vrem«" weist darauf hin, daß der al armierende Vorstoßder tschechischen Offiziere sich ebenso wie die vor einigen Tagen von dem tschechischen Schuh- industriellen Bata in seiner Werkszeitung veröffentlichten Ausführungen gegen den Minifter- präfibenten Hodza richteten. Die Prager M i - litärtreif e beanspruchten heute für sich eine besondere autonome Stellung im Staate. Sie wollten beispielsweise im Falle einer Mobilisation nicht mehr mit der aus verschiedenen Gruppen zusammengesetzten Regierung verhandeln, sondern freie Hand haben. Ernster Zustand Hiinkas. Botschaft att die slowakische Jugend. Prag, 14. Aug. (DRB.) Auf die Nachricht, daß sich der Zustand Pater H l i n f a s sehr verschlechtert habe, besuchten ihn am Sonntagnachmittag Abgeordnete der Slowakischen Dolkspartei. Auch eine große Versammlung von slowakischen Studenten in Sittern, an der etwa 15 000 teilnahmen, stand unter dem Eindruck der schweren Erkrankung des greifen Slowakensührers. In stummer Ergriffenheit hörte sie eine Botschaft Pater Hlinkas an die slowakische Jugend, in der es u. a. hieß: „Gern möchte ich bei dir sein, geliebte slowakische Jugend. Im Geiste bin ich bei dir. Bleibt einig und unnachgiebig im Kampf um dasRecht für das slowakische Dol k". — In den Abendstunden des Sonntags hat sich der Zustand Pater Hlinkas wiederum verschlechtert. Die behandelnden Aerzte haben einen weitgehenden Kräfte- verfall festgestellt. Immer neue Todesurteile in Aotspanien! Paris, 15. Aug. (DNB. Funkspruch.) Die Bolschewisten in Cuenca haben wieder einmal 27 Personen wegen „Hochverrats" ab geurteilt, weil sie versucht hatten, sich auf nationalspanisches Gebiet zu begeben und in Sicherheit zu bringen. Sieben Angeklagte wurden zum Tode verurteilt, und die anderen erhielten Gefängnisstrafen von 12 bis zu 30 Jahren. Hochwasserschäden am Bodensee, im Allgäu und in der Eifel. In den Abendstunden des Sonntags fetzten im Bodenseegebiet erneut schwere Regenfälle ein, die ununterbrochen bis am Montag früh gegen drei Uhr anhielten und ein erneutes Ansteigen des Hochwassers zur Folge hatten. Der Bodensee ist in den letzten 48 Stunden um rund 37 Zentimeter gelegen und hat in Lindau einen Pegelstand von 4,22 Meter erreicht. Es handelt sich um das größte Hochwasser, das man in Lindau in den letzten 25 Jahren erlebt hat. In der Nacht mußten in dem überschwemmten Stadtteil die Bewohner aus den bedrohten Häusern gerettet werden. Auch einige Industrieanlagen sind von den Fluten überschwemmt. Die Wassermassen haben alle tiefer gelegenen Straßen und Wege überspült. Neben den Wehren mußten bei den Rettungsmaßnahmen auch SA., ff und NSKK. sowie die Wehrmacht eingesetzt werden. Seit den frühen Morgenstunden des Montag ist das Hochwasser wieder in langsamem Absinken begriffen, so daß die größte Gefahr überwunden scheint. ♦ Aus dem Allgäu werden ebenfalls starke Regengüsse und Hochwasser gemeldet. Der Lech Aus aller Well. Dem Andenken König Friedrich Wilhelms I. Aus Anlaß der 250. Wiederkehr des Geburtstages König Friedrich Wilhelms I: — 14. August 1688 — wurde im Berliner Zeughaus eine vom Oberkommando der Wehrmacht veranlaßte Ausstellung eröffnet, die dem Andenken des Schöpfers der preußischen Wehrmacht und Begründers des Berliner Zeughauses gewidmet , ist. Der Gestalter der Gedächtnisschau, der Direktor des Staatlichen Zeughauses, Konteradmiral a. D. ß o r e q, hat aus dem Besitz dieses Instituts, aus den Heeresarchiven, aus den staatlichen Schlössern und Gärten, aus Staatsarchiv und Staatsbibliothek sowie aus vielen privaten Quellen ein Material zusammengetragen, das in feiner geschickten Anordnung ein lebenswahres Bild von dem Staatsmann und Menschen Friedrich Wilhelm I. gibt. Aus der Fülle von Dokumenten, Waffen, Uniformen, Gemälden interessieren von den persönlichen Dingen des Königs Degen, Schärpe,, Ringkragen, fein Jagdgewehr und andere Ausrustungsgegenstände. In der Reihe der Dokumente, zum größten Teil handschriftliche Originale, sieht man neben Schulbüchern des jungen Königs Exerzierreglements, Ranglisten, eine Gegenüberstellung des Kriegsetats der beiden Jahre 1705 und 1733, ein Dokument, das in beredter Weife für den starken Aufschwung der preußischen Armee unter Friedrich Wilhelm I. Zeugnis erreichte am Sonntagabend einen Pegelstand von 2,40 Meter. Der Füssener Lechsteg mußte am Sonntag für den Verkehr gesperrt werden. Mit dem Aufhören der Regengüsse ging der Wasserstand bis Montag früh wieder auf 1,80 Meter zurück. Auch Oberstdorf meldet, bajj die Gebirgsbäche stark an- geftiegen sind. — Ein schwerer Wol5enbruch hat am Sonntagnachmittag in der Nähe von Lands- Hut großen Schaden angerichtet. In der Nacht zum Sonntag ging über der H scheitel ein schweres Unwetter nieder, von dem besonders das Dorf Herschbroich betroffen wurde. Ge- wattige Wassermassen überfluteten den ganzen Ort. In aller Eile wurde die Bevölkerung alarmiert und das Vieh in Sicherheit gebracht. Die Häuser sind stark beschädigt und viel Hausrat ist vernichtet. Mehrere Famllien sind obdachlos geworden. Die NS.-Dolkswohlfahrt hat umfangreiche Hilfsmaßnah. men getroffen und den Geschädigten f-ebensmittel und Bekleidungsstücke zur Verfügung gestellt. ablegt. Ein erschütterndes Dokument stellt der Brief des Königs an das Kriegsgericht in Küstrin wegen der Verurteilung Kaltes bar. XII. Internationaler Gartenbaukongreß. Im Rahmen der fachlichen Arbeit des XII. I n • ternationalen Gartenbaukongreffes behandelte ein Sonderbericht die Bedeutung von Obst und Gemüse in der Ernährung. Obst und Gemüse enthalten Stoffe, die notroenbia sind, den Ablauf aller Stoffwechselfunktionen aufs beste zu gewährleisten und damit den Organismus zu schützen. Ein anderer Bericht befaßt sich mit den Faktoren, die den Erwerbsgemüsebau beeinflussen, ein weiteres Referat behandelte die biologische Schädlingsbekämpfung, wobei der Grundsatz aufgestellt wurde, die Natur solle sich, selbst helfen; jedenfalls solle der chemische Kampf gegen die Pflanzenschädlinge immer nur die letzte Rettung bleiben. In der Sektion Gemüsebau wurde die Bedeutung der Mineraldünger für den Gemüsebau behandelt. Es steht fest, daß die Gemüsepflanzen im Vergleich zum (Betreibe sehr nährstoffgierig sind und dem Boden zwei- bis viermal mehr Nahrung entziehen als die Körnerfrüchte. Höchsternten werden nur bei gemeinsamer und richtiger Anwendung von Natur- und Mineraldünger erreicht. In der Sektion „Obst- und Gemüse in Ernährung und Heilkunde" wurde in An- Nachbarschaft ein Schmuser, ein versprengter Tourist, ein Händler, mit dem man ein wenig ratschen kann. Aber die Wirtsstube ist leer, fast fröstelig. Die halbe Bier aus dem vortägigen Faß hat keine Augen. Lang — lang ist das Warten bis Mittag. Das Mittagessen fteilich ist eine kleine Oase im Regengrau. Jetzt weiß man doch wieder, daß das menschliche Dasein einen Zweck hat! Die Kinder fragen gleich nach dem letzten Bissen: „Was solln wir denn tun?" — Der Vater sagt: „Eine Ruh muß fein!" — So gehen die zwei Kleinen wieder in den Hausflur und fangen Fliegen von der Wand. Das Ehepaar aber legt sich nach dem anstrengenden Vormittag ein bißchen schlafen. Beim Aufwachen: „Regnet's immer noch?" — „3a, es regnet immer noch!" Die Mutter setzt sich seufzend wieder zu ihrem Pullover. Der Vater versucht, die alte lähme Weckeruhr zu reparieren, aber beim Zusammensetzen bleiben immer zwei, drei Radln übrig. Fünf Uhr! Jetzt will er's nochmal beim Wirt versuchen. Vielleicht ist der Förster da und der Hilfslehrer. Wenn man Glück hat, ging ein Hafer!- tarock zusammen. Wirklich, man hat Glück. Jetzt pfeift man auf den Regen. Der Nachmittag hat doch noch einen schönen Ausklang. — Aber, der Förster muß nach einer Stunde weg, und der Hilfslehrer hat keine rechte Freud am Tarocken ... Ha! Wer kommt da als erlösender Engel zur Tür herein? Der triefende Postbote. Post freilich hat er keine für die Sommerfrischfamilie, aber man ist schon froh, wenn er überhaupt Briefe für irgendwen auf den Schanktisch legt. Und dann die neue Zeitung... Wie ein Kleinod trägt sie der Vater zum Haus. — Das Abendessen steht schon früh auf dem Tisch. Hernach geht der Sommerfrischler in einer Ecke des Lederkanapees vor Anker — tn der anderen sitzt der Bauer — und Pfeifen rauch füllt die Stube. So aufmerksam lieft man in der Stadt nie feine Zeitung wie an einem Regentag auf dem Land. Widerwillig zwar, aber doch mit einem Ruck zur Großmut, reicht der Bappi der Mami einen Teil der Zeitung: „Da hast dem dämmert es, man plauscht noch mit den Bauersleuten und tut sich groß mit Kenntnissen m Landwirtschaft und Viehzucht... Dann kommt wie das Amen aufs Gebet die firaae* ,No, Martlbauer, wie werd denn s Wetter morgen?" Dann klopft der Martlbauer an das Beständig-trocken"-Barometer, kratzt sich hmterm Ohr und sagt: ,Kunnt scho fei, daß ft s aufrecht Wenn's mag... Wenn's net mag, na mags halt net.. Sommerfrischler im liegen. Don Julius Kreis. Das ist — nach drei Tagen Regenwetter — das moraendliche Erwachen in der niederen Bauem- ^e/tappt ans Fenster, wirst einen prüfenden Blick zum grauen Himmel und jagt verärgert: „Wieder nix'" Sie: „Natürlich. Wer hat gleich gejagt wir sollen daheimbleiben? Wer hat gleich gesagt: Es ist Heuer ein Risiko mit dem Wetter? Wer hat, gleich gesagt: Man wird höchstens eingeregnet... ?" Er (resigniert): „Ja, ja, ja!! Du hast alles gleich gesagt." - Im Hof kräht der Hahn. Er (wütend): „Halts Maul, blöder Kerl!" — Das erleichtert ihn ein bißchen. — Man duselt wieder ein. Beim zweiten Erwachen ist das ©rau in Regen ubergegangen. In den feinen Schnürlregen, der den Ehrgeiz hat, es darauf ankommen zu lassen, wer s langer aus» h°Das Frühstück unten in der Stube wird sehr m die Länge gezogen. Die zwei Kinder fangen \d)on an, sich zu langweilen. Sie quengeln. „Was folln mir denn tun, Mami?" Die Manu sagt 0^. „Brav fein sollts, ihr Barnsen. Aber das Bravstm ist auf der ganzen Welt keine sehr furweihge Beschäftigung. Der Vater klopft von fünf zu fünf Minuten ans Barometer. Aber bas bleibt fett sechs Jahren am gleichen Fleck: Trocken, beständig. D.e Mutter halt ihren Arbeitskorb und hakelt an end losen Pullovern weiter. — $eF " zweitenmal im „Landwirtschaftlichen Haus alender zu lesen an. Dann greift er zu der alten, fett- fleckigen Nummer vom Jrzberger Wochenboten und studiert die Inserate: Dienstknecht kann emstehen ... Kalbin abzugeben ... Bremsenöl... Barchent, der Meter ... Diesen Jrzberger Wochenboten kann der Vater nun aufsagen, vom Kopf bis 3urp ein Schulkind ein gut eingelerntes ©edicht. -u Kinder spielen mißmutig „Mensch, ärgere dich W • "Äch geh jetzt", sagt der Bappi. Uni' dann staps er in der Wetterpelerine, schirmuberdacht durch o Hof auf die aufgeweichte. Straße, ein Wanderer durch das Naß. Er hat kein Ziel- W gut hat's doch feine Frau, die geht letzt m Kuchl und kocht für Mittag was Zusammen, c wäre fast dankbar für zwei Stunden Büro, oe Bappi, — wenn man’s grab da hätte. So trabt er eine halbe Stunde durch.^e Lan - schäft, auf grundlosen Feldwegen, fiefjt em bijjcq den Enten im Weiher zu und kehrt schließlich im Wirtshaus ein. Vielleicht findet sich da aus de Schon im alten Athen gab es einen botanischen Garten. Wenn in diesen Tagen der XII. Inter natio - nale ©artenbaukongreß in Berlin stattfindet, der uns auch einen Einblick in die Garten- bauwirtschast und »fünft anderer Länder gibt, wird sicher mancher Teilnehmer auch den Botanischen ©arten in Berlin oder in anderen Städten Deutschlands besuchen, um einen Ueberblicf über die Pflanzenwelt Deutschlands und verschiedener Gegenden des Erdballs zu erhalten. Seit wann gibt es eigentlich botanische Gärten? Wie Martin M ö - bi us in seiner Geschichte der Botanik mitteilt, wird schon in früher Zeit von botanischen Gärten berichtet; wenn diese auch noch nicht die Form der heutigen Gärten gehabt haben dürften. Nach Angabe des Diogenes Laertius (1. Hälfte des 3. Jahrhunderts) richtete Theophrast aus Athen einen botanischen ©arten ein. Auch Plinius berichtet von dem Besitzer eines solchen ©artens. Dann liegen allerdings erst wieder Angaben aus dem 13. Jahrhundert vor. Die ersten botanischen Gärten, die wissenschaftlichen und Lehrzwecken dienten, wurden im Auftrage der Fürsten von Anjou in Castelnuovo und in Salerno angelegt. Ein Apotheker aus Florenz legte 1350 den ersten Mutergarten für Apotheker in Prag an (zwei Jahre vorher war die erste deutsche Universität dort gegründet worden). Den ersten Unioerfitätsgarten dürfte Köln sein Eigen nennen, der 1490 angelegt, allerdings auch bald wieder aufgegeben wurde. 1580 wurde bann ein botanischer ©arten von der Universität Leipzig eingerichtet, 1587 von Breslau und 1593 von Heidelberg. 1568 ließ auch der Landgraf Wilhelm IV. in Kassel einen richtigen botanischen ©arten anlegen. Der Botanische ©arten zu Berlin wurde 1679 vom ©roßen Kurfürsten in Schöneberg eingerichtet als Kurfürstlicher Mustergarten. Der ©arten wurde dann später aus^gebaut und hatte unter feinen Direktoren auch berühmte Botaniker, u. a. Alexander Braun (1851 bis 1877), der die Victoria regia einführte. Von 1897 bis 1909 wurde die Neuanlage des Botanifchen Gartens in Berlin-Dahlem geschaffen, der heute zu den größten botanischen Gärten überhaupt zählt. Auch botanische Gärten im Ausland blicken auf eine längere Vergangenheit zurück. Der größte Tropengarten, der für die Botaniker der gemäßigten Zone besonders wertvoll ist, ist der Buitenwrg auf Java, der 1817 angelegt wurde. Schon Anfang des Jahrhunderts war der Garten 52 Hektar groß (der Berliner Garten ist 42 Hektar groß), außerdem gehören noch ein Verfuchsgarten mit 72 Hektar und ein Gebirgsgarten mit 31 Hektar dazu. ©er schießende Fisch. In einer illustrierten Plauderei über die Lebens- gewohnheiten seltsamer Tiere berichtet Dr. M. Eifentraut im Juliheft von Velhagen & Klasings Monatsheften auch über den Schützenfisch, der in den Flüssen Indiens und des Malaiischen Archipels lebt. Er schießt seine Beute regelrecht ab. Sein spitz zulaufendes Maul, das ihm gewissermaßen als Gewehrlauf dient, zeichnet sich dadurch aus, daß der Unterkiefer den Oberkiefer ein Stück überragt; auf diese Weise bleibt vorn stets eine Schußöffnung frei. Als Oberflächenfisch hält er sich dicht unterdem Wasserspiegel auf; seine Nahrung sind Fliegen und andere Insekten, die sich gern an Schilfstengeln und sonstigen Wasser- pflanzen zur Ruhe niederlassen. Hat der Fisch ein Nahrungstier entdeckt, fo schleudert er aus seinem Maul einen Wassertropfen in die Luft, der mit unfehlbarer Sicherheit bas Insekt trifft. Mit dem zurückfallenden Wassertropfen gleitet auch das „geschossene" Tier ins Wasser und verschwindet sogleich im Maul des schnell zufassenden Schützen. Dieser schießt nicht etwa blindlings drauflos, sondern visiert seine Beute zuvor genau an, um bann burch plötzliche Muskelzusammenziehung den Wassertropfen blitzschnell abzuschleudern. Aucl) aus weiterer Entfernung verfehlt er kaum einmal fein Ziel. Untersuchungen über den Blitz. Die Entwicklung und der Ablauf der Blitze sind in letzter Zeit häufig untersucht worden. Dabei wird die luftelekttische Feldstärke durch Oszillographen ausgezeichnet, und es werden Diagramme hergestellt, aus denen sich einzelne Wellenzüge mit den Blitzen feftftetten lassen. Es hat sich nun, wie in der Frankfurter Wochenschrift „Die Umschau" berichtet wird, ergeben, daß die Entladung in zwei Teilen erfolgt: einer Dorentladung von der Wolke zur Erde, deren Dauer etwa zehntausendstel Sekunde beträgt, und einer Hauptentladung von der Wolke zur Erde, die sich in einer etwa 150 mal so kurzen Zeit vollzieht. Der rückkehrende Strahl ist der lichtstärkere. Bei Hochgewittern entladen sich die Blitze jedoch nicht nur zwischen Wolke und Erde, sondern auch im Raumladungsgebiet zwischen den einzelnen Wolken. Die Blitzbahnen haben einen Durchmesser von etwa 23 Zentimeter, die Leuchtdauer beträgt 0,02tausendstel Sekunde und das Nachleuchten durch die ionisierten Luftmolekühle Itausendstel Sekunde. GLORIA WMMI ... y -t: X fi OiuM km 4i t — H Heinrich Münch III. möglichstKivver, gesucht im 89. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen. Harbach. Odenhausen. Reinhardshain, den 14. August 1938. 5298D zurück (»706 Von der Reise zurück 13. August 1938 5. Ziehungstag In der heutigen DormittagSziehung wurden gezogen 48 Gewinne zu 215893 195558 14365 293 10048 12558 148635 In der heutigen Nachmlttagsziehung wurden gezogen Stunde der Hausfrau! 146849 146325 Eintritt frei! POLOST G i essen Heute morgen entschlief sanft in Gott dem Allmächtigen unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater und Bruder 227648 303575 337331 387863 133962 195723 268465 331388 372112 223704 250238 97121 144714 279701 310397 159142 176163 214658 244993 261422 286408 310084 340534 376670 397215 22521 32450 68409 280950 280969 312459 331997 109287 158391 120799 152732 173909 219755 237539 257793 279425 309640 363520 382555 82063 150527 245472 312296 383552 161862 258225 313313 2000 RM. 316665 244152 295373 364181 164908 178840 227629 239009 264593 293317 340594 364651 399661 269574 284453 320113 339836 118934 192680 259620 327673 363628 399395 170606 184239 233003 244982 273941 302943 356805 368478 134212 113957 252801 21605 138977 196715 303881 349805 198761 268473 331692 373115 40337 85957 158944 228712 311788 340182 388600 125528 164468 176078 222313 238789 264455 291871 330253 363913 394935 51578 109945 187066 243282 327003 343789 389678 170414 183039 232451 243004 272878 295905 343767 365094 155284 175350 211815 234180 253755 270711 308072 336467 373493 394200 173714 202541 234004 250468 274408 309073 359674 370648 187844 160538 370643 48451 145836 225685 304600 358167 3144 103777 102 Gewinne ju 14129 15236 320766 12 Gewinne zu 274913 314286 Dr. Mehl von der Reise 2 Gewinne zu 20000 RM. 2 Gewinne zu 10000 RM. 2 Gewinne zu 5000 RM. 8 Gewinne zu 3000 RM. feiern. Frau Kramp nimmt noch am Zeitgeschehen lebhaften Anteil, auch ihr körperlicher Gesundheits- zustand ist verhältnismäßig gut. Wir beglückwünschen. + Harbach, 14. Aug. Heute morgen verstarb der älteste Einwohner unserer Gemeinde, Heinrich Münch III. der weit über unser Dorf hinaus be. kannt und geschätzt war. Mit ihm verstarb der letzte Altoeteran in unserer Gemeinde; Heinri-* Münch III. stand im 89. Lebensjahr. noch in dem Flugboot eingeschlossen und mit ihm versunken sind, lieber die Ursache des Unglücks ist noch nichts bekannt. MgrWkenSerdlWMlt in der Stadt Gießen Ludwig Schneider Bauunternehmung Telefon 3031. Jetzt wird Obstkuchen gebacken! Prachtvoll wird er gelingen mit diesen Helfern: Obstkuchen-Backtorm,Springform, Gasbackform, Rührlöffel, Teigschüssel, Schüttelsieb, Pflaumen-Entkerner von Die Beerdigung findet Dienstag, den 16. August, nachmittags y23 Uhr statt. Im Gewinnrade verblieben: 2 Gewinne zu je 1000000, 2 zu je 500000, 2 zu je 300000, 2 zu je 200000, 2 zu je 100000, 2 zu je 50000, 10 zu je 30000, 16 zu je 20000, 80 zu je 10000, 166 zu je 5000, 320 zu je 3000, 808 zu je 2000, 2464 zu je 1000, 4050 zu je 500, 8282 zu je 300, 196792 Gewinne zu je 150 NM. Zwei deutsche Bergsteiger namens Franz K a st e l, Monteur aus Linz (Donau), und Wilfried Kuh n aus Gotha, die eine Besteigung im Gebiete des Weitz- Horns unternahmen, werden seither vermißt. Man befürchtet, daß ihnen ein Unglück zugestoßen ist. 17 Tote beim Absturz eines tschecho-slowakischen Verkehrsflugzeuges. Am Samstag verunglückte ein Verkehrsflugzeug tschecho-slowakischer Nationalität der Strecke m^aa—'Straßburg—Paris bei Durbach in der Nahe von Offenburg. Das Unglück hat 1 7 £ o b e 5 o p f e r gefordert. Das Flugzeug ist bei schlechtem Wetter niedrig geflogen und dabei im dichten Nebel gegen die Bergkuppe des Buchwalder Kopfes geraten, ad- gestürzt und nach Aufschlag verbrannt. — Die einzige Ueberlebenbe des furchtbaren Flugzeugunglücks war im Offenburger Krankenhaus einer Operation unterzogen worden, wobei ihr beide Beine ampiu tiert werden mußten. Die Verletzungen waren Mach so schwer, daß auch sie am Sonntag starb. Damit war die Zahl der Todesopfer auf 17 gestiegen. Die Opfer wurden in der Offenburger Leichenhalle ausgebahrt, die Särge waren von der Bevölkerung reich mit Blumen geschmückt. Rekordfallschirmspringer tödlich abgestürzl. Bei einer Flugveranstaltung in Besanxon stürzte James William, der im März 1938 den Weltrekord im Fallschirmabsprung aus einer Hohe von 11 245 Meter ausführte, tödlich ab, da sich bei einem Sprung der Fallschirm nicht geöffnet hatte. Englisches INarineflugboot ins Meer gestürzt. Die britische Luftwaffe wurde von einem schweren Unglück heimgesucht. Ein Flugboot des 228. Geschwaders im Pembroke Dock, das der Marineversuchsstation Felixstowe zugeteilt wurde, st ü r z t e in der Nähe des Feuerschiffes „Cork" an der Ost- tüste ins Meer. Sämtliche sechs Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. Motorboote, die sofort zu Hilfe eilten, konnten eine Leiche bergen. Man nimmt an, daß die übrigen fünf Flieger Dentist Doering Bleichstraße 8 2 Gewinne zu 5000 RM. 6928 6 Gewinne zu 3000 RM. 119435 18 Gewinne zu 2000 RM. 45991 200758 207701 217646 219352 56 Gewinne zu 1000 RM. ----- 84302 87471 . --- - ----- 187280 196626 Betr.: Verbot der Umwandlung von Wohnungen in Räume anderer Art. Bekanntmachung. Der Herr Reichsarbeitsminister hat mit Verfügung vom 27. 7.38 auf Grund des Gesetzes zur Aenderung des Reichsmietengesetzes und des Mieterschutzgesetzes vom 18. April 1936 (Reichsgesetzblatt I S. 371) Artikel III für die Stadt Gießen u. a. folgende Anordnung getroffen, die nachstehend veröffentlicht wird. Gießen, den 12. August 1938. Der Oberbürgermeister. 5297C g. 23.: Dr. Hamm, Bürgermeister. Auf Grund des Gesetzes zur Aenderung des Reichsmietengesetzes und des Mieterschutzgejetzes vom 18. April 1936 (Reichsgesetzblatt I S. 371) Artikel III, wird verordnet: Suche zum 1. Septemb. 1938 MW MM nicht unter 23 Jahren, zum Bedienen für Bäckerei, Konditorei und Cafs. 03710 Bäckerei, Konditorei u. CafS Reutz./Inh.: Fritz Weitz Gießen, Seltersweg 46» Die große 5295A Paul-Wegener-Inszenierung mit Olga Tschechowa, Ivan Petrovich Alfred Abel, Sabine Peters, Eric Ode Zwaussvevstersevuns Dienstag, 16.Aug», nachm.2 Uhr, sollen im Berstergerungs - Lokal, Neuenweg 28, bzw. an Orck und Stelle (Bekanntgabe ttt obigem Lokal) zwangsweise gegen sofort. Barzahlung versteigert werden: Haus-, Laden- u. Büromobel aller Art, 1 Gitarre, Spiegel, 1 Klavier, 1 Schausensterausstellungsemrich- tung, 1 Schaubekalbum m.Briefmarken, 1 Vervielfältig.-Avvarat, Eisschränke, Registrierkassen, eine Zinkwanne.Schreibmaschinen,elne Mörtelmaschine, 1 Fahrrad. ssooD Bestimmt werden versteigert: 3 Damenmäntel, 1 Jagdbüchse. Scharmann, Gerichtsvollzieher rn Gießen, Wiesenstraße 2, Tel. 3108. vinne zu 1000 RM. 118175 126966 {Verschiedenes] Sache für ISjähr. Jung, m u. W (auß. Sonntags) Nähe Marktplatz bevorzugt. Schr. Angeo.m.Preisangabe u. 03709 an den Gießener Anzeig, erbeten. 535,9 .56028.608^^86 ,82967 Ab heute Montag: Neuaufführung Nur 2 Tage! 4632 7505 19843 20518 ----- 69596 Kein Verkauf! __5296 V Die in der vergangenen Woche im Gasthof „3um Löwen", Neuenweg 28, abgehaltenen eiß-Wasch-Vorführungen derPersil-Werke finden auch noch in der kommenden Woche, also vom 15. Slugust bis 19. August, täglich um 16 und 20 Uhr, im „Löwen" statt Meiler 44Jahre,Witw., sucht d. Bekanntschaft mit einer im Haushalt erfahrenen Dame im Alter von 30 bis 40J ähren zw. Heirat Wohnung u. Hilfe vorhanden. Zuschriften erdeten nach [52»9d Barig-Selbcn- b auf en üb. Weilburg, Schulstr.il 186 Gewinne zu 300 RM. 585 4956 7115 25186 28101 29060 30414 32179 32214 34317 60477 62341 62549 67557 68244 ----- 72170 74632 83281 91169 93866 105910 110002 128304 148581 167987 193707 215770 245006 263927 286825 320877 344390 377876 397319 Druckschriften In Heftform In gebundenen Ausgaben klar In der Schrift, übersichtlich angeordnet, •orgf<lg gedruckt, dienen den Belangen von Handel und Verkehr, Industrie und Gewerbe, Behörden, Landwirtschaft und Vereinigungen. Jede Lieferung schnell, gut und preiswert! Brllbl’sche Druckerei, Schulstr. 7, Ruf 2251 betracht des Nährwertes von Obst und Gemüse empfohlen, daß die Regierungen der beteiligten Länder die Erzeugnisse von Obst und Gemüse durch zweckmäßige Kultur, Zuchtwahl und Dungung stei- oeru, um den Verbrauchern möglichst in allen Jahreszeiten und überall frische Gartenbauerzeugnisse zu liefern. Staatsbegräbnis für die Opfer des Flugzeugunglücks von Debreczyn. Unter starker Beteiligung der Regierung, des Heeres und der Luftwaffe fand in Budapest das Staatsbegräbnis für die 12 Opfer der Flugzeugkatastrophe von Debreczyn statt. Die Särge waren reich geschmückt. Staatssekretär Dr. Antal, der ältere Sohn des Reichsverwesers von Horthy als Präsident des ungarischen Aeroklubs und Dr. Toth als Vorsitzender der ungarischen Journalistenvereiniaung gedachten in kurzen Trauerreden der Toten. Deutscherseits waren erschienen der Attache der Luftwaffe Oberleutnant von Fütterer und als Vertreter des RDP. Martin B e t h k e. Der deutsche Gesandte v. E r o - mannsdorf sprach dem Pressechef des Minister- Präsidiums Ministerialrat von Rakoczy persönlich sein Beileid aus. In seiner Antwort auf das Beileidstelegramm der in Budapest lebenden deutschen Journalisten hebt Staatssekretär Dr Antal hervor, daß er den Ausdruck des Beileids als neuerlichen Beweis kameradschaftlichen Mitgefühls und freundschaftlicher Verbundenheit der reichsdeutschen Pressevertreter werte. Der Tod in den Bergen. Aus Zermatt wird gemeldet: Drei deutsche Touristen, die das Matterhorn bestiegen hatten, sind am Furg-Gletscher tödlich abgestürzt. Eine Fuhrer- kolonne ist zur Bergung der Leichen von Zermatt abgegangen. Es handelt sich um die beiden ledigen Bergsteiger Paul G e i p e l, Karl F l e ck sowie den verheirateten Bernhard G r e i ß , sämtlich aus Wiesbaden. Ihre Leichen wurden inzwischen geborgen und nach Zermatt gebracht. Wichtig für Naturfreunde! I Seltene Natururkunden von den Halligen und vom Wattenmeer enthält die Neuerscheinung, die alle Natur, freunde und Dogeiliebhaber mit Begeisterung lesen und schauen werden: Unter Säbelschnäblern und Seeschwalben Beobachtungen und Natururkunden aus der Dogelwelt der deutschen Nordseeküste Don Eugen Schuhmacher Insgesamt 104 Seiten mit 92 Bildern nach wundervollen Naturaufnahmen. In Leinen gebunden Reichsmark 3.90 Der Verfasser, der als Ornithologe und Tier. Photograph bekannt ist, hat mehrer« Wochen auf zwei einsamen deutschen Nordseeinseln an der Lidermündung zusammen mit den eigenartigsten Vögeln unserer Heimat gelebt und die herrlichsten Naturaufnahmen von den Säbelschnäblern, Seeschwalben, Rot- schenkeln, Austernfischern u. a. mitgebracht. Er erzählt im Tertteil unterhaltsam und spannend aus der ^straft eigenen Erlebens die sonderbarsten Begebenheiten, die er, im Jelt versteckt, aus nächster Nähe beobachten und im Bild festhalten konnte. 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B. in Fabrikräume, Lagerräume, Werkstätten, Dienstraume oder Geschäftsräume, der Genehmigung der Gemeinde. 5. Hessen: In den Städton Darmstadt, Gießen und Offenbach am Main. § 2. Für die Genehmigung gelten folgende Grundsätze: 1. Eine Umwandlung im Sinne dieser Verordnung liegt auch vor, wenn Wohnungen ohne bauliche Aenderungen für andere als Wohnzwecke verwendet werden. 2. Die Genehmigung kann mit der Auflage gegeben werden, daß für den beanspruchten Raum neuer Wohnraum geschaffen ober der Gemeinde ein entsprechender Geldbetrag gezahlt wird. Bei der Bemessung der Höhe dieses Geldbetrages ist nicht lediglich von den Kosten der Herstellung einer gleichartigen Wohnung auszugehen, vielmehr sind die Herstellungskosten einer Wohnung zugrunde zu legen, für die in der betreffenden Gemeinde ein besonderes Bedürfnis besteht, und die zur Unterbringung von minderbemittelten Familien geeignet ist. Die gezahlten Geldbeträge sind für diese Zwecke zu verwenden. 3. Die Genehmigung ist zu erteilen, wenn eine offenbare Unwirtschaftlichkeit des Hauses vorliegt, namentlich, wenn die Räume längere Zeit leergeftanben haben ober zu einem Mietzins vermietet finb, ber erheblich unter ber gesetzlichen Miete ober bei Räumen, für die bas Reichsmietengesetz nicht gilt, erheblich unter einem ber gesetzlichen Miete entsprechenben Mietzins liegt. Eine Unwirtschaftlichkeit bes Haufes ist immer bann anzunehmen, wenn bereits aus Billigkeits- grünben bie auf Grunb bes Gesetzes über den Gelbentwertungsausgleich bei bebauten Grunb- stücken erhobene Steuer erlassen ist ober wenn eine Erhöhung ber Einnahmen zur Abwenbung einer Zwangsverwaltung ober Zwangsversteigerung erforderlich ist. 4. Die Genehmigung ist zu erteilen, falls der Wohnraum für Zwecke der Wehrmacht oder ber Deutschen Polizei in Anspruch genommen werben soll. Das gleiche gilt für die Inanspruchnahme von Wohnraum durch die Nationalsozialistische Deutsche Akbeiterpartei einschließlich ihrer Gliederungen und durch die NS.-Dolks- wohlfahrt e. V. sowie die Dienststellen des Reichsarbeitsdienstes, sofern der Reichsschatz- meifter der NSDAP, oder für die Dienststellen des Reichsarbeitsdienstes der Reichsarbeitsführer bescheinigt, daß eine derartige Inanspruchnahme unvermeidbar ist. B-'-lin, den 27. Juli 1938. Der Reichsarbeitsminifter. 202357 2?5493 229608 240246 241817 259948 264385 270407 281922 290072 296068 302710 312441 333325 346545 346563 348588 380326 164 Gewinne zu 300 RM 293 10048 12558 14365 16114 16248 28600 42650 48616 49632 55350 56392 56458 60348 63311 70069 79^8 69222 94152 95776 99784 108167 113953 115162 115450 ----- ------ 131178 132624 142887 Sofort Haus- - gehiliin . gesucht. 5250° I Städt. Krankenhaus I Neußa.Rhein I Tüchtiges I Balblagsmädchen für kleinen Haus- I halt wird sofort I gesucht. Vorstell. I täglich ab. 19 Uhr bei [Os?» I Burger Curtmannstr.32. | Verkäufe""] Sofa I gut erhalten, zu verkaufen. 03707 Gr. Stelnweg 26 L Gewitter über dem Hhein-Main-Gebiet LPD. Frankfurt a. M., 14. Aug In ber Samstagnacht kam es im ganzen Rhein-Main-Ge- biet infolge gewittriger Störungen zu befhgen Niederschlägen; es groß zeitweise in Strömen. Auch in ber Frühe bes Sonntags öffnete ber Himmel mächtig feine Schleusen. In Den ersten ^ladjpiUtaQ51 stunden entlud sich über Frankfurt ein kräftiges Gewitter, das wieder einen starken, stundenlang anhaltenden Regen mit sich brachte. Schweres Verkehrsunglück in Frankfurt. Line ganze Familie ums Leben gekommen. — Zusammenstoß zwischen Auto und Straßenbahn. LPD 5r anff urt a. 2R., 14. Aug. Ein furchtbares Verkehrsunglück ereignete sich am Sonntag kurz nach 13 Uhr auf der Efchersheimer Landstraße. Ein in Richtung Eschersheim fahrendes Personenauto stieß in der Nähe des Lindenbaumes gegen einen entgegenkommenden Stratz enb ahn zu g ber Linie 23. Der Zusammenstoß war so heftig, baß das Auto vollkommen zertrümmert wurde. Don den Insassen wurde eine ganze Familie getötet. Es chandelt sich um den aus Hainhausen bei Offenbach stammenden Franz R a a b und dessen Frau und Kind. Ein weiterer Insasse, ein 37sähriger Kaufmann aus Offenbach, wurde schwerverletzt ins Burgerhospital eingeliefert. Landkreis Gießen. s. Lang.Göns, 14.Aug. Eine unserer ältesten Einwohnerinnen, Frau Marie K r 0 m p Wwe., Eng- gaffe, kann am 18. August ihren 8 5. Geburtstag _____________03689 MWllWuMU.Men nach ber Naturschutzverorbnung vomlS.MSrz 1936 (*©*!. I Seite 181) und den ergänzenden Bestimmungen, aus« führlich erläutert von Professor Dr. W. Weber, o.ö. Prof, der Rechte und Referent im Reichs« und Preußischen Ministerium für Wissenschaft» Erziehung und Volksbildung, und Prof. Dr. Walther Schoenichen, Leiter der Reichsstelle für Naturschutz. ©ebunben RM. 3,60. Bestellungen durch alle Buchhandlungen äugo Bermüöier Berlag.8etiln-£WerL Wetterbericht Auch über das vergangene Wochenende hat die äußerst unbeständige Witterung Fortsetzung gefunden und gerade bei uns zu wiederholten recht ergiebigen Regenfällen teilweise gewittriger Natur Anlaß gegeben. Die ©efamtlage läßt aber in der Folge wieder Witterungsbesserung, aber noch kein für längere Zeit trockenes Wetter erwarten. Vorhersage für Dienstag: Zeitweise Aufheiterung und nachlaffende Niederschlagsneigung, aber noch nicht trocken, tagsüber wieder etwas warmer; veränderliche Winde. Vorhersage für Mittwoch: Wolkig bis aufheiternd und im wesentlichen trocken, wärmer. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr Fr. W. Lange (in Urlaub), i. V.: Ernst Blum- schein; für Feuilleton: Dr. Hans Thynot; für ben übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck (in Urlaub). Verantwortlich für ben Inhalt ber Anzeigen: Theob. Kümmel. 2).21. VII. 38: 9034. Druck unb Verlag: Brühlfche Univerfitätsbruckerei R.Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM.- 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufsprels 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit ber Illustrierten 5 Pf. mehr Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig- Gewinnauszug 5. Klaffe 51. Preußisch-Süddeutsche (277. Preuß.) Klaffen-Lotterie Ohne Gewähr_____________ Nachdruck verboten Auf jede gezogene Nummer find zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lofe gleicher Nummer in ben beiden Abteilungen I und H Probleme zwischen Mann u. Frau werden in diesem hervorragenden Film aus dem Ehe. u. Gesellschaftsleben angeschnitten und in einer erregenden Handlung zum Erleben gebracht Beiprogramml Ufa -Ton-Wochel Täglich 4.00, 6.00 und 8.30 Uhr. 53O1D . 276624. . 74865 336878 25342 159039 3236 53533 37943 47683 144573 144637 257509 265949 295621 308179 133347 140930 140976 150491 152242 155127 172431 173755 174964 201302 205081 206639 219749 220037 230600 248249 252886 253703 265525 266458 266472 290497 305973 306466 334205 334902 335228 350275 368736 369057 378313 389966 391404 398382 % 8u W gilt Mck äußersten Mgrbat im H die sKiiZ ' ® in ber Bewa k!“teilten her N Lton >n oen #”5aUr gener Linrf einer v)enci L als Rückhalt u L begleitet, Her U günstigeren Ber L ilirirzagten zu ,.”|larb, auch I«' fuj JO Aahre t;'.wTarb“! „ t!« Merkt u ja Mgmt gefufl MM «w, *1 Fuhr« ' > der Serge , fynga Parbat nenne (Balligen hindern, Wnq 3M G'ck ^er den Mot-Gl ^be^opfer, das sic! oni das Unternehm m tückischen Krar I Kuh des Deraes be । Der daraussolgen' (feiger rasch die Mr ibi? mit der Me i Ijihngen ertragen. 9 fciiberfattel klaubten sie, den [einem ober zwei ! Ihn. Da brach ein Mlicher Schneestu Kag wurde zu N< lin über 7000 Mete l!ie Träger wäre» Icrunbeqegangen, [Seifenbad) ti limfte einaeseßt ui M sichert. Sie selbst |m Drfan fjinaefu Mly Merl/. Hm Ä Tob bie Treue SLager hinui v,-TnWbat zu siä ■ Ml fiiumohierfe ■ Kameradsc I h Hergang zu ei I im roürbia macht, I * zu sein. I Öos NnMck ließ IW-Kämvier sich Mraile ioliten dem vyser dem de Wunden war. Im s Mnd auserlesene T ■fteiaer den Nnnqa IM 3hr ffaMern, I i'es Berqes, tri Hans h Ifrankii Pfl5 Kuratorium ',Qn(furf g. . K Dr. ®öe Mssen. den Z1 Menet Ai I verleihe, ?^f°lgle naci Geburi ^mets zu Tr, j ^MHidjen 1 !^^en 51 pMd)en 0, Es.; te* Ms i?U J R’Ä i't'B ''"!l"ss^"^"isse W-L I WW Montag,15.AugufN9Z8 Aus -er Stadt Gießen Sonnenblumen ... ifführung ■ (Scherl-BUderdienst-M.) leicht ersten 5295A irung mit , Petrovich rs.EricOde erreicht... _ _ , Am 24. Juli erreichte der Vortrupp eine Hohe von 7300 Meter, wenig unterhalb des Silbersattels. Es erhvb sich aber ein schweres Gewitter, die elektrischen Entladungen zwangen, die Berg- Lon allen höchsten Eisriesen des Himalaja sah der Knaa Parbat als erster den Angriff des Menschen. ($V der edelsten Gestalten unter den Bergsteigern smer Zeit, der Engländer M u m m e r y , nahm Herausforderung des Giganten an, der einsam A Eckturm im Westen des Gebirges aufragend den Denschen in den Tälern von Kaschmir als eine Of- fnbarung aus einer anderen Welt erschien. In der L nkart seiner Generation wollte Mummery 1895 bß riesenhaften Berges allein, nur mit zwei Freunde als Rückhalt und von einem eingeborenen l ager begleitet, Herr werden. Auf dem Wege zu eier günstigeren Bergflanke hat der Nanga Parbat dn Unverzagten zu sich genommen: niemand weiß, vc er starb,' auch seine beiden Träger kamen nicht airüd. v rrn der Berge", wie die Talbewohnex den linga Parbat nennen. Kraftvoll drang sie über die cwaltigen Hindernisse hinweg, die den einzigen ?Zgang zum Gipfel versperren. Beim Vordringen irer den Rakiot-Gletscher gab es aber schon em lidesopfer, das sich wie ein lähmender Schatten o f das Unternehmen legte. Alfred Drexel fiel eier tückischen Krankheit zum Opfer und wurde am Kälte kamen sie rasch voran. Nach langem Schlechtwetter kam am 14. Juni 1937 die Sonne wieder i ««Harb i be; i)4 dem Goethe-Preise der Stadt Frankfurt bedacht wird, so muß die Wahl diesmal in besonderer Weise sinnvoll erscheinen, weil Carossa als Mensch wie als Dichter, in seiner Persönlichkeit und seinem Werk stets im Goetheschen Geiste sich zu bewähren und zu gestalten bemüht war. Das wird jeder erkennen, der ein wenig in Carossas Bücher einzudringen ver- Jhr Dasein ist ein einziges Leuchten. Und dieses s Leuchten gleicht einem frohlockenden Jubelgesang auf Sonnenlicht und Sonnenkraft. Wie lebensvolle c Abbilder des strahlenden Himmelslichtes, so erheben . sich die Sonnenblumen auf hohem Schaft und über- treffen alle die vielen bunten Blumen des Spätsommers an Größe und Farbigkeit. Mein Nachbar, der Schrebergärtner, hat eine besondere Vorliebe für die Sonnenblumen. In jedem 1 Jahre ist sein Garten damit festlich geschmückt, und je höher die kräftigen Stengel wachsen, um so größer ist sein Stolz und seine Freude. In seinen Äugen aber wetterleuchtet es vor lauter Glück, wenn die Vorübergehenden stehen bleiben, um die Pracht zu bewundern. Das geschieht auch häufig genug, denn in der Tat ist es ein unvergleichliches Bild, wie die zahlreichen goldgelben Sonnenrader aus dem dunklen Grün des Gartens grüßen. In den Schrebergärten trifft man sie vor allem an, aber auch in den Hausgärten gedeihen sie, und in manchem Bauerngarten haben sie ihren ständigen Platz. Besondere Liebe wenden ihnen im allgemeinen auch die Bewohner der Bahnwärterhäuschen zu, die auf diese Weise dafür sorgen, daß dem Reisenden im vorwärtseilenden Zuge für einen flüchtigen Augenblick der Anblick der ganzen sommerlichen Schönheit geschenkt wird. Denn die Sonnenblumen sind gewissermaßen das Symbol des strahlenden Sommers, und wir können uns den Blumenflor dieser Wochen kaum vorstellen ohne jene imponierend hohen Staudengewächse mit ihren nickenden Blütenkörben. Dabei ist die Sonnenblume gar kein Kind unserer Zonen. Sie stammt vielmehr aus Mexiko und wurde erst um 1600 in Europa bekannt. Damals erregten die gewaltig großen Blumen, die sich an unser rauheres Klima gewöhnten, begreifliches Aufsehen. Und wenn sie im wesentlichen auch als Zierpflanze angebaut wurde, so ließ sich sehr bald auch ihre Nützlichkeit erkennen. Die Blätter lassen sich als : Viehfutter verwenden, die Blüten find eine will- kommene Bienennahrung, und die ölhaltigen Früchte gangbar gemacht werden. Auch im ^ayre rus» wat . an der Rakiotwand eine Seilsicherung angebracht worden und einer der Träger hatte sich damals im Schneesturm an dem Seil festgebunden. Als die Bergsteiger nun jetzt dort hinkamen, hing der Trager noch dort: er war in der kalten, trockenen Lust noch wohlerhalten wie eine ägyptische Mumie. Auf dem Grat, der vom Rakiot Peak zum Sil- bersattel heraufzieht, liegt in etwa 6950 Meter Hohe das Lager 6, das am 22. Juli erreicht wurde. Von dort hatten die Bergsteiger zum ersten Male einen Blick auf die u n ge h e ur e S ü dw a n d des Nanga Parbat. Weiter oben auf diesem Grat ist das Lager 7 der Expedition 1934. Das Lager 7 sollte nun jetzt aus den Silbersattel hinaufgestellt werden, und am 25. Juli gingen mehrere Abteilungen aus den Graten vor, um dort hinauf zu gelangen. Beim Mohrenkopf fanden sie zwei menschliche Körper, die an den Fels geschmiegt im Schnee lagen. Es waren Willy Merkt und sein treuer Gaylay. Merk! trug noch einen Brief bei sich, der am 10. Juli 1934 geschrieben war, worin die damals in dem unteren Laqer befindlichen Bergsteiger um Hilfe gebeten wurden. Diese Stelle, nämlich der „Mohrenkops , liegt ziemlich nahe dem Lager 6, während die Stelle, die man bisher als den Sterbeort Merkls angesehen hat, weiter unten liegt. Trotz des geschwächten Zustandes hatte er sich noch gegen Lager 6 hinaufgearbeitet, hat es aber nicht mehr Lijtoe«' ter* Nach einer Anariffspause iur Erholung ainaen fie tum dritten Male vor und was anaesichts der Neuschn-ernassen fall für unmöafi* gehalten warben mar. gelana: sie dranaen zum F"K" bet Rakial- veaks vor und errichteten dort in 6700 Meter fmhe das Lager 5. wo die Berchteiaer einen Heb er blick non unvorstellbarer iKroßartiakett auf die Berne Jnnerasiens batten. Schon am ersten Abend erhob sich dort ein heftiger Sturm, fo doch die Zelte beinahe weggeblasen wurden. Als sich am 19. Juni das Wetter besserte, aingen die Berasteiger sofort daran, den Anstieg über den Rattot Peak für die innu.Fi’P11 । film aus dem chnitten und n rieben gebracht on-Woche* 8.30 Uhr. hohe Ziel zu erstreben. Als sie, geführt von Paul Bauer, am 1. Juni dieses Jahres den Berg wieder erreichten, schien alles günstiger denn je. Das Tal unten war nahezu schneefrei, so das der Aufmarsch raschestens vor sich ging. Dann aber veränderte sich mit einem Schlag das Wetter und schuf so harte Angriffsbedingungen wie nie zuvor. Der Rakiot-Gletscher, über den der Weg zum Lager 4 führt, befand sich in einer derartigen Zerstörung daß er alle Erfahrungen früherer Jahre hinfällig machte. Von ausschlaggebender Bedeutung aber wurde der außergewöhnliche Charakter des Wetters. Da der Nanga Parbat 200 Kilometer von der Ebene entfernt weit hinter den Bergen liegt, galt es, auf Grund der wissenschaftlichen Untersuchungen und der praktischen Erfahrungen als ausgemacht, daß der niederschlagbrrngende Monsumwind dorthin kaum oder nur gelegentlich vorstoßen würde. Es unterliegt ober nicht dem geringsten Zweifel, daß im heurigen Sommer der Nanga Parbat der vollen Wucht des vom ttovi- schen Meer mit Feuchtigkeit überladenen herankommenden Monsums ausaesetzt ist. Endlos fiel der Schnee und hüllte den Berg fo em, daß selbst die steilsten Felshänge noch vom Schnee überzuckert waren. Die unter größter Anstrengung ausgetretenen Svuren wurden immer wieder aufs neue zugedeckt. Trokdem drang die Svitzengrupve umdonnert von Lawinen und Eistürmen, vor und fand den Durchstieg über die Ei^harriere. Laaer 3, am 18. Juni betonen, mußte schon am nächsten Taae roeoen Verstärkung der Schneefälle verlassen werden. Am 23. Juni beaann ein neuer Angriff. der zum vierten Hochlaaer in 6200 Meter hinaufführte. Seine B"saKima wurde von unaufhörlichem N"nschver» eingeschsossen und hefnaert. Unter den Schneolaften brachen die dicken Zeltstabe, sanken die Zeltdächer zusammen. Es war ein siän- . hiaer würaender Kampf aegen das lmttlas erstickende Esemant. Sie hatten keinen Brennstoff mehr für ihre Kocher: ohne warme Speisen hielten sie tage= fang durch bis ihnen vom Ervedtt"n«flieaer ans : her Luft Benzinkavnen aus dem Muazeiig ahne« ■ morfen mirhen, und bis von unten ans dem La- ' ner 3 die Kameraden sich heraufmührten und die . merfnnbung durch den uferlosen Neuschnee Herstell- strahlen, haben ihre Wirkung getan; die Gemeinde, die sich um seinen Namen schart, ist von Jahr zu Jahr stetig gewachsen, und sie wird dem Dichter freudigen Herzens ihren Glückwunsch barbringen, wenn er am Geburtstage Goethes den Preis erhält, der in diesem Sommer zum zwölften Male verliehen wird. Der erste Preisträger war Stefan George, der letzte vor Carossa der Bildhauer Georg Kolbe, hth. MiW-parbat - Symbol her Ein Rückblick auf den Kampf um die Eroberung des Eisriesen. können in vielfacher Weise nutzbar gemacht werden. Ja in den getreideärmeren Gegenden Amerikas soll man sie sogar zu Brot verbacken. So sind die Sonnenblumen tatsächlich Sendboten aus ferneren Ländern. Und doch gehören sie zum Bild unseres Sommers wie die Malven und die Rosen, die Nelken und die Gladiolen. Ihre Farbenfreudigkeit gibt erst den Gärten in diesen Wochen jene herrliche Leuchtkraft, mit der der zu Ende gehende Sommer noch einmal seine g anzvolle Schönheit offenbart. Sch- Anfang August gingen die verschiedenen Abteilun- gen wieder hinauf, und es wurde bei ungünstigen Verhältnissen wiederum Lager 5 besetzt. Das Wetter war aber weiterhin so aussichtslos, daß kein Angriff auf den Gipfel mehr ins Auge gefaßt werden konnte. Es wurde beschlossen, den Angriff adzu- brechen. . _. So ist der Nanga Parbat wiederum Sieger geblieben; mit den Waffen, deren Schärfe und Wirksamkeit sich schon oft bewiesen hat, wehrt er seine Angreifer ab. Kälte und Sturm und endlose Schneefälle stellten an die deutschen Bergsteiger übermenschliche Anforderungen. Mit unglaublicher Ausdauer überwanden sie die immer neu sich türmenden Schwierigkeiten. 60 Tage harrten sie aus; sie be- megten sich dabei fast ununterbrochen in Hohen von 50Ö0 6000 und 7000 Meter. Sieht man sich eines der Bilder an, die der Flieger Thoenes vom Nanga Parbat heimgesandt hat, auf denen der Berg in seiner ganzen Größe erscheint, so wird es kaum glaublich, daß der Mensch sich an den ungeheuren "Flanken dieses Berges behauptet und dort auch noch vorwärts bringen kann. Daß dies aus der diesjährigen Unternehmung ohne Vertu st e an wertvollen Menschenleben möglich war, ist nicht zuletzt den Erfahrungen früherer Unternehmungen zu danken, die Paul Bauer, der Pionier des deutschen Himalaja-Bergsteigens, sich weise zunutze gemacht hat. Sollte es einmal dennoch gelingen, den fernen stolzen Gipfel des Nanga Parbat zu er- ; obern, so wird auch die heur-.ge Unternehmung ctip , wichtige Stufe auf dem Wege dorthin sein. Dornoiizen. Tageskalender für IHontag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Unter Ausschluß der Öffentlichkeit". Freiwillige für das Regiment General Göring. DNB. Im Herbst 1939 erfolgt die nächste Einstellung von Freiwilligen in das Regiment General Göring (motorisiert): Standort: Berlin. Alter: 17 bis 25 Jahre, Größe: nicht unter 1,68 Meter. Vor- aussetzung für die Einstellung ist, daß der Bewer- ber a) die deutsche Staatsangehörigkeit (Reichs- angehörigkeit) besitzt, b) wehrwürdig ist, c) tauglich ist. d) kein Jude oder jüdischer Mischling ist, e) gerichtlich nicht vorbestraft und auch sonst unbescholten ist (auch schwebende Gerichtsverfahren schließen die Einstellung aus), f) unverheiratet ist, g) bie Gewähr bietet, daß er jederzeit rückhaltlos für den nationalsozialistischen Staat eintritt. Dem Bewerbungsgesuch ist beizufügen: Lebenslauf, Freiwilligenschein oder beglaubigter Auszug über Seite 1 und 3 bis 5 des Wehrpasses und zwei Paßbilder (in bürgerlicher Kleidung ohne Kopfbedeckung, 3,7X2 cm) mit Angabe des Namens auf der Rückseite. Bewerber aus dem Lande Oesterreich melden sich mit den erforderlichen Unterlagen, jedoch ohne Freiwilligenschein. Die Freiwilligen werden, soweit sie den Reichsarbeitsdienst noch nicht abgeleistet haben, im April 1939 zur Erfüllung ihrer Arbeits- Hans Carosia erhält !»en frankfurter Goethe-Preis Das Kuratorium des Goethe-Preises der Stadt Sranklurt a. 71!., dem unter anderen die Reichs- mnister Dr. Goebbels und Rust angehoren, tat beschlossen, den diesjährigen G o e l h e - P r e I s -m Münchener Ar,t und Dichter Dr. Hans L ° - °,,a zu verleihen. Die seierliche llebergabe des Preises ersolgle nach den Bestimmungen der Satzung un Goethes Geburtstag, 2S. August, >m K-isersaal »es Römers zu Zranksurt a. 21t. 'Usammen Mit der gemeinschasllichen Tagung der Goelhe-Gesellschast, »er Deutschen Shakespeare-Gesellschast und des freien Deutschen hochstists zu Iranksurt am Main. nhe zu sein. ... __ Daie Völker würden in Sättigung und Sicherheit ftchlassen, wenn nicht ihre tapfersten Söhne immer m’ber ausziehen würden, um mit den äußersten elften nach den äußersten Punkten zu bringen. <8ount Everest, Kangchendzönga und flanga Parbat. Seit der Eroberung der Pole jjid sie, die Höhenpole der Erde, die am heißesten yr.fämpften äußersten Punkte der Erdoberfläche. Am Nanga Parbat wurde dieser Geist in einer ®?ijc beschworen, die auch den Letzten aufrüttelte, hr eines heroischen Denkens fähig ist, denn an bie» Werk erwies sich bie Kraft bes Himalaja-Gebens in ber Bewährung burch unerhörte Opfer. Wer fpiett „Dom Winde verweht"? Kampf um eine Filmrolle in USA. Aus Amerika kommt bie Meldung, daß bie amerikanische Filmschauspielerin Catherine Hepburn bie Rolle ber Scarlett O'Hara im Film verkörpern soll. Damit hätte, wenn bie Melbuna zuverlässig ist, ein zweijähriger Kampf seinen Abschluß ge- fimben — ein heißer Kampf um eine weibliche Filmrolle. Als nämlich vor über zwei Jahren Margaret Mitchells Roman „Gone with the wind", ber unter bem Titel „93 o m Winbe verweht" auch in Deutschland) großes Aufsehen erregt hat, auf bem amerikanischen Büchermarkt erschien und bereits nach wenigen Wochen vergriffen war, hatte sich eine amerikanische Filmgesellschaft sofort die Rechte zur Verfilmung des Puches gesichert. Wie würde man nun die Hauptrollen besetzen? Es entstand ein Kampf, an dem nicht nur alles, was „zum Bau" gehört, und vor allem die Hauptbeteiligten, die Fifmstars selbst, teilnahmen, sondern auch das amerikanische Publikum. Wenn auch neben der Heldin des Romans, eben jener heißumstrittenen Scarlett O'Hara etwa drei bis vier Personen im Mittelpunkt des historischen Geschehens stehen (Margaret Mitchell hat in ihrem Roman Vorkriegs-, Kriegs- und Nachkriegszeit aus der umwälzenden amerikanischen Epoche der Sklavenbefreiung zum Schauplatz gewählt), so waren sich die Filmleute doch wohl darüber klar, daß die geeignete Wahl einer Darstellerin der Scarlett ausschlaggebend für das Gelingen des ganzen Films fein müßte. Zwei Jahre lang hat man sich in Amerika nicht zu einer Entscheidung durchringen können. Vielleicht hat man wirklich nicht die geeignete Schauspielerin gefunden. Das mag allerdings daran gelegen haben, daß man für die Wahl ganz bestimmte Voraussetzungen, und zwar zunächst rein äußerlich, gestellt | hatte. Man war verlockt durch das überaus klar gezeichnete Bild der Romanfigur Scarlett, das Mar- garet M i t ch e 11 ost nur in einigen wenigen Sätzen andeutete, wie etwa: „Scarlett O'Hara war nicht eigentlich schön zu nennen ..." oder: „Reizend war der Anblick dieses Mädchens ... zwischen den strahlenförmigen schwarzen Wimpern prangte ein Paar glasgrüner Augen ohne eine Spur von Braun... verlangte man also in erster Linie: apart und rothaarig! Ob die Seltenheit wirklich schönen naturroten Frauenhaares die Veranlassung dazu war, von dieser Forderung abzugehen, bleib,t dahingestellt. 3eben- falls haben bie amerikanischen Filmleute schließlich doch bie Ueberzeugung gewonnen, baß ber Grad der Darstellungskunst einer Schauspielerin, diese Scarlett im Film glaubhaft zu machen, für die Wahl den Ausschlag geben müßte. Von der Hitze des Gefechts um diese Rolle vermag man sich über die Grenzen Amerikas hinaus wohl kaum eine Vorstellung zu machen. Böse Zun- . gen haben übrigens behauptet, daß sämtliche amerikanischen Filmschauspielerinnen außer Shirley Temple an diesem Kampf beteiligt waren. Nur wer das wahrhaft großangelegte Buch Margaret Mitchells kennt, wird solche allgemeine Anteilnahme und die Leidenschaftlichkeit dieses Kamvfes begreifen können. Denn erst dann wird klar, daß der fönst ' übliche Ausdruck „Bombenrolle" armselig bleibt gegenüber der meisterhaften Schilderung einer Frau wie Scarlett, bei der alle weiblichen Gefühlsgrade von der größten Teufelei bis zur bedenkenlosen Selbstaufopferung eingefangen werden. Es bleibt nur noch eine Frage offen: Wird Catherine Hepburn die Teufelin ober ben Engel Scarlett in ben Vordergrund spielen? Hoffentlich müssen wir nicht wieder zwei Jahre auf die Lösung dieses Rätsels warten. Lisa Peck. Das Dementi. Eine amerikanische Zeitung des ehemaligen Wilden Westens brachte eines Tages die Nachricht von dem plötzlich erfolgten Tode des Mister Jackson, des höchst unbeliebten Leiters einer ihr feindlichen politischen Partei. Das kam Mister Jackson zu Ohren, er schickte seine Leute auf die Schristleitung und forderte ein Dementi der Nachricht, was auch sofort versprochen wurde. Am anderen Tage brachte die Zeitung auch wirklich das gewünschte Dementi. Es sah so aus: „Wir bedauern unendlich, daß die Nachricht vom Tode des Mr. Jackson in unserer gestrigen Ausgabe jeder tatsächlichen Begründung entbehrt..." ?,iß des Beraes beerdigt. Der darauffolgende neue Angriff ließ die Berg- fi iger rasch die stärksten Hindernisse bewältigen und I d? mit der Höhe immer mehr wachsenden Anstren- v ngen ertragen. Als sie in 7460 Meter Höhe beim G ilb er fattel das 8. Lager errichtet hatten, phubten sie, ben Sieg schon greifen zu können, in einem ober zwei Tagen des Gipfels Herr zu wer- bcn. Da brach ein Wettersturz herein, ein ent- jiHlicher Schneesturm, ber alles zunichte machte. 2ng würbe zu Nacht, der Abstieg über ben Grat it über 7000 Meter Höhe zu einer einzigen Passion. Ise Träger wären wohl samt und sonders zu- trunbegegangen, hätten nicht Willy Merkl, D. e l tz e n b a ch und Uli Wieland ihre letzten gräfte eingesetzt und sie über bie ärgsten Fährnisie ’ p fiebert. Sie selbst aber sind nacheinander im eisi- o> n Orkan hingesunken und gestorben, als letzter tziilly Tierfl. Ihm hielt Scherpa Gaylay bis m s-n Tod die Treue; fünf Träger fanden in das I Htenbe Lager hinunter, sechs nahm das Eis des ttanqa Parbat zu sich. Auf dem Firnarat des Nanga i Rarbaf triumphierte über totbringenben Orkan ber Bei ft der Kamerabfchaft. So war ber Mensch noch ! n Untergang zu einer Größe gebt eben, bie allein v.n roürbia macht, ben einsamen Hohen ber Welt OM *UA mi eine« Ä? heraus; für ben nächsten Tag war ber Aufbruch in bie Höhe festgesetzt. In ber Nacht stürzte eine Eis- laroine über bas Lager unb vernichtete bie bort Schlafenben: Karl Wien, Hans Hartmann, Peter Müllritter, Aböls Göttner, Martin Pfeffer, Günther Hepp, Pert Frankhau- s e r unb neun ihrer Träger. Das Schicksal hat in zwei Jahren soviel beutsche Sehnsucht, Treue unb junge Kraft in bas Eis bes Nanga Parbat gesenkt, wie kaum je zuvor für ein solches Ziel verströmt ist. Der einzige Ueberlebenbe von 1937, Uli Luft, unb bie Freunbe, bie aus ber Heimat herbeieilten, konnten bie Toten bergen, ihnen bie letzte Ehre er- weijen unb ihre greifbare Hinterlassenschaft (Aufzeichnungen unb Tagebücher) in bie Heimat zurückbringen. Noch ehe sie ben Berg verließen, gelobten sie sich, im nächsten Jahre mit neuen Gefährten wieberzukommen unb gegen alle Wieberstänbe bas Sä । 1 fut limger, ?; 3eitmei|e d)*a95neigunq 1 " etmQ5y: ;• W°ilig bi51 •n- warmer. Ewst Blum, lurdie Bilder- ' Ernst Blum- Wtot; für den Gleiter: Hans oen Inhalt der 38:9034. Druck ckerei R. Lange, ZUgspreis RM> r, mit der Jllu- 'reis 10 Pf. und ^en 5 Pf. mehr. September 1937 [VerschiedenesJ Suche M» sW an9äwenet an den ^eten. Zlnzeis-^—- 3 1' i. i'Ämm • Mt richtige □ 1 'ft ' um ^französische $ Wend in Rfofo wnjreb non%r ‘in vorWitzen $ Das legen mutzte. (Nachdruck verboten!) 25 Fortsetzung. eines Verdachtes ,Rede nicht so, datz du auch nur den Schimmer gegen mich hegen könntest." Gisela lochte auf, wie befreit. Sol' ,Mk» M Der gestriae Sonntag stand für alle, die zu einem Sommerausflug in die Umgebung rüsteten, unter einem ungünstigen Stern. Wenn sich auch bis die Mittagsstunde das Wetter halten konnte, so ließ doch die Schwüle ahnen, datz es nicht ohne Gewitter abgehen würde. Kaum war die Sonne für kurze Zeit aus den Wolken gekommen, stach sie auch schon so auffällig, datz man damit rechnen konnte, Gewitter früher zu erleben, als man es bisher zu erwarten gewohnt war. So zog denn aus nordwestlicher Richtung, von Gleiberg und Vetzberg her, ein Gewitter auf, das sich über Krofdorf und Gleiberg mit mehreren heftigen Blitzschlägen entlud und nur langsam in südlicher Richtung weiterzog. Ueber unserer Stadt gab es heftigen Regen.- Nach kurzer Pause zog ein zweites Gewitter auf, daß sich während des ganzen Nachmittags über der Landschaft hielt und mehr als erwünschten ausgiebigen Regen brachte. Noch bis in die Nacht hielt das Wetterleuchten an. Ernstere Schäden sind allerdings, soweit wir bis jetzt hörten, nicht entstanden. Den Bauern kommen diese anhaltenden Regenfälle für bruchs bemerkbar gemacht. Auf dem Riedschützenfest in Bürstadt war der große „KdF.-Platz" mit dem Schützendorf in einen See verwandelt wor- Radegast! Er hat unfern Angriff trefflich parieit Nun bist du der Schurke, der es auf die Rech tümer von Fräulein Mertens abgesehen, und it bin der ruchlose Helfershelfer, der es auf ein tu fetten Anteil aus der Beute abgesehen hat. Dci Krach, den ich mit meinem alten Herrn hatte, förcii ihr euch vielleicht oorstellen, wenn ich gestehe, M ich meine verfrühte Ankunft in Berlin einem jenfi' tionellen und in der Geschichte unserer FaniiUü wohl einzigartigen Hinauswurf verdanke." „Toni, um Gotteswillen!" schrak Heli auf. „Dar ist ja entsetzlich! Ich mache mir die bittersten $cr würfe, daß wir dich in diese Geschichte hineingezox^ porfen lauten: 60 Kilometer: 1:. ■ninben; 70 Kilon : 43:6,2 Stunden. - 2,230 Kilometer 31 Amr itatieni WH yrohi Am Sonntag fii ; mit der letzten E 1 rieter zu Ende. I : mrtungsgemäß i hm großen Irii In Bensheim und Auerbach waren die Bäche und Kanäle bald nach Einsetzen des wolkenbruchartigen Regens übergelaufen, so daß sich das Wasser auf die Straßen ergoß und kniehoch überspült wurden. In Bensheim lief das Wasser in die Backstube eines Bäckers und richtete erheblichen Schaden an. Der Winkelbach war zu einem reißenden Wildbach geworden und brachte Holz und mit« gerissenes Strauchwerk von den Bergen herunter. 3n Zell bei Bensheim waren von dem nach Schönberg führenden Wanderweg solch große Erd- und Sielnmassen auf die hanptautoslrahe gespült worden, datz dort eine fast meterhohe Barriere über die Strafte lag. wiki Paris em Hk M 72 K'b fcfrf e'mstellen, _ oc zu schlüpfrig' Genugtuung, über v dDihe aufgestellt IG. Farben auf 145 (144) und Scheideanstalt air 203 (201), hingegen Goldschmidt 126,75 (127,25; Elektropapiere lagen bei ganz geringen Abweichu.u- gen ziemlich unverändert und ruhig. Von Mascha nen- und Motorenwerten gaben Rheinmetall ar 121,25 (122), Daimler auf 123 (123,75) nach, onbc ■ rerseits Demag 133,75 (132,75) und Iunghans 1015 (104,50). Im einzelnen notierten u. a. Berger Tieft- bau' mit 134,50 (135,50), Bemberg mit 121,» (122,25), Kali Salzdetfurth nach Pause mit 141) (142,50) und AG. für Verkehr mit 116,50 (117) fr« wie Reichsbank mit 181,25 (181,50). Im Verlaufe «machte die Besserung am A k ti euchre noch auf den Feldern stehenden Getreide reichlich unwillkommen. Gestern gegen 14.30 Uhr schlug der Blitz in die Oberleitung der Straßenbahn in der Schulstraße ein und verursachte eine Störung. Der Stra- ßenbohnoerkehr nach der Dolkshalle war nahezu eine Stunde unterbrochen. Durch den Einsatz von Omnibussen konnte die Verkehrspause aber überbrückt werden. Die Linie Wieseck war .nur für wenige Minuten gestört, da es durch Abklemmen der beschädigten Stromkabel möglich wurde, die Kabel für die Linie Wieseck wieder unter Strom zu setzen. Hitler-Jugend zurückgekehrt. Die Gießener Hitler-Jugend, Führer und Führeranwärter des Bannes 116, die sich über den Zeit- rauim von etwa zehn Tagen auf einer Fahrt durch das Frankenland befanden, find gestern abend von ihrer erlebnisreichen Fahrt zurückgekehrt. Für die beteiligten Hitlerjungen hatte es einige Leistungsproben gegeben, da es ja galt, die ganze Fahrt ohne fremde Hilfe zu bestreiten. Daß dies gelang, darf die Jugend mit Stolz erfüllen. Allerdings: in zahlreichen Geldbeuteln, die an sich schon nicht reichlich ausgerüstet waren, herrschte vollkommene „Ebbe". * ** Eine Fünfundachtzigjährige. Frau Ssphie Heinz, Henselstraße 2, kann heute in aller geistiger Frische ihren 95. Geburtstag feiern. (Wir gratulieren.) ** Störche zeigen Segelflug. Gestern vormittag bot sich über der Kaiserallee ein hübscher Anblick. Zwei Störche, anscheinend junge Tiere, zogen über Kaiserallee und Nahrungsberg geraume Zeit und unermüdlich ihre Kreise. Ihr eleganter Flug, bei dem sie sich immer höher schraubten, wurde von vielen Volksgenossen, die unterwegs waren, beobachtet. __________ dienstpflicht herangezogen. Nur sofortige Meldung gibt die Möglichkeit, im Regiment angenommen zu werden. Für jeden wehrfreudigen jungen Deutschen ist es eine Ehre und Auszeichnung, wenn er im Regiment des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, GeneralfelÜmarschall Göring, dienen darf. Die Freiwilligen können entsprechend der Vielseitigkeit des Regiments General Göring als Flakartilleristen, Kradschützen, Kraftfahrer und Reiter Verwendung finden. Einstellungsgesuche mit den notwendigen Papieren sind sofort zu richten an: Regiment General Göring, Annahmestelle, Berlin-Reinickendorf- West 4, Spandauer Weg 42. Keine Wohnung in Geschäftsräume umwandeln! Der Oberbürgermeister gibt heute eine Anordnung des Reichsarbeitsministers bekannt, aus der hervorgeht, daß in Gießen die Umwandlung von Wohnungen in Räume anderer Art, z. B. in Fabrikräume, Lagerräume, Werkstätten, Dienst- oder Geschäftsräume nur mit Genehmigung der Stadtverwaltung möglich ist. Anhaltende Gewitter über Gießen und Umgebung. „Ach, sei still, ich darf aar nicht daran denken, wie leichtfertig ich auf dieses Fräulein Stoll hereingefallen bin!" „Aber Kind, jedem anderen wäre das auch passiert. Wer denkt an eine so abgefeimte Schurkerei?" „Dabei machte sie einen so netten, vertrauenerweckenden Eindruck! Ich hätte darauf geschworen, daß sie ein grundanständiger Mensch ist." — „Der Schein trügt, meine Liebe! — Der Gipfel 6et Gemeinheit ist ja wohl, daß diese sympathischen Leutchen, nachdem sie ihre Pläne durch mein Auf-, treten gefährdet sahen, nicht davor zurückschreckten, mich in deinen Augen zu verdächtigen. Du erzähltest mir ja, daß die junge Dame schon bei ihrem ersten Besuch einen Vorstoß in dieser Richtung unternahm, und nun sucht Herr Kindlmann junior in Breslau anscheinend nach bunten Punkten in meiner Vergangenheit. Na, er wird lange suchen können. Es sollte mich aber nicht wundern, wenn du bei deiner Ankunft allerlei Verdächtiges über mich zu hören bekommst. Man wird den Alten entsprechend vorbereitet haben, und man wird sich vielleicht sogar zu der Behauptung versteigen, daß ich selbst der Schurke bin, der es auf deine bevorstehenden Reichtümer abgesehen hat." Gisela griff lächelnd nach feiner Hand. „Du glaubst doch nicht etwa, daß ich auf so plumpe Verdächtigungen etwas geben würde?" „Ich weiß es, Gisela!" entgegnete er dankbar. „Aber trotzdem — ein Mißtrauen ist schnell gesät. Man wird dir zum Beispiel die überraschende Mitteilung machen, daß ich vor meiner Übersiedlung nach Berlin in der Kanzlei des Notars Kindlmann beschäftigt war, daß ich dabei wahrscheinlich Gelegenheit hatte, jenes Testament zu lesen. — Nun?" Giselas Hand begann zu zittern. Sie versuchte sie aus der seinen zu lösen, doch er hielt sie mit festem Druck umspannt. „Du warst — bei dem Notar angestellt?" „Ja! Ich habe bisher davon geschwiegen, in einer falschen Scham. Wenn - ich geahnt hätte, daß die Dinge sich so entwickeln —" „Und — du wußtest nichts von dem Testament?" Zwei hinter Gisela. Vornan von Hans Hirthamrner. Urheberrechtschutz Verlag Oskar Meister, Werdau/Sa. Nm 3 Ä kss rJ'Stu OQr IM > te & w K Schwere Wolkenbrüche über der Bergstraße Wafferschäden überall. - Gestörte Kirchweihen. woche 3,25 Mark), für runde gelbe Sorten 3,5( (3,75) Mark und für lange gelbe Sorten 3,50 (3,75. Mark. Fwd. Aktien-Zuckerfabrik „Wettersu", Friedberg. Die ordentliche Hauptversammlung der Aktien-Zuckerfabrik „Wetterau", Friedberg, nehmigte den bereits bekannten Abschluß mit mieder 8 v. H. Dividende aus einem Reingewinn vor 40 231 (41 091) Mark auf 0,5 Mill. Mark Grund» kapital und stimmte der Abänderung der Sahun< unter Anpassung an das neue Aktiengesetz zu. Du notwendig gewordene Neuwahl des gesamten Auö sichtsrats erbrachte die Wiederwahl der bisheriger Mitglieder mit Ausnahme der ausgeschiedsnen Herren Richard Geck, Melbach, Ferdinand Schwarz Baiersröder Hof, und Carl Hoffmann, Gießen THtteilungen über das laufende Geschäftsjahr wui- den nicht gemacht. Mein -Mainische Börse. fjrance" seine zr Donnen. Am letzt titen damit, einen krite aus keine ichweizer Fahrei ich aus. Perret ■ ynh trafen zuerst Keckerlina, die be im Deutschen, bie Itllig ausjidjtslos iö Wer bis M LMmeSes „Keine Spur! — Der Notar pflegt solche wichtigen Dokumente im Tresor seines Privatbüros aufzubewahren. Ich hatte nicht die geringste Ahnung von dem Vorhandensein des Testamentes." „Du verlangst — viel Glauben von mir!" „Ich verlange nichts!" sagte Radegast mit Nachdruck. Er griff in die Brufttasche und legte ein Blatt Papier vor Gisela auf den Tisch. „Diesen Brief habe ich dem Notar geschrieben. Ich lege Wert darauf, daß du ihn lieft." Während sie zögernd fener Aufforderung Folge leistete, setzte er eine Zigarette in Brand- und blickte nachdenklich auf den blauen Rauchfaden, der aus dem Tabak emporstieg. Als Gisela die Lektüre beendet hatte, blickte sie ihn an, und er merkte sofort, daß er das Spiel gewonnen hatte. „Ich möchte dir gegenüber ausdrücklich die Erklärung wiederholen, die ich am Schluß meines Briefes ausgesprochen habe. Wenn es sich tatsächlich Herausstellen sollte, daß dieser Gutsbesitzer dich in seinem Testament mit einem Legat bedacht hat, dann bist du frei. Dann sollst du unsere Verlobung als gelöst betrachten. Ich habe dich sehr lieb, das weißt du, aber der Gedanke wäre mir unerträglich, Blitzschlag m eine Kirche Lpd. Büdingen, 14. Aua. Bei einem schweren Gewitter, das über das Niddertal zog, schlug der Blitz in Selters in den Kirchturm, ohne zu zün» den. Ein Teil des Schieferdaches wurde durch bjg Gewalt des Einschlages adgedeckl. Auch aus anderen Orten werden Blitzschläge gemeldet. In Orten« berg gab es große Überschwemmungen. Wirtschaft. K(«U°bei E» *enb • treib „Nund um t I L Men», ®! A v-S-hr-r, v Heue U markt bei allerdings unverändert kleinen Umsätze nach mäßige Fortschritte, doch stellten sich gegen Schluß der Börse auf Realisationen teilweise wieder leichte Rückgänge ein. IG. Farben 145,50 b - 145 nach 145, Daimler 124 nach 123, Hoe-sch 104,25 nach 104, Bemberg 120,50 nach 121,50 bis 12!, Verein. Stahl schwankten zwischen 99 bis 99,51 I Sonst sind noch Akkumulatoren mit 195 (197,50) irr) Westdeutsche Kaufhof mit 93 (92) zu erwähnen. Auch am variablen Rentenmarkt wc: die Entwicklung ungleichmäßig. Während KoinM» nal-Umschuldung halbamtlich auf 94,55 (94,40) erzogen, stellten sich Reichsaltbesitz auf 129.25 (129.4K) und Reichsbahn-Vorzugsaktien auf 121,75 (121,80. Der Pfandbriefmarkt lag sehr ruhig, Liquidation-- werte zeigten die üblichen Schwankungen. Meining r plus 0,25 v. H. auf 101,25. Stadtanleihen notiert« ebenso wie die meisten Staatspapieree nahezu verändert. Industrie-Obligationen wichen um ehrt 0,25 v. H. ab. Im Freiverkehr war das Geschäft ruhiz. man nannte zumeist die letzten Kurse. Einigen Un- satz hatten Dingler Maschinen bei 84,50 bis 86 (W bis 86). Tagesgeld unverändert 2,25 v. H. Um die Standarien-Kampsbastmeisterschast Sier Mannsckasten im Titelkampf auf dem Waldsporlplatz. Mtforennen Nmbti am A WÄtt-Benz drei fr«*«! -w ä e a m a t Reise, mein Kind, und viel Glück! Und vergiß nicht, dem alten Kindlmann einen Gruß von mir zu bestellen!" Sie nickte ihm fröhlich zu. „Vergiß du nicht, mich morgen abend von der Bahn abzuholen. Ich werde dir sicher viel zu erzählen haben! — Ob ich wohl den Hundertmarkschein gleich ausbezahlt bekomme?" „Ich glaube bestimmt!" gab er lachend zurück. 28. „Auf der ganzen weiten Welt gibt es keine solchen ausgewachenen Hornochsen, wie ihr beide es seid." Peter Stoll und seine Schwester, die eben mit der Vertilgung einer fettäugigen Nudelsuppe beschäftigt waren, ließen wie erstarrt fast gleichzeitig die Löffel sinken. Peter faßte sich zuerst. „Du hast dir ja neuer« bings recht \ originelle Begrüßungsformeln angewohnt! Ist das >etzt Mode in Breslau?" Toni Kindlmann ließ sich in einen Sessel sinken und warf den breitkrempigen schwarzen Hut in die Ecke, der ebenso wie die schwarzweiß karierten Breeches ein Teil seines Ichs war. „Mir ist durchaus nicht spaßhaft zumute, wenn du es genau wissen willst!" Seine Miene bewies es. Peter schlug auf den Tisch, daß die Teller klirrten. „Dann wirst du so freundlich fein, dich etwas deutlicher auszudrücken. Wenn ich auch einen Hornochsen für ein ganz passables und nützliches Viehzeug halte, so scheint doch deinem Vergleich eine ehrenrührige Absicht zugrunde zu liegen!" „Alsdann: werden wir deutlicher! Wieso konnte Herr Radegast von dem Brief Kenntnis erhalten, den ich an Heli geschrieben habe?" „Wie?" stammelte Peter erschreckt. „Du wirst doch nicht etwa behaupten wollen..." „Ich behaupte gar nichts, mein lieber Peter! Ich stelle nur fest. Ich stelle fest, daß Herr Radegast meinen Vater davon unterrichtet hat, daß ich in Den Notariatsakten herumschnüffeln will, daß ich mit dir, Heli, verdächtige Beziehungen unterhalte, und daß ich euch zu hochstoplerischen Handlungen verleitet habe, indem ich den mir bekanntgewordenen Inhalt eines Testamentes an euch verriet. Es ist diese schändliche Verdächtigung nicht gerade offen ausgesprochen, aber man kann sie deutlich genug zwischen den Zeilen lesen." Die Geschwister starrten einander fassungslos an. Was sie gehört hatten, erschien ihnen so unglaublich, daß sie immer noch geneigt waren, die Hiobsbotschaft für einen üblen Scherz zu halten. „Ja, ja, er ist gar nicht so ungeschickt, dieser Herr Walter! Ich müßte mich ja vor mir selber schämen, wenn ich deinen Vorschlag annehmen wollte. Außerdem glaube ich nicht an diese Erbschaft. Ich bin immer mehr davon überzeugt, daß es sich um einen ganz tollen Irrtum handeln muß. Oder was würdest du wohl sagen, wenn jemand dir einreden wollte, der Maharadscha von Haiderabab habe dich zu seinem Erben eingesetzt?" „Na ja, allerdings, ich würde den Bedauernswerten zum nächsten Nervenspezialiften schicken. — Bei Gott, Gisela, ich wünschte fast, deine Vermutung wäre richttig. Vielleicht hat der Mann dich einmal gesehen und solchen Gefallen an dir gefunden, daß er dich in seinem Testament mit einem Hundertmarkschein bedachte, zuzüglich der Unkosten, die dir durch deine Teilnahme an den Beisetzungsfeierlichkeiten entstanden sind. Ein solcher Vermögenszuwachs wäre für mich noch tragbar." „Sicher wird es so sein, Walter! Um hundert Mark wird es sich handeln. — Aber nun wird es allmählich Zeit. Begleitest du mich an den Zug?" „Ehrensache!" rief Radegast, indem er seine Zigarette ausdrückte und nach ihrem Koffer griff. Dor dem Zug verabschiedeten sie sich. Radegast wurde nicht fertig, ihre Hand zu drücken. „Gute L-gS% • r 0 HA ai ner Durchbruch, der auch durch Rottenführer Arnold zum ersten Tore führte. Sturmbann IIPllö drängte auf Ausgleich, der ihm versagt blieb. Noch einmal, und zwar vier Minuten vor Spielende, sandte Sturmbann 11/116 durch Scharführer Althaus erfolgreich ein, und erhöhte somit das Ergebnis auf 2:0 für Sturmbann 11/116. Diesen Vorsprung konnte Sturmbann III/116 nicht mehr bis zum Spielende aufholen. Oberscharführer Küthe (Standarte 116) leitete das Spiel mit großer Umsicht, Die beiden Siegermannschaften, Sturmbann 1/116 (Sturm 1/116) — Sturmbann 11/116 (Sturm 12/116), die sich mit ihrem Sieg in den Vorspielen für die Endrunde qualifizierten, lieferten sich von Beginn des Endspieles an, einen harten Kampf. Jede der Mannschaften drängte zum Erfolg. Dies führte schließlich zu Härten, denen der Schiedsrichter, Oberscharführer Küthe, energisch entgegentreten und die Spieler verwarnen mußte.' Einen gelungenen Durchbruch der Mannschaft des Sturmbannes 11/116 konnte Rottenführer Peuker tum Führungstor verwandeln. Sturmbann 1/116 drängte mit aller Gewalt auf den Ausgleich, der aber versagt blieb, so daß die erste Halbzeit mit 1:0 für Sturmbann 11/116 endete. Die zweite Halbzeit wurde unter gleichem Kampfgeist durchgeführt. Obwohl Sturmbann 1/116 mehrere Male bis zum gegnerischen Tor durchbrach, konnte die Mannschaft doch den Ausgleich nicht mehr erzielen und mußte sich mit dem Ergebnis 1:0 geschlagen bekennen. Die Kampfballmannschaft des Sturmbannes 11/116 wird nun in nächster Zeit gegen den Titelverteidiger (Sturm 15/116), der auch zugleich Gruppensieger und Wanderpokal-Inhaber ist, antreten müssen und unter Beweis zu stellen haben, ob ihr der Meister- titel innerhalb der SA.-Standarte 116 gebührt. Mit großem Interesse wird diesem Spiel entgegengesehen, denn die Mannschaft des Sturmbannes 11/116 wird es dem Sturm 15/116 gewiß nicht leicht machen. Hervorzuheben an den gestrigen Spielen ist besonders der Kampfgeist, der die Mannschaften der einzelnen Sturmbanne beseelte und mit welcher Hingabe an den SA.-Sport sie die Spiele durchführten. Uneinheitlich. jll yniwu-rp. Frankfurt °.M. 13. ülug. Sie Wachen,chlch börfe ließ bei ruhigem Geschäft nach den letzttäg.gkr 150 LPD. Darmstadt, 14. Aug. Der zweite August- Sonntag war ein großer Tag der Kirchweihen im Odenwald und an der Bergstraße. In IDarm« stadt - Eberstadt, in Weiterstadt, in See- heim, wo die Kirche im Frühjahr erneuert wor- den ist, im Lautertal in Elmshausen und Wilmshausen, wo die Kerweburschen seit längerer Zeit wieder einen Kerweumzug mit Spruch und Eröffnungstrunk abhielten, sowie im Roden- steinerdorf Fränkisch-Crumbach waren die Häuser geschmückt, leuchtete frisches Grün und bunter Blumenschmuck in den Straßen. Leider wurde die Festfreude am Sonntagnachmittag durch schwere Gewitter, die über der Darmstädter Gegend und der Bergstraße sich entluden, unterbrochen. Durch die gewaltigen Wassermassen, die von den Bergen und höhen ins Tat fluteten, wurden die Bäche Im Nu überfüllt und traten über die Ufer. haben." „Davon soll nicht die Rede sein, aber — ä)r < «wimfliafa habt mir noch nicht die Frage beantwortet, oj hm m Radegast zur Kenntnis meines Briefes kam. 1 sind — offengestanden, die Zusammenhang schleierhaft." Peter Stoll drehte sich aufgeregt herum. ,.®:‘ ! zeigt haben wir ihm den Brief, natürlich! Eine W schrift haben wir ihm zugeschickt — zur freunbliti" Kenntnisnahme. — Gottverdammt nochmal, \ l'Nonn, Wj gab ,< K Reii SÄ Efe In den tiefergelegenen Teilen der Orte an der Bergstraße, so in Eberstadt, Jugenheim bis in die Bensheimer und Heppenheimer Gegend, drang das Wasser in die Keller der Häuser ein. Sämtliche Ortsfeuerwehren und die Wehren aus Darmstadt, die Formattonen der Bewegung und die Einwohner- schast wurden zur Beseitigung der Wassermassen -------y. eingesetzt, um vor allem die Straßen wieder in ver- den, so baß man Bohlen nach den einzelnen Lokalen kehrsfähigen Zustand zu bringen. legen mußte.______________________________________ Diese Straße war während des Unwetters in ihrer ganzen Breite überflutet. Noch eine Stunde nach Aufhören des Unwetters zwängte sich der dort fließende Bach durch die vielen kleinen Brücken, die teilweise schwer beschädigt sind. Die Brücke im Zug der Bergstraße, die bei Heppenheim über den Hambach führt, war für längere Zeit polizeilich gesperrt. Das Ackerfeld an dieser Stelle war weithin zu einem See geworden. Bis in das Ried haben sich die Schäden des Wolken- Schon früh nm gestrigen Sonntag herrschte auf dem Waldsportplatz ein reges Treiben. Die Mannschaften der aktiven Sturmbanne waren zu den Ausscheidungsspielen um den Standartenkampfball- meifter angetreten. Als erste Mannschaften gingen die von Sturmbann 1/116 (Sturm 1/116) — Sturmbann IV/116 (^a.-sturm 116) 5:0 aufs Spielfeld. Das Spiel war von Anfang an bestimmt von reger Angriffslust. Schnell wechselte die Kampfhandlung. Die Leistungen waren durchweg gut und die Ballbehandlung und das Zuspiel sehr sicher. Die Mannschaft IV/116 bedrängte dabei manchmal hart das gegnerische Tor. Diese Tatsache ist um so höher zu werten, als die Mannschaft das erstemal im Kampfball auf dem Spielfeld stand. In der 10. Minute der ersten Halbzeit brach der Sturm des Sturmbannes 1/116 durch und erzielte durch „Eindrücken" das erste Tor. Mit dem Ergebnis 1:0 für Sturmbann 1/116 ging es in die Halbzeit. Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit ging bie Mannschaft des Sturmbannes 1/116 scharf ans Leder und konnte im Verlaufe der zweiten Halbzeit noch viermal durch SA.-Mann Damm, Rottenführer Korbächer, Rottenführer Benner und Truppführer Wallenfels erfolgreich einlenken. Die Mannschaft des Sturmbannes 1/116 war der des Sturmbannes IV/116 technisch überlegen, und gewann verdient 5:0. Schiedsrichter, Obersturmführer Koch (Brigade 147), war ein gerechter und umsichtiger Letter. Im zweiten Spiel standen sich die beiden gleichwertigen Mannschaften von Sturmbann 11/116 (Sturm 12/116) — Sturmbann III/116 (Sturm 22/116) 2:0 gegenüber. Die Mannschaften lieferten sich ein schönes ausgeglichenes Spiel. Wenn auch hier und da eine sichere Torchance verpaßt wurde, so lag dies wohl mehr an dem llebereifer der Mannschaften, denn an ihrem spielerischen Können. Das 0:0-Er- gebnis der Halbzeit entsprach den Leistungen der beiden Mannschaften. Auch die zweite Halbzeit begann sehr lebhaft und der Kampf um den Ball zeigte die Spieler bald vor diesem, bald vor jenem Tor. In der 9. Minute der zweiten Halbzeit gelang der Mannschaft des Sturmbannes 11/116 ein fchö- denkst du eigentlich von uns?" „Ader Peter!" legte sich Heli ins Mittel. „S* kannst es Toni wirklich nicht verdenken, wenn t- eine Aufklärung fordert. Er würde sich allen Slengt-j erspart haben, wenn er sich nicht um deine W gelegenheiten gekümmert hätte." „Ich habe nicht darum gebeten!" gab Peter ^ig sinnig zurück. „Ich habe weder um Tonis, noch ur deine Einmischung gebeten, und wahrscheinlich woi die Karre jetzt weniger verfahren, wenn ihr " Finger davon gelassen hättet!" „So ist es recht! Nun sind wir es also, die \ Schuld an allem tragen! Deine Enttäuschung mcc dich ungerecht, mein Lieber!" „Keine Spur! Die Sache hätte ganz anders gepackt werden müssen. Aber man ist ja hier t_c Herr im Hause. Man hat hier nichts zu sagen. W muß tanzen, wie das Fräulein Schwester ps«> Aber ich habe es satt, das kann ich tHr sagen, ' habe genug!" Peter erhob sich mit einer heftigen Bewegt knallte das Mundtuch auf den Tisch und verschwi im Nebenraum. ... , Heli wandte sich mit einem verlegenen LaM an den Freund, der den unerwarteten Ausvrr in ziemlicher Verblüffung über sich ftotte lassen. „Seit er die Stellung hat, ist er schleÄ. bings ungenießbar, von einer Gereiztheit, wie ' sie bisher nie an ihm gekannt habe." (Fortsetzung folgt!) Nhri Jranl „Dm «5. Feld) ®erwar, wie JWiges Wettei Eergs im Tau dazu jc W, Sie den L I^de nicht zu ein LS° Deilnehm ^Mannschastskch ISSN bei der tote ^.7""schafts ei»«'" . 1. Schwankungen an den Aktienmärkten eine gewisse Widerstandsfähigkeit erkennen. Zwar war d- Kursgestaltung recht uneinheitlich bei .Schwankung^ bis l*)0 v. H., doch überwogen bei mäßiger Kauis heigung Erhöhungen. Von Montanwerten lagen Rheinstahl fest mit 129,50 (128), Mannesmann ge- : wannen 1 v. H. auf 103,75, Hoe-sch 0,50 v. H. ai 104, während Verein. Stahl mit 99 behauptet blie- ß« ben. Deutsche Erdöl noch 0,50 v. H. enmäfjigt air : 118,25. In der chemischen Gruppe befestigten fir • Fwd. Frühkartoffel-Erzeugerpreis, v 0 in 15. bis 20. 21 u g u ft. Für deutsche Speise- Frühkartoffeln sind durch Anordnung der Haup,-. Versammlung der deutschen Kartoffelwirtschaft folgende Erzeugerfestpreise je 50 Kilogramm netto au;, schließlich Verpackung frachtfrei Gmpfangsftation festgesetzt für die Zeit vom 15. bis 20. August weiße, rote und blaue Sorten 3 Mark (in der Dor. '><5 ZL. -M 1V >£*. Jv ' i vz E/ >M Ä: - ’.>yi jÄ& nicht SJl.-fport und Neumann schlossen auf und im B. Der große Leichtalhletik-Landerkampf SeuWand-LlSA Neue Nad-Teltrekorde. yaroen 1^ • lad) 123, S)ot\ä) INI nad) 121,30 bis 13 «mW] ] UnUxxmartt i i tigten. cuic vun ,, chtiaste Ereignis war Zweifellos >n Meister Hannover 96 und kropp kpurt t reits Reister Hannover 96 in großer Form Fortuna, Schalke und der „Club“ geschlagen. Men 99 bis 991 i mit 195 (197,5(^ v Daß unsere Gäste die 100 Meter sich nicht - ■ * —- ... nab hoefch 0L0 v.jsl mit 99 behauptet 'I -50 v. h. enrnä^l Truppe befestigt» I siegte Josef B a l l i n g (Schweinfurt), der „Rund um Frankfurt" gewonnen hatte, vor (Aachen), Brunner (Schweinfurt) und dem mann, schon bei 3,80 Meter (!) aus, während die Amerikaner spielend die 4-Meter-Gren;e, bewäl- Schließlich siegte Warmerdam mit loch stellten fuW 'isationen teilweise ff M Farben 145^0 * übrigen Sieger erhielten Diplome, e • Nachteil, gab aber in diesem entscheidenden Kampf einen ebenbürtigen Gegner ab. Die Spiele der Gruppe I. Durch den Ausfall des Turnvereins Wetzlar lagen in dieser Klasse nur noch 3 Mannschaften im Rennen, Schwanheim, Lützellinden und Garbenheim. Garbenheim — Schwanheim 5:2 (2:0). Schwanheim, eine Mannschaft der Frankfurter Kreisklasse, hielt sich bis flur Halbzeit recht tapfer; vor allem vermißte man bei den Frankfurtern den Drang nach dem Tor und die Ausnutzung des Torwurfes im entscheidenden Augenblick. Sch wanheirn — Lützellinden 2:7 (2:4). Lützellinden hatte in der ersten Halbzeit alle Hände voll zu tun: wenn auch die Mannschaft mit etwas Ersatz antrat, so hat sie doch als vorjähriger Be- zirks'klassenmeister manches an Spielstärke verloren. Lützellinden — Garbenheim 5:3 (2:2). Dies war der schönste und spannendste Kampf des Tages; mit diesem Spiel hat das Turnier seinen würdigen Abschluß gefunden. Garbenheim, als kommende Bezirksklassenmannschaft, überraschte nach der angenehmen Seite. Dem Endspurt der Lützel- lindener war die Mannschaft nicht mehr gewachsen und verlor ehrenvoll. Oie leichtathletischen Wettkämpfe, die in das Turnier eingeflochten waren, nahmen einen schönen Verlauf. Anschließend fand die Siegerehrung für Leichtathleten und Spieler in der Turnhalle durch Kreisschiedsrichterobmann Becker statt. Er überreichte den beiden siegenden Mannschaften wertvolle Preise des Turnvereins Katzenfurt; die im 3000-Meter-Hindernislauf fiel der Sieg an USA. Dazu wurde unser Rekordmann Rudolf Harbig in einem unerhört spannenden 400-Meter-Rennen von dem USA.-Meister Mallot niedergerungen. Die beiden einzigen deutschen Siege gab es durch unseren Mannschaftsführer Gerhard Stöck im Speerwerfen und den in sehr guter Form befindlichen Weitspringer L e i ch u m. INallot vor harbig. Gleich der erste Kampf versetzte die Zuschauer in hellste Begeisterung: der 400-Meter-Lauf. Von innen nach außen stellten sich Mallot (USA.), Harbig (Deutschland), Herbert (USA.) und Linnhoff (Deutschland) dem Starter. Gleich beim ersten Schuß kamen die vier Mann glänzend vom Start. Mallot hatte nach kurzer Zeit bereits den an Harbig ge- gcgebenen Vorsprung aufgeholt, während außen Linnhoff von Herbert stark bedrängt wurde. Ein» gangs der Zielgeraden lag Herbert vor Linnhoff aber um fünf Tore waren die Blau-Weißen nicht schlechter. Bericht folgt. Handball-Werbeturnier des Tv. Katzenfurt. Das anläßlich des 10jährigen Bestehens der Handball-Abteilung des Turnvereins Katzenfurt durchgeführte „Jubiläumsturnier" am vergangenen Sonntag nahm bei ausgezeichneter Besetzung einen schönen Verlauf. Die'Vereinsleitung hatte zur Vorbereitung und Durchführung dieser Veranstaltung, mit der gleichzeitig leichtathletische Wettkämpfe verknüpft waren, alle Maßnahmen getroffen. Gespielt wurde in einer Nachwuchsklasse und Hauptklasse. Bei einer Spielzeit von jeweils zweimal 10 Minuten wurden die beiden Klassensieger bei Punktwertung ermittelt. Entsprechend der Teilnehmerzahl der Nachwuchsklasse wurden hier die Spiels in zwei Staffeln ausgetragen. Die Leitung der Veranstaltung lag in Händen des Kreisschiedsrichterabmanns Becker (Gießen). Die Spiele der Klasse II. Garbenheim—Hochelheim 2:5 (2:1), Hochelheim—Ehringshausen 4:2 (3:0), Wetzlar—Hochelheim 4:8 (2:4), Garbenheim—Katzenfurt 1:2 (1:0), Ehringshausen—Wetzlar 4:2 (1:0), Hörnsheim—Katzenfurt 3:3 (1:0) (Verlängerung 0:2). Das Entscheidungsspiel der beiden Staffelsieger Katzenfurt und Hochelheim gewann Katzenfurt knapp 3:2 (1:2). Hochelheim war durch die fast nur aus Jugendspielern bestehende Mannschaft etwas im Stopp , . tiften B-Fahrer, Traudes (Wiesbaden). Sonntag: Kämpfe vor fast 100000 Zuschauern Nur Stock und Leichum siegreich. $ ‘'nem |J -««iS < Wotcott und Tolmich im Hürdenlauf. Eine sichere Sache für die beiden amerikanischen Vertreter war, wie varauszusehen, die kurze Hürdenstrecke, die Wolcott in der glänzenden Zeit von 14,1 Sekunden an sich brachte. Wie ein Pfeil schoß der lange blonde Amerikaner vom Start ab, gefolgt von seinem Landsmann Tolmich. Die beiden Deutschen KumpmcMn und Wegner hatten mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun und kamen über die beiden letzten Plätze nicht hinaus. Mit 27:19 Punkten führte USA. Die „sicheren" Wettbewerbe. Während auf den Aschenbahnen die Läufer Has Augenmerk der Zehntausende auf sich lenkten, arbeiteten die Stabhochspringer und Hamme r w e r f e r zunächst ziemlich unbeachtet. Erst als die Sprünge der beiden Amerikaner immer höher wurden und das Eisengerät van den Deutschen weiter und weiter über den grünen Rasen geschleudert wurde, richtete sich die allgemeine Aufmerksamkeit auf die Springer und Werfer. Der richtige Anreiz fehlte allerdings in beiden Wettbewerben, da der eine die unbestrittene Domäne der Pankees war und im anderen die Deutschen dominierten. So schieden im Stabhochsprung die beiden Vertreter 'des Hakenkreuzes, Haunzwickel und Hart- lug- Die WochM ■ ifi nach den legtkl \ e n m ä r f t e n ei™ t kennen. Zwar m: kbch bei üchwankMl jen bei mäßiger J® I Montanwerten Daiting gewinnt »Rund um Frankfurt-'. Jteumann (Gießen) trotz Reifenschaden im Endspurt dabei. Sturzbäche aus Gewitterwolken peitschten über dis Feld im Großen Straßenpreis von Frankfurt, c!s es sich zu den Bergkämpfen im Odenwald an- jipckte. Dann verfuhr sich die B-Klasse, die bis da- tn ihren Vorsprung von drei Minuten genau ein» ehalten hatte, und es mußte ein neuer Start er- plaen, wiederum mit drei Minuten Vorgabe. Um oif die richtige Strecke zu kommen, mußte ein pcht vorgesehener schwerer Berg bei Mossau genom- ren werden, an dem das Feld völlig zerriß. Der sehr stark fahrende Gießener Reumann konnte nach einem Reifenschaden in präch - tiger Fahrt wieder zur A.Gruppe a u f s ch l i e ß e n. iQr das Geschäft h Wen Kurse. Einige^. Jen bei 84,50 nibert 2,25 v.§>__, 3m Reich gab es gleich zu Beginn der neuen Spielzeit eine Reihe von großen Freundschafts- Jimpfen. Das wichtigste Ereignis war Zweifellos V-t Kampf zwischen Meister Hannover 96 UNO Intmeifter Fortuna Düsseldorf, dem m der lsinestadt 30 000 Besucher beiwohnten. Wahreno !>e Hannoveraner in alter Frische spielten wiesen he Rheinländer noch „Sommersorm auf. Han- ^oer siegte mit 3:0 (2:0) recht eindeutig. Der E. Sch alte 04 gastierte beim Planitzer «U. verlor, ohne Pörtgen, Klodt und Urban lPie> Ad, vor 25 000 Zuschauern mit 2:3 (0:2) Treffern, üie Einheimischen lieferten ein famoses Spiel. würden nehmen lassen, mar zu erwarten, eo g< es denn auch einen Doppelerfola der Yankees; Ben Johnson zerriß vor Ellerbee das Zielband. Während Kersch (Deutschland), Johnson (USA.), Hornberger (Deutschland) und Ellerbee (USA.) sich /um Start fertig machten, lagen bereits die Stabhochspringer im Kamps, und gleichzeitig mit dem Startschuß zum 100-Meter-Lauf sahen die 70 000 auch die ersten Umdrehungen der Hammerwerser in ihrem Eisenringe. Der Neger hatte den besten Start, war sofort an der Spitze und siegte über» Venen in 10,5 Sekunden vor Ellerbee, dem Kersch und Hornberger dichtauf folgten. 13:11 war USA. in Front gezogen. Zwei Deutsche hinter Fenske. lieber 1 500 Meter galt der Amerikaner Charles Fenske als Favorit, und dies mit Recht. Er gewann sein Rennen, wie er wollte Fenske (USA) Mehlhose (Deutschland), Rideout (USA) Körting (Deutschland) lautete das Starterfelb. 3m SPurt Ä sich F°nsk°s gro6e Älaffe. Er M di- anderen drei einfach, stehen und gewann m Z-53,8 Minuten. 19:16 für UbA< —---------- die beiden letzten Plätze nicht hinaus. Sieger des Rennens wurde der USA.-Meister Pentti in 32:11,2 Sek. 46:31 lautete hier der Vorsprung von USA. Schröders letzter Wurf entschied. Schwer hatten die Deutschen im Diskuswer- f e n mit den Vertretern aus USA. zu kämpfen, von denen Zagar sofort 46,36 Meter vorlegte. Lampert kam dann zwar auf 48,95 Meter, aber Levy brachte mit einem sehr schönen Wurf von 49,98 Meter Amerika wieder an die Spitze. Erst der letzte Wurf unseres Rekordmannes Schröder brachte Deutschland den Sieg. 50,19 Meter weit schleuderte er die flache Scheibe. Lampert verbesserte sich noch auf 49,61 Meter, kam aber an Levy nicht mehr ganz heran. kolratfchek vor Wöllner. Acht wertvolle Punkte retteten unsere Dreispringer Kotratschek und Wöllner für Deutschland. Trotzdem waren ihre Ergebnisse nicht gut. Sie konnten sich mit der Sprunganlage gar nicht zurechtfinden. Nur der Umstand, daß die Amerikaner wirklich schlecht sprangen, sicherte einen deutschen Doppelerfolg. Kotratschek kam auf 14,61 Meter vor Wöllner mit 14,54 Meter und den Amerikanern Kent (14,35 Meter) und Neil (13,52 Meter). Deutscher Staffelrekord zum Abschluß. Eine wunderbare 4X100-Meter-Staffel brachte den Ausklang des ersten Tages des Länderkampfes. Deutschland schickte Kersch, Hornberger, Neckermann und Scheuring in den Kampf, während Greer, Ellerbee, Jeffrey und Johnson für USA. liefen. Unsere Staffel hielt sich ganz hervorragend. Nachdem Kersch und Greer erst beim dritten Start richtig losgekommen waren, übernahm der Amerikaner die Führung, aber Kersch blieb nur einen Meter zurück. Gut klappte der Wechsel Kersch-Hornberger; der zweite Frankfurter hielt den knappen Abstand hinter Ellerbee und Neckermann konnte gegen Jeffrey sogar Boden gutmachen. Johnson brachte dann der USA.«Staffel in 40,0 Sek. den Sieg. Mit 40,3 aber stellte Deutschland eine neue deutsche Bestleistung auf. Mit 59:48 Punkten führte USA. nach dem ersten Tage! 11 Meter gestoßen, und der Sieger in der Jugendlich'e schaffte im Hochsprung 1,80 Meter. Im Drei- Lmpf der ersten Männerklasse gab es Zwei^erfte Heger: Wilhelm vom Tv. Maikammer (Pfalz) :md Bade von der Tgd. Aschaffenburg-Damm, -ixe je 68 Punkte erreichten. Der Mannschaftskampf um das Dolsungenhorn :*urbe vom Polizei-SD. Frankfurt mit -35 Punkten vor der Tgd. Frankfurt-Bornheim (!-91) und dem Tv. Offenbach-Bieber (474), bem wrjährigen Sieger, gewonnen. In den St ässe i- lümpfew waren Tv. Dillenburg (Lahn), Jahn- sirmeinschaft Oberursel und Polizei Frankfurt er« ! lgreich. Der erste Leichtathletik-Länderkampf zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten von Nordamerika lockte schon am ersten Tag 70 000 Besucher in das prächtige Berliner Olympia-Stadion. Die USA.-Athleten, die allgemein als Favoriten galten, sicherten sich in den zehn ersten Wettbewerben (von insgesamt 20) 58 Punkte, während Deutschland auf 49 kam. Das ist ein durchaus normales und erwartetes Ergebnis, aber wenn unsere 10 000-Meter- Läufer nur annähernd ihre bei den Meisterschaften erzielten Zeiten gelaufen wären, dann hätte das Ergebnis nach den Kämpfen des Samstags wesentlich anders ausgesehen. Die Amerikaner kamen auf der langen Strecke zu einem überraschenden Doppelerfolg, der ihnen im Gesamtergebnis den entscheidenden Vorsprung einbrachte. Von den zehn Wettbewerben des ersten Tages gewannen die Amerikaner sechs, und zwar 100 Meter, 110 Meter Hürden, 1500 Meter, 4X100 Meter, Stabhochsprung und 10 000 Meter. Nur in zwei von diesen sechs Wettbewerben konnte Deutschland den zweiten Platz besetzen; viermal gab es amerikanische Doppelsiege. Deutschland gewann die 800 Meter durch Harbig, das Hammerwerfen durch Blask, das Diskuswerfen durch Schröder und den Dreisprung durch Kotratschek. Im Hammerwerfen und Dreisprung wurde außerdem auch der zweite Platz erobert, so daß also Deutschland zwei Doppelsiege verzeichnete. harbigs Sieg als Auftakt. Mit dem 8 0 0 - M e t e r ° L a u f begann der Länderkampf. Don innen nach außen stellten sich dem Olympiastarter Franz Miller Beetham (USA.), Harbig (Deutschland), Borck (USA.) und Eichberger (Deutschland). In dieser Reihenfolge blieb das Feld auch die ersten 400 Meter zusammen, die in 58 Sekunden zurückgelegt wurden. Bei 600 Meter lagen die beiden Amerikaner an der Spitze, Harbig und Eichberger etwas zurück. Im letzten Bogen aber kam der erwartete Dorstoß des Dresdeners. Plötzlich trat er an, ging mühelos an den Amerikanern vorbei, legte Die letzten 50 Meter noch in einem fabelhaften Spurt zurück und siegte unan- ge achten in 1:52,4 Minuten vor Beetham, Borck und Eichberger. Mit 6:5 Punkten führte Deutschland! Doppelsieg der Amerikaner. 4,27 Meter vor Varoff (4,15 Meter). Der beständigere Mann der beiden Deutschen im Hammerwerfen war überraschend Blask, der schon im ersten Wurf 56,66 Meter erzielte und sich dann auf 57,20 Meter steigerte, also nur 2 Zentimeter unter dem deutschen Rekord blieb. Dann kam aber auch Hein noch auf 56,51 Meter und hatte den zweiten Platz sicher vor den beiden Amerikanern Folwarthny (53,35 Meter) und Lynch (52,71 Meter). Riederlage über 10 000 Meter! Einen ganz anderen Ausgang als erwartet, nahm der 1 0 000 -M eter- La u f, bei dem man mit einem sicheren Siege der beiden Deutschen gerechnet hatte. Aber unsere Vertreter waren sehr schlecht in Fahrt, verausgabten sich zu früh und kamen über frei9S^i 5. bis 2oP|M .'M ,b' frei Fahrer der B-Klasse strebten vor den Derfol- «>rn der A-Klaise bem Ziel zu, aber als der kchweinfurter Schmidt 10 Kilometer vor dem Ziel frifenschaden hatte, konnten Mäß (Frankfurt) und fraudes (Wiesbaden) ihren Vorsprung nicht mehr Hilten. Die führenden A-Leute Balling, Brunner, und CcheideanDM hmidt 126,75 (l’il >Z geringen 2IbmK| rb ruhig. Von 3h I ,aben Rheinmetäli I 23 (123,75) nad),» 75) und Iunghack erten u.a. Vergeb Lemberg mit nach Pause mit ? ihr mit 116,50 (11t (181,50). Besserung am Aklui ■änbert kleinen Wi I Dem 85. Feldbergfest, dem ältesten deutschen Lsrgfest, war, wie schon so oft in seiner Geschichte, uitgünstiges Wetter beschieden. Auf dem Gipfel des F^ldbergs im Taunus regnete es fast ohne Unter- Ibitdmng, dazu gab es Sturm und Nebel, alles rä nge, die den Aufenthalt auf dem Wettkampfplatz Mabe nicht zu einer Annehmlichkeit machten. Aber ds 1200 Teilnehmer in ben verschlebenen Mehr- hnb Mannschaftskämpfen waren mit Liebe und Be- güfterung bei der Sache, und die Spitzenkönner Barteten mit wirklich vorzüglichen Leistungen aus. Sm Mehrkampf der Männer wurde die Kugel über 1t Meter aeltoken. und der Sieger in der Jugend- Der französische Berufsfahrer Maurice Richard nternahm aus der neuen Rennbahn von Croir-de- i erny bei Paris einen Rekordversuch über 100 Kilometer. Nach 72 Kilometer mußte der Franzose die sahrt einstellen, da die Bahn durch einsetzenden legen zu schlüpfrig geworden war. Er hatte aber die Genugtuung, über 60 und 70 Kilometer neue Welt- l00. _ -...... - »ckorde aufgestellt zu haben. Die neuen Rekord- l48). Mannesmm ’ tDrfen lauten: 60 Kilometer: 1:26,45 Stunden; bisher 1:27:58,2 Unsere Zusammenstellung von Bildberichten des zweiten Tages des großen Leichtathletikländerkampfes im Berliner Olympia-Stadion zeigt links ben Einmarsch der Amerikaner unter Führung des Hammerwerfers Folwarthsny und rechts den Einmarsch der deutschen Leichtathleten, deren Mannschastssührer Olympiasieger Stöck war. In der Mitte begrüßen sichdie beiden Mannschastsführer vor Beginn der Wettbewerbe. — (Scherl-M.) Bei schwülem Wetter wurden die Wettkämpfe am Sonntagnachmittag im Berliner Olympia-Stadion fortgesetzt. Fast 100 000 Zuschauer füllten die hohen Ränge. Lebhaft begrüßten die Zehntausende die ein- marschierenden Mannschaften. Unter Führung des riesigen Wurfathleten Felswarthny stellten sich zuerst die Amerikaner vor der Ehrentribüne auf, daneben die Deutschen mit dem Hürdenläufer Erwin Wegner an der Spitze. Nachdem die beiden Mannschaftsführer Wimpel ausgetauscht hatten, erfolgte der Ausmarsch. Nun ergriff der Reichssportführer zu einer kurzen Ansprache das Wort. Er begrüßte die Zuschauer und teilte ihnen mit, daß das deutsche Condor-Flugzeug wieder in der Reichshauptstadt gelandet sei. Der Sonntag brachte einige Enttäuschungen. Wieder konnten sich unsere Langstreckler nicht durchsetzen; allerdings war Syring gesundheitlich nicht ganz auf der Höhe, fo daß Rice gewann. Aber auch LfA.-Reichsbahn Giehen. Tuspo. Vuhbach Liga — DfB.-R. I 3:3 (3:1). Einen Achtungserfolg erzielten die Grünweißen in Butzbach, denn mit einem Unentschieden hätten selbst die größten Optimisten kaum gerechnet. Dazu kam noch, daß die Grünweißen in der ersten Halbzeit mit nur neun Mann spielen mußten, da Luka- schewski verletzt wurde und der elfte Spieler erst nach Halbzeit erschien. In der ersten Halbzeit dominierten die Butzbacher und konnten durch die erwähnten Umstände drei Tore vorlegen, denen Heß kurz vor dem Wechsel einen Erfolg entgegensetzen konnte. Nach Halbzeit diktierten die Grünweißen eindeutig das Spielgeschehen, ein Sieg lag durchaus im Bereich der Möglichkeit, aber der Sturm zeigte sich wieder einmal mehr von seiner schwachen Seite. Fehling verkürzte auf 3:2 und erst kurz vor Schluß gelang Mattern der Ausgleich. Der beste Mann war Godglück als Mittelläufer, der unermüdlich schaffte. Auf diesen Teilerfolg können die Grünweißen stolz sein, ein guter Auftakt für die kommenden Verbandsspielel Die zweite Mannschaft trat mit mehrfachem Ersatz an und schied schon in der Vorrunde aus. Spielvereinigung 1900 (Sietzen. Viktoria Eckenheirn — 1900 5:0. Das Ergebnis drückt den Spielverlauf nicht richtig aus. Das Spiel der Platzbesitzer war wohl gepflegter, (künden; 70 Kilometer 1:42:34,6 Stunden; bisher 143:6,2 Stunden. — In einer Stunde legte Richard l ,230 Kilometer zurück. Xeucr italienischer Radsport-Triumph. Valetti gewinnt die Schweizer Rundfahrt. Am Sonntag ging die 6. Schweizer Radrundfcrhrt pit der letzten Etappe Biel—Bern über 272 Kilometer zu Ende. Der Italiener D al etti blieb er- tcnrtungsgemätz Sieger; damit hat Italien neben dm großen Triumph Bartalis in der „Tour de •{jcance" seine zweite ausländische Rundfahrt ge- nonnen. Am letzten Tage begnügten sich die Favo- rten damit, einander zu bewachen, so daß von ihrer । (eite aus keine Vorstöße unternommen wurden. Cchweizer Fahrer machten den Etappensieg unter K sich aus. Perret und Blattmann waren ausgerückt ! UiD trafen zuerst am Ziel ein. Umbenhauer und Oederling, die beiden letzten im Rennen d er bliebe- | nm Deutschen, die drin geblieben waren, obwohl sie «llig aussichtslos im Wettbewerb lagen, schlugen sch tapfer bis zu-m Ende durch. ; Drei Mercedes-Benz am Großglockner Zum Autorennen um den „Großen Bergpreis von Deutschland" am 28. August am Großglockner hat Mercedes-Benz drei Nennungen abgegeben. In der Sertungstlaffe 14 (Rennwagen bis 3000 ccm) startet lüchard Seaman auf dem neuen Formelwa?n, I nährend in Klaffe 15 (Rennwagen über 3000 ccm) I L anfred v o n B r a u ch i t f ch und Hermann Lang I bin vorjährigen Formelwagen fahren werden. OaS 85. Feldbergfest. Polizei Frankfurt gewinnt Vötsungenhorn. »griff ■ttns ieifer, der es L 'ft jnSttlin ein««' 1 ä-ys-l Si-d- i‘‘n' 1*1 ve-ne^ ® y animal K-nnsi "* I uns?" , # E ich ß'LLten. ’L nilhi^ ri allen V d?s sX! J (111 M . . jff e . gilt I xj .. hol- -.{fielt ..ft""' 9?-55 Ä 1 jefih auf 129.2o (1^' ■ ien auf 121.75 M ehr ruhig. ßiQ* J jthfflanlunqen.W« | Stadtanleihen nohtn | aatspapieree itionen wichen um | »Abjch» Säs er»ab( der bisU ^usgejchiedrne^ üeröinanb 6*ö[ \°nmQnn( Tejchäftsjah/z Unter den Verlierern des ersten (Spieltages war 5uch der bayerische Meister 1. FC. Nürnberg, J’F beim Sachsenmeister BC. Hartha mit 3:5 Jen Kürzeren zog. Schließlich wurde auch noch der yes- >1che Meister, Hanau 93, besiegt, und zwar vom ^hemnitzer BC. recht empfindlich mit 2,-J jjoren. Um bei den Gaumeistern zu bleiben: auch . -'M. Mannheim und Hamburger SD. hat- keinen siegreichen Start. Badens Meister er« :'elte in Koblenz beim TuS. Neuendorf em i und der HSV. erreichte gegen Werder » r e- |^en zu Haufe nur ein 2:2. — Zu schönen Erfolgen vmen SD. W a l d h o f und S ch w a b e n A u g s - ura bei ihren Gastspielen im Gau Mitte Die , A;Q’öböfer schlugen den SV. Steinach 08 mit 4:1 !,? Augsburger waren beim 1. SV. Jena mit -1 -rfolzreich. egonnen, kamen aber Gewitterregen zwang guten Das Weltergewichtsturmer hatte acht Teilnehmer zu verzeichnen, und zwar; Lamprecht und Inzwischen hatten die Weitspringer und Speerwerfer mit ihrem Kampf begonnen, kamen aber nicht weit. Ein gewaltiger Gewitterregen zwang zum Abbruch. Erst nach zehn Minuten konnten die Wettbewerbe fortgesetzt werden. Die große lieber« raschuna im Weitsprung bildete Feldwebel L e i ch u m , der den Sieg mit 7,61 Meter an sich riß. Das war um so erfreulicher, als Meister Lang bisher wenig Zeit zum Training aufbringen konnte und so mit 7,43 Meter nur auf den dritten Platz hinter Nutting (7,53 Meter) kam. Der USA.^eifter ßacefielb kam nur auf 7,32 Meter! Wenig Glück entwickelten unsere Langstreckenläufer in diesem Länderkampf. Nach der Niederlage im 10 OOO-Meter-Lauf am Samstag mußten sich die Deutschen auch über 5000 Meter mit den Plätzen hinter dem Amerikaner Rice begnügen. Allerdings befand sich Meister Syring gesundheitlich nicht ganz-auf der .Höhe. Die ersten 3000 Meter legte das Viererfeld ziemlich geschlossen zurück. Dann konnte der Deutschamerikaner Mehl nicht mehr mithalten. Brust an Brust kämpften Syring und Eitel, während Rice schon einen kleinen Vorsvrung gewonnen hatte. Er siegte mit 10 Meter Abstand vor Syring in 14:56 Minuten. Eitel konnte den dritten Platz sicher vor Mehl halten. 110:85 für USA.! Der Start des Zwölferfeldes gelang hervorragend. Brauchitfch war sofort in Front vor seinem Stallgefährten Lang und dem auf Auto-Union fahrenden Nuvolari. Mit einer Runde von 11:13,5 hatte sich Brauchitsch sehr schnell einen Vorsprung von fünf Sekunden erkämpft. Der für Sommer eingesprungene Biondetti kam mit seinem Alfa nicht Somit ging die 2. Mannschaft des Sportvereins 1920 Lollar als 1. Sieger, Fronhaufen als 2. und Waldgirmes als 3. Sieger aus der Runde hervor. Die Spiele wurden im k.o.-System durchgeführt. Vor den Spielen begrüßte Kreisfachamtsleiter Hugo Henkel die Mannschaften auf dem Sportplätze. Gegen 13 Uhr waren die Spiele beendet. Gegen 15 Uhr bewegte sich der Festzug, an dem sich auch die Wißmarer Vereine beteiligten, durch den Ort. Alle Fußballmannschaften nahmen teil und die Bewertung der schneidigsten Mannschaft war sehr schwer, da alle Mannschaften sich bemühten, möglichst stramm aufzutreten. Als Sieger aus diesem Wettbewerb ging die Fußballmannschaft der 3. Komp. MG. 2 Wetzlar hervor. Lobend erwähnt bei der Bewertuna wurde die Fußballmannschaft des Turnvereins Wißmar. Durch den Turnwart Will wurde nachmittags von der Fußballmannschaft Kugelgymnastik vorgeführt, dann folgten Keulenübungen der Turnerinnen des Turnvereins Wißmar und dann ein Reigen, ausgeführt vom VDM. und Turnerinnen des'Turnvereins Wißmar. Die Vorführungen des Turnvereins Wiefeck konnten wegen des anhaltenden Regens nicht durchgeführt werden. Auf dem Festplatze übergab Kreisfachamtsleiter Daupert (Wiefeck) im Auftrage der Kreisführung des DRL. in einer kurzen Ansprache dem Verein die in Breslau geweihte Fahne. Nach der offiziellen Feier fand man sich noch zu einem gemütlichen Tanz ein. Bei der Preisvertei- lung erhielten die 1. und 2. Sieger wertvolle Plaketten und Büsten, die 3. Sieger Ehrenurkunden. ter Kämpfer entpuppte und ebenfalls einen Eindruck hinterließ. Lamprecht, Hanau 1860 Sieger im Weltergewichtsturnier. Die Siegesserie der neuen deutschen Formel- Rennwagen wurde am Sonntag fortgesetzt. Wiederum endete Mercedes-Benz in Front. Diesmal war der im bisherigen Verlauf des neuen Rennjahres nicht gerade glückliche Europameister Rudolf C a r a c c i o l a der Fahrer des siegreichen Wagens. Mit 3V2 Minuten Vorsprung gewann Caracciola das 412,8 Kilometer lange Rennen in 3:03:45,6 Stunden mit einem Stundenmittel von 134,783 Kilometer vor den beiden italienischen Alfa-Romeo- Fahrern Farina und Belmondo, sowie dem überrundeten Comotti auf Delahaye. Alle übrigen Wagen waren durch Materialschäden ober andere Zwischenfälle ausgeschieben. Auf der langen Geraden würben wieber bie Kilometer-Zeiten ber einzelnen Wagen gestoppt, unb auch hier zeigte sich Carac- ciolas Mercebes allen voraus; mit 13 Sekunben unb einem Mittel von 276,9 km/st war er der absolut schnellste Fahrer bes Rennens. Mit Ausfällen begann es. P r o b ft („Hanau 1860"), Hch. Müller („Eiche", Hanau), Schott und Steinbach (Alsfeld), Kumpf (Friedberg), sowie Becker und Klotz (Gießen). Die Gleichwertigkeit dieser Ringer ergab sich daraus, daß die meisten Kämpfe über die Zeit gingen. Lamprecht war dank feiner Kraft der beste Mann und siegte verdient. Die Ergebnisse. 1. Runde: Müller (Hanau) besiegte Kumpf (Friedberg) nach Punkten. Schott besiegte Becker (Gießen) durch überraschenden seitlichen Ueberrourf. Steinbach besiegte Probst (Hanau) durch Aufreiher. Lamprecht (Hanau) überraschte Klotz (Gießen) mit einem blitzschnellen Ueberstürzer. 2. Runde: Schott (Alsfeld) besiegte Kumpf (Friedberg) knapp nach Punkten. Ebenso knapp unterlag Becker dem Alsfelder Steinbach. Lamprecht besiegte Müller nach Punkten. Klotz besiegte Probst durch Schulterschwung. Ausgeschieden sind Kumpf, Probst und Becker. 3. Runde: Nach ausgeglichenem Kamps erhielt Schott (Alsfeld) den Punktsieg gegen Klotz zugesprochen. Auch Steinbach wurde über Müller Punktsieger. Lamprecht siegte über Schott durch lieber» stürzer und im Endkampf überlegen gegen Steinbach nach Punkten. 1. Sieger Lamprecht (Hanau), 2. Steinbach (Alsfeld), 3. Schott (Alsfeld). Ausgezeichnete Leistungen imGewichtheben. Durch die lange Dauer des Ringerturniers war es bereits Mitternacht, als die Gewichcheber mit Weltmeister Liebfch auf die Bühne traten. Im Auftrage des Oberbürgermeisters überreichte Pg. • Hendrich dem Weltmeister eine Führerplakette, i worauf die Wettkämpfe begannen. wällte von Ryan geschlagen. Unser Olympiasieger im Kugel st oßen, Hans Wöllke, konnte leider am Sonntag nicht an seine beste Form anknüpfen. Wohl kam Wöllke sofort auf 15,77 Meter und lag lange in Front. Doch der stämmige Amerikaner Ryan verbesserte sich ständig und stieß schließlich 15,82 Meter. Wöllke blieb dagegen stets hinter seinem ersten Versuch zurück und mußte sich mit dem zweiten Platz begnügen, während Lampert Letzter wurde. Auch die zweite Staffel fiel an USA. Es gab nicht wenige unter den Zuschauern, die an einen deutschen Erfolg im letzten Wettbewerb des Länderkampfes, in der 4X4OO-Staffel, glaubten. Aber gegen die Amerikaner Marion, Miller, Howells und Malott war kein Kraut gewachsen. Da kamen auch Blazejezak, Rinck, Bues und Linnhoff nicht auf. Zwar verlor Blazejezak gegen Marion nur zwei Meter und Rinck hielt diesen Abstand gegen Miller. Dann aber kam unser schwächster Mann: Bues. Der Berliner übergab Linnhoff den Stab mit großem Rückstand, so daß Malott ungefährdet dem Zielband zustrebte. In 3:13,4 Minuten siegte USA. vor Deutschland in 3:14,8 Minuten. Die Amerikaner hatten den Leichtathletik-Länderkampf mit 122:92 Punkten überlegen gewonnen! Knapper Sieg der grauen gegen polen. Man war darauf gefaßt, daß die starken Polinnen im Leichtathletik-Länderkampf gegen Deutschland, der zudem noch in Promberg, also für unsere Gegnerinnen „zu Hause" äusgetragen wurde, schwere Gegner waren. Mit 49:40 Punkten siegten aber schließlich die deutschen Frauen. Der Erfolg wurde Ergebnisse der Aklasse: Lollar! — 3. Komp. MG. 2 1:0; Wißmar gegen Erda 1:0; Klein-Linden — Leihgestern 1:0; Lollar I — Klein-Linden I 0:1 (nach Verlängerung); Wißmar — Klein-Linden I 2:0. Danach ging Wißmar als 1. Sieger, Klein-Linden I als 2. Sieger und Lollar! als 3. Sieger aus den Spielen hervor. Die Fußballmannschaft des Turnvereins verzichtete als Gastverein zugunsten des 2. Siegers auf den Pokal. Dieser fiel an Klein- Lmden I und Lollar I konnte sich dadurch in den Besitz des zweien Pokals setzen. vklasse: VfB.-Reichsbahn Gießen III — Lollar II 0:2; Treis — Waldgirmes 0:1; Fronhausen — Erda 1:1 (nach Verlängerung) 2:1; Daubringen — Klein- Linden II 2:1; Waldgirmes — Fronhausen 0:0 (Los für Fronhaufen); Lollar II — Daubringen 0:0 (Los für Lollar II). über die erste Runde hinaus, aber in der zweiten fehlten auch Brauchitfch und Nuvolari, so daß Caracciola an die Spitze kam. Brauchitfch rollte mit seinem Wagen langsam zum Ersatzteillager; Maschinenschaden zwang den Pechvogel unserer Rennfahrer zur Aufgabe. Wenig später erschien auch Nuvolari zu Fuß vor den Tribünen; ein Drfferential- bruch hatte ihn aus dem Rennen geworfen. Hinter Caracciola veränderte sich in den folgenden Runden das Bild etwas. Langs Mercedes brennt! Nach der fünften Runde gab es eine weitere Sensation: Lang fehlte, als das Feld in wildem Tempo an den Tribünen vorbeiraste. Sein Mercedes war unterwegs auf der Strecke in Brand geraten. Geistesgegenwärtig steuerte er ihn noch durch eine der künstlichen Schikanen hindurch und dann auf einen Acker. Er konnte gerade noch aus dem Wagen springen, da schoß auch schon eine 3 0 Meter hohe Stichflamme zum Himmel empor. Aber auch Trossi mußte halten und Villorefi seinen Maserati wegen starker Rückenschmerzen übergeben. Dadurch kamen die beiden Auto-Union von Müller und Hasse kampflos auf den zweiten und dritten Platz. Nach der Hälfte des Rennens betrug der Abstand zwischen Caracciola und Müller eine halbe Minute. Dahinter folgten in regelmäßigen Abstän- Turn- und Sportfest in Wißmar. Großes Jußball-Blih-Turnier mit 14 Mannschaften. Gießener Großkampftag in der Schwerathletik! Weltmeister Liebsch schafft im Oreikampf 605 Pfund. Europa-Schwimm- Jlieisterschafien abgeschlossen. Die 5. Europameisterschaften im Schwimm «i wurden am Samstagabend in ber Londoner Wem bley-Halle zum Abschluß gebracht. Die schöne Kampfstätte wies zum ersten Male ausverfaufte Ränge auf; über 10 000 Besucher wohnten den lep ten Entscheidungen bei. Eingeleitet wurde der Abend mit einem deutscher Doppelerfolg im Turmspringen. Erhard Weiß utt> Heinz K i tz i g , bie schon in ber Pflicht eint Na:e Führung erlangt hatten, konnten bei den Stur- sprüngen ihren Vorsprung noch vergrößern, ter. junge Kitzig bestach durch seine bestechende Gm- tauchtechnik, während Weiß eine Reihe eleganter Sprünge mit hohen Schwierigkeitsgraden vorführtr. Weiß siegte schließlich mit 124,67 Punkten vor fei' nem jungen Landsmann, ber auf 121,53 Punkte kam. Ä , Der (EnMauf über 1500 - Meter - Ära ul wurde eine Beute des schwedischen Meisters Björn I Borg, der in 19:55,6 Minuten den Engläittik Leivers und unseren deutschen Meister Arendts auf die Plätze verwies. Borg führte vom Start i weg, passierte die 1000 Meter in 13:13,0 Minu^ unb siegte knapp vor dem mächtig spurtenden länber, der in 19:57,0 anschlug. Arendt hatte