' to ?Q.u< ^-r?L°er l9unq i tQ'h>n. t SeiS1’ °» .Uli:5."on i - ß). ^ster- tl sw?;; ann j„bl‘ 'S. , dm 32 Sjuj, Ä? 60000 -Bolton 8an. bas b-ftbchchk. ?rK n * Mors, s Meer mit sei- um ein Eiweiß, ausgenutzt wird. Mcher Teil von ellsisch, Kabeljau, utt und vor allen ib Fülle vorhan- mackhast, idndern herrliche Gerichte allem in der Zu- Kartoffeln! MM ar. pruch. Gymnastik, e, 7: Nachrichten. ächten. 10: Schulder Geschichte des iang zur Morgen- tatfchläge zur Windes kleinen 9r- u. 13: Nachrichten, nq). 14: Nachrch- leit sSchallplatten- ms tägliche Brot. Gemeinschaftsspie. jung. 18: 3c,t; in- Militvrtonzert. 1,'aufs Pferd! 20: fiteres Spiel von )5: Einführung in Mailand jaus der qödie einer W on Giacomo Puc- 2 bis 22.15: M1 13.30, ViFl.4.20 ------ 0°»°-' n Gläsete" stet« »t gesundes Blut- niederbge-, .eniann. W ioßtral!elj „rate aUf Wunsch g— 332 $60 368 76? 973 038 523 ♦8 036 45048 s ßs sss U^S -,s 30^0 339590 368734 1777 666 378672 § S 3^3 3 1,33=8 «*« 20 A 75532 6 q 38127 167540 AggZ । K" ä496'’ Nr.U Erstes Blatt 188. Jahrgang Samstag, 15. Januar 1938 £r)d)etnt rügltch, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monatr-Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte e 1.80 Zustellgebühr . e -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt .Hernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach» richten: Anzeiger Gietzea Postscheckkonto: granffurt am Main II086 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck utid Verlag: vrühlsche Univerfttatsdruckerei R. Lange in Sietzen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schulstratze 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer vis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mn> Breite 7 Rpf., für Text» anzeigen von70mm Breits 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh. Dereinbg.25"/» mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins», gemein-' nützige Anzeigen sowie ein» spaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzei- oen, Bäder», Unterrichts- a, behördlicheAnzeigen6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Moskaus Schatten. 23on unterem en-^eriditertidtter. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Paris, 14. Januar 1938. Vor einigen Tagen alarmierte der Abgeordnete Reynaud die französische Oeffentlichkeit in einer zufälligen Versammlung, die aus der Unruhe der letzten Tage plötzlich entstanden war, mit einer ungewöhnlich klaren Definition der Lage Frankreichs. Er erklärte u. a.: „Der Zeitpunkt ist gekommen, an dem die verschiedenen Krisen gleichzeitig gelöst werden müssen, die wirtschaftliche, die soziale, die finanzielle und die Währungskrise, die Krise unserer Bündnisse und unserer Landesverteidigung." In der Tat ist damit die gegenwärtige Situation von Paris aus so vollständig gekennzeichnet, daß nichts mehr hinzuzufügen ist. Jede einzelne dieser Aufgaben ist schwierig und tvürde zu ihrer Lösung in. einem parlamentarisch regierten Lande Jahre brauchen. Um wieviel schwieriger mußte nun aber die Häufung von Aufgabeü fein, deren Lösung man teilweise wie z. B. der Währungsfrage, bewußt ausgewichen war oder an deren Lösung man sich infolge der' labilen innerpolitischen Verhältnisse bisher nicht heranwagen konnte! Ministerpräsident Chautemps, einer der fähigsten Männer der politischen Mitte in Frankreich, scheint sich darüber klar gewesen zu sein, daß er mit seiner bisherigen parlamentarischen Plattform niemals imstande sein würde, eine positive Totallösung herbeizuführen, wie sie der eingangs erwähnte Reynaud forderte. Denn nur so ist die Plötzlichkeit zu erklären, mit der Chautemps nach einer bewegten nächtlichen Kammerdebatte, in der er das Vertrauensvotum breits sozusagen in der Tasche zu haben schien, den Kommunisten plötzlich ihre Handlungsfreiheit widergab. Chautemps dürfte erkannt haben, daß unter dem Damoklesschwert der Drohungen Moskaus ein gedeihliches Arbeiten nicht möglich sein würde, zumal er schon in den letzten Wochen mehrfach hatte erfahren müssen, daß die sozialdemokratischen Minister seines eigenen Kabinetts ihm bei jeder Gelegenheit in den Rücken fielen. So führte er denn eine Situation herbei, die notwendigerweise zum Rücktritt seines Ministeriums führen mußte. Er selbst hat zwar auf die Frage, ob er denn die Demission habe herbeiführen wollen, mit Rein geantwortet. Aber er hat sehr bezeichnend hinzugefügt: „Ich wollte aber a u ch nicht von den Kommuni st en ins Gesicht gespuckt werden." Chautemps hat damit offenbar das Tischtuch zwischen sich und den Jüngern Moskaus endgültig zerschnitten, und falls er, was im Augenblick noch keineswegs zu übersehen ist, vom Staatspräsidenten Lebrun erneut mit der Bildung der Regierung betraut werden sollte, wäre d-as ein Zeichen dafür, daß die Zeit der Volksfront in Frankreich vorbei ist. Es ist auch kein Zweifel darüber möglich, daß die dramatischen Ereignisse dieser Nacht zwischen den Marxisten aller Schattierungen auf der einen und den Radikalfozia- listen auf der anderen Seite eine tiefe Kluft geschaffen haben, von der einstweilen nicht zu sagen ist, wie sie überbrückt werden könnte. Die Forderungen, die die Kommunisten unmittelbar vor der entscheidenden Abstimmung an das Kabinett stellten, sind ihrer Natur nach eine offene Kampfansage an alle die Elemente in.Frankreich, die sich um einen Haushaltsausgleich und um eine endgültige Stabilisierung der Währung bemühen. Unter diesen Umständen ist nicht zu erkennen, wie die Radikalsozialisten sich künftig überhaupt noch an einer Regierung beteiligen sollen, in der die Sozialdemokratie des Herrn Dormoy vertreten ist und auf die die französischen Sowjetjünger nach bisherigem Muster entscheidenden Einfluß haben. Denn niemand in Frankreich zweifelt daran, daß die kommunistische Fraktion nur deshalb in letzter Minute noch ihre unerfüllbaren Forderungen präsentierte, weil sie unter allen Umständen eine wirkliche Beruhigung der innerpolitischen Lage Frankreichs verhindern wollte. Das Bild, das Frankreich hiernach bietet, ist wahrhaft erschütternd. Die sozialen Schwierigkeiten sind unbehoben, die Produktion eines hochkapitalisierten Wirtschaftsapparates leidet schwer unter der 40 - Stunden - Woche und den ständigen Streikunruhen, der volle Haushaltsausgleich, um den sich Finanzminister Bonnet bemüht hatte, ist mehr als fraglich, die Währung des Landes steht unter schwerstem Druck, seit Tagen fließen Milliardenbeträge an Gold und Devisen ins Ausland, so daß die Pariser Devisenbörse am Freitag geschlossen werden mußte — die Kammer ist in sich zur Bildung einer Mehrheit, die praktischer aufbauender Arbeit fähig wäre, infolge ihrer Zusammensetzung ungeeignet. Kein Wunder, daß in der stanzösischen Bevölkerung' selbst lebhafte Sorgen herrschen und außer den Fluchtkapitalien, die ins Ausland wandern, auch sonst stoch erhebliche Gelder von den Banken abgezogen werden, um vorläufig sich in Sparstrümpfen zu verbergen. Trotzdem wird nicht einmal die Möglichkeit erwogen, ob durch Neuwahlen etwa eine Bereinigung der innerpolitischen Gesamtlage Frankreis erzielt werden könne. Manche Anzeichen sprechen dafür, daß man anscheinend fürchtet, daß die g e i - stige Bolschewisierung weiter Schichten der Bevölkerung hierfür bereits zu weit vorgeschritten sei. Man kann überdies getrost feststellen, daß in der französischen Oeffentlichkeit auch weitgehend der Glaube an die Möglichkeit einer aktiven und erfolgreichen Außenpolitik geschwunden ist, wie das der Hinweis Reynauds auf die Prise des französischen Bündnissystems be- Ministerpräsident Dr. Gtojadinowitsch in Berlin eingetroffen. Herzliche Begrüßung durch Göring auf dem Anhalter Bahnhof. Berlin, 15. Jan. (DBB. Funkspruch.) Der jugoslawische Ministerpräsident und Außenminister Dr. Milan Stojadinowitsch traf heule um 9.33 Ahr in Begleitung des Kabinettschef Dr. Pro - titsch und des Attaches im Außenministerium Dr. A z a t a g h i t s ch mit dem Sonderzug in Berlin ein. Aus dem festlich ausgeschmückten Anhalter Bahnhof wurde der Ministerpräsident, der auch von sein er Gattin begleitet wird, von Ministerpräsident Generaloberst Göring, Reichs- Ministern und Staatssekretären, sowie führenden Persönlichkeiten der Partei herzlich begrüßt. Auf deutschem Boden. Annaberg (Kreis Ratibor), 14. Jan. (DNB.) Der jugoslawische Ministerpräsident S t o j a d i n o - witsch überschritt- am Freitagabend die Grenze des Deutschen Reiches. Auf der kleinen Grenzstation Annaberg, an der Drei-Länder-Ecke, wo Deutschland, Polen und die Tschechoslowakei aneinandergrenzen, wurde der Gast von dem jugoslawischen Gesandten in Berlin Markowitsch und dem deutschen Ehrendienst, dem Ches des Protokolls im Auswärtigen Amt Gesandten von B ü-l o w - S ch w a nie, dem Chef des Ministeramtes des Generalobersten Göring DJ) er ft -Bodenschatz , dem Vortragenden Legationsrat im Auswärtigen Amt B o l tz e und einem -Begleitkommando erwartet. Dr'. Stojadinowitsch dankte herzlich füf die Begrüßung. Dr. Stojadinowitsch erklärte in deutscher Sprache: „Ich bin sehr glücklich, in Deutschland zu sein. Ich hoffe, schöne Tage in Berlin zu verleben. Ich freue mich sehr, mit den führenden Männern Deutschlands zu sprechen." Sichtliche Freude bereitete Dr. Stojadinowitsch auch die Neber- reichung deutscher Zeitungen als ersten Ausdruck der herzlichen Begrüßung, die den jugoslawischen Ministerpräsidenten in Deutschland erwartet. Nach kurtzem Aufenthalt setzte sich der Sonderzug zur Fahrt nach Berlin in Bewegung, wo der Gast am Samstagfruh eintreffen wird. Das Programm des ersien Tages Berlin, 14. Jan. (DNB.) Der jugoslawische Ministerpräsident Stojadinowitsch wird am Samstag um 9.33 Uhr auf dem Anhalter Bahnhof in Berlin eintreffen. Nach der Begrüßung durch Vertreter der Reichsregierung werden sich die jugoslawischen Gäste in das Hotel Adlon begeben, wo sie während der Dauer ihres Aufenthalts Wohnung nehmen werden. Um 11.15 Uhr wird Dr. Stojadinowitsch die deutschen Gefallenen des Weltkrieges durch eine Kranzniederlegung am Ehrenmal Unter den Linden ehren. Am wiesen hat. Immerhin scheint man sich gerade in den Kreisen um Reynaud bisher noch tonen wirklichen Aufschluß darüber geben zu wollen, daß eben diese Krise der französischen Außenpolitik durch die Bindung Frankreichs an Moskau verursacht worden ist, die gleiche Bindung, die es der Komintern ermöglichte, das reiche Frankreich von innen ^u überrumpeln. Die Schatten Moskaus lagern heute drohend über diesem schönen Lande. Wer wird imstande sein, die Schatten endgültig zu bangen? Tokio rechnet mit Fortsetzung des Krieges. Tokio, 15. Januar. (DNB. Funkspruch.) Am Samstag begannen die Schlußberatungen zwischen dem Kaiserlichen Hauptquartier und der Regierung über die weitere Haltung Japans gegenüber China. Nach bisher vorliegenden Berichten scheint — auf Grund der Einstellung de/ chinesischen Regierung — Japan entschlossen zu sein, d en Krieg mit verschärften Mitteln fort- z u s e tz e n. Es heißt, Japan habe dem antijapanischen Regime in China Gelegenheit zur Selbstbesinnung gegeben. Nun aber sei Japan gezwungen anzunehmen, daß C h i na eine Verständi - gung ablehne. Deshalb werde Japan unerschütterlich sein endgültiges Ziel verfolgen. Die gesamte japanische Presse legt den Entscheidungen über die Frage „Krieg oder endgültiger Sieg" höchste Bedeutung bei. Da der Wortlaut des zu erwartenden Manifestes immer noch nicht festzustehen scheint, gehen die Mutmaßungen sämtlich in Richtung auf eine Fortsetzung desKrieges. Es wird sogar behauptet, daß die chinesische Botschaft in Tokio aufgegeben, und daß auch B o tN= schafter Kawagoe aus China abberufen werde. Die Presse folgert daraus, daß Tschiangkaifchek die ihm gebotene Gelegenheit zum Frieden abgelebt oder sogar unbeachtet gelassen habe. lieber die Kampflage wird berichtet, daß eine entscheidende Schlacht bei Sutschau am Kreuzungspunkt der Lunghai» und der Tientsin—Pukau- Bahn zu erwarten sei. Aus Kanton werden umfangreiche chinesische Abwehrmaßnahmen gemeldet, die gegen angeblich bevorstehende japanische Aktionen zur Abschneidung weiterer Zufuh- Nachmittag wird sich der Ministerpräsident noch dem Flughafen Tempelhof begeben, um die Bauarbeiten für den im Entstehen begriffenen größten Zentralflughafen der Welt in Augenschein zu nehmen. Um 16 Uhr folgt eine Besichtigung des R.eichsluftfahrtministeriums. Um 20.30 Uhr hat ReichsAußenminister Freiherr v. Neurath die jugoslawischen Gäste zu einer Abend- tafelindas„HausdesReichspräsiden- t e n" geladen. Die Vorarbeit der Journalisten. Empfang beimReichsPressechefDr.Dietrich. Berlin, 14. Jan. (DNB.) Der Pressechef der jugoslawischen Regierung, Dr. Kosta Lukovic, der bereits in Berlin eingetroffen ist, stattete Reichspressechef Dr. Dietrich einen Besuch ab, der Gelegenheit zu einer längeren Aussprache über gemeinsame Fragen der Presse gab. Im Anschluß daran fand im Hotel Kaiserhof ein Frühstück statt. Dr. Dietrich begrüßte die jugoslawischen Gäste mit einer Ansprache, in der er Bewunderung für die Aufbauarbeit zum Ausdruck brachte, die das jugoslawische Volk zu einem machtvollen und unabhängigen Faktor der europäischen Politik emporgeführt habe. Es sei ein gutes Vorzeichen, daß die Journalisten dem politischen Führer ihres Landes vorausgeeilt seien. Denn die Presse als das Sprachrohr der Völker fei nun einmal eine Schrittmacherin der Politik. Sie fei die Trägerin der Aufklärung, die notwendig sei, damit zwei Völker über alle sie bewegenden Fragen ohne Vorurteile und ohne Schwierigkeiten sich unterhalten können. Die Presse sei „die Schöpferin der Atmo- s h ä r e, in der sich wirkliche und dauerhafte Bemühungen um ein gegenseitiges Verständnis und damit um den allgemeinen Frieden erst entwickeln fpnnen". Dr. Lukovic gab seinem Dank dafür Ausdruck, daß besonders die Presse des neuen nationalsozialistischen Deutschlands ftets volles Verständ- n i s für die Probleme des jugoslawischen Volkes gezeigt hat. „Ich überbringe Ihnen", schloß Dr. Lukovic, „die Grüße unserer jungen Nation, die im Namen eines klugen Königs von einem von Patriotismus beseelten Fürsten geführt wird, und die sich um einen kühnen Staatsmann schart. Wir begrüßen das neue Deutschland, das sich seine eigene Seele erkämpft hat, wir begrüßen den großen Führer, der das deutsche Volk in seinem Geiste führt. Unser einziger Wunsch ist der Friede im Lande und der Friede an den Grenzen. Wenn wir über diese Tage berichten, werden wir ausführlich zu schildern wissen, wie stark wir den Rhythmus der Erneuerung und der Arbeit, der in Deutschland pulsiert, verspürt ren über den Hafen von Kanoton aus der Verkehrszone von Hongkong gerichtet seien. Kommunistenzentrale in Lissabon ausgehoben. Lissabon, 15. Jan. (DNB.) Der portugie- sischen Staatspolizei ist es gelungen, die Zentrale der verbotenen kommunistischen Partei auszuheben. Die Zenttale war in einem modernen Lissaboner Haus untergebracht, in dem auch eine Druckerei für illegale Flugschriften eingerichtet war. Zahlreiche kommunistische Funktionäre konnten verhaftet werden. Man beschlagnahmte auch eine Liste der kommunistischen Mitglieder. An einer anderen Stelle wurde ein größeres Bombenlager entdeckt. Bei einem verhafteten kommunistischen Funktionär wurden Sowjetrubel und französische Franks gefunden. Die ausgehobene Kommunistenzentrale unterhielt die Verbindung mit dem Ausland über' die französische Kommunistenzentrale, die die Verbindung mit Sowjetspanien herstellte. Kola wird Militärstützpunkt Sowjetrußlands im Eismeer. Warschau, 14. Jan. (DNB.) Mit dem Ausbau der sowjetischen Kriegsbasis auf der schon im Polarkreis liegenden Halbinsel Kola beschäftigt sich eine Meldung des „Expreß Poranny". Seit der Fertigstellung des Weißmeer-Kanals werde dort der Bau großer Industrieanlagen vorbereitet, die fast ausschließlich für die Produktion von Kriegsmaterial eingerichtet feien. Alles spreche dafür, daß diese Pläne rasch verwirklicht werden, was zweifellos zu einer ernsthaften Gefährdung der skandinavischen Staaten führen würde, zumal die Sowjets ihr starkes Interesse für die nordschwedischen Erzvorkommen nicht verleugneten. Aus diesem Interesse erkläre sich'auch die steberhafte Arbeit der sowjetrussischen „P o l a r e x p e d i t i o n e n", die sich besonders auf der Halbinsel Kola betätigen. Zur Zeit würden verschiedene Forschungen durchgeführt sowie funkentelegraphische Anlagen und provisorische Flughäfen errichtet. Die bisher tote Tundra im Polargebiet könne jetzt zur größten militärischen Basis der Sowjetunion werden. 9er Milk nach Südosten. Drei verschiedene und voneinander unabhängige Ereignisse haben nach der Jahreswende den euro». päischen Südosten in den Mittelpunkt des politischen. Interesses gerückt: der Regierungswechsel in Rumänien, die Konferenz der drei Mächte dev römischen Protokolle in B u d a p e st und der Staatsbesuch des jugoslawischen Ministerpräsidenten Stojadinowitsch in Berlin. Sie alle haben direkt nichts miteinander zu tun, und doch zeugen sie alle drei von einem bemerkenswerten Wandel im Donauraum. Der Balkan, einst als Wetterwinkel und Unruheherd Europas verschrieen und gefürchtet, war auch nach der Aufteilung des alten türkischen Reiches und der österreichisch-ungarischen Donau-, Monarchie Schnittpunkt der Großmachtinteressen geblieben, da die bevölkerungspolitische Gemengelage eine reinliche Teilung des doppelten Erbes gar nicht erlaubt hatte und' der Größenwahn der Pariser „Friedensmacher" von 1919 eine gerechte und bet friedigende Lösung des gewiß schwierigen und heik-> . len Problems auch gar nicht gewollt hatte. Hier, wie in Mitteleuropa, brauchte man die Reibungsflächen, schürte man das gegenseitige Mißtrauen, das schlechte Gewissen der überreichlich ausgestatteten Erben, den Haß der um ihre Lebensgrundlagen betrogenen Enterbten, in dem törichten Glauben, sich auf diese Weise am besten gegen eine Revision der Pariser Friedensdiktate gesichert zu haben. Dis tatsächliche Entwicklung im Donauraum hat nicht minder wie ttn Mitteleuropa die Kurzsichtigkeit und Zwecklosigkeit einer solchen Politik erwiesen. Sis .hat sich auf die Dauer ganz vergeblich gegen biä Auswirkung der natürlichen Bedürfnisse der nun einmal vom Schicksal zu Nachbarn bestimmten und aus vielfach gleichlaufenden oder sich ergänzenden politischen und wirtschaftlichen Interessen auf Zusammenarbeit angewiesenen Völker gestemmt. So trat neben das noch als Sicherung des Versailler Vertrages gedachte polnisch - französische Bündnis das polnisch-deutsche Abkommen von 1934. Der soeben in Berlin weilende polnische Außenminister, Oberst Beck, hat soeben erst'in seinem Bericht vor dem Sejm von der grundsätzlichen Bedeutung dieses N e b,°^L Familie un c.i »6 eint*1 jfÄ? s*s Auerü und n-L— ,r& s&s Q9lü(f8 "Änete : Dori J in kJ brach !.V*4 ttj» ?'L°>°K ; feÄte 15 !«id)te “Ke. 5$ rä6* (fütjf, tlu9 im dich. [»men „ Jlugjrages. estern Airline n im Staate men, barufder 15 Unglück er« ky-Mountains. gzeug plötzlich schlagen sofort lem Wege von •yr- '*** Unverbindliche Probefahrten; Motorwagen-Verkaufsgesellschaft m.b.H. giessen, Frankfurter str. 52/56/Tei. 2847/4« in Gießen seinen Sitz hatte. Der Angeklagte hatte die von ihm aufgenommenen Bestellungen an diesen einzusenden. Dieser gab sie an die Firma weiter, worauf Lieferung und Auszahlung der Provision erfolgte. Im Lause seiner Tätigfeit hat der Angeklagte fünfmal Bestellzettel mit falschem Namen unterschrieben, um sich ungerechtfertigt in den Besitz der, Provision zu bringen. Än der gestrigen Hauptoerhandlung, ebenso wie auch in der Verhandlung erster Instanz, gab der Angeklagte die Fälschung zu, behauptete jedoch, dies sei im Einverständnis mit seinem Generalvertreter erfolgt, da man mit Rücksicht auf die Knappheit der ihnen zur Verfügung stehenden Platten sich ein größeres Lager habe anlegen wollen. Die Provision, behauptete der Angeklagte, sei eben- falls von diesem einbehalten worden. Schon in der ersten Verhandlung war es zu schweren Auseinandersetzungen zwischen dem Angeklagten und dem Generalvertreter gekommen, der im übrigen selbst erheblich vorbestraft ist und bei der gleichen Firma 110 Bestellzettel fingiert hat, die ebenfalls zu seiner Entlassung führten. Dieser hatte den Angeklagten stark belastet und seine Aussage auch beschworen. Auch in der gestrigen Hauptoerhandlung machte dieser Zeuge, ein gewisser Moll aus Köln, einen höchst ungünstigen Eindruck auf das Gericht, und er verwickelte sich derartig in Widerspräche, daß er wegen Verdachtes, in der ersten Instanz einen falschen Eid geschworen zu haben, sowie wegen Verdachtes der Mittäterschaft der Urkundenfälschung in der Sitzung in Hast genommen wurde. Daraufhin wurde die Sache zur Erhebung weiterer Ermittlungen vertagt. Wetterbericht. Ein vom Atlantik rasch nach England vorstoßen- üer Sturmwirbel-schreitet in der Hauptsache nordostwärts weiter. Immerhin bringt er unseren Gebirgen noch am Samstag stürmisch auffrischende südwestliche Winde und vorübergehend auch Regen. Anschließend wird von der Rückseite des Wirbels auch etwas kältere Meeresluft zur Geltung kommen. Aussichten für Sonntag: Veränderlich mit Aufheiterungen und anschließenden vereinzelten Schauern, bei kräftigen südwestlichen bis westlichen Winden frisch. Lufttemperaturen am 14. Januar: mittags 7,8 Grad Celsius, abends 3,0 Grad; am 15. Januar: morgens 5,0 Grad. Maximum 10,4 Grad. Minimum 2,4 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 14. Januar: abends 2,3 Grad; am 15. Januar: morgens 1,8 Grad. — Sonnenscheindauer 0,6 Stunden. Dlnkersporl-Detterbericht. Vogelsberg: Keine Sportmöglichkeiten. Rhön. Wasserkuppe: Nebel, 0 Grad, Gesamtschneehöhe 70 Zentimeter, Schneedecke durchbrochen, stellenweise Sportmöglichkeiten. Taunus. Kleiner Feldberg: Neböl 4- 2 Grad, Gesamtschneehöhe 15 Zentimeter, Pappschnee; keine Sportmöglichkeiten. — Großer Feldberg: Nebel, + 2 Grad, Gesamtschneehöhe 20 Zentimeter, Pappschnee; im Walde noch stellenweise Sportmöglichkeiten. Schwarzwald. Feldberg: Bedeckt, +4 Grad, Gesamtschneehöhe 80 Zentimeter, verharscht, Ski und Rodel gut. Landkreis Gießen. 00 Klein-Linden, 14. Ian. Mit der Erbauung eines Schwimmbades für unsere Gemeinde soll in der nächsten Zeit begonnen werden. Das Schwimmbad soll auf der Pfingstweide, gegenüber dem neuen Sportplatz, erstehen und soll vielleicht noch in diesem Sommer seiner Bestim- mung übergeben werden. — Gegenwärtig wird in der neuen Schule von der Gemeindegruppe Klein- Linden des Reichsluftschutzbundes ein Schulungskursus für Frauen durchgeführt. Der Kursus wird sich über einige Wochen erstrecken und feine Teilnehmer mit den Gefahren des Luftkrieges und den Schutzmaßnahmen gegep diese vertraut machen. — Die Derdunckelungsübung, die hier am Donnerstagabend angesetzt war, hat gut geklappt. Die Bevölkerung hat den Anordnungen der maßgebenden Stellen gewisienhast Folge geleistet. Selbst bei der teilweisen Verdunkelung war schon kaum ein Lichtschimmer in den Häusern zu sehen, und bei der völligen Verdunkelung ab 19 Uhr lag das Dors in tiefer Finsternis. SA., die Beauftragten des Luftschutzes und die Freiwillige Feuerwehr sorgten für glatte Durchführung der gut gelungenen Uebung. "Y" Watzenborn-Steinberg, 15. Jan. In der vergangenen Nacht brach in der Scheune des Bäckermeisters Ernst Sommer Fe ule r aus. Durch das tüchtige Eingreifen der Freiwilligen und der Pflichtfeuerwehr, sowie eines Trupps Gießener Soldaten, der gerade auf dem Durchmarsch war, konnte das Feuer rasch bekämpft werden. Von der Scheuer war allerdings nicht sehr viel zu retten. Der Schaden wird auf 2000 RM. beziffert. ch Saasen, 14. Jan. Im Saale zum „Goldenen Löwen" fand eine Bürgerversammlung statt. Ortsgruppenleiter Sch epp eröffnete die Versammlung. Lehrer P e p p l e r sprach anschließend über die Ziele und Notwendigkeiten des Luftschutzes. Bürgermeister S ch e p p gab sodann die Namen der Hauswarte von Saasen, Bollnbach und Veitsberg bekannt und nahm deren Verpflichtung vor. Im weiteren Verlaufe der Versammlung wurde auf die Notwendigkeit des Auslichtens der Obstbäume hin- gewiefen; außerdem wurde auch die neue Friedhofsordnung bekanntgegeben. Große (Sträffammer Gießefl Der Th. H. aus Obermörlen hafte sich gestern vor der Großen Strafkammer unter Ausschluß der Öffentlichkeit wegen Sittlichkeitsoerbrechens zu verantworten. Ihm wurde zur Last gelegt, in sechs Fällen sich an schulpflichtigen Mädchen vergangen und in weiteren drei Fällen öffentliches Aergernis erregt zu haben. Der Angeklagte war geständig. Das Gericht erkannte auf eine Gesamtstrafe von einem Jahre und. drei Monaten Gefängnis, von denen sechs Monate durch die Untersuchungshaft als verbüßt gelten. Der W. Sch. aus Gießen war im Dezember v. I. wegen schwerer Urkundenfälschung in Tateinheit mit Betrug in fünf Fällen zu einer Gefängnisstrafe von 2 Monaten verurteilt worden. Ms bie Berufung des Angeklagten hatte sich gestern Die Große Strafkammer mit der Angelegenheit zu befassen. Der Angeklagte war im Marburger Bezirk als Vertreter einer Herdplattenfirma aus Hildesheim tätig und unterstand als solcher einem Generalvertreter, bey Aus dem Bestreben, den Fortschritt der Technik einer noch breiteren Käuferschicht dienstbar zu machen, wurde der zehntausendfach bewährte OPEL KADETT mit seiner neuen, schönen Front um zwei weitere Modelle ergänzt. Mit der neuen »Normal- Limousine* des OPEL KADETT wurde der Wunsch der vielen Tausende nach einem Wagen, der zugleich Fahrwirtschaftlichkeit, hohe Leistung, unbedingte Zuverlässigkeit und eine moderne Form bietet, erfüllt. Sein niedriger Preis wird weitere neue Käuferschichten der Motorisierung erschließen. In gleicher Weise wird die neue viertürige Limousine durch ihre große Bequemlichkeit, die sie in ihrer Konstruktion bietet, dem OPEL KADETT neue Freunde gewinnen. Spezial-Limousine...um 2100 Limousine, viertürig.. rm 2350 Normal-Limousine... Cabriolet-Limousine.. rm 1795 rm 2150 O P.E Ir tb&wertiiufyt pumpe und Ventilator sichern dem Motor eine wirksame Kühlung selbst bei hoher Dauerleisiung. • OPEL Fallsiromvergaser. Er gewährleistet sofortigen Start bei allen Temperaturen und restlose Ausnutzung des Brennstoffes. • Öldruckbremsen. Ein Bremssystem, das bei geringstem. Kraftaufwand sichere Bremsleistung auf alle vier Räder gleich- OPEL KADETT VORTEILE • Neue Frontansicht. Die verlängerte Haube mit den breiten Chrombändern gibt dem OPEL KADETT ein formschönes und schnittiges Aussehen. • Selbsttragende Ganzstahl-Karosserie. Wetterfeste Ganzstahl-Bauweise, die einen hohen Sicherheitsfaktor bietet. Innen und außen mit einer besonderen Rostschutzschicht versehen. • OPEL-Synchron-Federung. Jene fein aufeinander abgestimmte Federung, deren unabhängig aufgehängte Vorderräder alle Stöße der Fahrbahn abfangen, ohne sie auf • Großer Kofferraum. Geräumig, von innen zugänglich, bietet ausreichend Platz für viel Gepäck. • 1,1 Ltr. Vierzylinder - Motor. Elastisch, vibrationsfrei und leistungsstark. In Gummi gelagert, 23 PS. • 98 km/std. Spitzengeschwindigkeit. • Hochleistungs-Kühlanlage. Wasser- Preise ab Werk ADAM OPEL A G. RÜSSELSHEIM AM MAIN die Lenkung und Karosserie zu übertragen. (Normal - Limousine: Halbelliptische, auf die Hinterfedern abgestimmte Längsfedern). mäßig bewirkt. • OPEL Zugfrei- Entlüftung. Die vorbildliche, leicht regulierbare Bev und Entlüftungsänlage für den Innenraum des Wagens. (Außer Normal-Limousine.) • Getriebe. Das in allen Gängen geräusch- . arme Dreiganggetriebe meistert durch seine sorgfältige Abstufung alle Steigungen und vermeidet häufiges Schalten. Öffentliche Handelslehranstalt der Industrie- und Handelskammer Gießen, Wernerwall 11 (am Oswaldsgarten), Fernr. 2480 Handelsschnle Abschluß mit mittl. Reife Schulgeld RM. 17.-. eeiaD Höhere Handelsschule Ein tri 11 mit 0 b er s e k und a - reife. Schulgeld RM. 19,-. Getrennte Klassen. — Für Mädchen Ergänzung durch hauswirtscha ftliche Fächer. KeineKurse.Keme zeitliche Verpflichtung.-Eintritt nur an Ostern. - Auskunft tägl. Druckschrift kostenlos. Anmeldung schon jetzt erbeten. Herren- und Damenkleidung Tücht. selbst. Reisende, mögt, m. Wandergewerbeschcin u. Autoversos.gesucht. Offerten unter U. V. 211 an Heinrich Eisler Nachf., Frankfurt/M.l Junger Mann mit abgeschlossener kaufmännischer Lehre für das Büro einer hiesigen Baufirma gesucht. Stenographie und Schreibmaschine Bedingung. Kenntnisse in der Buchhaltung erwünscht. Bewerbungen mit Lebenslauf und Zeugnisabschriften unter 278 D an den Gietzener Anzeiger erbeten. BvamiMweigev Monssvven-SabvM bekannt für Qualitätserzeugnisse in Gemüse- und Obstkonserven, sucht einen bei der guten Kolonialwaren- u. Feintostkundschaft bestens eingeführten VERTRETER Nur Herren, die über die besten Beziehungen zu dieser Kundschaft verfügen, wirkliche Erfolge erzielen können und keine Firma der gleichen Branche vertreten, wollen uns bitte schreiben unter W. (iOO an Ala Anzeigen A.-G., Hannover. 225V Heute | Sonntag . Avril d.J. ge- 1 preiswert bei Stühle 0179 Zubehör wem Versetzung 81 Postfach 57, Wetzlar. 224O sucht. 265D 20-23 Uhr kaufen. 0146 8133D von Heinz 1 Tisch. 0135 Änzuseh. Sonn- guter Schlaf in gutem Zßett mieten. Näheres ge- als en res Inhab.: K. Kling vormals Jußhard Marktstbaßelß Lieferant aller Krankenkassen. 11.30-12.30Uhr 8. Morgen- veranstältung HeinzSteguweit liest ans eigenen Werken Uraufführung Die Gans und Streit am Lagerfeuer Erich Kneise! Gen. -V ertreter d. „Bazerba“ Größte Schnellwaagenfabrik Deutschlands Frankinri a. Blain Kaisers raße 40. Tel. 33288. 2ssV Achtung! Am zweiten Weihnachtstag ,BaueV-Herren- falirrad gestohl.,- vor'Ank. wird gewarnt. Meldung an das Polizeiamt Gietzen. 0193 für Spiralschläuche zum baldigen Eintritt gesucht. Schriftliche Bewerbungen unter 254D an den Gießener Anzeiger. sncht.Schriftliche 'Angebote unter 0186 an d. Gietz. Anzeigers. Büroräume seither als An waltsbüro benutzt, ab 1. 4. 1938, evtl, auch früher, zu ver- Bayerische Firma vergibt Vertretung Hessen — Nheinprovinz — Hessen-Nassau Dauev-ExMenr....... biet, grotzzügiges Unternehmen der chemischen Branche einem rührigen Vevtvetev d.'Berk. erstkl. Groswerbrauchsartikel an Industrie «.Behörden gegen liolic bei Anftragseing. zahlb Prov. n.Svesenzuschutz. Fghrz. errv.,tgdell. Ruf u. Ver- kaufstalent Beding. Ang. unter P. 1042 (230V) an den G. A. Vornehm / Geschmackvoll/ Persönlich I Oleee drei weeente Hohen Eigenschaften* der gediegenen Familien» Drucksache Oletet Ihnen in zahl* reichen neuzeitlichen Ausführungen sowie Papieren billigst die Brühl’sche Druckerei Schulstr. 7. Ruf 2251 Gesucht: erste Derkyufskraft mit lückenlosem Kundenkreis, Erfolgsnachweis, Referenzen. Geboten: das ganze Fahr leicht verkäufliche Bedarfsartikel, stets lieferbar. Kundenstamm. Hohe Provision aus sämtlichen Lieferungen in das vereinbarte Gebiet. Schriftliche Angebote unter 277D an den Gießener Anzeiger. Matratzen: Kapokmatratzen Roßhaarmatratzen Schlaraffiamatratzen Federbetten: Deckbetten Kissen mit guten Halbdaunen gefüllt Daunendecken Wollsteppdecken gut verarbeitet schöne Muster 25üA Herren und Samen von Grotzrnarkenfirrna gesucht fBrö.Bntrleö eines leldiluerlüuf- Meii AMIS des kgM.Mmss VorzustellenMontag,denl7.Jan., im R'estaurant „Zum Auerhahn", Sonnenstratze, von 14 bis 17 Uhr. Gut erhalten, billig abzugeben: Küchenschrank Kttchentisch z^eischläfr. Bett elnschläfr. Bett ZKlelüerschränke Waschtisch Glasschrank polierter Tisch Sofa, groß. Spiegel 6-7-5immer- MUllllg mit Heizung, in ruhiger Lage z. Witwer, im Alter v. 30 Jahren,, sucht zwecks wät Heirat ält. Dame ohne Anhang kennenzulernen.Zusckr. erbeten u. 0161 Zu verkaufen: 1 Sofa mit i ye- volstertenStüh- len, 2 Sesseln u. Kofd-, Baier- 0. Erbsens!rob zu verkauf. 0151 Heuchelheim Bachstratze 25. Preise: RM. 0.25, 0.50, 0.75 Platzmieter auf allen Plätzen RM 0.25. Senkfuß- Einlagen nach Maß ohne Metall leicht, dünn und sehr haltbar, bequem zu tragen. Haus m Hintergebäude in gutem Zu- standäutz vrersw. zu verkaufen. Desgl. kleines Hausm Laden (Marktstr.)Kauf- vreisRM.12500. Kleiner Boi von 80 Morgen oder Obstvlan- tage, guter Boden, zu kaufen gesucht. 26eD Näheres BüroMner Bieichstraße 18. ZümletztenMal EineNacht inVenedig Preise: RM. 0.80-2.50. NllW »MW In Kürze beginnt ein Vorbereitungskurs für dis Jägervrüfung. Teilnehmer melE den sich schriftlich bis svätestens^O. Jan. in Gietzen, Wolfstr. 17. 233D Der Kreisjägermeister Nheingauer Wein- und Sekthaus sucht arischen, branchekundigen Oetitdtt Schriftl. Angebote unt.261D an den Gietz. Anzeig. erbeten. Zum Ausbau deS bestehenden Geschäfts wird von leistungs- , starker rheinischer Bonboniabvik rühriger, gut eingeführter Wflflöelsöetk-ter für Gietzen und Umgebung gesucht. Schr.Llngebote unter 231V an den Gietz. Anzeiger IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIMIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIHU Seltene Natururkunden von den Halligen und vom Wattenmeer enthält die Neuerscheinung, die alle Natur» freunde und Dogeiliebhaber mit Begeisterung lesen und schauen werden: Unter Säbelschnäblern und Seeschwalben Beobachtungen und Natururkunden aus der Dogelwelt der deutschen Nordseeküste Don (Eugen Schuhmacher Insgesamt 104 Seiten mit 92 Bildern nach wundervollen Naturaufnahmen. 3n Leinen gebunden Reichsmark 3.90 Der Verfasser, der als Ornithologe und Tierphotograph bekannt ist, hat mehrere Wochen auf zwei einsamen deutschen Nordseeinseln an der Eidermündung zusammen mit den eigenartigsten Vögeln unserer Heimat gelebt und die herrstichfien Naturaufnahmen von den Säbelschnäblern, Seeschwalben, Rotschenkeln, Austernfischern u. a. mitgebracht. Er erzählt im Textteil unterhaltsam und spannend aus der Kraft eigenen Erlebens die sonderbarsten Begebenheiten, die er, im Zelt versteckt, aus nächster Nähe beobachten und im Bild festhalten konnte. Bestellungen nimmt jede Buchhandlung entgegen. Derlangen Sie bitte das ausführliche bebilderte Werbeblatt Hugo Bermühler Verlag Verlin-Lichterfelde llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll Jleitziges, solides MM sucht verl.Febr. Stellung. Schr. Angeb. u. 0199 an d. Gietz. Anz. Was Ian Sie morgens für Ihre Haut? Wie schützen Sie Ihre Haut gegen das strenge Winterwetter? ? Behandeln Sie Ihre Haut auch vor dem Schlafengehen ? ? Ihr Fachdro'gist Winterhoff berät Sie individuell nach der Elise Bock-Methode. Eine Viertelstunde tägliche Gesichtspflege, und Sie werden nach kurzer Zeit hocherfreut über den Erfolg sein. Ferner gibt es: Kaloderma-, Khasana- und viele andere Gesichts-Pflegemittel 1 Sie müssen sich vertrauensvoll mit meiner fachkundigen Bedienung unterhalten. 282A Ich erwarte Sie!!! auf I. Hnvothek gesucht. Schriftl. Ang. unter 0147 an d. Gietz. Ang. Geld Wir suchen einen tüchtigefi Mitarbeiter All... M bindfaden- u. drahtgevretzt, Waggon- und Fuhrenweise empfiehlt M.Wktt, fanöesDtoöütte Frankfurter Stratze 60. Tel. 3571 Gr.ZLMiig. mit Bad, mit ob. ohne Garage, z. 1. Avril z. verm. tzaas.Slhuderlstt.2 Jung. Mädchen 23 Jahre, sucht Stellung für l.Febr.38,wenn möglich in klein, bürgert. Haush. Schr. Angeb. u. 0168 a. d. G. A. Steguweit. Spielleitung: Günter Winkel. 19—21.30 Uhr — Außer Miete! Martha Romantisch-komische Oper von Flotow. Preise: RM. 0.80—2.50. Woche n-Uebersicht: Dienstag, 18. Jan., 20-22.30 Uhr LadyWintermeres Fächer Mittw., 19. Jan., 19.30-22.15Uhr Martha Donnerstag, 20. Jan., 20-22 Uhr D ri ttes O r chesterk o nzer t Freitag, 21 Jan., 20-22.45 Uhr Znm letzten Mal: Martha Oper von Flotow Samstag, 22. Jan., 20-22.30 Uhr Die Boheme Sonntag, 23. Jan., 11.30-12.30 Smetana: Streichquartett Ans meinem Leben Schubert: Forellenqnintett Sonntag, 23. Jan., 19-21.30 Uhr Die Geisha 149D Wir suchen einen fleitzigen, wandten, zielbewutzten Herrn MfPKtlSV Grohhandlung in Wetzlar sucht für Dauerstellung eine mit allen Büroarbeiten vertraute, nicht zu junge Angestellte. Bewerberinnen mit Erfahrungen in der Buchhaltung erhallen den Vorzug. Angebote mit Gebaltsansvrüchen erbeten an u. bieten Hobes, festes Einkommen, Anteilprovision sowie Uebernahme ins Angestelltenverbältnis. 234V Bewerbung.nur von Herr.erbeten, die sich im Versicherungsdienst eine Dauerexistenz schaffen wollen. Vertrauliche Behandlung zugesichert. Victoria-Persicherung Geschäftsstelle Kassel, Bezirksbetreuung Marburg, Bahnhofstr. 8 Drogerie Kreuzplatz 10 Alte MeMMl und Alt-Silber kauft z. Tageskurs: (1743 Earl Brück, Juwelier, Kreurvlatr 8. Gebrauchte Tankstelle für 1000 bis 3000 Ltr. ver sofort zu kaufen gesucht. Schriftl. Angebote unt. 228 D an den Gietz. Anzeig, erbeten für den Verkauf unser. Spezialartikel an Großverbraucher, wie Behörden und Betriebe. Wir bieten hohe Provision sofort nach Auftragseingang, sowie eine Umsatzvergütung. Kapital nicht erforderlich» Herren mit eigenem Wagen bevorzugt. Angebote unt. T. 1649 (255V) a. d. G. A. C.Röhr<6Co Bahnhofstrabe 44 | Vermietungen | Grotze Z-ZiiM-Wog. mit Bad Alicenstratze 181 zu vermieten. Näheres l 7557V A. Becker Kevlerstratze 9. Sehr geräumige B-Zimm-Wobnung m. grotz. reichlich eingerickt. Bad, Küche, Mädchenzimmer u sonst. 2 gimmer Küche 1. Stock, Seitenbau, an ält. Person od. Ehevaar zum l.Febr. zu vermieten. Schr. Angeb. unt.0205 an den Gtz. Anz. Stieme, abgeschl. Wohnung 2 Zimmer und Raum mit Gas- tochgelegenheit in fiutem Hause a. einzelne Dame zum 1. Februar zu verm. Schr. Angeb. u. 240D an d. Gietz. Anz. ©arten 250 qm, in guter Lage zu verkauf. Schr.Aunt.0164 a.den Gietz.Anz. Leichter einsv. Müllerwagen und Pferdegeschirre zu ver- MM suchtzum1.2.od. 15. 2. Stellung in gevsteg.Haus- halt. GuteZeug- nisse vorhanden. Angebote an Alwine Bannecke Weddel n Braun schweig Tücht., ehrliches »AN nichtunt.!8Jah- ren, für kleinen Haushalt, tagsüber z. 1. Febr. gesucht. Vorzustellen zwischen 14u.16Uhr. oi69 Lndwigstr.45H. Solid. Haushalt sucht zum 1. 2. ein tüchtiges Mädchen od.Frautagsüb. von 8—15 Uhr. Wo sagt die Geschäftsstelle des Gietz. Anz. 0177 Hammstr. 7 p. Rundstrickmaschine Mod.36, zu verk. Evtl.Anlernling. Schr. Ang. unt. 0190 a.d. G.A. Gebrauchte Nähmascliine z. kaufens esucht. Schr. Ang. unt. 0195 a. d. G A. | Verschiedenes Seltersweg 5 8tellengesuche| fReiscdamcn an zielbewußtes Arbeiten gewöhnt, finden gute Existenz. Prima Maßarbeit (auf Wunsch auch halbfertige Anproben) und gewissenhafter Kundendienst garantiert. Günstige Preise. »rsU M. F. Arthur Lorenz, Braunschweig Korsett- und Leibbinden-Fabrikation Haus 3x3 Zimmer, Küche und Bad u.Nebengebäude (in bester Lage) günstig zu verkaufen durch liggv H. Reinschmidt Telefon 3267. Im Zentrum vonWieseck Eck-Wohnhaus mitNebengebäu- de,kleineScheuer und Garten, für Geschäftsmann sehr geeignet, zu verkaufen. 279D Näh. A. Becker Gietzen 1 Kevlerstratze 9 Telefon 3804* für Alt- u. Neubauten. Näheres durch 242D fto Kirchner Bleichstrafee 18 Fast neue 0207 Schreibmaschine (Erika) gegen Motorrad (200 cbm) zutanschen gesucht. Schriftl. Angeb. u. 0207 an d. Gietz. Anz. Wegen Verheiratung d.jetzigen für sofort oder später jüngeres Mädchen (nicht u.!7Jahr.) für Hausarbeit gesucht. 275D Johannesstr 111. Erfahrenes Mädchen für guten Haushalt m. FarNil.- Allschlutz gesucht. Wo? sagt die Geschäftsstelle d. Gietz. Anz. 2s?v Tüchtiges MW bei gutem Lohn gesucht. 26sD Näheres Bismarckstr. 14. Kleine Wohnung zu vermiet. 249D Zu erfragen: Alicenstratze. 35 bei Althoff 1 Zimmev mit -Küche und Zubehör ay einzelne Dame z. vermieten. Schr. Ang. unter 270d a. d. Gietz. Anz. Grotzesu. kleines leeres Zimmer zu vermieten. Schr. Ang. unt. 0206 a.d.G.Anz. Schönes, sonnig. Zimmer m. Heizung, evtl, mit Garage zu vermieten, oieg Wartweg 37 p. 3 Zimmer mit sevarat.Eingang !AMS zum 1. Febr. zu vermieten. Schr. Angebote unter 241D an d.Gietz. Anzeiger.______ Zwei leere Zimmer inderJohannes- stratze vreiswert zu vermiet. Geeignet für Büro od. Praxis. Schr. Angeb. u. 0183 an d. Gietz. Anz. Kaufmännischer Lehrling mit gut. Schulbildung gesucht 01’98 Zigarrenfabrik Aatimann Schüler erteilt gründliche ons Nachhilfe in Lat., Griech., Math, bis Ober- Tertra. Pr. nach Vereinb. Zu er= frag.im Gtz.Anz. Wer erteilt Quartaner Mille in Latein? Oi82 Rodheimer Stratze 11. Tüchtige SioneWetin nimmt noch Kunden an, in und nutzer d. Hause. Zu erfragenind. Geschäftsstelle d. Gietz. Anz. one Junge Frau hat noch einige Taqe frei zum Waschen Schr. Ang. unt. 0142 a. d. G.A. Auf la Gietzener Rentenhaus Junges Mädchen für nachmittags zu Kindern ge- sucht.Schriftliche Angebote unter 0181 a. d. G. A. Junges Simei tagsüber fürklei- nenHaushaltge- sucht. Zu erfrag. In der Geschäfts- stelle d.G.A. 2fi9D Zuverlässiges Mädchen für 3/4 Tage ge- VO« mit Bad — ev. Heizung — zum 1.4. von Reichsbeamten gesucht. Schriftl. Angebote unt. 0162 an den Gietz. Anz. Ruhig. Ehevaar sucht z. 1. Febr. od.I.März 1938 2-3-Zimmerwohn. Schr. A. u.0196 a.den Gietz.Anz. 2-3-311«- BJotinung mit Küche von Beamtenwitwe mit Tochter zu mieten gesucht. Schr. Angeb. u. 272D a. d.G.A. 2-Zimmer- Wohnung mit Nebenraum zum 1. März gesucht. Schriftl. Angeb. u. 262D n. d. Gietz. Anz. Älleinsteh. Per- on sucht Zimmer u. Küche od. ein grotzes separates Zimmer. Schr. Angeb. u. 0165 an d. Gietz. Anz. Älleinsteh. Frau fuc6t möbl. Zimmer Sicherer Zahler. Schr. Ang. unt. 0188 a. d. G. A. M Zimmer vonDauermieter (Nähe oberer Seltersweg) gesucht. Schriftl. Angeb. m.Preis- angabe u. 0184 an d. Gietz. Anz. Stellenangebotei Keine Zeugnisse in Urschrift ivnbern nm 8eugntS- abickristen dem Bewerbungsschreiben beilegen I — Lichtbilder unüBewerbungsunter- ^igen müssen ;ur Vermeidung oon Verlusten aus der Rückseite Ra» men und Änschrilt des ' Bewerbers llageul Melzgerlehrling und tüchtigen Melzgergesellen für sof. gesucht. Metzgermeister gfltl MW« 1. Wetzlar Lahn Langgasse 34. Badewanne usw. Neustadt 4511 3 Stillt billig zu verk. 0191 Ludwigsvl. 3 I» Badeoien mit Wanne Kohlenfeuerung und Küchenherd zu verkauf. 0192 Hofmannstr. 7 I. Uheizoi« gebraucht, zu verkaufen. 0154 Ludwigstr. 55. Gut erhaltener MelMgen zu verkauf. 0173 Landgraf-Phil.- Plah 5 HIL VM-Korb gut erhalt., aus- geschl.,m.Matr., für RM. 12 - zu verk. Wo, sagt d. Geschst. d. Gietz. Anzeigers. 0172 Gut erhaltener SZ..WM zu verkauf, oies Lahnstr. 15 H p Grotz er Poften hochwertig. 24r Verlag rrfelde ’ehmi 'hmackvoni ön/ichi ’*• weeent, ^•"•chaftej le8enen Nilien. »cksacha lhM» Uhl. '"euzewich^ ,run9*'> lowie bl”lg« die ^Druckerei tk. 7. Ruf 2251 30-12.30Ühr Morgen- raustaltiing nxSteonwe» liest ans enen Werken jrauttührung Die Gans id Streit am .agerfeuer ‘Swinkeb , 0-50, 0.7a nCRM 0-25- lußerMi ete! ia iscbe Oper >w. 80—2.50. ergebt- 2«'22'u* her tüchci 20-28®' 20-22.45 Oh :flarth» ■>$ ________* W beginnt Borberei- kurs für dig irvrümng. eomeimeh i christlich latestensA, in Giehen, litt. 17. 233D -t Kreis- leMeister .Kitsurin-Maru' Die '-uun '4>uri öuvu uivu uuh jjui u niuneii uie ukl- , cuh » ueiie yruu, uit vviupi ...... o----- > . q— " « __;AV._ Ichiffe ihren Weg durch die „weniger bequem" ge-1 über und langsam setzt sich die „Kitsunn-Maru . Namen trgenb eines anderen westlichen Dampfers -nannte Region nehmen. Dasselbe würde für die | in Bewegung. Und mit ihr die tausend Zurück-! gleicher Große tragen so daß wir also beruyigt Homer ESS» BSäs-E sm«?- «W5 äSäs rnend, sondern ftiU und edel ausgestreckt —, gebend und weisend. cher bei demjenigen Hasen des östlichen Mittelmeeres, Her allein in sicherem englischen Besitz ist: Haifa. ’5Bon Port Said und von Haifa müssen die Oel- j erkannt hat. , In der schwülen Brutluft des Schulraumes, in -er müden verbrauchten Atmosphäre des Klassen- nmmers einer späten Stunde wird es mir deutlich: Weil du dort stehst in dem reinen Lichte einer Erkenntnis des Ewig-Schönen, im Grunde nur Dies t«ermitteln wollend, haben wir dich oft gchanselt, leben im Benehmen oft an die Grenzen des pada- svgisch Tragbaren gestoßen, — denn es hielt dich tfc von den maßregelnden, knüppelnden Gesten des Qltagserziehers. Die Hand da neben meinem Buche Pfeile Apolls und ... Gestalten. Gestalten voll einer berauschend klarsichtigen Bewegungsfreiheit und Denkweise. Sie kämpfen, lieben, grollen und — Wunderbarstes! — sie reden. Sie schütten die Seelen tönend aus wie goldene Gefäße ein trunkenmachendes Naß, das die Hekdenfonne verdampft zu götterbergendem Gewölk. Fern, schicksalsschwanger reiht es sich in unerhört visionärer Stufung über den Bildern auf, über den Siegenden, Sterbenden, Liebenden, Opfernden. Und das natürliche Kolosseum dieser Landschaft wieder hat seine donnernde Sprache, mit der es den Hsldenschicksalen antwortet, erhebend, einschüchternd, lockend, rufend ... Schuhe werden auf dem Boden laut. Ich stehe langsam auf und treibe m Strudel der Kameraden aus der Klasse heraus. Doch ich treibe zugleich aus einem alten Leben heraus; in meinem Herzen ist etwas angezündet fürs ganze Leben: Entzückungszauber. Er ging von einer Hand aus, von der Hand eines, der ihn auch kannte; eines, der nun gegen Katarrhe Husten Heiserkeit Hauptniederiage: Jean Weisel, Gießen. Sonnenstraße 6. Telephon 38^8 Anläßlich der Hochzeit des Kronprinzen von Griechenland gab die griechische Postverwaltung diese Gedenkmarke mit dem Bilde des neuvermählten Kronprinzenpaares heraus. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Anschließend erster Besicht^gungsbum- m e l durchs „Schiffchen". Dreidecker von 7000 Tonnen, nur aus japanischem Material von japanischen Ingenieuren erbaut — Besichtigungsergebnis: „Japan hat nichts mehr zu lernen!" — Und beim Gedanken an diese japanische Technik und an die ungeheure chinesische Weite mit ihren unerschöpflichen „So. reich ist diese Sprache Homers", höre ich die Stimme des „griechischen" Professors über mir. „Nerithon einosip'hyllon“ —, das Waldgebirge des Nerichon, — einosiphyllon, das „innen-Blätter- schüttelnde". Bedenken Sie, ein einziges Schmuckwort, geladen mit der Tiefe eines ganzen jahreszeitlichen Naturvorqangs von so überzeugender, malerischer Wucht. Ein einziges Wort wie der Got- terbote einer wahrhaft lebenden Menschenzeit..." Aber die Stimme über mir bricht plötzlich ab und kommt nach einer Pause wieder, bitter, entsagend, wie verscheucht aus lichteren Bezirken. „Kotulla, ich muß Sie zum letztenmal ausfor- dern, Ihre Automobilzeitschrift unter der Bank zu lassen. Wir treiben hier Homer und nicht Verkehrs^ Wissenschaft!..." Ich sehe die blasse Hand neben rheinem Buche schmerzlich zucken; sie trümmfr sich ein wenig zusammen; ich möchte sie streicheln. Was ist das Entsetzliches, durchfährt es mich, daß die Größe, die Schönheit so ewigem Kampfe gegen die dumpfe Bosheit ausgesetzt ist? Und schon läutet in die Zerrissenheit meines Herzens die Glocke das Ende der Stunde. Verzicht, weher Verzicht ist der Ausdruck der blassen, ringenden Hand, die sich nun von der schrägen Fläche meiner Bank wie mit einem Seufzen hebt. . Die Frühstückspapiere knistern auf, Ile vielen Goe he-Bund. IV. Dichter-Abend: Kuni Tremel-Eggert. Der vierte der vorn Goethe-Bund und dem Kaufmännischen Verein in Verbindung mit her Volksbildungsstätte der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" veranstalteten' Dichter-Abende war dem Schaffen von Kuni Tremel-Eggert gewidmet. Aus bäuerlichem Geschlechte stammend, wurde Kuni Tremel-Eggert in dem fränkischen Städtchen Burgkunstadt geboren, lernte nach dem Tode der Mutter früh den Ernst des Lebens kennen, mußte einen großen Haushalt selbständig betreuen und sand daneben Zeit, viel zu lesen und sich zu bilden. 1917 heiratete sie; aus dem Erlebnis des Krieges und der Nachkriegszeit, aus der Liebe zu Deutschland und zur fränkischen Heimat entstanden ihre Bücher, Erzählungen und Romane, von denen die „Barb", der Roman einer deutschen Frau, wohl die weiteste Verbreitung und volkstümlichste Wirkung gefunden hat. Kuni Tremel-Eggert begann den Abend mit einer kleinen persönlichen Einführung in ihre Welt und ihr Werk; sie plauderte ungezwungen davon, „wie sie zum Schreiben kam", von der Entstehung, dem Schicksal und dem anfänglich geringen Widerhall ihrer Bücher, auch von der fränkischen Landschaft als dem eigentlichen Muttergrunde ihrer Gestaltungen, von den „Rotmansteinern", dem „Fazer Rapps", der „Sanna- Spitzenpfeil" und der „Straße des Lebens". Einen tiefen Eindruck in ihren Werde- und Reifejahren hinterließ eine Begegnung mit Dietrich Eckart in München, der sie in ihrem Schaffen bestärkt und ermutigt hat, auf dem einmal eingeschlagenen Wege weiterzugehen. Nach dieser Einleitung las Kuni Tremel - Eggers zunächst drei Kurzgeschichten aus benr auf eine Beschreibung der Einzelheiten verzichten können. Jeder KdF.-Madeira-Fahrer weiß da besser Bescheid ... Nur schade, daß das Schiff so schwach besetzt ist... das Fürchten kann man in den leeren Hallen und auf den verlassenen Promenadendecks lernen. Beinahe mehr Stewards als Gäste — am gemütlichsten ist es -noch im großen Lesesaal, der in eine Art „Propaganda-Zentrale" umge« wandelt ist. Berge von amtlichen Flugschriften in englischer Sprache find hier aufgeftapelt, in denen Sinn, Zweck, Grund und Ursache des javanisch- chinesischen Krieges geschildert wird. Dazu Ausrufe des Ministerpräsidenten, Fürst.Konoye, „die Ohren steif zu halten, alldieweil es im nächsten Jahre hart und scharf hergehen wird" und der Krieg sich am Ende des Jahres 1937 erst im Anfangsstadium befindet. Dazu Stapel von illustrierten Zeitschriften aller Formate mit Kriegsbil- dern, deren Realistik — die japanischen Kriegsphotographen und Kameramänner sind ob ihres Schneids bekannt! — auch die ausschweifendste Phantasie nicht mehr übersteigen kann — Kriegsbilder und immer wieder Kriegsbilder... unvor- stellbar, was für unersetzbare Werte materieller und ideeller Art dieser Krieg vernichtet hat und weiter Eine Mise nach Tokio Don unserem H. Tr.-Äerichierstaiier. vernichten wird! Front- und Vormarschkarten und alle Augenblicke schreit der Lautsprecher die neueren Kriegsmeldungen dazwischen: „Nan- fing ... Nanking ... Italia ... Doitsch, dazwischen wieder Börsennotierungen'... wieder Kriegsberichte ... wieder Ansprachen. Kling-klang-klong-klung ... Essenszeit! Eben wandert der Steward mit seinem melodischen Aeols- harfenbrett durch die langen Korridore, und gleich darauf ist alles im großen Speisesaal versammelt. Der Käpten begrüßt feine Gäste, er sieht, wie alle japanischen Kapitäne, ausgezeichnet aus und auch hier bekommen die „Dschoermens“ einen Bückling „extra". Denn sie sind augenblicklich „Noember won“ in Japan. „Nummer eins!" Sonst ab^r ist streng nach Nationalitäten gebest. Die Japaner für sich, irgendwo die Engländer, ebenso die Deutschen. Denn die fern- östliche Welt ist mit Elektrizität geladen, jeder mißtraut jedem, keiner gönnt dem andern das „bißchen Leben" und das „liebe Brot". Wenigstens im Speisesaal soll Ruhe und Ordnung herrschen... wie lange allerdings noch, das wissen die Götter! Denn die apokalyptischen Reiter sind zu Pferde gestiegen v und immer weiter frißt der Steppenbrand.., ketten sollen. „Tsching-d-ra-tatta — bunvjbum! Plem-Plemm — taratata" — grab 9 Uhr und Abfahrtszeit! Irgend einer hat den Schiffslautsprecher angestellt, 3.v— .. . . , , der mit höchster Lautstärke das japanische „Muß Rohstoffen, ihren allerbilligsten Arbeitskräften und i denn muß i denn!" intoniert, an Land rufen der sprichwörtlichen Anspruchslosigkeit becher Vol- tausend Stimmen „Banzai! Banzai! Ban-za-i i i i!", ker, kann es einem als Europäer angst und bange schwenken tausend Fahnen und Fähnchen, die werden. — Wie .gesagt: Die „Kitsurin-Maru Schiffssirene heult, die Musik geht in einen Marsch könnte genau so gut „Ozeana heißen ober Den 1. Abfahrt von Dairen. Nachbruck, auch mit Quellenangabe, verboten! 2) a i r e n (Mandschukuo), Ende Dezember 1937. „Entfernungen in Fernost" — bas ist auch so ein Problem, bas man im „Fernen Westen" bei ber Beurteilung ber „allgemeinen" unb ber „besonberen Kriegslage" viel zu wenig in Rechnung stellt. Japan unb bie Manbschurei — nach ber länbläufigen Auffassung ist bas ein „kleiner Katzensprung" wie etwa von Italien nach Albanien — in Wirklichkeit dauert bie Reise vom manbschurischen „Hamburg" — sprich „Dairen" bis Tokio brei v 0 lleTage! 48 Stunben mit dem Schnellbampfer und 24 mit dem Schnellzug — auf europäische Verhältnisse übertragen würde das etroof ber Strecke Berlin- Athen—Via Triest entsprechen. Unb nun erst Tokio —Schanghai! Tokio—Peking! Tokio—Nanking! Tokio—Kalgan ... rechnen wir lieber erst gar nicht nach, auf baß es uns nicht schwinblig werbe! „Kitsurin-Maru" heißt der neue 7000-Tonnen- Dampfer, der erst kürzlich auf der mandschurisch- japanischen Uebersee-Strecke eingesetzt worden ist, aber diesmal ist das Luxus-Schiffchen nur schwach besetzt. Vier Europäer, ein paar Dutzend Japaner — bas ist alles! Denn der Krieg.die allgemeine Unsicherheit... die empfindlich anziehenden Preise — all das trägt wenig zur Steigerung ber Reiselust bei. Dabei stellen noch bazu bas Hauptkontingent der Reisenden eingezogene Reserve-Offiziere. In funkelnagelneuen Uniformen, die noch nicht fo richtig „sitzen" wollen. Mit mächtigen Samurai- Schwertern, die an die Zwei-Händer der Ritterzeit erinnern, mit blitzenden Sporen und blankgewichsten „Langschäftigen" — so stehen fi\ an der Reling, während am Kai die zuständigen zivilen „Berufsvereinigungen" zur Verabschiedung aufmarschiert sind. Dazwischen weinende Frauen in bunten Kimonos, mit kleinen Kindern an der Hand, die starr und stumm mit großen Kinderaugen ins Leere starren. Und jeder dieser Menschen wirft fortgesetzt den „Uniformierten" an ber Reling eine Konfetti-Holle ober Papierschlange zu, fo baß in Kürze jeher ber Offiziere hunbert ober mehr bunte Bänber in ber Hand hält, deren andere Enden sich die Zurück- bleibenden ums Handgelenk geschlungen ^haben. Sieht sehr hübsch aus, diese Tausende von bunten, im Winde flatternden Papierbänder, die die Scheidenden symbolisch so lange wie möglich aneinander Bande „Sonnige Heimat", der fünfzig ernste unb heitere Erzählungen vereinigt. In diesen schlichten, lebendig, nicht ohne Wärme und auch nicht ohne leisen Humor vorgetragenen Erzählungen äußert sich eine unverbildete Heimatkunst, und alle Schilderungen erwachsen spürbar aus naher Vertrautheit mit der Landschaft und den Menschen ihrer fränkischen Welt — fo gleich die erste Geschichte vom Schäfer Mendel, die ein bäuerliches Schicksal schildert, ein einfaches Leben, „ein Stück Natur". Die zweite, „Der Kapellmeister" überschrieben, führt in eine ganz andere Sphäre, sie berichtet von einem Kaffeehausgeiger, einem „Dilettanten des Lebens", der nicht die Kraft und die Einsicht in sich selbst besitzt, sein Dafein nach seiner Bestimmung, seinem Maß und Gesetz zu gestalten. Die dritte Kurzgeschichte des ersten Teiles, „Der Bauer in der Einöd", führte wieder in die bäuerliche Welt zurück, sie berichtet von einem alten Bauern, dessen letzter Sohn als einziges seiner Kinder innerlich entwurzelt aus dem Kriege heimkehrt, sich daheim nicht mehr zurechtfindet, in die Stadt zieht, arbeitslos wird ' unb endlich, von der großen Wandlung und dem Anbruch einer neuen Zeit ergriffen, zurücksindet in die väterliche Welt feiner Bestimmung. Der Geist unserer Gegenwart, ein neues, kraftvolles Lebensgefühl und die neugewonnene Erkenntnis vom Adel alteingesessenen Bauerntums geben ber Erzählung ihren Charakter unb eine lebenbige, zeit- unb volksnahe Wirkung. Nach ber Pause las Frau Tremel-Eggert, roieberum aus dem Banbe „Sonnige Heimat", Kurzgeschichten heiterer Art, von welchen besonders bie erste, unter bem verlockenden Titel „Die Töchter von Madagaskar" ein fröhliches Kindheitserlebnis aus dem fränkischen Burgkunstadt schildernd, der Erzählerin Gelegenheit zu einer mimisch und dialektisch belebten, humorvollen Schilderung gab und schnell einen herzlichen Kontakt zwischen der Vortragenden und der heiter angeregten Hörerschaft herstellte. Auch die beiden folgenden Erzählungen, die Feuerwehr-, Helden- und Ehegeschichte vom Michel und seiner Kuni, und „Die Butterhex", fanden, selbst in den mundartlich gefärbten Partien, ein fröhlich dankbares und verständnisvolles Publikum. Zum Schluß vernahmen wir noch zwei Gedichte, „Sommersegen" und „Hör zu, mein Junge", das, für den 14jährigen Sohn der Dichterin geschrieben, in ein gläubiges Bekenntnis der deutschen Frau und Mutter ausklingend, den Vortragsabend harmonisch beschloß. — Die Hörer brachten ihren Dank mit herzlichem Beifall zum Ausdruck. . . v ▼ > Hans Thyriot gebliebenen, die neben dem Schiff am Kai entlang marschieren und es an tausend bunten Bändern zu ziehen scheinen. Immer länger werden diese Bänder, rollen ab, spannen sich im Winde, platzen und flattern wie lange, lange, lange Zungen ober züngelnde Flammen hinter dem Schiff her. Von der Reling sieht es aus, als winkten die Menschen mit tausend roten, gelben, weißen, schwarzen, blauen, grünen Riesen-Taschentüchern. Auch die japanischen Offiziere winken noch lange mit den dicken Papierbüscheln, betrachten bann nachbenklich einen Augenblick ben kümmerlichen Rest unb werfen ihn bann zusammengeballt kurzerhanb über Bord. Wie eine überflüssige Last ... aus! Schluß! Weg mit der Sentimentalität! — Und ohne sich noch einmal umzudrehen verschwinden sie in ihren Kabitten. In ber Bar. Im Rauchsalon. Mit breitbeinigen Schritten. Die Hände in ben Hosentaschen, bas breite baumelnbe Schwert an ber Seite — In ber geräumigen, behaglichen, mit allen nur erbenklichen Bequemlichkeiten ausgestatteten Kabine finb für bie „Foreigners" ein paar Formulare zum Ausfüllen ausgelegt. Nr. 1 „Lifte ber mitgeführten Bücher". Titel, Verfasser und Tendenz soll angegeben werben. Tenbenz — tja bu lieber Gott, was trägt man ba nun ein, wenn man als geistige Nahrung sich für die Reise ausgerechnet die Textbücher „Aida" und „Rigoletto" eingepackt hat!? Dann die Zollerklärung über eingeführte Zigarren und Zigaretten... Teufel auch! Im Freihafen Dairen kostet eine „gute Manila" 7 Pfennige und die besten englischen Zigaretten 25 Pfennige — die gleiche Marke in Japan mehr als das Doppelte. Hätte man sich doch mehr von dem Zeugs eingepackt, denn zur Bequemlichkeit der ehrenwerten Fahrgäste findet die Zollrevision gleich an Bord und zwar zu Beginn der Fahrt statt. Gerade tritt der Ober-Zöllner ein. „You are Dschoer- men?", fragt er. — „So ift’s, mein Herr!" — „Oh! Oh! ... Dschoermany verrrry gud!" sagt er, streckt den Daumen nach fernöstlicher Sitte in die Luft und wiederholt: „Dschoermany ... noember won!" ober „„Nummer eins!" beziehungsweise „Prima". Unb bann klebt er seine Marke auf ben nichtgeöffneten Koffer, macht eine ersterbende Verbeugung und verläßt das kleine Kabinchen. Das hätte man auch früher wissen fällen. Oel in Krieg und Frieden. . Don Or. Paul Rohrbach. Die amerikanische Regierung hat in ihrem Budgetentwurf für bas kvmmenbe Finanzjahr bie Kosten für eine ganze Flotte von großräumigen „Oel- Tankern" eingestellt, b. h. Schiffen für ben ausschließlichen Transport von Erbölen, unb bie Standard Oil-Company hat die Verpflichtung übernommen, diese ihr von der Regierung zur Verfügung gestellten Schiffe dauernd in Betrieb zu halten. Da die Vereinigten Siaaten in unmittelbarer Nähe ihrer drei Seegrenzen — am Atlantischen Ozean, am Golf von Mexiko und am Stillen Ozean — reiche Petroleumfelder besitzen, handelt es sich bei diesem Etatsposten um Vorsorge für den Fall, daß die amerikanische Kriegsflotte sich eines Tages in entfernten ^Gewässer y^mit flüssigem Brennstoff versorgen müßte. Dasselbe Problem beschäftigt jetzt die Geister i n England. Der englische General Sir Herbert Richmond hat kürzlich gesagt, es sei eine durch nichts gerechtfertigte Annahme, daß in einem künftigen Kriege „unter völlig geänderten Verhältnissen sowohl was die Stärke zur See betrifft, als auch bie Geographie" ber Verkehr Englanbs unb feine Versorgung mit Oel noch ebenso sicher sein würben wie 1918. Die „oeränberte Geographie" bes Abmirals ist vor allen Dingen ein Ausbruck dafür, daß feit bem Anwachsen ber Luftwaffe Englan,b keine Insel mehr ist, ferner aber auch bafür, daß in einem zukünftigen Kriege England es mit anderen Gegnern zu tun haben würde, als im Weltkrieg, insbesondere mit einer Gegnerschaft im Mittelmeer, durch das die bekannte Lebenslinie des Imperiums zwischen dem Mutterlande und Indien—Ostasien—Australien hindurchführt. Man müßte sich, heißt es, folgende Tatsachen gegenwärtig halten: 1. Die Kriegsmarine hängt ganz und gar von der freien Zufuhr des Oels ab, das sie unter ihren Kesseln verbrennt. 2. Die Hälfte der Handelsflotte fährt gleichfalls mit Oelfeuerung, viele ihrer Schiffe überdies mit Dieselmotoren, für die nicht jede Art Oel geeignet ist. 3. Die Luftmacht ist ebenso abhängig von flüssigen Treibmitteln, und zwar solchen höchst differenzierter Art, wie die Marine. 4. Bei der Armee nähern sich die Verhältnisse reißend schnell denen der Flotte und Luftmacht. 5. Ein großer Teil der Zivilbevölkerung w^re von ihrer täglichen Beschäftigung abgeschnitten, wenn der Verkehr mit Fahrzeugen aufhörte, die auf flüssige Treibstoffe angewiesen sind. Manche Leute in England sagen, bas Land brauche trotzdem nicht in Sorge darüber zu sein, ob es sich in Zeiten der Gefahr mit Oel werde versorgen können .da Oel aus allen Weltgegenden nach England kommen und die englische Flotte stark genug sein werde, die Zufuhr zu sichern. Hierzu nimmt ein zweiter Admiral, Sir Howard Kelly, noch etwas deutlicher als sein Kollege Richmond das Wort. In Kriegszeiten, sagt er, würde der buchmäßige Besitz von überseeischen Oelfel- bern nicht basselbe bebeuten, wie materielle Kontrolle, unb: „Das Maß von Schutz, das der Uebersee-Zufuhr 1918 von der Kriegsmarine gegen einen Feind jenseits der Nordsee geleistet werden konnte, wäre nicht ohne weiteres auf die Gefahr von einem Feind her zu übertragen, der weniger b e*q u e m f ü r England liegt, und zudem bei einer Marine, die durch eine zwanzigjährige Sparsamkeit heruntergebracht worden ist." Die Oelfelder, die England gehören und auf die. chier angespielt wird, liegen in Süd-Persien -und im M 0 s s u l g e b i e t. Vom Persischen Golf -her führt der Weg um Arabien herum durch dcks Rote Meer und den Suezkanal ins Mittelmeer, und ebenso mündet die Leitung von den Mossul-Feldern für ungenügend im Kriegsfall gehalten. Die „Times", die sich alle diese Argumente zu eigen macht — sie hält offenbar mit Admiral Richmond auch die transozeanische Oelzufuhr für gefährdet — faßt die Lage dahin zusammen, daß man sie „nicht anders als beunruhigend" ansehen könne. Auf Rückkehr zur Kohlenfeuerung für die Marine oder auf doppelte Feuerungsanlagen könne man sich nicht einlassen, Kohlenverflüssigung sei nicht entfernt imstande, das Notwendige zu liefern; 1903 habe die Regierung eine Königliche Kommission eingesetzt, um die Frage ber Lebensmittelversorgung im Kriege zu ftubieren; heute sei bie Sicherung ber Oelzufuhr noch wichtiger. Schlußfolgerung: das „Komitee für bie Reichs- verteidigUng" habe keine dringlichere, eiligere Aufgabe vor sich, als Englands Oelverforgung im Kriegsfall! Zufuhr von russischem Oel aus den Schwarzmeerhäfen gelten. Es gibt große Petroleumlager in Nordamerika, in Mexiko, in Columbia unb Venezuela, in Peru und Ecuador, in Niederländisch-Jndien und in anderen, minder wichtigen Gebieten, von wo aus die Zufuhr nach England überden freien £) 3 e a n ftattfihben kann. Dazu macht Admiral Kelly daraus aufmerksam, daß die englische Tankerflotte zwar an sich genügen würde, das notwendige Oel zu transportieren, daß sie aber vyn der Tonnage der Handelsmarine abgezogen werden müsse, wenn es sich darum handle, in Kriegszeiten den überseeischen Gesamtbedarf des Landes heranzuschaffen. Im ganzen, so heißt es weiter, sei die englische Handelstonnage heute um 2000 Schiffe ober mehr als 2 Millionen Tonnen kleiner als 1914, und bas werde von maßgeblichen Autoritäten ist eines liebenden Geistes Kind; sie ballte sich nie zur drohenden Faust, sie trommelte nie im Zorne , auf eine Bank; sie ist nur die zarte Verteidigerin (Sine (Erzählung von Karl Ludwig Gkutsch. eines sich wie oft, wie oft! vergeblich kündenwol- lenden Wissens um bas ferne, beglückende, grie- Es ist mir wie heute: Auf bas unschöne blanke Wunder, bem die Seelen einer Handvoll Se- Holz der Schreibplatte meiner Schulbank stützt sich xundaner so schmerzlich verschlossen sind ... die gepflegte, blasse Altmännerhand bes „ariechi-, sichen" Professors. Ein Siegelring ist an ihr mit dunkelgrünem wappenförmigem Stein. Sie ist eine mngewohnlich feine Schulmeisterhand; sie deutet ge- ivisiermaßen über alles Enge, Derbe hinaus, über «alles Reale,' bas ein Schüler immer mft ben Wesen bes Schulmannes oerbinbet. Eble, wgiße Hand, denke ich, beglückt wie von einer Entdeckung unb gänzlich im Banne einer sträflichen „Beschäftigung mit fremden Dingen". Die Stunde liegt spät; in der Gemeinschaft der über ihre Homertexte geneigten Schülerköpfe ist litumpfe, gleichgültige Hinnahme bes gesagten Wortes; unb wie in unglücklicher Auflehnung gegen biefe oller Lehrsamkeit löblichste Erscheinung im Hörer- ffreife bebt bie blasse, schön geformte Hanb bes alten Mannes auf meiner Bank plötzlich, sie wiro unruhig; ich sehe mit bislang unbekannter Rührung, wie eine spielende Sehne unter der weißen Haut eine tiefblaue Aber bewegt. Was dich an einer dumpfen Menge unwegsamer Hirne errege, edle Hand? Frage ich's noch? Schon bin ich mit dir oerbünbet. Geist, Wunder des Geistes —, flum *rften Male geht es mir an der zuchtooll-zagen Ab- »ehrbewegung dieser Altmännerhand eines einsam wehrenden auf. Glühendes Liebesmitleid für einen, Her sich aus innerer Wahl der verzweiflungs- 7eichen Aufgabe bes Ewige-Werte-Vermittelns »echte pack mich; unb ein winziges heiliges Bündnis hat sich gebildet: Ich höre auf eine ganz neue Weife, höre gleichsam mit dem zweiten Gehör auf jien, der diese Wandlung im Hörenden jahrein, -chraus sehnlichst erfleht und erwartet; nicht um keiner selbst willen, nicht um der „Erziehung wil- en erwartet, sondern um bes Schönen willen, Das Ein deutsches Flugzeug erobert die Welt. Von Dr. Ernst Kredel. Auf der Pariser Luftfahrtausstellung im November 1934 hatte Deutschland außer anderen auch sein damals repräsentativstes Verkehrsflugzeug, das drci- motorige Junkers-Großflugzeug J u 52, ausgestellt. Von der Ausstellungsleitung war ihm ein bevorzugter Stand gegeben worden, wo es außerordentlich zur Wirkung kam. Deutschland war noch mit manchen sehenswerten Typen und anderen Luftfahrterzeugnissen vertreten, die Beachtung fanden. Eine der jüngeren Einsitzerkonstruktionen, die Bücker-„Jungmann", war sogar auf dem Militär- Flughafen Orly oorgeflogen worden und wurde auf der Ausstellung für viele Interessenten das Ziel, allerdings mehr deshalb, weil man hinter ihr die vermutete Eigenschaft als Jagdflugzeug suchte. Ebenso hatten andere Länder manches Interessante ausgestellt. Aber nichts schien jung und alt mehr zu fesseln als das deutsche Ganzmetallflugzeug, das zu gewissen Zeiten der Anziehungspunkt der gan, zen Ausstellung zu sein schien. Lag der Grund hierfür im Aufbau und in der gleichmäßig beruhigenden Linienführung oder in der Konstruktionsart und in dem Ruf des Konstrukteurs, Professor Junkers? Doch das alles wäre wohl nicht ausreichend gewesen, das Interesse so vieler nach verschiedenen Richtungen denkender Bewunderer zu wecken. Tatsächlich war es ja etwas anderes. Im Auslande wurde das schärfer gefüllt, und so wußte man dort auch, daß ein Luftfayrtministcr wie Hermann Göring der Luftwaffe im Rahmen der Mehrheit eine tragende Rolle geben würde. Zwar war das deutsche Großflugzeug als friedlicher Sendbote, als vollendetes Verkehrsflugzeug, nach Paris geschickt worden; aber die Mehrzahl der Besucher hat Ausschau gehalten noch den MG.s, den Kanonen und der militärischen Ausrüstung oder zum mindesten nach den Einrichtungen für deren Aufnahme. Mit diesem Vorurteil gingen sie an die Besichtigung der Maschine heran, dem einige Monate vorher auch in England bei der Besichtigung eines Militärflughafens der uns führende Oberstleutnant Ausdruck gab, als er zu englischen Bombenflugzeugen die Ju 52 in Parallele stellte und diese einen „famous Domber“ nannte. Wenn die Ju 52 kein Bomber wäre, dann müßten die Deutschen sich sehr geändert haben, meinte er. Wir waren eigentlich damals über dieses Lob ganz stolz gewesen, und ähnlich war das Gefühl jetzt in Paris, das noch verstärkt wurde durch ein achtungsvolles Verhalten der Pariser uns Deutschen gegenüber und durch gelegentliche Aeuße- rungen, die wir von Leuten aus dem Volke als Urteil über das neue Deutschland hören durften. Da war der Portier unseres Hotels in der Nähe der „Champs Elys&s“, ein würdiger, weißhaariger starker Männ mit gemessenen Bewegungen und beinahe deutscher Haltung. Wir verplauderten manche Stunde auf der Diele des stillen, hauptsächlich von Provinzgutsbesitzern besuchten Hotels. Es war in unseren Unterhaltungen gelegentlich bei aller Vorsicht auch das heimatliche, Deutschland gestreift und über den Führer gesprochen worden. Eine Gelegenheit kam, wo der Portier, der uns aufmerksam umsorgte, sich in ein Gespräch einschaltete. Und da kam es heraus, daß er ein elsässischer Deutscher war, der lange schon in Paris lebte, die Stadt liebte, in der er eine neue Heimat gefunden, von der aus er aber niemals die starken Bande innerlichen Zusammenhangs mit Deutschland zerschnitten hatte. „Wenn ich noch vor einigen Jahren", meinte er, „gelegentlich zu Franzosen äußerte, daß ich zu des Alten Kaisers Zeit vor 88 in der preußischen Garde gedient habe, dann behandelte man mich spöttisch und hielt es für eine geringe Ehre. Wenn ich heute davon spreche, daß ich Gardesoldat in Berlin gewesen bin, dann begegne ich achtungsvoller Aufmerksamkeit. Und warum? Weil ihr jetzt einen Hitler habt! — Versteht ihr das? — Damit kann ich auch die Frage beantworten, warum die Franzosen manchmal euren Hitler beschimpfen, warum gerade in Frankreich immer noch eine von euch nicht begriffene Gehässigkeit lebt, während umgekehrt in Deutschland neben der Verehrung für euren Hitler Verständnis für die Franzosen Raum gewinnt. Das kommt aber nur davon, — und er lächelte mit einem zugekniffenen Auge — daß sie selbst keinen Hitler haben, aber nichtsdestoweniger gern einen haben möchten." Nun, kehren wir zurück zur Luftfahrtausstellung oder zur Ju 5 2, denn von ihr soll ja die Rede sein. Deutschland hat sich im Wettbewerb mit den anderen Völkern als Luftfahrtnation seinen Platz erobert. Es hat neben der international anerkannten Handelsluftfahrt seine Luftwaffe aufgebaut, die jedem Angriff auf das luftgefährdete Deutschland zu begegnen in der Lage ist. Auf beiden Seiten hat die Ju52 an der Entwicklung Anteil genommen; aber in erster Linie ist sie seit 1932 ihren Weg als Verkehrsmittel der Handelsluftfahrt gegangen, und hier hat sie eine Bedeutung auf der Erde erlangt, die im internationalen Luftverkehr einzig dafteht und ihr unter den Großluftverkehrsflugzeugen eine bisher nie gekannte Stellung gibt. Keine Nation, die Flugzeuge baut und Luftverkehr unternimmt, kann sich rühmen, ein Verkehrsflugzeug zu besitzen, das eine Verbreitung gewonnen hat wie die Ju 52. Es fliegt für Luftverkehrsgesellschaften aller Erdteile und ist iry modernen Luftverkehr Vorbild geblieben für Betriebssicherheit und Wirtschaftlichkeit. In Nordamerika begegnen wir ihr, in Kanada; in Südamerika sind es die Luftverkehrsgesellschaften Argentiniens, Uruguays, Brasiliens, Boliviens und Kolumbiens, die mit Flugzeugen dieses Typs fliegen. Nicht leicht ist es, in Südamerika Luftfahrt verkehrsmäßig auf organisierten Strecken zu betreiben, ihn sicher, pünktlich und regelmäßig durchzuführen. Die Hochgebirge Boliviens und die unbewohnten, wasser- und fieberreichen Länder zwischen Bolivien und Brasilien sind nicht nur für unsere Begriffe unwegsam und verkehrsfeindlich. Ueber sie hinweg führt ein Luftweg von Cocha- bamba —Santa Cruz—Corumba nach Rio de Janeiro mit Anschluß an die Transozeanstrecke Natal— Bathurst. Ein Beispiel mag für viele von den Gefahren der tropischen Länder, aber auch von der Wetterbeständigkeit des Flugzeugmaterials zeugen: W ä h - rend des Gran Chaco-Krieges zwischen Paraguay und Bolivien hatte eins der vom Lloyd Aero Boliviano der bolivianischen Regierung zur Verfügung gestellten Junkers Ju-52-Flugzeuge eine Anzahl von Passagieren nach Trinidad an der Nordküste zu fliegen. Der Flugzeugführer verlor bei starkem Nebel die Orientierung und mußte eine Notlandung im Sumpfgebiet des Jbariflusses vornehmen, die glatt verlief. Es war Regenzeit, und die Maschine drohte einzusinken. Auf dem Wasserwege mußte eine Anzahl leerer Benzinfässer herbeigeschafft werden, die unter Rumpf und Tragflächen gelagert wurden und das Flugzeug vor dem Absacken bewahrten. Erst nach drei Monaten mit Beendigung der Regenzeit trocknete der Boden soweit ab, daß^ne Maschine von einer mit etwa 60 Tierhäuten belegten Startbahn abheben und in den Heimathafen zurückkehren konnte. Genau so viel natürliche Hindernisse, aber auch genau so wenig technische Hilfsmittel weist fliegerisch wie organisatorisch der verkehrsarme Süden des südamerikanischen Erdteils bis zum Feuerland auf. Junkersflugzeuge Ju L2 sind hier wie dort die Verkehrsmittel, die regelmäßig starten und landen, dabei wirtschaftliche Ausnutzung bieten und deren Sicherheit es ist, die ba<$ Vertrauen der Bevölkerung erwirbt und hält. Wie anders wäre es bei dem scharfen internationalen Wettbewerb möglich, daß deutsche Flugzeuge seit 1923 in Südamerika Eingang fanden und Sieger blieben. Das mit der Deutschen Lufthansa zusammenarbeitende Kondorsyndikat in Brasilien, das soeben sein zehnjähriges Bestehen feiern konnte, verfügt über em Streckennetz von 15 000 Kilometer und zählt zu seiner Bodenorganisation 24 See- und 15 Land- fluqhäfen. In der Aufbauzeit beflogen es Junkersund Dornierflugzeyge, die hier ihren Ruf als Der- kehrsmittel gerade für Strecken mit schlechten geographischen und atmosphärischen Verhältnissen be», gründeten. Heute fällt der Ju 52 noch ein wesentlicher Teil des Verkehrs des Kondorsyndikats zu, so zum Beispiel auf der Strecke, die als schwierigster Luftverkehrsweg überhaupt gilt, das letzte (territoriale) Glied in der Transozeanstrecke Europa- Brasilien—(Chile): Buenos Aires — Santiago d e Chile. Gerade auf diesem über Oie Anden führenden Langstreckenweg haben die drec- motorigen ju 52 im regelmäßigen Flugdienst ihre noch heute unerreichbare Betriebssicherheit beweisen können. Sobald die vorgesehene Linie von Buenos Aires nach dem Feuerland eingerichtet worden ist, kann beinahe das ganze Südamerika mit Junkersflugzeugen beflogen werden. Der erste deutsche Ganzmetall-Verkehrsflugzeugtyp, die' Funkers F 13 — deren erstes Muster, die D 1, 1920 in den Verkehr gestellt, noch heute wie am ersten Tage fliegt, ist der Vorläufer und Wegbereiter auch dieses internationalen Fluggemeinschaftsdienstes der genannten Länder mit Junkers geworden, der beständig war und geblieben ist, weil er bet r Mamanten-Komödie Roman von Horst Biernaih. 31. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Natürlich, das ist der Grundsatz jedes Mannes, der Erfolg haben will. Und außerdem konnte es nur dem Gehirn eines Ringkämpfers entspringen, mit dem Märchen von der bösen Schrotladyng, einem Kopfoerband und grünem Augenschirm den Eindruck von bedauernswerter Harmlosigkeit Hervorrufen zu wollen. Ein Esel kann sich zur Not in eine Löwenhaut zwängen — aber die Fabel vom Wolf im Schafspelz erschien mir schon als Kind höchst unwahrscheinlich. Ebenso gut könnte ja ein Elefant versuchen, inkognito spazierenzugehen ..." ,^d) verstehe ... .Also deshalb waren Sie so schnell, weil Sie fürchteten, die Konkurrenz könne Ihnen zuvorkommen?" , iti Martini gähnte laut: „Gute Nacht, Trmperly! Und man hörte deutlich, wie er sich mit der flachen Hand tremulierend vor den Mund schlug. „Ach, ich schlafe schon halb. Es war ein anstrengender und aufregender Tag heute ..." Er drehte sich auf die Seite und streckte sich, daß das Bett trachte. Und nach einer Weile, schon aus dem Halbschlummer heraus, murmelte er: „Tolle Geschichten ... Die alte ,Catharina' ... Uno mitten im Ozean ... Ein Dampfer mit knapp dreißig Fahrgästen ... Und da, wie ein Blitz aus heiterem Himmel, ein geraubter Diamantenschatz — betäubte Wächter, lieber» fälle im Dunkeln, eine verwüstete Kabine ... Und da erzählen die Leute, die Zeiten der spannenden Abenteuer wären vorbei ... Nun, bitte sehr — sagen Sie selbst: Worüber beklagt sich eigentlich Ihre reizende Freundin? Wäre das nicht ein prächtiger Stoff für sie?" Humphrey preßte die Finger zusammen, um der Versuchung zu widerstehen, den nächsterreichbaren Gegenstand in Martinis Richtung hinüberzufeuern. Je länger er darüber nachdachte, um so mehr kam er zu der Ueberzeugung, daß dessen niederträchtige Offenheit ihn auch nicht einen Schritt weiterbrächte. Was nützte es ihm, daß das Rätsel um den Unbekannten gelöst war? Dierenbrooks Drohung, Martini zu verraten, war nichts weiter als ein Erpres- sungsmanöoer und ein Druckmittel gewesen. Als Zeuge gegen Martini fiel er aus. Humphrey entkleidete sich langsam. Sein Mut war gebrochen; seine Hoffnungen waren dahin. Er lag lange wach. Eine Niederlage nach der andern hatte dieser Tag ihm gebracht. Immer wieder war Martini ihm entglitten ... Humphrey fand keinen Schlaf. Er wälzte sich nach links und nach rechts und erhob sich bald von feinem Lager. Ueberwach spürte er das leise rhyth- mische Stampfen der Maschinen und das sanfte Erzittern des Schiffsrumpfes, wenn eine* Welle an )er Wandung emporspritzte. Er starrte in den tie- en, matt schimmernden Himmelsausschnitt, den das Fensterrechteck seinem Blick öffnete, und nahm jede Kursänderung des Schiffes wahr, wenn in lang- samem Wechsel gelbe und rote Sterne in den Rahmen glitten und vorüberzogen. Und dann fiel auch ein schmaler Streifen grünen Mondlichts in die Kabine und wanderte, blitzend wie der Messingschenkel eines gewaltigen Zirkels, um den kleinen Einfallschacht kreisend über die blanken Dielen, glitt auf Martinis Bett zu, streifte die Pfosten und kletterte mühelos über sie hinweg, kroch auf die Steppdecke und tauchte ihr buntes Blumenmuster in ein seltsames Licht. Humphrey sah deutlich und scharf Martinis unbedeckte, ruyig atmende Brust und das schlafgelöste Gesicht seines Gegners. Er schlief wie ein Kind, die Fäuste an den Ohren. Er schlief so fest, daß ihn auch nicht das hell auf seine Augen fallende Mondlicht störte ... Humphrey erhob sich lautlos. Wie ei;n Schatten löste er sich aus dem weißen Leinen. Die Zimmerecke, in der sein Bett stand, lag in tiefem Dunkel, und die samtschwarzen Vorhänge der Nacht hüllten ihn dicht ein. Geduckt und unhörbar leise schlich er Martini an. Als wäre er ohne Schwere, so weich und schwebend nahm er seinen Weg. In fieberhafter Spannung beugte er sich über Mdrtini, die Augen von den Lidern halb verdeckt, aber scharf spähend und bereit, in jedem Augenblick davonzuhuschen. Mit dünnen, spitzen Fingern, behutsam und weich, streifte er die leichte Decke noch weiter von der Brust des Schläfers ab. Dunkel und tief senkte sich das Dreieck der Magengrube vor seinem Blick — und ^atmend und bräunlich hob sich die Brust und senkten sich die schlafgelösten Muskeln. Ein merkwürdiges Geheimnis aber birgt diese Stelle des menschlichen Körpers — ein Geheimnis, den Zauberern oer hochgewachsenen Basutos und den Medizinmännern der tapferen Swasis wohlbekannt und Humphrey durch einen alten Diener des Hauses verraten, nämlich, daß jeder Schläfer, leise und ohne Nennung seines Namens angerufen, Antwort geben muß auf jede Frage und, so besprochen, seine tiefsten Geheimnisse verrät, gegen seinen Willen ... Humphrey beugte sich tiefer herab. Seine Lippen berührten fast Martinis Haut. Auf seiner Stirn perlte Schweiß. Er starrte in das dunkle, tief verschätzte Dreieck der Magengrube hinein. Seine Augen saugten sich fest. Seine Lippen formten die brennende, quälende Frage: „Wo, wo sind die Diamanten?" Er lauschte. Der Schläfer krümmte sich, als wehre er sich dagegen, das Geheimnis preiszugeben. „Wo sind die Diamanten? Und endlich Antwort! Dumpf und gepreßt aus dem schlafenden Wundl Antwort —; ,Hn meinem Bauch, Humphrey! Ich habe sie verschluckt, Humphrey!" Und ein Höllengelächter. Und Martini richtete sich auf. • Jrn schmalen Mondkeil stand sein Gesicht grün und grinsend vor Humphreys Augen. Näherte sich. Wuchs entsetzlich und unaufhaltsam. Eine schreckliche Last, die sich über Humphreys Brust wälzte. Die ihm den Atem abschnürte, ihn zerquetschen wollte... „Hilfe!!!!" brüllte Humphrey. Er schrie: „Hilfe!!!" und schlug wild um sich. Drüben sprang Martini aus seinem Bett. Licht flammte auf. Humphrey blinzelte verstört in die schmerzende Helligkeit. „Was ist los? Was haben Sie?" Humphrey schoß das Blut ins Gesicht. „Entschuldigen Sie, bitte!" stammelte er verwirrt und noch immer unter dem Alpdruck nach Atem ringend. „Ich habe geträumt — ich habe scheußlich geträumt." Martini löschte das Licht und kroch wieder unter seine Decke. „Könnten Sie nicht lieber schnarchen?" fragte er dösig. ,;2)a weiß man doch wenigstens, woran man ist." * Mit etwa dreißig Fahrgästen an Bord und mit einer Ladung eiserner Träger für Freetown in Sierra Leone schwamm die „Catharina" auf ihr fernes Ziel zu. Stetig, unermüdlich und mutig nahm sie ihren Weg. Ein winziger Punkt auf diesem riesigen Ozean, dessen Wellen drei Erdteile bespülten. Ein kleiner Dampfer wie tausend andere, deren Rauchfahnen alltäglich zum Horizont wehten... Nein, es war nichts Besonderes an diesem belanglosen Schiff. Nichts, was einen Außenstehenden hätte bewegen können, auch nur drei Sätze darüber zu reden. Der Diamantenschatz? Was war denn das schon? Für ein Schiff, das Südafrika als Ausgangspunkt hatte, eine Alltäglichkeit, so wie für Ceylon Teekisten oder für Bahia Kaffeesäcke. Mit dem Unterschied allerdings, daß hier ein großer Wert in einer kleinen Masse steckte. In vier ober fünf eiergroßen Rohsteinen. Ohne Glanz und ohne Schliff übrigens, wie sich das für Rohsteine versteht. Lägen sie auf der Straße, so würde man wahrscheinlich mit ihnen gedankenlos Fußball spielen ... Und trotzdem: Tatsache war jedenfalls, daß — vielleicht durch die Plaudersucht eines Beamten im Funkdienst, vielleicht durch die Unvorsichtigkeit eines Direktors der Minerüa-Mine oder auch durch die Findigkeit eines Berichterstatters — die Kapstädter Presse Wind von der Geschichte dieses Diamantendiebstahls bekam und daß Kapitän Zantens sachliches Telegramm bereits am zweiten Morgen nach der Tat in gedrängtester Fassung als Schlagzeile über den meisten Zeitungen Kapstadts stand und von dort aus durch die gesamte südafrikanische Kein Wunder, daß die Presseleute Europas und der übrigen Welt aufhorchten, als ihre südafrikanischen Berichterstatter, selbst unsicher und fast entschuldigend, daß sie nicht mehr und nichts Besseres 3u berichten hätten, eine kurze Mitteilung über dieses Kapstädter und südafrikanische Tagesgespräch nach Europa kabelten. Eine Sensation dritten Ranges! Nicht mehr, aber auch nicht weniger! So kam es, daß die kleine „Catharinb" plötzlich in das Schaufenster der Weltneugier gestellt war, mitten ins Scheinwerferlicht des Tagesinteresses^ Denn, wie gesagt, am zweiten Morgen nach der Tat liefen bereits die ersten Nachrichten über den Diebstahl an Bord durch die Blätter. Und die Abendausgaben hatten auch nicht mehr zu vermelden, als daß über der Tat und dem Täter noch immer der Schleier eines Rätsels läge. Nun, wahrscheinlich hätte nach einem gleichartigen Hoteldiebstahl oder Bankraub kein Hahn gekrähtt Die örtlichen Blätter hätten sich mit einem Hinweis begnügt, wie das in solchen Fällen zu geschehen pflegt. Dieser Diamantenraub aber auf dem großen, internationalen Spielfeld des Ozeans, auf jenen Straßen, die allen Völkern der Erde gemeinsam gehören, fesselte die Einbildungskraft in ungleich höherem Maße und beschwor gleichzeitig die lockende und vom Reiz des Abenteuerlichen umwobene Umwelt von Salzwassergeruch und Jan Maats grüner Wunderkiste, von Einsamkeit und fremden Himmeln. ) Wie klein und reizvoll die Bühne, auf der die Ereignisse sich abspielten! Zwei oder drei Dutzend Menschen, auf engem Raum zusammengedrängt, eine vom Zufall zusammengewürfelte Gesellschaft, durch nichts miteinander verbunden als durch ein gemeinsames Reiseziel und durch den Zwang, nach Möglichkeit miteinander auskommen zu müssen. Man stelle sich doch einmal vor: Dreißig Fahrgäste an Bord — das Schiff selbst ein Schauplatz ohne Ausgänge — der Dieb ein Hecht, der in einer Reuse räubert.... Wie war es möglich, daß man ihn noch immer nicht entdeckt hatte? Und was für eine unangenehme Lage für die Mitreisenden! Einer aus ihrem Kreise mußte es sein. Aber wer? Verdacht aller gegen alle! Die Scheinwerfer sausten umher. Aus allen Himmelsrichtungen fielen ihre Fänge über das kleine Schiff her und zerrten es in den Blickpunkt der Oefientlichkeit. Und die Funkstationen überschütteten den fern und einsam seine Straße ziehenden Dampfer mit einer Sturzflut neugieriger Fragen. Zanten antwortete knapp und mürrisch. Ja, der Dieb führe noch immer mit mehreren Längen. Im übrigen aber sei er Kapitän und nicht Presseberichterstatter! Man mußte ihn erbarmungslos schrauben, ehe er sich zu einer Antwort bequemte. Er hatte nicht die geringste Veranlassung, die Namen seiner Fahrgäste xreiszugeben. Und er hatte leinen Der« $erb'-*• fjabe- -MW in W M ft)01 6$S., wriäufifl rM'-h'", fan aom $oM 616 6tel irr, die zur ttuitratiens teufen find' aus köre s°hr.-n -rohen Marmel Int die Kreuz, Memphis"' Z pore wieder bei bzean anfäM tiüt" verbleibt, mehrere Wochei Eine Erklärung dieser Kreuzers »eit ab. Auch fich nicht äuhei jßen Eindruck -fymbolifä Präsident R er während de verstärkun macht entwer Dienstag den^ rmiral Leahy Eineminifteriuir empfohlen, den genannten Bin, tu^lar.en unb, Iber bie Grenz langfristige Rad) bem Vinsc einigten Staaten Lviäoner Flotte mgebaut i rineminiftenum tigung zum A c ten. Es werde Für das nächste mifterium hoff den Bauw ,ken. Während lernet ihn. Die Geschichte kam auf, und Zanten — derselbe Zanten, auf dessen Bücherbord eine Reihe zerlese- ner Philosophen stand — schnauzte den Vater Snyders so gewaltig an, daß dem alten Herrn die Lust verging, Fortuna zum zweitenmal mit dem Terz er ol zu kitzeln. Reverend Smith griff dse Sache von der geistlichen Seite an und drang hart in den alten Sünder, von Zauberwerk und irdischen Trachten zu lUJWIl. „ , Obwohl Zanten alle funkentelegraphischen Nachrichten für seine Fahrgäste einer genauen Prüfung unterzog und einfach strich, was auf die Di am an- tengeschichte Bezug nahm, so hatte er doch die Hoffnung fahren lassen, er könne seinen Mitreisenden lie böse Botschaft ersparen. Dazu waren schon zu siete Leute an Bord, die mit den Ereignissen bereits vertraut waren: Timperly, Martini, Dr. Wildle Baupläne für weitere Kriegsschiffe ausgearbeitet werden. Das Marineministerium forderte im Rahmen der Vinsongesetze bereits 142 Millionen Dollar ür 2 2 neue Schiffe und für die Fortsetzung der Bauarbeiten an 65 Schiffen an. Roosevelt gegen die private Monopolwirtschast. Die Grundsteinlegung der Adols-Hiiler-Schulen Zum Beginn des ersten Bauabschnitts. - In jedem Gau eine Schule. Dill England 43000-1-Schlachischiffe bauen? Werden die japanischen Schlachtschiffbauten England zur Revision seines Flottenbauprogramms veranlassen? Miti! ?il > bä, V" UunbS- Fä£! 1 -m gl-ich-« W iit einem 9«' gälte P setz ad-r d" g auf der dm Dutzend MH ',n3^ N« S^rSeuf- n in aner . daß "Leine nd Liner reisenden' _ Aber Lacht! Nein! Nein! Nein! Dir Stimmung an Bord? Den Umständen angemessen.... Aber während draußen bereits die Spatzen die Geschichte von dem geheimnisvollen Diamantenraub, ton den Dächern pfiffen, lebten die unmittelbar daton Betroffenen, nämlich die Reisenden auf der ,.Catharina , soweit sie nicht in das Abenteuer verstrickt waren, in völliger Ahnungslosigkeit dahin. !Ucht die Spur eines Schattens trübte ihre Stim- Anspruch *"■ Sn91a’nt, 5’m Fracht, -jJQmburg-, ' und auf °ntinent hat ’ehr als ein Rechtfertigung e°gr°Phischen ’n den Lust« rr diese Ma. 1 gehen, Washington, 14. Jan. (DNB.) Der Presse erklärte Roosevelt, daß sämtliche Holdingge- e l l s ch a f t e n in allen Geschäftszweigen abge- ch a f f t werden müßten, weil sie eine ungesunde, pekulatioe und preistreibende Wirtschaftspolitik verfolgten und den Lolkskörper schwer belasteten. Roosevelt führte die Kontrollgewalt der Elektrizi- tätsgesellschasten Und der Großbanken an, deren Organisationen über das ganze Land reichten, und die zahllose kleinere Betriebe und Banken in Tausenden von Orten beherrschten. Die Erklärung Roosevelts wird voraussichtlich alles andere eher erzielen, als das Vertrauen der Geschäftswelt in die Regierung oder das Vertrauen der Bevölkerung in die Konjunkturaussichten wie- derherzustellen. Trotzdem ging Roosevelt noch um einen Schritt weiter und betonte, daß er die E r - richtung städtischer Elektrizitätswerke aus Bundesmitteln unterstützen werde, genau so, wie er aus den Mitteln des Notstandsfonds mit Arbeitslosen Straßen, Wasserwerke und Kanalisationen für tzio verschiedensten Städte und Gemeinden bauen Heß. Wenn die Privatindustrie darin eine Konkurrenz erblicke, so müsse er feststellen, daß er auf Grund der Verfassung das Recht habe, alles $u tun, was für das Wohl des Volkes nützlich sei. Die Privatwirtschaft müsse sich mit diesem Wettbewerb ab finden. Der Präsident schloß feine Ausführungen Einzig und atiein/tne Lenox besaß Humor und Herz. Sie veranstaltete im Rahmen einer traulichen Feier eine Autogrammversteigerung, deren Erlös lern alten Vater Snyders zufließen sollte. Die Autogramme der Lenox lagen ohnehin nicht niedrig im Kurs, an diesem Abend aber erzielten sie Liebhaberpreise: Die luftige Auktion erbrachte vierzig Pfund Sterling — eine Summe, über die der Schiffsarzt den anzüglichen Scherz losließ, bah „man iie doch mehr auf das Konto „Werbungskosten' als auf das der Mildtätigkeit setzen dürfe ... kens, die 'beiden Detektive, die Offiziere Tweedle : und Olefson und schließlich auch noch der Funker i Steffen, den er selbstverständlich ebenfalls ins Vertrauen ziehen mußte. Besonders biß beiden Detektive machten Zanten chwere Sorgen. Sie hatten sich von ihrer. Nieber- age rasch erholt und setzten, was ja leicht zu ver- tehen ist, alles daran, um ihre Schlappe gutzumachen. Sie waren mit Zantens Maßnahme, die Sachlage vor den Fahrgästen gcheimzuhalten, durchaus nicht einverstanden und erklärten ihm sehr deutlich, daß ihnen die fröhliche Stimmung an Bord höchst gleichgültig sei. Zum Glück waren die Direktoren der Mine einsichtig genug, auf einen aus» ührlichen Bericht Zantens hin ihre Beamten anzuweisen, sie hätten sich in jeder Hinsicht nach den Anordnungen des Kapitäns zu richten. . Die Detektive fügten sich nur widerwillig diesem Beschluß; sie beschuldigten Zanten heimlich sogar, er habe ihnen einfach eine erfundene Antwort eingehändigt; diesen Verdacht offen auszusprechen getrauten sie sich denn allerdings doch nicht. Um die Zeit aber nicht ungenutzt verstreichen zu lassen, zogen sie zunächst auf drahtlosem Wege genaue Erkundungen über alle an Bord befindlichen Personen ein. Wenn sie auch an der Täterschaft Martinis nicht einen Augenblick zweifelten, so folgten sie hierbei doch der nicht unbegründeten Vermutung, daß Martini einen Helfer an Bord haben müsse. . r Die rasch eintreffenden Auskünfte wiesen zum Teil merkwürdige Unstimmigkeiten mit den per« sönlichen Eintragungen der Fahrgäste in der Pas- sagierliste auf — derart überraschende Unstimmigkeiten, daß es sich auf jeden Fall verlohnte, die betreffenden Persönlichkeiten scharf unter die Lupe zu nehmen. Ihre mehrfachen Bemühungen, Herrn Humphrey Timperly zum Verbündeten zu gewinnen, scheiterten allerdings. Der wies jeden Annäherungsversuch mit der starren Absage zurück, er wolle mit dieser Geschichte nichts mehr zu tun haben. Vielleicht hatte er das Rennen wirklich aufgegeben? z . v <_ Sein Versuch jedenfalls, Dierenbrook, den Mann mit dem Kopfschuß, zu Überrumpeln, war ein glatter Mißerfolg gewesen. Obwohl er nicht mehr daran zweifeln konnte, daß Dierenbrook tatsächlich der Kerl gewesen war, den er — oder der ihn : überrascht hatte, so mar er bei der Aufwartung, > die er ihm gemacht hatte, so unrühmlich angefah- ren worden, daß ihm die Lust zu einem zweiten - Versuch, Dierenbrook zu einer Ayssage gegen Mar- 1 tini zu veranlassen, gründlich vergangen war. - Humphreys gereizten Hinweis, er werde nicht zö- . gern, Dierenbrooks Rolle bei dem Diamantenraub i Zanten zu unterbreiten, beantwortete der Kerl mit i der höhnischen Frage, ob Humphrey ihn vielleicht . dabei photographiert habe, und die Erkundigung, Jtoie et seinen Kopfputz zu rechtfertigen gedenke, London, 15. Jan. (DNB. Funkspruch.) „Daily Telegraph" berichtet, daß Japan augenblicklich eine Anzahl von Schlachtschiffen auf Kiel lege die d i e größten der Welt fern werden. Hm ei dieser Schiffe, die je eine Verdrängung Jon 43 000 Tonnen hätten, seien bereits im vergangenen Jahre auf Kiel gelegt, zwei weitere würben in Kürze in Bau gegeben werden Das britische Flottenbauprogramm für 1938 sehe drei bis fünf Schlachtschiffe vor, die an und für sich 35 000 Tonnen haben sollten. In Anbetracht des japanischen Bauprogramms (et es aber möglich, daß sie größer sein würden. Japan fülle kürzlich auch 10 0 0 0 -Tonnen- Kreuzer auf Kiel gelegt haben, die mit Geschützen von acht Zoll (= 20,3 cm) Kaliber bestückt seien. Wenn sich dies bestätige, bann würbe dies auch eine Revision ber Kreuzer- arenze bedeuten, die bisher 8000 Tonnen bzw. beschütze von 6 Zoll (= 15,2 cm) Kaliber betragen habe. Amerikanischer Kreuzerbesuch in Gingapore und Sidney. Eine symbolische Demonstration. Washington, 14. Jan. (DNB.) Nach den Besprechungen Präsident Roosevelts mit dem Chef des Abmiral'stabes und Außenminister Hüll, war verlautbart worden, baß sich die Vereinigten Staaten „Nichts", antwortete Humphrey abweisend. „Und Sie waren ber einzige Kopf, ber noch mal einen gescheiten Gedanken hatte!" klagte Zanten düster. „Die beiden Kerle von der Mine sind ja ausgemachte Trottel. Die werden es so lange treiben, bis auch noch hier an Bord der Teufel los ist." . _ , „Haben Sie mich rufen lassen, um nur diese Neuigkeiten aufzutrschen?" fragte Humphrey un- liebenswürdig. Zanten schüttelte den Kopf: „Nein — wegen einer anderen Sache. Ich habe es bisher verschwiegen, daß dieser Diebstahl draußen ziemlich viel Staub aufwirbelt..." Er deutete mit dem Kopf nach Osten, wo weit hinter grünem Wasser und weißen Wolken -die große afrikanische Küste lag' „Ja, Humphrey, so stehen die Dinge: Durch einen blöden Zufall ist die Geschichte dieses Gauner- streichs in die Zeitungen gekommen und erregt unbegreiflicherweise in der ganzen Welt Aufsehen. Die Blätter sind voll dayon ..." „Um Gottes willen — das hat ja gerade noch gefehlt!" rief Humphrey erschrocken. Die Eiskruste schmolz von seiner Brust. Er bedauerte Zanten aufrichtig, den guten alten Onkel Paul. „Ja", seufzte der alte Herr, „das hat mir ge- rabe noch gefehlt! Vielleicht werden Sie verstehen, Humphrey, baß ich biefe,9Benbung unter allen Umständen verschweigen möchte, auch bann, wenn die Diebstahlsgeschichte selbst sich an Borb herumspre- chen sollte? Aber wissen Sie, ich wünsche mir keine Trauerkränze unb Beileibsbesuche, bevor ich nicht enbgültig tot bin. Herr Tweedle hat leider so eine vertrackte Art, sich die Erbmasse anzusehem ehe man noch den letzten Schnaufer getan hat..." Humphrey nickte. Es rührte ihn, daß Zanten so hoffnungslos sprach. Er machte einen Versuch, den alten Herrn zu trösten „Ach, lassen Sie nur, mein guter Junge! wehrte Zanten wehmütig ab. „Aber noch hab' ich den Spiegel nicht verhängt .." Er ging zu seinem Schreibtisch, öffnete eine Schublade und kam mit einem beschriebenen Blatt in ber Hand zurück. „Dor einer halben Stunde brachte mir Steffens diesen Funkspruch. Er ist für Fräulein Hollerthau bestimmt. In Berlin aufgegeben und über Kapstadt in unsertz Antenne gelaufen. Er enthalt die Aufforderung, ihre Berliner Schriftleitung über bie neuesten Wendungen in der Diebstahlssache auf dem laufenden zu Haltenr Und nun wollte ich Sie bitten, Humphrey — da mir diese Geschichten wirklich über den Kopf wachsen und zum Halse heraus- hängen —, Fräulein Hollerthau den Funkspruch zu übermitteln und sie gleichzeitig über die Lage an Bord zu unterrichten. Ich stelle ihr frei, ellenlange Berichte nach Berlin zu fabeln; nur bitte ich Sie, Ihre Freundin daraus aufmerksam zu machen, daß dieser Raub für bie übrigen Fahrgäste vorläufig , noch ein Geheimnis bleiben muß." (Fortsetzung folgt.) machen, baß bas von charakterlicher Eigenart oder einer besonderen Lebensgeschichte geprägte Gesicht sich gegenüber dem Gesicht durchsetzt, das „süß im Sinne eines begeisterten Backfisches ist. Ein amerikanischer Regisseur, Tay Garnedt, hat jetzt zehn Gebote für angehende Filmstars erlassen. Darin finden sich allerlei Selbstverständlichkeiten, so der Rat, nur nach Hollywood zu kommen, wenn der Anfänger wenigstens sechs Monate bequem ohne Hoffnung auf einen Pfennig Honorar leben kann ober im Falle bes Erfolges eifrig zu sparen, sintemalen Hollywoob Menschen frißt unb liebens- würbigerweise auch roieber ausspeit. Aber bas vierte Gebot bes amerikanischen Filmregisseurs lautet klar und deutlich: „Versuchet nicht auszu- sehen wie ein anderer Star. Diele Stars sind in den Hintergrund gekommen, weil sie einander so heftig glichen. Hollywood ist auf der Ausschau nach neuen unb unterschieblichen Gesichtern." Ein Schutz — drei Elefanten. (hk) Nairobi. Man möchte vielleicht von einem sehr kräftigen Jägerlatein sprechen, wenn man von einem Schuß hört, burch den brei Elefanten getötet wurden. Selbst Münchhausen würde hier einen Augenblick gezaudert haben. Aber der Fall ist durch das Zeugnis von mehreren Regierungsbeamten bestätigt. Es ist also nicht daran zu zweifeln. Freilich handelt es sich nicht um einen normalen Schuß, sondern um eine Kugel mit sehr merkwürdigen Folgewirkungen. Der Jäger, der in Uganda auf bie Elefantenjagd ging, hatte bisher noch nie große Erfolge zu verzeichnen gehabt. Der Schuß aber, den er dem Elefanten, den er aufs Ziel genommen hatte, versetzte, war so gut, daß der Dickhäuter tot zusammenbrach Aus Anlaß der heute von Waldbröl im Gau Köln-Aachen vorgenommenen Grundsteinlegung für bie z.ehn ersten Abolf-Hi-ler-Schulen gibt der Inspekteur ber Abolf-Hitler-Schulen, Ge- bietsfiihrer Petter, Einzelheiten über bas große nationalsozialistische Erziehungswerk der Partei und der Hitler-Jugend bekannt. Vor einem Jahr hat der Führer und Reichskanzler die Verfügung über bie Grünbung ber Abolf-Hitler-Schulen erlassen, am 19. April 1937 rückten bereits bie ersten 300 Pimpfe aus zehn Gauen als erster Jahrgang in die Ordensburg Krössinsee unb später in bie Drbensb-urg Sonthofen ein. Auch der zweite Jahrgang wirb Ostern 1938 zunächst bie Drbensburg Sonthofen beziehen, bis bie neuen Abolf-Hitler-Schulen fertiggestellt sind. Das Ziel ist, in jssdem Gau eine Schule zu errichten, wobei sich bie Große der Schulen nach der Bevölkerungszahl der einzelnen Gaue richtet. Im ersten Bauabschnitt hat nun Reichsorganisa- tionsleiter Dr. Ley die Mittel für zehn Schu- l e n genehmigt. Die besten Baumeister des Dritten Reiches sind mit ber Herstellung ber Entwürfe urtb Baupläne beauftragt worben. Nachbem ber Führer bie Pläne persönlich geprüft unb genehmigt hat, kann jetzt mit dem Bau begonnen werben. Am heutigen Jahrestag ber Entstehung ber Abolf- Hitler-Schulen wird nun von Waldbröl aus die vorläufig nicht von den Philippinen zu- . rückziehen würden, sondern bis 1960 in engen wirtschaftlichen Beziehungen bleiben wollten. Heute ist nun bekanntgegeben worben, baß brei ber amerikanischen Kreirrer, bie zur Teilnahme an der 150-Jahrseier Australiens bereits aus San Diego ausgelaufen find, auf englische Einladung nach Singa- jore fahren werden, um an der Eröffnung der -roßen Marinedocks teilzunehmen. Es handelt sich im die Kreuzer „Trendon", „Milwaukee" und «Memphis", die sich nach ihrem Besuch in Singa- jiore wieder ber amerikanischen Flotte im Stillen vzean anschließen. Der vierte Kreuzer „Louis- ville" verbleibt, verschiedenen Einladungen folgend, mehrere Wochen in den australischen Gewässern, (sine Erklärung darüber, welche Bedeutung man Lieser Kreuzerfahrt zu geben habe, lehnte Roose- uelt ab. Auch im Staatsdepartement wollte man sch nicht äußern, unternahm aber auch nichts, um |en Eindruck zu verstreuen, daß es sich um eine «symbolische Demonstration" handele. Präsident Roosevelt hat heute angekündigt, daß er während des Wochenendes feine Botschaft über Verstärkung der amerikanischenWehr- macht entwerfen werde, um sie am Montag oder Dienstag dem Bundeskongreß zu übersenden. Admiral Leahy erklärte Pressevertretern, das Marneministerium habe dem Präsidenten Roosevelt empfohlen, dem Kongreß eine Abänderung des so- jenannten Vinson-Flottenbauprogrammgesetzes vor- iuschlagen und, um die Ermächtigung nachzusuchen, ber die Grenzen des Vinsongesetzes hinaus em langfristiges Bauprogramm festzulegen. Nach dem Vinfongefetz sollte die Flotte der Vereinigten Staaten bis 1940 bis zu der im abgelaufenen Londoner Flottenpakt vorgesehenen Vollstärke ausgebaut werden. Leahy erklärte, das Marineministerium wünsche zunächst nur eine Ermächtigung zum Bau weiterer Schiffe zu erhalten. Es werde jedoch keine weiteren Bewilligungen für bas nächste Rechnungsjahr verlangen. Das Ministerium hoffe aber, sofort Bewilligungen für len Bau weiterer Hilfsschiffe zu erwirken. Während der Bauzeit dieser Hilfsschiffe würden mung. Sogar der Gott des Meeres und der Winde ‘meinte es gnädig mit ihnen: Der dritte Kajüten- , teward snyders, ein uraltes, zahnloses Männchen, »er zur Aushilfe mitfuhr und hauptsächlich den Gelegenheitsposten einer Reinmachefrau bekleidete, Hessen Broterwerb also aufs engste mit dem Barometerstand verknüpft war, wandelte kummervoll lind enttäuscht durch bie Gänge. Am brüten Tage ter Fahrt schoß er, aus Verzweiflung über die spiegelblanke See und bas Wohlbefinden ber Fahr- -äste, aus dem Bullauge des Stewardlogis heimlich mit einem Terzerol auf einen Hai. Das nämlich -alt als sicherstes Mittel, um Neptun zu erzürnen ... Er traf den unangenehmen Begleiter der „Catharina" freilich nicht — dazu zitterten ihm schon viel zu sehr die Hände —, aber der Knall kleine Druckerei vorgesehen, die mit den modernsten Unterrichtshilfsmitteln ausgeftaltet werben. Die Unterbringung der Schüler. Besonderer Wert wird auf die Unterbringung der Adolf-Hitler-Schüler gelegt. Die Jungen werden in größeren Gruppen ber verschiebensten Jahrgänge in einzelnen Wohnhäusern zusammengefaßt. Die Mahlzeiten werden von der gesamten Schuler- schäft in einem großen Speisehaus gemeinsam eingenommen, bas allen Erfordernissen der Neuzeit gerecht wird. Jedes Schulhaus bekommt ein eigenes Krankenhaus mit eigenem Arzt unb Zahnarzt. Dazu kommen noch die nötigen Verwaltungsgebäude, Wachgebäude und Personalwohnhäuser. ♦ In der Nähe der Adolf-Hitler-Schule in Waldbröl wird gleichzeitig der Grundstein 3ur er ff en Ur eis bürg Deutschlands gelegt, in der alle Partei- und Vehördendienststellen des Ureises zusammengesaßt werden sollen. Nach diesem Vorbild soll künftig jeder Ureis einen Mittelpunkt für das gesamte politische Leben erhalten. feierliche Grundsteinlegung für die zehn Schulen des ersten Bauabschnitts erfolgen. Oie Baupläne. Schon bie bauliche Gestaltung der Schulen, wie sie bie vorliegenden Pläne erkennen lassen, zeigt, mit welcher Großzügigkeit dieses Erziehungswerk in Angriff genommen wirb. In ber Anordnung ber (äebäubegruppen kommt deutlich ber nationalsozialistische Erziehungsgrundsatz zum Ausdruck, daß Körper, Gei st und Seele eine Einheit bilden. Die sportlichen Anlagen umfassen Sportplätze, Spielfelder, Hindernisbahn, Freischwimmbad, Schwimmhalle und Turnhallen, wobei alle Einrichtungen nach den modernsten Grundsätzen angelegt sind. Für bie geistige E r - Ziehung sind die Klassenzimmer, Arbeitsgemeinschaftsräume, Hörsäle, Sondersäle für Physik, Chemie, Biologie, Sprachen, eine große Bücherei mit Lesesaal u. a. bestimmt. Der musischen Erziehung dient ein großer Feiersaal mit Ehrenhalle unb Glockenturm, der bie Krönung ber ganzen Anlage bilben wirb. Für bie zweckmäßige Ausgestaltung der Musikstunden stehen ein großer Gemeinschaftssaal mit Bühne unb Tonfilmanlage, Mu- sikzimmer, Uebungsräume für Chor unb Orchester, Cinzelübungskammern, Spielzimmer ufw. zur Verfügung. Für bie handwerkliche Erziehung sind Werkstätten für Eisen, Holz, Leder und eine mit dem Hinweis, daß es der Privatwirtschaft allerdings überlassen bleibe, ihre Verdienste auf eine Hohe herabzusetzen, die recht und billig sei, um mit den städtischen Betrieben konkurrieren $u können. Der freie Wettbewerb bleibe em Grundsatz ber amerikanischen Verfassung. „Glücklichere Beziehungen." Der britische Verteidigungsminister würdigt dieNenjahrsansPrnche desFührers L o n b o n , 15. Jan. (DNB- Funkspr.) Der englische Verteidigungsminister I n s k i p ging in einer Rebe über den Stand ber englischen Ausrüstung auch auf bie Neujahrsansprache bes Führers ein, in der ber Führer bie friedlichen Ziele ber nationalsozialistischen Regierung unterstrichen hatte. Der Verteidigungsminister erklärte: Wenn ich lese, baß Adolf Hitler als Antwort an die Vertreter anderer Länder bei seinem Neujahrsempfang faate, baß er auf ein Jahrbes Friedens hoffe und in die Zukunft sehe, um für den Frieden unb bas Glück seines deutschen Volkes zu arbeiten, so bin ich bereit, dies als solches hinzuneh - men, danach zu arbeiten unb darauf glücklichere Beziehungen zwischen Deutsch- lanb und England aufzubauen. Ich muß das, was Adolf Hiller gesagt hat, herzlich erwidern. Der Verteidigungsminister wies bann die Vorwürfe unb Anschulbigungen, bie in letzter Zeit, insbesondere von einem Teil ber Linkspresse, gegen die englische Flugzeugindustrie und auf den Luftfahrtminister Lord Swinton selbst erhoben worben sind, entschieben zurück. Jnskip erklärte, baß er in bem, was in den letzten Jahren in ber englischen Luftwaffe getan wurde unb was noch zu tun übrig bleibe, nichts entdeckt habe, was zu bedauern ober zu beklagen wäre. Die Erzeugung , ber Flugzeugmotoren nähme zu unb übertreffe fo- : gar bie Erwartungen. Die „Schattenfabriken", die , nur im Kriegsfälle für die Rüstungsindustrie voll > ausgebaut werben sollen, seien im wesentlichen voll- > endet. mit ber höchst einfachen Bemerkung, es stünde in den Beförderungsbedingungen ber „Catharina" nichts bavon, mit was für einer Kopfbedeckung man an Borb zu erscheinen habe. Nein: Humphrey hatte nicht bie geringste 23er- anlassung, mit diesem Mißerfolg hausieren zu gehen, unb für bie Auffindung ber gestohlenen Diamanten war es schließlich burchaus gleichgültig, ob Martini oder Dierenbrook bie beiden Detektive umgelegt hatte. Humphrey zog sich zurück. Er wich Zanten aus. Er ging aber auch jebem Gespräch mit ben Mitwissern bes Geheimnisses möglichst aus bem Wege. Er verkehrte mit Martini in einem gleichgültigen, höflichen Ton, aber er vernachlässigte auch Carola. Denn er hatte bie Fahndung nach dem Dieb keines- wegs aufgesteckt! Er übkrließ es Martini, Carola zu unterhalten und ihr Gesellschaft zu leisten, und bemerkte mit eifersüchtigem Zorn, wie angeregt sie mit Martini plauterte, wie neu und verwandelt ihr Lächeln war und wie sorgfältig sie Schmuck und Kleidung aufeinander abstimmte. Er ließ es geschehen. Er war wie behext. Die sichere Ruhe Martinis machte ihn rasend. Er hatte Stunden tiefster Hoffnungslosigkeit, Stunden, in denen er nahe daran war, an ber Lösung des Rätsels zu verzweifeln. Aber biese Augenblicke ber Mutlosigkeit gingen vorüber, unb er verbohrte sich immer tiefer in seinem Ehrgeiz, Martini zu überlisten und bas Versteck ber Steine zu entbecken... So standen bie Dinge, als Zanten Humphrey zu sich rufen ließ. * Der alte Herr sah recht vergrämt aus. Die letzten paar Tage hatten ihn mächttg mitgenommen. Er rückte Humphrey einen Stuhl hin. „Sie sind mir in jüngster Zeit aus bem Wege gegangen, Hum- phrey", begann er matt, „Sie haben mir meine offenen Worte wegen der Tweedle-Geschichte doch nicht etwa übelgenommen?" „Durchaus nicht!" erwiderte Humphrey kühl. „Sie waren ja durchaus im Recht, und ich hoffe, Sie find inzwischen in unserer Angelegenheit ein ordentliches Stück weitergekommen." „Nun werden Sie auch noch ironisch, Humphrey! murrte ber alte Herr bitter. „Unb bie Geschichte ist auch ohne Ihre Ironie hoffnungslos genug." „Ja, bas kommt mir allerbings auch so vor", bemerkte Humphrey ungerührt. „Darf man vielleicht erfahren, was Sie nun eigentlich zur Auffindung ber Steine unternommen haben?" „Wir haben den Kasten von oben bis unten durchsucht. Was bleibt-uns auch sonst übrig?" „Alles ©ute!" t „Seien Sie nicht fo stachlig, Humphrey! bat Zanten. „Sie fühlen sich ganz zu Unrecht von mir । gekränkt. Es lag nie in meiner Absicht, Sie zu be- : leidigen. Helfen Sie mir lieber, diese verdammte : Nuß zu knacken, an ber ich mir meine letzten echten , Zähne ausbreche! Haben Sie was Neues zu ver- , melden? Haben Sie irgendeine Spur entdeckt^ Geschichten ans aller Welt. „Nene Gesichter" in Hollywood. B. D. Los Angeles. Der „letzte Schrei" ber amerikanischen Filmindustrie lautet: „Neue Gesichter". Selbst in ben Vereinigten Staaten ist bas Publikum ber zum Klischee geworbenen „Filmvisage" überbrüffig geworben. Also geht bie Jagb auf neue eigenartige ober wenigstens persönliche" Gesichter los. Tatsächlich konnte man schon vielfach' bie Beobachtung Leistungsfähig sein, vorankommen, mehr verdienen, dazu braucht man gute« Sehen I Oder die tadellos angepaßte Brille von (ssstD Optiker^ || a.Bahnhof XÄ VllVl Lieferant auch Ihrer Krankenkasse allen i übet A Ja: So unbeschwert war bie Stimmung an Bord. OE" SIber natürlich konnte es nur eine Frage ber Zeit sein, baß bie buntlen Wolken bie „Catharina er- Att-h-Ä - Achten, ........ ....... 31 , flyj bet *«* bie Stabt dienst-M) i Europas und ihre sübasrika« t unb fast ent- nichts Besserer ülung über bie- Tagesgespräch an dritten Ran« Niger! larinb“ pW-h ,r gestellt war, lagesinteresses., irgen nach der djten über d-" Und di« W" ' vermelden, als nod) immer oer / zeigen in dankbarer Freude an Zentgraf. 219D Ansdiliebend TANZ 245D Ströl / 85 V 236D < Seltersweg 81 243D In sämtlichen Räumen des Klubs. 817D Ein Straßenbahnwagen macht sich selbständig. Eintrittskarten 50 Pf. (einschließlich Programm und Tanzgeld) im Vorverkauf bei Challier. Restkarten an der Abendkasse 60 Pf. Dauer der Ausstellung: Sonntag, den 16. Januar bis Sonntag, den 6. Februar 1938 Bezirksstelle Gießen Max Unger t, Frankfurter Str. 57 Städt.Verkehrsamt Wetzlar Anmeldung in allen großen Reisebüros Kaufen Sie Gemütlichkeit Frankfurter Künstler der Gegenwart I8e>'chsbahnrat Leopold Niederstraßer und Frau Johanna, geb. Lehre Hauptberuf!. Mitarbeiter werden noch eingestellt. Vorstellung tägl. 18-19 Uhr ___________________________95 V Kohlen KokS 6452 D Briketts Holz Torfi Dungkalk H. Glattes Holm Frankfurt. Str.19 Mühlstraße 18 Tel. 3144 3145. AutoanSelbstfahrer ku vermieten Tel. 4335 R85?D Fabrikniederlage C. Seibel, Frankfurter Str., 0. Winterhoff, Kreuz- platz 9/10, Herrn. Elges, Seltersweg 66. Grün berg: Karl Schott u. sämtliche Filialen. Laubach: Solms-Laubacher Drog.Karl Klein Besuchszeit: Sonntags von 11 bis 13 Uhr Werktags von 17 bis 18 Uhr Anmeldungen für das neue Schuljahr und Auskünfte jederzeit in- Schulgebäude, Gießen. Goethestr. 32, Ruf 2486. Eintritt für Mitglieder frei, für Nichtmitglieder 30 Pfennig: für Militär, Studenten und Schüler 10 Pfennig Gießen lMihelmstr.öv), den n.3anuar 1938 257D und einen Hügel hinabrollte. Im Rollen traf er auf einen zweiten Elefanten, den er umwarf. Dieser zweite Elefant riß einen dritten mit sich, diese drei Tiere glitten nun über den Hügelrand in eine Schlucht hinunter. Eine Stunde später konnte der Jäger die drei Kadaver erreichen und zu seiner eigenenen Verwunderung den Tod von drei Elefanten durch einen einzigen Schuß konstatieren. Die schüchterne Patientin. (—) Aberdeen. Ein bekannter englischer Arzt erlebte folgendes: Zu ihm kam eine alte Engländerin, die ihm mit niedergeschlagenen Augen erzählte, sie habe sich an einem Knie verletzt. Als er die Ansicht vertrat, das Knie sehen zu müssen, um es behandeln zu können, trat eine verlegene Pause ein. Endlich griff die Patientin zu einem Paket, das sie mitgebracht hatte. In dem Paket befand sich eine große Puppe — selbstverständlich vollkommen angezogen. Dieser Puppe streifte sie vorsichtig das Röckchen in die Höhe und zog das Strümpfchen herunter und zeigte dann auf einen bestimmten Punkt am Puppenknie und sagte: „Sehen Sie, Herr Doktor, an diesem Punkt habe >ch mein Knie verletzt!" Was sollte der Arzt anderes tun? Er ließ sich den Fall beschreiben und gab bann seine Anweisungen an Hand der Beschreibung am Puppenknie. Das verdächtige Kutzhändchen. (es) Paris. Zwei Polizeibeamte waren eines Mittags auf eine Frau aufmerksam geworden, die in der Nähe des Gefängnisses aus ihrer Wohnung merkwürdige Zeichen zu den vergitterten Fenstern hinaufschickte. Sofort witterten die Beamten irgendeinen myste- sich an die Gerichte zu wenden und dort fein Recht zu suchen. Er klagt auf Exmission, wenn diese auch im Augenblick nicht nötig ist, da Ben Moktar mit seinem Kamel bereits in die Heimat abgereift ist. Aber wenn nichts geschähe, stünde ja seine Wiederkehr drohend bevor. Deutscher Lloyd Lebensversicherung A.-G., Leipzig Geschäftsstelle: Frankfurt a. M., Kaiserstraße 37 NERVENSTÄHLEND, BLUfERNE'UERND! Zweijährige Handelsklasse für Schulentlassene mit 8jähr. Schulbildung. Ziel: Mittlere Reife (früher Einjährig - Examen genannt). Für Mädchen auch Kochen u. Nähen Schulgeld RM. 17.-, keine Nebengebühren. Ein- u.halbjährige Handelsfachklasse Schulgeld RM. 19.- keine Nebengebühren. 19 HHJ Im neuen Jahr getunt) bleibenl Die Doppel- herz=Kur beginnen! DOPPELHERZ viel angenehmer trägt sich die druckfreie Maßbrille von vsmA Optiker Magnus Seltersweg 33. Ihr Kassenlieferant WWSsMlW in der Stadtkirche Sonntag, den 16. Januar 91/2 Uhr Predigt: Oberkirchenrat Oberhessischer Kunstverein Turmhaus am Brand ADOLF HITLER- POLYTECHNIKUM Hoch-u.Tiefbau,Maschinenbau,Betriebstechnik, Elektrotechnik, Ing -Kaufmann, Auto- u. Flugzeugbau, Lehrwerkstätten staatlich anerkannt.— Drucksachen frei. . FRIEDBERG i. H, Verschönern Sie sich Ihr Heim mit geschmackvollen Fenster- Dekorationen, mit schönen Teppichen und bequemen Polstermöbeln. Kaufen Sie auch unsere guten Stepp- upd Daunendecken. Bei unserer großen Auswahl finden auch Sie bestimmt das Richtige und dabei so preiswert . . - Schutz gegen Nässe und Kälte durch unsere gute Schuh-Reparatur unser AnfäoOer-LebrOanO in Maschinenscbreihen findet nicht wie vorgesehen Montags und Donnerstags, sondern DienstafSandFreitags jeweils in der Zeit von 20.45 bis 21.45 Uhr in der öffentlichen Handelslehranstalt, Wernerwall Nr. 11 statt. 232° Beginn: Dienstag, 18. Januar 1938. Anmeldungen werden zu Beginn des Unterrichtes noch entgegengenomm. Deutschs- SteeoGralenschalt Ortsverein Gießen. Ses «er •"«, " "‘Weif , D ®ne$ Sntenbar J ‘in Here . ™ einmal, a|, ;in=" Stuhl aef «nb aut b 32J Meten ■jofienbem Quf, beibe? ff?1 "tratz, > Sie totlj),; tot einer ff* |c 'hen Beachten Sie unsere Preise im Schaufenster Scbuli InstandsetzniiO „Hansa“ Marktplatz 2 W.& H.v. Soosten u. H. Rabbe Marktplatz 2 216 A L.-B.Volkstum und Heimat G in Verbindung mit Gleibergverein, H.-Vg. Scbiffenberg, H.-Vg. Staufenberg Samstag. 22 Januar, um 20 Uhr im Caf6 Leib: Giefeener Heimatabend Der Bauersche Gesangverein, der Handharmonika-Club Nurtsch und der Volkstanzkreis des L. V. H. wirken mit. Auf viele' Der Zv-kernl T$** rSg ,, In Vberheffen Aktien - 3l Friedberg. Umfang nach der Lampagm Jonen beschnei man bedenkt, ^ der Zuckerrübe Prozeß ist, der gen voraussetzt die Aufgabe, d treuen', der W' Rohrzucker kor jtungsganges n i'Tuncj. Die Zuckerfl schaftliche Be. Fernerstehende La, selbst in i sie der Bevölke Lerger Bevölkc Ws Lieferanter -wenig bekannt Harstellt! We , fährt, kann sie Lem Reisenden Kestreckle Wer? Gleisanlagen be fabrit ffriebberg Vogtsche Privat-Handelsschule Gießen, Goethestr.32 riösen Anschlag. In aller Eile besetzte man die Fenster, von wo aus man die Wohnung jener Frau genau im Auge behalten konnte. Im Sante-Ge° fängnis selbst traf man umfassende Sicherungsmaßnahmen. Und dann schritt man überraschend zur Verhaftung der Zeichengeberin. Doch die Beamten mußten bald enttäuscht ihren bösen Verdacht fallet lassen. Die Frau war wirklich ein harmloses Erdenwesen. Da ihr die (Befangenen leid getan hatten, hatte sie ihnen wenigstens jeden Tag ein paar Kuß- h'ände hinübergeschickt. Ist das Kamel ein Haustier? . C.K. Paris. Eine schwierige Frage werden die Pariser *Ge- richte demnächst zu entscheiden haben. In der Weltausstellung war der Kamelführer Ben Moktar aus Tunis tätig, der auf der Schwaneninsel auf seinem Kamel Kinder und auch Erwachsene spazieren reiten ließ. Er hatte sich in einer Pariser Straße mit längerem Kontrakt eine Wohnung gemietet, und in diese brachte er jeden Abend fein Kamel mit. Natürlich entstand große Aufregung im Viertel, da man doch nicht mitten in der Stadt in einem Miethause« ein Kamel unterbringen könnte, und der Hausbesitzer schritt ein. „Ich will kein Kamel in meinem Hause", erklärte er. „Wie beliebt?" fragte Mn Moktar und holte ruhig seinen Kontrakt hervor. „Was steht da drin? Weder Katze, noch Hund, noch Papagei dürfen im Hairse gehalten werden", las er mit Betonung vor. „Aber von Kamelen steht nichts darin!" Damit blieb er in der Wohnung und kündigte auch feine Absicht an, wenn die Weltausstellung im nächsten Jahre wieder eröffnet würde, dorthin zurückzukehren, da sein Vertrag so lange laute. Was blieb dem Hauswirt anderes übrig, als 7 Tage Wintersport In dem idealen Skigebiet mit alpinem Charakter der Schwarzwald - Berge Feldberg 1495 m, Berzofienbom 1415m, Schanlnslani 1286 m Sonderfahrt zum Besuch der Deutschen •Skimeisterschaften 6. bis 13. Februar Teilnehmerpreis Mk. 65.50 an Veranstalter: Schwarzwald-Reisebüro, Freiburg-Breisgau, inVerbindung mit dem Hapag-Reisebüro, Gießen IurAuMäruns! Hiermit zur allgemeinen Kenntnis, daß unbeschadet des Ausgangs der Teilungsversteigerung und deren tvtl Wiederholung mein Betrieb sich nach wie vor in Gießen, Oiezstraße 11, befindet. oi78 L.Sratz, Heilgehilfe undMasseur Notieren Sie bitte: g FcbrUaF 1938 D DAC. - Kostümfest „Start in den siebenten Himmel" — Ganz groß! C. K. 35 u b a p c ft. Als an einem der letzten Morgen Bewohner von Budapest, die schon um halb sechs Uhr früh die Straßenbahn am Südende der Margaretenbrucke nehmen, den hellerleuchteten und geheizten Wagen fast voll besetzt hatten, um in die innere Stad zu fahren, waren sie sehr erstaunt, daß kein Fahrer und kein Schaffner zu sehen war Es kam auch längere Zeit kein Beamter, und schließlich wurden die Fahrgäste, die ihre Zeit zu versäumen fürchteten, ungeduldig und wandten sich an einen Polizisten in der Nähe. Auch dieser wußte nicht, was los war; man nahm schließlich an, es sei einem der beiden Straßenbahnbeamten unwohl geworden und man habe ihn zur nahen Apotheke gebracht, aber auch dort wurde niemand gefunden. Jetzt rief der Polizist bei dem Straßenbahnhof an und verlangte Erklärung. „Der Fahrer und der Schaffner sind hier , erklärte ihm ein Beamter, „der Wagen ist ausge- rissen!" In der Tat erfuhr man dann, daß der Wagen, nachdem er aus der Halle gebracht und auf den Schienen stehen geblieben war, auf dem abfallenden Gelände erst langsam, dann schneller av- gefahren war, ohne daß es irgend jemand bemerkte. Schließlich fuhr er mit ziemlicher Geschwindigkeit durch die inneren Straßen der Stadt. Glücklicherweise waren noch keine anderen Straßenbahnen Winterkur für Nervös - Erschöpfte Spezialkuranstalt Hofheim 3 (Taunus) bei Frankfurt am Main. Telefon 214 Mäßige Preise. S.-R. Dr. M. Schulre-Kahleys», Nervenarzt »o U6r Misnonsvortrag: Oberkirchenrat Zentgraf. WkkMldelMtlüöusgernelove Selbstgekelterter, naturreiner Apselsaslu. Apfelwein LudtviaKohlermannIV. Inh. L. Heiderich ?s4iD Tel. 4374 Gießen Bleichstr. 14 Gasthaus „Zur deutschen Eiche“ Klein-Linden 256 A Sonntag, 16. Januar 1938 ä TANZ Es ladet ein: Franz Rathenow 16.-31. Januar Gastspiel: ^**r-*^ xu Deutschlands bedeutendsterVolks- humorlst in seiner berühmt.Ulklade »Lachen in Runxendorf* und weitere herrliche Spitzenleistungen der Varletä-Kunst Täglich 8.15 Uhr Sonntag, 16. Jan., nachm. 4.16 Gr. Fremden- u. Familien-VorsL Sichern Sie sich Karten im Vorverkauf Tel. 33654,56 Mitglied der Elektro-Gemeinschaft Nr.12 Dritter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) §amrtag,l5.ZanuarlyZ8 Von der Zuckerrübe zum Rohzucker In den riesigen Kesseln wird der Zuckersaft eingedickt. Auf vielen Wagen kommen Tausende von Zentnern Rüben an. «piel- An der Difsusion-Batterie. Jrn Hintergrund die Schnitzelmaschine. Im Laboratorium werden die Produkte kontrolliert. 56 ime me ich das Schütz) Berhe von Rohzucker harren der Versackung und des Versandes. Ströme goldgelben Dunnsastes verlassen tue Filterpressen. I keil können Bauern Zeiten Trockenschnitzel das Vieh des über futterarme ernähren. Oer Intendant. (Sine Anekdote von Karl £ert>& Der Intendant einens norddeutschen Staatsthea- lsrs. ein heiterer, rühriger und geistvoller Mann, satte einmal, als er während einer Opernprobe auf tinen Stuhl gestiegen war, das Unglück, fehlzutre- ten und auf die Rampe zu stürzen: so daß er, ! rur noch durch ein klammerndes Bein auf den Jrettern, die seine Welt bedeuteten, festgehalten, i ber dem Orchester schwebte, gerade über der Stelle, do die Harfenistin, in fließende Gewänder ge- Imllt, schwermütig ihre Weisen zupfte. Zwei in der fSähe aufgebaute Chorherren eilten herzu, zogen ,h |hr He|m Jen bedrohten Intendanten rpieder auf die Bühne *— ; inb richteten ihn mit sachgerechten Griffen und Am anderen Morgen hielten sie die briefliche Antwort in Händen. Es sei, schrieb der Intendant, cnzuerkennen, daß die menschlich lobenswerte ^.at richt unter die vertraglich ohne Sondervergütung leistende Arbeit falle-, doch müsse er die Berech- tgung des Anspruchs auf ein Sonderhonorar trotz- tsm als fraglich ansehen, da er eine Errettung aus f iner gefährlichen Lage keineswegs gefordert habe, de Arbeit also vollkommen freiwillig und obendrein rührend einer eigenmächtigen Unterbrechung der is robentätigkeit geleistet worden sei. Abgesehen davon, sei es auch strittig, ob die Rettung des Intendanten aus Leibes- und Lebensgefahr unmittelbar ä-im Theaterbetriebe gehöre und zu seiner unge- dungszwecke weiterverarbeitet wird. Die Jahresproduktion des Werkes beträgt 175 000 Zentner Rohzucker! Darüber hinaus hat die Zuckerfabrik die für die Landwirtschaft besonders bedeutungsvolle Aufgabe, mit Hilfe ihrer Einrichtungen Zucker- rüben-Trockenschnitzel in erheblicher Menge für Futterzwecke herzustellen. Diese Trockenschnitzel stellen ein wertvolles und viel begehrtes Viehfutter dar, von dem mancher Bauer für sein Vieh mehr haben möchte, als er von der Fabrik bekommen kann. Diese Trockenschnitzelherstellung ist ein wesentlicher Beitrag zur Ernährungsschlacht, denn die drücke von fast visionärer Gewalt! In einem großen Raum überrascht die verwirrende Vielfalt der maschinellen Einrichtungen, ein vorbildlich eingerichtetes blitzsauberes Laboratorium läßt auf verantwortungsbewußte wissenschaftliche Ueberprüfung des Erzeugnisses schließen, und in wieder anderen Teilen des Werkes gerät man zwischen nahezu zehn Meter hohe Kessel, in denen der Zuckersaft brodelt. An anderer Stelle befindet man sich an den von Wasserdampf umwogten Filtriergeräten, inmitten einer fast tropischen, feuchtwarmen Atmosphäre. Schließlich steht man vor unheimlich surrenden Zentrifugen, und in letzter Etappe vor Bergen oder einem großen Lager sackverpackten Rohzuckers. Auf dem Weg durch das Werk begleitet den Besucher ein für den Laien geheimnisvoll verschlungenes Retz von Röhren und Leitungen. Allenthalben lassen beleuchtete Manometer an den Kesseln die tätigen Gewalten vermuten und Thermometer die herrschenden Temperaturen erkennen.« knüpften Tüchern fischten, sie verbeugten sich dabei unzählige Male. Hieravf kam — bis dahin vom weiten Aermel verborgen — das hölzerne Sakeschälchen zum Vorschein, und aus einem braunen Flaschenkürbis gossen die Männer nun den geliebten Reiswein, eine helle, etwas grünliche Flüssigkeit, in die bereitgehaltenen Schalen. „Dozo!" und eine tiefe Verbeugung begleitete die Uebergabe. „Domo Arigato!" und verbunden mit dem. Danke und dem anmutigen Heben 'sind Senken der Schale erfolgte wieder eine tiefe Verbeugung. Jedesmal wurde dann die Tasse mit einem Papiertaschentuch ausgewischt und die daran befestigte Schnur mit verziertem Querhölzchen in den Aermel versenkt. Aber schon nach dem nächsten Kuchen wiederholte sich der Vorgang. Mütter legten ihre Kinder, die schon allein gehen konnten, an die Brust. Großmütter mit schwarzpolierten Zähnen zogen die Beine behaglich auf den Sitz hinauf. Rur Europäer konnten mit solch baumelnden Beinen behaglich sitzen ... Run holte aus den unergründlichen Tiefen eines Kimonoärmels ein junges Mädchen die Pfeife hervor, die wie ein Bleistift mit Silberkapsel aussah, und sofort sah man überall Pfeifen auftauchen, manche kürzer, manche länger, aber alle mit so winzigem Kopf, daß zwei bis drei Züge ihn schon leerten. O, die tiefe Freude, solch eine Pfeife sorgfältig zu stopfen, anzuzünden, an die Lippen zu führen, zwei tiefe Züge mit geschlossenen Lippen zu tun, sie dann auszuklopfen, auszuwischen und neuerdings im Aermel zu versenken! Man merkt, daß im Osten die Zeit noch nicht Geld ist. Draußen an dem offenen Fenster flog die Landschaft der Gegend um Yokohama vorbei. Fernes, niederes Hügelland, Lotosteiche, Reisfelder, ein kleiner, scharlachroter Fuchsschrein, halb vom hohen Bambus verborgen, eine Bogendrücke über ein Wässerchen, die einfachen, grauen Holzbauten der japanischen Häuschen. Künstliche Felsen und Zwergbäume, Wasserfälle und schüsselgroße Teiche bildeten reizende Gärten. Es ging gegen Mittag, und. aus netten weißen Holzschachteln wurden Reisrollen genommen, die wie Würste in einer Haut steckten und mit allerlei gefüllt waren: Fischen, Susukibohnenbrei und ähnlichem. Eifriges Schmausen begann. Niemand sprach, denn japanischer guter Ton verlangt, daß anche ist es mannisch tu "ranndori 01« welcher, zum Theaterbetriebe gehörender Personen riicht verpflichtet, und die rechnerische Einbeziehung ( ner solchen Tat in die kontraktgemäß zu leistende Arbeit sei ihnen daher nicht zuzumuten. Zeitschriften. — Im „H e s s e n l a n d", Heimatzeitschrift für Kurhessen, herausgegeben von Dr. C. Hitzeroth, Marburg, lesen wir in Heft 11/12 u. a. einen interessanten bebilderten Beitrag „Aus der Geschichte eines oberhessischen Erbhofes" von Karl von Baumbach. Heinrich Diefenbach untersucht die Frage „Wie alt ist Gladenbach in Oberhessen?" Weitere Aufsätze handeln von neuen Funden auf dem fränkischen Gräberfeld in Goddelsheim, von der Kulturgeschichte eines Kasseler Exerzierplatzes und von kurhessischen Familien (mit Bildern aus der Ausstellung im Hessischen Landesmuseum). Dr. E. Hüls- meyer berichtet über Leistung und Erfolg der kur- hessischen Gaukulturwoche. Gespenstergeschichten aus der Schwalm, die reichhaltige Bücherschau, die Personalien und die Mitteilungen des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde runden den Inhalt ab. — Eine dankenswerte Darstellung des Verhältnisses von Hunnen und Germanen, insbesondere eine treffende, auf zeitgenössischen Urteilen beruhende Charakteristik des Hunnenkönigs Attila gibt im Januar-Heft von „Volk und Rasse" (I. F. Lehmanns Verlag, München 15) Prof. Dr. W. Capelle. In einer Abhandlung, die durch mehrere Schaubilder erläutert wird, zeigt Alfred Csallner, wie man* durch vorsichtige Auswertung von Untersuchungen über „Schulzeugnisse von Eltern und Kindern" zu wertvollen Rückschlüssen auf die jeweilige Begabung der Eltern und Kinder kommen kann. Einen Einblick in das eigentümliche und fest im Alten wurzelnde Volkstum der „Menschen der Bretagne" vermittelt die bebilderte Schilderung von Dr. W. Petersen. richtige Mahlzeiten schweigend eingenommen werden. Da tauchten in der Ferne grüngraue Tempeldächer, hübsche Häuser und Gärten auf, licht- funkelndes Meer blendete herüber, und der Schaffner lächelte mir zu: „Kamakura!" „Domo arigato!" bedankte ich mich für die freundliche, doch unnotwendige Warnung, da der Zug ohnedies in Kamakura fein Endziel erreichte. c_n5ter- I inb richteten ihn mit sachgerechten meinen uno *,n re' * tröftenbem Zuspruch rasch roieber auf; so baß die Brobe fortgesetzt werben konnte. af... ein__i. hnv c'lntotihnnt mtf fpi HPtTI * Ein Gang burch bas volkswirtschaftlich bebeut- same Werk zur Zeit der Zuckerrüben - Kampagne vermittelt eine Fülle, zum Teil großartiger Einbrücke. Schon die Rüben« anlieferung hat etwas Imponierendes an sich. In vielen Eisenbahnwag- gons rollen riesige Mengen von Rüben an, bie auf ben eigens für bie Zuckerfabrik angelegten Rampen ausgelaben und sofort Pom Bahnsteig aus in große Vorratskammern geschüttet werben. Viel Zuckerrüben - Material gelangt außerbem aus ben näheren Anbaugebieten mit Hilfe von Lastkraftwagen unb einer Unzahl bäuerlicher Fuhrwerke in bas Werk. Zur Zeit ber Kampagne folgt ein Wagen bem anberen; bie vollbelabenen Wagen werben gewogen, bie Rüben in bie große unb tief ausgemauerte „Rübenschwemme" ausgelaben, bie Wagen zurückgewo- gen unb immer neues Material angefahren. Die Zuckerrübe, bie im vergangenen Jahre in ber Wetterau angebaut würbe, war im Ertrag befrie» bigenb unb im Zuckergehalt sehr gut. Ein Runbgang burch ben Betrieb vermittelt Ein- Am Nachmittag fanb ber Intendant auf feinem «Schreibtisch zwei Zettel, aus benen hervorging, daß lie- beiden Chorherren em Sonderhonorar von je zwanzig Mark berechneten. Es war ein erklärender Brief beigefügt, in dem sie ihre Freude darüber ausbrückten, daß ihnen Gelegenheit geboten worden sii, ihren verehrten Intendanten aus einer gefähr- , l chen Lage zu retten; doch seien sie, wenn man die Sache vom Standpunkt des Dienstvertrages be- । Machte, zur Rettung des Intendanten oder sonst- Mehrere Schornsteine stoßen zur Zeit der Zuk- kerrüben-Kampagne Tag und Nacht mächtige weiße Dampfwolken aus, und hinter den Fenstern der vielen Gebäudeteile «starker Betrieb, erk konnte übrigens vor einigen Jahren bereits auf em 50jähriges Bestehen zurückblicken. Die Aufgabe des Werkes besteht darin, aus ben an- gelieferten Zuckerrüben ben Rohzucker zu gewinnen. Dos Ergebnis ber Arbeit ist also ein Halbfertigfabrikat; fast bie gesamte Probuktion wirb an Raffinerien weitergeleitet, in benen ber Rohzucker für bie verschiedenartigsten Verwen- le. h"t be. > man D Mn bie N-ben »n her. °nt schien qe, radNfyt St ciS9en M m o;e Seil. N in her miUeltiter« canebiero 1 das fran> nvondt ist, ■3eit wich Tanebiere ’it schöne" ^men enSie*5 und epP rP, jei un^' nden Richtl9 b,i ** w nb®81« 1 n Sire», und be, 2 ®Qren, Uor: iditerVclb- ItatUlkitie xendorf1 e Spitzen- ?te-Konti Uhr ichn. 4.15 ilitö-lorsl Der Werdegang von der Zuckerrübe bis zum versandfähigen Rohzucker vollzieht sich folgendermaßen: Aus der „Rübenschwemme" unb aus ben Lagern gerät bie Fülle ber Rüben in ben Bannkreis des zischenben Wasserstrahls ber „Rübenwäsche", von bort aus werben sie burch verdeckt angelegte Kanäle zu weiterer Reinigung in Bottiche gefüllt und bann über eine mächtige, schrägangelegte Transportschnecke triefenb naß ber Schnitzelmaschine zugeführt. Waagrecht unb rasch rotierenbe Messer schneiben bie Rüben in feine, kurze Schnitzel von etwa 3 Millimeter Durchmesser. Die Schnitzel werden bann über eine automatisch arbeitende Waage >n einer bestimmten, immer gleichen Menge der „Diffusions-Batterie" zugeführt, einem System hintereinanbergeschalteter großer Kessel, in benen bie Schnitzel unter Wasserzusatz unb bei verschieden hohen Temperaturen ausgelaugt, also allmählich ihres Zuckergehaltes beraubt werden. Stark zuckerhaltiger Saft ist das Ergebnis. Die ausgelaugten Rübenschnitzel werden ben Kesseln entnommen unb bilben für bie Lanbwirschaft ein begehrtes Futtermittel. In Rohrleitungen wirb ber Saft bann ber ersten unb einer zweiten Saturation unterworfen. Dem Saft wirb in einer Scheibepfanne Kalkmilch bzw. Aetzkalk zugesetzt (bis zu 3 v. H.), benn es gilt, eine Reihe organischer Stoffe aus dem Dünn- jaft zu entfernen,' bie im Zucker nicht erwünscht sind. Der Kalk reißt biete Stoffe unter Zufuhr unb Mithilfe von Kohlensäure an sich („fällt" vfie, wie ber Chemiker zu sagen pflegt), und in umfangreichen Filterpressen wird der Kalk (einschließlich ber von ihm aufgenommenen Stoffe) bem Dünnsaft wieder entzogen. In festen feuchten Kuchen setzt sich der Kalk (ber, angereichert mit organischen Stoffen, übrigens ein ausgezeichnetes Düngemittel darstellt) in ben Filtern ab, unb ber Dünnsaft verläßt nach ber ersten Saturation kräftig braun, nach der zweiten Saturation aber in klarem Goldgelb, heiß unb sprubelnb bie Filter. Selbstverständlich unterliegt ber gereinigte Dünnsaft einer ständigen Kontrolle. Weiter führt ber Weg bes Saftes in bie Verba m p f st a t i o n. Hier erfährt er unter bem Ein- (Aufnahmen [6]: Neuner, Gießener Anzeiger.) Der Zuckerrübenanbau spielt in unserer oder- hessischen Heimat nicht bie überragenbe Rolle rote in mancher anderen deutschen Landschaft, insbesondere in Mitteldeutschland, Immerhin wird in der Wetterau doch mancher Morgen mit Zuckerrüben bepflanzt, und die Ernten sind recht befriedigend. In der Wetterau ist der Zuckerrübenanbau auch nicht, erst jüngeren Datums, vielmehr roirb er seit Jahrzehnten mit bem Ziel ber Verwertung ber Zuckerrübe zur Zuckergewinnung gepflegt. Die Zuckergewinnung ist selbstverstänblich nicht, bie Sache bes zuckerrübenbauenben Landwirtes, sondern Aufgabe der Zuckerfabrik. In Oberhessen gibt es nur eine Zuckerfabrik: Die Aktien - Zuckerfabrik Wetterau in Friedberg. Es handelt sich dabei um ein feinem Umfang nach bedeutendes Werk, das zu Zeiten der „Kampagne" eine Belegschaft von 300 Personen beschäftigt, also eine große Anzahl, wenn man bedenkt, daß die Gewinnung des Zuckers aus der Zuckerrübe ein ausschließlich chemisch-technischer Prozeß ist, der eine Fülle maschineller Einrichtungen voraussetzt. Die Belegschaft hat ausschließlich die Aufgabe, die technischen Einrichtungen zu be- jtreuen; der Werkstoff von der Zuckerrübe bis zum Rohrzucker kommt in keiner Phase des Verarbeitungsganges mit der menschlichen Hand in Berührung. Die Zuckerfabrik Friedberg unb ihre volkswirtschaftliche Bebeutung kann im Ausmaß von ^ernerftehenben wohl nur schwerlich erfaß! werben. 3a, selbst in ihren äußeren Erscheinungsformen ist ’;ie ber Bevölkerung unserer Heimat (von der Friedberger Bevölkerung unb von benen abgesehen, die ils Lieferanten mit bem Werk zu tun haben), nur ®enig bekannt, obwohl sie sich recht einbrucksooll )arstellt! Wer von Gießen aus nach Frankfurt öhrt, kann sie im Grunbe nicht übersehen , sofern bem Reisenden bewußt ist, daß bas große lang- qeftreefte Werk unmittelbar links ber umfangreichen Gleisanlagen bes Bahnhofes Friebberg die Zucker- iabrif Friedberg ist! störten Weiterführung unbedingt erforderlich sei; so daß er sich nicht ohne weiteres für berechtigt halte, die geforderte geldliche Aufwendung für eine solche LeistGng aus ben Betriebsmitteln zu nehmen. Bei einem Antrag an die verwaltende Behörde aber erscheine ihm die Bewilligung aus den bargelegten Gründen zweifelhaft, zumindest in der geförderten Höhe, die unter Umständen als eine übermäßig hohe Bewertung angesehen werden könne. Doch fühle er sich, schloß ber Jntenbant, verpflichtet, bie Angelegenheit auf bem Wege privater Er- lebigung a'uszugleichen; unb obzwar, bei solcher Betrachtung, bie Einsetzung einer höheren Wertziffer ihn nicht unangenehm überrascht haben würde, so verbiete ihm doch die Bescheidenheit einen Widerspruch gegen die Einschätzung; weshalb er aus eigenen Mitteln das gewünschte Honorar bereitstelle und zur Abtragung seiner Dankesschuld beifüge. Dritter Klasse im japanischen Zug... 23 on Alma Karlin. Wenn auch nicht sonderlich schnell, so doch billig und angenehm — kann man vom Reisen in Japan sagen. Da ich den Fahrpreis nach Kamakura kannte und meine bis' zu zehn reichende Zahlenkenntnis mich mühelos Schalter drei finden ließ, gelangte ich ohne Zwischenfälle in den Besitz der Fahrkarte. Um den richtigen Bahnsteig zu entdecken, zeigte ich zur Zeit und Unzeit die Karte vor, bis mich der Schaffner mit vielen Worten und einer Verbeugung, die einer Königin unb nicht einer Dritteklassereisenben roürbig gewesen, enblich in ben Wagen schob. Neben mir saß ein älterer Mann unb jebermann zollte ihm Hochachtung, benn er hatte schon einen Bart, was bei ben Fernöstlern hohes Alter und damit gewonnene Weisheit andeutet. Aus diesem Grunde werden auch die Götter immer mit Bart dargestellt. Aus den übrigen Sitzen saßen Wallfahrer nach Maikura, Männer und Frauen in einfachen Kimonos, die ein rotes Papierzeichen an bie Brust geheftet hatten. Ihr Fahren war em ununterbrochenes Schmausen. Sie boten sich gegenseitig kleines Backwerk an, das sie aus seltsam ver- -- M fluß einer ziemlich hohen Temperatur eine Verdickung, und schließlich beginnt im Vakuumapparat (in Kesseln, die im Raum über der Füllmasse luftleer gehalten sind) die Kristallisation. Von Zelt zu Zeit überprüft der verantwortliche Meister den Fortgang der Verdickung des Saftes bzw. die Kristallisation, indem er dem Kessel einige Kubikzentimeter des Saftes entnimmt, ihn auf eine kleine Glasplatte auslaufen läßt und sich nun von der Konsistenz des Zuckersaftes überzeugt. Ist der Kn- stallisationsvorgang weit genug vorgeschritten, dann wird der Saft in Bottiche geleitet, in denen von kaltem Wasser durchströmte Rührwerke kreisen und die Temperatur des eingedickten Saftes auf das gebotene Maß herabdrücken. Don hier aus gelangt der Saft, der nun schon eine große Menge von Kriftal- len enthält, in die Zentrifugen, in denen die noch flüssigen Bestandteile des Dicksaftes unter hoher Tourenzahl ausgeschieden werden, wahrend sich die Kristalle an den Wänden der Zentrifuge in kräftiger Schicht absetzen und in weitgehend trockenem Zustande als „Rohzucker, I. Produkt mit großen Holzschaufeln abgelöst werden. Der ausge- schleuderte Saft wird einem weiteren Kristalli- sationsvorgang unterworfen und verlaßt als „Jt o h- -ucker II Produkt" den zweiten Zentrifugen- fatz. Von Elevatoren wird der Rohzucker auf die Speicherböden gebracht, und er kann dann von dort aus versackt werden. Von den Rohzucker-Lagern führt der Weg des Erzeugnisses in die Raffinerien, um schließlich über Groß- und Kleinhandel m die Hände der Hausfrau. in Nahrungsmittelfabriken usw. zu gelangen. . Man sieht: der Weg von der Zuckerrübe bis zum Zucker, wie wir ihn auf dem häuslichen Tisch vor- zufinden pflegen, ist weit und vielgestaltig Man könnte geneigt sein, das alles als sA^Estandlich hinzunehmen, man könnte auch die Fülle des Aufwandes schöpferischer geistiger Arbeit übersehen wollen, die die Voraussetzung für das Ergebnis war. Niemand aber wird in diesen Fehler verfallen, der einmal Gelegenheit hatte, einen Blick $u tun in eine Zuckerfabrik, die für unsere Volksernahrung so bedeutungsvoll ist. Eine Fülle organisatorischer Arbeit, eine Fülle fachmännischen Wissens und Könnens ist notwendig, um auch auf diesem Gebiet sicherzustellen, was im Dienst der Volksgemeinschaft sichergestellt werden muß. N- Heimische Bach- und Nußläufe führen Hochwasser. Link,: Blick vom Amtsgericht zur Marburger Straße. - R - ch t - - Der Mesen««« zum Phil°I°ph°nw°ld unter Waller. - (äufn. (2|: Neuner, Sieb. Anz.) ■■jMiuLmmminnKlilI.' Starke Zunahme der Wassermassen der Nidda wird aus Schotten gemeldet. Der sonst harmlofe sog. „Märztümpel" hat sich zu einem starken, sehenswerten Wasserfall, in den die Wassermassen der Nidda herabstürzen, entwickelt Eine Brücke über die Nidda, die dem Bahnhof gegenüberliegt, wurde wo n den Wassermassen Z.um Einsturz gebracht, ebenso auch ein provisorischer Nebenbau der Transformatorenstation Der Main, der von seinen Nebenflüssen her sehr viel Wasser erhält, weist einen außerordentlich hohen W-llerstond auf Di- S t n 3 i p। bat. bas ganze obere und mittlere Kinzigtal unter Wasser gesetzt. Namentlich im Stadtbezirk Gelnhausen hat das Wasser einen gefährlichen Stand erreicht. Regenfälle haben in den vergangenen beiden Tagen ja aufgehört, so daß mit einem Rückgang des Wassers zu rechnen sein wird Die Lahn zeigte am gestrigen Freitag um 1b Uhr einen Pegelstand von 1,60 Meter, heute früh dagegen 1,74 Meter. Gegenüber dem Normalstand des Wassers ist der Wasserspiegel heute früh um 1,12 Meter höher. * Auch ander Flußläufe und Bäche unserer Heimat fuhren Hochwasser. Die Lumda hat weite Wiesenflächen überschwemmt. Aus Ober-Ohmen wird gemeldet, daß die Ohm große Wassermengen führt, bald über ihre Einfassungsmauern trat, tiefe Keller unter Wasser setzte und außerhalb des Ortes zunehmend weite Wiesenflächen überschwemmte. Es war zu erwarten, daß nach Kälte und Schnee- all durch das Tauwetter und die nachfolgenden Regenfälle unsere heimischen Bach, und Flußläufe zu Hochwasser kommen mußten. Das Eis, das an einigen Tagen der vorigen Woche unsere Wasserläufe in Bann getan hatte, brach unter den an- drängenden Fluten sehr rasch und wurde als Schot- len entführt. Es dauerte nicht lange, ha stieg das Wasser der Lahn über die Ufer, trat auf die weiten lachen Wiesen des Gießener Beckens aus und bildete allenthalben größere Seen. Sehr breit machte ich selbstverständlich auch wieder die Wieseck, die ast die ganzen Wiesen am Amtsgericht unter Wa - er setzte. In der Stadt füllte der Bachlauf f-m Bett tis q” die steinernen Mauern aus. Ernstere Gefahr scheint für dieses Mal nicht zu bestehen, denn dre Der Reichsberufswettkamps 1938. die beanspruchen kann. Letzter Appell. Industrie- und Handelskammer Gießen. Reichsberusswettkamps der SießenerSivdenien Die Mannschaft ist in Die Arbeitsgemeinschaft der Fachgruppe Land- De- zer- Backhaus, Kreisleiter. und die Menge, festzustellen, bei der die Pflanze am besten ernährt wird. Auch die volkswirtschaftliche Fachschaft hat sich für den Reichsberusswettkamps eine Abend. Kapitänleutnant Birnbaum spricht in Gießen. Am kommenden Montag, 17 Januar, wird Ka- pitänleutnant Birnbaum im Cafe Leib einen Vortrag über die deutsche Marine halten Zu diesem Vortrag wird besonders die reifere männliche Jugend erwartet. in in e i n g a r D'9 g u i n iveuci jun uuu nachdem im letzten Wettkampf die landwirtschaft- lichen Verhältnisse in Reinhardshain allgemein erfaßt wurden, nun eine andere Aufgabe, und zwar „Bodenunte'rsuchungen und DüngunZSversuche au Wiesen und Weiden zum Zwecke der Ertragssteigerung". Oft sind die Wiesen und Weiden in einem schlechten Zustand und es kann bei sachgemäßer Düngung eine Ertragssteigerung erzielt werden. Eine Reihe von Grünlandflächen, und zwar Ober- und Untergrund, wird von der Gruppe auf ihren Nährstoffgehalt untersucht. Durch Düngungs(Topf)- versuche wird bezweckt, die Düngemittel herauszuiin- den, die für den Bodentyp besonders geeignet sind Jones. L„.... . , Spielleitung Karl-Ludwig So fordern wir euch auf, reiht euch ein in die große Kampfgemeinschaft aller schaffenden Deutschent Der Führer des Vannes 116: Rohrbach. Die Führerin des BDW.Untergaues 116: Käthe Pfeffer. Industrie und Handel im Reichsberufswettkampf. Tageskalender für Sonntag. Führerappell der NSDAP. Kreis Wetterau: 10.30 Uhr im Caf? Leib. — Stadllheater: Morgen- Veranstaltung 11.30 bis 12.45 Uhr. — 19 bis 21.45 Uhr „Martha". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Der zerbrochene Krug". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße) »Der Berg ruft". — Oberhessischer Kunstverein Turmhaus am Brand: Frankfurter Künstler der Gegenwart, Besuchszeit 11 bis 13 Uhr. — Obst- und Gartenbauverein, Vortrag um 15 Uhr im „Burghof". — Missionssonntag in der Stadtkirche: 9.30 Uhr Predigt, Oberkirchenrat Zentgraf, 20 Uhr Missionsoortrag Oberkirchenrat Zentgraf. Stadllheater Gießen. Samstag, 22. Jan., Anfang 20, Ende 22.30 Uhr: KdF.-Miete, Gruppe I (8. Vorstellung), „Die Boheme", Oper von Puccim. Musikalische Leitung Joachim Popelka, Spielleitung Dr. Ench Schumacher. Freier Kartenverkauf. heute ist der letzte Tag zur Meldung für den Reichsberufswettkampf. Ls ist eine Selbstverständlichkeit für jedes VDM.-Mädel und für jeden hitlerjungen, sich an diesem gewalti- gen Leistungswettbewerb des deutschen Volkes zu beteiligen. Doch nicht nur die Beteiligung ist maßgebend, sondern die Leistung. Es wird auch die । geigen wird, mit an deutsche Jugend ihr bestes können im Reichsberufs- diesem Kampf stehen, wettkampf dem ganzen Volk unter Beweis stellen.! .. der „KdF."-Miete, Gruppe II, statt. Anfang 20 Uhr, Ende 23 Uhr. Spielplan des Stadltheaters vom 16. bis 23. Januar. SteLütheater: 20 bis 23 Uhr „Eine Nacht in neiHfl" — Gloria-Palast (Seltersweg): „Der „ brochene Krug"; 10.45 Uhr Nachtvorstellung „Die Insel der Dämonen". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Der Berg ruft". — Eisenbahnverein (Sie- ßen: 20 Uhr im Cafe Leib Winterfest Am Sonntag, 16. Januar, findet die 8. Morgen- veranstaltunq der Winterspielzeit statt. Hein^ Ste- g u w e i t liest Erzählungen, Gedichte und Balladen und es gelangen seine Einakter „Streit am Lagerfeuer" und '„Die Gans" zur Uraufführung — Spielleitung Günter Winkel, Bühneybild Karl Löffler. Anfang 1130, Ende 12.45 W. Abend Wiederholung des Opernerfolges „Martha , romantisch-komische Oper von Friednch v.Flotow. Musikalische Leitung Heinz Markwardt, Spiel er- tung Wolfgang Kühne. Bühnenbild Karl Löffler. Die Vorstellung findet außer Miete statt. Beginn 19, Ende 21.45 Uhr Moistag, 17. Januax, Anfang 20, Ende 22 Uhr: Theaterring der Hitler - Jugend, 5. Vorstellung „Streit am Lagerfeuer" und „Die Gans von Heinz Steguweit. Heinz Steguweit liest aus seinen Wer-1 ken. Kein freier Kartenverkauf. Dienstag, .18. Jan., Anfang 20, Ende 22.45 Uhr: Wiederholung „Lady Windermeres Facher , Ko- mödie von Oscar Wilde Spielleitung Hermann Schultze-Griesheim. Dienstag-Mete, 16. Vorstellung. Mittwoch, 19. Jan., Anfang 19.30, Ende 22151 Uhr- „Martha", romantisch-komische Oper von Flo- tow. Musikalische Leitung Heinz Markwardt Spiel- leitung Wolfgang Kühne. Mittwoch-Mete, 16. Vor- stellung. Donnerstag, 20. Jan., Anfang 20, Ende 22 Uhr: Drittes Orchesterkonzert. Leitung Paul Walter; So- list Helmut Zernick, Berlin. Außer Mete Karten Musikhaus Challier und an der Abendkasse. Freitag, 21. Jan., Anfang 20, Ende 22.30 Uhr: „Enoch Arden" Oper von Ottmar ©elfter. Musi' i kalische Leitung Paul Walter. Spielleitung Wolfgang 1 Kühne. Freitag-Mete, 16. Vorstellung. Aus der Stadt Stehen Das Telephonhäuschen. Aufruf des Kreisleiters. Der Nationalsozialismus erkennt im Menschen das höchste Gut. Deshalb ist es notwendig, daß wir die schöpferische und werteschaffende Arbeitskraft richtig zur Entfaltung bringen und sie da einsehen, । wo sie für das deutsche Volk die höchsten Leistungen hervorbringt. Um dies zu ermöglichen, findet all- jährlich der Reichsberufswettkampf statt, durch den die leistungsfähigen und weltanschaulich fundierten Kräfte ausgelesen werden. Der Reichsberufswettkampf führt daher zur Leistungssteigerung auf allen Gebieten und trägt dazu bei, daß das deutsche Volk sich den Platz in der Welt erringt, den es gemäß feiner Leistungen UHL Seilersweg Nr. 67 adiO Telephon Nr. 3170 eparaturen i89?l fin- - um Der Reichsberufswettkampf 1938 wird auch Industrie und den Handel in vorderster Reihe den. Jung und alt werden in edlem Wettstreit Höchstleistungen in ihrem Beruf sich messen. Sie stellen damit das Wort von „deutscher Qualitätsarbeit" und von dem deutschen „Qualitätsarbeiter erneut und vor dem ganzen Volk unter Beweis. Wir sind ein rohstoffarmes Land, nur unsere Arbeitsleistung vermag uns zu bringen, was wir zum Leben benötigen. Leistungssteigerung auf allen Gebieten und in allen Berufen ist daher heute mehr denn je die Parole. Der zweite Vierjahresplan, der uns in großem Umfange vom Ausland unabhängig machen soll, ist in der Hauptsache nur von der Steigerung der Leistung abhängig. Darum ist die Teilnahme an dem Reichsberufswettkampf, der in den nächsten Tagen einsetzt, Ehrenpflicht jedes einzelnen und Ehrendienst am Volk. Die Schaffenden in Industrie und Handel werden diesem Rufe folgen und, wie das Ergebnis 1 zeigen wird, mit an der Spitze der Preisttäger in Aufgabe gestellt, und zwar „Untersuchungen über die Ausbaumöglichkeiten der deutsch-österreichischen Wirtschaftsbeziehungen". Die volkswirtschaftliche Fachschaft hat nämlich im letzten Jahre eine Studienfahrt nach Oesterreich unternommen; auf diese unmittelbaren Erlebnisse stützt sich die Gruppe, außerdem wurde im oeraangenen Wintersemester in einer Arbeitsgemeinschaft schon das deutsch-öster- Es ragt wie ein kleines Eiland aus den Wogen des lärmenden Verkehrs, unbekümmert um das , Drängen und Hasten der geschäftigen Menschen , Kein lautes Wort bringt in die Abgeschlossenheit , und Stille seiner Zelle, die jedem Zuflucht wird, । der etwas auf dem Herzen hat und em heimliches Gespräch in aller Ungestörtheit ersehnt. Eine unsichtbare Wunschfee erfüllt jedes angedeutete Der- • langen im Augenblick. Die ferne Stimme melde sich, ohne daß ein vielleicht mürrisches Gesicht, mit einer finsteren Unmutsfalte über der Nasenwurzel, einen anstarrt, weil man zu ungeeigneter Stunde zu kommen gewagt habe. Hemmungen aus. Ruck- sichtsnahme, die in diesem Falle eine persönliche Unterredung beeinträchtigen könnten, brauchen hier keine Rolle zu spielen, lieber leise Andeutungen eines etwaigen Mißbehagens durch einen' unange- nehmen Beiklang in der fernen Stimme setzt man sich mit einer leichten und liebenswürdigen Hoflich- keitsformel hinweg, die zu allem ermächtigt Und da die Zeit drängt und jede Minute Geld kostet, heißt es: fest entschlossen, knapp und klar sein. Im Telephonhäuschen kann in drei Minuten ein Sieg errungen werden. Er schien dem jungen Manne gegluckt zu fein, der mit strahlendem Gesicht die Zelle verließ und mich beinahe umgerannt hätte. Er summte schwärmerisch eine bekannte Schlagerzeile vor sich hin: „Ich tanze mit dir in öert Himmel hinein! Der plötzliche Zusammenstoß verblüffte^ ihn einen Augenblick, er griff mechanisch an seinen Hut und lächelte, feine Gedanken waren noch zu fern, als daß sie ein Wort der Entschuldigung hätten formen können. Vielleicht war er noch vor einer Viertelstunde vergeblich vor der Wohnung seiner Geliebten auf- und abspaziert und hatte feine Blicke zu einem bestimmten Fenster emporglühen lassen. Die Gardinen waren nicht beiseite geschoben worden, die Ersehnte war nicht, wie verabredet, erschienen. Da wurde das Telephonhauschen sein Helfer. „Du wirst am Apparat verlangt!" hatte die Mutter Mit großen staunenden Augen ihre Tochter herbeigerufen. „Es ist wohl Karl, der Bruder meiner Freundin, die seit gestern krank zu Hause liegt", hatte das Mädchen dem stummen Frageblick geantwortet. _ Und dann war ihre Stimme am Mikrophon so zärtlich und schwebend geworden, daß die Mutter kopfschüttelnd gelauscht hatte. Aber ihre Neugierde war nicht befriedigt worden. Sie hatte nichts als „Ja!" und „Nein!" vernommen Der junge Mann am andern Ende der Strippe war sofort Herr der Situation gewesen und hatte seine Fragen so gestellt, daß das Mädchen nichts als eines der kleinen Wörtchen zu flöten brauchte. Ihm waren sie Glücks genug. Es braucht ja nicht vieler Worte, ein Alltagsgesicht tn ein leuchtendes zu verwandeln. Ein kleiner Klang einer Stimme genügt, das Wunder zu vollbringen. Nun stürmte der junge Mann wohl seinem Mädchen entgegen, das die kranke Freundin besuchen lief... V- B. Vornotizen. Tageskalender für Samstag. reichische Wirtschaftsproblem behandelt. Wie bei den anderen Gruppen, so ist auch bei der volkswirtschaftlichen Gruppe das Gesamtthema in kleinere Arbeitsgebiete aufgeteilt, und allwöchentlich kommen alle Kamexaden der Gruppe zusammen und besprechen die Ergebnisse ihrer Teilarbeiten, die dann gemeinsam ausgewertet werden. An diesen Beispielen der Arbeitsweise und Aufgabenstellung aus dem Reichsberufswettkampf kann man sehen, daß der heutige Student sich mit Fragen aktuellster und volksverbundener Art beschäftigt. Wie die angeführten vier Gruppen, so arbeiten fast von jeder Fachschaft Gemeinschaften an Fragen des täglichen Lebens. Dorträge inderDeterinärmedizinischenGesellsckast Die dritte Sitzung der Veterinärmedizinischen Abteilung der Oberhessischen Gesellschaft für Natur- und Heilkunde brachte Vorträge von Angehörigen der Chirurgischen Deterinärklinik. Stabsveterinär Dr. Hellmich sprach über eine in der letzten Zeit mehrfach bei jungen Pferden beobachtete unheilbare Erkrankung infolge Epiphysenablösung am Oberschenkelbein. Oberassistent Dr. Göbel sprach über die Verrenkung der Kniescheibe nach außen bei Pferden, Prof. Dr. Bolz sprach über Nabelbruchbehandlung und schwer erkennbare Fälle von Verrenkung der Kniescheibe nach oben. Anschließend wurden drei Operationsfilme, darunter ein Farb- silm, gezeigt. Der Vorsitzende Prof. Dr. C. Krause gedachte zu Beginn der Sitzung des Ledens und Wirkens des im Dezember verschiedenen Mitgliedes Geheimer Medizinalrat Prof. Dr. Pcml Martin. Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute zum letztenmal die große Erfolgsoperette Eine Nacht in Venedig" von Johann Strauß. Musikalische Leitung Heinz Markwardt, Spielleitung Karl-Ludwig Lindt. Leitung und Einstudierung der Tänze Irmgard Zenner. Bühnenbild Karl Löffler. Die Vorstellung findet gleichzeitig als 7. Vorstellung Die studentische Jugend steht eben wieder im Reichsberufswettkampf. Die ein^Incn Gruppen der Gießener Studentenschaft find schon seit Semesterbeginn mit der Bearbeitung .der gestellten Themen beschäftigt. . Sonntag 23. Ian., 11.30 bis 12.30 Uhr: 9. Mor- So arbeitet eine Mannschaft von 2ü Medizm- genveranstaltung. Smetana: Streichguartett „Aus st^nten zur Zeit in einem B r a u n st e r n b e r g - meinem Leben , Schubert: Forellengumtett. Platz- merk in der Nähe Gießens und stellt dort verschie- Mieter auf allen Plätzen 0,25 RM. — Anfang bene Untersuchungen än. Die Mannschaft ist in 19 Ende 21.30 Uhr: Die Geisha", Operette von Gruppen aufgeteilt, die jede ein Gebiet besonders Musikalische Leitung Joachim Popelka, bearbeiten. So werden z. B. Vlutunter- ma Karl-Ludwig Lindt. Außer Miete. s u ch u n g e n durchgeführt, da auf Manganschadl- , düngen geachtet werden muß. Blutbilder werden Oberhefsifcher Kunstverein. ausgewertet und Herz- und Lungenuntersuchungen Die Ianuar-Ausstellung des Oberhessischen Kunst- werden vorgenommen. Eine andere Gruppe Pellt Vereins zeigt nach längerer Zeit zum erstenmal u n f a l l st a t i st i k e n auf, andere beschäftigen sich wieder Frankfurter Kunst. Es sind die Maler, die mit den hygienischen Einrichtungen des auf der Gau-Kultur-Woche im November v. I. aus- Werkes. Um die Arbeitsbedingungen naher kennengestellt hatten. Sie stellen das Beste dar, was Frank» -ulernen, haben sich einige Kameraden dazu ent- furt gegenwärtig an Kunst zu zeigen hat. Mehr als schlossen, auch eine Schicht unter Tage mitzuarbel- 20 Künstler mit ihren besten Arbeiten sind ausge- ten. Die Einzelergebnisse der praktischen Unterstellt. An ihrer Spitze der vorjährige Träger des suchungen werden gesammelt und bann gemeinsam Kulturpreises des Gaues Hessen-Nasiau, der Maler ausgewertet. . - G. Poppe mit 2 Bildern. Gerade weil es die Ar- Eine andere Arbeitsgemeinschaft untersucht Er- beiten sind, die zur Gau-Kulturwoche ausgestellt nähr ungs fragen an Häyd von ki nd er- wurden, darf die Ausstellung allseitiges Interesse r e i ch e n Familien in Gießen und versucht m und starken Besuch beanspruchen. erster Linie die Art und Weise der Ernährung klar- zustellen, um eine Grundlage zum weiteren Auf- Glehener Heimatabend. ßQU $u haben. Die Familien sollen auf Grund der Am Samstag, 22. Januar, finden sich die Gieße- Untersuchungen richtig beraten werden, ferner wird ner Heimatfreunde im Cafe Leib zu einem frohen dazu eine Aufklärung treten, die zeigt, wie wichtig Abend zusammen, der vom Landschaftsbund Volks- nicht nur Fleisch und Fette sind, sondern vor allem tum und Heimat in Verbindung mit dem Gleiberg- auch Gemüse und Obst. __ „ . verein und den Heimatvereinigungen Schiffenberg 2". --- - ... und Staufenberg durchgeführt wird. Oberstudien- wirtschaft setzt in diesem Jahre ihre Arbeiten direktor Dr R o l o f f, ein gebürtiger Gießener, in Reinhard'shain weiter fort und untersucht, wird über Eigenheiten unserer „Gäißer Mundart" 1 —hio sprechen und ergötzliche Geschichten aus dem alten Gießen erzählen. Außerdem werden die Führer der Heimatbünde sprechen. Auch Georg Heß wird nicht fehlen. Der Bauersche Gesangverein, der Hand- harmonika-Club Nurtsch und der Polkstanzkreis des LDH. werden den Heimatabend stimmungsvoll gestalten. Allgemeiner Tanz mit Volkstanzeinlagen und mundartliches Darbietungen beschließen den Auf- und Ausbau der Gießener Messen für den Ausbau der Messen ansehen. B. Rassenhygiene und Bevölkerungspolitik ir das Ausmaß der Bevölkerung immer hin, wie ili <5 W E p, JOS. MOBS - Seifenfabriken - GIESSEN/Lahn »F*r Wflfdie üHrf Ifflisliflft-: SCA/ MW d Urquell vorn gefestigten nationalsozialistischen Standpunkt aus die Ideen fremder Jugendbünde erkennen und verstehen wollen. Eines jeden Vaterland wollen wir achten, aber das unsrige lieben. Der inzwischen ein« getroffene Führer des Bannes 116, Bannführer Rohrbach, unterzog sodann die einzelnen Unterführer einer kurzen Prüfung und überzeugte sich dabei von dem Leistungsstand der Führerschaft. Nach dem Mittagessen, das die jungen Führer in Privatquartieren, die die gastfreundliche Bevölkerung Watzenborn-Steinbergs zur Verfügung gestellt hatte, erhielten, nahm die Schulung ihren Fortgang, indem Unterbannführer Dr. Hanke die wichtigsten kolonial- und wirtschaftspolitischen Fragen des Dritten Reiches behandelte. Nach dem Besuch eines Fußballspieles fand eine kurze geländemäßige Schulung stuft. In der üblichen Form wurde im Gedenken des Führers mit dem Lied der Jugend die Führerschulung beendet. Gießener wochenmarktpreiie * G i e ß e n, 15. Jan. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Deutsche seine Molkereibutter, XA kg 1,57 Mark, feine Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Deutsche vollfr. Eier B Stück 12, ausländ. Kühlhauseier 11 Pf., junge Hähne, Vi kg 1.— bis 1,20 Mark, Suppenhühner —,90 bis 1,—, Gänse 1,10 Mark, Tauben, Stück 50 bis 60 Pf., Käse 5 bis 10, Wirsing grün, kg 10 bis 12, Weißkraut 7 bis 8, Rotkraut 10 bis 12, Gelberüben und Karotten 10 bis 12, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 20 bis 25 Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 15, Rosenkohl 25 bis 35, Feldsalat Vio 9 bis 10, Tomaten, % kg 45 bis 50, Zwiebeln 9 bis 10, Meerrettich 30 bis 60, Aepfel 10 bis 20, Birnen 8 bis 20, Blumenkohl, Stück 45 bis 50, Endivien 10 bis 15, Lauch 5 bis 8, Rettich 5 bis 10, Sellerie 10 bis 40 Pf., Kartoffeln, Zentner 3,25 bis 3,45 Mark. Rundfunkprogramm Sonntag, 16. Januar. 6 Uhr: Hafenkonzert. 8.15: Gymnastik. 8.30: Christliche Morgenfeier. 9: Kleiner Bauernkalender. 9.15: Chorgesang. 9.45: Gruß an das Licht. 10: Von Breslau: Gott ist dem Herzen nah, das sich erneuert. 10.30: Ewiges Deutschland. 11.15: Mich aber schone, Tod? Gerrit Engelke zum Gedächtnis. Hörfolge. 12: Musik am Mittag. 14: Für unsere Kinder. Kasperle beginnt seinen lustigen Reisebericht. 14.30: Konzert der „Wolkensteiner". Lieder des Minnesängers Os- wald von Wolkenstein und Volkslieder aus Tirol. 15: Ein Sonntagnachmittag im Siegelauer Tal. 16: Nachmittagskonzert. Als Einlage, 17 bis 17.15: Berichte vom reichsoffenenL Schwimmfest der Frauen, Frankfurt a. M. 18: Cin Solo auf dem Posthorn. Eine Hörfolge. 19: Nachrichten. 19.10: Andres Segovia, der Gitarren-Virtuose. 19.40: Sportspiegel des Sonntags. 20: Orchesterkonzert. 22: Nachrichten. 22.15: Sportbericht. 22.30: N,och einmal Andres Segovia, der Gitarren-Virtuose. 22.50: Wir bitten zum Tanz. 24 bis 1: Nachtmusik. Italienische Opernmusik. IHontag, 17. Januar. 6 Uhr: Morgenlied — Morgenspruch, Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.05: Wetter- und Schneebericht. 8.10: Gymnastik. 8.30: Nur Kassel: Nachrichten. 10: Schulfunk. Kinder- liedersingen. 10.30: Musik zur Werkpause. 11.40: Hausfrau hör zu! 11.50: Unsere gefiederten Freunde. 12: Schloßkonzert aus Hannover. 13: Nachrichten. 13.15: Schloßkonzert (Fortsetzung). 14: Nachrichten. 14.10: Musikalische Schwedenplatte. 15: Volk und Wirtschaft. Unsere Kolonien früher und heute. Neu- Guinea. 15.15: Für unsere Kinder. Jetzt basteln wir. 15.45: Sport der Jugend: Motoren und Segler im Winterschlaf. 16: Nachmittagskonzert. Einlage, 16.45: Heimatwege. Auf den Kindheitspfaden eines deutschen Dichters. Zum 70. Geburtstag von Wilhelm Schäfer. 18: Zeitgeschehen. 19: Nachrichten. 19.15: Stuttgart spielt auf. 20.30: Aus dem Palmengarten zu Frankfurt a. TL: Unterhaltungs- und Tanzmusik. 21: Diener zweier Herren. Ein Lustspiel nach Mo- uaj(pii(pD}JG :%z ■iUOQia© uoauaap Pros. Dreher, Friedberg, 60 Jahre alt. Am morgigen 16. Januar kann der Studienrat Prof. Ferdinand Dreher in Friedberg in bester Frische seinen 60. Geburtstag begehen. Prof. Dreher ist im Hessenlande, besonders in Oberhessen, durch seine heimatgeschichtlichen Arbeiten und durch die Gründung und Leitung des Stadtarchivs und der Stadtbibllothek von Friedberg feit Jahren bekanntgeworden. i Ferdinand Dreher wurde als Sohn des aus Offenbach a. M. stammenden Oberlehrers Prof. Christian Ferdinand Dreher am 16; Januar 1878 in Birkenfeld an der Nahe aeboren. Von Oste,rn 1884 ab besuchte er die Vorschule und das Progymnasium zu Alzey, von Ostern 1889 ab das Gymnasium zu Offenbach a. M., wo er im März 1897 die Reifeprüfung bestand. Er studierte dann' in Marburg, München und Gießen Deutsche und klassische Philologie sowie Geschichte und bestand im August 1902 in Gießen das Staatsexamen. Er wurde dann an den Gymnasien zu Darmstadt, Worms und Offenbach a. M. verwandt und im November 1903 zur Auguftinerfchule (Gymnasium und Realschule) zu Friedberg versetzt. Hier wurde er 1904 Lehramtsassessor, im April 1906 Oberlehrer. Im März 1915 wurde ihm der Charakter als Professor verliehen. In Friedberg widmete er sich neben seiner dienst- . lichen Tätigkeit noch in eifriger Weise dem öffentlichen Wirken. Im März 1905 wurde er Schriftführer des Geschichts- und Altertumsvereins, weiter war er dann als Urkundenpfleger tätig. Im Juli 1907 nahm er die Neubegründung des Stadtarchivs und der Stadtbibliothek von Friedberg vor, deren Verwaltung er seitdem innehat. Im Mai 1908 wurde er zum Mitglied der Historischen Kommission für Hessen und Waldeck gewählt. Im Jahre 1919 wurde ihm die Gründung und Schriftleitung der Friedberger Geschichtsblätter übertragen. Während der Kriegsjahre war er vom Oktober 1914 bis zum Januar 1916 Führer der 2. Kompanie der Jungwehr von Friedberg-Stadt. Im Januar 1916 trat er bei dem Feldartillerie-Regiment 61 zu Darmstadt als Kriegsfreiwilliger ein. Er kam dann nach dem Osten ins Feld, wo er an verschiedenen Frontabschnitten mitkämpfte. Im Mai 1917 wurde er Leutnant d. R. im Feldartillerie-Regiment 259, dann war er bei Staffelstäben Adjutant, bis er am 4. Januar 1919 in Spandau nach der Heimat entlassen wurde. In den Nachkriegsjahren entfaltete Prof. Dreher eine sehr rege Tätigkeit in dem Kampf gegen die Lüge von der deutschen Schuld am Kriege, ferner gegen das Parteien-Unwesen der Systemzeit, wobei er mit aller Schärfe gegen den Marxismus und die Vorherrschaft des Judentums vorging. Es dauerte denn auch nicht lange, bis die unter marxistischer Führung stehende damalige hessische Regierung mit Repressalien gegen ihn vorging. Ebenso wurde er von der sozialdemokratischen Seite im Hessischen Landtag und außerhalb dieses Gremiums heftig bekämpft. Er ließ sich jedoch dadurch in seinem Kampfe nicht abschrecken, sondern hielt bereits hn Juni 1924 eine öffentliche Rede für Adolf Hitler, die dann auch als Broschüre erschien. Weiterhin war er eifriger Mitkämpfer im Stahlhelm. Ununterbrochen kämpfte er auch in vielen Zeitungsaufsätzen, darunter in den Spalten des „Gießener Anzeigers", gegen das Diktat von Versailles, geaen den Pazifismus und gegen alle deutschfeindlichen Strömungen. Die Bewegung des Führers hat in ihm feit langer Zeit einen wackeren Gefolgsmann. Seine Tätigkeit auf dem Gebiete der Heimatge- ^jchichte und der^Heimatkunüe kam trotz seines politischen Kampfes nicht zu kurz, sondern er stellte auch nach dieser Richtung hin voll und ganz seinen Mann. So kann Prof. Dreher an seinem morgigen 60. Geburtstage mit Befriedigung auf ein gesegnetes Wirken in seinem beruflichen Kreise, als aufrechter deutscher Kämpfer und als treuer Göfolgs- mann des Führers zurückblicken. Die große Wertschätzung, die er weithin in Stadt und Land genießt, wird ihm an diesem Tage noch zur besonderen Freude gereichen. Amtshandlungen in der evang. Gesamtgemeinde Gießen 1937.1 weiterer laufender Kinderbeihilfen. Jrn übrigen wies der Redner auf die Gesetzgebung hin, die die Förderung der Frühehe und des Kinderreichtums zum Ziele hat. Er erinnerte hier besonders an (Steuerermäßigungen, an den bevorstehenden Fa- milienlastenaMsgleich und an die bevölkerungspolitisch sich auswirkende Siedlungsgesetzgebung. Im Blick auf große Räume wies der Redner darauf Im Jahre 1937 fanden in der evangelischen Gesamtgemeinde Gießen 406 Taufen statt; sie verteilen sich wie folgt: Matthäusgemeinde 75, Mar- kusgemeinde 85, Lukasgemeinde 79, Johannes- gemeinde 63, Luthergemeinde 45, Petrusgemeinde 59. Die Zahl der konfirmierten Kinder belief sich auf 402; davon waren aus der Matthäus- ■ gemeinde 84, Markusgemeinde 85, Lukasgemeinde 92 Johannesgemeinde 40, Luthergemeinde 59, Petrusgemeinde 42. Getraut wurden im ganzen 230 Paare; davon in der Matthäusaemeinde 49, Markusgemeinde 59, Lukasgemeinde 60, Johannesgemeinde 32, Luthergemeinde 8, Petrusgemeinde 12. Kirchlich zu Grab gebracht bzw. eingeäschert wurden 308 Gemeindeglieder; davon waren aus der Matthäusgemeinde 66, Markusgemeinde 70, Lukas- gemeinde 87, Johannesgemeinde 37, Luthergemeinde 24, Petrusgemeinde 24. Vorbereitungskurs zur Jägerprüfung Der Kreisjägermeister des Kreises Gießen weist in einer Anzeige daraus hin, daß in Kürze ein Vor- bereitungskursus für die nächste Jägerprüfung beginnt, die im Laufe des Mai stattfindet. Bedingung zur Teilnahme an der Prüfung ist Beteiligung an dem Lehrgang nicht. Die Erfahrung hat jedoch gezeigt, daß die Teilnahme unbedingt zu empfehlen ist. Daher wurden diese Lehrgänge eingerichtet. Sie setzen sich aus Unterricht im Lehrsaal und im ' Freien (Schießstand usw.) zusammen. Ludwig Manfred Lommel im Frankfurter Schumann-Theater. Der in Deutschland überall bekannte Humorist Ludwig Manfred Lommel wird vom 16. Januar ab im Schumann-Theater zu Frankfurt a. M. ein Gastspiel geben. Lommel hat-sich als Rundfunk- Humorist einen Namen gemacht, seine Scherze, Steg- reif-Clowniaden, Typensdarstellungen und Groteskkomik sind aus mancher Schallplatte festgehaltenworden, und das deutsche Variete zahlt chn zu seinen bewährtesten Kräften. ' Noch vor mehreren Jahren standen unsere Gie - jener Frühjahrs- und Herb st messen ücht allzu weit, vor dem Ende. Manche Gießener ahen das Verschwinden dieser öffentlichen Einrichtung bereits als unabwendbar an. Das war besonders im Jahre 1932 der Fall, aber auch noch im Frühjahr 1933 schien der Fortbestand der Gie- zener Messen fraglich zu sein. Einer der wichtigsten Gründe für diesen Abstieg war die Tatsache, daß die Messebetriebe auch hinsichtlich der vorbereitenden Werbung völlig auf sich gestellt waren und die Stadt sich damals in der Hauptsache nur darauf beschränkte, den Platz zur Verfügung zu stellen und die Standgelder einzuziehen. Dom Sommer 1933 ab trat aber auch auf diesem Gebiete der städtischen Arbeit eine bedeutsame Wandlung zum Bessern ein. Die Stadt nahm sich des Messewesens energisch an, wobei sie sich auf die Tatsache stützen konnte, daß durch diese Veranstaltungen in jedem Frühjahr und in jedem Herbst ein erheblicher Zustrom von Besuchern aus der ganzen Umgegend nach Gießen kam und nicht nur auf den Meßen, sondern auch in der Stadt als zusätzliche Kaufkraft wirksam wurde. Im Hinblick auf diese Tatsachen nahm die Stadt eine zeitgemäße teilweise Umgestaltung des Messeplatzes Oswaldsgarten vor, gleichzeitig nahm sie die vorbereitende Werbung planmäßig und tatkräftig selbst in die Hand. Während vorher die Gießener Vertretung der ambulanten Gewerbetreibenden die Werbung nur mit verhältnismäßig relativen Mitteln und Möglichkeiten hatte betreiben können, entfaltet die Stadt seither durch umfassende Werbemaßnahmen in der Presse und auf dem Gebiete des Plakatwefens, ferner durch den Einsatz von Lautsprecherwagen zur persönlichen Werbung in den Landorten eine systematische Werbetätigkeit. Hinzu kam, daß die Stadt die Ausgabe von verbilligten Fahrkarten der Reichsbahn zu den Messen in Gießen veranlaßte, ferner die Reichspost zur Bereitstellung von günstigen Beförderungsmöglichkeiten von und nach den Orten abseits der Bahn gewann. Ein weiterer förderlicher Schritt des Neuaufbaues bestand darin, daß die Stadt bei der Auswahl der Messegeschäfte auf die Zulassung von nur einwandfreien Unternehmungen bedacht war und eine Uebersetzung mit Geschäften gleicher Art vermied. Außerdem bemühte sich die Stadt, den Wünschen der Messegeschäfte nach bester Möglichkeit entgegenzukommen und den Besuchern die Stunden ihres Aufenthaltes in Gießen nach jeder Richtung hin angenehm zu machen. Alle diese Maßnahmen brachten der Stadtverwal- das ehemalige Hospital an dieser Stelle damit völlig verschwinden. ♦* Oberschule für Mädchen ist nach amtlicher Verfügung von jetzt ab der Name des früheren Lyzeums und der Frauenschule zu Gießen. Die Bezeichnungen Lyzeum, Lyzeum und FratKnschule, Mädchenoberschule, Dreijährige Frauenschule, Studienanstalt kommen also in Zukunft in Wegfall. ** E i n f e e.tü d) £i g e r Kutter für d i e Gießener Marine-HJ. angekommen. Am Donnerstagabend erlebte die hiesige Marine- Gefolgschast der Hitler-Jugend des Bannes 116 eine große Freude. Die ganze Gefolgschaft war zum Güterbahnhof beordert worden, wo sie der Anblick eines zehnriemigen Kutters überraschte. Die Sehnsucht der Gießener Marine-HI., seit Jahren genährt, fand damit ihre Erfüllung. Im Triumph wurde das Schiff eingeholt. Rasch wurde das Boot von den Fesseln für den Eisenbahntransport befreit, rasch auf die bereitgestellte Rolle geladen, und „seefest" gezurrt". Mit Riemen und Rudern, mit Boots- haken und Steuern gingen dann einige Kameraden voraus, die Rolle wurde von zehn Junggenossen Abbruch im Seltersweg. Das städtische Nebengebäude Seltersweg 11 (hinter dem „Lotzekasten"), zum ehemaligen Hospi- talgrundstück gehörig, wird jetzt niedergelegt. Es bildete mit den bereits früher abgebrochenen Gebäuden, zur Erweiterung des Schwesternhauses nebst Zuflucht benötigt, die frühere Hospitalhofreite. Nach Erbauung der neuen Pflegeanstalt an der Licher Straße in den Jahren 1902/03 wurde- das bis dahin hier befindliche Hospital aufgelöst und Insassen sowie Verwaltung nach der neu erbauten Anstalt verlegt. Unmittelbar hinter diesem Gebäude befand sich der ehemalige Kirchenbau, und ringsum schlossen sich die weiteren Gebäude für die Insassen und das Verwaltungsgebäude 'an, letzteres wurde bereits im Jahre 1906 abgebrochen; der letzte Verwalter des Hospitals war der städtische Ratsdiener Gottfried Dörr. Nunmehr steht auf der Hofrecke noch das später als Pfandlokal benutzte nördliche Nebengebäude, in dem sich zur Zeit noch eine Schlosserwerkstätte befindet; auch dieses Haus wird bei der demnächst durchzuführenden Verbreiterung des Selterswegs der Spitzhacke anheimfallen und gezogen, von weiteren zehn Kameraden flankiert; die übrige Gefolgschaft folgte in geschlossenem Zug. Singend zog die nicht alltägliche ^Marschkolonne durch die Stadt zu einem der Bootshäuser. Bald wird man — nach der Bootstaufe — das seefeste Fahrzeug auf der Lahn sehen können. HI., Unterbann V/116. Im Bereiche des Unterbannes V/116 finden in der kommenden Woche folgende Appelle statt: Dienstag, 18. Januar, 21 Uhr, in der Äreisschule Großen-Linden für den Standort Großen-Linden; Mittwoch, 19. Januar, 20 Uhr, für den Standort Leihgestern im Rathaus; Mittryoch, 19. Januar, 21 Uhr, für den Standort Lang-Göns im HJ.-Heim Lang-Göns; Donnerstag, 20. Januar, 20.30 Uhr, in Holzheim für die Standorte Holzheim und Grüningen; Donnerstag, 20. Januar, 21 Uhr, in Eberstadt für die Standorte Eberstadt und Dorf-Gill. Für diese Appelle entfallen alle laufenden Beurlaubungen Der Führer des Unterbannes V/116 • Dr. Hanke, Gefolgschaftsführer. Führerschulung tm Unferbonn V/116. Am vorigen Sonntag fand in Watzenborn- Steinberg unter der Leitung von Unterbannführer Dr. Hanke eine Führers ch ul ung Des Unterbannes V/116 statt. Der Führer vom Dienst, Gefolgschaftsführer Kreschberger, meldete dem Unterbannführer die angetreten^ Führerschaft. Nach einer kurzen Morgenfeier im Freien begann in einem Nebenzimmer der Volkshalle die Führerschulung. Unterbannführer Dr. Hanke entwickelte seinen Unterführern die Parole der Hitlerjugend für das neue Jahr, die darin zu erblicken ist, daß wir tung bis jetzt bereits einen ansehnlichen Erfolg. Wenn man sich die Kurven des graphischen Bildes über die Entwicklung der Gießener Frühjahrs- und Herbstmessen ansieht, kann man zwei bemerkenswerte Feststellungen machen. Don 1929 bis 1933 ging es in der Linienführung dieses graphischen Bildes ständig und zuletzt sogar steil abwärts. Wir wollen hier nicht mit zahlenmäßigen Einzelheiten kommen, die in diesem Zusammenhänge zu weit führen würden, aber so viel sei hervorgehoben, daß der Absturz der verschiedensten Wirtschaftslinien des Messewesens von 1929 bis 1933 als ganz erheblich anzusehen ist. In stärkstem- Gegensatz dazu steht die Entwicklung der Kurven seit 1933. lieber« all auf den verschiedenen Messegebieten -geht es kräftig aufwärts, ja der Anstieg der Kurven ist zum Teil so steil, daß er jetzt schon, nach den wenigen Jahren der städtischen Betreuung der Messen, auch die höchsten Entwicklungspunkte während der Jahre vor 1933 bedeutend übertrifft. Man kann ohne weiteres feststellen, daß die Spitzen des bisherigen Kurvenanstiegs eine Höhe erreicht haben, die man nach allen Erfahrungen der letzten 15 Jahre überhaupt nicht als erreichbar vermutet hätte. Dieser starke und eindeutige Erfolg spricht mit Entschiedenheit für die aufbauenden Maßnahmen der Stadt auf diesem.Gebiete. Bestärkt durch dieses Ergebnis beabsichtigt die Stadtverwaltung, den Ausbau der Gießener Messen weiterhin planmäßig fortzusetzen. Es sind zu diesem Zwecke Maßnahmen der verschiedensten - Art ins Auge gefaßt. Dabei steht der Ausbau der Werbung weiterhin im Vordergründe. Ferner wird eine Umstellung in der Strombelieferung des Platzes von Gleichstrom auf Wechselstrom durchgeführt werden, .um den Beschickern der Messen die bisherigen hohen Unkosten durch das Mieten von Umformern zu ersparen. Zu diesem Zwecke wird eine Transformatorenstation im Hofe der Feuerwache errichtet, die schon bei der diesjährigen Herbstmesse für die Lieferung von Wechselstrom an die Messebetriebe wirksam werden soll. Dann' wird es auch möglich sein, für die Gießener Messen größere erstklassige Fahrgeschäfte zu bekommen, die bisher nur wegen des Fehlens von Wechselstrom' unfere Messen nicht beschickten. In Verbindung mit dieser Umstellung der Stromlieferung soll auch die Frage der Messeplatz-Beleuchtung aufgegriffen und in bestmöglicher Weise gelöst werden. Gleichzeitig will die Stadt eine feste Leitungsanlage für Lautsprecher auf dieshm Platze schaffen. Alle diese Maßnahmen kann man als zweckdienlich und erfolgverheißend Die Arbeitsgemeinschaft der Berufskrankenkasse der Kaufmannsgehilfen und der weiblichen Angestellten veranstaltete am gestrigen Freitag tm „Bayerischen Hof" einen Vortragsabend. Verwaltungsstellenleiter Geitz hieß die Teilnehmer willkommen und wies auf die stete,, verantwortungsbewußte Mitarbeit der Krankenkassen bei der Förderung der Volksgesundheit hin. Anschließend sprach der Sauobmann für Haffenhygiene Prof. Dr. Kranz über rassenhygienische und bevölkerungspolitische Fragen. Er-wies daraus hin, daß die rassen- und bevölkerungspolitischen Probleme, trotz großer Fortschritte für unser Volk noch nicht als endgültig gelöst betrachtet werden dürften. Man müsse sich dessen bewußt sein, daß es gerade auf die gegenwärtige Generation-ankomme, denn sie habe Grundsteine für die Zukunft zu legen. Bis das Ideal erreicht sei, das dem Führer vor- schwebe, bleibe noch viel zu tun. Wichtig sei vor allem, unsere Volksgesundheit sicherzustellen und außerdem gleichzeitig einem rassischen Verfall vor- zubeuaen. Die neue geistig-seelische Haltung, die unser Volk unter nationalsozialistischer Initiative gewonnen habe, müsse entscheidend helfen, den Gesundungsprozeß zu unterstützen. Alle Aufmerksamkeit sei außerdem unserer Geburtenbewegung zuzuwenden. Den noch nicht ausreichenden Geburtenzahlen unseres Volkes stehe als Gefahr das außerordentliche Wachstum der Völker im Osten gegenüber. Die Aenderung der geistig-seelischen Haltung unseres Volkes nach der Machtergreifung durch den Führer habe — sehr im Gegensatz zur Haltung unseres Volkes während der Systemzeit — Kinder- freüdigkeit im Gefolge gehabt. Das Reich habe es auch an wirtschaftlichen Förderungen nicht fehlen lassen. In 750 000 Fällen seien von erbgesunden heiratslustigen jungen Menschen Ehestandsdarlehen m Anspruch genommen worden. Aus den damit geförderten Eheschließungen seien bisher als erfreuliches bevölkerungspolitisches Ergebnis 500 000 Kinder hervorgegangen. 123 Millionen Mark wurden bisher an Kinderbeihilfen ausgeworfen, 400 000 Familien wurden mit einmaliger Kinderbeihilfe bedacht. Im Ausbau begriffen sei die Gewährung entscheidend fein werde auf die Verteilung der Räume auf unserer Erde. In seinen weiteren Darlegungen beschäftigte sich Professor Dr. Kranz mit den Gefahren, die unserem Volke von Erbkranken und Erbuntüchtigen her drohen. An Hand von Zahlen ließ er erkennen, wie stark die Erbkranken unsere Volksgemeinschaft' belasten, und zeichnete dann, die Segnungen auf, die durch das Erbgesundheitsaesetz ausgelöst werden. Er sprach ferner über das Wesen und die Voraussetzungen der Unfruchtbarmachung, umriß das vor dem Erlaß stehende Ehegesundheitsgesetz,^ sprach über das wünschenswerte Verhältnis zwischen Arzt und Familie im Sinne des Hausarztes und über die notwendige Verantwortungsbereitschaft des Ehepartners dem Ehepartner und dem Nachwuchs gegenüber. Nachdem Professor Dr. Kranz in wenigen Sätzen, aber mit aller Deutlichkeit, die 'Judenfrage behandelt hatte, sprach er abschließend davon, wie Deutschland mit allen seinen Maßnahmen auf dem Gebiete der Rassenhygiene und der Beoölkerungs- politik anderen Völkern gegenüber kilometerweit voraus sei und in seiner wissenschaftlichen Arbeit auf den erwähnten Gebieten heute schon viele aufmerksame Hörer in der ganzen Welt habe. An der Lösung dieser bedeutsamen Fragen für unsere Volksgemeinschaft mitzuarbeiten, sei aber nicht allein die Aufgabe der Wissenschaft, sondern auch die Aufgabe eines jeden Volksgenossen für sich und seine Familie. Der lebendige Vortrag wurde mit ungeteilter Aufmerksamkeit ausgenommen. Im weiteren Verlauf des Abends schilderte Verwaltungsstellenleiter G e i tz die Aufgaben der Arbeitsgemeinschaft der Berufskrankenkassen; anschließend wurde ein Film gezeigt, der die Teilnehmer des Abends in die Jugenderholungsheime der Arbeitsgemeinschaft führte. \ Statt Karten. Gießen, den 13. Januar 1938. 26QD Danksagung Frau Dorothea Heil, geb. Trapp Gießen, den 15. Januar 1938 273D Wieseck, den 14. Januar 1938. 263D 2370 235D Leichenwärterin angenommen. 0185 259D * ■V, 'fr Stückware zum haften Bskleidungsfachleuten 251A 1 KOHLER I "W\ MBhÄ. ..ei ei 150/200 200/250 200/300 *Friedrichstr? Lieferant aller Kassen Für die mir erwiesene überaus herzliche Teilnahme und Blumenspenden beim Hinscheiden meines lieben Mannes sage ich auf diesem Wege herzlichen Dank Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgange unserer lieben Entschlafenen und für die ihr erwiesene Ehrung durch Beteiligung an ihrer Beisetzung durch Wort und Blumengrüße danken herzlichst Die Bestattungsfeier findet am Montag, dem 17. Januar, nachmittags 2 Uhr, in der Kapelle des Alten Friedhofs statt irreguläre Muster 3.95 6.60 7.90 ganzer Zimmer, 200 cm breit irreguläre Muster p. qm 1.10 reguläre Muster p. qm 1.25 Läufer, reguläreMuster Spezial-Haus für gute Herren- und Knaben-Kleidung fertig und nach Maß Gießen, Eckhaus am Seltersweg reguläre Muster 4.40 7.25 8.70 Auslegen Oberforstmeister a. D. August Lang, Geh. Forstrat Familie Dr. Ernst Lang, Lauterbach Familie Dr. Wilhelm Lang, Wetzlar. 67 cry 0.85 90 cm 1.10 100 cm 1.25 das TOas ich Won lange tagen wollte... Ich spreche sonst nicht gerne von mir selbst. Aber heute muh ich Ihnen einmal bündfg sagen, warum es für Sie so wichtig ist, sich regelmäßig mit meinen Nachrichten zu befassen: Don den lebensnotwendigen Dingen steht die Kleidung mit an erster Stelle. Deshalb haben die gewissenhaften Bekleidungsfachleute mir die Aufgabe erteilt, Sie laufend über wichtige alte und neue Bekleidungsfragen zu beraten. 2* 3hnen wertvolle Tips für gute Einkaufsmöglichkeiten zu erteilen, und 3* Ihnen an praktischen Beispielen zu zeigen, wie Sie sich für wenig Gelir vorteilhaft und zweckentsprechend kleiden können. Es geht mir nur darum. Sie zufriedenzustellen. Der schönste Lohn für meine Arbeit wird es sein, wenn Sie, sorgfältig beraten und bedient, gutgekleideter Stammkunde werden bei Ihren gewissen- Mehr Freude an der Raiur durch Bermühler-Bücher! In tiefstem Schmerz: Elisabeth von Grolman. Für die uns beim Heimgange unseres lieben Entschlafenen erwiesene Teilnahme sowie für die vielen Kranz- • und Blumenspenden und die Ehrungen am Grabe sagen wir innigsten Dank. Luise Werner, geb. Deibel und Kinder. 1. Brennholzversteigerung der Fürstlichen Oberförsierei £ i ch. Montag, den 24. Januar, werden im Riedwald versteigert: rm Scheitholz Buche 154, Eiche 7; Knüppel Buche 89, Eiche 8; Stockholz Buche 59; Wellen Reisholz Buche 3700, Schlagreiser Eiche zirka 100. Zusammenkunft 10 Uhr: Riedwaldstraße Kreuz Laubacher Straße. — Das Holz sitzt in guter Ab- uhrlage. 229D Weitere Versteigerungen sind geplant: 31.1.: Her- ren-Höhler und am Albacherhof; 1. 2.: Meilbach. Auf die Veröffentlichung am Samstag, dem 29. d. M., nürd hingewiesen. =• Quälende Bronchitis l I L. Schmidt Liebigstraße 99, Telefon 4368 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange meines lieben Entschlafenen spreche ich allen, insbesondere der Uührer- und Gefolgschaft der Firma Fr. Heimer & Co. für ihre liebevollen Worte und Spenden, ferner den Aerzten und dem Pflegepersonal des Ev. Schwesternhauses, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Naumann .meinen verbindlichsten Dank aus. Katharine Großhaus, geb, Muhl und Kind. Alten-Buseck, den 15, Januar 1938. MAl'WWl 1 Stück 2,5 to fabrikneu ab Lager lieferbar ono V. MM, M-MlM Tel. 2478, Herm.-Göring-Str. 44 ihmet- WM nach Vorschrift Zahlen beliebig, pro sdiiiö L50 nm. Malergeschäft petvi Asterweg 31 | Einspaltige | werden zum ermäßigten . Grundpreis von 6 Pf. für die Kleinanzeigen Millimeterzeile veröffentlicht! 110 cm 1.40 133 cm 1.70 Meter Brennholz-Versteigerungen der Stadt Gießen: A) miftrood), den 19.3anuar 1938, 9 Uhr beginnend, aus der Ableitung 80a des Stadlwal- des, Försterei hochwart: Scheiter: Buche 225 rm, Eiche 8 rm. Knüppel: Buche 88 rm, Eiche 23 rm, Buchenanbruch 17 rm. Reiser: Buche 111 rm, Buche 2. Kl. 750 Wellen, 3. Kl. 4360 Wellen. Stöcke: Buche 68 rm. Zusammenkunft: 10. Schneise — AUttelschnetse. B) Freitag, den 21. Januar 1938, 9% Uhr beginnend, aus der Abteilung 92 des Stadtwaldes, Försterei hochwart: Scheiter: Buche 228'rm, Eiche 4 rm. Knüppel: Buche 89 rm, Eiche 7 rm, Esche 1 rm. Buchenanbruch: 2 rm. Buchenreiser: 3. Kl. 3650 Wellen. \ Stöcke: Buche 36 rm. Zusammenkunft: Licher Strafte — 13. Schneise. Gießen, den 14. Januar 1938. . ^76A Der Oberbürgermeister. I.V.: Nicolaus. Heute morgen ist meine liebe, gute, unvergeßliche Schwester Luise von Grolman nach langem, schwerem Leiden heimgegangen. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, für die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden bei dem Heimgang unseres lieben Entschlafenen. sowie für die trostreichen Worte des Henn Ptarrer Weisel und für die schnelle Hilfeleistung des Herrn Dr. Keller sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichen Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Marie Volkmann. Heuchelheim, den 15. Januar 1938. Butzbach, den 15. Januar 1938, ____________ 2230 I Wieder etwas für die * Kuchen-Aussteuer! | Und ob Sie Stück für Stück anschaffen oder y gleich eine komplette g Küchen-Aussteuer wün- sehen: ImmerwerdenSie K gut beraten Im bekannten A Fachgeschäft J. B. Häuser Gießen am Oswaldsgarten, Par! den 15. Januar 1938. Die Beerdigung findet am Montag, dem 17. Januar, vormittags um 11 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt. 239D Keine Blähungen mehr „Wobldorfer"Bläbungs- und Verdauungsvulvcr frei von Ehemikal.,nicht abführend.Bor- züglich b. Gefühl d. Völle, Ausstößen, Herzklopf., Kopfschmerz nur in Orig.-Packung RM. 1.50 Kneipp - Kräuierhauel Jung Gießen inderMäusburg LsoD chronische Berfchleirnung,Luftröhrenkatarrh, hartnäckiger Husten mit Auswurf, Astbrna wurden mit Dr. ÄoetherTabletten auch in alten Fällen erfolgreich bekämpft. Bewährtes unschädliches, kräuterbnltiges Spezialmittel. Enthält 7 erprobte Wirkstoffe, Stork losend, auswurffördernd.Neinigt, beruhigt u.kräftigt die angegriffenen Gewebe. Zahlreiche schnsi- liche Anerkennungen donibarer Patienten und von zufriedenen Ärzten! In Apotheken JR1.43 und 3.50 -- Stragula und Balatum jetzt billiger! Teppiche der erschienenen Bewerber. ZuschlagssrisU bis 1. März 1938. Gießen, den 15. Januar 1938. Hess. Straßenbauamt Gießen. Ohne Wolken, Blitz und Donner wundervolles Regenwasser! Es genügt, wenn Sie einige Hand- voll henko Bleich-Soda 15 Minu- ten im Wasser wirken lassen, bevor Sie die Waschlauge bereiten. So haben Sie immer das schönste weiche Wasser, das Schaum- und Maschkraft der Sauge voll zur M81d/3r Wirkung kommen läßt. Nimm Henks, bas beim Waschen spart unü Seife vor Verlust bewahrt! chircfi eine gute Stätte von Optikermeister Carl Leisler Gießen 80l3A Neuenweg 16 Lieferant aller Krankenkassen Dachdeckerarbeiten Dachreparatoren aller Irl - werden schnell u. prompt ausgef. fericli Meier Dachdeckergeschäft jetzt Alicenstr. 35 Arrr. durch 3910. Ctöi*z Laibach Triest. Venedigr Istrien 'LenM M. ** »Neustadel Kram /Fiume gen zur ,Angebot dergangs . Beseitiget Dil- >ie Erd- ngungs- etlichen eilt ,W >r ^reichen, genwart megung, arbeiten Degung, nd um. tlerdecke I l|b. m -ar 1938 zwischen !gen Er- abgeholt ' flfgten für die inthchtl “t> in lbrtte nittti °sent>, ‘vrift fntcn Wen h be- dlkvai. - g. alt« »nd et«*««- ir gute Ei"* i, und Veldvort^ ndenvnnen- ie zuftiedrl" 1 S n,e,n ’LfÖM >,e-Kw |t0 <2) Darmstadt-Hessen in Englands Solde liebreich umschlangest und erquicktest, labe am Kristall deiner Quelle auch den nach Ruhe und Erquickung lechzenden Landmann und Städter." Schnur oder den Riemen, an denen das Instrument hing, vor dem Abgleiten von der Schulter bewahren sollten. Diese Wülste waren mit. Tressen verziert, die sich bis heute erhalten haben, während die Wülste selbst längst verschwunden sind. Ebensowenig wie diesem Abzeichen sieht man den Epauletten ihre lange Vergangenheit an. Dieser ringförmige, mit goldenen Borten und Fransen verzierte Schülterbefatz, der heute noch bei verdeutschen Kriegsmarine ein Bestandteil der Galauniform ist, läßt sich aus den Schulterschutz der mittelalterlichen Ritterrüstungen zurücksühren. Auch die Achselklappen haben sich aus einem Uniformstück entwickelt, das rein zweckmäßigen Charakter trug. Die Achselklappe nämlich, die zu Beginn nur auf einer Schulter angebracht war, diente lediglich dazu, den breiten Riemen des Karabiners oder der Patronentasche festzuhalten. Erst nach Einführung des gekreuzten LederzeugeL gesellte sich eine zweite Achselklappe hinzu. Zum eigentlichen Abzeichen wurden die Achselklappen erst im 19. Jahrhundert. Anfangs zeigte sie lediglich die Regimentsnummer an, wurden aber bald durch besondere Wahl der andern Waffengattungen ist heutzutage das MG. die entscheidend st e Feuerwaffe. Es verleiht der Reiterei die nötige Feuerkraft, um ihre Aufklärungs- und Sicherungsaufgaben durchführen zu können, es spielt die Hauptrolle im Kampf der Panzertruppen gegen die Infanterie, überschwere MG. werden in einigen Heeren sogar zur Abwehr von Panzerangriffen benutzt. Flieger kämpfen mit MG. nicht nur gegen feindliche Flugzeuge, sondern im Tiefflug auch gegen feindliche Infanterie und andere Erdtruppen, auch werden zur Fliegerabwehr von der Erde aus neben Flaks /eilweise MG. auf Dreibeinlafetten verwendet. So ist das MG. im Angriff wie in der Verteidigung das verbreitetste und für alle Gefechtsfälle, in denen es sich um lebende, ungedeckte oder nur leicht gedeckte und um nicht allzu große Entfernungen handelt, das beste und wirksamste Kampfmittel. Schwalbennest und Achselstück. Die Uniformstücke und -abzeichen unseres Heeres sind nicht zufällig entstanden, sondern haben zumeist eine lange Entwicklungsgeschichte hinter sich. den Gegner. Wie die schweren Maschinengewehre durch ihren Feuerschutz das Vorgehen der Schützenkompanien im Rahmefl des Bataillons zu unterstützen haben, so die leichten MG. das Vorgehen der einzelnen Schützengruppen innerhalb des Rahmens der Schützenkompanien. Unter ihrem Feuerschutz arbeiten sich die Gewehrschützen an den Feind heran, bis sie selbst auf wirksame Feuerentfernunq anqelangt sind. Beim weiteren Vorgehen unterstützen sich das leichte MG. und die Gewehrschützen feder Gefechtsgruppe gegenseitig durch ihr Feuer, wobei die leichten MG. ebenso wie die schweren keine langen Feuerkämpfe führen, sondern nur mit furzen Feuerüberfällen den Feind zu erschüttern versuchen. Beim Einbruch in den Feind hält das leichte MG. durch stärkstes Feuer den Gegner nieder: unter Umständen muß es, um nicht die stürmenden Schutzen zu gefährden, den Sturm mitmachen und im Lauten feuern. , , . „ Mcht nur bei der Infanterie, auch bei fast allen gewesen. Aber nun zunächst: Wie kommt denn das leichte Infanterie-Bataillon, das wir noch 1795 (vergleiche den Aufsatz „Das Gefecht bei Bevern 1794") kämpfend in den Niederlanden verlassen haben, kaum ein Jahr später schon wieder in weit von der Heimat entfernte Gebiete an der Küste des Adriatischen Meeres? Die Antwort ist kurz folgende: Der Krieg der verbündeten Staaten gegen die französische Republik hatte bis zum Ende des Jahres 1795 zu so ungünstigen Ergebnissen geführt, daß Preußen, Holland und Spanien Frieden schlossen und nur England, Oesterreich und ein Teil der Reichsstaaten, unter ihnen Hessen-Darmstadt, den Krieg fortsetzten. Die hessischen Truppen waren zunächst nach Darmstadt zurückgezogen worden, wo sie, stark dezimiert und mitgenommen, Anfang Dezember 1795 eintrafen. Der Eindruck des so unglücklich verlaufenen Feldzuges in den Niederlanden war zunächst ein sehr großer und die Stimmung eine recht gedrückte. Hatte sich doch Jo gar der langjährige und immer bewährte Führer der hessischen Brigade, General von Düring, auf dem Rückzug m feinem Wagen, anscheinend in tiefster Depression, erschossen, um nicht als Besiegter nach Darmstadt heimkehren zu müssen. Und das war fraglos der Fall! Trotz aller Tapferkeit, die die Hessen bei jeder Gelegenheit gezeigt hatten, hatte die englische und österreichische Führung völlig versagt, unh der Unglückstag bei Boxtel am 14. September 1794, an dem die Hessen, wie fast immer, die Hauptlast des Kampfes tragen mußten und schmählich von ihren Verbündeten im Stich gelassen wurden (die hessische Brigade verlor an diesem Tage 21 Offiziere, 34 Unteroffiziere, 2 Chirurgen, 10 Spielleute, 626 Mann, 4 Bataillonsgeschütze und 7 Munitionswagen), war aus dem Gedächtnis der Ueberleben- den nicht mehr zu verwischen. Erst die Rückkehr in die Heimat und die em- tretende Ruhezeit brachte den nötigen Umschwung. Die Truppen wurden neu formiert und ergänzt und waren bald auf die frühere Stärke gebracht. Aber die Ruhezeit war nur kurz. Die großen Erfolge der Franzosen unter dem jungen General Bonaparte, dem späteren Napoleon I., in Italien, wo die Oesterreicher nur mühsam widerstanden, riefen Aus der Geschichte des allen Regiments 116 Das leichte Znf.-Batl. (1/116) in Kram und Kroatien 1796/97. Bon Generalmajor a. O. Rudolf Mohr, Gießen. —<—<—'—1—1 Maßstab-1-300000 Maschinengewehre im Kamps. ; Bon Major a. '£). von Keifer Als um die Jahrhundertwende in allen größeren ! Heeren Maschinengewehre eingeführt wurden, da ■ war man von ihrem überragenden Kampfwert durchaus noch nicht allgemein überzeugt. Man war 1 vielfach der Ansicht, ihr starker Munitions- : verbrauch würde in keinem Verhältnis zu der 1 günstigstenfalls zu erwartenden Feuerwirkung 1 stehen. Der Weltkrieg hat solchen Bedenken ein schnelles und gründliches Ende bereitet,' das Ma- 1 schinengewehr ist in den großen Abwehrschlächten 1 zur entscheidensten aller Waffen geworden. Und zwar hat es sich nicht, wie allgemein angenommen wurde, hauptsächlich zugunsten des Angreifers, sondern ganz ausgesprochen zugunsten des Verteidigers ausgewirkt. Dieser konnte mit dem auf weite Entfernungen wirksamen und eng zusammengefaßten Feuer der MG. dem ungedeckt vorgehenden Angreifer schon frühzeitig die schwersten Verluste beibringen, während die Wirkung der angreifenden MG. dem gut eingebauten und gedeckten Verteidiger gegenüber naturgemäß weit geringer war. Diese Überlegenheit der abwehrenden gegenüber Öen angreifenden MG. machte sich vor allem i m Stellungskriege geltend, -wo die in die Tiefe gestaffelten, wie kleine Forts befestigten M G. - 91 e ft e r mit ihrem frontalen und flankierenden Feuer dem Angreifer oft ein weiteres Vorwärts- fommen völlig unmöglich machten und auch die stärksten Trommelfeuerangriffe nach anfänglichen Erfolgen zum Scheitern brachten. Erst die Kampfwagen, die die MG. unter Panzerschutz an den Verteidiger herantrugen und damit die beiden Elemente des Angriffs, Feuer und Bewegung, mit einander verschmolzen, ermöglichten dem Angreifer eine ähnliche Ausnutzung der Feuerkraft der MG., wie fle der Verteidiger in feinen MG.-Stützpunkten befaß, und verliehen damit dem infanteristischen Angriff wieder frischen Impuls. Ohne ihre große Überlegenheit an Kampfwagen hätten die Ententemächte sicherlich nicht ihre Schlachterfolge im Sommer 1918 errungen. Denn wo noch ein MG aus den zerstörten deutschen Stellungen heraus schoß, ging im allgemeinen kein Franzose, kein Engländer oder Amerikaner mehr vor, bis der deutsche Widerstand durch Kampfwagen gebrochen war. Die allgemeine taktische und technische Entwicklung geht nun seit einer Reihe von Jahren wieder^ in der Richtung, den infanteristischen Angriff von den Kampfgewohnheiten des Stellungskrieges zu lösen, den Kampfwagenverbänden selbständige Aufgaben zu übertragen und den Jnfanterieangriff im Bewegungskriege auch ohne Unterstützung von Kampfwagen vorwärts zu tragen. Hierbei fällt den Maschinengewehren die Aufgabe zu, die feindlichen Linien so stark unter Feuer zu halten, daß der infanteristische Angriff nicht ins Stocken gerät. Von der Aufgabe der Bekämpfung der feindlichen MG.-Nester werden sie durch die heute jedem Infanterieregiment Ungeteilten M i n e n w e r f e r entlaftet, während die sogenannten Infanteriegeschütze hauptsächlich zur Abwehr etwaiger Kampfwagen des Verteidigers bestimmt sind. Ferner sind die neuzeitlichen Maschinengewehre mit ihrer größeren Leichtigkeit und ifyren schießtechnischen Fortschritten weit besser zum Angriff in der neuzeitlichen Materialschlacht gerüstet, als es die Maschinengewehre des Weltkrieges waren. Beim Angriff im Begegnungsgefecht ist außerordentlich wichtig die schnellste Feuerbereitschaft des schweren MG. — im deutschen Heere eine Kompanie pro Infanterie-Bataillon —, um rasch den ersten feindlichen Widerstand zu brechen und das Vorgehen der Schützenkompanien zu ermöglichen. Beim Angriff gegen einen Gegner in vorbereiteter Stellung dagegen können nur sehr eingehende vorbereitende Maßnahmen die wirksame Unterstützung der Schützenkompanien gewährleisten Diese Feuerunterstützung durch die MG. erfolgt am besten aus rückwärtigen Stellungen, die so gewählt werden müssen, daß möglichst selten ein Stellungswechsel notwendig wird, um die großen Schußweiten der MG. auszunutzen und gleichzeitig die beim Stellungswechsel leicht eintretenden Verluste einzuschränken. Diese neuzeitliche Feuertaktik der MG. macht das Ueberschießen der eigenen Schützenkompanien odex das Varbeischießen an ihnen zur Regel; deren Gefährdung durch eigenes MG.-Feuer wird vermieden, wenn dieses mindestens 350 bis 500 Meter vor die eigene Truppe gelegt wirb. Bei näherem Herankommen an die Sturm-. fteöung werden meist einzelne Züge ober Halbzüge der Maschinengewehrkompanie ben Schützenkompanien zugeteilt werben müssen. Zusammengefaßte überfallartige Feuerstöße von- Maschinengewehrzügen ober Halbzügen auf bestimmte starke Wider- stanbspunkte bes Verteidigers halten besten Feuer am wirksamsten nieber, wirken ermutigend auf die Schützenkompanien und erleichtern ihnen das Vortragen des Angriffs. Einen großen technischen Fortschritt bedeutet das Schießen neuzeitlicher MG..aus verdeckter Feuerstellung mit indirektem Richten wie bei der Artillerie, das heutzutage immer angewandt wird, wenn es Gelände und Gefechtslage irgend erlauben. Uebrtgens sind,- wie jeder alte Frontkämpfer weiß, nicht nur die tatsächlichen Trefferergebnisse, sondern auch die seelischen Wirkungen des MG.-Feuers von entscheidender Wirkung auf1 Der neue Präsentiergriff. Vom Oberkommando des Heeres ist ein neuer Präsentiergriff eingeführt worden, der für die meisten Einheiten der Infanterie Gültigkeit hat. Dieser Präsentiergriff wird durchgeführt auf das Kommando: „Achtung! Präsentiert das — Gewehr!" Die Ausführung erfolgt aus der Stellung „Das Gewehr über" Die rechte Hand schwingt das Gewehr vor die Mitte des Körpers, die linke Hand fängt es auf, Unterring etwa in Kragenhöhe. Die linke Hand dreht den Lauf dem Körper zu und zieht das Gewehr — ohne Pause — so vor die linke Körperhälfte, daß der Hülsenkopf auf der rechten Ecke der linken Patronentasche liegt. Die rechte Hand umfaßt gleichzeitig den Kolbenhals. Der Daumen ist dem Leibe zugekehrt. Die vier Finger der rechten Hand liegen ausgestreckt dicht unter dem Abzugsbügel auf dem Kolbenhals, der Daumen unter dem Schlößchen. Auf das Kommando: „Augen — rechts!" („Die Augen — links!") wird der Vorgesetzte angesehen. Der einzelne Mann e ihm beim Abschreiten der Front mit ben >n unter Drehen des Kopfes bis zum zweiten 9)1 ahn (zwei Schritt) und nimmt selbständig den Kopf geradeaus. Wird die Front nicht abgeschritten, beendet „Augen gerade — aus!" die Ehrenbezeigung. „Das Gewehr — über!" Die linke Hand bringt das Gewehr senkrecht vor die Mitte des Leibes, Lauf nach rechts, Unterring etwa in Kra- genhohe. Die rechte Hand umfaßt gleichzeitig ben Riemen und nimmt das Gewehr über. Kärnten Klagenfurt © Franzosen gelten unb die Scharte in den Niederlanden ausgewetzt werden. Die Führung der zu einer Brigade vereinigten Bataillone erhielt Oberstleutnant von Stosch mit dem Range eines Obersten. Das leichte Infanterie-Bataillon führte Major Kotz, Kapitäne waren Pistor, Hallwachs und Stutzer; Premier-Leutnants Klipstein, Duncker, von Gall, von Barchenroder, Kullmann, Merk; Second-Leutnants Godecke, Bechstadt, von Kappet, Nies, von Karlsen, Teiffel, von Stosch, Götz, Tehr und Hensing, im ganzen 22 Offiziere, 772 Mann. Der Ausmarsch am 13. Juli 1796 erfolgte in drei Kolonnen, bei der ersten befand sich das leichte Infanterie-Bataillon. Als Bestimmungsort war T.r i e st genannt, wo englische Schiffe zur Aufnahme und Weiterbeförderung bereitstehen sollten. Infolgedessen erhielt die Brigade im Dolksmund sehr bald den Namen „W a s s e r b r i g a d e". Der Marsch, der mit großen Schwierigketten verbunden war, da einzelne Regierungen und Reichsstände den Durchmarsch oder wenigstens Quartiere und Verpflegung verweigerten, führte über Regensburg, Salzburg, Villach, Klagenfurt in die Gegend von Laibach, das am 10. September erreicht wurde. Hier blieb die Brigade mehrere Monate untätig in keineswegs angenehmer Lage und Unterkunft liegen und wartete vergeblich auf die Ankunft der englischen Schiffe in Triest. Die in der Brigade befindlichen angeworbenen Ausländer desertierten massenhaft, so daß das leichte Infanterie-Bataillon Ende September nur noch 59 Unteroffiziere, 519 Mann stark war. Es war wie immer! Die schlimmste Zett für eine Truppe im Kriege ist die der Untätigkeit! Dazu mehrten sich sehr bald die Nachrichten von großen französischen Erfolgen im angrenzenden Italien, kam die völlige Abgeschlossen-- heit von der Heimat, der Geldmangel, die schlechte Verpflegung und Bekleidung hinzu, alles Gründe, um niederdrückend auch auf die beste Truppe zu wirken, die sich wie verraten und verkauft im fremden Land vorkam. • So wurde es denn als eine Erlösung betrachtet, als endlich Anfang März 1797 Oberst von Stosch den Befehl erhielt, mit zwei Bataillonen Triest und mit einem Bataillon Fiume zu besetzen. Man reckte Farben und andere Verschönerungen zu einer Zierde der Uniform, die das Zusammengehörig- Zwecken, wie z. B. die „Schwalbennester", die die kettsgefühl des Soldaten zu seinem Truppenteil Spielleute heute an den Schultern tragen. Sie ka-! stärkte. So erinnert auch die Achselklappe in ihrer men zu Beginn des 17. Jahrhunderts in der Form, Entwicklung wie so manches andere Abzeichen der von Achselwülsten bei den Trompetern auf, die die | Uniform an vergangene Zeiten der Geschichte. —n. Diese Inschrift befand sich bis zum Weltkrieg an einer Quelle, genannt der „Hessen-Brunnen", b e i NeustadtelinKrain, wo das leichte Bataillon von März bis Oktober 1797 im Quartier lag. Ob sie heute noch vorhanden ist, habe ich leider nicht feststellen können, ebensowenig die genaue Lage von Neustadtei. Die alte österreichische Krondomäne Krain ist ebenso wie das österreichische Kroatien feit 1919 südslawische Provinz geworden, und sämtliche Ortsnamen sind slawisiert. So heißt z. W die alte Hauptstadt von Kroatien K a r l o v a c (früher ------. Karlstadt) und die alte deutsche Stadt Laibach meldeten sich diese fast ganz geschlossen. Ging es trüber Hauptstadt des österreichischen Herzogtums.! auch in ungewisse Ferne, der Kampf sollte doch den die Arme, nun ging es wieder gegen die Franzosen! Aber die Hoffnung trog! Der Marsch in der oben, armen und unwegsamen Gegend war sehr beschwerlich und die Unterkunft schauderhaft. Kaum waren die Marschziele erreicht — das leichte Infanterie- Bataillon hatte Fiume* und Umgegend an der Meeresküste besetzt —, als es auch schon wieder hieß: rückwärts! Bonaparte hatte das österreichische Heer über den Tagliamento und Jsonzo zurückgedrängt (man erinnere sich an unseren großen Durchbruch dort im Weltkrieg!), und somit war auch die Stellung der hessischen Bataillone unhaltbar geworden. Englische Schiffe erschienen nicht, und die Oesterreicher leiteten notgedrungen Friedensverhand- lungen mit den Franzosen ein. Anfang April wurde die Brigade wieder nach rückwärts verlegt, das leichte Infanterie-Bataillon kam n ü ch Neu- ft a d t e l i n K r a i n, die beiden anderen Bataillone nach Karlstadt in Kroatien. Hier blieben sie bis zum Herbst 1797 in einer jammervollen Lage. Ab- gefchnitten von allen Verbindungen, ohne Geld, ohne Pferde, Wagen und Geschirr, ohne jede Lazaretteinrichtungen, litten die Mannschaften oft bittene Not. Dazu war die Bevölkerung, besonders bittere Not. Dazu war die Bevölkerung, besonders In alten Berichten fand ich folgenden Vorfall ver- zeichnet, der geeignet ist, ein Licht auf diese Verhältnisse zu werfen. Der beim leichten Infanterie- Bataillon befindliche Leutnant von 'Karlsen hatte zu Schiff einen Transport von Fiume nach Z e n g g zu geleiten und sein Ziel auch trotz einer Meuterei der kroatischen Schiffsmannschaft glücklich erreicht. In Zengg aber erhielt er die Meldung, daß sein Bataillon inzwischen nach Krain abmar- schiert sei und er folgen solle. Der direkte Weg führte nach Norden durch Kroatten, also durch ein fast völlig unbekanntes und unwegsames Land. Die kleine Abteilung (ihre Stärke ist nicht angegeben) schlug sich schlecht und recht auf diesem Wege durch und erreichte auch ihr Ziel, wenn auch unter viel Gefahren und Abenteuern. Als sie z. B. eines Tages Quartier in einem kroatischen Dorfe bezogen hatten, stürzte plötzlich die Quartierwirtin von Leutnant von Karlsen zu ihm herein und suchte ihm in gebrochenem Deutsch begreiflich zu machen, daß einer seiner Leute, ein Korporal Schepp, einer Frau im Dorfe den Arm entzweigeschlagen habe, weil sie ihm nichts zu essen geben wollte unb daß nun die Männer des Dorfes ihn mit allen feinen Leuten ums Leben bringen wollten. Ein Blick durchs Fenster überzeugte von Karlsen sofort von der drohenden Gefahr. Hunderte von Kroaten verfolgten mit blanken Säbeln den im schnellsten Lauf auf das Haus zurasenden Korporal Schepp. Mit gluck- kichern Entschluß und in richtiger Würdigung des Charakters jenes Volkes, eilte der Leutnant dem. Flüchtenden entgegen, zog seinen Degen.urtb fuchtelte mit der flachen Klinge unter lauten Scheltworten auf den Unteroffizier los. Die Verfolger stutzten bei diesem Anblick, es trat allmähliche Beruhigung ein und 'am Ende baten sie selbst um Gnade für ben Schuldigen. Das leichte Infanterie-Bataillon hatte es anscheinend in dem damqls stark deutsch durchsetzten Krain besser getroffen, wenigstens sind keine Klagen über den Aufenthalt in Neustädte! bekannt. Im Gegenteil, das Andenken an die Hessen bat sich dort bis zum Weltkrieg erhalten, was ja auch die anfangs angeführte Brunneninschnft beweist. Am 26. August erhielt Oberst von Stosch aus England den Befehl, auf dem kürzesten Wege m die Heimat zurückzukehren, da der Subsidien-Vertrag gelöst sei. Das war aber leichter gesagt, als ausgeführt. Es fehlte vollkommen an Wagen, besonders zum Rücktransport der vielen Leute, die an dem sogenannten Kroctten-Fieber erkrankt waren. So schnell wie möglich wurden Pferde und Wagen gekauft, aber erst am 22. Oktober konnte der Rück- marsch angetreten werden. Am 15. Dezember traf das leichte Bataillon, 20 Offiziere, 420 Mann stark, in seinem Standquartier Groß-Gerau bei Darmstadt ein und wurde demobilisiert. War es auch nicht zu kriegerischen Ereignissen gekommen, sondern mehr bei einem „militärischen Spaziergang" geblieben, einem Spaziergang freilich voll Mühe, Not, Hunger und Durst und wenig Freude, so war doch der Kern der hessischen Truppen, der aus Landeskindern bestand, nachdem die angeworbenen fremden Elemente ausgefchieden waren, treu wie immer auf seinem schwierigen Posten geblieben und hatte auch ohne Kampf seiner Kriegsgeschichte em neues Ruhmesblatt beigefügt. Krain) jetzt Ljubljana. Auf beide komme ich in meiner Schilderung zurück. Um über Neustadtei und die Brunneninschrift Näheres zu erfahren, habe ich mich mit dem Schriftsteller Dr. Gustav R e n k e r , dessen prachtvolle Jagd- und Gebirgsromane ja weit bekannt sind, und dessen letztes Werk „Der Ruf aus dem Karst" gerade in Krain, in der deutschen Sprachinsel Gotischee (heute Ko- cevje), wo etwa 40 000 deutsche Siedler leben, spielt, in Verbindung gesetzt. Nach einer Mitteilung eines seiner Jagd- freunde aus Gottschee heißt Neustadtei heute „Novomesto" und liegt im „Andolfswerther Bezirk", der ebenfalls Gott- fchee - Gemeinden, also Deutsche, aufzuweisen hat. Leider ist die Brunnentafel nicht aufzufinden „Nymphe des Brunnens, die du hier im aufs neue auch die hefsen-darmstädttschen Truppen 1797. Jahre die blondlockigen Krieger aus 4ns Feld. Bereits Anfang 1796 wurde von Eng- ‘ ~ ‘ ' land an Landgraf Ludwig X. der Antrag gestellt, wieder drei Bataillone Infanterie „in Subsidien" zu geben, und zwar sollten dazu nur „Freiwillige" genommen werden. Zuerst hieß es, die Bataillone seien zur Verteidigung von Gibraltar bestimmt, dann wurde W e st i n d i e n genanpt und erst kurz vor dem Ausrücken, das am 13. Juli 1796 erfolgte, wurde bekannt, daß die „Brigade" nach der ligurischen Küste zur Bewachung der Strecke Triest —Fiume gegen französische Landungsversuche bestimmt sei. Trotz dieser Unsicherheit der Verwendung zeigte sich hessische Tapferkeit und Treue im hellsten Lichte. Bei der Anfrage nach Freiwilligen der in Aussicht genommenen drei Bataillone (I. Leib-Grenodier-Bataillon, I. Bataillon Landgraf und das leichte Infanterie-Bataillon) ! mofholon firft hiolo frtft rtflM 2 rtpfrflfnffpn (RiHO 65 be- Wirtschaft war In berg. Kirchliche Nachrichten Autohilfe: Rufnummer 04 beim Postamt Gtßtz«L Lollar I. —Burg L Mein-Mainische Börse. Mitlagsbörse überwiegend schwächer. role zur Förderung des Schwimmsports die beste Aufnahme gefunden, lieber all sind Bäder gebaut worden, um auch den Letzten für den Gedanken der Leibesübungen zu gewinnen. 325 Schwung bäder sind im vergangenen Jahr, vor allem ourcy die Arbeit des Propaganda-Ausschusses zur Forderung des Schwimmsports, der durch Aufruf des Reichsbauernführers, des Reichspropagandamml- sters und des Reichsjugendfllhrers gegründet wor- den ist, selbst in kleinsten Dörfern entstanden. Ueber- all helfen die verantwortlichen Stellen mit. -Der Oberpräsident einer Provinz hat sogar angeordnet, daß der Bau eines Schwimmbades in jeder neu zu errichtenden Siedlung vorgesehen ist. Frauenhandball-Lebrgang in Gießen. Die Ortsgruppe Gießen des Reichsbundes für Leibesübungen veranstaltet einen Wochenendlehrgang im Frauenhandball. Beauftragt mit der Leitung ist die Hochschulassistentin am hiesigen Institut für Leibesübungen, Fräulein Weber. Fräulein Weber, selbst aktiv lange erfolgreich im deutschen Frauenhandball tätig, bietet Gewähr für eine fachgemäße und erfolgreiche Durchführung des Kurses. Zur Teilnahme wurden sämtliche Reichsbundvereine und der BDM. eingeladen. v des jungen deutschen Menschen wird jedoch alljährlich die Teilnahme der HI. an den NS.-Kampf- pielen in Nürnberg sein. Die letzten Ausscheidungen für die von Jahr zu Jahr erweiterten Titel- kämpfe der deutschen Jugend sind die Gebietssporteste, die allgemein bis zum 15. August abgewickelt ein müssen. Parole: Schwimmen auch auf dem Lande! ZdR- Mit allen Mitteln wird heute der Kampf gegen die Anschauung ausgenommen, daß das Landvolk dem Gedanken der Leibesübungen nicht zugänglich sei. Das Landvolk hat erkannt, daß gerade die Leibesübungen die unbedingte Voraussetzung ür körperliche Gesunderhaltung und rassische Höherentwicklung sind. Aus dieser Einstellung hat auch eine starke Förderung all der Einrichtungen, die )eute zur Ausübung der Leibesübungen notwendig ind, auf dem^ Lande eingesetzt. Zunächst wird man immer an die Unterstützung solcher Art von Leibesübungen gehen, die naturgegeben 'sind und für die Einrichtungen verhältnismäßig einfach zu schaffen sind. Das Schwimmen zum Beispiel ist eine solche naturgegebene Leibesübung. Deshalb hat gerade beim Landvolk die Pa- Oie Spiele der Bezirksklasse Gießen. 1900 — Frohnhausen. Wetzlar — Sinn. Steinberg — Steindorf, fällt aus. Lollar — Burg. Butzbach — Bissenberg, verlegt. Frankfurt a. M., 14. Jan. Die Börse am Aktienmarkt noch überwiegend schwächer, da sich kleine Entlastungsoerkäufe fortsetzten, während die Aufnahmebereitschaft wieder nur gering war, zumal die Beteiligung der Kundschaft weiterhin ausblieb. Im ganzen war die Haltung jedoch Der letzte Abschnitt der Meisterschaftsspiele ginnt. Die Entscheidung reift heran. Nicht nur an der Spitze, wo sich die beiden ältesten Lahnvereine, die Spielvereinigung 1900 und der Sportverein 05 Wetzlar, schon seit Wochen einen Brust-an-Brust- Kampf um die Führung liefern, sondern auch die am Tabellenende liegenden Mannschaften versuchen mit Macht einC. Besserung ihrer Lage herbeizuführen. Die Resultate des vergangenen Sonntags lassen jedenfalls darauf hindeuten, daß der Endkampf in diesem Jahre nach beiden Seiten hin die Kämpfe vergangener Jahre in jeder Beziehung übertreffen Das Hüttenberger Lokalderby erfährt eine neue Auflage. Diesmal wird es für Lützellinden schon etwas gefährlicher fein, weil in Hörnsheim für auswärtige Mannschaften schlecht zu gewinnen ist. Zwar kennen die Gäste die Verhältnisse, wissen sich auch danach einzustellen. Immerhin wird sich das Treffen erst nach hartem Kampf entscheiden lassen. Ob Heuchelheim seinen Vorspielsieg wiederholen kann, ist fraglich. Die Gäste haben sich wieder etwas erholt und sollten den Platzbesitzern schwer zusetzen. Aus dem Grunde allein schon heißt es aufpassen. Auch Niedergirmes hat sich diesmal etwas vorgenommen. Die Mannschaft will sich für den im Vorspiel erlittenen Spielverlust entschädigen. fttein-Cinben I — SA.-Kampfgemeinschafl I. Zu einem spannenden Spiel dürfte es am morgigen Sonntag in Klein-Linden kommen. Im Vorspiel in Gießen gelang es den Klein-Lindenern, die SA. einwandfrei mit 5:3 Toren zu schlagen. Diese Niederlage wieder auszugleichen wird die SA. versuchen. Ob das gelingt, ist sehr fraglich, da Klein- Linden auf eigenem Gelände stets gefährlich war. Sportverein Heuchelheim H — SA. II. Die 2. Mannschaft der SA. muß nach Heuchelheim, um gegen die dortige Zweite anzutreten. Im ersten Spiel siegte die SA. mit 3:1 Toren. Heuchel- heim wird nun versuchen, den Spieß umzudrehen. Spvgg. Leihgestern I — Tv. Großen-Linden L Morgen steigt auf dem Platze an der Rindsmühle in Leihgestern der lange herbeigesehnte Lokalkampf. Die Spieloereinigung hat die im Vorspiel erlittene Niederlage wettzumachen! Die Blauweißen haben sich in letzter Zeit in eine gute Form hineingespielt. Man wird auch am nächsten Sonntag auf ein gutes Spiel hoffen dürfen. Aber auch von Großen-Linden ist man eine gute Leistung gewöhnt. So wird es am Sonntag einen schweren Kampf um die Punkte geben. Die Jugend ist abermals spielfrei. Jahreshauptversammlung des Fußballklubs Saasen. Der Fußballklub 1936 Saasen hielt im Vereins- lokal seine Jahreshauptversammlung ab, zu deren Beginn der Vereinsführer W. Pfeiffer die Kameraden willkommen hieß. Dann erstattete er den Geschäftsbericht. Der Verein konnte eine erfreuliche Aufwärtsentwicklung verzeichnen. Die Mitgliederzahl ist erheblich gestiegen. Der Kassenwart erstat- tete den Kassenbericht, der in Ordnung befunden wurde. Kassenwart und Vorstand wurden entlastet. In der Führung des Vereins ist keine wesentliche Aenderung eingetreten, lediglich der erste Schriftführer legte aus Gesundheitsrücksichten fein Amt nieder. Zu seinem Nachfolger wurde H. Stark gewählt. Im Verlauf der Versammlung wurde beschlossen, nunmehr auch eine 1. Fußballmannschaft aufzustellen. Handball im Kreis VIII Gießen. Vorausgesetzt, daß das schlechte Wetter dem Spielbetrieb nicht abermals einen Strich durch die Rechnung macht, werden am Sonntag endgültig die Spiele der Rückrunde begonnen werden können. Eine Reihe recht interessanter Paarungen steht auf dem Programm. Sa spielt der Tv. Wetzlar in Kasel gegen ET., die sich in letzter Zeit wieder sehr gut erholt hat. Es wird ein schwerer Kampf werden, den die Gäste nur gewinnen können, wenn sie zuschwingen. Spvgg. 1900 II — VsB.-R. IL Am morgigen Sonntag treffen sich die beiden Reserve-Mannschaften zum fälligen Rückspiel. Das Spiel ist für beide Mannschaften von großer Wichtigkeit. Den Leuten vom Waldsportplatz geht es darum, ihre Tabellenführung zu vergrößern, die Blauweißen dagegen werden alles daransetzen, um wieder einen Mittelplatz in der Tabelle einzunehmen. In der Mannschaftsbewertung haben die Grünweißen ein Plus, da sie den besseren Sturm besitzen. Bei den Platzbesitzern ist es anders. Erst die letzte Schlappe in Leihgestern hat bewiesen, daß die Mannschaft sehr zurückgegangen ist. Durch Spielerzugang ist aber die Mannschaft jetzt wieder verstärkt, und erst der Schlußpfiff wird am Sonntag entscheiden, wer die bessere Reserveelf der beiden Gießener Mannschaften besitzt. Lollar II. —Allen-Buseck I. Die zweite Mannschaft empfängt die erste Els von Alten-Buseck. Auch bei diesem Spiel dürfte es an Spannung nicht mangeln. Nachdem die Mannschaft etwas verstärkt antritt, muß man den Ausgang des Spieles offenhalten. BfB.-Reichsbahn I — Spv. 1920 Heuchelheim L Auf dem Waldsportplatz treffen sich am Sonntag die Mannschaften von VfB.-R. und Heuchelheim zum fälligen Rückspiel. Der Sportverein Heuchelheim, der jahrelang die Meisterschaft der Gruppe erringen konnte, muß diesmal den Grünweißen den Vortritt lassen. Die Gäste lieferten im Vorspiel einen erbitterten Kampf und nur knapp konnten sich die Grünweißen dort behaupten. In der Zwischenzeit hefteten die Gießener Sieg auf Sieg an ihre Fahnen und haben die Meisterschaft schon sicher. Da es nun gegen den Tabellenersten geht, wird Heuchelheim alles daransetzen, möglichst günstig abzuschneiden. Die Platzherren vertrauen auf ihre bewährten Spieler. Baubringen I — BfB.-Reichsbahn III. Die dritte Mannschaft fährt zum Rückspiel nach Baubringen und wird sich daranhalten müssen, wenn ein Sieg errungen wechen soll. Die Gast- werde. / , 19 00 empfängt die „Dränier aus Frohnhausen, wo in der Vorserie der erste Sieg gelang und damit der Grundstein für die jetzige Tabellenstellung geschaffen wurde. , Das ausschlaggebendste Spiel findet in Wetz l a r statt, wo der Sportverein auf den B. C. Sinn trifft. Der Ausgang ist für den zweiten Tabellenplatz maßgeblich. Die Domstädter haben durch eine disziplina- rische Maßnahme drei ihrer Spieler kaltgestellt (zwei sogar ausgeschlossen), wodurch sich die Kampfkraft vielleicht etwas gemindert hat. m r Lollar kommt nach vierwöchiger Pause auch wieder zum Zuge. Der Gegner.ist Dura. Im Vor- spiel konnten die Platzbesitzer jenen glücklichen 5:3- Sieg erringen, der dem Spielverlauf entsprechend eigentlich den Lollarern gehört hätte. Dafür müßte es diesmal klappen. Die Begegnung Butzbach — Bissenberg wurde be- hördlicherfeits abgesetzt, da Butzbach über den Platz nicht verfügen kann. 1900 — Frohnhausen. Tabellengemäß müßte der Spitzenreiter dieses Spiel für sich entsechiden. Das war dje Annahme, mit der man vor kurzer Zeit noch recht gehabt hätte. Nach den beiden letzten Resultaten der Gäste, dem 10:0-Sieg gegen Butzbach und dem 4:3-Erfolg in Bissenberg, muß man die Dränier doch wieder etwas höher einschätzen. Die Zeit, wo die Mannschaft Sonntag für Sonntag mit unteren Aufstellungen herauskam, ist vorüber. Aus den eigenen Reihen hat man die entstandenen Lücken, die durch Einrücken verschiedener Spieler zum Heeresdienst entstanden waren, geschickt zu schließen vermocht, so daß man den letzten entschei- denden Spielen mit Ruhe entgegensehen kann. Die Abstiegssorgen, die sich einmal bemerkbar machten, ind vorbei. Die Mannschaft kann Wieder unbe- chwert in die Spiele gehen. Und das ist das, was ür die Blauweißen nachteilig werden kann. Nach )en Punktverlusten aus den beiden letzten unent- chiedenen Spielen hat sich der Vorsprung gegenüber Wetzlar auf einen Punkt verringert. Zu Ueberraschungen darf es da nicht mehr kommen. Mit der Aufstellung Rahn; Pankok, Lippert (beide 2/116); Erhard, Sack, Mauk; Schellhaas, Bergmann, Zeiler, Löbsack, Heuser sollte diese auch aus« geschaltet sein, wenn die Mannschaft mit demselben Eifer bei der Sache ist, wie am Sonntag in Steinetwas widerstandsfähiger als gestern, und von einigen Ausnahmen abgesehen, hielten sich die Rück- änge in erträglichen Grenzen. Die Vorgänge in Frankreich wurden wohl beachtet, blieben aber auf die Haltung völlig ohne Einfluß. Unter den stärker gedrückten Werten waren BMW. mit 149 (151), Feldmühle Papier mit 138,25 (140,75), Reichsbank mit 210,25 (211,50), Deutsche Erdöl mit 143,50 (144,75), JG.-Farben mit 161,25 (-162,25), AEG. mit 121,25 (122,25), Rheinstahl mit 146,25 (147,13) und Junghans mit 125,75 (126,75). Leichte Erhöhungen hatten u. a. Buderus mit 125 (124,75), Mannesmann mit 116,50 (116,25), Aschaffenburger Zellstoff mit 140,75 (140,50), Adlerwerke mit 114 1113,75), Bembera mit 142,25 (142), Westdeutsche Kaufhof mit 60,25 (60) und Schuckert mit 177,75 (177,25), da auf dem ermäßigten Stand kleine Rückkäufe Vorlagen und auch Limite erreicht wurden. Der Rentenmarkt lag ziemlich sttll, es schien aber weitere Nachfrage zu bestehen. Kommunal- Umschuldung schwankten bei einigen Umsätzen zwi- chen 95,10 bis 95,20. Reichsbahn-VA. unv. 129,75, Reichsaltbesitz 0,25 v. H. leichter mit 130. Am Pfandbriefmarkt hielt lebhafte Nachfrage an, die Kurse blieben unverändert. Rheinische wurden mit 50 v. H. repartiert. Liquidationspfandbriefe, Stadtanleihen und Jndustrie-Dbligativnen zeigten Schwankungen bis 0,25 v. H., 4,50 v. H. Krupp 0,50 v. H. niedriger mit 99,50. Mit Beginn der zweiten Börsenstunde wurde die Haltung am Aktienmarkt auf Rückkäufe etwas efter, besonders in den schweren Werten erfolgten Anschaffungen. Reichsbank wurden mit 211,50 nach 210,25, JG.-Farben mit 162,25 nach 161,25 gesucht, ferner erholten sich Verein. Stahl auf 114,13 nach 113,65, Hoesch auf 116,75 nach 116, Daimler auf 139,75 nach 139,40, Schuckert weiter befestigt auf 178,25 nach 177,75. Von den später notierten Werten lagen MAN. 2 v. H. niedriger mit 131, Kali Salzdetfurth verloren 1 v. H. auf 175, während sich sonst die Abweichunaen nach beiden Seiten in engen Grenzen hielte. Am Einheitsmarkt tagen Bgnk- aktien schwächer, Deutsche Bank 127 (127,50), Commerzbank 120,50 (120,75), Dresdner Dank 113,75 (114). Der Freiverkehr lag still und behauptet. Fester waren Ufa Film mit 70,75 (69,75), Rastatter Waggon mit 54 (53,50) und Neue Wayß & Frey- Waldlaukmeisterschast der Universität. Einzelwettbewerb und Mannschaftskampf. Jedes Jahr trägt die Universität im Winter ihre Waldlaufmeisterschaften aus; jedoch wird in diesem Jahre zum ersten Male die Meisterschaft nicht nur als Einzelwettbewerb, sondern auch als Mann - chaftskamps ausgeschrieben. Beteiligen wird ich jede Kameradschaft mit einer oder zwei Mann- chaften, und zwar geht der Kampf um einen wertvollen Wanderpreis, den die Studentenschaft gestiftet hat. Jede Mannschaft besteht aus vier Mann, von denen allerdings nur die drei Besten gewertet werden. Im Einzelkampif dürfte der erfahrene Kraufch den Sieger stellen. Die vier Ersten des Laufes werden die Universität Gießen auf den deutschen Hochschulmei st erschuften in Greifswald vertreten. Der für den letzten Mittwoch festgesetzte Kampf zwischen der Hochschule für Lehrerbildung Darmstadt und der Universität Gießen in Hand- und Fußball konnte wegen ungünstiger Platzverhältnisse nicht ausgetragen werden. Leibesübung der HL. auf immer breiterer Basis. Das Sportprogramm der Hitler-Jugend nimmt von Jahr zu Jahr größeren Umfang an, und in gleichem Maße steigt auch die Zahl der Teilnehmer an den vom Führer verkündeten Reichssportwettkämpfen. Zählte man hierbei 1935 noch 3,8 Millionen Teilnehmer, so waren es 1936 bereits 4,2 und im soeben beendeten Jahr sogar 5,8 Millionen. In diesem Jahr wird auf Grund der bisherigen Erfahrungen mit einer Teilnahme von rund 7 Millionen Jungen und Mädel gerechnet. Außer den Reichssportwettkämpfen, die an zwei Sonntagen zwischen Mai und Juni sowohl von der HI. als auch vom BDM. bestritten werden, kommen in diesem Jahr, voraussichtlich in der ersten Hälfte des Monats April, in Berlin erstmals die Reichswettkämpfe im Gerätturnen zur Durchfüh- : rung. Weiterhin werden Bannwettkämpfe für (Ein- Helwettkämpfer und Gefolgschaften sowie Rundenspiele im Fußball, Handball und Hockey veranstaltet. In Breslau werden HI. und BDM, Wett- i kämpfe in der Leichtathletik, im Schwimmen, Rin- , gen, Gewichtheben, Turnen, Rudern und Kanu > austragen. Der Höhepunkt in der Leibeserziehung Die Lollarer 1. Elf empfängt am morgigen Sonntag die gleiche von Burg. Den Gästen geht ein guter Ruf voraus. Sie find vor allen Dingen durch ihre schnellen Angriffe ihrer Stürmerreihe bekannt. Das erfuhren die Lollarer im Vorspiel. Schon in der ersten SBiertelftuhäe hieß es 3:0 für Burg! Dbwohl die Lollarer dann in der Folge überlegen spielten, verstanden die Burger ihren Sieg damals doch zu behaupten. Diesmal werden die Einheimischen anfänglich besser auf der Hut sein müssen, wenn ihnen das Ueberrumpelungsspiel der Gäste nicht zum zweiten Male widerfcchren soll. Die Lollarer Elf verfügt wieder über gute Kräfte, steht aber in ihrer endgültigen Aufstellung noch nicht fest. Diesmal wird sich die Mannschaft die Gelegenheit nicht entgehen lassen, um auf heimischem Gelände das Spiel zu ihren Gunsten zu entscheiden. Auf Grund der in Aussicht genommenen Zusammensetzung der Mannschaft könnte man Hoffnung zu dieser Annahme haben. Das dürftige Punktekonto der Lollarer müßte genug Veranlassung sein, sich zu einer geschlossenen Leistung auf- tag mit 150,50 (150). Tagesgeld wurde gefragt, dek Satz erhöhte sich auf 2,75 (2,25) v. H. Abendbörse freundlich. Die Abendbörse hatte nur ein geringes Geschäft. Don der Kundschaft waren kaum Auftrage eingegangen, während der Berufshandel im Hinblick auf den Wochenschluß Zurückhaltung bekundete. Die Haltung war aber weiter etwas fester und über die Hälfte der zur^Notiz gekommenen Papiere verzeichnete weitere Erholungen von etwa 0,25 bis 0,50 v.H., teilweise bis 1 v. H. Knapp gehalten waren nur Bemberg Mit 142,50 (142,75) und Jung- Hans mit 125,50 (125,75). Höher lagen Gesfürel mit 149 (148), Schuckert mit 179 (178,25), AG. für Verkehr mit 134,50 (134), Deutsche Linoleum mit 169 (168,40), BMW. mit 149,25 (149), Goldschmidt mit 142,40 (142), Moenus mit 126,75 (126,50) sowie die meisten Montanvapiere. Buderus 125,50 (125), Rheinstahl 147 (146,75), Deutsche Erdöl 144,25 (143,50), Mannesmann 116,65 (116,50), Verein. Stahl mit 114,13 und Hoesch mit 116,50 lagen unverändert. IG. Farben verbesserten sich auf 162,50 (162,25), erreichten aber nicht den hohen Berliner Nachbörsenstand von 163. Unverändert notierten u. a. MAN. mit 131, Demag mit 144, Rheinmetall mit 144,50, BDM. mit 172,50 und Hapag mit 81. Im Freiverkehr waren Bürbach Kali auf dem stark erhöhten Berliner Stand von 69 bis 70 gefragt. Ausreichende Kälbernachzucht notwendig! ' ZdR. Die Kälberauftriebe auf den rhein-mainl- schen Schlachtviehmärkten haben in den letzten Wochen so stark zugenommen, daß eine ungenügende Nachzucht von Kälbern im Bauernstall, damit aber auch ein Rückgang des Rind Viehbestand es zu befürchten ist, was jedoch zur Sicherung des Fleisch- und Milchbedarfs unbedingt vermieden werden muß. Aber auch die Marktordnung auf den Viehmärkten stößt durch die erhöhten Auftriebe auf Schwierigkeiten. So sind auf dem Frankfurter Markt in der zweiten Januarwoche die Voranmeldungen von Kälbern beim tatsächlichen Versand um mehr als 100 v. H. überschritten worden. Diese große Menae beim Metzger unterzubringen, ist nur mit gewissen Einschränkungen möglich. Die Bauern und Landwirte werden daher ermahnt, die Bestimmungen der Voranmeldepflicht genauestens einzuhalten, andernfalls schärfere Maßnahmen ergriffen werden müssen. Ebenso ergeht die dringende Aufforderung, von den jetzt anfallenden Kälbern möglichst viele geeignete Tiere für die Aufzucht vorzusehen, die ja in Anbetracht der ausgeglichenen Futtermittelversorgung betriebswirtschaftlich durchführbar und lohnend ist. geber sind in letzter Zeit besser geworden und spielen zudem noch aus eigenem Platz. Wir erwarten einen offenen Kampf, der erst beim Schlußpfiff entschieden sein sollte. Gemeinschaft innerhalb der Kirche (Landeskirchliche Gemeinschaft), Gutenbergstraße 9. Sonntag, 16. Januar. 20.30 Uhr: Evangelisationsstunde. — Donnerstag, 20. Januar. 20.30 Uhr: Jugendbundstunde. Christliche Gemeinde, Zu den Mühlen 2. Sonntag, 16. Januar. 9.45 Uhr: Erbauungsstunde; 11: Sonntagsschule; 20.30: Evangelisation. — Dienstag, 18. Januar. 20.30: Bibel- und Gebetstunde. Baptisten-Gemeinde, Gartenstraße 13. Sonntag, 16. Januar. 11 Uhr: Kindergottesdienst; 16: Predigt. — Mittwoch, 19. Januar. 20.15: Bibelstunde. Neuapoftolifche Gemeinden. Händelstraße 1, Ed erstraße 13. Sonntag, 16. Januar. 9.30 Uhr: Gottesdienst; 16: Gottesdienst. — Mittwoch, 19. Januar: 20.30: Gottesdienst. । katholische Gemeinden. Samstag, 15. Januar. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichtgelegenheit. Sonntag, 16. Januar. 2. Sonntag nach Erscheinung des Herrn. Gießen. 6.30 Uhr: Veichtgelegenheit; 7: hl. Messe (hl. Kommunion der Schuljugend); 8: Spendung der hl. Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11.15: Singmesse mit Predigt; 17.30: Christenlehre und Andacht zur hl. Familie. — Grünberg. 9.45: hl. Messe mit Predigt. — Lich. 10: Hochamt mit Predigt; 20: Vortrag und Andacht. — Hungen. 8: Hochamt mit Predigt. — Laubach. 10: Hochamt mit Predigt; 14.30: Vortrag und Andacht. — Nidda. 8.15: Hochamt mit Predigt. — Schotten. 10.30: Hochamt mit Predigt. Dienstag, 18. Januar. Gießen. 20.30 Uhr: Bibelstunde in der Herz-Jesu- Kapelle. Mittwoch, 19. Januar. Hungen. 7.15 Uhr: hl. Messe. vesfentlicher Sonntagsdienst. Polizei: Telefon 2751, nur tn dringende» Notfällen Telefon 01. Feuerwache: Telefon 2244/45, Notruf Telefon 02. Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr. Stadtpostamt: Für Schließfachabholer 1 bis 13 Uhr. Sanitätskolonne: Telefon 2500. Evangelische Gemeinden. Sonntag, 16. Januar. Gießen. Stadtkirche. 9.30 Uhr: Dberkirchenrat Zentgraf; 11: Kinderkirche für die Matthäus- gemeinöe, Pfarrer Schmidt; 17: Pfarrer Becker; 20: Vortrag von Dberkirchenrat Zentgraf „Die tausendste Bibelübersetzung — ein Ereignis von Weltbedeutung". — Iohanneskirche. 9.30: Pfarrer Ausfeld; 11: Militärgottesdienst, Heeresoberpfarrer Dr. Schuster; 14: Kinderkirche für die Johannes- und Militärgemeinde, Pfarrer Ausfeld; 17: Musikalische Abendfeier, Pfarrer Bechtolsheimer. — Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Gottesdienst; 11: Kinderkirche für die Luthergemeinde. — petruskapelle (Gemeindehaus, Wetzlarer Weg 59). 9.30: Pfarrer Trapp; 10.45: Kinderkirche für die Petrusgemeinde. Die Bibelbefprechstunde im Johannesfaal fällt aus (siehe Stadtkirche). — Wieseck. 10: Pfarrass. Paetow; 15: Bibelstunde. — Kirchberg. 10: Gottesdienst; 13.30: Kindergottesdienst. — Blalnjlar. 10: Gottesdienst; 11: Kindergottesdienst. — Lollar. 13: Kindergottesdienst. — Heuchelheim. 10: Hauptgottesdienst. — Klein-Linden. 11: Kindergottesdienst; 13.30: Haupt- qottesdienst. — Albach. 12.30: Gottesdienst. — Stein, bad). 10: Gottesdienst. — Garbenteich. 10: Gottesdienst. — hausen. 13: Gottesdienst. — Langsdorf. 10: Kindergottesdienst; 11: Hauptgottesdienst. — Bettenhausen. 13.30: Hauptgottesdienst. — Lich. 10: Stiftsdechant Kahn; 12.45: Kindergottesdienst; 14: Stiftspfarrer Naumann. — Bieber-Bef fingen. 10: Stiftspfarrer Naumann. — Mufchenheim., 10.30: Gottesdienst. — Birklar. 13.30: Gottesdienst. — Hungen. 10: Gottesdienst; 13.30: Kindergottesdienst. — Göbelnrod. 10: Gottesdienst. — Beitsberg. 10: Lesegottesdienst. — Beltershain. 12.30: Gottesdienst, Kollekte für Mission. — Harbach. 14.30: Gottesdienst, Kollekte für Mission. Montag, 17. Januar. Lollar. 20.30 Uhr: Bibelstunde. Mittwoch, 19. Januar. Lich. 20 Uhr: Bibelstunde. Donnerstag, 20. Januar. Gießen. Johannesfaal. 20 Uhr: Bibelstunde, Pfr. Ausfeld. Evang. Stadtmission, Löberstraße 14. Sonntag, 16. Januar. 8.30 Uhr: Morgenandacht; 13.30: Sonntagsschule; 16: Jungfrauenstunde; 20.15: Evcmgeli- fationsDortrag. • Mittwoch, 19. Januar. 20.30: Dibelstundö, r,1,, r i» i auf der Hut sind. * der Bezirksklasse treffen aufeinander: Mtv. Gießen — Spvgg. 1900 Gießen Tv. Hörnsheim — Tv. Lützellinden Tv. Heuchelheim — To. Münchholzhausen Tuspo. W.-Niedergirmes — 1860 Marburg. Zu einem überaus spannenden Kampf sollte es in Gießen kommen, wo einmal der Mtv. seine derzeitige Spitzenstellung im Gießener Handball erneut unter Beweis stellen, wo andererseits aber auch die Spvgg. 1900 zeigen will, daß sie inzwi- scheu wieder besser geworden ist. Wie das Treffen enden wird, kann im voraus schlecht gesagt werden.