Nr. 292 Erstes Blatt 188. Jahrgang Mittwoch, H. Dezember 1Q58 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild - Die Scholle Monatr-Bezugrprelr: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr. . „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernfprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten- Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Zranlfurt am Main 11686 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen ®ru* und Verlag: vrühlsche UniverfitStrdruckerei ».Lange in Kietzen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulftratzt 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,UhrdesDotmittags Grundpreise für \ mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von70mm Breite 50Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.25°/„ mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie.ein- spaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B faßliche uni) möglichst allgemer lutionen zu unterfchreiben. Aber man wird sich um o r b i n , im Äußenrnini- Auf fast waren die Defensiv-Allianz keine Aussicht hat, ver- as. Lima, Mitte Dezember 1938. allen panamerikanischen Konferenzen wichtigsten Gegenspieler der Charakter gehabt. England sei an der Auf- re ch te r h a l t u n g des Status quo im Mittelrneer in der gleichen Weise wie Frankreich interessiert. Dieser Status quo sei eine Vorbedingung für die Aufrechterhaltung der imperialen Verbindungen. Für Englands Machtstellung sei der französische Kriegshafen. Bizerta in Tunis von derselben Bedeutung wie für Frankreich selbst. Wenn Chamberlain in seiner Erklärung nicht darauf eingegangen sei, so sei dies vor allem auf den Wunsch zurückzuführen, die Italiener wenige Wochen vor seinem Besuch in Rom nicht vor den Kopf zu stoßen. Der Pariser ,, Excelsior" schrieb, daß die Erklärung Chamberlains in diplomatischen Kreisen eine gewisse Ueberraschung hervorgerufen habe. Man müsse sich darüber klar sein, daß die Grenzen Englands nicht nur am Rhein, sondern auch an den Alpen und an der Küste von Tunis lägen. Am Quai d'Orsay wird erhärt, die Erklärung habe offensichtlich innerpolitischen durch Italien" nötige, wurde der französische Botschafter in London, C Die Grenzen der englischen Veisianbspslicht. Lebhaftes Echo der llnterhaus-Erklcirung Chamberlains in Paris und :Rom fterium vorstellig, um die Haltung der englischen Regierung deutlicher zu erfahren. Dem Vernehmen nach soll ihn Lord Halifax dahin beruhigt haben, England fühle sich durch die Gemeinsamkeit der Interessen mit Frankreick verpflichtet, Frankreich zu unterstützen. Dabei spiele die Tatsache keine Rolle, daß in diesem Sinne -kein st a a t s - rechtliches Abkommen getroffen worden sei. Weiter wurde der englische Botschafter in Paris, Sir Eric Phipps, beauftragt, der französischen Regierung diese Auffassung feiner Regierung zu übermitteln. * Französische Rückfrage lin zoreian Office. London, 13. Dez. (Europapreß.) Im Zusammenhang mit einer Erklärung des Ministerpräsidenten im Unterhaus, in der er feststellte, England sei keinerlei Verpflichtungen eilxgegan- gen, die es zur Hilfeleistung für Frank- re i ch „im Falle eines nicht provozierten Angriffs Tagung eines Erdteils. — (Scherl-Bilderdienst-M.) wirklicht zu werden, daß er deshalb wahrscheinlich auch von den Nordamerikanern übe Haupt nicht vorgebracht werden wird. Wie vorsichtig die Vereinigten Staaten dieses Thema zu behandeln gedenken, geht auch aus der Rede hervor, die Staatssekretär Hüll am Vorabend der Eröffnung der achten panamerikanischen Konferenz über die peruanischen Sender gehalten hat, er erklärte: „Wir wollen versuchen, alle die Maßnahmen wirksamer zu gestalten, die bisher für die Erhaltung des Friedens auf dem amerikanischen Kontinent getroffen worden sind." Der argentinische Außenminister Cantilo hat schon in Buenos Aires, vor seiner Reise nach Lima, unzweideutig festgestellt, daß Argentinien sich zwar mit allen amerikanischen Nationen solidarisch fühlt, daß er aber nicht gewillt ist, dieses Solidaritätsgefühl in einem Militärabkommen oder ähnlichen Pakten auszüdrücken. Auf der Fahrt nach Lima ist die argentinische Delegation zusammen mit der chilenischen, brasilianischen, der uruguayischen und der paraguayischen gereist, und während der mehrtägigen Dampferreise von Valparaiso nach Callao, dem Hafen von Lmra, war Gelegenheit, den argentinischen Standpunkt zu den wichtigsten Konferenzfragen mit demjenigen der anderen Abordnungen zu vergleichen. Dabei konnte festgestellt werden, daß eine weitgehende Uebereinftimmung zwischen den Delegationen Argentiniens, Chiles, Uruguays und Paraguays, also zwischen den La Plata-Staaten und Chile besteht, was die ablehnende Haltung zu den Fragen der Gründung eines amerikanischen Völkerbundes eines interamerikanischen Gerichtshofes und des Abschlusses einer amerikanischen Defensiv- Allianz angeht. In den beiden ersten Fragen scheinen auch die Brasilianer mit den vorher genannten Ländern einig zu gehen, während sie hinsichtlich der amerikanischen Defensiv-Allianz der nordamerikanischen These zuneigen. Da jedoch, angesichts der Opposition der drei La Plata-Länder und Chiles gar nicht daran zu denken ist, daß ein nordamerikanischer Allianz-Vorschlag angenommen würde, scheint die Absicht zu bestehen, die Brasilianer ihren bereits 1936 vorgebrachten und damals vertagten Vorschlag eines amerikanischen Sicherheits- Paktes erneut Vorbringen zu lassen, wobei bann in diesen Vorschlag einige Elemente des ursprünglichen nordamerikanischen Planes verarbeitet werden könnten. Die Brasllianer hatten 1936 angeregt, die amerikanischen Staaten sollten sich verpflichten, im Falle einer Gefährdung der territorialen Integrität oder der politischen Unabhängigkeit eines amerikanischen Landes gemeinsam über d i e Abwehr einer solchen Bedrohung z u beraten. Dabei war unter der Bedrohung der politischen Unab- Chamberlain verteidigt seine Außenpolitik Durch persönlichen Gedankenaustausch zu gegenseitigem Verstehen und vertrauensvoller Zusammenarbeit. Menschheit widmen könnten. Er glaube, schloß Chamberlain, daß es trotz aller Hindernisse und entmutigender Anzeichen möglich sei, dieses Ziel zu erreichen, wenn man zielbewußt, mutig und gläubig bleibe. Das Echo der presse. L o n d o n , 14. Dez. (DNB. Funkspruch.) „Times" sagt, Chamberlain habe gestern die englisch-französische und die englisch-amerikanische Freundschaft gefeiert. In dieser Wiederbestättgung der Kernpunkte der britischen Außenpolitik liege keine Drohung gegenüber irgendeiner Nation. Englands enge Freundschaft mit Frankreich sei ebensowenia wie diejenige mit den Vereinigten Staaten ausschließlich, sondern als Kernpunkt eines weiteren Systems gedacht, von dem kein Volk ausgeschlossen sein dürfe. — „Daily Telegraph" schreibt, Chamberlain habe sich vor allem zum „Friedensminister" erklärt und betont, daß er entschlossen sei, die möglichen Kriegsursachen zu beseitigen und die Methode der persönlichen Fühlungnahme auszuprobieren. Die öffentliche Meinung in England werde Sympathie für die Ziele und Methoden Chamberlains haben. Die höchste Notwendigkeit für England sei im Augenblick, nicht nur stark zu fein, sondern England müsse auch die Welt wissen lassen, daß es stark sei. Dies sei ebenso wichtig für die Erhaltung des Friedens wie für den Schutz der englischen Interessen. Der englische Premier vor der Ainlandspresse. a London, 14. Dezember. Die Vertreter der Londoner Auslandspresse hatten sich zu einem Bankett zusammengefunden. Im Mittelpunkte dieses Abends stand eine Rede des englischen Ministerpräsidenten Chamberlain, die schon seit Tagen von der Oeffentlichkeit mit Spannung erwartet worden war. Chamberlain selbst setzte dieser Spannung jedoch gleich einen Dämpfer auf, indem er eingangs feiner Ausführungen erklärte: „Ich habe Ihnen nichts lieber- rafchendes und nichts Vertrauliches zu sagen." Chamberlain erklärte, er sei in seinen Bemühungen um die dauernde Aufrechterhaltung des Friedens niemals.wankend geworden. Er fei durch Rückschläge und Enttäuschungen nie entmutigt worden. Gegenüber der pessimistischen Beurteilung seiner Politik durch manche Kritiker verwies er darauf, daß im Laufe von weniger als zwölf Monaten fünf wichtige Abkommen, darunter drei zwischen autoritären und demokratischen Regierungen, abgeschlossen worden seien, nämlich das englisch-irische Abkommen, das englisch-italienische Abkommen, das Vierer-Abkommen von München und die anschließende deutsch-englische Erklärung, die kürzlich durch eine ähnliche deutsch-französische Erklärung ergänzt worden sei, und endlich das englisch-amerikanische Handelsabkommen, 'das symbolisch für die engen Beziehungen zwischen England und USA. sei. Chamberlain kam dann auch auf die Enttäuschungen zu sprechen, denen er bei Verfolg feiner Politik ausgesetzt gewesen sei. Dabei bedauerte er auch beispielsweise, daß sich die deutsche Presse jüngst in einem speziellen Falle über Baldwin abfällig geäußert habe. „Trotzdem bin ich überzeugt", erklärte der Premier fortfahrend, „daß der Wunsch unserer beiden Völker auch heute noch derselbe bleibt, wie er in der Münchener Erklärung niedergelegt wurde, nämlich, daß wir niemals wieder miteinander zum Kriege schreiten, sondern daß wir Meinungsverschiedenheiten zwischen uns mit der Methode der Konsultation behandeln werden." Aus dem weiteren Verlauf der Rede ist besonders jene Stelle hervorzuheben, die den englisch- französischen Beziehungen galt: „Unsere Beziehungen mit Frankreich sind so eng, daß sie über rein rechtliche Verpflichtungen hinausgehen, da sie auf einer Uebereinstim- mung von Interesses begründet sind." Zu seinem bevorstehenden Besuch in Rom erklärte Chamberlain, er und Halifax beabsichtigten nicht, ihre Reise in dem Geiste zu unternehmen, daß es Gewinner und Verlierer in diesen Unterhaltungen geben müßte. Sie hofften vielmehr, daß sie eine Atmosphäre finden würden, in der es möglich sei, durchpersönlichen Gedankenaustausch die Gesichtspunkte des anderen besser zu verstehen und durch Herstellung größeren gegenseitt- gen Vertrauens in weiteren Fällen zusammenzuarbeiten in Richtung auf ein allgemeines Gefühl der Stabilität und Sicherheit. Chamberlain wandte sich gegen die Auffassung, daß man wegen der Verschiedenheit der Systeme nicht mit autoritär hängigkeit nicht allein ein militärischer Angriff, sondern auch ausländische Propaganda zu verstehen, wodurch die Selbständigkeit des Landes gefährdet werden könne. Sollte ein solcher brasilianischer Vorschlag durchgehen, so wäre das die Erweiterung des 1936 angenommenen Grundsatzes der Konsultation. Die Nordamerikaner scheinen sich damit abzufinden, daß ihr Versuch, eine gesamtamerikanische Allianz zustandezubringen, gescheitert ist, noch ehe sie offiziell mit einem solchen Vorschlag hervortraten. Die Tatsache, daß Präsident Roosevelt seine offenbar gehegte Absicht, persönlich auf der Konferenz von Lima zu erscheinen, zurückgestellt hat, deutet ebenfalls darauf hin. Auch dafür dürfte die argentinische Haltung verantwortlich sein; denn die Argentinier haben in der Tat Roosevelts Besuch in Lima gefürchtet. Sie mochten annehmen, daß der Präsident versuchen würde, seinen ganzen persönlichen Einfluß einzusetzen, um Projekte durchzubringen, deren Annahme sonst gefährdet sein würde. Die führende argentinische Zeitung „La Prensa", die sonst, was die Beziehungen Argentiniens zu anderen amerikanischen Staaten angeht, durch ihre vorsichtige Sprache bekannt ist, hat in diesen Tagen offen ausgesprochen, daß Argentinien einen Besuch Roosevelts auf der Konferenz von Lima unerwünscht sei, da der ruhige, geordnete und von außen unbeeinflußte Verlauf der Konferenzverhandlungen gestört werden könne, Das sind ganz andere Töne, als man noch 1936 vernahm, als Roosevelt der begeistert begrüßte Gast der argentinischen Haupt st a d t war und die erste große Rede auf der Konferenz von Buenos Aires hielt. Freilich, jene Konferenz war eine außerordentliche, außerhalb des Rahmens der gewöhnlichen Panamerika-Konferenzen veranstaltete Zusammenkunft, zu der Roosevelt eingeladen hatte und die auf Roosevelts ausdrücklichen Wunsch in Buenos Aires stattfand. Und außerdem, so muß man hinzufügen, bestand damals die begründete Aussicht, daß Argentinien uhb USA. bald in einem Handelsvertrag zueinander finden und daß der Norden dem Süden einen neuen' Markt für argentinisches Fleisch eröffnen würde. Diese Hoffnungen hat man jetzt begraben, außerdem ist die Animosität der Argenttnier gegenüber den Nordamerikanern nicht gering, diese haben erst kürzlich wieder versucht, Argentinien als Weizenlieferanten vom brasilianischen Markt zu verdrängen. Roosevelt kommt also nicht nach Lima, und die Amerikaner werden kaum von ihrem Vorschlag einer Defensiv-Allianz sprechen: Das sind die beiden ersten Erfolge der Argentinier, noch ehe die Konferenzberatungen richtig begonnen haben. Zwar wird man den Nordamerikanern eine Reihe von Konzessionen machen, man wird eine Entschließung mit- unterschreiben, die den Glauben an die Demokratie ausspricht, man wird sich bereit erklären, politische Flüchtlinge aus Europa aufzunehmen, soweit die Grundsätze der Einwanderungspolitik dieses zulassen, man wird sogar bereit sein, „die Abschaffung der Devisenbewirtschaftung zu prüfen" — freilich nur, soweit die wirtschaftliche und finanzielle Situation des Landes das gestatten —, kurz, man wenn sich eine an Rang und Gewicht allen anderen I wird immer dabei fein, wenn es heißt, gründ- Delegierten übergeordnete Persönlichkeit an den' süßliche und möalichst allgemein gehaltene Reso Debatten beteilige. Auch in R o M haben die Erklärungen Chamberlains großes Interesse gesunden. Besonders hervor- gehoben wird die Enttäuschung, die die Feststellung des britischen Ministerpräsidenten in Frankreich hervorgerufen hat. Das halbamtliche „Giornale d'Italia" sagt, die englische Regierung wisse sehr wohl, daß die Richtlinien der italienischen Regierung den europäischen Frieden nicht bedrohten und lediglich von dem Willen einer berechtigten und verständlichen Wahrnehmung grundlegender politischer und nationaler Interessen Italiens beseelt seien. Die Erklärungen Chamberlains berichtigten einen der französischen Fehlschlüsse, die zusammen mit der künstlich hervorgerufenen Alarmstimmung dazu geführt hätten, Probleme zu verzerren, die Sache des Verantwortungsbewußtseins der Regierungen und nicht von Straßenkundgebungen sein sollten. Die Erklärungen Chamberlains stellten auch eine stillschweigende Aufforderung an Frankreich dar, den ungelösten Problemen mit einem Geist frei* regierten Ländern zusammenarbeiten solle. Es sei falsch, sich wegen verschiedener Regierungssysteme von anderen Ländern abzuschließen. Auf die englischen Rü st ungen eingehend, erklärte Chamberlain, über die Notwendigkeit dieses Programms herrsche in England Einmütigkeit. Das bedeute aber keine Lust des englischen Volkes am Kriege. Sicher würden die englischen Rüstungen nicht für Angriffszwecke verwendet werden. England benötige diese Rüstungen nicht nur für die eigene Landesverteidigung, sondern auch für den S,ch u tz des Empire und die Erfüllung feister Bündnisverpflichtungen. Die Vorbereitungen feien jetzt so weitgediehen, daß man das Vertrauen haben könne, sie würden diesen Anforderungen gerecht werden. Der Ministerpräsident fügte hinzu, nach seiner Ueberzeugung Müßte das Aufhäufen von Rüstungen, gleichgültig aus welchem Grunde, die Hilfsquellen jeder, Nation erschöpfen. Deshalb würde er gerne bereit fein, einem internationalen Abkommen über eine allgemeine Begrenzung ober Herabsetzung der Rüstungen beizutreten. Die Rede klang aus in einem Appell über die Weltpresse an die Völker der Welt zur Zusammenarbeit nicht nur für die materielle Wohlfahrt, sondern auch für die Wiederherstellung des gegenseitigen Vertrauens und Friedens, damit der Augenblick näher gebracht werde, in dem die Volker die Waffen beiseite legen und sich der Wohlfahrt der so genauer überlegen, die Unterschrift unter neue Patte, konkrete Abmachungen politischer, wirtschaftlicher ober gar militärischer Art zu setzen. Deshalb scheint es so, baß auch die Konferenz von- Lima, wenn nicht alles täuscht, zwar wieder zahlreiche Entschließungstexte, aber wenig praktische, konkrete neue politische Fakten bringen wird. Deutsche Musik auf der panamerikanischen Konferenz. Lima, 13. Dez. (DNB.) Zu Ehren der Te». nehrner an der panamerikanischen Konferenz wurde am Sonntagabend ein großes Symphoniekonzert veranstaltet, das ganz im Zeichen der deutschen Musik stand. Beethovens 5. Symphonie und das Vorspiel aus den „Meistersingern" bildeten das Kernstück des Programms. Am Montag wurden die Konferenzarbeiten mit der Gründung einzelner Ausschüsse wieder ausgenommen. Den Vorsitz der „Kommission für die Organisation des Friedens" übernahm Brasilien, den Vorsitz der Wirtschaftskommission Uruguay. In der Kommission für internationales Recht" präsidierte Kolumbien. Ekuador bekam den Vorsitz des „Ausschusses für intellektuelle Zusammenarbeit und moralische Abrüstung". Die Vereinigten Staaten haben das Präsidium der „Kommission für die politischen und zivilen Rechte der Frauen" erhalten. Der argentinische Außenminister hat am Montag die Rll ckreise nach Buenos Aires angetreten. Die argentinische Abordnung nimmt jedoch an den Arbeiten der Konferenz unter der Führung von Ruiz Moreno auch weiter teil. Vereinigten Staaten — die ihrerseits jetzt wie früher danach ttachten, ihren Einfluß auf beide Amerika möglichst fest zu gründen — die Argentinier. Und es will scheinen, als ob ihre Politik, die sich zunächst, wie das nicht anders möglich ist, im Negativen, in der Abwehr zu weit gehender nordamerikanischer Pläne und Vorschläge, auswirken muß, bereits zwei Erfolge erzielt hätte, ehe noch die fachllchen Konferenzberatungen begonnen haben. Denn gerade erst ist die Konferenz zusammengetreten, gerade erst sind die üblichen Begrüßungsreden gehalten, die Ausschüsse gebildet worden, und schon scheint es festzustehen, daß der nordamerikanische Plan einer kontinentalen Schlechte Aussichten für Roosevelts paktpläne Probleme der panamerikanischen Konferenz. Eigener Äerichi des Gießener Anzeigers. STAÄTtN H/ashmgfoni EXIKO \VE*El*)tlA PEftü' LIMA’ \ souny# VHMGWtr 'AtoeNTlNltN/ COftÄMt PAN Al IP VMS Mil «ATEM AbtS A. fAMpoSC NICAMGUA, rii meinen Frieden. Paris beruhiat Mi- Die neue Tschecho-Slowakei Oie ^esundungspolilik des neuen Kabinetts Beran. Nachmittags brachte die Regierung erneut den Entwurf eines Ermächtigungsgesetzes ein. Der neue Entwurf begrenzt die Ermächtigung auf zwei Jahre. Außerdem werden in ihr die Rechte der autonomen Landesteile Slowakei und Karpatho- Ukraine berücksichtigt. Nach diesem Entwurf kann der Präsident Verfassungsgesetze abändern, doch bedarf es hierzu des einstimmigen Antrages der Regierung, der auch die Zustimmung der Mehrheit der Mitglieder der slowakischen Landesregierung in sich schließt. Diese Ermächtigung gilt jedoch nicht für eine Abänderung des slowakischen Autonomie-Gesetzes, es sei denn, daß der slowakische Landtag seine Zustimmung baiu erteilt. Das Notverordnungsrecht der Regierung wird nun, wenn es sich um gemeinsame Angelegenheiten handelt, gleichfalls der Zustimmung der slowakischen und karpatho-ukrainischen Landesregierungen bedürfen. Für den Bereich der Slowakei besitzt das Notverordnungsrecht die siowakilche Landesregierung, für das Gebiet der Karpatho-Ukraine die karpatho-ukrai- nifche Landesregierung. b bif 1«»' k m ~ - i oen yapren 1922 bis 1932 herrscht ein besonderer Mangel an Architekten, Ingenieuren, Kupferschmieden und Technikern. Die in Paris herrschende Enttäuschuna sei begreif- Paris, 14. Dez. (DNB. Funkspruch.) Die Rede llch, benn bie französische Presse habe in diesen Chamberlains hat in französischen Kreisen einen Xagen eine Riesenspekulation auf die französisch- günstigen Eindruck hinterlassen. Havas sagt, die vor- enalifche militärische Solidarität aufgezogen, die jetzt gestern im Unterhaus von Chamberlain gegebene zusammenbreche. Der Besuch Chamberlains in Rom negative Antwort auf die Frage, ob England zur roertie auch für Frankreich eine große Bedeutung i Unterstützung Frankreichs im Falle eines militä- haben, weil er bem französischen Beobachter ge» rischen Angriffs von italienischer Seite verpflichtet IrL- e Rechenschaft von der energischen [ fei, habe ihres lakonischen Charakters wegen einige Fettigkeit abzulegen, mit ber Italien die schnelle^ Ueberraschungen hervorgerufen. Die gestrige Er- L. osung der Fragen fordere. Das Gewerkschafts-1 klärung Chamberlains habe die Dinge klar blatt ^Jl Lavoro Fascista" meint, offenbar habe* gestellt. Der bem Außenministerium nahestehende man sich in Frankreich ber Täuschung hingeaeben, , Petit Parisien betont, bie Rebe Chamberlains stellte daß En glanbs Grenze nach dem Ausspruch erneut die Friedenspolitik des Premierministers ins Baldwins nicht nur am Rhein liege, sondern bis Licht. Das rechtsstehende Journal meint, Frankreich Korsika, Tunis und Dschibuti reiche, i dürfe mit diesen loyalen unb unzweideutigen Er- Damit befinde man sich nicht mehr auf dem Boden ' klärungen Chamberlains zufrieden fein. ein. weder die Arbeitskräfte gesucht. Günstige Entwickl mg des Arbeitseinsatzes im November. Oie Schule von morgen! Von Günter Rou'monn, Pressereferent des Veichsjugendsührers. genommen, die darauf abzielten, einen für lettische sich immer ftiehr auf die Umschulung der ein- Verhältnisse beträchtlichen Rüstungsauftrag in Eng- zustellenden Arbeitskräfte ein. land, und zwar beim Vickers-Konzern, zu begeben. A ** " ..........* Die englische Regierung sei bereit, bei der Finanzierung dieses Waffengeschäftes eine Bürgschaft zu übernehmen. Daß hinter diesem Geschäft auch p o - l i t i s ch e Beweggründe stehen, geht daraus hervor, daß dem Vernehmen nach der Auftrag zu höheren Preisen abgeschlossen worden sei, als An- sursorye betreut, auch wenn sie noch nicht invalide sind und das 65. Lebensjahr noch nicyt vollendet haben. Zusammenfassung des Oevisenrechts. Berlin, 13. Äez. (DNB.) Der Reichswirtschafts- minister hat das Gesetz über die Devisenbewirtschaf- gebote von anderer Seite vorgelegen hätten. Lebenslängliche Zwangsarbeit für Krau Gkoblin beantragt Paris, 13. Dez. (Europapreß.) Der General- staatsanwalt Flach forderte für die Plewitzkaja, die Frau des Generals Tkoblin, lebenslängliche Zwangsarbeit wegen erwiesener Mittäter» schäft an der Entführung des weißrussischen Generals von Miller. „Ich bitte Sie, meine Herren Geschworenen", so erklärte der Generalstaatsanwalt, „alle politischen Thesen beiseite zu stellen, ebenso die erörterten Hypothesen und die verschiedenartigen Hinweise, von denen das Dossier wimmelte Sie haben nicht einen Roman zu verfolgen, sondern die Schuld einer Angeklagten zu beurteilen, die nur allzr^gewiß ist!" Großen Eindruck scheint auf die Zuhörerschaft auch die Rede des Rechtsvertreters der Zivilpartei, des Rechtsanwalts Ribet, gemacht zu haben, vor allen Dingen die Heftigkeit, mit der er die Bemühungen einflußreicher Volksfrontkreise und besonders des damaligen sozialistischen Innenministers Marx Dormoy geißelte, diese Angelegenheit im Dunkeln zu lassen. „Trotz der unzureichenden polizeilichen Maßnahmen, trotz der Bemühungen eines Ministers, der an dem Verbrechen nur das beachtet, was seinen politischen Zielsetzungen dienen kann, hat die Gerechtigkeit eine Schuldige ergriffen", so erklärte Ribet. „Sie ist dort!" Bei diesen Worten zeigte Ribet auf die Angeklagte. „Urteilen Sie über sie ohne Haß, aber auch ohne Mitleid!" Zur Angeklagten gewandt rief er mit erhobener Stimme aus: „Sie haben noch Zeit, die Wahrheit zu sagen. Was haben Sie mit General Miller gemacht? Ist er tot? Ist er noch am Leben?" — Die Plewitzkaja aber bleibt stumm, und der Anwalt fährt fort: „Die einzige in Frage kommende Spur ist die, die zu den Sowjets führt." Zum Schluß feiner Ausführungen verlangte Ribet eine strenge Bestrafung der Angeklagten. Der russische Anwalt Strelnikow, ein ehemaliger weißrussischer Offizier, erklärte, er könne nicht genügend objektiv ober unparteiisch sein, die russische Emigration in Frankreich stelle d i e Ueberrefte einer einst mit Frankreich verbündeten Armee bar, die sich auf den Bl^'n ihres Verbündeten geflüchtet hätten. Die Geschworenen hätten die Pflicht, den Urhebern des Verbrechens an General Miller klar zu machen, daß sie nicht ungestraft bleiben könnten. Leistungsverbefferung der Rentenversicherung. Berlin, 13. Seg. (DNB.) Das Gesetz über den Ausbau der Rentenversicherung vom 21. Dezember 1937 hat die Leistungen der Rentenversicherung wesentlich verbessert. Für Kriegsdienst- und Wehrdienstzeiten werden wieder Steigerungsbeträge gewährt. Kinderzuschüsse, Waisenrenten und die Renten für kinderreiche Witwen sind ausgebaut, die Ruhensvorschriften beim Zusammentreffen der Rente mit anderen Bezügen gemildert und die knappschaftlichen Renten erhöht worden. Um sicherzustellen, daß diese üeistungsverbesserungen auch Rentenempfängern zugutekommen, die von der öffentlichen Für- sorge ergänzend unter st ützt werden, wurde eine Anrechnungsfrelheit von Leistungsverbesserungen angeorbnet. Die Fürsorge Unterstützung darf nicht um den Betrag de^ Steige- rungsbeträge für die Kriegsdienst- und Wehrdienstzeiten gekürzt werden. Von dem Kinderzuschuß werden bestimmte Sätze nicht auf die Unterstützung angerechnet. Empfänger von Witwenrenten mit mehr als drei waisenrentenberechtigten Kindern werden künftig allgemein inder Sozialrentner- beschränkte wieder Arbeit an. Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Bergbau, Schiffahrt und Textilindustrie klagen über die Abwanderung zu anderen Industrien. Von den Arbeitsämtern und den Betrieben werden Anstrengungen gemacht, um unerwünschte Bewegungen zu verhindern. Eine starke Nachfrage nach Arbeitern kommt von den Außenberufen, die ftüher im November ihre Beschäftigung einzuschränken pflegten. So hat die Landwirtschaft offene Stellen in großer Zahl angemeldet. Ferner hat das Baugewerbe zahlreiche Arbeiter, in der Hauptsache Maurer und Zimmerer, angeforbert. In den vergangenen Monaten mußten Bauten stillgelegt ober zurückgestellt werden. Die Arbeit an diesen Bauten wird jetzt wieder ausgenommen, auch werden neue Bauten begonnen. Neben dem Baugewerbe übt vor allem der Verkehr einen starken Druck auf den Arbeitseinsatz aus. Alle für den Verkehr arbeitenden Industrien, Lokomotiv- und Waggonfabriken, Fahrzeug- und Motorfabriken meldeten großen Bedarf an. Es mußten Ungelernte, Berufsfremde und Frauen zugewiesen werden. Die Betriebe richten Berlin, 13. Dez. (DNB.) Nach Mitteilung Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung hat sich Za' der Beschäftigten im Altreich mit rund 20,« Millionen a u f der gleichen Höhe gehalten rüie im Oktober. Die Zahl der bei den Arbeitsämtern gemeldeten Arbeitslosen hat um rund 12000 auf 152000 abgenommen, die Zahl der offenen Stellen, die unbesetzt geblieben sind, stt g e w a ch s e n. Es wurden zahlreiche Männer und Frauen in Arbeit gebracht, die bisher in keinem Beschästigungsverhältnis gestanden hatten. Auch nahmen Invaliden und Erwerbs- Devisenbewirtschaftung vom 4. Februar 1935 und der dazu ergangenen Aenderungggesetze und Durchführungsverordnungen zusammen. Die bisherigen Beschränkungen find im wesentlichen unverändert geblieben. Es hat sich aber als notwendig herausgestellt, weitere Maßnahmen gegen d i e Kapitalflucht vorzusehen. So ist Die Verwendung und Ueberbringung von Geschenken und die Mitnahme von ieglichem Auswan- dsrungsgut ins Ausland genehmigungsbedürftig. Den Juden deutscher Staatsangehörigkeit und den staatenlosen Juden ist auch im Reiseverkehr nach dem Ausland jede Mitnahme von Gegenständen, die nicht zum persönlichen Gebrauch notwendig sind, verboten. Die Devisenstellen haben ähnlich wie die Finanzämter die Befugnis erhalten, über geringfügige Zuwiderhandlungen durch Strafbescheide zu entscheiden. Außerdem können die Gerichte und die Devisenstellen in besonderen Fällen anordnen, daß solche Strafen nicht in das Strafregister eingetragen werden. Die Vorschriften über die Export-Dalutaerklärung, das devisenpolitische Abfertiaungsverbot und über die Devisenüberwachung bei Der Aus- und Einfuhr sowie die Richtlinien für die Devisenbewirtschaftung werden ebenfalls neu gefaßt. Das von Baldur von Schirach herausgegebene Führerorgan „Wille und Macht" bringt soeben ein Sonderheft zur Schulfrage heraus. Ein ausführlicher Leitartikel beginnt mit einer Erzählung über das ausgezeichnete Verhältnis zwischen dem Lehrer und der Jugend in einer mitteldeutschen Kleinstadt. Dann heißt es weiter: Wie schäften wir eine festgefügte Gemeinschaft von Jugendfuhrern und Lehrern, um die Einheit der Erziehung zu gewährleisten? Wie erreichen wir eine Leistungsstei- gerung unserer Volksschulen? Auf welche Weise läßt sich praktisch für Die nahe Zukunft der drohende Nachwuchs mangel beheben? Die Einheit der Erziehung gewährleistet allein dieselbe erzieherische Idee, d. h. das gleiche erzieherische Ideal muß Jugendbewegung und Schule beseelen. Von Baldur von Schirach stammt der schlichte, aber revolutionäre Satz: „Die Selbstverantwortung der Jugend ist auch in der Schule denkbar." Und in seinem neuen Buch folgert er daraus: „Wenn es möglich war, die Jugendorganisation der nationalsozialistischen Bewegung durch den immer wiederholten Appell an die Selbstoerantwortung aufzubauen, müßte daraus die Folgerung gezogen werden, daß auch die Schule die freiwillige Bereitschaft der Jugendlichen selb st erringen muß, um auch ihrerseits erfolgreich sein zu können." Jugendbewegung und Schule stehen danach als gleichberechtigte Erziehungsmächte Seite an Seite. Beide haben Die Aufgabe, Jugend zu erziehen. Die Hitler-Jugend erfüllt ihren Auftrag durch Leibesübungen, Sport, Heimabende mit weltanschaulicher Schulung, Lager, Fahrten usw., die Schule erfüllt ihren Auftrag durch den Unterricht. Was Unterricht heißt, bedarf einer Erklärung. Leider verstehen viele, wenn wir von Unterricht sprechen, darunter noch die tote Wissensvermittlung der Vergangenheit, durch die sich Lehrer und Schüler das Leben schwer machten. Allerdings, bisher oblag dem Lehrer nur diese Art der trockenen Wissensvermittlung, die wir als Sprecher der Jugend ihm gewiß nicht wieder zuweisen wollen; sie ist hoffentlich endgültig überwunden. Der Unterricht eines wahrhaften Erziehers unterscheidet sich davon ganz erheblich. Ja, die Bindung des Lehrers zur Jugend und die Anerkennung feiner Autorität durch sie hängt nicht zuletzt davon ab, ob er nur Wissen in Dosen verabreicht oder einen lebendigen Unterricht aufhaut. Baldur von Schi rach sagt an einer Stelle über den künftigen Erzieher: ,Hhre Lehre wird sein: Das Beispiel ihres Lebens, und wenn sie die Worte der Weisheit sprechen, werden die Herzen der Hörer ergriffen sein von der zwingenden Gewalt ihres gelebten Glaubens." Der Stoff im Unterricht will mit Leben erfüllt sein. Der Wert des Stoffes ist für den einzelnen und damit für die Gemeinschaft entscheidend, nicht die Menge. Es ist ganz gewiß notwendig zu wissen, daß der Himalaja das höchste Gebirge dieser Erde ist: hasten, fesseln, packen wird Der Stoff nur wenn gleichzeitig der Kampf deutscher Bergsteiger um seine Gipfel, die Heldentaten deutscher Pioniere mit der Vorstellung von ewigem Schnee und gewaltiger Höhe verbunden werden. Was bedeutet das Wissen von den Karpathen ohne das Bewußtsein, daß an ihren Hängen auch Deutsche wohnen, und daß sich in unseren Tagen schicksalhafte Entscheidungen in ihrem Raum abspielen. Der Physikunterricht wird sich x. $. darauf einrichten müssen: Dem technisch geschulten Pimpfen, Der sein Fahrrad abmontieren und wieder > zusammensetzen kann, wird Die Belehrung wenig fesseln. Daß Das Fahrrad „eine zusammengesetzte Kraftmaschine" ist, und folgender Hinweis zeigt die Kluft zwischen Dem toten Lehrstoff und Der lebenDigen Pimpfenwelt: „Fährst Du Fahrrad, Dann beobachte "enau, wie du trotz des Freilaufs die toten Punkte der Pedale überwindest." Unsere Jungen können heute schon jeden Flugzeugtyp voneinander unterscheiden, jede Automarke ist ihnen vertraut. Sv muß der Lehrer rhr technisches Interesse aufgreifen, es weiterführen und Darf gerade hier bei vorhandener Untexrichtsgabe mit Der lebenDigen Anteilnahme feiner jungen Hörer rechnen. Soweit mag Dargelegt fein, wie wenig wir Den Lehrer, wenn wir als fein ureigenstes Aufgabengebiet Den Unterricht bezeichnen, zum bloßen Wiffensvermittler herabfetzen. Ja, wir sehen in Dieser Wissenvermittlung, wie sie gestern noch üblich war, einen,Grundfehler Der alten Erziehung und glauben, Daß Der Lehrerbund feine Hauptaufgabe Darin besitzt, Den einzelnen Lehrer immer wieDer so weit anzuregen und zu schulen, daß ihm die Kraft zum Unterricht erhalten bleibt und er nicht nur totes Wissen weitergibt. Hier liegt d i e Kernfrage! Wie verfehlt Darum, wenn ein kleiner Teil der Lehrer, denen diese Unterrichtsgabe abgeht, nun glaubt, der Forderung nationalsozialistischer Erziehung durch bloße Uebernahme von Erziehungsmitteln Der Jugendbewegung, also von Fahrt, Wandern und Leibesübungen, gerecht zu werden. Mitunter wirkte sich diese Tendenz so aus, daß plötzlich die Schule eine erhöhte Zahl von Turnstunden gab, daß das Schul-Landheim Mittelpunkt wurde, und daß man glaubte, auf die Schulausflüge nicht verzichten zu können, well man selbst nicht „nur zur toten Wissensvermittlung" als Erzieher bestellt sei. Wer an fünf Tagen der Woche keinen lebendigen, packenden Unterricht zu geben vermag, dem wird am sechsten.Tag auf der Schulwanderung ebentung in neuer Fassung bekanntgemacht. Es tritt am 1. Januar 1939 im gesamten Gebiet des Großdeutschen Reiches in Kraft und saßt im sentlichen Die Vorschriften Des Gesetzes über Die 3n Oe st erreich ist Die Zahl der Arbeitslosen etwas gestiegen, und zwar um 6200 auf 112 700. 3n Den sudetenDeutschen Gebieten wurden am 30. November 1938 196 000 Arbeitslose gezählt, darunter 71000 Frauen. Es entspricht dem großen Umfang der Textilindustrie im Sudeten- JÄ &afi die Textilarbeiter mit 25 000, darunter 18 000 weibliche, die höchste Zahl Der Arbeitslosen haben. falls kein erzieherischer Erfolg be» schieden fein. Bei wem aber im Unterricht Die Klasse mitgeht, Der wird gern den Pimpfen ihr eigenes Jungenleben draußen in der Natur lassen, und, wenn er jung genug ist, wird er als Kamerad unter Kameraden mit ihnen auf Fahrt ziehen, und Der wissensdurstigen Jugend wird er dabei Fragen beantworten, ohne Dabei gleich Erinnerungen im herkömmlichen Sinne an Schulbank unD Klassenzimmer heraufzubeschwören. Erzieher wird also einer nicht durch eine erhöhte Zahl von Turnstunden und durch einen ausreichenden Aufenthalt im Schullandheim, sondern durch eine neue, im Gegensatz zur bisherigen, revolutionäre Unter« ridjtsgeftaltung, deren Erfolg natürlich von der Haltung der Jugend mitbestimmt wird. Wenn wir darum jetzt die Anregung geben, das Prinüp der Selbstverantwortung der Juaend in der Schule um Der Einheit Der Erziehung willen einzuführen, so wird uns niemand mehr mißverstehen können und etwa meinen, wir wollten den Unterricht selbst übernehmen. Nein, die Einführung Der Selbstoerantwortung der Jugend beDcutet nichts anderes, als daß der Lehrer eine unwürdige Rolle, Die des Aufpassers unD DrDnungsbeamten, ablegt, daß seine seelischen Kräfte nicht mehr durch kleinlichen Aerger (Knallerbsen oder Kissenschlachten) in Mitleidenschaft gezogen und somit für Die oben um- rissene Art der Unterrichtsgestaltung freiroerDen. Sehen wir Davon ab. Daß es dem Lehrer bisher mit dieser aufpassenden Rolle Doch nicht gelungen ist, wirksam Die Unehrenhaftigkeiten, Betrügereien, Den Schabernack aus Der Jugend zu verbannen. Baldur von Schirach gibt in der „Revolution der Erziehung" einen Bericht wieDer, wonach „Güte und Nachgiebigkeit" von Der Klasse mit Schabernack unD allerhand Frechheit beantwortet würden, während Strenge wohl Die OrDnung in Der Klasse herstellte, aber schließlich Doch zu nichts anderem als zur erbitterten Feindschaft Der Schüler gegen Den Lehrer führte. Nichts verträgt Die Jugend weniger als einen Zustand dauernder Beaufsichtigung oder Gängelung, nirgends ist sie williger, als wo ihr Vertrauen entgegengebracht wird. Warum soll nicht Der kleine Jugenoführer Die Gemeinschaft feiner Ka- meraDen zur Ehrlichkeit unD Treue, zur Pflichterfüllung unD Ordnung a u ch i n der Schule erziehen. Kann man mehr für Den Lehrerstand tun, als die tiefste Ursache Des mangelnden Ansehens seines Standes hier an Der Wurzel zu packen und, auf weite Sicht gesehen, auszumerzen? Wenn im Heim Der HI. ober Der Jugendherberge Die Gin» richtungsaegenstänDe nicht mutwillig zerstört werden unD hier das Selbstführungsprinzip Der Jugend einen so sichtbaren Erfolg zeitigt, warum sollte es nicht gelingen, in der Sch ulklasse Dieselbe OrDnung aus Dem Selb st Verantwortungsgefühl Der Jugend heraus aufzubauen. Keine doppelte Moral. Hartmann-Lauterbacher über die Einheit der Erziehung. Bersin, 13. Dez. (DNB.) Der Presse übergab Stabsführer Hartmann-Lauterbacher ein neues Werk des Reichsjugendführers „Revolution der Erziehung". Er hob dabei einige wichtige Leitgedanken des Er^iehungsproblems hervor. „Einheit der Erziehung", so sagte er, „heißt kurz gesagt: für Die Schule unD Hitler-JugenD soll dasselbe erzieherische Gesetz gelten. Der Vorgesetzte in der Schule soll nicht anders betrachtet werden als Der Vorgesetzte in Der HI. Die Treue und das Pflichtbewußtsein sollen hier wie Dort Gültigkeit besitzen. Es ist un- Denkbar um unserer Jugend willen, daß hier eine doppelte Moral länger fortbesteht; es darf.in Zukunft nicht mehr so fein, daß der forsch und schneidig ist, der in der Schule am besten abzuschreiben und seinen Lehrer zu betrügen versteht." Hartmann-Lauterbacher sagte Dann nach einem Hinweis auf die Ergebnisse des Reichsberufswettkampfes und dem damit von Der Jugend Ausdruck gebrachten Arbeitseifer: „Die HI. will mit ihren erzieherischen Idealen nichts anderes, als Der Schule in gleichem Maße dabei helfen, wie Jie selbstlos Den Betrieben und Dem Berufsleben mit diesem Ideal einen von Der Volkswirtschaft anerkannten und Dankbar begrüßten Nutzen gebracht hat. Was wir wollen, haben wir praktisch in Der Sieben-MiIlionen-Gemeinschast unserer nationalsozialistischen Jugendbewegung exerziert und wird vorbildlich verwirklicht auf unseren Adolf- Hitler-Schulen." Der Aufbau eines einheitlichen Erziehungssystems, wie es von Den Kreisen Der Lehrerschaft immer wieder angeregt wurde — so wie es von der Reichsjugendführung nun systsmatifch angepackt wird — fei von ganz besonderer Bederüung, so schloß der Redner, für Glück und Zukunft Der deutschen Jugend. SALAMANDER-FUSSARZT dem schwachen Jltß Hur der gesunde 3uß ist schön Ä SALAMAN D E R käd denJup gesM Schuhhaus Edmund Darre, Gießen, Seltersweg 87 Misasis Kleinschreibmaschinen in 3 Preisklassen. - Meine f farbigen Herren-> Hemden mit dem chemisch versteiften Kragen .DER FORTSCHRITT- sind vollendet in der Ausführung HAUPTPREISLAGEN: 12.— 10.80 9.80 8.60 Bielefelder Werkstättenarbeit Friedr. Levermann Bielefelder Herrenwäsche Seltersweg 71 7530 A Viel Geld sparen Sie wenn Sie sich vor Erkältungen schützen. Hierbei hilft Ihnen die warme, praktische und trotzdem elegante StriduKleidiiirg von Gieften, Seltersweg 52 Bedenken Sie dies auch bei Ihren Weihnachtsgeschenken! Aus aller Wett 1918—!925 hatte Carre die Leitung dieser Bühne. Elbe leichte Glätte durch Rauhreifbildunq aufqe= Wahrend des Weltkrieges gab er eine kurze Gast-1 treten. Es wird gestreut. Statt Karten Gießen, den 5. Dezember 1938. 8133V Bahnhofstr. 17. 6 Uhr. 8129D auf den Wochenmarkt. 8170D Viktoria Ales, Lanssdors Heute Freitag 1. Ian. 39. Bor- 8168A Gesundes, kinderliebes Werbe-Drucksache! bei Brühl. Schulstr. 1 KleineAnzeigeii 'M Gießener Anzeiger werden von Tauienbev beachtet unb aeleiea 15-17.30 Uhr Ansverkault! Frau Holle hlwlnJh SPIRITUOSEN Hausgehilfin nicht zu jung, perfekt in Küche und Haushalt gesucht. Eintritt am 19.30-21.30 Uhr Spanische Nacht Heitere Oper von E. Bodart. Preise [8U5d RM. 1.20 - 4.-. Kräuterhaus Judo in der BI£nsbnrg. Vornehm t Geschmackvoll! Persönlich / Diese drei wesentlichen Eigenschaften der gediegenen Familien- Drucksache oietet Ihnen in zahlreichen neuzeitlichen Ausführungen sowie Papieren Billigst die Brühl’sche Druckerei Schulstr. 7. Ruf 2251 Berlin, 13. Dez. (DNB.) Der Straßenwetterdienst vom 13. Dezember meldet: Reichsautobahnnetz in Südeutschland, in Sachsen, in der Kurmark und bei Hannover: Glatteisbildung. Die Fahrbahn ist gestreut. Allgemeines Straßennetz: Die Groß-Glockner-Hochalpenstraße ist von Forleiten bis Heiligenblut unpassierbar. Schneeketten sind erforderlich auf der Salzkammergut- Straße von Pötschenhöhe bis Aussee und auf der Steiermarkstraße von Windischgarsten bis Pyhrn- poß. Die höher gelegenen Gebirgsstraßen und die übrigen Alpenpässe haben eine festgefahrene Schneedecke. Im Flachland ist in den Gebieten östlich der für kleinen Haushalt gesucht. Schriftliche Angebote u. 8157V an den Gießener Anzeiger erbet. Im Auftrage des Amtsgerichts Gießen: Karle, Ortsgerichtsvorsteher. Salon GATH / Bahnhofstr. — Ecke Grahenstr. L Generalvertretung FranzVog & co. Gießen 8162A Ooethestr.32 eltersweg44 20-22.4 ) Uhr 12. Freit^ag'- Miete! Zorn letzten Mai Rigoletto m it Lotte Griwnz vom Kölner Opernhaus als GU a. Oper von Verdi Preise; RM. 1.20-4.00. splelrolle als Direktor der Comedie frah^aise, um dann aber wieder an seinen alten Wirkungskreis zurückzukehren. Carre wird in der französischen Theaterwelt nachgerühmt, daß es ihm gelungen sei, die französische Komödie durch sein Wirken auf einer beachtlichen Höhe zu halten und sie nicht in den vulgären Ton absinken zu laßen, der sich an kleineren Bühnen manchmal bemerkbar macht. Gerissener Schwindler in Bukarest entlarvt. Großes Aufsehen erregt in der Bukarester Gesellschaft die Verhaftung des angeblichen Ingenieurs Spiru Iitianu, dem es 1934 gelungen war, obgleich er nur fünf Volksschulklafien besucht hatte, sich auf Grund gefälschter Papiere als Spezialingenieur bei der Hauptstadt Bukarest anstellen zu lassen. Später wurde er auch zum Mitglied der staatlichen Preisüberwachungskommifsion und zum Chefingenieur der rumänischen Telephongesellschaft ernannt. Er konnte jetzt nur durch einen Zufall entlarvt werden. Strenger Winter und Wolfsplage in Rumänien. 3n ganz Rumänien ist der Winter eingekehrt. In verschiedenen Landesteilen hat es reichliche Schneefälle gegeben. In Czernowitz ist ein Bettler erfroren. In Bessarabien wurden mehrere Bauernfuhrwerke von Wolfsrudeln angegriffen, wobei es den Bauern nur mit Mühe gelang, sich der Tiere zu erwehren. Straßenwetterdienst der Generalinfpektion. vermittelt Ilm Her Abteilung Immobil.eü BleWIrafee 18 29/38. Zwangsversteigerung. Am Montag, dem 9. Januar 1939, vormittags 9 Uhr, wird im Amtsgerichtsgebäude in Gießen, Zimmer 2$1, das auf den Namen der a) Johann Philipp Wandler in Gießen, b) dessen Ehefrau Katharine Warie Wandler, geb. hoßfeld, daselbst, je zu Vi eingetragene Grundstück versteigert: Grundbuch für Gießen, Band 47, Blatt 2357: Flur XXIX, Rr. 224/io, Grabgar- Betrag ten vor der alten Leimenkaule, der Schätzung 800 qm, 1600,— RM. Einheitswert (1.1. 35) = 1200,— RM. Die Versteigerung erfolgt zwecks Aufhebung der Erbengemeinschaft gemäß §§ 180 ff. ZVG. Gepflegtes Aussehen durch die haltbaren WELLA DAUERWELLEN 150-200 RM. von vorwärts- strebend. jg. Geschäftsmann in Gießen kurzfrist. gesucht. Gute Vergütung, monatliche Rückzahlung. Schr. Ang. u.05531a.d.G A. Große GieherZitiMlahrik stellt zu Ostern 1939 oder auch früher einen aufgeweckten karrkmännlsche« Lehrling ein. Junger Mann mit Obersekundareife oder Handelsschulbildung bevorzugt. Handschrift!. Angebote mit Lebenslauf und Zeugnisabschriften unter 05542 an den Gießener Anzeiger erbeten. Ein gutes Glas Wein erhöht die Feiertags-Stimmung I Denken Sie bei Ihrem Einkauf an das Spezialgeschäft Faritz Hahnemann Plockstraße 12 Weine*- Liköre - Weinbrände Sekt - Tranben- and ApfeJsaft Lieferung frei Haus 8130A Ruf 2196 Suche für sofort oder sväter ein tüchtiges Wochen fürs Haus. 8165^ Bäckerei, Konditorei und (Faft Heb. Weimar Frankl. Str. 41 Telefon 2833. Billige 4 SischöL Filet 500 g 35, 38, 48 Pf. Sc ellfiscii o. K. 500 g . . 35 Pf. Saheljan o. K. 500 g . . 27 Pf. Sch. K 'Welsch Liebigstraße 66, Tel. 3685. 8164D 1. D<7. zustellen Kevler- ltraße 7 I. (05ml Wettfahrt mit dem Tode. Auf seiner ostafrikanischen Farm von einer plötzlichen Erkrankung befallen und viele Meilen von der nächsten menschlichen Siehlung entfernt, setzte sich der englische Sportmann Leslie Melville in seinen Kraftwagen und versuchte die Küstenstadt Nairobi in Kenya zu erreichen. Nairobi liegt 160 Kilometer entfernt. Der Schwerkranke konnte bis auf wenige Kilometer an die Stadt herankommen, bevor er am Steuer zusammenbrach. Er wurde aufgefunden und sofort in ein Krankenhaus gebracht, siarb aber, ohne das Bewußtsein wiedererlangt zu haben. Melville war bis zum Jahre 1925 einer der bekanntesten Polospieler Englands; sein Grundbesitz in Kenya war bedeutend. Als er von der Krankheit übermannt wurde, befand sich seine Frau gerade als Teilnehmerin an einem Polomatch in einem anderen Bezirk der Kolonie. 6 Postsäcke aus dem Gotthard-Schnellzug geraubt. Aus dem Gepäckwagen des Gotthard-Schnellzuges wurden dieser Tage sechs Postsäcke geraubt und an einer bestimmten Stelle aus dem Zuge geworfen, wo Helfershelfer den Raub in Empfang nahmen. Später wurden die leeren Postsäcke bei Sesto San Giovanni (Provinz Mailand) aufgefunden. Der Dieb muß in Como in den Zug ein gestiegen sein. Bei den gestohlenen Postsäcken handelt es sich irm Durchführgut mit zahlreichen eingeschriebenen und Wertbrief-Sendungen. Der französisch Theaterdirektor Albert Carre f. Albert (Tarre ist gestorben. Mit ihm hat Frankreich eine der bekanntesten Persönlichkeiten seines Theaterlebens verloren. Carre, 1852 in Straßburg geboren, begann seine Laufbahn als Schauspieler. Bald zeigte sich seine große Begabung als Bühnenschriftsteller. Er wurde Autor erfolgreicher Lustspiele und später für lange Jahre Direk- tor der Pariser Komischen Oper. 1898—1914 und Wieder ein Taxichauffeur niedergeschoffen. "Nürnberg, 14. Dez. (DNB. Funkspruch.) In der Nähe von Fischbach wurde am Dienstagabend der Taxichauffeur Weidner mit bestialer Kalt- blütigkeit von dem 25jährigen Willy Heller Überfällen und niedergeschossen. Der ledige Heller aus Schwarzenbach (Saale) hatte den Weidner zu einer Fahrt von Fischbach nach Nürnberg bestellt. In der Nähe von Fischbach gab Heller, der sich in Begleitung der ledigen 21jähriaen Muen- d e l aus Sankt Poelten befand, -en Auftrag zum Wenden. Als der Chauffeur dieser Aufforderung nachkam, erhielt er von Heller einen Schuß in den Kopf. Weidner wurde von Passanten schwer verletzt aufgefunden, die ihn zur Gendarmerie Fischbach brachten. Seine Verletzung ist schwer, aber nicht lebensgefährlich. Den Bemühungen des Polizeipräsidiums Nürnberg-Fürth, das sofort die Verfolgung des Täters durch Ueberfallkom- manbo und Kriminalbeamte aufnahm, gelang es, den flüchtenden Verbrecher zu stellen und nach kurzem Schußwechsel festzunehmen. Dabei erlitten Zwei Polizeibeamte Schußverletzungen an der Hand. Heller, der schon vorbestraft ist, gibt zu, die Tat verübt die haben. Autounglück fordert zwei Todesopfer. Auf der Reichsstraße 40 unweit von Steinau ereignete sich ein schweres Autounglück. Ein Personenauto aus Frankfurt a. M., das mit- einem Anhänger fuhr, geriet beim Ueberholen eines Last- krasttvagens auf dem durch Reif glitschigen Kopf- steistpflafter ins Rutschen und rannte gegen einen Baum. Der Anprall war so heftig, daß das Auto zusammenbrach. Don den vier Insassen wurden zwei aus Frankfurt stammende Männer getötet, während die beiden anderen, in Neu- Isenburg wohnenden Mitfahrer schwer verletzt wurden. - Di wacht, [ Mondos d unb loo T "chtt- ? Artel j L*3 de v ?l M unt hgen H S«ne6en ■o-Q) ofj. $ 5 ®o»( temmert "Usfani 7 Srie, ,7 d- U-N «et te* d° Sin d ?ne un e rlfyn C Ä? NUh?e9 begleif.. A i ln de aui % 9t gut So" Lollendufl! $ i n t>1 nj orenigen/- Ich- ning i s« oiilen Do ist 3 Überaus ld Ernst Pen Chor der auszuspre der Nachr- Man ff oorausap lebensvolle Toten>nasl< h°st ri«»l prägt «st. gegeben, bi vollendet g' Der Der Reihe der heraus, p11 zum Derl enthalten. Erzählung SS »cif; durch [affewn.a planten A einen so ri die künstle - Zu den dem „Stad zu füllen t dotisch kna Tote" und kommenes werden dc sten zu zc Dassell gutrt; aber bisl Werkes" so mehr dem &ro merft, in tyresgleid) Standes, Erlebniskri begründet Ebenso Märchen! nur in gl entzückeni von himi strömendi Prosastüc den" Kel ließe. Endlich geplante Ansprache (551) anzi für die Zc oder gespi dings Tod unwesent! stimmt s< schönen v den Toten wort eink gung der tes als A kleinen B Bindings FÜLLHALTER durchsichtig. Kolbenfüller von Rm. 3.15 an im Papierhaus ERNST BALSER Mäusburg 11. 8160a Seltene Natururkunden von den Halligen und vom Wattenmeer enthält die Neu rscheinung. die alle Natur» freunde und Dogelliebhaber mit Bege fterung lesen und schauen werden: Unter Säbelschnäblern und Seeschwalben Beobachtungen und Natururkunden ms der Vogelwelt der deutschen Nordseeküst« Don Eugen Schuhmacher Insgesamt 104 Sitten mit 92 Bildern noch wunüeroollen Naturaufnahmen. In Leine» gebunden NM. 3.90. Bestellungen nimmt jede «u Handlung entgegen. Verlangen Sie bitte das ausführliche bebilderte Werbeblatt. Hugo Dermühler Verlag Berlin.Lichterfelde Mädchen Halbtags- zum 1. Jan. 1939 gesucht. O5M5 maoeven DrogsrieBornemanD( ür Adventskranz mit rot. Lichtern und Bändern in der Nacht vom Montan auf Dienstag zwüch. 23 und 24 Uhr entwendet. Personen, die - Mitteilung machen können, die zur Ermittlung der Täter führ., erhalten Belohnung.Mitteilung erbeten an [8i66D Müh lieh Dammstraße 22 Telefon 4314. oescnartsKanen bei Brühl, Gießen Mim Ml Meldungen bei Franz Vogt L Eo., Gießen, Goethestraße 32, oder in Lich, Eisschrank-Fabrik Reger Nachf., am Freitag, dem 16. und Samstag, dem 17. Dezember, zwischen 9 und 1 Uhr und 123 und Oeffentliche Ausschreibung. Dje Fliegerhorstkommandantur Gießen verdingt für die Zeit vom 1.1.1939 bis 30. 6.1939 nachfolgende Lebensrnittel: I. Kolonialwaren, Los 1 und 2, II. Frischgemüse, Los 3, III. Brötchen, Los 4. Die Lose sind bei der Küchenverwaltung der Fliegerhorstkommandantur Gießen abzuholen. Angebote sind bis Wontag, den 19.12.1938, 12 Uhr, bei der Küchenverwaltung der Fliegerhorstkommandantur Gießen in verschlossenem Umschlag mit der Aufschrift: 8161D „An die Küchenverwaltuna Fliegerhorstkommandantur Gießen", betr. Levensmittelverdingung", abzugeben. Später eingehende Angebote finden keine Berücksichtigung. Gießen, den 13.12.1938. Fttegerhorslkammaadantur Gießen. Jüngere SoniotHilo perfekt in Stenographie und Maschinenschreiben, für sofort oder Anfang komm. Jahres gesucht. Schriftliche Angebote u. 8135D an d. Gieß. Anz. Betr.: Gemeindefinanzstatistik; hier: die Veröffentlichung von Ausweisen über die Einnahmen und Ausgaben der Gemeinden und Gemeindeverbände. 8153C Bekanntmachung. Die Finanz- und Kassenlage der Stadt Gießen im ersten Halbjahr 1938 Rj. ist als ausgeglichen zu bezeichnen. Bei regelmäßigem Steuereingang konnten sämtliche Ausgabeverpflichtungen erfüllt werden. Die vorhandene Stetigkeit in der Finanzentwicklung hat weiterhin angehalten, irgendwelche Erschütterungen, die evtl. Fehlbeträge verursachen könnten, sind nicht eingetreten. Gießen, den 12. Dezember 1938. Der Oberbürgermeister: Ritter. | Vermietungen | „„^djön 105540 mit Zentralheiz. in ruhiger, freier Lage, sofort ob. später zu verm. Warttveg 50 vt. | Stellenangebote Suche z.lo.Ian. ehrliche, fleiyige Hausgehilio nicht unt. 18 I., bewandert in all. Hausarbeiten. Etw. Kochen erwünscht. Vorzustellen zwischen 12 und 3 Uhr u. ab 19 Uhr. 05547 Fran H. Zillgen Ludwigspl. 9 II. liefet Gagelmann, med. prakt. Or. med. Hans Mohr Verlobte Solingen-Ohligs, Solingen, Humdoldtsiraße 7 Stadt. Krankenanstalten im Dezember 1938 | Mietgesuche*] 6-7-3immer- WoQnung gesucht z. Früh- mbr oder sofort mögl. mit Garten. Schriftliche Angeb. u. 05543 an d. Gieß. Anz. 2-Zimmer- Wohnung sofort gesucht. Schr. Ang. unter 05544 a.d.G.A. Gebild.,sehrruh. alte Dame sucht als Dauermiet. möbl., freundl. Zimmer Schr. Angeb. u. 05541 n d.A.G. Schlaflosigkeit. „Furchtbar, ich finde keinen Schlaf mehr, die ganze Nacht hab' ich kein Auge zugemacht!" „Und da wundern Sie sich? — Ich mache die Augen immer zu, wenn ich schlafen will!" Wetterbericht Die Gesamtwetterlage hat sich wenig geändert. In größerer Ausdehnung hat sich jedoch jetzt auch in unserem Gebiet eine Hochnebeldecke eingestellt, die sich am Mittwochmorgen von 200 bis 700 Meter ■ Höhe erstreckte, so daß nur die höheren Berggipfel darüber hinausragten und heiteres Wetter haben. < Unser Wetter wird überwiegend durch Hochdruckeinfluß bestimmt, jedoch nur durch Nebel oder Hochnebel meist unfreundlich verlaufen. Vorhersage für Donnerstag: Vielfach Nebel oder Hochnebel, darüber meist heiter, im ganzen trocken. Temperaturen wenig geändert; Winde aus Süd bis Ost. Vorhersage für Freitag: Fortdauer der für die Niederungen infolge Dunst oder Hochnebel meist unfreundlichen Witterung. Lufttemperaturen am 13. Dezember: mittags 2,6 Grad Celsius, abends 1,5 Grad; am 14. Dezember: morgens 1,2 Grad. Maximum 4,5 Grad, Minimum heute nacht 0,4 Grad. — Erdtemperaturen in 10 an Tiefe am 13. Dezember: abends 2,2 Grad; am 14. Dezember: morgens 2,4 Grad. — Sonnenfchein- dauer 0,8 Stunden. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Haupifchriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; ' für den übrigenTeil.-ErnstBlumfchein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. XI. 38: 10718. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM.> 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. | Verkäufe | Wachsame SeMe WWMin m. Stammbaum billig abzugeben Schiffenberger. Weg 120. [ 05550 Kontoristin perfekt in Schreibmaschine, ev. für halbe Tage, gesucht. s171d H. W. Rinn G. m b. H. Gießen, Sitterwatt 12. Verlobungs-Anzeigen iefert Brühl’sche Druckerei Lederwaren und Reiseartikel Fr. Groß, Neuenweg 32 ^omme morgen mit groß. Posten Tasel- und Backobst Verkaufe wenig gebraucht. WmWlie und 2 fast neue Fahrräder (Herrn-u.Dam.- Rad), ferner AeiserueFenster mit 2 Flügeln u. Glas(Gröhel,50 x 1 Mtr.) Schr. Angebote unter 05548 an den Gieß. Anz. erb. Sportwagen (weiß) zu verkauf. 05539 Schützenstr. 3 II. Anzus.abl9U.hr. | KaufgesuchT") Sw in guter Lage zu kaufen gesucht Schriftliche Angebote ü. 8152D an den Gießener Anzeiger erbet. Gebrauchtes gut erhaltenes Klavier preiswert zu kauf, gesucht. Preisangebote unter 05525 an den Gieß. Anz. Verschiedenes \ Außerdem größte Auswahl in Strümpfen / Handarbeiten und allen MTollgarnen OLBAS Stadttheater m. 292 Zweites Blatt Mittwoch. l4. Dezember 1958 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Bücher unter dem Weihnachtsbaum Ausstieg und Größe des Dritten Reiches Reue Bücher vom großen Kriege Hesse: Mein H a u p t m a n n , | uni) Chefs des Ministeramtes Generalfeldmarschall Soldaten, Preis in Leinen geb. 4,80; Hermann Göring, eingeleitet von Hermann Göring, Aeue Milärlileratur bekennen feit des Wilhelm „Erp" macht auch Ihnen Freude! Lesen Sie den neuen Tier-Roman: — Kurt Bildnis eines j jjci muiui wui my, ciiiycicnei uun ojcl mumi Joseph Goebbels: Wetterleuchten. Aufsätze aus ber Kampfzeit (Zweiter Band: „Der Angriff"). Herausgegeben von Georg Wilhelm Müller. Preis in Leinen gebunben RM. 4,50. Zentvalverlag der NSDAP. Franz Eher Nachf. in München. —(548)— Dr. Goebbels hat selbst einmal eindrucksvoll beschrieben, wie es um die NSDAP. Berlins bestellt war, als er, ein den Berlinern gänzlich unbekannter junger Mann aus dem Rheinland, der vom Führer zum Gauleiter der Reichshauptstadt berufen worden war, feine Arbeit für bie Reorganisation ber Partei im politischen Zentrum bes Reiches, also an höchst bebeutfamer Stelle, im Kamps um bie Macht begann. Je mehr der von ihm mit größter Unerschrockenheit und Ausdauer durchgeführte Redefeldzug durch Verbotsmaßnahmen ber Systemregierungen beschnitten würbe und je mehr bie Systempresse die Aufklärungsarbeit der Nationalsozialisten totzuschweigen versuchte, um so notwendiger wurde die Gründung eines eigenen Organs der Partei in Berlin. So wurde „Der Angriff" das Blatt der deutschen Revolution in der Reichshauptstadt. In seinen Spalten setzte sich Dr. Goebbels selbst in der scharfen Sprache des nationalsozialistischen Kämpfers mit den Systemregierungen und den Argumenten ihrer Mitläufer auseinander. Seine mitreißenden Leitartikel wurden in ber Berliner Arbeiterschaft die besten Werber für die nationalsozialistische Idee. Wenn wir sie jetzt von der Beantwortung der grundsätzlichen Frage: „Warum sind wir Nationalsozialisten?" im Juli 1928 bis zur Verkündung des Sieges im Frühjahr 1933 in Aufsätzen, die gleichzeitig Rückblick und Ausblick auf neue Aufgaben sind, in diesem Bande gesammelt vor uns sehen, so werden wir beim Lesen erneut ergriffen von dem Die Geschichte einer Wildente von Werner Hagen 158 Seiten mit 12 künstle Ischen Textabbildungen von Er ch Schröder, Berlin. Leinenband mit mehrsarb. ajqTV q Schutzumschlag.......JvJjC Df— 211 und jung werden begeistert sein über b'e von Werner Hagen anschaulich geschilderte und abenteuerlich anmutende Lebensgeschickte eine. Wildente. (Ein ausgezeichneter Kenner der Dogelwelt am Wasser schenkt uns d mit ein prächtiges, ausicrlubreiches und spannendes Tierbuch, das man nicht eher o s der Hand legt bis man E ps Schicksal kennengelernt hat. Iu beziehen durch jede Buchhandlung. Hugo Verinühler Verlag Berlin »ßidfrterfelbe 4,80, kartoniert RM. 3,00. Daß dies hier schon bei seinem Erscheinen ausführlich gewürdigte Buch bereits im 64. Tausend aufgelegt werden konnte, beweist wohl am besten bas außerordentliche Interesse, das dieser ungemein packende Bericht über die unsterblichen Taten des berühmtesten deutschen Jagdgescbwabers überall im deutschen Volke gefunden hat. Die neue Auslage bringt zum ersteh Male auch die unanfechtbare Darstellung von Richt- hofens Heldentod. — Werner von Langsdorfs: Kaperkrieg im Atlantik. Taten deutscher Hilfskreuzer und Hilfsschiffe. Mit 73 zeitgenössischen Photos. Leinen 4,40 Mark. C. Bertelsmann, Verlag, Gütersloh. Wer hielt die deutsche Flagge hoch auf allen Meeren, wenn auf tausend Seemeilen im Umkreis längst fein Kriegsschiff ber Unfern mehr die Wellen pflügt? Die Hilfskreuzer, der Schrecken und die Bewunderung der Feinde in aller Welt! Deutsche Hilfsfreuzer oerfenften durch überlegenes Können, List und Schneid viele taufend Tonnen wertvoller Schiffstonnage, legten Minenfelder und schossen sich mit den leichten Streitkräften des Feindes herum, bis bie Meute beS Gegners endlich das lästige Schiff gestellt hatte, bis die letzte Granate verschossen war, bis Brände das ungeschützte Schiff verzehrten, bis die Bodenoentile geöffnet wurden und die Kriegsflagge in den Wogen verschwand. Den Geist der Sieger auf verlorenem Posten atmen die Beiträge dieses Buches. Hier erzählen voll Spannung und Humor die, die damals dabei gewesen sind. — „Die Trommel schlug zum Streite." Deutsche Gedichte vom WeUfrieg. Gesammelt von Wilhelm W e st e ck e r. In Leinen gebunden 2,80Mf. Verlag Albert Langen / Georg Müller, München. — (488) — Zu dem Buch „Kriegsdichter erzählen" ge- sellt sich mit dieser Gedichtsammlung ein Werf, das feinen Wert in der lyrischen Unmittelbarkeit, in der RM. Deutscher Verlag, Berlin — (535.) — Der Verfasser, jetzt Oberstleutnant im Oberkommando des Heeres, ist im August 1914 als junger Offizier eines westpreußischen (Srenabierregiments ins Feld gerückt. In seinen Reihen hat er bie ersten Schlachten in Ostpreußen, ben Vormarsch in Polen, bann bie Stellungskämpfe an ber Westfront von ber Sommeschlacht 1916 bis zum Rückzug in die Sieg- friebfteüung und der Flanbernschlacht 1917 und schließlich den letzten großen Angriff im Frühjahr 1918 mitgemacht. Was er darüber berichtet, unterscheidet sich, um es vorweg zu sagen, durch seine schlichte Natürlichfeit wohltuend von vielen andern Kriegsbüchern. Hier fehlt jedes Pathos, jeder falsche Ton, für den die Frontsoldaten ein so empfindliches Ohr haben. Und doch ist dieses Buch ein Hohes Lied bes beutfchen Offiziers, beffen Angriffsgeist, Verantwortungsgefühl und Entschlußfreudigkeit, dessen Fürsorge für bie Truppe und persönliche Verbunbenheit mit jebem einzelnen seiner Mannschaft in mehr als vier Jahren bes Weltkrieges ihm ewigen Lorbeer eingetragen haben. Hesse schildert das Schicksal der 7. Kompanie seines Regiments und ihres Chefs, bes Hauptmanns Raoul Faure in schnellem Wechsel von Freud und Leid, wie ihn ber Krieg genau so für viele tausende Kompanien und ihre Hauptleute gebracht hat. Und gerade in diesem Inmfdien und Allgemeingültigen liegt der Wert dieses Buches, liegt das 'Beispielhafte, das dies wahrheitsliebend und ehrfürchtig gezeichnete „Bildnis eines Soldaten" für kommende deutsche Soldatengenerationen haben wird. So setzt dies Buch aus dem Alltäglichen und Persönlichen heraus der deutschen Infanterie und ihrem Hauptmann, dessen Erziehung Millionen unseres Volkes so vieles für ihr ganzes Leben verdanket, das schönste Denkmal. Fr. W. Lange. Innerlichkeit des Erlebens hat. Große hymnische Ge« sänge stehen neben Versen, die schlicht wie ein Volkslied finb, Gebichte in ber unvermittelten Gewalt ihres kriegerischen Ernstes neben Strophen voller baseinsfroher Zuversicht: sie alle aber bestechen burch ihre wohltuenbe Wahrhaftigkeit, bie, abhold lauter Begeisterung und stürmischen Ucberschwangs, das untrügliche Zeichen echten und starken Menschentums ist.Db bie Namen derer, die sie schufen, heute Klang und Ansehen haben oder ob sie für immer verschollen und veraessen finb, ihrer aller Wort ist ein Sang der Treue zur Heimat und ein Heldenlied von der Kameradschaft der Front geworden und wird weit über den Tag ihres Entstehens hinaus von Dauer fein. Dem Andenken Dindings. Im Sommer dieses Jahres, wenige Tage vor der Vollendung des 71. Lebensjahres, ist Rudolf G. Binding gestorben. Wir haben seinerzeit mit wenigen Sätzen zu urnreißen versucht, was die deutsche Dichtung und das deutsche Volk mit seinem Tode verloren haben. Der Verlag Rütten & Loe- ning in Potsdam, ber Bindings Werk seit langem betreut, legt nun eine Anzahl von Schriften vor, bie als eine Art Vermächtnis gelten können und den vielen Freunden des Dichters sehr willkommen sein werden. \ Da ist zunächst das mit Sorgfalt und Liebe ausgestattete, schmale Heft — (517) —, das, „Dem Andenken Rudolf G. Bindings" gewidmet, die von Rudolf Alexander Schröder und Ludwig Friedrich Barthel gehaltenen Grabreden mit den überaus schönen Nachrufen von Paul Alverdes und Ernst Pentzold zufammenftellt: hier hat ein kleiner Chor der Freunde seine Stimmen vereinigt, das auszusprechen, was Tausende in Deutschland bei ber Nachricht von Bindings Hinscheiden bewegt hat. Man fipbet hier auch seine letzten Gebichte, bie vorausahnenb um ben Tob kreisen, bas ungemein lebensvolle letzte Bilbnis und die Photographie der Totenmaske, welcher der geistige Adel einer wahrhaft ritterlichen Erscheinung unvergänglich einge- prägt ist: endlich, in Bindings Handschrift wieder- gegeben, bie ersten und die letzten Zeilen ber unvollendet gebliebenen Erzählung „Der Stadtheilige". Der Verlag bringt ferner in ber wohlbekannten Reihe ber kleinen Binbing-Bänbchen einige neue heraus, die etliche seiner reifsten, zum Teil kaum, zum Teil noch gar nicht bekannten Erzählungen enthalten. Das Bändchen „Die Perle und andere Erzählungen" — (516a) — enthält die erwähnte fragmentarische Novelle „Der Stadtheilige", die eine Fabel aus ber italienischen Renaissance behandelt: durch die Mitteilung der bruchstückhaft hinterlassenen Aufzeichnungen und eines Aufrisses ber geplanten Ausführung unb Vollenbung erhält man einen so reizvollen wie aufschlußreichen Einblick in die künstlerische Arbeitsweise des nun Entrückten. — Zu den „Merkwürdigen Begebenheiten", die mit dem „Stadtheiligen" zusammen einen Novellenband zu füllen bestimmt waren, gehören ferner bie anekdotisch knyppe Erzählung „Das Liebespaar unb der Tote" und die Titelnovelle „Die Perle", die ein vollkommenes Meisterstück novellistischer Kunst genannt werden darf. Sie ist, wie wir glauben, zum Schönsten zu zählen, was Bindmg je geschrieben hat. Dasselbe giü von der Erzählung „Der Win - gult" (516b), die zwar schon früher entstanden ist, aber bisher nur im ersten Bande des „Gesammelten Werkes" -zu finden war; die Einzelausgabe muß um so mehr begrüßt werden, als diese Erzählung aus dem Großen Kriege, wie Alverdes sehr treffend bemerkt, in ber neueren deutschen Prosadichtung kaum ihresgleichen hat. — Die zweite Erzählung dieses Bandes, „Der Durchlöcherte", entstammt dem gleichen Erlebniskreise und stellt sich sinnvoll unb innerlich begründet mit dem „Wingult" zusammen. Ebenfalls als Einzelausgabe erschien neu die Märchenlegende „Coelestin a" (550), die seither nur in größerem Zusammenhang zu lesen war: eine entzückende Geschichte zwischen Himmel unb Erde, von himmlischer unb irbischer Liebe, ein von über- ftrömenber Phantasie und Heiterkeit beschwingtes Prosastück, das sich den berühmten „Sieben Legenden" Kellers nicht unwürdig an bie Seite stellen ^Enblich ist auch eine neue, noch von Binbing selbst geplante Ausgabe feiner wichtigsten Aufsätze unb Ansprachen unter bem Titel „Rufe unb Reden" (551) anzuzeigen, die vieles von dem enthält, was, für die Zeit und aus bestimmtem Anlaß geschrieben ober gesprochen, doch über die Zeit und über Bindings Tod hinaus seine Gültigkeit bewahrt unb nicht unwesentliche Züge seines Bilbes auszuprägen bestimmt scheint. Man findet da beispielsweise bie schönen verpflichtenden Sätze „Deutsche Jugend vor den Toten des Krieges", bie berühmt gewordene „Antwort eines Deutschen an die Welt", bie „Rechtfertigung ber Kunst" und „Von der Kraft deutschen Wortes als Ausdruck der Nation". — Auch diese neuen kleinen Bände werden dazu dienen, das Andenken Bindings lebendig zu halten. Hans Thyriot. Ministers, aus seiner Tätigkeit als Leiter der Presseabteilung des Reichspropagandaamts auch im Gau Hessen - Nassau vielen bekannt, hat dieser Sammlung ein kluges und warmherziges Vorwort voranaestellt. Dr. Fr. w. Lange. — Alfred Inge m a r Berndt: Meilensteine des Dritten Reiches. Erlebnisschilderungen großer Tage. Zentraloerlag ber NSDAP., Franz Eher Nachfolger, G. m. b. H., München. Zweite Auflage, 20. Tausend. Preis in Leinen gebunden RM. 3,60. —(547)— Den Kameraden der deutschen Presfe hat der Stellvertretende Pressechef der Reichsregierung, Ministerialrat Alfred Jngemar Berndt, sein neues Buch gewidmet, das aus der Tagesarbeit eines Journalisten entstanden ist, dem das Glück zuteil wurde, bie überwältigenden Ereignisse der letzten fünf Jahre an führender Stelle und in nächster Nähe der verantwortlichen Männer bes Dritten Reiches miterleben zu bürfen. Nicht als Historiker betrachtet er ab wägend und mürbigenb die Ereignisse dieser fünf Jahre, die ein ganz neues Geschichtsbild geschaffen hoben, sondern als Journalist, der täglich mitten in der Fülle des Geschehens steht unb für bas ganze Volk ber berufene Mittler des Erlebens unserer Tage ist. Und mit Recht sagt Berndt in seinem Vorwort, daß zu keiner Zeit dieses unmittelbare Erleben, die Empfindungen des einzelnen für das Verstehen eines Geschichtsabschnittes bedeutungsvoller gewesen sind als heute. Aus dieser Perspektive gesehen ist die Bedeutung dieses Buches als Erlebnisbericht kaum zu überschätzen. Die ganze ungeheure Spannung der letzten Januartage 1933, die innere Größe des Tages von Potsdam, bie Gewinnung bes Arbeiters für die nationalsozialistische Idee, symbolisiert in ber Wandlung der Maifeier zum Tag ber nationalen Arbeit, die ergreifende Schilderung von Hindenburgs Tod unb Bestattung auf ben Schlachtfeldern Ostpreußens, bie packenbe Reportage vom Kampf um die Saar, ber ungemein fpannenbe Erlebnisbericht vom Tag der endgültigen Befreiung bes Rheinlands, bie drei Begegnungen zwischen Führer unb Duce und schließlich die höchst eindrucksvolle Schilderung ber Heimkehr Oesterreichs, bas alles ergibt schon rein stimmungsmäßig ein getreues Spiegelbild dieser Jahre, die wir alle klopfenden Herzens miterlebt haben. Es ist gut, daß solche Bücher, wie das Alfred Jngemar Berndts, uns die Fülle des großartigen Geschehens, das sich in ber kurzen Zeitspanne von fünf Jahren zusammengedrängt ljat, mieber deutlich vor Augen führen. Dr. Fr. W. Lange. — Die drei Iahrb üch er der Wehrmacht, herausgegeben im Auftrage bes Oberkom- manbos ber Wehrmacht mit je 186 Seiten Text unb 100 Photos in Ganzleinen geb. je Band 3 Mk., in Kassette zusammen 7,80 Mk. Verlag Breitkopf & Härtel in Leipzig. — (553) — Das Jahrbuch des deutschen Heeres wurde wieder von Major v. Wedel bearbeitet. Es ist begreiflich, daß die gewaltigen Vorgänge in der Ostmark, in Oesterreich unb Sudetenland, im Text wie im reichhaltigen Bildteil nachdrücklich berücksichtigt werden. Daneben aber runden eingehende Einzelaufsätze das Bild ab: über die Wehrwirtschaft, Heeresverwaltung Motorsport, Landesbefestigung über die Neugliederung des großbeutlchen Heeres nach dem 10. November 1938 ufw. oerichten die einzelnen Verfasser in anregender Form. Besonders bemerkenswert finb auch die Abschnitte, die sich mit dem Ausland oefassen, mit Italiens Wehrmacht und mit bem Krieg im Fernen Osten. Auch im „I a h r b u ch ber beutschen Kriegsmarine, bas von Konterabmiral a. D. Gabow bearbeitet würbe, stehen neben ben packenden Darstellungen aus bem Dienst ber Kriegsmarine bie Aufsätze, bie „bem Blick in die Welt" bienen; die Donauflottille, Marine im Küstendienst, U-Boot-Flottillen, Schulschiffe: das finb einige ber Themen, über die aus den frischen Eindrücken ber eigenen Erlebnisse^und Er- jahrungen berichtet wirb. Befonbers zu begrüßen finb bie Aufsätze über ben englisch-italienischen Mit- tetmeeroertrag und bas ostasiatische Problem. Das Jahrbuch ber beutschen Luftwaffe, herausgegeben von Hauptmann Dr. Eichelbaum, zeigt in zahlreichen, von gut ausgewählten Bildern begleiteten Aufsätzen alle Gebiete ber Fliegerei: Jagbfliegerschule Werneuchen, Flak, Luftaufklärung, Seeflieger , Fallschirmtruppen, Manöver.. Bemerkenswert besonders auch der Blick über die Grenzen in der Wehrchronik unb im Bericht über italienische Flak. Stärker als früher wurde Wert dar- ..... — auf gelegt, die Ereignisse chronikartig zu erfassen, leutnant Karl Bodenschatz, jetzigen ©eneralmajors Lange. Hlum. e>et: f -Wiob genleiter.. der An. A Druck 'l Lange, seis RM.. der Zllu- W und Pf. mehr, wer 1937 R* pH V < Ri hla95 2,6 Ö*r: p'mum "an m Öf’ Qrn "enschein- hinen WELLEN legres sehen haltbare» pUbr te! M**1 letto Ml >vofi den tetitneer alle W zrge strnmS ■n: iblertt Iben ■kunb«" jlorbltthuf« lcher Men' nach ‘gnfrint; ;en5u«< Serbtblatt- Verlag elde llidef ’M* 500 g 38, 48 Pf. Uscä o. K. g.. 85 Pf. lOO.K. r .27 Pf. ■imtm traße 66, 15. 8164$ BROCKHAUS ein guter Schutz gegen die strenge Win- । genmtterte rzanokarte I von der nächsten Fahrt. Rudolf Jacobs. AS.-Mnterkampfspiele 1939 in der Ostmark Um den Wanderpreis des Führers. der ff, Sport der Wehrmacht im Jahre 1939 SpreckHilndi'n hc nn. kerzen zu Tiere sind terkätte. lieber den Wanderpreis des Führers wird im Patrouillenlauf der Klasse A entschieden, der nur den Angehörigen der SA., ff und des NSKK. Vorbehalten ist. Die bisherigen Sieger waren SA.-Gruppe Hochland im Jahre 1936, ff-Oberabschnitt Süd 1937 und abermals die 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnach- mittag geschlossen. ein Schneesturm losbricht! Dann gilt es, unaufhörlich die ermüdenden Tiere anzutreiben, denn im Umkreis von vielen hundert Quadratkilometern gibt es oft keine einzige Hütte, in der der Reisende Zuflucht fände. Oft werden Menschen auf dem Gang zum nahen Vorratsschuppen vom Schneesturm überrascht. Sie irren stundenlang umher, finden den Weg nicht zurück und bleiben verschollen. Erst im Frühjahr, wenn die hohe Eisdecke schmilzt, findet man ihre Leichen sehr oft nur wenige Schritte von der rettenden Behausung entfernt. Der Schneesturm rast. Kurz vor dem Ziel sollte ich ebenfalls noch die Schrecken des Polarwinters kennenlernen. Wir hatten die schützenden Wälder verlassen. Die Renntiere quälten sich über die weite, flache Tundra. Grauenhaft öde und faszinierend zugleich wirkte die weiße, todesstarre Wüste. Das SchneeMeer schien unendlich zu sein. Als ich einmal den Pulk verließ, versank ich bis an die Brust in der flaumigen Masse. Rur die Renntiere konnten mit ihren tellerbreiten, weitgespreizten Hufen über die grundloses Schneewehen hinwegkommen. Doch als sich ihnen ein beißend kalter Sturmwind entgegenwarf, wurden auch ihre Bewegungen immer matter. Auf einmal begann es in der schneeerfüllten Luft zu heulen und zu jammern. Nadelspitze Eiskristalle sausten uns wie tausend schmerzende Pfeile ins Gesicht. Ein Schneesturm begann über die Tundra zu rasen! Nur mühsam kamen wir gegen die wirbelnden Schneewolken an. Mir war, als säße ich völlig nackt im Schlitten, denn auch der dicke Renntierpelz schützte kaum noch vor dem eisigen Sturmwind. Die ganze Umgebung hatte sich in eine bleigraue, frostklirrende Hölle verwandelt. Zeitweilig konnte ich kaum das schnaufende Renntier vor der Pulkspitze sehen. Mit klammen Händen hatte ich das Leitseil um den Arm gewickelt, um die Verbindung nicht zu verlieren. Ermüdend wirkte das böswillige Fauchen des Sturmes, und auf einmal schien alles um mich herum in weiche, wogende Wolken zu versinken ... Da wurde ich jäh in die Höhe gerüttelt Vor mir stand die pelzvermummte Gestalt meines lappischen Führers. Dieser abgehärtete Nomadensohn gehörte nicht zu den Menschen, die sich in einem Schneesturm zu Tode schlafen. Unaufhörlich trieb er die Renntiere zu neuen Kraftanstrengungen an, bis uns der schützende Wald wieder aufnahm und ein kleines Blockhaus, un{er Reiseziel, erreicht war. Die Bewohner, einfache Fischerlappen, empfingen uns mit gewohnter Gastlichkeit. Leise unterhielten gastfrei mit Kaffee und Renntierfleisch bewirtet. Solch ein Renntierschinken hat einen eigenartigen Geschmack. Er erinnert stark an Kaugummi. Beißt man in die dicken Fettschichten, glaubt man Talgkauen. Die natürlichen Fettpolster der sie sich mit dem Schlittenführer und richteten aus ein paar Renntierfellen unser Lager her. Wohlgeborgen saßen wir hinter den festen Wänden und wärmten die Hände am prasselnden Kaminfeuer. Draußen fauchte noch immer der Schneesturm. Aber es hörte niemand mehr hin, der weiße Tod war längst vergessen. Wir blickten tatendurstig auf die zerknitterte Landkarte und sprachen schon wieder 3m Renntierschliiten durch Lappland Abenteuerliche Fahrt durch Schneesturm und Polarnacht. Kinderbücher. — Hans Fallad « : Geschichten aus der Murkelei. Mit Bildern von Melitta Patz. 188 Seiten. Pappband 4,80 RM. Rowohlt Verlag, Ber- lin. — (533) — Hans Fallada, der sonst nur Bücher jür große Leute schreibt, hat diese Geschichten zuerst seinen Kindern erzählt, dem Uli und der kleinen Mücke, „damit das ejfen, besser rutschte und nicht so langweilig mar". Weil die Geschichten aber bei jedem neuen Erzählen anders wurden und den beiden Kindern das nicht gefiel, wurden sie vom Vater aufgeschrieben, auf der Schreibmaschine abgetippt und zuletzt entstand ein richtiges Buch daraus mit bunten Bildern: „Da habt Jhr's!", sagte der Vater. Und was seinen Kindern gefiel, werden andere Kinder vielleicht auch gern hören; es sind die verschiedensten Geschichten, schöne und gruselige, traumhafte und lehrreiche, vom Nuschelpeter und vom getreuen Igel, vom Brüderchen, vom verkehrten Tag, vom unheimlichen Besuch und manche andere. Für kleine Leute, so etwa von fünf Jahren an. hth. r 77 0 1 f 9 a n g Lo e f f: Männer, die Ge- ch i ch t e m a ch t e n. Mit sechs Bildtafeln und Karen. Ganzleinen 4,80 Mark. K. Thienemanns Ver- Ia?- .Stuttgart. —(492) - In diesem Volksbuch gestaltet Wolfgang Loeff mit Frische und Schwung em Geschichtsbild, das jedem Leser die Möglichkeit gibt, Die Vergangenheit zu verarbeiten, um'sie auf die Gegenwart anzuwenden. Bismarck, Moltke Krupp, der Waffenschmied Deutschlands, Admiral Scheer, Hindenburg erstehen vor uns in plastischen Bildern. 1 ' — Schimm bleibt Schimm. Von Irmgard qX“ yßÄbC.L9\iS & mit Zeichnungen von Sötte W-Unitz 1938. Srancfb'fdje Serlaqsftonb- luny, Stuttgart. Leinen 2,80 Mark — (347) __ Schimm ist ein liebes kleines Mädel. Aber sie kann nicht artig sein. Sie meint es nicht böse, aber in ihrem Köpfchen entstehen die Pläne zu lustigen Streichen wie von selber. Ein Hund ist der große r?rnlgur Wildnis ferner Wälder Eine Ferienfahrt nach Kanada von ®«fb Düesberg. >80 Seiten mit 59 Abbildungen in Leinen RM. 4,-. Iu be. ziehen durch jede Buchhandlung. Werbe- blatt kostenlos. Hugo Bermühler Verlag Berlin.Lichterfelde Füllhalter" mit eingraviertem Namen auf dem Gabentisch sind immer sehr gern gesehen. In allen erdenklichen Ausführungen und Preislagen bietet Ihnen Bahnhofstr. 49, Ruf .3941 8131 A WERBE DRUCKSACHEN Brühl. Gießen Ml igostelwem Der wundei volle, stärkende Dessertwein sollte auf keinem Festtisch fehlen. Orig.-Flasche RM 1.85 m. Gl. Al lein-Verkauf; Selters weg 66 — ______8134A k\0 li \ 7715 A 1.38 Gießen Plockstrafee 14-16 c 8158 A StzLlhr bei 30 verschiedene Muster in den schönsten Farbstellungen, eine weiche, gefällige Ware für Kinder- und Jungmädchen-Kleider iJ ca. 70 cm breit per Meter Unsere Mitglieder haben freien Eintritt gegen Vorzeigen beiliegender Karten, Studenten gegen Borzeigen der Studentenkarte. Nichtmitglieder zahlen einen Unkostenbeitrag von 50 Pf. an der Kasse vor dem Saaleingang. Mit Rücksicht auf die zu erwartende starke Beteiligung wird um früh- zertiges Erscheinen gebeten. D er Vo rst an d Mil offenen Augen Drei Jungen und ein Mädel en decken ihre Waldheimat. Von Werner Siebold 135 Seiten Text und 8 Kunstdrucktafeln Leinen RM. 2,85 Hugo Bermühler Verlag Berlin - Lichterfelde &estgcs€fienfce Feine Briefpapiere auch mit Nam en aufdruck Foto-Alben Füllfederhalter Schreibmappen Schreibunterlagen Weinert Neuenweg 9 8J35D über das Thema: Wehrhaftigkeit, Raum und deutsches Schicksal am Montag, 19. Dezember 1938, abends < in der Neuen Aula der Universität dem Herrn Reichswirtschaftsminister betreffs Verlängerung der Frist zur Ablegung der Pflicht-Meisterprüfung bis zum 31. Dezember 1939 sehen wir Gießener Hochschulgefellschafi Einladung zu einem Vortrag des Herrn Giaaisminister Or. p. Gchmiiihenner Rektor derUniversität Heidelberg, ^-Standartenführer im O.A.Rhein, o. Professor für Geschichte, Kriegsgeschichte, Wehrpolitik, Major z.V. Meisterprüfung! Auf Grund einer Rückfrage des Reichsstandes des Deutschen Handwerks NflphlÜQQP VOn3 bis 20 v- H'erhalten Sie bei wieder» lidUilflyuu holten Veröffentlichunaen einer Anzeigei tetoiwllen die grobe Weihnachts- Ueberrafchung bei Bernard im Stoffspezialhaus BemarddSohn ZS/ Es gibt so viele praktische Dinge, die sich die Hausfrau schon so lange wünscht i ?¥)) Helfer für Küche und Haus, die ihr das Leben und die Arbeit leichter machen können. Machen Sie der Hausfrau dieses Jahr die Freude und erfüllen Sie diese q ft Wünsche. Ob Brotschneidemaschine, Reibemaschine, Fleischhack., Kaffeemühle, Küchenwaage oder all die anderen Dinge, alles bekom- men Sie gut und preiswert bei Ö Hl J.B. Häuser Er£_ijM Gießen, am Oswaldsgarten (Parkplatz), Fernruf Nr. 2145-2146 uns veranlaßt, alle Handwerker, die unter die Uebergangsbestimmungen fallen, erneut aufzufordern, sich zur Meisterprüfung anzumelden, da eine Fristverlängerung seitens des Reichswirtschaftsministers nicht vorgenommen werden wird. Die Kreishandwerkerschaft Gießen fordert deshalb alle selbständigen Handwerker, die von den Uebergangsbestimmungen betroffen werden, auf, sich zu den im Monat Januar 1939 erneut beginnenden Dorbereitungskursen anzumelden. st ß ^T^l^S Dienststelle der Kreishandwerkerschaft Gießen, Goethe- Letzter Anmeldungstermin zu diesen Dorbereitungskursen ist der 31. Dezember 1938. Kreishandrverkerschast Bietzen. BD Mit diesem Weihnachtsgeschenk beglückt man jede Frao. Sie finden preiswürdige u. schöne Servierplatten bei Edgar BORR.MANN5: Gießen, Nenstadt 5-7, Rnf 4165