Nr. 136 Erster Matt 188. Jahrgang Dienstag, l^.Zuni 1038 Lrtchem» täg Md), außer Sonntags und Feiertags Beilagen. Dte Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat tm Bild Die Scholle Monats-Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte e 1.80 Zustellgebühr , -.25 Auch bei Nichterscheinen oon einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Hernfprechairfchlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach» richten. Anzeiger Gietzea Postscheckkonto: Zrankfurt am Main 11686 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche Univerfitätr-ruckerei R. Lange in Gießen. SchrifVettvng und Geschäftsstelle: Schulftraße 7 Annahme oon Anzeigen füi die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen oon 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von 70 mm Breite 50Rpf.,Platzvorschrift nach vorh. Dereinlrg.25"/, mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzei- gen, Bäder-, Unterrichts» u. behördliche Anzeigen6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Eine ernste Mahnung. An dem Tage, da Konrad Henlein mit seinen Sudetendeutschen im dritten Schlußakt der Ge- meindewahlen einen Sieg davontrug, wie er beispielloser in der Geschichte der Demokratien überhaupt nicht verzeichnet werden kann, hat der Stellvertreter des Führers in Stettin eine Rede zur Lage gehalten, die weithin die stärkste Aufmerksamkeit findet. Rudolf Heß hat an die Adresse der Prager Regierung Worte gerichtet, deren Ernst und Nachdruck selbst von der schwächlichen oder böswilligen Regierung in Prag nicht übersehen werden kann, er hat die Nebel zerstreut, die eine verlogene Presse im Ausland durch Abblasen von Giftgasen über die wahre Lage legte, und er hat gebührend hervorgehvben, daß wir die Nächsten sind, die das Schicksal der Sudetendeutschen zutiefst berührt. Wir kennen die Hintermänner der Prager Provokateure; sie meinen mit Lüge und Gewalt den Sieg des Rechtes aufhalten und einen neuen Weltkrieg entfesseln zu können, der ja nur die Söhne aller Nationen in den Materialschlachten und Giftschwaden sterben läßt, während sie in bequemen Sesseln fern der Kriegshölle darüber nachdenken möchten, welche Phrasen sie den Völkern vorsetzen wollen, um jie in dem selbstmörderischen Kampf verbluten zu lassen, und welche Ausgeburt ein noch teuflischeres Versailles zustande brächte. „Die Frontsoldate n", rief Rudolf Heß aus, „wollen den F r ie d e n ". Sie sind aus dem Erleben des Weltkrieges heraus, aus den Ungewittern der Schlachten, der Vernichtung ihrer besten Kameraden zu der Erkenntnis gekommen, daß niemals wieder Europa in diesen Krater hineinrutschen darf, den die Unfähigkeit alter Diplomaten geöffnet hatte. Gerade die Staatsmänner, die Europa das Gesicht geben, vor allem der Führer, sind diesen Höllenweg nicht geschritten, um leichtsinnig oder ruchlos Millionen, die im Glauben an die politische Leitung ihrer friedlichen Arbeit und ihrer Familie leben möchten, auf ben ,2IUar des Mars zu opfern. Die Welt weiß heute, daß der Versuch eines Angriffs auf Deutschland kein militärischer Spaziergang mehr ist, daß, wie Rudolf Heß weiter ausführte, das deutsche Volk das Recht auf seiner Seite weiß. Der Führer hat seine ganze Arbeit den Plänen gewidmet, die nur in langer Friedenszeit voll und ganz zur Tat erblühen und Früchte tragen können. Die eisernen Nerven des Führers haben in den letzten Wochen der Welt den Frieden gerettet. Diese Tatsache steht heute als geschichtliche Wahrheit fest. Was ist heute die Tschechoslowakei? Sie ist ein Chaos der anarchischen Gewalten, erbaut auf einer Lüge, die immer deutlicher in Erscheinung tritt, nachdem die Prager Regierung statt der versprochenen Selbstverwaltung der Nationalitäten die Macht dem tschechischen Pöbel auslieferte und dessen Wüten den Kampf aller Nationalitäten gegen Prag mit Naturnotwendigkeit hervorrief. Man läßt den tschechischen Säbel und den Gummiknüppel gegen Sudetendeutsche, Slowaken, Polen und Ungarn schrankenlos walten, man hat das ganze Land in Kriegszustand versetzt, nur, um dadurch die Sudetendeutschen abschrecken zu wollen. Die Prager Regierung provoziert und versucht, durch sanfte Worte die Provokationen vergessen zu machen, sie mobilisiert gegen ein Angstprodukt ihres eigenen Geistes und wundert sich dann, daß über diese Kriegsvorbereitungen ganz Europa in Unruhe kommt. Entweder ist die Prager Regierung nicht mehr Herrin der von ihr aufgestachelten und nun schrankenlos wütenden Instinkte der Tschechen, die niemals vorher wußten, was Herrschen ist, dann ist sie fehl am Platze, oder sie ist der geistige Urheber dieser Methoden, die sonst nur im Sowjetparadies üblich sind, und dann ist sie doppelt schuldig. Allen Anfragen nach dem Ziel und Wesen chrer Politik ist sie mit leeren Phrasen ausgewichen, so daß kein europäischer Mensch heute weiß, was die Prager Regierung will. Es ist Zeit, daß ein sehr ernstes Wort die Prager Herren &um Entschluß bringt, denn wer glaubt, auf die deutsche Friedensliebe hin, auf die Dauer sündigen zu können, der kennt das deutsche Volk nicht; er würde eines Tages ein furchtbares Erwachen erleben, wenn seine Provokation zum Erfolge geführt hätte. So hat Rudolf Heß in Stettin mit nachdrücklichstem Ernst gewarnt. D. S. „Tag der deutschen Arbeit" in Ostoberschlesien verboten. K a t t o w i tz , 11. Juni. Am 15. Mai d. I. hatte die deutsche Volksgruppe den alljährlichen „Tag der deutschen Arbeit" begehen wollen. Eine Kundgebung, die oon der Polizei genehmigt worden war, sollte im Stadion des 1. FC. Kattowitz vor sich gehen, aber der Besitzer des Platzes, die Verwaltung der Interessengemeinschaft, früher Kattowitzer AG. und Der. Königs- und Laurahütte, untersagten die Abgabe des Stadion zu nichtsportlichen Zwecken. Es gelang, eine große eingezäunte Wiese ausfindig 3U machen, die für die Kundgebung geeignet erschien. Die Iungdeutsche Partei setzte daraufhin die Feier auf den 12. Juni an. Am Donnerstag hat die ^olizeidirektion Kattowitz die Veranstaltung „aus Gründen der öffentlichen Ruhe und Sicherheit" verboten. Das Verbot ist auch durch nichts gerechtfertigt; denn die feit 1936 alljährlich durchgeführten „Tage der deutschen Arbeit" sind ohne jeden Zwischenfall verlaufen. Es muß wieder einmal festgestellt werden, daß sich die örtlichen Instanzen in Ostoberschlesien nicht nur über die deutsch-polnische Minderheitenerklärung, sondern auch über die polnische Staatsverfassung Hinwegsetzen, die allen polnischen Staatsbürgern die Freiheit der kulturellen Betätigung zusichern. Auf dem Wege zum Nationaltheaier des deutschen Volkes. Reichsminister Dr. Goebbels proklamiert auf der Reichstheaterfeflwoche in Wien die Gründung einer Reichstheaterakademie. Wien, 13. Juni. (DNB.) Reichsminister Dr. Goebbels verkündete am Montagnachmitkig in der Wiener Staatsoper im Rahmen der jährlich stattfindenden Kundgebung der Reichstheaterkammer die Gründung einer Reichstheate'rakademie. Dor der Dptr hatte sich eine dichte Menschenmenge eingefunden. Alles, was Irgendwie zum Theater gehört, war vollzählig vertreten. Neben Reichsminister Dr. Goebbels sieht man in der Ehrenloge Reichskommissar Gauleiter B ü r ck e l, Reichsstatthalter Dr. Seyß - I n q u a r t und zahlreiche Vertreter von Staat, Partei und Wehrmacht. Unter der Leitung von Generalmusikdirektor Böhm- Dresden spielt das Orchester, der Wiener Philharmoniker das Concerto Großo Nr. 5 d-moll oon Händel. Dann tritt der Präsident der Reichstheaterkammer Körner an das mit prächttgen Blumen geschmückte Rednerpult und erklärt die Kundgebung der Reichstheaterkammer, die erste in der befreiten Ostmark, auf dem historischen Boden der Stadt Wien für eröffnet. Dann nimmt der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda Dr. Goebbels das Wort. Dr. Goebbels spricht. „Es ist das fünfte Mal", so sagte Dr. Goebbels, „daß wir uns zu diesem festtichsten und repräsentativsten Theaterereignis im neuen Reich versammeln. Jede der bisher abgehaltenen Reichstheaterfestwochen hat dem deutschen Theaterleben mächtige und bestimmende Impulse verliehen. Wir sind nicht müde geworden, auf diesen größten Demonstrationen unserer Theaterkultur das deutsche Na° tionaltheater als Forderung und Ziel zu fixieren. Wir waren und sind der Ueberzeugung, daß Deutschland das Mutterland des Welttheaters überhaupt ist, und es erschien uns als unsere kul- tt^politische Aufgabe, ihm diese große theatergeschichtliche Mission auch für die Zukunft zu erhallen. Die stärksten Impulse des Theaters kamen immer aus Deutschland." Dr. Goebbels deutete darauf hin, daß die Reichstheaterfestwochen in jedem Jahre eine stolze Rechenschaftslegung gewesen seren. Die Forderung im letzten Jahre sei ihrem Sein und Wesen nach eine soziale gewesen. „Wir forderten damals die umfassende Altersversorgung aller Theaterschaffenden. In der Si^erstellung des Alters unserer deutschen Schauspieler sehen wir eine der wesentlichsten Voraussetzungen künstlerischer Höchstleistung. Wir haben mit einer fulfureUen Großtat ohnegleichen der Welt ein Beispiel gegeben und da- mit den Demokratien des Westens, die vor allem kulturpolitisch so gern und so oft über uns zu Gericht sitzen, gezeigt, daß, wenn es nicht auf die Worte, sondern auf die Taten ankommt, wir Wilden doch dsg besseren Menschen sind. Wir haben das Bühnenvermittlungswe- s e n reorganisiert. Wir haben die Bühnenschiedsgerichtsordnung für arbeitsrechtliche Streitigkeiten erlassen. Wir haben den Kulturgroschen eingeführt zur Sicherung des Altersversorgungswer- kes. Das Aufkommen des Kulturgroschens beträgt vom 1. Januar bis 30. April 1938 schon über eine halbe Million Mark. Wir können mit Fug und Recht mit einem Gesamtaufkommen von jährlich 1,7 bis 1,9 Millionen Reichsmark rechnen. Dieser Kulturgroschen kommt ausschließlich der Pflichtversicherung sämllicher berufstätigen deutschen Bühnenkünstler zugute. Wir haben durch Reform der Reichstheaterkammer eine entscheidende Drosselung der Verwaltungskosten vorgenommen. Es ist uns dabei möglich gewesen, eine Senkung der Beiträge oon 3 v. H. auf 1 v. H. als Höchstbetraa durchzuführen. Erwerbslose deutsche Bühnenkünstler sind beitragsfrei. Für die Spende „K ü n st l e r d a n k" haben wir im Jahre 1936 zwei Millionen Mark aufgewendet. Im Jahre 1937 habe ich diese Summe noch einmal um 1,5 Millionen Mark erhöhen können. 400 bis 500 Künstler erhalten laufend Unterstützung aus dieser Spende. Durch Zusammenarbeit mit dem Winterhilfswerk wurden oon der deutschen Künstlerschaft rund 700 000 Mark aufgebracht. In der nach mir benannten Stiftung für Bühnenschaffende ist das Stiftungsvermögen von 200 000 Mark bis heute auf rund eine Million Mark gestiegen. Eine ganze Reihe von schönsten Erholungsheimen für die deutschen Bühnenschaffenden haben wir eröffnet. Wir verzeichnen in Deutschland 96 Bühnen mit ganzjähriger Spielzeit, 26 Bühnen mit acht- bis elfmonatiger Spielzeit und 43 Bühnen mit sieben- bis achtmonatiger Spielzeit. Daneben laufen die großen, in der ganzen Welt berühmten repräsentativen Festspiele des deutschen Theaterschaffebs in Heidelberg, in Bayreuth, in Salzburg, in Berlin auf der Dietrich-Eckart-Bühne, die Theatertage der Hitler-Jugend und schließlich die jährlich veranstaltete Reichstheaterfestwoche. In Zittau und Dessau wurden zwei große, repräsentative Theater-Neubauten eröffnet. Das Schiller-Tbeater in Berlin ist umgebaut worden. Das vom Führer gestiftete neue Theater in Saarbrücken wird im Herbst eröffnet werden. Die Grenzland-Ga st spiele der Preußischen Staatstheater in Elbing, Beuthen, Kattowitz und Flensburg haben deutsche Theaterkunst bis in den fernsten Winkel unseres Reiches und über -eine Grenzen hinausgetragen. Großartig sind die Er. folge, die deutsche Opern- und Schauspiel-Gastspiele in fremden Ländern errungen haben. Die Theater sind wider gefüllt. Die vorhandenen Räume reichen kaum aus, ein Volk aufzunehmen, das ehedem dem Theater entfremdet, nun wieder theaterfreudig und theaterbegeistert geworden ist!" Zu Millionen habe die Nationalsozialistische Gemeinschaft „Kraft durch Freude" die deutschen Menschen in die Theater hineingeführt. Arbeiter und Arbeiterinnen, die vordem niemals ein Theater oon innen gesehen hätten, seien in Massen in die Theater hineingeströmt und hätten die Plätze besetzt, die eine überfütterte, blasierte Intelligenz und der fette, protzige Reichtum verlassen hatten. „Man hat mir damals," so sagte Dr. Goebbels, „als ich mit meinen neuen Plänen zum ersten Male vor die Oeffentlich- keit trat, die Befüchtung entgegengehalten, es könne das deutsche Theaterniveau durch die Rücksichtnahme auf die jetzt neu dem Theater erschlossenen Massen mehr und mehr gesenkt mürben unb damit ber Ruf des beutschen Theaters in ber Welt nach unb nach an Klang verlieren. Das Gegenteil ist ber Fall gewesen. Niemals ftanb bie beutsche Theaterkultur- unb -Pflege, auch künstlerisch gesehen, so hoch wie heute." Gewiß, bas Volk wolle klare und verständliche Kunst. Es liebe mehr die Hausmannskost als die überfeinerten Genüsse eines ästhetischen Intellektualismus. Auch die Unterhallung habe hier ihre völkische unb ihre nationale Berechtigung, zumal in einer Zeit, die politisch unb wirtschaftlich so viele Sorgen mit sich bringt, baß ber arbeitende Mensch einen Anspruch darauf habe, am Abend durch bie Kunst nicht zu biefen Sorgen hingeführt, sonbern von biefen Sorgen abgelenkt zu werben. „GerabL bas arme Volk will im Theater sehen, was es zu Haufe nicht zu sehen bekommt: Pracht unb Glanz der Ausstattung, Großzügigkeit unb Monumentalität ber technischen und dekorativen Mittel, ein Leben in königlichen Ausmaßen, Probleme, die zwar erschüttern, aber in ber Erschütterung auch roieber erheben. Wenn wir bamit roieber angefangen haben unb auf biese Weise bas Volk roieber ins Theater zurückführten, so haben wir uns in Wahrheit um die deutsche Bühne ein bleibendes Verdienst erworben. Ich glaube, damit auch die Gefahr überwunden zu haben, daß das Volk überhaupt aus dem Theater ins Kino abwanderte und die Theater damit als unzeitgemäß gänzlich verschwänden. Es ist nicht wahr, baß das Theater keine Zukunft mehr habe. Das Theater ist heute jung unb frisch wie am ersten Tage. Keine Zukunft mehr hatte bas Theater bes vergangenen Systems: denn es war nach ber führenden Gelbfchicht bes Systems ausgerichtet. Ist nicht gerade das Wien-er Theaterlebett aus der jüngsten Vergangenheit ein klassisches Beispiel für die Richtigkeit dieser Beweisführung? Wie stand es denn um das Wiener Kunstleben, als Oesterreich dem Reich angegliedert wurde? Wie Bilbao, 14. Juni. (DNB.) Der national» spanische Heeresbericht meldet die Einnahme der Stadt Castellon und ihres Hafens Grao. Die nationalen Galicien-Divisionen umgingen Castellon, um aus südlicher Richtung den Angriff auf die Stadt zu unternehmen. Im südlichen Stadtviertel verteidigten sich die Bolschewisten hartnäckig in der Kaserne San Franzisco, die nach erbittertem Kampf unter dem Einsatz von Kampfwagen gestürmt wurde. Der Feind zog sich darauf » ■ ■ -=i // ------------=77== / FN CIA »io WM in bie Stierkampfarena zurück, bie als neues Bollwerk ben Vormarsch ber eingebrungenen nationalen Divisionen aufhalten sollte. Schon währenb bieser Kämpfe würben von ber Zivilbevölkerung in ben anberen Stabtteilen weiße Fahnen gegeigt. Die nörblid) von C a st e l l v n operierende Angriffssäule bes Generals Aranda konnte bei ihrem Vormarsch auf Castellon bis auf vier Kilometer heranrücken unb den Badeort Benicaisim unb bie Bergwerke von Minas Piebras besetzen. Um bie Mittagszeit war bie Einkreisung Castellons durch die Truppen des Generals Aranda nahezu vollendet. Der Gegner hatte jede Baumgruppe und jeden Garten durch Maschinengewehrnester zu kleinen Festungen ausgebaut, in denen er verzweifelten Widerstand leistete. Dank bes Eingreifens ber überlegenen nationalen Jagbflugzeuge, bie bie roten Widerstandsnester mit Maschinengewehren beschossen, konnten die nationalen Truppen rasch an Boden gewinnen. Z Nach dem Einzug* der nationalen Truppen herrscht in den Straßen von Castellon Freude und Begeisterung über bie Befreiung von ber Bolschewistenherrschast. An vielen Häusern wehen Fahnen ober rot-gelb-rote Wimpel, bie von ben unaufhörlich vorüberziehenden Menschenmassen mit erhobenen Armen begrüßt wurden. Ueberall hört man Heil-Rufe auf Franco. Noch am gleichen Abend trafen Lebensmitteltransporte des sozialen Hilfswerkes der Falange ein, die vorschriftsmäßig an die notleidende Bevölkerung verteilt wurde. In allen Städten Nattvnalfpaniens wurde die Eroberung Castellons gegen 24 Uhr durch den Rundfunk bekanntgegeben, Auch hier konnte man überall trotz der vorgerückten Stunde große Men« schenmafsen beobachten, die Umzüge auf den Straßen bildeten und unter Absingen ber Nationalhymne unb Hoch-Rufen auf Franco ihrer Begeisterung Ausbruck gaben. Große Bedeutung für Franco. Burgos, 14. Juni. (DNB.) Nachbem es ben nationalen Truppen gelang, die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Castellon zu erobern, befinden sich nunmehr von 50 Provinzen Spaniens 37 im Besitz der national« spanischen Bewegung. Außer der Hauptstadt Castellon mit etwa 50 OOO Einwohnern, sind bereits zwei Drittel der Provinz in den Händen ber nationalen Truppen. Gleichzeitig wurden mit ben letzten militärischen Operationen bis Fronten u iw 60 Kilometer verkürzt. Bei bem noch nicht besetzten Teil ber Provinz Castellon hcmbelt es sich vorwiegend um ebenes Gelände, während das Gebirge fast völlig erobert werben konnte. Die Länge ber na« tionalspanischen Mittelmeerküste an biesern Abschnitt beträgt nunmehr über 100 Kilometer. Besonbers wertvoll erscheinen für Nationalspanien bie Mittelmeerhäfen Vinaroz und (t a ft e 11 o n ,als Stützpunkte im Kampf gegen bie bolschewistische Piratenschiffahrt. Auch ber nunmehr im nationalen Besitz befindliche Lufthafen südlich von Castellon, ber ben Bolschewisten bisher als Basis für Wasserflugzeuge biente, ist für bas nationale Spanien von großer Bedeutung. Die nationalen Truppen stehen nach ihren letzten Erfolgen etwa 60 Kilometer vor Valencia und 36 Kilometer von bem wichtigen Jndustrieort Sagunto entfernt, ber zur Zeit noch als bie große Waffenschmiebe ber Bolschewisten gilt. General Franco hat nach ber Einnahme ber Stabt Castellon erneut eine Aussorberung zur freiwilligen Uebergabe an bie auf Seiten der Roten Eämpfenben Spanier gerichtet. General Franco weist auf diesen neuen praktischen Erfolg seiner Waffen hin und fordert die spanischen und sonstigen Frontkämpfer bes sowjetspanischen Gebietes auf, die Aussichtslosigkeit ihres Widerstandes einzusehen. Es heißt in der Aufforderung weiter, daß die nationalfpanischen Behörden für bie roten Frontkämpfer Straffreihe it gewähren würden, ba sie einzig unb allein ben Aufbau eines neuen Spaniens als ihr großes Ziel verfolgen. Bestürzung in Valencia. Saragossa, 14. Juni. (Europapreß.) Die Nachricht von bem Fall Castellons be la Plana hat im ganzen sowjetspanischen Restgebiet und vor allem in Valencia größte Bestürzung hervor- gerufen. Nach Meldungen französischer Blätter soll noch am Montagabend mit der Räumung Valencias durch die Zivilbevölkerung begonnen worden sein. Dabei soll es in den Straßen von Valencia zu schweren Ausschreitungen gekommen sein. Polizei soll im Verein mit sowjetspanischen Milizen dabei von ber Waffe Gebrauch gemacht, zahlreiche Personen verletzt unb einige sogar getötet haben. Da sich bie Unruhe in Valencia nicht gelegt hat, burchfahren Panzerwagen die Stabt. Auch soll bereits mit ber Ueberfieblung ber Verwaltungstellen von Valencia nach Murcia begonnen worben fein. OerJniernaiionale Kinderschuhkongreß in Frankfurt c 5 1 d i e Höhe des de das Wort. 3. 4. 5. sätzlich ohne Rücksicht au Einkommens umfassen. Reichsjugendführer Valdur v. Schirach \ r t c 9. ti n V he bc ar P bl 27 W irr ri ü sc gl r r B m m E li. ai di re- w fr L 1 fo de. Nl fr. dk ' re CL P tei 61 in Ak äu die ' jet Zc . Ml toi sel ' de> sei an Lu tei mc Fr all faf 1 fln och da, kar Eu WÜ ein lief) fpa bei i har Zu au; erst gez gel sich Fri stet Un ode dur W ner abh' 9 Vor Lü< tsch oer Tei , gen drei Kri Inf . lin däck We> dun Äri1 von Enx mac We entt Hon l> n L a kern auferlegte Pflicht, denn das Kind gehört als Repräsentant der künftigen Gemeinschaft der Völker in seinen Röten allen; wer das Kind nicht chützt, gefährdet sich und sein Volk in aller Zukunft. Wir sind stolz, auf unsere Gesetzgebung in Deutschland verweisen zu können und treten vor Sie hin als die Vertreter eines Reiches, das eine Gesetzgebung zu den Taten seiner Regierung zählen darf, die diesen Kinderschutzverpflichtungen in jeder möglichen Weise gerecht wird." Der Minister verwies auf das deutsche Jugendschutzgesetz. ,Zch wäre glücklich", so sagte er, „wenn Sie aus diesem Gesetz erkennen würden, wie ernst die nationalsozialistische Reichsregierung ihre Aufgabe, den Schutz des Kindes zu pflegen, aufaßt. Mögen wir, die wir ja alle mir Kinder vor dem ewigen Schöpfer der Welt sind, aus den stillen klarleuch- tenden Augen der Kinder unserer Völker immer wieder die Mahnung vernehmen, daß der Friede das größte Glück der Erde ist und mögen wir auch jener unglückseligen Kinder gedenken, die heute unter den schlimmen Auswirkungen politischer Katastrophen ein erbarmungswürdiges Los tragen müssen. Möge daher auch aus diesem Kongreß unter Hinweis auf die unschuldigen Opfer der politischen Fehler, wie sie die Kinder darstellen, der Appell in die Welt hinausklingen, daß wir alle an dem großen Friedenswerk gemeinschaftlich arbeiten sollen. menstellung ihres Spielplans zu .wenig Wagemut. Sie müssen tapferer sein im Bekennen und planvoller im Gestalten. Mehr Risiko gibt immer mehr Erfolg. Man kann nichts gewinnen, wenn man nichts einsetzt. Eine intensivere Förderung des künstlerischen Nachwuchses müßte vornehmste Ehrenaufgabe jedes Bühnenleiters sein. Die stärkere Herausarbeitung eines wirklichen und echten Volksprogramms soll das vornehmste Ziel jeder Bühne im national- Weimar, 13. Juni. (DNB.) Reichsjugendführer Baldur von Schirach eröffnete in Weimar im Deutschen Nationaltheater feierlich die Weimar-Festspiele der deutschen Jugend. Nach Liedern der HI.^Rundfunkspielschar Munster nahm Ausgleich der Familienlasten. Staatssekretär Meinhardt über die nationalsozialistische Bevölkerungspolitik. Dieser vollständige Ausgleich der Familienlasten wird mit der Personen st euer verbunden werden. Dem Steuerbetrug wird der Betrag des Familienlastenausgleichs gegenübergestellt werden. Äst der Steuerbetrag größer als der Betrag des Familienlastenausgleichs, fo wird der letztere von dem ersteren abgezogen. Nur der Rest ist als Steuer zu entrichten. Ist der Betrag des Familienlastenausgleichs größer als der Steuerbetrug — das wird bei den kinderreichen Familien kleinen und mittleren Einkommens die Regel sein —, so wird der Unter- schiedsbetrag in monatlichen Teilbeträgen an den Familienvater ausgezahlt. Wir haben seit Oktober 1935 bis heute an rund 650 000 minderbemittelte kinderreiche Familien einmalige Kinderbeihilfen im Durchschnittsbetrag von 320 Mark je Familie gewährt. Gesamtbetrag bis jetzt 211 Mill. Mark. Dadurch sind 3,5 Millionen Kircker mit durchschnittlich 60 Mark pro Kind bedacht worden. Diejenigen kinderreichen Familien, die im Rahmen der baulichen Umgestaltung deutscher Städte eine genügend großewohnung zugewiesen erhalten, können eine einmalige Linrichkungsbeihilfe in höhe von 100 Mark für jedes Kind unter 16 Jahren erhalten, auch dann, wenn die Familie bereits früher eine einmalige Kinderbeihilfe erhalten hat. VekenniniszudenmuffchenKrästenmunsererZeit Oer Reichsjugendführer eröffnet die Weimar-Festspiele der HZ. und Gesellschaften aller Art, die solche Worte und Begriffe, die wir längst in unseren Sprachschatz ausgenommen oder, wie es heißt, eingedeutscht haben, wieder herausdeutschen wollen. Sie bleiben nicht dabei stehen, daß sie das Wort „Garant" durch „Gewährleister" oder „Sicher- heitsverbürger" ersetzt haben wollen, nein, sie erklären unsere Nase zum „Gesichtserker" und unseren „Revolver" zum „Drehpuffek". Die Pflege unserer Sprache beginnt nicht mit dem Buchstaben! Die Freude an unserer deutschen Kunst und die Fähigkeit, von Tönen, Worten, Bildern oder Bauten ergriffen zu werden, ist uns Deutschen durch die besondere Gnade der Gotcheit geschenkt. In der Fülle der geschichtlichen Gestalten unseres Volkes sind vor allem diejenigen dem Volke ans Herz gewachsen, die in ihrem Wesen künstlerische Züge erkennen lassen. Weil wir Deutsche sind, können wir uns mit amusischen Erscheinungen auf die Dauer nicht befreunden. Das Bekenntnis des Reichsjugendführers zum musischen Menschen und zur Urroer-. gänglichkeit unserer Sprache klang m einer Bejahung des Werdens und Vergehens unserer Natur aus. „Wer sich im Leben des Waldes langweilt, weil es kein Kino und keine Tanzbar gibt, zählt nur feinem Reisepaß nach zu unserem Volke. Wir lieben unsere Erde! Verflucht wer sie nicht liebt, gesegnet, wer ihr dient! Gewiß, wir haben in den Städten unsere Pflicht zu erfüllen, aber dort, wo die Natur nicht um uns ist, muß uns wenigstens die Sehnsucht nach ihr erfüllen. Wenn wir in unserer Heimat wandern, wandern wir zu uns selbst. Und auch hier in Weimar suchen wir in den großen Werken der Söhne unserer Heimat nichts anderes als unsere, Deutschlands un st erbliche Seele, die Seele unseres Blutes und unserer Sprache, unsere Landschaft und unsere Kunst." ..Hamlet-' im Wiener Durgtheater. Der zweite Abend der Reichstheaterfestwoche brachte eine „Hamlet"-Aufführung der Staatlichen ^Schauspiele Berlin im Wiener Burgther^sr. Wien hat in Gustav Gründgens einen Darsteller kennengelernt, wie ihn die junge Generation hier noch nicht gesehen hat. Lothar M ü t h e l s Inszenierung machte diese „Hamlet"-Aufsührung zur Eirsemble- leistung im höchsten Sinne des Wortes. Mariaim? Verordnung, nach der der bezahlte Urlaub für alle Bühnenschaffenden, und zwar für den Anstellungsmonat je zwei Tage, für ein ganzjähriges Engagement also einen Monat, zur Pflicht gemacht wird. Das ist unser diesjähriges Programm. Sie leben heute in einer großen und glücklichen Zeit. Sie sehen über sich einen Mann als Füh - r e r von Volk und Staat, der zur gleichen Zeit auch Ihr mächtigster und verständnisvollster Be- chützer ist. Er liebt die Künstler, weil er elbst ein Künstler ist. Unter seiner gesegneten Hand ist nun über Deutschland eine Art von neuem Renaissance-Zeitalter angebrochen. Wie oft habe ich neben dem Führer in deutschen Theatern gesessen! Wie oft habe ich dann die tiefe Wirkung verspürt, die die dramatische und die musikalische Kunst der deutschen Bühne unmittelbar auf ihn au&übte! Und so wird er nicht nur als Äolks- geftalter, und Staatsmann eingehen in die Ge- chichte, sondern auch als der große Schutzherr der deutschen Kunst, der großzügige Mäzen aller künstlerischen Bestrebungen, der echte K ü n st l e r an der Spitze eines Volkes und eines Staates. Es gibt wenig Künste, m denen so viele Idealisten schöpferisch tätig sind wie gerade im deutschen Theater. Sie sind von Natur und Blut aus Komödianten -im besten Sinne des Wortes. Alle fangen sie einmal bei der kleinen Bühne an, und einige wenige von ihnen enden dann als die großen Sänger und Darsteller. Ob sie nun als junger Nachwuchs auf der Bühne des Wandertheaters stehen, ob sie in den Millionenstädten auf die Bretter treten, die die Welt bedeuten — in einem sind sie alle gleich: in der heißen, glühenden und fanatischen Liebe zum Theater, zum deutschen Theater, zum Theater unseres Volkes als der machtvollsten und sichtbarsten Repräsentation deutscher Kunst und deutscher Kultur. Möge ein gütiges Geschick uns Deutschen diesen heiligen Theaterfanatismus erhalten; mögen Sie alle immer wieder aufs Neue das tiefe Gluck empfinden, das darin beruht, all das, was groß ist in unseren Herzen, dem Volke schenken zu dürfen, aus dem wir kommen und zu dem wir gehören. Dann, glaube ich, wird das deutsche Theater nicht nur m seinen stolzen Bauten, nicht nur in feinen Rollen und nicht nur in seinen Dramen, sondern vor allem auch in seinen Menschen seine glanzvolle Wiedergeburt erleben. Von dieser Sehnsucht erfüllt wollen wir unseren Wea gehen. An seinem Ende steht groß und ewig leuchtend das Ziel: das deutsche Volks- und Nationaltheater." durch Gewährung von Ehestandsdarlehen, an. Wir haben bis heute 950 000 Ehestandsdarlehen im Betrage von 600 Mill. Mark gewahrt. Es ist beab- sichtig!, Töchtern aus kinderreichen Familien em noch höheres Ehestandsdarlehen zu gewähren. Seit April 1938 ist das Ehestandsdarlehen auch ein Mittel zur Bekämpfung der Land- flucht. Weist ein Ehemann, der ein Ehestandsdarlehen erhalten hat, nach, daß er nach Abschluß seiner Schulausbildung ununterbrochen in der Land- oder Forstwirtschaft oder als ländlicher Handwerker tätig gewesen ist, so werden die zu entrichtenden lilgungsbeträge des Ehestandsdarlehens auf die Dauer von fünf Jahren, mindestens jedoch bis zur Vollendung des 30. Lebensjahres, zins- los geftunbet. Weist er dann nach, daß er weiter ununterbrochen in der Landwirtschaft tätig gewesen ist, so werden ihm die noch zu entrichtenden liigungsbeträge erlassen. Ab 1. April 1937 sind die Bezüge derjenigen Beamtenanwärter, die verheiratet sind, sehr wesentlich erhöht worden. Demnächst werden die Anwärterzeiten für die Beamtenlaufbahn verkürzt werden. Wir werden den Weg nach Maßgabe der finanziellen Möglichkeiten fortentwickeln, bis wir einen vollständigen Ausgleich der Familienlasten für alle Stände des deutschen Volkes erreicht haben werden und der Gedanke der Frühehe und die Sehnsucht nach Kinderreichtum Gemeingut aller Deutschen geworden sein werden. produktive Krüppelfürsorge. Am Montagnachmittag begannen die einzelnen Sektionen mit ihren Beratungen. In der Sozial- midizinischen Sektion erstattete Professor Dr. Hohmann (Frankfurt a. M.) den Generalbericht über das Thema „Die Sicherstellung des Schutzes des verkrüppelten Kindes durch Früherfassung und sofortige Behandlung". Wir trieben produktive Krüppelfürsorge, um die kleinstmögliche Invalidität und die größtmögliche Arbeitsfähigkeit zu erreichen. Zur Durchführung der Krüppelfürsorge seien vor allem die praktischen Aerzte notwendig, welche die Krüppelleiden frühzeitig erkennen und eine fachärztliche Behandlung veranlassen. Von allen Nationen werde deshalb eine Förderung des orthopädischen Unterrichts verlangt. Auch Hebammen und Fürsorgerinnen müßten aufgeklärt wer- < edn, ebenso das Publikum. In anderen Ländern wolle man den Schulärzten diese Aufgaben übertragen. Vielfach sei es aber im schulpflichtigen Alter bereits z u spät, um ein orthopädisches Lei- , den auszuheilen. Die Untersuchung müffe, viel früher erfolgen. Professor Dr. Lothar Kreuz, Direktor der Ov thopädischen Universitätsklinik der Charite und ds4 ' Oskar-Helene-Heims in Berlin, wies auf die Nok wendigkeit der ausreichenden Beschulung allet körperbehinderten Kinder hin, die oft viele Jahre in den Krankenanstalten zubringen müßten. Hier ergebe /fid) die Notwendigkeit einer geregelten Schulausbildung für die spätere Be- r u f s w a h l, da diese Kinder als Erwacksene in vielen Fällen keine körperlich schwere Arbeit zu leisten imstande seien. Die Neufassung des kommenden Reichsgesetzes für Krüppelfürsorge wünscht der Vortragende folgendermaßen gegliedert: 1. Teil: Maßnahmen zur Ertüchtigung und Wiederertüchtigung des Körperbehinderten. 2. Teil: Maßnahmen zur Bewahrung und Pflege siecher oder bildungsunfähiger Körperbehinderten." Der Träger bleibe in beiden Fällen der Staat, weil er auch der Nutznießer der Arbeit am Körperbehinderten in bevorzugter Weise sei. Statt der bisherigen Bezeichnung „Krüppelheim" schlägt der Vortragende „Heil- und Ausbildungsstätte für Körperbehinderte" für jene Anstalten vor, in denen die für den Staat wertvolle Arbeit am geistig gefunden und bildungsfähigen Körperbehinderten durchgeführt wird. Die Weimar-Feftspiele sind, so sagte er, ein glückliches Wahrzeichen der jungen Nation. Der Nationalsozialismus besitze die freudige Bereitschaft, das gute Vergangene zu pflegen uno auch da, wo die eigene Ueberzeugung mitunter zweifeln möchte, in Verehrung und Liebe dem Genius ehrfürchtig zu folgen. Den Weimar-Festspielen habe er die Aufgabe zugewiesen, die klassische Kun st zu pflegen. Dabei verwies der Reichsjugendführer auf die engen Beziehungen der gvetheschen Gedankenwelt zu unserer Erziehungsgemeinschaft. Dann sprach der Reichsjugendführer über Sprache, Dichtung und die musischen Kräfte unserer Zeit. Verdanken wir nicht wirklich den Dichtern mehr noch als den Historikern die Kenntnis der großen handelnden Persönlichkeiten des geschicht- lichen Geschehens? In dieser Zeit der rassischen Erkenntnisse dürfen wir über der Erforschung der Menschen unseres Blutes nicht die Sprache vergessen. Unsere Sprache ist ein Rassenmerkmal. Wir müssen diese Sprache heilig halten, verdauten wir doch ihr und nur allein die deutsche Wiedergeburt, denn die nationalsozialistische Erhebung kann für sich den stolzen Satz in Anspruch nehmen: I m A n f a ng w a r das Wort. Sie besaß keine andere Waffe. Und wie hat der Führer dieses einzige Werkzeug der Bewegung gehärtet und geschliffen. Im Ringen um die Seele eines Volkes hat er sich selbst und seine Sprache zu höchster Voll- enbuna gesteigert. Im Volk allein ist unsere Sprache reinerhalten geblieben, denn Adolf Hitler spricht nicht die Sprache der Kaufleute, Justizbeamten oder Steuerbehörden, sondern die Sprache des Volkes. Wie furchtbar, daß wir von einer Amtssprache reden und damit eine geschraubte Ausdrucksweise meinen, die im Volk mit Recht verspottet wird. Leider versuchen sich an unserer Sprache Vereine sozialistischen Deutschland darstellen. Im Anschluß an diese Punkte kam der Minister zur Proklamation des eigentlichen Programmes für Das kommende Theaterjahr: „Ich möchte zwei große Aufgaben fixieren. Ich fasse sie in einem Satz zusammen: Sorge für den Nachwuchs und Sorge für die schaffende Generation ! Für den Nachwuchs proklamiere ich am heutigen Tage die Gründung einer großen deutschen Reichstheaterakademie, die analog der schon gegründeten deutschen Reichsfilmakademie die systematische Pflege und Heranzüchtung eines künstlerischen Nachwuchses für unsere deutschen Bühnen für alle Feiten sicherstellen soll. Damit entrücken wir die Ausbildung unseres Theaternachwuchses den vielfach noch festzuslellenden dilettantischen und schmierenhaften Bemühungen und stellen sie auf eine feste, sichere Grundlage. Für die in Arbeit befindlichen Theaterschaffenden proklamiere ich den bevorstehenden Erlaß einer den ohne Rücksicht auf die Größe des Einkommens der Familie, ohne Rücksicht darauf, aus welcher Quelle das Einkommen der Familie fließt, und ohne Rücksicht darauf, wie alt das Kind ist, für das die besondere Förderung beantragt wird, gewährt. Wir werden im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten die Maßnahmen fortentwickeln, bis wir schließlich nach einer Reihe von Jahren einen voll- ständigen Ausgleich der Familienlasten erreicht haben werden. Dieser vollständige Ausgleich der Familien- laften wird alle Stände des deutschen Volkes, grünt)« Im Saalbau fand am Montagvormittaa die Eröffnung des Internationalen Kinderschutzkongresses durch den ehemaligen belgischen Ministerpräsidenten Caspar statt. Jaspar schlug der fBerfammlung als Nachfolger des seitherigen Vorsitzenden Leredu den Vorsitzenden des deutschen Werkes für den Schutz der Kinder, Hilgenfeldt, zum Präsidenten der Association Internationale pour la Protection de l’Enfance vor. Die Delegierten nahmen diesen Vorschlag mit Beifall auf. 'Reichsamtsleiter Hilgenfeldt dankte für die Uebertragung des Präsidiums. Der Herrgott habe allen Völkern das Ziel gesetzt, das Leben zu schützen, und das Kind sei der Ausdruck des Lebens. Wenn die Delegierten diesen Gedanken in ihre Heimat mitnähmen, würde auch eine Verbindung der Jölker untereinander geschaffen und dem Frieden und der Verständigung der Nattonen gedient, j Staatssekretär Reinhardt gab dann einen UeberblW über bie bereits begonnenen Maßnahmen zum Ausgleich der F a - m i 1 i e n 1 a st e n und führte dann weiter u. a. aus: Seit April 1938 haben Anspruch auf lausende Kinderbeihilfen alle kinderreichen Familien, deren Einkommen im letzten Kalenderjahr nicht mehr als 8000 RM. betragen hat und deren Vermögen nicht mehr als 50 000 RM. beträgt. Die Dermögensgrenze erhöht sich um je 10 000 RM. für das sechste und jedes weitere mitzuzählende Kind. Die Kinderbeihilfen stellen nicht eine Fürsorgemaßnahme, nicht Wohlfahrt und nicht llnter- stühung, sondern eine volkswirtschaftlich, bevölkerungspolitisch und sozialpolitisch erforderliche Ausgteichsmaßnahme dar. Auf teilweisen Ausgleich der Familienlasteu hat der Kinderreiche nach nationalsozialistischer Weltanschauung unter bestimmten Voraussetzungen einen Anspruch. Der Ausgleich der Familienlasten wird teilweise durch Berücksichtigung des Familienstandes bei den Steuern und teilweise durch Gewährung von laufenden Kinderbeihilfen vorgenommen. Ausbildungsbeihilfen wer- ftand es um das Wiener Theater? Jüdische Künstler und jüdisches Publikum waren maßgebend. Und als die große Revolution über diese Stadt und dieses Land hinwegfegte, mit einem Schlage Hunderte von artfremden jüdischen Künstlern von den Wiener Bühnen verschwanden, da ■ wandte sich naturgemäß auch im gleichen Augen- . blick das dazugehörige jüdische Publikum von den ; Wienern Theatern ab. Die Theater waren leer." „Selbstverständlich", so betonte Reichsminister Dr. ( Goebbels, „war es für die nationalsozialistische Kunst- und Theaterführung eine Ehrenpflicht, den Ruf Wiens als deutscher Kunst- und Theaterstadt wiederherzustellen und vor aller Welt darzutun, daß nun eine neue Blütezeit im Wkener Kunstleben mit dem machtvollen Auftakt der Reichstheatersestwoche anheben solle. Wien, von nun an wieder eingefügt in den Kreis der deutschen Kunst- ftäbte, darf wieder seiner deutschen Sendung leben. Dir haben nie versucht, über dem deutschen Theaterleben den geistigen oder den künstlerischen Diktator zu spielen. Wir haben uns immer glücklich gefühlt in der Rolle großzügiger Mäzene, denen das deutsche Theater selbst eine Herzensangelegenheit ist und deren Ehrgeiz darauf gerichtet war und bleibt, die vollkommen am Boden liegende deutsche Theaterkultur, die wir aus der Systemzeit zu übernehmen hatten, wieder zu neuer Blüte und zu neuem Ansehen emporzuheben. Wir haben immer versucht, Freunde und Förderer der deutschen Theaterschaffenden zu sein und zu bleiben. Das Theater kulturpolitisch zu führen, ihm Linie, Sinn, Zweck und Tendenz zu geben, das ist unsere Sache, das ist unsere kulturpolitische Aufgabe und Mission. Die Fachleute sollen das Zcheater prakttsch führen, es mit Leben erfüllen, beste Kunst auf die Bühne stellen und damit ein Volk erschüttern und erheben. Ich kenne die immer wiederholte bewegte Klage unserer Theaterleiter: Wir haben keine Stücke. Diese Klage hat ihre Berechtigung, aber nicht in dem Umfange, in dem sie oft erhoben wird. Es mag sein, daß das gewalttge politische Geschehen unserer Zeit eine Unmenge von Talenten aufgesogen hat, die sonst für andere Gebiete unseres geistigen und künstlerischen Lebens frei gewesen wären. Ich weiß, daß unsere jungen Dichter zuviel Geschichte schreiben und zu wenig Dramattk dichten. Ich bin mir auch bewußt, daß bei ihnen vielfach die Begeisterung größer ist als das technische Können. Aber es kann auch nicht bezweifelt werden, daß unsere Intendanten es sich mit der Ausrede, wir haben keine Stücke! vielfach allzu bequem machen. Sie glauben sich damit auch der Pflicht enthoben, nach Stücken und Dichtern Ausschau zu halten. Es fehlt ihnen an dem nötigen Wagemut. Alles, was sie tun und unternehmen, muß ihrer Ansicht nach irgendwo und irgendwann schon einmal erprobt sein. Sie lieben das Experiment nicht. Sie lassen es vielfach ermangeln an jenem kühnen aktivistischen Geist, der sich der Dinge bemächtigt und sie zur Diskussion vor das breite Publikum stellt. In der Vielgestaltigkeit des Spielplans liegt die Stärke einer Bühne. Hier die richtige Mischung zu finden, ist Sache der Theater- füyrer. Ich mache vielfach die Beobachtung, daß gerade die sogenannte Provinz viel aktiver, viel verantwortungsfreudiger und viel mutiger im Aufspüren junger Talente ist als die Bühnen der Hauptstadt. Die Bijhne im Reich muh sich öfter der Oeffenttichkeit stellen. Sie hat nur ein begrenztes Publikum. Sie muß im Spielplan wechseln. Sie ist deshalb gehalten, E n - semblekunst zu pflegen. Ihre Schauspieler erwerben sich damit eine größere Bühnensicherheit, eine bessere Routine und ein stärkeres Vertrautsein mit dem Publikum selbst. Sie wissen sich als Darsteller und Intendanten noch eines Zustandes zu erinnern, in dem Leben oder Sterben einer Bühne vom Wohlwollen ober von der schlechten Laune eines maßgebenden Theaterkritikers abhängig war. Der nationalsozialistische Staat hat es nicht weiter geduldet, daß die schöpferische Leistung von einem kritischen Richtertum ohne Auftrag abhängig gemacht wurde. Wir haben die K u n ft b e t r at u n g wieder unter die Kunstgestaltung gestellt. Für uns ist der Künst 1 er das ausschlaggebende Element des kulturellen Lebens und nicht der Kritiker. Das soll nicht heißen, daß keine Möglichkeit mehr bestünde, Kritik zu üben. Der beste Kritiker aber ist immer das Publikum s e 1 b st. Es geht ins Theater, wenn chm ein Stück gefällt, und es bleibt dem Theater fern, wenn bas Stück chm nichts zu jagen hat. Diese Art von Kritik ist die wirksamste." Anschließend stellte der Minister einige Fragen des deutschen Theaters stichwortartig zur Debatte. Er führte aus: 1. Wir spielen an unseren Bühnen z u viel Klassik und vernachlässigen deshalb übermäßig die moderne Dramatik. 2. Unsere Intendanten beweisen in der Zusam- Lpd. Frankfurt a. M., 12. Juni. Aus Anlaß des Internationalen Kinderschutzkongresses fand im Palmengarten ein Empfang der Kongreßteilnehmer durch den Vorsitzenden des Reichszusammenschlusses ür öffentliche und freie Wohlfahrtspflege und Jugendhilfe, Reichshauptamtsleiter Hilgenfeldt, tatt. Die Delegierten von 33 Nationen, sowie führende Männer von Partei, Staat und Behörden wohnten dem Empfang bei. Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger begrüßte die Versammelten als Gäste in einer der herrlichsten Landschaften Deutschlands. Ihre Arbeit ist dem Kinde gewidmet, so agte der Gauleiter, und was gibt es für jedes Volk der Erde Wertvolleres als die Jugend, denn die JugendderVölkeristdieZukunftder Völker! Reichsmmister Dr. Frank übermittelte dem Kongreß die Grüße des Führers und Reichskanzlers, der an dem Kongreß innigen Anteil nehcke. „Wir haben in Deutschland", so erklärte der Minister, „das große Glück, in unseren Kindern die stolze Gewähr der Ewigkeit unseres Volkes zu begrüßen und wir wissen, daß die Vertreter aller Völker, die hier an diesem Kongreß teilnehmen, aus dem gleichen Glücksgefühl an den schöpferischen Arbeiten des Kongresses teilnehmen. Der Schutz des Kindes ist eine allen Völ- Der nationalsozialistische Staat regt auch zur frühzeitigen Verheiratung, insbesondere 9'0ppe lieh 6er Ophelia Me Züge der äit ihrer das künstlerische Erlebnis fn nicht endenden Del- Aus alter ett Frühlinasfest DerLütiicherGistmordprozeß Gegen Zahnstein ' neu iah Zahnstein gefährdet Ihre Zähne! I die fach falt« Iber chen der pum h. Pir Be hb. ein eine wunderbare Menschengestaltung die Königin Gertrude von Hermine Körner. Besonderes Aufsehen erregten die Bühnenbilder von Rochus G l i e s e. Ein festlich gestimmtes Haus dankte für kommissar Gauleiter Bürckel, Reichsstatthalter Dr. Seyß-Jnquart und zahlreiche Vertreter von Partei, Staat und Wehrmacht. e und hschatz nge' wol* ? da^ Wr* e er* seren iferer Krühlingsfest der rhein-mainischen presse. ihr einen Äahlsteg errungen, dessen Ergebnis nicht nur alle unsere Hoffnung erfüllt, sondern sie noch weit über alle Erwartungen hinaus übertroffen bat. Unter Verhältnissen, die bei jedem anderen Volk geeignet gewesen wären, Angst und Verschüch- teruna unter die Massen der Wählerschaft zu tragen, habt ihr kaltblütig und unbeirrbar eure Pflicht getan und aufs neue unter Beweis gestellt, daß das Sudetendeutschtum fest entschlossen ist, unverrückbar an seinen Forde- rungen nach Selb st Verwaltung fest- z uh alten. Im Kampfe um die Erfüllung unserer begründeten Rechtsansprüche sind durch eure vorbildliche Haltung neue Kräfte zugemach s e n. Die Tatsache, daß gerade heute im entscheidenden Abschnitt unseres Ringens um die Lösung des Nationalitätenproblems mehr als 90 o. H. aller Deutschen dieses Staates sich zur Sudetendeutschen Partei und ihrer Politik bekannt haben, wird unzweifelhaft nun nicht nur in Prag, sondern auch im Auslande den Ernst der Lage und die Notwendigkeit der Erfüllung unserer gerechten Forderungen aufs neue unterstreichen. Euch, meine Volksgenossen, danke ich für euer Vertrauen, euren Mut und euren unerschütterlichen Glauben, mit dem ihr für den Sieg unserer guten Sache gearbeitet und gekämpft habt. Ein Volk, das sich so schlägt, wird niemals zugrundegehen, sondern es wird und muß siegen, weil mit ihm das Recht ist." Gründung eines Sudetendeutschen Studentenbundes. k M Oer 11*. ht» kns och h. L er R ten- d die auten h die n der Soltes Herz Züge n wir dauer igenb* W - . Be« Natur weilt, zählt t sie wir Ale"' muB iilleu» uderu suchen M« ,nb5 Zlutes * Das traditionelle er. soche siche" Kien - ken' ** \o^ Wider I des I so« ■rüp* I und |3ur lllem e die nen Bon I des bam. wer- idern über. Mer Lei. r D» ddtz M aller Zehre hier gelten Le. le in it zu tom* ünfät Teil: eher« llaß. echer Der . weil irper» r bis« rLon örper« lie für n und eführt Dagegen hilft SOLI DOX paw Der japanische Vormarsch gegen Hankau Anking am Jangtse von japanischen Truppen genommen. Für einen Dinar zehn Würmer aufgegessen. Einige südslawische Bauern aus der Gegend von ^lgrad arbeiteten in einem Weingarten. Während des Mittagsmahles kamen die Leute unter anderem auch auf Wurmex zu sprechen, wobei sich der Bauer Vranjo Paftet verpflichtete, um einen Dinar "Ufzu essen. Die Wette wurde abgeschlossen, Paftet schluckte tatsächlich zehn Würmer hinunter und gewann die Wette. Nach beendetem Mahl äußerte er, daß ihm die Würmer ausgezeichnet geschmeckt hätten, und trug suchen Freunden sogar noch eine Wette an, daß er, wieder um einen Dinar, zehn Engerlinge essen wolle. Die an- deren Bauern gingen aber darauf nicht ein, da ihnen em Dinar im Sack lieber war, als die 3ehn Würmer im Magen des Paftet. Himalaja-Expedition im Lager II. Nachdem am 3. Juni eine kleine Gruppe von Bergsteigern und Trägern der deutschen N a n g a - Parbat-Expedition das Lager I besetzte, galt es, zunächst einen Weg durch den schwierigen, von zahlreichen Spalten zerrissenen Eisbruch des Raklot-Gletschers zu bahnen. Diese Aufgabe ist nun- mehr gelost.. Nach einer Meldung des Expeditions- leiters Paul Bauer wurde am 9. Juni das Lager II besetzt, das schon oberhalb dieser Stelle hegt. Riesiger Iuwelendiebskaht in Paris. der Luxuswohnung einer aus Kanada ftam- menben Dame namens Davis M o r t i m e r an der Esplanade des Invalides in Paris wurden aus einer Stahlkassette ein Armband und drei Ringe reich mit Juwelen besetzt und im Wert von zusam-' men zwei Millionen Franken, ferner 8000 Franken m Banknoten, gestohlen. Weitere Juwelen im Wert von ebenfalls zwei Millionen Franken ließ der Dieb unbeachtet. Bis jetzt hat man keine Anhaltspunkte, wer der Täter sein könnte "Lutme angesetzt,, sondern will sich vielmehr aus technischen Gründen langsam daraufzuarbeiten. So ^men bisher nur große Mengen Muscheln, Steine, Glasscherben und eine überwachsene Metallkugel in die Wqschtrommel. Die Maschinerie des Baggers arbeitet reibungslos. Trotz des hohen Seegangs lag der Bagger vollkommen ruhig. Verheerendes Großfeuer in Mecklenburg. In Elmenhorst bei Bad Doberan entstand auf einem Anwesen ein Feuer, das erst bemerkt wurde, als eine Feuergarbe aus einem strohgedeckten Gebäude schoß und im Moment auch die Strohdecke der übrigen Häuser des Hofes in Brand setzte. In kürzester Zeit brannten auch die in Windrichtung hegenden Gebäude dreier weiterer Bauern ab. Die Feuerwehren der Umgebung konnten nichts mehr retten und mußten sich nur auf die Bekämpfung des Brandes beschränken. Bei der Schnelligkeit, mit der das Feuer, sich ausdehnte, konnte von dem Hausrat und Wirtschaftsinventar nur wenig gerettet roerben. Diele neue Maschinen wurden vernichtet, yte'ben zahlreichem Federvieh verbrannten mehrere Schweine und zwei Kälber. Insgesamt wurden dreizehn.Gebäude eingeäschert. Schüler als fünffacher Lebensretter. In Ebernburg bei Bad Kreuznach hatte sich ein Schuler beim Baden zu weit in die Nahe geroaat* er ging unter und drohte zu ertrinfen. Sein Karne- ra£ Paul Freudenberger bemerkte das und rettete unter Einsatz feines eigenen Lebens den Er- trinfenöen. Es ist dies schon das fünfte Mal, daß Nch der tapfer^ Junge als Lebensretter von Karne- raden eingesetzt und dabei sein eigenes Leben aufs Sp-el gesetzt hat. Der kleine Lebensretter ist das zwölfte Kind einer Ebernburger Familie. Brandkatastrophe in einer lettischen Stadt. Die Stadt Ludsen in Ostlettland wurde von einem k? " d u n g l u ck betroffen, wie es in Lettland bisher noch nicht verzeichnet wurde. Etwa ein Drit- Stadt wurde in Asche gelegt. 212 Häuser s'yd vernichtet worden, darunter 17 öffent- id)e Gebäude, 2 Kirchen, die Kaserne, Vermal- tungs- und Polizeibauten. Heber 100 Personen war- den v e r l e tz t, z. T. schwer. Rund ein Drittel der Bevölkerung, über 2000 Menschen, sind obbach- X bisher nicht gefunden morden. An den Loscharbetten beteiligten sich über 500 Feuerwehrmänner, Militär, Schutzwehr und Polizei. Den vereinten Kräften gelang es nach mühevoller Arbeit den Brand, der besonders die Innenstadt heimsuchte^ einzukrelsen. Unter der Bevölkerung herrschte eine Panik. Spielende Sinder entfesseln ein Groß feuer. Die Gemeinde Nevicke bei Uzhorod in der Kar» paryo-Hkralne wurde von einem großen Brand - ""5/uck betroffen, dem bisher 16 Bauernrnirt- ichasten samt den Nebengebäuden zum Opfer ge- Der Geldbriefträgermord in Köln. Aufklärung eines Kapitalverbrechens im Ehescheidungstermin. Vor dem Schwurgericht in Köln begann der Prozeß gegen den 31jährigen Otto Schönewald und dessen 26jährige Ehefrau, die unter der chweren Anklage stchen, im November 1932 die 61jährige Zimmeroermieterin Auguste Korte er- chossen und unmittelbar darauf an dem Geld- Zusteller Körner einen Raubmord verübt ZU haben. Fünf Jahre blieb trotz aller Nachforschungen das schwere Verbrechen unaufgeklärt, bis Schönewald, der mit seiner Frau in Scheidung lebt, am 19. November v. I., dem Tage, an dem der Ehescheidungstermin anftanb, bei der Staatsanwalt- chaft seine Frau der Mordtat beschuldigte und sich so als Mitwisser hinstellte. Schönewald studierte in Köln, als er seine spätere Frau kennenlernte, die auch hier chren Studien oblag. Schönewald wurde 1931 wegen Verleumdung einer Studentin von der Universität entfernt. Kurz darauf heiratete er. Die Lage des Ehepaares wurde immer mißlicher, da das aus eigener Arbeit erzielte Einkommen kaum nennenswert war. Es reifte bei ihnen der Plan, einen Geldbriefträger zu ermorden und zu berauben. In der unter falschem NaMen iei Frau Korte gemieteten Wohnung erwarteten ie zwei Tage nach ihrem Einzug ihr Opfer. Kurz nach denf Eintreffen des Geldbriefträgers wurde Zunächst die Zimmeroermieterin als mutmaßliche Tatzeugin durch einen Revolverschuß getötet, im benachbarten Zimmer dann der ahnungslose Geldbriefträger, als er eine von Frau Schönewald elbst aufgegebene Postanweisung über 15 RM auszahlen wollte. Mit der Geldtasche des Beamten' ?l€ J 0 0 0 RM. Bargeld enthielt, konnte bas Morberpaar die Wohnung ungesehen verlassen. Die Mordtat wurde erst mehrere Stunden später entdeckt. Das geraubte Gelb war halb wieder auf- gebraucht, zumal bas Ehepaar sich von diesem Gelde -----------— o। der rhein = mainischen Presse fand in diesem 2ähr in sämtlichen Räumen des Kurhauses - Bad Homburg statt. Es legte roiberum Zeugnis davon ab, wie weit verzweigt und mannigfaltig die Bedungen der Presse sind. So ist der Kreis der Gaste unbegrenzt. Partei und Wehrmacht, Künstler und Wissenschaftler, Techniker und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und unbekannte Zeitungsleser, alle waren nach Homburg gekommen, um mit der Presse des Rhein-Main-Gebiets bas Frühlingsfest zu feiern. Das entzückende kleine Theater des Kurhauses war zu frischem Leben erwacht. Eine Reihe von Künstlern aus bem Rhein-Main- '(Bebiet hatte sich zu einer ausgezeichneten Wiedergabe des zweiten Aktes der „Fledermaus" unter der Leitung des Berufskameraden Dr. Süchte- noth zusammengefunden. Die solistischen Leistungen von Ilse B e r na tz (Eello) und Rose Ste in (Harfe) erregten allgemeine Bewunderung. Ein Hauptanziehungspunkt des Festes war selbstverständlich wieder die reich beschickte Tombola. Die liebenswürdigen Verkäuferinnen hatten schon nach wenigen Stunden sämtliche Lose abgesetzt. Den Hauptgewinn, ein Auto, erhielt eine junge Frankfurterin. In festlicher Stimmung verlief bas Früh- lingsfest bis in die frühen Morgenstunden. Eger, 12. Juni. (DNB.) In der Gedenkhalle zu Eger waren die Studenten her sudetenbeutschen Hochschulen zur Proklamierung bes Stubentenbun- bes angetreten. Wie ber Beauftragte für Hochschulwesen mitteilte, haben in vollkommen freier Ent- chließung alle völkischen Hochschulkorporationen ein- timmig beschlossen, sich zum Sudetenbeutschen Stu- Jcntenbund zusammenzuschließen unb diesen als Formation ber Sudetenbeutschen Partei in die politische Kampffront einzugliedern". Der Führer ber Studenten, Dr. Rudolf Meckl (Prag), ernannte den Studenten Wirth zum Führer bes Stuben- fenbunbes in Prag unb den Studenten Materna zum Führer bes Brünner Studentenbundes. Darauf nahm ber Stellvertreter Konrad Henleins, ber 2Ibg. Karl Hermann Fr an.k, bas feierliche Irene- gelöbnis ber Sprecher ber Stubenteiwerbänbe entgegen. Der Kehler von 1919 muß wiedergutgemacht werden. Die »Times'' fordert Zusammenarbeit zur Lösung der tschechischen Krage. Allen auf bem Yangtse verkehrenden auslän - bischenKriegs- und Handelsschiffen ist vom japanischen Oberkommando eine Warnung jugegangen mit der Aufforderung, sich aus dem Flußabschnitt zwischen Hankau unb Wuhu z u - rückzuziehen, da für die nächste Zeit mit heftigen Kämpfen in diesem Gebiet gerechnet werden müsse. Der Kommandant ber in Schanghai liegenden amerikanischen Flotte, Vizeadmiral Yar- nell, übersandte ber japanischen Heeresleitung eine Rote, in der er darauf hinwies, die Vereinigten Staaten müßten sich das Recht nehmen, sich in ollen Gewässern aufzuhalten, wo sie ihren Staats- angehörigen notwendigen Schutz unb Hilfe gewähren könnten. Auch ber englische Oberbefehlshaber hat bem japanischen Militärkommando eine ähnliche Mitteilung zukommen lassen. Die englischen Kanonenboote in ber Nähe von Wuhu, oberhalb Nankings und bei Kiukiang, werden ihre Ankerplätze nicht verlassen. Riesige Ueberschwemmungen am Hoangho. Schanghai, 13. Juni. (DNB.) Nach Meldungen aus chinesischen Quellen sollen am Gelben ulu B durch Deichzerstörungen zwischen Tscheng- tjchau und bem Schnittpunkt ber Lunghai-Peking- Hankaubahn Kaifeng riesige-Gebiete über« > ^.u t e t sein. Von japanischer Seite wird eine unmittelbare Gefahr für die bei Tschentschau stehenden, auf Hankau angesetzten Truppen bestritten. Es wirb WM^n, daß unter dem Druck des chine- Mchen Militärs die chinesischen Bauern am Gelben ,o*uB die Deiche durchstechen mußten. Nach chinesischen Meldungen soll die Stadt Kaifeng be- Der Untersuchungsrichter wies in einem langen Plädoyer darauf hin, baß die Becker nie die Adresse ber angeblichen Frau Daumens gekannt hat, mit ber sie eng verbunden gewesen sein will. Die Becker sei vor Jahren mit 40 000 Franken verschuldet gewesen, und fein Mensch wisse, wovon sie seither gelebt habe. Sie behauptet, Schneiderin gewesen zu fein, könne aber nicht einen einzigen Stunden angeben, für den sie gearbeitet hat. Der Untersuchungsrichter verlas dann eine Aussage der Witwe G u i ch n e r. Als diese sich mit ihrem Mann überworfen hatte, sagte ihr die Witwe Becker: „Ich kann dir ein Pulver geben, das keine Spur hinterläßt. Man stirbt wie vom natürlichen Tode!" Der Richter teilt auch mit, daß die Becker nach bem Tobe eines ihrer Opfer, ihres ehemaligen Geliebten Beyer, plötzlich eine Zeitlang in Saus und Braus lebte und ihre Schulden bezahlen konnte, während man bei bem Toten kaum einen Pfennig and. Aehnlich habe sich die Angeklagte in fast allen Fällen verhalten. Schanghai, 13. Juni. (Europapreß.) Die japanische Offensive auf dem Yangtse führte am Montag nach ein?r Mitteilung bes Flottenstabes zur Einnahme von Anking, der Hauptstadt der Provinz Anhwei, 400 Kilometer unterhalb Hankaus, durch japanische Seesoldaten, die von Flugzeugstaf- feln unterstützt wurden. Die Truppen gingen östlich von Anking unter starkem Sperrfeuer an Lanb und konnten bann, ohne auf nennenswerten Widerstand zu stoßen, in die Stadt einmarschieren, ba bie Mehr- Zahl ber chinesischen Truppen, die am Vortage bem japanischen Landungsversuch heftigen Widerstand entgegengesetzt hatten, während ber Nacht zurück- genommen worden war. Vor ihrem Abzug hatten die Chinesen alle wichtigen Gebäude, Werkstätten und Lagerhäuser zerstört. Anking bildet punmehr ben Südflügelpunkt ber japanischen Landfront, die sich langsam gegen das Hankau vorgelagerte Höhengelände vorschiebt. Die Truppen sind in ber Luftlinie nur noch 200 Kilometer von Hankau entfernt. ' Es dürfte jeboch ben Japanern nicht so leicht fallen, die in ben letzten Monaten von ben Chinesen auf bem Yangtse errichteten Flußsperren zu beseitigen. Die erste bieser Sperren befindet sich achtzehn Meilen von Hukau. Es folgen auf ber 200 Meilen langen Strecke nack Hankau unzählige andere, bie, wie von chinesischer Seite betont wirb, selbst burch Luftangriffe schwer freigelegt werben könnten. Amerikas Waffenhandel. Frauen-ProtestgcgendieFlugzeug-Ausfuhr nach England. Washington, 13. Juni. (DNB.) Die nationale Munitionskontrollbehörde gibt bekannt, daß sie seit ihrem 2'/2jährigen Bestehen Ausfuhrli- z e n z e n in Höhe von 118 363 700 Dollars erteilte. Davon entfielen von November 1935 bis November 1937 auf Flugzeuge einschließlich Ersatzteile 64 711 475, auf Munition 11 783775, au Waffen 5 598 932. Hauptausfuhrländer waren Ehma, Sowjetrußland, Japan sowie sudamerikanische Länder, hauptsächlich Brasilien. China erhielt für 21,7 Mill. Dollars Kriegsmaterial, Somjetrußland für 15,5 Mill. Dollars und Japan für 9,04 Mill. Dollars. Mehrere Frie- densorganrfationen, darunter die Frauenliga für Frieden, fordert das Staatsdepartement auf, bie geplante Ausfuhr von 400 Flugzeugen nach England zu verbieten. Es fei wohlbekannt, daß Englund in Indien hilflose Frauen unb Kinder bombardieren lasse. Wenn die amerikanische Regierung diese barbarischen Methoden unterbinden wolle, solle -sie die englischen Aufträge zur Lieferung von Flugzeugen sofort ab st oppen. Falls ber Ausfuhr van Waffen Unb Munition nicht bald ein Ende gemacht würde, werde der Waffenhandel solche Ausmaße annehmen, baß keine amerikanische Regierung es künftig mehr wagen könne, hier Halt zu gebieten aus Angst, baß dadurch der Wirtschaftsgang gestört werde. Riesenweizenüberschnß in Amerika. Washington, 12. Juni. (DNB.) Präsident Roosevelt hatte mit dem Lanbwirtschaftsminister Wallace und dem Unterstaatssekretär Sayre über den Weizenüberschuß der diesjährigen Ernte der Vereinigten Staaten eine Unterredung. Roosevelt hob hervor, daß das Ergebnis dieser Ernte die Vereinigten Staaten vor ein sehr ernstes Problem stelle. Die Weizenernte wird auf 1 020 623 000 bis 1035'623 000 Bushel geschätzt. Das bedeutet einen voraussichtlichen Ueberschuß von über einer halben Milliarde Bushel und ist mehr, als bie Vereinigten Staaten überhaupt auf« peichern können. Roosevelt, gab die Anweisung, amtliche Möglichkeiten, die für den Absatz in anderen Ländern vorhanden seien, zu erschöpfen. Man rlaubt, daß England, Frankreich, Deutschland und Italien für eine Abnahme in Frage kämen. London, 14. Juni. (DNB. Funkspruch.) Die „Times" befaßt sich erneut mit der sudetenbeutschen Frage. Es sei selbstverständlich wesentlich, daß eine vernünftige Lösung mittels friedlicher Methoden gefunden werbe. „Es würbe für bie Kunst ber europäischen Staatsmänner einen Bankerott bedeuten, wenn bie Zukunftsfrage von über drei Millionen Sudetendeutfdjen einen Kontinent in einen alles zerstörenden Krieg hineintreiben würbe." Nicht nur in Prag, sondern in ber ganzen Welt wünsche man ben Beschwerben ber Subetenbeutschen entgegenzukommen. Die einzige wirklich wichtige Frage ober sei bie, ob bie Subetenbeutschen bort bleiben wollten, wo sie seien, oder ob sie es wünschten, irgendwo anders hinzu- gehören. Es sei einer der Fehler der Friedensverträge gewesen, daß, obschon der Grundsatz der Selbstbestimmung damals in Paris anerkannt wurde, die Deutschen in Böhmen und ihre Artgenossen in Oesterreich niemals nach ihren Wünschen befragt morden seien, bzw. ihre Wünsche einfach unbeachtet geblieben seien. Es bleibe also übrig, den Fehler von 1919 wieder gutzumachen unb ben Sudetenbeutschen zu gestatten, auf friedlichem Wege lhre eigenen Ansichten über ihre Zukunft ^012^50™# zu bringen. Selbstbestimmung sei ein Grundsatz, den diejenigen, die bie Friebensver- tragc gemacht hätten, mißachtet hätten, ebenso die Genfer Liga. Jetzt verlangten bie Reichsdeutschen die Selbstbestimmung für ihre Stammesge- • «offen in ber Tschechoslowakei. Alle beteiligten Län- der seien mit verantwortlich für bie augenblickliche Sackgasse, unb alle sollten sich daher zu- sammentun, um eine Lösung zu finden, die nur dauerhaft fein könne, wenn sie mit ben Wünschen ber betroffenen Bevölkerung üb er ein stimme. Aus dem Wahlergebnis gehe klar hervor, baß mindestens 90 o. H. der deutschen Bewohner ber tschechoslowakischen Republik Henlein als ihren Führer betrachten. Henlein könne jetzt sagen, daß er im Namen der Sudetenbeutschen sprechen könne. Mit uns das Recht. Konrad Henlein dankt denSndetendentschen Prag, 13. Juni. (DNB.) Konrad Henlein hat allen Sudetendeutschen für die mustergültige Haltung in ber Zeit der Gemeinbewahlen gedankt. Seine Dankabresse lautet: „Sudetenbeutsche! In bewundernswerter Disziplin unb mit beispielloser Einsatzbereitschaft habt auch einen Kraftwagen angeschafft hatte. Die Ehe zerfiel immer mehr, und am 19. November v. I. stand der Ehescheidungstermin an. Am selben Tage reichte Schönewald die Anzeige ein. An bem Prozeß wird u. a. nie zu klären fein, ob beide die Tat gemeinschaftlich ausführten oder nur einer bie Morde verübt und der andere als Mitwisser auf trat. Zunächst wurde der Angeklagte und bann seine Ehefrau vernommen, die ausführlich ihre Lebensverhältnisse vor unb nach ber Tat barlegten, lieber bie Tat selbst wird das Geriäst bie Angeklagten erst am zweiten Verhanblungstag oer- nehmen. Bagger „Karimala" auf der Suche nach dem Goldschatz der „LuNne". Seit mehreren Tagen arbeitet ber große Bagger „Karimata" ber Billiton-Maatschappij ununterbrochen auf ben Westergronden vor Terschelling, um dort bie letzten Reste bes Wracks bes britischen Kriegsschiffes „Lutin e" zu durchforschen, das an dieser Stelle im Jahre 1799 mit reichen Gold- unb Silberschätzen untergegangen ist. Man hat den Bagger noch nicht unmittelbar über bem Wrack ber Liebe scheiternden Frau. Von unheimlicher Düster- fallsstürmen.' IN ber ^estlon- !k>.Tranck. sah man Reichsminister Dr. °-b b - l s? Reichs- Präsident Roosevelt wird am 7. Juli bas Weiße Haus verlassen, um eine längere Reise durch die größten ameritanitoen Städte zu machen. Don San Franzisko aus wird er bann eine Fahrt tm Stillen Ozean antreten, bie ihn bis zu den Ga- lapagos-Jnseln führen soll. Die Rückfahrt erfolgt burch den Panama-Kanal. Die „Giftmischerin von Lüttich" ver- wickette sich im Verlauf des viertägigen Verhörs in schwerwiegende Wider spräche. Sie behauptete plötzlich, daß die Brillanten und Wertstücke ber 1935 verstorbenen Witwe Crulle von einer Verwandten des Opfers gestohlen morden seien. Der Vorsitzende stellte fest, daß diese Behauptung neu ei; dem Untersuchungsrichter gegenüber habe bie Angeklagte darüber nichts verlauten lassen. Die Angeklagte hat jeboch auf jede Anschuldigung eine Antmort. Sie behauptet frech, baß bie Zeugen unb selbst die Richter entweder lögen ober sich täuschten. Die Witwe Crulle hat ein Testament zugunsten ber Witwe Becker hinterlassen. Die Anklage stellt jedoch fest, baß das Testament gefälscht ist. Die Untersuchung ber weiteren Mordfälle ergibt immer dasselbe Blld: Die Angeklagte schlich sich in das Vertrauen der älteren Frauen ein und gab ihnen Limonade, Tee qder andere Getränke zur „Stärkung" zu trinken. Die Opfer erkrankten unb erbrachen sich öfters, bevor sie starben. In ben meisten Fallen behauptet bie Angeklagte bei bem Tode ber Opfer nicht anwesend gewesen zu sein. Im Falle der Frau Hoby wurde von Zeugen ausgesagt, baß bie Becker dieses Opfer mehrfach zu erner Tasse Schokolabe ober Tee in ein Lokal ein- gelaben hatte. Dorf habe sie einmal aus einer in Ja)rem Taschentuch versteckten Flasche Giftttopfen in die Getränke praktiziert. Frau Hoby erkrantte darauf schwer, konnte sich aber -später wieder erholen. Im Fall ber Witwe Crulle schenkte bie Angeklagte bem Opfer eine Flasche Wein. Mehrere Tage daraus starb bie Witwe. Man fand, baß zahlreiche Diamanten aus dem Traueryause verschwunden waren. Beim Begräbnis eines anderen Opfers traf die Angeklagte mit ber Frau Weiß, wiederum einer wohlhabenden Witwe, zusammen. Unmittelbar nach bem Begräbnis lud bie Angeklagte die Witwe Weiß zu einer Tassee Tee ein, und zwei Jage spater war auch diese Frau bereits eine Leiche. Ihre Ersparnisse von 50 000 Franken waren verschwunden. reits weithin unter Wasser stehen. Man ist der Ansicht, baß bie Chinesen vor keinem Mittel zuruckschrecken, um ben japanischen Vormarsch aufzuhalten. l . r EH C; ' ■ c . ! 3 ' ■ 5 S>.. n.t”1 b c 3 C 5 f , r h i< n L a f( 2 ' ti n' sc h- Ö-Pv ri ü se 9' r | r B m m E li. ai di re- w so dc, NI fr de re ci P' fei ftr he bc ar 27 A ! irr s , de St in Al äu die jet 3c | mc tor lei ' bei sei an Lu tei, mc Fr oll , fas. * gri ach da; far Eu wi< eut lich spo bei " har Zu au; erst 9ez qcl sich Fr> stet . Un ade dur schc neu, - abh 2 Voi Lü< tsch , Der lei . B*c gen drei Kri Inf lin dach Wei dun Ärii' oon Enx mac We entt tion fallen sind. Das Feuer wurde von zwei spielenden Knaben verursacht, die einen Strohschober anzündeten. Kunst und Wissenschaft. Eröffnung der Nationalsozialistischen Akademie der Wissenschaft zu Göttingen. Die durch den NSD.-Dozentenbund gegründete Nationalsozialistische Akademie der Wissenschaft zu Göttingen wurde feierlich eröffnet. Professor Dr? Heyse entwickelte das weltanschauliche und wissenschaftliche Werden des neuen Akademiegedankens. Der Reichsdozentenbundsführer Ministerialdirektor Professor Dr. Schultze erläuterte den politischen Sinn der Nationalsozialistischen Akademie der Wissenschaft. In Göttingen habe die Gemeinschaft nationalsozialistischer Wissenschaftler ihre konkrete Form gefunden in der Gründung der Akademie,' die man nun mit vollem Recht als einen Stoßtrupp geh [tiger Revolutionäre bezeichnen kann. Abschließend bekräftigte der Gaudozentenbundsführer Professor Dr. S chü r m a n n , daß die ed)te Wissenschaft nur in ernster Derpflichtungsarbeit für ihr Volk arbeiten könne. 550 Jahre Kölner Universität. Die Universität Köln feiert vom 23. bis 26. Juni ihr 5 50jähriges Jubiläum. Vertreter sämtlicher deutscher Hochschulen sowie wissenschaftliche Abordnungen aus 30 Nationen werden an den Feierlichkeiten, für die bereits umfangreiche Vorbereitungen getroffen wurden, teilnehmen. Das reichhaltige Festprogramm sieht u. a. am 24. Juni eine Feierstunde in der Messehalle vor, in der Reichsminister Rust sprechen wird. 68. Sängertag in Saarbrücken. Der Deutsche Sängerbund hielt in Saarbrücken unter Beteiligung von etwa 200 Leitern von Sängergruppen und Chören seinen 6 8. Sängertag ab. Bundesführer Oberbürgermeister M e-i st e r (Herne) konnte Gäste aus der Ostmark, aus Danzig und aus LetUand begrüßen. — Aus dem Geschäftsbericht ist hervorzuheben, daß der Deutsche Sängerbund heute in 17 388 Vereinsorten 2 5 9 8 2 Vereine mit 679558 Sängern und 56200 Sängerinnen zählt. — Der bisherige Bundes- führer Oberbürgermeister M e i st e r , der stellvertretende Bundesführer Semmel (Würzburg) und der bisherige Führerrat wurden einftimmig auf zwei Jahre wiedergewählt. Dr. Stiele Innsbruck) hob die Frercke der Sangesbrüüer der Ostmark hervor, endlich frei und unbeschwert als gleich- berechtigt an den Tagungen des Deutschen Sängerbundes teilnehmen zu können. Im Namen der Sänger Oesterreichs legte er das Gelöbnis ab, für alle Zukunft in unwandelbarer Treue zu den deutschen Brüdern und zum Führer zu stehen. — Als Treffpunkt für den nächsten Sängertag wurde Kassel bestimmt. Philatelistentagung in Bremen. Die 3. Tagung des Reichsbundes der P h i l a t e l i st e n in Bremen wurde mit der Eröffnung einer Postwertzeichen-Ausstellung eingeleitet. Der Reichsbundesführer, Reg.-Rat Wohlfarth (Königsberg), erstattete den Rechenschaftsbericht. Er verlas eine Vereinbarung, wonach sich der Reichsbund der Philatelisten und die deutsche Sammlergemeinschaft der AS.-Gemeinschaft ,^raft durch Freude" zur „Gemeinschaft deutscher Sammler der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude", Fachgebiet Briefmarken," zusammenschließen. Uraufführungen am hessischen Landestheater. Generalintendant Franz Everth vom Hessischen Lanüescheater in Darmstadt hat für die Spielzeit 1938/39 folgende Werke zur Uraufführung bzw. Erstaufführung am Hessischen Landestheater erworben: im Schauspiel: von Quirin Engasser „Stefan Fadinger"; Erich von Hartz, „Spiegel, Scherben und Spiegel"; von Theodor H a e r t e n , dem Verfasser der Schauspiele „Hochzeit von Dobesti" und „Der tolle Christian", das neueste Werk — noch ohne Namen, und von Eberhard Wolfgang Möller „Der Untergang von Karthago". In der Oper: die alleinige Uraufführung von Ludwig R o s e l i u s ' „Gudrun" und die westdeutsche Erstausführung „Die Bürger von Calais" oon Rudolf Wagner-Rsgeny, deren Uraufführung an der Berliner Staatsoper stattfindet. Deutsche Ausgrabungen im Auslande. Unter dem Namen „Deutsche Ausgrabungen im Ausland" veranstaltet das Römisch- Germanische Museum zu Mainz eine Sonderausstellung, die mit der ständigen Ausstellung „Aus deutscher Vorze.it" verbunden ist. Die Sonderausstellung ist eine Bilderausstellung. In 70 Bildern werden die Pioniere oon über 20 deutschen Ausgrabungsstätten im Ausland mit ihrem Werk herausgestellt. Fülle und Reichtum der Funde, die Stätten ihrer Ausgrabung, Modelle der Rekonstruktionen, ihre Lage innerhalb der Landschaft Die vergangenen Tage, Samstag, Sonntag und I Veranstaltungen des Samstags und des Sonntags Montag, brachten auf den Standen des Gießener berichteten wir bereits. Am gestrigen Montag fand Schützenvereins Hochbetrieb, lieber den Verlauf der | nun noch ein Jubiläumsschießen statt, das insbesondere die Schützen des Vereins im Wettkampf sah. Unser Bild (sechs) zeigt einen Schützen beim Schießen mit Großkaliber auf die Wehrmannscheibe (175 Meter). Das Bild (links) zeigt die zahlreiche^ Ehren- und Wanderpreise, die für das Gruppen- und Volksschießen gestiftet worden waren. (Aufnahmen [2] Neuner, Gießener Anz.) lieber die Ergebnisse des Jubiläumsschießens berichten wir noch. Vom Sportfest der Standarte 116. Ein Augenblicksbild vom Sportfest der SA.-Stan- darte 116. Am Start zum 100-m-Lauf. Aeußerste. Konzentration drückt sich in der Haltung der SA.- Männer aus. (Aufnahme: Neuner, Gieß. Anz.) Im Nachgang zu den Ergebnissen des S2h- Sporttages werden noch die Ergebnisse des 4 00- Meter-Laufes (Einzel) gemeldet: 1. Sturmmann Clarius, 11/116, in 60,2 Sek.; 2. SA.-Mann Koch, Pi. 2/116, in 61,5 Sek.; 3. Rottenführer Glagow, 11/116, in 65,7 Sek. werden vor Augen geführt. Vom Südwesten Europas bis nach Ostturkestan reicht das Gebiet deutscher Forschertätigkeit. Die Ausstellung wird am Jahresende nach Stuttgart übergeführt, um dort im Rahmen des Deutschen Auslandinstitutes weiter ausgebaut zu werden. Jin Beethoven-Denkmal für Frankfurt. Der hervorragende Bildhauer Professor Georg Kolbe, Frankfurter Goethepreisträger von 1935, hat den Aüstrag erhalten, ein Beethoven- Denkmal für die Stadt Frankfurt a. M. zu schaffen. Der Platz für das Denkmal ist noch nicht bestimmt; bis zu seiner Errichtung werden noch etwa ein bis zwei Jahre vergehen. Kleine politische Nachrichten. Im nationalspanischen Kriegshafen El Ferrol lief in Anwesenheit einer großen Menschenmenge der Kreuzer „Navarra" vom Stapel. Mit dem Bau dieses Kreuzers, der den vor einigen Mo ■ M W 8 naten gesunkenen Kreuzer „Baleares" ersetzen wird, wurde während des Krieges begonnen. * In Erwiderung des vorjährigen Besuches führender Persönlichkeiten der Königlich-Ungarischen Hon- ved begibt sich der Chef des Oberkommandos der deutschen Wehrmacht General der Artillerie K e i - t e I am 14. d. M. auf persönliche Einladung des Honvedministers für einige Tage nach Budapeft. * Der polnische Außenminister Beck hat sich im Flugzeug nach Reval bSgeben, um den Besuch des estländischen Außenministers Selter zu erwidern. Der Staatsbesuch in Reval, kurze Zeit nach seiner Fahrt nach Stockholm, wird als ein weiterer Beweis der Anteilnahme gewertet, die Polen an der Erhaltung des Gleichgewichts im baltischen Raum nimmt. Wetterbericht Die Großwetterlage bestimmt immer noch ein mächtiges und weit nach Norden reichendes Hochdruckgebiet über dem Ostatlantik mit lebhafter Wirbeltätigkeit über Skandinavien sowie im Mittelmeergebiet. Demzufolge liegt Deutschland im Bereich einer lebhaften Nachströmung. Diel mehr oder - weniger kühle Meeresluft bewirkt wohl zeitweise Aufheiterung, aber noch keine Beständigkeit. Vorhersage für Mittwoch: Veränderlich mit Aufheiterungen, doch noch unbeständig und zu Niederschlägen geneigt. Lebhafte Winde aus nördlichen Richtungen. Temperaturen wenig verändert. Vorhersage für Donnerstag: Wechselhaft und unzuverlässig, verhältnismäßig kühl. Lufttemperaturen am 13. Juni: mittags 17,4 Grad Celsius, abends 12,5 Grad; am 14. Juni: morgens 13,0 Grad. Maximum 18,4 Grad, Minimum 8,9 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 13. Juni: abends 17,3 Grad; am 14. Juni: morgens 15,1 Grad. — Sonnenscheindauer 11,2 Stunden. Hauptschriftleiter: Dr Friedrich Wilhelm Lange Stellvertreter des Hauptschristleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr Fr W. Lange; für Feuilleton: Dr Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. V 38: . 9163. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K -G., sämtlich in Gießen Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Ps mehr Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Ps. mehr Zur Zeit ist Preisliste Nr 4 vom 1. September 1937 -gültig. Fräulein Emma Schöps im blühenden Alter von 25 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen im 58. Lebensjahr« Im Namen der Hinterbliebenen Hörnsheim, Großen-Linden, den 14. Juni 1938. Oberhausen (Rheinl.), Goethestr. 57, den 13. Juni 1938. 4047D opjsthmerzen Gießen, Moers, den 14. Juni 1938. 4041D Zuverlässige Für sofort tzllgv SerMikl Verlag, Berlin MlerlMe HOJUbert-Webe, Magdeburg & Die Beerdigung findet Mittwoch, den 15. Juni, nachmittags 2 Uhr, in Hörnsheim statt. 4050° Schrift!. Angeb. imt. 02781 an d. Gießen. Anzeig. 10Tabl0.60 k20labLQ99y Inder Wein- oder Bierlaune von gestern sich heute durch unerträgliche Katerschmerzen ein bitteres Weh bemerkbar macht, dann kaufen Sie in der Apotheke Herbin-Stadin-Tabletten, und nehmen Sie sofort eine Tablette, welche genügt, Kopfschmerzen, Rheuma - und Nervenschmerzen erfolgreich zu bekämpfen. Merken Sie sich aber den Namen; “ Herbin - Stodin " genau, es ist ihr Vorteil! —- fürHausarbeiten gesucht. Vorzustellen zwischen 11 und 12 Uhr. Wo, sagt d. Gieß. Anzeiger. 4omd Ordentlicher Hausbursche mit allen Hausarbeit. vertraut in 3-Personen- Hüdfldfie otmJlrts 20 v. 6. erhalten Sie bet wiederholten Auf« nahmen einer Am ergo Grippe -(Rheuma^ Nerven- und Muskelschmerzen sofort ges. 4os5d fionöitorei unO CMMenv. Geburtsanzeigen bei Brühl. Gießen Gestern abend verschieb plötzlich nach kurzem Kranksein unsere liebe Tochter, Schwester, Schwägerin, Tante u.Braut Unteroffizier sucht 5. 15. Juli oder später 2-3-Zimmerw. Zuverlässiges Rädchen tagsüber gesucht. Am Nahrungsberg 16 II. «053D Familie Friedrich Schöps und Kinder Georg Langenbach. Junges Mädchen für Privathaush. (2 Pers.) tagsüb. gesucht. Vorzust. 12-14 o.l8-19Uhr H. Fischer, 02779 Wernerwall35I! 17 18 Jahre alt, tüt Laufarbeiten halbtagsweise ges. Zu edrag.in d. Geschäftsstelle d.Gieß.Anz.^^v Mündlich können Sieesnurvvulgeo sagen, schriftlich mehreren, durch eine Kleinanzeige sagen Sie es »11»» Veemletungenj 3-3Ä- rooODBUfl in Vorort von Gießen, neuzeitlich eingerichtet, an ruhige Mieter z. verm. SchriftL Angeb. U.4054D an 0. Gieß. Anz. Im Namen der Hinterbliebenen: Frau Emma Appel, geb. Alles. Hausbau zum 1. Juli bei gutem Lahn ges. 4o6oD Bankdir. Oelbe, Hitlerwall 29 p. Für die vielen uns beim Tode unseres lieben Heimgegangenen zuteil gewordenen Beweise der Teilnahme, die uns sehr wohlgetan haben, danken wir herzlich. | Mietgesuche | 3-Zi.Wohnung mit Zubehör von alleinsteh. älterer Dame gejucht. Schriftl. Ang. u. 02783 a.d.G.A. Selbständiges Haus: mäddien welch, gut nähen und bügeln kann, in Herrschaftshaus f. baldigen Eintritt gesucht. Bitte um nähere Angabe.Reisew. bezahlt. Frau Julia Merck, Jugenheim a.d. Bergstr., „Haus aufd.Höh". * Tüchtiges MliülWen gesucht. m8D Schlageter- anlage 10 b. liraiMliunöBetM Eine allgemeinverständliche Darstellung dei Forschungsergebnisse über das Seelenleben der Tiere mit vrattnchen Bernrchdan'eitungen von Tr Werne« Jische Leite, der J-orichungsstelle füi Tier-eelen 'unde am Westfälnchen 800' Garten w Münster 140 Seiten nut 100 Abbildungen. 'N Leinen geb NM ?.ßo — Nn eder Gießene, Bnchbandlnnc erhält'>ch Adolf Wehrheim. Major a. D. Erika De Clerck. geb. Wehrheim Dr Hans De Clerck Renate De Clerck. Aushilfe für besseren Privathaushalt so« fort gesucht Zu erfragen in der Gefchäftsst. des Gieß. Anz. 4052D Am 12. Juni 1938, gegen 18 Uhr, verschied nach kurzer, schwerer Krankheit meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter und Großmutter NcheWenHffchr bleichen-leicht und schonend macht es Sil 8183607 vienrtaa.14.Zum 1938 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Ur. 136 Zweites Blatt Aus der Stadt Gießen. Fahrt durch die Felder. Es sind die großen Tage des Holunders. Der Hollerbusch ist ein zauberischer Strauch, wenn man unter ihm einschläft, muß man von alten Tagen träumen. Wir fahren über Feld. Die Wolken treiben sachte dahin, manchmal sind sie von der Sonne so durchleuchtet, als wären sie von einem leichten Heliotrop gefärbt. Die Männer, die jetzt auf dem Felde arbeiten, haben es nicht leicht. Wir sahen Feldarbeiter, die in Badehosen wirkten. Ein seltsamer, ungewohnter Anblick. Aber wie praktisch! Sonnenbad und Arbeit in einem. Warum sollten lange Hosen besser sein? Das Korn steht gut. Der Regen hat ihm wohlgetan. Das Korn bewegt sich ein wenig, der Iuni- wind fährt ihm über die Aehren. Ich sehe gelbes Leuchten in einem fernen Feld. Unkraut oder Raps? Wir hoffen: es ist das (der) letztere. Was begegnet einem nicht alles! Eine einzelne, grellrote Mohnpflanze in einem kleinen Garten; Mädchen mit Badebündeln; eine Badeanstalt am Fluß mit putzigen blauen Fensterläden und roten Geranien; Buben die auf einem Balken schaukeln; ein alter Mann, der sich zu seinem Nachen bückt; eine junge Frau, die unter einem Hollerbusch sitzt, mitten im Feld und versonnen über das heiße Land schaut; eine Front weißer Häuser mit fröhlichen, bunten Jalousien. Mer man sieht auch, so im Borüberfahren, andere Dinge. Ausgeräumte Schaufenster, wegen der Hitze. Den gelbgrauen Rauch von Schornsteinen. Radfahrer, die in dieser Sonnenglut in die Pedale treten, daß die Ketten nur so rauschen. (Vielleicht trainieren sie, vielleicht sehen wir sie in sechs Jahren bei einer Deutschlandfahrt wieder, wer weiß?) Es ist Sommer. Die gute, die schönste Jahreszeit. Sie steht, soviel ich weiß, noch nicht im Kalender, aber wer wollte leugnen, daß Sommer ist? Schaut euch die Mädchen an, und ihr werdet nicht mehr daran zweifeln. r. k. Vornoiizen. Tageskalender für Dienstag. NS.-Lehrerbund: 15.30 Uhr: Neue Pestalozzi- schale, Versammlung. — Gloria-Palast (Seltersweg): „Dreiklang". Don der Universität Gießen. Von der Pressestelle der Ludwigs-Universität Gießen wird uns mitgeteilt: Der Reichs- und Preußische Minister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung hat dem Oberstabsarzt Dr. med. habil. Hellmuth Deist in Gießen die Dozentur für das Fach der inneren Medizin und internen Wehrmedizin verliehen und chn der Medizinischen Fakultät der Universität Gießen zugewiesen. Reichsluststhutzbunö Iugend-Luftfchuh-Tag am 15. 3uni 1938. Anläßlich des 5. Jahrestages der Gründung des Reichsluftschutzbundes findet am Mittwoch, 15. Juni 1938, um 20 Uhr, ein gemeinsamer Aufmarsch der HI., des BDM. und des Reichsluftschutzbundes auf dem Oswaldsgarten statt. Nach beit Ansprachen der Führer der Formationen erfolgt ein Gemeinschaftsempfang der Reden des Präsidenten des Reichsluftschutzbundes und des Reichsjugendführers, die über alle Reichssender verbreitet werden. Anschließend werden Angehörige der Marine-HI. und des BDM. unter Leitung des Reichslüftschutzbundes praktische Luftschutz-Uebungen vorführen. Die Orts-Kreisgruppe des Reichsluftschutzbundes ladet die Bevölkerung herzlichst ein, ihre Verbundenheit mit dem Gedanken des Luftschutzes durch zahlreichen Besuch zu bekunden. 4051D Ausbau unseres Etraßenbahndienstes. Die Leitung 'unserer städtischen Straßenbahn ist gegenwärtig mit Plänen beschäftigt, die auf eine Umgestaltung und Beschleunigung des gesamten S t r a ß e n b a h n b e t r i e b e s abzielen. Endgültige Entscheidungen liegen bis zur Stunde noch nicht vor, die ganze Angelegenheit ist vielmehr noch im Stadium des Werdens und des Abwägens der verschiedenen Möglichkeiten begriffen. Das Ziel dieser Ausbauarbeit besteht darin, den Verkehr auf beiden Straßenbahnlinien gegenüber der jetzigen Fahrzeit zu beschleunigen, so daß man beispielsweise mit einer schnelleren Beförderung zum Bahnhof als bisher wird rechnen können. Neben der Verkürzung der Fahrzeit der Wagen wird auch in Erwägung gezogen, einige Bedarfshaltestellen für die Zukunft aufzuheben, da für diese Haltepunkte bisher nur ein geringes Derkehrsbedürfnis zu bemerken war. Weiterhin wird von der Straßenbahnleitung erwogen, neben den Straßenbahnwagen auch noch andere Verkehrsmittel, z. B. O m n i b u f f e , in den Betrieb einzustellen, damit hierdurch der Wagenpark der Straßenbahn eine zeitgemäße Verstärkung erfährt und namentlich in den sogenannten Spitzenzeiten beim Einsetzen des stoßweisen Massenverkehrs allen Anforderungen glatt entsvrochen werden kann. Der Zeitpunkt, zu dem diese Neugestaltung des Straßenbahndienstes einschließlich eines neuen Fahrplans zur Einführung kommt, steht bis jetzt noch nicht endgültig fest, er dürfte aber in absehbarer Zeit zu erwarten sein. Unsere hessischen Volkstumsgruppen an Nord- und Ostsee. T Am Samstagvormittag besichtigten unsere hessischen Burschen und Mädchen noch den Tierpark Stellingen, nachmittags wurde noch einmal für eine große Aufführung in der Hanseatenhalle geprobt, und der vergangene Sonntag brachte dann die großen Ereignisse der Reichstagung KdF., den Festzug, das Volksfest und das Feuerwerk. Ueberall standen unsere hessischen Trachtengruppen inmitten der begeisternden Veranstaltungen. Die zur Zeit in der — —-——-—- Nordmark weilenden Burschen und Mädchen der Trachtengruppen unserer Heimat erleben wieder einmal große Tage. Der vergangene Freitag war für sie ein Ruhetag, der aber dazu benutzt wurde, Ausflüge zu unternehmen. So fuhr man unter der Leitung von Georg Heß am frühen Morgen schon durch Hamburg, uni sich die Stadt anzusehen, unternahm ferner eine Hafenrundfahrt, und am Nachmittag ging es auf der Reichsautobahn über Lübeck nach Travemünde. Dort spielte vor dem Kurshaus die Wetterauer Bauernkapelle zur Freude der Badegäste aus dem In- und Auslande auf, und die Burschen und Mädchen drehten sich im Tanze. Unsere jungen Hessen verlebten zwei prächtige Stunden. Auf der Rückfahrt wurde dann in Lübeck Halt gemacht, und auch dort fanden sich schnell viele Volksgenossen, um die Trachtengruppen zu sehen. Allzu bald mußte man dann nach Hamburg zurück. Trotzdem man sehr spät dort eintraf, wurde noch eine Fahrt über die lichterumflutete Reeperbahn unternommen. Gippentage aller oberhessischer Familien Oie Vernbecke. Die Nachkommen des Pfarrers Johann Daniel B e r n b e ck trafen sich traditionsgemäß in dem Stammsitz der Familie in Gießen. Schon am Abend vorher waren die auswärtigen Gäste zu einer Begrüßung im Hotel Hindenburg erschienen, 24 an der Zahl. Es wurden viele fröhliche Erinnerungen an die oft von über 120 Teilnehmern besuchten früheren Familientage wach, die in der Zeit nach 1876 meist in „Steins Garten" abgehalten worden waren. Das waren glanzvolle Feste, zu denen man mit der ganzen Familie kam, die aber vor allem auch deshalb so viel stärker besucht waren, weil die Familie damals noch viel mehr in dem kleineren Umkreis von Hessen wohnte, während sie jetzt in allen Gauen Deutschlands und darüber hinaus ihren Sitz hat. Der Pfarrer vom Wirberg hatte 13 Kinder, von denen sieben heirateten. Drei Söhne waren ledig geblieben, darunter der Altertumsforscher Karl Bernbeck, dessen Nachlaß heute in der Universitätsbibliothek sich findet. Er war gelähmt und ritt auf einem Esel mit rotem Plüschsattel durchs Land. Der zweite unverheiratete Bruder war Christian Bernbeck, der als Pfarrer von Alten-Buseck deshalb nicht heiratete, weil er zwei verwitwete Schwestern mitzuoersorgen hatte. Der dritte war nach Amerika gegangen, hatte es im amerikanischen Freiheitskrieg zum Offizier gebracht und hatte in Texas eine größere Landdotation bekommen, die aber vom amerikanischen Staat nach seinem Tode eingezogen wurde. Die sieben Kinder, die geheiratet haben, begründeten sieben einzelne Stämme, zu denen die Namen Wahl, Strack, Bichmann, Scriba gehören, deren Nachkommen mit denen der Söhne die heutige Familie bilden. 85 Glieder der Familie fanden sich jetzt im Schützenhaus zusammen. Als Senior fungierte Pfarrer i. R. Hermann B e r n b e ck, zuletzt in Hirschhorn. Nach den Verhandlungen, bei denen über Familienblatt. Familienstipendium, Familienarchiv und anderes Beschlüsse gefaßt wurden, ging man zu Tisch, und etwa 30 Glieder der Familie fuhren anschließend mit einem Autobus auf den Wirberg, um das alte Pfarrhaus und die alte Kirche zu besuchen, in denen der Ahnherr gewohnt und gewirkt hatte. Man blieb im Schützenhaus und später im Hotel Hindenburg bis zu den letzten Zügen zusammen und versprach, in zwei Jahren wieder nach Gießen zu kommen. Oie Nömhelds. Im Hotel „Zum Faust" zu Frankfurt a. M. fand der 17. Römheldsche Familientag statt. Die Tagung war von 53 Mitgliedern des nun bereits über vierzig Jahre bestehenden Römheldschen Familien-Der- banbes besucht unb nahm einen sehr befriebtgenben Verlauf. Familienbuch, Stammbaum, Stammtafel unb bas neu erschienene, bie Stammfolge ber Familie Römheld enthaltende deutsche Geschlechterbuch (Bd. 98) lassen die Spuren des Geschlechtes bis in die 30er Jahre des 16. Jahrhunderts verfolgen. Geleitet wird der Verband feit etwa 14 Jahren durch Geh. Justizrat R ö m h e l d in Nidda, dem einzigen noch lebenden Mitbegründer des Römheldschen Familienoerbandes. ^DicDüiitfdicJlrMtofront NS.-Gemeinfchaft „Kraft durch $reube“. Bodenfeefahrt vom 16. b 1 s 26. 3 u n r. Durch Erkrankung bei der Urlaubssahrt 22/38 Bodensee in der Zeit vom 16. bis 26. 3uni sind noch einige Plätze frei geworden. Anmeldungen werden bis zum 15. 3uni in der Geschäftsstelle, Settersweg 60, entgegengenommen. Teilnehmerpreis 41 RM. Näheres in der Kartenverkaufssielle. 4059V Imkertagung am Bienenstand Wieder einmal vereinigte bie Ortsfachgruppe Gießen ber Imker ihre Mitglieder, um in unmittelbarer Derbinbung mit ber Praxis wertvolle Anregungen für bie Arbeit am Bienenstanb zu empfangen. Man traf fid) am Bienenstand des Obmanns Bo d endender am Erdkauterweg. In kurzen Zügen gab der Obmann eine Rückschau auf bie bisherigen Monate bes Jahres 1938, wie sie sich bem Imker barstellen. Das Frühjahr sei nicht fonberfid) günstig gewesen. Da^ Wanbern in trachtreiche Gebiete habe unter bem wechselhaften Wetter im Frühjahr gelitten. In Anbetracht ber hohen Bedeutung der Bienenzucht gelte es, die Dölkerzahl zu vermehren, ber Zucht ber Stockmütter alle Sorgfalt zuzuwenden, eine Verbesserung ber Bienenweibe anzustreben unb sich um eine weitere Ausbildung der Imker zu bemühen. Obmann Bodenbender sprach in weiteren Darlegungen über bie Zucht ber Königinnen unb gab durch praktische Vorführung bes Umlarvens insbesondre ben jüngeren Imkern wertvolle Hinweise. Ueber bie Ein- unb Auswinterung ber Bienenvölker sprach Mitglied H ö b e l e r . Er wies besonders auf die Notwendigkeit der warmhaltenden Verpackung für die Ueberwinterung hin. Nachdem man sich noch über bie Entschädigung für die an der Nosemaseuche eingegangenen Völker unterhalten hatte, wurden noch die Standbegeher genannt unb beren Verpflichtungen umrissen. Dabei wurde herausgestellt, baß diese Standbegeher B e - roter sein und ihr Hauptaugenmerk auf die rechtzeitige Erkennung von Seuchen gefahren richten sollten. Zum Abschluß wurden noch Anregungen über die Derbesserungsmöglichkeiten der Bienenweide gegeben und die Zusammenkunft mit dem Hinweis geschlossen, daß sich ber Jmpker ber großen Bedeutung ber Vienenwirtschaft im Rahmen bes Vier- jahresplanes bewußt sein und dementsprechend handeln müsse. „öreiftang." Im Gietzener Gloria-Palast. Dieser Film, zu dem Friedrich Forster nach einer Idee von Detlev S i e r ck das Drehbuch schrieb, geht, wie „Schlußakkord" und eine Reihe anderer Werke, von einem musikalischen Motiv aus — zwar nicht so, daß das Motiv (aus einer Beethoven- Sonate) geradezu im Mittelpunkt der Handlung stünde, aber so, daß es gewissermaßen zum Symbol für die wechselseitigen Beziehungen der drei Menschen wird, welche an den Brennpunkten der Fabel erscheinen: ein Vater und ein Sohn und die vom Vater geliebte Frau. Die Liebe zu ihr droht bas schöne kameradschaftliche Verhältnis zwischen Vater und Sohn zu trüben, ja zu zerstören, aber als ber Junge bas frühere Leben ber Frau kennen und verstehen gelernt hat, begreift er auch bas Opfer, das ber Vater mit feinem Leden für bie Ehre ber geliebten Frau bringt, unb ist stark genug, ben letzten Willen bes im Duell Gefallenen so au erfüllen, wie es ihm aufgetragen würbe. Es ist schwer, eine Vorstellung von ber Fabel zu geben und babei bem Film gerecht zu werben, ber vom Spielleiter Hans Hinrich mit viel künstlerischem Feingefühl in Szene gesetzt würbe: es finb eine Reihe ausgezeichnet empfundener und wiedergegebener Szenen darin, aber man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, daß weder in ber Bilberfolge noch in ihrer musikalischen Unterstreichung und Ausbeutung alles erschöpft würbe, was etwa eine Erzählung aus ber Idee hätte machen können. Die Welt einer kleinen deutschen Garnisonstabt anno 1911 mit bem Aufziehen der Wache, mit Abiturientenfest und Schülerliebe und kleinstädtischem Klatsch ist zu einer stellenweise fast grotesk anmutenden Wirklichkeit erweckt worden; es ist zugleich die Welt der erwachenden Technik, des „Kinematographen" und der ersten Flugmaschinen: beides spielt eine nicht unwesentliche Rolle in den Zusammenhängen der Handlung. Die Figur des Vaters, der als Hauptmann den Abschied genommen hat, um sich der Konstruktion von Flugzeugen zu militärischen Zwecken zu widmen, ist sicher ganz real und eben in dieser Zeit und Umwelt interessant genug, aber sie würde ebenso wie die Erscheinung der Frau an Lebendigkeit und Fülle gewonnen haben, wenn man beide in der stetigen Entwicklung einer Erzählung hätte aufwachsen und einander begegnen losten können. So wirkt das Ganze manchmal wie ein Mosaik aus Teilmotiven, die man — man denke etwa an bie „Vergangenheit" der Frau — gern organischer entwickelt unb schärfer belichtet gesehen hätte. Darstellerisch erscheint das musikalische Motiv des Dreiklangs wirklich harmonisch bewältigt. Paul Hartmann gibt in dem Hauptmann eine wundervoll klare und reife Gestalt, väterlich unb männlich, nobel und ritterlich, dabei immer auf die bem ehemaligen Offizier anerzogene Haltung be- bacht, bie er mit seinen allerletzten Worten auch von seinem Sohn forbert. Den spielt Rolf M o e - b i u 5 (noch unvergessen aus bem „Urlaub auf Ehrenwort") mit allem Ueberschwang, aller Unklarheit, Enttäuschung unb Verwirrung bes ganz jungen, eben aus ber Schule ins Löben entlassenen Menschen. Zwischen beiben bie Dagover, sehr fein, anmutig und damenhaft, in ihren Gefühlsäußerungen gleichermaßen gelöst und beherrscht (wofür namentlich die Schlußszene ein gutes Beispiel gibt). Um diese drei gruppiert sich ein kleines Ensemble, aus dem sich vor allem Karl G ü n t h e r , Walter Werner, Helga Marold unb Werner Ple - dath herausheben. Die Musik, bie eine Reihe schöner, klassischer Passagen einbezogen hat, schrieb Kurt S ch r ö b e r. An ber Kamera: Werner Krien. — (Ufa.) ♦ Im Beiprogramm sieht man außer der neuen Wochenschau eine Anzahl liebevoll ausgewählter und photographierter Landschaftsbilder „Aus der Heimat des Freischütz". Hans Thyriot. Zeitschriften. — „Männer, wenn sie ins Wasser gehen" heißt eine Untersuchung, bie im neuesten Heft ber „neuen linie" (Verlag Otto Beyer, Leipzig) in vergnüglicher Form bas Jnswassergehen zum Zwecke des Badens in Badewannen sowie in stehenden und fließenden Gewässern behandelt. Um den Einblick in die seltsamen Sitten und Gewohnheiten von Leuten am Wasser zu vertiefen, bringt das Heft außerdem eine bunte Strandfibel, geschrieben unb gezeichnet von Hubert Mumelter. Eine farbige Veröffentlichung über bas KdF.-Seebad auf Rügen, ein schöner Bildbeifrag über die letzten Segelschiffe, Reiseaufsätze über Finnland, über bekannte unb unbekannte deutsche Seebäder unb bie luftigen Seemannsträume von Peter Bamm machen bieses Heft zu einer lebenbigen See- unb Babe- Nummer. Die Galerie ber Filmliebhaber um Greta Garbo, Marlene Dietrich unb Pola Negri veranschaulicht bie Verwandlung bes Männergesichts in ben letzten 15 Jahren. — Der Modeteil'schließlich zeigt die neuen Babe- und Strandmoben in reizvollen Modellen. Alle Wirishausschilder. Don Mathias Werner. Es waren bis in bie Mitte bes 19. Jahrhunderts hölzerne, schmiedeeiserne, bkecheme unb kupferne Tafeln, worauf sie ber Wirtshäuser Namen unb Besonberheiten vermerkt hatten, umrahmt von einem Kranze von Weintrauben und Weinblättern, oder gefrönt von einem Bierkrug, um anzuzeigen, daß hier Fremde einen guten Trunk bekommen, beköstigt werden unb Wohnung finden konnten. Häufig würbe ein Fuhrmann mit Pf erb unb Wagen bargestellt, wie er über Land fährt, um Fuhrleute zur Einkehr zu verlocken. Zuweilen war es eine Land kutsche, neben der der Herr Wirt ein Glas Wein in ber einen und den Hut oder sein Käppchen in der anderen Hand hielt. Zeigte das eine Wirtshaus die Aufschrift „Zum weißen Rößlein", manchmal auch noch den Zusatz: „Gut Stallungen for Reuter und fahrend Passagiers und Roßtäuscher", so hängte ber andere Gastwirt — wenn er schon etwas Besonderes vorstellen wollte, bas Bildnis ober bas Wappen bes Lanbesherm ober eines anderen Bedeutenden über seine Haustür. Oft hatten sie auch schon bei ihm gewohnt ober gespeist. An vielen Wirtshäusern Oberdeutschlands waren zuweilen zehn, zwanzig und mehr berartige Bilder, die off von hohen Herren dem Wirt als Anerkennung für bie gute Herbergung und Nahrung geschenkt worben waren — die Vorläufer der späteren Hoflieferantenwappen. Am allermeisten fand man Wirtshäuser mit Abbildungen eines Löwen, Elefanten, Bären, Hirsches, Adlers, Falken, Raben, Schwanes ober Hahnes, oft Tiere, in einer bestimmten Farbe gemalt, wonach bann das Gasthaus „Zum blauen Elefanten" oder „Zum roten Hahn" benannt wurde. Diele tauften ihr Einkehrhaus „Zum Engel". Ein mittelalterlicher Spottvogel schreibt aber dazu: Kommet man in solchen Kretscham, so findet man einen Teufel von Wirt. Im Gasthof „Zum Lamm" ist ein Wolf, der den Gast mit samt den Pferden auffressen wollt, auch ein bös Weib, so ihn Übel frottieret. Im „Güldenen Stern" aber ist es so dunkel, wenn man gleich eine Laterne mifgebrachf Hütt. — Andere Wirte wählten ihre Schilder nach den Herkunftsländern und -sfädten, aus denen sie ober ihre Gäste für gewöhnlich stammten. Von der „Stadt Hamburg" wußten bann bie Hamburger, daß sie hier bie gewohnte Hamburger Kost unb Hamburger Landsleute finden und Hamborgisch sprechen konnten. Welches denn über alle Maßen bequem ist unb einem Fremben nicht langes Nach, forschen verursacht. Zuweilen hingen auch an den Wirtshäusern noch ein oder mehrer^ Wappenschilde verschiedener Hand- werkszünffe, bie hier ihre Herbergen hatten, welches Aushängen, wenn bas Wirtshaus geändert wurde, in bestimmter Art vor sich ging. Die ganze Zunft holte das Schild mit Musik in feierlichem Zuge vom alten Wirf ab und brachte es in den neuen Krug, wobei natürlich Wein und Bier des neuen Herbergsvaters ausgiebig, versucht wurden. Als ein großer Mißbrauch galt es vielfach, wenn Wirte biblische Geschichten auf ihr Schild malten, um davon einen sehr weltlichen Gebrauch zu machen. So beschwerten sich im Jahre 1673 die Geistlichen Thüringens darüber, daß ein Wirf auf feinem Schilde den mit Gott ringenden Jakob dar- gestellt und darüber geschrieben hafte: „Zur guten Begegnung", welche aber „oftmalen schändlich und ländlich genug ausgefallen" Ein anderer malte einen Pilger mit dem Wanderstabe in der Hand auf dem Wege zum Himmel und als Bezeichnung feiner Wirtschaft darüber: „Zum guten Wege", „ber aber manchmalen in das, Fegefeuer des Beutels führte". Sehr gemein sei auch ein Schild, das den jungen Tobias mit dem Engel Raphael darstelle, ingleichen ein Bild mit dem Brunnen, bey welchem der Heiland mit dem samaritanischen Weibe gesprochen habe, „in dessen Andenken sich dieser Wirt das Wassergüßen unter ben Wein nur mehr als zu viel bebienet". Weintrauben als Gtraßenscbmuck. Das Weinffädfchen Winningen an ber Mosel hat jetzt eine „Generalreinigung" des Stadtbildes durch- geführf. An den Fachwerkhäusern, deren Fassaden im Laufe der Zeit überputzf worden waren, ist das Fachwerk wieder freigefegt worden. Um dem Ort ein schönes, einheitliches und dem Charakter der Landschaft entsprechendes Aussehen zu geben, dürfen die Häuser in Zukunft nur. noch einen Anstrich in hellgrauen oder gelblich-braunen Tönen erhalten. Die vielen aus heimischen Natursteinen erbauten Käufer werden einen besonderen, für den Weinort charakteristischen Schmuck erhalten. Dor jede« Haus wird ein Weinstock gepflanzt, der Taselfrauben trägt. Mit ihrem satten Grün im Sommer unb ben im Herbst aus buntem Laub golben leuchtenden Trauben, die übrigens auch an die Fremden verkauft werden sollen, werden diese Rebstöcke zur Belebung bes Straßenbilbes beitragen. 5 Die alten 116er Helsen 2. 3. 4. Die Sarbielungssolge Die Gefallenen-Lhrung am 19. 3uni am Ehrenmal. 1. i>c Ab dir, Reh! 15. 16. 9. 10. 11. 12. 13. mir und 17. 18. 5. 6. 7. 8. e i c . n , ■ t c ; di ri ü. . se 9' r r B m m E li. ai di re w fr . L so Ze n, fr dk re ci. , P fei str he bc ar P • bl 27 W ! irr T. i* h li n L a ' sc 2 ti u' sc Nr. 116. Ansprache des Regimentskommandeurs Oberst Herrlein. Nationallieder. Ansprache: Generalmajor z. D. Mohr. Musikstück: 116er-Marsch von C. Krauße. Ansprache: Hauptmann d. R. Senßfeldek, Bad-Nauheim, Verbandsführer ehem. 116er. Mu itstück: Badenweiler Marsch. Ansprache: Kreisleiter Backhaus, Gießen. Musikstück: Somme-Kämpfer-Marsch. Ansprache: Oberbürgermeister Ritter, Gießen. Liede,rvorträge: Soldatenchor der 6. Kompanie a) Nachtpatrouille, Samstag, 18. Juni: Empfang der Teilnehmer am Bahnhof durch Angehörige des II. Ball, des Regiments und die Regimentsmusik. 20.00 Uhr: Großer Kameradschaftsabend in der Volkshalle und im Zelt auf dem Trieb unter Mitwirkung der Regimentsmusik und Einlagen der Kompanien. Kurze Begrüßungsansprachen. Sonntag, 19. 3uni: 6.30 Uhr: Großes Wecken (ausgeführt durch eine Einheit des II. Ball, und Regimentsmusik). Weg für das Große Wecken: Verdun-Kaserne, Licher Straße, Moltke- straße, Hitlerwall, Walltorstraße, Kirchenplatz, Mäusburg, Kreuzplatz, Seltersweg, b) Wenn die Garde kommt. ; 14. „Das alte und das neue Regiment", vier Sol-' daten erzählen aus: , a) der Zeit der Freiheitskriege, b) vom deutsch-französischen Krieg 1870/71, c) vom Weltkrieg, d) der Nachkriegszeit; anschließend Soldatenchor der 6. Kompaniek „Alte Kameraden". '• Sie legte ihm die Hand auf den Arm. „Fritz, nun sei doch vernünftig. Was bleibt denn anderes übrig? Mama schreibt, daß sie Papa mich dringend zu sehen wünschen Papa geht es in letzter Zeit gar nicht gut, schreibt Mama. Sage mir einen vernünftigen Grund, warum ich dem Ruf nicht folgen sollte. Daß ich hier bei einem gewißen Fritz Armbruster während der heißen Monate Kindermädchen spielen muß, dürfte oett Eltern nicht einleuchten." (Fortsetzung tototU „Natürlich? Du findest es also natürlich, daß du mich hier in der scheußlichsten aller Jahreszeiten einfach allein läßt? Ich finde das roh von 2. 3. 4. St in Ak äu die jed Zc . mc tot! । sel ! I bei sei an Lu leime Fr all fas ' gri ach da> far Eu wn eut lich spa bei h hat Zu au- erst gez gcl sich Fri steh Un ode dur schc neu, > abh 2 Doi Lü; tsch . Der Tei , Bec gen drei Kri. . 3nf . lin däck Wei dun Kris' ■ oon Enx mac We> entt tion und alles fertigzumachen, denn „Frau Armbruster" vergaß nur allzu leicht jede verwandtschaftliche Hindenburawall, Goethestraße, Ludwig- straße, Luowigplatz, Kaiserallee. 10.20 Uhr: Einholung der alten und neuen Regimentsfahnen aus der Zeughauskaserne. 10.30 Uhr: Gefallenen-Gedenkfeier am 116er- Ehrenmal mit Fahnenkompanie und den ehem. 116ern. Anschließend gemeinsamer Marsch zum Trieb. „910", machte er und dachte bei sich: Eigentlich ist es nicht viel besser als ein Zank gewesen, heute rüh am Telephon. „Na schön. Ich mische mich nicht in deine Sachen. Grüß die Kleine! Aber um vier Uhr bist du wieder hier." Fritz Armbruster nahm einen Taxi, denn es war pät geworden, und fuhr zu dem kleinen Beisel in )er Nähe des Konservatoriums, wo er seit seiner Studentenzeit, seit er sie kannte, manchmal mit der Reh eilt rasches Mittag „zwischen den Schlachten" zu essen pflegte. Sie war noch nicht da, er mußte warten. Er muhte sogar lange warten. Wahrscheinlich hatte sie auf dem Paßbüro zu tun? Obgleich er ihr morgens am Telephon das Versprechen abzunöttgen versucht hatte, keine Schritte in dieser vertrackten Sache zu tun, bevor sie sich gesehen. Endlich kam sie, schlank und schön in ihrem weißen Leinenkleid, begrüßte mit einem „Servus", das sie sich während ihrer Wiener Zeit angewöhnt hatte, wenn sie mit Kameraden sprach, ein paar Studenten, die gleichfalls hier saßen, und setzte sich zu ihm an den Tisch. „Hast du schon etwas bestellt, Fritz?" „Keine Idee! Ich habe auf dich gewartet." Er unterstrich das Wort, obwohl er sich eigentlich vor« genommen hatte, heute unter allen Umständen ganz besonders nett mit ihr zu fein. „Warten! Ja, übe dich nur. Du wirst diesmal ziemlich lange auf mich warten müssen." „Wieso? Was heißt das? Du bist also entschlossen, zu reisen?" „Ich habe schon alles besorgt." „Du versprachst mir dock, keine Schritte —" „Mein Lieber, dein Gedächtnis läßt nach? Ich versprach gar nichts. Du wolltest, daß ich es verspreche, aber ich tat es nicht. Natürlich reise ich." Bei dem Massenaufmarsch anläßlich des 116er- Regimentsappells kommt es auf pünklliche und ordnungsgemäße Durchführung der einzelnen Veranstaltungen an, so daß die Kameradschaft ehemaliger 116er noch einmal einen dringenden Appell am gestrigen Montagabend abhielt. , Kameradschaftsführer Hans Bill gab die Einzel- f)eiten für den Aufmarsch der ehemaligen 116er und der Kriegsformationen bekannt. Er hob hervor, daß es nicht nur im Interesse eines reibungslosen Ablaufes, sondern auch in dem jedes Beteiligten liegt, wenn er pünktlich alle Zeiten einhält, damit ihm bei den erforderlichen Absperrmaßnahmen keine Schwierigkeiten entstehen. Für die Einweisung in die Quartiere können sich noch Straßenkundige Kameraden melden, die den auswärtigen Kameraden mit ihren Stadtkenntnissen Zu Rate gehen. Die Führung in die Quartiere wird anderweitig besorgt werden. In der Bahnhofshalle werden Wegweiser zum Quartierbüro vorhanden sein. Um das Wiedersehen mit den alten Kameraden zu fördern, werden bereits am Samstagabend in der Volkshalle die Tischanordnungen kompanieweise erfolgen. Kamerad Reitz wird die Vorbereitungen dafür durchführen. Auch am Sonntag treten die Kameraden kompanieweise an, marschieren im Kom- panieverband und bleiben dann den Tag über zusammen. Für den Samstag abend ist es notwendig, geraten! Zwei Dutzend Briefe wurden diktiert, ein Dutzend davon wieder zerrissen. Der Schreibtisch sah aus wie ein uNaufgeräumtes Schlachtfeld, als „Frau Armbruster" eintraf und ihren Neffen sofort zu sich in das Allerheiligste deschied. „Tag, Frau Armbruster!" sagte er und reichte ihr flüchtig seine kleine, fleischige Hand; er nannte sie immer so und niemals „Tante", weil ihm das au albern erschien und vor Fremden, die zu Verhandlungen ins Büro tarnen, entschieden nicht gut wirkte. „Tag, Fritz! Na, was Neues? In Budapest ist alles glatt gegangen. Was hast du denn? Du siehst aus, als ob dir der Weizen verhagelt ist." „Ach, nichts, Frau Armbruster. Nur so allgemein. Man verkommt ja hier in der heißen Stadt. Direkt blöd ist das ja hier! Ich möchte mal 'raus, in die Berge oder an den Lido oder —" „Sonst möchtest du wohl nichts?" fragte sie. „Gerade jetzt, wo wir die Saison vorbereiten, weg- fahren, lieber Junge, du sagst dir hoffentlich selbst, daß davon keine Rede sein kann." „Ja, Frau Armbruster, aber wann wird denn einmal davon die Rede sein? Vor der Saison geht's nicht, und in der Saison geht's erst recht nicht! Ich muß aber wirklich mal ausspannen! An den Gardasee möchte ich —" „Möchte ich auch. Und verschiedenes andere möchte ich auch noch. Also, reden wir zur Erholung von den Geschäften." Fritz Armbruster schluckte seinen Aerger hinunter und fing an, der Tante Vortrag zu halten, wie sie es gewöhnt war. Sie saß mit der Miene einer Kömasmutter hinter ihrem großen Schreibtisch, machte sich hier und da eine Notiz, während er redete, erledigte inzwischen einige Telephonanrufe und sagte zum Schluß gnädig: er solle mit ihr frühstücken. „Bedaure aufrichtig, Frau Armbruster!" Es tat ihm eigenllich leid, denn eine Einladung zum Früh- stück mit der Tante war unter keinen Umständen zu verachten, zumal er gern frühstückte. „Warum?" „fyabe mich verabredet. Mit der Reh." „Bringe sie mit!" Frau Armbruster mochte das schöne Mädchen, das für ihren ziemlich verbummelten Herrn Neffen eigentlich zu schade war, gut leiden. „Bringe sie mit!" „Geht nicht, Frau Armbruster. Geht diesmal leider nicht. Ich habe mit der Reh dringend zu reden. Und wenn man mit dir frühstückt, konzen- triert man sich ganz aufs Essen", versuchte er zu scherzen. »Habt ihr euch gezankt?/ Musikstück: „Volk ans Gewehr". Ansprachen der Kameradschastsführer der Regiments-Vereinigungen (nach vorheriger Anrnel- düng beim Kommandeur JR. 116). Bodengymnastrk. Großer Zapfenstreich. einmal durchgenommen. Am heutigen Dienstagvormittag sahen wir andere, nicht minber irrte r- essante Bilder. Da mar zum Beispiel eine Infanterie- Geschütz-Kompanie mit interessanten Fahrübungen und Bereitstellungen zum Gefecht beschäftigt. Eine große Abteilung übte im Massenaufgebot interessante Boxkämpfe, wobei die Regimentsmusik die Aus- marschmusik darbot. Weiter zeigten die Manner des Reiterzuges ihre Reitkunst und zugleich Die prächtige Ausbilbung der Pferde. Die Mannschaften der Turnabteilungen waren ebenfalls in starker Besetzung zur Stelle. Die Medizinball-Mannschasten fehlten natürlich auch nicht. An anderer Stelle sah man vortreffliches Schulreiten. Kurzum: wohin man blickte, überall war viel Interessantes zu sehen und überall Konnte man die Wahrnehmung machen, daß unsere 116er mit Schneid und mit regstem Einsatzwillen bei der Vorbereitung ihres großen Regi- mentsfestes sind. , _ So wird es jetzt bis zum Freitagabend alle Tage gehen. Jeden Vormittag und jeden Nachmittag wird dort oben viel zu sehen sein. Besonders interessant dürfte es aber noch werden, wenn erst die Uebungen zu dem großen Parademarsch stattsinden werden. sAuf der ganzen Linie ist das Regiment dabei, sich Große Strafkammer Gießen. Der H. und der W. O., sowie der I. L. aus Rohrbach (Kreis Büdingen) waren im März d. I. wegen falscher Anschuldigung hzw. übler Nachrede in mehreren Fällen zu Gefängnisstrafen von drei Monaten zwei Wochen, fünf W o - chen und einem Monat verurteilt worden. Während der Angeklagte L. es bei der Strafe bewenden ließ, legten die Gebrüder O. gegen dieses Urteil Berufung ein, die sie allerdings von vornherein auf das Strafmaß beschränkten. Der Hauptangeklagte H. O. hatte in einer Anzeige an die Staatsanwaltschaft behauptet, der Bürgermeister seiner Gemeinde habe sich einer Verleitung zum Meineid schuldig gemacht. Bei der Vernehmung gab er weiter an, dieser habe auch den Oberamtsrichter von Büdingen der Bestechung bezichtigt. Damit nicht genug, verdächtigte er den Bürgermeister in zwei Schreiben an das Amtsgericht "bzw. an die (Bauleitung in Frankfurt der Brandstiftung und machte ihm judenfreundliche Gesinnung und weitere unehrenhafte Handlungen zum Vorwurf. Der Angeklagte W. O. hatte diese Behauptung seines Bruders in der Öffentlichkeit verbreitet. Die Berufungsverhandlung, zu der 25 Zeugen geladen worden waren, nahm zwei volle Verhand- lungstage im Amtsgericht Büdingen in Anspruch, sie ergab jedoch in tatsächlicher Hinsicht nichts Neues. Da einroanbfrei festgestellt werden konnte, daß die von dem Angeklagten erhobenen Vorwürfe vollkommen haltlos waren, hatte das Gericht bei dem Hauptangeklagten H. O. keine Veranlassung, die Strafe zu ermäßigen, sondern es erhöhte im Gegenteil die Strafe auf vier Mo nate , wäh- reno es bei dem Angeklagten W. O. die Berufung zurückwies. In der Urteilsbegründung führte der Vorsitzende aus, daß das Gericht exemplarische Strafen für notwendig halte, um endlich derartig schnöden Denunzianten das Handwerk zu legen und gleichzeitig andere zu warnen. daß die Kameraden menen des zu erwartenden starken Andranges möglichst vor 20 Uhr ihre Plätze in der Volkshalle einnehmen. Hier wird dann ein umfangreiches Programm abgewickelt, dessen wichtige Einzelheiten bekanntgegeben wurden. Der stellv. Aufmarschleiter, Major d. Res. Höl- z e I gab noch einmal einen Ueberblick über die Aufstellungen, wobei auch er auf unbedingte Pünktlichkeit und Befolgung der Anordnungen aufmerksam machte. Während der Besuch des Begrüßungsabends am Samstag in der Dolkshalle zwanglos vor sich geht, ist am Sonntag der geschlossene Aufmarsch unbedingt erforderlich. Am Kirchenplatz treten die Kameraden kompanieweise an, und zwar zuerst die ehemaligen 116er in der aktiven, der Reserve- und in der Landwehr-Formation, dann die Kameraden der ehern. 186, 222, 254, 390 und 418er. In dieser Reihenfolge marschieren sie zur Gefallenenehrung und zur Parade auf den Trieb. Kameradschaftsführer Bill dankte Kamerad H ö l z e l für die Erläuterung und appellierte an die soldatische Haltung aller „Ehemaligen", die bekannte mustergültige Ordnung der allen Soldaten erneut unter Beweis zu stellen. Nachdem noch eine Reihe von Einzelfragen klar- gestellt worden waren, schloß der Kameradschaftsführer den letzten Appell vor der großen Jubiläumsfeier in üblicher Weise. Auf dem Trieb herrscht jetzt an jedem Tage Großbetrieb. Vormittags und nachmittags kann man dort Ereignisse sehen, die des gespanntesten Interesses wert sind. Es handelt sich um die letzten Vorbereitungen unseres Infanterie-Regiments 116 für die umfangreichen Darbietungen am nächsten Sonntag. Da sieht man nicht nur Männer mit den verschiedensten Handwerkszeugen bei der Arbeit, son- dem auch ganze Abteilungen beim sportlichen Training. Rund um den Platz herum werden die Anlagen geschaffen, mit deren Hilfe der starke Besucher- zusttom geregelt werden soll. Auf dem Sportplatz der Spielvereinigung 1900 ist von der Umzäunung nach der Grünberger Straße zu ein breites Stück beseitigt worden, um dadurch den Blick unbehindert fteizugeben in der Richtung nach dem Philosophenwald. Diese Arbeit gilt der Herrichtung des Platzes für die großen Freilichtaufführungen des Regiments mit Bildern aus „Wallensteins Lager", die aller Voraussicht nach einer der besonderen Höhepunkte der Gesamtveranstaltung sein werden. Rücksicht, wenn man ihr das Geschäft verdarb. Elf Uhr achtundvierzig würde sie von Budapest zurückkehren und sofort in das Büro fahren, hatte sie bei der Abreise hinterlassen. Fritz Armbruster war der Neffe von Frau Mizzi Armbruster, in Firma „Konzertdirektion Armbruster, Wien I, Wollzeile 37". Mehr als das, er war der Prokurist und mutmaßliche Erbe des großen Geschäfts, denn leibliche Kinder waren Mizzi Armoruster in chrer kurzen Ehe versagt geblieben. Um das Geschäft in der Familie zu erhalten, hatte sie sich dieses jungen Neffen angenommen, der damals am Staatlichen Konservatorium Musik studierte, nachdem er schon vorher ein Jahr lang in München dem gleichen Studium abgelegen hatte. Als sie ihn ein einziges Mal am Flügel gehört, war sie sogleich überzeugt gewesen, daß sein Talent dem Schulgeld nicht entsprach; und mit der ihr eigenen Energie hatte sie ihn kurzerhand genötigt, die Studien aufzugeben und in das Geschäft einzu- treten. Und Armbruster hatte das, offen gesagt, nicht besonders ungern getan. Denn auch er besaß von seinen musikalischen Gaben keine so hohe Vorstellung, daß er sie nicht für das Wohlleben eines festbesoldeten jungen Mannes gern geopfert hätte. Seit Jahr und Tag saß er nun, mit dem schönen, in diesem Fall aber wenig bedeutenden Titel eines Prokuristen geschmückt, im Büro an der Wollzeile und betrieb die Geschäfte, die ihm zugewiesen wurden, genau wie er bisher seine Unterrichtsstunden absolviert hatte: ein wenig nachlässig, ein wenig mit der linken Hand, aber auf eine so scharmante Weise, daß selbst die strenge „Frau Armbruster" ihm niemals ernstlich böse sein konnte. Er bezog sein festes Gehalt, mit dem er selten auskam, be« Letzte Vorbereitungen zum 116er-Tag. Das Regiment täglich bei fleißiger Aufbau- und Llebungsarbeit auf dem Trieb 12.00 Uhr: Paradeaufstellung des Regiments und der ehemaligen Angehörigen auf dem Trieb. Anschließend Vorbeimarsch. An diesem nehmen auch alle marschfähigen ehemaligen 116er teil. ___13.30 Uhr: Essenausgabe bei den Feldküchen. 14—16.30 Uhr: Besichtigungsmöglichkeit sämtlicher Am gestrigen Montagnachmittag war auf dem Trieb lebhafter Gefechtslärm zu vernehmen. Da, ----- .. v < krachten Kanonenschläge und knatterten Maschinen- aufs Beste zur vollendetsten ßeif tung bere^3uma^en. qewebre. Es wurden gefechtsmäßige Uebungen für Und so sind denn auch schon diese Dorbereitungstag die Veranstaltungen beim 116er-Tag immer noch' für alle Zuschauer von stärkstem Jnteresie. raben"; 5. Kranzniederlegungen (kurze Gedenkworte). । 11.00 Uhr Abmarsch der Fahnenkbrnpanie. Aufmarschleiter: Hauptmann d. R. Senßfelder. Versammlung für den geschlossenen Anmarsch: 1. Kameradschaften ehem. 116er und der Kriegs- aüffteüungen: Kirchenplatz; Beginn 10.30 Uhr. Meldung der Aufstellung durch den Regimentskommandeur, Oberst Herrlein, an den Kommandierenden General des IX. Armeekorps und Befehlshaber im Wehrkreis IX, General der Arttl« lerie Dollmann, Kassel; Regimentsmusik: Nieder!. Dankgebet (1. Vers); Ansprache: Pfarrer Leutnant d. R. Trapp; Ansprache: Regimentskommandeur Oberst Herr- lein. Fahnensenkung — „Ich hatt' einen Kame- Gletzener Dochemriarktpreile. * Greß en, 14. Ium. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Feine Molkereibutter, % kg, 1,52 Mark, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, bas Stück, 4 bis 10 Pl-, Eier, deitt- sche, Klasse S 13, Klasse A 12%, Klasse B 12, Klasse C 11%, Klasse D 10%, Enteneier 11% bis 12%, Wirsing, grün, % kg, 10 bis 12, gelbe Rüden, neue Bündel 20 bis 25, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 8 bis 15, Römischkohl 8 bis 12, Bohnen, grün, 20 bis 35, Spargel, 1. Sorte 55, 2. Sorte 35 bis 50, 3. Sorte 40 bis 45, 4. Sorte 20 bis 25, Erbsen 30 bis 45, Tomaten 40 bis 70, Zwiebeln, neue, Bündel 20, Rhabarber, % kg, 12 bis 15, Kartoffeln, alte, 5, 5 kg 44 Pf., 50 kg 3,30 bis 3,90 Mark, neue, % kg, 14 bis 15 Pf., Aepfel, ausländische, 60, Kirschen 70 bis 80 Pf-, Erdbeeren 1.— bis 1,20 Mark, junge Hahne 1,10 bis 1,15 Suppenhühner -,90 bis 1,05 Mark. Blumenkohl! das Stück 10 bis 60 Pf., Salat 5 bis 10, Salat- qurfen 35 bis 50, Oberkohlrabi 15 bis 18, Lauch 5 bis 10, Rettich, das Bündel 20, das Stück 10 bis 15, Sellerie 10 bis 30, Radieschen, Bund 5 bis 10 Pf. * ** Dienstjubiläen bei den Universitäts-Kliniken. Von der Verwaltung der Universitäts-Kliniken wird mitgeteilt: Die Küchenverwalterin Schwester Milli Peters der gemeinsamen Küche der Augen- und der Kinderklinik feiert am morgigen Mittwoch, 15. Juni, das Jubiläum einer 25jährigen Tätigkeit im Dienste der Kliniken. Schwester Milly genießt bei Vorgesetzten und Gefolgschaftsmitgliedern, wie auch bei den Patienten das beste Ansehen. — Ferner kann die Zentralwaschanstaltsangestellte Marie Weinandt aus Klein-Linden am Donnerstag, 16. Juni, auf eine 25jährige Tätigkeit in den Universitäts-Kliniken zurückblicken. Auch sie genießt bei Vorgesetzten und Gefolgschaftsmitgliedern alle Wertschätzung. ** Motorraddiebe f e ft genommen. Am Samstag wurden zwei etwa 20 Jahre alte junge Männer von hier wegen Diebstahls von Motorrädern und unbefugter Benutzung von Fahrrädern feftgenom- men und dem Amtsgerichtsgefängnis zugeführt. Die Motorräder, die hiesigen Eigentümern gehören, konnten wieder herbeigeschafft werden. MtMtmMflite Vornan von Hans von Hülsen. Copyright by Prometheus-Verlag, Dr. Eichacker, München-Gröbenzell. 1. Fortsetzung. (Nachdruck verboten!) Fritz Armbruster kam am Montagvormittaa sehr spät und in ganz außerordentlich schlechter Laune in das Büro an der Wollzeile. Die Damen im Sekretariat waren gewohnt, daß er irgendeine Melodie vor sich hinträllerte und ihnen ein vergnügtes „Hobe die Aehre!" zurief, sie wohl auch mit listigem Zwinkern seiner runden Auaen fragte, ob sie gut geschlafen hätten. Von alledem war heute nicht die Rede. Er riß die Tür auf, warf sie wieder zu und stürmte, den Hut auf dem Kopf, in sein Zimmer. Dort ergriff er sofort das Telephon. „Bedaure, die Dame ist eben ausgegangen", klang es aus der Muschel. „So, ausgegangen!" Aergerlich legte er den Hörer auf. Das Fräulein am Vermittlungsapparat im Büro konnte nun wenigstens den verwunderten und empörten Kolleginnen mitteilen, daß vermutlich „die Dame" der Grund der schlechten Laune war. „Die Dame" — also das Fräulein „Reh". Man wußte ja Bescheid! Fritz Armbrusters Barometer stieg den ganzen Vormittag lang nicht um einen Strich. Es stand auf „Sturm". Immer von neuem machte er das Büro wild, indem er bald diese, bald jene Korrespondenzmappe verlangte — und stets war es die falsche. Na, man wußte ja, daß der junge Herr Armbruster von Zeit zu Zeit an Launen litt. Man verzieh sie ihm ohne weiteres, weil er sonst ein wirklich netter Junge war. Aber heute war es doch beinahe zu stark. Fräulein Wingert, die für ihn persönlich schrieb, wagte eine entsprechende Frage im Ton wärmster Anteilnahme, mit dem sie sonst stets Erfolg gehabt hatte; heute erhielt sie nur die grobe Antwort: sie möge sich gefälligst um ihren eigenen Kram kümmern. Worauf sie sich beleidigt zurückzog. Und gerade heute gab es soviel Post, wie feit langem nicht in diesen Hundstagen, in denen die Geschäfte noch schlechter gingen als ohnehin. Er arbeitete verzweifelt, um hindurchzukommen Unterkünfte des Regiments und Kaffeetafeln in den Kasernen. 17.00 Uhr: Wehrsportfest auf dem Trieb. Sportliche und militärische Vorführungen. Anschließend Preisverteilung durch den Regimentskommandeur Oberst Herrlein. 20.30 Uhr: Aufführung oon „Wallen st ei ns Lager" durch Angehörige des Regi» ments. 21.40 Uhr: Tanz in der Volkshalle und Trieb. Montag, 20.3uni: 9.45 Uhr: Frühschoppen in den Gaststätten Gießens und Stadtbesichtigung. Billige Möglichkeit zu Kraftwagen-Gesellschafts- fahrten zum Gleiberg nach vorheriger Anmeldung beim Regiment in der Wach' stube der Bergkaserne. Abfahrt 10 Uhr Bergkaserne. 12.30 Uhr: Derpflegungsausgabe an den Feldküchen (Bergkaseme). 17.00 Uhr: Wehrsportfest. 20.30 Uhr: Wiederholung von „Wallensteins Lager" auf dem Trieb. Der Kameradschaslsabend am 18. 3mü in der Volkshalle um 20.30 Uhr. wohnte eine kleine Junggesellenwohnung und saß allabendlich im Kaffeehaus Zentral an der Herrengasse, wo er seinen Tarock spielte — wenn er nicht mit Reh zusammen war. Außerdem ging er mit Reh und „Frau Armbruster" in alle Konzerte, die die Firma veranstaltete, und dann und wann in das Opernhaus oder in das Burgtheater oder in das Theater an der Wien zur Operette. Es war im großen und ganzen ein angenehmes Leben. Und wenn „Frau Armbruster" sich einmal erweichen lassen würde, sein Gehalt „entsprechend seinen geschäftlichen Fähigkeiten" zu steigern, bann würde er Reh heiraten. Vorausgesetzt, daß sie bann wollen würde. Einstweilen wollte sie durchaus nicht, hatte nur ihre Gesangsstunden im Kopf und lachte ihn aus, wenn er vom Heiraten sprach. Aber das v würde sich ja hoffentlich geben. verwandtschaftliche l Ach, es wollte heute mit der Arbeit gar nicht 1. Musikstück: Große Fantasie aus „Der fliegende Holländer" von Richard Wagner. ‘ Gedichtvortrag: „Anloy, der Ehrentag des Regiments 116" (Feldwebel Hühne, 15. Komp.). Musikstück: Alexandermarsch II. 161 von F. Bernhardt, Parademarsch des ehern. Infanterie- Regiments „Kaiser Wilhelm" (2. Großh. Heft.) ■ffte. Forst- und Holzwirtschast im GroßdeuWen Reich Aus der Siegerliste des HI-Vannsporffestes Waldungen — geschweige denn eine Gefährdung der erwähnten Wohlfahrtswirkungen — zu fürchten wäre. Weins $ !k 6ob' 72,40 m, Wirtschaft nponief tntnaL S.Ji.-tfport Die Ergebniffe des Weidig-Vergfestes Um Wanderpreise. # Dachdeckeehand. ft 9. 10. 11. 12. und und und Bildhauer- Stukkateur« Pfasterer« Rhein Mainische Börse. Wikkagsbörse etwas freundlicher. Deshalb hat der Präsident der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung mit Zustimmung des Reichswirtschaftsministers und des Relchsarbertsministers unter dem 30. Mai 1938 die „Anordnung über den Arbeitseinsatz von Arbeitern und technischen Angestellten in der Bauwirtschaft" erlassen, die im deutschen Reichsanzeiger Nr. 124 vom 31. Mai 1938 verkündet ist. Die Anordnung macht die Einstellung von Arbeitern und technischen Angestellten — ohne Rücksicht auf deren bisherige Beschäftigungsart — in Betriebe der Bauwirtschaft von der schriftlichen Zustimmung des Arbeitsamts, des letzten Beschäftigungsorts abhängig. Als Le« triebe Her Bauwirtschast gelten^ die Neugestaltung deutscher Städte gestellt sind, haben einen steigenden Bedarf an Arbeitskräften der Bauwirtschaft zur Folge. Dieser vermehrte Kraftebedarf führt nicht nur zu gegenseitiger Abwerbung der Arbeitskräfte innerhalb der Bauwirtschaft, sondern auch zum Abzug von Arbeitern ans Wirtschaftszweigen — insbesondere auch aus der Landwirtschaft —, die ebenso wie die Bauwirtschaft wichtige Aufgaben des Vierjahresplans zu erfüllen haben. Es war daher notwendig, den Einsatz von Arbeitskräften in der Bauwirtschaft umfassender als in der Anordnung über den Arbeitseinsatz von Maurern und Zimmerern vom 6. Oktober 1937 zu regeln. r Regi« Anmel» Port. Rn. N* In. Lhs N’ Kieb. b) Betriebe, die folgenden Reichsinnungsverbän» den angehören: phr. Igentze I des h F. Merie» M» MM 8. Abordnungen bet* Partei und Gliederungen, NS.«Reichskriegerbund: Markthallen. Die millkärifchen Vorführungen und wehrfporlfest auf dem Trieb am Sonntag. 19. 3uni, und Montag. 20. Juni: Beginn 17.00 Uhr. 1. Boxschule als Massenvorführung; 2. Reiterguadrille; x 3. Körperschule, u. a. Freiübungen auf Pferden; 4. Hürdenspringen der Krafträder; 5. Kampfballsprele; 6. Geschicklichkeitsfahren für Solo-Krafträder und Reckturnen am fahrenden Kraftrad; 8. Fahrüdungen eines vierspännigen Maschinen« gewehrzuges — Tiefflieger-Angriff: Flieger-! ötten piCige Rts< Wger Doch. 1 Uhr Feld. Werkes, Reichsinnungsverband des Steinmetzhandwerkes, Reichsinnungsoerband des . Gipserhandwerkes, Reichsinnungsverband des Straßenbauhandwerkes, Reichsinnungsoerband des Baugewerkes Reichsinnungsverband des Zimmerhandwerkes, Retchsinnungsverband des 7 mente» mman* inh Te> rArtil- ,. Sers); ipp; st Herr- t Käme. e). tarne, elber. W Kriegs« Weidig«Wanderpreis: 4X100-Meter« Pendelstaffel, Männer: 1. Jahn-Gemein- schaft Oberursel 46,9 Sek.; 2. To. Heuchelheim 47,9- 3. III. Abt. Art.-Regt. 9 Gießen 48,0; 4. Luftwaffensportverein Gießen 48,3; 5. SA.-Standarte 222 48,6; 6. Luftwaffensportverein Gießen 50,6; 7. Schiklub Gießen 53,1 Sek. J 2l lbert-Wamser-Wanderpreis, 4X100 Meter, Frauen: 1. Mtv. Gießen 55,5 Sek.; 2. VfB.-Reichsbahn Gießen 55,7; 3. Tuspo Butzbach 57,9; 4. To. Heüchelheim 59,3; 5. Tv. Sorte!« wed 60,6; 6. VfB.-Reichsbahn B Gießen 62,7 Sek. M oritz-Kuhl-Wanderpreis: 10X100 Meter, Jugend: 1. Tuspo Butzbach 2:09,8 Mm.; 2. Tuspo Nieder-Erlenbach 2:13,7; 3. To Gambach 2:17,4; 4. Tv. Nieüer-Weisel 2:21,3 Min Weiterhin sehr ruhig bei Materialknappheit lag der Rentenmarkt. Hier blieben auch die Kurse ohne Veränderung. Weiterhin fest blieben unter Füh- rung der Treffer-Anleihe, die erneut 2 RM. anzog. österreichische Nachkriegs- und sonstige Werte Der Verlauf brachte eine völlige Umsatzlosigkeit ^WlZedessen auch schwächer genannte Kurse. Wahrend AEG. um 0,65 höher (120,50) einsetzten, oren sie im Verlaufe wieder 0,50 v. H., auch ^^'oarben büßten den weiteren Kursanstieg von 0,25 v. H. wieder ein. Sonderbewegungen in Aktien traten auf keinem Marktgebiet« hervor. Renten neigten ebenfalls zur Abschwächung wo- ’l1 rü' a* Mbesitzanleihe 0,13, Kommunal-Um- chuldung 0,05, Rentenbankablch'ung 0,13 v. H. ein« büßten. Pfandbriefe zeigten wiederum die groß« Marktenge bei fehlendem Angebote. Oesterreichische Renten blieben behauptet. Die Börse schloß vollkommen lustlos und still. Tagesgeld nach dem Steuertermin etwas leichter bei dem Satz von 2,50 (2,75) v. H. Abendbörse geschäftslos. Die Abendbörse verlief ziemlich umsatzlos. Soweit Kursfestsetzungen erfolgten oder auch Kurse verlau« Diese Zuversicht dürfen wir schöpfen aus den Zuwachsgesetzen des Waldes, die durch das Aufkommen jüngerer Waldgenerationen, wie dieses sich bei vermehrter Abnützung von Altbeständen ergibt, sogar eine Zuwachssteigerung im Zusammenhalt mit dem statistisch nachgewiesenen derzeitigen Altersklassenaufbau des Waldes solange noch erhoffen lassen als der Gipfelpunkt des Durchschnittszuwachses durch den vermehrten Hieb in jüngeren Beständen noch nicht unterschritten wird. Das ist aber durchaus noch nicht zu befürchten. Dann ist aber auch unsere Forstwirtschaft und Forstwissenschaft unablässig bemüht, den Zuwachs auch durch verbesserte waldbauliche Technik, wie Mischwald, Holzarten- und Baumrassenauswahl bzw. Züchtung, vermehrte Ausnützung des Standraumes, besonders auch durch den im Gießener Forstinstitut seit Jahrzehnten untersuchten und neuerdings als erprobt wissenschaftlich nachgewiesenen Ueberhaltbetrieb, der auch vor allem Wertzuwachs verspricht, zu steigern. Auch eine Anzahl anderer Fortschritte der Technik versprechen in dieser Hinsicht manchen Erfolg. Wenn auch mit zunehmender Bevölkerung noch größere Anforderungen an die deutsche Holzversorgung zu erwarten sind, so ist doch kein Grund vorhanden, trübe zu sehen, da abgesehen von dem Fortschritt der Forsttechnik noch viele Ersparnismöglichkeiten Holz frei machen können und damit zunehmender Bevölkerung auch die Stärke der deutschen Volkswirtschaft wächst. Wenn die Forstwirt- schäft geldrechnungsmäßig auf der ihr im Groß« deutschen Reich zugewiesenen stattlichen Fläche auch eine verhältnismäßig bescheidenere Leistung aufweist als etwa die Landwirtschaft, oder gar der Steinkohlenbergbau, so muß man doch bedenken, daß die dem Wald eingeräumten Böden sich seit mehr denn 600 Jahren als eben nur im wesentlichen gerade noch für die Forstwirtschaft geeignet erwiesen haben, auf denen auch dieser Ertrag eine tätliche Leistung darstellt. Dazu kommt die Be- )eutung des Waldes und feiner Erzeugnisse für die ortsansässige Bevölkerung, das eingesessene Holzge- werbe, den Haushalt des Kleinlandwirtes usw. Und vor allem ist auch zu bedenken, daß die Veredelung des Holzes außerordentlich weitgehend sein kann, was die Wichtigkeit dieses billigen und stets ver- 2. Lotte Diehl, VfB.«R. Gießen, 81; 3. Anneliese Ruppel. TuSp. Butzbach, Elfriede Schmidt, DfB.«R. Gießen, Ella Schmidt, TuSpV. Friedrichsdorf, je 79; 4. Ilse Schäfer, TuSpV. Butzbach, 65; 5. Gertrud Greger, To. Dortelweil, 64; 6. Irmgard Koch, To. Herborn, 63; 7. Hilde Wild, To. Dortelweil, Erna Repp, Turn- und Gesango. Schotten, je 60; 8. Luise Weber, VfB.-R. Gießen, 56; 9. Anna Weinandt, Tv. Großen-Linden, 10. Luise Weiß, Tv Großen-Linden, 54; 11. Ehr. Schmidt, Mtv. Gießen, 52 Punkte. Frauen, Jugend - Oberstufe, Vier- k a m p f) 31 Teilnehmer, 30 Sieger): 1. Hedi Lang- louis, Tuspo Butzbach, 76 Punkte; 2. Else Ludwig, VfB.-R. Gießen, 71; 3. Frieda Reichwein, Tgm. Bad-Nauheim,, Gertrud Muhl, VfB.-R. Gießen, je 70; 4. Emmi Reinstädtler, To. Heuchelheim, 66; 5. Frieda Euler, Tv. Grüningen, Hanni Ruppel Tuspo Butzbach, je 65; 6. Anneliese Wagner, Tuspo Iteten, war eher eine weitere Abschwächung von etwa 0,25 v. H. unter dem schon niedrigeren Mittagschluß eingetreten. Auch der Rentenmarkt blieb sarblos und still, Kommunal-Umschuldung wurden mit 96,15 (96,17) gehandelt. Im einzelnen notierten: ?.a^nb£nb5 129'65' 2ldca 103,90, Commerzbank 114,25, Deutsche Bank 120,25, Dresdner Bank 112, -Buterus 115, Mannesmann 113,50, Hoesch 113,50, Adlerwerke Kleyer 115,75, MAN. 134, BMW 14875, Bemberg 139,25, Bekula 161,75, Berger Jtefbau 153,50, Demag 147,50, Erdöl 137.50, Scheldeanstalt 247, JG.-Farben 160,75, Gesfürel "8,50B., Moenus 132, Rheinmetall 144,25, Stempel 106, VDM. 174. Frankfurter Getreidebörse. F^?"tfurt a. M., 13. Juni. Es notierten (betreibe ie Tonne alles übrige je 100 Kilogramm) ™ Reizen W 13 210, W 16 213, W 19 217, W 20 217, Roggen R 12 187, R 15 190, R 18 194, Jt 19 196 Großhandelspreise der Mühlen der ge- nannten Preisgebiete; Futtergerste —, Futterhafer —, Weizenmehl Type 812 W 13 29,50, W 16 29,60 19 29,60, W 20 29,95, Roggenmehl Type 1150 R 12 22,45, R15 22,80,' R 18 23 30, R 19 23 50 - ?QUßA .Frachtausgleich; Weizenfuttermehl 13,60; Weizenkleie W13 10,75, W 16 10,90 W19 In J2' J?.?0 11,20' Roggenkleie R12 9,95, R15 W 10'42' R?9 10'50 Mühlen-Festpreis ab Muhlenftation; Soiaschrot —, Palmkuchen —, Erd« nutzkuchen —, Treber, getrocknet 14,00 Höchstpreis ab Erzeugerstation, Trockenschnitzel —, Heu, aut gesund, trocken 5,50, Heu, drahtgepreßt —, Weizen« unö Roggenstroh, drahtgepreßt 3,30, gebündelt 3,00 Erzeugerhochftprels frei Erzeugerverladestation. Tendenz: ruhig. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 14. Juni. (Vorbericht.) Auftrieb: 795 Rinder, 20 Schafe, 45 Hämmel und 2660 Schweine. Es kosteten: Kälber 32 bis 65, Lämmer und Hammel 35 bis 48, Schafe 33 bis 40, Schweine 50 bis 57 Mark. — Marktoerlauf: Kälber und Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafe mittel- mäßig. Butzbach, 64; 7. Gertrud Naumann, Iahngemeinds Oberursel, 62; 8. Erna Repp, VfB.-R. Gießen, 61; 9. Elfriede Krack, Tgm. Bad-Nauheim, 60; 10. Emmi Ruppel, Tuspo, Butzbach, 59 Punkte. Frauen, Jugend - Unter st u f e (63 Teil« nehmer, 56 Sieger): 1. Anni Lein, Tuspo Fried, richsdorf, 72 Punkte; 2. Hedwig Clarins, Mtv. Gie. ßen, 67; 3. Gertrud Schmidt, Mtv. Gießen, 66; 4. Else Müller, TuspoButzbach, Irmhild Schmidt, Mtv. Gießen, Emmi Kröck, To. Heuchelheim, je 65; 5. Ottilie Stoll, Tv. Lang-Göns, 59; 6. Maria Schröder, Jahngem. Oberursel, 58; 7. Lieselotte Krausch, Mtv. Gießen, 57; 8. Erika van Bentheim, Mtv. Gießen, 56; 9. Hermine Buß, Mtv. Gießen, Anneliese Seitz, T.° u. Ges. Schotten, je 55; 10. Elisabeth Mag, Jahngem. Oberursel, Erna Hahn, Tv. Heuchelheim, M. Hill, Mtv. Gießen, (Eifrige Löschhorn, To. Okarben, Lotte Beyer, Tuspo Butzbach, je 54 Punkte. ftranffurt a. M., 13. Juni. Die" Börse hatte zum Wochenbeginn etwas freundlicheren Grundton. Doch waren die Umsätze wiederum äußerst gering, fo daß bei zahlreichen Werten die Erstnotierungen ausfielen. Unter Führung von JG.-Farbeninduftrie war die Grundstimmung etwas freundlicher. JG.- Farbenlndustrie, noch angeregt durch die benot. ?hende ordentliche Hauptversammlung, um 0,50 o N'^oher. Am Elektromarkt gewannen ©ejfürei 113 d. H., Licht & Kraft 1 v. H. Von Montanwerten lagen Hoesch 0,25, Mannesmann 0,13 v. H. fester Verein. Stahlwerke behauptet. Auch Reichsbankan- teile um 0,65, Kaufhof um 0,40 v. H. höher. Von 9r°Beren Frankfurter Werten waren Scheideanstalt und Metallaesellschast durch Verkäufe aus der bekannten Quelle bis*X),50 v. H., sonst noch Deutsche Linoleum um 1,50, Conti Gummi um 1 o. H chwacher. ' Seit 1934 ist die Holznutzung aus dem deutschen Wald stetig gesteigert worden. Auf diese Weise ist es gelungen, die Holzeinfuhr aus dem Ausland unb bamit den Abfluß an fremben Zahlungsmitteln jtanbia zu vermindern bzw. auf bas Notwendigste 3U beschränken, dabei aber den Holzverbrauch entsprechend der aufblühenden Wirtschaft und den gewaltigen Aufgaben des Ausbaues des Großdeutschen Reiches beträchtlich zu steigern. Dies war möglich, einmal dank den Leistungen der deutschen, m der ganzen Welt vorbildlichen Forstwirtschaft und Forstwissenschaft seit lÄ) Jahren, dann aber auch Durch eine zielbewußte Forstwirtschaftspolitik seit 1933, die die Verbrauchslenkung energisch so üurch- geführt hat, daß jedes Stück Holz seiner besten Verwendungsmöglichkeit zugeführt und unwirtschaftlicher Holzverschwendung immer mehr der Kampf angesagt wird, und wobei eine sorgfällige Marktend Preisregelung eine Verknappung der Ware Holz ttotz der stürmischen Nachfrage auf der einen Sette, einen untragbaren Preisauftrieb auf der andern Seite unterbunden hat. Und endlich war dies möglich, ohne daß für die Zukunft infolge der Jeggen Nutzungssteigerung ein Holzmangel, was Die Versorgung aus dem " RegellingdesArbeilsejnsahesmderVaiiwirlschast I ftr*> ^.teirwgruppe Sauinhu. Ursel, Karl Volkheimer, Tv. Nidda, je 71; 3. Wilhelm Denker, Tgd. Bad-Nauheim, Emil Stteh, Tuspo. Friedrichsdorf, je 66; 4. Hans Grieb, To. Holzheim, Hermann Ludwig, Tv. Heuchelheim, Torner, To. Herborn, je 65; 5. Erwin Herrmann, VfB.-R. Gießen, Fritz Döll, VfB.-R. Gießen, Heinz Grieb To. Gambach, je 64; 6. Bernhard Atzel, Tv. Oberstädten, Erwin Lang, Tv. Hochelheim, Walter Goß- mann, Tv. Herborn, je 63; 7. Hütteroth, SpV. Rotenburg (Fulda), Walter Walther, Mtv. Daub- nngen, Werner Kühne, Tv. Herborn, Adolf Röhring, Tgd. Melbach, je 62; 8. Reinhold Opper, Mtv. Daubringen, Ernst Eckhardt, T.- u. SpV. Westerfeld, Helmut Zeiß, Tv. Holzheim, je 61; 9. Kurt Kraul, Tuspo. Griedel, Heinrich Zigeler, Tgd. Melbach, Oskar Müller, T.- u. SpV. Eschbach, je 60; 10. Karl Schwarz, Tuspo. Butzbach, 59 Punkte. Drei kämpf, Altersturner A, 30 bis 4 0 Jahre (45 Teilnehmer, 38 Sieger): 1. Truppführer Willig, Stab Standarte 222, 74 Punkte- 2. Fritz Weitershaus, Tv. Großen-Linden, 70; 3. Walter Rohmeis, To. Kloppenheim, 60; 4. Bender, Hauptmann 5. Komp. IN. 36, Butzbach, Walter Deckhuth, Tuspo. Butzbach, je 59; 5. Walter Zerndt, Ski-Klub Gießen, 57; 6. Wilhelm Loh, To Wetzlar, Georg Heck, Tv. Rieder-Eschbach, Erwin Hauser, Tuspo. Butzbach, je 55; 7. Otto Koster, Tv. Lang-Göns, 54, 8. Heinrich Schulz, Tuspo. Butzbach, 53; 9. Heinrich Münker, Tv. Pfaffenwiesbach, 52; 10. Robert Spengler, Tv. Gettenau, 51 Punkte. Dreikampf, Altersturner B, 40 bis 5 0 Jahre (26 Teilnehmer, 25 Sieger): 1. Emil Denker, Tgd. Bad-Nauheim, 61 Punkte; 2. Anton Weide, SpV. Ober-Mörlen, 60; 3. Karl Gisse!, Waldgirmes, Adam Popp, Tgd. Friedberg, Jakob Mager, Jahngem. Oberursel, je 58; 4. Fritz Adami, Tv. Rieder-Weisel, Peter Fleischhauer, Tv. Dortelweil, Ludwig Hasselbach, T.- u. Spv. Rodheim (Bieber), Josef Hild, Tv. Pfaffenwiesbach, je 56; 5. Rudolf Keller, T- u. Spv. Rodheim (Bieber), 55; 6. Willi Keßler, Tv. Lang-Göns, 53; 7. Otto Velten, Tv. Lang-Göns, 52; 8. Fritz Ewald, Tv. Dortelweil, Heinrich Fink, Tv. Dorheim, 51; 9. Christian Becker, Tuspo. Butzbach, Heinrich Becker, Tv. Holzheim, Sturmmann Friedrich Maier, SA.- Sturm 27/222, je 48; 10. Sturmmann Heinrich Zell, SA.-Sturm 27/222, Heinrich Reul, Tv. Storndorf, je 47 Punkte. Dreikampf, Altersturner C, über 50 Jahre (12 Teilnehmer, 12 Sieger): 1. Wilhelm Margraf, Tv. Dortelweil, 64 Punkte; 2. Philipp Götz, Postsp.-V. Gießen, 63; 3. Wilhelm Lind, Turng. Falkenstein, 62; 4. Hans Kredel, Turng. Bad- Nauheim, 59; 5. Philipp Ritsert, Tv. Weiskirchen, Rottenführer Franz Fiedler, SA.-Sturm 27/222, je 57; 6. Konstantin Pfeffermann, To. Weiskirchen, 50; 7. Christoph Schäfer, To. Großen-Buseck, 49; 8. Wilhelm Müller, Tv. Lang-Göns, 48; 9. Albert Schmidt, Tv. Lang-Göns, 46; 10. Balthasar Spa- mer, Tv. Dortelweil, 44; 11. Heinrich Michel, Mtv. Saubringen, 37 Punkte. Vierkampf der Frauesi (19 Teilnehmer, 16 Sieger); 1, Erika Röhmig, Mtv. Gießen, 103 P.; Schwimmen. 4X100-Meter-Brust staffel:!. Mar.- HJ. (Eidmann, Joest, v. Jaschke, Jughard), 6:37,3 Minuten; 2. Flieger-HI. 1/116, 7:34,4 Minuten. 4 X 100 - Meter - Kraul st affel: 1. Stamm 1, Unterbann 6:08,6 Min.; 2. Feldscher-Gef. 1/116, 6:56 Minuten. ®Prin0en: 1. Kleinke, 4/116; 2. Kirstein, JV. Fähnlein 21. Einzelkämpfe der hJ. klasse. W e i t s p r u n g : 1. E. Rinn, 22/116, 6,66 Meter; 2 Berkenhoff, 2/116, 6,20; 3. Göbel, Flieger-HI., 6,19 Meter. Di s kus: 1. Jughardt, Mar.-HJ., 36 Meter; 2 Schäfer, Feldscher-Gef., 33,20 ; 3. Schmuck, Feld« icher-Gef., 30,45 Meter. 1000 < Meter « Lauf: 1. Gemmer, 4/116, 2:48,2 Min.; 2. Wieland, Feldscher-Gef., 2:52; 3. Heller, 3/116, 2:52,2 Minuten. Kugelstoßen: 1. E. Rinn, 22/116, 13,47 Meter; 2. W. Rinn, 22/116, 13,20 Meter; 3. Adolf, Feldscher-Gef., 12,87 Meter. 1- Schäfer, Feldsch.-Gef., 2,75 Meter; 2. Oehler, 2/116, 2,75; 3. Dapper 33/116, 2,55 Meter. PP ' Hochsprung : 1. Markward, 3/116, 1,70 Meter; 2. Schwarz, 2/116, 1,66; 3. Adolf, 3/116, 1,61 Meter. Meter - Lauf: 1. E. Rinn, 22/116, 2-$öolt Feldscher-Gef.; 3. Berkenhoff, 2/116, 12,2 Sekunden. Speerwerfen: 1. E. Rinn, 22/116, 42,10 Meter; 2. Walter, 6/116, 40,90 Meter; 3. Fäht, 6/116, 38,10 Meter. Seitlenmettmurf; 1. Fäht, 6/116, 72,46 %er„:3 @ Rmn, 22/116, 66,30 Meter; 3. Berken- hoff, 2/116, 63,00 Meter. i ihrem -ervus, in PL * (i* Die Mehrkämpfe. Männer-Ob er stufe, Vierkampf (25 Teilnehmer, 25 Sieger): 1. Karl Stahlhut, Tv. Heuchelheim, 97 Punkte; 2. Flieger Menzel, Luft- ^aöportDerein Gießen, 79; 3. Ufsz. Hohenbild, 14./^ 36 Friedberg, 73; 4. Johs. Arzt, Tv. Massenheim 72; 5. Josef Weis, Jahn-Gemeinschaft ^'ursel' 71; 6. Uffz. Helmut Quessel, 17. (E) • A6 Butzbach, 69; 7. Otto Zeigner, Jahn-Ge- memschast Oberursel, 68; 8. Alfred Glas, Jahn« Gemeinschaft Oberursel, 66; 9. Heinrich Schmidt, Jahn-Gemeinschaft Oberursel, Uffz. Wichmann, Lust- wasfensportoerein Gießen, je 64; 10. Georg Scharf, So. ßaubad), Heinz Berg, Tuspo Butzbach, je 63 P. Manner-Unterstufe, Dreikampf (177 Teilnehmer, 169 Sieger): 1. Uffz. Wied, 5VJR. 36 N^^'^^^Punkte; 2. UifZ. Gustav Weiler, III. Abt. Art.-Regt. 9 Gießen, 83; 3. Arnold Fehren- bach, Mv. Gießen, 80; 4. Philipp Klee, To. Södel, 79; 5. Uffz. August Hofmann, 3./JR. 36 Friedberg, «7:.6. Erich Schupp, To. Herborn, 74; 7. Hermann Weidmann, Mtv. Kronberg i. T., 73; 8. Schütze Wallenborn, 6./JR. 36 Butzbach, 72; 9. Schütze §um 17. (E) JR. 36 Butzbach, Richard Römer, £L£an9x®öns, je 70; 10. Uffz. Walter Schmidt, 7./JR. 36 Butzbach, 69 P. Jugend-Oberstufe, Vierkampf (112 Teilnehmer, 85 Sieger): 1. Leo Grimm, Tv. Massen- heim, 88 Punkte; 2. Alfred Sedler, Tuspo Friedrichsdorf, 87; 3. Willi Topp, Tv, Wetzlar, 86; 4. Heini Petri, Tgm. Groß-Karben, 83; 5. Bertram jöetyr £gm. Wölfersheim, 79; 6. Hermann Funk, Tuspo Nieder-Erlenbach, Rudolf Fourier, Tv. Södel, iao ^ho^Eeinmüller, Tuspo Rodheim a. d. B., /4; 8 2ßiUi Weckmann, Tgm. Melbach, Karl Pfaff, Jahn-Gemeinschaft Oberursel, je 73; 9. Albrecht Butzbach, Wilh. Steinbrecher, Tuspo Butzbach Alfred Eckhardt, Tuspie Westerfeld, Hermann (SteUer, Spv. Bad-Nauheim, je 72; 10. Wilh. Wolzhausen, Friedrich Viehmann, Tv. Hochechelm, je 71 P. Juaend-Un-ter stufe - Dreikampf (208 Teilnehmer, 151 Sieger): 1. Alois^Dietz, To Nie- gikh^r°imn,f 73 fünfte; 2. Gottfried Walter, Tv. Nieder-Morlen, Hermann Kirch, Jahngem. Ober« In der Festsitzung der Gießener Hochschulgesell« schast hielt, wie gestern bereits kurz gemeldet, Prof. Dr. Reinhold (Gießen) den Festoortrag über das Thema „Die Forst- und Holzwirtschaft im Großdeutschen Reich". Dem Vortrag war u. a. folgendes zu entnehmen: Der Wald ist für den Deutschen die Stätte gei« ftiger und körperlicher Erholung, dann auch die Quelle idealer Werte. Vor allem aber werden dem Wald auch eine Fülle von in Geldeswert nicht meß- baren, gleichwohl für die Bodenkultur sehr wich- tigen Wohlfahrtswirkungen zugeschrieben, wie günstige Beeinflussung des Klimas, des Wasserhaushaltes eines Landes, der Geländegestaltuna und Erhaltung des Landschaftsbildes usw. Neben den hygienischen, ästhetischen und idealen, sowie allge- meinnutzlichen Gütern und Werten, hat der Wald aber auch noch die sehr reale Aufgabe, die deutsche Holzversorgung weitgehend zu gewährleisten, eine Aufgabe die er in der Vergangenheit zum großen Teil erfüllt hat, die er aber noch mehr in der Gegenwart und in der Zukunft, wo es sich um den Wiederaufbau des Vaterlandes handelt, auf sich nehmen muß. ie. Iber, 16er. Hni. Biefcen. ipanier. 7 Frf“er‘ FÄ Ä? I »-n, Normalnutzung daraus, oder gar em schädlicher beweist. ;| 11 Emfluß auf den Zustand unserer schönen deutschen I - - ntlich ist 1, heute Sachen, i wieder 65 war Zeise! in if seiner mit der faxten len. Er ) w er ihr rtrackteu c) private und öffentliche Betriebe und Verwaltungen, soweit sie sich auf den Fachgebieten der un« ter a und b aufgeführten Betriebe betätigen. Wegen der angespannten Lage des Ärbeitsein« satzes ist die Anordnung bereits mit Wirkung vom l.Juni,1938 in Kraft gefetzt worden. Die Anordnung über den Arbeitseinsatz von Maurern und ^uuui^ern ist in die neue Anordnung aufgegangen; « ist deshalb aufgehoben worden. Verstöße gegen ne Anordnung werden mit Geldstrafe ober mit Ge- ängnis bis zu drei Monaten bestraft. Der Bestra- ung setzt sich nicht nur der Unternehmer aus, son« )em auch der Arbeiter oder technische Angestellte der sich entgegen den Bestimmungen der Anordnung vorsätzlich einstellen oder beschäftigen läßt. Mehrkämpfe der HJ.-Klasse: Mannschaftsdreikampf der Gefolgschaften: 1. Gefolgschaft 2/116, 2663 P.; 2. Ge- °lslch->st 22/116 2645 P.; 3. F,iegerg-f°!g,chaft 1/116, 2595 Punkte. Leichtathlet. Fünfkampf: 1. E. Rinn, 22/116, 4636 P.; 2. Berkenhoff, 2/116, 4576 P.; 3. W. Rinn, 22/116, 4249 Punkte. Gemischter Sechskampf: 1. Fischer, 21/116, 470 Punkte; 2. Richter, Feldschergefolgschaft, 452 P.; 3.. Fuchs, Fähnlein 9/116, 431 Punkte. Breslauer Dreikampf: 1. E. Rinn, ^/116, 293 P.; 2. Göbel, Fliegergefolgschaft 1/116, 268 P.; 3. Jughard, MHI., 256 Punkte. 4X 100-Meter-Staffel der Gefolg- Ichaften: 1. Gefolgschaft 2/116, 47,2 Sekunden; 2 Gefolgschaft 22/116, 47,6 Sekunden; 3. MHI., 48,4 Sekunden. Einzelkämpfe der DZ.-klafse. 1 Herzberger, Fhl.32/116, 8,7 Sek.; 2. Fischer, Fhl. 21/116, 8,8 Sek.; 3. Cul« mann, Fhl. 1/116, 8,8 Sekunden. Weitsprung: 1. Rinn, Fhl. 10/116, 4,71 Meter; 2. Schmandt, Fhl. 10/116, 4,61 Meter; 3. Menges, Fhl. 10/116, 4,60 Meter. ^n?AaLImciim,;Ir f: L Hallstein, Fhl. 1/116, 70,00 Meter; 2. Hoffmann, Fhl. 1/116, 57,50 Meter; 3. Schneuker, Fhl. 3/116, 57,00 Meter. 10X60-Meter-Pendel st affel: 1. Fhl. 3/116, 1:34,4 Min.; 2. Fhl. 21/116, 1:35,3 Min.; 3. Fhl. 1/116, 1:37,9 Minuten. Mannschaftsdreikampf der Fähn« lein: 1. Fhl. 11/116, 2231 P.; 2. Fhl. 10/116 2199 P.; 3. Fhl. 1/116, 2173 Punkte tibi < s>- calN befchuß eines Schutzen- und eines schweren Maschinengewehrzuges; Alarmrennen; Römisches Streitwagenrennen; Gemischte Stafetten; Fahrübungen und Instellunggehen von pferde- besoannten leichten und schweren Jnfanterie- < Geschutz-Zugen; 13. Fahrübungen und Instellunggehen eines motorisierten Panzer-Abwehr-Zuges; 14. Modernes Schaugefecht: Erstürmung eines ’ A^es im Zusammenwirken mit der Luftwaffe ^Bombenabwürfe, Tiefflieger-Angriffe usw.). Um 20.30 Uhr an beiden Tagen Freilichtaufführung auf dem Trieb: „Wallensteins Lager". td* K ich ««• en guus ff» ««*' «! 3» -- ife i* d°b,d" >»n i"'1 Geschenke für meine Frau, von Beverley Nichols. Kleine Phantasie Darunter verstehe ich natürlich nicht „gediegene und preiswerte Geschenke", auch nicht „Glassachen, die große Mode" oder „Neue Linoleummuster" und am allerwenigsten „Perlen, die von echten nicht zu unterscheiden sind" — denn wenn meine Frau o ist wie die meisten Frauen, die ich kenne, wird ie sie auf zehn Schritt im dichten Nebel unterscheiden können. Bisher half ich mir dadurch, daß ich Frauen Parfüm und Männern alten -Whisky schenkte (wiewohl mir manchmal Zweifel aufstiegen, ob es umgekehrt nicht passender wäre). Was ich aber meiner Frau kaufen würde, ist folgendes: 1. Bücher. Nicht viele. Eine Sammlung der schönsten Gedichte, damit ihre zauberhaften Worte, den weißen Blütenblättern eines wilden Kirschen- baumes gleich, sie durchs ganze Leben begleiten. Einen düsteren Eheroman, damit er sie vor den Schrecknissen der Liebe warne. Einen zweiten Eheroman, in dem der Gatte brutal und herzensroh ist, damit sie erkennt, was für ein guter Mensch ich im Vergleich zu ihm bin. Rankes Römische Geschichte: sie wird ihr Haltung und Ueberlegenheits- gefühl verleihen. Ein paar gute moderne Lustspiele; sie werden ihr Charme und Schick geben, wenn sie sich einmal auf eine kleine Untreue einlassen sollte. Und natürlich meine sämtlichen Werke mit allen Uebersetzungen in fremde Sprachen, damit ich bei gewissen Gelegenheiten sagen kann: „Du willst also nicht auf meine Worte Horen? Da, sieh hin — das Ausland hört auf mich!" 2. Einen Spiegel. Ich hängte ihn irgendwohin, wo das Licht mit unerbittlichem Finger auf die Krähenfüße um die Augen und die Fältchen um den Mund weisen kann. Ein herzloses Geschenk, um so mehr, als dieser Spiegel von strahlenden, lachenden Amoretten getragen wird, die durch Jahrhunderte rosig und lebensfrisch blieben, indes jene, die in das Glas blickten, dahingewelkt sind. Man sollte sich selbst immer um ungünstigsten Licht sehep; es ist gut' so. Darum streite ich immer mit Klügeren, lade Reichere zu Gast und spiele nur m|t überlegenen Gegnern. Frauen haben das nicht gern. Sie lieben es nicht, vor dem Spiegel ungünstig zu wirken. Ich würde das meiner Frau beibringen — zu ihrem Besten. Denn ein Tag wird kommen, an dem der Spiegel sich nicht länger belügen läßt und 'weder gedämpftes Licht noch teure Schönheitsmittel mehr verbergen können, daß sie alt geworden ist. Er wird wehtun, dieser Tag. Und ich will nicht, daß er ihr wehtue^ Lieber Schritt für Schritt sich daran gewöhnen. 3. Ein Spinett. Das wird man für einen sehr ausgefallenen Gedanken halten. Warum kein Grammophon, keinen Lautsprecher? Ein Spinett ist ja kaum zu hören. Eben deshalb. Nicht weil ich gegen lautes Klaviergeklimper bin, sondern weil ich für die verlörengegangen-e Kunst des Lauschens eintrete. Die zarten, süßen Klänge eines Spinetts sind flüchtig wie ein Vogel in herbstlichem Wald. Eine Frau, die allabendlich ein wenig auf dem Spinett spielt, wird — dem kann sie nicht entgehen — etwas von dem inneren Frieden gewinnen, der über feinen alten, leisbewegten Saiten schlummert. Man hört den Klang kaum. Aber man hört auch kaum den Wind über Wiesen im Mai, kaum die Regentropfen auf der Fensterscheibe, das Summen des Teekessels, und npn hört -auch kaum die schönsten Worte, die zwei einander in abendlicher Stille zuflüstern. 4. Eine Uhr. Natürlich keine schrille Weckuhr, sondern eine, die ich einmal in Venedig sah. Getriebenes Silber; eine Kugel gleich der Erde, von einem kleinen Liebesgott getragen, der ernsthaft nickte, wenn die Stunde schlug. In seinen Zügen lag Weisheit und Verzicht, sein Nicken war Ergebenheit in das Schicksal. Möglich, daß meiner Frau das Sinnbildliche entgeht. Aber vielleicht er- zählt es ihr von der Flüchtigkeit aller Dinge und der Unbeständigkeit des Menschenherzens und dem unaufhaltsamen Vormarsch der Zeit... bis es sieben schlägt und sie daran erinnert, daß es Zeit zum Umkleiden ist, damit wir nicht zu spät kommen. 5. Ein gutes Kochbuch. Die Unwissenheit vieler Frauen in Küchenfragen ist unglaubhaft. Nicht eine unter zehn versteht einen Salat richtig anzumachen. (Für etwaigen Bedarf: das Gelbe von zwei hartgesottenen Eiern mit Olivenöl angerührt, ein Dessertlöffel Zitronensaft — keinen Essig! —, zwei Eßlöffel Worcestersauce, ein Teelöffel Senf, noch etwas Oel, dann Zucker' nach Geschmack. Vorher sämtliche Vorräte an Meerrettich und Gurken zum Fenster hinauswerfen, selbst auf die Gefahr, jemanden zu treffen!) Also ein Kochbuch, mit angehesteten leeren Blättern, auf die sie Gerichte eintragen kann, mit denen sie besondere Erfolge erzielt hat. Zum Nachschlagen für Tage, an denen ihr nichts einfällt. Es ist unerträglich, wenn Frauen mit abgespanntem Gesicht — wie Heilige, die mit dem Satan gerungen haben — aus der Küche kommen und fragen: „Wie wär's mit einer Eierspeise für den Abend?" 6. Einen großen Mülleimer. Nicht wörtlich zu verstehen. Aber irgend etwas muß im Hause fein, wohin alles unnütze Zeug geworfen werden kann. Es ist eine alberne Legende, daß Männer sich von nichts trennen können. Die Witzblattbilder, darstellend eine Frau, die zur Zeit des Großreinemachens schaudernd auf der Schwelle zum vollgeräumten Zimmer ihres Mannes steht, sind lebensunwahr. Frauen können sich viel weniger von etwas Unnützem trennen. Jede Frau hat irgend eine Lade voll Zierkram, alten Lichtbildern, vereinzelten Löffeln, einem verbeulten kupfernen Elefanten, vertrockneten Gummibändern, Seiden- restchen, zerbrochenen Schallplatten, zwei Wolljumpern, in die Motten gekommen sind, und Sealreste von einem alten Wintermantel, die man „vielleicht wieder brauchen kann". Nichts davon kann man mehr brauchen! Den Zierkram nicht, weil er zu den anderen Stücken nicht paßt. Aber wegwerfen? Niemals! Er „paßt" vielleicht als Hochzeitsgeschenk für eine Kusine. Erklärt man ihr, daß die Kusine mit den Zähnen knirschen würde, wenn sie als Hochzeitsgeschenk zwei Vasen, geschmückt mit den Bildern einer alten Waldmühle und einer Ritterburg, erhielte, dann heißt man ein schlechter Mensch. Den alten Sealbesatz wird jede Frau hitzig verteidigen, und fragt man, was ein pcrar Stückchen Seal wert seien, die seit Jahren in einer Lade liegen, wodurch nur noch mehr Motten ins Haus kommen, dann heißt man abermals ein schlechter Mensch. 7. Eine Perle. Eine Perle an einem Kettchen, an die ich bei jedem Geburtstag eine neue reihen könnte. Witz schön, schon Tage vorher zum Juwelier zu gehen, um zu prüfen unb Größen und Farben zu vergleichen. Mit den Jahren wird mir die wachsende Halskette so sehr am Herzen liegen, daß ich alles vermeiden würde, was meine Ehe gefährden könnte und damit auch das Halsband. Jede neue Perle wäre Trägerin eigener Bedeutung: die hier kauften wir nach dem großen Krach, als wir dachten, nun sei alles aus. Die andere da — erinnerst du dich? —, als du mir ein süßes Geheimnis ins Ohr flüstertest. Und diese, die fehlerhafte, als ich vor dem Ruin stand. Um es dir zu verheimlichen, um dich zu täuschen, verlangte ich die teuerste Perle im Laden. Aber im stillen wußtest du, wie es um mich stand, und du wolltest unbedingt die Perle mit dem Fehler, die nur ein Zehntel kostete. Monate später, als das Unheil vorbeigegangen war, gestandest du mir die Wahrheit, pnd ich stürmte davon, um dir die Perle zu bringen, die ich mir zuvor nicht leisten konnte. Sie ist schön. Aber für mich nicht so schön wie die fehlerhafte. Denn der Fehler an dieser Perle beweist, daß an dir kein Fehler ist. Und so weiter. . Ich bin Junggeselle und habe meine Theorien nie prakttsch erproben müssen. Man kann sie für töricht und weltfremd halten HEUCHELHEIM OBERHÖCHSTAOr ALTEN HASSlAU ____* . .. NP-MITTIAU***.^ TREBUR NO.-RAMSTADT KRIFTEL-W * urrtHomn V ^NEU-ISENBURG - OKRIFTEL _ * 1 GAMBACH l BUTZBACH$ * NIEDER-WEISEL * REICHELSHEIM SODEN-SALMÜNSTER Nach der Grundsteinlegung in Gießen begaben sich der Gebietsführer und der Kreisleiter nach Annerod. Dort zeigte eine Ausstellung unter den Bäumen auf der „Platte" Entwurf, Modell und Aufnahmen der mit den Vorarbeiten zum Neubau des HJ.-Heimes beschäftigten Dorf- einwohner. Stützpunktleiter Beigeordneter Schäfer ging in seiner Ansprache auf die Vorarbeiten ein und dankte allen Volksgenossen, die durch schöne Gemeinschaftsarbeit den Bau soweit förderten, und dem Bürgermeister, daß er die Mittel dafür zur Verfügung gestellt hat. In eine handgearbeitete Truhe wurde die Urkunde nach einem Vorspruch des Maurers in den Stein eingelassen. Gebietsführer Brandt betonte, daß es Annerod zur Ehre gereiche, dieses HJ.-Heim zu schaffen. Er dankte Stützpunktleiter Schäfer und Bürgermeister Groß, sowie allen Volksgenossen, die mit Hand an das Werk gelegt oder es anderweitig gefördert haben, für ihre Mühen und Opfer und versicherte ihnen für die Jugend, daß sie sich der Mühen und Arbeiten dankbar durch die Tat erweisen werde. Der Gebietsführer sagte u. a., Annerod könne stolz auf dieses vorbildliche Gemeinschaftswerk sein. Kreisleiter Backhaus würdigte diese vorbildliche Tat einer. kleinen Gemeinde als einen guten Ausdruck nationalsozialistischen Wollens, das heute das Volk erfüllt. Er füate hinzu, daß alle unsere großen Arbeiten nicht begonnen werden könnten, wenn nicht in zäher Kleinarbeit in den Zellen, Stützpunkten und Ortsgruppen die Voraussetzungen geschaffen worden wären. Er dankte Stützpunktleiter Schäfer und Bürgermeister Groß für die Unterstützung und Förderung dieses Bauvorhabens und legte der Weihe des Grundsteins ein Wort des Führers zugrunde mit dem Wunsche, daß dieser Neubau durch Generationen hindurch von dem Gemeinschaftssinn der Gemeinde künden möge. Das Schlußwort sprach Bannführer 116, R o h r • b a dj), der mit seinen Dankesworten die Glückwünsche verband und u. a. betonte, daß auch dieses Heim der Erziehung der Jugend dienen werde, die mit heißem Herzen und starken Glauben einst das Erbe der Väter antreten werde, damit Deutschland ewig lebe. in Packungen Mittwoch, 15. Juni 1938, 14 Uhr, versteinere ich dahier, Neuenwea lb.Harttnetü, bezw. a.Ort u.Stelle (Bekanntgabe imBerstcigcrnngs- lokal) zwangsweise gegen bar: Haus-,Laden- u. Büromöbel,Näh- u. Schreibmasch., Radios, Kassen- fchränke, Klaviere, Staubsnuaer, ein.Post.Mäntelu.Kleider, Bücher, Schreibutensil,, Ausvutzmaschine, Bürsten,Pinsel, Körbe, Bettfedern, Gasherde, Kordel, Füllfederhalter, Biegavvarat, Grammophone, Jn- strumentenschrank, Kaffeeröster, Möbel- u. Gardinenstoff, Matratzendrell, Rechen- u. Adress.ermaschin., 1 Silberschale, 1 Klebepresse, Korbmöbel, 1 Eßservice, Heißwasserspeicher. 4067D Bestimmt z.Bersteiger. kommen: 3 Schlasz sowie sonst.Einzelmöbel. Bittovs, Gerichtsvollzieher. Mui 0011 MenuiHHItien nach der Naturschutzverordnung vom 18. Mürz 1936 (RGBl. I Seite 181) und den ergänzenden Bestimmungen, aus- sührlich erläutert von Professor Dr. W. Weber, o. ö. Prof, der Rechte und Referent im Reichs- und Preußischen Ministerium füi Wissenscha't, Erziehung und Volksbildung und Prof. Dr. Walther Schoenlchen, Leiter der Reichsstelle für Naturschutz. Gebunden RM. 3,60. Die beiden Verfasser des vor kurzem er- schienenen Kommentars zum Reichsnatur- s-huhgeseh haben hier auf Grund ihrer langjährigen Erfahrungen und ihres weitgehen den Einblicks in das Werden der neuen Na- ursckuhverordnung, die nun für das ganze Reich gilt, die Verordnung und alle dazu- gehörigen bisher erschienenen Ergänzungs- beltimmungen nach juristischen, verwaltungs- lechntschen, wissenschaftlichen und praktischen Gesicktspunktcn ausführlich erläutert und geben damit jedem eine gründliche Aufklärung, der mit dem Naturschutz, mit der Natur überhaupt, sei es beruflich oder als Liebhaber und Naturfreund, in Berührung steht. Nicht nur die amtlichen Stellen, nicht nur Wissenschaftler, Lehrende und Lernende, Tier- und Pflanzenfreunde, nichj nux Erzieher, Richter und Rechtsanwälte mässen über die Fragen des Naturschutzes unterrichtet sein, sondern auch botanische Vereine, Naturalien- u. Herbarien-Handlungen und Lehrmittelgefchäfte, Präparatoren, Ausstopfer, Pflanzensamm- ler, Schmuckreisig-Verkäufer, Kranzbinderelen und die mit der Überwachung der Märkte beauftragten Beamten, Feldhüter, Polizeistellen ufro. - Bestellungen durch alle Buchhandlungen. Hugo Bermühler Verlag Berlin-Lichterfelde mit dieser Marke wird 'W@nr1hsi- Seife geliefert. Die Packung ist notwendig zur Erhaltung der Qualität, für die die Ma rke bürgt. Jm „fön>cn“ Neuenweg 28 Mittwoch we iw 1». Juni: JUHä Bis 4 Uhr nachts geöffnet! 405gd Rorhf t“antiseptischc Hundeseite „Uv! UH ist richtig f. Ihren Hund 1 Stück............RM.' 0.60 Bießener Zoo. Seltersweg 6, Tel. 3292 Einspaltige Kleinanzeigen werden zum ermäßigten Grundpreis von 5 Pf. für die Millimeterzeile veröffentlicht HLeupin-Creme u. Seife seil 25Jahren bewährt bei Pickel autjucken - Ekzem Gesichtsausschlag, Wundsein usw. In den Drogerien: W. Kilbinger Nachf., Seltersweg 79a; Winter- hoff, Kreuzplatz 10; Bornemann. Bahnhofstr. 17; C. 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