Nr. 57 Erstes Matt 188. Jahrgang Montag, 14-Abruar 1958 Lrlchetnr tügllch, außer Sonntags und Feiertags Beilagen. Die Illustrierte Gjetzener Familienblättei Heimat im Bild Die Scholle monat$=Bc5ugspreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte e 1.80 Zustellgebühr , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Hernsprechanschlüsse unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gietzeu postschecltonto: Zrontfurt am Main 11688 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche Univerfttättdruckerei R. Lange in Liehen. Schriftleitvng und Geschüstrftelle: Schulftrahe 7 Annahme oon Anzeigen für öie Mittagsnummer bis8‘ ,Ubr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen oon 22 mm Breite 7 Rps.. für Text- anzeigen oonTOmm Breite 50Npf.,Platzvorschrift nach oorh Vereinbg 25° 0 mehr. Ermätzigte Grundpreise: Stellen-. Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Npf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Englische Blätter befürworten Verständigung mit Deutschland und Italien. Gerüchte überMeinungsverschiedenheiten zwischen Chamberlain undEden werden dementiert London, 13. Febr. (DNB.) Einige Blätter verbreiteten in den letzten Tagen das Gerücht, daß i m englischen Kabinett ernste Meinungsverschiedenheiten eingetreten seien. Ministerpräsident Chamberlain setze sich für eine sofortige Politik der Freundschaft mit den autoritären Staaten ein, um die europäische SpännuNg zu beseitigen. Hierbei werde er von der Mehrheit der Minister unterstützt. Eden hingegen wünsche langsam und zusammen mit anderen Dölkerbundsmächten vorzugehen. Daily Wehrpflicht?" meint Beverley Baxter im „Sun- day Graphic", man müsse der Angelegenheit einen anderen Namen geben, da das Volk in Großbritannien das Wort Wehrpflicht Haffe. Die allgemeine Wehrpflicht diene ausschließlich der Verteidigung der Heimat, da Großbritannien niemals wieder eine Expeditionsarmee über See entsenden werde. Die Expeditionsarmee der Zukunft werde nur aus Fliegern und Seeleuten bestehen. Er weist sodann darauf hin, welche Nachteile Großbritannien 1914 gehabt habe, weil es damals keine Wehrpflicht hatte, und meint, daß auch die „Demokratie zugrunde gehen würde, wenn sie nicht bereit sei, von ihren jungen Leuten eine Art nationalen D i e n st zu verlangen". Er bemitleidet auch den jungen Mann, der niemals im Zelt geschlafen habe j und niemals feine 20 Meilen täglich im Gleich-1 schritt der Militärmusik marschiert sei. Er bedauerte schließlich den Mann, der immer nur Leute seiner Klasse getroffen habe, weil alle Klassen viel voneinander zu lernen hätten. zivilen Luft- Chamberlain ernennen. die Oberhand behalten werde. Daily Mail schreibt, Chamberlain wünsche Freundschaft mit jeder Macht in Europa. Aus diesem Grunde wolle er mit Italien und Deutschland in Eintracht leben, nicht nur um die wachsende politisch^ Spannung in (Europa zu beseitigen, sondern auch, um den Grund ft ein für einen neuen Viermächte pakt zwischen England, Frankreich, Deutschland und Italien zu legen. Die Daily Mail setzt sich für diese realistische Politik Chamberlains ein. Die meisten britischen Minister, so schreibt das Blatt, wissen heute, daß der Augenblick gekom m e n fei, um zu einer freiwilligen Verständigung mit Deutschland und Italien zu kommen und daß neue Spannungen kommen müssen, wenn man diesen Augenblick ver st reichen lasse. Daily Mail kündigt die Möglichkeit einer Regierungsumbildung an. Das Blatte berichtet von einem Vorschlag, einen *: ; ~ °"u‘ Expreß berichtet, daß Chamberlain mit der Mehrheit des Kabinetts eine möglichst rasche Wiederaufnahme der e n g l i f ch - i t a l i e- nischen Besprechungen wünsche. Chamberlain sei bereit, das Kaiserreich Aethiopien anzuerkennen und die Möglichkeit einer fi- n a n zi e l l e n Hilfe für Italien ins Auge zu fassen. In politischen Kreisen sei man der Ansicht, das Chamberlain mit seiner Politik gegebenenfalls f a h r t m i n i st e r zu werde die Gelegenheit benutzen, um verschiedene Umbesetzungen bzw. Neuernennungen vorzunehmen. Es sei möglich, daß Luftfahrtminister Lord Swinton das' Marineministerium übernehmen werde und H o r e - B e l i s h a , der gegenwärtige Kriegsminister, das Lutfahrtministerium. Gegebenenfalls könne auch Winston Churchill als Kriegsminister ins Kabinett kommen. Die Gerüchte von Meinungsverschiedenheiten zwischen Chamberlain und Eden haben Regierungsstellen, die dem Ministerpräsidenten nahestanden, zu folgender Mitteilung veranlaßt: „Wie wir von höchst autoritativer Seite erfahren, werden alle Gerüchte über eine englische Kabinettskrise oder über Meinungsverschiedenheiten zwischen Neville Chamberlain, dem Premierminister und dem Außenminister Anthony Eden als unrichtig bezeichnet. Insbesondere gilt dies auch für die Behauptungen, daß zwischen den beiden Ministern Meinungsverschiedenheiten wegen der Italien gegenüber emzu- nehmenden Haltung entstanden seien, die, falls nicht noch ein Kompromiß im Laufe der nächsten Woche erreicht werden konnte, zum Rücktritt. Edens führen müßte. Es wird nachdrücklich darauf hin- gewiefen, daß die Zusammenarbeit zwischen dem Premierminister und dem Außenminister äußerst eng ist." Auch Außenminister Eden ist in einer Rede in Birmingham auf diese Gerüchte eingegangen. Er erklärte, daß er in den letzten ^tonnten aufs engste mit dem e m i e r m i n i ft e r zusammengearbeitet habe. Er stelle das fest, obwohl er.wisse, daß er damit einige Zeitungen vielleicht enttäuschen würde. Zwischen den Demokratien und den autoritären Staaten dürfe die Freundschaft nicht unmöglich werden. England wünsche auf die Dauer kein Auseinanderklaffen derart, daß die Demokratien.sich gegen die autoritären Staaten stellen. Er sei der Ansicht, daß man sich in der Zukunft nicht auf die Unterschiede zwischen beiden Formen, sondern vielmehr auf das, was beiden gemeinsam sei konzentrieren solle. Englands Verhalten ei verschiedentlich mißdeutet worden So behaupteten zu Zeiten Leute, daß England dekadent sei, daß seine Einrichtungen veraltet seien und nicht mehr funktionierten. Die Engländer wußten, daß das nicht der Fall sei. Für eine nationale Dienstpflicht. Deutsche Gedanken machen in England Schule. London. 13. Febr. (DNB., In den Sonntag. »Wt-rn wird der Feldzug für itie nationalen D i e n t p f 11 d) t tn öroBorttan nien womit offenbar ein Mittelding zw> chen d»m deuUch" Arbeitsdienst und der allgemeinen Wehrpflicht gemeint ist, fortgesetzt, äm „Ob- Urner" fordert Sir Edward G r i g g die Erweckung des Pflichtgefühls gegenüber dem Staat, die Stärkung der nationalen" Kameradschaft, die } Stärkung der § Derteidigungsmaßnahmen gegen ^ngrij unb die Förderung der Rekrutierung der Armee und der Luftwaffe.Man solle die gesamt Iuaend Englands für eine bestimmte 3elt nationalen Dienst unterstellen, bevor fie bas Dahl- her ’ Überschrift ,Kommt die allgemeine Leipzig feiert Richard Wagner. „Orr erste dentschbewlißte Kuliurpolitiker größten Stils/ Leipzig, 13. Febr. (DNB.) Die festlichen Veranstaltungen, mit denen die ©eburtsjtaibt Richard Wagners ihres größten Sohnes aus Anlaß feines 125. Geburtstages gedenkt, wurden am Sonntag, dem 5 5. Todestag des Meisters, mit einer Feier in dem Neuen Theater eingeleitet. Die Festrede hielt der Generalintendant des Deutschen Nationaltheaters Weimar, Reichskultursenator Staatsrat Dr. Hans Severus Ziegler. Wir wissen, so führte Dr. Ziegler aus, daß Richard Wagners Wirken der denkbar wertvollste Beitrag zur Bewußt- roerbung bes beutschen Menschen schlechthin und zur Kristallisation seines völkischen Lebens gewesen ist. Im 19. Jahrhundert hat kaum eine Geniepersönlich- keit d i e Idee „V o l k" in ihrem Umfang und Inhalt so klar erkannt und kaum eine an ihrer Realisierung so hart kämpfend gearbeitet wie Richard Wagner. In seiner Abhanblung „Was ist beutsch?" hat Richard Wagner die vier phänomenalen Ereignisse: Bach, Goethes „Götz", die Entdeckung Shakespeares für Deutschland und die Entdeckung der Antike als Taten bezeichnet, die der deutsche Geist aus seinem innersten Verlangen, sich seiner selbst bewußt zu werden, vollbrachte. Und heute bekennt das deutsche Volk Adolf Hitlers, daß es den. der dies einst ausgesprochen hat, selbst eingereiht sieht in den kostbaren Ring der großen Führer zum Deutschbewußtsein. Sein Gesamtkunstwerk eines deutschen Dramas aus Wertbichtung, Tongewalt und Bildkraft ist eine Realität des germanisch-deutschen KuNstgeistes. Den besonderen Widerhall Wagners in der Gegenwart erklärte Dr. Ziegler vor allem damit, daß die unheilvollen Schranken zwischen Kunstgenie und Volk niedergerisfen seien. Der Gewalt seiner TonGrache könne sich der urtümliche romantische Mensch im Volke nicht entziehen. Wie Goethe für seine Zeit, fei Wagner für die feine der unerbittlichste Durchdenker aller völkischen Fragen, und da er in eine Epoche hineinwachse, in der die großen Auseinanderfehungen zwischen den Völkern und zwischen den Lebensformen des eigenen Volkes beginnen und der kamvfreiche Läuterungsprozeh im raffenmäßig bestimmten Volkstum ein- fehe, fo werde er der erste deutfchbe - wußte K u l t u r p o li t i k e r größten Stils. Das staatsmännische Genie Adolf h i t t e rs ebenso wie fein künstlerischer Denkergeist erlebten bei Wagner die denkbar aktivsten Kräfte. Neben Wagner habe es überhaupt niemanden gegeben, der sich auch nur das Thema „Kunst und Politik" gestellt hätte, und erst der Nationalsozialismus habe die Zusammenhänge zwischen diesen beiden Lebensmüchten aufgezeigt. 3n dem bekannten Sah Richard Wagners „Deutsch fein heißt, die Sache, die man treibt, um ihrer selbst und der Freude an ihr willen treiben" liege nichts anderes beschlossen als die Anschauung des deutschen Idealismus, die der Führer feinem Volke zurückgefchenkt habe. Nach diesem gläubigen Bekenntnis zu Richard Wagner und seinem Werk kam der Meister selbst mit seinem Oratorium „Das Liebesmahl der Apostel" zu Gehör. Zum ersten Male wurde dieses Werk bühnenmäßig und szenisch gestaltet aufgeführt. Die musikalische Leitung hatte der Chor- meister des Leipziger Männerchors und Dramaturg der Leipziger Oper Hans S t i e b e r, die szenische Leitung Intendant Dr. Hans Schüler, die Zwölf Apostel wurden von Mitgliedern des Leipziger Opernchors, die „Stimmen aus der Höhe" von einem Kammerchor erster Solomitglieder der Oper gelungen, während der Cho-rfatz von über 300 Sängern der Leipziger Gesangvereine ausgeführt wurde. Im Anschluß an die Feier wurde durch Oberbürgermeister Dänicke im Museum der Bildenden Künste die Ausstellung „Leipzig — öie Musikstad t" eröffnet, in deren Rahmen vom 22. bis 26. April das 2 5. Deutsche Bach- Fest stattfinden wird. Gleichzeitig wurde eine von der Deutschen Bücherei und der Leipziger Stadtbibliothek durchgeführte Ausstellung „Leivzig — die Musikstadt im neueren deutschen Schrifttum" der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Nachdem bereits am Morgen die Gräber, Denkmäler und Gedenktafeln von Meistern der Tonkunst mit frischem Grün geschmückt worden waren, endeten die Veranstaltungen des Vormittags mit einer Kranzniederlegung an der Ruhestätte Johann Sebastian Bachs. Der Abend brachte zwei Jugendwerke Richard Wagners, das Fragment „Die Hochzeit" und die romantische Oper in drei Akten „Die Fee n". Mit diesem 2lbenb wird eine zyklische Aufführung bes bramatischen Gesamtwerkes des Meisters ein- I geleitet. Richtfest des Auslandshauses der HZ. Berlin, 12. Febr. (DNB.) Am Samstagmittag versammelten sich zwischen Gatow unb Klabow, an bem reizvollen Ufer der Hasel, Führer bes jungen Deutschlands unb Männer aus Partei unb Staat zu bem Richtfest bes Auslanbs- baufes ber HI. Der Jugenbführer bes Deutschen Reiches betonte, das Haus solle einmal ber Treffpunkt aller an der Auslanbsarbeit ber Hitler-Jugenb beledigten Führer unb Führerinnen ber HI., bes BDM. und ber anderen Parteiorganisationen sein. Dann sollen hier die Führer und Führerinnen ber deutschen Jugend mit denen ber Jugenb anderer Länder zusammenkommen. „Die Jugendbewegung von einst predigte bas schwärmerische Ideal einer allgemeinen Verbrübe- rung ber Jugend der Völker. Wir setzen diesem falschen Ideal das höhere, klarere und ehrlichere Ideal der Verständigung der jungen Generationen entgegen. Die, ganze Jugend unseres Volkes wird auf diese Aufgabe ausgerichtet. Möge die Jugend, die in diesen Räumen weilen wird, sich stets würdig des Geistes unb des Glaubens erweisen, der die Männer beseelte, die aus der Kraft ber Gemeinschaft heraus den Bau errichteten." Das Lieb der Hitler-Jugenb „Unsere Fahne flattert uns voran" erklang in ber weiten märkischen Landschaft. Das Auslanbshaus der HI. gehört zu jenen neuen Bauten der Jugend, die im „Baujahr der Hitler-Jugenb" begonnen worben finb. Der Entwurf flammt von bem jungen Architekten ber HI., Diplomingenieur F. G. Winter. Das Material bes in Front und Tiefe je 70 Meter langen Gebäudes bestehl aus Zehdenicker Backsteinen mit Werksteinleilen aus Granit; bas Dach ist mit roten Falzpfannen gedeckt. Diese Sparsamkeit der äußeren Mittel kennzeichnet schon deutlich die in bem Bau zum Ausdruck gebrachte architektonische, Haltung, die — ohne die liebevolle Durchbildung aller Einzelheiten zu vernachlässigen — bewußt das strenge Maß preußisch-märkischer Bauten, der Kö- nigsbauten des benachbarten Potsdam, wahrt. Das gleiche gilt für die Innengestaltung. Das Erdgeschoß, dessen Front einen Säulengang bildet, enthält die Garlenhalle, den Tagesraum, ein Spielzimmer, den Speiseraum, das Musikzimmer, einen Lesesaal mit anschließenden Stubienräumen unb einen großen Dorlragssaal. Das Obergeschoß beherbergt außer verschiedenen Arbeits- unb Bürozimmern bie Schlaf- unb Nebenräume. Die Terrasse gibt einen weilen Blick in bie märkische Landschaft frei; ber mit Wesersandsteinplalten belegte Appellhof ist zum Schauplatz ber Feierstunden bestimmt. Ein Sporlplak, Wassersvorl- unb Schwimmgelegenheiten vervollständigen bie Anlagen. Füh eriagung der HI. in Frankfurt. Lpb. Frankfurt a. M., 13. Febr. Der SlanborlFrankfurta. M. ber Hitler-Jugenb veranstaltete seine biesjährige Führerlagung, die bazu biente, ben Marschweg für bas Jahr 1938 auf- zuzeigen. Gebietsführer D r a n b t stellte als die Hauptsache ben bebingungslofen Kampf fürbieBewegung hin. Die Erfolge bes Vorjahres seien gewiß anzuerkennen, aber in diesem Jahre müßten sie um ein Vielfaches gesteigert werden. Heule stehe ben Aufgaben ber HI. kein politischer Gegner mehr gegenüber, aber bafür gebe es einen anderen Gegner, der noch viel gefährlicher sei, den Gegner in den eigenen Reihen in Gestalt der Trägheit u n d A b g e st u m p s t h e f 1. Es sei nicht zu bestreiten, daß die intensive Arbeit in der HI. manchmal blanke Nachteile bringe, aber man müsse in den Reihen der HI. bas Vertrauen dazu haben, daß der Führer nie und nimmer den Menschen vergessen werde, der sich für die Bewegung eingesetzt und seine Pflicht bis zum Letzten erfüllte. Dann warnte der Gebielsführer die jungen Führer, sich mit den großen Theorien und Problemen zu befassen unb sie auslegen zu wollen; ihnen käme eine anbere Aufgabe zu, nämlich die, in ihren Einheiten für unbebingle Disziplin unb Drbnung zu sorgen, damit ber beulsche Mensch herangezogen werben könne, ber für bie Zukunft bes Volkes gebraucht werde. Die HI. müsse stolz darauf fdin, dieses Zeitalter milgeslallen zu dürfen. „Laßt uns auf die Männer blicken", so schloß der Gebielsführer, „die in den ersten Zeiten der Bewegung die Fahne trugen. Sie sollen uns ein Vorbild sein. Sie hätten mit Zähigkeit und Verbissenheit weiter zum Führer gestanden, wenn auch die Machtübernahme statt 1933 erst 1943 gekommen wäre". Deutsch-österreichische Aussprache. Der Führer und Reichskanzler empfing Bundeskanzler Dr. Schuschnigg auf dem Dbersalzberg. Berchtesgaden, 12. Febr. (DNB.) Der österreichische Bundeskanzler Dr. Schuschnigg slatlete heute in Begleitung des österreichischen Staatssekretärs für die auswärtigen Angelegenheiten Dr. Guido Schmidt und des deutschen Botschafters von P a p e n in Gegenwart des Reichsministers des Auswärtigen von Ribbentrop dem Führer und Reichskanzler auf dessen Einladung einen Besuch auf dem Obersalzberg ab. Diese inoffizielle Begegnung entsprang dem beiderseitigen Wunsche, sich über alle Fragen, die das Verhältnis zwischen dem Deutschen Reich und Oesterreich betreffen, auszusprechen. Bundeskanzler Dr. Schuschnigg ist nach seiner Unterredung mit dem Führer und Reichskanzler auf dem Obersalzberg im Sonderzug> in den frühen Morgenstunden des Sonntags wieder in Wien eingetroffen. Was ist Nichteinmischung? Wie wir hier bereits hervorgehoben haben, ließen schon erste Pariser unb ßonboner Presseäußerungen nach bem Sturz bes Kabinetts Goga in Rumänien keinerlei Zweifel barüber, mit welchen Druckmitteln gewisse Mächte in Bukarest gegen Goga gearbeitet hatten. Schon jene auslänbischen Stimmen waren aufklärend genug. Zum Ueberfluß finden sich jetzt in bem französischen Kommunisten- blalte „Humanite" Ausführungen bes Sinnes, baß mit bem Sturz Gogas noch lange nicht genug geschehen sei unb baß Frankreich noch ganz anbere Druckmittel hätte anroenben müssen. Unb ber Pariser „Jour" bestätigt ausbrücklich, baß bie Vertreter Frankreichs unb Englanbs in Bukarest „energische Schritte zur Ent- sernung Gogas" unternommen hätten. Energische Schrille? Zur Entfernung einer rumänischen Regierung? Sind der französische unb ber englische Gesanble etwa rumänische Parteiführer, baß sie sich so einfach bas,Recht nehmen, gegen eine rechtmäßige Regierung Sturm zu laufen? Ober betrachtet man in Paris und London Rumänien immer noch als einen Trabanten im Gefolge der großen westeuropäischen Staaten? Von den so traurig berühmt gewordenen 14 Wil- sonschen Punkten bis zu dem nicht weniger „berühmten" Londoner Ausschuß wandelte sich der Gedanke der inneren Freiheit eines Volkes vom Begriff der sog. Selbstbestimmung bis zur Theorie von ber grunbsätzlichen Nichteinmischung. Beibe, sowohl jener Wilsgnsche Gedanke der Selbstbestimmung der Völker über ihre Staats-, Regierungs- und Zugehörigkeilsform als auch der Gedanke ber Nichteinmischung, sinb burch bie gleichen westeuropäischen Staaten zu wertlosen Papierfetzen geworden. Es gibt, wenn man von Fällen wie Spanien oder Nicaragua absiehl, kaum einen Fall in der Geschichte, ber eine ber-art krasse Einmischung aus eigennützigen, machlpolili- schen Motiven barslellt wie bie vereinigten Druckversuche aus Paris, London unb Prag in Bukarest, eine beispiellose Verhöhnung bes Nichleinmischungs- gebanfens. Man stelle sich einmal vor, wie sich ber Verkehr ber Völker untereinanber gestalten müßte, wenn jeber Staat ganz nach Belieben einem andern in seine Regierungsform, seine Kabinettsbildung unb begleichen innere Angelegenheiten mit biretten Drohungen Hineinreben wollte! B. R. Rumäniens neues Rea nie. Bukarest, 12. Febr. (DNB.) Ein Ministerrat beschloß, einen Ausschuß einzusetzen, der eine neue Verfassung vorbereiten soll. Ein Institut für Derwaltungswissenschaften soll eine Neuorbnung ber Gemeindeverwaltung vorbereiten. Ministerpräsident Christen wurde betraut, die Gläubigen von anderen als den gesetzlichen Eiben zu entbinden. Das Statut ber öffentlichen Beamten und die Unabsetzbarkeit ber Richter sowie die Autonomie ber Hochschulen werde vorübergehend auf- gehoben. O essen Iliche Beamte dürfen an politischen Kundgebungen nicht teilnehmen. Schließlich wirb bas Pressewesen neu geregelt durch Einstel - lungunnöJiger ober schädlicher Presse- organe und Prüfung der allen Zeitungen zur Verfügung stehenden Geldmittel. Die Regierung, die sich als Kabinett der natio- nalen Union bezeichnet, hat in einem Aufruf a n das Volk ihr Programm bekanntgegeben. Die Regierung, heißt es darin, erstrebe die Wiedergutmachung h i st o r i s ch e n Unrechts gegenüber dem herrschenden rumänischen Bevölkerungsteil an, wobei jedoch ungerechte Handlungen gegenüber den alten Minderheiten im heutigen Rumänien auszuschließen seien. Alle nach dem Kriege gewährten Bürgerrechte sollen rückgängig gemacht werden, wenn sie erwiesenermaßen auf .betrügerischem Wege erworben worden sind. Dadurch werde die weitestmögliche Beteiligung der rumänischen Bevölkerung am Wirtschaftsleben des Landes erreicht. Diejenigen Elemente, die sich erst in jüngster Zeit in Rumänien niedergelassen haben und für den ethnischen Charakter Rumäniens schädlich sind, sollen a b g e s ch v - ben werden. Rumänien beabsichtige, auf der Grundlage internationaler Abkommen mit anderen Staaten, die einen Ueberschuß an jüdischer Bevölkerung haben, zusammenzuarbeiten, um für die Juden andere Unterkunftsmöglichkeiten zu finden. Die Regierung erstrebe die völlige Entpolitisierung aller öffentlichen Einrichtungen, die Aufrechterhaltung des Haushaltsgleichgewichts und die Verteidigung der Währung. Außenpolitisch werde die Regierung die überlieferte Politik fortsetzen, die aus die Sicherung des Friedens und die Verteidigung der Grenzen abziele. Gegen Moskaus Diktat. Flandin fordert Verständigung mit den autoritären Staaten. Paris, 14. Febr. (DRV.) Bei dem Schluß- bankett der französischen republikanisch-demokratischen Jugendverbände in Bordeaux hielt der Präsident der Republikanischen Vereinigung und ehemalige Ministerpräsident Flandin eine Rede. Dor Zeiten hätten die Kommunisten und die Sozialdemokraten bei den Militärbudgets die für die sozialen Aufgaben notwendigen Summen einsparen wollen. Das sei heute nicht mehr so. Keine Regierung habe heute mehr Bestellungen an d i e Kanonenhändler gegeben wie diejenige Leon Blums und seiner Nachfolger. Die einzige in Frankreich blühende Industrie sei die Kriegsindustrie, weil die Rüstungen Frankreichs den Absichten der Kommunisten entsprächen! Wenn Frankreich sich durch seine Rüstungen erschöpfe, zumal eine Außenpolitik der Entspannung mit Deutschland und Italien fehle, so bedeute auch dies Wasser auf den kommunistischen Mühlen, denn der Ruin der öffentlichen Finanzen beschleunige den Sturz des Regimes. Flandin sprach sich gegen ü i e Politik der Blockbildungen aus. Es sei zweifelhaft, ob gewisse Demokratien, die mehr Erfahrung hätten als die Franzosen, etwa Frankreich auf solchen Wegen folgen würden, die schließlich nur zum Kriege führen könnten. Das dringende Pro- blem bestehe vielmehr darin, die Tendenzen der Demokratien und der neuen Regime in Rom und in Berlin zusammenzuschmelzen. Frankreich sei heute nichts anderes als ein Stein auf dem Schachbrett, auf dem ausländische Hände um das Schicksal Frankreichs spielten. „Frankreich, erwache!" rief Flandin wiederholt aus. Frankreich möge , nicht länger ertragen, daß das Ausland hier Verschwörungen schmiede, wodurch die eine Hälfte des Volkes gegen die andere gehetzt werde. Es möge sich nicht in den nächsten Krieg schicken lassen, den man ihm als unvermeidlich hinstelle. Es sei nicht mehr die Stunde der Parteien noch der parlamentarischen Kulissenverbindungen, sondern es sei die Stunde des Volkes. In Carcassonne veranstalteten die rechtsgerichteten Parteien der „Front der Freiheit" eine Kundgebung. Der Abgeordnete Henriot von der Republikanischen Vereinigung wandte sich gegen eine Regierungsbeteiligung der Kommunisten. Eine „Litwinow-Regierung" würde zu einer sofortigen Katastrophe führen. Dem französisch-sowjetrussischen Militärbündnis stellte er die Möglichkeiten einer nationalen Wiederaufrichtung in Frankreich gegenüber. Frankreich dürfe s i ch nicht vom Äuslande beherrschen lassen, sondern müsse sich selbst zum Herrn seiner Geschicke machen. Abgeordneter Taittinger wandte sich gegen die Halbundhalb-Methoden der Volksfrontregierung, und Jacques Doriot, Vorsttzender der Französischen Volkspartei, prangerte das Paktieren mit dem Kommunismus an. Japans Antwort in der Flottenfrage. England und Amerika wollen ihre Bauprogramme revidieren. Tokio, 12. Febr. (DNB.) Die japanische Regierung hat am Samstag die Noten Englands, Frankreichs und Amerikas beantwortet, in denen diese Staaten eine bindende Erklärung Japans dis zum 20. Februar verlangten, daß es keine Schlachtschiffe über 35 000 Tonnen baue. Die japanische Regierung erklärt, daß sie nicht in der Lage sei, dem Wunsch nach Bekanntgabe ihres Flottenbauprogramms zu entsprechen. Sie habe bei der letzten Londoner Flottenkon- ferenz die Abschaffung- von Schlachtschiffen und Flugzeugträgern als Angriffswaffen vorgeschlagen und erklärt, daß eine qualitative Begrenzung ohne eine quantitative Beschränkung keine gerechte Maßnahme für eine Abrüstung darstelle. Da die anderen Länder die vernünftigen Wünsche Japans zur Abrüstung nicht angenommen haben, so besteht bis jetzt kein gerechter A b - rüstungsvertrag, an dem Japan beteiligt ist. Die japanische Regierung ist deshalb der Meinung, daß die bloße Mitteilung über Schiffsbauten in Anbetracht des Fehlens einer quantitativen Begrenzung nicht zu irgendeiner gerechten und billigen Abrüstungsmaßnahme beiträgt und bedauert, nicht in der Lage zu sein, diesbezüglichen Wünschen nachzukommen. Die japanische Regierung wolle aber in ihrem aufrichtigen Wunsch nach Abrüstung nicht hinter anderen Ländern zurückstehen und sei deshalb zu jeder Zeit bereit, an Erörterungen teilzunehmen, die in erster Linie die quantitative Begrenzung berücksichtigten. Die japanische Antwort hat in Amerika keine Überraschung verursacht. „New Port Times" sagt, wenn Amerika gemäß dem Dinson-Vorschlag nicht nur seine beiden Küsten, sondern auch seine überseeischen Besitzungen ausschließlich mit eigener Flotte verteidigen wolle, brauche es eine erheblich starkere Seestreitkraft als sie im Bauprogramm vorgesehen'sei. Das Blatt spricht sich für eine Flo11enabmachung mit den übrigen Demokratien aus, denn „vollständige Sicherheit in vollständiger Isolierung zu erzielen, sei ein kostspieliges Geschäft". Die Londoner „Sunday Times" erklärt, Japans Weigerung, feine Flottenbaupläne bekanntzugeben, bedeute, daß die Bauprogramme der anderen Flottenmächte revidiert werden müßten. Die japanische Erklärung, Erörterungen über eine quantitative Begrenzung unterstützen zu wollen, werde in London lediglich als ein „diplomatisches M a- nover" angesehen um von der Behauptung abzulenken, „daß Japan an einem We11rüsten zur See schuld sei". — Auch der „Obferver" gibt der Ansicht Ausdruck, daß nunmehr größere Schiffe gebaut werden würden und daß in den kommenden Verhandlungen eine höhere Tonnage und ein größeres Geschützkaliber sowohl für Schlachtschiffe wie für Kreuzer vereinbart werden würden. Neue Erfolge der Japaner. H a n f a u, 13. Febr. (DNB ) Die Japaner haben nach Kämpfen, die mehr als eine Woche Tag und Nacht angedauert hatten, am Samstag mit Hilft ihrer schweren Arttllerie den Uebergang über ben Hwai - Fluß erzwungen. Die Japaner drangen 30 Kilometer über den Fluß hinaus. Die japanischen Truppen, die an der Peking — Hankaur-Bahn nach Süden vorgehen und die japanischen Truppen, die parallel mit dem Lan- NSG. Mit einer Massenkundgebung in Wetz - l a r leitete der Gauleiter am Samstagäbend die in den Kreisen Oberlahn-Usingen und Wetzlar von der Gaupropagandaleitung durchgeführte Ver - ammlungsaktion ein. Tausende von Volksgenossen hatten sich im Schützengarten und Goths Garten eingefunden. Der (Bauleiter erklärte, daß es heute nicht mehr nötig sei, theoretisch die Richtigkeit der nationalsozialistischen Idee zu beweisen, da die Praxis jeden einzelnen von den Erfolgen des Aufbaues überzeugt habe. An der Aufwärtsentwicklung ihrer eigenen Stadt und ihres Kreises sei dieses sinnfällig in Erscheinung getreten, da im Kreis Wetzlar sich heute kein einziger Arbeitsloser mehr befindet, sondern im Gegenteil ein empfind- icher Facharbeitermangel herrsche. Die national- ozialrstische Wirtschaftsgestaltung fordere, daß ,b e r Jude auch auf wirtschaftlichem Gebiet vollkommen ausgeschaltet werde. Planmäßig werde diese Reinigung der Wirtschaft vor sich gehen, ohne jedes Gesetz, sondern einzig durch die konsequente Haltung aller Volksgenossen. Denn jeder Volksgenosse, der sich hier noch auf Abwegen befinde, soll wissen, daß er sich damit selbst außerhalb der Polksgemeinschaft stellt. Der Dierjahresplan gäbe die Gewähr der Freiheit in unserem wirtschaftlichen Handeln. Jeder habe an der In Dresden wurde mit einer Feier im Festsaal des Deutschen Hygiene-Museums die neugestaltete Akademie für ärztliche Fortbildung eröffnet. Mit der Ueberführung der feit etwa 100 Jahren bestehenden Akademie in die Reichsärztekammer erhält dieses Institut, wie der Beauftragte des Reichsärzteführers für das ärztliche Fortbildungswesen, Dr. B l o m e (Berlin), bei der Eröffnung ausführte, eine vollkommen neue und in der Welt einzigartig dastehende Aufgabenstellung. Neben der bereits in Berlin unter der bewährten Leitung von Prof. Adam in hoher Blüte stehenden Akademie feien die für München und Hamburg vorgesehenen Akademien in Planung begriffen. Die Dresdener Akademie werde sich insbesondere mit der „Naturheilkunde' im Rahmen d e r Gesamtmedizin" zu befassen haben. Wir seien der Auffassung, daß die Synthese zwischen Schulmedizin und Naturheilkunde als eine Selbstverständlichkeit notwendig sei im Interesse der Gesundheit und Gesundheitsführung des deutschen Volkes. Grundlage der neuen deutschen Heilkunde sei nicht die Naturheilkunde, sondern eben diese Synthese, und deren Fundament ruhe unabänderlich auf der Schule und der exakten Forschung. Was wir wollen, sei ein Schaffen und Wirken, wie es beispielsweise im Rudolf- Heß-Krankenhaus in Dresden schon seit ZdR. Berlin, 14. Febr. Anschließend an eine Tagung der Biologischen Reichsanstalt für Land- und Forstwirtschaft versammelte der Reichsnährstand im Harnack-Haus in Berlin die Leiter und Mitarbeiter der Pflanzenschutzämler, Wissenschaftler und Praktiker. Dr. Hülsenberg gab einen Ueberblitf über die Arbeiten des Pflanzenschutzamtes der Landesbauernschaft Hessen- Nassau in Gießen. Der Reichsbauernführer habe bereits 1934 auf dem Reichsbauerntag in Goslar die Forderungen der Erzeugungssteigerung und besseren Auswertung des Erzeugten, d. h. Dorratsschutz, gestellt. Damit ist auch dem Planzenschutz der Weg gewiesen, die wissenschaftlichen Erkenntnisse und praktischen Erfahrungen in weiteste Kreise der Praxis zu tragen und wirksam werden zu lassen. Während früher die Einzelberatung im Vordergrund stand, können heute nur durch großangelegte Gemeinschaftsaktionen die im volkswirtschaftlichen Sinne dringend notwendigen Erfolge erzielt werden. So hat das Pftanzen- fchutzamt der Landesbauernschaft Hessen-Nassau im Jahre 1937 zwei große Werbeaktionen durchgeführt: eine zur Unkrautbekämpfung und die andere zur Beizung von SB i n ter g e treib e in Verbindung mit Schneckenvertilgung. Zu diesem Zwecke wurden Merkblätter ausgearbeitet, die in der Abfassung der besonderen Struktur des Gebietes Rechnung tragen und über Kreis- bzw. Landratsämter an die Bürgermeister verteilt wurden mit der Auflage, den fettgedruckten Textteil in jedem Dorfe ausläuten zu lassen. Außerdem stellten sich die politischen Organisationen und die gesamte Lokalpresse in den Dienst der guten Sache. Eine Erfolgskontrolle, die zahlenmäßig schwer zu erfassen ist, brachte das erfreuliche Ergebnis sehr beachtlicher Umsatz st eigerung in Pflanzenschutzmitteln sowohl bei den bäuerlichen Haupt- fung operierten, sind gleichzeitig in das Gebiet d e s Gelben Flusses eingedrungen. Die chinesischen Truppen sind in vollem Rückzug. Der Uebergang zu dem Gelben Fluß verursacht ihnen schwere Verluste, zumal die japanische Luftwaffe alles daran setzt, um den Rückzug zu stören. Die Dschunken und Fischerboote, die die Chinesen für das Uebergueren des Flusses requiriert hatten, werden von den japanischen Fliegern ständig mit Bomben und Maschinengewehrfeuer angegriffen. Einführung der Anreden „Du" und „Ihr" in der italienischen Jugend. Rom, 12. Febr. (DNB.) Nachdem sich in der letz- ten Zeit verschiedene italienische Zeitungen für Abschaffung des „Sie" und Einführung des „Du" eingesetzt haben, veröffentlicht der Parteisekretär, Minister Starace, eine Verfügung, die für d i e Angehörigen der Liktoren-Jugend- organifationen im persönlichen Verkehr das „Sie" abschafft und das „Du" als .»Zeichen der engsten Kameradschaft und Glaubensgemeinschaft" einführt. Im Verkehr mit den Vorgesetzten tritt an Stelle des „Sie" die Anrede ^,Jhr", während Rang- gleiche Vorgesetzte sich duzen und ihre Untergebenen mit „Du" ansprechen. In der Unterhaltung zwischen den Mitgliedern der weiblichen und der männlichen Jugendorganisationen wird die Anrede „Ihr" eingeführt. Durchführung des Planes feinen Anteil, der Kumpel im Erzbergbau unter Tag wie die deutsche Hausfrau im wichtigen Aufgabengebiet der Derbrauchslenkung. Trotz aller Kraftanstrengungen des deutschen Volkes bleibe das Raumproblem. Die Kolonialforderung ist unser gutes Recht. Wir werden ihre Verwirklichung erreichen, weil wir eine Macht sind, deren Anspruch nicht zurückgewiesen werden kann. Die Weltanschauung sei ureigenstes Gebiet der Partei. Niemals ließen wir uns von irgendwelchen Organisationen, deren Sinn aus das Jenseits gerichtet sei, dazwischen reden. Genau so wenig werden wir in Konkurrenz treten, wo es um Kompetenzen des Seelenheils dieser Organisationen geht. Besonders aufmerksam verfolgte die Versammlung dann die Abfuhr, die der Gauleiter jenen Lügnern erteilte, die heute von Straßenkämpfen in Deutschland berichteten. So wie im Innern alle Zweifler und Nörgler durch die kühnen Taten des Führers verstummt sind, missen wir auch, daß die tobende lügnerische Meute einer uns feindlichen Welt verstummen wird an der Einheit des deutschen Volkes, das in seinem Handeln von dem Grundgedanken revolutionärer Art, nämlich von dem Gedanken des Ersetzens des Schlechten durch das Bessere für alle Zukunft begleitet sein wird. langem in Erscheinung getreten sei. Dieses Krankenhaus sei eine Stätte organischer Entwicklung und ernsthaftester Forschung. Wie ftar^ die Erkenntnis der Notwendigkeit eines solchen Krankenhauses geworden sei, zeige die Tatsache, daß die Teilnehmerzahl der an der Fortbildungsschule des Rudols-Heß-Krankenhauses abgehaltenen Kurse stets auf lange Zeit hinaus überzeichnet fei. In wechselseitiger Befruchtung erwachse hier der Ausgleich zwischen Wissenschaft und Erfahrung. Diese Fortbildungsschule werde als ein wesentlicher Bestandteil, unter Wahrung seiner besonderen Selbständigkeit, in die Dresdener Akademie einbezogen werden. Die Lehrgänge an der Fortbildungsschule gehörten in die Pflichtfortbildung, während sämtliche übrigen Veranstaltungen der Akademie fakultativ und damit für die internationale Beteiligung freigestellt seien. Dr. Blome brachte seine besondere Freude zum Ausdruck„ daß diese Akademie gerade in der Kunststadt Dresden beschaffen werden konnte, und schilderte dann die innige Berührung zwischen wahrem Aerztetum und Kunst. Beide erforderten die Perjonlichkeit. Auch wir müssen, so schloß er, Kulturträger sein und unser aufrichtiger Wunsch ist, daß das Haus eines jeden Arztes, besonders draußen auf dem Lande, ein kultureller Mittelpunkt wird. genoffenschaften als auch bei den Pflanzenschutz- mitteloertriebsstellen bzw. Einzelhändlern. Außer diesen beiden Großaktionen wurden direkte Maßnahmen zur Bekämpfung des Kornkäfers von den drei Außenstellen des Pflanzenschutzamtes Gießen (Gau-Algesheim, Groß-Gerau, Heppenheim a. d. B.) durchgeführt. In Mainz, Bingen, Oppenheim und 28 Odenwaldgemeinden erfolgte ferner eine Scfämpfunp des Frostspan - n e r s. Es konnte in vielen Gemeinden eine hundertprozentige Beleimung exreicht werden mit einem Rekordergebnis von 523 Frostspannerweibchen au einem. Leimring von 85 Zentimeter Breite! Für das Jahr 1938 sind Großaktionen in der Bekämpfung von Sperlingen und Wühlmäusen vorgesehen. Der Reichsschulungsleiter für Kleingärtner, Professor Dr. Ludwigs, kennzeichnete die Bedeutung, die heute der Kleingartenbewegung im Hin- blick auf die Erzeugungsschlacht und Ernährungssicherung des deutschen Volkes zukommt. Daraus folgerte er die Notwendigkeit, den Kleingärtnern durch den Pflanzenschutzdienst eine Beratung und Betreuung auf diesem so wichtigen Gebiet angedeihen zu lassen. Zu diesem Zweck sind Pflanzenschutzwarte auszubilden, die nicht nur mit den erforderlichen theoretischen Kenntnissen auszustatten, sondern vor allem mit der praktischen A n - lei tun g der zu treffenden Maßnahmen zu befassen sind. Nähere Angaben sind von dem Vortragenden in dem Büchlein von Steinhaus über „Die deutschen Kleingärtner in der Erzeugungsschlacht" gemacht worden. — Der Reichsfachbearbeiter Dr. Mammen sprach über „Die Ueberwachung des Pflanzenschutzmittelvertriebs" und führte die gesetzlichen Vorschriften aus, die heute noch nicht im Reich einheitlich gehandhabt werden. Die Esten und ihr Staat. Von (5ar1o von Kügelgen. Das sympathische, strebsame, in seinem Kultur- willen Deutschland nahestehende Volk der Esten rechnet zu seinen besten Eigenschaften eine zähe Beharrlichkeit und Umsicht. Dennoch hat der An- femg 1918 entstandene e st l ä n d i s ch e Staat chwere innere Kämpfe und Schwankungen zwischen Extremen durchmachen müssen, bevor er, vornehmlich durch die feste Leitung seines Staatspräsidenten Konstantin Päts, zu dem Ausgleich der widerstreitenden Kräfte gelangt ist, die ihm in der neuen Staatsverfassung eine ruhige Weiterentwicklung in Aussicht stellt. Die Verfassung, die ich das Volk im ersten Freiheitstaumel gegeben hatte, war überdemokratisch. Die Volksvertretung hatte unbeschränkte Macht, und der von ihr gewählte Staatsälteste war als Ministerpräsident mit einer Regierung nur ausübendes Organ des Parlamentes. Die Folgen blieben nicht aus: Partei- und Klüngelwirtschaft, Hader und Lahmlegung der Gesetzesarbeit. Als Reaktion auf diese unhaltbaren Zustände ist der überraschende Sieg der Bewegung der Freiheitskämpfer zurückzuführen, die im Oktober 1933 durch einen Volksentscheid alle Parteien über den Haufen rannte und eine neue Verfassung durchbrachte, die dem Staatspräsidenten diktatorische Gewalt einräumte. Unruhen drohten. Da ergriff der damalige Staatsälteste Konstantin Päts als provisorischer Staatspräsident gemäß der neuen Verfassung die Zügel und hat sie seitdem nicht aus den Händen gegeben. Er loste alle Parteien auf, überwand einen abenteuerlichen Putschversuch der Freiheitskämpfer im Dezember 1935 und schuf durch einen Volksentscheid im Februar 1936 und die Wahl einer Nationalversammlung die dritte und, wie man annehmen muß, endgültige Staatsverfassung. Diese ist unter Festjubel im ganzen Lande und Böllerschüssen am 1. Januar dieses Jahres in Kraft getreten. In dieser ganzen Im Win!trhilf»»ee Staat betrachtet es daher als eine wichtige Aufgabe, die Durchführung des Nachtbackverbotes mit allen Mitteln zu sichern. Das Bäckereigesetz vom 29. Juni 1936 verbietet die Aufnahme der Backarbeiten in der Werkstatt vor 4 Uhr und die Abgabe der Erzeugnisse an die Kundschaft vor 6.30 Uhr. Auf Veranlassung des Reichsarbeitsministers wurden von den Gewerbeaufsichtsämtern als den zuständigen Arbeitsschutzbehörden in den Monaten November und Dezember vorigen Jahres schlagartig im ganzen Reichsgebiet B ä ck e r e i k o n t r o l l e n ausgeführt. 634 Gewerbeaufsichtsbeamte und 15 222 Polizeibeamte besichtigten in dieser Zeit rund 80000 Gewerbebetriebe. In 9028 Fällen wurden Zuwiderhandlungen gegen die Vorschriften über das Nacht- Wille im (Stein. Von Franz Tumler Als ich in der Früh vor den Bamberger Dom kam, auf den breiten, wenig abfallenden Platz, der den offenen Blick läßt aus den Schatten der Gebäude, die ihn sonst umstehen, halb auf die Stirn und halb auf die Flanke des Baues, als ich bann näher auf ihn zuging, über die Stufen, die den Vorplatz der Schauseite, wo der Berg abfällt, auf der gleichen Ebene halten, als sich mir der runde Leib des West-Chores entgegen wölbte, in den die großen Fenster gesetzt sind, die einem Saale gehören könnten, als ich die Türme sah, die ihm in rechten Ordnungen zu beiden Seiten stehn, die Eingänge, die sich öffnen, und die- Figuren an ihnen und das plötzliche große und grobe Laubwerk der Kapitelle, — da mußte ich spüren, wie wenig man zu einem solchen Bau mit dem allzeit bereiten Eifer kommen dürfe, der meist nur ein paar allgemeine Gedanken enthält, wie sehr man diesen abgezogenen Gedanken mißtrauen müsse, weil sie einem Das Anschauen verderben, weil sie,ihren Ursprung nicht in den Augen haben, weil sie sich ein Leben ungebührlich nehmen und das echte Leben des Dinges verdecken: sie machen, daß es sich verschließt, wo man es zu öffnen meint. So mußt du ganz verarmen vor dem Dinge, du darfst ihm nichts entgegensetzen, es ist kein schöner Zustand, sondern eine wahrhafte Not, du darfst dich in ihr nicht erkennen, du mußt es auch aufgeben, mit allen Kräften aus ihr zu streben, Dein Eifer hilft dir nicht und deine Klugheit nicht, und wenn du das einmal erfahren hast: den Tod jeder Anmaßung, so gelinde sie dir auch in den Augen glänzen mag, dann bleibt dir eine bescheidene Liebe, in der dir manches zu schauen geschenkt wird, das du dankbar annimmst und zurückgibst. In Bogen, Mauern und Gesimsen ist ein starkes Leben, aber es ist viel Widerspruch, wo das Neue auf das Alte trifft und sich neben ihm Raum schafft. Zur Neuordnung des In dem Erlaß des Reichserziehungsministers R u ft zur Neuordnuna des höheren Schulwesens, den wir in seinen wesentlichen Teilen bereits am Samstag veröffentlichten, wird über die Methode u es Unterrichts noch folgendes ausgeführt: Die Stoff pläne stellen Mindestforderungen dar, die erfüllt werden müssen. Die angegebenen Gebiete sind gründlich zu behandeln. Es ist so tief einzudringen, wie die Jugend nach Alter und Vorbildung zu folgen vermag. Je nach Leistungsfähigkeit des Klassendurchschnitts kann der Lehrstoff sinngemäß erweitert werden. Unterrichtsgrundsatz ist ein maßvoller, gebundener Arbeitsunterricht, bei dem der Lehrer das Ziel setzt und die Führung feft-in der Hand behält. Alles, was die Selb ft tätigtet! des Schülers fördert, ihn zu eigenem Denken und Urteilen führt, ist Arbeitsunterricht, mithin das lebendige Lehrgespräch und- der zur Mitarbeit anspornende Lehrervortrag ebenso wie die richtig vorbereitete und geleitete Gemeinschaftsarbeit mit Arbeitsteilung und -Vereinigung und die sinnvoll gestellte Hausaufgabe. Der Arbeitsunterricht darf nicht zu verantwortungslosem Kritteln und Zerreden führen oder in überheblicher Rechthaberei und bloßem Meinungsstreit steckenbleiben. So wichtig auch die Uebung des Gedächtnisses und die feste Einprägung der unentbehrlichen Wissensgrundlagen sind, so verbilden doch nur äußerliche Uebermittlung und sinnloses Einprägen von Lernstoff das sonst bei freier Selbsttätigkeit natürlich wachsende Gedächtnis. Durch lebendigen Wechsel der Arbeitsweise muß dafür gesorgt werden, daß der Jugend ihre ursprüngliche Frische und ihr natür» licher Bildungstrieb erhalten bleibt und sie weder durch übermäßigen Drill unselbständig gemacht und in Ablehnung gedrängt wird, noch bei schrankenloser Freiheit richtungslos schwankt und wertvolle Kräfte vergeudet. Die Lebensnähe unserer vorwärtsdrängenden Jugend verlangt straffe Unterrichtsführung und lebendiges Weiterschreiten des Unterrichts. Ein Sichoerlieren in stoffliche Nichtigkeiten und eine unnötige Breite des Unterrichtsganges find Zeitvergeudung und lähmen bie Arbeitslust. Jede selbständige Denkleistung ist als solche zu würdigen. Wachsenlassen und Führen sind die sich ergänzenden Grundsätze aller planvollen Erziehung. Die Bildungsarbeit der Schule ist nach Möglichkeit im Unterricht zu leisten. Doch kann auf eine planmäßige häusliche Arbeit des Schülers zur Ergänzung der Arbeit in der Schule keinesfalls verzichtet werden. Die Hausaufgaben sollen sowohl der Vorbereitung des Unterrichts als auch der Festigung seiner Ergebnisse dienen. Sie müssen dahackverbot festgestellt. Die Verantwortlichen erhielten in der Regel empfindliche Geldstrafen. In besonderen Fällen mußten auch Gefolgschaftsmitglieder durch Verwarnungen oder Geldstrafen auf das Ungesetzliche ihrer Handlungsweise hingewiesen werden. Der verantwortungsbewußte Bäckereimeister wird selbst bei stärkstem Wettbewerb gegen daß Nacht- backverbot nicht verstoßen. Auch das Publikum kann zur Förderung des Gesundheitsschutzes von Tausenden von schaffenden Volksgenossen wesentlich beitragen, indem es keine ungesetzliche Lieferung von Backwaren vor 6.30 Uhr verlangt. Iührecappelldes Landesgebiets Mein im Deutschen Michsknegerbund. Der von dem Deutschen Reichskriegerbund (Kyff- häuserbund), Landesgebiet Rhein, nach Wiesbaden einberufene Führerappell war aus allen Teilen des Landesgebiets stark besucht. Der von dem Landesgebietsführer ^-Oberführer Börnhausen gegebene Querschnitt durch die Arbeitsgebiete der 2880 Kameradschaften mit ihren rund 185 000 Kriegsteilnehmern des Landesgebiets Rhein bezeugte, daß die Arbeit des Landesgebiets immer nur nach dem Leitwort „Soldatentum und Nationalfazialis- mus" ausgerichtet fein wird. Mit besonderer Anerkennung gedachte der Landesgebietsführer der 4000 Kameraden, die während des Ruhreinmarsches von der feindlichen Besatzung bestraft und ausge- roiefen worden sind. Der Landesgebietsführer hat angeordnet, daß im Laufe dieses Monats dieser tapferen und aufrechten Männer in allen Orten des Landesgebiets Rhein durch Ehrungen gedacht wird. Mit großer Befriedigung würdigte er die vorbildliche Zusammenarbeit zwischen dem Reichskrieger- bund und der Partei und ihren Gliederungen, sowie der Wehrmacht. Als eine der schönsten Aufgaben bezeichnete der Landesgebietsführer die Fürsorge Das ist schmerzhaft zu spüren: wie hilflos jeder Wille in dem Stein das Seine gestaltete und sich nicht bequemen durfte, und wie diestr gewaltsame Augenblick gespenstische Dauer bekommt über viele hundert Jahre. Die Baukunst ist so reif um diese Zeit, daß sie einen heimlichen Glanz hat, bald wird die neue Zeit kommen, die nicht mehr so breit und königlich sein darf. Wie muß der Beschauer erschüttert sein, wenn er wahmimmt, mit welch blinder Zaghaftigkeit, mit welch furchtsamer Treue, das Alte nicht fahren zu lassen, in diesem Bau der Reichtum dieser Kunst sich zum Abschiednehmen verschenkt, wie das Strenge kostbar wird, das Karge schwer, weil es sich noch einmal ausgibt und alles Starke in sich zu einer Feier versammelt und hin- breitet: mit Dem leisen Ton, der uns Überreden will, mit der lange gereiften Fertigkeit, Die sich selber erkennt und Die nicht mehr von Dem kleinen Mißklingen des Einzelnen gestört wird, mit Der fünften Eindringlichkeit, ihre Schönheit immer und immer wieder darzureichen. Die Figuren der zweiten Bauhütte sind, ohne daß es dös Leben des Baues Dort verlangte, im Innern Der Kirche an Der Umfassung Des Chors aufgestellt. Man kann Denken, wie stark Das Verlangen in Den neuen Künstlern gewesen sein muß, das sie antrieb, diese Figuren zu schaffen, Denen einen rechten Platz zu geben sie die Anlage aller Eingänge hätten verändern müssen, und für Die ihnen der Bau, als er sich schließlich in Der alten Gestalt, in Der er von Der früheren Bauhütte aufgeführt roorDen war, behauptete, nur Den zufälligen Platz ließ, an Dem sie jetzt stehen. Er war so reich in seiner Ordnung, daß sie auch dies noch erlaubte. Der Beschauer aber hat von diesem Miteinandersein einen starken Eindruck. Er sieht die disputierenden Männer des älteren Meisters, die zu zweit in Den Feldern der Chorwand stehen und reden, und er wird Darüber sich erheben sehen die Figuren Der neuen Bauhütte: Die heilige Maria, Die heilige Elisabeth lind Den Engel, abgestuft und nach verschiedenen Richtungen gekehrt und außerhalb höheren Schulwesens. her aus Dem Unterricht unmittelbar herauswachsen, sind auf das notwendige Maß zu beschränken und stets gewissenhaft nachzuprüfen. Die schriftlichen Arbeiten (Klassen- und Hausarbeiten) sind für die Erziehung zu innerer Sammlung und für die Selbstprüfung von Lehrern und Schülern unentbehrlich. Sie müssen aus dem Unterricht hervorgehen, so daß in der Regel eine besondere häusliche Vorbereitung für sie nicht nötig ist: kurze schriftliche Uebungen werden wesentlich dazu beitragen, Den Erfolg zu sichern. Schriftliche Arbeiten, Die nur als Grundlage für b i e Zeugniserteilung oder die Ver- setzung Dienen sollen, sind unter jagt, wie überhaupt Die schriftlichen Arbeiten nicht zum Hauptmaßstab für das Gesamturteil gemacht werden dürfen. Zu den vorgeschriebenen schriftlichen Arbeiten gehören auch die F a ch a r b e i t e n. Sie sind mindestens einmal im Jahr als ein- bis zweistündige Klassenarbeiten von der 5. Klasse an in Den wissenschaftlichen Fachgebieten anzufertigen, für die regelmäßige schriftliche Arbeiten nicht vorgesehen sind. Sie sind weder Wiederhokungs- noch Prüfungsarbeiten, sondern sie sollen dem Schüler Gelegenheit geben, eine Aufgabe in zusammenfasfender, selbständiger Darstellung zu lösen. Neben der fachlichen Richtigkeit ist auf klaren Aufbau und gute Sprachform Gewicht zu legen. Bei besonderer Veranlagung und Neigung können Schüler der Oberklassen eine größere häusliche Facharbeit vorlegen. Diese Arbeiten sind nur dann bei der Gesamtbewertung zu berücksichtigen, wenn sie mindestens befriedigen. Die Beurteilung der Leistungen stützt sich auf den Grad und Erfolg der Mitarbeit am Unterricht. Dieser soll an die Jugend die Anforderungen stellen, wie sie durch die Lehrpläne festgelegt sind. Ueberanforberungen in einzelnen Fächern ober im ganzen finb jeboch z u meiden, da sie die Gesundheit der Schüler schädigen und häufig nur zum Gebrauch unerwünschter und unzweckmäßiger Hilfsmittel führen. Unehrlichkeit jeder Art ist vorzubeugen, damit Aufrichtigkeit zwischen Der Jugend und ihren Erziehern und der Grundsatz ehrlicher Leistung auch für die Schule selbstverständlich werden. Der echte Kameradschaftsgeist der Jugend kann hier der wirkungsvollste Helfer fein, wenn Lehrer und Schüler in Gefolgschaft und richtig verstandener Kameradschaft verbunden finb. Im gesamten Unterricht muß klares Deutsch in Wort unb Schritt ftänbig gepflegt werben. Ordnung und Sauberkeit in allem sowie gute Schrift sind als Ausdruck der Haltung zu werten und daher unerbittlich zu fordern. für die alten und bedürftigen Kameraden. So finb auch im vergangenen Jahr roieber beträchtliche Beträge im Landesgebiet insbesondre an bie durch Unwetter heimgesuchten Kameradschaften verteilt worden. Stellverttetender Gauleiter Linder überbrachte die Grüße des Gauleiters und unterstrich die Tatsache, daß heute die alten Frontsoldaten und die Angehörigen der Parteigliederungen das gleiche Ziel vereine, Soldaten Wolf Hitlers zu fein. Im Namen der Wehrmacht grüßte General Löhrmann die alten Kameraden. Der Führer des ff» Abschnittes Rhein, ^-Gruppenführer Hilde- branbt, bekundete feine große Freude über das enge Zusammenwirken Des Reichskriegerbundes unb der ff zum Nutzen des Daterlanbes unb gab die Zusicherung, die reichen Schulungseinrichtungen der ff Den Kameradschaften des Reichskriegerbundes zur Verfügung zu stellen. Ein anregender Kamerab- schaftsabenb war ein schöner Abschluß Des Führerappells. Beförderungen im Heer. Berlin, 12. Febr. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler hat mit Wirkung vom 1. Februar 1938 im Heer befördert: Zum General der Kavallerie Generalleutnant G o ß l e r , Inspekteur der Kavallerie; zu Generalen der Infanterie die Generalleutnant: von Wietersheim, Kommandierender 'General des Korpskommandos XIV; Schroth, Kommandierender General des XII.AK.; von Schwedler, Kommandierender General des IV. AK.: Ritter von Schobert, Kommandierender General des VII. AK.; Busch, Kommandierender General des VIII. AK.; zum General der Artillerie Generalleutnant Halder, Oberquartiermeister I im Generalstabe des Heeres; zum General der Pioniere Generalleutnant K u n tz e, Kommandeur des Kommandostabes Kaiserslautern; zum Generalleutnant Generalmajor jedes Zusammenhanges, der ihnen, wenn sie in ihm stünden, zu Hilfe käme, — er wird bas Leben ber streitenden Männer sehen, bas sich in beutlichen Gebärben vollzieht, bas bäuerlich sicher unb beschränkt Verbindung mit ben fernsten Dingen hat unb sie in diese. Sicherheit zieht, der es nichts ausmacht, wenn zwischen zwei Männern wütende Feindschaft entsteht und sie sich voneinander ab- kehren. Er wird in diesem Dasein freudig die Welt wiederkennen, bie außen einen maßvollen unb ir- bischen Bau schuf, aber er wirb sogleich erschrecken über ben Ausdruck, mit bem sich bie späteren Statuen barüber erheben: sie haben einen neuen Leib, unb weil er bas Leibhafte tiefer erfaßt, ist auch alle Not in ihm, unb sie haben eine neue Frömmigkeit, bie zu biefer Not in geheimem Wiberspiel unb Gleichgewicht steht, unb bie nicht mehr bie mitleib» lose irdische Frömmigkeit des Romanischen ist, m ber eine große Welt Platz hat, — sie stellt einen Anruf Gottes bar, wie er bis bahin noch nicht vernommen worben war, unb bas macht einen schau- bern: benn, mit wieviel abweisenber Hoheit werben biefe Menschen bas Ihre bewahren müssen, und auf einem wie schmalen Wege werben sie es in bas Ewige retten, welche Gefährdung werben sie ertragen müssen unb welchen Abgründen ber Vollkommenheit ausgesetzt sein. Sie reben nicht mehr, benn sie finb in ihrem Glauben für sich; bas Alte, wenn wir es ansehen, ist machtlos davor, unb wir müssen es, halb uns noch bazu neigenb, zurück- lassen wie ben Hof einer verlorenen Kinbheit, in welcher Gott uns in vielen Gestalten nahe war. Dom Zubiläumskarneval in Mainz. Präsident Reinhard eröffnete im Kurfürstlichen Schloß zu Mainz die Hauptversammlung des Bundes Deutscher Karneval e. D., bei besten erster Reichstagung das hundertjährige Jubiläum des Mainzer Carneval-Dereins bestimmend für die Wahl des Tagungsortes gewesen sei. Ministerialrat Dr. Gut irrer sprach über Herkunft Guderian, Kommandierender General des Kommandos ber Panzertruppen; zum Generalmajor Oberst Graf von Sponeck, bes Generalftabes, zur Verfügung bes Oberbefehlshabers bes Heres. Der Michsberufswettkampf hat begonnen. Berlin, 13. Febr. (DNB.) Der „Berufswett- kainpf aller schaffenben Deutschen 1938" hat am Sonntag im ganzen Reichsgebiet seinen Auftakt genommen. Als erste traten am Sonntag bie 76 000 Teilnehmer der Gruppe Banken unb Versicherungen zum Wettkampf an, davon 16 200 in Berlin. Für bie Mehrzahl ber weiblichen Teilnehmer, ist ber kommenbe Sonntag — an bem im übrigen alle Beteiligten noch bie sportliche Leistungsprüfung abzulegen haben — ber Tag ber Ent- scheibung. Bei einem Appell im Lichthof ber Technischen Hochschule brachte ber Leiter bes Berufswettkampfes Obergebietsführer A x m a n n zum Ausbruck, baß von nun an j c b e 'm schaffenden Menschen in Deutschland die Möglichkeit gegeben sei, sich durch bie eigene Leistung zu bem Platz ernpor- Äuarbeiten, ber ihm nach seinen Fähigkeiten und Anlagen gebühre. Fachamtsleiter Lencer betonte, auch in ber Leitung ber Betriebe müßten Männer tätig sein, bie nicht nur einen Namen hätten, sondern burch Können, Leistung und Vor- bilb bewiesen, daß sie sich diesen Namen redlich erwarben. Oie Neugestaltung Berlins. Berlin, 12. Febr. (DNB.) Der Genevalbau- infpektor für die Reichshauptstadt hat neue Anord- nungen zur Neugestaltung Berlins erlassen, in denen weitere „Bereiche" festgestellt werden. In der Nähe Des Rathauses wird mit Dem Ostdurchbruch, Der Die Verlängerung der Straße Unter Den Linden nach dem Osten bildet, begonnen. Dort wird ein Neubau für Die Industrie- und Handelskammer errichtet. Durch zwei weitere Anordnungen hat der Generalbauinspektor die ersten Bereiche zur Durchführung des Wohnungsbauprogramms im Charlottenburger Nord- und Schöneberger Südgelände erweitert. Begnadigungen aus Anlaß des litauischen stnabbängigkeitstages. K o w n o , 12. Febr. (DNB.) Der litauische Staatspräsident hat aus Anlaß des bevorstehenden 20jähri- gen Jubiläums der litauischen Unabhängigkeit am 16. Februar zahlreiche Begnadigungen von Strafgefangenen und andere Straferlässe und Strafmilderungen angeordnet. Darunter befinden sich auch die in bem großen Memellänber-Pro- Zeß 1935 Verurteilten Dr. Neumann, Bertuleit, Rabemacher, Brockopf unb Baron von ber Ropp. Nicht berücksichtigt wurden bie in biefem Drozeß zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilten sechs Memellänber Prieß, Boll, Lepa, Wannagat, Johann unb Ernst Wallat. Unter ben Segnabigten befinbet sich auch ferner der frühere litauische Ministerpräsident Prof. W o l d e m a r a s , der in Zusammenhang mit Dem Militärputsch vom Jahre 1934 zu 12 Jahren Zuchthaus verurteilt wurde. Auch er wurde bedingungslos aus bem Gefängnis entlassen. Kleine politische Nachrichten. Der Reichsminister ber Finanzen, Graf Schwerin v. Krosigk begab sich in Begleitung von Oberregierungsrat Dr. Scholl nach Finnland. Auf Einladung der Finnisch-Deutschen Gesellschaft wirb er in Helsinki einen Vortrag über „Deutsche Finanz- unb Wirtschaftsprobleme" halten. * Drei Leitern litauischer Büchereien unb Lesehallen in Wilna konnte nachgewiesen werben,^ baß sie für bie Lostr ennung Wilnas aus bem polnischen Staatsverband eingetreten waren, sie sollen bie Bevölkerung aufgeforbert haben, bie An- glieberung ber Wojewobschaften Nowogrobek, Wilna und Bialystock an Litauen vorzubereiten. Sie würben zu Zuchthaus bis zu fünf Jahren verurteilt. * Die lange Kette bes s o w j e t r u f f i s ch e n D i - p 1 o m a t e n - M o r d e n s ist um ein weiteres Glied vermehrt worben. Wie bas polnische Militärblatt „Polska Zbrojna" melbet, ist ber frühere Kow - noer S o w j e t g e s a n b t e Pokvolski in Mos- kau erschossen worben, ehe noch Pobolskis Abberufung von bem Posten in Litauen offiziell bekanntgegeben wurde. ♦ Der nationalfpanische Heeresbericht vom Sonntag besagt: Unsere Truppen besetzten im Abschnitt La Serena ber Estremadura-Front alle feindlichen Stellungen im Argäyongebirge sowie das Schloß Argayon und den Gebirgspaß Duruella. unb Erscheinungsformen bes Karnevals. Damit das alte Brauchtum nicht erlösche, müsse auch Das junge Volk die Lust am närrischen Treiben roieberfinben unb Verständnis für es empfinden. Das Problem der Existenz des Bundes Deutscher Karneval sei bas Problem ber Existenz bes beutschen Karnevals überhaupt. Um die großen Aufgaben, bie der Führer unserem Volke gewiesen hat, erfüllen zu können, brauche das Volk Freude. Sie zu erhalten und zu geben, sei Aufgabe auch des Bundes Deutscher Karneval. Präsident Bender vom Mainzer Carne- val-Verein versicherte dem Bund Deutscher Karneval bie treue Gefolgschaft bes MCV. * Die Jubiläumssitzung bes Mainzer Car- neval-Vereins zeugte davon, wieviel Wertschätzung ber Jubilar sich in allen karnevalistischen Kreisen Deutschlanbs erfreut. Sie begann mit bem von Ernst Bockius gesprochenen Prolog unb bem prächtigen Einzug bes närrischen Hofstaates. Präsident B e n b e r s Begrüßung fanb freubiges Echo. Seppel Glückerts Protokoll zeigte den Meister bes feingeschliffenen Vortrags. Oberbürgermeister Dr. Barth betonte, baß bie 100jährige Geschichte bes MCV. ewig in ber Geschichte ber Stabt verzeichnet sein werbe. Der Jubiläums - Rosenmontagszug des Mainzer Karnevals wird einen Querschnitt durch hundert Jahre Mainzer Fastnachtshumor bringen. Die Ausdehnung des Zuges und die große Menge ber zu erwartenden Zuschauer machten eine Verlängerung bes Zugweges erforberlich, ber elf bis zwölf Kilometer lang fein wirb. Hochschuluachnchteu. Dem nb. ao. Professor Dr. Hans-Friebrich Rosen- f e 1 b wurde unter Ernennung zum Ordinarius unb zum Direktor des Germanistischen Seminars Der Lehrstuhl für deutsche Philologie an ber Universität Greifswald übertragen. Gckwere Stürme überall. In Mittelschwaben tobte ein heftiger Schnee- st u r m. Der Schnee türmte sich auf den Straßen oft zu hohen Wachten auf. Karawanen von Kraftwagen blieben stecken. Im Bahnverkehr ergaben sich starke Störungen. Die Fernsprechleitungen wurden ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. * lieber Sardinien und dem Tyrrhenischen Meer tobten heftige Stürme, die vor allem auf Sardinien beträchtlichen Schaden angerichtet haben, wo zahlreiche alte Bäume umgerissen und Häuser abgedeckt wurden. Bei Livorno ist eine Fischerbarke untergegangen, wobei ein Fischer mit seinem Sohn den Tod fand, während sich der zweite Sohn retten konnte. In den mittleren Apenninen sind heftige Schneefälle eingetreten. Noch überraschender ist das Bild in der unmittelbaren Umgebung Roms, in den Albaner Bergen, die bis tief ins Tal verschneit sind. Seit Samstag wütet über England ein eisiger N o r d st u r m , der großen Schaden angerichtet hat. Am Samstag fiel zum ersten Mal in diesem Winter im Innern von London Schnee. Die Themse führt Hochwasser und trat stellenweise über die Ufer. Der Sturm hat auch drei Menschenleben gefordert. In Birmingham wurde eine Frau von einem Schiefer erschlagen, während in Tharston (Norfolk) ein Baum umgerissen wurde, der auf einen Wagen Wenn wir in einer klaren Winternacht den südlichen Teil des Himmelsgewölbes betrachten, fesselt uns zuerst der Anblick des Orion, des schönsten aller Sternbilder, das seit den ältesten Zeiten die Phantasie des Menschen mächtig angeregt hat. Drei in einer geraden Lime stehende Sterne bezeichnen den Gürtel des Jägers Orion: unter diesen bemerken wir drei weitere, senkrecht übereinander angeordnete Sterne, das sogenannte Schwertgehänge. Der mittelste dieser Sterne erscheint stark verwaschen, und auch mit unbewaffnetem Auge erkennt man, daß er von einem hellen Lichtfleck umgeben ist, dem berühmten O r i o n n e b e l. Einen wunderbaren Anblick gewährt diese Himmelsgegend, wenn man sie durch ein Fernrohr oder durch ein lichc'larkes Feldglas betrachtet. Zahlreiche hellere und schwächere Sterne er- schein n in die leuchtende Nebelmasse eingebettet. Daß di e Sterne sich nicht vor dem Orionnebel befind. n, sondern mit ihm physisch zusammenhängen, erkennt man aus dem Bergleich mehrerer photographischer Aufnahmen mit verschiedener Belichtungsdauer. Der Orionnebel zeigt in seinen hellsten Teilen eine ausgesprochen wolkige Beschaffenheit. Bon der Mitte strahlen schweifartig gekrümmte Nebelarme aus, deren Anordnung eine deutliche Heb .Stimmung mit der Verteilung der Sterne bekundet. Eine weitere Stütze für die Ansicht vom unmittelbaren Zusammenhang der Nebelmasse mit drn betreffenden Sternen bildet die gleiche Bewegung beider im Raum. Der Orionnebel und die in ihm b kindlichen Sterne entfernen sich von uns mit cir' ■ Geschwindigkeit von 18 Kilometer in der Sekunde. Ihr jetziger Abstand beträgt rund 600 Lichtjahre, woraus der Durchmesser des Orionnebels sich zu zehn Lichtjahren oder 100 Billionen Kilo- fiel und den Lenker tötete. Bei Tilbury schlug auf der Themse ein Leichter um, dessen Einziges Besatzungsmitglied ertrank. Ueberschwemmungen richteten in englischen Küstenstädten erheblichen Schaden an. Im Hafen von Dünkirchen und seiner Umgebung richtete ein heftiger Sturm beträchtlichen Schaden an. Der heftige Wellengang machte ein Ein- und Auslaufen der Schiffe unmöglich. Eine ganze Reihe von Schiffen wurde von ihren Verankerungen losgerissen. Am Strande von Malo-les-Bains zerstörten die Fluten mehr als 100 Strandhäuschen. verurteilte Sittlichkeitsverbrecher. Die Jugendschutzkammer Danzig verurteilte den Juden Israel Mendel Friedmann wegen Sittlichkeitsoerbrechens an einem 13jährigen Mädchen zu drei Jahren Gefängnis und die wegen Beihilfe und gewohnheitsmäßiger Kuppelei angeklagte Liesbeth Tafelski zu drei Jahren Zuchthaus. Die bürgerlichen Ehrenrechte wurden ihnen auf die Dauer von fünf Jahren aberkannt. Die Tafelski hatte ein 13- und ein 14jähriges Mädchen an sich gelockt und sie fortgesetzt Juden und anderen landfremden Elementen ausgeliefert. Friedmann hatte sich obwohl er das Alter des Mädchens kannte, im Hause der Tafelski an der 13jährigen vergangen. Durch die schändliche Handlungsweise der beiden Anaeklagten sind die unglücklichen Kinder sittlich vollkommen verwahrlost. Sie mußten einer Erziehungsanstalt zugeführt werden. meter ergibt. Der Nebel ist somit 10 000mal so groß wie das Sonnensystem. Was ist es, das dort in den Tiefen des Raumes glüht und leuchtet? Seit Anwendung der Spektralanalyse wissen wir, daß es sich beim Orionnebel und bei zahlreichen anderen unregelmäßig gestalteten Nebeln um ausgedehnte Gaswolken von unvorstellbar geringer Dichte hndelt; sie zeigen ein Spektrum aus scharfen, Hellen Linien, wie es für leuchtende Gase typisch ist. Aber worauf der Vorgang des Leuchtens beruht, war bis vor kurzem völlig rätselhaft; und ebenso rätselhaft auch die eigenartigen Formen dieser Gaswolken, wie sie bei-, spielsweise der merkwürdige Zirrusnebel im Schwan zeigt: Fäden aus leuchtendem Gas, die miteinander zopfartig zu einem zarten Netzwerk verflochten sind. Bei dem durch dunkle Wellen scheinbar in drei Teile aufgespalteten Tri fid- nebel im Schützen treten neben dicken Hellen Ballen schwachleuchtende Wolken feinster Gliederung auf. Vergebens bemühte man sich, darin irgendwelche Gesetzmäßigkeiten zu erkennen. Erst das letzte Jahrzehnt hat einen wesentlichen Fortschritt in der Erforschung der kosmischen Wolken gebracht. Die Unterstützung der zwischen den Sternen äußerst fein verteilten Materie hat sich zu einem neuen Forschungszweig der Astronomie entwickelt, der bereits sehr beachtliche Ergebnisse von grundlegender Bedeutung aufzuweisen hat. Die leuchtenden Wolken schweben nicht isoliert im Raum, sondern sind mit dunklen, lichtabschirmenden Wolken eng verknüpft; sie bilden Verdichtungen einer großen kosmischen Wolke, die das ganze Milchstraßensystem erfüllt. Der langgestreckte Zirrusnebel stellt den leuchtenden Rand einer ausgedehnten Dunkelwolke dar, die das Licht der hinter ihr stehenden Sterne abfängt. Der weite Raum zwischen den Sternen ist also nicht absolut leer, wie man früher angenommen hatte. Das Licht erfährt nämlich auf seinem jahrtausendelangen Wege von den Sternen bis zur Erde eine merkliche Schwächung, die nach neueren Untersuchungen von Trümpler, Wilkens und H u b b l e außerhalb der Milchstraße für je 3000 Lichtjahre eine halbe Größenklasse, in der Milchstraße selbst aber noch weit mehr beträgt. Ein Stern 11. Größe, der 6000 Lichtjahre entfernt ist, würde also ohne diese Lichtschwächung uns als Stern 10. Größe erscheinen. Naturgemäß befindet sich die Materie, die die Lichtschwächung hervorruft, in ungeheurer Verdünnung. Man hat berechnen können, daß im Raum zwischen den Sternen durchschnittlich in je hundert Kubikzentimeter ein Atom vorhanden ist. Das scheint auf den ersten Blick sehr viel zu sein. Jedes Atom hat schon in dem geringen Abstand von fünf Zentimeter Nachbarn, die an ihm vorbeifliegen. Aber ein Atom ist unvorstellbar klein, und gegen die enorme Verdünnung der Materie in den kosmischen Wolken erscheint das beste Vakuum, das wir im Laboratorium erzeugen können, geradezu kompakt. Das höchste künstliche Vakuum enthält nämlich immer noch 10 000 Millionen Atome im Kubikzentimeter, also viel mehr Atome im Kubikzentimeter als Menschen auf der Erde wohnen! Unser bestes Vakuum ist etwa eine Billion mal so dicht wie die Materie der kosmischen Wolken. Kein Wunder, wenn es den Physikern große Schwierigkeiten bereitete, das Leuchten der Nebel zu erklären. Die Bedingungen, wie sie im Weltenraum herrschen, sind im Laboratorium nicht herzustellen. Man erkannte zwar bald, daß das Leuchten durch die Strahlung besonders heißer Sterne verursacht wird, die sich in den kosmischen Wolken befinden. Beispielsweise enthält der Orionnebel zahlreiche über 15 000 Grad heiße Heliumsterne, die eine besonders starke ultraviolette Stählung aussenden. Nur öieje unsichtbare kurzwellige Strahlung bringt den Nebel zum Leuchten. Das Sternenlicht wird jedoch nicht einfach reflektiert, sondern es regt die Atome des Nebels an, eine andere Lichtart auszusenden. Der Nebel fluoresziert. Nun enthält das Spekttum der Gasnesiel einige sehr kräftige Linien im Grün und Ultraviolett, die man aber keinem irdischen Element zuschreiben konnte. Man nannte daher das unbekannte Element N e b u I i u m. Erst im Jahre 1928 erkannte der Physiker Bowen, daß ein Gemisch von Sauerstoff und Stickstoff unter den besonderen Bedingungen, wie sie im Weltenraum herrschen, das Nebelleuchten erzeugt. Das rätselhafte Nebulium war in Wirklichkeit weiter nichts als — Lust, Lust in äußerster Verdünnung. Ganz anders als die fluoreszierenden Gasnebel verhalten sich die kosmischen Staubwolken. Ihr Spektrum besteht nicht aus einzelnen Linien, sondern ist ein kontinuierliches Farbband, das mit dem Spekttum der benachbarten Sterne übereinstimmt. Das Licht dieser Wolken ist also reflektiertes Sternenlicht. Ein berühmtes Beispiel dafür bilden die leuchtenden Nebel um den Sternhallfen der P l e j a d e n. Fast alle Plejadensterne, namentlich die Lichtriefen, welche das bekannte Siebengestirn bilden, werden von faserigen Nebelhüllen umgeben, die zweifellos mit den Sternen in engem Zusammenhang stehen. Die wundervollen photographischen Aufnahmen von Max Wolf und Barna rd haben uns den äußerst verwickelten Bau dieser Plejadennebel aufgezeigt. Werden Wolken kosmischen Staubes von zeitlich veränderlichen Sternen bestrahlt, so weisen sie naturgemäß denselben Lichtwechsel auf wie die betreffenden Sterne. Wir kennen eine ganze Anzahl solcher veränderLeuchiende Wolken im Welienrauin. Don den Wundern des gestirnten Himmels. X on Or. Erwin Kossmna. 971 p I Mansard.-Wohnung Zimmer, Kam- •öunmvr, oium- rnerlSchlafzim.) -Uhr an der Kapelle 970D Deutsches Rotes Kreuz. Bereitschatt Oiehen kaufen. 0604 Tteinstraße 41. 'iehfutb*'.... Zerrissene Strümpfe sind jetzt wertvoll! sie weg. Heure ober der .Potena1 an- für 55 Pfg.) und mal als neue. Ihre zerrissenen waschen, aber ten) zur Rue= Langsdorf, Berlin-Steglitz, den 12. Februar 1938. Die Beerdigung findet Dienstag, den 15. Februar, nachm. 3 Uhr statt. Heute abend entschlief sanft nach langem, schwerem Leiden mein lieber Mann, unser treusorgender Vater und Großvater Am Donnerstag, dem 10. Februar, verschied unser langjähriges inakt. Mitglied Herr August Lamm Sein Andenken werden wir in Ehren halten. Der Bereitschaftsführer. ___982D Else Tittmar, Inh. G. Bergan, Seltersweg 52. Gustav A. Sturm, Marktstraße 17. 8G6d >öetruas hört man gerne, aber (reichen coli ich wählen2 - OieseTrageist sehne! beantwortet. SehenSie sich doch einmal die neuen Junker & Ruh Gasherde an BORRMANN5 Gießen, Neustadt 5, Fernruf 4165 979 A Dreschmaschinenbesitzer und Schlosser meister Friedrich Thörner L [Stellenangebote| Keine Zeugnisse in Urschrift wnvern nur ZeugntS- obidfriften dem Bewerbungsschreiben beilegen । — Lichtbilder unoBewerbungsunter- 'iflen müssen zur Ver- Meldung von Berluiteu aus der rttüctsette Warnen und Änschrtst des Bewerbers tragen I Kaufmännischer Lehrling von hiesiger Großhandlung gesucht. Schriftl. Bewerbungen mit Lebenslauf unter 973 D a.d.Gieß. Anzeiger erbet. Tüchtig., zuverl. taMie im Alter von 18 bis 21Jahren gesucht eventl. zur Aushilfe. 98iD H. Hettler Kondit. u. gnf^. Verkäufe ""] früher warf man läßt man sie mit sohlen (das paar trägt sie noch ein- Bringen auch Sie Strümpfe (gerächt obgeschnit» führungsstelle: Die Trauerfeier für un- seren versterb, treuen Kameraden August Lamm findet am 14. Februar, nachmittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Antreten der Kameraden um 13.45 im 76. Lebensjahre. t Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Margarethe Thörner, geb. Hofmann nebst Kindern. nndKücheinbess. Hause an ordentliche Mieterin v. 1. April zu vermieten. Anzufr. beiFaist. Frankfurter Str. 6 III von 8-10 und 17 bis 19 Uhr. 10661 [Stellengesuche) llleinmäiichen m.gut.Zeugniss. sucht Stellung a.'iebst.i. frauenlosem Haushalt. Schr. Ang. unter 974D a. d. G.A. Md „Natzmühle", EinMienl® m. Maschinenr., a. 1 Morg. Wiese zu verkaufen für 5000- RM. 898 D Anfrag, an WilhelmWeber, Nordeck. 3/2U BMW. Limousine 4-Ganggetriebe, steuerfrei, 62000 km, für 800 RM. bar zu verkauf. Schriftliche Angebote unt. 0663 an den Gießener Anzeiger erbet. I Dezimalwaage mit Gewichten, 1 große Zink- badewanne. ein Schraubstock u. 1 fast neuer 4- tciliger Hasenstatt billig zu ver- Gewinnauezug 5. Klasse 50. Preußisch-Süddeutsche (276. Preuß.) Klassen-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Auf jede gezogene Nummer siud zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II 5. ZiehungStag 12. Februar 1938 On der heutigen Dormittagsziehung wurden gezogen 4 Gewinne zu 5000 RM. 8 Gewinne zu 3000 RM. 65988 171395 116605 219928 245911 240036 20060 104115 132816 132040 30962 83050 140304 207409 97266 156907 211454 111337 160359 214446 258452 336589 125243 178185 218103 280858 338434 181955 222342 296834 361406 14290 66398 170918 267253 189987 226107 300793 375538 84 Gewinne zu 500 RM 9869 15072 22427 23258 35382 48829 51839 52738 60937 74668 231167 235999 307650 323114 288782 __ 16 Gewinne zu 2000 RM. ----- -- - 262083 311800 313872 355205 362989 54 Gewinne zu 1000 RM. 9631 11389 24836 27694 33543 57913 60252 66171 87824 122603 144951 159605 167754 138120 199407 203669 219277 227957 333678 356084 361355 393026 399353 398019 74281 94818 148486 175551 189237 212689 227453 248521 272905 295266 308716 332339 343957 359899 372215 102063 152839 176460 194092 218811 233726 250801 274517 296094 312832 332799 344469 364626 375602 162374 186115 204933 224298 246235 270147 292067 304546 327473 340753 353817 370819 385876 125214 169436 187183 208898 227446 247743 271221 292391 307259 328987 343793 355799 371708 391042 102939 153026 178106 197741 220252 235734 253347 279594 300002 316390 337725 352634 366297 375663 109640 162174 184655 204722 220421 241499 256018 291949 302916 319730 340276 353488 367346 380295 76280 77387 78592^ 7940983971 206 Gewinne zu 300 RM 9444 14710 22011 44976 46710 471[7 54708 56523 58938 60669 6444J 392892 In der heutigen Nochmittagsziehung wurden gezogen 168882 52 Gewinne zu 345904 155104 165281 150398 234599 306565 392742 324574 372518 317230 361672 285177 314440 96685 188528 309113 108903 178209 285419 348147 220552 313739 41673 172040 290689 333793 383568 275081 310988 71878 186802 303443 334813 115828 222803 289007 384821 257606 308279 395936 !winne au 1000 in'! 104867 144416 ------ ------ 224268 290137 2 Gewinne zu 10000 RM. 318210 14 Gewinne zu 2000 RM. 73293 100692 246770 317826 333766 392795 ---- 1000 RM. 18935 "> 145288 338688 fcrrwvv-T d w .___ ______ 66 Gewinnes 500 RM 849? 13410’14808 42726 71986 84098 98862 102904 103013 104808 104994 ----- ----- 176533 1263 2562 7487 8635 136334 179305 207858 241705 274135 297839 331091 358004 376201 179570 208486 247438 279799 298962 333281 359334 382709 122331 139776 183248 224880 261689 282143 304727 334856 362884 135054 167800 206302 231669 263373 296986 312037 343195 373998 125175 162092 199365 228909 261843 291715 307262 340154 368180 76881 86783 115936 139596 182671 220755 256037 280933 300636 333531 362434 388385 164 Gewinne zu 300 RM ---- ---- 30770 32058 39376 39451 41835 47651 77855 81526 82302 82485 82573 84763 87206 93160 95829 96322 97032 114381 ----- ------ ---137614 390140 390768 395581 dm Gcwinnrade verblieben: 2 Gewinne zu je 1000000, 2 zu se 500000, 2 zu je 300000, 2 zu je 200000, 2 zu je 100000, 2 zu je 75000, 4 zu je 50000, 6 zu je 30000, 20 zu je 20000, 90 zu je 10000, 170 zu je 5000, 328 zu je 3000, 840 zu je 2000, 2422 zu je 1000, 4086 zu je 500, 8278 zu je 300, 197744 zu je 150 NM. sicher Nebel, von denen die im Stier ünd im Ein« Horn die bekanntesten sind. Allen kosmischen Gas- und Staubwolken ist ge. meinsam, daß sie sich in oder nahe der Milch« ft r a ß e befinden, die die große Symmetrieebene unseres Sternsystems darstellt, lieber die Herkunft der kosmischen Wolken äußert sich der englische Astronom E d d i n g t o n : „Wir nehmen im allgemeinen an, daß sich die Sterne aus einem Urnebel verdichtet haben, der die ganze Milchstraße umfaßte, und wir können berechnen, daß die Der- dichtung den Raum zwischen ihnen nicht ganz von Stoff befreit haben kann. Daher ist zu erwarten, 8aß wir das Weltall ein wenig dunstig vorfinden, sei es durch allmähliche Ansammlung von Dunst (indem Materie von den Sternen entweicht durch den Strahlungsdruck), oder weil es zu Beginn nicht gründlich gereinigt worden ist. Allerdings rmrd ständig ein wenig reingemacht. Die Sterne laufen wie himmlische Zimmermädchen hin und her und fangen durch ihre Anziehungskraft die umgebende Materie an. Aber im Vergleich mit der Größe des Raumes, der gereinigt werden soll, ist die Zahl der Staubsauger allzu gering, und wir können berechnen, daß es bei diesem Verfahren mindestens10 000 Billionen Jahre dauern wird, bis das himmlische Großreinemachen beendet ist." Weiterbet i-t Entsprechend der ungewöhnlichen Zugstraße des weiten Atlantiktiefes, das von Island über die Nordsee und Deutschland hinweg bis zum Mittelmeer zog, hat eine äußerst weitgehende lieber- flutung Europas mit arktischer Luft stattgefunden. Sie hat unter Nord- bis Ostwinden und weiteren Schneefällen Deutschland Über Sonntag fortschreitende Abkühlung gebracht, so daß am Montag früh allgemein leichter bis mäßiger Frost herrschte. Auch das Mittelmeergebiet ist bereits von der Kaltlust erfaßt. Der von England nach Finnland sich erstreckende Hochdruckrücken wird zunächst ein starkes Eingreifen der nördlich von ihm zu findenden Wirbeltätigkeit verhindern, doch sind leichtere Schnee« fälle trotzdem nicht ausgeschlossen. Aussichten für Mittwoch: Voraussicht- lich wieder ausgedehnte Schneefälle, kalt. Aussichten für Dienstag: Wolkig bis aufheiternd, zunächst vereinzelt leichte Schneefälle, nachts Frost, zunehmende Winde aus Nord bis Ost. Wintersport-Wetterbericht. Vogelsberg. Hoherodskopf: Klar, —7 Grad, 25 cm Gesamtschneehöhe, 10 cm Neuschnee, verweht, Ski und Rodel sehr gut. Rhön. Wasserkuppe: Nebel, —7 Grad, 31 cm Gesamtschneehöhe, 10 cm Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut. Schwarzwald. Feldberg: Bewölkt, — 9 Grad, 275 cm Gesamtschneehöhe, 25 cm Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. ' Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyri t; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. I. 38: 11 000. Druck und Verlag: Brühlfche Universitätsdruckerei R. Lange, K -G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs-, preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. Claus Werner Unser Stammhalter ist angekommen Lilly Quambusch geb. 3Mlinghoff Hans Quambusch Gießen (Fröbelstr. 23), 10. Februar 1938 975 D Lieferungsvergebung. Die Lieferung des Bedarfs an Butter, Mitch und Backwaren'für das Rj. 1938 sowie des Bedarfs an sonstigen Verzehrungsgegenständen und an Reinigungsmitteln für die Zeit vom 1. 4.1938 bis 30. 6. 1938 (Verlängerung des Vertrags von Vierteljahr zu Vierteljahr bis zum 31. März 1939 ist bei im Wettbewerb festgestellter preiswerter Lieferung nicht ausgeschlossen) soll unter Zugrundelegung der Verdingungsordnung für Leistungen (VOL.) für die Universitätskliniken in Gießen vergeben werden. Die Lieferungsbedingungen für Derzehrungs- gegenstände können an Werktagen von 10 bis 12 Uhr (außer Samstags) bei der Verwaltung der Kliniken der Ludwigs-Universität Gießen, Klinikstraße 32, 1. Stock, Zimmer 5/7, diejenigen für Reinigungsmittel Zimmer Nr. 10 eingesehen, die Bedarfslisten gegen Erstattung der Selbstkosten daselbst bezogen werden. 965D Angebote und Warenproben sind getrennt, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, an die obige Verwaltung bis Montag, den 7. März 1938, 10 Uhr, einzureichen. Angebote sind nur durch die Post (Brief) einzureichen. In den Angeboten sind auch die Lieferungsbedingungen anzuerkennen; andernfalls kann das Angebot keine Berücksichtigung finden. Zum gleichen Termin find die Angebote über das anfallende Gespüt einzureichen; auch hier können die Bedingungen in vorgenannter Zeit eingefehen werden. Die (Eröffnung der Angebote findet gemäß den Bestimmungen der VOL. in nichtöffentlichem Termin statt. Wenn Bewerber bis zum 23. März 1938 nicht benachrichtigt worden sind, mußten die Angebote unberücksichtigt bleiben. Gießen, den 14. Februar 1938. Verwaltung der Kliniken der Ludwigs-Universität __Gießen.____________________ Volkstümliche Naturwissenschaft IN reichbebilderten, leichtverständlich geschriebenen Werken und in verschiedenen Preislagen bieten unsere Verlags- erzeugnisse. Sie vermitteln einen tiefen Einblick in die Geheimnisse des Naturgeschehens und damitdurch erweitertes Wissen erhöhte Freude an den vielfältigen Schönheiten der Natur. - Verlangen Sie Prospekte und auch Probehefte der Zeitschrift „Der Naturforscher“ Hugo Bermühler Verlag • Berlin-Lichterfelde