M.29I Erstes VM 188. Jahrgang Dienstag, 13. Dezember (938 Erscheint täglich, anher Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild - Die Scholle Monatr vezugspreir: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr . . „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüsse unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach« richten: Anzeiger Sieben Postscheckkonto: Zranlsurt am Main 11688 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen druck und Verlag: vrShlsche Univerfitätsdruckerei «.Lange in Sieben. Schristleitung und Seschästrftelle: Schulftrahe 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Dormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Brette 7 Rpf., für Text« anzeigen von 70mm Brette 50Rpf.,Platzvorschrist nach vorh. Dereinbg.250/o mehr. 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Nach einführenden Worten des Rektors der Universität, Prof. Dr. P l a tz h o f f, führte der Gauleiter folgendes aus: Es gibt eine Judenfrage, solange es Juden gibt. Es ist ein I r.r t u m , wenn behauptet wird, daß sich die Juden gegen ihren Willen über die ganze Welt hätten verbreiten müssen. Vor dem Auszug aus Jerusalem und vor der Zerstörung. Babylons waren schon jüdische Bankiers in Meso-' potamien ansässig. Auch nach Kleinasien waren sie ausgewandert urtb kamen mit den Phöniziern bis nach Spanien. In ^Jerusalem mußten sie Ackerbau und Viehzucht treiben, ihnen ging es aber darum, anderswo leichtere Geschäfte zu treiben. Auch nach Rom kamen sie schon 131 vor der neuen Zeitrechnung. 3n der Folgezeit nahm die Auswanderung aus Jerusalem immer größere Formen an, aber sie war immer freiwillig, kein Volk hat die Juden gerufen oder sie gar gezwungen, sich in ihrem Lande festzusehen. Ls ist kein Zufall, daß sie immer von großen Handelszentren angelockt worden sind, dort sen Abwehrmaßnahmen blieb der Erfolg versagt, weil sie zu keiner Tiefenwirkung kamen. Der Führer hat das Judenproblem erkannt. In seinem Buche „Mein Kampf" sagt er klar und deutlich : „M it den Juden gibt es kein Paktieren, sondern nur das harte Entweder-Oder." Das Judenproblem ist eine Auseinandersetzung Rasse gegen Rasse, Volk gegen Volk. Das deutsche Volk in seiner Gesamtheit hat jetzt zu dieser Frage Stellung genommen. Das Entscheidende in diesem Kampfe war, eine Massenbewegung durchzusetzen. Das Vorgehen der Partei hatte e i n Volks erwachen zur Folge und gleichzeitig eine positivere Bewertung der eigenen Rasse. Nicht nur das Verhalten der Suben hat den Kampf gegen sie heraufbeschworen, sondern die Grundlage zu diesem Kampfe war die positive Forderung, daß das deutsche Volk nur aus sich selb st heraus regiert werden kann. Der Partei gelang es, in ihren Reihen eine innere Scheidung zum Judentum herbeizuführen, dadurch wurde es möglich, den Juden das Ende zu bereiten. Mit wunderbarer Klarheit hat der Führer bereits im Jahre 1922 in einer Rede ausgeführt: „Es gibt zwei Möglichkeiten: Sieg der arischen Rosse oder ihr Niedergang und Sieg des Judentums. Der Jude wird immer und ewig geborener Privatkapitalist allerschlimmster Art sein." Ueberall legte dann das Wissen um die Rassenverschiedenheit den Weg in die Neuordnung frei. Oberflächliche Beobachter haben festgestellt, daß die wirtschaftliche Auseinandersetzung dabei im Vordergründe stände. In Wirklichkeit ist aber die Auseinandersetzung auf wirtschaftlichem Gebiete der Schlußstrich einer fast zum Abschluß gekommenen Entwicklung. Vor dem 10. November begann die Ausschaltung der Juden aus dem Staate und dem Kulturleben. Dann schafften die Nürnberger Gesetze die Reinerhaltung des Blutes und die wirtschaftlichen Maßnahmen der neuesten Zeit sind nur der logische Abschluß. Unter großem Beifall schloß der Gauleiter seine Ausführungen mit den Worten: „Wir sind auf der Wacht. Das Judenproblem wird in Deutschland aelöst; für uns ist es aber erst gelöst, wenn der letzte Jude Deutschland verlassen hat." „3n Arisierung begriffen/' Berlin, 12. Dez. (DNB.) Amtlich wird mitgeteilt: Sofern an einem bishet jüdischen Geschäft der sichtbare Vermerk angebracht ist: „In Arisierung begriffe n", kommen Käufe, die in diesen Geschäften getätigt werden, nicht mehr dem jüdischen Vorbesitzer, sondern dem arischen Treuhänder zugute. Sofern jüdische Geschäfte wieder eröffnet werden, handelt sich sich entweder um Geschäfte von Ausländern oder um solche Betriebe, die mit besonderer Genehmig u n a des Reichswirtschaftsministeriums wieder aufgemacht werden. Insbesondere wird zum Fall der Wiedereröffnung der E t a m - F i l i a l e folgendes sestgestellt: Der Inhaber ist Ausländer. Die Arisierung der Firma ist vom Reichswirt- schaftsministermm auf Grund der Verordnung vom 3.12.1938 eingeleitet. Es ist bereits ein arischer Treuhänder für den Gesamtbetrieb vom Reichs- wirtschaftsministerium eingesetzt. Antwort an Kowno. Das Memelland hat am Sonntag ein Bekenntnis zum Deutschtum abgelegt. Die französischen und englischen Blätter, die bezeichnenderweise jetzt nicht mehr von Klaipeda, wie die Litauer Memel umtauften, sprechen, sondern die Memelländer plötzlich wieder mit ihrem deutschen Namen beehren, berichten von einem Sieg der deutschen Idee und einer überwältigenden deutschen Mehrheit. Sie heben auch die mustergülliae Disziplin der Memeldeutschen hervor und die Tatsache, daß ein betrunkener amerikanischer Journalist herumkrakeelte, dabei ein blaues Auge davontrug, auf der Wache vernommen, aber bald wieder entlassen wurde. Dieser betrunkene Repräsentant der demokratischen Weltpresse läßt noch schärfer die Zucht der Memelländer in die Erscheinung treten. Zwölf Jahre hat das Memellcmd unter Kriegsrecht gestanden, obgleich die Garanten des Memelstatuts genau wußten, daß Dinge, die den litauischen Staat betreffen, nicht ohne weiteres auf das autonome Memelgebiet übertragen werden konnten. Aber alle Proteste fanden in London und Paris taube Ohren und die Litauer wüteten mit Verfolgung, Einkerkerung und Broilosmachung gegen die Memelländer, die von Deutschland nicht lassen wollten. Seit eine Probeabstimmung, um die sich allerdings niemand in den „Demokratien" kümmerte, sogar im April 1919 nicht weniger als 85 v. $). aller abgegebenen Stimmen auf Deutschland vereinigte, ist das Memeldeutschland der Faust dieser Demokratien untertan gewesen, zuerst, am 15. Februar 1920, den Franzosen, dann, während des Ruhrkampfes, den Litauern, deren Freischärler am 10. Januar 1923 das Land besetzten, während gleichzeitig die Franzosen ebenso widerrechtlich ins deutsche Ruhrrevier einbrachen. Die Botschafterkon- ferenz vom 15. Februar 1924 unterwarf sich natür- Ltaliens „natürliche Ansprüche". Gayda fordert Erörterung des Guezkanal-problems und Ojibutis. konnten sie Geld auf eine leichtere und ihnen gelegenere Art verdienen. And damit standen sie im Gegensatz zum nordischen Menschen, der den Boden bearbeitet und fruchtbar macht. 3n den großen Handelszentren fanden sie aber den geeigneten Boden für ihre Geschäftemacherei. Mit den Römern kamen die Juden dann auch nach Deutschland. Als römische Bürger batten sie gleich ein großes Uebergewicht über die germanische Bevölkerung, die nach ihrer Unterwerfung im eigenen Lande vollkommen rechtlos war. Als schließlich die Römer aus Germanien abzogen, blieben die Juden zurück. Der Gauleiter schilderte dann weiter den tiefen Trennungsstrich, der die Juden von den inzwischen zum Christentum übergetretenen Deutschen schied. Für die Juden war es auch kein verlockendes Geschäft, zum Christentum überzutreten, denn es bestand damals das Gesetz für sie, mit dem Uebertritt zum Christentum von den Handelsgeschäften zurückzutreten und ihren Besitzstand abzutreten. Dieses Gesetz war schon damals aus keiner anderen Sorge entstanden, als der der Reinerhaltung des deutschen Blutes. Diese Scheidung von Religion und Blut übertrug sich aber nicht auf die Wirtschaft. Da die Christen keine Geldgeschäfte machen durften, war dem jüdischen Wucher Tor und Tür geöffnet. Man kennt aus der damaligen Zett Zinssätze von 30 bis 120 v. H., vereinzelt noch darüber hinaus. Das 17. und 18. Jahrhundert brachte dann die Entwicklung, deren Folgen man in der Gegenwart kennt. Es folgte die Gründung der großen jüdischen Banken, es entstanden die jüdischen Hofbankiers, die Kriegsliefe- i,ranten: diese wieder beschlagnahmten die Krsegs- 'beuten, ihnen wurden die Münzen übertragen und sie belegten alle Werte mit Beschlag. Mit ihrem finanziellen Einfluß wuchs auch das Vertrauen der Fürsten zu den Juden, die nunmehr neben ihrem wirtschaftlichen und finanziellen Einfluß auch politisch in den Vordergrund traten. Die geistige Aufklärung erfolgte nur im Sinne der Juden, die schließlich lange, bevor sie die Staatsbürgerrechte bekamen, bereits Barone waren. Mit der französischen Revolution und ihrer Gleichmacherei kam dann auch die Gleichberechtigung der Juden. 1918 nahmen sie bann eine Monopolstellung in Deutschland ein. Sie versuchten sich auf allen Gebieten durchzufehen, und es gelang ihnen nur zu gut. Namentlich die deutsche Wirtschaft wurde zur jüdischen Domäne, aber auch auf allen anderen Gebieten, nur nicht auf denen der Arbeit, waren sie tonangebend. Die Sysiemzeit wurde zur Zeit der ausgesprochenen 3ubeninflation. Aber nicht nur 3uden, sondern auch Nichtjuden nahmen an der Vergiftung des Volkstums teil. Der einzuschlagende Weg war für die 3uden klar: Immer hinter der Kampffront, die anderen arbeiten lassend, genau nach ihrer Kriegsparole: „Geh' zuletzt in den Krieg, damit du "zuerst wieder zu Hause bist." Strömungen gegen die Juden machten sich zuerst im 12. und 13. Jahrhundert in Frankreich und England bemerkbar. Auch in Spanien und Portugal gab es Kämpfe gegen das Judentum, und auch in Deutschland regte es sich im Mittelalter, und bis in die Gegenwart haben auf dem Balkan und in Polen Judenpogrome stattgefunden. Aber all diebr. Rom. 12. Dezember. Der Herausgeber des halbamtlichen „Giornale d'Jtalia", Gayda, setzt Jbie Auseinandersetzung mit Frankreich über die „natürlichen Ansprüche" Italiens in einem dem Suezkanalproblem gewidmeten Leitaufsatz fort. Bei der Vertretung seiner ständig wachsenden lebenswichtigen Interessen an dem wirtschaftlich, politisch und militärisch wertvollen Suezkanal, so schreibt Gayda, stoße Italien auf Frankreich, weil dieses die Verwaltung des Kanals mit 19 Aufsichtsratsmitgliedern, denen nur zehn Engländer, zwei Aegypter und ein Holländer gegenüberstünden, voll- ständia beherrsche. Die Riesengewinne der Gesellschaft hätten es ihr ermöglicht, das Aktienkapital bereits mehrfach zurückzuzahlen und auch 1937 wieder eine hohe Dividende (820 französische Franken gegenüber 600 Franken im Jahre 1936) auszuschütten. Der Gesellschaft gehe es mehr um die Profite ihrer Aktionäre, als um die lebenswichtigen Interessen aller Schiffahrt treibenden Völker. Durch die hohen Kanalgebühren würden gerade Waren geringeren Wertes, also vor allem Kolonialerzeugnisse, besonders stark belastet, so daß die Kanalgesellschaft die Kolonisierungsarbeit, die Beziehungen Afrikas mit Europa erschwere und nicht nur den Interessen der einzelnen See- und Kolonialmächte, sondern auch der zivilisatorischen Aufbauarbeit in Afrika entgegenwirke. Beispielsweise habe die Flotte Italiens im Jahre 1937, um die Verbindung mit dem Imperium aufrechtzuerhalten, ü b e r 17 5 Millionen Lire an Kanal gebühren bezahlen müssen. Gayda kommt zu dem Schluß, das Suezkanalproblem,sei heute von dem Gesamtproblem der europäischen Zusammenarbeit auf der Grundlage der Gleichheit der Rechte, der Positionen und des Wertes aller ^Rationen im Verhältnis ihrer Interessen nicht mehr zu trennen. Gayda befaßt sich in einem weiteren Aufsatz auch mit Djibuti, der französischen Kolonie am Ausgang des Roten Meeres zum Golf von Aden, von wo die einzige Bahn nach Abessinien hineinführt. Gayda betont, diese Frage bestehe nicht etwa erst seit heule, sondern sei jetzt nach der Eroberung des Imperiums lediglich aktuell geworden. Djibuti sei für Frankreich stets nur eine Basis für seine Expansionspolitik in Afrika gewesen, von dem aus es von jeher unentwegt gegen die italienischen Interessen vorgegangen sei. Während des Aethiopien-Konfliktes habe Djibuti die Flanke des italienischen Heeres bedroht und sei zugleich Ausgangspunkt für Waffenlieferungen an den Negus gewesen. Nachdem heute mit der Eroberung des Imperiums alle Probleme zwischen Rom und Paris offen stünden, bedürften die Beziehungen einer Klärung. Das Problem Djibuti stelle sich für Italien heute sowohl vom politischen wie vom wirtschaftlichen Standpunkt aus. Vom wirtschaftlichen Gesichtspunkt aus habe Djibuti lediglich den Wert einer äthiopischen Z u - fahrtsstraße, und zwar heute den eines u n - ter fremder Kontrolle stehenden Ein- und Ausfalltores des italienischen Imperiums. Weder der ungenügende Hafen, noch die mehr als primitive Eisenbahn von Djibuti nach Addis Abeba entsprächen den heutigen Anforderungen des italienischen Imperiums. Beide zögen jedoch durch untragbare Gebührensätze ausschließlich aus dem italienischen Verkehr Nutzen. Mehrfach habe Italien Frankreich zu Verhandlungen eingeladen. Stets sei es jedoch auf juristische Vorbehalte und auf sonderbare Mentalität gestoßen. Die eigentlich Italien zustehenden Eisenbahnaktien der ehemaligen äthiopischen Regierung würden immer n o d) zurückgehalten, für die Konzession der Eisenbahn werde im Gegensatz zu früher fein Pfennig gezahlt. Das „Gior- nale d'Jtalia" schließt, daß es nicht mehr als recht und billig fei, das Problem von Djibutt zur Klärung der italienisch-französischen Beziehungen und der europäischen Interessen in Angriff zu nehmen. Frankreichs Standpunkt in der Tunis-Frage. E. F. Paris, 13. Dezember. In der Umgebung des Quai d'Orsay dementierte man die Nachricht, wonach der französische Ge- neralresident von Tunis, L a b o n n e, nach Paris berufen worden sei, um über die Lage in Tunis Bericht zu erstatten. Man betont, daß in Tunis wieder vollkommene Ruhe herrsche, und daß während der Demonstrationen der letzten Tage kein Kundgeber verletzt worden sei. Immerhin gibt man zu, daß hie Beunruhigung, die insbesondere in London sich wegen der Sage im Mittelmeer bemerkbar mache, nunmehr auch auf französische Kreise überzugreifen beginne. Einen Beweis dafür sieht man in der Schwäche der Pariser Montag s b ö r s e. Nach Auslassungen der Umgebung des Quai d'Orsay steht die französische Regierung auf dem Standpunkt, daß der Vertrag Laval-Mussolini vom Januar 1935 seinen vollen Wert behalten habe. Man spricht in Paris von den Vorteilen, die durch diesen Vertrag Italien eingeräumt worden feien, die im Falle feiner Aufkündigung wieder hinfällig würden. Ader man verkennt nicht, daß die Tunis-Frage durch die Abkommen vom Jahre 1935 keineswegs endgültig geregelt worden fei, und daß damals ausdrücklich weitere Verhandlungen zur Regelung des Statuts der Italiener in Tunis i n Aussicht genommen wurden. Zu diesen Der- Die Verteidigung Tunesiens. Gedanken eines französischen Flottensachverständigen. E. F. Paris, 12. Dezember. Der bekannte französische Flottensachverständige Rene la Bruyöre — hinter «diesem Decknamen verbirgt sich ein ehemaliges Mitglied der französischen Admiralität — veröffentlicht im „Petit Parisien" einen Artikel über T u - ni s, in dem zum erstenmal auch Angaben über die sog. „tunesische M a g i n o t - L i n i e" gemacht werden, die in den letzten Tagen öfters in den französischen Blättern erwähnt wurde. Diese Linie scheint jedoch noch nicht gebaut, oder zumindest e r st im Bau begriffen au fein, denn Renö la Bruyöre schreibt, die französische Regierung habe allen Grund, um im Skden von Tunis und unter Benutzung der natürlichen Verteidigungsmittel eine zweite Verteidigungslinie zu schaffen, hinter der die Mobilmachung in den übrigen nordafrikanischen Besitzungen sich vollziehen müsse. Die Grenze zwischen Tuinis und Libyen sei eine „wunderbare natürliche Verteidigung mit ihren hohen Dünen und ihren schwer zugänglichen Gebirgskämmen", die Trogloditenberge seien sehr leicht zu verteidigen. Wenn man diese Sicherheitszone hergeben würde, um die Grenze an den Golf von Gabes (die .Kleine Syrte" dicht an der libyschen Grenze).anzunähern, jo würde man Gefahr laufen, die Sicherheit von Tunis aufs Spiel zu fetzen. Der Golf von Handlungen ist es allerdings infolge des Sturzes Lavals nicht mehr gekommen. Eine dem Quai d'Orsay nahestehende Nachrichtenagentur schreibt, zwischen Frankreich und Italien gebe es kein Problem, das auf der Grundlage der Freundschaft, der Achtung und des gegenseitigen Vertrauens nicht gelöst werden könnte. Die Hoffnung bleibe daher, daß durch die Kaltblütigkeit und die Vernunft der beiden Regierungen-in Paris und Rom der gegenwärtige Tumult sich wieder legen werde. Italien und Frankreich seien groß genug, um auf direktem diplomatischen Wege ihre Streitigkeiten zu regeln, ohne zur Vermittlung dritter Mächte greifen zu müssen, so freundschaft« lich diese Vermittlungen auch gemeint fein könnten. Ein italienisch-französischer Konflikt, unter welchem Vorwand er auch ausbrechen würde, würde vollkommen unsinnig sein. Die beiden Länder hätten Botschafter.ernannt, die als die bedeutendsten Diplomaten ihrer Länder betrachtet würden, damit sie i n Verhandlungen einträten und nicht, damit sie gegenüber dem gegenwärtigen Pressefeldzug untätig bleiben. Dieser offiziöse Kommentar hat in politischen Kreisen starke Beachtung gefunden, da insbesondere in dem Schlußsatz der Wunsch der französischen Regierung zum Ausdruck zu kommen scheint, mit Italien in Verhandlungen einzutreten. Gabes sei durch die Insel Djerba geschützt. Die südliche Grenze von Tunis stelle daher eine bemerkenswert natürliche Verteidigung dar, und es könne nicht die Rede davon fein, an diese Grenze zu rühren. Der Ausbau der Verteidigung von Tunis habe nicht zum Ziel, in Libyen einzufallen, sondertt. die tunesische Grenze zu vermauern, um ohne Störung die französischen Kolonialtruppen aus den übrigen afrikanischen Gebieten im Kriegsfälle auf die Operationsfelder werfen zu können. Der Artikel kommt bann auf die Lage des französischen Flottenstützpunktes von B i z e r t a am Golf von Tunis zu sprechen, hinsichtlich der Verteidigung der großen Verkehrsstraßen in der Welt teile er vielleicht eine der bestgelegenen Flotten- tützpunkte dar. Der Besitz von Tunis sei daher chon aus diesem Grunde für Frankreich unerläßlich, um die Freiheit im Mittelmeer sichern zu können. Wenn Bizerta in den Händen der Italiener sein würde, dann würde das alte Wort von dem „Mare nostrum" verwirklicht, denn dann wäre es jedem anderen Staat unmöglich, die Meerenge ohne Erlaubnis Italiens zu durchfahren. Dadurch, daß Bizerta in französischem Besitz sei, werde die Hegemonie eines einzelnen Staates im Mittel« meer verhindert. Frankreich werde niemals erlauben, daß an Tunis gerührt werde. lich dem von litauischen Rowdies geschaffenen Rechtsbruch. Seitdem sind die Memeldeutschen durch die Nacht der Unterdrückung gegangen. Immerhin: die Way- len zum memelländischen Landtag ergaben in den Jahren 1925, 1927, 1930 und 1935 trotz des lastenden Druckes des Kriegszustandes eine überwiegende deutsche Mehrheit, aber wenn auch von 29 Abgeordneten 23 bis 27 deutsch waren und ein deutsches Bekenntnis ablegten, so fuhr Kowno doch fort, eine Verfolgungspolitik zu treiben, gegen die alle Proteste bei der Genfer Liga natürlich vergeblich blieben, da es sich „nur" um Deutsche handelte. Erst der Durchbruch des Jahres 1938, die Befreiung der Oesterreicher und Sudetendeutschen, die großdeutsche Entwicklung, zwang Kowno, am 1. November den Kriegszustand aufzuheben. In vollster Freiheit konnte nun das Memeldeutschtum abermals seinen Willen bekunden. „W a h l f i e b e r" sei im Memelland ausgebrochen, behauptete vor einigen Tagen der litauische Ministerpräsident Mironas. Er hat setzt eine doppelte Antwort erhalten, wie er es selbst wohl kaum erwartet hat. Das Memelland hat mit einer noch größeren Disziplin und Geschlossenheit als 1935 seine Wahlschlacht, und zwar unter einem rein deutschen Direktorium, geschlagen und das Wahlergebnis wird gerade in der westeuropäischen, vor allem in der französischen Presse rückhaltlos als das gekennzeichnet, was es für die Memelländer bedeutet „D o l k s a b st i m m u n g" und „Volksentscheid". Eine Wohlbeteiligung van 97 v. H., obwohl die eisige Temperatur und der schneidende Wind am Wahlsonntag wenig einladend waren. 6000 Juden, die sich noch 1935 einheitlich der Stimmabgabe enthielten, um es weder mit den Memeldeutschen noch mit den Litauern zu verderben, haben diesmal geschlossen gewählt, natürlich zugunsten der Fremdherrschaft. Die Anhänger des früheren „Diktators" Woldemaras, die wegen ferner angeblichen Rückberufung aus dem Ausland Mor- geilluft wittern, hatten ihre Gefolgsleute mobil gemacht. Dies alles hindert nicht, daß diese Memelwahlen eine noch schwerere Niederlage der Memelpolitik Kownos und eine noch schärfere Verurteilung des üblen Manövers wurden, mit dem die westeuropäischen Mächte vor 15 Jahren das Memelland an Litauen verrieten. Das zahlenmäßige Ergebnis ist erst Anfang der kommenden Woche zu erwarten, wenn die 240 Zähler, von denen die Hälfte Litauer sind, die durch das komplizierte Wahlsystem erschwerte Zählung durchgeführt haben. Bis dahin erübrigen sich zahlenmäßige Vermvtun- gen, die angesichts der enormen Wahlbeteiligung naheliegen mögen. Noch am gestrigen Montag hat der wiedergewählte litauische Staatspräsident Smetana angekündigt, Litauen werde das Memel st atut erfüllen. Wenn dieses Versprechen, das ja auch der kürzlich zurückgetretene Außenminister Lozo- raitis bei seinen Genfer Vernehmungen durch die Westmächte vor einigen Jahren wiederholt aogab, verwirklicht werden soll, dann müßte allerdings im Memelland noch sehr viel anders werden. Das Memeldeutschtum hat seinen Willen klar zum Ausdruck gebracht. Nun erst wird sich rein gesetzmäßig, wie Dr. Neumann, der Führer der Memeldeutschen, es gesagt hat, „ein genaues Bild über die Mittel zur Befriedigung des Willens der Bevölkerung ergeben". E. S. Gailius Gouverneur des Memelgebiets Kowno, 12. Dez. (DNB.) Die Ernennung des Memel-Litauers Viktor G a i l l u s zum neuen Gouverneur des Memellandes wurde durch einen Akt des Staatspräsidenten Smetana vollzogen. Der bisherige Gouverneur Kubilius ist zum Mitglied des Staatsrates ernannt worden.- Gailius, der zwölfte Gouverneur des Memellandes, ist 45 Jahre alt, gehört politisch zu den „gemäßigten Memel-Litauern". Er ist der Spitzenkandidat der vereinigten litauischen Listen und Vertreter der Litauer im Hauptwahlausschuß. Unter verschiedenen Gouverneuren war er lange Jahre hindurch Gouoer- vementsrat. Zur Zeit ist er Direktor des litauischen Verlages Rytas. ♦ Das Direktorium des Memelgebietes hat an die memelländischen Behörden eine Dienstanweisung erlassen, in der unter Hinweis auf den Artikel 20 des Memelstatuts festgestellt wird: „Angehörige der litauischen S t a a t s s i ch e r h e i t s Polizei im Memelgebiet sind als Privatpersonen zu betrachten und gegebenenfalls entsprechend zu behandeln." Der Artikel 20 des Memel- statuts bestimmt ausdrücklich, daß die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung im Memelgebiet durch eine örtliche Polizei gesichert wird, die den Behörden des MemelgebiStes untersteht. Es ist also eine krasse Verletzung des Statuts, wenn die litauische Staatssicherheit sich gestützt auf den ebenfalls statutwidrigen Kriegszustand viele Jahre lang amtliche Befugnisse im Memelland anmaßte. Das Memel-Direktorium hat jetzt nach Aufhebung des Kriegszustandes die ihm unterstell- ten Behörden auf die erwähnte Bestimmung des Statuts aufmerksam gemacht. Oie Gümmenzählung in Memel. Memel, 12. Dez. (Europapreß.) Die Auszählung der Stimmen der Wahl zum memelländischen Landtag begann am Montag in der Auguste-Vik- toria-Schule in Memel. Die Stimmzettelpakete wur- den tn der Nacht zum Montag im memelländischen Direktorium in einem versiegelten Raum aufbewahrt und von Polizisten und Vertrauensleuten bewacht. Dann wurden die plombierten Säcke ins Zahllokal gebracht und geöffnet. Die Zählung wird voraussichtlich bis 22 Uhr, alle zwei Tage bis zum Abend fortgesetzt werden. Insgesamt sind über 240 Zahler beteiligt, meist Lehrer und Beamte, die für acht Tage Urlaub erhalten haben. Die Schulen find aus diesem Grunde während dieser Zeit ge- schlosien. Nach nichtamtlichen Schätzungen liegt die Wahlbeteiligung zwischen 96 und 97 v. H. Das Er- gebnis der Wahl hofft man am Freitag verkünden zu können. lleberfail ungarischer Terroristen auf eine deutsche Versammlung. Preß bürg, 12. Dez, (DNB., Eine öffentliche Kundgebung der Deutschen Partei in Unter- Metzenseisen, unmittelbar an der ungarischen Grenze, wurde am Sonntag durch ♦ me Gruppe schwerbewaffneter u n - 9 o r1 J d) e r JE e r r o r i ft e n gestört, die gegen Schluß der Kundgebung über die ungarische Grenze eingedrungen war, die vom Kund- gedungsplatz nur etwa 1200 Meter entfernt liegt Die Terroristen versuchten weiter, als die Kund- gebung beendet war, Staatssekretär Karmasin, der bei der Kundgebung gesprochen hatte, und den Angehörigen der Deutschen Partei den Rückweg Das Ergebnis der jugoslawischen > !«! 58,9 v. H. Stimmen für die Regierungsliste. ahlen Ze ein deutscher und ein ungarischer Abgeordneter gewählt. Belgrad, 12. Dez. (Europapreß.) Am Montagmittag veröffentlichte das Innenministerium eine amtliche Mitteilung über das Endergebnis der Wahlen in Jugoslawien. Danach hat die Liste des Ministerpräsidenten Dr. Stojadino- witsch insgesamt 1 636 519 Stimmen erhalten, das sind 58,9 o. H. aller abgegebenen Stimmen. Die Liste Dr. M a t s ch e k s erhielt 1 336 823 Stimmen, also 40,21 v. H. Die Liste Li o t i t s ch s konnte nur 30 310 Stimmen auf sich vereinigen; das entspricht einem Hundertsatz von 0,89. Die Kroate n haben gegenüber den letzten Wahlen eine Zunahme um 250 000 Stimmen zu verzeichnen. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob ihre so gewonnenen Mandate sämtlich anerkannt werden, da in Regierungskreisen auf den starken Wahlterror hingewiesen wird, dem die Wähler in den kroatischen Gebieten ausgesetzt waren. Da die Regierung die absolute Mehrheit erhalten hat, stehen ihr drei Fünftel aller Mandate, also etwa 300 Sitze, zu. Die Liste Matschet wird nach diesem Ergebnis mit 70 Abgeordneten in der Skupschtina vertreten sein. Als charakteristisch für die Wahlen kann angeführt werden, daß während die Regierungsstimmen i n d e n serbischen Wahlkreisen sich gegenüber den Wahlen im Jahre 1935 erhöht zu haben scheinen, die Kroaten diesmal in noch größerer Anzahl für Matschet gestimmt haben, yn dem Donau- Banat, der sogenannten Vojvodina, hat die Regierung ebenfalls mehr Stimmen erhalten als das letzte Mal, und zwar dank der Tatsache, daß bei dieser Wahl sowohl die deutsche, als auch die ungarische Minderheit geschlossen für die Regierungsliste stimmten. Don den beiden Kandidaten der .deutschen Volksgruppe konnte sich nur der Schriftleiter des „Deutschen Dolksblattes" in Neusatz, Franz Hamm, ein Mandat sichern. Er wurde im Wahlkreis Kula mit 6895 Stimmen gewählt. Sein Gegenkandidat, der ebenfalls auf der Regierungsliste kandidierte, erhielt rund 3000 Stimmen, während die Opposition kaum 800 Stimmen zusammenbrachte.7— Dagegen hat der andere oft'i- zielle Kandidat der deutschen Volksgruppe, der Rechtsanwalt Ludwig Keks, im Wahlkreis Apatin nur 1717 Stimmen erhalten, während die Mehrheit einem serbischen Abgeordneten zufiel. Der einzige ungarische Wahlbewerder, Gellert Fodor, wurde mit großer Mehrheit im Wahlkreis Popola zum Abgeordneten gewählt. Das Regierungsblatt „Vreme" führt heftige Klage über den Terror der Matfchek-Anhänger in den kroattschen Gebieten und schließt seinen Arttkel mit den Worten: „Abstimmen für Matschet unter solchem Terror bedeutet nichts! Heute bereits beginnt in Jugoslawien eine neue Periode der Ordnung und der Arbeit, welche sowohl Dr. Matschet, als auch diejenigen, die sich der Ordnung widersetzen, vernichten wird." Eden auf Reisen. Don unserer berliner Schriffleiiung. vom Kundgebungsplatz abzuschneiden. Sie schossen mit Schnellfeuerwaffen und sogar mit Maschinenaewehren gegen die völlig unbewaffneten Deutschen. Ein auf Staatssekretär Karmasin abgegebener Schuß traf ein Mädchen in den Hals und verletzte es schwer. Karmasin sowie mehrere Kundgebungsteilnehmer wurden durch Steinwürfe verletzt. Die slowakische Gendarmerie versuchte, die über die Grenze gedrungenen ungarischen Terroristen abzu- wehren. Außerdem wurde eine mit Maschinengewehren ausgerüstete slowakische Militärabteilung eingesetzt, der es gelang durch Schüsse und Tränengasbomben die ungarischen Terroristen in die Flucht zu sagen. Syriens Zukunst. Um die Ratifizierung des Unabhangigkeitsvertrags. Paris, 12. Dez. (Europapreß.) Außenminister Bonnet hat am Montagvormittag erneut den seit Ende August dieses Jahres in Paris weilenden syrischen Ministerpräsidenten Djemil Mardam B e i empfangen. Bei den Verhandlungen zwischen dem französischen Außenministerium und dem syrischen Ministerpräsidenten handelt es sich um das Schicksal des im September 1936 zwischen Frank- reich und dem syrischen Mandatsgebiet abgeschlossenen Vertrages, durch den Syrien seine Un- abhängigkeit erhalten sollte, ähnlich wie es seinerzeit durch den Vertag zwischen England und dem Mandatsgebiet Irak geschehen ist. Obwohl in einem Mitte November dieses Jahres abgeschlossenen Zusatzabkommen die Rechte militärischer, Verkehrs- und wirtschaftspolitischer Art, die sich Frankreich auch in Zukunft in Syrien ootbehält, ausgedehnt worden sind, hat es nicht den Anschein, als ob die Widerstände im französischen Parlament, vor allem auf der französischen Rechten, gegen die Rattfizierung dieses Vertrages überwunden seien. Die französischen Parteien reagieren zur Zeit sehr lebhaft auf alle Mittelmeerfragen und wollen die syrische Machtposition im östlichen Mittelmeer nicht aufgeben. In dem ziemlich weit links stchenden Blatt „Ordre" wurde am Montagmorgen ausgeführt, die Anwesenheit des syrischen Ministerpräsidenten feit nunmehr bald vier Monaten in Paris erscheine zum mindesten seltsam. Es werde behauptet, daß es Djemil Mardam Bei unmöglich fei, nach Syrien zurückzukehren, fo lange er nicht die Ratifizierung des Unabhängigkeitsver- ttages in der Tasche habe. Dagegen biete jedoch die Persönlichkeit Djemil Mardam Beis, der sich vor seinem Eintreffen in Paris in Italien auf- gehalten habe, keine Bürgschaft für die Sicherung der französischen Interessen. Das Elend der arbeitenden Masten in Indien. Neu-Delhi, 10. Dez. (Europapreß.) Grauenerregende Einzecheiten über die unerträglichen Lebensbedingungen, denen die arbeitenden Eingeborenen in Indien.ausgesetzt sind, enthüllt ein amt- sicher Bericht, der auf Grund genauer Stastiken während der letzten beiden Jahre anfertigt wurde. Zn der Zigarettenindustrie und in der Textilindustrie müssen beispielsweise Kinder unter sieben Jahren täglich elf Stunden pausenlos arbeiten und erhalten dafür einen täglichen Lohn von 1 bis 2 Annas (unge- fäfjr 12 Pfennig). Das Durchschnittseinkommen einer ganzen Familie beträgt monatlich in der Zigarettenindustrie 18 Mark, bei Hafenarbeiterti 20 Mark und in der Textilindustrie etwas mehr. An den meisten anderen Berufen beträgt das Durchschnittseinkommen einer ganzen Familie monatlich noch nicht einmal zehn Mark. Mehr als d i e Hälfte des Einkommens muß für die E r - nährung, d. h. zum Einkauf von Reis verwendet werden, da andere Lebensmittel zu teuer* fint> Der Bericht stellt fest, daß infolge dieser Zustande etwa zwei Drittel der Bevölkerung vollkommen unter ernährt sind. Die Wohnungsmiete r ^fprudjt etroa 11 v. H. des Eiankommens. Dabei sind die Wohnungsbedingungen denkbar schlecht, weil in den letzten 25 Jahren keine neuen Wohnungen gebaut wurden. Das Wohnungselend führt öaju, daß ein großer Teil der Arbeiter, selbst wenn sie verheiratet sind, auf dem Straße-npfla- |t e r n a d) 11 g e n muß. Die unerträglichen Lebens- ^ben zu einer Verdoppelung der Sterblichkeit unter der Bevölkerung in den letzten 2o Jahren geführt. Ein besonderes Kapitel ist die Verschuldung. Die Bevölkerung wird von einem hemmungslosen Wuchersystem bedrückt. Einen Schutz für die Schuldner gibt es nicht, sie müssen nn Durchschnitt einen Zinssatz von 75 v.H pro Jahr bezahlen. Nach der Statistik sind 90 v. H. der Bevölkerung verschuldet. Neue Enthüllungen im Skoblin-Prozeß. Paris, 12. Dez. (Europapreß.) In der Verhandlung über die Verschleppung des weißrussischen Generals von Miller durch'die GPU. las der Anwalt der Familie von Miller einen Brief vor, in dem die in Jugoslawien lebende Frau des weißrussischen Generals K u t i e p o f f, der ebenfalls durch die GPU. ermordet und von französischem Boden verschleppt wurde, mitteilte, sie habe kein Einreisevisum erhalten und könne deshalb nicht an der Verhandlung teilnehmen. Frau Kutiepoff bestätigt das Bild, das das Gericht bereits von der Ehe Skoblin gewonnen hat, nämlich, daß die Frau es war, „die die Hosen anhatte". Ferner erklärt Frau Kutiepoff, die Skoblin habe in Riga Beziehungen zu Sowjetagenten unterhalten. Dann wurde der Uebersetzer Blumenfeld über die von der Kriminalpolizei mit Beschlag belegten Schriftstücke vernommen, vor allem über das Johannis - Evangelium, das einen Geheim- schlüssel barg. Ein Teil der Papiere, so gab der Uebersetzer an, interessiere den französischen Spionage-Abwehrdienst mehr als den Gerichtshof, in diesen Papieren hätten sich Listen von „Agents Provokateurs" befunden und solche von sowjetrussischen Agenten, die auf französischem Boden arbeiteten. Der Zeuge Tverskoy, früher kaiserlich-russischer Generalstaatsanwalt, erklärte, Frau Skoblin habe bereits im Kriege einen schädlichen Einfluß auf General Gregorieff, den Kommandanten von Kowno, ausgeübt. Der Zeuge Baranoff erklärte, er habe als ehemaliger Leiter des Geheimdienstes der weißrussischen Truppen erfahren, daß Frau Skoblin in Odessa gute Beziehungen zu den roten Kommissaren Choulga und Dombrowsky unterhalten habe, die sich dort in der unmenschlichsten Weise benommen hätten. Deutsch-rumänische Wirtschastsvereinbarungen. Bukarest, 12. Dez. (DNB.) In deutsch-rumänischen Wirtschaftsverhandlungen ist eine Reihe von Vereinbarungen getroffen worden, die die geltenden Verträge über den Waren- und Zahlungsverkehr ergänzen und verbessern. Der Warenaustausch- plan berücksichtigt die durch den Anschluß der Ostmark und des Sudetenlandes eingetretene Vergrößerung des Umfanges des deutsch-rumänischen Warenverkehrs. Darüber hinaus wurde noch eine weitere Ausdehnung vorgenommen. Die rumänische Nationalbank wird eine Reichmark in Bukarest nicht wie bisher mit 38 bis 39 Lei, sondern mit 40,50 an- und 41,40 verkaufen. Deutschland wird von der sehr reichlichen diesjährigen rumänischen Ernte 400 000 Tonnen Weizen und 500 000 Tonnen Futter- getreide, 12 000 Rinder, 200000 Schweine und erhebliche H o l z m e n g e n übernehmen. Die Rumänen, die ihre erheblichen Lager von Erzen und Bauxit — den Rohstoff der Aluminium-Jn- dustrie — erschließen wollen, finden in der deutschen Maschinenindustrie einen leistungsfähigen und für die Bedürfnisse des Südostens eingestellten Lieferanten. — Diese Verhandlungen haben also erneut bestätigt, daß die deutsche und die rumänische Volkswirtschaft sich gegenseitig vorteilhaft e r g ä n z e n , so daß die Möglichkeit gegeben ist, den Handel zwischen den beiden Ländern weiterhin zum Vorteil beider Völker auszubauen. Deutsche Verkehrsflugzeuge für Japan. Schanghai, 12. Dez. (Europapreß.) Wie der Präsident der Japanese Aviation Company, Takao Saito, bei einem Besuch in Schanghai der Zeitung „Shanghai Mainichi" erklärte, soll die Luft- Verbindung zwischen Japan und dem chinesischen Festland im kommenden Jahr erheblich verstärkt werden. Es sind dafür fünf deutsche F o ck e - W u l f - E o n d o r - M a s ch i - nen a n ge s ch a f f t worden, die je 2 6 Flug, gästen Raum bieten. Es handelt sich um den gleichen Typ wie bei der Condor D—ACON, die den Rekord flug von Berlin nach Tokio ausgeführt hat. Die deutschen Flugzeuge sollen auf der Strecke Tokio — Hsinking —Schanghai —Taihoko (Formosa) eingesetzt werden. Das Kapital der Japanese Aviation Company, die am 1. Dezember 1938 dittch den Zusammenschluß zweier Fluggesellschaften gegründet wurde, soll von jetzt 25,5 Millionen Pen auf 100 Millionen erhöht werden, um vom kommenden Sommer an ein dichteres Verbindungsnetz zwischen Japan und China aufbauen zu können. Italienischer Besuch im Volke wagenwerk. Braunschweig, 12. Dez. (DNB.) Auf seiner Deutschlandreife stattete der italienische Korpora- tionsminister L a n t i ni gemeinsam mit Dr. L c y dem Dolkswogenwerk bei Fallersleben einen Besuch Mr. Eden hat sich wieder einmal auf Reisen beaeben. Diesmal hat er den westlichen Kurs ein- geschlagen, wird also nicht mit neuen, „unvergeßlichen Eindrücken" aus der Hauptstadt der Fachleute des Todes, aus Moskau, zurückkehren, für das er seitdem eine merkwürdige Schwäche hat, sondern hat den Weg über den Großen Teich eingeschlagen und die Amerikaner mit seiner Gegenwart beehrt. Selbstverständlich nur „privat". Etwas anderes hatten wir auch gar nicht erwartet. Darum überrascht es uns nicht, ihn plötzlich als Wanderredner der Weltdemokratte in einer Versammlung der viertausend reichsten nordamerikanischen Geschäftsleute auftauchen zu sehen, denen er einiges über Volks- führung verzapfte. Natürlich ganz „privat", wes- wegen auch dreihundert amerikanische Sender die Rede verbreiteten. Vor dieser hochkapitalistischen Gesellschaft, die sich den Teufel um soziale Pflichten schert, hat der dauergewellte Herr Eden, kurz gesagt, wieder einmal das System der autoritären Staaten in Grund und Boden gedonnert und bei seinen Fabrikherren rauschenden Beifall geerntet. Sind doch diese „Moneymakers" ebenfalls geschworene Feinde des von dem demokratischen Wanderredner mit der haarscharfen Bügelfalte über Nacht entdeckten „arroganten Militarismus". Hauptsache, die Demokratien sorgen dafür, daß bald wieder Panzerplatten bestellt werden und in den Munitionsfabriken mit Ueberschichten gearbeitet wird. Herr Eden ist so etwas wie ein Wegbereiter des nächsten Krieges, den er sich in der Form eines demokrattschen Kreuzzuges gegen den Nationalsozialismus vorstellt. Es gibt ja auch nichts, was er als positive Leistung der von ihm gehaßten und mit Stumpf und Stil auszurottenden „anderen Weltanschauung" anerkennen könnte. Die Erde dreht sich trotzdem weiter, und das deutsche Volk wird fortfahren, die seit fünf Jahren rüstig vorangehende Aufbauarbeit auf allen Gebieten seines Lebens fortzusetzen. Und zwar unter nationalsozialistischer Führung, die demokratischer ist als die von Eden vertretene, und die alle Merkmale einer Volksführung aufmeift, während man nicht finden kann, daß Eden und der von ihm ausgesuchte erlauchte Kreis durch eine auf. bauende Tätigkeit auf dem Gebiete der Volksführung irgendwann und irgendwie ausgefallen wären. Herr Eden ist natürlich nicht nach Amerika gekommen, um nur einmal „privat" aufzutreten, er wird sich durch die ganzen Staaten hindurchreden. Und je größer der Beifall namentlich der amerikanischen Judenpresse ist, desto stärker wird die Gewißheit, daß wir uns auf dem richtigen Wege befinden, Herr Eden aber nur eine gut frisierte Puppe ist, die Alljuda tanzen läßt und die auswendig Gelerntes über Volksführung und Dolksführer so herplappert, wie ihm das von seinen Auftraggebern eingeimpft worden ist. Denn diese Leute verteidigen ja gar nicht die Demokratie, sondern ihren Geldsack und damit auch die Möglichkeit, das Blut der Menschheit in Gold umwandeln zu können. D. S. ab. In der Cianetti-Halle waren die italienischen und die deutschen Arbeiter, die seit Monaten gemeinsam am Bau des Dolkswagenwerkes schaffen, zusammengekommen, um Dr. Ley und feinem Gast ihre Treue zum Werk erneut zu bekunden. Von Fallersleben aus setzten Dr. Ley und ßantini ihre Besichtigungsfahrt nach Braunschweig fort. Hier machten sie einen Besuch in der Mustersiedlung Mascherode und besichtigten die Braunschweiger Altstadt-Sanierung. Die Fahrt wurde bann nach Watenstedt fortgesetzt, wo die Reichswerke „Hermann Göring" ausgesucht wurden. Nach einer Fahrt durch das Salzgittergebiet begaben sich die Gäste nach Hamburg. Kunst und Wissenschaft. Verleihung des kurhesfischen Kulturpreises. Im Rahmen eines Festaktes verlieh Gauleiter und Staatsrat W e i n r i ch erstmalig den von ihm ausgesetzten Kurhessischen Kulturpreis, der alle zwei Jahre in Höhe von 5000 Mark verliehen werden soll. Der Sonderpreis fiel dem bekannten Hessenmaler Geheimrat Bantzer (Marburg) in Anerkennung seiner reichen und erfolggekrönten Lebensarbeit zu, an der man beim Aufbauwerk der deutschen Kunst nicht vorübergehen kann. Preisgekrönt wurde ferner der Kunstmaler Karl Lenz (Erdhausen), dessen Arbeiten weit über die Grenzen der Heimat hinausgedrungen sind und mit dazu beitragen, daß die farbenfreudigen Trachten um Marburg und aus der Schwalm lebendig erhalten bleiben. — Ein weiterer Preis fiel dem Gauwirtschastsberater Dr. Rudolf Braun (Kassel) zu, dessen unermüdliche Arbeit der letzten Jahre er- folgreich im Dienste der wirtschaftlichen Gesundung des Hessenlandes stand, wobei er alles vermied, was das Bild der Heimat verunstalten konnte. — Den Kulturpreis für Musik erhielt der Kapellmeister des Kurhessischen Landes-Orchesters, Paul Dörrte. Er trug dazu bei, daß das auch durch fein Auftreten im Reichssender Frankfurt bekannt gewordene Orchester heute in Deutschland mit an erster Stelle steht. — Den Preis für Schrifttum erhielt der junge Dramaturg Walter B e ft für feine wertvollen Arbeiten, die er aus der Fülle geschichtlichen deutschen Erlebens heraus wirkungsvoll zu gestalten wußte. Aus aller Wett. Wichtige Erziehungsaufgabeu des Reichstreubundes. Der Reichstreubund ehemaliger Berufssoldaten hielt in Berlin seine diesjährige Arbeits- tagung ab. Bundesführer, Gauleiter und Oberpräsident Schwede (Coburg) konnte das Ergebnis der Tagung in folgende Feststellung zusammenfassen: Dem Reichstreubund sind vom Führer und Obersten Befehlshaber der Wehrmacht bedeutungsvolle Auf- gaben gestellt worden; Erziehung der ehemaligen Berufssoldaten zu soldatischen Beamten nationalsozialistischer Prägung, Betreuung der aus dar Wehrmacht ausscheidenden aktiven Unteroffiziere bei ihrem Uebertritt in den Zivildienst sind die wichttg- sten dieser Aufgaben. Diese volks- und wehrpolitisch hochbedeutsamen Aufgaben müssen besonders deshalb vollkommen erfüllt werden, weil davon die Gewinnung eines guten Unteroffiziernachwuchsts und baD°n nrieber die Schlagkraft der Wehrmacht abhängig ist. Aus diesem Grunde hat der Führer die Mitgliedschaft der aktiven Unteroffiziere im Reichs- treubunb mit Beginn des 11. Dienstjahres befohlen und die Erwartung ausgesprochen, daß insbesondere auch die als Beamte angestellten ehemaligen Berufssoldaten sich zur Mitarbeit im Reichstreubund Zur Verfügung stellen. Schiffsbrand fordert drei Todesopfer. Im Hafen von Marseille brach auf dem englischen Tankdampfer „Maryda" als Folge einer Explosion em Brand aus, der drei Todesopfer for- derte. Das Feuer konnte zwar oechältnismäßig rasch gelöscht werden, aber von den im Schiffs- - innern mit Reparaturarbeiten beschäftigten französischen Dockarbeitern konnten drei, die durch die Explosion überrascht worden waren, nur noch als verkohlte Leichen geborgen werden. Zwei andere Arbeiter erlitten schwere Brandwunden. Der englische Dampfer versah den Dienst mit sowjet- panischen Häfen. Bereits Mitte November hatte ich im Schiffsinnern, als der Dampfer vor dem üdfranzösischen Hafen Sete lag, eine geheimnisvolle Explosion ereignet. Bis jetzt 330 Todesopfer der Taifunkatastrophe auf den Philippinen. Wie aus Manila berichtet wird, ist nunmehr die Telephonverbindung mit den von der letzten Talfunkatastrophe heimgesuchten Gebieten und Inseln wieder hergestellt worden. Es zeigte sich, daß die Zahl der Todesopfer beträchtlich höher war, als ursprünglich angenommen wurde. Sie betragt jetzt 330, wobei aber noch zahlreiche Personen als vermißt gemeldet werden. Wirbelsturm in Südindien fordert sechs Todesopfer. Bei einem schweren Wirbel st urm über der Stadt Masulipatam in Südindien wurden sechs Personen getötet. Drei Segelschiffe gingen infolge des Sturmes unter. In einzelnen Teilen der Stadt stand das Wasser mannshoch in den Straßen. Line Internationale Verkehrsausslellung 1940 in Köln. Der Präsident der Internationalen Verkehrsausstellung 1940 in Köln, Reichsverkehrsminister Dr. Dorpmüller, trug dem Führer im Beisein des Kölner Oberbürgermeisters Dr. Schmidt an Hand von Modellen den endgültigen Plan der Ausstellung vor. Der Führer gab den Plänen feine Zustimmung. Neues Verkehrsbüro der Reichsbahnzentrale in Mailand; In Mailand wurde ein neues Auskunftsbüro der Reichsbahnzenttale eröffnet. Mit der fortschreitenden Entwicklung des Reiseverkehrs von Italien nach Deutschland hatte es sich als notwendig erwiesen, das Mailänder Büro der Reichsbahnzentrale für den deutschen Reiseverkehr in größere Amtsräume zu' verlegen. Das neue Büro befindet sich im Marmorgebäude des soeben fertiggestellten Fiat-Palastes, im Mittelpunkt der Stadt. . Jüdischer Schmuggelskandal in USA. Die amerikanische Oeffentlichkeit beschäfttgt sich zur Zeit stark mit einem Schmuggelskandal, der Alljudas dunkle Machenschaften vor allem hinsichtlich der Filmkolonie Hollywood aufdeckt. Nachdem erst kürzlich die Frau des jüdischen Richters Lauer vom Neuyorker Staatsgericht, die die neuesten Pariser Modelle kofferweise eingeschmuggelt und an jüdische Helfer und gewisse Mitglieder der Filmkolonie weiterverkauft hat, unter Anklage gestellt worden ist, erfolgten nunmehr Anklagen wegen Schmuggels gegen drei weitere Personen. Vor Gericht kommen 'eine gewisse Paula Ghey- s k e n 5 , ein gewisser Albert Chaperau, der gleichfalls Beziehungen zur Filmkolonie haben soll, und der jüdische Radiokomiker und Filmdarsteller George Burns. Der letztere, dessen eigentlicher Name Birnbaum ist, gestand den Behörden, daß er drei Schmuckstücke im Gesamtwert von nahezu 5000 Dollar eingeschmuggelt hat. Die Untersuchung der Staatsanwaltschaft geht weiter. Es wurden bereits mehrere bekannte Mitglieder der Filmwelt vernommen. Ein Affe Überfällt ein Zirkuspferd. Im Zirkus Benneweis, der in dem Seebadeort ©iüeleje auf der dänischen Insel Seeland überwin- tert, hat sich ein nächtliches Tierdrama abgespielt. Ein achtjähriger Affe riß sich plötzlich von seinem Halfter im Pserdestall los und stürzte sich auf zwei Schimmel Der eine konnte sich in Sicherheit brin? gen, während der andere in der Box hängen blieb unb von dem wütenden Affen durch Bisse in Hals und Seiten fürchterlich zugerichtet wurde Das her- beieilenbe Stallperfonal konnte ben Schimmel befreien. Der behandelnde Tierarzt mußte 36 Nadeln legen, um die Wunden des Schimmels zu vernähen. Straßenwetterdienst der Generalinfpektion. Berlin, 12. Dez. (DNB.) Der Straßenwetterdienst vom 12. Dezember meldet: Reichsaumbahnen: Auf den Strecken München—Nürnberg, München— Salzburg und München—Stuttgart—Ulm teilweise Glatteis. Die Straßen sind gestreut. Allgemeines Straßennetz: Die Groß-Glockner—Hochalpenstraße ist bei Verleiten für Hochtouren unpassierbar. In den Höhenlagen von Kärnten, Steiermark, Salzburg, Tirol, Vorarlberg, im südlichen Schwarzwald unb teilweise in den Sudeten tauender Schnee und Glatteis; Straßen sind ober werben gestreut. Getreidedrusch noch einschränken. Fwb. Die wieberholte Mahnung, daß der einzelne Erzeuger ' in diesem Jahre ben Ausdrusch feiner Getreideernte auf ein möglichst geringes M.aß beschränken möge, ist nicht in allen Fällen befolgt worden. Wie schwierig die Lage am Getreidemarkt wird, wenn auf die bereits vorhandenen großen Mengen gedroschener Getreideernten neue Angebote drücken, ist ohne weiteres klar, da man weiß, daß die Mühlen ihren Lagerraum restlos gefüllt haben. Die Notwendigkeit, zunächst das Getreide im Stroh im eigenen Betrieb aufzubewahren, ist für den Erzeuger nur mit ganz geringen Unannehmlichkeiten verbunden, da durch eine für das ganze Reich gültige Verordnung die Bevorschussung der vorhandenen Getreideernte auch vor Ausdrusch erfolgen kann. Der Ausdrufcy soll bis Januar 1939 aussetzen. Dreschen soll man Zur Zeit nur bas (Betreibe, bas im betriebseigenen Lagerraum des Erzeugers untergebracht werden kann. Der Bedarf an Barmitteln, der zu dieser Jahreszeit selbstverständlich ist, kann bis zu 70 v. H. druch Bevorschussung erlangt werden. An alle Landwirte bzw. Erzeuger ergebt daher nochmals der Aufruf: Wartet mit dem Ausdrusch von Getteide so lange es irgend möglich ist. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) B. R. Bei dem gänzlichen Fehlen jeglicher Angaben über Einkommen und Vermögenslage kann die Frage nur in groben Umrissen behandelt werden. Für die Erhebung der Bürgersteuer im allgemeinen ist das höhere Lebensalter ohne Bedeutung. Bei der Bemessung der Bürgersteuer allerdings kann das Lebensalter mitbestimmend sein insofern, als bei Volksgenossen, die am Stichtage, das ist immer der 10.10. des dem Erhebungsjahre voraus- gehenden Bemeffunasjahres, das 50. Lebensjahr vollendet haben, sich sowohl der Steuermeßbetrag in Höhe von 3 Mark, als auch der Steuermeßbetrag von 6 Mark um ein Drittel ermäßigt, vorausgesetzt daß das Einkommen im Bemessungsjahr nicht mehr als 2100 Mark betragen hat. Ob die monatlichen Einkünfte in Form von Gehalt, Pension oder Renten dem Steuerpflichtigen zufließen, ist für die Erhebung der Bürgersteuer bedeutungslos. Abgesehen wird von der Erhebung der Bürgersteuer, wenn die Frei- arenze nicht übrschritten wird. Diese beträgt bei Steuerpflichtigen, die verheiratet sind ober als verheiratet steuerlich gelten, 150 v. H. des Bettages, den der Steuerpflichtige im Falle der l'ilfsbebür;iigFeit von dem Fürsvrgeverband, der am Stichtag für ihn zuständig ist, nach den Richtsätzen der allgemeinen Fürsorge als Wohlfahrtsunterftützung im Erhebungsjahr erhalten würde, mindestens jedoch 400 Mark Sollten Sie für Ihre Rente lohn- oder einkommensteuerfrei fein, so dürfte, wenn kein weiteres Vermögen vorhanden ist, nur der halbe Steuermeßbetrag (3 Mark), vervielfältigt mit dem Hebesatz der Gemeinde, in Frage kommen. Ihre volljährige Tochter, die den Haushalt mit Ihnen teilt, wird mit Ihnen gemeinsam zur Bürgersteuer herangezogen, wenn die Voraussetzungen des 8 6 Absatz 3 des Bür- gersteueraesetzes erfüllt sind. Leider ist es hier 24 M.291 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderheffen) Dienstag, l5. Dezember (Y38 Freiwillige für die Wehrmacht. Bestimmungen für den Eintritt. — Möglichst frühzeitige Meldung. DNB. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Da im allgemeinen die Bewerbungen für den Eintritt als Freiwilliger in die Wehrmacht zur Einstellung im Herbst 193$ bis zum 5. Januar 1939 bei den Annahmetruppenteilen bzw. Wehrbezirkskommandos eingegangen fein müssen, und da ferner seit dem Dezember 1938 die Bestimmungen in einigen Punkten abgeändert sind, wird noch einmal auf die jetzt geltenden Bestimmungen hingewiesen. Da eine Einstellung nur im Rahmen der zur Verfügung stehenden Stellen möglich ist, liegt möglichst frühzeitige Meldung im persönlichen Interesse jedes Bewerbers. Bei späterer Meldung muß der Bewerber damit rechnen, daß sein Wunsch hinsichtlich Zeit oder Truppenteil nicht berücksichtigt werden kann. Ein Anspruch auf Einstellung bei Dem gewünschten Wehrmachtteil, bei der ausgesuchten Waffengattung oder bei einem bestimmten Truppenteil besteht grundsätzlich nicht. Für den freiwilligen Eintritt werden unterschieden: 1. Länger dienende Freiwillige: Das sind Bewerber, die über die Dauer der aktiven Dienstpflicht von zwei Jahren hinaus freiwillig länger dienen wollen. Bewerbungen sind an die Truppenteile zu richten, von denen auch die Annahme erfolgt. 2. Vorzeitig dienende Freiwillige: Das sind Bewerber, die einem noch nicht polizeilich erfaßten Ge- burtsjahrgäpge angehören und die vor der Aushebung ihres Geburtsjahrganges aus beruflichen oder anderen anerkannten Gründen vorzeitig ihre zweijährige Dienstpflicht erfüllen wollen. (Meldung muß vor dem festgesetzten Stichtag der Erfassung ihres Geburtsjahrganges erfolgen.) -Bewerbungen find an die zuständigen Wehrbezirkskommandos zu richten, von denen auch die Zuteilung zu einem Truppenteil bei der Aushebung erfolgt, mit folgenden Ausnahmen: Es erfolgt die Annahme vorzeitig dienender Freiwilliger für: a) Küstendienst der Kriegsmarine durch den 2. Admiral der Ostseestation (Einstellung) in Kiel bzw. 2. Admiral der Nordseestation (Einstellung) in Wilhelmshaven; b) Fliegertruppe durch die Fliegerersatzabteilungen; c) Luftnachrichtentruppe im Bereich des Luftwaffenkommandos See durch die 6. (Lg. Nachr. Ers.) Luftgau-Nachrichtenregiment See. d) Fallschirmjägerregiment; Regiment General Göring durch das Regiment. Voraussetzung für die Annahme als länger dienender Freiwilliger ist, daß der Bewerber am Einstellungstag das 17. Lebensjahr vollendet und das 25. Lebensjabr — für die Kriegsmarine (Flottendienst) das 23. Lebensjahr — noch nicht überschritten hat. Voraussetzung für die Annahme als vorzeitig dienender Freiwilliger ist, daß der Bewerber am Einstellungstag das 17. Lebensjahr vollendet hat und wehrfäbig ist. Vor der Meldung zum freiwilligen Eintritt haben bei den zuständigen polizeilichen Meldebehörden persönlich zu beantragen: a) Nicht gemusterte Bewerber: Die Ausstellung eines Freiwilligenscheines zum Eintritt in den aktiven Wehrdienst. Hierzu melden sie sich persönlich bei der zuständigen polizeilichen Meldebehörde zur Anlegung des Wehrstammblattes. Personalpapiere und ^on Minderjährigen die schriftliche, amtlich beglaubigte Erlaubnis des gesetzlichen Vertreters zum freiwilligen Eintritt find zur Anmeldung mitzubringen. b) Bereits gemusterte Bewerber: Die Ausstellung eines polizeilich beglaubigten Auszuges aus dem Wehrpaß. Vordrucke find bei der polizeilichen Meldebehörde erhältlich. Einstellungsanträge bei höheren militärischen oder staatlichen Dienststellen sind zwecklos. Sie verzögern nur die Bearbeitung zum Nachteil des Bewerbers. Das für den dauernden Aufenthaltsort des Bewerbers zuständige Wehrbezirkskommando oder Wehrmeldeamt erteilt auf Anfrage weitere Auskünfte. Dort ist auch ein Merkblatt für den Eintritt in den gewünschten Wehrmachtsteil (Heer, Kriegsmarine, Luftwaffe), das alles Wissenswerte enthält, kostenlos erhältlich. Ausruf an alle 17—23jährigen Hitler-Jungen und Führer. NSG. Der Luftgau 12 führt innerhalb der Hitler-Jugend eine große Werbeaktion für den Eintritt der Jugend in die Luftwaffe durch. Aus diesem Anlaß erläßt der Stabsleiter des Gebietes Hessen-Nassau der HI., Oberbonnführer Benkmann, nachstehenden Aufruf: Kameraden der Hitler-Jugend! Im Rahmen einer sich auf das ganze Reich erstreckenden Werbeaktion der Luftwaffe wirbt auch der Luftgau 12 Wiesbaden und verteilt innerhalb des Gebietes Hessen-Nassau Merkblätter für den Eintritt als Freiwilliger in die Luftwaffe. Die Werbung geht diesmal über die Flieger-HJ.- hinaus, so daß auch den Angehörigen der Kern-HI. und der anderen Sonderformationen Gelegenheit geboten ist, sich für diese Waffe zu entscheiden. Es ist für jeden Hitlerjungen und Führer eine Auszeichnung, in einer Waffe zu dienen, die Mut, Entschlossenheit und Können, die ganze Kerle verlangt, um für Deutschland und den Führer fliegen zu dürfen. Da der Bedarf der Luftwaffe an Freiwilligen sehr groß ist, sind auch die Aussichten für das Fortkommen der Freiwilligen sehr gut. Jeder 17- bis 23-jährige Hitlerjunge, der noch nicht gemustert ist, wird aufgerufen, sich als Freiwilliger bei der Luftwaffe zu melden. Für die Einstellung zum Herbst 1939 ist bis zum 5. Januar Meldeschluß. Das Aufnahmeverfahren muß bis zum 31. Januar 1939 abgeschlossen sein. Aus der Stadt Gießen. Fröhliche Verlegenheiten. Menschen, die darüber nachgedacht und es am eigenen Leibe erfahren haben, sagen wohl: Schenken ist eine Kunst. Wenn man näher hinsieht, sind das fast immer besinnliche Leute. Es überfällt sie nicht vor einem Geburtstag, oder vor dem Weihnachtsfest wie ein Schrecken: Herr des Himmels, ich muß ja. etwas kaufen, aber was denn nun schnell? Siehst du, das ist ganz verkehrt. Jene Menschen kommen gar nicht auf den Gedanken, daß man etwas „kaufen" muß, wenn man etwas schenken will. Sie kaufen nicht, dieser kaltschnäuzig nüchterne Vorgang des Eintauschs einer Ware gegen Münzen oder Geldscheine ist für sie völlig belanglos, das Geschenk mag nun fünfzig Pfennig oder zehn Mark kosten. Sie gehen überhaupt nicht Hals über Kopf etwas „kaufen", sondern sie suchen in Mitfreude etwas aus, fie wählen bedachtsam. Und weil sie eigentlich mehr bei dem Empfänger, als bei der Gabe sind, sich in ihn herzlich hineindenken, so ist auch das Aussuchen und Wählen noch nicht der richtige Ausdruck, nein, sie sind als stille Lebenskünstler längst mitten in der Kunst des Schenkens. Denn ganz gleich, ob sie jemand ein Paar warme Wintersocken, oder ein feines, gehaltvolles Buch schenken, sie wissen es in jedem Falle so einzurichten, daß der Empfänger nicht nur einen ihm gerade jetzt besonders erwünschten Gegenstand erhält, sondern daß er selbst an einem ganz alltäglichen Gebrauchsstück richtige Freude hat. Und darauf, auf die Freude des Empfängers, kommt es einzig und allein an. Dies erst ist Schenken, alles andere ist nur Kaufen und Hergeben. Welche fröhlichen Verlegenheiten sind um dieses Schenken und gar erst um das Beschenktwerden? Wer kennt nicht die hastenden Gestalten, die in der letzten Viertelstunde des Heiligenabends „schnell noch etwas besorgen" müssen, die mit fliegendem Mantel in dieses oder jenes Geschäft stürzen, und oft in einen gelinden oder gar wortreichen Aerger geraten, weil ausgerechnet das, was ihnen in der Eile eingefallen war, unter dem wochenlangen Ansturm der Weihnachtskäufer ausverkauft, oder gerade in dieser Farbe oder jener Größe nicht auf Lager ist! Zur selben Stunde sind die vorsorglichen, die rechtzeitigen Schenker längst dabei, die letzte Hand an den Lichterbaum zu legen, ihren Gaben eine hübsche Verpackung zu geben (was für köstliche, heitere Seidenpapiere mit den reizenden Weihnachtszeichnungen kann man für ein paar Pfennige taufen!), und dann gehen sie in froher Erwartung mit den Ihren zur Bescherung. Aber, hört man sagen, wer hat denn schon die Zeit, sich mit der Vorbereitung weihnachtlichen Schenkens so gemächlich zu beschäftigen, als wenn man gar nichts anderes zu tun hat! Zugegeben, der eine oder der andere ist beruflich so eingespannt, daß er meint, er könne froh fei«, wenn er am Weihnachtsabend noch eben gerade das Nötigste an Geschenken besorgen kann. Ist es wirklich so? Gibt es nicht ein ganz einfaches Mittel, alle Ratlosigkeit, alle Hast, allen Kaufverdruß für weihnachtliche und geburtstägliche Angelegenheiten ein für alle Mal zu vermeiden, auch für den meistbeschäftigten Menschen? Natürlich gibt es das! Ich kenne es von einem Manne, den fein verantwortungsvoller Beruf so gut wie täglich bis in die Nacht beansprucht. Der sagt: heute, wo wir im aufstrebenden Deutschland jeder an seinem Platz in besonderer Anspannung des Mitarbeitens stehen, muß man mit seinen Nervenkräften genau so wirtschaftlich, genau so haushälterisch umgehen wie unser Land mit seinen Rohstoffen, Nahrungsmitteln, Arbeitskräften usw.; man muß eine regelrechte Nervenökonomie treiben, die auch eine Art Vorratswirtschaft ift Und was das Schenken betrifft, meint jener Mann, so denke ich gar nicht daran, mich vor Toresschluß am Heiligenabend in Aufregung, Hast und möglicherweise auch Aerger zu stürzen und an Geburtstagen genau so wenig. Denn was ist einfacher, als beispielsweise auf Spaziergängen, bei gelegentlichen Schaufensterbesichtigungen, im häuslichen Gespräch usw. aufklingende Wünsche sich zu merken und sofort, sobald es sich unbemerkt tun läßt, an einer bestimmten Stelle seines Notizbuches aufzuschreiben! Natürlich gehören dahin auch die Einfälle, die man selbst hat und meistens wieder vergißt, wenn man sie nicht aufschreibt! Das ergibt dann für die vorweihnachtliche Zeit eine mehr oder weniger lange Liste von Möglichkeiten, unter denen man in aller Ruhe wählen kann, je nachdem, wie es der Geldbeutel erlaubt. Jeder, auch der Vielbeschäftigte, hat im Laufe von Wochen und Monaten Gelegenheit, sich für das schöne Fest des Schenkens zu rüsten; denn er macht seine Einkäufe natürlich nicht am Heiligen Abend, ja noch nicht einmal in der letzten Woche vor dem Fest, sondern Wochen und Monate vorher, wenigstens bei solchen Geschenken, für die man sich auf jeden Fall entschlossen hat. Und das bißchen Verschwiegenheit, das zur Geheimhaltung des Geschenkes gehört, werden wir ja wohl noch aufbringen können; denn gerade das Unerwartete macht so viel an einem Geschenk aus. Wie viel Freude kann der aufmerksame, ritterliche Gatte seiner Lebenskameradin machen mit der Erfüllung eines fehnsüchtigen Wunsches, der schon vor längerer Zeit absichtslos geäußert und inzwischen längst wieder vergessen wurde! Das kleine Hilfsmittel einer solchen Geschenk- öder besser Wunschliste, dauernd fortgeführt, hebt für immer alle peinlichen Verlegenheiten auf. Und dafür beginnen jene fröhlichen Verlegenheiten, die aus der Auswahl vieler Möglichkeiten entstehen, jenes heitere Prüfen und Erwägen. Die kleine Mühe des Aufschreibens lohnt sich tausendfach. Man ist immer in der Lage, zu überraschen und an Hand der Lifte sozusagen aus dem Vollen an Geschenkmöglichkeiten zu wirtschaften. Ein einfacher und höchst nützlicher Trick, der zudem beiden Seiten so viel Freude macht, wie man sich selbst wünscht, Groschengeschenk oder Hundertmark-- scheingeschenk — es kommt nicht aus den Wert an, sondern einzig und allein auf die nachdenkende, jreudespendende Gesinnung, die nicht etwas „kaufen", sondern wirklich schenken will. Schenken aber heißt: mit einer unerwarteten Gabe Freude machen wollen. Itornoftien Tageskalender für Dienstag. Stadttheater: 20 bis 22 Uhr „Der Hochverräter"« — Gloria-Palast (Seltersweg): „Kautschuk". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Jugend". — Volksbildungsstätte in der NSG. „Kraft durch Freude" und NSD.-Dozentenbund: 20 Uhr im Hörsaal der Hautklinik, Gaffkystraße 14, Vortrag Professor Dr, Schultze: „Die toonne als Heilmittel". — Oberhessischer Geschichtsverein: 20.15 Uhr in der Aula des Gymnasiums Vorttag Professor Dr. Stade ,Die römische Grenzwehr in Deutschland, besonders in Hessen". — Oberhessischer Kunstverein: 17 bis 18 Uhr: Weihnachtsausstellung im Turmhaus am Brand. — Weihnachtsmarkt 'auf Oswaldsgarten. Erstaufführung „Der Hochverräter" in Gießen. Einer der jüngsten deutschen Dramatiker, dessen Bühnenwerke die größte Beachtung fanden, ist Curt Langenbeck. Bekannt wurde er durch fein Schauspiel „Heinrich VI.", durch seine Tragödie „Alexan- Herrlich erfrischend gründlich reinigend und dabei1 den Zahnschmelz schonend. ~ Srofie Tube 40 *Ef., kleine Tube 25 T/, der" und durch seine Komödie „Bianca und der Juwelier". Mit seinem neuen tragischen Schauspiel -Der Hochverräter", das vor kurzer Zeit in Düsseldorf uraufgeführt wurde, eroberte er sich sämtliche Bühnen Deutschlands. „Der Hochverräter" kommt heute abend in Gießen zur Erstaufführung. Spielleitung Hannes Razum. Bühnenbild Karl Löffler. Die Vorstellung findet gleichzeitig als 11. Vorstellung der Dienstag-Miete statt. Anfang 20 Uhr, Ende 22 Uhr. „Die Sonne als Heilmittel." lieber dieses Thema spricht am heutigen Dienstagabend im Hörsaal der Hautklinik im Rahmen der Vorträge der Volksbildungsstätte und des NSD.- Dozentenbundes der Direktor der Universitäts-Hautklinik Professor Dr. Schultze. Führertagung derSA.-Gruppe Hessen NSG. SA.-Obergruppenführer Beckerle berief die Brigade- und Standartenführer, sowie die Sachbearbeiter für das SA.-Sportabzeichen der SA.- Gruppe Hessen in diesen Tagen zu einer Führerbesprechung nach Frankfurt zusammen. Im Sitzungssaal des Gruppengebäudes eröffnete Obergruppenführer Beck er le die Tagung, die im Zeichen der erhöhten Bedeutung der SA.-Sportabzeichenprüfung ftand. In eingehenden Referaten der Sachbearbeiter fanden alle Fragen und Aufgaben der Durchführung der SA.-Sportabzeichen-Beftimmungen ihrs Würdigung und erschöpfende Darstellung. Im Verlauf der zweitägigen Zusammenarbeit und kameradschaftlichen Fühlungnahme bot ein Besuch der Gruppenschule zu Eppenheim im Taunus den Führern Gelegenheit, sich von den Einrichtungen und dem Stand der Ausbildung in dieser neuen, für den Nachwuchs der ganzen Gruppe bestimmten Schule zu überzeugen. WHW. Ortsgruppe Gießeu-Mitte. Am Dienstag, 13., und Mittwoch, 14. Dezember, sammelt die NS.-Frauenschaft die Pfundpäckchen. Die Hausfrauen werden gebeten, den Inhalt auf der Umhüllung der Päckchen kenntlich zu machen. Die Bach-Göhne. Znm 15v.Todestage Philipp EmanuelBachs am 14. Dezember. Am 21. Dezember 1706 mußte der einundzwanzig- jährige Arnstädter Organist Johann Sebastian Bach sich vor dem gräflichen Konsistorium wegen verschiedener Vergehen gegen die Disziplin verantworten. Der letzte Anklagepunkt war, daß er „eine frembde Jungfer" auf das Chor gebracht und dort mit ihr musiziert hätte. Die fremde Jungfer war seine Base Maria Barbara Bach, die er ein Jahr später als seine Eheliebste heimführte. In Weimar, wo Bach bald darauf Hoforganist und Hofkonzertmeister wurde, schenkte Maria Barbara ihm sieben Kinder, darunter die beiden Söhne Friedemann und Philipp Emanuel. Es war ein glückliches Familienleben, und zu Freunden jagte Bach von seiner Frau: „Sie ist unser aller gutes Mütterchen." Um so schwerer traf es ihn, als die Lebensgefährtin ihm nach 13 Jahren durch einen jähen Tod entrissen wurde. Er war so sehr gewöhnt, alle Dinge des äußeren Lebens ihrer liebevollen Betreuung zu überlassen, daß er sich durch den Verlust völlig hilflos fühlte. Die Anekdote berichtet, daß er dem Bediensteten, der ihn um Anweisungen für die Trauerfeier bat, geantwortet habe: „Fragt meine Frau." Seine zweite Frau aber, die musikalisch hochgebildete, warmherzige Anna Magdalena W ü l -- k e n, wurde ihm gleichfalls eine hingehende, verständnisvolle Lebensgefährtin, eine treue Mutter für feine Kinder, deren Zahl sie durch dreizehn eigene vermehrte. An einen Freund schreibt Johann Sebastian Bach einmal: „Meine Kinder sind geborene Musici, und kann versichern, daß ich schon ein Konzert vocaliter und instrumentaliter mit Gesangs- und Jnstrumentenstimmen mit meiner Familie formieren kann, zumal da meine itzige Frau gar einen sauberen soprano singet und auch meine älteste Tochter nicht schlimm einschlägt." Im Leben der Familie bildete die Musik den geistigen Mittelpunkt, und die fünf Söhne Bachs, die den Vater überlebten, wurden denn auch sämtlich Musiker. Die bedeutendsten von ihnen waren die beiden Ötteften, Friedemann und Philipp Emanuel. Von Friedemann sagte sein Bruder Philipp Emanuel: „Er konnte unseren Vater eher ersetzen als wir alle zusammengenommen." Dieser geniale Erstgeborene scheint auch seines Vaters Liebling gewesen zu sein, doch grade er war es auch, der ihm den meisten Kummer machte. Seiner großen musikalischen Begabung standen nicht die Charaktereigenschaften zur Seite, die erst dem Leben Form geben, und so versank er auch nach glänzenden Anfängen in haltlosem Vagabundentum und starb in gänzlicher Armut. Philipp Emanuel dagegen, der so bereitwillig die Ueberlegenheit des Bruders anerkannte, hat damit vielleicht allzubescheiden über sich selbst geurteilt. Wenn er auch an seinem Vater nicht gemessen werden darf, so war er doch ein Komponist von großem melodischem Reichtum und starker Eigenart der Empfindung und des Ausdrucks, ein hervorragender Dirigent, Klavier- und Cembalospieler, ein bedeutender Musiktheoretiker. Sein Lehrbuch „Versuch über die wahre Art, das Klavier zu spielen", das 1753 erschien, war für seine Zeit ein Werk von grundlegender Wichtigkeit und bildet noch heute eine der aufschlußreichsten Quellen zum Verständnis der Spielweise des 18. Jahrhunderts. Friedrich der Große berief bald nach feinem Regierungsantritt den sechsundzwanzigjährigen jungen Musiker als seinen Kammercembalisten nach Berlin, und in dieser Stellung ist Philipp Emanuel Bach 27 Jahre lang geblieben, von einem Ruhm umstrahlt, wie sein Vater ihn zu seinen Lebzeiten niemals genossen hat. Ja, es war sogar so, daß der Thomaskantor, dessen Größe bei seinem Tode niemand der Zeitgenossen auch nur annähernd ermaß, als Vater Philipp Emanuels einen Teil des Nachruhmes empfing, der seinem Werk erst im folgenden Jahrhundert beschieden war. Im Jahre 1767 ging Philipp Emanuel Bach als Nachfolger Telemanns in der Stellung eines Kirchenmusikdirektors nach Hamburg, wo er 1788, hoch angesehen, starb. Aus seinen nachgelassenen Kompositionen, darunter allein 50 Klavierkonzerten, klingt uns der galant empfindsame, schwermütig heitere, anmutig melodische Geist des 18. Jahrhunderts entgegen, derselbe Geist, der in den intimen Hofkonzerten im Musiksaal zu Sanssouci zum Ausdruck kam. Wenn ein altes Wort aus jener Zeit, in der fast in jeder thüringischen Stadt ein Bach als Organist oder Kapellmeister faß, sagt: „Die sächsischen Bäche rauschen in allen Musiken", so bedeutet das Rauschen Philipp Emanuel Bachs eine der wichtigsten Solostimmen in diesem großen Konzert des einzigartigen deutschen Musikergeschlechtes. Seltsames Getier im Dolksbrauch der Weihnachtszeit. Nikolaus und Christ-kind haben in unserem Gau seltsame Begleiter, Schimmel und Böcke, dreibeinige Esel und strohumwickelte Bären, Rübenköpfe und Vogelgestalten. Noch eigenartiger aber ist der „Hörnersnickel" in Gras-Ellenbach im Odenwald mit seinem Geweih aus zwei Rechen mit einem Lammfell auf dem Kopfe; wie eine Vogelscheuche wird er von einem Burschen getragen und schreckt Kinder und Erwachsene, wenn er zum Fenster hereinschaut. Solche Schreckgestalten sind aber nicht Ausgeburten einer tollen Phantasie, die nur einmal Vorkommen, sondern von dieser grotesken Maske führen Linien in unsere früheste Vorzeit zurück, und Friedrich M ö ß i n g e r versucht in einem Aussatz der Monatshefte „Germanien", durch Verfolgen dieser Linien dem heute verschütteten Sinn solcher Gestalten näher zu kommen. Der Odenwälder „Hörnersnickel" soll zweifellos eine Hirschgestalt darstellen, und nur, weil Hirschgeweihe schwer zu erhalten sind, sind Rechen mit ihren Zinken an deren Stelle getreten. Solche Hirschgestalten kommen als Begleiter des. Nikolaus auch in Windischgarsten vor, ja in der Rhön heißt der Nikolaus selbst manchmal „Herschelklas", im Hennebergischen sein Begleiter „Hersche-Rupperich", wobei beide Bezeichnungen von der mundartlichen Form „Hersch" leicht abzuleiten sind. Der Hirsch svielt auch sonst im Volksbrauch eine große Rolle. In Heimertshausen bei Alsfeld wird er den Buben als Weihnachtsgebäck geschenkt, und Hirsche als Neujahrsgebäck gibt es im Gau Hessen-Nassau, aber auch im Rheinland und in der Schweiz. Nach alledem ist es verständlich, daß bei Umzügen der Mittwinterzeit Hir'chmasken oft an bevorzugter Stelle erscheinen. Mit den Pongauer ..schönen" Perchten ziehen abscheuliche Tiergestalten, darunter solche mit Hirschkövfen. In Dänemark wird einer als Hirsch verkleidet und dann gejagt. Zur Weihnachtszeit gab es in England einen Aufzug, bei dem.außer dem Hopsa-Schimmel sechs Tänzer auftraten mit Renntierköpfen auf den Schultern. Eine geheimnisvolle englische Sage erzählt von dem Jäger Herne, der durch einen Hirsch verwundet wird; ein „dunkler Mann" läßt die I Hirnschale des Hirsches mit Geweih auf den Kopf des Verwundeten binden, und Herne geht später verwirrten Sinnes in den Wald, die Hirnschale mit Geweih wie einen Helm auf dem Kopf, und erhängt sich. Er wird zum Wilden Jäger. Hier wird deutlich, wie alle die Umzüge der Mittwinterzeit mit der Vorstellung von der Wilden Jagd Zusammenhängen, die manchmal ein Hirsch anführt, der die ihm Folgenden in christlicher Umdeutung dem Teufel in die Arme führt ... Oie Kaiserpfalz Tilleda. Die vor drei Jahren von der Landesanstalt für Volkheitskunde in Halle begonnenen Ausgrabungen der Kaiserpfalz Tilleda am Fuße des Kyffhäusers wurden jetzt abgeschlossen. Diese Pfalz ist der erste mitteldeutsche Königshof, der freigelegt werden konnte. Sie wird 786 zuerst urkundlich ermähnt; 200 Jahre später schenkte Otto II. sie seiner Gemahlin Theophano als Morgengabe, und wiederum 200 Jahre später — 1194 — söhnte sich hier Heinrich VI. mit Heinrich dem Löwen aus. Bei den Grabungen, die viele wertvolle Funde aus der Steinzeit und der Bronzezeit und Münzen und Schmuckgegenstände aus dem frühen Mittelalter ergaben, wurde diese wehrhafte Pfalz in ihrem ganzen Umfang aufgedeckt. Von dem 40 Meter langen und 12 Meter breiten Pallas legte man mächtige Treppenstufen und Rests der Säulenhalle frei. Außer der aus dem 12. Jahrhundert stammenden Toranlage sind auch die Fundamente eines großen Wohngebäudes mit gemauerten Heizanlagen und des gewaltigen Bergfrieds mit* Mauern von einem Meter Stärke wieder ans Tageslicht gekommen. Zeitschriften. — Der Rassenhygieniker Professor Dr. F. Lenz legt im Dezemberheft der Monatsschrift „Volk und Rasse" (I. F. Lehmanns Verlag, München 15) einen Plan wirtschaftlicher Ersatzleistung für wegfallende Kinderaufzuchtkosten vor. lieber ,Wichtige Neufunde in Mitteldeutschland zur Frage nach der Herkunft der nordischen Rasse" berichtet Dr. F. K. Bicker. Seine Ausführungen, die durch zahlreiche Bilder veranschaulicht werden, gipfeln in der Feststellung: „Mitteleurova ist die eigentliche Urheimat der alteuropäischen Langkopfgruppe und damit der nordischen Rasse". Staatsminister a. D. Dr. Hart- nacke zeigt an einigen Zahlenbeispielen, wie schlecht es um den „Nachwuchs der Großstädte" bestellt ist. Heroorzuheben verdient der Bildschmuck dieses Heftes: Vier Köpfe bedeutender Frauen aus der frühesten deutschen Geschichte, Meisterwerke deutscher Bildhauerkunst. drese Reichs» 4* 4. Fortsetzung. (Nachdruck verboten!) vor leid) Beerens Wagen glitt durch die Müringer Psxge die verdrehen mir das Wort ian MiM. Ich le den ftrip.hen!* ..Dsn suchen wir alle, Elisabeth! Und mir alle Lun ge Kämpfer gegen Hunger unv Kälte Oas Gebiet Hessen-Naffau bereitet sich zur Reichsstraßensammlung vor. den Kardinal werden Wir alle auch einmH erfebep: das ist die Weisheit hes Alters, Aber was ist der Feldherr in der Mitte?" Schwerin. Är Gespräch war varausgeglitten ip die Heimat oder hatte sich mit Jago Schmid beschäftigt. „Woher kanntest du ihn eigentlich?" fragte tzlisa« beth. „Wie gesagt, er hat mir ein ptzgk Bilder ab- gekauft. Und zchar mit Sachkenntnis und stttfchmack. Aber das war schon spä^r. Kennengelernt habe ich ihn bei einer Wobltätigkeitssache, im Künstlerha •=>, zugunsten alter und verarmter Maler; da führte ihn Kassel, wo er angeblich Geschäfte haste. Am zweiten Tage dieser Flucht nach der Heirat waren die fränkischen Häuser entschwunden, es ging in Niedersächsische hinein; über Magdeburg, lStßn? dal landeten sie nach scharfer Fahrt am Abend in Wil MU WM? Vornan von Hubert Rausse. l^Might hy Ulbert Langen/Georg Müller, München. Sie versuchte ein Lächeln, aber es gelang ihr nicht. Mas haste sie nur gesagt? Alle Klarheit war- mst einem Schlage von ihr gsWichen, ihr Gefühl flutete wie eine brandende Welle über ihr zusammen. Fort, fort und heim! Bon ihrem Herren her kre-f es ihr heiß in Stirn und Mangen. Sie schritt, als fei sie auf der Flucht vor sich selbst, als erste in den Dom, hinein in die ZufluM aller irrenden Seelen. Kühls Dämmerung empfing sie, in den hohen Wölbungen standen die Jahrhunderte still. Der Pag und Musikznge der HZ. und die Fanfarenzüge des Jungvolks üptzn. Pon allen Werbemitteln wird di^ Zugenh in diesem Zähre Kedrapch machen, denn sie hat in ihrer Gesamtheit den Willen, drese Reichs- strahepsgmmlung mit einem gewaltigen und jugendfrischen Schwung durchzuführen, dem sich wohl kein Volksgenosse entziehen können wird. Zn allen Htyndarten dex HI. leiten am Ist. Dezember Eröffnungsappelle die SamWlaktion ein. Zu diesem Appell sprechen Gebietsführer Brandt und Gauamtsleiter Haug über den Reichssender Frankfurt. Zn den Kreisstädten unseres Gäues treten die Einheiten an, um von ihren Bonnführern und dep Kreisamtsleit.ern der NSV. die letzten Anweisungen 0* M ” der wMa tif NSG. „R u f der Jugend", so lautet die Parole der gesagten Hitler-Zugqnd unseres Gaue^ zur diesjährigen R e i ch s st r a ß e n s a m m l u n g für Pas M H M. am Lammenden lpamstog und Sonn? tag. Zwei Tage lang soll dieser Ruf her Zugend: «chelft'uns helfen!" durch die Straßen von Stadt und Dorf erschallen, zwei Tage lang werden dl? Lungen und Wähel mit der Sammelbüchse und dem Kasten mit Abzeichen sich an jeden tzokksZenossen wenden und ihn" bitten: Nimm auch du uns in diesem Jahr wieder eines Ab. "2Z Millionen Abzeichen will die Hltler?Jugend am Wochenende absetzen, und sie wird es Masten, Zm letzten Jahr waren es 18,7 Millionen. Ws Wzeichen gelange» hübsche Hplzfiguxen zum Perkauf, hie von Heimarbeitern in der Eifel hergtzstellt werden und in lebendiger und kunstvoller Weise das Lehen der Jugend'in Pen einzelnen Monaten des Jahreskaufs zeigen. Für jeden wird es einen hgsonderen Anreiz Hedeüten, alle 12 Abzeichen zu erwerben, da sie auch einen geeigneten Schmück für den Weihnachtsbaum darstellen.” In den Einheiten der hessen-nassauischen HI. werden die Vorbereitungen zur Straßensammlung getroffen, die den Großeinsatz der gesamten Hitler- Jugend für das Winterhilfswerk bedeutet. Der vorjährige schnelle Absatz der Holzabzeichen gab Per? anlassung, die HZ.^Sammelaktion 1938 auf zwei Tage zu beschränken. Der Erfolg des „Tags der nationalen Solidarität" gibt unserer Jugend einen Grund mehr, sich mit allen Kräften dafür einzusetzen, daß sie ihre vorjährige Leistung um ein bedeutendes übertrifft. Noch größer aber ist das Pe? streben, dem Führer für seine großen geschichtlichen Taten in dem zur Neige gehenden Jahre zu danken. In Zusammenarbeit mit der NSV.-Gauamts- leitung hat dje Gebietsführung Heffen?Nasfau einen Aktionspkan ausgestellt, der für die Einheiten die Richtlinien ihres Einsatzes enthält. In hen Gefolg- schatten und Fäbrlein wird npn tüchtig an der Anfertigung von Spannschildern und Msrbeplakaten gearbeitet, !W Spiel- und Singscharen, Spielmanns- So5l tz00B°uer J#l f“n*> ein. Mior J"1 SP« INÄ’W’ l iiü'ä'i .«ist den w' .„gehört, die kseine W i fät leiW W [im ist * in denen er selbst mst den Jubilaren Freud pnd Leid geteilt hastet Er erinnerte an die Zeiten vgr dem Krieg, an die'Jahre der Kameradschaft während des Weltkrieges, an die Zeit des Verfalls nach 1918 und des Wiederaufstiegs nach IW. Mit den besten Wünschen für die Zukunft übergab Reichsbahnamtmann Hammel dann die Ehrenzeichen. Zubflar Jüngst dankte namens der Jubikare für Ehrung Ukch Glückwünsche und schloß Mt dem Gedenken' des Führers. Im Namen der gesamten Per leg schäft beglückwünschte her Betriebsführer des Bahnbetriebswerks Gießen, Neichsbahnamtmann Geldsetzer, die Jubilare. Er erinnerte an die gute Zusämmenarbeit und forderte zu weiterer treuer Pflichterfüllung dem Staat und der Alkge- meinhett gegenüber auf. Liedoorträge des Lokomotivführer-Gesangvereins (Leitung: Dirigent E. R t • c o l a i, Großen-Buseck) umrahmten die schone Aeier. GckäSlinse am Gut der Allgemeinheit In der Nacht zum vorigen Sonntag zerstörten drei junge Leute einige von den großen Glaskugeln der neuen Beleuchtungsanlage auf dem Anlagenbeet am Luhwigsplatz. Dank der Tatkraft und Umsicht eings Anwohners des Ludwigsplatzes, der zufalsig den Porgang bemerkt hatte und sich sofort auf die Verfolgung der Uebeltäter begah, gelang es diesem Mann, die' drei Schädlinge am (M der Allgemeinheit am Nahrungsberg zu stellen und einen pon ihnen \o lange feftzuhalten, bis er der Polizei üb ergeben werden konnte. Dadurch war es auch möglich, die Namen der beiden anderen Uebeltäter zu ermitteln. Alle drei sehen mit Recht einem gehörigen Denkzettel entgegen. In der letzten Nacht vergriffen sich wiederum Bu- benhände an einer Einrichtung, die von der Stadtverwaltung zum Besten der Allgemeinheit geschast sen wurde. In diesem Falle wurde die Anlage der elektrischen Beleuchtung des Weihnachtsbaumes an Elisabeth M ihn gn und schüttelte ihren blonden Kopf. Sie Mob ihre Hand unter Schmids Arm und 38g ihn einen Schritt heiseite. Sst hatte ganz klare Außen und sagte: „Damit es keinen Irrtum gibt, Jago. Mas Sie denken, ist falsch, ijnd es könnten falsche Folgerungen daraus entstehen. Ich habe Ihnen gar nichts übel ge.nfl.mmen, und haste Ihnen nichts zu psrAeihen. Dst Küsse sind flicht die ersten meines Lebens. Ich bin nicht vor Ihnen u^d Ihren Bewerbungen geflohen, spndern vor mir sechst. Sie können mich nicht fangen, Jago, und Sie können Mir anch nicht helfen,' Helsen kann M mir pur allein!" Jägo machte ein seltsam enttäuschtes Gesicht. Er Fgr in seinem Sechstaefühl, er war im Kern seiner Sicherheit getroffen. Jetzt erst empfand er die Ab? lehnung. Er lißß Arme und Schulter sinken und sgh wie verlegen in die Runde weit umher, Mas sollte er mit seinen Händen machen? Er war das Zupacken gewöhnt. Aber das half hier nichts. Und warten wär für ihn eine bittere Medizin. ,.MäZe es Ihnen gelingen, Elifaststh", sagte er. „Und bald gelingen, auch meinetwegen!^ Magnus von Beeren klappte seine Zeitung zusammen. Er tat, als ob er gar nichts gemerkt habe. „Ganz schmeichelhaft, Elisabeth! Sachlich leider WM s«‘ fei keif' : der Nsebrau^ fabelt Plakette d. Cobmann HrnwAp1^ M? Mager ! [aü,k.J Gei ÄH "»’■ L brauch ' & kann. «g?I°rd-l .'auiitwsf, Sie suchen den Frieden zu früh. Sie müssen etwas anderes suchen,' etwas Näheres, Mutvolleres! Rötex muß ßs sein! Uber pun zu meiner WMMß: Ein alter reicher Fürst, dem das Leben wenig an äußeren Gütern und irdischen Wünschen versagt hatte, rvukd^ gefragt, was ex wohl werdest und sein möge stuf' dies er West, wenn er sein Lehen noch einmal zu leben huste. ,Wns sch sesn Möchte^ sagst? e$; Hpin Ms dieser Mett, wenn ich wählen konnte, wie ich will? Das will ich Euch jggen; Die ersten dreißig Jahre eine schöne Frgu, die zweiten dreißist Jahre ein siegreicher Feldherr, und die letzten dreißig Jahre ein Kartzinall" I Elisabeth und Heeren fanden die Hefchichte gut- Uber was sie mit ihrem Wunsch nach Frieden zu tun habe, fragte Elisabeth. ,^Sehr dH<\ sagte Jago Hhnen hgt tzgs Leben wenigstens den ersten der Wünsche erfüllt: Gie sind eine schöne Arau, Elisabeth! Und sie haben es genießen und kosten dürfen, wie wenige schone Frauen: die Menschen, die Zeitungen, die Bilder jggen esz Ihnen. Aber Sie sind nichs zufrieden damit. Zm Gegenteil, Sie sind unzufrieden: Sie verlangen plötzlich, ein Kardinal oder ein Doqnherr zu sein, und sie glauben, den Feldherr» einfach überspringen zu können!" „Ich verstehe", sagte Elisabeth. Die drei mären bei den Wagen gngekommen. lieber den Platz der neuen Residenz flatterten die Tauben. @1-,-, mußte es an den Abschied gehen. „Ich verstehe, und will die Geschichte zu deuten versuchen. Die schöne Frau erleben wir alle, gs ist unsexe Jugend, und der spanische Konsul em. Er hat offensichtlich viel Geld, unh er tut damit, meinen Erfahrungen nach, ore! Gutes. Und was weißt du von ihm?" „Eigentlich wenig", sagte Elisabeth. „Unsereins lernt die Älenschen ja mehr vom Standpunkt des Peranügentz aus kennen, sind da war er mit seinen Peseten ein immer" gern gesehener Gastgeber." „Mehr nichts^ ,Kaum!" ,,Er ist Kaustnunnf" ^,Ja", sagte Elisabeth, ,chie Schmids scheinen schon seit Generationen in Spanien zu sitzen Sie Han? dekn mit Stastlwaren, mit Messern uni) Scheren und haben ihre Filialen in allen größeren spanische» Städten. Jago erzählt oft davon: 'die berühmten tol^anischen Klingen scheinen auch von den Schmids hergestellt zu werden." „Also ein Auslandsdeutscher, der zur Zeit mst dem hochwertigen fremden Geld in her allen Hei? mat gute Geschäfte machte Elisabeth nickte. Dann fuhr Maanus fort: „Aber er üst hych mehr. Er ist ein Kerk, ein vpllfaftiger Mensch und ein Deutscher, und vielleicht sucht er in der deutschen Heimat sein Glück?" Er sah zu tzlisabech hinüber. Aber die schaute geradeaus in die Ferne, wo am abendlichen Himmel sich der Domturm von Schwerin in die rötlichen Molken reckte. Z. Kgpitef. Wenn die Bauern die Sensen dengeln, kündet sich der Sommer an. Ein lpürziger Duft steigt aus den blühenden Wiefenhangen und Gründen. Das Läuten der Hammer, die die Sensen schärfe», klingt von Haus zu Haus bis in die finkende lsiacht. Elisabeth 'Hellfahr geht langsam durch die Felder nach Hause. Der Weg steigt mählich an. Hinter ihr sinkt die Sonne und wirst ihren eigenen Schatten vor dis Mße. Wenn sie oben hei der grauen Buche angelangt sein wird, liegen Haus und Hof und Heimtzt ygk ihre» Wicke». „Diese Ruhe^, denkt sie, ,,dieser AbenhfrieLe!" Sie ahnet tjstf die warme würzige Lust- Oben auf der Pank, unter der Buche sitzt der Vater. „Wie schön, daß wir uns treffen, Kind, komm, setz dich zu mir.--— Wo warst du heute nachmittag?" Er ist all und grau, aber in seinen Augen ist noch eine warme Fröhlichkeit. Er ist glücklich, seine schöne Tochter wieder bei sich zu haben. Er fragt nicht, warum, und er denkt nicht, wie lange; 4t umgibt sie einfach mit seiner selbftvepständlichen sorgenden Liebe. (Fortsetzung folgt!) der Plockstraße/Ecke Johannesstraße zerstört, Ferner wurde am heutigen Dienstag früh, offenbar zwischen § und 6 Uhr, wiederum eine (Hkaskug'l ber Beleuchtungsanlage am Ludwigsplatz demoliert. Zn diesen beide» Fällen sind Nachforschungen noch im Gange. Hoffentlich gelingt es, auch diese Täter fesh zustellen, damit sie ihren Hohn in gebührender Form erhalten können. Musikalische Feierstunde in der Oberschule für Märchen. Die Heilung der sOberschuke für Mädchen und die Schülerinnen selbst bereitete» am gestrigen Montagabend in der Turnhalle ihrer Schule den zM? reich erfchienenen Ellern mit einer musikalischen Feierstunde eine apoße Freube. Unter Leitung von ZNusiklehrer N e h e l i » g brachte» die Mädchen in starkem Mor und im Streichorchester eine Fülle besten deutschen Liedgutes'zu'Gehör. Zuerst hörte man ein „Paftp- rale" für Streichinstrumente und Blockstöte» (R. Keiser), mit dem eine feine Einstimmung für hje abendliche Feierstunde gegeben war. Daftn brachte der Ehor in mehrstimmigen Sätzen unter dem Titel ,,Sommers ßust und Freud^ drei Liedchen zum Porirag, die aus dem 16. Jahrhundert stammte» und durch ihre einfache Melodienführung eine» Einblick in das volksl'iedhafte Musikschaffen des Mittelalters gaben. Auch die weiteren Liedvorträge unter den zusammenfassenden Titeln „Scherzen und Lachen" und „Fröhliche Weihnachtszeit" führten zurück in eine fängst vergangene Zell. In den Scherzliedern „Die Henne", „Der Guhgguch^ mch „Das Echo" lag viel ursprünglicher Humor, bpr seine Wirkung auf die Zuhörer nicht verfehlte, Stapken Eindruck machte die Weihnachtskantgte (P- Lübeck), die an Has musikalische und gesangliche Können der Schülerinnen große Anforderungen stellte. Dankbar ** Umzug aus der Pokizeidixektion. Hell dem gefttigen Montag befinden sich die D'.snll- räurne des Einwohnermeldeamts, des Ausländ'r- amts und der Wehrerfafsung nicht nzehr im Gebäude der Posizeidirekllon am Landgras-Phill"p? Platz, sondern im erste» Stockwerk des Hguses Neuen Haue 22 (Stadtpost). **Berkßkonzert bei Schunk & Ebe. Der morgig? Mittwoch bringt für die Gefolgschaft der Firma Schunk & Ebe in Heuchelheim (Windhof) eine schöne Feierstunde. Der Reichssender Frankfurt a, M. oepanstallet mittags in Gemeinschaft mit der Wepk^lellung ein Werkskonzert, das vom Mufik- kgxtzS des Jnfgnterie-Regimenfs 116 unter Leitung von Stabsmusikmeister Krieg ausgeführt wird. flüchtende Gefühle waren ihm unsympathisch. D4S gerade liebte er an Elisabeth: ihre Klar-Hetz, ihre» „ . ...w w . . .... w Verstand, chr sicheres Gefühl für Form, und das nach Erfurt zu; Schmid lenkte seinen Magss» nach alles schien sie verlassen zu haben; ihr Herz war ein Tummelplatz mädchenhafter Wünsche und unklarer Gelüste — wo war die Elisabech seiner Träume? WHW., Ortsgruppe Gießen,Nord. Petr.: Pfundspende für Dezember. Am Dienstag, 13., und Mittwoch, 14. Hezember, fammels die N«.?yrauenschaft der Ortsgruppe G;e- ßen-Rofd die Pfundspende ein. Die HaUsfrauxn werde» gebeten, die Päckchen bereitzulegen und den Inhalt auf die Umhüllung ^u schreiben. BDM.-llntergau 116 Gießen. BPW.-Werk „(Staube und Schönheit" Werkschar i (Dienstag)? Dienst fällt bis Januar aus. BPM.-Werk-Hrupxe 1/116; Alle Mädel der Kruppe treten am Dienstag, Iß. 12., um 20 Uhr, im Lyzeum an. Auch die Beurlouhten haben zu erscheine». Turn^eyg ist mitzubringen. Don der Universität Gießen. Die Dienstbezeichnung mchtbeamteter außexortzent- ficher Professor wurde verliehen: den Dozenten in der Philosophischen Fakultät der Unipersität Gießen Dr. Meyer-Barkhausen und Pr. Z s chi'e tz's ch m a n n für die Dauer ihrer Tätigkeit als nichtbeamtete Lehrer an einer" deutschen Hoch? schule. Neuer evangelischer Gtandortpfarrer in Gießen. Im Zuae der Neuordnung der Wehrmachtsfeel- sorge' wurde,'wie wir von der 9. Division hören, der kgmmisfarische Wehrmachtspfarrer S ch u b r j n g mit der Wahrnehmunß der evangelischen Standort? feelsorge in Gießen unh in Marburg beauftragt. Das Landeskirchenamt hat im Einverständnis mit dem evangelischen Feldbischof der Wehrmacht mit Wirkung vom f. Dezember 1938 ab den seicher mit der nehenamllichen evangelische» Standortseelsgrge betrauten Pfarrer Otto Zl u s fe'kd aus dem Nedsn- amt des evangelischen Standortpfarrers hes Standorts Gießen entlassen. Oberstudienrat i. R. Prof. Oßrvald, zo Jahre alt, Der langjährige Lehrer am Kando^asiLudwigs? Gymnasium in Gießen, der jetzt im Ruhestand 1e- hende Lsberstudienrat Prof. ' O ß w a l d , Werner? wall 24 wohnhaft, konnte am vorigen Samstag in Gesundheit unb Frische seinen 76. Geburtstag begehen. Prof. Oßwald ist geborenex Oberhefse, d^r ip Büdingen geboren wurde, in Gießen und 23er« lin studiert hat und vom Jahre 1893 bis 1909 am Gymnasium in Laubach wirkte. Dann kam er nach Gießen, zunächst an das Realgymnasium, bald aber schon zum Gymnasium, wo er bis 1932 im Dienst an der Iugenh stand. Dey großen Krieg machte ep als Hauptmann der Landwehr mit. Bei seinen ehemaligen Schülern^ im Krefsß der alten Soldaten des NS.?Reichskriegerbundes und darüber hinays be' vielen Bolksgenosien in Gießen unh rp Ober- Hessen genießt der verdiente Schulmann hohe Wertschätzung. Zu seinem 70. Geburtstage sprechen auch wir dem Juhilar nachträglich noch unsere herzlichen Glückwünsche aus. Goldene Treudienstehreuzeichen für Neichsba^nveamte. ZM Unterpichtspssum des Pahnhsfs Gießen farch Sonntag vormittag eine Feier statt, in derep RahMßn die Ueberreichung des Goldenen TreMenstehren- zeichens für über Mjährige Dienstzeit vorgestöm- men mmde. Die Auszeichnung erhlelley fgtgenbe Berufskameraden im Reichssiahnb'etriebswerk Gießen: Lokomotivführer Wilhelm Mecker, 2ldpkf Prau», Wilhelm Hamel, Fritz Hester, Milhelm Erle, Wolf Gabriel, Suguft Haas, Christ, Haas, Ludwig Henß, Wllhelm Hirdes, Karl Jungst, Ernst Karl, Zakoh Kopp, Wichelm Luh, Emil Marx, Fntz Martin, Johann Möller, Eduard Siebept und Wagenwerkmeister Wilhelm Zecher. Die Ueberreichung der Ehrenurkunden urtb her Besitzurkunden, wie auch her Glückwunschschreiben der Reichsbahndirektion Franksuxt a. M. geschah durch Reichsbahnamtmann H a m m e l als dem Vertreter des Amtsvorstandes. In feiner Ansprache gah er einen Rückblick auf die vergangenen 40 Jahre, hhxte man auch alte TanzWeisen, pur auf Block- flöten gezielt, und die Sonate D-diir von Corelli. ^tubienrat Sr. S ch ä f e r eröffnete und schkpß hie Feierstunde mit herzjichen Worten her gegen« fettigen Verbundenheit von Schule und Elternhaus. Die schönen Darbietungen der Mädels fanden verdientermaßen herzlichen Beifall. Buchführungspflicht im Gaststätten- und AeherbergungSgewerbe. Fwd. Her Leiter dex Wirtschaftsgruppe Gastftätten- unh 'Beherbergungsgewerbe, Fritz Dreesen, hat ap- georbnet, daß die Mitglieder der Wirtschaftsgruppe vom 1.1.1940 an Bücher nach den elnheillichen, von der Wirtschaftsgruppe aufgeftellten und bekannt- gegebenen Richtlinien führen, Benutzung von Arbeiterrückfahrkarten im Meibnacktsverkehr beschränkt. DNB. Infolge des stark gssftieaene» Verkehrs unZ der besonderen Verhältnisse im Zusammenhang mit der Wiedervereinigung der Ostmark unb des Sudetenlandes mit dem deutschen Mutterreich ist der Wagenpark der Deutschen Reichsbahn in Spitzenoerkehrszeiten sehr stark beansprucht. J», Einvernehmen mit dem Sozialamt der Deutschen Arbeitsfront' hat sich daher die Reichsbahn dazu entschließen müssen,'die Benutzung der zuschlagspflichtigen Züge am Freitag, 23., Samstag, 24., Montag, 26., und Dienstag, 27. Dezember 1938, sowie am Montag und Dienstag, unb 3. Januar IsiZH für Reisende mit Arbeiterrückfahrkarten aus- zuschlleßen. Als Ersatz hierfür werden an den gleiche» Tage» in größtmöglichem Umfang Zuschläge freie Weihnachtsürlauberzüge gefahren, die in güg_. ftigen Fahrchanlagen und mit günstigen Ueber-r gangen unb Anschlüssen und soweit möglich mit Schnellzugsgeschwindigkeit verkehren. Diese Ent- lastpngszüge sowie biß zuschlagsfreien Personenzüge können von den mit Arbeiterrückfahrkarten reifem dqn Volksgenossen benutzt wexbe». 17 Motorspritzen im Kreise Gießen, Am gestrigen Montag würben in Lich wie wir gn anderer Stelle unteres heutigen Blattes berichten zwei neue Motorspritzen in Dienst gestellt. Damit hat sich die Zahl der im Kreise Gießen für den Feuerschutz berellftehenden Motorspritzen auf 17 erhöhst Gießener Wochenmarktpreiie. * Gießen, 1Z. Dßz. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbuttex, XA kg 1,60 Mark, Matte 20 hiß Pf., Käse, bas Stück 4 bis 9, Wirsing, M kg 9, Weißkraut 6 his 7, Rotkraut 8 bis $, gelbe Rüben und Karotten 9 bis Ist, rote Rüben 9 bis 10, Spinat 15 bis 20, Unterkohlrabi 8 bis 16, Grünkohl 10 bis 12, Rosenkohl 15 bis 30, Feldsalat, lstg 8 his 10, Tomaten, % kg 50. Zwiebeln 13 bis 15, Meerrettich 35 his 60, Schwarz- wurzeln 25 bis 85, Kartoffeln, kg 4 Pf., 5 kg 40 Pf., 50 kg 3 bis 3,50 Mark, Aepfel, kg 32 bis 40 Pf., Nüsts 48 bis 66 Pf., junge Hähne i his 1,20 Mark, Suppenhühner 90 Pf. bis 1 Mark, Gänse 1 bis 1,20 Mark, Tauben, das Stück 50 bis 60 Pf., Blumenkohl 20 bis 50, Salat 5 bis 6, Endivien 5 bis 16, öberfoHrabi 6 bis 10, Lauch 5 bis IQ, Sellerie 10 bis 40. Rettich 5 bis 20, Radieschen, das Bündel 8 bis 12 Pf. W wie gesagt Herstellung, un uiti diß übrige: W dann i Mg der Ära Jeden erfflä rg getragen Sü vetFchW. rwei nei * Lich, 18. mitag übergab Mt Tießen, K Mtdes'Kkeis Mretsks " ber 8e? Dllgermeift Ä PPP Mn zwei M. eine für YLH Srrf & SM alters steht er dort hoch am linken Pfeiler des Osttores, glatt an der Wand, mit Kopf und Hinterriß des Pferdes die Pfellgrkanten über? schneidend — der deutsche Held, ein Siegfried oder Parzival, der verkörperte Geist der Agnzpollen Hohenstaufenzeit. ' Peeren, der M-aler, sprach. Pehchsam deutete er das plastische Bild. ,,Und dann schließlich", sagt er, ,^er 'Kopf, bester das Haupt. Wie hier alles lebt von Ächt und Schatten. Die breite Stirn, tz« tief? iiegeriben Augen, die markant vorspringende Rase mit dem schmaien Rücken, der kleine voll sich wölbende Mund. Dys Ganze umrahmt von den auf Nackenhöhe geschnittenen Locken — seht Ihr, wie Licht und Schatten alle Wölbungen mii' Selben füllen und den Blick mir hjnlenken auf bas, was das Wichtigste ist: diese unheiml-ich sprechenden, spähenden Augen!" Die beiden anderen hörten zu und schauten. „Zn diesem Kopf ist alles, was männttch ist: Eharakter, Seele und ein zwingender Wille." Jago Schmid wiederhotte. s,Cin zwingender Wille!* Er sah Elisabeth babei pn und für einen Augenblick kreuzten sich die blauen und die grauen Augen. Aber unter der Wölbung des Domes verglühte, was an Zündstoff noch in ihrem Herzen lag. Draußen war wieder der warme Tag. Ue'ber die Mauern der stillen Domherrnhöfe schauten die Fliedersträucher mit ersten grünen Knospen. ' Sie atmeten alle rief die sonnige ßuft des Frühlings. Sehnsüchtig sah Msabßth zp den Gärten hinüber. „Wer da wohne» könnte", sagte sie. „Ich glaube, da ist der Friede zu Hause!^ In Schmids lebendigem Gesicht wetterleuchtete es. S'hnsüchte hielten vor seinem Temperament nicht stand, und meth „Der Feldherr in her Mitte?" jagte Zago. „Manche Männer nennen es den Erfolg. Die Frauen aber nennen es die Siebe!* « „Sie wollen was sagen, Seüor Schmid? Es zuckle so bsshaft um ihre Lippen", sagte der Maler. „Wenn es ertaubt ist, Elisabeth, so möcht-e ich - -ti-, u eine kleine Geschichte erzählen, anknüpfend an entschwand, und mdes frie brei durch die Kirchen- sIhren Wunsch, ein Domherr zu werden'" schiffe gingen, das Grabmal des heiligen Kaisers Elisabeth wehrte ab, sie kannte Schmids ironische beschauten und an dem Sarkophag in der Krypta Seite. standem Hang die Eregung her Stunde mählich ab. „Sie verdrchen mir das Wort im Mu^. Ich Das Ewige rührte drei Weltkinder mit gütigem suche d?n Frieden!^ an. „Den suchen wir alle, Elisabeth! Unb wir alle Und dann hielten sie schttehttch vor dem Retter, werden ihn einmal finden — später, später! Aber zu erhalten. Am 17. und 18. Dezember gehört die tztrahe dex HI.! Pimpfe und Zungmädel, Hftlexjungen und BDW.-Mädel behexrschen in diesen beiden Tagen überall das Straßenbild. Frghe ßieher unb Heller Fanfarenruf sollen davon künden, daß die deutsche Jugend im Dienste der Volksgemeinschaft bereit ist, jeden einzelnen um seine Spende zu bitten. Volksgenossen, wenn am 17. und 18. Dezember unsere Jugend vor euch tritt, denkt daran, daß sie sich Üher jede Spende herzlich freuf und stolz ihren Dienst als junge Kämpfer gegen Hunger und Kälte tut! Der Ruf der Jugend soll bann durch eure Speiche wiederum seine Antwort finden: Ja, wir danke» unserem Führer! Gammler der HZ. am Gamstag skbulfrei. Peichserziehungsmimster Rust hyt in einem Erlaß angeordnet, daß die an der Sammlung und den Werbemärschen für das WHW. in der Zeit vorn 16. bis 18. Dezember beteiligten schulpflichtige» Angehä- rigen der HI., des HI., des BDM. unb der IM. für ßen Nachmittag des 16. Dezember von den Haus? Aufgaben befreit find unb der Unterricht am Samstag, 17. Dezember, fyr die Betelligten aus fällt. fiter fett P 1 des 5laall!c ! Bom SiaaÜich Lpii LaÄkrxiß 3n den letzten Me von $ari bnben ZkaOsi' I Aserscheinungr qktig verläuft. I m Zeit 18, da 1 gjolierung in i I guf dem Weze I junb'oeitsamt E fiHtsmahnshmk gehende Schlie geordnet, da Worte ii; Der : fer Derdreitu groß ist. Die gMkllWs ij $ufe bis M edrantungen . leider in iier l sch'l M den d sprach von ß Todesfällen tzm derem mehr. I darauf hin, dl ratfachen SJlxfpoit lor= Aus -er engeren Heimat Handball im DRL-Kreis Gießen Unentsch. Verl. Kreisklasse ist nur das Wirtschaft. r wei neue Motorspritzen in Lich. * Lich, 13. Dez. Am gestrigen Montagpach-! Strafhaft porgeführt, erneut wegen ähnlicher Delikte mitag übergab der Feuerwehrdezernent beim Kreis- ( Zu verantworten. Die Hauptverhandlung war schon auf In der zweiten Ergebnis des Spieles 1 1 1 2 4 4 8 Gew. 5 4 4 3 2 1 0 0 0 P 0 0 0 0 Rhein-Mainische Vörse. Mltagsbörse schwächer. Pkte. 16:2 8:2 8:2 6:4 4:8 2:8 0:12 Mty, Gießen Barbara Gießen Luftwafft Gießen 1960 Gießen Heuchelheim 1860 Marburg Ockershausen Der Iftjähxige H. Sch. Wurde bereits vor einigen Monaten mit einem Komplizen wegen Motorraddiebstähle verurteilt. Nun hatte sich Sch., aus der Gießen wurde auf eigenem Platz — und dazu nicht ganz unverdient — von dem Neuling „Barbara" Gießen mit 6:2 geschlagen. Dieses Ergebnis hat den Tabellenstand nicht unwesentlich verändert. Es stehen nunmehr drei Mannschaften mit der gleichen Punktzahl an der Spitze, und zwar Mtv., Barbara und'die Luftwaffe. Ob nach dieser neuerlichen Niederlage der Wt». weiterhin ernsthafter Anwärter für die Meisterschaft ist, bleibt abzuwarten: gpran; denn auch diesmal zeigte sie wieder ein recht gefälliges Spiel. Das Können reichte aber immer offenfW ßrfaijninp . „Unfereins indpunlt §es gr mit Wn chgrbtt. noch nicht aus, um Londorf, das mit den besten Aussichten in die zukünftigen Kampfe geht, gefährlich werden zu können. Der Sturm, der wohl gut kombiniert, läßt die nötige Durchschlagskraft vermissen, und die Verteidigung ist nicht ganz auf der Höhe. Wenn diese Mängel einmal ausgeglichen sind, wird es auch dort vorwärts gehen. H * Der Tv. Lützellinden benutzte den spielfreien Sonntag, um einer alten Rückspieloerpflschtung nachzukommen.. Er trat in Butzhuch gegen die neu zu- samrnengestellte Elf des Tuspo. Butzbach an und verlor unverdient hoch mit 8:3. Die Platzbesitzer waren im ganzen gesehen zwar etwas besser, sie verstanden sich aber auch viel besser mit dem grundlosen Platz, der Lützellinden zu feiner einheitlichen Aktion kommen ließ. Zudem mußte die Mannschaft auf Grund eines Mißverständnisses eine ganze Halbzeit lang mit nur 10 Mann spielen. Reichs- Schiiyetlkämpfe des Arbeitsdienstes. Die Reichs-Schiwettkämpfe des Apheittzdienstes werden in diesem Winter in der Ostmark, in der Umgebung von Innsbruck, vom 17. bis 19. Februar durchgeführt. Je nach den Schnfevechältnissen ro rb als Schauplatz der Wettbewerbe die nähere Um* gebung von Innsbruck und das Gelände in der Nähe von Seefeld gewählt. Wilde Gerüchte über den Parathyphus in Grünberg. Line Richtigstellung des Staatlichen Gesundheitsamtes Gießen. Keine Lagd ohne brauchbaren Hund Hauptversammlung des Iagdgebrauchshuntvereins Oberheffen. Der LuftWnffenfportverein kam kampflos in den Besitz der Punkte, weil Heuchelheim keine Mannschaft zusammenbekam. Die beiden noch ausstehenden Spiele Werden Wahr? scheinlich keine all»u große Tabell länderung mehr bringen, so daß al") die tzpannung für die Rückspiele gewahrt bleibt. Der Tabellenstand: Unbekannten auf der Straße gekauft zu haben. Diese Einlassung klang zwar reichlich unglaubhaft, doch das Gericht konnte hem Angeklagten keinen Diebstahl nachweifen. Es verurteilte ihn aber wegen Hehlerei und Betrugs unter Einbeziehung der früheren Freiheitsstrafe zu einer Gefängnis- strafe von einem Jahre. Zwei Wochen Untersuchungshaft wurden dem Angeklagten seine Strafe angerechnet. iinf h Lbe. lie GchlgM jeim lWWgß liÄer Frankfurt schaff mit der ; pom BW linier LeitW sgefllhüM Spiele 6 5 l 5 5 6 5 6 bi feit ie^. Iff) bie Lirnh- ? Üusfänb’p * im Gr- des haii^5 .«In, rüfl610' JLj Felder SS? ;> Rundfunkprogramm INillwoch. 14. Dezember. 6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause. 9.30: Gaunachrichten. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 10: Schulfunk: Der Eembalist des großen Königs. 11.40: Leistungswettkampf der Landjugend. 12: Aus dem Betrieb der Fa. Schunk & Ebe, Heuchelheipi: Werkskonzert. Ausführung: Musikkorps des Inf.-Regts. i 16, Gießen, Leitung Stabsmusikmeister Krieg; 13: Nachrichten. 13.15: Mittogskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Das Stündchen nach Tisch. Iß: Mderbuch der Woche. 15.15: Politischer Scheinwerfer. 15.30: Frauenschaften der Gegenwart: Leuchtende Lampen — glitzernd Ge- schmeid. 15.50: Bei Weihnachtsgeschenken — an Bücher henken! 16: Kaffee verkehrt aus Wien: „Die Wiener Mittwoch-Jause" bringt Gesang, Musik und Fröhlichkeit. 18: Ein Wort an alle. 18.10: Volk und Wirtschaft: „Aluminium — ein Rohstoff der tausend Möglichkeiten". 18.20: Asphalt, Bohle — Schere. 18.30: Schöne deutsche Weihnachtslieder. 19: Fliegendes Deutschland. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Kleines Konzert der Jugend: Wir spielen Bach, Beethoven und Mozart. 20: Nachrichten. 20.15: Stunde der jungen Nation: Lied der Ostmark. Große Zeiten im Spiegel ihrer Dichter. 21: Lieder von Franz 6rhu= bett. >2: Nachrichten. 2Z IZr Unsere Kolonien; „Peters kämpft um ein deutsches Kolonialreich". „ Der setzte Sonntag hat zweifellos die größte! SA. 116 Gießen — Tv. Londorf 5:12. Ueberrafchung der Vorrunde gebracht. Der Mtv. Langsam aber sicher kommt die Mannschaft der SA. (Vit öf? rt rv t z-i 11 £ S S ... . ■ 1 _________ s........f v ! < • . r- • • Aus dem Arbeitsplan für das kommende Jahr ist besonders bemerkenswert, daß nicht nur der eiaent- ^agdgebrauchshund in den verschiedenen B^. tehhundschlägen nachdrücklich gefördert werden soll (Verbands-. Jugend- und Gebrauchsprüfung), sondern daß auch der deutsche Stöberhund (Wachtel) und der gerade im Pogelsbepg viel als „Försterhund geführte Dachshund in das Arbeitsgebiet ein- bezogen und in geeigneter Weise, die bereits fest- gttegt wurde, gefördert werden sollen. Das wert- polle Leistungsblut, das in vielen unserer einheimischen Erdhundschläge (Dackel und Terrier) steckt und nicht durch eine Ausstellungszucht verdorben wurde, muß erhalten bleiben, zumal in einer Zeit, mo dem Erd Hund wieder eine hervorragende Rolle m her Bejagung des Raubwildes Zukommt. scheinen W ien. ßie W. ) Schere» un? ■n fpW it beruhmses । Schach-' zur Zeit N er alten ■, fort: iityW B || sucht er in eile. ui gen Doch^, k M Kart :tud 4 big g, V Rotkraut 8 bi» 10, rote Unterkghlrabi E°t)l 15 bis 30, ti? 3öie- ö6, §chwgy. MIO Piet M kg 8» je Hähne 1 ty: I 1 Mark, ßÖRfe 50 bis 60 U, Endivien 8» iis 10, Eell» in, das Bliö-! Rentenwerten stark beachtet wurde. Außerdem hielten sich die Käufer weiterhin fast völlig zurück. Am Montanmarkt waren besonders Per. Stahl gs- hrückt mit 102,50 bis 101,75 (103), Hoefch und Mannes- Gießener Schilüufei- auf der Wassersuppe. „Hinein in den Schiwinter 1938/39", so lautete die Parole, als Gießener Schiläufer am vergangenen Sapißtag über die Autobahn noch Alsfeld und von dort über Fulda, Gersfeld zur Wasserkuppe fuhren. Herrsichep Firnschnee, wie er sonst nur im Frühjahr vorzutrefsen ist, lag auf den weiten Kuppen der Rohn. Nur wenige haften den Schnee- uni) Wetterberichten getraut. Aber diese wenigen wurden reichlich belohnt. Morgens wurde ein kleiner Schikurs an den steilen Hängen nach Abtsroda abgehalten, in der Mittagspause lag man in der Sonne oorm Gasthaus zum deutschen Flieger, während am Nachmittag der Temposchwung aus dem Sommerschlaf hervorgeholt wurde. „Hinein in den Schiwinter 1938/39" so lautet auch die Ueberfchrift zu einem Schifilm- und Lichtbildervortrag, der am kommenden Donnerstag, 1Z. Dezember, um 20 Uhr, im Kunstwissenschaftlichen Institut in der Ludwigstraße vom Schiklub Gießen in Verbindung mit dem Jn- m für^ Leibesübungen an der Universität Gießen Als Abfchlußder Trockenschikurse wird ein Lehrfilm von den ersten Anfängen des Schisäua? lings bis zum saufenden Temposchwung des Schimeisters vorgesührt. Buntaufnahmen aus Damuls in Tirol, dem Standort der diesjährigen Weihnachts- fchifahrt, führen in die Hochgebirgswelt mit ihren einzigartigen Erlebnisfen. Die Ergebnisse der Kreisklassen. 1. Sreisklaffe. ©rpßen-Buseck — Heuchelheim 4:8; Lollyr — Wißmar l?:0; Garbenteich — Großen-Linden 3:3; ßeihgeftern — Mufchenheim (kampflos für Leihgestern); Hungen 7^7 Lollar II (Gef.-Sp.) 5:1; Steinbach — Klein-Linden (Ges.-Sx^) 9:6. ®tß räumliche Ausdehnung feiner Arbeit über die 1 hinaus machte gewisse orqanisa- tori|che Umänderungen nötig, zu Deren (Einfügung Die ^rfamsnlung eine neue Satzung beschloß, die por allem Vertrauensmännern in Gestalt erprobter ji eb t ' 5^nbm ä n n e r ’n allen Iagdkreisen vor- Die satzuntzsgemäße Wahl des Dereinsobmaflstes einftimmige Wiederwahl be$ verdienten elthengen Vereinsführers August Pascoe. Er berief in den engeren Beirat: Stabsjägermeister Studienrat Holzel (Schriftführer), Bankdirektor Z e l t m a n n (Schatzmeister), Gaujägermeister N i - c o l aus, Kaufmann Fritz Jung und Dr. van Bentheim als Beisitzer. Im erweiterten Beirat treten hinzu für die einzelnen Jagdkreise: Carl Grünewald (Alsfeld), gorftraf i. R. K o ch (Bü- bingen), Rektor Becker (Friehbek-a), Oberst a. D- Kock (Gießen), Curt R i e d e s e l, Freiherr zu E i s e n b a ch (Lauterbach). Am Sonntag hielt der ©ebrauchshundverein ! Gerhessen, der die Fortführung der erfolgreichen Hcbrauchshundearbeit des früheren „Hubertus^ in Hießen sich zur Aufgabe gestellt hat, seine Haupt- äerfammluna im Hotel „Hindenburg" ab. Aus dem Ueberblick, den der Vereinsohmann, Ingenieur August Pascoe (Dutenhofen), über die Entwicklung gab, trat der (Erc-f- :-------t— m11 gliederwerbung klar zutage bestand von 104 zu Beginn erne, »»«« boh lÄ RS rillen, Ulbe. WiiE^ priii h h [M P,r 1938,1’ 1 8U5: [ a” öen afei. Wen "il§ ft« Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 12. Dez. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W9 204, W 11 206, W 12 207, W 13 208, W16 211, W 18 213, W 19 215, W 20 217, Roggen RH 189, R12 190, R 14 192, R 15 193, R 16 195, R 17 196, R 18 197, R 19 199 Großhandelspreise Der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste —, Futterhafer —. Weizenmehl Type 812 W 13 29,45, W 16 29,45, W 18 29,45, W19 29,45 W20 (Kreis Alzey) 29,45, W 20 (Kreis Worms) 29,80 plus 50 Pf. Frachtausgleich. Für Weizenmehl Type 812 mit Beimischung von Maisbackmehl liegen die Preise 30 Pf. unter den Notierungen. Roggenmehl Type 997 R 12 22,45, R15 22,80, R 16 22,95, R 18 23,30, R19 23,50 plus 50 Pf. Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W 13 10,75, W 16 10,90, W 18 11,00, W 19 11,10, W 20 11,20 Mühlenfestpreis ab Mühlenstation. Roggenfuttermehl R19 12,50, Rogaen- vollkleie R 19 11,00, Roggenkleie R 12 9,95, 15 1015, R 16 10,25, R 18 10,40, R 19 10,50 Mühlen- festpreis ab Mühleflstatjon. Treber —. Wiesenheu, handelsüblich, gefunb, trocken 5,00 bis 5,20, Wiesen- heu, gut, gesund, trocken 6,00 bis 6,20, Kleeheu, gut, gefunb, trocken 7,00 bis 7,50, Luzerneheu, gut, gesund, trocken 7,56 bis 7,80, Weizenstroh, bindfaden gepreßt oder gebündelt 2,80, Roggenstroh do. 3,00, Hafer- und Gerstestroh do. 2,60 bis 2,70 Erzeugerpreis ab Erzeuger-Verladestation. Jranffurler Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 13. Dez. (Vorhericht.) Um 16 Uhr war folgende Marktlage: Darauftrieb: 579 Kälber, 83 Hämmel, 124 Schafe, 3026 Schweine. Es kosteten: Kälber 35 bis 65 Mark, Hammel 30 bis 50 Mark, Schafe 20 bis 42, Schweine 50 bis 59. — Makklyexlguf: Kälber unh HchWeine ZUgeteilt, Zchase und Hammel mittelmäßig. Wilhelm L.a n g begrüßte die zahlreich Erschienenen. Bürgermeister Weil sprach über die Ausgaben De? neuzeitlichen Feuerloschvolizei. Die Feuerwehr- Sa^eF Wagner, Obergüsse, Otto selten, Obergasse, und Otto Weil, Mohrgasse, wurden vom Overbrandmeister zu Oberseuerwehr- mannern ernannt. Den Abschluß bildete ein Kame- rodschaftsabend, der die Mitglieder noch einige stunden in froher Unterhaltung, wobei für das e^ne größere Summe gesammelt wurde, beisammenhielt, " Kreis Wetzlar. 5 Dutenhofen, 12. Dez. Die hiesige K r i e - gerkameradschaft hielt in der Gastwirtschaft „Gambrinus" einen Appels, verbunden mit Film- porträgen ab. Zahlreich waren die Kameraden mit Mßn Angehörigen erfchien?n. Kameradschaftsführer Weber hieß den Ortsgruppenleiter Pg. Sonne- b.9 rn und den Redner des Abends, Krejspropa- gandawart A n a ck e r (Wetzlar), sowie die zahlreichen Kameraden herzlich willkommen. Anschließend wurde der Gefastenen^des Weltkrieges und der Bewegung gßdacht. Ktttspropagandawart 21 na der hielt dann ein? längere Ansprache, in der er zunächst über die großen Errungenschaften be§ Führers sprach. Weiter würdigte er hie Arheit des NS.-Reichskriegerbundes; er forderte auf, allezeit treu zum Führer zu stehen. Im Llnfchluß daran wurde her Film „Unsere neue Wehrmacht" gezeigt, in dem echter Soldatengeist zum Ausdruck kam. Zn einer weiteren Ansprache und Filmvorführung sprach der Redner über die deutschen Kolonien und unseren unvergänglichen Anspruch auf deren Besitz. Insbesondere schilderte er den Kampf der deutschen Schutztruppe gegen vielfache fteber- macht. Gedichte umrahmten die Vorträge. Einige Musikstücke verschönten außerdem den Abend. Mit Worten des Dankes an den Redner schloß der Kameradschaftsführer den anregenden Abend. Für die Kriegerwaisen wurde ein ansehnlicher Betrag gesammelt. Amisgerichi Gietzen amt Gießen, Regierüngsrat Kk. Fuhr, in wart des Kreisfeuerwehrfühxexs P o u f f i e r , eines Vertreters her BranÄverficherungskammer Hessen, des Bügermeifters Geil von Lich, des Beigeord; neten von Nieder-Beffingen und von Vertretern der Wehren zwei neue M p t o r s p r i tz e n , von denen eine für die Stadt Lich und eine für Die Gemeinde N i e d e r - B e s s i n g e n in Dienst gestellt wurde. Die Stadt Lich hat mit Rücksicht auf chren ausgedehnten Stadtbereich nunmehr zwei Motorspritzen. Bei dem jetzt von her Stadt Lich angeschafften Gerät handelt es sich um einen luftbereiften Anhänger mit Schutzwagen für die Motorspritze. Hie Leistungsfähigkeit dieser beiden neuen Motorspritzen beläuft sich auf 1100 Liter Wasser pro Minute. Die erste praktische Erprobung der Spritzen erfolgte am Teich des hiesigen Schloh- parks. Entwicklung gab, trat der Erfolg einer großen Mit- aliederwerbung klar zutage. Von einem' M.talieder- mstand von 104 zu Beginn hieser Werbung un Februar 1938 ist die Mitgliederzayl auf heute 347 gestiegen und der Verein damit an bie 4. Stelle unter allen Gebrauchshundoereinen im Reick; vorgerückt, dne Arbeit, die bereits durch die Verleihung der Ehrenplakette des Gebrauchshündverbandes an den Lereinsobmann fhre äußere Anerkennung gefunden hat. Ermöglicht wurde der Erfolg durch enge Zusammenarbeit mit den Kressjagernleistern und Hegeringleitern in dem ehemaligen Iaadgau Oberhessen, Hessen Gaujägermeister, Oberförstmeister Nicolaus, immer wieder die Föroerung des deutschen .vielseitigen Gebrauchshundes als weidmännische Pflicht betont hatte. So wie es für ejnen Gebrauchs- Landkreis Gießen. * Lollar, 12. Dez. Pfarrassistent Alfred W i ck wurde vom Landeskirchenamt mit Wirkung vom i. Dezember zum Verwalter der Pfarrei Langstadt, Dekanat Groß-Umstadt, ernannt. Sein Nachfolger wurde Pfarrvikar Lstthar Biedenkopf zu Limburg, ein Sphn hes Lehrers Zuftus Biedenkopf zu Gießen. 00 Beuern, 12. Dez. Im Saal pon Sommer- lad fand eine Generalversammlung der B e - Zugs- und Absatzgenossenschaft statt. Direktor Schwalb gab bekannt, daß Lagerhalter Pfeiffer aus Altersrücksichten die Lagersteile habe kündigen müssen. Diese Lagerftelle müsse neu besetzt und entsprechende Lagerräume beschafft werden. Der neue Lagerhalter müsse sich einer Prüfung unterziehen. Die Lagerräume müßten aufnahmefähig fein für 200 Zentner Futtermittel, für 200 Zentner Dunaemittei, für 200 Zentner Kohlen und 106 Zentner Saatgut. Rechner Ranft gab anschließend einige Rundschreiben bekannt. — Im Steinbruch Damm ereignete sich ein Unfall. Der Arbeiter Karl S ch l i e ß n e r geriet unter Schuttmasf-n, die sich Unter dem Einfluß des anhaltenden Regens gelost hatten. Er erlitt Verletzungen im Rücken, hie 'eine Ueberführung in die Klinik nach Gießen notwendig Mchten. 8. L g n g - G ö n s , 12. Dez. Am Samstag« ybend fand hiß Axünhungskejer unfern Frei- willigen Feuerwehr statt. Oberbrandmeister '“V-’ I ..... ...... J14JUU legen- (einmal anberaumt worden. Man hatte den Termin ------ wieher abgesetzt und den Angeklagten auf feinen Geisteszustand untersuchen lassen. Das ärztliche Gutachten besagte aber, daß der Angeklagte wohl ein unbehe^-rfchter Psychopath ist, aber keinesfalls an intellektuellem Schwachsinn leidet. Die 2lnklage warf dem Sch. vor, ein Herren- und ein Damen- fahrrad gestohlen zu haben. Der Angeklagte bestritt die Diebstähle unh behauvtete, die Räder von einem mann gaben je 0,25 v. H. nach, Rhejnstahl gehalten mit 127,75. Verhältnismäßig behauptet lagen auch IG. Farben mit 148,25 (148,50) und Reichsbank mit 186,50 (187). Maschinenwerte gingen bis 1 v. H. zurück, Moeyus aber unverändert 122,50, ebenso Junghans mit 98,65. Van Eleftrpwetten lagen AEG. schwächer mit 113 bis 111,75 (113), ebenso Gesfürel mit 128 bis 127,50 (128,75), während Licht und Kraft bei 6,3 v. H. Netto-Dividenden- abggng 0,75 v. H. anzogen auf 128,50. Am Renten markt ennäßigten sich Reichsaltbesitz auf 127,8Q (128), ferner im Freiverkehr Kornmunal-Umschuldung auf 92,05 (92,10), späte Schuldbuchforderungen auf 97,75 (98) und 4 v. H. Rentenbank-Ablösung auf etwa 89 Brief (89,50). Goldpfandbriefe wurden bis zu 1 v. H. herabgesetzt und halten jetzt meist bei 99 v. H., nur einzelne Institute blieben bei 100. Auch Kommunal-Obli- gationen gingen vielfach auf 98,75 (99) zurück, ferner blieben Stadtanleihen angeboten. 1926er Dresden kamen nach Pause mit 96,13 (98) zur Notiz. Jndustrie-Öbligationen gaben teilweise 0,50 d. H. und mehr nach. Gut gehalten waren Reichsbahn-PA. mit 123,65 (123,50). Im Freiverkehr wurden u. g. genannt: Dingler - 9tz bis 100 (98.50 bis 100,50), Katz & Klumpp 95 bis 97 (96 bis 97), Rastatter Waggon 51 bis 53 (51,50 bis 53,50), Ufa Film 81,75 e (82,25). Tagesgeld noch ohne Erleichterung und unverändert 2,75 v. H. Abendbörfe gehalten. Die Abendbörse verlief sehr still. Die Zurückhal- tung dauerte an, ebenso kamen noch kleine Abgaben heraus, was teilweise zu weiter leichten Rückgängen fsthrte, doch konnten sich die meisten Papiere auf pem ermäßigten Mittagsftand halten. Die Berliner Schlußbasis wurde indessen vielfach mäßig unterschritten. Beachtung fand die Anordnung hinsichtlich der Verwertung des jüdischen Efsektenbesitzes für die tzßvl)ksfth?Nde Ratenzahlung auf die Sühneleistung. Etwas niedriger lagen Adlerwerke mit 101,oO (102), hundinann unvorstellbar ist, daß man eine Jagd »yne den brauchbaren Hund überhaupt weidgerecht besagen kann, so sehr muß auch von ihm immer wieder gefordert werden, daß zum mindesten jeder Jagdausübungsberechtigte den geringen Jahresbei- trag aufbringt, der die Zucht und Prüfung des Ge- chrauchshundes zu fördern bestimmt ist. In diesem sinne immer wieder zu werben und aufzuklären, nruß die Ausgabe der nächsten Zeit fein. Dann wird es auch möglich, dem Abrichter und Führer, der meist den nicht auf Rosen gebetteten Berufsjagern an gehört, die Hilfe angedeihey zu lassen, ohne die er seine wichtige Aufgabe für die deutsche Jagd Nicht leisten kann. Beide, Hund urtb Führer, zu för- Öern ist aber die Zukunftaufgabe des Vereins. Gesfürel mst 126,50 (127), Rheinmetall mit 127 f 1.2.8) und Conti Gummi mit 203 (203,50), ander _ m ... se'sts erholten sich Licht und Kraft um 0,50 o. H. auf Frankfurt a. M., 12. Dez. Die Rückbildung! 127,50. Montanwerte lagen behauptet: Buderus der Aktienkurse setzte sich fort. Obwohl sich 104, Mannesmann 104,75, Rheinstahl 1^7,25, Derbys Angebot im allgemeinen ist engen Grenzen ein. Stahl 102. IG.-Farben 0,40 v. H. unter Berlin, hielt — nur stellenweise wurden größere Betrage jedpch 0,13 v. H. über hiesigem Stand mit 147,65. WM Verkauf gestellt —, ergaben sich eryeut durch-,Sonst notierten u. a.: MAN 135, Bemberg 131,50, schnittliche Einbußen von etwa 1 v. H., die aber i Scheideanstalt 191,50, Holzmann 140, Metallgesell- im weiteren Verlaufe eine Ausdehnung um etwa > schäft 116. Am Einheitsmarkt lagen Bankaktien un- 0^0 bis 1 v. H. annahmen. Die Uufnahmenejgung, verändert. Sachtleben nach Pause 2,25 o. H. höher blleb schwach, wobei auch das weitere Angebot in j mit 182,75, Henninger unv. 122. Am Rentenrnarkt ff«» ^ar das Geschäft ebenfalls gering. Reichsaltbesitz UNV. 127,86, ferner 6proz. JG -Farben mit 117,50, Kasseler Bezirks-Verband mit 97; Siemens Deben- tpres noch Pause 180 (179,50). Von Pfandbriefen wurden Preuß. Zentral-Stadtschgft Reihe 27 nach Pause mit 99 (100) notiert. Vom Staatlichen Gesundheitsamt für den Stadt- und Landkreis Gießen wird uns geschrieben: In den letzten Wochen sind in Grünberg einige Mlle von Paratyphus aufgetreten, einer an ft eh senden Krankheit, die sich im wesentlichen in Durch- fallsericheinungen äußert und im allgemeinen gut- qrtig verläuft. "Die Zahl der Erkrankten beträgt zur Zeit 18, davon befinden sich fünf zur befferep Isolierung in der Klinik in Gießen, zehn bereits auf dem Wege der Besserung. Das Staatliche Gesundheitsamt Giehep hat nun lediglich als Vorsichtsmaßnahme — in voriger Woche die vorüber? gehende Schließung der Swulen in ©rünberg angeordnet, da hier durch Benutzung ' gemeinsamer Pborte in Verbindung mit llnreinljchkßft die Gefahr der Verbreitung des Krankheitserregers besonders groß ist. Die «Lchulfchsießung, die ja nichts Außergewöhnliches ist — in Gießen z. B. war die Goethe- schule bis zum gestrigen Montäg wegen Diphtherie- erkrankung-en 14 Tage lang geschlossen gab leider in der Umgegend und sogar in ©rünberg stlhst den wildesten Gerüchten Anlaß. Man siirach von Hunderten von Erkrankungen, von Todesfällen durch eine gefährliche Seuche' und anderem mehr. Das Staatliche Gesundheitsamt weist darauf hin, daß diese Uebertreibung nicht den Tatsachen entsprechen. Die ©rünberger Paratyphusfälle sind in der Hauptsache leichterer Natur. Die meisten Pattenten befinden sich, wie gesagt, bereits auf dem Wege der Wiederherstellung, und wenn jeder Reinlichkeit bewahrt und die übrigen angeordneten Vorsichtsmaßnahmen befolgt, dann wird zweifellos die völlige Eindämmung der Krankheit in kurzer Zeit möglich fejst. Die oben erwähnten unsinnigen Gerüchte, die eine ganz unangebrachte Beunruhigung in die Bevölkerung getragen gaben, find auf Pas Entschiedenste I Gieße«. ■Jesttii ®ir ^eßen für §?n Kn auf i? 8r, 2. kreisklasie. Saasen — Geilshausen 2:3; Harbach — Grünberg 2:1; Treis — Krofdorf 0:5. Großen-Buseck verscherzte sich durch eine knappe Niederlage, an der der Torwart nicht ganz schuldlos war, feine erste Anwartschaft auf den Meistertitel, denn schon am nächsten Sonntag wird voraussichtlich die Entscheidung fallen. Lollar siegte über die nicht vollzählig erschienenen Wißmarer nach Belieben und sorgte so für das beste Torverhältnis in der Gruppe. Sehr gut schlug sich Garbenteich, das dem Gegner aus Großen-Linden einen wichtigen Punkt abnahm. Mufchenheim verzichtete kampflos auf Spiel uyd Punkte, die dem Gegner sthr zustatten kommen. In einem Freundschaftsspiel schlug Hungen die nicht vollzählig antretenden Lollarer. Steinbach hatte sich zu einem Freundschaftsspiel die Mannschaft von Klein-Linden verpflichtet und siegte üherzeugend. Hart war der Kampf in Saasen, wo Geilshausen Mühe hatte, dem Gegner eine knappe Niederlage beizubringen, ©rünberg schlug sich recht gut in Harbach und mußte sich erst nach der Halbzeit knapp geschlagen bekennen. Einen hohen Sieg landete Krofdorf in Treis und holte sich damit die Tabellenführung. Wiener Fußball in Gießen? Der VfB -Reichsbahn steht in Unterhandlung mit einem großen Wiener Vexein, man hofft, daß das Spiel, das am zweiten Feiertag zum Austrag kommen soll, zum Abschluß kommt. Korbball und Fußball in Ruttershausen Die Knaben der Mainzlarer Schule traten in Ruttershausen gegen die dortigen Schüler in einem Fußballspiel an. Die Mainzlarer siegten mit 2:0 Toren, Dis Mädchen der beiden Schulen bestritten ein Korbball-Wettspiel, das mit dem Ergebnis von 1:1 Punkten endete. GLORIA SttlMenvonBemird papier Arbeiisvergebung in 8117D Giefoen, Plockstrabe 14 — 16 8121 A 8128A von Dauewetl Retina von RM 75«.•**> Photo — Kino Kreuzplatz 9 Mäusburg 11 812ßA Frische Fische Kabliaufilet . Bleut Steiiöe««6et Botot l-M BetkikUlet-Wet! fFraktisdii denken! Jtowack-ftoffe schenken l Denn jeder Preis ein Leistungsbeweis! 09 PhantasiewollstoffeXI OK ÖU. Farbstellunsen, 70cm br., Mtr. RM 0 Kfl Mantelboucld nlUU Ware. 140cm breit Modehaus Carl Nowack, (neben 8114A Ist wirklich so eine Jtetina**. Schon vom ersten Augenblick an bereitet sie ihrem Besitzer Freude. Die hervorragend guten Objektive, die dauerhafte Konstruktion und die schöne Form machen sie tatsächlich zur Kleinbildkamera für höchste Ansprüche. Kleine Geschenke für die Mutter! Schon für wenig Geld gibt es viele praktische Dinge, mit denen Ihr Eurer Mutter eine wirk- licheWeihnachtsfreude machen könnt. Kommt Kinder, Ihr findet bestimmt ein hübsches Geschenk bei Schlafdecken kamelhaarfarb. Wolldecke,edl. 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Trechsler Kohlen- und Kartoffelbandl., Steinstraße 7.3. 8059D Tel. 3581. <2Este Schuttornister rtucvotx, Sattlerei Fr. Groh Neuen weg 32. der Natur werden durch deutschen Forschergeist erschlossen, und die vielseitige reich bebilderte Monatsschrift „Aus der Aatur" veröffentlicht lausend ausführliche Wort- und Bildberichte da- rüber. Lassen Sie sich doch mal ein kostenloses Probeheft kommen! ..Aus der Natur" können Sie durch jede Buch- und Zeitschriften. Handlung zum Dierteljahrespreis von RM. 2,50, Einzelhe te für NM. 1,- beziehen. Hugo Dermühler Verlag Berlin-Lichterfelde .. 500 g 40 __________8120A Für die Neubauten am Kirchenplatz soll auf der Grundlage der Reichsoerdingungsordnung die Ausführung der elektrischen Licht- und Klingelanlage öffentlicher Ausschreibung vergeben werden. Die verschlossenen Angebote sind bis zum Dienstag, dem 20. Dezember 1938 18.90» vormittags 10 Uhr auf dem Stadtbauamt einzureichen Die Ausschreibungsunterlagen sind bei dem Architekten Baurat Schuhmacher, Roonstraße Nr. 31, abzuholen. Die Oeffnung der Angebote erfolgt in Gegenwart der Ml J. B. Häuser •3-B Gießen. Oswaldsgart. X7 (Parnpl.) Ruf 2145-46 Stoffspezialhaus BernarcLSohn FlamisoldrucksX; "'iß f. gute Frauenkleider, 95 cm br.. Mtr. Mutti wird strahlen.. Sie trägt ihre alte Hand tasche nun auch wirklich lange genug. Ihr schönstes Geschenk wird eine neue Tasche sein. Natürlich wird sie da gekauft, wo es eine große Auswahl in allen Preislagen gibt, — also bei Leder-Röhrig | Gießen 782oA Neustadt 43 | Niederhausen<£ ^3941 15.09d.st 1 75 Seidensamt1,1 p3"^n. I ■ I W 90 cm br.. außerord. billig, Mtr RM SCHADE ST , FÜLLGRABE Weinert Nenenweg 9 Verlobungs-Anzeigen bei Brühl. Schulstr.7 pazierfähige y QR AbendkleiderstoffeqXQ RI) Meter RM ■■ Vv szrößtent. m. Metalldruck, 95 cm br. w8 v w Schlaidecken, kämet- äa aa haar m. Wolle, etw.f. 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