Nr. 240 Erstes Blatt 188. Jahrgang Donnerstag, l3. Oktober 1938 krlchetni tüyltch. außer Sonntags and Feiertags Beilagen: Die Illustrierte ©tefoenei Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle MonatZ'vezugspretr: Mit 4 Beilagen RM. 1.98 Ohne Illusttierte e 1.80 Zustellgebühr , -25 Auch bei Nichterscheinen von eirrzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach« richten Anzeiger Sieben Postscheckkonto: Zrantfurt am Main 11088 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche Univerfitätrdruckerei R. Lange in Siehen. Schrlftleitvng und Seschaftrftelle: Zchulftratze 7 Annahme von Anzeigen für die Mtttagrnummer vis8'/.UHr des Dormittag» Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rps., für Text« anzeigen von 70mm Breite 50Rpf.,Platzvorschrist nach vorh Dereinbg. 25°/. mehr. Ermähtgte Grundpreise: Stellen-. Derems». gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf..Familienanzei- ?en, Bäder«, Unterrichts« u. ehördliche Anzeigen 6Npf. Mengenabschlüsfe Staffel B Ernste Lage in Palästina. Die Beratungen in London abgeschlossen. — Was will England tun? Der Oberkommiffar auf dem Rückwege nach Jerusalem. London, 13. Oft. (Europapreß.) Nach einem vom Kolonialministerium in den späten Abendstunden des Mittwochs herausgegebenen amtlichen Bericht hat der britische Oberkommissar von Palästina, Sir Harold McMichael, London am Mittwochabend verlassen und sich nach Southampton begeben, vyn wo aus er am Donnerstagvormittag im Flugzeug nach Jerusalem abfliegen wird. Weiter- wird bestätigt, daß Kolonialminister Malcolm M a c- donald und der Oberkommissar die Lage in Palästina von verschiedenen Gesichtspunkten aus erörtert haben. Man wartet nunmehr nur noch den Bericht der Königlichen Palästina- Kommission ab, um endgültige Beschlüsse über die weitere Politik in Palästina fassen zu können. Der Bericht der Kommission wird noch im Laufe dieses Monats veröffentlicht werden. Es wird auch angekündigt, daß nach der Veröffentlichung des Palästina-Berichts eine weitere Erklärung des Kolonialamts erfolgen wird. „Daily Telegraph" läßt sich von einem Sonderkorrespondenten berichten, daß außer den bereits beschlossenen Verstärkungen noch ein Bataillon Truppen aus Indien herangezo- gen werden solle, wodurch die britischen Streitkräfte in Palästina auf 18 Bataillone anwachsen würden. Die Lage Palästinas sei bedeutend schlimmer als 1936, und die Unterdrückung der Unruhen werde keineswegs eine leichte Aufgabe fein, da die Araber weit besser organisiert seien als vor zwei Jahren. Besorgte preffestimmen. Daily Expreß schlägt Zurückziehung Englands vor. London, 13. DEL (Europapreß.) Die Zuspitzung der Lage in Palästina wird in Regierungskreifen mit wachsender Besorgnis verfolgt, zumal man vorläufig keinen anderen Ausweg als denjenigen der Gewaltanwendung aur Unterdrückung der Unruhen sieht. Die Meinungsverschiedenheiten, die im Kabinett über die Anwendung der Mechoden in Palästina zum Ausdruck kommen, werden auch aus der englischen Presse ersichtlich. Während ein Teil der Presse für den Plan der Teilung Palästinas eintritt, (d. h. der Gründung eines arabischen und eines jüdischen Staates sowie eines unter englischer Verwaltung stehenden Restgebietes), glauben andere Blätter an die Aufrechterhaltung des augenblicklichen Mandatssystems und fordern Englands „starke Hand" zur Unterdrückung der Feindseligkeiten zwischen Juden und Arabern. „News Chro- nicle schreibt, daß vorläufig Unklarheit innerhalb der Regierung bestehe, auf welche Weise eine Lösung des für England augenblicklich dringendsten Problems gefunden werden könne. Wenn auch die Oeffentlichkeit eine Unterdrückung der Unruhen durch englisches Militär bejahen würde, dürfe man sich doch keinem Optimismus darüber hingeben, daß hiermit nun der Friede im Heiligen Land hergestellt werden könnte. Durch die Unterdrückung der Araber könne kein Friede herbeigezaubert werden. Im Gegenteil. Die Gegensätze müßten sich nur vertiefen. Die Aufgabe der Regierung müsse es sein, in Palästina Politik aus lange Sicht zu treiben. Dies könne nur mit dem TeilungLplan betrieben werden. „Daily Expreß" meint, England müsse sich aus diesem Staat zurückziehen und die Verantwortung den Einwohnern dieses Landes selbst überlassen. Palästina liege nicht im Interessenbereich des britischen Weltreiches. Es habe noch nicht einmal strategischen Wert für England. Für England sei es eine bittere Pflicht gewesen, dieses Land zu verwalten. England habe diese Pflicht bisher erfüllt, dürfe sie aber unter keinen Umständen weiter auf sich nehmen, denn die wertvollen englischen Truppen würden für einen Zweck eingesetzt, der nicht den Interessen ihres Landes entspreche. „Daily-Expreß" weist weiter darauf hin, daß England Palästina sowohl den Juden als auch den Arabern versprochen habe. Die Klagen der Araber über die Bedrohung ihrer Lebensrechte und Lebensmöglichkeiten durch die ständige jüdische Einwanderung hätten ein Recht auf sympathische lieber- Prüfung. Um die Wunde zu heilen, müßten beide Seiten Konzessionen machen. Die Araber müßten den bereits ansässigen Juden Wohnrecht in Palästina. zugestehen. Die Juden müßten der Einstellung der Einwanderung zustimmen. Englands Ziel müsse die Schaffung eines unabhängigen Palästina sein, in dem Juden und Araber zusammenarbeiteten. Dieser Staat müsse dann geschlossen vom britischen Empire getrennt werden. Erweiterung des englischen Kabinetts? London, 13. Oktober. (DNB. Funkspruch.) Daily Expreß (das Blatt Lord Beaverbrooks) und die Daily Mail Rothermeres rechnen damit, daß Chamberlain zu Beginn der nächsten Woche seinen Urlaub erneut unterbrechen und nach London zurückkehren werde, um für Mitte der Woche eine Vollsitzung des Kabinetts einzuberufen. Diese Sitzung soll dazu dienen, den britischen Verteidigungsmaßnahmen einen neuen Auftrieb zu geben. Weiter rechnet man damit, daß Chamberlain das Kabinett erweitern und Persönlichkeiten heranziehen werde, die bisher keine Staatsämter inne gehabt, aber schon ihre Fähigkeiten bewiesen hätten. Er werde dabei seine besondere Aufmerksamkeit darauf richten, daß die neuen Männer das Vertrauen a H e r Parteien besäßen. Vielleicht würden auch neue Re gierungsämter im Zuge einer gänzlichen Jerusalem, 13. Oft. (Europapreß.) Die Lage in Palästina verschärft sich von Stunde zu Stunde. Aus den verschiedensten Teilen des Landes werden Unruhen und hefttge Auseinandersetzungen gemeldet. Die Zahl der Toten läßt sich nur noch schwer übersehen, da man zwischen den immer wieder auf- flammenden Kämpfen in denselben Ortschaften nicht mehr unterscheiden kann. Von englischer Seite werden ständig neue Maßnahmen zur Unterdrückung der Unruhen getroffen, doch werden diese Maßnahmen mit neuen Ausschreitungen und Protestaktionen der unterdrückten Araber beantwortet. Nachdem die Vertreter der englischen Mandats- oerwaltung in Jerusalem am Mittwoch gezwungen waren, die öffentlichen Gebäude (die Post- gebäude, den Gerichtshof und die Hauptpolizeiwache) zu verlassen, haben sich die Unruhen in der Stadt noch vermehrt. Alle wichtigen Punkte der Stadt sind mit englischen Truppen sowie mit Polizisten besetzt worden, die sich hinter Barrikaden und Sandsäcken verbergen. Don der Mandatsoerwaltung werden für die arabische Bevölkerung Erkennungskarten ausgegeben. Man glaubt, der Taktik der arabischen Freischärler, die durch ihre Beduinentrachten sich nur schwer von der friedlichen arabischen Bevölkerung unterscheidet, hiermit wirksam entgegentreten' zu können. Am Mittwoch wurden fünf Fälle von Sabotage, zwei Explosionen, sechs Ueberfälle auf offener Straße und zahlreiche kleinere Zwischenfälle gemeldet. Südlich von Bethlehem mußte die Luftwaffe eingreifen, um englische Truppen, die von Arabern umzingelt zu werden drohten, zu befreien. Während auf englischer Seite zwei Verwundete zu verzeichnen waren, wurden fünf Araber getötet und zwölf Hongkong, 12. Oft. (Europapreß.) Unmittelbar nach der Landung japanischer Truppen in der Biasbucht setzte am Mittwoch eine außerordentliche Aktivität der japanischen Truppen ein. Wait- schau, das nordwestlich der Biasbucht liegt und der Mittelpunft des Straßennetzes in diesem Gebiet ist, wurde am Mittwoch von japanischen Fliegern bombardiert. Ferner erschienen 137 japanische Flieger über Kanton, Swatau, verschiedenen Dörfern und Eisenbahnlinien und bombardierten die militärisch wichtigen Ziele auf das heftigste. — Chinesische Berichte wollen von schweren Kämpfen in der Nähe des Dorfes Mim- f ch a i n in der Biasbucht wissen. — Nach Meldungen aus anderer Quelle gelang jedoch die Landung ohne Verluste. Von japanischer Seite wird mitgeteilt, daß die Landung von außerordentlich günstigem Wetter begleitet gewesen sei. Die Zusammenarbeit zwischen der Armee, der Marine und der Luftflotte habe hervorragend geklappt, so daß das Landungsmanöver — wie vorgesehen — völlig überraschend durchgeführt werden konnte. Die Tatsache, daß die Operationen in Südchina noch vor dem Fall Hankaus begonnen werden könnten, zeige der Welt, daß die finanzielle, militärische und wirtschaftliche Kraft Japans noch lange nicht voll ausgenutzt fei. Das japanische Marine-Oberkommando der süd- chinesischen Streitkräfte veröffentlichte eine an das chinesische Volk gerichtete Proklamation. In dieser heißt es: Die Tatsache, daß die chinesische Nationalregierung mit derKomintern verbündet sei, ferner daß die Provinz Kwantung sich als Brutstätte a n t i j a p a n i s ch e r Gefühle entwickelt habe, veranlasse die japanischen Stteitkräfte, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, die sich niemals gegen das chinesische Volk, sondern lediglich gegen d i e Regierung Tschi» angkaischeks richteten. Die japanischen Kampfhandlungen würden erst nach Erreichung des japanischen Zieles einer wahrhaften chinesisch-japanischen Zus ammenarbeit ihr Ende finden. Das Echo m London. London, 13. Oft. (Europapreß.) Die japa- nische Offensive in Südchina wird von den englischen Regierungsstellen mit größter Aufmerksamkeit verfolgt. Sir Robert Cräigie, der engliche Botschafter in Tokio, steht in ständiger Verbindung mit dem Foreign Office. Der letzte Bericht des Botschafters aus Tokio, der in der Nacht zum Umorganisierung des Regierungsapparates geschaffen werden. Daily Expreß rechnet damit, daß das Kabinett prüfen werde, ob die Zurückziehung der italienischen Freiwilligen aus Spanien ausreichen werde, um das englisch-italienische Abk 0 m - men in Kraft zu setzen. Weiter werde sich das Kabinett mit dem Bericht MacDonalds über seine Palästina-Besprechungen befassen, vielleicht auch mit einer Verstärkung der britischen Flotte in Hongkong. Außerdem werde das Kabinett' die Berichte der Ministerien über die Ausrüstung prüfen. verwundet. Die Straße von Nazareth nach Tiberias ist seit zwölf Stunden unterbrochen, da eine Landmine einen Teil der Straße zerstörte. Die Wiederherstellung wird 24 Stunden in Anspruch nehmen. In Tulkarem und Jenin fanden Kampfe vor den Polizeigebäuden statt. Ein Araber wurde getötet. — In Jenin wurde der Belagerungszustand ausgerufen. — In Kal- kilieh fanden auf einer Drangenplantage Kämpfe zwischen Arabern und Juden statt. Auf beiden Seiten gab es Verwundete. — In Haifa wurden mehrere Araber, die im Dienst der englischen Mandatsverwaltung standen, ermordet. — Aehnliche Berichte laufen aus Jaffa und Samaria ein. In Lydda wurden auf verschiedene öffentliche Gebäude Anschläge verübt. Aus der Straße Jerusalem— Hebron wurde eine Militärpatrouille aus dem Hinterhalt beschossen und der Kraftwogen umgeworfen. Das Militär forderte Hilfe an, worauf weitere englische Truppen und zwei Flugzeuge in den Kampf eingriffen. Eine englische Maschine wurde abgeschossen, zwei Soldaten wurden getötet. Die Araber hatten mehrere Tote. Als Strafaktion der Engländer wurden in der kleinen Stadt Mejdal, nördlich von Gaza, 2 5 Häuser in die Luft gesprengt. In Nordpalästina sind mehrere Dörfer mit Kollektivstrafen belegt worden: sie müssen u. a. die Kosten für zusätzlich in die Ortschaften gelegte Polizeiabteilungen tragen. Ausgehverbot besteht in Nazareth, Tiberias, Jemin, Tulkarem, Jaffa^ der Altstadt von Jerusalem, Bethlehem, Gaza und zahlreichen Dörfern. In der Nacht werden außerdem alle Landstraßen im Gebiet der Eisenbahnlinien Haifa—Ankara und des Flugplatzes Lydda gesperrt. Donnerstag eintraf, besagte, die japanische Regierung habe erneut betont, daß sie während ihres Vormarsches in Südchina nichts unterlassen werde, um die Interessen Englands zu wahren. In amtlichen Kreisen wurde bereits angedeutet, das England eine Verstärkung feiner im Fernen Osten stationierten Flotte plane und die Anweisung hierzu in den nächsten 48 Stunden zu erwarten sei. Preß Association meldet, der englische Botschafter in Tokio habe in Anbettacht der umfangreichen japanischen Truppenlandungen östlich von Hongkong aufs neue Japan daran erinnert, „daß britische Interessen in Hongkong und den umliegenden Gebieten durch das Vorgehen Japans gefährdet würden" und auf die Gefahr aufmerksam gemacht, daß die englisch-japanischen Beziehungen durch irgendeinen Zwischenfall gestört werden könnten. Japan warnt vor Einmischung zu Gunsten Chinas. T 0 k i 0, 12. Oft. (DNB.) Ministerpräsident F ü rst K 0 n 0 e ließ den diplomatischen Vertretern in Tokio eine Note zugehen, in der die Regierungen ersucht werden, in Zukunft die Benutzung auslän« drschen Eigentums als Operations« basisdurchchinesischeTruppeninSüd- china unmöglich zu machen; widrigenfalls müsse die japanische Regierung jegliche Verantwortung für die eventuelle Schädigung ausländischen Eigentums a b l e h n e n. Im eigenen Interesse scheine es daher geboten, daß sich die fremden Mächte sämtlicher Handlungen enthalten, die bei den japanischen Truppen den Eindruck einer Einmischung zugunsten Tschiangkaischeks erwecken könnten. Ferner richtet die japanische Regierung an die in Frage kommenden Mächte den Wunsch, von sämtlichen Bewegungen ihrer Truppen und Schiffseinheiten in Südchina während der Dauer der japanischen Operationen abzusehen, um unvorhergesehene Zwischenfälle zwischen diesen Mächten und der japanischen Wehrmacht zu vermeiden. Sollten jedoch zwingende Gründe für Truppenbewegungen der fremden Mächte vorliegen, so müßten die japanischen Behörden zehn Tage vorher davon in Kenntnis gesetzt werden. Die japanische Regierung habe im übrigen das feste Vertrauen, daß keine der ausländischen Mächte den chinesischen Truppen die Erlaubnis zur Benutzung ihrer Hoheitsgebiete und ihrer Luftzonen erteilen werde. Die Unruhen in Palästina nehmen zusehends bedrohliche Formen an. Der japanische Vorstoß in Güdchina. Ein Märchen. Entsprechend dem Münchener Abkommen und den Feststellungen der Internationalen Kommission beschränkte sich die Besetzung des sudetendeutschen Gebietes ausschließlich auf das geschloffene deutsche Siedlungsgebiet. Eine ganze Reihe von Städten mit vor wenigen Jahrzehnten noch überwiegend deutscher Bevölkerung in unmittelbarer Nähe der Besetzungslinie wurde nicht besetzt. Trotzdem haben gewisse ausländische Zeitungen es nicht unterlassen, durch die Ersin- düng des Märchens, 800 000 bis 850 000 Tschechen kämen durch die Besetzung zum Reich, den günstigen Eindruck, den das Münchener Abkommen in der Welt hinterlassen hat, bei ihren Lesern zu verwischen. In Wirklichkeit verhält es sich so, daß die Grenzziehung den Tschechen viel günstiger ist als den Sudetendeutschen. Die Deutschen haben in den drei Kronländern, also in Böhmen, in Mäh« ren und in Schlesien, früher nicht nur die Randgebiete besiedelt, sondern haben ihre Wohnsitze immer über das ganze Land verteilt, gehabt. Die Volkszählung von 1910, die, zwar die Muttersprache berücksichtigte, aber nicht streng nach dem Volkstum schied, errechnete für das neue Grenzland etwa 150 000 Tschechen. Diese Zahl stteg 1930 auf etwa 361 000, denn in diesem Besuch -es tschechisch-slowakischen Außenministers in Berlin. Berlin, 12.0«. (MB.) Der Ischecho-slow-kische Außenminister Chvalkovfki wird am Donnerstag früh in Berlin eintreffen und sich am Vormittag in das Auswärtige Amt begeben, um dem Reichsminister des Auswärtigen, v 0 n Ribbentrop. einen Besuch zu machen. Jahr wurde von den Tschechen eine Volkszählung veranstaltet. Diese Volkszählung ist aber mit allen Kniffen und Pfiffen durchgeführt worden, denn den Tschechen kam es darauf an, nach außen den Beweis zu erbringen, als fei die Dfchechisie- rung des Landes in vollem Zuge. Auf dem Zähl- bogen war auch die Frage nach der N a 11 0 n a 111 ä t vorhanden, wohl verstanden, nach der Nationalität, nicht etwa nach der Muttersprache oder der Umgangssprache. Die Absicht war, überall da, wo keine völlige Klarheit über den Staatsbegriff vorhanden war, falsche Angaben zu erhalten, nämlich die Angabe der Staatszugehörigkeit, also nicht etwa des Volkstums. Da es aber wirklich einen Staat gibt, der Tschecho-- Slowakei heißt, erreichten die Tschechen überall da den Zweck, wo die Täuschung nicht sofort durchschaut wurde. Weiter kommt hinzu, daß bei der Volkszählung sowohl in den fudetendeutschen Gebieten wie in der Slowakei nur Tschechen als Zähler aufgestellt waren, die ohnehin dazu neigten, wenn sie nicht unmittelbar den Auftrag hatten, die Frage nach der Nationalität in rein tschechischem Sinne zu behandeln. Die Beeinflussung vor allen Dingen wirtschaftlich Schwacher und Abhängiger und die Schreibungewandtheit in ländlichen Bezirken wurde ferner von diesen weitestmöglich ausgenützt, um deutsche Männer und Frauen zu einer falschen Eintragung ihres nationalen Bekenntnisses zu veranlassen. Auch wurde das Vorhandensein gewisser slawischer neben deutschen Dialekt t e n als Beweis für eine Zugehörigkeit zur tschechischen Nation ohne weiteres angenommen, indem von der Prager Regierung einfach ein gemischter Dialekt bzw. eine nicht rein deutsche Sprache a l s tschechisch bezeichnet wurde. So wurde unter einer solchen Begründung im Jahre 1919 die Abtrennung des Hui tschi- n e r Ländchens vom Deutschen Reich diktiert und noch 1930 von den Dolkszählern der Tsche- schen behauptet, daß in diesem ausgesprochen deutschen Gebiet neben 49 316 Tschechen nur 4008 Deutsche vorhanden seien, während bei jeder Wahl die deutschen Parteien, so schon 1935, m i t 7 0 b i 5 9 0 v. H. der abgegebenen Stimmen die große Mehrheit erzielten. Aehnliche Beispiele können von einer ganzen Reihe sudetendeutscher Gebiete gebracht werden, es genügt aber auch so bereits, die zu durchsichtigen Zwecken hergestellten tschechischen Statistiken zu kennzeichnen. Selbstverständlich wird in der tschechischen Statistik auch in keiner Weise berücksichtigt, daß Tausende von Tschechen auf Kosten der tschechischen Gesamtbevölkerungsziffer in das sudetendeutsche Gebiet hineingeschoben wurden, um dieses kerndeutsche Land mit einer tschechischen Bevölkerung zu durchsetzen und die deutsche Bevölkerung zu verdrängen. Dennoch sind diese Bemühungen vergeblich gewesen, denn trotz solcher Maßnahmen stellte z. B. im Schönhengstgau auch nach der tschechischen Statistik von 1930 die deutsche Bevölkerung mit 103 742 gegenüber nur 9027 Tschechen eine wahrhaft überwältigende Mehrheit. Daß im nordböhmischen Industriegebiet die Volkszahl der Tschechen im Vergleich zu 1910 gestiegen ist, trifft zu, aber das ist die Auswirkung der rücksichtslosen Tschechisierungspolittk. Der deutsche Großgrundbesitz wurde zwangsweise enteignet, um tschechische Legionäre anzusiedeln, wie es auch im Sinne dieser Tschechisierungspolitik lag, in den sudetendeutschen Industriegebieten tschechische Arbeitergruppen einzusprengen und anzusie- dein. Das sudetendeutsche Gebiet mit überro:egenb deutscher Bevölkerung reichte um die Jahrhundert» wende noch weil über die Grenzen hinaus, die 1938 gezogen worden sind. Auf dem abgetrennten sude- tendeulfchen Gebiet leben jetzt in Wirklichkeit etwa 250 000 Tschechen. Ist es schon verwerflich, mit falschen Angaben und Ziffern die nicht nur objektiv, sondern zum klaren Vorteil der Tschechen gezogene Grenzlinie zu verdächtigen, so ist es die Niederträcktigkeit selbst, wenn einige englischen Zeitungen dummdreist von dem Elend der tschechischen Flüchtlinge schwindeln, nicht etwa um Stimmung für diese tschechischen Flüchtlinge zu machen, sondern um gegen Deutschland zu Hetzen. Die tschechischen Flüchtlinge konnten sich überall rechtzeitig entfernen, soweit sie dazu Veranlassung hatten, denn der Einmarsch in das sudetenüeutsche Gebiet war wochenlang vorher anyekündigt. Geflüchtet sind auch nur solche Leute, die dazu Grund hatten. Wo aber bleibt die Entrüstung dieser englischen Blätter über das namenlose Leid, das die sudetendeutsche Bevölkerung tragen mußte? Warum veröffentlichen diese englischen Blätter in ihrem Bilderteil nicht Aufnahmen über das, was in tschechischen Gefängnissen und in tschechischen Polizeiämtern an Suüeten- deutschen geschehen ist? Warum berichtet die britische Presse nicht über das Leben der tschechischen Minderheiten in Wien und in der Ostmark, die dort aus ihrem Wohlbefinden und ihrer Zufriedenheit mit dem nationalsozialistischen Regime keinen Hehl machen? Warum berichtet sie nicht über die weitgehenden Zusicherungen, die den Tschechen im 'Sudetenland von der deutschen Reichsführung hinsichtlich der Anerkennung und des Schutzes ihres Volkstums gemacht worden sind? Wenn die öffentliche Meinung in England durch diese Presse über den wirklichen Sachverhalt wahrheitsgemäß unterrichtet wäre, könnte man an die Echtheit chrer Gefühle glauben, die jetzt über Juden und Emigranten jammert. So aber glauben wir weder an das eine noch an das andere, sondern nur an eine kleine, armselige Hetze gegen Deutschland... D. S. „Schaffende sammeln — Schaffende geben!" Dr. Leh zum Einsatz der Deutschen Arbeitsfront für das WHW. Berlin, 12. Oft (DNB.) Reichsorganisationsleiter Dr. Ley hat anläßlich der Sammlung für das WHW. am kommenden Sonntag nachfolgenden Aufruf erlassen: ,4)03 Winterhilfswerk ist der Ausdruck der nationalen Solidarität aller Deutschen. Während sich die internationale Solidarität, die dem Arbeiter jahrzehntelang als die allein seligmachende Lehre gepredigt wurde, als Phantom erwiesen hat und vor den harten Tatsachen der Wirklichkeit wie Dunst und Rebel verwehte, hat sich die national- sozialistische Solidarität des national- sozialistischen Deutschlands in den vergangenen sechs Jahren als höchste Wirklichkeit oewahr- h e i t e L Die kühnsten Hoffnungen sind durch die Tat- und Opferbereitschaft unseres Volkes weit übertroffen worden. In den vergangenen Wintern ist die Deutsche Arbeitsfront mit ihren Ergebnissen der Straßensammlungen weitaus an der Spitze marschiert. Ich erwarte, daß auch in diesem Winter alle schaffenden Menschen, die sich zur größten Selb st Hilfeorganisation aller Zeiten und aller Völker bekennen, beweisen werden, daß sie den Sinn des Nationalsozialismus erfaßt haben und ihren Eifer in der Verwirklichung der nationalsozialistischen Solidarität gegenüber den vergangenen Jahren noch verdoppeln werden." Oie Partei fördert die Motor,fierunq. München, 13. Okt. (DRB.) Der Stellver- tr e t e r des Führers hat eine Anordnung erlassen, durch die die deutsche Kraftfahrt zu noch vermehrter Einsatzbereitschaft in nächster Zeit geführt wird. Die Anordnung besagt: Die deutsche Kraftfahrt bedarf nach den bisherigen Erfahrungen zur Erreichung höchster Leistungsfähigkeit verstärkter Förderung durch die Partei. Ich beauftrage deshalb den Führer des nationalsozialistischen Kraftfahrkorps, Korpsführer Hühnlein, und den Leiter des Hauptamtes für Technik, Hauptamtsleiter Dr. Todt, sich dieser Aufgabe zu widmen und mich den Behörden gegenüber zu vertreten. 1. Dem Korpsführer Hühnlein fällt hierbei die Aufgabe zu, die Entwicklung auf dem Gebiet der Verkehrsordnung und der Kraftfahrzeugwirts ch a f t zu beobachten, Anregungen zu geben und Vorschläge zu machen. Unter der Derkehrsordnung sind das Verhalten im Straßenverkehr, die Verkehrserziehung und die Prüfung der Verkehrsunsälle zu verstehen. In den Rahmen der Kraftfahrzeugwirtschaft fallen alle Fragen der Entwicklung der Kraftfahrzeuge, der Zulassung von Fahrzeugen und Fahrzeugsührern zum Straßenverkehr, die Fahrschulen, der Fahrlehrer, der Krastfahrzeugsachverständigen, des Krafffahrsports und auch der Ordnung des zwischenstaatlichen Kraftfahrzeugverkehrs. 2. Dem Hauptamtsleiter Dr. To d t fällt die Aufgabe zu, die Derkehrspolitik im weitesten Sinne zu beobachten, Anregungen zu geben und Vorschläge zu machen. Unter Derkehrspolitik sind alle Fragen zu verstehen, die sich auf den Straßenbau, die Straßenunterchaltung, die Betriebsanlagen für den Straßenverkehr, den gefilmten Güter- und Personenverkehr mit Kraftfahrzeugen, die Treibstoffversorgung, die Anpassung von Kraftfahrzeugen an die Autobahn usw. beziehen. In Grenzfällen sichert die Zusammenarbeit von Korpsffihrer Hühnlein und Hauptamtsleiter Dr. Todt die einheitliche Auffassung. Die Anordnung vom 22. Januar 1937 bleibt unberührt. Korpsführer Hühnlein und Hauptamtsleiter Dr. Todt sind in der einschlägigen Gesetzesarbeit die maßgeblichen Berater des Stellvertreters des Führers. Groß-Wien. Flächeumätzig die größte Stadt des Reiches. Wien, 12. Ott. (DRB.) Der Führer und Reichs- kanzler hat am 1. Oktober ein Reichsgesetz über ©ebietsDeränberungen im Lande Oesterreich unterzeichnet. Danach werden nunmehr auch die Teile des Gaues W i e n, die bisher noch nicht verwaltungsmäßig mit der Stadt Wien vereinigt waren, zu einer Verwaltung seinheit zusammen ge f a ß t. Der alte Plan der Schaffung von Groß-Wien ist damit verwirklicht. Die Vereinigung von 97 Ortsgemeinden mit Wien, das nunmehr in 26 statt bisher 21 Bezirke eingeteilt wird, bedeutet eine Vergrößerung der Fläche des Stadt- Wiffenschafi im Dienst der Luftfahrt. Oie Lahrestagung der Lilienthal-Gefettschast. Berlin, 12. Okt. (DRB.) Im Usa-Palast am Zoo wurde die Hauptversammlung der Lilien- thal-Gesellschaf t für Luftfahrtforschung in Gemeinschaft mit der Deutschen Akademie für Luftfahrtforschung eröffnet. Reben den Luftattaches und neben den bekannten deutschen Forschern, Konstrukteuren und Fliegern sah man zahlreiche auf dem Gebiet der Luftfahrt weltbekannt gewordene Männer des Auslandes, unter ihnen eine große Anzahl hoher Offiziere der italienischen Luftwaffe, den amerikanischen Ozeanflieger Lindbergh und die obersten Chefs der Luftwaffe zahlreicher Länder. Der Präsident der Gesellschaft, Ministerialdirektor Säumt er, gab fol- X ,W BW» jf >» E Vor Beginn fand im Reuen Palais in Potsdam ein Herrenabend statt, bei dem diese Ausnahme gemacht wurde. Man sieht den französischen Kunstflieger D 6 t r o n a t, Oberst Lindbergh und Generalmajor U d e t. — (Scherl-Bilderdienst-M.) aendes Telegramm an den Reichsminister der Luftfahrt, Generalfeldmarschall Göring, bekannt: „Die Lllienthal-'Gesellschast entbietet dem Gründer und Lenker der neuen deutschen Luftfahrt aus Anlaß der Hauptversammlung 1938 ehrfurchtsvollen Gruß. Die Gesellschaft versichert chrem Schirm- Herrn, daß sie auch in Zukunft ihre ganze Kraft für die Schaffung einer in der ganzen Well hochangesehenen Luftfahrttechnik einsetzen wird." General- feldmarschall Göring hat auf dieses Telegramm wie folgt geantwortet: „MU Dank habe ich von Ihren Vegrützungs- rooden Kenntnis genommen. Die deutsche Luftfahrttechnik ist ein entscheidend wichtiger Faktor für die deutsche Luftgeltung In der IBelL Ihre Erfolge mach«, unsere Luftwaffe zu einem scharfen Schwert zum Schuhe der deutschen Heimat. Dem deutschen Luftverkehr erwerben sie Achtung und An- sehen bei allen handeltreibenden Staaten. Die aufopfernde und unermüdliche Arbeit in Fabriken und Forfchungsanslalten in den vergangenen Jahren hat zu den großen technischen Erfolgen geführt, die unserer Luftfahrt in der letzten 3eit beschieden waren. 3ch wünsche der Hauptversammlung 1938 als einem wissenschaftlich bedeutsamen Ereignis besten (Erfolg. Es ist mein Wunsch, daß Luftfahrtwissen- schäft und -technik auch in Zukunft mit äußerster Kraft im Dienste der großen nationalen Aufgaben unseres Führers erfolgreich arbeiten mögen. Hermann ©Öring.“ Der Präsident gab dann die in diesem Jahre erstmals zur Verteilung gelangenden Gewinner der ersten wissenschaftlichen Preisausschreiben der Gesellschaft aus dem Oktober 1937 bekannt. Es sind: Dr. Karl Bärner (München), Dipl.-Jng. Kurt D z i e w io r (Berlin), Ingenieur Theodor H o o ck (Köln), Dr.-Jng. Sighard ferner (Kassel), Peter Jorda n (Göttingen), Hans Knobloch (Berlin), Dipl.-Jng. Max Kohler (Friedrichshafen), Dipl.-Jng. Fritz Schmidt (Berlin), Ernst Schunck (Essen), Ullrich T h e i l e (Sömmerda), Dr. Johannes W e i s s i n g e r (Berlin). Außerdem hat die Lilienthal-Gesellschaft erstmalig mll Unterstützund der deutschen Lustfcchrtindustrie Prämien für besondere Lei st ungen auf technischem Gebiet an besonders ver- dienke Männer der Luftfahrttechnik überwiesen, um den Dank der Luftfahrttechnik für die Initiative dieser ihrer Mitarbeiter auch dadurch zum Ausdruck zu bringen. Es gelangen in verschiedener Höhe Prämien von insgesamt 10 000 Mark zur Verteilung. Es wurden ausgezeichnet: Ingenieur Boris von Schlippe und Dtpl.-2ng. Oskar Rissen (Dessau), Dr.-Jng. Ernst Kramer und Dr.-Jng. Hans R o ch o w (Berlin), Dr.-Jng. Waller S o 11 o r f und Mor Dr.-Jng. Hans Ebner (Hamburg), Dipl.- udolf R i tz (Göttingen), Chefingenieur H o r • neuer und Dr. Arthur Pfeifer (Berlin), Dr.- Jng. Rudolf Schmidt und Ingenieur Walter Stieff (Friedrichshafen), sowie Dipl.-Jna. Reinhard P r e u s ch e n und Dr. Werner Hofmann (Dessau). Die Lilienchal-Gesellschaft beabsichtigt, im kommenden Jahre Die Heranziehung des Nachwuchses zu den wissenschafllichen Veranstaltungen mit besonderem Nachdruck zu pflegen. , Der Chef des Technischen Amtes tm RLM., Generalmajor Übet, überreichte dann die Lilien- chal-Gedenkmünze Dr. Claudius Dornier, Friedrichshafen, Prof. Dr. Heinrich Focke, Bremen, Prof. Dr. phil Albert Beetz, Göttingen, Dr.-Jng. Heinrich Ebert, Frankfurt a. M., Albert Patin, Berlin, Direktor Adolf Beck, Bitterfeld. Den von Generalfeldmarschall Göring für Verdienste ausländischer Luftfahrtforscher gestifteten Lilienthal-Ring überreichte Generalmajor Übet dem Präsidenten der Royal Aero- nautic Society und Chefingenieur der Bristol Flugzeugwerke, Mister F e d d e n. Staatssekretär Z schintz sch gab die Verleihung des vom Reichs- erziehungsminister gestifteten Otto-Lilienthal-Preises an den Ingenieur Rainer Horten aus Bonn bekannt. Der Ludwig-Prandl-Breis zur Forderung des Flugzeugmodellbaues an Deutschen Schulen ist geteilt worden. 1500 Mark erhält die Oberschule für Knaben in Rheinhausen-Emmerich, 750 Mark die Städtische Oberschule für Knaben in Zwickau und 750 Mark das Staatliche Gymnasium in A l l e n st e i n. Es folgte eine Reihe von Fachvorlrägen. 3. Sikorsky (Amerika) sprach Über bas Grohflugbool. Er hielt es für durchaus möglich daß mit den heutigen technischen Mitteln und verfügbaren Werkstoffen Flugboote von 100 Tonnen Fluggewicht für die Beförderung von 100 Fluggästen bei einer Geschwindigkeit von rund 320 km/st und einem Flugbereich von etwa 8000 km gebaut werden können. Er ist der Uederzeugung, daß im Laufe des nächsten 3ahrzehntes ein regelmäßiger Luftverkehr mit Flugbooten von 100 Tonnen über den Nord- atlantit eingerichtet werde und daß auf diese Weise eine Verbindung zwischen Europa und Amerika innerhalb von 15 bis 18 Stunden möglich sein werde. Prof. Dr. Heinkel hielt einen Vortrag über die Erhöhung der Geschwindigkeit der Flugzeuge in den letzten Jahren. Er zeigte an Schaubildern, in welchem Maße die Verfeinerung des Flugzeuges, die Verstärkung der Motoren und andere Maßnahmen zu den letzten Hochleistungen beigetragen haben, die in der Weltbestleistung des Heinkel-Flugzeug-Motors unter Generalmajor Übet mll einer Stundengeschwindigkell von 634 km über eine Strecke von 100 lern einen sichtbaren Ausdruck gefunden hat. Eine englische Auszeichnung für Or. Eckener. Potsdam, 12.Okt. (DNB) Als Auftakt der Hauptversammlung der Lilienthal-Gesellschaft sand im Neuen Palais zu Potsdam ein Empfang statt. Staatssekretär General der Flieger Milch begrüßte die Gäste. Anschließend teilte der Altpräsident der Bri- tish Royal Aeronautical Society, S e m p i l l, mit, daß die englische Wissenschaftliche Gesellschaft für Luftfahrt dem Vorkämpfer und Pionier der Luftfahrt Dr. Eckener die vor einiger Zell verliehene Goldene Medaille der englischen Royal Aeronautical Society überreichen wolle, die zum ersten Male einem Ausländer verliehen wurde. Der britische Botschafter Sir Nev'llle Henderson übergab hierauf die Medaille Dr. Eckener, indem er betonte, daß Dr. Eckener das Vermächtnis des Grasen Zeppelin nicht nur für fein eigenes Vaterland, sondern für die ganze Well weitergesührt habe. Dr. Eckener dankte für die hohe Auszeichnung und gab zum Ausdruck, daß er die Ehrung im Namen feiner sämtlichen Mitarbeiter mit Dank annehme und weiterhin dafür arbeiten wolle, daß der Luftverkehr nicht nur mit Luftschiffen, sondern auch mit Flugzeugen dazu beitragen werde, die Völker einander näher zu bringen und bas gegenseitige Verstänbnis zu fördern. gebietes von 27 800 Hektar auf 121 800 Hektar. Die Bevölkerung Wiens wird durch diese Einverleibung um etwa 213 000. Personen größer, so daß der Gesamtbestand der Bevölkerung 2 087 000 Personen betragen wird. Wien ist nun f l ä ch e n - mäßig bte größte Stadt b es R ei ch e s: bevölkerungsmätzig bleibt es weiter die zweitgrößte Stadt des Reiches. Flächenmäßig steht Wien an sechster Stelle der Großstädte der Welt überhaupt. Vier Gesichtspunkte erscheinen für die Schaffung des Raumes von Groß-Wien vor allem ausschlaggebend: Die Bedürfnisse der Wehrmacht, die Anlegung großer Hafengelände, weshalb man Wien 20 Kilometer ostwärts entlang des Donaustromes ausdehnte, die Beseitigung der schlechten Wohnverhältnisse in den Arbeiterbezirken sowie die Ersetzung der Elendsviertel durch großräumige Siedlungen im Westen und Süden der Stadt und schließlich die weitere Ausdehnung des Wald - und Wiesengürtels der Stadt, der nunmehr den größten Teil des berühmten Wiener Waldes umfassen wird. Am meisten Schwierigkeiten macht bas Berkehrsproblem. Es gilt, die Ring- und Vorortlinien der Reichsbahn auszubauen, Stichstraßen zu dem im Werden befindlichen Reichsautobahnring um Wien herzustel- len und schließlich auch an bas Problem einer Untergrundbahn heranzutreten. Günstiger Stand der Feidfrüchle ZdR. Berlin, 13. Okt. Etwa bis zum 10 September setzte sich bas vorwiegend kühle und feuchte Wetter der zweiten Ausgusthälfte fort. Danach trat aber endlich in allen Gebieten des Reichs ein g findiger Witterungsumschwung ein. In der zweiten Septemberhälfte herrschte sommerlich warmes und trockenes Wetter, das die Entwicklung sämtlicher Hackfrüchte und Futterpflanzen begünstigte. Rach den Meldunaen der amtlichen Bericht- erftatter haben sich im Reichsdurchschnitt die Bo- denfeuchtigkeitsverhältnisie im September wesentlich verbessert. Wie bas Statistische^ Reichsamt mitteill, wiesen zu Anfang Oktober sämtliche Hackfrüchte. außer Kohlrüben, einen günstigeren Stand als mittel auf. Die Begutachtungs- Ziffern bewegen sich im allen Reichsgebiet zwischen 2,6 bei Futterrüben und 3,1 bei Kohlrüben. Das warme Wetter in der zweiten Septemberhälfte kam der Entwicklung der Rüben und der Futterpflanzen besonders zugute. Bei den Kartoffeln hatte es aber keinen großen Einfluß mehr auf die Entwicklung und Ausbildung der Knollen, da infolge des anhaltenden Regens und des kühlen Wetters das Kartoffelkraut vielfach bereits abgestorben war. Klee, Luzerne und Viehweiden haben sich unter dem Einfluß günstiger Witterungsverhällmsie von den Folgen der Schlechtwetterperiode besonders gut erholt. Die Grummeternte ist verzögert worden: im ganzen ist mit einem guten Ertrag zu rechnen. Im Deutschen Reich einschließlich Oesterreich liegen die Saatenstandsnoten allgemein über de m mittleren Stand. Auch die Stoppelsaaten und die Untersaaten haben sich unter dem Einfluß ausreichender Feuchtigkeit und der sommerlich warmen Witterung in der zweiten Sep- temberhälfte gut erholt. Wer will den Präventivkrieg? Eine italienische Klarstellung. Rom, 12. 10. (DNB.) Die offiziöse „Infor- m a z i o n e Diplomatien" schreibt zurFühre r r e d e in Saarbrücken: „In den Der- antwortlichen Kreisen Roms findet die Rede des Führers eine unbedingte Zustimmung, sowohl was Uiren Inhalt als auch was chre Form betrifft Der Führer hat erneut ausdrücklich und feierlich betont, daß Deutschland den Frieden mit allen Böllern, folglich auch mit dem französifchen und dem englischen Volk wolle. Aber der Führer konnte nicht mit Stillschweigen über die unbestreitbare Tatsache hinweggehen, daß t** Frankreich und in England starke Gruppen und Parteien bestehen, die den Krieg gegen Die totalitären Mächte wollen und die offen chrem Unmut Ausdruck verleihen, daß die als günstig angesehene Gelegenheit anläßlich der sudetendeutschen Frage nicht ergriffen wurde. Außerdem ist be- fannt, daß die Führung dieser kriegshetzerischen Strömungen überall t n den Händen der Juden liegt. Nun hat der Führer^ im sichtigen Augenblick die Aufmerksamkeit der Völker und der Well auf die Tätigkeit dieser Gruppen imD Parteien gelenkt, die sfireinen Präventivkrieg gegen Italien und Deutschland sind, und in ebenso opportuner Weise hat er zu verstechen gegeben, daß sich Deutschland nicht chlorofor- mieten läßt. Und, so stellt man in Rom fest, ebensowenig wird dies .Italien tun. Die verantwortlichen Kreise Roms unterstteichen, daß die Anhänger des Präventtokrieges nunmehr mit Verspätung kommen. Sie können in ihrem Haß noch von einem Präventivkrieg träumen, aber ihn unternehmen wollen, würde für sie heißen, ein ungeheueres Risiko auf sich zu nehmen. Gegen den italienisch-deutschen Block von 125 Millionen Menschen, einem Block, der jedes Jahr um eine Million Menschen zunimmt und heute über gewaltige Kräfte und günstige geo» strategische Positionen zu Land, zu Wasser und in der Luft verfügt, gegen einen solchen Block gemeinsamer Mittel und geschlossener geistiger Ein- stellung ist nichts mehr zu machen. Was einzig und allein gemacht werden kann, ist end- llch Der Friede, d. h der wahre Friede nach Dem Beispiel von München." Die Konflikts quellen muffen bcfcitlgt werden. Der Bischof von Chichester über die Sicherung des Friedens. London, 12. Okt. (DNB.) Der Bischof von C h i ch e st e r erklärte vor feiner Diözese in Brighton, er glaube, daß Das englische Volk bereit sei, die deutsch-englischen Beziehungen mit demselben Mut anzufassen, den Chamberlain an den Tag gelegt habe, als er mit Dem Führer von Angesicht zu Angesicht verhandelt habe. Ein neues Kapitel könne damit vielleicht für ganz Europa beginnen. Aber um ein solches neues Kapitel anzufangen, müsse man auch bereit sein, sich mit Den Gründen Der bestehenden Gegensätze auseinanderzusetzen. Man müsse die Konfliktsqueklen suchen, müsse über Beschwerden, einschließlich Der Kolonien, verhandeln, und England müsse bereit sein, Die für eine solche Regelung notwendigen Opfer zu bringen. Der Friede könne nur Dadurch wiederhergestell werden, daß man Die BeschwerDen anDerer Nationen beseitige, was immer das England auch kosten möge. Es würde ein Fehler und geradezu ein Verbrechen fein, wenn England nicht das äußerste aus Den allgemeinen Fried sns- hoffnungen des einfachen Volkes machen würde. „Das würden wir aber nicht tun, wenn wir eine Politik annehmen, derzufolge wir alle unsere Kräfte anspannen, um uns weiter für Den Krieg vorzubereiten." Das größte Geschenk für eine erschütterte Wett. Der englische Verteidigungsminister für eine Politik des Friedens. L o n D o n , 13. Oft (DNB. Funkspruch.) Eine klare Verurteilung fanD Das Verhallen Des bisherigen Marineministers Duff Cooper aus dem Munde Des VerteiDigungsminifters Inskip in einer Rede in GraoesenD. Jnskip stellte fest, daß seine Kollegen f i ch sehrgewundert hätten über den Kurs Coopers, zumal nicht allein Die Regierung, sondern Das ganze englische Volk Der Polllik Chamberlains zustimmten. Die Zeit sei gekommen. Da man sich fragen müsse, ob man mit einer Nachbarnation inFrieDenleben wolle, ober ob man einen Krieg beabsichtige. Es gebe einige Leute, Die Deutschland etn- kreisen, demütigen und mit einer Kombination von Staaten umgeben wollten, durch die es an seiner Entfaltung gehindert werde. Mit anderen Worten: Man wolle eine Politik führen, die Deutschland ebenso behandele wie 1919! Es gehe um die Frage: Soll Frieden auf Dem VerhanDlungswege geschaffen roerDen, oDer solle es Krieg durch eigene Wahl Der großen Demokratien geben. Der Premierminister habe klargemacht, für welche Seite er stimme. Frieden zwischen uns und Deutschland würde das größte Geschenk fein, bas wir als Nation einer erschütterten Well geben könnten. Wenn wir aber einenftrieg beginnen würben, so hieße bas, baß wir einen Brand entflammten, wie ihn Die Welt nie gesehen hat. Zypern fordertGelbstbeffimmnngsreckt Athen, 12. Okt. (DNB.) Vertreter der zypriotischen Organisationen in Athen haben der eng' lischen Gesandtschaft in Achen ein Schreiben an M- nifterpräfiDent Chamberlain übergeben, in dem sie für bas zypriotische Volk dieAnwendungdes Selbstbestimmungsrechtes verlangen. Die «tage«. b(15 lutd)au6 * Nil. lugboole besörde. er ®e. b einem werden n Lause "ahi. °ofeti lotb- auj hurop i»is U :trQfl über l^eit der Z/igte an rfeinerung 'toten uns Wungett lstung des najor Übet l km über t Ausdruck ung Auftakt der Ifchaft sand ipfang statt, ch begrüßte ent der Sri- pill, mit, ast für Luft- er Luftfahrt lieljene Gol- Aeronauticol ersten Male )er britische ibergab hier« betonte, datz fen Zeppelin nbern für die tfener bankte. im Ausbruch ;r sämtlichen Herein dafür ch/ nur mit n bnju bei• zu bringen ien\. ’ cnyufam den @rü& rjiMmfc id)en, /null1 l6Ht btt ■nglanb nru[[e na/mendigen nur dadurch Beschwerden immer das e ein Hehler MN Engl-m> ten Frieds' rachen wuM Denn w>r^ e unsere ben Sr«l Wivister edeus. bishengen^° >»m Mnde der einer tRebe l" rüös tins,Se,»‘ r|(6Jnb|i»' $ren>l(nSr|i' :f».gÄ S MNN ®' «*'W”‘ »‘«-'"teil, »" am”11 it ■eter betS< Die Komorner Verhandlungen Kleine politische Nachrichten Großfürst Kyrill von Rußland ist tm ame- titamfthen Krankenhaus in der Pariser Vorstadt Neuilly tm Alter von 62 ffahren aeltarben. Reichswirtschaftsminister Funk traf, von Ankara kommend, in Sofia ein. Ministerpräsident Kjos® seiwanoff empfing in den Abendstunden den Reicks® Wirtschaftsminister. Die Unterredung dauerte üver eine Stunde. Der bisherige Botschafter Japans in Berlin, Exz. Togo, ist zum Botschafter in Moskau ernannt worden. * Mittwoch ist der Mörder des bulgarischen Gene® ralstabsckefs General Pejeff, der Major a D -Kiroff, seinen Verletzungen erlegen. Kiroff hatte ^ach vollbrachter Tat einen Selbstmordversuch oer- Am Dienstag konnte er noch einem längeren Verhör unterzogen werden, über dessen Ergebnis bisher noch nichts bekanntgegeben worden ist. b^gische Kolonie in Paris. Außerdem hatte die belgische Frontkämpferoereimguna eine Abordnung von mc/- ERNTEN 34 BIS 3S* MUSTERCIOARETTEN ♦ MISCHUNOSNUMMER RS o/M Nach Abschluß der zweiten Fermentation erwarten die Tabakballen im Ausgangs* Speicher den Abruf zur Mischung >R 6c. ragen unseres technischen Stamm- Diese Cigaretten werden in den Patt Werkes in Hamburg-Bahrenfeld nacl wird ausschließlich ohne »us folgenden Distrikten.- Mundstück hergestellt Dil Df Ak« - - - - - ------ d—völlig neuen Methoden hergestellt Der ungewöhnlich zarte und reine Charakter dieser Mischung beruht darauf, daß sämtliche Tabake zweimal^-- - — - Die Cigaretten si^^ster methoden. die dt ^fsJrnkb) n uAd ^uer Fabnkations H^**^H^REEMTSMA^CIQARE1TENrABRmEN^WERI^1^l^^a KAFFEE neuen Wesen geworden, das nicht mehr über jedes Hindernis hinwegspringt, sondern nur noch etwa gangbare Wege einschlägt und im Notfall — vor Treppenaufgängen — einfach anhält. lag Gria-Pala Lichtspielhaus, Agnes $ Die fyitenin Wannte Sch Mmliges E pilid)tet. Ag 'Drama in d Agnes Stri wirken mit: Klatt, Hans Die Borstelli tJlanga-par • Am tomr Bula, so V Koethe-Bum gestellt hat —, zeigt, daß sich ganz einfache Methoden finden lassen, den Hund allmählich so umzugewöhnen, daß er bis zu einem gewissen Grade mit Menschenaugen sieht. Gewiß, Hund bleibt Hund und soll es bleiben; aber sein Gesichtsfeld wird durch systematische Ausbildung so erweitert, daß er in bestimmten Situationen st e l l v e r t r e t e n d für einen Menschen handeln kann. Für einen Hund, der eineh Blinden sicher durch die Gefahren des Verkehrs führen soll, ist es also notwendig, daß er mit den Hindernissen vertraut ist, die sich dem Menschen in den Weg stellen können und die, weil der Blinde sie nicht erkennt, vom Hunde als Hindernisse wahrgenommen werden. Es genügt, wenn der Hund stehenbleibt, um dadurch den Menschen zu warnen, dieser mag dann selbst mit dem Stock die Treppe ertasten und sein Verhalten nach dem Befund einrichten. Andere Hindernisse werden unter der Führung des Hundes einfach umgangen. Spaziergang mit dem Wagen. Der Film zeigt eine Reihe höchst ergötzlicher Bilder. Da läuft der Hund mit einem Wägelchen herum — zuerst etwas unglücklich, aber unter den Händen eines verständnisvollen Herrn findet sich das Tier sehr rasch mit der geringen Belastung ab. Und nun werden ihm Hindernisse in den Weg gelegt, die für ihn an sich, wenn er nicht den Wagen mit sich herumschleppen müßte, keine Hindernisse wären: Balken und Leitern, die auf dem Boden liegen, Treppenanfänge, Holzhaufen, die man ziemlich dicht zusammengeschoben hat, damit der Durchgang recht schmal ist. Natürlich bleibt der verdutzte Hund zunächst bei jedem Hindernis stehen, weil er nicht weiter kann. Aber die Hilflosigkeit verwandelt sich unter den Lockrufen seines Herrn bald in die ersten Ansätze von Umsicht — und schließlich werden Hindernisse umgangen, schmale Gassen mit großer Behutsamkeit durchlaufen. Die Verhältnisse am Boden sind nach einiger Zeit keine Probleme mehr: der Hund ist mit dem Wägelchen hinter sich zu einem Der beste tierische Freund des Menschen ist bekanntlich der Hund — und seit Jahrhunderten ist man bemüht, dieses Tier durch besondere Erziehungsmethoden, die sogenannte Dressur, für bestimmte Zwecke (Wachhund, Blindenhund usw.) abzurichten. In letzter Zeit hat sich die deutsche Wissenschaft auch dieser recht wichtigen Frage angenommen und nach gründlichen Untersuchungen ganz neue Dressurmethoden entwickelt, die besser und , wirkungsvoller als die bisherigen sind. Unser Artikel berichtet über die neuen Ergebnisse einer im besten Sinne „Angewandten Wissenschaft". Im Institut für Umweltforschung der Hamburger Universität ist jüngst ein lehrreicher Film gedreht worden, der die praktischen Ergebnisse jahrelanger Versuche mit Hunden im lebenden BUde vorführt. Diese Versuche zielen darauf ab, die alten Methoden der T i e r d r e s s u r durch bessere zu ersetzen — jm Interesse des Menschen, der sich auf Tiere, die für ihre Aufgaben wirklich „Verständnis" haben, verlassen kann und auch im Interesse der Tiere, die nun eine größere Arbeitsfreude entwickeln können, weil ihrem eigenen Wesen mehr Beachtung geschenkt wird. Keine Zwangsmaßnahmen mehr. Früher pflegte man das zu dressierende Tier, bewußt oder unbewußt, als eine Art beseelter Maschine zu betrachten und zu behandeln: es wurde „abgerichtet", wenn es in den Dienst des Menschen treten sollte. Man bemühte sich, es von den natürlichen Trieben, die ihm innewohnen, möglichst abzubringen, und fühlte sich immer wieder veranlaßt, Zwangsmaßnahmen zu ergreifen, um den Eigenwillen des Tieres zu brechen. Denn freiwillig entäußert sich kein Lebewesen seiner Eigenart. Dieser Weg ist also keineswegs ideal zu nennen, und die auf diese Weise abgerichteten Exemplare erscheinen jedem natürlich empfindenden Naturfreund immer irgendwie als Krüppel. Demgegenüber wollen die neuen Methoden der Ausbildung von Fachhund-n die Eigenart der Tiere erhalten und möglichst noch weiter entwickeln. Darum werden Zwangsmaßnahmen grundsätzlich abgelehnt. Mit Prügelpädagogik erzielt man keine Wesen, die ihre Aufgaben wirklich freudig erfüllen — so ist es beim Menschen, und nicht anders ist es beim Tier. Es gilt vielmehr, an die natürlichen Regungen anzuknüpfen, die vorhandenen Anlagen auszubauen und auf diese Weise vielleicht das Tier über sich selbst hinauszuführen. Neue Dressur-Methoden. Das Ausbildungsverfahren, das im Hamburger Institut angewandt wird, knüpft an die bahnbrechenden Erkenntnisse von Prof. I. v. Uexküll an, der gezeigt hat, daß jedes Tier seine eigene Welt Oie Wissenschaft dressiert Hunde. Neue Wege zur Tierdreffur. — Gin lehrreicher Film. - Deutsche Gelehrte bilden Blindenhunde aus. Don Dr. G. Mertens. jung«? besuch^-. Da 'Dann eiue-U< die ■W?3® iiir ein P- °M ft’( -u tun. ' M S S*’ hm «Ä w Md1 8*' K Irnnii "S'L M WM M W»« * s-h M genügend c WA'M Und nun kommt der zweite Schritt: dem Menschen, den der Hund später führen soll, sind nicht nur Bodenhindernisse roie Kantsteine, Treppen, Schienen, Steinhaufen und Ausgrabungen gefährlich, sondern'auch hochgelegene Dinge, vor allem Wagendeichseln und Briefkasten. Da tritt nun der „künstliche Mensch" in Aktion: dem Wägelchen wird ein leichtes Gerüst von der Größe eines Menschen aufgesetzt. Natürlich gibt es gleich wieder eine Katastrophe — der Hund eckt mit dem „künstlichen Menschen" hinter sich überall an. Denn Hindernisse wie Deichseln oder Querstangen in der Höhe von anderthalb Meter werden zunächst überhaupt nicht wahrgenommen. Immer wieder fährt sich der Hund fest. Aber bald lernt er aus den Erfahrungen, und er schätzt auch diese Hindernisse ab. Damit ist die Ausbildung im wesentlichen beendet: der Blinde kann sich ohne Gefahr der Führung eines auf diese sinnreiche Weise ausgebildeten Hundes anvertrauen. Natürlich wird der Ausbildungsleiter die- ersten Gänge mit dem neuen Herrn überwachen; aber bald ist auch mit diesem ein hoher Grad von Selbständigkeit erreicht. hat, seine „Umwelt", die nur ihm eigentümlich ist. Der Hund etwa sieht ganz anders als der Mensch; und wenn man beide in die gleiche Landschaft blicken läßt, so entsteht auf der Netzhaut des Hundes ein völlig anderes Bild als auf der Netzhaut des Menschen. Das ist bei genauer Untersuchung der Sehorgane einwandfrei festzustellen. Doch damit nicht genug: Mensch und Tier haben außerdem völlig verschiedene Interessen, und auch aus diesem Grunde gewinnen die Sehbilder bei jedem von ihnen eine spezifische Tonung. Praktisch gesprochen: was für den sich bewegenden Menschen ein Hindernis ist — etwa eine Wagendeichsel oder ein Briefkasten an der Hauswand — das braucht für den Hund noch lange kein Hindernis zu sein: unter beiden läuft er durch, wahrscheinlich ohne überhaupt etwas bemerkt zu Haden. Die Umwelt des Tieres baut sich nämlich aus den Dingen auf, die in seinem Dasein irgendeine B e - deutung haben. Uebrigens sind wir Menschen darin gar nicht einmal so völlig anders: „Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß." Wenn man nun das Tier für irgendwelche menschlichen Zwecke einspannen will, muß man nach Wegen suchen, es für die Erfüllung der an das Tier zu stellenden Ausgaben zu erziehen. Das kann auf zweierlei Weise geschehen: durch Abrichtung und durch Ausbildung. A b r i ch t u n g: das Tier wird so lange gewissermaßen unter Druck gehalten, bis es wie eine Maschine genau das tut, was es tun soll. Das Bedenkliche dabei ist, daß es sein Tun ebensowenig „begreift" wie die Maschine das ihre. Ausbildung: dem Tier wird die Arbeit plausibel gemacht — soweit das eben bei einem Tier möglich ist. Die Erfahrung lehrt, daß Hunde sehr ''wohl einen höchst brauchbaren und sogar elastischen praktischen Verstand zu entwickeln fähig sind, wenn man sie nur richtig lenkt und anleitet. Menschendinge — Hundedinge. Wir wählen also den zweiten Wea, weil er offenbar dem Tier mehr zusagt: Ausbildung, nicht Abrichtung. Dazu ist es erforderlich, dem Tier Verständnis für seine Aufgaben beizubringen. Weil es aber zwischen der Menschen- und Hundewett nur eine ganz schmale Brücke gibt, und man vom Tier nicht gut verlangen kann, daß es die Einsicht besitzt, sich mit der Menschenwelt, die ihre Ansprüche stellt, vertraut zu machen, muß der Mensch seine Dinge in Hundedinge verwandeln, um sie dem Verständnis des Hundes näherzubringen. Das ist das wesentliche: vom Menschen aus Brücken zu schlagen, dem Tier — von dem man doch etwas will — in jeder Weise entgegenzukommen und ihm die Möglichkeit zu bieten, die Dinge der Menschenwelt, auf die es in Zukunft ja ansprechen soll, in die Hundewelt umzupflanzen. Ja, wird man sagen, das ist leichter gesagt als getan. Der erwähnte Film — den Professor von U e x k ü l l s Mitarbeiter Dr. E. G. S a r r i s her- Entsprechend lasten sich Fachhunde auch für andere Aufgaben ausbilden: für die P o l i z e i (Sicher» heits- und Ermittlungshunde) und für den Heere s d i e n st (Melde- und Sanitätshunde). Für jeden dieser Zwecke hat man Ausbildungsmethoden entwickelt, die an die natürlichen Triebe anknüp» fen, vor allem an den Herrschaftstrieb, den Uexküll als den vorherrschenden Trieb beim männlichen Hunde festgestellt hat. Wir müssen in diesem Punkte gründlich umlernen: der Hund ist nicht der Diener seines Herrn, vielmehr ist — vom Hundestandpunkt aus — der Herr ein Ding in dem Herrschaftsgebiet des Hundes. Die Wissenschaft weist darauf hin, wie wichtig es ist, den Hund nicht zu einem selbstlosen Diener des Menschen zu erziehen, sondern systematisch den Eigentumstrieb des Hun- - des zu entwickeln, und zwar so, daß der Hund auf dem ganzen Gebiet, auf dem er tätig ist, jedes Stück als fein Eigentum verteidigt. Dann wkrd er alle feine reichen Möglichkeiten entfalten und dem Menschen ein hilfreicher Freund fein. Kunst und Wissenschaft. Der Frankfurter Kongreß für Singen und Sprechen. Auf dem Internationalen Kongreß für Singen und Sprechen in Frankfurt am Main wurden die Gesangspädagogik, der Film, die Stimme und die Bewegung behandelt. „Jede Mutter soll die Singmeisterin ihrer Kinder werden", zitierte Prof. Emge (Berlin), ein altes Wort, das auch heute an der Spitze der Stimmerziehung stehen sollte. Das klare, frohe, unbeschwerte Singen leichter Lieder kann schon beginnen, wenn kaum das Sprechen erlernt ist, und es wird mit großer Ernsthaftigkeit von den Kleinen wirklich geübt. Leider würden die zarten Stimmen häufig in der Schule daurch verdorben, daß man jeden Schüler immer wieder zum lauten Sprechen ermahnt. Das ist um so bedauerlicher für die Gesangsausbildung des ganzen Volkes, als die Musikerziehung des Einzelmenschen, wie der Gesamtheit, gerade in der Schule die energischste Förderung finden muß, wie Dr. M i e d e r e r (Berlin) in seinem Vortrag „Der Knabenchor als Kulturfaktor" hervorhob. Größten Beifall fand eine Darbietung des Regensburger Domchors, der berühmten „Dom- fpatzen", die kirchliche Lieder, Volkslieder und eine Opernpartie vortrugen. Opernchordirektor Rühl (Düsseldorf) betonte, daß es selbstverständlich sei, die Ausbildung des Chorsängers verschieden von der des Solisten zu gestalten. Ein Chor wird nur dann vol^ einsatzkräftig sein, wenn die stimmlichen Mittel des einzelnen ausgebaut sind, und dazu gehört, daß die Atemtechnik durchtrainiert ist. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- chein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder? Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; ür den übrigenTeil: ErnstBlumschein. Anzeigenleiter; - Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. IX. 38: 9143, Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM.> 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr, • Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. Stenotypist (in) zum baldmöglichen Eintritt gesucht. Bezahlung nach Gruppe IX/VIII TO A. — Bewerbungen mit selbst» geschriebenem Lebenslauf (lückenlos), Zeugnisabschriften und Lichtbild sind zu richten an: WehrwirischaHsstelle Gießen, Zeugbauskaserne. (Vorstellung nur auf besondere Anforderung erbeten). 6542D Hilfe gegen Gicht und Rheumatismus. Wer diese Plagegeister am eigenen Körper spüren mußte, wird sich freuen, ein altbewährtes Mittel zu wissen, das schon vielen Tausenden geholfen hat, die an Gicht oder Rheumatismus litten. Ich empfehle Ihnen solch ein Mittel, das seit mehr als dreißig Jahren erprobt ist, und Sie sollen es selbst versuchen, ohne daß es Sie etwas kostet. Aber ehe ich Ihnen über die wohltätige Wirkung des Gichtosint mehr jage, lesen Sie folgende Briefe: Gusow a. d. Ostbahn, 27. 5. 38. Erfreulicherweise kann ich Jh^en mitteilen, daß ich von meinem Jschiasleiden, das ich 8 Monate lang hatte, nun befreit bin. Ich hatte hier, aus unserer Apotheke, 6 Packungen Gichtosint-Tabletten verbraucht. Ich bin jetzt 78 Jahre alt und werde Ihre Gichtosint-Tabletten gern weiter empfehlen. Julius Saeter, Rentier. Donauwörth, Kapellstr. 50, 27. 5. 38. Kann Ihnen mitteilen, daß mir Ihre Gichtofint-Kur nur gut bekam. Ich leide schon viele Jahre an Gicht und Rheumatismus und bin tatsächlich froh, daß ich jetzt, durch Ihre Gichtosint-Tabletten, wieder gesund bin. Ich bin Ihnen sehr dankbar und kann dieses Mittel in meinem Bekanntenkreis jedem Rheumatismusleidenden bestens empfehlen. Maria Rieder. Solche Briefe besitze ich in überaus großer Zahl und alle sind Aus- ,druck der Anerkennung und Dankbarkeit dafür, daß Gichtosint geholfen ,hat. Da Gichtosint die hauptsächlichsten Bestandteile bekannter natur- e:i । Ostler der (5 ' kmcht, ergä hgen. Kleidung, ' Wütigen di< ' dü darum a uesch ans Karten bei Brühl, Gießen Kataloge bei Brühl, Gießen | Empfehlungen | Papiere und Arbeitsgeräte für das [6msA techn. 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M., Rostock, den 10. Oktober 1938. Die Trauerfeier fand im engsten Kreise statt. — Für alle erwiesene Teilnahme danken wir herzlichst Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. 04623 Frau Margarete Frey geb. Volzel im Alter von 73 Jahren. D In tiefer Trauer: Christian Schäfer und Familie Emma Frey Luise Frey. Wieseck, den 12. Oktober 1938 Die Beerdigung findet Freitag, den 14. Oktober, nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehaus, Jungfernstr. 8 aus statt. _____________________________________________________________6547D IIIIIIIIUIIIIIUIIIIIIIIlIll Einspaltige Kleinanzeigen werden rum er- mäßigten Grund» vreis von 5 ps. für dteNlillimeler» teile veröffentlicht miiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiin Heute vormittag entschlief sanft nach kurzem, schwerem Leiden unsere gute, treusorgende Mutter, Schwiegermutter. Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante EIS0^:Beften»MatiatZ6D Nur gute Onalität Tausende freiw. Anerkennungen. Verkauf an alle. KataJ.fr EisenmobeKahrikSuhV Th. latismus beim, [onbern at teinerlei ataloge , Brühl, Gießen btt NX D- nbttv, \\t dir der ast. ' bp--ch-^ lN Lange. rnst Blum« ’ die Mer; ins Thyriot; ijeigenleiter: - )Qlt der An- 9143, Druck rei R. Lange, gspreis RM. mit der Muis 10 Ps. und 5 Pf. mehr. ■ ptember 1937 Iichtosmt und er Gebrauchs- i: Max M kbs 'iripfehlun^ MM MM für daslwM ebn. W» richtiger Au? wähl im ?apierbati rnstßalst’ Mäusburgl^ 'ife »1. Mer. 'n U e? ^n.dreew ? Hunde, her . weist ' "'chi * VW». bw, ,h auf hbe= Stil ? « «llt ®tn, Srontfur® wer wer. altes Siiww, Ichon rt ist, tü en Kleine 1 Stimmen daß man ■ Sprechen ir die Ge- die Musik. Gesamtheit, Förderung Berlin) in Iturfaftor" Darbietung iten „Dom» !r und eine ;t?r Rühl ländlich (ei, chieden von 't wird nur stimmlichen ad dazu ge> Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Nr. 240 Zweites Blatt Donnerstag, 13. Oktober 1958 r. k. dich' ,Jch liebe .Der Spieler' Agnes Straub im Stadttheater Giehen. Tilman ^iemenfchnei-er Es lochten Operette am Sonntag. Jutta, vorerst noch Fläulein Jutta, verliebt sich in einen jungen Mann lnmt chm sein letztes Geld weg. Im ersten Augen- ct glaubt man sich in einem Kriminalstück zu be- Menschenkenntnis und Das schwindelhafte Hans Thyriot. Gloria-Palast, Seltersweg: ichtspielhaus, Bahnhofstraße ien en Abenteuer bereiteten gefiel den Be- dem Stück eine im Herbst betrachtet. Don Dr. Johannes Günther. war im Herbst — da stand ich vor Tilman Gießener Gtadttheater. A. Möller und H. Lorenz: „Eine Frau wie Jutta". In der Rolle der Jutta Holl stellte sich die neue jugendliche Salondame Anneliese S ch l o e d e r vor: ein apartes Persönchen, dunkel und schlank; sie nahm die Rolle, wie sie ist, auf halbem Wege zwischen Naivität und Koketterie, mit einem munter plätscherndem Dialog, hinter dem man die leisest Gefühlstöne, die der Figur immerhin mitgegeben sind, bei scharfem Hinhören vernehmen konnte. Herr Weiland, der sich neuerdings auf Abenteuer dieser Art zu spezialisieren scheint, wurde, wie mit dem jungen Charlie Parker aus USA., auch mit Rolf Gronau fertig, der am Ende eine Frau wie Jutta heiratet. Die Uebergänge vom Kavalierston des routinierten Spielers in die Temperamentsausbrüche eines heftig Verliebten gelangen ihm hier ohne besondere Schwierigkeiten. Riemenschneiders holzgeschnitztem Marien- Altar vom Jahre 1496 im Herrgottskirchlein bei Creglingen ob der Tauber. Ich war ganz hingegeben dieser lieblichen Gottesmutter, die gen Himmel fährt; ich war brüderlich-verständnisvoll den Aposteln zugesellt, die vor der Entschwebenden anbeten. Die Tür stand offen, und jener Duft drang ein, der uns nach Sommers Ende so bezaubert, der Geruch des Verwesens und Keimens, des Absterbens und Wiederwerdens, der in den Landen um den Main noch ein Besonderes hat: den Hauch des süßen Mostes. Jener Duft, rauh und schön, kam durch die offene Tür und schuf mit am Genuß des Bildwerks, steigerte das Leben im Abschied, die Erhabenheit im Zarten, die Männlichkeit in der Andacht. Ich schloß mich den herbstfrohen Gesellen an. Ich suchte mit ihnen den dionysischen Riemenschneider. ncinens Rolf; um zum Ziele zu gelangen, wählt sie in Verfahren, das ungewöhnlich genannt werden darf und vermutlich nur in Lustspielen vorkommt: fht „aus.Versehen" in sein Hotelzimmer und ien der Minen, das Pfeifen der Gewehrkugeln und tie blitzenden, zuckenden Horizonte der unruhig' stächte, voll von Leuchtkugeln und den weiß. Fingern der Scheinwerfer. Dieses Pferd hatte aber auch nach dem Krieg roch gut bestanden. Es hatte viele Preise gewonnen. Üm Turnierreiten und in der Dressur war es blen- tend gegangen. Nun waren die braven Soldaten liefet Batterie seine Betreuer. „Na, geh!" Und brav wendet sich, nachdem wir Bald darauf ging ich durch den Würzburger Dom. Eben war ich am Standbild des Bischofs von Scherenberg vorüber — da vernahm ich einen Tumult unter den Besuchern — soweit ein Tumult im Gotteshaus möglich ist: ein Bewegtfein, ein Murmeln. Was war geschehen? Ich blickte mich um: zwei Studenten, die ich nachts zuvor im „Lämmle" zechen sah, hatten sich einen Scherz erlaubt — oder nein: es war kein Scherz! Einer saß auf den Schultern des andern: so hatten sie dem Bischof gegenüber Posto gefaßt. Einige entrüsteten sich. Einer aber, es war ein Geistlicher, entschuldigte sie und sagte: „Er will ihm ja nur in die wundervollen Augen gucken — aber es gelingt ihm dennoch nit." Von Abbildungen her kennen wir dieses Steinbildwerk Riemenschneiders und vertiefen uns gern in das altersweise Gesicht und suchen mit Scherenbergs Augen die Ewigkeit. Stehen wir vor dem Original, dann bedauern wir, daß es so hoch angebracht ist; wir reichen nicht hinan, haben den Wunsch uns zu erhöhen — wie jene Studenten, und doch treffen können wir die Augen nicht, ihre Pfade gehen an uns vorbei und weit über uns hinaus. Wann find Augen je so gebildet worden! Herr Volck führte Regie- er gab den drei Akten das angemessene Tempo, den leichten Konversationston und handfeste Pointen. (Das Harmonika- Terzett zur Siegesfeier wird sicher beim nächsten Mal etwas natürlicher klingen.) Herr Lpffler hatte die Dekorationen entworfen, von denen uns die des ersten und zweiten Aktes am besten gefielen. regen. Wohl jedermann freut sich, wenn die Gärtner in den Anlagen damit beschäftigt sind, ein abgeblühtes Beet wieder neu zu bepflanzen und es in neuer Pracht erstehen lassen. Demgegenüber muß leider bemerkt werden, daß der Blumenschmuck der Fenster, insbesondere an den Häusern unserer Hauptgeschäftsstraßen, nach wie vor zu wünschen übrig läßt, obwohl gerade hier eine Notwendigkeit Vorlage, die Hausfronten durch den Blumenschmuck lebendiger und freundlicher zu gestalten. Der Ver- kchrsverein wird auch in Zukunft nicht müde werden, die Bitte auszusprechen, daß auch unsere Hauptgeschäftsstraßen mehr und mehr ein freundlicheres Aussehen erhalten. Am gestrigen Mittwochnachmittag veranstaltete der Fremdenverkehrsverein die Preisverteilung für die Wettbewerbsteilnehmer. Pünktlich fanden sich die Frauen, denen ja in erster Linie die Pflege der Blumen in die Hand gegeben ist, im Stadthaus Gartenstraße ein, um ihre verdiente Anerkennung in Empfang zu nehmen. Im Sitzungssaale waren auf vier Tischreihen die Preise dekorativ aufgestellt. Der Saal bot ein nicht alltägliches Bild, lieber 60 Blumenstöcke zierten den Raum, der damit von einer großartigen Farbenpracht erfüllt war; auch schöne Blattpflanzen fehlten nicht. So sah man grazile Palmen, die zierliche Araukarie (Zimmertanne), den saftigen Gummibaum in mehreren Exemplaren, ein feines Myrtenhochstämmchen, ferner feingliederige Farne, Begonien, Chrysanthemen, die lebhaft farbigen Alpenveilchen, blühende Erika, Primeln, Aralien, Zierspargel usw. Auch zierliche Vasen und Kristallschalen wurden als Preise vergeben. Kurzum, der Verkehrsverein hatte keine Unkosten gescheut, um die Teilnehmer am Blumenschmuck-Wettbewerb würdig auszuzeichnen. Dankbar erwähnt zu werden verdient die Tatsache, daß die Gießener Gärtner dem Verkehrsverein beim Ankauf der Blumenstöcke und der Pflanzen in der Preisgestaltung entgegenkamen und damit der Sache dienten. - Hocherfreut nahmen die Frauen die Preise in Empfang und begaben sich mit berechtigtem Stolz damit nach Hause. Der Verkehrsverein hat sich mit diesem Wettbewerb erneut ein Verdienst um die Vornotizen. Tageskalender für Donnerstag. Erfolgreicher Gießener Blumenschmuck-Wettbewerb als einen scharmanten weißhaarigen Papa voller unaufdringlicher Ironie. — suchern ungemein; sie überaus freundliche Aufnahme. 20000 Mark gegen 14900 Mark! Glänzendes Spende-Ergebnis am ersten Eintopfsonntag im Kreise Wetterau. Hochschulnachrichten. Professor Dr. Georg O b st, ehemaliger Ordinarius für Betriebswirtschaftslehre an der Universität Breslau, der kürzlich in den Ruhestand trat, ist dieser Tage gestorben. Geh. Baurat Professor Dr. Friedrich G e r l a ch , ehemaliger Ordinarius für Städtebau an der Technischen Hochschule Danzig, ist in Koblenz im 83.Lebensjahr gestorben. Seit Jahren führt der Fremdenoerkehrsverein Gießen mit stetig wachsendem Erfolg zur Verschönerung unseres Stadtbildes alljährlich einen Blumenschmuck-Wettbewerb durch, der eine gute Anregung ist, Häuser und Vorgärten immer reichlicher mit Blumenschmuck auszustatten. Auch in diesem Jahre wurde dieser Wettbewerb wieder veranstaltet. Jedermann war die Beteiligung möglich, d. h. es bedürfte lediglich der Anmeldung durch eine Postkarte. In den letzten Wochen unternahm das Preisrichterkollegium, das aus Universitäts-Garteninspektor i. R. Rehnelt, Gartenbauarchitekt Eberhard Schwarz und Obergärtner E r n st bestand, seine Rundgänge und bewertete die zum Blumenschmuck-Wettbewerb angemeldeten Fenster, Balkone, Vorgärten usw. Das Ergebnis des Wettbewerbs fand feinen Niederschlag in der erfreulichen Tatsache, daß in diesem Jahre eine größere Zahl von ersten Preisen vergeben werden konnte als in den Jahren vorher. Damit wurde der Beweis erbracht, daß der Blumenschmuck eine immer lebhaftere Förderung erfährt. Die Preisrichter konnten 33 erste Preise, 29 zweite Preise und 7 dritte Preise vergeben. In diesem Jahre mußten die Preisrichter bei ihrer Bewertungsarbeit berücksichtigen, daß das anhaltend schlechte Wetter, ins- besondere während der Sommermonate, viele Blumen und Pflanzen an der vollen Entwicklung hinderte. Mit besonderer Freude wurde auch in diesem Jahre festgestellt, daß sich die Vorgärten vieler Häuser einer immer liebevolleren Pflege erfreuen und damit sehr zur Hebung des Straßenbildes beitragen. In diesem Zusammenhang verdient erwähnt zu werden, daß die Vorgärten im Ostmarkenviertel in oft paradiesischem Blumenflor gehalten sind, so daß man sagen darf, daß das Ostmarkenviertel mehr und mehr den Charakter einer Gartenstadt erhält. Ferner muß lobend anerkannt werden, daß dank der Initiative von Stadtgärtner Lange die Grünanlagen unserer Stadt immer wieder im besten Sinne durch ihre Ausgestaltung mit Blumenbeeten und durch den jahreszeitlichen Wechsel an Blumen allgemeine Aufmerksamkeit er» Aufbauwerk schuldig sind. Insbesondere ist aber dieses größere Opfer auch ein Ausdruck der Freude über die neuen, großen und weltgeschichtlichen Erfolge unserer Staatsführung im Verlaufe dieses Frühjahrs und dieses Sommers. Mit dieser größeren Opferbereitschaft wollen wir alle dazu beitragen, daß in T)en vom Führer in das Reich heimgeführten deutschen Gebieten, in der Ostmark und besonders im Suüetenland, Not und Elend unserer Volksgenossen mit größter Tatkraft gelindert und in möglichst naher Zeit ebenso weitgehend beseitigt werden, wie es dank der nationalsozialistischen Staatsführung im Altrsich geschehen ist. Eine weitere Etappe auf diesem Dege eröffnet sich allen Volksgenossen am kommenden Samstag und Sonntag in der e r st e n Betriebs- und Strahensammtung des diesjährigen WHD., die von der Deutschen Arbeitsfront durchgeführt wird. Mögen auch dabei alle Herzen willig und alle Hände offen zu noch größerer Spende als im Vorjahre fein! Mögen alle Volksgenossen in Stadt und Land unseres Kreises Wetterau das Ergebnis vorn vorigen Sonntag als nachahmenswertes Beispiel ansehen! In unterem Bericht über den Auftakt des WHW. im Kreise Wetterau (Gießener Anzeiger Nr. 238 vom Dienstag, 11. Oktober) konnten wir bereits mitteilen, daß die Spende vom ersten Eintopfsonntag des diesjährigen WHW. im Kreise Wetterau das Ergebnis der gleichen Spende vom Vorjahre um einige tausend Mark übertreffen werde. Nunmehr liegt das endgültige Ergebnis dieser Spende im Kreise Wetterau bei der Kreisamtsleitung der NSV. vor. Es lautet: Am ersten Eintopfsonnlag des WHW. 1938/39 wurden im kreise Wetterau insgesamt rund 20 000 INark gegen 14 900 Dark der gleichen Spende im Vorjahre für das WHW. geopfert. In der Stadt Giehen belief sich diese Spende diesmal auf 4745,18 Dark gegen 3732,45 Dark im Vorjahre. Dithin hat der kreis Wetterau am ersten Eintopfsonntag 5100 Dark mehr, die Stadt Giehen rund 1000 Dark mehr als im Vorjahr aufgebracht. Das ist ein Ergebnis, auf das alle Spender mit Recht stolz sein können! In dieser erhöhten Opfer- sreudigkeit für das große Werk der Winterhilfe kommt in eindrucksvoller Weise der herzliche Dank zum Ausdruck, den wir alle dem Führer für fein Der „süßeste Schwindel der Welt", von dem eben ttft die Rede war, läßt sich, wie man sieht, auch oine Musik bewerkstelligen. Was die Geschwister Völler und Lorenz sich hier ausgedacht Haden, llngt stellenweise wie eine Umkehrung der verein- s genügend getätschelt haben, das Pferd und stellt ich still vor feine Krippe. r.k. Aus der Stadt Gießen. Besuch bei einem Pferd. I Jch ging durch die Stallgasse, der Unteroffizier leben mir her. Es war alles so blank wie im schonten Gestüt. Die Pferde hatten wie dort ihre Namen, mr die Stammbäume fehlten, die waren sorglich ingehefte^. Aber auf die Stammbäume dieser Tiere nam es ja diesmal auch weniger an. Ich suchte kein junges Vollblutpferd. Ich wollte em altes Pferd besuchen. Da standen wir vor einer Box. „Na, komm schon, Vermain!", sagte der Unteroffizier. Der Dunkel- t>raune hob den Kopf und schnaubte ein wenig. Dann ließ er sich ruhig herausführen. Er hatte (inen feinen langen Schweif und war wohlgepflegt, ^ur die Kruppe senkte sich schon. Das Tier hatte -reißig Jahre auf dem Rücken. Eine Menge Zeug ür ein PferÄ. In Menschenjahren übersetzt, gut achtzig Lebensjahre. „Nein, er braucht natürlich keinen Dienst mehr :u" tun!", jagte mir der Begleiter. „Er hat sein Snabenbrot verdient. Wir sind seine Paten. Wir, He xte Batterie." Es war ein Kriegspferd, wie es ikwa zweitausend in Deutschland gibt. Sie bekommen überall bei anständigen Menschen ihr Gnaden- irot. Sie sollen nicht das Elend erleben, das einst ien ausgedienten Kriegspferden wurde. Das Pferd hier, Germain, hatte feine SchuDigkeit fletan. Es war drei Jahre im Feld gewesen. Es iannte die Einschläge der Granaten, das Hochfprin- Die Intendanz des Stadttheaters Gießen hat die kannte Schauspielerin Agnes Straub für ein inmaliges Gastspiel am Montag, 17. Oktober, vernichtet. Agnes (Straub gastiert in „Gespenster", 1 rama in drei Akten von H. Ibsen. Spielleitung: $gnes Straub. Bühnenbild: Karl Löffler. Es xirken mit: Grete Bibi, Agnes Sttaub, Herbert Flatt, Hans-^wachim Schoeller, Werner Siegert. Eie Vorstellung findet außer Miete statt. ^anga-parbat, das Ziel der deutschen Forschung." Am kommenden Montag spricht in der Neuen Tula, so schreibt man uns, auf Einladung des (urethe-Bundes, des Kaufmännischen Vereins und t r Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde Univer- siätsprofessor Dr. Carl Troll über „Nanga- ^urbat-Himalaja, das Ziel der deutschen Forschung". @7ft vor wenigen Wochen ist die 7. Nanga-Parbat- (kpebition nach langem Ringen, das außerordent- lif) wertvolle Forschungsergebnisse erbrachte, wohl- br halten in die Heimat zurückgekehrt. Zweck und ftel dieser opfervollen Forschungsarbeit wird Pros. Tr. Troll, einer der beiden überlebenden Wissen- söastler der Expedition 1937, in einem spannenden bricht, ergänzt durch wertvolle Lichtbilder, dar- kgen. Helft! Kleidung, Wäschestücke und Lebensrnittel, alles t.uötigen die Einwohner des Sudetenlandes. Spen- dlt darum auf das Konto der Gauamtsleitung! 'Postscheckkonto: Frankfurt a. M. 23 000. (Biro» fmto 6800 Bank der Deutschen Arbeit Frankfurt o-i Main; Girokonto 7300 Städtische Sparkasse larmftabt. sidden; aber das gibt sich. Sie nimmt es ihm nämlich nur weg, um ihn htoor zu bewahren, daß er auch noch das letzte iißchen im Spielsaal von Baden-Baden verliert. £onn läßt sie sich getrost von Rolf erwischen und Äes mit sich geschehen, was der zur mora» Üslhen Wiederaufrichtung des gefallenen Mädchens inb zum gemeinschaftlichen Beginn eines neuen besseren Lebens ausgeheckt hat. Sie gefällt ihm ^ulich trotzdem; sie ist die Stieftochter eines wohl- terten Industriellen, tut aber nicht dergleichen uni) geht sogar auf seinen Wunsch, mit bescheidenen Taschengeld, bei ihren eigenen Eltern als Hausmädchen in Stellung. Was es alles gibt. lebrigens hat sie erfreulich oft AuHana, und der gerettete Spieler Rolf und dessen Freund Kompagnon eine aufstrebende Baufirma be» Reiben, ergibt sich für den unerkannten ©tief» und ästigen Schwiegervater, dank den mittlerweile gebahnten freundschaftlichen Beziehungen, bald Wegezeit, den Architekten mit einem hübschen ?eirieb5fapital unter die Arme zu greifen. Weil der Herr Rolf offenbar mit Blindheit geschlagen kommt er programmäßig erst im dritten Akt !17 H.; Hartm. Klingelhöser, Schlesische Straße 6; Gusti Kreutz, Am Nahrungsberg 12; Marg. Leß, Rittergasse 10II: Gertrud Locher, Alicestraße 16; Ehr. Luckhard, Gnauthstraße 16 p.; Frau P. Maas, Aul- weg 82; Wilh. Müller, Erednerstraße 37 II; Ottilie Obermann, Bromberger Straße 18; Anna Reitz, Memeler Straße 8; Luise Roth, Schlesische Str. 11; Ludwig Schäfer, Am Kugelberg 57 I r.; Hermann Schenk, Am Kugelberg 59; Friedr. Schmieder, Am Kugelberg 40; Eberhard Schmidt, Wilhelmstr. 50 p.; Anna Stiller, Rittergasse 101; Hch. Winnen, Goethestraße 61II; Städtische Feuerwache, Kirchstraße 24; Marie Trauth, Mühlstraße 8 p. I. Dritte Preise erhielten: Elise Bayer, Riegelpfad 58; Gottfr. Henkel, Marburger Straße 195 p.; I. Kröck, Grabenstraße 10; Kathi Scholz, Brau- gösse 1s III; Willi Schmidt, Rodheimer Str. 54II; Dr. Wilh. Schwan. Marburger Straße 15 p.; Annemarie Hölscher, Günthersgraben 13 III. Keine Kinderlähmung in Gießen. Wie uns auf Anfrage bei dem zuständigen Staatlichen Gesundheitsamt in Gießen mitgeteilt wird, sind bisher unter der Einwohnerschaft der Stadt Gießen keinerlei Fälle von spinaler Kinderlähmung zu verzeichnen. Abgesehen von den wenigen leichten Erkrankungen in drei Orten des Landkreises Gießen, über die wir vor einer Reihe von Tagen bereits berichteten, ist seither in unserer Gegend kein weiterer Fall von fpinaler Kinderlähmung eingetreten. Gerüchte mit anders lautenden Behauptungen sind völlig unzutteffend. Hamstern oder Vorratswirtschast? Getreide einlagern kann, ist sein Keller meist sehr gut geeignet, sofern er nur kühl und trocken ist, I einige Zentner Kartoffeln aufzunehmen. Die Haus-1 H. El. Aus der engeren Heimat der ! *1M die U U N«r mit ben Maria hn zu katastrophalen Bränden fuhrt. Halle, laufend zu ernähren. öl* deutsche Ernte d i e Schützt eine Quelle, aus der für das ganze Volk wichtigste, sten Wochen. Backhaus, fireisldfer. und oder Laheuweier. Kreisobmann der D2IJ. lllit iadix gepogt glänzt stets Dein Sckuk; das £edtii (Heißt ateick und kaltßae dazu f Programm eröffnet werden. Solistin ist Neuß. bis 40, Brombeeren 35 Pf., junge Hähne 1 bis 1,20 Mark, Suppenhühner 90 Pf. bis 1,05 Mark, Gänse 1,10 Mark, Tauben, das Stück 50 bis 60 Pf., Blumenkohl 10 bis 60, Salat 5 bis 12, Salatgurken 10 bis 20, Einmachgurken 3 bis 5, Endivien 5 bis 12, Oberkohlrabi 5 bis 12, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 35, Rettich 5 bis 15, Radieschen, das Bündel 8 bis 12 Pf. unersetzbare Lebenswerte gefloßen sind. Ein solches Opfer verträgt sich nicht mit dem Aufbauwillen des Nationalsozialismus und widerspricht der Zielsetzung des Dierjahresplanes. Die Minderung der Brandschäden in Deutschland ist ein durchaus erreichbares Ziel, denn die Ursache- der meisten Brände ist die Fahrlässigkeit im Umgang mit Feuer und Licht. Mit der Ueberroinbung dieser Fahrlässigkeit würden drei Viertel aller Bränd« verhütet werden können. Allein durch Kinder, bis mit Streichhölzern spielen, entstehen jährlich SOOD Brände, das bedeutet, daß täglich 13 Brände durch Kinderhände entstehen. Das rst ein gewaltiger unwiederbringlicher Verlust an Scheunen, Ställen,, Wohnhäusern, Möbeln, Erntevorräten und Vieh, br leicht hätte vermieden werden können durch vorsichtiges Verhalten. Das sind Summen und Werte, bis Deutschland in seinem Kampf um die Rohstoff- unto Ernährungsfreihell auf keinen Fall entbehren kann- Wenn unser volkswlrlschafllicher Wiederauf- bau mit Erfolg durchgeführt werden soll, muh feder vermeidbare Vertust am Volksvermögeu verhindert werden. Jeder Brandschaden ist Vertust am Volksvermögen. Die Brandverhütung auf dem Lande ist nicht so sehr eine Sache der Technik, wie in den Städten und gewerbliches Betrieben, sondern eine Sache des veranlwor- tnngsgefühls und der Aufklärung. Hierbei ist Aller und Jugend gleichmäßig beteiligt. pikante kräftige Senfsoße feine Tomatensoße Arbeiiskamera-en! Der Führer hat Sudetendeukfchland zum 2Hutferlaube zurückgeholt. Während im allen Reichsgebiet die- Arbeitslosigkeit beseitigt worden ist, herrscht im deutschen Sudetenland Rot und Elend. Unsere sudetendeutschen Volksgenossen sehen voll Zuversicht auf uns. wir müssen und wollen ihnen schnellstens helfen. Durch die Tat wollen wir beweisen, daß wir in Großdeutschland eine große Schicksalsgerneinschafl geworden sind. Arbeilskameradenl was wir opfern, geben wir unserem Volle. Daran wollen wir denken, wenn wir am 15. und 16. Oktober unsere Spende in die Sammelbüchse werfen und damit gleichzeitig unserem Führer unseren Dank abstatkenl Heil Hiller! Kamps dem roten Hahn! Millionen-Schäden sind zu verhüten. eignete sich ein schwerer Unfall. Der Arbeüer Wilhelm Schmidt VH. aus Rodheim, der mit anderen Arbeitskameraden aus dem Zuge ausgestiegen, war und sich auf den Heimweg begeben wollte, wurde' von einem Personenkraftwagen, der von Rodheim kam, gestreift und zu Boden geworfen. Der bedauernswerte 60jährige Mann erlitt am Kopfe, insbesondere an einem Auge schwere Verletzungen und blieb bewußtlos liegen. Der Kraftwagenfahrer, der aus Endbach stammt, brachte den Verunglückten in die Klinik nach Gießen. Kreis Friedberg. < Münzenberg, 12. Ott Dom Untergrup- penführer der Untergruppe Münzenberg im Reichsluftschutzbund, Lehrer L e i st, wurde in Anbetracht seiner seit der Grüdung des RLB. geleisteten Ar- beit das Ehrenzeichen 2. Stufe des Reichs- luftschutzbundes übermittelt. Vor dem Reichsgericht. Lpd. Frankfurt a. M., 12. Oft Der 1. Strafsenat des Reichsgerichts hatte sich am Dienstag mit dem Prozeß gegen die Mitglieder der berüchtigten Bande Kothenfchulte zu befchäfti- gen, die am 21. Juni d. I. vom Landgericht Frank- furt a. M. abgeurteilt wurden. Es handelt sich um den 51 Jahre alten Philipp Uhrig aus Breitenbrunn, den 53 Jahre alten Franz Kunz aus MAGGF Gefolgschaftsmitglieder der Verwaltungen öffentlichen Betriebe erhallen. Gießener Konzertverein. zu lassen sind. Das gleiche gilt für Kinderzulagen und Kinderzuschläge, die Beamte, Soldaten Gießener Wochenmarktpreise. * Gießen, 13. Oft Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, Vi kg 1,52 Mark, Markenbutter 1,55 bis 1)60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 9, Eier, deutsche, Kühlhauseier, 12^, Wirsing, % kg 8 bis 9 Pf., Weißkraut, Vt kg 6 bis 7 Pf., 50 kg 5 Mark, Rotkraut, % kg 7 bis 8 Pf., 50 kg 7 Mark, gelbe Rüben und Karotten, kg 7 bis 10 Pf., rote Rüben 10, Spinat 15 bis 20, Römischkohl 8 bis 10, Bohnen, grün 25 bis 30, gelb 25 bis 30, Unterkohlrabi 6 bis 8, Feldsalat, 1/io 8 bis 10, Tomaten, % kg 15 bis 25, Zwiebeln 10 bis 12, Meerrettich 35 bis 70, Schwarzwurzeln 40 bis 42, Kürbis 8 bis 9, Pilze 50, Kartoffeln, kg 4 Pf., 5 kg 40 Pf., 50 kg 3,15 bis 3,45 Mark, Aepfel, Vi kg 30 bis 45 Pf., Birnen 20 delikate Sahnensoße und einEß!öfielSenf = eine und einige Tomaten - eine land, überall, wo es galt, Bohrungen vorzuneh- men, die Jnheidener Firma in Anspruch genommen. Dank der guten Facharbeit und dank moderner technischer Einrichtungen wurde die Firma in den letzten Jahren durch die Reichsautobahn zu umfangreichen Erdbohrungsarbeiten herangezogen. So geht der Ruf der Firma im besten Sinne weit über unsere engere Heimat hinaus. Wir beglückwünschen den Inhaber der Firma, der seit Jahrzehnten zum Stamm der treuen Bezieher des Gießener Anzeigers gehört, zu seinem Jubiläum herzlich. Landkreis Gießen. * Heuchelheim, 12. Oft Unweit der Bahnstation Abendstern der Strecke Lollar—Wetzlar er- frau von heute führt damit einen guten Brauch, der bei ihren Ellern und Großeltern eine Selbstverständlichkeit war, wieder fort Sie nutzt sich damit selber, denn es ist einfacher, sich einmal eine größere Menge kommen zu lassen, als täglich mehrere Pfund Kartoffeln vom Markt ober aus dem Laden nach Hause zu schleppen. Sie Hilst damit auch gleichzeitig der gesamten Dorratswirtschaft, die durch die Einlagerung in den einzelnen Haushalten erheblich entlastet wird. Wenn auch nur ein Teil der rund 18 Millionen Haushaltungen, die allein im Altreich gezähll werden, je nach Bedarf und Größe der Familie einen Vorrat von mehreren Zentnern Kartoffeln einlagert, so ergibt das schon einen ganz beträchllichen Antell an der Gesamternte von Speisekartoffeln, deren Verbrauch im vergangenen Jahr 13 Millionen Tonnen betrug. Diese gesunde Dorratswirtschaft ist etwas ganz anderes als wilde Hamsterei, die immer auf Kosten der Versorgung der übrigen Bevölkerung geht. Hamstern ist die übertriebene und über den eigenen Bedarf hinausgehende Anhäufung von Waren, die nur in begrenztem Umfange vorhanden sind; die, wenn sie gerecht »erteilt würden, jedem zugute kämen, die aber, da gewiße Kreise über ihren eigenen Bedarf hinaus aufkaufen, natürlich für die anderen zu knapp werden. So verwerflich und schädlich diese Hamsterei ist, so gut und zweckmäßig ist eine richtig betriebene Vorratshaltung. Ein paar Zentner Kartoffeln im Keller gehören mit dazu. Treudienstehrenzeichen für Reichöbahnbeamte. Im Rahmen eines Betriebsappells wurden *♦ Polizei gegen Verkehrssünder. Die Polizei schrill in der Zeit vom 30. September bis 6. Oktober ein: Gegen Kraftfahrzeugführer mit 6 Anzeigen und 1 gebührenpflichtiger Verwarnung: gegen sonstige Fahrzeugführer mit 6 Anzeigen: gegen Radfahrer mit 1 Anzeige und 6 gebühren- pflichten Verwarnungen. ZdR. Planvolle Dorratswirtschaft hat schon von jeher zu den besonderen Verdiensten einer urnsich- Ligen Staatsführung gehört. Und besonders die Dorratswirtschaft, die auf dem Gebiet der Ernährung betrieben wird, ist noch nie ohne Erfolg und Nutzen geblieben. Durch seine Vorratswirtschaft hat Friedrich der Große ben Brotpreis auf einer für Erzeuger und Verbraucher angemessenen Höhe gehalten und Preußen während einiger Mißernten vor einer Hungersnot bewahrt. Durch die Vorratswirtschaft, die auch heute wieder von der national- sozialistischen Staatsführung betrieben wird, ist die Ernährung des deutschen Volkes als die Grundlage der politischen Freiheit auf lange Zeit hinaus gesichert. Die Nahrungsmittel, die uns dank der großen Ernte und der Anstrengungen des deutschen Landvolkes in der Erzeugungsschlacht zur Verfügung stehen, werden sorgfällig und vor Verderb geschützt gelagert Diese Vorratshaltung, die für den Staat verdienstvoll ist, ist es nicht minder für jeden einzelnen. Jeder einzelne Haushall kann hier helfen, die großen Erträge unserer Ernte zu seinem Teil aufzuspeichern. Dor allem gill das natürlich für die Nahrungsgüter, die besonders reichlich vorhanden sind und bei denen für den einzelnen Haushalt auch in der Stadt die technische Möglichkell und ein praktischer Nutzen für eine Vorratshaltung besteht. Während der Stadthaushalt selbstverständlich kein V. A. „Großfeusr tm Dorf! Die Scheune des Bauern Kajorta brannte ab, die umfangreichen Erntevorräte wurden durch das Feuer vollkommen vernichtet. Der Schaden ist durch Versicherung gedeckt." Derartige Nachrichten können wir fast täglich lesen, und daß der Schaden durch die Versicherung gedeckt sei, wird als Beruhigung hingenommen, ja, es gibt sogar gedankenlose Menschen, die glauben, in einem solchen Falle könne der Bauer von Glück sprechen, denn er bekäme ja nun von der Versicherung eine neue Scheune hingestellt. Das ist grundsätzlich falsch, denn was verbrannt ist, ist unwiderruflich dahin und absolut rrrloren. Aus einem Haufen Asche kann keine Macht der Well ein abgebranntes Haus neu aufrichten Wohl kann und wird die Versicherung dem Geschädigten eine Entschädigungssumme auszahlen, mit der ein Ersatzbau geschaffen werden kann. Aber diese Entschädigungssumme nimmt sie aus der bei ihr zusammenfließenden Beitragssumme, also aus einem gemeinschaftlichen Fonds des Volkes. Außerdem, mag der Brandschaden des einzelnen gedeckt werden, jo bleibt doch der Verlust der Allgemeinheit unersetzlich. Denn wenn die Scheune gebaut ist, steht sie leer. Das Brotgetreide und die Futtermittel kann auch die Versicherung nicht wieder beschaffen. Der Schaden, der durch das Verbrennen von CEruteöorräten und sonstigen Werten in Deutschland entsteht, beträgt jährlich mehrere 100 Millionen Mark. Insgesamt beläuft sich der deutsche Jahresverlust durch Brandschaden auf 400 Millionen Mark. Durch Vrandunfälle verunglückeu darüber hinaus jährlich rund 3000 Menschen, davon ein Drittel Jugendliche bis zu 15 Jahren. Diese nüchternen Zahlen muß sich jeder durch den Kopf gehen lassen, er muß sich über ihre Bedeutung eine sachliche, richtige Vorstellung verschaffen: 4 0 0 Millionen Mark Sachverlust ent« QUALITÄTS-ERZEUGNIS DER SIPO L» WERKE Schneidhain und den 58 Jahre alten Ernst Gleske aus Fernheide. Uhrig erhiell 8 Jahre Zuchthaus, 10 Jahre Ehrenrechtsverlust und Kunz 5 Jahre Zuchthaus und 5 Jahre Ehrenrechtsveriust, außerdem wurde gegen beide die Sicherungsver, Währung angeorbnet. Gleske, der weniger belastet war, erhielt 2V- Jahre Zuchthaus. Gegen biefes Urteil legten nur die Angeklagten Uhrig und Kunz Revision ein. Die Angeklagten sind schwer vorbestraft, darunter mit hohen Zuchthausstrafen. Uhrig wurdet 42, Kunz 33 Diebstähle in den Jahren 1931 bis 1932 und 1935 bis 1936 zur Last gelegt. Kothenfchulte, der im Dezember 1936 zu 12 Jahren Zuchthaus und Sicherungsverwahrung verurteilt wurde, verriet nachträglich feine obengenannten Mittäter und verübte später Selbst- mord. Ein vierter Angeklagter nahm sich ebenfalls das Leben. Die Angeklagten haben zahlreiche Ge- schästseinbrüche verübt: auch Einbrüche in die ©t* fchäftsräurne des Karitasverbandes, der Tuberku- lofenfürforge, der städtischen Haushattungsschul- Usw. kommen auf ihr Konto. Das Urteil hielt der Nachprüfung durch das Reichsgericht nicht in allen Punkten stand. Es wurde daher, soweit es den Angeklagten Uhrig betrifft —daß dieser 24 vollendeter und 15 versuchter Verbrechen des schwerm Diebstahls im Rückfall schuldig ist — im Strafausspruch einschließlich Siche» rungsmaßnahme ausgehoben und die Sache info- weit an die Dorinstanz zurückverwiesen. Soweid Uhrig drei weitere Verbrechen des schweren Dieb« stahls än Rückfall zur Last gelegt worden frnt„ wurde er freigefprochen. Ob ein landwirtschaftliches Anwesen, oder auch „öuj uq l u i e » = u ij U) < '»tut« ein Waldbestand niederbrennt: jebesmal versiegt Brandgefahr!" heißt die Parole in den na»? II P/IU lllll VI.. 1 K^emiefen. ’ nül 30 Sieze 'national t &»**, "S« □e von Do tu'nnen, * Hhckfekts fy 6 I Hinten^ 15 Wtwoct WHininM te), nxr im gi nent—® nfll gcntinent oertr M; Mro, hi) Dr. Schri- IforFIFA, wähl mn Mitglied« tziek (Ungarn) Klage schriW ■•rüdenben Sch en't im Laufe 1 erNltigt 3U (Spieler ein, ft lind auf ben fl Mi muffte r Das Ergeb inung erwarte [gerben 16 Ss Torhüte Bfenl Derteib B Siro (Ungar Säufer: i Zrhreolo (3t Stürmet Weibe Italien. Wegen), Dr. 6 £*ant M die nu unter Leitung von Professor Dr. Temesvary und Kapellmeister PaUl Walter finden vier Solistenkonzerie und ein Chorkonzert stall. Künstler von Wellruf konnten als Solisten verpflichtet werden. Sie sind dem Gießener Konzertpublikum nicht unbekannt: Claudio Ar rau und Wilhelm Backhaus (Klavier), Alma M o o d i e und Maria Neuß (Violine), Günther Ramin (Orgel), Johannes Willy (Bariton) urtb das Wendling-Quartett. Für das Chorkonzert wurde das Reguiem von Verdi vorgesehen: es soll am 2. März 1939 unter Leitung von Professor Stefan Temesvary und unter Mitwirkung von Lore Fischer und den Herren Bley und Lorscheider stallfinden. Mit einem Orchesterkonzert im Stadttheater am 17. November soll das Winter- Unterrichtssaale des Bahnhofs Gießen den nachstehend genannten, verdienten Beamten des Bahnhofs Gießen das Treudienstehrenzeichen in Silber für 25jährige treue Dienstzeit überreicht: Friedrich Krämer, Rb.-Obersekretär, Gießen: Wllhelm Geißler, Rb.-Sekretär, Gießen: Karl Junker, Rb.-Sekretär, Gießen: Ludwig Keßler, Rb.-Sekretär, Großen-Linden: Heinrich Launspach, Rb.-Sekretär, Gießen, August Loos, Rb.-Sekretär, Gießen: Heinrich Luh, Rb.-Sekretär, Klein-Linden: Ludwig Nepp, Rb.-Sekretär, Großen-Linden: Karl Rappold, Rb.-Sekretär, Bellnhausen: Heinrich Vellen, Rb.-Sekretär, Großen-Linden: «Ludwig ^Wiegand, Rb.-Sekretär, Gießen: Artur Appel, Rb.- Afsistent, Gießen: Friedrich Jung, Rb.-Assist ent, Klein-Linden; Wllhelm Lang, Rb.-Assistent, Watzenborn-Steinberg: Wilhelm Reuhl, Rb.-Delliebs- assistent, Holzheim: Karl Oll, Zugführer, Leihaestern: Ludwig Aßmann, Rangiermeister, Dutenhofen: August Schubecker, Bfs.-Oberschaffner, Ruttershausen. Die Treudienstehrenzeichen wurden durch den Betriebsführer des Bahnhofs Gießen, Reichsbahnamtmann Wahl, persönlich überreicht und jedem einzelnen an die Uniform angeheftet. Hierbei fand der Betriebsführer für jeden der ausgezeichneten Jubllare herzliche und passende Worte aus chren Arbeitsgebieten, worüber die Beamten besonders erfreut waren. Weiter wies der Betriebsführer auf den Werdegang der Reichsbahn nach dem Versailler Vertrag hin. Nur dem Führer und Reichskanzler Adolf Hitler fei es zu verdanken, daß die frühere Reichsbahn-Gesellschaft und somit auch die zahlreiche Gefolgschaft wieder zum Deutschen Reich zurückgekehrt sei. Die Gefolgschaft der Deutschen Reichsbahn könne hierauf und auf die schmucken Treudienstehrenzeichen in Silber und Gold sowie auf die persönlichen Urkunden des Führers besonders stolz fein. Mit dem Gruß an den Führer und Reichskanzler schloß die schlichte und eindrucksvolle Feierstunde. Das Gesetz über die Neubildung der Kreise ab 1. November 1938 in Kraft. Der Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung — veröffentlicht im „Anzeiger der hessischen Landesregierung" im Namen des Reiches zwei Bekanntmachungen, in denen mit Zustimmung des Reichsminisiers des Innern als Zeitpunkt des Inkrafttretens des Gesetzes über die Bildung der Stadtkreise Darmstadt. Gießen. Mainz, Offenbach und Worms der 1. November 19 3 8 bestimmt wird. Vom gleichen Tage ab tritt auch das Gesetz über die Auflösung der Kreise Bensheim, Schotten und Oppenheim in Kraft. Keine Anrechnung der laufenden Kinderbeihilfen. DNB. Es waren Zweifel darüber entstanden, ob bei der Berechnung des Einkommens, oas für die Gewährung der Fettverbilligungs- und Margarinebezugsscheine maßgebend ist, die laufenden Ainderbeihllsen an kinderreiche Familien zu berücksichtigen sind. In einem Eriaß tyrt der Reichsarbeitsminister soeben darauf hingewiesen, daß bei der Berechnung des Einkommens diese Bechilfen außer Ansatz rÄrad)te bann n teWeltmerfte r mir er, als be Wer en Seite M erfüllen hi Mite bisher .»«eifen. Erich Auch für den kommenden Konzertwinter hat Gießener Konzertverein, wie im vergangenen Jahre, neun ' Veranstaltungen voraefehen. Neben vier Orchesterkonzerten des städtischen Orchesters jjli Ittl kn ! I^reis J, üleu"’® ||,M Ä Deutschs.. v@ruPPe ®rupPe grupp' lSrvPpe Völkischer Vorkämpfer Dommersheim-Langsdorf 10 Lahre alt co Langsdorf, 13. Ott. Morgen vollendet unser Mitbürger Friedrich Bommersheim sein 70. Lebensjcchr. Er ist einer der bekanntesten Männer unserer Gemeinde. In Obbornhofen geboren, entstammt er einem Bauerngeschlecht, das seit mehr als 400 Jahren in der nördlichen Wetterau ansässig ist. Es konnte bis jetzt allerdings noch nicht festgestellt werden, welcher Ort der Wellerau der Urfitz dieser nach einem gleichnamigen Dorf im Taunus genannten Sippe ist. Die größte Wahrscheinlichkeit spricht aber für Bellersheim. Im Reformationszeitaller stellte das Geschlecht einen der ersten evangelischen Pfarrer im Solms-Braunfelser Land. Friedrich Bommersheim, der das Schuhmacherhandwerk erlernt hatte, ver- ratete sich 1892 nach Langsdorf in eine der ältesten Familien unseres Dorfes, in vie Sippe Hofmann, die der Gemeinde so manchen führenden Mann gestellt Halle. Bommersheim nahm bereits feit den 90er Jahren in starker Ueberzeugung teil an der mit dem Namen des Dr. Otto Boeckel sich anknüp- senden anttsemitischen Volksbewegung. Mit dem bekanntesten Sohn unseres Dorfes, Philipp Köhler, dem er durch viele Jahre hindurch befreundet war, kam es ihm auf die Schaffung eines freien deutschen Bauerntums an. Seine politische Tätigkeit, die ihn als gewandten Redner durch ganz Oberhessen führte, brachte ihm u. a. seinen Dorfnamen „Böckelschuster" ein, nach dem sein Haus bis zur Stunde „Böckels-Haus" heißt. So lohnt ein Dorf seine treuen Kämpfer. Bommersheim ist der deutsch-völkischen Sache treu geblieben, auch nachdem die großen Sturmtage der 90er Jahre äußerlich erfolglos abgeflaut waren und Dr. Boeckel sich als ein Geschlagener in die Vergessenheit halle zurückzi^hen müssen. Bommersheim stieß nach dem Kriege, in dem er seinen einzigen Sohn Halle opfern müssen, zu der deutschnationalen Seite, bei der er die Belange des gesamten Volkes am besten gewahrt glaubte. Nach der Begründung des Hessischen Land- bundes war er eines seiner tätigsten Glieder. Bis 1933 war er Mitglied des Gießener Kreisaus- schusses, in dem er eine von allen Sellen geachtete und geschätzte Rolle als unerschrockener und unparteiischer Mann spielle. Friedrich Bommersheim gehörte viele Jahre dem evangelischen Kirchenvorstand an und wurde in den letzten Landeskirchen- tag der Hessischen Landeskirche entfeniet. Eine große Freude seines Allers ist es ihm, daß er so manches vaterländische Wunschbild seiner jungen Kampftage jetzt in unseren Tagen erfüllt sehen durfte. Dem Jubilar bringen auch wir an seinem Geburts- tage unsere herzlichen Glückwünsche dar. 25 Jahre Tiefbohr-Unternehmen. £ Inheiden, 13. DEL Das hiesige Tiefbohr- Unternehmen Stefan Kuhn kann am kommenden Samstgg auf sein 25jähriges Bestehen zurückblicken. Die Firma wurde 1914 gegründet. Bald danach brach der Weltkrieg aus. Herr Kuhn mußte sofort zum Heeresdienst einrücken und machte den Weltkrieg mit: erst 1919 konnte er wieder mit seiner Arbeit beginnen. Durch unermüdlichen Einsatz Formte er sein Unternehmen außerordentlich entwickeln, und bald wurde in ganz Mitteldeutsch- ^1*1 bas ’M Sl-ti >Ä Sj, ■ ;le »etne L'M-ich ft* W ö *rt । nur tes rmL 8lucfl 8 Ä Mi unb hiu& !Ä» bften ii MA die SZ Was bei dem einen die Zigarette ist, ist bei anderen das achtlos weggeworfene Streichholz,^ zum Anzünden der Tabakpfeife benutzt wurde. W muß die Erziehungsarbeit zum Denken und Ued^ legen einsetzen. Nach den Berichten der Feuerlost'' Polizei sind die meisten Brände auf Fahrlässig'»! und Leichtsinn zurückzuführen. Ferner gehören ffj' lerhafte Feuerungs- und Elekllo-Anlagen für Sw und Kraft, der Umgang mit offenem Feuer uri Licht zu den am häufigsten festgestellten Brafvv sprechen den Baukosten für rund 20 000, Ursachen. Weitere Ursachen sind die ^unsachgeE Wohnhäuser, ober dem I a h r e s e i n k o m -! Lagerung von ftischem Heu und ahnllchen men von 250000 schaffenden Deut-,Selbstentzündung neigenden landwirtschaftlichen schen. Die Ernteftüchte und das Vieh, die bei die-!zeugnisien, die leichtfertige Aufstellung von sen Bränden umkommen, würden genügen, eine triebsmotorey und Lokomobilen in unmittelbar^ Stadt mit 200 000 Einwohnern, also etwa Kiel oder Nahe von Mieten wobei Funkenflug sehr W RoiNl "'M by & 1 Setzung. S.jf.-tfport Spitzenstellung weiter ausbauen, denn der Neuling in einem noch größeren Rahmen durchführen, aber Dunlop Hanau müßte nach Kampf sicher bezwungen die Schweiz und Dänemark machten nicht mit und werden. Auch Meister Hanau 93 ist gegen den Spieloeroin Kassel, der noch ohne Sieg dasteht. knapp in Front zu erwarten. Ein ausgeglichener buchte dann wieder großartige Leistungen, die mit! lünationen zusammen, die schließlich auch zum bei Weltmeisterschaft ihre Krönung fanden. Dennoch | Ehrentor führten. Die Einheimischen spiellen auf 5. Fortsetzung. (Nachdruck verboten!- Karola verschanzt sich mit letztem Mut hinter Nein. Er müßte zuüber mich ist etwas ungestört jeden in ittai der sich die die also nichts Besonderes weiter dabei." „Doch!" widerspricht er hartnäckig. „Es Besonderes dabei. Hier sind wir nämlich und werden es auch bleiben. Ich werde den tiefen See befördern, der uns hier zu stören wagt." „Sehr mutig, Karajan. Sie wollen vermutlich einen Raubüberfall auf Ihre Lebensretterin inszenieren?" Neue Autobahnstrecken werben eröffnet. Die Teilstrecke Reiskirchen- Zell-Romrod wird noch in diesem Jahre frei. auch erst in letzter Stunde zur Teilnahme entschloß. Es dürfte in Amsterdam zu einer Reihe schöner und kampfreicher Hockeytreffen kommen. Am Samstag spielte Deutschland gegen Belgien und Holland trifft anschließend auf Frankreich. Man erwartet Siege von Deutschland und Holland, die dann am Sonntag den Turniersieg uhter sich ausmachen wür- Der Deutsche Eishockey-Mei st er wird in diesem Jahre nach einem neuen Austragungssystem ermittelt. Die 17 Gaue des Reiches werden in fünf Gaugruppen Nord, West, Süd, Südost und Ost eingeteilt und tragen bis 31. Dezember die Vorrunde aus. Zehn Mannschaften insgesamt bestreiten dann in zwei Abteilungen die Zwischenrunde, von denen die jeweils zwei Besten in die Vorschlußrunde kommen, in der die Gegner des Endkampfes ermittelt werden. ! llnd Karola, die ihm den Gedanken aus dem * Gesicht abliest, denkt nur immer: Tu es —! ' fürchtet sich doch davor. soll bas werden? Wenn er jetzt zu ihr spricht, er sie jetzt in seine Arme nimmt, ist sie wehr- Aber dann kommen die Gedanken und flüstern ihr zu, daß ja nun alles lange vorüber ist, daß alles wiedergutgemacht werden kann — Und das Herz, das unvernünftige Herz, es hat nur den einen Wunsch: „Nimm mich in deinen Arm!" Aber er tut es nicht. Er blickt eine Welle still vor sich hin, während seine Finger einen Grashalm zerpflücken. Seine Stirn ist in krause Falten gezogen, als denke er scharf nach, als habe er Mühe, seinen Entschluß zu sassen — oh, sie fühlt, wie er mit seiner Scheu kämpft —- und doch zu ihr sprechen möchte von seiner Liebe — Doch das darf nicht geschehen. Nein. Eine Falte erscheint auf Karolas Stirn. Ich will nicht noch einmal mein Leben, mein wird es mir niemals glauben. Ich aber gründe gehen, wenn das noch einmal hereinbräche, was damals geschah ... Mit einem kurzen Ruck erhebt sie sich. so blieben nur vier Länder, allerdings die stärksten auf dem Festland, übrig, von denen sich Frankreich höchste Lob, das unsere Ge-neratton einer Frack spenden kann, denn wir haben im Felde erfahren, was das ist: Kameradschaft. Ich möchte Ihr Vertrauen aber nicht enttäuschen. Sie sollen wissen, wen Sie sich in Ihr Haus geholt haben." „Das weiß ich bereits, Doktor Karajan — ich weiß, wer Sie sind!" stammelte sie hastig, denn nun -sitzt sie auf einmal in der Zwickmühle. Jetzt muß sie reden! Sie kann sich doch jetzt nicht etwa seine Lebensgeschichte ruhig anhören — feine Lebensgeschichte, die auch ein Stück ihres eigenen verfehlten Lebens ist! Nein, nun muß sie den Mut haben, als Erste zu bekennen. Doch er läßt sie gar nicht zu Worte kommen. „Gewiß!" lächell er. „Mein Namö — mein Beruf — das haben Sie aus meinem Paß gelesen. Daß ich über die Grenze gekommen bin, kann man auch daraus erkennen. Aber weshalb ich bei Nacht und Nebel heimlich in mein Vaterland zurückkehren mußte — das können Sie nicht wissen. Und Sle sollen es wissen. Sehen Sie, da war mal ein junger Mann, er hatte noch das letzte halbe Jahr draußen an der Front gestanden, der kam zurück nach Deutschland — und studierte Chemie. Sein Vater, ein Wirker aus Sachsen, konnte gerade solange die Hände rühren, bis dieser junge Mann seinen Doktor in der Tasche hatte. Dann legte er sich hin, schloß die Augen, faltete die Hände und dachte: Nun hast du's geschafft! Nun steht er auf eigenen Füßen! Er starb. Und im geborgten Gehrock fuhr der junge! Mann nach Hause, um ihn zu begraben. Der junge Mann stand danach ganz allein auf Gottes Welt. Das einzige, was er besaß, war sein heller Kopf, zwei Freunde unb das Recht, vor seinem Namen ein Dr. zu setzen. Der helle Kopf half ihm, recht bald eine nette1 Stellung zu finden. Ein kleiner aber ordentlicher Betrieb in Westfalen. Wir stellten damals allerlei Preßstoffteile her, besonders für die Industrie. Oh, es ging mir recht gut. Die ,Vereinigten Chemischen Werke' hatten ordentlich zu tun. Aber was ist Ihnen denn, Karola? Fühlen Sie sich nicht besonders gut?" Besorgt blickt er sie an. Tatsächlich, aus ihrem Gesicht ist alle Farbe gewichen. Erschreckt greift er nach ihren Händen. „Sie haben ja eiskalte Hände?" Doch sie wehrt mit einem gepreßten Lachen ab. Was sie das Lachen kostet an Kraft, weiß aller« dings nur sie allein. „Nichts! Nichts! Das kommt und geht. Dafür brauchen Sie sich nicht beunruhigen zu lasten!" (Fortsetzung foljt!) !n smd. Eiü N8 i Ausbau--/'-^ richt der M „Wir wollen weiter, Karajan", sagt sie mit rauher Stimme. „Hatten wir uns nicht vorgenommen, einen tüchtigen Fußmarsch zu unternehmen? Und nun sitzen mir hier, als . wäre unsere Wanderung schon zu Ende!" _ ,Lst sie auch!" entgegnete Karajan und nickt ihr freundlich zu. „Wie soll ich das begreifen?" „®af nicht. Wenigstens im Augenblick nicht. Ich habe mich auf das Zusammensein mit Ihnen gefreut, Karola." „Wir waren täglich zusammen, Karajan. Es ist den. Die deutsche Elf wird in Amsterdam auf Hut sein müssen; um keinen Fall handelt es um einen „Spaziergang". Zum Kampf gegen Belgier wird fast die gleiche Elf aufgeboten, „Gut!" nickt er gnädig, „ich werde also unter diesen Umständen von meinem Plan absehen. Wollen Sie die Güte haben, als Ausgleich dafür wieder Platz zu nehmen und mir einige Fragen beantworten?" „Ich kann wohl kaum nein sagen. Sie sind ja letzt wieder der Stärkere." Seufzend setzt sich Karola wieder, aber wohlweislich einen gehörigen Zwischenraum zwischen sich und ihn legend. „Fragen Sie!" Er räuspert sich, kneift die Augen ein wenig zusammen und fragt bann: „Warum haben Sie damals, als Sie mich auflasen, nicht die Polizei be- nachrichtigt?" „Was hat die Polizei damit zu tun, wenn ich einem Menschen helfen will?" ,Zch hatte eine Schußwunde. Es hätte ein Verbrechen vorliegen können. Die Grenze ist keine drei Kilometer entfernt. Lag der Schluß nicht nahe, daß ich vielleicht ... nun, sagen wir, Devisen geschmuggelt hätte?" „Ich habe einen Augenblick diese Vermutung gehabt", gesteht Karola und sieht ihn offen an dabei. „Aber als ich Ihren Paß entdeckte und Ihr Gesicht sah, da — glaubte ich nicht mehr daran." „Warum glaubten Sie das nicht mehr?" „Verbrecher sehen anders aus. Ein ganz klein wenig verstehe ich von Menschen? „Hm." Er schweigt eine Weile und blickt zu Boden. „Aabe ich das Ihnen zu verdanken, daß auf dem Dyeresienhof nie ein Mensch gefragt hat, wer ich bin, woher ich komme und wohin ich gehe?" „Ja. Das habe ich mir ausgebeten. Ihr Paß war ohne Visum. Sie sind über die Grenze gekommen, denn woher sonst der Schuß, die schmierige Kleidung? Sie werden also Grund gehabt haben, den Behörden nicht gerade „Guten Tag" zu sagen. Darum habe ich jedes (Befrage unterbunden, ja, es ist wahrscheinlich auch hinter Ihrem Rücken kaum geschwatzt worden." „Ich danke Ihnen, Karola. Sie haben mir einen großen Dienst erwiesen!" Er nimmt ihre Hand und küßt sie. „Sie sind ein feiner Kerl." Errötend entzieht sie chm ihre Linke. Für den Bruchteil eines Augenblicks kommt ihr das Grotssske der Situation zum Bewußtsein: Der Mann, dessen Schicksal einst von ihr zerschlagen wurde, küßt ihr heute dankbar die Hand! — Doch dieser (Bebanfe blitzt nur auf, um sofort wieder zu verlöschen, denn die Gegenwart, seine lebendige Nähe ist stärker als alles andere. „Sie haben mir viel Vertrauen bewiesen, Karola. Sie haben gehandelt wie ein Kamerad. Das ist das Kampf ist zwischen SC. 03 und BC. Sport zu er« warten. Beide Mannschaften stehen mit 1:5 Punk- ten am Schluß der Tabelle, und da niemand gerne das Schlußlicht sein will, wird es in diesem Lokalkampf an dem nötigen Einsatz bestimmt nicht fehlen. Kewa Wachenbuchen müßte den VfB. Friedberg schlagen und damit zum ersten Sieg kommen. Cobbs und Eystonö Weltrekorde bestätigt. Der Automobilsport-Weltverband (AIACR.) hat die Mitte September von den Engländern Cobb und Eyston in Amerika aufgestellten Auto-Weltrekorde offiziell anerkannt. Cobb hatte mit dem Napier-Railton den Weltrekord über den fliegenden Kilometer und die fliegende Meile am 15. September auf 563,4 und 563,6 km/st geschraubt. Diese unvorstellbaren Geschwindigkeiten wurden aber schon 24 Stunden später von E y st o n mit seinem „Blitzstrahl" auf 575,1 bzw. 575,3 km/st getrieben. Kurze Sportnotizen. DerdeutscheBeraterWernerKlinge- berg traf als Beauftragter des Internationalen Olympischen Komitees am Dienstag in Helsinki ein, um dort feine bereits für Tokio ausgestellten Organisationspläne zur Verfügung zu stellen. Ueberführ ungen, finb auf der Strecke notwendig gewesen. Besonders schön ist die Steinbogenbrücke bei Eifa, am Ende des Frankfurter Abschnittes, die so gleichsam das Eingangstor für den Frankfurter Bereich darstellt. Am 24. Oktober vergangenen Jahres wurde die erste Pfalzsttecke eingewecht. In der Zwischenzeit konnte dort ein weiteres Teilstück in Betrieb ge- nommen werden, so daß die Strecke Kaiserslautern- West bis Tiefenthal befahrbar ist. Ein neuer Teilabschnitt steht jetzt vor der Vollendung und wttd noch in diesem Jahre freigegeben, die Strecke Tiefenthal bis Grünstadt (von Kilometer 88,9 bis Kilometer 95). Dieses Stück führt durch das Pfälzer Weinbaugebiet und gibt prächtige Ausblicke auf die besten Weinbaulagen der Pfalz. Vis zum Anschluß an die Reichsautobahn Frankfurt—Mannheim fehlen von Grünstadt aus noch 26 Kilometer, deren Bau noch längere Zeit beanspruchen wird, weil hier eine neue Rheinbrücke^errichtet werden muß. Der dritte Teilabschnitt im Bezirk der Obersten Bauleitung Frankfurt, der in diesem Jahre noch eröffnet wird, tft die Strecke Stuttgar t—P forz- heim. Diese Strecke hat deshalb besondere Bedeutung, weil mit ihr die Gesamtstrecke bis München frei wird. Die Anschlußstrecken der anderen Obersten Bau- lettungsbezirke sind ebenfalls soweit gefördert, daß auch diese Sttecken etwa gleichzeitig mit der Strecke Karlsruhe—Pforzheim betriebsfertig werden.- Der Abschnitt Karlsruhe—Baden-Baden soll im nächsten Jahre eröffnet werden. 'den in LeM, [, btnn bit Ur- > btt UebttmiM . - rt Stijtod ' jen AM ® | 13 Drarcke Di in NwM-n Reimen, * ■äten und M; ntn und W n die Mfg Fall entbehr- weide» \* " w mdlchnd-n 2 ehr eine ,°d!!«■** hsr £*eA* I wurde, i ? beE "nd y i £enL Feu^ I Fohrl^ Mein o-P 'M Wä Glück aufs Spiel setzen denkt sie. Er darf mich nicht fragen, ob ich ihn liebe, er darf mich nicht in feinen Arm nehmen! Ich wäre verloren. Denn eines Tages wird die Vergangenheit aufstehen und gegen mich zeugen. Was konnte ich ihm dann sagen? — Wird er es glauben können, daß in diesen letzten Jahren ein neuer Mensch aus mir wurde? — ' ~ * 6rnt< - die JiinW von jL?? en- Setfr ' Kops S >fafe" 7 in Hamburg gegen Dänemark gewann. Verkürzter Olympischer Kackettauf. Der erstmals von Deutschland bei den Olympischen Spielen 1936 von Olympia nach Berlin veranstaltete Fackel-Staffellauf soll 1940 von Finnland wiederholt werden. Allerdings hat das finnische Organisationskomitee allein wegen der weitaus größeren Entfernung mit ziemlichen Schwierigkeiten zu rechnen. Aus den Reihen des Komitees wurde deshalb ein Vorschlag unterbreitet, den Fackellauf von dem im hohen finnischen Norden gelegenen Berg Aavasakasa nach Helsinki durchzuführen. Vom Aavasakasa ist in den Monaten Juli und August, also gerade zur Zeit der Olympischen Spiele, die Mitternachtssonne gut sichtbar. Der Gedanke, im Schein des Nordlichts, dem Symbol und Wahrzeichen der Arktis. das olympische Feuer zu entzünden und nach Helsinki zu tragen, hüt durchaus etwas für sich. Fußball der heimischen Mannschaften. Rodheim I — Heuchelheim I 4:1 (4:0). Die Heuhelheimer fuhren mit sieben Mann Ersatz nach Rodheim und gerieten bei den komplett spielenden Gastgebern glatt unter die Räder. Nach vielversprechendem Anfang für die Gäste kamen die Rodheimer kurz hintereinander zweimal zu Treffern, die aus die Unsicherheit der blauen Abwehr zurückzuführen waren und die Mannschaft sichtlich deprimierte. Bis zur Pause spielten die Gäste reichlich zerfahren, so daß die Rodheimer noch zwei Tore erzielen konnten. In der zweiten Hälfte rafften sich die Blauen auf und zeigten etwas System. Die Abwehr klappte jetzt besser und der Sturm fand sich zu einigen schönen Kom- u«d?rschlagen muß. frn brennendes Rot ergießt sich über sie. 8$ steigt vom Nacken her über Hals und Kinn ,15. >n die Schläfen. Das ist so zart und mädchen- so wunderschön und ergreifend zugleich, daß : *T am liebsten in die Arme reißen möchte. ,5ie sagen das so betrübt Ist.es der Abschied, btr Sie traurig macht? Ich kann mir nicht denken, dch ein kluger Mann bei dem recht alltäglichen Ttianken, daß alles einmal zu Ende sein muß, so Mrübt ist! Da liegt noch ein anderer Grund vor. Bitie, nicht sprechen! Sie sollen mir nichts sagen, ich bin gar nicht neugierig! Nur — es macht mich traurig! Ich hatte es mir nun einmal in den Kopf Jtieftt, daß Sie hier ganz gesund werden sollten, Körper — und Seele!" And Sie meinen, ich wäre es nicht?" .Das fürchte ich!" v,Run, Sie sonderbares, wunderliches Mädchen", L-hell er, „bann gestehe ich Ihnen ganz offen, daß Tr noch mehr vermochten als Sie wohl glauben. &).bin nicht nur gesund geworden, sondern Sie Wen einen neuen Menschen aus mir gemacht. — A habe bisher nicht gewußt —" er blickt zu Boden K’ei und seine Stimme wird zum Flüstern, „daß auch — glücklich sein kann." R-in blickt er sie offen an, und in seinen Augen es ganz deutlich, wie es in seinem Herzen aus« so klar und beglückend, daß sie den Blick MtBiniiignMiDiii Roman von Äurt Riemann kepyright by Verlag Oskar Meister, Werdau i. Sa zu erfüllen hatte. Dreißig Siege in einem Sommer Here bisher wohl kaum ein Dauerfahrer aufzu- Diffen. Erich Metze griff wegen feiner Verletzung eicmtlich erst im Juli in die Ereignisse des Dies» fäjrigen Stehersports ein. Der Dortmunder voll- Lpd. In Kürze werden wieder drei wichtige Teilabschnitte der Reichsautobahn im Bezirk der Obersten Bauleitung Frankfurt dem Betrieb übergeben werden" können. Der Bereich der Obersten Bauleitung Frankfurt greift nach Norden zu bis ungefähr sechs Kilometer oberhalb Al s fe 1b. Teilweise wurde diese Sttecke bereits pir den Verkehr freigegeben. Bis Reiskirchen können heute die Kraftfahrzeuge auf der Reichsautobahn von Frankfurt nach Norden fahren. Beim Kilometer 66 aber müssen die Wagen die Reichsautobahn verlassen. Erst beim Kilometer 100,1 beginnt wieder die fertige Strecke. Beim Kilometer 111,323, wenige Kilometer oberhalb Alsfeld, ist der Bereich der Frankfurter Bauleitung zu Ende. Von hier ab ist die Oberste Bauleitung Kassel zuständig. Die Kasseler Strecke ist ebenfalls schon in Betrieb. Dadurch, daß die Strecke hoch auf die Berge hinaufführt, sind beträchtliche Höhenunterschiede zu überwinden; es ergeben sich hier ganz herrliche Weit- und Rundblicke in das hessische Bergland. Die Eigenart des Geländes hat es notwendig gemacht, daß hier die eine Fahrbahn stellenweise höher geführt werden mußte als die andere. Der Unterschied beträgt fast bis zu zwei Meter. Um em Abrutschen zu verhüten wurden Stützmauern zwischen den beiden Fahrbahnen errichtet. Das Zwischenstück Reiskirchen—Zell-Ro m- rod geht seiner Vollendung entgegen. Breite Grünstreifen trennen verschiedentlich in den weiten Wäldern die Hellen Bänder der Fahrbahnen voneinander. An einigen Stellen sind Waldinseln zwischen den Fahrbahnen stehengeblieben. Dadurch erhäll die Reichsautobahn fast den Eharakter von zwei verschiedenen selbständigen Straßen. Auch auf dieser Sttecke mußte die Reichsautobahn stellenweise ter» rassenförmig angelegt werden. Beim Kilometer 68 befindet sich eine Abzweigung für Gießen, bei Kilometer 79 — in der Nähe von «Atzenhain — wurde die Anschluß st recke für Grünberg und Homberg geschaffen. Eine Reihe größerer Bauwerke, Unterführungen wie 8 riebt. Sä «• w wurde er in der Gesamtwertung noch von dem Wiesbadener Schön übertroffen, der mit fünf Siegen und zwölf zweiten Preisen den zweiten Platz belegte. Toni Merkens hat gleich im ersten Jahr seiner Steherlaufbahn bewiesen, daß er das 3eug eines großen Dauerfahrers hat. Auch der Chemnitzer Schindler war trotz eines schweren Sturzes in der Form eines Extraklassefahrers. Ebenso fuhr der Leipziger Hille vorzügliche Rennen. K r e w e r (Köln) zeigte erst am Schluß des Sommers gute Leistungen. Bester Ausländer war diesmal der Italiener Severgnini, zu dem durch die umfichttge Führung von Karl Saidow der Schweizer Heimann aufgerückt ist. Von dem Holländer Wals, der bei ber Weltmeisterschaft hervorragend fuhr, wird in Zukunft sicher noch viel zu erwarten sein. Sonst waren von den Ausländern noch Lemoine und T e r r e a u recht erfolgreich. Hockey-Arohkämpfe in Amsterdam. Vlerländerlurnler mil deutscher Beteiligung. Unseren Hockeyspielern steht nach ihrem siegreich geführten Länderkampf gegen Dänemark am Wochenende wieberum eine schwere internationale Kraftprobe bevor. Die deutsche Nationalelf beteiligt sich am Vierländerturnier in Amsterdam, bei dem Holland, Belgien und Frankreich die Gegner sein werden. Der holländische Verband wollte dieses Turnier aus Anlaß seines 40jährigen Bestehens Sicherung und vermochten eine Berbefferung des Torverhältnisses zugunsten der Gäste durch eifrige Abwehrarbeit zu verhindern. Der Nachwuchs der Heuchelheimer zeigte zum ersten Male die Vorteile des Zusammenschlusses von Sportverein und Turnverein tn Heuchelheim. Eine aus Spielern beider seitherigen Vereine zusammengestellte Jugendmannschaft konnte in einem überzeugenden Spiele die spielstarken 1900er niederringen. FSV. Steinbach I — Spvgg. Leihgestern I 1:3 (0:2). Am Sonntag gastierte die Erste voll Leihgestern in Steinbach zum fälligen Verbandsspiel. Die Blauweißen, die offenbar das Spiel zu leicht genommen hatten, mußten aber während des Spiels erfahren, daß die Platzherren einen großen Kampfgeist mitbrachten und tafiächlich das Spiel offen halten konnten. Die Leihgefterner spielten am Anfang ihr gewohntes Spiel, dann aber wurde auf beiden Seiten „geholzt". Leihgestern ging durch Arnold in Führung und Funk vergrößerte auf 2:0. Nach der Pause verkürzten die Steinbacher auf 2:1, bann mußte Krämer einen Elfmeter jur Ecke wehren, um feiner Mannschaft die Punkte zu retten. Eine Viertelstunde vor Schluß erhöhte dann Arnold noch auf 3:1. OienächstenKämpfederAauligo Hessen Hessen Hersfeld — Dunlop Hanau FC. Hanau 93 — Spielverein Kassel SC. 03 Kassel — Sport Kassel Kewa Wachenbuchen — VfB. Friedberg Der Tabellenführer Hessen Hersfeld wird seine MannschastSkämpfe der Turner. Die Pflicht-Vereinsmannschaftskämpfe der Turner »erben im neuen Jahr in vier Klassen durchgefuhrt, Md zwar in der Unterkreisklasse als Sechskampf, lr der Kreisklasse als Siebenkampf, in der Gauklasse als Neunkampf und in der Reichsklasse als Zwolf- kcmps. Die Gaumeisterschaften in der Reichsklasse »erden am 12. März abgewickell, die Gaugruppen- Kisscheidungen werden für den 26. 9ftar3 beftmunt, »ährend die Deutsche Dereinsmeisterschaft am li April entschieden wird. Zur Ermittlung des deutschen Vereinsmeisters wurde folgende Gau- ssuppen-Einteilung oorgenommen: Gruppe 1: Brandenburg, Hessen, Baden, Südwest. Gruppe 2: Ostpreußen, Mitte, Niedersachsen, Westfalen. Gruppe 3: Schlesien, Sachsen, Nordmark, Württemberg. Gruppe 4: Pommern, Niederrhein, Mittelrhein, Bayern. Imperiums-Pokal für BMW. Auf der Londoner Kristallpalast-Rundstrecke (eierte bir Engländer Fane, ein Mitglied der bei den Tiusend Meilen von Brescia so erfolgreichen BMW.- Mannschaft, einen neuen großen Erfolg. Auf seinem Fazer-Nash-BMW. trug er im Kampf der Sport- niigen um den Imperiums-Pokal mit 75 km st den Sieg davon. Das Hauptrennen um den Silber-Pokal mirbe von Dobson (ERA.) mit 89,3 km/st ge= tonnen, nachbem Prinz Bira (ERA.) wegen eines Aifendefekts hatte aufgeben müssen. Erste Auswahl zur Kontinent-Mannschaft neaen England. Am Mittwoch fand in Zürich eine Sitzung ber k^A-Kommission statt, auf ber die Würfel gefallen firb, wer im großen Fußballkampf Konti- n - n t — E n g l a n d am 26. Oktober in London den Äntinent vertreten wird. Die Kommission, bestehend atö Mauro, Pozzo (beide Italien), Lotsy (Holland) urb Dr. Schricker, dem deutschen Generalsekretär dr FIFA, wählte 16 Spieler aus, nachdem die weite-n Mitglieder Josef Herberger (Deutschland), Dr. Dich (Ungarn) und Barreau (Frankreich) ihre Bor- schöge schriftlich unterbreitet hatten. Die zu überblickenden Schwierigkeiten waren nicht gering, denn er im Laufe des Mittwochs traf aus Budapest die eriqültige Zusage der angeforderten ungarischen Süeler ein, sodann sagte die Tschecho-Slowakei ab lö auf den verletzten Schweizer Verteidiger Mi- Mi mußte verzichtet werdeü. Das Ergebnis der in ganz Europa mit Span» nng erwarteten Auswahl waren schließlich die folge den 16 Spieler: o r 1) ü t e r : Raftl (Deutschland), Olivieri (Jta- 3erteibtger: Foni, Rava (beide Italien), (Ungarn). Säufer: Kupfer, Kitzinger (beide Deutschland), ILivreolo (Italien). Lazar (Ungarn). Stürmer: Aston (Frankreich), Colaussi, Viola (bi de Italiens Braine (Belgien), Brustab (Norwegen), Dr. Sarosi, Szengeller (beibe Ungarn). Lohmann vor Schön und M?he. Luch die nun abgeschlosiene Somrner-Radrenn- zei hat die Ueberlegenheit ber deutschen Dauer- stirer mit den fünf ersten Plätzen der Rangliste rchgewiesen. Walter Lohmann (Bochum) war Uli: 30 Siegen und 204 Punkten der i n t e r » rational erfolgreich st e Dauerfahrer, nii er, als ber vorjährige Weltmeister, auf der an« btien Seite auch die meisten Startverpflichtungen poi-werk? e alten echelt 8 U 'M und foc ^rmechtsvE - ^hrrungs« wechn W 15. die AngeVagik Die Slngetlagb nrit hohen AH inz 33 DieW 1935 bis 1936 j t Dezember 1$ ncherungsvem nachträglich |i die später Sei chm sich eben’ en zahlreiche! brüche in die i Jes, der Tutt hiuchaltunM üfimg durch n stand. Es w n Uhrig bet 15 verbuchter« im Mftll W inschäenlich && bie Sache ich erwieftn. Smi 5 schweren W p* rooräen frei K sie liebt diesen Mann — das ist ihr klar ge= ’!r‘en in diesen Tagen. Dagegen hilft fein Sttäu- «ein Wehren. .Wegen helfen auch die Einsprüche der Vernunft JW. die Firma — also du — ihr habt diesen Mann einem grimmigen 5)umor, denn sie ahnt — nein, sie JWiI um alles gebracht — um seine Arbeit — um । weiß, was jetzt kommt. Hiet (Srfolg — er wird dich von sich jagen, wenn, „Ich mache darauf aufmerksam, daß meine Bar- e:r 69 jemals erfährt! j schäft ganze siebzig Pfennig beträgt* Wirtschaft. Mein-Mainische Börse. Mttagsbörse: still und wenig verändert. Frankfurt a. M., 12. DEL Die weiterhin im Vordergrund stehende günstige Anleihezeichnung ließ auch an der heutigen Börse kein nennenswertes Geschäft zu, zumal Anregungen allgemeiner Art fehlten. Die wenigen vorliegenden Aufträge beruhen mehr oder minder auf Zufall und stellen vielfach auch Tauschtransaktionen zum Zwecke der Geldbeschaffung für die Anleihezeichnung dar. Bei freundlichem Unterton wiesen die Kurse am Aktienmarkt wieder nur geringprozentige Veränderungen auf. Etwas stärker abweichend waren Reichsbank mit 186,25 (187,50) und Aschaffenburger Zellstoff mit 120,25 (122). Montanwerte bröckelten vorwiegend 0,25 bis 0,50 v. H. ab, Hoesch 113, Mannesmann 110, Verein. Stahl 104,13, Rheinstahl 139, aber Klöckner 0,50 v. H. höher mit 122,75. Von chemischen Werten ließen Farbenindustrie 0,65 v. H. nach auf 151^ Scheideanstalt und Metallgesellschaft blieben unverändert. Elektropapiere zogen meist 0,25 bis 0,75 d. Sj. an, nur AEG. 0,50 v. H. ermäßigt auf 119,50. Maschinenaktien lagen gut behauptet. Von Einzelwerten gingen Westdeutsche Kaufhof weiter leicht zurück auf 99,90 (100,50). Auch am Rentenmarkt blieb das Geschäft sehr ruhig. Die Veränderungen hielten sich ebenfalls in engsten Grenzen. Reichsaltbesitz 0,40 v. H. leichter mit 130,50, Reichsbahn-VA. 0,13 o. $). höher mit 125,90. In Goldpfandbriefen lag teilweise etwas mehr Rückfluß als in den letzten Tagen vor, die Kurse blieben jedoch unverändert. Liquidations- Pfandbriefe bröckelten dagegen allgemein bis 0,25 v. S). ab. Stadtanleihen lagen meist behauptet, Heidelberg 40 Pf. niedriger mit 96,60. Bei Jndustrie- Dbligatwnen gingen die Abweichungen nur vereinzelt über 0,13 bis 0,25 v. H. hinaus. Reichsbahn- DA. gaben später auf 125,75 nach 125,90 nach. Kom- munal-Umschuldung knapp gehalten mit 94,05 (94,10), 4proz. Rentenbank-Ablösung 0,25 v. H. schwächer mit 91,50., Am Markt der unnotierten Werte herrschte Geschäftsstille, man nannte unveränderte Kurse. Tagesgeld mit uno. 2,25 v. H. weiter leicht bei einigem Üeberstand. Abendbörse: still und abbröckelnd. Da Aufträge fast nach keiner Seite hin vorlagen, herrschte an der Abendbörse Geschäftsstille. Den meisten zur Notiz gekommenen Papieren lag kein Abschluß zugrunde. Für Aktien blieb die Entwicklung uneinheitlich, wobei leichte Abbröckelungen überwogen. Von Montanwerten verloren Deutsche Erdöl 0,90 v. H. auf 129,25, Hoesch 0,50 v. H. auf 112, Mannesmann und Buderus je 0,25 v. H. auf 109 bzw. 111, während Verein. Stahl mit 104,25 behauptet und Rheinstahl 0,25 v. H. höher lagen mit 138,50. Auch Maschinenwerte lagen nur knapp gehalten; Adlerwerke 110,50 (111), Demag 146,75 (146,90), Junghans 104,75 (105), Rheinmetall 128,75 (129,25). Leicht ermäßigt waren ferner IG.-Farben mit 151 (151,25), Metallgesellschaft mit 126,75 Brief (127), und am Elektromarkt gingen Gesfürel auf 139 (139,75) und Licht und Kraft auf 141,50 (141,75) zurück, hingegen RWE. unv. 122,75. Per Kasse etwas höher notierten Holzmann mit 155 (154,50). Von Bankaktien bröckelten Deutsche Bank auf 117 (117,25) ab. Der Rentenmarkt war ebenfalls fast ohne Geschäft. Schutzgebiets-Anleihen Zertifikate notierten nach Pause mit 12,04 (12), ferner kamen 5proz. AEG. R 5—8 mit 99,75 (99,40) und Farben- Bonds mit unv. 123 zur Notiz. Die Gemeinde-Um- schuldungsanleihe hörte man wie mittags mit 94,05. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 12. Okt. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 kg) in RM.: Weizen W 9 200, W 11 202, W 12 203, W 13 204, W 16 207, W 18 209, W19 211, W20 213; Roggen RH 185, R12 186, R 14 188, R15 189, R16 191, R17 192, R18 193, R19 195 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste —, Futterhafer —. Weizenmehl, Type 812, W 13 29,25, W 16 29,25, W18 29,25, W20 (Kreis Alzey) 29,25, W 20 (Kreis Worms) 29,60 plus 0,50 RM. Frachtausgleich. Die Preise für Weizenmehl, Type 812, mit Beimischung von Malsbackmehl sind 30 Rpf. niedriger als die Notierungen. Roggenmehl, Type 997, R1? 22,45, R 15 22,80, R16 22,95, R 18 23,30, R lg 23,50 plus 0,50 RM. Frachtausgleich. Weizenfutter, mehl 13,60. Weizentleie W13 10,75, W16 10,90 W18 11,00, W19 ll;10, W20 11,20 Michls festpreise ab Mühlenstation. Roggenfuttermehl R iz 12,50, Roggenvollkleie R19 11,00. Roggenkleie R 12 9,95, R15 10,15, R16 10,25, R18 10,40 R19 10,50 Mühlenfestpreise ab Mühlenstatioir Treber —. Wiesenheu, handelsüblich, mit Besatz (bis ein Drittel) 5,00, Wiesenheu, gut, gesund, trocken, mit unerheblichem Besatz (bis etwa ein Zehntel) 5,80 bis 6,00, Kleeeheu, gut, gesund, trocken, 7,00 bis 7,50, Weizenstroh, bindfaden- gepreßt und gebündelt, 2,80, Roggenstroh, das- selbe, 2,90 bis 3,00, Hafer- und Gerstenstroh, das. selbe, 2,40 bis 2,50 Erzeugerpreis ab Erzeuger. Verladestation. Tendenz: ruhig. Frankfurter Schlachtviehmarkt Frankfurt a. M., 13. Oft. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 1181 Rinder (323 Ochsen, 112 Bullen, 432 Kühe, 311 Färsen), 320 Kälber, 220 Hämmel, 400 Schafe und 163 Schweine. Es kosteten: Ochsen 35 bis 46,50, Bullen 28 bis 44,50, Kühe 20 bis 44,50, Färsen 32 bis 45,50, Kälber 35 bis 65, Hämmel 32 bis 50, Schafe 20 bis 42, Schweine 50 bis 59 Mark. — Marktverlauf: Kälber und Schweine zugeteilt; Schafe und Hämmel mittelmäßig. trld)e sich I ?*« des t i bo5 'S“? d-- ’irHA ?' llSs eirb b, Ganz schwere u leichte Hannov.. Läufer: sdiweine stehen zum Verkauf bei 104627 Keil, Wieseck Gießen. Str. 89. Zug» mafdiinc mitneuemJunk. Diesel-Motor 12 PS, auch für stationären Antrieb geeignet, billig zu verkauf. Sehr gut erhalt, oder neuer Per- sonenwag. wird in Zahlung genommen. Schr. Angebote unter 04626 an den Gießen. Anzeig. 1 Hohner- Klavier- Harmonika „Student 2" zu verkaufen. [9544D Gartenstraße 2. Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Darum: Kleinanzeigen in die Heimatzeitung, den GießenerAnzeiger | Kaufgesuche | Wenig gebraucht. Gleichstrom- Motor 110 Bolt, 1-1,5 PS mit Anlasser zu kauf, gesucht. 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