Nr. 155 Erstes Matt 188. Zahrgang Montag, 15. Zum 1958 £r|d)etni lügltch, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Vie Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monats« Bezugspreis: Mir 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte e 1.80 Zustellgebühr . -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt üernfprechanfchlüffe unter Sammelnummer 225) Anschrift für Drahtnach» richten Anzeiger Girhev Postscheckkonto: gtanffurf am Main 11686 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen DmÄ und Verlag: vrühlsche UniverfitStr-rvckerei R. Lange in Gießen. 5chrift!eiiung und Geschäftsstelle: Lchulstratze ? Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf.. für Text- anzeigen von 70mm Breite 50Rpf.,Platzoorschrift nach oort). Vereinbg.25"/„ mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- iu behördliche Anzeigen6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Nur des Führers Friedensliebe Hai die Welt vor einer Katastrophe bewahrt. Rudolf Heß brandmarkt das Spiel der Kriegshetzer. — Völker und Frontsoldaten wollen daß ein yeuer leichtserlig vom Zaune gebrochen wird. Vor allem, es leben noch zu viel Frontsoldaten in den Völkern, und die Frontsoldaten in aller Welt wollen den Frieden. (Begeisterter Beifall.) Ich kann mir jedenfalls nicht denken, daß die wahrhaften Frontsoldaten anderer Völker es billigen, daß ihre Tapferkeit und die Tapferkeit ihrer Kinder mißbraucht wird, Kriegshetzern ihr Handwerk zu ermöglichen. den Frieden. — Eine ernste Warnung an Prag. Wie aber auch die andere Welt sich zu den Kriegshetzern stellen mag, unsere - Antwort Der Stellvertreter des Führers aus Pommerns Gautag. Stettin, 12. Juni. (DNB.) Annähernd 500 000 Menschen hatten sich am Sonntag aus allen Kreisen Pommerns zum Gautrefsen in Stettin versammelt. Mittags sprach auf einer machtvollen Kundgebung auf der Quistorp-Aue der Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß. Er betonte einleitend, es fei besonders für diejenigen Deutschen, die noch die furchtbare Erinnerung an die Zeiten mit sich tragen, da der haß in deutschen Grenzen herrschte und es keine Brücke zu geben schien zwischen den Menschen, die gleicher Boden geboren hat und durch deren Adern das gleiche Blut fließt, immer von neuem ein gewaltiges Erlebnis d i e Gemeinschaft zu sehen und zu empfinden, in der Adolf Hitler das deutsche Volk geeint hat. „Immer, wenn wir vor dem Führer stehen, wollen wir ihm zuerst zeigen: Sieh, d t e große Volksgemeinschaft, die du einst in der Zeit der Not und des Kampfes aller geaen alle gepredigt hast — fieh diese große Volksgemeinschaft ist auch hier Wirklichkeit geworden! F,ü hrer wir stehen zu dir, wie du zu uns gestanden und immer wieder zu uns stehst. Deine Treue zu deinem Volk erwidern wir in Treue zu dir! (Stürmischer Beifall.) Wer in der übrigen Welt, daran zweifle, möge sich zwischen uns stellen; er wird es genug gesehen und gehört haben, wenn der Führer kommt. Bei uns blitzen keine Bajonette, wenn Tausende beiein- anderstehen. Bei uns toben keine wildgewordenen Gendarmen mit Säbeln und Pistolen, wir brauchen nicht Pulver und Blei, um ein Volk zu regieren. (Begeisterte Zustimmung der Massen.) Wir stehen zum Führer, jawohl, um ihn zu schützen; aber um ihn zu schützen, daß er von Zehntausenden nicht erdrückt wird Wir stehen Hand in Hand um ihn als lebende Mauer der Liebe. Der Führer ist der erste Volksgenosse unter seinen Volksgenossen, und noch nie wurde ein Deutscher von seinen Deutschen so geliebt wie dieser Führer. Wie armselig, meine Parteigenossen, so viel Menschen draußen in der übrigen Welt, die glauben, daß dieser Mann, dessen Sinnen und handeln so stark eingestellt ist auf Großtaten der Kultur seines Volkes, daß dieser Mann im Innern trachten könnte aus Krieg und Zerstörung. (Tosende Zustimmung.) Er kennt den Krieg; er weih, daß er das Ende all seiner friedlichen Pläne bedeuten würde. Er weiß noch mehr, daß ein europäischer Ktieg das Ende der Kultur Europas bedeutete. „Ich wünschte, alle, die auf verantwortlichen Posten anderer Völker stehen, würden den Krieg ebenso gut, wie er kennen und wären sich ebenso sehr bewußt, was ein Krieg für das Schicksal Europas bedeutet. Adolf Hitler hat nicht den letzten Einsatz seines Volkes im Kriege von außen her mit angesehen, er hat nicht fernab vom Schuß, von Tod und Verderben, von der Hölle der Mate- rialfchlachlen über Gestalt und Zukunft feines Volkes nachgedacht. Er hat nicht an den Rockschößen anderer über neue Grenzen für sein Volk gegrübelt; er hat stets das Schicksal seines Volkes dort miterlebt, wo es am Härte st en geschmiedet wurde, und er hat sich stets dort für das Schicksal feines Deutschtums eingesetzt, wo der Einsatz am gefährlich st en war. Er war und ist Soldat, Marschierer, Kämpfer, hätte jeder maßgebende Mann der anderen europäischen Völker den gleichen Weg des letzten männlichen Einsatzes zurückgelegt, wüßten sie es alle aus eigener Erfahrung, was das Wort „Krieg" und das Wort „Tod" bedeutet, dann könnten sich nicht Lreigniffe abgespielt haben an unserer Grenze, wie wir sie in den letzten Wochen erlebten." Kaum je ist so leichtfertig mit dem Schicksal der Völker gespielt worden wie in diesen letzten Wochen, in deren ereignisreichem Mittelpunkt ein Staat stand, der als solcher nur dank der Lüge von Versailles besteht und der dank dieser Lüge die Welt in Aufregung zu versetzen vermag, ein Staat, in den Versailles willkürlich' eine Reihe starker und gesunder Minderheiten hineingezwungen hat. Allein fast 3,5 Millionen unserer deutschen Volksgenossen mußten dort leben! „Diesen Minderheiten" werden ihre Rechte immer weiter genommen — werden ihre Lebensmöglichkeiten immer mehr zerstört. Einst erhielten sie feierliche Versprechungen wie Selbstbestimmungsrecht und Selbstverwaltung. Diese feierlichen Versprechungen wurden gebrochen. (Zehntausende brechen in Pfuirufe aus.) Der gegenwärtige Zustand des Daseins der Minderheiten ist ein hohn auf die ein» ft i gen Versprechungen. Immer furchtbarer werden die Minderheiten entrechtet, terrorisiert und mißhandelt. Immer wieder werden Angehörige nichttschechischen Volkstumes niedergeschlagen, nieder- aeknüppelt und niedergeschossen, nur deshalb, weil sie eben nicht Tschechen sind. Klar und deutlich zeigt sich vor aller Augen: 1. Dieser Staat ist offensichtlich nicht in der Lage, Ruhe und Ordnung innerhalb feiner Grenzen zu halten, ist nicht in der Lage, das Leben feiner Bürger zu schützen. (Minutenlange leidenschaftliche Zustimmung.) 2. Dieser Staat ist zum Gefahrenherd für den Frieden Europas geworden! Es heißt, denn Frieden Europas bedrohen, wenn man plötzlich mobil macht — mobil macht ohne den geringsten Grund!" Aber dieser Staat mobilisiert nicht nur; schlagartig habe an der Grenze dieses Staates zu seinem Nachbarn ein Zustand eingesetzt, der praktisch eine Art Kriegszustand sei. Eine Provokation des Nachbarn sei der anderen gefolgt. Als dieser trotz allem nicht reagierte, wurden, Krie gs'flug- zeuge über seine Grenzen geschickt: Ein unverantwortliches Spiel, wie es in der Geschichte der Kulturnationen nicht seinesgleichen kennt. Als Begründung für dieses ganze furchtbare, gefährliche Tun fei schließlich der erstaunten Umwelt bekanntgegeben worden: „Gerüchtweise" habe verlautet, deutsche Truppen bewegten sich in Richtung auf die Grenze. Ein nicht nachgeprüftes, völlig unwahres Gerücht genüge also, mit einem grauenhaften Krieg zu spieleir. „Niemandem als dem Führer, feinen fö guten Verven und feiner grenzenlosen Friedensliebe Hal es Europa und die Wett zu verdanken, daß dieses Spiel nicht zur Katastrophe führte. Dieses Spiel ist freilich der Beweis, daß andere nicht fo gute Verven haben? Und das ist auch kein Wunder! Denn zu guten Verven gehört ein gutes Gewissen. Ein schlechtes Gewissen ruiniert aber auf die Dauer die Verven.-Und woher soll bei der Fülle gebrochener Versprechungen, nichterfüllter Verträge und nichteingelösler Worte ein gutes Gewissen kommen?" Zu verwundern sei nur, daß in ihrer Angst wahrscheinlich wahnsinnig Gewordene nicht schleunigst zur Raison gebracht werden durch Staaten, die Einfluß auf sie haben. Stattdessen hätten wir erlebt, daß eine Flut von Verleumdungen und Verdrehungen der Tatsachen sich ergossen hat gegen denjenigen, der die Verven behielt und dem es allein zu danken ist, daß Europa nicht in Flammen steht. (Anhaltende Zustimmung.) Die Welt habe allen ©runi), auch der vorbildlichen Disziplin der Deutschen in Böhmen selbst und der besonnenen Haltung ihrer Führung Anerkennung zu zollen, um so mehr Anerkennung zu zollen, je'mehr sie provoziert wurden, j? mtzhr sie schikaniert werden, je mehr sie gemorderß wird! „Wen sollte es wundern, daß unsere Herzen mit denen der Sudetendeutschen schlagen^" Wir wissen heute alle um den Kampf des Deutschtums rn den sudetendeutschen Ländern, der fast so lange schon währt, wie Deutsche dort wohnen. Immer sind aus diesem Kampf harte und entschlossene Männer als vorbildliche Deutsche heroorgegangech und je härter die Schläge gewesen sind, die fremdes Volkstum auf diese Deutschen niedersausen ließ, um so härter wurden die Schädel. Ja, unter diesen Schlägen entstand die eherne Geschlossenheit der deutschen Volksgruppen im Staat der Tschechen, einig, hart und der gerechten Sache bewußt. Niemals wird dieses deutsche Volkstum durch-Schikanen zerstört, durch Terror zermürbt werden. Allein auf sich gestellt, unter eigener Führung kämpft es um die Rechte der Selbstbestimmung! Um die Rechte, die ihm selbst von den Urhebern des Versailler Vertrages zugebilligt wurden. Im Bewußtsein eigenen Rechts,. im Bewußtsein, damit aber auch für die Rechte der anderen Minderheiten zu streiten, geht das Sudetendeutschtum seinen Weg! Und es ist unser heißer Wunsch, daß endlich, endlich für das Volkstum die Tage der Opfer vorbei feien, daß die Zeiten anbrechen werden, wert dieser Opfer. (Stürmische Zustimmungskundgebungen.) Meine Volksgenossen! Wir können es getrost einer späteren Geschichtsschreibung überlassen, das endgültige Urteil zu fällen, wer in diesen Tagen das Verdienst um die Rettung des Friedens hatte und wer sich bemüht hat, den Frieden zu brechen. Selten noch ist in der Weltöffentlichkeit so grundlos gelogen worden, zugleich aber auch so lendenlahm dementiert worden, selten noch hat man sich so bemüht, die wahren Tatsachen zu verwischen, wie in den vergangenen Wochen. Als sich herausstellte, daß Deutschland auf die Provokationen wirklich nicht reagiert, da wollten plötzlich draußen alle die Friedensengel gewesen sein, ja, es begann sogar Fin großes Geräusche unter den Friedensengeln, wetz denn der größte Friedensengel gewesen sei. (Stürmische Heiterkeit.) Dieses dreiste Lügen wäre die einzige Möglichkeit gewesen, einen schließlich doch ausbrechenden Krieg vor den eigenen Völkern zu rechtfertigen. Denn die Völker wollen so wenig wie je den Krieg. (Lebhafte Zustimmung.) Und die Verantwortlichen wissen sehr wohl, daß die Völker ihn nur dann auf sich nehmen, wenn der Gegner als der Schuldige und der Krieg als unvermeidbar hingeftellt wird. Der vergangene Krieg ist allzusehr in aller Erinnerung, als daß die Völker zugeben. ■ v T ■ , MW lautet: Deutschlands Wehrmacht ist stärker denn je! Und weniger denn je ist der Versuch eines Angriffes auf Deutschland ein militärischer Spaziergang. Einiger denn je steht das deutsche Volk hinter seiner Wehrmacht und hinter seinem Führer, noch nie war das Bewußtsein des deutschen Volkes so stark, das Recht auf seiner Seite zu haben. Es weih zugleich, daß in dieser Welt Recht nur Geltung hat, wenn es geschützt wird durch die Wacht. Wir w a r n e t* die übrige Wett davor, Deutschlands Friedensliebe für Schwäche zu hatten. Wer.glaubt, auf diese Friedensliebe hin auf die Dauer fündigen- zu können, der kennt das deutsche Volk nicht. Er würde ^ines Tages ein furchtbares Erwachen erleben, wenn feine Provokation zum Erfolge geführt hätte. 'S ,J Rudolf Heß auf der Quistorpaue. Rechts der Kommandierende General des II. Armeekorps, General Blaskowitz, links Gauleiter Schwede-Coburg. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Der Führer spricht im Stettiner Landeshaus. Das soziale Deutschland wollen wir immer mehr verwirklichen. Um 13.30 Uhr traf auf dem prächtig geschmückten Hauptbahnhof der F ü h r er ein. Vom Stellvertreter des Führers und Gauleiter Schwede-Coburg empfangen, schritt der Führer die Front der Ehrenformationen der Wehrmacht, Polizei, ff und SA. ab. Eine Welle der Begeisterung brandete empor, als der Führer den weiten Bahnhofsvorplatz betrat. Helle Fanfarenklänge der Hitler-Jugend kündeten die Ankunft des Führers vor dem Landeshaus an. Gauleiter Schwede-Coburg erstattete dem Führer Meldung. Nach einem umfassenden Rechenschaftsbericht des Gauleiters über den Aufstieg Pommerns übereichte Oberbürgermeister F a - b e r dem Führer den künstlerisch ausgestalteten Ehrenbürgerbrief, ein Meisterwerk pom- werscher Handwerksarbeit, den der Führer mit herzlichen Worten des Dankes entgegennahm. Weit öffnet sich der Blick von der hochragenden H a f e n t e r r a f f e mit dem mächtigen, im Schmuck riesiger Hakenkreuzbanner prangenden Museumsbau auf die Oder bis hinüber zum Freihafen. An den Grünhängen stehen biß an die Uferstraßen hinunter dicht die Henschenmäsfen in freudiger Erwartung des Führers. An der Mole hat der Torpe - dobootszerstörer „Friedrich Ihm" festgemacht. Auf Deck steht die Mannschaft in Paradeaufstellung. Das schmucke Schiff hat wie alle anderen über die Toppen geflaggt. Von dieser Terrasse aus nimmt der Führer den Vorbeimarsch der 60 000 politischen Soldaten des Gaues Pommern ab. Eine beispiellose Triumphfahrt durch die Stadt hat ihn zunächst gemeinsam mit Rudolf Heß und Reichsführer ff Himmler in das Museum geführt. Nach der Besichtigung begibt er sich unter den stürmischen Heilrufen der Menge zu der auf dem Bollwerk errichteten Tribüne, wo die Führerstandarte hochgeht. Der Gauleiter erstattet Meldung. Der Vorbeimarsch beginnt. Block auf Block marschiert vorüber, die braunen Bataillone der SA., die Marschtrupps des NSKK. im Sturzhelm, die Kolonnen der Politischen Leiter, die schwarzen Stürme der ff, der Arbeitsdienst mst blinkendem Spaten. Fast eine Stunde dauerte der Vorbeimarsch. Dann trat der Führer auf einem Motorschiff eine H a - fenrundfahrt an, die ihm einen Ueberblicf über die vielen neuentstandenen Anlagen vermit« telte. Anschließend fuhr er — begleitet von den Freudenkundgebungen der Bevölkerung — noch einmal zum Landeshaus, wo er noch kurze Zeit im engen Kreis mit den führenden Männern des Gaues verweilte. Der Führer antwortete auf die Begrüßung durch den Gauleiter und den Oberbürgermeister mit einer kurzen Ansprache, in der er seiner Freude über die im Gau Pommern während der letzten Jahre geleistete Auf- bauarbeit Ausdruck gab. Der Führer bezeichnete es als das große Ziel der nationalsozialistischen Bewegung, die ganze Kraft des Volkes zusammenzufassen und nacheinander in die einzelnen großen Aufgaben einzusetzen. Jedes deutsche Land und jeder deutsche Gau seien in ihrem Blühen und Gedeihen gebunden an die Sorgen und Nöte des Reiches. Noch seien nicht alle Aufgaben gelöst, die wir uns einst stellten. Je mehr Deutschland in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht aufzublühen beginne, um so klarer erkenne es erst all das, was'noch zu tun übrig bleibe. „Und wir sind darüber glücklich!" so rief der Führer aus. "W i r sind nun einmal Tatmenschen und werden es ewig bleiben! Wir werden deshalb glücklich sein über jede sich uns stellende neue Aufgabe!" Der Führer gab in eindrucksvollen Worten seiner Ueberzeugung Ausdruck, daß wir auch alle die Arbeiten, die wir heute im Großen im Reich und im einzelnen in den Gauen bereits in Umrissen vor uns sehen, in der Zukunft lösen würden: „Wir werden in derselben Richtung weiter fortfahren wie bisher. In der Stärkung des ganzen Landes, in der Festigung unserer nationalen Wirtschaft und im weiteren Ausbau unserer sozialen Gemeinschaft! Denn alle unsere sozialen Leistungen sind nur denkbar gewesen durch das Vertrauen der breiten Waffen unseres Volkes, in erster Linie des deutschen Arbeiters. I 1 I I i i i T ( l t' l'. l i 5 f a- T f ' t I c t sitz, t c b 2' 5 ii> d E ii. 2 ä d n ü! 1c d - sc a L te n, 8 ‘ ft g' . ai b. kc (5 n) ei li/ , tz< Z ai er 9‘ gc ot bi fd Nt , al V L tsc . ve T. »;■. ge br Ki Jr * lir bä W bu Ki DO El m>. M , en tit Für ihn zu sorgen, ihn vollkommen herauszulösen aus der verderblichen Ideologie, die ihn z. T. noch vor wenigen Iahren beherrschte, darin sehen wir unsere schön sie Aufgabe! So werden wir immer mehr dem sozialen Deulschland nachstreben und es zu verwirklichen suchen. And ich weih. Herr Gauleiter, dah gerade Sie auf diesem Gebiet ein hervorragender Meister sind. Ich gehe heute mit einem Gefühl stolzer Befriedigung in die einzelnen deutschen Gaue. Es ist überall dasselbe Bild eines großen, gewaltigen Empor st redens. Immer mehr bin ich dabei von der Erkenntnis durchdrungen. Brüssel. 11. Iuni. (DHB.) Veite Teile Belgiens wurden am Samslägmillag durch ein Erdbeben erschüttert, das etwa eine halbe Minute andauerte. In mehreren Stadtteilen Brüssels stürzten die Schornsteine von den Häusern auf die Strahe. In vielen Häusern bildeten sich Risse in den Wänden. Ein Haus in der Brüsseler Dorstadt Eher- beck stürzte völlig ein. Auch mehrere Fabrik- fcharnsteine brachen zusammen. Zahlreiche Telephonverbindungen und Gasleitungen wurden zerstört. Der Einwohner Brüssels bemächtigte sich eine P a - n i k, und sie eilten bei den ersten Erdstößen zu Tausenden auf die Straßen. Bisher hat das Erdbeben mindestens drei Todesopfer und zahlreiche Verletzte gefordert. In Gent wurden zwei Arbeiter von herabfallenden Steinen schwer verletzt. Einer von ihnen st a r b kurz darauf. In Eruxshautem wurde ein Mann durch eine einstürzende Mauer erschlagen. In Monl-St.-Amand warf sich ein durch das Erdbeben seelisch erschütterter Mann unter einen Kraftwagen und wurde auf der Stelle getötet. In Kortryk wurde ein Mann, der aus dem Jenffer schaute, auf die Straße geschleudert und schwer verletzt, hier wurden ganze Dächer abgedeckt. In dem berühmten Beginenhof wurden beinahe alle Häuser stark beschädigt. In Gent stürzte ein fast drei Zentner schweres Steinkreuz der Iosephskirche auf die Strahe, aller- wie notwendig es ist, zwei Säulen im Staat unerschütterlich festzumachen: Auf der einen Seite die ewige, politisch tragende nationalsozialistische Partei und auf der anderen Seite die deutsche Wehrmacht. In eben dem Maße, in dem diese beiden Säulen sich vereinen und die Träger des ganzen deutschen Schicksals werden, kann die deutsche Nation beruhigt in die Zukunft blicken." Nachdem der Führer gegen 18 Uhr die Gauhauptstadt mit seinem Stellvertreter im Sonderzuge wieder verlassen hatte, fand das große Gautreffen Pommern am Abend mit einem Zapfenstreich der Wehrmacht seinen festlichen Ausklang. dings ohne jemanden zu verletzen. Durch das Erdbeben entstanden auch mehrere Grohfeuer, die schweren Schaden anrichteten. In Gent wurde ein großer Teil einer Fabrik, in der durch die Erdstöße ein Kurzschluß ausgelöst worden war, völlig e i n - geäschert. In den Bergwerksgebieten verursachte das Beben keinerlei Unfälle. Die Bergleute betonten, dah sie selbst in den tiefsten Schächten keine Stöhe verspürten. SchwereSchädeninganzVelgien und Aordsrankreich. Paris, 12. Juni. (EP.) Der erste und heftige Stoß hat sich 14 Uhr 57 Minuten WEZ. ereignet, dem kurz daraus ein zweiter, leichterer Stoß folgte. Es wird angenommen, der Herd des Bebens habe in der Nähe des Aermelkanals auf englischem oder belgischem Boden gelegen. Das Beben hat in Nordfrankreich und Belgien größeren Schaden angerichtet, als man zuerst annahm. In einer Reihe nordfranzösischer Industriestädte und belgischer Ortschaften wurden durch herabfallende Gesteinsmassen zahlreiche Personen verletzt. In vielen Orten stürzte die Bevölkerung in wilder Panik ins Freie. In einer Reihe von Ortschaften mußten Häuser.wegen Einsturzgefahr geräumt werden. Die Polizei in Brüssel traf sofort Sicherheitsmaßnahmen und entfernte das Publikum von allen Gebäuden, die einzustürzen drohten. Auch in Lüttich wurde das Beben sehr stark verspürt. Auch in der Passage des Justizpalastes von Gent bildete sich ein großer Riß. Das Erdbeben ist auch in Paris, Lille, Com- piögne, Dünkirchen und anderen nordfranzöstschen Städten registriert worden. Besonders stark wurde das Erdbeben in Roubaix verspürt. In verschiedenen Stadtteilen stürzten die Schornsteine ein. In Tourcoing bemächtigte sich der Bevölkerung eine Panik. Die Kirche, in der gerade eine Hochzeit stattfand, war im Augenblick leer, ebenso wie die Kaffeehäuser, die um die Mittagszeit gewöhnlich stark besucht sind. In den Wohnhäusern wurden die Einwohner zum Teil zu Boden geschleudert. Zahlreiche Personen sollen leichter verletzt worden sein. — In Lille auch in Brüssel und zahlreichen anderen französischen und belgischen Orten wurde am Sonntag um 14 Uhr 25 Minuten ein neuer leichter Erdstoß verspürt. Sachschaden scheint nicht angerichtet worden zu fern. Erdstöße auch in England, Holland und Westdeutschland. Die Erdstöße am Samstag haben sich auch in England bemerkbar gemacht. Wie aus den aus dem aanzen Lande eingelaufenen Nachrichten her- vorgeht, wurden in zahlreichen Orten Erschütterungen, die 30 Sekunden bis sechs Minuten anhielten, verspürt. Im Woolwich-Arsenal wurde ein Arbeiter zu Boden geworfen. Im Büro einer Oelgesellschaft in London blieben Punkt 12 Uhr sämtliche Uhren stehen, und in zahlreichen Gebäuden fingen Tische und Stühle an zu wackeln. Das Erdbeben wurde auch in, Holland verspürt. Vor allem der Süden und Westen des Landes wurde in den Mittagsstunden durch einen Erdstoß beunruhiat. In Amsterdam zitterten die Häuser. In verschiedenen Orten flüchtete die Bevölkerung auf die Straße. Längs der Küste haben in mehreren Orten die Häuser durch Mauerrisse gelitten. Der Sachschaden ist jedoch nicht groß. Persönlich ist niemand zu Schaden gekommen. Am Samstag um 12.01 Uhr stellte die Erdbebenwarte in Aachen zwei Erdstöße fest, die besonders im Aschener Gebiet und im anprenjenben holländischen Grenzbezirk verhältnismäßig stark auftraten. Soweit bisher feststeht, sind größere Schäden nicht ausgetreten. Ebenso wurden in K ö l n diese zwei Erdstöße wahrgenommen, die 'jeweils etwa eine Sekunde dauerten. Gleiche Meldungen liegen aus Wuppertal, Krefeld und Düsseldorf sowie aus dem ganzen westdeutschen Gebiet vor. Heftiges Erdbeben in Belgien. Bisher drei Todesopfer und zahlreiche Verletzte. — Panik in der Bevölkerung. 91,44 Prozent aller deutschen Stimmen für Konrad Henlein. Der dritte Wahlgang krönt den Wahlsieg der Gudetendeutschen Partei. Das Gesamtergebnis der Gememdewahlen. Prag, 13. Iuni. (DRB.) Rach dem vorläufigen Ergebnis des drillen Abschnittes der Gemeindewahlen in der Tschechoslowakei wurden am 12. Iuni insgesamt 824282 deutsche Stimmen abgegeben. Davon erhielt die Sudetendeutsche Partei 749820 Stimmen; das sind 90,9 v. h. oller deutschen Stimmen. Das Gesamtergebnis aller drei Abschnitte der Gemeindewahlen am 22. 2Uai, 29. 2Nai und 12. Juni ergibt für die Sudetendeutsche Partei einenhundert- fah von 91,44 aller deutschen Stimmen. Für den 12. Iuni waren in 8291 Gemeinden Wahlen ausgeschrieben. Davon hatten 3365 eine tschechische, 1948 eine deutsche, 5 eine polnische und 535 eine ungarische Bevölkerungsmehrheit. In 4398 Fällen entfiel der Wahlgang, da Einheitslisten ausgestellt worden waren. In 1003 Gemeinden tag nur die Liste der Sudetendeutschen Partei vor. In 64 Gemeinden fiel der Wahlgang aus, wie es in dem amtlichen Bericht heißt, „aus besonderen Gründen". Insgesamt wurde daher in 3829 Gemeinden tatsächlich gewählt, davon in 945 Gemeinden mit deutscher Mehrheit. Die Wahlergebnisse zeigen im ganzen sudetendeutschen Gebiet dasselbe erfreuliche Bild. Trotz vielfachen Terrors, den die Marxisten, Kommunisten und Tschechen gegen die SPD. auszuüben versuchten, trotz niedergeschlagener und mißhandelter sudetendeutscher Ordner, herabgerissener Plakate und allen möglichem Wahlschwindels, der sich besonders in Jglau auswirkte, hat die SPD. ihren siegreichen Vormarsch seit 1935 fortgesetzt. Die deutschen Sozialdemokraten wurden durchschnittlich halbiert, wo sie sich überhaupt zu kandidieren getrauten. Erfreulich ist es, daß überall im deutschen Sprachgebiet auch die Kommuni st en Vertu st e erlitten und nirgends jene Wählerzahl erreichen konnten, die ihnen 1935 anheimgefallen war. Daß die Tschechen auch in den meisten jener Gemeinden, die am 12. Juni zur Wahl schritten, z u - genommen haben, beweist aufs neue, daß die Regierungsversprechungen vom 18. Februar 1937 nur Papier geblieben sind: denn sonst hätte dem künstlichen Zuzug neuer tschechischer Staatsbeamter und Arbeiter m staut- lichen Unternehmungen, soweit es bas deutsche Gebiet betrifft, Einhalt geboten werden müssen. Daß die Zunahme der tschechischen Stimmen allein auf künstliche Einwirkung zurückzuführen ist, beweisen die veröffentlichten tschechischen Kandidatenlisten, denn auf ihnen sind durchweg nur solche Tschechen verzeichnet, die vielfach erst se i t 1 9 2 8 i n s s u - betendeutsche Gebiet eingewandert sind. Am Vorabend des Wahltages befand sich das gesamte sudetendeutsche Gebiet in einer ne» radezu festlichen Stimmung. In den Städten und Dörfern waren die Häuser geschmückt: an den Fenstern befanden sich Bilder'Konrad Hen- leins.Dielfach veranstaltete die Bevölkerung spontan eine Illuminierung ihres Ortes. Von bedeutsamen Orten im sudetendeutschen Gebiet wählten die Textilstadt Reichenberg, die Kurstadt Teplitz- Schönau, Warnsdorf, die Stabt der Leinenweberei, ferner Bodenbach, Traute na u und Ir oppau, Orte mit einer bedeutenden deutschen Minderheit, in denen zur Wahlurne geschritten wurde, sind O l m ü tz und Jglau. In der Slowakei fanden vor allem in der Hauptstadt Preß- bürg, Wahlen statt. Auch in Tetschen, hem Ort, an dem drei Volksgruppen, nämlich Deutsche, Polen und Tschechen Zusammentreffen, wurde um die neue Zusammensetzung der Gemeindevertretung gekämpft. Bemerkenswerte Smzelergebniffe. Aus einer Reche größerer Orte liegen Wahlergebnisse vor, die überall bas gleiche Bild des Sieges ber Sudetendeutschen Partei zeigen. Für die SDP. wurden abgegeben in: Saatz 9040 Stimmen (27 Mandate), d. s. über 90 v. H. aller abgegebenen deutschen Stimmen; Leitmeritz 7394 Stimmen (24 Mandate), d. s. 96,6 v. H. aller deutschen Sttm- men; Slum bürg 5806 Stimmen (31 Mandate), d. s. rund 95 v. H. aller deutschen Stimmen; Warnsdorf 11 545 Stimmen (32 Mandate), d. s. zwar nur 88,5 v. H. aller deutschen Stimmen, jedoch ist dies ein bedeutender Erfolg, da mit diesem Ergebnis die marxistische Vorherrschaft in dieser einst roten Hochburg gebrochen ist. In ber Stabt T raute n a u wurden für die Sudetendeutsche Partei 7263 Stimmen (26 Mandate) abgegeben, für die Tschechen 2065 Stimmen (7 Mandate). 91,2 v. H. aller deutschen Stimmen entfielen auf die SDP. In R e i ch e n b e r g, der größten fudetendeut- fchen Stadt; wurde das Wahlergebnis mit besonderer Spannung erwartet. Von den 25 544 abgegebenen gültigen Stimmen entfielen auf die SDP. 19 766 Stimmen (33 Mandate), Sozialdemokraten 1026 (2 Mandate). Kommunisten 499 Stimmen (1 Mandat), die tschechische Liste 3773 Stimmen (6 Mandate). Damit stellt die SDP. in Reichenberg alle drei Bürgermeister. Von den abgegebenen gültigen deutschen Stimmen vereinigte die SDP. nicht weniger als 94,7 v. H. auf ihre Lifte. Das glänzende Wahlergebnis ist deshalb besonders bemerkenswert, weil feit der Auflösung der nationalen Parteien im Jahre 1933 an der Spitze der Gemeinde der Freimaurer und demokratische Senator Dr. Kostka stand, dessen Partei diesmal nicht einmal eine eigene Wahlliste einbringen konnte. In dem Wallfahrtsort Haindorf im Jferge» birge erhielt die SDP. 10 0 v. H. aller deutschen Stimmen. In dem nordböhmischen Glasindustrie- städtchen Steinschönau wurden für die SDP. 2364 Stimmen (24 Mandate) und über 90 v. H. aller deutschen Stimmen abgegeben. Gegenüber den Parlamentswahlen von 1935 hat sie mehr als 500 Stimmen gewonnen. In der Stadt Troppau erzielte die SDP. mit 13 835 Stimmen (29 Mandate) 95 v. H. aller deutschen Stimmen, die tschechischen Parteien 4791 Stimmen (10 Mandate). Das Ergebnis von Troppau muß gegenüber ■ ben Anstrengungen der Tschechen, diese alte deutsche Stadt mit allen Mitteln zu erobern, besonders hervorge- hoben werden. In T e p l i tz vereinigte die SDP. 13 932 Stimmen (29 Mandate) und 91 v H. aller deutschen Stimmen auf sich, die tschechische Liste 3161 Stimmen (6 Mandate). Im Bezirk T raute n a u gewann die SDP. gegenüber 1935 4000 Stimmen. Sie erhielt 13 824 Stimmen (190 Mandate) und 90 v. H. aller deutschen Stimmen. Wüste Ausschreitungen der Tschechen. Oie Polizei sieht dem Treiben des tschechischen Pöbels tatenlos zu. Gablonz, 12. Juni. (DNÄ.) In Grünwald bei Gablonz ist es in ben späten Abendstunden des Samstags zu wüsten Ausschreitungen tschechischer ,Elemente gekommen. Tschechische Horden durchzogen den Ort und rissen den Schmuck der Häuser wie Girlanden, Bilder Konrad Henleins und ebenfalls die ordnungsgemäß angebrachten Wahlaufrufe und Plakate der SDP. herunter. Als Angehörige der SDP. zu verhindern suchten, daß ihre Fahnen durch den Straßenschmutz gezogen wurden, wurden .sie von den tschechisch-kommunistischen Strauchrittern tätlich angegriffen. Bezeichnenderweise sah die Polizei diesen Vorgängen, ohne sich zu rühren, zu. Später verhaftete die Polizei einen Angehörigen der SDP., verhinderte jedoch nicht, daß er von dem Straßenpöbel zufam- mengeschlagen und erheblich verletzt wurde. Die Tschechen und Kommunisten, die in einer Front vorgingen, waren mit Stahlruten, Ochsenziemern und Schlagringen ausgerüstet. Die Mitglieder der SDP. dagegen waren völlig u n - bewaffnet. Daß es zu keinen weiteren Zusammenstößen gekommen ist, ist einzig und allein der sudetendeutschen Bevölkerung zu verdanken, die trotz der Terrorisierung die allergrößte Disziplin bewahrte. In Bodenbach wurde wie in den anderen sudetendeutschen Städten und Dörfern der Vorabend zur Gemeindewahl von der deutschen Bevölkerung durch eine eindrucksvolle Beleuchtung der mit Bildern Konrad Henleins, Fahnen und Tanengrün geschmückten Häuser begangen. In voller Ruhe und Ordnung zogen die Massen der deutschen Bevölkerung während der festlichen Beleuchtung durch die Straßen der Stadt und ließen sich auch von kleineren Ansammlungen der Tschechen nicht provozieren. Ohne jeden Anlaß wurde der Arzt Dr. Tangl um 11 Uhr nachts von Tschechen an- gefallen und durch Faustschläge sowie mit einer Stahlrute verletzt. An dem rohen Uebersall beteiligte sich auch ein uniformierter tschechischer Finanzbeamter. Mit Blendlaternen und Gummiknüppeln ausgerüstete Gruppen der „Roten Wehr" der Sozialdemokraten, die sich als Staatspolizei ausgaben, überfielen um 24 Uhr eine Gruppe von s u - detendeutschen Ordnern, bewarfen sie mit Steinen und schlugen auf fie mit Gummiknüppeln ein. Vier Ordner wurden verletzt. Tschechischer Wahlbetrug in Jglau. Die Sudetendeutsche Partei erkennt die Wahl nicht an. Jglau, 12. Juni. (DNB.) In Jglau ist es schon in den erst n Wahlstunden am Sonntag zu Vorfällen gekommen, auf Grund deren die zuständigen Stellen der SDP. erklären müssen, daß sie den Ausgang dieser Gemeindewahl unter keinen U m st ä n d e n anerkennen werden. Ja, zahlreichen Autobussen wurden schon am Samstag Tschechen in starker Anzahl aus der Umgebung nach Jglau transportiert. Am Sonntagvormittag konnte in zahlreichen Wallokalen festgestellt werden, daß an Ortsfremde sogenannte Wahllegitimationen ausgegeben worden waren, mit denen sie abftimmen konnten. Als es zur Gewißheit wurde, daß außerordentlich viele Tschechen Stimmen abgaben, ohne in Jglau wahlberechtigt zu sein, wurden auf Betreiben der Orts- leitung der SDP. von der Staatspolizei Haussuchungen durch geführt, die jedoch infolge des überaus lässigen Vorgehens ber Sicherheitsorgane ergebnislos blieben. Der Bezirksleiter Dr. Brunner hat an ben Innenminister folgendes Telegramm gerichtet: „Die Bezirksleitung Jglau ber Sudetendeutschen Partei erhebt Protest gegen die mangelhafte Vorbereitung der Wahlen und die dabei erfolgten Ungesetzlichkeiten. Die Wahlen sind ein europäischer Skandal. Dor Bekanntgabe des Wahlergebnisses erklären wir, daß wir das Ergebnis nicht anerkennen. Wir verlangen Neuausschreibungen ber Wahlen unter internationaler Kontrolle." Glänzender deutscher Wahlsieg in der Slowakei. Die Karpathendcutsche Partei überall an der Spitze. Preßburg, 13.Juni. (DNB.) Soweit bereits aus ber Slowakei Berichte vorliegen, bat bie Karpathendeutsche Partei Konrad Henleins ihre Stimmenzahl gegenüber den Parlamentswahlen von 1935 in der überwiegenden Zahl ber ©emeinben verdoppelt und verdreifacht. Die drei wählenden deutschen Sprachinseln haben die letzten Reste noch vorhandener Gegner abgeschlagen, ob es die Reste der Zipfer Deutschen Partei oder die der deutschen Sozialdemokraten sind. Aber auch, in den anderen Orten ist der deutsche Charakter gewahrt worden, ja in Theben, dem Grenzort gegen das frühere Oesterreich, wo nach der amtlichen Volkszählung die Deutschen nur 37 v. H. ausmachen, entfielen auf die Karpathendeutsche Partei 56 v. H. aller abgegebenen Stimmen. Die Elsässer Deutschen von Kleindieseg konnten von 71 auf 102 Stimmen ansteigen und drei Mandate erreichen. In der Kremnitz-Deutsch-Protener Sprachinsel konnten in einem Orte zum ersten Male Deutsche in die Gemeindestube einziehen. In der Zips ist die Karpathendeutsche Partei die weitaus führende Partei geworden. In'Preßburg erhielten die Karpathendeutsche Partei 13 383, die vereinigten magyarischen Parteien 10 838 und die Slowakische Dolkspartei Pater Hlinkas 8132 Stimmen. Magyaren und Slowaken kamen in Mafien in die Hauptstelle der Karpathen- deutschen Partei, um ihre Glückwünsche zu übermitteln. Die Front ber Volksgruppen ist noch nie so stark in Erscheinung getreten. Die pariser Sensation. Das Verschwinden der Kommunisten im sudetendeutschen Gebiet. Paris, 13. Juni (DNB. Funkspruch.) Die Blätter unterstreichen ben Erfolg der Sudetendeutschen Partei, selbst die Marxfiten sind gezwungen, die starken Verluste zuzugeben, die die Sozialdemokraten und vor allem die Kommunisten erlitten haben. Der Prager Sonderberichterstatter der Agentur Havas stellt fest, daß die Sozialdemokraten rund 80 v. H. verloren haben. Das eigentliche Phänomen der drei Wahlsonntage seien, die Massenüberttitte ber Kommunisten zur Sudetendeutschen Partei. In einigen Ortschaften hätten 90 v. H. der Kommunisten für Henlein gestimmt. Der Havas-Berichterstatter führt als Grund dafür an, die Wirtschaftskrise, die durch tschechi- ; scheu Druck ausgelöft wurde, sei für die Sudetendeutsche Partei die beste Propaganda ge- refen. Auch „Petit Parisien" bezeichnet als die markanteste Tatsache der drei Wahlsonntage die fast vollständige Aufsaugung des Kommunismus. „Die Mehrzahl der deutschen Kommunisten in der Tsche- choslowakei habe sich in Nationalsozialisten verwandelt." Er verweist auf die analoge Erscheinung in Deutschland und fährt fort: Nachdem d i e B e° oölkerungsich ausgesprochen habe, werde wohl die Entwicklung des tschechoslowakischen 1 Staates zu einem „weniger zentralisier- ten Verwaltungssystem" unter Berücksichtigung der verschiedenen örtlichen Wünsche vor sich gehen können. — Das Marxistenblatt „Populaire" sucht die Niederlage der Sozialdemokraten und Kommunisten als weniger groß hinzustellen, als sie wirklich ist, bequemt sich dann aber zu dem schmerzlichen Bekenntnis, daß die Entwicklung nunmehr beschleunigt und das Schicksal der Tschechoslowakei sich in den nächsten Wochen entscheiden werde. Englands Verantwortung für den Frieden. Garvin warnt vor Intervention. London, 12. Juni. (Europapreß.) Im „Ob- server" schreibt Garvin: -An Stelle einer Entspannung sei in Spanien, in China und der Tschechoslowakei eine Verschärfung festzuftellen. Garvin w a r nt England, mit Sowjetrußland uixd Frankreich in Spanien zu intervenieren. , England könne Nationalspanien nicht daran hindern, rotspanische Häsen anzugreifen unter dem Vorwand, seine Handelsinteressen würden dadurch in Mitleidenschaft gezogen. England versehe den Handel mit Spanien, weil es Nutzen daraus ziehe und müsse demnach auch die Gefahren dafür tra» aen. Bei den meisten Schiffen handele es sich um solche, die ausschließlich den Interessen Rotspa- ni ens dienten und für ihre Konterbandefahrten von Barcelona reichlich subventioniert würden. Garvin umreißt schließlich in scharfen Worten noch einmal die Haltung der tschechischen Regierung und schreibt: „Europa und die Welt ist bedroht, da die tschechische Regierung bereit ist, die Welt ineinChaoszu verwandeln, anstatt nach- augeben und den künstlichen im Vertrag von Versailles feftgelegten Staat i n ein Staatenge- bilde nach Schweizer Mu st er zu verwandeln, um so eine Gleichberechtigung der Rassen und Sprachen herzustellen. Stattdessen befindet sich die Tschechoslowakei in einem Kriegszustand. Die Ankündigung der Einführung der dreijährigen Dienstzeit hat nur den einen Zweck, einen noch größeren Teil der deutschen Jugend unter tschechische Aufsicht zu zwingen. Schuschniggs Spezialwagen. Wien, 11. Juni. (DNB.) Der nationalsozialistische Gaudienst Wien meldet: Bei einer Besichtigungsfahrt des Gauleiters fiel in einer Wiener Autowerkstätte eine seltsam gebaute Wagenkarosserie auf. Die Arbeiter erklärten, daß dieser Wagen fürdenehema- l i g e n Bundeskanzler gebaut werden sollte. Schon geraume Zeit vor feinem Sturz ließ Schuschnigg einen sogenannten kugelsicheren Wagen bauen, Motorleistung 120 PS mit völlig glatter Außenhaut. Die Türgriffe sollten versenkt und die Reservereifen unter der Motorhaube gelagert werden. Schuschnigg ordnete ferner an, daß Verkleidung und Glas kugelsicher zu sein hätten. Daher wurden im Keller der Marokkaner-Kaserne Schußproben mit Panzerplatten und Glas angestellt, die aber nicht völlig zur Zufriedenheit verlaufen sein sollen. Jeden- falls wurden die Wände für 2 Millimeter Dicke pro- lektiert, Fenster und Windschutzscheiben wurden von 30 Millimeter Dicke vorgesehen. Für diese Fenster von 16 bzw. 32 Kilogramm Gewicht wurden eigene Spezialkurbeln armefertü* Oer Grundstein für 578 Heime der Hitlerjugend. Der Reichsjugendführer fordert Treue dem Lande und dem Landdienst. Schlochau, 12. Juni. (DNB.) In der Grenzstadt im Osten, in S ch l o ch a u, fand Sonntag die feierliche Grund st ein legung für 5 7 8 HI. - Heime im ganzen Reiche statt. Lugleich wurde mit diesem feierlichen Akt eine großzügige Heimbeschaffungsaktion in den Grenzgebieten des deutschen Ostins eingeleitet. In Gegenwart führender Männer von Partei und Staat wurde am Fuße der Ruinen der alten Ordensritterbura die Grundsteinlegung vollzogen. Reichsjugendführer von Schirach führte dann aus: Es wäre nicht möglich gewesen- diese gewaltige Anzahl von Bauten zu errichten, wenn nicht der- Führer selbst nicht nur unsere Arbeit aus eigenen Mitteln materiell unterstützt, sondern sich mit solcher Anteilnahme mit den Plänen und Modellen beschäftigt hätte, daß wir mit Stolz heute aussprechen können: Auch die Heime der Hitler-Jugend sind Bauten Adolf Hitlers. Gerade die von kleinen Gemeinden geplanten Heime, die in Gemeinschaftsarbeit und mit einem ganz geringen Aufwand von Bargeld errichtet wurden, interessierten ihn besonders. In vielen Hunderten deutscher Dörfer und kleiner Städte stehen heute solche Heime, die von Adolf Hitler persönlich begutachtet wurden. Baldur von Schirach belonke, wie notwendig das Jugendgelände, das zum heim gehöre, für die körperliche Ertüchtigung fei, und wie fehr gerade auf dem Lande die Errichtung von Schwimmbädern nötig fei. um der ganzen Jugend das Schwimmen zu lehren. Wir haben für unsere heutige Feier eine Stadt ansgewählt weitab von den Großstädten und hart a n der Grenze des Reiches. Die HI. hat viele ihrer Feierstunden veranstaltet in Dörfern, deren Namen der Masse unseres Volkes bis dahin unbekannt waren. Eine schlechte, nun versunkene Zeit hat einmal die Redensart von dem „gottverlassenen Dorf" und vom Land, „wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen", geprägt. Heute fühlen wir, daß nur Menschen von Gott verlassen sein können, das Land niemals; denn hier offenbart sich in Wäldern und Fluren, in Wölken und Winden das ewige Gesetz vom Werden, Welken und Vergehen, das die großen Städte nur allzuleicht vergesset lassen und doch unser Dasein bestimmt. wer von euch auf dem Lande arbeitet, der tut harte Arbeit; das weih ich. Vielleicht überkommt ihn hier und da die falsche und verführerische Sehnsucht, diesen Dienst am Land aufzugeben und dem trügerischen Bild eines vermeintlichen Glücks in der Stadt zuzustreben, weil diese Stadt ein leichteres Leben und höhere Kulturgüter zu versprechen scheint. Jugend Adolf Hitlers! Das Leben ist gleich schwer oder gleich leicht, wenn man es mit einem tapferen Herzen bejaht. Kultur aber ist nur dort, wo der Pflug den Boden bricht. Sie lebt auch in der Stadt nur so lange, als der Mensch sich demütig und sehnsüchtig seiner Landschaft erinnert. Landdienst ist Ehrendienst! Der ist kein Soldat des Führers, der seinen Posten verläßt. Ein Deutscher desertiert nicht, sondern er tut dort seine Pflicht, wo das allmächtige Schicksal hinbefohlen hat. Reichsmmister Dr. Frick sprach 'bann zur Jugend. „Mit dem Gesetz über die Hitler-Jugend"; so sagte er, „hat der Führer dem Iugendführer des' Deutschen Reiches die Aufgabe der körperlichen, geistigen und sittlichen Erziehung der gesamten deutschen Jugend, soweit sie. außerhalb der deutschen Schule und des Elternhauses erfolgt, übertragen. Dieses große Werk, durch das die Zukunft Deutschlands maßgeblich beeinflußt wird, kann aber nur dann in vollem Umfange erfüllt werdeft, wenn der deutschen Jugend in allen Gemeinden gesunde und würdige Heime zur Verfügung stehen, in denen der Geist des Dritten Reiches gepflegt wird, und die zugleich diesen Geist der Gemeinschaft, der Wehrhaftigkeit und der Pflichterfüllung innerlich und äußerlich verkörpern. Der F ü h r e r s e l b st hat als der oberste Schirmherr der deutschen Jugend einen Aufruf erlassen, die Errichtung von Hitler-Jugend-Heimen unverzüglich in Angriff zu nehmen. Die deutschen Gemeinden haben diesen Ruf freudig ausgenommen. Ich habe mich als der füt die Führung der deutschen Gemeinden-, für die Gesundheit und für das innerstaatliche Gedeihen des deutschen Volkes dem Führer verantwortliche Reichsminister des Innern der Förderung der deutschen Jugend, die das, wertvollste Gut ist, das wir haben, und die mir daher besonders am Herzen liegt, gerne angenommen. Das hiller-Jugend-Gefeh wird erst dann jene große Bedeutung erlangen können, die es für unser Volk erlangen muß, wenn in Stadt und Land Heime der Hitler- Jugend entstehen, die Erziehungsstät- tenjenerdeutschen Generation sind, die dazu bestimmt ist, die Zukunft D e u t s ch l a nd s zu gestalten und zu sichern. Die Heime der Hitler-Jugend werden die Stätten sein, in denen die nationalsozialistische Weltanschauung als die Lebensart des deutschen Volkes für alle Zeiten gehegt und dem nächsten Geschlecht als das Unterpfand der Einheit, Größe und Macht unseres Volkes vererbt wird. Unsere Gemeinschaft umschließt das einsamste Gehöft des Deutschen Reiches. Und es werden nur noch wenige Jahre vergehen, dann werden überall die Bauten dieser Gemeinschaft, die Heime unserer HI., stehen. Heute legen wir ihren Grundstein, aber übers Jahr schon werden in diesen Häusern die frohen Lieder der Jugend erklingen. So bauen wir die Heime für die Heimat! Nahezu 1400 Heime sind im Entstehen, weitere tausende werden im ganzen Reiche folgen. Das Werk wird nur im einmütigen Zusammenwirken von Gemeinden, Partei und Staat gelingen. So wie sie für Errichtung und Unterhaltung der Schulbauten sorgen, in denen der deutschen schulpflichtigen Jugend das Wissen für das Leben vermittelt wird, so ist es eine der vornehmsten Pflichten der Gemeinden, für Hitler-Jugend-Heime zu sorgen, in denen nach dem Willen des Führers neben und nach der Schule die gesundheitliche, geistige, charakterliche und weltanschauliche Formung der deutschen Jugend durch die HI. erfolgt. Ich rufe alle Gemeinden Großdeutschlands auf, mit echt nationalsozialistischer Tatkraft daranzugehen, sobald sie dazu finanziell in derkLage sind, Hitler-Jugend-Heime zu errichten. Um diese wichtige Aufgabe lösen zu können, habe, ich in den Haushaltserlassen an die deutschen Gemeinden sowohl im vorigen Jahr, wie auch in diesem Jahre besonders auf die Arbeit der Hitler-Jugend und die Förderung ihrer Heimbauten hingewiesen, die demnächst gesetzlich geregelt werden wird. Die Bauten der Hitler-Jugend sollen schöne Bauten in der deutschen Landschaft, Bauten ehrlicher Gesinnung, von jedem Prunk und unnützer Zutat frei fein. Sollen diese HI.-Heime ihre Aufgabe erfüllen und soll die deutsche Jugend diese Heime als ihre eigenen Schöpfungen lieben, dann müssen sie auch mit einem Jugendgelände verbunden sein, das der Jugend alle Möglichkeiten zur Entfaltung ihrer körperlichen und geistigen Eigenschaften bietet. Hier im deutschen Osten werden die Bauten der deutschen Jugend Vorbilder des deutschen Wesens sein und Zeugnis dafür ablegen, wie f e st verwurzelt in diesem Boden die deutsche Jugend steht und toie sehr sie bereit ist, in Treue zu Volk und Führer, zu Heimat und Vaterland ihre Erziehung in ihre eigenen Hände zu nehmen, um dereinst ihre Pflicht der Gemeinschaft gegenüber erfüllen zu können. Im Anschluß an die Feier überreichte der Jugendführer des Deutschen Reiches von Schirach dem Reichsinnenminister Dr. Frick das Goldene Ehrenzeichen der HI. als Zeichen feines und der deutschen Jugend Dank für die immerwährende großzügige Unterstützung der nationalsozialistischen Jugendarbeit. Die Bauten der HZ. Vorbilder deutschen Wesens Oie Aufgaben der Gemeinden bei der Heimbeschaffung der HZ. Festlicher Ausklang der Hamburger Reichstagung „Krast durch Freude". Hamburg, 12. Juni. (DNB.) Die vierte Reichstagung der NS.-Gemeinichaft „Kraft durch Freude" erreichte am Sonntagnachmittag mit dem Festzug „Schönheit und Freude" ihren Höhepunkt. Der Adolf-Hitler-Platz mit dem festlich geschmückten Rathaus bot eine einzige Symphonie der Lebensfreude. Auf den riesigen Tribünen hatten die Ehrengäste, unter ihnen zahlreiche diplomatische Vertreter sowie die Delegationsführer der ausländischen Vertretungen Platz genommen. Jubelrufe grüßten Dr. Ley bei seinem Eintreffen. Zunächst zogen, in der alphabetischen Reihenfolge ihrer Länder, die Volkstums- und Trachtengruppen vorüber. Standartenträger mit den Symbolen des Reiches und Kinder- und Frauengruppen in würdigen Festgewändern, in blau-silbernen Trachten ein Spielmannszug mit Musikkapelle, Männer und Frauen mit Lauten und anderen Dolksinstrumenten, Bannerschwinger, Sänger und Sängerinnen in rot-goldenen Gewändern und Reiter mit Harfensymbolen zogen dem W a - ?[ e n der Musik voraus, der in kunstvoller Sti- ifierung Musikinstrumente zeigte. Maskenträger führten den Wagen des Theaters an, der einen riesigen Athenekopf über großen Schauspielermasken trug. Die Gruppen der Oper, des musikalischen Schauspiels, der Operette und des Märchenspiels symbolisierten bekannte Werke. Dem Kunsttanz war eine besondere.Gruppe vorbehalten. Die Abteilung Sport zeigte eindrucksvoll, daß das große deutsche „Kraft-dürch-Freude"-Werk auf dem Gebiete der Leibeserziehung eine feiner Hauptaufgaben sieht. „Der Rhein" und „Z u g der Ernte" waren die Parolen der beiden nächsten Abschnitte des Festzuges. Man sah unter den vielen Wagen und Gruppen prachtvolle Modelldarstellungen des Kölner Dames und der Burgen om Rhein. Größe und Wehrhaftigkeit, Reichtum und Vielgestaltigkeit völkischen Lebens kündete der letzte Teil. In langen Reihen zogen die Banner aller deutschen Gaue vorüber, voran die der Gaue Oesterreichs. Solletf, Jtiefenfeuertocrf und Bordfest. Ungezählte Tausende umsäumten das große Viereck der Binnenalster bei anbrechender Dämmerung. Inmitten des Alsterbeckens war eine Insel erbaut. Während die Uferbeleuchtung erlosch, strahlten riesige Scheinwerfer auf der Jnselfläche eine Gruppe weißgewandeter Tänzerinnen an, die nach den Klängen von Webers „Aufforderung zum Tanz" sich über der Alster wiegten. 21 Kanonenschläge gaben dann das Zeichen für den Beginn des Feuerwerks. Inmitten feuriger Gemälde; die etagenartig übereinander in ihrem Spiel die Farben wechselten, standen unzählige Flaggen ' aller Nationen, die von den am hell leuchtenden Him- mel schwebenden Lichtaggregaten beleuchtet wurden. Unter prasselndem Donner stiegen Tausende von Flaggen mit den Symbolen des Dritten Reiches empor, leuchtende Sterne erstrahlten über dem Wasser und übergossen silbern die am Himmel leuchtenden Fahnen Die 4. Reichstagung der NS. Gemeinschaft „Kraft durch Freude" sand bann mit ei ein Fest an Bord des Flaggschiffes dex KdF.- ■» ... ... - Unter den zahlreichen deutschen und ausländischen Volkstumsgruppen passieren hier Fahnenschwinger die Haupttribünen vor dem Hamburger Rachaus. — (Presse-Bild-Zentrale-M.) F l o t-t e „W ilhelm Gustloff" ihren Abschluß. Noch einmal hatten sich die Träger des KdF.-Werkes, an der Spitze Reichsleiter Dr. Ley, mit führenden Persönlichkeiten der Partei, des Staates und der Stadt und mit den Gästen aus dem Ausland zusammengefunden. Eine große fröhliche Festgemeinschaft füllte die herrlichen Räume des deutschen Arbeiterschiffes. Sportappell der Betriebe. Hamburg, 11. Juni. (DNB.) Am „Tage des Sportes" der Reichstagung der NS.-Gemeinfchaft „Kraft durch Freude" rief Reichsorganisationsleiter Dr. Ley die deutschen Betriebe zu einem sich alljährlich wiederholenden Sportappell auf. Die Gesunderhaltung und die körperliche Ertüchtigung des schaffenden deutschen Menschen zähle zu den vordringlichsten Aufgaben der Deutschen Arbeitsfront. Als eines der wirksamsten Mittel zur Lösung dieser Aufgabe haben bie Selbes Übungen lebhafte Förderung erfahren. Darum begrüße ich freudig den Vorschlag des Reichssportführers zu einem Sportappel ber Betriebe. Ich erwarte, daß sich die deutschen Betriebe restlos beteiligen. Als erfolgrelche Gruppen beim-Reichswettbewerb der KdF.-Sportgruppen wurden nachstehende Gau- fportgruppen uiib Sportgemeinschaften dem Reichsorganisationsleiter Dr. Ley für ihre hervorragenden Leistungen vorgestellt (die Reihenfolge bedeutet keine Rangordnung). Gausportgruppen: Hessen-Nassau, Hamburg, Kurmark, Bayerische Ostmark, Main Franken, Berlin, Koblenz- Trier, Thüringen, Sachsen, München, Oberbayern, Württemberg-Hohenzollern, Düsseldorf und Osthannover. Sportgemeinschaften: Sportgruppe Kreiswaltung Frankfurt am Main; Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg, Augsburg; Kaufhaus Kortüm, Dortmund-Bochum, Büssing- NAG., Leipzig; Allianz, Berlin; Cottbuser Weller; Arado Flugzeugwerke, Wittenberg; Schmalbach, Gau Braunschweig-Südhannover; Kaufhaus Hansa, Mannheim; Bayerische Flugzeugwerke, Regensburg und Gebr. Horst, (Stettin. 9er Führer bei der Grundsteinlegung zum Haus des Fremdenverkehr«. Berlin, 11. Juni. (DNB.) Die Grundsteinlegung ;um haus des Fremdenverkehrs findet am Dienstag, 14. Juni in Anwesenheit des Führers und Reichskanzlers in festlichem Rahmen statt. Der Führer wird vom Runden Platz an der Nord- Süd-Achse das Zeichen zum Beginn der gewaltigen Bauvorhaben geben, die mit dem 14. Juni an 16 Stetten gleichzeitig ihren Anfang nehmen. Zunehmende Verknappung der Arbeiiskräste. Rückgang der Arbeitslosigkeit auch in Oesterreich. Berlin, 11. Juni, (DNB.) Dem Bericht der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung zufolge hat die Zahl der beschäftigten Arbeiter undA njie {teilten Ende Mai einen Stand von 19,85 Millionen erreicht. Die Zunahme der Beschäftigten um 450 000 ist überwiegend auf die Eingliederung des Schulentlaßjahrganges 1938 zurückzuführen. Eine Rolle spielt auch die saisonmäßige Arbeitsaufnahme von Personen, die im Winter nicht als Arbeiter tätig au fein pflegen, der zunehmende Andrang von Ehefrauen, Rentenempfängern, kleinen Selbständigen und Handwerkern. Seit dem saisonmäßigen Tiefstand im Januar 1938 hat die Beschäftigung eine Zunahme von etwa 1,8 Millionen erfahren. Im Mai ging die Arbeitslosigkeit nochmals, wie im April, umrunb 84 000 zurück, so daß jetzt ein Stand von 338 000 erreicht ist. Davon waren nur 37 00 0 voll einsatzfähig und für den Ausgleich geeignet. Auf nicht voll einsatzfähige Arbeitslose entfallen jetzt 41,4 v. H. aller Arbeitslosen, bei den ungelernten sogar 61,0 v. H. Die Anforde- Morgens und abends Chlorodont verhütet Zahnstein-Ansatz rungen an Arbeitskräften lagen daher noch immer weit über den Deckungsmöglichkeiten. Der notwendigste Facharbeiterbedarf wird jetzt überwiegend dadurch bereit gestellt, daß die Betriebe ungelernte oder berufsfremde Arbeiter a n l e r n e n. Auch im Lande Oesterreich konnte die Zahl der Arbeitslosen bereits um 65 000 vermindert werden, obwohl sich auch im Mai noch zahlreiche Arbeitslose bei den Arbeitsämtern neu meldeten Insgesamt wurden bisher 114 700 ausgesteuerte Ar- beitslofe wieder in die Unterstützung und Arbeitsvermittlung aufgenommen. Die Zahl der Arbeitslosen beträgt in Oesterreich jetzt noch 351000, liegt also noch etwas höher als im Altreich. Oie Haupttagung derRaiffeisen-Genoffenschasten Koblenz, 11. Juni. (DNB.) Rund 4000 Ge- nossenschafller aus allen Reichsstellen hatten sich in Koblenz zur Haupttagung versammelt. Nach kurzer Eröffnung durch den Präsidenten erstattete der Geschäftsführer des Reichsoerbandes Dr. Strub (Berlin) den Jahresbericht. Die Gesamtumsätze der Bezugs- und Abfatzgenossenschaften stiegen von 686 Millionen RM. in 1935 auf 739 Mill. RM. in 1936. Der Warenumschlag zusammen mit den Hauptgenossenschaften und den Spar-Darlehnskassen erreichte 2,2 Milliarden RM. Wesentlich mar auch die Umsatzsteigerung an Maschinen und Geräten der Landwirtschaft. Die Investitionen für Neuanschaffungen von Maschinen sind von 135 Mill. RM. in 1932/33 auf 395 Mill. RM. in 1936/37 angestiegen. 1937 wurden allein über 1000 neue Kartoffeldämpfkolonnen durch die Genossenschaftliche Mafchinenvermittlung eingestellt. Außer- dem wurden 2000 Saatgut -.Reinigungs» anlagen mit Beizapparaten erstellt. Er- höhte Bedeutung gewannen die Kartoffelverarbei- tungsbetriebe sowie die Flachsaufbereitung durch Genossenschaften. Die Ortskassen, das Rückgrat des ländlichen Genossenschaftswesens, konnten die Gesamtumsätze von 1934/36 um 29,5 Milliarden, auf 34,9 Milliarden steigern. Die Kreditgenossenschaften vermochten damit den vermehrten Kreditbedarf aus eigenen Mitteln zu decken und die Bankkredite weiter abzubauen. Gauleiter Staatsrat Simon zog dann eine Parallele zwischen zwei Männern, die im vorigen Jahrhundert im Gau Kodlenz-Trier tätig gewesen waren, beide mit dem Ziel, die deutschen Menschen einzelner Berufsstände zusammenzufassen. R a i f f - eisen, der Mann der bäuerlichen Genossenschaften und Karl Marx, der Begründer des Klassenkampfgedankens. Der eine kam vom Westerwald, der andere wurde in Trier geboren. Beide wollten die Berufsstände zusammenfassen; und doch, weit verschieden war das Wirken der beiden. Der eine, ein Jude, besaß nicht die Liebe zur Heimat und zum deuffchen Volk. Er war der raumlose und ebenso ruhelose Jude; der andere aber, Raiffeisen, ein Sohn unserer Heimat, blieb seinem Volke treu, und sein ganzes Wirken war gestellt auf die Liebe zu seiner Heimat, zu seinen Landsleuten und feinen bäuerlichen Berufsgsnossen. Raiffeisen hat zu einem erheblichen Teil das deutsche Bauerntum vorn jüdischen Wucherturn erlöst, so daß späterhin unsere Bewegung den deutschen Bau- ern auf dem Lande erheblich eher gewinnen konnte, wo der jüdische Geist der Zersetzung nicht Fuß 'gefaxt hatte. — Dann sprach der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft, Reichsbauernführer Darr6, über dessen Rede wir schon berichtet haben. Eröffnung der Reichsiheaterfestwoche in Wien. Die erste Reichstheaterfe st woche im Großdeutschen Reich hat begonnen. Vor der Oper hatte sich eine große Menschenmenge eingefunden, um Reichsminister Dr. Goebbels zu begrüßen. Dr. Goebbels nahm in der Festloge Platz, neben ihm Reichskommissar Gauleiter B Ü r ck e l und Reichsstatthalter Dr. S e y ß - I n q u a r t. Vertreter des gesamten deutschen Theaterlebens nahmen in großer Zahl teil. „Der Rosenkavalier" von Richard Strauß war als erste Vorstellung gewählt. Die musikalische Leitung hatte Generalmusikdirektor Dr. Karl Böhm. Nachdem die letzten Klänge verrauscht waren, setzte ein Beifallssturm ein, wie ihn bas Haus noch selten erlebt hat. Reichsminister Dr. Goebbels ließ den Hauptdarstellerinnen für ihre hervorragenden Leistungen Blumengebinde überreichen. Nach der Vorstellung folgten Reichsminister Dr. Goebbels, die in Dien weilenden Bühnenschaffenden sowie die Vertreter von Staat, Partei und Wehrmacht einer Einladung des Wiener Bür- jjermeifters zu einem Emvfang im Festsaal h»« ( I I ( i <„ f 5 ' V ' V ’• r ; 1 c ' s 9 t r s. ' h d , r ü. . !' 9 r r 5 n n 6 li a d r n w S'- n fi d ri c, %• te st t)' b a ? - b 2 B in r>< S in: A Öl di m to’ sei de • feil ; ar. ßi tei m F> •al fa. gr . ad da fa El toi eu lid IP( be * ha 3i au , er| ge. - ' ge fid od- du sch ne ab Do^ Lü tsd ver Te Be ge» dr< lin böfi Wc du, Ki- vo, En ma W< ent tio Berliner Fernsprechbuch ohne „Müller". „Hier Ami, was beliebt?" - Es ist erst SO Lahre her. — Ganze 94 Teilnehmer zählte das Verzeichnis. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) In kurzer Zeit wird in Berlin wieder, wie all- jährlich, der größte Buchumtausch stattfinden, den wir uns oorstellen können. Rund 400 000 alte Bücher werden gegen die gleiche Anzahl neuer eingetauscht. Es ist der Umtausch der F e r n - sprechbücher, deren neue Ausgabe uns alljährlich als Sommerbote erfreut. Man kann ohne lieber» treibung sagen, daß in einer Millionenstadt wie Berlin das Fernsprechregister wohl das Buch ist. das am m e i st en gelesen wird ... Als Kinder einer Zeit, die über so große Entfernungen denkt, hört, spricht und nun auch sieht, können wir uns gar nicht vorstellen, wie wir ohne diesen nützlichen Ratgeber auskommen könnten. Nicht viel mehr als 50 Jahre sind dabei erst vergangen, daß die Berliner mit dem ersten „Verzeichnis der an der F e r n s p r e ch e i n r i ch t u n g Beteilig- t e n" überrascht wurden. Das war damals freilich eine Sensation. Doch war man keineswegs sehr erbaut von dieser neuen Segnung der Technik, die noch ein halbes Jahrzehnt nach ihrer Einführung von wissenschaftlichen Kapazitäten als ruhestörend bekämpft wurde. Stephan mußte die Leute überreden. Theater, Varietes, Krankenhäuser, Rettungsstellen fehlen, ja selbst die Feuerwehr vermochte damals den Nutzen einer fernmündlichen Brandmeldung nicht einzusehen. Reichskanzlei ohne Fernsprecher. Dafür war die preußische Polizei forscher; das Polizeipräsidium war gleich mit zwei Rufnummern, davon eine für die Kriminalpolizei, verzeichnet. „Hilfe! Heb er fall!" — diesen „808"-Ruf gab es also schon damals! Es war zwar noch ein gemütliches Berlin Anno 1881. Die Pferdebahn bimmelte durch die Leipziger Straße, und wer eine Klage über einen der „Kondukteure" hatte, konnte sich — wie fortschrittlich! — bei der Verwaltung der „Großen Berliner Pferdebahn" beschweren. Von den Eisenbahnen hatte lediglich die Anhaltische eine Rufnummer. — Und das große Publikum? Zur Schande der Reichshauptstädter müssen wir gestehen, daß sie sich noch sehr abwartend verhielten. Ein Maurermeister und der Herr Hofkonditor machten eine rühmliche Ausnahme. So ist hinter den Buchstaben O, Q, U, X und P gähnende Leere im Fernsprechalphabet, während hinter T und Z sich wenigstens schon ein' Teilnehmer befindet. Nicht einen einzigen Berliner namens Müller gibt es in diesem Verzeichnis (heute füllt diese Na- mensfamilie über 50 Spalten in unseren Fernsprech-Wälzern), während ein Schultze mit tz sich als Pionier seines Namens erweist. Selbst die Reichskanzlei und das Schloß finden sich mit keiner Rufnummer verzeichnet. Idyll in der Großstadt. Auch äußerlich hatte das Fernsprechbuch eine ganz andere Einteilung. Es bestand aus zwei Teilen, einer alphabetischen Ordnung und einer solchen nach der Nummernfolge, die aber 1882 wieder abgeschafft wurde. Die Angaben über einen Teilnehmer erstreckten sich über eine ganze Seite. Zu handschriftlichen Nachträgen war weißer Raum ausgespart, da die Postverwaltung jeden neu hinzutretenden Teilnehmer den anderen schleunigst durch eine Postkarte mitteilte. Ein Idyll aus dem damals schon großstädtischen Berlin! Zwei öffentliche Fernsprech- stsllen gab es damals, von denen man ein fünf Minuten langes Gespräch für 50 Pfennig führen konnte. Es ist interessant, daß Bismarck bereits 1877 auf einen Brief des Generalpoftmeisters sich in Vazin die ersten Teltzphonapparate vorführen ließ. Damals wurde auch das Wort „Fernsprecher" erfunden, das es also in Deutschland vor der Einrichtung des Fernsprechers gab. „Hier 21 m t was beliebt?" lautete damals die Formel, mit der sich Berlins einziges Fräulein vom Amt zu melden hatte. Wobei zu bemerken ist, daß der Fernsprechverkehr nur von 8 Uhr vormittags bis 9 Uhr abends stattfand. Denn bann war Berlins erstes Telephonfräulein schlafen gegangen ... D. A. R. Aus aller Welt. Als ein Zeichen von sträflichem Leichtsinn und llebermut muß es wohl gegolten haben, feinen Namen in jenem dünnen Heftchen verzeichnen zu lassen, das die ersten 94 Teilnehmer umfaßte. 94 Teilnehmer! Der Generalpostmeister Stephan beklagte sich in einer Reichstagsdebatte einmal bitter über das geringe Interesse der Berliner. „Es ist kaum glaublich, wie ich über die Achsel angesehen wurde, wenn ich mit Begeisterung von dem Instrument sprach; »bie man hier in Berlin selbst in den intelligentesten Kreisen vielfach meinte: ach, das ist wohl ein amerikanischer Schwindel, ein neuer Humbug usw. ... Ich mußte erst eigene Agenten herumschicken, um die ersten hundert Firmen dazu zu überreden." Als am 12. Januar^ 1881 die erste Vermittlungsstelle in der Französischen Straße eröffnet wurde, waren ganze acht Teilnehmer an das „Netz" angeschlofsen. Ende des Jahres waren es 458, im Jahr 1885 bereits 4324 Anschlüsse. Mühlhausen im Elsaß aber hatte die Reichshauptstadt weit geschlagen. Am 24. Januar 1881 besaß es bereits 71 Teilnehmeranfchlüffe. Zum Vergleich: Neuyork hatte bereits 1879 den viertausendsten Teilnehmer gemeldet! Etwas vergilbt ist schon das schmale, 24 Seiten starke Heftchen, das als erstes Berliner und deutsches Fernsprech-„Buch" im Reichspostministerium sorgfältig gehütet wird. Was waren das für tapfere Leute, die sich 1881 dem Gespött der lieben Nachbarn aussetzten, daß sie sich zu dem „amerikanischen Humbug" des Fernsprechers bekannten? Fast nur Geschäfte, voran die Banken, finden sich in dieser Aufstellung, bei der viele Nummern noch freige- lassen oder handschriftlich ergänzt sind. Die Börse hatte — für damalige Verhältnisse selbstverständlich — Rufnummer 1 und verfügte über acht weitere Sprechstellen. Dann folgtvn in bunter Reche Banken, Zeitungen, Nachrichtesbüros, einige Hotels. Oie Weihe des neuen U-Boot-Ehrenmales. Zur (Erinnerung an den unvergeßlichen Tatenruhm deutscher H-Bootshelden während des Weltkrieges fgnb am Sonntagmittag auf der Adolf- Hitler-Schanze an der Kieler Förde bei Möltenort die feierliche Weihe des neuen H-Boot-Ehrenmales statt. Der Kommandiernde Admiral der Marineftation der Ostsee, Admiral A l - brecht, schritt unter den Klängen des Präsentiermarsches die Front der Ehrenformationen ab. Der Bundesführer des Dolksbundes deutsche Kriegsgräberfürsorge, Dr. Eulen, übergab das U-Boot- Ehrenmal dem NS.-Deukschen Marinebund und weihte es in dem Wunsche, daß ein jeder Besucher zuvor seinen Blick nach innen richten und Blutsbrüderschaft mit denen schließen möge, die hier für alle Zeiten geehrt sind. IBaffenfag bet deutschen Kavallerie. Aus Anlaß des 8. Waffentages der deutschen Kavallerie veranstaltete die Stadt Erfurt für Generalfeldmarschall v. Mackensen, den Gauleiter und Reichsstatthalter Sandel, die Vertreter der Wehrmacht, der Partei unb des Staates im Rathaus einen Empfang. Eine vieltausendköpfige Menge jubelte dem greifen Feldherrn auf der Fahrt zum Rathause stürmisch zu. Nachdem der Oberbürgermeister den Feldmarschall willkommen geheißen hatte, trug sich dieser in das Goldene Buch der Stadt ein. Ein Vorbeimarsch und ein großes Reitturnier beschlossen den Waffentag. Vollstreckung von vier Todesurteilen. Am 11. Juni sind der Heinrich Nehrkorn und der Peter Bitter, beide aus Opladen, hinge- richtet worden, die vom Schurgericht in Düsseldorf wegen Mordes und Raubes zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt worden waren. Die Verurteilten, vorbestrafte Verbrecher, haben gemeinschaftlich mit dem noch jugendliche»» Horst Nehrkorn in Leverkusen einen Kraftdroschkenführer, den sie zu einer Fahrt bestellt hatten, unterwegs heimtückisch ermordet und seiner Barschaft beraubt. Am 11.Juni wurden ferner der Karl Georg Gene e und der Walter Krause hingerichtet, die vom Schurgericht in Bielefeld wegen Mordes zum Tode verurteilt worden waren. Genee und Krause haben in den Waldungen bei Schloß Holte den 20 Jahre alten Kraftwagenführer Johannes Rottmann ermordet, um sich seines Kraftwagens zur Durchführung eines geplanten Raubüberfalles zu bemächtigen und ihn als lästigen Tatzeugen zu beseitigen. Riesiger Moor- und waldbrand auf der estlanbischen Insel Dagö. Durch die Fahrlässigkeit eines Hirtenmädchens geriet auf der estländischen Insel Dagö ein Torfmoor in Brand. Das Feuer griff, begünstigt durch die herrschende Dürre, mit erschreckender Geschwindigkeit um sich. Bald standen sieben Quadratkilometer Moor in Flammen. Das Feuer griff auch auf einen angrenzenden Wald über. Dreißig Bauernhöfe sind in Gefahr, ein Raub der Flammen zu werden. Mehr als taufend Einwohner, auch Irupenabteilungen, sind zur Brandbekämpfung auf- geboten worden. Endlich gelang es, an zwei Stellen den Brandherd einzudämmen. Italien baut „Familien-wagen". Die gefohlte italienische Presse kündigte in aus» sührlichen Schilderungen den neuen italienischen „F a m i l i e n - W a g e n" an. Der neue 1100-ccm-Fiat ist ein stromlinienförmiger Sechssitzer mit einem Anschaffungspreis von 25500 Lire (etwa 3400 RM), einer Stundengefckwindigkeit von 100 Kilometer und einem Benzinverbrauch von neun Litern auf 100 Kilometer. 7»ach der Einnahme von Albococer vier Kilometer vor Castellon. Saragossa, 11. Juni. (Europapreß.) Die nationalen Truppen haben am Samstag um die Mittagsstunde die wichtige Stadt Albocacer in der Provinz Castellon genommen und damit ein weiteres bebeutenöes Hindernis auf ihrem Vormarsch nach Castellon und Valencia aus dem Wege geräumt. Die bolschewistischen Milizen hatten in und um Albocacer starke Befestigungen errichtet, die die Einnahme dieser Stadt verzögert hatten. Die nationalspanischen Truppen haben am Sonntag trotz starken Regens ihren Vormarsch auf Castellon della Plana fortgesetzt und 6eh Ort Borriol, 7 Kilometer nordwestlich von Castellon, besetzt. In weiterem Vorrücken haben sie dann die ersten feindlichen Schützengräben vier Kilometer vor Castellon erreicht. Wetterbericht Die Wetterlage hat sich seit Ende der Vorwoche wenig geändert. Noch immer strömen am Ostrande des westlichen, über dem OstStlantik aufgebauten Hochdruckgebiets in lebhaftester Weise Luftmassen mehr oder wenig höherer nördlicher Breiten des Atlantik auf das europäische Festland. Die Witterung ist daher auch bei uns sehr unruhig und wechselhaft. Auch kommt es dabei für die Jahreszeit zu niedri- gen Temperaturen, zeitweise zu Niederschlag, der besonders an den Nordrändern der Gebirge größere Ausmaße annimmt. Eine d"rchgreifende Aenderung ist vorerst noch nicht zu erwarten. ► Vorhersage für Dienstag: Wechselhaftes Wetter und zeitweise auch Niederschläge. Bei leb- . haften nördlichen Winden mäßig kühl. * Vorhersage für Mittwoch: Noch wenig Aenderung. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschristleiters: Ernst Blum- : schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. 21. V. 38: 9163. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K -G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste' Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. t Dr. Ploch von der Reise zurück Junker& Ruh Tüchtiges, zuverlässiges der meistgekaufte deutsche Gasherd 4031^ Zwangsversteigerung. 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In Abständen von 20 Minuten folgten 7- beiden anderen Marschgruppen. Die Wegstrecke von Gießen zum Schießstand der SA.-Reserve bie Marschteilnehmer eine Schießübung zu er- ?Men hatten), weiter über Launsbach, Wißmar und Wellersburg nach Wieseck. Kurz hinter Wieseck Nlllte sich den Marschteilnehmern ein Grabenhinder- oi- entgegen, das im Sprunge genommen werden in^ßte. Dann nahm der Wald die Marschgruppen Ft Der Weg führte weiter durch die Schießstände, kv, noch einmal ein Zaunhindernis den Weg sperrte, ^id dann über den Kugelberg zum Trieb. Hier vKrden fünf Minuten Pause eingelegt und bann pm letzten Ansturm angesetzt. In kurzen Abständen lmßten ein Drahthindernis überwunden, ein fünft« 9 angelegter Wassergraben übersprungen und ein ^lechhmdernis durchkrochen werden. Sodann forderte sich jeder Marschblpck zum Keulenzielwurf. :L'ele Hebung stellte in allen ihren Teilen eine Hoch- und Weitsprung, Kugelstoßen und Keulenweitwurf ausgetragen. Den Abschluß bildeten eine 4X100-Meter- und eine 10X60-Meter-Pendelstaffel, sowie ein Handballspiel. Än der Zwischenzeit war auch Kreisleiter Backhaus eingetroffen, der am Vormittag schon am Sportfest der SA.-Standarte 116 und beim Jubi- läumsschießen des Schützenvereins war, dann die Grundsteinlegungen in Gießen und Annerod vorgenommen hatte und auch beim Sängertag in Steinbach die Sänger zur weiteren Mitarbeit mit einer mit aroßem Beifall aufgenommenen Ansprache auf« gerufen und erfreut hatte. Bevor er zu der Feier des 100jährigen Bestehens des Gesangvereins nach Butzbach fuhr, wohnte er noch der Siegerverkündigung durch Bannführer Rohrbach bei. Hierzu waren HI. und ID. in mehreren Säulen mit ihren Fahnen und den Musikzügen vor dem Universitätssportplatz aufmarschiert. In ihrer Mitte hatte die ^-Abordnung mit der Sturmbannfahne Ausstellung genommen. Die Marine-HI., die schon am Vormittag bei der Grundsteinlegung dem Gebietsführer durch ihre Haltung aufgefallen war, gab durch die Besetzung der Treppe und eine vor den Einheiten eingenommene Frontstellung in Linie dem Bild eine belebende Rote. Bannführer Rohrbach beglückwünschte die Sieger zu ihren Erfolgen und hob hervor, daß dieses Sportfest ein Beweis dafür sein solle, daß in der Erziehung der Jugend die körperliche Ertüchtigung eine große Bedeutung habe. Er betonte die enge Zusammenarbeit mit der ff, in erster ßinie durch eine gleichgerichtete Schulungsarbeit und dankte den Stürmen der Standarte für die Unterstützung. Dann überreichte er den Siegern die Preise des Hoheitsträgers des Kreises Wetterau und schloß die Kundgebung mit dem Treugelöbnis zum Führer. Rach einem Marsch durch die Straßen der Stadt nahmen der Kreisleiter Backhaus, Bannführer Rohrbach und Iunabannführer T a e s l e r den Vorbeimarsch der Gefolgschaften und Fähnleins ab. Die Ergebnisse. Schwimmen. 100- Meter - Brustschwimmen: 1. Ortwein, 16/116, 1:30,4; 2. v. Jaschke, Marine-HI., 1:46,0 Min.; 3. Eidmann, Marine-HI., 1:46,2; 4. Götz (Flieger-HI.) 1/116, 1:46,4 Minuten. 2 0 0 - Meter - Brustschwimmen: 1. Ortwein, 16/116, 3:22,8 Min.; 2. v. Jaschke, Mar.- HI., 3:43,5; 3. Matern (Flieger-HI.) 1/116, 4:17,2 Minuten. 100 ° Meter - Kraulschwimmen: 1. Hofmann, Feldscher-Gef., 1:17,5 Min.; 2. Albold, 3/116, 1:17,6; 3. Oswald, Marine-HI., 1:26,2; 4. Kleinke, 4/116, 1:46,5 Minuten. 200 - Meter - Kraulschwimmen: 1. Hofmann, Feldscher-Gef., 2:57,6 Min.; 2. Albold, 3/116, 3:05,4 Minuten. 4 00 - Meter - Kraulschwimmen: 1. Hofmann, Feldscher-Gef., 6:29 Min.; 2. Albold, 3/116, 6:46.8 Minuten. 100 - Meter - Rückenschwimmen: 1. Amend, Feldscher-Gef., 1:34,8 Min.; 2. Oswald, Marine-HI., 1:40 Minuten. (Weitere Ergebnisse folgen!) : sichrer Hermann Freund (Gießen) mit 35 Ringen und 2. (Befreiter Trabant, 14./IR. 116, mit gleichfalls 35 Ringen. 34 Ringe erzielten nur vier . Schützen, 33 nur einer, 32 sechs und 31 Ringe acht ; Schützen. Alle anderen Schützen kamen nur auf 30 Ringe und darunter. In den Vormittaasstunden stattete auch der Ho- heitsträaer des Kreises Wetterau, Kreisleiter Backhaus dem Schützenverein auf feinen Schießstän« den einen Besuch ab, um sich von der regen Beteiligung am Schießsport zu überzeugen. Oie Siegerehrung. Am Abend nahm bann auf dem Schützenhaus der Vereinsführer Willi Georg die Siegerehrung vor. Auch diesmal wieder waren die Räume zu klein für die vielen Zuschauer und Teilnehmer. Der Dereinsführer konnte mit Freude feststellen, daß die Beteiligung an der ganzen Veranstaltung des Schützenoereins, wie auch die am Schießsport selbst und die dabei erzielten Leistungen denen der Vorjahre nicht nachstanden. Die Teilnahme der vielen auswärtigen Mannschaften war wiederum ein Beweis für das fchießsportliche Ereignis dieses nunmehr 5. Gruppen- und Volksschießens des Vereins. Mit den Dank an alle Teilnehmer verband her Vereinsführer den Dank an die Spender der Preise und Gönner der edlen Schießsache und nahm dann die Preisverteilung vor. Im Gruppenschießen, an dem sich 28 Mannschaften beteiligten, gewann das RSKK, 1/M. 147 mit 845 Ringen endgültig den Wanderpreis im Wehrmannschießen, den RSKK- Standartenführer Nagel mit stolzer Freude ent» gegennahm. Die weiteren Mannschaften bekamen Ehrendiplome und der beste Einzelschüße Willi Schilling eine Plakette. 3m Kleinkaliberschießen erhielt die 1. Mannschaft des Schützenvereins Marburg einen Wanderpreis, die anderen Teilnehmer Diplome und der beste Einzelschütze Mangold (Marburg) gleichfalls eine Plakette. 3m Volksschießen erhielten NSKK.-Sturm- sührer Hermann Freund als Sieger ein großes Bild des Führers und (Befreiter Trabant von her 4. Komp. 3R. 116, der die gleiche Ringzahl 35 hatte und an zweiter Stelle stand, ein Fahrrad als Ehrengeschenk. Auch den weiteren Teilnehmern wurden eine Reihe wertvoller und praktischer Gegenstände überreicht. Das Jubiläumsschießen, das noch am heutigen Montag durchgeführt wird, ist erst, wie der Vereinsführer bekanntgab, um 19 Uhr beendet. Am Abend findet dann im „Schützenhaus" die Verteilung der Ehrengaben statt. Vereinsführer Willi Georg schloß die Siegerehrung mit dem Treu- grüß an den Führer. Die Ergebnisse: Gruppenschießen: Wehrmann: 1. RSKK. 1/M 174, 845 Ringe; 2. Schützengesellschaft Gießen 804; 3. Schützenoerein Gießen 802; 4. Schützenoer- ein Marburg, 2. Mannsch., 772; 5. Schützenvercm Marburg, 1. Mannsch., 769; 6. Schützengilde Bad- Nauheim 758 Ringe. Bester Einzelschüße: Willi Schilling, 229 Ringe. Kleinkaliberschießen: Schüßenv. Marburg, 1. Mannsch., 595 Ringe; 2. Schützenverein Gießen 588; 3. Schützenverein Marburg, 2. Mann» choft, 580; 4. RSKK. 1/M 147 Gießen, 578; 5. Knegerkameradschaft Annerod 576; 6. 1. Komp. MG.-Batl. 564; 7. Schützenverein Steinbach 554; 8. 2. Komp. 3R. 116 .553; 9. Postsporto. Gießen 552; 10. Schützengesellschaft Gießen 544; 11. 2. Kompanie MG.-Batl. 2 542; 12. 1. Komp. MG.-Batl 2 535; 13. SA. 42/116 Gießen 531; 14. Schützengilde Bad-Nauheim 528 Ringe. Beste Einzelschützen: Man« gold, Marburg, 158 R.; Sieger durch Stechen; Richard Koch, Gießen, 158 Ringe. Dolksschießen: 1. Hermann Freund, (Bie« feen und 2. (Befr. Trabont, 14. Komp. IR. 116, mit je 35 Ringen; Herrn. Paul, Earl Dem (2f< Lestern), LaWgarL uyd Peis (Große^S^eck), fr Jun auch ein Bergfest des Kreises 8 Gießen? Dem lang ersehnten Wunsch des heimatlichen Riichsbundkreises, ein eigenes Bergfest zu bekom- mm, scheint nun Erfüllung zu werden. Wie wir hören, sind Vorbereitungen im Gange, noch in diesen 3ahre ein Kreis-Bergfest zu Füßen der Ruine Greifenstein durchzuführen. Greifen« ften ist eine glückliche Wahl. Der Ort ist wie ge- säaffen für ein Bergfest und wird bestimmt auch eie starke Anziehungskraft ausüben. handballwerbetag im Kreis Gießen. Der vom Fachamt Handball ausgeschriebene Urrbetag nahm einen in allen Teilen wohlge- (ir.genen Verlauf. Die Spiele, bie sich über eine large Zeitspanne erstreckten, konnten reibungslos aheroicfelt werden unb hinterließen den denkbar Turniersieger: Kreis 8A unb Kreis 11 mit je Mei gewonnenen und einem verlorenen Spiel. (Wir kommen auf die Veranstaltung noch ausführlich zurück.) Das Wiederholungsspiel Ehringshausen - Aßlar 1:0. Bei schönem Wetter hatten sich etwa 1000 Zuschauer auf dem Waldsportplatz des VfB.-Reichbahn Gießen zu diesem Spiel eingefunden. Zu Beginn des Spieles schien es so, als wenn Aßlar das Spiel gewinnen würde. Aßlar stellte eine leichte Mannschaft, bie technisch besser war, als die körperlich überlegene Mannschaft der Ehrinashäuser. Aber der Siegeswille und auch bie Ruhe der Ehrings- häufer brachten es mit sich, daß die Ehringshäuser ein besseres Zusammenspiel zeigten. Kurz vor Halbzeit konnte dann auch Ehringshausen den Siegestreffer anbringen. Ein Spieler von Aßlar mußte auf Geheiß des Schiedsrichters den Platz verlassen. 18 Minuten vor Schluß drangen Zuschauer von Aßlar in das Spielfeld unb hinderten den Schiedsrichter an der ordnungsmäßigen Fortführung des Spieles. Der anwesende Kreisfachwart für Fußball, Hugo Henkel (Gießen), gab dem Schiedsrichter auf, das Spiel abzubrechen. Das Spiel ist nicht nur für Aßlar verloren, der Kreisfachwart hat vielmehr auch bie Fußballabteilung des VfB. Aßlar vorläufig gesperrt. Radfahrstreifen, denen ebenfalls auf ihrer 25-Kilometer-Fahrt ge« ländesportliche Aufgaben gestellt waren und ihre Zielsicherheit im Ballonschießen beweisen mußten. Der Nachrichtensturm/116 konnte hierbei mit 380 Punkten den ersten Sieg und Sturm 11/116 den zweiten Sieg erringen. — Der Mannschafts-Fünfkampf (100-Meter-Lauf, 400-Meter-Hindernislauf, Keulenweitwurf, 8X50«Meter-Schwimmstaffel und Kleinkaliberschießen) konnte ebenfalls vom Nachrichten- fturm/116 mit 204 Punkten gewonnen werden. — Den Mannschafts-Orientierungslauf, der über eine Wegstrecke von 6 Kilometer führte und als Nebenaufgaben Keulenzielwurf und Ballon- fchießen hatte, gewann Sturm 2/116 an erster und Sturm 25/116 an zweiter Stelle. — Den Deutschen Wehrwellkampf (12Xl/»Rundenstaffel, Keulenweitwurf, 3000-Meter- Lauf unb Kleinkaliberschießen) konnte Sturm 22/1 IQ harte Anforderung an die Männer, und trotzdem wurden, wie aus dem Ergebnis zu ersehen ist, sehr gute Punktwertungen erzielt. An erster Stelle steht Sturm 11/116 mit 386 Punkten, ihm folgt Sturm 2/116 mit 362,5 Punkten, unb an Stelle konnte Na/116 mit 216,6 Punkten Ziel gehen. — Um 8 Uhr starteten die Der Schützenoerein Gießen kann in diesem Jahre auf ein 60jähriaes Bestehen zurückblicken. Aus diesem Anlaß entschloß sich der Verein, eine größere Schützenveranstaltung durch^uführen, die auch zu einem großen Erfolg wurde. Die Veranstaltung wurde am Samstag mit einem Kameradschastsabend eingeleitet, der bie Schützen des Vereins zu einigen unterhaltsamen Stunden im Schützenhaus vereinigte. Dereinsführer Georg hielt eine kurze Ansprache und wies daraus hin, daß die Arbeit des Schützenoereins 60 Jahre Arbeit am Vaterland bedeute. Er erinnerte habet kurz an bie Tätigkeit während des Krieges, an b'ie Zeit nach dem Kriege, in der der Verein getreu seiner Sache weiterhin, auch gegen feindliche Strömungen, der Wehrhaftigkeit diente, und - schloß seine Ansprache mit dem Gedenken des Führers, der dem deutschen Volke wieder eine starke Wehrmacht gegeben fjabe. Im weiteren Verlauf des Abends verlas er noch Glückwünsche, die von verschiedenen Seiten zum Jubiläum eingegangen waren. Ehrenvorsitzender Nikolaus gab dann in interessanten Darlegungen einen gedrängten Heber« blick über die Geschichte des Schützenvereins, insbesondere aber über deren Vorläufer, die Schützengesellschaft, deren Gründung auf das Jahr 1560 zurückgehe und deren Erbe die Schützengesellschaft Gießen eigentlich angetreten habe. Zum Abschluß erinnerte der Redner noch an verschiedene alte Kameraden, die dem Verein über Jahrzehnte bienten. Nachdem noch ein Vertreter der Gießener Schützengesellschaft 1926 herzliche Glückwünsche überbracht hatte, blieb man bei manchem gemeinsam gelungenen Liede noch geraume Zeit beisammen. Im Laufe des Samstagnachmittags beteiligten sich die Schützen an einem Fernwettkampf, bei dem beachtliche Ergebnisse erzielt wurden. Gruppenschießen. Der Sonntaa brachte eine lebhafte Beteiligung am Jubiläumsschießen des Schützenoereins. In erster Linie fand das Gruppenschießen rege Beachtung. Die Beliebtheit, deren sich diese schießsportlichen Veranstaltungen des Gießener Schützenvereins im weiteren Umkreis erfreuen, ging auch aus der Beteiligung des Schützenvereins Marburg, der Schützengilde Bad-Nauheim und der Schützenvereine und Kriegerkameradschaften der näheren Um- ebung hervor, die, wie z. B. Steinbach (trotz des Sänaerfeftes) und Annerod sich wiederum beteiligten. Recht erfreulich war die Teilnahme der 1. und 2. Komp, des MG.-Bataillons 2 Wetzlar, die einige Mannschaften entsandt hatten, die wiederum gute Plätze belegen konnten. Das Gruppenschießen wurde ausgetragen mit Wehrmannbüchsen, 175 Meter, auf die 20er Ringbrustscheibe und in Kleinkaliber auf 50 Meter auf die 12er- Ringbrustscheibe. Sieger im Wehrmannschießen wurde der Sturm 1/M. 147 mit 845 Hingen, der damit den Wanderpokal zum dritten Male gewann und ihn jetzt in Besitz nehmen konnte. Der Sieger von 1937, der Schützenverein Marburg, belegte nur den 4. und 5. Platz. Bester Einzelschütze wurde Willi Schilling mit 229 Ringen. Im Kleinkaliberschießen errang der Schützenverein Marburg (1. Mannschaft) den Wanderpreis mit 595 Ringen, während der Titelverteidiger, die Kriegerkameradschaft Annerod nur an 5. Stelle kam. Die beste Einzelschützen waren M a n e g o l d (Marburg) und Richard Koch (Gießen) mit 158 Ringen. Im Stechen wurde dann Mannegold (Marburg) der Sieg zugesprochen. Volksschießen. Auch das Volksschießen auf 50 Meter auf die 12er Ringscheibe mit Kleinkaliber erfreute sich wieder : reger Beteiligung. Sieger »nrde NSKK.-Sturm- den ersten Sieg erringen vor dem Pi.«Sturm 17116 mit einer Gesamtpunktzahl von 415 unb einer Zeit» dauer von 1:50,30 Std. Die Pioniere zeigten mit dieser Lösung der ihnen gestellten Ausgaben wieder einmal ihren guten Ausbildungsstand. Die Hauptzeit des Nachmittags wurde durch das Fußballspiel DfV.-R. I — SA.-Kampfgemeinschaft 3:2 ausgefüllt. Sofort nach dem Anpfiff zeigte das Spiel eine große Lebhaftigkeit und Angriffsfreudigkeit, das Aich schon in den ersten Minuten zu einem Tor für die SA.-Kampfgemeinschaft führte, das aber noch im Laufe der ersten Halbzeit durch einen gut gezielten Treffer der Mannschaft des VfB.-R, ausgeglichen werden konnte. Mit dem Ergebnis von 1:1 ging das Spiel in die zweite Halbzeit. Die SA.« Kampfgemeinschaft erhöhte noch einmal das Ergeb« nis auf 2:1, mußte aber im Verlaufe der zweiten Halbzeit dem Leder noch zweimal den Lauf ins Tor lassen, so daß das Spiel mit einem 3:2-Siege für die 1. Mannschaft des DfB.-R. endigte. Das Spiel der SA.-Kampfgemeinschaft war von Anfang bis zu Ende ein eifriges und geschlossenes, unb bie technische Leistung blieb hinter der her Mannschaft des VfB.-R. kaum zurück. Obergruppenführer B e ck e r l e , der während des Fußballspieles auf dem Sportfeld eintraf, verfolgte das Spiel der SA.- Kampfgemeinschaft mit großem Interesse. Zum Abschluß des sportlichen Teiles wurde von den Stürmen Reiter 147, Na. 116, Pi. 3/116, Pi. 2/116 unb Pi. 1/116 eine Sonder st affel gelaufen, die von dem Reitersturm 147 mit 1:37,2 Minuten gewonnen wurde. Während ben sportlichen Vorführungen am Nach- mitag unterhielt der SA.-Musikzug der Standarte 116 mit guter Musik. Abschluß und Siegerehrung. Nach Beendigung der sportlichen Wettkämpfe marschierte ein Ehrensturm mit Standarte unb Fahnen ein. Nachdem die Kampfmannschaften Aufstellung genommen hatten, verkündete Standartenführer Lutter bie einzelnen Ergebnisse unb wandte sich in kurzen Warten an seine SA.-Kameraden und dankte den Kampfmannschaften, die auch heute wieder Unter Beweis gestellt haben, daß sie gewillt sind, Körper unb Geist trainiert zu halten, um stets einsatzbereit zu sein. Er gab der Hoffnung Ausdruck, daß die Standarte auch demnächst auf dem Gruppensportfest ebenso gute Erfolge erzielen möge wie heute. Nach dem „Sieg-Heil" auf den Führer marschierten die Einheiten unter Dorantritt des MZ. unb SZ. durch die Stadt zum Standartenhof zur Einbringung der Standarte und der Sturmfahnen. mit 187 Punkten für sich entscheiden, an zweiter Stelle lag Sturm 12/116 mit 86 Punkten. 3m Deutschen Meh r k amp f (Einzel) wurden Sieger: in Klasse A (bis zu 30 Jahren): Rottenführer Pfeiffer, Na/116, mit 793 Punkten; in Klasse B (30 bis 40 Jahre): Sturmführer Napora, 44/116, mit 591 Punkten. 400-Meter-Hindernislauf: 1. Rottenführer Harbach, 15/116, in 1:24,0 Min.; 2. Sturmmann Wagner, 15/116, in 1:31,0 Minuten. 3000 - Meter - Lauf (Einzel): Klaffe A: 1. Sturm mann Rieb, 31/116, in 10:30,0 Minuten; 2. SA.-Mann Menz, 15/116, in 11:17,0 Minuten; 3. SA.-Mann Grölz, 2/116, in 11:27,0 Minuten. Klasse B: 1. Rottenführer Kraustopf 6/147, in 10:59,6 Minuten; Klasse C (über 40 Jahre): 1. Rottenführer Hahn, 25/116, in 12:15 Minuten. Speerwerfen (Einzel): Klasse A: 1. SA.- Mann Jakob, 11/116, mit 51,70 Meter; Klasse B: 1. Scharführer Butz, 11/116, mit 42,37 Meter. Kugel stoßen (Einzel): ' Klasse A: 1. Scharführer Lindenstruth, 14/116, mit 10,72 Meter vor SA.-Mann Jakob, 11/116, mit 10,63 Meter; Klasse B: 1. Dietz, 2/116, mit 10,60 Meter; Klasse C: 1. Truppführer Bocher, 25/116, mit 7,91 Meter. Stein stoßen (Einzel): Klasse B: 1. SA. Mann Jakob, 11/116, mit 6,71 Meter; Klasse C: 1. Truppführer Böcher, 25/116, mit 5,29 Meter. Hochsprung. Klasse A: 1. Ob.-Scharf. ßin« denstruth, 14/116, mit 1,61 Meter. Klasse B: 1. Rottens. Dietz, 2/116, mit 1,41 Meter. Weitsprung. Klasse A: Sieger SA.-Mann Das Sportfest des Bannes 116 der HI. und des Imgbannes 116 wurde am Samstag mit ben Schwimmwettkämpfen unter der Leitung dk> Stellenleiters für Leibeserziehung Opfer- tti2 n n in Anwesenheit des stellvertretenden Bann- fibrers der HI., Dr. Schneider , eröffnet Neben bti Schwimmwettbewerben wurden Springkon- fi*rennen und Staffelläufe ausgetragen. In Anbe- tv-cht dessen, daß der Bann größtenteils über Land- Holgschaften verfügt, die keine Gelegenheit für Schwimmübungen haben, waren sowohl die 23etei« licung, wie auch die erzielten Leistungen als gut oiZusehen. Im nächsten Jahre wird mit größeren (qolgen zu rechnen sein. Die Einzelwettbewerbe selost brachten insofern eine Ueberraschung, als dies- Ml die Feldscher-Gefolgschaft vier der ersten Plätze in einzelnen Wettbewerben besetzen konnte. Es gab sörnnende Kämpfe, vor allem in der 4X100-Meter- zhiftftaffel, die bie Marine-HI. mit einer halben Achn Vorsprung für sich entscheiden konnte. Schon Mm Start weg holte der erste Mann einen Vor- sp'ung heraus, den der zweite halten konnte, der bitte Schwimmer ausbaute, so baß der Schluß- Mnn sicher den Endsieg herbeiführte unb eine gute Ait herausholen konnte. Die Leistungen der Schwimmer sind um so beachtlicher, als die Wende lene Startbretter aufweist. Als Starter wirkte Prscoe vom Gießener Schwimmverein mit Oie Mannschasts-Oreikämpfe. 2lm Samstagnachmittag wurden bann in der Turnhalle des VfB.-Reichsbahn die Hebungen an bn Geräten durchgeführt, die einen Teil der Mannstaftsdreikämpfe bildeten. Die vorgesehenen Hebun- ijn im Ringen, Boxen unb Gewichtheben mußten öi_gen unzureichender Anmeldungen ausfallen. .sonntag um 7 Hhr wurden die Mannschaftsdrei- kcmvfe auf dem Hnioersitätsfportplatz fortgesetzt. C- herrschte ein buntes Treiben, da an vielen Äel- £ei zugleich die einzelnen Hebungen durchgeführt Mrden mußten. Die Wettkämpfe zogen sich bis zur Mittagsstunde hin, weil auch die Dorläufe für die Enzelkämpfe und die Zwischenläufe ausgetragen Derben mußten. Oie Meisterschastslämpfe. Zu den Meisterschaftskämpfen am Sonntagnachnittag hatten sich viele Ehrengäste, darunter der trfie Kreisleiter des Kreises Gießen, Adam Lotz, Vertreter der ff, SA., des NSKK., der Wehrmacht urb auch zahlreiche Eltern eingefunden. Es gab iiige spannende Kämpfe unb gute Leistungen, joischendurch bot ein „Bunter Rasen" Ausschnitte Qis der vielseitigen körperlichen Ertüchtigungsarbeit in den einzelnen Gefolgschaften unb Fähnlein. Für die' HI. wurden ausgetragen: ein leichtathle- ücher Fünfkampf, 100-Meter- und 1000-Meter- Lcufe, Hoch- unb Stabhochsprünge, Weitsprung, Kugelstoßen, Keulenweitwurf, Speer- und Diskuswerfen. , Für den Jung bann, der in gleicher Stärke ! De der HJ.-Bann an den Wettkämpfen beteiligt Dir, bestanden die vorgeschriebenen Hebungen aus eiiem 60-Meter-Lauf, dem Weitsprung unb dem i Lillweitwurf. Für Führer aus beiden Bannen virden außerdem ein 100- unb ein 400-Meter-Lauf, M>ch ■Wer, Mer H>. Ubegru, »Mter ■ weis, Mur den Mebietz, Men des Mdandes Mrtreter Men zu Munsch. Mde der Muser Maufene Mesamt» Mhrigen Ms be« Mtzende Mel, der Mrnahm. Urner, Mltenes Mutzbach, e in der 34 Ringe; Uoffz. ^uffmann 33; Schwalenberg, 1. Komp. MG.-Batl. 2, Mandler (Wieseck), Schmidt (Leihgestern), Thone, Knorr, Haus (Gießen), je 32; Magel (Annerod), Feldw. Jullmann, Sauer, Lei- dinger, Kuhl, Eug. Velten (Leihgestern), Willi Metz, Klingelhöfer, je 31 Ringe. Fernschießwettkampf (Reichs-Städtewett- kamps aus Wehrmalrn, 175 Meter): 1. W. Schilling 474 Ringe; 2. Gg. Schilling 454; 3. Heinrich Appel 451; 4. Hofes Krumpen 441; 5. Wilh. Scheut 423; 6. Dr. Wilhelmi 421; 7. Willi Grorg 396; 8. Karl Haitz 394; 9. Willi Becker 393; 10. Heinrich Balser 387 Ringe. Insgesamt wurden also 4334 Ringe erzielt. Man hofft im Endergebnis auf einen günstigen Platz. Radsportereignis auf der Aschenbahn. y XX H V ....... .......■■ 'L-t— Cd wre»)-, Das siegreiche Paar K n e l l e r - Bonn (X) / Neumann - Gießen (XX), das in einer großartigen Form das 50- Kilometer - Mannschaftsrennen mit 45 Punkten für sich entschied. Beide Fahrer stellten bei jeder Wertung den ersten Sieger. (Aufnahme: Neuner, Gießener Anz.) Wieder einmal trat die Gießener Radfahrer-Vereinigung mit einer großen Radsportveranstaltung an die Oeffentlichkeit. Das lang erwartete Eröffnungs-Bahnradrennen 19 3 8 wurde gestern gestartet und wurde wieder au einem schönen Erfolg. 2000 Zuschauer säumten, trotzdem der gestrige Sonntag noch manche andere Veranstaltung brachte, die Kampfbahn und bildeten den richtigen, stimmungsvollen Rahmen. Das Programm des Tages hielt sich in der Form der früheren Rennen. Nur daß diesmal über allen Rennen von vornherein die Ungewißheit lag, wer wohl den Sieger stellen würde. Schorn, der jpurtstarke Kölner, war nicht da, der sonst den Löwenanteil an Blumensträußen an sich riß. Vielmehr bestritt diesmal ein Feld die Rennen, das sich aus vielen gleichwertigen Fahrern zusammensetzte. Dies ver- schuf dem Rennen einen besonderen Reiz. Die Hoffnungen der großen Gießener Radsportgemeinde trugen wieder Neumann und Preis. Mit großem Interesse wurde die Fahrtechnik der beiden verfolgt. Einen schönen Sieg errang Neumann im Vorgabefahren über 5 Runden, in dem er alle Konkurrenten hinter sich ließ. Die Startliste verzeichnete folgende Fahrer: Schenk, Oster (Saarbrücken), S ch w i e r s (Dülken), Kartenberg, Prinz, Frey (Köln), Harre und Schneider (Dortmund), Neumann, Preis (Gießen), Weiler (Köln), Gassenmeyer (Offenbach), Bär (Frankfurt), G e l p k e (Köln), Heck, Linnemann (Alsfeld), Straßfeld, Lewe (Köln), Richter, Basser- m a n n (Hanau), Buchheister, Ferschke (Kassel), K n e l l e r (Bonn). Den Auftakt der Rennen bildeten wieder die fünf Vorläufe für das Flieger-Hauplfahren, in denen sich die Fahrer Schenk, Frey, Oster, Bassermann, Preis, Gelpke, Kneller, Bär und Lewe für die Zwischenrunden qualifizierten, in denen sich wiederum Schenk, Oster, Kneller und Bär für die Entscheidung durchsetzten. Im vorher gestarteten Hoffnungslauf konnte Neumann leider nur Zweiter werden und vermochte so nicht in die Entscheidung einzugreifen. Im Endkampf, der wieder zwei Laufe brachte, kam Kneller, der taktisch sehr flug fuhr und anscheinend über erhebliche Kraftreserven verfügt, zum verdienten Sieg. Zweiter wurde Oster (Saarbrücken) vor Bär (Frankfurt) und Schenk (Saarbrücken). Der Endkampf gestaltete sich deshalb besonders anregend, weil die Fahrer nicht sofort robust loszogen, sondern sich gegenseitig heftig belauerten und so die Zuschauer zu gesteigerter Aufmerksamkeit herausforderten. Ein Punktefahren der L-Klasse führte über 15 Runden. Die Nachwuchsfahrer legten sofort ein viel zu scharfes Tempo vor, das sie übrigens erstaunlich lange hielten und erst in den Schlußrunden etwas abbauten. Immerhin gab es bei den Wertungen noch manchen heftigen Spurt, bei denen die Fahrer gute Veranlagung bewiesen. Das Vorgabefahren, das über fünf Runden führte, sah den Gießener Neumann in großer Form. Er startete in der am weitesten zurückgesetzten Gruppe und arbeitete sich allmählich in famoser Technik nach vorne. An zweiter Stelle kam Buchheister ein, Dritter wurde Lewe. Den Höhepunkt des Rennens bildete wieder das 50-Kilometer-2Nannschaf1sfahren. Neun Mannschaften traten dazu an und lieferten sich einen ebenso harten wie abwechslungsreichen Kampf, der allerdings mit einem sehr eindeutigen Ergebnis endete. Das Paar Kneller (Bonns- Neumann (Gießen) landete einen haushohen Sieg. Beide ließen sich keine Wertung, die ihnen fünf Punkte bringen konnte, entgehen. Leider hatte der zweite Gießener Vertreter, Heini Preis, viel Pech. Er stürzte und schied nach 50 gefahrenen Runden aus. An seiner Stelle fuhr Gassenmeyer weiter, dessen ursprünglicher Partner Bär durch Sturz ebenfalls aufgeben mußte. Eine sehr gleichmäßige Leistung zeigte auch das Paar Schenk-Oster (Saarbrücken), die bei den meisten Wertungen den zweiten Platz hielten. Auch das Paar Schwiers-Kartenberg hielt sich sehr gleichmäßig, so daß mit diesen drei Paaren die Sieger schon sehr bald feststan- ben. Immer wieder versuchten die Konkurrenten gegen das favorisierte Paar vorzustoßen und so gab es jeweils beim Wertungsspurt Kämpfe, die oft nur um Dorderradbreite entschieden wurden. Aber den Spitzenreitern mar nichts abzujagen. Immer hielt' Neumann die Position und Kneller sicherte in den Spurtrunden den Sieg. Selten sah man bei bisherigen Rennen eine so unerschütterlich gleichmäßig starke Leistung. Leider schied gegen Schluß noch das Paar Gelpke-Ferschke aus, so daß sich das Feld auf sechs Mannschaften verringerte. Unter großem Jubel fuhr das Paar Kneller-Neumann das Rennen zu Ende, in dem sie auch die letzte Wertung an sich rissen und mit 45 Punkten, mit bedeutendem Punktvorsprung vor den zweiten Siegern, Schenk-Oster (Saarbrücken), Sieger wurden. Die Eraebniffe: Flieger - Hauptfahren: 1. Kneller (Bonn), 2. Oster (Saarbrücken), 3. Bär (Frankfurt a. M.), 4. Schenk (Saarbrücken). Punktefahren, L-Klasse: 1. Beck (Hanau), 2. Hock (Gießen). Vorgabe - Rennen: 1. Neumann (Gießen), 2. Buchheister. 50 - Kilometer « Mannschaftsrennen: 1. Kneller-Neumann, 45 Punkte; 2. Schenk- Oster, 21; 3. Schwiers-Kartenberg, 18; 4. Gassen- meyer-Weiler, 6; 5. Prinz-Frey, 2 Punkte. Das Ende der Gauligaträume? Oberurfd-1900 5:1. Der Versuch der Blauweißen, sich in Oberursel durch ein einigermaßen günstiges Ergebnis achtbar aus der Affäre zu ziehen, ist mißlungen. Mit dafür ausschlaggebend war, daß sich die Mannschaft gegen die von außen kommenden Einflüsse nicht freimachen konnte und so lange nicht an die spielerische Leistung der Vorsonntage herankam. Schiedsrichter Hörner (Kassel) stellten sich folgende Mannschaften: Oberursel: • Kircher Scheller II Scheller I Nagel Wolf Remy Hirsch Leipold Köhler Pletzsch Meisinger Hauser Sack Hormel Koch Lehrmund Knauß Quick Erhard Lippert Pankok 1900 : Fischer Der Anstoß der Blauweißen bleibt bei Wolf hängen, der den Ball sofort auf den linken Flügel gibt und Meisinger sofort eine gefährliche Sache heraufbeschwört. Da hierbei von außen her die erforderlichen Anfeuerungsrufe erfolgen, spielen sich die Platzbesitzer in eine Begeisterung hinein, die ihnen eine deutliche Feldüberlegenheit einbringt. Bis zur 18. Minute können die Blauweißen diesem Druck standhalten. Als Meisinger den Halblinken Pletsch gut bedient und dieser acht Meter vorm Tor frei zum Schuß kommt, heißt es aber 1:0 für die Oberurseler. Dieses Ergebnis können die Blauweißen einige Zeit halten und auch im Feldspiel etwas zu Wort kommen. Bei einem Angriff in der 30. Minute bringt die Verteidigung den Ball nicht weit genug weg. Wolf, der im Hintergrund lauert, schießt taufs Tor. Don Pankok prallt das Leder Pletzsch vor die Füße, der keine Mühe hat, zum 2:0 zu erhöhen. Eine Umstellung, Sack wechselt mit Quick, bringt einige Vorteile. Bei einer Flanke von Lehrmund Tann Hormel denn auch mit Kopfstoß auf 2:1 verkürzen. Dieser Erfolg gibt dem Verlauf gleich ein anderes Bild. Die Blauweißen haben jetzt verschiedene gute Momente, und bei etwas Glück konnte leicht der Ausgleich Zustandekommen. Bei einem Durchbruch von Meisinger kommt der Ball zu Köhler, der zum Rechtsaußen Hirsch weiterleitet. Knauß versucht dies zu verhindern und nimmt, hierzu die Hand. Die Frage, in oder außerhalb des Strafraumes, entscheidet der Linienrichter mit dem Hinweis auf den Elfmeterpunkt. Diese günstige Gelegenheit läßt Pletzsch nicht ungenutzt und entscheidet damit praktisch den Kampf. Nach dem Wechsel ist Oberursel weiter überlegen. Nur ab und zu können die Blauweißen durch einen durchbruchartigen Vorstoß etwas zu Luft kommen. Bei der Ueberlegenheit der Platzbesitzer können Tore nicht ausbleiben, und als Knauß einen Strafstoß verschuldet, heißt es dann auch durch Köhler 4:1. Eine letzte Anstrengung bringt den Blauweißen ihre beste Zeit. Sack ist jetzt wieder im Sturm. Verschiedene Flanken von Heuser eröffnen Chancen, die sehr gefährlich sind. Im letzten Gegenangriff kommen die Platzbesitzer bann durch Meisinger noch zu einem Erfolg, der von dem zahlreichen Anhang genau so bejubelt wird, wie der kurz darauf erfolgende Schlußpfiff. Die außergewöhnlich gute Leistung der Platz- besitzer dürfte wohl in erster Linie darauf zurückzuführen sein, daß die Blauweißen durch ihren vorsonntäglichen Sieg den Oberurselern die schon geglaubte Aufstiegsmöglichkeit verdorben haben. Dadurch fanden sie einen Gegner vor, der mit explosivem Geist geladen war und eine Zuschauermenge, die ihre Mannschaft vom Anfang bis zum Schluß mit den lautesten Zurufen anfeuerte. 2m zweiten Spiel der Gruppe Süd zwischen Elz —Dunlop-Hanau konnten die Platzbesitzer dem Spitzenreiter bis zur Pause ein Unentschieden abtrotzen. Hanau 4 3 Oberursel 4 2 1900 4 2 Elz , 4 — 1 — 14:6 7:1 1 1 11:7 5:3 - 2 8:7 4:4 4 5:17 0:8 Die Kämpfe um die Fußball-Weltmeisterschaft. pari«!: Ztalien - Frankreich 3:1 (1:1). Von den vier Spielen der Zwischenrunde um die Fußball-Weltmeisterschaft hatte die Begegnung zwischen Frankreich und Italien im Colombes-Stadion zu Paris das meiste Interesse erweckt. Dor rund 65 000 Zuschauern siegten die Italiner dank einer besseren Gesamtleistung in der zweiten Halbzeit 3:1 (1:1). Antibes: Schweden - Kuba 8:0(4 0) In Antibes gewann Schweden das Zwischenrundenspiel gegen die Fußball-Elf von Kuba ganz überlegen mit 8:0 (4:0) Toren. Das Ergebnis beweist am besten, wie erdrückend geradezu die Ueberlegenheit der Nordländer war. Zum Glück für die Schweden hatte die tropische Hitze in dem Rimera- ort nachgelassen. Noch am Samstag regnete es, und erst eine Stunde vor Beginn des Kampfes erschien die Sonne. Rund 20 000 Zuschauer erlebten einen recht einseitigen Kampf. Lille Llnaarn —Schweiz 2:0 (1:0). In Lille wurde die ermüdete Schweizer National- Mannfchaft von Ungarn im Kamps um die Fußball-Weltmeisterschaft ausgeschaltet. Die Ungarn gewannen 2:0 (1:0) und treffen nünmehr in der Vorschlußrunde am Donnerstag, 16. Juni, in Marseille auf Schweden. Zum Kampf gegen Ungarn hatten die Schweizer ihre gegen Deutschland siegreiche Mannschaft auf zwei ^Posten ändern müssen. Das Fehlen zweier vorzüglicher Spieler (Minelli und Albi) machte sich natürlich bei den Eidgenossen sehr nachteilig bemerkbar. Die Schweizer erreichten nie die große Linie der beiden Pariser Treffen gegen Deutschland. Besonders der Angriff ließ den mitreißenden Schwung vermissen. Der linke Flügel kam fast gar nicht ins Gefecht. Ungarn gewann verdient. Bordeaux: Tschechoslowakei-Brasilien 1:1. Eine rauhe Auseinandersetzung, bei der die sportlichen Regeln wenig beachtet wurden, gab es am Sonntag in Bordeaux zwischen der Tschechoslowakei und Brasilien. Beide Mannschaften konnten nad 120 Minuten Spielzeit keine Entscheidung herbei, führen, so daß beim Stande von 1 :1 ein Wieder« holungsspiel notwendig wurde, das am kommenden Dienstag erneut in Bordeaux ausgetragen wird Die Vorschlußrunde. In der Vorschlußrunde, die am Donnerstag, 16. Juni, ausgetragen wird, stehen sich nun gegen, über: in Paris: Schweden—Ungarn; in Marseille: Italien—Brasilien oder Tschechoslowakei. Brasilien und die Tschechoslowakei müssen den Dorschlußrundengegner Italiens im Wiederholungs. spiel am Dienstag in Bordeaux ermitteln. 2. Etappe der Deutschland-Rundfahrt. Schild (Ehemnih) Elappensieger. Wesentlich günstigere Bedingungen als am Dor. tage trafen die Teilnehmer an der internationalen Deutschland-Rundfahrt auf ihrer zweiten Tages, strecke von Zittau nach Chemnitz (294,1 Kilometer) an. Kühles Wetter hatte die Sonnenglut des Vortages abgelöst und die kurzen Regenschauer Dertru- gen die Fahrer wesentlich besser als die unerbittliche Sonye. Wieder gab es einen deutschen Sieg durch den spurtschnellen Chemnitzer Schild in 9:43,11 vor seinem belgischen Markengefährten Bonduel, bet nunmehr i,n der Gesamtwertung in Führung liegt und Träger des gelben Trikots geworden ist. Um- benhauer, der Sieger des Vortages, vermochte sich nicht zu behaupten, er stieg fast bei jedem Dorftoh den Ausreißern nach und hatte sich dabei so verausgabt, daß er zum Schluß erschöpft ins Hinter, treffen, geriet. Wer 700 Wettkämpfer beim 2. Weidig-Vergsejl Stahlhut Tv. Heuchelheim Weidig-Bergfest-Eieger. Die alte Hessenstadt Butzbach beging zum Wochen- ende ein großes Wetterauer Heimatfest. Deutscher Reichsbund für Leibesübungen und Sängerschaft feierten unter starker Förderung der Partei und der Stadt zusammen das Fest der Gemeinschaft und des Volkstums. Daß in den Rahmen der 100-Jahrfeier des Butzbacher Männerchors 1838 die Turner und Sportler sich freudig eingefügt haben mit ihrem Weidig-Bergfest auf dem Schren- zer, liegt nicht nur aanz im Geiste des Gemeinschaftsgedankens, der Ausdruck unserer Zeit ist, sondern findet auch historisch eine sinnvolle Begründung. In der Zeit vor 100 Jahren waren es Turner und Sänger, die Schulter an Schulter für den großdeutschen Gedanken gekämpft haben, und kein Geringerer als Heinrich v. Treitschke hat das einmal geschichtlich gewürdigt, indem er sagte, daß die deutsche Einheit zu einem guten Teil errungen und ertur.nt worden sei. Dr. Friedrich Ludwig Weidig, der Zeit- und Gesinnungsgenosse Jahns und Arndts, der für den Gedanken der deutschen Einheit gekämpft und gelitten hat und als einer der Väter der völkischen Leibeserziehung immer ehrend genannt werden wird, hat auch der Sängerbe- roegung nahegestanden. Wenn er auch die Gründung des Männerchors 1838 Butzbach nicht mehr erlebt hat — er starb am 23. Februar 1837 in der Kerkerhaft —, so sind es bekannte Weidiq-Sckniler gewesen (in erster Linie der spätere mittelrheinische Kreisvertreter Moritz Kuhl), die an der Wiege des ersten Butzbacher „Singvereins" gestanden haben und den Geist des hochverehrten Lehrers in die junge Gemeinschaft der Sänger hineintrugen. Die „frohen Höhen" des Schrenzers mit dem herrlichen Blick ins hessische Land hatten auch beim 2. Weidig-Bergfeste eine starke Anziehungskraft ausge/ibt. Genau 718 Wettkämpfer, 100 mehr als im Vorjahre, hatten sich in der Frühe des Sonntags auf der Bergeshöhe eingefunden, wo eine kurze Morgenfeier das Bergtreffen eindrucksvoll einleitete. Die von Lied und Spruch umrahmte Ansprache des Ab- schnittsdietwarts Studienrat Dietz (Bad-Nauheim) würdigte kurz das Lebenswerk Fr. L. Weidigs und war im weiteren ausgerichtet auf das Deutsche Turn- und Sportfest in Breslau. Der Inhalt der Ansprache war dann auch Gegenstand der völkischen Aussprache, der sich die Wettkampfriegen freudig unterzogen, und die uns zeigte, daß in unseren DRL.-Vereinen das eine Wort „Breslau" nicht nur Inhalt aller Arbeit ist, sondern auch die Verpflichtung in sich birgt, innerlich bereit zu sein für das Bhein-Mainische Börse. Rach anfänglichem Rückgang leicht erholt. Frankfurt a. M., 11. Juni. Die Börse lag auch noch zum Wochenschluß anfänglich schwächer. Montanwerte setzten ihren Rückgang fort, wobei Verein. Stahlwerke um 1,40, Klöckner 0,65, Mannesmann 0,25 v. H. abbröckelten. Der Maschinen- und Motorenmarkt lag uneinheitlich. Rheinmetall trotz des günftiaen Abschlusses 0,50, Eßlinger Maschinen 0,75 v. H. schwächer, Moenus gehalten. Auch Adlerwerke, DDM. und Demag behauptet, dagegen Daimler 0,40 v. H. niedriger. Am Zellstoffmarkt verloren Waldhof 2, Feldmühle 0,40 v. H. Elektrowerte erneut leicht gedrückt, hier- gaben Schuckert 0,90, Gesfürel 0,40, AEG. 0,25 v. H. nach. Sonst zogen Reichsbahn-Dorzüge 0,25 o. H. an, Reichsbank-Anteile verloren 1,13 v. H. Der Rentenmarkt war ebenfalls bei kleinsten Umsätzen zum Teil etwas leichter. Die Altbesitz-Anleihe gab um 0,13 auf 132 nach. Oesterreichische Schilling- werte wurden zu unveränderten Kursen bei steigender Nachfrage umgesetzt. Im Verlaufe konnte sich am Aktienmarkt eine leichte Erholung durchsetzen. Dabei zogen IG. Farben zunächst um 0,50 v. H. an. Am Montanmarkt holten Verein. Stahlwerke ihren Anfangsverlust um 1 v. H. wieder auf. 3um Schlüsse konnten sich die höchsten Tageskurse jedoch nicht behaupten. Im Freiverkehr zogen Rastatter Waggon um weitere 1,25 v. H. an, Ufa wurden etwas schwächer genannt, Großalmerode Thon bei 102,25 angeboten. Am Rentenmarkt gingen späte Schuldbücher mit 99,90 (99,75) v. H. um, Kommunal - Umschuldung Erleben und Geschehen um das Hochfest deutsche: Leibesübung und deutschen Volkstums in des Reiches heiliger Ostmark. Kämpf« und Leistungen. , Bei einem Bergfest mit seinen einfachen Wett« kampsanlagen erwartet man keine Rekorde. Trotzdem hoben sich manche Leistungen als beachtliH hervor, und man darf noch mehr von, dem Weidig- Bergfeste erwarten, wenn die noch in Erscheinung getretenen Mängel technischer Art in Zukunft behoben werden, was vom Weidig-Bergfest-Ausschuh schon jetzt zugesagt worden ist. Ueberragenö war die Leistung des Heuchelhei- luen# chs- •i -Z8 :a - einer kluge A E 'S A LPD. Blitzableiter nachsehen! Die 3^ des Sommers ist die Zeit der Gewitter. Zu dieses Zeit sollte man alljährlich die Blitzableiter von einem geprüften Blitzableitersetzer nachsehen uit) nachprüfen lassen. Man scheue diese kleinen Kostei nicht, da sie im Ernstfälle hundertmal wieder hereinkommen. Es kann im Laufe des Winters leiift mers Karl Stahlhut, der mit 97 Punkten — 17 UeberpuNkte! — im schwersten Wettbewerb, in Vierkampf der Männer-Oberstufe verdient der Weidig-Bergfe st- Sieger 19 3 8 wurde. Sein Hochsprung von 1,80 Meter fand begeisterten Beifall der zahlreichen Zuschauer; auch der Weil- fprung von 6,80 Meter war bei den Mängeln, die der Sprunganlage noch anhaften, eine beachtliche Leistung. Im Kugelstoßen (7% kg) der Oberstule vollbrachte Artz vom To. Massenheim eine reit beachtliche Leistung, während im 100-Meter-Lau der Södeler Philipp Klee, der in der Männer unterstufe turnte, mit 11,4 Sek. die beste Zeit des Tages erzielte. Bei den Frauen überragte Erika Röhmig vom M t v. Gießen. Mit 103 Pun (« erzielte Erika Röhmig 1,50 Meter Harte und spannende Kämpfe gab es bei den Staffelläufen um die Wanderpreise. Hier tjt besonders der Sieg des Mtv Gießen in der Frauen- staffel bemerkenswert, gelang es der Mannschaft doch, die Staffel des VfB.-R. Gießen zu schlagen, nachdem diese in diesem Jahre schon zweimal Sieger vor Mtv. gewesen ist. Siegerehrung. Die Wettkampfleitung lag bei Kreissportwait Hofmann (Friedberg) und Kreisfachwart L o tz (Massenheim) in guten Händen. Gausportwart Hausse (Kassel), der als Vertreter des Gauführers anwesend war, sprach der Veranstaltung vollste Anerkennung aus. Die Siegerehrung durch den Kreisführer SA.-Oberfturmführer Otterbein (Friedberg) fand im Rahmen des Gemeinschaftsfestes der Turner Und Sänger auf ,bem Butzbacher Marktplatze in würdiger Weise statt. E KU irfjO w u ■JEpI dMHs * 5 eQ v. d it'eUfcE ' durch Rost und Frost eine Beschädigung des Ableitedrahtes hervorgerufen worden sein, die sich bei Fahrlässigkeit im Ernstfälle bitter rächen würde. Auch die Antennenerdung bedarf zu dieser Zeit besonders sorgfältigen Nachprüfung. Der Mann baut vor. = B o- • i 5 t 4) W C A ten wurde sie im Dierkampf überlegene Fra fiegerin vor Lotte Diehl vom VfB.-Reic, bahn Gießen mit 81 Punkten. Im Hochsprung Rundfunkprogramm Dienstag, 14. 3unL 5 Uhr: Frühmusik. 5.45: Ruf ins Land. 6: Molgenlied, Morgenspruch, Gymnastik. 6.30: Frühko» zert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Aus Bik' lingen (Schwarzwald): Bäderkonzert. 9.40: Klein« Ratschläge für Küche und Haus. 10: Schulfunk 11.45: Weltwirtschaftlicher Monatsbericht. 12: MÜ' tagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: O holde Frau Musical In! Kleines Konzert für Violine und Klavier. 16: Nach' mittagskonzert 18: Zeitgeschehen. 18.30: Wir waren in Norwegen... 19: Nachrichten. 19.10: Mein Sinn der ist ins Feld gerichf. Ewiges Sanssouci. 21 Stuttgart spielt auf. 22: Nachrichten. 22.20: Polstischi Zeitungsschau. 22.35: Nacht- und Tanzmusik. mit 96,20 (96,25). — Tagesgeld war infolge bes Steuertermins stramm gesucht zu dem auf 2,75 (2,50) v. H. erhöhten Satze. -