Dienstag,I2.ZulNYZ8 188. Jahrgang Ur. lbO Erstes Via« v Nährboden der Kunst 3 L t Oer britische plan zum Rücktransport der Freiwilligen 2? 3 o 5 n er v 3 3 tö o 0 3 3 « to flP A ii 8 ? 3 und Rückfahrt) kostet jetzt 3. Klasse 64 RM., wahrend früher 74,30 RM. zu zahlen waren. Die Verbilligung macht hier 16 v. H. aus. Eine einfache Schnellzugsfahrkarte auf der Bergstrecke Kusstein— Brenner kostet jetzt 3. Klasse 5,40, früher dagegen 1190 RM. Hier beträgt die Verbilligung sogar 124 v. H Der besonders große Unterschied ist darauf zurückzuführen, daß der früher bezahlte B e r g - zu sch lag weggefallen ist. der Länge und der Kompliziertheit des Nichteinmischungsplanes einen Monat dauern werde, ehe die beiden spanischen Parteien ihre Antworten mtt- man von einer Unabhängigkeit der Sudetendeutschen wohl nicht sprechen könne, denn sie seien, ohne befragt zu werden, 1919 in die Tschechoslowakei eingegliedert worden. Die bisherige Entwicklung habe wohl eindeutig jene psychologische und faktische Situation auf sudetendeutscher Seite geschaffen, in der sich das Sudetendeutschtum nicht unabhängig, sondern zurückgesetzt und entrechtet fühlt. Er wolle aber einen von dem französischen Berichterstatter geäußerten Gedanken aufgreifen, nämlich, daß sich für den Franzosen Nation, Staat und Volk deckten und ihm infolgedessen die Problematik Mitteleuropas schwer begreiflich gemacht werden könne. Das französische Volk habe auf der Grundlage der Ideen von 1789 seine Nationwerdung vollzogen. Den Prozeß der deutschen geistigen und kulturellen Einheit, zum nationalen Bewußtsein jedes einzelnen vollführe bzw. vollende erst gegenwärtig das deutsche Volk auf der Basis der deutschen Weltanschauung. Das habe mit imperialistischen Gedankengängen aber auch nichts zu tun. Die Frage laute nur, Dolkstreue und Staats- tveue miteinander in Einklang zu bringen, und gerade in dieser Hinsicht enthielten die Vorschläge der Sudetendeutschen Partei die Lösung. 3 t! O E- worden, dem sich jede bildnerische Gestaltung fügen muß, will sie dem Anspruch gerecht werden, ein Kunstwerk zu sein. Die wirklich lebendige, innerlich gefühlte und daher fruchtbringende Bezie- teilen könnten. Lord Perth bei Gras Liano »6: 33^ CQ 3 h ö E *1 r. ft Die Sudetendeutschen wollen einen ehrlichen Frieden 8° Es ist schon so: Der Blick vom Langelinie- Pavillon ist einzigartig schön, vergleichbar nur, wie es die Dänen sagen, dem Blick vom Alster- Pavillon in Hamburg. Welche europäische Haupt- tadt sonst verfügt über einen so beschaulichen und chönen Platz der Gastlichkeit mitten in' der Stadt und zugleich am Rande des geschäftigen Hafenlebens? Hell strahlt die Mittsommersonne auf die breite Hafenausfahrt hernieder, alles mit diesen klaren und doch feinen Farben füllend, die ein wesentliches Stück der Schönheit Dänemarks ausmachen, die bei satter und saftiger Fülle kein lieber, maß kennt, keine grellen und »knalligen Kontraste, wie der schöne Menschenschlag keine Schmerbäuche und keine dürren Hagestolze hervorbringt. Bei der kalten Luft, die jede Entfernung unterschätzen läßt, treten die Konturen scharf hervor und runden sich doch in glücklicher Harmonie zu einem Bild der Zufriedenheit, die im dänischen Volk, wie kaum sonstwo, zu Hause ist oder — war. Vor uns streckt sich der breite Ausgang des Hafens, der sich kilometerlang mitten durch Kopenhagen hinzieht, einen Meeresarm des Oeresund füllend, den Kaloeboder, über den Kopenhagen seit der Anlage der Festung längst weit hinausgewachsen ist, so daß die zwei gewaltigen Klappbrücken im inneren Hafen einen außerordentlich starken Verkehr zu bewältigen haben. Den Abschluß des Hafens und des Blickfeldes bildet gegenüber die Insel Trekoner, einst eine Festung, heute em viel- besuchtes Restaurant. Weiter draußen zwischen Sund und Ostsee, wo die Rauchfahne der Zement- fabrik im schwedischen Malmö herübergrüßt, sind inzwischen zwei künstliche Inseln als Festungen errichtet; ob sie besser als Trekoner einst gegenüber Nelson die dänische Flotte gegen die Fortnahme durch die Engländer schützen können? Vor uns schaukeln Hunderte kleiner Jachten an ihren Bojen und erinnern an die Seefreudigkeit dieses germanischen Stammes, der sich durch die Jahrtausende als gleich tüchtig im bäuerlicyen i Landbau und in der weltweiten Schiffahrt erwiesen . hat Noch zeugt davon der dänische Anteil an der I Ostasienschiffahrt, besonders an der Verwaltung Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/.Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Npf.. für Text- anzeigen von70mm Breite b0Rpf.,Platzvorschrist nach Dort). Dereinbg.25°/o mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-.,Vereins., gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzei- gen 5 Rps.. Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts-u. behördlicheAnzeigen6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B 3'0- to^Ü = 15 3 3’S Eindrücke aus Dänemark. , Von Frithjos Melzer. Kopenhagen, im Juli. E: Z, P Q 3 73 krlchetn, täglich, außer Slnntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Eichener Fa^ilienblätter ßtimcft im Bild • Die Scholle Monats Bezugspreis: Ml 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illusttierte . 1.80 Zustellgebühr e -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt ßernfprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach- ritzten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Lkantfurt am Main 11686 A2. s-s liier Freude und Genugtuuung feststellen, daß die Äjteilnahme am praktischen Kunstschaffen und die Empfänglichkeit dafür in keiner Weise auf solche Avölkerungskreise beschränkt ist, denen man in erer vergangenen Zeit ein alleiniges Kunstoer- stcttdnis vorbehalten wollte. Da nun der An- fSauungsunterricht gerade für unverbildete Naturen ncch immer zu den besten Schulungsmethoden gell 5t hat, so muhte das krasse Gegenstück der Aus- stillung im Haus der Deutschen Kunst, nämlich die Atsstellunq der entarteten Kunst, von nicht ge- Tiigerer erzieherischer und aufklärender Wirkung Das vergangene Jahr brachte mit der Eröffnung des Hauses der Deutschen Kunst in München zu- Mch die notwendige Klärung darüber, welche Grenzen das Gebiet der Kunst naturnotwendlg um- acken müssen. Das war besonders augenfällig dar- aeion gerade an jenen Beispielen wahrer Kunst m bei Malerei und in der Plastik, wie sie die Hallen bei Münchener Hauses zeigten und vom Tag der Gwffnung ab ein so erfreulich großes allgemeines Imeresse fanden. Wer jemals einige Stunden im fyus der Deutschen Kunst gerade in der sommer- E TO & n io y ö 0 s= 32 c 2^3 5-2 = 5.0* « Ö > 3 SS-;« sSsl'd 3 3 3» 3 ä "1 : 53«1 . c- 3 2.Ö ■s □ 3’3 tüt 3 TO 3 2 . 3 2.6 6'. 2'S 3 3 l??: Nachdem so durch Beispiel und Gegenbeispiel SKirbeit geschaffen war, war zugleich die Raum- st-ite des Kunstschaffens und der Nährboden im r uen Staat ganz eindeutig gegeben. Es galt nun, Im Raum allmählich zu füllen und den von einem fürsorglichen, an alles denkenden Staat geschaffenen ?ührboden zu nutzen. Für beides brachte nun der wssjährige Tag der Deutschen Kunst mit den beiden ßsden des Führers und des Reichspropaganda- Knisters die wertvollsten Anregungen, Fingerzeige mb Wegweiser. Dabei hat es Dr. Goebbels mt klaren Worten abgelehnt, daß der Staat etwa rin selbst „Kunst schaffen" wolle. Der Staat hat tuen riesigen Schutt platz aufgeräumt, er hat mit inner Autorität und zugleich „durch zur Schau- >llung der Gegensätze", wie Dr. Goebbels sagte, i m deutschen Künstler jeglichen Kunstfaches klar. 0 macht, was man von einem nationalbewuhten, i»lksoerbundenen Kunstschaffen billigerweise ei> narten muß. Jetzt konnte der Staat den ehrlich suchenden Künstler „anregen, fordern und begleiten". Diese Anregung und Förderung war schon des- hilb angebracht und erwünscht, weil die mißbildne- rfsche „Kunst" der Systemzeit von ihren publizistl- ’TO'Jert 6 2 ' 33'$J ^TO^tJ - » Q '5 2 5 TO O. TO 3 :1=5to 3S- © ,TO g)TO TO -5 TO@|» * > ” -.0-5 2 0 r e ®to «, i h > 3 1 rf Prag, 12. Juli. (DNB.) Der Pressechef der Sudetendeutsche Partei, Dr. Seb e kovsky, gewährte einem Vertreter der Pariser Zeitung „E p 0 q u e" eine Unterredung. Auf die Frage, ob die Sudetendeutsche Partei aufrichtig eine Verständigung mit den Tschechen wünsche, erklärte Dr. Sebekovsky, die positive Beantwortung der Frage ergebe sich aus der Tatsache, daß die Sudentendeut- che Partei den Kontakt mit der Regie- - u n g ausgenommen habe, um das Problem zu lösen. Es sei allerdings notwendig, das Problem erschöpfend und gründlich zu lösen. Man müsse sich die psychologische Situation der Sudetendeutschen vor Augen halten, denen von tschechischer Seite bereits dreimal Versprechungen gegeben worden seien, die nicht erfüllt wurden. Es diene weder dem Interesse des Sudetendeutschtums, noch dem des Staates, noch der Erhaltung des europäischen Friedens, wenn man vielleicht gut aussehende Regelungen treffe, die aber in der Sache selbst die Herde der Unzufriedenheit nicht ausschalten. Dann würden sich zu den alten neue Konfliktsherde bilden. Auf die Frage: „Wenn es möglich fein sollte, zu einer Vereinbarung zu kommen, wollen Sie die Unabhängigkeit einer Eingliederung in das Reich oorziehen?", glaube er, sagte Dr. Sebekovsky, daß Hu» S-Ei 3 gp q TO“? 3 3? s» Ao* £-*>' •hfe 2-E r *8- c »52. &TO ® Fto — 3 t* ® 5' (5,3, 5 3.^ = 0-2,3 3 2.. Vizia* London, 12. Juli. (DNB.) In dem am Montag veröffentlichten britischen Plan sind die Einzelhetten in einem langen Anhang enthalten, dessen vierter Teil sich auf die Zurückziehung der Freiwilligen bezieht. Die Freiwilligen sollen in der Nähe der Häfen Palämos, Eartagena, Malaga und Cadiz in Stärke von insgesamt 2000 Mann auf beiden Seiten pro Tag zusammengezogen werden. Falls die Zahl der Freiwilligen auf beiden Seiten gleich ist sollen täglich auf jeder Seite gleich- Rom, U-Juli. (Europapreß.) Der englische Bot- ------- ... - schafter, Lord Perth, hatte eine längere Unter- und seemännischen Ueberwachung der pazifischen rebung mit dem italienischen Außenminister, Gras Kabel. Die Schweden- und Norwegenfahrten Ha- Ci a n 0 , im Palazzo Chigi. Man bringt die Bespre- hen, neben der Island- und Faerörfahrt, ihren chung mit dem englischen Plan über die Zuruck- größten Stützpunkt in Kopenhagen. Mit Stolz wirb Ziehung der ausländischen Freiwilligen aus Spanien bas Lager des weichen und doch zähen Marmors in Zusammenhang. Der römische Korrespondent des aU5 ben nördlichsten Steinbrüchen der Welt aus Daily Telegraph" meint, es bestehe in Italien der bem Grönlandkai gezeigt. Vor der Marinewerft Wunsch, zu sehen, wie die Durchführung des briti- leuchtet die stolze Jacht des Dänenkönigs Daneoen fchen Planes zur Zurückziehung der Freiwilligen vor der Werft von Burmeister und Wain schwimmt verlausen werde. Sei diese Entwicklung aussichtsvoll, im b erb en Mennige-Rot der Rumpf eines, sta also sei die italienische Oeffentlichkeit bereit, den wei- sichen Überseedampfers; die „Bessarabia wird teren Fortschritt abzuwarten. Diese Umstände wür- einem bereits gelieferten Schwesterschiff nach Ruben sich aber voraussichtlich ändern, falls die Durch- mänien folgen. . führunq des Planes längere Zeit aufgehalten werde. Am bemerkenswertesten ist wohl m dem gerau- Man würde dann erklären, daß ein weiterer Auf- migen Freihafen, der außerordentliche Leistungen schub den Wert des britisch-italienischen Abkommens bewältigen könnte, der Liegeplatz der jungen p 01 - zweifelhaft machen könnte. n i s ch e n Linie Gdingen—Nordamenka. Im 0 e Grunde ist Kopenhagen noch der Haupthafen für Bolschewistische Schandtat in Nuies. die beiden polnischen Schiffe, wie auch die Lime » zunächst unter dänischer Leitung stand und, nicht S al a m a n c a, 12. Juli. (DNB.-Funkspruch.) In a[5 bie Hafenanlage von Gdingen, nach dem kürzlich eroberten Nules entdeckten die Natio-1 bänischen Erfahrungen und Ratschlägen eingerichtet nalen bei den Aufräumungsarbeiten die verschut- morden ist. Dabei ist der unmittelbare Schiffahrtsteten Leichen von über 300 Einwoh - ankiI tiefer kleinen Nation, die einst sogar der eng- nern jeden Alters und Geschlechts, die Seemacht gefährlich erschien, zurückgegangen, unter den Trümmern ihrer eigenen auch die Polen werden eines schönen Tages Wohnungen begraben lagen. Als die Roten die gfauben, ausgelernt zu haben... Stadt aufgeben mußtey, sprengten die bolsche- Solche Aussichten lassen die Dänen nicht gleich- wistischen Exekutierungskommandos die Hauser t n gültig. Man macht alle Anstrengungen, um der mit die Lust, ohne die Einwohner zuvor zu unter- langsamem Druck sich ankündigenden Krise Herr zu richten, so daß diese ahnungslos von den zusammen- merden. Wirtschaftlich heißt das d er st arkte stürzenden Mauern ihrer Häuser erschlagen wurden. Werbung bei den beiden Kunden Eng- Dieser neue Beweis von Unmenschl'ichkeit der orga- land und Deutschland, in dieser Reihen- nifierten roten Verbrecher beweist aufs neue die ^lge und bei jeder Gelegenheit streng nach dem schreckliche Lage der gequälten Bevölkerung in den Schlüssel des Ausfuhranteils 2:1. Politisch sucht noch von den Roten besetzten Gebieten. man neue Freundschaften, wie es sich bei der feit ________ Ifnnnon Jahren am Ruder befindlichen sozialdemo- Irakischen Regierung von selbst versteht, streng ,>= ,scheu Reichsteil ausgedehnt und damit die mokratisch",'wobei allerdings die Dänen unter De- Kosten der Fahrten mit der Eisenbahn in und nach mokratte etwas anderes verstehen, als essonstlM ! Oesterreich durchweg wesentlich verbilligt, politischen Sprachgebrauch üblich tft_ Dao Land Sie hat nicht nur unter Beseitigung der früheren liegt auch politisch so am Rand der Ereigniss^daß österreichischen Staffel die Fahrpreise allgemein es wohl fremde Begriffe übernimmt, aber an .einen g e s e nkt^ sondern auch die besonderen Zuschläge Sstten und Gebrauchen nicht viel ändert fedoch für Fahrten a u f Be-rgstrecken (Arlberg, Lren- trotzdem andere danach beurteilt mit welchen pUi Lr Semmerina) die zum Teil 45 v. H. betrugen, tischen Begriffen sie umgehen, ohne nach dem Ge- Vitnö Me (EU-und Schn°ll. hott, der hinter den Beqrifsen steht. °wl zu fragen, zuazuschläge in Oesterreich beträchtlich e r - So hat man in diesen Tagen mit reichlichen d^emorn ä ß i g t Besonders werden dadurch die Ery'o- kratischen Reden franzostsche Kommunalpolitiker ge- l u na s-- und Urlaubsreifen begünstigt, weil feiert, und man zeigt ftoI3 tn flelfmgor eine in ter» bie ifrlaubsfarten auch in Oe st erreich nationale Volkshochschule, die bei dem Hochstand des eingeführt sind. Ne sind mit einer'n a ch d e n dänischen Volkshochschulwesens zweifellosehrlich Entfernungen steigenden Fahrpreis- gemeint ist, die aber nach Ton und Gedankengang , e r mäßi q u n g ausgestattet, die mindestens 20 ganz der Dülkerbundsphraseologie : v H betragt und bei Entfernungen von mehr als mit zur Unfruchtbarkeit Eurtellt ist- Die Du - 400 Kilometer für jede weitere 200 Kilometer um werden m ihrer beharrlichen Beschaulichkeit wohl ’ .r ve 10 v H steigt Eine einfache Schnellzugs- dann noch diese Art internationaler Konoer at.on fahrkarte Düsseldor —Semmering über Wien kostet pflegen, wenn der Genfer Verein auch offiziell ent- &'WtoiÄni, mit seinen schien Menschen genossen hat. Es ist so bezeichnend dafür, wie sich der einzige dänische Revolutionsoersuch zugetragen hat- Damals 1919 zogen einige hundert Kommunisten vor das Schloß Amalienborg und randalierten. Der König kam auf der Rückkehr von einem Spazierritt dazu und fragte, was man wolle; man solle durch eine Abordnung seine Wunsche im Schlosse vortragen. Da ließ sich ein Demonstrant ‘auf die Schulter eines anderen heben und ries w 2 o 8 cP 52-2 ? 2.3 ? 2-^-toto^ » ^P, - dH 2. -p TO P 0 *3>J) c* fi - r* TO ^r.s 3 cp 2 o 2. * 3 —" 2 -»Cd C/Oj*O o pcPjp fiflübl , hung^zwischen Antike undÄ. JäsrhurLert — nicht B - r l 'N .u. Juli. , sr-x eiwillige zurückgezogen werden, stzen Reklameleuten um so höher gepriesen wurd , I ^^s sich aus einer Seite mehr Freiwillige als I unverständlicher und verrückter sie sich aebardet der anderen befinden, wird die Zurückziehung ' b*anz gleich, ob es stch um Hamlet aut pr o p o rti o n e Ile n Verhältnis der auf tem Hintergrund jesnerscherTreppenoderum eine V v gezählten Gesamtzahl erfolgen. (Wenn A nzahl bunter Papp- und DlAuckchen als G dopstett so tfiel Freiwillige hat malbe mit der Bezeichnung^,Maria oder um^^ l ^ie andere, werden von dieser Seite auch sechsten Verschandelungen der deutschen t)oppeIt j0 Piel Freiwillige zurückgezogen wie auf □nöelte. Gewiß, nicht jebes erste Tageskonkingent soll am gekrachter oder Hörer g^chmaßlg.MngUch 4tz.Tage nach der endgültigen Annahme des Planes Vber andererseits hat eine Kunst ihren Zweck auf » J angegebenen Rücktransporthafen lfiden Fall verfehlt, wenn stesich nur an färbe rt werden. Die erste Verschiffung Qer weniger beschrankten Kreis oder an besonders I, ü 51 na4) Ö€r Annahme des Planes .Auserlesene' wendet. Zu solcher ^ o^ befuat erfolgen. Der Abtransport in die Heimatländer er- »eber Künstler noch schonstestt^e Cliguen befugt. H 2000 Mann täglich. Die .(.unst ist schließlich «K^s^stMck. Fl^ch Nmtausräumuna soll am 135. Tage abgeschlossen fn Künstler der wirklich tn und mt stmem Loir J biß LsräumungsauSschüsse 149 Tage 5 ™ und dessen Schicksale - -uma in. venAnnahme des Planes berichten können daß 2 e.nes großen Umbruches — äuJs Itarflt« mi p ) ^^iWi ausgeräumt find. -Es wird damit 5 jndet, nicht für eine Gruppe oder Klasse sondern daß die Zählung der Freiwilligen 15 Tage ■ t d-ss-n Äw « ML1 Senn Me» Volk nachher endgültigen Annahme des bbitischen Planes ,st es das dem Künstler unter tem« Pla, ist weiter die F i n a n j i e r u n g iS b St im einzelnen t-stselegt. Die den beiden spanischen Auftrieb und SchaMskrust mitgibü Staat Parteien zuzuerkennenden K r i e g s f ü h re n d e n- Aus den beiden Tatsachen also daß der rM^te |09Uen ben international anerkannten Regeln m neuen Deutschland dem Künstler das Arbeit f ni.rpre(j)en ^l6 Konterbande-Liste wird die fceigeschlagxn ^und dab eine wahr^st gt H im Nichkinmischungsausschuß vorgesehene beibehal- Leistung ohne tiefste Verwurzelung 'N der^üwtr i merben Schissen, die sich an das Nlchtem- !-meinschast mch denkbar ist, erwachst^dem ^>nstl ^^g^„^hren halten, soll ungehinderte Durch- ffil? ÄÄ. WS” r ÄSS. « ** »»>" » “ *"• “ M,lw i fiesen Worten das Aeistunasprinzip für die s wftÄSVMfS a»ifhm«6nrinain in feiner richtungweisenden Rede sten anderen Nationen auszelchnet. Dle amerika- Leistungspr nzip m ferner nqjiung i b{e Sucht, die Kunstwerke des europäischen Al- Äs-n?llck,keit ein Recht hat zu verlangen, daß tertums um jeden, ja nach Möglichkeit um den sen- nur ^das^beste ^im Rahmen einer ^repräsentativen sationellsten Kaufpreis in die Neue Welt zu -ni- fL ("SVnn" rÄÄüUi Lnö Kubi durch ^erstiindliche Machwerke eme i»« 'nnOFPM TüsPusmerfers sprach Beide Erschei- moderne Weiterentwicklung der menschlichen Kulten antiken Diskuswerfers ipraoy.-v vorzutäuschen. Im Anblick des Diskuswerfers ™Xn h7r g J J w in der Tat "cht von- versunken, verstehen wir die Worte des Führers »ÄS des edlen und ewigen Maßes wieder bewußt ge- Sinne mit bilden zu helfen. Verbilligte Serienreifen nach Oesterreich. „Hoch lebe der König!". Die Menge fiel ein, und die Revolution war beendet. Mit seiner beharrlichen Beschaulichkeit bleibt das Land, das nur von der Landwirtschaft, d. h. von der Ausfuhr von Viehveredelungserzeugnissen lebt, auch bei der Wirtschaftspolitik, die es einmal reich gemacht hatte. Die Butter wird nach englischem Geschmack gelb gefärbt. Schweinemast heißt Bacon- erzeugung für England. Die Rinder, vor allem die prächtigen Doppellender, gehen nach Deutschland, und die Eier an beide Kunden. Man führt die Futtermittel ein und hat seine Erzeugungsbasis ebenso auf den Sojafeldern der Mandschurei wie auf den Weizenschlägen des amerikanischen Mittelwestens. Das eigenständige Bauerntum ist innerhalb der Landbevölkerung schon längst in der Minderheit. Aber weiter werden Zwergbetriebe errichtet, die eigentlich mehr gewerbliche Produktion als Landwirtschaft betreiben' So außerordentlich eindrucksvoll die große Landwirtschaftsausstellung mit dem Rekordbesuch von fast einer Million bei 3,5 Millionen Einwohnern (es gibt weniger Dänen m Dänemark als Sudetendeutsche int geschlossenen Siedlungsgebiet in der Tschecho-Slowakei) war, alles war nur auf diesen Kreislauf von Ein'uhr und Ausfuhr abgestellt. Aber man fand keinen Hinweis darauf, daß man mit der Einfuhr wie mit der Ausfuhr in die Abhängigkeit der Weltkonjunktur gekommen ist, daß man sich auch manche eigene Industrie nicht leisten kann, weil man zur Ermöglichung der Ausfuhr entsprechende Waren hereinnehmen muß. Kein Hinweis auch darauf, daß eine Arbeitslosenzahl vorhanden ist, die auf deutsche Verhältnisse rrngerech- net über zwei Millionen bedeutet. Vielleicht nur die merkwürdig brummigen Gesichter der in Trachten zur Feier des 150jährigen Jublläums der sogenannten Bauernbefreiung auf marschierten Landjugend ließen etwas von den Sorgen ahnen, die sich daraus ergeben, daß die „weltweite" Wirtschaftspolitik zu einer Verschuldung der dänischen Landwirtschaft mit 90 o. H. ihres Wertes geführt hat. bezüge bereits vom ersten Krankheitstage an gewährt (bisher im allgemeinen drei Karenztage). Die vorstehenden Erläuterungen werden hoffentlich ihren Zweck erfüllen, die Anwendung und Durchführung des neuen Tarifwerkes zu erleich- tern. Wenn trotzdem noch hier und da Schwierigkeiten in der Anwendung auftreten sollten, so ist es Pflicht und Aufgabe aller Beteiligten, sie in vertrauensvoller Zusammenarbeit zu überwinden. Wieder Arbeit und Brot. in der Ostmark Oie Tarifordnungen für den öffentlichen Dienst. Erläuterungen des Reichstreuhänders. — Beseitigung von Zweifelsfragen. Die Arbeitslosigkeit bereits um die Hälfte vermindert. Wien, 11. Juli. (DNB.) Die Zahl der bei, den Arbeitsämtern in der Ostmark gemeldeten Arbeitslosen ist im Laufe des Juni um mehr als Berlin, 11. Juli. (DNB.) Der Reichstreuhänder gibt weitere Erläuterungen zu den neuen Tarifordnungen für den öffentlichen Dienft: Nachdem die neuen Tarifordnungen für den öffentlichen Dienst am 1. April d. I. in Kraft getreten sind, hat sich gezeigt, daß bei deren Anwendung vielfach Zweifelsfragen aufgetreten sind. Sie enthalten eine erhebliche Zahl von Bestim- jnungen, die wesentliche Verbesserungen wirtschaftlicher Art für die Gefolgschafts- mitglieder darstellen. So ergeben sich bei Anwendung der Tarife für Lohnempfänger und Angestellte zum Teil nicht unbeträchtliche Erhöhungen ihrer bisherigen Bezüge. Dem Trcue- gedanken ist Rechnung getragen durch die Verlängerungen der Kündigungsfristen und die Einführung der Unkündbarkeit nach 25 Dienstjahren sowie die Dienstzeitzulagen und das Treugeld für die Lohnempfänger. Die Fürsorge für die Erhaltung der Leistungsfähigkeit der Gefolg- fchaftsmitgsieder kommt in den verbesserten Urlaubsbedingungen und vor allem in der Neuregelung der Krankenbezüge zum Ausdruck, da die Gefolgschaftsmitglieder in Zukunft Krankenbezüge bei jeder Erkrankung und zwar schon vom ersten Tage der Krankheit an erhalten. Für weibliche Gefolgschaftsmitglieder ist. neu ein« geführt eine zusätzliche Wochenhilfe. In gleicher Richtung wirkt auch die Erhöhung der Kinderzuschläge und die Gewährung eines Uebergangsgeldes an infolge Verheiratung ausscheidende weibliche Gefolgschaftsmitglieder. Zu einzelnen Zweifelsfragen nimmt Der Reichstreuhänder wie folgt Stellung., 1. Lohngestaltung: Nach dem Führerwort von den festen Löhnen, den festen Preisen und der festen Währung war das bisherige Lohnniveau in feiner großen Linie zu halten. Lohnverschlechterungen durften danach nicht eintreten und sind auch durch Einschaltung entsprechender Sicherungen in die Tarifordnungen und die ergänzenden Bestimmungen verhindert worden. a) Angestellte: Nach SO. A § 5 Ab- satz 2 erhalten die ab 1. April 1938 bereits im Dienst befindlichen Angestellten ihre bisherigen Dienstbezüge weiter, und zwar bis zum Höchft- betrage der Vergütungsgruppe, in die sie nach der TO. A einzureihen sind. Sollten im Einzelfall die bisherigen Dienstbezüge auch noch den Höchstbetrag der neuen Vergütungsgruppe übersteigen, so ist nach Nummer 4 Absatz 3 der Allgemeinen Dienstordnung des Reichsministers der Fi- nanzen zu § 5 TO. A auch diese Differenz den betreffenden Angestellten im Wege von Ausgleichszulagen zu gewähren. Für Angestellte, die nach dem 1. April 1 9 3 8 neu eintreten, war eine besondere Sicherung gegen Verschlechterungen nicht erforderlich, weil Die neue Gehaltsregelung im allgemeinen etwas günstiger, zumindest aber ebenso günstig ist wie die alte. b) Lohnempfänger: Nach TO. B, § 13, Absatz 6, erhalten die am 1.2Iptil 1938 bereits i m Dien st befind 1 i ch e n Gefolgschastsmit- glieder, solange sie eine der bisherigen Arbeit gleich zu bewertende Arbeit verrichten, ihre bisherigen Bezüge weiter, auch wenn sie höher find als die ihnen nach TO. B zuftehenden Bezüge. Um zu verhindern, oaß ein Lohnempfänger, der nach dem 1. April 1938 vorübergehend ausscheidet, b e i seinem Wiedereintritt als Neueingestellter behandelt wird und dadurch seine höheren bisherigen Bezüge verliert, ist in § 13, Absatz 6, Satz 2 TO. B besonders bestimmt, daß auch bei Kündigung und Wiedereinstellung eines Lohnempfängers die alten Bezüge weiterzuzahlen sind, sofern sich das neue 'Arbeitsverhältnis als Fortsetzung des alten darftellt. Lohnempfängern, die nach dem 1. April 1 93 8 zum ersten Male in den öffentlichen Dienst eintreten, find die alten höheren Bezüge dadurch gesichert, daß nach Nr. 1 der ADO. des Reichsministers der Finanzen in § 5 TO. B der zuständige Reichsminister in dem feiner Aufsicht unterstehenden Bereich aus zwingenden dienstlichen Gründen für Sonderfälle widerrufliche LohnZuschläge festsetzen und diese Befugnis auf die Führer der Verwaltungen oder der Betriebe mit den Beschränkungen übertragen kann, 1 daß diese hierbei insgesamt die Lohnsätze nicht überschreiten dürfen, die in der vor dem Inkrafttreten der neuen Tarifordnung geltenden Lohn- reaelung vorgesehen waren. Don dieser Ermächtigung hat der R e i ch s - und Preußische Minister des Innern in Nr. 6, Absatz 1, seiner Gemeinsamen Dienstordnung zur TO. B, § 5, durch folgende Bestimmung Gebrauch gemacht: „Der Führer der Verwaltung oder des Betriebes kann durch Dienstordnung Lohnzulagen bis zu der Höhe festsetzen, daß Die Löhne nach der TO. B zusammen mit den Lohnzulagen den Lohnstand vor dem Inkrafttreten der TÖ. B erreichen. Zu den Löhnen nach der TO. B gehören auch die Dienstzeitzulagen und solche Zuschläge, die nicht in den §§ 4, 6, 9 und 12 TO. B oder in den diese Bestimmungen ergänzenden Vorschriften ge= regelt sind. Zum bisherigen Lohnstand gchören Löhne, Dienstzeitzulagen und sonstige Zuschläge, soweit sie nicht den Charakter der in den §§ 4, 6, 9 und 12 TO. B oder in den diese Bestimmungen ergänzenden Vorschriften geregelten Zuschläge haben." Hierdurch ist der bisherige gemeindliche Lohnftand auch den neueintretenden Gemeindearbeitern erhalten. 2. Ortslohn staffeln: Eine Ueberprüfung der veralteten Ortslohnstaffeln der TO. B befindet sich bereits in Arbeit. Bei ihr wird der in vielen Orten eingetretenen Erhöhung der Lebenshaltungskosten durch Eingruppierung in eine entsprechend höhere Ortslohnklasse Rechnung getragen werden. 3. Altersversorgung: Besonders hervor- zuheben ist, daß das neue Tarifwerk eine Neuregelung der Alters- und Hinterbliebenenversorgung Vorsicht. Wenn auch die Einführung der Altersversorgung dem Leiter der einzelnen Verwaltungen überlassen ist, so wird doch die einheitliche Regelung im Tarif dazu führen, daß von der dort vorgesehenen Möglichkeit umfassend Gebrauch gemacht wird. Im übrigen ist auch hinsichtlich der Altersversorgung ausdrücklich angeordnet, daß bisher bestehende Regelungen aufrechterhalten bleiben. 4. Urlaub: Die Bemessung des Urlaubs richtet sich in erster Linie und in der Hauptsache nach dem Lebensalter. Daneben findet eine gewisse Erhöhung des Urlaubs nach 5 Dienst- jähren statt. Maßgebend für diese Regelung war die Erwägung, daß das Erholungsbedürfnis der Gefolgschaftsmitglieder sich nach ihrem Lebensalter richtet und daß deshalb bei einem Erholungsurlaub das Treueprinzip nur in zweiter Linie und in geringerem Umfange berücksichtigt werden kann. In den Einzelfällen, in denen sich aus der neuen Urlaubsregelung für die Gefolgschaftsmitglieder tat- sächlich eiye Verschlechterung der Urlaubsbauer ergeben würde, sind bereits zur Abhilfe die erforderlichen Maßnahmen vorgesehen. Lohnempfänger sind gegen eine etwaige Verschlechterung ihres bisherigen Urlaubs durch Nr. 3 der ADO. des Reichsminifters der Finanzen und Nr. 14a der Gemeinsamen Dienstordnung des Reichs- und Preußischen Ministers zu § 18 TO. B gesichert. Danach kann Gefolgschaftsmitgliedern, die nach der bisherigen Regelung einen längeren Urlaub erhalten haben, ein Zusatzurlaub bis zur Höhe ihres bisherigen Urlaubs gewährt werden. , 5. Wochenfeiertaae und Ueberstundenzuschläge: Nach § 4 Absatz 2 TO. B wird an reichsgesetzlichen Feiertagen, die auf einen Wochentag fallen, der Lohn für die ausfallende Arbeitszeit gezahlt, und zwar.ohne daß die ausfallende Zeit vor- oder nachgeleistet zu werden braucht. Für Ueberftun- den ist nach § 9 Absatz 2 TO. B allgemein ein Zus ch lau von 25 o. H. zu zahlen. Dazu tritt, wenn die Arbeit an einem Sonntag geleistet wird, nach Nr. 1 der ADO. des Reichsministers der Finanzen zu § 4 TO. B ein Z u s ch l a g v o n 1,08 Mark, „sofern die Dienstordnung im bisher üblichen Rahmen nicht etwas anderes bestimmt". Dies letztere ist geschehen in Nr. 5a der Gemeinsamen Dienstordnung des Reichs- und Preußischen Ministers des Innern zur TO. B § 4, wonach der Zuschlag für Sonntagsarbeit 25 o. H. des Lohnes beträgt, die zu dem aügemeinen Uebersiundenzuschlag von 25 v. H. noch hinzutreten. Danach ist der bisherige Sonntagszuschlag von 50 v. H. erhalten geblieben. Für nichtplanmäßige Arbeit an den im §4 Absatz 2 TO. B genannten reichsgesetz-, lichen Wochenfeiertagen ist nach Nr. 2 der ADO. des Reichsministers der Finanzen zur TO. B nach §4 ein Zuschlag von 80 v. H. au zahlen neben dem ein Ueberstundenzuschlag nach § 9 Absatz 2 nicht gewährt wird. 6. K r a n k e n b e z ü g e: Die Dauer der Kranken- bezüge ist für 21ngefteHte von 13 auf 16 und -für Lohnempfänger von 16 auf 26 Wochen erhöht. Dadurch ist erreicht, daß sich bei Lohnempfängern die Zahlung einer etwaigen Inva - libenrente unmittelbar an die Zahlung der Krankenbezüge anschließt. Außerdem werden Lohnempfängern nach § 15 Absatz 1 TO. B die Kranken-1 7 6 000 ober 21,7 v. H. zurückgegangen. Während am 31. Mai 1938 noch 350 228 Aroetts- lose gemeldet waren, wurden am 30. Juni 1938 nur noch 274 627 Arbeitslose gezählt. Seit dem Umbruch — 'am 31. März 1938 waren in der Ostmark mindestens rund 600 000 Arbeitslose vorhanden — ist die Arbeitslosigkeit in der Ostmark damit bereits um mehr als die Hälfte vermindert worden. Die größten absoluten Rückgänge der Arbeitslosigkeit wurden in Wien mit 36 268, Graz mit 10 375 und Linz mit 7852 erzielt. Von den Berufsgruppen erfuhr die stärkste Entlastung die Gruppe Bauarbeiter (12 774) und die ungelernten Hilfsarbeiter (42 303). Hierin wirkte sich die Belebung der Bautätigkeit in der Ostmark sowie auch die im alten Reichsgebiet bestehende Knappheit an Bauarbeitern aus. Auch die Sonderaktion für die verdienten Kämpfer b e.r Sero e g u n g führte bereits zu beachtlichen Erfolgen: Bisher konnten über 9400 wieder in Lohn und Brot gebracht werden. Wohin mit den Luden? Auf Veranlassung des amerikanischen Präsidenten Roosevelt ist in dem französischen Badeort E v i a n am Genfer See eine Konferenz von 21 Regierungen zusammengetreten, die sich mit der Unterbringung auswandern der Juden beschäftigen soll. Erstes Ergebnis ist, daß in jüdischen Kreisen selbst schwerste Mißhelligkeiten ausgebrochen sind, weil den jüdischen Organisationen Begünstigung der reichen Juden vorgeworfen wird, die ihre Kapitalien mitnehmen, während die nichtbegüterten Juden sehen können, wo sie bleiben. Einmütig fließen die Vertreter der beteiligten Regierungen von Höflichkeitsbezeugungen gegenüber den Juden über, erklären aber geschlossen, daß sie wohl einen Bedarf an genügsamen Kleinbauern, aber nicht an Intel- lektuellen haben Es gibt bereits einen britischen Kommissar für Flüchtlings fragen, der vor einigen fahren von der Genfer Liga eingesetzt wurde und. seinen Sitz in London hat. Er erklärte nun, daß er sich schon nach seiner Amtsübernahme mit den britischen Dominions und Kolonien ms Benehmen gesetzt habe, die ihm aber ebenfalls antworteten, daß sie nur „effektiv nützliche Bürger" haben wollten und sich insbesondere gegen die Einwanderung geschlossener Blocks von europäischen Emigranten erklärt haben. Auch die Vereinigten Staaten, die die treibende Kraft dieser Besprechungen sind, gewähren nur die vorgesehenen Einwanderungsquoten, obwohl die „Administration" Roose- velts mit der Judenfrage sichtlich Wahlgeschäste machen und an einem ständischen internationalen Flüchtlingsbüro die Zusammenarbeit der drei Demokratien demonstrieren will. Der Wirtssohn leistete uns bei unserem Glas Milch Gesellschaft und das Gespräch ging über bas, was wir gemeinsam kannten. Ueber Die Berge, den Wendelstein, und kam dann, wie es so zu fein pflegt, auch auf die Bergbahn. Mir wurde etwas schwül zumute und ich hielt krampfhaft beide Daumen, daß es gut abgehen möge. Es ging aber nicht gut ab. Denn meine restlos wißbegierige Frau wollte gern erführen, ob schon jemals Unfälle mit der Bahn vorgekommen se.cn. „Sell woll", meinte Der Bergler und blies den Rauch seines Stumpen genießerisch hoch, „aber mr Ernstes!" „Die Bremsen haben wohl noch nie versagt?" bohrte Lilli weiter. Unermüdlich, wie ein Zahnarzt ... ''Geht jo fei net!" belehrte sie der junge Wirt, »drei oder vier Ersatzbremsen! Sind alle ooneinan- der unabhängig!" „Und Dann ift ja auch noch der Rettungsanker meine kleine Frau ihre Weisheit zum M "ach Lust wie ein Satzkarpfen. J>nn? Mit rührendem Unverständnis iah sie ihr Gegenüber am als ob sie v°m Monde käme. „Nun der Rettungsanker", trumpfte Lilli auf, „den der Schaffner auswirft, wenn der Zug ab- roartsrafen will! y Himmelherrgottfakrament! Der Bayer kapierte 'nnn'r n°ch märt und starrte sie mit offenem Munde an. Achtlos verqualmte der gute, Stumpen „Der Rettungsanker! Erklär du es ihm dock" wandte sich Lilli empört an mich. 9 ' Eine Sekunde lang versuchte ich ernst zu bleiben. Aber dann konnte ich,wirklich nicht mehr und lachte mitten ins Gesicht. Und eine Minute später dröhnte Un Gegenüber, daß die ganze Hütte Und schließlich lachte auch Lilli. Was sollte sie chon machen. Etwa gar einschnappen und chmol- !-$Um°^ lft Öas DeI der Ehe", fo ober ähnlich, hat einmal ein kluger Mann gesagt. Sicher “r?1" m ß^tenberg Denn von Lichtenberg stammen alle Aphorismen über die Ehe. 9 Unö zwar Del in Doppeltem Sinne: zur Be- anftigung der hochgehenden Wogen wie auch zur Erhöhung der Gleitfahigkeit. Sanft rutsch, da?n die Ehegemeinschaft um jede noch so schwierige Ecke Ma?Ln ™ Ä andere 2 pEinen o zu veralbern! Kein ein- ziges Wort glaube ich dir mehr. Kein Wort!" Dabei1 blieb es auch für die nächsten zehn Minu- ten wenigstens. Aber Der Abend war ja rwch lang. UnD wurde pfundig mit Witzen, Lacken und jenen Gesängen, die die Bayern „Gstanzeln" o'der„Schna- derhupfln nennen Und Die mehr oder minder auf Kosten eines Einzigen gehen. Aber die Ehefrau ist ja bekanntlich fooo gutmütig! Der Rettungsanker. Von Jochen Günther. Es ist seit alters bekannt, daß Kinder wie junge Frauen mehr fragen können, als zehn Weife je zu beantworten in Der Lage sind. Einer der zehn Weisen bin ich nun allerdings wirklich nicht. „Du bestimmt nicht!", höre ich jetzt schon im Geiste meine Frau aus voller Seele zustimmen. Ausnahmsweise mal mir. Denn warum stch eigentlich Die (ErDe dreht: Keine Anhnung hab ich! Ob das Huhn oder das Ei eher da waren, kann ich auch nicht entscheiden. Wieso ein Auto eigentlich vom Fleck kommt, ist mir auch heute noch ein tiefes und unergründliches Mysterium. Kurzum es fehlt in jeder Beziehung. Aber i ch weiß das zum Unterschied von vielen, Sielen anderen ... Doch um wieder auf das Fragen zurückzukom- men. Da stehe ich ganz groß meinen Mann. Denn wie aus der Pistole geschossen, kommt genau und verblüffend im Nu die Antwort. Beileibe nicht immer Die richtige. Das wäre auch zuviel verlangt. Aber imtner eine. Und das will schon viel heißen, denn wer weiß schon, wann das verfluchte Silbenrätsel ausgerchnet Den mir höchst schleierhaften Arieben von Sampo Formio verlangt, um in Der folgenden SekunDe bereits die neckischen Kationen zu verlangen. , Sampo Formio ist aus Dem nächsten Ge- schichtsbuch zu erreichen, währenD es bei Physik Technik, Astronomie und allen solchen scheußlichen Sachen furchtbar hapert. Denn wer besitzt schon die Spezialliteratur? Und ausgerechnet über die Bremsverfahren bei Bergbahnen! Die kennt ja kaum ein Diplomingenieur, Der sich auf Tiefbau spezialisiert hat. So einer bat nämlich meist keine Ahnung, was in Der benachbarten Branche Brauch ist. Ich kenne solche Falle. Aber die Bergbahnbremsen hatten folgenden Grund. Von Brannenburg im bayrischen Jnntal führt eine biedere Zahnradbahn auf Den Gipfel Des Wendelsteins. Er ist zwar nur 1838 Meter hoch, Die VU9Jp!£c lächelt also nur geringschätzig. Aber er ift Doch bedeutend höher als das Erzgebirge Geschweige als Thüringer Wald ober Harz. Das heißt: Daß schmückende Beiwort „bieder" für Das Bahnlein ist nicht ganz zutreffend. Die Leute haben ihre Preise, Die mit zmiehmender Höhe noch mehr zunehmen. Die Hin- und Rückfahrt kostet 4,50 RM. Meine. Frau ift mir wert und teuer Aber 4,50 RM.? Und dazu mal zwei?! Am Nu war ich bei Der Sache: „Dann sind immer noch zwei, Drei Reservebrecksen Da!" „Die versagen auch!" „Soviel ich weiß", runzelte ich mit geheuchelter Fachkunde die Stirn, „vermag das Zahnrad, das in die hohe Zahnstange zwischen den Geleisen eingreift, weißt du, immer noch den ganzen Zug zu halten." „Aber wenn das Zanhrad auch versagt. Es kann doch herausspringen! Es versagt einfach jede Bremse!" Hm, ich kratzte mich Hinterm Ohr. Jetzt wurde es ernst. Welch Glück, daß wir nicht mit der Bahn fahren, sondern ins Tal abfteigen wollen. Lilli hätte sich einem derart unsicheren Unternehmen, bei dem alle Bremsen versagen können, nie und nimmer anoertraut. Was sag ich nur, was sag ich nur?! Mein Ruf als Auskunftsbüro in allen, auch den schwierigsten Lebenslagen stand auf dem Spiel. Denn die bekannte schnippische Redensart: „Ich sehe schon, du weißt es auch nicht!" muß ja zum'Schwindeln veranlassen. Ich spielte also eine Minute lang eine gewisse Geistesabwesenheit, lugte mit Adlerblick nach dem fonnenuberfluteten Bayrischzell hinab, als ob mir oon da her die Erleuchtung käme und sagte dann, kritisch die roten Wände des Wilden Kaisers prüfend, so nebenbei: „Haft du denn noch nie vom Rettungsanker gehört?" Lilli verneinte erstaunt: „Ich denke, daß ist so eine Redensart, so eine übertragene Bedeutung". „Gewiß" gab ich gönnerhaft zu, „von der See- ahrt her Aber auch in so einem natürlich äußerst selten vorkommenden Falle, Daß bei einer Bergbahn wirklich einmal sämtliche Bremsen versagen sollten und der ganze Zug mit Mann und Maus in den Abgrund zu rasen droht. 2)ann wirft der Schaif- ner am Ende des Zuges den schweren Anker aus In dem Geröll zwischen den Schienen oder in den Schwellen hopst er zuerst etwas herum, aber findet Dann bestimmt Halt!" Mein gutes Weib nickte nachdeklich dazu. So wie ich es erzählte, war es ja auch anschaulich. Und vielleicht sogar möglich. Aber mit einem Fachmann mochte ich persönlich nicht darüber diskutieren Ick mache mich nur ungern vor anderen lächerlich.' Jedenfalls genügte die Erklärung meiner Frau s"inr'r S°nugt« es, daß ich ernst blich. Jedem das Sd)Iie6Ii(fl tam borf) einmal der Abstieg über ichuhemordendes Geröll. Hoch über uns quietschte die Bergbahn vollbesetzt zu Tal. Sie schien nut d?m Schmieröl zu sparen. Hinter der Waldgrenze mar- «*« ^°n der Abend. Kühe und Ziegen blängte« (X7uXnTbrT-w Me ncin,te «°-n,c i Wir leisten uns also nur Die einfache Bergfahrt für je einen 'blanfen Taler. Der Zug, aus zwei Wagen nur bestehend, war fo voll, daß ich von Der ganzen Auffahrt nichts hatte, Sondern erschüttert dasaß und multiplizierte. Immer 120 Personen mal 4,50. Und Das sechs Züge täglich mit meist je einem Vor- und einem Nach- 3ug. Ich kam auf erkleckliche Summen und wünschte mir sehnlichst an geeigneter Stelle einen Schlagbaum, um pro Nase eine Kopfsteuer von nur einem Groschen erheben zu können. So bescheiden bin ich. Die Bahn schwindelt sich irgendwie bis an Den Gipfel heran. Wie, ist mir wieder etwas schleierhaft geblieben. Es ging meist durch Wald, an Berg- Hängen entlang, weißgischtend schoß ein Wasserfall zu Tal. Dann wurde Die Strecke überraschend steil. Wie ein Luftballon schwebte der ganze Zug langsam natürlich, sehr langsam, zur Höhe. Dabei ist das Auf- und Abspringen während Der Fahrt wegen Des damit verbundenen Lächerlichmachens des Bahnbetriebs bei schwerer Strafe verboten! Einige Tunnel brachten tiefes Dunkel. Wieder im Hellen, schrie jemand aufgeregt: „Dort sind Gemsen!" Alles stürzte so hastig an Die Fenster Der rechten Seite, daß Der Wagen ins Schwanken kam. Tatsächlich, bg ästen sie. Ein ganzes Rudel. Braune, schwarze, große, kleine. Auch Kühe waren Dazwischen, und melodisches Glockengeläut tönte von Der Alm. Lilli sah mich fragenö an. Aber da ich ihr mit Dem linken Auge zublinzelte, wußte sie es noch eher als Die Zuginsassen, Die bald von einem Einheimischen, dem vor Lachen Der Tabaks qualm in Die falsche Kehle geraten war, aufgeklärt wurden, daß Gemsen von Ziegen doch etwas verschieden seien. „Und a solchenes Euter", damit zeigte er an lernen gut ausgewachsenen Kropf, „hat ka Gams not! Beschämt setzte sich alles wieder auf feinen Platz. Unter solchen und ähnlichen Scherzen war der Gipfelbahnhof der Bahn bald erreicht. Erstaunlich, aber wahr: Man war weiß Gott oben Mitten m der Höhenluft. Im Berghotel konnte man sich Den berühmten Almenrausch holen, Münchener Bier- ooll Unb ^^ianschnapssiaschen lockten verheißungs- wir kletterten zum Gipfel, fest entschlossen, uns nicht locken zu lassen. „Klettern" ist mal wie- Der eine jener Uebertreibungen, die sich jeder Erzähler leistet. Es führte ein vorzüglicher Promenaden weg mit Brettern und Geländer über die 21b- grunDer und Schwärme von Dohlen kreischten ausgelassen über die ganz Aengstlichen, die sich furchtsam an der Bergwand entlangschoben Oben auf dem Gipfel geschah es. „.Sozusagen mitten in die Aussicht hinein stellte Lilli tue harmlose Frage: "Wenn nun die Bremsen mal versagen?" ’Ä. Io I ‘MH Brot >ark *"ttbictoffe '.lil Me Ent. 7>' hierin wir[le 11 ier Oftmart 1 5’eM Metalt M hie 5on)er. I’fir her Se. > ^'>ch-n erfolgen; f *Er in Lohn unt> Zahl der h.- , Ls 7 ^ehx m u tf q e a 5 ;*>«'£ j ä; S* M i- . Ite Termin. .7 36268' ®r-l Zuden? Präsidenten ■öobeort Evian n 2.} Negieren :r Unttrbrin. beschäftigen ■ ludsichen Kreisen ausgebrochen sind, 1 Begünstigung der die ihre Kapita* ^begüterten Juden nmütig stießen die moen von höflich. Juden über, etf oohl einen Bedarf er nicht an Intel- s einen briüschen. i, der vor einigen ^gesetzt wurde und erklärte nun, daß rnahme mit den nb Kolonien ’m aber ebenfalls mMche 'Bürge? e gegen die (Ein* )on europäischen die Bereinigten äestr Desprechun- chenen Einwande, iristration" Roose- sich Mhlgeschäste >n intemationalen rarbeit der drei iei unserem Glas ich ging über das, lebet die Berge, wie es so zu sein ute und ich hielt es gut abgehen enn meine restlos irfechren, ib schon oraekommen sc.cn- er und blies den ch hoch, „aber nix sch nie versagt?", >, we ein Z"h"' > der junge Wirt, in» alle ooneina"' )er Rettungsanker re Weisheit ZM «rständnis. sah i,e »ft1: ^4 °b- Mner kapierte it offenem Mnde Ä R «K - die 0an8e 1 V . oir ®f’ «a & $ r^x ÄS hn sM"' #<" ’^tf) l°E flWf la „nd enev rs>" W- ZWr «kW W 8 WM MW fc ß - ,A ILLE- W Ls » G> , • B unterminieren, wolle ihn nationalsozialistisch machen Oie Ostmark im Münchener Festzug 2000 Jahre deutscher Kultur" Ans (Finlabuna der Retchssuaendführuna reiste in oder Judo, im Gegensatz zu dem Ken-Jitsu oder diesen Taaen eiire Gruppe japanischer Sportstuden- Kendo, das den Zweikampf mit der Waffe bezeich- ten du^^DeuMland^ um vielero^s Proben ihres net. Als Waffe dient dem Japaner dabe. das ten ourc^ ueilt]cgi,n , ___+>— (=„avv-. förfcmprf dn-i mit frfinn erwabnt. mit beiden Aan» Mittagsstunden auf dem Laufenden gehalten worden war, hatte sein Kommen erwartet. Begeisterte Jubelrufe ertönten, als die Maschine gesichtet wurde. Hughes, der ursprünglich erst um 22 Uhr in Le Bourget erwartet wurde, hat diese erste Etappe seines Fluges um die Welt in einer glänzenden Zeit zurückgelegt. Er hat die fast 4600 Kilometer betragene Strecke in 17 Stunden 35 Minuten zurückgelegt und eine Durchschnittsgeschwindigkeit von über 300 Kilometer erreicht. Alle bisherigen Rekorde der Nordatlantiküberquerung von Westen nach Osten sind damit gebrochen. Der Aufenthalt in Le Bourget dauerte länger, als ursprünglich vorgesehen war. Bei der Ueberprüfung des Flugzeuges durch die Mechaniker stellte sich ein Schaden an einer Derwinduntzsklappe heraus. Hughes hat. den Pariser Flughafen in der Nacht zum Dienstag um 1.24 Uhr hiesiger Zeit verlassen. Die zweite Etappe soll den amerikanischen Flieger nach Moskau führen. Howard Hughes wird sich beeilen müssen, um die Verspätung von sechs Stunden, die die Reparaturarbeiten gekostet haben, wieder aufzüholen. lungen, den Poyansee zu erreichen und größere Truppenlandungen am westlichen Seeufer vorzunehmen. Dabei kam es zu Kämpfen mit chinesischen Dschunken. Der Kamps endete mit der fast völligen Vernichtung der Dschunken, zumal die Japaner von Flugzeugen und durch starke Scheinwerfer unterstützt waren. Auswanderung ausBrasilien. den. Darüber hinaus sind 7000 Schiffsplätze bis zum Herbst für die Rückfahrt nach Deutschland und 10 000 Schiffsplätze für die Reise nach Italien belegt worden. Line Reihe von Fabriken wurden bereits stillgelegt, weil deutsche und italienische Ingenieure sich nicht omn Militär gegen Fremdenhaß schützen lassen wollen und es einen eingeborenen brasilianischen Ersatz für die stemden Techniker nicht gibt. Die Drahtzieher der deutschfeindlichen Propa- ganda in Neuyork und Paris haben aber einen vollen Erfolg zu verbuchen, sie haben eine Deutschfeindlichkeit ausgelöst, die sie namentlich aus wirtschaftlichen Gründen gebrauchen. Man will den beut» Ichen Export verdrängen und erreicht gleichzeitig, daß Schwert, das, wie schon erwähnt, mit beiden Händen gefaßt wird. Uns ist das japanische Stockfechten bekannt, das ist aber ursprünglich nur eine unge? jährliche Uebungsmethode für den Schwertkampf Schanghai, 12. Juli. (Europapreß.) Die fa- vanifche Offensive im südwestlichen Teil der Provinz Schäntung und im Norden der Brovmz H o n a n dient in erster Linie der Vernicht u n g chinesischer Freischärler, die in den letzten Monaten die Operationen der Japaner behinderten. Auch im südlichen Teil der Provinz Schau- s i ist von den Japanern eine Offensive gegen chinesische Banden eingeleitet worden. Am Jangtse sind die Japaner südlich von Hu- kau im Vormarsch begriffen und stehen den Chinesen in der Nähe von Kutang gegenüber. Die ,apa- nischen Kriegsschiffe unterzogen K i u f i a. n g einer neuen Beschießung. Die Lage ist so kritisch geworden, daß die dort liegenden beiden britischen und amerikanischen Kanonenboote alle Ausländer an Bord genommen haben. . .. , . Die Boote dampften acht Meilen stromaufwärts, wendeten dann aber um und kehrten etwa drei Meilen von Kiukiang jangtseaufwärts zuruck, ^n. _ „ , ■ der Nacht zum Dienstag ist es den Japanern ge-> Hilfe feiner Minderheiten IV. 11 UULU.; »vw, -w 1 großen Könnens in den alten spanischen Sportarten des Fechtens und des Jiu-Jitsu abzu- leqen. Die Japaner erschienen vor der interessierten Zuschauerschaft barfuß, in Schwarz gekleidet, mit einem Lederpanzer auf der Brust und mit einem Kopfschutz, also so, wie sie auch daheim antreten zum Judo, wie man heute für Jiu-Jitsu sagt, und zum Kendo, dem Fechten mit der Amerikaner anfAekordflng um die Erde Mf erster Etappe USA-Paris alle bisherigen Rekorde gebrochen. - Verzögerter Start zur zweiten Etappe Moskau. Nie Kriegslage in China. Japanische Offensive gegen chinesische Freischärler. Waffe. Man konnte bei diesen Vorführungen sehr gut die Kampfesweise mit dem beidhändig gefaßten Schwert kennenlernen, man sah wundervolle 9mten und blitzschnelle Paraden, die die vorbildliche Kor- perbeherrschung der japanischen Sportler zeigten. Zugleich war hier Gelegenheit, mit falschen europäischen VorstMungen über das japanische Jiu- Jitsu aufzuräumen! Zweikampf mit und ohne Waffen. Als nämlich die jungen Gäste aus dem Fernen Osten Einblicke in die japanische „Verteidigungs- kunst" des Jiu-Jitsu gaben, da ließen sie es nicht mit dem Abwehrgriff genug sein, den sie dieser oder jener Angriffshandlung entgegensetzten, sondern stets entspann sich im Nu eine Kampfführung, die ein Auseinanderhalten von Angreifer und Angegriffenem unmöglich machte — genau so, wie wir dos von unseren westlichen Zweikämpfen her, wie Ringen, Fechten oder Boxen, auch kennen, in denen der Meister Angriff und Abwehr gleichermaßen beherrschen muß. Anschließend stellten dann unsere Gäste diesen europäischen Irrtum auch richtig: Jiu- Jitsu ist alles andere als etwa nur eine „Verteidigungskunst". „Jiu-Jitsu" ist mit „milde Kunst", wie mir es im Deutschen erklären, auch nicht richtig wiedergegeben, sondern wird am treffendsten vielleicht mit „Zweikampf ohne Waffen umschrieben. ,, Die Tatsache, daß hier ohne Waffen gekämpft wird, ist nämlich das Charakteristische des Jiu-Jitsu In Moskau gelandet. Moskau. 12. Juli. (DNV. Funkspruch.) Der amerikanische Flieger Howard Hughes, der aus seinem Wettflug um 1.24 Uhr in Paris geslarlel war, ist um 9.15 Uhr MEZ. , glatt in Moskau gelandet. gewesen. Wo liegt nun der Ursprung von Judo und Kendo? Diese japanischen Sportarten sind so alt wie das japanische Rittertum, das das Jnselland nach einer vorangegangenen klassischen Zeit im Anfang des 12. Jahrhunderts im Sinne des Feudalismus umgestaltete. Und diese Periode währte volle 800 Jahre, bis 1868 durch einen Erlaß des fort* schrittlichen Mikado Meist Tenno das Fechten mit öeni Schwert verboten und dafür die allgemeine Wehrpflicht ausgerufen wurde. Damit waren die Kasten zerbrochen und praktisch alle Einwohner in den Ritterstand erhoben. So ist es selbstverständlich, daß das alte Ideal der Ritterschaft zum neuen Ideal des Soldatentums werden mußte. Neben den modernen Kampfmitteln pflegt also der japanische Soldat Judo und Kendo, dazu übrigens ein mit Kendofinten durchsetztes Bajonettfechten. Der Säbel, den die japanischen Offiziere von heute wieder durch das Ritterschwert ersetzt haben, wurde als Zweikampfwaffe ebenfalls beidhändig geführt. Fechten und Judo waren die Kampfarten, die der japanische Ritter beherrschen mußte, wobei das Judo die Rolle eines Behelfs einnahm, der nur dann in seine Rechte trat,' wenn der Schwertkampf durch Bruch eines Schwertes beendet war. Dann nämlich warf auch der Gegner die Waffe hinter sich, und nun wurde die ehrenhafte Entscheidung unter gleichen Bedingungen weiter ausgefochten. Meister aller Grade. Beim Kendo dienten Kopf, Hände, Körper und Hals als Angriffsfläche. In 48 verschiedenen Schularten wurde das Fechten gelehrt, *n denen es die Ritter bis zur Würde des 10. Grades bringe» konnten. Schon der sieben- bis achtjährige Sproß eines Samurai erhielt die erste geistige Schulung des Sports. Mit 13 Jahren wurde er zum Ritter geweiht, um nun, durch die Länder ziehend, verschiedene Schulrichtungen des Fechtens und des Jiu- Jitsu kennenzulernen und mit 21 Jahren als vollwertiger Ritter anerkannt zu werden. Es war eine strenge Schule, die Mut und Tapferkeit in gleichem Maße wie Duldsamkeit und Härte verlangte. Und darin liegt der erzieherische Wert der Ausbildung zum japanischen Ritter. Wenn man so die Entstehung des Jiu-Jitsu als Fortsetzung des Schwertkampfes ansieht, wird erklärlich, daß es sich von Hause aus nicht um eine Verteidigungskunst handeln kann. Freilich hat das Jiu-Jitsu besondere Formen der Verteidigung entwickelt, die vor allem dem Heber» fallenen die Abwehr des bewaffneten Angreifers ermöglichen sollten. Diese Formen waren für Europa neu, und deshalb kam bei uns die Vorstellung auf, daß Jiu-Jitsu weiter nichts als eine Verteidigungskunst sei. Auch im Jiu-Jitsu gab es einmal gegen zwanzig verschiedene Schulrichtungen, von Denen heute noch sechs bestehen. Von den achtundvierzig Richtungen des Fechtens sind noch zehn übriggeblieben. Fechten und Jiu-Jitsu dienten der Erhaltung der Ehre. Nicht der persönlichen Ehre in unserem Sinne, sondern der Ehre der Familie, der Ahnenreihe, die in dem in Traditionen lebenden Japan so stark ist wie sie alt ist. Daraus erklärt sich eine gewisse seelische Empfindlichkeit, daraus die in eng* stem Zusammenhang mit Familien- und Kaiserkult stehende Überschwängliche Vaterlandsliebe. Für die Dynastie, die 1940 auf 2600 Jahre des Bestehens zurückblicken kann, setzt sich jeder Ritter EinwahresBilddesnaiionalenGpaniens Oer französische General Walch über die Armee FrancoS. Die brasilianische Presse berichtet seit geraumer Zeit über die Rückwanderung brasilianischer Staatsbürger fremder Herkunft. Namentlich Deutsche, Italiener und Polen ziehen mit Sack und Pack in die alte Heimat zurück, die sie vor Jahren und Jahrzehnten (das Deutschtum sitzt seit mehr als hundert Jahren in Brasilien) verließen. Grund: Brasiliens Minderheitsgesetzgebung ist so engstirnig geworden, daß Brasilianer anderer Nationalität es in diesem Lande nicht mehr aushalten. Sie wollen sich nicht entnattonalisieren, bedrücken, verächtlich behandeln und verdächtigen lassen. Namentlich die Deutschen werden seit einiger Zeit scharf verfolgt. .Denn die deutschfeindliche Propaganda hat erreicht, daß jeder Brasilianer glaubt, Deutschland wolle mit I Hilfe seiner Minderheiten den brasilianischen Staat Paris, 11. Juli. (Europapreß.) Paris steht in Erwartung des amerikanischen Flieger-Millionärs Howard Hughes, der sich aufgemacht hat, um den von den Weltfliegern W e l e y und P o st ausgestellten Geschwindigkeitsrekord rund um die Erde zu unterbieten. Howard Hughes will für die Umfliegung der Welt weniger als sieben Tage, 19 Stunden und 48 Minuten gebrauchen, welche Zeit für die bisherige Weltumfliegung benötigt wurde. An Bord des zweimotorigen Lock- head-Flugzeuges befinden sich außer Hughes noch vier Personen, ein Pilot, ein Navigationsoffizier, »ein Funker und ein Mechaniker. Das Flugzeug, das Hughes kurz vor dem Abflug von dem Präsidenten der Neuyorker Weltausstellung 1939, Grooer Whalen, übergeben worden ist, trägt den Namen „Neuyork — Worldfair". Das Flugzeug entwickelt eine Stundengeschwindigkeit von 275 Kilometern. In der Nacht zum Montag Um 0 Uhr 20 MEZ. hat Howard Hughes von dem amerikanischen Flughafen Floyd Bennet an der Ostküste der Vereinigten Staaten aus den Flug begonnen. Um 2.55 Uhr meldete er, daß sein Flugzeug mit einer Geschwindigkeit von rund 300 Stundenkilometern Neuschottland überfliege. Um 4.20 Uhr befand sich das Flugzeug über Kap Breton, 1100 Kilometer von Neuyork entfernt. Hughes landete um 16.55 Uhr auf dem Flugplatz Le Bourget. Eine große Menschenmenge, die über die einzelnen Abschnitte des Fluges durch Rundfunk und Zeitungen feit den frühen Nach- wagen, die es ihm erlaubt hätten, vier vollkommen motorisierte Divisionen aufzustellen. Inzwischen habe man große Ausbesserungswerke gebaut, insbesondere m Sevilla, die nebenbei täglich zehn Lastkraftwagen bauten. Im Gegensatz zu den nationalen Truppen verfügten die Roten über einen schlechten Generalstab und über sehr mittelmäßige Offiziere. Die Offiziere des alten Heeres dienten zum großen Teil in den Reihen der bolschewistischen Truppen nur unter Zwang, um das eigene Leben urtb das ihrer Familie zu retten. General Walch kommt dann auf die angebliche Unterstützung der nattonalfpanifchen Truppen zu sprechen und erklärt, daß die Effekttvbestande ohne irgendeinen Nachteil für General Franco sofort zurückgezogen werden könnten. Im übrigen hielten sie sich schon jetzt zum größten Teil hinter der Front auf. General Walch weist auch die Beschuldigungen zurück, wonach die nationalen Luftstreitkräfte absichtlich und entgegen jedem menschlichen Gefühl offene Stäote bombardierten. Der General ist der Auffassung, daß alle kleinen oder größeren Ortschaften, die in ober hinter der Kampfzone liegen und in b°nen Truppen ober Kriegsmaterial zusammengezogen seien, als strate- gische Punkte angesehen werden müßten. Der Gegner habe ein militärisches Interesse daran, diese Punkte zu vernichten, und das einzige wirksame Mittel, die Zivilbevölkerung zu schützen, sei, die Ortschaften zu verlassen. Paris, 11. Juli. (DNB.) Ein wahres Bild über die Lage in Nationalspanien gibt der französische General Walch, ehemaliges Mitglied des Obersten Kriegsrates, im „Temps". General Walch hat eine längere Studienreise nach dem nationalen Spanien unternommen. Das nationale Heer, fo schreibt er, liefere täglich schlagende Beweise seiner Vaterlandsliebe Ohne auf die alten Ueberlieferungen zu verzichten, wünsche Franco, das Land zu erneuern und auf der Grundlage sozialer Gerechtigkeit unter Abschaffung jeden Klassenhasses aufzubauen. Hmficht- lich der Effektivbeftände und des Materials dürfe man nicht vergessen, daß die spanischen Nattona- listen den Bürgerkrieg nicht begonnen hätten. Man jei deshalb auch im Zweifel darüber, ob man das Vertrauen, sich mit leeren Händen in em Abenteuer zu stürzen, mehr bewundern solle als das Genie, das sie bewiesen hätten, um sich die unerläßlichen Hilfsquellen zu verschaffen. Erst n a ch u n d n a ch sei es möglich gewesen, die Freiwilligen auszurüsten, und zwar zum größten Teil mit dem Material, das dem Feind abgenommen wurde. Die Eroberung Nordwestspaniens habe darüber hinaus die Lage wesentlich verbessert, so daß der Kriegsmarineminister Admiral (St r ®.e 7m persönlich habe erklären können, daß die Unterstützung, die das nationale Spanien durch Die Metallinbustrie von Biscaya, Asturien und Galicien erhalten habe, es ihm erlaube, sich voll k o m me n einzudecken, sich unabhängig vom Auslandsmarkt zu machen und fast ausschließlich von den eigenen Erzeugnissen zu leben. Das Nationalspanische Heer verfüge heute über etwa 4 0 0 0 0 Lastkraft- «»* ajsasÄÄt’SÄ™«. wA».-h*»***i und militärisch erobern. Fühlt auch ein Blinder diesen Unsinn mit dem Krückstock, so wird er doch geglaubt. Darauf baut sich auch die Gesetzgebung auf, die die Minderheitenschulen zerschlägt, neue geschlossene Ansiedlung von fremden Einwanderern nicht mehr gestattet, alle Minderheitenverbände verbietet und deren Führer verfolgt. Die Folge ist, daß deutsche, italienische und auch polnische Auswanderer ihre Zelte abbrechen und entweder in ihre Heimatländer zurückwandern oder in anderen Teilen Südamerikas eine freundlichere Heimat suchen. Deutsche und italienische Pflanzer haben sich vielfach nach Argentinien gewandt, wo sie Tabak- schen Export oerürangen uno erreicyl giei^eni«, uuD und Baumwollkulturen anlegen Die Polen suchen | die Deutschbrasilianer genötigt werden, rhxe Wohn» geschlossene Siedlungen in Bolivien zu begrün» sitze zu verlassen. Der große Festzug brachte als Krönung der „2000 Jahre deutscher Kultur" die H-i-nk-hr der Ostmark die mit diesem Wagen symbolisch zum Ausdruck gebracht wurde. Er fuhrt die Reichs. -■«" ”s£=;-S-iir:'<®S«ÄÄu’1 !• *» Liu-Mu, der Zweikampf ohne Waffen Was die Japaner über Judo und Kendo erzählen. und das sind heute alle Japaner — mit allen, auch mit seinen letzten Kräften ein. Fünf Jahre Schulfechten. Wie sehr der Japaner trotz der uns ins Auge fallenden Europäisierung an der Ueberlieferung hängt, beweist die besondere Pflege, die er Judo und Kendo angedeihen läßt. Fünf I a hr e l a n g muß jeder Schüler der höheren Schulen wöchentlich einen Nachmittag dem Fechten, einen dem Jiu- Jitsu widmen. In Fecht- und Judogruppen werden die Besten zusammengefaßt, die in S ch u l k ä m p - fen gegen die Vertreter anderer Schulen antreten, und einmal jährlich treffen sich die Schulmeister aus Hokkaido, Hondo und Kiu-schiu auf Einladung des Kaisers in Tokio, wo um Meistergrade gekämpft wird. Die Ausbildung ist streng und nimmt auf Hitze oder Kälte keine Rücksicht. So wird die Kampfmethode weiter gefördert und Japans Jugend im Geist der^alten Samurai erzogen. Hans Teichs. Meine politische Nachrichten. Auf der dritten Seite der gestrigen Ausgabe des Gießener Anzeigers ist der Text zu den beiden Bildern verwechselt worden. Das linke Bild zeigt den Führer bei der Uebergabe des Diskuswerfers von Myron, das rechte bei der Besichtigung der Ausstellung. Der Führer empfing im Führerbau am Königlichen Platz zu München den Oberbefehlshaber und Generalstabschef der italienischen Armee General P a ri a n i. Vor dem Empfang beim Führer legte General Pariani am Kriegerdenkmal vor dem Armeemuseum und in den Ehrentempeln am Königlichen Platz Kränze zum Gedächtnis der Gefallenen des Krieges und der Toten der Bewegung nieder. Eine Ehrenkompanie des Heeres und eine Ehrenkompanie der ^-Standarte „Deutschland" erwiesen die Ehrenbezeugungen. In München traf der türkische Generalsekretär im Ministerium des Aeußeren, Numan Rifaat Menemencioglu, ein. Vormittags legte er am Kriegerdenkmal vor dem Armeemuseum einen Kranz in den türkischen Farben nieder. Anschließend begab er sich zu den Ehrentempeln am Braunen Haus. Nach Abschreiten der Ehrenformationen legte der Generalsekretär an den Ehrentempeln ebenfalls einen Kranz in den türkischen Farben nieder. * Der Generalstabschef der faschistischen Miliz, General Russo, wird in Erwiderung des Besuches des Stabschefs der SA., Lutze, vom 14. bis 2 2. Juli in Deutschland weilen. Er wird über München nach Berlin kommen, um hier an den Reichswettkämpfen der SA. teilzunehmen. In Kiel wird General Russo Vorführungen der Marine-SA., in Husum Hebungen der Deichschutz-Brigade beiwohnen. In Allenstein werden Vorführungen der Pionier- und Nachrichteneinheiten der SA. stattfinden. Dann wird General Russo Wiesbaden, Bad Godesberg, Krefeld und Düsseldorf besuchen. * Der Jugendführer des Deutschen Reiches, Reichsleiter Baldur v. S ch i r ach, begibt sich zu einem kurzen Besuch nach Italien. Er wird in Rom mit dem Parteisekretär Starace Besprechungen zur weiteren Verstärkung eines deutsch-italienischen Jugend'austausches führen. * Der Reichsführer und Chef der Deutschen Polizei im Reichsministerium des Innern hat auf Grund des § 1 der Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutze von Volk und Staat vom 28. Februar 1933 den Verband zur Förderung des Evangeliums in Spanien e. V. und die ihm angeschlossenen Vereine mit sofortiger Wirkung für das gesamte Reichsgebiet aufgelöst und jede Tätigkeit, die den Versuch einer Fortführung dieser Organisation oder einer Neugründung mit gleichen oder ähnlichen Zielen darstellt, unter- Der Präsident von Portugal, General Carmona, hat seine angekündigte Reise nach der portugiesischen Kolonie Angola (Westafrika) angetreten; er wird sich dort etwa zwei Monate aufhalten. Aus aller Welt. Deutscher Pioniertag in Ingolstadt. Verbunden mit der 125-Jahrfeier der bayerischen Pioniere fand in Ingolstadt der Deutsche Pioniertag statt. Nach Kranzniederlegungen versammelten sich die Pioniere des Weltkrieges und der neuen deutschen Wehrmacht zu einem Appell am Brückenkopf, bei dem Oberst Dr. M e i s e r einen Rückblick auf die 125jährige Geschichte der bayerischen Pioniere gab. General L i st sprach über die Bedeurung der Pioniere im neuen Heer. Im Anschluß daran fand eine Parade statt. Omnibus von einem Zug erfaßt. Ein mit Grubenarbeitern besetzter Omnibus versuchte in Eiserfeld noch kurz vor dem Herannahen eines Zuges der Eisern — Siegener Kleinbahn die Reichsstraße zu überqueren, hatte aber nicht einen großen Kraftwagen bemerkt, der auf der Gegenseite angehalten hatte, um den Zug vorbeifahren zu lassen. Der Omnibus, der einen Zusammenstoß mit diesem Wagen vermelden wollte, kam zu nahe an den Zug heran, wodurch eine Seite des Omibusses vollständig auf - gerissen wurde. Ein 28jähriger Insasse wurde getötet, acht weitere trugen Verletzungen davon. Das Lnierwaffelkrastwerk an der Iller. Bei Steinbach (Kreis Memmingen) wurde das nach den Plänen von Landesbaurat Arno Fischer (München) erbaute Unterwasserkraftwerk an der Iller in Anwesenheit des bayrischen Staatsministers des Innern Gauleiter Adolf Wagner und der Gauleiter Wahl (Augsburg) und Schwede (Coburg - Pommern) seiner Bestimmung übergeben. Die Bedeutung der neuen Anlage liegt in der wesentlichen Herabsetzung der Bauzeit sowie in einer bedeutenden Einsparung von Arbeitskräften und Rohstoffen, Vorteile, die im Vergleich zu einem gleich leistungsstarken Ueber- wasserwerk bis zu 50 v. H. ausmachen. Die Unter« wasserkrastanlage erfüllt auch die Forderung des Führers, daß technische Arbeiten die Landschaft nicht entstellen, sondern schöner machen sollen. Besondere Sicherheit gewährt diese Bauart bei Hochwasser und Eisgang. Das neue Werk, dessen Inbetriebnahme abermals eine nationalsozialistische Großtat bedeutet, hat eine Leistung von 25 Millionen Kilowattstunden im Jahr. In seiner Art sollen an der Iller noch 8 weitere Werke errichtet werden. Wildwest an der französischen Riviera. Der Gangster Andrs Marguin, der am 11. August vorigen Jahres in Paris den Bandenführer S t e f a n i ermordet hatte, ist im Verlauf des Vernichtungskrieges zwischen den Mitgliedern der Pariser Verbrecherbanden Stefan! und Foata in Cannes von zwei unbekannten Tätern durch elf Revolverschüsse auf offener Sttaße getötet worden. Marguin, der sich in Paris nicht mehr sicher fühlte, hatte seit einiger Zeit an der Riviera Zuflucht gesucht. Die beiden Täter ergriffen nach dem Mord in einem bereitstehenden Kraftwagen die Flucht. Dabei überfuhren und töteten sie bei Dille- franche einen Garagenbesitzer und einen Buchhalter, die auf der Landstraße einen Autoreifen flickten. Die Banditen konnten nach einer aufregenden Jagd ihren Verfolgern entkommen. Ein Aufgebot von 150 Polizisten ist hinter den Verbrechern her. Schweres Autounglück auf der Reichsautobahn Berlin—Stettin. Auf der Reichsautobahn Berlin—Stettin geriet zwischen Kolbitzow und Penkun ein mit drei Berlinern besetzter Kraftwagen beim unvor - schri ft s, mäßigen Ueberholen in großer Geschwindigkeit gegen das die Autobahn abgrenzende Geländer und wurde aufgerissen. Wahrend der Lenker des Wagens mit dem Schrecken davonkam, wurden die beiden anderen Insassen auf der Stelle getötet. Hochwasser in den Vorkarpathen. In den polnischen Vorkarpathengebieten hat der ununterbrochen fallende starke Regen der letzten Tage in einzelnen Gemeinden zu starken Ueberschwemmungen geführt. In der Nähe von N e u m a r f t wurden mehrere Dörfer von dem 'aus seinen Ufern getretenen Dunajec, einem Neben- fluß der Weichsel, unter Wasser gesetzt. Die Bevölkerung mußte flüchten. Das gleiche gilt für die Stadt Neu-San dec, wo mehrere Stadtteile unter Wasser stehen. In großer Gefahr befindet sich auch das am Dunajec im Bau befindliche große Stauwerk Boznawo. Die noch nicht fertigge« stellten Erdwälle drohen von dem Hochwasser weg- gespült ^zu werden. .. Schweres Gewitter über der Danziger Niederung. Die Danziger Niederung wurde von einem schweren Gewitter heimgesucht, das zwei Menschen- leben forderte und erheblichen Schaden an- gerichtet hat. In Schönhorst -wurde ein junges Mädchen auf dem Felde vom Blitz erschlagen, und in Platenhof tötete der Blitz einen Nachtwächter in feinem Wachhaus. In mehreren Ortschaften sind Ställe und Scheunen den durch Blitzschlag entfachten Flammen zum Opfer gefallen. Wetterbericht In der über Europa bestehenden Westströmung erreichte am Dienstagmorgen ein neues zusammenhängendes Niederschlagsgebiet Westdeutschland, das bei aus südlicher Richtung dringenden Winden geringen Temperaturanstieg brachte. Nckch dem Durchzug dieser Storung wird sich vorübergehend mehr aufreißende Bewölkung und Beruhigung einstellen, doch ist im ganzen noch kein beständiges Wetter zu erwarten. Vorhersage für Mittwoch: Meist stärker bewölkt, einzelne gewittrige Schauerniederschläge. Tagestemperaturen um 20 Grad, westliche Winde. Vorhersage f ü r 2),o nnerstag: Noch keine Aenderung des bewölkten Wetter mit zeitweiligen Niederschlägen. Lufttemperaturen am 11. Juli: mittags 18,4 Grad Celsius, abends 16,9 Grad; am 12. Juli: morgens 15,0 Grad. Maximum 20,0 Grad, Minimum 14,0 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 11. Juli: abends 17,8 Grad; am 12. Juli: morgens 16,1 Grad Celsius. — Niederschläge 3,7 mm. — Sonnenscheindauer 0,5 Stunden. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot (in Urlaub, i. 23.: Dr. Fr. W. Lange); für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich' für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. VI. 38: 9035. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. SALAMAN DER MH von immergleicherQualität,billig wienie vorher modern in der Linie, rassig im Schnitt Alleinverkauf: _ 46TOA Muiftfiausfdmund®; 'z<" . - - > -O . .. Oimtag.12.3uli 1938 Sietzmr Anzeiger (Seneral-Anz-iger W erI,ch-n) Nr.M Zweites Via» Die Kathedrale von Reims Neues für den Büchertisch Die Kathedrale von Reims. — (Scherl-Bilderdienst-M.) $dteis n>efc8'l das sich Die Wiederherstellungsarbeiten an der Kathedrale zu Reims, der Krö- ' nungskirche der französischen Könige, sind vollendet, und die offiziellen Eimveihungsfeierlichkeiten am vergangenen Sonntag lenken die Aufmerksamkeit der Welt auf das berühmte Bauwerk. Wenn auch uns dieses Ereignis berührt, dann wollen wir bewußt vergessen, daß in den Jahren des Krieges gerade das Schicksal der Reimser Kathedrale dazu herhalten mutzte, die Kriegsleidenschaften nicht nur in Frankreich, sondern auch jenseits des Ozeans gegen uns mobil zu machen und aufzupeitschen. Es ist keine angenehme Sache, in den Dokumenten zu blättern, die das Frankreich von damals in alle Welt hinaussandte, und in denen kein Vorwurf und ^Ueberwättiqt und ergriffen steht man vor der Formensprache dieser Fassade von Reims. Die drei mächtigen und doch zierlichen Portale l^reJ! tausend Figuren gleichen Himmelspforten, m chwebt von Engeln, Heiligen und göttlichen Visionen. Roch Das Museum eines Sonderlings. Im bosnischen Städtchen Priedor starb unlängst ein alter Sonderling, Jooo Mutitsch, der schon seit Jahren mit keinem Menschen verkehrte. Der Sonderling lebte allein in einem geräumigen Haufe. Als nach seinem Tode das Haus behördlich besichtigt wurde, stellte man fest, daß der alte Mann ein ganzes Museum wertvoller alter Waffen, Handarbeiten, Kupfer- und Goldarbeiten zusammengetr^ gen hatte. Dieses Museum stellt nicht nur historisch und ethnographisch, sondern auch materiell einen großen Wert dar. Auch wurde eine umfangreiche Sammlung von Handschriften bedeutender Gelehrten, Schriftsteller und Politiker aus allen Ländern ausgedeckt, die zu Ende des 19. und anfangs des 20. Jahrhunderts gelebt hatten. Der alte Sonderling stand mit ihnen in reger und vertraulicher Korre- pondenz. Es bleibt ein Geheimnis, weshalb der alte Mann sich völlig zurückgezogen hatte und menschenscheu geworden ist. Kathedrale rankt sich nicht nur der Ruhm der Kunst- geschichte, sondern auch der Geschichte des französischen Volkes. Sämtliche Könige Frankreichs seit Ludwig VIII. — mit Ausnahme Heinrichs IV. und Ludwigs XIII. — haben im Krönungsschmuck vor dem Hochaltar dieser Kathedrale gekniet, und hier ist es auch gewesen, wo am 17. Juli 1429 das Mädchen aus Domremt), die Jungfrau von Orleans, Karl VII. zur Krönung führte. Fast alle deutschen Frontsoldaten, die im Westen standen, ist die Kathedrale von Reims eine symbolhafte Erscheinung geworden, obwohl sie seit der Marneschlacht 1914 hinter den französischen Linien lag. Gerade Deutschlands Frontsoldaten werden mit Genugtuung erfahren, daß man jetzt in Reims die Wiederherstellung der Kathedrale feiert, deren Lei- I denswea auck ihr Leidensweg gewesen ist. Dr. M. D< keine Anklage niedrig genug war, um nicht gegen die deutschen „Vandalen" erhoben zu werden. Wir können um jp leichter über diese trüben Erinnerungen zur Tagesordnung übergehen, als wir gegenüber der Reimser Kathedrale ein reines Gewissen haben. Denn es sind in erster Linie deutsche Kunsthistoriker gewesen, die vor dem Kriege Frankreich daran erinnert haben, welch kostbares Kleinod es in der Reimser Kathedrale besitzt, und die mit wissenschaftlichem Ernst dazu mahnten, dieses wundervolle Bauwerk vor weiterem Verfall zu schützen. Als bann die Kriegsfurie auch über die Gefilde der Champagne raste und gerade Reims jahrelang im Frontbereich lag, do zeigte es sich erst recht, wie auch uns „Feinden das Herz blutete, als wider unseren Willen die Kathedrale schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die Tatsache, daß der stolze Bau so weit erhalten blieb, daß cm seine Wiederherstellung überhaupt herangegangen werden konnte, während die Stadtviertel ringsum in Schutt und Trümmer sanken, beweist, daß selbst die Furie des Krieges vor diesen geheiligten Bezirken einer unvergänglichen Kunst Halt gemacht hat. Man hat in der Kathedrale von Reims den vollendetsten Ausdruck für das formale Genie des französischen Volkes gesehen. Sie verkörpere das Französische mit seinen guten und schlechten Seiten wie keine der anderen Kathedralen Nordfrankreichs, so sagt einer ihrer Bewunderer, und eine andere Stimme erklärte, die Kathedrale voy Reims wiege Dantes „Göttliche Komödie" auf. Mit so unerhörter Festigkeit steigt dieses so überreich instrumentierte und hervorragend rhythmisierte Triumphlied einer von aller Erdenschw?re befreiten Gotik zum Himmel. Sa majestätisch ist ihr Aufbau, so unbegrenzt ihr Gedankenreichtum und so vollendet ihre Form. Reims gehört kunstgeschichtlich in eine Reihe mit den Kathedralen von Paris, Chartres und Amiens, doch können sich diese drei an Reichtum und Schönheit des klassischen Schmuckes mit Notre- Dcnne de Reims nicht vergleichen. Unter den 2500 Figuren, die die Reimser Kathedrale bis auf die Höhe der Türme hinauf zieren, sind Werke, in denen die gotische Bildhauerkunst ihr höchstes Kannen affenbart hat, und bei keinem der vielen stolzen Kirchenbauten Nordfrankreichs sind diese Meisterwerke des fränkischen Genius übertroffen wor- Stefan George. Zu seinem siebzigsten Geburtstag am 12. Juli. „Ich ahnte licht, sah die ersehnte schwelle, ich rief, ich pochte... Hilst nicht wort und wissen? Den Hort zu kennen und für immer missen ertrag ich nicht — so sink ich m der welle. Er aber, der Heitere, Weise, er hat es „ertragen"; er hat die Jahre abwarten können, er hat die einsamen, im Jahre 1907 unverstandenen Verse seines Gedichtes „Der , Eid" verwirklicht gesehen in der brennenden Sehnsucht der zwanziger und beginnenden dreißiger Jahre unseres Jahrhunderts. „Durch verhüllte Himmel seh' ich schon die Vollendung und den lohn!" Auch das Erfülltwerden hat George noch erleben dürfen. Bald danach starb er. Einst war der einsame, unverstandene George von einer Schar Uebereifriger „ausgenommen" worden. Abhängig hat er sich von diesem Kreise nie gemacht. Ein George-„K reis" ist, Gott sei Dank, heute nicht mehr nötig. Ein Volk ist für George da! Unver- geßlich war es, als 1933, nach einem Vortrage von Schulze-Naumburg im „Nordischen Ring" eine Formation der Hitler-Jugend aus Georges Werk „Der Dichter in Zeiten der Wirren" sprechchorisch den letzten Absatz vortrug, der anhebt: „Der sänger aber sorgt in trauer-lausten, daß nicht das mark verfault, der keim erstickt; er schürt die heilige glut, die überspringt und sich die leiber formt.. Dr. Johannes Günther. 'ngVOJ«fl6>-3292 ,nd e «•**»•** SBißielnt Longe, "k- Emst »um. "d fur die Bild«. Ur. Sans Thyrwi sur den übrigen eiter: Hans Beck. Anzeigen: Theodor )ruck und Verlag: Lange, gspreis M. 2,05 tut der Illustrierten 10 Ps. und (Sams« :ten 5 Ps. mehr. 11- September 1937 „Da galt ich für den falbentrunfnen Prinzen der sanft geschaukelt seine takte zahlte in schlanker Anmut oder kühler würde, in blasser, erdenferner festlichkeit." Er wies sie darauf hin, daß auch er schwere Jahre des Werdens und vielleicht noch schwerere des Verlierens hinter sich habe. So heißt es in dem eben zitierten „Zeitgedicht": „Von einer ganzen fügend rauhen werken, Ihr rietet nichts von quälen durch den sturm „ nach höchstem first, von fährlich blutigen träumen; und an anderer Stelle desselben Gedichtbandes weiß er von Tagen zu berichten, da er vom harren siech, da er des betens müd sich in die nacht verlor. strengen Reimschönheit sogar noch weiter; er sagte einmal: „Hat em Künstler einmal zwei Worte miteinander gereimt, so ist eigentlich das Spiel für ihn verbraucht und er soll es nie oder selten wiederholen." George selbst hat dieses Gebot befolgt. Auch die „würde", die „festlichkeit" Georges ist, wie in unferm Eingangszitat angebeutet wurde, verzerrt worden. Es handelt sich aber bei George um keinen blasierten Aesthetizismus, sondern um die, wenigstens zeitweilige, Abseitigkeit, um die Einsamkeit, um die Stille, die der Weise und Seher sucht und braucht; auch kann der, welcher die Einsamkeit aufgesucht hat, schicksalhaft Einsame heben und stärken — denken wir an die „traurigen Tänze" im Gedichtband „Das Jahr der Seeh und es ist andrerseits wahr, daß der vom Leben Gehetzte und im Leben Zerfahrene in der Stille Georgescher Gedichte Beruhigung, Klärung, Läuterung erlangt. Diel zu wenig bekannt ist Stefan George als Natur-Dichter. An ungezählten Stellen feiner Gedichte weist er mit immer wieder neuen Motiven und Formen auf die Natur hin; allerdings sind es keine robusten Eindrücke, die er empfängt und wiedergibt, sondern er zeigt uns meistens bislang verborgene Schönheiten, er lehrt uns tief mnem= hören und hineinschauen, er bringt uns dahin, daß wir uns auftun und daß wir wieder staunen können; er macht uns so reif — oder so kindlich, daß wir die Erscheinungen der Natur wieder brüderlich nahe empfinden. Er zeigt uns Kinder m der wundervoll harmlosen Schönheit ihrer Bewegungen (ich denke an das Gedicht "■^er_^c?,}3er. im „Neuen Reich" ober an das sechste Gedicht in der Folge „Nach der Lese" im „Jahr der See e , und er reicht an die verhaltene Wehmut des Bolks- tiebes heran, in dem Liede von der Magd, die bräutlich starb, dem achten der „Traungen Tanze . Dieser Stefan George, nicht etwa ein anderer, sich plötzlich ändernder, hat auch das Erlebnis „Weltkrieg" gestaltet und hat ein Neues prophezeit, das aus der Zeit der Niederung empor- steigen würde. Unvergleichlich hat er in feinen Versen „Einem jungen Führer ersten Weltkrieg den schlichten Schneid, die Kargheit, die Gelassenheit des jungen Frontoffiziers gestaltet und hernach knapp und ewig gültig den starken Trost geformt für die jungen Helden, als nun „die würfel anders fielen als iyr euch geträumt". George tjat in feinen „Sprüchen an die Toten" eine Reihe knapper Porträts von Freunden geschaffen, die der ®eItFrieg verschlang. Eins von ihnen klingt aus in die Satze. Qiec, ejhA BÄ«. Gloria: »Zwischen Haß und Liebe". Die Probleme zwischen Mann und Frau sind in Amerika keine andern wie bei uns, sie werden yom amerikanischen Film nur viel unphilosophischer, viel grobkörniger gesehen. Zwischen den Polen Hatz und Liebe knattert in tollem Zickzack ein ganzes Stromseld menschlicher Gefühle, von denen der Film nur wenige überdeutlich macht. Ein Arzt sieht sich urplötzlich vor die Entscheidung gestellt, als Bakteriologe ins Seuchengebiet abzureisen, ober um der Liebe zu einer Frau willen auf Ruhm und Karriere zu verzichten. Mit der Mahnung an eine Spielschuld gelingt es dem Bruder, ihn zur Abreise zu bewegen. Die Frau weiß aus Rache für die Beleidigung ihrer tiefsten Gefühle den Bruder an sich zu fetten, folgt aber bann dem geliebten Mann in den Dschungel, ohne zu ahnen, daß dieser jetzt nur noch darauf sinnt, den Bruder durch einen plausiblen Scheidungsgrund aus der Ehefessel zu befreien. Als er dies erreicht hat, stoßt er die einstmals Geliebte von fid)_ Aber sie gibt den Kampf so leicht nicht auf. Im Laboratorium der Seuchenstation weiß sie sich in einem unbewachten Augenblick zu infizieren und zwingt den Geliebten, an ihr sein neuentdecktes Fieberserum auszuprobieren. Der doppelte Versuch gelingt, sie wird gerettet und gewinnt seine Liebe zurück. Enttäuschung und Mißverstehen treiben zwei Menschen auf der ganzen Skala zwischen Haß und Liebe m erregendem Kampf mit ihren widersprechenden Gefühlen hin und her, weil sie beide einmal in einem entscheidenden Augenblick nicht menschliche Größe und gegenseitiges Vertrauen genug hatten, um ihrer Liebe Opfer zu bringen. Robert Taylor ist der sympathischere von ihnen, ein frischer, unkomplizierter Junge, der in sich nicht genug Halt hat, eine schwierige Sache durchzustehen. Seme Partnerin Barbara S t a n w y ck hat es nicht leicht, in einem wenig differenzierten Spiel alle Wechsel der Gefühle begreiflich au machen. John Eldredge, der Bruder, bleibt im Zwielicht feiner nicht sehr schönen Rolle als geprügelter Musterknabe, Joseph Calleia, Besitzer einer Spielhölle, ist ein herzloser Schurke von 'Format, Jean Hersh o 11, ein reizender alter Doktor. Die Regie bat W. S. van Dyke (Metro-Goldwyn-Mayer). — Im Beiprogramm ein instruktiver Film von den Lehrjahren eines Traberfavoriten, „Berlin, die Olympiastadt", zeigt das interessante Drum und ■ Dran der olymvischen Spiele und die Ufa-Wochen- schau mit den Vorbereitungen zum „Tag der beut- scheu Kunst". Fr. W. Lange. , ’»!»•«> LLL" r w ?' feine "^Zeitweiligen ‘»■-Ä “ SL**am le 3 sorgens ,e3'7 "un.-Son. ehe das Auge irgendwo Ruhe findet, wird man emporgerissen zur Höhe, wo sich die Türme mit dem Azur des Himmels vermählen. Stein ist hier zur Poesie geworden, ein Traum, der bei uns dem Rokoko vorbehalten blieb. Und wo selbst im benachbarten Laon die Kathedrale noch Ernst und Strenge atmet, erscheint hier alles aufgelockert, vergeistigt und verklärt. Alle Bogen und Rundungen lassen hier das Licht einströmen und die unzähligen Figuren vervielfachen den Halbschatten und die Reflexe. Der Meister von Reims hat alles vermieden, was verdüstern könnte. Er hat sogar auf die ge= schlossenen Giebelfelder verzichtet und sie durch wundervolles Filigranwerk ersetzt. Man vergleiche Reims mit der Fassade von Notre-Dame in Paris. Diese wird beherrscht von der horizontalen Linie, wie sie der romanischen Kunst eigen war. In Reims dagegen ist an die Stelle der Horizontalen plötzlich die Vertikale, die auffteigenbe, himmelstürmende Linie getreten. Sie ist es, die dieser Fassade alle Erdenschwere nimmt, die fortreifet, die Spitzbogen der herrlichen Portale hinauf bis zu dem Abschluß der flachen und doch zierlich wirkenden Türme führt. Und selbst die Rosette scheint hier teilzuhaben an der aufsteigenden Linie, so wundervoll ist sie in bas Ganze hineinkomponiert. Aller Reichtum einer auserwählten Kunst hat sich auch noch in Höhen verschwendet, in denen sich kaum noch ein Auge daran erfreuen kann. Und doch möchte man sich in jede einzelne Gestalt ' vertiefen. Von welch bezwingender Eleganz sind diese Heiligen von Reims, bie bie höfische Kultur ihrer Zeit wiberspieaeln. Der meist kleine Kops läßt ihren Körper noch schlanker erscheinen, das Gesicht tragen sie leicht geneigt, um ihre Lebendigkeit noch zu betonen. Ihre ganze Haltung strahlt vornehme Sympathie aus. Untereinander tauschen sie freund- tion gar nicht erst in so tiefe Schwierigkeiten hineinstürzen zu lassen. Wir müssen also eine gesundere Generation erziehen..." Daß bie Angst im Leben, vor bem Leben unb seinen Hufgaben überwunden werden kann, baß bie Wurzel des Leibens blofe- gelegt und der nervöse, ängstliche und lebensuntüchtige Mensch aus seiner verderblichen Isolierung befreit, ermutigt, dem Dasein gurucfgegebem der heilsamen Gemeinschaft und der schöpferischen Spannung roiebergeroonnen werben kann, ist bas positive (Enbergebnis bes vielfältig anregenben Werkes; bie ausführliche Hufzählung einschlägigen Schrifttums wird zahlreichen Lesern willkommen fein. Hans Thynot. _ Bettina Seipp: Neapel unb Sizilien als ßanb ber Griechen erlebt, mit 46 Bildtafeln und einer Karte, im Insel-Verlag zu Leipzig. — (156) — Eine Schönheitsdurstige ist aufgebrochen in die Gefilde Süditaliens, bie als einstige Kolonien ber Hellenen nun zwei Jahrtausende hinburch als westliche Vorposten griechi» fcher Kultur uns Wegweiser zu hellenischer Schönheit sind. Nicht von ungefähr steht in Neapel bas bebeutenbfte Hntifenmufeum ber Welt. Hber faft möchte man sagen, baß hier im griechischen Kolo- niallanb Natur unb Kunst erst wahrhaft bie innige Vermählung eingegangen finb, bie uns so sehr bestrickt. Die Verfasserin wandert nicht unvorbereitet durch bie Küstenlandschast bes Golfs von Neapel, durch die Ausgrabungen von Pompeji und Herku- lanum, zu den Tempeln von Paestum und schttetz- lich kreuz unb quer durch Sizilien, die „homerische Insel", sie kennt das Land und seine Geschichte und gibt weitab von jeder üblichen Reiseschilderung eine feinsinnige und tiefgründige, von heiliger Begeisterung für hellenischen Geist unb römische Kraft getragene Deutung dieser für unsere gemeinsame abendländische Kultur so unvergleichlich denkwurdi- qen Stätten. Die schöne, leuchtende Sprache dieser Berichte klingt lange nach unb überbecft auch bie etwas gequälte Briefform bes Buches, bie nur hier unb ba anbeutungsroeife auftaucht. Einige sehr sorgfältig ausgewählte Silber zeigen manch weniger Bekanntes. Fr. W. Fsn^e. — Margrit Freyer : Mit G e b r u b e r Blaurot in bie großen Ferien! Frohe Erlebnisse in See, Sand unb Sonne. 174 Seiten. Illustriert von Lore Friedrich-Gronau. Halbleinen- : band 2,80 Mark. Verlag von Franz Borgmeyer, « Hildesheim. — (206) — Die Erlebnisse ber beiben - Jungen Kai und Peter werden bem jungen ßefer Vergnügen bereiten. Hm Strande sehen wir Kai ' und Peter in Gesellschaft oon, vielen andern Km- । dem, wie sie haben, Segelschiffe treiben lassen unb ! bie schönste Sanbburg bauen. Hufreqenb ist ihr - Kriegszug gegen bie Jugenb vom Nachbarbors; । noch ein dritter gehört zu ihrem Freundschafts- 1 bunb, Hans Thews. Der ist dort zu Haus unb kann > ihnen alles zeigen unb erklären: Seesterne und - Quallen, Muscheln und Krebse, Segelschiffe und > Paddelboote. So sind Kai und Peter froh, als auch 5 sie ihrem großen Freunde einmal einen Dienst er» - weisen können, ber die ganze Familie hoch erfreut. In der Tat hat ja Stefan George die „takte gezählt", aber nicht als „falbentrunkener , „sanft geschaukelter", mithin in sich selbst verliebter „prinz , sondern als streng formender Künstler, a l s e a) t e r Dichter, ber in lückenloser, ben tiefen Gesetzen ber Kunst gemäßer Gestaltung bem Namen seines Berufes Ehre macht. Huf Stefan Georges Wortwahl, auf feine Wiederfindung alter schöner uno voller Worte, auf seine Wort-Neubildungen wird vielleicht schon genügend hingewiesen. Hber vom Standpunkte der Poesie als einer Klangkunst muß noch besonders auf Stefan George als auf ben vorbilblichen deutschen Reim-Beherrscher hingewiesen werden. Der deutsche Reim ist — öas müssen wir bekennen — arg verschlampt. „Bedeutendste" Dichter reimen Freude auf Leide, steigen auf reichen, stille auf Fülle, Hohen auf sehen. Solche Fehler gegen ben Lebenswert bes eben nicht bloß geschriebenen unb gelesenen, sondern flingenben und gehörten Wortes finb bei Stefan George niemals zu finden: immer voll gewertete, klare, reine Reime! Ja, George geht in seiner — Dr. Johannes Neumann: Leben i ohne Hngst. Psychologische Seelenheilkunde 185 . Seiten.« Kart. 6,50 Mark, Ganzleinen 7,50 Mark. ' Hippokrates-Verlag Marquardt & Cie., Stuttgart, 1 Leipzig 1938. — (145) — Das Buch des Gießener 1 Psychotherapeuten, das bereits unter dem Titel „Leven zonder Hngst ..." mit großem Erfolge in Holland erschien, ist aus der Praxis hervorge- qangen, in Zusammenarbeit mit dem praktischen Arzt, dem Facharzt unb bem Kliniker, mit Lehrern, Eltern, Pfarrern und Juristen. Die Psychotherapie oder Seelenheilkunde hat die Psychologie, die Seelenkunde, zur Voraussetzung und ist wie diese Wissenschaft und Kunst zugleich: Wiffenschaft vorn Seelenleben und Kunst der Menschenbehandlung, Erkennung und Heilung, lieber die rein theoretische, die erforschende unb beschreibende Arbeit des Psychologen hinaus eignet der Tätigkeit des Psychotherapeuten, des Seelenarztes, ein schöpferisch ae- stattendes, pädagogisches Element, auf dein die eigentliche Betonung seines Wirkens liegt: „Seme Kunst gleicht ber Hebammenkunst des Sokrates: der Wahrheit zur Geburt zu verhelfen". Neumanns Buch kommt von ber sogenannten Ganzheitspsychologie her, es roenbet sich an ben Menschen, und zwar an ben ganzen Menschen in seiner natürlichen Einheit von Seele unb Leib; bas gibt ihm von vornherein ben richtigen Stanbort unb lieber- blick, um die Einseitigkeiten unb Übersteigerungen früherer psychologischer Systeme unb Lehrmeinungen zu vermeiden und positiv zu überwinden. Es will „mehr ein Lernbuch als ein Lehrbuch fein, und eben darin beruht, wie uns scheint, sein erzieherischer Wert: es bringt bie Voraussetzungen ber Psychologie, bas Theoretische in großen Zügen, greift aber über bas bloße Theoretische in ber An- roenbung auf bie Praxis, auf bas tägliche Leben also, hinaus. Eben in ber Anziehung zahlreicher Beispiele, charakteristischer Fälle aus ber Praxis des Psychotherapeuten, in deren Diagnose, Analyse, Lösung unb Heilung liegt bie Bebeutung bes Werkes, bas dem Leben bienen will unb, richtig verstauben unb angeroanbt, sehr segensvoll wirken kann. Für den Laien wird es überraschend und lehrreich sein, einen Blick in bie vielschichtigen unb komplizierten Bereiche ber Neurosen, ber Hemmungen, Störungen unb Konflikte im Seelenleben zu tun; auch zu erfahren, wie ber geschulte Psychotherapeut bie Angst in ihren mancherlei, oft verschleierten Erscheinungsformen erkennt unb entlarvt: es gibt ba bie verschiebensten unb merkwürdigsten Spielarten, aber in der richtigen Diagnose, in der Rückführung der Störung auf ihre oft versteckte Wurzel, liegt schon bie Möglichkeit ber Losung unb Heilung. Viele nervöse Defekte unb seelische Krankheitserscheinungen reichen ursächlich weit zurück bis in bie Kindheit bes Patienten, sind häufig in Jugendkonflikten unb Erziebungsschwierigketten begründet. Damit erkennt bas Werk nicht nur seine psychotherapeutische, sonbern auch eine prophylak- tische Aufgabe: „Wir wollen... nicht nur seelische Not unb Krankheit ber Erwachsenen heilen. Es kommt barauf an, ...bie heranwachsenbe Genera- Jn einem Gebicht des „Siebenten Ringes , anhebt „Ihr, meiner Zeit Genossen , wandte Stefan George an diejenigen, die meinten, ihn zu „kennen", die sich erlaubten, ihn 3" „bemessen unb ihn „lärmend", „plump und „roh schatten. I Die Spiegelrei«1 Kamera । bild für 1 dis 61.-' < Mk-1 h 0pbk reü*P,a 1 no 1 k befiele i sich SWferf* l|Cr weg, : anli9et e D°n ein CbctUn9- ld)Cn Schaden. Durbe **1 an. j m Älitz" lungeg 1 >* äS liche Blicke, andere wieder schauen gütig auf ben Besucher, ber burch bas Portal ben Dom betritt. Männer und Frauen tragen die einfachste Kleidung, die man seit den Griechen gesehen hat, keine überflüssige Verzierung, kaum ein Schmuckstück, überall eine attische Schlichtheit. Wir brauchen nicht daran zu erinnern, daß jede Restaurierung beim echten Künstler schmerzliche Gefühle auslöst. Unb ein zuverlässiges Urteil barüber, inwieweit die Wiederherstellung der Reimser Kathedrale ihrem unvergänglichen Wert gerecht geworden ist, steht noch aus. Darüber aber kann es nur eine Meinung geben, daß das tragische Geschick der Kathedrale im Weltkrieg die Verpflichtung ausgelost hat, aus ben Trümmern bes alten Gesteins bas Beste zu retten unb bort erneuernb einzugreifen, wo ------ kostbare Werte verloren waren. Denn um diese > bensroeg auck chr Leidensweg gewesen i|t. irher MMMeWMWe Vornan von Hans von Hülsen. Copyright by Prometheus-Verlag, Dr. Eichacker, München-Gröbenzell. 25. Fortsetzung. (Nachdruck verboten!) Mit ernster Miene wies Ottenrieth auf einen der Sessel, die um den runden Tisch in der Ecke standen. „Warum quälen Sie Renata?" Armbruster stammelte etwas — er war verwirrt, er hatte in Wahrheit, ganz im Gegensatz zu der eben geblasenen Fanfare, nicht damit gerechnet, seine Anklage Ottenrieth Auge in Auge Vorbringen zu müssen — das war ein verdammt feiner Schach- zug von der Reh daß sie ihn dazu zwang! Aber ur?hrend er in OUenrieths unbewegtes Gesicht blickte, das ihm — woran lag es nur? — ganz anders vorkam als in Wien (ernster, reifer?), hatte er einen Augenblick das unangenehme Gefühl, das alles, was er vorbringen könnte, sich auf irgend- eine Weise wie ein Dunst und Nebel auflöste. Dennoch gab er sich einen Ruck und begann zu sprechen.. Er wiederholte, was er Renata drunten gesagt. Er gab sich Mühe, seine Worte so sorgfältig zu wählen und zu wägen, daß sie nicht verletzen konnten. Er sprach nicht von „Diebstahl", sondern von „ganz unerklärlichen Übereinstimmungen" — und von Zeit zu Zeit schielte er zu Renata hin- über, ob sie wohl mit seiner Aufführung zufriedener wäre als vorhin. Aber sie saß stumm im Stuhl, die Knie ubereinandergeschlagen, mit verschlossenem Gesicht, und schaute zum Fenster hinaus, wie wenn die 'vache sie gar nichts anginge. M't der Geschicklichkeit eines Advokaten reihte Armbruster alle Tatsachen, die er wußte, ober zu wissen glaubte, oder aus anderen Tatsachen folgerte aneinander, bis sie sich zu einer Kette schlossen, die er ur unzerreißbar hielt. Und er erwähnte zum ^astutz noch die schwer ins Gewicht fallende Meinung der Autorität Hagepreesters und — mst merk- !Ä erhobener Stimme — die bevorstehende Veröffentlichung eines Aufsatzes über den so überaus merkwürdigen Fall aus der Feder des Professors. Ottenrieth im Sessel gegenüber, hatte ihn ruhig ausreden lasten, ohne ihn jemals mit einer Frage ofcr einem Einwand oder einem Protest zu unterbrechen Er hatte wahrend der ganzen Zeit seine Zigarette geraucht - ohne ihm eine anzubieten, obwohl die Dose offen auf dem Tisch stand. Seit Froher Ausklang des Gausängerfestes Sonderkonzerte am Gamstag Sch. HMLmWMeWM ** D ie nstj u b i l ä u m. Am 7. Juli waren es 25 Jahre, daß das Gefolgschaftsmitglied Frl. Anna Rinn als Köchin in der Landes-Heil- und Pflegeanstalt Gießen tätig war. Der Betriebsführer, Direktor Dr. Schneider, sprach der Jubilarin Dank und Anerkennung für ihre treue und tadellose Dienstzeit aus. Nicht lange mehr werden die Halme ihre schweren Häupter zu tragen haben. „Die erste Birn bringt Margaret, drauf überall die Ernt' angeht", sagt ein alter Bauernspruch. Es ist der 13. Juli, der uns diesen Zeitpunkt beschert, was also bedeutet, daß um Mitte Juli die Ernte im allgemeinen ihren riälrat Ringshausen, spendeten reichsten Beifall. Dr. Friedrich Noack. 2. Sonberfonjcrf in der Turnhalle. Es wurde zunächst bestritten von der Dhorgruppe Geiß (Darmstadt). Die Vereinigung „Frohsinn" Darntftabt und „Eintracht" Fränkisch-Crumbach bot eine gut aufgebaute Vortragsfolge. Die Chorgruppe verfügt über schöne ausgeglichene Stimmen, und die Leitung ließ nichts zu wünschen übrig. Im zweiten Teil kam Männerquartett 1883 Worms zum Wort. Chorleiter Gregor Lehr (Heß- loch^mit seinen Wormsern verstand es, das ©timm- gut feiner Sänger ins rechte Licht zu setzen. Das Sonderkonzert war, auch im Ganzen gesehen, sehr gut einheitlich abgetönt und bot ein durchaus gediegenes geschlossenes Ganzes. Es wird seinen Eindruck auf die Zuhörerschaft nicht verfehlt haben. Den Mitwirkenden wird sein gutes gelingen Freude bereitet haben und Ansporn fein zu neuen Taten. Wigand Gernhard. 4. Sonderkonzert im katholischen Vereinshaus. M.G.V. „Liederkrcmz", Mainz-Bischofsheim, Chorleiter: Christel Berg, Mainz. Der starke, mit klangvollem ©timmaterial begabte Chor hatte sich eine schwierige Aufgabe gestellt, indem er durchweg neuere Chormusik von vielfach großem Ausmaß brachte. Gute Chordisziplin. Der Verein war bei guter Stimme, wenngleich er die Farbtöne manchmal etwas zu dick aufzuttagen hatte. Aber der Beifall der leider nicht sehr zahlreichen Zuhörer war herzlich und reichlich. Fr. B e 11 z. 5. Sonberfonetf im Studentenhaus. Der Männerchor Germania Griesheim unter der Leitung seines Chorleiters Wilhelm Etzhold (Darmstadt) und unter Mitwirkung des Pianisten Karl Dietrich (Darmstadt) gab ein Sonderkonzert im Studentenhaus. Das vorgetragene Chorgut stellte an die Ausführenden hohe Anforderungen, und mit Freuden nahm man wahr, daß alles gut bewältigt wurde. Der Vortrag aller Lieder bewies, daß der „Sängerbund-Germania" Griesheim unter der Leitung seines geschätzten Chorleiters auf hoher musikalischer Stufe steht, und daß sich Sänger und Diri- dent mit großem Eifer für das deutsche Lied einsetzen. Schade, daß der Konzertraum schlecht besetzt war. Philipp Groß. Frankfurter Kollegen als Hersteller verantwortlich zeichnete. Die Darbietung bereitete den Besuchern, die mit größtem Interesse bei der Sache waren, viel Freude.- Es wurden in der Tat auch gute Leistungen dieses Fachs geboten, die alle Anerkennung verdienten. Den „Clou" bildete am Schluß eine gehörige „Knatterfront", aus der die „Kanonenschläge" und die „Blitze" so forsch und so unheimlich hervorkamen, daß manchem Weiblein und Männlein, die sich ganz vorne in der Nähe aus- gebaut hatten, doch etwas „eigen ums Herz" wurde, denn sie beeilten sich, vorsichtshalber sich etwas nach rückwärts zu konzenttieren. Ein gerade einsetzender Regen konnte den Genuß des Feuerwerks nicht stören. Den Beschluß des Abends bildete ein Tanzvergnügen in der Volkshalle. Anfang nimmt. Dann kommt die hohe Zeit des Bauern, die ihn in fast ununterbrochener Tätigkeit sieht, damit der Arbeitsertrag des ganzen Jahres geborgen wird. Mit dem Klingen der Sensen geht barm auch allmcchlich der Sommer zur Rüste, der uns jetzt noch für eine kurze Zeit den Blick über die gesegneten Fluren vergönnt. Sch. Domotiren. Tageskalender für Dienstag. Gloria-Palast (Seltersweg): Zwischen Haß und Liebe". NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude". „Großer Preis von Deutschland" am 24. 7. 1938. Zu dem borstehenden Rennen auf dem Nürburgring führen wir eine Omnibusfahrt durch. Der Fahrpreis einschließlich Eintritt zum Rennen beträgt 8 RM. 4624V Abfahrt: 3.30 Uhr in Gießen am Haus der Deutschen Arbeitsfront. Anmeldungen nimmt *bie Kartenverkaufsstelle Gießen, Seltersweg 60, entgegen. Hitler-Jugend Dann 116 ^-Stelle. , Be tr.i Dereinsjugendwarte. Die den Vereinen des DRL. im Bann 116 in der vergangenen Woche zugegangene „Erklärung" ist nicht — wie vielleicht angenommen werden kann 7~ vom Vereinsführer, sondern vom Vereins- jugendwart abzugeben. Es wird um möglichst baldige Rückgabe gebeten. 6. Sonderkonzert in der Turnhalle der Oberrealfchule. Es ist erfreulich, mit welcher Liebe jetzt Schubert gepflegt wird. Die Chorgruppe Binger fang ausschließlich Werke dieses größten Männerchorkomponisten. Aber Schubert ist nicht leicht zu fingen. Seine Harmonik ist auch für unsere Zeit noch sehr kühn. Da heißt's vorsichtig sein, besonders wenn es sich um begleitete Stücke handelt. Die Chorgruppe Binger verfügt über gute Stimmen, das Piano ist fast immer locker und schwebend, doch das Forte wird zeitweise noch übersteigert. Insgesamt wurde mit viel Liebe und Hingabe musiziert. Der ungenannte Tenorsolist hielt sich, von einigen Ungenauigkeiten in der Intonation abgesehen, recht tapfer. Recht zu- uerlässig war die Begleiterin am Klavier. Herr Binger leitete sicher und temperamentvoll, manchmal etwas zu sehr. Heinrich Blaß. 7. Sonderkonzert im Cafe Leib. 2m 7. Sonderkonzert im Casö Leib hörte man im ersten Teil den Gesangverein „Liederkranz" aus Nieder-Saulheim. Unter Chorleiter R. Simons (Mainz) konnte die mit klangvollen Stimmen aus- gestattete Sängerschar in Chören von Konradin Kreutzer, Robert Schumann, Kurt Lißmann, Willi ©endt und des Reger-Schülers Hermann Unger ihr gediegenes Können unter Beweis stellen, das hinsichtlich Tonbildung, guter Aussprache und rhythmischer Genauigkeit bei sorgfältiger dynamischer Abstufung auf beachtlicher Stufe steht. Den zweiten Teil dieser Veranstaltung bestritt der Mannergesangverein „Heiterkeit" aus Mainz- Gonsenheim, der unter Chorleiter Heinrich Hühner (Neu-Isenburg) Werke von Hugo Kaun, > Willi Sendt (zwei Gießener Erstaufführungen), Heinrich Zöllner und zwei Bearbeitungen von Bruno Stürmer mit gutem Verständnis und schöner klanglicher Entfaltung vortrug. Erwin Völsing. 9. Sonderkonzert im Glorla-Palast. Die Chorgruppe Bauer brachte ein wesentlich auf das Volkslied ab gestimmtes Programm zum Vortrag. Der Chor fang in wohldisziplinierter Form u.a. schwierige ^Bearbeitungen von Bruno Stürmer und von Adolf Clemens. Besonderen Erfolg hatte der Verein mit den Chören, in denen ein obligater Frauenchor dem Männerchor zur Seite trat. Mit besonders feiner Wirkung wurde ein humorvolles Volkslied aus Baden „Beim Kronewirt", bearbeitet von Fritz Binder, zu Gehör gebracht. Als sehr wirkungsvoll erwies sich auch die Bearbeitung von „Muß i denn zum Stäotle hinaus". Dr. Heinrich Roese. 10. Sonderkonzert in der Turnhalle 1846. Der Kinderchor des „Liederkranz" Klein-Stein- heim, zum Teil zusammen mit Frauenchor und Männerstimmen, bot eine Lieder-Reihe. Franz Schmitt (Langen) hatte seine großen und kleinen Nachtigallen, teilweise mit unsichtbarer weiblicher Assistenz, vorzüglich „an der Strippe". Bald schlicht, - bald innig, bald übermütig, sehr abwechslungsreich, nicht immer leise in der Satzweise, konnten diese von Otto Jochum sehr glücklich eingefangenen Kleinigkeiten pon Herz zu Herz gehen, so daß das „Schwabenliesl" nur der Schlußpunkt war und das Signal zur freudigen Ausnahme durch die Hörer, i die eine Wiederholung erzwangen. Nach der Pause war es keine leichte Aufgabe für den Quartettverein 1929 Ober-Roden, sich gleich von Anfang an die Zuneigung der Hörer zu sichern. Georg Lehr (Ober-Roden) gelang es trotzdem, nicht nur seine Sänger, sondern auch seine Zuhörer in den Bann der Werke von Curt Lißmann, Camillo Hildebrand, Georg Nellius, Hans Heinrichs, Rudolf Buck und in Bearbeitungen von Bruno Stürmer, Dantonello und Hans Lang zu zwingen. Besonders der Rhythmus der Wander- und Soldatenlieder riß mit und machte die Herzen warm. Die Stimm-„Gewalt" des Chores und die Leitung taten das Ihre. Wigand Gernhard. 11. Sonderkonzert im Klubsaal. Einen der Höhepunkte des Festes bedeutete das Sonderkonzert mit den Darbietungen der Madrigalvereinigung Darmstadt. Das Madrigal ist eine alte Kunstform des Chorliedes, die ihren Höhepunkt im 16. Jahrhundert erlebte. Sie liebt den mehrstimmigen, meist fünfstimmigen, kunstvoll, zuweilen auch künstlich gearbeiteten Satz und läßt so eine Verwandtschaft mit dem Madrigal der reinen Poesie erkennen, das, als eine besondere Art oder auch als eine Nebenform des Sonetts, sich in kunstvoll verschlungenen Reimen und Satzbildungen gefiel. Diesen Gebilden entspricht im Chorlied die Stimm- führung, die immer wieder das Entzücken der Sangeskundigen ist, wenn sie so klar und sauber durchgearbeitet zum Vortrag kommt, wie das bei der Darmstädter Madrigalvereinigung der Fall war. Es ist beinahe selbstverständlich, daß die Madrigalvereinigung bei diesem Feste fafc nur alte Werke sang, so das um 1530 entftanbene Volkslied „Ich sage ade", ferner Werke von Ludwig Senfl, Hans Leo Hasler, Johann Hermann Schein, Luca Marenzio, der als der größte Madrigalkomponist gilt (alle aus dem 16. Jahrhundert), und anderen. 12/Sonderkonzert im kakh. Vereinshaus. 1. Deutscher Männergesangverein Trebur. Chorleiter: Martin Carl. Der Verein wartete mir einer Vortragsfolge auf, die auf den feinen, musikalischen Geschmack des Chorleiters schließen läßt. Es waren sieben wertvolle, zum großen Teil polyphon bearbeitete Chöre unsrer zeitgenössischen Literatur. Was das Singen des Vereins besonders auszeichnet, ist die weiche Tongebung selbst im forte, wohltuender stimmlicher Ausgleich und klare Aussprache. Auch mit der geiftigen Auffassung konnte man durchweg einverstanden sein. 2. Sängergemeinschaft Germania, Dorheim, Chorleiter: W. Hachenberger. Dieses Konzert war ganz dem Volkslied gewidmet. Eine Reihe köstlicher Perlen unseres Volksliederschatzes in zumeist vorzüglicher Bearbeitung wurde mit sehr schöner' Tongebung und verständiger Auffassung, mit großer Gefühlswärme und in flüssiger Darstellung zu Gehör gebracht. Besonders lobenswert war das richtige „Helldunkel" des Chorklanges und die im allgemeinen klare Intonation. Erfreulich war auch die seelische Anteilnahme der Sänger während des - Singens. Die Bearbeiter der Volkslieder roaren: Thuille, Clemens, Andrch Wiegert, Hachenberger, Roscher, Rein und Nennfttel. M. Döbert. 13. Sonderkonzert im Studentenhaus. Am gestrigen Montag nahm das 3. Hessische Gausängerfest in Gießen seinen frohgestimmten Aus- klang. Während des Nachmittags herrschte auf dem Festplatz bereits reger Betrieb, zu dem natürlich die Kinder in Begleitung ihrer Mütter oder „Tanten" das Hauptkontingent stellten. Der Abend mar frohem Volksfesttreiben gewidmet. Jung und alt trafen sich hier noch einmal in bester Stimmung, so daß auf dem Rummelplatz verhältnismäßg flotter Betrieb herrschte. Wenn auch nicht alle Schaugeschäfte noch in so starker Weise zum geschäftlichen Zug kamen, wie am vorhergehenden Sonntag, so war doch der Geschäftsgang immer noch annehmbar. Den Höhepunkt des Abendvergnügens bildete das große Feuerwerk, für das als Pyrotechniker Herr Bourgois in Gießen in Gemeinschaft mit einem Aus der Stadt Gießen. Gesegnete Fluren. Nun leuchtet die Julisonne über den gesegneten Fluren. Wohin das Auge vor den Toren der Stadt auch schweifen mag: überall sieht es reifende Felder und lachende Auen, die die prächtige Fülle dieser Mittsommerzeit verkürzen. Noch steigt der Heugeruch von den Wiesen hoch. In seiner Würzigkeit erfüllt er die Landschaft, daß es riecht wie lauter Sonnenkraft, die sich in den Gräsern verströmte. Aus den Kornfeldern neigen sich die Aehren dem Winde entgegen. Rhythmus des Wellenschlages geht über sie hin, gleichmäßig wie das Kommen und Gehen der Fluten. Halm steht bei Halm, und wenn man längere Zeit hinschaut, vermeint man in einen Wald zu sehen, der tief und unergründlich ist. Mtt dieser vermeint- kichen Unergründlichkeit hängt es wohl zusammen, daß es eine ganze Anzahl von Korndämonen geben soll, die nach alten mystischen Vorstellungen im reisenden Getreide sitzen und auf die Kinder lauern, die aller Verbote ungeachtet in das hohe Aehrenseid hineinlaufen. Da gibt es das Kornweib und den Roggenhund, den Kornbock und den Werwolf. Aber neben den feindlichen Korngeistern existieren auch solche, die durchaus freundlich sind und die die Fruchtbarkeit und Erntehoffnung verkörpern. Zu ihnen gehören die Kornmutter und die Roggenmuhme, die das Feld schützend umgehen und die vielfach im letzten Garbenbündel versinnbildlicht werden. heim. \ Die Wahl wertvoller zeitgenössischer Wercke, die ausgezeichnete chortechnische Leistung, die vorzüglich ausgeführte Orchesterbegleitung und vor allem die überlegene künstlerische Gestaltung durch Heinrich Schacker machten dies Konzert zu einem der stärksten Eindrücke des Festes. Die ziemlich zahlreichen Hörer, unter ihnen der Gauführer Ministe- lieber die Sonderkonzerte am Samstagnachmittag fügen mir unseren gestrigen Berichten noch die nachstehenden Bettachtungen an. 1. Sonderkonzert im Stadttheater. Unter der Leitung von Heinrich Schocker (Wiesbaden) fangen „CäcMa" Finthen, „Einigkeit" Gonsenheim, „Frauenlob" Mainz, ,Liederkranz" Mainz-Mombach und „Einigkeit" Nieder-Saulheim, ein stattlicher Üchor von über 150 Sängern mit Begleitung des Staatlichen Kurorchesters Bad-Nau- Das Sonderkonzert 13, das von zwei Gruppen bestritten werden sollte, konnte nur zur Hälfte durchgeführt werden, da der „Schottener Männerchor" nicht erschienen war. Mit um so größerem Eifer erledigte dafür die Chorgruppe Knoche ihre Aufgabe und gab eine schöne Stunde Charge sang. Die Vereine „Frohsinn" Hochelheim und Männer- Gesangverein Klein-Rechtenbach hatten sich zu einer etwa 70 Mann starken Chorgruppe vereinigt, die unter der Leitung ihres Chormeisters Friedrich Knoche einen bunten Strauß schöner, alter und neuer Volkslieder zum Vortrag brachten. Knoche hat die beiden Vereine zu einem einheitlichen Klangkörper zusammengeschweißt, der die meist kur- ien drei- und vierstimmigen Liedsätze fein und ge- chlossen zu bringen wußte. Jeder Stimmung ver- 'land der Leiter gerecht zu werden, wie man auch den Sängern anmerkte, daß sie mit ganzer Seele und tiefer Inbrunst dabei waren. Das verbürgte auch schon der Umstand, daß fast das ganze Programm auswendig gesungen wurde. Dankbar muß anerkannt werden, daß die Sänger den Ausfall der ersten Hälfte der Vortragsfolge durch einige Zugaben wieder auszugleichen verstanden. Die Renata gesagt, daß er sie „quäle", fand er das Mondgesicht keiner Aufmerksamkeit mehr würdig. Am Ende sagte er einfach: z,3a, Herr Armbruster, dos ist in der Tat, wie Sie selber sagen, ein äußerst merkwürdiger Fall. Alles Interessante, was Sie mir mitteilen, hat mich vollkommen überrascht. Ich stehe vor einem Rätsel und ich fürchte, ich kann nichts dazu tun, es. zu lösen. Ich kann Ihnen nur versichern, was Ihnen Ihr Professor ja schon gesagt hat, daß ich weder Herrn Hagepreester kenne noch die Handschrift, die er in seinem Schrank aufbewahrt. Und daß ich, auch um ganz genau zu sein, niemals eine Abschrift dieser Komposition gesehen und von ihrer Existenz niemals die mindeste Ahnung gehabt habe. Ich kann Ihnen das mit meinem Ehrenwort versichern und, wenn Sie Wert darauf legen, mit einem Eid. Alles andere ist mir genau so rätselhaft wie Ihnen." „Dann wird sich also die Fachwelt geradezu einem Sphmx gegenüber befinden!" rief Armbruster, durch soviel Ruhe gereizt. Ottenrieth lächelte, zum ersten Male während dieser ganzen Unterredung lächelte er, und sein fächeln flog zu Renata hinüber, die es in ihren Augen auffing. „Einem Sphinx, Herr Armbruster, den ich genau fo gern wie Sie zum Sprechen brächte. Denn Sie können sich denken wie sehr ich es in meinem antereffe bebaure, Ihnen sagen zu müssen, daß ich vor einem Rätsel stehe, wie sehr mir an der Aufklärung dieses Rätsels gelegen ist. Mir nicht we- mger als Ihnen, bestimmt nicht. Und zwar nicht weil ich diese Aufklärung fürchte, sondern weil ich im ®*genteil erhoffe, schon damit Sie von Ihrem Wahn geheilt werden und vielleicht ren Segen mich der durch alle Ihre wohl- gesetzten Worte klang. Bitte, ich räume jedermann bas Neckst em, mich zu hassen. Es war mir nun einmal beschieden — und Sie wollten mir ja so- aar iJaju beijitfhd) Jein! - Erfolg 3U haben, und ber Erfolgreiche wird immer gehaßt. Liebe und Haß sind immer Avers und Revers des Ruhmes Den Zustimmungen und dem öffentlichen Zu- den vielen Briefen da auf dem Schreibtisch enthalten sind, muß ja notwendig ein Gegengewicht die Waage halten. Ich fürchte nur. die Abneigung, die ©ie mir widmen, fließt aus ti^/n "n QueUen' aU5 persönlichen und geschast- f,^',^l^igen Sie, Herr Ottenrieth." Armbruster ln lemem Sessel vor. „Da Sie vom Ge- schaftlichen sprechen, mochte ich zu meiner Lerteidi- gung lagen, baß Sie mii in Sachen Ihres Werkes „Gewiß, habe ich das. Ich habe sie ja selber in ber Hand gehabt." „Unb Sie sagen, er ist tot? Er ist tin Krieg gefallen?" „Professor Hagepxeester sagt es so." „Unb wie war der Name? Der Name des Komponisten?" Armbruster machte em dummes Gesicht. „Der Name, den habe ich vergessen!" „Aber der Name, der Name ist das allerwichtigste in der Caches rief Ottenrieth. „Den Namen müssen wir unbedingt wissen. Wenn wir den haben, sind wir einen großen Schritt weiter) vielleicht sogar am Ziel!" ' 1 „Ja, aber warum denn? Ich verstehe nicht — ich Fann mich wirklich nicht erinnern. Es war irgendein ganz nichtssagender Name, dem ich keine Beachtung geschenkt habe." J a „pd) will Ihnen etwas sagen, Herr Armbruster, vertagen wir die Sache um ein paar Stunden. Sie gehen jetzt gleich auf das Postamt, hier um die Ecke, ?ar "/cht unö 6Eb"en ein Telegramm mit Rückantwort auf, an Professor Hagepreester, uni bitten ihn um den Namen. Und dann kommen Sie wieder, und mir wollen sehen, ob es uns zu etwas Armbruster nickt, er war einverstanden. Flüchtig Werte zwar durch sein Gehirn der Gedanke, daß Ottenrieth vielleicht irgendein Manöver machten könnte, um das Wasser zu trüben. Aber andererseits war es ja wirklich wichtig, den Namen zu wissen. * Da niemand ihm die Hand reichte, ging er mit einer stummen Verbeugung aus dem Zimmer Ottenrieth blieb mit Renata zurück. Er hielt mit einem Lächeln, aus dessen Grund der Ernst schimmerte, den Blick ihrer Augen aus, die fragend an ihm hingen. 1 Liebling", sagte er und nahm ihren Kopf zwischen die Hande. 1 * Renata stieg zu Ottenrieth, wie gewöhnlich, Arm- bruster nahm aus dem hinteren Sitz Platz. Sie fuh- %,b€n. Nachmittag hinaus. Wohin, das wußte nur Ottenrieth am Steuer allein. Der Wagen um- rundete rasch die Bucht, ber Ort und bas rote Haus ^wanden hinter ber Felsennase, die ein Tunnel rSv)i?€m Mittagessen, während sich Renata 9rrmhrnr+ zum Schlaf hingelegt hatten, war Armbruster wieder m der „Casa Rossa" erschienen, hastig die Treppe emporspringend, und hatte ein Telegramm gezeigt, das der Postbote soeben ge- bra^L (Fortschmig folgte9 wirklich Ihr Wort gegeben hatten, meiner Firma ein Vorkaufsrecht zu lassen. Dies Wort haben Sie nicht gehalten." „Ich habe dieses Wort im Saufe ber Verhandlungen zurückgenommen, Herr Armbruster. Und ich will Ihnen nun auch sagen, warum ich es zurück- genommen habe. Es geschah, weil ich das mensch- liche Gluck, das ich gleichzeitig mit meiner Arbeit für mich reifen fühlte, vor Ihnen schützen wolltd. Vor Ihrer Eifersucht, vor Ihrer Unbeherrschcheit, vor Ihren Verleumdungen. Wie recht ich tat, das zeigt sich ja nun, indem Sie hier auftauchen und Renata quälen und so ihr Glück ttüben. Nur darum wollte Ich mit Ihnen nichts zu tun haben. Ich hätte sonst ebenso gern mit deL Firma Armbruster ab- gefchlossen Und ich glaube" fügte er lächelnd hinzu, "Frau Armbruster wird Ihnen nicht besonders dankbar sein, daß Sie diesen Abschluß verhindert haben, indem Sie die Entwicklung der Dinge zwischen Renata und mir nicht achteten. „Welches Recht hattest du denn eigentlich auf sisich? wandte Renata jäh den Kopf herum und sah Armbruster an, und in ihren Augen stand die Helle Empörung. „Welches Recht hattest du? Welche Bmdung bestand zwischen dir und mir? Sage mir das! Ich habe dich als Kameraden genommen, auf bem Konservatorium, ich war gern mit dir zusam- men, das leugne ich gar nicht — aber was hattest du in die Waagschale zu werfen, als es sich um mehr als das alles handelte?" Armbruster antwortete nicht sogleich Er saß zusammengesunken in seinem Stuhl, die Finger waren chm kalt vor Erregung, er fand es taktlos von Reh daß sie ihm das hier vor dem anderen sagte „Frauen die von einem Mann zum anderen hinuberwechseln, wird es nie an Entschuldigungen fehlen , sagte er spöttisch, ohne sie anzublicken 9 Darauf antwortete sie nichts. Aber sie starrte tief erschrocken auf Ottenrieth, denn der war aufgesvrun- gen und hatte die Hände .vor die Stirn gepreßt und lies wie ein Besessener im Zimmer auf und ab bu"benn?"aft beiln? Um Gottes willen, was hast ''^n Gedanke kommt mir!" rief er. „Ein Gedanke, gan3 plötzlich kommt mir em Gedanke, der vielleicht alles erklärt, der Ihnen weiter hilft unb mir " aufX“sÄen 9Ctre,en Uni di-Hand „Was denn?" „Sagen Sie, Herr Armbruster", sagte Ottenrieth fUAriHhC»r 6>°r stehen' „Sie haben die Hanb- schrift der Komposition gesehen. Ja? Die bei Hage- Zoten?" m Sd)rant Iie9t? Handschrift oon bem habe sie ja selber in el ^örer 'S «3 J'Ä ’ i >°iii^. .Hubs««,,. ?**••?*« 8?nA"s lebt den im (ton ," Wm" M n^auch der r'°„e,ne Se“ ■an ob?ren0„N« i) in tunfJ3^ alg bun9enS°? °rlieb Ä^ie, Xls -SZ.Ä Ä,afiw6tte Schein ' • vereiaghaas ^ew lreb it £?“**'® m frfS-T’ ”* I nLW‘lBen liibl. .9*?■ len pol». in=Tri|$öiail«' eins besonders ans. rf? f°rte, ^.und klare Lus! Auffassung fonnti una, Dorheim, '^Dieses Konzert e - Eme Meitze kost. rschatzes in zumeist e nnt sehr schöner Fassung, mit gro. W Darstellung zu 'bensmert war das klanges und die im Erfreulich war auch sänget während des Volkslieder warenr egert, Hachenberger, M.Döbert. ? tudenlenhaus. von Mi Truppen nie nur zur hälft? .Schottener Männer- tit um so größerem nippe Knoche ihre Stunbe Chorgesang. Nm unb Männer- Ratten fty ju cim. ippe Bereinigt, b(e meisters Fredrich schöner, alter und i brachten. Knoche einem einheitlichen der die meist kur« edsätze sein und ge- der Stimmung ver> rden, wie man auch >e mit ganzer Seele •en. Das verbürgte fast das ganze Pro- >urde. Dankbar muß Zanger den Ausfall sfolge durch einige -n verstanden. Die Er ist im Krieg ge* es so." Der Name des Kom» mer Gesicht. ■-SSÄ rfÄ» ^chkeine 2^8 ^rr LrmbruM n. ^Sümden. 6ie l um die W. Telegramm mit i em 2-eiru r 6i« • durch 'ttn. Ma- > S'L. - r.W. «M« * ’S* L-n!t ft -ie-KE Ä*» >1° ? uni < Radsahrerweg Gießen—Steinbach in Vorbereitung Katzenelnbogen, 10. Juli. Aus der engeren Heimat Oberst a. O Naumann 89 Jahre att. * Wieseck, 11. Juli. Einen schweren Unfall er- Auf der Hessen-Tlafsau-Fahrt. Unseren Hitlerjungen aus dem Aann 116 geht es gut. 5 Uhr: Frühmusik. 5.45: Ruf ins Land. 6: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Bäderkonzert. 9.30: Gaunachrichten. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 11.45: Volk und Wirtschaft. Der Ur* laubsanspruch der Jugendlichen. 12: Aus den Frank- chen Eisenwerken, Dillenburg: Werkskonzert. 13* Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 1410: Komponisten der Gegenwart unterhalten ! uns (VIII). Heute: Ralph Maria Siegel. 15: Bilderbuch der Woche. 15.15: Aus einem rassebiologischeni Institut: Zwillingsforschung — Eheberatung. 165 Nachmittagskonzert. Das Mikrophon unterwegs. 185 Zeitgeschehen. 18.30: Der fröhliche Lautsprecher. 18 45: Fliegendes Deutschland. 19: Nachrichten. 19.10: Klang der Landschaft: „Es steht ein Baum im Odenwald", Hörbilder. 20: Bunter Tanzabend. 21: Stunde der jungen Nation: Durch Deutschland I kreuz und quer, dem Rundfunk fällt nichts schwer, h rranoes, ryren »eigen unu uucu ’ Mit der Bevölkerung im nassauischen Land in zu führen. Während wir uns m ist^em Bann auf allen Städten und Dörfern sind wir bisher sehr Wanderung befinden ist em großer Teil von ihnen gut ausgekommen. Bestes Einvernehmen mit den sauf Fahrt tn den Odenwald. (131,80). Im Freiverkehr blieben die Umsätze genug. Dinglerwerke stellten sich etwas höher mit 93,50 bis 94 (92,50), anderseits Ufa 75,50 (76,50) und Klatz & Klumpp 102,75 103). Tagesgeld unv. 2,50 v. H. Abendbörse weiter schwach. An der Abendbörse lag erneut Angebot vor, dem wiederum kaum Aufnahmebereitschaft gegenüber- stand. Auch die Banken zeigten Zurückhaltung. An den meisten Gebieten des Aktienmarktes stellten sich I daher neue Rückgänge von 0,50 bis 1 v. H. ein. Teilweise wurden die tiefen Berliner Schlußkurse noch unterschritten. Am Montanmarkt fielen Mannesmann auf 109,25 (110,50), Verein. Stahl auf 104,13 (104,65), Rheinstahl auf 140 Brief (140,50) und Hoesch auf 110,25 (110,50). JG.-Farben senkten sich auf 154,13 (154,65), ferner gaben Daimler auf 133,75 (134,50), Eßlinger Maschinen auf 106 (107), Schuckert auf 169,50 (170,50), Gesfürel auf 135 (135,50), Westdeutsche Kaufhof auf 96,25 (96,75), Zellstoff Aschaffenburg auf 123 (124), Bekula auf 158 (158,50) und Rheinmetall auf 103,25 (130,75) nach. Etwas höher gefragt wurden Licht und Kraft mit 140,75 (140,50), Feinmech. Jetter mit 93 (92,50) und Deutsche Linoleum mit 158,50 (158,25). Bankaktien blieben unverändert. Der Rentenmarkt war sehr ruhig. 5,50 v. H. Meininger Liquid. 101,25 (101,30), 5,50 v. H. Younganleihe unv. 100,75. Korn- I munal-Umschuldung nannte man mit 95,80. Frankfurter Getreidebörse. 25, iiuniuiui uv u 13 • V, «>;<,„ bis 15, % kg 15 bis 18, Rhabarber 10 bis 15 Pilze 45 bis 50, Kartoffeln, alte 5, 5 kg 44 50_k? 3 '^ bis 3,90 Mark, neue, kg, 8A bis 9 Pf., 5 kg 85 bis 90, Pfirsiche, kg, 50 bis 60, Himbeeren o0, Sauerkirschen 50, Stachelbeeren 25 bis ^-Johannisbeeren 35 bis 45, Erdbeeren 45 bis 65, Blumenkohl, das Stück, 10 bis 50, Salat 5 bis 10, Sala - gurken 30 bis 45, Einmachgurken 5 bis 8, Oberkoyl- rabi 5 bis 8, Suppengrün 5, Rettich 5 bis 15, Radieschen, das Bündel, 3 bis 10 Pf, Rundfunkprogramm Mittwoch, 13. Juli. Das 16. Sonderkonzert im Cafe Leib wurde in ~ ' den Männergesangvereinen f „Eintracht" Groß - Bie - Z NSV. hilft der unwetlergeschädigten Bevölkerung des Kreises Büdingen-Schotten. NSG. Im Kreis Büdingen-Schotten, der am 8. Juli von einem schweren Unwetter helmgesucht wurde, hat auf Veranlassung des Kreisleiters die NS.-Volkswohlfahrt sofort die nötigen Hllssmatz- nahrnen eingeleitet. Die Bevölkerung der am schwersten betroffenen Gemeinden wurde zunächst von der NSV. mit Lebensrnitteln versorgt, da der Anbau in den Gärten zum Teil vernichtet ist. Die Gemeinde Breungeshain, in der der Hagelschlag i besonders schwere Schäden verursacht hat, erhielt auch das Stroh, das auf der Rennstrecke „Rund | um Schotten" Verwendung fand. Bei Staufenberg einen Keiler erlegt! ± Staufenberg, 11. Juli. In der jüngsten Zeit haben sich in unserer Gemarkung Wildschweine unangenehm bemerkbar gemacht Sie richteten verschiedentlich in den Fluren erheblichen 17. Sonderkouzerl im Sladtthealer. Wohl mit einen der größten Eindrücke vermittelte das 17. Sonderkonzert im Stadttheater, in welchem Chorleiter Heinrich Schocker, Wiesbaden, zwei in ihrer Stimmenzahl gänzlich entgegengesetzte Vereine mit Triumph zum Siege führte. Der Männergesangverein „Mainzer Frouenlob" brachte eine Folge der schönsten Männerchöre von Schubert 3U1 Gehör. Die ewige Gültigkeit der Schubertschen Lied- kompositionen, des Inbegriffes des deutschen Liedes überhaupt, wurde in dieser bis in die kleinsten Nuancen ausgefeilten Wiedergabe deutlich erwiesen. Mit dem stimmgewaltigen Männergesangverein „Einigkeit", Gonsenheim, der über prachtvolle hohe Tenöre und sehr schöne, ausgeglichene wie Gecken klingende zweite Bässe verfügt, führte Herr S ch a k- ke r eine sehr anspruchsvolle Vortragsfolge vor. Die satztechnischen Schwierigkeiten der Chöre A. v. Othe- graven scheinen diesen außerordentlich disziplinier- ten Sängern keinerlei Hindernisse zu bereiten. Dr. Heinrich R o e s e. Schaden an. Der hiesige Jagdaufseher Wilhelm Geißler hatte sich deshalb mehrere Nach.e hintereinander auf die Pirsch begeben, um den Schwarzkitteln aufzulauern. Am Sonntagmorgen gelang es ihm, einen Keiler zu erlegen der aus- geweidet das stattliche Gewicht von etwa 120 Pfund .hatte. Unser Bild zeigt den Jäger und seine Beute. L- (Aufnahme: Becker, Staufenberg.) bestand auf den Kopf der Bevölkerung errechnet sich auf 236 (221) Mk. Die Anzahl der Sparbücher wuchs erneut auf 651 209 (629 386), die der Depositen-, Giro- und Kontokorrentkonten auf 44 364 (43 032). Die Kontokorrentkredite einschließlich > Schuldscheindarlehen betrugen 38,77 (49,70) Mill. Mark, die Realkredite 163,61 (161,97) Mill. Mk. Die Kreditbewilligungen der hessischen Sparkassen betrugen 17,799 (14,52) Mill. Mk. im Jahre 1937 bei 9617 (8980) Einzelkrediten. Ausgezahlt waren I davon 5852 Kredite im Betrage von 11,19 Mill. Mark bis zum Jahresende. Eine besondere Pflege galt dem Wohnungsbau und dem Siedlungswesem Ortsgruppenleitern und Bürgermeistern ermöglichtes es, daß alle Junggenossen gute Quartiere fanden. Die Unterbringung geschieht auf die Weise, daß die Hitlerjungen, nachdem sie bei den Ortseinwohnern zu Abend gegessen haben, in Massenquartieren zur Uebernachtung zusammengefaßt werden. Am andern Morgen werden nach dem Kaffeetrinken bei den Quartierleuten die „Affen" ausgenommen und dem gewonnenen Raum wird der Radfahrerweg angelegt. Die Fahrbahn für die Radfahrer wird 2 Meter breit und ganz in Beton ausgeführt. Dieser Rad- fahrerweg wird nicht unmittelbar neben der Fahrbahn verlaufen, vielmehr bleibt der Straßengraben erhalten, und zwischen dem Graben und dem Radfahrerweg wird noch ein einen Meter drei- ter Rasen st reifen geschaffen. Auch auf der rechten Seite des Radfahrerweges (von Gießen aus gesehen) wird ein solcher Rasenstreifen angelegt, so daß also die Radfahrer nicht unmittelbar neben den Bäumen des Waldes zu fahren brauchen. Die Betondecke für die Fahrbahn der Radfahrer wird eine Stärke von 10 Zentimeter erhalten. An Auf- und Abfahrten wird die Fahrbahndecke auf 20 Zentimeter verstärkt. Der Radfahrerweg verläuft von Kilometer 1,131 (unmittelbar vor der Landes-Heil- und Pflegeanftalt beginnend) bis Kilometer 6,181 und mündet damit in der Kurve vor dem Steinbruch, kurz vor dem Dorfe Steinbach, wieder auf die Hauptstraße em. Frankfurt a. M., 11. Juli. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W 13 210, W 16 213, W 19 217, W 20 219; Roggen R 12 180, R 15 183, R 18 187, R19 189, Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste —, Futterhafer —. Weizenmehl Type 812 W 13 29,10, W 16 29,20, W19 29,20, W 20 29,55; Roggenmehl Type 997 R12 22,45, R 15 22,80, R 16 22,95, R 18 23,30, R 19 23,50, do. Bafistype 1150 0,50 Mark niedriger (alle Mehlpreise plus 0,50 Mark Frachtausgleich). ! Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W13 10,75, >W16 10,90, W18 11,00, W 19 11,10, W 20 11,20; Roggenkleie R 12 9,95, R15 10,15, R16 10,25, R 18 10,40, R 19 10,50, Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Sojaschrot —, Palmkuchen —, Erdnußkuchen —, Treber —, Trockenschnitzel —, Heu —, Weizen- und Roggenstroh —. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 12. Juli. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 661 Kälber, 82 Härnrnel, 39 Schafe, 2200 Schweine. Es kosteten: Kälber 35 bis 65 Mark, Härnrnel 34 bis 50, Schafe 25 bis 42, Schweine 50 bis 57 Mark. — Marktverkauf: Kälber und Schweine zugeteilt, Häm* rnel und Schafe mittel. seinem ersten Teil von i Groß-Umstadt und „Eintracht' „ betau ausgeführt. Unter ihrem Chorleiter Georg Kehr mann (Groß-Umstadt) fangen die beiden Chöre Kompositionen von Scheffler, Lißmann, Hans; Heinrichs, Ernst Wendel, M. Neumayn, G. Wohl- gemuth und Bearbeitungen von Ferd. Noack und Adolf Clemens. Auch diese Chorgruppe verdient für ihr diszipliniertes Singen bei guter Tongebung und klarer Aussprache Lob und Anerkennung. Mit der Vortragsfolge des zweiten Teils, biß neben einer Komposition von Lißmann Werke der großen Oesterreicher Franz Schubert und Anton Bruckner enthielt, fand die „Chorgruppe Langen (unter Leitung von Heinrich Langen, Mainz) für ihr klares, ijn Gesamtklang wohlabgerundetes Singen verdienten Beifall. Erwin V ö 1 s i n g. Am morgigen Mittwoch, 13. Juli, kann Oberst a. D. I Naumann, Kejllerstraße 7 wohnhaft, m guter Rüstigkeit seinen 89. Geburtstag begehen. Oberst a. D. Naumann ist aus dem früheren Hessischen Artillerie. . korps hervorgegangen, in das er am 13. April 1867 I eingetreten war. Später wurde er zu dem damaligen I 2. Hessischen Infanterie-Regiment den nachmaligen llßern, versetzt, mit denen er den Krieg von 870/71 1 mitmachte. In der Schlacht bei Gravelotte-St. Privat I wurde er als Fähnrich bei der Erstürmung der Ferme Champenois schwer verwundet; diese Karnps- hanbhmg ist in einem Schlachtengernalde barge- ftellt, das im Gießener Offiziersheim Jemen Platz erhalten hat. Am 25. August 1870 wurde der junge Krieger zum Leutnant befördert, am 16. Oktober 1879 kam er als Premierleutnant zum Infanterie-1 Regiment 88, später war er Kommandeur des SeWts Mainz. Im W-ltkneg dwrck- Oberst a. D. Naumann als stellv. Bezirkskom I manbeur und als Gießener Bahnhofskornmarckrant wiederum dem Daterlande. Die.Wiedererstehung unserer Wehrmacht durch den Führer Hadder alte Offizier mit freubiger Begeisterung begrüßt Wie sehr das Herz des verdienten alten Soldaten den jungen Kameraden im Ehrenkleid des deichen Soldaten gehört, wurde u. a. auch dadurch wieder erkennbar, daß der alte Herr, trotz feines hohen Alters und der immerhin nicht leichten Anstrengung eines heißen und staubigen Sommertages trotzend,! vor einigen Wochen der großen Parade unseres1 Regiments 116 anläßlich dessen 125-Jahrfeier beiwohnte und dem Vorbeimarsch der aktiven und ber ehemaligen Soldaten mit starkem Interesse folgte. Der Standortälteste, Generallautnant O ß w a l d, nahm bei dieser Gelegenheit Veranlassung, den hochbetaqten alten Kameraden Oberst a D. Nau mann besonders zu begrüßen. Dem Jubilar gelten am morgigen Tage die herzlichen Wunsch- me er alter Soldaten, denen auch wir uns mit bestem nächsten Quartierort entgegenmarschiert. Frohsinn und Heiterkeit herrschen in einem Dorf, wenn unsere Hessen-Nassau-Fahrer einmarschiert sind. Am Abend kommen unsere Jungen meistens mit Kameraden und Kameradinnen der dortigen HI. und ihren Quartierleuten zu Volksgemeinschaf t s a b e n d e n zusammen. „Aecht owerhes- sisch Humor", unsere Gedichte in Mundart, zackige Fahrtenlieder und schöne aste Volkstänze, bie ja1 von HI. und BDM. bestens gefördert werden, schaffen die schönste Verbundenheit zwischen der Bevölkerung des Lahntales und der oberhessischen Hitler-Jugend. n „ Die Hitler-Jugend aus dem Bann 253 (Lahntal) läßt es sich nicht nchmen, ihre Kameraden von Gießen und Umgebung zu den Schönheiten ihres Landes, ihren Bergen und alten historischen Burgen sand bie Veranstaltung ihren Abschluß. Folgenschwere DerkehrSunfälle. (Eine lofe, mehrere Schwer- und Leichlverlehle. LPD. Marburg, 10.Juli. Samstagnachmittag ereigneten sich in der Nähe von Marburg mehrere folgenschwere Verkehrsunfälle, bei denen eine Frau getötet und mehrere Manner schwer bzw. leicht verletzt wurden. Beim Passieren des Bahnüberganges der Strecke Marburg—Frankenberg bei Sarnau verlor ein Autofahrer aus Köln die Gewalt über die Steuerung feines Wagens, der sich mehrmals überschlug. Die Frau des Autofahrers erlitt dabei einen doppelten Schädelbruch und starb auf der Stelle. Der Autofahrer trug nur einige Hautabschürfungen davon, während das dreijährige Kind des Ehepaares völlig unverletzt blieb. , Weiter ereignete sich auf der Straße oberhalb des Stadtteils Ockershausen ein schweres | Kraftwagenunglück, das wahrscheinlich auf Trun-1 kenheit des Lenkers zurückzufuhren ist. Bei der Heimfahrt von einem Richtfest kam der mit Arbeitern besetzte Kraftwagen von der Fahrbahn der Straße ab und fuhr eine Böschung hinab. Der Kraftwagen schlug nach hinten um und begrub bie Insassen unter sich. Ein Arbeiter erlitt dabei so schwere Beinverletzungen, daß in der Klinik die sofortige Amputation eines Beines notwendig wurde. (Ein zweiter Arbeiter trug einen Schadelbruch davon, während drei weitere Arbeiter mit leichteren Verletzungen daoonkamen. Spareinlagenzuwachs in Hessen. # Staufenberg, 11. Juli. Auf der Heimfahrt mit dem Fahrrad von ihrer hiesigen Arbeitsstätte nach Sichertshausen fam die Näherin Elise I Dietz schwer zu Fall. Die Bedauernswerte erlitt einen Schädelbruch und mußte bewußilos inI ärztliche Bchandlung nach Gießen gebracht werden. # Mainzlar, 11. Juli. Am Samstag händigte der Betriebsobmann Ernst Schlapp in den hiesigen Didier-Werken den Arbeitskameraden Karl Koch, Wilh. Muth, Karl Fritz ges und Hch. Schön je eine Ehren-Urkunde aus für I gute Leistungen in der Wettkampfgruppe „Stein und Erde" beim Berufswettkampf aller schaffenden Menschen. Gleichzeitig empfingen die Arbeitskameraden Robert Will und Philipp Schneider aus Treis (Lumda) Ehrenurkunden für 25jährige treue Mitarbeit in der Betriebsgemeinfchaft. OO Beuern, 11. Juli. Der hiesige Krieger- und Schütz enverein, der jetzt auch dem Soldatenbund angegliedert ist und unter der Leitung von Lehrer Möller steht, führt gegenwärtig fein Preisf chießen auf dem Schießstand Beier durch. Dabei wurde auch ein Chrennadelschießen veranstaltet, an dem Schützengruppen aus Bersrod und Großen-Buseck teilnahmen. —/— Holzheim, 10. Juli. Unsere Gemeinde feierte in Anwefenheit von etwa 2000 Mifsionsfreun-1 den von hier und aus den Nachbarorten ihr 75. Mif- sionsfest als Missions-Jubiläumsfeier. Der Posaunenchor unb'ber Gemischte Chor bereicherten die Fejer im Gottesdienst durch schöne musikalische und gesangliche Darbietungen. In den Ansprachen wurde das segensreiche Missionswerk den Zuhörern vor Augen geführt. Zu einer Kaffeepaufe waren die Besucher von auswärts Gäste in den hiesigen Familien, wo überall in herzlicher Weise bewirtet wurde. Mit einer Nachfeier am Nachmittag Vor einigen Tagen hat das Hessische Straßenbauamt die Arbeitsvergebung für die Schaffung eines Radfahrerweges Gießen—Steinbach ausgeschrieben. Das bedeutet also, daß in absehbarer Zeit ein Radfahrerweg neben der verkehrsreichen äußeren Licher Straße entstehen wird. Mit diesem Vorhaben kommt das Straßenbauamt einem dringenden Bedürfnis entgegen. Bei dem stark gesteigerten Verkehr, der sich durch die Reichsautobahn für bie Licher Straße ergeben hat, erwies es sich als notwendig, bie Fahrbahn der Straße ausschließlich für Kraftfahrzeuge und Fuhrwerke vorbehalten sein zu lassen, d. h. den Radfahrer auf einen anderen Weg zu verweisen. Für den Radfahrerweg sind schon bie ersten Vor- I arbeiten im Gange. An der rechten Straßenseite, I vor dem Gelände der Landes-Heil- und Pflege- I anftalt, wurden auf einem Streifen von 5 Meter I Breite sämtliche Bäume entfernt. Das gleiche wird I entlang bie ganze Licher Straße — jeweils auf der I rechten Straßenseite — geschehen. Auf dem dadurch Der zweite und dritte Tag brachte für unsere Hessen - Nassau - Fahrer weitere erlebnisreiche und froste Tage. Wenn auch manchmal der Wettergott uns nicht günstig gestimmt war, so konnte bas unsere Fahrt nicht ün geringsten beeinträchtigen. Unsere Junggenossen, die in Nassau den Sonder- zuq verließen, gingen gleich für drei Tage in bas Zeltlager Mühlvachtal. In dem bemal« I beten Talkessel von Nassau zweigen schöne Seitentäler ab, darunter das romantische Mühlbachtal. Hier ist für alle Hessen-Nassau-Fahrer des Bannes 116 ein Zeltlager eingerichtet worden. Jede Fahrtengruppe hat während der zehntägigen Fahrt drei Tage im Lager zu verbringen. Der Lagerleiter unb feine Mitarbeiter sind altbewährte, erfahrene Kräfte I aus der Führerschaft des Bannes 116. Das Lager > soll natürlich keinen anstrengenden Dienst bringen, sondern es soll ein Ort der Sammlung und der Ausrichtung fein. Während unsere Junggenossen daheim in der Woche nur in einigen Kurzstunden geschult werden können, besteht hier die Gelegenheit, I ihnen körperlich und geistig das nötige Rüstzeug für den weiteren Dienst in der Hitler-Jugend zu Chorgruppe fang mit abgerundetem Ehorklang. ausgeglichen — wenn auch die Tenöre eine Auf-1 , frifchung vertragen können — mit gutem zlusorua I unb burchweg reiner unb sauberer Intonation. Viel-1 leicht benutzt ber Chormeister einmal die Gelegen-1 jjeit, in einer offenen Singstunde seine Chorgruppe der Heimatöffentlichkeit vorzustellen. Niebergall, Kreischormeister Worms. ' 14. Sonbcrfonjerf in der Turnhalle der Oberrealschule. a) Sängervereinigung Egelsbach. Die Folge I enthielt Stücke der Romantiker Schumann, Schubert unb Weber, dazwischen Werke der neuzeitlichen Komponisten W. Rein und W. Weismann. Der Chorklang der Vereinigung besitzt schöne Rundung und Fülle, besonders in den Bässen. Hie nnb da erschien die Vokalisation zu dunkel. Die Sprache ist recht deutlich, doch stört ein wenig das zu starke Betonen. Die romantischen Stücke wurden recht gefühlsinnig vorgetragen, die Tongebung hätte bei Schumann durch mehr Zurückhaltung in den Stimmen mehr gedient. Die herben neuzeitlichen Lieder von Rein und Weismann wurden durch G. V. Vrei- bert gut ausgebeutet. b) Chorgruppe Abrian. Mit einer einzigen Ausnahme (Reiterlied v. Zahn) mürben hier nur] Werke ber Neuzeit geboten. In gutem Aufbau hellte sich die Folge von den ernsten Chören von Lang und ©rahner immer mehr zu den lieblichen und feingliebrigen Stücken von A. Clemens, F. Ludwig und P. Graener auf. Das Zahnfche Reiterlied gab den wirkungsvollen Abschluß. Herr Adrian sang mit seinem Chor schlicht und sachlich. Eimiqe lln- genauigfeiten in der Intonation konnten nicht sehr ins Gewicht fallen. Heinrich Blass. 16. Sonderkouzerl im Cafe Leib. Wirtschaft. Mein-Mamische Börie. Mittagsbörse: Aktien schwächer. Frankfurt a. M., 11. Juli. Die Börse war auf fast allen Gebieten des Aktienmarktes schwächer, da sich die nichtarischen Abgaben m verstärktem Maße fortsetzten, während anderseits Käufe nur zögernd erfolgten und auch sonst die Aufnahmeneigung unbedeutend war. Nach den ersten Notierungen wurde bie Haltung etwas widerstandsfähiger, unb teilweise stellten sich kleine Besserungen ein. Im Durchschnitt lagen die ersten Kurse 1 bis 1,50 v. H. unter dem Samstagsstand. Etwas stärkere Einbußen erlitten AG. für Verkehr mit 121,90 (124), Deutsche i Erdöl mit 128 (130,50), Th. Goldschmidt nach Pause mit 132,75 (135,25), ferner Kali Westeregeln mit 102,50 (104,25). Gedrückt waren insbesondere wieder Montanwerte, von denen Hoesch und Verein. Siahl je 1,25, Klöckner 1,40, Mannesmann 1,50 und Rheinstahl 1 v. H. verloren. Auch Maschinenaktien gingen im gleichen Ausmaß zurück, nur Adlerwerks gut behauptet mit 114 (113,75). Verhältnismäßig gehalten waren auch Zellstoffaktien, ferner gut behauptet Gement Heidelberg mit 155,75. Don Bau- I werten waren Berger 1,75 und Holzmann 1,50 v. H. niedriger gefragt. Am Elektromarkt kamen zunächst nur RWE. mit 120,90 (121,75) zur Erftnotiz. IG.» I Farben hatten bei verhältnismäßig lebhaften Um- I sätzen mehrfache Schwankungen mit 154 bis 154,75 (154,75), Scheideanstalt verloren 1 und Metallgesell- I schäft 2 v. H. Am variablen Rentenmarkt ermäßigten sich Reichsbahn-VA. bei einigem Angebot auf 124,50 (124,75), auch Kommunal-Umschuldung niedriger mit 95,80 (95,90). Reichsaltbefitz nannte man mit । 131,65 (131,80). Am Pfandbriefmarkt waren Liquidationswerte vereinzelt etwas höher, sonst war das i I Geschäft still. Stabtanleihen schwankten bis 0,25 v. 11 H., Hanauer 0,50 v. H. niebriger mit 98. In Jndu- r ftrie-Obligationen lag eher etwas Angebot vor. Für J Dekosama III (Saar-Ausgabe) hielt die Nachfrage zu HO an, Angebot fehlte weiterhin. Kommunal-Um- I schuldung stellten sich später auf 95,85 nach 95,80, Reichsaltbesitz notierten schließlich mit 131,50 Fwd. Nach dem Bericht des Hessischen Sparkassen- und Giroverbanbes verfügten die ihm an- qeschlossenen 35 öffentlichen Sparkassen des Landes Hessen zu Ende 1937 über einen <5paretnlagen- beftanb von 334,7 Millionen Mark also um 21,4 Mill Mk. mehr als Ende 1936. Das sind 79,4 W) hÄ/ £ W121.30: 22: Nachncht-N. 22.304 “ÄWftÄ 1936. D°r GpUlW -US äSien. 24 6iS & Nachtmusik. , Glückwunsch anschließen. Gießener Wochenmarktpreise. * Gießen, 12. Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Feine Molkereibutter, % kg, 1,52 Mark, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Vf. Käse, das Stück, 4 bis 9, Eier, deutsche, Klasse S 13, Klasse A 12^, klaffe B 11K, Klasse D 10^, Gnteneter 11 % J?ts 12 A, lau ben 50 bis 60, Pf., junge Hahne, Vi kg, 1,10 bis 1,15 Mark, Suppenhühner — ,90 bis 1,05JDtarf, Wir- Landkreis Gießen sing, grün, 10 bis 15 Psi. * Wieseck, 11. Juli. Einen schweren Unsall er- 8 bis 12, Bohnen, grün, 25 bis 55, Erbten 15 ms F e i, cy m Jnb schwere Kalk- ?5°Tkg 15 bis 18,R^°b°rbL10 bis l5 Pilze - °^u n g °N"°m ganzen Körper ^oontrug^^^ 'ic ^nrfnffprn aIte 5* 5 kfir 44 50 kg 3"' 0*üterg'bte Grenzen des Vilsecker Tales hinaus bekannte Postagent Heinrich Pfeffer konnte gestern seinen 8 0. Geburtstag feiern. Trotz semes hohen Alters versieht der Jubilar auch letztnoch die hiesige Postagentur. Seit 38 Jahren steht er in diesem Dienst, den er allezeit mit graß^ Gewissenhaftigkeit versah. Der hochbetagte Mann ge- Inie&t im Orte allgemein hohe Achtung. 9Jl.-$po