Nr. UO Erstes Blatt 188. Jahrgang Donnerstag, 12. Mai 1938 krfchetnt tfigltd), außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblatter Heimat im Bild • DieScholle Monats-Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr . , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Liehen Postscheckkonto: Kronkfuri am Main 11688 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche Univerfitatsdruckerei R. Lange in Stehen. 5chrtstleitvng und Geschäftsstelle: Zchulftrahe 7 Annahme oon Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Lrundpretse für l mm höhe für Anzeigen oon 22 mm Brette 7 Npf., für Textanzeigen oon 70mm Breite bO Nps.,Platzvorschrif1 nach oorh Dereinbg.25"/<, mehr» Lrmähigte Grundpreise: Stellen-, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-,Unterrichts- u» behördliche AnzeigenKRpf. Mengenabschlüsse Staffel B Der Daladier-Jranken Von unserem E. J.-Korrespondenien. Paris, Mai 1938. Wenn man nur jben von der regierungstreuen Presse, besonders den großen Nachrichtenblättern, ausgegebenen Stichworten folgen wollte, dann müßte man die jetzt vorgenommene neue Abwertung des Franken als einen großen Erfolg der Regierung Daladier betrachten. Programmgemäß hat der jetzt jo billig gewordene Franken einige Punkte an der Devisenbörse aufgeholt, und das Fluchtkapital strömt in Milliardenbeträgen (Milliarden Franken!) in den Geldverkehr zur Bank von Frankreich zurück. Die Kurse der Staatspapiere bessern sich, der Zinssatz für die Bons der Nationalen Verteidigung ist herabgesetzt worden, und die Aussichten der neuen großen Anleihe für die Landesverteidigung stellen sich im schönsten Licht dar. Dieses rosige Bild kann nicht über die schweren Schattenseiten Hinwegtäuschen, denn es ist gerade die Entwicklung der französischen Währung, die all das Verhältnislose und Unhaltbare im Spiel zwischen Politik und Wirtschaft dieses Landes noch schärfer hervortreten läßt. Bei jeder Abwertung wird versichert, daß dies die „l e tz t e" Abwertung sein werde; bei jeder Abwertung wiederholt sich das Schauspiel, daß die Besitzer des vorher rechtzeitig ans Frankreich geflüchteten Kapitals reiche und mühelose Gewinne einstreichen, wenn ihr Geld nach vollzogener Abwertung nach Frankreich zurück kehrt und dort in Franken umgewechselt wird; nach jeder Abwertung wird versichert, es dürfe auf keinen Fall eine Preiserhöh u n g eintreten, und doch gehen die Preise in die Höhe, denn man kann, nicht verhindern, daß der Anteil ausländischer Rohstoffe in den französischen Waren langsam, aber sicher seinen Einfluß auf die gesamte Preisgestaltung geltend macht. Das gilt für die ganze Periode der verschiedenen, im Zeichen der Volksfront vorgenommenen Abwertungen. (Der Poincarö-Franken aus dem Jahre 1928 hatte noch einen Goldwert von 20 Centimes gehabt, der Dincent-Auriol-Franken aus dem Volksfrontjahr 1936 stellte noch einen Gegenwert von 15 Centimes dar; der Bonnet-Franken von 1937 war nur noch 13 Centimes rofn und der Daladier-Marchandeau- Franken vom Mai 1938 bedeutet nur noch 8 Gold- Centimes.) Vom Mai 1936 bis jetzt ist das e n g - lisch e Pfund um 133 d. 5). teurer geworden. Die Lebenshaltungskosten sind in der gleichen Zeit um 45 bis 60 v. H. gestiegen; es ist also noch reicher Spielraum für das Steigen aller Preise vorhanden. Das Opfer der Entwicklung ist natürlich in erster Linie der Kleinrentner, eine für Frankreich so außerordentlich wichtige Beoölkerungsklasse. Die Beamten, deren Bezüge nur unbedeutend durch den Wegfall der seinerzeit von Laval verordneten lOprozentigen Gehaltsabstriche verbessert worden sind, haben ihre Kaufkraft um 35 bis 70 v. H. vermindert gesehen. Auch der Arbeiter, der durchschnittlich Lohnerhöhungen von 40 v. $). durchgesetzt hat, steht sich nicht besser; seine Kaufkraft ist um 5 bis 20 v. $). vermindert. Auch die I n d u st r i e fuit trotz der Kostensenkung, die jede neue Abwertung für sie zunächst zweifellos darstellte, ays diesen Manipulationen nicht entfernt den Nutzen gezogen, den man voraussetzen könnte. Die Erschwerung der Kalkulation, die Unsicherheit durch Streiks und sonstige politische Momente hat immer wieder die Währungsvorteile ausgeglichen. In der Handelsbilanz ist der riesige Einfuhrüberschuß von 18 Milliarden Franken jährlich fast unverändert geblieben. Obwohl jedes Jahr fast sechs Milliarden Franken alleiü für die Kohleneinfuhr an das Ausland abgeführt werden müssen, ist die Kohlenförderung in Nortzfrankreich von 1936 bis 1938 um zwei Millionen Tonnen zurückgegangen. Die einzige Schicht, die aus den Abwertungen Nutzen zieht, ist also ne^enbem Staat, der sich entschuldet und mit neuen Noten seine Vorschüsse bei der Bank von Frankreich zuruckzahlt (diese Vorschüsse belaufen sich gegenwärtig auf 40 Milliarden Franken), die Spekulation, die riesige Gewinne einstreicht. Es ist schon sehr bezeichnend, daß ein Blatt wie die „Journöe Industrielle , der man gewiß nicht den Vorwurf antikapitalistischer Gesinnung machen kann, kühl und sachlich feststellt, daß bei 'jeder neuen Abwertung die Spekulation einen weiteren Anteil an den Ersparnissen des Landes verschlingt. Es bedeutet sicherlich einen schweren Schlag für die Regierung Daladier daß gerade dieses Blatt, das wichtige Interesse der französischen Industrie vertritt, maßlos enttäuscht ist, nach dem Slktionsplan der Regierung fragt und in den jetzt getroffenen Maßnahmen lediglich Mittel sieht, die ’öagu bestimmt sind, Zeit z u gern innen. Auch an anderen Stellen fragt man fid), mas eigentlich Hinter der Versicherung Daladiers stehe, daß die jeftige Abwertung die letzte sein und jedes neue Abbröckeln der Währung verhindert werden soll. Denn es ist ganz offensichtlich, daß eine endgültige Stabilisierung der Wahrung erst bann ein- treten kann' wenn die in der Zahlungsbilanz l£fDj9e der riesigen Einfuhrüberschüsse vorhandenen Lucken irgendwie ve rstopft werden können sei es durch e ne entsprechendes Förderung der Ausfuhr, durch eine gewaltsame Abdrosselung der Einfuhr oder dmch ein enormes 1 Steigen der Fremdenindustrie. solange das allsss nicht der Fall ist, kann die jetzt aus spekulativen i Gründen erfolgende Rückkehr des FluchtkapitalLj nur ^o ru & 6 r 9 .ß e.ns rjcu teruna schaffet In ab ehbarer Zeit wird man sich L Umö lüch wieder denselben Uwstän en gegenübersehen, die; zu den ständigen Abwertungen ge- " Bei Alledem!, scheint es, daß im Kabinett Daladier seLst durchaus nicht volle Einstimmigkeit geherrscht l Nur noch 423000 Arbeitslose. 87 Prozent nur beschränkt einsatzfähig. — Auch in Oesterreich die Arbeitslosenzahl bereits erheblich gesenkt. Berlin, 11. Mai. (DNB.) Im April nahm die Zahl der Arbeitslosen im alten Reichsgebiet, wie die Reichsanftalt für Arbeitsvermittlung mitteilt, um 85 000 ab. Sie ging auf 423 000 zurück, ein Stand, der um rund 46 000 unter der tiefsten Zahl des Vorjahres liegt. Die winterliche Arbeitslosigkeit ist damit trotz uncj’ün= ftiger Witterung vollständig überwunden. Anfang Mai 1937 wurden noch 961000, also 538 000 Arbeitslose mehr als jetzt gezählt. Daneben hat die Wirtschaft bereits einen erheblichen Teil des diesjährigen stärkest Jahrganges von Jugendlichen in das Erwerbsleben ausgenommen. In manchen Gebieten war der Bedarf an Nachwuchskräften so stark, daß die Arbeitsämter nicht allen Anforderungen entsprechen konnten. Die günstige Entwicklung des Arbeitseinsatzes ist nicht allein eine Folge der saisonmäßigen Belebung in der Landwirtschaft, der Industrie der Steine und der Erden, dem Baugewerbe und dem Verkehrsgewerbe; auch viele andere Wirt- schastszweige wiesen eine Steigerung des Beschäftigungsgrades auf. So ist die Zahl der Beschäftigten um 550 000 gestiegen. Von den noch vorhandenen Arbeitslosen waren nur 40 000 für Facharbeiten voll einsatz- und ausgleichsfähig; 13 000 für ungelernte Arbeiten zwischenbezirklich verwendbar. Der weitaus größte Teil, 369 000 — 87 v. 5)., war entweder örtlich gebunden oder sonst beschränkt einsatzfähig. Im Lande Oe st erreich konnten die Arbeitslosenzahlen bereits erheblich gesenkt werden. Im April wurden durch die Arbeitsämter 120 000 Volksgenossen i n Arbeit vermittelt. Ende April waren bei den Arbeitsämtern 416 000 Arbeitslose gemeldet, während die Arbeitslosigkeit bei der Eingliederung Oesterreichs, in das Deutsche Reich aufgrund 600 000 geschätzt werden kann. Von den Arbeitslosen standen Ende April 302 000 in Unterstützung. Die Zahl der Unterstützungsempfänger hat zugenommen, da der Personenkreis der Unter- stützungsberechtigten durch die Wiederhereinnahme der Ausgesteuerten und der Jugendlichen erheblich erweitert worden ist. KeineZollpaffierscheine mehran der bisherigen deutsch-österreichischen Grenze. Berlin, 11. Mai. (DNB.) Seit dem 1. Mai 1938 wurde der Kraftwagenverkehr über die bisherige deutsch-österreichische Grenze nur noch in der Richtung nach Oesterreich zollamtlich behandelt. Vom, 15. Mai ab wird die Zollüberwachung der mit Zollpassierschein oder Zollpassierscheinheft in das Großdeutsche Reich einreisenden Kraftfahrzeuge und Wasserfahrzeuge ausschließlich an der Grenze gegen das politische Ausland vorgenommen. An dieser Grenze werden auch die Kraftfahrzeugvormerkscheine der Zollverwaltung und die Zollpassierscheine der Jntergarant- AG. ausgegeben. Außer den Zollpassierscheinen der Jntergarant-AG. werden nur noch Zollpassierscheine des Deutschen Automobilclubs, nicht mehr anderer Clubs, ausgegeben. Die vor dem 15. Mai ausgestellten, noch nicht abgelaufenen Zollpassierscheine, Zollpassierscheinhefte, Kraftfahrzeug-Vormerkscheine und Einfuhrzoll-Vormerkscheine haben Gülttgkeit für das gesamte Reichsgebiet. Die Zollgrenze zwischen dem Altreich und Oesterreich darf der Kraftfahrer noch nicht ohne anzuhalten durchfahren. Die Zollgrenze muß noch bis auf weiteres bestehen bleiben für die Zwecke der zollamtlichen Abfertigung von im Kraftoder Wasserfahrzeug mitgeführten Waren. Göring fährt nach Oesterreich. Baubeginn der Reichswerke „Hermann Göring" und des Tauern-Kraftwerkes. Berlin, 11. Mai. (DBB.) Ministerpräsident Generalseldmarschall Göring begibt sich Donnerstag abend mit Staatssekretär Körner nach Oesterreich. Die Reise dient der Durchführung des großen Wirtschaftsprogramms, das der Beauftragte des Führers für den Vierjahresplan am 26. März in Wien verkündet hat. Die Vorarbeiten sind soweit gefördert worden, daß jetzt bereits mit dem praktischen Aufbau begonnen werden kann. Der Generalfeldmarschall wird am 13. Mai in Linz den etfcn Spatenstich für die Reichswerke „Herrn an n Göring" Linz, und am 16. Mai bei Z etl am See den ersten Spatenstich für das Tauern-Kraftwerk vornehmen. Die rationelle Auswertung der beiden besonders wichtigen Bodenschätze Oesterreichs ist damit eingeleitet: der Eisenerze und der Wasserkräfte, die früher in wesentlichen Teilen brach lagen. Außerdem wird General- seldmarfchall Göring die Standorte der Luftwaffe, die er auf feiner Fahrt berührt, besichtigen und hierbei den Spatenstich für drei neue große Flughäfen und einige Ka- fernen tun. hat, als jetzt die stürmische Entwicklung zu überstürzten Entschlüssen zwang. Man behauptet, daß der Finanzminister M a r ch a n d e a u , der sich mit Plänen für eine neue Umsatzsteuer trug, infolge der Widerstände der Abwertungsfreunde auf diesen Plan verzichten und zwischen einem Kabinettsrat und einem Ministerrat in der Zeit von vier Stunden einen Gesetzentwurf über die 8prozentige allgemeine Erhöhung aller Staatssteuern ausarbeiten mußte. An der Spitze der Abwertungsfreunde im Kabinett soll nach wie vor der gegenwärtige Justizminister Paul Reynaud stehen, der angeblich noch einer viel weitergehenden Abwertung das Wort redet, wobei er sich wie übrigens auch in den Fragen der Außenpolitik und im Verhältnis zu Deutschland, in erheblichem Gegensatz zu seinem Fraktionskollegen oon der Alliance Democratique, F landin, befindet. Das Kabinett Daladier ist trotz der Anfangserfolge, die es zu Beginn feiner Laufbahn durch die Londoner Konferenz und durch die Beilegung des Konfliktes in der Pariser Metallindustrie erzielt hat, um seine Aufgaben nicht zu beneiden. Die Staatsbeamten haben bereits eine' Forderung auf eine generelle lOprozentige Gehaltserhöhung angemeldet, der man auf die Dauer nur schwer wird ausweichen können; denn heute verdienen die meisten Arbeiter bereits mehr als viele Beamte der mittleren Laufbahn, wie etwa ein Polizeikommissar und ein Unterleutnant. Aber wie will man diese Forderungen befriedigen, wenn nicht ein allgemeiner Wirt'schaftsaufschwung eintritt? Die jetzt verordnete 8prozentige Steuererhöhung ist bereits für andere Zwecke beftimmf, nämlich die Ausgaben der Pensionskasse, Pie Fehlbeträge der Eisenbahn uftf). Neue Verordnungen zur Milderung der Folgen der 40-Stunden-Woche sind zwar in Vorbereitung, aber Daladier kann schwerlich die Rücksicht auf den Gewerkschaftsbund und die Sozialisten gänzlich fallen lassen; denn schließlich kommt auch für ihn die Stunde, wo er sich wieder im Parlament stellen muß. Die Sozialisten verfolgen aber mit Argwohn Daladiers Werk und warten nur auf eine Gelegenheit, ihre alten Plane für eine staatliche Devisenkontrolle, Überwachung des Außenhandels usw. hervorzuholen. Diese Gelegenheit kann sich vielleicht im Herbst bieten Bis dahin muß sich vieles im politischen und wirtschaftlichen Leben Frankreichs entscheiden. Die Bauarbeiten vor der Engrlsburg und peterskirche. Rom, 11. Mai. (Europapreß.) Mussolini begab sich am Mittwoch in den Stadtbezirk vor der Peterskirche, um die Gestaltung des von der Engelsburg aus fr.eigelegten Zugangszur Peterskirche zu prüfen. Auf Grund> der bereits aufgestellten haushohen Karton-Modelle und den Angaben der Architekten hat Mussolini die Pläne zum Abschluß der Zufahrtsstraße vor dem Peters- platz in harmonischer Übereinstimmung mit dem aroßarttgen Vorplatz der gewalttgsten Kirche der Christenheit geprüft. Victor Emanuel III. an den Führer. Berlin, 11. Mai. (DRV.) Seine Majestät der König von Italien, Kaiser von Aethio- p i e n, hat den Abschiedsgruh, den der Führer und Reichskanzler bei Ueberschreitung der deutsch-italienischen Grenze telegraphisch an ihn gerichtet hatte, mit folgendem Danktelegramm beantwortet: „Die Königin und ich danken Eurer Exzellenz vielmals für die Botschaft, die Sie die Liebenswürdigkeit hatten, uns beim Verlassen des ilalieni- schen Bodens zu übermitteln. Die von Eurer Exzellenz darin zum Ausdruck gebrachten Gefühle werden — dessen bin ich gewiß — den stärkften Widerhall im Geiste der italienischen Ration hinterlassen, die in voller Freude ihre ganze glühende Herzlichkeit dem hochwillkommenen Gast anläßlich dieses glückverheißenden Besuches bezeugen konnte. Durch ihn ist die ideale Verbindung unserer beiden Länder zu einer noch stärkeren Einheit geworden. Wir werden die teuerste Erinnerung daran bewahren in dem Vertrauen, daß Eure Exzellenz aus den Kundgebungen dieser Tage die innere Einstellung des faschistischen Italiens zu der großen befreundeten Ra- Hon und ihrem erhabenen Oberhaupt mit Sicherheit entnehmen konnten. In diesem festen Glauben übermittle ich Eurer Exzellenz meine h e r z l i ch st e n Wünsche für das weitere Wohlergehen des deutschen Volkes und für Sie persönlich. Victor Emanuel." Anläßlich des schweren Bergwerksunglücks auf der Markharn-Grube bei Chesterfield hat der Führer und Reichskanzler dem König von England telegraphisch seine und des deutschen Volkez herzliche Anteilnahme übermittelt Amerikas Singapur im Pazifik. Bon unserem ständigen E A.H.-Äerichierstaiier Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! * Neuyork, April 1938. Die amerikanische Aufrüstung zur See und zur Luft hat die Frage laut werden lassen: Wie denkt sich die Admiralität einen etwaigen Krieg im Stillen Ozean, von dem hier so viel geredet wird? Rechnet sie wirklich mit einem Angriff auf die Westküste Amerikas und soll diese als Operationsbasis dienen, wie man bisher annahm? Oder soll die Operationsbasis weit hinausgefchoben werden bis zur internationalen Datumslinie oder bis zur hypothetischen Verbindungslinie Manila—Honolulu? Oder sind die Kreuzer, Schlachtschiffe, Flugzeugmutterschiffe und „fliegenden Festungen" mit ständig vergrößerten Flugweiten für andere Zwecke gedacht, für einen Verteidigungskrieg vielleicht, bei dem Offensive der beste Weg zur Verteidigung sein wird? Wochenlange Verhöre im Kongreß, Aussagen von Admiralen, Chefkonstrukteuren und Amateurstrategen (wie Präsident Roosevelt sich ausdrückte) haben durchaus keine Klarheit in dieser sehr wichtigen Frage geschaffen. Im Gegenteil, was in Washington oorgetragen wurde, ging vielfach mit den Versuchen der Presse Hand in Hand, durch das Heraufbeschwören einer beinahe hysterischen Kriegs« unö Angstpsychose den Block der widerspenstigen, mißtrauischen Minderheit gefügiger zu machen. Unter dieser finden wir Männer, deren Integrität außer Frage steht, z. B. Senator B o r a h, an den wir uns immer noch als den Mann erinnern müssen, der gegen Wilson und Senat monatelang als einziger einen erbitterten Kampf gegen den Schandvertrag von Versailles und den Völkerbund führte, oder den als Vorsitzenden des Munittons- ausfchufses bekannten Senator Nye, der sich vor wenigen Jahren um die schonungslose Aufdeckung der verhängnisvollen Rolle des Bankhauses Morgan im Weltkrieg historische Verdienste erwarb; oder den republikanischen Abgeordneten Hamilton Fksh, der als einer der ersten — und wenigen — die Gefahr des Kommunismus in Amerika erkannte und bekämpfte. Borah nannte die neue Flottenbill das „nieder- drückendste Ereignis feit dem Weltkriege und den Beginn eines zweiten Weltkrieges", und Nye bezeichnete sie als Vorbereitung für einen Angriffskrieg; Hamilton Fish befürwortete Flottenparität Amerikas mit Japan, da die amerikanische Flotte bereits stärker fei als für Derteidigungszwecke notwendig wäre. Japan könne selbst im Paritätsfalle nicht daran denken, einen Angriff auf das amerikanische Festland zu unternehmen, sagte er; warum also nicht Gleichberechtigung, wenn Amerika nicht beabsichtige, den Weltpolizisten zu spielen? Zu ihnen gesellen sich „Amateurstrategen", die an Ort und Stelle einen etwas tieferen Einblick in die Rüstungen im und um den Stillen Ozean gewonnen haben, z. B. der Journalist Don W h a r t o n, der einen ausführlichen Bericht über die Befestigungen Hawais geschrieben hat. Offenbar war der neue Erlaß des Marineministeriums, zukünftig in Dingen der nationalen Verteidigung viel strengere Verschwiegenheit zu üben, noch nicht in Kraft, als Wharton von Offizieren herumgesührt wurde, denn feine Informationen sind erstaunlich. Er berichtet, wie die liebliche Insel O a h u, die wichtigste und am dichtesten besiedelte der hawaiischen Inselgruppe, in den letzten Jahren in eine einzige große Festung umgewandelt worden ist, in einen der stärksten Flottenstützpunkte der Welt, der die Reichweite der amerikanischen Flotte verdoppelt und Amerika im Stillen Ozean eine Machtstellung gibt, wie sie keine andere Nation besitzt. Die Befestigungen sind offenbar viel stärker und weiter vorgeschritten, als offen zugegeben wird. Wharton erzählt, er habe neben dem, was die dortigen Militärbehörden den zu Besuch weilenden amerikanischen Kongreßabgeordneten oder andern hohen Besuchern zeigen, vieles gesehen, was streng geheimgehalten wird, z. B. riesige Munitionskammern, die für einen Aufwand von 2 Millionen Dollars in massive Felsen eingelassen und mit Bomben, Granaten und Gewehrmunition im Werte von 20 Millionen Dollars gefüllt sind. Der Kriegshafen von Oahu ist Pearl Harbor- Honolulu, etwa 11 Meilen von dem berühmten Strand von Waikiki entfernt, der mit seinen blumen- umkränzten hawaiischen Tänzerinnen und athletisch gebauten Hawaianern, die auf schmalen Brettern liegend oder stehend auf den Kämmen der langen Brandungswellen reiten, heute das beliebte Ziel zahlreicher amerikanischer Hochzeitspaare ist. In nächster Nähe dieses Südseeparadieses kann d i ei gesamte amerikanische Flotte vor Anker liegen. Pearl Harbor besitzt auch eine Marinewerft mit Trockendocks, die die größten Schlachtschiffe reparieren, neu ausrüsten und außer dem eigentlichen Schiffsbau beinahe alle Arbeiten ausführen können, daneben einen Unterseeboots- Hafen, einen Flugzeughafen, ein großes Munitionsdepot und eine Rundfunkstatton. Zum weiteren Ausbau des Hafens sollen jetzt 37 Millionen Dollars ausgegeben werden. Der Armee fällt die Aufgabe zu, diesen großen Kriegshafen zu beschützen. Zu diesem Zweck sind auf der kleinen Insel ungefähr 20 000 Mann zu- sammengezogen. Die Verteidigung des geographisch begünftigten Oahus stellt kein großes Problem dar. Die Insel ist 30 Meilen lang und 20 Meilen breit und bildet in ihrer Längsachse einen großen Korridor, der auf beiden Seiten von einer bis zu 1200 Meter hohen Bergkette umgeben ist. Nur die beide« Die dank in der deutschen AaiionaliMchast. Enden find frei Da die Felsen der Berge vom Meer aus sehr steil aufsteigen, wäre eine feindliche Truppenlandung auf beiden Seiten aussichtslos. An einem Ende des Korridors bestndet sich Pea r I Harbor, von zahlreichen Küstenbatterien mit 12°, 14° und 16-zölligen Langrohrgeschützen um- geben. In die Felsen eingehauen unb_ gut verdeckt sind die Deodachtungsstänoe und darüber befinden sich überall verstreut Flakbatterien, Scheinwerfer und Schallsucher. Kein Feind würde sich einfallen lassen, ferne Schiffe gegen diese Festung zu schicken. Man könnte sich höchstens vorstellen, daß ein Flugzeug- überfall auf die Insel, von einem Flugzeug- Mutterschiff oder von einer auf einer nahen Insel versteckten Flugzeuabasis aus Erfolg haben könnte. Auch dieser Fall ist vorgesehen. Oahu besitzt heute den größten Flughafen der amerikanischen Wehrmacht. Augenblicklich betragt die Stärke der dortigen Luftwaffe 228 Flugzeuge, die jedoch innerhalb der nächsten Monate, wie bereits vom Marineministerium angekündigt wurde, noch erhebliche Verstärkungen erhalten sollen. Es sind alles Maschinen der modernsten Bauart, doppel- und viermotorig, mit Flugweiten bis zu 3000 Meilen und darüber. Das andere Ende des Korridors, der Strand von W a i a l u a , ist durch die motorisierten Einheiten der Schofield-Garnison geschützt. Die Insel hat ein Straßennetz von 250 Meilen Länge, von denen 58 Meilen für rein militärische Zwecke gebaut wurden. Die Felsen und Wälder sind gespickt Mit Lafettenunterlagen, eingebauten Maschinengewehren und Beobachtungsstanden. Angesichts dieser natürlichen und künsüichen Befestigungsanlagen könnte Oahu als uneinnehmbar bezeichnet werden, gäbe es nicht das Problem der Versorgung im Falle einer Blockade. Die Insel muß schon jetzt Lebensmittel vom Festland einführen, um ihre Be- völkerung zu ernähren, denn die einheimischen Erzeugnisse sind hauptsächlich auf Zucker und Ananas beschränkt. Abgesehen von einem für mchrere Monate ausreichenden Lebensnrittelvorrch hat die Armee jedoch angeblich einen in alle Einzelheiten gehenden Plan ausgearbeitet, sofort bei der Mobil- machung fchnellwachsende Nährgewächse zu säen, die bei dem dortigen Klima innerhalb von achtzig Tagen geerntet werden können. Zu diesem Zweck sind bereits 25 000 Morgen besten Landes aus- gesucht worden. Ein anderes Problem, das den Militärbehörden aber wenig zu schaffen macht, ist die japanische Bevölkerung der Insel. Don den 380 000 Inselbewohnern sind 150 000 japanischer Herkunft; von diesen wiederum sind 113 000 amerikanische Bürger bzw. auf Oahu geboren und nur 37 000 bekennen sich noch offen zu chrem Mutterland. Ihre Zahl nimmt jedoch jährlich ab, sie stehen unter strengster Bewachung der amerikanischen Behörden. Don Wharton kommt auf Grurü) seiner Beobachtungen zu folgenden Schlußfolgerungen: „Die BÄeutung Pearl Harbors kann nur i n einem Krieg gegen Japan liegen. Dieser Krieg wird kommen, nicht well Japan nicht gern sieht, was wir auf unserer Seite des Stillen Ozeans tun, sondern weil mir nicht gern sehen, was Japan auf seiner Selle des Stillen Ozeans tut. Wenn wir also gegen Japan kämpfen, wird unsere Flolle aus Pearl Harbor heraus arbeiten müssen, wird sie weiter westlich Stützpunkte errichten und von diesen aus die notwendigen Operationen durchzuführen haben." In diesem Zusammenhang verdienen die gegenwärtigen Bemühungen der amerikanischen Regie- rung Erwähnung, von zahlreichen bewohnten und unbewohnten Inseln und Atollen im Stillen Ozean, südlich und westlich von Hawai, die bis jetzt England für sich beanspruchte, Besitz zu ergreifen. Washington hat' bereits formell die Inseln C a n - ton unb Ender bury der Phoenix-Gruppe südlich des Aequators und 1300 Mellen westlich von Hawai unter amerikanische Souveränität bestellt und seinen Rechtsanspruch auf eine ganze Reche anderer Inseln angemeldet. Ebenso bemerkenswert ist eine Mitteilung, die vor kurzem in Hawai durchsickerte, daß im Juni ein Geschwader der neuesten Langstrecken-Bombenflugzeuge nach der bisher unbefestigten Insel Guam verlegt werden soll, etwa 3500 Kilometer westlich von Hawai. Auch spricht man in Marinekrersen bereits von einem neuen Planung der Ausgaben noch der Dringlichkeit. Der Reichsfmauzmmister auf dem Bankiertag. Berlin, 11. Mai. (DNB.) In der Hauptversammlung des Allgemeinen Deutschen Bankiertages sprach Reichsfinanzminister Gras Schwerin von Krosigk, der nationalsozialistische Staat selbst wolle nicht Wirtschaft treiben. Das Bankgewerbe sei deshalb der Privatinitiative überlassen geblieben. Allerdings sei ddfür gesorat, daß die Bankwirtschaft in die allgemeine Wirtschaftspolitik eingeordnet und die Kapitallenkung nicht mehr einseitig Sache des privaten Bankgewerbes ist. Den Vorteil des Einsatzes gewaltiger Kapitalien habe auch das Bankgewerbe erfahren. Die unerläßliche Steigerung der öffentlichen Verschuldung sei keineswegs leicht zu nehmen, wenn auch die Konsolidierung der kurzfristigen Schulden, wie gerade das letzte Anleiheergebnis beweise, beträchlliche Fortschritte mache. Angesichts der drei großen Gegenwartsprobleme: Wiederwehrhaftmachung, Vierjahresplan und Einfügung Oesterreichs in die deutsche Wirtschaft, sei äußerste Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit in der Verwendung verfügbarer Mittel und straffe Zusammenfassung aller Kräfte erforderlich Dazu gehöre vor allem eine Planung der Ausgaben nach dem Prinzip der Dringlichkeit. Das gelte auch für die zentrale Kreditkontrolle und die Emiffionsfperre, die noch nicht gelockert werden könne. Der Reichsfinanzminister hat wiederum darauf verwiesen, daß sich- das Reich seinerseits erhebliche Grenzen gesetzt hat. Es verläßt sich nicht auf eine Kreditausweitung, sondern verlangt innerhalb der gegebenen Mittel ein Höchstmaß von Leistungen. Das drückt sich dadurch aus, daß Schaßanweisungen zur Bezahlung laufender Auslagen nur in dem Maße ausgegeben werden, wie sie durch Reichsanleihen in mittel- und langfristige Verpflichtungen urnge- wandelt werden können! Wenn sich das Reich auf der einen Seite diese merkliche Grenze setzt, so, verlangt es auf der anderen Seite natürlich, daß auch das Publikum im weitesten Umfange diese solide Finanzgebarung durch Zeichnung von Reichsanleihen unterstützt. Der Finanzminister sagt: Die gesunde Bombenflugzeug, desien Zeichnungen angeblich fertig sind und das die „fliegenden Festungen" an Flugweite, Traglast usw. um ein Vielfaches übertreffen soll. Der Flugzeugfabrikant Glen Martin gab den Flugradius dieser neuen Maschine mit 11000 Meilen an! Das alles bautet weniger auf Vorbereitungen zu einem „Defensivkrieg", als auf die systematische Besitzergreifung und Befesttgung des Stillen Ozeans als dem zukünfttgen „mare nostrum" der Amerikaner. Mussolini empfing Stammesführer aus Libyen und Ostafrika. Rom, 11. Mai. (Europapreß.) Am Mittwoch empfing Mussolini im Palazzo Venezia 5 0 Stammesführer aus Libyen und Italie- nifch-Ostafrika, die anläßlich des Jahrestages der Gründung des Imperiums nach Rom gekommen sind, um dem König und Kaiser und dem Duce ihre Ergebenheit zu versichern. Mehrere dieser Stammesführer, die das gesamte aftikanische Kolonialgebiet Italiens vertraten und unter denen sich u. a. der libysche Prinz Cara- manli, der abessinische Ras Nailu Teklaimanot, der Dedschas Haife Selassie Gugsa und eh, führender Vertreter der Koptischen Kirche befanden, dankten Mussolini für die kulturelle Mission Italiens in Nordafrika und besonders für die den Mohammedanern gewährte Religionsfreiheit. Mussolini versicherte, daß Italien seine kulturelle Aufgabe in Nordafrika fortsetzen werde. — Der König von Wetterentwicklung kann nicht von der Geld- feite, sondern nur von der Güterselte her bewirkt werden. Damit sind wir auf dem Punkt angelangt, nach dem die Franzosen ächzend und stöhnend streben: nämlich ein Höchstmaß der Erzeugung zum Bürgen unserer Finanzwirtschaft zu machen. Mchsmrlschastsmimster Fml spricht iu den Sanfier«. Auf dem Festbankett mit dem der Bankiertag seinen Abschluß fand, hiett Reichswirtschaftsnumster Funk eine Ansprache. Der Nationalsozialismus hat, so führte der Minister aus, das deutsche Volk nicht nur zu einem neuen politischen Ideal erzogen, sondern auch zu einem neuen Wirtschaftsdenken. Wirtschaftler und der Bankier sind wieder in die Volksgemeinschaft zurückgeführt worden. Diese Umstellung war beim Bankgewerbe besonders schwierig, wett hier die Zersetzung und der Verfall besonders stark waren. Früher glaubte das Volk, in dem Bankier lediglich den reichen Mann erblicken zu müssen, der eine geheimnisvolle Macht, nämlich das Geld, beherrschte, und im üblichen Sinne feine Arbeit vollbrachte. Heute weiß das Volk, daß es diese geheimnisvolle Macht nicht gibt, und daß die Ver- wclltung des Geldes durch die Banken die Verwaltung von Arbeitsgätern ist. Damit wird aber auch zugleich klar, welche große Verantwortung der Bankier im Wirtschaftsleben hat. Das Volk kann daher mit Recht verlangen, daß der Staat für eine ordentliche und gesunde Bankwirtschaft Sorge trägt. Das geschieht. Dadurch wird neben dem allgemeinen Verständnis für die Arbeit des Bankiers auch das Vertrauen zum Bankier im Volke lebendig, das die erste Voraussetzung einer gesunden und starken Bankwirt- schast bildet. Wie wir sehen, geht es unter einer solchen Wirtschaftsführung dem Volk gut. Der Unternehmer verdient, der Arbeiter verdient, die Lebenshaltung steigt. Wir erstreben einen Wirtschaftszustand, der nicht immer wieder durch das Wechselspiel von Hauste und Baisse erschüttert wird. Der deutsche Bankier hat im Rahmen dieser Aufgabe besonders wichtige Dienste zu leisten. Die Voraussetzungen sind dafür vorhanden, daß unter staatlicher Lenkung das deutsche Bankgewerbe seine großen Aufgaben zum Wohle der deutschen Volkswirtschaft erfolgreich durchführt. Italien und Kaiser von Abessinien wird demnächst eine Reise durch Libyen unternehmen. Der König war seit fünf Jahren nicht mehr in dieser Kolonie, die unter der Leitung von Lustmyrschall Balbo einen großen Aufschwung genommen hat. Englands Luftwaffe. Die Morris-Werke wollen wieder Flugzeuge bauen. London, 11. Mai. (Europapreß.) Durch fine geschickte Maßnahme hat die englische Regierung am Vortage der Unterhaus-Aussprache über die Mißstände in der englischen Luftwaffe einen großen Teil ihrer Kritiker mundtot gemacht. Durch Vermittlung eines konservativen Abgeordneten ist es der Regierung gelungen, den Besitzer der größten englischen Kraftfahrzeugwerke, der Morris-Werke, Lord Nuffield, zu bewegen, einen Tell seines Riesenunternehmens a u f d ie Herstellung von Flugzeugen um» zustellen. Die Morris-Werke hatten ftüher bereits in einer Fabrik bis zum' Jahre 1936 Flugzeuge hergestellt. Als dann seinerzeit der von Lord Baldwin angeregte Plan von Schattenfabriken in die Wirklichkeit umgesetzt wurde, entzweite sich Lord Nuffield mit dem Lustfahrtminister Lord Swinton und ließ die Herstellung von Flugzeugen einstellen. Lord Nuffield wollte nämlich in jeder der -schatten- fabriken die Flugzeuge vollständig Herstellen, während sich die englische Regierung auf Grund des Swintonschen Planes für eine Arbeitsteilung in der Form einsetzte, daß jedes der Werke nur bestimmte Flugzeugteile liefern sollte, die dann in einem Zentralwerk zusammengestellt werden sollten. Die nunmehr wieder geplante Aufnahme der Herstellung von Flugzeugen in den Morris-Werken wird eine monatliche Mehrlieferung von mehr als hundert Stück ermöglichen. Vertrauensvotum für das beltfitoe Kabinett. Brüssel, 12. Mai. (DNB.) Die belgische Kam- mer sprach der Regierung Janson mit 101 Stimmen gegen 76 das Vertrauen aus unter der Bedingung, daß die Regierung das Gleichgewicht im Haushalt herstellt, weitere Einsparungen erwägt und den Wiederaufbau der belgischen Wirtschaft in Angriff nimmt. Ferner wird die Wiedereinführung der Krisensteuer und Erhöhung der Zölle und Abgaben gefordert. Der Abstirnmungs- sieg der Regierung ist darauf zurückzuführen, daß ein Teil der Katholiken, insbesondere die christlichen Demokraten und zahlreiche flämische Katholiken, der Regierung treu bleiben, da die Bildung einer neuen Regierung, die sich nicht wiederum auf die gegenwärtige Koalition von Katholiken, Liberale und Sozialdemokraten gestützt hätte, von vornherein aussichtslos erschien. Da die konservativen Katholiken gegen die Regierung stimmten, hält man es für nicht ausgeschlossen, daß die konservativen Minister ihren Rücktritt erklären l-erden. Die Slowaken. Die Tschechoslowakei nennt sich so, wett sie nicht nur von tschechischen, sondern auch von slowakischen Westslawen bewohnt ist. Aber praktisch find die Slowaken für die Tschechen lediglich ein Aushängeschild, um die tschechische Vorherrschaft sowohl gegenüber den Sudetendeutschen, wie den Ungarn, wie den Polen, wie den Ruthenen und schließlich auch diesen Slowaken gegenüber aufzurichten. Wahrend des Weltkrieges, als die Tschechen noch nicht „befreit" waren, haben die führenden Männer der tschechischen (Emigration, an erster Stelle Altpräsident M a s a r y t, rntt den slowakischen Auswande* rem in den Vereinigten Staaten in Pittsburg einen Vertrag geschloffen, in dem den Slowaken volle Selbstverwaltung im künftigen tschechoslowakischen.Staate versprochen wurde. Das ist der berühmte Pittsburger Vertrag, von dem die Tschechen behaupten, daß er deshalb nicht gültig fei, weil die slowakischen Auswanderer, die diesen Vertrag unterzeichnet hätten, inzwischen das amerikanische Bürgerrecht erworben haben. Wenn ein Emigrant einem ehrlichen Auswanderer vorwirst, daß er ein Auswanderer ist, so klingt das absonderlich genug. Die Slowaken haben nun beschlossen, die Urschrift des Vertrages nach Europa zu bringen, und haben den polnischen Dampfer „Stefan Batorf" als Reiseschiff für die slowakische Abordnung aus den Vereinigten Staaten gewählt. Diese Abordnung wird in Gdingen von einer slo- wakischen und auch polnischen Abordnung begrüßt werden. Es ist charakteristisch, daß den Tschechen von den Slowaken ein Dokument buchstäblich unter die Nase gehalten werden* muß, um an Versprechungen zu erinnern, die bisher nicht gehalten worden sind. Oie polnische Volksgruppe fordert Selbstverwaltung. Prag, 12. Mai. (Europapreß.) Der Verstand!« gungsausschuh der polnischen Parteien in der Tschechoslowakei veröffentlicht einen Beschluß, in dem es heißt: ,Lur Wiedergutmachung der Ve r l u st e, die die polnische Bevölkerung in der Tschechoslowakei seit dem 20jahrigen Bestehen der Republik erlitten hat, wie auch zur Sicherung dieser Bevölkerung vor einem System, das diese Schäden verursacht hat, ist notwendig: die Rückgabe des Besitzstandes vom Jahre 1918 an die polnische Bevölkerung der Tschechoslowakei und die grundsätzliche Signierung der Rechts st ruktur, innerhalb der sich das Leben der polnischen Bevölkerung bisher vollzog." In dem Beschluß wird dann weiter die völlige Selbstverwaltung der polnischen Volksgruppe in der Tschechoslowakei gefordert Oer Dichter des Odenwaldes. 3um 85. Geburtstage Adam Karrittons am 12 Mai Kurz vor der Jahrhundertwende wurde der Starkenburger Wilhelm Holzamer der erste Pfad- weiser hessischer Heimatkunst. Bald gesellten sich zu ihm Siham Karrillon als Dichter des Oden- waldes und Karl Neurath als rheinhessischer Dichter. Karillons Hauptwerk ist der Roman „M i - chael Hely", der anfangs den Untertitel „Der Dorfteufel" trug. Er erschien zuerst in einer Ludwigshafener Zettung. Von den weiteren Schicksalen dieses Buches erzählte Karrillon einmal, daß der Roman bann einen Buchverleger fand, der kurz darauf jedoch Konkurs ansagte. Die Druckkosten fielen nun dem Verfasser zu. „Eines Tages", jo be- richtet der Dichter weiter, „hatte ich für mein Geld eine Bibliothek von taufend Bänden, einer genau fo wie der andere. Ich begann nun mit den Büchern meinen Ofen zu heizen, aber sie brannten schlecht und wärmten noch viel schlechter." Der ergrimmte Dichter, der damals als Arzt in dem lieblich gelegenen badischen Stäbchen Weinheim wirkte (bas ihn zu , seinem 70. Geburtstage zum Ehrenbürger erwählte), hib nun, was von ben Bänben übrig geblieben war, rntt Petroleum getränt! auf einen Wagen unb kutschierte bamit zur nahen Ruine Windeck, wo er ein Branbgericht vollzog. Doch abermals widerstanden viele Bände dem Flammentode. Einer der angebrenzellen und petroleumduftigen Bände kam einer hochherzigen Dame vor Augen. Sie versenkte sich in bas versengte Buch unb gewann den großen Groteschen Verlag in Berlin für Karrillon . und seinen Hely. — Bücher unb Dichter haben ihre Schicksale. Der Helb dieses in herben Humoren gegerbten Romans wird aus einem verprügelten Tunichtgut, in harter Schule geschunden, ein wackerer Handwerker, doch mit seiner Gefühlszartheit, Natur- und Nächstenliebe unausgesetzt im Mißgeschick verfolgt unb auf Schusters Rappen durch die Wett gehetzt. Als still ergebener und verschlossener Mann kehrt er zur Heimat zurück, wird Glöckner unb Totengräber Er sieht in einem Nachbarorte feine Jugendgeliebte als brave Witwe wieder unb erkennt in beten grunb- guten Sohn fein eigenes Kind. Ein dichterischer Höhepunkt ist es, wie Hely sich ihnen nicht zu erken- nen gibt, doch beiden von feiner Liebeskraft auszu- teilen vermag. Karrillon erzählt die Begebenheiten niü schlichter. Sachlichkeit aus tiefem Bolksgesühl heraus. Nach. sichtslofe Aufrichtigkeit ist seine hervorstechende Eigenschaft. Sein waldfrischer Frohmut wird bald gehoben, bald gedämpft durch knorrig-knurrigen, unerschrockenen Humor, her bald derb, bald streng unb bissig sich zeigt. Dieser Lebens- und Menschenkenner entkleidet die Seele der Landleute unb nimmt ihnen das von anderen aufgeschminkte, unschulbsvolle Friedeglück im Winkel, ohne ihre Tugenden zu unterschlagen. Aus dem weltverlorenen Oertchen Waldmichelbach im Odenwald stammt Karrillon, und die guten Leute dieses Fleckens waren baß empört, als sie sich so unverhohlen geschildert sahen. Doch als bann der Roman berühmt wurde, unb sogax aus dem Norden des Reiches Besucher mit offenen Börsen kamen, um die Waldeinsamkeit zu genießen, ae- lockt durch die Landschaftsmalkunst Karrillons, da versöhnten sie sich gern mit ihrem ßanbsmanne, zierten bas katholische Schulhaus, die Geburtsstätte des Dichters, mit einer Gedenktafel unb machten ihn zu ihrem Ehrenbürger. Der Roman „Die Mühle von Husterloh" führt nach bem hessischen Neckartal, in eine stille Mühle. Dort ist die Mutter Hährle unumschränkte Gebieterin, von hartem Herzen unb kurzem Verstaub Der gute, demütige Vater Hährle hat ein kluges unb sinnendes Auge mitbekommen und ein weiches, tartes, reines Gemüt. Sein einziger Fehler ist die Schwäche gegenüber feinem Weibe. Ihr ist er willenlos unterworfen. Das wohl gegründete Vermögen des Hauses wird durch die Herrin verpraßt, wäh- renb kapitalistische Machenschaften den Kleinbetrieb drosseln. Die Mühle von Husterloh ist ein Ueberrest aus einer untergehenden Kulturepoche. Die * drei Almae matres des Dichters, Gießen, Freiburg und Würzburg, gaben die Umriffe zu einem unterhaltsamen Studentengemäsde. Steht dieser Mühlenroman auch in weitem Abstande von Peter Dörflers großartiger Avollonia-Triloaie, die auch einen Mühlenroman barstsllt, macht sich auch hier unb da ein blasses Doktorstubendeutsch bemerkbar, so blitzt doch oft Karrillons gesunder unb be-ilträftiaer Humor burch. Quellsrisch hat er wieder das Volksleben geschildert, unb zudem ist ber Roman getragen von einer vertieften, trotz Bitternissen weltfteubigen Lebensauffasiung. Aus gleicher Stimmung entstaub, auch nicht ohne zitternde Durakkorde den Menschenglauben hoch unb heilig haltend, „O domina mea“, die treueste Romanspiegelung des eigenen Lebens Karrillon hat als Arzt viel mit Unverstand, Muhmenweisheit, Schmutzerei unb Tücke sich herumbalgeu müssen, hat, um sich davon auszulüftcn, wiederholt als Schiffs- arzt hei Wörmaim-Lmfe bU Wett befahren unb feines Schicksals Schläge hier in ein Werk von schmerzvoller Wirklichkeitskunst zusammengefaßt. Dieses so umflorten wie klaren Auges geschaffene Buch ist bei aller nackten Wahrhaftigkeit durchduftet vom Blütenhauche deutscher Dichtertraumkunst. In dem Obenwaldroman „A b a m s Großvater" hat Karrillon feinem Großvater müiter- lichersetts ein Ehrenmal errichtet. Hier wirb Karrillon fast zum Bauerndramatiker. Hurttg fliegt die Wechselrebe von Munb zu Mund, derb und urwüchsig, hemdärmelig bobennah, wie eben den Oten- roalbern ber Schnabel gewachsen ist. Wieder geht ein ursässiger alter Bauernbesitz zugrunde, wieder durch Beschränktheit, Hochmut und Leichtgläubigkeit, doch nicht eines Weibes, sondern des männlichen Erben. In ben Novellen „B a u e r n g e s e l cht e s" unb in ber Erzählung „21 m Stammtisch zum faulen Hobel" hat Karrillon von feinem Landarztleben, in der „Modernen Kreuzfahrt" seinem ersten Buche aus bem Jahre 1898, von seiner Reise nach bem heiligen Lande, in ber Geschichte „Sechs Schwaben unb ein halber" von einer Weltreise, in ben „Erlebnissen eines Weltenbummlers" seinen Lebenslauf vom ersten Tage an erzählt. Seiber nicht mehr unb noch nicht wieder zeitgemäß ist die Kolonialerzählung „Im Lande unterer Urenkel", in der Togo und Kamerun wohl nicht nur durch die Kraft des Schllderers wie wahre Goldländer erglänzen. Mit Vorliebe tritt Karrillon fast in allen feinen Büchern neckich, spitzig und bissig der hohlen Zivilisationskoketterie auf die Hühneraugen, denen er bann ein Heilpfläfterchen guten HurNors aufpappt. Bei feurigem Weinheimer Riesling hat er einmal erzählt, baß er das elfte Kind des Lehrers zu Wald- michelbach ist. das Gymnasium in Mainz besuchte, ■bei einem Aufstande der Armenier in Konstantinopel war, ein Erdbeben in Kalabrien und einen Ausbruch des Vesuv miterlebte. „Kein Wunder, daß ich auch etwas anderes als nur Rezepte schreiben wollte." Als im Weltkriege fein Sohn als Marinsarzt den Tob fanb, ba flüchtete Karrillon von Weinheim, mo er über dreieinhalb Jahrzehnte praktizierte hatte. Der Kummer trieb ihn von Ort zu Ort: im Umherziehen übte er ärztliche Praris aus 1920 arztete er noch einmal auf einem Schiff, bas zwischen Swinemünde unb Villau Abstimmungsberechtigte unb Gefangene beförderte. Bei ber Uebernahme ber Mannschaft eines in Seenot geratenen Seglers während eines Sturm-s zog sich der 67jähriae ein" ^Verletzung des Brustkorbes zu, die ihn zur Aufgabe des Schifssarztblenstes zwang. Er wählte Wiesbaden za der sich als en Museums Seine Soeben Schild- den ftüheren deutschen Kolonien in Afrika beschäftigt. Dr. Michael Freiherr von T a u b5e , Honorar-- Professor für Völkerrecht an ber Univaersität M un- fter, wurde wegen Erreichung ter* Altersgrenze von den amtlichen Derpfttchttmges erittbunhen. dauerndem Wohnsitz, wo er nun seit 18 Jahren lebt. Und herzliches Anerkennen eines treuen 23er- ehrerkreifes ist ihm sicherer Altersbesitz. Paul Wittko. In Berlin ft a r b im Alter von nahez u 80 Jahren Professor Dr. pbil. Gustav Tornier Kustos um ben Ausbau des Zoologisch Hochsckulnachnchten. In der Reichsamtslettung des NSD.-Dozenten- buntes mürbe* durch ben Reichsdozentenführer, ^-Brigadeführer, Professor Dr. Watter Schultze, eine Hauptstelle Presse unb Propaganba errichtet,- mit deren Leitung er den Pg. Dr. Gerhard Bauz, mann beauftragte. Die Pressestelle hat die Aufgabe, die deutsche Hochschule in der Oessentlichkeit bekannt zu machen unb das Interesse an ihr wach- zuhalten und zu vertiefen. Dafür wurden bei den Gau- und örtlichen Dozentenbundsführungen Pressestellen ins Leben gerufen, die die Verbindung zur Oeffentlichkeit ausrecht halten unb das Aufgabengebiet ter einzelnen Hochschulen in Bezug auf das völkische Leben Herausstellen sollen. — Nunmehr wurden die Presiereserenten des NSD.-Dozenten- bundes erstmalig zu einer zweitägigen Arbeitstagung nach München berufen, auf der alle Fragen ber publizistischen Wirkungsmöglichkeit besprochen wurden. Reichsbozentenführer, ^-Brigadeführer Pros. Dr. Schultze umriß in längeren Ausführungen die 2Iufgaben des Dozentenbundes und stellte die große Bedeutung ber Pressearbeit heraus. Professor Dr. Karl vom Hofe ist durch Verfügung Des Reichs- unb Preußischen Ministers für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung als Nachfolger des nach München berufenen Professors Dr. Meißner auf ben Lehrstuhl ber Auge nheilkunde an ber Universität Köln berufen unb z;um Direktor ber Kölner Universttats - Augenklinik ernannt worden. < Professor Dr. Adolf Walz, Drbiixaruis für Völkerrecht an ber Universität Bresl<äu, wurde in gleicher Eigenschaft an die Universität Köln berufen. Prof. Walz ist Herausgeber des Handbuches für Völkerrecht und der Zeitschrift für Völkerrecht. in Berlin sehr verdient gemacht hat. zialgebiete waren vergleichende Anato nie und Erforschung ber Vorwelttiere. Professor Tornier hat sich auch in zahlreichen Arbeiten mit träten, Krokobilen und Eibechsen in i\ Umsturzversuch in Brasilien gescheitert. Largas behauptet sich gegen einen Aufstand der Integralisten. Rio de Janeiro. 11 Mai. (DNB) In der Nacht zum Mittwoch, um 1 Uhr. brach eine Re- Solutions-Bewegung der Integra- listen aus Um 0.15 Uhr wuroe oer Palast des Präsidenten Dargas von Marinesoldaten oder von Jntegralisten. die als Marinesoldaten verkleidet waren, angegriffen. Präsident Vargas und sein Schwager leiteten persönlich durch zwei Stunden die Verteidigung des Palastes. Ihnen standen 16 Mann Wache mit einem Maschinengewehr zur Verfügung. Schließlich wurde der Palast durch 2000 Mann Polizei entsetzt, die der Polizeichef herangeführt hatte. Während der Kampf um den Palast im Gange war. flammten an verschiedenen Punkten in der Nähe des Palastes Straßenkämpfe auf. Das Signal für den Aufruhr wurde durch Lichtsignale gegeben. Der Kriegsminister ließ alle strategischen Punkte der Stadt durch Sfiezialtruppen besetzen. Der Generalstabschef wurde t n feiner Wohnung angegriffen, konnte sich fedoch nach einem heftigen Feuergefecht in Sicherheit bringen. Auch auf andere Generale wurden Angriffe in den Wohnungen verübt. Das Marinearsenal war von den Aufständischen eingenommen worden, wurde aber nach mehreren Stunden durch Heerestruppen zurückerobert. Die Niederwerfung des Aufstandes erforderte viele Todesopfer. Die Ruhe ist jetzt überall wieder hergestellt und durch die Treue der Wehrmacht gegenüber der Regierung gesichert. Im Zentrum von Rw de Janeiro, wo sich das Hauptguartier der Aufständischen befand, wurden 300 Mann gefangengenommen. Es wurden zahlreiche Waffen beschlagnahmt und belastende Dokumente gefunden. Es verlautet, daß Plinio Salgado der Leiter des Aufstandes war. Mehrere Offiziete des Heeres und der Kriegsflotte sind verhaftet worden. Darunter befinden sich General Klinger, der im Jahre 1932. den Militäraufstand in Sao Paulo leitete, und der Jntegralistenführer Barasosa Lima, bei einem anderen Jntegralistenführer fand die Polizei große Mengen Waffen und Munition. Bei den Zusammenstößen vor dem Präsidentenpalast gab es 9 Tote und 20 Verletzte. Die Vereinigten Staaten von Brasilien stehen seit 1930 unter der Regierung von Dr. Getulio Vargas, dem früheren Gouverneur des südbrasilianischen Staates Rio Grande do. <5ul; seit 1934 l/t Dr. Vargas auth der verfassungsmäßige Staatspräsident, dessen Arbeit, vor allem auf die inner- politische Befriedung der brasilianischen Staaten abgestellt ist. Seine Gegenspieler dabei sind vor allem die Kommunisten unter Leitung der Komintern, die 1935 drei Sowjetgenerale zur Führung des Kommunistenaufstandes entsandte, in zweiter Linie die Jntegralisten, die Grünhemden unter Führung Salgados, die ausgesprochen nationalistische Forderungen wie autoritäre Zentralgewalt, Beseitigung der Bundesstaaterei und der Parteiwirt- fchaft, ferner eine berufsständische Gliederung, eine starke Wehrmacht, Sicherung der Familie, Stärkung der Gemeindeautonomie u. a. m. verlangen. Nachdem Dr. Vargas schon 1934 eine weitgehende Ver- fassungsrevision durchgesetzt hatte, verkündete er am 10. November 1937 im Wege eines Staatsstreiches den „Neuen Staat", schaffte die Parlamente ab, ließ — alles mit Hilfe des Heeres — feine Präsidentschaft um sechs Jahre verlängern und kündigte eine Volksabstimmung über die neue Verfassung an. Diese ist jedoch bisher noch nicht durchgeführt worden. Es scheint, daß jetzt einige Gruppen der Grünhemden-Partei, die sich nach dem 10. November auflösen mußte, zusammen mit Militärabteilungen einen Umsturz versuchten. Die Unzufriedenheit geht auch darauf zurück, daß es dem Presidenten Vargas bisher nicht gelungen ist, der Wirtschaft einen neuen Auftrieb zu geben oder durch neue Handelsverträge für eine Steigerung der Ausfuhr zu sorgen. Brasilien sitzt noch immer auf gewaltigen Vorräten von Rohstoffen fest, für die sich in der Hauptsache nur in Europa ein Markt finden läßt. Es ist auch fein Ausweg aus der Krise, daß die Regierung die Steuerschraube stark angezogen hat, ohne vorher für einen Auftrieb der Wirtschaft zu sorgen. B. R. Amoy von den Japanern besetzt. Englische und amerikanische Kriegsschiffe zum Schutz der Ausländer beordert. H a n f a u, 12. Mai. (DNB. Funkspruch.) Die Landungstruppen der japanischen Marine haben am Donnerstagmorgen die Besetzung der Insel Amoy vollendet. Wie Europapreß über London meldet, wurde schon in den frühen Morgenstunden des Mittwoch in den Straßen von Amoy e r - bittert gekämpft. Die Chinesen hatten starke Verstärkungen herangezogen und Flugstreitkräste eingesetzt. Japanischerseits wurde die ausländische Bevölkerung zum zweiten Male gewarnt, sich nicht in die Kämpfe einzumischen. Man müsie unbedingte Neutralität von ihnen verlangen, andernfalls könnten ausländische Rechte nicht gewahrt werden. Die FUKIEN KWANGTUNG5. SÜD CHINESISCHES MEEfU~ Küstenschiffahrt zwischen Amoy und Hong- kong ist vollständig eingestellt worden. Em großer Teil der Stadt Amoy steht in Flammen. Die Universttät ist zerstört. Teile der britischen O st a f i e n f l o t t e , darunter das Flaggschiff „Cumberland" sind in der letzten Nacht in Richtung Amoy aus Hongkong ausgelaufen. Ein amerikanischer Zerstörer ist zum Schutze der Niederlasiung auf der Kulangsu- Jnsel eingetroffen, während der amerikanische Kreuzer „Marblehead" am Freitag erwartet wird. Die Insel liegt in unmittelbarer Nähe von Amoy. Der Sprecher der japanischen Flotte teilte mtt, daß tn Amoy ungefähr 30 000 Formosaner japanischer Staatsangehörigkeit lebten, durch die Anwesenheit von Teilen der chinesischen Kwantung-Armee sei Amoy zum Mittelpunkt der antijapanischen Aktionen geworden Da Amoy als Eingangshafen der chinesischen Munitionsversorgung gedient habe, sei die Besetzung als ein wichtiges militärisches Ereignis zu werten. * Amoy ist einer der ersten chinesischen Häfen, die dem freien Verkehr mit den europäischen Machten geöffnet wurden. Immerhin geschah das erst 1842, also vor nicht einmal hundert Jahren, und der umstur- zende Wandel, der sich inzwischen auch tm Fernen Osten vollzogen hat, laßt sich gerade aus dieser kurzen geschichtlichen Erinnerung erst annähernd ermeßen. Amoy liegt auf einer Insel und zählt fast 300 000 Einwohner. Amoy ist wichtiger Ausfuhrhafen für Tee und Tabak. Auf einer kleineren Nachbarinsel Kulangsu haben die Ausländer, vorzüglich Engländer und Amerikaner, ihre Wohnniederlasiung errichtet. Die Hafenstadt selbst und ihr Hinterland ist noch nicht an das chinesische Eisenbahnnetz ange- schloßen. Es existiert nur eine kleine örtliche Bahn, die zu einer Nachbarstadt lührt. Wenn in den Nachrichten von einer Unterbrechung des Verkehrs mit Hongkong die Rede ist, so bezieht sich das nur auf den Seeverkehr. DerKamps um die Lunghei-Vahn Japanischer Umklammernngsversuch bei Kweitö. Tokio, Mai. (DNB.) Die Kämpfe um den Besitz der L u n g h a i - B a h n scheinen in das entscheidende Stadium getreten zu sein. Die Japaner haben alle erreichbaren Einheiten in diesem Frontabschnitt ziftammengezogen. Da der Besitz der Lunghai-Bahn für den Fortgang des Krieges von größter Bedeutung.ist, wollen die Chinesen sie mit allen Mitteln verteidigen und haben zu beiden Seiten der Bahn zwei ausgedehnte Stellungssysteme angelegt, die sie durch 400 000 Mann verteidigen sollen. Die Japaner machen den Versuch, die Schlüsselstellung der Chinesen bei Sutschau zu Fall zu bringen und die chinesische Hauptmacht von ihren Rückzugstraßen abzuschneiden. Daher ist ihr Ziel die Wegnahme der Stadt Kweitö an der Lunghai-Bahn westlich von Sutschau, auf die sie aus zwei Richtungen vorstoßen, um an diesem Punkt den Halbkreis, mit dem sie im Norden, Olten und Süden *bie Chinesen umklammern, zu schließen. Die Chinesen führen von Westen her Verstärkungen heran, um den beiden von Norden und Süden auf Kweitö vorrückenden japanischen Truppen in die Flanke zu fallen. Chinesische Flieger bombardieren bie Insel Santschan. Hongkong, 11. Mai. (Europapreß. Funkspruch.) Chinesische Flugzeuge haben am Mittwochvormittag die japanischen Stellungen auf der der portugiesischen Besitzung an der südchinesischen Küste Macao vorgelagerten Insel Santschu, die die Japaner erst vor einigen Monaten zu einem Flugzeug st ütz- punkt ausgebaut haben, bombardiert. Nach chinesischen Meldungen soll hierbei ein japanischer Zerstörer getroffen worden sein. Eine Stunde spater wiederholten die chinesischen Flieger die Bombardierung. Drei japanische Flugzeuge stiegen zur Verfolgung der chinesischen Flieger auf. (Sorgen her Genfer Liga. Die Schweizer Ileutralitätsforderung. - Chilenische Enttäuschung. - Abessinien, Das heiße Eisen. Genf, 11. Mai. (Europapreß.) Die öffentliche Sitzung des Rates der Genfer Liga wurde mit einem Expose des schweizerischen Bundesrats Motta über die schweizerische Neutralität ein» geleitet. Angesichts der Tatsache, daß zwei der drei großen Nachbarstaaten der Schweiz die Genfer Liga verlassen hätten, daß die Vereinigten Staaten ihr nie beigetieten seien, daß auch noch andere Staaten ausgetreten seien, daß die Abrüstung gescheitert fei usw., müsse die Schweiz zu ihrer fahr- hnndertealten Neutralität zurückkehren. Der Rat befaßte sich weiter mit den chilenischen Vorschlägen für eine Reform der Genfer Liga. Der chilenische Vertreter Edwards stellte fest, der Reformausschuß sei zu keinerlei Schluß- folgerungen gelangt. Die chilenische Enttäuschung darüber sei groß. Man habe den deutlichen Eindruck, daß mehrere Mitgliedsstaaten der Genfer Liga sich einer Reform widersetzten. Eine Liga, die, wie die Genfer Liga, Zwangs- Maßnahmen treffen wolle, müsse un i o e rf e H jein. Man suche zwar heutzutage Mittel und Wege, Die Begrüßung des Führers durch Generalfeldmarschall Göring auf dem Lehrter Bahnhof in Berlin. — (Scherl-Bilderdienst-M.) /• v-C>V"VC um gewiße Artikel des Pattes, die sich als außerordentlich gefährlich für den Frieden erwiesen hätten, unwirksam zu machen, aber, diese Methoden, sich in der Praxis von theorettschen Verpflichtunaen zu befreien, wurden der Liga den letzten Rest Der nwralischen Autorität nehmen. Der Patt, wie er heute bestehe, lasse sich nicht mit der mtemationalen Wirklichkeit in Einklang bringen. Mittwochnachmittag hörte der Rat zuerst eine lange Rede des sowjetspanischen Vertreters d e l Vayo an. Dann ergriff der englische Außenminister Lord Halifax das Wort, um in ruhigen, sachlichen Ausführungen die Forderung del Vayos ttach Aufhebung der Nichteinmischungspolitik a b - zulehnen. Jeder Staat habe das Recht, feine eigene Regierungssorm zu bestimmen. Daraus ergebe sich die Notwendigkeit für die übrigen Staaten, im Falle eines Bürgerkrieges von jedem Druck auf das betreffende Staatsvolk — in dem einen oder anderen Sinne — Abstand zu nehmen. Man habe die Nichteinmifchungspolittk gewählt, um zu vermeiden, ,daß sich der spanische Streitfall zu einem allgemeinen europäischen Krieg ausweite. Die Nicht- einmischungspolitik werde fortgesetzt werden, weil sie nicht nur die beste, sondern auch die einzige prakttsche Politik sei. Auch der französische Außenminister Bonnet erklärte, die Nichteinmischungspolitik sei die einzige, die den Interessen des europäischen Friedens wie denen der spanischen Nation gerecht werde. Er hoffe, daß der praktische Plan für Die Zurückziehung der nichtspanischen Kämpfer bald werde in Kraft treten können. Auch der rumänische Außenminister C o m n e n bekannte sich im Namen Des Kleinen Verbandes unD Des Balkanverbandes zu Der Nichteinmifchungspolittk. Er sprach die Hoffnung aus, daß Die englisch-italienischen Abmachungen sowie hoffentlich auch baldige französisch- italienische Abmachungen zu einer Entspannunc auch in Spanien führen mürben. Daß Lit - w i n o w - Finkelstein Del Vayo eifrig sekundierte, konnte nicht Wunder nehmen. Er benutzte wiederum die Genfer Rednertribüne zu einer wüsten bolschewistischen Agitattonsrede. Als' bei Vayo versuchte, bie Debatte in die Länge zu ziehen, erklärte Der polnische Vertreter Komarnicki, Daß sich Polen jeder neu^n Aktion der Liga in Der spanischen Angelegenheit widersetze. Die heutige Aussprache könne in keiner Weise der Befriedung Dienen. HaiieSelaffienachGensabgerelst Die Franzosen fürchten Moskaus Intrigen. Paris, 11. Mai. (Europapreß.) Der Ex-Negus Halle Selaffie ist aus Paris nach Genf abgereift. In Diplomatischen Kreisen ist man über Die Reise Des Ex-Negus nicht erbaut. „Paris Midi" erklärt. Daß Die französisch-italienischen Verhandlungen, Die mit einer Besprechung zwischen Dem französischen Geschäftsträger in Rom Blonde! und dem italienischen Außenminister Graf C i a n o wieder in Gang gekommen sind, unter keinen Umständen durch Den Genfer Theater- coup leiden Dürften. Außenminister Bonnet werde bei Litwinow-Finkelstein einen neuen Schritt unternehmen, Denn man müsse befürchten, daß Litwinow- Finkelstein vom Rat eine Entschließung fordern werde, Die Der englische Außenminister LorD Halifax gerade habe vermeiden wollen. Der „Temps" fürchtet, daß das Verhältnis Englands und Frankreichs zu Italien durch bas Genfer „Manöver" berührt werben könnte Das Blatt gibt Genf ben Ratschlag, bie Wirklichkeit ber Tatsachen nicht zu verkennen. Die abessinische Angelegenheit müsse bringend und endgültig am Donnerstag liquidiert werden, sei es durch einen einstimmigen Beschluß oder, wenn diese Einstimmigkeit nicht zustande kommen könnte, durch kategorische Erklärungen Der Mächte, die entschloßen seien, chre Hand- lungsfreihett wieder aufzunehmen und ihre Be- Ziehungen zu Italien zum besten chrer eigenen Interessen und des allgemeinen europäischen Jnter- eßes zu normalisieren. — „Petit Journal^ nennt bie Genfer Organisation „ein Königreich der Mondsüchtigen und Papageien". Man dürfe nicht vergeßen, baß Halle "Selassie nur ein Bandenchef und Thronräuber sei, der seine Truppen im Stiche gelassen habe, als er an ihrer Spitze vor Dem Feinde stand. Gauleiter Bürckel hat Pg. Dr. Anton Haas- bauer zu feinem Beauftragten für Die kulturellen Fragen in Oesterreich bestellt. Damit fällt dem Ph Dr. Haasbauer Die Aufgabe zu, auf GrunD Der Wiedervereinigung Oesterreichs mit Dem Reich bas gesamte Schul- und Erziehungswesen entsprechend auszurichten und entscheidenden Einfluß auf alle Fragen Der Wissenschaft, Kunst und Volks bilbung auszuüben. O&56M, SlÄ, faute- Schmieroel in der Folterkammer! Was muß das arme Oqi in der Folterkammer des Motors nicht alles aushalten! Unter hohem Druck wird es durch die Kurbelwellenlager gepreßt und in feinem Regen an die heißen Kolben- und Zylinder-Flächen gespritzt. Im Augenblick der Explosion erhöht sich der Druck, der auf einen Kolben wirkt, bis zu 2000 kg. (Das entspricht dem Gewicht eines groben Wagens!) ♦1500°C *2000°C Am Kolben vorbei gelangt das Oel in den Verbrennungsraum. Hier gebt es ihm ganz schlecht. Stichflammen bis zu 2000° wechseln ab mit schwelenden, rußenden Auspuffgasen. Duschen von halb verbranntem Kraftstoff und heißem Landstrabenstaub vermengen sich mit dem Oel. Dabei soll es trotz dieser Marterung einen unzerreißbaren, hauchdünnen Oelfilm auf allen Reibungsflächen bilden, der das Material vor Vernichtung schützt. Nur ein sehr gutes Oel kann solchen Mißhandlungen stand halten. Und: jede OelfüHung wird trotz Oelkühlung und Oelfilter mit der Zeit verschmutzen und unbrauchbar werden. Verstehen Sie nun. xfrarum die Fahrzeuglieferanten regelmäßigen Oelwechsel vorschreiben? Verstehen Sie letzt wie wichtig es ist reinen Schmierstoff zu wählen, der den schlimmsten Foltern standhält: MOBILOEL! iwsv unsere 40jährige Pionierarbeit — mil dem alleinigen Ziel, beste Schmiermittel herzustellen — kommt Ihnen zugute! DEUTSCHE VACUUM OEL AKTIENGESELLSCHAFT Reichsopfertag fürZugendherbergen der Verkäufe p. || . .1 Ae ltereö Istellen?nxb±l Mädchen Kzartikel Gießen, den 12. Mal 1938. Muttertag am Sonntag, 15. 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Nachdem soeben erst ein holländisches Erkundungsflugzeug über dem Zuidersee abgestürzt war, wobei der Flugzeugführer schwer verletzt wurde, stürzte wenig später ein Militärflugzeug bei einem Schauflug über dem Flughafen von Gelbe bei Groningen ab. Das Flugzeug fing dabei Feuer, und die beiden Insassen fanden den Tod. Von einem Lastzug überfahren und getötet Der Unteroffizier Heinrich Ludwig aus Bickenbach an der Bergstraße,befand sich auf der Fahrt rheinaufwärts. Am Ortseingang von Bingerbrück raste das Motorrad gegen einen Lastkraftwagen. Durch den heftigen Anprall wurde Ludwig von seiner Maschine geschleudert und flog in die Straßenmitte. Im gleichen Augenblick näherte sich aus entgegengesetzter Richtung ein Lastzug. Ludwig 8 Todesopfer eines Einsturzunglücks in Rotterdam. In einer Gasse in Rotterdam stürzte eine freistehende Mauer ein. Unter den Trümmern wurden bisher die Leichen von acht Fußgängern hervorgezogen. Man befürchtet, daß noch weitere Personen unter den Trümmern begraben liegen. Durch den Einsturz wurde auch ein in der Nähe liegendes Cafe ernstlich in Mitleidenschaft.gezogen. Das Haus mußte geräumt werden. Bei der eingestürzten Mauer handelte es sich um eine alte Giebelwand, die bei einem vor längerer Zeit erfolgten Straßendurchbruch stehen gelassen worden war. Verheerende Auswirkungen der Trockenheit in England. Die zu erwartenden verheerenden Auswirkungen der seit Monaten in ganz England herrschenden Trockenheit auf die/diesjährige Ernte wurden im englischen Unterhaus zur Sprache gebracht. Don einigen Abgeordneten wurde dabei der Regierung ein Plan unterbreitet, der eine großzügige finanzielle Hilfe für die Bauernschaft vorsieht. Als Entschädigung für die Mißernte sollen den Bauern Millionenbeträge gezahlt werden. Man schätzt die durch die Trockenheit entstandenen Verluste der Landwirtschaft auf zehn Millionen Pfund Am Samstag und Sonntag werden die Reichsopfertage des Reichsverbandes für deutsche Jugendherbergen veranstaltet. Unser Bild zeigt das Modell zu den Erweiterungsbauten der Adolf-Hitler-Jugendherberge inBerchtesgaden. Im Vordergrund rechts der vor längerer Zeit errichtete erste Herbergsbau. — (Scherl-Bilberdienft-M.) Nordeck-Winnener Spar- und Darlehnskassen-Verein Im Auftrag; Weber, Vorsteher. 500-g-Paket 10, 500 g lose 8 ..............Stück 37, 28 ..................Stück 55 | Kaufgesuche | Gut erhaltene Badewanne zu kauf, gesucht. Schr.Angeb.unt. 02253 a.d.G.A. Freitag: 20-22.15 Uhr. 81. Freitag-Miete Candida Mysterium von Bernard Shaw. Spielleitung* Wolfgang Kühne. Preise: RM. 0.60—3.00. Heinrich Schäfer aus Launsbach. Es war ihm leider nicht mehr vergönnt, sein 25iähriges Arbeitsjubiläum am 30. Mai 1938 in unserer Mitte zu feiern. Wir verlieren in ihm einen treuen Mitarbeiter, dem wir stets ein ehrendes Andenken bewahren werden. Denke auch Du > an Deine Mutter! Plötzlich und unerwartet verschied am 11. Mai unser Rechner Herr Johannes Seim im 50. Lebensjahr. Seine treue, aufopfernde Arbeit für den Verein und seine beratende Tätigkeit für die Mitglieder wird uns allen unvergessen bleiben. Wir werden ihm dieses über das Grab hinaus zu danken wissen. „W-MieD Patent-Waschpumpe wird bezirksweise gegen kleine Kaution vergeben. Anfragen erbeten unter P. V. 2381 an l 3260V Annoncen-Bi*scher. Sieeren. Tüchtige erste Piitartetoio gesucht. Schr. Ang. unt. 02175 a.d.G.A. zum 1. Juni gesucht. 3264Ö Kaiseralleell Feinste Fischfilets von Seelachs, Kabliau Goldbarsch und Schellfisch ff Maifische, Makrelen, Heilbutt, Seehecht usw. Den, und 1 Kinder" Mbsich°-L ta-s xS»- führenden ausgebeutetes zugleich, allem -i-n “"C <8 selten in?’** blieb bei chle" Geldes mietete trat bann H ff mühsame und c klüftete Gebirge Gebiete, die N erreichte die Ko Wildnis gelegen Ein Frau harp gann sogleich m waschens am Schwarzen und finden. K r 0 k und auch §ve tilien angegrisic großen Schäfer merkwürdige Fr und sie stets vm wurdWEves tr war schon wille geben — da be Hund im Flußs einige glitzernd kratzte. Sie be ihrer Freude, war. Eve rief ihre neue Grabung wurden große gefördert. Da nächsten Stadt Die Arbeit de mühevoll. Ers Eingeborene 1 namens Käi im Bungalow täglich wachsen würbe bie 2Irb fjaltiqe Strecke a herausgewaschen Führung der ■ Boys gehorchte, Kamps mit' Bald aber bi los mitarbeiteti der Kolonne । gefaßt hatte, weißen Frau in ihm, und ol liche Beteiligui D°n Kämbel du Aus aller Wett. Oie Eingliederung in den AS.-Iteichskriegerbund. Berlin, 11. Mai. (DNB.) Der Reichskrieger- führen, ^-Gruppenführer Generalmajor a. D. Reinhardt, hat für die vom Führer und Reichskanzler verfügte Eingliederung der Regimentsverbände und sonstigen Bünde oder Verbände ehemaliger Truppenteile in den Neichskriegerbund Richtlinien herausgegeben. Der Reichskrieaerführer fordert die Bundesführungen der bisher bestehenden Verbände dieser Art sowie die Führer der Regimentsoffiziersvereinigungen auf, sich unverzüglich schriftlich bei der Reichskriegerführung Berlin W 30, Geisbergstraße 2, anzu melden. Hierbei find nähere Angaben über Führung, Stärke und Aufbau der Bünde zu machen sowie die zur Zeit gültigen Satzungen beizufüaen. Don dieser Anordnung nicht berührt sind der Soldatenbund, der NS.-Marinebund, der Luftwaffenbund und der Reichstreuebund, diese Verbände haben die Weisungen ihrer bisherigen vorgesetzten Dienststellen abzuwarten. In Kassel fand eine Kreisführerversammlung des Landesgebietes Fulda-Werra des Nationalsozialistischen Reichskriegerbundes jiaft," die sich mit dem Zusammenschluß allere Soldatenbünde befaßte. Das Landesgebiet Fulda-Werra im bisherigen Reichs- kriegerbund Kyffhäufer umfaßte in der Gebiets- infpektion Hessen 1963 Kameradschaften mit 114 000 Mitgliedern und in der Gebietsinspektion Thüringen 1800 Kameradschaften mit 99500 Mitgliedern. Der Landesgebietsführer, ^-Oberführer Generalleutnant a. D. Fett, hob die große Bedeutung des Zusammenschlusses aller Soldatenbünde im Nationalsozialistischen Deutschen Reichs- triegerbund hervor, der dem Führer und Reichskanzler persönlich und unmittelbar unterstellt wurde. Vater und Sohn, Großvater und Enkel, Teilnehmer des Weltkrieges und junge Reservisten der Wehrmacht werden in der gleichen Organisation stehen und gemeinsam ihre vaterländischen Pflichten als ehemalige aktive Soldaten erfüllen. Wie für die junge Wehrmacht, so sei auch für die «alten Soldaten eine Arbeit im Dienste des Reiches undenkbar ohne engste Verknüpfung mit der NSDAP. Bis zum Herbst werde der Nationalsozialistische Deutsche Reichskriegerbund seine Aufstellung beendet haben. Die Kameraden aller Wehrmachtsbünde, des RDO., der Waffenri-nge, der Regimentsverbände und sonstigen Organisationen, aber auch lalle, die bisher keiner Soldatenorganisation angehörten, seien willkommen. Die Kreis- und Bezirksführer berichteten über die Eingliederung der militärischen Verbände, über deg Schießdienst, die Propaganda sowie Fragen sozialer Art, wie das Unterstützungswesen, Fechtwesen und Versicherungswesen. ___________________________________ (rund 125 Millionen Mark). Die gesamte (Ernte dürfte nach den bisher angestellten Untersuchungen vernichtet oder aber zum größten Teile wertlos gemacht worden sein. Da man schon heute nicht mehr in der Lage ist, das Weideoieh ordentlich zu füttern, rechnet man die Verluste der Milcherzeugung im Monat Mai auf nahezu 45 Millionen Liter. Der Landwirtschaftsminister Morrison konnte noch keine brauchbaren Vorschläge zur Linderung der zu erwartenden Not der englischen Bauernschaft machen. Der Minister betonte, man könne nur hoffen, daß möglichst bald Regen falle, damit noch ein möglichst großer Teil der Ernte gerettet werden könne. In England erinnert man sich nicht, im letzten Jahrhundert einen so trockenen Vorsommer erlebt zu haben. Wieder ein Nordlicht gesichtet. In der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag war in Breslau zwischen 0.50 und 1 Uhr am Himmel aus nordnordwestlicher und nordöstlicher Richtung das wunderbare Schauspiel eines Nordlichts zu beobachten. Wie erinnerlich, wurde ein Nordlicht zuletzt am 22. Februar d. I. an vielen Orten Deutschlands gesehen. Wetterbericht Von den Azoren erstreckt sich über Frankreich nach Deutschland eine Hochdruckbrücke, unter deren Em- sluß wärmeres und fteundlicheres Wetter herrscht. Zwischen Island und Schottland macht sich ein von England bis nach Norwegen erstreckender Regenausläufer bemerkbar, der sich in mehr nordöstlicher Richtung verlagert, so daß für unsere Gebiete heiteres, vorübergehend wärmeres Wetter hervorgerufen wird. AussichtenfürFreitag: Heiter bis wolkig, Temperatur bis über 20 Grad ansteigend, nachts mild, mäßige südliche Winde, trocken. Aussichten für Samstag: freundlich und warm. Lufttemperaturen am 11. Mai: mittags 16,6 Grad Celsius, abends 8,7 Grad; am 12. Mai: morgens 6,3 Grad. Maximum 17,2 Grad, Minimum heute nacht 0,9 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 11. Mai: abends 16,1 Grad; am 12. Mai: morgens - 10,4 Grad. — Sonnenscheindauer 11,4 Stunden. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder? Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. IV. 38: 9614. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K -G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs* preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. | Mietgesuchej JungcMhcvaar (2 Person.) sucht 2 bis 3 Zimmer und Küche. AusWunschMie- tc im voraus Schritt!. Anaeb. unt. 02259 an d^ Gießen, Anzeig. W Heule K 20—22 Uhr. Außer Miete! Einmaliges Gastspiel des Ballett Raimonds vom Prince of Wales u. Empire Theatre London. Preise; RM. 0.60-3.00. l,222V Passende Geschenke im Fachgeschäft der emmcrlchcr roarervftpcdition 6mto. 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Verloren! Lang.BerDsleinketle aufdemWeg von Seltersweg Hin- denburgwallzurn Nahrungsberg. Abzugeben geg. hohe Belohnung Nabrungc, der bei der Arbeit einen Armbruch erlitt, und der AÄretter Wilhelm Schäfer aus Klein-Linden, der mit seinem Rad so unglücklich stürzte, daß er einen Arm- und Schulterbruch davontrug. Sämtliche Verunglückten mußten nach Gießen in die Klinik verbracht werden. wurde er zum Rtttarbeiter an dem neuen historischen Allas für das Straßenwesen Deutschlands, der von Geh. Rat Kötzschke, Leipzig, und Walter Vogel, Berlin, herausgegeben wird, beauftragt, und zwar mit der Arbeit „Mittelalterliche Sttaßen Deutschlands um 1500". Aus seiner fruchtbaren wis- senschafllichen Tätiqkett schaffen die von ihm her- , ausgegebenen Arbeiten „Vorgeschichtliche Straßen m den Sachsenkriegen Karls des Großen", die auch das Gebiet der Wetterau berühren, ferner „Sied- lungskundlicher Beitrag zum Problem $er Urlani« schäft im westfälischen Raum" und ,Lur Geschichte des Straßenwesens im nieder-hessischen-südhannover- schen Grenzgebiet", aus der Schriftenreihe des Generalinspektors für das deutsche Straßenwesen in verkehrsgeschichtlicher und wirtschaftlicher Hinsicht die Verbindung mit dem oberhessischen Raum. SOM.-Llntergau 116. Befr. Sportabend der Mädelgruppe 2/116 Gieheu-Rord. heute Donnerstag, um 20.15 Uhr, pünktlich, treten alle Mädel der Mädelgruppe 2/116 Gießen- No rd an der Schillerschule mtt Sportzeug zum Sportabend an. Alle Beurlaubungen für den Sport- abend sind heute aufgehoben. Entschuldigungen werden nur vorher bei der Gruppensportwartln angenommen. Die Sportwarttn der Mädelgruppe 2/116. Eine Raumordnungsarbeit. Vor einigen Wochen wurde Bürgermeister Prof. Dr. Hamm von der Landesregierung der Auftrag erteilt, für die Städte Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach einen Generalplan für die Raumordnung und für die Lösung gemeinsamer wirtschaftlicher Aufgaben auf diesem Gebiete auszuarbeiten. Mit dieser Arbeit ist Bürgermeister Dr. Hamm gegen- roärtig noch beschäftigt. Die Arbeit hat er als einen Gonberauftrag neben seinen dienstlichen Pflichten in unserer Stadtverwaltung zu erfüllen. Zum Truppenübungsplatz abgerücki. Im Laufe der letzten Nacht ist unsere Gießener Artillerie-Wieilung zu einer zweiwöchigen Uebungs- zeit auf einem Truppenübungsplatz abgerückt. Unsere Artilleristen werden, ebenso wie unsere 116er, in den letzten Tagen des Mai hierher zurückkehren. „ SA.-Platzkonzert. Zur Förderung des Großstaffellaufes „Rund um die Anlagen" am kommenden Sonntagvormittag wird der Musikzug der SA.-Standarte 116 um 10.30 Uhr ein Platzkonzert vor dem Stadttheater geben. Unter der Anklage der Steuerhinterziehung. Landkreis Gießen. # Mainzlar, 11.Mai. Der hiesige Verein für Krankenpflege hielt unter Leitung seines Vorsitzenden, Bürgermeister Kreiling, in der Gastwirtschaft von Müller seine Generalversammlung ab. Dem Verein gehören 145 Mitglieder an. Der Bericht des Rechners Wehn wurde mit Dank für seine sorgfältige Geschäftsführung entgegengenommen und gutgeheißen. Der Vorsitzende sprach allen Freunden und Förderern des Vereins für ihre Unterstützung seiner Arbeit, besonders aber den Mit- gliedern und vor allem der Schwester Margarete herzlichen Dank f*r die opferfreudige Mtt- arbeit aus. i$. Das Landgericht Gießen verurteilte am 15. Oktober 1937 den Angeklagten Karl Sch. aus Leihgestern wegen Vergehens gegen die Zweite Steueramnestie-VO. von 1931, sowie wegen fortgesetzter Hinterziehung der Vermögens-, Einkommen-, Gewerbe- und Umsatzsteuer zu drei Monaten Gefängnis und Geldstrafen von insgesamt 20 000 Mark. Der Angeklagte, der einen handel mit Deien, Fetten, Seifen und Waschmttteln betreibt und einen erheblichen Umsatz erzielte, hat nach der Auffassung des Landgerichts von 1924 bis 1934 dadurch erheb- liche Einnnahmen und Umsätze der ordnungsmäßi- gen Versteuerung entzogen, daß er geheime Kassenbücher, später sogar ein geheimes Kontokorrentbuch führte, jahrelang in Hamburg ein zweites Postscheckkonto und später besondere Bankkonten unterhielt, deren Eingänge aus den Geschäftsbüchern nicht er« sichtlich waren. Alles in allem soll er bie Einnahmen absichtlich niedrig gehalten und die Ausgaben ab« sichtlich erhöht haben, so daß eine erhebliche hinter- ziehung von Steuern vorlag. Aus die Revision des Angeklagten hat jefet der 1. Strafsenat des Reichsgerichts erneut Prüfung und Entscheidung der Sache durch das Landgericht an- geordnet und zu diesem Zwecke das bisherige Urteil aufgehoben. Der sehr umfangreiche Sachverhalt, ebenso wie die Berechnung der hinterzogenen Beträge bedarf noch der wetteren Klärung nach ver- schiedenen Richtungen, ehe eine abschließende Prüfung möglich ist. (1 D 78/38. —10.5.1938.) mancherlei frohe Geselligkeit. > Holzheim, 11. Mai. Nachdem die hiesige Landwirtschaftliche Kredit-, Bezugs- und Absatzge- nossenschaft eine Hederich-Spritze angeschasst hat, ist in unserer Gemarkung eine Bekämpfung s a t • tiongegendenhedderichim Gange. Dover werden alle Grundstücke mit Sommerfrucht gespritzt. (X) Eberstadt, 10. Mai. Im Gasthaus von Felsing fand unter Leitung von Bürgermeister Görlach ein Kameradschaftsappell der Kriegerkameradschaft statt. Der Schnft- mart Kam. Wehrum machte Mitteilungen über den angeordneten Zusammenschluß der allen Soldaten 'in dem NS.-Deutschen Reichskriegerbund „Kyffhäuser". Ferner wurde über die geplante Kameradschaftsfahrt an den Rhein und über die Beteiligung an der Feier des 65jährigen Bestehens der Kriegerkamercäschaft Lang-Göns gesprochen. Schießwart Müller gab bü* Bestimmungen für das Bundesschießen 1938 bekannt. Sodann überreichte Kam. Helmes (Oberhörgern) das Kyff- häuser-Ehrenzeichen 2. Klasse an die Kameraden Görlach, Bender und W e h r u m. Der Appell fand dann in gewohnter Weise seinen Abschluß. * Hungen, 11. Mai. Unsere Oberschule (Realschule) konnte zu Beginn dieses Schuljahres 21 Kinder in die 1. Klasse aufnehmen, so daß sich die Gesarntschülerzahl trotz schwacher Besetzung der oberen Klassen auf 70 erhöht hat. Da auch wetten hin mit starken Aufnahmeziffern zu rechnen ist, wird die Oberschule in zwei Jahren voraussichtlich einen Stand von 90 bis 100 Schülern erreichen. Diese günstige Entwicklung macht die Schaffung eines Schulneubaues notwendig, mtt dessen Errichtung noch in diesem Jahre gerechnet werden muß, da nur noch die Genehmigung des Reichs- innenminifteriums aussteht. gfs. Inheiden, 9. Mai. Eine zettgemaße @e< . richtschau wurde hier in der Frauenschaft gezeigt. Unter Verwendung einheimischer Lebensmittel, die reichlich vorhanden sind, wie Kartoffeln, Wintergemüse, Hammelfleisch und Fisch, waren abwechslungsreiche Speisen durch die Abteilung Volkswirtschaft-Hauswirtschaft unter der Leitung von Frau Käs hergestellt worden. Alle Gerichte, auch die verschiedenen Kuchen, waren gut gelungen und . fanden als Kostproben allgemeine Anerkennung. An, - der Veranstaltung nahmen 44 Frauen teil. ZO rhein-mainische Zugendherbergen. LPD. Im Arbettsgebiet des Landesverbandes Rhein-Main im Reichsoerband für Deutsche Jugendherbergen, das den Taunus, Westerwald, Vogels- berg, Odenwald, Rheinhessen und einen Teil der Rhön umfaßt, sind insgesamt 7 0 Jugendherbergen vorhanden, die im Laufe der letzten fünf Jahre ausgebaut und neu hergerichtet wurden. Ferner wurden sie mit neuem Gerät versehen, so daß die bestehenden Herbergen jetzt allen Anforderungen, die an eine neuzeitliche Jugendherberge gestellt werden, voll unb ganz entsprechen. Seit 1933 wurden folgende Jugendherbergen neu errichtet: Gersfeld in der Rhon nut 160 Betten, herchenhain mit 100 Betten, Wies- baden mtt 380 Betten, Oppenheim mit 70 Betten, Biedenkopf mit 60 Betten, Neckarsteinach mit 60 Betten, Schlüchtern mtt 60 Betten, Katzenelnbogen mit 50 Betten, Kempten (Kreis Bingen) mü 50 Betten, Sand placken im Taunus mit 60 Betten und Emmershaufer Mühle mit 200 Betten. Die Uebernachtunaszahlen stiegen von 228 339 im Jahre 1933 auf 408 952 im Jahre 1937. Die Uebernachtunaszahl der Ausländer stieg von 4478 im Jahre 1933 auf 16160 im Jahre 1937. Den größten Ausländerbesuch hatten die Jugendherbergen Wiesbaden, Rüdesheirn, Frankfurt a.M. für feine treuen Dienste aus. ** Preußisch-Süddeutsche Staats- lotterie. Die Ziehung der 2. Klasse der laufen« den (51./277.) Lotterie findet am 24. und 25. Mai statt. Schluß der Erneuerung 17. Mai. Vorbildliche Kameradschaft. Marburg, 11. Mai. (Lpd.) Der SA. -Pionier st u r m begab sich an den letzten Sonntagen nach dem Kreisort Mardorf, wo ein Sturm« tamerab, Vater von acht Kindern, ein Siedlungshaus bauen wollte. Die Sturmkameraden stellten sich freiwillig zur Vornahme der Ausschach- tungsaro eiten, zum Steinbrechen, sowie zur Anfuhr der Steine zur Verfügung. (Odenwald) wird in diesem Jahr mtt hllfe des Staates zur hessischen Jugendburg ausgebaut. Die viel besuchten Jugendherbergen in Zwingenberg unb Heppenheim, auf dem Sandplacken und m Miltenberg erfahren in biefem Jahr eine Vergrößerung. am 27. November statt. Als Preisrichter sollen die Herren Kolter (Bad-Nauheim), Dörr (Neuenhain) und Weber (Weinheim) gewonnen werden. Jedem Verein bis zu 20 Mitgliedern wird es zur Pflicht gemacht, fünf Nummern auszustellen, bei mehr als 20 Mitgliedern haben die Vereine mit zehn Nummern die Ausstellung zu beschicken. Sodann wurden die Termine für weitere örtliche Geflügelschauen bekanntgegeben. Es wurde darauf aufmerksam gemacht, daß nur denjenigen Vereinen Genehmigung zur Abhaltung einer Ausstellung erteilt wird, die bis zum 15. Juli ihre Beiträge von 0,85 Mark für das Mitglied an die Kreisfachgruppe einbezckhll haben. Es sollen voraussichtlich statt- inden: die Jubiläumsschau in Lang-Göns am 12. und 13. November, die Jubiläumsschau m Allendorf a. d. Lda. am Sonntag nach der Reichsschau, die Ausstellungen in Großen- Linü en am 5. und 6. November, in Holz- Heim am 19. und 20. November und in Klein- Linden am 22.Januar. Eingehende Behandlung widmete die Hauptversammlung auch der Arbeit der Beratertätigkett durch die VeremsmitgliAer in den ländlichen und bäuerlichen GeflügelhaUungen. Herr Heß bat um stärk- ften AuSbau dieser Beratungen in Bezug auf Aufklärung über Stallbau, Fütterung, Reinigung und Tierhaltung. Mitglied Lehrer Drauth (Hattenrod) erklärte seine Bereitwilligkeit, an einigen Orten in Lichtbildervorträgen auf die Bedeutung der Geflügelzucht, namentlich der Rassegeflügelhai' tung, hmzuweisen. Nachdem noch aus der Versammlung heraus dem Kreisfachgruppenführer Heß und den übrigen Vorstandsmitgliedern herzliche Worte des Dankes und der Anerkennung für ihre uneigennützige Arbeit an den großen Ausgaben der Geflügelzucht ausgesprochen waren waren, schloß Herr h e ß die Versammlung und forderte auf, sich ganz in den Dienst der guten Sache zum Wohle von Volk und Kreisgruppenleiter Ludwig Heß (Watzenborn- Steinberg) erstattete zunächst den Geschäfts- und Jahresbericht, aus dem nachstehendes entnommen ist: Das verflossene Jahr brachte der Geflügelzucht gute Fortschritte. Wenn auch in unserem Kreis als größere Schau nur die Kreisausstellung in Großen-Buseck durchgeführt werden konnte, so erbrachte diese mit 308 Nummern beschickte Anstellung doch den Beweis, daß die Kreisgruppe Siezen mit ihren Erfolgen zufrieden sein konnte, wie nes auch durch die Anerkennung des auf der Kreischau anwesenden Landesfachgruppenvorsitzenden Ackermann (©prenblingen) bestätigt wurde. Der Kreisgruppenvorsitzende gab ferner bekannt, daß denjenigen Züchtern, deren Tiere auf der Kreis- schau einen Zuschlagspreis verliehen wurde, nachträglich auch noch die Klassenpreise auSbezahll werden sollen. Den Rechnungsbericht erstattete Kreisgruppen- (affenmart Hergert (Gießen). Er zeigte in Einnahme 610,06 Mark, in Ausgabe 527,44 Mark, so daß ein Ueberschuß von 82,62 Mark zu verzeichnen ist. Die Rechnung war von den Mitgliedern Bauer (Gießen) und May (Lana-Göns) geprüft und für richtig befunden worden, so daß die mustergültige Kassenführung Genehmigung und Anerkennung Unfall durch vorschriftswidriges Kahren Auf der Landstraße in der Gemarkung Allendorf (Lahn) fuhren am Die ns ta gnach mitta g zwei 12 Jahre alte Mädchen auf ihren Fahrrädern in vorschriftswidriger Weise nebeneinander her, anstatt — wie die Straßenverkehrsordnung es vorjchreidt — hintereinander. Bei diesem verkehrten Fahren gerieten die Mädchen mit ihren Rädern so nahe aneinander, daß sie zusammenstießen und beide stürzten. Jin gleichen Augenblick kam ein Auto gefahren, das bei dem unvorhergesehenen plötzlichen Sturz der Mädchen eines streifte und verletzte. Das durch das oer- kehrswidrige Fahren verunglückte Kind mußte nach erster ärztlicher Hilfeleistung nach der elterlichen Wohnung in Allendorf (Lahn) gebracht werden. Allerlei Unfälle. In Beuern erlitt die Landwirtsfrau Anna Arnold durch einen unglücklichen Fall einen Beinbruch. — Der Maschinenarbeiter Konrad Stück- r a t h in Heuchelheim zog sich bei der Arbeit an der Bandsäge eine schwere Verletzung der linken Hand zu. — Ebenfalls bei der Arbeit ver- unglückten der Arbeiter Wilhelm Launsbach aus G r o ß e n - L i n d e n , der einen schweren Unterschenkelbruch davontrug, der Hilfsarbeiter Ludwig Gonder in Allendorf a. d. Ld a., der einen Unterschenkelbruch und erhebliche Fleisch- wunden erlitt, der Arbeiter Ludwig Klingel- Höfer aus Watzenborn-Steinberg, dem an seiner Arbeitsstätte in Gießen ein Stück Eisen auf den Kops fiel, wodurch er eine schwere Gehirn- erschütterun'g erlitt, ferner der Arbeiter Rudolf Hofmann aus Mainzlar, der mit der Hand zwischen zwei Rollwagen kam und dadurch schwere Ein Leichtathletikfest mit ganz ausgezeichneter Besetzung wird anläßlich des 35jährigen Bestehens des 1. SD. Jena am 22. Mai in Jena ab- gewickelt. U. a. haben gemeldet: Karl Hein, Erwin Blast, Hans Wöllner, Luz Song, Alfred Dompert, Iwndfunkprogramm Freilag, 13. Mai. 5 Uhr: Frühmusik. 5.45: Ruf ins Land. 6: Morgenlied. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause. 9.40: Mutter turnt und spielt mit dem Kind. 10: Schulfunk. 10.30: Wehe, wenn sie los-- gelassen! 11.55: Offene Stellen. 12: Mittagskonzert. 13 Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Werkskonzert. 15: Kleines Konzert, 15.30: heldisch leben, heißt gefährlich lebem 15.45: Die Volksschullehrerin. 16: Nachmittagskonzert. 18: Zeitgeschehen. 18.30: Der^ fröhliche Lautsprecher. 19: Nachrichten. 19.10: Dem Opernfreund. 20: Konzert. Hundertjahrfeier des 1. Deutschen Sängerfestes von 1838 in Frankfurt a. M. und der Mozart- Stiftung. 21.30: Wer lacht mit? 22: Nachrichten. 22.30: Tanz und Unterhaltung. 24 bis 1: Nachtmusik. Samstag, 14.2Hai. 5 Uhr: Frühmusik. 5.45: Ruf ins Land. 6: Fuge in A-dur, von Bernhard Dreier. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause. 9.30: Nur Frankfurt: Gaunachrichten. 9.40: Deutschland — Kinderland. 9.50: Das Trinken im Dolksmund. 10: Schulfunk. 11.40: Volk und Wirtschaft. 11.55: Offene Stellen. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Non-stop-Äabarett. 15: Bilderbuch der Woche. 15.30: Zum Reichswerbe- und Opfertag des Deutscken Jugendherbergswerkes: Woll'n uns auf die Fahrt begeben, das ist unser schönstes Leben! 16: Beschwinge Weisen. 18: Zeitgeschehen. 18.30: Der fröhliche Lautsprecher. 18.50: Sport des Tages und für den Sonntag. 19: Nachrichten. 19.10: Neue deutsche Fliegermustk. 20: Zwei Stunden — wie gefunden! 22: Nachrichten. 22.30: Unterhaltungs- und Tanzmusik. 24 bis 1: Nachtmusik. Immer reichlich gute, volle Soße zu allen, auch zu „trockenen" Gerichten. Das ist sehr einfach mit MAGGI Bratensoße. Mit wenig Zutaten gibt sie feine Sahnen-, ä A A A IC ___■_____ _ Senf-, Zwiebel-, Tomaten-, Speck- oder Madeira-Soße. D ^Cl 18HS0D8 it> der gelber Mea Packung SJl.-^pOTt Warum Vasketball? Diele Turn- und Sporlkameraden können sich, wenn sie das Wort Basketball lesen, noch wenig darunter oorstellen. Es ist eigentlich sonderbar, daß dieses Spiel, das insgesamt 24 Millionen aktive Spieler in allen Ländern der Welt aufweist, erst in Jüngster Zeit bei uns Eingang findet. Frantreiä;, Italien, England, Lettland, Polen, Bulgarien, die Tschechoslowakei, Litauen und Estland haben große Basketballverbände, und zu den Wettspielen kom- men Zehntausende von Zuschauern. Fragen wir nach dem Warum unseres Rückstandes in dieser Spielart, so kann man verschiedene Gründe anführen. Erstens hatten wir neben Fußball als großes Kaprpfspiel Handball, zwellens verwechselle man Basketball immer mit dem allen Korbballspiel, das mit seiner Saft- und Kraftlosigkeit nicht im entferntesten an Basketball heranreicht Das Reichsfachamt hat deshalb auch bewußt den für uns etwas fremden Namen des Spieles beibehalten. Was sind nun die besonderen Werte und Vortelle des Basketballspieles, die seine Einführung rechtfertigen? Vorweg sei gesagt, daß Basketball von Männern und Frauen gespielt werden kann. Sage keiner: Basketball ist fein Kampfspiell Es verlangt Körpereinsatz bis zum Letzten, nur, daß dieser Körpereinsatz viel strengeren Regeln unterworfen ist, als bei allen anderen Spielen. Nirgends ist auch die ständige Bereitschaft, der ständige Einsatz größer, als bei Basketball. Kaum ein Spiel stellt diese hohe Anforderung an Körperbeherrschung und Reaktionsvermögen. Das kleine Spielfeld zwingt dazu, jeden Moment zu nützen, den Gegner zu überlisten, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Oft hört man sagen: Basketball ist ein Spiel für große Leute, so ungefähr zwei Meter und größer. Wer gute Basket- ballmannschaften gesehen hat, weiß, daß diese Ansicht völlig irrig ist, denn die Länge geht zu Lasten der Schnelligkeit. Der Schiedsrichter hat mehr als in jedem anderen Kampfspiel das Heft in der Hand, und die Regeln sind verdammt streng. Die geringe Spielerzahl (5 Spieler) und das kleine Spielfeld (25X15 Meter) sprechen ebenfalls für die Einführung des Spieles. Kleinere Vereine sind dadurch in der Lage, Mannschaften zu stellen, unb bei jeder Halle und auf jedem Sportplatz (kann ein Spielfeld eingerichtet werden. Am besten sind natürlich die Gemeinschaften dran, die eine Halle besitzen. Sie können das Spiel den ganzen Winter über betreiben, was besonders für die Leichtathleten von großem Vorteil ist, da Wendigkeit, Startvermögen und Sprungkraft grundlegende Züge des Spieles darstellen. Es sei hier verraten, daß unsere Fußballspielspitzenkönner auf den Reichslehrgängen Basketball zum Ausgleich spielen. Wir im Gau Hessen wollen bei der Einführung unb Verbreitung des Basketballspieles nicht hinter anderen Gauen zurückstehen. Dos Gaufachamt fetzt sich In dankenswerter Weise dafür ein, unb Lehr- Gänge an ber Gausportschule in nächster Zeit sollen dazu beitragen, das Spiel ben Vereinen des Gaues bekannt zu machen und Anhänger zu werben. Eine gute Pflegestätte hat das Spiel im Kreise 8 Gießen gefunden. Vier Mannschaften nehmen am 14-/15. Mai an einem Städteturnier in Bad Kreuznach teil, und der Männerturnoerein Gießen hat eine Männer- unb eine Frauenmannschaft für das erste große Deutsche Basketballturnier auf dem Turn- und Sportfest in Breslau gemeldet. Misterschaflsfchießen der deutschen Zager. Alle Gaue verbessert. Am Mittwoch, dem dritten Tage der Meister- sckaftswoche der Jäger, war Generalforstmeister Albert in der Versuchsanstalt für Handfeuerwaffen in Berlin-Wannsee erschienen. Fast alle Gaumannschaften, die an diesem Tage anzutreten hatten, zeigten sich gegenüber ben Vorjahren stark verbessert. Mit Büchse, Pistole und Flinte^ erzielle ber Jagbgau Ostpreußen 2015 Punkte unb kam damit in der Gesamtwertung der Mannschaften auf ben fünften Platz vor. Auch ber Gau Mecklenburg, ber in Bergkemeyer aus Leezen mit 535 Punkten seinen besten Schützen hatte, schob sich mit 2005% Punkten auf ben siebenten Platz vor. — Weitere Ergebnisse: Baben-Norb 1921%, Kurpfalz 1907 %, Mittelfranken 1907%, Anhalt 1871%, Nieberbayern 1811%. In der Gesamtwertung ber Mannschaften ergibt sich nach bem britten Meisterschaftstage folgenber Stanb: 1. HinterpommernI 2163%, 2. Hannover 2134%, 3. Groß-Berlin I 2102%, 4. Hinterpommern II 2065%, 5. Ostpreußen 2015, 6. Braunschweig 2012%, 7. Mecklenburg 2005%, 8. Nassau 1991%, 9. Hamburg 1977%, 10. Schlesien 1937%. Schmeling - Louis unterzeichnet. Am Mittwoch wurde in Neuyork vor ber Boxkommission ber letzte Schritt gegen alle Boykotthetzer getan, die immer noch glaubten, bem Weltmeisterschaftskampf im Schwergewichtsboxen zwischen dem Titelhalter Joe Louis und seinem deutschen Herausforderer Max S ch m e l i n g entgegenarbeiten zu können. Beide Kämpfer, der „Braune Bomber" uno der „Schwarze Ulan vom Rhein" erschienen vor der Neuyorker Kommission unb unterzeichneten in feierlicher Werse den Vertrag, der ben Weltmeisterschaftskampf zum 22. Ium 1938 festsetzt. AS.-Kampsspiele 1938. Die Ausschreibung. Der Chef des Hauptamtes Kampfspiele, SA.- Obergruppenführer intb Reichsfportfuhrer von Tschammer und Osten, gibt jetzt im Auftrage des Stabschefs Lutze die Ausschreibung für die „Natio nalsozi alistt sche n Kampfspiele" beim Reichsparteitag 1938 in Nürnberg bekannt. Die NS.-Kampfspiele umfassen: a) wehrsportliche Wettkämpfe, b) reitsportliche Wettkämpfe, c) sportliche Wettkämpfe. Zu diesen Wettkämpfen können Einzelteilnehmer und Mannschaften gemelbet werden von den Gliederungen ber Bewegung (SA., jft NSKK., NSFK.), ber Wehrmacht (Heer, Kriegsmarine, Luftwaffe), ber Polizei unb dem Reichs- arbeitsbienft. d) Tag der Gemeinschaft mit Vorführungen aller an ben NS.-Kampfspielen beteiligten Formationen. Nennungen dürfen nur für wehrsportliche, reib sportliche oder sportliche Wettkämpfe abgegeben werden. In den Mannschastswettkämpfen müssen von allen Teilnehmern alle Wettbewerbe des betreffenden Mannschaftskampfes bestritten werden. Die Teilnahme an den NS.-Kampfspielen ist eine Auszeichnung, bedingt durch Würdigkeit unb Leistung. Würdig ist jeder Volksgenosse, der a) blut- und führungsmäßig den Aufnahmebedingungen in die NSDAP, entspricht, b) würdig ist im Sinne des Wehrgesetzes vom 21. Mai 1936. Die wehrsportlichen Wettkampfe bestehen aus folgenden Mannschaftskämpfen: 1. Wehr = Mannschaftskampf, 2. Radfahrstteife, 3. Mannschafts-OrientierungSlauf, 4. Deutscher Wehrwettkampf, 5. Mannschafts - Fünfkampf, 6. 20X^-Runde°Hindernisstaffel, 7. Mannschatts- Mehrkampf, 8. Mannschafts - Leisttmgsschießen, 9. Mannschafts-Pistolenschießen (mit gleichzeitiger Einzelwertung), sowie aus folgenden Einzel- kämpfen: 1. Deutscher Mehrkampf, 2. Moderner Fünfkampf Klasse A, 3. 'Moderner Fünfkampf Klasse B, 4. 400-Meter-Hinbernlslauf, 5. Hand- granaten-Weitwurf, 6. Kleinkaliberschießen. Die reitsporlllchen Wettkampfe bestehen aus dem Geländeritt Klasse S. lieber die Teilnahmeberechtigung verlautete Zu den Mann- schaftskämpfen können die Gliederungen und Verbände stellen: SA. drei Mannschaften, ff zwei Mannschaften (einschl. ff - Dersügungstruppe unb Totenkopfverbänbe), NSKK. zwei, NSFK. zwei, RAD. zwei, Polizei zwei, Wchrmacht sechs (Heer, Luftwaffe unb Kriegsmarine je zwei). Zu ben Einzelkämpfen können die genannten Gliederungen unb Verbände je fünf Teilnehmer stellen. Die sportlichen Weltkampfe bestehen aus: Leichtathletik, Schwimmen, Boxen, Gewichtheben, Ringen (griechisch-römisch), Fechten, Spiele (Handball, Fußball, Wasserball unb Basketball) unb Turnen. 100, 100 Meter. Frausnklasse (offen auch für bw werbliche Jugend): etwa 1000 Meter, 10 Säuferinnen; Streckenaufteilung: 10X100 Meter. Die drei besten Mannschaften einer jeden Klasse erhalten eine Erinnerungsurkunde, außerdem bekommt die siegende Mannschaft jeder Klasie einen wertvollen Wanderpreis. Die Wanderpreise muffen breimal hintereinander, ober fünfmal außer ber Reihe gewonnen werden, ehe sie in ben endgültigen Besitz der Mannschaften übergehen. Abschluß und Ausklang der Veranstaltung hübet ein gemeinsamer Aufmarsch aller Staffelmannschaften im Anschluß an ben letzten Lauf vor dem ötabb theater Angetreten zum Aufmarsch wird in dem Hose des Gymnasiums. Die Vereine und Formationen stellen hierzu Fahnen und Wimpelgruppen. Nach einer gemeinsamen Kundgebung findet die Siegerehrung statt. Handball. Die 1. Mannschaft des Turnverein Holzheim trug am Sonntag das fällige Rückspiel in Pohl-Göns aus. Sie mußte mit Ersatz antreten. Die Ersatz- leute, meist Jugend, ließen sich gut an, so daß die Holzheimer Mannschaft mtt 8 :7 Toren einen knap- pen, aber sicheren Sieg landen konnte. Die beiden Jugendmannschasten trennten sich mit Unentschieden von 7: 7 Toren. Der Start für alle Lasten, außer der Frauen- klasie, befindet sich an der Straßenecke Hillerwall/ Gartenstraße, der der Frauenklasse ist an der städtischen Waage im Horst-Wessel-Wall. Ziel am Stadüheater. NSFK., Marine-SA, Wehrmacht, Universität, Arbeitsdienst, HÄ. unb BDM. sind aufgefordert, zu diesem Lauf Mannschaften zu melden. Es wird in folgenden Klassen gelaufen: Haupt klasse A (offen für Männer der rasen- sporttreibenden Turn- und Sportvereine, SA.- Kampfspielgemernschaft, Militärsportoereine und Universität): etoa~3000 Met^r, 10 Läufer; Strecken - aufteilung: 200, 200, 400, 1000, 400, 200, 200, 200, 100, 100 Meter. Klasse B (offen für die übrigen Reichsbuiib- vereine, z. B. Schützenoerein, Schiklub, die vereine u. Rabfahroereine usw.): etwa 3000 Meter, 10 Säufer; Streckenaufteilung wie Klasie A. Sonberklasse für Formationen (Wehrmacht, SA., ff, NSKK., NSFK., Manne- SA., Arbeitsdienst): etwa 3000 Meter, 10 Läufer, Streckenaufteiluna wie Klasie A. Jugendklasse a) Dereinsmannschaften, d) HJ-Gefolgschaften (offen für männliche Jugend, Jahrgang 1920 unb jünger): etwa 3000 Meter, Id Läufer; Streckenaufteilung: 100, 100, 100, 100, 200, 200, 1000, 400, 200, 100, 100, 100, 100, Die Ortsgruppe Gießen des Deutschen Reichsbundes für Lewesübungen führt am nächsten Sonntag zur Werbung für die Leibesübungen unb ben spart- lichen Wettkampfgedanken ben traditionellen Großstaffellauf durch. „Rund um die Anlagen" in Gießen Großstaffeltag am 15. Slot Die Durchführung des Staffellaufes erfolgt nach folgendem Zeitplan: 11 Uhr Start der Frauen- klasie, 11.15 Uhr Start der Jugendklasie, 11.30 Uhr Wie im vergangenen Jahre, so wird auch in diesem Jahr der Großstaffellauf „Rund um die Anlagen" in Gießen zu einer machtvollen Kundgebung,—----------- - für den Gedanken der körperlichen Ertüchtigung im Start der Sonderklasie für Formattonen, 1L45 Ubr deutschen Volke werden. Start der Klasse B, 12 Uhr Start der Hauptklasse A. All- Turn- und Sportverein«, SA., NSKK., ««■ Modell-Ausscheidungswettbewerb der NSZK.-Gruppe 11. NSG. Der Modell-Ausscheidungswettbewerb der NSFK.-Gruppe 11 Hesien-Westmark, der am Sonntag in Darmstadt durchge führt wurde, ist mit vollem Erfolg zu Ende geführt worden. Sieger wurden: Klasse A (normale Flugmodelle nach Bauplan): Werner Adolphy, HJ.-Flieger-Gefolg- schaft Bad Kreuznach, NSFK.-Sturm 2/72. Klasse B (normale Flugmodelle nach Eigenkonstruktion): Richard Buraard, HJ.°Fliegergefolgschaft Babenhausen, NSFK.-Sturm 3/77. Klasse B I (Flugzeugmodelle nach Eigenkonstruktion): Heinz Ripper, HI.-Flieger-Gefolgschaft Frankfurt a. M., NSFK.- Sturm 1/75. Klasse C (Sonder- und Eigenkonstruktionen): Horst Hedderich, HJ.-Fliegergefolg- schaft Worms, NSFK.-Trnpp 6/77. Klasse D (Normalflugmobelle mit besonderen technischen Einrichtungen): Ludwig Spilger, HJ.-Fliegergefolg- schäft, Heppenheim, NSFK.-Stuxm 4/77. ' Bei bem Ausscheibungswettbewerb wurde auch eine neue Gruppende st lei st ung in ber Klasse A (Normalfluamodell nach Bauplan) erzielt. Das Modell bes Flieger - Hitlerjungen Werner Adolphy, HJ.-Flieger-Gefolgschaft beim NSFK.- Sturm 2/72 Bad Kreuznach, wurde um 12.05 Uhr gestartet, schraubte sich im thermischen Aufwind langsam höher und ging auf Strecke. Nach dreißig Minuten Flugzeit, während der es wechselnd 1200 und 1500 Meter Höhe hatte, kam es durch Eintauchen in eine Wolke außer Sicht und wurde bis zum Sonntagnachmittag nicht gefunden. Mit dieser Flugzeit 'hat das Modell eine neue Gruppenbestzeit geschaffen. Das Mobest führte das Kennzeichen A 44. Sofern es gefunden werden sollte, wird der Finder gebeten, es auf der nächsten Bürgermeisterei abzugeben. Kurze Gportnotizen. Die drei Mercedes-Benz -Rennwagen waren am ersten Trainingstag zum „Großen Preis von Tripolis" am schnellsten. Manfred von Brauchitsch übertraf alle mit einer Geschwindigkeit von 217,7 km/st für die 13,1 Kilometer lange Mel- laha-Strecke. Die Alfa Romeo-Wagen trafen erst 208 -Schuh Creme mit Verspätung ein. Die französischen Delahaye kamen noch nicht ganz mit. * D i e vierte Etappe ber Italien- Radrundfahrt war geteilt. Das erste, 81 Kilometer lange Teilstück von Santa Marghertta nach Spezia gewann der Italiener Valetti, während fein junger Landsmann ©enerati die zweite Strecke von Spezia nach Montecatini über 110 Kilometer an sich brachte. Termine der AuWgsspiele. Die Ermittlung ber Meister in den Gruppen Hanau, Friedberg unb Lahn nahm längere Zeit in Anspruch, als man dafür vorgesehen hatte. Aus diesem Grunde mußte der Beginn, der für den 24. April vorgesehen war, verschoben werden. Am kommenden Sonntag fällt nun in allen Gruppen die Entscheidung. In der Gruppe Hanau wird in einem vom Reichsfachamt besonders angesetzten Entscheidungs- spiel zwischen Dunlop-Sportverein und 1860 Hanau ber Meister ermittelt. Diese Maßnahme, die nach den neuen Wettspielbestimmungen sehr fetten ist, war erforderlich, dm ben Meistertitel nicht am grünen Tisch zu vergeben. Denn mssprünglich war 1860 Hanau als Meister anerkannt worden. Nach- bem jedoch Dunlop-Sportverein ein abgebrochenes Spiel mit 0:0 gewertet haben wollte, wäre rhnen der Erfolg zugefallen, da sie in biefem Falle ein um 0,023 besseres Torverhältnis aufzuweisen gehabt hätten. Diesem Hin unb Her von Einsprüchen und Anträgen machte das Fachamt-durch die Anordnung ein Ende, daß es die Entscheidung den Mannschaften überläßt. In ber Gruppe Friedberg ist jetzt an dem Endsieg bes FC. Oberursel wohl nicht mehr zu zweifeln. Aus zwei noch ausstehenden Spielen benötigt o-ie Elf noch einen Punkt, der im nächsten Spiel gegen Vilbel, zumal die Begegnung auf eigenem Platze ftattfinbet, errungen werden dürfte, wodurch dem FC. Groß-Karben lediglich der Ehrenplatz verbleibt. In der Gruppe Lahn kann ber Tabellenerste, SC. Wirges, von Elz noch eingeholt unb durch das bessere Torverhältnis überflügelt werden, wenn die Elzer ihr letztes Spiel gewinnen. Dies ist jedoch außerordentlich schwer, da man in Hadamar an- treten muß unb die Platzbesitzer sich nur durch einen Sieg vor dem Abstieg retten können. Am Montag wird man wissen, wer als Gegner für unseren heimischen Vertreter feststeht. 22. 5. 1900 Hießen — Hanau Friedberg — Lahn 29. 5. Lahn —1900 Gießen Hanau — Friedberg 6. 6. 1900 Gießen — Friedberg Lahn — Hanau 12.6. Friedberg —1900 Gießen Hanau — Lahn 19. 6. 1900 Gießen — Lahn Friedberg — Hanau 26. 6. Hanau — 1900 Gießen Lahn — Friedberg Die Umlegung ber Spiele 1900 — Lahn dürfte wohl nicht zu umgehen fein, da sich am 19. Juni mit Rücksicht auf die Regimentsfeier wohl fein Spiel durchführen läßt. / Schach-Ecke Gearbeitet von K. Helling. Unerwarteter Köuigszug. Paul Farago (Schackvärlden, Oktober 1937). 8 8 6 6 5 3 3 2 Weiß: Kg8, Bc5, f5, g3 (4). Schwarz: Kg5, Bb7, e6, g4, H6 (5). Weiß zieht und hält unentschieden. Eigenartiger Figurengewinn. (Aus einer in diesem Jahre in Italien gespielten Partie Dr. L. — Nikolussi.) 8 Wenn sich Springer unb Turm in einem solchen Abhängigkeitsverhältnis befinden wie hier die weißen Figuren, ist die Gefahr, daß eine davon verlorengeht, sehr groß. Weiß zoa 1. Tf7—b7, weil er sich nicht mit 1. Td7 in die Fesselung begeben wollte. Nach 1. Tb7 eroberte Schwarz aber durch ein sinnreiches Zwischenmanöver eine Figur. Woourch? Lösung der Schachaufgabe „Glänzende Mattkombination". Weiß (Weichert): Ka2, De3, Td7, Ss3, Ba3, g2 (6). Schwarz (Neye): KH7, Db7, Tg8, Lg7, Sc7, Bg6, H5 (7). Weiß fetzt in fünf Zügen matt 1. (5f3— g5+, KH7-H8 (ober H6). 2. Sg5—f7+, KH8 (H6>—H7. 3. 2)63—1)6+1 (Freilegung ber Turm- link’) 3.....Lg7XH6. 4. Sf7-g5++, KH7-H8. 5. Tb7—H7 matt. Ein hübsches Mattbild! Lösung der Schachaufgabe ^lbfeilsstehende Figuren". Weiß (Schadowski): Kgl, Da2, Tc2, Td3, Sa4, Da3, b4, c5, e2, f2, g3 (11). Schwarz (Gaebler): KH8, De4, Td8, Te5, Lg5, Ba7, b7, b4, g7, H6 (10). Schwarz am Zuge gewinnt. 1. ..., Lg5—e3! (Durch dieses Läuferopfer sollen die Verteidigungszüge f2—f3 und Td3—f3 ausgeschaltet werden.) 2. f2Xe3. (Versucht Weiß den Turmzug nach H5 durch 2. Da2—f7 zu verhindern, so folgt einfach 2. ..., Te5—f5.) 2. ..., Te5—H5. (Damit droht De4—H1+ nebst matt) 3. Kel—f2. (Ober 3. e3Xb4, Tb8-f8! 4. Tb3—f3, Tf8Xf3. 5. e2Xf3, De4—el+. 6. Kgl—g2, TH5—hl mit Mattbrohungen auf gl unb fl.) 3.....b4Xe3+. 4. Td3Xe3, TH5—H2+. 5. K beliebig De4—hl matt. Die Narrenkappe. Hasenjagd. Bismarck hatte einmal zur Jagd eingeladen. Unter der Jagdgesellschaft befand sich auch ein Senatspräsident, dessen witzige Einfälle oft belacht wurden. Als der Präsident nach einem Hafen zielte, ließ er die Bemerkung fallen: „Den wollen wir mal zu Tode verurteilen!" Der Schuß aber ging fehl, und der Hase lief in wilden Sprüngen querfeldein. Bismarck sagte daraufhin trocken: „Sehen Sie, Herr präfibent, jetzt läuft er hin, um Revision einzn- lleberrascheude Wirkung. Ein älterer Herr sah auf feinem Spaziergang burch bie Straßen einen kleinen Jungen, der sich vergeblich abnjühte, die ziemlich hoch gelegene Klingel einer Haustür zu errreichen. Freundlich trat er herzu und sagte: „Nun, mein Kleiner, bas ist wohl zu schwer für bich, ich werbe bir helfen." Damit drückte er kräftig auf die Klingel, deren Ton durch das Haus gellte. Der Kleine blickte treuherzig zu feinem Helfer empor unb sagte: „So, jetzt müssen wir aber rennen." Das gute Rezept. Ursula ist abgemagert, zerstreut unb blaß. Also geht sie zum Arzt „Das Essen schmeckt mir nicht! Ich kann roeber lesen noch arbeiten, immer sind meine Gebauten anberswo! Nachts finbe ich keinen Schlaf. Was soll ich tun, Herr Doktor?" Der Arzt lächell: heiraten Sie ihn!" wichtige Randbemerkung. In den Akten ber Münchener Universität wird ein für die philosophische Fakultät bestimmtes fRunb-- schreiben aufbewahrt, an dessen Rand der damalige Dekan Franz v. K o b e 11 den Kollegen die Mitteilung macht: ,Lur Zett wird beim Franziskaner ein ganz außergewöhnlich gutes Bier verzapft." Das Guthaben. Als der Romanttker Moritz von Schwind in Frankfurt lebte, war er mtt dem Arzt Dr. Hoff« mann, dem Verfasser des „Struwelpeter", befreundet. Selbstverständlich nahm Schwind ihn auch als Hausarzt Als Schwind ihn eines Tages bat, ihm, was er nie getan hatte, eine Rechnung zu schicken, meinte Hoffmann, er solle ihm eine klein« Zeichnung geben, und die Sache wäre erledigt Schwind gab ihm die Farbskizze zu dem Bild „Der Sängerkrieg auf ber Wartburg", Hoffmann wollte sie aber, als zu kostbar, nicht annehmen. Ws Schwind trotzdem daraus bestand, meinte Hoffmann: „Dann, lieber Schwind, haben Sie hei mir noch eine kleine Lungenentzündung gut* Wirtschaft Berlin Frankfurt a. M. | Berlin Frankfurt a. M. 10.5. | 11-5. 10-5. 11.5. 10.5. 99,75 39,75 99,75 99,75 104,5 173 172,25 100,25 100 100 5 Kokswerke und Chemische Fabrik 7 139,4 Berlin — Jranfjurl a ZIL Devisenmarkt Iglo ri r Erstaufführung Heute Donnerstag Gießen 02247 Ein Ufa-Film mit 3254A 9 Mr Stenöe on der nnfot UmlUremühler-VNel! 2145 Lichtspielhaus xb tose RM 0.Z5 Mäusburg 11. llägjich um 4, 6 und &3O Uhr • Sonntags um 3,5.30 und 8.80 Uhr 100 133,8 Schluß- kurs sehen Helfer zeigt Ihnen Fachgeschäft 100,9 100 133,8 139,5 100 102 99,3 134,5 149,65 161,5 bescheidener Erholungen 102 99,3 104,13 100,75 135,25 149 162,5 106 121,5 104,25 100,5 100,75 100 133,7 100,25 101 100 100 99,75 139,13 .. 0 .. 4 .. 7 0,65 96,65 114,13 136 142 121,9 155 182,5 150,75 143 249 121,75 143,5 157,25 142 147 141,5 48,25 112,75 165 138,5 121,75 133,5 96,5 114J5 136,25 144 122,5 155,75 182,13 217,25 109,25 109,13 106 145,25 25,4 135 149,5 162,13 122,75 204,25 150,5 124 143,25 172,5 120,5 143,5 157,25 143 147,25 142 48,65 169,25 112,75 165 163 138,75 106,5 121,75 157 133 114,65 149 136 115,9 143,9 122,9 156,25 183 103 212,25 217,75 109,13 109,25 106,25 145,5 25,5 5 7 6 O 12 , 6 , 6 . 6 . 7 . 6 . 7 , 4 10 10 . 5 217 108,65 109,25 106,25 145 101,13 111,65 138 77,75 126,5 196,25 127,75 115,75 120,25 jl3,25 Gusti Huber Willi Fritsch 122 143 155,75 141 146 HO 48,65 112,75 164 Niederissigheim, über Hanau /Main 12. Mai 1938 VornehmI Geschmackvoll! Persönlich! Diese wesentlichen Eigenschaften der guten Familien- Drucksache bietet Ihnen In zahlreichen neuzeitlichen Ausführungsarten und Papieren zu mäßigenPrelsen Brühl'sche Druckerei. Schulstr. 7. Ruf 2251 Schlußkurs BORRMANN £ Gießen - Neustadt 5 - Ruf 4165 Lahmeyer.................. Mainkraft................... Mannesmann............... Mansfelder Bergbau......... Metallgesellschaft............. Orenstein & Kopvel.......... Rheinische Braunkohle.......: Rheinische Elektro............ Rheinstahlwerke.............. Rbetnisch-Westfälische Elektro .. Rütgerswerke............ .. Salzdetfurth Kaki............ Schlickert & Co............... Schultheis Patzenhofer........ Siemens & Halske.......... Süddeutsche Zucker.......... . 8 14 ey2 . 5 . 6 ,. 9 , 10 ,. 6 ’’ 7 .. 6 .. 7 .. 7 .. O 4'/r .. 5 .. 8 .. 7 Die große Tobis-Fi/mrevue von Hans H. Zer/ett Ilse Genüsse .... Kali Aschersleben Klöcknerwerke ... Der Mutier zum Muttertage DOPPELHERZ in der wunderschönen Fest- kassettel Nervensiählend» bluierneuernd ... und es schmeckt so köstlich! Fabrikniederlagen: Drog. H. Elges, Seltersweg66. C. Seibel, Frankfurt, Str. O. Winlerhoff, Kreuzplatz 9/10. Grünberg: Karl Schott u. sämtliche Filialen. Laubach: Solms- Laubacher Drog. Earl Klein. 134v Kein Revuefilm — wie viele andere — eine Filmrevue, wie sie bisher noch nicht gedreht wurde. Ober 50 Stars u.Prominente spielen,tanzen, singen u. erseh einen in diesem Film vom Filml Mein-Mainische Börse. rNiitagsbörse im "verlaufe teilweise erholt. F r a n k f u r t a. M., 11. Mai. Die Abschwächung der Aktienmärkte kam zwar noch nicht zum Stillstand, da in verschiedenen Werten weitere kleine Abgaben erfolgten. Es zeigte sich aber etwas bessere Ausnahmebereitschaft, und teilweise setzten aus dem ermäßigten Stand kleine Meinungsküufe ein. Nach den ersten Kursen zeigten sich Ansätze zu einer leichten Befestigung, doch blieb es vorläufig dabei, da die zweite Hand nur zögernd folgte. Die Gesamthaltung war daher leicht schwankend und kaum erholt. Die Umsätze hielten sich vor wie nach in engen Grenzen. Die Ausführungen auf dem Bankiertag über eine künftig zu erwartende Lockerung der Emissionssperre fanden ein günstiges Echo. Die Abweichungen innerhalb der einzelnen Marktgebiete betrugen durchschnittlich 0,50 bis 1 v. H. Leichte Befestigungen stellten sich besonders am Montanmarkt ein, Rheinstahl gewannen sogar 1,40 v. H. auf 143,40. Bon Maschinenwerten gingen Eß- linger 1 v.H. zurück auf 116,50, auch Rheinmetall 0,50 v. H. ermäßigt auf 144,75, hingegen lagen Autowerte etwa 0,25 bis 0,50 v. H. freundlicher. Am Elektromarkt zeigten fast nur Nebenwerte Rückgänge bis 0,75 v.H. von den gängigen Papieren Gesfürel 146,65 (146). Am Chemiemarkt erholten sich IG.-Farben auf 156,25 (155,75), Rütgerswerke auf 155,75 (155), aber Metallgesellschaft 134,75 bis 135 (136). Im einzelnen setzten Westdeutsche Kaufhof mit 109,65 (109,25), Deutsche Linoleum mit 172 (173) und Conti Gummi mit 203,50 (204) ein. Der variable R e n t e n m a r k t war zunächst sehr still und ohne Notierungen. Am Einheitsrentenmarkt war die Lage im ganzen wenig verändert. Goldpfandbriefe blieben unvermindert gesucht. Bon Liquidationspfandbriefen gingen die beiden Frankfurter auf 101 (101,25) zurück. Stadtanleihen und Kommunal-Obligationen notierten unverändert, ebenso wiesen Reichs- und Länder- Vereinigie Stahlwerke Westdeutsche Kaufhof. Westeregeln Alkali.... Zellstoff Waldhos .... Ltavi Minen........ Buderussche Eisenwerke Wetzlar. Fwd. Im Gegensatz zu den eisenverarbeitenden Betrieben der Buderusschen Eisenwerke in Wetzlar waren die Rohstoffbetriebe (Erzbergbau, Hochofenwerke, Zementwerk) das ganze Jahr 1937 über voll beschäftigt. Der Gesamtumsatz ist von 56,34 auf 60,98 Millionen Mark gestiegen. Die Ausfuhr hat sich weiter günstig entwickelt. Sie ist gegenüber dem Vorjahr um 20 v. H. vermehrt. Hierdurch konnte ein Teil früherer Absatzverluste auf ausländischen Märkten, wenn auch mit nicht unerheblichen Preisopfern, wieder eingeholt werden. Don den Tochtergesellschaften und Beteiligungsfirmen konnte die Buderussche Handelsgesellschaft m. b.H. in Wetzlar gleichfalls eine Umsatzsteigerung aufweisen. Die Dividende für 1937 betrug wieder 5 o. H. Die Breuer-Werke G. m. b. H. in Frankfurt am Main-Höchst, deren Gesellschaftskapital von 1 Million Mark ganz im Besitz von Buderus liegt, erzielte eine 18'/2prozentige Umsatzsteigerung bei 3,16 Millionen Mark Gesamtumsatz. Nach Abschreibungen weist die Gesellschaft einen kleinen Reingewinn von 2564 Mark aus. Für die Modernisierung und den Ausbau des Werkes sind noch erhebliche Mittel nötig. Die mit 3 Millionen Mark ausgestattete Stahlwerke Röchling-Buderus AG., Wetzlar, deren Kapital zur Hälfte im Besitz von Buderus liegt, schüttet für 1937 eine 4prozentige Dividende aus. Das Umbau- und Erweiterungsprogramm ist in Durchführung begriffen. Absatz und Geschäftslage haben sich erwartungsgemäß entwickelt. » Der Bericht erwähnt weiter, daß 1937Wie Verhandlungen mit der Preußischen Bergwerks- und Hütten-ÄG. über den Erwerb ihres Grubenbesitzes im Dillrevier zum Abschluß gekommen seien. Damit überdecke Buderus nunmehr ungefähr 90 v. H. des erzhöffigen Dillgebiets. Die Eisensteinförderung stieg von 212 000 auf 324 000 Tonnen, die Förderung des gesamten Reviers auf 1 173 000 Tonnen. Sie'verspreche, an der Dezemberförderung gemeßen, im Jahre 1938 1,50 Millionen Tonnen zu erreichen, womit sie beachtlich über dem Fördersoll liege, welches dem Lahnrevier im Rahmen des Dierjahres- planes aufgegeben wurde. Die Untersuchungsarbeiten auf Phosphorit-Vorkommen haben zu unter den augenblicklichen Verhältnissen befriedigenden Ergebnissen geführt. Die Förderung habe eine Höhe erreicht, die den Phosphoritbedarf der Werke decke. Die Untersuchunqsarbeiten auf den Bauxit-Vorkommen in Oberhessen haben einen q-eiteren Zuwachs an nachgewiesenen Vorräten gebracht. Im Jahre 1937 wurden 89 000 Tonnen Rohbauxit gefördert. Die K^alksteinförderung auf der Grube habe sich auf 170 000 Tonnen belaufen. Die Roheisenerzeugung sei um 13 v. H. gestiegen. Im Zementwerk habe Mitte Dezember der Jahresversand die Menge von 200 000 Tonnen überschritten. 100 101 101 111,35 137,5 78,25 80 126,25 196,5 128,13 115,75 120,25 113,25 Ihre Vermählung geben bekannt Ernst Hanauer und Frau Maya, geb. Hinkel 101,1 111,65 137,25 77,9 80 126,5 196,25 128 115,75 120,25 113,5 und Neuheiten das bekannte Erdnußkuchen —, Treber getr. 14,00 Höchstpreis atz Erzeugerstation, Trockenschnitzel —, Heu lose 5,50. drahtgepreßt. Frankfurter Schlachlviehmarkk. Frankfurt a. M., 12. Mai. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Dorauftrieb: 1083 Rinder (180 Ochsen, 202 Bullen, 514 Kühe, 187 Färsen), 429 Kälber, 26 Hümmel, 28 Schafe, 462 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 38 bis 45 Mark, Bullen 34 bis 43, Kühe 18 bis 43, Färsen (Kalbinnen) 28 bis 44, Kälber 36 bis 65, Hümmel 35 bis 52, Schafe 30 bis 42, Schweine 49,50 bis 56,50 Mark. — Marktverlauf: Rinder, Kälber und Schweine zugeteilt, Hümmel und Schafe mittelmüßig. fang. Angebot lag nicht vor. Etwas belebt waren Buderus mit 122,75 (122), Adlerwerke mit 120,50 bis 120,75 (120,50). BMW. mit 159,75 (159,50), Rheinmetall mit 146 (145,50) und IG.-Farben mit uno. 157,25. Daimler waren zu unv. 150,75 weiter gefragt, ferner bei ebenfalls den letzten Mittagskursen Gesfürel mit 147, Rheinstahl mit 144 (143,75), Verein. Stahl mit 109,25, Deutsche Erdöl mit 143, Holzmann mit 165, Moenus mit 135 und Mannesmann mit 114,50. Etwas höher lagen Ilse Genuß mit 138,50 (137,50), Conti Gummi mit 204 (203,50), Demag mit 148,25 (148), Junghans mit 122,25 (121,75), Metallgesellschaft mit 136,25 (136) und AG. für Verkehr mit 137,50 (137,25). Etwas niedriger lagen Kaufhof mit 109,13 (109,65) und Berger Tiefbau mit 158,40 (158,75). Bankaktien zeigten die Mittagskurse. Mainzer Aktien- Brauerei erholten sich auf 87,75 (86,25). Von Renten wurden nur 6proz. JG.-Farben 0,13 v. H. 'niedriger mit 130,50 Geld notiert. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 11. Mai. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W 13 210, W 16 213, W 19 217, W 20 219, Roggen R 12 190, R15 193, R 18 197, R19 199 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste —, Futterhafer—. Weizenmehl Type 812 W 13 29,50, W 16 29 60, W 19 29,60, W 20 29,95, Roggenmehl Type 1150 R12 22,45, R 15 22,80, R 18 23,30, R19 23 50 plus 50 Pf. Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W13 10,75, W16 10,90, W19 11,10, W 20 11,20, Roggenkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 18 10,40, R 19 10,50 Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Soyaschrot —, Palmkuchen , Kommunal - Umschuldung waren um 96,15 erholt. Abendbörfe gut behauptet. An der Abendbörse setzten sich bei Dabei sind: Jenny Jugo, Gustav Fröhlich, Käthe Dorsch, Albert Matterstock, Luis Trenker, Lil Dagover, Luise Ullrich, Heinrich George, Hilde Hildebrandt, Carl Ludwig Diehl, Paul Hartmann, Hans Söhnker, Willi Forst, Paul Kemp, Harry Liedtke, Olga Tschechowa, Grete Welser, Ida Wüst, Theo Lingen, Max Schmeling, Anny Ondra, Rudolf Caracciola und viele andere. Die Hauptrollen spielen: La Jana, Vera Bergmann, Carla Rust, Rose Rauch, Else Elster, Eva Tinsch- mann, El.Wendt, E.F.FÜrbringer, Rudi Godden. Beiprogramm und Ton-Woche 3255A Heute Donnerstag Premiere Die Hausfrau wünscht nur QUALITÄT! zum B ohnern man zu Seif ix. rät' 135 149 I 162,5 122,5 203,5 149 123,75 141,75 172,75 142,75 155,75 142 145,5 140,75 49 168.65 112,65 164,5 137,13 106,25 122,13 156,9 133,75 114,25 149 135,5 115,4 230,5 141,9 121,75 156,75 182,5 102,65 212 217,75 108,9 108,9 106,5 145,5 25,25 104,25 100,5 100,5 100 1 133,75 136,75 100,25 101 100 100 99,75 139 100 100 101,25 101 111,35 137 78 126,25 196 128 115,75 120,25 113,4 Kundschaftsnachfrage weitere kleine fort, die Umsätze waren im allgemeinen aber klein und überschritten nur vereinzelt den Mindestum- Die gute Aussteuer jpj’l bring} Glück insijeim! anleihen kaum Abweichungen auf. Industrie-Obligationen zeigten zum Teil Erholungen um 0,13 bis 0,40 v. H. Von den variablen Werten blieben Alt- besitzanteihe mit 133,70 (133,75) etwa behauptet, 5 Ps. Hilde Hildebrand Alexander »rg von Kusserow Rudolf Platte Regie: P. P. Brauer Es gibt nicht oft einen so reizenden, gelungenen Lustspielfilm wie diesen, u. sein schönster Reiz ist vielleicht, mit welcher bezaubernden, humorvoll entwaffnenden Selbstvertändlichkeit das Menschlich-Allzumenschliche im Spiegel lachender Wahrhaftigkeit gezeigt wird! KULTURFILM — UFA-TON-WOCHE Täglich 4, 6, 8.30 Uhr Sonntag 3, 5.30, 8.30 Uhr Daium Aceumulatoren-Fabrik....... 14 Aschaffenburg Zellstoff........6 Bemberg...................O Bekula.....................8 Buderus Eisen...............5 Gement Heidelberg......... Conti Gummi............. Daimler Motoren.......... Desiaue: Gas............. Deutsche Erdöl............ Deutsche Gold- und Silber .. Deutsche Linoleum......... Elektrische Lieferungen...... Elektrische Licht und Kraft... I. G. Farben-Jndustrie..... Felten & Guilleaume....... Gesfürel.................. Tb. Goldschmidt........... Gritzner Maschinen......... Harpener................. Hoesch Eisen............... Philipp Holzmann......... Ilse Bergbau.............i Schenkt der Mutter leichtere Arbeit! Das ganze Jahr hindurch arbeitet die Mutter für uns, von früh bis spät. Schenken Sie Ihr also etwas, das Arbeit erspart. Viele solcher praktl- Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Di- hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die qöh- der zuletzt befchlosfenen Dividend- an. Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. 10.5. 102 99,3 | Empfehlungen Geschäftsdrucksachen Rechnungen Briefblätter Briefumschläge Postkarten Geschäftskarten bei Brühl, Schulstr.7 Zeichenpapiere Durchzeichenpap. Pausleinen Reißzeuge Rechenschieber und alle Artikel f. das techn. Büro finden Sie im Papierhaus Ernst Balser Gießen Der Ueberschuß der Betriebe stellte sich auf 28,92 (24,81) Millionen Reichsmark Zinsen und sonstige Kapitalerträge brachten 0,48 (0,47) Mill. RM., Beteiligungen 0,14 (0,07) Mill. RM. Löhne und Gehälter erforderten demgegenüber 17,4 (15,4), Sozial- abgaben 2,30 (1,97), 'Anlageabschreibungen 2,72 (1,95), Steuern und Abgaben 5,26 (3,17), sonstige k Aufwendungen 0,86 (0,92) Mill. RM. Der Reingewinn wird mit 1,43 (1,89) Mill. RM. ausgewiesen, worin 208 105 (193 029) Reichsmark Vortrag enthalten sind. Wie bereits mitgeteilt, werden wieder 5 v. H. Dividende zur Ausschüttung vorgeschlagen bei 246 320 Reichsmark Neuvortrag. Schluß!. Abend- börse 11.5. wF 99,3 Schluß!. Abende börse I 11.5. Schluß!. Mittag, börse Schluß! Mittag- Iurä börse DAS Mädchen ’ VON .GESTERN NACHT PALRST Giessen Damm 6% Deutsche Reichsanlethe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 4*/2% Deutsche Reichsschatzanweisungen von 1935 ..." ....... 4V2% Deutsche Reichsschahanwei jungen von 1935, II. ftolge .. 4y2% Deutsche Reichsschahanwei jungen von 1936, III. Folge .. 514% Doung Anleihe von 1930 .. 4*4% Hcisische Volksstaat von 1929 4*/r% Deutsche Reichspostschatz von 1934 I...................... 4*/r% Deutsche Reichsbahnschatz von 1936 I.................. Reichsanleihe-Altbesitz.......... Lberhessen Provinz-Anlethe mti Auslos.-Rechten.............. 4yz% Hess. Landesbk. Darmstad Goldpfe. R. 12.............. 5 y2% Hess. LandeS-Hyp.°Ban! Liqu. Goldpfe............... 4%% Preuß. Landespfdbr.-Anst Goldpfe. R. 19 .............. 4%% Preuß. Gold-Komm. R. 20 4/r% Darmstädter Komm.-Lan desbank R. 6................ Deutsche Komm.-Sammel-Anleihe Auslos.-Rechte I.............. 4yz% Franks. Hyp. Goldpfe. R. 15 4*/r% Franks. Hyp. Gold-Komm £61. 2 3.................... 5y2% Franks. Hyp. Liquidation Goldpfe..................... 5*/z% Rheinische Hyp. Liquidation Goldpfe..................... Steuerautschein-Berrechnungskurc A.G. für Verkehrswesen .... 6% Hamburg-Sudam. Dampfschiff. u Hamburg-Amerika Paket......0 Norddeutscher Lloyd..........<> Deutsche Reichsbahn Borz.-Akt. 7 Reichsbank................. 12 Berliner Handelsgesellschaft . 6 y2 Commerz- und PÄvat-Bank ... 6 Deutsche Diskonto 6 Dresdner Bank 5 121,75 j 122,75 160,25 159 204 I 204 148,75 141,75 249 * Ä 1 10.Mai 11.Mai 10-Mai 11 .Mai Amtliche Notierung Amtliche Notierung Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld Briet Geld Bries Geld Bne, Geld Brie, Buenos Atres............. 0,651 0,655 0,651 0,655 gavan.................... 0,723 0,725 0,721 0,723 Brüssel................... 41,88 41,96 41,88 41,96 Jugoslawien.............. 5,694 5,706 5,694 5,706 Rio de Janeiro............ 0,145 0,147 0,145 0,147 Oslo..................... 62,25 62,37 62,17 62,29 Polen.................... 47,00 47,10 47,00 47,10 Wien..................... Kopenhagen............... 55,29 55,41 55,23 55,35 Lissabon.................. 11,25 11,27 11,24 11,26 Danzig.................. 47,00 47,10 47,00 47,10 Stockholm................ 63,85 63,97 63,76 63,88 London .................. 12,385 12,415 12,37 12,40 Schweiz.................. 56,88 57,00 56,83 56,95 helsingforS................ 5,49 5,50 5,47 5,48 Spanien.................. — —— — — Paris.................... 6,953 6,967 6,963 6,977 Prag..................... 8,651 8,669 8,656 8,674 Holland.................. 137,96 138,24 137,82 138,10 Budapest................. — — — —— Italien................... 13,09 13,11 13,09 13,11 Neuyork.................. 2,488 2.492 2,489 2,493