llr. ,"6 Erstes Blatt 188. Jahrgang Samstag, |2./$onntag, 13. Zebruar <938 Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Dnicfc und vertag: vrühlsche Univerfttatsdruckerei R. Lange in Gietzen. Sd)riftieftnng und Geschäftsstelle: Schulstratze 7 Annahme von Un^etaen füi Oie •JJlittagsnummer bis8*>,Ut)r öesTtormitlaqg ©runöpretk für i mm höhe für Anzeigen von 22 mm . «Breite 7 Rps., für le^t» anzeigen von 70mm ‘Breite 50Npf.,PlatzvorlchrM nach Dort) ‘Bereinbq 25" n mehr. ftrmäfttgte (Ärunöpretfe: Stellen., Bereins»,gemeinnützige Anzeigen lomie ein- jpaltige Gelegenhettsanzel» gen 5 Rpf., Familienanzel» gen.‘Bäder-, Unterrichts- u. behöwliche Anzeigen 5‘Bpf. Menqenabfchlüsfe Staffel B trld)etnt tag Itd). nutzer Sonntags und Feiertags Beilagen Die Illustrierte Gietzener Familienbiälter Heimat >m Bild Die Scholle MonalrBezuyspretr. MU 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte . l 80 Zustellgebühr e -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Hernlprechanschlüffe unter Sammelnummer 225) Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Kietze» Poftfdredtonto: Zranlfurt am Main 11688 9er Aeichsbemsswettkamps. Als im Jahre 1934, zwölf Monate nach der Machtübernahme, zum erstenmal ein Reichsberufswett- kampf veranstaltet wurde, da gab es viele die dieser in der Geschichte unseres sozialen Lebens bislang einzig dastehenden Einrichtung skeptisch gegenüber« standen. Zu sehr war noch die Ansicht verbreitet, daß es ein unmögliches und wenig erfolgreiches Unterfangen sein müßte, einen solchen friedlichen Wettstreit der Arbeit ins Leben zu rufen, der, so erklärte man damals vielfach, niemals eine Angelegenheit des ganzen Volkes werden würde. Nun, diese Pessimisten haben unrecht behalten, die Reichsberufswett- kämpfe der Jahre 1934 bis 1937 haben eine ständige Aufwärtsentwicklung gezeigt und eindeutig bewiesen, daß die Parole: .Leder Deutsche muß an seinem Arbeitsplatz das Beste leisten" einen gewaltigen Widerhall gefunden hat. Man ist bei dem, was in den vergangenen Jahren erreicht werden konnte, nicht stehengeblieben, sondern hat, in zielbewußter Weiterentwicklung dieses wahrhaft gemeinschaftlichen Einsatzes, Mittel und Wege gesucht und gefunden, um eine Ausdehnung desTeilnehmerkreisesauchaufdieEr- wachfenen zu erreichen. Dadurch ist der Reichsberufswettkampf erst recht eine Angelegenheit der ganzen Nation geworden, denn wenn auch die Teilnahme durchaus freiwillig ist, so muß es doch dem Verantwortungs- und Pflichtbewußtsein jedes einzelnen überlassen sein, ob er das Seine beitragen will zum wirtschaftlichen Aufbau seines Vaterlandes. Der Nationalsozialismus hat überhaupt erst d i e Voraussetzungen zu diesem Reichsberufswett- kamvf geschaffen, indem er durch die ganze Gestaltung seiner Sozialpolitik Sorge dafür trug, daß der junge Deutsche, ganz gleich, welchen Beruf er ausübt, eine eingehende und erschöpfende Ausbildung erhält. Die Parole »Zeder Deutsche ein hochwertiger Facharbeiter" stand im Vordergrund aller Maßnahmen, und wenn heute der Begriff des ungelernten Arbeiters schon so gut wie ganz der Vergangenheit angehört, so ist dies in erster Linie auf die Förderung zurückzuführen, welche unserem jungen Nachwuchs zuteil wird. Das ist das Große an dem Berufswettkampf, da st er zum ersten Mal eine praktische Möglichkeit zeigt, wie die breiten Massen des Volkes an der Verbesserung und dem Austausch ihrer Leistungen teilnehmen können. Hiermit wird die FordiT'ung verwirklicht, die Adolf Hitler einmal zum Ausdruck gebracht hat, als er auf die Frage: „Was ist So- ziaHsmus?" die Antwort gab: „Wahrer und echter Sozialismus ist jene Tatsache, jeden Menschen in einem Volke, in einer Gemeinschaft an den Platz zu setzen, den er laut seinen Fähigkeiten a u s f ü l l e n kann." Wir erwähnten schon, daß die Teilnahme der Erwachsenen dem Reichsberufswettkampf diesmal ein besonderes Gepräge gibt. Warum ist der Berufswettkampf nun auf die Erwachsenen ausgedehnt worden? Wir müssen uns vor Augen halten daß viele ehemalige Teilnehmer der Wettkämpfe der Jahre 1934 bis 1937 inzwischen beruflich weitergekommen und Gesellen, Gehilfen oder Facharbeiter geworden sind. Durch die Verfügung Dr. Leys, die dje Ausdehnung des Teilnehmerkreises auf die Erwachsenen und diejenigen 18- und 21jährigen Jungarbeiter gebracht hat, die bisher wegen erhöhten' Alters oder abgeschlossener Lehr- ausbildung ausgeschlossen wurden, ist diesen Gruppen nun Gelegenheit gegeben, sich erneut m Zukunft wieder alljährlich zu beteiligen. Der junge Facharbeiter oder Geselle hat nun die WM sicherlich willkommene Möglichkeit, bei der Bewältigung der berufspraktischen und -theoretischen Ausgaben das anzubringen und zu verwerten, was er feit feiner Teilnahme am Reichsberufswettkamp hm- luqelernt, worin er sich verbessert und veroollkomm- nei hat. Die Erwartungen der Wettkampf eitung rich- ten sich daher auch vornehmlich auf diese Schichten der Arbeitskräfte, die erst vor kurzem ihre ersten Au-bildungsjabre hinter sich gebracht baden. Man kann jetzt noch hin und wieder die Frage hören, welchen persönlichen Nutzen denn der Em zelne durch seine Beteiligung am Reichsberufswrit kampf hat, wobei ost hinzugefugt wird, daß die Aufbesserung der Arbeitsleistung ja nur den Betrieben und der Wirtschaft insgesamt zugute fommf Dem ist selbstverständlich entgegenzuhalten, daß es durchaus im Interesse jedes Einzelnen hegen i mufc KSEKÄMFS, @>r.npHW holun. M an MG ber einzelnen - die ker gesamten Ra^ der chechichrigeReichs- berussweMamps durchgesiihrt. Wer emm« ® ; d°: xu leisten Ob es nun em Eisendreyer, ein c mch eine Näherin oder eine Friseuse 'st. es_9™ h n,n Wru btr sich non diesem friedlichen Wett- Eine italienische Anfrage in Washington Der frühere italienische Außenminister S u v i ch, Professor Gilbert Murray, der Vorsitzende der der jetzt als italienischer Botschafter in Washington amtiert, hat den amerikanischen Staatssekretär der Auswärtigen Angelegenheiten Hüll aufgesucht. Man darf annehmen, daß er sich bei dieser Gelegenheit nach dem Gesamtumfange des amerikanischen F'lottenbauprogramms und der Größe der einzelnen Schiffseinheiten erkundigt hat. Angeregt ist diese Rücksprache zweifellos dadurch, daß England, Frankreich und die Vereinigten Staaten mit einer Frist bis zum 20. Februar die ultimative Frage an Japan richteten, ob es Kriegsschiffe über 35 000 Tonnen baue oder bauen werde. Ultimativ ist diese Anfrage nur im Ton, nicht in dem Sinne, daß sie eine ausgesprochene Drohung enthält. Allein unausgesprochen sagen doch die beiden Noten Englands und der Vereinigten Staaten, daß diese Länder — in Abweichung zu den bisherigen Rüstungsbeschränkungen — zum Bau von Schlachtschiffen über 40000 Tonnen übergehen wollen, wenn sie von Japan keine befriedigende Auskunft erhalten. Es ist begreiflich, daß sich Italien, das zu seinen bereits vom Stapel gelaufenen zwei 35 000-Tonnen- Schlachtfchiffen eben zwei große Neubauten auf Kiel legt, über die Pläne der großen Seemächte unterrichten will. Die italienische Presse unterstreicht diese Besorgnisse, indem sie die starke Vermutung ausspricht, daß sich die Amerikaner den Pazifik und die Engländer den Atlantischen Ozean Vorbehalten haben und daß „diese Aufteilung schon der Ausdruck eines wirklichen Bündnisses ist". Die Bevölkerung in den Vereinigten Staaten ist ausgesprochen kriegsfeindlich, darum leugnet die Washingtoner Regierung solche Vermutungen mit Energie. Um so stärkeres Aufsehen erregte es in der internationalen Welt, daß der englische, aber auch in den Vereinigten Staaten sehr angesehene britischen Völkerbundsoereinigung, in dem „National Liberal Club" erklärt hat, die britische Regierung habe Washington die Versicherung ihrer Bereitschaft gegeben, die Vereinigten Staaten bei jeder Aktion, die diese im Fernen Osten beschließen würden, sofort zu unterstützen. Das ist dasselbe, was Eden den „Gleichschritt" genannt hat, in dem England und die Vereinigten Staaten im Fernen Osten vorgehen werden! Pikant ist. daß Mussolini in Washington, nicht in London anfragen ließ! Die amerikanische Fioiienvorlage wird noch erweitert. Washington, 12. Febr. (DNB. Funkspnich.) Der Vorsitzende des Marineausschusses des Abgeordnetenhauses Vinson, kündigte einen Ergänzungsantrag zur neuen Flottenvorlage an. Der Antrag werde die Ermächtigung zum Bau einer Kriegsflotte verlangen, die stark genug seh um gleichzeitig die Küsten des Pazifischen Ozeans und des Atlantischen Ozeans sowie die Panama -Kanalzone, Alaska und die überseeischen Besitzungen der Vereinigten Staaten gegen jeden etwaigen Angreifer verteidigen zu können. Nach der Feststellung, daß die Flottenrüstungen in der ganzen Welt die Vereinigten Staaten mit Besorgnis erfüllen, empfiehlt der Antrag im Falle einer internationalen Abmachung über eine Begrenzung der Flottenrüstungen den Präsidenten zur Sistierung des laufenden Bauprogramms innerhalb der vereinbarten Grenzen zu ermächtigen mit Ausnahme jedoch der bereits im Bau befindlichen Schiffe. Der Regierungswechsel in Rumänien. Warum stürzte Goga? Mit Sympathie hat das deutsche Volk die Bemühungen der Männer verfolgt, die unter der Leitung des ehemaligen Ministerpräsidenten G o g a versuchten, ihr Volk von der Judenherrschaft zu befreien und ihm einen neuen nationalen Staat zu geben. Es kann auch nicht die Auffassung geleugnet werden, als ob mit dem Regierungsantritt Gogas bereits die Formung eines autoritären Volksstaates endgültig gesichert sei. Um so überraschender kam für die meisten die Nachricht, daß Goga durch König Carol von seinem Amte' entbunden wurde. Nachdem wir nun einen gewissen Abstand von den Ereignissen gewonnen haben, ist die Frage berechtigt, worin die Ursachen dieser plötzlichen Umwälzung zu erblicken' sind. Eine gewisse ausländische Presse hat in ihrer Schadenfreude Vermutungen über die Hintergründe des rumänischen Regierungssturzes geäußert, die, wenn man genauer Hinsieht, in keiner Weise den Kern der Dinge treffen. Denn kein ausländischer Zwang, keine Boykotthetze und keine jüdische Sabotage würde die nationale Erneuerung eines Volkes verhindern können, wenn nur dieses Volk in sich geeinigt und entschlossen ist, mit seinem Führer den Marsch zur Freiheit anzutreten. Aber gerade diese Voraussetzung war es, die den zweifellos vom besten Willen beseelten Männern des Goga-Regimes fehlte. Es hat deshalb auch unter den Deutschen, die mit den Verhältnissen in Rumänien genauer vertraut waren, niemals einen Zweifel über die außerordentlichen Schwierigkeiten gegeben, denen sich Goga bei der Lösung seiner hohen Aufgabe gegenüber sah. Man muß bedenken, daß der gestürzte Ministerpräsident, dessen- starker Ordnungswille anerkannt werden muß, nicht über den nötigen organisatorischen Rückhalt verfügte, der nun einmal nötig ist, wenn große politische Entscheidungen fallen sollen. Man erinnert sich, daß seine Christlich-Nationale Partei bei den letzten Wahlen nur einen verhältnismäßig geringen Prozentsatz aller Stimmen auf sich vereinigen konnte. Goga mußte sich deshalb zum Teil auf Koalitionen und Kombinationen bei der Regierungsarbeit stützen, die feinem Ziel innerlich fernstanden und ihn im entscheidenden Augenblick im Stiche ließen. Die Regierung Goga besaß auch kein eigenes Ideengut, das sie mit dem Volke aufs innigste verband und das es ihr gestattet hätte, aus'den besten Kräften des Volkes eine feftgejuqte und machtvolle Bewegung zu entwickeln, auf die sie sich hätte unbedingt verlassen können. Das nationalsozialistische und faschistische Beispiel hat aber gezeigt, daß die Erweckung der lebendigen Volkskräfte und ihre Zusammenfassung im Glauben an den Führer und die neue Zeit die ersten Voraussetzungen sind für die Aufrichtung eines autoritären Regimes, für die Verwirklichung einer Staatsldee, die auf den Grundsätzen der nationalen Ehre und Freiheit be- ruht. An solcher weltanschaulichen Geschlossenheit und an der dadurch entwickelten Dolkskraft fehlte es. der Regierung Goga. Uns find die Absichten und Wege unbekannt, denen die neue rumänische Regierung folgen wird. Aber eins wissen wir aus den Lehren der Geschichte: daß nämlich nur d i e Regierungsform von Dauer ist, die unter Verzicht auf jegliche fremde Unterstützung die Quelle ihrer Kraft allein im eigenen Volke sucht und findet. Heinrich Evers. Llmsleas außenpolitisches Programm. M f Wtz Patriarch Miron C h r i ft e a, Rumäniens neuer Ministerpräsident. — (Scherl-M.) Bukarest, 12. Febr. (DNB.) Ta tares cu übernahm am Freitag das rumänische Außenministerium. Man betrachtet die Uebernahme durch Tatarescu als eine Garantie für die Fo rtfüh - r u n g der traditionellen 'rumänischen Außenpolitik. Wie man betont, hat Ministerpräsident Miron Christen bei der Eidesablegung vor König Carol erklärt, die neue Regierung wolle im Innern das Land befrieden und nach außen das Vertrauen kräftigen, das Rumänien von feinen Verbündeten und allen benachbarten Mächten benötige, mit denen es in guter Eintracht leben wolle. Im Interesse eines allgemeinen Friedens wolle die Regierung nach Möglichkeit ihre Freundschaften vermehren. bensfragen der Nation verbunden fühlt. In den einzelnen Arbeitsgemeinschaften, welche alle unter dem Motto „Beiträge zur Lebensordnung des deutschen Volkes" stehen, wird der praktische Einsatz der Wissenschaft zum Nutzen der Nation veranschaulicht. Ganz besonders ist es zu begrüßen, daß die zur Behandlung stehenden Probleme keinen allgemeinen Charakter tragen, sondern sich auf den geistigen und geographischen Lebensraum der jewelligen Universität beziehen. So steht zu erwarten, daß der Reichsberufswettkampf 1938, der fünfte, der zur Durchführung gelangt, noch in weit stärkerem Umfange als feine Vorgänger die Einsatzbereitschaft des ganzen Volkes zum Ausdruck bringt. Nicht jeder kann Sieger werden, aber diejenigen, welche als erste durchs Ziel gehen, werden einer Auszeichnung teilhaftig, die sie gewiß ihr ganzes Leben nicht vergessen werden: Der Führer wird ihnen am 1. Mai die Hand drücken. D. S Konzentration der Kräfte. Die Erlasse des Führers und Reichskanzlers vorn 4 Februar sind in der Auslandspresse vielfach Mißdeutungen ausgesetzt gewesen. Die aus Uebel- wollen und Sensationshascherei schon vorher überaus freigebig ausgeftreuten Gerüchte machen langsam Ueberiegungen über die tatsächliche Bedeutung der Entschlüsse des Führers Platz. Man beginnt auch im Ausland zu erkennen, daß die scharfe Zusammenfassung aller außenpolitischen, militärischen und wirtschaftliche» Kräfte des Reiches die zentrale Machtstellung der nationalsozialistischen Staatsführung außerordentlich verstärkt hat. Wenn auch jede einzelne der am 4. Februar vollzogenen Um-, besetzungen im Zuge einer- natürlichen Entwicklung und Verjüngung gelegen haben mochte, so hat doch die Zusammenfassung aller zum Teil schon seit längerer Zeit als notwendig empfundenen und vorgesehenen, zum Teil jetzt einer späteren Entwick- „ lung vorweggenommenen Maßnahmen den großen einheitlichen Plan erkennen lassen, der das Ziel verfolgt, die gesamte Macht in der Hand des Führers zu vereinigen. Das ist — von den wehr- und wirtschaftspolitischen Entscheidungen wurde schon gesprochen — in der Leitung der Außenpolitik geschehen durch die Bildung des Geheimen Kabinettsrats, zu dessen Präsidenten der bisherige Reichsaußenminister Freiherr von N e u k a t h ernannt worden ist, womit auch vor dem sich immer gern besorgt gebärdenden Ausland die Kontinuität der außenvolitischen Linie des Dritten Reiches besonders sinnfällig unterstrichen wird, wofür auch schon die Person des neuen Reichsaußenrninstters von Ribbentrop bürgt, der als Sonderbeauftragter des Führers bei Abschluß des deutsch-englischen Flottenabkommens und des Antikomminternpakts sowohl wie auch als Botschafter in London Gelegenheit gehabt hat, die in zahlreichen Manifestationen des Führers unmißverständlich niedergelegten außenvolitischen Grundanschauungen des Nationalsozialismus in wesentlichen Einzelheiten in die Tat umzufetzen. Wenn mit dem deutschen Volk auch das Ausland in größter Spannung die Rede des Führers erwartet, die für die traditionelle Frühjahrsfitzuna des Deutschen Reichstags am 20. Februar anaefflnbigt worden ist, so ist das der beste Beweis dafür, wieviel die Stimme Deutschlands im Rat der Völker heute wieder gilt und wie schwer heute auch wieder außenpolitische Entscheidungen der deutschen Staatsführung wiegen, zumal in einer Zeit, die gekennzeichnet ist einerseits von der wachsenden Erkenntnis der Ueberlebtheit bislang bestimmender außenpolitischer Vorstellunaen und dem Suchen nach neuen Grundlagen für das Verhältnis der Völker, untereinander, andererseits aber auch von dem nervösen Bemühen, bestehende Gegensätze zu verhärten in der törichten Meinung, sich durch beharrliches Festhalten an Methoden, die ihre Unbrauchbarkeit längst erwiesen haben, sich der natürlichen Entwicklung entgegenstemmen zu können. Es war besonders reizvoll, zu seh"n. wie ma" im Ausland in der völlig grundlosen Aufregung über die Entschlüsse des Führers durchweg ganz v--r- gesien zu haben schien, daß gerade die drei großen westlichen Demokratien, deren Presse nicht laut genug von finsteren Plänen der autoritären Staats- führung Deutschlands orakeln konnte, in den letzten Wochen selbst ihre ganze Eneraie für jene Konzentration der Kräfte eingesetzt haben, die man nun plötzlich, wo das nationalsozialistische Deutschland aus der natürlichen Gegebenheit seines politischen Grundprinzips an einem markanten Punkt seiner Entwicklung-dazu schreitet, als bedrohlich emvfindet. Roosevelts zweite Amtsveriode als Präsident der Vereinigten Staaten war bislang ausschließlich erfüllt non dem Bestreben, d»m Staatsoberhaupt die Machtbefugnis zu geben, die ihm gestatten, der amerikanischen Wirtschaft nro- duktionsregulierende und soziale Bindungen auszuerlegen, die er als staatspolitische Notwenbiakrit empfindet, um Amerika aus einem hemmungslosen Kapitalismus in geordnete Planwirtschaft überzuleiten, von der allein er sich die llebenrnnhunq - außerordentlicher wirtschaftlicher Schwierigkeiten und mit wachsender Erbitterung oeführicr sozialer Kämpfe versvricht. Er hat feine Pflöcke schon erheblich zurückstecken müssen und es ist schwer zu durchschauen, ob es ihm gelingen wird, sich gegen die nur aus der in den Vereinigten Saaten herrschenden ungesunden Verstlzung von Politik und Wirtschaft wie der für Amerika eiad"s ober ein konstitutioneller Monarch besitzen. Er steht veriönlich an der Svitze der Regierung, deren Zusammensetzung er allein nach feinem Gutdünken be- ! stimmt, wie er auch in der Leitung h**r A"ß-m- volitik, ledialich unterstützt von seinem Staatssekretär, unabhängig ist und als Oberbefehlshaber der amerikanischen Wehrmacht den benfbar grämen Einfluß auszuüben vermag Erft in biefen T-aaen ist er als solcher mit einer Botschaft an ben Konareß hervorgetreten, in der er die seiner Ansicht noch notwendige neue Flottenvorlaae bearünbete die eine bedeutende Vermehrung besonders auch der Jahl her graben Schlachtschiste n^riieht Auch hie soeben bekannt gewordenen Mastnnhrnen zur Veriünguna des Ofstzierskorvs heg amerikanischen - Landheeres dürften auf die -^nifiotine de« Prä st» ; henten zuriickaehen Alles in allem alfö auch 'n ben llch fo viel auf ihre Demokratie zuaute tue 'den bereinigten Staaten eine Konzentration ber IKräfte", die sich trotz aller Abweichungen im Ein» \ i i l ) i- u f. 3 l. rt- ! N et. che r - ien en, ruf i • -ch nb en 1t- en, jen erb Die ;on ''ch en, nd- um inb ell- um r • lts- bes es» ü r eilt crg ien 'ch- 1U» jen er .*be en. er» )en rt. fr» lb» im en. gt, ien rze ts» heilen m (en sie In- rch rs, ’ft- inten )er >ße -ke» ag t 5 ibt jor er» ill» )re jen ter die en, iet )er nb n -> ps Die •in cu- en yr» e r 5f- zu die einheitliche Grundlegung des Unterrichts durch bei b) Englisch und Latein oder eine weitere le- die Fächer der deutschkuMlchen Gruppe, die Bio»1 bende Fremdsprache. Arbeitern aus allen spanischen Provinzen Beschäftigung für mehrere Jahre. auftischt, so muß man bei uns in Deutschland den Eindruck gewinnen, daß die britische Auslands- Propaganda sich an den berüchtigten Methoden Northcliffes schulen will. Wenn das der Sinn der Reorganisation sein soll, so wird allerdings die Betrauung Dansittarts nicht zur Entgiftung der politischen Atmosphäre beitragen können. Dr. Fr. W. Lange. Berlin, 11. Febr. (DNB.) Der Reichser- < iehungsminister veröffentlicht einen Erlaß über Erziehung und Unterricht in der höheren Schule vom 2 9. Januar 1 9 3 8, in sprachlichen Zweig gegabelt, wobei im Hauptteil der Unterricht beider Zweige gemeinsam ist, um Bei aus acht Jahre verkürzter Schulzeit gleichbleibende Mdungshöhe. ist darum zum E r z i e h u n g s st a a t geworden, weil der Führer durch die Schöpfung seines Reiches die Kraft seines Volkes in einem einzigen politischen Willen, in einer einzigen alle durch- dringenden Weltanschauung zusammenfaßte und damit wieder große und sinnvolle Erziehung möglich machte. weiter heißt es: Ls ist die nicht immer richtig verstandene Eigenart der höheren Schule, daß sie ihr Erziehungsziel in besonderer weise m i t den Mitteln des Erkennens erstrebt. Der Tlationalsozialismus übernimmt diese Erziehungsform nicht als ein Ueberbleibsel aus einer intelleklualistischen Epoche, sondern er begründet sie aus seinem eigenen Erziehungsgedanken. Indem der Schüler nicht nur fertige Ergebnisse übermittelt bekommt, indem er veranlaßt wird, den Vorgang des Erkennens und Verste- hens in sich selb st zu vollziehen, soll in ihm die Fähigkeit zu eigener, Höch st verantwortlicher Entscheidung geweckt werden, wenn der Unterricht aus dem Leben herauswächst, d. h. wenn er an die Umwelt des Schülers, an feine Erlebnis- und Vorstellungswelt anknüpft, wenn ihm echte Aufgaben gezeigt werden und die Möglichkeiten, fie anzufassen, dann will und wird er auch lernen, ohne der Gefahr der Unstetigkeit und Zerstreuung zu erliegen. Und er wird in einer solchen Schule auch dann willig lernen, wenn er einmal den Zusammenhang des Gelernten mit seiner Welt noch nicht einzusehen vermag. Das durch einen in diesem Sinne lebensnahen Unterricht gewonnene Wissen wird nie vergeblich erworben sein, es wird das jugendliche Gehirn nicht belasten, sondern Willen und Phantasie des Schülers beleben und seinen Gesichtskreis erweitern. Es gibt keine echte geistige Aufnahmefähigkeit ohne Leidenschaft, ohne Beteiligung des Willens und des Gefühls an den Gegenständen. Das Lernenkönnen hängt nicht nur vom Verstände, sondern wesentlich von diesen schöpferischen Kräften ab — auch darum ist aller Unterricht Erziehung. Aufbauarbeit des nationalen Spaniens. Großzügiges Arbeitsbeschaffungsprogramm. Burgos, 12. Febr. (DNB. - Funkspruch.) Der Minister für öffentliche Arbeiten, Alfonso P e n a , erklärte, daß im nächsten Ministerral ein umfangreiches Bauprogramm zur Verabschiedung vorgelegt werde. Dieses Programm ist auf besonderen Wunsch von General Franco ausgearbeitet worden und sieht umfassende Reubauten von Straßen- und Bewässerungsanlagen vor. Ferner sind im Rahmen dieses Programms neue Eisenbahnlinien wie auch der Ausbau einer Reihe von Städten geplant. Mit der Durchführung des Programms soll sofort begornen werden. Durch diese Reubauten erhalten Taufende von länder selbst ist wie kein zweites Volk der Welt über den ganzen Erdball hin verstreut und überall hin bringt er seine Presse, seine Bücher, seinen Klub, seine Kirche, überall wirbt er für die ausgeprägten Lebensformen seiner Heimat, überall ist er Wortführer der Politik seines Landes, gestützt auf die Macht des weltumspannenden Empire, das durch Ausstellungen, Flottenbesuche, Reisen prominenter Persönlichkeiten — man denke nur an die mit großem Geschick aufgezogenen Reisen des ehemaligen Prinzen von Wales nach Nord- und Südamerika — immer wieder von sich reden macht und fremden Völkern seine Macht handgreiflich demonstriert. Sir Robert Dansittart betritt also als neuer Propa- aandachef des Britischen Reiches keinen unbestellten Acker. Er Hot eine große aber in dieser Zeit, die im Zeichen von Rundfunk und Massenpresse für jedes Schlagwort doppelt empfänglich ist, in dieser Zeit politischer Spannungen, die nach neuen Formen des Zusammenlebens der Völker tastet, auch eine besonders verantwortungsvolle Aufgabe. Er wird sie vor seinem Gewissen nur dann recht zu lösen vermögen, wenn er den ihm anvertrauten riesigen Propagandaapparat des britischen Weltreiches in der gewaltigen Konzentration der Kräfte, die auch hier wieder in der Vereinheitlichung liegt, in den Dienst der Wahrheit, des Friedens und der Verständigung der Völker stellt. Wenn in den letzten Tagen der britische Rundfunk täglich die tollsten Greuelmeldungen über Deutschland verbreitet, diese zwar in einer späteren Senduna wieder dementiert, dafür aber feinen Hörern in aller Welt sofort neue Oie Neuordnung des höheren Schulwesens Ein richtungweisender Erlaß des Reichserziehungsministers. jdnen und aller in der verfassungsmäßig veranker- len Parteiherrschaft begründeten von Roosevelt schmerzlich genug empfundenen Hemmungen neben den gleichen Bestrebungen in den autoritären Staaten Deutschland, Italien und Japan durchaus sehen lassen kann. Auch Frankreich, dessen politische Grundanschauung und staatsrechtliche Struktur solcher Zu- fammensassung an sich widerstreben, hat den letzten Regierungswechsel zu Anfang des Jahres dazu benutzt, wenigstens auf dem Gebiet der Landesverteidigung eine einheitliche Leitung sowohl nach der politisch-verwaltungsmäßigen Seite hin, wie nach der militärisch-organisatorischen durchzuführen. In dem neuen Kabinett Ehautemps hat der bisherige Kriegsminister D a l a d i e r als Landesverteidigungsminister eine seinen Kollegen von der Marine und Luftwaffe übergeordnete Stellung erhalten mit dem Auftrag, die Arbeit der drei Ministerien mehr als bisher zu vereinheitlichen, um die Voraussetzungen einer Zusammenarbeit der Land-, See- und Luftstreitkräfte zu schaffen, ein einheitliches, auf einander abgestimmtes Rüstunaspro- gramm aufzustellen und durchzuführen und die industrielle Mobilisierung nach einheitlichen Gesichtspunkten vorzubereiten. Dem gleichen Streben dient die Ernennung des bisherigen Chefs des Generalstabes der Armee und Vizepräsidenten des Obersten Kriegsrates, General G a m e I i n , zum Chef des Generalstabes der nationalen Verteidigung, womit der lange umstrittene einheitliche Oberbefehl über alle französischen Streitkräfte im Frieden tatsächlich vollzogen ist, denn dem General Gamelin fällt neben der Beratung Daladiers in den Fragen der materiellen Aufrüstung die Aufgabe zu, die Mobilmachungs- und Operationspläne nach einheitlichen strategischen Gesichtspunkten im Sinne der schon erwähnten einheitlichen-- Verwendung der Land-, See- und Luftstreitkräfte vorzubereiten. Daladiers kürzliche Erklärungen im Parlament machen deutlich, daß die so straff zusammengefaßte und unter eine Leitung gebrachte oberste Behörde der Landesverteidigung mit Hochdruck zu arbeiten begonnen hat. Daladier scheint mit größter Energie den aus den sozialen Kämpfen des Volksfront- regimes herrührenoen Stockungen in der Erzeugung der Rüstungsindustrie zu Leibe gehen zu wollen. Namentlich in der Herstellung von Flugzeugen sollen große Lücken bestehen, wobei man sich am Raride vielleicht die Frage erlauben darf, ob denn der verflossene Luftfahrtminister Pierre Cot seine umfangreichen Flugzeuglieferungen an die spanischen Bolschewisten auf Kosten der Rüstungsstärke des eigenen Landes getätigt hat. Nun sollen lieber» stunden und womöglich eine Durchbrechung der 40» Stundenwoche die Rüstungsindustrie auf die Tourenzahl bringen, die Daladier für erforderlich hält, um das umfangreiche Aufrüstungsprogramm, das auch den Bau von zwei neuen 3H 000-Tonnen-Schlacht- fchiffen einschlieht, zu bewältigen. Auch hier sehen wir -Iso eine aeroaltige Krastanstrengung in einer zusartzmenfassenoen Organisation, die auf demokratische Liebhabereien keine Rücksicht nimmt. In England hat schon vor einiger Zeit der selbst noch junge und mit Energie geladene Kriegs- minifter Hore-Belisha eine erhebliche Verjüngung der höheren Stellen des Offizierkorps der Armee durchgeführt und den Feldmarschall Sir E. I. D e v e r e l l durch den rund zehn Jahre jüngeren General Viscount Gort als Chef des Reichsgeneralstabes ersetzt. Noch interessanter war die Ernennung des ständigen (d. h. nicht parlamentarischen und mit den Regierungen wechselnden) Unterstaatssekretärs im Auswärtigen Amt S i r Robert Dansittart zum diplomatischen Hauptberater des Kabinetts. Man wußte damals nicht Unterricht ist Erziehung. Unterricht aus dem Leben heraus. In einer grundlegenden Einführung behandelt der Erlaß den Standort unserer höheren Schulen im nattonalsozialisttscken Staat. Es heißt hierin eingangs: Die deutsche Schule ist ein Teil der nationalsozialistischen Erziehungsordnung. Sie hat die. Aufgabe, im Verein mit den anderen Erziehungsmächten des Volkes, aber mit den ihr eigentümlichen Erziehungsmitteln, den nationalsozialistischen Menschen zu formen. Alle echte Bildung stammt aus dem Leben, und Leben kann nur durch Leben entzündet werden. Wenn der Nationalsozialismus den Vorrang des Lebens und der Tat vor allen Systemen der Erziehung und Bildung behauptet, dann spricht er das Gesetz der Entwicklung jeder großen Kultur aus. Politisches Hande l n ist die Stiftung einer neuen Ordnung. Bevor von einer neuen Erziehung die Rede sein kann, muß die Ordnung, der überzeugende Kraft innewohnt, geschaffen sein. Der Staat Adolf Hitlers logie und die Leibeserziehung zu gewährleisten. Mit der Gabelung eng verbunden sind die sprachlichen und naturwissenschaftlich - mathematischen A r - beitsgemeinschaften, die die Leistungshöhe der Schule steigern sollen. Für das Gymnasium ist bedeutungsvoll, daß Griechisch in der Klasse III beginnt und bis zur obersten Klasse mit fünf Wochenstunden durchgeführt wird. Die dritte Fremdsprache ist das Englische, das mit Klasse V beginnt. Außerdem haben die Schüler der Klasse VI bis VIII Gelegenheit, außerhalb des lehrplanmäßigen Unterrichts Französisch mit zwei Wochenstunden zu betreiben. Der äußere Aufbau der höheren Schule stellt sich wie folgt dar: A. Hauptsorm. I. Oberschule für Jungen: 1. grundständig, mit den Klassen I bis VIII. Die Oberstufe (Klasse VI bis VIII) jeder Schule ist grundsätzlich gegabelt: a) Naturwissenschaft-Mathematischer Zweig; b) Sprachlicher Zweig. Dazu kommen A r b e i t s g e m e i n \ d) a f t e n: a) in Naturwissenschaften und Mathematik; b) in einer lebenden Fremdsprache. 2-, Aufbauform mit den Klassen III bis VIII (Ausbauschule). Die Oberstufe ist nicf)t gegabelt. Pflichtsprachen: Englisch, Latein. l ».Oberschule für Mädchen. 1. gründ st ändig, mit den Klassen I bis VIII. Die Oberstufe hat zwei Formen: a) hauswirtschaftliche Form; b) sprachliche Form. Pflichtsprache: bei a) Englisch; Wahlsprachen: bei a) keine; bei b) eine lebende Fremdsprache ober Catern. 2. Aufbauform mit den Klassen 111 bis VIII (Aufbauschule). Die Oberstufe hat die hauswirtschaftliche Form. B. Soneersorm. Gymnasium für Jungen, grundständig, mit den Klassen I bis VIII. Der Oberstufe ist nicht gegabelt. Pflichtsprachen: Latein, Gnechrsch, Englisch. Kerne Msenstaffen. Leibeserziehung und deutschkundliche Fächer besonders gefördert. Zur Sicherung der Leistungshöhe dürfen Lortan die Klassen der Unterstufe (1. und 2. Klasse) nicht mehr als 40, bie ber Mittelstufe (3. bis 5. Kl.) nicht über 35 und die der Oberstufe (6. b:s 8. Klasse) nicht mehr als 25 Schülerinnen bzw. Schüler umfassen. An der grundständigen Oberschule für Jungen müssen auf der Oberstufe grundsätzlich beide Gabelungszweige vorhanden sein, während die Oberstufe für Mädchen zwischen beiden Formen wählen oder beide emnch- ten kann. / nicht unbenutzt üorübergeben zu lassen, sondern auszuwerten, was, an Kräften vorhanden ist. Ausbau her Schweizer Landesverteidigung. Genf, 11. Febr. (DNB.) Bei einem Empfang auf der Automobilausstellung erklärte Bundesrat M i n g e r , der Leiter des Schweizer Militärdepartements, die Schweiz verlange nichts weiter, als daß die anderen Staaten sie in Frieden leben ließe. Die schweizerische Armee müsse stark genug gemacht werden, um durch ihren Widerstand jede U eberrasch ungsaktion durch Schweizer Gebiet verhindern zu können. In den letzten Jahren seien die Ausbildung und die Widerstandsfähigkeit der Armee beträchtlich entwickelt worden. Man arbeite heute fieberhaft an der Verstärkung der Landesverteidigung. Nach der Erschöpfung der Wehranleihe von 335 Millionen Franken würden neue Kreditforderungen für die Anne« unerläßlich werden. Für die Motorisierung der Armee müsse man auf private Motorfahrzeuge jurücfgreifen, da die Eidgenossenschaft immer nur .einen sehr kleinen Wagenpark besitzen werde. Das Interesse der Landesverteidigung gebiete daher, d i s Zahl der Privatfahrzeuge zu erhöhen. Insbesondere seien die Bestände an Lastkraftwagen geringfügig, und jede neue Verminderung wär« bedenklich.'' dessen Eingang es heißt: „Durch eine Reihe von Erlassen habe ich seit dem Jahre 1933 die äußere und innere Umgestaltung des höheren Schulwesens eingeleitet und vorbereitet. Nachdem ich Ostern 1937 die Verein- achung der zahlreichen Schulformen begonnen und durch den Erlaß vom 20. März 1937 der höheren Schule neue (Beftalt gegeben habe, weise ich nunmehr mit den nachstehenden Bestimmungen über „Erziehung und Unterricht in der höheren Schule" ihrer gesamten Arbeit Ziel und Weg. Ich lege damit in die Hand des Erziehers eine verantwortungsvolle Aufgabe. Sie kann nur dann erfüllt werden, wenn bie Lehrerschaft der höheren Schule aus den neuen Bestimmungen Ansporn und Verpflichtung für ihren Dienst an der deutschen Jugend entnimmt und im rechten Geist den nationalsozialistischen Erziehungswillen in die Tat umsetzt. Ich erwarte voller Vertrauen auf die Einsatzbereitschaft des deutschen Erziehers, daß er die ihm gestellte Aufgabe arbeitsfreudig in Angriff nimmt und gutem Ziele führt." Im einzelnen wird in dem Erlaß auf folgendes besonders hingewiesen: Aus wichtigen bevölkerungspolitischen Gründen ist die neunjährige höhere Schule auf acht Jahre verkürzt. Hierdurch darf jedoch die Bildungshöhe der höheren Schule nicht herabgemindert werden. Ihre kulturelle Aufgabe und Stellung im Rahmen des Erziehungs- und Bildungswesens erfordert, daß durch entsprechende Anforderungen an Schüler und Lehrer die Höhe ihrer Leistungen gesichert wird. Die gesamte Arbeit soll daher von vornherein auf das Ziel der Reife aus- gerichtet werden. Schüler, die leiftungsun« fähig sind oder offenkundige Willens - oder Charakterschwächen besitzen, sind von der höheren Schule f e r n z u h a l t en . Die höheren Schulen sind grundsätzlich V o lisch u l e n , die an das vierte oder sechste Volksschuljahr anschliehen. Um jedoch für die leistungsfähige ländliche Jugend den Zugang zur höheren Schule im weiten Rahmen sicherzustellen, bleiben nicht voll- ausgebaute Schulen als Zubringerschulen bestehen, die mit Klasse I beginnen und zwei bis fünf Jahrgänge umfassen. Sie werden an eine benachbarte Dollschule angeschlossen. Da eine gemeinsame Schulerziehung der Geschlechter nationalsozialistischem Erziehungsgeist widerspricht, sind für Jungen und Mädchen grundsätzlich getrennte Schulen eingerichtet; die neue Hauswirtschafti icke Form der Oberschule für Mädchen steht dabei in besonderem Maße im Dienst der Forderungen, die das Leben an die deutsche Frau und Mutter in Familie, Beruf und Volksgemeinschaft stellt. Den besonderen Begabungsrichtungen und Be- rufsneigungen der männlichen Jugend entsprechend, wird der Unterricht der Klassen VI bis VIII in ber Oberschule für Jungen in einen naturwi ss enscha ftlich-mathem a tischen und einen so recht, was man aus bieser Ernennung machen sollte, da ja schon ber Lorbpräsident bes Geheimen Rats Discount Halifax, der burch feinen kürzlichen Besuch in Berlin und Berchtesgaden auch der deutschen Oeffentlichkeit bekannt geworden ist, neben dem amtierenden Außenminister Eden die Rolle eines außenpolitischen Vertrauensmannes ber Regierung gleichsam als „Weiterer Staatsmann" spielt unb für außenpylitische ©onberaufträge bem Kabinett zur Verfügung steht. Nun wird bekannt, daß Sir Robert V a n f i 11 a r t bie Aufgabe erhalten hat, einen „Koordinationsausschuß für Werbung im Ausland" zu schaffen, also auch hier eine Zusammenfassung aller Kräfte auf bem Gebiet ber Auslandspropaganda zu einheitlicher Arbeit unter ber Leitung eines der erfahrensten unb routiniertesten Diplomaten, bie aus der Schule des Foreign Office hervorgegangen sind. Dansittart, der übrigens während ber Olympischen Spiele 1936 Deutschland einen Besuch abgestattet hat, ist für diesen Posten auch deswegen besonders geeignet, weil er ein Mann von gepflegter Kultur ist, der selbst schriftstellert, sogar Theaterstücke und Gedichte gemocht hat, die auch in Frankreich, dessen Sprache er b 'herrscht, wohlwollende Beachtung gefunden haben. Derwandschaftliche Beziehungen verbinden ihn mit dem früheren Berliner, setzt in Paris amtierenden Botschafter Sir Erie Phipps unb dessen Vorgänger Lord Tyrrell, aber auch mit einflußreichen Kreisen des Auslandes hat er Fühlung. Er ist also sicher ber rechte Mann am rechten Platz, um der britischen Auslandspropaganda neuen Impuls zu geben. Deutschland hat im Weltkrieg das Geschick, aber auch die ganze Skrupellosigkeit britischer Propa- ganba empfindlich zu spüren bekommen. Lord Northcliffes mit den größten Mitteln und vollendeter Brutalität aufgezogener schändlicher Derleum- dungsfeldzug gegen Deutschland ist bei uns noch nicht vergessen. Wir haben auch nach der nationalsozialistischen Machtergreifung Proben davon zu spüren bekommen, wie raffiniert die britische Agitation es versteht, durch ein ganzes System feinster Kanäle die öffentliche Meinung der Welt in bestimmtem Sinne zu beeinflussen. Das billige Schlagwort von der Einheitsfront der großen Demokratien gegen die faschistischen Länder, das die britische Presse nach einheitlicher Parole immer und :mmer wieder in die Köpfe hämmerte, spukt noch heute überall herum, wo man sich noch nicht zu einem selbständigen unbefangenen Urteil über das neue Deutschland aufraffen kann. Neuerdings richten sich die Anstrengungen der britischen Propaganda auf die arabische Welt. In arabischer Sprache erfolgende Sendungen des italienischen Rundfunksenders Bari haben auch den britischen Rundfunk mobil gemacht, vorerst allerdings mit nur bescheidenem Erfolg. Aber Dansittart wird hier wohl bald Abhilfe schaffen. Sendungen in portugiesischer und spanischer Sprache sollen vornehmlich den sehr vielseitigen britischen Interessen in Südamerika dienen. Film und Presse werden für die gleiche Aufgabe eingespannt werden. Das beste, ja geradezu einzigartige Hilfsmittel der britischen Auslandswerbung ist und bleibt natürlich die englische S p r a ch e , die überall in der weiten Welt verstanden wird und als maßgebende Kultursprache . das Französische abgelöst hat. Das ist ein Vorteil, den die britische Auslandspropaganda vor allen übrigen Völkern voraus hat. Aber auch der Eng- Wovon wir nichts wissen. Äon unterer Berliner Schr.ffle'tung. Die guten Deutschen und vornehmlich die Ber- .Imer werden baß erstaunt seii^zu vernehmen, dass es inl Berlin.zu StraßenMmpsen zwilchen dem revoltierenden Militär und der H gekommen is7 M ausgerechnet in A l l e n st e i n und Stolp sich solche Kampfe wiederholten und ganz D e u t s ch l a n d s, ch i m A u f r u h r befind^ Der- schiedene Trager bekannter Namen seien ins Aus- land gefluchtet die Grenzen Deutschlands seien hermetisch geschlossen, damit keine Nachricht über hie $anT£fe emc« empörten Volkes gegen den Tyrannen des 4. Februar über die Grenze bringe. Der V n « J 118 r „T e m p s" behauptet es, das Volks- f r o n t.„p eu vr e" bringt ergänzende Meldungen die englische Presse sekundiert, und die gesamte demokratische Meinungsfabrik des Auslandes schildert wie die Deutschen seit dem 4. Februar sich betätigen' Zwar wollen diesmal die Ausländskorrespondenten dieser Blätter, die in Berlin sehen, wie bie Bevölkerung ruhig ihrer Arbeit nachgeht, an der Erfindung solcher Ausgeburten einer perversen Phantasie unbeteiligt sein. Eine Rückfrage der Redaktionen bei ihnen hatte je auch diese Greuelmärchen vernichtet Aber die Redaktionen haben sich darauf verlassen was ihnen angeblich Berichterstatter zutrugen' die irgendwo „Reisende", die übdr die deutschen Grenzen entkommen wären, ausgeholt hätten Ihre Berichte werden groß aufgemacht und so wird der Eindruck erweckt, als ob in Deutschland die verworrensten Zustände herrschten. Wir überlassen das Urteil darüber jedem Deutschen, der die Wiederkehr der kommunistisch-marxistischen Straßenkämpfe in der nationalsozialistischen Gegenwart natürlich am eigenen Leibe gründlich verspürt hätte. Woher stammen diese Phantasiemeldungen? Das erstaunte deutsche Volk versteht überhaupt nicht, welch blühender Unsinn im Auslande geglaubt wird. Es macht mit Recht die Leute dafür'verantwortlich, die den Weltkrieg wünschen und ihn pro- pagandistisch vorbereiten, die Waffenschiebungen machen und sie intellektualistisch verbrämen. Der Pariser „Gringoire" nennt eine dieser anrüchigen Quellen mit Namen: den Pressechef des französischen Außenministeriums, der auch der Erfinder der Seifenblasen-Nachricht gewesen ist, wonach deutsche Truppen in Spanisch-Marokko gelandet seien. Aber es gibt noch andere Quellen. Das internationale Judentum, das in Rumänien wieder Morgenluft wittert, über sehr ausgebreitete Beziehungen ver- fügt, liefert natürlich für die demokratischen Auslandszeitungen Berichterstatter, die Giftblumen wachsen sehen, und daß seine Gesinnungsfreunde in den Zeitungsredaktionen am gleichen Strang ziehen, ist nicht weiter verwunderlich. Die Erfinder und Verbreiter dieses albernen Schwindels haben sich selbstverständlich nicht einmal die geringe Mühe gemacht, durch ein einfaches Telephongespräch die völlige Sinnlosigkeit und Unmöglichkeit ihrer Behauptungen festzustellen. Es kommt ihnen einzig und allein darauf an, ein zweites Mal das zu versuchen, was ihnen unmittelbar nach dem 4. Februar so kläglich mißlungen war, mit allen Mitteln irgendwelche Gegensätze zwischen den beiden tragenden Säulen des Dritten Reiches, zwischen Partei und Wehrmacht, zu konstruieren und das Ansehen Deutschlands zu beeinträchtigen. Man könnte sagen, daß die in jenen Gerüchten enthaltenen Unterstellungen schwere Beleidigungen gegenüber dem deutschen Offizierkorps wären, wenn jener handgreifliche Unsinn überhaupt an die deutsche Wehrmacht heranreichen würde. Was würde man eigentlich im Ausland dazu sagen, wenn die deutsche Presse z. B. die soeben bekanntgewordenen Maßnahmen der amerikanischen Regierung zur Verjüngung des Offizierskorps der amerikanischen Armee mit ähnlichen Greuelmärchen begleiten würde, die die Auslandspresse der deutschen Wehrmacht unterstellt, und von Straßenkämpfen in amerikanischen Städten sprechen würde, wie die wohlweislich im Dunkel der Anonymität bleibenden „Berichterstatter" englischer, amerikanischer und französischer Blätter? Nein, in Deutschland gibt es keinerlei Sensation, das deutsche Volk geht mit größtem Eifer nach wie vor seiner Arbeit nach, und das Verhältnis zwischen Partei und Wehrmacht ist nach wie vor das denkbar kameradschaftlichste. In den Spekulantenkreisen der internationalen albernen Greuelbörse sollte man endlich gelernt haben, daß man sich mit so albernen Erfindungen, wie man sie jetzt wieder völlig skrupellos in die Welt gesetzt hat, um so stärker blamiert, je mehr man sie aus den Verhältnissen des eigenen Landes heraus „nach- etnpfinbet". . O S. Reue Feststellungen zum Suhenfo Bukarest, 11. F-br. en en, ruf i - -ch nb en 11- en, jen erb Die )on -ich en, nb» um mb ell- um r • üs- bes es» ü r eilt erg ien 'ch- au» jen er cbe en. er» ;en rt !lr° 1b« um en. rgt, )en rze ’rf. ts- be- sen : m len sie ln° ach rs, -st- im» ien 3er rße ke- tag t s abt jor er» ill» )re ;en ter die en, ber Der •nb n» 'ps bie ein ru» ien hr- e r rs- Platten Asbest Schnur Läufer WM Sangerhausen 4-ützige Verkäufe Ein gr. Transv. taufen. 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Neben dieser pharmazeutischen Abtellung, die nicht einmal die wichtigste ist, bestehen eine Farben-, eine Stickstoff- und eine Photoabteiluna, jede für sich ein Werk von ungeheurer Ausdehnung und hohem Wert für die Volkswirtschaft. Dann sehen wir uns die Wasch- und Badeeinrichtungen, den Mädel-Gemeinschaftsraum und den Dachgarten an. Der Größe des Werkes entspricht die Großzügigkeit der hygienischen Einrichtungen: Wannenbad, Brausegelegenheit, Foen zum Haartrocknen — alles ist vorbildlich. Auf dem flachen Dach steht eine lange Reihe bequemer Liegestühle. Die „Sonnenhungrigen" verbringen hier in der warmen Herbstsonne ihre Mittagspause. Ein paar Mädel haben ihre Stühle in einen schattigen Winkel gerückt und lassen sich durch nichts in ihrem Schlaf stören. Daß unter solchen Umständen gern und willig gearbeitet wird, wundert uns nicht. „Es kommt doch alles dem Werk zugute", sagt unser Begleiter zum Schluß. „Wenn die Mädel fröhlich und zufrieden sind, sind sie leistungsfähiger. Es ist eine alte Wahrheit, daß man besser arbeitet, wenn man gern arbeitet." Und nun noch einen Blick in den Gemeinschaftsraum, ehe wir das Haus der pharmazeutischen Abteilung verlassen: Bunte Vorhänge, gute Bilder an den Wänden, schlichte Möbel, die schön sind, weil sie einfach und echt sind, und vor allem eine vorbildliche Sauberkeit! Wer sich Tag für Tag, wenn auch nur für eine Stunde, in diesem Raum aufhält, der wird unbewußt zur Freude am Schlichten, Natürlichen und Sauberen" erzogen. Wir glauben gern, was unser Begleiter sagt: „Wenn unsere Mädel heiraten, können sich ihre Wohnungen sehen lassen. Wir sind uns bewußt, daß wir auch gerade in dieser Beziehung auf die Mädel ein- wirken." L. R. Schwalle greift ein.:. Bericht von einem Geländespiel auf Brettern. Mel an der Maschine. Besuch in der Aspirinfabrik. Nicht weit von Opladen liegt das Städtchen Leverkusen, dessen Name weit über Deutschland hinaus durch die großen Werke der IG. Farben- industrie bekannt ist. Eine ganze Stadt ist im Laufe von vierzig Jahren dort aus kleinsten Anfängen emporgewachsen, mit breiten Straßen, Park- und Gartenanlagen, einem großen Kasino, Tennisplätzen und einem Schwimmbad. Eine Fabrik? Nein, Riesenkomplexe von Betriebsgebäuden, übersichtlich und planvoll angelegt. Unablässig dröhnt das Lied der Arbeit. Die Lust erzittert vom Rhythmus der Maschinen. Hunderte von Mädchen und Frauen arbeiten in den JG.-Werken. Wir lassen uns durch verschiedene Räume führen. Das gesunde fröhliche Aussehen der Mädel fällt uns auf. Selbst über dem eifrigsten Schreibmaschinenklappern hört man noch ein lustiges Summen. Man merkt den Mädeln an, daß sie gern, an diesem Arbeitsplatz stehen, der hell und luftig und ganz nach dem Grundsatz „Schönheit der Arbeit" angelegt ist. Aus der Zahl der Angebote werden solche Bewerberinnen vorgezogen, die dem BDM. angehören. Die Zusammenarbeit zwischen der Werksleitung und dem BDM. ist vorbildlich. Uns interessiert besonders die pharmazeutische Abteilung, in der eine Menge unserer Kameradinnen beschäftigt ist. Die Arbeit bringt keine körperliche Ueberanstrengung der Mädel mit sich; sie verlangt allerdings Aufmerksamkeit und eine geschickte Hand. An modernsten Maschinen stehen die Mädel in sauberen weißen Kitteln und Häubchen. Ein Griff — und schon greift Rad in Rad; ein leichter Hebeldruck setzt einen höchst verwickelten Mechanismus in Bewegung, der erst bei näherem Zusehen den Arbeitsvorgang erkennen läßt: Es werden Aspirin-Tabletten hergestellt. Hunderte von Kilo täglich — von einer einzigen Maschine. Bei einer Maschine, die in raschem Tempo einzelne Tabletten in Zellophanpackungen schlägt, bleiben wir stehen. „Sind das Probemuster?" — „Nein, die Einzelpackungen gehen nach Afrika. Wir beliefern die großen afrikanischen Basare, zu denen die Neger von weither kommen. — Sie glauben nicht, welchen reißenden Absatz diese Papierchen mit den einzelnen Tabletten finden!" — Die nächste Maschine schlägt je drei Tabletten ein. „Aha, wohl für die kapitalkräftigeren Negerhäuptlinge?" Das Mädel an der Mascftine lacht. „Schon möglich!" Maschine reiht sich neben Maschine in dem großen Saal. Jede Packung sieht anders aus: Hier sind englische, dort spanische Aufschriften. Auf dem nächsten Tisch stapeln sich „türkische" Rohrchsn auf. „Aspirin" ist meistens das einzige, was wir lesen können. Ein paar Schritte weiter zeigt man uns Rollen mit japanischen oder chinesischen Schrift- zeichen. Wir bekommen eine Vorstellung von der Dicke, graue Nebel hockten zwischen den Weiden unten im Tal. Düster standen die Umrisse der Berge gegen den bleigrauen Himmel. Man hätte glauben können, die Morgendämmerung hinge noch über den schneebedeckten Feldern. Aber nun war es schon Mittag, und die dunkelgrauen Schneewolken gingen nicht auseinander, sondern zogen sich immer dichter über den Himmel. „Reihe rechts!" kommandierte Rudi. In langer Kette keuchten die Jungen hintereinander den Talhang hinauf. Auf der Talstraße kläffte ein Hund. Sonst war es still. Nur der Schnee knirschte leise unter den Tritten. Weiß in weiß, langsam in stumpfen, bleigrauen Dunst übergehend, lagen die Felder unter dem kalten, müden Himmel. Nur ab und zu boten ein paar schwarze Rutenbündel von kleinen Ebereschen, die auf den Steinwällen zwischen den kargen Gebirgsäckern wuchsen und borstig aus dem Schnee herausragten dem Auge einen bestimmten Punkt, der sich viel zu schwarz ausnahm in all dieser fahlen Eintönigkeit. Sie waren noch immer nicht über die Höhe hinweg. Trotz der Kälte trat den Jungen der Schweiß auf die Stirn; denn der Anstieg ging stell am Berge hoch. Und ob man im Tale der schwarzen Pockau die „Geusen" noch antreffen würde, um ihnen die verdiente „Rolle" verabreichen zu können? Na ja, Rudi würde es schon wissen!. — Manchmal stolperte einer und rutschte ein Stück zurück. Schon waren sie über und über mit Schnee bedeckt. Endlich kam lichtes Unterholz. An den dünnen Stämmchen konnte man sich wenigstens festhalten und hinaufziehen. Dumpf klangen Axtschläge an ihr Ohr. Oben im Wald waren Holzarbeiter am Werke. Auf großen Schlitten stapelten sie die zersägten Stämme, banden sie mit Riemen sorgfältig fest, setzten sich selbst vorn draus und rasten dann in wahnsinniger Fahrt zu Tal. Oben konnten sie ein wenig verschnaufen. Rudi kletterte indes auf ein paar Felsblöcke. Gespannt folgten ihm die Blicke der Jungen. „Da liegt ja das Pockautal! Wenn wir Glück haben, erwischen wir die ,Geusen* in wenigen Minuten!" Selbst das kleine „Wiesel", das den ganzen Anmarsch hindurch gebrummt hatte, wird wieder fidel. Die in Aussicht gestellte Rollerei machte ihn quietschvergnügt. Benno ließ sich in Gedanken alle Fehden durch den Kopf gehen. Na ja, es wurde ja höchste Zeit, daß die „Geusen" wieder einmal eine richtige Abreibung bezogen. Die Geschichte mit dem Zeltüberfall im Sommerlager war ja auch noch nicht ganz beglichen. — Die „Geusen" lagen nun schon mehrere Tage mit 15 Mann unten im Tal in der Jugendherberge und ahnten nicht, daß die „Hanseaten nicht weit weg von ihnen Lager bezogen hatten und nun im Anmarsch waren, um mit ihnen ihre Kräfte zu messen. An diesem Mlltag nun war Schwalle von dem Lager der „Geusen" mit seinen Bretteln ins Dorf gelaufen, um Milch und Brot für den nächsten Tag zu bestellen. Als er nun in schönster Schußfahrt den Hang hinunter ins Pockautal jagte, daß der stiebende Schnee hinter ihm wie eine weiße Fahne herflog, sah er plötzlich weit entfernt am jenseitigen Hang eine lange Reihe von Jungen, die sich langsam zu Tale bewegten. Wo kamen die her? Sollten das etwa — —? Schwalle mußte sich vergewissern. Schnell glitt er ins Tal hinab. Unten am Hohlweg wußte er eine Feldscheune. Die anderen mußten da vorbeikommen. Wer gebot da plötzlich Ruhe? War das nicht Rudi? Durch einen Spalt im Holz konnte Schwalle jeden einzelnen an sich vorüberziehen sehen. Rudi Bims — Benno —! Also doch! Nach wenigen Minuten hatte Schwalle seine Bretter schon wieder an den Füßen und strebte nun den Hang hinauf, um den feindlichen Jungzug zu umgehen. Er mußte unbedingt Dorsprung gewinnen und das Lager alarmieren. Oben auf der Höhe kam er besser vorwärts. Schneller, immer schneller! Die „Hanseaten" sollten sich über den Empfang wundern. Der Weg war glattgefahren von Fuhrwerken und Schlitten, und in den Ziehkurven fand Schwalle keinen Halt mehr. Kopfüber stürzte er in den Schnee. Doch schon war er wieder auf den Beinen und raste weiter. Endlich kam der lange Hang, der zur Jugendherberge hinabführte. Tief ging Schwalle in die Knie. Jetzt — Christel rechts, Christel links und dann wieder in sausender Schußfahrt den Berghang hinunter! Unten lag das Haus. In letzter Minute fetzte Schwalle zum Stemmbogen an. Die Spitzen kriegte er gerade noch rum. Ader mit dem Körper haute er gegen die hölzerne Wand, daß gleich die ganze Horde herausstürzte. „Mensch, Schwalle, laß die Bude ganz!" Schwalle hatte sich hochgerappelt. „Wo ist Hans? Die „Hanseaten" kommen — 20 Mann hoch. Macht nicht so blöde Gesichter! Ihr denkt wohl, ich lege hier zum Spaß einen Galopp vor?" Bald hatten alle ihre Bretter angeschnallt. Dann ging es den „Hanseaten" entgegen. Vor dem Hohlweg wurden die Bretter abgeschnallt und zusammengestellt. Einer der Jüngsten blieb als Wache zurück. Die anderen teilten sich und besetzten die Waldstücke rechts und links des We^es. Schneebälle wurden fertiggemacht. Die würden sich wundern! Ahnungslos stapften die „Hanseaten" näher und freuten sich ihrerseits auf die Rollerei, die sie den „Geusen" verabreichen wollten. Da flogen ihnen auch schon die Schneebälle um die Ohren. Wie toll feuerten die „Geusen" Schuß um Schuß ab. Schwalle stand schon im Hohlweg unten, und bann stürzten sie sich von allen Seiten auf die vor Schreck Wehrlosen ... Schwalle soll am Tag nach dem großen Sieg wie ein Klotz bis in den Nachmittag hinein geschlafen haben. L.-G. B. Das Rätsel im Hordenpott. „Sterben kann man logischerweise nur einmal, aber das Mittagessen kann man sich immer versauen", philosophierte Heinz; denn er war dafür bekannt, daß er schon zweimal in feiner Eigenschaft als Smutje das Mittagessen in ein nichtswürdiges Chaos verwandelt hatte. Und auch heute stocherte er wieder hilflos im brodelnden Hordenpott herum. Das Ganze sollte nun ausgerechnet Bohnensuppe Vortäuschen, hatte bis jetzt aber noch wenig Aehnlichkeit damit. Heinz rührte immer noch mit Todesverachtung. Die anderen aber machten Stielaugen und starrten auf das Suppenwunder, das wie ein wildgewordener Kratersee in den rätselhaftesten Farbensinfonien den armen Hordenpott verunzierte. Vergebens versuchte Heinz die entfesselten Geister seiner zweifelhaften Kochkünste mittels Holzlöffel in ihren Urzustand als genießbare Bohnensuppe zurückzubringen, doch da half kein Rillten! — Außerdem duftete es um den Hordenpott herum stark nach Terpentin... „Zum Appell antreten!" rief da eine bekannte Stimme. Heinz brauchte ja nicht hin, mußte aber dennoch sauber sein. „Schnell die Schuhbürste", und schon kratzte er den Dreck von den Schuhen. „Und die Schuhputzschachtel — wo ist denn meine Schuhputzschachtel? ---die verflixte Schuhputzfchach- tel?---Zum Donnerwetter noch mal!^ Heinz schimpfte und suchte, suchte und schimpfte und suchte UHL Sehersweg Nr. 67 EH adiO Telephon Nr. 3170 M eparaturen l897 u S immer noch. „Sie wird doch nicht etwa...?" Aber sie war doch! Aus Versehen natürlich, ganz unbeabsichtigt! Und bann wußte Heinz auch, weswegen die Suppe so nach Terpentin roch und so brodelte und sich verfärbte, und als er an seine hungrigen Kameraden dachte, verfärbte sich auch Heinz. Uhu. Karli lernt schwimmen. Beim letzten Heimabend hatte der Sportwart über die Notwendigkeit der sportlichen Stählung gesprochen. Jeder deutsche Junge müßte z. B. schwimmen können. Bei der Umfrage, wer schwimmen könne, meldeten sich alle; nur Karli enthielt sich der Stimme. Allgemeines Hallo. Karli fühlte instinktiv, daß sein Ansehen sank. Sehr sogar. Jupp, der Fähnleinführer, kannte aber seinen Karli: „Karli, in vierzehn Tagen kannst du schwimmen!" — „Jawohl", murmelt Karli. Seit acht Tagen ist Karli nun täglicher Gast der Schwimmhalle. Schwimmenlernen ist gar nicht so einfach. Zuerst lernt er einmal die Schwimm- bewegung auf dem Trockenen. Arme vorstrecken, ausbreiten und zurückschlagen. Karli übt, Karli schwitzt. Dann muß er gleichzeitig mit den Arm- beroegungen ein Bein schwingen und die entsprechenden Schwimmbewegungen üben. Am neunten Tag kommt er an die Schwimmangel. Ein Gurt wird ihm um den Leib gelegt, und das kalte Naß nimmt ihn auf. Karli strampelt, schluckt furchtbar viel Wasser, kommt halbtot an Land. Schwimmen ist doch verdammt schwer, denkt Karli. Na, nur nicht den Mut verlieren! Er denkt an die Kameraden. Auslachen würde man ihn, wenn er nicht schwimmen könnte. Und Karli wist doch ein Kerl sein. Nach weiteren drei Tagen gehts schon besser. Er schluckt schon weniger Wasser. Die Schwimmbewe- gungen sind schon nicht mehr verkrampft. Im harmonischen Rhythmus bewegt er jetzt schon feine Arme und Beine. Morgen will Karli es wagen. Todesmutig springt er in das Bassin für Schwimmer hinein. Fühlt keinen Grund mehr unter den Füßen und arbeitet mit Händen und Füßen. Schluckt etwas Wasser, aber er bleibt über Wasser. Karli schwimmt. Karli hat ein wunderschönes Glücksgefühl. ..In ruhigen Stößen schwimmt er weiter. Eine Welle läßt seinen lachenden Mund Wasser trinken. Aber Karli schwimmt. Jawohl, Karli ist ein Kerl. P. K. Krach in der pimpsentasche. Welche Geheimnisse ein Pimpf mit sich herumschleppt, ohne etwas davon zu wissen, das beweist diese Geschichte, die sich in der Hosentasche eines Pimpfen ereignet hat. Wie es einem echten Pimpfen ergehen kann, das erzckhlen die folgenden Zeilen: Die rote Knallerbse war das Aufgeblasenste unter den Dingen in der Pimpsentasche. Sie ärgerte sich über das schmutzige Taschentuch, obwohl gerade dieses den größten Anspruch auf eine Pimpsen- hosentasche hatte. r . . , „Unerhört, wie man so schmutzig sein kann. Sie gehörten schon längst in die Wäsche, Sie ... Sie ^D?^Taschentuch schwieg. Es war gar nicht ein- ^D^Stückchen Radiergummi aber, bas neben der Knallerbse lag, meinte: „Regen Sie P doch bitte nicht über andere Leute auf! Sind Sie vielleicht etwas Besseres?" v. _ „ ,, „Und ob!" brüstete sich dle Knallerbse Sehen Sie mir das nicht an? Ich bin eine Knallerbse „Na, dann knallen Sie doch bitte mal. r I der Bleistiftstummel, der sich ganz in das Taschentuch verkrochen hatte und nur mit der Spitze her- D°JöasC’ fönnte Ihnen passen. Sie verkümmerter Schreibbolzen! Glauben Sie, daß ich mich zu Ihrem Spaß verplempere? Nee! Ich bin zu Höherem geboren! Ich habe eine Zukunft. . „Und ich habe eine Vergangenheit! krächzte m diesem Moment eine vergoldete Blechschelle. „Ich stamme von einer Narrenschellenkappe. Was glauben Sie, wie oft ich mich bei hohen Leuten vor Lachen schütteln mußte. Ich habe mal so heftig lachen müssen, daß ich abgesprungen bin! Das war mein Untergang!" „Sehen Sie", meinte die Knallerbse, "wenn Sie echt gewesen wären, hätte Ihnen so etwas nicht geschehen können. Sie sind aber nur aus vergoldetem Blech. Solchen wertlosen Plunder platzt man abspringen und sucht nicht mehr danach! Da irren Sie sich!" rief ein kleiner Perlmutterknopf aus dem äußersten Taschenw.nkel. „Ich dm auch gerade nicht wertvoll, aber was glauben öie, wie man mich gesucht hat, als ich abgesprungen war? Man hat mich nicht gefunden. Ich war zu gerissen. Ich wollte fort in die weite Welt und hatte mich in einen Stiefelschaft versteckt." „Pfui! Was für ein Vagabundenleben!" war die Knallerbse außer sich, „nein, welch ein Glück, daß man über solchem Zeug steht! Wie vornehm, daß man eine Zukunft hat!" In diesem Augenblick kam die Hand herein und holte das Taschentuch fort, und das Perlmutterknöpfchen klammerte sich schnell in einer Falte fest und draußen war es. „Immer fort mit dem Pack!" schimpfte die Knallerbse, und dann zeterte sie mit dem Bleistiftstummel, der seine Spitze grab auf ihren prallen Leib drückte. „Sie Grobian, wollen Sie sich bitte besser benehmen!" — „Ich pieke Sie wohl?" fragte der Bleistiftstummel frech. — „Na, das sehen Sie doch; drehen Sie sich weg, Sie Lümmel!" — „Tut es weh?" fragte der Bleistiftstummel näher. — „Au, au!" schrie die Knallerbse. ,^)ören Sie auf! Vorsicht, ich bin geladen! Ich will nicht für Sie knallen! — Halt, halt!" — „Los, los, Sie Prahlerbse! Wir wollen Sie knallen hören! Alle zusammen! Wir wollen Ihre Zukunft mal sehen! Explodieren Sie doch, los!" — „Oh, welch Gesindel!" stöhnte die Knallerbse. fl Der Bleistiftstummel bohrte nun mit aller Kraft; bas Stückchen Radiergummi half nach, und die Blechschelle schüttelte sich vor Lachen ... Auf einmal kam das schmutzige Taschentuch wieder herein und schob die streitenden Parteien wieder auseinander. ,, ... „ „Kommen Sie nicht so dicht! schnoftlte die Knallerbse gleich das Taschentuch an, das ihr soeben aus der Klemme geholfen hatte. Da wurde sie von der Hand erfaßt und draußen war sie. , Blautz — klang es im selben Augenblick von draußen, und das kleine Gerümpel in der Pimp- fenhosentasche lauschte ... Nach einer Weile meinte der Bleistift: „Dieser Knall war ein netter Anfang. Wollen mir warten, was noch kommt!" Kaum hatte er ausgeredet, da ging em Hexentanz los. Hin und her wurden sie geschüttelt; ihr Besitzer mußte es sehr eilig haben. Sie horten noch, von den ständigen Erschütterungen verwirrt, ein fürchterliches Geschimpfe von etlichen Leuten, das immer schwächer wurde, bis der Pimpf wieder in den gleichmäßigen gewohnten Trott verfiel und als es wieder ruhig wurde. Was sich eigentlich zuge- tragen hatte, das konnten sie nur ahnen; aber diese Aufregungen waren sie schon gewöhnt, und sie fanden sie ganz in Ordnung, denn das behäbige Leben war ihnen ein Greuel — ebenso wie dem Pimpfen. Hau. Sprung aus dem zweiten Stock. Hinter dieser verheißungsvollen lleberschrift werden die meisten viel Sensation vermuten, jedoch ist nichts von amerikanischer Revolverromantik an dieser Geschichte ober etwa gar ein Dutzend Meister- detektive zu finben. Sie ist, weil sie wahr ist, nüchtern. — Der Schauplatz war ein Baube in den schlesischen Bergen. Wenn ein Lager, in dem eine gute Kameradschaft geherrscht hat, zu Ende geht, so liegt über den letzten Stunden stets eine eigenartige Stimmung. Alles packt schweigend an dem Affen herum, und das letzte gemeinsame Erlebnis ist das gemeinschaftliche 'Matratzenklopfen. Aber diesmal schien doch noch eine größere Sache zu steigen; denn einer kam plötzlich auf die verrückt? Idee, ein?n Sprung hoch oben aus dem zweiten Stockwerk der Baude zu versuchen. Gewiß, unten lag ja fast ein Meter Schnee, und mit einer Schaufel konnte man einen Berg an die zwei Meter hoch türriien, bann war es nur noch vier Meter hoch unb ganz ungefährlich. Aber trotzbem, Mut gehörte dazu. Alle Baubeninsassen versammelten sich erwartungsvoll unterhalb bes Schlafraumfensters, von dem der Sprung ausgeführt werden sollte. Sogar Alex, der Herbergsvater, hatte sich dem Kreis zu- geselll. Unb bann erschien ber erste im Fensterrahmen, schwang- sich kühn auf bie Fensterbank und sauste in elegantem Fußsprung in den bereitgeschaufelten Schneeberg. Alles war glatt abgegan» gen. Nun war es klar, was einer wagte, wagten sie alle. Unb so sprang jeber. Mancher mit einem Lachen, ein anderer mit ernstlich-verkrampftem Gesicht, oft tief bis zu den Ohren in den Schnee hinein. Nur einer war nicht unter den kühnen Springern: Wolf. Er war nirgends zu sehen. Er sollte eigentlich am Anfang des Lagers unser Schilehrer sein. Wir hatten uns aber, als wir die ersten Begriffe der Schikunst in unfern Beinen hatten, bald selbständig gemacht. Und Wolf schien dies auch ganz lieb zu sein. Jedenfalls war er den ganzen Tag draußen, irgendwo im Gelände, und abends erzählte er uns bann oft haarsträubenbe Sachen» von tollkühnen Schußfahrten von 60-Grad-Hängen, an beren vereistem Fuß dann meistens noch ein wildes Gebirgswafser toste, über das zufällig nur ein 30 Zentimeter breiter Steg führte, der bann nach drei „Gerissenen" boch noch glücklich überquert werden konnte. Wolf war nirgends zu finden. Alles suchte und schrie. Im Schlafraum war er nicht, in der Küche war er nicht. Schließlich fanden wir ihn in der hintersten Ecke des Tagesraumes auf der Ofenbank. — Nach langem Sträuben und vielen Ausreden stand er doch endlich oben auf der Fensterbank. Noch zögerte er. Gab es nicht doch noch irgendeinen Ausweg, eine feine Ausrede? Aber unten stand die Menge und wartete gespannt auf feinen Sprung. Denn alle hatten schon von feinem täglichen Kampf mit den Bergen gehört. Und dann sprang er, der sonst so tolle Springer. Und wie er sprang. In seiner Angst hatte er im letzten Augenblick noch mit ber rechten Hanb versucht, das Fensterkreuz zu erreichen, und dadurch überschlug er sich- fast. Wolf macht „Salto mortale" lachtey wir laut. Unter Geschrei unb Schneegestöber war er auf dem Berg gelandet. Passiert war* ihm natürlich nichts, dazu war ber Schnee zu weich. Er geftanb uns bann, baß ihm leider der lieber- schlag, den er sich vorgenommen hatte, mißlungen war. Auf jeden Fall war Wolf der Held der letzten Lagerstunden geworden. Dann hakten mir uns alle noch einmal unter, und mit dem Gesang unseres Lagerschlagers „Zwoa Brettl, a g’füriger Schnee" ging es in luftiger Reihe das letztemal um dis Baude herum, in der wir vierzehn herrliche Sagen tage verbracht hatten. .W. Harder. ,(ieqt nach Heutioer Ansicht die Urheimat des chin-, die Fluten den Seen südlich der Schantunzberg- ...9 . * ...v . cm; (,;z.mmmriiion mt» 1R52 Unter einem 2lufn)anÖ6 VON chicke des chinesischen Volkes führten den Zusammenbruch der Mandschu-Herrschast herbei, ihre Uneinigkeit hinderte sie, die Entstehung einer neuen elf Deutschlands Tor zur Wöchentlich gehen von Hamburg 336 Schiffe in See. Der Eskimo spielt gut Schach, meister in Hamburg — geriet er in Vergessenheit, Grundregeln schnell begriffen, sondern auch me^ein- der väterliche Hammer. Und wenn ich mich auch heiterndes Stils. Besonders zeichnete sich em Csktrno späterhin im Rheinland, nachdem ich dazu übergegangen war, Worte zu durchlochen, zu bebauen und spiel schlug festzunageln, über die vielen Schieferdächer und besiegte. Formosa und Hainan. „Die Geschichte des Hoangho ist die Geschichte Chinas", heißt es in einem alten chinesischen Geschichtswerk. Dieser 4150 Kilometer lange Strom, der die Wasser aus einem rund eine Million Quadratkilometer großen Gebiete sammelt, entspringt fern im Hochlande von Tibet unaefäbr 400 Meter über dem Meeresspiegel. Wo er die Berge verläßt, liegt nach heutiger Ansicht Die uryeimar oes cyine- fischen Volkes und die Wiege seiner Kultur. K a n s u, die erste Provinz des eigentlichen China, die er durchfließt, ist das Slammland der einst mächtigen Dynastie der „Tsin", die um 250 v. Chr. die Tschu ablösten. Von „Tsin" ist das heutige Wort „China" abgeleitet. Der weitere vielgewun- bene Laus des Hoangho führt durch die Provinzen Righsia, Suiyuan, Schensi, Schansi, Honan, Hopei, aus, der nicht nur seine Landsleute in einem Wettspiel schlug, sondern sehr bald auch seinen Lehrer gegen Katarrhe Husten Heiserkeit Hauptniederlage: Jean Weisel, Gießen. Sonnenstraße 6. Telephon 3888. 26<° dauechasten Ordnung durch großzügige gemeinsam« Unternehmungen zu erleichtern. Immer neue politische Wirren mußten natürlich die Unberwachung und Instandhaltung der Deiche und Dämme, die seit den ältesten Zeiten allzu häufigen Ueberschwem- mungen immerhin in hohem Grade vorzubeugen vermochten, stark beeinträchtigten. Die Bevölkerung der großen nordchinesischen Ebene gehorchte stets willig derjenigen Macht, die ihre Felder geaen die Fluten des Hoangho nach Möglichkeit zu schützen wußte. Um diesen Preis duldete sie gern auch eine fremde Dynastie. Es ist nicht emzusehen, warum sie nicht auch einer mehr oder weniger von den Schieferwände freute, so wagte ich doch nicht, in eine Werkstatt zu gehen, mir einen Schieferhammer zeigen zu lassen oder gar für mich zu erstehen. Vielleicht — wer konnte es wissen? — hatten sie dort ganz andere Werkzeuge als daheim. Auch nachdmr ich in der Heimat ansässig geworden war, fand ich nicht so leicht und so weit, wie ich gehofft hatte, „den Weg zurück, den Weg ins Kinderland". Als aber mein Vater, fast achtzigjährig, gestorden war und ich vom Friedhof zurückkehrte, ging ich allein in die Werkstatt. Es war noch fast alles so aeblieben, wie ich es von meiner Kindheit her rannte. Denn der „Dachdecker, und Schieferdecker» meister" Heinrich Franck hatte, da er sein gesamtes, dem Vaterland geopfertes Vermögen in der Jnila» tion verlor, noch als Siebzigjähriger oben auf oen Dächern gearbeitet. Plötzlich überkam. es mich: Ich wollte eines der Handwerkszeuge zur Erinnerung mitnehmen; ein einziges. Welches mußte es wohl sein? Nur der Schieserhammer! Ich suchte, suchte— und fand ihn nicht. Traurig kehrte ich ins Haus zurück und fragte nach dem vermißten Werkzeuggefährten meiner Du- aend. Schieferhammer? hieß es. Den hätte Vater schon lange nicht mehr gehabt. Schieferdächer seien in Mecklenburg gänzlich aus der Mode gekommen. Was ich damit wolle? So schwer es mir wurde ich gab Antwort auf diese Frage. Da hieß es, ich solle doch den Papphammer nehmen. Dappham» mer —! Mir drohte das Herz stille zu stehen. Ich denke manchmal, besonders in den Wochen vor und nach Weihnachten, warum wohl niemand auf den Gedanken kommt, mir einen Schieferham» mer zu —? Das sage ich aber im voraus, wenn er nicht eine umbiegende Spitze, einen Würfel mit Rauten auf der Hammerfläche, einen geschwungenen Hals mit zweiseitiger Schneide, einen Holzgriff mit Kreisfurchen hat, wenn er nicht ganz genau so ist wie Vaters Schieferhammer, dann nehme ich ihn nicht. Der Gchieferhammrr. Eine Kindheitsmnnerung von Hans Franck „Heinrich Franck, Dachdecker-- und Schieferdecker- meister" stand mit schwarzen, mehrere Zoll langen Buchstaben linkerhand neben der Tür des Hauses, in dem ich geboren bin. Bei dieser Berufsbezeichnung war das Letzte am wichtigsten. So wurde demgemäß mein Vater in unserem Städtchen, wenn von ihm geredet roiyde, „De Schiefedegge", wenn man ihn rief „Schiefedegge!" genannt. Zumal es in dem kleinen mecklenburgischen Ort einen zweiten Mann seines Gewerbes nicht gab. Später ist das anders geworden. Er kriegte nicht nur „Konkurrenten", wie man zu jener Zeit die Mitwirkenden in dem gleichen Fach zu nennen beliebte, sondern die Schieferdeckerei ging von Jahr zu Jahr mehr zurück. Es kamen die greulichen Pappdächer auf, denen man heute erfreulicherweise den Krieg erklärt hat. EigentlichHätte man meinen Vater nun „Papp- degge" nennen müssen. Aber man hat doch wohl insgeheim schon damals gewußt, daß diese Bedachung in mehr als einem, also nicht allein in dem naheliegenden äußeren Sinne unsauber war. Denn man rief späterhin meinen Vater allgemein „Dack- beuge". In der Zeit aber, als ich ein Junge mar, ist mein Vater noch „De Schiefedegge" gewesen. So bin ich mit keinem Handwerkszeug während meines Lebens in gleicher Weise vertraut geworden wie mit dem Schieferhammer. Er ist ein kleines Wunderwerk an Zweckmäßigkeit und Schönheit, der echte, unverfälschte Schieferhammer. Daß er aus härtestem S4ahl geglüht sein mußte, verstand sich von selber. Das Besondere aber ergab sich durch die vielfältige Verwendung, aus der Zusammenfassung verschiedener Aufgaben in ein Gebilde. Zunächst mußte mit ihm der Schiefer in der Werkstatt gelocht werden können. Damit man oben auf dem Dach die Nägel, welche im Gegensatz zu den gemeinen Papp- nageln silbrig, verzinkt waren, ungefährdet hin- durchtreiben konnte. Eine Lochmaschine, wie sie in der mehr sich vermaschinenden Zeit aufkam, verachtete mein Vater. Denn sie tat nicht, was der Mensch wollte, sondern der Mensch mußte tun, was sie wollte. Ein gelernter Schieferdeckermeister schlug die Löcher mit dem Schieferhammer durch die graublauen Platten an genau jener Stelle, wohin er sie haben wollte. Die Lochmaschine zerbiß immer wieder einmal den Rand ober zerstörte gar, wenn man zu hart aufschlug, eines der kostbaren, aus England stammenden Stücke ganz. Beides widerfuhr einem Meister mit dem Schieferhammer bei tausend Platten, wenn überhaupt, dann nur ein einziges Mal. Freilich mußte der Kopf des in besonderen Ehren gehaltenen Werkzeuges an der einen Seite spitz wie der spitzeste Nagel sein und durfte sich trotzdem nicht umlegen. Auf dem Dach freilich wurde der Schieferhammer nur hin und wieder zum Lochen benutzt. Dort bestand seine Hauptaufgabe in dem Einhämmern der Nägel. Während sein Kopf auf der einen Seite in eine Spitze auslief, verdickte er sich infolgedessen auf der andern, etwas kürzeren Seite zu einem Würfel mit einer Kante von ungefähr einem Zentimeter Länge. Mein Vater hielt strenge darauf, daß die Hammerfläche gerillt war, damit beim Zuschlägen jedes Abgleiten von dem Nagel vermieden wurde. Und zwar hatten diese Rillen sich so zu kreuzen, daß sich Rauten ergaben. Waren sie wieder einmal weggehämmert, dann mußte ich zum Feinschmied laufen, wie man damals den Schlosser bei uns noch nannte, damit er neue Rillen in die Hammerfläche feilte. Dabei ergab sich eines Tages das Unglück, daß der Geselle Quadrate statt Rauten mit der Feile in das blanke Viereck hineinschnitt. Mein Vater geriet außer sich. Ich wagte zu behaupten: Ob die Viereck-Rillen auf der Spitze oder auf der Breitseite ständen, sei völlig gleich. Die Antwort, welche erfolgte, war doppelseitig: Ich bekam eine Ohrfeige und den Auftrag, dem Feinschmied mitzuteilen, daß er für die Pfuscherei seines Gesellen kein Geld bekäme. Erst wenn die Quadrate weggehämmert seien und ich nach dem nächsten Feilen wieder Rauten zurückbrächte, lasse sich über das Bezahlen reden. Aber mit dem Lochen und Hämmern war die Aufgabe des Schieferhammers noch nicht erschöpft. Er mußte sich auch noch zum Behauen der steinernen Platten eignen. Mitten auf dem Dach waren freilich alle von der gleichen Gröhe. Jedoch an den Kanten, in den Rinnen und um die Schornsteine herum brauchte man Schiefer von verschiedener Größe, die nur an Ort und Stelle zurecht gehauen werden konnten. Also hatte der Schieferhammer außer der Lochnase und dem Hammerkopf noch einen Hauhals. Messerscharf mußte er sein, und zwar auf beiden Seiten. Nicht etwa nur auf einer Seite. Auch forderte mein Vater, wenn er einen neuen Schieferhammer bei dem Feinschmied in Auftrag gab, daß die Halslinien nicht in gerader Richtung nach schräg unten liefen, sondern leicht geschwungen waren. Damit könne man den Schiefer viel besser behauen, behauptete er. Dieser aus einem Stück gefertigte, zur dreifachen Verwendung geeignete Schieferhammer war mittelst seines langen spitzen Fußes — denn er kam stets als Einbein zur Welt — in einen hölzernen Handgriff hineingetrieben, mit dem es selbstverständlich auch eine besondere Bewandtnis hatte. Er wurde hat 14,5 Millionen Tonnen, der Warenausgana 6,8 Millionen Tonnen betragen. Im Jahre 1936 hat deshalb im Monat der gesamte Warenum» schlag 1,78 Millionen Tonnen oder täglich 70 000 Tonnen ausgemacht. Die damit verbundene Arbeitsleistung vollzieht sich an den zahlreichen Kaianlagen und den dazu gehörigen 90 Kaischuppen mit einer überdachten ßagerfläqje von 700 000 Quadratmeter sowie an den Kanälen und in den Speichern und Lagerhäusern. Im Hamburger Hafengelände sind zur Zeit über 20000 Menschen ftänbig beschäftigt. Im Jahre 1937 hat der Gesamtverkehr 18,6 Millionen Tonnen ausgemacht, während vergleichsweise Bremen einen Umschlag von 6 Millionen Tonnen, Rotterdam von 29,7 Millionen Tonnen sowie Antwerpen von 19,1 Millionen Tonnen aufzuweisen hatten. Es dürfte überraschen, daß somit Hamburg hinter Rotterdam und Antwerpen erst die dritte Stelle in der Reihe der Nordseehäfen einnimmt. Auch hat Hamburg den bisherigen Höchststand von 1929 im Gegensatz zu den drei anderen genannten Häfen noch nicht wieder erreicht. Das ist auf besondere Gründe zurückzuführen. Der Hafen von Rotterdam ist in erster Linie auf die Einfuhr von Massengütern eingestellt. Außerdem hat Rotterdam einen riesenhaften Umschlag von Kohlen und Erzen, der durch weniger kostspielige Hafeneinrichtungen ermöglicht wird. In Hamburg fallen auf den Um» ' g von Kohlen und Erzen nur 3 Millionen Tonnen, in Rotterdam aber 17,1 Millionen Tonnen, Oer Hoangho. 23on Otto (Lordach Bürgerkriege und Ueberschwemmungen waren die auslofenden Kräfte für jene Völkerwande- • r u n g, die seit der Jahrhundertwende menschenarme Außengebiete des verfallenden Reiches der Mitte mit einem Netz frischer Siedlungen überzog. Mongolen und Mandschu- Tungusen suchten solange wie möglich ihre Weide- grünbe gegen den Zuzug von Menschen zu sperren, die mit ihren Pflügen rücksichtslos die Grasnarbe der Steppe aufrissen und Wälder abbrannten, sobald in der Nähe neuer Heimstätten nicht anders für reichlichen Nachwuchs mehr Ackerland zu gewinnen war. Bei Todesstrafe verboten die fremden Herrscher nomadischer Herkunft den unterworfenen Chinesen, sich jenseits der Großen Mauer niederzulassen. Nach den Boxer-Unruhen verloren die alten Gesetze ihre Kraft, und nun wurde besonders die Mandschurei zum gelobten Lande für Menschen, die örtliche Wirren und Nöte aus dem eigentlichen China vertrieben. Es gab um 1900 innerhalb eines Raumes von mehr als einer Million Quadratkilometern, den der heutige japanische Tochterstaat „Mandschukuo" umfaßt, kaum fünf Millionen Chinesen, in deren Masse die einheimischen Mandschu-Tungusen fast verschwanden. Durch Geburten, vor allem aber durch immer neuen Zuzug aus dem Innern Chinas wurden daraus mehr als 30 Millionen. Wo kriegerische Ereignisse oder Fluten ihre Verheerungen schon angerichtet hatten, da konnten die Ueber- lebenben meist froh fein, bas nackte Leben zu retten. Zu Tausenden schleppten sie sich auf den Wegen fort, die nordwärts in weniger besiedelte Gegenden führten. Kluge Voraussicht ließ mit der Zeit immer mehr * Familienälteste Kundschafter ausschicken. Kehrten sie mit befriedigenden Auskünften über Niederlassungsmöglichkeiten im fremden, fernen Lande jenseits der Großen Mauer zurück, so erfolgte der Aufbruch familien-. weise mit kleinen Kindern auf den Armen der Mütter, mit Greisinnen ober Greisen rittlings auf dem Rücken kräftiger Söhne oder Enkel. Kleidungsstücke, Betten, Eßwaren, Pflüge, Saatkorn, oft sogar der Herd der alten Heimstatt wurden mitge- schleppt. Ableger von Rosenstöcken und anderen Lieblingssträuchern durften nicht fehlen. Man versah sich mit Weihrauch, um ihn unterwegs an heiligen Schreinen abzubrennen. Noch die Herrscher aus dem einheimischen Hause der Ming, das 1368 die Mongolen-Dynastie ablöste, mußten die Nomadenstämme jenseits der Großen Mauer ungeschoren lassen. Nur darum konnten die Mandschu-Tungusen im Bunde mit ihren mongo- lischen Vettern schon 1644 eine neue Fremdherrschaft über das chinesische Volk aufrichten. So erklärt es sich, daß in früheren Zeitläuften die Men- schLnmassen, die durch Fluten und Unruhen jeweils aus der großen nördlichen Ebene vertrieben wurden, meist südwärts zogen. Die Ausbreitung der chinesischen Rasse über den größten Teil Monsun- Asiens ist mit durch den Druck verursacht, den die kriegerischen Nomadenvölker Mittel- und Nordasiens auf die Stammsitze der Chinesen am oberen Hoangho und später auf ihren ganzen Siedlungsraum in der großen Ebene ausübten. Mit „Hakka", d. h. „die Fremden", bezeichnet man noch heute in Südchina Stämme, die vor Jahrhunderten von Nordchina immer weiter südwärts verschlagen wurden, sich von den Einheimischen überall abson- berten und an ihren ursprünglichen Eigenarten, vor allem an ihrer alten Mundart festhielten. Im 7. Jahrhundert tauchten sie in Fukien auf, von wo sie im 13. und 14. Jahrhundert nach, Kwantung und Kwongsi umsiedelten. Man begegnet ihnen , in vereinzelten Siedlungen heute auch auf den Inseln zuzuwälzen, wie 1852. Unter einem Aufwande von 400 Millionen Silberdollar konnte der Fluß bis zum März 1936 in sein altes Bett zurückgezwungen werden, aber die amerikanischen Ingenieure, die das im Jahre 1933 von der Nanking-Regierung ge- bildete „Gelbe-Fluh-Komitee" beschäftigt, sind der Meinung, daß es nur auf einige Jahre hinaus möglich sein wird, den dämonischen Drang der Hoangho-Fluten zum alten Bett zu bändigen, wenn nicht inzwischen das Problem der R e g u 1 i e r u n g in großem Stile in Angriff genommen wird. Es hat nur Sinn, immer größere Aufwendungen für die Instandhaltung und Verbesserung des Systems der Deiche und Dämme zwischen der Peking-Hankau- Eisenbahnbrücke und der Mündung des Hoangho zu machen, wenn gleichzeitig der Bau von Stau- bämmen am oberen Hoangho und an den größeren Nebenflüssen in Angriff genommen, eine Boden- Erosions-Kontrolle auf breiter. Grundlage durchge- führt und andere großzügige Maßnahmen getroffen werden, Unberschwemmungsgesahren vorzubeuaen. Die erste Voraussetzung dafür, das jahrtausendealte Provlem mit den Mitteln moderner Technik in breiter Front aufzurollen, bildet naturgemäß die enbgültige Befriedung Nordchinas. Nicht umsonst war im ganzen Verlauf der chinesischen Geschichte jeder uebergang von einer zur andern Dynastie durch eine periodische Häufung von Ueber- schwemmungskatastrophen gekennzeichnet. Jeder um- ichtiae Herrscher war vor allem darauf bedacht, daß die Deiche nicht brüchig wurden untrbie Kanäle nicht verschlammten. In Zeiten des Verfalls wurde beides vernachlässigt. Die Bauern wurden unruhig. Aufstände brachen aus. Kronprätendenten sammelten die bewaffneten Aufrührer um sich und lieferten kaiserlichen Truppen Schlachten. Dabei wurde immer wieder auch ein Damm willkürlich durchstochen, um die gegnerische Macht zu vernichten, ein Verfahren, durch das man ja auch gegenwärtig dem japanischen Vormarsch in Nordchina ernsthafte Hindernisse zu odaß zusammen 3 3 6 Se e s chi f f e schlag ... .tue. v che -den Hamburger Hafen passiert tonne..,--------------- ■ haben. Außerdem kamen aus dem Hinterlande in Antwerpen 3,9 Millionen Tonnen. Danach steht 21 487 Flußschiffe mit einer Tragfähigkeit von 8,3 Hamburg mit einem Restverkehr von 15,6 Millionen Millionen Tonnen an. Der Wareneingang zur See Tonnen, wenn man Kohlen und Erze wegläßt, vor Japanern kontrollierten Regierung gehorchen sollte, wenn sich dabei der „Kummer Chinas" in eine vordringliche Sorge Japans verwandelt, was sinngemäß ein aktiveres Verhalten gegenüber dem Dämon des Gelben Flusses mit sich bringen würde. Die Massenflucht aus den gefährdetsten Gegenden der Hoangho-Ebene in die japanische Sicherheitszone jenseits der Großen Mauer hatte schon die Be- beutung einer Art Volksabstimmung gegen die Unzulänglichkeit einheimischer- Ordnungsstifter in Nord» china. Jedenfalls kann man den Japanern nach allem, was sie an wirtschaftlicher Aufbauarbeit auf dem asiatischen Kontinent bisher leisteten, zutrauen, durch Zusammenarbeit mit ihnen freundlich gesinnten Organen chinesischen Volkeswillens das vernachlässigte Problem, den Hoangho mit den Mitteln Ein Polarforscher, der sich die Zeit seines Aufenthaltes bei den Eskimos damit zu verkürzen suchte, daß er ihnen das Schachspiel beibrachte, stellte zu seiner Verwunderung fest, daß er sehr gelehrige Schüler vor sich hatte. Sie hatten nicht nur die Grundregeln schnell begriffen, sondern auch die Fein» Schantung. Sturmwinde, die in den Wüsten und Steppen Hochasiens ungeheure Staubmassen aufwirbeln und weit über die Berge forttragen, wetteiferten mit den Fluten des Hoangho, die bei Hochwasser weite Flächen überschwemmten und auf ihnen mitgeführte Schlamm-Massen abluden, der nordchinesischen Ebene ihre heutige Gestalt zu geben. Jene Staub- massen sanken schließlich, feucht geworden zu Bo- den, soweit sie nicht vorher von Regengüssen mit heruntergerissen wurden. So entstand der „L o h", jene Erdscholle, die, ungemein porös in der Stritt- tur, dunkelgelb von Farbe, die große Ebene samt den Gebirgen von Schensi und Schansi wie ein Tuch überzieht. Die Schlamm-Massen, die der Ho- angho, auf seinem Lauf nach Eintritt in die Ebene die krümelige Lößerde an den Ufern abspülend, mit sich schleppt, konnten in vorgeschichtlicher Zeit bei Ueberschwemmungen in um soviel größerem Umkreise abgelagert werden, als noch keine großartigen Deichanlagen den Strom in der Willkür, seinen Lauf zu ändern, beschränkte. Seit der große M vor mtzhr als vier Jahrtausenden die erste umfassende Planung zur Eindeichung der Sttöme ins Werk setzte, entwickelte die chinesische Staatsweisheit eine besondere Beamtenart, deren Häupter hohe Rangstellungen und große Machtbefugnisse innehatten, um ein allmählich entstehendes, klug ausgedachtes System von Deichen und Dämmen instandzuhalten und zu verbessern. Dennoch änderte der Hoangho in geschichtlicher Zeit zehnmal seinen Lauf in großem Stile. Der kritische Punkt lag immer bei Kaisengfu, etwa 500 Kilometer vom Meere entfernt, von wo aus der Sttom nach riesenhaften Ueberschwemmungen abwechselnd sich zu einer Mündungsstelle südlich der Halbinsel Schantung und zu einer anderen 450 Kilometer davon entfernten nördlich derselben Halbinsel seinen Weg bahnte. Im Jahre 1938 kann der Hamburger Hafen auf eine 750 jährige Geschichte zurückblicken. Aber erst in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts hat der großzügige Ausbau begonnen. Einige Jahre vor dem Weltkrieg war der Hafen in feiner heutigen Gestalt fertiggestellt. Trotzdem konnte sich der staatliche Hafen Hamburg nicht voll entwickeln, weil das gesamte Hafengelände keinen einheitlichen Wirtschaftsraum dar- stellte. Es bestand zwar seit einer Reihe von Jahren die Hamburgisch-Preußische Hafengemeinschaft, die die Verwaltung nach dem Grundsatz durchführte, als ob keine Landesgrenzen vorhanden wären, aber es blieb doch im ganzen bei einer ziemlich selbständigen Hafenpolittt Harburgs und Altonas. Erst das Gesetz vom 27. Januar 1937 über Groß- Hamburg und andere Gebietsbereinigungen hat der Hansestadt Hamburg endlich den Raum zur Verfügung gestellt, den sie für einen großzügigen Ausbau des Hafengeländes nötig hat. lieber die Geschichte und Entwicklung des Hamburger Hafens berichtet in' einem Sonderheft „Der Welthafen Hamburg" die Industrie- und Handelskammer der Hansestädt. Danach steht der Hamburger Hasen in Wechselbeziehung mit 2000 Häfen in allen Ländern der Welt. 1936 sind im Liniendienst 8386 Seeschiffe mit 10,78 Millionen N. R. T. ausgegangen, das sind 161 Seeschiffe wöchentlich. Im Durchschnitt konnten wöchentlich weitere 175 Seeschiffe im Trampoerkehr ab gefertigt werden, sodaß zusammen 336 Seeschiffe in jeher Hö o T v — A-£— Die Sinkstoffe, die das jeweilige Bett des Hoangho erhöhten, erwiesen sich auf die Dauer wirksamer als die Jngenieurkunst des alten China. Der französische Missionar Huc schrieb im Jahre 1850: „Das gegenwärtige Bett des Flusses Hoangho liegt in den Provinzen Honan und Kinangsu auf über 200 Meilen Länge höher als fast die gange unermeßliche Ebene, die sein Tal bildet. Wenn dieses Bett fortgesetzt durch die enormen Schlammmassen, die der Fluß herabschwemmt, weiter erhöht wird, so kann man für eine nahe Zukunft eine schreckliche Katastrophe voraussehen, die Tod und Vernichtung über die diesem furchtbaren Fluß benachbarten Gegenden verbreiten wird." Zwei Jahre später trat diese Katastrophe wirklich ein. Der Fluß verließ das seit 6V2 Jahrhunderten benutzte Bett und wandte sich der seitdem verlassenen Bahn nach Nordwesten wieder zu. Man sehe von den vorhandenen Hindernissen der Bodengestaltung ab und stelle sich vor, die Elbe bräche noch innerhalb der Tschechoslowakei aus ihrer Bahn und wälzte ihre Wassermassen der Gegend der Weichselmündung zu, während ihr ganzes jetziges Bett innerhalb Deutschlands austrocknete: dann erhält man einen ungefähren Begriff von der furchtbaren Größe jenes Naturereignisses. Dabei muß man noch berücksichtigen, daß Gleichmut und Fatalismus astatischer Menschen immer wieder zu so dichter Besiedlung selbst der am meisten gefährdeten Gegenden am Hoangho führen, daß mangels genügender Beförderungsmittel für die meisten Bewohner an ein Ausweichen vor den plötzlich hereinbrechenden Fluten nicht zu denken ist. Im Sommer 1935 verursachten Dammbrüche bei Tungtschang in West-Schantung eine Heber- schwemmung, die in einem Raume von 15 000 Quadratkilometer die Anwesen einer Bevölkerung von . drei Millionen vernichtete. Zehntausende ertranken; die Überlebenden waren mittel- und heimatlos geworden. Im Spätherbst drohten sich vom Drechsler verfertigt. Rund herum hatten in gleichmäßigem Ab stand parallele Kreisfurchen zu laufen, damit ein Aus-der-Hand-Gleiten beim Arbeiten auf dem Dach verhindert wurde. Denn falls der Schieferhammer oem Vater aus der Hand flog und von hochoben herab mit dem Hammerkopf, dem Hauhals ober gar der Lochnasenspitze einem Vorübergehenden in den Schädel sauste, war der Schaden unübersehbar. Das sah ich ein. Als mir einmal der Drechsler einen neuen Handgriff ohne Kreisfurchen aushändiate, weigerte ich mich, ihn nach Hause zu bringen. Aber es hieß: Nur ab damit! Der „Schiefedegge" werde schon nichts sagen. Freilich, der Vater „sagte" nichts. Seine wortlose Antwort war sehr einfach und eindeutig: Er nahm ein Beil, zerspaltete den verpfuschten hölzernen Handgriff und schickte mich mit den beiden Teilen zum Drechsler zurück, so daß dieses Mal zu einem Triumph kam. Da ich, als einziger Sohn, Schieferdecker werden und das Geschäft des Vaters übernehmen sollte, habe ich von frühester Jugend an mit dem Schieferhammer Bekanntschaft gemacht. Er hat mir viele Freuden, aber auch manche Kümmernisse bereitet. Das Hämmern hatte ich bald heraus. Wenn ich als kleiner Knirps auch manchesmal daneben traf, so daß es Blutquesen und blaue Nägel gab, damit wurde man fertig. Der Schmerz ging bald vorüber, und die Male der Schande verzogen sich mit der Zeit. Schlimmer war es mit dem Lochen. Nicht so sehr deswegen, weil in diesem Fall das Daneben- hauen sich weit gefährlicher und schmerzlicher auswirkte, sondern vor allem, weil eine große Geschicklichkeit dazu gehörte, die Spitze des Schieferham- mers mit sichergezieltem, festem Schlag so durch die Platte zu treiben, daß sich ein rundes Loch ergab. Natürlich hatte ich meine Versuche zunächst an Abfallstücken zu machen. Aber entweder muß ich zu früh gesagt haben, daß ich es könne, oder mein Vater muß mir zu sehr vertraut haben, denn zersprungene „ganze" Schiefer und die Folgen dieses Zerspringens infolge meiner mäßigen Lochkunst spielen in meinen Träumen eine Rolle wie bei anderen Examensnöte. Am schlimmsten aber war das Behauen der Schiefer. Ich trage an meinem linken Handgelenk noch heute eine fast drei Zentimeter lange Narbe, die von meiner gründlichsten Bekanntschaft mit dem Schieferhammer herrührt. Als ich weder geworden war, was ich sollte — Dachdecker — noch gar, was ich wollte — Professor — sondern ein Mittelding dazwischen — Schulbereiten wußte. lassigte Problem, den Hoangho mit oen Jinnein Die Eingriffe abendländischer Mächte in die Ge- moderner Technik zu regulieren, ebenso nachdrück» schicke des chinesischen Volkes führten den Zu- lich seiner Lösung entg eg entreißen zu können, wie ammenbruch der Mandschu-Herrschast herbei, ihre die abendländischen Machte sich gegenseitig daran Uneinigkeit hinderte sie, die Entstehung einer neuen zu hindern Suchten, es in Angriff zu nehmen. ?, am! und werden soll. Die neue Reichslautsprechersäule Geschichten aus aller Welt In Pretzburg erregt der Fall eines Mädchens großes Aufsehen, das, auch er- wird. Das Kind, die Tochter eines hohen Beamten, Seimneubau für die HZ.,derSlch der Gemeinde! Rundfunkprogramm Für 1937 liegen die endgültigen Ziffern noch nicht vor. Außerordentlich gesteigert hat sich der Verkehr mit Erdnüssen, Baumwolle, Karakulfellen und Da« nanen. Die großartige Entwicklung der deutschen Bananenkulturen in Kamerun ist bekannt. Hamburg nimmt im Handel mit den deutschen Kolonien die erste Stelle ein. , Um bis in die kleinste Gemeinde Deutschlands hinein die ganze Nation an allen reichswichtigen Deranstal- tunaen teilnehmen zu lassen, werden, wie wir bereits ausführlich gemeldet haben, betreut von den Rund- Da erhielt er eines Tages au» heiterem Himmel den folgenden Brief: „Mein Herr! Die Heirat rn" zur Aufstellung ge» gen, die zur Uebertragung der politischen Kundgebungen dienen. — (Scherl-Bilderdienft-M.) man damit, den kleinen Fung im Alter von Jahren nach amerikanischen Gesichtspunkten zu zieyen. Der Hühnerstall im Dachgarten. sondern nur Noch chinesisch spricht. JRun beginnt den Inhalt von vier Sardinenbüchsen, ein halbe» Kilo Konfekt und ein halbes Kilo Datteln verzehrt hat. Das Kind wurde einem ärztlichen Institut überwiesen, in dem es eine Zeitlang beobachtet Wiesbaden, steht jederzeit zur Mitarbeit, zur Aufklärung und Beratung zur Verfügung. Den Architekten ist in dem HJ.-Heimbau eine große und schöne Ausgabe gestellt: Die Größe und die Zielstrebigkeit der kulturschöpferischen Aufgabe in den Bauten der Hitler-Jugend Gestalt werden zu lassen! Die größte Anerkennung der bisherigen Leistungen auf diesem Frontabschnitt der Jugendarbeit bedeutet das Wort des Führers in seiner Rede zur Eröffnung der Ausstellung im Hause der Deutschen Kunst in München, indem er sagte: „Besondere Freude erfaßt uns, zu sehen, wie sich die deutsche Jugendbewegung künstlerisch in den neuert Staat eingliedert". Diese Anerkennung durch den Führer beweist, daß die Hitler-Jugend auf dem richtigen Wege ist, und sie wird ihr Ansporn zur weiteren Leistung in ihrem Bauschaffen sein. Leistungsfähig sein, vorankommen, mehr verdienen dazu braucht man gntes Sehen! Oder die tadellos - an gepaßte Brille von ( «rbtD Optiker || a.Bahnhof Wllwl Lieferant auch Ihrer Krankenkasse, der in bester wirtschaftlicher Lage lebt und besten Familie es an nichts fehlt, mußte vor dem Jugendgericht erscheinen, weil es Diebstähle begangen hatte, um seinen unersättlichen Appetit zu befriedigen, und es hatte sich dabei nicht auf das Haus der Eltern beschränkt, sondern hatte seine Diebstähle auch beim Nachbarn, in Lebensmittelgeschäften und in Auto- maten-Restaurants begangen. Das Aussehen de» Mädchens ist ganz normal. Durch Zeugenaussagen wurde festgestellt, daß es an einem einzigen Vormittag innerhalb vier Stunden, nachdem es regelmäßig mit der Familie gefrühstückt hatte, weiterhin Sonntag, 13. Februar. 6 Uhr: Hasenkonzert. 8.15: Gymnastik. 8.30: Christliche Morgenfeier. 9: Kleiner Bauernkalender. Anschließend: Straßenwetterdienst. 9.15: Chorgesang. 9.45: Der Dichter Karl Heinrich Waggerl liest. 10: Es ist sicher, daß das größte Leid auch die tätigsten Herzen findet. 10.30: Ewiges Deutschland 11.15: Aus Otto Ludwigs Gartenhaus. Eine Hörfolge. 12: Musik am Mittag. 14: Für unsere Kinder: Kasperle am Eintopssonntag. Ein Kasperlsviel. 14.30: Uns gehört der Sonntag! Ein Reigen sorgloser Melodien. 15.15: Dorfsonntag: Schnurranten und Musikanten aus Hessenland. 16: Buntes Nachmittagskonzert. Als Einlage 17 bis 17.20: Aus Neustadt (Schwarzwald): Deutsche und Wehrmachts-Skimeisterschaften 1938. Der große Spezialsprunglauf und Eröffnung der Schanze auf dem Feldberg. 18: Ein Abend beim Märchenmann. BDM.-Mädel finden vergessene Mär- chen aus dem Waldecker Land. 18.30: Will Glahe spielt zum Tanz. 19: Nachrichten. 19.10: Volkstum und Heimat. Joseph Magnus Wehner: Die Rhön. 19.30 aus Neustadt (Schwarzwald): Deutsche und Wehrmachts-Skimeisterschaften 1938. Ausklang. 19.40: Sportspiegel des Sonntags 19.50 vom Jpa: Defter- reichische Skimeisterschaften in Murau. Bericht vom Torlauf. 20.05 aus dem Saalbau zu Frankfurt a. M.: III. Sonntagskonzert. 22: Nachrichten. Montag, 14. Februar. 6 Uhr: Morgenlied. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 10: Schulfunk: Ein alter Freund. Hörspiel um die Flachsgewinnung von Hans Alt. 10.30: Froher Klang meiner Tochter zwingt mich, nach Ablauf des Mietvertrages über Ihre Wohnung zu verfügen. Sie wollen demnach Ihre Anordnungen treffen und mir glauben, daß mich der Verlust eines so treuen Mieters sehr schmerzt. Caroline C." Herr G. stürzte zur Hausbesitzerin: „Ausziehen in meinem Alter! Bedenken Sie das auch? Unmög- NSG. Seit Monaten steht die Erstellung von Heimbauten für die Hitler-Jugend im Bauprogramm der Städte und Gemeinden mit an erster Stelle. Dank der verständnisvollen Zusammenarbeit zwischen der Partei, den Behörden und der Hitler- Jugend sind im Bereich des Gaues Hessen-Nassau bereits in vielen Orten Heime der Hitler-Jugend entweder im Bau, zum Bau frei gegeben oder aber geplant. Trotz dieser durchaus beachtlichen Erfolge sind anderseits auch heute noch in dem weitaus größten Teil aller Orte die Hitlerjungen, BDM.- Mädel und Pimpfe auf unzulängliche Räume angewiesen, in denen sie ihren Dienst durchführen müssen. Auch Umbauten von Unterkunftsräumen und leerstehenden Häusern können nur Notlösungen darstellen, die in absehbarer Zeit zugunsten neuer, zweckmäßigerer Heime mehr und mehr ausgegeben werden müssen. Jede Gemeinde muß ihren Stolz darein sehen, ihrer Jugend den Heimneubau zu erstellen, der allein die Vorausfehungen schafft für eine einwandfreie und erfolgreiche Durchführung der Aufgabe der nationalsozialistifchen Jugend. Es ptufc immer wieder betont werden, daß die Frage der Heimbeschaffung ihre Lösung nicht damit gefunden hat, wenn der Jugend nur ein Raum zur Verfügung gestellt wurde, dessen ganzer Borteil vielleicht darin besteht, ein Dach über dem Kopf zu haben. Die Heime der Hitler-Jugend sollen nach dem Willen des Reichsjugendführers sowohl in ihrer äußeren Gestaltung, als auch in der Aufteilung der Räume, ihrer Größe und ihrer Einrichtung vorbildlich und zweckmäßig sein. In diesen Hausern der Jugend soll ein Volk aufwachsen, das die Kameradschaft und die Ehre, Zucht und Gehorsam, die Treue zum Führer und den Glauben an die nationalsoziaustische Idee in die Zukunft des Reiches tragen wird. Nicht zuletzt aber sollen die Antwerpen mit 15,3 Millionen Tonnen und vor Rotterdam mit 12,6 Millionen Tonnen an der Spitze. Außerdem muß berücksichtigt werden, daß der Handel Rotterdams und Antwerpens entscheidend durch die deutsche Wirtschaft beeinflußt wird. Von den überseeischen Getreidezufuhren Rotterdams gehen 5 8 v. H. nach Deutschland und von dem Versand an Fertigwaren über Antwerpen kommen 2 5 v. H. aus Deutschland. Trotzdem soll in den kommenden Jahren durch den vor einiger Zeit gegründeten „Verkehrsausschuß der deutschen Seehäfen" und durch zahlreiche andere Maßnahmen eine wirkungsvolle Propaganda für eine Steigerung des Gefamtoerkehrs in den deutschen Häfen durchgeführt werden. Dabei soll aber an dem Grundsatz des gesunden Wettbewerbs fest- gehalten werden. e In den letzten Jahren wurde Hamburgs Stellung im deutschen Ueberseehandel durch die Einführung des Neuen Planes in der deutschen Handelspolitik stark beeinflußt. Die überseeischen Agrar- und Rohstoffländer gewinnen steigende Bedeutung, so daß der Anteil Außer- Europas an der Einfuhr des Reiches von 38,1 v. H. im Jahre 1935 auf 43,6 v. H. im ersten halben Jahr 1937 gestiegen ist. Bei der Ausfuhr lauten die gleichen Ziffern 26,8 o. H. und 30,3 o. H. Hamburg ift an dieser Entwicklung außerordentlich Park beteiligt, denn in den letzten beiden Jahren hat es von der Zunahme der überseeischen Einfuhr, di^ 100 Millionen ausmacht, allein 94 Millionen bewerkstelligt, während von der Zunahme der Ausfuhr, die insgesamt 249 Millionen betragen hat, 150 Millionen über Hamburg geleitet worden sind. Im Jahre 1936 sind über Hamburg 66 v. H. der Einfuhr aus außereuropäischen Ländern gegangen und 57,1 v. H. der gesamten Ausfuhr. Die Einfuhrerhöhung aus Asien, Afrika und Mittelamerika und die noch bedeutendere Zunahme der Ausfuhr nach diesen Ländern sowie die Steigerung der Ausfuhr nach Nord- und Südamerika bei gleich- Kleiner Chinamann. (th) Neuyork. Dor fünfzehn Jahren fand der Chinese Fung Dong, der Besitzer eines chinesischen Restaurants in Neuyork, auf der Schwelle seiner Tür ein kleines weißes Kind. Er nahm das Kind als Adoptivsohn an und gab ihm den Namen Fung Kfung. Der kleine Amerikaner wuchs unter den Chinesen des Restaurants seines Adoptivvaters auf. Mit vier Jahren wurde er dann nach China geschickt, um dort eine gute chinesische Erziehung zu erhalten. Das besorgte man so gründlich, daß Fung Kfung heute bei f<£er Rückkehr zu feinem Adoptivvater nach Neuyok^ kein Wort Englisch mehr versteht, Heime der Hitler-Jugend Zeugnis ablegen von dem Kulturwillen des Dritten Reiches. Die Bezeichnung „Heim der Hitler-Jugend" ist darum ein Ehrentitel, der vom Reichsjugendführer nur den Heimneubauten verliehen wird, die nach den Richtlinien und nach Genehmigung des Arbeitsausschusses für den HJ.-Heimbau errichtet wurden. Eine eigene Dienststelle der Hitler-Jugend, die Abteilung Heimbeschaffung der Gebietsführung in Aur Werkpause. 11.40: Hausfrau, hör zu! 11.60: unsere neuen Zellstoffe im Gebrauch. 12: Schloh- konzert. 13: Nachrichten. 13.15: Schloßkonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Zigeuner und Kosaken (Schall- platten). 15: Volk uno Wirtschaft: Einkommensteuererklärung. 15.15: Für unsere Kinder: Jetzt oasteln wir. 15.15: Sport der Jugend: Vereist sind Strom und Bäche. 16: Bläser-Kammermusik. 16.30: Nachmittagskonzert. 18 Zeitgeschehen. 18.30: Der fröhliche Lautsprecher (Jndustrie-Schallplatten und Eigenaufnahmen). 19: Nachrichten. 19.10: Wir tanzen nach Musik von gestern und heute. 20.20: Aus der „Haus- apothek". Lachpillen von Ferdinand Happ. 20.30: Dis schöne Müllerin. Liederkreis auf Gedichte von Wilh. Müller. Musik von Franz Schuoert. 22: Nachrichten. Dienstag, 15. Februar. 6 Uhr: Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 10: Schulfunk: Blutende Grenzen, Hörspiel. 10.30: Froher Klang zur Werkpause. 11.40 Hausfrau, hör zu! 11.50: Bodenständige Gefolgschaft. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: O holde Frau Mufika! (Schallplatten.) 15: Weltwirtschaftlicher Monatsbericht. 15.15: Elise Lenfing — ein Frauenleben im Schatten. 15.45: Führerin im Arbeitsdienst. 16: Nachmittagskonzert. 18: Zeitgeschehen. 18.30: Der fröhliche Lautsprecher (Schallplatten). 19: Nachrichten. 19.10: Vom Kontrabaß bis zur Fiedel. Die Solisten des kleinen Orchesters spielen. 20.10: Fremde Länder in deutscher Musik. 21.15: Traum und Erde: Friedrich Barbarossa und Heinrich der Löwe. Szene aus dem Werk „Der deutsche Weg . (th) Chikago. Einigen Hotels in Chikago war der Weg vom Lande bis zum Hotel für frische Eier und auch manchmal wegen frischer Milch zu weit. ,Man sann deshalb nach einer Lösung und fand folgenden Ausweg: In einem Wolkenkratzer, in dem einige Etagen leer standen, ließ man von einem geschickten Unternehmer einen Hühnerstall einrichten. Man fütterte die Hühner gut, bestrahlte sie mit allerlei Licht und erreichte schließlich wirklich sehr schöne Ergebnisse. Die Eier kamen frisch vom Huhn. Wenn man die Wärme richtig regulierte, hatte man das ganze Jahr hindurch schöne frische Eier. Das System machte Schule. Einige andere Hotels — und in der Folgezeit nicht nur in Chikago — machten sich daran, auf den Dachgärten Hühnerställe anzulegen. (Man darf darauf gespannt sein, ob nächstens auch der Kuhstall im Keller angelegt wird.) Der Walfisch von San Franzisko. C. K. San Franzisko. Ganz San Franzisko ist in Aufregung über einen Walfisch, der sich in den Hafen verirrt hat und augenscheinlich das „Goldene Tor", das ihn dem weiten Meer und der Freiheit zurückgeben würde, nicht mehr wiederfinden kann. Es handelt sich um ein riesiges altes Exemplar, dessen Länge auf über 20 Meter geschätzt wird. Das unglückliche Tier, offenbar erschreckt von dem unheimlichen Betrieb ringsumher, irrt rastlos von einem Ende des Hafens zum anderen, wühlt mit feinem Riesenleib die Fluten auf und taucht sehr oft empor, um einen Strahl von Wasser und Schaum in die Luft zu spritzen. Der Hafenverkehr wird durch den ungebetenen Gast erheblich gehindert, und die Hafenbehörden find ratlos, wie sie sich seiner wieder entledigen sollen. Das Publikum dagegen verfolgt von den Kais und Hafendämmen aus die Kreuz- und Querfahrten des fremdartigen Geschöpfes mit lebhafter Anteilnahme; „Winnie" — diesen Namen haben die Einwohner von San Francisko dem Walfisch bereits verliehen — ist gegenwärtig die volkstümlichste Erscheinung in der Stadt. Zahlreiche Boote folgen ihm, allerdings aus respektvoller Entfernung, aber viele haben sich ihm doch genug genähert, um zu erkennen, daß sein ganzer Leib mit Muscheln und Algen verkrustet ift wie der Kiel eines alten Ozeanfahrers, der jahrelang nicht überholt wurde. Ein Veteran des Walfanges, der Kapitän Louis L. Lane warnt die Neugierigen, dem Tier allzu nahe zu kommen. „Es ist rasend", sagt er, „es ist imstande, ein Boot anzugreifen und es zu zerknicken wie eine Streichholzschachtel." Der Kapitän verlangt eine Harpune und Freiwillige, um im Hafen von San Franzisko eine Waljagd in Szene au setzen. Da eh keine andere Möglichkeit zu geben scheint, sich des Tieres zu entledigen, wird man wahrscheinlich diesen Weg wählen. Schon eilen von allen Seiten die Photographen und aus Hollywood die Kinooperateure herbei... Rückfahrkarten. (rf) Mexiko City. Da Duelle in der Stadt und im Bannkreis der Stadt verboten sind, muß man schon aufs Land fahren, um dort den Disput der sich mit Worten nicht erledigen ließ, mit der Waffe zu einem Ende zu bringen. Manchmal ift bis dort draußen der Zorn verflogen und hat einer ruhigeren Auffassung der Sachlage Platz gemacht. Dann wird auf dem Land ein Fest gefeiert, und man kehrt Arm in Arm in die Stadt zurück. Von solcher Art aber war jener Zweikampf nicht, von dem hier die Rede sein soll. Die beiden Mexikaner lösten in Mexiko City ihre Fahrkarten. Der erste verlangte ein Billett „hin und zurück". Sein Gegner aber nahm nur eine einfache Karte. „Ihr gebt wohl den Kampf schon auf mti) Euch selbst verloren. Oder aus welchem Grunde Tagen wollen wir uns wieder sprechen." Während dieser acht Tage zerbrach sich Herr G. den Kopf tnb suchte einen Ausweg. Am Morgen des achten Tages eilte er hocherfreut zur Frau C.: „Ich hab's gefunden!" „Was Haven Sie denn gesunden? Eine neue Wohnung?" „Im Gegenteil — aber Sie werden es nicht raten! Hören Sie mich an, und Sie werden verstehen: Sie sind 45 Jahre und ich einige Fünfzig. Sie sind Witwe und ich ein Witwer; unser Vermögen ist ungefähr gleich. Also heiraten Sie mich — das ist doch wohl ein Ausweg!" Diesen zwingenden Gründen konnte sich die verwitwete Hausbesitzerin nicht verschließen. Sie sagte Ja, und bald wurde eine fröhliche Hochzeit gefeiert Prozeß um einen Kanarienvogel. (cs) Agram. Das Kreisgericht in Suschak beschäftigt sich bereits seit einem Jahre mit einem Prozeß um einen Kanarienvogel. Natürlich ift dieses Tier kein gewöhnlicher Kanarienvogel, sondern ein ganz bestimmtes Tier, das in C-dur fingen kann. Der Hotelbesitzer Nicola Stojkovic hatte sich den Vogel gekauft, den er allmählich abgerichtet hatte, in einer bestimmten Tonart, eben in C-dur, zu pfeifen. Eines Tages entdeckte Stofkovic, daß der Vogel nicht mehr fingen konnte. Er glaubte nun, daß der Kaufmann Andreas Jvcmcic daran schuld sei, der ihm den Vogel durchaus abkaufen wollte. Er oerftagte den Kaufmann und verlangte als Schadenersatz 100 Dinar. Es begann ein endloses Hin und Her. Zeugen und Sachverständige wurden vernommen. Schließlich siegte oer Hotelbesitzer, fein Widersacher wurde zur Zahlung eines Schadenersatzes von 100 Dinar verurteilt und außerdem zur Tragung der Brozeßkosten, die inzwischen auf eine stattliche umme angewachsen waren. Der kleine Bielfratz. C.K. Prag. ' lieh! Was soll aus mir werden? Verdoppeln Sie --- vo-,v ,, - , . - meine Miete, aber kündigen Sie mir nicht. Nur ein Kilo gemischten Auftchnitt, ^.belegte ,2wtchen, eine Bahre wird mich aus Ihrem Hause bringen!" „Verscheuchen Sie solche Gedanken, Herr G. und suchen Sie eine neue Wohnung." „Das kann nicht Ihr letztes Wort fein — in acht nehmt Ihr keine Rückfahrkarte? Ich löse immer den Rückfahrschein. Denn ich bin meiner Sache sicher!" „Ich nehme nie eine Rückfahrkarte, ich nehme immer die, die mein Gegner gelöst hat ... , erwiderte der Befragte und wandte sich dem einfahrenden Zug zu. An einer Wimper ... (—) London. In einem Hotel in Leeds war ein großer Juwelendiebstahl verübt worden. Anfangs konnte man keine greifbare Spur entdecken. Aber dann folgte plötzlich ganz überraschend die Verhaftung des Täters. Man hatte bei einem Kunsthändler eine kleine Puderdose gefunden, ein Wertstück, von dem Händler einige Tage vorher von einer Frau angekauft. Man fand in Der Puderdose ein Haar yon den Wimpern einer Frau. Man ging die Reihe der vrdächttgen Personen durch, ließ sich von allen Frauen eine Wimper zur Untersuchung geben und konnte einige Stunden später die Frau verhaften, deren Wimper man in der leichtsinnigerweise von ihr benutzten Puderdose gefunden hatte. Die „Plumpudding-Schule". C. K. Wien. Die Wiener Köchin ist in aller Welt berühmt. Besonders England ist ein begehrtes Ziel für auswanderungslustige Wiener Köchinnen. Manche geht hinüber mit dem Ehrgeiz, Chefköchin in einem großen Hotel ober in einem der luxuriösen Haushalte des Hochadels zu werden. So stolz sie aber mit Recht auf ihre Wiener Küche sind, so unerläßlich ist es doch für sie, mit gewissen Geheimnissen vertraut zu sein, die an der Donau einigermaßen unbekannt find, deren Beherrschung in England aber jeder Arbeitgeber oder jede Arbeitgeberin von ihnen erwarten wird. Infolgedessen machen die Wienerinnen, bevor sie ihre Heimat verlassen, einen Kursu- unter der Leitung einer Lehrerin durch, die fünf Jahre als Haushälterin in England gelebt hat und mit allen Kniffen eines englischen Haushaltes vertraut ift. Zugleich lernen sie in diesen Kursen, die unter oer Aufsicht der Wiener Stadtverwaltung stehen, die Grundelemente der englischen Sprache, die sie im Umgang mit Händlern und beim täglichen Einkauf brauchen. Sie bekommen ein kleines Büchlein, das Musterunterhaltungen mit dem Milchmann, dem Bäcker, dem Schlächter und so weiter enthält. Ein Kursus war gerade zu Weihnachten beendet, und als Abschluß mußten die Mädchen ein typisch englisches Weihnachtsessen kochen und servieren. Es begann mit der feierlichen Aufhängung dss Miftelzweiges mitten im Zimmer, dann folgten der Truthahn, der Schinken, die Bratwurst und — eine schwierige Prüfung für die Schülerinnen — die Brotsauce, die wir hier auf dem europäischen Festlande gar nicht zu würdigen verstehen. Der brennende Plumpuoding war ein Erfolg für die Köchinnen und ebenso die Obsttörtchen, die den Abschluß bildeten. Zweisorachig geschriebene Speisekarten verkündeten das ganze Menü, das die Festteilnehmer außerordentlich genossen, und nach dessen Beherrschung die Wiener Köchinnen allen Anforderungen, die sie in dem fremden Land erwarten, zuversichtlich ins Auge sehen können. Namen, nichts als Namen ... (—) Plymouth. In Reederkreisen hat man sich entschlossen, kein Schiff mehr auf Namen wie „Sovereign of the Seas" oder „Empreß of the Seas" ober „Queen of the Seas" zu taufen. Man wurde zu diesem Entschluß bewogen durch eine merkwürdige Kette von Unglücksfällen, denen Schiffe mit ähnlichen Namen zum Opfer fielen. Aus etwa siebzig Jahren hat man alle Schiffsunglücke zufamrnenaestellt, die Segler ober Dampfer mit dem Namen „Sovereign", „Empreß", „Mistreß" oder dergleichen führten. Einige aus dieser langen Liste: „Sovereign of the Seas" hieß ein großes Schiff, das im Jahre 1861 auf hoher See in Flammen aufging. Ein anderes Schiff gleichen Namens ging darauf kurz verloren. Man wriß heute noch nicht, was aus diesem Schiff wurde. Mehrere Schiffe mit dem Namen „Empreß of the Seas" sind verschollen. Eine „Empreß of the Seas" brannte vollkommen aus. „Glory of the Seas", das letzte Schiff dieses Namens, verbrannte im Jahre 1923 unter mysteriösen Umständen. — Abergläubische Leute werden den Entschluß der Reeder billigen. Aber eine Versicherung gegen Katastrophen hat man damit auch nicht geschaffen. Glanzende Lösung. A. N. R o m. Seit mehr als fünfzig Jahren wohnte Herr G. in einem Hause. Er wurde dort geboren, er verheiratete sich in diesem Haufe und verlor dort feine Aeitiger Verminderung der Einfuhr aus dem ameri-1 erste Gattin. Mancherlei erlebte er in den fünf konischen Kontinent ist von entscheidender Bedeutung Jahrzehnten, aber seine Wohnung wechselte er nie. für den hamburgischen Ueberseehandel geworden.! Hambuxg hat den Löwenanteil dieses verstärkten Handelsverkehrs für sich erringen können. Die bedeutendste Stellung nimmt Hamburg i m Außenhandel mit Afrika ein, insbesondere mit den für die wirtschaftliche Entwicklung des Reiches wichtigen deutschen Kolonien, deren künftige Erschließung nach der Lösung des Kolonial^ Problems Hamburgs Handel und Schiffahrt einen beachtenswerten Aufschwung verleihen wird. Im einzelnen gestaltete sich der Außenhandel mit den Kolonien folgendermaßen: In Preßburg erregt der Fall eines zwölfjährigen funffteUenleitern der NSDAP., überall in Deutsch- Mädchens großes Aufsehen, das, auch wenn es ge- land „Reichs-Lautsprechersäulei " wattige Mengen von Speisen verzehrt hat, nie satt langen, die zur Uebertragung Länder Einfuhr aus Dtsch.-Ostasrika Dtsch.-Südwest Kamerun Togo 1935 Dtsch. davon üb. Reich Hamburg 1936 Dtsch. davon üb. Reich Hamburg Mill. RM. 3,7 5,2 9,1 0,8 Mill RM. 2,0 3,2 9,1 0,8 v. H. 54,1 61,5 100 100 Mill. RM. 4,7 6,7 9,5 0,3 Mill. RM. v. H. 3,7 4,8 9,5 0,3 78,6 88,9 100 100 zusammen Ausfuhr nach 18,8 15,1 80,3 21,2 18,3 87,3 Dtsch.-Ostafrika 2,4 2,4 100 3,6 3,6 100 Dtsch.-Südwest 1,6 1,3 81,2 2,5 2,5 100 Kamerun 1,4 1,1 78,6 2,1 2,1 100 Togo 0,2 0,2 100 0,3 0,3 100 zusammen 5,6 5,0 89,3 8,5 8,5 93,7 Nur noch wenige Tage trennen uns von dem großen Ereignis im Gießener Fasching „Küpxess" das Fest der Künstler und der Presse steigt am 15. Februar im Klub. Haben Sie schon Ihre Einlaßkarte - -? Wenn nicht, dann wird es höchste Zeit - -I Verkaufsstellen: Stadttheater, Oberhessische Tageszeitung und Gießener Anzeiger. sied Giefeener Hochschulgesellschaft Einladung zu einem Vortrag des Herrn Prof. Dr. phil. F. Körber, Direktor des Kaiser»Wilhelm» Instituts für Eisenforschung in Düsseldorf, über: Aufgaben der Eisenforschung in Gegenwart und Zukunft mit Lichtbildern, am Freitag, 18. Febr., 20 Uhr, im Saal des Studentenhauses, Leihgesterner Weg Eintritt frei DER VORSTAND Gäste willkommen Wir machen auf den Vortrag wegen seiner Wichtigkeit besonders aufmerksam! 905D Goethe-Bund und KaulmännischerVerein in Verbindung mit der Volksbildungsstätte der NS.-Gemeinschaft »Kraft durch Freude«. Mittwoch, 16. Februar 1938, abends 8 Uhr, Neue Aula eeschättsdrucksachen Rechnungen Brlefblfitter Briefumschläge Postkarten Geschäfts karten bei Brühl. Schulstr J GLORIn Eine Spitzenleistung der Ufa 917A 1 PQLAST Giessen Eine Bravourleistung deutscher Schauspielkunst Ein Ruhmesblatt seines Spielleiters Karl Ritter Nur noch heute und morgen, Sonntag: Immer wenn ich glficH hin mit Martha Eggerth, Paul Hörbiger, Hans Moser, Theo Lingen I Ab Montag, 14. Febr. bis Sonntag, den 20. Febr. einschl. Der Film des Jahres! Urlaub aal Ehrenwort Ein froher Vortragsabend der bekannten Vortragskünstlerin Heute abend ftl Q n h IÖ O O Q von 3 bis 20 v. H. erhalten Sie bei wieder« lidLIlidoüU holten Veröffentlichungen einer Anzeige! Friedel Hintze Lachendes Leben Mitglieder des Goethe-Bondes und des Kaufm. Vereins erhalten bis zu 3 Platzen freien Eintritt gegen Rück- Sibe des Gutscheines Nr. 2 (neue Karte) für Goethe- und und Nr. 10 für Kaufm. Verein. Mitglieder der NSDAP., der NS.-Frauenschaft, des Landschaftsbnndes Volkstum nnd Heimat und der Arbe.tsgemeinschaft Gießener Soldatenkameradschaften erhalten ermäßigte Eintrittskarten zum Preise von 60 Pf. gegen Vorzeigen ihres Mitgliedsausweises, Nichtmitglieder zu Mk. 1.- bei Challier und an der Saalkasse. Studenten- karten zu 30 Pf. bei Hausverwalter Becker, Univ.- Gebäude. Militär und Schüler zu 30 Pf. ei»D M.-R. Maskenball _________im Klub 927D Samstaq und Sonntag Tanz Karnevalstimmung im „Löwen“ Neuenweg 28 941D bei den guten Musik! Heute Samstagabend Eine Überraschung für jeden Möbelkäufer ist nicht nur die große Auswahl kompletter Zimmereinrichtungen, sondern auch die mit besonderer Sorgfalt gewählten Modelle. Ich führe alle Stilarten in den verschiedenen Hölzern. In eigenen Werkstätten berücksichtige .ich alle Sonderwünsche. Beim Besuch meiner Ausstellung werden Sie die vielen Vorteile, die ich zu bieten in Oberhessischer Kunstverein Turmhaus am Brand Kollektiv» Ausstellung Hellmuth Mueller-Leutert Gießen Ölgemälde Aquarelle Zeichnungen Dauer der Ausstellung* Sonntag, 13. Februar, bis Sonntag, 6. März 1938 Besuchszeit: Sonntags von 11 bis 13 Uhr Werktags von 17 bis 18 Uhr Eintritt für Mitglieder frei, für NichtmiU glieder 0,30 RM., für Militär, Studenten und Schüler 0,10 RM. 892D ■ Winterkur fUr — . Nervös - Erschöpfte Spezialkuranstalt Hofheim 3 «Taunus) bei Frankfurt am Main. Telefon 214 Mäßige Preis», S.-R. Dr. M. Schulze-Kahleyws, Nervenarzt Widiswintorhilfc Lotterie. -l. \: Sofortiger Bewinntnf fdreid u.pratmen5ielilmgro.mötziyrs KWMIW mit Tanz! s>s» MMUtioiUStMM" WIESECK Am Sonntag, dem 13. Februar 1938 Kappensitzung Anfang 16 Uhr, ab 19 Uhr TAN Z „Zum kühlen Grund“ ______Inh.: Adolf Schepers. 937D Klein-Linden 926A Gasthaus Zur deutfdien Eidie heute abend Kappensityung mit Tanz Anfang 8.11 Uhr 3 Marken-Pianos generalüberholt, edel im Ton, Elfenbein-Klaviatur, kreuzsaitig, Vollpanzerplatte, sehr billig za verkaufen. M3d Sehr günstige Gelegenheiti Teilzahlung-3 Jahre Garantie Lieferung frei fiens E. Zollinger Klaviertechniker u. Stimmer Gießen, Wilsonstr.5, Tel. 3119 »II — Fahrschule W. Müller Gießen 911d Frankfurter Straße 34 Tel. 2674 Verlobungs-Anzeigen liefert BrühFsche Druckerei Selbstgekelterter, naturreiner Apfelsaslu. Apfelwein LudwigKohlermannIV. Znl). L. Heiderich 7841d Tel. 4374 Gieben Bleichstr. 14 Baue gut.... mit Abermann der Lage bin, erkennen. Rudolf Sommeriad, Beuern MÖBELWERKSTÄTTE- HANDEL und GIESSEN, Bahnhofstraße 65 Ehestandsdarlehen - Zahlungserleichterungen Jiid)f nur gewaschen, nicht nur rein - persil-gepflegt s°>> w*e fein! 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Februar 1938 918D Zhre Verlobung geben bekannt Gretchen Nickel Wilhelm Wagner Küfermeister Treis a. b. £ Großen-Suseck 12. Februar 1938 0645 Ihre Vermählung geben bekannt Dr. Willi Zipfe Erna Zipfe, geb. Herrmann Gießen (Fröbelstraße 18), den 12. Februar 1938 91OD Ueber Naturschutz und Naturkunde mit den allgemeinverständlichen Büchern des Hugo Dermühler Verlages, Berlin» Lichterfelde. Bitte verlangen Sie noch heute von Ihrem Gießener Buchhändler da. ausführliche bebilderte Werbeblatt „Freunde der Natur sind Freunde guter Bücher*. 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Vertrauen Wir können uns kaum oorstellen, rote arm das Leben wäre, wenn es zwischen Ehegatten, in der Familie, in der Volksgemeinschaft kein Vertrauen gäbe. Wir sind alle aufeinander angewiesen Einer allein kann keine Arbeit leisten, einer allein kann nicht das vollbringen, was von ihm verlangt wird, wenll ihm nicht feine Mitmenschen helfen Und er stünde allein, wenn er niemand trauen würde, wenn er nur an sich und seine Kraft glaubte. Das können wir manchmal erleben, wenn ein Volksgenosse besonders hart vom Schicksal getroffen wird, und wenn ihn eine unglückliche Veranlagung dazu führt, niemand mehr zu glauben, niemand Vertrauen entgegenzubringen. Einsam und verlassen sind seine Tage, sein ganzes Leben ist eigentlich sinnlos. Er will nichts mit seinen Mitmenschen zu tun haben, er will sich nicht helfen lassen. Anderseits aber hilft auch er niemand. Solche Menschen sind für die Volksgemeinschaft verloren. Wir müssen den Willen haben, unfern Mitmenschen zu vertrauen. Deshalb brauchen wir noch nicht so vertrauensselig zu sein wie kleine Kinder, die eben jedem, auch dem Bösewicht, blindes Vertrauen schenken Sie werden wohl noch manche Enttäuschung erleben, aber der Wille, an seine Mitmenschen und an ihren Wert zu glauben und auch nach bösen Erlebnissen diesen Glauben nicht zu verlieren, mutz immer wieder als natürliche Forderung aus dem innersten Herzen hervorquellen. Zeit und Erfahrung lehren die meisten ^Menschen, wem sie Vertrauen entgegenbringen dürfen und wem nicht. Sie werden merken, daß es nicht auf Äußerlichkeiten ankommt, sondern daß nur der innere Wert entscheidet. Vertrauensselige Menschen kommen allen mit offenem Herzen entgegen und erleben dann oft große Enttäuschungen. Wir sollen deshalb niemals ein Urteil nach dem ersten Eindruck fällen und danach handeln. Sehr oft spielen die äußeren Umstände eine sehr große Rolle. Erst bei näherer Bekanntschaft werden wir fühlen, ob Vertrauen am Platze ist oder nicht. Vorurteile sind oft die größten Gegner des Vertrauens. Wir sollen uns deshalb niemals blenden oder beeinflussen lassen, sondern aus bester Menschenkenntnis heraus handeln. Wenn wir aber jemand gefunden haben, auf den wir uns ganz verlassen, dem wir unter allen Umständen Vertrauen entgegenbringen können, dann darf uns nichts, aber auch nichts abhalten, in un- ferm Tun und Handeln dieses Vertrauen zu recht- fertigen, und auch dann — wenn einmal unglückliche Umstände scheinbar unfern Glauben zu erschüttern vermögen — dürfen wir uns niemals beirren lassen. ; Erst auf diesem unerschütterlichen Vertrauen beruht die Freundschaft, das Familienleben und nicht zuletzt auch die Volksgemeinschaft. H. Hornofuen Tageskalender für Samstag. Stadttheater: 20 bis 22.15 Uhr, „Die Geisha". — Gloria-Palast (Seltersroeg): „Immer, wenn ich glücklich bin". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Schiffbruch der Seelen" — ViB.-R.: Maskenball im Klub Tageskalender für Sonntag. Stadttheater: 19 bis 21.45 Uhr, „Martha" — Gloria-Palast (Seltersweg): „Immer, wenn ich glücklich bin" — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Schiffbruch der Seelen" — Vogelsberger Höhen- Club: Wanderung. — Sportplatz 1900: 15 Uhr: Entscheidungsspiel um die Meisterschaft 1900 — Wetzlar — Geflügelzüchterverein Gießen: 15 Uhr, im „Burghof" Lichtbildervortrag. — Oberhessischer Kunstverein: 11 bis 13 Uhr, Ausstellung im Turmhaus am Brand. Venetianische Schönheiisgalene. Kd§. setzt sich für pflege Der Bogelwelt ein. Nun wird es aber die allerhöchste Zeit: wer jetzt noch nicht weiß, was er anziehen soll zu K ü - preß 1938, als was er gehen ober schweben soll durch die Nacht in Venedig, dem seien hier einige garantiert echte, stilreine Modetips an die Hand gegeben, die Schönheitsgalerie und Trachtenschau befand sich, als wir sie aufnahmen, noch im Atelier, man sieht den Maler eben die letzte Hand anlegen — am Dienstagabend werden diese Herren und Damen das Künstler- und Pressefest zieren und uns im Geiste in den sonnigen Süden versetzen. Aber damit soll beileibe nicht gesagt sein, daß nun jedermann und jede Frau, koste es, was es wolle, im venezianischen Kostüm erscheinen müßte: außer dem Dogen und dem Kaufmann von Venedig, außer Othello und Desdemona, außer Senatoren, Gondoliere» und .Fischermädchen gibt es noch eine Menge anderer Möglichkeiten, die sich zwanglos in den Rahmen des Festes einfügen werden: erlaubt ist, was gefällt und was euch steht, ob venezianisch oder spanisch, klassisch oder modern. Die Hauptsache sind an diesem Abend Heiterkeit und Laune, Stimmung und Phantasie. Bildende Kunst und Theater haben alle schöpferischen Kräfte aufgeboten, die Räume zu schmücken und zu verwandeln, das Fest zu einer fröhlich beschwingten Symphonie aus Licht und Farbe, Melodie und Rhythmus zu gestalten. Auf Wiedersehen am Dienstagabend! — (Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.) Staatsschauspieler Paul Wegener im Sladtthealer Gießen. Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Die Intendanz des Stadttheaters hat den Staatsschauspieler Paul Wegener, Berlin, für ein einmaliges Gastspiel verpflichtet. Paul Wegener gastiert am Donnerstag, 24. Februar, mit eigenem Berliner Ensemble in „Kollege Crampton", Komödie in fünf Akten von Gerhart Hauptmany. Spielleitung Paul Wegener. Das Gastspiel findet außer Miete statt. Stadklheater Gießen. Aus dem Stadtcheaterbüro wird uns geschrieben: Heute abend findet zum letzten Male eine Aufführung der Operette „Die Geisha" von Jones statt. Musikalische Leitung Heinz Markwardt, Spielleitung Karl-Ludwig Lindt, Tänze Irmgard Zenner. Die Vorstellung findet für die „KdF."-Miete, Gruppe II (9. Vorstellung), statt. Anfang 20, Ende 22.15 Uhr. Am Sonntag. 13. Februar, um 19 Uhr, findet zum' letztenmal eine Aufführung des großen Erfolges „Martha", romantisch-komische Oper in vier Aufzügen von Friedrich von Flotow, statt Musikalische Leitung Heinz Markwardt, Spielleitung Wolfgang Kühne Die Vorstellung findet außer Miete statt und endet 21.45 Uhr * Montag, 14. Februar, Anfang 20 Uhr, Ende 23 Uhr, Theaterring der Hitler-Jugend, 6. Vorstellung, „Eine Nacht in Venedig", Operette von Johann Strauß. Kein freier Kartenverkauf Dienstag, 15. Februar, Vorstellung der Dienstag- Mieke fällt aus! Anfang 20.11 Uhr Küpreßl938 unter Mitwirkung aller Künstler des Stadttheaters in sämtlichen Räumen des Clubs, Sonnenstraße. Eintrittskarten nur im Vorverkauf Theaterkasse, Gießener Anzeiger, Oberhessische Tageszeitung. Mittwoch, 16. Februar, Anfang 19,30 Uhr, Ende 22.15 Uhr, „Clivia", Operette von Nico Dostal. Mu- kalische Leitung Heinz Markwardt, Spielleitung Karl-Ludwig Lindt, Tänze Irmgard Zenner. Mittwoch-Miete, 20. Vorstellung. Donnerstag, 17. Februar, Anfang 20 Uhr, Ende 22 Uhr einmaliaes Gastspiel Mary W i g m a n „Die schönsten Tänze . Am Flügel Hanns Hafting. Außer Miete! Freitag, 18. Februar, Anfang 20 Uhr, Ende 2-.30 Uhr, Erstaufführung „Parkstraße 13", Kriminalstück von Axel Jvers. Spielleitung Hans Geißler. Freitag-Miete, 20. Vorstellung. Samstag, 19 Februar, Anfang 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr, KdF.-Miete, Gruppe I (10. Vorstellung), „Lady Windermeres Fächer", Komödie von Oskar Wilde, Spielleitung Herrn. Schultze-Griesheim. Freier Kartenverkauf. Sonntag, 20. Februar, Anfang 19 Uhr, Ende 21 Uhr,/ einmaliger Ballettabend der Tanzgruppe des Stadtheaters. Choreographie Irmgard Zenner. Musikalische Leitung Joachim Popelka. Außer Miete! Froher Vortragsabend von Friedel hinhe. Der Goethe-Bund und Kaufmännische Verein hat, wie man uns schreibt, in Verbindung mit der Volks- bildungsstätte^ der NSG. „Kraft durch Freude" die Sprechkünstlerin Friedel Hintze zu einem frohen Vortragsabend „Lachendes Leben" für kommenden Mittwoch verpflichtet. Friedel Hintze ist auch in Gießen durch ihre Mitwirkung bei einer Morgenfeier im Stadttheater bestens bekannt. „Die Aufgaben der CEifenforfdjung in Gegenwart und Zukunft." Man schreibt uns: Die Gießener Hochschulgefell- schaft hat es sich zur Aufgabe gestellt, durch das Preisausschreiben im vergangenen Jahre ihr Teil zur Durchführung des Vierjahresplans beizutragen und durch Vorträge erster Fachleute das Verständnis für die Frage der Versorgung unserer Wirtschaft mit Rohstoffen zu vertiefen. Nachdem sie in ihren letzten Veranstaltungen die Oel- und Fettversorgung behandelt hat, läßt sie nunmehr Prof. Dr.-Jng. e. h. Körber, den Direktor des Kaiser-Wilhelm-Jnsti- tuts für Eisenforschung in Düsseldorf, zu Wort kommen. Dieser wird am nächsten Freitag im Saale des Studentenwerks über „Die Aufgaben der Eisenforschung in Gegenwart und Zukunft" (mit Lichtbildern) sprechen. Der Eintritt ist für jedermann frei. NSG. Ein großer Reichtum ist unsere Vogelwelt. H'er ist stärkste Förderung notwendig, nicht nur um den Menschen Freude zu geben, sondern auch aus wirtschaftlichen Erwägungen; denn erschreckend hoch ist der Schaden, der alljährlich unter den Kultur» pflanzen in Wald und Feld, im Garten und Obst» bau entsteht! Besser als alle chemischen Berampfungs» mittel sind zur Schädlingsbekämpfung die insektenvernichtenden Vögel geeignet. In Baum, Strauch Urquell« und Hecke finden sie Nistgelegenheiten und Schutz. Ohn- große Kosten können wir in unseren Dörfern den Vögeln eine Heimat geben. Aus diesem Grunde setzt sich die Gaudienststelle Hessen-Nassau der NS.- Gemeinschaft „Kraft durch Freude" für weitestgehende Pflege unserer Dogelwelt ein und erstrebt die Heranziehung von als Nistgelegenheit geeigneten Hecken und Bäumen, die gleichzeitig ein schöner Schmuck unserer Dörfer sind. Hitler-Lugend Bann 116 Gießen. Velr.: Leislungsbewertung der Gefolgschaflen. Am kommenden Sonntag, 13. Februar, finden folgende Bewertungsappelle statt: 8.00 Uhr: Gefolgschaft 5/116 in Klein-Linden. 10.30 Uhr: Gefolgschaft 14 116 in Großen-Linden. 10.30 Uhr: Gefolgschaft 15/116 in Großen-Linden. 13.00 Uhr: Gefolgschaft 13/116 in Watzb.-Steinberg. Velr.: Leislungsbewertung der Gefolgschaften des Unterbannes 1/116. In der kommenden Woche finden im Unterbann 1/116 folgende Bewertungsappelle statt: Dienstag, 15.2.: Gefolgschaft 2/116, Donnerstag, 17.2.: Gefolgschaft 3/116, Freitag, 18. 2.: Gefolgschaft 1/116. Diese Appelle finden jeweils um 20.30 Uhr in den Heimen der betreffenden Einheiten statt. Velr.: Arbeitsbesprechung der Stellenleiter des Vannes 116. Am Samstag, 12. Februar, findet um 15 Uhr eine Arbeitsbesprechung aller Stellenleiter des Bannes 116 auf der Dienststelle des Bannes 116 statt. 8OM- u. ZM.-llntergarr 116, Giehen. Stelle ÄS. Vetr.: Freiwillige Sportdienstgruppe Rollschuhlauf. Bei ganz trockener Bahn laufen wir am Dienstag, 15. Februar, von 16 dis 17 Uhr, auf der Rollschuhbahn. Anschließend ist von 17 bis 18 Uhr Reinigen und Auseinandernehmen der Rollschuhe. Wir bringen dazu mit: alte Tücher, Rollschuhfell und Fahrradöl. Bei schlechtem Wetter ist Ueben in der Halle des VfB.-Reichsbahn. Anschließend Reinigen im Eissporthaus an der Eisbahn. Daran nehmen dann wieder alle teil, auch die, die Eisenrollen haben. Gietzener Dochenmarktpreise. * Gießen, 12. Febr. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, % kg 1,57 Mark, feine Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 5 bis 10, Eier? deutsche, Klasse S 13, Klasse A 12%, Klasse C 11%, Klasse D 10%, ausländische 12, Wirsing, 1s kg 12 bis 15, Weißkraut 9 bis 10, Rotkraut 12 bis 15, gelbe Rüben und Karotten 10 bis 12, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 10 bis 15, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 15, Rosenkohl 25 bis 28, Feldsalat. Vio 9 bis 10, Tomaten, % kg 40 bis 50, Gießener Gtadtcheater. CharlesAurbergundNicoDostal: „Clivia." . Clivia ist. nicht die Blume, an die wahrscheinlich die meisten Besucher zuerst gedacht haben, sondern ein weiblicher Vorname: Clivia Gray, Filmschauspielerin, klingt nicht übel. Gefilmt wird „in und um Boliguay, einer südamerikanischen Republik"; dies ist offenbar eine Operettenkreuzung aus Bolivien und Uruguay, wir wissen es nicht genau. Der hübscheste Einfall des Textbuches von Charles Amberg erscheint gleich zu Anfang des ersten Aktes. Da sieht man eine von tropischem Temperament beschwingte Szene mit Liebe, Eifersucht und Totschlag, aber" ehe es dem Zuschauer richtig gruselig wird und er zu überlegen anfängt, ob er hier auch richtig sei, in einer Operette nämlich, kommt der Regisseur mit dem Megaphon ange- rannt, die Szene ist aus, die Darsteller zerstreuen ftd), fertig —: weder Liebe noch Eifersucht noch Mord, sondern bloß Filmaufnahme. Später kommen die operettenmäßigen Verwicklungen, und es wird ernst, weil der Hauptdarsteller absagt und der ganze Film gefährdet ist, wenn nicht ein Mann aus Boliguay gefunden wird, der die Diva heiraten.kann, bloß der Form halber, sonst gibt es Schwierigkeiten mit den Aufnahmen in dieser merkwürdigen Republik, aber wer kennt sich aus in südamerikanischen Landes- fitten und in Operettendrehbüchern: es wird wirklich einer gefunden, der sieht aus wie ein Gaucho aus der Pampa, ist aber ein hohes Tier, General und Präsident, und die Heirat kommt zustande, und da es eine bloße Formsache sein soll, wäre jetzt alles in Ordnung. Es ist aber nicht in Ordnung, wie sich bald her- ausstellt, es ist überhaupt nichts mehr mit Film, sondern bloß noch mit Putsch und Staatsstreich und Umsturz, so etwas geht ja schnell da drüben in der Gegend von Boliguay. die Leute sind Kummer gewöhnt, der Finanzmann der Filmerpedition ist plötzlich finsterer Umtriebe verdächtig, die Sache wird im Handumdrehen hochpolitisch Finanzmann und Diva werden verhaftet, und -roas das Schlimmste ist, Clivia hat sich in Juan Damtgo, der wie ein Gaucho aussah und in Wahrheit eine Erzel- lenz ist, ernstlich verliebt Das ist aber auch wi"ber gut, denn diese Liebe besiegt allen volitischen Aufruhr, und das Gericht, das eigentlich zu ganz anderen Zwecken zusammengetreten war, kann am halb zwölf. Hans Thyriot. Die Musik von Verwandlungen der Situation wird glück- Es war ein lebhafter Erfolg. Die meisten Nummern mußten verdoppelt werden. Viel Beifall und Blumen zum Schluß. Ende infolgedessen gegen Ende des dritten des Standesamtes mentvoll gelungen und mit lung in die überraschenden sches Terzett mit improvisiertem Stierkampf, das von dem beweglich animierten weiten Paar, Friedel Forna 11az und Herrn Lindt, zusammen mit Herrn Paschen bargeboten wurde und gleich zweimal wiederholt werden mußte. Herr Frick- h o e f f e r bereicherte die Situation mit reichshauptstädtischen Pointen und lenkte sogar einen Kü- preß-Reklamewaau Vom übrigen Ensemble seien noch die Herren Neuhaus und Volck genannt. — Aktes nur noch die Funktionen übernehmen * Nico Dostal ist offenbar von patente für Kartenspieler. Drei saßen beim Dauerskat. Es war eine mörderische Partie. Klatschend knallten sie die Buben und Damen auf die Tischplatte. Wenn ein Spiel auf der „Kippe" stand, begannen die Zigarrenstummel in den heruntergezogenen Mundwinkeln aufgeregt zu zittern. So wurde Spiel auf Spiel erledigt, und jedesmal, wenn man gewissenhaft die „Augen" gezählt und die Gewinnpunkte angeschrieben hatte, hieß es: „Wer gibt eigentlich?" Das ließ sich leider nicht immer so ohne weiteres feststellen. Mir lag ein guter Rat auf der Zunge. Aber ich behielt ihn für mich; denn wer weiß, wie er ausgenommen worden wäre. „Meine Herren", wollte ich sagen, „wozu der Streit um das Kartengeben? Sie sollten wissen, daß ein tüchtiger Rheinländer eine Kartengeberanzeigevorrichtung erfunden hat, die keinen Zweifel darüber läßt, wer ,bran‘ ist!" Diese gewiß allen Kartenspielern willkommene Vorrichtung steht nämlich tatsächlich unter Nr. 648 290 in Klasse 77 d ber Patentrolle verzeichnet. Es ist nicht bie einzige Erfmbung für Skat- unb sonstige Kartenspieler. Die Erfinder wissen seit Jahrzehnten, wo bie Skatbrüder der Schuh drückt, und sie sind eifrig bemüht, allen Uebelftänben ab- zuhelfen Immer wieder hört man an Skattischen von einem erzählen, der sich „einmal totgemischt" haben soll. Vielleicht ist sein beklagenswertes Schicksal für bie Erfinber Anlaß gewesen, bem Problem bes selbsttätigen Mischens unb Austeilens ber Spielkarten ernstlich zu Leibe zu gehen. Immer roieber werden Misch- und Gebevorrichtungen der verschiedensten Konstruktion in der Patentrolle aufgeführt. Eine Spielvorrichtung zum Verteilen der Karten von einem Stapel aus, ein Kartengeber ohne besondere Mischvorrichtung und ein solcher mit drehbarem Kartenbehälter — bas sind nur einige von vielen. Die Erfinber wollen bas Kartenspiel zu einer wirklich erholsamen Tätigkeit machen. Deshalb richteten sie ihr Augenmerk auch auf bas lästige Berechnen unb Anschreiben ber so wichtigen Gewinn- und Verlustpunkte. Da gibt es eine Skatspielzähl- j unb -ameigevorrichtung, eine Anzeigevorrichtung für bie Spielvorgänge unb eine anbere, bie ben \ unb Anzeigen ber Stiche, Punkte unb Spiele. Mehr kann man wirklich nicht verlangen. Da brauchen die Spieler also an nichts weiter zu benken, als wie sie das gegnerische Spiel „rumreißen" können. Was aber mag der gute Mann aus ber Schweiz mit seinen Spielpartnern für Erfahrungen gemacht haben, der sich 1932 seine „undurchsichtigen" Spielkarten patentieren ließ? Man soll nichts Schlechtes denken — aber sicher hat er das gleiche erlebt wie ein anderer findiger Kopf, der vier Jahre später einen Sichtschützer für Kartenspiele erfand. Und schließlich: nicht nur die Frauen wissen ein Lied zu fingen von ausgedehnten und feucht-fröhlichen Skat- abenben. Manches Kartenspiel wurde untauglich zum weiteren Gebrauch, nachbem es eine „Biertaufe" über sich hatte ergehen lassen müssen. Auch baran hat ein Erfinber gebucht Er hat roafferf^te Spielkarten zum Patent angemelbet, benen gewiß auch bas stärkste Bier nichts wirb anhaben können. -ss. Der scheinbare Ernst ber licherweise in ben gefährlichsten Augenblicken in Tanz verflüchtigt ober burch heitere Episoben entlastet Die unmittelbarste Wirkung hatte ein spani- Zeitschriften — Die „Il 1 ustrirte Zeitung Leipzig" wibmet Richarb Wagner einen großen Teil ihres neuesten Heftes. Das Werben bes Wagner-National- Denkmals in Leipzig schildert Dr. Rudolf Klingemann. „Wagners Werk im Leipziger Bühnenbild" wirb von Jntenbant Dr. Hans Schüler geroürbigt. Die Zeitschrift gibt in ber vorliegenden Nummer u. a. bas Faksimile eines Briefes Richarb Wagners vom 4. Mai 1843 an ben Grünber bes Verlages I. I. Weber roieber, in bem Wagner bie Uedersen- bung eines noch ungebrucften Stücks seiner neuen Oper „Der fliegenbe Holländer" anzeigt. Aus bem übrigen Inhalt ber reichhaltigen Nummer seien noch ein Artikel über Ziel unb Aufgabe ber Portugiesischen Legion, ein Bilbbericht aus Hongkong' unb der Beitrag „Negerleben in Deutsch-Oftafrika" erwähnt. Von großer Aktualität ist ber Aufsatz „Oft- asienkonflikt", ber an Hanb zweier Karten bie militärische Lage in China Enbe Januar 1938 behau- beit. — Heber bie „Bedeutung' ber angeborenen Ksankheitsbereitschaften" berichtet bie Zeitschrift „M utter und Kind" (Verlag Staube KG., Osterwieck unb Berlin W 30) im Februarheft in ber Zweiten Folge ber Artikelserie. Aus ber Kinber- siube in gefunben unb kranken Tagen" Weitere Beiträge wie „Von allerlei Arten ber Winbelbefesti. vortrefflich zusammen, begann im rassigen Stil einer sübamerikanischen Carmen unb fanb auch bie weicheren, lyrischen Töne für bie Liebesszenen mit Juan Damigo, ber von Herrn Waltz tempera- geschmeibiger Einfüh- ber abenteuerlich-exotischen Atmosphäre inspiriert worben, in ber sich die Hanblung abspielt, sie be- bient sich gewisser Klangreize unb instrumentaler Figuren, die nicht ungeschickt auf bas süblich-farbige Bild abgestimmt scheint, das , Liselotte Er ler s phantasieooll-begabte Dekorationen hingezaubert haben, und ist übrigens durch rhythmische Prägnanz und einen bühnenmäßig wirksamen schroffen Tempowechsel ausgezeichnet. Herr Lindt hatte die Spielleitung; seine Aufführung war in einem großzügigen Rahmen angelegt und ausgestattet, bewegt und farbenreich, am lockersten und konzentriertesten zugleich im ersten Akt. Herr M a r k w a r d t dirigierte mit Schwung und angenehm spürbarem Kontakt mit dem Büh- nenoorgang, merklich aufgeregt von der auf lebhafte Kontraste gestimmten Linienführung der Partitur. Wesentlichen Anteil am Erfolg hatte die Ballettmeisterin Irmgard Zenner, die nickt nur persönlich ausgezeichnete Tanzeinlagen beisteuerte, sondern auch für das spielfreudige und disziplinierte Zusammenarbeiten ihrer kleinen Tanzgruppe alle Anerkennung verdient. Elfriede Grell in der Titelrolle: sie faßte die Grundzüge ber Partie, in denen sich die beiden Komponenten der Vertonung widerzuspiegeln scheinen. gung" „Der Rundrücken" „Sein unh Schein", ■ ... ........ „Das Waschen leicht gemacht" sind für Mü"er unb jeweiligen Stanb bes epielers angibt. Erfunben.Kinderpflegerinnen gleicherweise von Interesse wurde auch eine Einrichtung zum Zusammenrechnen I . Figur gespielt wurde Zwiebeln 9 bis 10, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 25 bis 40, Rhabarber 25, Kartoffeln,. kg 5 Pf., 5 kg 45 Pf., 50 kg 3,25 bis 3,75 Mart, Aepfel, % kg 10 bis 25 Pf., Birnen 15 bis 25 Pf., Hähne 1,10 bis 1,20 Mark, Suppenhühner 90 Pf. bis 1 Mark, Gänse 1,10 bis 1,20 Mark, Enten 1,20 Mart, Tauben, bas Stück 50 bis 60 Pf., Blumenkohl 45 bis 55, Salat 20 bis 30, Endivien 10 bis 25, Lauch 5 bis 8, Sellerie 10 bis 35, Rettich 5 bis 10 Pf. Morgen Erbsen mit Speck aus den Feldküchen unserer Soldaten! Am morgigen Eintopf-Sonntag liefern im Dienste des W i n t e r h i l f s w e r k s die Feldküchen unserer Soldaten das Mittagessen für die Gießener Volksgenossen. Rund 9000 Portionen Erbse n m i t S p e ck werdengetocht. Jede Portion kostet 50 Pfennig. Mehr als 20 Feldküchen werden das Essen in die verschiedenen Stadtteile bringen. Die Hausfrauen können dort die gewünschte Anzahl Portionen empfangen. Wer kein Gefäß mitbringt, kann für jede Portion ein Eßgefäß aus Hartvavier zum Preise von 5 Pf. von der Feldküche erhalten. Wer nicht zu Hause essen will, kann an einem G e - meinschaftsessen in Sälen teilnehmen, dort sind auch Eßgefäße aus Hartpapier zum Preise von 5 Pf. erhältlich, jeder muh aber seinen Löffel selbst mitbringen. Don 11 Uhr ab stehen die Feldküchen überall zur Essenausgabe bereit. Unsere Hausfrauen seien hier noch einmal auf die nachstehend genannten Standplätze der Feldküchen und auf die Säle für das Gemeinschaftsessen hingewiesen: Universität lLudwigstraße) Seltersweg Torhäuschen (Kettenplatz) Frankfurter Straße/Ecke Wetzlarer Weg Marktplatz Lindenplatz Kreuzplatz Marktstraße/Ecke Neustadt Hotel Schütz Prooinzial-Pflegeanstalt (Altersheim) Moltkestraße/Ecke Kaiserallee Ludwigsplatz Liebigstraße/Ecke Ebelstraße Frankfurter Straße/Ecke Hillebrandstraße Walltorstraße/Ecke Asterweg Steinstraße/Ecke Ederstraße Am Oswaldsgarten Stadtpost Bahnübergang Gnauthstraße/Schiffenberger Weg Marburger Straße/Ecke Schwarzlachweg Ludwigstraße vor Einmündung Alicenstraße (Bahnunterführung) Bahnhofsplatz. Räume für das „Sa al ess en": 1. Gasthaus „Zur Stadt Lich". 2. Cafä Leib. 3. Studentenheim. 4. Hotel Schütz. 5. Zeughauskaserne. , ** Anmeldung der Schüler und Schülerinnen. Der Kreis- und Stadtschulrat gibt heute die Tage für die Anmeldung der Abc-Schützen bekannt. Die Termine sind von den Eltern sorgsam zu beachten Ferner machen die Direktionen unterer höheren Schulen heute ebenfalls auf die Anmeldung der Schüler und Schülerinnen für ihre Anstalten aufmerksam. Diese Bekanntmachung sei der Aufmerksamkeit der Eltern gleichfalls dringend empfohlen. Wer kann Angaben über die Schaufenster-Einbrecher machen? Frankfurt a. M., 11. Febr. (Lpd.) Die Schau- fenstereinbrecher, die verschiedene Geschäfte in der Frankfurter Innenstadt nachts heimgesucht haben, führen ein Me r c e o e s - B en z - Ca o r i o- l e t mit der Nr. I S 39898. Das Auto war in Mannheim am 4. Februar gestohlen worden. Nach den Einbrüchen in Frankfurt fuhren die Diebe nach Wiesbaden und stellten dprt das Auto ab. Nach den bisherigen Feststellungen müssen die Täter in der Nacht zu Samstag vergangener Woche auf dem Weg von Mannheim über Frankfurt nach Wiesbaden irgendwo getankt haben. Wer kann Angaben über die Täter machen? Wo haben die Diebe Benzin (Aral) getankt? Oie Mädchen aus der Burgflraße. Roman von Hilde JR. Lest. 15. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) 11. Es geschah am Vormittag des folgenden Tages, daß Herr Gunter Macher von der geöffneten Flurtür feiner „Maschinenfabrik" zurückprallte und mit aufgerissenen Augen die Besucherin anstarrte, die sich energisch durch den Türspalt schob. Diese Dame trug ein mächtig rauschendes Taffetkleid, auf dem Kopf thronte ein Hütchen, von dem ein toter Vogel melancholisch seine Schwingen hängen ließ. „Bin ich hier enolich recht bei Macher? -fragte sie in einem so energischen Ton, daß Macher die Frage bejaht hätte, auch wenn er keinesfalls Macher gewesen wäre. „Gott sei Dank!" sagte die Dame anklagend, „dann kann ich vielleicht auch Fräulein Lisbeth Lenz sprechen." „Fräulein Lenz", erwiderte Macher verschüchtert, „ist leider nicht da." „Wieso?" donnerte die Besucherin. „Sie ist — ich glaube — soviel ich weiß — eine Familienangelegenheit hält sie heute ab. Morgen wird sie aber ganz gewiß wieder da sein." „Morgen!" schalt die Dame, „morgen!! Glauben Sie, ich kann es alle Tage riskieren, mir in diesem Palast die Knochen zu zerbrechen?!" Sie war bereits in den Korridor vorausgeeilt, stieß nun die Tür zum Büro auf und rannte mit Frau Macher zusammen. Die Dame hob chr Lorgnon. „Sie sind Frau Macher?" „Ich bin’s", sagte Frau Macher gelassen, „aber wer sind Sie?" „Frau Justizrat Mansfeld!" sagte die Dame. „Dann sind Sie wohl die Mutter von dem jungen Assessor Mansfeld?" fragte Frau Macher „Allerdings. Von Herrn Studienassessor Dr. Mansfeld." „Meinetwegen", brummte Frau Hedwig, „aber was verschafft uns die Ehre Ihres Besuchs?" „Die Dame wollte Lisbeth sprechen", wagte Herr Macher zu sagen. „Nicht doch, ich kann mein Anliegen auch Ihnen vortragen." „Ein Anliegen —", sagte Frau Macher zweifelnd, „es gehört Mut dazu, Frau Mansfeld, Ler- Helfer der leidenden Menschheit. Dorträge in Gießen über das Schaffen der «.Behringwerke- in Marburg. Die vierte Sitzung der Veterinärmedizinischen Abteilung der Oberhessischen Gesellschaft für Natur- und Heilkunde am Mittwoch stand im Zeichen der „Behringwerke" in Marburg. Dr. Albert D e rn n i tz, der Betriebsleiter der Behringwerke, sprach zunächst über „Jmmunisie- rungsversuche mit auf Galle-Nährböden gezüchteten Abortus-Bang-Kulturen". Die Bangbakterieninfek- Hon ober „Brucellose" der Rinder ist eine derjenigen Tierseuchen, die der Landwirtschaft die nn Schäden zufügen. Für das Deutsche Reich r durch sie heroorgerufene Schaden allein auf etwa 250 Millionen Mark jährlich veranschlagt. Man bekämpfte die auch „ansteckendes Verkalben" benannte Seuche früher durch Impfungen mit lebenden Bakterien, mußte das Verfahren aber ver- lassen, nachdem bekannt wurde, daß die Bakterien mit der Milch ausgeschieden werden und menschliche Erkrankungen herbeiführen können. Heute sucht man der Seuche Herr zu werden, indem man die ange- steckten Tiere durch Blutuntersuchungen ermittelt und ausmerzt. Die Wissenschaft ist weiterhin um ein unschädliches Jmpfoerfahren bemüht. In den Laboratorien der Behringwerke versucht man dem Bakterium durch die fortgesetzte Weiterzüchtung auf Nährböden aus Rindergalle seine Gefährlichkeit unter Gleichzeitiger Erhaltung seiner Wirksamkeit als mpfstosf zu nehmen. Die zu einigen Hoffnungen berechHgenden Versuche sind jedoch noch nicht abgeschlossen. Im zweiten Vortrag schilderte Dr. Oskar Heh (Marburg) „Die Behringwerke, ihre Entwicklung und Bedeutung für die Veterinärmedizin". Die Behringwerke sind die persönliche Schöpfung Emil von B eh r i n g s , des Entdeckers des ersten Heilserums, mit dem Weihnachten 1891 das erste Kind dem Diphtherietode entrissen wurde. Aus bescheidenen Anfängen in Höchst (1892) und später (1896) in Marburg wurde im Laufe der Zeit das in aller Welt berühmte „Behringwerk", das zahlreiche Filialbetriebe im Auslande unterhält. Alle Seren und Impfstoffe der Human- und Veterinärmedizin werden dort hergestellt, von denen außer dem DiMherieferum nur das Starrkrampfserum erwähnt sei, das im Weltkrieg Hunderttausenden von Verwundeten das Leben gerettet hat. Zum Schluß vermittelte ein großer und auf- naymetechnisch sehr schöner Film über „Die Herstellung des Diphtheneserums" einen Einblick in die großzügige und in jeder Hinsicht vorbildliche bau- liche und technische Anlage der Bebringwerke. Nicht zuletzt war der Film ein Lobgesang auf die zu Hunderten dort auf sastigen Weiden und in guten Ställen lebenden edelblutigen Wohltäter der Menschheit und Tierwelt — die Pferde. Aus den Gießener Gerichtssälen. Große Strafkammer Gießen. Der W. L. war im April vorigen Jahres wegen Betrugs und Untreue zu sieben Monaten Gefängnis und 100 Mark Geldstrafe verurteilt worden, während seine damals Mitangeklagte Ehefrau auf Grund der Amnestte vom August 1934 außer Strafverfolgung gesetzt wurde. Gegen dieses Urteil richtete sich die Berufung des Angeklagten, die nunmehr vor der Großen Strafkammer verhandelt wurde. ^Der Angeklagte ist Inhaber eines Geschäfts. Im Zuge der allgemeinen Wirtschaftskrise geriet er 1930/31 in Zahlungsschwierigkeiten. Es kam soweit, daß er zum Offenbarungseid geladen werden mußte. In dieser Zeit gelang es dem Angeklagten, mit einer Lieferfirma in Frankfurt ins Geschäft zu kommen. Bevor diese ihn jedoch belieferte, zog sie Erkundigungen ein, die dazu führten, daß die Lieferung zunächst unterblieb. Im Anschluß daran entwickelte sich ein Schriftverkehr, bei dem die Frau des Angeklagten, die als Geschäftsführerin in dem Betrieb des Angeklagten tätig mar, mit Wissen und Willen des Angeklagten versicherte,, daß sie noch niemals in finanzielle Schwierigkeiten geraten seien, noch jemals mit dem Gericht etwas zu tun gehabt hätten. Daraufhin kam es schließlich doch zur Lieferung im Wert von etwa 600 Mark, die der Angeklagte nicht bezahlen konnte. Der Posten ist erst vor ganz kurzer Zeit durch lange Ratenzahlungen und Naturallieferungen getilgt worden. Eine weitere Firma, der die schlechte Lage des Angeklagten bekannt war, vereinbarte mit diesem, um sich in stärkerem Maße zu sichern, folgendes: Sämtliche Lieferungen erfolgten unter Eigentumsvorbehalt mit der Maßgabe, daß die durch den Weiterverkauf entstandenen Forderungen sowie die Bareingänge unmittelbar in das Eigentum der Lieferfirma fielen und der Anaeklagte lediglich feine Verdienstspanne einbehalten Durfte. Diese Abmachung wurde von dem Angeklagten nicht eingehalten, sondern er verwandte die Einnahmen restlos für sich bzw. für seinen Betrieb. Hierdurch entstand der Firma ein Schaden von über 7000 Mark. Der Angeklagte be» hauptete, bezüglich des ersten Falles nicht in betrügerischer Absicht gehandelt zu haben, und stellte auch den zweiten Fall so dar, daß er die Geschäfts- bebtngungen der Lieferfirma nur flüchtig gelesen habe und über deren Inhalt sich nicht im klaren gewesen sei. Er versuchte sich als einen in geschäftlichen Dingen unerfahrenen Menschen hinzustellen, dem lediglich die Verhältnisse etwas über den Kopf gewachsen seien. Dem stand jedoch die Tatsache aegenüber, daß der Angeklagte innerhalb von zwei Jahren drei- oder viermal die Firma wechselte und sich auch sonst als durchaus versierter Geschäftsmann zeigte. Die Kammer kam daher zur Bejahung der Schuldfrage und hielt auch mit Rücksicht auf die Höhe des Betrages die Anwendung der Amnestie vom August 1934, unter die alle Straftaten, die bis zu sechs Monaten Gefängnis bestraft werden, fallen, nicht für angebracht. Das Gericht kam daher zur Verwerfung der Berufung, so daß die Gefängnisstrafe von sieben Monaten bestehen bleibt. Amtsgericht Gießen. Der I. W. aus Gießen hatte wegen fahrlässiger Körperverletzung und Uebertrehmg der Reichsstraßenverkehrsordnung einen Strafbefehl über 40 Reichsmark erhalten. Auf feinen Einspruch hatte sich das Amtsgericht gestern mit der Angelegenheit zu befassen. Der Angeklagte fuhr im Oktober v. I. um 4 Uhr morgens mit seinem Taxiauto nach der Volkshalle, um dort Fahrgäste abzuholen. Beim Anfahren an den Haupteingang befand sich dort eine ?rößere Menschengruppe, aus welcher der Ange- tagte, als er sich gerade anschickte, anzuhalten, einen erfaßte, ohne daß es zum Glück zu nennenswerten Verletzungen führte. Zur Begründung seines Einspruchs trug Der Angeklagte vor, er sei Derartig langsam gefahren, daß der Verletzte ihm nur durch eigene Schuld in den Wagen gelaufen sei. Es habe an dem Eingang starker Verkehr geherrscht, so daß er seine ganze Aufmerksamkeit hierauf habe richten müffen. Nach Ansicht des Gerichtes ließ es der Angeklagte aber an der nötigen Aufmerksamkeit fehlen, da er sonst den Verletzten unter allen Umftän» den hätte wahrnehmen müssen. Mit Rücksicht" darauf, daß leicht schwere Folgen hätten entstehen können, erhöhte das Gericht die Strafe aus 50 Reichsmark. Sodann hatte sich der F. R. aus Merseburg wegen Bettelns zu verantworten. Der Angeklagte, bei dem es sich um einen 78 Jahre alten, mit allen Schlichen vertrauten Tippelbruder handelt, der auch schon eine recht ansehnliche Vorstrafenliste aufroeift, hatte im Januar d. I. in Lich gebettelt. Dabei war er von der Polizei aufgegriffen und inhaftiert worden. Der Angeklagte war in vollem Umfange geständig. Das Urteil lautete auf drei Wochen Haft, von denen zwei durch die Untersuchungs- zeihung, Frau Justizrat Mansfeld, zu glauben, daß wir irgend jemandes Wünsche erfüllen könnten..." „Warten Sie!" gebot die Justizrätin. „Sie werden es können! Wollen Sie mir vorher einige eilige Fragen beantworten?" Frau Hedwig wischte seufzend den einzigen Stuhl mit ihrer Schürze ab und bot ihn der energischen Dame an. Die Justizrätin begann das Verhör. Ob Herr Macher wirklich einen Dampfkessel erfunden habe? Ob das auch ein guter Dampfkessel sei? Wenn ja, weshalb fahre nicht alle Welt schon mit solchen Dampfkesseln? Frau Hedwig sagte ihr Sprüchlein. Also, meinte die Justizrätin sichtlich erleichtert, sei das Ganze lediglich eine Geldfrage. Ja, das fei wenigstens die Meinung aller Beteiligten. Aber darüber könnte im einzelnen Fräulein Lisbeth die beste Auskunft geben. „Unsinn!" donnerte die Justizrätin, „hat etwa Fräulein Lisbeth den Dampfkessel erfunden?" Das habe sie allerdings nicht. „Also! Wieviel Geld ist vonnöten?" Herr Macher wußte nicht, ob er träume oder wache, er trat einen Schritt vor und tat den Mund auf. „Es müßte vielleicht mit ..." begann er. Aber Frau Hedwig scheuchte ihn mit einem Blick in seine Ecke. „So alles in allem würde man mit 20 000 Mark auskommen." Herrn Macher standen, als er diese Summe hörte, die Haare zu Berge. Die Justizrätin hob ihr Lorgnon und fixierte erst Frau Macher, dann ihren Ehegemahl. lieber bei- den lastete eine ungeheure Spannung. Jetzt mußte es sich entscheiden, ob diese Dame verrückt war ober — Die Justizrätin erhob sich. „Es ist gut", sagte sie, „Sie werden das Geld erhalten." Damit rauschte sie zur Tür. Herr Macher nahte ihr mit einem flehenden Augenaufschlag. „Verzeihung, gnädige Frau, wenn ich vielleicht bitten dürfte, wieso und weshalb?" Die Justizrätin schüttelte mißbilligend das Haupt, der tote Vogel darauf schien mit den Flügeln $u flattern — nein, diese Neugierde! schien ihr Blick zu sagen. Aber sie entschloß sich zu einer Auskunft. „Es handelt sich um Fräulein Lisbeth Lenz", sagte sie feierlich, „aus gegebenem Anlaß erscheint es mir ratsam, der jungen Dame eine Freude zu bereiten, ihr behilflich zu (ein. Sie verstehen?" „Selbstverständlich, gnädige Frau", beeilte sich Frau Macher zu sagen, obwohl sie nicht das geringste verstand Vor der Flurtür drehte sich die Iustizrätin noch einmal um. „Noch eines", sagte sie, „zur Verwaltung des von mir gegebenen Geschäftsanteils bestimme ich meinen Sohn, den Herrn Assessor Dr. Mansfeld. Sie hören alles weitere von ihm." Die Machers fielen sich stumm in die Arme. „Ich habe mir bisher", sagte Frau Hedwig, „die guten Feen anders vorgestellt. Aber der Mensch lernt nie aus." „Hedwig!" man sah es Herrn Macher deutlich an, wie er sein Hirn zermarterte, .»erkläre mir um Himmels willen eipes: wieso und weshalb?" Hedwig sah ihn überlegen lächelnd an. „Mann!" sagte sie, „wann wirst du lernen, die Menschen zu begreifen? Mir ist alles klar geworden. Unseret- roegen ist sie nicht gekommen. Sie sagt Lisbeths wegen. Wer soll hier also mit Lisbeth zusammen arbeiten? Ihr Sohn, der Assessor! Begreifst du immer noch nichts?" Der kleine Mann schüttelte den Kopf. „Gestern Stelling, heute der Assessor, obwohl dieser doch wiederum mit Carla ... ich komme zu feinem Ende. Weißt du, Hedwig, wenn es mit dem Dampfkessel doch nichts wird, können wir auf jeden Fall noch ein Heiratsbüro aufmachen..." * „Carla!" Mutter Lenz schloß ihre Tochter in die Arme, und Tränen des Glücks rollten über ihre Wangen. „Was hab' ich mich um dich gesorgt! Laß dich an-- sehen! Wie gut du aussiehst! Wie schön du bist!" „Ader Muttchen", schalt Carola, „sei doch nicht so überschwenglich! Mas sollen denn die Leute denken?" „Es ist ja keiner, da. Nur Lisbeth und Ursel und — allerdings — unser Assessor." „Sieh an, der 'Assessor!" Carla trat ins Wohnzimmer. Ursel flog ihr an den Hals, Lisbeth streckte ihr beide Hänoe entgegen. „Nun — und Sie, Doktorchen? Sehen ja prächtig aus, haben Ihnen anscheinend wohlgetan, d.e Ferien von mir?" Sie lachte und reichte ihm die Hand. Er sah sie verlegen an und stotterte eine Begrüßung. War dieses strahlend schöne, von Luft und Sonne gebräunte frische Mädchen seine Carla, die immer etwas blasse und^durchsichtige Studentin? „Sie haben sich wunderbar erholt!" sagte er. „Hoffentlich doch zu meinem Vorteil?" „3a!" rief Ursel dazwischen, „und dabei warst du nur zwei Wochen weg, wir dachten, du wolltest drei Wochen bleiben." Ueber Carlas Gesicht flog ein Schatten. Sie sagte nichts. „Weshalb kamst du mit der Bahn?" wollte Ursel weiter wissest, „ift dem Auto etwas zugeftoßen?" haft als verbüßt gelten. Gleichzeittg wurde feine Unterbringung im Arbeitshaus angeordnet. Weiterhin wurde der Einspruch des W. K. aus Odenhausen gegen einen Strafbefehl über 80 RM. wegen fahrlässiger Körperverletzung, und Uebertretung der Reichsstrahenverkehrsordnung verhandelt. Der Angeklagte kam im September v. I. mit seinem Lastkraftwagen aus einem Lager an der Kläranlage und wollte nach links einbiegen. Im gleichen Augenblick kam von der entgegengesetzten Seite ein Motorradfahrer. Dieser prallte auf feinen linken Kotflügel und erlitt teilweise erhebliche Der- Dem Auge das Beste! Lassen Sie sich beraten von Opi iker Magnus dem Optiker Ihres Vertrauens / Seltersweg 33 ' Kassen'ieferant lehungen. Die Schuld des Angeklagten wurde darin erblickt, daß er den in der Reichsstraßenverkehrs- vrdnung vorgeschriebenen Rechtsbogen nicht ausfuhr, sondern die Kurve schnitt. Hiergegen wendete der Angeklagte ein, daß er mit Rücksicht auf die engen örtlichen Verhältnisse die Kurve habe schneiden müssen. Es erwies sich zwar als richtig, daß an der Unfallstelle durch einen Bretterzaun die Verhältnisse etwas beengt sind und ein großer Rechtsbogen nicht zu fahren ist. Ttotzdem oertrat das Gericht die Auffassung, daß der Angeklagte auch unter den gegebenen Verhältnissen etwas vorsichtiger und vor allen Dingen langsamer hätte fahren müssen. Immerhin ließ es den von dem Angeklagten em- gewandten Gesichtspunkt als gewissen Milderungs- gründ gelten und ermäßigte die Strafe auf 60 Reichsmark. Milchpantschereimit Gefängnis bestraft. LPD. Wetzlar, 11. Febr. Da sich in der hiesigen Gegend in letzter Zeit die Fälle mehrten, in denen Milchpantschereien ermittelt wurden, ohne daß Geldstrafen deswegen den gewünschten abschreckenden Erfolg hatten, fällte der Strafrichter beim Amtsgericht Wetzlar nunmehr wegen einer solchen Verfehlung eine Gefängnisstrafe von zwei Wochen. Angeklagt war ein in den 60er Jahren stehender Landwirt aus dem Kreisort Hohensolms, dessen Einreden von dem chemischen Sachverständigen einwandfrei widerlegt wurden. Die abgelieferte Milch, die beanstandet wunde, enthielt 15 v. H. Wasser. Dier Eide gegen drei Eide. Ein unauffiärbarer Verkehrsunfall. LPD. Wetzlar, 11. Febr. Im August ereignete sich in dem Kreisort Rodheim an der Bieder ein Verkehrsunfall, der glücklicherweise glimpflich verlief und nur wegen seines gerichtlichen Nachspiels eigentlich von Öffentlichem Interesse ist. In der Hauptverhandlung vor dem Strafrichter beim Amtsgericht Wetzlar stellte sich nämlich wieder einmal heraus, wie verschieden die Wahrnehmungen von Zeugen sein können, ohne daß ihre Wahrheitsliebe angezweifelt werden kann. Vier Insassen eines Omnibusses, dessen Lenker gegen einen Strafbefehl Einspruch erhoben hatte, beschworen, ihr Fahrzeug habe einen Personenwagen überholt, dessen Hupensignale den Omnibus- lenker später veranlaßt hätten, scharf nach rechts zu steuern, wo der Personenwagen noch oorlri- gewollt habe. Dabei wurde er an den Bordst.'N gedrückt. Abgesehen von dem Lenker des Personen- wagens, der unvereidigt blieb, beschworen drei andere Zeugen, sie hätten gesehen, daß der Omnibus überholen wollte und habet den Personenwagen zur Seite gedrückt habe. Auf Antrag des Anklagevertreters sprach das Gericht den Angeklagten frei, weil ihm bei der Sachlage — vier Eide pegen drei Eide — eine Schuld nicht nachzuweisen sei. Der Fall gehöre zu den unaufklärbaren. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 dis 17 Uhr. Samstagnactz« mittag geschlossen Carla hatte sich in einen Sessel geworfen. „Dem Auto nichts", fagt/ sie, „das war schon vor mir in Berlin." „Kind, du sprichst in Rätseln!" „Fragt mich nicht mehr", sagte Carla mit einer wegwerfenden Handbewegung, „ihr wißt ja nicht, wie schrecklich dumm die Männer sind!" „Und dabei war doch einer davon ein richtiger Professor", bemerkte Ursel. Carla winkte ab. „Der hat Mir sogar einen Heiratsantrag gemacht." „Na — und?" „Ursel!" schalt die Mutter, „fei doch nicht so naseweis!" „Laß sie doch", .sagte Carla, „sie kann nicht früh genug wissen, daß es nicht allein auf den Willen der Herren der Schöpfung ankommt. Tröste dich, Ursel, ich habe ihn abblitzen lassen." Eine Weile herrschte Schweigen. Der Assessor empfahl sich. Niemand hatte den Blick gesehen, mit dem Mutter Lenz ihn darum gebeten hatte. „Er gehört wohl schon zur Familie?" fragte Carla spöttisch. „9a", sagte die Mutter, „es ergab sich so. Er ist von zu Hause weggezogen, wohnt jetzt nebenan im „König von Spanien , ist viel bei uns, es ergab sich so .. Carla sah forschend auf Lisbeth, dann auf Ursel, beide hielten ihren Blicken stand. „Lisbeth", fragte die Mutter, „mußt du heute nicht zu Machers gehen?" ,Lch begleite dich!" .sagte Ursel eilfertig. Carla blieb mit der Mutter allein. Die kleine Frau glättete hier ein Deckchen, zupfte dort an einer Gardine, holte einen Staublappen und wischte zwischen ihren Nippesfiguren herum. Carla sah ihr eine Zeitlang zu und sagte schließlich: „Du verbirgst mir etwas, Muttchen, sag's doch ruhig heraus, ich ertrage es schon. Mit wem hat er sich denn verlobt, der Assessor?" „Mit keiner, noch mit keiner." Carla sah, wie sich die Mutter quälte. „Du verbirgst mir etwas, Muttchen, haft du etwa Angst vor deiner Tochter?" „Ein wenig schon..." Ja, sie hatte ein wenig Angst vor dieser Tochter, die so kalt und unnahbar, so abweisend, so damenhaft geworden war, die einen Hauch von fremder Welt mit sich brachte, als wäre sie nicht zwei Wochen, sondern eine lange Zeit von ihr getrennt gewesen. (Fortsetzung folgt) ♦ OPEL 11938 -♦ Kadett (1,1 Ltr. 4 Zylinder) Limousine, 2türlg ...... RM. 1795.— a. W. Spezial-Limousine.....RM. 2100.-a. W. Kabriolett-Limousine . . . RM. 2150.— a. W. kurzfristig- lieferbar Olympia (1,5 Ltr. 4 Zylinder) Limousine, 2türig.%.....RM. 2675.- a. W. Limousine, 4türig *.....RM. 2950.— a. W. Kabriolett-Limousine . . . RM. 2750.- a. W. kurzfristig lieferbar Super6(2,5 Ltr. 6Zylinder) Limousine, 2türig .....RM. 3350.-a. W. Limousine, 4türig .....RM. 3850.- a. W. Kabriolett...........RM. 4200.- a. W. sofort lieferbar Lieberzeugen Sie sich durch unverbindliche Probefahrten von den Überragenden Leistungen unserer neuen Modelle ge4A Frankf. straße 52/56 Motorwagen -VerkaufsgeselIschaft m. b. H., Gießen Telephon 2847-48 Aus her engeren Heimat. Gießener Stadttheater in Alsfeld. A Alsfeld, 10. Febr. Am Mittwoch gastierte das Stadttheater Gießen im Rahmen des Winterprogramms der Kulturgerneinscbaft der NSG. „Kraft durch Freude" mit der Puccim-Oper „Die Boheme" bei uns. Auch diese Vorstellung war wieder ein voller Erfola. Das verstärkte Orchester brachte in hervorragender Weise die glanzvolle Musik Puccims au Gehör. Die gesanglichen und schauspielerischen Leistungen der Gießener Künstler verdienen uneingeschränktes Lob. Der lebhafte Beifall des bis auf den letzten Platz besetzten Hauses war verdient. Einbruch in Grünkerg. + Grünberg, 11. Febr. In der Nacht zum Freitag wurde hier in dem Kolonial- und Eisenwarengeschäft Schmierer in der Neustadt ein Einbruch verübt. Der Dieb nahm von einem Winkel her seinen Eingang und hat verschiedene Fensterscheiben eingedrückt lnw. herausgeschnitten. Er hatte es auf Geld abgesehen, das beweisen die Spuren am Geldschrank, die auf gewalt- sarnes Oeffnen hindeuten. Da er damit aber keinen Erfolg hatte, begnügte er sich mit der im Laden stehenden Kasse, bei der ihm freilich nur eine kleine Beute — 7 Mark Silbergeld und etwas Kleingeld — in die Hände fiel. Sonstige Gegenstände im Laden entwendete er nicht, nur in der Küche ließ er eine Taschenlampe mitgehen und leerte einen Topf voll Milch. Die Bewohner des Hauses merkten nichts vom Einbruch, trotzdem sich der Dieb unter ihrem Schlafzimmer betätigte. Der- dacht besteht auf einen auswärtigen jungen Mann, der am Tage vorher dem Besitzer einen Besuch abstattete und sich außer dem Laden noch weitere Räume zeigen ließ. Vor knapp sieben Jahren war im gleichen Geschäft auch ein Einbruch verübt worden. 75 Lahre Gesangverein »Teutonia" Aerbeck. * Nordeck, 12. Febr. Am 29. und 30. Mai feiert der Gesangverein „Teutonia" in Nordeck sein 75jähriges Stiftungsfest, verbunden mit dem Wertungssingen des Ohm-Lum datal-Sängerkrelfes im Gau 12 (Hessen). Die Vorarbeiten sind in vollem Gange. Dieses Fest dürfte dem vor zehn Jahren gefeierten nicht nachstehen. Der Verein und die gesamte Einwohnerschaft von Nordeck sind bestrebt, das Jubelfest zu einem echten deutschen Volksfest zu gestalten. Deshalb ergeht schon heute die Einladung an alle Sänger und Sangesfreunde. Gemeinderat in Schotten. <5 Schotten, 11. Febr. In seiner gestrigen Sitzung stimmte der Gemeinderat u. a. folgendem zu: Infolge des kürzlichen Hochwassers wurde die Nidda brücke gegenüber dem Bah ritz o f eingerissen, die neu aufgebaut werden muß. Das Kulturbauamt ist mit der Ueberwachung der Arbeiten beauftragt. — Der Prämiierungs- Pfing st markt wird in der althergebrachten Form abgehalten werden, eine Tierschau und eine Verlosung wird damit verbunden. Die Juxplätze für das dabei stattfindende Volksfest sind vergeben worden. — Mit lebhaftem Bedauern nimmt der Gemeinderat davon Kenntnis, daß unsere bewährte und beliebte Stadtschwester Katharina Hainz aus gesundheitlichen Gründen in Kürze aus dem Dienst der Stadt ausscheiden wird. Für die lang- jähriae, überaus treue, unverdrossene Arbeit im Dienste der Nächstenliebe sprachen ihr die Stadtverwaltung und Der Gemeinderat namens der ganzen Bürgerschaft aufrichtigsten Dank aus und wünschten ihr einen schönen Lebensabend. — Die Siedlungsfrage wird näher besprochen. Vier Siedlungen sind bereits errichtet (Georg Repp, Karl Hoffmann, Hermann Hirth, Wilhelm Hirth). Weiter haben sich zehn Siedler gemeldet, deren Bauvorhaben soweit gesichert ist und die auch das erforderliche Teil Eigenkapital nachweisen können. In Der- bindung mit der Gewobag (Gemeinnützige Woh- nungsbuugesellschaft) wird die Siedlung baldmöglichst in Angriff genommen werden. Es gibt verschiedene Bautypen: 1. Typ Baukosten etwa 5550 Mark, 2. Typ Baukosten etwa 7200 Mark, 3. Typ Baukosten von 9000 Mark. Die Stadt greift durch Anlage der Kanalisation, Wasserleitung, Straßen- Herstellung, Leistung eines Zuschusses helfend ein. Eine Besichtigung des Siedlungsgeländes und Verhandlung mit den betreffenden Grundstücksbesitzern roiro in Kürze stattfinden. — Zwecks Verbesse - r u n g des Wasserdrucks in der Karl-Weber- Straße, besonders für Brandfälle, wird ein kleines Stück Ringleitung Ende der Karl-Weber-Straße nach her Alte-Straße zu aelegt. — Eine Reihe sonstiger Gemeindeangelegenheiten wurde noch besprochen und dann die Sitzung mit dem Sieg-Heil auf den Führer geschlossen. Landkreis Gießen 6 Steinbach, 12. Febr. Am Sonntag, 13. Februar kann Philipp Haas V. seinen 80. G e - burtstag feiern. Der alte Herr erfreut sich einer für fein Alter guten Gesundheit und lebt mit seiner Ehefrau Anna Katharina, ged. Krämer, bei feinem Sohne Philipp Haas II. — Am 15. Februar kann der frühere Gemeinderechner und staatliche Unternehmer Jakob Nicolaus I. feinen 81. G e- b u r 16 t a g feiern. Vor acht Jahren starb ihm feine Gattin, und er lebt, da er kinderlos ist, im Hause seiner Verwandten, des jetzigen Gemeinde- rechners Karl Horn III., in erträglicher Gesundheit. * Ruttershausen, 8. Febr. In ihrem Ber- einslokal hielt die hiesige Kriegerkamerad- schäft einen Familienabend ab. Kameradschaftsführer W. G ö be l'begrüßte die Kameraden, ins- besondere den Kreisverbandsführex Dr. Monnard (Gießen) und gedachte sodann der Gefallenen des Weltkrieges. Im Verlaufe des Abends erzählte Kamerad Otto Schreiner aus der Zeit feiner dreijährigen russischen Gefangenschaft und fand auf- merksame Zuhörer. Unterhaltsame weitere Vorträge, gemeinsam gesungene Soldaten- und Volkslieder verschönten die Stunden des Abends. £ Grüningen, 12. Febr. Der Gesang- verein der Adam Jsheimschen Stiftung feiert morgen, Sonntag, in der Sing- und Turnhalle das Fest feines 7 5jährigen B e - st e h e n s. Die Jubelfeier wird in würdigem Rahmen gefeiert. Ein Theaterstück, das die Entstehung der Stiftung und den Werdegang des Vereins schildert, gelangt zur Aufführung. Gleichzeitig findet eine Ehrung der verdienten langjährigen Mitglieder der Stiftung statt. Holzheim, 8. Febr. Der hiesige Turnverein hielt bei Mitglied Sarnes einen Familienabend ab. Dereinssührer E. Zeiß begrüßte die Mitglieder. Im Verlaufe des Abends trugen musikalische Darbietungen und gemeinsam gesungene Lieder zur Unterhaltung bei. Dietmar! Sarnes hielt einen Vortrag. Er forderte vor allem auf, sich noch mehr als bisher am Turnen und an den Spielen zu beteiligen. Mit Tanz und Verlosung sand der Abend seinen Abschluß. oo Eberstadt, 9. Febr. Der Spar- und Darlehenskassenverein hielt im Gasthaus „Zum Schwanen" seine Jahreshauptversammlung unter Leitung des Vorsitzenden Karl Görlach I. ab. Rechner Karl Rühl erstattete Geschäftsbericht und Bilanz.' Die Bilanz wies einen Ueberscyuß aus. Auf Vorschlag des Vorstandes wurde der Reingewinn dem Reservefonds zugeschrieben. Die Einlagen hatten sich im vergangenen Geschäftsjahr um l/id vermehrt. Die Zahl Der Mitglieder ist um fünf zurückgegangen. Der satzungsgemäß ausscheidende Vorstand wurde wiedergewählt, für den Vorsitzenden des Aufsichtsrates Ko ch wurde Philipp Relisch m i d t II. in dieses Amt eingesetzt. Rechner Rühl ermahnte zum Schluß die Mitglieder, von dem neueingerichteten Scheckverkehr rege Gebrauch zu machen. * Grünberg, 12. Febr. Der Leiter der hiesigen Oberschule für Jungen gibt heute die Tage für die Anmeldung und Aufnahme der Schüler und Schülerinnen bekannt. Die Eltern mögen die Bekanntmachung beachten. + Grünberg, 11. Febr. Aus der Hauptversammlung der Milchabsatzgenossenschaft ist zu berichten, daß von den 91 Mitgliedern im Jahre 1937 543 258 Liter Milch gegenüber 491 827 Liter in 1936 angeliefert wurden. Die Mehrlieferung ist wohl eine Folge der eingeschränkten Butter- erzeugung der Genossen, denn ihr Butterbezug von der Molkerei erhöhte sich von 1702 Kilogramm in 1936 auf 2266,75 Kilogramm in 1937. An Frischmilch wurden in Grünberg bei der Milchausgabestelle 189 256 Liter ausgegeben, während an die Molkerei in Weickartshain»353 309 Liter geliefert wurden. Die Einnahme für abgesetzte Milch betrug 83 392,50 Mark, die Auszahlung an die Genossen für angelieferte Milch betrug 77 978,49 Mark. ftrtit Alsfeld. I Alsfeld, 10. Febr. Die drei Lehrgänge des Reichsmütterdienstes im Deutschen Frauenwert, die gleichzeitig stattfanden, veranstalteten im ehemaligen Kasinosaale ihre gemein- iame Schlußfeier. An der Feier nahmen neben den kursusteilnehmerinnen die Politischen Leiter, Vertreter der Behörden, die Leiterinnen der NS.- Frauenschaft und des deutschen Frauenwerks teil. Kreisleiter Zürtz (Lauterbach) sprach über die Aufgaben der deutschen Frau, die unsterbliche deutsche Seele zu hüten und zu pflegen. Die Kreisabteilungsleiterin des Reichsmütterdienstes, Frl. Diergo r t en , zeichnete in ihrer Anfpraä-e die Zwecke und Ziele dieser Koch- und Haushaltungs- und Nähkurse auf und dankte allen beteiligten Stellen für die ihr zuteil gewordene Unterstützung. Bei gemeinsamem Gesang, Gedichten und Tänzen, sowie Kos- fee und Kuchen blieben die Teilnehmerinnen in echter, fröhlicher Kameradschaft bis nach Mitternacht beisammen. Kreis Wetzlar. Q Frankenbach, 12. Febr. Am kommenden Montag, 14. Februar, kann der zweitälteste Einwohner unserer Gemeinde, Schreinermeister i. R. Christian Wa ck II., seinen 8 5. Geburtstag feiern. — Die Holzhauerarbeiten in unseren Waldungen sind abgeschlossen. Eine Anzahl Kleinlandwirte fand dabei lohnende Beschäftigung. — In der Schule fanden dieser Tage zu Lehrzwecken Filmvorführungen statt. Diebstähle im Frankfurter Schlacht- und Viehhof. 18 Personen verhaftet. Lpd. Frankfurt a. M., 11. Febr. Die Kriminalpolizei hatte in Erfahrung gebracht, daß A n • ge ft eilte des Schiacht - und Viehhofes Freibankfleisch, Fett und Teile von tränten Tieren, die zur Vernichtung bestimmt waren, widerrechtlich an sich gebracht und an Metzger vertäust hatten. Wegen dieser Diebstähle und damit zusammenhängender Hehlerei wurden bis jetzt 18 Personen in Untersuchungshaft genommen. Ein Metzger in Sachsenhausen gestand, von Wärtern des Schlacht- und Viehhofes in den Jahren von 1934 bis 1936 Lebern von tränten Schweinen gekauft und verbraucht zu haben. Feststellungen gleicher Art wurden bei einem Schweinegroßschlächter in Sachsenhausen und auch bei Hausschlächtern durch die Kriminalpolizei gemacht. Die polizeilichen Ermittlungen sind mit allem Nachdruck im Gange. 1000 Liter Oel in Flammen Feuer in einer Lackfabrik. Weilburg, 11. Febr. (Lpd.) In dem Kessel- raum der Weilburger Lackfabrik entzündete sich infolge Ueberhitzung der Inhalt eines Kessels. Die brennende Flüssigkeit setzte auch den Jetzt Möbel billig kaufen im Total-Ausverkauf Möbelhaus KOOS MarktstraOe 8, 1. Stock siia Kein Laden Inhalt eines zweiten Kessels in Brand, so daß schließlich 1000 Liter Del in Flammen standen. Durch die starke Rauch- und Hitzeentwicklung waren die Löscharbeiten der schnell herbei- geeilten Feuerwehren äußerst schwierig. Die in der Nähe des Brandherdes lagernden gefüllten Benzin- und Benzolbehälter konnten mit Gasmasken ausgerüstete Feuerwehrmänner noch rechtzeitig wegschaffen, so daß ein Uebergreifen des Feuers auf Diese Brennstoffe verhindert werden konnte. Unter dem Einsatz zweier Motorspritzen gelang es schließlich, des Feuers Herr zu werden. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Sonntag, 13. Februar. Gießen. Sladtkirche. 9.30 Uhr: Pfr. Schmidt; 11: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde; 18: Kirchen» musikalische Abendfeier, Pfr. Becker. — Jvhannes- kirche. 9.30: Dfr. Ausfeld; 11: Kinderkirche für Jo- Hannes- und Militärgemeinde; 17: Pfarrass. Paetow; 20: Blbelbesprechsiunde im Johannessaal, Pfr. Aus- feld. — Kapelle oes Allen Friedhofs. 9.30: Gottesoienft; 11: Kinderkirche für die Luthergemeinde; 17: Gottesdienst. — Pelruskapelle, Wetzlarer Weg 59. 9.30: Pfr. Trapp; 10.45: Kinderkirche für die Pe- trusgemeinde. — Meseck. 10: Pfarrass. Paetow; 15: Bibelstunde. — Kirchberg. 10: Gottesdienst; 13.30: Kindergottesdienst. — Mainzlar. 10: Gottesdienst; 11: KlndergottesDienst. — Lollar. 13: Kindergottesdienst. — Heuchelheim. 10: Hauptgottesdienst, Kollekte. — Klein-Linden. 10: Gottesdienst; 11.45: Kindergottesdienst. — Albach. 12.30: Gottesdienst, Kollekte, Christenlehre. — Steinbach. 10: Gottesdienst, Kollekte. — Garbenteich. 10: Gottesdienst. — Hansen. 13: Gottesdienst. — Watzenborn-Steinberg. 13: Miss. Bender; 20: Missionsabend: Miss. Bender. — Lich. 10: Stiftsdechant Kahn; 12.45: Kindergottesdienst; 14: Stiftspfcrrrer Naumann. — Jtieber- Vefsingen. 10: Stiftspfarrer Naumann. — Langsdorf. 10: Kindergottesoienst; 11: Hauptgottesdienst. — Bettenhausen. 13.30: Hauptgottesdienst. — Hungen. 10: Gottesdienst; 11: Kindergottesdienst. — Relnhardshain. 10: Kollekte. — Beltershain. 12.30: Kollekte. Montag, 14. Februar. Lollar. 20.15 Uhr: Bibelstunde. Donnerstag, 17. Februar. Daubrlngen. 20.15 Uhr: Bibelstuyde. Freitag, 18. Februar. Staufenberg. 20.15 Uhr: Bibelstunde. Christliche Gemeinde, Zu den Mühlen 2. Sonntag, 13. Februa. 9.45 Uhr: Erbauungsstunde; .11: Sonntagsschule; 20.30: Evangelisation. — Dienstag, 15. Februar. 20.30: Bibel- und Gebetstunde. Evangelische Stadlmission, Löberstraße 14. Sonntag, 13. Februar. 8.30 Uhr: Morgenandacht; 13.30: Sonntagsschule; 16: Jungfrauenstunde; 20.15: Evangelisations-Vortrag: „Gottes Welt-Regierung". — Mittwoch, 16. Februar. 20.30: Bibelstunde. Reuaposlolische Gemeinden, Händelstraße 1, Eder- straße 13. Sonntag, 13. Februar. 9.30 Uhr: Gottesdienst; 16: Gottesdienst. — Mittwoch, 16. Februar. 20.30: Gottesdienst. Bund freikirchlicher Christen, Großer Steinweg 4. Sonntag, 13. Februar. 11.15 Uhr: Sonntagsschule; 20.15: Bibelstunde. — Mittwoch, 16. Februar. 20.15: Bibel- und Gebetstunde. Gemeinschaft innerhalb der Kirche (Landeskirchliche Gemeinschaft), Gutenbergstraße 9. Sonntag, 13. Februar. 20.30 Uhr: Evangelisationsstunde. — Mittwoch, 16. Februar. 20.30: Bibelstunde. — Donners- tagl7. Februar. 20.30: Jugendbundstunde. vaptisien-Gemelnde, Gartenstraße 13.- Sonntag, 13. Februar. 11 Uhr: Kindergottesdienst; 16: Predigt. — Mittwoch, 16. Februar. 20.15: Bibelstunde. Katholische Gemeinden. Samstag, 12. Februar. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichtgelegenheit. Sonntag, 13. Februar. Gießen. 6.30 Uhr: Beichtgelegenheit; 7: hl. Messe und Kommunion der Jungfrauen und Hausangestellten; 8: Austeilung der hl. Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 1,1.15: hl. Messe mit Predigt; 16: Vortrag der Jungfrauen-Kongregation; 17.30: Andacht. — Grünberg. 9.45: Hochamt mit Predigt. — Hungen. 9.30: Hochamt mit Predigt. — Lich. 7.30: Hochamt mit Predigt. — Lollar. 9.30: Messe mit Predigt. — TUdda. 8.15: Hochamt mit Predigt. Montag, 14. Februar. Laubach. 7.30 Uhr: hl. Messe. Dienstag, 15. Februar. Gießen. 20.30 Uhr: Bibclstunde. Mittwoch, 16. Februar. Hungen. 7.15 Uhr: hl. Messe. Öffentlicher Sonntagsdienst. Polizei: Telefon 2751, nur in dringendeU Notfällen Telefon 01. Feuerwache: Telefon 2244 45. Notruf Telefon 02. Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr. S t a d t p o st a m t: Für Schlletzfachabholer 1 bis 13 Uhr. Sanitütskolonne: Telefon 2500. Sonntagsdienst für Aerzte. Dr. med. Nohl, Neuen Bäue 27. Dr. med. dent. Schneider, An der Johannes- kirche 6. WIEGT bis zur INI 750 J50 500 iW Kq Erich Kneisel General ^Vertreter der „Bizerba“ Größte Schnellwaagenfabrik Deutschlands Musterlagen Fraoklart/M.. Kaiserstr. 40 _______Fernsprecher 33288 MOv WERBE DRUCKBACHEN Brühl, OleOen Gartenfreunde erhalten kostenlos die oetieiaiipl-Preislisle über Bluten-, Gemüse- und landwirtsomftllche Sämereien Blumen - Knollen, Pflanzenschutzmittel, Garten Medaris- artikel aller Art tenhaus Heinrich Hahn GIESSEN Bahnhofstraße, EckeWolkenSasse Telefon 3403. 847A uuu 1««^ die echte M. 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Die Geschäftsstelle des Amtsgerichts. Donnerstagmittag entschlief nach kurzer Krankheit unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Onkel und Schwager Herr August Lamm Gastwirt im 55. Lebensjahr. In tiefer Trauer: Ottilie Lehmapn, geb Lamm August Lamm Anneliese Lamm Paul Lehmann 1 Enkelkind Gießen (Horst-Wessel-Wall 7), Ahlen i. W., den 10. Februar 1938. Die Trauerfeier findet Montag, den 14. Februar, nachmittags 2 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt Heute morgen verschied sanft nach langem schweren Leiden meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Die Beerdigung findet Montag, den 14. Februar, nachmittags 2*/4 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt. 0647 923D Frau Elisabeth Althaus, geb. Nau im 78. Lebensjahre. Gießen (Steinstraße 55). den 11. Februar 1938. im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Matthäus Althaus. Bekanntmachung. Betr.: Die Zustellung der Steuerbescheide über die Bürgersteuer für Kj. 1938. Nachdem die Zustellung der Steuerbescheide über die Bürgersteuer 1938 an die Zahlungspflichtigen bzrv. Empfangsberechtigten stattgefunden hat, wird als Tag, an dem sämtliche Steuerbescheide als zu- aestellt zu gelten haben, der 5. Februar 1938 hiermit festgesetzt. 945D Gießen, den 9. Februar 1938. ________Der Oberbürgermeister: Ritte t.________ Bekanntmachung. Die Anmeldung der mit Beginn des neuen Schuljahres (21. April 1938) schulpflichtig werdenden Kinder hat zu erfolgen: 915C 1. für alle Knaben: Donnerstag, den 24. Februar 1938, 9 bis 11 Uhr, in der Alten Pesialozzischule, Wer- nerwall 18; 2. für glle Mädchen: Donnerstag, den 24. Februar 1938, 9 bis 11 Uhr, in der Schillerschule, Schillerstr. 8. Bei der Anmeldung ist der Impfschein und bei auswärts geborenen Kindern auch der Geburtsschein mitzubringen. Die Schulpflicht besteht für alle Kinder, die bis zum 1. 2Nai 1938 das 6. Lebensjahr vollendet haben. Es können jedoch zu derselben Zeit auch solche Kinder angemeldet werden, die bis zum 30. September 1938 das 6. Lebensjahr vollenden, und die geistig und leiblich als schulreif erkannt werden. Ein weiterer Termin für die Schulaufnahme findet nicht statt. Gießen, den 9. Februar 1938. Stadtschulamt. __________________I. V.: Nebeling.________________ ^olzverkauf der Fürstlichen Oberförsterei Hohensolms. Donnerstag, 17. Februar, wird im Schererschen Saal zu Bieber das Nutz- und Brennholz aus den Distrikten Jsselfcheid und Helfholz öffentlich verkauft. Es kommen zum Ausgebot: rm Scheitholz: Buche 160; Knüppel: Buche 170, Eiche 90, Nadel 12; Reisholz: Eiche 220, Nadel 55; Wellen: Buche 7500, Eiche 200 (zumeist gute Stammwellen); Slck. Derbstangen: Fichte 3. Kl.: 150, 2.: 310, 1.: 330; Reis- ftc-ngen: Fichte 4.: 500, 3.: 400; Bohnenstangen: 1600. 909D Beginn 10 Uhr; Nutzholz: 14.30. Die Stangen sind meist in der Zsselscheid in sehr guter Abfuhrlage (Straße Gießen—Gladenbach). Händler sind vom Mitbieten ausgeschlossen. Gewinnauszvg 5. Klasse 50. Preußisch-Süddeutsche (276. Preuß.) Klasseo-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Auf jede gezogene Nummer find zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II 4. Ziehungstag 11. Februar 1938 An der heutigen Vormlttagsziehung wurden gezogen 82 Gewinne zu 143763 205767 237430 354813 137175 234295 302470 112638 179264 265907 317425 500 RM. 116380 189547 220032 306723 371874 120519 216017 282994 345780 136955 227416 296089 378118 F28146 196203 227273 325654 388616 111613 135636 201477 235064 338428 389923 114102 156996 207116 255599 364015 127465 193716 223644 317741 386503 167714 179603 157362 175844 206440 264389 159622 176412 238133 253647 313321 314134 66 Gewinne zu 1000 RM 3176 11396 28542 52158 53459 56229 61803 66209 66965 91003 95365 110111 ------ ------ ----- ------ u- — ...... 2704 3591 13322 33251 42339 54848 65406 70538 80991 82477 113973 ------ ------ ------ ---- 4 Gewinne zu 3000 RM. 14 Gewinne zu 2000 RM. 225435 240201 254899 180 Gewinne zu 300 RM. 19839 23840 29652 32210 39072 43145 47573 65806 62507 63963 72406 79449 80580 86231 96627 99343 100267 103716 118178 121921 130788 135723 136748 152950 157720 163539 166149 166781 169012 184603 187262 187364 210370 216391 220657 224755 229607 231350 231663 237055 240661 245654 251663 260205 260880 268206 270747 272607 273848 274860 275325 285781 295136 298249 303849 308342 310356 310950 315727 329689 331355 336310 339575 344723 357008 361128 362130 371813 371844 380332 380472 386686 394839 395040 399164 28397 56082 89740 118682 156334 176025 217207 233379 260240 274751 300102 320638 351268 379433 397175 Senkfuß- Einlagen nach Maß ohne Metall leicht, dünn und sehr haltbar, bequem zu tragen. +Begor+ Inhab.: K. Kling vormals Jaghard Marktstraßel6 Lieferant aller Krankenkassen. Tel. 2576. 0635 I Friedrichstn? Lieferant aller Kassen Lastwagen- transporle führtvromptaus Heinrich Dahmer Krofdorf.Str.1. dem zuverlässigen Fachgeschäft cieirn JahrfürJahr Ihr gefederter Liebling singt nicht? ,Sängerfreude* verhilft ihm dazu siebener Zoo, Seltersweg 6. GnslMtWftv.WMl mit Laden und Kühlanlage in oberbess. Landstädfchen wegen' durch verstärkte Kalidüngung im zeitigen TrühjahrJ . ir ---- gewinnen, erfordert kl ri ini । i'Ti । Lu im Ml i i y V. UIWI IZ.UI UHL Eiweissreiche, Kleearten; und Leistungsgräser sind starke Ka l i zehre r.- Fördert ihr Wachstum, grosse Nährstoff mengen überden Stallmist in den Acker Die Leistung, des Grünlandes erhalten und 3n der heutigen Nachmittags^iehung wurden gezogen 2 Gewinne zu 30000 RM 26412 4 Gewinne zu 5000 RM. 8 Gewinne zu 3000 RM. 399064 40321 49582 264478 330127 352149 22 Gewinne zu 2000 RM. 68193 81200 141322 160732 262807 277238 312356 371031 393441 44 Gewinne zu 1000 RM 2036 64154 92159 129322 129327 173579 175506 197882 207845 251283 251424 267813 303349 307588 335827 337419 382227 398444 82 Gewinne zu 500 RM 52058 54271 67700 69658 87534 89661 90094 93477 104873 153676 155937 162218 168290 180049 182861 187016 191751 208457 219549 221899 226373 232864 235596 248920 254276 275039 v282216 290435 294741 302028 334064 363950 373377 392334 84920 350106 90152 188118 302936 391293 67389 98177 172440 219330 239511 291468 375225 196 Gewinne zu 300 RM 3743 4467 5616 9122 9920 21416 22969 30896 32032 37433 37850 39855 46115 52437 55402 68197 63277 63702 68069 68652 70822 70905 74272 74835 79924 80366 80582 82206 87779 89601 90210 91982 93596 93826 97871 97919 107224 112185 112329 114521 116434 126948 127716 135928 139364 145191 153450 166778 171014 171811 174517 180565 191983 200172 203620 204528 206037 206988 207807 207975 208454 208585 213753 217384 221217 221527 225095 226893 234139 235390 248464 254814 257468 262549 271323 276841 304249 304838 307011 312548 313860 315724 326811 333699 346723 353717 354402 358071 369301 380743 383064 390836 391018 391989 392959 396529 399402 399458 Im Sewinnrade verblieben: 2 Gewinne zu ie 1000000, 2 zu se 500000. 2 zu ie 300000. 2 zu ie 200000, 2 zu je 100000. 2 zu le 75000, 4 zu le 50000, 6 zu je 30000. 20 zu je 20000, 92 zu je 10000, 174 zu je 5000. 336 zu je 3000, 870 zu je 2000, 2528 zu je 1000, 4236 zu je 500, 8648 -u je 300, 206074 zu je 150 RM. Alters des Besitzers zu verdachten oder zu verkaufen. Schriftliche Angebote unter 904D an den Gießener Anzeiger erbeten. [atlJ.B. Häuser ßieOen, Oswaldsgart Parkplatz) 825 A Parkplatz) Fernruf Nr. 2145-2146 \ Für Ihre Küche müssen cfie Holzgeräte aus trockenem, astfreiem Holzgearbeitetsein. Dann halten sie länger. Kochlöffel, Kuchenbretter, Quirle, Besteckkasten u. alles andere bekommen Sie in guter Qualität bei Gute billige Bücher auch weiter im Antiquariats verkauf (Restauflagen usw.) der Univ-Buchhandlung Kurt Holderer Seltersweg 7^ Große Auslagen mit Preisen von -SO -.95 1- 1.95 2B5 usw. zum Aussuchen! 928 D Oberschule für Jungen in GrünbergjOberhessen| (Knaben und Mädchen.) Anmeldungen für alle Klassen des Schuljahres 1938 39 Montag, den 21. Februar, und Dienstag, den 22. Februar, von 11.30 bis 12.30 und von 16 bis 17 Uhr. Vorzulegen sind Abgangszeugnis, Geburts- und Impfschein. Aufnahmeprüfungen für Sexta Donnerstag, 17. März, für alle anderen Klassen, soweit erforderlich, Freitag, den 18., und Samstag, den 19. März, jeweils um 8 Uhr. 906D Hüthwohl, Oberstudiendirektor. LandgraMud wigs* 6pmnasium langcmardtfdtdilc (Realgymnasium) Oberschule für Jungen Julius von Ucbigfdjulc (Oberrealschule) Oberschule für Jungen ODcrfdiule für Mädchen (Lyzeum, Frauenschule) zu Gießen DieAnmeldmrgenfür das neue Schuljahr werden Freitag, den 18.Febr., v. 9-13 Uhr, im Direktorzimmer entgegengenommen. In die Sexta können Kinder auch schon nach 3 Grundschul- jahren übertreten, wenn sie körperlich und gentig gut entwickelt sind und gute Klassenleistungen aufweisen. - Bei der Meldung sind vorzulegen: Geburtsschein, Impfschein,Abgangszeugnis der zuletzt besuchten Schule; ein amtsärztliches Zeugnis wird auch bei Zjahrigem Grundschulbesuch nicht mehr gefordert. Aufnahmeprüfung für alle Schüler mit 3- und 4iähriger Grundschulbildung: Dienstag, 1. März, ab 8 Uhr. owd Die Direktionen: Dr. Wolkewitz Angelberger. Leonhardt Schelborn. Mitglied der Elektro-Gemeinschaft Leuch-ten- Radio x Ab Montag, 14.Februar, siebt ein tapoMpreoDM leichten und schweren Schlags in den Stallungen des Gasthauses Lehr in Herborn zum Verkauf unb Tausch. £ 89*P MlveuWNli.vM.ii.MM ADOLF HITLER- POLYTECHNIKUM Koch- u. i ie'bau,Maschinenbau,Cetriebs- .echnik, tlek.rotechnik, mg -Kaufmann, Auto- u. hugzeugbau, Lehrwerkstätten staatlich anerkannt.— Drucksachen fra. FRdEüBERG i. «. Gelegenheitskauf 2 echte Perserteppiche, gute Qualitäten, 3 echte, sehr schöne brücken aus Privathand Umstände ha her bi lig zu verkauf. Eilangebote u.F. K. 701 an Weira, Frankfurt a. DI., Kaiserstr. 5. • BUCHER # Romane, Klassiker, Lexika, sowie ganze Bibliotheken kauft 935V HO 1 FBI ANN, Antiauariat, Frank- furt/M., Am Salzliaus 5, Tel.26 792 lOPhmd? 30 Pfund 1 Trinken Sie doch Dr. Emst Richters Frühstücks Kräutertee. Sie werden erstaunt sein, wie breite Hüften, starke Schultern und das altmachende Doppelkinn verschwinden. 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(Aufnahmen s8s:/Neuner, Gießener Anzeiger.) scheint auch hier seit wenigen Jahren als Trägerin des Dienstes an den Kranken, bildet Pflegerinnen aus und stellt ihre soziale Stellung sicher. Die Arbeit der Krankenschwester besteht in der unmittelbaren täglichen, ja stündlichen Hilfeleistung für die Kranken. Die Schwestern sind rechte Hand der Aerzte, sind Helferinnen im Operationssaal und bei der Visite; sie betreuen die Kranken in jeder Hinsicht nach den Anweisungen des Arztes und führen Aufsicht in Krankenzimmern. Sie sind die guten Geister des Hauses, die Vertrauten der Kranken, Helferinnen nicht nur in körperlicher Hinsicht, sondern auch in geistiger und seelischer Beziehung. So mancher Kranker wird wissen, was er einer guten Pflegerin zu verdanken hat. Schwestern stehen am Röntgenapparat, in der Diätküche, im Operationssaal und noch an vielen anderen Stellen des Kliniks- und Krankenhausbetriebes und damit an Plätzen, an denen sie Mitverantwortung tragen und unersetzbar sind. Die Zahl der Schwestern reicht gegenwärtig nicht aus, um allen Anforderungen entsprechen zu können. Immer wieder scheiden auch Schwestern aus, um ihrer Berufung im engeren Kreis, als Hausfrau und Mutter entgegenzugehen. Also heißt es auch hier: deutsche Mädchen an die Front, die bereit sind, sich einem großen Dienste idealistisch und hingebungsvoll zu widmen. Es versteht sich von selbst, daß den Schwestern in Krankenhaus und Klinik eine schöne Umgebung für die dienstfreien Stunden geschaffen wird. Wir hatten Gelegenheit uns davon beispielsweise in der Heilstätte Seltersberg in Gießen zu überzeugen. Allenthalben vorbildlich und gemütlich eingerichtete Zimmer, Gelegenheit zu mannigfacher Unterhaltung (Musik, Gesang, Rundfunk) und zu unterhaltsamer Kameradschaft auf sonnigen Ballonen mit den herrlichen Ausblicken auf unsere heimische Landschaft! Selbstverständlich wird auch für die wirtschaftliche Sicherstellung der Krankenschwester Viel Spielzeug für die Kinder im NSV.-Kindergarten. Es bestehen gegenwärtig solche NSV.-Schwestern- stationen im Gebiet des Kreises Wetterau der NSDAP, in Nieder- Weisel, in O st heim, in G a m b a ch, in Rodheim v. d. H., in Holzhausen und in W ö l - f e r s h e i m. Universell ist die Tätigkeit dieser Schwestern. Von der NSV.-Schwester in Wölfersheim hören wir, daß gerade die Arbeit in einem Orte, in dem bäuerliche und Jndustrie- beoölkerung ansässig ist, keine leichte ist. Es gilt, in vielerlei Nöten zu beraten, zu helfen oder, wo die Kräfte der Schwester nicht ausreichen können, Hilfe bei zuständiger behördlicher Stelle zu Es ist eine unbestreitbare Tatsache, daß im Dritten Reich und unter nationalsozialistischer Initiative nicht nur unserer Geschlossenheit und unserem nationalen Ansehen alle Aufmerksamkeit und Tatkraft gilt, sondern daß auch soziale Aufgaben mit einer Energie in Angriff genommen worden sind, die alle früheren Bemühungen bei weitem in den Schatten stellen. In der Gesamtheit der Bemühung um nationale Geschlossenheit und Geltung und soziale Verantwortungsfreudigkeit ist begrifflich der Nationalsozialismus recht zu verstehen. Groß und klar sind die Fronten der sozialen Arbeit in unserem Vaterland der Gegenwart und der Zukunft. Gesetzgeberische Maßnahmen untermauern diese Arbeit, staatliche Fürsorge, NSV. und Winterhilfswerk tragen den Sozialismus der Tat, und ein ganzes Volk opfert in diesen Organisationen für seine eigene soziale Erneuerung, lieber allem steht die Forderung der geistigen, seelischen und körperlichen gut gesorgt; auch für ihren Lebensabend kann sie ohne Sorge sein. Die schwere, aber dankbare Arbeit, die Hochachtung, die der Schwester in sozialem Dienste nie versagt bleibt, die enge Verbindung mit dem menschlichen Leben im Gesunden und Kranken, die läuternde Schule des Leides und die Freude in der Lebensbejahung der Genesenden, die eigene Befriedigung aus dem Bewußtsein, wertvoll der Volks- VereinfachungderArbeiisbuchanzeigen und KrankenkastenmelSungen Durch einen im „Deutschen Reichsanzeiger" vom 10. Februar 1938 veröffentlichten Erlaß hat der Reichsarbeitsminister die bisherigen Vorschriften über Arbeitsbuchanzeigen und Krankenkassenmeldungen für Pflichtmitglieder der Orts-, Land- und Jnnungskrankenkassen und für arbeitslosenversiche- rungspflichtige Angestellte vereinheitlicht und vereinfacht. Am 15. Februar sind für diesen Personenkreis Arbeitsbuchanzeigen über Beginn oder Ende der Beschäftigung mit den An- und Abmeldungen bei Orts-, Land- und Jnnungskrankenkassen -zu verbinden. Dadurch wird die Arbeit für die Betriebsführer vereinfacht und der vollzählige Eingang der Arbeitsbuchanzeigen sichergestellt. Für Krankenkassenmeldungen und Arbeitsbuchanzeigen werden einheitliche Vordrucke eingeführt, die im Durchschreibeverfahren ausgefüllt werden können. Die Vordrucke werden von den Krankenkassen unentgeltlich abgegeben. Für Arbeitsbuchinhaber, die nicht zu dem genannten Personenkreis gehören, sind die Arbeitsbuchanzeigen wie bisher unmittelbar an die Arbeitsämter zu richten. Das gleiche gilt bei allen Arbeitsbuchinhabern für die Anzeigen von Eintragungen über Wohnungswechsel ober wesentliche Aenderungen in der Art der Beschäftigung. Im Arbeitsbuch müssen auch in Zukunft Beginn, Ende und wesentliche Aenderung der Beschäftigung, ferner jeder Wohnungswechsel eingetragen werden. Von allen Eintragungen ist Anzeige zu erstatten. Diese Eintragungen und Anzeigen sind für eine planmäßige Lenkung des Arbeitseinsatzes unbedingt notwendig, ihre Unterlassung ist strafbar. Auskunft erteilen die Arbeitsämter und die Orts-, Land- und Jnnungskrankenkassen gemeinschaft zu dienen — das alles sollte manchem ernsten jungen Mädchen Anlaß genug sein, zu prüfen, ob nicht die Kindergärtnerin, Die NSV.- Schwester auf dem Lande oder die Krankenschwester im Dienst des Roten Kreuzes oder in der Freien Schwesternschaft ihm der ureigenste Beruf sein könnte. z ' N. Diel Sorgfalt der kinderreichen Familie! Gesundheit all derer, die unserem Volke blut- und rassenmäßig angehören. Das Arbeitsfeld ift groß. Die Sünden vergangener Zeiten und eines verantwortungslosen Systems stehen noch, Unsternen gleich, über unserem Volke, aber alle gesunde Kraft ist allenthalben im Aufbruch. Auch auf sozialem Gebiete leuchtet unserem Volke die Morgenröte. Es ist nicht möglich, an dieser Stelle all das um- reißen zu wollen, was für Deutschlands soziale Erneuerung in der Gegenwart geschieht und in Zukunft noch geschehen wird, vielmehr soll der Leser im Geiste einmal an einen Frontabschnitt der praktischen sozialen Arbeit geführt werden, nämlich zu den S ch w e ft e r n. Gegenwärtig ergeht nachhaltig der Ruf an alle Mädchen, die sich fähig und berufen fühlen, Schwester z u werden; sei es für die Arbeitsgebiete der NSV., des Roten Kreuzes oder der im Reichsbund der Freien Schwestern zusammcn- geschlossenen Helferinnen! Die großen Aufgaben, die in sozialer Hinsicht unserem Volke gestellt sind, erfordern viele willige Hände und viel hilfsbereite Kraft. „Schwester" 'zu sein, ist ein Beruf, dem auf lange Zeit die Zukunft gehört. Der Schwester wird dabei mehr denn je die uneingeschränkte Hochachtung der Volksgemeinschaft zu eigen fein. In großer Linie zählen zu den Pflegeberufen die Krankenschwester, die Wohlfahrtspflegerin und die Kinderhortnerin. Wir hoben da und dort Einblick genommen in die Arbeitsgebiete dieser drei Pflegeberufe. Es ließ sich dabei leicht die Erkenntnis gewinnen, daß an keinem Platze die Arbeit leicht ist. Sehr das Gegenteil! Aber für jeden kraftvollen Menschen liegt in der Schwierigkeit der Aufgabe erst der Reiz und in der Erfüllung der schweren Pflicht die tiefe Befriedigung. So ist es auch hier! Wer einmal Gelegenheit hat, mit den Kinderhort- nerinnen der in unserem Kreise Gießen neu eingerichteten NSV,-Kindergärten zu sprechen, dem wird rasch bewußt, wie die jungen Mädchen, Die oft mit einer jüngeren Helferin 50, 60 oder noch mehr Kinder verantwortlich zu betreuen haben, mit großer Freudigkeit bei ihrer Arbeit sind. Jedes Kind ist ihnen schon nach kurzer Zeit bekannt, nicht nur dem Namen, sondern auch dem Wesen nach. Freudig kommen die Kinder auf Der Dorfstraße Den Kinderhortnerinnen entgegengesprungen und grüßen die „Tante", hängen sich an und marschieren mit ihr zum Kindergarten. Dort wird gespiel, dort werden Kisten, Kasten und Schranke mit Spielsachen ausgeräumt, überall werden Die Kinder zum gemeinsamen Spiel angehalten und wachsen hinein in die Gemeinschaft, in der sie sich ernst bewahren sollen lieber allen ist das wachsame Auge der Kindergärtnerin. Ihre erzieherische Tätigkeit wirkt sich segensreich aus, und die Eltern, die sich gerade auf dem Dorfe bei Der Fülle ihrer Arbeit wenig um Die KinDer kümmern können, finD Dankbar. Man wird noch mehr Kindergärtnerinnen brauchen — manches Mädchen, das mütterliche Art in sich fühlt, finDet hier einen schönen Berus und gute Erfüllung. Mehr und mehr geht die Nationalsozialistilche Volkswohlfahrt dazu über, in den Dörfern auch in unserer engeren Heimat N S V. - S ch w e st e r n einzusetzen, Die Der Wohlfahrtspflege Dienen sollen. veranlassen. Hier gilt es, ein, krankes oder schwächliches Kind nach Anhörung des Arztes in ein Kinderpflegeheim zu bringen, dort muß nach einer kinderreichen Familie gesehen werden, hier hilft Die Schwester beim Aufpäppeln eines Kindes, das x\x früh das Licht Der Welt erblickte unD nun Doppelte Sorgfalt unD Liebe herausforDert, und in wieder einem anderen Haufe muß eine alte Frau betreut werden, Die keine Angehörigen mehr hat und nicht mehr sehr rüstig ist. Die NSV.-Schwester hat sich nach den hygienischen Verhältnissen im Dorfe umzutun und wenn es not tut, Verbesserungen in dieser Hinsicht anzuregen und durchzusetzen. Immer aber gilt ihre besondere Aufmerksamkeit der Jugend, und wenn die Zeit der Kinderlandoerschickung kommt, dann roirb es neben dem ärztlichen, auch mit von ihrem Urteil abhängen, welche Kinder zweckmäßig einmal eine Luftveränderung genießen und in eine andere Umgebung gebracht werden sollen. Hin und wieder wird die Schwester in der Schule Umschau halten und den Lehrer in seinen Bemühungen um Hygiene unterstützen. Auch in der Mütterberatung wirkt sie neben dem Arzte oder Der Aerztin mit, behält werdenDe Mütter im Auge, und dient Damit Dem Hilfswerk „Mutter und Kind". Interessant ist Die Tatsache, Daß z. B. Die Ge- meinDe Wölfersheim eine neuzeitliche Höhen- sonnen-Einrichtung angeschafft hat, Die Der dort Dienst tuenden Schwester an Die Hand gegeben wurde und die von ihr (auf Grund langjähriger praktischer Erfahrung) der Gemeinde, insbesondere der Jugend, segensreich dienstbar gemacht roirb. Durch ihre vielseitige unb unoerbrossene Arbeitsfreudigkeit haben sich die bisher in den genannten Orten tätigen NSV.-Schwestern das Vertrauen vieler Volksgenossen erworben, und ihre segensreiche Tätigkeit wird allenthalben geschätzt. Manche Familie weiß sich der NSV.-Schwester für kleine unb große Hilfe zu Dauernbem Dank verpflichtet. Die Schwestern wachsen hinein in bie Dorfgemeinschaft. In ben Gemeinben läßt man es deshalb auch nicht daran fehlen, der Schwester ein schönes unb würbiaes Zuhause zu verschaffen, aus bem sie immer wieder neue Kraft für ihre Arbeit mit hinausnimmt. Ist bie NSV.-Schwester als solche jetzt noch neu in ber sozialen Arbeit für die Dorfgemeinschaft, so wird sie doch bald durch die Zielstrebigkeit Der NSV. zu einer vertrauten Erscheinung in immer mehr GemeinDen unserer Heimat roerDen. Grundsätzlich anders ift die Stellung Der Kran- kenschwefter im Dienste Der Kliniken unD Der Krankenhäuser. Hier steht das junge Mädchen oder Die reife Frau in einem Dienste Der Nächstenliebe, Der sich in seiner Form ausschließlich Durch Die Krankheit ergibt. Die Krankenpflege unD Die Krankenschwester haben ihre Traditionen. Die NSV. er SJl.-tfpott sahrern aus 906 Vereinen. Insgesamt haben bisher Wirtschaft Punktvorsprunges, des besseren Torverhältnisses zur Stelle. Sie hat sich daher die Jugend des Wetzoder gar des Platzvorteils wegen als voraussicht- larer Sportvereins verpflichtet. Die Wetzlarer wer- Berlin — Jranffurt a 2R. Deoilenmarri sich gleichwertig. nn- der den am des 0,671 42,09 0,147 47,10 55,52 47,10 12,44 5,50 8.168 138,63 13,11 0,723 5,694 62,37 48,95 11,275 63,97 57,43 8,691 2,475 0,667 42,00 0,140 47,00 55,40 47,00 12,41 5,49 8,132 138,40 13,09 0,667 42,01 0,145 47,00 55,40 47,00 12,41 5,49 8,152 138,35 13,09 0,725 5,706 62,49 49,05 11,295 64,09 57.56 14,51 8,709 2,481 0,725 5,706 62,49 49,05 11,295 64,09 57,55 8,709 9479 Unsere Meinung ist, der Bessere möge gewinnen! 1900 1. Jugend — rMen-vuseck 1. Jugend. Mit Stol rup p e , Noch einmal haben sich die „Alten" unserer Langlauf- und Kombinationsläufergarde durchgesetzt, noch einmal schlugen sie den Ansturm des Nach- wuchses ab. Wieder — und das ist die eigentliche Ueberraschung des Rennens — ist es dem Manche- ner Willi Bogner gelungen, sich durch eisenhartes Training an die Spitze unserer Langstreckler zu Einen ausgesprochenen Favoriten gibt es nicht, und die Gastgeber in Anbetracht des geringen Nach langer Zeit tritt die Zugendabteilung wieder mit vier Mannschaften auf den Plan. Die 1. Jugend, die noch im alten Jahre ihre Meisterschaft nach Hause brachte, ist bis auf ihren Mittelläufer wieder den alles versuchen, um ihren alten Rivalen zu schlagen. — Vor der l. Jugend treffen sich die beiden lichen Sieger zu bezeichnen, wäre genau so ver- fehlt, wie etwa einzugestehen, daß den Wetzlarern die Revanche für die Vorspielniederlage gelingen würde. Der Verlauf eines Fuhballkampses, ganz besonders eines von solcher Wichtigkeit, läßt sich im voraus nicht bestimmen. 0,723 5,694 62,37 48,95 11,275 63,97 57,44 14,49 8,691 2,477 In der Bezirksklasse sind angesetzt: Tv. Lützellinden — 1900 Gießen. Tv. Heuchelheim — Mtv. Gießen. Tv. Münchholzhausen — Niedergirmes. 1860 Marburg — Tv. Roth. Lützellinden sollte zwar auf Grund seiner in der letzten Zeit gezeigten Leistungen die Gießener sicher schlagen. Es kann aber auch sehr leicht anders kommen, wenn man dazu übergeht, den Gegner etwa zu unterschätzen. — Auch Mtv. hat gemessen an seiner Spielstärke ohne weiteres Aussichten, in Heu- chelheim zum Sieg zu kommen. Auf der anderen Seite aber darf man nicht vergessen, daß Heuchelheim gerade auf heimischem Gelände stets gefährlich ist. — In Münchholzhausen sollte es zu einem erneuten Sieg der Platzbesitzer kommen. HanSball der Studenten. Gaumelslerschafls-Entscheldungsspiel fällt aus. Der Gaustudentenführer hat das für den heutigen Samstag angesetzte Handballspiel um die. Gaumeisterschaft der Studenten abgesetzt und auf Mitt- woch, 16. Februar, verlegt. Ursache der Verlegung war ein Einspruch der Frankfurter, die viele Ver- einsspieler in ihren Reihen haben, denen für Samstag Spielverbot auferlegt ist. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börfe. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt oefchlosienen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v H.. Lombardzinsfuß 6 v H aus sieben Gauen 2622 Vereine 36 298 Mitglieder für Breslau gemeldet. Leber 500 Meldungen zur Tlachtsuchfahrt. beteiligt sich wiederum mit über 60 Fahrzeugen sportlichen Wettkampf mit den Männern NSKK. und der ff. Willi Bogner 1 S-Kilometer-Langlaufmeister. Merz Langlausmeister der Wehrmacht. 0,671 42,08 0,142 47,10 55,52 47,10 12,44 5,50 8,148 138,68 13,11 Dlauweißen zu einer besonderen Leistung aufschwin- 1 Anschließend ist Lich der Tabellenzweite, Gast der gen. Emen leichten Sieg werden die Gäste aus Spielvercinigung. Das Vorspiel verloren die Blau- Alten-Buseck den Blauweißen jedoch nicht über-l Weißen mit 3:1 Toren. Der Ausgang des Spieles lassen. |ift offen. Beide Mannschaften sind " tiueno» Lire» . Brüssel....... Rio de Janeiro Voten........ Kopenhagen... Danzig...... London ...... Helsiugfors.... Varis........ Holland...... Stallen....... Freude kann die Motor- if das Ergebnis einer ziel- »lz und mit x Hessen aul 1900 — Wetzlar. Steindorf — Lollar. Sinn — Bissenberg. Frohnhausen — Steinberg. Butzbach — Naunheim. Die Spannung in der Bezirksklasse Gießen hat ihren Höhepunkt erreicht. Eine Reihe heißer Kämpfe haben die Frage nach dem neuen Meister unbeantwortet gelassen. Kopf an Kopf drangen die Spiel- Vereinigung 1900 und der Sportverein 05 Wetzlar immer weiter vor. Der Ballspiel-Club Sinn, der bisher noch einigermaßen Schritt halten konnte, ist durch sein Unentschieden, in Naunheim vorläufig ausgeschaltet. Jetzt 'aber gibt es kein Vertagen mehr. Am 13. Februar treten sich die beiden Rivalen auf dem Sportplatz an der Liebigshöhe gegenüber und die Entscheidung für das Jahr 1937/38 wird so fallen, wie man es sich bei Meisterschafts-Entscheidungen nicht reizvoller wünschen kann: im Kampf der Titelanwärter untereinander. „Teutonia" Steinberg sucht Dranien Frohnhausen auf. Nach der Niederlage in Butzbach kann man den Teutonen diesmal keine klaren Gewinnchancen einräumen, zumal Frohnhausen noch einige Sorgen hat, und diese bei ihren Heimspielen gern beseitigen möchte. Bei der Begegnung der beiden Tabellenletzten, Steindorf — Lollar, bietet sich den Gastgebern ein gewisser Vorteil in den beschränkten Platzverhältnissen, der ihnen leicht ein Ausgleich für die Dorspielniederlage bringen kann. Der Tabellendritte, B. C. Sinn, wird sich seine, wenn auch nur noch schwachen Hoffnungen, durch Bissenberg nicht gefährden lassen. Sollte es auch anders kommen, dann wäre es eine große Ueberraschung. Das Spiel Butzbach — Naunheim ist noch aus der Dorserie rückständig. Nach den beiden letzten beachtlichen Erfolgen der Butzbacher, dürfte auch Naunheim nicht ungerupft davonkommen. 1900-Wehlar. Die wievielte Begegnung zwischen den beiden Vereinen am Sonntag zum Austrag kommt, hat die Chronik leider nicht verzeichnet. Es soll auch nicht der Zweck der heutigen Betrachtungen sein, festzu- ftellen, wer in dem über 30 Jahre währenden Spielverkehr die meisten Zusammentreffen zu feinen Gunsten entscheiden konnte. Denn das, was die Fußballanhänger heute am meisten interessiert, ist das Spiel am kommenden Sonntag. Die Stimmung, die feit der Uebernahme der Tabellenführung durch die Blauweißen beim Spiel in Bissenberg und durch das weitere erfolgreiche Vordringen der Mannschaft immer zuversichtlicher ge» worden ist, steigerte sich mehr und mehr. Das Hauptthema bildet die Mannschaftsaufstellung. Daß beide Vereine mit ihren besten Vertretungen zur Stelle fern werden, unterliegt keinem Zweifel. Von 1 9 0 0 werden Rahn: Pcmkok, Lippert; Erhard, Quick, Lehrmund; Schellhaas, Bergmann, Hormel, Sack, Löbsack, und von Wetzlar Dormann; Timm (Benner), Zielberg; Kratz, Diddlapp, Teske; Zambedri (Timm), Zehner, Trebing, Reuter, Blech genannt. Als Schiedsrichter amtiert Hörner (Kassel). Bei den Blauweißen hat man also Veränderungen nicht vorgenommen. Dagegen sind die Wetzlarer zu einschneidenden Aenderungen geschritten. den 4. Platz einnahm. Meister Günther Meer- g a n 5 belegte nur den 12., in der Kombination den 6. Platz. Er müßte im Sprunglauf eine außergewöhnlich gute Leistung vollbringen, wenn er den Kombinationssieg noch erringen sollte. Schwerathleten im Dienste desWHW. Arn morgigen Sonntag um 10 Uhr tritt der 1. Gießener Kraft- und Sport-Club in feiner Uebungsftätte „Alte Pestalozzischule" mit einer Werbeveranstaltung zum Besten des Winterhilfswerks an die Oeffentlichkeit. Im Mittelpunkt dieser Veranstaltung steht der Mannschaftskampf im Gewichtheben zwischen der bestbekannten Marburger Hebermannschaft und der Mannschaft des Gießener Vereins. Hierbei dreht es sich um eine Leistungsabnahme, deren Ergebnis für die Ermittlung des Gaumeisters gewertet wird. Die Marburger Mannschaft ist mit guten Kräften besetzt und wird bestimmt mit einer erstklassigen Leistung aufwarten. Marburg hat feine besten Leute in Irge, Hermann und Gary. Marburg meldet vom Bantam bis Schwergewicht folgende Mannschaft: Kle- ment. Pusch, Jrge, Hermann, Beekmann und Gary, während Gießen mit Götz, Fritz Funk, Hoff. Detter, Kircher, Schrader und Belloff auf den Plan tritt. Außer diesem Mannschaftskampf gibt es verschiedene Kämpfe im Ringen und zwar Botzke (AR.9) gegen Eder; Uvffz. Detter (III. MG -Batl. Wetzlar) gegen Klotz; Kircher (JR. 116) gegen Wagenpfeil und Gefreiter Richter (AR.9) gegen Belloff. Außerdem sind Jugendkämpfe vorgesehen. bewußten und erfolgreichen Arbeit zurückblicken. 531 Nennungen gingen für die 3. Nachtsuchfahrt ein, darunter befinden sich allein 56 Mannschaften und jede Mannschaft besteht aus 3 Fahrzeugen. Als ganz besonders erfreuliches Ergebnis kann die Sportbegeifterung der Motor-HI. angesehen werden. — 54 ftitlerjungen werden an dieser Fahrt auf Kleinkrafträdern teilnehmen. Auch die Wehrmacht Hessens Hockeymeisterschaft wird am kommenden Sonntag im Treffen zwischen 1. Hanauer THE. und Dunlop Hanau entschieden. Ein Unentschieden genügt dem 1. Hanauer THE. zum Titelgewinn. 2. Mannschaften der Vereine. — Die 3. Jugend muß zu ihrem letzten Derbandsspiel nach Staufenberg. Ob die 3. Jugend zu einem Erfolg kommen wird, hängt von der Mannschaftsaufstellung ab. — Die 4. Jugend trifft am Vormittag auf dem Waldsportplatz auf die 4. Jugend des Wetzlarer Sportvereins. Leihgestern I — Lich I. 1900 oder Wetzlar - wer wird Meister? Oer große Tag in der Bezirksklasse Gießen. Nach langer Paufierung tritt die 1. Jugend der Spielvereiniguna 1900 wieder einmal auf das Feld. Da das Freundschaftsspiel gegen die gleiche von Alten-Buseck vor dem großen Kampf 1900 Liga gegen Wetzlar Liga ftattfinbet, werden sich wohl die Vielleicht ist der Vorteil des eigenen Platzes aus- chläggebend. l.FC. Großen-Vufeck — Sptv. Heuchelheim. Die 1. Mannschaft des FC. 1926 Großen-Bufeck hat für das ausfallende Spiel gegen Alten-Buseck den Spv. Heuchelheim zum fälligen Verbandsspiel. Das Vorspiel in Heuchelheim konnten die Busecker nach einem schweren Kampf für sich buchen, ob es auch im kommenden Spiel gelingen wird, ist fraglich. Auf jeden Fall ist sich die Mannschaft der Schwarzgelben darüber klar, um was es geht. Es geht um die Entfch.iedung, ob der zweite Tabellenplatz in Bufeck bleibt. Handballkämpfe des Sonntags. Wenn man auch den Spielen des nächsten Sonntags keine allzugroße Bedeutung beimißt, so kann man doch nicht achtlos an ihnen vorübergehen. In der Bezirksklasse kann der eine oder andere überraschende Ausgang eines Treffens für die zukünftige Gestaltung der Tabelle von Bedeutung fein. In der Gauklasse dagegen herrscht diesmal Hochstimmung. Nach menschlichem Ermessen sollte das erneute Zusammentreffen der beiden stärksten Rivalen Tuspo. Bettenhausen und Tv. Wetzlar die langersehnte Klärung bringen. In der Staffel II der 1. Kreisklasse stehen sich auf dem neutralen Platz des Tv. Allendorf (Lahn) Groß-Rechtenbach und Garbenheim gegenüber. Beide Gegner sind sich in spielerischer Hinsicht vollkommen gleich. Rhein-Mainische Börse. Mittagsbörse ruhig und abbröckelnd. Frankfurt a. M., 11. Februar. Mchdem die gestern umlaufenden Gerüchte über neue Bestimmungen im Auswanderer-Effektenhandel keine Bestätigung erhalten haben, legte sich die Böbse wieder stärkere Zurückhaltung auf. Der heutige Beginn am Aktienmarkt war uneinheitlich, und im Verlaufe ergaben sich vorwiegend leichte Abschwächungen. Die Kulisse, die gestern offenbar einiges Material übernommen hatte, schritt zu' Abgaben, dagegen waren auch heute, keine Liqidationsverkäufe zu beobachten. Aiiderseits hielten sich die Kaufaufträge aus dem Publikum in engen Grenzen. Die Umsatztätigkeit war auf den meisten Marktgebieten sehr klein, ebenso hielten sich die Abweichungen zumeist unter Prozent. Größeres Angebot lag jedoch in IG.-Farben vor, die auf 161,90 bis 161 (162,50) 3urü cf fielen. Montanaktien schwächten sich überwiegend um 0,25 bis 0,50 v. H., Rheinstahl um 1 v. H. ab. Elektropapiere notierten bei Veränderungen von 0,25 bis 0,50 v. H. uneinheitlich, Schuckert gaben auf 179 (179,75) nach. Maschinen- und Motorenwerte blieben gehalten, so Moenus mit 135, Adlerwerke mit 119, Daimler 0,25 v. H. niedriger mit 142. Im einzelnen notierten Südd. Zucker mit 210 (209,50), Conti Gummi mit 192,75 bis 192,50 (192,75), Aschaffenburger Zellstoff mit 142,50 (142), Reichsbank mit 208,65 (208,50), anderseits Zellstoff Waldhof mit 148,90 (149,50). Der Rente, nmarkt blieb bei kleinen Umsätzen weiter fest. Don den variabel gehandelten Papieren notierten Reichsaltbesitz mit 131,10 (131,13), ferner im Freiverkehr Kommunal-Umschuldung mit 95,30, 4 v. H. Rentenbank-Ablösung mit 94,25, Städte-Alt- besitz mit 135,25, Zinsvergütungsscheine mit 97,65 und Wiederaufbauzuschläge mit 83,65. Am Pfandbriefmarkt hielt die starke Nachfrage an, insbesondere Kommunal-Obligationen waren gesucht und wurden auf dem erhöhten Stand von gestern vielfach repartiert. Nass. Landesbank-KO. 0,25 v. H. höher mit 99,75. Goldpfandbriefe waren teilweise gestrichen, teilweise rationiert. Liquidationspfandbriefe wiesen nur kleine Veränderungen auf. Stadtanleihen notierten meist 0,13 bis 0,25 v. H. höher. Von Industrie-Obligationen befestigten sich 5 v. H. Daimler auf 103,90 (103,25), 5 v. H. Eisenbahn- Rentenbank auf 101,40 (101), anderseits 4,5 v. H. Krupp 100 (100,40). Neu eistgeführt wurden 5 v. H. Feldmühle zum Berliner Kurs von 103,40. In der zweiten Börsenstunde kam die Abschwächung zum Stillstand, allerdings stockte auch das Geschäft nahezu vollkommen. Weiter gedrückt waren nur IG.-Farben, die mit 160,25 nach anfangs 161,90 schloffen. Don Montanwerten bröckelten Mannesmann auf 114,40 nach 114,65 und Verein. Stahl auf 113 nach 113,25 ab. Die später notierten Werte lagen zumeist 0,50 bis 1 v. H. schwächer, Sehr. Junghans verloren 1,50 v. H. auf 122,25, höher lagen Klöckner mit 119,50 (119). Im Freiverkehr wurden u. a. genannt: Din gier 87,75 (88), Schuh Berneis 76,25 Brief (76), Ufa 69,75 (70,25). Tagesgeld war weiter gefragt und wurde erneut 0,25 v. H. erhöht auf 2,75 v. H. Abendbörse sehr ruhig. Die Abendbörse war sehr ruhig. Die Zurückhaltung hat sich nach verstärkt, zumal Aufträge der Kundschaft fehlten und der bevorstehende Wochenschluß sein übriges tat. Die wenigen notierten Papiere hatten zumeist nominellen Charakter und konnten sich nicht überall ganz behaupten, allerdings betrugen die Rückgänge nur Bruchteile eines Prozentes. Während JG.-Farben mit 160,13 (160,25) kaum verändert waren, gingen Scheideanstalt auf 254 (254,50), Goldschmidt auf 141,50 (142), Schuckert auf 178,50 (179), Holzmann auf 161 (161,50), Man- nesmann auf 114 (114,40), BMW. auf 151,50 (152), Rheinmetall auf 141,50 (141,75) und Gesfürel auf 147,50 (147,75) zurück. Bemberg blieben von der Mitteilung über die wahrscheinliche Wiederaufnahme der Dividendenzahlung unberührt und lagen 0,50 v. H. niedriger mit 140,50. Unverändert notierten u. a. Buderus mit 123,50, Verein. Stahl mit 113, Rheinstahl mit 142,50, Adlerwerke mit 119, Demag mit 146, Metallgesellschaft mit 146 und Großbankaktien. Renten lagen geschäftslos und behaup- tet. 6proz. JG.-Farben 130,50, 4,5proz. Mainz v. 28 99,25, Kommunal-Umschuldung 95,30, 4proz. Renten- bank-Ablösung 94,25. Jaoan....... Iugoilawte» ■ Celo ...... Wien........ LIHabon ..... Stodbolm ... Schwerz..... Spanien..... Prag........ Budaveft.... Meuyork..... Arn morgigen Sonntag empfängt die 1. Jugend- Mannschaft der Spielvereinigung Leihgestern die gleiche des To. Rvdhrim zum fälligen Pslichtfpiel. Wie das Spiel ausgehen wird, ist ungewiß. Schon36000MeldungenfürBreslau^!°d°n, Nach aust-g-nd-m Zweikampf mit dem verwustlichen Schlesier Herbert Leupold, Nach dem Gau Berlin-Brandenburg haben nun- mit den 50 Kilometer des Marathonlaufes in mehr sechs weitere Gaue ihr vorläufiges Melde- Knochen ein großartiges Rennen lief, siegte Bogner Ergebnis für das Deutsche Turn- und Sportfest in | in 1:14:53 und wurde damit abermals deuischer Breslau, für das rund 300000 Teilnehmer erwartet! Langlaufmeister. Den gleichen Titel bei der Wehrwerden, bekanntgegeben. An der Spitze der einzel-, macht holte sich Christian Merz vom Geb.-Pion.- nen Gaue steht vorerst Mitte mit 10 500 Breslau- Batl. 54, der mit 1:17:26 in der Gefamtwertung Sfdnborf I — Lollar I. Mit dieser Begegnung kommt der Kampf um das Tabellenende zum Austrag. Durch Erkrankung von Spielern ist die Lollarer Elf immer noch gezwungen, mit Ersatz anzutreten. Das Vorspiel konnte die Elf mit einem 3:1-Siea beenden. Wenn man den Lollarern auf Grund ihrer längeren Zugehörigkeit zur Bezirksklaffe ein besseres Können zutraut, so besteht für sie doch die Notwendigkeit, das Spiel sehr ernst zu nehmen. Die aussichtsreichste Gelegenheit zu Punkten zu kommen, werden die Gastgeber sich wohl nicht so leicht entgehen lassen wollen. Die Lollarer dürften also wieder einen schweren Stand haben. Die Gäste tun gut, sich weniger auf Kampf einzulassen, als vielmehr durch rasches, flaches Zuspiel ihre reifere Spielerfahrung zum Ausdruck zu bringen. Die Verteidigungstaktik der Gegner muß die Lollarer Elf durch ein ideenreicheres Spiel übertrumpfen. Erforderlich ist, daß die Elf den nötigen Siegeswillen mitbringt. Lollar II — Rüddingshaufen I. Auf eigenem Platz hat die Lollarer 2. Elf den knappen Vorspielsieg der Gäste wettzumachen. Lollar Jgd — Großen-Bufeck 3gb. Die Lollarer Jugend dürfte sich mal zu einer besseren Leistung aufschwingen, wenn sie sich nicht wieder ihrem Gegner beugen will. Frohnhausen I — Watzenborn-Steinberg I. Zu einem schweren Kampf müssen morgen die „Teutonen" nach Frohnhausen. Im Vorspiel mußten sich die „Dränier" mit 6:0 beugen. Db es den Gastgebern gelingen wird, sich für diese hohe Niederlage zu revanchieren, ist nicht vorauszusagen. Die Mannschaft des Gastgebers spielt einen harten, auf Erfolg abgestellten Fußball und hat mit ihrer Taktik schon manchen Gegner bezwungen. Für die Teutonen ist entscheidend, ob Lang, Haas und Naumann spielen. Ohne diese drei sind die Aussichten für die Steinberger nicht sonderlich günstig. Nach der Niederlage in Butzbach sind die Hoffnungen nicht sehr groß. Aber wenn sich die Teutonen anstrengen, können sie -doch zu Punkten kommen. Beide Mannschaften haben die Punkte sehr nötig, wenn sie ihren Tabellenstand verbessern wollen. Ein schneller und harter Kampf wird zu erwarten fein. Steinberg II — DfB.-Relchsbahn. Nach langer Pause tritt die 2. der Teutonen wieder einmal auf den Plan. Wie das Spiel endet, ist nicht vorausMsagen. Beide Mannschaften haben bisher sehr unterschiedlich gekämpft. SA.-Kampfgemeinfchast I — VfB.-Reichsbahn I. Ein interessantes Spiel dürfte es am Sonntag auf dem Univerfitätssportvlatz zwischen der SA. und dem kommenden Meister geben. Die SA.-Mann- schaft hat in den letzten Spielen gezeigt, daß sie auch- gegen stärkere Gegner zu spielen versteht und wird auch am Sonntag versuchen, ein günstiges Ergebnis zu erzielen. Daß es zu keinem Siege kommt, dürfte wohl jedem klar fein, jedoch sollte die Niederlage nicht allzu hoch ausfallen. SA. II — Staufenberg II. Im Vorspiel siegte die SA. mit 3:2 Toren. Man wird auch in Gießen mit einem knappen Sieg rechnen können. Iugenbfuhball im VfB.-Reichsbahn. Frankfurt a. M. Berlin Frankfurt a. M. Berlin Schluß, kurs Schluß!. Abendbörse Schluß- kurs Schluß! Mittag, börse Schluß- kurs Schlußk. Abend" börfe Schluß- kurs SdüuW. Mittag- börfe Darum 10-2. 11.2- 102 11-2- Datum 10-2- 11.2 10.2- 11 2. 6% Teurtdie Reichsanlethe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934