»h I“ ifrit; K rung [. .r .trQgü: iufeums... islofighii. QU5 5ti$ eute h jj, Darins,^ irend ba; 'kbehren * ch so rH ertoolles ? bleiben kv der dehnet kannten ms Er eff. e Wiederke? ’enfen de;: >g de- Mui- jenhe. au-Museui er Äahrtoi! unsere Air biejem K nur, boj Abteilung: üdenlojen'i fr Wetter: > mb her k as früh- bi? 11 die jüt? . Etlichen fei rärfe unbl: n Sebraiif. ’ 'unten [taE omanifdji n f)t prächtig n bem N er Stabt H ut 2m K e yltgenöp. n bes 11. lefchluh bei: itärifcher t die napolr n auch or-V1 chnenswe: > eonberk--. aller deuO berg stellt^ lullur bar, c, EinwohM- allen W die Schopsi' iebeMSach '"iS •it» wA „chicben. 0» leier. rainin mir A°""- S ntelr=5 A , Aonzel „ und «t 1* 3*, nw'"“ W Hr. 238 Erstes Via« 188. Zahrgang Dienstag, U. Oktober 1938 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche Univerfitätstzruckerei ».Lange In Sieben. Schristleilung und SeschSstsftelle: Schulstratz« 7 DieBesehungbesGudetenlandesplanmäßigbeendei Herzliche Begrüßung in Reichenberg. Mit ostmärkischenTruppen inGüdmähren Von unserem K. B.-Verichterstniier. Truppen verlassen, um an der Straße Karlsbad— Graz den am weitesten vorgeschobenen Punkt der deutschen Besetzung zu erreichen. Er liegt etwa 3 Kilometer vor Pil- s e n hinter dem Dorfe Kottiken. Je näher es der neuen -Grenze zugeht, um so größer wird die Zahl der Wegsperren. Oft sind fast 100 Meter lang sämtliche Bäume zu beiden Seiten der Straße gefällt, mit Stacheldraht, großen Steinblöcken oder auch Ziegelmauern durchsetzt. Alle Straßenbrücken waren zur Sprengung vorbereitet, auf allen Hängen sieht man stark befestigte Stellungen. Die neue Grenze ist durch Fähnchen abgesteckt. Gerade schreitet ein deutscher Unteroffizier zusammen mit einem tschechischen Gendarmen die neue Grenzlinie ab, um im gegenseitigen Einvernehmen einige „Grenzkorrekturen" vorzunehmen. Jenseits des Schlagbaumes stehen tschechische Grenzgendarmen, die die Papiere der Grenzgänger prüfen. Darunter befinden sich zahlreiche Tschechen, die erzählen, daß sich in Pilsen bereits eine Knappheit an Kartoffeln, Gemüse und Brot bemerkbar mache, da die Stadt überwiegend aus dem jetzt besetzten Landbezirk beliefert worden fei. Auch die Brauhäuser hätten ihren Betrieb einschränken müssen. Don Pilsen selbst sind von der Grenzstelle aus nur ein paar Schornsteine und besonders hohe Häuser zu sehen. Dagegen gewährt eine weiter zurückliegende Anhöhe einen guten Ueberblick über die ganze Stadt. deutsche ©übmähren zu vollziehen, und so marschieren sie in bester militärischer Haltung an ihrem Kommandierenden General vorüber. Für den deutschen General aber ist dieser Einmarsch noch ein besonderes Ereignis, denn er ist selbst ein Kind Süd- mäbrens. Er stammt aus Bohrlitz. das in diesen Tagen auch von den deutschen Truppen besetzt worden ist. Deutsche Gebirgs-Artillerie und Gebirgs-Infanterie marschiert auf der Straße nach Znaim. Helle Freude leuchtet aus den Augen, als die Soldaten die Spruchbänder lesen, auf denen neben dem Führer als dem Obersten Befehlshaber auch die Wehrmacht besonders begrüßt wird. Die Pferde, bosniakischer Rasse aeben Zeuanis davyn, daß die Pferdepfleger ihre Pflicht voll erfüllt haben. Die Truppe ist ausgezeichnet im Stand. Auf den Tragtieren wird alles mifaeführt wo-; die Gebiras- infanteriften und die G^birgsartilleriften nötig haben. Die festen Beraftiesel und die festen RuckReichenberg, 10. Okt. (DNB.) Nach der Auflösung des sudetendeutschen Freikorps wurden nun die Formationen in ihre Heimat zurück- ^eführt. In Seidenberg waren am Vormittag die verschiedenen Kompanien der Gruppe 5 zusammengezogen worden. Hier brachte der Bataillonskommandeur den Dank der Kämpfer an die Bevölkerung der Grenzstädte zum Ausdruck, die sich in so hervorragender Weise der Freikorpskämpfer angenommen hatte. Auch der Bürgermeister von Seidenberg verabschiedete sich von den sudetendeutschen Männern und betonte, wie feste Bande sich hier zwischen den sudetendeutschen Brüdern und der Bevölkerung der Grenzstädte gebildet hätten. Es sei für die Stadt eine Ehre, die noch im Krankenhaus zurückbleibenden 14 Verletzten auf das beste zu pflegen. Mit mehreren hundert Fahrzeugen, die das NSKK. und der DDAC. zur Verfügung gestellt hatten, fetzten sich die Formationen dann a u f Friedland zu in Bewegung, wo die Bevölkerung auf dem Marktplatz begeistert den aufgelösten Formationen zujubelte, lieber Rosenthal ging es dann weiter nach Reichenberg, wo am Nachmittag die Kolonne eintraf. Zunächst kamen Fahrzeuge und Motorräder des Freikorps. Dicht bepackt zog Lastwagen um Lastwagen vorüber, bis bann unter Dorantritt eines Musikzuges schlesischer SA. unter Jubel und Fahnenschwenken das Ba- ostmärkischen Truppen unb ben Truppen, bie wir vom Reich her kennen. Aber mit Ausnahme ber Kochgeschirre finben wir keinen. Vielleicht, baß bie Köche in ben bampfenben Gulaschkanonen für Steirer und Kärntner etwas anbers kochen, weil es ihnen so am besten munbet. ♦ So ziehen ostmärkische Truppen jubelnb begrüßt in Znaim ein. Gleicher Jubel gilt auch den Flak- Artilleristen und den übrigen Angehörigen ber Luftwaffe. Wie ein Wunber bestaunt rattern die Panzerwagen ber beutschen Wehrmacht durch die Stadt. Es baurt nicht lange, ba ist zwischen den Soldaten unb ben Einwohnern ber Stabt bas herzlichste Einvernehmen hsrgestellt. Da aber bietet sich uns ein Bild, über bas auch wir staunen müssen. Sind das tschechische Soldaten, bie sich hier mit beutschen Flak-Artilleristen verbrüdert haben? Nein, es sind nur Deutsche in bschechischer Uniform, bie eben mit einem Lastwagen aus Brünn unb Ja lau in Znaim eingetroffen finb. Vier von ihnen sind ausgerissen, drei finb entlassen, mit einem Stück Brot und zehn Tschechenkronen in ber Tasche. Annahme von llnzetgeu für die Mittagsnummer vis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpretfe für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Te^t- anzeigen oonTOmm Brette 60 Rpf..Platzvorschrift nach oorh. Dereinbg. 25% mehr. Crmäfotgte Grundpreise: Stellen«, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-,Unterrichts» u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B taillon feinen feierlichen Einzug hielt. Die Männer trugen Stahlhelme mit dem schwarz-rot-schwarzen Band der Sudetendeutschen. Ihre Fahrzeuge, ihre Waffen waren geschmückt mit Blumen, die ihnen die Bevölkerung an der Anmarschstraße in reichem Maße spendete. Der stellvertretende Führer des Freikorps, Abgeordneter Frank, begrüßte das Bataillon in der Heimat unb verlas ein Telegramm bes Führers, in bem er ben Männern für ihren -selbstlosen unb tapferen Einsatz dankte unb zum Ausdruck brachte, er erwarte, daß nun alle in Zukunft in den Gliederungen der Bewegung ebenfalls ihre Pflicht tun. Nach bem Badenweiler Marsch sprach dann der Bataillonskommandeur Standartenführer Stephan. Er erklärte: Die Stunde, nach der wir uns alle so heiß gesehnt haben, ist gekommen. Wir sind in unsere Heimat zurückgekehrt, die befreit wurde durch die Tat unseres geliebten Führers. Tausenden von flüchtenden Frauen und Kindern habe das Freikorps Tag und Nacht den Weg ins Reich freigemacht. Die Zeugen für die Einsatzbereitschaft des Freikorps feien die Toten aus ihren Reihen. Kommandos ertönen, die Flaggen senken sich unb ge- bämpft erklingt bas Lieb vom guten Kameraben. Nach bem Sieg-Heil auf ben Führer unb den Nationalhymnen marschierte das Bataillon durch Reichenberg, um dann aufgelöst und in seine Heimat gebracht zu werden. sacke füiihfin von ber besonderen Verwendung ber i E<^ haben nämlich bie Angehörigen ber Luftwaffe Truppe. Wir suchen einen Unterschied zwischen den I Schokolade an die Schuljugend von Znaim verteilt. Oie deutsche Luftwaffe übernahm die ichechischen Anlagen. Hilfsaktionen in den Notstandsgebieten. — Wiederingangsetzung der Verkehrseinrichtungen krlchetm tftgftd), außer Sonntags und Feiertags Betlagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Olonat$»Be$ugsprets: Mit 4 Bettagen RM.1.95 Ohne Illustrierte e 1.80 Zustellgebühr . -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernfprechanschlüffe anter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Stehen postschecktonto: Sranffurt am Main 11688 Klagenfurt finb besonders stolz darauf, daß sie ■Heimat zu bringen. Da sie nichts anderes wußten, ausgesucht^ worden sind, um ben Einmarsch in bas j --m sich als Deutsche kenntlich zu machen, so haben sie schnell mit weißer Kreide ein weißes Hakenkreuz auf ihre Mützen gemalt, unb nun sind sie froh, baß sie von ihren deutschen Kameraden in dieser Weise begrüßt werden. Sie haben es gewiß nicht leicht gehabt in ben letzten Tagen. Nicht nur. baß es mit ber ßöhnuna haperte. Man hat biese Deutschen als tschechische Soldaten auch noch ausgiebig dazu benutzt, um schwere Zementsäcke in bie neuen tschechischen Befestigungswerke tragen zu lassen. Das alles war noch in der letzten Woche, aber jetzt liegt es hinter ihnen, unb bie Deutschen cum ber tschechischen Armee kommen sich vor rote im Märchen. Die Luftwaffe freilich, ba« muß vermerkt werben, hat einen Tumult in ber Stabt Znaim hervorgerufen. Als bie ersten Jäger unb Aufklärer über bie Häuser unb Plätze zur Begrüßung binweahrau- ften, ba waren alle Hälse hochgereckt unb alle Hände winkten den Kameraden der Luftwaffe entaegen. Der Tumult freilich, der sich auf dem Marktplatz von Znaim abspielte, war ein Tumult besonderer Art. So etwas war noch nicht dagewesen und wird von den Jungen und Mädchen Zeit ihres Lebens nicht vergessen werden. In Klein-Haugsdorf ist eine Straßensperre eingetreten. Grazer Gebirgsinfanteristen und die weiblichen Schönheiten von Klein-Haugsdorf marschieren Arm in Arm die Straße herunter. Vielleicht ist das ein unmilitärischer Anblick, aber welcher Vorgesetzte würde an einem solchen Tage nicht beide Augen zu- drücken? Für einen Augenblick müssen wir freilich die Herzlichkeit unterbrechen, denn wir mochten wissen, wie sich die ostmärkische Armee in die Wehrmacht des Großdeutschen Reiches eingelebt hat. Es gibt nur eine Stimme bes Lobens unb ber Begeisterung, unb das Umlernen war gar nicht so schlimm, wie es anfänglich ausfah. Aus bem „Habt Acht" würbe das „Stillgestanden" unb auch einige Gewehrgriffe würben anbers ausgeführt. Im übri= gen aber ist beutscher Solbatengeist immer derselbe gewesen und geblieben. Hier braucht nicht mehr umgelernt zu werden, und so wie wir unsere ostmärkischen Kameraden heute begrüßen, so werden sie auch von den deutschen Volksgenossen in Sübmähren begrüßt, als stolze Waffenträger der großdeutschen Nation. Der Brückenkopf an der Donau besetzt. Enge rau, 11. Okt. (DNB.) Am Montagmittag nahmen deutsche Truppen Engerau und ben Preßburg gegenüber liegenben Brückenkopf an der Donau in Besitz. Auf dem Wege von Wien nach Engerau passieren wir die römischen Ruinen von Carnuntum, kommen durch fruchtbares Hügelland mit vielen Weinbergen und treffen an der alten Zollgrenze Berg eine Stunde vor dem Einmarsch der Truppen ein. Engerau unb seine Umgebung hatten nie tschechische ober slowakische Bevölkerung. Die Tschecho-Slowakei hatte sich 1919 biefes Gebiet übereignen lassen, um auch auf dem rechten Donauufer Fuß zu fassen, und baute das Engerauer Gebiet als Brückenkopf militärisch stark aus. Hier sollte der Ansatzpunkt zu dem in Versailles nicht durchgesetzten Korridor nach Jugoslawien liegen, wenn die Zeit dafür einmal günstiger wäre. Es ist anders gekommen. Die • Tschechen haben ihre Position auf dem rechten Donauufer für immer verloren. Die neue deutsch-tschechische Grenze verläuft bei Preßburg in ber Mitte der Donau. Deutsche Truppen sichern das Brückenende am linken Ufer und deutsche Zollbeamte haben bereits ein provisorisches Zollamt eingerichtet. Wir sehen über die Brücke nach der tfchecho-slowakischen Seite hin. Preß-- bürg mit feiner Burgruine unb feinen großen Handelshäusern bietet eine eindrucksvolle Silhouette. Man sieht eine große schweigende Menschenmenge auf einem einige hundert Meter vom Ufer liegenden Schiffe nach der deutschen Seite hinüberschauen. Tschechische Soldaten verhindern jeden Zutritt zur Uferpromenade, um Kundgebungen für Deutschland zu unterdrücken. Unter uns auf der Donau patrouillieren zwei Fahrzeuge des Reichswafser- schutzes. Deutschlands Donaugrenze hat sich heute 20 Kilometer verlängert. OieVerbandlungeninKomorn Die ungarisch-slowakische Auseinandersetzung. K o m o r n , 10. Okt. (DNB.) Kultusminister Graf Teleki äußerte sich vor Preffeverttetern über die in Komorn stattfindenden ungarisch- tschecho-slowakische Verhandlungen. Teleki sagte, die Unterredungen seien gestern eigenttich nur bis in das Vorstadium einer allgemeinen Unterrichtung gediehen. Zu seiner großen Freude könne er feft« stellen, daß auch auf ber Gegenseite ein ähnliches Maß von gutem Willen vorhanben sei wie auf ungarischer Seite, was angesichts ber Tatsache, daß zwischen den Ungarn und ben Slowaken niemals wirkliche Gegensätze beftanben hätten, nicht weiter verwunderlich sei. Die Ungarn hätten mit den Slowaken und ben Ruthenen gemeinsam nicht nur Eroberungs- und Verteidigungskriege im Laufe der Jahrhunderte ausgefochten, sondern auch Freiheitskämpfe. Die ungarischen Forderungen feien b e - grenzt durch den V o l k s t u m s g e d a n k e n ebenso wie durch das Selbstbestimmungs- recht, dessen freie Ausübung nach ungarischer An» sicht jeder Minderheitennation sichergestellt werden müsse. Ungarn fordere nicht mehr, aber auch nicht weniger als was das Deutsche Reich tm subeten- beutschen Raum erreicht habe bzw. noch erreichen werde bis zu einer endgültigen und abschließenden Regelung. Damit fei auch die Frage beantwortet, ob Ungarn nach der Rückgliederung der ungarisch besiedelten Gebiete der Tschecho-Slowakei auf einer Volksabstimmung bestehen werde ober nicht. Die tschecho-slowakischen Verhandlungspartner hätten ihren guten Willen durch bie von Ungarn ge- forberte symbolische lieber gäbe zweier Punkte in ben heute noch ihnen gehörenden Gebieten sichtbar unter Beweis gestellt. Mährisch-Ostrau deuischer Gender. Berlin, 10. Okt. (DNB.) Der bisherige tschechoslowakische Sender Mährisch-Ostrau, der westlich der Oder bei Schönbrunn liegt, ist mit der Besetzung dieses Gebietes durch die deutschen Truppen in deutschen Besitz übergegangen. Seit heute, 19 Uhr, ist dieser Sender vorläufig an das Programm des Reichssenders Breslau an- geschlossen, das er auf der Welle von annähernd 249 m oder 1204 kHz sendet. Berlin, 10.Oktober. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Das Heer hat heute die bis zum 10.10. vorgesehene Belegung sudetendeutschen Gebietes planmäßig beendet. Die Luftwaffe hat im besetzten Gebiet die Anlagen der tschechischen Luftwaffe übernommen und Aliegerverbände sowie Flakartillerie dorthin verlegt. Alle Truppenteile haben Maßnahmen ergriffen, um in den Notstandsgebieten der Bevölkerung zu Helsen. Zur Beseitigung der an den Bahnlinien vorgefundenen Zerstörungen unb Beschädigungen sind Spezia11ruppen des Heeres eingesetzt. Lin großer Teil der Eisenbahn konnte durch die Deutsche Reichsbahn bereits jetzt i n Betrieb genommen werden. Die letzten Abschnitte besetzt. Gruli ch, 10. Okt. (DNB.) Die Wehrmacht ist heute im mährischen Raum in bie vorgesehenen letzten Besetzungsabschnitte einmarschiert. Damit ist bas alte deutsche Siedlungsgebiet des Schon- hengftgaues mit den Städten Zwittau, IMüglitz und Mährisch-Trübau in die Ostmark eingegliedert. Ferner ist neben den Städten Hohenstadt, Mährisch-Neustadt, Sterdera. Bodenstadt mnb Neu-Tetschen nunmehr auch das Obergebirge imit dem Quellgebiet ber Ober zu Deutsch- Hand gekommen, wobei die südlichste Linie b i s avenige Kilometer an Olmütz heranreicht. «Schließlich ist heute mit bem Adlergebirge nuch der östliche Rand des Glotzer Kessels von Len deutschen Truppen besetzt worben, nachbem das ssüdliche und östliche Randgebirge mit dem Spie- Ibitzer Schneeberg bereits vorher übernommen Worden war. In der Zone IV macht die mühevolle Wiederauf- richtung des Bahn - und Postapparates we- ffentliche Fortschritte. Fast überall konnte heute das örtliche Fernsprechnetz wieder besetzt werben. Auch bie besonders schwierigen Jnstandsetzungsarbeiten der Reichsbahn gehen rasch voran. So konnten Mon- ftag auf ber Strecke Harmsdorf—Mittelwalbe wieder Personen,züge verkehren. In ben sudetenbeutschen Stäbten finb jetzt viele Hänbe in Tätigkeit, um bie letzten Spuren de s tschechischen Regimentes, die Aufschriften an ben Straßen unb an den Geschäften zu entfernen ober zu überstreichen. 3n ber jüdischen Industrie werden Vertrauensmänner ber Sudetendeutschen Partei als Kommissare eingesetzt. Demnächst findet in bem böhmisch-sächsischen Grenzgebiet eine Verkehrskon- ßerenz ber Hanbelskammern statt, um bie durch die Eingliederung des Subetenlandes in bas Großdeutsche Reich aktuell geworbene Verkehrsfrage zu regeln. Henlein bantt der Wehrmacht. Befreiungskundgebung in Gablonz. Gablonz, 11. Okt. (DNB) Nach bem Einmarsch beutscher Truppen am Sonntag bereitete die Glasstadt Gablonz am Montagabend Reichskom- miffar Konrad Henlein einen begeisterten Empfang. Nach der Eintragung in das Ehrenbuch der I Stadt sprach Henlein in einer wuchtigen Kundgebung zu ben Gablonzern. Heute, so sagte er, ist ber Rest bes subetenbeutschen Gebietes von ber beutschen Wehrmacht besetzt worden. Damit ist mit bem heutigen Tage Subetenlanb frei und ein Teil bes großen Deutschen Reiches. Wir danken dies einzig unb allein bem großen Führer all'r Deutschen. Wir verdanken ihm aber vor allem auch, baß unsere Heimat nicht verwüstet wurde. Der deut- chen Wehrmacht möchte ich in ber heutigen Stunbe gebenken, heute, wo sie vorgestoßen ist bis in bie Grenzen des sudetendeutschen Raumes. Sie ist in unser Gebiet eingezogen, unb Blumen wurden ihr entgegengeworfen. Sie wäre aber auch em« imarschiert,' wenn ihr Kugln entgegengeschickt worden wären. Daß jeder Soldat bereit war, fein fielen »inzugeben, um uns die Freiheit zu erkämpfen, ias wollen roir nie vergessen. Sie kamen i(s Brüder, sie fühlten sich als Brüder unter uns. Wir wollen die Stunde segnen, wo wir Sudeten- deutfche in der glorreichen Armee Adolf Hitlers als uleichrangige Deutsche leben und kämvfen dürfen. Wir müssen aber auch beweisen, daß wir nicht nur "ämpfen, sondern auch arbeiten können. Bisher war der Kampf Abwehr, ber neue Kampf heißt Aufbau. Wir wollen ein glückliches Land, unb dieses glückliche Lanb läßt sich nicht mit Worten, onbern nur mit festem Anpacken schaffen. Vor den Toren Di fens. Kottiken, 11. Okt. (DNB.) Wir sind auch am ätzten Tage bes Einmarsches wieber mit ber Spitze tancs Kraftrabfchützenbataillons vorgerückt, bas vorliegend aus Rheinländern und Westfalen besteht. 'Heben den rein deutschen Ortschaften mehren sich i'ie gemischsprachigen Bezirke. Ein Teil der tschechi- Hen Bewohner, vornehmlich die erst in den letzten ■Kahren zugezogenen, sind, so weit sie nicht fest an» nffia waren, in das tschechische Gebiet zurückgekehrt. uN den rein bäuerlichen Gegenden, die wir passie- rrn, gibt es keine ober nur vereinzelte tschechische Kolonisten. Kurz vor Manetin haben wir die Spitze unserer Das Gudetendeuische Freikorps in der Heimat. P r z Znaim, den 10. Oktober 1938 Kr. Zwanzig Jahre sind verflossen, seitdem Steirer und Kärntner ruhmbedeckt aus dem Weltkriege heimkehrten. Sie hofften, die Uniform mit dem Bürgerrock wieder vertauschen zu können und als Bauern ihren Boden zu pflügen, als Bürger ihrem Gewerbe wieder nachgehen zu können. Das Schicksal aber wollte es anders. Sie durften die Waffen nicht niederlegen, sondern sie mußte'n noch einmal den letzten Freiheitskampf für ihren Boden und die Heimat kämpfen. Sie wissen, was der Kampf um bie beutsche Heimat bedeutet. Unb heute, zwanzig Jahre svä er, treffen wir Steirer und Kärntner als deutsche Soldaten wieder. Heute sind sie gekommen, um Südmähren mit ber Ostmark gneber, unb zwar für alle Zeiten zu verknüpfen. Unter ben beutschen Solbaten, bie wir auf bem Marsch nach Znaim antreffen, sind freilich Söhne ber Väter, bie bamals im Weltkriege unb im Kärntner Freiheitskamvf gefochten haben. Aber es sind auch nicht wenig Offiziere unb Unteroffiziere habet, bie heute mit befonberem Stolz neben he zur Arbeit gezm'ingen"n Frauen wollten sie nachträglich für die Schützen- grabenarbeit bezahlen — die Frauen aber wiesen den lächerlichen Lohn — 14 Kronen für 5 Tage — zurück. Die tschechische Krone hat übrigens keinen Wert mehr in den Grenzgebieten. Sie wird als Zahlungsmittel nicht mehr angenommen. Es ist schon späte Nacht. Ich muß von der Grenze Abschied nehmen, das nächstemal wird die Grenze verschwunden sein, die Ungarn von Ungarn trennt. Der Motor surrt, die Scheinwerfer beleuchten weit die weiße Landstraße. Von der Grenze herüber schallen die Klänge eines Gesangs... Ich halte an. Lausche... Ungarische Burschen fingen die Hvmne: „Unsere Hymne im noch fremden. feindlichen^Land, das morgen aber wieder das unsre wird..." Fahrt an der ungarisch-tschechischen Grenze Don unserem S.p.-Sonderberichierstaiier. laufen ist, wird von den Arbeitern demontiert. Die Arbeit geht in fieberhafter Eile vor sich. Die Tschechen wollen die Zeit ausnützen. Sie müssen die Stadt räumen und wollen alles mitnehmen, was sie nur Der^Soldat ist mit dem Offizier zurückgekommen. Er reicht mir den Paß über den Drahtverhau: „Es geht nicht". „Warum denn?" frage ich erstaunt. „Meine amerikanischen Kollegen sind schon drüben. „Sie sind ein Ungar", antwortete der Offizier. „Sie dürfen nicht durchgelassen werden." Ich stecke den Paß wieder ein. Man kann nichts dagegen machen. Morgen, oder vielleicht übermorgen kann ich schon ohne Paß die Grenze überschreiten, um die befreite Stadt zu besichtigen. Die Fahnen winken einander: diesseits und jenseits dieselben Fahnen: rot-weiß-grün... _ ... Hinter'den spanischen Reitern und Kanonen liegt eine feiernde, glückliche Stadt. Die amerikanischen Kollegen schildern gerührt die unermeßliche Freude der Bevölkerung. Alle Häuser mit den lange Zelt hindurch verbotenen Fahnen geschmückt, alle Gesichter vor freudiger Erwartung strahlend. Die ungarischen Vereine ziehen singend durch die Stadt. Dos tschechische Militär betrachtet apathisch dieses Schauspiel. Die Soldaten sind schon zum Abmarsch vor- bereitet. Die tschechische Verwaltung ist schon längst verschwunden. Die Beamten sind abgereist, vor ihrer Abreise aber haben sie das ganze Archiv eingepackt oder vernichtet. Die Statue des Generals Klaaka, des heldenhaften Verteidigers der Burg Komorn in dem Freiheitskamvf 1843-1849, ist mit Kränzen geschmückt... Wir steigen wieder ein. Das Auto saust schon davon. Wir fahren dem Strome entlang. Auf dem anderen Ufer stehen Hunderte der der Befreiung harrenden Ungarn. Ihr Ruf schallt herüber: „Kommt, wir warten auf euch!" diesen Massenbesuch einzustellen. Wir konnten noch ungehindert hinübergehen. Im Dorfe herrscht natürlich freudevolle Stimmung. Die Häuser beflaggt und mit Blumen geschmückt. Ueberall fieberhafte Spannung der Erwartung. Ich hatte Gelegenheit mit slowakischen Soldaten zu sprechen. Sie sind den Ungarn gegenüber sehr freundlich und von derselben Freude erfüllt wie die Ungarn. Es herrscht aber eine feindliche Stimmung unter ihnen gegen die Tschechen, weil die von den Sudetengebieten geflüchteten Tschechen alle in der Slowakei divisionen. . , r , . ...± ... r. Die Times" schreibt, diese Maßnahme hatte langst ergriffen werden sollen, um England nicht im gegebenen Fall in die Lage versetzen zu müssen, zu improvisieren. Das Blatt beschäftigte sich mit den Ausführungen Adolf Hitlers in Saarbrücken. Es greift den Satz aus der Rede heraus, in dem der Führer sagte: ,W) bin der Meinung daß es billiger ist, sich vor den Ereignissen zu rüsten, als ungerüstet den Ereignissen zu erliegen und dann Tribute zu bezahlt." England könne, so schreibt die „Times , dieser Auffassung nur zustimmen und dasselbe Prinzip für sich anwenden. an 150 Millionen Mark heranzukommen. Diese Entwicklung ist es, die anderswo so unliebsame Aufmerksamkeit erregt hat, die aber nicht abgebogen werden konnte, weil für die Türkei nicht Rüstungskredite die Hauptsache sind, sondern der regelmäßige Warenaustausch. Es kommt eben darauf an, was die Länder im Handel und Wandel sich gegenseitig bieten können. Die Türkei liefert vornchmlich Nahrungs- und Genußmittel nach Deutschland, Hülsenfrüchte und Obst, Rohtabak und Baumwolle. Erheblich ist auch die Einfuhr industrieller Rohstoffe, wie Chromerze sowie außer Baumwolle auch Rohwolle, also alles Dinge, die Deutschland gut gebrauchen kann, wobei die Aufnahme durchaus nicht durch die Menge begrenzt ist, die die Türkei bisher geliefert hat. Gerade hier liegt die Bedeutung des W a r e n k r e d i t s von 150 Millionen Mark, den Deutschland der Türkei eingeräumt hat, denn dieser Kredit ist zur Beschaffung von Maschinen und Einrichtungen bestimmt, die die wirtschaftliche Entwicklung der Türkei vorwärtsbringen sollen. Deutschland hat im Rahmen seiner Warenausfuhr nach der Türkei an erster Stelle Halbzeug geliefert, das dazu dient, die Verkehrsmittel und -wege auszubauen, zumal die Türkei im Begriff ist, ihre industrielle Ausrüstung durch Gründung neuer Werke zu vervollständigen. In der Türkei wird auch nicht vergessen, wie schwer der Aufttieg nach der Ausplünderung von 1919 gewesen ist, eine Ausplünderung, an der gerade die Mächte beteiligt gewesen sind, die heute so verzweifelte Anstrengungen machen, mit dem jungen und kraftvollen Staat ins Geschäft zu kommen. Das ist gewiß nützlich und lohnend, denn die Türkei verfügt über fruchtbare Gebiete sowie über reiche natürliche Vorkommen an Bodenschätzen aller Art. Was fehlt, das sind Menschen, was fehlt, das ist auch wohl das Kapital, um die Einrichtungen' zu beschaffen, die für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung erforderlich sind. Hier hat sich das neue Deutschland bereitwillig zur Verfügung gestellt, hat der Türkei alles das geliefert, was sie braucht, vor allem aber hat sie das alles aufgenommen, was die Türkei hervorbringt. Weder England noch Frankreich können hier in Wettbewerb treten, denn sie müssen das eine und andere, was wir gern und bereitwillig von der Türkei kaufen, aus ihren eigenen Kolonien beziehen, so daß auch in Zukunft nicht daran zu denken ist, die Absatzmärkte auszutauschen. Pharisäer. Grundlage bilden. Als Einleitung dazu könne die Schaffung von Möglichkeiten dienen, die einen intimen Gedankenaustausch zwischen der Regierung und den Vertretern anderer politischer Richtungen gewährleisteten. Auf alle Fälle müsse alles getan werden, um den Parteizwist zu beenden und die nationale Einheit herzustellen. Seiner Meinung nach dürfe es in den Fragen der Außenpolitik und der Aufrüstung keine derart verschiedenen Meinungen geben, daß man nicht eine gemeinsame Grundlage finden und die Kluft überwinden könnte. Zum Schluß seines Artikels beschäftigt sich Eden dann mit der wirtschaftlichen Lage des britischen Weltreiches und schlägt vor, nach dem Verlust gewisser Märkte in Osteuropa das wirtschaftliche Interesse auf die Märkte zu konzentrieren, die heute für England lebenswichtig seien. Englands territoriale Reservearmee. Der Kriegsminister kündigt Verstärkung und Umorganisation an. London, 11. Ott. (Europapreß.) Der englische Kriegsminister Höre Belisha kündigte in einer Rede die Umgestaltung der Territorialen Reserve- anmee und die Eingliederung von Einheiten leichter Tank-, Tankabwehr- und Luftabwehrregimenter sowie von Kraftradbataillonen in die Reservearmee Komorn, 8. Oktober 1938. I. Der Motor surrt in gleichmäßigem Takt. Wir nähern uns dem mächtigen Donaustrom. Jenseits der Donau liegt schon ein anderes Land. Nur Die Bevölkerung ist dieselbe, wie diesseits — unp Die wehenden Fahnen auf den Türmen und Giebeln ... rot-weiß-grün ... Seit einigen lagen feiert bie alte ungarische Stadt Komorn das Verschwinden eines zwanzigjährigen Alpdruckes. Zwanzig Jahre hindurch waren diese Farben verboten, gehaßt, »erfolgt. Jetzt blühen sie über der ganzen Stadt wie eine Blumentracht dieses munterbaren Herbstes, wo die Gerechtigkeit für die unterdrückten Völker mit den Trauben reift. Komorn ist so alt wie die ungarische Geschichte. Schon in der Zeit der Landnahme wurde hier eine Burg gebaut und die günstige Lage — von der Donau und dem Waagfluß geschützt — machte diese Burg unbezwingbar. Auch der Name der Stadt hängt mit diesem Stolz der Kraft zusammen und findet seinen Ursprung in den türkischen Zeiten, als die Burg von den kaiserlichen deutschen Sol- baten oerteibigt wurde. Auf einer Bastei stand die den Feind höhnende Inschrift: „Komm morgen! Aus biefeip stolzen Satz ist bann ber neue Name ber Stadt entstanden — Kommorn, spater verein- facht Komorn. m Vor zwanzig Jahren wurde Stadt und Burg der Tschecho-Slowakei angefchlossen. Seitdem ist das ehemalige rege wirtschaftliche Leben der Stadt lahmgelegt worden, aber kulturell blieb sie auch in den Jahren der fremden Herrschaft der Mittelpunkt des Ungartums des Oberlandes. Hier wurden die ersten ungarischen Kulturvereine gegründet, und die ersten ungarischen wissenschaftlichen und literarischen Zeitschriften für das von dem Mutterlanbe entrissene Ungartum herausgegeben. Jetzt kehrt biese alte glorreiche Stabt als bie erste zum Mutterlande zurück. In ter ungarischen Geschichte wird ber Name bieser Stabt mit golbenen Lettern verewigt, denn zwischen ihren Mauern wird ber Wiederaufbau bes tausendjährigen Reiches des Heiligen Ste- Oeutfch-türkischer Handel Handel und Wandel zwischen Deutschland und ber Türkei haben seit ber Machtergreifung eine Entwicklung erfahren, bie für beite Länder in jeder Hinsicht als erfreulich zu bezeichnen ist. Diese Entwicklung hat durch den Besuch des Reichswirtschaftsministers Funk in Ankara einen noch stärkeren Auftrieb erhalten, woran auch alle die Versuche nichts geändert haben, die von anderer Seite unternommen wurden, um Deutschlands Verbindungen im Südoften zu stören. Wenn in ber englischen Presse im Sommer viel Aufhebens bavon gemacht wurde, daß sich England bereit erklärte, ber Türkei einen Kredit von 6 Millionen Pfund zu gewähren, so war das um so weniger begründet, als es sich hierbei nur um reine Rüftungspolitik gehandelt hat. Auf der anderen Seite ist es nun einmal Tatsache, bie schon burch bie geopolitische Lage bedingt ist, daß Deutschland im Außenhandel ber Türkei weitaus an er ft er Stelle steht. Für ein ßanb; bas wirtschaftlich und politisch auf» steigen will, wie das bei ber Türkei ber Fall ist, kommt es barauf an, zunächst einmal feine Erzeugnisse loszuwerden sowie im Gegenwert solche Waren zu erhalten, die für die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung unbedingt notwendig sind. Deutschland nimmt von der Ausfuhr der Türkei mehr als bie Hälfte auf, währenb Englanb erst an sechster Stelle steht, aber mengen- und wertmäßig so wenig abnimmt, baß nur verhältnismäßig geringe Summen in Frage kommen. So war es bisher, so haben sich auch die Dinge für 1938 ange- lassen, denn bie Einfuhr aus ter Türkei hat sich auf ber Höhe der Vorjahre gehalten, die Rekord* Ziffern erreicht hatte, so daß 1936 der Wert der Einfuhr auf über 80 Millionen Mark stieg. Umgekehrt hat die Ausfuhr Deutschlands nach der Türkei, die 1933 = 36,5 Millionen Mark ausmachte, bis 1936 eine Verdreifachung auf über 116 Millionen Mark erfahren, um 1938 sehr wahrscheinlich Wie unbequem und störend der Friede von München für die kleine Gruppe der englischen Kriegspartei und ihre publizistischen Helfer ist, zeigt sich jetzt wieder an ihrem neuesten Fälschungsmanöver, bas als Motto bas heuchlerisch überhebliche Wort des'Pharisäers im Tempel hat: „O Gott, ich danke dir, baß ich nicht bin wie dieser Zöllner da!" Da erscheinen plötzlich wie auf Kommando bebilderte Darstellungen in gewissen englischen Blättern, in denen „die Leiden der tschechischen Flüchtlinge" mit blutroter Farbe gemalt werden. Es sind das dieselben Blätter, die niemals eine Zeile für das wahre Flüchtlingselend von Millionen Deutschen nach Versailles oder für die Leiden von Millionen national- spanischer Flüchtlinge und erst recht nicht für bas 20jährige Elend ber Sudetenbeutschen übrig hatten, geschweige benn für bie Hunderte von tschechischen Morden, Plünderungen, Zerstörungen usw. Diese Zeitungen verschweigen absichtlich und wider besseres Wissen, baß ja der Führer in seiner Sportpalast- Rede ausdrücklich erklärt hat, daß wir keinem Tschechen etwas zuleide tun wollen, ja daß wir noch nicht einmal Tschechen in unserer Wehrmacht ' dienen lassen wollen, wenn einige von ihnen in den befreiten Gebieten verbleiben wollen. Sie verschweigen ebenso absichtlich Tatsachen wie die, daß nicht nur tschechische Zivilisten, sondern sogar tschechische Soldaten hungernd die Sudetendeutschen und bas beutsche Militär um Nahrung baten und sie auch erhielten. Und sie verschweigen schließlich, daß es sich bei jenen tschechischen Flüchtlingen, die es tatsächlich gibt, entweder um Kreaturen mit allzu schlechtem Gewissen oder um planmäßig verhetzte, also irregeleitete Menschen handelt. Wie ärgerlich müssen für diese bewußten Verleumder die höchst anerkennenden Ausführungen sein, die man in führenden englischen und französischen Blättern über die Haltung der deutschen Wehrmacht lesen an. Die Umorganisation sei der Niederschlag ber während ber letzten Krisentage gemachten Erfahrungen. Dor einem Jahr seien die Luftabwehreinhetten 23 000 Mann stark gewesen. Inzwischen habe ihre Stärke verdoppelt werden können. Bis zum Ablauf des nächsten Jahres rechne man mit einer weiteren Verdoppelung. Die Territoriale Reservearmee werte mit dem stehenden Heer auf bie gleichen Grundlagen gestellt werden. Die Infanterie ber Reserve werbe sowohl leichte wie schwere Maschinengewehr- bataillone umfassen. Die Artillerie werbe anstatt vier je Batterie in Zukunft acht Geschütze zahlen. Die territorialen Jnfanteriebrigaben mürben wie bas stehende Heer drei anstatt vier Bataillone um-1 gebieten gefluchteten Tschechen fassen. Während man 1914 14 Divisionen ausgestellt siedeln wollen. c,nmnf< habe, würde die Territoriale Reservearmee nunmehr. freies Land fein 18 Divisionen umfassen, darunter drei Luftabwehr- die Grenze überschreiten wollten, ftreng untersucht, und obzwar bei ihnen keine Waffen gesunden wurden, riet der Kommandant der Grenzwach. polen besetzt das Karwiner Industriegebiet nnd Oderberg > ' IN ganz Ungarn oer öiea oer werocniiaieu '-r». tschechisches Kapital, sondern befinbet sich zum (Die Tschechen sinb sich schon dessen bewußt, daß größten Teil in den Händen großer englischer und ihre Herrschaft zu Ende geht, wollen aber die französischer Finanzgruppen. Die größte Rolle in Freude te- B"nöskeruna "uch ieh* nn* m«t ber Industrie bes Teschener Schlesiens spielt un- unnötigen Maßnahmen vergiften. In dieser Geaenb M« Der W id)t bes'ch i)att in Sflf -stiannq imVesl^ dgfe. n",rte lenbntdi!« unqen töi'oe« ttNt nn'"' Arbeiter- t LeisluN' ) ür das,,? K m£V» «erde"', beulte ** K?s «'S ,? untert* di-«-'L Ä«» »ref » ?«£s t" I N°,. ,»teil’ e Ah°'' e 191Q von 2er Heine Ichlängelt, vieren’ q[$ diese Lui» nden EW märtet j* lls ich bs besuch rc wurde e mar fdr n Zukw. Stahf ;■. traft? frobi bie anbtit erben auf« * 1 abfrans* bergefallt. röo\t die Grei igarn tren. leuchten wfl •nie berührt j«) baffe an. bie famne: s/chen Land, 9‘ hOd) n>: bi,. r w btn ’U5 btt 1ilt" llti. '“igoti. St!* 1 iu OHi, 9kN tQh[. > *i ffcht, e bfi>e; flocke» ti)rer f öes K en- fiet eute wjtz it gefe>i>ri ■W. «her bi! nnrh 'r ®eaenb hier darf Ellbein, über die 'Plah der ^Tten mjf Men, rtjn Int: „Tins lein'“ Asz ^woch und 2iffaf non 'n zu 3er, scheu Auf- Sir s. Jkltl w |Qrn. £ ‘.-j ie „Neue Welt" bereist. Dor hem Kriege war der Cinmarsch- B. flutet erscheint ... Internationaler Sott^refr Kämpfe sich in einem hügeligen Gelände abspielten, motorisierter Einheiten nur in geringem Umfange getragen werden. Leiter des Dr. - 3ng. der Sorbonne, der Professot für arabische Sprachen und Literatur der Universität Rom, Professor Gidi, Pater V o c a von dem Missionsorden der Weißen Väter, der Generalsekretär des Institutes für Italienisch-Afrika, Professor Rossetti und Professor A m b r o s i n i von der Universität Rom. Zum Problem „Die Sozialpolitik gegenüber den Eingeborenen und die Zusammenarbeit mit ihnen" äußerte sich Luftmarschall B a l b o über seine Erfahrungen als Generalgouverneur von Libyen. Balbo schloß mit der Feststellung, daß es auf Grund Neuwahlen in Jugoslawien Belgrad, 10. Oft. (Europapreß.) Eine königliche Verordnung bestimmt die Auflösung des Abgeordnetenhauses. Die Neuwahlen sind auf den 11. Dezember festgesetzt. Das aufgelöste Parlament ist am 5. Mai 1935 unter der Regierung Jeftitsch Der Führer hat der Kameradschaftlichen 23er» eimgung der Offiziere der Wehrersatzinspektion Berlin für das Landwehrkasino ein von Professor Rickelt (Köln) gemaltes großes Porträtgemälde zum Geschenk gemacht, das im Landwehrkasino durch Staatsminister Dr. Meißner, den Chef der Präsidialkanzlei, im Rahmen einer Feier, an der der Kommandeur der Wehrersatzinspektion Berlin, Generalleutnant Bock von Wülfingen, sämtliche Wehrbezirkskommandeure Berlins und die Mitglieder des Vorstandes der Vereinigung teilnahmen, diesem übergeben wurde. getreten. Generaloberst von Brauchitsch zunächst von Ziegenhals aus in den abschnitt IV. Der Reichsverkehrsminister hat dem Am zweiten Tage des Internationalen Kongresses für Singen und Sprechen in Frankfurt begannen die Vorträge. Alle Vorträge Attentat auf den bnloanschen Keneralstakschef. Sofia, 10. Oft. (Europapreß.) Der Chef des bulgarischen Generalstabs, General Pejeff, wurde das Opfer eines Reoolveranfchlags. General Pejeff befand sich in Begleitung seines Adjutanten, des Obersten S t o j a n o f f, auf dem Wege zum Kriegsministerium. Als die beiden Offiziere das Justizministerium erreichten, sprang ein Mann auf sie zu und feuerte aus zwei Revolvern fünfzehn Schüsse ab. General Pejeff wurde von zwei Schüssen getroffen und auf der Stelle getötet. Oberst Stojanoff wurde in hoffnungslosem Zustand ins Krankenhaus gebracht, wo er gestorben ist. Rach Verübung der Tat richtete der Mörder, der bulgarische Major Stojuzossitoff, die Waffe gegen s i ch selbst und verletzte sich lebensgefährlich. Er wurde sofort auf das Kommando der Gendarmerie gebracht und einem Verhör unterzogen. Es verlautet, der Attentäter habe erklärt, die Revolver von einem Mann bekommen zu haben, dessen Namen er nicht nennen könne. Er war vor drei Monaten aus dem Gefängnis entlassen worden, wo er wegen Mordversuchs eine Strafe abzubüßen hatte. General Pejeff war erst vor einigen Monaten zum Generalstabschef der bulgarischen Armee ernannt worden. Kleine politische Nachrichten. Der Führer und Reichskanzler hat dem Herzog Adolf Friedrich zu Mecklenburg telegraphisch Glückwünsche zum 65. Geburtstag übermittelt. schädlichen Fächer noch nicht genügend eina-ordnet ist, gelten entweder die Bestimmungen für die svrachliche Form der Oberschule für Oie schriftliche Neikeprüsuna. Für die Reform der Reifeprüfung an höheren Schulen hat der Reichserziehungsminister Bestimmungen über die schriftliche Prüfung erlassen. Von Ostern 1939 an werden die Prüflinge an O b e r ° schulen zunächst einen deutschen Aufsatz und eine geschichtliche ober erdkundliche Arbeit anzufertigen haben. An dem sprachlichen Zweig der Oberschule kommen zwei fremdsprachliche Arbeiten hinzu. Für die Art der Arbeit in den lebenden Fremdsprachen behalten die bisherigen Sonber- beftimmungen ber Länder Geltung; im Lateinischen wird einheitlich eine Uebersetzung aus bem Lateinischen in das Deutsche gefordert. Am naturwissenschaftlich-mathematischen Zweig ber Oberschule für Jungen tritt eine mathematische Arbeit hinzu, in der das Anwendungsgebiet der Naturwissenschaften mit zu berücksichtigen ist, und nach Wahl des Schülers eine physikalische ober chemische Arbeit. An der Aufbauschule für Jungen treten zum deutschen Aussatz und einer geschichtlichen oder erdkundlichen Arbeit Arbeiten aus dem Gebiete der Physik ober Chemie nach Wohl des Schülers hinzu. Die Reifevrüflinge des Gymnasiums haben eine deutsche, lateinische, griechische und mathematische Arbeit anzufertigen, für die die bisherigen Bestimmungen gelten. Für die Reifeprüfungen der hauswirtschaftlichen Form der Mädchenoberschulen erhalten bie Prüfungsbestimmungen der bisherigen dreijährigen Frauenschule allgemeine Geltung. Für die Rene» nrüfungen der Mädchenaufbauschulen, bie sich in Umwandlung zur hauswirtschattlichen Form befinben, an benen jedoch bie Pflege ber Hauswirt- Japanische Srsolae vor Ha" kau. Die zweite chinesische Verteidigungslinie durchstoßen. Schanghai, 10. Oft. (Europapreß.) Chinas Zweite Verteidigungslinie um Hankau ist während Les Wochenendes an drei verschiedenen Stellen von Len vorrückenden japanischen Truppen gesprengt roorben. Am Sonntag fiel Kitschu am Nordufer Les Jangtse, etwa 120 Kilometer östlich von Hankau entfernt. Weiter im Norden haben die Japaner bei Linhing die Eisenbahnlinie Peiping—Hankau unter» Drachen. Eingang, an der nördlichen Spitze der chinesischen Verteidigungslinie gelegen, ist in japanischer Hand. Schließlich wurden die Chinesen aus Len Tapieh-Bergen, über die die chinesische ...Maginot-Linie" führt, nach schweren Kämpfen zu- rückgeworfen Die Japaner sollen bereits im Besitz Öes Tapieh-Passes, des Schlüsselpunktes zu dem chinesischen Hauptquartier Mentscheng fein. Südlich des Jangtse konnten die Japaner nach schweren Verlusten auf beiden Seiten Aikowkai, zwischen Singse und Teian, nehmen. Dadurch sind große chinesische Truppenabteilungen angeschnitten roorben. Durch den Fall Sinyangs ist ber nördliche Flügel der chinesischen Armee mit Umfassung bedroht. Die Kämpfe der letzten Tage haben auf Leiden Seiten sehr schwere Verluste gefordert. Dies erklärt sich zum Teil daraus, daß die Reichs - Kraftwagenbetriebsverbandes, Scholz, den erbetenen Abschied erteilt und zum Präsidenten dieses Verbandes den Kommandierenden General der Panzertruppen a. D. Lutz berufen. „Oer beste Klub der Wett." Auf daß Mr. Ehamberlaiu die Sonne nicht blende ... Merkwürdiae Einrichtungen im Unterhaus. Europäische Zusammenarbeit in Afrika Oie Beratungen des Bolta-Kongreffes. I überzeugt, bei den Wahlen eine überwältigende | Mehrheit zu erhalten, da der Verlauf der letzten europäischen Krise den bisher verfolgten außenpolitischen Kurs des Ministerpräsidenten vollauf gerechtfertigt hat. Am Montag wurden z w e i n e u c Der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von Brauchitsch, hat am 10. Oktober eine Besichtigungsreise, in das von Truppen des deutschen Heeres besetzte Sudetenland an« ~ ..... begibt sich König als junger Marineoffizier in Kanada. Damals besuchte er gleichzeitig die Westindischen Inseln und Neufundland. Die Reise wurde auf dem Schlachtschiff „Comberland" zurückgelegt. Als Herzog von Port stattete er 1924/25 Ostafrika und 1927 Australien und Neuseeland einen Besuch ab. Der spätere König Eduard VII. suchte Kanada im Jahre 1860 auf. 1908 bereiste her spätere König Georg V.,. Kanada und der spätere König Eduard VIII. Der jetzige Herzog von Windsor weilte im Jahre 1927 in Kanada. den Ministern die in diesen Augenblicken unerwünschte Sonne fern. Am Stuhl des „Sprechers" ist an versteckter Stelle ein Knopf angebracht Durch einen Druck auf diesen kann der Sprecher die Deckenlichter regulieren. Nur ein leichter Druck und die Lichter beginnen so sanft zu leuchten, daß man ihr Auf- flammen kaum bemerkt. Es gibt aber auch verschiedene Arbeiter, die nichts anderes zu tun haben, als darüber zu wachen, daß sich keine Staubwolken im Hause bilden; sie kontrollieren die Ventilation. Wenn ihnen gemeldet wird, daß es irgendeinem Mitglied zu kalt oder zu warm wird, bann können sie die Luft an seinem Platze abkühlen oder erwärmen, und das geschieht alles nur durch das Drücken auf Schalter. An einer anderen Stelle sind zwei Reihen von Zeigerapparaten angebracht, die aussehen wie die Schalttafeln für Klingelzeichen in einer Hotelküche; sie hängen aber nicht mit Klingeln zusammen, sondern durch einen Blick auf sie können die Beamten erkennen, wieviel freie Sitze noch auf den Galerien sind. Einen umständlichen Dienst erfordern die Fahnen. Jedesmal, wenn eine Fahne vom Turm des Hauses der Lords herab» genommen wird, muß sie genäht werden. Die übliche Flagge mißt 8:11 Meter; wenn es aber sehr windig ist, wird eine kleinere Flagge gezogen, und es ist schon vorgekommen, daß an einem Tage drei Fahnen in Stücke gerissen wurden. Zwei Leute haben nur den Dienst mit den Fahnen zu versehen, sie haben dazu Nähmaschinen zur Ausbesserung, die zur Ausrüstung des Unterhauses ge» hören. Auch der Fensterdienst erfordert viel Arbeit, denn es gibt so viele Fenster, daß niemand ihre Zahl genau kennt. Ein ganzer Stab von Elektrikern bedient die 10 000 elektrischen Lampen, mit denen ein ganz zauberhaftes Spiel entfaltet roirb, wenn der König das Parlament eröffnet. Dann fitzt ein Mann in einem Schalterraum und wartet auf die Fanfare, die chm die Ankunft des Königs anzeigt. Er wartet noch auf ein zweites imb ein drittes Signal, das der Chefingenieur ihm in dem Augenblick gibt, wenn er die Gestalt des Königs erblickt, und nun hat der Mann im Schalterraum Knöpfe zu drücken, Schalter zu ziehen, und es beginnt ein sanftes Auf glüh en des Lichts,- zuerst kaum zu spüren, dann immer heller und wärmer werdend, bis schließlich in dem Augenblick, in dem der König die Parlamentseröffnung vornimmt der ganze Saal wie vom hellsten Sonnenschein über« Rom, 7.Ott. (Europreß.) Auf dem Volta-Kongreß sprachen über bas Thema „Verhalten der Eingedore- nen gegenüber der europäischen Zivilisation" Direktor 1 im Ministerium für Jtalienisch-Ostafrika, M or e n o, und der nationalspanische Philosoph, d'Ors, die wertvolle Erfahrungen über die Entwicklung der Eingeborenensprachen bei der Berührung mit der europäischen Zivilisation austauschten, ferner das Mitglied des französischen Obersten Kolonialrates, Professor L e n e v e u , der Direktor des vatikanischen Völkerkundlichen Missionsmuseums, Pater Wilhelm Schmidt, und der Gouverneur der belgischen Kongokolonie, Ryckmans. lieber das Thema „Probleme der Religionsoerbreitung unter den heidnischen Völkerschaften Afrikas" sprachen Professor M a s s i g n o n vom Institut für islamische Studien Ms den ,ch e st e n K 1 u b in d e r W e 11" bezeichnen die Engländer selbst seit langem das U n - terhaus, und das will bei ihnen etwas heißen. Es ist aber auch ein sehr kostspieliges Haus, auf das in diesen Tagen die Augen der Welt gerichtet waren, und es birgt eine Fülle von Einrichtungen, von denen die Engländer im allgemeinen nichts wissen, so daß Stuart Martin in „Answers" sie genauer darüber belehren muß. Das Unterhaus kostet der Nation jährlich etwa 800 000 Pfund, also nahezu 10 000 000 Mark; die Arbeit in ihm hort nie auf, auch wenn die Mitglieder in Ferien sind. Es gibt ihrer 615, aber es sind 400 Arbeiter und Angestellte nötig, bas Haus in Ordnung zu halten. Es gibt in diesem Hause viele Dinge, die der gewöhnliche Besucher niemals sieht, von manchen wissen sogar nicht einmal die Mitglieder. Zwischen dem Unterhaus und dem Oberhaus liegt ein Wandelgang, unter dem sich die Keller befinden, die jedesmal vor der Wiedereröffnung des Parlaments durchsucht werden, weil einmal in alten Tagen Guy Fawkes mit feiner Pulververschwörung Unfug darin getrieben haben" soll. Es gibt heute keine tiefen Kerker, wohl aber eine wvhlausgestattete Schmiedewerkstatt mit Amboß und Ofen und allem Werkzeug, das man für die Bearbeitung des Eisens braucht.' Weiter findet man dort Maler- und Zimmererwerkstätten und Keller mit Vorräten von Holz, Tauwerk und allem Möglichen. An jedem Morgen steht auch ein Mann um acht Uhr an einer Ecke in ber Nähe des Wandelganges und wartet darauf, daß man ihm meldet, daß irgendwo eine Tür nicht geöffnet oder geschloffen werden kann. Es ist der Schlosser, der alle Arten von Schlüsseln blitzt, aber auch Schlösser machen oder umändern kann. Weiterhin steht eine Art Schilderhaus, in bas sich ein Mann stellen kann. In einer Seitenwand ist hier ein Schlitz eingeschnitten, durch den ein Mann dem Sitzunassaal beobachtet; wenn bie Debatten sehr lange Dauern, kann er sich auch setzen, aber er selbst wird nicht gesehen. Seine Aufgabe ist es, das Gesicht des Premierministers zu beobachten, und er hat sicher auch in diesen Tagen sorgfältig darauf geachtet, daß Mr. Chamberlain die Sonne nicht blenbet; denn er hat über die Jalousien zu wachen und damit für den nötigen Schatten für die Ministerbank zu sorgen. Wenn die Sonne sinkt und ihre Strahlen tiefer in den Saal hineinreichen, dann läßt er durch eine automatische Vorrichtung die Jalousien herab und hält der umfassenden sozialen Tätigkeit der italienischen Behörden in Kürze in Libyen nur noch katholische und mohammedanische Italiener geben werde, die gleichermaßen stolz daraus seien, Glieder des mächtigen faschistischen Imperiums zu sein. Die 15 deutsche Referate fanden eine sehr günstige Aufnahme. Besonderen Eindruck machten die objektiven Arbeiten über das Mandatsrecht (Freiherr von Freytagh-Loringhoven) und bie Gesetzgebung im Mandatsgebiet Tanganjika (Gun- zert) sowie die Studien zur Eingeborenen-Gerichts- barteit von SB i n fei mann und SBengler, die dem Kongreß vom Kolonialrechtsausschuß der Akademie für deutsches Recht überreicht wurden in dem Gedanken, daß Deutschland, heute noch seiner Kolonien beraubt, bereit ist, die Aufgabe der Kolonisation wieder zu übernehmen, und daß die deutsche juristische Wissenschaft die Forschungen eifrig ro eiter» führt, die das koloniale Deutschland bis zum Kriege — entgegen allen kolonialen Scyulblügen — in so hervorragender Weise getrieben hat. Das auf dem Kongreß zutagetretende Bewußtsein von ber Notwendigkeit der europäischen Zusammenarbeit in Afrika steigerte sich gelegentlich zur klar ausgesprochenen Vertretung des deutschen Anspruches auf Rückgabe der Kolonien durch Kongreßredner aus verschiedenen Staaten. Minister in die Regierung aufgenommen, der . - v Führer der Jugoslawischen Volkspartei, Swetislaw Mädchen ober für die Aufbauschule für Jungen. gewählt worden. Die Neuwahlen werden voraus-! H o d j e r a , als Minister ohne Portefeuille und der ___,„ri, ...................... ........ ... sichtlich nach dem alten Wahlgesetz stattfinden. Im bisherige Abgeordnete Ante Mastrv witsch als, i n welchem mit dem Einsatz'schwerer Artillerie und Augenblick lassen sich die Wahlfronten noch nicht Minister für Körperkultur. Dieser (Ernennung (^jnacn tltlb (?prerf*Cn Üt ^Mnffurf. motorifierter Einheiten nur in geringem Umfange übersehen, da die Bereinigte Opposition noch feinen kommt im Hinblick auf bie Wahlen zur Skupschtina operiert werden kann. Deswegen mußte die Haupt- endgültigen Beschluß darüber aefaßt hat, ob und in Bedeutung zu, da die beiden neuen Minister aus Taft des Angriffes von den japanischen Fußtruppen welcher Form sie sich am Wahlkampf beteiligen ben Reihen ber Rechtsopposition kommen. getragen werden. will. Die Regierung Stojadinowitsch ist davon1 -------- palrttina Weitere englische Truppenverstärrungen. London, 10. Oft. (DNB.) Das Kolonialministe- rium teilt mit, daß weitere T r u p p e n v e r - stärfungen nach Palästina geschickt werden sollen, und zwar vier Bataillone Infanterie, eine Bat- terie Artillerie und einige Panzerwagen. Damit wird die englische Militärstärke in Palästina auf 17 Bataillone Infanterie, zwei Kavallerie-Regimenter, eine Batterie Artillerie und einige Panzerwagen an« wachsen. Weiter werden frühere Soldaten für den Polizeidienst in Palästina angeworben. Die Bespre- chungen zwischen dem Oberfommissar für Palästina und' dem Kolonialministerium werden fortgesetzt werden. Man rechnet damit, daß der Oberkommis, sar Mitte ber Woche nach Palästina zurückfehren roirb. Ueber den weiteren Gang der Entwicklung in Palästina ist man sich in London noch nicht ganz im flaren, zumal der Ausschuß unter Leitung von Sir John Woodhead feinen Bericht noch nicht veröffentlicht hat. Sicher scheint es jedenfalls, daß die Vorschläge des irakischen Außenministers, die auf Gründung autonomer Teilst a a t e n in Palästina hinausgehen/.bei den letzten Gesprächen eine Rolle gespielt haben. Don den Arabern, die sowohl der Stellung Palästinas unter ein Mandat, als auch der Balfour-Erklärung starken Widerstand geleistet hatten, wird der irakische Vorschlag mit Sympathie aufgenommen. Die^zio- nistische Bewegung hat dagegen den Vorschlag in seiner jetzigen Form bereits abgelehnt. — Man hält es für möglich, daß der nächste Vorschlag der englischen Regierung ein Kompromiß zwischen dem Vorschlag der Lord-Peel-Kommission und dem irakischen Entwurf darstellen wird. „Daily Telegraph" stellt fest, daß der Palästinakommissar mit der vollen Ermächtigung der Regierung nach Palästina zurückkehren werde, entschiedene Maßnahmen zur Wiederherstellung des Friedens und des Vertrauens in allen Teilen Palästinas durchzuführen. In immer stärkerem Maße glaube man, daß die Teilungspolitik zugunsten des Planes für ein geeintes Palästina aufgegeben werde Der völlige Zusammenbruch der Autorität in Südpalästina zeige, daß die Lage noch ernster sei, als man allgemein angenommen habe. Es würde zwecklos sein, die Auaen vor dem Schlag , zu schließen, den das britische Prestige nicht nur in Palästina, sondern auch in anderen Teilen des mittleren Ostens erlitten habe. „News Chronicle" schreibt, die Regierung sei seit vielen Jahren zur Genüge gewarnt worden, daß der „Palästina-Tops" •eines Tages überkochen würde. Das zögernde Verhalten der Regierung in der Palästinafrage habe zu einem nicht geringen Teil zu der ■gegenroärtigen Krise beigetragen. wdetstiJizi dm scha^axdmJtimSchm! OSRAM Nachdem das Licht, durch Osram-W-Lampen erzeugt, so billig geworden ist, kann es reichlicher angewendet werden. Oer Abwaschtisch sollte durch eine 60-Watt-W'Lampe in einer Opalglasglocke gute Beleuchtung erhalten. Eine HO-Watt'OsraM'W-Lampe gibt 3 '/r mal soviel Licht wie eine 25-Watt-Lampe. Verlangen Sie in den Elektrolicht - Fachgeschäften immer innenmattierte GEISSLER, yti-it vielten M IZWlM ist alles mit der Heizung zufrieden. 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Hierbei kamen die Fluggäste Fischer, Piepenstock Lucher Diemer, Kappes, Menzen, Rysner, Bergh, Dr. Witt und Maurauh sowie die Besatzung u m s L e b e n. Mit dem Paddelboot von Hamburg nach Hongkong. Auf seiner Fahrt im Paddelboot, die um die ganze Erde führen sollte, erkrankte der 35jähriqe deutsche Sportsmann Heinz Peppen- berger, nachdem er sieben Jahre lang mancherlei Gefahren und Abenteuer überstanden hatte, bei seiner Ankunft in der südchinesischen Hafenstadt Hongkong an Tropenruhr. Er wurde ins dortige französische Krankenhaus eingeliefert, wo er nach einigen Wochen der tückischen Krankheit erlag. Peppenberger hatte gemeinsam mit einigen Freunden 1931 Hamburg im Paddelboot verlassen. Drei Mann ertranken im Sturm auf der Höhe von Aden, ein vierter kam päter in Indien ums Leben. Trotz aller bösen Erfahrungen paddelte Peppenberger allem auf den Indischen Ozean hinaus und gelangte nach Zuruck- lequng einer Strecke von 23 000 Seemeilennach Hongkong. Die deutsche Kolonie in Hongkong bereitete dem tapferen Sportsmann eine würdige Ruhestätte. Drei holländische Heringsfischer ertrunken. Bor Scheveningen ereignete sich ein Schiffsunglück. Ein Scheveninger Heringslogger ve^ suchte während des starken Südweststurmes durch die gefährliche Brandung in die Hafeneinfahrt zu gelangen. Wenige Meter vor der Mole wurde er jedoch von einer gewaltigen Grundfee ergriffen, aus feinem Kurs geworfen und auf eine Sandbank geschleudert. Gleich darauf war der Logger gesunken. Die Besatzung hatte sich in die Wanten geflüchtet. Nach langem Kampf und imter vollem Einsatz des Lebens gelang es der Besatzung des Rettungsbootes „Zeemannshoop" elf Fischer zu retten, während drei in unmittelbarer Nähe des Heimathafens den Seemannstod fanden Aller Wahrscheinlichkeit nach hatten sie sich beim Unter- gang des Loggers in die Schiffsnetze verwickelt. Eine große Menge beobachtete vom Strand aus den Vorgang. Drei tödliche Abstürze in den Dolomiten. 19.30—21.30: 3. Mittw.-Miete Erstaufführung: Eine Frau wie Jutta Lustspiel in drei Akten v. Möller und Lorenz Dr. August Horch 70 Jahre alt. Am 12. Oktober vollendet Dr. August Horch, der bekannte Konstrukteur und Mitbegründer der deutschen Automobilindustrie, das 7 0. Le bens» fahr. Horch wurde 1868 in Winningen (Mosel) geboren. In der väterlichen Schmiede, die schon seit Generationen im Besitz der Familie war, lernte er das Schmiedehandwerk, das ihm die Grundlagen für feinen Werdegang gab. Nach abenteuerlichen Lehr- und Wanderjahren wurde er Maschinenbauer und ging als Konstrukteur wieder in die Praxis. 1895 wurde er Mitarbeiter bei Carl Benz, bei dem er das Kraftfahrzeug in feiner allerersten Entwicklung kennenlernte. Um eigene Konstruktionsideen ungehemmter verwirklichen zu können, gründete er 1899 in Köln-Ehrenfeld seine erste selbständige Firma, die bereits ein Jahr später den ersten Horch-Wagen auf den Markt brachte. Das Unternehmen wanderte 1902 nach Reichenbach/V. und 1904 nach Zwickau, wo es bald großen Aufftieg nahm. Horch gründete dann 1909 die AUOI-Werke, in denen er bis in die Nachkriegszeit blieb. Als 1932 die Horch- und Audi-Werke mit zwei weiteren sächsischen Kraftfahrzeug-Erzeugungsstätten zur Auto- Union AG. zusammengefchlosfen wurden, übernahm August Horch einen Sitz im Aufsichtsrat. August Horch ist einer der letzten noch lebenden Mitbegründer der deutschen Automobilindustrie. Sein Leben war reich an Arbeit und an schönen Erfolgen. Preisausschreiben „Deutsche Werkstoffe im Handwerk". In seinem Organ „Deutsches Handwerk" gibt der Reichsstand des Deutschen Handwerks unter der Losung „Wer arbeitet mit?" ein Preisausschreiben für die Verwendung neuer Werk- stoffe im Handwerk bekannt. Die Vorschläge können behandeln handwerkliche Erzeugnisse, Arbeitsverfahren, Maschinen, Geräte und Werkzeuge. Es sind dabei die Produktionsverhältnisse kleiner und mittlerer handwerklicher Betriebe zu berücksichtigen, bei denen eine Werkstoffumstellung mit dem geringsten Aufwand erfolgen kann. Die Vorschläge müssen eine praktische Verwendbarkeit aufweisen und Vorteile im Sinne des Dierjahresplanes gewährleisten. Sie werden gewertet nach ihrer Bedeutung für die Werkstosfumstellung und Wert- stoffeinsparung sowie ihrer praktischen Einsatzmöglichkeit ttn Handwerksbetriebe. Die Vorschläge müssen bis 31. Dezember beim Reichsstand des Deutschen Handwerks, Berlin NW 7, Neustädtische Kirchstraße 4/5, eingegangen sein. Im Preisgericht ist außer den Führerstellen des Reichsstandes auch die Reichsstelle für Wirtschaftsausbau vertreten Die Preisträger werden anfangs März 1939 in d" Tüchtig., älteres Mädchen in Privathaus- halt(2Personen) 4 Zimmer, zum 1. Nov. gesucht. Vorzustellen von 2—4 Uhr. Wo, sagt der Gießen. Anzeiger. 6497p glücklich, daß ihm der Bremshebel mit voller Wucht in den Bauch drang. Er erlitt schwere innere Der. letzungen. Der Verunglückte wurde in ein Kreuz» nacher Krankenhaus gebracht, wo er nach der sofort vorgenommenen Operation seinen schweren Der» letzungen erlag. Eisenbahnunfall in Westfalen. Auf dem Bahnhof Siedlinghausen (Westfalen) ent» gleiste ein Wagen des Personenzuges der Strecke Bisten—Frankenberg. Durch diesen Unfall wurde ein Reisender getötet unb 15 Reisende wurden leicht v e r l e tz t. Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt. Schwere Feuersbrunst in einer französischen Stadt. In der Nähe der Stadt Dreux (etwa 70 Kilometer westlich von Paris) wurde eine Kautschukfabrik ein Opfer der Flammen. Gewaltige Mengen von Kautschuk und verschiedene chemische Erzeugnisse ver- brannten. Trotz den Bemühungen der Feuerwehr griffen die Flammen auf die umliegenden Wohn» Häuser über, die ebenso wie die Fabrik völlig ver- nichtet wurden. Der Schaden beläuft sich auf nahezu 10 Millionen Franken. Hotelbrand in einem dänischen Seebad. Nord-West-Jütland wurde von einem schweren Unwetter heimgesucht. In Skagen einem der bekanntesten Seebäder Dänemarks zündete der Blitz im Badehotel. Das Feuer nahm rasch einen großen Umfang an. Ein Teil des Hotels mit 125 Zimmern brannte nieder. Eine Katze legt 100 Kilometer zurück. Aus Norwegen wird gemeldet, daß ein Bauer aus Vardal nach Jernaker umgezogen fei, und dabei auch seine zweijährige Hauskatze mitgenommen hatte. Der Katze schien es aber in dem neuen Wohnort nicht zu gefallen und eines Tages war f^..Det* fchwunden. Ein Brief aus Vardal löste das Rätsel. Bald nach dem Umzug des Bauern ist die Katze 1 n ihrem Heimatdorf wieder aufgetaucht und von den Bewohnern freudig empfangen worden. Sie hatte einen Orientierungsmarsch von etwa 100 Kilometer zurückgelegt. Wetterbericht fluten Besuches. Es sprachen Pro-> der Klangstil der Singstimme fei bei allen Volkern Biß> »oni Ä ÄüTlÄH°u।gSSff ÄÄ * auf ÄW "e ‘nm- aebunben 2lud) her Borfrag non Dr. Westhoss Deutschlands zu Norwegen mies der Vertreter male ^rontfurt) über die Bedeutung der Vererbung auf Nordischen Gesellschaft Hin, deren Ausgabe es ist, Marktstraße 4—8 Hauswirtschaft!. Jahr IWr. ges. Mädel ausgut.Familie, sucht Stellung, wo sie evtl, ihre Kenn tu. Stenographie, Masch.- Schreiben verwenden kann,ev. a. z. H. schlafen. Schr. Ang. unt. 6488va.d.G.A. Marktstr. 4—8 6-iesD Zum bald. Eintritt in Jahresstelle saub.,fleiß. Mädchen s. Hausarbeiten gesucht. Bewerbungen aN l 6491.0 BaMolgasMtien Gießen Lahn. Gesichts-Haare Damenbart und alle lästigen Haare werden nur durch die von mir angewandte einzig vollkommene Methode für immer mit der Wurzel schmerzlos entfernt ohne Messer, Pulver, Creme, niemals NarbenI fc'raiI B.Gulden, s.1935 Fr.W.Henkel Sprechstunden jetzt Mittwochs. Gießen, Am Riegelptad 9-6' Uhr durchgehend. Zwei Innsbrucker Seilschaften, bestehend aus je drei Teilnehmern, unternahmen die Besteigung der Südwand der Grohmannspitze, eine der schwierigsten Kletterfahrten im Sellagebiet. Dabei stürzten die Teilnehmer der zweiten Seilschaft, der Kaufmann Willi Held, der Handelsvertreter Sepp Bauer und der 24jährige Arnold Tie send ae ck aus Innsbruck, 500 Meter tief ab und blieben am Futz der Wand zerschmettert liegen. Beim Holzfahren tödlich verunglückt. Das Opfer eines gräßlichen Unfalles wurde der 58jährige Landwirt Philipp Gerhardt aus So- bernheim, der mit feinem Fuhrwerk in den Wald gefahren war, um Holz zu holen. Beim Herum- j heben des Wagens rutschte er aus und fiel so un- Mittwoch, den 12. Lttobcc 1938, uachm. 2 Uhr, versteigere ich dahier, Neuenweg (Berkauforaum von Hartmetz) bzw. an Ort und Stelle - Bekanntgabe im Verstei- gernngslokal -zwangsw. g. bar: Haus-, Laden-u Büromöbel, Näb- und Schreibmaschinen, Radios, Kassenschränke, Klaviere, 1 Posten Mäntel, Kostüme, Kleider, Bücher, Schreibutensilien, Füllfederhalter, Rechen- und Adressiermaschinen, Bilder, Uhren, Kaffeeröster, 3 Mtr. Anzugstoff, ferner 1 Kuh. leistung Erwin Baurs. Handelsdüngerkongreß in Rom. In Gegenwart des Korporationsministers Lan- tini fand in Rom die Schlußsitzung des Internationalen Handelsdüngerkongres- s e s statt. Es wurden die zusammenfassenden' Referate und Empfehlungen der einzelnen Abtrilunge-n entgegengenommen. Dabei erläuterte Dr. Schmidt die Ergebnisse der Arbeiten über Rohstoffragen und Düngemittelerzeugung, während der Führer der deutschen Abordnung, Dr. Li ehr, die beachtenswerten Ergebnisse der Wirtschaftsabteilung vortrug. Die Kongreßmitglieder stimmten dem Vorschlag zu, die Kongresse alle drei Jahre in Rom abzuhalten. Auf Antrag Dr. Liehrs richtete der Kongreß ein Danktelegramm an den Duce. Anschließend besichtigten die Teilnehmer das Gebiet der ehemaligen Pontinischen Sümpfe, wo sie Gelegenheit hatten, sich ein Bild von den großartigen Leistungen des faschistischen Regimes auf dem Gebiet der Melioration zu machen. „Symphonie des Nordens." Das in Müncheberg in der Mark von dem fünf Jahren verstorbenen Züchtungs- und Der- erbungsforscher Professor Erwin Baur ins Leben gerufene Kaiser-Wilhelm-Jnstitut für Züchtungsforschung, das als einzige derartige Forschungsstelle in Deutschland bahnbrechend für die wissenschaftliche Pflanzenzuchtung geworden ist, beging sein zehnjähriges Bestehen. Der Institutsdirektor Profes|or Rudorf gab einen Ueber- blick über die zehnjährige Arbeit, die im Geiste des Gründers wirksam fortgesetzt werden konnte und dankte für die Unterstützung durch Staat und Wirtschaft. Der Generalsekretär der Kcriser-Wilhelm-Ge- sellschaft zur Förderung der Wissenschaften, Dr. Telsch 0 w , verkündete die im Einvernehmen mit den zuständigen Stellen erfolgende Umbenennung der Forschungsstätte in „Erwin-Baur-J n st 1 - tut" um das Andenken des Gelehrten am Platz feiner Lebensarbeit zu bewahren. Staatssekretär Backe würdigte die außerordentliche Forschungs- 3um 1. Nov gesucht. Zu erirag. in der Geschäftsstelle d. Gießener »Anzeigers. 04590 Sauber., solides Mdchen für leichte Hausarbeit u.Mithilfe im Geschäft bei gut. Entlohnung undFarnilienan- schluß ver 1. Dez. gesucht. Angeb. mit Bild u.Zeug- nisabschriften an Ernst Kolb Gastwirt le492D Butzbach (Hell.) Kasernenstraße 6 Wir suchen zum baldmögl. Eintritt eine geübte Kontoristin mit Kenntn. in Stenographie u. Buchführung. Persönliche Vorstellung mit Zeugnissen erbeten bei 6494D Z~*C\ sessor O st h 0 f f (Berlin) über fruhdeuljchen Oper, Prof. Dr. M ü l l e 1 - T (Freiburg) über Arie und Lied, Dr. G 0 s l Berlin) über Deklamation und instrumentale Sym- gebunden. Auch der Bonrag von -ur. t ,i v u । । bolik DrD ebus(Berlin) Über Lautdenkmale, ^Frankfurt) über die Bedeutung der Vererbung aus deutscher Mundarten, Lektor Paschen (Hannover) dem Gebiete der Stimm-und Sprechheilkunde wurde über Stimme und Seele uiid ihre gemeinsamen Stö- viel beachtet. Erdkundliche Arbeiten auf dem ©e= runaen Tr eumann-M et t e (Berlin) über. biete der Sprach- und Stimmheilkunde lagen erst Anatomisch-physiologische Leitsätze für Zahnprothetik in geringer Zahl vor. Die^blichen^rbüsmethodeir bei Sprechern und Sängern und Rechtsanwalt Dr.1 her Erbwissenschaft wie ^^s^fchung und Experi- Möler (Frankfurt) über Rechtsfragen des Sprech- ment eien bei den Störungen der Sprache als vor und ®ej(angsunk rr idjteBesonderem Interesse be-, wiegend funktionellen Krankhe^ qeqnete der Vortrag von Dr. Bose (Berlin) über ,00 bleibe nur der Weg der Familienforschung mit Alangstile als Rassenmerkmale. Was die Musik der > all seinen bekannten Schwierigkeiten. verschiedenen Völker unterscheide, sei nicht so sehr --------- das Melodiengut als der Vortragsstil. Dor allem | Leeres Zimmer- zum Unterstellen von Möbeln ges. Schr.Angeb.unt. 04592 a.d.G.A. {Stellenangebote 10 jüngere Gärtner- wird immer größer, wenn Sie ein schlechtsitzendes Bruchband tragen. Es kann auch Brudreinklem- mung entsteh ep. Fragen Sie Ihren Arzt. Em Unterleibsbruch ist nicht ein Riß in der Netzhaut, sqn dern stellt eine Bauchfellausstulpung dar und ist besserungsfähig. Viele Bruch eidende haben sich mit Hüfe meiner Spezialaustührung sogar geheilt. U.a. schreibt Herr Wolff: „Teile Ihnen hierdurch mit, daß mein faustgroßer Leistenbruch trotz meines Alters von 44 Jahren bei schwerster^Arbeit durch das Tragen Ihrer Spezialbandage vollständig geheilt ist. Mein Dankschreiben können Sie iederzeit veröffentlichen. Ich kann Ihre Spezial- bandage jedem Bruchleidenden nur wärmstens empfehlen Franz Wolff. Sattler. Spandau. Kaiserstr. 18, den 13. Juni 1938.“ Weshalb wollen Sie sich weiter quälen? Kommen Sie zu mir. Sie werden überrascht sein, wie leicht und bequem sich Ihr Bruch zurückhalten läßt ohne starren Eisenbugei, von RM. 15.- an. Ueberzeugen Sie sich kosten!, u. un- verbindl.in: Gießen,Samstag,15.Okr.,von8bisl Uhr. im Hotel Kobel. Wetzlar, Samstag. 15 Okt, von 3 bis^ Uhr, im Hotel Kaltwasser. Alsfeld, Montag. 17. Okt.. v. IS bis 3Uhr, im Hotel Deutsches Haus. Grttnberg, Montag, 17. Okt., von 4S bis 6 Uhr. im Hotel Hirsch. K. Ruffing,Spezialbandagist, Köln, Richard-Wagner-Str. 16 Die Großwetterlage befindet sich in einer Umgestaltung, daher wird der Einfluß auf unser Wetter erheblich nachlassen, so daß mindestens zeitweise freundlicher Witterungscharakter zum Durchbruch kommen wird. , Vorhersage für Mittwoch: Morgens vielfach dunstig oder neblig, sonst aufheiternd und meist trocken, nachts frisch, tagsüber wisder etwas wärmer. Meist westliche Winde. Vorhersage für Donnerstag: Stellenweise Frühnebel, sonst im wesentlichen freundlich, doch nicht besonders beständig. Lufttemperaturen am 10. Oktober: mittags 13 Grad Celsius, abends 9,8 Grad; am 11. Oktober: morgens 8,2 Grad. Maximum 19,8 Grad, Minimum heute nacht 7 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 10. Oktober: abends 12,7 Grad; am 11. Oktober: morgens 10,4 Grad. — Niederschläge 3,6 mm. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thynotr für den übrigenTeil: ErnstBlumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. IX. 38 : 9143, Druck und Verlag: Brühlfche Universitätsdruckerei R.Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis » 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Jllu- - strierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zett ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig- | Vermietungen | Wohnung: 2Zimmer und Küche zu vermieten. Schr.Angeb.unt. 04591 a. d. G. A. Gut möbliertes Zimmer mitKochgelegen- heit sof. zu vermieten. Frankfurter Str. 6011 | Verkäufe j SWervellAli RM. 7 — 1 £onfgärt(Den RM. 7 — abzugeben. 0468? Fahmtratze 49. Kaufgesuche | Schöner, gebr. SMM zu kauf, gesucht. Schriftliche Angebote m. 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Könnten wir doch die Bilder dieses Geschehens festhalten, um sie von Zeit zu Zeit noch einmal zu betrachten, uns so der Größe des Errungenen wieder bewußt werdend! Was wir im stillen wünschen, geht schneller in Erfüllung, als wir gedacht haben: man überrascht uns in Bälde mit einer „illustrierten Weltgeschichte", deren Bilder — weit über 100 an der Zahl — Wunder der Phototechnik und des Buchdrucks sind. Dabei können wir diese urkundenechte Weltgeschichte tarnt Bilder und Text in einer Streichholzschachtel bequem unterbringen. Wo es dieses staunenswerte Werk zu kaufen gibt? Wir brauchen gar keine Umwege zu machen, um es zu erstehen. Am nächsten Samstag, 1$. Oktober, und am Sonntag, 16. Oktober, werden uns die Kameraden von der Deutschen Arbeitsfront diese „Weltgeschichte in fünf Bänden" anläßlich der ersten Reichsstraßensammlung des Winterhilfswerks 1938/39 zum Kauf anbieten. Sobald wir diese schmucken „Bände", deren Format das Maß 3,5 : 4,8 Zentimeter nicht übersteigt, 'ehen, werden wir uns jener Kleinstbücher erinnern, 5ie uns beim vergangenen Winterhilfswerk entzückt «haben. Was damals begonnen wurde, wird he-uer fortgesetzt. Die Titel der fünf Büchlein klingen bereits verlockend genug: „Der Führer und seine Heimat", „Der Führer und sein Volk", „Der Führer und His Winterhilfswerk", „Der Führer und feine LauW", und endlich „Der Führer und Mussolini"! gerade dieses letzte Büchlein werden wir vielleicht iuerjt in die Hand nehmen. Und indem wir Seite iim Seite umblättern, zieht an uns vorüber, was wir unter dem Satz verstehen: Männer machen Geschichte? Auf dem ersten Bilde dieses Büchleins begrüßt der Führer seinen großen Freund auf beut* d)cm Boden; auf dem letzten Bilde verabschieden 'ich der Führer und der Duce auf italienischem Bo- >en in der herzlichsten Weise. Dazwischen liegen die Bilddokumente, die sichtbar machen, wie fest die Achse Berlin—Rom in dem Willen zweier Völker jeranfert ist. Gleichwohl werden auch die anderen vier Bücher !»ie Aufmerksamkeit und Bewunderung aller derer »eroorrufen, die am Schicksal der Heimat des Führers Anteil nehmen ober die stolz darauf find, wie Nie Bauten des Führers zu wuchtiaen Zeugen einer »oben Kultur emporstreben. Die Wahl, welches der :iinf Bücher wir kaufen sollen, wird sehr schwer -in! Und, wenn wir hier vorschlagen, alle fünf Büchlein zu erwerben, so wissen wir zwar, baß dies i| nir manche em Opfer sein wird.-Aber: wollen wir ,icht alle freudig opfern*? Gerade jetzt, nachdem ein deutscher Sieg nach dem andern — ohne daß es zu 'nem Krieg gekommen wäre — in das Buch der /Weltgeschichte einaetraqen wurde? Gerade jetzt, wo ;s in der Ostmark, wo es im deutschen Sudeten- [llanb zu Helten, zu heilen und aufzubauen ailt? Stat- len mir also unfern Dank dadurch ab, daß mir mit .Hilfe der buntfarbigen Bändchen, die die Bücher ■ ieren, die uns beglückende Weltgeschichte — im Knopfloch tragen! Hornofwn Tageskalenber für Dienstag. Stabttheater: 20 bis 23 Uhr „Der süßeste Schminket der Welt" — Gloria-Palast, Seltersmeg: „Narben im Schnee". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „3m weißen Rößl". Erste Wiederholung „Der süßeste Schwindel der Welt". Heute, um 20 Uhr, findet die erste Wiederholung fon „Der süßeste Schwindel der Welt", Lustspiel- von Hokuspokus bis Napoleon Beherzigenswerte Zitate von Goeh. Von Goetz, nicht aus „Götz" — nicht Berlichingen, sondern Curt: das ist ein Unterschied und genau zu beachten. Die folgenden Zitate find entnommen den im Selbstverlag erschienenen gesammelten Werken von Curt Goetz und dem Drehbuch seines Tobis-Films „Napoleon ist an allem schul b". Ich habe mich ferngehalten von jener leichtferti- 5 ®en Methode gewisser Autoren, die im ersten । Kapitel Versprechungen machen, die sie im letzten 1 icicht ein lösen, die Spannungen erzeugen, ohne sie ,u erklären, oder sich auf so plumpe Weise aus der Affäre ziehen, daß man sie ohrfeigen möchte. Wenn ich behaupte, ein Metzsch sei aus einem Raume, len er weder durch die Tür noch durch das Fenster Aderlässen konnte, verschwunden, spurlos, wie ein in nichts sich auflösender Rauch, und ich halte diese Spannung durch einen ganzen Roman hindurch auf- iecht und komme im letzten Kapitel mit der Enthüllung, daß dieser Raum eine Falltür hatte, so gehöre ich vors Ehrengericht. t („Dr. weck. Hiob Prätorius.") ♦ Es gibt nichts Bequemeres für eine Frau als einen Mann mit einem schlechten Gewissen — die meisten Frauen machen den Fehler, ihren Männern tos schlechte Gewissen zu nehmen. („Napoleon ist an allem schuld.") ♦ Humor, meine Herren, ist nicht erlernbar. Neben Seift und Witz setzt er vor allem ein großes Maß •on Herzensgüte voraus. Von Geduld, Nachsicht und Menschenliebe. Deshalb ist er so selten. („vr. med. Hiob Prätorius.") , ♦ Wir wissen aus der Schule, daß die bequemste mb kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten die Gerade ist. Und aus dem Leben wissen wir, baß nan auf Umwegen schneller zum Ziele kommt. Wie Isenn überhaupt das Leben anbers ist als die Schule. Oas ist der Sinn des Lebens. („Jngeborg.") * Die meisten Dinge des Lebens sind traurige Dinge. Wir machen sie nicht lustiger, wenn wir sie traurig t-handeln. Die einzigen Dinge, über die es lohnt, ernsthaft zu sprechen, sind lustige Dinge. („vr. med. Hiob Prätonus. ) Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) Schaffende sammeln—Schaffende geben DAF. eröffnet die Reichsstraßensammlungen des WHW. 1938/39. NSG. Wie alljährlich, so eröffnet auch in diesem 2ahr die Deutsche Arbeitsfront die Reichsstraßen- sammlungen des Winterhilfswerkes des deutschen Volkes 1938/39. Am kommenden Samstag und Sonntag treten die Männer der Organisation aller schaffenden Deutschen an und rufen die Bevölkerung zur Opferbereitschaft auf. Die Sammelaktion beginnt im Gau Hessen-Nassau am Samstagvor- mittag mit einem Appell in sämtlichen V e ° trieben, in xbem der Betriebsführer ober der Betriebsobmann die Gefolgschaft zur Spende auffordern wird. Platzkonzerte, die von Werkschar- und Werkskapellen durchgeführt werden, Vorführungen der Volkstumsgruppen und Sportgemeinschaften der NS.-Gememschaft „Kraft durch Freude" finden während der Straßensammlung statt. Die Straßensammlung der DAF. steht in diesem Jahre wiederum unter der Parole'„Schaf- fende sammeln — Schaffende geben". Sämtliche Amtswalter der Deutschen Arbeitsfront, Werkscharmänner, Betriebsführer und Dertrauensratsmit- glieber werben sich mit Freude dafür einsetzen, daß die erste Reichsstraßensammlung des WHW. 1938/39 in unserem Gau zu einem großen Erfolg wird. Aber auch jeder wird am Samstag und Sonntag beweisen, daß er den Appell des Führers zu Beginn des Winterhilfswerkes verstanden hat. Als Abzeichen werben diesmal Buchzeichen in Form eines Büchleins ausgegeben. Die Titel der Büchlein find: „Der Führer und das Winter- Hilfswerk", „Der Führer und fein Volk", „Der Führer und feine Heimat", „Der Führer und Mussolini" und „Der Führer und seine Bauten". Diefe Bücher enthalten Bilddokumeyte einer großen Zeit. Svndemnweisiing für die betriebe der Stadt Gießen. 3n den allgemeinen Richtlinien für die Sammelaktion der DAF. wurde bereits bekanntgegeben, daß in alten Betrieben ein Sonderbetriebsappell anzusehen ist, bei dem die Betriebssammlung durch- geführt wird. Die B ü ch f e n a u s g a b e für die Giehener Betriebe erfolgt am Freitag, 14.10., von 15 bis 16 Uhr bei der Kreisamtsleitung der 31SB., Gießen, Goethestrahe 34. Die Abrechnung muh am Samstagvormittag bei der Bezirkfparkaffe, Giehen, Johannesstrahe erfolgen. Die Strahenfammlung innerhalb der Stadt Giehen beginnt für sämtliche Ortsgruppen am 15.10., nachmittags 4 Uhr, und am 16.10., vormittags 9 Uhr. Alle Betriebsführer, Betriebsobmänner, KdF.- Warte, sowie Vertrauensmänner bitten wir, eine Stunde vor Beginn der Sammlung bei ihrer zuständigen Ortsgruppe in den nachstehend genannten Lokalen zum Büchsenempfang für die Strahensamm- lung anwesend zu sein. Die Abrechnung erfolgt ebenfalls in diesen Lokalen. Giehen. Witte: Württemberger Hof, Vahn- hofstrahe, 3nfj.: Pg. Ruhl. Giehen - Ost: Gasth. Burkard, Kaiserallee 52. Giehen-Süd: Ortsdienststelle der RSV., Lrednerftrahe 24. Giehen-Rord: Cafe Leib, Walltorftrahe. \ / Deutsche Arbeitsfront, Kreiswaltung Dellerau. An das Landvolk des Gaues Heffen-Aaffau. NSG. Nach einem arbeitsreichen Jahr ist die Ernte eingebracht. Infolge des Landarbeiterrnan- gcls erforderte die Erstellung und Einbringung der Ernte den Einsatz aller Kräfte. Trotz mancher Unbilden der Witterung hat der Himmel die Arbeit der fleißigen Hände auf dem Lande gesegnet. Die letzten Wochen der politischen Spannung haben das Landvolk wieder einmal erkennen lassen, welch' starken Schutz nach innen und außen der nationalsozialistische Staat unter Führung Adolf Hitlers gewährt, und mehr als je zuvor wird auch das Landvolk bereit fein, dem Führer seinen Dank durch die Tat zu beweisen. In diesen Tagen hat der Führer zum 6. Winterhilfswerk aufgerufen. W i r werden alle bereit fein z u helfen. Durch die Rückkehr der Ostmark zum Reich und durch die Wiedergewinnung der deutschen Brüder im Sudetenland ist bas Winterhilfswerk des deutschen Volkes in diesem Jahre vor weit größere Aufgaben gestellt als zuvor. So muß auch jeiter deutsche Volksgenosse zu noch größeren Opfern bereit sein, um die riesenhafte Not zu lindern, die unsere Brüder in der Ostmark und in den Sudetenlanden bedrückt. So ergeht auch an das Landvolk in Hessen-Nassau die Bitte: Helft mit, die Not zu bannen und helft mit, dem Führer seine schwere Aufbauarbeit zu erleichtern! Eure Spenden an Kartoffeln und Getreide im Rahmen der erlassenen Richtlinien sind für die Durchführung des Winterhilfswerkes besonders wichtig. Spende jeder, soviel er kann, um den Erfolg zu sichern! Der Führer weiß, daß er sich auf das deutsche Landvolk verlassen kann. Auch wir im Gau Hessen-Nassau wollen ihn nicht enttäuschen und ihm unseren Dank durch die Tat ab- statten. . Heil Hitler! Dr. Wagner, Landesbauernführer. Operette in drei Akten von Rudolf Weys, Musik von Robert Stolz, statt. Musikalische Leitung: Joachim Popelka. Spielleitung: Gert Buchheim. Tänze Thea Maaß. Die Vorstellung findet als 2. Vorstellung der Dienstag-Miete statt Ende 23 Uhr. DOM.-Untergau 116 Gießen. Die Anmeldungen für den HJ.-Theaterring sind sofort abzugeben. Anmeldungen, die nach dem 13.10. eintreffen, können nicht mehr berücksichtigt werden. Die Besprechung der Rina-Schulungsmädel findet am 12.10., um 15 Uhr, auf der Dienststelle statt. Der nächste Dienst der FA.-Schaft I des BDM. ist am Dienstag, 11.10., um 20.15 Uhr im Möser- Heim. FA.-Schaft II Mittwoch, 12.10., 17 Uhr, Möserheim. Goldenes Treudienst-Ehrenzeichen verliehen. Als Anerkennung für 40jährige treue Dienste wurde Steueramtmann Pfeiffer, Obersteuer, infpektor H ö n i g, Steuerinspektor A m e n d, Steuerinspektor T ä u b e r t und Steuersekretär Henrich Also, merke dir, Pünktchen, alles was du von den anderen denkst, darfst du den anderen nicht sagen. Und alles, was dir die anderen verschweigen, darauf kannst du dich verlassen. („Napoleon ist an allem schuld.") * Ich will Ihnen was sagen: Wenn ich ins Theater gehe, dann will ich lachen oder dann will ich weinen. Und wenn ich dann nach Hause gehe, dann will ich mich nicht genieren müssen, daß ich gelacht habe ober daß ich geweint habe! ' („Hokuspokus.") * Nichts ist der Welt gefährlicher, als Phantasie und Beweglichkeit des Geistes. Wie dir jeder Diplomat bestätigen wird. Und doch bleibt die Phantasie eines Diplomaten hinter der eiyes jungen Mädchens zurück wie ein Packwagen hinter der Lokomotive. Die Phantasie eines jungen Mädchens ist vernichtend. („Jngeborg.") Man verliebt sich in den meisten Fällen in das, was der Partner gar nicht besitzt, Es genügt, daß man sich einbildet, er besäße es! Und das ist gut so! Denn es ist weit besser, eine schöne Frau bildet sich ein, du seist ein Genie, als daß sie weiß, daß du ein Esel bist. („Der Lügner und die Nonne.") ♦ Nichts ist unrentabler, als über Dinge nachzugrübeln, wie sie wären, wenn sie anders wären. Es ist Zeit- und Energieverschwendung. Man hat vollauf genug zu tun, über die Dinge nachzudenken, wie sie sind. * („Jngeborg.") * Lieber Freund, wenn es wahrscheinlich ist, daß das Elektron des Wasserstoffatoms in einer millionstel Sekunde sieben Milliarden mal seine Bahn durchläuft, wie du neulich öffentlich zu behaupten die Stirn hattest, warum soll es dann unwahrscheinlich sein, daß ein Mann d i e Frau findet, die für ihn bestimmt ist? („Dr. med. Hiob Prätorius.") 1 * Die Kuiist ist eine undankbare Persckn! Und ein Hokuspokus soll nicht in Kunst machen wollen, sondern stolz sein auf seinen Hokuspokus! Denn bei seinem Hokuspokus ist mindestens so viel Kunst, als bei der Kunst ist Hokuspokus? („Hokuspokus.") * Ein Illusionist ist ein Mann, der die Illusion hat, daß wir seine Illusion nicht durchschauen. („Napoleon ist an allem schuld.") * Malicen soll man überhören. Es ist christlicher. Und ärgert mehr. (jngeborg.") Ich habe mit dem Leben mich Gefreut, gestritten und geplagt, Und was ich ungefähr zu sagen hatte. Das hab ich ungefähr gesagt. (Aus dem Prolog zu den gefarnmel» ten Werken.) ‘ Asketen des Schlafes. Immer wieder haben Helden des Geistes den Versuch unternommen, sich gegen die Tyrannei des Schlafgottes zu empören. Sie empfanden die Notwendigkeit des Schlafes als eine Demütigung der Willenskraft und sahen in dem Schlummer einen Feind, der ihnen die Zeit ihres geistigen Wirkens und Ellebens schmälerte. Friedrichd erGroße erzählte gern und mit einem gewissen Stolz von dem Zweikampf, den er als junger Mann mit Morpheus bestanden; fein kühner Versuch, sich des Schlafes völlig zu entwöhnen, scheiterte freilich nach vier Tagen; länger hält auch sein eiserner Wille es nicht aus, den Schlummer ganz aus seiner Nähe zu verscheuchen. Aber er gewohnte^sich in Rheinsberg daran, mit ein paar Stunden^ der Ruhe aus- zukommen. Als Ersatz des Schlafes hatte er sich eine systematische Abwechslung in der Arbeit aus- gedacht. So erhob er sich gewöhnlich früh um vier Uhr vom Lager, las sechs Stunden, exerzierte dann und kehrte darauf zum Buche zurück, worauf er sich häufig bis in die zweite Morgenstunde wach erhielt, so daß er als feine „Schlafration" schließlich die Summe von zwei bis höchstens vier Stunden festsetzen konnte. Um sich gegen die Gefahr eines heimtückischen Ueberfalles durch die Müdigkeit zu sichern, soll der König sogar zu einer bereits aus dem Altertum von dem gestrengen Cato überlieferten Methode gegriffen haben, nach der, wenn er vom Schlummer überwältigt, einzunicken drohte, eine Kugel mit hallendem Klang in ein Becken fiel, fo daß er sofort emporfuhr und den gehaßten Feind auf einige Zeit verscheuchen konnte. Auch W i n k e l m a n n zählt zu jenen geistigen Arbeitern, die ihren Schlaf auf ein Minimum reduzierten. Voll Stolz konnte er später betonen, daß er durch stete Gewöhnung sich dazu erzogen habe, nie mehr als zwei bis drei Stunden Schlafes zu bedürfen. Als er sich in Seehausen in das Studium der Griechen vertiefte und aus seiner ungeheuren Lektüre zum erstenmal ein reines Bild der Antike in feinem Geiste erstehen ließ, ging er mehrere Dienstag, U. Oktober 1938 das goldene Treudienst-Ehrenzeichen vom Führer und Reichskanzler verliehen. Die Ueberreichung der Ehrenzeichen erfolgte durch den Amtsvorsteher in feierlicher Form. Georg Toi>t 85 Jahre alt. Der Sänger-Veteran des Bauerfchen Gesangvereins, Privatier Georg Todt, kann am morgigen Mittwoch, 12. Oktober, in wunderbarer Frische und Gesundheit seinen 8 5. Geburtstag begehen. Ist schon dieses hohe Alter in Verbindung mit der ein« zigartigen Rüstigkeit des Jubilars besonders bemer« kenswert, so gewinnt dieses Altersjubiläum noch dadurch besondere Bedeutung, daß Georg Todt Georg Todt. — (Aufnahme: Neuner.) feit nunmehr 64 Jahren aktiver Sänger im Bauer, schen Gesangverein ist und zu den eifrigsten Besuchern der Singstunden gehört, die er trotz seines hohen Alters als seine schönste Erholung ansieht. Georg Todt ist geborener Gießener. Er erblickte hier am 12. Oktober 1853 das Licht der Welt. Nach dem Schulbesuch erlernte er das Schuhmacherhand, werk. Im Frühjahr 1873 ging er auf die Wander, schäft, die ihn u. a. nach Wiesbaden, Karlsruhe, Straßburg, Konstanz und Zürich führte, wo er fein Wanderleben durch praktische Berufsarbeit unterbrach. Sangesfreudig und lebensfroh, wie er schon als junger Mensch war, sah er es als selbstverständlich an, daß er sich in Zürich und in Konstanz in die Gesangsabteilungen der damaligen Arbeiterbildungsvereine einreihte und dem deutschen Männergesang diente. 1873 kehrte er nach Gießen zurück. wo er beim hiesigen Infanterie-Regiment zur Erfüllung seiner militärischen Dienstpflicht eintrat. Noch als Soldat, im Jahre 1874, wurde er aktiver Sänger im Bauerschen Gesangverein, dem er seit jener Zeit, also seit 64 Jahren, ununterbrochen als Diener des deutschen Liedes angehört. Sein Eifer als Sänger und jein Interesse für den Verein hatten zur Folge, daß er im Jahre 1893 als Bibliothekar in den Vorstand des Bauerfchen Gesangvereins ge» wählt wurde, dessen zweiter Vorsitzender er von 1901 ab war. Das Amt des ersten Vereinsvorsitzen- den wurde ihm im Jahre 1908 übertragen, das er in mustergültiger Weise eine Reihe von Jahren \Herrlich erfrischend gründlich reinigend und dabei den Zahnschmelz schonend. Große Tube 40 TI., kleine Tube 15 TL Winter hindurch nicht zu Bett, sondern saß im Lehnstuhl vor seinem Schreibtisch, von zwei hohen Bücherhaufen umgeben. Um Mitternacht löfchts er die Lampe und zündete um vier Uhr früh das Licht schon wieder an; die Füße stellte er oft in einen Kübel kalten Wassers, um sich wach zu halten. Im Sommer schlief er auf einer Holzbank und band sich einen Klotz an die Füße, der chn bann bei der ' geringsten Bewegung durch Herunterfallen wecken mußte. Der große Philologe Heyne tat es ihm in solchen Leistungen nach. Er gönnte sich eine lange Zeit hindurch nur zweimal wöchentlich die Nacht- ruhe und brachte es so weit, daß es Ihm gar nichts machte, 48 Stunden und mehr hintereinander auf» zubleiben. Als Lagerstatt dienten ihm seine geliebten Bücher, und zum Kopfkissen hatte er sich einen großen Folianten des Scaliger ausersehen, den er besonders liebte und auf dem es sich ihm daher noch einmal so gut ruhte. Napoleons Askese des Schlafes wurde oft der Kummer seiner Umgebung, selbst in den anstrengendsten Tagen und auf feinen Feldzügen schlief er nie mehr als vier Stunden. Der Schlaf mußte ebenso seinem Willen gehorchen wie die ganze Welt; er konnte, wenn er wollte, einschlafen, auch zu Pferde, oft nur auf ein paar Minuten, und war dann so frisch, wenn er nach einem kurzen Augenblick wieder erwachte, als ob er einen langen, stärkenden Schlummer genoffen hätte. Die fünf Minuten Schlaf, die er sich in besonders erregten Zeiten, völlig ausgekleidet, nachmittags gönnte, konnten ihm eine ganze Nacht des Schlafes völlig ersetzen. Auch Edison, dessen Arbeitskraft das Staunen seiner Mitarbeiter erregte, gehörte zu diesen Aposteln des kargen Schlafes. Immerhin billigte er dem Durchschnittsmenschen fünf Stunden Schlages täglich zu: er selbst aber blieb, wenn ihn eine Arbeit beschäftigte, oft zwei, ja sogar drei Tage lang wach, um dann das Versäumte in einem Schlaf von zehn oder zwölf Stunden nachzuholen. Hochschulnachrichten. Dem Professor Dr. Friedrich Wiegers, der einen Lehrauftrag für die Vorgeschichte der Diluvialzeit an der Universität Berlin inne hat, wurde die Dienstbezeichnung Honorarprofessor verliehen. Professor Wiegers Arbeiten behandeln das Grenzgebiet zwischen Geologie und Urgeschichte. Konsistorialrat Professor Dr. Johannes Stein- b e ck, Ordinarius der praktischen Theologie an der Universität Breslau, ist wegen Erreichung der Altersgrenze von seinen amtlichen Verpflichtungen entbunden worden. Spendet für das SudetendeuMe HW wett! DNB. Der Reichsbeauftragte für das WHW. des deutschen Volkes, Hauptamtsleiter Hilgenfeldt, gibt bekannt: Die Durchführung des Sudetendeutschen Hilfs* * Werkes in den besetzten Gebieten ist vom Führer dem Winterhilfswerk des deutschen Volkes über« tragen worden. Spenden für das Subetenüeutsche Hilsswerk in den besetzten Gebieten nehmen alle Dienststellen des Winterhilfswerkes, sowie alle Bankanstalten, Sparkassen und Postanstalten entgegen. Außerdem können Ueberweisungen auf das Postscheckkonto des Reichsbeauftragten Berlin Nr. 77100 vorgenommen werden. Spendet auch-auf die Konten der Gauamtsleitung: Postscheckkonto Frankfurt a. M. 23000; Girokonto 6800 Bank der Deutschen Arbeit, Frankfurt a. M.; Girokonto 7300 Städtische Sparkasse Darmstadt. Es wird ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, daß besondere Haus- und Straßensammlungen für das Sudetendeutsche Hilsswerk neben den Hausund Straßensammlungen des WHW. nicht durchgeführt werden. Sammlungen dieser Art sind nach dem Sammlungsgesetz vom 5. November 1934 ö erbe t e n. Eine Beteiligung hieran ist abzulehnen. Die Sammler machen sich strafbar. Jeder Deutsche opfert für die Sudetendeutschen durch seine Beteiligung an den Sammlungen für das Winterhilfswerk des deutschen Volkes. führte. Mit Rücksicht aus sein Alter mib um jungen ] Kräften im Interesse des Vereins in der Führung Platz zu machen, entsagte er gerne dem Amt des ersten Vorsitzenden, jedoch verließ er den Kreis der aktiven Sängerschaft nicht, deren Senior er nun feit vielen Jahren ist. Aus Anlaß des 60jährigen Bestehens der „Bauern" im Jahre 1924 und im Hinblick auf seine 30jährige Zugehörigkeit zur aktiven Sängerschaft des Vereins wurde Georg Todt damals zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Gleichzeitig errichtete der Bauersche Gesangverein zu Ehren des Jubilars eine „Georg-Todt-Stiftung", deren Zinsen dazu dienen sollen, in Not geratenen aktiven Sängern eine lln» terstützuna zu gewähren und auch aus diese Weise dem deutschen Lied zu dienen. Als äußeres Zeichen der Anerkennung seiner Verdienste um den deutschen Männergesang erhielt Georg Todt schon vor Jahren die Goldene Sängernadel, ferner alle vom Deutschen Sängerbund zu vergebenden Ehrungen, außerdem wurde er von dem Gesangverein „Liedertafel" in Marburg und- von dem harmonischen Kränzchen" in Schlitz zum Ehrenmitglied ernannt. Für seinen Bauer'fchen Gesangverein hat Georg Todt „Ernste und heitere Erinnerungen aus der Geschichte des Bauer'fchen Gesangvereins" geschrieben, die im Jahre 1931 im Druck erschienen und dem Verein gewidmet sind. Diese Schrift enthält interessante Abschnitte aus der Geschichte des Vereins, die in vielseitiger Weise Aufschluß über das Wirken und Wachsen der „Bauern" geben: Ferner sind darin Gedichte von Georg Todt in großer Zahl enthalten, die alle auf den Grundton der Liebe zur Heimat und der Freude am Gesang gestimmt sind. Ein Teil dieser Gedichte ist auch vertont worden, z. B. das von Georg Todt nach einem allen Tanzlied bearbeitete Gedicht „Im Vuseckertal" von dem Gießener Musiklehrer Wiegand Gernhardt, das in dem Liederschätze unserer Gießener Sängerschaft eine besonders geschätzte Position einnimnll. In humoristischer Form erzählt Georg Todt in diesem Heftchen weiter von Sängerfahrten und von Ausflügen, und auch darin vermiüelt er dem Leser interessante Einblicke in die Geschichte unserer „Bauern". So hat der Sänger-Veteran auch ein bedeutsames Stück der Arbeit des Vereinschronisten vollbracht, das feine Verdienste um den Verein, aber auch um die Gießener Heimatgeschichte noch vermehrt. Es ist denn auch nicht verwunderlich, daß die „Bauern" ihren Senior gewissermaßen als lebendige Chronik des Vereins ansehen und hoch schätzen. Aber nicht nur in den Kreisen der Dereinsmftglie- der, sondern auch weit darüber hinaus — ll a. als alter 116er in der Kameradschaft ehemaliger 116er — wird Georg Todt allgemein große Wertschätzung dargebracht, denn durch sein charaktervolles, schlichtes und allezeit gefälliges Wesen hat er sich in allen Devölkerungskreisen viele Freunde erworben. Daher dürften ihm sicherlich auch an seinem morgigen 85. Geburtstage wiederum vielfache Ehrungen zuteil werden. Auch wir bringen dem geschätzten Ju- bllar unfern herzlichen Glückwunsch dar. Marine-Kameradschaft Gießen. Bei der Monatsmufterung der Marinekameradschaft Gießen am Samstag wurden durch den Kameradschaftsführer die endgültigen Verfügungen über die Angliederung des NS.-Marinebundes an den NS.-Reichskriegerbund bekanntgegeben. Danach wird der NS.-Deutsche Marinebund mll allen feinen Gliederungen unter einem eigenen' Führer dem NS.-Reichskriegerführer unterstellt und dem NS- Reichskriegerbund angegliedert. Der NS.-Deutsche Marinebund bleibt die einheitliche Organisation für olle ehemaligen Angehörigen der Kriegsmarine der allen und neuen Wehrmacht. In den Ausführungsbestimmungen heißt es: Die Angliederung erfolgt mit dem 30. September 1938. Der NS.-Deutsche Marinebund und seine Kameradschaften führen die bisherige Bundesflagge des NS.- Deutfchen Marinebundes unverändert weiter, desgl. den bisherigen Bundesanzug und die bisherigen Bundesabzeichen. Gleichzeitige Mitgliedschaft in Kameradschaften des NS.-Reichskr'egerbundes und des NS.-Marinebundes ist zulässig. Die Verwaltung des NS.-Deutschen Marinebundcs bleibt selbständig, die Mitglieder des NS.-Marinebundes haben als solche keinen Anspruch auf finanzielle Leistungen des Ns- Re ich sk r iegerb und es. Damit ist der NS.-Deutsche Marinebund feit dem 30. September dem 9dS.-Reichskriegerbund ange» gliedert, und alle Kameraden des NS.-Marinebundes gehören gleichzeitig dem NS.-Reichskriegerbund an. Die Gaue und Kameradschaften des NS.-Deut- fchen Marinebundes sind .iber nicht in die Landesgebiete, die Gebietsinspektionen, die Bezirks- und Kreisverbände des NS.-Reichskriegerbunoes eingegliedert, sondern bleiben wie bisher dem Bundesführer des NS.-Deutschen Märinebundes unterstellt. Im -»weiteren Verlause der Monatsmusterung sprach der Führer des Marinesturms 11/34, Kamerad K. Heß, über „Sinn und Zweck des SA.» Sportabzeichens". Sein Vortrag wurde dankbar auf- genonunen. Der Schießwart Heinrich Benderoth machte Ausführungen über Schießangelegenhellen der Kameradschaft. Nach Bekanntgabe und Verhandlung interner Angelegenheiten, wobei auch u. a. als Termin des Labskausabends der 12. November festgestellt wurde, schloß Kameradschaftsführer L i ch die Monatsmuste- rung in üblicher Weise. RS.Gememschaft „Kraft durch Jreube“. Achtung! KdI.-Theaterrmg! Die Mitglieder des Feierabendnngs können die 1. Rate von Mittwoch, den 12.. bis einschließlich Samstag, den 15. Oktober, an unserem Verkaufs- schalter Seltersweg 60 einzahlen. Die Eintrittskarten werden nur gegen Zahlung der 1. Rate ausgehändigt, ebenfalls die MitgNedskarten. Der Anmeldetermin für den Feierabendring wird verlängert bis zum 15. Oktober. Anmeldungen Sel- tersweg 60. 6485V Gießener Vochenmarktpreife. * Gießen, 11. Okt. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Deutsche seine Molkereibufter, Vi-kg 1,52 Mark, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Ps., Käse, das Stück 4 bis 9 Pf., Eier, deutsche, 12^, Wirsing, % kg 8 bis 9, Weißkraut 6 bis 7, Rotkraut 7 bis 8, gelbe Rüden und Karotten 7 bis 10, rote Rüden 10, Spinat 15 bis 20, Rämisch- kohl 8 dis 10, Bohnen, grün 25 dis 30, gelb 25 dis 30, Unterkohlrabi 6 dis 8, Feldsalat, 1/io 8 dis 10, Tomaten, Vt kg 15 bis 25, Zwiebeln 10 bis 12, Meerrettich 35 bis 70, Schwarzwurzeln 40 bis 42, Kürbis 8 bis 9, Pilze 50, Kartoffeln, kg 4 Pf-, 5 kg 40 Pf., 50 kg 3,15 bis 3,45 Mark, Aepfel, % kg 25 bis 45 Pf., Birnen 20 bis 40, Brombeeren 35 Pf., junge Hähne 1 bis 1,20 Mark, Suppenhühner 90 Pf. bis 1,05 Mark, Blumenkohl, das Stück 10 bis 60 Pf., Salat 5 bis 15, Endivien 5 bis 15, Salatgurken 10 bis 20, Einmachgurken 3 bis 5, Oderkohlradi 5 bis 12, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 35, Rettich 5 bis 15, Radieschen, das Bündel 8 bis 12 Pf., Weißkraut, 50 kg 5 Mark, Rotkraut, 50 kg 7 Mark. * LPD. Drachensteigen in Straßen und über elektrischen Leitungen verboten. Jetzt ist die Zell des Drachen-steigen-lassens der Ju- genb. Von zuständiger Stelle wird darauf aufmerksam gemacht, daß das Drachen-steigen-lassen in den Straßen innerhalb der Gemeinden und in der Nähe elektrischer Leitungen verboten ist. Ebenso ist das Steigenlassey von Drachen jeder Art, die mit Draht oder Drahtseil oder mll einem mehr als 100 Meter langen Seil gehallen werden, verboten. Amtsgericht Giehen Unter der Anklage des Diebstahls Halle sich der 19jährige K. Sch. aus Gießen gestern vor dem Amtsgericht zu verantworten. Bei dem Angeklagten, der bereits einschlägig vorbestraft ist, konnten vor einiger Zeit je ein Herren- und Damensahrrad sichergestellt werden, die nachweislich in den Jähren 1937 und 1938 vor dem hiesigen Dollsbad gestohlen waren. In der gestrigen Hauptverhandlung beftritt der Angeklagte entschieden, die Diebstähle begangen zu haben Er behauptete, er habe die Fahrräder von einem unbekannten Drillen getauft Außerdem berief sich der Angeklagte auf seinen angeblichen Gedächtnisschwund, den er sich durch eine Kopfverletzung zugezogen haben will. Das Gericht fetzte daraufhin das Verfahren aus und ordnete die Untersuchung des Angeklagten auf feine geistigen Fcchigkeiten durch den Kreisarzt an. Gegen einen weiteren Angeklagten, der sich wegen schweren Diebstahls verantworten sollte, erging Haftbefehl, da dieser es vorzog, zur Hauptverhandlung nicht zu erscheinen. Guter Austakt des WHW. im Kreis Wetterau. Eintopfspenden vom vorigen Sonntag erheblich höher als im Vorjahr. Das Winterhilfswerk 1938/39 hat am vorigen Sonntag mit dem ersten Eintop ff onntag seinen Anfang genommen und in unferm Kreis Wellerau sogleich einen vortrefflichen Auftakt erfahren. Die bis heute ftüh bei der Kreisamts- lellung der NSV. vorliegenden Meldungen über die Spenden am ersten Eintopfsonntag des diesjährigen WHW. weisen nämlich gegenüber dem gleichen Eintopf des Vorjahres erfreulicherweise eine erhebliche Steigerung auf. 3m vorigen Jahre belief sich das Gesamtaufi kommen der Spenden am ersten Eintopfsonntag im kreise Wetterau auf rund 14 900 Mark. Rach dem Stand der Meldungen von heute früh kann damit gerechnet werden, daß diese Summe jetzt noch um einige tausend Mark übertroffen wird. Das Endergebnis aller Meldungen wird erst im Lause dieser Woche festgestellt, aber die stark ansteigende Tendenz der Opferbereitschaft unserer Volksgenossen im Kreise Wetterau steht nach den Meldungen bis heute früh bereits fo überzeugend fest, daß man ben vorgestrigen ersten Eintopfionn- tag mit Recht als freudige Antwort unserer engeren Heimat auf den Appell des Führers, der zu verstärkter Opferbereitschaft aufrief, ansehen kann. Dieser stärkere Einsatz aller Kräfte und aller Hilfsquellen für den Dienst am Winterhllfswerk zum Besten unseres Volkes ist in diesem Winter besonders notwendig. Es gill ja diesmal nicht nur Not und Bedrängnis im Allleich noch zu lindern, sondern vor allem auch den Volksgenossen in der Ostmark und ganz besonders den deutschen Brüdern und Schwestern im Sudetenlande mit aller Kraft beizustehen, damit sie in möglichst kurzer Zeit von ihrem jahrelangen Elend, das unter der Fremdherrschaft über sie gekommen ist, erlöst werden. Diesem Ziel dient in besonderem Maße auch die Betriebs- und Straßen- sammlung, die am kommenden Samstag und Sonntag von der Deutschen Arbeitsfront in allen Betrieben und auf allen Straßen und Plätzen durchgeführt wird. Der gute Auftakt vom ersten Eiutopfsountag möge bei dieser ersten Betriebs- und Straßen- sammlung seine Fortsetzung erfahren! Zur schnellen und wirksamen Hllse, insbesondere für unsere Volksgenossen im Sudetenland, ist es aber auch dringend notwendig, daß die Hilfsbereitschaft unseres Landvolkes in der Spende von Kar- toffelnund Getreide möglichst stark und umgehend zur Tat wird. Vielen deutschen Volksgenossen im Sudetenland ist durch die Gewaltmaßnahmen der Tschechen die Ernte an Gelleide und Kartoffeln ganz oder zum großen Telle vernichtet bzw. unmöglich gemacht worden, so daß in diesem neuen Reichsgebiet nicht nur für Ernährungszwecke Getreide und Kartoffeln dringend erforderlich sind, sondern auch zur Vorbereitung des Saatgutes für die nächstjährige Bestellung der Aecker in kürzester Zeit zur Verfügung stehen müssen. Ebenso wie bei den Geldspenden zur Hilfeleistung für unsere Sudetendeutschen und für unsere Ostmärker gilt auch hinsichtlich der kartofiel- und Getreidespenden das Dort: Der schnell gibt, leistet doppelt! An der Heimatfront bietet sich für jeden Volks* genossen reichlich Gelegenheit zur Mithllfe im Kampfe gegen die Not. Eine besondere Rolle spielt dabei die Opferspende von den Lohn* und Gehaltszahlungen, da diese einen festen Grundstock für laufende Einnahmen bildet. Jeder Lohn- und Gehaltsempfänger, dessen Arbefts* platz und Verdienst durch das segensreiche Aufbauwerk des Führers gesichert ist, muß es als.selbstverständliche Ehrenpflicht ansehen, daß er durch seine Spende vom Arbeitsverdienst mithilft an der Bekämpfung von Rot und Elend hilfsbedürftiger Volksgenossen. ganz gleich, wo dieser Notstand in Erscheinung tritt Und man darf auch erwarten, daß alle Belliebs- führer sich im Nahmen ihrer Betriebsgefolgschaft für die tätige und opferfreudige Mitarbeit an die- fer Aufgabe einsetzen, damit auch auf diesem Wege UDee £cdix nimmt, (Lee kat’s zugleich. ßlitzlLank, gepflegt und schmiegsam uieich ! die Betriebs- und Volksgemeinschaft im besten Sinne des Wortes zur Tat wird. Die Einrichtungen in der engeren Heimat im Rahmen der NSV.-Ardeit, die dem Wohle unserer Volksgemeinschaft dienen, bedürfen natürlich auch während der Wintermonate aller Aufmerksamkeit und aller Hilfe. Erwähnt sei hier — als Beispiel — nur das Hllfswerk „Mutter und Kind". Nicht zu unterschätzen ist die Schaffung von Kindergärten im Rahmen der Aufgaben der Kreisamtsleftun- der NSV. Als Beispiel sei hier erwähnt, daß in Reichelsheim dieser Tage ein Kindergarten- haus fertig gestellt wurde, das im nächsten Frühjahr in Benutzung genommen werden soll. Ein weiterer Kindergarten ist für die nächste Zeit in Beuern vorgesehen. Daneben sind noch für zahl« AMM Ml WWW Roman von Kurt Riemann Copyright by Verlag Oskar Meister, Werdau i. Sa. 3. Fortsetzung. (Nachdruck »erboten!) So vergeht kein Sommer, in dem chre Nichte nicht eines Tages mit ihrem kleinen Wagen ange- pllgert kommt. Einzig und allein in dem Jahr, in dem sie glaubte, nicht ohne Meßdorff leben zu können, war sie nicht auf dem Theresienhof. Erst spater — als das vorbei war, kam sie zurück. — Tante Therese ist glücklich, wenn Karola kommt, und sie geht mit verheulten Augen durchs Haus, wenn eines Tages das Mädchen ihren Koffer packt, um wieder heim zu reifen nach Dresden oder in die Fabrik nach Radevormwald. Sie hängt an ihr, wie es die Muller Karolas nie getan hat. Sie würde alles für sie tun. Daß diese Ferien sehr sellsam beginnen, daß diese eigenartige Geschichte mit dem unbekannten Schwerverletzten das Mädchen fast drei Wochen ans Zimmer gefesselt hat, gibt wohl zu manchen Gedanken Anlaß. Aber sie kennt ihre Nichte und weiß, daß sie nicht nur liebenswürdig, sondern auch dickköpfig sein kann. Es hat also gar keinen Zweck, ihr irgend etwas zu versagen. Darum hat sie ja gesagt, als man ihr den wildfremden Mann ins Haus brachte, hat sich sogar noch gefreut, weil „ihr Mädchen", die Karola, auch mitkam. Sie hat die Hufregung des langwierigen Krankenlagers mitgemacht, sie ist nun auch bereit, Karolas seltsamen Wunsch zu erfüllen. „Ich möchte, daß Herr Karajan — ja, ich habe den Namen aus den Papieren ersehen — sich bet uns wirklich erholt, Tante, ich habe allerlei Interesse daran. Er darf unter keinen Umständen erfahren, wer ich bin! Verstehst du? Wie ich ihn kenne, würde er sofort abreifen. Ich bin deine Nichte, studiere Musik, leben von einem kleinen Erbteil und deiner Unterstützung — fertig. Auf keinen Fall die Wahrheft! Ich habe meine wichtigen Gründe. Alle Post kommt direkt an dich, auch die Geschäftspost, ich habe das fo angeordnet. Du wirst sie mir bitte nur geben, wenn wir allein find. Onkel mußt du Bescheid sagen und der guten Helene auch. Sonst ist ja doch von deinen Leuten kaum noch jemand über mich unterrichtet, höchstens der alte Schäfer, der Timmermann: aber der ist ja stockstaub und redet nur alle Vierteljahr drei Worte. Wirst du mir versprechen, bas alles zu tun?" Tonte Therese schüttelt den Kops. Was soll das nur wieder, diese Geheimnistuerei? Schließlich ist das doch keine Schande, wenn ein Mädchen tüchtig ist und eine Fabrik wie die „Vereinigten" leitet, sogar gut leitet! Das kann doch schließlich jeder wissen? Aber Karola bleibt hartnäckig. „Du kennst diesen Doktor Karajan nicht, Tante. Ich — weiß von früher her noch, was mit ihm geschehen ist — es ist ihm übel mitgespielt worden. Ich will versuchen, das zu entgelten. Aber er ist ein sehr empfindlicher Mensch. Bemerkt er meine Hilfeleistung, würde er es sofort wie ein Almosen empfinden und mein Eintreten für ihn als Aufdringlichkeit werten, vielleicht wittert er sogar Geschäftemacherei. Er soll hier gesund werden." Na, was soll da die gute Tante tun?' Es bleibt ihr nichts übrig, als ihre Zustimmung zu geben. Und so beginnt eine herrliche Zeit, die schönste, an die sich Karajan erinnern kann. Er steht nun schon wieder auf den Füßen. Sehr fest sogar. Gestern hat er mit Karola einen Streif» zug durch den Hof und das ganze Dorf gemacht, heute haben sie gemeinsam die Schweine gefüttert, und morgen beim Beginn der Ernte wollen sie alle zusammen hinaus, um tüchtig anzupacken. Onkel Thomas lächelt ein wenig. Wenn er sich den langen, ichlakfigen Doktor besieht, kommt's chm etwas komisch vor, daßd er etwa beim Binden helfen sollte oder beim Aufstecken. Dafür scheint er nicht geschaffen zu fein, dafür muß man andere Knochen haben. Na, aber er sagt natürlich nichts, er will ihm den Spaß nicht verderben. Und vielleicht ist Arbeit für ihn tatsächlich die beste Erholung. Früh am Morgen geht's los. Die Sonne ist gerade über den Berg gekommen, da stehen auch schon die Wagen unten zur Abfahrt bereit. Karola muß sich sputen, daß sie nicht zu spät kommt. „Hallo r- hierher!" winkt ihr Karajan zu, der schon mit Knechten und Mägden auf einem Leiterwagen steht. Er reicht ihr die Hand, und mit einem Satz ist sie oben. Er jchaut das Mädchen freundlich an. Sie gefällt ihm von Tag zu Tag besser. „Sehen gut aus, Fräulein Karolctt Das bunte Kopftuch steht Ihnen ausgezeichnet, überhaupt, es ist schade, daß Sie nicht immer hier auf dem Lande sind. Hierher gehören Sie!" Karola lächelt ganz heimlich. Oh, du solltest nur missen, denkt sie. Aber sie nickt chm natürlich fröhlich zu, denn schließlich ist's ja eine Schmeichelei, die er da eben gesagt hat, und bas geschieht bei ihm sehr selten. Unterwegs wundert sie sich, wie schnell er mit den Leuten ins Gespräch kommt. Manchmal denkt sie ganz erstaunt: Ist das Doktor Karajan, der Chemiker, der damit Dem gutmütigen, uoer etwas beschränkten Bastian erzählt? Er spricht eine Sprache, öie die Leute verstehen; sie spüren doch sonst sehr genau, ob jemand aus ihrem Kreise kommt oder ob er nur so tut. Aber mit Karajan haben sie alle sehr bald Freundschaft geschlossen. Als sie droben am Roggenfeld sind, das gelb und wogend wie ein goldenes Meer vor ihren Sensen liegt, da läßt der Gutsherr feine Leute sich rm Halbkreis auffteüen. Auch Karola und Karajan treten mit in die Reihe. Sie nehmen nun alle die Mützen ab und Onkel Thomas spricht das Vaterunser. „Unser täglich Brot gibt uns heute..." Still schauen die Mägde vor sich hin, die Knechte sehen ernsthaft in das Korn, und nun reicht der Aelteste unter ihnen dem Gutsherrn die Sense. Der tut den ersten Schnitt. Nun kann's erst richtig losghen. „Wollen Sie binden, Doktor, oder wollen Sie's mal probieren?" lacht Onkel Thomas. Doch zu seinem Erstaunen nimmt Karajan schweigend die Sense, holt aus und der erste Schnitt sitzt, der zweite auch, nein, er haut nicht mit der Spitze in die Erde, er schneidet auch nicht zu hoch, er fährt nur noch ein wenig unsicher, aber als er die ersten zehn Striche getan hat, ist auch das vorüber. „Donnerwetter!" staunt der Onkel, und man sieht es chm an, daß er sich wundert. „Nun guck bloß, Karola, er kann wirklich mähen! Haftest du das gedacht?" Auch Karola staunt, aber im Herzen ist sie ftoh darüber. Sie hätte sich geärgert, wenn die Knechte heimlich Witze gemacht hätten. „3a, siehst du, Onkel", lacht sie, „ich hab's euch doch immer gesagt, in ihm steckt mehr als ihr ahnt." Zufrieden sieht sich Karajan um.' So, die erste Reche hätte er nun beinahe. Das war mal ein (schnitt. Er sieht die Bewunderung in den Augen der Leute, er sieht Karola lachen und den Dauern, und nun packt ihn der Uebermut. „Ich werde meinen Strich mähen wie jeder an» bete, Herr Hiller! Ihre Nichte soll Ihnen keinen unnützen Esser ins Haus gebracht haben!" So geht's den Vormittag über. Aber der Mittag kommt, und es wird heiß, sehr heiß, so daß Karajan manchmal denkt: Nun ist's genug! Nun wirst du wohl Feierabend machen! Er merkt, daß er lange krank war. Auch die Schulter schmerzt. Ader er will's nicht zeigen. Er beißt die Zähne zusammen und schwingt die Sense weiter, und wenn chm die Arme und die Schultern auch brennen — macht nichts, hinter ihm bindet Karola die Aehren zu Garben, und er denkt nicht daran, vor ihr schlapp zu machen. Im Gegenteil! Er nimmt's als Kraftprobe. Hält er heute durch, dann ist er wieder in Ordnung, dann kann er in den nächsten Tagen den Freunden Nachricht geben und sich an die Arbeit machen. Die wird mehr Kraft erfordern als nur einen Tag die Zähne zusammenzubeißen. Als sie nach Hause rollen, bergab, da ist ihm war ein wenig wirblig, aber er hat durchgehalten! Und wenn er auch todmüde ins Bett sinkt, kaum, daß er noch gegessen hat, er hat's doch geschafft! Am andern Morgen geht er zur Post und gibt zwei Telegramme auf. Das eine nach Magdeburg an einen gewissen Ingenieur Wernicke, das andere nach' Berlin SW. 36, posttagernd, an Herrn Georg Hausmann, Kaufmann. Der Posthalter schiebt die Brille erstaunt über die Augen und sieht sich den Mann an, der zwei Telegramme auf einmal aufgibt, eine kostspielige Sache, die man sich in Nie» berau zweimal überlegt. „Aber das ist ja zweimal dasselbe?" knurrt er mißtrauisch und neugierig. Er wartet natürlich auf eine Art Erklärung. Aber dieser seltsame Fremde- 1 vom Gut denkt nicht daran, seinen Mund aufzutun. Er zahlt und geht einfach los. Komische Leute!" brummelt der Mann hinter dem Schalterfensterchen vor sich hin. „Sonntag 12 Uhr Dresden Luisenhof. Karajan." Und heute ist erst Dienstag! Als wenn er das nicht hätte auf 'ne Postkarte schreiben können! Dafür zwei Telegramme! * Karosir geht mit ihm den kleinen Weg durch den Garten, lieber die Aue hinweg führt ein Holzsteig, und drüben, hundert Meter über den Häusern, ist eine Wiese, da kann man herrlich sitzen und in die letzten rosaroten Abendwolken schauen. „Diesen Plan habe ich als Kind schon gerne gehabt", erzählt sie. „Hier konnte ich stundenlang sitzen und Wunschschiffe schwimmen lassen." „Wunschschiffe —? Was sind das für sonderbare Kähne?" „Sie kennen das nicht? Oh, es ist eigentlich nur ein Spiel, aber ich nahm's damals sehr ernst damit. Man sieht in den Himmel und sucht sich eine Wdlke, eine recht schöne, weiße. Und dann sinnt man nach, was das wohl sein könnte — ein Reiter oder ein Haus oder ein wildes Tier oder ein Schiff! Sehen Sie, bei mir wurde es 3um Schluß immer wieder ein Schiff, auch wenn's zuerst ein Pferd war. Und auf das Schiff, da lud ich alle meine Wünsche, die ich hatte, und glaübte nun felsenfest, die führen geradeswegs in den Himmel zum lieben Gott. Ulkig, was?" (Fortsetzung folgt.) reiche andere Gemeinden des Kreises Wetterau gleiche Aufgaben zu lösen. Mitglied der NSV. zu sein bzw. zu werden. muß man als eine ebenso selbstverständliche Pflicht aller deutschen Volksgenossen bezeichnen. Die Mindestbeiträge für diese Mitgliedschaft sind außerordentlich niedrig bemessen, aber bei diesen Mindestsätzen sollte es eigentlich kein Volksgenosse bewenden lassen. Wer im Besitze seines gesicherten Arbeitsplatzes und seines geregelten Verdienstes ist, der sollte auch hinsichtlich des Mitgliedsbeitrages für die NSV. darauf bedacht sein, daß er fernen Beitrag entsprechend seiner wirtschaftlichen 2 e i st u n g s k r a f t bemißt in dem Bewußtsein, daß es immer noch eine große Menge von Volksgenossen gibt — Ostmark, Sudetenland! —, denen es wirtschaftlich noch sehr schlecht geht und die dringend der Hilfeleistung bedürfen. Das Arbeitsfeld der Kreisamtsleitung der NSV. hät sich fett 1. September durch den Zutritt der Ortsgruppen Laubach, Ruppertsburg und Freienseen erweitert. Nunmehr betreut die Gießeuer kreisamts- teitung der NSv. ein Gebiet, das rund 200 000 Einwohner umfaßt. Etwa 14 v. H. davon sind bisher als Mitglieder bei der NSV. eingeschrieben. Das ist ein verhältnismäßig niedriger Hundertsatz, wenn man bedenkt, daß ein anderer Kreis in unserem Gaugebiet, in öem noch viel mehr wirtschaftliche Notstände als in unserem Kreise vorhanden sind, rund 18 v. H. der Kreisbevölkerung als Mitglieder der NSV. zählt. Nehmen wir uns an diesem Kreise ein Beispiel, soweit die Mitgliedschaft bei der NSV. noch nicht erworben ist. Die Erfüllung dieser Aufgabe muß auch eines der nächsten Ziele in unserem Kreise sein! Wichtig für Brieftaubenhatter. Das Brieftaubengeseh vom 1. Oktober 1938. Mit dem gestrigen Tage, 10. Oktober 1938, ist das von der Reichsregierung beschlossene und am 1. Oktober d. 3. verkündete Brieftaubengesetz in Kraft getreten. In Zukunft benötigt derjenige, der Brieftauben halten oder einen Handel mit Brieftauben betreiben will, eine besondere Erlaubnis, die nur zuoerlässi- Sen Personen erteilt werden darf. Jeder Brieftau- erchalter muß weiterhin einer Fachorganisation für das Brieftaubenwesen angehören. Die Auffichts- dehörde wird noch bestimmen, welche Organisation ols Fachorganisation anzusehen ist. Nach §2 des Gesetzes kann das Halten und Auflassen von Tauben jeglicher Art in bestimmten Gebieten verboten werden. Jede im Inland gehaltene Brieftaube muß mit einem geschlossenen, nicht dehnbaren Fußring versehen sein, der die Taube und ihre Herkunft kenntlich macht. Weiterhin dürfen Brieftauben nicht gemeinsam mit anderen Tauben» arten in gleichen Schlägen gehalten werden "^(e in § 4 des Drieftaubengesetzes bestimmt wird jeder Brieftaubenhalter verpflichtet, eine Besll Nachweisung der von ihm gehauenen Brieftauben zu führen und auf dem Laufenden zu halten. Jeder Brieftaubenhalter hat außerdem der zuständigen Ortspolizeibehörde die Bestandsnachweisung auf Anfordern vorzulegen, Auskunft zu erteilen und seine Brieftauben sowie Einrichtungen zur Brieftaubenhaltung jederzeit zur Besichtigung bereitzu^ellen. Lieber den Ankauf und die Veräußerung von Vrief- irauben ist Buch zu führen, von wem man die Brief- Lauben erworben und an wen man sie weiter- oe^äufoert hat. (§5-)i Jedermann ist verpflichtet, fremde, chm zugeflogene, von chm aus entschuldbarem Versehen getötete oder verletzte, sowie fnt oder verletzt aufgefun- äene Brieftauben begliche- äerkunft nebst Briefring, Meldehülsen und dergleichen, sowie lose aufgefun- kdene Brieftaubenfußringe, Meldehülsen usw. unverzüglich unter Angabe des Sachverhaltes bei der nächsten Ortsvolizeibehörde abzuliefern. Dasselbe gilt auch für Brieftaubenhalter: nur haben diese zugeflogene Brieftauben mit einem Fußring der deutschen Fachorganisation für das Brieftaubenwesen unmittelbar an diese Organisation zu melden. Ausländische Brieftauben sind durch die Ortspolizeibehörde unverzüglich der Heeresbrieftaubenanstalt zu übersenden. Wie § 7 aus führt, ist die Einfuhr von Brieftauben grundsätzlich verboten. Das Auflassen von im Ausland beheimateten Brieftauben ist nur mit Erlaubnis des Reichsministers des Innern im Einvernehmen mit dem Oberkommando der Wehrmacht statthaft. Durch das vorliegende Gesetz werden die Landesgesetze, die das Recht, Tauben zu halten oder frei umherfliegen zu lassen, einschränkten oder die Aneignung oder die Tötung der im Freien ange- trof jenen Tauben gestatteten, im Hinblick auf Brieftauben außer Kraft gefetzt. Nach § 9 des Gesetzes genießen Brieftauben von nun an einen noch weiter gehend en Schutz insofern, als derjenige, der fremde Brieftauben vorsätzlich oder fahrlässig tötet ober verletzt, mit Gefängnis bis zu zwei Jahren oder mit Hast oder mit Geldstrafe, soweit die Tat nicht nach anderen Vorschriften mit schwererer Strafe bedroht ist, bestraft wird. Auch der Versuch solcher Handlungen ist strafbar. Ebenso wird bestraft, wer vorsätzlich oder fahrlässig den Vorschriften dieses Gesetzes zuwiderhandelt. Die Bestimmungen dieses Gesetzes über Brieftauben gelten auch für die Haltung aller solcher Tauben, die ebenfalls zur Nachrichtenübermittlung verwendet werden können. Die hierzu gehörigen Taubenarten werden noch festgestellt werden. Die Bestimmungen der §§ 1, 4 und 5 sowie die Verbote nach § 2 gelten nicht für die Brieftaubenschläge der Wehrmacht, der ff und der SA. der NSDAP., jedoch müssen diese Sehläge der Ortspolizeibehörde des Aufstellungsortes gemeldet werden. Der Reichsminister des Innern wird die zur Durchführung und Ergänzung dieses Gesetzes erforderlichen Rechts- und Derwaltungsvorschrksten noch erlassen. Es wird jedem Brieftaubenhalter dringend empfohlen, sich Kenntnis coii dem genauen und vollständigen Gefetzestert zu verschaffen und die noch ergehenden Durchführungsbestimmungen zu beachten, da er sonst Gefahr laufen kann, sich strafbar zu machen. Zeitfragen auf der Orthopäden-Tagung. Gin Rückblick auf die Hauptthemen. Das Hauptthema „Orthopädie und fchaf- kfendes Volk" auf der Gießener Tagung der Deutschen Orthopädischen Gesellschaft zeigte eindringlich und überzeugend die innige Verquickung des ' ^orthopädischen Fachgebietes mit der arbeitenden Be- I coölkerung. Es liegen heute Methoden vor, mit denen man einen großen Teil der körperlichen Leistungen । Liberprüfen kann. Und diese lassen wiederum eine Beurteilung der körperlichen Leistungsfähigkeit des einzelnen Arbeiters zu. Daß die geistige und charakterliche Beschaffenheit des Arbeiters für feine Lei- i sstungsfähigkeit mit zur Beurteilung herangezogen werden muß, erklärt sich von selbst. Der Facharzt kl für Orthopädie hat neben der theoretisch-wissen haft- ichen Ausbildung eine technisch-praktische Vevan- ; । Tagung mitzubringen. Deshalb steht er an berufener stelle, einmal die Beziehung mit vielen Deruftarten ;ur Befruchtung seines eigenen Aufgabenaebietes aufzunehmen und zu pflegen, das andere Mal die Arbeitsschäden am Haltungs- und Bewegungsappa- « rat des menschlichen Körpers aufzudecken und. sie zu verhüten und zu beseitigen. Die Folgerung hieraus ist die, den in die Lehre kommenden noch wachsenden Menschen entsprechend seiner Konsti- i hition und Leistungskraft zu bewerten und zu beraten und keine Kosten dafür zu scheuen. Derbesse- rungsvorschläae für den Arbeitsplatz und die Arbeitsort durchzufetzen. Das Hauvtthema'„O rthopädie und Frauenheilkunde" wurde in der Berichterstattung bell retts gebührend beachtet. Es sei nochmals darauf j hinaewiefen, daß die Frau sich allen ertremen körperlichen Hebungen zu enthalten hat, um ihrer 1 Hauptaufgabe als Frau und Mutter zu genügen. Die Gefahren durch übertriebene Leibesübungen «ährend der Schwangerschaft und kurz nach der Geburt wurden klar von Professor von Jasch^e her- Dusgestellt. Wie sehr besondere Arten von Leibes- ibungen, mäßig betrieben, den weiblichen Organismus fördern können, bewiesen die Erfahrungen im Schi«, Schwimm-, Reit- und Rasensport. Das nächste große Hanvllhema ,.V e r e r b u n g s- : ragen" hat eine sehr starke Resonnanz gefunden, io daß an dieser Stelle besonders auf das Positive »er Dererbungsforschung nochmals ein gegangen werden muß. Wie alle Fachgebiete der Medizin, so hat »uch die Orthopädie sich mit den Vererbungsfraaen rundlich zu befassen. Die heutigen Erkenntnisse über »as Erbgeschehen bei einem orthopädischen Leiden stehen bereits auf sicherer Basis. Aus ihr baut sich f »ie deutsche rassenhygienische Gesetzgebung auf, die nch auch gegen schwere erbliche orthopädische Krank- leiten richtet. Die erbbiologische Wissenschaft hat ur Erforschung der Verhältnisse beim Menschen besondere Methoden entwickeln müssen, da hier das in Dflanzen- und Tierwelt zur Erkennung der Erb- esetze übliche Experiment nicht möglich ist. Die Dlethoben, die beim Menschen entwickelt wurden — Dwillingsforschung, Sippenforschung, erbbiologische Bestandsaufnahme — sind imstande, sichere Ergebnisse über die Erbverhältnisse für normale und krankhafte Eigenschaften zu erzielen. Allerdings mu|* an sie unbedingt sachverständig, richtig und vollständig in Anwendung gebracht werden, da sie sonst zu Fehlschlüssen führen können. Nur durch intensive Weiterarbeit in dem immer wieder von den ^Fachleuten der menschlichen Erblehre dargeleg'en Sinne bimen die bisherigen Erkenntnisse ergänzt und Dertieft und weiterhin zum Nutzen der Erbgesund- heit unseres Volkes eingesetzt werden. Wie vordringlich dieses Arbeitsgebiet innerhalb der Orthopädie ist, geht aus der Tatsache hervor, daß bei der Gießener Tagung ein besonderer Ausschuß begründet wurde, der sich nur mit Erbsragen befaßt. Der der „Vererbung" eingeräumte Teil der Sitzung ließ deutlich die große Bedeutung erkennen, die gerade diesen Fragen beigemessen werden muß. Es war sehr zu begrüßen, daß neben den Orthopäden die Erbforscher selbst zu Worte kamen. Dadurch kommt die notwendige Zusammenarbeit beider Fachgebiete klar zum Ausdruck. Wurden in kritischer Weise Grenzen und Möglichkeiten der menschlichen Erbforschung erörtert, so war darin doch gleichzeitig der Hinweis für die notwendigen Arbeitsmethoden enthalten. So wies auch Professor von Derschuer auf das bisher tatsächlich Erreichte bin, bas uns heute in den Stand setzt, orthopädische Erbleiden mit Sicherheit zu beurteilen. .Einzelne der Dorgetragenen praktischen neueren Forschungsergebnisse berechtigen zu dem Schluß, daß der bis- jetzt eingeschlagene Weg der Maßnahme zur Bekämpfung der Erbkrankheiten auch in der Orthopädie in vollem Umfang durch die praktischen Erkenntnisse weiterhin seine Bestätigung finbet. Dem Siegeslauf ber Hormone folgte ber der V i - tarn ine. Nach ber heutigen Erkenntnis ber Wirksamkeit ber Vitamine und ihrer Darreichungsform wird man bei aller Hochachtung und Bedeutung bei deren kritikloser Anwendung zunächst noch kurztreten müssen. .In der Vorsorge und Verhütung von Krankheiten, die auf Vitaminmangel beruhen, spielen diese hochwirksamen Stoffe eine enorme Rolle. Jedoch in der Behandlung ber schon burch Vitaminmangel auf getreten en Erkrankungen hat man mit zunehmendem Alter eine geringere Wirksamkeit ber Vitamine auf die Heilungsbeschleunigung festa"stellt. Eine Ausnahme svielen heute die sehr wirksamen Vitamine C und D. Das Vitamin C ist in ber Dellkartoffel unb in ber Zitrone in reichlichem Maße vorhanden und ist für die körperliche und seelische Leistungsfähigkeit von hervorragender Bedeutung. Es spielt eine ausschlaggebende Rolle für den seelischen und körperlichen Zustand des Menschen und ist für viele Krankheitsgebiete, besonders in ber Orthovädip. ein nicht mehr zu missender Heilfaktor. Aus die Wichtigkeit des antirachitischen Vitamins D braucht nicht mehr besonders eingeganaen zu werden. Die Folgerung aus diesem .fiauottbema ist die. bie W der Draris bernährten Vitamine C und D in uneingeschränktem Maße weiter zu verabreichen und die Wirksamkeit der Vitamine A und B I für das zunehmende Wachstumsalter weiter zu kontrollieren und nachzuprüfen. 5tou6u6erfo<( Lpd. Fran kfurt a. M., 10. Oft. Am 18. August wurde eine allein in ihrer Wohnung in der Lortzing- straße anwesende Frau von einem jungen Mann Überfällen, gefesselt und gefnebelt und ein Betrag von 30 Mark geraubt. Der Polizei gelang es nun, den Täter und seinen Komplizen, ber vor dem Haus gemart°t hatte, zu oerha ft en. Es handelt sich um zw'i 24jä'hriae Burschen aus Frankfurt, die em umfassendes Geständnis abgelegt haben. Aus der engeren Heimat. pflege des Heimatgedankens. Lpd. Büdingen, 10. Oft. Die Stadt Büdingen. die wegen ihrer allen schönen Bauwerke bekannt ist, hat in Verbindung mit dem Geschichts- unb Verkehrsverein eine bemerkenswerte Neuerung eingeführt. An den Stellen, wo wichtige Bauwerke der alten Befestigungsanlagen in früherer Zell niedergelegt wurden, sind jetzt Bildtafeln mit der Rekonstruktion der Tore, Wälle usw. ausgehängt worden. So erfährt das Bild der Stadt eine Ergänzung dessen, was Unverstand und Pietätlosigkeit in der vergangenen Zeit dem Abbruch preisgab, uns heute aber wertvoll ist. Schadenfeuer in Ermenrod. * Ermenrod (Kreis Alsfeld), 10. Oft In der Hofreite des Schmiedes Setzer brach am Sonntag zwischen 16 unb 17 Uhr Feuer aus. Nachbarn beobachteten im oberen Teil ber Scheune Feuerschein unb Rauch unb alarmierten sofort bie Feuerwehr bes Ortes unb bie Wehr von Groß- Felda, bie mit ihrer Klein-Motorspritze anrückte. Trotz energischer Arbeit ber Feuerwehren konnte es nicht verhindert werden, daß Scheune, Stallungen und ein Teil des Wohnhauses von den Flammen zer st ört wurden, da das Feuer in den Stroh, und Heuoorräten in der Scheune reichlich Nahrung fand. Glücklicherweise ist die Körnerfrucht gerettet. Da starker Wind herrschte und ein Uebergreifen bes Feuers auf andere Gebäude befürchtet werden mußte, hatte man auch bie Alsfelder Motorspritze alarmiert, die aber auf halbem Wege zurückbeordert werben formte, weil die Gefahr inzwischen beseitigt war. Landkreis Gießen. 8 Alten-Buseck, 10. Oft. Dieser Tage verließ Lehrer Dr. Haas unsere Gemeinde, um in dem benachbarten Beuern seinen Wohnsitz zu nehmen, nachdem chm bereits an Ostern dort eine Schulstelle übertragen worden war. Dr. Haas war 6 Jahre hier tätig und hat sich während dieser Zeit sowohl durch sein offenes, freundliches Wesen, als auch durch seine pädagogischen Eigenschaften Achtung und Beliebthell bei der ganzen Einwohnerschaft erworben. Auch für die Sache des Luftschutzes hat sich Dr. Haas sehr verdient gemacht unb bas Interesse für diese vaterländische Aufgabe stets zu wecken gewußt. Die Gemeinde wünscht dem scheidenden Lehrer unb seiner Familie, mit der sie stets in echter, aufrichtiger Volksgemeinschaft zusammengelebt hat, alles Gute in ihrem neuen Wirkungskreis. 4= Mainzlar, 10. Oft. Am Samstagnachmittag stieß ein auswärtiger Motorradfahrer in einer Kurve in unserem Orte mit dem Pferdefuhr- werk eines hiesigen Landwirtes zusammen. Der Beiwagen hatte das Pferd getroffen, so daß es stürzte. Das Tier wurde leicht verletzt'. Am Kraftfahrzeug entstand einiger Sachschaden. Kraftfahrer und Fuhrmann kamen mit dem Schrecken davon. + Lang-Göns, 11. Oktober. Der Hessische Landesverein für Innere Mission hielt am Sonntag unb Montag sein diesjähriges Jahresfest in Lang-Göns ab. Nach Festgottesdienften, in denen Direktor Pfarrer Schneider (Nieder-Ram- ftabt) predigte, fand am Sonntagnachmittag die Festversammlung in der Kirche statt. Hierbei sprachen Generalsuperintendent D. Kähler (Bethel) über „Viel Not unb allerlei Hilfe". Außerbem gab er einen Bericht über bie Arbeit in Bethel. Am Montag tagte eine Mitgliederversammlung bes Hessischen Landes- vereins für Innere Mission. Daran schloß sich bie öffentliche Jahresversammlung mit einem Vortrag des Generalsuperintendenten D. Kähler über das Thema ,Hat die Innere Mission für ihre Arbeit eine grundlegende Besinnung," an. * Lich , 11. Oft. Das Fest der Silberhochzeit begehen heute die Eheleute Ludw. Wolf III., Bierfuhrmann, unb Frau geb. Menges, Menges- gaffe 43. Wir gratulieren! Weiterer Rückgang der spinalen Kinderlähmung in Frankfurt. LPD. Frankfurt a M., 10. Oft. In ber Woche vom 2. bis 8. Oktober finb nur noch neun Erkrankungen an spinaler Kinderlähmung aufgetreten. Von diesen entfallen auf die einzelnen Altersstufen: 1 bis 6 Jahre 2 Personen, 6 bis 14 Jahre 4 Personen, 15 bis 19 Jahre 1 Person, über 20 Jahre 2 Personen. Von diesen Erkrankten sind zwei gestorben. Die Erkrankungen sind, wie sich daraus ergibt, weiterhin zurückgegangen. ©JlXfpOTt Das Äaukachamt Turnen tagte... In Kastel sand eine Arbeitstagung des Gaufach- amtes Turnen im Gau XII: Hessen statt, an der die Mitarbeiter bes Gaufachwarts und die Kreis- fachwarte teilnahmen. Der Kreis 8: Gießen war wegen Verhinderung des Kreisfachwarts Dau - p e r t (Wieseck) durch Kreisobmann für Männerturnen Karl Reuter (Gießen) vertteten. Gausachwart Ries (Kastel) erstattete einen eingehenden Bericht über den kürzlich in Berlin stattgefundenen Lehrgang des Reichsfachamtes Turnen. Im Anschluß daran besprach man die neue Arbeit des Fachamtes Turnen im Gau in den kommenden Monaten. Im Vordergrund steht die Schulungsund Lehrgangstätigkeit an der Gausportschule in Marburg, die sofort einsetzt. Gauobmann für Man- nerturnen Becker (Kassel), Gaufrauenturnwartin Luise Schwarz (Friedberg), Gauobmann für Sommerspiele Dr. Pfeffer (Gießen) und Gau- presieobmann O ß w a l d (Bad-Nauheim) erläuterten bie von ihnen vorgesehenen Lehrgänge, lieber die Jugendarbeit äußerte sich Gebietssachbearbeiter für Turnen (Gaujugendfachwart) Hermer Beck (Kassel) in grundlegenden Ausführungen. Eine engere Zusammenarbeit der Bannfachwärte mll den Vereinen sei anzustreben. Ein Lehrgang für Bannfachwarte wird Mitte November an der Gausportschule durchgeführt. Zu den Lehrgängen an der Gausportschule kommt als erfolgversprechende Maßnahme hinzu ber Einsatz des DRL.-F-achlehrers Rui sing und der DRL.-Fachlehrerin Ursula Steinhäuser in sämtlichen Kreisen des Gaues. Kamerad Ruising berichtete über seine bisherige Tätigkeit und gab auf Grund seiner Erfahrungen wertvolle Anregungen für die nutzbringende Gestaltung dieser Lehrarbeit. An größeren Veranstaltungen steht bevor ber Mannschafts-Gerätekampf ber (Baue Hessen, Baben unb Westfalen am 23. Oktober in Dortmund, ferner ein Mannschaftskampf ber Kreise 8: Gießen, 9: Limburg und 11: Friedberg, der Anfang Dezember zum Austrag kommt, wahrscheinlich in Bad Ems. Pflicht aller Vereine ist es, sich in der zweiten Winterhälfte an den Verein sriegen-Wettkämpfen zu beteiligen. Die Richtlinien dafür werden in Kürze be- fannfgeqeben. Wunsch der Gaufachamtsleitung ist es, daß im kommenden Jahre in allen Kreisen Alterstreffen in Verbindung mit Wettkämpfen durchgeführt werden. Beschlossen wurde außerdem ein Gaualterstreffen. Als Austragungsort wurde Heuchelheim bestimmt. Es besteht die Möglichkeit, daß 1939 auch ein DRL.- (B a u f e ft in Kastel ftattfinbet. Seit dem 1. Gaufest des DRL. 1935 in Gießen hat eine derartige Ge» meinschastsveranstaltung sämtlicher Fachämter im Gau nicht mehr stattgefunden. GrsteOiympir -Schulung unsererTurner Die deutschen ©erätetumer haben in Helsinki fünf goldene, eine silberne und sechs bronzene Medaillen zu verteidigen. Das ist Grund genug, um mit den Olympia-Vorbereitungen für 1940 so früh wie möglich und gleich mit allem Ernst zu beginnen. Fast volle zwei Jahre vor Helsinki findet daher vom 24. bis 28. Oktober in Leipzig die erste Olympia-Schulung unserer Geräteturner statt. Die Leitung des Lehrganges liegt in den Händen des Neichsmännerturnwartes Martin Schneider, der die deutschen Nationalturner von Erfolg zu Erfolg geführt hat und dessen wertvoller Schulungsarbeit nicht zuletzt die großen Triumphe der deutschen Mannschaft bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin und auch in den Länderkämpfen zu verdanken sind. Ihm zur Seite stehen in Leipzig Badens (Baumännerturnmart Eugen Kopp, Hee- ressporttehrer Lt. Alfred Schwarzmann und die DRL.-Fachlehrer Walter Steffens und Heinz S a n d r o ck. Schwarzmann und Steffens sind zugleich Mitglieder der neuen Reichs-Kernmannschaft, der weiterhin folgende Turner angehören: Innozenz Stongl (München), Alfred Müller (Leuna), Kurt Krotzsch (Lützen), Hans Friedrich (München), Reinhard Stulle (Eichen), Georg Sich (Düsseldorf), Karl Stadel (Wünsdorf), Willi Stadel (Konstanz), Kurt Haustein (Leipzig), Matthias Volz (Schwabach), Wilhelm Kippert (Dillingen), Josef Renner (Geislingen), Emil Hlindetzky (Frankfurt am Main), Hans Pludra (Villinqens, Konrad Frey (Bad Kreuznachs, Franz Bayer (Kassel), Fritz Bek- fert (Neustadt. Schwarzwald), Gefr. Wurm. (Münster), Kiefer (Bad Kreuznach). Der Lehrgang wird gleichzeitig die deutsche Nationalmannschaft für den am 18. Oktober in Helsinki stattfindenden Länderkampf gegen" Finnland ermitteln. ZuBall in ber engeren Heimat. VfV.-Reichsbahn Liga — Bistenberg Liga 1:2 (1:1). Auf dem Waldsportplatz trafen sich beide Mannschaften zum angesetzten Verbandsspiel. Hatte man im Gießener Lager gehofft, daß diesmal die beiden Punkte hier blieben, so wurde man enttäuscht. Während die Gäste chre alte Mannschaft zur Stelle hatten, mußten die Grünweißen mit acht Mann Ersatz antreten. Aber trotzdem war dieses Spiel zu gewinnen. Die besten Torgelegenhetten waren vorhanden, aber ber Sturm wertete sie nicht aus. Den Gästen gelang es, gleich nach Beginn bas Spiel leicht überlegen zu gestalten. Aber nach 10 Minuten fanden sich die Gießener. Szponik war es, der dem Gästehüter zu schaffen machte, er hatte aber mit seinem Schuß kein Glückt Dann waren es wieder die Vissenberger, die angriffen. Der Rechtsaußen bekam den Ball zugespielt und gab einen Weitschuß auf das Gießener Tor ab. Gottschalk wollte den Ball halten, lenkte ihn aber selber in das Tor. Kurz vor Halbzeit kamen die Platzbesitzer zum verdienten Ausgleich. Der Gästehüter hatte einen Ball abgeschlagen, brachte ihn aber nicht weit genug fort Der Gießener Mittelläufer Lukaschewski erwischte bas Leder unb sandte unhaltbar ein. Nach dem Wechsel war die Gießener Elf die einwandfrei befere Mannschaft. Sie gestaltete das Spiel überlegen, aber es wollte im Sturm nicht klappen. Angriff auf Angriff trugen die Gießener vor, aber der Sturm schoß nicht. Oefters glaubte man den Ball im Netz, aber der Nürnberger Tormann mar nicht zu schlagen. Die Gö'te waren glücklicher. Die Gießener Mannschaft war zu weit aulgerückt. Der Linksaußen bekam den Ball, lief nach innen unb schoß das Siegestor. Alle Anstrengungen der Gießener, noch zum Ausgleich zu kommen, waren vergebens. Die zweite Mannschaft schlug ihren Gegner Bissenberg II mit 4:0 Toren. Der Sieg war in dieser Höhe verdient. Ehringshausen I — Watzenborn-Steinberg I 1:4 (0:2). Sicherer als gedacht, setzte sich die 1. Mannschaft des FC. „Teutonia" Watzenborn-Steinberg beim Neuling Ehringshausen durch. Da man immer noch die Hälfte der etatsmäßigen 1. Mannschaft ersetzen mußte, wurde folgende Elf mit diesem Punktespiel betraut: Happel; K. Schmandt, Fett: W. Schmandt, H. Schmandt, E. Burger: Hirz, Bernhardt, Schmidt, O. Haas, K. Buß. Die Einheimischen begannen mit temperamentvollen Angriffen. Sichtlich wollte Ehringshausen die „Teutonen" überrumpeln. Kaum hatte Happel beit Ball wegbefördert, war er schon wieder in seiner näheren Umgebung. Daß die Platzmannschaft dieses Tempo nicht lange durchzuhalten vermochte, war vorauszuschen. Nach kurzer Zeit rollten auch die ersten Angriffe des Teutonensturmes auf des Gegners Tor, unb bereits nach einer Viertelstunde führten die Watzenborn-Steinberger burch ben Halbrechten Bernhardt, der eine Vorlage von rechts geschickt verwandelte, 1:0. Schmidt blieb es Vorbehalten, in der 28. Minute auf 2:0 zu erhöhen. Kurz vor Halbzeit hatte der Linksaußen der Platzmanw« mit dem ä ^4; itH" 5«"nl” ®te5' rxan"1' 6*5» - «tf? Ä ’Ä'V»1 SK ^sS i M f Jgjiart *>' Die Dedin SÄ»* »Ä- !KÄ! £ #i iw 6, l fl 8ie ®tul LS- nruig gegen eine pnijfe M de W°d-r°u-I°" M sich der Kur Ätii von Juli bis mäßigt Hatte, da 1 einer ernsten j fthivieg, daß die lehr viel sta haben als an der 5 nar den Kurs | Heren Ausgabe^ ■ ime gar Ur MchMü de fi'!rprozentrge 9 den August eir geringfügige K völlig wieder v : die Entwicklm ! dos wichtigste vnle'rhe, die noi An einem der Kurs dieses P über 91 o.h. einen HJlinbeftti um bie Sparer. । Währungen uni -• i ^ichswlrlschast I Mrdsonsvroche a der onsMriigen seines dortigen anleihen gei urteilt werden Die Türkei hat von 150 Milli in der Haupts tunqen, doneb begehen. Die also die gleich die das 9lei einnimmt Die fdimädjeren 6ei teit5Derf)ättni51 ■ Mb sogar aufge [ »erfolgten als'd : ^formen zu er : 1 'm ösfentlichen 1 "verhängnisvolle lislhwächeren ©er "Mote an, da ! gefährliche parfi ' ervart bleiben 1 1M" Mr der i p; wl-d-rh°,t M.fcbie Stnl u 1 $it,ei be ,£'lr* bim 9 * ^'Mnasraten °7'" ^iftuno5fä N-n, sind tr E,ebi $o,'; i$?’tekr!r uni WS Mhierfer Vr °nr BBerfäuf^' ?Don i»n ÄMeh. fÄ* pÄ'ibi. • runb 1«e l'^orl !D"LS- C6.() ?.N %tl ä^Ä bi, Dann gehen Sie ins MODEHAUS Giefeen, Seltersweg 81 Mnnkiänon von3 bis 20 v. H. erhalten Sie bei wieder näCniäSSu holten Veröffentlichungen einer Anzeige! DER VEREINSFÜHRER. Dort finden Sie zu günstigen Preisen letzte modische Neuheiten, die Ihnen von erfahrenenVerkaufs- kräften gerne, auch unverbindlich, gezeigt werden. Jugendl. nicht zugelassen 1 Sonderprogr. Voß-Dre den Goethe-Bund und Kaufmännischer Verein Vortragsprogramm 1938/39 1. Montag, 17. Oktober 1938: Lichtbildervortrag von Prof. Dr. Troll: Nanga-Parbat als Ziel deutscher Forschung zusammen m. d. Gesellsch. f. Erd-u.Völkerkunde. 2. Mittwoch, 2. November 1938: Großkundgebung zur Woche des Deutschen Buches 1938: Agnes Fliegei liest aus eigenen Werken. 3. Freitag, 11. Nov. 1938: Ein froher Abend des Vortragsmeisters Ernst Kreuzträger: Kunterbunt. 4. Montag, 21. Nov. 1938: 2. Dichterabend: Sudetendeutsche Dichtung: Gottfried Rothacker und Ernst Bodenreuth lesen aus eigenen Werken. 5. Montag, 5. Dezember 1938: Lichtbildervortrag von Kunsthistoriker Dr. Kroeber: Der Bamberger Reiter — ein Idealbild deutschen Wesens. 6. Donnerstag, 12. Januar 1939: Vortrag v. Australienflieger Hans Bertram: Flug in die Hölle. 7. Montag,”23. Januar 1939: 3. Dichterabend: Wilhelm Schäfer liest aus eigenen Werken. 8. Donnerstag, 2. Februar 1939: 4. Dichterabend: Feierstunde „Soldat und Dichter“: P. C. Ettighoffer liest aus eigenen Werken. 9. Mittwoch, 15. Februar 1939: Lichtbildervortrag von Prof. Waldmann, Direktor d. Bremer Kunsthalle: Wien, die Stadt der deutschen Ostmark, 10. Donnerstag, 9. März 1939: Lichtbildervortrag von Flieger dichter Dr. Peter Supf: Werdezeit der deutschen Fliegerei. 11. /12. Gießener Goethe-Woche vom 19. bis 25 März 1939, aus Anlaß der 25-Jahr-Feier des Goethe-Bundes Gießen: Freitag, 24 März 39: Goethe-Feier, Festvortrag von Hans Carossa: Goethes Wirkung in der Gegenwart; Samstag, 25. März 1939: Festlicher Abend. Jahresbeitrag 12 RM. Die Mitglieder haben zu allen Veranstaltungen bis zu 3 Plätzen freien Eintritt. Eintrittspreise für Nichtmitglieder 1.50 und 1.25 RM. Mitgliedsanmeldung und Kartenvorverkauf: Challier, Neuenweg. Vortragsprospekt unentgeltlich. 6483D Das unsterbliche Singspiel übers cbäu- meoder Fröhlichkeit, dessen entzückende Handlung uns in unsere schöne Ostmark entführt. Mit der volkstümlichen Schlager-Musik Im weißen Rößl am Wo fgangsee... 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Elche zwischen Meer und Memel von Martin Kakies Insgesamt 120 Seiten mit 82 hervorragenden Naturaufnahmen des Verfassers auf 56 Kunstdrucktafeln. 3n Leinen gebunden RM. 3,60. Aus dem Inhalt: Parade im Frühlina-Lin Tlchkmb torkelt ins Leben-Im Sommerglühen-Elk, der Schaufler vom Meer — Die hohe Zeit — Der Kapitalschaufler von Helenawerder — Der Starke und der Dolchendige-Auf der Hochdüne-Elche im Schnee. Der Verfasser ist in seiner Heimat bekannt als ein ausgezeichneter Elckkenner. Sein Leben lang hat er dieses urwüchsige Tier der heimischen Landschaft aus der Kurischen Nehrung und im nördlichen Teil der Memelniederung beobachtet und bietet nun aus seiner umfangreichen Lichibildsammlung die schönsten Erge.nisfe seiner jahrzehntelangen Kamerajagd in einer überraschenden Fülle und Vielseitigkeit. Daß er ober nicht nur einer unserer besten Natur- lichtbildner, sondern auch ein außergewöhnlich begabter Schrift- steller ist, der seine Erlebnisie spannend und unterhaltsam zu berichten weiß, wird die Freude am Besitz dieses schönen Buches vcrdoppelu Alle Jäger und Freunde der Statur müssen dieses schöne Elchbuch besitzen. Bestellungen nehmen alle Buchhandlungen und der Verlag entgegen. Hugo Bermühler Verlag, Berlin-M" Wenn Sie Stelle kauten für einen schönen Mantel, ein Sportkleid, für ein elegantes Nachmittagskleid oder ein großes Abendkleid wünschen Sie mit Recht eine grobe Auswahl u. günstige Preise denn nur dadurch können Sie alle Ihre Wünsche zum Herbst und Winter erfüllen. schast eine große Chance, doch inn Eifer verfehlte er drei Meter vor Happel freistehend den ihm zugespielten Ball. Nach Halbzeit waren die „Teutonen" stets die Ueberlegenen. Fett und K. Schmandt klärten immer wieder durch schöne befreiende Abschläge. Ein Strafstoß, getreten von Fett, wurde vom Torhüter der Platzmannschaft gerade, noch aus der Ecke gefischt, ein weiteres Vergehen der Hintermannschaft von Ehringshausen wurde mit einem Strafstoß geahndet, den Fett aus ziemlicher Entfernung mit mächtigem Schuß in die Maschen setzte. Ehringshausen stellte um und kam durch Fuhrländer zum ersten und auch einzigen Treffer in diesem Spiel. Das Spiel näherte sich seinem Ende, die Teutonen gingen zum Endspurt über, und sie beherrschten nun vollkommen das Feld. Einen auf das Tor gegebenen Bombenschuß konnte der Torhüter der Platzmannschaft nur übklatschen, da «var auch schon der Linksaußen Buß zur Stelle, hob den Ball über den am Boden liegenden Torhüter hinweg und lief mit dem Leder in das leere Tor. Nach kurzer Zeit pfiff Schiedsrichter Post (Wieseck) das Spiel ab, und die Teutonen hatten, trotz ersatzgeschwächter Mannschaft, weitere zwei wertvolle Punkte errungen. Vor diesem Spiel standen sich die 2. Mannschaften beider Vereine im Punktekampf gegenüber. Obwohl die Teutonen bereits bei Halbzeit mit 3:0 Toren führten, kamen sie über ein 3:3 nicht hinaus. Großen-Buseck I — Riiddingshausen I 3:2. Wenn man an einen hohen Sieg der Platzbesitzer gedacht hatte, so wurde man enttäuscht, denn die Mannschaft von Rüddingshausen war sehr eifrig bei der Sache, wodurch sie die technisch bessere Spielweise der Platzbesitzer ausgleichen konnte. Wenn keine Tore fielen, dann lag dies wieder an dem „bis-in-das-Tor-kombinieren" der Einheimischen. Rüddingshausen hatte Anstoß, der aber von der Läuferreihe abgefangen wurde. Nach lange überlegenem Spiel der Einheimischen konnte Sabo- rouski zum Führungstreffer einsenden, dem er gleich einen weiteren folgen ließ. Aber es dauerte nicht lange, da hatten die Gäste ein Tor aufgeholt. Durch ein Mißgeschick in der Hintermannschaft ließen sie sogar den Ausgleich folgen. Nach der Pause wurde wieder frisch weitergekämpft. Das Spiel gestaltete sich nun sehr einseitig. Die Busecker belagerten andauernd das Gästetor und konnten auch noch einen Treffer erreichen, aber dann wurde nicht mehr geschossen. Man ließ sich vom Ball drücken, so daß es bei dem mageren Ergebnis blieb. Die Jugendmannschaft, die die gleiche des Spv. Lollar als Gast hatte, mußte sich den körperlich viel stärkeren Lollarern beugen. Beide Mannschaften spielten sehr anständig. Die Lollarer gewannen verdient mit 3:0 Toren. Heuchelheim 1. 3gd. — 1900 1. 3gb. 6:5 (5:1). Die 1. Jugend der Blau-W-eißen konnte wiederum keinen Sieg erringen. Heuchelheim wählte sich den Wind zum Bundesgenossen und konnte innerhalb kurzer Zeit einige Tore vorlegen. Dies deprimierte die Blau-Weißen, doch es konnte sie keineswegs entmutigen. Nach Torwechsel nahmen sie das Heft in die Hand. Angriff auf Angriff rollte auf das Heuchelheimer Tor. Tor auf Tor wurde aufgeholt. Die Verteidigung rückte mit vor. Der Aus- Wirtschaft gleich lag in der Luft. Da ertönte die Pfeife des Schiedsrichters und Heuchelheim konnte als knapper Sieger das Feld verlassen. Ein erfreuliches Ergebnis — 2:9 Tore — erzwang die 3. Jugend der Blau-Weißen gegen die 2. von Heuchelheim. Nie hätte man erwartet, daß die Jüngsten der Spielvereinigung 1900 einen solchen Sieg erringen würden. Vom Anpfiff an diktierten sie das Spiel. Zu berücksichtigen ist allerdings, daß die 2. Jugend von Heuchelheim ihr erstes Spiel bestritt. Ellingshausen — Flensungen-Mücke 6:1. Am Sonntag trafen sich beide Mannschaften zu ihrem ersten Verbandsspiel in Ettingshausen. Beide Mannschaften traten mit Ersatz, Flensungen nur mit 10 Mann an. Es entwickelte sich ein schöner und schneller Kampf, der die Gastgeber leicht im Vorteil sah. Jedoch dauerte es einige Zeit, bis Ettingshausen zum ersten Tor einsenden konnte. Bis zur Halbzeit konnten die Einheimischen noch weitere zwei Tore durch ihren Rechtsaußen und den Mittelstürmer erzielen. Nach dem Seitenwechsel waren die Gastgeber weiterhin überlegen. Sie konnten dies durch weitere drei Tore ihres Halbrechten zum Ausdruck bringen, während die Gäste nur das Ehrentor erzielen konnten. Schiedsrichter war Hillebrecht (Großen-Buseck). Dänemarks bester Schwimmer, Finn Jensen, der vor Artur Heina Weltrekordinhaber über 400-Meter-Brust war, hat jetzt das Schwimmtraining wieder ausgenommen, nachdem er sich seit 1936 ganz dem Fußballsport verschrieben hatte. Mein-Mainische Börse. rNillagsbörse weiter freundlich. Frankfurt a. M., 10. Okt. Die Börse zeigte auch zum Wochenanfang das seit einigen Tagen gewohnte Bild, das durch ein ruhiges und sich bei kleinsten Schwankungen entwickelndes Geschäft gekennzeichnet wird. Der Ordereingang war wiederum klein, da sich die Aufmerksamkeit der Kundschaft auf die heute beginnende Zeichnung der neuen Reichsanleihe konzentriert, von der die Banken bereits am ersten Tag von einer flotten Nachfrage berichten. Bei anhaltend freundlicher Grundtendenz wiesen die Kurse am Aktienmarkt wieder nur kleine Abweichungen auf, die indessen weiter stetig nach oben gerichtet sind. Für Montanwerte erhielt sich in Erwartung der Abschlüsse Sonderinteresse. Vereinigte Stahl gewannen 0,40 v. H. auf 104,40, Mannesmann gut behauptet mit 111,13, aber Hoesch 0,50 v. H. ermäßigt auf 114,50. Maschinenwerte, die durchschnittlich 0,50 anzogen, hatten ebenfalls mehr Nachfrage, wobei Demag 1,75 v. H. gewannen auf 148. Elektrowerte wurden sehr vernachlässigt, AEG. unv. 119,75. Fest lagen weiterhin Westtieutsche Kaufhof mit 100,50 bis 101 (99,25) und überdurchschnittlich erhöht lagen Contt Gummi mit 210,50 (207,50). JG.-Farben gaben bei ruhigem Geschäft 1 v. H. nach auf 152,25, ferner Scheideanstalt auf 216 (216,50) und Reichsbank auf 185 (185,65). Am Rentenmarkt blieb es auf allen Gebieten still. Etwas beachtet wurden Reichsaltbesitzanleihe mit 130,90 (130,70). Im Freiverkehr blieben die Kurse gut gehalten. Kommunal-Umschuldung Kurze Sportnoiizen. Das große Basketball-Turnier am 22. und 23. Oktober im Berliner Sportpalast soll ein „Turnier der sechs Nationen" werden. Eingeladen wurden England, Frankreich, Italien, Polen und Europameister Lettland. Europameister Kees Hoving /Holland) hat die Einladung zur Teilnahme am Internationalen Schwimmfest der Wasserfreunde Hannover am 29. und 30. Oktober angenommen, lieber 100- Meter-Kraul wird es also zu einem neuen Kampf zwischen Hoving und Fischer kommen. * Europäische Schiläufer, vornehmlich Schweden und Norweger, wurden eingeladen, an verschiedenen amerikanischen Schispringen auf künstlichem Schnee, die „drüben" immer mehr in Mode kommen, teilzunehmen. 94,15, 4proz. Rentenbank-Ablösung 91,90, Städte- Altbesitz 135,50 bis 136,50. Am Pfandbriefmarkt hatten Goldpfandbriefe mäßige Nachfrage, für Liquidationswerte, die vorwiegend 0,13 bis 0,25 v. H. abbröckelten, ist das Interesse zurückgegangen. Stadtanleihen und Industrie-Obligationen wiesen kaum Abweichungen auf. In den Konsolidierungsanleihen war das Geschäft ruhig, Angebot lag aber kaum vor. Der Freiverkehr war ruhig. Höher gesucht wurden Katz & Klumpp mit 97 bis 99 (95 bis 97), im übrigen nannte man die letzten Kurse. Tagesgeld unvrändert 2,25 v. H. Abendbörse freundlich. Wenn auch die Umsätze infolge der nur schwachen Kundschaftsbeteiligung fern Format hatten, so war auch die Abendbörse auf einen freundlichen Ton gestimmt, da etwas Nachfrage vorherrschte. Besonders Montanpapiere fanden weiterhin Beachtung, wobei Rheinstahl fest waren mit 139,65 bis 140 (138,50) und den Berliner Stand noch um 0,50 v. H. überschritten. Verein. Stahl zogen zunächst auf 104,75 (104 40) an, bröckelten aber im Verlause auf 104,50 ab. Buderus mit 112, Mannesmann mit 111 und Erdöl mit 130,50 lagen unverändert. Gefragt blieben auch Westdeutsche Kaufhof, die sich auf 101,25 (101) befestigten, ferner stellten sich Bemberg 0,75 v. H. höher mit 138,75. Nicht ganz behauptet lagen Adlerwerke mit 111,50 (111,75), Junghans mit 105,75 (106) und Rheinmetall mit 129,75 (130). Im übrigen notierten die Kurse gut behauptet, darunter JG.-Farben mit 152,50, aber 0,40 v. H. über Berlin, Demag mit 148, Licht & Kraft 140 50, Gesfürel 140, Metallgesellschaft 128.50, Moenus 126, BMW. i mit 145,50 und Scheideanstalt mit 216. Auch Bankaktien kamen wie mittags zur Notiz. Der Renten» markt lag sehr still. Reichsaltbesitz unv. 131, ebenso Reichsbahn-VA. mit 125,90, 6proz. JG.-Farben mit 123 und 4,5proz. Meininger Hyp. KO. mit 100. Im Freiverkehr galten Kommunal-Umschuldung 94,15 und 4proz. Rentenbank-Ablösung 91,90. frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 10. Okt. Es notierten (Ge« treibe je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in ' RM.: Weizen W 9 200, W 11 202, W 12 203, W 13 204, W 16 207, W 18 209, W 19 211, W 20 213, Roggen RH 185, R 12 186, R 14 188, R15 189, R16 191, R17 192, R18 193, R19 195 Groß, Handelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste —, Futterhafer —. Weizenmehl Type 812 W 13 29,25, W 16 29,25, W 18 29,25, W 19 29,25, W 20 (Kreis Alzey) 29,25, W 20 (Kreis Worms) 29,60, plus 0,50 RM. Frachtausgleich. Die Preise für Weizenmehl Type 812 mit Beimischung von Maisbackmehl sind 30 Pf. niedriger als die No- tierungen. Roggenmehl Type 997 R 12 22,45, R 15 22,80, R 16 22,95, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 RM. Frachtousgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Wei- zenkleie W 13 10,75, W 16 10,90, W 18 11,00, W 19 11,10, W 20 11,20 Mühlenfestpreis ab Mühlen, station. Roggenfuttermehl R19 12,50, Roggenvoll, kleie R 19 11,00. Roggenkleie R 12 9.95, R 15 10,15, R 16 10,25, R 18 10,40, R 19 10,50 Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Treber —. Wiesenheu, Handels, üblich, mit Besatz (bis ein Drittel) 5,00, Wiesenheu, gut, gesund, trocken, mit unerheblichem Besatz (bis etwa ein Zehntel) 5,80 bis 6,00, Kleeheu, gut. ge« sund, trocken 7,00 bis 7,50, Weizenstroh, bindfoöen- gepreßt und gebündelt, 2,80, Roggenstroh, do., 2,90 bis 3,00, Hafer- und Gerstenstroh, do. 2,40 bis 2H, Erzeugerpreis ab Erzeuger-Verladestation. Sranffurtcr Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 11. Okt. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 380 Kälber, 456 Hämmelj 510 Schafe, 1310 Schweine. Es kosteten: Kälber 36 bis 65 Mark, Hämmel 32 bis 52, Schafe 20 bis 42, Schweine 50 bis 59 Mark. — Marktoerlauf: Kälber und Schweine zugeteilt, Schafe und Hämmel mittelmäßig. tRundfunfprogramm Mittwoch, 12. Oktober. 6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nach- 'richten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause. 9.30: Gaunachrichten. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 10: Schulfunk. Gesellige Musik III. Die Holzbläser. 11.45: Ruf ins Land. 12: Mittagskonzest I. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert II. 14: Nachrichten. 14.10: Das Stündchen nach Tisch ... 15: Bilderbuch der Woche. 15.15: Kolonisierung einst und jetzt. 16: Nachmit- tagskonzert. 18: Ein Wort an alle. 18.10: Gehirn aus Stahl und Eisen. 18.20: Allerlei lustige Gymnastik. 18.30: Schöne deutsche Volkslieder. 19: Fliegendes Deutschland. Besuch im Flieger-HJ.-Zelt- lager. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher. 20: Nachrichten. 20.15: Musik unserer Zeit. Karl Marx (geb. 1897). 21: Stunde der jungen Nation. 21.30: „Ein Ständchen will ich bringen dir ..."'22: Nachrichten. 22.30: Musik aus Wien. DochzachHaalroggeo Pelkoser MM Boehzoclil-Saalweizen Carstens Dickkopf V HoclizDchl-SaalweizeD Strubes General v.Stocken Samenhaus Heinrich Hahn Bahnhofstraße, Ecke Wolkengasse - Tel. 3403 6487A Richtung Salzkammergut